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Erlöse erwirtschaftet werden. Die Fondsgesellschaft

hat mit der publity AG einen erfahrenen Master-Servicer

(Abwicklungsdienstleister) beauftragt, der seit 1999

am Finanzmarkt tätig und seit 2006 auf das Servicing

von Kreditforderungen spezialisiert ist. Die publity AG

gehört heute zu den Marktführern in Deutschland. Der

Master-Servicer verfügt über entsprechend qualifizierte

Mitarbeiter, Wirtschaftsermittler und Asset-Manager

und beauftragt spezialisierte Rechtsanwälte. Die Servicing-Vergütung

der publity AG wird erfolgsabhängig und

marktüblich i. H. v. 30 % der Erlöse bemessen, zzgl. der

gesetzlichen Umsatzsteuer. Darüber hinaus erhält der

Master-Servicer, die publity AG, für die Aktenverwaltung

eine pauschale jährliche Vergütung i. H. v. 150.000

Euro (siehe Kapitel 11.3 „Voraussichtliche Ertrags- und

Finanzlage der Emittentin, der publity Performance

Fonds Nr. 4 GmbH & Co. KG (Prognoserechnung)“). Auf

Basis der Erfahrungen der publity AG sowie des Fonds

Nr. 1 und des Fonds Nr. 2, insbesondere in den letzten

Monaten, hat die Fondsgesellschaft die durchschnittliche

Erfolgsquote bei der Verwertung der Forderungen

gegen die Schuldner geschätzt. In der Bearbeitungszeit

bis zum 31.12.2016 werden Erlöse in Höhe von 56 Mio.

Euro prognostiziert. Ein Großteil der Erlöse resultiert

aus freiwilligen Zahlungen der Schuldner/Kunden und

aus der Verwertung von Sicherheiten/Immobilien im

ethischen Servicing. Es besteht die Möglichkeit, dass

überdurchschnittliche Erlöse, über die prognostizierten

Erlöse hinaus, aus den Forderungspaketen realisiert

werden können. Eine schnellere Verwertung der Forderungen

kann es der Fondsgesellschaft ermöglichen,

über den prognostizierten Umfang von jeweils 2,5 Mio.

Euro hinaus weitere Reinvestitionen zu tätigen, um die

erwarteten Erlöse zu stabilisieren und die Gesamtrückflüsse

zugunsten der Anleger zu erhöhen.

Verkauf von Rest- bzw. Teilportfolios

Da die Fondsgesellschaft das Ziel verfolgt, vorrangig

aus der Bearbeitung großvolumiger, unbesicherter Kreditforderungen

Erlöse zu erwirtschaften, steht es der

Fondsgeschäftsführung während der Fondslaufzeit frei,

Forderungen, die Gegenstand anhängiger Insolvenzverfahren

sind, an spezialisierte Investoren weiter zu veräußern,

wenn der Abschluss der Insolvenzverfahren

nicht absehbar bzw. vor Ende der Fondslaufzeit nicht

zu erwarten ist. Eine Veräußerung dieser Forderungen

ist ausgeschlossen, wenn der zu erwartende Verkaufserlös

unter dem anteiligen Einkaufspreis liegt, der für

den Erwerb dieser Forderungen gezahlt wurde. Beim

Verkauf von Insolvenzforderungen fällt eine Servicing-

Vergütung (vgl. Kapitel 9.4 „Aufgaben des Master-

Servicers“ und Kapitel 13.8 „Master-Servicing-Vertrag

über das Kreditservicing und die Aktenverwaltung“)

nur an, wenn der Verkaufspreis die prognostizierten,

anteiligen Erlöse übersteigt.

Da „Fonds-zu-Fonds-Transaktionen“ ausgeschlossen

sind, wird die Fondsgesellschaft auch am Ende der Laufzeit

keine Rest- bzw. Teilportfolios an Fonds veräußern,

die ggf. bis dahin ebenfalls vom Emissionshaus aufgelegt

worden sind. Rest- bzw. Teilportfolios können ausschließlich

im „Bieterverfahren“ an externe Dritte veräußert

werden. Hierzu werden mindestens drei Angebote (z. B.

von Mitgliedern des BKS e. V.) eingeholt. Da nicht ausgeschlossen

werden kann, dass die publity AG am Kauf

dieser Portfolios beteiligt ist und/oder das Kreditservicing

für die Erwerber dieser Portfolios weiter betreibt,

bedarf die Veräußerung in diesem Fall der Zustimmung

der Gesellschafterversammlung. In diesem Zusammenhang

muss der Servicer bestehende persönliche Verflechtungen

und Interessenkollisionen offenlegen; von einem

möglichen Verkaufserlös dieser Portfolios profitiert die

publity AG in diesen Fällen nicht.

Mehrerlöse

Für den Fall, dass die prospektierten Umsatzerlöse übertroffen

werden, ist im Gesellschaftsvertrag vereinbart,

dass die erwirtschafteten Mehrerlöse i. H. v. jeweils

50 % an die Anleger ausgeschüttet und i. H. v. jeweils

25 % an den Master-Servicer und an die geschäftsführende

Gesellschafterin der Fondsgesellschaft, die publity

Investor GmbH, ausgezahlt werden.

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