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Grundlage einzelner und individuell mit den jeweiligen

Verkäufern ausgehandelter Verträge erwerben und aus

der Verwertung der einzelnen Forderungen Einkünfte

erzielen.

Die „Fondsgesellschaft“ beabsichtigt den Erwerb

einer Vielzahl von NPL‘s, die von verschiedenen Verkäufern

als sogenannte NPL-Portfolios zu unterschiedlichen

Konditionen angeboten werden. Regelmäßig

werden diese Portfolios aus gekündigten Darlehensforderungen

bestehen.

Grundlage der Kauf- bzw. Investitionsentscheidungen

der Fondsgesellschaft sind die Feststellungen der

„Investor Due Diligence“, die aus einer von unabhängigen,

spezialisierten Rechtsanwälten durchgeführten

„Legal Due Diligence“ und im Falle des Vorliegens von

Sicherheiten/Immobilien aus einer von unabhängigen

Immobiliensachverständigen oder Immobilienexperten

durchgeführten „Immobilien Due Diligence“ besteht.

Bei Investitionen in Forderungen, bei denen die

Hauptsicherheiten noch nicht oder nicht vollständig

verwertet sind, werden für mindestens 90 % der die

Einzelengagements/Forderungen besichernden Immobilien

Bewertungsgutachten gefertigt und die jeweiligen

Verwertungserlöse festgelegt, die in einem ausführlichen

Portfolio-Businessplan zusammenzufassen sind.

Die Due Diligence Prüfungen müssen den Anforderungen

des Verkaufsprospekts i. d. F. vom 31.05.2012

entsprechen. Im Ergebnis sollen die von den beauftragten

Rechtsanwälten gefertigten Due Diligence Berichte

Feststellungen dazu treffen, ob das von ihnen geprüfte,

jeweilige Portfolio den im Verkaufsprospekt festgelegten

Investitionskriterien entspricht; vgl. Kap. 9.3 „Investition

und vertraglich verankerte Investitionskriterien“

des Verkaufsprospekts.

Die Parteien, denen der Verkaufsprospekt vorliegt,

vereinbaren folgendes:

§ 1 Vertragsgegenstand

1. Gegenstand dieser Vereinbarung ist die Beauftragung

des Master-Servicers durch die Fondsgesellschaft,

sämtliche Forderungen gegen die jeweiligen

Schuldner erfolgreich geltend zu machen bzw.

durchzusetzen, um zugunsten der Gesellschafter

der Fondsgesellschaft größtmögliche Rendite zu

erwirtschaften.

2. Die Forderungen, die Gegenstand dieses Master-

Servicing-Vertrages sind, ergeben sich aus dem Forderungsspiegel

sowie den einzelnen Forderungskaufverträgen

der Fondsgesellschaft, die diesem

Vertrag – in einzelnen Nachträgen aktualisiert –

als Anlagen beigefügt werden.

§ 2 Pflichten des Master-Servicers

1. Der Master-Servicer wird, soweit gesetzlich möglich,

d. h. ohne rechts- oder steuerberatend tätig zu sein,

mit seinen Mitarbeitern, Asset-Managern und

Ermittlern sowie den von ihm beauftragten Rechtsanwälten,

Steuerberatern, Immobiliensachverständigen,

Immobilienmarklern oder anderen Fachleuten

die Fondsgesellschaft nach besten Kräften

bei der erfolgreichen Geltendmachung der von der

Fondsgesellschaft erworbenen Forderungen gegen

die einzelnen Schuldner unterstützen.

2. Die Verantwortlichkeit des Master-Servicers

umfasst insbesondere

die Zusammenstellung der Bearbeitungsteams

(Servicer und sonstige „Dritte“);

die Ausarbeitung der Verträge mit „Dritten“;

die Beauftragung „Dritter“;

die periodische Überwachung (Controlling)

der beauftragten „Dritten“;

die Überwachung sämtlicher Zahlungsflüsse

und der turnusmäßigen Auszahlungen der

Erlöse auf das Konto der Fondsgesellschaft;

die Abrechnung der Tätigkeitsvergütungen;

die Überwachung und Dokumentation des

aktuellen Vermarktungstandes vorhandener

Sicherheiten/Immobilien;

das Controlling (inkl. des Reportings) im

Hinblick auf den Verwertungserfolg der Forderungen

und/oder Sicherheiten;

die laufende Überwachung und Anpassung

der Portfolio-Businesspläne;

die Einhaltung des Bankgeheimnisses, sämtlicher

datenschutzrechtlicher Bestimmungen

und der Grundsätze der Verschwiegenheit

und Vertraulichkeit durch die beauftragten

„Dritten“.

3. Der Master-Servicer wird darüber hinaus alle Leistungen

erbringen, die er für erforderlich hält, um

eine bestmögliche Verwertung der Forderungen und

Sicherheiten der Fondsgesellschaft zu erreichen.

4. Der Master-Servicer kann sich bei der Erbringung

der vorstehend beschriebenen Leistungen

von ihm gesondert beauftragter, qualifizierter

„Dritter“ bedienen. Der Master-Servicer ist insbesondere

berechtigt, nach eigenem pflichtgemäßen

Ermessen das „Servicing“ von grundbuchlich

besicherten Forderungen/Sicherheiten auf spezialisierte

und erfahrene Servicer zu übertragen (vgl.

Kapitel 9.4. „Aufgaben des Master-Servicers“ des

Verkaufsprospekts).

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