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Außenverhältnis aufschiebend bedingt durch die

Eintragung des Treugebers als Kommanditist in

das Handelsregister.

6. Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechend für

den Fall, dass die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

abgelehnt oder von Gläubigern der Treuhänderin

Maßnahmen der Einzelzwangsvollstreckung in den

Kapitalanteil ergriffen werden oder das Treuhandverhältnis

aus einem sonstigen wichtigen Grund, der

nicht vom Treugeber zu vertreten ist, endet.

§ 5 Freistellungsanspruch der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin haftet gemäß § 172 Abs. 1 und

3 HGB gegenüber den Gesellschaftsgläubigern

der Gesellschaft in Höhe der Haftsumme, die im

Handelsregister eingetragen ist.

2. Die Treuhänderin hat Anspruch darauf, vom Treugeber

von allen Verbindlichkeiten freigestellt zu

werden, die im Zusammenhang mit dem Erwerb

und dem Halten der treuhänderisch übernommenen

Beteiligung an der Gesellschaft stehen.

3. Die Freistellungsverpflichtung des Treugebers ist

begrenzt bis zur Höhe seines gemäß Beitrittserklärung

übernommenen Anteils (Beteiligungsbeitrages)

am Kommanditkapital. Sie ist ausgeschlossen,

wenn der Kapitalanteil des Treugebers auf das

Gesellschaftskonto eingezahlt und dem Treugeber

nicht i.S.d. § 172 HGB zurückgewährt worden ist.

§ 6 Selbstkontrahieren, Untervollmachten

1. Die Treuhänderin ist von den Beschränkungen

des § 181 BGB befreit.

2. Die Treuhänderin ist berechtigt, für Untervollmachten

zu erteilen.

§ 7 Anlageregister, Datenschutz

1. Die Treuhänderin führt über alle Treugeber ein

Register mit deren persönlichen und beteiligungsbezogenen

Daten. Der Treugeber ist verpflichtet,

über alle für die Durchführung bedeutsamen

Veränderungen, insbesondere Wohnort, Personenstand,

Erbfolge und steuerliche Änderungen

unverzüglich die Treuhänderin zu unterrichten.

2. Der Treugeber hat grundsätzlich keinen Anspruch

darauf, dass ihm die Treuhänderin Angaben über

die übrigen Gesellschafter macht, es sei denn, es

liegt eine außergewöhnliche Situation der Gesellschaft

vor. In diesem Falle hat der Treugeber einen

Auskunftsanspruch, soweit dies zur Wahrnehmung

mitgliedschaftlicher Kernrechte erforderlich und

der Treuhänderin zumutbar ist.

3. Sofern der Treugeber nicht schriftlich eingewilligt

hat, ist die Treuhänderin nicht berechtigt,

anderen Personen als der KG, dem Finanzamt,

Kreditinstituten oder Personen, die beruflich zur

Verschwiegenheit verpflichtet und als Berater

der Gesellschafter oder der Treuhänderin tätig

sind Auskünfte über die Eintragungen im Register

zu erteilen.

4. Der Treugeber stimmt der EDV-mäßigen Erfassung

seiner personen- und beteiligungsbezogenen

Daten im Rahmen dieses Vertrages zu.

§ 8 Weitere Rechte und Pflichten der Treuhänderin

und der Treugeber, Haftung der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin hat die ihr übertragenen Aufgaben

mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns

und im Interesse des Treugebers auszuüben.

Die Treuhänderin handelt jedoch auch als Treuhänder

der übrigen Treugeber. Bei einem Widerstreit

zwischen den Interessenten einzelner Treugeber

und den Interessen der Gesellschaft hat das

Gesamtinteresse Vorrang.

2. Der Treuhänderin obliegen keine weitergehenden

Prüfungspflichten. Insbesondere hat sie nicht die

Fragen des unternehmerischen Ermessens des

Treugebers zu prüfen, wie z.B. richtige Beurteilung

der Marktsituation oder Zweckmäßigkeit

geschäftlicher Maßnahmen bzw. Zweckmäßigkeit

der Investitionsentscheidung des Treugebers. Die

Treuhänderin haftet deshalb nicht für die Erreichung

der von dem Treugeber mit der Beteiligung

an der KG verfolgten wirtschaftlichen und steuerlichen

Zielsetzung; dies ist weder Vertragsinhalt

noch Geschäftsgrundlage.

3. Der Treugeber und die Treuhänderin sind sich

darüber einig, dass die Treuhänderin keine Haftung

dafür übernimmt, dass die Vertragspartner der

KG die eingegangenen vertraglichen Pflichten

ordnungsgemäß erfüllen. Die Treuhänderin haftet

nicht für die Ertragsfähigkeit bzw. den Bestand

des Vermögens der KG, insbesondere nicht für

den Eingang der prospektierten Erträge bzw.

die Einhaltung der prospektierten Kosten und

Aufwendungen.

4. Die Treuhandkommanditistin haftet dem Treugeber

nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Schadenersatzansprüche gegen die Treuhandkommanditistin

verjähren innerhalb von fünf

Jahren nach Entstehung des anspruchsbegründenden

Ereignisses.

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