Altlandkreis Ausgabe März/April 2017 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

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Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl auf der Roten Couch - Die erste Schongauer Ausbildungsmesse SAM2017 - Ein Paradies für Vögel: das alte Stauwerk in Kinsau - Therapie im Pfaffenwinkel: wenn Kühe statt Drogen den Tag bestimmen - Sonderteil BAUEN & WOHNEN - Valentina Erhard über die Londoner Arbeitswelt - Bad Bayersoien, das Gemeinschaftsdorf - Die IHK-Geschäftsstelle Weilheim - Konsequente Fachanwälte: 30 jahre Wölke & Kollegen - Die Literaturtage der Volkshochschulen - Brautmode ade: die Modepassage in Schongau schließt zur Jahresmitte - Musicaldarstellerin Angelika Linder auf den Bühnen Deutschlands - Tradition und Anekdoten: Kalvarienberge in Peiting und Rott - Veranstaltungskalender für März und April

Ausgabe 40 | März / April 2017

.de

Eine Produktion von

Titelbild: Alexander Rochau, Fotolia

Lechstausee

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Auf der Roten Couch

Der Kreishandwerksmeister

Bestens im Bilde

Luxuswagen vor der Linse

Sonderteil

BAUEN

&

WOHNEN

im Altlandkreis


Veränderungen

Gut zwei Monate ist das Jahr 2017 nun schon wieder

alt. Eis und Schnee verziehen sich immer mehr, der

Frühling hält langsam aber sicher Einzug in unsere

malerische Gegend hier im Schongauer Land. Die

Landschaft verändert sich, wenn man so will. Generell

könnte der Begriff „Veränderung“ durchaus als

Titel dieser März/April-Ausgabe Ihres Regionalmagazins

„altlandkreis“ fungieren.

Etwa als Stichwort bei unserem großen Interview mit

Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl. ibl.

Wir

sprechen

mit ihm beispielsweise über die neue

Berufsschule

ule

in Weilheim, die nicht nur

mit

rund 65 Millionen

lion

Euro das größte Bauvorhaben in der

Geschichhte

des Landkreises Weilheim-Schongau, h sondern

auch die Lehrlingssituation tion in der

Region verändern

wird. Zum Besseren, wie

der

Kreishandwerksmeister

prognostiziert.

Als ein Indiz, dass

der Weg in die richtige Richtung

geht, könnte die Ausbildungsmesse

in Schongau

gelten, die wegen

der hohen Nachfrage

erstmals stattfindet.

Wie gewohnt hält die

Frühlings-Ausgabe ihres

„altlandkreis“ auch den

großen Sonderteil „Bauen,

Wohnen und Energie“

für Sie bereit. Und seien wir

ehrlich, geht es hier nicht

zumeist um kleinere und

größere Veränderungen?

Momentaufnahmen — die

sich dann nicht mehr verändern

— hält indes Philipp Rupprecht mit seinen Bildern

von diversen Luxus-Fahrzeugen fest. Der junge

Mann aus Schongau hat gar den Rennwagen von

Formel 1-Weltmeister Nico Rosberg vor die Linse bekommen,

und bisweilen Kopf und Kragen für ein Foto

riskiert. Aber lesen Sie selbst.

Eine einschneidende Veränderung, gleich zu Beginn

des Jahres, betrifft das Team des „altlandkreis“. Mit

Johannes Schelle (rechts im Bild) darf ich zur kommenden

Ausgabe (Mai/Juni) einen neuen leitenden

Redakteur eur begrüßen. en. Für ihn

wünsche ich mir ein

besonders ers feines es Gespür, um Sie, liebe Leser,

auch

zukünftig bestmöglich zu informieren und

unterhalten. ten.

Ihm

zur

Seite stehen alle Mitarbeiter

e der „altlandkreis“-Mannschaft and

in

der Verwaltung, Gestaltung oder

Anzeigenberatung.

enb Genauso

wie Tim Schmid (links im Bild),

der weiterhin für die Gesamtkoordination

ord des Magazins

verantwortlich ist. Alle gemeinsam

arbeiten wir an

Ihrem Regionalmagazin,

damit Sie alle zwei Monate

eine neue, druckfrische

Ausgabe in den

Händen halten können.

Dazu tragen bekanntlich

auch Veränderungen bei,

denn wie einst Franz Kaf-

ka

schon wusste: „Wege

entstehen t dadurch, dass

man sie geht.“ Bleiben Sie

uns gewogen,

Ihr Peter Ostenrieder

> > > AUS DEM INHALT

Seite 6

Alte Stauwerke

in Kinsau: Ein Paradies

für die Vögel am Lech

Seite 12

Therapie im Pfaffenwinkel

wenn Kühe statt Drogen den

Tag bestimmen

ab Seite 15

GROSSER SONDERTEIL

ZU DEN THEMEN BAUEN,

WOHNEN UND ENERGIE

Seite 17

Kreishandwerksmeister

Stefan Zirngibl im Interview

auf der Roten Couch

Seite 38

Sag mal Valentina Erhard!

Die 20-Jährige spricht über

die Londoner Arbeitswelt

Seite 52

Wo die Gemeinschaft

zählt: Ein Blick nach

Bad Bayersoien

Seite 56

Eine Stimme der Wirtschaft:

Die IHK-Geschäftsstelle in

Weilheim

Seite 58

30 Jahre Wölke & Kollegen:

Konsequent entlang der

Fachanwaltsschiene

Seite 60

Kampf gegen den

Fachkräftemangel:

2 Jobmessen in der Region

Seite 64

Die Literaturtage im

Frühjahrssemester der

Volkshochschulen

Seite 65

Brautmode ade? Johanna

Beier und ihre Modepassage

gehen in den Ruhestand

Seite 70

Musical-Darstellerin Angelika

Linder unterwegs auf den

großen Bühnen der Welt

Seite 80

Voller Tradition und

Anekdoten: Die Kalvarienberge

in Peiting und Rott

Seite 86

Frühlingsgefühle?

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märz / april 2017 | 3


Eine Landschaft zum Erhalten, Pflegen und Genießen

Moore im Pfaffenwinkel

Pfaffenwinkel | Bei allem Respekt

für das Werk von Mutter Natur: Das

ist schon eine ziemliche Brühe, die

sich da durch das kleine Bachbett

schiebt. Beim genaueren Blick offenbart

die moorige „Brühe“ aber

durchaus Schönheit: Das Wasser

im Schwarzlaichmoor bei Hohenpeißenberg

selbst schimmert

bräunlich und dort, wo sich vereinzelte

Sonnenstrahlen darin brechen,

warm golden. Die schwarze

Moorerde, die das Wasser wie einen

Bodensatz mitspült, ist genau

genommen alles andere als hässlich.

Ihrem dunklen Körper sieht

man an, dass in ihr Gesundheit

und geballtes Leben schlummern.

Moor ist eine der Kern-Substanzen,

die den Pfaffenwinkel ausmachen —

buchstäblich. Der Landkreis Weilheim-Schongau,

der weite Teile

der Region umfasst, ist nach Rosenheim

der zweitmoorreichste in

Bayern. Seine voralpine Landschaft

ist mit 180 Mooren auf 17 000 Hektar

Fläche sogar eine der moorreichsten

in ganz Mitteleuropa und

insofern von großer Bedeutung, als

dass sie auf engstem Raum viele

unterschiedliche Moorformen

vereint: Hochmoore, Niedermoore

sowie anmoorige Flächen in den

Randzonen der ehemaligen Gletscher

und Eiszerfallslandschaften.

Durch seine bäuerliche Prägung ist

der Pfaffenwinkel vergleichsweise

wenig besiedelt und so sind noch

viele sehr urtümliche, von der Eiszeit

geschaffene Flecken erhalten.

der Würmeiszeit it vor etwa 115 000 gellandschaft, die typisch für den

bis 10000 Jahren. Abhängig vom

jeweiligen Untergrund schütteten

sie kleine Kuppen auf (Grundmoränen),

drängten wallartige Gebilde

vor sich her (Wall- oder Endmoränen)

und ließen sogenannte

Toteislöcher wie etwa die Osterseen

Pfaffenwinkel ist.

Schmelzwasser sammelte sich in

den weitläufigen Gruben, tiefen

Löchern und scharfen Furchen.

Die Überreste von kleinsten Organismen,

die in den Eiswasserbecken

lebten, versiegelten als

zurück, die sich später mit dichte Sedimentschicht deren

Niederschlagswasser über dem Böden, so dass das Wasser nicht

undurchlässigen Feinmaterial, in den Untergrund entweichen

das der Gletscher dort hinterließ,

füllen sollten. Als die Gletscher in

die Alpen zurückwichen, hinterließen

sie jene weich rollende Hü-

konnte. Kurzum: Seen, Flüsse,

Bäche und Weiher entstanden.

Wasser sammelte sich auch zwischen

den kleinen Kuppen und

Baggerarbeiten beim

Torfstichdammbau

im Schechenfilz.

Die Entstehung

der Moore

Diese urtypische Landschaft am

nördlichen Alpenrand ist ein Werk

von tonnenschweren Gletschern

4 | der altlandkreis


großen Moränenwällen, wo sich

Moore bildeten. Begünstigt durch

die reichen Niederschläge am

Alpenrand, wuchsen sie stetig —

sogar dort, wo keine wasserdichte

Schicht vorhanden ist.

Nutzen für den Menschen

und das Klima

Während das religiöse Leben der

Bewohner des Voralpenlands

durch die Klöster und Stifte zwischen

Lech, Loisach, Staffel- und

Ammersee bestimmt wurde, richteten

sich Broterwerb und Alltag

nach der Natur. Entsprechend

interessierte man sich in der bäuerlich

geprägten Gegend relativ

wenig für Moore. Wälder waren

als Holzlieferanten und Wiesen als

Weide- und Ackerland viel wichtiger.

Zudem haftete Mooren als

Sitz von allerlei Gelichter ein zweifelhafter

Ruf an. So blieben die

Filze, Moore und Streuwiesen als

Lebensraum für unzählige Arten

erhalten. Zumindest bis ins frühe

19. Jahrhundert.

Achim Rücker ist am Landratsamt

Weilheim-Schongau zuständig für

Moorrenaturierung und weiß, was

damals in den Mooren geschah.

„Im Zuge der Säkularisation wurden

viele Moore im Pfaffenwinkel

— damals im Besitz der Klöster

den Bauern zugeschlagen.“

Man vermaß „handtuchgroße“

Flecken Land und versah sie mit

der Klausel, sie nutzen zu müssen.

Also legte man Gräben an, um

die Grundstücke zu entwässern.

„Moore speichern Unmengen von

Stickstoff und Kohlenstoff, weil das

stehende Wasser jeden Fäulnisprozess

verhindert“, so Achim Rücker.

„Torfmoore wachsen nach oben

und sterben unten ab.“ So wurden

seit der Eiszeit riesige Mengen an

Kohlenstoff im Boden versiegelt —

der beim Trockenlegen in die Atmosphäre

entweicht. „Aus einem

entwässerten Niedermoor entweichen

durchschnittlich 30 Tonnen

CO 2 pro Jahr, aus einem Hochmoor

Ein aufgestauter t Graben im Schechenfilz.

h 15 Tonnen pro Hektar im Jahr — das

entspricht 400 000 Kilometer Autofahrt

pro Jahr.“

Renaturierung

der Moore

Dass die Zahl der intakten Moore

und Filze im Pfaffenwinkel stetig

steigt, ist mit ein Verdienst Rückers.

Im Rahmen des „Klimaprogramm

2050“ der bayerischen Staatsregierung,

die damit für sich beansprucht,

eine Vorreiterrolle beim

Klimaschutz zu übernehmen, sorgt

er sich um Moor-Renaturierungen.

Vor Rücker kümmerte sich die

Landschaftsökologin Cornelia Siuda

um das Thema — jetzt wirkt sie

bei der Regierung von Oberbayern

auf diesem Gebiet.

Vor allem zwischen Iffeldorf und

Seeshaupt sind bereits viele Moore

vollständig renaturiert, im Moment

wird der Schechenfilz-Südteil renaturiert.

Rücker erklärt, wie so

> > > ZUM THEMA

etwas vonstatten geht: „Bei einem

Hochmoor sprechen wir von einer

Torfmasse von bis zu acht Metern

unter den Schuhen — das Ziel ist

es erst einmal, diesen Körper wieder

bis knapp unter die Oberfläche

unter Wasser zu setzen.“ Dazu würden

mit einem speziellen Moorbagger

Schlitzgräben verschlossen

und so das Ablaufen des Wassers

verhindert. „Idealerweise wird

ein vorhandener Torfkörper mit

Dämmen so eingestaut, dass das

Wasser zehn Zentimeter unter der

Mooroberfläche steht. Torf funktioniert

dann wie ein gigantischer

Schwamm.“ Ein intaktes Moor halte

Wasser zurück und gebe es in Trockenzeiten

ab. Zudem sei es wichtig

für die Biodiversität. „Wir haben

festgestellt, dass Tiere, die zum

Überleben ein Moor brauchen, sehr

schnell dorthin zurückkehren.“ Im

Schechenfilz seien sogar schon ein

paar ausgestorben geglaubte Arten

wieder nachgewiesen worden. uc

Hochmoore heißen Hochmoore, weil sie sich aufwölben. In der

Umgangssprache sind sie auch als Filze bekannt; der Experte bezeichnet

sie aufgrund ihrer Speisung als Regenmoore.

Niedermoore entstehen durch Verlandung von Gewässern und

werden vom Grundwasser gespeist.

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märz / april 2017 | 5


Frühere Stauwehranlage wird umfunktioniert

Ein Paradies

für Vögel am Lech

Kinsau | Längst haben Fledermäuse,

Eisvögel, Bachstelzen oder

Uferschwalben die ehemalige

Stauwehranlage bei Kinsau in Beschlag

genommen. Nun bekommen

sie ein neues Dach über ihr

„Paradies“. „Es geht auch darum,

dieses Zeitzeugnis industrieller

Baukunst zu erhalten“, betont

Helmut Linder, der sich seit Monaten

für die Sanierung der beiden

Wehrtürme einsetzt.

Der Vogelfreund ist gerne am Lech

unterwegs. So bemerkte er im

Sommer vergangenen Jahres, dass

die über 100 Jahre alte Stauwehranlage

zu verfallen droht. Zwar ragen

die Betonpfeiler noch mächtig

aus dem Wasser, doch die beiden

Türme zum Regeln der ehemaligen

Wehranlage sind in einem

maroden Zustand. 1992

wurde das neue Kinsauer

Wasserkraftwerk in Betrieb genommen,

kurz vorher wurden die

alten Anlagen still gelegt. Wer den

kleinen Wanderweg am Ufer des

Lechs bis zum Ende geht, der kann

erstaunt feststellen, wie intensiv

sich die Natur in den 25 Jahren

das Areal zurückerobert hat. Wasservögel,

wie Enten und Schwäne,

mögen lieber ruhiges, seichtes

Wasser an einem Stausee. Dagegen

haben Fledermäuse, Eisvögel

oder Uferschwalben in diesem

fließenden Lech-Abschnitt die

Ruinen der Wehranlage auf den

kleinen Inseln für sich entdeckt.

Der Hohenfurcher Helmut Linder

ergriff die Initiative und suchte

nach Firmen oder Sponsoren

für den Bestandsschutz der beiden

Türme. Im Landsberger Zimmerer-

Innungsmeister Reinhard Schuster

fand er einen Unterstützer, der

zusammen mit seinen Auszubildenden

die Dachstühle anfertigte.

Der Spenglermeister Christian

Hein sorgte für eine Verblechung

Nach 25 Jahren hat sich die Natur das Areal um die

ehemalige Stauwehranlage weitestgehend zurückgeholt.

6 | der altlandkreis


der Dächer. „Das sollte jetzt nachhaltiger

sein, als die bisherigen

Dachziegel“, hofft Christian Hein

und damit auf eine möglichst

lange Lebensdauer der sanierten

Türmchen. Beide Handwerker

haben nur die Materialkosten in

Rechnung gestellt, nicht aber die

zahlreichen Arbeitsstunden. Zusammen

mit ein paar helfenden

Jugendlichen und Rentnern hat

Helmut Linder die alten Dächer

abgebrochen, das Mauerwerk

ausgebessert und Nistkästen für

die Vögel vorbereitet. „Wenn man

alle Arbeiten berechnet, hätten

wir Kosten von 10000 Euro stemmen

müssen. Jetzt reduziert es sich

rund die Hälfte“, lobt Linder seine

zahlreichen ehrenamtlichen Helfer.

Die untere Naturschutzbehörde,

der Kraftwerksbetreiber Uniper,

die Gemeinde Kinsau, die VR-Bank

Starnberg-Herrsching-Landsberg

als auch die Kulturstiftung der

Kreissparkasse Schongau sorgten

für finanzielle Unterstützung. Vor

kurzem wurden die beiden Dachstühle

mit einem Spezialkran auf

den Türmen platziert. Wenn alles

fertig ist, möchte Helmut Linder

vielleicht noch eine Vogel-Beobachtungsstation

anbringen — aber

nur, wenn die Wanderer auch

maßvoll mit der idyllischen Natur

umgehen.

rg

Nur mit einem Boot kommt man zum südlichen Turm. Helmut Linder

und seine ehrenamtlichen Helfer waren eifrig bei den Abbrucharbeiten.

Der Initiator Helmut Linder und der Spenglermeister Christian Hein mit

den fast fertigen Dächern für die ehemaligen Stauwehr-Türme.

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märz / april 2017 | 7


Fotograf Philipp Rupprecht

Exklusive Luxus-Schlitten

vor der Linse

Schongau | Ferrari, Porsche,

Lamborghini: Philipp Rupprecht

fotografiert die teuersten und

schnellsten Autos der Welt. Vergangenes

Jahr bekam er sogar

das Rennauto von Formel 1-Weltmeister

Nico Rosberg vor die

Linse. „Mir war erst gar nicht bewusst,

was das eigentlich bedeutet

— bis der 7,5 Tonner endlich

am Ort des Geschehens ankam,

ich die Ladeklappe aufmachte

und das Fahrzeug vor meinen

Augen hatte.“ Dass er an diesem

Tag auch das Saftey Car ablichten

durfte, fast schon Nebensache.

Im Alter von 14 Jahren fing der

Schongauer Maschinenbaustudent

an zu fotografieren. Bereits mit 16

legte er Wert auf Auto-Bilder „mit

etwas höherem Anspruch“. Mit 18

dann die ersten größeren Projekte.

Und seit 2012, seit er für sein

Studium an der Technischen Universität

(TU) nach München zog,

bekam die Intensität seiner Arbeit

als freier Fotograf nochmals

einen kräftigen Schub. „Neue

Leute, neue Kontakte.“ Insbesondere

über das soziale Netzwerk.

Inzwischen spricht Philipp

Rupprecht „von einem 24/7-Job“,

der folgendes beinhaltet: Stets

Kontakte knüpfen, Aufträge annehmen,

viel Reisen, das Fotografieren

an sich und schließlich

die Bilder bis ins kleinste Detail

bearbeiten. „Gut, dass ich mit dem

Studium bald fertig bin.“ Dann hat

der 24-Jährige noch mehr Zeit für

seine große Leidenschaft, die er in

Zukunft hauptberuflich ausüben

möchte.

Erster Großauftrag ein

1 200-PS-Lamborghini

Grundvoraussetzung seiner Arbeit

ist eine Spiegelreflexkamera mit

Vollformatsensor, eine ordentliche

Blitzanlage sowie verschiedenste

Objektive. Manchmal werden auch

Fotos mit 100-Megapixel-Kameras

geschossen. „Je nach Kundenwunsch.“

Ist das Bild im Kasten,

geht es an die Feinarbeit. Philipp

Rupprecht brachte sich die Bildbearbeitung

selbst bei. Er spricht von

Nachbearbeitung, Postproduction

oder Retusche. „Dabei ist wichtig

zu wissen, was man mit den Fotos

erreichen will.“ Sein Wunschmotiv

hat er bereits vorher im Kopf,

wählt die Werkzeuge zur Bearbeitung

dann so, um sein gewünschtes

Resultat zu erreichen. Und das

klappt hervorragend, allein seine

Referenzen sprechen für sich.

Der erste Großauftrag kommt von

einem Fahrzeugveredler aus Bayreuth.

Zielobjekt: Ein Lamborghini

Aventador aus Voll-Carbon. Wert:

1,3 Millionen Euro. Leistung: 1 200

PS! Für die Aufnahmen des Luxus-

Schlittens wurde der Bayreuther

Flughafen zwei Tage gesperrt. Das

wichtigste an diesen Arbeitstagen:

„Höchste Qualität.“ Wobei Philipp

Rupprecht auch bei kleineren Terminen

nichts dem Zufall überlässt.

Sein Motto: „Immer die Arbeit

abliefern, für die man in Zukunft

bezahlt werden will, nicht die, für

die man tatsächlich bezahlt wird.“

Heißt: Auch aus weniger gut bezahlten

Shootings ganzheitlich das

Beste herausholen.

Aufnahmen im

Stile eines Stuntmans

Wie hoch die Gage für den

Schnappschuss des Formel

1-Weltmeister-Autos war? „Das

Thema lassen wir lieber“, sagt







8 | der altlandkreis


Philipp Rupprecht fotografiert die teuersten und schnellsten Autos der Welt.

märz / april 2017 | 9


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2017

... g‘heirat werd!

Philipp Rupprecht und grinst.

Fakt ist, er hängt sich für seine

Arbeit so richtig rein, riskiert ab

und an Kopf und Kragen im Stile

eines Stuntmans. Nicht für Rosberg

und Mercedes, sondern für

Porsche. Es ging um einen Macan

Turbo, den er ungesichert

aus dem Kofferraum eines vorausfahrenden

Macans festhielt —

bei 130 km/h, im Drift, am Abgrund

entlang und auf einer rauen

Schotterpiste. Tatort war die marokkanischen

Wüste. Dabei sich

und die sündteure Kamera fest

im Griff zu haben, eine technische

und sportliche Meisterleistung.

An dieser Stelle erinnert sich

Philipp Rupprecht an eine weitere

actionreiche Geschichte aus seiner

noch jungen Fotografen-Karriere.

Jene, als er einen Werkstestfahrer

eines italienischen Autoherstellers

als Beifahrer begleiten durfte.

„Wir sind um Kreisverkehre

gedriftet und mit 250 km/h über

leichte Bodenwellen gesprungen.“

Das alles auf einfachsten

Landstraßen. Als Rupprecht den

Fahrer nach möglichen Problemen

mit der Polizei frägt, bekommt er

als Antwort nur ein verschmitztes

Grinsen. Abenteuer pur, das Leben

eines Auto-Fotografen, der

allerdings nicht immer nur Autos

fotografiert.

Ohne Netzwerk bringt

die beste Arbeit nichts

Zu seinen Werken zählen mittlerweile

auch Skidoos, aufgenommen

in Lappland bei minus 33

Grad. Und ein Luxus-Schlitten auf

hoher See, genaugenommen die

„Motoryacht ARROW 460 Granturismo“

im Mercedes-Style, abgelichtet

an der Cote d’Azur, Monaco.

Das sind so Orte, an denen Philipp

Rupprecht Augen und Ohren

besonders weit aufsperrt. „Ohne

Netzwerk bringt dir die beste Arbeit

nichts“, sagt er. Und direkter,

persönlicher Kontakt kommt

letztlich doch besser an als

eine Anfrage über Facebook,

Twitter oder Instagram. Dazu

braucht es zwar mehr Mut,

aber den hat der Schongauer

in jedem Falle. 2015 flog

er für Porsche nach New

York. Im Flieger traf er zufällig

den Vorstand von Lamborghini.

Er spricht ihn an,

kommt mit ihm ins Gespräch

und landete so im heißbegehrten

R&D Department

von Lamborghini. Das befindet

sich übrigens

nicht in New York,

sondern im beschaulichen

Sant’

Agata, einer kleinen

italienischen

Gemeinde bei Bologna

— ein weiterer

idealer Ort,

um die schnellsten

und teuersten

Autos der Welt zu

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Auch „Luxus-Schlitten auf hoher See“ zählen zum Portfolio des Fotografen.

10 | der altlandkreis


„Immer die Arbeit

abliefern, für die man in

Zukunft bezahlt werden

möchte". Philipp

Rupprecht überlässt

nichts dem Zufall, wie

man unschwer an seinen

Bildern erkennt.

www.altlandkreis.de














märz / april 2017 | 11


TiP — Therapie im Pfaffenwinkel

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Pfaffenwinkel I Mit gierigen Schlucken

zieht das Kalb mithilfe einer

Gummizitze die Milch aus dem

Blecheimer. Fest stemmen sich die

noch wackeligen Beine des Tieres

dabei in den Boden, um nur ja keinen

Tropfen der leckeren Flüssigkeit

zu verpassen. Der angehende

Landwirt Sven muss den Eimer gut

festhalten, sonst erobert ihn das

Kalb. Er lacht. Nicht wenige dieser

Geschöpfe hat er bereits bei ihrem

Eintritt ins Leben begleitet, oft

nachts, im Kuhstall.

Dass Sven eine Ausbildung zum

Landwirt begonnen hat, mag auf

den ersten Blick nichts Besonderes

sein. Lässt man den 26-jährigen

seine Geschichte erzählen, dann

aber doch. Es ist noch gar nicht

so lange her, da bestimmten Drogen

das Leben des jungen Mannes.

„Ich habe mit 16 Jahren damit

angefangen“, erzählt Sven. „Mit

18 bin ich dann auf harte Drogen

umgestiegen.“ Ein normales Leben

war da nicht mehr möglich.

Sieben Jahre bestimmte die Sucht

den Alltag, es folgten Ausstiegsversuche.

Zwei Therapien und insgesamt

sechs Entgiftungen sprechen

davon. Schließlich erzählte ihm

ein Freund von TiP, einer Maßnahme

der sozialen Rehabilitation für

suchtkranke Menschen mit Sitz in

Dießen. TiP bedeutet Therapie im

Pfaffenwinkel. Dahinter verbirgt

sich eine Maßnahme mit eigentlich

simplem Konzept, das sich

dennoch äußerst konträr für die

Süchtigen gestaltet. Denn im Rahmen

der Maßnahme verbringen

sie rund neun Monate auf einem

Bauernhof, arbeiten in den landwirtschaftlichen

Betrieben Seite

an Seite mit dem Bauer und dessen

Familie. Ein fest strukturierter

Tagesablauf hilft ihnen dabei, nach

der Entgiftung einem möglichen

Suchtdruck standzuhalten — und

das Leben überhaupt wieder in

normale Bahnen zu bringen.

Strukturierter Tagesablauf

als Herausforderung

Sven ist einer von ihnen. Der aus

Franken stammende junge Mann

ist seit mehr als neun Monaten in

einem Familienbetrieb in Marnbach

zuhause und kümmert sich

um die Kühe und die Feldarbeit. Die

Bezeichnung „zuhause“ kann man

bei ihm getrost ansetzen, denn, so

sieht es derzeit aus, wird Sven dem

Hof auch nach seiner Therapiezeit

als landwirtschaftliche Kraft erhalten

bleiben. Momentan absolviert

er eine Ausbildung zum Landwirt,

denn über seinen Aufenthalt in

der Familie und am Hof hat er die

Arbeit eines Bauern schätzen und

lieben gelernt. Dabei war der Start

in Marnbach alles andere als leicht

für ihn. „Die ersten beiden Wochen

waren sehr anstrengend“, erinnert

sich der 26-Jährige und blickt dabei

zu Altbäuerin Annemarie. Anstrengend

— das bedeutet für einen

ehemaligen Süchtigen wie Sven,

erst einmal zu funktionieren, einen

Tagesablauf überhaupt durchzustehen.

In Annemarie und Josef,

ihrem Sohn, hat Sven so etwas

wie Zieheltern gefunden, die das

Potential des jungen Mannes erkannten

und ihm bereitwillig eine

Chance gaben. Mittlerweile hat

sich ihr Zögling bestens integriert,

ist Mitglied bei der Marnbacher

Dorfjugend und beim Jungzüchterverein

Weilheim geworden. „Wir

finden ihn guad“, sagt Annemarie.

Sie kann sich nur wundern,

wie bekannt er mittlerweile in der

Gegend ist. „Wenn wir mit ihm unterwegs

sind, grüßt ihn fast jeder“,

lacht die Bäuerin. Dennoch kann

man in ihrem liebevoll-neckischen

Umgangston auch die Härte des

bäuerlichen Alltags erkennen. Ein

Hof ist ein Wirtschaftsunternehmen,

da bleibt nicht viel Raum für

Romantik. So muss auch ein weiteres

Mitglied in der Familie, wie es

Sven darstellt, seine Arbeit erledigen,

muss funktionieren und darf

keine Unruhe hineinbringen.

Keiner wird

allein gelassen

Zum Start seines neuen Lebens für

die nächsten neun Monate ist Sven

damals von Jochen Griek begleitet

worden. Griek ist Soziologe und

Einrichtungsleiter bei Prop e.V.,

einem Verein für Prävention, Jugendhilfe

und Suchttherapie. Unter

dem Dach von Prop ist TiP zu

finden, die Maßnahme, die Sven

bisher durchlaufen hat. Derzeit

kann TiP auf 23 Hoffamilien in den

Landkreisen Landsberg, Garmisch,

Svens Herz

gehört den

Tieren.

12 | der altlandkreis

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Weilheim-Schongau, Bad Tölz und

Oberallgäu zugreifen, belegt mit

Klienten sind derzeit 12. Um es

den Süchtigen leichter zu machen,

weiß keiner von ihnen, wo der

nächste Hof zu finden ist. Auch die

Post läuft über das Maßnahmebüro

in Dießen. Das dient auf beiden

Seiten dem Schutze, dem des Klienten,

aber auch der Hoffamilie.

Weiter wird alles, was Suchtdruck

auslösen kann, erst einmal von

ihnen ferngehalten. Das bedeutet

zunächst Kontaktverbot mit der Außenwelt

und Ausgangsverbot für

die nächste Zeit, auch Handy und

Internet sind tabu. Allein werden

die Hoffamilien dabei nicht gelassen,

ebenso nicht die Süchtigen.

Einmal die Woche, bei Bedarf auch

öfter, kommt Jochen Griek oder

einer seiner Kollegen auf den Hof

und bespricht alles Anfallende, alle

Sorgen, aber auch die Fortschritte.

13 Klienten durchlaufen in etwa pro

Jahr die Maßnahme, fünf bis sechs

von ihnen in der Nachbetreuung.

Natürlich straucheln manche von

ihnen auf dem Weg zum Ziel, auch

das gehört zum Suchtbild dazu.

Sucht ist eine Krankheit, süchtig

bleibt man ein Leben lang. Einen

suchtfreien Weg kann man lernen,

doch gehen müssen ihn die Klienten

bis zum Schluss. Wer abbricht,

hat dennoch Chancen, erneut bei

TiP einzusteigen.

Aufmerksam werden Klienten auf

TiP über Drogenberatungsstellen

oder Entgiftungseinrichtungen,

oftmals ist es die Alternative zum

Gefängnis. Dennoch muss eine

Maßnahme wie diese regelrecht

um Klienten „werben“, denn eine

bestimmte Fallzahl braucht TiP, um

fortbestehen zu können.

„Echtes“ Verhältnis

zur Hoffamilie

Auf der Fahrt zur nächsten Hoffamilie

erzählt Jochen Griek, dass

es auch für die Hoffamilien Phasen

gebe, wo über ein Aussetzen

oder gar Ausstieg aus der Maßnahme

nachgedacht wird. Dann

muss das Prop-Team auch hier

Überzeugungsarbeit leisten. „Die

Hoffamilien erhalten keinerlei finanziellen

Aufwand für ihre Teilnahme“,

erklärt der Soziologe. Kost

und Logie für den Klienten gehen

zulasten der Landwirte — dafür

haben sie die nächsten neun Monate

eine Arbeitskraft am Hof, die

zu den täglich anfallenden Arbeiten

herangezogen werden kann.

Das heißt, im Falle von Sven, Aufstehen

um 5.30 Uhr morgens, um

die Kühe zu versorgen. Jeden Tag.

Das Verhältnis zwischen Familie

und Klient ist deshalb echt“, sagt

Jochen Griek. Denn keiner von beiden

Seiten kann so auf Kosten des

anderen profitieren.

Anders als bei Sven, der mitten in

Marnbach auf einem Hof Platz gefunden

hat, muss man weit ins Hinterland

von Peißenberg fahren, um

Stefan zu besuchen. Der 33-jährige

Ansbacher ist auf dem Hof von

Hartmut und Geli gelandet, der

nächste Ort liegt deutlich entfernt.

Auch er hat eine klassische Drogenkarriere

vorzuweisen, ist bereits

mit 16 Jahren auf harten Stoff

umgestiegen. 2015 endete sein

Weg in der ersten von vier Haftanstalten.

Zum ersten Mal seit knapp

16 Jahren war er wieder nüchtern,

eine Erfahrung mit Nachbeben.

Schon zu dieser Zeit lernte er über

eine andere Maßnahme den eigenen

Wert wieder kennen. Durch

das Leonhardi-Projekt, das er in

der Haftanstalt Stadelheim durchlief,

kam wohl auch der Wille zum

Durchhalten in ihm hoch. Auch er

erfuhr über einen Bekannten von

TiP, und bewarb sich für einen

Platz in der Maßnahme. Er wurde

genommen, der Druck war dennoch

groß. „Mir flatterte das Herz

auf dem Weg dorthin. Würde mich

die Familie mögen? Werde ich

durchhalten?“, erinnert er sich. Zu

einer elementaren Erfahrung kam

es gleich zu Beginn. „Die Bäuerin

Geli schob mir gleich einen Teller

mit Essen hin“, sagt Stefan und

> > > ZUM THEMA

seine Augen leuchten noch ob der

Erinnerung daran, „es gab Schinkennudeln.“

Der Bann war gebrochen.

Als er danach seine Hilfe zum

Schnee schaufeln anbot, sollte der

erste, womögliche Vorbehalt vollends

verschwinden.

Stefan musste den Umgang mit

den Tieren regelrecht erlernen,

wie er erzählt. Kühe mit einem

Stock in den Stall zu treiben, etwa.

Oder seine Dominanz im Umgang

mit störrischen Vierbeinern zeigen.

„Ich hätte doch am liebsten alle

Kühe nur gestreichelt“, erinnert er

sich lachend. Zwischenzeitlich sind

vier Wochen Maßnahme vorbei,

und der junge Vater einer 13-jährigen

Tochter hat sich weitestgehend

eingelebt. Er selbst gibt freimütig

zu, dass ihn der Alltag schon noch

überfordert. Kürzlich ging er mit

seiner TiP-Betreuerin einkaufen.

Auch da zitterte er am ganzen

Körper, wie er sich erinnert. Der

normale Alltag will gelernt sein,

wenn alles vorher in geregeltem

Haftvollzug ablief. Auch darin

sieht er eine Stärke in TiP. „Man

wird nicht aus einer stationären

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Kontakt über Prop Aufnahme und Therapievermittlung

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In Landwirt Hartmut (li.) hat Klient

Stefan einen großen Unterstützer

seines Weges gefunden.

Therapie in die Freiheit geworfen,

sondern bekommt eine Begleitung

an die Seite“, erklärt er. Anders als

bei Sven wird es Stefan nach den

so seine Hoffnung — durchgezogenen

neun Monaten Maßnahme

nicht am Hof halten. Der gelernte

Rundstricker möchte zurück in

seine alte Heimat, schon seiner

kleinen Tochter zuliebe. Auch hier

kann er auf die Unterstützung des

TiP-Teams vertrauen. Wenn es bei

ihm soweit sein wird, begleiten ihn

versierte Fachleute auf den Weg

zurück in den 1. Arbeitsmarkt. Ob

er dort wirklich Chancen haben

wird? Jochen Griek lächelt. „Wer

das Arbeitsleben eines Landwirtes

neun Monate durchlaufen hat,

kann wohl Durchhaltevermögen

nachweisen“, erklärt er.

rp

märz / april 2017 | 13


14 | der altlandkreis


Bauen

Wohnen

Energie

Aus dem Inhalt

Seite

Der Kreishandwerksmeister spricht . . . . 17

Geld zurück! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Steigtechnik aus Peißenberg . . . . . . . . . . 24

Wechner-Wärmepumpen . . . . . . . . . . . . 26

Altbau-Sanierungen . . . . . . . . . . . . . . 28

Holzhäuser mit heilender Kraft . . . . . . . . . . 30

Notstrom für daheim?. . . . . . . . . . . . . . . . 33

Solare Energie effektiv nutzen . . . . . . . . . 36

50 Jahre M. Haseitl . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

märz / april 2017 | 15


BEDEUTENDE BAUWERKE

M. HASEITL

16 | der altlandkreis


Auf der Roten Couch

Der Ober(land)-Handwerker

An der Basis: Kreishandwerksmeister

Stefan Zirngibl auf der Roten Couch

vor der Esse in seiner Bau- und Kunstschlosserei

in Weilheim.

Foto: Johann Jilka

märz / april 2017 | 17


Weilheim | Seit 2009 ist Stefan Zirngibl

Kreishandwerksmeister für das

Oberland. Zusätzlich fungiert er als

Kreisrat und Mitglied des Weilheimer

Stadtrates. Und ganz nebenbei

führt er noch eine eigene Bau- und

Kunstschlosserei. Wobei er hier

mittlerweile auf tatkräftige Unterstützung

zählen kann, schließlich

ist Tochter Julia vor knapp zehn

Jahren in den Betrieb eingestiegen

und soll ihn irgendwann — ganz

klar — auch übernehmen. So wie

Stefan Zirngibl 1989 von seinem

Vater Richard.

Für hochwertige Handwerksarbeit

möchte er mit seiner Schlosserei

stehen. Als Kreishandwerksmeister

dafür, dass hochqualifizierte Handwerker

in der Region ausgebildet

werden. Die neue Berufsschule in

Weilheim passt da gut ins Bild.

„Ein Leuchtturmprojekt“, wie Zirngibl

es nennt. Im „altlandkreis“-

Interview auf der Roten Couch

spricht der 56-Jährige über seine

Ehrenämter, das Handwerk in der

Region und darüber, was er sich

von der neuen Berufsschule verspricht.

Stefan Zirngibl, wie wird man eigentlich

Kreishandwerksmeister

und welche Aufgaben erwarten

einen?

Normalerweise wird ein Obermeister

einer Innung Kreishandwerksmeister.

Gewählt wird er

von der Vollversammlung der jeweiligen

Kreishandwerkerschaft.

Ich bin es als „Seiteneinsteiger“

geworden, als mein Vorgänger

Peter Sprenger einen Nachfolger

suchte. Ehrenamtlich komme ich

eigentlich aus der Kommunalpolitik,

was ich persönlich als Vorteil

ansehe, wenn ich die vielfältigen

Aufgaben betrachte. Alle Aufgaben

aufzuzählen würde den Rahmen

völlig sprengen. Es geht um Netzwerkarbeit,

um das Verknüpfen

aller öffentlichen Einrichtungen,

soweit sie Belange des Handwerks

berühren: Landratsämter, Gemeinden,

Schulen, Arbeitsagentur,

AOK, Handwerkskammer für München

und Oberbayern, Sparkassen,

Handwerksinnungen bis hinein

in die einzelnen Betriebe. Es gibt

praktisch kein für das Handwerk

relevantes Thema, das nicht über

kurz oder lang bei mir aufschlägt.

Wie lange dauert Ihre Amtszeit

noch an und werden Sie die Aufgabe

erneut übernehmen?

Meine zweite Amtszeit dauert noch

bis etwa April 2019. Dann bin ich

zehn Jahre Kreishandwerksmeister.

Wenn mich meine Handwerker

und vor allem meine Obermeister

noch einmal fünf Jahre ertragen

und auch bei mir alles in Ordnung

ist, werde ich mich erneut um dieses

Ehrenamt bewerben.

Neben Berufsalltag und der Tätigkeit

als Kreishandwerksmeister,

sind Sie ferner im Weilheimer

Stadtrat sowie im Kreistag vertreten

— reichlich viele Ehrenämter.

Wie bekommt man das unter einen

Hut?

Offen gesagt: keine Ahnung. Könnte

ich mich nicht so sehr auf meine

Frau Anschi und meine Tochter Julia

verlassen, würde es sicher nicht

gehen. Zugegeben, es gibt schon

Momente, in denen es wirklich viel

ist. Dann muss ich auch mal einen

Termin absagen oder verschieben,

denn zuerst kommt die eigene Firma

und natürlich die Familie. Aber

auch nach so vielen Jahren machen

mir die Ehrenämter immer noch

sehr viel Spaß. Durch den engen

Kontakt mit vielen, völlig unterschiedlichen

Menschen lerne ich

jeden Tag etwas dazu. Ehrenamt ist

für mich nach wie vor eine Bereicherung

meines täglichen Lebens.

Gibt es bei so vielen Ämtern mitunter

Interessenskonflikte oder kann

man das gut trennen?

Ja, die gibt es. Man muss sich jeden

Tag in Erinnerung rufen, dass

man im öffentlichen Leben steht.

Jede Gruppe, mit der ich bei den

verschiedensten Anlässen zu tun

habe, tickt etwas anders. Alle haben

eine eigene, auch persönliche

Befindlichkeit. Oft muss ich, wenn

ich mehrere verschiedene Termine

hintereinander habe, ein paar Minuten

nachdenken: mit wem spreche

ich, was ist das Ziel und der

Zweck des Gesprächs. Wenn man

das nicht schafft, wird man in diesen

Ämtern keinen Erfolg haben.

Stehen Sie in Ihrer Bau- und Kunstschlosserei

eigentlich selbst noch

an der Esse?

Ja, sogar wieder mehr als noch

vor ein paar Jahren. Ich arbeite

gerne in meiner Werkstatt und es

bereitet mir immer noch große

Freude, abends ein gelungenes

Werkstück fertig zu haben. Tief in

mir bin ich immer noch Handwerker.

Am schönsten ist natürlich die

gemeinsame Arbeit mit meiner

Tochter, da schlägt das Vaterherz

schon höher.

Immer mehr Schulabsolventen entscheiden

sich für ein Studium oder

eine weiterführende Schulausbildung

und gegen eine handwerkliche

Ausbildung. Wie beurteilen Sie

diese Entwicklung?

Ich möchte das kurz an einem

Beispiel festmachen: Als wir 2010

erstmals über den Neubau der Berufsschule

Weilheim diskutierten,

hat das bayerische Landesamt für

statistische Daten prognostiziert,

dass wir bis 2020 rund 20 Prozent

Lehrlinge verlieren werden.

Damals bin ich fürchterlich erschrocken,

denn wie soll ich dem

Kreistag die Notwendigkeit einer

so teuren Baumaßnahme wie die

Berufsschule erklären, wenn unsere

Lehrlingszahlen angeblich so

stark fallen? Ich habe mich umgehend

mit meinen Obermeistern

besprochen und wir haben uns

in den darauffolgenden Jahren

die Hacken abgelaufen, um mehr

Lehrlinge in unsere Werkstätten

zu bekommen. Das war ein großes

Stück Arbeit, aber es hat sich

gelohnt. Zunächst war es ziemlich

18 | der altlandkreis

land


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Gewusst wie: Wenn Stefan Zirngibl ibl über seine Arbeit spricht, wie hier

mit „altlandkreis“-Redakteur Tim Schmid, ist er in seinem Element.

zäh, aber 2015 haben wir schon

einen bemerkenswerten Zuwachs

verzeichnen können und 2016

war dann wirklich gut. Die Kreishandwerkerschaft

Oberland lag

um etwa sechs Prozent über dem

oberbayerischen Durchschnitt. Das

heißt, dass wir insgesamt etwa

1 000 Lehrlinge in unseren Betrieben

ausbilden. Zur Verdeutlichung

ein kleines Beispiel: Wir haben bei

den Maurern und Zimmerern mittlerweile

je drei Eingangsklassen

im ersten Ausbildungsjahr. Dieses

Jahr müssen wir unsere Freisprechungsfeier

Maurer/Zimmerer, die

wir immer gemeinsam gemacht

haben, erstmals teilen, weil wir

die Leute nicht mehr in einem Saal

unterbringen. Ich will noch nicht

von einer Trendwende sprechen,

aber im gemeinsamen Miteinander

sind wir auf einem guten Weg.

Und das ist auch berechtigt ...

... warum?

Nicht nur, weil das Handwerk nach

wie vor einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche

ist, sondern insbesondere

aus folgenden Gründen:

Ständige Abwechslung in der

täglichen Arbeit, das gute Gefühl,

abends wirklich etwas geschaffen

zu haben, Arbeiten am Wohnort

in der Heimat, kleine Firmen mit

familiärem Umfeld, Arbeiten in

kleinen Gruppen — sozusagen mit

Freunden. Vor allem aber auch

die Arbeit in inhabergeführten

Betrieben, die nicht beim ersten

Anlass Mitarbeiter entlassen.

Kurzum: Sicherheit. Was will man

heute mehr? Außerdem sind die

Aufstiegschancen beachtlich. Mit

der abgeschlossenen Facharbeiterprüfung

und ein paar Jahren

Gesellenerfahrung ist der Weg

zur Meisterschule offen. Danach

Selbstständigkeit oder aber auch

die Berechtigung, an einer Hochschule

zu studieren. Nur wenige

wissen, dass unsere Handwerksbetriebe

zu etwa 15 Prozent von Ingenieuren

geführt werden. Handwerk

ist keine Sackgasse, sondern

die Zukunft. Irgendwer muss die

Dinge ja auch fertigen, die an den

Reißbrettern entstehen. (schmunzelt)

Die positive Tendenz in der Region

haben Sie bereits angesprochen.

Entgegen dem Trend hat es

im Landkreis Weilheim-Schongau

einen Zuwachs an Handwerksbetrieben

und auch einen Anstieg der

Lehrlingszahlen im Handwerk gegeben

(Jahr 2015). Warum?

Wie schon erwähnt, war es eine

Gemeinschaftsleistung der Obermeister

und meiner Handwerksmeister,

die sich weit über das

normale Maß hinaus engagiert

haben. Und ein bisschen etwas

habe ich dazu vielleicht auch

beigetragen. Man muss sich nur

einmal überlegen, was es für einen

selbstständigen Handwerksmeister

bedeutet, sich einen oder

mehrere Nachmittage in eine Berufsmesse

zu stellen, im Prüfungsausschuss

tätig zu sein oder eine

Ausstellung der Gesellenstücke zu

betreuen. Alles kostet wahnsinnig

viel Zeit, während sich die Arbeit

daheim nicht von alleine macht.

Handwerk muss man leben, es

spürbar und glaubwürdig verkörpern.

Dann springt auch der

Funke auf die Menschen über. Der

positive Trend der Lehrlingszahlen

aus 2015 hat sich 2016 fortgesetzt.

Ich bin zuversichtlich, dass sich

auch das Jahr 2017 sehen lassen

kann.

Sie sagten einmal, dass „die Erfolgschancen,

die die berufliche

Bildung nah der Heimat bietet,

vielen jungen Menschen und ihren

Eltern zu wenig bekannt sind“.

Was wird Im Landkreis Weilheim-

Schongau unternommen, dass sich

dieser Zustand ändert?

Unser Landkreis, aber auch Garmisch-Partenkirchen,

sind hier

auf einem guten Weg. Ich denke

an die Ausbildungsmessen und

das generell riesengroße Engagement

im Wirtschaftsbereich auf

den unterschiedlichsten Ebenen.

Vor allem auch an die Bereitschaft

des Kreistages, eine nagelneue

Berufsschule zu bauen. Ich spüre

tagtäglich die hohe Wertschätzung

gegenüber uns Handwerkern. Die

Situation, oder besser die Gemütslage

der Eltern und der jungen

Menschen, sich für eine berufliche

Ausbildung zu entscheiden, ist

etwas komplexer. Oft wird bereits

in der dritten oder vierten Klasse

seitens der Eltern entschieden,

„mein Kind soll es einmal besser

haben, und soll aufs Gymnasium

oder wenigstens auf die Realschule

gehen“. Wir Handwerksmeister

versuchen, bereits in der Grundschule

aufzuzeigen, dass auch eine

berufliche Ausbildung viele Vorteile

hat und der Weg auf die Uni

deshalb ja nicht verbaut ist. Gerade

Buben, die oft in diesem Alter etwas

später dran sind, können sich

in einer Lehre selbst finden und

dann, wenn der Knoten geplatzt

ist, immer noch ein Hochschulstudium

anstreben — sofern das ihr

Wunsch ist. Das Erlernte in einem

Handwerksbetrieb kann ihnen niemand

nehmen.

Rund 850 Unternehmen sind in der

Kreishandwerkerschaft Oberland

integriert. Welche konkreten Vorteile

hat ein Betrieb im Altlandkreis,

wenn dieser Ihrer Organisation

angehört?

Jeder Handwerksbetrieb hier

im Landkreis ist Pflichtmitglied

bei der Handwerkskammer für

München und Oberbayern. Die

Mitgliedschaft in einer Innung

und damit in der Kreishandwerkerschaft

Oberland ist hingegen

freiwillig. Im Tagesgeschäft ist es

häufig so, dass Probleme oder

Fragen auftauchen, die der Handwerksmeister

nicht ohne weiteres

rechtssicher beantworten kann.

Natürlich steht der Weg zur Handwerkskammer

immer offen. Aber

für meine Betriebe ist es einfach

und bequem — sicher auch familiär

— in der Geschäftsstelle meiner

Kreishandwerkerschaft anzurufen

und nachzufragen. Mein

Geschäftsführer und die Damen

in der Geschäftsstelle freuen sich

auf die Anliegen und bieten in der

Regel schnell, unbürokratisch und

kompetent eine Lösung an. Es ist

die Nähe zu unseren Mitgliedern,

die uns auszeichnet.

Was würden Sie sagen, zeichnet

die Branche insbesondere im Altlandkreis

aus?

Die Besonderheit liegt sicher in

der Verschmelzung der beiden

Altlandkreise Schongau und Weilheim.

In meinem kommunalpo-

märz / april 2017 | 19

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litischen Ehrenamt erinnere ich

mich noch gut an die jahrelangen

Auseinandersetzungen der

Schongauer und Weilheimer. Die

Kreishandwerkerschaften Weilheim

und Schongau, und auch

Garmisch, haben ja bereits vor der

Gebietsreform fusioniert. Für uns

Handwerker war das nie ein Problem.

Wir ticken einfach gleich. Die

Politiker haben da etwas länger

gebraucht. Wenn ich allerdings das

Miteinander im Kreistag betrachte,

die vielen Freundschaften, die ich

im Laufe der Jahre mit Schongauern

schließen durfte, die auch bei

schwierigen Themen halten — das

ist etwas ganz besonderes. Wenn

die großen Themen im Handwerk

einmal auf einem guten Weg sind,

dann möchte ich als Kreishandwerksmeister

versuchen, noch

näher an die Schongauer Kollegen

heran zu kommen, um den Wirtschaftsbereich

Handwerk im Landkreis

noch stärker zu machen.

Sie arbeiten seit 1976 in der eigenen

Bau- und Kunstschmiede. Seit

1986 tragen Sie den Meistertitel.

Wie hat sich Ihrer Meinung nach

das Handwerk generell in den letzten

Jahrzehnten entwickelt?

Wenn ich die Grundwerte der

Handwerker oder des Handwerks

betrachte, gilt heute das gleiche

wie früher: Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit,

Pünktlichkeit, Miteinander

und vieles mehr. Ohne

diese eigentlich ganz allgemein

geltenden Tugenden funktioniert

Handwerk in unseren meist kleinen

Betrieben überhaupt nicht.

Die fachlichen Anforderungen, die

Komplexität der Leistungen, der

Anspruch der Kunden haben sich

allerdings gravierend verändert.

Wenn ich heute die Ausbildungsinhalte

betrachte, ist unglaublich

viel dazu gekommen. Ich denke

hier an Computer gestützte Maschinen

oder die Entwicklung im

Kraftfahrzeugbereich. Dafür haben

wir aber bestens ausgebildete

Meister, und außerdem kann man

Genau hingesehen: h Stefan Zirngibl ibl blickt hinsichtlich i htli h der Lehrlingssitu-

it

ation im Handwerk optimistisch in die Zukunft.

auch heute noch alles lernen,

wenn man will und Interesse hat.

Hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung

und Wertschätzung gegenüber

dem klassischen Handwerk

etwas verändert?

Ich meine schon. Die Menschen

legen wieder mehr Wert auf Qualität

und damit auf Nachhaltigkeit.

Sicher kann man heute im Baumarkt

einen Stuhl, Tisch oder eine

Gartentüre für 2,50 Euro kaufen.

Aber ob man daran lange Freude

hat? Es ist zum Teil ein solches

„Glump“, dass sich nicht einmal

eine Reparatur lohnt, wenn sie

denn überhaupt möglich ist. Und

das kommt heute bei den Menschen

wieder wesentlich stärker

ins Bewusstsein.

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit

gibt es für einige Branchen

innerhalb des Handwerks den sogenannten

„Meisterzwang“, für

andere nicht. Warum die Unterschiede?

Offiziell heißt es „Meistervorbehalt“,

aber ich weiß, was Sie

meinen. Die EU sieht im Meistervorbehalt

eine Beschränkung des

Marktzugangs anderer Firmen

auf den deutschen Auftragsmarkt.

Den Meistervorbehalt und damit

verbunden die duale berufliche

Ausbildung gibt es — abgesehen

von einigen Ausnahmen — nur bei

uns. Die ganze Welt lobt uns für

diese berufliche Ausbildung und

versucht zunehmend, dieses System

zu kopieren. Nur die EU kapiert

das irgendwie noch nicht so

richtig. Und so hat man vor Jahren

begonnen, die Handwerksordnung

zu novellieren, wie man so

schön sagt. Trotz heftiger Gegenwehr

unserer Handwerksverbände

ist es nicht gelungen, für alle

Handwerke den Meistervorbehalt

zu erhalten. So muss man heute

beispielsweise als Fliesenleger

keinen Meisterbrief mehr haben.

Gibt es unmittelbare Auswirkungen?

Ja, und zwar gravierende. Denn

ohne Meisterbrief ist man nicht

berechtigt, auszubilden. Die Folgen

sind immer weniger wirkliche

Facharbeiter in den betroffenen

Berufen. Die zurückgehende Qualität

der Leistung und der Verlust des

„gewusst wie“ wird uns in absehbarer

Zeit „auf die Füße fallen“.

Seit 2008 ist Ihre Tochter Julia in

den Betrieb eingestiegen und die

Bau- und Kunstschlosserei Zirngibl

damit bereits in der dritten Generation.

Sind Sie besonders stolz?

Ja, sehr. Wobei das nicht so sehr

mein Verdienst ist. Julia hatte ja

bereits eine Lehre als Rechtsanwalts-

und Steuerfachgehilfin

erfolgreich abgeschlossen. Eines

Tages ist sie gekommen und hat

gesagt, dass sie diesen Job nicht

den Rest ihres Lebens machen

will. Sie will Schlosser werden. Ich

sagte ihr, dass sie spinnt. Aber sie

meinte dann nur, dass sie dann

halt woanders lernt. Ich wollte

dann aber doch, dass sie lieber zu

mir kommt und mittlerweile ist sie

Meisterin und Schweißfachfrau.

Arbeiten ohne Julia kann ich mir

heute nicht mehr vorstellen.

Die neue Berufsschule im Weilheimer

Norden mit voraussichtlich

rund 65 Millionen Euro Kosten ist

nicht nur das teuerste Projekt in

der Geschichte des Landkreises,

sondern durchaus auch umstritten.

Für Sie als Kreishandwerksmeister

dennoch alternativlos?

Ich mag das Wort „alternativlos“

eigentlich nicht besonders. Es gibt

immer eine Alternative, wobei im

Bezug auf die neue Berufsschule

jede eine schlechte wäre. Hier

geht es um die Notwendigkeit! Ich

möchte jetzt nicht im Detail auf die

Ausstattung und die Räumlichkeiten

in der alten Berufsschule

eingehen. Aber es haben sich in

den letzten Jahren ja nicht nur

die fachlichen Anforderungen

verändert und erweitert. Auch

die Unterrichtskonzepte hin zu

einem praktisch und theoretisch

integriertem Unterricht gehen in

eine zukunftsweisende Richtung.

Wenn wir den Wirtschaftsbereich

Handwerk in unserem Landkreis,

im Oberland, überhaupt erhalten

oder sogar stärken und ausbauen

wollen, dann geht an dieser

neuen modernen Berufsschule gar

kein Weg vorbei.

Und die Kritik?

Bei so einem aufwändigen Bauvorhaben

ist es kein Wunder, dass

es Kritik gibt. Aber wir bauen

hier nicht nur Klassenräume. Wir

bauen hier auch eine Vielzahl an

Werkstätten oder Computerräumen.

Die Dimension des Gebäudes,

der Westflügel wird etwa 160

Meter lang, ist dann doch schon

eine Wucht. Dass bei so einer Investition

diskutiert wird, ist auch

klar. Aber wir sind auf einem guten,

wenn auch sicherlich noch

weiten Weg. Am Ende werden wir

alle stolz sein, solch eine tolle Berufsschule

in unserem Landkreis

zu haben. Was mir persönlich als

Kreishandwerksmeister immer

ein wenig weh tut: Es gibt immer

wieder Zeitgenossen, die meinen,

solch ein Projekt auf dem Altar

des politischen Populismus opfern

zu wollen, aber nicht bereit,

willens oder in der Lage sind,

sich an den sachlichen Diskussionen

zu beteiligen. Das Handwerk

hier im Oberland braucht diese

Berufsschule dringend. Und ich

hab noch einige Ideen, was wir

noch alles machen könnten. Das

darf ich aber jetzt noch gar nicht

sagen.

Sind Sie als Kreishandwerksmeister

in die Pläne involviert?

Ich war von Anfang an in alle

Diskussionen, Gespräche und

Planungsbereiche eingebunden.

Es gibt bei diesem Projekt nichts,

bei dem ich mich nicht einbringen

konnte oder durfte. Und auch

wenn ich über eine gewisse Erfahrung

mit solchen Dingen verfüge,

habe ich bei diesem Leuchtturmprojekt

für unseren Landkreis wieder

viel gelernt.

Diskussionen gab es schon lange

im Vorfeld des Baus rund um „abgespeckte

Pläne“. Welche Aspekte

fi elen den „Kürzungen“ zum Opfer,

die Sie gerne im neuen Berufsschulzentrum

integriert gesehen hätten?

Offen gestanden, haben wir nach

meiner Lesart nicht „abgespeckt“

um der Reduzierung willen. Das

hat so einen Beigeschmack von billig

Bauen, was wir nicht tun werden.

Sicherlich haben wir Flächen

reduziert, aber in erster Linie, weil

wir nichts bauen wollen, was nicht

notwendig ist. Wir haben großen

Wert auf eine nachhaltige Gebäudehülle

gelegt, ebenso wie auf ein

Dach mit einem hohen Lebenszyklus

und auf eine Technik, die auch

20 | der altlandkreis

land


in der Zukunft noch modern ist. Im

Vordergrund der Diskussion stand

immer, dass wir eine Berufsschule

für die kommenden Jahrzehnte

bauen. Derzeit befinden wir uns

am Anfang der Leistungsphase

drei, also in der Entwurfsplanung.

Hier werden wir noch über viele

Dinge sprechen und diskutieren.

Ich denke hier speziell an die

Werkstattplanung und die -ausstattung.

Bis auf wenige Ausnahmen

begleiten alle Beteiligten diesen

Weg nach bestem Wissen und

jeder bringt seine Kompetenz und

seinen Sachverstand ein. Ich bin

überzeugt davon, dass wir erfolgreich

sein werden.

Laut Planung sollen die ersten

Schüler im Frühjahr 2021 im Neubau

am Narbonner Ring unterrichtet

werden. Realistisch?

Ja. In den regelmäßigen Bauausschusssitzungen

wird der Terminplan

permanent zur Grundlage von

Diskussionen und Entscheidungen

gemacht. Jeder weiß, wann etwas

vorgelegt werden muss, das

geht bis zur Berücksichtigung der

Termine in den entsprechenden

Kreistagssitzungen.

Darf sich die Region dann über

neue Ausbildungszweige freuen

oder verlieren wir gar welche?

Der Kreistag hat sich mit großer

Mehrheit für den Erhalt aller Ausbildungszweige

ausgesprochen,

es wird also keine Verluste geben.

Für dieses großartige Vertrauen

darf ich mich an dieser Stelle bei

allen meinen Kreistagskollegen

und bei Landrätin Andrea Jochner-

Weiß von Herzen bedanken.

Neue Ausbildungszweige, nun ja,

da habe ich, wie gesagt, viele Ideen.

Aber jetzt machen wir einmal

eins nach dem anderen.

Bei allem beruflichen und ehrenamtlichen

Stress: Wo trifft man Stefan

Zirngibl privat?

Das Wort Stress mag ich auch

nicht. Stress hat man dann, wenn

man seine Sachen nicht richtig

plant. Das kommt schon ab und zu

vor, ist aber die absolute Ausnahme.

Viel Arbeit, ja. Privat treffen,

na ja. Am Samstagvormittag arbeite

ich grundsätzlich nicht, da

gehe ich mit meiner Frau ins Café

und treffe mich mit Freunden.

Hin und wieder eine private Einladung,

im Sommer ein bisschen

Schwimmen oder Radfahren oder

mal Wandern, das war es aber

dann auch schon. Wirklich Freizeit

habe ich nicht so direkt. Gott sei

dank habe ich aber eine verständnisvolle

und tolerante Frau.

Etwas philosophisch gefragt: In einer

immer mehr globalen, schnelleren

Welt — wo fi ndet das Handwerk

in Zukunft seinen Platz?

Das ist eine gute Frage. Die Dinge

werden sich verändern, sie werden

sich auch beschleunigen und

das Handwerk wird sich mit allen

Anforderungen erfolgreich auseinander

setzen — müssen wir auch,

sonst gibt es uns nicht mehr. Und

auch wenn das Handwerk sehr

traditionsverbunden ist, Tradition

bedeutet ja nicht das Bewahren

von Asche, sondern das Vorantragen

des Feuers.

Die größte Herausforderung, die

ich derzeit für das Handwerk, aber

auch für unsere Gesellschaft ganz

im Allgemeinen sehe, findet sich

in den beiden Schlagwörtern Digitalisierung

und Industrie 4.0! Hier

wird in den kommenden Jahren

kein Bereich, ob Arbeit oder privat,

verschont bleiben. Die Veränderungen

werden gravierend

sein. Aber auch in dieser Hinsicht

bin ich zuversichtlich, dass unser

Handwerk diese Herausforderung

meistern wird.

Der Grund ist einfach: Irgendjemand

muss die Dinge bauen,

herstellen und montieren, die

vorher an Computern entwickelt

und konstruiert werden. Unser

Land wird immer gute Handwerker

brauchen, davon bin ich fest

überzeugt.

tis

märz / april 2017 | 21


Rückvergütung bei Handwerkerleistungen

Bares ist hier nicht Wahres

Altlandkreis | Die Fenster sind

undicht, die Bodendielen abgenutzt,

die Wände längst sanierungsbedürftig:

Der Handwerker

muss her. Eigentlich. Immer noch

zögern viele Verbraucher vor einer

Beauftragung des Fachmannes,

um Renovierungs-, Erhaltungs-

und Modernisierungsmaßnahmen

durchführen zu lassen. Zu

teuer, lautet oft der Grund. Wenn

überhaupt, dann ... schwarz? Man

kann es drehen und wenden: Eine

erbrachte Handwerkerleistung

ohne Rechnung und Bezahlung

in Bar kommt auf den ersten Blick

vielleicht billiger, ist und bleibt

aber Schwarzarbeit. Ein weiterer,

gravierender Haken ist damit

der Verzicht auf den sogenannten

Gewährleistungsanspruch. Der

Handwerker muss für eine einwandfreie

Arbeit bürgen und für

eventuelle Schäden haften, also

im Falle des Falles auch Reparatur-

oder Nachbesserungsarbeiten

durchführen. Wie lange dieser

Anspruch besteht, regeln die Vergabe-

und Vertragsordnung für

Bauleistungen (VOB) als auch das

BGB. Dieser Anspruch entfällt jedoch,

wenn keine Rechnung vorzuweisen

ist. Auch stellt sich die

Frage, wie genau ein Handwerker

seine Leistung ausführt, für die er

im Ernstfall nicht haftbar gemacht

werden kann. Ebenfalls verzichtet

der Auftraggeber damit auf die

Möglichkeit, eine Steuerermäßigung

für die Handwerkerrechnung

zu erwirken. Das ist natürlich bei

Arbeiten „unter der Hand“ generell

nicht möglich, allerdings auch

nicht bei Rechnungen, die bar bezahlt

werden.

Auch für selbstgenutzte

Immobilien

Noch vor geraumer Zeit waren

Handwerkerleistungen nur dann

ansatzfähig, wenn sie im fremdgenutzten

Eigentum anfielen.

Notwendige Arbeiten ließen Privatpersonen

somit oftmals „ohne

Rechnung“ ausführen, was zu

jährlichen, hohen Verlusten der

Bauwirtschaft führte. Heute gilt

diese Steuerermäßigung auch für

Wohnraum, der selbst genutzt

wird. Was viele nicht wissen: Aktuell

kann ein Steuerpflichtiger

bei der Inanspruchnahme von

Handwerkerleistungen für Renovierungs-,

Modernisierungs- und

Erhaltungsmaßnahmen, für die er

eine Rechnung erhält und deren

Zahlung auf das Konto des ausführenden

Handwerkers erfolgt, 20

Prozent der Aufwendung (höchstens

aber 1200 Euro) steuerlich

geltend machen.

Oftmals sind es gerade Auftraggeber

der Generation 70+, die in der

Barzahlung etwas völlig legitimes

sehen, also auch Rechnungen des

Handwerkers am liebsten sofort

und „auf die Hand“ begleichen

wollen. Auf Nachfrage einzelner

Handwerksunternehmen in der

Region wird bestätigt, dass dieses

Verhalten gerade bei älterer

Kundschaft immer wieder einmal

vorkomme. Man wolle eben

„nichts schuldig bleiben“, heiße

es dann. Selbst wer aus diversen

Gründen keine Möglichkeit hat,

eine Rechnung zu überweisen,

kann die gesetzlichen Anforderungen

erfüllen: Denn auch ohne

eigenes Bankkonto kann man den

Rechnungsbetrag bei einem Geldinstitut

einzahlen, die diesen dann

unbar auf das Konto des Handwerkers

überweist.

rp

22 | der altlandkreis


Von Rückfallklauseln und Wohnrecht

Immobilien im Erbrecht

Altlandkreis I Eigentum ist nach

wie vor auf dem Vormarsch, auch

im Altlandkreis Schongau. So sind

allein in Peiting rund 4 314 Immobilienobjekte

in Eigentümerhand,

wie Sebastian Fritsch, Verwaltungsfachangestellter

im Steueramt

der Marktgemeinde Peiting,

auf Anfrage aus der örtlichen

Statistik zitieren kann. Immobilien

zählen zu den beliebtesten Anlageformen

und werden — gerade

im Rahmen der Altersvorsorge —

von vielen Menschen geschätzt.

Aber auch die Nachfolgeplanung

und damit die Frage, ob man seine

Immobilie „im Wege der vorweggenommenen

Erbfolge“, wie

es juristisch heißt, noch zu Lebzeiten

übergibt oder mittels Testament

auf den Todesfall, ist eine

Überlegung wert.

Das Testament — (k)eine

lästige Pflicht?

„Gerade aus erbschaftssteuerrechtlicher

Sicht gibt es durchaus interessante

Gestaltungsmöglichkeiten,

um den Anfall von Erbschaftssteuer

zu vermeiden oder zu verringern“,

sagt Florian Enzensberger, Fachanwalt

für Erbrecht bei der Kanzlei

Wölke & Kollegen. So sieht zum

Beispiel der sogenannte "Dekadentransfer"

die Möglichkeit vor, den

persönlichen Freibetrag, der für

Kinder pro Elternteil bei 400 000

Euro liegt, alle zehn Jahre aufs

Neue zu nutzen, wenn die Immobilie

bereits frühzeitig übergeben

wird. Auch der Vorbehalt eines

Nießbrauchsrechts kann helfen,

die ungeliebte Steuer zu umgehen

oder zu verringern. Denn der kapitalisierte

Wert kann vom Wert der

Immobilie abgezogen werden.

Der potentielle Erblasser sollte

sich jedoch aus zivilrechtlicher

Sicht genau überlegen, welche

Rechte er sich bei einer Übergabe

vorbehält. Will er das Objekt weiterhin

selbst nutzen, kämen das

oben genannte Nießbrauchsrecht

oder ein Wohnrecht in Frage. Weitere

Möglichkeiten finden sich in

der Form einer Leibrente oder einer

Wart- und Pflegeverpflichtung.

Sie soll gesundheitliche Pflege

und Vorsorge im Alter gewährleisten.

Doch was, wenn sich das

Verhältnis zwischen Erblasser und

Erbe nach Übergabe zum Schlechten

wendet, gar als zerrüttet gilt?

„Will der Veräußerer das übertragene

Anwesen womöglich wieder

zurück, muss an entsprechende

Rückfallklauseln gedacht werden“,

erklärt dazu Fachanwalt Florian

Enzensberger. Auswirkungen hat

eine Immobilienübertragung auch

auf das Erbrecht. „Ob der Pflichtteilsverzicht

des erwerbenden

Kindes ratsam ist oder der Wert

der Schenkung auf den späteren

Pflichtteil angerechnet werden

muss, ist auf alle Fälle zu klären“,

so Enzensberger. Der Fachanwalt

empfiehlt, die Übergabe mit einem

dazu passenden Testament

entsprechend abzurunden.

Absicherung: Ehepartner

nicht vergessen!

Wird die Immobilie erst über ein

Testament vererbt, sollten darin

möglichst detaillierte Anweisungen

bezüglich der Aufteilung des

Vermögens und des Immobilienbesitzes

feststehen. „Damit schafft

man möglichst wenig Raum für

spätere Erbstreitigkeiten“, weiß

Enzensberger. Das gelte gerade

für Erbengemeinschaften, weiß

der Fachanwalt aus Erfahrung.

„Gerade den Gemeinschaften, die

äußerst streitanfällig sind, sollten

exakte Anordnungen zu deren

Auseinandersetzung vorgegeben

werden.“ Auch Ehepartner sollten

frühzeitig entsprechende Maßnahmen

ergreifen und den Partner

absichern. So kann der Hinterbliebene

die Immobilie weiter nutzen.

Welche Entscheidung bei Immobilienbesitz

auch getroffen wird,

der Fachanwalt für Erbrecht rät

auf jeden Fall, einen juristischen

Fachberater hinzuzuziehen. „Eine

vernünftige Nachfolgeplanung ist

für einen juristischen Laien in der

Regel nicht zu überblicken“, sagt

Florian Enzensberger. Der Gang

zum Experten ist da der richtige

Weg. Und schließlich können damit

auch Streit und — schlimmstenfalls

— langwierige Prozesse

für die Hinterbliebenen verhindert

werden.

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märz rz/apr

april

2017 | 23


Peißenberger Unternehmen in neuen Geschäftsräumen

Das A & O in

Sachen Steigtechnik

Peißenberg | Für viele Menschen

ist es das Horror-Szenario

schlechthin: Feuer in der eigenen

Wohnung. Wohnt man dann auch

noch in einer höheren Etage und

der Weg über das Treppenhaus ist

versperrt, können die eigenen vier

Wände schnell zur Falle werden.

In den Bereichen „vorbeugender

Brandschutz“ wird der sogenannte

zweite Rettungsweg daher längst

gefordert. Bei einem Neubau ist er

ohnehin vorgeschrieben, ebenso

wie bei gewerblich vermieteten

Objekten. Und auch bei Wohnhäusern,

insbesondere bei Mehrfamilienhäusern,

ist der zweite

Rettungsweg generell ein Thema.

Es gibt viele Vorschriften, Normen

und Regeln — den Durchblick behält

der Laie hier nur ganz selten.

Ganz anders das Peißenberger

Unternehmen „A&O Steigtechnik“,

welches die beiden Geschäftspartner

Andreas Hark und Olav Beck

vor rund zweieinhalb Jahren gegründet

haben.

Schwindelfrei

sollte man sein

Egal ob für den Wartungsaufstieg

an Industrieanlagen, Zugängen zu

maschinellen Anlagen oder eben

im vorbeugenden Brandschutz in

möglicher Ergänzung mit Laufstegen,

„A&O Steigtechnik“ hat für

alle Anliegen die passende Lösung

parat. „Menschen, die dazu

in der Lage sind, sollen sich im

Brandfall auch sicher selbst retten

können“, sagt Olav Beck. Kritik

hinsichtlich der Ästhetik weißt

24 | der altlandkreis

er schnell zurück: „Ein Menschenleben

geht schließlich vor Schönheit“.

Eine farbliche Gestaltung ist

jedoch mittlerweile möglich.

Vor einiger Zeit durften sie einen

Kühlturm mit einem Wartungsaufstieg

ausstatten — bis

in 180 Metern Höhe. „Man sollte

schon schwindelfrei sein“, sagt

Olav Beck, der dank seiner über

30-jährigen Erfahrung längst

Höhenarbeit gewöhnt ist. Hubarbeitsbühnen,

Produkte aus der

Schachttechnik, Leitern, Tritte und

Fahrgerüste zählen außerdem zur

Produktpalette von „A&O Steigtechnik“.

Dabei hat das Peißenberger

Unternehmen,

das in Kürze mit seinen

Geschäftsräumen in

die Sonnenstraße umziehen

wird, laut den

Geschäftsführern einen

entscheidenden Vorteil:

Spezialanfertigungen,

also projektspezifische

Produkte, die das Unternehmen

gemeinsam

mit den Kunden entwickelt

und realisiert.

„Wir gehen den Weg

mit unseren Kunden

von Anfang an, lassen

sie nicht allein“, erklärt

Olav Beck. Aufgrund

langjähriger Mitarbeit

in diversen nationalen,

aber auch internationalen

Normungsgremien

sind sie zudem in der

Lage, auch außergewöhnliche

Projekte zu

unterstützen. „So sind

wir immer auf dem aktuellsten

Stand“, beschreibt Olav Beck einen

weiteren Vorteil der ehrenamtlichen

Normungsarbeit, den

sich das Unternehmen durchaus

eine Menge Geld kosten lässt.

Schnittstelle zwischen

Kunden und Hersteller

Olav Beck und Andreas Hark

könnte man als Makler zwischen

dem Projekt des Kunden und den

Herstellern der Produkte, die sie

vertreiben, sehen. Jedoch sind sie

keineswegs nur Außendienstler,

eher „Problemlöser“, wie sie es


selbst nennen. Da sie an keinen

großen Hersteller gebunden sind,

sondern mit mehreren einen engen

Kontakt pflegen, können sie

individuelle Lösungen anbieten.

Generell sei die Auswahl der-

Produkte und Partner bewusst

gewählt. Schließlich möchten

sie dem Kunden zeigen, dass bei

der „A&O Steigtechnik“ größter

Wert auf Zuverlässigkeit gelegt

wird, um die jeweilige Aufgabe

mit fachlich fundierten Informationen

und den technisch optimalen

Produkten zu unterstützen.

Mehr als drei Jahrzehnte

Berufserfahrung im Projektgeschäft

des Tief- und Hochbaus

können Olav Beck und Andreas

Hark vorweisen. Hinzu kommen

mehr als 16 Jahre Erfahrung mit

Hubarbeitsbühnen, Leitern, Tritten,

Fahrgerüsten, der Fertigung

und Montage von projektspezifischen

Produkten sowie die aktive

Mitarbeit in den verschieden

Normausschüssen. Die guten

Kontakte zu Berufsgenossenschaften

und Prüfinstituten, und

die Erfahrung in Planung, Umsetzung

und Leitung von Projekten —

egal ob Neubau oder Sanierung —

runden das Profil des Betriebes

ab. Oftmals müssen sie zudem

die verschiedensten Gewerke

wie Dachdecker, Zimmermann,

Planungsbüro oder Gerüstbau

zusammenführen und koordinieren

— ein weiterer interessanter

Aspekt der Arbeit bei der „A&O

Steigtechnik“.

Derzeit bereiten die beiden Geschäftsführer

eine spannende

Aufgabe (Fluchtwege im Brandschutz)

für eine Schule in einer

Gemeinde der Region vor. Die

Projektvorbereitung sei laut Olav

Beck „das A&O“: „Es gehört sich

einfach, aufzuzeigen, was machbar

ist und was nicht. Auch wenn

man den Auftrag letztlich nicht

erhält.“ Ein weiteres spannendes

Projekt seit der Gründung im

Herbst 2014 war die Planung, Lieferung

und Montage einer Steigleiter-/Podestanlage

in einem

Feuerwehrturm. Ebenso wie die

Planung, Lieferung und Montage

mehrerer Behälteraufstiege in

einem milchverarbeitenden Betrieb

mit jeweils etwa 18 Metern

Steighöhe. „Man muss ständig

beweisen, dass man es technisch

und fachlich kann“, freut

sich Olav Beck darüber, dass sein

Unternehmen mittlerweile nicht

ausschließlich an Ausschreibungen

teilnehmen muss, sondern

bereits nach kurzer Zeit häufig

durch Mundpropaganda weiterempfohlen

wird.

Ein zweiter

Geschäftszweig

Für den zweiten Geschäftszweig

bei der „A&O Steigtechnik“ ist

Olav Becks Geschäftspartner, Andreas

Hark, hauptverantwortlich:

Er betreut Kunden von Weilheim

bis Hamburg, wie etwa an Schulen,

im Bereich Hubarbeitsbühnen,

Lasten- und Schrägaufzüge

inklusive Wartung, Service und

Vertrieb. Auch Stadtwerke und

Gemeinden in Oberbayern gehören

zu den Kunden der „A&O

Steigtechnik“. Weitere Aufgaben

sind der Vertrieb von Produkten

der Schachttechnik, Leitern, Treppen,

Tritten und Fahrgerüsten sowie

die Überprüfung vorhandener

Leitern jeglicher Art nach Regeln

der DGUV (Deutschen Gesetzlichen

Unfallversicherung) und einschlägiger

Fachnormen, was jeder

Betrieb einmal im Jahr machen

sollte — die Verantwortung liegt

beim Unternehmer. Nicht immer

muss eine Leiter ausgetauscht,

„oftmals kann sie auch repariert

werden“, sagt Andreas Hark, der

das gerne übernimmt.

Die Beziehungen zu den großen

Herstellern helfen dabei, ergänzende

Teile zu bekommen. Das

Vertrauen in ihr Produkte und

ihr Know-how ist groß, was sie

mit einem ihrer Leitsätze, „wir

geben nicht auf, bis wir für den

Kunden die beste Lösung gefunden

haben“, und einem breiten

Schmunzeln verdeutlichen. tis

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Wechner Wärmepumpen GmbH investiert in Sicherheit

Ein Bonus für

die digitale Zukunft

Schongau | „Im Zeitalter der

Digitalisierung benötigen alle

Unternehmen eine Digitalisierungsstrategie,

damit sie ihre

Wettbewerbsfähigkeit erhalten

und Wachstumspotentiale nutzen

können“, heißt es in den Richtlinien

zum neuen Förderprogramm

„Digitalbonus“, den der Freistaat

in Zusammenarbeit mit der LfA

Förderbank Bayern seit Oktober

dieses Jahres gewährt. Laut Bekanntmachung

des Bayerischen

Staatsministeriums für Wirtschaft

und Medien, Energie und Technik,

besteht hier gerade bei kleineren

und mittleren Unternehmen Nachholbedarf.

Scheckübergabe

durch Ilse Aigner

Auf der morgendlichen Fahrt

ins Büro erfuhr Max Barnickel,

seit März 2015 Geschäftsinhaber

der Wechner Wärmepumpen

GmbH, im Radio erstmals vom

Förderprogramm „Digitalbonus“.

Da im digitalen Bereich

ohnehin Modernisierungen anstanden,

waren die Unterlagen

schnell recherchiert, ausgefüllt

und eingereicht. „Ich dachte

nicht, dass es so einfach geht“,

berichtet Barnickel. Nur wenige

Tage, nachdem er die Formulare

abgeschickt hatte, folgte telefonisch

der positive Bescheid —

die Wechner GmbH zählt damit

zu den ersten Betrieben, die den

Bonus erhalten. Bei einer offiziellen

Veranstaltung im Bayerischen

Ministerium bekam Max Barnickel

schließlich einen Scheck

über 3 044,50 Euro überreicht,

von Ilse Aigner, stellvertretende

Ministerpräsidentin und Bayerische

Staatsministerin für Wirtschaft

und Medien, Energie und

Technologie. Die Höhe der Förderung

entspricht der Hälfte der

Investitionssumme, wobei der

Höchstwert beim „Digitalbonus

Standard“ — es gibt noch zwei

weitere Modelle — 10 000 Euro

beträgt.

Fiedler IT kümmerte sich

um Modernisierung

Verantwortlich für die Modernisierung

bei der Firma Wechner war

das Schongauer Unternehmen

„Fiedler IT“: Neben der Erhöhung

der Datensicherheit wurde

die E-Mail-Sicherheit ausgebaut

und auch der Server erneuert.

Eine Voraussetzung für die Gewährung

des Bonus ist, dass die

entsprechenden Firmen bereits

ein gewisses Alter erreicht haben.

Nach nunmehr rund 37 Jahren und

mit über 1 500 installierten Wärmepumpen

zählt Wechner zu den

erfahrensten Unternehmen in der

Branche. „Unser Fachgebiet ist

das Heizsystem Wärmepumpe und

alles drum herum“, beschreibt

Max Barnickel sein Kerngeschäft.

Planung, Montage, Inbetriebnahme

und Service erfolgt beim Unternehmen

im Schongauer Osten

aus einer Hand. Der Kundendienst

steht sieben Tage die Woche zur

Verfügung. Mittlerweile gehört

auch ein Sanitär-Meister zur Firma.

Das war ein ausdrücklicher

26 | der altlandkreis


Kundenwunsch“, spricht Barnickel

über Komplettlösungen, die

immer mehr gefragt sind. Das

Unternehmen scheint zudem Experte

in Sachen Förderungen zu

sein: Laut Barnickel werden Investitionen

in Wärmepumpen bei

Neubauten mit bis zu 4 500 Euro

und bei Altbauten bis zu 6 500

Euro gefördert. Darüber hinaus

können viele weitere Aspekte

geltend gemacht werden. Gerade

Angelegenheiten mit dem Bundesamt

für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen

(kurz: BAFA) hat

man gute Erfahrungen gemacht.

Um die Abwicklung der Anträge

kümmert sich komplett die Firma

Wechner. „Wenn es gut läuft,

muss der Kunde nur noch unterschreiben“,

sagt Barnickel. Für

die Zukunft seiner Firma wünscht

sich der Geschäftsführer „weiterhin

ein gesundes Wachstum“. Den

Betrieb für die nächsten Jahrzehnte

gut aufzustellen sei das große

Ziel. Dafür benötigt es gut ausgebildete

Fachkräfte, weswegen die

Wechner GmbH für kommenden

September einen Auszubildenden

Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs-

und Klimatechnik sucht. tis

märz / april 2017 | 27


Altbau-Sanierungen — worauf es ankommt

Tipps vom Zimmerer

Altlandkreis I Viele Häuser der

Region sind ziemlich in die Jahre

gekommen, wurden gegen Ende

des 19. Jahrhunderts bis in die

1970er-Jahre gebaut. Selbsterklärend,

dass Baugewerbler mindestens

so viele Altbau-Sanierungen

wie Neubauten vorzunehmen

haben. Für Zimmerermeister

Markus Baab aus Apfeldorf ist

das Herrichten alter Gebäude

Kerngeschäft. „Weil es nun mal

sehr viele alte Häuser gibt, wurden

in den letzten Jahren prozentual

mehr Altbausanierungen als

Neubauten durchgeführt.“ Den

Kunden kommt es in der Regel

günstiger, die Schwachstellen

oder Schäden ihrer 50, 60 Jahre

alten Häuser mittels Sanierungen

zu beheben, anstatt die Gebäude

abreißen und neu aufbauen zu

lassen. Gründe für Sanierungen

sind in der Regel ein immens hoher

Energieverbrauch, Schimmel,

oder der Wunsch, Lebensqualität

zu erhöhen. „Und natürlich die

Aufwertung alter Häuser, deren

Wert mit den Sanierungskosten

steigt“, sagt Baab. Speziell in

Sachen Qualität und Notwendigkeit

scheiden sich beim Thema

Altbau-Sanierungen oftmals die

Geister. Während der Handwerker

seine Stärken und Produkte

qualitativ hochwertig einbringen

und verarbeiten möchte, sieht

der Kunde meistens nur den

günstigsten Preis.

Ganzheitliches Konzept

vom Energieberater

Wenn es aber um Nachhaltigkeit

und langfristige Kosteneinsparung

geht, sollte der Altbau-Besitzer

definitiv auf Qualität statt

Quantität setzen. „Insbesondere

bei umfangreichen Altbau-

Sanierungen von beispielweise

Dach, Fassade, Fenster, Türen

und womöglich auch Heizung.“

In solchen Fällen rät Baab in

jedem Falle, Kontakt zu einer

neutralen Person aufzunehmen

— einem Energieberater. In

der Region gebe es einige. Wie

die zu finden sind? Unter anderem

über Google, einfach in die

Suchmaschine „Energieberater

Markus Baab und der Querschnitt

eines Daches mit sehr guten

Dämmeigenschaften.

Weilheim-Schongau“ eingeben.

Wichtig ist hier die Zertifizierung

nach DENA (Deutsche Energie-

Agentur). Diese Energeieberater

nehmen das komplette Gebäude

unter die Lupe. Sie prüfen Dach,

Fassade, Fenster, Türen und Heizung

— und sie schlagen anhand

ihrer Berechnungen letztendlich

vor, was am besten gemacht

28 | der altlandkreis


Aus Alt mach Neu: Baugewerbler nehmen mindestens genauso viel

Altbau-Sanierungen wie Neubauten vor.

werden sollte, um künftig energieeffizienter

und komfortabler

zu wohnen.

Bei Energieeinsparungsmaßnahmen

gibt es unterschiedliche

Fördermittel von verschiedenen

Stellen. Egal ob Einzelmaßnahme

oder Komplettsanierung, der

Gang zum Energieberater ist immer

von Vorteil. Er berät neutral,

und kann genau definieren, welche

Veränderungen für das jeweilige

Objekt sinnvoll sind. Außerdem

gibt es für die Beratung

und Durchführung der Maßnahmen

Zuschüsse oder zinsgünstige

Darlehen. Allerdings nur dann,

wenn vor Baubeginn ein Antrag

von einem qualifizierten Energieberater

gestellt wird.

Markus Baab führt seit 2004

die von seinem Opa gegründete

(1934) Zimmerei. Seither hat er

viel Erfahrung gesammelt auf

dem weitläufigen Gebiet der

Altbau-Sanierung. Kein Haus

und kein Kundenwunsch ist mit

dem anderen zu vergleichen.

„Deshalb sind Altbau-Sanierungen

im Detail, was Planung

und Ausführung betrifft, meistens

total unterschiedlich.“

Altbauten haben das große

Problem, dass deren Einzelteile

wie Dach, Fassade, Fenster und

Türen nicht luftdicht miteinander

verbunden sind. „Weil es in

diesen Gebäuden ständig zieht,

ist es für den Bewohner meist

sehr unangenehm“, sagt Baab.

Die Folge können Schimmelbildung

und andere Bauschäden

sein. Speziell im Hochsommer

drückt Hitze herein, im Winter

kommt Kälte ins Haus, die durch

hohe Heizleistung und damit

verbundene Heizkosten ausgeglichen

werden muss. „Das sollte

durch eine ordnungsgemäße,

luftdichte Sanierung allerdings

Geschichte sein“, sagt Baab, der

dabei stets bedacht ist, nachhaltige

und ökologische Stoffe zu

verbauen.

Nachhaltige und

ökologische Materialien

Ein derzeit standardmäßiges

Dach mit sehr guten Dämmeigenschaften

setzt sich (von der

Zimmerdecke nach außen betrachtet)

wie folgt zusammen:

Holzdecke, Dämmstoff aus Holz-,

Mineral- oder Hanfwolle, einer

dünnen Membran mit der gleichen

Wirkung wie eine GoreTex-

Jacke (von außen nach innen

wind- und wasserdicht, von

innen nach außen atmungsaktiv),

einer dicken Holzfaserplatte

sowie einer sogenannten Luftlattung

und einem daraus entstehenden

Hohlraum zwischen

Dachziegel und Holzfaserplatte,

der zur Hinterlüftung dient.

Wie dick die jeweiligen Schichten

sein sollten, rechnet der

Energieberater aus. Die gleiche

Konstruktion, ohne Membrane,

verbaut Baab inzwischen auch

an Fassaden — direkt an die alte,

meist mit Ziegel aufgemauerte

Hauswand. Damit ist das Haus

sowohl vor Kälte als auch Hitze

bestens geschützt. Baab spricht

nach dieser ganzheitlichen Dachund

Fassadenkonstruktion von

einem „thermisch eingehüllten

Haus, das so gut wie keine Energie

mehr verliert“.

Diese Bauweise ist gesetzlich

vorgeschrieben. Und eben luftdicht,

was häufig die Frage

hervorruft: Woher kommt denn

dann die für Körper und Geist so

wichtige Frischluft? Die einfache

Antwort: Durch ausreichendes

Lüften. Dies kann durch regelmäßiges

Aufreißen von Fenster und

Türen erfolgen — oder über eine

Lüftungsanlage. Deren großer

Vorteil: Sie sorgt rund um die Uhr

für wohltemperierte Frischluft

und der Bewohner spart sich die

Fensterlüftung, die speziell im

Winter aufgrund niedriger Temperaturen

viel Energie kostet. tis

www.altlandkreis.de

märz / april 2017 | 29


Wohnen wie Erwin Thoma

Holzhäuser

mit heilender Kraft

Wildsteig | Vom Einsiedler zum

international gefragten Unternehmer

— die Geschichte von Erwin

Thoma (55) liest sich wie ein Märchen.

Als blutjunger Förster zieht

er mit seiner Frau ins Karwendel,

lebt jahrelang abgeschieden

von der Außenwelt. Heute baut

er in Tokio, Moskau, Kitzbühel

und Wildsteig. Die Rede ist von

Holz100-, auch Thoma-Häuser

genannt, die zu 100 Prozent aus

Fichten-, Tannen- und Zirbenholz

bestehen. Und eine schier tiefenentspannte,

heilende Wirkung

auf die Bewohner haben. Das ist

keine Märchenerzählung, das ist

mehrfach wissenschaftlich belegt.

„Dabei hatte ich nie vor, Unternehmer

zu werden“, sagt Erwin

Thoma bis heute. Als seine Kinder

schulreif werden, muss er das

Forsthaus im Karwendel verlassen,

umziehen in eine zivilisiertere

Gegend. Das neue Objekt ist

ein damals modernes Haus im

österreichischen St. Johann, Pongau

im Salzburger Land. Plötzlich

werden seine zwei Buben krank.

Sobald sie das neue Kinderzimmer

betreten, bekommen sie

keine Luft mehr. Nach diversen

Arztbesuchen dann die Diagnose:

Allergie gegen Spanplatten,

gegen die Ausgasungen des darin

klebenden Leims. Was tun?

Thoma schickt Frau und Kinder

für einige Wochen hinauf auf eine

Alm, entkernt mit seinem Großvater

das Haus und ersetzt Boden,

Schränke und Betten durch neue,

selbstgeschreinerte Möbel aus

reinem Vollholz. Als seine Liebsten

im Herbst zurückkehren, sind

die Beschwerden wie vom Erdboden

verschluckt. Inzwischen baut

Thoma nach diesem natürlichsten

Prinzip alle möglichen Gebäudearten,

weltweit.

148 Thoma-Häuser

in der Region

Mehr oder weniger durch Zufall

kam Erwin Thoma auf die Idee

seiner Holz100-Häuser.

Fasziniert von dieser Art des

Holzhausbaus sind auch Thomas

und Stefan Klein von der Firma

Buchner aus Wildsteig. Sie gehören

zu den europaweit ausgewählten

Betrieben, die in enger

Zusammenarbeit mit Erwin Thoma

dessen Häuser planen und

aufbauen. Das Gebiet erstreckt

sich von Mittenwald bis Landsberg,

von Seeg bis Bad Tölz. 148

Thoma-Häuser haben die beiden

in Wildsteig und im Umkreis

von 60, 70 Kilometer inzwischen

aufgestellt. „Und die Kunden

sind wirklich begeistert“, sagt

Juniorchef Stefan Klein. Speziell

Familien mit gesundheitlichen

Problemen würden sich immer

wieder bei ihnen melden, sich

nach diesen Vollholzhäusern erkundigen.

„Ein Kind von unseren

Kunden hatte Neurodermitis“,

erinnert sich Stefan Klein. Seit

es im Thoma-Haus lebt, ist die

schubartig auftretende Hautentzündung

Vergangenheit.

Hintergrund dieser Heilkraft ist

das ideale Raumklima mit 40

bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit,

das Sommer wie Winter aufgrund

hervorragender Dämmeigenschaften

und Atmungs-

30 | der altlandkreis


aktivität nahezu gleich bleibt.

Stefan Klein lebt selbst in einem

Thoma-Haus. Bereits beim Betreten

des Flurs riecht es wie im

tiefsten Wald, man fühlt sich direkt

pudelwohl. Dass das keine

Einbildung ist, belegen diverse

wissenschaftliche Tests, unter

anderem vom Grazer Universitätsprofessor

Dr. Maximilian

Moser. Die Testpersonen wussten

nicht, dass ihre Körperwerte gemessen

wurden, weil ihnen zur

Vermeidung von Placebo-Effekten

ein schriftlicher Test mit ganz

anderen Aufgaben vorgelegt

wurde. Zunächst in Räumlichkeiten

aus Zirben-Vollholz, dann

in Räumlichkeiten mit aus Spanplatten

nachgeahmtem Vollholz.

Die meisten Teilnehmer haben

keinen optischen Unterschied bemerkt.

Während die Teilnehmer

also fokussiert auf ihre Aufgabe

waren, wurde unter anderem

ihre Herzfrequenz gemessen.

Das erstaunliche Ergebnis: Bereits

Sekunden nach Betreten des

Vollholzraumes sank die Herzfrequenz

der „Versuchskaninchen“

messbar stärker als im Raum

mit den beschichteten Platten.

Hochgerechnet heißt das: Wer im

Holz100-Haus schläft, spart sich

pro Nacht rund 3 000 bis 3 500

Herzschläge — das erhöht nicht

nur die Lebensdauer eines Menschen.

Diese durchs Naturholz

Optisch ansprechend und dazu noch gesundheitsfördernd: 148 Thoma-

Häuser hat die Firma Buchner bereits aufgestellt.

ausgelöste Gelassenheit stärkt

auch das Immunsystem und

macht leistungsfähiger.

Langzeit-Test: Schüler

sparen sich Herzschläge

Letzteres beweist ein Langzeittest

mit Schulklassen an einer österreichischen

Hauptschule im Ennstal

bei Schladming. Ein Jahr lang

wurden Zehn- bis 14-Jährige in

Räumlichkeiten nach Schulbaunorm

(Möbel aus beschichteten

Spanplatten, Decken und Wände

aus Gipskarton), und in Zimmern

mit Vollholzausstattung (Eiche,

Fichte, Tanne und Zirbe) beobachtet.

Dabei wurde die Herzfrequenz

der Jungs und Mädels rund

um die Uhr überwacht. Das schier

unglaubliche Ergebnis: Die Holzklassenkinder

haben, verglichen

mit den Schülern im genormten

Gebäude, satte 8 600 Herzschläge

weniger gebraucht — entsprechend

konzentrierter, leistungsfähiger

und zufriedener waren sie.

Oberstes Gebot bei Holz100-Gebäuden:

Die Bäume zum richtigen

Zeitpunkt fällen, nur dann brauchen

sie keinerlei (chemische)

Schutzmittel und strahlen diese

erfüllende Kraft auf den menschlichen

Körper aus. Das heißt konkret:

Ernten zwischen Oktober

und Januar und ausschließlich

bei abnehmendem Mond. Daher

stammt das Wort Mondholz, für

das Erwin Thoma vor diesen

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märz / april 2017 | 31


wissenschaftlichen Beweisen

belächelt und als „verrückter

Esoteriker“ abgestempelt wurde.

Heute schaut die Holzbau-Industrie

ehrfürchtig zu ihm auf, weil

seine Häuser nicht nur heilende

Kräfte ausüben. Thoma-Häuser

sind auch in diversen anderen Eigenschaften

Spitzenreiter: Sechsfacher

Wert in Sachen Brandschutz

(180 Minuten bei 1000 Grad, dann

schmort nur die äußerste Wandschicht

— gefordert sind lediglich

30 Minuten bei 1000 Grad).

Höchster Schutzwert vor Erdbebenkatastrophen

(getestet in

Japan bei einer Stärke von 9,5).

Weltrekord in Wärmedämmung

(nahezu konstant angenehme

Temperatur, Sommer wie Winter

— Lüftungsanlagen sind nicht

notwendig und der Energieverbrauch

ist äußerst gering).

Holzwände nach dem

Zwiebel-Schicht-Prinzip

Die rund 30 Zentimeter dicken

Vollholzwände sind absolut

strahlenfest (Thoma baute fürs

Skandinavische Militär ein abhörsicheres

Gebäude). Auf diese

Werte ist auch Stefan Klein mächtig

stolz, der Thoma-Wände mit

dem klassischen Zwiebelprinzip,

bekannt aus der Outdoor-Sport-

Branche, vergleicht. „Viele dünne

Holzschichten, die mit Dübeln aus

Buchenholz zusammengedübelt

werden.“ Eine zwischen 17 und 36

Zentimeter dicke Haus100-Wand

besteht aus mehreren, drei Zentimeter

dicken Brettern, die dank

sanfter Einfräsungen genug Raum

zum Atmen haben. Da der unter

Hochdruck gepresste Buchenholzdübel

Feuchtigkeit aufnimmt,

quillt er auf und hält die einzelnen

Bretter bombenfest zusammen.

Nach diesem patentierten Prinzip

werden also die natürlichsten

Häuser gebaut. Oder wie Erwin

Thoma es zusammenfasst: „Abfallfreie

Häuser, die nachweisbar

Menschen gesünder erhalten und

gesünder leben lassen.“ Das ist

kein Märchen, das sind Fakten. op

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32 | der altlandkreis

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Wenn das Licht ausgeht ...

Notstrom für daheim?

Altlandkreis I Prinzipiell sollte

man sich auch für sein Zuhause

Gedanken machen, ob es sinnvoll

wäre, ein Notstromaggregat zu

haben. Das Stromnetz in Deutschland

ist zwar noch immer sehr stabil,

dennoch kommt es inzwischen

schon häufiger zu Stromausfällen.

Unwetter, Unfälle oder einfach

ein durchgebrannter Schaltkasten

oder Transformator beim Stromversorgungsunternehmen

führen

schnell dazu, dass man im Dunkeln

sitzt. Wer dennoch ein gutes

Gefühl haben möchte, sollte darüber

nachdenken, sich für den

Fall der Fälle für zuhause ein Notstromaggregat

zuzulegen. Dabei

gibt es prinzipiell die Möglichkeit,

mit relativ großem Aufwand eine

tatsächlich automatisch zuschaltende

Notstromversorgung einzubauen,

die sofort einspringt, wenn

das öffentliche Stromnetz ausfällt,

andererseits reicht es aber meist

aus, einfach einen kleinen mobilen

Generator zu haben, der flexibel

Strom für die wichtigsten Verbraucher

erzeugen kann. Die erste

Variante ist etwa für Krankenhäuser

ein absolutes Muss, damit

eine zuverlässige Versorgung mit

Elektrizität garantiert ist. Die zweite

Variante reicht zumeist für ein

Einfamilienhaus vollkommen aus.

Sollte tatsächlich ein Stromausfall

für dunkle Häuser und Straßen

sorgen, so dauert es im Regelfall

oft nur eine relativ kurze Zeit, die

man mit einem kleinen Stromgenerator

überbrücken kann. Vorsicht

ist hier aber geboten, wenn

man empfindliche, spannungssensible

Geräte anschließt. Dann

nämlich ist ein sogenannter Inverter-Stromerzeuger

oder ein Generator

mit automatischem Spannungsregler

(AVR) sinnvoll, der

zwar etwas teurer ist, dafür jedoch

sowohl die Spannung als auch die

Frequenz in einem nur geringen

Toleranzbereich hält und Schwankungen

nahezu ausschaltet, womit

auch empfindliche Geräte wie

Notebooks, Fernseher oder Heimelektronik

angeschlossen werden

können. Bei Generatoren ohne Inverter-Technologie

oder AVR können

dagegen Schwankungen von

rund zehn Prozent auftreten, was

für sensible Geräte logischerweise

problematisch ist. Andererseits ist

ein Inverter-Generator aufgrund

der Beschränkung auf nur geringe

Leistungsklassen nicht geeignet

für Geräte, die besonders viel

Anlaufstrom oder Schwungmasse

benötigen, wie zum Beispiel Sägen,

Pumpen, Schweißgeräte oder

Hochdruckreiniger.

„Wir sind Ansprechpartner vom

Camping-Fan mit portablen Geräten

bis zum Industrieunternehmen

mit komplett eingebauter Anlage.

Und immer mehr Kunden wollen

sich autark mit Strom versorgen“,

beschreibt Ingrid Wegele von Motoren

Bauer die aktuelle Situation.

Das Weilheimer Traditionsunternehmen

ist Händler-, Rental- und

Service-Partner in der Region für

KOHLER-SDMO, einen der weltweit

größten Hersteller für Stromaggregate,

egal ob für Bohrinseln,

Baustellen, Krankenhäuser und

Industrie oder eben mit portablen

Geräten für den Hausgebrauch.

„Unsere kleinsten Geräte bieten

Leistungen von ein bis drei kVA“,

erzählt uns Ingrid Wegele im Gespräch

mit dem „altlandkreis“,

„die größeren Stromerzeuger zum

Beispiel für Handwerker, Bauleute

und Gärtnereien etc. gibt es

bis zu 19 kVA und dies sowohl als

Benzin- als auch Diesel-Aggregate“.

In den „größten unter den

kleinen“ Stromgeneratoren läuft

dann schon ein echter Industrie-

Dieselmotor, „der ist dann wirklich

für den Einsatz auf Baustellen gedacht“.

Für fest eingebaute Notstromversorgungen

werden im Einzelfall

ausschließlich stationäre Diesel-

Stromerzeuger mit einer Leistung

von 15 kVA bis zu über 4000 kVA

eingesetzt, die dann auch schon

über 15 Tonnen Gewicht auf die

Waage bringen. Für den Hausgebrauch

ist es also sicher eine

Überlegung wert, sich ein kleines

Aggregat anzuschaffen, um auch

im Notfall nicht auf die in allen

Lebensbereichen notwendige

Elektrizität verzichten zu müssen.

Die Power-Profis von Motoren-

Bauer stehen dabei gerne mit

Rat und Tat zur Seite und beraten

Interessenten auch in diesem

Nischenthema fachkundig. op

märz / april 2017 | 33


Peter Szikora

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Im Gespräch mit Kreisbaumeister Horst Nadler:

Mehr Bauvorhaben

im Bestand

Weilheim-Schongau I Seit 2008

fungiert Horst Nadler als Kreisbaumeister

des Landkreises Weilheim-Schongau.

In dieser Zeit

sind nach seiner Einschätzung

die eingereichten Bauanträge um

25 Prozent angestiegen. Während

früher viele Neubauten mit hemmungslosem

Flächenverbrauch

zur Genehmigung kamen, wird

heute mehr im Bestand gebaut.

Auch wenn die Zinsen wieder

steigen, sieht der Kreisbaumeister

keinen Rückgang der Bautätigkeit

im Landkreis, denn die Metropolregion

München wird sich immer

weiter ausbreiten. Auch nach 45

Jahren Gebietsreform gibt es im

Landkreis sowohl am Landratsamt

Weilheim als auch in Schongau

ein Bauamt. „Wir möchten Partner

für Bauherren, Planer und Kommunen

sein“, nennt Horst Nadler

sein oberstes Ziel. Er möchte die

Kluft zur Behörde abbauen und

greift deshalb lieber zum Telefon,

um im persönlichen Gespräch

eine Lösung zu finden.

Ein Viertel mehr

Bauanträge

Auch zu den Gemeinden wird

ein reger Kontakt gepflegt, denn

dadurch kann gegenseitiges Verständnis

gewonnen und hinterher

auch oftmals viel Ärger vermieden

werden.

Wichtig ist den Bauämtern in Weilheim

und Schongau auch eine

zügige Bearbeitung, besonders

kleine Dinge werden schnell erledigt.

Das muss auch sein, denn in

den letzten acht Jahren hat sich

die Zahl der eingereichten Bauanträge

für Gewerbe, Privathäuser

und Sonderbauten um ein

Viertel erhöht. Allerdings hat sich

die Art der Anträge verschoben.

Während früher mehr Neubauten

eingereicht wurden, sind es jetzt

mehr Bauvorhaben im Bestand.

Beispielsweise werden im innerstädtischen

Bereich in einen ehe-

Kreisbaumeister Horst Nadler nimmt einige

Veränderungen in der Art des Bauens

im Landkreis wahr.


Manfred Filser

Dipl.Ing. für Bauwesen

Innen- und Außenputz

Wärmedämmsysteme

Planung und Projektierung

Bautrocknung

Gerüstarbeiten

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34 | der altlandkreis


maligen Laden Wohnungen eingebaut

oder im ländlichen Raum

ein landwirtschaftliches Gebäude

zum Gewerbe umfunktioniert.

Während andere Landkreise in

Deutschland mittlerweile einen

Rückgang der Bautätigkeit vermelden,

sind die Zahlen im Landkreis

Weilheim-Schongau nach wie vor

sehr hoch. Dies führt der Kreisbaumeister

auch auf die anhaltende

Niedrigzinsphase zurück. „Manche

Bauherren verschulden sich bis

oben hin. Wenn aber in zehn Jahren

die Kredite fällig werden und dann

vielleicht ein höheres Zinsniveau

herrscht, wird so manche Blase

platzen“, meint Horst Nadler, der

darin auch Risiken sieht.

Grundstücke

werden kleiner

Die Region Weilheim ist durch

ihre Nähe zu München in ihrer

Bautätigkeit aktiver als Schongau.

„In Ingenried kann man

zum Beispiel für einen wesentlich

geringeren Betrag als in Bernried

einen Quadratmeter Bauland

kaufen”, verdeutlicht Nadler die

Unterschiede. Noch vor 20 Jahren

ging man mit dem Flächenverbrauch

sorgloser um, doch die

Grundstücke für Wohnhäuser sind

inzwischen wesentlich kleiner geworden

und die Kommunen gehen

auch bewusster mit Bauland um.

„Nach meinem Gefühl haben wir

heute weniger Flächenverbrauch,

da auch mehr im Bestand gebaut

wird“, kann der Kreisbaumeister

hier nur auf bayernweite Zahlen

verweisen, die wohl auch für den

Landkreis zutreffen.

Intensive Wartung für

Energiesparhäuser

In der Energieeinsparverordnung

ist gesetzlich geregelt, welchen

Mindestenergiestandard ein Gebäude

haben soll. Ob diese

Maßnahmen alle im Sinne der

Nachhaltigkeit sind, kann man in

Frage stellen. Als Beispiel nennt

Horst Nadler das Dämmmaterial

Mineralwolle, zu dessen Herstellung

man Rohstoffe und Energie

benötigt und das irgendwann

auch wieder fachgerecht entsorgt

werden muss. „Ein altes Haus

verzeiht leichter Fehler der Nutzer

als ein modernes Gebäude“,

weiß der 56-Jährige. Bei Neubauten

sind zur reibungslosen

Funktion je nach Standard auch

technische Einrichtungen notwendig,

die fachgerecht bedient

werden müssen, um zum Beispiel

Schimmelbefall zu vermeiden.

Noch schlimmer kann sich eine

energetische Sanierung im Altbestand

auswirken, wenn sie nicht

fachgerecht geplant in ein Gesamtkonzept

eingebunden ist.

Regionaltypischer

Baustil geht verloren

Eine Folge des energiebewussten

Bauens ist auch, dass die regionaltypische

Bauweise immer weiter

zurück geht. Viele Häuser in den

neuen Baugebieten könnten in

ganz Deutschland, ja sogar ganz

Europa stehen. Die Baugestaltung

wird von den Behörden nicht mehr

geprüft. Die Kommunen versuchen

zwar, durch entsprechende Bebauungspläne

auch die Baugestaltung

ein wenig zu steuern, aber letztendlich

sind die Meinungen sehr

unterschiedlich. Der Kreisbaumeister

kann hier nicht einwirken,

bedauert es aber, dass die Bauanträge

für schöne oberbayerische

Häuser immer weniger werden.

Für die weitere Zukunft wird im

Landkreis Weilheim-Schongau kein

Rückgang der Bautätigkeit prognostiziert.

Auch wenn die Zinsen

wieder steigen und dadurch weniger

Bürgern das Bauen möglich

ist, wird sich die Metropolregion

München immer weiter ausbreiten.

„Unser Landkreis im schönen

Voralpenland wird immer attraktiv

bleiben“, meint der Kreisbaumeister

zu diesem Thema.

rg

märz / april 2017 | 35

GENERATIONSWECHSEL BEI RIEDL

Meisterbetrieb aus Hohenpeißenberg setzt die

Familientradition fort.

Gemeinsam stark: Beim Meisterbetrieb Riedl

ist die Arbeit Familiensache. Heizung, Wohnraumlüftung,

Sanitär und Spenglerei – alles

kommt hier aus einer Hand. Vier Meisterbriefe

hängen im Büro. Dass die Handwerkstradition

fortgesetzt wird, dafür sorgen Ludwig und Annemarie

Riedls Söhne.

Vier Meisterbriefe an der Wand

Als Schmiedemeister gründete Ludwig Riedl am

15.04.1985 seinen Handwerksbetrieb. Noch

im selben Jahr begann er den Meisterkurs als

Spengler, den er im April 1986 erfolgreich beendete.

Nach 14 Jahren als „Einzelkämpfer“ trat Richard

Riedl nach beendeter Lehrzeit als Anlagenmechaniker

im April 1999 in den Betrieb ein. Von

Gemeinsam stark: auf dem Bild v.l.n.r.: Ludwig und Annemarie Riedl,

Richard und Andrea Riedl, Sabine und Florian Riedl, Lukas Koller

HEIZUNG

SPENGLEREI

SANITÄR

WOHNRAUM-

LÜFTUNG

SOLARTECHNIK

2003 bis 2004 besuchte er den Meisterkurs in

München. Ab September 2004 gab es dann

auch das Angebot des Heizungsbaus. Gleichzeitig

trat 2003 Florian Riedl als gelernter Anlagenmechaniker

in die Firma ein.

Im September 2007 begann Florian seinen

Meisterkurs als Spengler, sein Meisterbrief

hängt seit April 2008 im Büro. Am 1.09.2011

begann Lukas Koller als Azubi und ist seitdem

im Betrieb tätig.

Am 1.09.2016 trat nun Ludwig Riedl im Alter

von 66 Jahren als Firmenchef zurück und übergab

an seine Söhne Richard und Florian. Seine

Frau Annemarie übergab das Büro an Florians

Frau Sabine. Auch Richard Riedls Frau Andrea

wird nach der Babypause im Betrieb tätig sein.

Mittlerweile ist der Betrieb über den Landkreis

hinaus bekannt.

Die „Senioren“ bedanken

sich bei ihren Kunden für

die mittlerweile fast 32-jährige

Treue und das Vertrauen,

das Sie ihnen entgegengebracht

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selbst erzeugen, speichern und

nutzen. Nachhaltig, rentabel und

unabhängig von den Stromversorgern,

Fahren unabhängig von

der Tankstelle — und dabei jede

Menge Geld sparen. Wer würde

das nicht wollen? Seit der Jahrtausendwende

steigt der durchschnittliche

Strompreis konstant

an und hat sich bis 2017 verdoppelt.

Man spricht gar von einer

Preissteigerung von rund sieben

Prozent jährlich. Wie sich die

Strompreise zukünftig entwickeln,

lässt sich derzeit nur vermuten.

Sicher ist jedoch der steigende Bedarf

durch neue Technologien auf

Basis elektronischer Akkus. Laut

dem klassischen Modell der Preissteigerung

aufgrund erhöhten

Bedarfs und daraus resultierender

steigender Nachfrage, kann jedoch

von einer höheren Preissteigerungsrate

ausgegangen werden.

Auch der Fiskus bedient sich des

zunehmenden Bedarfs. Steuern,

Umlagen und Abgaben auf den

Zwei Spezialisten in Sachen innovative Energie: Die beiden Geschäftsführer

der Nerotec GmbH, Alexander und Christian Pfann (v.l.)

Stromeinkauf wurden beinahe

verdreifacht.

Seit einigen Jahren gibt es Möglichkeiten

zur Eigenerzeugung

und Nutzung von Strom aus solarer

Energie. Techniken entwickelten

sich weiter und wurden

so auch preiswerter. Der Strompreisentwicklung

intelligent entkommen,

ist längst nicht unmöglich.

Das zeigen nicht zuletzt die

Brüder Alexander und Christian

Pfann, die mit ihrem Schongauer

Unternehmen „Nerotec“ die Bedürfnisse

der Kunden mit

fortschrittlichster Technik

vereinen. Christian Pfann,

der sich für die technische

Leitung bei Nerotec

verantwortlich zeichnet,

leitete vor der Gründung

der Nerotec GmbH diverse

Projekte in der Luftfahrt-

Entwicklung und entwickelte

Antriebslösungen

und Akkus für Konzeptstudien.

Auch aktuell ist er mit

der Antriebsintegration eines

Schweizer Flugzeuges

betraut, welches durch Sonnenenergie

die Stratosphäre erreichen

soll. Diese Technik setzt er nun

zusammen mit Alexander, für die

betriebswirtschaftlichen Aspekte

bei Nerotec zuständig, in innovative

Haustechnik um.

Lösungen für nachhaltige

Stromgewinnung

Die Nerotec GmbH bietet Komplettsysteme

für nachhaltige

Stromgewinnung im Privathaushalt

sowie für Firmenkunden.

Die per Photovoltaikanlage produzierte

Energie wird in einem

Akku gespeichert und kann, je

nach Bedarf, abgerufen werden.

„Es ist wesentlich rentabler, die

erzeugte Energie selbst zu nutzen“,

erklären die zwei Brüder.

„Damit werden Transportverluste

fast gänzlich vermieden.“

Positiver Nebeneffekt sei zudem,

dass sogenannte Energiespitzen

geglättet, der Stromtrassen-Bau

eingebremst und Stromkosten

36 | der altlandkreis


um bis

zu 85 Prozent reduziert

rt

werden en können. nen.

n. Auch eine akkugepufferte

erte

Notstromversorgung

sorg

rgun

ist längst Standard.

ar

d

Herzstück der Nerotec-Komplettsysteme

ist sicherlich der selbst

entwickelte Akku, den die GmbH

in Deutschland aus qualitativ

hochwertigen Komponenten,

sowie Batteriezellen aus Japan

fertigt. Da der Weg über Zwischenhändler

entfällt und stattdessen

direkt zum Endverbraucher

verkauft und geliefert wird,

können so deutlich günstigere

Preise angeboten werden. „Wir

haben die neuen Chancen der

Branche früh erkannt. Somit war

es uns möglich, uns in der Region

sehr gut zu positionieren“,

sagt Christian Pfann und ergänzt:

„Wir haben uns zur Anlaufstelle

für die Realisierung der Projekte

unserer Kunden entwickelt, egal

ob es sich um einen Photovoltaik-

Carport für das Elektrofahrzeug

oder um ein Großprojekt handelt.

So stellen auch großangelegte

Produktions-Photovoltaikanlagen

wieder eine solide Geldanlage

dar, weil der Equipment-Preis

sich gesenkt hat, und somit wieder

attraktive Gewinne erzielt

werden können.“

Innovative Stromlösungen

als Altersvorsorge

Besonders im Hinblick auf die

Entwicklung der künftigen Rentenauszahlungen

kann, laut den

Geschäftsführern, mit einer solchen

Investition Sicherheit gewonnen

werden. Auch der Trend

zur grünen Energie und der geplante

Ausstieg Deutschlands

aus der Atomenergie sprechen

für innovative Stromlösungen.

„Wir haben uns auf komplette

Energiesysteme für Privat- sowie

Firmenkunden spezialisiert.

Produzent der Energie ist in den

meisten Fällen die Sonne“, erklärt

Alexander Pfann. Dabei steht allerdings

nicht nur die Produktion

im Fokus. Ein wichtiger Punkt

für Nerotec sei stets der Verbraucher,

wie Alexander Pfann

beschreibt: „An dieser Stelle

setzen wir mit intelligenten Konzepten

an, damit wir für unsere

Kunden das Maximum an Nutzen

rausholen können und die damit

verbundene monetäre Ersparnis

maximal ist. Deshalb sehen wir

die Einbindung der Heiztechnik

als essentiell für komplette Energiesysteme.“

Optimierung soll durch die Kombination

mit dem Energiespeicher

und der Erweiterung dieses

Konzepts um die Einbindung der

Elektromobilität erlangt werden.

Hier heißt es aber nicht nur

den produzierten Strom in sein

Elektrofahrzeug zu „tanken“,

sondern mittels intelligentem

Lademanagements mit Priorität

den Überschuss aus der PV-Produktion

zu verwenden. „Dies ermöglicht

dem Kunden das Fahren

zum Nulltarif und was mir persönlich

besonders gut gefällt —

emissionsfrei! Somit hat auch die

Elektromobilität Einzug in unser

Tagesgeschäft gefunden“, so

Alexander Pfann, der mit seinem

Unternehmen Nerotec Kunden

gerne auf dem Weg in ein neues

Energie-Zeitalter begleitet. tis

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märz / april 2017 | 37

r

r


Fenstertausch ohne Schmutz und Ärger

Altes Haus, neue Fenster?






Altlandkreis | Immer wieder stolpert

man in Zeitungen und auf

Messen über ermunternde Werbeaussagen

zum Tausch von Fenstern.

Dabei ist meistens die Rede

von „ohne Dreck“ und „ohne Ausbrucharbeiten“

aus dem Mauerwerk.

Aber kann das wirklich den

gewünschten Effekt bringen? Funktioniert

das? In erster Linie geht es

um die Verbesserung der Energiewerte

und das damit verbundene

Senken der Heizkosten, einen höheren

Einbruchsschutz oder auch

einen gesteigerten Lärmschutz

durch die neuen Fenster. In den

meisten Fällen werden bei der

Fenstersanierung heute Kunststofffenster

eingebaut.

Der „altlandkreis“ machte sich auf

die Suche und hat in der Scheuringer

Firma Mursall einen Traditionsbetrieb

gefunden, der „Fenstertausch

ohne Dreck“ aus einer Hand

anbietet — und dabei die neuen

Fenster sogar noch selbst in seinen

Werkstätten herstellt. Das wollten

wir natürlich auch direkt selbst

erleben und haben eine Baumaßnahme

von Anfang bis Ende begleitet.

Wichtig sei bei einem Fenstertausch

— das bestätigten uns

mehrere befragte Unternehmen

— dass man die alten Fenster samt

Rahmen komplett entfernt und

die neuen Fenster direkt ins Mauerwerk

einsetzt. Nur so können

auch die hohen Anforderungen der

Energieeinsparverordnung EnEV

erfüllt und damit die Maßnahme

auch gefördert werden. Das nennt

sich dann Standardmontage nach

RAL. Mursall-Fachberater Björn

Poetzel erläutert im Gespräch detailliert,

dass einige Mitbewerber

auch mit einem einfachen „Aufsetzen“

neuer Fenster auf alte Rahmen

werben, verbunden mit

der Aussage, nur so sei eine

preisgünstige Montage ohne

Schmutz möglich. Vom Gegenteil

konnte sich unser Redakteur

schon beim „Fenstertauschtag“

überzeugen, wo regelmäßig

interessierten Besuchern demonstriert

wird, wie man den

Tausch des kompletten Fensterrahmens

ohne Dreck vornehmen

kann. Alle Fenster werden vor

Ort beim Kunden exakt vermessen,

dann millimetergenau in Scheuring

produziert — ob einfach-, zweifachoder

dreifachverglast — und etwa

sechs Wochen später durch ein

fachkundiges Montageteam beim

Kunden eingebaut. Der Wechselvorgang

wird beim Kunden Fenster

für Fenster gemacht, damit keine

Heiz- oder Sicherheitsprobleme

entstehen. Pro Fenster kann man

mit circa 2,5 Stunden Gesamtaufwand

durch das Zwei-Mann-Team

rechnen, wobei die Baustelle besenrein

inklusive sauberer Beiputzarbeiten

verlassen wird. Bei unserem

Testhaus in Peiting, in dem

der „altlandkreis“ etliche Fensterwechsel

begleitete, war sogar in

den gefliesten Räumen keinerlei

Nacharbeit nötig, der Anschluss

wurde perfekt durch die Profis gemacht.

„Für diese Maßnahme reut

mich kein Cent“, so der Eigentümer,

„ich hätte nie gedacht, dass

das so problemlos funktionieren

kann.“ Björn Poetzel weist auch auf

wichtige Kriterien für „richtig gute“

Kunststofffenster hin: so sollte die

Wandungsstärke mindestens drei

Millimeter betragen, die Rahmen

einen maßgeschnittenen Stahlkern

haben (nicht nur eine eingeschobene

Stahlstange, die keine

Verformung vermeiden kann), die

Verriegelung sollte eine sogenannte

Pilzkopfverriegelung sein und

die Scheiben sollten freitragend

sein und nicht in den Rahmen verklebt

sein. So könne man auch in

einigen Jahren bequem zum Beispiel

beschädigte Scheiben einfach

tauschen. „Wenn diese Punkte erfüllt

sind, sollten Sie vernünftige

Fenster haben — ob nun von uns

oder von einem Mitbewerber“,

schmunzelt der Fachberater. Zumindest

können wir unseren Lesern

jetzt guten Gewissens berichten:

ein sinnvoller Fenstertausch

ohne Schmutz und Ärger funktioniert,

wenn man ein paar Punkte

beachtet.

op

38 | der altlandkreis


Vorsorgevollmachten für den Ernstfall

„Ich erteile hiermit

Vollmacht an …“

Altlandkreis I Ein sogenanntes

gesetzliches Vertretungsrecht für

Ehe- und Lebenspartner, für erwachsene

Kinder oder andere

nahe Verwandte gibt es nicht. Das

Gesetz kennt grundsätzlich nur

eine Stellvertretung — die der Eltern

für ihre minderjährigen Kinder.

Gerade, wenn Immobilienbesitz

vorhanden ist, sollten sich

Eigentümer — egal, in welchen

Familienverhältnissen — mit der

Frage beizeiten auseinandersetzen,

was passiert, wenn man nach

einer schweren Krankheit, nach

Unfall oder aus Altersgründen

nicht mehr in der Lage ist, wichtige

Fragen auch rund um die Immobilie

selbst zu bestimmen.

„Denn auch der weitverbreitete

Glaube, Ehegatten können

sich Kraft des Gesetzes vertreten,

ist schlicht ein Irrglaube“, sagt

Rechtsanwalt Maximilian Maar,

der sich in der Kanzlei Wölke &

Kollegen mit dem Erbrecht auseinandersetzt.

„Solange wir geistig

und körperlich fit sind, ist es für

uns eine Selbstverständlichkeit,

größere oder kleinere Verträge

zu schließen“, so Maar, „oder gar

über eigenes Geld zu verfügen“.

Wird man jedoch geschäftsunfähig,

oder ist schlicht nicht mehr in

der Lage, Geschäfte zu erledigen,

ist Hilfe zwingend notwendig.

„Und das nicht nur im tatsächlicher,

sondern auch in rechtlicher

Hinsicht“, gibt der Rechtsanwalt

zu bedenken.

Diesen Situationen kann mit einer

Vorsorgevollmacht vorgebeugt

werden. Durch sie bestimmt der

Vollmachtgeber eine oder mehrere

Personen, die für ihn handeln

können — und sollen! „Dabei kann

der Vollmachtgeber nicht nur die

Person, sondern auch den Umfang

der Vollmacht regeln“, erklärt Maximilian

Maar. Das BGB sieht unter

§ 1896 Abs. II eine Betreuung

für erforderlich, wenn nicht die

Angelegenheiten des Volljährigen

durch einen Bevollmächtigten besorgt

werden können.

Ein Beispiel: Immobilienbesitzer

Michael Meier erleidet einen

Schlaganfall und ist dadurch nicht

mehr in der Lage, seine persönlichen

und finanziellen Angelegenheiten

zu regeln. Um einen Platz

im Seniorenpflegeheim bezahlen

zu können, muss seine Immobilie

verkauft werden. Hat Michael Meier

keine Vorsorgevollmacht vorzuweisen,

bestellt das Vormundschaftsgericht

einen Betreuer. Der

schließt einen Grundstücksverkaufvertrag

zum Verkauf ab. Das

bedarf der Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes.

Bei Zweifeln

muss ein Verkehrswertgutachten

erstellt werden. Erteilt das

Gericht keine Genehmigung, platzt

der Verkauf. Im Falle einer vorliegenden

Vorsorgevollmacht kann

der Verkauf durch die bestimmte

Person sofort wirksam gemacht

werden, auf direktem Wege. Nach

Dafürhalten Maximilian Maars ist

eine Vorsorgevollmacht daher ein

„Muss“ für jeden Volljährigen.

Die Vorsorgevollmacht kann sich

auch noch auf weitere Gebiete

erstrecken, nicht nur auf Vermögensfragen,

wie Immobilien sie

Rechtsanwalt Maximilian Maar

von der Kanzlei Wölke & Kollegen

darstellen, die der Bevollmächtigte

auch bewirtschaften, veräußern

oder übertragen kann. Entscheidungen

für medizinische Behandlungen

oder persönliche Angelegenheiten

können damit ebenso

eindeutig definiert werden. Ohne

Vorsorgevollmachten werden gerade

Vermögensübertragungen

durch das Vormundschaftsgericht

häufig blockiert. Als sinnvolle Ergänzung

runden Patientenverfügungen

die Vorsorgevollmachten

ab, erklärt Maximilian Maar. Für

letzteres gilt jedoch: Die Vorsorgevollmacht

sollte notariell beglaubigt

sein. „Gerade Grundstücksverkäufe,

die etwa zur Besorgung

von liquiden Mitteln notwendig

werden, können andernfalls nicht

vorgenommen werden“, fasst

Maar zusammen. Viele Banken

akzeptieren privatschriftliche Vollmachten

nicht mehr. Wer nicht

zum Notar gehen möchte, kann

aus Kostenersparnis eine Unterschriftsbeglaubigung

auch bei der

Betreuungsstelle am Landratsamt

vornehmen lassen. Hierfür verlangt

das Amt eine Pauschale von

10 Euro pro Beglaubigung. rp

märz / april 2017 | 39


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Polizeiliche Tipps zum Einbruchsschutz

Gekippte Fenster

und versteckte Schlüssel

Altlandkreis | Noch kursiert die

irrtümliche Meinung, Einbrüche

würden überwiegend nachts geschehen.

Dass dem nicht so ist,

kann Kriminaloberkommissar

(KOK) Simon Bräutigam von der

Polizeidirektion Weilheim bestätigen.

„Häufig erfolgen sie zur

Tageszeit“, erklärt er. Weit über

ein Drittel, verrät die Einbruchsstatistik

der Polizei, werden durch

Tageswohnungseinbrecher begangen.

Dabei dürfte die Dunkelziffer

sogar noch etwas höher liegen,

da die genaue Tatzeit meist nicht

feststellbar ist. Gerade im Falle

von verreisten Wohnungsinhabern,

die Opfer von Einbrechern

wurden, ist das zumeist so. 2015

mussten für den Raum Weilheim

34 sogenannte Vermögensdelikte

verzeichnet werden, wobei darunter

auch Betrugsfälle zu finden

sind. Mag die Zahl nicht hoch erscheinen,

darf jedoch nicht vergessen

werden, dass dies für die

Betroffenen existentiell, ja traumatisierend

ist. Wenn man sich in

den eigenen Räumlichkeiten nicht

mehr sicher fühlt, ist das eine immense,

psychische Belastung.

Gerade dem Thema Prävention

schenkt die Polizei deshalb große

Beachtung. Denn bereits im Vorfeld

können Bürger viel dafür tun,

um möglichst wenig Angriffsfläche

für Langfinger zu bieten. Im Herbst

2012 wurde deshalb seitens der

Polizei und Kooperationspartnern

aus der Wirtschaft die Einbruchsschutzkampagne

K-EINBRUCH ins

Leben gerufen. Sie gibt präventive

Tipps anhand vieler schnell

umsetzbarer Beispiele, um die

Sicherheit des Eigenheims zu vergrößern.

Sechs goldene

Verhaltensregeln

Wohnungseinbrecher suchen —

neben dem eher als klassischem

Ziel wahrgenommenen freistehenden

Einfamilienhaus — auch

immer wieder Mehrparteienanwesen

aus, um auf Beutezug zu

gehen. Die Kriminalpolizei Mittelfranken

möchte mit Präventionstipps

das Sicherheitsverhalten

der Bevölkerung

verbessern.

Darunter fallen zum

Beispiel die sogenannten

„sechs goldenen

Verhaltensregeln“,

die sich damit

befassen, wie man

sich verhalten sollte,

wenn Haus oder

Wohnung verlassen

werden. Da gilt als

erstes, die Haustüre

Mittels Sperrbügel

können Haus und

Wohnung gegen

unliebsames

Eindringen

geschützt werden.

abzuschließen, auch wenn man

nur für kurze Zeit unterwegs ist.

Verschlossen sollten auch Fenster,

Balkon- und Terrassentüren

werden. Gekippte Fenster, so lautet

die Faustregel, gelten für Einbrecher

als offene Fenster, also

beinahe schon als Einladung zum

Eintritt. Wenn die Tür verschlossen

wird, soll der Schlüssel niemals

außerhalb oder im Umfeld deponiert

werden. Einbrecher finden

jedes Versteck. Sollte der Schlüssel

gar verloren werden, gilt es, den

Schließzylinder möglichst schnell

auszuwechseln. Die letzten beiden

„goldenen Regeln“ besagen,

dass man zum einen ein Auge auf

Fremde in der Wohnanlage oder

40 | der altlandkreis


dem Nachbargrundstück haben

und dass man keine Hinweise auf

die eigene Abwesenheit geben

sollte. Dass man auch mit diversen

Sicherheitsstandards im Eigenbereich

den ungewollten Eindringlingen

bereits etwas entgegensetzen

kann, ist auch im Sinne der

Polizei.

Fachmännischer Einbau

bringt weitere Sicherheit

Ein mehrseitiger Leitfaden, der auf

der Internetseite www.k-einbruch.

de zum Download bereitsteht, hält

ein Verzeichnis für diese geeigneten

Standards vor. Darunter fällt

der Einbau von einbruchhemmenden

Türen und Toren, Fenstern

und Fassaden, Rollläden, Gittern,

sowie nachrüstbare Produkte für

Fenster und Türen, wie etwa Profilzylinder,

Schutzbeschläge und

Einsteckschlösser, um zum Beispiel

ein Absägen von Schlössern

unmöglich zu machen. Wer in

seine Haus- oder Wohnungstür einen

Weitwinkel-Türspion einbaut,

kann sehen, wer vor der eigenen

Türe steht. Auch ein vorgelegter

Sperrbügel, aktiviert beim Öffnen

der Türe, macht Sinn. Ebenso das

Benutzen (oder Nachrüsten) von

Türsprechanlagen sollte selbstverständlich

sein. Allerdings sollte

man bedenken, dass die meisten

präventiven Maßnahmen gegen

Einbruch nur dann ihre Wirkung

entfalten, wenn sie fachmännisch

> > > ZUM THEMA

eingebaut werden. Kriminalpolizeiliche

Beratungsstellen halten

Nachweise über Unternehmen

bereit, die mechanische Sicherungseinrichtungen,

Überfall- und

Einbruchmeldeanlagen als auch

Videoüberwachungsanlagen anbieten

und fachmännisch einbauen.

Fachunternehmen finden sich

auch im Altlandkreis. Wie etwa die

Firma „Lech Alarm“ mit Sitz in Peiting.

Sie bieten eine umfassende

Auswahl in Sachen Einbruchschutz

an.

rp

Der nächste Fachvortrag zum Thema Einbruchschutz findet am

6. April, in den Räumlichkeiten des evangelischen Kirchenkreises

(Am Öferl 8, Weilheim) statt. Er richtet sich gezielt an Senioren, Referent

ist Rudolf Schübbe, ehemaliger Polizeihauptkommissar. Er ist

einer von drei Seniorenberatern, die im Raum Weilheim auf Einladung

Vorträge für Senioren zum Thema Prävention und Einbruchsschutz

halten. Der Vortrag ist kostenfrei, Beginn ist um 18 Uhr.

www.altlandkreis.de

märz / april 2017 | 41


50 Jahre M. Haseitl Baugesellschaft

Hier werden Freiräume geschaffen

Schongau | Am 17. November 1966

gründete Matthäus Haseitl das

M. Haseitl Bauunternehmen. Seitdem

sind 50 Jahre vergangen,

der Betrieb blickt heute auf eine

bewegende, ereignisreiche und

erfolgreiche Vergangenheit zurück.

Zu einer Unternehmensgeschichte

gehören allerdings nicht

nur ausschließlich Zahlen, Daten

und Fakten. Vielmehr sind es die

Menschen, Bräuche, Ereignisse

und Entwicklungen, auch in anderen

Branchen und Bereichen

des Lebens, die die Geschichte

eines Unternehmens maßgeblich

schreiben.

Die Anfänge und

ersten Meilensteine

So soll das neue Bürogebäude der M. Haseitl Baugesellschaft an der Dießener Straße aussehen.

Als mittelständisches Bauunternehmen

ist M. Haseitl in den

Bereichen Hochbau, Tief- und

Schlüsselfertigbau tätig. Das deutsche

Bauhandwerk befindet sich

im Wandel, weshalb sich auch die

Firma aus Schongau immer wieder

an veränderte Rahmenbedingungen

anpassen musste. Die oberste

Maxime bleibt aber: ein verlässlicher

Partner für Kunden, Mitarbeiter

und Geschäftspartner zu sein.

Schon die ersten Jahre nach der

Gründung waren, rückblickend

betrachtet, äußerst erfolgreich —

die Zeichen standen schnell auf

Wachstum. Einige für die Gemeinden

und die Region wegweisende

Bauaufträge gingen an die M. Haseitl

Baugesellschaft, wie etwa der

damalige Schongauer V-Markt.

1971, und damit nahezu genau

fünf Jahre nach Firmengründung,

fand die Einweihungsfeier für das

heutige Firmengelände an der

Dießener Straße statt. Eine Reihe

von Weggefährten, Vertretern aus

Politik, Kultur und Kirche gratulierten

Matthäus Haseitl in einem

festlichen Akt in der neuen Werkstatthalle,

die kurzerhand zum

Festsaal umfunktioniert worden

war. Seitdem wurde das Firmengelände

als auch das Verwaltungsgebäude

immer wieder erweitert

und aufgestockt. Bis heute sind

auf das ursprüngliche Bürogebäude

ein Anbau und zwei Stockwerke

hinzu gekommen. Eine eigene

Tankstelle wurde auf dem Gelände

integriert, und zuletzt 2013 eine

Schalungshalle auf einer Fläche

von eintausend Quadratmetern

mit Seminar- und Schulungsraum

im Obergeschoss gebaut. Ein

neuer Bürokomplex ist bereits in

Planung, wie Peter Schrehardt,

seit 2010 Geschäftsführer, verrät:

„Unsere Mitarbeiter sollen eine

noch bessere Arbeitsumgebung

vorfinden und sich wohlfühlen.“

Mit den großen Unternehmen wie

Hirschvogel, Hoerbiger oder UPM

ist nicht nur die Region gewachsen,

sondern auch Haseitl.

Investitionen in den modernen

Maschinenpark und das Firmengelände

waren die Folge, und sicherten

den Erfolg. Fast 80 Prozent der

Jahresleistung macht mittlerweile

der Hochbau aus, der Rest verteilt

sich auf den Tiefbau und den

schlüsselfertigen Hausbau.

In die Höhe, in die Tiefe

oder schlüsselfertig

Gebäude sind markant, dienen der

Orientierung, sind Wahrzeichen

und haben ein hohe geschichtliche,

kulturelle oder industrielle

Bedeutung. Die M. Haseitl Baugesellschaft

hat seit Mitte der

Sechzigerjahre eine Vielzahl an

bedeutenden Gebäuden errichtet.

Wie etwa Ende der 1990er Jahre

das Hotel Alpenhof in Murnau.

Oder einen Gebäudekomplex

im Münchner Norden, der schon

durch sein Größe besticht. Mit

22 000 Kubikmetern Beton, 2 600

Tonnen Stahl, 35 000 Quadratmeter

Decken, 50 000 Quadratmeter

Wände mit 900 Fensteröffnungen

und einem Auftragsvolumen

von 10,5 Millionen Euro wahrlich

ein großes Projekt. Es zeigt, dass

M. Haseitl durch moderne Arbeitsweisen,

Fertigungsverfahren,

Werkzeuge und hochqualifizierte

Mitarbeiter heutzutage auch Bauvorhaben

dieser Größenordnung

reibungslos bewältigen kann.

Die M. Haseitl-Qualität beginnt in

der Tiefe und ist immer Fundament

für die Straßen, die Außenanlagen

und Oberflächen, auf denen gebaut

wird. Unsichtbare Wege für Wasser,

Kanal und Leitungen sichern ihre

Funktion über Jahrzehnte. Der erste

Auftrag, den die Firma 1966 erhielt,

war aus dem Tiefbau: Eine rund ein

Kilometer lange Straße in Steinga-

42 | der altlandkreis


den am Maderbichl. Und auch die

mächtigsten Personen der Welt

fuhren bereits auf M. Haseitl-Straßen:

Mit etwa vier Millionen Euro

Auftragsvolumen war die Straße

zum Schloss Elmau, die für den G7

Gipfel im Juni 2015 erneuert wurde,

das größte Tiefbauprojekt, das

M. Haseitl in der Firmengeschichte

für sich gewinnen konnte. Zeitweise

waren bis zu 50 Mitarbeiter auf

dieser beeindruckenden Baustelle

eingesetzt. Sechs Kilometer Straßenbau

mit Wasser- und Schmutzwasserleitungen,

Kabel und Glasfaserkabel

waren unter strengsten

Sicherheitsauflagen zu bewältigen.

Für die Gesamtbauzeit setzte das

Schongauer Unternehmen sieben

Monate lang annähernd all seine

Tiefbauressourcen ein und konnte

so die Straße pünktlich übergeben.

Stark in der Region:

neues Projekt in Peiting

Im Süden bis Mittenwald und Garmisch,

über Augsburg und Meitingen,

wo Haseitl für den Bau eines

neuen Kino-Komplexes verantwortlich

ist, und natürlich viel in

München: So genau kann man das

Tätigkeitsgebiet des Betriebs nicht

eingrenzen. 180 Mitarbeiter, davon

70 gewerbliche, zählt das Unternehmen

heute. Hinzu kommen

rund 250 Arbeiter, die über Werkvertragsunternehmer

im Hochbau

beschäftigt sind. Welche Dimension

das Unternehmen mittlerweile erreicht

hat, zeigt die Tatsache, dass

Haseitl im Hochbau grundsätzlich

Auftragsgrößen von mehr als einer

Millionen Euro akquiriert. Mit einer

Ausnahme: die unmittelbare Region

rund um Schongau und Peiting.

„Hier ist uns kein Auftrag zu

klein“, spricht Peter Schrehardt die

regionale Verantwortung an. Auch

Projekte im Wohnungsbau oder der

Bauträgerschaft übernimmt Haseitl

nur nahe dem Firmenstandort. Wie

etwa beim Hohenpeißenberger

Schächen oder dem Bahnhofs- und

alten Bundeswehrareals in Peiting:

Der Bau hier soll in der zweiten

Jahreshälfte 2017 beginnen. Gebaut

werden dann 50 Wohnungen für

den Mietmarkt, 18 für den Verkauf,

sieben Reihenhäuser und sechs

Stadthäuser. Doch damit nicht genug,

schließlich wird das Viertel zusätzlich

um einen Supermarkt und

ein Kino bereichert. Die Reihenund

Stadthäuser wird es in unterschiedlichen

Ausbaustufen geben,

um die Eigenleistung und damit

insbesondere junge Familien zu

fördern. Ab April werden die Planungen

herausgegeben — dann beginnt

auch die Bewerbungsphase.

Ein moderner,

zeitgemäßer Baustil

Von der Qualität, wie gebaut wird,

kann sich jeder bereits vorab beim

Schächen in Hohenpeißenberg

überzeugen. Rund drei Jahre sind

für die Bauphase eingeplant, wobei

die Wohneinheiten zuerst abgeschlossen

sein sollen.

„Die Architektur von Haseitl ist entscheidend“,

sagt Peter Schrehardt

und ergänzt: „Wir pflegen einen

modernen, zeitgemäßen Baustil,

der den bayerischen Baustil des

Voralpenlandes einbezieht.“ Barrierefreiheit

ist für Schrehardt

heutzutage eine Selbstverständlichkeit.

Trotz der „marginalen

Mehrkosten“, wie er es nennt, sagt

er: „Es wäre fahrlässig, heute nicht

nach den neuesten technischen

Möglichkeiten zu bauen.“ Reizvoll

für ihn und die Firma ist der Wohnungsbau

oder eine Bauträgerschaft

nur im ländlichen Raum, er

sieht hier eine starke Nachfrage.

Der Ballungsraum München sei

dafür indessen wenig interessant.

Exorbitante Grundstückspreise, zu

hohe Abgabepreise und dass „der

Raum ausgenutzt werden muss,

was eindeutig auf die Wohnqualität

geht“, sind laut Schrehardt die

Gründe dagegen.

Generell hat er für den ländlichen

Raum eine glänzende Prognose:

Es habe sich in der Entwicklung

in allen Bereichen etwas getan,

wobei er hier besonders die

großen Unternehmen anspricht.

„Menschen, die hier arbeiten,

möchten auch hier wohnen!“

Hochwertiger Mietraum sei indes

noch sehr selten. Die M. Haseitl

Baugesellschaft wird dafür sicherlich

ihren Teil beitragen, damit

sich das ändert.

tis

märz / april 2017 | 43


BE THE FUTURE.

Ausbildungsplätze 2018

am Standort Schongau

UPM Schongau produziert mit rund 500 Mitarbeitern jährlich bis zu 760.000 Tonnen Rollendruckpapiere und zählt

zu den größten Wiederverwertern von Altpapier weltweit.

Für unsere Papierfabrik suchen wir zum 1. September 2018 qualifizierte Auszubildende (m/w) für folgende,

vielseitige und abwechslungsreiche Ausbildungsberufe:

- Papiertechnologe

- Elektroniker für Betriebstechnik

- Industriemechaniker

Haben Sie Interesse? Dann bewerben Sie sich online unter www.upmpaper.de/ausbildung

oder per E-Mail contacthr.de@upm.com. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2017.

Besuchen Sie uns auf der

Schongauer Ausbildungsmesse

am 26. April 2017

in der LechSportHalle

Schongau

UPM führt die Bio- und Forstindustrie in eine neue und nachhaltige

Zukunft. Unsere Produkte werden aus erneuerbaren

Rohstoffen hergestellt und sind wiederverwertbar. Für unsere

Ausbildungsstellen sind wir stetig auf der Suche nach neuen

Talenten, die unsere Vision teilen und diese mit uns verwirklichen

möchten. UPM – The Biofore Company – www.upm.de.

44 | der altlandkreis

UPM GmbH, Werk Schongau

Sonja Reichhart

sonja.reichhart@upm.com

Telefon: + 49 8861 213-391

www.upmpaper.de


Nachgefragt bei Dr. Karl Breu

Sind Hausärzte überaltert?!

Altandkreis | In unserer Region

haben wir formal eine Überversorgung

sowohl bei Hausärzten,

wie auch bei allen anderen Fachärzten.

Trotzdem sind die Wartezimmer

voll und auf einen Termin

muss man schon mal mehr als

einen Monat warten. Mit Sorge

blickt Dr. Karl Breu, der Vorsitzende

des ärztlichen Kreisverbandes,

besonders auf die Altersstruktur

der Hausärzte im Landkreis Weilheim-Schongau.

Etwa ein Drittel

sind über 60 Jahre, so dass es in

den nächsten Jahren hier große

Veränderungen geben wird.

Bei einer Bürgerbefragung zur

Gesundheit im Landkreis zeigte

sich, dass 84 Prozent der Bevölkerung

ihren Gesundheitszustand

als sehr gut oder gut einschätzen.

Das sind zehn Prozent mehr als im

deutschlandweiten Durchschnitt.

Außerdem suchen 95 Prozent der

Patienten ihren Hausarzt nicht nur

bei akuten Beschwerden auf, sondern

holen sich dort auch medizinischen

Rat. „Dies ist ein hoher

Vertrauensbeweis für uns Ärzte“,

stellt Dr. Karl Breu fest.

Der Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen

und Umweltmedizin

befindet sich als Leiter des

Gesundheitsamtes im Landratsamt

Weilheim derzeit in seiner

Altersteilzeitruhestandsphase und

fungiert seit 1999 als Vorsitzender

des ärztlichen Kreisverbandes. Berufspolitisch

arbeitet er in dieser

Organisation auch im Vorstand auf

Bezirksebene mit, ist Delegierter

der Landes- sowie der Bundes-

Ärztekammer. „Eine gute ärztliche

Versorgung auch in ländlichen

Regionen ist mir eine Herzensangelegenheit“,

verrät Dr. Karl Breu,

warum er sich bis zur Bundesebene

engagiert. Wir haben ihm fünf

Fragen zur Situation der Ärzte im

Landkreis gestellt.

Wie beurteilen Sie die ärztliche

Versorgung im Landkreis Weilheim-Schongau?

Grundsätzlich haben wir eine flächendeckende

und qualitativ gute

medizinische Versorgung sowohl

im ambulanten Bereich mit niedergelassenen

Ärzten, aber auch

Zahnärzten, Apothekern, Pflegediensten,

Seniorenheimen und

vieles mehr. Auch der stationäre

Bereich ist mit unseren drei Krankenhäusern

sehr gut aufgestellt.

Wir haben im Landkreis insgesamt

108 hausärztlich tätige Kolleginnen

und Kollegen und sind

laut kassenärztlicher Vereinigung

überversorgt. Ein Problemkreis ist

die Überalterung der Hausärzte;

etwa ein Drittel wird in den nächsten

fünf Jahren aufhören. Das sehe

ich mit Sorge, denn es wird immer

schwieriger, einen Nachfolger zu

finden.

In der Presse wird das Schwinden

der Landärzte beklagt und wenn

sich ein Hausarzt bei uns niederlassen

möchte, bekommt er keine

Zulassung. Wie kann das sein?

Seit 1992 wird der Bedarf an Ärztinnen

und Ärzten in der ambulanten

Versorgung auf Landesebene

über die Bedarfsplanungsrichtlinie

des gemeinsamen Bundesausschuss

(GB+BA) festgestellt.

Insbesondere aufgrund der demographischen

Entwicklung und der

Veränderungen in der ambulanten

Versorgung wurde diese Richtlinie

in den letzten Jahren mehrmals

angepasst. Zurzeit werden die sogenannten

Verhältniszahlen, also

die Anzahl der Einwohner pro Arzt,

überprüft und dabei auch die Sozial-

sowie Krankheitsstruktur in die

Planung miteinbezogen; es wird

beispielsweise geprüft, ob bei uns

ein zusätzlicher Bedarf aufgrund

großer sozialer Einrichtungen wie

etwa der Herzogsägmühle besteht.

Aktuell beschäftigt uns die

ärztliche Situation in Apfeldorf:

Hier gibt es eine wunderschöne

Praxis, eine engagierte Kollegin,

die dort praktizieren möchte. Aber

es gibt auch die Bedarfsplanung,

die für den Bereich Dießen

eine Überversorgung feststellt

und deshalb keine Zulassung

ermöglicht. Herr Bürgermeister

Epple setzt sich außergewöhnlich

für die Gesundheit seiner Bürgerinnen

und Bürger ein und deshalb

versuchen wir gemeinsam über

meine berufspolitische Kontakte

und der Gesundheitsregion doch

noch eine zufriedenstellende

Lösung zu finden.

Wie lange muss ich im Landkreis

auf einen Facharzttermin warten?

Aufgrund immer wieder beklagter

überlanger Wartezeiten auf

einen Facharzttermin führte der

Gesetzgeber vor einem Jahr Termin-Servicestellen

ein. In Bayern

konnten alle 2 053 Terminanfragen

innerhalb von vier Wochen durch

niedergelassene Kollegen übernommen

werden. Bei cirka 80

Millionen ambulanten Behandlungsfällen

im Jahr, war die Inanspruchnahme

der Servicestellen

sehr gering. Nach einer aktuellen

Umfrage im Landkreis können

über die behandelnden Hausärzte

bei akuten Krankheitsfällen in der

Regel Facharzttermine innerhalb

der Woche vermittelt werden.

Zur medizinischen Versorgung

außerhalb der

ärztlichen Sprechzeiten

wurde der Bereitschaftsdienst

im Oberland

als Pilotregion im

letzten Jahr ebenfalls

neu aufgestellt. Neben

dem bewährten

Fahrdienst, den Sie

nach wie vor über die

Telefonnummer 116 117

erreichen, können hilfesuchende

Bürgerinnen und Bürger direkt die

Bereitschaftsdienstpraxen am Klinikum

Schongau aufsuchen.

Wie sehen Sie die Situation bei den

Fachärzten im Landkreis?

Nach der Bedarfsplanungsrichtlinie

haben wir in allen Facharztbereichen

eine Überversorgung.

Probleme werden an uns eigentlich

nur bei Psychiatern und Psychotherapeuten

herangetragen.

Trotz einer Versorgungsrate von

208 Prozent für Psychotherapeuten

gibt es Wartezeiten von mindestens

drei Monaten. Doch dieses

Problem ist deutschlandweit bekannt

und wird derzeit von G-BA

angegangen. Bei uns mildern die

Ärzte der Institutsambulanz der

KBO-Klinik Peißenberg die angespannte

Situation deutlich ab.

Übrigens, wenn jemand Probleme

hat, einen Facharzttermin zu bekommen,

sollte man immer den

Weg über den Hausarzt nehmen,

der kann einen kurzfristigen Termin

vermitteln.

Wie schätzen Sie die Zukunft ein,

sagen wir in zehn Jahren?

Wir steuern auf einen Ärztemangel

zu. Eine Studie der Kassenärztlichen

Vereinigung zeigt auf, dass es

Dr. Karl Breu sieht als Vorsitzender des ärztlichen

Kreisverbandes eine Überalterung besonders

bei den Hausärzten auf uns zukommen.

im Jahr 2030 gut 10000 Hausärzte

weniger in Deutschland geben

wird. Deshalb haben wir bereits

2014 in Bayern angefangen massiv

gegenzusteuern, beispielsweise

mit Stipendien oder finanziellen

Förderungen von Niederlassungen

im ländlichen Raum. Ganz neu ist

auch eine Landarztquote von fünf

Prozent aller Medizinstudenten.

Damit haben wir eine Trendwende

erreicht, 2016 wurden in Bayern

ein Zehntel mehr Prüfungen

zum Allgemeinarzt abgelegt. Nach

dem Masterplan „Medizinstudium

2020“ wird darüber hinaus unter

anderem nicht nur die Abiturnote

ausschlaggebend für ein Medizinstudienplatz

sein, der Bewerber

muss auch eine entsprechende

soziale Eignung mitbringen.

Über den Weiterbildungsverbund

Weilheim-Schongau können die

angehenden Fachärzte für Allgemeinmedizin

ihre mehrjährige

Weiterbildung komplett in unserer

Region ableisten und — wie

in den letzten Jahren mehrmals

erlebt — in frei werdenden Praxen

oder als Partner in eine Praxis in

unserem Landkreis einsteigen. Insofern

sehe ich die medizinische

Versorgung in unserem schönen

Oberland auf einem sehr guten

Weg.

rg

märz / april 2017 | 45


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS I

Spielen, spenden, pilgern und sich zeigen

Frühjahrskonzert in der Lechsporthalle — Karten zu gewinnen

In die Tiefe gehen — Pilgertage im Pfaffenwinkel

Schongau | Die Stadtkapelle Schongau

lädt über Ostern zum Frühjahrskonzert.

Gespielt wird am Ostersonntag, 16. April,

und Ostermontag, 17. April, jeweils ab 20

Uhr (Einlass ab 19 Uhr) in der Lechsporthalle

in Schongau.

Eintrittskarten, erhältlich im Vorverkauf

ab 3. April bei „Fritz Zwack Uhren

und Schmuck“ in Schongaus Altstadt,

kosten für Erwachsene 10 Euro, für Kinder

(bis 15 Jahren) 5 Euro.

Für das Frühjahrskonzert der Stadtkapelle

Schongau verlost der „altlandkreis“

3 x 2 Eintrittskarten für den Termin am

Ostermontag (17. April).

Wer sie gewinnen möchte, schickt eine

Postkarte an „altlandkreis“, Birkland 40,

86971 Peiting oder eine E-Mail (info@altlandkreis.de)

mit dem Stichwort

„Stadtkapelle Schongau“.

Einsendeschluss ist der

15. März 2017. Die Gewinner

werden per Los ermittelt und

bekommen die Tickets zugeschickt,

weswegen die vollständige

Absenderadresse

wichtig ist. Der

Rechtsweg ist geschlossen. austis

Altlandkreis | Gläubige aus aller Welt

kommen zum Pilgern in den Altlandkreis,

„und wir selber als Ortsansässige

nehmen uns nicht die Zeit dafür“, sagt

Lidwina Kirchbichler von der Katholischen

Landvolkbewegung Weilheim.

Da kam die zündende Idee des Pilgerns

„dahoam“ auf, woraus die Pilgertage

im Weilheim-Schongauer Landkreis

entstanden, und 2017 ihre Fortsetzung

finden. An sechs Tagen, zwischen April

und Oktober, können Jung und Alt Kraft

schöpfen mit Wanderungen durch die

„heilige“ Landschaft des Pfaffenwinkels.

Etappe eins erstreckt sich am Freitag, 21.

April, ab 13 Uhr von der Westseite der

Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peißenberg

hinüber nach Rottenbuch. Passend

zum Streckenprofil lautet das Motto

„Losgehen — sich in die Tiefe trauen“.

Weitere Etappen: Von Rottenbuch nach

Steingaden (29. April), von Steingaden

auf den Auerberg (6. Mai), vom Auerberg

nach Burggen (6. Oktober), von Burggen

nach Peiting (14. Oktober) und abschließend

von Peiting zurück auf den Hohen

Peißenberg (22. Oktober). Nähere Infos

sowie die Organisation von Mitfahrgelegenheiten

unter 08801 / 90630,

08809 / 163086 oder online:

www.klb-weilheim.de.

tis

46 | der altlandkreis


Spendenübergabe der Klamottenkiste

Schongau / Herzogsägmühle | Auch diesmal hat

sich das Team der Klamottenkiste der Pfarrei Verklärung

Christi dazu entschlossen, einen Teil des

Erlöses an die Wärmestube in Schongau zu spenden.

Bei der Ankunft wurden sie herzlich willkommen

geheißen, durften sich die Räumlichkeiten

ansehen und es wurde ihnen erklärt, wie schnell

man in die Situation gelangen kann, obdachlos zu

werden. Seit nunmehr 20 Jahren gibt es die Wärmestube.

Wöchentlich werden etwa 80 bis 100

Personen über die Tafel versorgt — etwa genauso

viele Personen suchen die Wärmestube auf. In

familiärer Atmosphäre können dort die Besucher

Kontakt zu anderen Betroffenen aufnehmen, sich

aufwärmen und auch duschen, ihre Wäsche waschen

oder für einen geringen Obolus Mittagessen

bekommen. Aktuell haben die Betreiber der Wärmestube

einige Anfragen nach warmer Kleidung

und Schlafsäcken. Alle Anfragen der Bedürftigen

und auch das Mittagessen, das sie dort bekommen,

werden aus Spenden finanziert bzw. von

Sachspenden genommen. Sämtliche Spenden

(Geld, Lebensmittelkonserven, Kleidung, Decken)

werden von den Mitarbeitern der Beratungsstelle

entgegengenommen. Die Wärmestube

hat täglich von 8.15 bis 12.30 Uhr

geöffnet.

tis

Tag der offenen Tür der Schongauer Berufsfachschulen

Schongau | Die staatlichen Berufsfachschulen für

Kinderpflege, Sozialpflege, Ernährung und Versorgung

sowie die private Berufsfachschule für

kaufmännische Assistenten laden am Samstag,

1. April, zu ihrem traditionellen Tag der offenen

Tür ein. Interessierte Besucher können dabei das

vielseitige und praxisorientierte Ausbildungsangebot

kennenlernen. Schüler und Lehrkräfte

präsentieren im Schulhaus des Beruflichen

Schulzentrums Schongau ein vielfältiges Angebot.

Beim Rundgang durch das Schulhaus kann man

unter anderem österliche Dekorationen kaufen

oder die „gläserne Küche“ mit allerlei Schmankerln

zum Probieren anschauen. Außerdem kann

man GERT, den Alterssimulationsanzug ausprobieren

oder sich bei einem Quiz versuchen. Zwischendurch

kann man Kaffee und Kuchen zu sich

nehmen und zum Abschluss in den „Snoezelen-

Raum“. Was das genau ist, können Interessierte

dann am 1. April erfahren. Beginn n der

Veranstaltung ist um 11 Uhr, das Ende

um 16 Uhr.

tis

Preisträgerkonzert von Jugend musiziert

Schongau | Rund 160 Kinder und Jugendliche aus

der Region von Landsberg bis Garmisch haben sich

beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ den

strengen Ohren der Jury gestellt. Wer dabei sehr gut

abgeschlossen hat, darf beim Preisträgerkonzert

der Musikschule Pfaffenwinkel am Freitag, 24. März

sein Können öffentlich präsentieren. „Für mich ist

jeder Teilnehmer ein Preisträger, denn für die Kinder

ist das Mitmachen

schon eine

große Herausforderung“,

stellt

dazu Musikschulleiter

Karl Höldrich

fest. Trotzdem werden nur etwa 20 ausgewählte

Preisträger ab 18 Uhr auf der Bühne im Schongauer

Sparkassenforum stehen. Bei einer Altersspanne

von fünf bis 20 Jahren und einer Instrumentenvielfalt

von der Flöte bis zum Klavier wird es sicherlich

ein sehr abwechslungsreiches Konzert. Gleich am

Tag darauf, Samstag 25. März, lädt die Musikschule

Pfaffenwinkel zum „Tag der offenen Tür“ in ihr Gebäude

am Marienplatz ein. Von 14 bis 17 Uhr darf

man verschiedenste Instrumente ausprobieren, die

Musiklehrer stehen für Auskünfte zur Verfügung

oder auch über die Möglichkeiten von

Einzel- und Gruppenunterricht kann

man sich informieren.

rg

märz / april 2017 | 47


März 2017 — der Darmkrebsmonat bei der Krankenhaus GmbH

Feierabend für den Darmkrebs

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Als Gesundheitsversorger

mit Zukunftsvisionen engagiert

sich die Krankenhaus GmbH auch

als Arbeitgeber im Darmkrebsmonat

März. Auf Initiative von Chefarzt

Dr. Michael Platz und Facharzt Dr.

Andreas Eder vom Krankenhaus

Schongau wurde ein Vorsorgeprogramm

für Unternehmen initiiert.

Ausgangspunkt ist die Häufigkeit

von Darmkrebs und die relative

Unscheinbarkeit, mit der sich

diese Krebsart entwickelt — meist

unbemerkt von den betroffenen

Personen. Obwohl Darmkrebs der

zweithäufigste Tumor weltweit

ist, scheuen sich viele vor einer

Vorsorge und einer Darmspiegelung.

Dabei haben Patienten beste

Überlebenschancen, wenn die Erkrankung

frühzeitig entdeckt wird.

Zur Früherkennung von Darmkrebs

gibt es in Deutschland seit 1972 ein

Vorsorgeprogramm. Seit 2002 wird

von den gesetzlichen Krankenkassen

auch die Vorsorgekoloskopie,

also Darmspiegelung, ab 55 Jahren

angeboten. Sie ist das effektivste

Verfahren, welches zusätzlich zur

Früherkennung von Krebs auch die

Entfernung der Vorstufen (Polypen)

ermöglicht. Im Jahr 2017 kann

nun auf die Erfahrungen von 15

Jahren Vorsorgekoloskopie zurückgeblickt

werden. In diesen Jahren

sind immerhin mehr als fünf Millionen

Darmspiegelungen gemacht

worden. Nach seriösen Schätzungen

konnten dadurch etwa 100 000

Leben gerettet werden. Und dennoch

nutzen immer noch zu wenige

Menschen die Möglichkeit zur

Darmvorsorge. Und das, obwohl

jedes Jahr rund 60 000 Menschen

neu an Darmkrebs erkranken.

Anlass genug für die Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau

gemeinsam mit Unternehmen

im Schongauer Land, wie etwa

AOK, Raiffeisenbank Pfaffenwinkel,

Landratsamt, Kreissparkasse

Schongau oder Techniker Krankenkasse,

die Aktion „Feierabend für

den Darmkrebs“ durchzuführen.

Gemeinsam gegen

den Darmkrebs

Unter der Schirmherrschaft von

Bundesverkehrsminister und Bundestagsabgeordneten

des Landkreises

Weilheim-Schongau, Alexander

Dobrindt, wird die Aktion

am 29. März in Gegenwart der

> > > LEISTUNGEN DER KRANKENKASSE

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab 50 Jahren einmal

pro Jahr die Durchführung eines Tests auf verstecktes Blut im Stuhl

in Verbindung mit einer ärztlichen Untersuchung zur Darmkrebsfrüherkennung.

Seit Oktober 2002 bezahlen die Kassen alternativ dazu ab 55

Jahren die Durchführung einer Vorsorge-Darmspiegelung sowie

einer weiteren Darmspiegelung zehn Jahre später. Anders ist es

dagegen, wenn ein familiäres Risiko für Darmkrebs vorliegt: In

einem solchen Fall übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen

auch die Kosten einer Darmspiegelung im jüngeren Alter.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß

gestartet. Gemeinsam mit Politik,

Unternehmen, Krankenkassen,

Ärzten und der interessierten Öffentlichkeit

wird die Implementierung

der Darmkrebsvorsorge in

den Unternehmen durchgeführt.

Zum Auftakt gibt es Workshops zu

den Themen:

Bewegung gegen Krebs

Ernährung und Darm

Darmkrebsvorsorge im Fokus

Schlüssellochtechniken in der

Darmchirurgie

Die Darmkrebs-Aktion

im Detail

Um die Leute für das Thema Darmkrebs

zu sensibilisieren, wird zum

Darmkrebsmonat März ein „Darmkrebsvorsorge-Infotainment-Point“

zunächst im Eingangsbereich des

Krankenhauses Schongau installiert.

Anschließend „besucht“ er

die teilnehmenden Unternehmen.

Der Infomat zeigt die Bildung von

Darmkrebs und macht Krebs und

seine Vorstufen, die Polypen, fühlbar.

Gemeinsam mit dem Gehaltsauszug

erhalten die Mitarbeiter der

Unternehmen einen Fragebogen

zum Risikocheck (9 Risikofaktoren);

Mitarbeiter über 50 Jahre erhalten

einen Gutschein für einen Test auf

Blut im Stuhl. Sollte der Test positiv

ausfallen, so sollte

der oder die betroffene

Mitarbeiter/in

mit dem Hausarzt

sprechen und zur

Abklärung eine Koloskopie

vornehmen

lassen; Anspruch

auf eine Koloskopie

haben Männer und

Frauen.

> > > KONTAKT

Chefarzt Dr. Michael Platz (li.) und

Dr. Andreas Eder

Darmkrebs-Infotainment-Point

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Chefarzt Dr. Michael Platz

Telefon: 08861 / 215-141

sgallgemeinchirurgie@kh-gmbh-ws.de

Dr. Andreas Eder, Facharzt

a.eder@kh-gmbh-ws.de


Die Vorstufen des Darmkrebses sind leicht und schmerzfrei zu entfernen

Weil Vorsorge die beste Medizin ist

Weilheim | Dr. Klaus Heckmann,

Leiter der Klinik für Gastroenterologie

im Krankenhaus Weilheim,

spricht im „altlandkreis“-Interview

über die Darmkrebsvorsorge.

Er erklärt unter anderem, für wen

sie akut ist, was eine Koloskopie

überhaupt ist und ob die Vorsorge

auch ambulant durchführbar ist.

Dr. Heckmann, können Sie uns erklären,

was man unter einer Koloskopie

versteht?

Eine Koloskopie ist eine endoskopische

Untersuchung (Spiegelung).

Die Untersuchung wird

durchgeführt, um die Darmschleimhaut

zu beurteilen, Krankheiten

rechtzeitig zu erkennen und

zu behandeln. Für die Patienten ist

sie in Sedierung eine schmerzlose

Untersuchungsmethode, von der

sich nichts mitbekommen.

Wer sollte eine Koloskopie durchführen

lassen?

Die Darmspiegelung ist eine Möglichkeit

der Darmkrebsvorsorge

und wird von der Krankenkasse ab

55 Jahren bezahlt, und sollte ab

diesem Alter in Anspruch genommen

werden. Wer einen positiven

Hämocult Test auf Blut im Stuhl

hat, sollte dies unbedingt abklären

lassen. Ab 50 Jahren sollte zudem

jährlich ein solcher Test durchgeführt

werden.

Wie läuft eine Koloskopie ab?

Mindestens 24 Stunden vor der

eigentlichen Untersuchung wird

der Patient über die Risiken der

Untersuchung aufgeklärt. Dieser

Rahmen ist gesetzlich vorgegeben.

Der Patient bekommt eine

Abführlösung, die er am Abend

vor der Untersuchung beginnt, zu

Dr. Klaus Heckmann, Leiter der Klinik

für Gastroenterologie

trinken. Das heißt: Er muss einen

Liter einer beliebigen Flüssigkeit

plus einen Liter der Abführlösung

am Abend davor und das gleiche

nochmals am Morgen trinken.

Der Stuhlgang sollte danach wie

klarer Kamillentee aussehen. Das

ist wichtig, um ausreichend gute

Sicht zur Beurteilung der Darmschleimhaut

zu haben. Am Tag

der Untersuchung wird der Patient

in der Endoskopie, nachdem er

eine Untersuchungshose angezogen

hat, links in Seitenlage auf

eine Liege gelegt und bekommt in

den allermeisten Fällen eine Art

Schlafmittel, damit er nichts von

der Untersuchung mitbekommt.

Insgesamt kann die Untersuchung

je nach Befund zwischen 20 und 90

> > > KONTAKT

Klinik für Gastroenterologie

Ltd. Arzt Dr. Klaus Heckmann

Telefon: 0881 / 188-596

In-sek-wm@kh-gmbh-ws.de

bis 120 Minuten dauern. Die längeren

Zeiten ergeben sich, falls

ein krankhafter Befund gefunden

wird und etwa Polypen abgetragen

werden müssen.

Muss man für eine Darmspiegelung

ins Krankenhaus oder kann

eine Koloskopie auch ambulant

durchgeführt werden?

Eine Darmspiegelung kann sowohl

im Krankenhaus, als auch

ambulant erfolgen. Hier ist die

enge Vernetzung und Abstimmung

zwischen den niedergelassenen

Hausärzten, dem niedergelassenen

Gastroenterologen

und dem Gastroenterologen im

Krankenhaus notwendig. Meine

Meinung ist, dass vor allem ältere,

multimorbide und Patienten,

die Schwierigkeiten haben,

die Abführlösung zu trinken, im

Krankenhaus untersucht werden

sollten. Und das deshalb, weil die

Infrastruktur im Notfall besser ist,

und die Versorgung im Falle eines

Falles schneller erfolgen kann.

Was können wir uns unter einer

endoskopischen Operation vorstellen?

Dies ist kein feststehender Begriff,

der für einen speziellen Eingriff

steht, der in der Endoskopie

durchgeführt wird. Man versteht

darunter zum Beispiel eine Polypenabtragung.

Hier kann ein in

der Endoskopie gefundener Polyp

beispielsweise mit einer Zange

entfernt werden, was bis zu einer

Polypengröße von fünf Millimetern

empfohlen wird. Polypen, die größer

sind, werden im Normalfall

mit einer Flüssigkeit unterspritzt,

so dass sich die Schleimhaut abheben

kann und das Risiko, bei

Entfernung des Polypen ein Loch

in die Darmwand zu machen,

minimiert wird. Sobald der Polyp

aufgespritzt ist, wird eine Elektroschlinge

um ihn gelegt, und

der Polyp anschließend mit Strom

abgetragen und dann für die pathologische

Aufarbeitung geborgen.

Der Polyp wird deshalb mit

Strom abgetragen, weil im gleichen

Arbeitsschritt die Gefäße, die

den Polyp versorgt haben, verödet

werden und somit das Blutungsrisiko

minimiert wird.

Gibt es weitere Beispiele für endoskopische

Operationen?

Ja, Blutungen können beispielsweise

in einer endoskopischen

Operation gestillt oder Metallstents

über eine Engstelle gelegt

werden. Ein Spezialfall ist sicherlich

die Zusammenarbeit mit dem

Chirurgen im Operationssaal. Hier

arbeiten der Chirurg und der Gastroenterologe

bei komplexen Fällen

Hand in Hand. Der Endoskopiker

spiegelt, während der Chirurg

laparaoskopisch in Schlüssellochtechnik

operiert. Laparoskopische

Operationen werden von den

Allgemein- und Viszeralchirurgen

durchgeführt — in Schongau von

Dr. Platz und hier in Weilheim von

Privat-Dozent Dr. Lang.

märz / april 2017 | 49


PD Dr. Reinhold Lang, Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dem Darmkrebs zu Leibe

Weilheim | Darmkrebs kann sich in

allen Abschnitten des Dickdarms

und Mastdarms entwickeln, am

häufigsten jedoch in den unteren

30 bis 40 Zentimetern. Häufig führen

die Änderung der Stuhlqualität,

neu aufgetretene Blähungen,

Blut im Stuhl, Gewichtsabnahme

oder Nachtschweiß Patienten zu

ihrem Hausarzt. Meist wird zunächst

durch die Endoskopie (siehe

Interview Dr. Heckmann) das

Darminnere untersucht. Sollte

sich hierbei eine bösartige Erkrankung

zeigen, ist dann eine Vielzahl

weiterführender Untersuchungen

nötig (siehe Kasten rechts). Die

Planung dieser Untersuchungen

bleibt aber meist in einer Hand, so

dass unsere Patienten wenig Termine

selbst vereinbaren müssen.

Sind alle nötigen Informationen

über die Erkrankung gesammelt,

wird in einer sogenannten interdisziplinären

Tumorkonferenz,

hier kommen Fachleute aus mehreren

medizinischen Bereichen,

wie Onkologie (Tumorspezialist),

Sonderveröffentlichung der

Strahlentherapie, Gastroenterologie/Internist,

Radiologie und Chirurgie

zusammen und besprechen

jeden, aber auch wirklich jeden

einzelnen Fall, um die bestmögliche

Therapie für unsere Patienten

individuell durchführen zu können.

Herrn Dr. Heckmann und mir

stehen in dieser Tumorkonferenz

als Spezialisten Herr PD Dr. Sandherr

und Herr Dr. Perker (Onkologie),

aus der Strahlentherapie Frau

Dr. Panzer, Frau Dr. Pachmann und

Frau Dr. Riepel und aus der Radiologie

die Herrn Dres. Heidrich,

Kamp, Kupfer, Baumert zur Seite.

Operation als eines der

wichtigsten Elemente

Eines der wichtigsten Elemente in

der Behandlung des Darmkrebses

ist die Operation, das heißt

die Entfernung des am Tumor

erkrankten Dickdarmabschnittes

mit genügend Abstand in den

gesunden Bereich. Anhängend

an diesen Tumor sind aber auch

Chefarzt

PD Dr. Reinhold Lang

(2. v. li.) und sein Team

die dazugehörigen Lymph- und

Blutgefäße. Hier können sich versprengte

Tumorzellen aufhalten.

Daher müssen auch diese Gewebe

in einem gewissen Sicherheitsabstand

mitentfernt werden. Bei

sehr kleinen Tumoren, die noch

nicht in tiefere Darmschichten eingedrungen

sind, kann der Tumor

bereits während der Darmspiegelung

entfernt werden. Bestehen

allerdings Zweifel, ob das Tumorgewebe

komplett entfernt wurde,

schließt sich eine Darmkrebs-Operation

an. Eine solche Operation

kann minimal-invasiv in Schlüssellochtechnologie

(Laparoskopie,

Bauchspiegelung) oder mit einer

offenen Bauchoperation (Laparotomie)

erfolgen. Die Entscheidung

des offenen oder minimal-invasiven

Zugangs treffen wir ebenso

gemeinsam mit dem Patienten

(und bei Patientenwunsch natürlich

auch in Begleitung mit seinen

Angehörigen) wie die Absprachen

für die vorausgehenden Untersuchungen

und Behandlungen. Vor

oder auch nach einer Operation

sind bei großer Tumorausdehnung

noch weitere Therapien (Chemo-/

Strahlentherapie) nötig.

Jeder Patient kann nach all diesen

Prozeduren für seine individuelle

Erholung eine Anschlussheilbehandlung

(Kur) in Anspruch

nehmen. Es folgt die Zeit, in der

sich der Körper erholen muss, um

> > > KONTAKT

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Chefarzt PD Dr. Reinhold Lang

Telefon: 0881 / 188-580

Ch-sek-wm@kh-gmbh-ws.de

Zu den weiterführenden Untersuchungen gehören:

Digitale rektale Untersuchung (Abtasten des untersten Mastdarmbereichs)

zur Beurteilung der Tumorausdehnung und zur Abschätzung

des Erhalts der Schließmuskelfunktionalität nach der

Darmkrebs-Operation

Endoskopie

Ultraschalluntersuchung des Bauchraums (Abdomensonographie)

zur Beurteilung eines eventuellen organüberschreitenden

Tumorwachstums bzw. eine Computertomographie

Röntgenuntersuchung des Brustkorbes (Röntgen-Thorax) zum

Ausschluss oder Nachweis von Lungenmetastasen bzw. eine

Computertomographie

Bestimmung der Tumormarker zur Beurteilung der Prognose und

als Basis der Verlaufskontrolle nach der Darmkrebs-Operation

Rektoskopie (Mastdarmspiegelung) zur Bestimmung der Ausdehnung

eines Enddarmkrebses

Endosonographie (endoskopischer Ultraschall) zur Beurteilung

der Tiefenausdehnung eines Enddarmkrebses

Darmspiegelung (Koloskopie) zur genauen Untersuchung des gesamten

Dickdarms, um ggf. weitere Darm-Polypen oder Tumore

zu erkennen

Zu den Nachsorgeuntersuchungen zählen:

Regelmäßige Darmspiegelungen

Bestimmung der Tumormarker (Blutuntersuchung)

Ultraschalluntersuchung des Bauchraums

Röntgenuntersuchung der Lunge

Computertomographie von Lunge und Bauch

langsam wieder in das Alltagsleben

zurückzufinden. Das Zurechtfinden

mit dieser Situation und

die wichtige medizinische Betreuung

nach einer Tumorbehandlung

wird Nachsorge genannt.

Dokumentation im

Tumornachsorgekalender

Nur durch regelmäßige Nachsorge

können Metastasen (Tochtergeschwülste)

oder Rezidive (erneutes

Auftreten eines Tumors an der

ursprünglichen Stelle) frühzeitig

erkannt und wiederum

geheilt werden

(Nachuntersuchungen

siehe Kasten

oben). Wie häufig

eine Nachsorge

durchgeführt wird,

hängt maßgeblich

vom ursprünglichen

Ausmaß des Darmkrebsbefundes

ab. Die Dokumentation der

Untersuchungsergebnisse wird

von Anfang an, inklusive der Operation,

in einem Tumornachsorgekalender

durchgeführt.

Wichtig für viele Patienten ist, dass

sie nach einer Darmkrebs-Operation

Ess- und Trinkgewohnheiten

kaum ändern müssen. Allerdings

sollte aufgrund eventueller Verdauungsbeschwerden

eine Regulierung

des Stuhls erfolgen. Dazu

können die Patienten in unserer

Ernährungsambulanz um Rat

fragen. Darmkrebs ist bei einem

wirklich erheblichen Anteil der

Patienten heilbar! Daher sollte bei

dieser Diagnose niemand die Flinte

ins Korn werfen.

Viel Glück und Gesundheit

wünscht Ihnen

Ihr Reinhold Lang


Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

Über 800 Eingriffe pro Jahr

Schongau / Weilheim | Die Klinik

für Wirbelsäulenchirurgie steht

unter der Leitung von Chefarzt

Dr. Florian Soldner. Ziel ist es, für

jeden Patienten die passende Behandlungsmöglichkeit

zu finden,

damit dieser wieder schnell an

Lebensqualität gewinnt. Pro Jahr

führt das Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie

über 800 Eingriffe

durch. Zu den Schwerpunkten gehören

Stabilisierungs- und Entlastungsoperationen

der Wirbelsäule

aufgrund von Verschleißerkrankungen,

Tumoren, Entzündungen,

Rheuma und Verletzungen. Dabei

werden hauptsächlich minimalinvasive

und gewebeschonende

Techniken angewendet — und dies

im gesamten Bereich der Wirbelsäule.

Bei nahezu jeder Operation

wird auf das Mikroskop gesetzt.

Patienten mit Bandscheibenvorfällen

oder Spinalkanalstenosen

können beispielsweise hierdurch

> > > KONTAKT

Klinik Weilheim

Johann-Baur-Straße 4

82362 Weilheim

Terminvereinbarung und

Sprechstunde MVZ Weilheim,

Pölterstraße 20

Telefon: 0881 / 8129

E-Mail:

neurochirurgie@kh-gmbh-ws.de

Klinik und Praxis Schongau

Marie-Eberth-Straße 6

86956 Schongau

Telefon: 08861 / 215-266

Telefax: 08861 / 215-566

E-Mail:

neurochirurgie@kh-gmbh-ws.de

Dr. Florian Soldner, Chefarzt der

Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

rasch von ihren Schmerzen befreit

werden.

Schonende Techniken

zum Wohl der Patienten

Das Leistungsspektrum ...

Degenerative Erkrankungen

Operative Versorgung der gesamten Wirbelsäule unter Einsatz des

Mikroskops bei nahezu allen Operationen

Minimal-invasive Operationen bei Bandscheibenvorfällen und Spinalkanaleinengungen

im Bereich der gesamten Wirbelsäule

Implantationen von Bandscheibenprothesen an der Halswirbelsäule

Stabilisierungs- und Entlastungsoperationen

Periphere Nerven

Engpass-Syndrome wie das Karpaltunnelsyndrom oder Sulcus ulnaris-Syndrom

Trauma, Entzündungen, Rheuma

Stabilisierungs- und Entlastungsoperationen bei Entzündungen,

Osteoporose, Rheuma und Verletzungen in Zusammenarbeit mit der

unfallchirurgischen Abteilung der Klinik Schongau

Aufrichtung von Wirbelkörperfrakturen bei Osteoporose

Tumore (Geschwülste)

Tumore am Rückenmark und den Nervenwurzeln (Metastasen, Wirbel-

körpertumore), ggf. Stabilisierung

Auch bei den sogenannten Versteifungsoperationen

setzt die

Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

bei der Krankenhaus GmbH auf

schonende Techniken, wie die

„perkutane“ Verschraubung (über

kleine Hautschnitte). Schmerzen,

die durch den Operationszugang

bedingt sind, können so minimiert

werden.

Bei dem häufigen Krankheitsbild

des Wirbelkörperbruchs als Folge

einer Osteoporose erfolgt die

Stabilisierung der gebrochenen

Wirbelkörper mit Knochenzement.

Dieser wird über wenige Millimeter

große Hautschnitte in den

Körper eingebracht. Diese Technik

wird Kyphoplastie oder Ballonkyphoplastie

genannt und führt zu

einer eindrucksvollen Schmerzlinderung.

Der Patient kann nach

dem Eingriff rasch wieder mobilisiert

werden.

Interdisziplinarität

ist Trumpf

Die Krankenhaus GmbH bietet

eine fachübergreifende Betreuung.

Bei Bedarf kann auch auf

unfallchirurgische und orthopädische

Kompetenzen zurückgegriffen

werden. Seit Juni 2015 steht

zudem in der Tagesklinik für

Schmerztherapie die Expertise erfahrener

Schmerztherapeuten zur

Verfügung. Ein besonderes Angebot

wird für ältere Patienten über

75 Jahren bereit gehalten: Sie

können auf Wunsch auf der akutgeriatrischen

Klinik untergebracht

werden. Hier stehen Therapeuten

zur Frühmobilisation bereit,

die sich auf die Betreuung dieser

Patientenklientel spezialisiert haben.

> > > SPRECHZEITEN

Schongau:

Montag

Dienstag

Mittwoch

Weilheim:

Dienstag

9.00 — 12.00 Uhr

15.00 — 17.00 Uhr

9.30 — 12.00 Uhr

14.00 — 15.30 Uhr

9.00 — 12.00 Uhr

14.00 — 16.00 Uhr

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märz / april 2017 | 51


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Ein Blick nach Bad Bayersoien

Das Gemeinschafts-Dorf

Bad Bayersoien | „Es ist das liebenswerteste

Dorf, das es gibt“,

sagt Gisela Kieweg über Bad Bayersoien.

Klar, schließlich müssen

Bürgermeister über ihre eigene

Gemeinde ja sowas in der Art sagen.

Blickt man allerdings etwas

genauer hin, scheint die Aussage

nicht ganz verkehrt zu sein.

Ob der Ort aus dem Landkreis

Garmisch-Partenkirchen wirklich

das „liebenswerteste Dorf“ im

Altlandkreis ist, lässt sich nicht

abschließend klären. Auffällig für

Außenstehende ist aber, wie sehr

man im knapp 1 200-Seelen Dorf

zusammenhält und -hilft.

„Bad Bayersoien —

ein gewachsenes Dorf“

Dazu trägt besonders die Infrastruktur

bei, die für eine kleine

Gemeinde durchaus beachtlich

ist. „Acht Gaststätten, alles echte

Traditions-Wirtschaften, Friseur,

Arzt, Bäcker, zwei Metzger, und,

und, und …“, zählt Gisela Kieweg,

seit 2014 im Amt, auf. Ein Vorteil

ist, dass so gut wie alles in der

Dorfstraße zu finden und somit

für das gesamte Dorf fußläufig zu

erreichen ist.

Seit Anfang dieses Jahres gehört

zum Alltagsleben in Bad Bayersoien

auch wieder ein eigener

Dorfladen. Vor gut einem Jahr

schloss der alte, zahlreiche Diskussionen

folgten. Um den Dorfladen

letztlich zu retten, hatte sich

eine Genossenschaft eigens für

dieses Anliegen zusammengeschlossen.

„Es war eine Gemeinschaftleistung“,

freut sich Gisela

Kieweg und ergänzt: „In dem Jahr,

in dem er weg war, ist allen bewusst

geworden, wie wichtig der

Laden für uns ist.“

Um junge Menschen im Dorf zu

halten, gibt es auch in Bad Bayersoien,

seit 1968 Luftkurort und

seit 1996 Heilbad, ein sogenanntes

„Junge-Familienmodell“. 14 gemeindeeigene

Bauplätze wurden

im vergangenen Jahr vergeben.

„Wir sind ein gewachsenes Dorf,

es gibt keinerlei Bausünden“,

sagt Gisela Kieweg, die mit zwölf

weiteren Mitstreitern den Gemeinderat

bildet. Besonders stolz ist

man im Dorf darauf, allen jungen

Bayersoiern neben einem Kindergartenplatz,

auch die ersten vier

Schuljahre vor Ort ermöglichen

zu können. Eine vierzügige Schule

mit zwei Klassen, so das Modell:

Die Einrichtung besteht aus zwei

Kombiklassen, wobei die erste

mit der zweiten, und die dritte

mit der vierten Jahrgangsstufe

zusammengefasst sind. Während

ein Jahrgang Frontalunterricht ge-

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Das Johannifeuer

findet heuer am 23. Juni statt.

52 | der altlandkreis


nießt, wird der jeweils andere mit

eigenständiger Stillarbeit beschäftigt

— und umgekehrt. „Ich finde

das spitze, so lernen die Kinder,

sich zu konzentrieren“, beschreibt

Kieweg, und außerdem: „Damit

können unsere ‚Zwergerl‘ zu Fuß

zur Schule gehen.“ Zur Gemeinschaft

im Ort tragen zum Großteil

die zahlreichen Vereine bei, wie

die Bürgermeisterin bestätigt:

„Egal ob Trachtler, Rot-Kreuz,

Burschenverein oder Schützen; es

ist das Miteinander, was uns ausmacht“.

Erst im vergangenen Winter

konnte der Eissportverein nach

einigen Jahren wieder einmal

Eishockeyspiele in der heimischen

Natureis-Arena austragen. Trotz

Einen herrlichen Blick auf den „Soier See“

hat man auch vom Kneipp-Becken aus.

klirrender Kälte, kam, zumindest

gefühlt, das halbe Dorf und freute

sich über die besondere Stimmung.

Von der römischen Station

zum Tourismus-Ort

Einst, etwa 15 v. Chr., war Bayersoien

die römische Station „Ad

Seun“, bei den Seen. Zahlreiche

Funde sprechen dafür, dass Ort

und Name keltischen Ursprungs

sind. Später hieß der Ort Sewan,

Sevn und Soyen. Seit 1808 Bayersoyen

und seit 1825 Bayersoien.

Heutzutage ist Bad Bayersoien

für seinen Tourismus bekannt.

Um attraktiv zu bleiben, wird eine

Menge getan. Der „Soier See“

darf jedoch getrost als Geschenk

der Natur bezeichnet werden. Das

Moorwasser soll besonders sanft

zum Körper sein und da er relativ

klein ist, wird er schnell warm. Die

große Liegewiese direkt auf der

Südseite des Sees bietet Platz für

Groß und Klein. Badebereich mit

Kiosk, Kneipp-Becken und Bootsverleih

— das Einsetzen fremder

Boote ist verboten — sind ebenfalls

hier zu finden. Die Saison für Fischer

dauert vom 16. April bis 31.

Oktober. Wer sich weiterbilden

oder bewegen möchte, dem seien

im Umfeld des Sees zwei Rundwege

ans Herz gelegt: Die kleine

Moorrunde am Ostufer klärt über

eine Länge von rund einem Kilometer

an drei Stationen mit Informationstafeln

über die Entstehung

und Bedeutung des Moores für

die Region auf. Ein Bretterlweg

führt direkt hinein ins Moor zu

einer Plattform, die umgeben

ist von Pflanzen, die typisch für

Hochmoore sind. Eine Eisenstange

markiert den Moorschichtenbau

seit der Eiszeit und an der nächsten

Station kann in einem Glaskasten

Torf gefühlt werden. Am nahe

gelegenen Moortretbecken kann

man ins Wasser steigen. Entlang

des Seerundwegs erstreckt sich

zudem seit 2015 über knapp zwei

Kilometer ein Barfußparcours mit

einigen Überraschungen: Balancier-,

Wassertret- und Baumwipfelstrecken

und eine Fühlstrecke

verschiedener Naturmaterialien

bieten Anregungen, den Weg mal

etwas anders zu gehen.

„Wir bemühen uns, jedes Jahr

etwas neues anzubieten“, erklärt

Gisela Kieweg. Neuestes Highlight

ist der Vogellehrpfad: In sechs

Themenschaukästen werden 37

Vögel aus Wasser, Feld, Wiese,

Moor, Hecke, Wald und Siedlung

vorgestellt, die in und um Bad

Bayersoien zu beobachten sind,

wie etwa die Singdrossel. Die lebensgetreuen

Nachbildungen der

Vögel sind aus Ton handgeformt

und liebevoll bemalt — Texttafeln

erläutern Interessantes, Lustiges

und Nachdenkliches zu den einzelnen

Arten. Ein weiterer Clou:

Mit einem sogenannten „TING-

Stift“ können die Vögel gar zum

Singen gebracht werden. Den Stift

erhält man gegen Pfand kostenlos

in der Kur- und Touristeninfo oder

im Fischerhäusl am See.

In Bayersoien

ist immer was los

Weit über die Ortsgrenzen bekannt

sind „Bayerns beste Bayern“

— diese Auszeichnung erhielten

die „Soier“ 2013 vom Radiosender

Bayern 1 — für ihre zahlreichen

Veranstaltungen. Blickt man auf

den Jahreskalender des Dorfes,

findet sich so gut wie kein Tag, an

dem nichts geboten ist. „Nur

Sechs solcher Themenschaukästen

gibt es entlang des neuen Vogellehrpfads.

märz / april 2017 | 53


wenn man im Gespräch ist, passiert

auch etwas“, spricht Kieweg

über die positiven Auswirkungen

auf den Tourismus: Johannifeuer

am 23. Juni, Lichterfest am 7.

Juli, „Bayersoien in Flammen“

am 4. August oder der legendäre

Fünfkampf, bestehend aus Laufen,

Bankdrücken, Stockschießen,

Rennrad- und Mountainbike-Fahren,

am letzten Juli-Wochenende.

Vom 15. bis 17. Juni ist Bad Bayersoien

erstmals Gastgeber eines

Steinbildhauersymposiums. Nicht

zu vergessen sind die zahlreichen

regelmäßigen Termine wie etwa

das Weisenblasen auf dem Soier

See jeden Mittwoch und das

sonntägliche Standkonzert der

Blaskapelle. Oder die verschiedenen

Ausstellungen im Dorfmuseum

im Bierling-Haus, welches der

Gemeinde gehört und von einem

ehrenamtlichen Team betreut

wird.

2017 wird ein intensives Jahr“,

prognostiziert Gisela Kieweg und

spricht hierbei nicht über die vielen

Veranstaltungen. Vielmehr

blickt sie auf einige Projekte, die

heuer auf der Agenda stehen: Das

„Junge-Familienmodell“ etwa soll

aktualisiert und ein Moorbaugebiet

ausgewiesen werden. Im

Ortsteil Kirmesau steht eine Brückenbau-Maßnahme

an und das

Hier spielt die Musik: Dorffest in der

Bad Bayersoier Brandstatt

deutlich in die Jahre gekommene

Kurhaus könnte sich zu einer

größeren Angelegenheit entwickeln.

Hier werden derzeit einige

Möglichkeiten diskutiert. Bleibt

abzuwarten, was Bad Bayersoien

diesbezüglich auf die Beine stellt.

Doch eines ist sicher: es wird wieder

eine Gemeinschaftsleistung. tis







To do Liste 2017:

- Füße vermessen lassen

- Neue Einlagen

- Flip-Flop nach Maß


40

inlagen nach Ma












54 | der altlandkreis


lip-Flop und Hausschuhe nach Ma


Die Neuauflage von Hans Schütz

Ludwig zum Zweiten

Altlandkreis | Schriftsteller Hans

Schütz hat seinen Roman „Ludwig

zum Zweiten“ in einer überarbeiteten

Neuauflage herausgebracht.

Er handelt von der Achtundsechziger-Generation,

die vor

allem bekannt war für Studenten-

n-

proteste in großen Universitäts-

s-

städten. Diese Revolution hatte

Auswirkungen auf die große Politik.

Doch darauf möchte der ehemalige

Mittelschullehrer gar nicht

hinaus.

Schütz beantwortet in seinem

Werk vielmehr die Frage, wie

sich der gesellschaftliche Wandel

dieser Zeit auf das beschauliche

Provinzstädtchen Füssen

auswirkte. Und welche Folgen

die Ideen der Generation 68

in einem ländlichen Gymnasium

weit ab vom Schuss hatte.

Der Peitinger Autor erzählt die

Geschichte aus Sicht der beiden

Freunde Fritz Haksch und Max

Wachsbleitter, die 1969 noch

zwei Schuljahre bis zum Abitur

vor sich haben. Beide engagieren

sich für die Schülerzeitung

des Gymnasiums. Und beide sind

der neuen politischen Achtundsechziger-Bewegung

sehr aufgeschlossen.

Haksch wird nach

diversen Auseinandersetzungen

mit der Schule immer mehr

zum Provinzrevoluzzer, während

Wachsbleitter sich in eine sonderbare

Scheinwelt zurückzieht,

in der Märchenkönig Ludwig

II. zu seinem großen Idol wird.

Natürlich handelt es sich bei den

zwei Burschen um fiktive Personen.

Wer allerdings die Biographie

von Autor Schütz kennt,

dem ist unlängst bekannt, dass er

selbst in dieser Zeit das Füssener

Gymnasium besuchte.

Naheliegend, egen

end,

dass s einige seiner

im Roman dargestellten Ereignisse

der wahren Begebenheiten

doch sehr nahe kommen,

zumindest in einigen Teilen.

Jedenfalls bahnt sich wegen

der geheimnisvollen Familiengeschichte

des „Kinis“ mit dieser

ungeklärten Herkunft seiner

Vorfahren und der Entwicklung

homoerotischer Neigungen eine

> > > BÜCHER-VERLOSUNG

regelrechte Katastrophe an, die

Fritz Haksch im letzten Augenblick

zu verhindern versucht.

Das Buch „Ludwig zum Zweiten“

ist ab jetzt auf dem Markt und

im Buchhandel oder als E-Book

für 14 Euro erhältlich („Ludwig

zum Zweiten“, books on demand,

Norderstedt, ISBN: 978-3-84236-

390-8). tis

„Ludwig zum Zweiten“ zu gewinnen

Der „altlandkreis“ verlost drei Exemplare der Neuauflage von Hans

Schützs Roman. Wer ein Buch gewinnen möchte, schickt eine Postkarte

an den „altlandkreis“, Birkland 40, 86971 Peiting oder eine

E-Mail (info@altlandkreis.de) mit dem Stichwort „Ludwig zum

Zweiten“. Einsendeschluss ist der 15. März 2017. Die Gewinner werden

per Losverfahren ermittelt und bekommen den Roman zugeschickt

— Absender deshalb bitte nicht vergessen. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

märz / april 2017 | 55


Die IHK-Geschäftsstelle in Weilheim

Eine Stimme der Wirtschaft

Weilheim | Die IHK in Weilheim

ist eine von fünf Geschäftsstellen

der IHK München und Oberbayern.

Neben Weilheim-Schongau

ist sie für die Landkreise Bad

Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-

Partenkirchen und Landsberg am

Lech zuständig. Insgesamt werden

37 730 Unternehmen in der Region

betreut. Gemeinsam mit den

17 Mitgliedern des IHK-Regionalausschusses

Weilheim-Schongau

möchte Jens Wucherpfennig, seit

November Leiter der Geschäftsstelle

Weilheim, die Region bei

Themen wie Fachkräftesicherung,

Digitalisierung oder Infrastrukturausbau

voranbringen. „Nur

im Schulterschluss mit unseren

aktiven, ehrenamtlichen Unternehmen

und starken Partnern wie

regionalen Unternehmernetzwerken,

der Wirtschaftsförderung und

der Arbeitsagentur können wir

die Wirtschaft gezielt unterstützen

und Standortattraktivität, Wirtschaftskraft

sowie die vielfältige

Wirtschaftsstruktur in der Region

stärken“, spricht der 34-Jährige

über seine Ziele. Seit Oktober 2012

ist der Regionalökonom bei der

IHK für München und Oberbayern

tätig, zuletzt als Referent für

Fachkräftesicherung. Und auch

in den Bereichen Regional- und

Standortentwicklung sowie Digitalisierung

verfügt Wucherpfenning

über umfassende Erfahrung.

Nun beerbte er Klaus Hofbauer,

der nach seiner 14-jährigen Amtszeit

zurück in das Münchner Existenzgründerbüro

der IHK-Zentrale

gewechselt ist. „Ich möchte die

Weilheimer

mit ihren acht Mitarbeitern

noch

Geschäftsstelle

stärker als Service-Partner für

die Unternehmen im Oberland

etablieren. Als Schnittstelle zur

IHK-Zentrale in München bringt

unser Team das gesamte Service-

Angebot der IHK für München und

Oberbayern in die Region“, ergänzt

Jens Wucherpfennig.

Treffen, Beratung, Projekte

und „Speed Dating“

Und das ist eine ganze Menge:

Drei- bis viermal im Jahr treffen

sich die Regionalausschüsse

der einzelnen Landkreise in öffentlichen

Sitzungen, die immer

ein bestimmtes Thema wie etwa

Breitbandausbau oder Fachkräftesicherung

fokussieren. Die IHK

Jens Wucherpfennig

als „Stimme der Wirtschaft“, wie

Wucherpfennig es nennt.

Zum Weilheimer Team gehören

die zwei Bildungsberater Martina

Löffelmann und Gerhard Eder.

Sie kümmern sich einerseits um

die Ausbildung in den Unternehmen,

stellen die Eignung fest und

fungieren als Ansprechpartner für

Betriebe und Azubis. Andererseits

betreuen sie verschiedenste Bildungsprojekte,

wie beispielsweise

das Job-Speed-Dating, das erst

kürzlich wieder in Bad Tölz stattfand.

Unternehmensvertreter und

Job-Interessierte sitzen sich dabei

mit begrenzter Redezeit gegenüber.

Ertönt ein Signal, wechselt

der Schüler zum nächsten Betrieb.

So kann er fünf Betriebe und eine

Vielzahl an Berufen in kurzer

Zeit kennenlernen. Martina

Gattinger kümmert

sich in der Geschäftsstelle

um die sogenannten „AusbildungsScouts“.

Das sind Auszubildende,

die ihre Berufe in Vorabgangsklassen

allgemeinbildender

Schulen vorstellen. Die Aktion

bezieht alle Ausbildungsberufe im

Zuständigkeitsbereich der bayerischen

IHKs ein. 25 solcher Scouts

konnten bereits für den Landkreis

Weilheim-Schongau gewonnen

werden. Zwei weitere

Mitarbeiterinnen der

56 | der altlandkreis


Geschäftsstelle kümmern sich um

sämtliche Prüfungsangelegenheiten

der kaufmännischen und

kaufmännisch verwandten Ausbildungsberufe.

Sie koordinieren die

Zwischen- und Abschlussprüfungen

in Zusammenarbeit mit den

Berufsschulen, organisieren die

ausschließlich ehrenamtlich besetzten

Prüfungsausschüsse oder

arrangieren die Feiern zum Bestehen

der Prüfung. Mittlerweile unterstützt

auch ein Mitarbeiter des

in der IHK-Zentrale angesiedelten

Integrationsteams Unternehmen

vor Ort, die Flüchtlinge einstellen

möchten.

Monatlich Sprechtage

für Existenzgründer

Zu einer Existenzgründung braucht

es mehr als eine blendende

Geschäftsidee. Rund die Hälfte

aller jungen Unternehmen in

Oberbayern, so das Ergebnis einer

Studie der IHK für München und

Oberbayern, bleibt in den ersten

vier Jahren auf der Strecke. Mit guter

Vorbereitung und Hilfe von erfahrenen

Beratern steigen die Erfolgschancen

aber deutlich. Harald

Hof, betriebswirtschaftlicher Berater

der IHK mit 15 Jahren Erfahrung

in Gründungs-, Übernahme- und

Nachfolgeangelegenheiten, informiert

regelmäßig an Gründersprechtagen

in der Geschäftsstelle

unter anderem darüber, wie ein

Businessplan erstellt wird, welche

finanziellen Förderhilfen es gibt

und was Unternehmen bei der

Kranken- und Rentenversicherung

beachten müssen. Um vorherige

Anmeldung für die kostenfreien

Einzelgespräche wird gebeten.

Die nächsten Termine sind am

15. März und 25. April. Rund 540

Einzelberatungen wurden im Geschäftsstellen-Bezirk

im vergangenen

Jahr durchgeführt. Allein

in Weilheim-Schongau waren es

rund 180. Zudem bietet die IHK

Erfindersprechtage an, bei dem

ein sach- und verfahrenskundiger

Patentanwalt in Einzelgesprächen

berät und wertvolle Ratschläge

gibt.

Die Akademie nur

eine Türe weiter

Gleich neben der Geschäftsstelle

befindet sich die IHK-Akademie.

Hier wird, neben zahlreichen kaufmännischen

sowie gewerblichtechnischen

Weiterbildungen, die

Ausbildung der Ausbilder (AdA)

angeboten. Fast alle Dozenten

kommen direkt aus der Unternehmenspraxis,

viele der Weiterbildungsmöglichkeiten

sind berufsbegleitend.

„Der Trend geht

nicht nur dahin, dass sich Leute

weiterbilden möchten,

sondern auch müssen.

Es ist eher so, dass es

heutzutage erwartet wird“,

berichtet Beatrix Höfer,

Leiterin der IHK Akademie

Weilheim. Das Programm

wird regelmäßig an die

Anforderungen der Wirtschaft

und die Bedürfnisse

der Teilnehmer angepasst.

Das Angebot „Blended

Learning“, eine Lernform,

bei der die Vorteile von

Präsenzveranstaltungen und

E-Learning kombiniert werden,

soll noch ausgebaut

werden.

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30 Jahre RA Kanzlei Wölke & Kollegen

Konsequent entlang der

Fachanwaltsschiene

Weilheim / Schongau | „Jeder ist

vor dem Gesetz gleich“: Die deutsche

Rechtsprechung mit all ihren

Paragraphen gilt als eine

der unabhängigsten der Welt.

Doch wirkt sie auf den Laien oft

undurchschaubar aufgrund der

Komplexität, die von gefühlt unzähligen

Deutungsmöglichkeiten

auf der einen, bis zur Statik auf

der anderen Seite reichen kann.

Der Weg zum Anwalt ist da unabdingbar

— umso maßgeblicher ist

allerdings auch die Wahl des richtigen

Verteidigers. Und den auf

Anhieb zu finden, ist gar nicht so

einfach: Auf rund 165 000 beläuft

sich die Anzahl an aktiven Anwälten

in Deutschland, darunter

derzeit etwa 45 000 Fachanwälte,

die hierzulande „im Namen des

Gesetzes“ wirken und deren Reputation

oft erst im Rahmen des

Mandats erkennbar wird.

Der Titel Fachanwalt gibt Auskunft

darüber, dass sich der Träger in

seinem Rechtsgebiet besondere

Kenntnisse und Erfahrungen

angeeignet hat. 23 verschiedene

Fachanwaltschaften gibt es derzeit

in Deutschland — ein guter

Rat bei der Wahl des Advokaten

ist deshalb auch hier teuer. „Alles

unter einem Dach“ heißt deshalb

der selbstbewusste Slogan, der

einen auf der Internetseite der RA

Kanzlei Wölke & Kollegen sofort

in Empfang nimmt. Gemeint ist

damit die konsequente Weiterentwicklung

in Richtung Fachanwaltschaftskanzlei:

Aus den Anfängen

im Jahr 1987 ist bis zum heutigen

Zeitpunkt ein Zentrum für Rechtsgebiete

gewachsen — acht Rechtsanwälte,

darunter sechs Fachanwälte,

stehen damit unter einer

Firmierung an zwei Standorten

in Weilheim mit Zweigstellen in

Schongau und Garmisch zur Verfügung.

Sie decken weit über 14

Rechtsgebiete ab, Tendenz steigend.

Gemeinsame Werte

tragen den Berufsalltag

Im Januar dieses Jahres konnte

30-jähriges Bestehen gefeiert

werden, was durchaus als Beleg

für eine hohe Reputation im Um-

„Alles unter einem Dach“: (v.l.) Pascal de Coulon, Winfried i Folda, Kanzleigründer Manfred Wölke, John P.

Teifel, Florian Enzensberger, Maximilian Maar und Patrik Beausencourt.

58 | der altlandkreis


Hat sich dem Verwaltungsrecht

verschrieben: Rechtsanwältin

Silvia Turansky

land, nicht nur bei Mandanten,

sondern auch bei Kollegen, Richtern

und Strafkammern im Allgemeinen

gewertet werden darf.

Was auf den ersten Blick einem

fachlichen Coup gleichkommen

mag, hat auf der anderen Seite

einen weiteren interessanten

Aspekt, einen, der „menschelt“,

sozusagen. Denn immensen Anteil

am Gelingen dieses fachlichen

Hand-in-Hand-Arbeitens hat eben

auch die Beziehung der Anwälte

zueinander. Als eine Art Symbiose

betrachtet Manfred Wölke dies

— und als nicht selbstverständlich,

wie er zugibt. Der langjährige Fachanwalt

für Familienrecht weiß

um die unterschiedlichen Ausprägungen

im Zwischenmenschlichen,

die natürlich auch im

Arbeitsumfeld zum Tragen kommen.

„Wir sind keine rechtlichen

‚Handwerker‘, sondern wichtige

Bezugspersonen für unsere Mandanten“,

fasst das auch Winfried

Folda zusammen. Der Fachanwalt

für Strafrecht und Verkehrsrecht

ist — nach Gründer Manfred Wölke

— mit am längsten in der Kanzlei,

seit 1991. „Und unsere Werte, die

wir der Arbeit mit unseren Mandanten

zugrunde legen, gelten

auch für uns Kollegen“, sagt er.

Damit meint er Werte wie Integrität,

Ehrlichkeit oder Respekt. Das

bedeutet, dass sich die Anwälte

auf Augenhöhe begegnen — was

schon der Begriff „Kollegen“ im

Kanzleinamen bestätigt, dass sie

sich untereinander beraten, und

sich in ihrer Arbeit durchaus spiegeln,

wenn man so will. Ein besseres

Feedback kann so wohl kaum

erreicht werden.

Transparenz ist ein weiterer Überbegriff,

den die Rechtsanwälte bei

Wölke & Kollegen zu ihrem Credo

zählen. Das bedeutet, dass jeder

Mandant immer weiß, wo er steht.

Dass er weiß, was ihn erwartet,

welche Aussichten sein Mandat

hat. Das bedeutet in manchen

Fällen schon auch einmal der Abschied

von gewissen Erwartungshaltungen,

wie Winfried Folda

bestätigt. „Anwälte sind eine Art

Dolmetscher“, sagt er. Sein Kollege,

Fachanwalt Pascal de Coulon,

ergänzt: „Das Interesse am Mandanten

hört ja nicht beim Fachlichen

auf. Wir wollen nicht nur den

Fall lösen, sondern haben auch

immer den Menschen im Blick.“

Das kann eine sanfte Kurskorrektur

bedeuten, wenn sich Mandanten

an bestimmten Ergebnissen

festbeißen, die aber unter dem

Strich eher zulasten der Person

gehen. Oftmals seien Mandanten

im Nachhinein erleichtert, den

Rat des Anwaltes gefolgt zu sein,

bestätigt Winfried Folda rückblickend.

Persönliche Handschrift,

auch im Kanzlei-Portfolio

Diese Zufriedenheit der Mandanten

kann durchaus auch aus der

Expansion der Kanzlei herausgelesen

werden. Sollte 1987 in einer

kleinen Bürogemeinschaft am

Weilheimer Marienplatz mit Manfred

Wölke als Strafverteidiger alles

beginnen, konnte bereits 1998

in Räumlichkeiten von respektabler

Größe an der Bahnhofstraße

umgezogen werden. Hier ergänzte

sich die Zahl der Anwälte noch

einmal enorm. Allein, das Team

vergrößerte sich weiter, und sollte

der Platz nicht lange ausreichen

— um die Mandantengespräche

weiterhin in ruhiger, geschützter

Atmosphäre durchführen zu können,

wurde im Juni 2015 ein weiteres

Domizil bezogen, zu finden

in der Ledererstraße in Weilheim.

Wie in allen Räumen der Kanzlei

ist auch hier die persönliche

Handschrift eines jeden Anwalts

zu erkennen, präsentiert sich alles

in offener, großzügiger Art und

spiegelt sich auch hier Transparenz

wider. Und die findet sich

schon zu Beginn: alle Anfragen

oder Terminvergaben finden über

eine zentrale Stelle, unter einer

Telefonnummer, statt. Hier erfährt

der potentielle Mandant, welcher

Fachanwalt für sein Anliegen der

richtige und welche Niederlassung

die ideale wäre.

Persönliche Handschrift ist auch

erkennbar, wenn man einen näheren

Blick auf das Portfolio der

Kanzlei wirft. Da gibt der Fachanwalt

für Erbrecht, Florian

Enzensberger, in Form von Vorträgen

Einblicke in das Erbrecht, weist

Kollege und Rechtsanwalt Maximilian

Maar in die Themen Vorsorgevollmacht

und Patientenverfügung

ein. Lose Vorträge in den

Räumlichkeiten der Kanzlei zum

Thema Ehescheidung hält Fachanwalt

für Familienrecht John

P. Teifel. Er unterstützt seit 2015

Kanzleigründer Manfred Wölke

im Referat Familienrecht. Patrik

Beausencourt, Fachanwalt für Arbeits-

und Familienrecht als auch

Rechtsanwältin Silvia Turansky, die

sich dem Verwaltungsrecht verschrieben

hat, runden die Kanzlei

ab. Einen Überblick über das

laufende Vortragsprogramm ist

unter www.woelke-partner.de zu

finden. Die Kanzlei ist weiter gern

gesehener Gast auf Jobbörsen im

Umland. Öffentlichkeitsarbeit verbunden

mit Mehrwert: denn so

kann auch der Kanzleinachwuchs

gefunden werden. Drei Auszubildende

leisten derzeit in der Niederlassung

an der Bahnhofstraße

ihren Dienst, ein Auszubildender

in der Ledererstraße.

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Kampf gegen

den Fachkräftemangel

Weilheim | Ausbildung oder weiterführende

Schule? Duales oder

eingleisiges Studium? Weiterbildung

oder Umschulung? Die Ausbildungsvielfalt

in Deutschland

ist riesengroß und stellt speziell

die jüngsten Schulabgänger aus

Haupt-, Mittel- oder Realschule,

die gerade mal 15 bis 16 Jahre alt

sind, vor eine echte Herausforderung.

Sie allein müssen letztlich

die alles entscheidende Frage beantworten:

Ist das der richtige Weg

für mich? Nicht erst beim Einstieg

ins Berufsleben weht ein anderer

Wind. Bereits die Suche nach dem

idealen Ausbildungsberuf oder

Studium ist oft nervenaufreibend —

für Schüler, Eltern, Lehrer.

Wichtige Plattform für

Schüler und Unternehmer

Nicht früh genug sollten deshalb

die Schüler und Schülerinnen

anfangen, sich zu informieren,

reinzuschnuppern in Industrie,

Handwerk, Dienstleistung oder

Verwaltung. Bin ich eher der

Tüftler oder Computerfreak? Der,

60 | der altlandkreis

der gerne mit Menschen kommuniziert

oder der klassische Aktenfresser,

dem keine Prüfung zu

schwer, kein Lernprozess zu langatmig

ist?

Die mit wichtigste Plattform in Sachen

Berufs-Findungsphase ist die

alljährlich stattfindende Jobmesse

in der Stadthalle Weilheim. Unter

dem Motto „Mein Job — meine Zukunft“

stellen auch heuer knapp

80 Aussteller ihre Groß- und Kleinbetriebe

zur Schau. Seit geraumer

Zeit schon ist vom Fachkräftemangel

sowohl in der Industrie als

auch im Handwerk zu hören. Das

trifft auch auf einige Unternehmen

im Weilheim-Schongauer Landkreis

zu. Entsprechend groß ist

die Hoffnung der Firmenvertreter,

junge, engagierte Menschen für

ihre Branche anzutreffen und sie

mit anschaulichem Infomaterial

begeistern zu können.

Veranstalter erwartet

bis zu 2 000 Besucher

Die allseits bekannte Jobmesse in

Weilheim ist hinsichtlich Berufsinformationstagen

eine wahre

Institution. Heuer feiern die Veranstalter

um Arbeitskreis Schule

– Wirtschaft, IHK, Agentur für

Arbeit, Stadt Weilheim, Landratsamt

Weilheim-Schongau sowie

die Vereinigten Sparkassen Weilheim

die bereits 14. Auflage der

Jobmesse. Die vergangenen Jahre

konnten durchschnittlich 1800 bis

2000 Besucher gezählt werden

ein wahrer Erfolg. Aber offensichtlich

nicht erfolgreich genug, um

den Lehrstellen-Mangel der hiesigen

Betriebe aufzufangen. Aus

diesem Grund gibt es heuer erstmals

auch eine Ausbildungsmesse

in Schongau („SAM 2017“), genaugenommen

am Mittwoch, 26. April,

zwischen 14 und 18 Uhr in der

Lechsporthalle an der Marktoberdorfer

Straße. Auch dort werden

rund 70 Unternehmen und Betriebe

sowie rund 1000 Besucher aller

Altersklassen erwartet. Den Auftakt

machen allerdings die Weilheimer,

und zwar am Donnerstag,

16. März, von 13.30 bis 17.30 Uhr.

Wie gewohnt in der Stadthalle an

der Wessobrunner Straße. tis


„SAM 2017“ in der Lechsporthalle Schongau

Erste Ausbildungsmesse

im Altlandkreis

Schongau | Erstmals findet auch in

Schongau eine Ausbildungsmesse

statt. Am Mittwoch, 26. April,

kommen rund 70 Betriebe aus

der Region in die Lechsporthalle

an der Marktoberdorfer Straße,

um Schüler und Eltern über die

Vielfalt hiesiger Lehrberufe zu informieren.

„Vom Physiotherapeut

über Werkzeugmechaniker bis hin

zur Krankenschwester und Bürokauffrau,

es sind wirklich fast alle

Berufe dabei“, sagt Peter Ostenrieder,

der im Auftrag des Landratsamtes

Weilheim-Schongau und

des Informationkreises der Wirtschaft

als Veranstalter auftritt — in

Sachen Rahmenprogramm und

Aktionen ließen sie sich wahrlich

nicht lumpen. Damit die Schüler

und Eltern keinen Kontakt scheuen,

fleißig auf die Unternehmer

zugehen und sich aktiv mit ihnen

unterhalten, lockt ein Gewinnspiel

mit tollen Preisen.

Autogrammstunde mit

Felix Loch & Fritz Dopfer

Die Teilnahme funktioniert ganz

einfach: Im Eingangsbereich bekommen

alle Interessierten einen

Ausbildungsmessepass mit vier

freien Feldern. Pro intensiverem

Gespräch mit den Ausstellern gibt

es einen Stempel. Wer die Felder

voll bekommt, darf am Gewinnspiel

teilnehmen und mit etwas

Glück den Preis absahnen.

Dafür werden die Ehrengäste Felix

Loch und Fritz Dopfer wohl keine

Zeit finden. Sowohl der Rodel-

Olympiasieger als auch das Ski-

Ass, derzeit leider verletzt, kommen

im Laufe des Nachmittags für

Interview und Autogrammstunde

vorbei. Weiteres Highlight ist ein

sogenannter Brillux-Show-Truck,

ein ellenlanger buntbemalter

Sattelschlepper, der passend

zum Design das Malerhandwerk

repräsentiert — und unter anderem

den Parkplatz direkt vor

der Lechsporthalle blockiert.

„In Sachen Parkmöglichkeiten

haben wir tatsächlich ein Problem“,

gibt Ostenrieder offen und

ehrlich zu. Zur Verfügung steht

der „ohnehin besetzte“ Parkplatz

am Köhlerstadel (300 Meter), der

am Friedhof in der Schönlinder

Straße (400 Meter) sowie der am

Volksfestplatz an der Lechuferstraße

(400 Meter). Für die Besucher

heißt das: Einige hundert Meter

zu Fuß laufen, oder gleich mit

dem Fahrrad kommen. „Die Parkplätze

an der Halle und im Schulzentrum

stehen definitiv nicht zur

Verfügung, da haben wir leider

keine andere Möglichkeit“, sagt

Ostenrieder. Wobei Bewegung an

der frischen Luft bekanntlich nicht

schadet.

Kostenloser Busverkehr

für Messebesucher

Am nächsten an die Lechsporthalle

fahren die öffentlichen Busse

von RVO, Enzian und der Stadt

Schongau. Und das zum Nulltarif.

Jeder, der mit dem Bus zur Ausbildungsmesse

fährt, darf dies

umsonst. „Einfach dem Busfahrer

beim Einsteigen Bescheid sagen.“

Die erste Ausbildungsmesse in

Schongau, kurz „SAM 2017“ genannt,

ist für die Region eine

echte Bereicherung und aus Sicht

vieler Unternehmer, Lehrer, Eltern

und Schüler längst überfällig. Bislang

mussten die Lehrlinge von

Morgen immer nach Weilheim

zur Jobmesse fahren. Dabei ist

das Ausbildungsinteresse nicht

nur für die großen Firmen wie

Hoerbiger, Hirschvogel, UPM und

ept auch hierzulande von größter

Bedeutung. Zwar gibt es im

Altlandkreis Schongau bereits

Berufsinformationstage, allerdings

nur ausgewählte wie die

an Schongaus Realschule oder

Peitings Mittelschule. Die erste

Ausbildungsmesse in Schongaus

Lechsporthalle ist nun für alle

da — auch für Spätberufene und

Umschüler.

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märz / april 2017 | 61


DAS HEIMATRÄTSEL IM ALTLANDKREIS

Seit wann wird

draußen geplantscht?

Altlandkreis | Das Heimaträtsel

erfreut sich ungebrochener Beliebtheit,

das beweisen alle zwei

Monate die zahlreichen Einsendungen

— über die wir uns mächtig

freuen. Hat die Popularität des

„altlandkreis-Klassikers“ vielleicht

etwas mit dem potentiellen Gewinn

zu tun? Bestimmt, schließlich

verlosen wir seit einiger Zeit

jede Ausgabe fünf Familienkarten

für das Plantsch — Badespaß und

Saunaland. Egal ob im Winter

oder im Sommer, das Schongauer

Freizeitbad garantiert einen abwechslungsreichen

Badetag für

die ganze Familie. Heißwasser-

Wellness-Außenbecken, 86 Meter-

Reifenrutsche mit Lichteffekten,

Sprunganlage und die kürzlich

erweiterte Saunalandschaft sind

nur einige der Attraktionen. Nachdem

die kalte Jahreszeit nun so

gut wie hinter uns liegt, darf sich

langsam auf die Freibadsaison

gefreut werden. Natürlich lockt

dann auch das Plantsch wieder

mit Outdoor-Breitwellen-Rutsche,

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Stand bei Drucklegung im Februar 2017.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite

www.altlandkreis.de.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Mai/Juni 2017:

Freitag, 28. April 2017 (Anzeigenschluss: 10. April 2017)

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Regine Pätz, Rosi Geiger, Christoph Ulrich

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock, Irmgard

Gruber, Christian Lechner, Jonas Desche, Jutta Kopf, Tim Schmid

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Fotos: Fotolia/Alexander Rochau, Johann Jilka, Samuel Dobbins, Peter Ostenrieder,

Regine Pätz, Rosi Geiger, Christian Lechner, Tim Schmid, Achim Rücker, Ernstfried

Prade, Philipp Rupprecht, Rainer Sturm/pixelio.de, A&O Steigtechnik GmbH, Steffen

Leiprecht, Wechner Wärmepumpen GmbH, Markus Baab Zimmerei Holzbau/

Zacherl Fotografie, Thoma Holz100, Johann Buchner GmbH, BSE pictures, SDMO,

Nerotec GmbH, Mursall GmbH & Co. KG, Uta Krauß, www.k-einbruch.de, M. Haseitl,

Max Helbig, Katholische Landvolk Bewegung Dekanat Weilheim, Klamottenkiste

Schongau, Musikschule Pfaffenwinkel, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Dr.

Thomas Stolz (www.darmkrebs-info.eu), Gemeinde Bad Bayersoien/Roland Richter,

IHK/Andreas Gebert, IHK-Akademie München, Landratsamt Weilheim-Schongau,

Andreas Kosian, Plantsch Badespaß und Saunaland, Wikipedia, Theater Treibhaus,

Kamila Zimmermann, Michael Schlüter/Susanne Halbroth, Valentina Erhard, Werner

Hahn, Christiane Koch/Angelika Linder, Tobias Schuster, CSU Weilheim, Hospizverein

Pfaffenwinkel/Renate Dodell, Marcella Merk, Waldkindergarten Peiting „Die

Wurzelzwerge“, Konrad Erhard, Gerhard Heiß, www.zecken.de, Sony Music, Focus

Money (Ausgabe 2/2017), Andrea Tafertshofer, Mauritius Images/P. Widmann, Jiu

Jitsu im TSV Weilheim/Roger Hobsch, Markus Bauer, Alois Filgertshofer, Fotolia

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte im

Altlandkreis Schongau und einzelnen angrenzenden Gemeinden

62 | der altlandkreis


Familien- & Kleinkinder-Wasserdschungel,

Shuffleboard-Anlage

oder Beachvolleyballplatz. Am

1. Mai beginnt die Freibadsaison.

Seit wann

im Freien?

Seit geraumer Zeit gehört das

Plantsch nun schon zu Schongau

und dem ganzen Altlandkreis.

Viele dürften die Eröffnung sogar

noch im Kopf haben. Doch wann

war sie genau? In unserem aktuellen

Heimaträtsel möchten wir

also von Ihnen wissen, in welchem

Jahr das Freibad im damals neuen

Plantsch eröffnet wurde. Kleiner

Tipp: Es war nicht das gleiche Jahr,

in welchem die Badewelt erstmalig

ihre Pforten öffnete.

Sollten Sie wissen, seit wann man

im Plantsch auch

draußen baden

kann, dann schicken Sie eine Postkarte

mit dem Stichwort „Heimaträtsel“

an „altlandkreis“, Birkland

40, 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail — bitte ebenfalls

mit kompletter Absenderadresse —

an info@altlandkreis.de.

Einsendeschluss ist der 15. März.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Zu gewinnen

gibt es — na klar — fünf Familienkarten

für das Plantsch. tis

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Im Heimaträtsel der vergangenen Ausgabe haben wir nach der

Gemeinsamkeit von sieben Orten — darunter drei aus dem Altlandkreis

— gefragt. Was verbindet Mertingen, Landsberg am Lech,

Epfach, Kinsau, Burggen, Ehrwald und Altinum in Italien? Richtig,

es ist die Via Claudia Augusta, einst eine der wichtigsten Römerstraßen,

die den süddeutschen Raum mit Norditalien

verband. Unter anderem Helga Blank aus

Rott, Oliver Fiala aus Schongau, Johann Haberl

aus Reichling, Georg Herz aus Altenstadt und

Rudi Ostermann aus Apfeldorf sendeten uns die

korrekte Antwort zu. Der Zufall meinte es gut mit

ihnen und so durften sich alle fünf über je eine

Familienkarte für das Plantsch freuen.

Die Firmengruppe Kaes ist ein erfolgreiches Handelsunternehmen

mit Sitz im Allgäu. Wir betreiben im südbayerischen Raum eine Filialkette

mit V-Märkten, Mode- und V-Baumärkten.

Wir wachsen weiter und suchen zum

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Auszubildende für folgende Berufe:

– Kaufmann/-frau im Einzelhandel (in verschiedenen Bereichen)

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Wir bieten:

– eine umfassende fachliche Ausbildung

– unterstützende, innerbetriebliche Schulungen und Training

– „Learning by doing“ – Aufgaben selbständig und eigenverantwortlich lösen

– interessante Sozialleistungen

– E-Learning

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Literaturtage im Frühjahrssemester der Volkshochschulen

Ein buntes Programm

Altlandkreis | Die Volkshochschulen

Schongau und Peiting greifen

im Frühjahrssemester 2017 erneut

die Literaturtage in Kooperation

mit den umliegenden Büchereien

auf, die bereits vor zwei Jahren

einen großen Erfolg verzeichnen

konnten. Angeschlossen hat sich

diesmal auch die Volkshochschule

Peißenberg. Thematisch passend

zum Luther-Jahr präsentiert

die Journalistin und Autorin Asta

Scheib am 16. März um 19 Uhr ihren

neuen Roman „Sturm in den

Himmel“ Im Schongauer Ballenhaus.

Für 15 Euro gibt es zusätzlich

kleine Leckereien aus der Lutherzeit.

Der Abend wird zudem musikalisch

umrahmt. Karten gibt es im

Vorverkauf in den Volkshochschulen

Schongau und Peiting, sowie

bei Buch am Bach in Peiting und

Buch am Lech in Lechbruck.

Auf die Theatergruppe Treibhaus

dürfen sich indes die Besucher

am 24. und 25. März ebenfalls im

Ballenhaus freuen. Unter dem Titel

„Stationen eines Lebens“ bringen

die jungen Schauspieler eine abwechslungsreiche

Theater-Revue

mit Musik, Lyrik und Schauspiel

auf die Bühne. Die Bandbreite

der literarischen Veranstaltungen

reicht von Hermann Hesse, vorgestellt

von Wilfried Funke und Moritz

Kraus, über Manfred Karlinger mit

seinen „Schmunzelgeschichten“

bis zu Helmut Schmidtbauers Lesung

zum Frauentag. Musik und

Texte zum Thema „Wo die Liebe

hinfällt, da steht sie wieder auf...“

präsentiert Dr. Barbara Voigtmann

mit ihrer Band am 18. März in der

Musikschule Pfaffenwinkel. Mit

Geschichten von Wilhelm Dieß

trägt Dr. Karl Pörnbacher über den

Kulturverein Schongauer Land e.V.

Das Theater Treibhaus

tritt am 24. und 25. März im Schongauer Ballenhaus auf.

zum attraktiven Programm der Literaturtage

bei. Einen Besuch wert

sind sicherlich auch die Angebote

der Büchereien wie die „Literarische

Weinprobe“ der Bücherei

Altenstadt, die Lesung „Orphelias

Schattentheater“ in der Bücherei

Schwabbruck oder die Vorstellung

von Märchen zum Internationalen

Frauentag in der Bücherei Hohenfurch.

In Steingaden freut sich das

Büchereiteam am 24. April auf die

Vorstellung neuer Bücher unter

dem Titel „Das Recht der 1. Nacht“.

„Vorhang auf zum Bilderbuchkino“,

heißt es am 14. März, 11. April und

9. Mai in der Bücherei am Münztor

und am 13. März in Burggen.

Christl Subiabre-Haseitl überrascht

die Kleinsten zusätzlich am 14.

März in der Bücherei Schwabbruck

mit einem besonderen Programm.

Über aktuelle Frühjahrserscheinungen

informiert die Bücherei

am Münztor am 25. März. Auch

zwei Tage später sind hier alle Interessierten

herzlich willkommen,

dann wird das neue Ausleihsystem

vorgestellt. Welche Angebote im

Bereich E-Books am Münztor zu

finden sind, zeigt das Team dann

am 8. Mai. Auch die Bücherei in

Verklärung Christi ist bei der Vorstellung

der neuen Medien involviert.

Zur Vorlesestunde für Kinder

lädt in Peiting die Gemeinde- und

Pfarrbücherei ein und beim Vorlesewettbewerb

können Kinder am

18. März in der Buchhandlung am

Bach ihr Lieblingsbuch vorstellen.

Unterhaltsame Begebenheiten

bietet Manfred Karlinger am 25.

März im AWO-Seniorenzentrum in

Peiting mit seinen „Sagen rund um

den Auerberg“ und in den „Fensterbankgeschichten“

nimmt Dieter

Führer die Zuhörer am 31. März mit

in seine erlebnisreichen Kinderund

Jugendtage.

Zwei Angebote der Volkshochschule

Peißenberg bereichern zusätzlich

die diesjährigen Literaturtage:

Nicola Förg liest am 6. April aus

ihrem Krimi „Scharfe Hunde“ und

am Märchenabend am 12. März

dreht sich alles um „Ränke, List

und Wünscherei“.

Detaillierte Infos unter www.vhsschongau.de

und www.vhs-peiting.

Anmeldungen nehmen die

VHS Schongau unter 08861 / 214-191

oder vhs@schongau.de, sowie die

VHS Peiting unter 08861 / 68168

oder vhs@peiting.de entgegen. tis

64 | der altlandkreis


Johanna Beier und die Modepassage gehen in Ruhestand

„G’heirat is net Kappen tauscht!“

Schongau | „Ich habe ein lachendes

und ein weinendes Auge“,

erklärt Johanna Beier nachdenklich.

Bereits im 20. Jahr führt sie

die Modepassage mit integriertem

Brautstudio in Schongaus Altstadt.

Doch Mitte diesen Jahres ist nun

Schluss. Einerseits freut sie sich

darauf, zukünftig mehr Zeit für

ihren Ehemann zu haben, wie Johanna

Beier betont: „Er hat in den

letzten Jahren viel abbekommen,

auch die Launen. Jetzt kann ich ihn

zum Beispiel mal bekochen.“ Und

auch für ihre gemeinsame Leidenschaft,

das Golfen, wird das Ehepaar

zukünftig mehr Zeit haben.

Auf der anderen Seite schwingt

eine gehörige Portion Wehmut

mit, das kann man in jedem Satz

der Geschäftsführerin spüren: „Ich

kann es noch gar nicht glauben,

dass es bald vorbei ist.“

Die Region ohne

Brautmoden-Laden?

Nicht nur einmal dachte Johanna

Beier in den letzten Jahren ans

Aufhören, schob es dann aber immer

wieder auf. Zu viel Freude bereitete

ihr der Beruf. Bis vor rund

einem Jahr eine schwere Krankheit

die Brautmode-Expertin für viele

Monate außer Gefecht setzte. „Das

war ein Schuss vor den Bug“, sagt

sie über die lange Genesungsphase,

in der sie viel Raum zum Nachdenken

hatte. Es war auch jene

Zeit, in der sie den endgültigen

Beschluss fasste, aufzuhören. „Mir

täte es furchtbar leid, wenn die

Region kein Brautgeschäft mehr

hätte“, bedauert die angehende

Ruheständlerin. Der Respekt der

Menschen vor der Branche scheint

groß zu sein. Denn, „es hängt

schon eine Menge dran: Zeit, Leidenschaft“,

erklärt Johanna Beier.

Sollte zukünftig jemand mit dem

Gedanken spielen, in das Brautmoden-Geschäft

einzusteigen,

stünde Johanna Beier beratend zur

Seite — natürlich nur, wenn es auch

gewünscht wäre. Ob bei der Lieferanten-Auswahl

oder bei Messevorbereitungen,

sie hätte sicher so

manchen wertvollen Tipp.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht Johanna Beier,

hier in ihrem Brautstudio, Mitte des Jahres in Ruhestand.

In der Modepassage stand die

Beratung immer an erster Stelle,

wie Johanna Beier betont: „Hier

ist eine Braut immer erst rausgegangen,

wenn alles bis ins kleinste

Detail passt.“ Gerne durften die

Kundinnen auch Samstag-Früh

kurz vor der Vermählung noch anrufen

oder gleich zum Ankleiden in

den Laden kommen: „Dann wusste

ich, dass wirklich alles in Ordnung

ist.“ Bei den Anproben im

Brautstudio oben im ersten Stock,

längst eigene kleine Events, gab es

den einen oder anderen Eheratschlag

dann noch gratis dazu. Der

Service hatte stets oberste Priorität,

auch wenn sie weiß, dass die

Beratung mittlerweile schwieriger

geworden ist. Die Ansprüche

sind gestiegen, Hochzeiten längst

Großveranstaltungen, das Budget

oftmals gering. „Der größte Feind

ist das Internet“, berichtet Johanna

Beier, die von jedem Kleid immer

nur eine Ausführung im Laden

hat — ein Unikat sozusagen. Unerfreulich

wird es immer dann,

wenn Kunden die Beratung genießen,

und dann im Netz bestellen.

Zahlreiche attraktive

Angebote

Neben Brautmoden, hat die Modepassage

über die Jahre mit exklusiver

Abendmode gepunktet.

Ein Nischenprodukt, aber: „Auch

15-jähre Mädchen möchten beim

Tanzkurs-Abschlussball nicht das

gleiche Kleid wie eine Freundin

haben“, weiß Johann Beier. Bis

die Modepassage Mitte des Jahres

schließt, lohnt sich ein Besuch in

jedem Fall. Denn: Viele attraktive

Angebote mit bis zu 70 Prozent

Nachlass warten auf die Kunden.

Und ganz davon abgesehen, kann

man sich dann nochmal von Johanna

Beier beraten lassen, bevor

sie ihren wohlverdienten Ruhestand

antritt.

tis

märz / april 2017 | 65

Alles hausgemacht

von Meisterhand –

an der Theke:Kuchen,Semmeln,

Brezen,Brot,Baguette,...

Reichhaltige Auswahl à la carte:

Frühstücksvariationen, Brotzeiten

und deftige

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besondere Genuss

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Berliner Compagnie in Schongau zu Gast

Über den

Riss durch die Welt

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66 | der altlandkreis

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Schongau | Der katholische Frauenbund

Schongau hat es, in Kooperation

mit vielen in Schongau

aktiven Vereinen und Verbänden,

geschafft, das Theater der

Berliner Compagnie, „Anders

als Du glaubst“ nach Schongau

zu holen. Die Berliner Compagnie

existiert seit mittlerweile 28

Jahren. In dieser Zeit wurden 23

Stücke entwickelt und in über

2 000 Gastspielen europaweit

vorgeführt. In Berlin Kreuzberg

arbeitet das Ensemble mit wenigen

Requisiten und bescheidenen

finanziellen Mitteln. Ganz im

Brecht’schen Sinn versteht sich

die Compagnie als Aktivierungstheater.

2009 erhielten sie den

Aachener Friedenspreis.

Ein Stück über Juden,

Christen und Muslime

Das Theater der Berliner Compagnie kommt mit ihrem Stück „Anders

als Du glaubst“ am 8. März ins Schongauer Jakob-Pfeiffer-Haus.

Ob unter dem Deckmantel der

Religion machtpolitische oder

wirtschaftliche Interessen ausgetragen

werden, ob fanatische

Gläubige aufeinander losgehen:

Religion hält her für Terroranschläge,

Eroberungen, Mord und

Todschlag. Das ist die eine Seite.

Andererseits: Selbst wenn der

Religion nur zugestanden wird,

Seufzer und Kreatur zu sein, so

ist sie auch Protest gegen Ungerechtigkeit,

gegen die Aufspaltung

der Welt in arm und reich.

Eine fromme Muslime, eine gläubige

Christin, ein gottesfürchtiger

Jude, ein linker Atheist und

ein eingefleischter Skeptiker.

Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam

nach einem tödlichen

Anschlag im postmortalen Niemandsland.

Ist es die Vorhölle?

Ist es der Weg ins Paradies? Das

erfahren die Zuschauer am Mittwoch,

8. März ab 19.30 im Schongauer

Jakob-Pfeiffer-Haus. Der

> > > VERLOSUNG

Einlass ist ab 18 Uhr, vor der Vorführung

wird ein internationales

Buffet angeboten. Die Karten für

zwölf Euro — ermäßigt kosten sie

sechs Euro — gibt es im Vorverkauf

bei der Bäckerei Michl in der

Altstadt.

tis

Theater-Karten zu gewinnen

Für das Theater „Anders als Du glaubst“ von der Berliner Compagnie

verlost der „altlandkreis“ 3 x 2 Karten. Wer sie gewinnen

möchte, schickt eine Postkarte mit dem Stichwort „Frauenbund“

an „altlandkreis“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an

info@altlandkreis.de. Einsendeschluss ist der 5. März. Die Gewinner

werden von uns telefonisch benachrichtigt, da die Eintrittskarten

an der Abendkasse hinterlegt werden. Deshalb: Bitte Telefonnummer

mit angeben. Wie immer entscheidet das Los, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Welt-Down-Syndrom-Tag: „einfach mehr“ lädt ein

Es ist normal, verschieden zu sein!

Altenstadt / Weilheim | Immer noch

werden neun von zehn Schwangerschaften

mit der Diagnose Down-

Syndrom abgebrochen. Zu groß ist

die Unsicherheit und das Unwissen

über ein Leben mit Trisomie 21

und die Angst vor Belastung und

Ausgrenzung aus der Gesellschaft.

Der Verein „einfach mehr“, mit 21

Familien von Kaufering bis Bad

Kohlgrub und von Wielenbach bis

Bidingen, setzt sich seit geraumer

Zeit durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit

für den Abbau der Vorurteile

ein. Sie bieten Informationen und

konkrete Handlungsoptionen, treffen

sich mit „neuen Eltern“ und

geben das Wissen, aber auch die

Freude durch die Kinder weiter.

Ein Verein als

helfende Hand

Der Verein „einfach mehr — Menschen

mit Trisomie 21 im Pfaffenwinkel

e.V.“ wurde 2012 gegründet

und ist seitdem stetig gewachsen.

„Inklusion in die Köpfe der Menschen

zu transportieren“, so eines

der Ziele des Vereins. Auch eine

zielführende Zusammenarbeit mit

Ärzten, Schulen und Kindergärten

steht auf der Agenda von „einfach

mehr“. Viele interne Fortbildungen

fördern Wissen und Möglichkeiten.

Eine große Rolle spielt zudem der

Umgang mit Geschwisterkindern,

die von den Sorgen und Problemen

durch die Diagnose ebenfalls unmittelbar

betroffen sind.

Zwei Theater und eine

Bilderausstellung

Zum Welt-Down-Syndrom-Tag

(21. März) lädt „einfach mehr“ am

Samstag, 18. März, gleich zu zwei

Theaterstücken zugunsten Trisomie

21 erkrankter Kinder in das

Gemeindehaus der Apostelkirche

in Weilheim ein. Ab 15 Uhr erfreut

der „Bauer Sepp vom Blaslhof“ die

ganze Familie mit seinem Kasperltheater.

Der Einlass ist bereits ab

14.30 Uhr. Um 20 Uhr startet dann

das Improvisationstheater „stadt

land impro“ einen Angriff auf die

Lachmuskeln. Dabei sind die Ideen

des Publikums die Vorlage für die

Szenen und Geschichten — alles

frei improvisiert. Ab 19 Uhr öffnen

sich die Türen für die Besucher. Der

Eintritt für beide Vorstellungen ist

frei, Spenden sind jedoch herzlich

willkommen. Vor und während den

Veranstaltungen wird für das leiblich

Wohl gesorgt sein. Der Erlös

wird unter anderem dazu verwendet,

um Weiterbildungen und Seminare

zu finanzieren. Bereits seit

Ende Januar kann im Amtsgebäude

II des Landratsamts Weilheim eine

Bilderausstellung von „einfach

mehr“ besucht werden. Die dort

ausgestellten Fotos behandeln alle

das Thema Trisomie 21 und wie die

Kinder sowie ihre Geschwister mit

der Diagnose umgehen. Getreu

dem Motto des Vereins: „Ein Leben

ohne Schokolade ist möglich ...

aber sinnlos! Ein Leben ohne Menschen

mit Down-Syndrom ist möglich

... aber???“ Bis 14. April werden

die Bilder zu den gewohnten

Öffnungszeiten des Landratsamtgebäudes

zu sehen sein.

tis

> > > KONTAKT

„einfach mehr e.V.“

Erzgebirgsstraße 1a

86972 Altenstadt

Telefon 08861 / 241949

www.einfachmehr.org

märz / april 2017 | 67


Zentrum für buddhistische

Meditation und Studien


Sitze wie ein Berg - sei offen wie der Himmelsraum

Die Lehre von Mitgefühl und Weisheit kennenlernen,

in Meditation erfahren, im Alltag anwenden





DHARMA-TOR

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Valentina Erhard

aus Burggen

Burggen | Valentina Erhard aus

Burggen ist eine zielstrebige junge

Dame, die neue Herausforderungen

sucht oder auch Veränderungen

gerne annimmt. Mit dem

Erasmus-Projekt der Schongauer

Berufsschule war die 20-Jährige für

drei Wochen in London und kann

von interessanten Einblicken in das

englische Arbeitsleben berichten.

Wie viele junge Menschen ist sie

verwurzelt in der ländlichen Region

und trotzdem offen für die Welt —

das wird beim Interview mit dem

„altlandkreis“ besonders deutlich.

Nach deinem ersten Ausbildungsjahr

bei der Sparkasse ging es

für dich für drei Wochen über das

Erasmus-Projekt nach England.

Warum hast du diese zusätzliche

Herausforderung auf dich genommen?

Ich fand das keine Herausforderung,

sondern eine

einmalige Chance. Dafür

hab ich auch gern den Aufwand

mit Vorbereitungskursen

auf mich genommen. In

drei Treffen vorab habe ich

und weitere 29 Teilnehmer

auch einiges über englische e

Traditionen gelernt, über das

Marketing oder auch wie man

eine englische Bewerbung

schreibt.

Wie waren deine Eindrücke von

England?

Wenn man vom Land kommt, so

wie ich aus Burggen, ist das was

ganz anderes. Großstadt eben. Es

sind immer so viele Leute unterwegs

und wuseln um einen herum.

Das Essen war so lala, aber

das hatten wir schon so erwartet.

In London besuchten Valentina Erhard und ihre Freunde Joanna Breit,

Tobias Clausen und Philipp Heiß viele Sehenswürdigkeiten.

Das Wetter er war

im Juli

toll, überhaupt

nicht englisch, denn es hat

nicht oft geregnet.

Was war besonders unterschiedlich

im Vergleich zur deutschen

Arbeitswelt?

Die Engländer gehen alles viel ruhiger

an und haben zu uns gesagt,

wir sollen erst mal einen Gang

runterschalten. Ich war bei einem

Immobilien-Makler und durfte

auch ein paar Mal zu Besichtigungen

mit. Unter anderem waren wir

da in einer Ein-Zimmer-Wohnung,

mini-klein und über eine halbe

Million Pfund teuer. Häuser sind in

London unbezahlbar. Ein Ehepaar

mit einem kleinen Kind besichtigte

eine kleine Wohnung, die wir

in Deutschland als „Baracke“ bezeichnen

würden, und die wollten

die auch noch nehmen.

Unser dreiwöchiger England-

Trip war aufgeteilt in eine Woche

Sprachkurs, was nach dem Schulenglisch

eine gute Auffrischung

darstellte. Dann durften wir für

68 | der altlandkreis


zwei Wochen in die unterschiedlichsten

kaufmännischen Betriebe

reinschnuppern und das war natürlich

perfekt.

Außer der Arbeit habt ihr bestimmt

noch Anderes auf der Insel erlebt?

In unserer Freizeit haben wir in

erster Linie Sightseeing gemacht.

Für das Erasmus-Projekt sollten

wir zehn Sehenswürdigkeiten

ansehen, Fotos machen und danach

einen Bericht schreiben. Es

waren auch immer zwei Lehrer

der Berufsschule im wöchentlichen

Wechsel dabei. Wir haben

Ausflüge nach Cambridge oder

zur Südküste nach Brighton Beach

gemacht. Abends hat sich unsere

Gruppe fast täglich in einem Pub

getroffen. Mit meiner Gastfamilie

hab ich es sehr gut getroffen, das

Zimmer war wunderbar und sie

hatten sogar einen kleinen Hund.

Aber leider hatte ich gar nicht so

viel Zeit für die Gastfamilie, denn

wir waren ständig unterwegs.

Was rätst du den Auszubildenden,

die heuer mitfahren möchten?

Ich würde mir im Vorhinein gar

nicht mehr so viele Gedanken machen.

Das Erasmus-Projekt bietet

gute Gastfamilien, auch mit der

Sprache klappt es hervorragend.

Die meisten Betriebe haben schon

Erfahrungen mit deutschen Praktikanten.

Außer mein Immobilien-

Makler, da bin ich die Erste gewesen,

aber wahrscheinlich werden

weitere folgen. Die drei Wochen

sind so schnell vergangen, da

sollte man einfach die Zeit genießen.

Konntest du für deine Tätigkeit bei

der Sparkasse Erfahrungen aus

England mitnehmen?

Ja und Nein. Ja, weil ich mein dadurch

vertieftes Englisch auch an

einem bayerischen Bankschalter

immer wieder einmal anwenden

kann. Und nein, weil ich ja bei

einem Immobilien-Makler war.

Trotzdem war das sehr interessant.

Warum hast du dich nach dem Abitur

für den Beruf der Bankkauffrau

entschieden?

Ich war hin und her gerissen, ob

ich ein Studium oder eine Ausbildung

machen soll. Dann hat sich

die Gelegenheit mit der Sparkasse

ergeben und da hab ich nicht

Nein gesagt. Mir macht es großen

Spaß, man kann hinter die Kulissen

schauen und auch Geld verdienen.

Studieren kann ich danach

noch, übrigens auch innerhalb der

Sparkassen-Organisation.

In Zeiten von null Zinsen geht es

den Banken gerade nicht so gut.

Ist der Beruf da noch zukunftsorientiert?

Warum denn nicht? Banken gibt

es seit dem Mittelalter, derzeit

befinden sie sich eben in einem

Wandel. Da ergeben sich wieder

e

neue Aufgabengebiete ebie

und dann

wird es zukunftsorientiert ntiert

weiter-

gehen.

Wo siehst du dich beruflich in

zehn

Jahren?

Darüber hab ich mir noch

keine

Gedanken gemacht. Ich möchte

auf jeden Fall in einem Beruf arbeiten,

den ich gern ausübe und

in dem ich fest verankert bin. Damit

meine ich, dass s ich durch entsprechende

Weiterbildung ildu

fachlich

gut drauf bin. Es soll einfach

Spaß machen, wie

am ersten en

Tag.

Was für einen Tipp

kannst nst du

Jüngeren zur Schulzeit oder

zur Berufswahl geben?

en?

Während der Schulzeit

sollte man einen en Mittelweg

telw

eg

finden zwischen Freizeit it und

guten Noten, dass eben

en nichts

darunter leidet. et.

Vor

der

Berufswahl

sollte man unbedingt ng

ein

paar Praktika machen und

sich

orientieren, was

man

denn machen

will.

Valentina Erhard rd mit einem

em

englischen Wahrzeichen: en

einer

Telefonzelle e in traditionellem ione

em

Rot

Sag mal, wer ist für dich ein Vorbild

und warum?

Meine Vorbilder sind meine Eltern,

weil sie mir alles ermöglicht

haben, wovon ich geträumt habe:

Abitur, Ausbildung, Auto ... Das

möchte ich auch so machen, wenn

ich später Kinder habe. Wichtig ist

für mich auch, dass man sich auf

einen verlassen kann.

Mit wem würdest du gern für einen

Tag die Rollen tauschen?

Nicht mit einer bestimmten Person,

aber ich würde gern noch

mal Kind sein dürfen. Ganz unbeschwert

in den Tag hinein leben,

keine Sorgen oder Verpflichtungen

haben.

Welches Talent möchtest du gerne

besitzen?

In die Zukunft schauen

können,

ob es sich lohnt, wofür man jetzt

t

tagtäglich kämpft. Wenigstens

ens

einmal.

rg

märz

rz/ap

april 2017

| 69


Musical-Darstellerin Angelika Linder unterwegs auf den großen Bühnen

Hey, hey Wickie

Sachsenried | „Milady de Winter

aus ‚Die drei Musketiere‘“, lautet

Angelika Linders Antwort, wenn

man sie nach einer ihrer Traumrollen

fragt. „Allerdings ist das

absolut nicht mein Rollentyp.

Mein Typ ist eher kleiner Junge

und Tiere“, ergänzt sie mit

einem breiten Lächeln. Was

zunächst durchaus amüsant

klingt, hat die 26-Jährige —

neben ihrem Talent — auf

die großen Bühnen

der Republik gebracht.

Unbekannt

ist die Sachsenriederin

in der

Branche längst

nicht mehr. Anfang

November

erst

ging

die

„Wickie — Das Musical“-Tour mit

der Vorstellung im Rosengarten

Mannheim zu Ende. In 22 verschiedenen

Städten, unter anderem

in der Kölner Lanxess-Arena,

spielte, sang und tanzte Angelika

Linder die Hauptrolle Wickie. „Man

gewinnt mit der Zeit Spaß an Dingen,

die funktionieren“, freut sich

die Musical-Darstellerin mittlerweile

über die Wirkung, eine ganz

bestimmte Nische zu bedienen.

„Früher wollte ich viel mehr etwas

sein, was ich nicht bin“, sagt sie.

Prinzessin Mirabella,

Gretel oder Soulgirl

Ob als Prinzessin Mirabella im

Familien-Musical „Captain Silberzahn“

oder als Gretel in einer

neuen Fassung von „Hänsel und

Gretel“ im Winter 2015, Angelika

Linder hat ihren Platz in der Musical-Szene

gefunden. Mitte März

geht sie für knapp zwei Monate mit

dem Familien-Musical „Yakari“ auf

Tournee, die Proben haben längst

begonnen. 2014 / 2015 führte sie ihr

Weg ans Theater Hagen, wo sie als

Soulgirl und Tänzerin in der Produktion

„Jesus Christ Superstar“ zu

sehen war. Für diese Rolle hatte

sie sich vorab in einer Audition, einem

Auswahlverfahren bestehend

aus Tanzen, Singen und Schauspiel,

durchgesetzt. Es ist ein hart

umkämpfter Markt, das gibt Angelika

unumwunden zu. Oftmals seien

schon fast alle Rollen vergeben.

Zudem gibt es Auditions, zu denen

sich 140 Frauen auf zwei Rollen bewerben.

Dann stehen schon mal 70

zusammen in einem Tanzraum —

die „Caster“ haben also die Qual

der Wahl. Und: „Leider gibt es

auch immer eine, die die Rolle

für weniger Geld spielen würde“,

spricht sie über die nicht immer

einfachen Verhandlungsvoraussetzungen.

Und doch sieht sie das

alles nicht so negativ, wie es zum

Teil während der Ausbildung vermittelt

wird. „Klar ist es zwischendurch

hart, gerade wenn lange

Probetage anstehen, oder man

Wie man sieht, muss man als Musical-Darstellerin

beweglich sein.

eine Absage erhält. Hat man aber

einen Job und arbeitet mit einem

tollen Team zusammen, macht das

unglaublich viel Spaß.“

Mit den Phasen, in denen man

kurzzeitig ohne Engagement ist,

arrangiert sich Angelika Linder

mittlerweile. „Es ist eher selten,

dass ein Job nahtlos in den

nächsten übergeht“, berichtet

die 26-Jährige vom Alltag einer

Darstellerin. Umso mehr genießt

sie dann die Zeit in der Heimat.

Schließlich schläft es sich im elterlichen

Haus auf dem Dorf weitaus

besser als im „Nightliner“ auf dem

Weg zum nächsten Auftritt.

Star des

Abends: In der Musical-Version ion von „Wickie“ übernahm Angelika

Linder aus Sachsenried die Hauptrolle.

Ein steiniger Weg für den

Traum von der Bühne

Angelika Linders Weg auf die Bühne

verlief beileibe nicht ganz reibungslos.

„Eigentlich kam der Berufswunsch

fast ein wenig spät“,

sagt sie. Nach dem Abitur 2010

am Welfen-Gymnasium Schongau

ging es für die 26-Jährige zunächst

auf die Berufsfachschule für Musik

in Sulzbach-Rosberg, die sie mit

dem Hauptfach Musicalgesang abschloss.

Das war eine Art Vorbereitungsschule“,

erklärt Angelika

Linder, die sich seitdem staatlich

geprüfte Chor- und Ensemblelei-

70 | der altlandkreis


terin im Fachbereich Musical nennen

darf. Der Wunsch war stets,

es auf die Hochschule für Musik in

Osnabrück zu schaffen. Doch das

war gar nicht so einfach. „Von 150

Bewerben haben nur zwölf einen

Studienplatz bekommen“, berichtet

sie vom harten Auswahlverfahren.

Letztlich überstand sie zwar

alle fünf Runden, am Ende reichte

es jedoch „nur“ für Platz eins auf

der Warteliste. Also heuerte sie

zunächst bei der privaten „German

Musical Academy“ in Osnabrück

an. „Da muss man erst einmal die

Eltern für sich gewinnen“, spricht

sie rückblickend über die große

Unterstützung, die sie von ihrer

Familie erfuhr. Die Schule durchlief

sie im Schnellverfahren: Nach

nur anderthalb Jahren schloss sie

mit dem Examen als staatlich geprüfte

Musical-Darstellerin erfolgreich

ab. Letztlich erwarb sie ihren

Bachelor of Arts in Musical und

Vokalpädagogik in einem weiterführenden

Studium am Institut für

Musik der Hochschule Osnabrück

in einem an die Ausbildung anknüpfendem

Ergänzungsstudium.

Lieder-Abend in der

Region geplant

Die Mühen haben sich gelohnt,

wie Angelika Linder sagt: „Der

schönste Moment ist, wenn einem

gebannte Gesichter aus dem

Zuschauerraum entgegenblicken

und die Geschichte, die man erzählt,

für einige Augenblicke wahr

wird.“ Aber auch der Schlussapplaus

sei etwas ganz besonderes,

umso mehr wenn man sich wie

beim Wickie-Musical als Darsteller

der Hauptrolle verbeugen darf.

Während Angelika demnächst

wieder durch ganz Deutschland,

Österreich und die Schweiz tourt,

dürfen sich auch die Menschen

in der Region auf sie freuen. Ein

„Dezember-Lieder-Abend“ nach

Maury Yeston ist für den kommenden

Winter im Altlandkreis

angedacht.

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märz / april 2017 | 71


Michaela Herles

feiert Jubiläum

und sagt DANKE!

Das erste große Freiluftfest des Frühlings

32. Maifeuer in Burggen

Danke für 20 erfolgreiche Jahre

Danke an die vielen treuen Kunden

Danke für die schönen Momente

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können, ob sie Kunstnägel, oder eine Maniküre

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Burggen | Das Maifeuer ist ein

altes Brauchtum, dem viele heidnischen

Ursprung nachsagen. In

Burggen wird dazu eine Puppe

aus Stroh, „die Hex“, auf einem

riesigen Berg aus Holz verbrannt.

Aufgrund der zahlreichen Besucher,

die dieses Spektakel

verfolgen, darf das Burggener

Maifeuer wohl als erstes großes

Freiluftfest im Schongauer Land

gelten.

Um die Walpurgisnacht (der

Abend vor dem 1. Mai) ranken

sich viele Geschichten und Riten.

Der Name stammt von der Heiligen

Walburga ab, deren Gedenktag

bis ins Mittelalter am

1. Mai gefeiert wurde. Um die

bösen Geister und Hexen zu vertreiben,

wird am Vorabend ein

großes Feuer angezündet, was

auch im Schongauer Land einige

Ortschaften betreiben, andere

machen ein Johannifeuer, Bernbeuren

das Herz-Jesu-Feuer.

Viele Brauchtümer um den 1. Mai

haben im Ursprung eine Fruchtbarkeitssymbolik.

Wenn das Feuer einigermaßen

herunter gebrannt ist, gibt es in

manchen Gegenden den „Maisprung“,

wo Verliebte gemeinsam

über das Feuer springen.

Über 30 Jugendliche

helfen beim Aufbauen

Das ist in Burggen jedoch kaum

zu schaffen, denn das Maifeuer

ist so groß, dass sich die Verliebten

wohl ganz schön verbrennen

würden. Eine Gruppe aus gut 30

jungen Leuten kümmert sich um

die Vorbereitung, beschafft das

Holz, stapelt es zu einem enormen

Haufen und bewacht ihn in den

Tagen zuvor, damit er nicht vorzeitig

angezündet wird. „Die Veranstaltung

muss in der Gemeinde

sowie bei der Polizei angemeldet

werden“, berichtet Tobias Schuster,

einer der Hauptorganisatoren

der Vorarbeiten, die schon Monate

zuvor beginnen. Auch die örtliche

Feuerwehr ist mit eingebunden,

beaufsichtigt das Anzünden und

stellt eine Sicherheitswache.

„Wir haben das mit dem Maifeuer

schon zu unserer Mofa-Zeit, also

vor über 30 Jahren, angefangen“,

berichtet der heutige Trachtenvorstand

Hubert Guggenmos. Damit

hatten sie den noch bekannten,

aber schon fast eingeschlafenen

Brauch in Burggen wieder aufleben

lassen. Er freut sich, dass dieses

Engagement der Dorfjugend

auch ohne vereinsmäßige Organisation

immer weiter getragen

wurde und sich daraus ein Treffpunkt

der Jugend aus der ganzen

Umgebung entwickelt hat.

Holzanlieferung am

Freitag und Samstag

Unterstützung bekommen die

Maifeuerer auch von der Dorfbevölkerung,

die Altholz nicht einfach

entsorgt, sondern vielerorts

bis zum 30. April aufbewahrt. „Wir

nehmen nur naturbelassenes Holz

an, da achten unsere Helfer genau

drauf“, erzählt Tobias Schuster.

Heuer kann man das Holz am Freitag,

28. April, und Samstag, 29.

April, an der ehemaligen Kiesgrube

abliefern. Die jungen Leute machen

sich dann viel Arbeit, schichten

alles zu einem großen Berg

auf, befestigen eine Strohpuppe

oben an einer Stange oder drapie-

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Kleinere Maifeuer, wie hier in Apfeldorf, gibt es in mehreren Ortschaften im Schongauer Land.

72 | der altlandkreis


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Zahlreiche Burggener Jugendliche halfen im vergangenen Jahr mit, bis

der riesige Holzberg für das Maifeuer aufgestapelt war.

ren unten viel Heu herum, damit

es gut anbrennt. „Das gemeinsame

Aufbauen war oft netter, als

der eigentliche Maifeuer-Abend“,

erinnert sich Hubert Guggenmos.

Heuer brennt

das 32. Feuer

Unter Anwesenheit des Feuerwehrkommandanten

Hermann Lang

wird dann am Sonntag, 30. April,

das Maifeuer bei Einbruch der

Dunkelheit angezündet, um das

sich hoffentlich auch dieses Mal

einige hundert Zuschauer versammeln

werden, denn am Feuer

kann man es auch bei kühlen

Frühjahrstemperaturen bis tief in

die Nacht aushalten. Die Hütten-

Teams sorgen für Getränke.

Kreisbrandmeister Johann Deschler

schätzt die tolle Leistung, die von

der Burggener Dorfjugend dafür

erbracht wird. Er weist aber auch

darauf hin, „dass die Sicherheit

für alle Beteiligten und Besucher

gewährleistet sein

muss“. Auflagen und Genehmigungen

müssen

eingehalten werden,

damit Unfälle möglichst

verhindert

werden können.

„Wenn es beispielsweise

sehr trocken ist oder ein

starker Wind geht, muss der Kommandant

das Maifeuer auch absagen

können“, stellt Deschler klar.

In Burggen weiß er von einer sehr

guten Zusammenarbeit der Dorfjugend

mit der Feuerwehr, so dass

diesem alten Brauch des Maifeuers

nichts entgegensteht.

Tobias Schuster ist schon seit einigen

Jahren bei den Vorbereitungen

für das Maifeuer dabei; er

wird auch am Sonntag, 30. April,

beim 32. Feuer in Burggen dabei

sein. Obwohl er selbst gerade erst

23 Jahre alt ist, stellt er fest: „Wir

werden die Aufgaben heuer wieder

an Jüngere weitergeben, damit

das Maifeuer der Dorfjugend

weiterlebt“.

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märz / april 2017 | 73


Erster Weilheimer Tag der Gesundheit in der Stadthalle

Live dabei im OP-Saal

Weilheim | „Das medizinische Angebot

ist groß und vielschichtig,

aber zu wenig bekannt“, heißt es

vom Arbeitskreis Gesundheit der

Weilheimer CSU. Genau deshalb

wird dieser am 25. März den ersten

Weilheimer „Tag der Gesundheit“

in der Stadthalle veranstalten.

Er richtet sich an alle Bürger

aus der Umgebung mit dem Ziel,

das innovative und umfassende

medizinische Angebot am Standort

Weilheim zu präsentieren. Als

Hauptkooperationspartner konnte

die Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau gewonnen werden, die —

selbstredend — mit einem eigenen

Ausstellungsstand samt umfangreichem

Programm und einigen

Vorträgen vertreten sein wird. Ein

Höhepunkt werden sicherlich die

angedachten Live-Übertragungen

aus einem Operationssaal des

Weilheimer Krankenhauses sein.

Ärmel hoch gegen

Leukämie!

Der zweite große Partner am Tag

der Gesundheit ist die Stiftung

„Aktion Knochenmarkspende

Bayern“ (AKB). Sie wird von 10

bis 18 Uhr, solange ist auch die

Veranstaltung geöffnet, eine

Typisierungsaktion vornehmen.

Nachdem auf der Messe Blut

abgenommen wurde, werden im

Labor aus dem Blut zunächst die

Gewebemerkmale des Spenders

bestimmt. Das ist essentiell und

entscheidet darüber, ob ein

Spender geeignet ist. Die Daten

werden dann den Suchzentren

zu Verfügung gestellt, so dass

Ärzte weltweit passende Spender

finden können. In Deutschland

erhält alle 15 Minuten ein Patient

die Diagnose Blutkrebs — oftmals

sind Kinder betroffen. Das Leben

vieler dieser Menschen kann nur

mit einer Stammzellenspende

gerettet werden, wobei nur

in einem Drittel der Fälle ein

Spender innerhalb der Familie

gefunden wird und jeder siebte

Betroffene vergeblich sucht. Dabei

kann man in nur wenigen Minuten

und mit nur einem kleinen „Pieks“

Teil der weltweit vernetzten

Stammzellenspenderdatei werden.

Mitmachen können bei

dieser Aktion alle gesunden

Besucherinnen und Besucher

im Alter von 17 bis 45 Jahren. Es

lohnt sich, schließlich können

für 75 Prozent der an Leukämie

erkrankten Menschen heute

innerhalb von rund zwei Monaten

ein passender Spender gefunden

werden. Für Vereine könnte sich

eine Teilnahme gleich doppelt

lohnen: Jeder Verein, der 25

Mitglieder zur Typisierung bringt,

bekommt 250 Euro von der

VR-Bank Werdenfels auf das

Vereinskonto überwiesen.

Programmpunkte

und Aktionen

Krankenhaus GmbH und die Aktion

Knochenmarkspende Bayern

sind jedoch nur zwei Aspekte am

Tag der Gesundheit in Weilheim.

Die Organisatoren wollen zeigen,

was es im medizinischen

Bereich Innovatives in Weilheim

gibt. Dazu wurden alle Ärzte,

Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden,

Apotheker, Hebammen,

Rettungsdienste, Optiker, Pflegedienste

oder Selbsthilfegruppen

eingeladen. Die Rückmeldungen

der Aussteller, bisher sind rund

30 angemeldet, und auch die der

Das Team vom

Arbeitskreis Gesundheit

der CSU Weilheim.

Stehend v. li.: Angelika

Flock, Frank Dittmann,

Alexandra Bertl,

Susanne Schmalhofer,

Uta Orawetz.

Sitzend v. li.: Pirmin

Mohr und Dr. Johannes

Langer. Nicht auf dem

Bild: Sepp Wiedemann.

Referenten waren so zahlreich,

dass Vorträge an zwei Orten parallel

laufen werden. Die Bandbreite

ist enorm groß, für jedes Alter ist

etwas dabei. Von der Teddyklinik

und Wundenschminken beim Jugendrotkreuz

über Reanimationstraining,

Fruchtsaftgummibären-

Gießen, bis zu Armbädern beim

Kneipp-Kinderhaus. Auch einen

Krankenwagen wird man besichtigen

können. Gerade für Familien

wird einiges geboten sein, wie

etwa beim Präventionstheaterstück

von Kiwanis „Geheimsache

Igel“. Schirmherr der Messe ist der

Bundesminister für Verkehr und

digitale Infrastruktur Alexander

Dobrindt. Der Eintritt zum ersten

Weilheimer Tag der Gesundheit ist

frei. Die Ausstellung, deren Fokus

sich auf die Schulmedizin richtet,

öffnet am 25. März um 10 Uhr, das

Ende ist für 18 Uhr vorgesehen. tis

74 | der altlandkreis


DAS „MAKING-OF“ DER ROTEN COUCH ...

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19.30 Uhr, Karte 10,00 €, KVV im Café

Lesung mit Werner Gerl

„Mordsgaudi“

21.04.17:

ab 19.00 Uhr

Irish Folk Session mit

John Herb & friends

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WIR ZIEHEN UM!

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Hospizverein im Pfaffenwinkel

Würdevoller Beistand

seit 25 Jahren

Pfaffenwinkel | Einen liebgewordenen

Menschen würdevoll und

bis zum letzten Atemzug zu begleiten,

erfordert viel Kraft und Mut.

Nicht immer sind Angehörige diesem

trauervollen Übergang vom

Leben zum Tod gewachsen. Umso

wertvoller sind Institutionen wie

der Hospizverein im Pfaffenwinkel.

Seit seiner Gründung im Jahre

1992 hilft er schwerkranken und

sterbenden Menschen, in vertrauter

und geborgener Umgebung

Abschied zu nehmen. Ganz gleich

welchen Alters, welcher Religion,

welcher Staatsangehörigkeit

und Weltanschauung. Inzwischen

zählt der Verein rund 1 000 Mitglieder,

150 ehrenamtlich aktive

Hospizhelfer und mehr als 30

hauptamtliche Mitarbeiter. Ihnen

ist es zu verdanken, dass Beratung,

Betreuung, Begleitung und

Aufnahme ins Hospiz noch immer

kostenlos sind. Einzig die Medikamentenzuzahlung,

weil Krankenkassen

nicht immer den vollen

Betrag übernehmen, müssen Betroffene

selbst leisten.

Das Pfaffenwinkel-Hospiz ermöglicht

seit vielen Jahren ambulanten

und stationären Beistand.

Seit 2002 stehen sterbenden Menschen

zehn Betten im Kloster in

Polling zur Verfügung. Die dortigen

Fachkräfte und Ehrenamtler

versuchen weitestgehend, alle

Wünsche der Todkranken zu erfüllen.

Das reicht vom persönlichen

Gespräch über die guten und

schlechten Zeiten des Lebens bis

hin zum Lieblingsgericht. Gleiches

gilt für das Team der ambulanten

Hospiz mit Sitz in Bernried, Starnberger

See. Sie existiert bereits

seit der Gründung, ist sozusagen

die Mutter des Vereins. Passend

zu diesem 25-Jährigen haben die

Mitglieder und Verantwortlichen

um Vereinsvorsitzende Renate

Dodell ein umfangreiches Jubiläumsprogramm

auf die Beine

gestellt. Es umfasst verschiedenste

Veranstaltungen in Orten der

Landkreise Weilheim-Schongau,

Garmisch-Partenkirchen und

Starnberg.

tis

> >> VERANSTALTUNGEN BIS ANFANG

MAI

Wanderausstellung „Gemeinsam gehen. Wege der Sterbebegleitung

und Versorgung für Schwerstkranke und Angehörige“ vom

14. März bis 6. April im Neubau der Sparkasse in Weilheim (Vötterlgasse).

Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Pflege und Gesundheit,

besucht am Dienstag, 21. März, das Hospiz in Polling sowie

die Ausstellung in der Weilheimer Sparkasse (Beide Termine

sind nur für geladene Gäste).

„Letzte-Hilfe-Kurs“ am Montag, 10. April und Mittwoch, 12. April

jeweils um 19 Uhr. Kleiner Saal im Pfarrzentrum Verklärung

Christi, Schongau (Infos und Anmeldung unter 08158 / 1458).

Vortragsabend mit Dr. Otto Zsok zum Thema „Meine heilende

Lebensbilanz und Spuren, die ich hinterlassen will“ am Donnerstag,

11. Mai, um 18.30 Uhr im Sparkassenforum Schongau.

Weitere Informationen und Veranstaltungen auf

www.hospiz-pfaffenwinkel.de

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76 | der altlandkreis


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Start der Flohmarkt-Saison im Altlandkreis

Feilschen, stöbern, entdecken

Altlandkreis I Für den einen ist es

Sperrmüll, für den anderen ein

begehrtes Sammelobjekt: Omas

Nachtkästchen, der alte Holzschemel

aus der Garage oder

das Hochzeitsgeschirr von Tante

Erika. Wer sich nicht den Tücken

und Mühen einer Onlineversteigerung

aussetzen möchte, findet in

Flohmärkten die ideale Plattform,

um all die Dinge, die Haus, Hof,

Keller und Garage verstopfen, an

den Käufer zu bringen. Bereits im

Frühjahr startet hierzulande die

Flohmarktsaison, die sich bis weit

in den Herbst hinein erstrecken

wird. Wer mitmachen möchte,

kann das in der Regel ohne viel

Aufwand tun.

Ein paar Tipps an dieser Stelle seien

erlaubt: Auch für Langschläfer

rentiert es sich, so früh wie möglich

auf dem Flohmarkt-Terrain zu

erscheinen, meist geht das schon

ab 4 Uhr morgens. Denn dann gibt

es noch die besten Plätze zu ergattern,

kann der Stand vielleicht

in einem schattigen

Bereich aufgebaut

werden. Gerade an

sommerlichen Tagen ist die geballte

Sonnenkraft von oben nicht

zu unterschätzen. Ins Gepäck eines

Verkäufers gehören deshalb

unbedingt wenigstens eine Kopfbedeckung,

noch besser ein Sonnenschirm,

um vor den aggressiven

Strahlen geschützt zu sein.

Getränke, Snacks und Sitzgelegenheit

dürfen auch nicht fehlen.

Viele Käufer — und darunter finden

sich auch Verkäufer anderer

Stände — kommen gleich zu Beginn

an den eigenen Stand, wenn

man noch mit dem Auspacken

beschäftigt ist. Mit geübtem Blick

„fischen“ sie die Stücke aus dem

eigenen Angebot, die sich am

besten weiterverkaufen lassen.

Wer seinen ausrangierten Hausstand

schnell loswerden und nur

einmalig einen Flohmarkt besuchen

möchte, kann sich auf den

Handel, der zumeist per Festbetrag

festgelegt wird, einlassen.

Ansonsten macht man so eher ein

schlechteres Geschäft — denn ein

Flohmarkt-Tag ist

lang und

ein Verlassen vor dem Ende oft

nicht möglich. Wer dann nichts

Adäquates mehr auf seinem Verkaufstisch

liegen hat, findet nur

noch spärliche Abnehmer und

verliert die Motivation.

Idealerweise gehören eine kleine

Kasse mit etwas Wechselgeld,

Plastiktüten und etwas Verpackungsmaterial

mit zur Ausstattung

des eigenen Standes. Wenn

sich die Geldkassette langsam

füllt, ist das schon ein toller Moment.

Gute Erfahrungen machen

auch diejenigen, die vor ihrem

Stand potentielle Käufer in Gespräche

verwickeln, in launigen

Worten auf besondere Schmankerl

am Tisch hinweisen, offen

und freundlich sind. Dann steht

dem vergnüglichen Aufenthalt

nichts mehr im Wege.

rp

> > > FLOHMARKTTERMINE IM ALTLANDKREIS

Bad Bayersoien

Samstag, 29. April, 10 bis 17 Uhr: Privater Flohmarkt am „Festplatz“

am Trahtweg — direkt an der B 23. Der Flohmarkt erfreut sich großer

Beliebtheit bei den Schnäppchenjägern, gefunden werden kann immer

etwas. Aufbau ist ab 8 Uhr erlaubt, Informationen erhält man

unter Telefon 08822 / 229366 und 0171 / 4414550.

Herzogsägmühle

Samstag und Sonntag, 6./7. Mai, 8 bis 18 Uhr: Frühlingsflohmarkt

auf dem Dorfplatz vor dem Café Herzog und der Deckerhalle. Mitmachen

dürfen alle privaten Anbieter. Rund um den Frühlingsflohmarkt

gibt es ein kleines Rahmenprogramm.

Schongau

Samstag, 27. Mai, 8 bis 15 Uhr: Der kleine Bürgersteig-Flohmarkt in

der Altstadt Schongau (inklusive Altstadt-Flohmarkt der CSU). Mitmachen

darf auch, wer außerhalb der Stadtmauern wohnt. Am Marienplatz

wird dafür eine Fläche ausgewiesen (Aufbau nur von 7 bis

8 Uhr!). NEU: Jeder Teilnehmer muss seinen Stand mit einem Gasluftballon

kennzeichnen. Sie sind über post@schongau-belebt.de

erhältlich. Anmeldebeginn ist am 1. Mai; ab 13 Uhr bei Johanna

Flitsch-Hirschvogel unter Telefon 0170 / 4200311. Kontakt über Beatrice

Amberg, Telefon 08861 / 6999893.

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ALLERLEI IM ALTLANDKREIS II

Kinder und Gewinner

Erstklassiges Kabarett — Tickets zu gewinnen

Gemeinsam für

Tradition und Zukunft.

Hohenpeißenberg | Wünsche und

Enttäuschungen, Glück und Pech,

Liebe und Sex: Roland Hefter

greift sie alle auf, die Facetten

des Lebens. Allerdings auf seine

Art: Mit Gitarre, in bayerischer

Mundart und stets mit Augenzwinkern.

Denn „im Grund geht’s

uns ja gut“.

Am Samstag, 8. April, kommt

der erstklassige Kabarettist mit

seinem Programm „Des werd

scho no“ nach Hohenpeißenberg

ins Haus der Vereine. Sein Ziel:

Der Mensch soll wieder über

sich selbst lachen können und das Leben nicht

ernster nehmen als es ist. In etwa so wie in den

Fernsehreihen „München 7“ und „Der Kaiser von

Schexing“, aus denen Roland Hefter besonders

bekannt ist. Karten im Vorverkauf gibt es für 14

Euro in der Gemeinde Hohenpeißenberg,

im Gasthof Hetten, sowie

bei Elektro Weinmann. Für 17

Euro an der Abendkasse.

Für den Kabarettabend „Des

werde scho no“ mit Roland Hefter

verlost der „altlandkreis“

zwei Eintrittskarten. Wer sie

gewinnen möchte, schickt eine

Postkarte an „altlandkreis“, Birkland

40, 86971 Peiting oder eine

E-Mail (info@altlandkreis.de)

mit dem Stichwort „Des werd

scho no“. Einsendeschluss ist der

15. März 2017.

Der Gewinner wird per Los ermittelt und bekommt

die Tickets per Post zugeschickt —

Ganz wichtig deshalb: Absenderadresse resse

bitte nicht vergessen. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

tis

Info-Telefon: 0881 641-555, 08861 216-888

Gedichte fürs Gedächtnis von Marianne Porsche-Rohrer

Wir, die Sparkassen Schongau und Weilheim,

schließen uns zum 1. April 2017 zusammen.

Als Sparkasse Oberland bleiben wir Ihre

verlässliche und vertraute Sparkasse.

Auch in Zukunft.

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78 | der altlandkreis

Altlandkreis | Dank moderner Medizin wird der

Mensch immer älter. Was ihm jedoch bis heute

nicht gelingt: Vergesslichkeit und Demenz zu heilen.

Für Autorin, Apothekerin und Heilpraktikerin

Marianne Porsche-Rohrer war das der Grund, ein

weiteres Buch auf den Markt zu bringen. In „Der

Kopf wird fi t, und ich mach mit“ fordert sie die

Gesellschaft auf, bereits in jüngeren Jahren das

Gehirn bewusst zu trainieren, um die Denkfunktion

auch im fortgeschrittenen Alter bestmöglich

aufrecht erhalten zu können.

In elf Kategorien, verpackt auf 137 Seiten, zeigt

sie auf, dass es weit mehr Möglichkeiten als

Kreuzworträtsel und Sudoku gibt. Wie von Porsche-Rohrer

gewohnt, schreibt sie auch diesmal

in Reimform. Erhältlich ist das lyrische Handbuch

für geistige Vitalität und Leistungsfähigkeit“

unter anderem in der Lech-Apotheke Schongau,

Glück-Auf-Apotheke Peiting, Rigi-Apotheke

Hohenpeißenberg, bei Blütenreich Bernbeuren

sowie überall im Buchhandel (ISBN 978-3-00-

054323-4).

Außerdem verlost der

„altlandkreis“ fünf Exemplare.

Wer eines gewinnen

möchte, sendet bis

15. März 2017 eine Postkarte

mit dem Stichwort

„geistige Vielfalt und

Leistungsfähigkeit“ an

„altlandkreis“, Birkland

40 in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail

an info@altlandkreis.

de. Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

tis


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Vier Jugendliche zeigen Daumen hoch

weisses Feld

Peitinger Kindergärten stellen sich vor

Peiting | Wie sieht es eigentlich in den Peitinger

Kindergärten von Innen aus? Aufschluss gibt ein

Tag der offenen Tür am Freitag, 17. März. Neun

Einrichtungen in der Marktgemeinde, darunter

auch die in Birkland, öffnen an diesem Nachmittag

zwischen 15 bis 17 Uhr ihre Pforten. Ob Geschwister,

Eltern und Großeltern — sie alle sind

herzlich eingeladen, sich von Sandkasten, Spieleraum

und Garderobe ein genaues Bild zu machen.

Darüber hinaus geben die Kindergärtner

und Kindergärtnerinnen umfangreiche Auskunft

zu Kinderkrippe, Kindergarten, Kinderhort und

integrative Betreuung.

Alle Einrichtungen auf einen Blick: Caritas-Kita

St. Michael (Angermoosstraße 4), Integrativer

Kindergarten im Forsthaus (Münchner Str. 11),

Waldkindergarten „Die Wurzelzwerge“ (Schnalzstraße),

Integrativer Kindergarten am Gumpen

(Gumpenweg 1), Kindergarten Birkland

(Aich 11), Naturkindergarten

am Weiherhäusle (Weiherstraße 2

in Herzogsägmühle), Integratives

Kinderhaus (Untereggstraße 4),

Kindergarten am Rathaus (Hauptplatz

3), Integrativer Hort (Untereggstraße

4 und Münchener

Straße 11). Da im Therese-Peter-

Haus für Kinder (Kampfgartenweg

20) alle Plätze belegt sind, lädt hier

die Krippe am 10. März

von 16 bis 18 Uhr zum Tag

der offenen Tür.

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Gewinner — acht an der Zahl

Altlandkreis | In der vergangenen

en

„altlandkreis“-Ausgabe haben wir,

mit Ausnahme des Heimaträtsels,

nur Bücher verlost. Ob das rege

Interesse und die Vielzahl an Teilnehmern

vielleicht schon ein Vorgeschmack

auf die im März startenden n

Literaturtage in der Umgebung sind?

Wir wissen es nicht. In jedem Fall durften

wir Barbara Christiani aus Denklingen,

Josef Hübl aus Peiting, Klaus Uhlschmied aus Wildsteig, Charlotte

Seemann aus Penzberg sowie Elisabeth Spindler aus Bad Bayersoien

mit dem neu erschienenen heimatkundlichen Jahrbuch

„Lech-Isar-Land 2017“ eine kleine Freude machen. Ebenfalls ein

Buch bekamen Sabine Birk aus Bernbeuren, Gerti Graun aus

Altenstadt und Franz Scheibenbogen aus Lechbruck zugeschickt.

Sie waren die Gewinner in unserer Verlosung des Bildbandes

„AMMERSEElen“. Wir wünschen allen erfolgreichen Teilnehmern

viel Freude mit den Büchern

und allen anderen mehr

Erfolg bei den tuellen Gewinnspielen.

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Kreuzweg und Lourdesgrotte als Zeugen des Volksglaubens

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Der Kalvarienberg in Peiting

Peiting | „Das Kreuz auf dem Kalvarienberg

ist ein frühes Beispiel

gelebter Ökumene“, stellt der Peitinger

Ortsheimatpfleger Gerhard

Heiß fest. Denn es wurde im Jahre

1886 von Heinrich Häffner und

damit vom ersten evangelischen

Christ in der Marktgemeinde in

Zusammenarbeit mit Feuerwehr

und Verschönerungsverein aufgestellt.

Ein Jahr später folgte

dann der Kreuzweg, den heute

noch viele Gruppen aus der Region

in der Fastenzeit und Karwoche

nutzen. Der Frauenbund aus

Schwabniederhofen pilgert schon

seit über 100 Jahren auf den Peitinger

Kalvarienberg.

rg.

Heinrich Häffner fner

führte

ein

angesehenes

nes

Kaufhaus us

am

Peitinger

inge

Die Kreuzwegstationen sind ein besonders

schöner Ausdruck der Volksfrömmigkeit.

Hauptplatz und war im Ort sehr

engagiert. Er organisierte ein

stattliches Kreuz bis aus Wasseralfingen

in der Schwäbischen Alp

und sorgte zusammen mit einigen

Handwerkern sowie Vereinen für

dessen Aufstellung. Der Verschönerungsverein

legte einen Fußweg

auf den „Maierberg“ an, der

ein Jahr später mit den schönen

Kreuzwegstationen ausgestattet

wurde. Seitdem wird die Anhöhe

nur noch Kalvarienberg genannt.

1896 wurde die Lourdesgrotte

errichtet, um die sich bis in

die heutige Zeit die Ehrenamtlichen

des Verschönerungsvereins

kümmern, dass sich

Grotte und

Kreuzweg eg stets ts in einem ordentlichen

Zustand befinden. n. Der

Verein kümmerte mert

e

sich

auch

regelmäßig elmä

g um

Renovierungen.

er

n.

1990 wurde das Kreuz bei einem

heftigen Orkan von umstürzenden

Bäumen zerstört. Zum Glück

hatte Jakob Leicher zu diesem

Zeitpunkt den Christus-Korpus

zur Restaurierung abgenommen.

Deshalb fertigte Hans Kirchhofer

ein neues Kreuz aus Edelstahl,

das mit Hilfe einiger Firmen aus

dem Ort rechtzeitig zur Karwoche

1991 aufgestellt werden konnte.

Von Fachleuten werden die Peitinger

Kreuzwegstationen in ihrer

Größe und Art als einmalig

in der Volkskunst Süddeutschlands

bezeichnet. Doch 1994 erschreckte

ein ungeheuerlicher

Vandalismus die Gläubigen der

Marktgemeinde. Neun Stationen

wurden mutwillig zerstört,

vor allem den Christusfiguren

wurden die Köpfe abgeschlagen.

Eine Terrakotta-Spezialistin aus

Italien fügte den Scherbenhaufen

wieder zusammen, die Kosten

von insgesamt 50000 Mark

mussten damals durch Spenden

aufgebracht werden. Als 1995

die Wiedereröffnung stattfand,

zog eine Prozession mit über 300

Gläubigen auf den Kalvarienberg.

Auch die Lourdesgrotte musste in

den knapp 130 Jahren ihres Bestehens

regelmäßig erneuert werden,

doch es fanden sich immer

wieder tatkräftige und finanzielle

Unterstützer.

Ganz in der Nähe befindet sich

seit 1987 eine Gedenkkapelle, die

an die Opfer der Vertreibung nach

dem Zweiten Weltkrieg erinnern

soll. So zeugt der Peitinger Kalvarienberg

von einem tiefen Volksglauben,

der auch im Rahmen der

Karwoche einen Besuch wert ist.

Übrigens gibt es für Kinder auch

einen Walderlebnispfad. rg

Von den Helfern des Verkehrsvereins

wird auch die Lourdesgrotte

gepflegt und mit Blumen

geschmückt.

Das Kreuz auf dem Kalvarienberg

musste 1990 nach einem Orkan

erneuert werden.


Eine 140-jährige Tradition voller Anekdoten

Der Kalvarienberg in Rott

Rott | Die ersten hölzernen Kreuzwegstationen

des Rotter Kalvarienberges

sollten eigentlich in Apfeldorf

aufgestellt werden. Doch

der Maler gab den abgebildeten

Juden Gesichter von Apfeldorfer

Bürgern. Das war das Aus — und

so verstaubten die Kreuzwegstationen

auf dem Stadlboden. Das erfuhr

der Rotter Pfarrer Franz Biber,

der sie 1878 nach Rott holte und

einen Kreuzweg auf den Eichberg

anlegen ließ.

Mit 752 Metern Höhe ist der Rotter

Eichberg die höchste Erhebung

im Landkreis Landsberg,

doch im Volksmund wird er seit

dem Bau des Kreuzweges nur

Kalvarienberg genannt. Initiator

des Fußweges hinauf zur Grabkapelle

war Pfarrer Franz Biber,

der 1878 nach Rott kam und alle

Ereignisse um den Kalvarienberg

ausführlich niederschrieb. Bei

seinem ersten Spaziergang am

Pfarrer Michael Vogg hält bei jeder Station zum Gebet inne.

2. Februar kam ihm die Idee zur

Anlage eines Kalvarienberges und

schon am 1. März wurde mit den

Erdarbeiten begonnen. Biber war

Ein schöner Fußweg führt die 14 Kreuzwegstationen den Berg hinauf.

offensichtlich ein Mann der Tat,

denn er organisierte die Kreuzwegstationen,

die der Apfeldorfer

Flößermeister Josef Resch gestiftet

hatte, und überzeugte seine Pfarrgemeinde,

sich recht zahlreich an

den Schararbeiten zu beteiligen.

Schon am 26. Mai konnte mit

zahlreichen Gläubigen die Einweihung

gefeiert werden. Auch

drei große Kreuze wurden oben

an der Kapelle aufgestellt. Doch

die hölzernen Stationen waren

dem Pfarrer Biber zu witterungsanfällig

und so bemühte er sich

um nachhaltigere Ausführungen.

Durch regelmäßige Opfergaben in

der Grabkapelle konnten bereits

1884 zwölf gusseiserne Kreuzwegstationen

angeschafft werden, die

von einem Steinmetz in große Stationssäulen

eingearbeitet wurden.

Der Klingelbeutel in der Kapelle

war immer gut gefüllt, was offensichtlich

auch Diebe anlockte. Vier

mal wurde der Opferstock ausgeraubt,

doch beim fünften Versuch

vereitelten es die Rotter. Pfarrer

Biber vermerkte zu dem Kirchenraub,

„wir haben eine Legbüchse,

stark mit Pulver und Kugeln geladen,

angebracht.“ Damit wurde

der Dieb, ein Schustergeselle aus

Schrobenhausen, dingfest gemacht,

der auch wegen anderer

Vergehen zu zehn Jahren Zuchthaus

verurteilt wurde.

140 Jahre später gibt es zwar keine

so spektakulären Geschichten

mehr, doch die Rotter halten

immer noch viel von ihrem Kalvarienberg.

„Der Kreuzweg am

Vormittag des Karfreitag ist den

Rottern wichtiger als die Liturgie

am Nachmittag“, erzählt der Ortschronist

Konrad Erhard.

Zahlreiche Gläubige aus der ganzen

Pfarreiengemeinschaft ziehen

mit der Geistlichkeit den Berg

hinauf und beten die 14 Kreuzwegstationen.

Zwölf Stationen

bestehen immer noch aus den

Steinsäulen mit den bemalten

Gussplatten, die vor einigen

Jahren von der Gemeinde aufwändig

restauriert wurden.

Oben am Berg bildet die Kreuzigungsgruppe

mit großen Figuren

von Maria und Johannes die zwölfte

Station. Das mit Tuffstein ummauerte

Grab in der Kapelle als

letzte Station wird in der Karwoche

immer besonders geschmückt.

Auch Gruppen aus Nachbarpfarreien,

Kommunions- und Firmungskinder

nutzen den Kalvarienberg

immer wieder in ihrer

Vorbereitung auf Ostern. 1894 kam

noch eine Lourdesgrotte dazu, so

dass der schattige Wanderweg auf

den Kalvarienberg eigentlich das

ganze Jahr über ein beliebtes Ausflugsziel

ist.

rg

märz / april 2017 | 81

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Was tun gegen die ungeliebten Blutsauger?

Tipps und Mythen rund um die Zecke

Altlandkreis | Sie gehört zur Familie

der Milben, kann sich bis zum

200-fachen ihres eigenen Gewichtes

vollsaugen und fällt nicht, wie

gemeinhin gedacht, von den Bäumen:

Es geht um die blutsaugende

Zecke, die, trotz ihrer winzigen

Erscheinung, zum gefürchteten

Angsttier geworden ist. Auch der

Altlandkreis und seine Umgebung

gehört zum Risikogebiet des Spinnentieres.

Mit Start des Frühlings

warnen Landratsamt und Ärzte vor

der Möglichkeit, sich durch einen

Zeckenstich mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis

(FSME) zu infizieren.

Zecken stechen? Ja. Irrtümlich

wird geglaubt,

sie beißen, doch ausgestattet

mit ihrem scharfkantigen

Mundwerkzeug

ritzt die Zecke die Haut

ihres Wirtes auf, um ihren

Stechrüssel im Gewebe

versenken zu können. Mit

Hilfe eines Betäubungsmittels,

das sich im

Speichel des Tieres

befindet, geht

der Stich auch noch schmerzfrei

über die Bühne. In der Regel

bekommen Betroffene so gar

nicht mit, dass sie soeben Opfer

des Blutsaugers geworden sind.

Da die Tiere nicht höher als maximal

eineinhalb Meter klettern

können, harren sie zumeist auf

Grashalmen, Farnkraut oder den

Blattunterseiten von Büschen und

Sträuchern dieser Höhe aus. Was

sie anlockt, sind Körperwärme

und -geruch, ausgeatmetes Kohlendioxid,

aber auch Erschütterungsreize.

Haben sie einen Wirt

„geentert“, suchen sie bevorzugt

feuchtwarme Körperstellen wie

Kopfhaut, Achselhöhlen oder die

Schamgegend, aber auch Kniekehlen

und Nacken auf. Der Stich

erfolgt dabei nicht immer unmittelbar.

Bis zu zwölf Stunden können

vergehen, bis die Zecke ihren

Stechrüssel aktiviert.

Der richtige Umgang

mit Zecken

Wer Vorbeugung betreiben möchte,

sollte deshalb möglichst bedeckende,

dicht schließende und

helle Kleidung tragen, wenn der

Weg in die Natur oder den Garten

ansteht. Helle Kleidung hilft, die

Zecke schneller zu entdecken. Der

Körper sollte nach dem Ausziehen

gut nach Zecken untersucht

werden. Als Schutzmöglichkeit

empfiehlt das Gesundheitsamt

des Landkreises auch das Auftragen

von sogenannten Repellents,

etwa Autan. Es bildet einen

Schutzmantel auf der

Haut und dient als

„Tarnung“ vor Zecken,

die ihren Wirt dann nicht

finden können. Allerdings

muss das Mittel lückenlos auf

alle unbedeckten Hautstellen

aufgetragen werden. Die Wirkung

selbst lässt nach etwa zwei Stunden

nach, deshalb: dennoch den

Körper nach Tieren untersuchen.

Dass man bereits saugende Zecken

mit Öl, Nagellack, Benzin

oder Klebstoff entfernen soll, gehört

wohl zu den hartnäckigsten

Mythen, die sich um das Milbentier

ranken. Davon kann nur dringend

abgeraten werden, da die

Tiere unter Stress ihren Darminhalt

ins Gewebe entleeren — und

damit Krankheitserreger übertragen.

Dennoch gilt es,

eine saugende Zecke möglichst

schnell zu entfernen.

Eine Infektion mit den gefürchteten

Borreliose-Bakterien

findet im Schnitt zwar erst

nach 12 bis 24 Stunden statt,

die Übertragung von FSME-

Viren beginnt dagegen direkt

nach dem Stich. Eine Impfung,

die auch das Gesundheitsamt

des Landkreises Weilheim-

Schongau empfiehlt, schützt

allerdings nur gegen die Hirnhaut-

und Gehirnentzündung

FSME, und nicht, wie allgemein

geglaubt, gegen Borreliose

und weitere Krankheiten,

die durch einen Stich übertragen

werden können. Dennoch wird in

unserem Landkreis zur Impfung

geraten, denn die Zahl der gemeldeten

Erkrankungen nimmt zu. Die

Kosten werden von den Krankenkassen

übernommen.

Zecken entfernen -

wie und mit was?

Mithilfe von Pinzette, Zeckenzange

und -karte, notfalls auch mit den

Fingern, sollte die Zecke möglichst

hautnah gegriffen werden. Quetschen

des Tieres und ruckartiges

Entfernen vermeiden, besser ist es,

die Zecke langsam und kontrolliert

herauszuziehen. Die Stichstelle

sollte im Anschluss mit

Alkohol gereinigt

werden.

Verbleibt ein Teil des Tieres unter

der Haut, ist das kein Grund

zur Panik. Der Körper stößt den

Stechapparat, den viele irrtümlich

für den Kopf der Zecke halten, von

selbst nach einer Weile ab. Da sich

die Tiere als sehr langlebig — sie

können beispielsweise nicht ertrinken

— und zäh erweisen, ist

die beste Tötungsmethode, sie in

ein gefaltetes Blatt Papier zu legen

und ein Glas mit Druck darüber zu

ziehen. Auf alle Fälle gilt: rötet

sich die Einstichstelle, ist

der Gang zum Arzt

konsequent. rp

82 | der altlandkreis


Laut Focus Money auf bundesweitem Spitzenplatz

Weilheim-Schongau

unter den Top Ten

Weilheim-Schongau | Das war

schon ein kleiner Paukenschlag,

als das Magazin Focus Money Anfang

des Jahres sein Ranking über

die wirtschaftlich erfolgreichsten

Regionen im Bundesgebiet veröffentlichte.

Sieben der besten zehn

Landkreise liegen im Freistaat

Bayern, von diesen sieben wiederum

liegen fünf in Oberbayern.

Spitzenreiter ist aktuell der Landkreis

Ebersberg (1), gefolgt von

München Stadt (5) und München

Land (6). Im bundesweiten Vergleich

von 383 Landkreisen findet

sich der Landkreis Weilheim-

Schongau auf Platz acht und der

Landkreis Traunstein auf Platz

zehn. Landrätin Andrea Jochner-

Weiß hebt auf Nachfrage insbesondere

die Leistungsfähigkeit

und große Bandbreite der Unternehmen

im Landkreis hervor, die

durch gutes Wirtschaften und folglich

steigende Beschäftigtenzahlen

maßgeblich für ein solch positives

Ergebnis mit verantwortlich sind.

„Viele unserer — auch kleinen —

Unternehmen sind auf dem internationalen

Markt genauso zuhause

wie hier direkt vor Ort.“

Erfolg durch starken

Mittelstand

Was aber waren die Kriterien, die

vom Expertenteam des Focus beleuchtet

wurden? Es waren die

Faktoren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts,

Arbeitslosenquote,

Bevölkerungswachstum,

Bruttowertschöpfung, Investitionen

in der Region, verfügbares

Einkommen und Entwicklung der

Erwerbstätigen. Noch im Vorjahr

hatte Ebersberg den vierten Platz

belegt und rückte nun an die erste

Stelle. Weilheim-Schongau rückte

von Platz 17 auf den achten Platz.

Bei den Investitionen

im verarbeitenden

Gewerbe (pro Erwerbstätigem)

findet

sich der Landkreis

gar auf Platz sieben,

was die Stärke

der Unternehmen

im Landkreis nochmals

unterstreicht. Da natürlich

Schwankungen innerhalb eines

Jahres oft aufgrund ganz spezifischer

Maßnahmen stattfinden

können, wurden bei dem Ranking

drei Kennziffern als Grundlage herangezogen:

der aktuelle Jahreswert,

der Durchschnittswert der

vergangenen fünf Jahre und die

durchschnittliche jährliche Veränderung

über diese vergangenen

fünf Jahre. Diese Basisdaten geben

dem Ranking einen stabilen Sockel

und verringern den Einfluss

von Sondereffekten nachhaltig.

Die ausführliche Berichterstattung

über das Landkreisranking kann in

der Ausgabe 2/2017 von Focus Money

nachgelesen werden, die auch

online verfügbar ist.

op

märz / april 2017 | 85


MÄRZ /


Veranstaltungskalender

1. März bis 30. April 2017

PEITING

MI 01.03.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet

LECHBRUCK

18.00 Uhr

Discolauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

ALTENSTADT

DO 02.03.

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

LECHBRUCK

16.30 Uhr

Führung durch Lechbruck mit der

Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 3 € (Kinder). Infos und

Anmeldung (bis Do, 9 Uhr) unter

08862 / 987830

REICHLING

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mehrzweckhalle

SCHONGAU

FR 03.03.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

16.00 bis 18.00 Uhr

Vortrag „Vorbereitung auf die

Chemotherapie“ der Krebs-Selbsthilfegruppe

mit Steffi Hunger im

Evangelischen Pfarrheim

21.00 Uhr

Balkan-Nacht mit „The Swinging

Cotelettes“, „Dr. Aleks & the

F..ckers“ und DJ Dino im Moritz.

VVK bei den Schongauer Nachrichten

und im Lagerhaus. Abendkasse

geöffnet

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Hauptplatz

SCHONGAU

SA 04.03.

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

14.00 bis 16.00 Uhr

Solibrotaktion des kath. Frauenbunds

in der Bäckerei Michl

PEITING

14.30 bis 20.00 Uhr

15-jähriges Jubiläum des Frauenund

Familienzentrum Lichtschaukel

e.V. in der Schloßberghalle

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Funkentanz in der Lechhalle

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Starkbierabend mit Live-Musik im

Schlossbrauhaus

ALTENSTADT

SO 05.03.

9.45 Uhr

Eröffnung der Ausstellung von

Konrad Saal beim Gottesdienst in

der Basilika. Geöffnet bis 2.4. von

8 — 19 Uhr

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Glücks“-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

BAD BAYERSOIEN

10.30 Uhr

Brunch im Gasthof zum Weißen

Roß. Von 15 — 17 Uhr Kaffeehausmusik.

Kosten: 25 €. Reservierung

unter 08845 / 74020

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

SCHWANGAU

18.00 Uhr

Ladies-Night in der Kristall-

Therme

19.00 Uhr

Starkbierabend mit Live-Musik im

Schlossbrauhaus

SCHONGAU

MO 06.03.

15.00 Uhr

Filmvortrag des Seniorenbeirats

über die Herzogsägmühle im

Sitzungssaal des Rathauses

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

SCHONGAU

DI 07.03.

14.30 Uhr

Gedächtnistraining für Senioren

im Pfarrzentrum Verklärung

Christi. Infos unter 08861 / 200758

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

SCHONGAU

MI 08.03.

19.00 Uhr

Literaturtage — Lesung zum

Frauentag im Stadtmuseum.

Siehe Seite 64

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

19.30 Uhr

Theater „Anders als Du glaubst“

der Berliner Compagnie im Jakob-

Pfeiffer-Haus. Siehe Seite 66

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

Eintritt frei

SCHWABSOIEN

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Zollhaus

STEINGADEN

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Grundschule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

SCHONGAU

DO 09.03.

15.00 bis 16.00 Uhr

Literaturtage — Schmunzelgeschichten

von Manfred Karlinger

über seine Schulzeit, im städtischen

Altenheim, Karmeliterstraße

8. Eintritt: 5 €. Siehe Seite 64

Do, 2. März 16.00 bis 20.00 Uhr Reichling, Mehrzweckhalle

Mi, 8. März 16.30 bis 20.00 Uhr Steingaden, Grundschule

Fr, 10. März 16.00 bis 20.00 Uhr Leeder, Mittelschule

Di, 21. März 17.00 bis 20.00 Uhr Rottenbuch, Gemeindehalle

Mo, 27. März 16.30 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle

märz / april 2017 | 87


Samstag, 11. März

Starkbieranstich

mit SchlossBrauSound

4./18./25. März

1./8. April

Starkbierabend

mit Live-Musik

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de

16.00 bis 17.30 Uhr

Literaturtage — Märchenlesung

zum Internationalen Frauentag

von Gisela Plischke in der Volkshochschule.

Siehe Seite 64

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Filmvorstellung „Der bayrische

Lech“ von Heinz Förder im Flößermuseum.

Eintritt frei

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Seminar „Meine Rechte und

Pflichten in der Jugendarbeit“ im

DAV-Vereinsheim. Kosten: 15 €.

Weitere Infos und Anmeldung

(bis 7.3.) unter 08803 / 5432 und

hans.m.beinlich@t-online.de

SCHONGAU

FR 10.03.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

19.00 Uhr

Starkbieranstich mit Michi Marchner

im Schongauer Brauhaus.

Karten: 17 € / 15 € (ermäßigt)

PEITING

16.00 bis 18.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der Krippe

des Therese-Peter-Haus für Kinder.

Weitere Infos auf Seite 79

20.00 Uhr

25-Jahrfeier des Fördervereins

Villa Rustica e.V. im Sparkassensaal

BURGGEN

20.00 Uhr

Preisschafkopfen im Schützenheim

88 | der altlandkreis

KINSAU

17.00 bis 19.00 Uhr

Frühjahrsbasar in der Mehrzweckhalle.

Infos und Nummernvergabe

am 6.3. von 9 — 10.30 Uhr

unter 08869 / 921255

LEEDER

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mittelschule

SCHONGAU

SA 11.03.

20.00 Uhr

Konzert von „Al Jones & Band“

mit groovigen Blues und R&B im

Eulenspiegel. Eintritt: 15 €. Weitere

Infos auf www.lechwaerts.de

PEITING

20.00 Uhr

Starkbierfest mit Sepp Folger

und seinen Musikanten in der

Schloßberghalle

STEINGADEN

9.30 bis 11.30 Uhr

Kinderkleider-Spielzeugbasar in

der Mittelschule. Annahme am Fr.

von 16 — 18 Uhr. Nummernvergabe

unter 08862 / 932092 und von

18 — 19.30 Uhr unter 08862 / 932477

WIES

12.00 bis 17.00 Uhr

Hegeschau der Hochwildhegegemeinschaft

Wildsteig und der

Hegegemeinschaft Steingaden im

Gasthof Moser

ROTTENBUCH

8.30 bis 12.00 Uhr

Trachtenmarkt im Trachtenstadl.

Annahme 10.3.

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Starkbierfest im Happerger.

Eintritt: 5 €

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Starkbieranstich mit „Schloss-

BrauSound“ im Schlossbrauhaus

SCHONGAU

SO 12.03.

15.00 Uhr

Literaturtage — Lesung von

Dr. Karl Pörnbacher mit Geschichten

von Wilhelm Dieß im

Ballenhaus. Eintritt: 8 € (Mitglieder

des Kulturverein frei). VVK

unter kulturverein.sogland@tonline.de,

08861 / 2562264 und

0151 - 18965143. Siehe Seite 64

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Briefmarken- und Münztag der

Sammlerfreunde Peiting und Umgebung

e.V. in der Deckerhalle

WIES

9.00 bis 13.00 Uhr

Hegeschau der Hochwildhegegemeinschaft

Wildsteig und der

Hegegemeinschaft Steingaden im

Gasthof Moser

PEISSENERBG

18.00 Uhr

Literaturtage — Märchenabend

„Ränke, List und Wünscherei“ in

der Bücherei. Eintritt: 11 € / 6 € (ermäßigt).

Weitere Infos auf Seite 64

SCHWANGAU

19.00 bis 23.00 Uhr

Romantisches Vollmondschwimmen

in der Kristall-Therme

PEITING

MO 13.03.

15.00 bis 16.30 Uhr

Vorlesenachmittag in der Bücherei.

Für Kinder ab 3 Jahren

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

SCHONGAU

DI 14.03.

9.00 bis 14.00 Uhr

Einkehrtag „Die Hälfte des Himmels

... Frauen in der Bibel und

heute“ mit Schwester Annemarie

Pitzl im Jakob-Pfeiffer-Haus

14.30 und 15.30 Uhr

Literaturtage — Bilderbuchkino

in der Bücherei am Münztor.

Für Kinder von 3 — 7 Jahren.

Siehe Seite 64

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

SCHWABBRUCK

15.00 Uhr

Literaturtage — Kinderlesen mit

Christl Subiabre-Haseitl in der

Bücherei. Siehe Seite 64

19.30 Uhr

Erwachsenenlesen in der Bücherei

BERNBEUREN

14.30 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

/


PEITING

MI 15.03.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino im Pfarrheim

SCHONGAU

DO 16.03.

10.00 bis 16.00 Uhr

Literaturtage — Offene Ein-

Mann-Redaktion mit Einsicht

zur Zeitungsherstellung auf dem

Marienplatz. Siehe Seite 64

19.00 Uhr

Literaturtage — Lesung „Sturm

in den Himmel“ von Asta Scheib

im Ballenhaus. Eintritt: 15 €. Siehe

Seite 64

20.00 Uhr

Irisches Konzert mit „Breaking

Strings“ im Schongauer Brauhaus.

Karten: 15 € / 17 € (AK). VVK

im Schongauer Brauhaus

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

STEINGADEN

14.00 Uhr

Salvator des Seniorenkreis im

Cafe Preisinger

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesestunde in der Bücherei im

Fohlenhof. Für Kinder bis 7 Jahre

WEILHEIM

13.30 bis 17.30 Uhr

Jobmesse in der Stadthalle.

Weitere Infos auf Seite 60

SCHONGAU

FR 17.03.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEITING

15.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür in neun Peitinger

Kindergärten. Siehe Seite 79

16.00 Uhr

Kasperltheater im Katholischen

Jugendheim. Eintritt: 3 €

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Theater „Der Kontrabass“ von

Franz Strohmeier im Rainer-

Endisch-Saal. Karten: 14 € / 7 €

(ermäßigt). VVK im Büro Seitz Peiting,

MühlenMarkt Schongau und

MühlenMarkt Herzogsägmühle

SACHSENRIED

20.00 Uhr

Preisschafkopfen im Gemeindezentrum

APFELDORF

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Trachtenkapelle

in der Turnhalle. VVK ab

3.3. in der Raiffeisenbank

WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Blütenträume“ vom

Theater Regensburg im Stadttheater.

Weitere Infos siehe

Anzeige Seite 90

SCHONGAU

SA 18.03.

19.30 Uhr

Literaturtage — Liederabend „Wo

die Liebe hinfällt, da steht sie

wieder auf“ in der Musikschule.

Eintritt: 5 €. Siehe Seite 64

20.00 Uhr

Musikantenhoagart im Trachtenheim

am Helgoland

20.00 Uhr

Musik im Brauhaus mit „Octetto

di Jazz“ im Schongauer Brauhaus.

Karten: 15 € / 17 € (AK). VVK im

Schongauer Brauhaus

PEITING

14.00 bis 15.30 Uhr

Literaturtage — Vorlesewettbewerb

für Kinder in der Bücherei.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08861 / 59613. Siehe Seite 64

HOHENPEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinder-Kleider-Markt im Haus

der Vereine. Annahme am 17.3. von

14 — 17 Uhr. Verkauf für Schwangere

am 17.3. von 19 — 20 Uhr. Weitere

Infos und Vergabe der Nummern

unter kleiderbasar-hpbg@gmx.de

und 0171 - 8261565

RETTENBACH

20.00 Uhr

Konzert der „Harten Schwestern“

in der Mehrzweckhalle. Karten

unter 08860 / 1753 oder 08860 / 742

STEINGADEN

19.30 Uhr

Kabarett „Schiach is sche gnua“

von Alexandra Stiglmeier im

Gasthof Drei Mohren

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Mundartabend für Jung und Alt in

der Gemeindehalle

märz / april 2017 | 89


APFELDORF

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Trachtenkapelle

in der Turnhalle. VVK ab

3.3. in der Raiffeisenbank

FORST

9.00 bis 12.00 Uhr

Peißenberger Frauenfrühstück

„Gott zieht Kreise in meinem

Leben — ich möchte sie entdecken“

von Sabine Schnurr im

Gasthof Eibenwald. Kosten: 12 €

(inkl. Frühstück). Weitere Infos und

Anmeldung unter 08861 / 258770

WEILHEIM

15.00 Uhr

Kasperltheater „Bauer Sepp vom

Blaslhof“ im Gemeindehaus der

Apostelkirche. Einlass ab 14.30

Uhr. Eintritt frei, Spenden zugunsten

„einfach mehr e.V.“ erwünscht.

Weitere Infos auf Seite 67

20.00 Uhr

Improtheater „stadt land impro“

im Gemeindehaus der Apostelkirche.

Einlass ab 19 Uhr. Eintritt frei,

Spenden zugunsten „einfach mehr

e.V.“ erwünscht. Siehe Seite 67

20.00 Uhr

Theater „Blütenträume“ vom

Theater Regensburg im Stadttheater.

Weitere Infos siehe Anzeige

Seite links

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Starkbierabend mit Live-Musik im

Schlossbrauhaus

LECHBRUCK

SO 19.03.

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung am Oberen

Lechsee mit Bernhard Kraus.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 2 € (Kinder 6 — 15 Jahre)

11.00 bis 14.00 Uhr

„Frühjahrs“-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

APFELDORF

10.00 Uhr

Jugendfrühschoppen des Trachtenvereins

in der Turnhalle

HOHENFURCH

MO 20.03.

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

HOHENFURCH

DI 21.03.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

14.30 Uhr

Kasperltheater in der Lechhalle

ROTTENBUCH

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Gemeindehalle

PEITING

MI 22.03.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

SCHONGAU

DO 23.03.

18.30 Uhr

Konzert mit den Schülern der

Musikschule Pfaffenwinkel e.V. in

der Musikschule

19.00 Uhr

Vortrag „Laudato si“ über die Sorgen

für das gemeinsame Haus im

Pfarrzentrum Verklärung Christi.

Weitere Infos unter 08861 / 8482

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

SCHONGAU

FR 24.03.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.30 Uhr

Fahrt zum Kindertheater der

Kolpingsfamilie Starnberg. Eintritt

frei, Spenden erwünscht. Weitere

Infos und Anmeldung (bis 4.3.)

unter 08861 / 200758

18.00 Uhr

Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbs

„Jugend musiziert“

Landsberg-Schongau im Sparkassenforum.

Siehe Seite 47

19.00 Uhr

Starkbieranstich „Schockerberg“

der CSU im Jakob-Pfeiffer-Haus.

VVK im Fraktionsbüro, Münzgebäude

am 4.3. um 14 Uhr

20.00 Uhr

Literaturtage — Theater „Stationen

eines Lebens“ der Theatergruppe

Treibhaus im Ballenhaus. Eintritt:

12 €. Weitere Infos auf Seite 64

21.00 Uhr

Live-Konzert mit „BBou“, „Die-

Plomaten“ und DJ Kent im Moritz.

VVK bei den Schongauer Nachrichten

und im Lagerhaus. Abendkasse

geöffnet

/

90 | der altlandkreis


PEITING

15.00 bis 17.00 Uhr

Kleiderbörse in der Schloßberghalle.

Weitere Infos unter www.

kleiderboerse-peiting.de

18.00 Uhr

Museumsnacht mit Abendprogramm

im Klösterlemuseum

19.00 Uhr

Öffentliches Treffen der Peitinger

Heimatfreunde im Gasthof

Dragoner

ALTENSTADT

19.00 bis 22.00 Uhr

Nacht der Versöhnung in der

Basilika

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Konzert „Alle Zeit der Welt“ von

Harald Oberle im Flößermuseum.

Eintritt frei

SCHONGAU

SA 25.03.

10.00 bis 12.00 Uhr

Literaturtage — Frühjahrserscheinungen

in der Bücherei am

Münztor. Weitere Infos auf Seite 64

14.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der Musikschule.

Weitere Infos auf Seite 47

19.00 Uhr

Starkbieranstich „Schockerberg“

der CSU im Jakob-Pfeiffer-Haus.

VVK im Fraktionsbüro, Münzgebäude

am 4.3. um 14 Uhr

19.00 Uhr

Musik zum Tagesausklang in der

Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt

20.00 Uhr

Literaturtage — Theater „Stationen

eines Lebens“ der Theatergruppe

Treibhaus im Ballenhaus. Eintritt:

12 €. Weitere Infos auf Seite 64

PEITING

10.00 Uhr

Frühlingsfest mit Verlosungen,

Gewerbeschau verschiedener Firmen

und weiteren Überraschungen

der Schweizer Bustouristik

auf dem Firmengelände. Ab 19.30

Uhr Live-Musik und Barbetrieb

mit den „Black Diamonds“

14.30 bis 16.00 Uhr

Literaturtage — „Sagen rund

um den Auerberg“ mit Manfred

Karlinger im Seniorenzentrum der

AWO. Weitere Infos auf Seite 64

19.30 Uhr

DAV-Mitgliederversammlung mit

Berichten des Vorstands und einem

Bildbericht von Herwig Skalitza

über die Umrundung des Manaslu

in Nepal in der Zechenschenke

INGENRIED

20.00 Uhr

Starkbierfest der Freiwilligen

Feuerwehr im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Starkbierfest in der Lechhalle

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Lesung „Mordsgaudi“ mit Werner

Gerl im Kunstcafé am Tor. Karten:

10 €. VVK im Kunstcafé

REICHLING

14.30 Uhr

Tag der offenen Tür im Kindergarten

ROTT

19.00 Uhr

Starkbierfest des TSV im Sportheim

DENKLINGEN

9.00 bis 12.00 Uhr

Klamottenkiste in der Turnhalle.

Warenannahme am 24.3. von

16 — 18 Uhr. Chiffrenummern am

16. und 17.3. unter 08243 / 844

(9 — 12.30 Uhr) und 08243 / 960890

(13 — 17 Uhr)

WEILHEIM

10.00 bis 18.00 Uhr

Gesundheitstag in der Stadthalle.

Weitere Infos auf Seite 74

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Starkbierabend mit Live-Musik im

Schlossbrauhaus

SCHONGAU

SO 26.03.

16.00 Uhr

Starkbieranstich „Schockerberg“

der CSU im Jakob-Pfeiffer-Haus.

VVK im Fraktionsbüro, Münzgebäude

am 4.3. um 14 Uhr

PEITING

10.00 Uhr

Frühlingsfest mit Weißwurst-

Frühschoppen und zünftiger

bayerischer Musik der Schweizer

Bustouristik auf dem Firmengelände.

Ab 15 Uhr Auftritt der

Sonne-Mond und Sternchen Garde

aus Peißenberg. Ab 15.30 Uhr Verlosung

exklusiver Reisegutscheine

STEINGADEN

9.00 bis 17.00 Uhr

Frühjahrsmarkt am Marktplatz

BAD BAYERSOIEN

10.30 Uhr

Brunch im Gasthof zum Weißen

Roß. Von 15 — 17 Uhr Kaffeehausmusik.

Kosten: 25 €. Reservierung

unter 08845 / 74020

REICHLING

14.00 Uhr

Vorspielnachmittag des Musikvereins

in der Mehrzweckhalle

LUDENHAUSEN

19.00 Uhr

Konzert der „Wellküren“ im Happerger.

Karten: 19 € / 22 € (AK). VVK

in der Semmelbar, bei Autohaus

Ressle und im Happerger

SCHONGAU

MO 27.03.

19.00 Uhr

Literaturtage — Vortrag über

„WebOPAC“ in der Bücherei am

Münztor. Weitere Infos auf Seite 64

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

LECHBRUCK

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lechhalle

HOHENFURCH

DI 28.03.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

WEILHEIM

19.30 Uhr

Vortrag „Was geschieht mit

unserem Haus, dem landwirtschaftlichen

Betrieb oder Handwerksbetrieb

bei Scheidung?“ von

Caroline Kistler in der Waldwirtschaft

am Gögerl. Eintritt frei.

Weitere Infos siehe Anzeige oben

PEITING

MI 29.03.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

Eintritt frei

märz / april 2017 | 91


19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

APFELDORF

16.00 Uhr

Kinderkino im Kindergarten

HOHENFURCH

DO 30.03.

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

SCHONGAU

FR 31.03.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 18.00 Uhr

Vortrag „Prävention und Früherkennung

des Mammakarzinoms —

was bringt das Mammographiescreening“

der Krebs-Selbsthilfegruppe

mit Jürgen Karbach

im Evangelischen Pfarrheim

PEITING

19.30 bis 21.00 Uhr

Literaturtage — Kinderprogramm

www.boeglmueller.com

„Fensterbankgeschichten“ mit

Dieter Führer im Sparkassensaal.

Karten: 5 €. Siehe Seite 64

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Wanderung „Folgen Sie den

Spuren der Flößer“. Treffpunkt

am Rathaus. Weitere Infos und Anmeldung

(bis Do. 16.30 Uhr) unter

08862 / 987830

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Alpenvereins-Abend mit wechselndem

Programm für alle Interessierten

im Kunstcafé am Tor

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Vortrag über Nordirland von Dr.

Michael Rapp in der Gunklstube.

Eintritt frei

REICHLING

18.30 bis 21.00 Uhr

Frühjahrs-Kleidermarkt im Pfarrheim.

Weitere Infos zu Anmeldung,

Annahme und Abholung unter

08194 / 9982970

SCHONGAU

SA 01.04.

11.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür der Berufsfachschulen

im Schulhaus des

BSZ. Weitere Infos auf Seite 47

BURGGEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Osterbasar im Gemeindehaus

LUDENHAUSEN

14.00 Uhr

Vortrag „Gesundes und Schönes

aus der Natur“ mit Traudl Manka

im Happerger. Kosten: 5 €

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Starkbierabend mit Live-Musik im

Schlossbrauhaus

SCHONGAU

SO 02.04.

9.30 bis 10.30 Uhr

Literaturtage — Vorstellung

neuer Medien mit musikalischen

Rahmenprogramm in der Pfarrei

Verklärung Christi. Siehe Seite 64

ALTENSTADT

16.00 Uhr

Alpenländisches Passionssingen

des Fördervereins der romanischen

Basilika in der Basilika.

Eintritt frei, Spenden zum Erhalt der

Basilika erwünscht

BURGGEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Osterbasar im Gemeindehaus

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Schlemmer“-Brunch im Hotel

Auf der Gsteig. Reservierung

unter 08862 / 98770

ROTTENBUCH

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung des Veteranenvereins

im Rathaus

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

SCHONGAU

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

92 | der altlandkreis

MO 03.04.

13.00 Uhr

Verkehrssicherheitstraining des

Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

für Senioren mit anschl. Kaffeetrinken

im Jakob-Pfeiffer-Haus

PEITING

15.00 Uhr

Vorlesenachmittag in der Bücherei.

Für Kinder ab 3 Jahren

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

HOHENFURCH

DI 04.04.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

PEITING

MI 05.04.

8.30 Uhr

Geführte Wanderung vom

Schnaidberg zum Schmauzenberg

mit Fini Schilcher. Weitere Infos

und Anmeldung (bis 4.4.) unter

08861 / 6535

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

Eintritt frei

18.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Peitinger

Musiklehrer in der Alfons-Peter-

Grundschule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten ...

/


SCHONGAU

DO 06.04.

18.30 Uhr

Konzert von den Schülern der

Musikschule Pfaffewinkel e.V. in

der Musikschule. Eintritt frei

ALTENSTADT

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

INGENRIED

20.00 Uhr

Vortrag „Fördern-fordern-loslassen;

Die Helikoptereltern von

heute erziehen die Überflieger

von morgen“ im Kindergarten

WEILHEIM

18.00 Uhr

Vortrag zum Thema Einbruchschutz

mit Rudolf Schübbe in den

Räumlichkeiten des evangelischen

Kirchenkreises. Siehe Seite 40

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Literaturtage — „Scharfe Hunde“

von Nicola Förg in der Tiefstollenhalle.

Karten: 13 €. Siehe Seite 64

SCHONGAU

FR 07.04.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

21.00 Uhr

Rock’n’Roll & Country Folk Abend

mit „The Dinosaur Truckers“,

„Johnny Beat“ und DJ MX FRSCH

im Moritz. VVK bei den Schongauer

Nachrichten und im Lagerhaus.

Abendkasse geöffnet

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Hauptplatz

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Wanderung „Folgen Sie den

Spuren der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Anmeldung (bis Do. 16.30

Uhr) unter 08862 / 987830

20.00 Uhr

Konzert der „Vivid Curls“ im

Flößermuseum. Karten: 15 € / 17 €

(AK). VVK in der Touristinfo unter

08862 / 987830

WEILHEIM

8.00 bis 12.30 Uhr

Letzter Tag der Ausstellung „einfach

mehr e.V.“ im Amtsgebäude

II. Weitere Infos auf Seite 67

SA 08.04.

HOHENPEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett mit Roland Hefter im

im Haus der Vereine. Einlass ab

19 Uhr. Karten: 14 € / 17 € (AK). VVK

in der Gemeinde, bei Weinmann

Elektro-Anlagen und im Gasthof

Hetten. Weitere Infos auf Seite 78

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Musikkapelle

in der Auerberghalle

RETTENBACH

9.30 bis 11.30 Uhr

Frühjahrsbasar für Kinderartikel

und Tupperware in der Weichberghalle.

Warenannahme am 7.4.

17 — 18.30 Uhr. Chiffre-Nummern

unter 08860 / 1454

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Jubiläumskonzert des Musikvereins

in der Mehrzweckhalle

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Starkbierabend mit Live-Musik im

Schlossbrauhaus

SO 09.04.

Palmsonntag

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Briefmarken- und Münztag der

Sammlerfreunde Peiting und Umgebung

e.V. in der Deckerhalle

WEILHEIM

19.00 Uhr

Theater „Von Liebesrittern, Seeräubern

und anderen Schiffbrüchigen“

im Stadttheater. Weitere

Infos siehe Anzeige Seite 90

SCHONGAU

MO 10.04.

19.00 Uhr

„Letzte-Hilfe-Kurs“ des Hospizvereins

Pfaffenwinkel im Kleinen

Saal des Pfarrzentrums Verklärung

Christi. Siehe Seite 76

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

SCHONGAU

DI 11.04.

14.30 und 15.30 Uhr

Literaturtage — Bilderbuchkino

in der Bücherei am Münztor.

Für Kinder von 3 — 7 Jahren. Siehe

Seite 64

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

BERNBEUREN

14.30 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

LUDENHAUSEN

14.00 Uhr

Hoagarten im Pfarrheim

SCHWANGAU

19.00 bis 23.00 Uhr

Romantisches Vollmondschwimmen

in der Kristall-Therme

SCHONGAU

MI 12.04.

19.00 Uhr

„Letzte-Hilfe-Kurs“ des Hospizvereins

Pfaffenwinkel im Kleinen

Saal des Pfarrzentrums Verklärung

Christi. Siehe Seite 76

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

HOHENFURCH

DO 13.04.

Gründonnerstag

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

Direkt neben dem

berühmten Kloster Ettal

Ammergauer Alpen

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märz / april 2017 | 93


PATERZELL

20.00 Uhr

Preiswatten des Belli-Club Forst

im Gasthof Eibenwald. Bitte Partner

mitbringen. Keine Anmeldung nötig

FR 14.04.

Karfreitag

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Wanderung „Folgen Sie den

Spuren der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Anmeldung (bis Do. 16.30

Uhr) unter 08862 / 987830

BAD BAYERSOIEN

17.30 bis 18.30 Uhr

Historische Tunnelführung mit

landwirtschaftlichem Museum.

Treffpunkt am Lötschmüllerhof.

Kosten: 2 €. Weitere Infos unter

08845 / 204

SA 15.04.

SCHONGAU

20.30 Uhr

Classic-Rock-Konzert von „Mainspring“

im Eulenspiegel. Eintritt

frei

SO 16.04.

Ostersonntag

SCHONGAU

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Stadtkapelle

in der LechSportHalle. Einlass ab

19 Uhr. Karten: 10 € / 5 € (Kinder

bis 15 Jahre). VVK ab 3.4. bei Fritz

Zwack Uhren und Schmuck. Weitere

Infos auf Seite 46

PEITING

20.00 Uhr

Theater „Tratzt und verratzt“

der Peitinger Theatergruppe in

der Schloßberghalle. VVK unter

08861 / 6515

INGENRIED

20.00 Uhr

Osterkonzert in der Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Oster“-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

20.00 Uhr

Theater „Freibier“ in der Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

10.30 Uhr

Brunch im Gasthof zum Weißen

Roß. Kosten: 25 €. Reservierung

unter 08845 / 74020

REICHLING

20.00 Uhr

Osterkonzert der Musikkapelle in

der Mehrzweckhalle

MO 17.04.

Ostermontag

SCHONGAU

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Stadtkapelle

in der LechSportHalle. Einlass ab 19

Uhr. Karten: 10 € / 5 € (Kinder bis 15

Jahre). VVK ab 3.4. bei Fritz Zwack

Uhren und Schmuck. Siehe Seite 46

BERNBEUREN

10.00 Uhr

Flohmarkt in der Auerberghalle

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung am Oberen

Lechsee mit Bernhard Kraus.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 2 € (Kinder 6 — 15 Jahre)

20.00 Uhr

Theater „Freibier“ in der Lechhalle

ROTTENBUCH

12.00 Uhr

Einweihung des Soccerplatzes mit

Gauditurnier am Sportgelände

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Osterkonzert der Blaskapelle im

Kurhaus. Eintritt frei

DI 18.04.

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

MI 19.04.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

DO 20.04.

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

FR 21.04.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

HOHENPEISSENBERG

13.00 Uhr

1. Etappe der Pilgertage 2017

vom Hohen Peißenberg nach

Rottenbuch. Siehe Seite 46

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturfrühling — Konzert von

„Bluatschink“ im Schäferwirt.

Karten: 19,80 € / 22 € (AK).

VVK und weitere Infos unter

www.schaeferivent.de

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Wanderung „Folgen Sie den

Spuren der Flößer“. Treffpunkt

am Rathaus. Weitere Infos und Anmeldung

(bis Do. 16.30 Uhr) unter

08862 / 987830

20.00 Uhr

Theater „Freibier“ in der Lechhalle

ROTTENBUCH

19.00 Uhr

Irish Folk Session mit John Herb &

Friends im Kunstcafé am Tor

SA 22.04.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Musik zum Tagesausklang in der

Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt

PEITING

20.00 Uhr

Theater „Tratzt und verratzt“

der Peitinger Theatergruppe in

der Schloßberghalle. VVK unter

08861 / 6515

SCHWABSOIEN

19.00 Uhr

Starkbierfest mit Weinausschank

der Landjugend in der Halle

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Theater „Freibier“ in der Lechhalle

STEINGADEN

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Musikkapelle

in der Turnhalle der Mittelschule

REICHLING

20.00 Uhr

Benefizkonzert der Musikkapelle

in der Mehrzweckhalle. Eintritt

frei, Spenden zu Gunsten der Herzogsägmühle

erwünscht

SCHWANGAU

17.00 Uhr

Spanischer Abend in der Kristall-

Therme

SO 23.04.

PEITING

16.00 Uhr

Theater „Tratzt und verratzt“

der Peitinger Theatergruppe in

der Schloßberghalle. VVK unter

08861 / 6515

BERNBEUREN

7.00 Uhr

Traditionelles Anfischen mit Kesselfleischessen

des Fischervereins

am Haslacher See

/

94 | der altlandkreis


LECHBRUCK

20.00 Uhr

Theater „Freibier“ in der Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

im Kurhaus. Bei schönem Wetter

auf dem Kirchplatz

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert von Michael Fitz im Happerger.

Karten: 18 € / 20 € (AK). VVK

in der Semmelbar, bei Autohaus

Ressle und im Happerger

MO 24.04.

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

STEINGADEN

18.30 Uhr

Literaturtage — „Das Recht der

1. Nacht“. Bücherausleihe von

Neuerscheinungen des Frühjahrs

im Pfarrheim. Siehe Seite 64

DI 25.04.

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

MI 26.04.

SCHONGAU

14.00 bis 18.00 Uhr

Ausbildungsmesse in der

LechSportHalle. Siehe Seite 61

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

Eintritt frei

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino im Pfarrheim

DO 27.04.

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus geöffnet

STEINGADEN

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesestunde in der Bücherei im

Fohlenhof. Für Kinder bis 7 Jahre

FR 28.04.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

21.00 Uhr

SKA-Konzert mit „The Prosecution“,

„The Passive Fists“, „Casino

Blackout“ und DJ MX FRSCH im

Moritz. VVK bei den Schongauer

Nachrichten und im Lagerhaus.

Abendkasse geöffnet

PEITING

19.00 Uhr

Öffentliches Treffen der Peitinger

Heimatfreunde im Gasthof

Dragoner

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturfrühling — Konzert von

Karin Rabhansl im Schäferwirt.

Karten: 16,50 € / 18 € (AK).

VVK und weitere Infos unter

www.schaeferivent.de

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Alpenvereins-Abend mit wechselndem

Programm für alle Interessierten

im Kunstcafé am Tor

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Preiswatten im Gasthof zum

Weißen Roß. Bitte Spielpartner

mitbringen. Startgeld: 9 €

SA 29.04.

PEITING

20.00 Uhr

Theater „Tratzt und verratzt“

der Peitinger Theatergruppe in

der Schloßberghalle. VVK unter

08861 / 6515

ROTTENBUCH

9.00 Uhr

2. Etappe der Pilgertage 2017

von Rottenbuch nach Steingaden.

Weitere Infos auf Seite 46

BAD BAYERSOIEN

10.00 bis 17.00 Uhr

Flohmarkt auf dem Festplatz.

Weitere Infos auf Seite 77

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert der „Black Diamonds“ im

Happerger. Eintritt: 10 €

SO 30.04.

SCHONGAU

10.00 bis 16.00 Uhr

Jubiläumstag Nails & Permanent

in der Bernbeurener Straße 8.

Siehe Anzeige Seite 72

10.00 bis 17.00 Uhr

Frühjahrsmarkt auf dem Marienplatz.

Außerdem: verkaufsoffener

Sonntag von 13 — 17 Uhr

SCHWABBRUCK

19.30 Uhr

Klassik im Kuhstall — Konzert

„Karneval der Tiere“ im Schäferwirt.

Karten: 13,20 € / 15 € (AK).

VVK und weitere Infos unter www.

schaeferivent.de

BURGGEN

20.00 Uhr

Maifeuer in der Tannenberger

Kiesgrube. Siehe Seite 72

STEINGADEN

19.30 Uhr

Freinacht — Steingadener Wirtschaftswunder.

Abendfüllendes

Programm in verschiedenen Öffentlichkeiten.

Weitere Infos unter

www.steingaden.de

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

4-Kontineten-Fete des Burschenvereins

im Dorfstadl. Eintritt: 4 €

Änderungen und Fehler vorbehalten

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

der altlandkreis

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 62.

märz / april 2017 | 95


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