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Schwäbische Nachrichten & AuLa - Februar 2017

KUNST &KULTUR Ein Jahr

KUNST &KULTUR Ein Jahr Vielfältige Veranstaltungen und Ausstellungen des Bezirks Schwaben Viele kulturelle Vorhaben präsentierten Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert und die Verantwortlichen der Einrichtungen des Bezirks Schwaben für 2017. Neben den Museen in Oberschönenfeld, Illerbeuren, Maihingen und Naichen mit ihrem vielfältigen museumspädagogischen Programm, leistet der Bezirk kulturelle Arbeit in Heimatpflege, Trachtenberatung und mit dem Jugendsinfonieorchester sowie zahlreichen Fördermaßnahmen für historische Vereine, Kultur- und Heimatvereine,die sich um Brauchtum- und Kulturpflege besonders verdientmachen. Volkskundemuseum Oberschönenfeld Im Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld zeigt die Sonderausstellung „Sparen, verschwenden, wiederverwenden. Schuhmacherwerkstatt im Bauernhofmuseum Illerbeuren. Bild: SBI TanjaKutter hat im Reformationsjahr ein Sonderprogramm mit Führungen zum Thema „Weihwasser, Schutzengel und Konfirmationsbrief“ zusammengestellt und zeigt den Umgang mit religiösen Regeln und konfessionellen Unterschieden im ländlichen Raum. Selbst gewickelte Posamentenknöpfe. Bild: Georg Drexel Trachtenkulturberatung Stellvertretend für die umfangreiche Arbeit der Trachtenkulturberatung zeigte Monika Hoede anschaulich, wie Posamentenknöpfe gewickelt werden. Die Knopfmacherei ist ein beliebter Programmpunkt aus dem Schneider- und Handarbeiten-Kursprogramm für Anfänger und Könner. Ein Jahreshöhepunkt der Abteilung ist der jährliche Trachtenmarkt mit Second-Hand-Verkauf am 7. und 8. Oktober in Krumbach. Anspruchsvoll: DieArbeit des Jugendsinfonieorchesters. Bild: Christina Bleier Volksmusikberatung Am 19. März kommen die Augsburger beim Tanzkurs „Bayerisch Tanzen“ in der Gaststätte Rheingold in Bewegung. „Gscheid gsunga und tantzt“ heißt es Ende Juni in der Landesvolkshochschule Steingaden. In diesem Seminar über die Volksmusik kann man unter anderem etwas über Unterschiede beim Jodeln im schwäbischen und bayerischen Alpenland erfahren. DieHammerschmiede in Naichen arbeitet am Mühlentag. Bild: SVOJosef Dillitz Vom Wert der Dinge“. Vom 2. April bis 10. September geht eshier um den Umgang mit Dingen des alltäglichen Gebrauchs, die früher oft bis zur endgültigen Unbrauchbarkeit verwertet und umgestaltet wurden, seit dem Einzug von Kunststoff in unseren Alltag aber zu Wegwerfartikeln mit den bekannten Umweltproblemen wurden. Innovative Ideen aus der Region zeigen Wege zu einem bewussteren Umgang mit den Dingen. Das Volkskundemuseum baut in diesem Jahr seine Dauerausstellungen um und bietet Interessierten in dieser Zeit einen Blick hinter die Kulissen. Hammerschmiede Naichen Eine ehemalige Ausstellung aus Oberschönenfeld wird wegen des großen Interesses nun noch einmal in der Hammerschmiede und dem Stockerhof Naichen gezeigt. Wie ein großes begehbares Lexikon können „Verschwundene Dinge von Abis Z“ in Erinnerung gerufen werden. Möglich ist das vom 14. Maibis 5. November.Die Hammerschmiede nimmtauch am Mühlentag –dem Pfingstmontag –ihre Arbeit wieder auf und präsentiert die originale Transmissionsanlage und den historischen Blattfederhammer inAktion. Bauernhofmuseum Illerbeuren Das älteste Bauernhofmuseum Bayerns, das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren, Museum KulturLand Ries Eine ganz besondere Fotoausstellung präsentiert das Museum KulturLand Ries in Maihingen. Unter dem Motto„Auslöser Ries. Fotografien aus dem Nachlass Förstner“ gewähren Bilder der Landwirte Vater und Sohn Förstner aus Goldberghausen Einblick in den ländlichen Alltag, die bäuerliche Arbeitswelt und die Festkultur im Ries. Entstanden sind die Fotos zwischen 1920 und 1973 mit der jeweils verfügbaren technischen Ausrüstung. AuslöserRies –Fotos der beiden Landwirte Förstner im Museum KulturLand Ries. Bild: Heinrich Foerstner Tagder Volksmusik. Schwäbisches Jugendsinfonieorchester Als echte Talentschmiede sieht sich das Schwäbische Jugendsinfonieorchester, das mit seinen etwa 100 Mitwirkenden für die beiden Konzerte im Frühjahr und Herbst ein anspruchsvolles Repertoire ausgesucht hat: Richard Wagners Ouvertüre zur Oper„Tannhäuser“, das KlavierkonzertNr. 2inA-Dur von Franz Liszt und die Sinfonie Nr. 1,c-Moll, op. 68 von Johannes Brahms, werden im ersten Konzert imApril gespielt. Zu Zeiten als „Wagnerianer“ und „Brahmsianer“ zwei nicht vereinbare Lager bildeten, wäre diese Kombination an einem Abend völlig unmöglich gewesen, wie der künstlerische Leiter des Orchesters,Allen Bergius,schmunzelnd berichtet. n i Bild: SBI TanjaKutter Unter www.bezirk-schwaben.de finden Interessierte Details zum kulturellen Programm des Bezirks Schwaben. 4

KUNST &KULTUR Geschmack ist sein Beruf Bier-Sommelier BernhardSapper vonder Schlossbrauerei Unterbaar im Interview „Bierstile“, „Biersprache“ oder auch „Bier und Schokolade“ – diese Ausbildungsfächer klingen nach einem echten Traumberuf. Seit 2004 wird inDeutschland und Österreich die weltweit einzige Ausbildung zum Diplom- Biersommelier angeboten. In Gräfelfing an der Doemens Akademie und im österreichischen Kiesbye’s Bierkulturhaus lernen die Auszubildenden alles über den Herstellungsprozess, die richtige Bierauswahl und die passende Präsentation von Bieren. Einer der Absolventen ist Bernhard Sapper, Gebietsverkaufsleiter inder Schlossbrauerei Unterbaar und Biersommelier. herba: Herr Sapper, was war denn Ihr Lieblingsfach in der Ausbildung zum Biersommelier? Bernhard Sapper: Das Thema Sensorische Verkostung war schon mein Favorit. Die verschiedenen Bierstile zu erkennen, vor allem die bei uns nicht sogeläufigen Biere, war für mich sehr spannend. Esgeht dabei um das Aussehen, den Schaum, den Geruch und natürlich auch den Geschmack und das Mundgefühl im An-sowie im Nachtrunk. herba: Sie haben sich ja auch schon vor Ihrer Ausbildung zum Sommelier mit Bier beschäftigt. Was haben Sie dann noch an neuen Inhalten dazugelernt? Sapper: Früher war meine Vorstellung vonBier doch sehr traditionsgebunden. Ich habe dazugelernt und bin offener und ’moderner’ geworden. Biere, die beim ersten Probieren eher ’fremd’ schmecken, lehne ich nicht mehr kategorisch ab, sondern betrachte sie mit einer anderen Wertschätzung. Auch das Thema Rohstoffe wurde sehr ausgiebig behandelt. Und wir erhielten einen umfassenden Überblick über die außergewöhnliche Vielfalt unterschiedlichster Hopfen-, Malz- und Hefearten. Wir alle hatten die Möglichkeit, einen eigenen Biersud einzubrauen und wir lernten vermeintlich profane Dinge, wie die richtige Glaspflege, beziehungsweise das richtige Glas zum richtigen Bier oder auch Themen wie Hygiene und Sauberkeit im Bereich einer Schankanlage. herba: Wie können Sie das, was Sie damals gelernt haben, heute in IhremBeruf einsetzen? Sapper: Ich führe häufig Gastronomen, Marktleiter oder andere Kunden der Schlossbrauerei Unterbaar durch unser Unternehmen. Dabei wird natürlich auch verkostet. Ich rege die Gruppen dann an, ihre Sinne für den Geschmack zu schärfen, alles genau wahrzunehmen. Der Geschmack ist am Ende das entscheidende Argument, weshalb sich ein Kunde entscheidet,unserBier zu verkaufen. Wir machen auch ganze Verkostungsabende bei Gastwirten, bei denen dann die passenden Gerichte zum richtigen Bier serviertwerden. herba: Welches Gericht empfehlen Sie denn zu den Bier-Klassikern der Schlossbrauerei Unterbaar? Waspasst zum Unterbaarer Hellen oder zum kräftigen Märzen? Bier-Sommelier Bernhard Sapper Sapper: Grundsätzlich ist man mit der Faustformel „Je kräftiger ein Gericht, desto kräftiger das dazugehörende Bier“ nicht schlecht beraten. Zu unserem Unterbaarer Hell würde ich ein Gericht mit Geflügel sowie leichter Gemüse- und Salatbeilage empfehlen. Zu unserem Märzen würde dann schon eher ein deftiger Schweinebraten mit Klößen passen. herba: Wasmachtdenn ein wirklich gutes Bier aus? Sapper: Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Für mich ist wichtig, dass das Bier einen Charakter hat. Gerade kleine und mittelständische Brauereien bieten eine unglaubliche Vielfalt. Dort werden Biere noch handwerklich gebraut,die wirklich unterschiedlich sind und jeden Bierliebhaber seine Sorte finden lassen. Großkonzerne die versuchen Biere möglichst „mainstream“ zu produzieren sind nicht meine Welt. n ! www.schlossbrauereiunterbaar.de pm Die 50% Wochen bei Lemmer &Lemmer! *2.Paar Gläser im gleichen Wert oder günstiger als Erstbrille Zwei neue Brillen kaufen und schlanke 50% Rabatt auf das 2. Gläserpaar mitnehmen.* A-Göggingen |Bgm.-Aurnhammer Str.28 |Tel. 08 21/9988227 |www.lemmer-lemmer.de 5