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RE KW 07

Feuer lehrte die

Feuer lehrte die Menschen von je her das Fürchten. Da Gebäude früher meist aus Holz und enganeinander errichtet waren, breiteten sich Brände mit Windeseile aus. Haushalte waren in früheren Zeiten verpflichtet, einen Feuereimer vorrätig zu haben. Im alten Reutte waren diese Feuereimer aus Leder gefertigt und mit dem Wappen der Gemeinde gekennzeichnet. Mit diesen Eimern wurde im Brandfall Wasser aus der „Ritsche”– einem natürlichen durch den Markt laufenden Gerinne – entnommen und über eine Menschenkette zum Brandherd gereicht. Stolzes Alter Freiwillige Feuerwehr Reutte feiert 150. Geburtstag Von Sabine Schretter Komm vorbei... ...auf einen spannenden und informativen Besuch bei uns. Wir zeigen dir, was wir können und wer wir sind. Wenn du willst, machst du einfach mit. Jeden Dienstag um 19.30 Uhr bei der Feuerwehrhalle Reutte. Wir freuen uns auf dich! Weiter Infos unter: www.feuerwehr-reutte.at 1867 war es ein Großbrand beim Anwesen Schlux in der Kög, der die Erkenntnis brachte, dass es eine ausgebildete Einheit braucht, um solchen Katastrophen Herr zu werden. Am 3. Februar 1867 wurde der erste Feuerwehrverein in Reutte gegründet. Beitreten durfte jeder, der sich bereit erklärte, für mindestens drei Jahre beim Verein zu bleiben und die Statuten zu befolgen. Der Feuerwehrverein unterstand der Gemeinde, der Bürgermeister hatte im Brandfall das oberste Kommando. Der Verein bestand aus einer Dienstmannschaft, die vom Mitgliedsbeitrag befreit war und einem Kassa-Verein. Drei mit Signalhörnern ausgerüstete „Signalisten” mussten im Brandfall sofort zur Verfügung stehen. Einer arbeitete dann direkt mit dem Vereinsvorstand zusammen, die beiden anderen gaben im Ober- und im Untermarkt Feuersignale und meldeten den Brand dem Bürgermeister. Bald kam es jedoch zu Unstimmigkeiten mit der Gemeindeführung und bereits ein Jahr nach Gründung wurde der Feuerwehrverein aufgelöst. TURNER AUF, ES BRENNT, ES BRENNT! 1868 wurde die Turner-Feuerwehr ins Leben gerufen. Allerdings entzündete sich schon bald wieder ein Konflikt zwischen dem neuen liberalen Gedankengut des Turnwesens und der konservativen Marktführung. Die Turnerfeuerwehr war um eine vierte Abteilung – die der Werkleute (Einreißer, Aufräumer und Leiterträger) erweitert worden. Auch die heute noch erhaltene Vereinsfahne aus dem Jahr 1869 geht auf eine Initiative der Turner-Feuerwehr zurück. Die Meinungsverschiedenheiten mit der Gemeindeführung konnten jedoch nicht beigelegt werden und auch dieser Verein wurde schon 1871 wieder aufgelöst. NEUE STATUTEN. 1872 wurden abermals neue Statuten mit dem Zweck erlassen, theoretisch und praktisch gut geschulte Feuerwehrmänner heranzubilden. Schnelle und erfolgreiche Hilfeleistung bei Brandgefahr sollte damit gewährleistet sein. Die Ausbildung war straff, um nicht zu sagen militärisch organisiert: „Die ordentlichen Mitglieder Bürgermeister Luis Oberer und das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Reutte sind stolz auf den runden Geburtstag. Fotos: Feuerwehr Reutte unterziehen sich einer militärischen Organisation und einer einfachen Uniformierung; diese besteht aus einer Blouse von dunklem Tuche oder Loden ohne Aufschlag, einem Helm als Kopfbedeckung für die Steiger und einer schwarzen Schildkappe mit dem Marktwappen versehen für die übrige Mannschaft”, war schriftlich und für jedermann lesbar festgehalten. Erstmals durften nicht nur Bürgersöhne, sondern auch Zugezogene mit gutem Ruf zur Feuerwehr beitreten. Um tüchtige Steiger auszubilden wurde 1873 ein eigener Turnverein gegründet. Als Steiger musste man körperliche Belastungen aushalten und sich auf schwankenden und hohen Leitern bewegen können. Zum Wahlspruch der „vier F” – frisch, fromm, fröhlich, frei” – gesellte sich die christliche Gesinnung „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr!” Bei der Feuerwehr fanden Männer über alle gesellschaftlichen und weltanschaulichen Grenzen hinweg zusammen. Die Neuorganisation von 1872 hatte bis 1939 Bestand, dann wurde diese Feuerwehr von den Nationalsozialisten aufgelöst und erhielt die Stellung einer Hilfspolizeitruppe. NEUGRÜNDUNG UND JU- BILÄUM. Nach den Kriegsjahren folgte die Neugründung des Vereines und 2017 kann schließlich mit Stolz der 150. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Reutte gefeiert werden. HEITERES AUS VERGANGE- NEN TAGEN. Am 13. März 1873 berichtete der „Tiroler Bothe” über eine Heldentat aus Reutte. Zwei Feuerwehrmänner – ein Liberaler und ein Klerikaler – waren nach einer durchzechten Nacht am Unsinnigen Donnerstag in Streit geraten. Heftig diskutierend traten sie zu später Stunde den Heimweg an, stritten auf der Straße laut weiter und hörten plötzlich die Glocke am Turm der Klosterkirche läuten. Das konnte nur Feueralarm bedeuten! Plötzlich wieder einig und voller Pflichtbewusstsein stürmten beide die Stufen des Gemeindeamtes empor, um dort mit der Magistratsglocke Alarm zu schlagen. Was beide nicht bedachten, war die Uhrzeit: die Kirchturmglocke hatte nämlich nicht zum Feueralarm geläutet, sondern lediglich um vier Uhr morgens die Franziskanerpatres zum „Ave Maria” gerufen. Voller Stolz wird die neue Motor-Lafettenspritze präsentiert, die ab 1910 im Dienst war. RUNDSCHAU Seite 6 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN Das Tanklöschfahrzeug 2400 des Fahrzeugtyps Steyr 480 hatte eine Motorleistung von 95 PS. 15./16. Februar 2017

Mundart-Literatur serviert beim Frühstück Diandl, Gitschn, Madl, Föhla oder Mötz? Das neue Jahr hat der Kulturverein lech.tember wieder mit dem beliebten Literaturfrühstück begonnen und dafür Kulturliebhaber aus großräumiger Umgebung angelockt. Vielseitig und bunt ist jeder Dialekt, dazu eigen- und einzigartig und von den Menschen und der Umwelt geprägt. Von Claudia Chauvin Drei Mitglieder vom Verein haben den vergnüglichen Vormittag literarisch vorbereitet. Ganz privat war Für die Zwischenmusik verantwortlich, der junge Sandro Lorenz. RS-Fotos: Chauvin Beate Palfrader da und für den Unterländer Dialekt zuständig. Sie hat Brixentoiarische Gedichte von Herbert Jordan, Kathi Kitzbichler und Emma Buratti vorgetragen. Marion Bischof und Carola Christein lasen, so wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, im Lechtaler, oder besser gesagt im Alma-Dialekt. Hierfür hatten sie die Autoren Albrecht Lechleitner und Rosa Friedle aus Elmen (Alma) ausgesucht. Weitere Verse stammen aus der Feder von Gebhard Wildanger, Hägerau und Margret Gretsch aus dem Raum Reutte. Eine kleine Dialektkunde: Wenn es in einem Teil Tirols „im Langs“ heißt, sagen die Lechtaler „im Langats“ und beide sprechen über das Frühjahr. Die Einen sind zugroast und die Anderen eigsess’n, mit Schlehmilch meint man die Buttermilch und Kitzebolle sind was? Wenn Rosa Friedle „Mei Alma“ beschreibt, meint sie ihre Heimatgemeinde Elmen. Schon im Motto des Literaturfrühstücks sind die Unterschiede zu sehen – „Horch‘ amoi zua“, sagen sie im Unterland und „lisna amol hi“ entlang des Lechs. Doch oftmals sind die Unterschiede schon von Ortschaft zu Ortschaft sehr deutlich. Eines war an diesem Vormittag aber gewiss, die Anwesenden mussten die Ohren spitzen, um alles verstehen zu können, oder freundliche Nachbarn haben, die übersetzen konnten, wenn es ganz schwierig wurde. Zwischen den fünf Abschnitten, die unter verschiedenen Mottos standen, spielte der junge Sandro Lorenz kleine Weisen auf seinem Akkordeon. „Wir möchten auch jungen Künstlerinnen und Künstlern bei uns eine Plattform geben, daher ist Sandro heute bei uns“, betonte Vereinsobmann Heiner Ginther. Schnell verging die Zeit und gerne hätten die Gäste noch mehr gehört. Mit dem frohen Lied „Wenn wir erklimmen“, das vom Akkordeon Insektenschutz- Gitter nach Maß Rufen Sie uns an: 05263/6377 www.flitec.at intoniert wurde und die Besucher mitsangen, ging der besinnlich-heitere Vormittag im Naturparkhaus Klimmbrücke zu Ende. Schon im März bietet lech.tember die nächsten Veranstaltungen an – „Loriot“ wird am 3., 4. und 10. März im Naturparkhaus zu erleben sein. Kartenvorverkauf bei Marion Bischof unter 0676 9350806. Obmann Heiner Ginther, Beate Palfrader, Marion Bischof und Carola Christein (v.l.). Schule für allgemeine Gesundheitsund Krankenpflege 6600 Reutte, Krankenhausstr. 34 Tel. 05672/65033 E-Mail: info@pflegeschule-reutte.at www.pflegeschule-reutte.at Gehobener Dienst - Diplomausbildung Ausbildungsbeginn: 15. September 2017 Dauer der Ausbildung: 3 Jahre Abschluss: Diplom in allgemeiner Gesundheits- und Krankenpflege Kombistudium Pflege Ausbildungsbeginn: 15. September 2017 Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre Abschluss: Diplom in allgemeiner Gesundheits- und Krankenpflege + Bachelor of Science in Nursing Anmeldeschluss: 31. März 2017 Die WSPG sucht für die Schwimmbad Gastronomie einen Pächter für die Badesaison 2017. Das Panoramabad Lermoos bietet Badespaß mit imposantem Blick auf die Zugspitze. Das großzügig gestaltete Schwimmbad beherbergt insgesamt drei Schwimmbecken, eine Breitwasserrutsche mit Wasserspielgarten sowie einen Kleinkinderbereich. In den Sommermonaten zählt das Panoramabad Lermoos zu einer der Hauptattraktionen in der Tiroler Zugspitz Arena. Sie möchten unsere Gäste in der kommenden Badesaison mit Erfrischungen, Snacks aber auch kulinarischen Highlights verwöhnen, dann bewerben Sie sich als Pächter für unseren Gastronomiebetrieb / Kiosk. Interessenten melden sich bitte bis spätestens Freitag, den 3. März 2017 bei GF Robert Haas. 15./16. Februar 2017 AUSSERFERNER SEIT 1922 NACHRICHTEN RUNDSCHAU Seite 7