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IM KW 07

5. Imster

5. Imster Weiberfåsnåcht am Unsinnigen Donnerstag Organisatorin Andrea Bubik zeigt sich zufrieden mit den Vorbereitungen Dass die erstmals im Jahr 2013 stattgefundene Weiberfåsnåcht auf breite Anerkennung von Seiten der Bevölkerung stößt, zeigte sich schon vor vier Jahren eindrucksvoll, als unzählige ZuschauerInnen den Fåsnåchtsgruppen Applaus zollten. Heuer hat sich die Zahl der aktiven Teilnehmerinnen im Vergleich zur ersten Veranstaltung bereits verdoppelt, bisher haben schon 140 bis 150 Weiber ihre Zusage zum Umzug gegeben. Von Agnes Dorn Bereits seit Wochen laufen die Vorbereitungen zur 5. Imster Weiberfåsnåcht auf vollen Touren und in vielen Haushalten werden neue Ideen konkretisiert, Kleider und Masken genäht und gebastelt, Lieder geprobt und der Funken der Vorfreude immer mehr angefacht. Was schon vor vier Jahren als recht großes Spektakel mit rund 70 Teilnehmerinnen begann, wird heuer zu einer noch größeren Veranstaltung in der Imster Innenstadt heranwachsen, zeigt sich eine der Hauptorganisatorinnen, Andrea Bubik, überzeugt. Vier verschiedene Hexengruppen, die Gruppe der Fabelwesen mit den Saligen und den Beten, die Ratschweiber oder Petzen und die „Männer“-Gruppe mit den Imster Wilderern machen einen Teil des gesamten Umzugs aus, Den „Männern“ gebührt eine eigene Gruppe. Fotos: Helmuth Schöpf der sich von der männlichen Fåsnåcht nicht nur in der Geschlechtszugehörigkeit der Teilnehmer stark unterscheiden möchte. Die Teenie- Eine der Hexengruppen mit ihren obligatorischen „Accessoires“ Kessel und Rabe. Hexen des Imster Jugendzentrums Jayzee werden heuer tanzend die Zuschauer in die wilde Welt der Schamaninnen entführen und die Wiatigen werden mit einer eigenen Performance generationenübergreifend das Ihrige zum Winteraustrieb beitragen. Auch heuer dürfen wieder die Kinder in allen Bereichen des Fåsnåchtsumzugs herumtollen und so dem wilden Treiben die nötige Ungezwungenheit beisteuern. WEIBLICHER HÖHE- PUNKT DER FÅSNÅCHT. „Wir vermeiden alles, was ähnlich ist wie die männliche Fåsnåcht“, betont Bubik, die selbst bei der Schlusslichtgruppe der mittelalterlichen Musikgruppe dabei sein wird. Nachdem sie sich vor allem im ersten Jahr über teilweise äußerst negative Reaktionen aus den Reihen der traditionellen Fåsnåchtler ärgern musste, ist die Freude der Wei- Imster Weiberfasnacht Wir unterstützen Veranstaltungen in Imst Eine schöne Weiberfåsnåcht wünscht die Stadtgemeinde Imst. Bgm. LAbg. Stefan Weirather und Gemeinderat 6460 Imst • Kramergasse 20 Tel. 05412/63803 • www.regensburger.cc WEIBERFASNACHT wir sind dabei! Dr.-Carl-Pfeiffenberger-Str. 14 . Imst follow me @mycafie Unterm Hohen Rain 1a | 6460 Imst | 0699 197 32 800 RUNDSCHAU Seite 20 15./16. Februar 2017

Weiberfåsnåcht Auch Buben dürfen den Zug durch die Kramergasse aktiv begleiten. ber daher umso größer, dass heuer die Schölfeler-Musi mit ihrem Wagen die feminine Variante des Fåsnåchttreibens unterstützen wird. Eigentlich hätten die Männer ja die Fåsnåcht auch nicht für sich allein gepachtet, denn der traditionelle Umzug heißt ja auch nicht „Fåsnåcht“, sondern würde als Imster Schemenlaufen nur einen Teil der Fåsnåchtszeit ausmachen, erklärt Bubik. Und Weiberfåsnåcht wird in vielen anderen Orten auch gefeiert, gibt die Mitorganisatorin zu bedenken und verweist auf den alten Brauch, bei dem sich die Weiber früher zur Fåsnåcht in Gasthäusern getroffen hätten. Bis Mitternacht Wir wünschen der Imster Weiberfasnacht einen guten Verlauf! war den Männern dort der Zutritt verwehrt und erst zur Geisterstunde durften sie den Anblick ihrer kostümierten Frauen genießen. Bei der nunmehrigen Variante der Weiberfåsnåcht dürfen die Männer dagegen das gesamte Spektakel bewundern und schon ab Beginn des Umzugs am 23. Februar um 15 Uhr bei der Vorstellung der einzelnen Maskengruppen am Sparkassenplatz als Zuschauer dabei sein. Der Umzug wird dann durch die Kramergasse bis zum Vorplatz beim Pflegezentrum gehen und ab 18 Uhr wird im Café Rosengartl die Musik das spaßige Treiben weiter begleiten. Kramergasse 13 · 6460 Imst www.facebook.com/pfiffimst B ÜCHER Literatur-Eldorado Über einen pinken Elefanten und eine Männerfreundschaft (mst) Sein letzter Erfolgsroman erschien mit „Montechristo“ im Jahr 2015. Nun gibt es wieder druckfrische Kost des Schweizer Schriftstellers Martin Suter mit dem Titel „Elefant“. Er ist entzückend, ein Wunderwesen – und für den, der die genetische Zauberformel kennt, ein Vermögen wert: ein rosaroter Mini-Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich steht er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat und nun seinen Augen nicht trauen kann. Woher kommt dieses seltsame Geschöpf und wie ist es entstanden? Das wissen nur wenige Personen und sie verfolgen sehr unterschiedliche Interessen: Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tiers begleitet hat, glaubt, es sei etwas Heiliges, das geschützt werden muss. Geschützt ja, aber als Patent, meint dagegen Genforscher Roux. Die Schauplätze dieser atemberaubenden Intrige wechseln in rascher Folge von einem gentechnologischen Labor über einen Zirkus im Zürcher Oberland zur städtischen Obdachlosenszene, von dort in den Schutz einer Villa am Zürichberg und schließlich in ein Land in Südostasien, wo man Elefanten auf besondere Wiese huldigt. Sie ist nicht bekannt wie Martin Suter und „Ein wenig Leben“ ist erst ihr zweiter Roman, aber Hanya Yanagihara hat damit eines „Elefant“ von Martin Suter, 352 Seiten, Diogenes Verlag, 24,70 Euro „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara, 960 Seiten, Hanser Verlag, 28,80 Euro der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre abgeliefert. Nun wurde er ins Deutsche übersetzt. Die US-amerikanische Schriftstellerin sorgte bereits mit ihrem ersten Roman „The People in the Trees“ für Aufsehen. Seit „Ein wenig Leben“ wird sie von KritikerInnen in den Himmel gelobt. Zum Inhalt: „Ein wenig Leben“ handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern, die sich am College kennengelernt haben. Willem versucht als Schauspiler Fuß zu fassen. Malcolm, ein Architekt, will aus dem Schatten seines erfolgreichen Vaters treten. JB ist Künstler und derjenige, der ihren Zusammenhalt immer wieder auf die Probe stellt. Jude St. Francis aber, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Wie in ein schwarzes Loch werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungheuer nach und nach hervortreten. „Ein wenig Leben“ ist realistischer Roman und Märchen zugleich – ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Erlösung, das sich an die dunkelsten Orte begibt, an die Literatur sich wagen kann, und dabei immer wieder zum hellen Licht durchbricht. erhältlich bei TYROLIA www.tyrolia.at www.imster-bergbahnen.at 6460 Imst, Rathausstraße 1, Tel. 05412/66076, Fax -20 6500 Landeck, Malser Str. 15, Tel. 05442/62541, Fax -20 15./16. Februar 2017 RUNDSCHAU Seite 21