TSV-Nachrichten 4/2011

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TSV-Nachrichten 4/2011

Sehr geehrte Festversammlung, liebe Mitglieder des TSV Mainburg mit Ihrem 1. Vorsitzenden

Hans Bachner an der Spitze, verehrte Ehrenvorsitzende und Ehrenmitglieder des Vereins, hochwürdige

Geistlichkeit, werter Herr Landrat Dr. Hubert Faltermeier, liebe Kolleginnen und Kollegen

des Stadtrats, Frau zweite Bürgermeisterin Hannelore Langwieser, Herr dritter Bürgermeister

Edgar Fellner, sehr geehrter Herr Ehrenbürger Sebastian Kirzinger und Herr Altbürgermeister

Josef Egger, geschätzte Gäste von Verbandsseite, namentlich Herr BLSV-Präsident Günter Lommer

und BTV-Präsident Dr. Alfons Hölzl und schließlich die Abordnung des Patenvereins TV

Aiglsbach mit ihrem Vorsitzenden Alois Stiegler an der Spitze, sehr geehrte Damen und Herren,

Was im Image-Film des Jubelvereins so locker, so leicht, so sportlich elegant aussieht, das Weiterreichen

des Staffelstabes von Abteilung zu Abteilung – den Verein in ständiger Bewegung

halten – dazu bedurfte es in den zurückliegenden 150 Jahren vieler engagierter Frauen und Männer,

die in unschätzbar wertvoller ehrenamtlicher Tätigkeit das Staffelholz symbolisch von Generation

zu Generation weitergereicht haben.

Aus einem kleinen Häufchen, von der Turnbewegung der damaligen zeit Mitte des vorletzten

Jahrhunderts begeisterter Männer, sind es bis heute 2.500 aktive und passive Mitglieder in 20

Abteilungen geworden, in einem, trotz der langen Geschichte, jungen und dynamischen Verein

unter moderner, professionell aufgestellter Führung.

Die Jubiläumsausgabe der TSV-Nachrichten ist zurecht mit einem Satz des 1. Vorsitzenden überschrieben:

„Gemeinschaft, Freundschaft über Generationen und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Damit ist unser Verein auch ein Teil eines starken Fundaments in unserer Gesellschaft.“

Und die politisch Verantwortlichen dieser, unserer Gesellschaft wussten und wissen die hervorragenden

Verdienste des Turn- und Sportvereins 1861 Mainburg auf dem Gebiet des Sports in

unserer Heimatstadt zu würdigen.

So war der TSV der erste Verein Mainburgs der anläßlich seines 100-jährigen Gründungsfestes

1961 mit der zwei Jahre vorher vom Stadtrat geschaffenen Stadtmedaille in Silber ausgezeichnet

wurde.

Zum Schluss seiner Laudatio sprach der damalige 1. Bürgermeister Max Spenger die Hoffnung

aus, „dass Stadt und TSV auch in Zukunft gut zusammenarbeiten, zum Segen beider Teile.“

Ich möchte dem aus heutiger Sicht hinzufügen: vor allem zum Segen der Jugend und der durch

den Sport bis ins hohe Alter Junggebliebenen, aber auch zum Segen der Integration junger Menschen

mit Migrationshintergrund und zum Segen des gesellschaftlichen Lebens in unser Stadt.

Zu einer Zeit als das Neudeutsche Wort: „Public Private Partnership“ noch ein Fremdwort war,

wurde das kooperative Zusammenwirken von öffentlicher Hand und – in unserem Fall – einem

gemeinnützigen Verein praktiziert.

Ich denke ganz speziell an den Bau und den Unterhalt der vereinseigenen Turnhalle am Gabis

und deren Nutzung durch den Schulsport der benachbarten Grundschule. Die beiden Partner

TSV und Stadt erkannten früh den immensen Vorteil, ihre unterschiedlichen Stärken zum gegenseitigen

Nutzen einzusetzen. Die Erfolgsgeschichte schlechthin, seit über 50 Jahren.

Dass ein Verein wie der TSV für eine Stadt auch ein Werbeträger sein kann, liegt auf der Hand.

Ob es nun ganz aktuell der Aufstieg der Jazz- und Modern-Dance-Formation „Taktgefühl“ in die

2. Bundesliga ist oder in der Vergangenheit die großen Erfolge der Versehrtensportgruppe auf

Bundesebene waren oder die in den 1970er Jahren von tausenden von Wanderern besuchten Internationalen

Volkswandertage der TSV-Wanderabteilung, der Name Mainburg in der Hallertau

ist und war in aller Munde.

Damit erschöpfen sich aber die anerkennenswerten Leistungen des TSV beileibe nicht. Eine Auflistung

aller Verdienste würde den Rahmen des heutigen Festabends sprengen.

Ich möchte es Ihnen und mir einfach machen und den Ratschlag geben: Blättern wir in dem zum

125-jährigen Vereinsjubiläum von Horst Pinkser herausgegebenen und von ihm mitverfassten

TSV-Buch von Werner Vitzthum und ergänzen das geschichtsträchtige Werk mit der Präsentation

der einzelnen Abteilungen in der vorher zitierten Jubiläumsausgabe der TSV-Nachrichten.

Spätestens dann ist es für jeden nachvollziehbar, warum der Stadtrat der Stadt Mainburg in seiner

Sitzung vom 20. Mai diesen Jahres einstimmig beschlossen hat, erstmals in der Geschichte

Mainburgs die Goldene Stadtmedaille zu verleihen und damit den Turn- und Sportverein 1861

Mainburg e. V. zum 150. Gründungsfest auszuzeichnen.

Werte Festversammlung, liebe Mitglieder des TSV,

diese hohe Ehre, die dem „Turnverein“ mit der Stadtmedaille in Gold zuteil wird, ist das Jubiläumsgeschenk

der Stadt Mainburg, ist der ideelle Lohn für Sie, für ihren nimmermüden und vorbildhaften

ehrenamtlichen Einsatz über viele Jahrzehnte hinweg. Im Namen des Stadtrats sage

ich Ihnen ein aufrichtiges Dankeschön und herzlichen Glückwunsch Ihnen allen.

Dem TSV und seinen Abteilungen wünsche ich für die Zukunft weiterhin die erhofften sportlichen

Erfolge. Bleiben Sie der Garant für den Fortbestand und die Lebendigkeit des Breitensports

in Mainburg. Tragen Sie den guten Namen unserer Heimatstadt durch Ihre Leistungen, Ihre Fairness

und Ihr sportliches Verhalten über die Grenzen der Hallertau hinaus. Und halten Sie Ihrem

TSV die Treue; die Stadt Mainburg weiß dies in hohem Maße zu schätzen.

Ich darf nun Ihren 1. Vorsitzenden, Herrn Hans Bachner zu mir bitten, um dem TSV die Stadtmedaille

in Gold zu verleihen.

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