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Erläuterung der wesentlichen Annahmen

und Wirkungszusammenhänge der

Plan-Gewinn- und Verlustrechnung

sowie der Planliquiditätsrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt das Ergebnis der

Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2012 bis

2016 dar. Die der Planung zugrunde liegenden Verträge

werden im Kapitel 13 „Rechtliche Grundlagen“ detailliert

erläutert. Die Positionen, die nicht auf vertraglichen

Vereinbarungen beruhen, wurden auf Basis allgemein

bekannter wirtschaftlicher Tatsachen und vorliegender

Erfahrungswerte der publity AG und des Fonds Nr. 1

kalkuliert. Grundlage der Liquiditätsplanung bilden

Ergebnisse der Plan-Gewinn- und Verlustrechnung sowie

der Investitions- und Finanzierungsplanung. Die Liquiditätsplanung

stellt den voraussichtlichen Mittelfluss

für den Prognosezeitraum der Fondsgesellschaft dar.

Umsatzerlöse (1.)

Unter der Position „Umsatzerlöse“ werden die von der Emittentin

erwarteten Erlöse aus der Forderungsverwertung

dargestellt. Grundlage für die Prognoserechnungen sind

die Erfahrungen des Fonds Nr. 1, des Fonds Nr. 2 und des

Beispielportfolios der publity AG in Bezug auf Bearbeitungszeiten,

Erlöszeitpunkte und Höhe der Gesamterlöse. Für

den Fall, dass die Fondsgesellschaft Forderungen erwirbt,

bei denen die Hauptsicherheiten noch nicht vollständig verwertet

sind und sie dafür Kaufpreise in Höhe von mehr als

1,5 % des Nominalforderungsvolumens zahlt, muss für

jede einzelne Sicherheit bzw. Immobilie ein detaillierter

Businessplan vorliegen, der eine Verbesserung der prognostizierten

Rendite ausweist. Aus den durch das Servicing

erzielten Erlösen sind Rücklagen für die prognostizierten

Ausschüttungen zu bilden. Die darüber hinaus vorhandenen

liquiden Mittel stehen der Fondsgeschäftsführung bis zum

31.12.2015 für den Ankauf von weiteren Kreditportfolios

zur Verfügung. Sollten die prognostizierten Umsatzerlöse

übertroffen werden, ist im Gesellschaftsvertrag geregelt,

dass die von der Fondsgesellschaft erwirtschafteten Mehrerlöse

zu 50 % an die Anleger ausgeschüttet werden und i.

H. v. jeweils 25 % an den Servicer und die geschäftsführende

Komplementärin ausgezahlt werden.

Bestandsveränderungen (2.)

Die Kaufpreise für die Forderungsportfolios werden in

das Umlaufvermögen eingestellt. Der Bestand der Forderungen

mindert sich jeweils um die erzielten Erlöse

aus den Forderungen. Die Minderung beträgt unter den

Annahmen der Prognoserechnung 1,5 % der Gesamt-

erlöse pro Jahr. Die Bestandsveränderung ist erfolgswirksam

zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird der

Kaufpreis um voraussichtliche Forderungsausfälle in

den Jahren 2015 und 2016 abgeschrieben.

Servicingvergütung/publity (3.)

Der Master-Servicer, die publity AG, erhält für die

Bearbeitung und Verwertung der Forderungen eine

erfolgsabhängige Vergütung i. H. v. 30 % der vereinnahmten

Erlöse zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die

Vergütung basiert auf dem „Master-Servicing-Vertrag

über das Kreditservicing und die Aktenverwaltung“ und

ist nach Rechnungslegung fällig.

Aktenverwaltung/publity (4.)

Der Master-Servicer, die publity AG, erhält ab dem

01.07.2012 für die beauftragte Aktenverwaltung eine

jährliche Pauschalvergütung i. H. v. 150.000 Euro zzgl.

gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Aktenverwaltungspauschale

ist monatlich nach Rechnungslegung fällig.

Nicht abziehbare Vorsteuer (5.)

Entsprechend der aktuellen Rechtssprechung des EuGH

unterliegen weder der Forderungserwerb noch die Verwertung

der Forderungen der Umsatzsteuer. Die Vorsteuer

der auf diese Umsätze entfallenen Aufwendungen

ist nicht abziehbar.

Fondsverwaltung und vorbereitende

Buchhaltung (6.)

Die publity Investor GmbH erhält ab dem 01.07.2012

für die Fondsgeschäftsführung und -verwaltung und die

Vorbereitung der Buchführung eine monatliche Pauschale

i. H. v. 15.000 Euro (jährlich 180.000 Euro) zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer und ist mit einem Inflationsausgleich

von 2,5 % jährlich kalkuliert. Die Geschäftsführungsvergütung

ist monatlich nach Rechnungslegung fällig.

Laufende Beratung (7.)

Für die laufende Beratung, Erstellung der Jahresabschlüsse

und Steuererklärungen sowie die Überwachung der Dokumentation

und Abrechnung des Forderungseinzugs durch

den Master-Servicer erhält die Rödl & Richter GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft

eine jährliche Vergütung i. H. v. 31.000 Euro, jeweils

zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, die quartalsweise nach

Leistungserbringung abgerechnet werden kann; vgl. Kapitel

13.3 „Beratungsvertrag zur laufenden beratenden Tätigkeit“.

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