Benefizkonzert für Straßenkinder - Union Lazarus in Deutschland

lazarus.in.deutschland.de

Benefizkonzert für Straßenkinder - Union Lazarus in Deutschland

Benefizkonzert für Straßenkinder

John rutter

MaSS

of the

children


impressum

Militärischer und hospitalischer orden

des hl. lazarus von Jerusalem

Großballei Deutschland

Der Kanzler der Großballei

Eichenweg 11

14552 Michendorf

www.st-lazarus-orden.de

www.lazarus-in-deutschland.de

mail: post@lazarus-in-deutschland.de

Grußwort

Der Lazarus-Orden in Deutschland heißt Sie zur Teilnahme am ”Lobgesang der Kinder” (the Mass of

the Children) anläßlich des 2. ökumenischen Kirchentages in München herzlich willkommen!

Die „Messe der (Strassen)Kinder“ ist ein mutiger, ein strahlender Lobgesang auf das Leben, das Gott

uns geschenkt hat. Die Strassenkinder dieser Welt singen diesen Lobgesang in der Hoffnung, ein

Leben in Würde und Freude leben zu dürfen. Das ist nicht einfach, wenn als Voraussetzung dafür die

Slums und Favellas dieser Welt überwunden werden müssen. Dies wird umso eher gelingen, je mehr

wir diese Kinder auf ihrem Weg in ein menschenwürdiges Leben unterstützen und begleiten können.

Wir – das sind die Frauen und Männer des Lazarus-Ordens in Deutschland – folgen in diesem Bemühen

den Spuren der Lazarus Ritter, die schon im 11. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauern Jerusalems

ein Hospital errichtet hatten, um Kranken und Bedürftigen Hilfe und Pflege zuteil werden zu lassen.

Und dies unabhängig von Geschlecht, Rasse und Religion. Dieses Erbe ist unsere Verpflichtung

bis auf den heutigen Tag: Aus christlichem Geist, in ökumenischer Gesinnung und in ritterlicher Weise

denen zu helfen, die unserer mitmenschlichen Hilfe bedürfen.

Sie alle – denen wir gemeinsam mit den Sängern und Musikern das Erlebnis dieses Lobgesanges der

Kinder schenken können – können uns helfen, Hilfe zu leisten; öffnen Sie Ihre Ohren, um zu hören, Ihr

Herz, um zu fühlen und – wir sind so frei, es ohne Schnörkel auszudrücken – Ihren Geldbeutel, um die

Not der Kinder in dieser Welt ein wenig zu lindern!

München, im Mai 2010

Clemens Stroetmann Dr. Eckhard Stegenwallner Dr. Klaus Winter

Kanzler Justitiar Hospitalier


Der LAZARUS Orden in Deutschland

bittet Sie um eine Spende für die Arbeit

mit und für Straßenkinder in unserer Welt.

Bitte nutzen Sie dazu den Überweisungsträger

in diesem Programmheft.

Wir danken Ihnen!

John rutter MaSS of the

children

15. Mai, 11 Uhr Pfarrkirche St. anna, München

Sopran Marina Herrmann

Bariton Stefan Grunwald

Sprecher Ordenskanzler Clemens Stroetmann

orgel Jorin Sandau

chor Jugendkantorei und Kammerchor

St. Georg Bensheim

orchester Frankfurter Instrumentalisten

leitung Gregor Knop

texte und Bilder Pater Karl Oerder SDB

organisator der hilfe

für Straßenkinder laZarUS orden in Deutschland


Programm

eugène Gigout Scherzo E-Dur

1844-1925 für Orgel

John rutter look at the world

* 1945 für Kinderchor, gemischten Chor und Orchester

für Kammerensemble arrangiert von Gregor Knop

olivier Messiaen les enfants de dieu (Die Kinder Gottes)

1908-1992 aus: La Nativité du Seigneur (Die Geburt des Herrn)

für Orgel

„A tous ceux qui l’ont reçu, le Verbe a donné le pouvoir

de devenir enfants de Dieu. Et Dieu a envoyé dans leur

cœur l’Esprit de son Fils, lequel crie: Père! Père!”

(Joh 1, 12, Gal 4, 6)

„Allen denen, die es empfangen haben, hat das Wort

die Macht gegeben, Gottes Kinder zu werden. Und Gott

hat in ihre Herzen den Geist seines Sohnes gegeben,

der ruft: Abba, lieber Vater!“

John rutter Mass of the children

für Sopran- und Bariton-Solo, Kinderchor,

gemischten Chor und Kammerensemble

- Kyrie

- Gloria

- Sanctus

- Agnus Dei

- Finale (Dona nobis pacem)

Das Konzert beginnt mit dem Scherzo für Orgel

von Eugène Gigout, der, in Nancy geboren, 62

Jahre lang bis zu seinem Tod Titularorganist

in der Kirche Saint Augustin in Paris war. Als

Nachfolger von Alexandre Guilmant wirkte er am

Conservatoire de Paris als Professor für Orgel.

Zu seinen Schülern gehören Gabriel Fauré und

Léon Boëllmann. Das Scherzo sprüht vor geradezu

kindlichem Witz und Spielfreude und bildet so

einen Auftakt der Lebensfreude für das heutige

Programm, in dem ja die Kinder – besonders die

Straßenkinder – im Mittelpunkt stehen.

„Look at the world“ ist ein Lobpreis auf die Schöpfung.

John Rutter lenkt den Blick auf Früchte und

Blumen, Hügel und Berge und bittet den Schöpfer

um ein dankbares Herz, das in allem den Schöpfergott

erkennt. Dieser Text bildet den Einstieg in

die Thematik der Not der Straßenkinder, die in der

gleichen von Gott geschaffenen Welt leben wie

wir, die ebenfalls dankbar sind für alles Schöne

und die uns unsere Verantwortung bewusst machen,

sie in ihrer Armut nicht allein zu lassen.

Das Orgelstück „Les Enfants de Dieu“ (Die Kinder

Gottes), entnommen aus Olivier Mes siaens Zyklus

„La Nativité du Seigneur“ (Die Geburt des Herrn),

meditiert folgenden Text: „All denen, die es empfangen

haben, hat das Wort die Macht gegeben,

Kinder Gottes zu heißen. Und Gott hat in ihre Herzen

den Geist seines Sohnes gegeben, der ruft:

Abba, lieber Vater!“ (Joh 1,12; Gal 4,6). Alle Menschen

auf der Welt eint also nicht nur das Leben

in der Schöpfung, sondern sie alle sind durch das

Wort Gottes ins Sein gerufen. Es macht alle, die

es aufnehmen, zu Geschwistern im Glauben. In diesem

gemeinsamen Glauben folgen jetzt die einzelnen

Sätze der „Mass of the children“, die zunächst

Kinder und Erwachsene im Singen vereint, und die

mit Hilfe der Texte und Bilder Ausführende und Zuhörer

in Bezug setzt zu den Straßenkindern überall

auf der Welt, die auch in ihrer Armut und Überlebensnot

Lebensfreude verspüren und ausstrahlen.

Die „Mass of the Children“ wurde im Jahre

2003 unter der Leitung des Komponisten in der

Carnegie-Hall in New York uraufgeführt. Dieser

prominente Ort zeigt die Wertschätzung, die Rutter

überall auf der Welt genießt, und die Begeisterung,

die sein ganz persönlicher Kompositionsstil

auslöst. Es ist Musik des 21. Jahrhunderts,

die ganz in der Tradition der englischen sakralen

Chormusik steht. Rhythmisch prägnant, klanglich

delikat, manchmal frei jubelnd, dann wieder düster

und voller reicher Harmonien präsentiert die

Musik eine unmittelbare Nähe zum liturgischen

Text, der ihr zu Grunde liegt. Hervorgehoben seien

hier nur die Musik des Gloria, die im 5/8-Takt

tänzerisch schwingt und dagegen die des Agnus

Dei, die voll düsterer Akkorde an das Leiden des

Lammes Gottes, an Jesu Leiden erinnert.

Die große Besonderheit dieser Messe ist der

breite Raum, den der Kinderchor einnimmt. Er

beteiligt sich auch am Messtext, Rutter hat für

die Kinder aber eigens alte Texte in Kyrie und

Agnus Dei eingefügt, die den überpersönlichen

Messtext personifizieren: Dem Kyrie stellt er einen

Morgengruß voran, der mit dem schwungvollen

„Wach auf, meine Seele“ beginnt. Der

Anfang der Messe wird so an den Beginn des

Tages und gewissermaßen auch an den Beginn

des Lebens, den Moment der Schöpfung, verlegt.

Dieser Kreis schließt sich im Dona nobis pacem,

hier ist es der Abendsegen, den die Solisten textlich

integrieren.


In das düstere Agnus Dei fügt Rutter – extra für

die Kinder – den kindlichen Text „Kleines Lamm,

wer hat dich gemacht?“ ein, der einen ganz und

gar unverstellten, kindlichen Blick auf das Lamm

Gottes freigibt.

Der Text von William Blake (1757-1827) beginnt

damit, dass ein Kind das Lamm nach seiner Herkunft

befragt: wem es seine Existenz verdankt,

wer für es sorgt und wie es sein “Wollkleid” bekam.

Im zweiten Teil versucht der Sprecher eine

Antwort auf seine eigene Frage zu geben: das

Lamm wurde von jemandem hervorgebracht, der

in seiner Güte Kind und Lamm vereint. Mit seiner

scheinbar schlichten Frage „who made thee“

nähert sich das Kind an die großen Fragen des

Lebens an, die zeitlos sind und alle Menschen

gleichermaßen beschäftigen. Wo liegen unsere

Wurzeln, was bedeutet es, Geschöpf zu sein?

William Blake stellt Kind und Lamm auf eine Ebene

und zeigt, wie sich das Kind dem Lamm vertrauensvoll

nähert. Gläubig geht es auf Jesus zu,

der durch das Lamm symbolisiert wird.

Blake greift darin ein altes Bild auf: Schon die

Christen der ersten Generation haben Jesus als

Lamm dargestellt. Sie stützen sich auf das neue

Testament, in dem Johannes der Täufer das

Lamm auf Jesus bezieht. Das erste Kapitel des

Johannesevangeliums, verfasst vom Apostel Johannes,

schildert die Begegnungen des Täufers

mit Jesus, der den Messias erkennt und ausruft:

„Siehe das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die

Sünde der Welt“. Dieser Satz wurde ein wesentlicher

Bestandteil der christlichen Litur gie.

Er spielt auf das Abendmahl Jesu mit seinen

Jüngern an, in dessen Zentrum nach jüdischem

Brauch ein Lamm stand, das man gemeinsam

verzehrte. Denn Moses hatte im Auftrag Gottes

angeordnet: „Sagt der ganzen Gemeinde

Israel: Am Zehnten dieses Monats soll jeder

ein Lamm für seine Familie holen, ein Lamm für

jedes Haus... Nur ein fehlerfreies, männliches,

einjähriges Lamm darf es sein, das Junge eines

Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen. Ihr

sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats

aufbewahren. Gegen Abend soll die ganze versammelte

Gemeinde Israel die Lämmer schlachten.“

(Ex 12,3ff)

Vielleicht wurde Blake auch dadurch zu seinem

Gedicht „The Lamb“ inspiriert, dass die biblischen

Texte ebenfalls von einem „little lamb“

sprechen. Im Buch Exodus wird ausdrücklich gefordert,

dass es ein einjähriges Lamm sein muss,

das für das Passahmahl zubereitet wird.

Da Jesus das neue Lamm ist, tritt er an die Stelle

dieses jungen Opferlammes jüdischer Tradition.

Durch Jesus bekommt das Pessahmahl demnach

eine neue Bedeutung. Der Sohn Gottes ist das

Lamm Gottes, das die Sünde der Welt auf sich

nahm und stellvertretend für alle am Kreuz geopfert

wurde. Er ist die Erfüllung, das Ende aller Opfer.

Rutter stellt das Gedicht von Blake in den liturgischen

Kontext des Agnus Dei und schafft dadurch

ein Gegenüber von kind licher Annäherung und

theologischer Vertiefung. Ein spannende Zusammenschau,

die vielleicht auch dem Zuhörer die

Bedeutung des Lamm Gottes näher bringen kann.

Karoline und Gregor Knop


John rutter

look at the world

Look at the world, ev´rything all around us;

Look at the world, and marvel ev´ry day.

Look at the world: so many joys and wonders,

So many miracles along our way.

Praise to thee, O Lord, for all creation,

Give us thankful hearts that we may see:

All the gifts we share, and ev´ry blessing,

All things come of thee.

Look at the earth bringing forth fruit an flower:

Look at the sky, the sunshine and the rain;

Look at the hills, Look at the trees and mountains,

Valley and flowing river, field and plain:

Praise to thee, O Lord, for all creation,

Give us thankful hearts that we may see:

All the gifts we share, and ev´ry blessing,

All things come of thee.

Think of the spring, think of the warmth of summer,

Bringing the harvest before the winter´s cold.

Ev´rything grows, ev´rything has a season,

Till it is gathered to the Father´s fold:

Praise to thee, O Lord, for all creation,

Give us thankful hearts that we may see:

All the gifts we share, and ev´ry blessing,

All things come of thee.

Ev´ry good gift, all that we need and cherish

Comes from the Lord in token of his love;

We are his hands, stewards of all his bountry;

his is the earth, and his the heav´ns above:

Praise to thee, O Lord, for all creation,

Give us thankful hearts that we may see:

All the gifts we share, and ev´ry blessing,

All things come of thee.

John rutter

Schau auf die Welt

Schau auf die Welt, alles, was uns umgibt:

Schau auf die Welt und staune jeden Tag.

Schau auf die Welt: so viele schöne Dinge,

so viele Wunder auf unserem Weg.

Lob sei dir, o Herr, für deine Schöpfung,

lass uns dankbar sein, auf dass wir sehn:

Alle guten Gaben, aller Segen,

all dies kommt von dir.

Schau auf die Erd, die uns beschenkt mit Blumen;

schau auf den Himmel, die Sonne und den Regen;

schau auf die Hügel, schau auch auf Wald und Berge,

Täler und klare Wasser, Feld und Flur:

Lob sei dir, o Herr, für deine Schöpfung,

lass uns dankbar sein, auf dass wir sehn:

Alle guten Gaben, aller Segen,

all dies kommt von dir.

Denk an den Frühling, denk an den warmen Sommer.

Bring ein die Ernte, bevor der Winter kommt.

Alles gedeiht, alles hat seine Zeit,

Alles wird eingebracht zu Gottes Ehr:

Lob sei dir, o Herr, für deine Schöpfung,

lass uns dankbar sein, auf dass wir sehn:

Alle guten Gaben, aller Segen,

all dies kommt von dir.

Sämtliche Gaben, die wir verehr´n und preisen,

kommen von Gott als Zeichen seiner Lieb;

wir sind sein Werk, Wesen von Gottes Gnaden;

sein ist die Erd, und sein das Himmelreich:

Lob sei dir, o Herr, für deine Schöpfung,

lass uns dankbar sein, auf dass wir sehn:

Alle guten Gaben, aller Segen,

all dies kommt von dir.


1. Kyrie

Kinder:

Awake my soul, and with the sun

Thy daily stage of duty run;

Shake off dull sloth, and joyful rise

To pay thy morning sacrifice.

Redeem thy mispent time that´s past,

Live this day as if ´t‘were thy last;

Improve thy talent with due care;

For the great Day thyself prepare.

(Thomas Ken 1637-1711)

Erwachsene:

(dann Kinder und Solisten):

Kyrie eleison. Christe eleison.

Kyrie eleison.

2. Gloria

Kinder, dann Erwachsene:

Gloria in excelsis Deo, et in terra pax hominibus

bonae voluntatis.

Kinder:

Glory be to God in highest heaven, and peace

on earth.

Erwachsene:

Laudamus te, benedicimus te, adoramus te. Gratias

agimus tibi propter magnam gloriam tuam.

Solisten:

Domine Deus, Rex caelestis, Deus Pater omnipotens.

Wach auf meine Seele, und mit der Sonne

beginne dein Tagwerk:

Schüttle die träge Faulheit ab und erhebe dich

voller Freude, um dein morgendliches Opfer zu

entrichten.

Löse dich von deiner vergeudeten Zeit, die

hinter dir liegt, lebe diesen Tag, als wäre es dein

letzter.

Vervollkommne deine Gaben mit gebührender

Achtsamkeit,

bereite dich auf den großen Tag vor.

Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr,

erbarme dich.

Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede

den Menschen seiner Gnade.

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.

Wir loben Dich, wir preisen Dich, wir beten

Dich an. Wir sagen Dir Dank ob Deiner großen

Herrlichkeit.

Herr und Gott, König des Himmels, Gott,

allmächtiger Vater.

Domine Fili unigenite, Jesu Christe.

Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris,

Qui tollis peccata mundi, miserere nobis.

Qui tollis peccata mundi, suscipe

deprecationem nostram.

Qui sedes ad dexteram Patris, miserere nobis.

Erwachsene:

Quoniam Tu solus sanctus, Tu solus Dominus,

Tu solus Altissimus, Jesu Christe, cum Sancto

Spiritu in gloria Dei Patris. Amen.

3. Sanctus und Benedictus

Erwachsene:

Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus Deus

Sabaoth.

Pleni sunt caeli et terra gloria tua.

Hosanna in excelsis.

Kinder, dann Erwachsene und Solisten:

Benedictus qui venit in nomine Domini.

4. agnus dei

Erwachsene:

Agnus Dei, qui tollis peccata mundi,

miserere nobis.

Kinder:

Little lamb, who made thee?

Dost thou know who made thee?

Gave thee life and bid thee feed,

By the stream and o´er the mead;

Gave thee clothing of delight,

Softest clothing, woolly bright;

Herr Jesus Christus, eingeborener Sohn Herr

und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters.

Du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme

Dich unser. Du nimmst hinweg die Sünde der

Welt, nimm unser Flehen gnädig auf. Du sitzest

zur Rechten des Vaters: erbarme dich unser.

Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der

Herr, Du allein der Höchste, Jesus Christus, mit

dem Heiligen Geist in der Herrlichkeit Gottes,

des Vaters. Amen.

Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott der Heerscharen.

Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit.

Hosanna in der Höhe.

Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn.

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der

Welt: Erbarme Dich unser!

Kleines Lamm, wer hat dich geschaffen?

Weißt du, wer dich geschaffen hat?

Wer dir dein Leben gab und dich ernährte,

am Bach und jenseits der Auen,

der dir entzückende Kleidung gab,

die weichste Kleidung, wollig glänzend,


Gave thee such a tender voice,

Making all the vales rejoice;

Little lamb, who made thee?

Dost thou know who made thee?

Erwachsene und Kinder:

Little lamb, I´ll tell thee;

He is called by thy name,

For he calls himself a lamb:

He is meek and he is mild

He became a little child:

I a child and thou a lamb,

We are called by his name.

Little lamb, God bless thee.

(William Blake, 1757-1827)

Erwachsene:

Miserere nobis.

5. finale

Bariton:

Lord, open thou mine eyes that I may see thee;

Lord, open thou my lips that I may praise thee;

Lord, open thou my heart that I may love thee,

Serve thee with joy, fear none above thee.

Christ be my sword and shield, my strong

defender;

Christi be my light and my Redeemer.

Lord, be with me this day in each endeavour;

Lord, keep my soul with thee now and for ever.

(John Rutter, nach Lancelot Andrewes, 1555-1626)

Erwachsene:

Dona nobis pacem.

der dir eine so zarte Stimme gegeben hat,

die alle Täler frohlocken lässt.

Kleines Lamm, wer hat dich geschaffen?

Weißt du, wer dich geschaffen hat?

Kleines Lamm, ich werde es dir sagen

Er trägt deinen Namen,

weil er sich selbst ein Lamm nennt.

Er ist sanftmütig und gnädig

Er wurde ein kleines Kind

Ich ein Kind und du ein Lamm

Wir werden nach seinem Namen gerufen

Kleines Lamm, Gott segne dich.

Erbarme dich unser.

Herr, öffne du meine Augen, dass ich dich sehe.

Herr, öffne du meine Lippen, dass ich dich lobe.

Herr, öffne du mein Herz, dass ich dich liebe,

dir mit Freuden diene und nichts mehr als dich

fürchte.

Christus sei mein Schwert und mein Schild,

mein starker Verteidiger.

Christus sei mein Licht und mein Erlöser.

Herr, steh mir bei diesen Tag in allem Bemühen.

Herr, bewahre meine Seele bei dir, heute und

alle Tage.

Gib uns Frieden.

Sopran:

Christ, be my guide today, my guide tomorrow;

Christ, in my days of joy, my days of sorrow;

Christ in the silent hours when I lie sleeping,

Safe in his holy angels´ keeping.

Christ be within the hearts of all who love me;

Christ all around, and Christ above me.

Christ in my thought and prayer and confessing;

Christ, when I go to rest, grant me your blessing.

(John Rutter, nach St Patrick´s Brustschild, 5th Jh.)

Erwachsene:

Agnus Dei qui tollis peccata mundi,

dona nobis pacem.

Gleichzeitig Kinder:

Glory to thee, my God, this night

For all the blessings of the light;

Keep me, O keep me, King of kings,

Beneath thy own almighty wings.

Praise God, from whom all blessings flow,

Praise him, all creatures here below,

Praise him above, ye heavenly host,

Praise Father, Son, and Holy Ghost.

(Thomas Ken)

Alle:

Dona nobis pacem.

Christus, sei mein Führer heute,

mein Führer morgen,

Christus, in meinen Freuden- und meinen

Leidenstagen.

Christus, in den stillen Stunden, wenn ich schlafe,

sicher in der Bewahrung seiner heiligen Engel.

Christus sei in den Herzen aller, die mich lieben,

Christus rings umher und Christus über mir.

Christus in meinem Denken, Beten und Bekennen,

Christus, wenn ich mich zur Ruhe lege, gewähre

mir deinen Segen.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der

Welt, gib uns den Frieden.

Ehre sei dir, mein Gott, in dieser Nacht

Für all die Segnungen des Lichts

Bewahre, oh bewahre mich, König der Könige,

unter deinen allmächtigen Flügeln.

Preist Gott, aus dem aller Segen fließt

Preist ihn, alle Geschöpfe hier auf Erden,

Preist ihn in der Höhe, ihr himmlischen

Heerscharen

Preist Vater, Sohn und Heiligen Geist.

Gib uns Frieden.


Marina herrmann

Marina Herrmann ist in der künstlerischen Gesangsklasse

von Frau Prof. Caroline Thomas an

der Hochschule für Musik in Detmold.

Schon mit fünf Jahren erhielt Sie ihren ersten

Klavierunterricht und sang mit Beginn ihrer

Schulzeit in verschiedenen Chören.

Schließlich begann sie eine Ausbildung zur nebenamtlichen

Kirchenmusikerin, welche sie mit

dem C-Examen abschloss. Dabei lernte sie den

Kirchenmusiker und Komponisten Thomas Gabriel

kennen, mit dem sie bis heute eine enge Zusammenarbeit

verbindet. Mit ihm macht Marina Herrmann

regelmäßig Konzerte und CD-Aufnahmen

seiner z.T. eigens für sie komponierten Werke.

Zu ihrem Konzertrepertoire gehören u.a. das

Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens,

von Joseph Haydn Die Schöpfung, Die Sieben

letzten Worte und seine Nelsonmesse, welche

sie zusammmen mit dem Mainzer Domchor unter

der Leitung von Prof. Mathias Breitschaft

sang. Im Herbst 2009 sang sie die Sopranpartie

in Mendelssohns Elias mit dem Marburger

Bachchor unter Leitung von Nicolo Sokoli. Auch

Opern-Partien gehört zu ihrem umfangreichen

Repertoire: so war Marina Herrmann z.B. im vergangenen

Jahr als Rosalinde in der Fledermaus

von Johann Strauss innerhalb der Jahresproduktion

der Hochschule für Musik am Detmolder

Landestheater zu erleben. Im Juni 2010 singt sie

die Partie der Madame Cortese in Rossinis „Il

viaggio a reims“ ebenfalls eine Produktion der

HfM Detmold.

Stefan Grunwald

Stefan Grunwald wurde in Hamburg geboren und

studierte Gesang in Augsburg, Frankfurt, Zürich

und New York. Während seiner Studien erhielt

er Stipendien der Richard-Wagner-Verbände in

Frankfurt und Wiesbaden und der Deutschen

Rundfunkanstalten. Seit 1999 ist er am Staatstheater

in Darmstadt engagiert. Nebenher nahm er

an zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen

und bei CD-Produktionen teil. Konzerttourneen

führten ihn in die Schweiz, nach Italien, Lettland,

Lithauen, Montenegro, Südafrika und nach Korea.


Jorin Sandau

Jorin Sandau (*1983) legt derzeit das kirchenmusikalische

A-Examen ab und erzielte dabei bereits

Bestnoten in allen Hauptfächern sowie eine Auszeichnung

im Fach Orgelimprovisation. Ein Erasmus-Stipendium

ermöglichte ihm für das Frühjahr

2008 ein Auslandssemester am Conservatorium

van Amsterdam in der Orgelklasse von Jacques

van Oortmerssen. Derzeit studiert er historische

Interpretationspraxis an der HfMDK Frankfurt (bei

Martin Lücker, Orgel und Harald Hoeren, Cembalo).

Kurse belegte er u.a. bei Harald Vogel, Jean-

Claude Zehnder, Wolfgang Seifen, Tomasz Adam

Nowak (Orgel und Improvisation), sowie Petra

Müllejans, Barthold Kuijken und Michael Schneider

(barocke Kammermusik), außerdem ergänzte

er seine Ausbildung durch Jazzpiano-Unterricht

bei Christoph Spendel. Während des Studiums

betätigte er sich als Gospelchorleiter und Organist

in verschiedenen Gemeinden. Solokonzerte führten

ihn u.a. in die Katharinenkirche Oppenheim

und auf das Festival Praia a Mare (Italien), gemeinsam

mit dem Main-Kammerorchester unter

der Leitung von Jan Polivka interpretierte er das

Orgelkonzert von F. Poulenc. Für die Jahre 2009

und 2010 wurde ihm ein Stipendium des Kuratoriums

Schlosskirche Bad Homburg zuerkannt. Seit

Januar 2010 ist Jorin Sandau Assistent des Regionalkantors

Gregor Knop an der Kirche St. Georg

und der Kindersingschule in Bensheim und damit

verbunden Lehr-beauftragter für Orgel am Institut

für Kirchenmusik Mainz.

Gregor Knop

geb. 1973, ist seit 2002 Regionalkantor für die

De ka nate Bergstraße mit Dienstsitz in der Pfarrei

St. Georg in Bensheim. Dort hat er die Singschule

St. Georg Bensheim mit über 120 Kindern

und den Kammerchor St. Georg aufgebaut, der in

letzter Zeit u. a. mit Bachs Weihnachtsoratorium,

Mendelssohns „Elias“ und Haydns „Stabat Mater“

Aufmerksamkeit erregt hat.

Für das Bistum Mainz ist er als Orgelsachverständiger

tätig.

Als Vorsitzender des Mainzer Verbandes der

„Pueri Cantores“ ist er für alle bistumsweiten

Ver anstal tungen für Kinder und Kinderchorleiter

verantwortlich, außerdem ist er Mitglied des

Nationalpräsi diums der Pueri Cantores.

Nach dem Schul- und Kirchenmusikstudium in

Freiburg (A-Examen 2001) absolvierte er ein Konzertfachstudium

Orgel bei Prof. Gerhard Gnann

in Mainz.

Zahlreiche Konzerte und CD-Aufnahmen dokumentieren

seine künstlerischen Aktivitäten.


frankfurter instrumentalisten

Rutters „Mass of the Children“ erklingt beim

heutigen Konzert in der Ensembleversion. Als

Praktiker in aufführungstechnischen Fragen erstellte

Rutter neben der großbesetzten Orchesterfassung

auch diese reduzierte Fassung und

machte das Werk somit verschiedenen Ensembles

zugänglich. Die kammermusikalische Besetzung

zeitigt einen lichten und durchsichtigen

Klang.

Die Gruppe besteht aus einem klassischen Bläserquintett

(Flöte: Daja Leevke Hinrichs, Oboe:

Olaf Gramlich, Klarinette: Jochen Dreher, Horn:

Andreas Weismantel, Fagott: Kathrin Mayer),

Kontrabass ( Nicola Vock), zwei Schlagzeugern

(Pauken: Matthias Lang, Percussion: Helmut

Karas), Harfe (Kirsten Ecke) und Orgel (Jorin

Sandau).

Die jungen Musiker sind zum großen Teil Studierende

und Absolventen der Frankfurter Musikhochschule.

Flöte: Daja Leevke Hinrichs

Oboe: Olaf Gramlich

Klarinette: Jochen Dreher

Fagott: Kathrin Mayer

Horn: Andreas Weismantel

Kontrabass: Nicola Vock

Pauke: Matthias Lang

Perkussion: Helmut Karas

Harfe: Kirsten Ecke

Orgel: Jorin Sandau

Kammerchor und Jugendkantorei St. Georg

Der Kammerchor St. Georg wurde 2002 von Gregor

Knop als Projektchor gegründet und hat seitdem

vielfältige Aufgaben in Liturgie und Konzert

wahrgenommen.

So wurden Rossinis „Petite Messe solennelle“

auf geführt, Bachs Johannespassion und das

Weih nachtsoratorium, Haydn „Stabat Mater“

und die „Nicolaimesse“, Kantaten von Mendelssohn

und sein „Elias“, zuletzt das „Deutsche Requiem“

und die „Nänie“ von Johannes Brahms.

Die Mitgliederzahl schwankt je nach Programm

zwischen 40 und 70 Sängern. Seit 2010 ist Jorin

Sandau Assistent des Regionalkantors und in

dieser Funktion auch im Kammerchor als Korrepetitor

und Leiter einzelner Projekte eingebunden.

Die Mädchen und Jungen der Jugendkantorei,

die inzwischen über 60 Mitglieder umfasst, gehören

zur 150köpfigen Singschule St. Georg, die

von Gregor Knop seit 2002 aufgebaut wurde.

In phasen wei se zwei wöchentlichen Proben

erarbei ten die Jugendlichen gleichstimmige Werke

für Gottes dienst, Konzert und zahlreiche Reisen,

die sie bereits nach Rom, Krakau und Stockholm

zu internationalen Chortreffen geführt haben.

Zum Repertoire gehören die „Ceremony of Carols“

von Benjamin Britten, die Messe in A-Dur

von Joseph Rheinberger, die „Missa pro pueris

et puellis“ von Christian Heiß und zahlreiche Einzelkompositionen

a-cappella und mit Begleitung.

Besonders gern singen Kammerchor und Jugendkantorei

zusammen und freuen sich, dass

sie gemeinsam auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag

ihre Musik präsentieren können.


Karl oerder

Karl Oerder wurde 1928 in Linde-Scheurenhof

als Sohn eines Eisenbahners geboren, der 1938

berufsbedingt nach Rösrath übersiedeln musste.

1947 kehrte Karl Oerder mit seinen Eltern und

vier Geschwistern nach Linde zurück. Zu diesem

Zeitpunkt stand die Entscheidung des gelernten

Chemielaboranten fest, in den Jugendorden der

Salesianer einzutreten. Er besuchte das Abendgymnasium

in Buxheim bei Memmingen im Allgäu.

Bereits 1953 legte er die erste Profess in Ensdorf

in der Oberpfalz ab. Nach dem Noviziat folgten

1957 bis 1961 Studien in Turin und Messina.

Am Fest Peter und Paul wurde er anno 1961 in Benediktbeuren

zum Priester geweiht. Er betätigte

sich zunächst in der Jugendseelsorge in Velbert.

Dann anvancierte er zum Leiter des ordenseigenen

Lehrlingsheimes in Essen-Borbeck, wo er

die ersten Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit

des Ordens sammeln konnte. Ab 1965 folgte das

Provinzialvikariat in Köln. Von 1970 bis 1975 war er

Provinzial der Norddeutschen Ordensprovinz und

leitete ab 1974 die deutsche Ordensoberenkonferenz.

Im Jahre 1978 übernahm Pater Karl Oerder

die Pfarrei St. Winfried im „Bonner Regierungsviertel“

und zugleich die Leitung der Missionsprokur

der Salesianer Don Boscos.

Diese internationale Prokur fördert Jugendprojekte

des Ordens, der mit zigtausend Mitgliedern

in achtzig Ländern der Erde tätig ist. Die Aktion

„Jugend Dritte Welt“ www.jugend-dritte-welt.de

hilft bei Projekten in Lateinamerika, Asien, Afrika

und Osteuropa. Diese interessante aber auch

schwere Aufgabe führte Karl Oerder in alle Kontinente.

Vor Ort überzeugt er sich davon, dass die

Hilfe wirkungsvoll und verantwortungsbewusst

ein gesetzt wird.

Neben der Ordensleben in der Gemeinschaft der

Salesianer ist Pater Karl Oerder als katholischer

Ordenskaplan im Lazarus Orden engergiert. In

diesem ökumenischen Kreis setzt er zusammen

mit den Geschwistern aus den evangelischen

und orthodoxen Kirchen seine Gedanken zur

Ökumene in die Tat um, unter seiner Mitanleitung

wird dort lebendige Ökumene gelebt!

Obwohl er vor fünf Jahren die Missionsprokur

und die Leitung von „St. Winfried“ in jüngere

Hände legen konnte, ist Pater Karl Oerder seiner

inneren Berufung treu geblieben. Als Beauftragter

für missionarische Animation hält er Vorträge

in Schulen und Pfarreien und forciert die Veröffentlichung

von Schriften und Filmen.

orden des heiligen lazarus von Jerusalem

Der Orden des Heiligen Lazarus von Jerusalem

gehört zu den ältesten Ritterorden der Christenheit.

Seine Ursprünge sind eng mit der Betreuung an

Lepra erkrankter Pilger und Kreuzfahrer im Heiligen

Land zur Zeit der Kreuzzüge, aber auch mit

dem Schutz der Heiligen Stätten verknüpft.

Aus der Tradition der Hilfe für Bedürftige und

Kranke in christlicher Nächstenliebe wirkt der

Lazarus-Orden noch heute, wobei ein Schwerpunkt

der Ordensarbeit unverändert auf der

Be kämpfung und Linderungen der Lepra liegt

und heute zudem in der Hilfe für Straßenkinder.

Diese hospitalischen Projeke werden zusammen

mit den Partnern Don Bosco Mission und dem

Hilfswerk Deutscher Zahnärzte durchgeführt.

Instrumente des Ordenswerks sind die nationalen

Jurisdiktionen des Lazarus-Ordens auf allen

Kontinenten und die Lazarus Hilfswerke.

Der weltweit tätige Militärische und Hospitalische

Orden des Heiligen Lazarus von Jerusalem

steht unter der Führung des 49. Großmeisters,

S.E. Don Carlos Gereda y de Borbòn, Marquis de

Almazan, aus dem spanischen Hause der Bourbonen.


Der ökumenische Lazarus-Orden ist für alle Mitglieder

einer anerkannten christlichen Kirche offen,

die sich aktiv in die hospitalischen Ordenswerke

einbringen wollen.

aus der Geschichte:

Im 4. Jahrhundert ließ der Hl. Basilius, Bischof

von Caesarea, vor den Toren seiner Stadt ein von

Mönchen betreutes Spital für Aussätzige einrichten,

das dem Hl. Lazarus geweiht war. Diese

Gründung wurde zum Vorbild für die zahlreichen

Leprösen-Häuser im Heiligen Land, so auch in

Jerusalem. Neben der Pflege der Aussätzigen

widmete man sich in den Spitälern des Hl. Lazarus

zunehmend auch der Versorgung des stetig

wachsenden Stroms von Pilgern aus allen Ländern

Europas. Das Wort „Lazarett“ weist bis zum

heutigen Tage auf das segensreiche Wirken der

Lazariter hin.

Nach der Eroberung Jerusalems im ersten

Kreuzzug (1098) erweiterte sich die Fürsorge in

den Spitälern des Hl. Lazarus verstärkt auch auf

Kreuzfahrer, unter denen die Lepra rasch neue

Opfer fand. Mitglieder des Templerordens, aber

auch anderer Ritterorden, die an Aussatz erkrankten,

mussten sich von ihren Orden trennen

und fanden Aufnahme in den Häusern des Hl.

Lazarus.

Etwa Mitte des 12. Jahrhunderts, tauchte das

grüne Kreuz des Hl. Lazarus erstmals auch in Europa

auf. König Ludwig VII. von Frankreich übertrug

dem Lazarus-Orden nach seiner Rückkehr

aus dem Heiligen Land das königliche Schloß

Boigny bei Orléans, das später zum Sitz des gesamten

Ordens avancierte. Neben Frankreich

entstanden Ordensniederlassungen von Portugal

bis Ungarn, von Italien bis Schottland.

Im deutschen Sprachraum bildeten Thüringen,

die Schweiz, der Breisgau, Südhessen und der

Mittelrhein Schwerpunkte des Lazarus-Ordens.

Von besonderer Bedeutung hierbei war das

Hospital Maria Magdalena in Gotha, das von der

Hl. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, gestiftet

und um 1229 an den Lazarus-Orden übergeben

worden war. Das Haus erscheint fortan als

selbständige Kommende des Lazarus-Ordens.

Durch zahlreiche Schenkungen, insbesondere

des Erzbischofs von Mainz, erlangte der Orden

Besitz weit über Gotha hinaus. Hierbei sei insbesondere

auf die Ordenshöfe in Breitenbach,

in Braunsrode bei Heldingen, in Wackenhof im

Kreis Eisenach, in Helmsdorf und auf die Kommende

Sangerhausen in der Diözese Halberstadt

hingewiesen.

Neben Besitzungen in Thüringen bildeten die

Kommenden im südhessischen Megersheim und

in Schlatt bei Freiburg im Breisgau einen besonderen

Schwerpunkt der segensreichen Tätigkeit

des Lazarus-Ordens in Deutschland.

Eine Präsenz des Lazarus-Ordens auf deutschem

Boden entstand erst wieder während der Französischen

Revolution. 1791 waren in Frankreich

alle königlichen und kirchlichen Orden aufge-

hoben worden; somit auch der Lazarus-Orden,

der unter dem direkten Schutz der französischen

Krone stand. Der amtierende Großmeister des

Lazarus-Ordens, Louis Stanilas de France, der

spätere König Ludwig XVIII, verließ Frankreich

im gleichen Jahr und begab sich ins Exil in Koblenz.

Er übte von dort das Amt des Großmeisters

des Ordens aus. In dieser Zeit wurden beispielsweise

der russische Zar Paul I und der schwedische

König in den Lazarus-Orden aufgenommen.

Pläne zur Vereinigung des Anfangs des 19.

Jahrhunderts heimat- und besitzlosen Ordens

vom Hl. Lazarus mit dem Orden des Hl. Johannes

scheiterten am Widerspruch des russischen Zaren.

Mit dem Ende der napoleonischen Epoche

erlebte der Lazarus-Orden die Wiedereinsetzung

in seine Rechte.

Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

wurde die weitere Entwicklung des

Lazarus-Ordens erheblich von politischen Rahmenbedingungen

und den Weltkriegen beeinträchtigt,

so insbesondere auch in Deutschland.

Heute nach der internationalen Wiederverei nigung

des Ordens im September 2008 stehen die

nationalen Gruppierungen in Deutschland vor ihrer

Vereinigung.

Die Großballei Deutschland, das Europäische

Großpriorat, das Großpriorat Deutschland und

die beiden Erbkommenden Rheinland und Villa

Wallendorf arbeiten gemeinsam auf dieses nationale

Ziel hin. Aktuelle Informationen sind unter

www.lazarus-in-deutschland.info abrufbar.


laZarUS „ein impuls“:

Der Name Lazarus begegnet uns sowohl im

Lukas-Evangelium als auch im Johannes-Evangelium.

Der Evangelist Lukas berichtet über den Lazarus,

der mit Geschwüren bedeckt ist und schließlich

in Abrahams Schoß Trost findet. Im Evangelium

des Johannes ist Lazarus, der Bruder von Martha

und Maria, der enge Freund Jesu, den Jesus

von den Toten erweckt. Obwohl die beiden

Lazaruserzählungen auf den ersten Blick nichts

gemeinsam haben, ergibt sich bei näherer Betrachtung

doch eine innere Beziehung. Gott ist

den Todgeweihten, den Sterbenden und darüber

hinaus so gar den Verstorbenen nahe. Gott hilft

auf dem Weg der Vollendung, er lässt uns nicht

allein. Wir finden Trost in Abrahams Schoß. Oder:

Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang,

das Verlassen der irdischen Höhle, der fleischlichen

Hülle.

Das will uns der Name Lazarus sagen: Gott hilft!

Er erbarmt sich unser. Leid und Tod sind nicht

die letzte Antwort auf das Leben. Gerade für die

Aussätzigen, die bereits als noch Lebende von

der Gesellschaft als schon Tote abgeschoben

und ausgesondert waren, bot diese Botschaft

einen neuen Horizont, der ihrem elenden Dasein

und ihren niedergeschlagenen Seelen plötzlich

eine hoffnungsvolle Perspektive gab, nicht

durch die Verabreichung einer Wundermedizin,

sondern durch die Annahme der Krankheit und

des Unvermeidbaren, in einem ganz befreien-

den Loslassen aller Nöte, Sorgen und Zweifel,

in der Freude auf das ewige Leben, wunderbar

getröstet und gehalten. Deshalb verwundert es

nicht, dass sich diejenigen, die sich der Todgeweihten,

Sterbenden und Verstorbenen annahmen,

den Lazarus als Patron für Ihre Gemeinschaften

aus suchten. Meistens selber betroffen,

sterbens krank, brachten sie Licht in das Dunkel

der Ausgestoßenen, die sich im wahrsten Sinne

des Wortes auf der Schattenseite des Todes befunden

haben, ein Licht, das jenen den Frieden,

Seelenfrieden, schenkte.

Noch heute heißt es in einer altehrwürdigen Antiphon

zum Begräbnis eines Mönches: „In paradisum

deducant te angeli…Chorus angelorum te

suscipiat, et cum Lazaro quondam paupere aeternam

habeas requiem.“ „In das Paradies mögen

dich die Engel geleiten… Der Chor der Engel

möge dich aufnehmen. Und mit dem einst armen

Lazarus mögest du ewige Ruhe haben.“

Wie vielen Menschen bleibt heute der Weg zum

Seelenfrieden verwehrt? Wie viele Menschen

finden heute keinen Trost mehr im Angesicht

einer schweren lebensbedrohlichen Krankheit?

Um wie viel ärmer sind die vielen Menschen geworden,

die keine Hoffnung mehr auf ein ewiges

Leben haben? Wie viele Krankheiten sind unbesiegt?

Lazarus, das ist Gottes Hilfe auf dem Weg

durch das Tor zur Vollendung. Lazarus, das ist

unser Begleiter auf dem Weg in die neue Stadt,

zum ewigen Gott, in das himmlische Jerusalem.

Unser Ziel ist nicht hier zu bleiben, sondern anzukommen,

ebenda.

Straßenkinder brauchen ihre hilfe. Wir bedanken uns für ihre Spende.


Überweisung/Zahlschein

L A Z A R U S O r d e n

6 0 0 5 0 5 1 0 5 1 3 7 0 6 0 1 9 3

P A X B a n k K ö l n

S o n d e r s p e n d e S t r a s s e n k i n d e r

Erbitte Anschrift für Spendenbescheinigung

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