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IM KW 07

Guten Tag, Herr

Guten Tag, Herr Minister, wie geht’s? Exklusivgespräch mit Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter „Der Milchpreis ist für einen Landwirtschaftsminister immer der wichtigste Indikator“, gibt der Tiroler in der Ministerriege offen zu. Mittlerweile hat er auch wieder gut lachen, was diese Standardfrage anbelangt, schließlich hat sich der Milchpreis seit geraumer Zeit wieder etwas konsolidiert. Warum dies so ist und welches Programm das „Ministerium für ein lebenswertes Österreich“ in Zukunft fährt – Ausbau der Wasserkraft, Tschirganttunnel, Holzwirtschaft, Entwicklung ländlicher Regionen – darüber gibt der Brandenberger im RUNDSCHAU-Gespräch gerne Auskunft. Von Thomas Parth „Im August 2017 brach durch die Sanktionen der gesamte russische Milchexport-Markt, und damit gut ein Viertel, weg“, erinnert BM Rupprechter, „Seit 2013 war das Auslaufen der Milchquote bekannt. Diese beschäftigte uns seit dem Frühjahr 2015. Alles zusammen erzeugte einen massiven Druck auf den Milchpreis. Wir sind zwischenzeitlich auf unter 30-Eurocent pro Liter gefallen. Österreich konnte sich durch einen hohen Anteil an Spezial-, Bio- oder Heumilch preislich stabilisieren.“ Heute könne man sagen, dass die Maßnahmen, welche man auf europäischer Ebene durchgesetzt habe, Harley wie z.B. die freiwillige Milchlieferrücknahme, gewirkt haben. „Jetzt liegen wir bei einem Durchschnitt von 35-Eurocent“, gibt sich der Unterländer beruhigt. EUROPÄISCHER ZUSAM- MENHALT. „Ich halte generell nicht viel von Sanktionen“, so Rupprechter, direkt auf Russland angesprochen: „Der Schaden, speziell für unsere Landwirtschaft, ist ein nachhaltiger. Wir müssen wieder zu einem normalen, wirtschaftlichen Miteinander finden. Auch geopolitisch sollte Russland ein Partner, nicht ein Gegner sein. In Anbetracht der Neuaufstellung der USA muss Europa seine Position zu Russland for your Mum Das große Gewinnspiel zum Muttertag RECHNUNGEN SAMMELN UND EINE ORIGINALE HARLEY DAVIDSON FÜR DEINE MUTTER ZUM MUTTERTAG GEWINNEN! www.werkstatt.ws neu überdenken.“ Unter dem Vorsitz von Außenminister Sebastian Kurz in der Osze werde 2017 ein „Schlüsseljahr“ werden, prognostiziert BM Rupprechter, der auf eine gemeinsame Vorgangsweise der EU und auf keine Alleingänge einzelner Staaten setzt: „Wir dürfen nicht in die Falle treten und jenen Kräften aufsitzen, die auf eine Zersplitterung der Europäischen Union wetten.“ Die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und nicht zuletzt Deutschland, wo es mit Wilders, Le Pen oder der AfD separatistische Bewegungen gibt, seien eine weitere Herausforderung für den europäischen (Friedens-)Gedanken. BODENSTÄNDIGKEIT. „Der Weg von Franz Fischler, der in seiner Zeit als EU-Kommissar den sog. Feinkostladen Europa propagierte, ist nach wir vor ein guter. Die Qualitätssteigerung und Ökologisierung der Landwirtschaft sowie die Hervorhebung der Regionalität geht auf“, freut sich Rupprechter, dass sich diese Strategie bewährt: „Herkunft ist Zukunft.“ Ein Positivbeispiel sieht der „Wein-Minister“ im österreichischen Wein, wo der Konsument immer öfter wissen möchte, wer der Produzent ist und wo der Wein herkommt. Österreich habe die Möglichkeiten der europäischen Politik für ländliche Entwicklung voll genutzt. „Hier sind wir doppelter Nettoempfänger, denn Österreich zahlt 2,2 Prozent an die EU und bekommt 4,4 Prozent zurück!“, zeigt Rupprechter auf. TSCHIRGANTTUNNEL. „Gerade hatte ich ein sehr gutes Gespräch mit den betroffenen Bürgermeistern“, gibt Andrä Rupprechter Auskunft über den Status quo zum Tschirganttunnel: „Es gibt demnächst ein Treffen mit Bundesminister Leichtfried, meinem Spiegelminister, wobei ich meine Unterstützung in der Verkehrsentlastung im Tiroler Oberland und Außerfern zugesagt habe.“ Landeshauptmann Günther Platter hat die Vorfinanzierung des Scheiteltunnels bestätigt. „Das Projekt stand ja schon einmal auf der Prioritätenliste weit vorne und wurde dann unter Doris Bures Harley for your mum Das große Werkstatt Gewinnspiel zum Muttertag Zum Muttertag hat sich das Team der Werkstatt Imst etwas ganz besonderes einfallen lassen. Bis zum Samstag, dem 13. Mai, heißt es, Rechnungsbelege sammeln und schon kann man mit ein wenig Glück eine originale Harley Davidson für seine Mutter zum Muttertag gewinnen! G R O S S E V E R L O S U N G S P A R T Y A M 1 3 . M A I 2 0 1 7 - I N F O S A U F W W W . W E R K S T A T T . W S Das Team der Werkstatt Imst freut sich auf viele TeilnehmerInnen und auf eine großartige Party am Samstag, dem 13. Mai. RS-Foto: Novak-Archiv Mit jedem Rechnungsbeleg ist es möglich, eine Teilnahmekarte in die große Losbox des Gastro- und Eventcenters „die Werkstatt“ einzuwerfen. Damit nützt man die einmalige Gelegenheit, seiner Mutter statt Blumen eine originale Harley Davidson zu schenken. Die große Verlosungsparty findet am 13. Mai im Rahmen des Terrassen-Openings mit der bekannten Party-Band „Milestone“ statt. Weitere Informationen gerne auch online unter: www.werkstatt.ws. ANZEIGE RUNDSCHAU Seite 6 15./16. Februar 2017

„Wir dürfen nicht in die Falle treten und jenen Kräften aufsitzen, die auf eine Zersplitterung der Europäischen Union wetten!“ RS-Foto: Praxmarer zurückgereiht. Schade ist, dass damit auch die Arbeiten an einer UVP- Prüfung gestoppt wurden. Diese Arbeiten sollen wieder aufgenommen werden“, fordert der Umweltminister und sieht keine Schwierigkeiten in der Finanzierung: „Der finanzielle Rahmenplan steht fest. Es geht allein um die Reihung. An dieser werden wir arbeiten.“ ÖKOLOGISCHE WASSER- KRAFT. Angesprochen auf den Tourismus, der – denkt man z.B. an die aus dem Boden schießenden Schneekanonen – immer stärker auf Energie angewiesen sein wird, ist BM Rupprechter durchaus kein Wasserprediger, der Wein trinkt: „Ich habe stets mein Bekenntnis zur Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle betont und in meinem ersten Jahr mit dem wasserwirtschaftlichen Rahmenplan fünf ausgewählte Projekte auf den Weg gebracht. Es macht keinen Sinn auf die Energiewende zu pochen und erneuerbare Energien nicht zu verwenden.“ Die Schneekanonen würden mit erneuerbarer Energie betrieben und brächten Schnee in Trinkwasserqualität auf die Pisten. „Die Beschneiungsanlagen sind für den Umweltminister kein Problem“, schließt Rupprechter. HOLZ ALS ZUKUNFT. Die Plattform FHP (Forst-Holz-Papier) sei der zweitgrößte Devisenbringer Österreichs. Als Eigentümervertreter der Bundesforste ist BM Rupprechter (bzw. der Staat) auch gleichzeitig der größte Waldbesitzer Österreichs. Für Vorzeigebetriebe wie Holz Pfeifer in Imst bricht der Minister eine Lanze: „Wir sind stark exportorientiert. Wir haben insgesamt einen deutlich stärkeren Zuwachs an Wald als Entnahme, damit ist der Sektor auch nachhaltig und ein großer Arbeitgeber. Obendrein ist der Wald eine CO2-Bremse und damit klimawirtschaftlich relevant.“ Wie man in Österreich baue, darüber könne man über die Bau- und Raumordnung, speziell in den Städten, Einfluss nehmen. Die technische Bauordnung z.B. wurde „verbundlicht“, erinnert Rupprechter, der auf diesem Wege Holz als Baustoff stärker zum Tragen bringen möchte. Als Positivbeispiel führt der Minister den Neubau der Bundesanstalt für Alpenländische Milchwirtschaft in Rotholz an, wo er als Bauherr 50 Millionen Euro in eine reine Holzbauweise investiere. Treppen wieder schön und sicher! Mit dem Stufe-auf-Stufe-System! Rufen Sie uns an: 05263/6377-0 www.portas.at/treppen MASTERPLAN. Der sog. Masterplan für ländliche Regionen werde noch heuer strategisch ausgearbeitet. Den Auftrag habe sich der Minister bei der letzten Regierungsklausur geben und diesen Masterplan auch im jüngsten Arbeitsübereinkommen festschreiben lassen. – Momentan läuft die „Pitztal-Strategie“ an, die RUNDSCHAU hat berichtet. – „Wir müssen Arbeitsplätze schaffen. Damit braucht es nicht nur die Politik, sondern auch Unternehmen. Das Leben am Land, wie z.B. das Vereinsleben und das Ehrenamt sollen entlastet und gestärkt werden. Die Abwanderung ist stark weiblich, da es oft unattraktiv ist, zurück aufs Land zu gehen. Familie und Beruf sollen in Übereinstimmung gebracht werden“, beteuert der ÖVP-Minister, indem er auch über ideologische Schatten springen will. „Die Frage der Mobilität ist eng mit der Umwelt verbunden. Hier hat sich schon einiges getan“, doch bestehe noch „Luft nach oben“. Das „digitale Dorf“ und der Breitbandausbau ist ein weiterer Baustein des Masterplans, der bis 2020 diesbezüglich einen klaren Fahrplan vorsieht. „Zwei Drittel der Mittel für den Breitbandausbau müssen aus meiner Sicht in den ländlichen Raum fließen“, untermauert Rupprechter, wohl wissend auch des Interesses z.B. des neuen Bundespräsidenten Alexander van der Bellens. „Ich war einstimmig zum Generalsekretär des AdR (Anm.: Ausschuss der Regionen) gewählt und sollte am 1. April 2014 den Dienst antreten, da ist mir allerdings der Anruf von Landeshauptmann Platter dazwischen gekommen“, blickt Andrä Rupprechter ohne Bedauern zurück, den „Job“ als Minister Österreichs angetreten zu haben. 15./16. Februar 2017 Schule für allgemeine Gesundheitsund Krankenpflege 6600 Reutte, Krankenhausstr. 34 Tel. 05672/65033 E-Mail: info@pflegeschule-reutte.at www.pflegeschule-reutte.at Gehobener Dienst - Diplomausbildung Ausbildungsbeginn: 15. September 2017 Dauer der Ausbildung: 3 Jahre Abschluss: Diplom in allgemeiner Gesundheits- und Krankenpflege Kombistudium Pflege Ausbildungsbeginn: 15. September 2017 Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre Abschluss: Diplom in allgemeiner Gesundheits- und Krankenpflege + Bachelor of Science in Nursing Anmeldeschluss: 31. März 2017 hasta la vista, Baby: der Wärminator www.installationen-kleinheinz.at RUNDSCHAU Seite 7