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IM KW 07

Programm für die

Programm für die Volksschauspiele Telfs 2017 ist fixiert „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“, „Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft“ und „Lampedusa“ (RS) Das Programm der Tiroler Volksschauspiele 2017 in Telfs steht fest. Erneut wird das Zirkuszelt auf dem Thöni- Areal Spielstätte sein. Geplant sind die Stücke „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“, „Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft“ und „Lampedusa“. Und auch „Ein Bericht für eine Akademie“ kommt zurück. Felix Mitterer kehrt in Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“ als „Affe Rotpeter“ zurück auf die Bühne. Foto: Günther Egger Volksschauspiele-Obmann Markus Völlenklee nachstehend über die anstehende Spielsaison 2017: „Wir bieten heuer ein berühmtes bayerisches Volksstück, ein vielbeachtetes Stück Gesellschaftskritik eines mehrfach preisgekrönten österreichischen Gegenwartsautors und ein Stück eines ebenso gepriesenen englischen Autors, zum zur Zeit heißest diskutierten Thema. Theater ist für uns Unterhaltung, notwendig für den seelisch-geistigen Unterhalt, ein Lebensmittel anderer Art. Wir glauben, damit eine Versorgungslücke zu schließen. Sind zwei Stunden Auszeit aus dem digitalen Hornissenschwarm nicht ein verlockendes Angebot? Und das zu Preisen, die die von Kinokarten kaum übersteigen: Dafür aber regional, analog und trotzdem kommunikativ, saisonal und in Echtzeit. Man sagt, vom Himmel aus betrachtet, sähe die Welt ganz anders aus. Vielleicht muss es gar nicht ganz so weit weg sein, wie vom Himmel auf die Erde – um das eigene Leben, und damit die eigene Welt, neu zu sehen. Oft reicht schon der Abstand vom Zuschauerraum auf die Bühne.“ Das Zirkuszelt auf dem Telfer Thöni-Festplatz wird heuer zum veritablen Bierzelt und das Bierzelt zum Himmelzelt unter dem sich der „hinterzintige“ Brandner und der erbarmungswürdige Knecht der himmlischen Bürokratie, der Tod, vulgo Boanlkramer, zum legendären Kartenspiel auf Leben und Tod treffen. Zwölf Kirschgeist und einen miesen Kartentrick später sieht sich der Tod um 18 Jahre geprellt – und der Kaspar glaubt schon der Unabänderlichkeit ein Schnippchen geschlagen zu haben, aber der Tod ist ein erbärmlicher, aber erfahrener Himmelsknecht… Markus Völlenklee wird das himmlisch-irdische Volksstück von Kurt Wilhelm nach einer Erzählung von Franz von Kobell „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“ inszenieren. Auch nach oben, aber in einen leeren Himmel, in eine leer laufende Maschine, schauen die Leute in Ewald Palmetshofers „Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft“. Sechs einigermaßen orientierungslose, aber umso ego-fixiertere Figuren treffen im Paradies der erfüllten Wünsche, einer Einfamilienhaussiedlung, aufeinander. Ihre Sprache ist von der ewigen Wiederholung der Forderung, dass jetzt aber endlich mal was passieren müsse, mürbe geworden – so mürbe, wie der Schweinebraten zum 95.Geburtstag der Großmutter hätte werden sollen – auch wenn der Jubilarin im Geiste bereits eine Schnur gespannt wird, die ihren Weg zum Himmel abkürzen soll. Susi Weber wird dieses Stück groteske Moderne im Großen Rathaussaal inszenieren. Ein Fischer, der seit einiger Zeit nur noch Menschen fischt und eine junge Studentin, die weniger verdient, als die Leute, denen sie in Auftrag einer Inkassofirma die letzten Kröten aus den Rippen leiern soll, stehen in „Lampedusa“ von Anders Lustgarten auf derselben Bühne, wie sie im richtigen Leben in derselben Welt leben – ohne Verbindung. Und doch sind sie die Repräsentanten ein und derselben kruden Wirklichkeit, die hinter den Kulissen der Schlagzeilen brodelt. Der italienische Fischer Stefano und die halbasiatische Wirtschaftsstudentin Denise, Lampedusa und London, das ehemalige Urlaubsparadies und die ehemalige Börsenhochburg – sie alle haben in letzter Zeit ganz schön Federn gelassen... Hinterlistig enttarnt Lustgarten grelle Gazettenwahrheiten und verführt seine Zuschauer zum unverbrauchten Blick auf vermeintlich Bekanntes. Man muss schon ein Lustgarten sein, um der Katastrophe auch mit Humor zu begegnen und ihr Hoffnung abzutrotzen. Thomas Blubacher, noch gut in Erinnerung als Regisseur von „Alpenkönig und Menschenfeind“ 2009 und „König Hirsch“ 2010, wird im Kranewitterstadel inszenieren. Und zu guter Letzt ist es mir eine große Freude vermelden zu dürfen, dass Felix Mitterer mit Franz Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“ zusammen mit Siggi und Juliana Haider in den großen Rathaussaal zurückkehrt – eine der seltenen Gelegenheiten, den großen Dramatiker auch als Darsteller auf der Bühne zu erleben. RUNDSCHAU Seite 30 15./16. Februar 2017

D A WAR WAS LOS... Vom Tiroler Freiheitskampf „Pusterer Bua“ erzählt (prax) Siegfried Steger, einer jener legendären Südtirol-Rebellen, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelange Scharmützel mit dem italienischen Staat geliefert haben, wird am 22. Februar ab 19 Uhr im Haus der Fasnacht in Imst von seinem Freiheitskampf für die Tiroler Einheit erzählen. Steger hat mit der Unterstützung von Hannes Pircher im Eigenverlag seine Lebensgeschichte neu aufgelegt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Sie haben fleißig geübt und sich den Applaus dementsprechend verdient – die jungen Musiktalente der LMS Imst nach ihrem erfolgreichen Semesterkonzert. (jazu) Langsam, aber sicher ging dieses Semester zu Ende, so auch in der Landesmusikschule Imst. Doch bevor alle in die wohlverdienten Ferien starteten, um wieder Energie zu tanken, konnten die SchülerInnen ihr musikalisches Talent noch einmal vor Publikum unter Beweis stellen. Das Semesterkonzert lockte Verwandte, Bekannte, Freunde und Co. in den Saal der LMS Imst, denn das Programm deckte ein breites Spektrum ab: von Klassik über Jazz bis Pop. Nicht nur die Variationen der Instrumente waren vielseitig: Egal, ob Gesang, Trompete, Hackbrett, Tenorhorn, Akkordeon, Querflöte oder Klavier, sondern auch deren Besetzung als Trio, Duett oder Einzelauftritt. Die Abschlussprüfungen sind absolviert, ausgezeichnete Erfolge wurden erzielt – gesungen und gespielt – der Stolz der MusiklehrerInnen und die Freude der jungen Talente war nicht zu Karl Schuchter, Musikschulleiter der LMS Imst, begrüßte alle recht herzlich und stellte jeweils die einzelnen Solisten und Ensembles vor. verkennen. Der nächste Auftritt steht schon fest: Am Donnerstag, dem 23. Februar, findet das Faschingskonzert ab 18 Uhr im Stadtsaal Imst statt. Ein ganz besonderer Abend mit einem Zeitzeugen der Tiroler Geschichte ist zu erwarten: Erika Saxe, Siegfried Steger und Hannes Pircher (v.l.). Foto: Freiraum NEU NEU Das Buch beleuchtet den Kampf um die Einheit der Tiroler aus persönlicher Sicht. Noch heute darf der Freiheitskämpfer nicht nach Italien einreisen, es droht eine lebenslange Gefängnisstrafe. Patrick Krismer, der „Seabua“ aus Nassereith, wird den Abend auf dem Akkordeon mit Melodien von Herbert Pixner begleiten. Druckereichef Hannes Pircher wird einige Passagen vorlesen, begleitende Worte werden von Kulturreferent Christoph Stillebacher und Fasnachts-Historiker Manfred Waltner kommen. Für leibliches Wohl ist ebenfalls gesorgt. TOP 12 Von 17.02 bis 23.02 Fr Sa So Mo Di Mi Do Ballerina Ab 6J 15:50 15:50 15:50 15:35 15:35 15:35 15:50 90 min Fifty Shades of Grey Gefährliche Liebe 16:00 16:00 16:00 16:00 16:00 16:00 16:00 Ab 16J 18:35 18:35 18:35 18:35 18:35 18:35 18:35 115 min 20:00 20:00 20:00 20:00 20:00 20:00 20:00 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 21:00 John Wick: Kapitel 2 Ab 16J 18:15 18:15 18:15 18:15 18:15 18:15 18:15 122 min 20:40 20:40 20:40 20:40 20:40 20:40 20:40 Plötzlich Papa! Ab 6J 15:30 15:30 15:30 15:30 15:30 15:30 15:30 118 min Resident Evil The Final Chapter Ritter Rost 2 Das Schrottkomplott Ab 16J 20:15 20:15 20:15 20:15 20:15 20:15 107 min Ab 6J 86 min 13:30 13:30 13:30 13:30 13:30 13:30 13:30 NEU Split Ab 16J 20:30 117 min 20:30 20:30 20:30 20:30 20:30 The Lego Batman Movie Ab 6J 13:50 13:50 13:50 13:50 13:50 13:50 104 min 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 18:00 13:50 The Lego Batman Movie 3D Ab 6J 16:00 104 min Timm Thaler oder das verkaufte Lachen Vaiana Ab 6J 14:00 113 min Wendy - Der Film Ab 6J 91 min 13:40 15:40 Why him? Ab 12J 16:20 111 min 17:45 16:00 16:00 16:00 16:00 16:00 16:00 Ab 6J 13:30 13:30 13:30 13:30 13:30 13:30 13:30 102 min 14:00 14:00 14:00 14:00 14:00 14:00 13:40 15:40 16:20 17:45 13:40 13:40 13:40 13:40 13:40 15:40 15:40 15:40 15:40 15:40 16:20 16:20 16:20 16:20 17:45 17:45 17:45 17:45 17:45 Ein Flötenduett unter Freundinnen – gemeinsam Musizieren verbindet und macht zugleich doppelt so viel Freude. RS-Fotos: Zumtobel 1+1 GRATIS Beim Kauf eines Kinotickets gibts ein Ticket Gratis Das komplette Kinoprogramm www.fmzkino.at 15./16. Februar 2017 RUNDSCHAU Seite 31