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§ 3 Tätigkeiten der Servicer

1. Servicing

1.1 Nach dem Erwerb der jeweiligen Forderungsportfolios

übernimmt der beauftragte Servicer die Korrespondenz

mit den jeweiligen Verkäufern, um

zu gewährleisten, dass die im Rahmen der Engagements

erforderlichen Entscheidungen im Sinne

der Fondsgesellschaft getroffen werden und die

anschließende Übernahme des Forderungsportfolios

möglichst reibungslos erfolgt.

1.2 Der Servicer ist insbesondere verantwortlich für

die Dokumentation der Forderungsengagements

mit anhängigen dinglichen und persönlichen

Vollstreckungsmaßnahmen;

die Vorbereitung der „Welcome-Letter“,

mit denen die Schuldner und die beteiligten

Dritten über die Veräußerung bzw. Abtretung

der Forderungen informiert werden;

die Aufbereitung der Daten über die Darlehensnehmer,

das Darlehen selbst und die

zugehörigen Sicherheiten entsprechend den

Anforderungen der Fondsgesellschaft.

1.3 Der Servicer verpflichtet sich zur Übernahme, Verwaltung

und Aufbewahrung aller von den jeweiligen

Verkäufern übergebenen Original-Unterlagen,

wie Darlehens- und Abwicklungsakten, nach

den Anforderungen der Fondsgesellschaft. Nach

Abschluss des Verwertungsverfahrens archiviert

der Servicer sämtliche Akten über einen Zeitraum

von mindestens 10 Jahren gemäß den zum Zeitpunkt

des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen

Regelungen.

1.4 Der Servicer wird sicherstellen, dass die elektronischen

Daten im Zusammenhang mit den einzelnen

Schuldnern, Darlehen und Sicherheiten übermittelt

werden, um beispielsweise eine ordnungsgemäße

Buchführung oder die Berechnung der künftigen

Zins- und Tilgungszahlungen zu ermöglichen.

1.5 Der Servicer gewährleistet, dass alle nach dem

Cut Off, d. h. nach dem Bewertungsdatum der

jeweiligen Forderungspakete, vom Verkäufer vereinnahmten

Zins- und Tilgungszahlungen sowie

sonstigen Erlöse abzüglich etwaiger vom Verkäufer

ausgelöster Kosten auf ein Konto der Fondsgesellschaft

überwiesen werden, für das einem

gegebenenfalls bestimmten Mittelverwendungskontrolleur

der Treuhänder Einsicht zu gewähren

ist. Der Servicer gewährleistet ferner, dass die

erhaltenen Zahlungseingänge und Aufwendungen

PUBLITY PERFORMANCE FONDS NR. 4 GMBH & CO. KG

16 Anhang

den jeweiligen Forderungen der Schuldner zugeordnet

werden können.

1.6 Der Servicer wird ferner sicherstellen, dass die

darlehens-, darlehensnehmer- und sicherheitenbezogenen

Daten in die IT-Systeme des Servicers

eingespielt werden können, damit die erfassten

Daten anschließend mit den Informationen bzw.

dem Inhalt der Kreditakten abgeglichen, ggf. komplettiert

und modifiziert werden können.

1.7 Der Servicer wird die Betreuung und Abwicklung

der Forderungen und ggf. damit verbundener

Sicherheiten insbesondere mit folgenden Tätigkeiten

sicherstellen:

Betreuung der Schuldner, sonstigen Dritten

und den jeweiligen Vermögensgegenständen

zur Realisierung der Forderungen;

Verhandlungen mit Schuldnern und sonstigen

Dritten bezüglich der zu leistenden

Zahlungen, Zahlungsmodalitäten und der

Freigabe oder Verwertung der verbundenen

Sicherheiten;

Einzug und Überwachung aller Zahlungen,

die ein Schuldner oder ein Dritter im Zusammenhang

mit den Forderungen tätigt. Hierzu

zählen u. a. Einzug von Ansprüchen aus Versicherungsverträgen,

Einzug von Forderungen

aus Zwangsverwaltungen oder die Veranlassung

von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen;

Vorbereitung und ggf. auch Teilnahme an

Gerichtsverfahren stellvertretend für die

Fondsgesellschaft;

Überprüfung und ggf. Neubewertung

bestehender Sicherheiten;

Bereitstellung von standardisierten und kundenspezifischen

Darlehensinformationen an

den Darlehensnehmer;

Bereitstellung von Informationen und Reporting

für die Fondsgesellschaft;

Monatliche Auszahlung der Erlöse auf das

Konto der Fondsgesellschaft unter Abzug der

in Rechnung gestellten Servicing-Gebühr und

der Gebühr für die Aktenverwaltung.

1.8 Der Servicer soll den Inhalt sämtlicher Kreditakten

der ehemaligen Forderungsinhaber in digitaler

Form – Scanverfahren – einpflegen und die

Daten in ein eigens dafür eingerichtetes Back-Office-System

übertragen. Der Servicer gewährleistet

der geschäftsführenden Gesellschafterin der

Fondsgesellschaft einen ungehinderten Zugang zu

sämtlichen Akteninhalten im Back-Office-System.

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