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Melinda: Aber es muss

Melinda: Aber es muss noch mehr getan werden: 19 Millionen Kinder, von denen viele in Krisengebieten oder abgelegenen Regionen leben, sind immer noch nicht vollständig geimpft. Darum müssen wir unsere Anstrengungen verstärken, um unser Ziel, die Kindersterblichkeitsrate zu halbieren und auf weniger als 3 Millionen zu reduzieren, bis 2030 zu erreichen. Bill: Wir können es schaffen, aber wir müssen noch sehr viel mehr lernen. Die Kindersterblichkeitstabelle ist eine großartige Erfolgsgeschichte, aber zeigt nicht die Bereiche, in denen wir noch nicht so viele Fortschritte erreicht haben. Hier ist ein wichtiger Bereich: 1 MILLION Anzahl der Säuglinge, die noch am Tag ihrer Geburt sterben Bill: Allein im letzten Jahr starben eine Million Säuglinge noch am Tag ihrer Geburt. Insgesamt sind mehr als 2,5 Millionen Säuglinge in ihrem ersten Lebensmonat gestorben. Obwohl die Kindersterblichkeitsrate insgesamt reduziert wurde, hat sich die Säuglingssterblichkeitsrate erhöht. Säuglingstode machen jetzt 45 Prozent der Kindersterblichkeit aus, im Vergleich zu 40 Prozent im Jahr 1990. Wenn man sich das nachstehende Kreisdiagramm ansieht, kann man auf einen Blick sehen, dass mehr als die Hälfte der Säuglingstode in eine von drei Kategorien fallen: Sepsis und andere Infektionen; Erstickungstod und Frühgeburten. Immer noch zu viele 2015 starben 2,6 Millionen Kinder in ihrem ersten Lebensmonat Todesursachen 6% Lungenentzündung 9% Andere 7% Andere neonatale Erkrankungen 29% Frühgeburten 9% Geburtsfehler 13% Sepsis und andere Infektionen 27% Encephalopathie (Asphyxie und Trauma) Quelle: IHME Melinda: Seit Jahrzehnten arbeiten Experten im Gesundheitswesen daran, diese Zustände zu behandeln oder zu verhindern, konnten aber bisher nur enttäuschende Ergebnisse erzielen. Wenn man auf eine große Herausforderung trifft und keine Antwort darauf findet, muss man sich die Frage stellen ob irgendjemand eine Lösung dafür hat. BILL & MELINDA GATES – UNSER JAHRESBRIEF 2017 S. 5

Säuglingssterblichkeitsrate pro 1000 Lebendgeburten 50 45 Bill Gapminder ist eine unserer Quellen für Fakten zur globalen Gesundheit und Entwicklung. 40 35 30 25 20 15 Mali Ruanda Säuglingssterblichkeitsrate: 37,8 Pro-Kopf-Einkommen: $1.680 Indien Säuglingssterblichkeitsrate: 18,7 Pro-Kopf-Einkommen: $1.550 2015 10 5 China Vereinigte Staaten Säuglingssterblichkeitsrate: 3,6 Pro-Kopf-Einkommen: $53.400 10 T 20 T 30 T 40 T 50 T 60 T 70 T 80 T Pro-Kopf-Einkommen (BIP pro Person, kaufkraftbereinigt, Preise aus dem Jahr 2011) Basierend auf kostenlosem Material von GAPMINDER.ORG URHEBERRECHT DURCH LIZENZ Bill: Genau. Hier ist eine Tabelle, die ich auf Gapminder.com gefunden habe und die auf viele unserer Einsatzgebiete im Bereich globaler Gesundheit passt. Sie beschreibt Gesundheit als eine Funktion des Wohlstands. Man kann fast überall in der Welt sehen, dass die Bevölkerung gesünder ist, wenn der Wohlstand steigt. Bei der Säuglingssterblichkeitsrate sehen wir diese erheblichen Abweichungen, die nicht nur auf das Einkommen zurückzuführen sind. Es gibt einige positive Sonderfälle: arme Länder, die wesentlich bessere Arbeit leisten als wohlhabendere Länder und andere arme Länder. Melinda: Es gibt aber erfreulicherweise auch Erfolgsgeschichten: Zwischen 2008 und 2015 hat Ruanda, eines der ärmsten Länder in Afrika, die Säuglingssterblichkeitsrate um 30 Prozent reduziert, auf 19 Tode pro 1000 Geburten. Im Vergleich dazu hat Mali — mit einem vergleichbaren BIP — eine Säuglingssterblichkeitsrate von 38 Todesfällen pro 1000 Geburten; doppelt so hoch wie Ruanda. Was hat Ruanda anders gemacht? Einige Maßnahmen sind so kostenarm, dass sie von jeder Regierung übernommen werden können: In der ersten Lebensstunde und den darauffolgenden sechs Monaten ausschließlich stillen, die Nabelschnur unter hygienischen Bedingungen durchschneiden und engen Hautkontakt zwischen Mutter und Baby, um die Körpertemperatur des Babys zu erhöhen. Diese einfachen Praktiken haben zu einer erheblichen Reduzierung der Säuglingssterblichkeitsrate geführt. Bill: Die Praxis alleine reicht aber nicht aus. Wir finanzieren gerade eine Studie in Indien, die mit einer Checkliste begann. Damit konnten wir einige kleinere Erfolge erzielen. Die wirklich großen Erfolge haben wir erst dann gesehen, als ausgebildete Krankenpflegekräfte mit den richtigen Instrumenten bei den Geburten dabei waren. Ruanda verdoppelte den prozentualen Anteil an Geburten, bei denen eine ausgebildete Krankenpflegekraft dabei war. Melinda: Ich habe selbst gesehen, wie auf diese Weise Leben gerettet wurden. Ich war in einem Krankenhaus in Malawi, als eine Krankenschwester mit einem Säugling mit Asphyxie im Arm hereingestürmt kam. Das Baby war bläulich im Gesicht und ich beobachtete, wie das Pflegepersonal es mit einem einfachen Beutel und einer Maske rettete. Dann legten sie das Baby in einen Babywärmer neben einen kleinen Jungen, der auch an Asphyxie litt. Der Arzt sagte mir, das kleine Mädchen werde überleben, aber der kleine Junge werde sterben, weil er am Straßenrand zur Welt gekommen sei. Ich sah, wie er nach Luft rang. Diese Erinnerung bricht mir heute noch das Herz. BILL & MELINDA GATES – UNSER JAHRESBRIEF 2017 S. 6

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