Newsletter Ausgabe Januar 2016

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Ansprechperson

GUTE ERFOLGE BEI DEPRESSIONEN

MIT DER ELEKTROKRAMPFTHERAPIE

Bei der von den PDGR seit Februar 2014 angewandten Elektrokrampftherapie (EKT) bei

Menschen mit schweren Depressionen zeigen sich gute Erfolge. Diese Zusatztherapie zur

psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlung wird zweimal wöchentlich im

Kantonsspital Graubünden (KSGR) in Chur angeboten.

DR. MED. MICHAEL PRAPOTNIK

Stv. Co-Chefarzt Akutpsychiatrie

Tel. +41 58 225 20 08

michael.prapotnik@pdgr.ch

«Am besten ist es, wenn die EKT bei schwerwiegenden

psychiatrischen Erkrankungen so

früh wie möglich eingesetzt wird», sagt

Dr. med. Michael Prapotnik, Stv. Co-Chefarzt

Akutpsychiatrie bei den PDGR. Hausärzte

oder andere zuweisende Ärzte sollten daher

die EKT bei ihren schwer depressiven Patienten

frühzeitig in Betracht ziehen.

Gute und schnelle Erfolge

Nach wie vor kommen viele Patienten erst

zur EKT, wenn sie jahrelang erfolglos Medikamente

eingenommen haben. Prapotnik: «Für

viele Patienten bringt die EKT rasch Erfolge.

Sie hilft meist schneller als eine psychopharmakologische

Behandlung. Ein Grossteil der

mit EKT behandelten Patienten spricht sehr

gut auf diese Behandlung an». Wird die EKT

frühzeitig als Therapie eingesetzt, kann sie

Folgewirkungen der psychiatrischen Erkrankungen

verhindern oder verringern.

In der Regel werden 12 Einzelbehandlungen

durchgeführt. Danach sind Patienten oft nur

noch leicht- bis mittelgradig statt schwer depressiv.

Der Effekt hält meistens über mehrere

Monate an. Bei manchen Patienten gelingt

sogar eine vollständige Heilung. Im Anschluss

an die EKT werden die Patienten von ihren

Hausärzten oder Fachärzten weiter betreut.

Erhaltungstherapie

Nach rund drei Wochen sehen wir, ob der

Patient auf die Behandlung anspricht. Nach

der Akut-EKT ist es bei manchen Patienten

sinnvoll, ein- oder zweimal monatlich eine

Erhaltungstherapie einzuplanen. Jede Woche

behandeln die PDGR gemeinsam mit dem

KSGR zwischen sechs und zwölf Patienten.

«Insgesamt», versichert Michael Prapotnik,

«ist das eine sehr sichere, schmerzfreie

Behandlungsform, auch bei schwangeren

Frauen». Die Elektrokrampftherapie löst

einen epileptischen Krampfanfall durch kurze

Stromimpulse aus. Patienten werden in dieser

kurzen Zeit narkotisiert und «verschlafen»

den Krampfanfall.

Indikationen

Angezeigt ist die EKT in jedem Fall bei

pharmakotherapieresistenten Depressionen,

schweren depressiven Störungen und auch

bei Schwangerschafts- und Wochenbettdepressionen»,

so Prapotnik. Nebenwirkungen

wie amnestische Störungen oder Kopfschmerzen

sind vorübergehend.

EKT-Symposium

Am 11. Februar 2016 findet in der Klinik Waldhaus

ein EKT-Symposium statt. Interessiete

Fachpersonen können sich am Anlass über

die Behandlungsmethode näher informieren.

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