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LA KW 07

D A WAR WAS LOS... Mone

D A WAR WAS LOS... Mone Tomelitsch (SCA), Bgm. Wolfgang Jörg, Benni Raich und Bgm. Helmut Mall. Arbeiteten im Bereich Küche & Service im TirolBerg: SchülerInnen der HLW Landeck mit Pädagogin Bianca Espa und Landecks Bgm. Wolfgang Jörg. (lisi) Bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2001 in St. Anton kam er erstmals zum Einsatz: der TirolBerg. Er „wurde bei der Weltmeisterschaft 2001 als kleine Hospitality geschaffen – Initiatoren waren Robert Parth, Adi Werner und Josef Margreiter“, erzählt TVB-St.-Anton-Direktor Martin Ebster am 8. Februar bei der St.- Anton-Night. Als fixer Bestandteil dieser Großveranstaltungen hat sich der TirolBerg als Treffpunkt etabliert und wurde auch konzeptionell weiterentwickelt. 2003 wurde er erstmals bei einer Weltmeisterschaft auswärts, eben in St. Moritz, installiert. Die Tirol Werbung hat sogenannte Host Partner, aus dem Oberland sind die Tourismusverbände Ischgl-Paznaun, St. Anton am Arlberg und Ötztal/Sölden mit an Bord (zusätzlich noch Seefeld, Innsbruck und das Zillertal). Für die rund 120 Gäste der St.-Anton- Night haben sich die Arlberger um Martin Ebster und TVB-Mitarbeiterin Miriam Scherl einiges überlegt: „Wir wollten die Entwicklung St. Antons von der Wiege des alpinen Skilaufs bis hin zur modernen Hochleistungsdestination zeigen“, so Ebster. Bilder aus alten Zeiten kamen ebenso zum Einsatz wie aktuelle Aufnahmen, Anekdoten und eine flotte Modenschau als auch kulinarische Angebote wurden geboten: „Die Nachspeise wird eine Sensation“, versprach Martin Ebster. Trockeneis wurde mit heißem Wasser übergossen – demonstriert wurde damit Nebel am Galzig. Verantwortlich für diese Gaumenfreuden waren neben den HLW-Landeck-SchülerInnen das Team des M3 aus St. Anton mit Manuset Kaser. Für die perfekte Unterhaltung sorgten u.a. Markus Linder oder die Arlberg Buam. Kooperiert haben die Arlberger auch mit der Firma Schöffel. TREFFPUNKT DER WELT- MEISTER. Am 8. Februar gaben sich im geselligen Zentrum der Ski- WM Ehrengäste aus Sport, Politik und Gesellschaft ein Stelldichein, neben der St.-Anton-Delegation mit Bgm. Helmut Mall, Gemeinderäten, TVB-Obmann Richard Walter und TVB-Aufsichtsräten, WK-Bezirksstellenleiter Otmar Ladner mischten sich Kollegen aus St. Moritz sowie die Sportgrößen Benni Raich, Egon Zimmermann, Karl Schranz, Heidi Neururer, Harti Weirather, Martin Falch, Karl Cordin, Sepp Mallaun oder Franz Klammer. Mitgefeiert haben auch der frisch gekürte kanadische Weltmeister Erik Guay und sein drittplatzierter Landsmann Manuel Osborne-Paradis. Im Rahmen der St.-Anton-Night wurden überdies hinaus rund ein Dutzend Mitglieder neu in den Skiclub Arlberg, einen der ältesten und traditionsreichsten der Alpen, aufgenommen, darunter Benni Raich und Harti Weirather. HLW IM EINSATZ. 25 Schülerinnen und drei Schüler der vierten und fünften Klasse der HLW Landeck waren, begleitet von den Pädagoginnen Bianca Espa und Stefanie Bauhof, als Küchen- und Servicepersonal im TirolBerg im Einsatz. „Fünf SchülerInnen arbeiten in der Küche und 23 im Service – dabei lernen sie an Erfahrung und dies bietet die einmalige Gelegenheit, Bgm. Helmut Mall, Parade-Gastronom Adi Werner, Josef Chodakowsky (SCA Präsident), Martin Raffeiner und Karl Schobel (GF EWA; v. l.). RS-Fotos: Zangerl TirolBerg-Wirt Martin Furtner, Hugo Wetzel (Präsident des WM-Organisationskomitees), Skilegende Franz Klammer und TVB-Direktor Martin Ebster. Im Rahmen der St.-Anton-Night in St. Moritz wurden zahlreiche neue Mitglieder in den SCA aufgenommen. Foto: Paul Schranz bei einem Großevent mitzuarbeiten“, informiert Espa. Es ist nicht die erste Großveranstaltung, bei welcher HLW-Schüler mitwirken: Bei den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 und in Rio de Janeiro 2016 konnten sie bereits ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Organisiert und eingeteilt von der Tirol Werbung in Kooperation mit mehreren Hostpartnern, waren die HLW-SchülerInnen aus den Bezirken Landeck und Imst die erste Woche im WM-Einsatz. Drei Tage nach der St.-Anton-Night folgte am 11. Februar die Ischgl-Night. RUNDSCHAU Seite 20 15./16. Februar 2017

Angebot und Nachfrage zusammenführen Landeck wird Modellregion zur Stärkung der Zusammenarbeit von Tourismus, Wirtschaft und Landwirtschaft Ein „Kümmerer“ soll dafür sorgen, dass Milch, Käse, Fleisch etc. dort konsumiert werden, wo sie hergestellt wurden – im Bezirk Landeck. Der Landtag hat einen entsprechenden Antrag an die Landesregierung genehmigt, der den Bezirk zur Modellregion macht. Angebot und Nachfrage sollen zusammengeführt werden. Von Daniel Haueis Der Betreff des Landtagsantrags, der in der Februarsitzung beschlossen wurde, lautet: „Wertschätzung und Wertschöpfung für die Tiroler Landwirtschaft sowie Maßnahmen für Bauernfamilien und den ländlichen Raum“. Umzusetzen hat ihn die Landesregierung. Sie soll eine Modellregion zur Stärkung der Zusammenarbeit von Tourismus, Wirtschaft und Landwirtschaft errichten – und zwar den Bezirk Landeck. Zudem solle das Bestbieterprinzip gestärkt und ein Bewusstseinsbildungsprogramm umgesetzt werden. „Es war eine wichtige Entscheidung … Jetzt, glaube ich, haben wir das richtige Instrument für Landwirtschaft und Tourismus“, kommentiert Bauernobmann Elmar Monz den Beschluss – der Nauderer setzt sich schon seit Jahren für eine „Drehscheibe“ ein, damit Bauern, Handel, Konsumenten und Touristiker zusammenkommen. KÜMMERER KOMMT. Konkret geht’s auch um einen „Kümmerer“, also jemanden, der gut vernetzt ist und auch Herzblut einbringt. Wer dies sein wird, ist noch nicht klar, auch nicht, wo er angesiedelt sein wird. LA DI Hermann Kuenz, von dem der Landtagsantrag stammt, könnte sich etwa das Regionalmanagement regioL vorstellen, aber auch Landwirtschaftskammer Peter Raggl, Hermann Kuenz und Elmar Monz (v. l.) mit regionalen Produkten RS-Foto: Haueis oder Agrarmarketing Tirol kommen in Frage. Kuenz meint angesichts der gut acht Millionen Gästenächtigungen im Bezirk: „Eigentlich müsste kein landwirtschaftliches Produkt aus Landeck raus bei diesem Tourismus.“ Bauernbund-Dir. Dr. Peter Raggl ist sehr stolz, dass sein Heimatbezirk Modellregion wird: 1500 landwirtschaftliche Betriebe, 45 000 Einwohner und deutlich über 50 000 Gästebetten seien ein „interessantes Verhältnis“, und auch er meint: „Es muss möglich sein, regionale Produkte im Bezirk zu einem akzeptablen Preis zu verkaufen.“ Man müsse eben Touristen und Konsumenten fragen, was sie benötigen und ein Netz spannen. Elmar Monz möchte den Erfolg von Vorzeigebeispielen wie Stanzer Zwetschke oder Paznauner Almkäse ausweiten, durch die Modellregion solle eine Ergänzung stattfinden. Zusammenfassend erklärt Monz, was er erreichen will: „Dass der, der was braucht, weiß, wo er hingehen muss.“ Möglich wäre z. B. eine kleine Messe, bei der dem Tourismus alle landwirtschaftlichen Produkte vorgestellt werden. In der Landesregierung sind Günther Platter (Tourismus), Josef Geisler (Landwirtschaft) und Patrizia Zoller- Frischauf (Wirtschaft) für das Projekt zuständig. Das Budget des konkret erst zu erstellenden Projekts ist noch nicht fixiert. Es soll jedenfalls noch heuer umgesetzt werden, erklärt LA Kuenz. (dgh) Ideengeber der Modellregion Landeck war Bezirksbauernobmann Elmar Monz. Er kennt die Daten „seiner“ Landwirtschaft: „Die Bauernhöfe im Bezirk Landeck sind äußerst klein strukturiert. 60 Prozent der Betriebe bewirtschaften weniger als fünf Hektar Fläche, 85 Prozent unter 10 Hektar. Im Durchschnitt hält ein Betrieb vier Milchkühe. Über 95 Prozent der 1800 bäuerlichen Betriebe im Bezirk werden im Nebenerwerb bewirtschaftet“, so Monz. Man brauche eine bessere Ideengeber Elmar Monz Zusammenarbeit der Landwirtschaft mit dem Tourismus, damit man für die hochwertigen Produkte einen Mehrpreis erzielen kann. Monz sieht die Modellregion als große Chance für landwirtschaftliche Betriebe, die sich in Richtung Professionalität weiterentwickeln sollen und mit ihren Produkten in Marktnischen einsteigen können. Profitieren könne nicht nur der Tourismus, sondern auch der Konsument, der gesunde Nahrungsmittel erwerben kann. 15./16. Februar 2017 RUNDSCHAU Seite 21