QUINTETT - Bürgerverein Linde eV

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QUINTETT - Bürgerverein Linde eV

Q U I N T E T T

Seelsorgebereich

Lindlar

AUFBRUCH WAGEN

Pfarrbrief der kath. Pfarrgemeinden St. Agatha • St. Apollinaris • St. Joseph • St. Laurentius • St. Severin

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Vorwort

Aufbruch

Liebe Schwestern und Brüder,

in dieser Quintett-Ausgabe geht es

um Aufbrüche.

Äußerer Anlass sind die vor uns

liegenden Personal-„Entwicklungen“.

Nach 17 Jahren im Seelsorgebereich

Lindlar beendet im September

Gemeindereferent Willi Broich

seine Dienstzeit. Auch wenn

die neue Stelle in unmittelbarer

Nachbarschaft liegt, bedeutet dieser

Wechsel einen Neuanfang für ihn

und anschließend auch für uns.

Bereits am 1. Juli wird unser

Praktikant und Diakon Edward

Balagon im Kölner Dom die

Priesterweihe empfangen, am 3. Juli

werden wir mit ihm in St. Severin

die Primiz, seine erste Zelebration

der hl. Messe mit ihm feiern. Als

Neupriester bleibt er zwar noch

ein Jahr in Lindlar, dennoch ist

dies für ihn wie für die Menschen

in der Kirche ein entscheidender

Schritt und bewusster Aufbruch zu

einer besonderen Lebensform.

Aufbrüche gibt es in jedem Leben

und in jeder Lebensphase. Ob das

Verlassen des Elternhauses in die

Eigenständigkeit, oder ein Umzug,

eine neue Arbeitsstelle oder der

Eintritt in das Rentenalter, die

Heirat und das Elternwerden, all

das sind Aufbrüche im konkreten

wie im übertragenen Sinne,

äußere und innere, körperliche

und geistliche Aufbrüche.

Auch Martin Lechner aus unserer

Gemeinde hat einen Aufbruch

gewagt. Im November und

Dezember 2010 ging er für knapp

sechs Wochen den via del la plata,

den Pilgerweg von Sevilla nach

Santiago de Compostela über

die gesamte Länge von knapp

eintausend Kilometern.

Ausgewählte Fotos zeigen Stationen

seines Unterwegsseins, laden ein zur

Betrachtung und zum Nachdenken

über den eigenen Weg.

So wünsche ich Ihnen eine gute

Lektüre.

Ihr Pastor

Stephan Pörtner


Aufbruch ist ein zutiefst biblisches Thema

Eigentlich ist die ganze Heilige

Schrift eine Geschichte voller

Aufbrüche.

Immer wieder fasziniert gläubige

Menschen der Anfang der

Abrahams–Erzählung: Gott spricht

zu Abraham, der da noch Abram

heißt: Zieh weg aus deinem Land,

von deiner Verwandtschaft und

von deinem Vaterhaus in das Land,

das ich dir zeigen werde. (…) Da

zog Abram weg, wie der Herr

ihm gesagt hatte (Gen 12). Mit

75 Jahren ist Abram sofort bereit,

auf Gottes Wort hin den Aufbruch

ins Neue und Unbekannte zu

wagen. Genauso wird ausführlich

berichtet, wie sich Abraham mit

seinem Sohn Isaak bereit macht,

zum Gipfel des Bergs Moriah

aufzubrechen, als Gott von ihm

verlangt, ihm seinen Sohn als Opfer

darzubringen. Erst als Gott ihn im

letzten Augenblick zurückhält, das

Opfer zu vollziehen, löst sich die

Spannung, die von diesem Aufbruch

an über der Erzählung liegt.

Nach weiteren dramatischen

Aufbrüchen ist es dann die Mose–

Geschichte, die zum zentralen

Aubruch–Thema der Bibel wird.

Zunächst besteht der Aufbruch

in der Berufung des Mose am

brennenden Dornbusch mit der

Beauftragung durch Jahwe, sein

Volk Israel von der Knechtschaft

Ägyptens zu befreien und dafür

zum Pharao zu gehen. Der

eigentliche Aufbruch ist dann

der Auszug des Volkes Israel

aus Ägypten mit dem Durchzug

durch das Rote Meer. Detailliert

Thema

beschreibt das Buch Exodus den

Abend des Aufbruchs, die Hast,

das gemeinsame Essen eines

Lammes und der ungesäuerten

Brote und vieles mehr. Es wird aber

auch erzählt, wie der Schwung des

Aufbruchs zu erlahmen und zu

ersterben droht in den langen 40

Jahren der Wüstenwanderung bis

zum Erreichen des verheißenen

Ziels, des Landes Israel.

In den Prophetenbüchern wird das

Aufbrechen der Natur zum Bild für

das Aufgehen und Hervorbrechen

des Heiles Gottes für das Volk

Israel, das seinen Glauben und

seine Heimat verloren hat. „Doch

aus dem Baumstumpf Isais wächst

ein Reis hervor, ein junger Trieb

aus seinen Wurzeln bringt Frucht.“

(Jes 11).

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Thema

Im Neuen Testament ist das

Motiv des Aufbruchs zunächst

im Beginn des öffentlichen

Wirkens Jesu zu erkennen.

Programmatisch beginnt er

mit den Worten: „Die

Zeit ist erfüllt, das Reich

Gottes ist nahe. Kehrt

um und glaubt an das

Evangelium.“

Bei Lukas gibt es eine Stelle

mitten im Evangelium, die lautet:

„Als die Zeit herankam, in der

er in den Himmel aufgenommen

werden sollte, entschloss

sich Jesus, nach Jerusalem zu

gehen.“ Damit beginnt eine Art

Reisebericht Jesu von Galiläa

nach Jerusalem, der ein gutes

Drittel des Lukasevangeliums

umfasst und alle Worte und

Wunder auf diesem Weg erzählt.

Entscheidend ist, dass es für Lukas

einen Moment gibt, an dem Jesus

sich entschließt, den Weg nach

Jerusalem zu gehen, d.h., den

Weg zu Tod und Auferstehung, der

Aufbruch zum Weg der Erlösung.

Auf diesem Weg erzählt Jesus auch

die Geschichte vom verlorenen

Sohn, der das Erbe seines Vaters

in kurzer Zeit verschleudert.

In der Fremde, ganz unten am

Schweinetrog angekommen,

spricht er zu sich: „Ich will

aufbrechen und zu meinem Vater

gehen.“ (Lk15). Mitten in der

tiefsten Verlorenheit findet ein

Mensch die Kraft zur Umkehr. Der

barmherzige Vater deutet diesen

Aufbruch: „Mein Sohn war tot

und lebt wieder, er war verloren

und ist wiedergefunden worden.“

So wird „aufbrechen“ zum Bild

für „auferstehen“, „auferweckt

werden“, im griechischen und

lateinischen Text sind es die

gleichen Verben „anastasein“

bzw. „surgere“, die hier für das

"aufbrechen" und auf Christus und


Thema

die Christen hin für "auferstehen

"verwendet werden.

Mit denselben Wörtern beschreibt

schließlich Lukas den Aufbruch

der beiden Jünger in der Herberge

von Emmaus, nachdem sie den

Auferstandenen erkannt hatten:

„Noch in derselben Stunde

brachen sie auf und kehrten nach

Jerusalem zurück.“ (Lk 24). Der

äußere Aufbruch wird zum Bild

des inneren Auferstandenseins,

des Hinfindens zum Glauben an

den Auferstandenen.

Aufbruch, Aufbrechen ist ein Bild

des glaubenden Menschen, ein

Bild für das Verbundensein mit

dem Auferstandenen, damals und

heute.

Pastor Stephan Pörtner

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Thema

Pfarrgemeinderat – Ein Gremium bricht auf!

Von Krise in der Kirche ist überall

die Rede. Die einen reden

von „Kirchenkrise“ (Erzbischof

Zollitsch) die anderen von „Gotteskrise“

(Kardinal Kasper).

Wie dem auch sei, die Veränderung

in der Gesellschaft spiegelt

sich auch in unserem veränderten

Christsein wieder – und wenn wir

ehrlich genug sind, gilt das für jeden

von uns.

Entscheidend ist aber nicht die

Tatsache, dass es eine Krise gibt,

sondern wie wir damit umgehen.

Krisis aus dem Griechischen meint

zunächst einmal nichts anderes als

eine Phase der Entscheidung.

Diese Entscheidungen für die Pastoral

der Zukunft anzustoßen, vorzubereiten

und auch in Ansätzen

umzusetzen, hat sich der 2009

gegründete gemeinsame Pfarrgemeinderat

(=PGR) der fünf Pfarreien

im Seelsorgebereich Lindlar zur

Aufgabe gemacht.

Als neu Hinzugekommener kann

ich sagen, dass die gewählten

Frauen und Männer dies mit großem

Engagement und in hörendem

Miteinander tun.

Während die Ortsausschüsse sich

um die besonderen Belange der

jeweiligen Gemeinde vor Ort verantwortlich

zeigen, hat der PGR

die pastorale Entwicklung für den

gesamten Seelsorgebereich im

Blick. In einem „Pastoralkonzept“

werden zur Zeit die Schwerpunkte

und grundlegende Ziele für den

Seelsorgebereich Lindlar erarbeitet.

Zum Leitmotiv ist uns das Motto

des letzten Besuches von Papst

Benedikt XVI. in Deutschland geworden:

„Wer glaubt, ist nie allein.“

Diese Zusage ist mutmachend und

kann und soll unser Handeln bestimmen,

sowohl in der Liturgie

wie auch in der Verkündigung

und im caritativen Einsatz für den

Nächsten.

Einladend und frohmachend soll

unsere Glaubensverkündigung

sein; und so hat der PGR die missionarische

Ausstrahlung in der

Vision der Apostelgeschichte ausgedrückt:

„Wir hören sie in unseren Sprachen

Gottes große Taten verkünden.“

(Apg 2,11)


Thema

Natürlich sind das mutmachende

Leitmotiv und die aufbrechende

Vision solange nur geschriebenes

Wort, wie jeder von uns Getauften

es in die Wirklichkeit umsetzt.

Das ist die Chance, aber auch die

Verantwortung, die neu auf uns

zukommt:

Die Kirche von morgen wird sich

nicht hinter Ämtern und Strukturen

verstecken können. Sie wird

da sein, wo sich zwei oder drei in

seinem Namen versammelt haben

und Gemeinschaft im Glauben leben.

In unserem Pfarrgemeinderat ist

dies spürbar!

Diakon Burkhard Wittwer

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Thema

Unsere Wallfahrtstraditionen

Neben den großen Wallfahrten zu

bedeutenden Wallfahrtsorten hat

sich in unserem Pfarrverband eine

eigene Wallfahrtstradition herausgebildet.

An erster Stelle steht hierbei sicherlich

die Wallfahrt nach Marienheide.

Heute sind es die Pfarrgemeinden

Lindlar und Frielingsdorf,

die am ersten Samstag bzw.

Sonntag im Juli nach Marienheide

aufbrechen. Bereits seit dem 15.

Jhdt. wird dort ein Marienbild verehrt,

das von einem Einsiedler von

Köln nach Marienheide gebracht

wurde. Bereits kurz nach Beginn

der Verehrung dieses Bildes gründeten

die Dominikaner dort ein

Kloster und betreuten über Jahrhunderte

die Wallfahrer. Seit 1830

ist der jährliche Wallfahrtstermin

rund um das Fest „Mariä Heimsuchung“

am 2. Juli. Heute laden

die Pfarrgemeinde Marienheide

und die Klostergemeinschaft der

Monfortaner–Patres zur Wallfahrt

ein. Neben dem Gebet auf dem

Weg gehören zur Wallfahrt die gemeinsame

Messfeier direkt nach

der Ankunft und die anschließende

Möglichkeit der Verehrung des

Marienbildes. Abschluss ist die


Thema

Pilgerandacht, bevor es, zumindest

für einen Teil, auch wieder zu

Fuß zurückgeht.

Ebenfalls zum Fest Mariä Heimsuchung

am 2. Juli findet die Wallfahrtsoktav

in Marialinden statt, in

dieser Woche gehen Angehörige

der Pfarrgemeinde Hohkeppel zur

der dort verehrten Marienfigur,

die aufgrund ihr zugeschriebenen

Heilungen seit vielen Jahrhunderten

verehrt wird.

Vor etwa 15 Jahren haben damalige

Jugendliche eine „neue“ Tradition

begründet, indem sie von Gerolstein

aus in vier Tagesetappen

zum Grab des Apostels Matthias

nach Trier gepilgert sind. Wenn

daraus auch nicht, wie anderenorts,

eine „Matthiasbruderschaft“

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10

Thema

entstanden ist, wird seitdem jedes

Jahr zumindest von einigen der

Weg unternommen.

Seit 2005 gibt es im Seelsorgebereich

Lindlar die sog. „Pfarrverbandswallfahrt“.

Damals entstand

die Idee, für die fünf Pfarreien etwas

Verbindendes zu schaffen. So

nahm man sich vor, jedes Jahr eine

Wallfahrt von einer Pfarrei zur

nächsten zu unternehmen. Start

war damals in Linde und erstes

Ziel war Süng. Bereits im zweiten

Jahr wurde unser Weg durch ein

Prozessionskreuz bereichert, das

aus fünf verschiedenen Holzsorten

zusammengefügt ist. Nachdem vo-

riges Jahr mit der Ankunft in Linde

der Kreis geschlossen wurde, wird

ab 2011 diese Wallfahrtsform in

anderer Weise fortgesetzt: in den

nächsten Jahren möchten wir zur

jeweiligen Oktavwoche zu einer

unserer Pfarrgemeinden gehen, in

diesem Jahr ausgehend von Linde

über Lindlar nach Frielingsdorf.

Das Datum ist Samstag der 23.

Juli, der Festtag des hl. Apollinaris.

Auch in Köln ist nach dem Weltjugendtag

2005 eine alte Tradition

wiederbelebt worden, die Wallfahrt

zu den hl. Drei Königen.

Nach der Überführung der Gebeine

ist der Kölner Dom in seiner

Größe und Form im 13. Jhdt. als

Wallfahrtskirche geplant worden,

besonders erkennbar an dem großen

Chorumgang. Er war sozusagen

als großer äußerer Schrein für


Thema

den eigentlichen Schrein mit den

Reliquien geplant. Diese Wallfahrtstradition

ist später zum Erliegen

gekommen. Seit 2006 wird

um das Weihedatum des Doms

am 27. September 1322 wieder

zur Domwallfahrt eingeladen. Neben

verschiedenen Gruppen sind

es jedes Jahr auch immer zwei

Stadt- oder Kreisdekanate, die

in besonderer Weise eingeladen

werden, in diesem Jahr sind dies

der Rhein–Sieg–Kreis und unser

Oberbergischer Kreis. Am Freitag,

dem 30. September steht der Dom

uns vor allem zur Abendmesse um

18.30 Uhr, aber auch zu anderen

Gebetszeiten offen. Hierzu wird es

noch eine gesonderte Einladung

geben.

Stephan Pörtner

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Thema

„Die ganze Schöpfung war Gesang“

Familienwochenende im Haus Niedermühlen

Wenn Familien sich unter diesem

Thema auf den Weg machen,

dann muss der Tagesablauf klingend

sein.

Im Haus Niedermühlen bei Asbach

begann das Wochenende

schon unter Trommelklang und

mit viel Gesang.

Die herrliche Natur im Aufbruch

tat ihr Übriges: Pünktlich zum

Freitagnachmittag ein einsetzendes

Hoch mit Sommertemperaturen

am Samstag bis zur Abfahrt am

Sonntagmittag.

Ungeahnte Klangräume eröffneten

sich in der Wallfahrtskapelle Niedermühlen.

Beim abschließenden Gottesdienst

am Sonntag wurde von

den Kindern und Jugendlichen

die Schöpfungsgeschichte sichtbar

und hörbar gemacht, während die

Erwachsenen Jesu Frohe Botschaft

vom barmherzigen Vater in Ton

und Szene setzten.

Was ließe sich nicht noch alles erzählen

von froher Gemeinschaft,

tiefem Glaubensgespräch, sportlichen

Aktivitäten und vielem

mehr…

Es bleibt die Dankbarkeit über

die Erfahrung des erlebten und


Thema

geteilten, aufbrechenden und

frohmachenden Christseins in der

Gemeinschaft von Familien, die

sich zum großen Teil vorher noch

nicht kannten, und doch spürten,

wie der gemeinsame Glaube trägt.

Diakon Burkhard Wittwer

Wer jetzt neugierig geworden

ist, sei herzlich eingeladen zu

den nächsten Angeboten der

Familienpastoral:

16.- 18. September

Väter-Kinder-Wochenende

02.-04. Dezember

Familienwochenende im Advent

Information und Anmeldung bei:

Diakon Burkhard Wittwer

(02206 911 523)

burkhard.wittwer@erzbistum-koeln.de

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Thema

Den Aufbruch wagen?

Gedanken aus der Familienberatung

Annähernd 20 Jahre lang war Frau

W. Krankenschwester. Vor einigen

Jahren verlor die heute 41-Jährige

immer mehr ihre frühere gute

Stimmung, wurde unzufrieden mit

ihrer Familie und immer lustloser.

Aber immer, wenn sie ihre Tante

an der Ostsee besuchte und den

Schiffen nachgeschaut hatte, packte

sie ein Fernweh. „Einmal auf so

einem Riesenpott zu stehen, in die

Ferne und Weite zu fahren, ganz

frei zu sein - das wäre es“, beschreibt

Frau W. ihre Gefühle, die

sie schon seit der Kindheit kannte.

Im Alltag freute sie sich aber nur

noch vereinzelt auf ein Wochenende

und kam morgens kaum

noch aus dem Bett. Die Kinder distanzierten

sich immer mehr von

ihr, hörten nicht auf sie und vernachlässigten

die Schule. Die Konflikte

mit ihrem Mann über kleine

Alltäglichkeiten und Erziehung

wurden immer heftiger. Die ganze

Familie litt unter einer Sprachlosigkeit,

und jeder zog sich immer

mehr zurück.

Da entschied sich Frau W., dass es

so nicht weitergehen könne. Von

einer Freundin hatte sie von der

Familienberatungsstelle gehört.

Aber der erste Schritt war nicht so

einfach. Anzurufen und zu sagen

„wir haben da ein Problem in unserer

Familie“, da gingen erst noch

einige Tage vorüber, bis sie all

ihren Mut zusammennahm. Die

Frau am Telefon der Beratungsstelle

war sehr nett und hat die Aufregung

etwas gelindert. Und es gab

gleich am Telefon einen Termin für

ein erstes ausführliches Gespräch.

Der erste Schritt war gemacht und

heute sagt Frau W., dass es der

erste Schritt für einen Neuanfang


Thema

war. Im Laufe der Beratungen, die

zunächst mit der ganzen Familie,

danach aber auch mit den Eltern

und den Kindern alleine stattfanden,

ging es noch um viele Neuentscheidungen.

Rückblickend be-

richtet Frau W., dass es nicht immer

einfach war, Unzufriedenheiten

und Enttäuschungen auszusprechen

und sich vor den anderen zu

öffnen, auch mit ihrem Ärger und

ihrer Hilflosigkeit.

Raus aus dem Alltagstrott!

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Aufbruch

wagen

in die Welt

die Angst verrinnt

im Leben stehen

vergessen

wo Enge dich bestimmt

Mut

Hoffnung

für Neues

kein Verzagen

Versuchs!

Frau W. hat den Fernseher abgeschafft

und einen neuen Beruf

begonnen. Vor allem aber gibt es

jetzt regelmäßige Zeiten mit ihrem

Mann für Gespräche über gemeinsame

Träume und regelmäßige

Familienabende, die reihum eines

der Familienmitglieder gestalten

darf.

Ein solcher Schritt fällt nicht jedem

leicht. Viele denken vor allem gar

nicht so weit, sich neu zu besinnen

und neu zu orientieren und

dazu Hilfe von außen zu holen.

Unsere Beratungsstelle ist für alle

offen. Termine sind auch in Lindlar

im "Alten Amtsgericht", Pollerhofstraße

19 möglich.

Ansgar Nowak

Leiter der Beratungsstelle


Psychologische Beratungsstelle

für Eltern, Kinder und Jugendliche

51688 Wipperfürth

Herbstmühle 3

Verband der Katholischen

Kirchengemeinden

im Oberbergischen Kreis

Tel: 02267-3034

Fax: 02267-5885

Thema

www.beratung-in-wipperfuerth.de

Mail: eb.wipperfuerth@t-online.de

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Thema

Aufbruch - Übergänge

Jedes Jahr um diese Zeit ist die

Situation in den Kindergärten geprägt

von Übergängen. Die „Großen“

werden uns bald verlassen

und in die Grundschule gehen.

Freiwerdende Plätze werden an

Familien vergeben, und „Kleine“

stehen vor dem Übergang in die

Kindertagesstätte. Beide Situationen

haben mit Aufbruch zu tun.

Aufbruch, auch hier mischen sich

Gefühle, wie Angst vor Unbekann-

tem, Trauer über Zurückgelassenes

und Freude auf Neues sowie Stolz

auf Selbstständigkeit und Erfolge,

auf das, was man bisher schon geschafft

hat.

Im Kindergarten beginnt bereits

einige Wochen, bevor das neue

Kindergartenjahr anfängt, die Zeit

des Kennenlernens: Elternabende,

Schnuppernachmittage sowie ein

Sommerfest werden veranstaltet.

Auf Wunsch besuchen die Erzieher

die Familien zu Hause. Kinder zeigen

dem Besuch ihre Spielsachen

und ihr Zimmer. Hier beginnt das,

was so immens wichtig ist: Beziehung.

Beziehung zum Kind und

Beziehung zu den neuen Eltern.

Langsam wächst Vertrauen zueinander,

je besser man sich kennenlernt.

Dafür braucht es Zeit, Zeit

sich zu orientieren.

Die zukünftigen Schulkinder zeigen

den Neuen alles und übergeben ihre

Garderobenzeichen und Fächer an

die Kleinen. Für die Vorschulkinder

ist es ein trauriger und zugleich stolzer

Prozess. Sie übergeben „ihren“

Kindergarten und machen den Platz

für die Neuen frei. Aber auch die

Großen schnuppern ihrerseits schon

mal in die Schule hinein.

Die Erzieher begleiten die Kinder auf

ihrem Besuch in die Schule und geben

ihnen dadurch Sicherheit in der

neuen und unbekannten Umgebung.

Im letzten Jahr vor der Einschulung

besuchen die Großen Zahnarzt,

Krankenhaus, Polizei und Feuerwehr,

manchmal auch Bäckerei oder

Klärwerk, Freilichtmuseum oder

Sparkasse. Hier werden viele interessante

Einblicke in die Lebensumwelt

gewonnen.


Thema

Besondere Aktivitäten und Ausflüge

sind Angebote, auf die Kinder sich

freuen. Die jüngeren Kinder wissen,

dass sie nächstes Jahr auch an

der Reihe sind und so verknüpft sich

der Übergang ins nächste Lebensjahr

auch mit freudigen Erwartungen.

Geregelte Strukturen sind in Übergangsphasen

neben verlässlichen

und vertrauten Menschen in besonderem

Maße hilfreich. Feste Rituale

geben Sicherheit.

Im Abschluss-Gottesdienst verabschieden

sich Erzieher und Kinder

von Vorschulkindern und deren Familien

in der Gewissheit, dass Gottes

Segen uns alle begleitet.

Mit dieser Zuversicht brechen wir

alle miteinander auf, wohin uns der

Weg auch immer führen möge. Mit

der gleichen Zuversicht begrüßen

wir Wochen später die neuen Kinder

und Eltern beim Begrüßungs-Gottesdienst

in der Kita.

C. Engelberth

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Thema

„Einen neuen Aufbruch wagen“ ist

das Leitwort des

98. deutschen Katholikentag

in Mannheim.

„Kirche und Gesellschaft stehen

gleichermaßen an einem Wendepunkt.

Ohne den tatkräftigen

Willen zur Erneuerung werden

wir weder die gegenwärtige Krise

unserer Kirche überwinden, noch

die gesellschaftlichen und politischen

Herausforderungen in unserem

Land und in der globalisierten

Welt bewältigen“, unterstrich der

Präsident des ZdK, Alois Glück,

bei der Vorstellung des Leitwortes.

„Mit dem Katholikentag wollen

wir ein Zeichen setzen, dass sich

Christinnen und Christen sowohl

an der Erneuerung ihrer Kirche als

auch der Gesellschaft beteiligen

wollen.“

Nur in einem offenen Dialog über

die Probleme, die zur gegenwärtigen

Krise in der katholischen

Kirche geführt hätten und deren

Ursachen weit tiefer lägen, als der

durch sexuellen Missbrauch verursachte

Skandal, könne der Glaubwürdigkeitsverlust

der Kirche

überwunden werden, unterstrich

Glück. Dabei gehe es nicht in erster

Linie um die Institution Kirche,

sondern um den Glauben, den die

Kirche den Menschen zu bringen

habe. Um der Verkündigung des

Glaubens willen müsse die Kirche

zu Reformen bereit sein.

„Der Katholikentag in Mannheim

soll ein Zeichen setzten, dass wir

zu Reformen bereit sind und einen

neuen Aufbruch wagen wollen“,

unterstrich der ZdK-Präsident.

„Wir wollen uns damit ausdrücklich

in die Tradition des II. Vatikanischen

Konzils stellen, dessen

Beginn sich im Katholikentagsjahr

zum 50. Mal jährt und das wie

kein anderes Ereignis der jüngsten

Kirchengeschichte für den Mut zu

Erneuerung und Aufbruch in der

katholischen Kirche steht.“

Glück erinnerte daran, dass schon

der Ökumenische Kirchentag in

München mit dem gemeinsamen

Appell endete: „Lasst uns einen

neuen Aufbruch wagen.“

„Wir wollen diesen neuen Aufbruch

im Geist Gottes wagen,


Thema

ganz in der Tradition der zahlreichen

Aufbrüche, von denen uns

das Alte Testament berichtet, und

nicht zuletzt im Vertrauen auf die

Sendung des Heiligen Geistes, wie

sie uns im Pfingstgeschehen versprochen

ist.“

Diakon Burkhard Wittwer

Wer aus unseren Gemeinden

gerne am Katholikentag

vom 16.-20.Mai 2012

teilnehmen möchte,

setze sich mit

Diakon Burkhard Wittwer

Tel. 02206 911523 oder unter

burkhard.wittwer@erzbistum-koeln.de

in Verbindung.

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Thema

Herzliche Einladung zur

Ökumenischen Familien-Skifreizeit

Zeit: 26.12.2011 – 02.01.2012

Ort: Obertauern (Österreich)

(Infos unter: www.obertauern.at)

Haus: Felseralm (Jugend- und

Familienhotel)

(Infos unter: www.felseralm.at)

Start ist der 26.12.2011 um 1:00

Uhr morgens.

Rückreise dann am 02.01.2012

um Mitternacht.

Alle weiteren Absprachen beim

Vortreffen:

So., 20.November um 15.00 Uhr

im Pfarrheim Linde.

Leistungen und Kosten:

Unterkunft (in 2-6Bettzimmern)

mit Halbpension und Skipass

und Busfahrt

für Erwachsene: 580,für

Jugendliche

(Jahrgang 1993-1995): 520,für

Kinder

(Jahrgang 1996-2004): 480,für

Kleinkinder

(ab Jahrgang 2005): 280,-

(Skipass zusätzlich individuell)


Thema

Kostenlose Leistungen:

• frohes Miteinander von Familien

auf und neben der Piste

• tägliche Morgenandacht

• abendliche Themenrunde

für Kinder, Jugendliche und

Erwachsene

• Gelegenheit zu (Bibel-)Gespräch,

Gesang, Spiel und

Geselligkeit am Abend

• ökumenischer Gottesdienst an

Neujahr

Alleinerziehende sind selbstverständlich

herzlich willkommen!

Wenn Sie gerne mitfahren möchten,

aber dafür finanzielle Unterstützung

brauchen, sprechen Sie mich an!

Anmeldung:

Bis zum 30. September 2011

an Diakon Burkhard Wittwer

Tel. 02206 911 523 oder

burkhard.wittwer@erzbistum-koeln.de

Ihr Diakon Burkhard Wittwer

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Aus dem Seelsorgebereich

„JA, ich will!“

In der einjährigen Zeit als Diakon

habe ich die Erfahrung machen

dürfen, an einigen Trauungen

vorstehen zu dürfen. Gerade der

Augenblick des gegenseitigen

Versprechens berührt mich zutiefst

(aber sicherlich nicht nur

mich!). Warum? Vielleicht weil wir

dadurch etwas von der unendlichen

Liebe Gottes erahnen? Trotz

menschlicher Unzulänglichkeit

und Unvollkommenheit schenken

sich Brautpaare bedingungslos das

Jawort. Diese gegenseitige Zusage

der Brautpaare erinnert mich

immer wieder an mein JA bei der

Diakonenweihe. Und zugleich

werde ich ermutigt, den Weg zum

Priestertum zu gehen. Bei aller

Unterschiedlichkeit der beiden

frei entschiedenen JA-Worte der

Trauung und der Weihe haben

sie doch eins gemeinsam: die

Hoffnung, dass das Versprechen,

das JA, das Adsum (wie es in der

Weiheliturgie heißt) ein ganzes

Leben lang hält!

Am 1. Juli 2011 um 16 Uhr werden

10 Mitbrüder und ich durch die

Handauflegung und Gebet von

unserem Erzbischof Joachim

Kardinal Meisner im Kölner Dom

zu Priestern geweiht. Am 3. Juli um

10:45 Uhr werde ich die Primiz in

der Pfarrkirche St. Severin feiern.

Zu diesen Feierlichkeiten sind Sie

herzlich eingeladen! Verbunden

mit der Einladung bitte ich um Ihr

begleitendes Gebet, dass wir zu

Priestern mit Herz werden und im

Laufe unseres Lebensweges immer

wieder entschieden sagen: Adsum!

Edward Balagon


Aus dem Seelsorgebereich

Aus dem Seelsorgebereich

Aufbruch zu neuen Ufern -

im Gespräch mit Willi Broich

Willi Broich hat als Gemeindereferent

den katholischen Pfarrverband

Lindlar nach innen und außen

über eine Zeit von mehr als 17

Jahren geprägt. Nun folgt er dem

Ruf des Erzbistums und wird im

Sommer in die Nachbargemeinde

nach Kürten aufbrechen.

Im September 1993 nahm er die

Aufgabe als Gemeinereferent im

Pfarrverband Lindlar an, zu dem

damals die Gemeinden St. Joseph,

St. Laurentius und St. Severin

gehörten. Zunächst pendelte er

noch zwischen seinem damaligen

Wohnsitz Hürth und Lindlar. Im

Mai 1994 zog er dann mit seiner

jungen Familie ins Pfarrhaus in

Linde. Dort ist er seither als Nachbar,

Freund und Gemeindereferent

mit seiner Frau Gaby und den drei

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Aus dem Seelsorgebereich

Töchtern in das kleine Kirchdorf

hineingewachsen.

Die Sorge um die Seelen der katholischen

Kirchengemeinden lag

ihm am Herzen. Mit einer menschenfreundlichen

Verkündigung

möchte er die Gemeinden lebendig

halten und auch Fremdgewordene

näherbringen. Er inspirierte

die Kommunion- und Firmkatechese,

die KFD, den Lektorenkreis

und die Messdienerarbeit und er

brachte die Krankenkommunion.

Viele Gottesdienste und Gebete,

gerade auch zu den geprägten Zeiten

im Kirchenjahr, wurden von

ihm gestaltet. Die alljährliche Kinderfreizeit

in den Zauberwinkl, die

allen Kindern des Pfarrverbands

offensteht und jedes Jahr ausgebucht

ist, wurde von ihm begründet

und erfolgreich an ein Leiterteam

übergeben, so dass sie fortbestehen

wird. Vater/Kind – und

Familienwochenenden, Familienwallfahrt

und Familienfreizeiten

haben viele Freundschaften über

die Grenzen der Pfarrgemeinden

hinaus geschaffen.

Von Anfang an zuständig für die

Begleitung der Kindertagesstätten

im Pfarrverband, konnte er viele

Anfang ist für mich eine

Herausforderung.

Urgestein heißt für mich im

Bergischen Land verwurzelt.

Freude Grundstimmung, die das

Leben stärkt.

Brüderlichkeit ist heute

Geschwisterlichkeit, jedem

Bruder und Schwester zu sein in

christlicher Grundhaltung.

Ruhelosigkeit ist nicht gut. Besser

ist Balance zu halten zwischen

Innehalten und Aktivität.

Umwelt - Gottes Schöpfung ist für

mich ein zentrales Thema für die

Gemeinden und die Gesamtkirche.

Christ sein heute - sich bekennen

und auf Jesus Christus und seine

frohe Botschaft besinnen.

Heimat haben wir hier in Lindlar

mit vielen Freunden und Bekannten.


Aus dem Seelsorgebereich

Impulse, Aktivitäten und Aktionen

im organisatorischen und religionspädagogischen

Bereich setzen.

Kinder, Jugendliche und Lehrer

haben Willi Broich auch im Religionsunterricht

der Grund- und

weiterführenden Schulen in Lindlar

kennen und schätzen gelernt.

Auch für diese war er der Botschafter

der katholischen Gemeinde.

Willi Broich hat sich als Gemeindereferent

nicht auf die Tätigkeit

in der Kirche beschränkt, sondern

viele Brücken in die Ortsgemeinde

gebaut. Das Projekt „Lebenswertes

Lindlar“ dauert noch in vielen

Initiativen fort. Die Meisterkurse

Klavier finden in diesem Jahr zum

dritten Mal statt und sind damit

Tradition. Fester Bestandteil des

Weltkindertages ist der Open Air

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Aus dem Seelsorgebereich

Gottesdienst. Viele werden die Könige

Ausstellung vor einigen Monaten

in Erinnerung haben. Die

Ortsgemeinde wurde hiermit in die

Kirche eingeladen. Auch im Bergischen

LVR Freilichtmuseum war

Willi Broich für und mit der Kirche

unterwegs. An den Ausstellungen

der Eine-Welt-Gruppen zum Thema

„Kaffee„ und zum religiösen

Brauchtum war er maßgeblich

beteiligt. Kirche wurde mit dieser

Arbeit nicht mehr als Fremdkörper,

sondern als selbstverständlicher

Teil der Ortsgemeinden erlebbar.

So ist auch der "Runde Tisch für

Frieden und Gerechtigkeit" in

Lindlar eine Gruppe mit viel Engagement

in den Sozialraum hinein.

Immer hat er mit neuen Initiativen

und Projekten im Pfarrverband Impulse

gesetzt.

Seit 2007 übernahm Willi Broich

eine zusätzliche Aufgabe in

der Gemeindepastoral des Oberbergischen

Kreises, die dann die

Hälfte seines Tätigkeitsfeldes umfasste.

Hier nahm er sich erfolgreich

dem Aufbau der Familienzentren

an.

Die katholischen Kindergärten in

Lindlar konnten die Zertifizierung

als Familienzentren erreichen und

leisten damit eine wichtige Unterstützung

für Familien.

Wir lassen Willi Broich nur ungern

ziehen und wünschen ihm in Kürten

einen guten Empfang und Gottes

Segen bei seinen neuen Aufgaben.

Uns bleibt, ihm und auch

seiner Frau Gaby und seinen Töchtern

Danke zu sagen. Ihr werdet

uns als Nachbarn, Freunde und als

Familie fehlen.

Den Abschied von Willi Broich

feiern wir am Sonntag, dem 17.

Juli 2011 in St. Joseph, Linde. Wir

beginnen mit einem Wortgottesdienst

um 14.30 h in St. Joseph

und feiern dann rund um die Pfarrkirche.

Für das leibliche Wohl ist

gesorgt.

Otto Höher


Aus dem Seelsorgebereich

Inspiriert vom Wirken des

Heiligen Johannes Bosco

Der 82-jährige Salesianer-Pater

Karl Oerder, der in Linde-Scheurenhof

gebürtig ist, begeht am

Fest Peter und Paul, dem 29. Juni

2011, sein goldenes Priesterjubiläum.

Die Dorfgemeinschaft Linde

ist besonders stolz auf ihn. Sein

Wirken hat im wahrsten Sinne des

Wortes den Erdball umrundet. Im

Alter von zehn Jahren übersiedelte

er mit seiner Familie, die im Dienst

der Eisenbahn stand, nach Rösrath,

kehrte aber 1947 nach Linde zurück.

Begeistert von “Don Bosco”,

dem Patron der Jugend, entschloss

er sich, über die Gründung einer

Don Bosco Jugendgruppe in Linde

hinaus dem Orden beizutreten.

Seiner abgeschlossenen Ausbildung

als Chemielaborant folgten

das Gymnasium im Allgäu, die

Profess und das Noviziat in der

29


30

Aus dem Seelsorgebereich

Oberpfalz sowie weitere Studien

in Turin und Messina. Als Priester

betätigte er sich zunächst in der

Jugendseelsorge in Velbert. Dann

avancierte er zum Leiter des ordenseigenen

Lehrlingsheimes in

Essen-Borbeck, wo er die ersten

Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit

des Ordens sammeln konnte.

Ab 1965 folgte das Provinzial-

Vikariat in Köln. Von 1970 bis

1975 war er Provinzial der Norddeutschen

Ordensprovinz und

leitete ab 1974 die deutsche Ordensoberen-Konferenz.

Im Jahre

1978 übernahm Pater Karl Oerder

die Pfarrei St. Winfried im “Bonner

Regierungsviertel” und zugleich

die Leitung der Missionsprokur der

Salesianer Don Boscos.

Die Aktion „Jugend Dritte Welt“

des Salesianer-Ordens, der mit

zigtausend Mitgliedern in achtzig

Ländern der Erde tätig ist, fördert

Projekte in Lateinamerika, Asien,

Afrika und Osteuropa. Diese interessante

aber auch schwere Aufgabe

führte Pater Oerder in alle Kontinente.

Vor Ort überzeugt er sich

davon, dass die Hilfe wirkungsvoll

und verantwortungsbewusst eingesetzt

wird. Die handwerklichen,

landwirtschaftlichen und industriellen

Berufsausbildungen junger

Menschen genießen in ihren Regionen

einen guten Ruf, so dass

die jungen Leute schon oft einen

Arbeitsplatz sicher haben, bevor

ihre Ausbildung abgeschlossen ist.

Obwohl er 2003 die Missionsprokur

und die Leitung von „St.

Winfried“ in jüngere Hände legen

konnte, ist Pater Oerder seiner inneren

Berufung treu geblieben. Vor

allem ist er seiner Heimatgemeinde

„St. Joseph“ innig verbunden.

Das Grab seiner Eltern ist auf dem

Linder Friedhof. Er liebt den Dialog

mit seinen Bekannten und den

Vereinen. Dankbar ist er für die


Aus dem Seelsorgebereich

umfangreiche Unterstützung, die

er in Lindlar und Linde von Vereinen

und Gruppen, durch Basare,

Eine-Welt Aktionen, Pfarrfeste und

Veranstaltungen erhalten hat.

Pater Karl Oerder wohnt im Herz

Jesu Kloster in Bonn-Ramersdorf

und ist dort gleichzeitig Hausgeistlicher

der Ordensschwestern

und der Bewohner des dortigen

Altenheimes. Mit seiner Heimatgemeinde

und allen Freunden und

Bekannten der Region möchte er

sein goldenes Priesterjubiläum am

Samstag, 9. Juli 2011, um 17:00

Uhr, in einer Festmesse in der

Pfarrkirche „St. Joseph“ Linde feiern.

Anschließend sind alle, die

ihn kennen und schätzen, im Haus

Burger herzlich willkommen.

Erwin Overödder

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32

Aus dem Seelsorgebereich

Perlen des Lebens –

Orte des Glaubens

Bei strahlendem Sonnenschein

trafen sich rund 30 Frauen aus

dem Dekanat Wipperfürth vor

der St. Apollinaris-Kirche in

Frielingsdorf. Begrüßt von Regina

Fehling, der Teamsprecherin des

kfd-Leitungsteams im Dekanat

und begleitet von Pastoralreferent

Markus Geuenich, dem geistlichen

Begleiter der kfd, machten sie sich

erwartungsvoll auf den Weg zum

neuen Projekt der kfd.

Während Ulla Feldhoff und Vilma

Mader den Teilnehmerinnen die

Geschichte und die äu ßere Gestaltung

der Kirche näher brachten,

machten die Frauen einen kleinen

Spaziergang um dieses eindrucksvolle,

von Dominikus Böhm errichtete

Kirchengebäude, das wie eine

Trutzburg weithin sichtbar in der

Dorfmitte von Frielingsdorf thront.

Mit der goldenen Gottesperle in

der Hand betraten sie dann durch

das Hauptportal die Kir che. Im

Inneren verharrte die Gruppe in der

Dunkelheit unter der Orgelempore.

Mit der schwarzen Perle der

Nacht wies Markus Geuenich auf

die Nachtseiten des Lebens, auf

Angst, Verlassenheit und Tod hin,

dass wir diese Dunkelheit aber

mit dem Glauben an Jesus Christus

aushalten und überwinden


können. Mit einem anschaulichen

Beispiel verdeutlichte er, wie die

Gemeinschaft uns trägt. Dazu

ließ sich Regina Klinkenberg

in einer Decke von mehre ren

Teilnehmerinnen für eine kurze

Zeit tragen und schaukeln. Gott

sagt uns: "Fürchte dich nicht, denn

ich habe dich erlöst."

Aus der Dunkelheit traten wir

dann mit der weißen Perle der

Auferstehung in das österliche

Licht. In Frielingsdorf besonders

beeindruckend durch das große

Fenster im Altarraum, der durch

12 Stufen vom eigentlichen

Kirchenraum getrennt, an den

Kalvarienberg erinnert. Auf dem

Weg nach oben verdeutlichten uns

verschiedene Bibelstellen, dass die

Verzweiflung zur Hoffnung führt

und der Tod nicht das letzte Wort

hat: Der Gelähmte nimmt seine

Trage und geht; ein besessener

Junge steht auf; die Tochter des

Jairus erwacht zu neuem Leben.

Mit dem "laudate omnes gentes -

Lobsingt ihr Völker alle" aus Taizè

feierten auch wir Aufer stehung

mitten im Alltag.

Zwischen diesem spirituellen Teil

und dem Besuch der Abendmesse

wurde im Jugendheim eifrig das

Perlenband aufgereiht, das jede

Teilnehmerin als Geschenk des

Dekanates erhielt. Jede dieser 18

Perlen hat ihre eigene Bedeutung.

Sie steht für eine Lebenslage,

einen Gedanken, ein Gebet. Sie

macht den Glauben im wahrsten

Sinne des Wortes „begreifbar“. Mit

diesen Perlen, die der schwedische

Bischof Martin Lönnebo im Jahre

1996 auf einer grie chischen Insel

Aus dem Seelsorgebereich

zeichnete und später zu einem

Perlenkranz zusammenfügte,

werden wir uns auf den Weg durch

die Kirchen des Dekanates machen,

um Orte des Glaubens mit den

Perlen des Lebens zu verbinden.

In Frielingsdorf wurde - wie schon

mit dem Projekt "Wandern mit

der Bibel" - der Anfang gemacht.

Beim abschließenden Imbiss im

Jugendheim bedankte sich Regina

Fehling bei den vielen Frauen die

gekommen waren, bei Markus

Geuenich und den Frielingsdorfer

kfd-Frauen und freute sich auf

viele weitere Begegnungen in den

kommenden Jahren.

Wer mehr über die Perlen des

Lebens erfahren will, findet

weitere Informationen unter

w w w. p e r l e n - d e s - l e b e n s . d e .

Dort können die Perlen und Texte

dazu auch bestellt werden.

Vilma Mader

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34

Aus dem Seelsorgebereich

Neues aus dem Kirchenchor Cäcilia Lindlar

Bereits am 22.11.2010 feierte der

Kirchenchor sein Cäcilienfest.

Angefangen mit der hl. Messe, in

der der Verstorbenen des Chores

gedacht wurde, fand anschließend

im Severinushaus ein ausgiebiges

Frühstück statt.

In diesem Rahmen führte Herr Pastor

Stephan Pörtner auch folgende

Mitgliederehrungen durch:

25 Jahre Brigitte Lück

40 Jahre Anneliese Homberg und

Hedi Gräfer

50 Jahre Willi Siebel

60 Jahre Else Irlenbusch und

Maria Buczek

65 Jahre Josi Klein

Auf der Jahreshauptversammlung

des Kirchenchors Cäcilia Lindlar

standen dieses Jahr wieder

Vortandswahlen an.

Als Vorsitzende wurde Gisela

Geurtz einstimmig wiedergewählt.

Weiterhin gewählt wurden:

Stellvertretende Vorsitzende:

Gabriele Bartsch

Schriftführerin: Doris Kisters

Kassiererin: Ilona Trettner

Beisitzerinnen: Gisela Tölle und

Hildegard Lüdenbach

Aber auch zwei männliche

Chormitglieder sind im Vorstand

vertreten, und zwar die wiedergewählten

Notenwarte Horst

Feinhals und Thomas Klug.

Nach einem besonderen Dank

an den Kantor Martin Außem für

die geleistete Arbeit, die Geduld

bei den Proben und den Aufführungen,

gaben die Vorsitzende

v.l.n.r.: Kantor Martin Außem, Gisela Geurtz,

Dechant Stephan Pörtner, Hedi Gräfer,

Brigitte Lück, Josi Klein, Else Irlenbusch,

Maria Buczek, Anneliese Homberg und Willi

Siebel.


v.l.n.r.: Hildegard Lüdenbach, Kantor Martin

Außem, Gabi Bartsch, Gisela Tölle, Gisela

Geurtz, Thomas Klug, Ilona Trettner, Horst

Feinhals (auf dem Foto fehlt Doris Kisters)

und der Kantor einen Ausblick auf

die anstehenden Aktivitäten. Hier

ist als Höhepunkt das Singen der

Oberbergischen Chöre im Kölner

Dom am 30.09.2011 zu nennen.

Aufgeführt wird unter anderem die

wunderschöne Missa Terra Supermontale

(Messe für das Oberbergische

Land). Wer nicht die Möglichkeit

hat, sich dieses Werk im

Dom anzuhören, kann den Chor

zusammen mit anderen Chören

einen Tag später, am 01.10.2011,

im Kulturzentrum Lindlar erleben.

Erfreulicherweise konnte Herr

Dechant Pörtner vier neuen Sängerinnen

die Chormitgliedernadel

überreichen. Leider gab es

keinen Nachwuchs bei den Männerstimmen.

Wer sich für den

Gesang und die Aktivitäten des

Aus dem Seelsorgebereich

Kirchenchors Cäcilia Lindlar interessiert,

ist herzlich zu den Proben

donnerstags um 19.30 Uhr

im Severinushaus eingeladen.

Weitere Infos – siehe unter:

www.kimuliu.de (Kirchenmusik

Lindlar) sowie unter Telefon 02266-

2005 (Gisela Geurtz) und 02266-

463775 (Kantor Martin Außem).

Der Vorstand

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Aus dem Seelsorgebereich

Erstkommunion im Seelsorgebereich Lindlar

Die Begleitung junger Christen

auf dem Weg zur ersten Hl.

Kommunion ist eine anspruchsvolle

Aufgabe. Kinder wollen das Leben

verstehen. Sie haben Fragen zu

ihrem Leben und stellen diese

meist sehr deutlich. Kinder

spüren in gleichem Maße

wie wir Erwachsene, dass

das Leben zwar interessant,

manchmal aber auch

schwierig und nicht leicht zu

durchschauen ist. Hier liegt

eine Chance, gemeinsam mit

Kindern den Fragen des Lebens

nachzugehen und gemeinsam

nach Antworten von der guten

Botschaft Jesu her zu suchen und

zu finden. Im Glauben geht es um

das Leben selbst. Es geht um die

Höhen und Tiefen, um die geraden

und krummen Abschnitte des

Lebensweges.

Oft stellt sich bewusst oder

unbewusst die Frage: Warum und

wozu lebe ich? Wo ist Gott? Wie

können wir seine Nähe im Alltag

erfahren? Welche Antworten

gibt Gott auf die Fragen meines

Lebens?

Diese Fragen und das praktische

Erleben von Gemeinschaft

zum Beispiel bei den

Kommunionkindertagen

haben die 40 Katechetinnen

mit Ihren insgesamt

112 Kindern im letzten

halben Jahr besprochen.

Am weißen Sonntag

nun wurden alle diese

Aspekte in der ersten heiligen

Kommunion zusammengefasst.

Einen herzlichen Dank an alle

Katechetinnen, die im letzten

halben Jahr unsere Kinder

auf das heilige Sakrament der

Erstkommunion vorbereitet haben.

Diakon Michael Horn


Neues Leitungsteam

der KFD St. Joseph Linde

Nachdem im November 2010

nicht gewählt werden konnte, da

nur 3 Kandidatinnen zur Verfügung

standen, ist es am 28. März 2011

gelungen, im 2. Anlauf ein neues

Team zu wählen.

Neben Irmhild Peffekoven, Birgitt

Schulkowsky und Roswitha

Busemann konnten noch Leonore

Kremer und Martha Göttfert

gewonnen werden.

Das neue Vorstandsteam wurde

einstimmig für die nächsten 3

Jahre gewählt.

Wir hoffen auf die breite

Unterstützung unserer Mitglieder,

damit unsere KFD in Linde noch

eine Zukunft hat.

Die Vorstandsarbeit wird im Team

erledigt und die Kontaktadresse

lautet:

Leonore Kremer,

Wilh.-Müller-Str. 27, 51789 Lindlar

Tel. oder Fax 02266 - 8861

mail: kremer@opam.de

Die nächsten Termine für alle

KFD-Mitglieder und interessierten

Frauen sind in der Terminbörse

dieser Quintett-Ausgabe aufgeführt.

Wir freuen uns bei allen

Veranstaltungen auf eine rege

Beteiligung, auch auf Frauen, die

noch nicht der KFD angehören.

Alle sind herzlich willkommen.

kfd Linde

Aus dem Seelsorgebereich

Hier die Namen der Mitarbeiterinnen

der einzelnen Bezirke, die

neben dem Leitungsteam auch

Ansprechpartnerinnen für alle Interessierten

sind:

Elke Scharbach: Wilh.-Müller-Str.

Elke Bagunk: Im Berggarten

Doris Schaa: Dörler Str. / Alte Dorfstr.

Helga Weyer: Frangenberg

Gaby Sauermann: Josefsstraße /

Auf dem Flux

Rita Wobbe: In der Korbich /

Linder Straße / Talweg oben

Rita Hartmannsberger: Reudenbach

Annemarie Hagen: Müllersommer /

Unterkotten /Quabach / Schlürscheid

Roswitha Busemann: Bruch /

Brückerhof / Talweg unten

Martha Göttfert: Scheurenhof /

Wilhelm-Müller-Straße unten

Loni Kuhnert: Kaufmannsommer

Eleonore Hoffmann: Breidenbach/

Spich

Lassen Sie sich ansprechen,

machen Sie mit und sind Sie dabei!

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Aus dem Seelsorgebereich

Information zu den steigenden

Kaffeepreisen vom Fair-

Handelszentrum Rheinland oHG

Liebe Freunde

des Eine-Welt-Handels

als fairer Kaffeegenießer erwarten

Sie exzellente Kaffees. In den letzten

Monaten sind die Weltmarktpreise

für Rohkaffee (Arabica) besonders

extrem in die Höhe geschnellt.

Innerhalb eines Jahres bedeutet

dies eine Steigerung von fast 100

Prozent! Kurzfristig ist dies gut

für die einzelnen Kaffebauern

in Lateinamerika und Afrika.

Längerfristig können jedoch die

Strukturen ihrer Genossenschaften

zerstört werden, die die Bauern

auch in Tiefpreisen auffangen.

Warum steigt der Weltmarktpreis?

� Angebotsverknappung

durch hohe Nachfrage nach

guten Kaffeequalitäten sowie

Ernteeinbußen wichtiger

Kaffeeländer

� gestiegener Konsum

von Qualitätskaffee in den

Produzentenländern

� Starker Einfluss von

Spekulationsgeschäften treibt die

Preise weiter in die Höhe

Um die von Ihnen erwarteten

erstklassigen Rohkaffee-Qualitäten

zu beschaffen, bezahlen unsere

Importorganisationen schon lange

weitaus höhere Einkaufspreise.

Die derzeitigen Steigerungen

intern aufzufangen, ist in dieser

Sondersituation nicht möglich.

Damit Sie weiterhin erstklassige

Qualität von Bio-Kaffees aus

Fairem Handel bekommen,

müssen wir - wie viele Anbieter-

die Verkaufspreise für unsere

Röstkaffees erhöhen. Je nach Sorte

macht dies im Schnitt ca. 15-50

Cent pro 250 Gramm-Päckchen

aus-für die Tasse heißt dies nur ca.

0,3 bis 1 Cent mehr!

Wir möchten auch in dieser

extremen Preissituation

verlässliche Partner für die

Kleinbauerngenossenschaften

sein, mit denen wir schon seit

Jahren zusammenarbeiten.

Fair gehandelter Kaffee und andere

transfair Produkte können im

Severinushaus und im Pfarrbüro

Lindlar erworben werden.

Wir hoffen auf weiterhin steigende

Begeisterung für den gerechten

Welthandel.

Eine-Welt-Gruppe

Öffnungszeiten Bücherei:

Sonntags: 11.00 bis 12.30 h

Mittwochs: 9.30 bis 11.30 h

Donnerstags: 16.30 bis 18.30 h


Das Severinusfrühstück -

eine gute Idee wird umgesetzt!

Nach einigen Vorgesprächen mit

den verschiedensten Gruppierungen

innerhalb unserer Gemeinde

St. Severin wurde es endlich aus

der Taufe gehoben: das Severinusfrühstück.

Am 13. März ging der Ortsausschuss

selbst mit gutem Beispiel

voran. Elke Weibler, Rita Keller und

Gaby Bartsch hatten alles bestens

organisiert und die Frühstücksvorbereitungen

liefen wie am Schnürchen.

Kaffee, Tee, Milch, Kakao,

O-Saft, Brötchen, Aufschnitt, Eier,

sogar Lachs und vieles mehr -, ein

nahezu festliches Frühstücksbuffet

wurde aufgebaut und schön dekoriert.

Würden jetzt auch viele Gemeindemitglieder

der Einladung

folgen?

Die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht,

und der große Saal im Severinushaus

war voller Menschen,

alte, junge, dicke, dünne, große

und kleine Gemeindemitglieder,

die sich nicht zweimal bitten ließen.

Bei leckeren Brötchen war

viel Zeit für Begegnung und Austausch

- und das ist ja das erklärte

Ziel des Severinusfrühstücks: miteinander

ins Gespräch kommen,

das Glaubensleben (mit-)teilen,

eine Gemeinschaft bilden - und

nebenbei noch etwas erfahren

über den Kreis, die Gruppierung,

Gemeindeseite

die das Severinusfrühstück jeweils

vorbereitet hat. Und wenn man

dann auch mal den Tisch wechselt,

kann man immer wieder neue

Leute kennenlernen! Hier wird lebendiges

Gemeindeleben spürbar.

Inzwischen hat das Severinusfrühstück

insgesamt schon dreimal

stattgefunden. Im April und Mai

haben auch die Eine-Welt-Gruppe

und die KjG jeweils ein tolles Frühstück

organisiert und sich dabei

auch der Gemeinde vorgestellt,

ein wenig über ihre Arbeit und

ihre Ziele berichtet. Die kommenden

Termine habe ich mir schon

fest notiert: Severinusfrühstück immer

am 2. Sonntag im Monat nach

der Familienmesse. Achten Sie

auch auf die Ankündigungen im

Quintett-Info. Ich jedenfalls möchte

kein Severinusfrühstück mehr

verpassen.

Martin Kramm

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Gemeindeseite

Mittwochstreff in Linde

Seit über einem Jahr gibt es den

"Mittwochstreff" nun schon in

Linde. Jeden Mittwoch von 18- 20

Uhr treffen sich Kinder im Alter von

9-14 Jahren zum Spielen, Lachen

und Spaß haben. Wir Mitglieder

der Leiterrunde Linde bereiten

dafür Rallyes, Bastelaktionen und

Spiele vor, die wir je nach Wetter

nach draußen verlegen. Ob

Schnitzeljagd, Verstecken spielen

oder Tischfußball - bei uns ist für

jeden etwas dabei!

Die Idee, einen offenen Treff für

Kinder zu eröffnen, entstand im

Jahr 2009 nach der Renovierung

der Jugendräume Linde. Lange Zeit

gab es hier kein solches Angebot,

und so wurde die Idee schließlich

erfolgreich umgesetzt.

Die Kinder werden durch die

Gemeinschaft der Gruppe an

das Dorfleben herangeführt; sie

machen beim Sternsingen und bei

der Rasselaktion mit und helfen

bei Anlässen wie dem Linder

Pfarrfest. Mittlerweile wird der

Jugendtreff von ungefähr 8-13 Kids

regelmäßig besucht.

Wer Lust hat, einmal vorbeizuschauen,

ist ganz herzlich dazu

eingeladen. Jeder ist willkommen!

Svenja Göttfert


Sakramentsprozession an

Fronleichnam in Linde

In diesem Jahr finden die

Festmesse und die Prozession zu

Fronleichnam wieder in Linde statt.

Der Ortsausschuss hat folgenden

Ablauf festgelegt: Eucharistiefeier

9:30 Uhr in St. Joseph Linde unter

Mitwirkung des Kirchenchores

„St. Cäcilia“ Linde, anschließend

Prozession. Erster Segensaltar:

Kreuz am ehemaligen Jägerhof,

zweiter Segensaltar: Scheurenhof,

dritter Segensaltar: Wilhelm-

Müller-Straße. Schlusssegen an der

Grotte neben der Kirche.

Pfarrfest mit großem Waffelbuffet

Im Anschluss an die Prozession

feiern wir unser Pfarrfest am

und im Pfarrheim. Ab 12:30 Uhr

spielt der Musikverein Linde zum

Platzkonzert auf. Um 17 Uhr

werden die Gewinner der Tombola

ermittelt. Es winken folgende

Prämien: 1. Preis 100 Euro, 2. Preis

50 Euro, 3. + 4. Preis: 25 Euro.

Rollenrutsche, Bastelaktionen des

Kindergartens „Linder Kinder“ und

Spielanimationen der Messdiener

bieten den Kindern Spaß und

Freude.

Für das leibliche Wohl stehen

Getränkewagen, Salat-Buffet, Grillfleisch,

Eis und ein Waffelbuffet

bereit. Das Pfarrfestteam möchte

dieses Jahr beim Pfarrfest ein

Gemeindeseite

„Waffelbuffet mit allem Drum

und Dran“ anbieten. Dabei

bitten wir um Ihre Unterstützung.

Anstelle von Kuchenspenden

können Sie für die Zutaten zur

Zubereitung von Waffelteig und

Beilagen spenden. Im Kaufhaus

Burger wird zu gegebener Zeit

ein Korb aufgestellt, um die

Zutaten zurücklegen zu lassen. Es

werden Mehl, Zucker, Eier, Milch,

Milchreis und Sahne benötigt. Wir

bedanken uns jetzt schon für Ihre

Mithilfe. Salatspenden werden

gerne ab 9:00 Uhr im Pfarrheim

entgegengenommen. Der Erlös

vom diesjährigen Pfarrfest verbleibt

in unserer Pfarrei. Wir freuen uns

auf Ihren Besuch - Festausschuss

„St. Joseph“ Linde

Annette Esser-Feistl, / Andrea Quabach

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Gemeindeseite

Speisekammer Frielingsdorf

nun auf der Montanusstraße

Einsegnung des neuen

Raumes im April 2011

Nach langem Suchen konnte der

Ausgaberaum der ehemaligen

Kleiderkammer auf der Montanusstraße

als Ladenlokal für die "Speisekammer

Frielingsdorf" - frisch renoviert

und liebevoll gestaltet - angemietet

werden. Frau Katharina

Hagen, Leiterin der Speisekammer

Frielingsdorf, hatte in mühevollen

Gesprächen zwischen dem Inhaber

Karisma Yusuf und unserer Kirchengemeinde

als Träger der Speisekammer

die vertragliche Seite

gesichert.

Zur Einsegnung des neuen Geschäftsraumes,

der dienstags in

den Morgenstunden als Ausgabelokal

dient, konnten am

13.04.2011 Mitglieder von Kirche,

Gemeinderat, Sponsoren sowie

benachbarten Speisekammern begrüßt

werden.

Diakon Wittwer nahm die Einsegnung

des Ladenlokales mit Nebenräumen

vor, damit erfolgreiche

Arbeit mit Gottes Segen stattfinden

kann. Besonderes Anliegen des

Diakons ist dabei das soziale Engagement,

insbesondere auch mit

Blick auf sozial schwache Einzelfälle.

Mit selbstgebackenen Kuchen und

Torten konnte die Einsegnung/

Einweihung in Frielingsdorf ihren

weiteren Verlauf nehmen.

Besonders bedanken möchten wir

uns bei allen Sponsoren und Helfern,

ohne deren Engagement ein

Wirken der Speisekammer nicht

möglich wäre.

A. Reinhardt


Da staunten nicht

nur die Opas und Omas!

Schulkinder gestalteten souverän

den ganzen Zauber einer

Zirkusarena

Die alle zwei Jahre stattfindende Projektwoche

der Gemeinschaftsgrundschule

Kapellensüng sah in diesem

Schuljahr einmal ganz anders aus.

Der Projektzirkus Casselly baute im

Februar für eine Woche neben der

Turnhalle in Hartegasse ein großes

Zirkuszelt auf, mit allem was zum

zünftigen Zirkusflair gehört. Schüler

aller Jahrgangsstufen fanden sich

hier eine Woche lang zu Projektgruppen

zusammen, um manegentypische

Darbietungen einzuüben.

Dafür wählten sie zwischen ansprechenden

Programmen in Tierdressur,

Akrobatik und Clownerie. Begeistert

gingen die Schüler statt in ihren Klassenraum

täglich ins Zirkuszelt und

erlebten Lernen einmal ganz anders.

In sehr kindgerechter und motivierender

Form nahmen sich die

Mitglieder der Familie Casselly der

insgesamt 150 Kinder an und führten

sie zu ganz anderen Höchstleistungen,

als dies mit Büchern

möglich ist. Diese zeigten sie Ende

Februar 2011 in zwei Galavorstellungen

Eltern, Verwandten und

Bekannten. In aufwändigen Kostümen

begeisterten die Kinder die

Zuschauer in akrobatischen Darbietungen,

in lustigen Einlagen der

Clowns, in denen sie das Publikum

einbezogen, und im gekonnten

Umgang mit den Zirkustieren.

Wie in einem richtigen Zirkus er-

Gemeindeseite

lebten wir schwebende Artisten,

mutige Fakire, Akrobatik auf dem

Pferderücken, Seiltänzerinnen,

Dressuren mit Hund, Tauben

und Kletterziegen sowie lustige

Clowns im Dutzend. Vor allem

die Opas und Omas waren grenzenlos

fasziniert von den Fähigkeiten

ihrer Enkelkinder. Über

allem lag der Duft von Popcorn,

Pferden und Ziegen.

An zwei Tagen zollte das Publikum

im prall gefüllten Zelt stürmischen

Applaus, der Erlebnisfreude

und Dank, aber auch heimlichen

Stolz zum Ausdruck brachte.

Erwin Overödder

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Zur Diskussion

Atomkraft und Kirche

Mit Fukushima ist das Energiethema

für manche bedrohlich

und für viele herausfordernd geworden.

Damit ist es von Neuem

in ganz dringlicher Form auf die

politisch-gesellschaftliche Agenda

gekommen. Neue Wege weg vom

Atomstrom und hin zu regenerativen

Energien scheinen nun gesellschaftlich

und politisch möglich zu

werden.

Seitdem in Deutschland über

Atomenergie gesprochen wird, haben

sich die Kirchen in zahlreichen

Verlautbarungen und Schriften kritisch

geäußert.

Die Synode der Evangelischen Kirche

in Deutschland hatte 1987, ein

Jahr nach der Reaktorkatastrophe in

Tschernobyl grundlegend erklärt,

dass die Atomenergie mit dem

„biblischen Auftrag, die Erde zu

bebauen und zu bewahren, nicht

zu vereinbaren ist.“ Man müsse sobald

wie möglich auf andere Energieträger

umsteigen.

Während die EKD sich also klar

gegen Atomkraft ausspricht, üben

sich die katholischen Bischöfe in

sachlicher Zurückhaltung. Soweit

mir bekannt ist, wurde nie ein generelles

Nein ausgesprochen.

Josef Kardinal Höffner sagte 1980

als Vorsitzender der Deutschen

Bischofskonferenz: „ich habe ausdrücklich

erklärt, dass ich als Bischof

keine Kompetenz habe darüber,

ob Kernenergie mit Sicherheit

betrieben werden kann, ohne das

Katastrophen entstehen oder nicht

– das überlasse ich den Fachleuten.“

Allerdings zog der Kardinal

Folgerungen aus Aussagen, dass

eine katastrophensichere Verwertung

nicht möglich sei und „dass

man mit Rücksicht auf die jetzt

lebenden Menschen und die kommenden

Generationen hier so nicht

vorgehen darf.“

Zahlreiche Äußerungen vom heiligen

Stuhl und von bischöflichen

Kommissionen belegen aber die

große Skepsis hinsichtlich des Einsatzes

von Atomenergie.

Ende der 80er Jahre stand dann

aber in der katholischen Kirche


die Frage des Klimawandels so im

Vordergrund, dass die notwendige

weitere Diskussion über Kernenergie

in den Hintergrund trat.

In den bürgerlichen Parteien ist

nach Fukushima ein Umsteuern in

der Atompolitik festzustellen. Dass

es dazu einer Reaktorkatastrophe

bedurfte, halte ich für tragisch. Es

gilt nun, die neu entstandene Diskussion

für einen endgültigen Ausstieg

aus der Atomenergie zu nutzen.

Viele Christen denken, dass eine

Verlängerung der Laufzeiten für

Atomreaktoren abzulehnen ist. Die

Basis für diese Einschätzung bilden

Expertengespräche über die Zukunft

der Kernenergie und den Klimawandel,

die auch in den Kirchen

geführt wurden.

Ich denke, dass es jetzt ansteht,

unseren Diskussionshorizont zu

erweitern. Über Kernenergie sollte

nicht losgelöst vom Klimawandel

nachgedacht werden, denn

der Klimawandel umfasst mehr als

klimawissenschaftliche Problemzusammenhänge.

Es stellt sich für

mich die grundlegende Frage, welche

Auswirkungen der Klimawandel

auf unser Zusammenleben hat.

Dabei werden Fragen aufgeworfen,

die die Naturwissenschaften nicht

alleine lösen können und die ganz

originär auch eine theologisch-philosophische

Betrachtung betreffen.

Denn es geht dabei immer auch

um Tod, Ungerechtigkeit und Krieg.

Als Christen müssen wir ganz neu

das Prinzip des Gemeinwohls – entnommen

aus der katholischen Soziallehre

– einführen. Das Gemeinwohl

ist das Fundament einer Ethik

der Nachhaltigkeit. Wenn man

Zur Diskussion

von dem Gedanken des Gemeinwohls

aus die Kernenergie und den

Klimawandel näher beleuchtet,

kommt man zu dem Ergebnis, dass

die Kernenergie das Gemeinwohl

gefährdet. Deshalb ist es nicht vertretbar,

den beschlossenen Ausstieg

aus der Kernenergie wieder aufzuheben.

Wir dürfen den künftigen

Generationen keine Hypothek hinterlassen,

deren Schuldenlast heute

noch gar nicht absehbar ist. Zumal

es andere Formen der Energiege

winnung gibt, die weit

ungefährlicher sind.

Auf diesem

Hintergrund ist

ein Verbleiben

in der

Kernenergie

ethisch nicht

vertretbar.

Michael Hänsch

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46

Information

Internationales

KLAVIERFESTIVAL

Umfangreiches tägliches Programm

Alle Infos und Reservierung:

www.klavierfestival-lindlar.de

10 Konzerte

16 Einzeltermine vom:

Lindlar 2011

24.07-05.08.2011


Das Rheinland als

Inspirationsquelle

Professor Falko Steinbach ist seit

1999 Leiter des Bereichs Klavier

und Komposition an der University

of New Mexico in Albuquerque

und der musikalische

Leiter des Internationalen Klavierfestivals

Lindlar. Seine Wurzeln

führen ihn bereits seit vielen Jahren

regelmäßig nach Lindlar, wo heute

der überwiegende Teil seiner

Familie lebt.

Geboren in Aachen und aufgewachsen

in Leverkusen verbindet

Falko Steinbach bis heute eine

besondere Beziehung zum Rheinland,

das er selbst als wichtigen

Quell seiner musikalischen Fantasie

und seines kompositorischen

Werkes sieht.

Die Werke des Steinway-Künstlers

Falko Steinbach erschienen als

Studienprogramm im Verlag Edmund

Bieler, Köln und weltweit

bis heute auf 13 CD-Produktionen

sowie verschiedenen Videos, Radio-

und TV-Übertragungen.

Klaviermusik fördert nicht nur die

seelische, geistige und körperliche

Entwicklung sondern ist laut Professor

Falko Steinbach im höchsten

Maße sinnstiftend und erfüllend.

Als international anerkannter Konzertpianist

und Komponist ist er

regelmäßig zu Gast bei den angesehensten

Klavierfestivals in Amerika,

Europa und Asien, erhielt

zahlreiche Auszeichnungen und

Stipendien und fasziniert mit seinem

typischen, hypnotisierenden

Sound die Menschen in der ganzen

Welt.

Internationale Teilnehmer

Viele Studenten aus der ganzen

Welt profitieren im Rahmen persönlicher

Meisterkurse von der Inspiration

und den Erfahrungen von

Information

Falko Steinbach und folgen ihm

rund um den Globus bis nach Lindlar

- wo in diesem Jahr im Rahmen

des Internationalen Klavierfestivals

Lindlar 2011 unter anderem ebenfalls

ein Meisterkurs mit 20 Teilnehmern

stattfinden wird.

2009 startete Falko Steinbach mit

dem Klavier-Meisterkurs

in Lindlar

Schon in den vergangenen Jahren

hat Falko Steinbach seinen Aufenthalt

bei seiner Familie in Lindlar

erfolgreich mit dem Angebot eines

Meisterkurses kombiniert, zu dem

in den letzten Jahren ein immer

größeres Begleitprogramm entstanden

ist. In diesem Jahr werden

die internationalen Teilnehmer

aus USA, Belgien, Slowenien und

Israel dabei den inspirierenden

Rahmen und die große Gastfreundschaft

des Bergischen Landes

47


48

Information

sicher ganz besonders genießen.

Aus einem Meisterkurs entsteht

nun das erste Internationale Klavierfestival

Lindlar

Besonders das hohe Interesse der

lokalen Gesellschaft am Meisterkurs

und dem gesamten Rahmenprogramm

im Jahr 2010 haben Falko

Steinbach nun dazu veranlasst,

aus dem ursprünglichen Konzept

nun ein umfassendes internationales

Klavierfestival für Lindlar zu

entwickeln.

Im Rahmen dieses Klavierfestivals

wird es im Jahr 2011 zahlreiche

Angebote rund um das Thema der

Klaviermusik in Lindlar und Umgebung

geben.

Das umfangreiche Festivalprogramm,

dass vom 24.07.2011 bis

zum 05.08.2011 über 16 Einzeltermine

umfasst, beinhaltet unter

anderem insgesamt 10 Konzerte,

einen Meisterkurs und drei Gruppenworkshops.

„Spero Lucem“

Kreuzholografie

von Michael Bleyenberg.

Seine Tätigkeit beschreibt Michael

Bleyenberg gern als „Bauen mit

Licht.

Nach mehrjähriger freier künstlerischer

Tätigkeit als Maler, begann

Michael Bleyenberg vor etwa fünfzehn

Jahren mit „Licht zu malen“.

Er ersetzte schrittweise Pinsel,

Leinwand und Farben durch Laser,

Spiegel, Linsen und anderes optisches

Gerät.

„Spero Lucem” entstammt einer

Kunstaktion in Zusammenarbeit

mit dem Bildungswerk der Erzdiözese

Köln, die im Jahr 2003 begann.

Im Jahr 2009 ist eine neue

Version von Spero Lucem entstanden,

die zum ersten Mal in der

gleichnamigen Ausstellung in der

Abtei Brauweiler, Pulheim gezeigt

wurde.


„Spero Lucem“

Musik und Kunst.

Marlene Mild, Deutschland.

„Spero Lucem“ von Falko Steinbach

ist eine Komposition zu der

Installation „Spero Lucem“ von

Michael Bleyenberg.

Die Sopranistin MARLENE MILD

wurde vielfach für ihre außerordentliche

Leistung ausgezeichnet

und war 1996 und 1997 Preisträgerin

im Konzertfach des Bundeswettbewerbs

für Gesang in Berlin.

Information

Marlene Mild arbeitete mit Dirigenten

wie Philippe Auguin, Peter

Hirsch, Christoph Prick, Johannes

Fritzsch, Lothar Koenigs und Regisseuren

wie Andreas Homoki,

Olivier Tambosi und Helen Malkowsky

zusammen.

Im Herbst 2003 folgte sie einer

Einladung nach USA und gab dort

ihr Debut mit Prof. Falko Steinbach

in Konzerten mit Werken von

Hanns Eisler.

Viele seiner eigenen Werke hat der

Komponist Prof. Falko Steinbach

explizit für die Stimme von Marlene

Mild geschrieben.

Die Sopranparts in den Uraufführungen

seiner „Agnesmesse“,

„Thomasmesse“ und “ Spero Lucem“

wurden alle von ihr interpretiert.

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Chronik

Getauft wurden:

St. Agatha Kapellensüng St. Apollinaris Frielingsdorf St. Joseph Linde

Christiano Leandro Fidelgo Dias

Pia Hungenberg

Verstorben sind:

Cäcilia Lindemeier, geb Ufer (89)

Gertrud Beyel, geb. Mittmann (90)

Martha Kremer, geb. Bauer (90)

Getauft wurden:

Alisha Emilia Müller

Hans Samuel Schmidt

Mia Chayenne Porep

Johanna Madeleine Scheider

Yves Lion Borkenhagen

Verstorben sind:

Alfons Franz Schwenzfeier (83)

Maria Rausch, geb. Hoffstadt (98)

Margarete Bosbach, geb. Blöink (87)

Felix Günter Opitz (82)

Anna Juliane Frielingsdorf,

geb. Hartz (86)

Anneliese Ufer, geb. Orbach (86)

Verstorben ist:

Maria Schürrenkrämer,

geb. Hänsel (48)


Getauft wurden:

St. Laurentius Hohkeppel /

St. Sebastianus Schmitzhöhe

Moritz Heider

Paul Christian Stock

Nina Stellmacher

Emma Selbach

Alexa Knof

Verstorben sind:

Maria Elisabeth Görs,

geb. Göddeker (76)

Maria Löhn, geb. Klug (84)

Ewald Quirrenbach (73)

Getauft wurden:

St. Severin Lindlar

Joeline Breidenbach

Sinan Breidenbach

Charleene Melany Parnemann

David Maximilian Servos

Josefine Wolf

Sophie Arndt

Javier Joel Amadei

Ginger Violet Sky Amadei

Verstorben sind:

Chronik

Erna Gieske, geb. Rottländer (75)

Anna Elisabeth Meinerzhagen,

geb. Ufer (87)

Maria Elfriede Künne,

geb. Kemmerich (84)

Hermann Höller (98)

Walter Siegfried Schmitz (73)

Elisabeth Berg, geb. Fabritius (91)

Siegfried Sömmer (83)

Hedwig Bruchhagen,

geb. Rosowski (82)

Margarete Froitzheim,

geb. Braun (92)

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Terminbörse

Juni Juli Juli

So., 26.06.2011, 9:30 h

Hl. Messe in St. Laurentius

Hohkeppel, im Anschluss 10:30 h,

Fronleichnamsprozession

in Hohkeppel

Mi, 29.06.2011, 16:30 h

Versammlung kfd

von kfd-Leitungsteams und

Mitarbeiterinnen der kfd Hohkeppel

im Weißen Pferdchen HK

Do., 30.06.2011, 8:00 h

Tagesausflug nach Marburg

der kfd Hohkeppel-Schmitzhöhe

Fr.,01.07.2011, 13 h mit Pkw ab Bbhf

Betriebsbesichtigung

der Firma Pflitsch, Hückeswagen

Anmeldung erforderlich,

W. Fischer Tel. 02266/46819

Kolpingsfamilie Frielingsdorf

Sa., 02.07.2011, 06:00 h

Fußwallfahrt nach Marienheide

ab Pfarrkirche St. Severin

So., 03.07.2011,10:45 h

Primizfeier

von Kaplan Edward Balagon

in St. Severin Lindlar

15:00 Uhr Dankandacht anl.

der Primiz von Kaplan Edward

Balagon in St. Severin Lindlar mit

Erteilung des Primizsegens

So., 03.07.2011, 05:00 h

Fußwallfahrt nach Marienheide

ab Pfarrkirche Frielingsdorf

So., 03.07.2011, 11:00 h

Sommerfest des MGV „Cäcilia“

Schmitzhöhe

im Evangelischen

Gemeindezentrum

Schmitzhöhe

Montag, 04.07.2011, 18.00 h

KFD-Runde unterwegs -

Wanderung vom Pfarrheim Linde

zur Kapelle Oberbreidenbach mit

humorvollen Texten und Picknick

an der Kapelle

Mi., 06.07.2011, 15.00 h

Mitarbeiterrunde kfd

St. Apollinaris Frielingsdorf im

Jugendheim

Sa., 09.07.2011, 17.00 h

Festmesse anlässl. des 50-jährigen

Priesterjubiläums von Pater Oerder

in der Pfarrkirche St. Joseph Linde,

anschl. Empfang im Haus Burger


Sa., 09.07.2011,14:00 h

Wanderung „Rund um Hartegasse“

anschl. gemütl. Beisammensein

Treffpunkt: Pfarrkirche St. Agatha,

Kolpingsfamilie Lindlar

So., 10.07.2011, 10:45 h

hl. Messe „Auf dem Kuhzell“

in Lindlar-Oberkotten

Die hl. Messe um 10.45 h in St. Severin

Lindlar entfällt an diesem Tag

Sa. 16.07. - Sa. 23.07.2011

Oktav in St. Apollinaris

Frielingsdorf

Juli Juli

Juli

So., 17.07.2011, 14:00 - 16:00 h

Kirchenführung in St. Severin

Lindlar mit Herrn Günter Sahler

So., 17.07.2011, 14.30 h

Wortgottesdienst anläßlich der

Verabschiedung GR Willi Broich

in St. Joseph Linde, anschl.

Empfang im Pfarrheim

So., 17.07.2011, 17.00 h

Sommerserenade der

Chorgemeinschaft Lindlar

mit Debütanten und

verschiedenen Instrumenten aus

Lindlar im Severinushaus

15.00 h Cafeteria

Di., 19.07.2011, 19.00 h

Grillabend der Kolpingsfamilie

Lindlar im Pfarrgarten

Mi., 20.07.2011, 15.00 h

Seniorentreff im Jugendheim

Frielingsdorf im Anschluss an hl.

Messe (mit Krankensalbung)

Fr., 22.07.2011, 19.00 h

Taizé-Gebet

St. Apollinaris, Frielingsdorf

Sa. 23.07.2011, 14.30 h, Treffpunkt:

St. Joseph, Linde

Pfarrverbandswallfahrt von Linde

nach Frielingsdorf

mit Rast, Snack und Getränken im

Severinushaus

18.30 h Oktav-Abschlussgottesdienst

in St. Apollinaris, F`dorf

Kinder sind herzlich willkommen

Mi., 27.07.2011, 15.00 h

Mitarbeiterrunde kfd

Lindlar im Severinushaus

Terminbörse

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Terminbörse

So., 07.08.- So., 14.08.2011

St. Laurentius-Oktav in

Hohkeppel

mit Oktavprediger Vaclav Mucha

von den Steyler Missionaren –

Kloster Steyl bei Venlo

Mi., 10.08.2011, 16:00 h

Pfarrprozession ab Pfarrkirche

St. Severin nach Hohkeppel

(Laurentius-Oktav)

Kolpingsfamilie Lindlar

So., 14.08.2011, 14:30 h

ab Kolpingdenkmal

Wanderung ins Freilichtmuseum

anschl. Kurzinfo „Bierbrauen zu

Hause“, Referent: P.J. Stiefelhagen

Kolpingsfamilie Lindlar

Mi., 17.08.2011, 13.00 h

Fahrt ins Blaue

der Senioren St. Apollinaris

August August

Do., 18.08.2011

Fahrt ins Blaue

Kosten ca. 25,-- Euro, Anmeldung

bei: Josef Schmitz, Tel.: 7786

Veranstalter Kolpingsfamilien

Lindlar und Frielingsdorf

Mo., 29.08.2011, 14.00 h ab Bbhf.

Sommerwanderung

der kfd St. Apollinaris

Frielingsdorf


September September September

So., 04.09.2011, 09.00 h

hl. Messe anschl.

„Hungerhilfewanderung“

Kolping- Bezirk Oberberg Nord

Ausrichter: Kolpingsfamilie

Frielingsdorf

Mi., 07.09.2011, 15.00 h

Mitarbeiterrunde kfd

Frielingsdorf im Jugendheim

Mo., 05.09.2010, jeweils 19-22 h

Nähkurs

10 x bis 28.11.11 im Severinushaus

Kursleitung: Hanne Zarges

Tel.:02263/3568

Mi., 07.09.2011, 07:00 h ab Bbhf

Kevelaer-Wallfahrt

Abfahrt ca. 16:30 h ab Kevelaer

Mi., 07.09.2010, jeweils 19-22 h

Nähkurs

10 x bis 23.11.10 im Severinushaus

Kursleitung: Hanne Zarges

Tel.:02263/3568

09.09.-16.09.2011

8-tägige Busreise

Wallfahrt nach Südpolen

Anmeldung bis 01.08.2011

unter Tel.-Nr. 5213 (Pfarrbüro

Frielingsdorf ) oder 8573 (K. Hagen)

Sa., 10.09.2011, 9.00 Uhr bis 11.30 h

Second-Hand-Basar für

Baby-, Kindersachen usw.

mit Waffelverkauf (Erlös für

„Krebskranke Kinder e.V.“)

Pfarrheim Linde

Info und Anmeldung:

Martha Göttfert, Tel. 4245 oder

Doris Schaa, Tel. 44189

Di., 13.09.2011, 8.30 h

Beginn des neuen

Gymnastikkurses

mit Frau Dannenberg in der

kleinen Turnhalle Scheel

Do., 15.09.2011, 14.00 h

Halbtagswanderung

der kfd Linde ab Pfarrheim

Anmeldung: Burgel Overödder

Tel. 470637 oder den

Ansprechpartnerinnen der kfd

Linde

Mi., 28.09.2011, 15.00 h

Mitarbeiterrunde kfd

Lindlar im Severinushaus

Terminbörse

55


56

Information

Relikt der Kapellengeschichte aufgespürt

Wer weiß heute noch, dass der

Name „Hirschhaus“ einst für die

Antoniuskapelle zu Waldbruch

geläufig war, so wie es der Heimatforscher

und Journalist Josef

Külheim in Berichten zum „Tünnestag“

in der BLZ von 1950,

1951 und 1953 dokumentierte.

Die Deutung des Begriffs dürfte

darauf zurückzuführen sein,

dass ein aus der Zeit der Stiftung

(etwa 1520) stammender Geweihleuchter

mit seinen vielen Kerzen

über Jahrhunderte hinweg zur

Beleuchtung der Kapelle diente.

Wie oft mag der Ruß des Deckenleuchters

den Andachtsraum bis

zu jener Renovierung geschwärzt

haben, die im Jahre 1885 das

Schicksal des Leuchters besiegelte.

Aus der „Rechnungsablage der St.

Antonius Capelle, Pfarre Lindlar

pro 1885“ geht hervor, dass neben

Maurerarbeiten der Innenraum geweißt

wurde. Pfarrer Fischer war

1884 verstorben, die Pfarrstelle

infolge des Kulturkampfes bis

1888 unbesetzt. Die Verwaltung

der Lindlarer Kirche und deren

Kapellen lastete auf den Schultern

des Vikars Heinrich Wilhelm

Vogel. Voller Tatkraft meisterte er

unter den schwierigen politischen

Verhältnissen die täglichen kirchlichen

Erfordernisse.

In der Waldbrucher St. Antoniuskapelle

beendete er im Jahre

1885, zusammen mit dem amtierenden

Küster Wilhelm Fuchs aus

Wurtscheid, in der frisch geweißten

Antoniuskapelle unbewusst

die Ära des „Hirschhauses“. Für

31 Mark und 60 Pfennige nebst

Zinsen verkauften sie den alten

Kronleuchter an einen Ungenannten,

um von dem Kupferschläger

W. Polders in Kevelaer zwei Altarleuchter

aus Messing á 15 Mark zu

beziehen.

Bereits 1900 taucht der Leuchter

in der Reihe: „Die Kunstdenkmäler

der Rheinprovinz“ wieder auf. E.

Renard führt ihn unter den Ausstattungsgegenständen

des Schlosses

Gimborn auf: „Großer Geweihleuchter

mit weiblicher Halbfigur,

verbunden durch einen reichen

durchbrochenen spätgotischem

Fries in Eisen, an demselben vorgekragt

die reich ausgebildeten

Lichtteller, gleichfalls aus Schmiedeeisen.

Das Ganze hängt an einer

Krone. Der Leuchter, der dem

Beginn des 16. Jh. angehört und

aus der Antoniuskapelle bei Waldbruch

(Kreis Wipperfürth) stammt,

ist in seiner künstlerischen Durch-


ildung und Erhaltung ein Stück

ersten Ranges“. In der Reihe „Die

Denkmäler des Rheinlandes“ verweist

der Autor Dietrich Rentsch

1967 erneut auf die Existenz des

Geweihleuchters im Gimborner

Schloß.

Im Rahmen seiner Recherchen zur

Waldbrucher Kapellengeschichte

begab sich Günter Jacobi, beglei-

tet von Friedhelm Servos, auf die

Suche nach diesem historischen

Relikt. In Gimborn begegnete ihnen

der Schlossherr Peter Freiherr

von Fürstenberg mit großem

Interesse und erinnerte sich an

einen alten Karton auf dem Dachboden.

Unbeschreiblich die Forscherfreude,

als wenig später der

imposante Leuchter auf dem Fuß-

Information

Bild: Alter Deckenleuchter aus dem Geweih

eines Zwölfenders - Foto: Friedhelm Servos

boden der Eingangsdiele lag. Trotz

des lädierten Zustandes zeugen

die Fragmente der Kerzenpodeste

von filigraner Schmiedekunst. Gut

erhalten wirkt das „Lüsterweib“

wie eine Gallionsfigur. Wenn es

Freiherr von Fürstenberg gelingt,

die Restaurierung zu veranlassen,

könnte der Leuchter im Jahre 2020

als wohl ältestes Einrichtungsstück

im Schloss Gimborn wieder erstrahlen

und an den Tag erinnern,

an welchem er vor etwa 500 Jahren

begonnen hat, die St. Antoniuskapelle

zu erhellen und den Namen

„Hirschhaus“ zu verleihen.

Erwin Overödder

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58

Adressen

Seelsorger

Dechant Stephan Pörtner

02266/5235

Kaplan René Stockhausen

02206/910599

Diakon Michael Horn

02266/4796196

Diakon Burkhard Wittwer

02206/911523

Pastoralreferent Markus Geuenich

02266/471615

Gemeindereferent Willi Broich

02266/5248

Diakon Edward Balagon

0151/55374428

Pfarrer Dr. Overath

02266/910

Pfarrer i.R. Wolfgang Fischer

02266/440087

Msgr. Pfarrer i.R. Rudolf Scheurer

02266/4406402

Pfarrbüros

St. Agatha

Kirchstraße 6

Tel. 02266-5233

Di. 9:00-12:00 Uhr

Fr. 15:00-18:00 Uhr

st.agatha.kapellensueng@t-online.de

St. Apollinaris

Jan-Wellem-Straße 12

Tel. 02266-5213

Mo., Di., Mi. 9:00-12:00 Uhr

Do. 9:00-12:00 Uhr

und 14:30-16:30 Uhr

st.apollinaris.frielingsdorf@t-online.de

St. Joseph

Linder Straße 24

Tel. 02266-5248

Di. 8:30 Uhr-11:00 Uhr

Fr. 8:30 - 11:00 Uhr

st.joseph-linde@t-online.de

St. Laurentius

Burghof 5 - Tel. 02206-911521

Di. 8:15-12:15 Uhr

Do 8:15-12:15 Uhr

und 15:00-17:00 Uhr

Fr. 8:15-11:00 Uhr

pfarrbüro@laurentius-hohkeppel.de

St. Severin

Pfarrgasse 3

Tel. 02266-5235

Di.-Fr. 8:00-12:00 Uhr

und 14:00-17:00 Uhr

Sa. 8:00-12:00 Uhr

st.severin-lindlar@t-online.de


Vorwort Aufbruch 2

Aufbruch ist ein zutiefst

biblisches Thema 3

Pfarrgemeinderat -

ein Gremium bricht auf 6

Unsere Wallfahrtstraditionen 8

Die ganze Schöpfung war Gesang 12

Den Aufbruch wagen? 14

Aufbruch - Übergänge 18

Katholikentag in Mannheim 20

Ökumenische Skifreizeit 22

Edward Balagon - Ja, ich will 24

Willi Broich - Aufbruch zu

neuen Ufern 25

Karl Oerder - inspiriert vom

Hl. Johannes Bosco 29

Perlen des Glaubens 32

Kirchenchor Lindlar 34

Erstkommunion im

Seelsorgebereich 36

Neue Leitung kfd Linde 37

Eine-Welt-Handel 38

Gemeindeseiten 39

Atomkraft und Kirche 44

Klavierfestival Lindlar 46

Spero Lucem 48

Chronik 50

Termine 52

Relikt der Kapellengeschichte 56

Adressen 58

Impressum 59

Impressionen 60

Die Redaktion behält sich vor, aus den eingesandten Beiträgen Veröffentlichungen

auszuwählen oder zu kürzen. Wir danken für Ihr Verständnis.

Moment mal!

Für die nächste Quintett-Ausgabe benötigen wir wieder viele Bilder aus

dem Gemeindeleben. Senden Sie uns Ihre schönsten Aufnahmen mit einem

kleinen Text, der Anlass, Ort und Personen beschreibt. Bitte haben Sie

Verständnis, dass wir nicht alle eingesandten Bilder abdrucken können.

Einsendeschluss für Fotos ist der 12.05.2011 - dus.schmitz@online.de

Inhalt

Herausgeber:

Seelsorgebereich Lindlar

Roland Berghaus

Diakon Burkhard Wittwer

Alfred Hovestädt

Erwin Overödder

Dechant Stephan Pörtner

Herbert Pütz

Sabine Schmitz

Thomas Tegethoff

V.i.S.d.P. Dechant Stephan Pörtner

Fotos: Erwin Overödder, Sandra

Sonntag, Manfred Wolff, privat,

Leo Müller, Roland Morschheuser

Layout & Druck

Druckerei Braun

Weitere aktuelle Termine unter:

www.sanktseverin.de

Einsendeschluss für Fotos ist der

30.08.2011 - dus.schmitz@online.de

Das nächste Quintett 3/2011

erscheint am 14.09.2011

Redaktionsschluss: 10.08.2011

Thema: Im Gespräch sein

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Seelsorgebereich

IMPRESSIONEN

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