sportFACHHANDEL 04_2017

bhmgepaper

DAS INSIDER-MAGAZIN: NEWS • FAKTEN • HINTERGRÜNDE

FÜR

DEUTSCHLAND · ÖSTERREICH · SCHWEIZ: 6,00 € ZKZ 17598

21.02.2017

AUSGABE 4

SPEZIAL

HOW

CLOSE

IWA Outdoor Classics

ÖSFA Salzburg

12 Seiten

Teamsport

Neue Kollektionen,

Neue Chancen S. 30

Schuhe • Handschuhe

Bälle • Kompression

ISPO 2017

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IS NOW?

AUCH

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DIE TRENDS

S. 8

S. 6

ADIDAS-WERKSTATTBERICHT S. 42

Mit welchem Sportfachhandel Adidas

in die digitale Zukunft aufbrechen will

82ED-S mit Okular MEP-20-60

Österreich

Franz Schenner

über Nischen,

Nachwuchs,

Netzwerke

S. 14

Optical Excellence Since 1917

Reportage

ISPO Academy:

Mit Azubis einen

Tag auf der Messe

unterwegs

S. 46

MONARCH Spektive – Holen Vertriebsvorstand

Sie die Wunder der Natur ganz nah heran

Roland Auschel

Erleben Sie die Natur mit beeindruckendem Detailreichtum, wenn Sie mit dem MONARCH Spektiv

unterwegs

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segment Tourenski

wächst weiter

S. 16


2 | INTRO 04.2017

ZITAT DES MONATS

» Vorlieben. «

keine

Wir managen Wirklichkeiten,

Adidas Vertriebsvorstand Roland Auschel anlässlich eines

ISPO-Symposiums zur Digitalisierung in Handel und Industrie

IN DIESER AUSGABE

… PERSONEN

Jörg Aumüller 69

Roland Auschel 42

Ron Berger 44

Gerd Bittl-Fröhlich 45

Adrian Darchinger 69

Alena Diduch 69

Klaus Dittrich 44

Hugo Dornseif 20

Laureen Dähnrich 19

Fabian Engelhorn 44

Wendy Ertl-Williams 22

Sebastian Frey 47

Frank Geisler 44

Harry Goeft 69

Margit Gosau 69

Andreas Grasl 69

Googie Gundolf 22

Martin Hannemann 35

Marc Hasenstein 69

Stephan Herzog 42

Torsten Hochstetter 31

Jens Holst 19

Thomas Klein 21

Winand Krawinkel 44

Markus Krill 69

Fred Kühlkamp 13

Wolfgang Lagler 37

Chris Mannel 17

Matthias Mecking 31

Christian Müller 69

Christina Nicklas 46

Karl Posch 16

Kim Roether 44

Andreas Rudolf 44

Tobias Röschl 38

Wolfgang Rösch 69

Harold Rubrech 69

Franz Schenner 14

Robert Schlagenhauf 69

Angelika Schmidl 40

Christian Schmidl 40

Friedrich Schmidl 40

David Schneider 44

Ralf Schon 26

Andreas Settele 8

Michael Styla 20

Roland Wagner 69

Nadine Weidner 47

Dominik Wieder 19

… FIRMEN

2XU 37

Adidas 30, 35, 40, 42

Alpina 22

Asics 32

Bauer 21

Beco 47

Bergans 10

Blizzard 14, 69

Brunotti 13

Buff 12, 69

Cep 36, 40

Columbia 22, 69

Craft 37

Craghoppers 9

Dahu 47

Davos 19

Derbystar | Select 34

Dynafit 17

Ecco 69

Elan 69

Engelhorn 44, 46

Erima 34, 40

Evoc 8

Fairplay 40

Falke 40

Finis 47

Fjällrävens 12

Fritschi 69

Gigasport 46

Globetrotter 19

Goal Zero 69

Gore-Tex 9

Hamax 19

Hanwag 8

Head 21

Helly Hansen 69

Hestra 22

Hey Sport 69

Holmenkol 69

Hudora 20

Intersport 20, 44

ISPO 13, 42, 69

ISPO Academy 45

IWA OutdoorClassics 24

Jack Wolfskin 11, 47

Jako 35, 38, 40

K2 19

Kathrein 19

Kempa 32

Kettler 12

KHW 19

Kinetixx 9

Lotto 38

Lowa 69

Lululemon 69

Macron 38

Maier Sports 10

Marker Völkl 69

McTrek 46

Merrell 69

Mizuno 32

MTS 47

Nike 32, 35, 40

Nikon 26

Norrona 69

Nova AG 69

Oberalp 17, 69

Ochsner Sport 44, 46

Odlo 37

Opticron 69

ÖSFA 14

Ortovox 47

Patagonia 47

Petzl 47

Prana 69

Primaloft 9, 12

Primus 11

Puma 30, 35, 40

Ress 19

Reusch 35

Roces 19

Salewa 69

Salming 32

Schildkröt 47

Schweizer Effax 69

Schöffel 9, 22

Sells 35

Skimo Austria 16

Ski Suit Rental 22

SO! 69

Sofsole 69

Sport-Scheck 42, 46

Sport 2000 19, 41, 44, 69

Sport Import 69

Sport Lavit 69

Sport Münzinger 40

Sportsella 46

Sportspezialisten 69

Teamsport-Profis 41

Tecnica 69

The North Face 69

Thule 47

Uhlsport 32, 35

Under Armour 38

Vendemos 69

VPW 69

X-Socks 69

Yeah AG 46

Zalando 44

Zanier 47


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Adidas ist zurück –

ein bisschen!

Wahrlich Großes schien sich

anzukündigen, als die ISPO zur

traditionellen Pressekonferenz im

Vorfeld der Messe lud. Neben Messe-Chef

Klaus Dittrich sollte nämlich Adidas-

Vertriebsvorstand Roland Auschel Platz

nehmen. Unwillkürlich fragte man sich:

Wird Adidas nach elf Jahren Abstinenz

in die heiligen Hallen der Messe

Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur München mit einem eigenen Stand

m.rotzoll@sportcombi.de zurückkehren? Die Antwort auf diese

Frage ist – gemessen an dem Bohei, der

um die tatsächlichen Neuigkeiten gemacht wurde –

ernüchternd:

Kostenlos:

Die SFH

News-App

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sport-fachhandel.com/app

oder in den App-Stores

04.2017

Adidas wird auch in näherer Zukunft nicht auf

der ISPO ausstellen! Die unspektakuläre Nachricht

sah in den Worten von Klaus Dittrich letztlich so

aus: „Adidas ist nach vielen Jahren wieder Teil

unseres Netzwerks, darüber freue ich mich sehr.“ Als

führendes Unternehmen beim Thema Digitalisierung

würden die Herzogenauracher am Messe-Montag

ein Symposium zum Thema „Digitalisierung als

Wachstumsimpuls für Industrie und Handel“ sowie

ein anschließendes Produktevent veranstalten.

Abgesehen davon, dass das Symposium für die

geladenen Gäste den Besuch lohnte (s. auch Bericht

auf S. 42), muss man fragen: Wann wird ein solches

Bohei veranstaltet für all diejenigen Aussteller, die

seit Jahrzehnten mit einem Stand auf der ISPO der

Messe in Zeiten des Wandels die Treue gehalten

haben und somit erst für den tatsächlichen, weil

geldwerten Erfolg sorgen? Und: Was haben der

langjährige, zahlende Aussteller und auch der

gemeine, Eintritt zahlende Messebesucher davon,

dass Adidas sein Symposium zur Digitalisierung nicht

in Herzogenaurach, Berlin oder New York, sondern

im Kongresszentrum der Messe München veranstaltet

hat?

Genau: Gar nichts! Insofern mag Adidas zwar

nunmehr wieder Teil des so bezeichneten ISPO-

Netzwerkes sein. Teil der Messe – und die wird es ja

allem Anschein nach auch in Zeiten des Netzwerkes

weiterhin geben – sind aber in erster Linie nach wie

vor Aussteller und Fachbesucher.

TITELTHEMA

TRENDREPORT ISPO 2017 S. 8

Top-Themen

Im Fokus: Brennpunkte der Branche S. 6

ÖSFA: So tickt Österreich! S. 14

IWA Outdoor Classics S. 24

EDITORIAL | INHALT | 5

SCHWERPUNKT TEAMSPORT

Die neuen Schuh-Highlights 30

Accessoires: Bälle, Handschuhe, Strümpfe & Co. 34

Porträt: Händler Fairplay aus München 40

FACHHANDEL Service für den Shop 42

BRAND NEW Produktneuheiten von A-Z 48

PERSONALIEN Aufsteiger, Aussteiger, Umsteiger 69

STELLENMARKT Wechselbörse für die Sportartikelbranche 71

WOHL.GEH.FUHL

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6 | 04.2017

IM FOKUS

Dialog in der

Textilindustrie

Mit dem „Dhaka Apparel Summit 2017“ möchte das Land Bangladesch einen

Dialog eröffnen, der Strategien für eine nachhaltigere Gestaltung der Wertschöpfungskette

unter lokalen und globalen Gesichtspunkten in der Textilindustrie

formulieren soll. Die vom Verband der Bekleidungshersteller und

-exporteure des Landes (BGMEA) in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-

Organisation Bangladesh Apparel Exchange (BAE) veranstaltete internationale

Fachkonferenz findet am 25. Februar 2017 statt. Dass Premierministerin Scheich

Hasina Wajed die eintägige Konferenz eröffnen wird, unterstreicht deren große

Bedeutung für die nationale und internationale Textilbranche. Mit insgesamt drei

Podiumsdiskussionen betonen die Veranstalter den offenen, interaktiven Charakter

der Veranstaltung und bieten die Möglichkeit für umfassende Publikumsbeteiligung

und intensiven Ideenaustausch. An den Gesprächsrunden werden

Regierungsangehörige, internationale Organisationen und Wirtschaftsexperten

ebenso teilnehmen wie Vertreter von Unternehmen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern,

Entwicklungsorganisationen, Sprecher

der Zivilgesellschaft, Akademiker und

Medienvertreter aus dem In- und

Ausland. sportFACHHANDEL

wird weiter berichten.

Nach Jahren

des Dahinsiechens ist

nun das Ende gekommen: Vom 7.

bis 9. Februar 2017 fand auf dem Gelände

der Messe Düsseldorf die 123. und

letzte Ausgabe der GDS statt. Man habe

sich, so die GDS-Macher, für einen kompletten

Neuanfang entschieden: „Um etwas Neues zu

erschaffen, muss man frei sein von bestehenden

Strukturen und Traditionen. Deshalb werden wir

die Schuhmesse nach dieser GDS an die Igedo

Company übergeben und dadurch einen Neuanfang

mit völlig anderen Strukturen und

Vorzeichen ermöglichen.“ Diese

Vorzeichen heißen Gallery Shoes.

Die neue Messe, verstanden

als „Rückkehr zur orderorientierten

Messe“ soll

erstmals vom 27. bis

29. August 2017 im

Düsseldorfer Areal

Böhler stattnden.

Tschö, GDS – hallo Gallery Shoes

Plattform für

Newcomer

Der Schweizer Rico Dürst hat mit seiner persönlichen

Beratungsfirma purBenefit AG seit 2011 ein neues

strategisches Sprungbrett für Newcomer, aber auch für

gewachsene Player in der Sportbranche etabliert.

Über 25 Jahre agierte, leitete und begründete der

Deutschschweizer Marken und Handel im Sport, sowohl

in der operativen, wie auch strategischen Führung. Seine

Erfahrungen sammelte er in Sportfashion, Outdoorequipment,

Sportmarkenaufbau, Verkauf und Marketing. Vor

allem Schweizer Image und Nachhaltigkeit lage n Dürst

immer sehr am Herzen. „Die Zeiten ändern sich“, sagt er.

„Nicht immer passen gelerntes Managementwissen und

heutige Branchenanforderungen überein“. Heute stünden

viele Hersteller mit dem Rücken zur Wand, meint Dürst,

der mit seiner Plattform purBenefit AG nicht nur Hilfestellung

anbietet, sondern auch Brücken schlagen will

zwischen Vertriebsformen, unterschiedlichen Märkten und

neuen Herausforderungen. Es würden zu sehr Margenoptimierung

und Serviceabbau im Vordergrund stehen.

Dürst hält das für den falschen Weg. Das führt häufig zu

einem Dilemma. Auch mittelgroße Anbieter versuchen

einerseits mitzuhalten, aber auch gegenzusteuern. „Und

der schweizerische Sporthandel kämpft zumindest in

den Grenzregionen noch mit ganz anderen Problemen“,

konstatiert der Experte. Sein Team will dem Handel und

der Industrie in der Schweiz, aber auch europaweit nun

bei der Bewältigung akuter Marktprobleme unter die Arme

greifen. Jungen Neueinsteigern oder etablierten Marken

sollen die möglichen Richtungen aufgezeigt werden.

Dabei steht der langfristige erreichbare Mehrwert bei jeder

Marktentscheidung ganz oben, sagt Dürst. Zielfokus sind

europäische Märkte, für die Dürst langfristiges Know how

zur Verfügung stellt und Dienstleistungen hinsichtlich

Distribution, Organisation, Marketing über Rekrutierung

bis Kommunikation anbietet. Mit Strafe Outerwear ist

Dürst und seinem Team jetzt ein erster Coup gelungen.

Aktuell wird über die neue Europaplattform

Ginko Limited die

US-Bergsportmarke Strafe

eingeführt. Die Marke wurde 2009

von den beiden Freeride- und

Wintersport-Experten John und

Pete Gaston für Berg-Enthusiasten

in den USA entwickelt. Die in Aspen

aufgewachsenen Brüder starteten

ein unkonventionelles Projekt, mit

dem Ziel, genau die qualitativ hochstehende

Kleidung zu produzieren,

die sie bei ihren Abenteuern in den

Bergen benötigen. Rico Dürst stieß

im letzten Jahr dazu.

Rico Dürst

© © VLADGRIN /ISTOCKPHOTO.COM


04.2017

| 7

Paukenschlag

auf der ISPO

Gore will künftig in seinen DWRs und in der

Herstellung seiner Membranen auf „ökologisch bedenkliche“

PFCs verzichten. Das soll in zwei Stufen

erfolgen: Bis Ende 2020 will Gore „ökologisch bedenkliche“

PFCs in den Laminaten ersetzen, die rund

85 Prozent der daraus gefertigten Outdoor-Produkte

entsprechen. Dazu gehören Jacken, Schuhe, Handschuhe

und Accessoires. Bis Ende 2023 wird Gore

„ökologisch bedenkliche“ PFCs aus sämtlichen

Laminaten für Outdoor-Kleidung ersetzen und

gleichzeitig sicherstellen, dass die spezifischen

Anforderungen für die jeweiligen Anwendungsbereiche

weiterhin erfüllt werden.

Nach einer intensiven Diskussion konnten sich Gore

und Greenpeace auf eine gemeinsame Definition

„ökologisch bedenklicher PFCs“ einigen: Demnach

gilt das von Gore für die Membranen verwendete Polymer

PTFE – sofern es ohne ökologisch bedenkliche

PFCs hergestellt ist – nun als „umweltfreundlich“.

PTFE gelte als inert und wasserunlöslich, es zersetze

sich nicht und könne deshalb auch nicht zu einer

Quelle für ökologisch bedenkliche PFCs werden,

heißt es. Greenpeace – ebenfalls mit einer eigenen

Pressekonferenz gegenüber der Messe in München

vertreten – befürwortet diese Sichtweise.

UNIQLO

GOES SPORT

Jetzt ist es amtlich: Der japanische Freizeitbekleider Uniqlo

will auch den Sportmarkt erobern. Mit einer eigenen, neuen

Sport-Division will Uniqlo eigenen Angaben zufolge bald „die

Eigenschaften von Sportswear mit Alltagsbekleidung vereinen

und sie so funktional und modisch zugleich machen“. Für

2017 und 2018 gibt die japanische Kultmarke jetzt Gas und

baut seine Kollektionen für Damen, Herren und Kinder um

„eine Auswahl unverwechselbarer Produkte mit verbesserter

Funktionalität sowohl für Top-Athleten als auch für Freizeitsportler“

aus, erfuhr sportFACHHANDEL auf der ISPO. Gesteuert

wird die Expansion zentral vom Headquarter in Tokyo aus, der

europäische Markt wird derzeit von London aus mit unterstützt.

In Berlin gibt es seit bereits zwei Flagshipstores, einer in

der ehemaligen Nike-Town an der Berliner Tauentzienstraße.

Ein dritter Laden in der Haupstadt eröffnet Mitte Februar.

Uniqlo zählt mit einem globalen Umsatz von rund 1,7864

Mrd. Yen im Geschäftsjahr 2016, welches am 31. August 2016

endete (17,31 Mrd. US Dollar, 14,65 Mrd. Euro), zu den weltweit

größten Herstellern mit einer eigenen Handelsmarke und

Vertriebskette. Angesprochen werden derzeit Running-, Yogaund

Fitnesskunden, mittlerweile aber auch Bike- und Golf-

Fans. Das Thema Funktion und Technik (Fasern, Klimakontrolle

etc.) bei der Bekleidung spielt eine große Rolle und wird mit

japanischen Spezialisten in Eigenregie entwickelt.

Die TOP-MARKEN

des deutschen Sportfachhandels

Auf der ISPO in München präsentierten die beiden großen Einkaufsverbände

mit ihren knapp 2.800 Türen ihre Top-Umsatzbringer 2016

RANG

VERÄNDERUNG

VORJAHR

MARKE

1 Adidas

2 Nike

3 Amer Group

(Salomon, Atomic, Wilson, Suunto)

4 Asics

5 Lowa

6 CMP

7 Jack Wolfskin

8 Schöffel

9 Puma

10 Meindl

11 VF Group (The North Face,

Timberland, Eastpak)

12 L-Fashion Group

(Icepeak, Luhta, Rukka)

13 Salewa

14 Vaude

15 Deuter

16 Head

17 Mammut

18 Killtec

19 Odlo

20 Dobotex

(Puma Socks)

RANG

VERÄNDERUNG

VORJAHR

MARKE

1 Adidas

2 Nike

3 Amer Group

(Salomon, Atomic, Wilson, Suunto)

4 Asics

5 Puma

6 Jako

7 CMP

8 Erima

9 Meindl

10 Lowa

11 Fjällräven

12 Vaude

13 Deuter

14 Schöffel

15 Jack Wolfskin

16 Brooks

17 Uhlsport

18 Icepeak

19 Salewa

20 Mammut


8 | ISPO | Trends

04.2017

sportFACHHANDEL-Redakteurin

Astrid Schlüchter (links) informiert

sich bei Daniela Odesser über die

Neuigkeiten von Evoc.

ISPO RÜCKBLICK

Die Trends

2017/18

sportFACHHANDEL hat sich für Sie auf der ISPO umgeschaut und einiges an Innovationen entdeckt. Doch an

welchen Produkten könnte der Handel den meisten Spaß haben? Wir haben Produkt- und Marketingmanager

quer durch alle Sortimente befragt ...

Daniela Odesser,

Marketing & PR Evoc

Das auffälligste neue Feature der

neuen Evoc „Line“ Backpacks

sind die extrabreiten Hüftflossen

mit integrierten Hüfttaschen – leicht

zugänglich und fest verschließbar bieten

sie zusätzlichen Platz für Smartphones,

Energie-Riegel oder sonstige Kleinteile,

ohne aufzutragen. Ebenso wie die

Schultergurte, wachsen die Flossen

direkt aus dem Rucksackvolumen

heraus. Inspiriert wurde unser Produktdesigner

durch Bilder eines Indianers,

der ein Wildschwein auf dem Rücken

trug. Diese bionische Anbindung sorgt

nicht nur für eine verbesserte Lastenverteilung

in Richtung Hüfte, sondern

auch für einen „Body Hugging“-Effekt:

Das ergonomische Tragesystem

schmiegt sich an den Torso und der

Rucksack wird eins mit dem Körper.

Das erhöht den Tragekomfort und sorgt

für eine stabile Position bei Abfahrten.

Andreas Settele,

Leiter der Entwicklung

Hanwag

Exklusiv für die drei

neuen Schuhe der

Hanwag H/W-Kollektion

2017/18 (Anvik, Aotea

und Moapa) entwickelte das

R&D Team um Andreas

Settele gemeinsam mit Sohlen-Profi

Michelin „Michelin

V-Rough“ – eine völlig neue

Sohle, basierend auf dem

V-Profil des beliebten Michelin

Alpin 5 Winterreifens, die

außergewöhnliche Traktion

und Bodenhaftung bietet und

besonders abriebfest und

langlebig ist.


04.2017 Trends

| ISPO | 9

Hannes Junger,

Geschäftsführer W + R GmbH

Für den Handel dürfte unser

KinetiXx-Topmodell,

der X-treme besonders

interessant sein. Der alpine

Rennhandschuh ist mit Gore-

Tex-Membran und Primaloft-Isolierung

ausgestattet.

Unsere Sharktec-Technologie

an der Innenhand verleiht

extremen Grip und maximale

Kraftübertragung von der Hand

auf den Stock. Ein schnittfestes

Kevlarspezialgestrick an der

Innenhand sowie High Performance

Protektoren auf den

Fingern, den Knöcheln und am

Handgelenk schützen den Träger

zudem vor Verletzungen.

Julia Winslow, Marketing Central Europe Paramo

U nsere neue Nebu-Jacke ist super für

Skitouren geeignet, g

weil sie sehr

gut Feuchtigkeit abtransportiert

und ohne Membran auch in schwierigen

Verhältnissen trocken hält.

© SFH

Patrick Laquer,

Key Account Manager Craghoppers

Ilka von Goerne,

PR Schöffel

Outleisure“, nennt

Schöffel den auch

im Handel zu

spürenden Spirit von

Outdoor im täglichen

Gerbauch mit Outfits,

gefertigt aus funktionelleren

Materialien

als jene, die in der Mode

verarbeitet werden, ohne

dabei jedoch aufdringlich

zu wirken. Typische

Vertreter dieser neuen Linie

sind PFC-freie Insulated

Jackets wie die „Lipezk“, eine

wind- und wasserdichte Venturi Outdoorjacke für

Herren in Materialmix mit gestepptem Futter und

Teddyfuttereinsatz im oberen Rücken und das

Damenpendant Tingri. Verklebte Nähte, abnehmbare

verstellbare Kapuze und 2-Wege-Frontreißverschluss

runden den Gesamteindruck ab.

Die NosiLife Davenport Weste ist ein komplett neuer Style, der super im Handel ankommt. Zunächst sieht

die Weste von außen schön clean aus, die Farbe ist modern. Zwei Taschen außen, eine Brusttasche und eine

versteckte kleine Tasche sind noch nicht wirklich ungewöhnlich. Aber wenn die Weste dann vom Händler

geöffnet wird, folgt die Überraschung: 16 weitere Taschen sind im Inneren untergebracht. Dort können vom

Smartphone, über Karten bis hin zum Reisepass alle wichtigen Utensilien sicher verstaut werden. Alle Kunden,

denen wir die NosiLife Davenport Weste gezeigt haben, waren verblüfft. Jeder Einkäufer hatte sofort eine Story im

Kopf und sagte: Können wir perfekt auf der Fläche darstellen, der „Mercedes“ von Craghoppers.


10 | ISPO | Trends 04.2017

Karl Henrik Felde, International Marketing

Manager Bergans of Norway

Bergans of Norway präsentiert zum Winter

2017/18 eine neue Premium-Bekleidungslinie

für aktive Alpinskifahrer und Freerider. Das

Flaggschiff-Produkt ist das Hemsedal Hybrid Jacket.

Durch die Unterteilung in verschiedene Körperzonen

wechseln sich isolierendes und atmungsaktives

Material ab. Stilistisch unterstreicht die Jacke die

natürlichen Linien eines sportlichen Körpers: Die

Betonung der Schulterpartien beim Herrenmodell

akzentuiert die maskuline Statur, während das

Damenmodell mit einem femininen und taillenbetonten

Schnitt aufwartet.

Sebastian Frey

Geschäftsführer MTS

Unsere PVC-freie Bicolor-

Yogamatte aus der

Schildkröt-Fitness-

Kollektion ist deswegen toll,

weil sie mit großen Abmessungen

punktet, ein

tolles Verpackungssystem

hat, eine schöne, fast textilartige

Oberfläche und wie

immer bei MTS mit einem

sehr guten Preis-Leistungsverhältnis

ausgestattet ist.

Stefan Taft

Marketing Manager

Maier Sports

Im Vergleich zu klassischer Skibekleidung

ist die neue „Crossover Ski“-Linie

von Maier Sports deutlich schneeunabhängiger,

vielseitiger, variabler und

damit absolut zeitgemäß: Jacken wie

die „Out2Slope“ für Männer und für

Frauen sowie entsprechende Hosen

überzeugen beim Skifahren, aber

auch beim Wandern, Rodeln,

Eisstockschießen oder in

der City und lassen sich an

vielen Tagen bei winterlichen

Bedingungen

im urbanen

Umfeld bestens

tragen. Dazu

sind die Teile

problemlos

mit den Styles

der Outdoor

Kollektion zu

kombinieren.

© SFH; MAIER SPORTS


Gerald Palm, Deutschland-Chef Primus

Kompakt, benutzerfreundlich, leistungsstark“

– und darüber hinaus mit dem

ISPO Award 2017 ausgezeichnet. Das

PrimeTech Kocher-Set von Primus ist die

ultimative Lösung für performance-orientierte

Trekker. Wichtige Details: Durch die kompakte

Konstruktion konnte die Gesamthöhe beachtlich

reduziert werden, dadurch hat der Kocher

zusätzlich einen wesentlich stabileren Stand.

Falls der Kocher doch umfällt, beugt die patentierte

Brenner-Konstruktion Stichflammen vor.

Und dank effektivem Windschutz und Top mit

integriertem Wärmetauscher kann der Gasverbrauch

halbiert werden.

Uwe Betram

Leiter Außendienst Vaude

Die i Mens Manukau-Jacket haben

wir auch als Parka, aber die

kürzer geschnittene Variante kam bei

unseren en Händlern deutlich besser an. Die

Jacke bietet folgende Vorteile: Zunächst ist

eine Primaloft-Füllung darin, durch unsere

Ceplex-Membran ist sie zudem wasserdicht.

Die Manukau-Jacket ist

eine sehr junge Jacke, das Design

spricht eine ausgesprochen

attraktive Zielgruppe an. Optik

und Haptik kamen sehr gut an.

Die Jacke ist funktionell und modisczugleich

und bietet eine

sehr interessante VK-Preislage.“

Matteo Corrada

International Sales Manager Nautilus

Der Gleichgewichtstrainer M-Pad

unserer Marke Modern Movement

ist ein ganz neuartiges Konzept, um

Balancetraining und den Spaß daran noch

besser zu kombinieren. Mit drei aufsetzbaren

Gummiplatten kann der Schwierigkeitsgrad

individuell erhöht werden. Das

M-Pad lässt sich in die M-Trac-App integrieren,

bei der die Sensoren eines Smartphones,

das sich in der Mitte des Gerätes

befestigen lässt, zum Messen der Gleichgewichtsfähigkeit

und zur Verfolgung der

Verbesserungen verwendet werden.“

Sato Louisa Feller

Manager Product PR

Jack Wolfskin

Jack Wolfskin legt dem

Handel Everyday Outdoor

ans Herz: Durch die Füllung

mit Entendaune fühlt man

sich im „Richmond Jacket“

wie von einer wohlig warmen

und weichen Hülle

umgeben. Die Jacke ist

absolut winddicht und

wasserabweisend. Zusätzlichen

Wetterschutz bieten der

hohe Kragen und die Kapuze.

Die feine Steppung sowie farblich

abgesetzte Schulter- und Oberarmpartien

in Woll-Optik bestimmen

den Look der Daunenjacke. Zwei

vertikal verlaufende Reißverschlüsse

auf der Brust und der schmale

Schnitt definieren das elegante

Design.


12 | ISPO | Trends 04.2017

Phillip Kloeters und

Franziska Köhler, Fjällräven

Leicht gefüttert mit G-Loft Supreme –

Fjällrävens Kunstfaserfüllung, die selbst

bei Feuchtigkeit noch angenehm warm hält.

Kombiniert man dieses warme Futter mit dem

fluorcarbonfrei imprägnierten Eco-Shell Material

aus neuem und recyceltem Polyester, ergibt das

einen perfekten und nachhaltigen Alltagsparka

für kühle, nasse Herbsttage. Phillip Kloeters und

Franziska Köhler sind sich sicher: Die neue „High

Coast Eco-Shell Padded Parka“ für Frauen und das

dazugehörige Jacket für Männer werden dem

Handel viel Freude machen ...

Stefanie Risse

Unternehmenskommunikation

Kettler

Die Kettler-Crosstrainer

(Foto: Skylon 10)

sind nach dem Plattformkonzept

gefertigt. Ein

optisch angepasstes Design

zieht sich durch die gesamte

Range, technische Features

unterscheiden die Modelle.

Der Handel benötigt daher

nur eine kleine Fläche, für die

Präsentation. Zwei bis drei

Modelle unterschiedlicher

Preis- und Leistungskategorien

reichen aus, um das vollständige

Kettler-Sortiment

an Crosstrainern zu demonstrieren.

Kettler empfiehlt

jeweils einen Crosstrainer mit

einem Basic-Display, einem

Advanced-Display und einem

Premium-Display auszustellen.

Daran lassen sich alle

weiteren Modelle aus dem

umfangreichen Sortiment

bestens erklären.

Daniel Runschke

Marketingmanager Buff

Thermonet ist eine Faserinnovation, die

zusammen mit Primaloft entwickelt

wurde. Diese haben wir pünktlich zum

25-jährigen Firmenjubiläum von Buff auf den

Markt gebracht. Das Material wird in Mützen,

Tüchern und Balaclavas verwendet und bietet

noch bessere isolierende und windabweisende

Eigenschaften als herkömmliche Mikrofaserprodukte

– perfekt für anspruchsvolle Outdoorsportler.

Zudem wurde das Merinosortiment

ausgebaut, um für jedes Wärmebedürfnis das

passende Accessoire zu bieten. Unsere neu

gestalteten Displays und Verpackungslösungen

sollen den Sportfachhandel zudem im Abverkauf

unterstützen.

© SFH


04.2017 Interview | ISPO | 13

AUCH OHNE ISPO-AUFTRITT


Emotionen & Innovationen“

Zwischen schneearmen Wintern und zunehmender Konkurrenz aus der Fashionindustrie versucht sich die

Boardsportmarke Brunotti als verlässlicher Partner für den Sportfachhandel zu positionieren. Funktionale

Styles mit trendigen Einflüssen aus der Fashion-Szene, so sieht Deutschland-Chef Fred Kühlkamp die Zukunft.

sportFACHHANDEL: Warum war Brunotti nicht

auf der ISPO?

Fred Kühlkamp: Diese Entscheidung wurde bereits

direkt nach der ISPO 2016 getroffen. Die Gründe

hierfür sind leicht zu erläutern: Das Thema Action

Sport wird vom ISPO-Management in unseren

Augen nicht mehr so priorisiert, obwohl das Thema

für den Handel doch sehr wichtig sein müsste. Wir

bieten alle gemeinsam Emotionen, keinen Einheitsbrei

und viele gestalterische Möglichkeiten, auch in

einem schneearmen Winter, spannende Flächen zu

gestalten. Viele wichtige Brands fehlten 2016 und

machten auch 2017 eine Pause. Der späte Messetermin

war dann letztendlich ausschlaggebend für

unsere Entscheidung. Wir müssen uns an einen

Tisch setzen, um diese Halle wieder mit Leben zu

füllen. Ich wünsche mir für 2018, dass alle wichtigen

Marken zurückkehren und einen völlig anderen

Auftritt unserer Action Sports Thematik.

Wie sehen Sie aktuell das Verhältnis zwischen

Industrie und Handel? Grundsätzlich müssen wir

es schaffen, einen besseren gemeinsamen Nenner

zu finden. Es kann nicht sein, dass die Industrie

oder der Handel utopische Businesspläne strickt,

die für keine Seite erreichbar sind. Beide Parteien

müssen zukünftig intensivere Partnerschaften

eingehen, denn nur dadurch können die Kennziffern

und auch Präsentationen der Marken

optimiert werden. Wir brauchen keine 500

Kunden in Deutschland, wir möchten lieber die

richtigen 350 Kunden mit partnerschaftlichen

Vereinbarungen betreuen. Der Handel sollte

nicht auf 1.000 Lieferanten zählen, denn weniger

ist mehr und für beide Seiten kann ein besseres

Win-Win-Verhältnis erarbeitet werden.

Wie schätzen Sie die derzeitige Verbindung zwischen

Mode und Sportindustrie ein? Der Sport schafft es

mehr und mehr, technologische Styles mit der Mode

zu verbinden. Trendige Einflüsse aus der Fashion-

Szene werden in funktionale Styles übersetzt und

dies ist der absolute Mehrwert für die Sportbranche.

Wir leben diesen neuen Hype und bieten unseren

Kunden für die Zwischensaisons technologische

und fashionorientierte Styles an. Wir nennen diese

Kollektionslinie Brunotti Outside! Diese Kollektion

kann optimal in den Herbstmonaten oder dem

schneelosen Winter eingesetzt werden. Dies ist die

Zukunft für den Sportfachhandel!

Wie stellt sich Brunotti auf, um in den nächsten Jahren

auf dem Markt Akzente zu setzen? Um attraktiv

und anders als andere Brands zu sein, ist es wichtig

klare Strukturen der eigenen Geschäftsfelder

zu dokumentieren. Der Kunde erwartet von uns

Emotionen und Innovationen mit einer Mischung

von klaren Strukturen. Wir ziehen aktuell all unsere

Kompetenzen zusammen und firmieren als Marke

Brunotti in Zukunft unter einem einheitlichen,

starken Logo. Unsere Segmente Hartware, Waterwear,

Sport-Textil und Accessoires profitieren somit

gegenseitig noch stärker von ihren Erfahrungen. Die

Kollektionen werden innovativer und auch in Funktion

und Komfort machen wir einen großen Schritt

nach vorne. Zum einen gelingt uns dies durch

Kooperationen mit Partnern, wie Clo-Insulation,

die mit ihrer Textilfaser als ISPO Top 10 Textil Trend

2018/2019 ausgezeichnet wurden, zum anderen

durch die vielen Teamrider, die ebenfalls stark an

der Entwicklung neuer Kollektionen beteiligt sind

und all ihre Erfahrungen und Ansprüche an unser

Product-Development Team weitergeben.


14 | WINTER | ÖSFA 04.2017

ÖSFA 2017

„ Der billigere Preis

genügt nicht mehr“

Vom 21. Bis 23. Februar 2017 findet in der Brandboxx Salzburg Österreichs größte Sportfachmesse, die

ÖSFA, statt. Franz Schenner, ehemaliger Blizzard-Chef und bis heute Brancheninsider, analysiert für

sportFACHHANDEL die aktuelle Situation im Markt in der Alpenrepublik.

Interview: Andreas Mayer

104. ÖSFA WINTER

Termin:

21. - 23. Februar 2017

9.00 – 18:00 Uhr,

Do 9:00 – 16:00 Uhr

Do 9.00 - 16.00 Uhr

Eintritt nur für registrierte

Fachbesucher.

Produktgruppen:

Sportartikel, Sportbekleidung,

Outdoor, Schuhe, Accessoires

Veranstaltungsort:

Brandboxx Salzburg GmbH

Moosfeldstraße 1,

5101 Bergheim, Österreich

sportFACHHANDEL: Die ISPO ist gerade mal zwei

Wochen her, warum sollte man als österreichischer

Händler trotzdem auf die ÖSFA gehen?

Franz Schenner: Wer sich auf der ISPO bereits den

großen und sehr hektischen Überblick verschafft

hat, könnte auf der ÖSFA Fragen stellen, die auf der

ISPO wahrscheinlich niemand beantwortet hat.

Die ÖSFA als „Regionalmesse“ ist auch die Chance,

Lieferanten und Repräsentanten persönlich zu

treffen. Das wird vor allem Händler interessieren,

die nicht in Einkaufsverbänden organisiert sind

und womöglich noch unschlüssig sind, bei wem sie

ihre Aufträge platzieren.

Wie ist Ihr Eindruck von der allgemeinen Situation

im Handel in diesem Winter? Der Winter hat

schwach begonnen. Das liegt zum einen daran, dass

die Händler zu früh Nachfrage erwarten und die

Kunden abwarten, bis der Winter endlich beginnt.

Leider hat aus meiner persönlichen Meinung

der Handel noch immer nicht begriffen, dass der

billigere Preis nicht mehr genügt, um Kunden

ins Geschäft zu locken. Außerdem dürften einige

Händler nicht wissen, dass sie Kunden, die sie um

den billigeren Preis gewonnen haben, um einen

noch billigeren Preis wieder verlieren werden.

Mittlerweile hat sich die Situation sehr stark

verbessert, vor allem das Verleihgeschäft boomt

und der österreichische Sportfachhandel wird mit

einem leichten Plus oder höchstens mit einem

„blauen Auge“ diesen Winter bilanzieren.

Wo sehen Sie Trends, wo Innovationen, die dem

Handel zugute kommen könnten? Der Sportfachhandel

ist leider zu sehr produktaffin und zu wenig

kundenorientiert. Was nützen den erfolgreichen

Ausrüstern ihre Erfolge, wenn die Händler den

Preis und nicht diese erfolgreichen Marken verkaufen.

Für die breite Masse der Konsumenten

definieren sich die Ausrüster nur über den Weltcup

oder in Nischensegmenten nur über neue Netzwerke

und Spartenkanäle. Innovationen und Nachfrage

sind immer dann entstanden, wenn entweder

völlig neue Produkte oder eine neue Skitechnik

vorgestellt wurden. Die österreichische Skitechnik,

entwickelt von den weltweit führenden österreichischen

Skischulen, war immer hauptverantwortlich

für Nachfrage und Interesse am Skisport. Wer

früher nicht wedeln konnte war nicht „in“ und wer

kein Interesse hatte, seine persönliche Skitechnik

weiterzuentwickeln, hat irgendwann gelangweilt

aufgehört und gehört heute zu den Millionen Aussteigern,

die wieder Spaß am Skifahren bekommen

sollen. Entsprechende Programme und neue Skitechniken

sollen dabei die Motivation steigern.

Was kann der deutsche Handel vom österreichischen

lernen? Hier wie dort werden zu früh die Skipreise

© NEUMAYR/MMV + SB


04.2017 ÖSFA | WINTER | 15

Handel und Industrie haben in den letzten

Jahrzehnten allen Kunden gelehrt: Wer zu früh

kauft, ist selber Schuld!« Franz Schenner

„verrissen“, um Kunden ins

Geschäft zu locken, die noch

gar keine Lust haben, eine neue

Ausrüstung zu kaufen. Noch

dazu haben Handel und Industrie

in den letzten Jahrzehnten

allen Kunden gelehrt: „Wer zu

früh kauft, ist selber schuld!“

Aufgrund dieser Preiswettbewerbe,

die niemanden etwas

bringen außer Verluste, haben

Kunden, die sich zu früh Ski

gekauft haben, gelernt, dass

Ski zum Auslaufpreis noch

billiger sind. Der deutsche

Handel sollte vom Verleihboom

profitieren und das Geschäft

nicht Reiseveranstaltern und

Online-Portalen überlassen,

sondern mit österreichischen

Kollegen kooperieren. Deutsche

Händler sollten Vermittlungsprovisionen

kassieren

und ihre Kunden beraten und

damit wieder Frequenz ins

Wintergeschäft bringen.

Mit dem Netzwerk Winter haben

Sie etwas geschaffen, das man

in Deutschland gut gebrauchen

könnte. Was hat Ihr Netzwerk,

was „Dein Winter. Dein Sport“

(noch) nicht hat? Das Netzwerk

Winter ist eine branchenübergreifende

Initiative, die wir als

„Testmarkt“ nutzen, um alles

was wir über den Markt und die

Entwicklung wissen, auch in

konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Was wir in Salzburg

nicht zusammenbringen,

brauchen wir auch nicht anderen

Märkten empfehlen oder

erwarten, dass diejenigen, die

noch nicht wie wir organisiert

sind und sich austauschen,

etwas schaffen, was wir nicht

erreichen. Wir haben uns als

Kompetenzzentrum und Ideenwerkstatt

positioniert und

freuen uns über jede „Kopie“

unserer Maßnahmen, für die

wir nicht einmal ein Copyright

verlangen. Wir wollen als

Pilotregion mithelfen, die Potenziale,

die tatsächlich in den

Alpenländern vorhanden sind,

auch entsprechend zu nutzen.

Wir sind stolz und dankbar,

dass wir zum Beispiel mit dem

deutschen „SkiMAGAZIN“

einen Medienpartner gefunden

haben, der unseren USP

„Besser Skifahren in 3 Tagen“

im Salzburger Land promotet

hat. Wir sind nicht so engstirnig,

dass wir jeden sofort ins

Salzburger Land locken wollen,

wir würden uns schon freuen,

wenn dieses riesige Potenzial

im Sauerland, im Allgäu oder

wo auch immer in den deutschen

Mittelgebirgsregionen

wieder generell Lust auf Skifahren

bekommt. Ich begrüße

die Initiative „Dein Winter.

Dein Sport“ und wünsche

mir, dass in Zukunft weniger

geredet und mehr konkret

umgesetzt wird. Was wir als

branchenübergreifendes Netzwerk

Winter dazu beitragen

können, würden wir sehr gerne

ehrenamtlich tun.


16 | WINTER | Skibergsteigen

04.2017

Ein weiteres Wachstum

des Marktes hängt von der

Integration des Sports in

die Wintersportdestinationskonzepte

ab.

MARKTREPORT SKIBERGSTEIGEN

230.000

Der Wettbewerb

verschärft sich

In Salzburg präsentierte die Online-Plattform Skimo Austria gemeinsam mit einer Expertenrunde ein Update

zum expansiven Tourenski- und Skibergsteigmarkt. Text: Hildegard Suntinger, Wien

50.000

DATEN & FAKTEN

Von ca. 230.000

Tourenski weltweit

werden etwa 50.000

allein in Österreich

verkauft.

Wie aus der Expertenrunde hervorging,

wuchs das weltweite Geschäft mit dem

Skibergsteigen im Winter 2015/16 erneut:

Die Menge an Tourenskiern stieg um knapp 10

Prozent auf 230.000 Paar. Es waren insbesondere

Märkte wie Nordamerika und Skandinavien, die

aufholten. Mit einem Anteil von 20 Prozent belegt

Nordamerika mittlerweile Platz zwei. Knapp

davor liegt Österreich, das mit 50.000 verkauften

Tourenskiern und einem Anteil von 22 Prozent

die Weltmarktführung halten konnte. Und das,

obwohl die Verkaufszahlen im dritten schneearmen

Winter in Folge stagnierten. Konstant blieb

das Wachstum bei Bekleidung mit einem Plus von

zehn bis 15 Prozent. Ein Plus gebe es darüberhinaus

auch bei Lawinensicherheitsausrüstungen, so die

Expertenrunde.

Gernot Kellermayr, Präsident des Verbandes der

Sportartikelerzeuger und Sportausrüster (VSSÖ)

erwartet im laufenden Winter noch eine deutliche

Steigerung, mittelfristig aber ein verlangsamtes

Wachstum. Der Geschäftsführer von Skimo Austria

Karl Posch mahnte daher, Potenziale und Chancen

wahrzunehmen. Posch sieht das Zukunftspotenzial

des Skibergsteigens in Verleih und Tourismus. Voraussetzung

sei jedoch die Integration des Skibergsteigens

in die touristischen Wintersportangebote.

QUELLE: SKIMO

TOURENSKI

WELTWEIT

ÖSTERREICH

TOUREN-

BINDUNGEN

41.500

230.000

FELLE

260.000

70.000

TOUREN-

SKISCHUHE

200.000

40.000

© SIMONE BINDER, ALEX LUGGER


04.2017 Skibergsteigen

04.2017 Skibergsteigen | WINTER | 17

Das anhaltende Marktwachstum in Österreich

schreibt Posch der jährlich um ca. ein Prozent

steigenden Zahl an Skibergsteigern zu. In Übereinstimmung

mit dem Österreichischen Alpenverein

schätzt er aktuell etwa 500.000 Breitensportler im

Skibergsteigen. Erfreulich sei, dass insbesondere

Jugendliche und Frauen zunehmend Interesse

am Sport zeigen. Auffallend an der Zielgruppe sei

weiters das ausgeprägte Interesse an Fitness und

Wettkampf. Laut Posch sind geschätzte 60.000

Skibergsteiger fitness- und 6.000 wettkampforientiert.

In dem Zusammenhang hob er das neue Wettkampfformat

„Alpencup“ hervor, das in Österreich,

Deutschland und Italien stattfindet und auch Sportlern

außerhalb des Nationalkaders die Möglichkeit

zum anspruchsvollen Wettkampf gibt.

Laut Chris Mannel, General Manager Region

Zentraleuropa bei der Oberalp Group, ist

Dynafit mit einem Marktanteil von über 50 Prozent

Marktführer in Österreich. Mannel beobachtet

eine Verschärfung des Wettbewerbs sowohl auf

Handels- als auch auf Herstellerebene. Wie er von

seinen Kunden weiß, sind knapp 30 Prozent der

Skibergsteiger ausschließlich auf Pisten unterwegs,

was ein Umdenken in der Entwicklung erfordere.

Demnach müssten sowohl Tourenskier als auch

-schuhe stabiler werden und es sei wichtig, mit

reflektierenden Materialien zu arbeiten, um mehr

Sicherheit für die Sportler zu schaffen. Darüberhinaus

zeichne sich mit dem Trend zu schmaleren

Tourenskiern in USA eine Annäherung an die Skibreiten

in Europa ab. Auch in USA ist man zu dem

Schluss gekommen, dass schmalere Skier optimal

für Pistengeher sind.


18 | WINTER | Rodeln 04.2017

HEIMLICHER RENNER SCHLITTEN UND SCHLITTSCHUHE

Sportfachhandel

schnappt Discountern

das Geschäft weg

Kein Randthema, sondern ein Zusatz-Muss in dieser Saison: Rodelschlitten und Schlittschuhe. Pfiffige Händler

waren vorbereitet. Auch die Hersteller. Discounter offenbar nicht. Die Anbieter hatten für diese Saison bereits

tolle neue Entwicklung im Programm, für 2017 und 2018 werden die Modelle noch einmal verbessert. Das

Orderverhalten bleibt dennoch extrem wetterfühlig.

Text: Nicolas Kellner


04.2017 Rodeln | WINTER | 19

© HUDORA, ROCES, NPK

Der Fachhandel ist darauf angesprungen,

bei Sport 2000 waren Rodelschlitten

zwischenzeitlich sogar ausverkauft. Die

Berliner Sporthändlerin Laureen Dähnrich hat

sich Schlitten von verschiedenen Anbietern noch

selbst besorgt, im Südosten von Berlin gehen diese

weg wie warme „Schrippen“. Bei Preislagen bis zu

69 Euro und mehr. Zwar wollen Baumärkte auch

mitmischen, aber die Qualität lässt dort meistens

zu wünschen übrig. Traditionshersteller wie Ress,

Davos und Kathrein oder auch KHW und Hamax

kontern geschickt mit ausgefeilten Modellen und

fairen Preisen. Händler aus dem Allgäu berichten

ebenfalls, dass Schlitten und Schlittschuhe ausverkauft

sind. Bei Globetrotter in München gibt

es eine opulente Auswahl von Rodel-Geräten, der

Platz und die Fläche sind da. „Es läuft bestens an“,

freut sich Filialleiter und Brancheninsider Jens

Holst. Die Auswahl ist immens, vom Rennrodler

bis zum Gebirgsrodler und bei Preislagen bis über

300 Euro. Zum Angebot gehören auch Snow-Glider

und einfache Schlitten. Globetrotter ist aber auch

gut mit Schlittschuhen (von K2 etwa) bestückt. Die

Kunden sind da und würden es danken, sagt Holst,

seit Anfang Januar ziehen die Umsätze spürbar an.

Schlittschuhe aber sind die Renner der Saison. Für

Dominik Wieder, Distributeur und Generalagent

Roces Deutschland, läuft der Markt ebenfalls sehr

zufriedenstellend. „Der Eissport als klassischer

Familiensport, als Freizeitvergnügen, hat sich in

den vergangenen Jahren mit durchgehend positiver

Tendenz entwickelt. Dies ist unserer Einschätzung

nach primär drei Faktoren geschuldet: Zum Einen

stellt sich der Eissport in Folge der flächendeckend

schneeärmeren Winter der vergangenen Jahre

als attraktivste Alternative dar, da er neben dem

alpinen und nordischen Skilauf zu den generischen

Wintersportarten gehört. Man kann auch sagen:

Eislaufen erzeugt das typische Wintergefühl.

Hier kommt der zweite wichtige Punkt ins Spiel:

Infolge dieser Entwicklung entdecken immer mehr

Kommunen und private Anbieter temporäre

Eisflächen als beliebte Bereicherung des Freizeitangebots.

Diese gewachsene Infrastruktur

produziert zwangsläufig mehr Aktive.“

Discounter machen ihm keine Angst: „Als

dritten Faktor sehen wir eine konstant anhaltende

und breite, saisonale Präsenz des Themas. Sowohl

medial – Stichwort TV-Formate – als auch angebotsseitig.

Schlittschuhe finden sich turnusgemäß auf

den Titelseiten der Werbeprosekte sämtlicher

Discounter, und das zu Einstiegspreisen, die zwar

betriebswirtschaftliche Fragen eröffnen, der breiten

Präsenz und Ausübung des Sports jedoch aufgrund

der enorm niedrigen kommerziellen Hemmschwelle

positive Impulse verleihen. In diesem Sinne

sehen wir der Zukunft optimistisch entgegen.“

Trotzdem bleibt die Wetterabhängigkeit, doch der

versierte Sporthandel wisse sich zu helfen, erkennt

Globetrotter zeigte sich zu Weihnachten auch in Sachen Rodeln und Schlittschuhen bestens vorbereitet.

Wieder.„Den größten Teil der Aktiven stellen

unumstritten Kinder und Erwachsene mit Freizeithintergrund.

Outdoor-Freizeitgestaltung bezieht

ihre Impulse zum überwiegenden Teil aus den

Gegebenheiten, ergo dem Wetter. Aufgrund der

zuvor genannten höheren Anzahl künstlicher Eisflächen

hält sich die Nachfrage über die Wintermonate

im einstelligen Temperaturbereich bis

zum Gefrierpunkt konstant. Länger anhaltende,

flächendeckende Kälteperioden mit Temperaturen

im zweistelligen Minusbereich ermöglichen in der

Spitze kurzfristige Umsatzzuwächse um mehrere

hundert Prozent. Als zusätzliches, stabilisierendes

Element haben wir seit vielen Jahren unsere

beliebten „Ice Glamour“ Modelle, modisch

inspirierte Damenschlittschuhe, im Programm,

die unabhängig vom Wetter gerne als originelles

Geschenk gekauft werden.“

Wie in jedem Segment führe eine

intensive Auseinandersetzung und

entsprechende Sortimentsgestaltung mit

einem Thema in der Regel zum Erfolg,

erklärt Branchenprofi Wieder. So gibt es

Händler, die mit dem Segment konstant

und als fester Sortimentsbaustein Geld

verdienen würden, manche reagieren

lediglich auf Nachfrage – also wetterabhängig.

„Pauschal vom „Sporthandel“

zu sprechen, und dessen Haltung zum

Thema Eislauf zu bewerten, fällt mir

in diesem Zusammenhang ein wenig

schwer. Ich denke, wer heutzutage ein

Sportfachgeschäft mit der Vielfalt an

Artikeln und spezialisierten

Themen erfolgreich führt, >>>

Schlittschuhhersteller Roces

glaubt an die Verkaufsqualitäten

des Fachhandels.


20 | WINTER | Rodeln 04.2017

wissen aber auch, wie wetterfühlig das Orderverhalten

ist und dass sich mancher Händler vielleicht

noch scheut, wieder verstärkt auf dieses Sortimentsteil

zu setzen. Hudora bleibt auf jeden Fall am Ball,

Schlittschuhe sind ein wichtiges Thema auch für

den deutschen Anbieter. Die vergangenen Winter

hätten zu spät zu wenige kalte Tage gehabt, meint

Hudora-Sprecher Michael Styla, längere Perioden

mit Dauerfrost und Natureis bis in die Täler ganz

Deutschlands wären selten gewesen oder blieben

aus. Selbst Schneefall, der zu einem Wintergefühl

hätte führen können, blieb in den wichtigen Orderwochen

im Spätherbst vor Weihnachten jeweils

zumeist aus. Dementsprechend seien die Verkäufe

über den Fachhandel wenig inspirierend. Von Vorteil

für die kommenden Jahre sei aber sicher, dass

sich die Verkäufe über die Discountfläche deutlich

reduziert hätten. Die Discounter selbst verschieben

offenbar über ihre Internetplattformen – allerdings

deutlich gesunkene Stückzahlen, zunehmend

schlechte Qualitäten mit teilweise Doppelgrößen.

Einige haben sich auch schon ganz vom Artikel

verabschiedet, so wissen Brachenkenner.

Auch die Baumärkte rodeln

traditionell mit – und das

bereits ab 19 Euro!

K2 setzt auf auch bei

Schlittschuhen auf

Sportlichkeit

und hohe Qualität.

der verfügt durchaus über genügend unternehmerische

Kompetenz und Autonomie, um zu

bewerten, welche Produktgruppen er in seinem

Sortiment abbildet bzw. priorisiert. Seitens der

Verbände und großen Player am Markt erfährt das

Thema sicherlich eine angemessene Präsenz.“

Innovationen sind wichtig, konsumige Preislagen

auch. Abstriche an die Quali tät gibt es nicht.

„Technisch beschränken wir uns eher auf zwei

konstante Komponenten: Qualität und Passform.

Die Innovation orientiert sich bei uns an der Mode.

So zeigen wir neben unseren ‚Klassikern‘ jedes

Jahr mehrere neue Oberschuh-Designs im Rahmen

unserer ‚Ice-Glamour‘-Damenlinie“, berichtet der

Roces-Manager. Die primären Vermarktungspreislagen

lägen im Kinderbereich konstant zwischen 40

und 75 Euro, Größenverstellung ist hier Standard.

Bei Erwachsenen liege der Schwerpunkt zwischen

50 und 100 Euro. Höhere Preislagen realisiert

ausschließlich das Eishockeysegment. Discounter

oder Verbände würden mit Ihren Eigenmarken

auch Preispunkte darunter anbieten. „Wir als

Markenhersteller müssen hier jedoch Abstriche

an der Qualität vornehmen, was nicht unserer

Philosophie entspricht.“

Auch aus Sicht der Lieferanten entwickelt

sich der Markt derzeit also ziemlich

gut. Die Einkaufsverbände wollen

mit entsprechenden Eigenmarken

mitmischen, viele Läden unter

Intersport-Flagge sind voll davon.

Die Preislagen sind tief. Die Anbieter

Positiv bleibt der Trend, dass Schlittschuhbahnen

im Umfeld von Weihnachtsmärkten immer

häufiger genutzt werden. Mindestens in Mittelzentren

gehört das inzwischen zum „guten Ton“

und sorgt bei Veranstaltern wie Nutzern zum

„richtigen Gefühl“ eines Weihnachts-Winter-

Wonderlands. Händler in Innenstadtlagen könnten

davon profitieren, da es nicht Jedermanns Sache ist,

mit Leihschlittschuhen eine Runde auf dem Eis zu

drehen.

Wichtig bleiben auch auf diesem Sektor Innovationen,

möglichst zu konsumigen Preislagen. Hudora

wurde 1919 von Hugo Dornseif in Radevormwald

gegründet. Schlittschuhe waren die große Leidenschaft

des Gründers. Er entwickelte über 40 Patente

rund um die Kufen. Als es Hugo Dornseif gelang,

einen Schlittschuh aus einem Stück zu konstruieren

und zu produzieren, war der Grundstein des

Erfolgs von Hudora gelegt. Dadurch konnte das

Unternehmen in den Profibereich vordringen und

Spitzensportler, Weltmeister und Olympiasieger

ausstatten. Schon in den ersten Jahren der Firmentätigkeiten

galt die Marke als Top-Adresse für

Schlittschuhe. Olympiasieger und Weltmeister wie

die Paarläufer Maxi Herber und Ernst Baier, Marika

Kilius und Hans-Jürgen Bäumler, aber auch Dagmar

Lurz, Norbert Schramm, Rudi Cerne und Katharina

Witt verließen sich auf Hudora. Bis heute sind

Schlittschuhe Teil des Sortiments. „Im aktuellen

Katalog werden 10 Modelle für Damen und Herren

beziehungsweise Jungen und Mädchen in jeweils

verschiedenen Größen geführt. Der Semisoft-

Ice skate ‚Top Speed‘ sowie das Eislaufkomplet

‚Laura‘ sehen wir hier als unsere Hero-Produkte“,

sagt Styla. Die Preislagen im VK liegen zwischen

49 und 89 Euro.

© NPK, K2,


04.2017 Rodeln | WINTER | 21

Die Wettbewerber schlafen jedoch

nicht. Thomas Klein, Sales Manager

K2 Skates Europe, stellt fest: „Zum

einen beeinflusst das kalte, trockene

Wetter das Geschäft, auf der anderen

Seite nimmt der Kunde unser

Sortiment positiv auf. Besonders

unsere gute Passform, die viele Kunden

von den K2-Inlineskates kennen, sind

ein Aushängeschild von K2. Zudem

bieten unsere Schlittschuhe mit

BOA-Technologie ein Alleinstellungsmerkmal

auf dem Markt.“ Aber wie

schlägt sich der Sporthandel mit dem

Thema? „Sicherlich spielt das Wetter

eine Rolle bei der Kaufentscheidung.

Die optimalen Bedingungen für

Natureis sind kalt und trocken. Das

hat in diesem Winter ja bisher

gepasst“, freut sich Klein.

Zudem gäbe es immer mehr Eisflächen,

Eislaufbahnen und Eishallen, die das

Schlittschuhlaufen schon im Frühherbst

ermöglichten und zu jedem

guten Weihnachtsmarkt gehöre

inzwischen eine Schlittschuheisfläche.

Doch der Handel könnte mehr erreichen,

meint der K2-Manager.

„Unsere Fachhändler reagieren hier

richtig und haben unser Sortiment

schon frühzeitig auf der Fläche.

Wünschenswert wäre aus unserer

Sicht, dass Schlittschuhen mehr

Aufmerksamkeit im Einkauf und im

Verkauf geschenkt wird. Hier besteht

ein viel größeres Potential für den

Fachhandel.“ Innovationen gibt es: Die

BOA-Technologie in den K2 Ice Skates

sei ein klares Alleinstellungsmerkmal.

Der Verschluss ist für Kinder und

Erwachsene leicht zu bedienen und

gibt zudem Stabilität und den richtigen

Sitz im Schuh. „Unsere größenverstellbaren

K2 Kinder Schlittschuhe werden

außerdem sehr gut angenommen.

Das coole Desig und eine Passform,

bei der sich jedes Kind wohlfühlt. Da

ist der Spaß garantiert. Insgesamt ist

unsere Kollektion für die ganze Familie

ausgelegt: K2-Kinder Schlittschuhe

kosten zwischen 69,95 und 89,95 Euro,

Erwachsene von 79,95 bis 129,95 Euro.

Vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen

ist für alle etwas dabei.“

Bauer bezeichnet sich als weltweit

führende Schlittschuhmarke. Der

Eishockey-Profi ist ebenfalls stark im

Fachhandel vertreten und dort auch zu

höheren Preislagen. Das Bauer-Modell

„Supreme S 140“ beispielsweise bietet

modernste Schlittschuh-Technologie

auf Profi-Niveau zum Einstiegspreis.

Der Hersteller verspricht perfekten

Schutz, optimale Laufeigenschaften

und hochwertige Verarbeitung. All

diese Punkte vereine der Supreme S

140, das Modell für den Freizeit- oder

Hobby-Eisläufer, Eishockeyspieler

oder Einsteiger. Im Kommen ist auch

Head wieder und verspricht eine

Besoderheit: Modell „T-Blade Joy Red“

aus dem traditionsreichen Haus ist

ein sehr sportlicher Freizeit-Schlittschuh

für Damen und Herren. Er

soll durch Qualität, Haltbarkeit und

Design überzeugen. Kältebeständige,

wasserabweisende Materialen geben

dem Schlittschuh den nötigen Schutz

von außen, verspricht der Anbieter,

das warme und bequeme Samtgewebe

sorge für höchsten Tragekomfort von

innen. Die Besonderheit: Dieses Modell

kommt mit einem weißen T-Blade-Kufenhalter

und einer roten T-Blade-Kufe.

Die Besonderheit bei der T-Blade Kufe

ist, dass durch einfaches Austauschen

der Kufe kein Schleifen nötig sei.


22 | WINTER | Trend 04.2017

SKIBEKLEIDUNG MIETEN

Lieber Qualität teilen

als Billigware besitzen

Die in Wien lebende Kanadierin Wendy Ertl-Williams ist leidenschaftliche Skifahrerin. In der Skination Österreich

vermisste sie einen Mietservice für Skibekleidung. Bis sie im Mai 2016 selbst die Initiative ergriff und Ski Suit

Rental gründete. Ihr Credo: Wenn sich das Verhalten der Skifahrer ändert, muss sich auch die Industrie ändern.

Text:

Hildegard Suntinger, Wien

Immer up to date mit dem

neuesten Ski-Outfit, die Vision

von Ski Suit Rental.

Vorbilder für ihr Start-Up fand Ertl-Williams

in Japan und USA, wo der Verleih von Skibekleidung

bereits etabliert ist. Auch die

europäischen Skifahrer werden Services dieser Art in

Zukunft suchen, daran zweifelt sie nicht. Argumente

dafür hat sie viele – die meisten davon sind aus dem

Skiverleih vertraut. Ihr zentraler Gedanke

ist allerdings jener der ‚Sharing Community’. Die

promovierte Volkswirtin geht davon aus, dass

trotz stagnierender Einkommen niemand gern auf

Qualität verzichtet und lieber Qualitätsware teilt

als Billigware besitzt und nach kurzer Zeit entsorgt.

Zitat: „Vor zwanzig Jahren war es üblich, mehrere

Wochen im Jahr Ski zu fahren. Das hat sich geändert.

Weniger als vier Prozent der Österreicher fahren

mehr als eine Woche Ski pro Jahr.“ Gleichzeitig ist die

Popularität des Skisports ungebrochen. Laut Statistik

Austria wurde in der Wintersaison 2015/16 ein neuer

Höchstrekord an Gästen aus Inland- und Ausland

verzeichnet. Die Zahl der Nächtigungen in den

wintertouristisch geprägten Bundesländern legte

um 3,7 bis 6,2 Prozent zu.

Auf Ertl-Williams’ Ski Suit Rental-Website findet

die Sharing Community die gewünschte Qualität

und kann die passende Skibekleidung für die ganze

Familie online buchen und in die Urlaubs unterkunft

oder nach Hause liefern lassen. Die Sendung erfolgt

vom Lager in Wien. Die Rücksendung erfolgt per Post

oder über die Hotelrezeption. Die Auswahl umfasst

Skibekleidung, Handschuhe und Skibrillen von

Markenanbietern wie Schöffel, Columbia, Hestra

und Alpina. Allen Teilen gemeinsam sind wind- und

wasserabweisende sowie klimaregulierende Eigenschaften.

Für Ertl-Williams die Voraussetzung für

einen gelungenen Tag auf der Skipiste.

Gefragt sei sowohl Kleidung für Erwachsene als auch

für Kinder. Wobei die Relation bei 50:50 liege. Zu

Hose und Jacke werden auch meist Handschuhe und

Skibrille geliehen, so Ertl-Williams. Selbst Mutter

einer siebenjährigen Tochter, hat Kinderbekleidung

für Ertl-Williams hohe Priorität. Das zeigt sich nicht

zuletzt in der Kooperation mit dem Kinderclub von

Googie Gundolf in Lech, die vor Ort ein zweites

Lager führt und die Teile direkt verfügbar macht.

Darüberhinaus kooperiert Ertl-Williams im Rahmen

des Projekts ‚WISPOWO-Card’ mit der Servicestelle

Wintersportwochen, die zur Förderung schulischer

Wintersportaktivitäten beiträgt.

„Kein Kind soll aufgrund fehlender Ausrüstung

zuhause bleiben müssen“, betont Ertl-Williams und

bietet die Leihkleidung für die Wintersportwoche

deshalb zu besonders günstigen Preisen an. Regulär

liegen die Preise bei Kinderbekleidung zwischen 60

und 72 Euro pro Woche. Erwachsene bekommen ihr

Leihoutfit um 130 bis 150 Euro pro Woche.

Um einen persönlichen Dialog mit der Zielgruppe

aufzubauen, betreibt Ertl-Williams seit Januar einen

Pop-Up-Store im Karmeliterviertel in Wien, der noch

bis März geöffnet sein wird. Die ersten Erfahrungen

waren sehr gut, wie sie berichtet. Zitat: „Es gibt auch

internationale Kunden in Wien. Heute war eine

Familie aus Israel da und war wirklich dankbar, die

Kleidung leihen zu können. Dazu kommen Wiener

Familien, die mit der Leih-Skikleidung für ihre

Kinder Geld und Platz im Schrank sparen.“

Ski Suit Rental ist Ertl-Williams erster Auftritt im

Skibereich. Vor Gründung im Mai 2016 arbeitete sie

mit Start-Ups. Ihr Doktorat in Volkswirtschaft verfasste

sie zum Thema Nachhaltigkeitskonsum.


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SFH04_2017


24 | MIXED | IWA 04.2017

IWA OUTDOORCLASSICS

Raus aus der Nische

Im vergangenen Jahr konnte die IWA OutdoorClassics erneut Bestmarken setzen: Die Nürnberger Fachmesse

für Jagd- und Schießsport sowie Outdoor-Equipment wuchs um sechs Prozent auf 1.455 Aussteller und auf

eine Gesamtausstellungsfläche von fast 95.000 qm in zehn Hallen. Bei den Besucherzahlen gab es ein Plus

von neun Prozent auf 45.530 Fachbesucher aus aller Welt.

PRODUKTGRUPPEN AUF DER IWA

Waffen & Waffenteile

Munition

Optik & Elektronik

Führend unter den beteiligten 56 Ausstellernationen

auf der IWA OutdoorClassics 2016

waren Deutschland, die USA und Italien. Bei

den Fachbesuchern in den Top 10: Deutschland, die

Tschechische Republik, Österreich, Italien, Frankreich,

Polen, Belgien, die Niederlande, Großbritannien

und die Schweiz. Ob aus den USA, Kanada

und Mexiko, aus Südafrika und Namibia, aus Japan,

Australien und Neuseeland oder Argentinien,

Brasilien und Peru: aus insgesamt 114 Ländern

rund um den Globus zog es die Fachhändler nach

Nürnberg.

Messer

Bekleidung

Geschenkartikel

Outdoorbedarf

Jagd- und

Schießsportzubehör

Neun von zehn Ausstellern waren mit der

Anzahl ihrer neu hinzu gewonnenen Kundenkontakte

zufrieden: Fast 97 Prozent gaben an, hier

ihre wichtigsten Zielgruppen erreicht zu haben,

89 Prozent erwarten aufgrund ihrer Beteiligung ein

Nachmessegeschäft. Bei den gesteckten Zielen für

die Teilnahme an der IWA OutdoorClassics 2016

hatten die Aussteller vor allem die Pflege ihres

Kundenstamms (78 Prozent), Vorstellung von Neuheiten

(68 Prozent) und den Erfahrungsaustausch

mit den Händlern (64 Prozent Mehrfachnennungen

möglich) im Visier. Im Rahmen ihrer Marketingaktivitäten

gaben 16 Prozent der Aussteller an, die

IWA OutdoorClassics habe für sie eine überragende

Bedeutung, für weitere 73 Prozent hat sie eine

wichtige bis sehr wichtige Position innerhalb ihrer

Vertriebsaktivitäten. 84 Prozent bewerteten ihre

Teilnahme an der IWA OutdoorClassics gegenüber

© THOMAS GEIGER/NÜRNBERG MESSE


04.2017 IWA | MIXED | 25

anderen Fachmessen mit ähnlicher

Thematik als wichtig bis

sehr wichtig. Der Blick in die

Zukunft der beteiligten Branchen

ist bei den Ausstellern

recht zuversichtlich: 17 Prozent

glauben an eine steigende

Nachfrage sowie rund ein

Drittel an ein leichtes Wachstum

oder eine gleichbleibende

Tendenz.

Sogar noch optimistischer

zeigten sich die Fachbesucher:

Deren Einschätzung für

ein leichtes Wachstum bzw.

eine gleichbleibende Tendenz

in der Branche ist ähnlich

hoch wie bei den Ausstellern,

allerdings glaubt hier sogar ein

Viertel an einen starken Aufschwung.

Die Fachbesucher

2016 setzten sich vor allem

zusammen aus Vertretern

von Einzelhandel (25 Prozent),

Industrie (13 Prozent), Sicherheitsbehörden

und -unternehmen

(12 Prozent) sowie Groß-,

Außen- und Versandhandel (11

Prozent). Neun von zehn Fachbesuchern

gaben dabei an, in

Beschaffungsentscheidungen

in ihrem Unternehmen oder

ihrer Behörde eingebunden zu

sein. Bei den Besuchsgründen

lagen die Information über

Neuheiten (52 Prozent), die

Pflege von Geschäftskontakten

(37 Prozent) sowie Informationsaustausch

(33 Prozent)

und die Anbahnung neuer

Geschäftsbeziehungen (31

Prozent; Mehrfachnennungen

möglich) im Vordergrund.

Mit dem Angebot der IWA

OutdoorClassics und dem

Nutzen ihres Messebesuchs in

diesem Jahr waren weit über

90 Prozent der Fachbesucher

zufrieden.


26 | MIXED | IWA 04.2017

TECHNIK-TRENDS

„ Mit Fernglas macht das

Wandern doppelt Spaß!“

Fotografie- und Sports-Opticts-Gigant Nikon gehört traditionell zu den Ausstellern auf der IWA. Und

die Japaner haben schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und vertreiben Produkte auch über den

Sportfachhandel. Kein Wunder, denn immer mehr Outdoor-Fans fügen ihrer Ausrüstung ein Fernglas hinzu,

wie Ralf Schon, Marketing Manager von Nikon Sports Opticts, erklärt. Interview: Andreas Mayer

Immer mehr

Outdoor-

Fans fügen ihrer

Aus rüs tung ein

Fernglas hinzu.«

Ralf Schon

sportFACHHANDEL: Herr Schon, Nikon ist nicht

nur in der Fotografie, sondern auch in Sachen Ferngläser

und Entfernungsmesser aktiv. Wie ist Ihre

Marktposition in diesen Segmenten? Und wächst der

Markt?

Ralf Schon: Der Gesamtmarkt für Ferngläser ist in

Deutschland immer noch von Wachstum geprägt.

Hier war Nikon im Jahr 2016 bei den verkauften

Stückzahlen die Nr. 1 im Markt. Und auch bei den

Entfernungsmessern konnte Nikon sein Geschäftsvolumen

im vergangenen Jahr sehr deutlich

ausbauen.

Inwieweit profitieren Sie hier auch vom allgemeinen

Outdoor-Trend? Sehr natürlich! Immer

mehr Outdoor-Fans fügen ihrer Ausrüstung ein

Fernglas hinzu. Diesen Trend können wir hervorragend

mit unseren Produktreihen Aculon,

Sportstar und Prostaff bedienen und sind somit

hervorragend in diesem Segment aufgestellt. Da

macht zum Beispiel das Wandern doch gleich

doppelt so viel Spaß, wenn man sich die Natur

auch mal aus der Entfernung im Detail anschauen

kann, oder?

Wie wichtig ist die IWA in Nürnberg? Die IWA ist als

internationale Fachmesse für Jagd und Schießsport

sowie für Outdoor-Equipment wohl das wichtigste

Event des Jahres für Nikon, auf das wir uns bereits

sehr freuen und auch hinarbeiten.

Wo liegen die Trends in diesem Jahr? Nikon hat

vor kurzem verschiedene Entfernungsmesser mit

optischem Bildstabilisator auf den Markt gebracht.

Großer Vorteil: Das Motiv im Sucher bleibt stabil

und macht damit das Zielen und das Messen der

Entfernung einfacher denn je. Das Ergebnis sind

sichere und exakte Messergebnisse, selbst bei

großen Entfernungen. Nikon ist hier selbst der

Trendsetter und bietet in diesem Segment momentan

als einziger Hersteller diese Technologie an.

Können Sportfachhändler Ihre Produkte ebenfalls

vertreiben? Derzeit vertreiben wir unsere Produkte

im deutschen Sportfachhandel über einen großen

Outdoor-Händler, der über ein solides Filialnetz

verfügt.

Vielen Dank für das Gespräch!


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30 | SCHWERPUNKT | Teamsport 04.2017

Natürlich bekommt der beste

Fußballer der Welt seinen

eigenen Schuh. Der Messi16

soll für hohen Tragekomfort

und gleichzeitig mehr

Stabilität stehen.

DIE TRENDS BEI FUSSBALL- UND INDOOR-SCHUHEN

Alles Socke!

Aktuell werden die neuen Schuh-Kollektionen präsentiert. Punkten wollen die Lieferanten mit vielfältigen

funktionalen Details, wie z. B. Sockentechnologien. Während es im marketinggetriebenen Fußball bei der

Kundenansprache darum geht aufzufallen, punkten Indoor-Schuhe mit Technologie.

Text: Marcel Rotzoll

Auf Bolzplätzen und

Hinterhöfen entstünden ganz

neue Spielformen. Folge:

Adidas stellt mit der Blue

Blast-Kollektion auch Cageund

Street-Schuhe vor.

Traditionell werden zum Anfang des Jahres

die neuen Fußballschuh-Kollektionen

präsentiert. Mitte Januar gab Puma mit der

Vorstellung des evoPower Vigor 1 den Startschuss,

auch die evoSpeed- und evoTouch-Linien wurden

ergänzt. Die Konkurrenz von Adidas folgte kurz

darauf mit der Blue Blast-Kollektion. Wie schon in

den Vorsaisons beschränkt man sich dabei in erster

Linie auf Ace- und X-Modelle sowie zusätzlich

einen neuen Messi-Schuh.

Auffällig bei Marktführer Adidas ist, dass die

neue Kollektion neben den Fußballschuhen auch

Versionen für den Käfig (Cage) und Straßenmodelle

enthält. Eine Folge des Metropolen-Konzepts, mit

dem man konzernweit schneller auf Trends

reagieren will. „Wir beobachten insbesondere in

den Metropolen“, so die Verantwortlichen auf Nachfrage,

„eine steigende Popularität des Straßenfußballs.

Auf den Bolzplätzen und Hinterhöfen rund

um den Globus entstehen ganz neue Spielformen.

Diesem Trend wollen wir mit unseren Fußballprodukten

gerecht werden, zum Beispiel mit unserer

Tango-Apparel-Kollektion sowie den Street- und

Cage-Versionen unserer Top-Fußballschuhmodelle

X, ACE und Messi. Zudem starten wir im März mit

unserer Tango-League-Turnierserie, für junge Konsumenten

in den Städten Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main,

München sowie in der Region West.“

Überarbeitet wurde bei allen Modellen der Blue

Blast-Kollektion das Purecut Sock System, das für

einen „idealen Tragekomfort“ sorgen soll und nun

noch dehnbarer sei, weshalb sich der Schuh noch

besser an den Fuß anpasst. Durch jenen sockenartigen

Purecut-Vorfußbereich kommt der Ace17+

Purecontrol ohne Schnürsenkel aus. Die Linie in

blau-schwarzer Farbgebung kommt zudem mit

Primeknit-Obermaterial daher. Adidas verspricht

sich davon, dass die Schuhe keine Eintragezeit

mehr benötigen. Auffälligste Neuerung dürfte

aber die in der Zwischensohle zum Einsatz kommende

Boost-Technologie sein. Im Running nach

einer längeren Anlaufphase mittlerweile etabliert,

sollen tausende von kleinen Kapseln nun auch im

Fußball für Energierückführung sorgen. Neben

der Ace-Linie sollen die X16-Modelle in blau-pink

ein Hingucker auf den Plätzen werden. Eines der

© ADIDAS, PUMA


04.2017 Teamsport | SCHWERPUNKT | 31

Der evoPower Vigor 1 von Puma

soll ein barfußähnliches Gefühl

vermitteln.

herausstechenden Merkmale

dürfte hier das Techfit-Obermaterial

sein. Durch dessen

Kompressionspassform soll

sich der Schuh besonders gut

an den Fuß anschmiegen. Auch

die nach dem derzeit besten

Fußballer der Welt benannte

Messi-Linie wird erweitert um

den Messi16.

Mit der aktuellen Vorstellung

des neuen Champions

League-Balles Finale Cardiff

kommen die Ace- und X-Modelle zudem im Dragon

Pack. Inspiriert vom diesjährigen Austragungsort

des Champions League-Finales werden die Schuhe

um ein walisisch inspiriertes Drachendesign

erweitert.

Fußball werde immer schneller, athletischer,

geplanter und professioneller, berichtet Torsten

Hochstetter, Global Creative Director bei Puma.

Deshalb habe man mit dem Credo „Make the athlete

perform better“ den Anspruch, Produkte zu entwickeln,

mit denen der Spieler seine bestmögliche

Performance abliefern könne: „Schnelligkeit, Leichtigkeit

und Adaption sind Trends, die insbesondere

im Fußball bei der Entwicklung des perfekten

Produkts immer entscheidender werden. So haben

wir zum Beispiel mit dem evoTouch einen extrem

leichten und innovativen Fußballschuh entwickelt,

der mit seiner einzigartigen Sockenkonstruktion

für ein noch direkteres und hochgradiges Gefühl

am Ball sorgt. Darüber hinaus werden wir bald

eine völlig neue Art des Schnürungssystems für

die perfekte individuelle Passform und somit

bestmöglichen Halt und Stabilität im Bereich

Performance präsentieren.“

Das Motto der wiedererstarkenden Raubkatze aus

Herzogenaurach lautet für das Teamsport-Jahr

2017 „Play Loud“. Mindestens so auffällig wie die

Tricks-Schuhe im vergangenen Jahr dürfte also

auch die neue Kollektion sein. Der Mitte Januar

präsentierte evoPower Vigor 1 sei in jedem Fall der

technisch fortschrittlichste Puma-Fußballschuh

aller Zeiten. Man habe für das neue Design, so

der neue General Manager Teamsport Matthias

Mecking „unsere Top-Spieler genauestens beim

Spielen beobachtet. Wir haben geschaut, wie

Olivier Giroud und Mario Balotelli ihre kraftvolle

Art zu Spielen in Tore verwandeln, was der

natürliche Bewegungsablauf beim Schuss ist und

wie wir diesen noch verstärken können. Außerdem

wollten wir jedes einzelne Material des

Schuhs auf die nächste Ebene bringen.“ Konkret

heißt das, dass der Schuh nun über eine elastische

Spandex-Sockenkonstruktion verfügt, die für ein

barfußähnliches hes Gefühl sorgen soll. Auffällig

sind zudem die 3D-Elemente auf dem Obermaterial.

Diese AccuFoam-Technologie

soll die unebene ene Fläche, die beim Ballkontakt

entsteht, teht, ausgleichen und für

bessere Schusspräzision sorgen. Das

Obermaterial wird kombiniert mit

dem bereits bekannten Adap-Litemit

einem em Stützrahmen tz

versehen.

Das einseitig dehnbare Obermaterial unter-

Material und stütze so die natürliche Bewegung des Fußes und

maximiere Schusskraft und Genauigkeit. Die

Farbkombination ation Neongrün und Neonpink sowie

die schwarzen Details dürften dabei tatsächlich

wieder zum Hingucker werden. Die Teamsport-

Silos evoSpeed und evoTouch kommen ebenfalls

in neuen, auffälligen Farbupdates. Der evoSpeed

soll mit seiner überarbeiteten Speedframe-

Struktur noch schnellere Richtungswechsel und

bessere Beschleunigung ermöglichen.

Man wolle gemeinsam mit den Handelspartnern

vor allem die junge, fußballaffine Zielgruppe für

die neuen Produkte begeistern. Dabei setzt Puma

zum einen auf Kommunikation über die sozialen

Medien und will einen starken Auftritt im Fachhandel

hinlegen. Dazu werden die Fußballschuh-Innovation

durch Schaufenster, Backwalls,

Shoe Tower, Instore Displays und Shop in

Shop-Flächen am POS in den Blickpunkt gerückt.

In ausgewählten Geschäften solle es zur gezielten

Ansprache der Endkonsumenten Abverkaufsunterstützungen

von geschulten Produktexperten geben.

Ab April haben Teamsport-Händler zudem die

Möglichkeit zu Fußballturnieren, die sie unterstützen,

den Puma Fußballschuh Test-Truck

einzuladen. Junge Fußballspieler sollen so

evoPower, evoSpeed und evoTouch kostenlos

und vor allem ausgiebig testen können. >>>

Puma-Testimonial Olivier

Giroud (Arsenal London) hat

die Innovation schon getestet

und schwört auf den neuen

evoPower.


32 | SCHWERPUNKT | Teamsport 04.2017

Der Wave Mirage 2 von Mizuno soll

mit seiner Dynamotion Fit Sock

Construction zum „Game Changer“

im Handball werden.

Der isländische Handballstar

Gudjon Valur Sigurdsson wird

das Gesicht der Kampagne

rund um den Mizuno Wave

Mirage 2.

Der Indoor-Schuhbereich wird bei der medialen

Aufmerksamkeit für den Fußball gerne vergessen.

Dabei sind die Schuhe für Handballer, Volleyballer

oder Basketballer mindestens ebenso innovations-

getrieben wie die Fußballschuhe. Immerhin ist hier

der Marketingeffekt durch bekannte Spielerpersön-

lichkeit zwar in eingeweihten Kreisen ebenso hoch,

die breite Masse kann aber mehr mit Fußballern wie

Lionel Messi, Thomas Müller, Antoine Griezmann

oder Julian Weigl anfangen als beispielsweise mit

Handballern wie Holger Glandorf, Uwe Gensheimer,

Nikola Karabatic oder Gudjon Valur Sigurdsson.

Das mag unter Marketinggesichtspunkten zwar

schade sein, heißt aber auch, dass es im Indoor-

Segment viel mehr auf das Produkt selbst und die

Inszenierung im Sportfachhandel ankommt.

Neben den bekannten Marken Adidas, Nike, Puma

oder im Indoor-Bereich vor allem auch Asics sind

Spezialisten-Marken gefragt. Mit der Marke Kempa

bearbeitet beispielsweise Uhlsport den Handballbereich.

Gleiches gilt für die schwedische Marke

Salming. Ein Allrounder unter den spezialisierten

Indoor-Schuhmarken ist Mizuno. Die Japaner

haben in den vergangenen Saisons mit tollen

Kollektionen geglänzt und sich viele Freunde im

Teamsportfachhandel gemacht.

Gewichtsreduktion war bei nahezu allen Kollektionen

in den vergangenen Saison der entscheidende

Faktor. Das Gewicht wird auch in der neuen Saison

eine große Rolle spielen, dürfte aber, weil Lightweight

mittlerweile von den Spielern vorausgesetzt

wird, nicht mehr so sehr im Mittelpunkt des Interesses

stehen wie zuvor. Entsprechend dürfte neben

Designaspekten die Performance der Schuhe wieder

in den Mittelpunkt rücken. Denn ohne den fühlbaren

Nutzen läuft natürlich weiterhin nichts. Und

bei der Performance, so die Mizuno-Macher, liege

die große Stärke der Japaner: „Ein aktueller Trend

im Indoormarkt sind, ähnlich

wie im Fußball, die positionsbezogenen

Modelle. So bietet

Mizuno Handballschuhe

speziell für die Bedürfnisse

von Außenspielern, Rückraumspielern

oder Kreisläufern.

Auch im Volleyball

hat Mizuno für jeden Spielertypen

den richtigen Schuh,

egal ob Außenangreifer,

Mitttelblocker oder Libero.“

Darüber hinaus gewinnen

auch bei Mizuno Design,

Farben und Grafiken immer

mehr an Bedeutung, die

Schuhe werden lifestyliger.

Das Highlight der aktuellen Kollektion ist der

Wave Mirage 2. Bei den Japanern ist man davon

überzeugt, dass die dort erstmals verbaute

Dynamotion Fit Sock Construction ein „Game

Changer“ im Handball-Markt werde: „Bootie-

Konstruktionen sind aus dem Running- und

Lifestyle-Bereich bekannt, verfolgen aber vor

allem ästhetische Ziele. Mizuno hat als führende

Indoor Performance Marke bei der Entwicklung

den Schwerpunkt auf Passform, Komfort und Ankle

Support/Fersenstabilität gelegt. Unser Ziel ist es,

die beste Bootie-Konstruktion im Markt zu bieten.

Wir sind stolz auf das Ergebnis!“ Der Schuh feiert

im Juni 2017 seine Markteinführung.

Der Wave Mirage 2 wird auch ein Mittelpunkt der

Mizuno-Marketinganstrengungen werden.

Entwickelt wurde der Schuh gemeinsam mit

dem isländischen Handballstar Gudjon Valur

Sigurdsson. Der Linksaußen wird das Gesicht der

Wave Mirage 2-Kampagne. In deren Zuge will

Mizuno die Händler mit „POP- und Social Media-

Aktivitäten“ unterstützen. Zusätzlich wird es

eine große Handball Grassroots Test Tour geben,

die gemeinsam mit Handelspartnern umgesetzt

wird und die Handball-Schuhe der Marke in den

Vereinen bekannt machen soll. Die Mizuno-Verantwortlichen

erklären: „Die Kooperations-Vereine der

Händler werden im Training von einem Promotion

Team besucht. Dort kann man unsere Top Handball

Modelle ausgiebig testen und bei der Speed

Challenge sein Können unter Beweis stellen.“ Ganz

neu für Mizuno – das sollte, auch wenn es noch

Zukunftsmusik ist, an dieser Stelle nicht unerwähnt

bleiben – dürfte der Ausflug in den Textil-Sektor

werden. Man wollen in den nächsten Monaten eine

eigene Teamwear-Kollektion vorstellen und damit

die eigenen „Ambitionen als die Top Indoor Marke

der Spezialisten unterstreichen“.


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34 | SCHWERPUNKT | Teamsport 04.2017

Die Eigenschaften eines

Balles hängen immer auch

mit der Herstellungsmethode

zusammen. Spieler haben

heute die Wahl zwischen

ganz unterschiedlichen

Technologien.

Bälle in

Bewegung

NEUE TECHNOLOGIEN

Häufig sind Bälle lediglich Zugabeartikel. Das muss nicht sein. Hersteller wie Erima oder Derbystar | Select wecken

mit neuen Technologien und Herstellungsmethoden Lust, sich näher mit den Spielgeräten zu beschäftigen.

Text: Marcel Rotzoll

Der Griptonyte von Erima

ist Dank Microfaser-PU-

Obermaterial besonders

griffig.

Der Ball ist in den meisten Teamsportarten

das Spielgerät der Wahl. Seit geraumer Zeit

herrscht in diesem Segment gehörig

Bewegung. Mit dem verstärkten Aufkommen

geklebter Bälle hat sich der Markt gewandelt, im

Fußball wie im Handball. Für den Teamsportfachhandel

ergeben sich durch die neuen Herstellungsverfahren

und Technologien Chancen, mit Produkt-

Know-how und Beratung zu punkten.

Ballspezialist Derbystar vertraut beispielsweise

neben den klassischen handgenähten Bällen auch

auf die Herstellungsmethode Dual Bonded, bei der

die Bälle geklebt und genäht werden. Dabei wird

bei beiden Methoden die bewährte Konstruktion

aus 32 Panels verwendet. Handgenähte Fußbälle

von Derbystar werden mit 630 Doppelstichen und

60 Eckstichen vernäht. Dadurch können besonders

hochwertige und dickere Obermaterialien verwendet

werden, was sich in der Qualität der Bälle widerspiegele.

Bei der Dual Bonded-Methode werden die

Panels vor dem Vernähen mit einem Spezial kleber

bestrichen, der nach dem Erhitzen und Aufpumpen

aktiviert wird und die Panels miteinander verklebt.

Mittlerweile bietet Derbystar vier Fußball-Modelle

mit dieser Herstellungsmethode an: „Die Dual

Bonded Herstellungsmethode wurde seit dem

letzten Jahr komplett überarbeitet und“, so die

Derbystar-Macher, „als erster Hersteller bieten wir

handgenähte+geklebte (sonst nur maschinengenäht+geklebt

auf dem Markt) Fußbälle an.“

Die Handbälle aus dem Hause Derbystar werden

unter der Marke Select vertrieben. Wie bei den Fußbällen

setzt man auf handgenähte sowie mit dem

Modell Combo DB auch auf Dual Bonded-Bälle. 540

Doppelstiche und 60 Eckstiche sind nötig, um einen

Select-Ball von Hand zu nähen. Als Neuheit wurde

in der vergangenen Saison bei den handgenähten

Bällen der Maxi Grip vorgestellt. Die dort verwendete

klebrige Oberfläche bezeichnen die Macher

schlicht als „Revolution auf dem Handballmarkt“.

Besonderen Wind hatte in den vergangenen

Saisons Erima mit dem Hybrid-Ball verursacht.

Der Erima-Hybrid ist maschinengenäht und

geklebt, das Obermaterial besteht aus „besonders

langlebigem und robustem Hightech-PU“. Der

Erima Hybrid Training ist mittlerweile zu einer

ganzen Serie angewachsen und soll damit „in allen

Alters- und Spielklassen, bei verschiedensten

Bedürfnissen einsetzbar“ sein.

Seit 2016 versuchen die Pfullinger den Erfolg des

Hybrid auch auf den Handball zu übertragen. Daraus

entstanden ist der Griptonyte. Das Obermaterial

besteht aus „äußerst griffigem Microfaser-PU“. Der

darunter liegende Dämpfungsschaum und „optimal

geschützte Nähte erhöhen die Griffigkeit des Balles

und machen es möglich, tief in den Ball hineinzugreifen.“

Im soeben präsentierten Gesamtkatalog ist

die Griptonyte-Linie angewachsen, neben dem Trainingsball

bestehend aus einem Matchball und einer

Kids Lite-Variante in den Größen 0 und 00.


04.2017 Teamsport | SCHWERPUNKT | 35

TORWARTHANDSCHUHE

Fingerspitzengefühl

Fußballschuhe, Textilien und Bälle sind im Handel gesetzt. Torwarthandschuhe fristen dagegen ein

Nischendasein – und das obwohl sie im Spiel über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Im Verkauf

kommt es auf Fingerspitzengefühl und Produktkompetenz an. Text: Marcel Rotzoll

© REUSCH

Warum sollten Team sport-Fachgeschäfte

Torwarthandschuhe präsentieren?

Schließlich reicht es doch meistens, die

Handschuhe einfach mit der Ausrüstung beim

Teamsport-Lieferanten mit zu bestellen. Denn die

Gene ra listen, wie Adidas, Nike oder Puma, oder

die etablierten Vereinsausstatter wie Erima oder

Jako bieten eine breite Palette. Außerdem nimmt

eine separate Präsentation Platz weg, der für

Textilien oder Schuhe besser genutzt werden könnte.

Aber stimmt das auch? Denn neben den größeren

Ausrüstern gibt es auch diejenigen Unter nehmen,

die sich auf Torwarthandschuhe spezialisiert

haben, wie Uhlsport, die britische Marke Sells oder

die Reutlinger Handschuh-Schmiede Reusch. Bei

Reusch hat man sich sogar einzig auf Handschuhe

spezialisiert. Entsprechend kann Geschäftsführer

Martin Hannemann der eingangs skizzierten

Konstellation auch nichts abgewinnen. Vielmehr

stellt er den Kompetenzgewinn in den Mittelpunkt:

„Der Teamsportfachhandel, sollte so ein hochspezialisiertes

Produkt aktiv bearbeiten, da er hier

seine Stärken im Bereich Kompetenz und Beratung

ausspielen kann.“

Gerade weil Handschuhe nicht im Fokus stehen,

fehlt vor allem jüngeren Torhütern, deren Eltern

oder Freizeitkickern häufig der Überblick über Ausstattung

und Leistungsvermögen der Handschuhe.

Ohne fachkundige Beratung zu Belägen, Passform

und auch Sicherheitsmerkmalen kann es leicht zu

Fehlkäufen kommen.

Kompetenz und Beratung sind deshalb entscheidende

Faktoren. Mittlerweile sind Torwarthandschuhe

hochkomplexe Produkte. Am Beispiel des

Spezialisten Reusch lässt sich das sehr gut verdeutlichen:

Allein beim wichtigsten Merkmal des Handschuhs,

dem Belag, bieten die Reutlinger in ihrer

Kollektion zehn unterschiedliche Beschichtungen.

Jeder Belag ist für unterschiedliche Einsatzbereiche

entwickelt worden. So spielen Wetter (nass/trocken),

Untergrund (Rasen, Kunstrasen, Hartplatz),

Dämpfung (viel/wenig) in ihren Kombinationen

eine wichtige Rolle. Hinzu kommen vier Schnittformen

im Bereich der Fingerkonstruktion, um dem

Torwart nach seinen individuellen Vorlieben die

beste Passform zu bieten. Dazu kommen noch Abschlüsse

und Bandagen, Protektionen, Dämpfungen

und vieles mehr. „In unserem Topmodell“, unterstreicht

Martin Hannemann, „sind alleine 13 unterschiedliche

hochinnovative Funktionen vereint.“

Entsprechend setzt Hannemann auf die Beratungskompetenz

seiner Fachhandels partner: „In Bezug

auf die Präsentation kommt es darauf an, welches

Zielpublikum man anzugehen plant. Bei einem

spezialisierten Händler macht eine Warenpräsentation

im Gesamtzusammenhang mit Bekleidung,

Protektion und Accessoires Sinn und stellt so auch

die Kompetenz dar, welche zu Zusatzverkäufen

führt. Biete ich eine entsprechende Auswahl an, ist

die Chance höhere Umsätze zu generieren natürlich

auch höher. Gleichzeitig stelle ich aber auch die

individuellen Bedürfnisse der Torhüter zufrieden.

So etwas macht die Runde und führt zur Bereitschaft

beim Endverbraucher einen längeren Weg

in Kauf zu nehmen.“

Letztlich gehören Torwarthandschuhe zu einer

Präsentation auf der Fußball-Fläche dazu. Hier

mit passendem Sortiment und Beratungskompetenz

zu punkten, erhöht die Strahlkraft des Fachgeschäfts.

Sicherlich werden Torwarthandschuhe

nicht zum Massenprodukt. Es gilt aber zu bedenken,

dass kein Torwart, der etwas auf sich hält, sich nur

ein Paar Handschuhe anschafft. Mit dem richtigen

Fingerspitzengefühl in Sachen Sortiment und

Beratung gelingen schöne Auftritte im Handel.


36 | SCHWERPUNKT | Teamsport 04.2017

Dortmunder Jung: Sven

„Manni“ Bender ist gemeinsam

mit Zwillingsbruder

Lars (Bayer Leverkusen)

Aushängeschild der neuen

Craft-Teamwear-Linie.

ZUSATZUMSÄTZE DURCH BASELAYER UND KOMPRESSION

Funktionales Untendrunter

Im Profisport sind sie Alltag, im Amateur- und Freizeitbereich sieht man sie immer häufiger: Baselayer und

Kompressionsbekleidung gewinnen auch im Teamsport an Fahrt. Der Fachhandel kann profitieren.

Text: Marcel Rotzoll

Die Diskussionen darüber, ob Kompressionsbekleidung

tatsächlich leistungssteigernd

wirkt oder nicht, das lange Zitieren von

wissenschaftlichen und medizinischen Studien,

die mit der breiten und aufmerksamkeitsstarken

Einführung der Kompressionsbekleidung im Sport

vor knapp zehn Jahren einherging, sind zum Glück

am Teamsportfachhandel weitestgehend vorbeigegangen.

Geblieben sind aber die unbestreitbaren

Vorteile, die die Produkte bieten. Dazu zählen

verbesserte Blutzirkulation, verbesserte Reaktionsfähigkeit,

Verletzungsprävention und vor allem

effektivere Regeneration.

Viele Profimannschaften setzen neben einem

Textilausrüster mittlerweile auch auf einen Underwear-Partner,

der nicht selten auf Kompression

spezialisiert ist oder zumindest Elemente mit Kompression

einbindet. Und auch bei Amateurspielern

und auf den Bolzplätzen sieht man immer häufiger

Kompressionsbekleidung unter dem Trikot und an

Die Sohlenbeschichtung Smartgrip in den Griptech-Socks

von Cep soll eine direktere Kraftübertragung von Fuß auf

Schuh ermöglichen.

den Beinen. Denn natürlich profitieren auch

Hobbyteams und nichtprofessionelle Vereinssportler

von erhöhter Muskelstabilität, weniger

Muskelkater und einer schnelleren Erholung nach

dem Sport. Ein Feld, das sich auch für den Sportfachhandel

lohnen kann, bietet sich doch die

Gelegenheit saison- und wetterunabhängig hochwertige

Sportbekleidung zu verkaufen.

Einer der bekanntesten Kompressionsspezialisten

ist Cep. Die Bayreuther sind vor allem bekannt

für ihre Kompressionssocken und proben seit

einiger Zeit den Ausflug in den Teamsportmarkt.

Aktuell stellt Cep die Griptech Socks im Handel vor.

Neben den Kompressionseigenschaften steht bei den

Strümpfen die „direkte Kraftübertragung zwischen

Fuß und Untergrund“ im Vordergrund. Natürlich

sollen auch die Cep-Socken beispielsweise für eine

erhöhte Durchblutung und damit Leistungssteigerung

sorgen, Fuß und Knöchel würden zusätzlich

stabilisiert, die Regeneration beschleunigt. Durch

eine flache und flexible Sohlenbeschichtung,

genannt Smartgrip, soll die Reibung erhöht werden,

die Socke weniger im Schuh rutschen.

© CEP, CRAFT, 2XU


04.2017 Teamsport | SCHWERPUNKT | 37

Auch die Verantwortlichen der australischen

Kompressionsmarke 2XU sehen für Mannschaftssportarten

viel Potenzial: „Die eng anliegenden

Sachen geben dem Körper Vorspannung, was für

eine bessere Körperwahrnehmung sorgt. Sportler

können schneller reagieren, sind agiler und verletzen

sich nicht so schnell. Gerade bei High-Impact-Sportarten,

die schnelle Richtungswechsel

erfordern, ist dies ein großes Plus. Ein Beispiel

ist die 2XU Lock Compression Tights. Neben dem

ohnehin schon starken Kompressionseffekt des

Materials umschließen die x-förmigen Aufdrucke

auf dem Gewebe kraftvoll die Muskeln und bieten

so zusätzliche Stabilität.“ Für die Regenerationsphase

im Anschluss an das Training oder das Spiel

empfehlen die Australier lange Kompressionshosen

mit hohem Druck. Dadurch soll die Blutzirkulation

erhöht werden, wodurch mehr Sauerstoff in die

müden Muskeln gelangt. Wichtig sei, „dass die

Kompressionshose den sogenannten graduierten

Schnitt nutzt. Die Kompression muss mit

Entfernung zum Herzen zunehmen, da nur so der

venöse Rückfluss unterstützt wird.“

Kompressionsbekleidung verleiht dem Kunden

zwar schon bei der Anprobe ein Gefühl des Nutzens,

allein weil die Teile so eng anliegen. Jedoch sind die

Produkte gerade aufgrund ihrer unterschiedlichen

Anwendungsgebiete, Materialien und Technologien

höchst erklärungsbedürftig. 2XU bietet deshalb für

jede Hauptkollektion ein umfangreiches POS-Sortiment

an, dessen optimale Einsatzmöglichkeit mit

den Sportfachhändlern erörtert würden. Man wolle,

dass potentiellen Käufern sofort der hohe Produktnutzen

der Compression-Garments ersichtlich ist.

Bei vielen Teamsportfachhändlern ist Kompressionsbekleidung

ein noch unterschätztes Segment.

Eine ansprechende

Präsentation, hier

von 2XU, und hohe

Produktkompetenz sind bei

Kompressionsbekleidung

unerlässlich für den Erfolg

des Sortiments.

Das dürfte sich aber in

den kommenden Jahren

ändern. Profisportler

nutzen die Produkte

und veranstalten somit

für die Marken ein

Schaulaufen. Zudem

ist Kompression im

Sport auch zu einer

modischen Aussage

geworden. Dies und

die unbestreitbaren

Vorteile vor allem

hinsichtlich Verletzungs-Prophylaxe

und

Regeneration könnten

dem Segment auch und

vor allem im Teamsport

zum Durchbruch verhelfen.

Nicht zu vergessen sind dabei aber auch die

Baselayer allgemein. Gerade in den kalten Monaten

erfreuen diese sich im Outdoor-Teamsport großer

Beliebtheit. Die Funktionsmaterialien sorgen aber

auch in den wärmeren Jahreszeiten für ein Plus an

Komfort bei den Sportlern. Auch in diesem Bereich

mischen neben den etablierten und bekannten

Teamsport-Marken Spezialisten mit. Odlo ist hier

zu nennen, genauso wie beispielsweise die schwedische

Marke Craft. Letztere will nun sogar mit einer

eigenen Teamsportkollektion angreifen. Funktionalität,

Komfort und skandinavisches Design soll die

Kollektion auszeichnen. Trikots, Shorts, Stutzen,

Trainingsanzug oder Sportjacke sollen mit gutem

Feuchtigkeits- und Temparaturmanagement

punkten. Um die Marke im Markt bekannt zu

machen, hat man die Fußball-Zwillinge Lars und

Sven Bender verpflichtet. Wolfgang Lagler,

Marketingleiter bei Craft, freut sich über die neuen

Markenbotschafter: „Mit den Bender-Zwillingen

haben wir zwei echte Topspieler in unseren Reihen

– und authentische Sympathieträger noch dazu.

Frei nach dem Craft-Motto #enjoythehardwork arbeiten

die beiden hart für ihren Erfolg, der sie bis in

die erste Bundesliga und die Nationalmannschaft

führte. Als Testimonials passen die beiden ideal

zu Craft. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung

werden sie als Vorbilder der Next Generation von

Fußballern und Fußballerinnen fungieren.“


38 | SCHWERPUNKT | Teamsport 04.2017

Wenn die Weltkonzerne nur

noch die ganz großen Vereine

ausrüsten, ergeben sich für

Jako neue Chancen, wie

das Engagement bei Bayer

Leverkusen zeigt.

FANGESCHÄFT

„ Für uns ergeben sich

neue Chancen“

Die Mega-Deals der Weltkonzerne sind das Eine. Neu auf den Markt drängende Ausrüster wie Under Armour,

Macron oder Lotto das Andere. Die Preise für das Sponsoring in der Fußball-Bundesliga kennen nur eine

Richtung: nach oben. Ob die deutschen Teamsportmarken mithalten können und was der Fachhandel davon

hat, darüber sprachen wir mit Tobias Röschl, Bereichsleiter Vertrieb & Marketing bei Jako.

Interview: Marcel Rotzoll

sportFachhandel: Zum Pokal-Achtelfinale gegen

Frankfurt ist Hannover 96 Anfang Februar in einem

Sondertrikot aufgelaufen. Was war der Hintergrund

für diese Aktion?

Tobias Röschel: Wir haben zusammen mit

Hannover 96 an einen der größten Erfolge in der

Vereinsgeschichte erinnert. Unser Partner hat vor

25 Jahren den DFB-Vereinspokal gewonnen. Zum

Achtelfinale haben wir deshalb das Trikot neu

aufgelegt, mit dem die Mannschaft 1992 das Finale

gewonnen hat.

Mit Leverkusen und Darmstadt sowie Hannover und

dem KSC rüstet Jako aktuell vier Mannschaften aus

der 1. und 2. Bundesliga aus. Das Sponsoring lassen

sich die Lieferanten einiges kosten. Wäre das Geld

nicht besser angelegt, indem man die Fachhandelspartner

direkt unterstützt? Unser Team gibt täglich

alles für unsere Jako-Händler. Das Marketing, der

Innen- und Außendienst sowie alle anderen Abteilungen

sind voll darauf ausgerichtet, den Handel

bestmöglich zu unterstützen. Wir gestalten Werbematerialien,

POS-Kampagnen, Schaufenster und

vieles mehr in enger Zusammenarbeit mit unseren

Partnern. Für das Tagesgeschäft haben wir Instrumente

entwickelt, die speziell auf die Jako-Händler

zugeschnitten sind. Die Jako-Ausrüstungsverträge,

der Jako-Flyergenerator und die Jako-Teamsport-

© BAYER LEVERKUSEN, JAKO


04.2017 Teamsport | SCHWERPUNKT | 39

abende sind dabei nur einige Beispiele. Wir sind

persönlich für unsere Händler da, um in Gesprächen

immer noch größeren Potenziale für unseren

gemeinsamen Erfolg zu finden. Dazu gehört auch,

Begehrlichkeit beim Endverbraucher zu steigern.

Deshalb ist es für uns als Marke unheimlich wichtig

auf den größten Bühnen des Sports, wie der Bundesliga

oder der Champions League, sichtbar zu sein.

Von einer starken Marke leiten wir ein attraktives

Programm für unsere Fachhandelspartner ab.

Die Handelspartner profitieren also in der Regel

indirekt von Ihrem Sponsoringengagement. Unter

welchen Voraussetzungen profitieren Ihre Fachhändler

direkt? Am stärksten spürbar sind die

Effekte im regionalen Umfeld unserer Jako-Teams,

dort ist ihre Strahlkraft am größten. Die Medienpräsenz

und unsere gemeinsamen Aktionen mit

den Fans, dem Verein und unseren Händlern im

Umfeld steigern die Nachfrage. Einige Händler

bemerken deshalb einen echten Schub im Vereinsgeschäft.

Wir wissen aus persönlichen Gesprächen

mit unseren Fachhandelspartnern, dass dieser

Effekt auch im Umfeld von Dritt- oder Regionalligisten

feststellbar ist. Die Fachhandelspartner profitieren

darüber hinaus von den zahlreichen Möglichkeiten

die sich im Incentive-Bereich ergeben.

Das Sponsoring von Bundesligisten wird mehr und

mehr zu einer finanziellen Herausforderung zwischen

Marketing und Refinanzierung der Investition.

Wie stark spielen bei den Geboten für Ausstatterverträge

Überlegungen zur Refinanzierung der

Kosten über das Fangeschäft eine Rolle?

Merchandising-Zahlen und mögliche Verkäufe sind

ein wichtiger Faktor. Wir treffen die Wahl unserer

Sponsorate aber nicht nur aus wirtschaftlichen

Gesichtspunkten. Der Verein und sein Markenkern

müssen zu uns passen. Wir wollen mit unseren

Partnern gemeinsam etwas entwickeln, so wie

derzeit in Leverkusen: Beide Seiten sind offen für

neue Ideen, profitieren von den Erfahrungen des

Anderen und befinden sich im ständigen Austausch.

Auch deshalb ist es uns gelungen, in kurzer

Zeit vier individuelle Trikots für die Werkself zu

schaffen, die die Identität des Vereins auf nie

dagewesene Weise widerspiegeln.

Mit Megadeals in unvorstellbaren Höhen haben

Vereine wie Chelsea London oder Manchester United

im vergangenen Jahr aufhorchen lassen. Die globalen

Konzerne konzentrieren sich immer mehr auf weltweit

strahlkräftige Vereine. Entwickelt sich hier eine

Zweiklassengesellschaft? Wenn sich die größten

Mitbewerber auf wenige, ausgewählte Vereine

konzentrieren, ergeben sich für uns neue Chancen.

Erst im Sommer konnten wir eine solche Chance

Tobias Röschl sitzt bei den Entscheidungen für oder gegen ein Sponsoringengagement

immer mit am Tisch.

nutzen. Auf den Trikots von Bayer 04 Leverkusen

ist Jako zum ersten Mal in der Champions League

sichtbar.

Relativ neue Marktteilnehmer drängten in den vergangenen

Saisons in die Riege der Ausrüster. Andere

Hersteller erhöhen zusätzlich ihr Sponsoring-

Budget. Wie haben sich die Marktpreise abseits der

Großvereine in den vergangenen Jahren entwickelt?

Die Preise sind überall nach oben gegangen. Die

Gründe dafür liegen unter anderem in der Professionalisierung

der Vermarktung, den Skaleneffekten

in der medialen Verbreitung und der Erweiterung

der Pakete im Merchandisingbereich.

Kann und will Jako da um jeden Preis mithalten?

Müssen Sie sogar? Nein, müssen wir nicht. Vielmehr

wollen wir in einem für uns vernünftigen

Rahmen Chancen nutzen. Der Erfolg von Jako hängt

nicht von Fußball-Bundesligisten ab. Wichtig für

uns ist es, in enger und persönlicher Zusammenarbeit

mit unseren Fachhandelspartnern der

optimale Teamsportausrüster zu sein. Deshalb

liefern wir unsere Trikots und Teamlines schnell

und zuverlässig in den Fachhandel, mit dem wir

gemeinsam die Amateurvereine ausrüsten. Das ist

eine unserer Kernkompetenzen und darauf liegt

unser absoluter Fokus.

Werden in der kommenden Saison weitere Bundesligisten

unter Vertrag genommen? Wir wollen nach

Möglichkeit immer Partner in allen drei deutschen

Fußball-Profiligen in einer ausgeglichenen regionalen

Verteilung unter Vertrag haben. Da sehe ich uns

gut aufgestellt. Ausschließen möchte ich dennoch

nichts. Man weiß bekanntlich nie, was kommt.


40 | SCHWERPUNKT | Teamsport 04.2017

Der Nike-Präsentationsshop

im Fairplay ist einer der ersten

seiner Art.

SHOPPORTRAIT: FAIRPLAY TEAMSPORT, HEIMSTETTEN BEI MÜNCHEN

„ Wir wollen den

Fußballer vor Ort“

Im Fairplay dreht sich alles um das Thema Fußball. Zu Recht, denn der familiengeführte Laden mitten in

Heimstetten kümmert sich mit viel Herzblut und fachlichem Know-how um rund 80 Vereine im Umkreis von

München. Dazu passt ein enormes Sortiment an Trikots sowie die größte Auswahl an Fußballschuhen in der Region.

Text: Astrid Schlüchter

5.000 Fußballschuhe auf

Lager: Damit führt der

Shop eines der größten

Fußballschuhsortimente im

Raum München.

Im Fairplay Teamsport mitten in Heimstätten

finden Fußballfans auf rund 200 Quadratmetern

Top-Produkte für ihren Lieblingssport. Im Mittelpunkt

des Sortiments von Angelika, Friedrich und

Christian Schmidl stehen Trikots und hochwertige

Fußballschuhe der Marken Nike und Adidas, dazu

kommen noch passende Accessoires wie Fußbälle,

Taschen, Handschuhe oder Socken – teilweise von

Mitbewerbern wie Jako, Erima, CEP, Falke oder

Puma. Das Konzept geht auf, denn im Umkreis ist

das Fairplay nicht nur die Top-Adresse, wenn es um

Fußball geht, sondern auch erste Anlaufstelle für

Vereine, die ihre Teams mit entsprechendem Equipment

ausstatten möchten. Das war nicht immer so:

Im Oktober 1990 eröffnete Angelika Schmidl einen

kleinen Laden, um dort Fanartikel zu verkaufen.

Dieser lief nach zwei Jahren so gut, dass nicht nur

die Verkaufsfläche, sondern auch das Sortiment

vergrößert werden musste. „Wir waren mitunter die

ersten vor Ort, die Nike-Produkte in das Portfolio

aufgenommen haben. Deswegen sind wir auch der

erste Laden, in dem Nike sein Teamsportkonzept

verwirklicht hat. Der Shop diente damals sogar

intern und bei Kunden weltweit als Präsentationsobjekt.“

Neben Sport Münzinger in der Münchner

Innenstadt ist das Fairplay Nikes Aushängeschild in

Sachen Ladenkonzept und Produktpräsentation.

Seit 2004 rundet Teamsportgigant Adidas das

Sortiment ab. „Ohne die beiden Top-Teamsportmarken

kann man in diesem Segment nicht

überleben. Zumindest momentan beherrschen die

beiden den Markt und somit auch das Verkaufsverhalten

der Kunden,“ erläutert Christian Schmidl,

Sohn des Geschäftsführers Friedrich.

Die Spezialisierung auf ein Segment ist ein

wichtiges Erfolgskonzept der Fairplay-Profis.

Deswegen fährt man auch seit 2000 eine strikte

Linie, und zwar die in Richtung Teamsport. Zusammen

mit ihrem Mann Friedrich hat sich Angelika

Schmidl nach und nach komplett dem Fußball verschrieben,

Sohn Christian soll das Geschäft später

ganz übernehmen. Heute finden Kunden auf 200

Quadratmetern Top-Produkte, die eigentlich jedes

Fußball-Herz höher schlagen lassen sollten. „Wir

haben uns im Laufe der Jahre im Raum München

als Fußball-Spezialisten einen Namen gemacht,

dementsprechend locken wir auch unsere Kundschaft

aus dem Umland in den Shop. Wir führen

mitunter das größte Angebot an Fußballschuhen,

dazu kommen passende Trikots in allen Varianten

und Farben. Hier stecken unser ganzes Budget und

© NIKE; ASTRID SCHLÜCHTER


04.2017 Teamsport

04.2017 Teamsport | SCHWERPUNKT | 41

Volumen, wir hätten ehrlich gesagt gar keinen Platz

mehr für andere Sortimente. Die mittelgroßen ‚Gesamtsortimentler‘

werden meiner Meinung nach

über kurz oder lang nicht mehr bestehen können,“

erklärt uns Christian. Am besten würden Schuhe

im Preissegment zwischen 200 und 300 Euro

laufen. Früher bediente man noch Sportarten wie

Frauenfitness, Running oder Sportfashion, jetzt

kennt man das Fairplay für sein umfangreiches

Sortiment und die kompetente Beratung im Fußball-Bereich.

Wer dennoch auf der Suche nach Ski-,

Lauf-, Tennis- oder Fitnessequipment ist, findet

gleich um die Ecke eine Intersport-Filiale, die jedoch

nicht als Konkurrenz gesehen wird. „Schließlich

haben wir rein gar nichts mit anderen Sportarten

am Hut.“ Dafür ist Fairplay seit 2000 festes

Mitglied der Teamsport-Profis von Sport 2000.

Fußball läuft. Nicht nur das Geschäft mit

Fanartikeln, sondern vor allem das Vereinsgeschäft

sei riesig. Kaum ein Kind, das nicht schon

vor der Einschulung im Fußballverein angemeldet

wird. Vor allem zwischen sieben und zwölf Jahren

seien die Kids vom beliebten Teamsport extrem

begeistert. „Im großen und ganzen ist kein Ende in

Sicht, was den Fußball-Boom angeht – vor allem die

Vereine rund um München sind gut besucht und

teilweise sogar ausgebucht.“ Trotz allem hätte sich

das Freizeitverhalten extrem geändert, so Christian:

„Früher sind wir nach der Schule zum Kicken auf

den Sportplatz um die Ecke, heute sitzen die Kids

erst mal vor Computer oder Playstation. Fußball

findet nur noch im Verein statt, hier ist die Quote

jedoch tatsächlich steigend.“ Eine Entwicklung, die

dem Fairplay natürlich entgegenkommt. Knapp

80 Vereine im Umkreis von 40 km werden von

Fairplay ausgerüstet, stets mit großem Einsatz und

fachlichem Know-how. Kunden kommen aus ganz

Oberbayern, um hier ihre Ausrüstung zu erwerben,

wissen sie doch, dass der Laden als einziger

Anbieter weit und breit rund 5.000 Paar Fußballschuhe

auf Lager hat, so dass ganz sicher jeder

den richtigen Schuh in der passenden Größe mit

nach Hause nehmen kann. Zu den Kunden gehören

Weltmeister Stefan Reuter, Jens Lehmann, die

Bender-Brüder (Dortmund und Leverkusen), Fabian

Johnson (Hoffenheim), Marcel Schäfer, Christian

Träsch ( beide VfL Wolfsburg), Julian Baumgartlinger

(Mainz 05), Moritz Leitner (VfB Stuttgart) sowie

zahlreiche Ex-Löwen wie z.B. Berhard Winkler. „Wir

sagen ganz klar ja zum Verein und setzen auf den

Fußballer vor Ort. Viele Kinder, die früher bei uns

Fußballschuhe gekauft haben, sind jetzt Funktionäre

oder Trainer im Verein – das kommt uns natürlich

positiv entgegen, da die meisten letztendlich zu

uns kommen, wenn es um passende Trikots und die

entsprechende Veredelung geht. Dabei haben wir

sogar teilweise Ausstattungsverträge mit einigen

Sportlern laufen“, so Friedrich Schmidl.

Ganz klar, dass Schmidl deswegen auch im

Vereinsgeschäft die Zukunft des Fairplay sieht.

Mit zum Angebot gehören deswegen natürlich

auch Trikotveredelungen und -beflockungen. „Aufgrund

des guten Services und unserem Know-how

kommen Kunden immer wieder zu uns zurück.

Hier sehen wir auch ein großes Plus des stationären

Fachhandelskonzepts. Diese Zufriedenheit erfährt

der Kunde im Internet oft nicht. Onlinehändler

halten eher Ausschau nach Großaufträgen,

rechnen jedoch weniger mit Nachbestellungen,

dazu kommen oft Retouren, die wir viel öfter

schneller und unkomplizierter bearbeiten können.“

Auf Grund von Rabattierungen und der momentanen

Preisstruktur im Teamsportmarkt sei es

dennoch ein hartes Business geworden. So könne

man ohne Folgegeschäft kaum noch ausreichend

Umsätze generieren. „Wenn wir den Verein gut

bedienen und dieser gute Prozente bekommt, dann

erwarten wir von den Mitgliedern, dass diese z.B.

mit ihren Kindern zu uns in den Laden kommen,

um sie entsprechend mit Equipment auszustatten.“

...und bis dato suchen sie gerne den Weg ins Fairplay,

sogar 20 km von München entfernt.


42 | FACHHANDEL | Digitalisierung 04.2017

SYMPOSIUM AUF DER ISPO

Früher ist gestern

Geladene Gäste hatten anlässlich eines von Adidas veranstalteten Symposiums über die „Macht der

Innovation – Digitalisierung als Wachstumsimpuls für Industrie und Handel“ die seltene Gelegenheit, in die

Strategie des deutschen Marktführers einzutauchen. Text: Marcel Rotzoll

Die Teilnehmer der

Podiumsdiskussion (v.l.n.r.):

Andreas Rudolf, Kim Roether,

Klaus Dittrich, Winand

Krawinkel, Stephan Herzog,

Fabian Engelhorn und Ron

Berger.

Zum ersten Mal seit elf Jahren war der deutsche

Marktführer Adidas wieder Teil der ISPO.

Dabei nutzten die Herzogenauracher die

Weltleitmesse keineswegs um die aktuellen

Kollektionen zu präsentieren, sondern man lud zu

einem Symposium über die „Macht der Innovation –

Digitalisierung als Wachstumsimpuls für Industrie

und Handel“. Drei Keynote-Vorträge und eine

Podiumsdiskussion moderiert von Ex-Sport-

Scheck-Geschäftsführer Stephan Herzog standen

auf dem Programm. Die Wahl der Keynote-Speakers

und Diskussionsteilnehmer hatte Adidas dabei

weise gewählt. Einerseits wollte man zeigen, wie

man heute schon gemeinsam mit Handelspartnern

die Zukunft gestaltet, andererseits sollte den Gästen

ein Blick eröffnet werden in die Gedanken-Werkstatt

des Sportartikelriesen.

Letzteres übernimmt Adidas-Vertriebsvorstand

Roland Auschel höchstpersönlich. Mit seinem

Vortrag gewährt er einen der seltenen Einblicke in

das Denken und die Strategie des Konzerns. Grob

gerastert gliedern sich seine Ausführungen in drei

grundlegende Fragestellungen: 1. Der Ist-Zustand:

Wie sieht Adidas die Gegenwart und vor welchen

Herausforderungen stehen Industrie und Handel?

2. Was muss geschehen: Was muss heute getan

werden, um diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen

und sie anzunehmen? 3. Die Zukunft: Wie

kann unter diesen Voraussetzungen die Zukunft gestaltet

werden? Die Gegenwart, so Roland Auschel,

sei einem stetigen Wandel unterlegen. Im Zeitalter

der digitalen Revolution bedeute ’früher’ nicht

einen Zeitraum von 10 oder 50 Jahren, „früher bedeutet

eigentlich gestern“. Das Internet stecke trotz

der rasenden Entwicklung der vergangenen Jahre

immer noch in den Kinderschuhen. Wie die digitale

Zukunft aussehe, lasse sich noch gar nicht erfassen.

Sicher seien sich die Adidas-Strategen aber, „dass

alles, was digitalisiert werden kann, auch digitalisiert

wird“. Das bedeute für die Drei-Streifen-Marke,

dass sich Trends und Zielgruppen immer schneller

verändern. Gerade in der Kernzielgruppe der 14- bis

19-jährigen sei der Wandel besonders frappierend.

Hatte beispielsweise vor 15 Jahren kaum ein

Jugendlicher ein Handy, gab es vor fünf Jahren

kaum einen Jugendlichen, der keines hatte. Heute

wurden Handys längst von Smartphones verdrängt.

Unter anderem der Einsatz der digitalen Medien

führe dazu, dass sich die Kernzielgruppe „alle

© MESSE MÜNCHEN


04.2017 Digitalisierung | FACHHANDEL | 43

fünf Jahre erneuert. In diesen fünf Jahren müssen

wir alle Trends beherrschen und gleichzeitig die

nachwachsende Kernzielgruppe verstehen.“ Wenn

das bedeutet, dass sich das Konsumverhalten der

Jugendlichen verändert, dann müsse man diese

Veränderung nicht nur akzeptieren, sondern

mitgehen. Auschel macht klar:

„Unser Marketing hat nicht die Aufgabe, einen

Vertriebsweg zu präferieren, sondern die Marke

dort zu positionieren, wo sie die bestmögliche

Wirkung entfaltet.“ Auch deshalb habe man mehr

Einzelhandelsgeschäfte als jeder Mitbewerber,

deshalb sei man einer der Marktführer im

E-Commerce, deshalb verwirkliche man Franchise-

Modelle. Trotzdem, auch das ein Teil des IST-

Zustandes, komme dem deutschen Markt und

dessen gewachsener Fachhandelslandschaft hier

eine Sonderrolle zu. Denn von den über 2.700 gebe

es nur zwölf Einzelhandelsgeschäfte sowie nochmals

zwölf Outlets in Deutschland. Von über 11.000

weltweiten Mono Branded Franchise Stores gibt es

nur 13 in Deutschland. Die Herausforderung für

Industrie und Handel liege vielmehr darin, dass

das Internet einen völlig neuen Kundentyp hervorbringe,

„den rasanten Konsumenten, der nichts

verpassen will: Die richtige Marke mit der richtigen

Idee zum richtigen Preis und alles natürlich sofort

verfügbar. Ständig muss dieser Kunde bei Laune

gehalten werden.“

Aus all diesen Faktoren erwachsen nun die

Herausforderungen für die gesamte Branche,

für Industrie und für den Handel. Insgesamt

wachse der Markt für Sportschuhe- und Textilien

immer langsamer, zuletzt nur noch um 2,5 Prozent

im Jahr. Die Verlagerung der Absatzkanäle sei in

vollem Gange. Schon heute würden 30 Prozent über

das Internet abgewickelt. Das hat Auswirkungen

auch auf die Handelslandschaft. Zwar nehme der

stationäre Sportfachhandel nach wie vor die dominante

Rolle ein. Zudem dürfe man das Internet nicht

als Bedrohung begreifen, sondern müsse vielmehr

dessen Chancen sehen. Richtig sei aber auch, so

Auschel: „Die Schnellen überholen die Langsamen.

Wer lamentiert oder sich weg duckt, stößt auf massive

Probleme. Nur wer sich dieser Herausforderung

intelligent und willensstark stellt, wird weiterhin

eine erfolgreiche Rolle im Wettbewerb spielen. Um

das auch ganz deutlich zu sagen: Omni-Channel ist

kein Zusatznutzen mehr, ohne Omni-Channel wird

man nicht überleben. Das ist unumstößlich.“ Auch

die Sportbranche bleibe in diesem Zusammenhang

nicht von Konzentrationsprozessen verschont.

Zunächst stehe fest, dass die Herzogenauracher

„jede neue Technologie als Chance begreifen, um

mit den Kunden noch besser zu kommunizieren

und deren Wünschen noch schneller gerecht

zu werden“. Das Entscheidenden an dieser oft

zitierten Konsumentenfokussierung sei dabei, dass

es durch die digitale Vernetzung möglich ist, „selbst

kleinste Veränderungen im Stimmungsbild der

jungen Konsumenten rasch erkennen und darauf

reagiere“ zu können. Deshalb müsse Adidas überall

dort sein, wo sich die Zielgruppe vernetzt, Freunde

findet, konsumiert, sich unterhält und mitteilt.

Nur so können die aktuellen, sich immer schneller

ablösenden Trends erkannt werden. Und nur so

könne die Marke zeigen, „was Sport bedeutet und

wie Sport wirkt“. Dabei gehe es keineswegs darum,

den lokalen Einzelhandel durch das Smartphone

zu ersetzen. Es gehe eben einzig und allein darum,

jene Kernzielgruppe dort anzusprechen, wo sie sich

austauscht: „Wir managen Wirklichkeiten, keine

Vorlieben.“

Was der Lieferant kann, muss auch der Handel

tun. Der Handel dürfe sich nicht von dem Käufer

neuen Typs beirren lassen und seinem Weg

konsequent folgen: „Weil die digitalen Märkte

so stark sind, sollte sich ein starker Handel mit

starken Marken in Szene setzen. Jeder Kompromiss

zerstört zuerst das Image des Händlers, und dann

auch noch seinen Gewinn.“ Sport müsse in den

Innenstädten, in den frequentierten Einkaufslagen

sichtbar bleiben. Das gelinge aber nicht, indem

man passiv auf Kunden warte, vielmehr müssen

Handel und Industrie mit Innovationskraft begeistern:

„Der Händler hat die elementare Aufgabe,

den rasanten Konsumenten einzufangen – mit

einer Produktpräsentation, die Maßstäbe setzt, mit

Serviceleistungen wie zum Beispiel kostenfreier

Rücksendung des gekauften Produktes oder einem

Concierge-Service und mit digitalen Angeboten.“

Der Handel müsse den Point of Sale als Ort, an

dem der Kunde sehen und fühlen können, mit dem

Internet als Ort, wo alles zu bekommen ist, zusammenführen.

Im Rahmen dieser Weiterentwicklung

sei das weltweite Netz kein Gegner, sondern ein

Werkzeug für den Handel. Ein Werkzeug, um

neue Kommunikation, neue Mobilität und neue

Netzwerke „proaktiv für die Kundenansprache

einzusetzen“. Es sei ein Trugschluss, dass es keine

Synergien zwischen Internet und Ladentheke

geben.

>>>

Adidas-Vetriebsvorstand

Roland Auschel gibt Einblick in

das Denken und die Strategie

des fränkischen Weltkonzerns.

Wir fordern den

Handel auf, sich

mit dieser schnell

wandelnden Welt

gemeinsam mit uns

auseinanderzusetzen.«

Roland Auschel,

Executive Board Member Sales

Adidas group


44 | FACHHANDEL | Digitalisierung 04.2017

DIE THESEN VON

ADIDAS

Alles, was digitalisiert

werden kann, wird auch

digitalisiert.

Das Internet hat den

rasanten Konsumenten

als neuen Kundentyp

hervorgebracht.

Ohne Omni-Channel wird

man nicht überleben.

Neue Technologie sind

Chancen, den Kunden noch

besser zu verstehen.

Das Internet ist kein Gegner,

sondern Werkzeug zur

Kundenansprache.

Ein Sportfachhändler

verkauft Sport, Ge sundheit,

Kommunikation und

Leidenschaft.

Adidas will dem Wandel

gemeinsam mit dem Handel

begegnen.

Die gemeinsame Entwicklung von Industrie

und Handel, das Sich-Öffnen gegenüber dem

rasanten Konsumenten zeigt sodann in die

Zukunft: „Der stationäre Handel ist geradezu

dafür prädestiniert, Gesundheit, Sport und digitale

Technik zusammen zu führen. Sport ist ohne die

digitale Technik nicht mehr denkbar.“ Deshalb gilt

es, das eigene Selbstverständnis zu überdenken.

Der Sportfachhändler sei eben mehr als ein

Schuhverkäufer, „er verkauft Sport, Gesundheit,

Kommunikation und Leidenschaft“. Um die

Komplexität der Kundenerwartungen tatsächlich

zu beherrschen, müssten Handel und Industrie zukünftig

zusammenrücken. Dazu gehöre beispielsweise

der Austausch von Daten. Nur so käme man

in eine gemeinsame Vorwärtsbewegung. Trends

würden in den Metropolen geschaffen und von

dort verbreitet. Und das mit einer immer größeren

Geschwindigkeit, der man mit kreativen

Konzepten auf „einer Art Entdeckungsreise ohne

festes Ziel“ beizukommen versucht. Diese Reise

will man mit neugierigen und offenen Sportfachhändlern

gemeinsam antreten.

Roland Auschel beschließt seinen Vortrag mit den

Worten: „Wir befinden uns in einem munteren

Jahrzehnt. Munter verträgt sich nicht mit Schwarz-

Weiß-Denken. Wir fordern den Handel auf, sich

mit dieser schnell wandelnden Welt gemeinsam

mit uns auseinanderzusetzen.“

Als Beispiele, wie der fränkische Weltkonzern

den Handel auf die Reise mitnimmt, fungieren

Zalando-Vorstand David Schneider und Frank

Geisler aus der Ochsner Sport-Geschäftsleitung.

David Schneider hebt in seiner Rede hervor, welche

vermeintlichen Regeln Zalando einst brach, um

überhaupt wahrgenommen zu werden. Aus den

Underdogs von einst sei aber mit dem ungeheuren

Wachstum ein Unternehmen geworden, das

letztlich selbst zum Establishment gehört. Das

Regeln-brechen als Erfolgsrezept der Anfangsjahre

falle umso schwere, je mehr man zu verlieren

hätte. Trotzdem müsse man sich dem Wandel aktiv

stellen. Eine Kernthese Schneiders ist dabei, dass

ein lokales Denken einem zentralen Ansatz überlegen

sei. Daher arbeite man beispielsweise eng

mit Adidas oder auch mit Engelhorn zusammen.

Die zweite Kernthese lautet: Online geht offline,

und zwar mit neuen Formaten und in neuen

Partnerschaften.

Frank Geisler als Vertreter des stationären Handels

will zunächst damit aufräumen, dass sich der

Handel verändere. Das tue er nicht. Handel sei

immer gleichgeblieben, er bedeute nach wie vor,

dass man Geld gegen Ware tauscht. Was sich ändere,

sei der Kunde. Dieser sei der Schrittmacher des

Handels. Um ihn erfolgreich anzusprechen, seien

Produktinnovationen ein Schlüssel zum Erfolg. Ein

anderer sei „die Chance des stationären Handels,

Mensch zu sein“.

Nicht der Handel habe sich verändert,

sondern der Kunde, so Frank Geisler

von Ochsner Sport

Zur anschließenden Podiumsdiskussion

gesellten sich zu Stephan Herzog Winand

Krawinkel, Managing Director Central Adidas

group, Intersport-Vorstandsvorsitzender Kim

Roether, sein Sport 2000-Kollege Andreas

Rudolf, Outfitter-Geschäftsführer Ron Berger,

Messe-München-Chef Klaus Dittrich und

Fabian Engelhorn, Geschäftsführer der Engelhorn

Gruppe. Einig waren sich alle, dass die digitale

Veränderung als Chance begriffen werden müsse.

So kommentiert Andreas Rudolf, dass man den

Händlern durchaus auch die Angst vor der

Digitalisierung nehmen musste. Die Händler seien

aber auch im Selbstverständnis heute deutlich

weiter als noch vor einigen Monaten. Kim Roether

seinerseits setzt beim Thema Digitalisierung auf

Angriff. Den Intersportlern müsse es gelingen die

Marktanteile aus dem Stationär-Geschäft, immerhin

weit über 30 %, auch online zu erreichen.

Insgesamt, das wird an diesem Abend deutlich,

will Adidas den Handel auf die längst gestartete

Reise in die Zukunft mitnehmen. Die grundsätzliche

Einschränkung dabei lautet jedoch, dass dieser

Handel ebenfalls bereits in die digitale Zukunft

aufgebrochen und im Rahmen der jeweiligen

Anforderungen gewillt ist, den von Adidas längst

gewiesenen Pfad auch zu beschreiten. Dazu gehört

neben dem Datenaustausch und der Omni-Channel-

Präsenz insbesondere auch die Konsumentenfokussierung.

Vor allem der Werkstattbericht von Roland

Auschel macht deutlich, dass der deutsche Marktführer

zwar seine Definition von Sportfachhandel

mit allen Konsequenzen angepasst haben mag,

der zukunftsgerichtete stationäre Handel jedoch

weiterhin eine herausgehobene Bedeutung für die

Herzogenauracher behalten wird.


04.2017 Interview | FACHHANDEL | 45

NACHHALTIGKEIT AUF DER ISPO

„ Rethink or die“ –

Umdenken oder sterben!

Unter diesem Motto stand ein Vortrag im Rahmen des „Retail Days“ der diesjährigen ISPO Academy, in dessen

Zentrum das Thema Nachhaltigkeit stand. Nur wenige hörten gespannt zu. Warum nur wenige? „Der Handel ist

noch nicht so weit“, war die eine Antwort. Eine andere: „Das Timing für den Vortrag war nicht gut gewählt“, wie

Handelsexperte Gerd Bittl-Fröhlich im Interview mit sportFACHHANDELkritisiert.

sportFACHHANDEL: Gerd Bittel-Fröhlich, wie

haben Sie die ISPO 2017 erlebt?

Gerd Bittl-Fröhlich: Ich habe einen Aufbruch

gespürt, die Stimmung war gut. Viele Hersteller

waren mit dem winterlichen Wetter sehr zufrieden.

Ich habe auch viele innovative Produkte gesehen

und es hat mir gefallen, dass ihre Wertigkeit bei

vielen Herstellern wieder ins Zentrum rückt, ohne

dass dies zulasten der Erlebniswelten geht.

Und wo hakt es? Ich vergleiche die Messe gerne mit

einem Catwalk. Dieses Schaulaufen motiviert die

Händler, keine Frage. Allerdings liegt hier auch der

Knackpunkt: So wie es nur sehr wenige Menschen

gibt, die die Mode des Catwalks im Alltag tragen,

verstellt der ISPO-Catwalk den Blick darauf, was

neben dem Glamour immer wichtiger wird. Wie

halten wir es mit der Nachhaltigkeit? Mit „wir“

meine ich nicht die Messe München allein, ich

meine die ISPO-Community, also auch die

Aussteller, die den Marktplatz ISPO bespielen.

Warum glauben Sie, tut sich die Sportbranche

so schwer beim Thema Nachhaltigkeit? Einmal

abgesehen vom Team-Sport ist der Sport geprägt

von Wettkämpfen. Das Individuum und die

Attribute „höher, schneller, weiter“ sind ein

wichtiger Faktor bei den Erlebniswelten des Sports.

Für das Thema Nachhaltigkeit brauchen wir aber

wieder mehr Sinn für das „Wir“. Die Frage ist doch,

wie wir diese Welt unseren Kindern übergeben

wollen. Wenn wir dieses „Wir“ mit dem „Sein in der

Natur“ und der Verantwortung dafür verbinden

würden, würden wir uns meiner Meinung nach

auf dem Weg in die richtige Richtung bewegen. In

diesem Sinne einen Weg vorzugeben, stünde auch

der ISPO gut zu Gesicht. Denn manchmal hatte ich

schon das Gefühl, während ich durch die Gänge

lief, dass wir uns in einer Art „Blase“ bewegen und

versuchen, uns aus der Verantwortung zu stehlen.

Ich nenne das „Störfelder“ – Punkte also, an denen

man mit einem Konzept zur Nachhaltigkeit

ansetzen könnte.

Interview:

Dorothea Weniger

© MESSE MÜNCHEN

Was meinen Sie konkret damit? Ich erkläre es mal

anhand eines sehr einfachen Beispiels: Auf der

Messe stellte ein Hersteller Stahltrinkflaschen aus,

die aufgrund der enormen Mengen weggeworfener

Coffeeshop-Pappbecher entwickelt wurden. Warum

schließt sich die Messe München nicht konzeptionell

solchen Entwicklungen an und achtet zum

Beispiel bei ihrer Gastronomie ausnahmslos darauf,

dass dort entsprechend gehandelt wird? So könnte

die Messe das Thema „umweltbewusst handeln“ in

einem ersten Schritt auch aktiv vorantreiben. Ich

bin davon überzeugt, die Messe kann das.

Woher nehmen Sie diese Überzeugung? Ich habe Ansätze

davon auf der Messe gesehen. Das neue Konzept in

der Action-Halle B 6, aber auch in der Halle B 5 empfand

ich zum Beispiel als sehr erfrischend. Die jungen

Leute dort haben richtig gearbeitet. Sie beschäftigten

sich wieder mit den Produkten. Abends blieb dann

Zeit zum Feiern – und sie haben richtig gefeiert.

Hand aufs Herz: Wie halten Sie es in Ihrem

Betrieb selbst mit der Nachhaltigkeit? Wir

versuchen überall achtsam zu sein, von der

Kaffeeküche – keine Kapseln – über Versand

bis hin zu den Reisen. So werden zum Beispiel

zum Versand der gewonnenen Preise nur

gebrauchte Kartons aus einem Tutziger

Sportgeschäft verwendet – unsere Gewinner

wissen das. Aus Autofahrten werden bei uns

immer mehr Zugfahrten. Unsere Online-

Schulungen sparen viel Treibstoff. Wir sind noch

lange nicht perfekt, wir sind aber auch bereit,

unangenehmere Wege einzuschlagen. Gleichzeitig

müssen wir in unseren Schulungen das Thema

Nachhaltigkeit nachvollziehbar darstellen und

dafür sorgen, dass das Wissen darüber bei

möglichst vielen Händlern, Verkäufern und

Azubis ankommt, denn neben der allgemeinen

Verantwortung drängt auch der Kunde immer mehr

und fragt nach nachhaltigen Produkten.


46 | FACHHANDEL | Reportage 04.2017

AZUBIS BEIM TRAINEE-PROJEKT DER ISPO ACADEMY

Die Zukunft

im Verkauf

Noch sind sie skeptisch:

Azubis im prall gefüllten Plenum

des ISPO-Academy-Hörsaals im

Foyer Eingang Ost.

Im Rahmen der ISPO Academy erhalten Auszubildenden im Trainee-Projekt die Möglichkeit die Weltleitmesse

auf eigene Faust zu erkunden. sportFACHHANDEL begleitete eine der Gruppen beim ISPO-Rundgang.

Text: Marcel Rotzoll

Welche konkreten Vorteile

hat das Material dieser

Schildkröt-Yogamatte? MTS-

Geschäftsführer Sebastian

Frey beantwortet geduldig alle

Fragen der Engelhorn-Azubis

Paul, Julia, Sabrina und Klara.

Letzter ISPO-Tag, morgens 9 Uhr. Auch, wenn

die Besucher am Mittwoch nicht mehr ganz

so zahlreich auf die Messe strömen wie an

den Tagen zuvor, ist die Stimmung in den Hallen

ausgesprochen gut. Langsam füllt sich dennoch der

Platz vor der hörsaalähnlichen ISPO Academy am

Eingang Ost – mit Jugendlichen. Es handelt sich um

Auszubildende beispielsweise von Engelhorn,

Ochsner Sport, McTrek, Sport-Scheck,

Gigasport und Schweizer Berufsschulen. Die

zukünftigen Sportartikelfachverkäufer nehmen

im Rahmen der ISPO Academy am Trainee-Projekt

teil. Azubis sollen so die Möglichkeit erhalten, den

Messealltag kennenzulernen, einen Einblick „in das

professionelle Treiben des Sport Business“ sowie

Eindrücke und Informationen zu bekommen und

erste Geschäftskontakte zu knüpfen.

Mittendrin ist Gerd Bittl-Fröhlich, Geschäftsführer

des Online-Trainingsportals Sportsella.

Als sich der kleine Hörsaal bis auf den letzten Platz

gefüllt hat, richtet er sein Grußwort an die Teilnehmer.

Die Auszubildenden des Sportfachhandels

seien die Zukunft des Verkaufs. Dabei werde die

Aufgabe des Verkäufers gerade in Zeiten der

allgegenwärtigen Informationsportale immer

wichtiger. Bittl-Fröhlich, der 2006 zum

Trainee-Programm dazugestoßen ist, benutzt

zur Verdeutlichung ein schönes Bild: „Sucht der

Konsument nach Informationen, kann er dafür

das Internet nutzen. Dort allerdings erhält er ein

Übermaß an Infos. Das ist so, als ob man aus einem

Feuerwehrschlauch trinken möchte. Hinterher ist

man zwar nass, Durst hat man aber immer noch.

Deswegen braucht man den Verkäufer!“

Unter die Jugendlichen hat sich auch Christina

Nicklas aus der Personalentwicklung der Yeah AG

gemischt. Gemeinsam mit einigen McTrek-Azubis

nutzt sie das Angebot der ISPO Academy, und

das mit großer Begeisterung: „Wir von McTrek

legen großen Wert auf die Qualifikation unserer

Mitarbeiter. Neben einem fundierten Weiter-

© SFH, MCTREK


04.2017 Reportage | FACHHANDEL | 47

bildungskonzept setzen wir als expandierendes

Unternehmen einen großen Fokus auf die Ausbildung

unserer Nachwuchskräfte. Einen spannenden

Außentermin wie die ISPO möchten wir unseren

Auszubildenden nicht vorenthalten. Zusammen

mit dem Team von der ISPO Academy können wir

unseren Auszubildenden eine völlig neue Facette

der Outdoor- und Sportwelt näherbringen und die

Identifikation mit der Branche und damit auch mit

McTrek steigern.“

Gemeinsam mit Personalentwicklerin Christina Nicklas schauen sich diese

vier McTrek-Azubis auf der Messe um und nutzen die Angebote der am

Trainee-Programm teilnehmenden Aussteller.

An den Messeständen von Jack Wolfskin, Petzl,

Thule, Dahu, Patagonia, Ortovox, Beco und

Finis werden die Azubis schon zu Führungen,

kleinen Projekten oder spielerischen Aufgaben

erwartet. Nadine Weidner von Zanier und

Sebastian Frey von MTS warten derweil an ihren

Ständen auf Azubis, die sich in kleinen Gruppen

zu einer Einkäufer-Gemeinschaft zusammengetan

haben. Die vier Engelhorn-Azubis Klara, Sabrina,

Julia und Paul sind die ersten, die Sebastian Frey am

MTS-Stand begrüßt. Alle vier kennen einzelne

MTS-Artikel und Warengruppen, sind aber zunächst

überrascht davon, wie umfangreich das

Sortiment der Wolfratshausener in Wirklichkeit

ist. Sie entscheiden sich schließlich für ein Einkäufergespräch

für das Schildkröt-Fitness-Sortiment.

Geduldig erklärt MTS-Geschäftsführer Sebastian

Frey die aktuellen Top-Produkte. Aus den zunächst

noch etwas schüchternen Probe-Einkäufern werden

im Verlauf des Gesprächs recht schnell aufgeweckte

Nachfrager, die wissen wollen, was die greif- und

sichtbaren Vorteile des einzelnen Produkts sind, wo

die Verbindungen mit dem restlichen Sortiment,

wie hoch die Margen. Nach über einer halben Stunde

ist der Termin beendet, die Azubis zeigen sich

angetan: Paul freut sich, dass „unser Arbeitgeber

uns jährlich diese Möglichkeit bietet. Für uns ist es

super, dass wir hier dabei sein können! Das ist auch

die Chance, mal die Seite zu wechseln.“ Julia ist

überrascht über die Vielfalt der Marken und Artikel

am MTS-Stand: „Wir alle wechseln halbjährlich die

Abteilung. Umso interessanter finde ich jetzt beispielsweise

hier den Stand. Wir sehen nicht nur das

Sortiment, das wir auch bei uns führen, sondern

das gesamte MTS-Sortiment. Umso spannender ist

es, mehr darüber zu erfahren.“ Der sportlich-ungezwungene

Austausch mit dem MTS-Chef überzeugt

auch Sabrina: „Ich finde toll, dass man uns das

anbietet! Wir haben sonst immer nur die Sicht des

Verkäufers, sehen die Vorauswahl. Und hier sieht

man, was es alles noch gibt. Auch dass man uns die

Chance gibt, mal mit dem Lieferanten und sogar

mit dem Geschäftsführer persönlich zu sprechen,

finde ich richtig gut!“ Klara, von Sebastian Frey

sofort als Siegerin des VDS Supercups im vergangenen

Jahr identifiziert, denkt noch weiter und sieht

ganz persönlich Chancen: „Ich finde es cool, dass

wir an dem Trainee-Programm der ISPO teilnehmen

können, dass es die Chance für uns Azubis

gibt, auf einer solch riesigen Messe Einblicke zu

kommen, die ja eigentlich für Einkäufer und Industrie

gedacht ist. Das macht es umso interessanter zu

sehen, ob das vielleicht auch mal ein Job für mich

ist oder ich mir das gar nicht vorstellen kann.“

Diesen Enthusiasmus für die Sportartikelbranche

zu wecken, ist letztlich auch das Ziel des

Trainee-Programms. Ein Ziel, das mit engagierten

Industriepartnern, vor allem aber mit engagierten

Sportfachhändlern erreicht wird. „Mit großem

Erfolg“, wie Personalentwicklerin Christina Nicklas

hinzufügt. „Unsere Auszubildenden konnten

nicht nur Messeluft schnuppern, sondern auch

einige unserer wichtigsten Lieferanten und deren

kommende Kollektionen kennenlernen. Die spannenden

Vorträge einer Extremsportlerin und eines

Jungunternehmers rundeten das sehr gut organisierte

Gesamtkonzept der ISPO Academy ab. Ganz

besonders ist unseren Auszubildenden die gute

Atmosphäre, die auf den Messeständen herrschte,

aufgefallen. Auch im nächsten Jahr werden wir

unseren Auszubildenden den Mehrwert bieten und

sie wieder für die ISPO Academy anmelden.“ Gerd

Bittl-Fröhlich unterstreicht: „Es geht darum, die

Azubis von der Sportbranche zu begeistern und die

Begeisterung für den Beruf des Verkäufers weiter

zu geben!“ Gleichzeitig sieht der Sportsella-Mann

aber noch Verbesserungspotential. Auffällig ist

nämlich, dass in der Regel große Sporthäuser

oder Filialisten ihren Azubis den Messebesuch im

Rahmen des Trainee-Projekts ermöglichen. „Ich

würde mir wünschen“, so seine Hoffnung für das

kommende Jahr, „dass mehr Sportfachhändler ihre

Azubis zum Trainee-Projekt anmelden!“


48 | BRAND NEW | Outdoor 04.2017

leki.com • IWA 4.140

CHILLER, BREEZE ODER SUB 1

Immer der perfekte Platz!

Effect Chairs – kompakte, leichte und komfortable Faltstühle. Für

Campingplätze, Festivals, Stände, Flussufer, Bushaltestellen,

Kreisliga Fußballspiele, Sternschnuppen, Spielplätze,

Familienausflüge, Grillpartys – einfach für jeden.

Passt bequem in die Tasche oder den Rucksack, ist im

Handumdrehen auf- oder abgebaut und man sitzt so bequem, dass

sich jeder das Aufstehen zweimal überlegt.

Die jahrzehntelange Erfahrung von LEKI im Bereich der

Aluminiumveredelung sorgt für höchste Qualität. Hochfeste

Lightweight Aluminiumschäfte werden im eigenen Verfahren

gehärtet.

Mit dabei ein Getränkehalter, sowie eine praktische Transporttasche,

die als zusätzlicher Stauraum per Klettband an den Stuhl angebracht

werden kann.

Mit dem „Chiller“ und dem „Breeze“ ist LEKI 2016 in diese

Kategorie gestartet, im zweiten Jahr gibt es eine Eweiterung der

Produktfamilie. Der Sub 1, das Fliegengewicht der Effect Chairs.

Basierend auf dem Breeze, dem „kleinen“ Faltstuhl. Mit sportiverem

Look und leichterem Gewebe des Sitzbezugs schafft es der „neue“

sogar unter 1.000 Gramm. Erhältlich in den Farben Schwarz, Blau

und Grün bringt er frische Farbe in die Kollektion. Bei der Suche

nach dem perfekten Platz mu ss schließlich auch die Farbe passen.

CHILLER

Gewicht

1339 g

Stuhlmaße 84x50x58 cm

Sitzhöhe

41 cm

Belastbarkeit 145 kg bei standardgemäßem Gebrauch

Packmaß

14x12x38 cm

Verfügbar jeweils in vier Farben: anthrazit, sand, olive, rot.

BREEZE

Gewicht

1090 g

Stuhlmaße 69x44x49 cm

Sitzhöhe

30 cm

Belastbarkeit 145 kg bei standardgemäßem Gebrauch

Packmaß

14x12x33 cm

Verfügbar jeweils in zwei Farben: anthrazit, olive.

SUB 1

Belastbarkeit 145 kg bei standardgemäßem Gebrauch

Stuhlmaße H 69 x B 44 x T 49

Sitzhöhe

30 cm

Packmaß H 14 x B 14 x T 33

Gewicht

940 g

Verfügbar jeweils in drei Farben: schwarz, grün, blau.

Zubehör (optional für alle Modelle): Einsinkstopp „X-Band“

Breeze

olive

Chiller

Anthrazit

Sub 1

Blau

Sub 1

Schwarz


04.2017 Winter | BRAND NEW | 49

Die neue Scout

Ihr Einstieg in die

Automatenklasse

wintersteiger.com/sports + boot-doc.com • IWA: 4.116 • ÖSFA D.137

Mit der neuen Scout präsentiert

WINTERSTEIGER einen Skischleif-

Automaten für Belag- und

Kantenschliff. Aufgrund des kompakten

Maschinendesigns findet sie auch in

kleinen Werkstätten Platz und der

Umstieg von manuellem Service auf

Automatisierung wird möglich. Die

Scout ist eine völlig neu entwickelte

Maschine – jahrzehntelange Erfahrung

und bewährte Technologie aus dem

Hause WINTERSTEIGER stecken in ihr.

Alle Funktionseinheiten sind von vorne

zugänglich und die Scout kann daher

direkt an der Wand aufgestellt werden.

Die Scout schafft beinahe den doppelten

Durchsatz im Vergleich zu zwei manuellen

Maschinen (je für Belag und Kante) und

zwei Bedienern.

Scout: Automatische

Service-Station für Ski

BOOTDOC 3D

Scanner Vandra

Der BD 3D Fußscanner Vandra erstellt in

Sekundenschnelle ein dreidimensionales

Bild beider Füße. Zusätzlich liefert er eine

Vielzahl an Messdaten über Risthöhe,

Knöchelumfang, Einstiegslänge etc. und

gibt Größenempfehlungen. Das Resultat

wird auf einem Tablet angezeigt. Der 3D

Scanner unterstützt und beschleunigt

den Verkaufs- oder Verleihprozess, denn

mit den Daten findet der Verkäufer schnell

die passenden Skischuhe und Einlagen.

Ein hoher Hygiene- und Komfortfaktor ist

gegeben, denn der Kunde steht in seinen

eigenen Socken auf dem Scanner.

BOOTDOC

Heizsysteme.

Nie mehr kalte Füße beim Skifahren! Neu

im Sortiment: die BD Heiztasche für

Skischuhe. Sehr beliebt sind auch die

Heizsocken XLP One. Das integrierte

Heizelement wird aus Hochleistungs-

Lithium-Ionen Akkupacks gespeist, die

Heizleistung über 4 Stufen am Akkupack

geregelt. Ein wesentlicher Vorteil: Die

Akkupacks sind mit den HOTRONIC

Heizsohlen der XLP Serie kombinierbar.

BD 3D Scanner Vandra

Bootdoc 3D

Fußscanner als

“Product of

the Year”

ausgezeichnet

Erleben Sie unsere

Produkte live im

Einsatz auf unserer

Service- und

Verleihfachmesse

mit großer

Gebrauchtmaschinenausstellung

vom

27. – 30. März 2017

in unserer Zentrale

in Ried!


50 | BRAND NEW | Winter 04.2017

zaniergloves.com • Schauraum Brandboxx, 3. OG, B18/20

HOT.ZX/HEAT.ZX 3.0:

Für optimierten Tragekomfort wird

der Akku im Bund auf der Oberhand

platziert. Die Wahl der Heizstufe (drei

Intensitäten) erfolgt mit einem Druckknopf

auf dem Akku, die Aufladung

unkompliziert per USB. Beide Varianten

sind optimal für kalte Tage. Das

weiche 4-Wege-Stretch-Material

ZA TEX bietet unschlagbaren Komfort

und wird mit einer warmen

ZA LOFT-Isolierung ergänzt. Für noch

mehr Wärme ist der Fäustling

HOT.ZX 3.0 an den Fingerspitzen mit

der Isolationsschicht ARCTICAP ausgestattet

und verfügt, für optimale Taktilität

und noch höheren Tragekomfort,

über einen Finger-innenhandschuh.

nenhandschuh.

HEAT.ZX 3.0

VENEDIGER.ZB

Beim VENEDIGER.ZB ergänzen

sich die Materialien

ZA BLOCKER und Merinowolle

ideal. ZA BLOCKER ist eine

winddichte Membran, die das

Eindringen von Kälte auch bei

dünnen Handschuhen effektiv

verhindert. Merinowolle

wird als Isolationsmaterial

verwendet und verschafft dem

dünnen VENEDIGER.ZB die

nötige Wärme.

HOT.ZX 3.0

Akku 3.0

ALPINE PRO HEAT

Ein Highlight ist der neue Profi-

Handschuh

ALPINE PRO HEAT mit der

erstmals verwendeten

REDA ACTIVE Technologie.

Durch ein spezielles

Spinnverfahren werden die

Fasern glatter, so dass sie

sich besonders geschmeidig

anfühlen und strapazierfähiger

werden. Für lang anhaltende

Wärme sorgt die bewährte

ZANIER Heiztechnologie. Eine

Grundisolierung garantiert

TIROLWOOL® – ZANIER

verwendet die original Tiroler

Schafwolle exklusiv im

Handschuhbereich.

REVOLUTION.XZX und

EVOLUTION.XZX

Die Klassiker REVOLUTION.XZX

und EVOLUTION.XZX,

Fingerling und Fäustling,

sind dank Ziegenleder robust

und vertragen auch härtere

Bedingungen. Viel Komfort

bietet das weiche Innenmaterial,

die Z-GRIP Technologie

garantiert beste Taktilität und

die ZA TEX Membran optimalen

Wetterschutz. Beide Varianten

verfügen über liebevolle Details

(Wischer auf dem Daumen,

PRO-LOCK Verschluss), sehen

umwerfend aus und kommen

2017/18 in schickem orange/

camouflage.

REVOLUTION.XZX


04.2017 Outdoor | BRAND NEW | 51

buff.eu • ÖSFA: Boxx b/101

BUFF ®

Als erste Marke hat BUFF ® im nahtlosen Rundstrickverfahren Schlauchschals entwickelt, die für viele Sportler

zum elementaren Accessoire für jegliche Outdooraktivität wurden. Seit 1992 ist die Marke BUFF ® der Inbegriff

für multifunktionelle Head- und Neckwearaccessoires und ist in diesem Segment weltweit Marktführer.

Thermonet ® BUFF ®

Pünktlich zum 25-jährigen Firmenjubiläum präsentiert die spanische

Sport- und Lifestylemarke eine Faserinnovation, die in Zusammenarbeit

mit dem Faser- und Isolationsspezialisten Primaloft® entwickelt wurde. Das

hochwertige Thermonet®-Material wird in Tüchern, Mützen und Balaclavas

verwendet und bietet noch bessere isolierende und windabweisende

Eigenschaften als herkömmliche Mikrofaserprodukte – perfekt für

anspruchsvolle Outdoorsportler. So halten Thermonet®-Modelle vier mal

so warm und haben zugleich eine sehr gute Dampfdurchlässigkeit. Das

Material wird ab der Saison Herbst-Winter 2017/18 exklusiv und weltweit

nur von BUFF® verwendet. Die Herstellung erfolgt im typischen BUFF®

Rundstrickverfahren ohne Nähte und gewährleistet somit einen hohen

Tragekomfort. Zudem ist die Neuentwicklung äußerst umweltschonend:

Die hochwertige Faser besteht aus 70 Prozent recyceltem Polyester (PET

Flaschen).

Midweight Merino BUFF ® Hat & Neckwear

Viele Outdoorsportler bevorzugen den natürlichen Komfort

von Merinoprodukten. BUFF® erweitert aufgrund der großen

Nachfrage das Merinoangebot und führt eine neue Grammatur

von 250g/m² in das Sortiment ein. Neben der relativ dünnen

Grammatur von 125g/m², die sich ideal für weniger kalte

Tage und die Übergangszeit eignet und der sehr kräftigen

Grammatur von 600g/m², die an besonders kalten Tagen

Wärme spendet, deckt die neu eingeführte mittlere Grammatur

künftig alle Anwendungsbereiche dazwischen ab. Verarbeitet

wird die neue Grammatur im Midweight Merino BUFF® sowie

im Midweight Merino Hat. Beide sind getreu dem Motto „Mix

& Match“ ideal miteinander kombinierbar.

Lifestyle Kollektion

Seit einigen Saisonen führt BUFF® auch eine reine Lifestyle-

Kollektion. Von sportlich- schicken Modellen bis hin zu betont

modischen Stücken für den täglichen Gebrauch ist für jeden etwas

dabei. Die nahtlose Verarbeitung garantiert einen angenehmen

Tragekomfort. Vorwiegend Materialien wie Merinowolle,

Wollgemische mit Alpakawolle oder unkomplizierter Kunstfaser

halten angenehm war. Für Aktivitäten im Schnee eignet sich zum

Beispiel das Set „Livy“ bestehend aus Mütze und Schal aus 100% Acryl

und einem Fleece Einsatz hervorragend. Mit kräftigen Farben und

grober Strickoptik glänzt man sowohl auf der Skipiste als auch beim

Après Ski.


52 | BRAND NEW | Outdoor 04.2017

nikon.de • IWA: 4A.106

Die neue MONARCH-HG-Produktreihe von Nikon

Die fortschrittlichsten Modelle in der

Geschichte der MONARCH-Ferngläser

Die neuen Ferngläser MONARCH HG 8x42 und 10x42 bieten

erstklassige optische Leistung mit Schärfe bis in die Bildecken

und schöne, natürliche Farben in einem kompakten Gehäuse. Sie

stehen für die bisher beste Leistung aller MONARCH-Modelle.

Das große scheinbare Sehfeld (60,3° für das 8×42 und 62,2˚ für das

10×42) sorgt für ein fantastisches Bild und das Bildfeldebnungs-

Linsensystem gewährleistet eine gestochen scharfe und klare Sicht

bis zum Rand des Sehfelds.

ED-Glas (besonders niedrige Dispersion) korrigiert Farbfehler

und liefert ein kontrastreiches und hochauflösendes Bild

mit einer natürlichen Farbwiedergabe. Auf alle Linsen und

Prismen wird eine hochwertige Mehrschichtenvergütung und

auf das Dachkantprisma eine dielektrische, hochreflektive

Mehrschichtenverspiegelung angewendet. Durch diese

Kombination wird ein außergewöhnlich helles Bild mit einer

Lichtdurchlässigkeit von bis zu 92 % oder mehr erzielt.

Das kompakte und leichte Fernglas lässt sich dank des

schlanken Gehäuses mühelos überallhin mitnehmen

und die Magnesiumlegierung mit kratzfester

Linsenbeschichtung sorgt für die nötige Robustheit

und Langlebigkeit. Ein großer Abstand

der Austrittspupille gewährleistet auch

für Brillenträger ein klares Sichtfeld und

der bewegliche Gummi-Okularabschluss

erleichtert die richtige Ausrichtung

Ihrer Augen an der Austrittspupille. Dank

Stickstofffüllung bietet das Gehäuse des

MONARCH HG eine erstklassige Wasserdichtigkeit

für bis zu 10 Minuten in einer Tiefe von bis zu 5

Metern und eignet sich dadurch hervorragend für Outdoor-

Aktivitäten. Ein Beschlagen des optischen Systems wird selbst

in Niederdruckumgebungen in Höhen von bis zu 5.000 Metern

verhindert, sodass Sie in jeder Lage eine klare Sicht haben.

UVP:

MONARCH HG 8x42 € 1.039,00

MONARCH HG 10x42 € 1.099,00

Monarch HG


04.2017

nikon.de • IWA: 4A.106

Laser-Entfernungsmesser

MONARCH 7i VR

Der innovative Laser-Enfernungsmesser MONARH 7iVR verfügt

erstmals über einen optischen Bildstabilisator.

Der MONARCH 7i VR reduziert effektiv die durch Handbewegungen gen

(Sinuswellen) verursachten Vibrationen des Sucherbildes auf 1/5 oder

weniger, basierend auf den Messstandards von Nikon. Das Bild im Sucher

bleibt stabil, was das Zielen vereinfacht. Die Messdistanz beträgt bis zu

915 Meter, was zusätzlich zur VR(Bildstabilisator)-Technologie eine rasche

und einfache Messung auch weit entfernter Objekte ermöglicht.

Für helle, klare Bilder ist der MONARCH 7i VR Laser-Entfernungsmesser esser

mit mehrschichtvergüteten Linsen und einer leistungsstarken 6-fachen

Vergrößerung ausgestattet. Die ID-Technologie zeigt die horizontale

Entfernung an, während Nikon’s Datenverarbeitungsalgorithmus HYPER

READ genutzt wird, um das Ergebnis in ca. 0,5 Sekunden anzuzeigen n

Der MONARCH 7i VR Laser-Entfernungsmesser hat ein kompaktes und

ergonomisches Gehäuse und liefert eine hohe optische Qualität und eine

akkurate Messleistung. Für Situationen, in denen jede Sekunde zählt,

können Entfernungen schnell und exakt gemessen werden. Mit seiner

wasserdichten und beschlagfreien Bauweise (regenfestes Batteriefach)

ist der MONARCH 7i VR Laser-Entfernungsmesser unter allen

herausfordernden Bedingungen einsatzbereit.

UVP: 479,00 €

Outdoor | BRAND NEW | 53

Monarch 7i VR

MONARCH-Spektive

Die neue MONARCH-Spektiv-Serie besteht aus vier Spektiven und drei

exklusiv für die neue Serie entwickelten Okularen.

Die MONARCH-Spektive bieten erstklassige optische Leistung mit einem

kristallklaren Sehfeld. Als Nachfolgemodelle der ED82/EDIII-Fieldscopes

sorgen sie für vollkommen neue Erlebnisse bei der Naturbeobachtung.

Dank ED-Glas (besonders niedrige Dispersion) von Nikon und

lebensechter Farben liefern die MONARCH-Spektive ein kontrastreiches

Sehfeld und die auf alle Linsen und Prismen angewendete

Mehrschichtvergütung sorgt für eine hohe Lichtdurchlässigkeit. Das

optimierte Fokussystem ermöglicht eine schnellere und zuverlässigere

manuelle Scharfstellung.

Die MEP-Okulare nutzen ein neues optisches System und zeichnen sich

durch ein Bildfeldebnungs-Linsensystem aus, das bei einem großen

Abstand der Austrittspupille im gesamten Sehfeld für eine konstant hohe

Detailschärfe sorgt. Beim Anschluss an ein MONARCH-Spektiv ist jedes

dieser MEP-Okulare wasserdicht, sodass eine sichere Nutzung selbst bei

unerwarteten Wetterumschwüngen gewährleistet ist.

Ob die Spektive zur Beobachtung von Vögeln oder von Naturschauspielen

am Nachthimmel eingesetzt werden, die Gehäuse aus Aluminium sorgen

für eine Robustheit und Langlebigkeit, die für das Outdoor-Abenteuer

geschaffen wurde. Egal wie extrem die Wetterbedingungen sind,

MONARCH-Spektive sind der optimale Begleiter.

UVP:

MONARCH 82ED ANGLED BODY € 1.599,00

MONARCH 82ED STRAIGHT BODY € 1.599,00

MONARCH 60ED ANGLED BODY € 1.369,00

MONARCH 60ED STRAIGHT BODY € 1.369,00

Okular MEP 20-60x € 379,00

Okular MEP 30-60xW € 549,00

Okular MEP 38xW € 329,00

Monarch 62ED

Straight body

Monarch 82ED

Straight body

Monarch 62ED

Angled body

Monarch 82ED

Angled body

Okular

MEP 30-60xW

Okular

MEP 38xW

Okular

MEP 20-60x


54 | BRAND NEW | Outdoor 04.2017

thule.com

Thule Chariot Sport

DER FLEXIBLE TRAININGSPARTNER

Der Thule Chariot Sport ist für

Spitzenleistungen in jeder Hinsicht

ausgelegt, von der

Bedienfreundlichkeit über clevere

Funktionen bis hin zu Sicherheit

und Langlebigkeit. Der elegante

Trainingspartner unterstützt den Sportler

mühelos und mit viel Spaß das ganze

Jahr bei allen Outdoor-Aktivitäten. Ob

spazieren gehen, Rad fahren, joggen oder

Skilanglauf: Der Thule Chariot Sport wird

die Erwartungen übertreffen.

Er wurde härtesten Tests unterzogen und

erfüllt oder übertrifft sogar alle weltweiten

Sicherheitsnormen.

Hochwertige Ausführung

Der Thule Chariot Sport ist der am hochwertigsten ausgeführte

und vielseitigste Multisport Anhänger von Thule. Er ist aus

erstklassigen Materialien gefertigt und mit einer wahren Fülle

an Funktionen ausgestattet, ohne dabei unnötig an Gewicht

zuzulegen. Der verstellbare Lenker kann perfekt auf die Größe und

den Bewegungsstil angepasst werden, während die handbetätigte

Scheibenbremse sofort und sicher anspricht. Für mehr Beinfreiheit

beim Einsatz als Jogging-Transporter kann die Gepäcktasche

einfach verstaut werden. Im klimatisierten Innenraum, der Schutz

vor Wind, Regen, Schnee und Insekten bietet, lassen sich die

Temperaturen und Schattenverhältnisse leicht regeln, dass Kind

hat unter allen Wetterbedingungen eine angenehme Fahrt.

Der vollständig gepolsterte Liegesitz ist ein weiteres Merkmal, das

den Komfort für das Kind erhöht, während die einstellbare, leichte

Federung für eine sanfte und sichere Fahrt sowohl auf als auch

abseits befestigter Straßen sorgt. Der Thule Chariot Sport lässt sich

einfach und kompakt zusammenklappen, sodass er sich mühelos

lagern und transportieren lässt.


04.2017

thule.com

Outdoor | BRAND NEW | 55

Thule RoundTrip Kollektion

Das Konzept einer noch besseren Tasche

Die Thule RoundTrip Kollektion ist genauso

robust, zuverlässig und funktional ausgeführt

wie die aktuelle Generation, bietet jedoch

verbesserte Funktionen und ein frisches Design. Die

Snowboard- und Ski Roller sind mit zusätzlichen

strukturellen Verstärkungen gegen Durchhängen

ausgestattet. Weitere Verbesserungen umfassen ein

besonders großes SafeZone-Fach am Boot Backpack

und einen S-förmigen Reißverschluss um die Ski- und

Snowboard-Taschen, dadurch wird die Sichtbarkeit und

der Zugang zu Ihrer Ausrüstung erleichtert.

Alles an seinem

Platz

Mit speziellen Skistockhüllen, Skihüllen,

Zubehörfächern und einer geräumigen,

stoßsicheren SafeZone ist die Ausrüstung

geordnet, getrennt und geschützt, damit

man sich ganz auf die Schneeverhältnisse

konzentrieren kann und keine Zeit mit der

Suche nach der Ausrüstung verschwenden

muss.

Schutz und jederzeit Ordnung

für Ihre Wintersportausrüstung

Die innovativen Ski- und Snowboardhüllen

von Thule sind eine klassische 3-in-1-

Lösung. Sie lassen sich über beide Enden

ziehen und sorgen so für zusätzliche

Sicherheit, schützen die empfindliche

Funktionskleidung vor scharfen Kanten

und halten die Ausrüstung unterwegs und

am Ziel an ihrem Platz.

Robust und

zuverlässig

Widerstandsfähigkeit ist ein Basismerkmal

der Thule RoundTrip Kollektion. Mit

einem robusten Hauptgewebe aus

600-D-Polyester, dicker Polsterung und

YKK-Reißverschlüssen sind diese Taschen

auf Langlebigkeit ausgelegt.


56 | BRAND NEW | Schuhe 04.2017

lowa.de • IWA: Halle 4/4-330

© TASMANIAN TIGER


04.2017 Schuhe | BRAND NEW | 57

lowa.de • IWA: Halle 4/4-330

DIE PERFEKTEN EINSATZPARTNER

INNOX GTX ® LO TF LE, INNOX GTX ® MID TF LE

Der Tactical-Schuh INNOX GTX® TF LE ist sowohl in der LOW-CUT-Variante sowie als MID-CUT-Modell erhältlich. Beide

überzeugen mit einer Top-Dämpfung und einem sehr guten Abrollverhalten. Dafür verantwortlich sind die unterschiedlichen

PU-Härten in der Zwischensohle. Diese ist extrem haltbar und erzielt dank ihrer Konstruktion einen optimierten Bodenkontakt.

Dank des GORE-TEX®-Futters sind die Schuhe dauerhaft wasserdicht und hoch atmungsaktiv. Der INNOX GTX® LO TF LE sowie

der INNOX GTX® MID TF LE ist in einem bei Behörden

bevorzugten schwarzen Glattlederschaft erhältlich.

R-6 GTX®

ELITE EVO GTX ®

INNOX GTX ® MID TF LE

INNOX GTX ® LO TF LE

ELITE EVO GTX ®

Auf Basis des Wüstenschuhs ELITE DESERT hat LOWA nun den Task-Force-Schuh

ELITE EVO GTX® entwickelt. Der MID-CUT-Schuh mit einem hochwertigen

Glattlederschaft in Kombination mit widerstandsfähigem und atmungsaktivem

Textilgewebe spart Gewicht und bietet wirkungsvolle Unterstützung. Zudem deckt

der sportliche Newcomer damit einen breiten Temperaturbereich ab. Dank des

GORE-TEX®-Futters ist er auch noch wasserdicht, was den Einsatzbereich weiter

erhöht. Die klebegezwickte Bauweise garantiert eine solide Konstruktion, zudem

kann dieser Schuh bei Bedarf wiederbesohlt werden. Die Vibram®-Sohle bietet super

Grip auf unterschiedlichsten Untergründen.

R-6 GTX ®

Der R-6 GTX® besticht durch seine

Robustheit. Er ist ein stabiler Task-Force-

Schuh mit überzeugender Flexibilität. Der

hochgezogene Schaft aus Vollnarbenleder

bietet zuverlässigen Schutz und gibt

Halt. Auf Widerstandsfähigkeit ist

auch der Blattschnitt ausgelegt, der

mit wenigen Nähten auskommt. Der in

Europa hergestellte Schuh ist mit einem

wasserdichten und atmungsaktiven GORE-

TEX®-Futter ausgestattet, das den Fuß stets

trocken hält und für ein angenehmes Klima

sorgt. Die LOWA-Patrol-Gummilaufsohle

bietet hervorragenden Grip auf

verschiedenen Untergründen. Der bequeme

und dennoch stabile Schuh ist nach EN ISO

20347:2012 als Berufsschuh zertifiziert.


58 | BRAND NEW | Schuhe 04.2017

lowa.de • IWA: Halle 4/4-330

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04.2017 Schuhe | BRAND NEW | 59

lowa.de • IWA: Halle 4/4-330

LEICHTE ALLROUNDER FÜR JEDES TERRAIN

Z-6S GTX ®

Mit dem Z-6S GTX® bietet LOWA einen

robusten Task-Force-Schuh, der perfekt

auf Einsätze im Gelände und Märsche

mit mittelschwerem Gepäck abgestimmt

ist. Der 6 Zoll (15 cm) hohe Schaft aus

strapazierfähigem Veloursleder bietet

optimalen Halt. Der Z-6S GTX® ist

ebenfalls mit der LOWA-MONOWRAP®-

Sohlenkonstruktion ausgestattet. Die

LOWA-Cross-Duty-Gummilaufsohle ist

stark profiliert für hervorragenden Grip

auf verschiedenen Untergründen und

ist speziell fürs Abseilen optimiert. Das

GORE-TEX®-Futter sorgt nicht nur für

stets trockene Füße und ein angenehmes

Klima im Schuh sondern ist zudem auch

chemikalien-resistent.

ZEPHYR GTX ® MID TF

Perfekte Passform und eine gute

Schutzwirkung im Tactical-Look hält der

ZEPHYR GTX® MID TF bereit. Dank des

stabilen Veloursleder-Textilschafts bietet er

guten Halt und ist somit multifunktional

einsetzbar. Die hochgezogene LOWA-

MONOWRAP®-Sohlenkonstruktion

verbindet Sohle und Schaft zu einer Einheit

und verstärkt mit ihrem skelettartigen

Aufbau den Stiefel an den besonders

beanspruchten Stellen. Das erhöht die

Stabilität und spart gleichzeitig Gewicht.

Für hervorragenden Grip und guten Halt

auf unterschiedlichen Untergründen sorgt

die LOWA-Cross-Gummisohle.

INNOX GTX ® MID TF

Gleichermaßen agil kommt das MID-CUT-

Modell INNOX GTX® MID TF daher. Es

überzeugt mit einer Top-Dämpfung und

einem sehr guten Abrollverhalten. Dafür

verantwortlich sind die unterschiedlichen

PU-Härten in der Zwischensohle. Diese

ist extrem haltbar und erzielt dank

ihrer Konstruktion einen optimierten

Bodenkontakt. Hinzu kommt ein guter Grip

für den die LOWA-NXT-Gummilaufsohle

verantwortlich ist.

INNOX GTX ® MID TF

Z-6S GTX ®

ZEPHYR GTX ® MID TF

INNOX EVO GTX ® LO TF

INNOX EVO GTX ® LO TF

Der INNOX EVO GTX® LO TF ist ein Task-Force-Schuh der jüngsten Generation, der

aufgrund seiner hohen Dynamik auch in der Freizeit getragen wird. Er fühlt sich

fast wie ein Laufschuh an, ist beinahe so schnell aber dabei wesentlich stabiler.

Der vielseitige Light-Boot bietet ein angenehmes Fußklima. Absolut innovativ ist

die Zwischensohle aus LOWA DynaPU®, das sehr gute und vor allem weitgehend

ermüdungsfreie Dämpfung garantiert. Passform und Abrollverhalten lassen keine

Wünsche offen.


60 | BRAND NEW | Schuhe 04.2017

meindl.de

Comfort fit ®

Bei den Meindl Comfort fit®-Modellen ist der

Name Programm: In diesen Schuhen haben Sie

garantiert mehr Komfort. Kernelement dieser

Meindl Innovation aus dem Jahr 2007, die immer

weiterentwickelt wird, ist der gleichnamige, speziell

entwickelte Comfort fit®-Leisten. Dieser zeichnet

sich durch eine Reihe spezieller Veränderungen von

normalen Leisten aus: breiterer Stand durch breitere

Sohlenbasis, viel Platz im Ballen- und Zehenbereich,

ausgeprägte Rolle und ein enger Fersensitz.

Ganz wichtig in diesem Konzept ist aber auch das

Comfort fit®-Korkfußbett. Es setzt sich zusammen

aus einer durchgehenden Korkbettung, dem

integrierten Shockabsorber im Fersenbereich und der

speziellen Abdeckung.

Der neue Glasgow GTX® überzeug durch die

sportliche aber schlichte Optik und ist ideal

geeignet für den Alltag. Die neue Meindl Lite Trail

Gummiprofilsohle mit durchgehendem EVA-

Dämpfungskeil gibt sicheren Halt und eine optimale

Dämpfung.

Glasgow GTX®

Glasgow GTX®

Boston GTX®


04.2017 Schuhe | BRAND NEW | 61

meindl.de

Asti Mid GTX®

Asti Lady Mid GTX®

Asti Mid GTX®

Boston Mid GTX®

Dank GORE-TEX® sind die Schuhe garantiert

wasserdicht und atmungsaktiv.

Ebenfalls neu für den kommenden Herbst/Winter

sind die Modelle Boston GTX, Boston Mid GTX®

und Asti (Lady) Mid GTX®. Eines haben diese

neuen Modelle gemeinsam: die leichte Meindl Lite

Trail Gummiprofilsohle mit EVA-Dämpfungskeil

und dem Meindl Multigrip-Profil. Der EVA-

Dämpfungskeil ist besonders weich und das

Multigrip-Profil gibt sicheren Halt.


62 | BRAND NEW | Schuhe 04.2017

meindl.de

Winter Style

Nicht nur modisch, sondern auch warm und trocken

durch den Winter. Die Zeiten, in denen funktionell und

praktisch nichts mit Mode zu tun hatte, sind längst

vorbei. Meindl bietet eine Vielzahl an Modellen an, die

alle Ansprüche an den perfekten Begleiter bei Schnee,

Eis und Kälte erfüllen. Die hochwertig gefertigten

Schuhe sind sportlich und modisch zugleich und

machen sowohl zur Hose als auch zum Rock eine gute

Figur.

Neu für den Winter 2017/2018 sind die Modelle

Westport GTX® und Baltimore GTX®. Diese beiden

stylischen Herrenmodelle sind perfekt geeignet für

nasses Herbstwetter und nicht allzu kalte Wintertage.

Für die Damen bieten wir neu das Modell Grenoble

Lady GTX® in drei Farben an.

Dank GORE-TEX® bleiben die Füße garantiert

trocken.

Diese Modelle sind mit der neuen Vibram® Vi-Lite

Sohle ausgestattet. Sie macht nicht nur optisch etwas

her, sie ist auch besonders leicht und erleichtert durch

die spezielle Konstruktion das Abrollen beim Gehen.

Das Modell Cristallo Lady II GTX® kommt gerade bei

jüngeren Frauen gut an. Die Meindl Leichtprofilsohle

mit EVA-Dämpfungskeil gibt guten Halt und ermöglicht

komfortables Gehen.

Grenoble Lady GTX®

Westport GTX®

Baltimore GTX®


04.2017 Schuhe | BRAND NEW | 63

meindl.de

Pontresina Lady GTX®

Valluga Lady GTX®

Cristallo Lady II GTX®

Der Pontresina Lady GTX® ist ebenfalls neue

für den kommenden Winter. Optisch überzeugt

besonders die Steppung am Schaft. Die Casual

Lady Sohle ist besonders weich dämpfend und

gibt guten Halt. Dank GORE-TEX® Insulated

Comfort Footwear Webpelz bleiben die Füße

garantiert trocken und warm.

Der Valluga Lady GTX® lässt Frauenherzen

höher schlagen. Durch das schöne Leder und den

besonders langen Schaft entsteht ein eleganter

Stiefel. Der Schuh ist nicht nur modisch sondern

hat auch viel Funktion. Er ist dank GORE-

TEX® Insulated Comfort Footwear und Webpelz

warm und wasserdicht. Die Multicontrol I Sohle

von Vibram® gibt sicheren Halt, egal ob beim

Besuch auf dem Christkindlmarkt oder beim

Stadtbummel.


64 | BRAND NEW | Sport 04.2017

jako.de

Funktion trifft Design

Ein besonders sportives Design mit vielen neuen technischen und funktionalen Details zeichnet die

neue Teamline CHAMP aus. Farblich wird die Linie durch moderne Tonalität kombiniert mit Details in

Kontrastfarbe zum Highlight.

In vielen Accessoires wie Reißverschlüssen, Zipperpullern und Kordeln findet sich das moderne Farbspiel

der Teamline CHAMP wieder. Absoluter Eyecatcher ist das gebondete Lasercut-Tape, das bei allen Oberteilen

im Schulterbereich platziert ist.

Innovative Funktionsmaterialien wie Stretch-Micro-Twill garantieren höchsten Tragekomfort. Technische

Details wie Ventilationsöffnung bei T-Shirt, Polo und Präsentationsjacke erhöhen die

Atmungsaktivität zusätzlich.

Sportiv und

vielseitig

CLASSICO hält, was der Name

verspricht: Sportives Design zum

unschlagbaren Preis. Mit allen

klassischen Teamfarben ist die Linie

der perfekte Begleiter für deine

Mannschaft. Absolutes Highlight ist

die Lieferzeit von 5 Jahren bis 2021.

Bei CLASSICO sind alle Oberteile und

Hosen wie gewohnt einzeln erhältlich.

Durch die unifarbene Gestaltung

der Hosen sind diese auch perfekt

zu anderen Teamlines und JAKO-

Produkten kombinierbar.

Die Präsentationshose CLASSICO gibt

es neben den klassischen Kinder- und

Unisexgrößen auch in Kurz- und

Langgrößen – jeweils für Damen und

Herren.


04.2017

jako.de

Sport | BRAND NEW | 65

JAKO präsentiert Hybrid-Ball

SPEED ist der erste JAKO-Ball, der mit der Dual Production System-Technologie

(DPS) hergestellt wird. Dabei kommen zwei Produktionsmethoden zum

Einsatz. Die erste ist das Dual Pressure-System, bei dem zwei Lagen Material mit

speziellem Schaum verbunden werden. So bewahrt der Ball seine Form für lange

Zeit.

Die zweite Produktionsmethode ist das Dual Seam-System, bei dem die sechs

Panels des SPEED zuerst vernäht und dann mit einem Spezialkleber versiegelt

werden. Die Nähte bleiben dadurch sauber, glatt und extrem haltbar. Die Blase

aus Latex wird durch eine zusätzliche Ummantelung geschützt und einen

speziellen Formprozess exakt gerundet. So wird der Luftverlust minimiert und

der Ball besonders widerstandsfähig.

Der SPEED ist als Spielball für 119,99 Euro und

Trainingsball für 34,99 Euro

jeweils eils in den

Farben JAKO blau/marine und rot/schwarz erhältlich.

Das Trikot aus der

Champions League

JAKO liefert ab März 2017 ein Trikot, das optisch von der

Spielkleidung von Bayer 04 Leverkusen inspiriert ist. Das

Trikot CHAMP aus atmungsaktivem Funktionsmaterial

ist mit einem modernen V-Kragen ausgestattet. Eine von

zwölf Farbvarianten passt zu jeder Mannschaft.

Das Trikot LEEDS ist ein echter Hingucker. Die tonale

Farbgestaltung hebt die Ärmel optisch ab, während

Details wie die JAKO-Dots in auffälligen Kontrastfarben

gestaltet sind. Von zwölf Farbvarianten sind sechs als

Langarm-Varianten erhältlich.

SANTOS ist ein klassisches Trikot, dessen Streifenmuster

mit hochwertigem Sublimationsdruck aufgebracht ist.

Große Aussparungen im Brustbereich und auf dem

Rücken lassen Platz für individuelle Veredelungen wie

Sponsor und Rückennummer.

Klassisch gestaltet ist das Trikot TEAM. Das einfarbige

Oberteil aus atmungsaktivem Funktionsmaterial gibt

es bereits für 12,99 Euro für Kinder und 14,99 Euro für

Erwachsene. Mit zehn Farben, der Lieferzeit bis 2021 und

Größen von 116 bis 3XL ist das Trikot ein hervorragender

Neuzugang für jeden Verein. Langarm-Versionen sind in

sechs Farben erhältlich.


66 | BRAND NEW | Sport 04.2017

Die neue

Club

1900 2.0

Klassik trifft Moderne 2.0

erima.eu

1900. Das Gründungsjahr von ERIMA

und Namensgeber unserer beliebten

Teamsportlinie Club 1900. Nun geht die

Kollektion in die nächste Runde: Club

1900 2.0. Der neue Look vereint auch

weiterhin ein klassisch zweifarbiges

Design mit asymmetrisch verspielten

Formen. Besonders weiche und schnell

trocknende Materialien in neuen,

erfrischenden Teamfarben sorgen für eine

noch attraktivere Vielfalt. Ob Hoodie oder

Kapuzenjacke – topmoderne, lässige Styles

komplettieren den glänzenden Teamauftritt

auch neben dem Spielfeld.

Ein Team. Eine Einheit. Ein Outfit.

In dieser bequemen Jacke präsentiert sich jedes Team in Bestform. Ihre leichte, atmungsaktive

Materialqualität steht für einen angenehmen und trockenen Tragekomfort. Im klassisch

zweifarbigen Design bietet sie in insgesamt zehn Farbkombinationen viel Platz zur individuellen

Veredelung. Per durchgehendem Reißverschluss auf der Front lässt sie sich bequem bis unters

Kinn schließen, während der hohe Kragen Wärme und Style verspricht. Ein einzigartiger Look für

ein einzigartiges Team.

Ein echtes Multitalent

Diese Trainingsjacke steht für ein

perfektes Zusammenspiel zwischen hoher

Funktionalität und einer Spur Lässigkeit.

Ob beim Aufwärmen, Trainieren oder

auf dem Weg zum Spiel – mit ihrem

feuchtigkeitsregulierenden und besonders

strapazierfähigen Material gönnt sie

jedem Teammitglied einen langanhaltend

angenehmen Tragekomfort. Die weiche

Kapuze schützt und wärmt, während

gerippte Bündchen eine rutschfreie

Passform garantieren.

Performance im Design des

Teams

Das hochwertige Funktionsmaterial dieses

Shirts begünstigt auch bei intensiven

Einheiten ein optimales Körperklima und

trägt sich gleichzeitig angenehm weich. Der

leistungsstarke Style zollt dem glänzenden

Teamauftritt Tribut. Und dies mit einer

Leichtigkeit, die begeistert.

Der Neuzugang im Team

Das moderne Kapuzensweat punktet

neben seinem relaxten Schnitt mit

einem besonders weichen Material,

welches sich angenehm und leicht trägt.

Die weich gefütterte Kapuze spendet

wohlige Wärme und verleiht dem Hoodie

zugleich den typisch lässigen Style. In

den Leistentaschen ist alles Wichtige

schnell zur Hand, während die gerippten

Bündchen einen eng anliegenden

Abschluss garantieren. Dies ist Teamgeist

auf entspannte Art.


04.2017 Sport | BRAND NEW | 67

pjuractive.com

Mocki und Frodeno schwören drauf:

Hautschutzprodukte

von pjuractive

1. pjuractive 2skin ist ein

neuartiges Gel zum Schutz

vor Wundscheuern und

Blasen. Es bildet sofort

nach dem Auftragen

auf Oberschenkel,

Unterarme, Brust, Füße

oder andere Problemstellen

einen durchsichtigen

Schutzfilm auf der Haut.

Die Zellstruktur wird

damit gestärkt und der

Druck auf größere Flächen

verteilt. Und: anders als bei

herkömmlichen Cremes

und Sticks bleibt die Haut

atmungsaktiv! 2skin ist

dermatologisch bestätigt,

frei von hautschwächenden

Emulgatoren sowie wasserund

schweißresistent.

Außerdem ist das Produkt

sicher für funktionale

Sporttextilien und

Neoprenanzüge! Erhältlich

in den Größen 5x4ml,

20ml, 100ml, 250ml und

1000ml. Top-Athleten

wie Jan Frodeno und

Sabrina Mockenhaupt

sowie zahlreiche Hobby-

Sportler sind begeistert von

pjuractive.

2. pjuractive Body After Shave

Spray ist ohne Alkohol und

Parfüm entwickelt worden.

Deswegen brennt es nicht,

beruhigt die Haut und

pflegt diese gleichzeitig

aufgrund der enthaltenen

Zusätze Aloe Vera und

Provitamin B5. Es schützt

vor Rasurbrand, kann

durch seine Eigenschaften

Entzündungen verhindern

und ist dermatologisch

bestätigt. Das Spray sollte

nach der Rasur auf die

beanspruchten Hautpartien

aufgesprüht werden. Das

Body After Shave Spray ist

für alle Körperregionen und

zur täglichen Anwendung

geeignet. Somit ist es nicht

nur für Sportler, sondern

auch für alle anderen, die

sich rasieren, das optimale

Produkt.


68 | BRAND NEW | Sport 04.2017

xenofit.de

Xenofit ® carbohydrate bar

Die modernen Anforderungen an einen Sport-Riegel

werden durch eine optimierte Zusammensetzung aus

Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß erreicht. Er erfüllt

mit einem Gehalt von ca. 66 % Kohlenhydraten die

Empfehlung der DGE (Deutschen Gesellschaft für

Ernährung), mehr als 50 % des Energiebedarfs

durch Kohlenhydrate zu decken. Die Herstellung erfolgt

auf Basis natürlicher Haferflocken. Der Riegel enthält die

für den Energiestoffwechsel notwendigen Vitamine B1, B6

und Niacin sowie das „Sportler-Mineral“ Magnesium und

das „Knochen-Mineral“ Calcium.

6x Geschmack, der überzeugt! Hergestellt auf Basis

natürlicher Haferflocken

Typ: Ananas / Karotte; Aprikose; Banane;

Schokolade / Nuss; Wildbeere;

Maracuja

Packungseinheit:

Riegel à 68g

UVP:

1,80


Xenofit ® competition

Xenofit’s isotonisches Kohlenhydratgetränk

wurde speziell für längere Ausdauereinheiten

entwickelt. Bei Langzeitbelastungen reichen

die körpereigenen Kohlenhydratspeicher

(= Glykogenspeicher) in der beanspruchten

Muskulatur zur Energiebereitstellung nicht aus.

Xenofit competition liefert eine ausgewogene

Mischung blutzuckerstabilisierender

Kohlenhydrate zur Aufrechterhaltung der

Ausdauerleistung und sorgt aufgrund

seiner optimierten Zusammensetzung

von Kohlenhydraten (ca. 78 g/Liter) in

Verbindung mit Natrium (700mg/Liter) für

die schnelle Flüssigkeitsaufnahme in das Blut.

Es enthält zudem die für den Kohlenhydrat-

und Energiestoffwechsel notwendigen

B-Vitamine sowie die Mineralstoffe

Magnesium, Kalium und Vitamin C.

Typ: Früchte-Tee; Citrus-Frucht;

Grüner Apfel; Mango/Maracuja

Xenofit ® carbohydrate gel

Die 4 Xenofit carbohydrate Gelzubereitungen

sind die ideale Ergänzung zu dem Riegel-Sortiment

Xenofit carbohydrate bar und dem isotonischen Getränk

Xenofit competition. Die leicht verdaulichen und bekömmlichen

Gels enthalten eine hochkonzentrierte Kohlenhydratmischung.

Die Einmaldosierung von 25 g pro Stick hat sich bei Training

und Wettkampf sehr bewährt. Die praktische Verpackung kann

mit einer Hand geöffnet werden. Auch in der Kälte behält das

Gel eine angenehme Konsistenz. Für den besonderen „Kick“

wurde eine spezielle coffeinhaltige Variante mit erfrischendem

Pfefferminzgeschmack entwickelt. Eine Portion (25g) enthält

50 mg Coffein aus natürlichem Guarana-Extrakt. Coffein aus

Guarana wird langsam freigesetzt und kann so

länger wirksam

sein. Sinnvolle Kombination

aus kurz- und längerkettigen Kohlenhydraten

mit den Vitaminen B2 und B6

(u.a. zur Verringerung von

Ermüdung) für Sportler

Typ: citrus-mix; redberry; Maracuja;

Pfefferminze mit Extra-Coffein aus

Guarana

Verpackungseinheit:

Portionsbeutel à 25 g

UVP: 0,99 €

FOTO: NORDICA

Xenofit ® carbohydrate gel drink

Der Drink ist ideal für den Sport,

ermöglicht den schnellen Verzehr, ohne

dabei Wasser nachzutrinken. Die Mischung

aus Maltodextrin, Traubenzucker und

Fructose liefert mind. 26 g (pro Portion) kurzund

längerkettige Kohlenhydrate. Vitamin C ist

wichtig für den Energiestoffwechsel und verringert

Ermüdungen. Die praktische Verpackung lässt sich auch

während des Wettkampfes leicht öffnen. Die Variante

Cola mit Coffein enthält pro Portion 50 mg Coffein aus

natürlichem Guarana-Extrakt. Coffein aus Guarana wird

langsam freigesetzt und kann so länger wirksam sein.

Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Haushalt und

Kohlenhydrat-Stoffwechsel bei.

Typ: Maracuja; Orange; Cola mit Extra-Coffein

aus Guarana;

Waldbeere;

Mate/Zitrone

Verpackungseinheit:

Portionsbeutel à 60 ml

UVP: 1,95 €


04.2017

PERSONALIEN | 69

©

Elan: Roland Wagner geht in Rente

Roland Wagner tritt von der

Leitung der Sportspezialisten in

Feldkirchen zurück, unter der die

Elan Central Europe GmbH, die

Buff Deutschland GmbH und

SO! GmbH firmierten. Wagner

übergibt an Marc Hasenstein, der

seit November 2016 im Unternehmen

ist und die Geschäftsführung im Mai

2017 übernimmt. Hasenstein habe

auf seinen bisherigen Stationen

bei Salewa, Norrona, Columbia

sowie The North Face umfassende

Erfahrung sammeln können. Alle

weiteren Strukturen hinsichtlich Sales-

Force, Innendienst und Marketing blieben unverändert. Zwei

Positionen sollen in naher Zukunft neu geschaffen werden:

ein zusätzlicher Verkaufsleiter und ein Online-Marketing

Manager. Roland Wagner wird nach seinem Rücktritt

immerhin in beratender Funktion tätig bleiben.

Margit Gosau neue Geschäftsführerin der

Sport 2000 International

Ein Jahr nachdem Harold Rubrech den

Posten aus persönlichen Gründen

aufgegeben hatte, präsentiert die

Sport 2000 International nun mit

Margit Gosau eine Nachfolgerin

für den Geschäftsführungsposten.

Die Diplomkauffrau blickt auf eine

23-jährige Karriere in der Sport- und

Premium-Fashionsindustrie zurück. Zuletzt verantwortete

Sie bei Ecco das weltweite Marken-Management. Im

Fokus ihrer Aufgaben stünden nun der Ausbau der

Zusammenarbeit mit internationalen Top-Marken sowie die

Wiedererkennbarkeit der Marke Sport 2000.

Margit Gosau

Roland Wagner

Marc Hasenstein

Prana mit neuer Marken-Lady

Premiere für Alena Diduch auf

der ISPO: Die 30-Jährige

Kletterspezialistin trat hier erstmals

als neue Brandmanagerin für Prana

in Deutschland und Österreich an.

Zahlreiche Sporthändler würden

auf der Messe gezielt den Kontakt

zur Marke suchen, verrät sie im Vorfeld

gegenüber sportFACHHANDEL. Und besonders erfreulich:

„Ich habe auf der Messe auch noch viele Ordertermine.“ Im

Januar bereits hatte Diduch mit ihrem Vorgänger Wolfgang

Rösch, der zum Bindungsspezialisten Fritschi wechselt,

bundesweit viele Sport- und Trendhändler besucht. „Ich bin

sehr dankbar, dass ich so gut in den Markt eingeführt worden

bin“, sagt sie. Diduch studierte Sportmanagement und nach

Auslandsaufenthalten in Südafrika und in China (sie spricht

chinesisch) arbeitete sie drei Jahre lang beim Yoga- und

Fitness-Spezialisten Lululemon Athletica in Berlin.

Alena Diduch

Opticron auch auf dem deutschen Markt

Die Langenfelder Vendemos GmbH,

bekannt durch den Vertrieb

beispielsweise von Sofsole

oder Goal Zero, übernimmt

den Deutschlandvertrieb der

englischen Fernoptikmarke

Opticron. Opticron wurde

1970 gegründet und gehört nach eigenen Angaben

zu den führenden Fernglasmarken in Großbritannien

und Skandinavien. Das Unternehmen bietet Ferngläser,

Spektive sowie eine umfangreiche Auswahl an Zubehör

wie Trageriemen, Taschen, Stative, Adapter usw. „Opticron

Produkte werden den deutschen Fernoptikmarkt

bereichern. Sie überzeugen durch Design und Qualität

und ein herausragendes Preis-Leistungsverhältnis. Sie sind

die idealen Begleiter für unterwegs, kompakt, leicht und

robust. Wir freuen uns, die Marke nun auch erfolgreich

in Deutschland zu etablieren“, erklärt Markus Krill,

Geschäftsführer der Vendemos GmbH.

Markus Krill

Schweiz: Hey Sport & Sport Lavit

stellen sich neu auf

Die Nova AG vertreibt nun die

Produkte der Marken Hey Sport

und Sport Lavit in der Schweiz.

Gleichzeitig wurde auch ein

neues Lager geschaffen, um

schnelle Lieferungen zu garantieren.

Der Auslieferstart beginnt am 1.4.2017. Als Vertriebsleiter

zeichnet Christian Müller verantwortlich. Der 38jährige ist

seit 20 Jahren im Sportfachhandel tätig und war u. a. als

Verkaufsleiter der Lowa Schuhe AG zuständig für die Marken

Blizzard, Tecnica, X-Socks und Holmenkol. Hey Sport und

Sport Lavit sind Marken der Schweizer Effax.

Christian Müller

Neuer Lizenznehmer für

Völkl Performance Wear

Die VPW GmbH hat Anfang Februar

2017 die weltweiten Rechte für

Völkl Performance Wear von

der Marker Völkl International

GmbH in Baar übernommen.

Die langfristig ausgelegten

Lizenzvereinbarungen betreffen

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Ski- und

Snowboardbekleidung unter dem Label Völkl Performance

Wear. Geschäftsführender Gesellschafter der VPW GmbH

ist Robert Schlagenhauf, der bisher bereits als Division

Manager Apparel & Accessories für Völkl Performance Wear

langjährig verantwortlich war. In seiner neuen Tätigkeit

setzt Schlagenhauf auf Kontinuität in der Zusammenarbeit

mit den Mitarbeitern, Partnern, Produzenten und

Kunden. Mit der Lizenzübernahme will die VPW GmbH

die Weichen für einen noch eigenständigeren Auftritt im

Bekleidungsbereich stellen: In den vergangenen Jahren

habe sich Völkl Performance Wear vor allem als Marke für

Teams, Ski-Clubs und Snow-Professionals etabliert.

Robert Schlagenhauf

Neues Mitglied im

Merrell-Sales-Team

Andreas Grasl übernimmt bei

Merrell ab April das Vertriebs-

Gebiet Bayern und bringt

dabei fundierte Kenntnisse

aus der Sportbranche mit in

das Unternehmen. Zuletzt war

der begeisterte Skifahrer und

Mountainbiker bei der Oberalp

GmbH als Event Spezialist

tätig. Mit der Aufgabe bei

Merrell widmet sich Andreas

Grasl neuen beruflichen

Herausforderungen und knüpft

dabei an seine Erfahrungen

aus seiner früheren Anstellung

bei Sport Import an. Dort

war er für den Aufbau des

Vertriebsgebiets in Österreich

verantwortlich.

Helly Hansen

ver pflichtet Salesrep

Ab sofort wird Harry Goeft

für den Helly Hansen

Verkauf im süddeutschen

Raum zuständig sein. Der

37-jährige tritt die Nachfolge

von Adrian Darchinger in

Bayern, Baden Württemberg

und Teilen von Hessen an. Der

begeisterte Wassersportler und

leidenschaftliche Helly Hansen

Markenbotschafter hat seinen

Showroom in der Münchener

Balanstraße und wird für alle

Kollektionen zuständig sein.

Er reportet an Jörg Aumüller,

Country Manager DACH.

Tagesaktuelle News:

sport-fachhandel.com

APP-STORE & GOOGLE PLAY


70 | MARKENVERZEICHNIS | 04.2017

TEAMSPORT

2XU (two times you)

Human Performance Multiplied

Compression-, Triathlon- und

Running-Bekleidung,

Neoprenanzüge und Accessoires

Altstädter Str. 12

87527 Sonthofen

+49 (0)8321 / 780 93 50

+49 (0)8321 / 78 09 35 99

info@filsermarketing.de

www.filsermarketing.de

Adidas

Adi-Dassler-Strasse 1

91074 Herzogenaurach

+49 (0)9132 / 840

+49 (0)9132 / 84 22 41

presse@adidas.com

www.adidas.de

Alpas

+49 (0)6034 / 85 21

A&R

+49 (0)8362 / 910 90

ASICS Deutschland GmbH

Sportartikel – Schuhe, Bekleidung

und Accessoires für Athletik und

Lifestyle

Hansemannstr. 67

41468 Neuss

+49 (0)2131 / 751 88 22

verbraucher-de@asics.com

www.asics.com

Bauerfeind AG

Sportbandagen, -einlagen,

-strümpfe und Sleeves

Vertriebsleiter Bauerfeind

Sports: Gordon Copplestone

Triebeser Straße 16

07937 Zeulenroda-Triebes

+49 (0)800/ 001 05 70

+49 (0)800 / 001 05 75

info@bauerfeind-sports.com

gordon.copplestone@bauerfeind.com

www.bauerfeind-sports.com

BAUER HOCKEY

+49 (0)8031 / 94 14 20

BASE HOCKEY

+49 (0)8362 / 910 90

Blademaster

+49 (0)8362 / 910 90

Champion

+39 (0)59 / 625 90 01

Canterbury

+ 44 (0)161 / 947 4723

CCM Hockey

+43 (0)59 / 92 11 00

DERBYSTAR

Sportartikelfabrik GmbH

Feldstrasse 195

47574 Goch

+49 (0)28 23 / 32 50

+49 (0)28 23 / 325 32 33

info@derbystar.de

www.derbystar.de

DIADORA

0800 / 20 14 54 20

Easton

+49 (0)8362 / 910 90

Erima

siehe Anzeigen Seite 33

siehe Brand New Seite 66

Teamsport-Ausrüstung und -Bedarf

Carl-Zeiss-Straße 9

72793 Pfullingen

+49 (0)7121 / 34 20

+49 (0)7121 / 342 13 00

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