TSV-Nachrichten 4/2011

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TSV-Nachrichten 4/2011

se unter Beweis gestellt. So konnten wir uns

doch schon auf das Mittagessen freuen, was

wir auch taten. Noch dazu hatte ja Wolfgang

bei unserem letzten Ausflug nichts Gutes an

der Küche des damaligen Gasthauses gelassen.

Genau kann ich mich noch erinnern, dass er damals

ein „Münchner Schnitzel“ bestellt hatte,

das nicht seinen Vorstellungen entsprach. Ich

hatte es auch bestellt und konnte daran nichts

aussetzen. Wen wundert es, ich bin ja verheiratet.

So weit, so gut. Am Moierhof angekommen

freuten wir uns schon auf die von Thomas versprochene

wunderschöne Bedienung, die bei

schönem Wetter auch noch leichtblusig bekleidet

sein soll – vor allem aber auch auf das angepriesene

gute Essen.

Nach längerem Warten trudelte dann eine etwas

ungeübte und streng gekleidete Bedienung

ein. So umständlich war dann auch die

Bestellung der Getränke. Doch schließlich bekam,

nach kleinen Verwechslungen, jeder seinen

Trunk. Thomas meinte, das kann schon

passieren, wenn man viele Gäste hat. Doch

auch bei mehrmaligem Zählen kam ich nicht

über 17 hinaus, uns eingeschlossen.

So, nun konnten wir das Essen bestellen, was

sich auch nur sehr zäh bewerkstelligen ließ. Mir

tat der Thomas leid, hatte er doch so sehr von

diesem Lokal geschwärmt. Ich beruhigte ihn

mit den Worten: „Jeder Tag ist nicht gleich“.

Aber dass er so ungleich sein kann, verwunderte

ihn dann doch! Tröpfchenweise und etwas

vertauscht oder gar nicht trafen unsere bestellten

Speisen ein. Ausgerechnet der Wolfgang

wurde vergessen. Er konnte aber nach zweimaliger

Anmahnung wenigstens etwas von dem

Bestellten erhalten, den Salat. Genau dieser

fehlte aber bei den anderen. Aber diesmal behauptete

er, dass es schmeckt. Das ist doch

eine Steigerung zum letzten Ausflug. Nach einer

Verdrußhalbe brachen wir wieder auf.

Gestärkt fuhren wir weiter über Kipfenberg

nach Beilngries und nach Hirschberg. Dort besichtigten

wir die Schloßanlage und genossen

einen Blick über Beilngries. Da ich auf Schloß

Hirschberg öfters meine Ferien verbrachte,

konnte ich hier meinen Freunden doch etwas

darüber berichten. Auch erfreute uns eine kurvenreiche

Abfahrt hinunter in die Stadt.

Jetzt meldete sich auch der Peter. „I muaß unbedingt

tanken, sonst geht gar nix mehr“! Auf

das hatten wir schon gewartet. Er hatte ja keine

Zeit mehr vor der Abfahrt zum Volltanken

gehabt. Und ausgerechnet jetzt war nirgends

eine Tankstelle zu sehen. Wir waren jetzt schon

außerhalb Beilngries und mußten wieder umkehren.

Nach einigem Suchen fanden wir dann

doch eine Tanke. In Peters Fahrweise kehrte

nun wieder Ruhe ein.

Das Römerlager Pfünz war nun unser nächstes

Ziel. Wir besichtigten, fotografierten und weiter

gings zum Schloß Eggersberg. Ausgerechnet

zu dieser schönen Schloßanlage hatte irgendjemand

versucht, uns die Zufahrt zu

verwehren. Man hatte einfach die Straße gesperrt.

Aber irgendwie fand Thomas doch einen

Weg. Diese Mühe hatte sich gelohnt. Eine

traumhafte Aussicht über das Altmühltal und

den Ludwig-Donau-Main-Kanal eröffnete sich

uns.

Jetzt ging es weiter nach Riedenburg. Wir genossen

die lockere und zurückhaltende Fahrweise

von Thomas. Ich kenne ihn auch anders,

aber ohne Sozius. Als wir Riedenburg ein paarmal

durchfahren hatten, auf der Parkplatzsuche

und nach einem geeigneten Lokal, das unser

würdig war, wählten wir das Biker-Café, der

Treffpunkt aller, die eine Maschine zum Herzeigen

haben. Und auf diesem Parkplatz mischten

wir unsere Mopeds darunter. Ja, da standen

wirklich edle Stücke, aber jetzt nicht mehr lauter.

Von einer heißen Biene, die hier bediente, ließen

wir uns die Karte bringen, obwohl wir ja eigentlich

schon wussten, was wir wollten. Aber

so musste sie sich mindestens zweimal bei uns

zeigen in ihrem kurzen, aufreizenden Röckchen.

Wir bestellten jeder einen Eisbecher.

Welch eine Enttäuschung, diesen wollte ein

Ober bei uns abstellen. Das konnte ich so nicht

annehmen. Ich teilte ihm mit, dass ich meine

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