Infothek Waldkinder - Naturhandwerk Kräuter - Schonungsvolle Zubereitung der Harzsalbe

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http://www.infothek-waldkinder.org - Schonungsvolle Zubereitung der Harzsalbe

Die eigene Zubereitung von Salben, bringt von jeher eine gewisse Mystik mit sich. Uralte Traditionen pflegten die Zubereitung der Salben für Heilzwecke. Oft waren sie geheimnisvoll umhüllt. Ich verbinde die mystische Zubereitung oft mit einer brodelnden, dampfenden Feuerstelle in einem Keller, der im Dunkeln verborgen ist, damit keiner die geheime Alchemie entdeckt. Habe ich nun zu viel Fantasie?

Natur-Pur-Impuls Waldbrief Februar 2017

Waldbrief – Naturhandwerk Kräuter

Schonungsvolle Zubereitung der Harzsalbe

Die eigene Zubereitung von Salben, bringt von jeher eine gewisse Mystik mit sich. Uralte Traditionen

pflegten die Zubereitung der Salben für Heilzwecke. Oft waren sie geheimnisvoll umhüllt. Ich verbinde

die mystische Zubereitung oft mit einer brodelnden, dampfenden Feuerstelle in einem Keller, der im

Dunkeln verborgen ist, damit keiner die geheime Alchemie entdeckt. Habe ich nun zu viel Fantasie?

Heilsalben selber herzustellen, ist gar nicht so schwer, wie vielfach angenommen. Es hat viele Vorteile

sie selbst herzustellen. Bei meiner eigenen Salbe, weiss ich von Anfang bis Ende, was in der Salbe

enthalten ist. Die Liste der Zutaten für die Harzsalbe, die wir zusammen mit unserer Heilkräuterfrau

Lisetta Loretz-Crameri, in Glarus bei unserem Feuervogel Programmstart, hergestellt haben ist kurz:

Olivenöl, Harz und Bienenwachs.

Natur-Pur-Impuls Februar 2017 Jahrgang 8

In Zusammenarbeit mit: www.dusse-verusse.ch & Partner

www.infothek-waldkinder.org


Für die schonungsvolle Zubereitung hat die Infothek Waldkinder bei

Carmen Baumgartner, KräuterSchneiderei in Österreich den Salbenofen

entdeckt. Was hat es mit dieser Weltneuheit auf sich?

Lisetta Loretz-Crameri, unsere Heilkräuterfrau und Feuervogel

Projektleiterin, war ganz begeistert bei der Zubereitung ihrer

Lieblingsalbe. Sie sagte, «Denn die Zubereitung: ist viel sanfter,

harmonischer und schöner, als wenn ich die Öle am Herd ausziehe. Ich

finde es sehr geschmackvoll für selbstgemachte Salben auch eine

handwerklich gefertigte Tonkunst zu verwenden. Das gibt dem Ablauf

eine gewisse Note von zusätzlicher Musse und Hingabe. Es ist einfach

wundervoll mit diesem Ofen zu arbeiten.» Lisetta schwört auf ihre Harzsalbe. Harz hat eine

desinfizierende Wirkung und wirkt vor allem bei rissiger Haut, Spriesen und Furunkel. Wer ihre Kurse

besucht, kann sich sicher sein, dass ihm die Harzsalbe begegnen wird. „Dieses natürliche Flair mit dem

Salbenofen, stelle ich mir auch prima mit Kindern vor. Die Zeit und Ruhe an einem gemütlichen Ort bei

der Herstellung zu erleben.“, gibt sie unseren Projektleitern bei unserem Programmstart in Glarus als

Tipp weiter.

Zubereitung:

Es geht auch ganz einfach. Wir haben 200ml reines Bio-Olivenöl und ca. 50g Harz in den oberen Teil

gefüllt. Unten haben wir vier Teelichter reingestellt. Unter sanften Rühren haben wir gewartet bis das

Harz sich aufgelöst hat. Wir mussten nicht aufpassen, dass etwas anbrennt oder gar frittiert, wie das

bei zu grosser Hitze am Herd passieren kann. Die Teelichter brannten liebevoll vor sich hin. Durch ein

Sieb wurde die Flüssigkeit ausgegossen. Von dem Becher wurden die Flüssigkeit direkt weiter in

Walnussschalen umgefüllt.

Welche Temperatur wird mit dem Kerzenlicht in dem

Salbenofen erreicht?

‣ Mit 4 Teelichtern wird das Öl ca. 65 °C heiss –

‣ grundsätzlich reichen 3 Teelichter

‣ Nur für draussen würden wir 4 empfehlen, falls das Öl nicht

warm werden würde

Hinweise zum Salbenofen

‣ Höhe 17 cm,

‣ Durchmesser Töpfchen 14 cm,

‣ mit Schnabel zum Ausgießen,

‣ Füllmenge 300 ml

‣ Hochwertiger, handgemachter Salbenofen,

‣ liebevoll gefertigt von Sabine Schörghuber,

gelernte Keramikerin und zertifizierte Kräuterpädagogin

‣ Pflege: mit Wasser, oder besser im Geschirrspüler reinigen!

Kontaktdaten Salbenofen

KräuterSchneiderei

Carmen Baumgartner

https://www.kraeuterschneiderei.at/naturprodukte/aus-ton/

Natur-Profi Waldbrief September 2016 /Jahrgang 6

In Zusammenarbeit mit: www.dusse-verusse.ch & Partner

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