stahlmarkt 6.2014 (Juni)

stahlmarkt.magazin

Aus dem Inhalt : Steel International / Stahl und Fußball / Oberflächen - Verzinken / Nachberichte zum Messeduo wire & Tube 2014

Informationen aus Stahlindustrie,

Stahlhandel und Stahlverarbeitung

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH.

Postfach 10 51 64, 40042 Düsseldorf

PVSt, Deutsche Post AG,

Entgelt bezahlt, 3018, ISSN 0178-6571

06.2014

WWK

WWK

WWK

Fußball-Stadien: Wunderwerke aus Stahl

Elektroindustrie: China wird größter Kunde

Oberfläche / Verzinken: Zukunftsweisende Innovationen


Editorial K 5

Fußball-Sommer

Dr.-Ing. Wiebke Sanders

Chefredakteurin

Tel. +49 211 69936-131

stahlmarkt@stahleisen.de

WW K Die Stahlindustrie ist in diesem Frühjahr mit einem

Plus von 3 % bei den Bestellungen von Walzstahlerzeugnissen

(gegenüber dem vierten Quartal 2013) durchaus

positiv ins neue Jahr gestartet. Die Wirtschaftsvereinigung

(WV) Stahl spricht von einer »leichten Erholung«

und erwartet, »dass sich der Auftragszulauf in der Stahlindustrie

in den kommenden Monaten auf solidem

Niveau verstetigen wird«. Auch der europäische Dachverband

der Stahlindustrie, Eurofer, zeigte sich in seinem

jüngsten »Economic and Steel Market Outlook« von

April vorsichtig optimistisch und rechnet für 2014 und

2015 mit einer schrittweisen Erholung der Stahlnachfrage.

Die Stimmung hellt sich also auf.

WW K Optimistisch sein wollen wir auch anlässlich der

Fußballweltmeisterschaft in den nächsten Wochen – für

die Gastgebernation zwar prestigeträchtig, aber dennoch

ein Kraftakt. So hat auch das Fußballland Brasilien

einige Stadien aufwendig umgebaut, die Mehrheit

jedoch sind Neubauten. Da verwundert es nicht, dass

auch Architekten, Planer und Stahlproduzenten aus

Europa daran beteiligt waren. Einen ausführlichen Artikel

darüber finden Sie ab Seite 24. In unserer vorausgegangenen

Maiausgabe gab es übrigens einen Fußballkalender

als Beilage – mit allen Spielen und Terminen.

WW K Die Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen im

Edelstahlsektor zeigen wir Ihnen darüber hinaus im Special

»Edelstahl« ab Seite 30. Außerdem wird das Thema

Oberfläche in diesem Sommer im Vordergrund stehen,

nicht zuletzt wegen der beiden Oberflächenmessen

parts2clean und O & S, die im Juni stattfinden (siehe

unser Special Oberfläche / Verzinken ab Seite 40).

WW K In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern einen

erfolgreichen Start in den Sommer und eine spannende

Fußballweltmeisterschaft.

Stahlkonjunktur im Frühjahr 2014

Gebiet

1. Qu.

2014

Auftragseingänge* Lieferungen* Auftragsbestand*

4. Qu.

2013

1. Qu.

2013

1. Qu.

2014

4. Qu.

2013

1. Qu.

2013

März

2014

Dezember

2013

März

2013

Inland 6.355 5.651 6.277 6.188 5.363 5.950 5.070 4.896 5.072

Ausland gesamt 3.756 3.339 3.508 3.621 3.235 3.583 3.071 3.216 3.094

dav. übrige EU 28 2.901 2.599 2.687 2.827 2.430 2.594 2.291 2.476 2.329

dav. dritte Länder 855 740 821 794 805 989 780 740 765

Insgesamt 10.111 8.990 9.785 9.809 8.598 9.533 8.141 8.112 8.166

* in 1.000 t Quelle: WV Stahl

stahlmarkt 06.2014


6 K

INHALT 06.2014

SEITENBLICK

8 Mut gefasst

STEEL INTERNATIONAL

10 Stahl ist weltweit stärker gefragt

11 US-Stahlproduktion wieder auf vollen Touren

13 Kunden verlangen lokale Präsenz

14 Gewindestahlsysteme aus Bayern am Drei-Schluchten-Staudamm

16 Häufige Fehler bei der Umsetzung der BauPVO

18 Industrie und Arbeitsplätze nicht aufs Spiel setzen

BRANCHENBERICHT

20 China wird zum größten Kunden

STAHL UND FUSSBALL

24 Filigrane Wunderwerke dank Stahl

SPECIAL: EDELSTAHL

30 Rohre, Langprodukte und Profile aus Edelstahl Rostfrei

34 Kugelzapfen für PKW-Fahrwerke

36 Abwärme nutzen

SPECIAL: OBERFLÄCHE / VERZINKEN

40 Große Erwartungen zur O & S

42 Strahlen zum Mitnehmen

46 Entzaubert wie Spinat

48 Langlebig und recyclingfähig

50 Verzinken und Veredeln XXL

51 Neue Firmenschriften

NACHBERICHTE ZUR WIRE & TUBE

52 Ideen für Investitionen

56 Expertentalk und Branchentreff

AUS DEN UNTERNEHMEN

59 Intelligente Scanner vermeiden Fehler

RUBRIKEN

60 StahlTermine

61 Veranstaltungen

62 Fachmedien

63 VIP

64 Inserentenverzeichnis

66 Vorschau / Impressum

stahlmarkt 06.2014


worldsteel-Report K 7

Weltrohstahlproduktion im April 2014

24

ELEGANT UND SCHÖN

An vielen Stadien der Fußball-WM

2014 sind deutsche Architekten

und Planer beteiligt, die teils auf

filigrane Stahltragwerke und

Stahldächer gesetzt haben. Die

stellen hohe Anforderungen an die

verwendeten Stahlmaterialien.

EDELSTAHL ROSTFREI Nahtlose

oder geschweißte Rohre,

warmgewalzte oder kaltgezogene

Stabstähle, Profile und Drahtprodukte

werden mit einem

umfangreichen Abmessungsspektrum

in vielfältigen Geometrien

angeboten.

30

42

ZUKUNFTSWEISENDE

INNOVATIONEN Vom 24. bis

26. Juni finden die beiden internationalen

Fachveranstaltungen

O & S, Messe für Oberflächen und

Schichten, und die parts2clean,

Messe für industrielle Teile- und

Oberflächenreinigung, in Stuttgart

statt. Die Erwartungen bei den Ausstellern

sind groß.

Fotos: Rump, SCHMOLZ + BICKENBACH, Vallourec, Thiago Fernandes

J Die 65 an worldsteel berichtenden Länder

repräsentieren etwa 99 % der Weltrohstahlproduktion

2013 in 1.000 t.

e – geschätzt

April

2014

März

2014

April

2013

% Veränd.

April 14/13

4 Monate

2014 2013

Veränderung

in %

Belgien 630 570 578 9,0 2.506 2411 3,9

Bulgarien 50 e 53 42 18,8 199 169 17,8

Deutschland 3.707 4.045 3.568 3,9 14.995 14.382 4,3

Finnland 324 350 299 8,2 1.315 1.213 8,4

Frankreich 1.444 1.393 1.245 16,0 5.538 5.223 6,0

Griechenland 105 e 90 e 102 2,9 344 320 7,5

Großbritannien 1.090 e 1.134 960 13,5 4.314 3.668 17,6

Italien 2.031 2.359 2.115 – 4,0 8.652 8.178 5,8

Kroatien 15 e 20 e 18 – 16,1 71 49 43,4

Luxemburg 215 e 190 e 145 48,2 799 687 16,2

Niederlande 556 643 e 546 1,9 2.310 1.996 15,7

Österreich 664 706 695 – 4,4 2.674 2.641 1,3

Polen 685 e 760 e 668 2,6 2.798 2.590 8,0

Schweden 422 431 400 5,5 1.608 1.500 7,1

Slowakei 397 380 388 2,4 1.523 1.577 – 3,4

Slowenien 54 59 52 4,0 215 199 7,9

Spanien 1.232 1.257 1.272 – 3,1 4.864 4.560 6,7

Tschechien 468 478 404 15,7 1.836 1.726 6,4

Ungarn 78 70 56 39,3 305 230 32,6

Weitere EU-Länder (28) (e) 445 e 400 e 491 – 9,3 1.667 1.797 – 7,2

European Union (28) 14.612 15.387 14.044 4,0 58.533 55.118 6,2

Bosnien-Herzegovina 67 69 63 6,5 275 249 10,2

Mazedonien 20 e 20 e 27 – 26,9 72 32 124,2

Norwegen 42 60 e 53 – 21,0 195 203 – 3,8

Serbien 54 58 0 – 215 0 –

Türkei 2.620 2.845 2.883 – 9,1 11.054 11.356 – 2,7

Europa außer EU 2.802 3.052 3.027 – 7,4 11.811 11.840 – 0,2

Kasachstan 290 e 285 e 277 4,8 1.135 992 14,4

Moldawien 30 e 45 e 0 – 102 0 –

Russland 5.800 6.028 5.760 0,7 22.904 22.889 0,1

Ukraine 2.625 2.650 2.748 – 4,5 10.144 11.131 – 8,9

Usbekistan 60 60 e 66 – 8,9 237 243 – 2,3

Weißrussland 220 e 175 e 229 – 3,7 773 889 – 13,1

C.I.S. (6) 9.025 9.243 9.079 – 0,6 35.294 36.144 – 2,3

El Salvador 10 e 10 e 8 17,9 35 33 5,3

Guatemala 25 e 30 e 28 – 9,3 107 108 – 1,6

Kanada 1.015 e 1.050 e 996 2,0 4.065 4.270 – 4,8

Kuba 25 e 25 e 23 6,5 91 87 3,9

Mexiko 1.590 e 1.765 e 1.418 12,1 6.477 5.988 8,2

Trinidad und Tobago 39 44 e 52 – 24,5 185 199 – 7,2

USA 7.027 7.405 7.142 – 1,6 28.662 28.647 0,1

Nordamerika 9.731 10.329 9.667 0,7 39.622 39.334 0,7

Argentinien 486 472 429 13,3 1.735 1.537 12,9

Brasilien 2.767 2.890 e 2.917 – 5,1 11.132 11.120 0,1

Chile 105 e 100 e 99 5,8 399 448 – 11,1

Ecuador 45 e 50 e 39 14,1 185 176 5,5

Kolumbien 100 e 100 e 112 – 10,6 387 391 – 0,9

Paraguay 3 e 5 e 3 – 12,7 11 11 – 1,9

Peru 85 e 100 e 91 – 6,8 350 344 1,8

Uruguay 7 e 7 e 7 – 0,8 21 20 1,7

Venezuela 105 e 135 e 185 – 43,3 495 799 – 38,1

Südamerika 3.703 3.859 3.883 – 4,6 14.714 14.847 – 0,9

Ägypten 520 e 535 524 – 0,8 2.054 2.231 – 8,0

Algerien 35 e 35 e 49 – 29,2 135 152 – 11,1

Iran 1.285 e 1.395 e 1.264 1,6 5.014 4.789 4,7

Katar 254 266 188 35,1 937 765 22,5

Libyen 72 85 72 0,6 317 252 26,0

Marokko 51 61 50 1,8 209 213 – 2,3

Saudi-Arabien 505 468 457 10,7 2.077 1.825 13,8

Südafrika 595 e 615 e 610 – 2,4 2.380 2.198 8,3

Vereinigte Arabische Emirate 246 211 181 35,6 839 879 – 4,5

Afrika/Mittlerer Osten 3.563 3.670 3396 4,9 13.961 13.305 4,9

China 68.835 70.250 67.419 2,1 271.863 264.715 2,7

Indien 7.015 e 7.250 e 6.659 5,3 27.764 27.080 2,5

Japan 8.939 9.729 9.169 – 2,5 36.505 35.806 2,0

Südkorea 6.098 6.127 5.501 10,8 23.770 22.087 7,6

Taiwan, China 1.890 e 1.950 e 2.035 – 7,1 7.399 7.419 – 0,3

Asien 92.777 95.306 90.783 2,2 367.301 357.107 2,9

Australien 342 417 399 – 14,2 1.498 1.586 – 5,5

Neuseeland 71 72 68 4,0 289 296 – 2,4

Ozeanien 413 489 467 – 11,5 1.787 1.881 – 5,0

Gesamt (65 Länder) 136.626 141.335 134.346 1,7 543.025 529.576 2,5

stahlmarkt 06.2014


8 K

SEITENBLICK

Mut gefasst

Lange hatte der Mittelstand nur zögerlich investiert – aus Furcht vor den

Folgen der Finanzkrise. Doch inzwischen haben viele kleine und mittelgroße

Unternehmen Mut gefasst und erweitern ihre Kapazitäten. Bei der

Finanzierung können sie auf ihre gestärkte Kapitalbasis zurückgreifen.

Aber ohne fremde Mittel geht es dennoch meist nicht.

WW K Mit den verbesserten konjunkturellen

Aussichten fasst auch der Mittelstand wieder

Mut. Gut die Hälfte der etwa 4.000 vor

Kurzem von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform

befragten Unternehmen will ihre

Kapazitäten erweitern – so viele wie seit

Langem nicht mehr. Diese Erkenntnisse

decken sich mit den Fakten. Nach Zahlen

der staatseigenen Förderbank KfW sind die

Unternehmensinvestitionen in den letzten

drei Monaten des Jahres 2013 erstmals seit

fünf Quartalen wieder gestiegen. Bisher hatten

viele Betriebe Erweiterungspläne zurückgestellt

– wegen der Finanzkrise in Europa,

aber auch wegen gedämpfter Er wartungen

in den Schwellenländern.

Inzwischen schauen sie jedoch wieder

optimistischer in die Zukunft. Das wiederum

macht den Banken Hoffnung, bald mehr

neue Kredite vergeben zu können. Das Problem

ist, dass die Kreditinstitute viele kleine

Unternehmen oft nicht auf dem Radar

haben. Denn sie kümmern sich vornehmlich

um größere Adressen. Mit der Folge, dass

Mittelständler mitunter Probleme haben,

Investitionen zu finanzieren. Wie die Kunden

des baden-württembergischen Lasermaschinenherstellers

Trumpf. Dessen Klientel

erwirtschaftet nach Auskunft der ge -

schäftsführenden Gesellschafterin Nicola

Leibinger-Kammüller zu 80 % einen Umsatz

von allenfalls 5 Mill. €. Zu wenig, um von

den Banken eine bis zu 500.000 € teure

Lasermaschine finanziert zu bekommen. Die

Trumpf-Eigentümerfamilie Leibinger hat da -

rauf vor Kurzem reagiert und eine Spezialbank

gegründet: ein europaweit arbeitendes

Finanzinstitut, das den Kunden die

Geräte direkt finanziert. Das fördert den

eigenen Absatz und verhilft vielen Betrieben

zu einer Ausstattung, die sie sonst nicht

finanziert bekommen hätten.

Tatsächlich ist die Investitionsfinanzierung

für viele Mittelständler eine Herausforderung.

Zwar hat mancher Betrieb die zuletzt

»

Heute

verfügen sehr viel

weniger Unternehmen über

eine als besorgniserregend

geltende Eigenkapitalquote

von weniger als 10 %.

gute Auftrags- und Umsatzsituation auch in

verbesserte Erträge ummünzen können und

seine Kapitalbasis gestärkt. Aber ein neuer

Maschinenpark oder gar ein neues Werk

erfordern einen finanziellen Kraftakt, der

sich meist nicht allein mit eigenen Mitteln

stemmen lässt. Aufgrund der aktuell niedrigen

Zinsen liebäugeln viele Unternehmen

mit einer Kreditfinanzierung – vorausgesetzt,

die Banken spielen mit. Wie stark

mancher Mittelständler davon in den vergangenen

Monaten bereits Gebrauch ge -

macht hat, zeigt sich beim Blick in die

Bilanzen. Die erhöhte Kreditaufnahme hat

dazu geführt, dass der Anteil des Eigenkapitals

am Betriebsvermögen zuletzt wieder

geschrumpft ist. Noch vor einem Jahr hatte

jedes dritte von Creditreform betrachtete

Unternehmen eine Eigenkapitalquote von

mehr als 30 % aufgewiesen – ein Niveau,

für das Experten die Note »gut« vergeben.

Aktuell weist diese Quote jedoch nur noch

jedes vierte Unternehmen auf. Helmut Rödl,

Vorstandsmitglied des Verbandes der Vereine

Creditreform, vermutet hinter dieser

Entwicklung allerdings noch einen anderen

Grund als die verstärkte Nachfrage nach

Fremdkapital: »Viele Unternehmer haben

zuletzt wieder mehr Geld aus ihrer Firma

entnommen, nachdem sie sich in wirtschaftlich

schlechteren Jahren mit Entnahmen zu -

rückgehalten haben.« Deutlich geschrumpft

ist der Anteil der ausreichend mit Eigenkapital

ausgestatteten Unternehmen vor allem

im verarbeitenden Gewerbe sowie unter

Dienstleistern.

Alarmierend ist die Situation nach Einschätzung

von Experten jedoch noch nicht.

Sie verweisen auf die langfristige Entwicklung.

Und da ist tatsächlich zu erkennen,

dass sich die Eigenkapitalsituation des Mittelstands

seit 2005 deutlich verbessert hat.

Heute verfügen sehr viel weniger Unternehmen

über eine als besorgniserregend geltende

Eigenkapitalquote von weniger als

10 %.

Eine Form der Mittelbeschaffung im Mittelstand

allerdings hat sich vorläufig erledigt:

die Ausgabe von Anleihen. Bereits 16

Unternehmen und 21 Anleihen von etwa

120 Mittelstandspapieren sind notleidend

geworden. Das heißt, die Anleger erhalten

nicht die bei der Ausgabe versprochenen

Zinsen. Und die Misere ist keineswegs auf

Unternehmen aus der Wind- und Solarbranche

beschränkt – dort hatten die Schieflagen

vor mehr als einem Jahr ihren Anfang

genommen. Inzwischen hat es auch Vertreter

anderer Branchen getroffen. Investoren

sehen in den Papieren mehr Risiken als

Chancen und halten Abstand.

Immerhin: Um das Tagesgeschäft zu

finanzieren, benötigen Mittelständler immer

seltener Hilfe von Dritten. Denn das Zahlungsverhalten

ihrer Kunden hat sich zuletzt

deutlich verbessert. ber (sm 14060774) K

stahlmarkt 06.2014


10 K Steel International

Stahl ist weltweit stärker gefragt

worldsteel prognostiziert für dieses Jahr und 2015 Zuwächse

Brüssel. Der weltweite Stahleinsatz wird in diesem Jahr um 3,1 % auf

etwa 1,527 Mrd. t steigen, nachdem bereits im Vorjahr ein Plus von 3,6 %

verzeichnet worden war. 2015 soll ein weiterer Anstieg um 3,3 % auf

1,576 Mrd. t erfolgen. Davon geht die World Steel Association (worldsteel)

in ihrem Kurzfristausblick 2014 – 2015 aus. In die Betrachtung einbezogen

sind sowohl die in den einzelnen Ländern produzierten Stähle als auch

Importe.

WW K Im vergangenen Jahr war mehr Stahl

nachgefragt worden, als der internationale

Stahlverband erwartet hatte. Hans Jürgen

Kerkhoff, Vorsitzender des worldsteel-Wirtschaftskomitees,

begründet dies mit der

überraschend guten Entwicklung in den

Industrieländern im zweiten Halbjahr. Zum

einen erholte sich die Wirtschaft in den USA.

Zum anderen durchschritt Europa die Talsohle.

Kerkhoff rechnet deswegen damit,

dass die Stahlnachfrage in der Eurozone

2014 wieder zunehmen wird. Er befürchtet

aber auch negative Entwicklungen. So

kämpfen einige Schwellenländer weiterhin

mit strukturellen Problemen und leiden

unter den schwankenden Finanzmärkten.

Außerdem tritt die chinesische Regierung

immer noch auf die Wachstumsbremse.

Aus diesen Gründen erwartet der Stahlverband

2014 nur einen unter dem Vorjahresniveau

liegenden Anstieg des Stahleinsatzes.

Im kommenden Jahr soll das Wachstum

aber wieder etwas höher ausfallen, da sich

die meisten Industriestaaten erholen und

auch die Situation in den Schwellenländern

besser wird. Da China aber auch 2015 we -

niger Stahl als bislang nachfragen wird,

wächst der globale Stahleinsatz nur geringfügig

schneller als 2014.

Über den Berg ist die Stahlindustrie nach

Einschätzung des Verbandes noch nicht.

Kerkhoff bezeichnet die wirtschaftliche

Erholung in Europa lediglich als »leicht«. Sie

sei begleitet von vielen Schulden und hoher

Arbeitslosigkeit. Auch die strukturellen Probleme

in den Schwellenländern würden sich

nicht kurzfristig lösen lassen. Aus diesem

Grund seien die Volkswirtschaften noch sehr

zerbrechlich und anfällig für Erschütterungen

von außen. Zudem sind die politischen

Verhältnisse in vielen Entwicklungsländern

unstabil. Die Krimkrise wirkt sich beispielsweise

negativ auf die Prognose für die GUS-

»

Die

europäische Wirtschaft

hat die Talsohle durchschritten.

Wir erwarten, dass 2014 die

Stahlnachfrage wieder steigt.

Hans Jürgen Kerkhoff, Vorsitzender des

worldsteel-Wirtschaftskomitees

Staaten aus. Auch die hohen Schulden in

China und der Immobilienboom bereiten

den Marktforschern Sorgen.

Die globale Stahlnachfrage erholt sich

zwar weiter. Das Wachstum pendelt sich

aber auf einem geringen Niveau ein. Andauernde

Unsicherheiten und Schwankungen

schaffen der Stahlindustrie sehr herausfordernde

Rahmenbedingungen.

Nachdem die chinesische Regierung mit

Infrastrukturaufträgen den Stahleinsatz im

vergangenen Jahr um 6,1 % erhöht hat,

rechnet worldsteel in diesem Jahr wegen der

eingeleiteten Dämpfungsmaßnahmen nur

noch mit einem Plus von 3,0 % auf 721,2

Mill. t. 2015 wird nur noch ein Zuwachs von

2,7 % erwartet. In Indien taxiert der Verband

den Anstieg der Stahlnachfrage 2014

um 3,3 % auf 76,2 Mill. t. Vor allem die

Baubranche und die herstellende Industrie

rechnen mit vermehrten Aufträgen. Ge -

dämpft wird die po sitive Entwicklung von

der hohen Inflation und strukturellen Problemen.

Trotz des unsicheren Wahlausgangs

hält worldsteel 2015 einen weiteren Anstieg

des Stahleinsatzes um 4,5 % für möglich.

Hintergrund sind Hoffnungen auf strukturelle

Reformen. Im Jahr 2013 war die Stahlnachfrage

nur um 1,8 % gewachsen.

Ganz anders soll sich die Lage in Japan

entwickeln. Während sich der Stahleinsatz

aufgrund der guten Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts

2013 um 2 % erhöht hatte,

rechnet der Verband in diesem Jahr mit

einem Rückgang um 1 % auf 64,6 Mill. t.

Vor allem die Konsumsteuer dürfte sich

negativ auswirken, da sie die Bau- und

Automobilbauindustrien belastet. 2015 wird

ein leichter Anstieg der Stahlnachfrage um

0,5 % erwartet. In den USA rechnet der Verband

bereits 2014 mit einer Trendwende.

Während der Stahleinsatz im vergangenen

Jahr um 0,6 % gesunken war, soll er nunmehr

um 4 % auf 99,4 Mill. t und 2015 um

weitere 3,7 % steigen. Die Maßnahmen der

Federal Reserve Bank unterstützen bislang

das Wachstumsszenario. Allerdings könnten

sich künftige geldpolitische Entscheidungen

auch negativ auswirken.

Die 28 betrachteten EU-Staaten, die 2013

einen Rückgang des Stahlbedarfs von 0,2 %

verzeichneten, sollen in diesem Jahr aufgrund

einer besseren Auftragslage der Bauindustrie

3,1 % mehr Stahl nachfragen.

Dabei entwickeln sich die Mitgliedstaaten

sehr unterschiedlich. worldsteel rechnet

aber damit, dass Südeuropa das Schlimmste

überstanden hat. In Deutschland soll das

Plus bei 4,5 % liegen, in Italien bei 2,6 %,

in Frankreich bei 1 % und in Spanien bei

3 %. Im Jahr 2015 dürfte sich die Lage in

Europa weiter verbessern und zu einem

Anstieg der Stahlnachfrage um 3 % führen.

Für die GUS-Staaten sieht worldsteel 2014

nur einen Anstieg der Stahlnachfrage um

1,1 % auf 59,5 Mill. t. Im Jahr 2015 taxiert

der Verband das Wachstums dann aber auf

3,7 %, bedingt durch ein kräftiges Plus in

Russland von 4,4 %.

(sm 14060688) K

stahlmarkt 06.2014


Steel International K 11

US-Stahlproduktion wieder

auf vollen Touren

Nach einem harten Winter ist die Konjunktur

angesprungen

New York (bln). Während der Kalender in diesem Jahr längst den Frühling

eingeläutet hatte, litt der größte Teil Nordamerikas noch immer unter dem

kältesten und schneereichsten Winter der letzten drei Jahrzehnte. In vielen

Teilen der USA fielen alle drei oder vier Tage neue Schneemassen und

legten den Verkehr und Sektoren der Wirtschaft völlig still.

WW K Nicht mangelnde Nachfrage in den

wichtigsten Industriezweigen oder von Seiten

der Konsumenten, sondern vereiste und

verschneite Straßen, Seewege, Flughäfen

und Schienenwege kühlten die vordem ge -

sundende Konjunktur ab. Besonders betroffen

war auch die Stahlindustrie, die noch im

April auf dringend benötigte Eisenerzlieferungen

aus dem Gebiet nahe der eingefrorenen

»Großen Seen« zwischen Kanada und

den USA wartete. Besonders betroffen war

der größte integrierte Stahlhersteller US

Steel, der wegen verspäteter Eisenerzlieferungen

die Produktion in seinem größten

Werk in Gary, Indiana, stoppen musste. In

einem Brief an seine Kunden erklärte das

Unternehmen, dass die Produktionsunterbrechung

beispiellos und nicht vorherzusehen

gewesen sei. Weil Eismassen die normale

Operation von Frachtschiffen auf den

»Großen Seen« einige Wochen früher als

gewöhnlich stoppten und die Wiedereröffnung

des Seeweges verspätete, verbrauchte

das Gary-Werk die vorhandenen Lagerbestände,

lange bevor Eisbrecher den Weg für

die Lieferung von Eisenerzen freimachten.

Erst Ende April erreichten die ersten Auslieferungen

ihr Ziel mit dem Gros des Rohmaterials.

Während das Unternehmen keinen

möglichen Termin für die Wiederinbetriebnahme

des Gary-Werkes nannte,

erwarteten Beobachter, dass erst Mitte des

Sommers mit der vollen Produktion zu rechnen

sei.

Ein Unglück kommt selten allein

US Steel beklagte obendrein den Ausfall des

Great-Lakes-Werkes in Ecorse, Michigan, in -

folge zweier Unfälle innerhalb einer Woche.

Im schwersten dieser Unfälle wurde ein

Kranführer getötet, als der Kran nahe einem

Hochofen das Gleichgewicht verlor und

umfiel. Ob die harschen Witterungsverhältnisse

in diesem Fall sowie beim Einbrechen

eines Gebäudedachs durch die Last eines

fallenden, riesigen Rohres eine Rolle spielten,

wird die Untersuchung der staatlichen

Behörde für Arbeitsplatzsicherheit entscheiden.

Für US Steel jedoch bedeuteten diese

Ermittlungen einen mehrwöchigen Produktionsausfall.

Das Gary-Werk mit einer Jahresproduktion

von 7,5 Mill. t und das Great-Lakes-

Werk mit einem jährlichen Produktionsvolumen

von 3,8 Mill. t beliefern in der Hauptsache

die Automobilindustrie. Auch mit

einer schnelleren Wiederaufnahme der

Produktion als erwartet, prophezeien einige


12 K Steel International

Beobachter Lieferengpässe. Die ersten An -

zeichen für stärkere Nachfrage waren denn

auch längere Lieferzeiten und Preisanhebungen

– insbesondere für Bleche.

Positiver Trend setzte sich fort

Während integrierte Hüttenwerke in der

Hauptsache langfristige Lieferverträge mit

Autoherstellern haben und entsprechend an

die Vertragspreise gebunden sind, dürften

Minihütten von der sich abzeichnenden

Blechknappheit profitieren. Denn sie setzen

einen größeren Teil ihrer Produktionen auf

dem Spotmarkt ab, wo Preise rasch auf

Angebot und Nachfrage reagieren. Chinesische

und türkische Hersteller offerierten

bereits im April verstärkt Blechprodukte zu

Preisen, die deutlich unter den Inlandpreisen

lagen. Aber so attraktiv solche Offerten

auch waren, Stahlkunden mussten mit mo -

natelangen Lieferzeiten rechnen.

Zur gleichen Zeit, da Stahlblech aus der

Türkei interessant für Stahlverwender wurde,

verhängte das US-Handelsministerium

vorläufige Dumpingstrafzölle gegen Betonstahlimporte

aus der Türkei sowie aus Mexiko.

Das war ein Sieg für das größte Minihüttenunternehmen

Nucor sowie eine Gruppe

kleinerer Minihütten (Commercial Metals,

Gerdau, Cascade Steel Rolling Mills und Byer

Steel), obwohl sie höhere Strafen als die für

türkischen Betonstahl verhängten 2,6 % er -

wartet hatten. Zufrieden waren sie dagegen

mit den Sonderzöllen auf mexikanische

Betonstahlprodukte in Höhe von bis zu

66,7 %.

Ob integrierte oder Minihüttenwerke –

wer in erster Linie die Automobilindustrie

beliefert, arbeitete im Frühjahr auf Hochtouren,

weil die Nachfrage der größten Stahlkunden

stark war. ArcellorMittals Werk in

Cleveland, beispielsweise, arbeitete mit voller

Kapazitätsnutzung und erwartete das

gleiche Produktionsvolumen für das ganze

Jahr. Republic Steel, ein anderer Stahlkocher

in Ohio, der Spezialstahl für die Autoindustrie

herstellt, rechnet mit einer Umsatzsteigerung

2014. Das Unternehmen nahm in

diesem Jahr auch einen neuen Elektroofen

in Betrieb, der die Kapazität für von der Erdöl-

und Erdgasindustrie benötigte Bohrprodukte

vergrößert.

Schäden an Straßen und Brücken

Wie die Autoindustrie blieben auch die Erdöl-

und Erdgasindustrie ein Lichtblick in den

Stahl verwendenden Industrien, obwohl der

harsche Winter Bohrprojekte stilllegte und

den Transport von Gas und Öl verlangsamte.

Die Schäden, die Eis und Schnee vor allem

auf Straßen und an Brücken anrichteten,

werden viele Gemeinden und Bundesstaaten

zu beschleunigten Überholungen und Neubauten

zwingen. Wichtiger für die Stahlindustrie

wäre jedoch eine Entscheidung

Washingtons, neue Mittel für den ausgeschöpften

Autobahnfonds aufzubringen.

Dem von der Benzinsteuer finanzierten

Fonds, der für die Instandhaltung von Bundesstraßen

und ihre über 600.000 Brücken

verantwortlich ist, droht im Herbst die Insolvenz.

Weil die Amerikaner angesichts höherer

Benzinpreise weniger Auto fahren und

ihre Fahrzeuge weniger Benzin verbrauchen,

fließen weniger Steuern in den Autobahnfonds.

Der Kongress weigerte sich bisher, die

Benzinsteuern zu erhöhen oder den Fonds

mit anderen Mitteln aufzustocken.

Rd. 10 % oder 63.000 der Brücken im

langen Netz der Autobahnen sind dem US-

Transportministerium zufolge überholungsbedürftig.

Täglich fahren 250 Mill. Personenwagen,

Laster und Omnibusse über diese

Brücken. In den vergangenen zehn Jahren

wurden 89 Mill. USD aus dem Autobahnfonds

für Brückenreparaturen zur Verfügung

gestellt – nicht genug, um das Gros

der Brücken mit Bauschäden sicher zu

machen.

(sm 14060773) K

L STEEL TICKER

WORLDSTEEL VERÖFFENTLICHT

NACHSCHLAGE WERK

ÜBER ROHSTOFFE

Brüssel. Der internationale Stahlverband

worldsteel hat ein Nachschlagewerk über den

Einsatz von Rohstoffen in der Stahlindustrie veröffentlicht.

Der Bericht, der in Zusammenarbeit

mit Verbandsmitgliedern, Rohstoff- und Ausrüstungslieferanten

entstanden ist, beschreibt alle

Herausforderungen, die Stahlerzeuger beim Einsatz

unterschiedlicher Rohstoffqualitäten beachten

müssen.

In dem Werk gibt worldsteel einen Überblick

über alle bekannten Rohstoffvorkommen. Außerdem

werden technische Möglichkeiten zur Verarbeitung

unterschiedlicher Qualitäten beschrieben.

Besondere Beachtung finden minderwertige

Rohstoffe und Reduktionsverfahren, die die

Roheisenerzeugung effizienter gestalten. Nach

Einschätzung des Verbandes können Stahlerzeuger

anhand dieses Berichtes ihren Einkauf und

Einsatz von Rohstoffen überprüfen und gegebenenfalls

neue Strategien entwickeln.

Die Studie gliedert sich in die Bereiche Eisenerz,

Kohle / Kokskohle und Eisenerzeugung. In

den beiden Rohstoffkapiteln listet worldsteel

regionale und globale Rohstofflagerstätten auf

und beschreibt unterschiedliche Verarbeitungstechnologien.

Im Abschnitt über die Roheisenerzeugung

stehen einzelne Verarbeitungsschritte

und besonders gelungene technische Verfahren

im Mittelpunkt.

Der Bericht »Raw Materials Improvement

Report« kann über die Verbandshomepage

www.worldsteel.org als PDF-Datei erworben

werden.

(sm 14060690) K

TÜRKEI PLANT NACHHALTIGE

WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG

Istanbul. Die Türkei kann sich in den nächsten

drei Jahren auf ein gemäßigtes Wirtschaftswachstum

einstellen, wie aus einem mittelfristigen

Programm der türkischen Regierung hervorgeht.

So wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des

Landes laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten

Ali Babacan 2014 um 4 % und in den

darauffolgenden beiden Jahren um jeweils 5 %

wachsen. Mithilfe des moderaten Wirtschaftswachstums

und einer Anhebung der inländischen

Sparquote in diesem Zeitraum von 13,8 %

auf 16 % will die Regierung das traditionell hohe

Leistungsbilanzdefizit des Landes verringern. Die

Inflation soll dem Wirtschaftsprogramm zufolge

von 5,3 % in diesem Jahr auf 5,0 % im Jahr 2016

zurückgehen.

(sm 1401037) K

stahlmarkt 06.2014


Steel International K 13

Kunden verlangen lokale Präsenz

voestalpine investiert mehr als 100 Mill. € in neue Standorte

Linz. Der voestalpine-Konzern hat einen neuen Standort der Metal Forming

Division in East London, Südafrika, eröffnet: ein Werk für hochqualitative

Automobilkomponenten. Das Werk stellt den jüngsten Umsetzungsschritt

einer Globalisierungsstrategie im Automotivebereich dar. In die Anlage

in Südafrika sowie in zusätzliche Werke in China, den USA, Rumänien und

Deutschland investiert voestalpine deutlich über 100 Mill. €.

WW K Mit dem neuen Werk der voestalpine

Stamptec South Africa eröffnete die Metal

Forming Division einen weiteren internationalen

Automotivestandort in unmittelbarer

Nähe zu den Produktionsstätten namhafter

Automobilhersteller. Das Produktportfolio

umfasst hochkomplexe Karosserieteile, wie

beispielsweise pressgehärtete Querträger.

»Auf Basis neuer Werkstoffe und Verformungsprozesse

haben wir es geschafft,

Komponenten zu erzeugen, die auch global

Alleinstellungsmerkmale haben. Mit ausgeprägter

Innovationsorientierung treiben wir

die Entwicklungen in der Weiterverarbeitung

konsequent voran. Sie bilden die Basis

einer langfristig angelegten Globalisierungsstrategie«,

sagte Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender

der voestalpine AG.

Im Geschäftsjahr 2012 / 13 erzielte der

voestalpine-Konzern bereits 44 % seines

Umsatzes von 11,5 Mrd. € im Bereich »Mo -

bilität«, etwa zwei Drittel davon in der Automobilindustrie.

»Mit dem nächsten Expansionsschritt

in Südafrika erfüllen wir die

steigenden Anforderungen unserer Kunden

nach lokaler Präsenz. Ziel ist es, unsere

Hauptabnehmer vor allem im Premiumsegment

weltweit mit der gewohnten Qualität

bedienen zu können«, erklärte Herbert

Eibensteiner, Vorstandsmitglied der voestalpine

AG und Chef der Metal Forming Di -

vision.

140 Mill. € Rekordbudget

für voestalpine-Forschung

Inzwischen hat der Konzern mit der Eröffnung

eines weiteren, wesentlich größeren

Produktionsstandortes für höchstfeste Ka -

rosserieteile in Cartersville, Georgia (USA),

bereits den nächsten Globalisierungsschritt

im Automotivebereich der Metal Forming

Di vision unternommen. Das US-Werk wird

die neue zentrale Basis der automotiven

Aktivitäten der voestalpine in Nordamerika

darstellen.

Zur langfristigen Absicherung des Erfolges

von Investitionsvorhaben in technologisch

anspruchsvollsten Produktbereichen hebt

voestalpine sein Budget für Forschung und

Entwicklung für das Geschäftsjahr 2014 / 15

auf ein Rekordniveau von über 140 Mill. €

an.

In den vergangenen zehn Jahren stiegen die

F & E-Ausgaben jährlich um durchschnittlich

rd. 11 %. Seit 2003 haben sich die Aufwendungen

damit von 48 Mill. € auf 140 Mill. €

fast verdreifacht. »Forschung, Entwicklung

und Innovation haben im voest alpine-Konzern

höchste Priorität. Denn nur mit Spezialisierung

in Verbindung mit Technologieund

Qualitätsführerschaft sichern wir unsere

Zukunft als internationaler Spieler in

anspruchsvollsten Produktsegmenten ab«,

so Eder. Aktuell betreibt voestalpine etwa

150 Forschungsprojekte in 21 Ländern, die

gemeinsam mit etwa 70 Universitäten

beziehungsweise Forschungseinrichtungen

durchgeführt werden. Über 700 F & E-Experten

an 53 Forschungsstandorten sind in diesem

Bereich weltweit tätig. Ins besondere für

den automobilen Leichtbau liefert voestalpine

bereits seit Jahren per manent zu -

kunftsweisende Innovationen im Bereich der

höchstfesten Stähle. So werden beispielsweise

mit neu entwickelten Multiphasenstählen

für die nächsten Karosseriegenerationen

(AHSS HD-Stähle – Advanced High-

Strength Steels High Ductility) um bis zu

60 % bessere Umformeigenschaften erzielt.

Diese ermöglichen bei der Kaltverformung

einen erheblichen zusätzlichen Festigkeitssprung

nach oben und erhöhen damit die

Sicherheit. Zum Einsatz kommen diese Stähle

künftig bei Türen, Klappen sowie sichtbaren

Außenhautteilen wie zum Beispiel

Seitenwänden.

www.voestalpine.com

/

(sm 14060535) K

stahlmarkt 06.2014


14 K Steel International

Gewindestahlsysteme aus Bayern

am Drei-Schluchten-Staudamm

Annahütte baut mit am weltgrößten Schiffshebewerk in China

Singapur. Mit einer Hubhöhe von 113 m entsteht derzeit am Drei-

Schluchten-Staudamm in China das größte vertikale Schiffshebewerk der

Welt. Der Stahl zur Befestigung der Hebeschiene stammt aus dem

Stahlwerk Annahütte im bayerischen Hammerau.

WW K »Von den Fundamenten der Berliner

Regierungsbauten bis zum neuen World

Trade Center in New York finden sich Ge -

windestahlsysteme der Annahütte weltweit

im Einsatz. Wir freuen uns, dass wir auch

beim Megaprojekt Drei-Schluchten-Staudamm

am Yangtse eine im wahrsten Sinn

des Wortes tragende Rolle spielen«, so

Annahütte-Geschäftsführer Peter Meyer.

Das Schiffshebewerk des gigantischen Bauwerks

weist bauliche Besonderheiten auf,

die sich von allen bisherigen Schiffshebewerken

deutlich unterscheiden: Die maximale

Hubhöhe ist mit 113 m etwa dreimal

so groß wie die von Schiffshebewerken in

Deutschland und die mit Gegengewichten

zu bewegende Massen (2 x etwa 15.000 t)

sind deutlich größer als bei bisher ausgeführten

Anlagen. Die größte Schiffskammer

ist 132 m lang und 23 m breit, hat eine Tiefe

von 3,5 m und eine Kapazität von 3.000 t.

Das Gesamtgewicht, das gehoben werden

kann, beträgt 34.000 t.

Als Teil einer riesigen Stauanlage mit

Kraftwerken, Hochwasserentlastung und

zwei Schleusentreppen ist zudem mit kurzfristigen

betrieblichen Wasserspiegelschwankungen

von bis zu 50 cm in der Stunde zu

rechnen. Dazu kommen hydrologisch be -

dingte Wasserspiegelschwankungen von

30 m im Oberwasser und 11,8 m im Unterwasser,

die besondere bauliche Maßnahmen

an den oberen und unteren Haltungen er -

fordern.

Komplettsystem für Hebeschiene

Die SAS-Gewindestahllösungen der Annahütte

kommen zur Befestigung der Hebeschiene

zum Einsatz: Eine Schraubspindel

läuft in einem Stahlschaft, hebt dabei das

enorme Gewicht und bietet im Ausnahmefall

ein sicheres Stoppsystem. Dieser Stahlschaft

wird mit den SAS-Spanngliedern am

Bauwerkbeton befestigt, der die extremen

Lasten aufnimmt und weiterleitet. Das deutsche

Unternehmen lieferte das Komplettsystem

aus 708 Spanngliedern mit einem

Durchmesser von 36 mm sowie Zubehör,

bestehend aus Platten, speziellen Ankermuttern

und projektbezogenen Korrosionsschutzkappen.

Mit den Bauarbeiten des Schiffshebewerkes

in der Nähe der Stadt Yichang in der

chinesischen Provinz Hubei wurde bereits

2010 begonnen, die Fertigstellung ist für

Ende 2014 geplant. Für die Umsetzung vor

Ort ist SAS Asia, das Tochterunternehmen

der Annahütte mit Sitz in Singapur, zuständig.

Der Drei-Schluchten-Staudamm ist ein

Beton-Schwergewichtsdamm mit einer

Dammlänge von 2.310 m und einer Höhe

von etwa 140 m. Er ermöglicht die Schiffbarkeit

des längsten Flusses Asiens auf

660 km Länge. Das Schiffshebewerk ist vorrangig

für die Passagierschifffahrt bestimmt.

www.annahuette.com

/

(sm 14060675) K

(14060675/1)

Die maximale Hubhöhe der im Bau

befindlichen Anlage ist mit 113 m

etwa dreimal so groß wie die von

Schiffshebewerken in Deutschland

(Foto: Annahütte).

stahlmarkt 06.2014


Steel International K 15

EUROFER kritisiert neue EU-Vorschriften

Brüssel. Der europäische Stahlverband EUROFER hat die neuen EU-Vorschriften für staatliche Beihilfen

zur Förderung erneuerbarer Energien kritisiert. Viele energieintensive Industrien müssten nun mit weiteren

K ostensteigerungen rechnen, so Verbandspräsident Gordon Moffat. Die EU-Kommission hatte Anfang April

beschlossen, dass Unternehmen mit einem besonders hohen Stromverbrauch 15 % der regulären Umlage

zahlen müssen. Die Regeln sollen vom 1. Juli 2014 bis Ende 2020 gelten.

WW K Der Dachverband der Stahlerzeuger

moniert vor allem, dass die Energiekosten in

der EU bereits vor Inkrafttreten der neuen

Vorschriften wesentlich höher sind als in

anderen Ländern. Aus diesem Grund seien

europäische Unternehmen im internationalen

Wettbewerb bereits ins Hintertreffen

geraten. »Wir können keine global gehandelten

Güter wie Stahl erzeugen, wenn es

so horrende Kostenunterschiede gibt«, klagte

Moffat. Europäischer Strom sei doppelt

so teuer wie Strom aus den USA.

EUROFER zufolge wirkt sich die europäische

Umweltpolitik am stärksten auf die

Energiepreise aus. So hätten die bereits ge -

währten Beihilfen für erneuerbare Energien

die Energiemärkte völlig aus dem Gleichgewicht

gebracht. Seit dem Jahr 2008 sind

viele öffentliche Investitionen in die Förderung

erneuerbarer Energien, wie Wind- und

Solarenergie, geflossen. Zudem haben Mitgliedstaaten

Infrastrukturprojekte im Energiebereich

und Maßnahmen zur Sicherstellung

von Energielieferungen subventioniert.

Vor diesem Hintergrund bezeichnet

der Verband der Stahlerzeuger die neuen

EU-Vorschriften zwar als äußerst wichtige

Grundlage für energieintensive Industrien,

nennt die Maßnahmen aber als unzureichend.

Die neuen Leitlinien geben vor, welche

Energie- und Umweltprojekte künftig

noch staatlich gefördert werden dürfen. Sie

sollen Mitgliedstaaten helfen, geeignete

Schritte zum Erreichen der für das Jahr 2020

definierten Klimaziele zu finden. Außerdem

sollen sie sicherstellen, dass die Maßnahmen

kosteneffektiv sind und keine Wettbewerbsverzerrungen

herbeiführen.

Die Abgaben für die Förderung erneuerbarer

Energien, mit denen EU-Staaten die

Kosten aus der Stromerzeugung aus diesen

Energiequellen auf die Endverbraucher

umlegen, hatten sich in den vergangenen

Jahren immer stärker in den Energiekosten

der Industrie niedergeschlagen. Für sehr

energieintensive Unternehmen, zu denen

auch Stahlerzeuger zählen, sind sie eine sehr

große Belastung.

(sm 14060723) K

stahlmarkt 06.2014


16 K Steel International


Umsetzung der BauPVO

TÜV SÜD informiert über richtige Umsetzung

München. Mit dem vollständigen Inkrafttreten der EU-Verordnung

Nr. 305/2011 (BauPVO) ergeben sich für Hersteller und Inverkehrbringer

von Bauprodukten wichtige Änderungen. Insbesondere beim Bereitstellen

von Stahl- und Aluminiumkonstruktionen im Geltungsbereich der

DIN EN 1090-1 besteht noch Ungewissheit. TÜV SÜD zeigt auf, welche

Fehler unbedingt vermieden werden sollten.

WW K Spätestens ab Juli 2014 ist eine CE-

Kennzeichnung verpflichtend, um tragende

metallische Bauprodukte auf dem europäischen

Binnenmarkt in Verkehr zu bringen.

Dann sind tragende Teile aus Stahl und Aluminium

konform zur neuen DIN EN 1090-1

in Verbindung mit der DIN EN 1090-2 für

Stahl bzw. der DIN EN 1090-3 für Aluminium

herzustellen. Auch Grundwerkstoffe

und Schweißzusätze, die zukünftig in Europa

nach DIN EN 1090 (Teil 2 und 3) im bauaufsichtlichen

Bereich eingesetzt werden,

müssen entweder auf Basis der entsprechenden

harmonisierten Normen oder auf

Basis einer Europäischen Technischen Zu -

lassung (ETA) hergestellt und mit dem CE-

Kennzeichen versehen werden.

»Um Haftungsfragen im Schadensfall ausschließen

zu können beziehungsweise nicht

den Ausschluss bei Ausschreibungsverfahren

zu riskieren, sollten sich Hersteller und

Inverkehrbringer von Bauprodukten mit den

öffentlich-rechtlichen Vorgaben auseinandersetzen«,

sagt Michael Dey, Leiter der

Zertifizierungsstelle für metallische Bauprodukte

der TÜV SÜD Industrie Service GmbH.

Die häufigsten Fehler in der Praxis:

1. Nichteinhaltung der öffentlich-rechtlichen

Vorgaben

Die Vorgaben sind einzuhalten, ungeachtet

dessen, ob ein Hersteller oder Inverkehrbringer

seine Produkte an private Kunden vertreibt

oder an öffentlichen Ausschreibungen

teilnimmt. Somit sind die Anforderungen

der BauPVO beziehungsweise Landesbauordnung

sowohl im privaten als auch im

öffentlichen Bereich zu berücksichtigen.

Demnach haben Hersteller und Inverkehrbringer

von tragenden Stahl- und Aluminiumkonstruktionen

ihre werkseigene Produktionskontrolle

nach DIN EN 1090-1 durch

eine Zertifizierungsstelle anerkennen zu

lassen, um die Produkte mit dem CE-Kennzeichen

versehen zu können. Im Schadensfall

können rechtliche Konsequenzen drohen,

falls die Zertifizierung fehlt.

(14060616/1)

Bei vielen Herstellern

von Stahl- und

Aluminiumkonstruktionen

herrscht

im Geltungsbereich der

DIN EN 1090-1 noch

Ungewissheit, wie die

Anforderungen der

BauPVO adäquat

umgesetzt werden

können (Foto: TÜV SÜD).

2. Keine Übernahme der Verantwortung für

Untervergaben

Im Rahmen der Fertigung von tragenden

Stahl- und Aluminiumprodukten kommt es

immer wieder vor, dass Unterlieferanten wie

Statiker oder Beschichtungsbetriebe mitbeauftragt

werden. Bei dem eigentlichen Hersteller

beziehungsweise Inverkehrbringer

bleibt jedoch stets die Gesamtverantwortung.

Er muss dafür sorgen, dass die Unterlieferanten

seinen Vorgaben entsprechend

arbeiten und die Anforderungen der DIN EN

1090-1 an die werkseigene Produktionskontrolle

erfüllen. Möglich ist das etwa durch

Lieferantenaudits oder die Vorlage entsprechender

Qualifikationen des Lieferanten.

3. Keine Ausstellung einer Leistungserklärung

nach den Vorgaben der BauPVO

Die BauPVO ist die Nachfolgerin der Bauproduktenrichtlinie.

Sie fordert gemäß Artikel 4

stahlmarkt 06.2014


Steel International K 17

die Erstellung einer Leistungserklärung als Basis der CE-Kennzeichnung

und keine Konformitätserklärung mehr. In der Leistungserklärung

ist mindestens ein Verwendungszweck anzugeben.

Außerdem müssen die Vorgaben des Artikels 6 der Verordnung

hinsichtlich des Inhaltes berücksichtigt werden.

4. Fehlende Gestaltung der CE-Kennzeichnung nach den Vorgaben

der BauPVO

Im Rahmen der Gestaltung der CE-Kennzeichnung im Geltungsbereich

der Bauproduktenrichtlinie waren für tragende Stahl- und

Aluminiumkonstruktionen informative Angaben im Anhang ZA der

DIN EN 1090-1 zu finden. Der Anhang steht jedoch nicht ganz im

Einklang mit den Vorgaben der aktuellen BauPVO. Enthalten sollte

die CE-Kennzeichnung daher unbedingt die in Artikel 9 der Verordnung

genannten Angaben, wie einen Verweis auf die geltende Leistungserklärung.

Im Anhang ZA können weitere Angaben folgen.

5. Nichtausführen der Unterstützungen von Behältern

nach DIN EN 1090, Teil 2

Im Rahmen der Fertigung von Behältern nach Druckgeräterichtlinie

sind Unterstützungen, die nicht direkt an die drucktragende

Umwandung angeschweißt werden, normalerweise nach den jeweiligen

Euro codes zu berechnen. Zudem sind sie nach den Vorgaben

der DIN EN 1090 auszuführen, wenn der rechnerische Nachweis

beziehungsweise die Ausführung nicht nach dem Regelwerk

AD 2000 erfolgte.

6. Nichtbeachtung der EN 1090-1 im Geltungsbereich

der Maschinen richtlinie

Ob die DIN EN 1090-1 für sie relevant ist, sollten auch Hersteller von

Maschinen, die in den Geltungsbereich der Maschinenrichtlinie fallen,

überprüfen. Laut Artikel 3 bzw. Artikel 5, Abschnitt 4 der

Maschinenricht linie sind auch andere Richtlinien im Rahmen der

Herstellung von Maschinen zu beachten, wenn von der Maschine

ausgehende Gefährdungen von diesen näher erfasst werden. Daher

hat der Hersteller im Zusammenhang mit der BauPVO zu hinterfragen,

ob Teile der Maschine als Bauprodukte im Sinne der BauPVO,

Artikel 2, Abschnitt 1 angesehen werden. Dann ist eine Zertifizierung

nach den Vorgaben der DIN EN 1090-1 erforderlich. Möglich

ist zudem auch in anderen Bereichen eine Berücksichtigung der Vorgaben

der DIN EN 1090-1.

7. Zu spätes Befassen mit den Vorgaben der EN 1090-1

In Europa endet die Übergangsfrist der DIN EN 1090-1 zwar erst

zum 1. Juli 2014. Ihre Anwendung ist jedoch in Deutschland durch

die Einführung der Eurocodes bereits seit Juli 2012 beziehungsweise

in einigen Bundesländern seit Januar 2014 Pflicht. Eine sinnvolle

und zeitnahe Vorbereitung auf eine Zertifizierung ist zielführend, da

die Anforderungen der EN 1090-1 an den Betrieb umfangreich und

teilweise komplex sind. Eine zu späte Vorbereitung kann wettbewerbs-

und sogar existenzrelevant werden.

www.tuev-sued.de/is/dinen1090

/

(sm 14060616) K

stahlmarkt 06.2014


Die Medienbildaktion hat am

8. Mai 2014 zwischen Reichstag und

Bundeskanzleramt stattgefunden

(Foto: Wirtschaftsvereinigung Stahl).

(14060788/1)

Industrie und Arbeitsplätze

nicht aufs Spiel setzen

Medienbild der Stahlindustrie zur Debatte

des EEG-Reformgesetzes im Bundestag

Düsseldorf. Die Stahlindustrie appellierte an die Mitglieder des Deutschen

Bundestages, die Fortführung der im Erneuerbare-Energien-Gesetz angelegten

Entlastungen energieintensiver Industrien zu unterstützen. »Energie intensive

Industrien wie die Stahlindustrie benötigen auch in Zukunft eine Härtefallregelung

der EEG-Umlage, um mit Unternehmen aus anderen Ländern

konkurrieren zu können«, forderte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der

Düsseldorfer Wirtschaftsvereinigung Stahl, Anfang Mai in Berlin.

WW K Ohne die Härtefallregelung müsste die

Stahlindustrie jährliche Zusatzzahlungen

von bis zu 700 Mill. € leisten. Die negativen

Folgen dieser Mehrbelastung würden auch

die Privathaushalte treffen. Denn die auf

Stahl aufbauenden Wertschöpfungsketten

stellen 3,5 Mill. Industriearbeitsplätze.

Der Verbandspräsident dankte der Bundesregierung

für ihren Einsatz in Brüssel,

dass die energieintensiven Industrien nicht

mit der vollen EEG-Umlage belastet werden

können. Bei der Umsetzung der EU-Vorgaben

in nationales Recht müsse nun darauf

geachtet werden, dass es nicht zu unverhältnismäßigen

Belastungen im internationalen

Wettbewerb komme. Der Vorschlag der

Bundesregierung gehe zwar grundsätzlich

in die richtige Richtung, sehe aber gegenüber

der bisherigen Entlastungsregelung

Einschnitte vor, die EU-rechtlich nicht erforderlich

wären. Somit wird es dadurch auch

in der Stahlindustrie zu höheren Kosten

kommen.

Heranrollende Kugel verkörperte

Energiekosten

Das Medienbild vor dem Bundestag aus

Anlass der 1. Lesung der EEG-Novelle im

Deutschen Bundestag verdeutlicht den Zu -

sammenhang zwischen politischen Stromkostenaufschlägen

und der industriellen

Wertschöpfung. Hohe Energiekosten – hier

verkörpert durch die heranrollende Kugel –

bedrohen nicht nur die Stahlindustrie mit

ihren 80 Standorten und rd. 90.000 Beschäftigten

in Deutschland. Sie bedeuten auch

für viele Branchen und ihre Arbeitsplätze

einen Wettbewerbsnachteil, die mit Stahl als

Grundwerkstoff arbeiten. Mit einer unverhältnismäßig

stark belasteten Stahlindustrie

würde selbst die Energiewende schwieriger

werden, denn die Stahlindustrie liefert z. B.

Hochleistungswerkstoffe für Windräder

oder Solaranlagen. Stahlarbeiter aus Duisburg,

Eisenhüttenstadt, Georgsmarienhütte

und Salzgitter sowie Vertreter der IG Metall

unterstützen die Härtefallregelung für die

Stahlindustrie.

Die Förderzahlungen für die erneuerbaren

Energien verursachen mittlerweile Kosten von

annähernd 24 Mrd. € im Jahr und erreichen

international ein beispielloses Niveau. Ziel der

stahlmarkt 06.2014


Steel International K 19

Reform müsse es daher sein, die Gesamtkosten

des Systems zu dämpfen, so Kerkhoff.

Der vorgelegte Gesetzentwurf enthalte zwar

Ansätze dafür, doch lasse wenig Hoffnung

auf eine Senkung der EEG-Umlage.

Das industrielle Geschäftsmodell in

Deutschland – mit seinen verflochtenen Produktionsketten

– beruht auf innovativen

Grundstoffen. Der in Deutschland produzierte

Stahl ist dank der dort getätigten

Investitionen in Produktion und Forschung

ein Hightechwerkstoff, der in seiner breiten

Anwendung hilft, Effizienzpotenziale zu

heben. Damit es so bleibe, dürfe die Politik

die Planungssicherheit der Stahlunternehmen

und deren finanzielle Spielräume nicht

durch zu hohe Energiekosten einschränken.

www.stahl-online.de

/

(sm 14060788) K

Anlagenbauer weitet Produktion in China aus

Mönchengladbach. SMS Meer Engineering China (SMEC) hat seine Produktionskapazität in Shanghai

vergrößert und bietet Kunden vor Ort verbesserte Produkte sowie Serviceangebote.

WW K Insgesamt investierte SMS Meer

10 Mill. € in die Errichtung einer neuen

Werkhalle mit einer Grundfläche von

12.500 m². »SMEC steht für deutsche Technologie

in China. Unsere international er -

fahrenen Kollegen und Techniker unterstützen

uns dabei, unser Angebot zu verbessern.

Durch die Erweiterung der Werkhalle

wird SMEC nahezu die doppelte Kapazität

haben. Wir werden auf dem chinesischen

Markt noch leistungsfähiger sein«, so Zuo-

Guo Xiao, CEO von SMS Meer China.

In der neuen Werkhalle werden unter an -

derem Komponenten für Draht- und Rohrwerke,

Schmiedetechnik und Adjus tageanlagen

hergestellt. Zusätzlich bietet SMEC

Services rund um Inbetriebnahmen und das

Anlagenmanagement der Kunden an. Durch

die Einstellung zusätzlicher Ingenieure, Servicemitarbeiter

und Produktspezialisten soll

sich die Zahl der Mitarbeiter am Standort

auf 500 erhöhen.

Auf dem Wachstumsmarkt China werden

Produktqualität und Prozesseffizienz laut

SMS Meer immer wichtiger. Auch steigen

die Anforderungen an das Equipment.

Dabei setzt das Land auf fortschrittliche

Technologie, um die Umwelt besser zu

schützen und den Energieverbrauch zu

reduzieren. SMS Meer zufolge sind bei Anlagenbetreibern

in China innovative Lösungen

des deutschen Unternehmens gefragt, die

im globalen Wettbewerb einen echten

Wettbewerbsvorsprung bieten.

www.sms-meer.com

/

(sm 14060679) K

Georgsmarienhütte zieht gemischte Jahresbilanz

Essen. Die Mehrheit der Unternehmen der Georgsmarienhütte Holding GmbH konnten im Geschäftsjahr 2013

wieder eine bessere Auftragssituation vorweisen, doch die Bereiche Maschinen- und Anlagenbau trüben das Bild.

WW K Die Georgsmarienhütte Holding GmbH

steigerte den konsolidierten Umsatz im Ge -

schäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr von

2,69 Mrd. € auf 2,71 Mrd. €. Das operative

Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich um 37 Mill. €

auf 148 Mill. €. Aufgrund von Sonderabschreibungen

in Höhe von 41 Mill. € verzeichnete

die Unternehmensgruppe einen

Verlust von 19 Mill. € (Vorjahr: 88 Mill. €).

Der Unternehmensbereich Maschinenbau ist

seit der Finanz- und Wirtschaftskrise mit

einer Nachfrage auf niedrigem Niveau konfrontiert.

Zudem leidet im Be reich Anlagenbau

die WeserWind GmbH Offshore Construction

Georgsmarienhütte unter fehlenden

Aufträgen. Der wechselhaften Situation

in ihren Märkten begegnet die Unternehmensgruppe

mit einer Neuausrichtung ihrer

organisatorischen Struktur. So wurden in den

vergangenen beiden Jahren die ehemals elf

Geschäftsbereiche durch Zusammenfassung

im Bereich Schmiedetechnik und Guss auf

acht reduziert. Mit den Maßnahmen will die

Georgsmarienhütte Holding GmbH die Prozesseffizienz

steigern, Kostensenkungen

generieren und die Positionierungen an den

Märkten weiter verbessern.

»Der Markt ist nach wie vor durch weltweite

Überkapazitäten geprägt. Zudem er -

schweren komplexe Erlös- / Mengenprobleme

in der Stahlindustrie deutschland- wie auch

weltweit eine Prognose. Die hohe Volatilität

der Einsatzstoffe hat ebenfalls einen wesentlichen

Einfluss auf die Preis- und damit Erlösentwicklung«,

so Peter van Hüllen, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte

Holding. Die Nachfrage und Auftragseingänge

der Unternehmensgruppe lägen im

ersten Halbjahr 2014 über den budgetierten

Werten, aber im Rahmen der allgemeinen

Konjunkturerwartungen. Die weitere Entwicklung

könne nicht zuverlässig prognostiziert

werden. Vor allem die ungeklärte deutsche

und europäische Energiepolitik wirft van

Hüllen zufolge erhebliche Schatten auf eine

mittelfristige Zukunftsplanung.

www.gmh-gruppe.de

/

(sm 14060729) K

stahlmarkt 06.2014


20 K Branchenbericht

China wird zum größten Kunden

Elektroindustrie rechnet in diesem Jahr mit einem realen Wachstum von 2 %

Frankfurt (kv). Die deutsche Elektroindustrie zeigt sich weiter

optimistisch. Positive Impulse erwartet die Branche von der günstigeren

Weltkonjunktur, aber auch von der Energiewende. Allerdings muss die

Politik nach Darstellung des Spitzenverbands ZVEI die Energieeffizienz

sehr viel stärker in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.

WW K Die deutsche Elektroindustrie ist gut

in das Jahr 2014 gestartet. Einen weiteren

Schub brachte die Hannover Messe im April.

»Die hohen Erwartungen der ausstellenden

Elektrounternehmen wurden erfüllt und

vielfach übererfüllt«, so Friedhelm Loh, Präsident

des Zentralverbands Elektrotechnikund

Elektronikindustrie (ZVEI). Nach der

Messe sei die konjunkturelle Perspektive der

Unternehmen noch besser als vorher. Loh:

»Angesichts positiver Signale von der Weltkonjunktur

in den ersten Monaten 2014

waren die Unternehmen ohnehin optimistisch

zur Messe gekommen.«

Die erwartete Erholung der Weltwirtschaft

werde zu einer höheren Auslandsnachfrage

nach deutschen Produkten führen.

Im Inland würden wichtige Kundenbranchen

ihre Produktion wieder ausweiten,

so Loh. Die Ausrüstungsinvestitionen in

Deutschland werden nach seiner Einschätzung

in diesem Jahr in einer Größenordnung

von 5 % wachsen. »Alle wesentlichen Stimmungsindikatoren

wie aktuelle Lage, allgemeine

Geschäftserwartungen, Exporterwartungen

und Produktionspläne für die Elektroindustrie

befinden sich deutlich im positiven

Bereich«, stellt der ZVEI-Präsident fest.

»Wir gehen davon aus, dass die preisbereinigte

Produktion der deutschen Elektroindustrie

2014 wieder um 2 % wachsen wird.

Entsprechend sollten die nominalen Erlöse

am Jahresende 170 Mrd. € erreicht haben.«

Produktion sank erneut

Anders sah es in der jüngsten Vergangenheit

aus: Produktion und Umsatz sind 2013

das zweite Jahr in Folge rückläufig gewesen.

2010 und 2011 hatte die Branche noch ho -

»

Ohne

zusätzliche Maßnahmen

zur Fachkräftesicherung

verdoppelt sich die

Akademikerlücke in unserer

Branche bis 2020 auf 156.000.

Friedhelm Loh, Präsident des

Zentral verbands Elektrotechnikund

Elektronik industrie (ZVEI)

he zweistellige Zuwächse verzeichnet. Loh:

»Wir befinden uns heute noch unter dem

Vorkrisenniveau von 2008. Die preisbereinigte

Produktion sank im vergangenen Jahr

um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Erlöse

lagen mit 167 Mrd. € um 1,9 % niedriger

als 2012. Diese Entwicklung sei aber auch

auf strukturelle Effekte – insbesondere in

den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie

(IKT) sowie Unterhaltungselektronik

(CE) – zurückzuführen, in

denen sich der Umsatz seit 2008 auf heute

12,1 Mrd. € nahezu halbiert habe. Die Auftragseingänge

der Gesamtbranche hingegen

stiegen 2013 wieder um 2,7 %. Im

letzten Quartal des Jahres nahm die Bestelltätigkeit

sogar um 5,6 % gegenüber dem

entsprechenden Vorjahreszeitraum zu, vor

allem aufgrund einer hohen Nachfrage aus

den Ländern außerhalb der Eurozone. Aber

auch die Ordertätigkeit aus der Eurozone

zog am Jahresende wieder leicht an.

Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie

waren 2013 – wie die Produktion –

ebenfalls leicht rückläufig. Sie sanken um

1,0 % auf 158 Mrd. €. Es war das erste

Minus seit 2009. Von 2010 bis 2012 hatte

es drei Jahresrekorde in Folge gegeben. Nur

moderate Zuwächse in den Schwellenländern

haben die Rückgänge in den Industrieländern

diesmal nicht kompensieren können.

In den ersten drei Quartalen des vergangenen

Jahres blieben die Branchenexporte

stets unter ihrem Vorjahreswert. Im

letzten Quartal allerdings zeigten sie mit

einem Plus von 1,1 % wieder eine leichte

Aufwärtsbewegung. Der Trend einer steigenden

Bedeutung der Schwellenländer als

Abnehmer deutscher Elektroerzeugnisse hat

sich auch 2013 fortgesetzt. Loh: »Entsprechend

würden uns Turbulenzen in den

Emerging Markets heute stärker treffen als

früher. Gleichwohl gehen immer noch zwei

Drittel unserer Ausfuhren nach Europa.

Umso positiver ist es zu bewerten, dass die

Exporte in die Länder der Währungsunion

im vierten Quartal 2013 wieder gestiegen

sind, und zwar mit 2,4 % stärker als die

Branchenausfuhren insgesamt.«

Bedeutung Frankreichs nimmt ab

Dennoch scheint ein lang anhaltender Trend

unaufhaltsam zu sein: China ist auf dem

Weg, bei den deutschen Elektroexporten die

USA vom ersten Platz im Abnehmerranking

zu verdrängen. Die wichtigste Veränderung

in den vergangenen Jahren beim Export der

deutschen Elektroindustrie ist die der Rangfolge

und Zusammensetzung der Top-3-Abnehmerländer.

Das ist ein Ergebnis einer

Marktanalyse des ZVEI. Bei einem Gesamtexportvolumen

von 129 Mrd. € lautete die

Rangfolge 2004: Frankreich (12 Mrd. €) vor

Großbritannien (11 Mrd. €) und den USA

(9,5 Mrd. €). Seitdem ist das Gesamtvolumen

auf 158 Mrd. € gewachsen und das

Ranking der Top-3 hat sich grundlegend verändert.

Frankreich hat zwar zwischen 2004

und 2013 mit Ausnahme der Jahre 2007 bis

2009 konstant deutsche Elektro exporte im

Wert von rd. 11,5 Mrd. € ab genommen.

Aufgrund steigender Exporte insgesamt hat

jedoch die Bedeutung Frankreichs als Exportmarkt

abgenommen. 2004 wurden 9 % der

deutschen Elektroexporte in Frankreich ab -

gesetzt, 2013 waren es nur noch 7 %.

stahlmarkt 06.2014


Branchenbericht K 21

Gleichzeitig konnten

die deutschen Unternehmen

die Exporte

in die USA von 9,5

Mrd. € 2004 auf 13

Mrd. € 2013 erhöhen.

Der Anteil an den

weltweiten deutschen

Elektroausfuhren ist

damit von 7 % auf

8 % gestiegen. Nach

China wurden 2004

elek trotechnische und

elektronische Erzeugnisse

aus Deutschland

im Wert von 4 Mrd. €

geliefert. Zehn Jahre

später hat sich der

Wert der Exporte nach

China auf 13 Mrd. €

mehr als verdreifacht,

womit China heute

ganz knapp hinter den

USA auf Rang zwei

steht. Der ZVEI erwartet,

dass China in diesem

Jahr die USA als

wichtigsten Abnehmer

der deutschen Elektroindustrie

ablöst. In

die Top-3-Abnehmerländer

USA, China und

Frankreich wurde vom

Gesamtexport in Höhe

von 158 Mrd. €

knapp ein Viertel ausgeführt

und in die

übrigen der zehn

größten Exportmärkte

– darunter Großbritannien,

Österreich,

Niederlande, Italien,

Tschechien, die

Schweiz und Russland

– weitere gut 30 %.

Somit nehmen die

Top-10-Abnehmerländer

deutscher Elektroexporte

zusammen

mehr als die Hälfte der gesamten Ausfuhren

der Branche ab. Gleichwohl ist dieser Anteil

in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich

gesunken: Vereinigten die größten

zehn Abnehmerländer 1994 noch 64 %

(33 Mrd. €) der Ausfuhren auf sich, waren

es zehn Jahre später knapp 58 % (74 Mrd. €)

und im Jahr 2013 noch gut 54 % (86

Mrd. €). »Das Weltwirtschaftswachstum

wird inzwischen von mehr Staaten getragen

als noch vor zehn oder zwanzig Jahren«, so

der ZVEI.

Mit großer Sorge betrachtet der Verband die

Ukrainekrise. Russland war 2013 mit fast

6 Mrd. € der zehntwichtigste Abnehmer

deutscher Elektroexporte. Mit Ausnahme

der Jahre 2007 bis 2009 nahmen die deutschen

Ausfuhren von elektrotechnischen

stahlmarkt 06.2014


22 K Branchenbericht

und elektronischen Erzeugnissen nach Russland

seit dem Jahr 2000 weit überdurchschnittlich

zu. Insgesamt konnten die Exporte

dorthin seitdem mehr als vervierfacht

werden. Auf der Einfuhrseite spielt Russland

mit einem Importwert von 224 Mill. € und

einem Anteil von 0,2 % an den gesamten

deutschen Elektroimporten von 135 Mrd. €

keine wesentliche Rolle. Über Direktinvestitionen

ist die deutsche Elektroindustrie mit

etwa 1,2 Mrd. € in Russland engagiert. In

die Ukraine gingen im Jahr 2013 nur 0,4 %

der deutschen Elektroexporte. Dies entspricht

einem Wert von 666 Mill. €. Gegenüber

2012 gingen die Ausfuhren um 21 %

zurück, gegenüber dem Spitzenjahr 2007

mit einem Ausfuhrwert von 1,1 Mrd. € so -

gar um 41 %. Aktuell nimmt die Ukraine

damit erst Platz 42 im Abnehmerranking der

deutschen Elektroausfuhren ein. Im vergangenen

Jahr hat Deutschland elektrotechnische

Erzeugnisse im Wert von 263 Mill. €

aus der Ukraine bezogen, also mehr als aus

Russland. Dies entspricht einem Anteil von

ebenfalls 0,2 % an den Gesamteinfuhren.

Facharbeiter und Ingenieure

dringend gesucht

Ein Risiko sieht Loh auch auf einer anderen

Ebene: »Unsere Industrie verzeichnet einen

erheblichen Fachkräftemangel sowohl bei

Facharbeitern als auch bei Ingenieuren der

Elektrotechnik / Informationstechnik.« Zu

Rohstahlproduktion

im April 2014

Düsseldorf. Im April wurden in Deutschland

mit 3,7 Mill. t Rohstahl 4 % mehr er -

schmolzen als im Vorjahresmonat. Die Produktion

wurde damit – hochgerechnet auf

das ganze Jahr – zum achten Mal in Folge

ausgeweitet. Bisher liegt die Erzeugung für

das Gesamtjahr bei 45 Mill. t. Dies entspricht

einer Kapazitätsauslastung von rd. 90 %. Im

globalen Durchschnitt liegt die Nutzungsrate

dagegen knapp unter der 80%-Marke.

(Quelle: Stahl-Zentrum)

(sm 14060792) K

wenige Jugendliche würden sich nach ihrem

Schulabschluss für einen MINT-Studiengang

(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik) entscheiden. Loh: »Und

wenn sie es tun, brechen viele ab. Hauptund

Realschüler sind in den Fächern Deutsch

und Mathematik häufig so mangelhaft,

dass viele kaum ausbildungsreif sind. Dazu

kommt der demografische Faktor: Immer

»

Die

Energiewende bietet

große Chancen für ein

modernes und nachhaltiges

Energiesystem, aber auch für

Wirtschaft und Beschäftigung.

Friedhelm Loh, Präsident des

Zentralverbands Elektrotechnikund

Elektronikindustrie (ZVEI)

weniger Schulabgänger treffen auf eine

gleichbleibend hohe Nachfrage. Und für

viele qualifizierte Zuwanderer ist Deutschland

unattraktiv, die Regeln für die Zuwanderung

sind zu kompliziert.« Rd. 21 % aller

erwerbstätigen Ingenieure seien inzwischen

55 Jahre und älter. 2013 hätten 27.000 Studierende

im ersten Fachsemester Elektrotechnik

begonnen. Bei einer zu erwartenden

Abbruchquote von 50 % würden zu wenige

Elektroingenieure zur Verfügung stehen.

Von 2020 an werde der Ingenieurmangel

bedingt durch den demografischen Wandel

massiv werden. Es würden aber nicht nur

Ingenieure fehlen, sondern auch qualifizierte

Facharbeiter. Loh: »Ohne zusätzliche

Maßnahmen zur Fachkräftesicherung verdoppelt

sich die Akademikerlücke in unserer

Branche bis 2020 auf 156.000 und ohne

zusätzliche Maßnahmen zur Fachkräftesicherung

verzehnfacht sich die Fachkräftelücke

(Facharbeiter, Meister, Techniker) auf

1.400.000 bis 2020.«

Loh bekennt sich eindeutig zur Energiewende:

»Bei der Jahrhundertaufgabe der

Energiewende müssen wir beherzt die darin

liegenden Chancen ergreifen. Nach einer

Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen

sehen über 80 % der Unternehmen in der

Energiewende nach wie vor eine Chance.

Aber nur 2 % sind mit dem Management

der Energiewende durch die Politik zufrieden.«

Nur eine richtig gestaltete Energiewende

stärke aber den Wirtschaftsstandort

Deutschland. Am wichtigsten sei: Effizienz

– und insbesondere die Energieeffizienz –

müsse eine tragende Säule der Energiewende

werden. Einsparpotenziale seien überall

vorhanden: in der Produktion, in Gebäuden,

bei Haushaltsgeräten, in der Kommunalwirtschaft;

Beispiele für energieeffiziente Produkte

und Systeme seien Prozessautomatisierung,

elektrische Antriebe beziehungsweise

Elektromotoren, Elektrohausgeräte

wie Kühlschränke oder Waschmaschinen,

Energiesparlampen, Gebäudeautomation

und viele andere mehr. »Wir sind überzeugt,

die Energiewende ist, richtig umgesetzt,

machbar. Sie bietet große Chancen für ein

modernes und nachhaltiges Energiesystem,

aber auch für Wirtschaft und Beschäftigung«,

so Loh. Eine solche Aufgabe berge

natürlich auch Risiken. Das sehe man bei

den energieintensiven Unternehmen, die

wegen der steigenden Strompreise Wettbewerbsnachteile

fürchteten.

Ausbau der Stromnetze

erforderlich

Andererseits: »Aus der Energiewende ergibt

sich ein Modernisierungs- und Ausbaubedarf

für die Stromnetze. Über 90 % der Er -

zeugung aus erneuerbaren Quellen sind in

den Verteilnetzen angeschlossen«, sagt Ralf

Christian, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands

Energietechnik. Darüber hinaus be -

stehe ein erheblicher Ersatzbedarf bei Altanlagen.

»Wir müssen den Fokus daher nun

auf die politischen Weichenstellungen für

die Verteilnetze legen. Wir beobachten hier

eine Investitionszurückhaltung, gerade auch

im Bereich intelligenter Verteilnetze mit Sensorik,

moderner Automatisierungstechnik

und Kommunikations- und Dateninfrastruktur«,

so Christian. Durch diese modernen

Netzbetriebsmittel könnte ein Netzbetreiber

seine Versorgungsaufgabe um bis zu 50 %

kostengünstiger erfüllen, schätzen Experten.

»Wir benötigen daher moderne, hochverfügbare

und automatisierte Verteilnetze,

die auf einer breiten Datenbasis Steuerung

und Regelung von Erzeugung und Lasten

ermöglichen«, erklärt Dr. Martin Schumacher,

stellvertretender Vorsitzender des

Fachverbands Energietechnik. »Wir müssen

aber sicherstellen, dass die notwendigen

Investitionen durch die Netzbetreiber auch

getätigt werden können.« (sm 14060771) K

stahlmarkt 06.2014


Branchenbericht K 23

Leichter Optimismus bei den Zulieferern

Düsseldorf (kv). Trotz einiger Risiken blickt die deutsche Zulieferindustrie optimistisch in die Zukunft

und hält ein Wachstum von 4 % im Jahr 2014 für erreichbar.

WW K Die Zulieferbetriebe sehen die aktuelle

Lage im vierten Monat in Folge positiver. Das

zeigt der Geschäftsklimaindex der Branche

für April. Diese Erkenntnis steht nach Darstellung

der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen

Zulieferindustrie (ArGeZ) in Einklang

mit dem Einkaufsmanagerindex der Eurozone,

der gerade für die deutsche Industrie

eine weitere Festigung des Expansionskurses

signalisiere. Anders zeige sich die Bewertung

der Perspektiven auf Sicht von sechs

Monaten. Die weltpolitischen Unsicherheiten

hätten unter dem Eindruck der Ukrainekrise

sowie der nachlassenden Dynamik in

China nicht abgenommen. »Die Zulieferer

stufen diese Rahmenbedingungen realistisch

ein. Das wird darin deutlich, dass die

Erwartungshaltung sich nicht weiter abgeschwächt

hat und sich eine Seitwärtsbewegung

auf hohem Niveau andeutet«, so die

ArGeZ. Sie vertritt 9.000 Zulieferer mit rund

einer Million Beschäftigten.

Theodor Lutz Tutmann, Sprecher der

ArGeZ und Geschäftsführer des WSM-Wirtschaftsverbandes,

spricht deshalb von einer

»

Die

deutsche Zulieferindustrie

hält ein Wachstum von 4 %

im Jahr 2014 für erreichbar.

Thedor Lutz Tutmann, Sprecher der ArGeZ

und Geschäftsführer des WSM-Wirtschaftsverbandes

lediglich »leichten Eintrübung der Stimmung,

wohl auch, weil einige Branchen deutliche

Mehrbelastungen aus der von der EU beeinflussten

EEG-Reform befürchteten«. Dennoch

überwiege die Zuversicht, dass die Konjunktur

weltweit stabil bleibt. Die deutsche

Zulieferindustrie hält ein Wachstum von 4 %

im Jahr 2014 für erreichbar.

Die in der ArGeZ organisierten Industriebranchen

erwirtschafteten im vergangenen

Jahr einen Umsatz von 215 Mrd. €, ein

Minus von 2,1 % gegenüber 2012. »Dabei

war die Menge der für die Abnehmerbranchen

produzierten Teile und Produkte

gegenüber dem Vorjahr stabil, allerdings

wurden Preisreduzierungen bei den Vormaterialien

an die Kunden weitergegeben.

Besonders rückläufig waren die Preise der

börsennotierten Produkte«, erläutert Tutmann.

Das Exportgeschäft gewinne immer

mehr an Bedeutung. Im Durchschnitt der

sechs ArGez-Branchen legte die Exportquote

um 1 % zu, wobei insbesondere Regionen

außerhalb der Eurozone das Wachstum

stützten.

(sm 14060770) K

stahlmarkt 06.2014


24 K Stahl und Fußball

Filigrane Wunderwerke dank Stahl

Funktional, elegant, schön –

Brasilien hat zur Fußball-WM viele neue Stadien errichtet

Für die im Juni beginnende Fußballweltmeisterschaft in Brasilien wurden

12 Spielorte ausgewählt, die vorrangig an der Pazifikküste liegen. Fünf der

dort befindlichen Stadien wurden aufwendig umgebaut, die übrigen

Spielstätten sind Neubauten. An vielen Stadien sind deutsche Architekten

und Planer beteiligt, die teils auf filigrane Stahltragwerke und Stahldächer

gesetzt haben. Die stellen hohe Anforderungen an die verwendeten

Stahlmaterialien.

(14060649/1)

WW K Fußballweltmeisterschaften sind für

die ausrichtenden Länder ein großer Kraftakt.

In der Regel genügen die vorhandenen

Stadien nicht den Anforderungen an internationale

sportliche Großereignisse und

müssen zumindest um-, oftmals aber auch

völlig neu gebaut werden. In beiden Fällen

stehen neben US-amerikanischen und britischen

zunehmend auch deutsche Architekten

in vorderster Front. Sie begründen

ihren Ruf mit den anlässlich der Weltmeisterschaft

2006 in Deutschland gebauten

Arenen: Kellermann Wawrowsky (RKW)

und Hentrich-Petschnigg & Partner (HPP)

– beide aus Düsseldorf –, allen voran aber

von Gerkan, Marg und Partner (gmp) mit

dem Stammsitz in Hamburg, die inzwischen

als Marktführer gelten. Weit über 60

Stadien haben sie entworfen, zwei Dutzend

sind realisiert oder gerade im Bau, darunter

auch in Brasilien.

Die von deutschen Architekten entwickelten

Spielstätten gelten oft als die funktionalsten,

die elegantesten, die schönsten

Arenen, was vor allem auf die Tragwerke

zurückzuführen ist. Große Dächer und

Spannweiten werden von mächtigen Ingenieurkonstruktionen

getragen. Diese entstehen

bei gmp meist in Zusammenarbeit mit

dem Ingenieurbüro Schlaich Bergermann

und Partner (sbp) aus Stuttgart. Ihre Seilnetztragwerke,

mit denen sie die größeren

Stadien überspannen, überzeugen durch

ihre Fragilität und Leichtigkeit. Sie funktionieren

wie ein Speichenrad, mit einem

Druckring am Außenrand des Stadions und

einem Zugring um das Auge über dem

Spielfeld. Dazwischen sind wie Speichen die

Radialseile gespannt und tragen die Dachhaut,

meist eine transluzente Membran.

Diese Konstruktionen, haben eine hohe

Materialeffizienz. Zum Vergleich: Beim Tragwerk

des Olympiastadions in Peking (»Bird’s

Nest«) beträgt das Verhältnis des Eigengewichts

zur Nutzlast 85:15, in Kapstadt

42:58; das bedeutet eine Ersparnis an Baustahl

von mehreren 10.000 t. Die Seilnetztechnik

erlaubt es auch, die Stadien komplett

abzudecken. So kann in der Mitte über

dem Spielfeld eine »Garage« für das Faltdach

schweben, das innerhalb weniger

Minuten ausgefahren werden kann und

vollständigen Wetterschutz bietet.

Tropische Pflanzen

inspirieren Architekten

Immer gleich bei gmp-Stadien sind die günstigen

Sichtverhältnisse, das kontiunierliche,

elegante Stadionrund ohne Knicklinien, die

effektiven, bequemen Erschließungswege

und die perfekte architektonische Gestaltung

und Durcharbeitung bis zum letzten

Detail. Bei aller prinzipiellen und systematischen

Gleichheit sind die Stadien in ihrer

Erscheinung vielgestaltig und charakteristisch.

Für die Fußballweltmeisterschaft 2014

in Brasilien entstanden drei Stadien nach

Plänen von gmp und sbp. Während in der

Hauptstadt Brasilia das Innere mit den Tribünen

vom brasilianischen Architekten Castro

Mello errichtet wurde, entwarfen gmp und

sbp unabhängig davon die um laufende

»Esplanade« mit einem auf 288 Rundstützen

stehenden ringförmigen Dach (»Saturnring«)

und das Seilnetz-Hängedach. Auch

Manaus, eine Stadt am Rio Negro, mitten im

tropischen Regenwald, erhielt einen neuen

Stadionbau, dessen korbförmige Gestalt

vom Blattwerk tropischer Pflanzen inspiriert

ist. Er ist kleiner und deshalb anders konstruiert,

nach dem Kragarmprinzip. Die Träger

steifen sich gegenseitig aus und dienen

gleichzeitig als breite Rinnen, die die Wassermassen

der tropischen Regen güsse ab -

führen sollen. Brasilien will eine umweltschonende

Weltmeisterschaft veranstalten.

Nach den Forderungen des lokalen Organisationskomitees

müssen die Stadien deshalb

nach den Kriterien des US Green Building

Councils mit dem LEED-Zertifikat (Leadership

in Energy and Environmental Design) versehen

werden. Nach einem Punktesystem

werden Standortwahl, Verkehrserschließung,

Primärenergiegehalt der Baumaterialien,

Energie- und Wassermanagement,

Fotovoltaikdächer, Abfallentsorgung sowie

das Monitoring des Betriebs bewertet.

Für die Konstruktion der Stadionneu- und

-umbauten wurden naturgemäß große

Mengen an Stahlmaterialien benötigt, da -

von viele in speziellen Ausführungen und

hochfesten Qualitäten.

stahlmarkt 06.2014


(14060649/2)

Bild 2. Stadion Maracana in Rio de Janeiro (Quelle: sbp).

Bild 1. Im Dach des Mineirao-Stadions in Belo

Horizonte ist Stahl von Vallourec verbaut

(Quelle: Vallourec, Thiago Fernandes).

Vallourec beispielsweise hat für neun der

brasilianischen WM- und Trainingsstadien

nahtlose Stahlrohre beigestellt. Insgesamt

10.500 t davon wurden vom einheimischen

Werk in Belo Horizonte hergestellt. Die

Stahlrohre erlauben die Konstruktion von

trägerlosen, weitspannenden Konstruktionen

insbesondere des Daches und der da -

mit verbundenen Bauwerke. Beispielsweise

führte Vallourec das Dach des Mineirao-

Stadions in Belo Horizonte (Bild 1) mit etwa

12.000 m² Größe aus, das aus speziellen

korrosionsbeständigen Stahlrohren besteht.

Für das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro

stellte das Unternehmen die Stahlrohre für

den Wartungsgang des Stadions bereit, für

das Dach des Stadions Corinthians in São

Paulo ebenfalls etwa 4.000 t Stahlrohre. In

allen Fällen mussten spezifische technische

Anforderungen erfüllt werden. Unterstützt

wurde dies dadurch, dass die Vallourec-

Stahlrohre widerstandsfähiger und etwa

30 % leichter als andere Lösungen sind. Da

vielfach Kupplungspunkte und Schweißstellen

entfallen konnten, trugen die Stahlrohre

auch zu einer schnelleren Bauphase und

weniger Kosten bei.

Etwa die Hälfte der Stahlverwendung für

die WM-Stadien und -Infrastruktur in Brasilien

reklamiert ArcelorMittal Brasilien für

sich. Im Stadion in Belo Horizonte waren es

80 % der Stahlrohre, die für die 64.000

Sitze benötigt wurden. Ergänzend wurde

die Stahlqualität Securifor 3D für die Zäune

rings um das Stadion beigestellt. Auch in der

Arena Pentanal in Cuiaba wurde Stahl des

Unternehmens verbaut, unter anderem für

Sitzkonstruktionen, das verschiebbare Dach

sowie für die Parkplätze. Konkret handelt es

sich um Betonstahl, ge glühte Drähte, Nägel

und Gitter. Da Arcellor Mittal Brasilien bereits

in die Konzeptionsphase der WM-Vorhaben

eingebunden war, konnten diese nachhaltiger

ausgeführt werden.

Speichenrad aus Stahl

Das Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann

und Partner (sbp) setzte insgesamt

vier brasilianischen WM-Stadien die Dächer

auf, darunter dem umgebauten Stadion

Maracana (Bild 2). Dessen Speichenrad aus

Seilnetz-Stahlring konnte wie geplant aufgebaut

und gespannt werden, anschließend

baute man eine textile Membran ein, womit

das neue Dach so gut wie fertig war.

Bei der Generalüberholung des Maracanã-Stadions

sind zwei unterschiedliche

Baukulturen aufeinandergestoßen: die brasilianische

Liebe zum Beton und der filigran

anmutende Leichtbau des Stuttgarter Ingenieurbüros.

Das ursprüngliche Betondach

des Maracanã-Stadions wölbte sich nur über

den oberen Rang der Arena. Das neue Stahlseildach

von sbp ist doppelt so groß wie das

alte, lehnt sich aber an dessen Form an. Pate

stand dabei die Konstruktion des 1991 für

die Leichtathletik-WM neu gestalteten

Dachs der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart.

Dieser Stadionentwurf hat Schule

gemacht: in Deutschland und Südkorea, in

Südafrika und nun in Brasilien.

Für Rio de Janeiro entwickelte sbp ein

Ringseildach, das ähnlich konstruiert ist wie

ein Speichenrad bei einem Fahrrad. Dabei

wurden mehrere Kilometer an Stahlseilen in

einer genau festgelegten Reihenfolge im

Stadion so gezogen und gespannt, dass sie

das Gerippe des Dachs bilden konnten. Um

das äußere Erscheinungsbild des ursprünglichen

Stadions soweit als möglich zu be -

wahren, sollte die Dachkonstruktion am

äußeren und inneren Rand wenig auftragen

und die Dachform insgesamt eher flach über

der Stadionschüssel schweben. Der Entwurf

basiert auf dem Speichenradprinzip mit nur

einem Druckring und insgesamt drei Zugringen.

Ein neues größeres Dach mit einer

Fläche von 46.500 m² wurde anstelle des

alten Kragdaches auf die vorhandenen Ge -

bäudestützen aufgelagert.

Untersuchungen des bestehenden Stadions

hatten gezeigt, dass das ursprüngliche

Betonkragdach nicht nur funktional unzulänglich

war – es bot nur der Hälfte der

Zuschauer Schutz –, sondern auch, dass auf

Dauer keine ausreichende Tragsicherheit

gewährleistet werden konnte. So bot sich

die Möglichkeit, auf den bestehenden Stahlbetonstützen

der alten Stadionschüssel ein

neues Leichtbaudach auf dem Prinzip des

liegenden Speichenrades zu konzipieren.

Eine Variante des Systems mit einem Druck-

stahlmarkt 06.2014


26 K Stahl und Fußball

(14060649/3)

Bild 3. Schema der Dachkonstruktion des Stadions

in Manaus (Quelle: sbp)

ring und drei Zugringen und der Einsatz von

leistungsfähigen Materialien ergeben ein

nahezu schwebendes Dach. Die Dachhaut

besteht aus einer PTFE-beschichteten Glasfasermembran,

die zwischen den radialen

Hauptachsen spannt. Zur Stabilisierung der

Fläche sind zusätzliche radiale Kehlseile eingebaut,

die auf Höhe der Luftstützen einen

zum unteren Zugring verspannten Tiefpunkt

und damit Entwässerungspunkt erzeugen.

Die Membranfelder bekommen dadurch

eine charakteristische, räumlich gekrümmte

und elegante Drachenform. Der Entwurf ist

durch eine besonders schlanke Außen- und

Innenkante gekennzeichnet und unterstreicht

dadurch den gewünschten behutsamen

Umgang mit dem Bestand des alten

Maracana-Stadions. Es wurde dadurch nicht

grundlegend verändert, sondern durch das

Fortführen und Betonen der auffälligen radialen

Struktur gemeinsam mit der filigranen

transluzenten Seildachleichtigkeit in ein

neues Zeitalter geführt. Für die Dachkonstruktion

des Stadions für 77.000 Zu schauer

wurden 2.900 t Stahl sowie 1.000 t Seile

und Gussteile verbaut.

bieten. Die beeindruckendste Komponente

ist das Dach (Bild 3) des

Bauwerks: eine Konstruktion aus

sich gegenseitig stützenden Trägern,

deren Stahl-Hohlprofilträger

gleichzeitig als Entwässerungskanäle

zum Abführen

des Regenwassers dienen.

Um dem Stadion dach Widerstandsfähigkeit

gegen eine

Durchschnittstemperatur von

über 30 °C und 80 % relative

Luftfeuchtigkeit zu verleihen,

wird es mit durchscheinenden

Membranen aus PTFE überzogen,

das hitzeabweisend wirkt und

gleichzeitig das Licht durchlässt.

Zusätzlich erfolgt eine Kühlung

über Öffnungen in der Fassade,

die den Wind hindurchströmen

lassen.

Für die Überdachung der Tribünen

und VIP-Bereiche des Stadions in Manaus

wurde eine Stahlkonstruktion entwickelt,

die aus diagonal angeordneten auskragenden

Stahl hohlkastenträgern besteht, verbunden

mit einer Sekundärstahlkonstruktion

als Unterkonstruktion für die Membranverkleidung.

Der Druckring am Dachinnenrand

und der äußere Zugring sind ein

wesentlicher Teil der Primärstruktur, die

durch Kalottenlager ge lenkig am Fußpunkt

getragen wird. Die X-förmigen Stahlhohlkästen

der seitlichen Fassade bilden mit den

auskragenden Dachträgern ein integrales

Gesamtsystem.

Das Dach des Stadions verleiht neben seiner

Funktionalität für die Temperaturregelung

und den Abtransport enormer Wassermengen

der Arena ihr unverwechselbares

Erscheinungsbild. Die Gestaltungselemente

bilden die Struktur eines Strohkorbes nach,

wie er traditionell in der Amazonasregion

gefertigt wird. Die frei tragende Dachkonstruktion

wird durch Anker mit der Stadionstruktur

verbunden und besteht aus mehr

als 200 Stahlelementen mit einem Gesamtgewicht

von 6.670 t, die größten davon mit

22 m Länge und einem Gewicht von 30 t.

Die Reise der Bauteile für die Dachstruktur

startete 7.000 km entfernt in Portugal, wo

sie von Martifer S.A. gefertigt worden

waren. Die Teile wurden per Schiff direkt in

den Hafen von Manaus gebracht. Die Entwurfsgrundlage

für die äußere Hülle der

Arena da Amazônia wurde in der Natur um

Manaus gefunden. Die technische Interpretation

der natürlichen und regelmäßigen

Strukturen, wie die der Riesenseerose Victoria

Regia, eines perfekten Vogelnests oder

eines aus Palmblättern geflochtenen Korbs,

spiegeln sich nun weithin sichtbar wieder.

Das primäre Tragwerk in Form einer rautenförmigen

Stahlgitterschalenstruktur kann

der Gruppe der Gitterschalen zugeordnet

werden. Statisch-konstruktive Herausforde-

Schönheitspreis für Manaus?

In Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen

Bundesstaates Amazonas, werden vier

WM-Spiele ausgerichtet – in einem der wohl

schönsten Stadien der Welt. Die Arena da

Amazônia wird Platz für 45.000 Zuschauer

(14060649/4)

Bild 4. Nationalstadion in Brasilia (Quelle: sbp).

stahlmarkt 06.2014


Stahl und Fußball K 27

rungen ergaben sich vor allem durch die

große Öffnung über dem Spielfeld und den

bewusst scharfen Knick zwischen Dach und

Fassade.

Um große Auflagermomente zu vermeiden,

wurde eine gelenkige Lagerung an den

Fußpunkten realisiert. Das statische System

funktioniert nur mit einem Druckring am

Dachinnenrand und einem Zugring am

Dachaußenrand. Durch deren Zusammenspiel

kann das Kragmoment mittels eines

horizontalen Kräftepaars aufgenommen

werden. Verschweißte Stahlhohlkästen sind

für Transport und Montage modular hergestellt,

die schlanken Stege zusätzlich durch

Steifen gegen Beulen ausgesteift. An den

Kreuzungspunkten der Träger sind die

Blechstärken so weit erhöht, dass die räumlichen

Spannungszustände aufgenommen

werden können. Die Dach- und Fassadenhaut

besteht aus hochfester und dauerhafter

PTFE-beschichteter Glasfasermembran.

Monumentale Erscheinung

Im Rahmen der Erweiterung des bestehenden

Stadions Mané Garrincha für die WM

2014 ergänzte der Architekt Cas tro Mello

das nun multifunktionale Stadion (Bild 4)

mit einem neuen Unterrang und komplettierte

das bisherige Oberrangfragment, für

das sbp mit gmp eine kreisrunde Esplanade

und ein zweischaliges Hängedach entwickelten.

Als größtes Gebäude der Stadt und direkt

auf der zentralen Achse von Brasilia mit dem

Ensemble von Costa und Niemeyer gelegen,

erhielt das Stadion zur Betonung

seiner prominenten

Stellung eine monumentale

Er scheinung. Das

Hängedach wurde

konzentrisch mit

einem zweischaligen

Tragwerk und

einem äußeren

Druckring entworfen,

optional

mit einem wandelbaren

Dach. Entwurfsgrundlage

war das symmetrische

Speichenradprinzip

(Bild 5).

Die Stahlbetonstruktur

für das Stadion dach

umfasst die Esplanade,

den Stützenkranz aus

288 Betonstützen

sowie den Betondruckring

des Ringseildaches.

Die

gesamte Struktur

basiert auf einer perfekten

Kreisgeometrie

und entwickelt

Bild 5. Schema der Dachkonstruktion des Nationalstadions in Brasilia

(Quelle: sbp)

sich aus 96 radialen und drei tangentialen

Ringachsen der Betonstützen. Die 288

Betonstützen sind bis zu 61 m lang und mit

1,2 bis 1,5 m Durchmesser besonders

schlank ausgebildet. Der 22 m breite keilförmige

Betondruckring hat einen Außendurchmesser

von 309 m und in seinen radialen

Wänden sind die hohen Zugkräfte der

Seilkonstruktion mittels Litzenbündel sicher

verankert.

Das Hängedach besteht aus einem Seilnetz

von 48 radialen Seilen, die den Druckring

mit dem Zugring verbinden. Darauf

aufgeständert stehen die schlanken, radia-

(14060649/5)

stahlmarkt 06.2014


28 K Stahl und Fußball

(14060649/7)

(14060649/6)

Bild 6. Gesamtansicht der Arena Fonte Nova in Salvador de Bahia (Quelle: Schulitz Architekten)

len und tangentialen Fachwerkbinder, die

untereinander fugenlos durch die gelenkig

angeschlossenen Membranbögen stabilisiert

sind. Der gesamte Dachkörper ist eingehüllt

in PTFE-Glasfasermembran.

Die neue Arena Fonte Nova (Bild 6) in Salvador

da Bahia wurde unter anderem vom

Architekturbüro Schulitz Architekten sowie

von RFR Ingenieure geplant. Die innerstädtische

Arena mit einer Kapazität von 50.000

Personen ist das Ergebnis eines Wettbewerbs

im Jahre 2008, bei dem Schulitz

Architekten aus Braunschweig in Zusammenarbeit

mit Tetra Arquitetura und Setepla

aus São Paulo als Gewinner hervorging.

Der Entwurf verbindet die Tradition des früheren

Stadions mit modernen Elementen

neuer Stadien und einer unverwechselbaren

neuen Dachkonstruktion. Im Süden blieb die

charakteristische Öffnung zum See erhalten,

um nicht nur eine gute Durchlüftung des

Stadions zu erreichen, sondern auch einen

Platz für Veranstaltungen wie Open-Air-

Konzerte zu schaffen. Ein in der Öffnung

schwebendes Restaurant bietet spannende

Ausblicke.

Bei der Dachkonstruktion (Bild 7) wurde

wie schon beim WM-Stadion in Hannover

(HDI-Arena) in Zusammenarbeit mit RFR

Stuttgart eine geschlossene Ringkonstruk-

Bild 7. Längsschnitt der Arena Fonte Nova (Quelle: Schulitz Architekten)

stahlmarkt 06.2014


Stahl und Fußball K 29

«

KONTAKT

ArcelorMittal Ostrava a.s.

Vratimovská 689


Tschechische Republik

Tel. +420 595 683390

www.arcelormittal.com/ostrava/

(14060649/8)

Bild 8. Einbau des Druckrings in die Arena Fonte Nova (Quelle: Schulitz Architekten)

tion im Speichenradprinzip entwickelt, die

eine hohe Leistungsfähigkeit mit geringem

Materialaufwand vereint. Das seilverspannte

Membrandach der Arena Fonte Nova

wurde 2013 mit dem Europäischen Stahlbaupreis

für Portugal ausgezeichnet. Das

Gewicht liegt bei nur 45 kg/m².

Bisher war das seilverspannte Membrandach

in Brasi lien kaum bekannt; man stand

ihm zunächst reserviert gegenüber. Daher

wollte man immer wieder zu einem Kragdach

als Tribünendach wechseln. Schließlich wurde

doch das besonders materialminimierte

Mem brandach verwirklicht, das stützenfrei

über den Zuschauerrängen schwebt und so

eine gute Sicht auf das Spielfeld schafft. Die

filigrane Stahlkonstruktion die den Prinzipien

eines Speichenrades folgt, entstand zusammen

mit RFR, Stuttgart. Mit Kränen und Seilwinden

wurde das Dach schließlich hochgezogen

(Bild 8 bis 10). Argentinische Ge -

birgskletterer spannten die PTFE-Planen in

schwindelerregender Höhe über das leichte

Stahltragwerk. Die vom portugiesischen

Unternehmen Martifer hergestellte Stahl -

bau-Dachkonstruktion hat eine Fläche von

36.500 m², darunter etwa 28.000 m² mit

RFR Ingenieure GmbH

Rotenbergstraße 20

70190 Stuttgart

Tel. +49 711 550425-0

www.rfr-group.com

Schlaich, Bergermann und Partner

Schwabstraße 43

70197 Stuttgart

Tel. +49 711 64871-0

www.sbp.de

Schulitz Architekten GmbH

Viewegstraße 26

38102 Braunschweig

Tel. +49 531 220700

www.schulitz.de

Vallourec

27, avenue du Général Leclerc

92100 Boulogne-Billancourt

Frankreich

Tel. +33 149 093500

www.vallourec.fr

PTFE und ca. 8.500 m² mit Metallein deckung

(Druckring). Das Kabel im Dachtragwerk

stammt von Redaelli aus Italien.

(sm 14060649) K

(14060649/9)

Bild 9. Der äußere Druckring der

Arena Fonte Nova ist in Stahl ausgeführt

(Quelle: Schulitz Architekten).

(14060649/10)

Bild 10. Druckring der Arena Fonte Nova im Detail (Quelle: Schulitz Architekten)

stahlmarkt 06.2014


30 K Special: Edelstahl

(14060789/3)

(14060789/1)

Robust, vandalen sicher

und nachhaltig gut

aussehend: Edelstahl

Rostfrei in öffentlichen

Verkehrsbauten

(Foto: SCHMOLZ+

BICKENBACH).


aus Edelstahl Rostfrei

Von Sabine Heinzel*)

Düsseldorf. Nahtlose oder geschweißte Rohre, warmgewalzte oder

kaltgezogene Stabstähle, Profile und Drahtprodukte werden mit einem

umfangreichen Abmessungsspektrum in vielfältigen Geometrien

angeboten. Hersteller und Händler erweitern kontinuierlich ihre

Anarbeitungsleistungen und beliefern so ihre Kunden mit passgenauen

Produkten. Ebenso ist die verfügbare Werkstoffpalette, den Markterfordernissen

entsprechend, in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen.

WW K Der erste Industriesektor, der nichtrostende

Stähle aufgrund ihrer Beständigkeit

gegenüber Säuren, Laugen und anderen

korrosiven Medien in großem Umfang einsetzte,

war die chemische Industrie. Heute

spielen nichtrostende Stähle bei der Herstellung

von Pharmazeutika eine bedeutende

Rolle, da es dabei nicht nur auf Korrosionsbeständigkeit,

sondern auch auf absolute

Reinheit ankommt. Besonders wichtig ist

dies natürlich in der Medizintechnik. Hygiene

ist ebenso in der Lebensmitteltechnik

*) Informationsstelle Edelstahl Rostfrei, Düsseldorf

und Getränkewirtschaft ein wichtiges Argument

für den Einsatz der korrosionsbeständigen

Stähle. Auch eine sichere und gesundheitlich

unbedenkliche Versorgung mit

Trinkwasser wäre ohne den Einsatz nichtrostender

Stähle nicht möglich. Sogar gegenüber

dem aggressiven Meerwasser erweisen

sich diese Werkstoffe als beständig, was sich

Offshoretechnik und Schiffsbau zunutze

machen. Im Automobilbau, im öffentlichen

Transportwesen und selbst in der Luft- und

Raumfahrt werden zunehmend nichtrostende

Stähle eingesetzt. Nach wie vor ist Edelstahl

Rostfrei aufgrund seiner nachhaltigen

Wirtschaftlichkeit Trendwerkstoff in Architektur

und Bauwesen.

Nahtlose Rundrohre werden vornehmlich als

Leitungsrohre für besonders hohe Anfor derungen

wie Hydraulik- oder Druckbeanspruchung

eingesetzt. Das Abmessungsspektrum

umfasst Außendurchmesser von 4,0 mm bis

508,0 mm mit entsprechend differenzierten

Wanddicken von 0,5 mm bis 40,49 mm.

Große Vielfalt von Produkten,

Abmessungen und Geometrien

Längsnahtgeschweißte Rundrohre werden,

außer bei Konstruktions- und Dekorationsrohren,

auf Dichtheit geprüft. Im Handel

sind Außendurchmesser von 5,0 mm bis

609,6 mm lieferbar, bei Wanddicken von

0,75 mm bis 4,0 mm. Hersteller fertigen

auch kleinere oder größere Dimensionen an,

zum Beispiel bis zu 1.016,0 mm mit einer

Wanddicke von 15,0 mm. Hersteller und

Händler bieten zudem das passende Rohrzubehör

wie Rohrbögen, Flansche, Gewinderohrteile,

Formstücke zum Einschweißen

etc. an.

Geschweißte Quadrat- und Rechteck rohre

sind gängig mit Kantenlängen von 10,0 mm

x 10,0 mm bis 200,0 mm x 200,0 mm bzw.

von 20,0 mm x 10,0 mm bis 250,0 mm x

150,0 mm mit Wanddicken von 1,0 mm bis

stahlmarkt 06.2014


Special: Edelstahl K 31

(14060789/2)

Allen korrosiven und mechanischen

Beanspruchungen gewachsen: Edelstahl

Rostfrei zum Beispiel für Armaturen in der

Offshoretechnik (Foto: Walzwerke Einsal).

Wenn es auf Korrosionsbeständigkeit und auf Hygiene sowie Reinigungsfreundlichkeit

ankommt: Edelstahl Rostfrei ist unverzichtbar in der Lebensmittelverarbeitung

(Foto: Böllinghaus Steel).

8,0 mm. Speziell für den konstruktiven Stahlbau

gibt es starkwandige Rechteckrohre mit

einer Wanddicke von 10,0 mm. Flachprofilrohre

liegen in den Abmessungen von

40,0 mm x 10,0 mm x 1,5 mm bis 80,0 mm

x 20,0 mm x 2,0 mm vor. Weitere Profil rohre

wie Halbrund-, Oval-, Flachoval- und Ellipsenrohre

sowie Nutrohre können ebenfalls in

zahlreichen Abmessungen bezogen werden.

Warmgewalzter Rundstahl ist mit Durchmessern

von 3,0 mm bis 700,0 mm verfügbar,

kaltgezogener mit Durchmessern von

0,8 mm bis 130,0 mm. Warmgewalzter

Hohlstahl verbindet den Vorteil von Vollmaterial,

wenn es auf mechanische Beanspruchbarkeit

ankommt, mit einer nicht

unbeträchtlichen Materialersparnis, das Ab -

messungsspektrum reicht hier von 32,0 mm

bis 420,0 mm Außendurchmesser auf

16,0 mm bis 300,0 mm Innendurchmesser.

Nichtrostender Walzdraht liegt mit Durchmessern

von 5,0 mm bis 32,0 mm vor, gezogener

Draht von 0,012 mm bis 18,0 mm.

Flachstahl aus Edelstahl Rostfrei lässt sich

innerhalb einer bestimmten Bandbreite in

stufenlosen Abmessungen walzen, die kleinste

beträgt 7,0 mm, die größte 250,0 mm,

wobei das Verhältnis Breite/Dicke max. 10:1

beträgt. Kaltgezogenen Flachstahl gibt es mit

Abmessungen, die von 3,0 mm Breite auf

2,0 mm Dicke bis 100,0 mm Breite auf

50,0 mm Dicke rangieren. Warmgewalzter

Vierkantstahl liegt mit Kantenlängen von

15,0 mm bis 700,0 mm vor, kaltgezogener

mit 2,0 mm bis 100,0 mm. Gezogener Sechskantstahl

ist mit Schlüsselweiten von 3,0 mm

bis 70,0 mm handelsüblich. Darüber hinaus

bieten die Hersteller auch Sonderprofile mit

Geometrien und Abmessungen nach Kundenwunsch

an. Die Mindestbestellmengen

hängen dabei vom ausgewählten Werkstoff

und von der Profilgröße ab.

Kundenorientierte Anarbeitung

Analog zu den Geometrien der Stahlbauprofile

werden auch Profile aus nichtrostenden

Stählen angeboten. Diese haben den Vorteil,

dass sie dünnwandiger und damit leichter

ausgeführt werden können, da der sogenannte

Materialabtrag hier entfällt. Gängig

sind gleichschenklige und ungleichschenklige

Winkel, U-Profile, T- und Doppel-T-Profile.

Je nach Herstellungsart – warmgewalzt oder

kaltgeformt – sind die Außenkanten entweder

scharfkantig oder abgerundet. Durch

Blankziehen lassen sich auch bei Kaltprofilen

scharfe Außenkanten erzielen. In kleineren

Mengen können auch Sondergeometrien

nach Kundenspezifikation durch Kaltumformung

gefertigt werden. Aufgrund seiner

hohen Dehnfähigkeit lässt sich Edelstahl

Rostfrei mit sehr kleinen Biegeradien umformen.

Auch lasergeschweißte Profile können

nach Kundenwunsch ge fertigt werden.

Für das Bauwesen stehen auch zahlreiche

Systemprofile zur Verfügung, wie Tür- und

Fensterzargen und -profile, Pfosten-Riegel-

Fassadensysteme, Befestigungssysteme für

vorgehängte Fassaden, Mauerwerksbefestigungen,

Geländersysteme und vieles mehr.

Besonders in den letzten Jahren gewinnen

Betonbewehrungen aus nichtrostendem

Stahl zum Beispiel für Brückenbau, Uferbefestigungen

oder Gebäudesanierung in

Küstenregionen zunehmend an Bedeutung.

Über integrierte oder angeschlossene

Service-Center können bedarfsgerechte Längen,

auf Wunsch auch mit Gehrungs- oder

Doppelgehrungsschnitten, gratfrei geschnitten

oder gesägt werden. Es besteht auch die

Möglichkeit der Profilverlängerung, dies

allerdings durch ausgewiesene Schweißfachbetriebe.

Anfasen oder Anspitzen, Zentrieren

oder Planen sowie Drehen, Fräsen und

Bohren sind ebenfalls gängige Anarbeitungsleistungen

der Händler und Hersteller.

Im Grundzustand werden Rohre, Stabstähle

und Profile aus nichtrostenden Stählen

gebeizt oder blankgeglüht geliefert.

Darüber hinaus gehören weitere Oberflächenbearbeitungen

wie Schleifen, Bürsten,

Polieren und Strahlen zur Praxis der Hersteller

und Händler. Oberflächenbearbeitete

Produkte werden in der Regel mit einer PE-

Schutzfolie geschützt.

Wird eine besonders glatte Oberfläche

ohne Rauigkeitsspitzen benötigt, zum Beispiel

in der chemischen / pharmazeutischen

Industrie oder im Schiffsbau, gibt es Fachbetriebe,

die elektropolieren. Ebenso lässt sich

für besonders abrasive Beanspruchungen

die Oberfläche zusätzlich härten.

Werkstoffe für jede Anwendung

Neben den austenitischen nichtrostenden

Stählen in den gängigsten Sorten 1.4301 /

1.4307, 1.4401 / 1.4404 und 1.4571 sind

auch zahlreiche martensitische Güten ab

stahlmarkt 06.2014


32 K Special: Edelstahl

(14060789/4)

Trotzt den

Elementen: Edelstahl

Rostfrei kann auch

unter freiem Himmel

gelagert werden

(Foto: STAPPERT

Deutschland).

Lager lieferbar, so zum Beispiel die Werkstoffe

1.4006, 1.4021, 1.4104. Auch die

Ferrite erobern den Markt: So ist der Werkstoff

1.4521, neben der austenitischen Güte

1.4404, für Trinkwasserrohre DVGW-zugelassen.

Für besonders korrosive Beanspruchungen

werden hauptsächlich die hochlegierten

Austenite 1.4439 und 1.4529 an -

geboten. Duplexstähle mit austenitischferritischem

Gefüge sind vornehmlich in den

Güten 1.4462 und zunehmend 1.4362

(Lean Duplex) handelsüblich, ebenso wie die

Werkstoffe 1.4410 und 1.4501 (Superduplex).

Diese bieten neben einer höheren

Festigkeit und bester Korrosionsbeständigkeit

auch eine größere Preisstabilität. Darüber

hinaus ist eine Vielzahl weiterer Werkstoffe

je nach Erfordernis des Kunden lieferbar.

Die Werkstoffauswahl richtet sich nach

den Einsatzbedingungen. Hier spielen korrosive

und mechanische Beanspruchungen

die größte Rolle. D. h. nicht nur die Korrosionsbeständigkeit

der nichtrostenden Stähle

ist maßgebend, sondern auch die Festigkeit

und die mechanischen Eigenschaften.

Eine gute Orientierungshilfe zur Werkstoffauswahl,

auch über das Bauwesen hi -

naus, ist die Allgemeine bauaufsichtliche

Zulassung Z-30.3-6 des Deutschen Instituts

für Bautechnik (DIBt), besonders Tabellen

1 / 1a und 11. Die Zulassung wurde aktuell

bis zum 1. Mai 2017 verlängert und kann

kostenfrei bei der Informationsstelle Edelstahl

Rostfrei (ISER) unter www.edelstahlrostfrei.de

abgerufen werden.

(sm 14060789) K

NEUE TASTENFELDSERIE

AUS EDELSTAHL

Treuen. Die GETT Gerätetechnik GmbH hat

eine neue Reihe hochwertiger Tastenfelder aus

Edelstahl entwickelt, die eine große Varianz an

technischen Eigenschaften bietet. Bei der Serie

sind individuelle Anpassungen schnell und mit

vergleichsweise geringem Aufwand realisierbar.

Zudem besitzen die Tastenfelder eine hohe

Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einflüsse

und sind komfortabel zu bedienen.

Das Layout eines Tastenfeldes folgt dem Layout

eines Tastentelefons und die Funktion der

Die Tastenfelder aus Edelstahl sind leicht zu bedienen und äußerst widerstandsfähig

(Foto: GETT).

(14060703/1)

Tasten ist grundsätzlich frei wählbar. Das Unternehmen

bietet mit der DGI-Nummernblockreihe

Versionen mit runden und quadratischen Tasten

sowie hinterleuchtete Versionen. Zudem hat

GETT Einbauvarianten mit rückseitigen Gewindebolzen

zum Fronteinbau als auch mit Montagebohrungen

zum Rückeinbau im Angebot. Die

Tastensymbole sind eingraviert und mit Farbe

ausgefüllt. Darüber hinaus ist es möglich, die

Symbole per Laser aufzubringen. Kunden können

neben der Symbolik auch die Größe der Frontplatte,

die Form der Tasten, deren Abstand zu -

einander sowie integrierte Zusatzkomponenten

wie einen Displaybereich bzw. ein integriertes

Display wählen. Eine Besonderheit ist das Tastenfeld,

da es sich dabei um eine elastische

Metallfolie mit geprägten Tasten handelt. Der

Vorteil darin besteht in der komplett geschlossenen

Oberfläche und der extrem flachen Bauhöhe,

die der einer Folientastatur gleichkommt. Somit

wird das Tastenfeld einfach per Klebefläche in

Systeme integriert.

/

GETT Gerätetechnik GmbH

Mittlerer Ring 1

08233 Treuen

Tel. +49 37468 660-0

www.gett.de

(sm 14060703) K

stahlmarkt 06.2014


SCHMIDT + CLEMENS BAUT

IN MALAYSIA

Lindlar. Die Unternehmensgruppe Schmidt + Clemens (S+C) blickt auf

ein erfolgreiches Ge schäftsjahr 2013 zurück. Der konsolidierte Gruppenumsatz

stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 310 Mill. €.

Ebenfalls bei 310 Mill. € (Vorjahr 320 Mill. €) lag der Auftragseingang.

Gegenüber 2012 konnte das Ergebnis nochmals gesteigert werden.

»Das gute Gruppenergebnis wird durch Verluste in unserem deutschen

Werk getrübt, sodass wir bereits im Jahr zuvor erste Gegenmaßnahmen

einleiten mussten«, so Jan Schmidt-Krayer, geschäftsführender

Gesellschafter von S+C. »Letztlich verdanken wir es unseren Auslandsstandorten,

dass ein gutes Ergebnis in der Unternehmensgruppe realisiert

wurde.« Maßgeblich zum Erfolg von Schmidt + Clemens hat die

Tochtergesellschaft in Nordspanien beigetragen. Von Verlustbringern

hat sich die Unternehmensgruppe 2013 getrennt. Die Folge war die

Schließung der Tochtergesellschaften in Brasilien und China. Ebenso

wurden die Aktivitäten des defizitären Bereichs Strangpressen in

Deutschland eingestellt. S+C hat 2013 den Kaufvertrag für ein neues

Grundstück in Malaysia unterzeichnet. Dort entsteht 2014 eine neue

Produktion für Schleudergussrohre. Die Gesamtinvestition liegt bei

14 Mill. €.

»In Deutschland müssen wir weiter unsere Hausaufgaben machen«,

berichtet Schmidt-Krayer. »Hier gilt es, den Standort in den nächsten zwei

Jahren wieder profitabel aufzustellen.«

Zu den wichtigsten strategischen Zielen der Unternehmensgruppe

gehört es, ein weiteres Standbein neben dem Bereich Petrochemie zu

entwickeln. Dies konkretisierte sich 2013 mit der Gründung eines neuen

Geschäftsbereichs für Spezialrohre, der in den kommenden Jahren deutlich

ausgebaut wird.

www.schmidt-clemens.de

/

(sm 14060701) K

MASCHINENBAUER ERWARTEN

GUTE GESCHÄFTE

Frankfurt. Unter den deutschen Maschinenbauern herrscht Optimismus.

So sehen 80 % der Unternehmen eine positive Wirtschaftsentwicklung

in Deutschland, wie aus der aktuellen Studie »Maschinenbau-

Barometer« der Wirtschafts prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC

hervorgeht, für die 100 Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau

befragt wurden. Diese zuversichtliche Grundstimmung spiegelt

sich auch in der Wahrnehmung der eigenen Branche: 84 % der Befragten

erwarten für die Maschinenbaubranche eine positive Entwicklung

für 2014. Im Mittel wird ein Plus von 2,5 % prognostiziert. Hinsichtlich

der Entwicklung des eigenen Unternehmens ist der Maschinenbau noch

optimistischer gestimmt: 90 % der Befragten sehen für die kommenden

zwölf Monate ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 4,6. Die Mehrheit

der Befragten plant in den kommenden zwölf Monaten größere

Investitionen.

Die stark exportorientierte Branche erwartet in den kommenden

zwölf Monaten einen Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz

der Unternehmen von knapp 60 %. Dennoch wird gerade die Wettbewerbssituation

mit auslän dischen Anbietern als größte geschäftliche

He rausforderung eingeschätzt.

www.pwc.com

/

(sm 14060683) K

stahlmarkt 06.2014


34 K Special: Edelstahl

Kugelzapfen für PKW-Fahrwerke

ZF Friedrichshafen und Swiss Steel haben Spezialstahllösung entwickelt

Emmenbrücke. Die ZF Friedrichshafen AG hat Kugelzapfen aus

nicht rostendem Stahl entwickelt. Als Alternative zu konventionell

eingesetzten nitrierten Kugelzapfen aus Vergütungsstahl sind diese per se

korrosions geschützt. Die Fertigung erfolgt effizient durch Kaltfließpressen.

Anwender profitieren von geringeren Herstellungskosten und einer

längeren Lebens dauer des Bauteils. Die Entwicklung der Spezialstahllösung

erfolgte gemeinsam mit der Swiss Steel AG, einem Unternehmen der

SCHMOLZ + BICKENBACH-Gruppe.

WW K Die ZF Friedrichshafen AG zählt zu den

weltweit führenden Technologiekonzernen

in der Antriebs- und Fahrwerktechnik. Das

Produktportfolio umfasst Getriebe, Lenkungen,

Dämpfungsmodule, elektronische Systeme,

Fahrwerkkomponenten sowie komplette

Achssysteme und -module. Rd. 5 %

des Umsatzes investiert der Konzern in Forschung

und Entwicklung. »Wir verstehen

uns als innovatives Unternehmen und arbeiten

stets an der Wettbewerbsfähigkeit un -

serer Produkte«, erklärt Dr. Jochen Kruse,

Projektingenieur im Center of Competence

für Strukturbauteile. »Dafür investieren wir

unter anderem in die Erprobung neuer

Werkstofflösungen, wie zum Beispiel die

Fertigung von Kugelzapfen aus nichtrostenden

Stählen.« Diese Kugelzapfen sind ein

wesentlicher Bestandteil von Kugelgelenken,

die unter anderem in Spurstangen,

Winkelgelenken und Koppelstangen zum

Einsatz kommen. Sie übertragen Lenk- und

Federbewegungen. Dementsprechend hoch

sind die Anforderungen an die mechanischtechnologischen

Eigenschaften des eingesetzten

Stahls. Im Mittelpunkt stehen eine

hohe Dauerfestigkeit und Zähigkeit sowie

ein gutes Reibungsverhalten (Tribologie) und

Korrosionsbeständigkeit. Sie sind ausschlaggebend

für die Belastbarkeit, Verschleißbeständigkeit

und Lebensdauer des Bauteils in

der Anwendung.

Aus für den Vergütungsstahl

Als Standard greift ZF auf gezogenen Walzdraht

aus Vergütungsstahl, wie 41Cr4 oder

42CrMo4, zurück. Um die Kaltumformbarkeit

zu verbessern, wird der Vergütungsstahl

vor dem Kaltfließpressen weichgeglüht. In

mehreren Umformstufen wird der Draht

zum Kugelzapfen gepresst. Die erforderliche

Festigkeit erhält das Bauteil durch eine Vergütungsbehandlung.

Anschließend dreht ZF

den Kugelzapfen auf Endkontur, glättet ihn

auf einer Rolliermaschine und transportiert

ihn zu einem externen Beschichter. Um den

erforderlichen Korrosionsschutz sicherzustellen,

nitriert dieser das Bauteil nach Kundenvorgabe

per Gas, Plasma oder im Salzbad

und lässt ihn kontrolliert abkühlen.

Dieser Prozessschritt kann, einschließlich

Transport, bis zu drei Wochen dauern.

»Durchlaufzeit, Energieverbrauch und Transportwege

sind mit dem Einsatz von Vergütungsstählen

vergleichsweise ineffizient«, so

Kruse. »Deswegen haben wir mit Swiss Steel

eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle

Alternative entwickelt.« Ziel war es, einen

preisgünstigen und nichtrostenden Stahl zu

finden, um die kostenintensiven Prozessschritte

Glühen, Vergüten und Nitrieren zu

vermeiden.

Alternative: nichtrostender Stahl

In Bezug auf die mechanischen Eigenschaften

legten Swiss Steel und ZF Wert auf ein

feinkörniges Gefüge. Es vereint eine hohe

Dauerfestigkeit und Duktilität, ohne die

Zähigkeit zu mindern, und ist dadurch be -

sonders belastbar. Außerdem spielten ein

gutes Kaltverfestigungsverhalten und eine

ausreichende Kaltumformbarkeit eine wichtige

Rolle. »Der nichtrostende Stahl 1.4003

bringt alle geforderten Grundvoraussetzun-

(14060673/1)

Swiss Steel optimiert die Walzparameter,

um die Werkstoffeigenschaften des X1CrNi12

gezielt einzustellen (Foto: SCHMOLZ +

BICKENBACH).

stahlmarkt 06.2014


Special: Edelstahl K 35

gen mit«, betont Stephan Hasler, Manager

Research & Development bei Swiss Steel.

»Der Stahl zeichnet sich durch eine für diese

Anwendung ideale Kombination aus Korrosionsbeständigkeit

und mechanischen

Eigenschaften aus sowie einen verhältnismäßig

moderaten Preis.« Bei der Stahlherstellung

bildet Stahlschrott die Basis. Diesen

schmilzt die Deutsche Edelstahlwerke

GmbH, ein Schwesterunternehmen der

Swiss Steel, im Elektroofen. Nach dem Le -

gieren entkohlt der Edelstahlspezialist das

Material per Vakuumverfahren (VOD), um

die Korrosionsbeständigkeit weiter zu erhöhen,

und gießt den flüssigen Stahl zu Knüppeln.

Durch gezielte Steuerung von Temperatur

und Abkühlung beim Walzen beeinflusst

Swiss Steel die mechanisch-technologischen

Eigenschaften und das Gefüge des

Stahls. Das Ergebnis ist ein niedrigst gekohlter

ferritisch-martensitischer Edelstahldraht

mit der ZF-internen Bezeichnung X1CrNi12.

Kurze Durchlaufzeit

Ein Kugelzapfen mit Halshinterschnitt und

Innensechskant war das Testobjekt in der

Entwicklungsphase. Um unter anderem das

geforderte Festigkeitsniveau von 800 –

1.000 MPa zu erreichen, standen der Drahtabzug

beim Ziehprozess vor der Kaltumformung

sowie die Umformstufen beim Kaltfließpressen

im Blickpunkt. Sie haben unmittelbare

Auswirkung auf die örtlichen mechanisch-technologischen

Eigenschaften am

Kugelzapfen und müssen aufeinander abgestimmt

sein. Dafür definierten ZF und Swiss

Steel gemeinsam mit dem Kaltumformer,

der Fuchs Schraubenwerk

GmbH, die erforderlichen Prozessparameter.

Da der Walzdraht

aus X1CrNi12 eine

hohe Ausgangsfestigkeit mitbringt,

galt es zudem, eine

leistungsfähigere Presse und ein

stabiles Abschersystem beim Kaltfließpressen

einzusetzen. Der Mehraufwand in der

Fertigung wird durch eine vergleichsweise

kurze Durchlaufzeit kompensiert. Die Qualität

des Bauteils aus X1CrNi12 entspricht

den Anforderungen in vollem Umfang. Ab -

hängig vom Bauteildesign variieren die Kostenvorteile

durch den Einsatz des X1CrNi12.

Bei Ku gelzapfen mit einem Kugeldurchmesser

bis zu 30 mm zeigt sich die Rentabilität

des Edelstahls am deutlichsten. »Die gut

funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit Swiss Steel und Fuchs Schraubenwerk

war die Voraussetzung für die

Entwicklung des Stahls bis zur Marktreife«,

so Dr. Kruse. »Unser Ziel ist es, die nitrierten

Vergütungsstähle sukzessive gegen den

X1CrNi12 auszutauschen.«

Serienreife erreicht

Die Modifikation des 1.4003 für das Kaltfließpressen

des Kugelzapfens überzeugte

Kugelzapfen sind ein wesentlicher Bestandteil

von Kugelgelenken, die unter anderem in

Spurstangen, Winkelgelenken und

Koppelstangen zum Einsatz kommen

(Foto: ZF Friedrichshafen AG).

ZF: Die Eigenschaften des Stahls sind vergleichbar

mit denen konventionell hergestellter

Teile aus Vergütungsstählen. Eine

deutliche Verbesserung erreicht der nichtrostende

Stahl X1CrNi12 hinsichtlich der

Korrosionsbeständigkeit in der Anwendung.

«

KONTAKT

Swiss Steel AG

Emmenweidstraße 90

6020 Emmenbrücke

Schweiz

Tel. +41 41 209-5151

www.swiss-steel.com

ZF Friedrichshafen AG

Dr.-Jürgen-Ulderup-Straße 7

32351 Stemwede-Dielingen

Deutschland

Tel. +49 5474 60-0

www.zf.com

(14060673/2)

(sm 14060673) K

stahlmarkt 06.2014


36 K Special: Edelstahl

Abwärme nutzen

Neues Umweltkonzept zur Herstellung von Edelstahl

Düsseldorf. Fuxin Special Steel, Taiwan, hat ein von SMS Siemag

geliefertes Stahlwerk zur Produktion von Edelstahlbrammen am Standort

Zhangzhou in der chinesischen Provinz Fujian in Betrieb genommen. Es ist

weltweit das erste Edelstahlwerk, das die Abwärme von AOD-Konverter

und Elektrolichtbogenofen nutzt. Fuxin Special Steel profitiert durch die

Senkung der Emissionen von jährlich 60.000 t CO 2

.

Das Stahlwerk erfüllt strenge Umweltschutzrichtlinien.

Die Primäremissionen werden

über gekühlte Kamine abgezogen und zwei

Schlauchfiltern zugeführt. Zur effektiven

Erfassung der staubhaltigen Sekundäremissionen

sind E-Ofen und AOD-Konverter eingehaust.

Zusätzlich anfallende Stäube werden

erfasst und abgesaugt. Die Filter der

Gasreinigungsanlagen sind für mehr als

2,3 Mill. m 3 Luft pro Stunde ausgelegt. Das

Stahlwerk ist mit einer Ecoplants-Energierückgewinnungs-Anlage

ausgerüstet, mit

der die Wärmeenergie der über 2.000 °C

heißen Abgase von EAF und AOD genutzt

wird, um Dampf zu erzeugen.

WW K Das Neubauprojekt umfasst ein Edelstahlwerk,

eine Brammenstranggießanlage

sowie Umweltanlagen zur Gasreinigung und

Energierückgewinnung. Das Werk ist für

eine Produktion von jährlich 720.000 t Stahl

ausgelegt. Das X-Melt ® -Stahlwerk besteht

aus einem 160-t-Elektrolichtbogenofen mit

Schnauzenausguss, einem 180-t-AOD-L-

Konverter sowie einem 180-t-Pfannenofen.

Die Neuzustellung des AOD-Konverters

erfolgt mit einem speziellen Wechselwagen.

Das Konvertergefäß wird doppelt so schnell

wie herkömmlich gewechselt und minimiert

so die Stillstandzeiten.

Breite kann während des Gießens

eingestellt werden

Dieser wird eingespeist und unter anderem

zur Kühlung elektrischer Aggregate genutzt.

Die Energierückgewinnungs-Systeme liefern

stündlich etwa 36 t Sattdampf, der in das

Dampfnetz des Werks eingespeist wird. Das

Gütenspektrum des Stahlwerks umfasst

ferritische, austenitische und martensitische

Edelstähle, die auf der X-Cast ® -Stranggießanlage

zu 200 oder 220 mm dicken

Brammen vergossen werden. Die Breite

kann während des Gießens stufenlos von

800 bis 1.600 mm eingestellt werden. Die

Stranggießanlage ist mit ISC ® -Modulen

(Intelligent-Slab Casting) ausgestattet. Dazu

zählen die hydraulisch angetriebene Resonanzoszillation

und die positionsgeregelten

CYBERLINK-Segmente.

Der elektromagnetische Strangrührer

(EMS), eine Entwicklung von SMS Siemag

und SMS Elotherm, wird für die Herstellung

von Brammen mit sehr hoher Qualität eingesetzt.

EMS bewirkt die Ausbildung von

feinkörnigem, globulitischem und gleichmäßigem

Gefüge und steigert die Prozessflexibilität

und den Durchsatz. Die von SMS Siemag

entwickelten Technologien sichern die

Innen- und die Oberflächenqualität der

Edelstahlbrammen.

(sm 14060654) K

Edelstahlbrammen mit hoher Innen- und Oberflächenqualität (Foto: SMS Siemag)

(14060654/1)

«

KONTAKT

SMS Siemag AG

Eduard-Schloemann-Straße 4

40237 Düsseldorf

Tel. +49 211 881-0

www.sms-siemag.com

stahlmarkt 06.2014


Special: Edelstahl K 37

22.000 t Duplex für Erdgasprojekt in Oman

Espoo. Outokumpu liefert 22.000 t des nichtrostenden Duplexstahls Outokumpu 2205 (EN 1.4462)

für ein Erdgasprojekt in Oman.

WW K Beginnend in der ersten Jahreshälfte

2014, werden die Rohre bis 2016 geliefert.

»Dies ist das größte Einzelprojekt im Bereich

Duplexstahl, das Outokumpu jemals gewonnen

hat«, sagt Mats Benson, Vice President

Vertrieb bei Outokumpu. Outokumpu ist

Weltmarktführer bei Duplexwerkstoffen

und hat über die Jahre eine Reihe von Erdgasprojekten

im Oman beliefert. Duplex

2205 ist Benson zufolge ideal geeignet für

den Einsatz bei solchen Projekten. Die Korrosionsbeständigkeit

des Duplex 2205 sowie

seine mechanischen Eigenschaften seien

hervorragend für das unbehandelte saure

Erdgas geeignet, das in dieser Gegend ge -

fördert werde. Das Material von Outokumpu

wird von den Unternehmen Sosta und

Inox Tech zu Rohren verarbeitet. Sosta ist

einer der großen Hersteller geschweißter

Edelstahlrohre mit Fokus auf den globalen

Öl- und Gasmarkt. Sosta-Rohe werden eingesetzt

bei der Erschließung von Gasvorkommen

und zum Bau von Gasverflüssigungsanlagen

und Anlandeterminals. Inox

Tech ist ein führender Hersteller korrosionsbeständiger

geschweißter Rohre aus korrosionsbeständigen

Legierungen.

»Outokumpu ist unser Hauptlieferant aufgrund

der hohen Liefertreue und des sehr

guten Services. Eine fortlaufende, störungsfreie

Produktion und die Vermeidung von

Ausfallzeiten sind für uns extrem wichtig.

Wenn die Materialanlieferung abreißt, steht

unsere Produktion still. Mit Outokumpu als

Lieferanten haben wir die notwendige Verlässlichkeit«,

sagt Roel van Paassen, Ge -

schäftsführer der Sosta GmbH. »Wir haben

uns für Outokumpu entschieden, da das

Unternehmen den besten Service bietet.

Diese Lieferbeziehung hat beiden Seiten

auch in schwierigen Zeiten ein erfolgreiches

Arbeiten ermöglicht«, so Mattia Agnoletto,

Geschäftsführer bei Inox Tech S.p.A.

www.outokumpu.com

/

(sm 14060678) K

stahlmarkt 06.2014


38 K Special: Edelstahl

Ugitech vergrößert Produktfamilie UGIMA

Emmenbrücke. Lange Werkzeugstandzeiten, je nach Stahlgüte 10 % bis 50 % Produktivitätsgewinn

in der zerspanenden Fertigung und eine hohe Oberflächenqualität am Bauteil – die nichtrostenden Edelstähle

der Produktfamilie UGIMA ® machen‘s möglich.

WW K Auf der wire 2014 stellt Ugitech, ein

Unternehmen der SCHMOLZ + BICKEN-

BACH-Gruppe, die Edelstähle UGIMA ® 4005

und UGIMA ® 4509 für Anwendungen der

Automobil- und Prozessindustrie in den Mittelpunkt.

»Um maximalen Outcome in der

Fertigung von Präzisionsteilen zu erreichen,

haben wir die UGIMA ® -Spezialgüten entwickelt«,

er klärt Marc Marticou, Business Development

Manager bei Ugitech. Der neue

martensitische Edelstahl UGIMA ® 4005 eignet

sich für Bauteile der Automobil- und

Prozessindus trie. Mit einem Chromanteil von

12 % bis 14 % und gezielt eingestellten

Oxideinschlüssen ist er gut maschinell verarbeitbar

und verfügt gleichzeitig über hervorragende

mechanische Eigenschaften. Damit

hat Ugi tech eine wirtschaftliche Alternative

zum konventionellen Edelstahl 1.4005 entwickelt:

Anders als die Standardgüte ermöglicht

der UGIMA ® 4005, je nach Werkzeugtyp,

Schnitt geschwindigkeiten bis zu 500 m/

min. Anwender profitieren von einer Produktivitätssteigerung

von 30 % bis 50 % bei

gleichbleibenden Werkzeugstandzeiten.

Der neue ferritische UGIMA ® 4509 entfaltet

seine Vorteile insbesondere bei temperaturbelasteten

Bauteilen der Automobilindustrie.

Resistent gegen interkristalline

Korrosion, behält er auch bei hohen Temperaturen

seine Standfestigkeit. Die Zerspanbarkeit

verbesserte Ugitech mittels spezifischer

Ausscheidungen, die zu kurzbrüchigen

Spänen führen. So kann die Schnittgeschwindigkeit

bei tiefen Bohrungen um

20 % bis 40 % gesteigert werden. Auch das

Verhalten des Stahls bei Drehoperationen ist

optimiert. »Für eine wirtschaftliche Fertigung

und hochwertige Bauteile beraten wir

Anwender nach Bedarf bei der Wahl des

geeigneten Werkstoffs sowie bei der Einstellung

der optimalen Schnittparameter«, so

Marticou.

Die zerspanungsverbesserten Spezialstähle UGIMA ® steigern die Produktivität in der

zerspanenden Fertigung um 10 % bis 50 %, je nach Güte (Foto: SCHMOLZ + BICKENBACH).

(14060699/1)

/

Ugitech SA

Avenue Paul Girod

73403 UGINE Cedex

Frankreich

Tel. +33 47989 3030

www.ugitech.com

(sm 14060699) K

ALBA ERWARTET WEITER

STARKEN GEGENWIND

Köln. Vor dem Hintergrund ungünstiger konjunktureller

Rahmenbedingungen sank der Um -

satz des Rohstoffhändlers ALBA SE im Segment

Stahl- und Metallrecycling von 1,6 Mrd. € im Jahr

2012 auf etwa 1,4 Mrd. € im Geschäftsjahr 2013.

Durch den Preisdruck auf der Absatzseite und

gestiegene Einkaufspreise ging das Ergebnis vor

Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)

von 32,9 Mill. € auf – 0,5 Mill. € zurück. Das

Umfeld bleibt aus Sicht des Managements

anspruchsvoll. Angesichts der geplanten Beteiligung

der industriellen Eigenstromversorgung an

der Finanzierung der Subventionen für regenerative

Energien und des möglichen Verbots der

Ausgleichsregelung der EEG-Umlage ist die von

Experten erwartete Rohstahlproduktion für

Deutschland in Höhe von 43,0 Mill. t aus Sicht

von ALBA mit hohen Un sicherheiten behaftet. Im

deutschen Handel mit NE-Metallen rechnet das

Unternehmen im ersten Quartal nicht mit einer

Besserung, ab dem zweiten Quartal sind die Prognosen

verhalten optimistisch. »Wir werden

2014 den Prozess der Reorganisation fortsetzen.

Die Eckpfeiler dieser Strategie sind: eine Vernetzung

des klassischen Geschäftsbereiches Entsorgung

und Kunststoff-/Papierrecycling mit dem

Bereich Stahl- und Metallrecycling, damit verbunden

eine weitere Portfoliooptimierung und

weitergehende Internationalisierung«, so der

Verwaltungsratsvorsitzende der ALBA SE, Dr.

Axel Schweitzer.

www.alba.info

/

(sm 14060687) K

stahlmarkt 06.2014


Special: Edelstahl K 39

Spezialist für anspruchsvolle Aufgaben

Düsseldorf. Das Handelshaus STAPPERT bietet seinen Kunden Zugriff auf 15.000 Produkte

in Standard- und Sondergüten – für jeden Anwendungsbereich maßgeschneidert.

WW K Steigende Qualitätsanforderungen,

technologische Herausforderungen, Ressourceneffizienz

und Kostendruck sind die

beherrschenden Themen im Maschinenund

Anlagenbau. Gesucht sind hier Produkte,

die intelligente Antworten auf diese

Herausforderungen geben, sowie Anbieter,

die diese Trends frühzeitig erkennen und

bedarfsgerechte Lösungen bereithalten.

STAPPERT empfiehlt sich mit Langprodukten

und Rohrzubehör aus nichtrostenden, hochkorrosions-

und hitzebeständigen (RSH)

Stählen. Das Handelshaus ist spezialisiert auf

Produkte für anspruchsvolle Anwendungen.

Die Marke STAPPERT steht für durchdachte

und exakt auf den Kundenbedarf zugeschnittene

Werkstoffauswahl, Produktvielfalt,

Verfügbarkeit und innovative Produktlösungen.

Besonders gefragt ist STAPPERT

bei Stahllösungen aus RSH-Stählen, die in

den vielfältigsten Branchen und für die

anspruchsvollsten Anwendungen Einsatz

finden. So vertrauen Hersteller von Ventilen,

Pumpen, Armaturen oder Filtern auf Stähle,

die höchsten Anforderungen an Festigkeit,

Verschleiß-, Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit

standhalten müssen.

Die Produkte von STAPPERT können auch

für Präzisionselemente, die in stark beanspruchten

Hydraulik- und Pneumatikaggregaten

erforderlich sind, eingesetzt werden.

Das Produktspektrum des Handelshauses

umfasst unter anderem Stabstahl mit Außendurchmessern

bis zu 625 mm, Hohlstahl mit

Außendurchmessern bis 420 mm sowie

nahtlose und geschweißte Rohre und passendes

Rohrzubehör, wie Flansche, Formstücke

und Gewinderohrteile. Für jeden

Anwendungsbereich maßgeschneidert,

haben die Kunden Zugriff auf 15.000 Produkte

in Standard- und Sondergüten – ferritische,

austenitische und martensitische

Gefüge, vom niedrig legierten Chromstahl

bis hin zum hochwarmfesten Werkstoff

1.4923 und dem hitzebeständigen austenitischen

Werkstoff 1.4845, wie er beispielsweise

im Ofen- und Apparatebau verwendet

wird. Die ebenfalls ab Lager lieferbaren

Duplex- und Superduplexstähle zeichnen

sich durch ihre hohe Korrosionsbeständigkeit

und gute Schweißbarkeit aus. Sie werden

eingesetzt in der chemischen Industrie, im

Maschinenbau, der Offshore- und Schiffbauindustrie

sowie in Förderpumpen, Wärmetauschern,

Abwasseranlagen, Turbinen- und

Gebläseschaufeln. Abgerundet wird das

Leistungsspektrum durch ein Beratungsangebot

zu allen Anliegen rund um den nichtrostenden

Edelstahl, ein Servicespektrum

von der Anarbeitung in modernsten Bearbeitungszentren

bis hin zu Sonderabnahmen

und Werkstoffprüfungen sowie einer professionellen

Logistik.

/

STAPPERT Deutschland GmbH

Willstätterstraße 13

40549 Düsseldorf

Tel. +49 211 5279-0

www.stappert.biz

(sm 14060705) K

EISENBLÄTTER UNTERSTÜTZT

EXISTENZGRÜNDER

Geretsried. Der bundesweite Wettbewerb »Eisenblätter unterstützt

das Deutsche Handwerk« geht in die dritte Runde. Belohnt werden

sollen Existenzgründer in Deutschland, insbesondere im Handwerk.

Bewerbungen werden bis zum 15. September 2014 entgegengenommen.

Daraus sollte ersichtlich werden, welche Maschine aus dem

Eisenblätter-Sortiment nützlich wäre. Neben einem Lebenslauf müssen

die Bewerbungsunterlagen eine Vorstellung der Person und des

Arbeitsbereichs beziehungsweise der Geschäftsidee enthalten. Der

1. Preis ist eine Maschine samt Zubehör der Gerd Eisenblätter GmbH.

Zudem erhält der Gewinner Geschäftsbriefpapier und Visitenkarten

des Geschäftspartners BluePrint AG. Entwickelt wird ebenfalls ein

eigenes Geschäftslogo durch den Unterstützer der Gerd Eisenblätter

GmbH, die BlueMedia GmbH. Die Nächstplatzierten erhalten Sachpreise,

etwa ein Jahresabonnement unserer Zeitschrift »stahlmarkt«.

www.eisenblaetter.de

/

(sm 14060686) K

stahlmarkt 06.2014


40 K

Große Erwartungen zur O & S

Zukunftsweisende Innovationen auf der »Welt der Oberfläche«

Hilden.






ausgerichtet wird.

WW K Die Aussteller erhoffen sich aufgrund

der Zusammenlegung gleich mehrerer Messen

einen noch höheren Anteil internationaler

Fachbesucher sowie verstärkte Synergieeffekte.

Durch die größere Präsenz von

Anbietern aus der Galvanik und Oberflächenbeschichtung,

dem Anlagenbau und

der Steuerungs- und Messtechnik sowie von

Anwendern aus den Bereichen Automotive,

Medizintechnik, Bauwirtschaft, Sanitärindustrie

und Elektrotechnik erwarten die Mitglieder

einen intensiven fachlichen Austausch

mit Entscheidern. Ebenfalls großen

Zuspruch findet der Ausbau des Konzeptes

der lösungsorientierten Beratung. Sie bietet

Interessenten die Möglichkeit, bereits im

Vorfeld der Messe Fragen und Anliegen einzureichen,

die dann von den Ansprechpartnern

der Unternehmen vor Ort gezielt be -

antwortet werden.

Mit den bestehenden und noch zu erwartenden

Verordnungen zum Umweltschutz,

wie die REACH-Verordnung, haben sich viele

der vertretenden Unternehmen auseinandergesetzt

und präsentieren neue Stoffe

und Verfahren, die ohne gesundheits- und

umweltschädliche Substanzen wie Kobalt,

Chrom, Salpeter oder andere CMR-Stoffe

auskommen. Im Bereich der Passivierung

präsentiert beispielsweise Atotech Deutschland

mit Tridur HDG ein entsprechendes

Verfahren zur Direktpassivierung. Und auch

der Entwickler von Spezialchemikalien Co -

parts2clean informiert über Bauteilereinigung

Stuttgart / Hannover. Die Bauteilreinigung

hat sich inzwischen als unverzichtbarer Prozess-

-



ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Dies


gung

erforderlich. Andererseits stellt es Unterneh-






Lösungen für die unterschiedlichen Aufgaben-






-

-

-




speziellen Fragestellungen unterschiedliche Berei-


-



wissensbasierten Prozessführung in der industri-

-

-










-

-






-



-

gung.

www.parts2clean.de (sm 14060660) K

/

stahlmarkt 06.2014


K 41

Ein Thema auf dem Gemeinschaftsstand

»Welt der Ober fläche« ist der Korrosionsschutz,

dabei v. a. Kobaltfreie Dick schicht passivie rungen

für Zink (Foto: COVENTYA (www.coventya.com)).

(14060704/1)

ventya GmbH hat seine Produktlinie für

kobaltfreie Passivierung vervollständigt. Auf

höchsten Korrosionsschutz wird dabei ebenso

wenig verzichtet wie auf die hohen De -

signansprüche der Automobilindustrie, wie

Enthone mit seinen Verfahren Perma Shield

und Zincrolyte zeigen wird.

Der Apparatebauer WMV präsentiert seine

Beschichtungsstation TULZ mit neuentwickeltem

Lackrückgewinnungssystem und

in der automatisierten Variante mit einem

verbesserten Handling. Dieses kommt mit

zwei statt bisher vier Beschichtungskörben

aus und senkt dadurch ebenfalls den Lackverbrauch

signifikant. Neben dem Kostenund

Umweltfaktor bei der Einsparung von

Werkstoffen betont der Galvanikallrounder

Zeschky »mehr Unabhängigkeit vom Rohstoffmarkt«

durch seine Alternativen zu

Nickel, Edelstahl und Schwarzchromatierungen.



Energieeffizienz ist ein wichtiges Schlagwort

bei Anlagenbauern und Herstellern von

Steuerungs- und Messsystemen. So konzentriert

sich die L & R Kältetechnik auf die energieeffiziente

Kälteerzeugung speziell für

Galvanikbetriebe. Durch innovative Temperaturregelung,

Kältekompressoren und

Pumpen sowie den Einsatz von Freikühlern

im Winter verspricht der Anlagenbauer eine

Energieeinsparung von bis zu 80 % bei seinen

Kälteanlagen.

Wie Umweltschutz und Wertstoffrecycling

zusammengehen, will der Beschlag spezialist

Kesseböhmer mit der Präsentation seiner

neu errichteten Galvanikanlage am Stammsitz

in Bad Essen zeigen. So stellt die Anlage

70 % ihrer Heizenergie durch Wärmerückgewinnung

bereit. Für eine zusätzliche Holzheizung

kommen die Holzreststoffe aus der

Produktion zum Einsatz. Zugleich unterschreitet

die Abluft, die die Waschanlagen

»absolut sauber und schallgedämpft« verlässt,

die Grenzwerte der TA-Luft um das

30-fache.

Die H2O GmbH aus dem badischen Steinen

steht für das hoch innovative und kostensparende

Verfahren der Vakuumdestillation

zur abwasserfreien Aufbereitung von

Industrieabwässern. Auf der »Welt der

Oberfläche« stellt H2O die speziell für die

Bedarfe der Oberflächentechnik geeignete

Anlage VACUDEST und ihre CLEARCAT-

Technologie vor.

Mit Neuentwicklungen zur Kosten- und

Zeitoptimierung der Produktionsabläufe

werden die Spezialisten für den Anlagenbau

beziehungsweise für Steuerungs- und Messtechnik

aufwarten. Dabei kennen sie, wie

beispielsweise die Entwickler von spezialisierter

Systemsoftware Media Soft die be -

sonderen Anforderungen der Oberflächenindustrie

durch »hohe Teilevielfalt und ex -

trem kurze Durchlaufzeiten«. Die »kurzen

Implementierungszeiten« ihrer Produkte

sorgen außerdem für Zeitersparnis bei der

Auftragsabwicklung.

Benutzerfreundlichkeit durch »intuitive Be -

dienung und übersichtliche Visualisierung«

zeichnen die Anlagesteuerung GalvaCom

von ICOM Automation aus, die darüber hi -

naus eine ISO-9000-konforme Datenerfassung

und Protokollierung sowie die Anbindung

an Warenwirtschaftssysteme erlaubt.

Als Entwickler von innovativen Steuerungskonzepten

zeichnet sich auch die HEHL GAL-

VANOTRONIC aus. Das Solinger Unternehmen

führt auf dem Messestand Steuerungskonzepte

und Softwareaktualisierungen vor.

Auch das Thema »Energiemanagement

durch Netzrückspeisung« wird von HEHL

GALVANOTRONIC aufgegriffen und entsprechende

Möglichkeiten aufgezeigt.

Neuartige Prozessmessgeräte für die Galvano-

und nasschemische Oberflächentechnik

präsentiert das Dresdener Start-up-Un -

ternehmen Somonic, das mit seinem Inlinemessverfahren

erstmalig ermöglicht, die

Abscheidegeschwindigkeit bzw. Stromausbeute

mittels eines stabförmigen Sensors

unmittelbar im galvanischen Prozess fortlaufend

zu bestimmen.

(sm 14060704) K

«

KONTAKT

ZVO Zentralverband

Oberflächentechnik e.V.

Max-Volmer-Straße 1

40724 Hilden

Tel. +49 2103 2556-10

www.zvo.org

O & S: Halle 9, Stand B 28

stahlmarkt 06.2014


42 K Special:

Strahlen zum Mitnehmen

Optimale Oberflächenbehandlung mit

neuer Rump-Anlage


®




platzsparend.

WW K Die Materialzufuhr erfolgt manuell bei

einer Beladungshöhe von 1.150 mm. Das

Chargengewicht der Maschine beträgt

400 kg, das Füllvolumen 200 l und die ma -

ximale Teilelänge 300 mm. Während des

Strahlens bleibt die Kammertür geschlossen.

Dank der Umwälzbewegung des Muldenbandes

wird die Oberfläche der Werkstücke

optimal und von jeder Seite bearbeitet.

Zur Ausstattung der Anlage gehört ein

direkt angetriebener Turbostrahler mit me -

chanischer Vorbeschleunigung und einer

Antriebsleistung von 7,5 kW. Das Gehäuse

der wartungsfreundlichen »R«-Turbine be -

steht aus verschleißfesten Manganstahlblechen.

Verschleißschutzkolben sowie das

Schleuderrad mit acht Wurfschaufeln ma -

chen das Innere aus. Das Schleuderrad hat

einen Außendurchmesser von 320 mm. Die

Verschleißschutzkolben und Wurfschaufeln

sind leicht auswechselbar und für lange

Standzeiten ausgelegt. Dank der verstellbaren

Verteilerhülse ist eine sehr genaue Einstellung

des Ausstrahlwinkels möglich. Der

Verschleiß von Schleuderradgehäuse und

Maschinen innenauskleidung lässt sich weitgehend

vermeiden, da das Strahlmittel ge -

zielt auf die Werkstücke gelenkt wird. Bei

einer Motordrehzahl von 3.000 U/min be -

trägt die Ab wurfgeschwindigkeit der Schleuderräder

etwa 69 m/s. Wahlweise kann der

Turbostrahler mit einer frequenzgeregelten

Drehzahlverstellung ausgerüstet werden.


Über eine im Trichter eingebaute Schnecke

wird das Strahlmittel zum direkt angebauten

Becherwerk und von dort in den optimierten,

einstufigen Sichter transportiert. Dort

werden dem Strahlmittel spezifisch leichtere

Partikel sowie das Strahlmittel-Unterkorn

durch einen Luftstrom entzogen und der

Filteranlage zugeführt. Dann gelangt das so

gereinigte Strahlmittel in den Vorratsbunker

und wird über eine pneumatisch betätigte

Dosiereinrichtung dem Turbostrahler erneut

zugeführt.

Im rückwärtigen Bereich der Anlage be -

findet sich eine integrierte Entstaubungsanlage,

die für die Absaugung der Schleuderrad-Strahlkammer

und der Windsichterstufe

(14060581/2)

Während des Strahlens bleibt die Kammertür geschlossen. Dank

der Umwälzbewegung des Muldenbandes wird die Oberfläche der

Werkstücke optimal und von jeder Seite bearbeitet.

(14060581/1)

Die neue 4-m-hohe Muldenband-Strahlanlage behandelt u. a.

die Oberfläche von trommelfähigen Werkstücken und kann am

Aufstellungsort schnell und platzsparend (auf einer Stellfläche

von rd. 9 m 2 ) aufgebaut werden (Fotos: Rump).

stahlmarkt 06.2014


Special: K 43

sorgt. Das Aggregat ist als Patronenfilter mit automatischer Druckluft-Impuls-Abreinigung

für einen geringen Reststaubgehalt in der

Abluft ausgeführt. Über den untergebauten Staubauffangtrichter

wird der abgefilterte Staub in einen Staubsammelbehälter ausgeschieden.

Der angeschlossene Ventilator ist für einen Gesamtluftvolumenstrom

von 1.500 m 3 / h und eine Druckdifferenz von 200

Dekapascal bei einer Antriebsleistung von 3 kW ausgelegt. Über

einen Kamin kann die Abluft ins Freie oder im Winter betrieb optional

durch Nachschalten eines Sekundärfeinfilters in die Halle zurückgeführt

werden. So wird nicht nur Energie eingespart, sondern auch

die Umwelt weniger belastet.

Zur Ausrüstung der Schaltanlage gehören eine speicherprogrammierbare

Steuerung und bedienungsfreundliche Klartextan zeigen

für einen gesicherten und störungsfreien Betrieb mit reproduzierbarem

Ergebnis. Über das Strahlprogramm können alle Hauptparameter

eingestellt werden. Der elektrische Gesamtanschlusswert der

Ma schine beträgt 12 kW.

Aufbau auf 9 m 2

Die Anlage wird fundamentlos aufgebaut und verfügt über eine

Gesamtbauhöhe von 4 m sowie eine Stellfläche von 3 m x 3 m. Alle

wesentlichen Teile sind bereits in der Anlage integriert und nur die

Versorgungsanschlüsse müssen am Aufstellungsort montiert werden.

So beträgt die Montagedauer nur einige wenige Stunden.

Optional kann die Maschine auch mit einem Behälter-Hebe-Kippgerät

zur automatischen Befüllung sowie einem Austragsförderband

zum Abtransport der Werk stücke nach dem Strahlvorgang versehen

werden.

(sm 14060581) K

«

KONTAKT

Konrad Rump Oberflächentechnik GmbH & Co. KG

Berglar 27

33154 Salzkotten

Tel. +49 5258 508-0

www.rump-oft.de


Gelsenkirchen. ® -



-






-


www.zinq.com

(sm 14060653) K

/

stahlmarkt 06.2014


44 K Special:

Kino »zum Strahlen« macht Abläufe transparent

Hagen.

WW K Der Industriepartner, einer der führenden

deutschen Lohnstrahler, visualisiert jeden

Prozessschritt. Klare Bildsprache und überraschende

Perspektiven machen den professionell

gemachten Film zugleich informativ

und fesselnd.

Roter Faden des Films ist ein typischer

Strahlauftrag – von der Anlieferung bis zur

Abholung. Das Video zeigt die einzelnen

Bearbeitungsschritte und die intensive Qualitätskontrolle

durch Spezialisten. Erfahrene

Experten checken jedes Teil nach aktuellen

Prüfnormen und mit innovativen Testmethoden.

Und dokumentieren ihre Werte in einem

detaillierten Prüfbericht.

»Wir möchten potenziellen Partnern und

Interessenten in bewegten Bildern gezielt

Einblicke in unsere Unternehmenswelt ge -

ben. Und dabei zeigen, wie wir Strahlprojekte

kundenorientiert, just in time und mit

breitem Service abwickeln. Einschließlich

Einölen, Verpackung, Kommissionierung

und Lagerung«, so Geschäftsführer Marco

Heinemann zum Ziel der Videobotschaft. Zu

sehen ist der Clip auf der Unternehmenswebsite

und auf YouTube. Anschauen lohnt

sich doppelt: Wer das Video anschließend

bewertet, bekommt dafür ein kleines Dankeschön.

KST Kugel-Strahltechnik hilft Industrieunternehmen,

ihren Prozess durch Outsourcing

gezielt zu optimieren. Die Auslagerung

an den Spezialisten reduziert oder vermeidet

Stand-by-Zeiten.

http://bit.ly/1lUr3b6

(direkt zum Video)

/

(sm 14060743) K

(14060743/1)

Roter Faden des Videos

ist ein typischer

Strahlauftrag – von der

Anlieferung bis zur

Abholung (Foto: KST).

«

KONTAKT

Kugel-Strahltechnik GmbH

Volmarsteiner Straße 17

58089 Hagen

Tel. +49 2331 9389-0

www.kst-hagen.de

stahlmarkt 06.2014


Special: K 45



Duisburg.






edlungstechnik

und der Aufbereitung der verwendeten Flüssigkeiten.



-



(sm 14060731) K


Kronach.

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offensichtlich genau den aktuellen Bedarf der südkoreanischen Blechver-




(sm 14060702) K


Vitoria.

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/

Steel Stock Exchange

Arantzabal, 2, Esc.1,2ºC

01008 Vitoria (Alava)

Spanien

Tel. +34 630841872

www.steelstockexchange.com

(sm 14060787) K

stahlmarkt 06.2014


46 K Special:

Entzaubert wie Spinat

Aus der Galfanstory lernen

Düsseldorf. Der Eisengehalt des Spinats ist ein Musterbeispiel für Irrtümer,

die durch permanente Wiederholung zur vermeintlichen Wahrheit werden.

So lautet eine Mitteilung des Instituts Feuerverzinken e.V. Der Spinat des

Korrosionsschutzes ist die Galfanverzinkung. Immer noch glauben selbst

gestandene Korrosionsschutzexperten, dass die aus einer sehr dünnen Zink-

Aluminium-Legierungsschicht bestehenden Galfanüberzüge eine vielfach

höhere Korrosionsbeständigkeit aufweisen als solche aus reinem Zink.

WW K Wissenschaftliche Langzeituntersuchungen

belegen hingegen, dass derartige

Ressourceneffizienzträume in der Praxis wie

Seifenblasen platzen. Fakt ist nämlich, dass

Galfan- und Reinzinküberzüge bei üblicher

atmosphärischer Korrosionsbeanspruchung

ähnliche Korrosionsraten aufweisen. Da

durch Stückverzinken hergestellte Reinzinküberzüge

deutlich höhere Schichtdicken

besitzen als Galfanüberzüge, erreichen sie

auch eine erheblich längere Korrosionsschutzdauer.

Vor rd. 30 Jahren kam die Galfanverzinkung

mit großem Trommelschlag auf den

Markt. Auf der Basis von Ergebnissen aus

Kurzzeitlabortests wie dem Salzsprühtest

entstand die Legende von der vermeintlich

überragenden Leistungsfähigkeit der neuen

Zink-Aluminium-Überzüge, die trotz dünnerer

Schichtdicken extrem lange Schutzzeiträume

erreichen. Selbst heute

noch wird Galfan mit Salzsprühtestergebnissen

be worben. Da -

bei bestätigt selbst das für die

Salzsprühtestnorm zuständige

Normungsgremium, dass Ergebnisse

von Salzsprühprüfungen

nur »selten mit dem Verhalten

in natürlichen Umgebungen

übereinstimmen«. Zahlreiche

Praxisstudien unter Realbedingungen

beweisen, dass die

Schichtdicke für die Schutzdauer

entscheidend ist, da die

Schichtdickenverluste von Galfanüberzügen

unter üblichen

atmosphärischen Belastungen

denen von Reinzinküberzügen

entsprechen. Während galfanüberzogene

Bleche in der Regel Schichtdicken von ma -

ximal 25 μm aufweisen, liegen übliche

Schichtdicken von stückverzinkten Stählen

zwischen 50 und 150 μm.

Schuhmacher und Wolfhard [1] haben

bereits in den 1990er-Jahren Reinzink- und

Galfanüberzüge in Stadt-, Industrie- und

Meeresklima im Rahmen von Auslagerungstests

überprüft. Nach sieben Jahren Auslagerungszeit

wurden die in Tabelle 1 aufgeführten

Schichtdickenverluste ermittelt. Sie

belegen, dass vor allem in Stadt- und gemäßigter

Industrieatmosphäre keine oder nur

marginale Unterschiede zwischen den beiden

Überzugsarten existieren. Lediglich im

hochkorrosiven Meeresklima der Nordseeinsel

Baltrum zeigen Galfanüberzüge eine

um rd. 30 % bessere Leistungsfähigkeit.

Konkret bedeutet dies, dass bei einem derartigen

meeresklimatischen Einsatz beispielsweise

ein galfanverzinktes 3-mm-Blech

mit einer maximalen Schichtdicke von 25 μm

trotz geringerer Schichtdickenverluste nur

eine Schutzdauer von unter 15 Jahren er -

reicht, während ein stückverzinktes 3-mm-

Blech mit einer praxisüblichen Schichtdicke

von 80 μm unter gleichen Bedingungen

mehr als 33 Jahre geschützt ist.

Untersuchungen im Mineralbad Cannstatt

von Nürnberger und Zehnder [2] ergaben,

dass sich sowohl bei galfanverzinkten

als auch bei kontinuierlich feuerverzinkten

Spiralseilen »bereits ab etwa zehnjährigem

Badbetrieb umfangreiche Korrosionserscheinungen

mit Rotrostbildung« zeigten und

dass in diesem hochkorrosiven Umfeld kaum

Unterschiede zwischen galfanverzinkten

Seilen und den feuerverzinkten Seilen feststellbar

sind. Beide Seiltypen wurden nach

rd. 10 Jahren ersetzt.

Im Zeitraum 2002 bis 2007 überprüfte die

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) [3]

das Korrosionsverhalten von Stahlschutzplanken

mit Zink-Aluminium-Überzügen

sowie mit Reinzinküberzügen an der Auto-

(14060742/1)

Gabionenkörbe bieten einen

dauerhaften Schutz, wenn

sie stückverzinkt sind

(Foto: Rainer Sturm, pixelio.de).

«

KONTAKT

Institut Feuerverzinken GmbH

Graf-Recke-Straße 82

40239 Düsseldorf

Tel. +49 211 690765-0

www.feuerverzinken.com

stahlmarkt 06.2014


Special: K 47

bahn A4 bei Bensberg. Nach fünfjähriger

Freibewitterung zeigten die untersuchten

Schutzplankenholme mit Reinzink- bzw.

Zink aluminiumüberzügen identische Schichtdickenveränderungen.

Schröder [4] berichtet

über unveränderte Ergebnisse in einer weiterführenden

Auswertung dieser Versuchsserie

nach neun Jahren.

Leclerque [5] untersuchte das Korrosionsverhalten

von Weinbergpfählen in Frankreich.

Am gleichen Weinberg wurden stückverzinkte

Pfähle und kontinuierlich verzinkte

Pfähle mit Reinzink- sowie mit Zink-Aluminium-Überzügen

eingesetzt. Der Schichtdickenverlust

der Weinbergpfähle mit Zink-

Aluminium-legierten Überzügen lag mit

1,2 μm pro Jahr sogar leicht über dem

Schichtdickenverlust der Pfähle mit Reinzinküberzügen

(s. Tabelle 2). Während die

Tabelle 1


bandverzinkten Reinzink- bzw. Zink-Aluminium-Überzüge

mit Schichtdicken von 19

bzw. 32 μm bereits nach 16-jähriger Verwendung

überwiegend stark bzw. im Erdreich

leicht ausgeprägten Rotrost aufwiesen,

besaßen die stückverzinkten Pfähle noch

immer Zinkschichtdicken von mehr als

60 μm und somit das Potenzial für eine weitere

jahrzehntelange Verwendung.




Stadtatmosphäre 0,9 0,8

Stadt / gemäßigte Industrieatmosphäre 1,1 1,1

Industrieatmosphäre 1,5 1,2

Meeresklima 2,4 1,7

Die Untersuchung von Schuhmacher und Wolfhard zeigt in Stadt- und gemäßigter

Industrieatmosphäre keine oder nur marginale Unterschiede zwischen galfanverzinkten

und Reinzinküberzügen.


Bei Einsatz in Land-, Stadt- und Industrieatmosphäre,

wie es in Deutschland der

Regelfall ist, weisen Reinzink- und Zink-Aluminium-legierte

Überzüge ähnliche Korrosionsraten

auf. Durch Stückverzinken hergestellte

Reinzinküberzüge erreichen aufgrund

höherer Schichtdicken deutlich längere

Schutzzeiträume als Zink-Aluminium-legierte

Überzüge. Wie seinerzeit beim Spinat

muss der weitreichende Irrtum der Überlegenheit

von Galfan revidiert werden. Ein

möglicher weiterer Irrtum kündigt sich mit

den neuen dünnschichtigen magnesiumbasierten

Legierungsüberzügen an. Sie werden

auf der Basis von Salzsprühtestergebnissen

sogar als noch leistungsfähiger proklamiert.

Erste Auslagerungstests unter Realbedingungen

bestätigen dies jedoch nicht. Geschichte

könnte sich hier wiederholen, wenn wir

nicht aus der Galfanstory lernen.

Quellen:

[1] B. Schuhmacher, D. Wolfhard: Korrosionsbeständigkeit

metallisch und organisch

veredelter Stahlfeinbleche in der

Freibewitterung, in: Materials and Corrosion

49, 725 – 735 (1998)

[2] U. Nürnberger, M. Zehnder: Korrosion

offener Spiralseile in der Atmosphäre

eines Solebades (2013)

[3] M. Schröder: Bandverzinkte Schutzplankenholme

– Schlussbericht, BASt-

Projekt F1100.2203004, Bundesanstalt

für Straßenwesen (2008)

[4] M. Schröder: Vortrag EGGA Assembly,

Dresden (2013)

[5] J.-M. Leclerque, Vine Trellis – Specific

corrosion resistance requirements, 20

years of experience return, in: Intergalva

2012 proceedings (2014)

(sm 14060742) K

Tabelle 2







Schichtdickenverlust: 1,1 μm/Jahr

(Messzeitraum 16 Jahre)

Schichtdickenverlust: 1,2 μm/Jahr

(Messzeitraum 16 Jahre)

Schichtdickenverlust: 1,1 μm/Jahr

(Messzeitraum 25 Jahre)

Leclerque belegt mit seiner Untersuchung die Überlegenheit der Stückverzinkung (Tabelle 2: Leclerque).

stahlmarkt 06.2014


48 K Special:

Langlebig und recyclingfähig

Wer nachhaltig baut, bevorzugt Zink

Düsseldorf. Wer ein Bauteil konstruiert, ein Gebäude plant oder ein

Produkt auf den Markt bringen möchte, kommt um die Themen Energieeffizienz

und Nachhaltigkeit nicht herum. So entwickeln sich Umweltproduktdeklarationen

(Environment Product Declarations, EPDs) zum

Standard. Denn für die Bewertung und Auszeichnung nachhaltiger Gebäude

müssen alle relevanten Informationen zu den verwendeten Baustoffen in

einem international gültigen Format vorliegen.

WW K Ökonomie, Ökologie und die technische

Leistungsfähigkeit sind wesentliche

Faktoren, um einem Gebäude das Prädikat

»nachhaltig« zu verleihen. Zink zeichnet

sich durch Eigenschaften aus, die für nachhaltiges

Bauen essenziell sind: Lang lebigkeit

und hohe Recyclingfähigkeit. Das spiegelt

sich in den entsprechenden EPDs beispielsweise

für Titanzinkprodukte und feuerverzinkten

Baustahl wider. Sie belegen, dass

Zink auch unter Nachhaltigkeitsaspekten ein

optimaler Werkstoff ist.

EPDs im Baubereich basieren auf der in -

ternational abgestimmten Norm EN 15804.

Kern einer Umweltproduktdeklaration ist

dabei eine Ökobilanz gemäß ISO 14040,

die neutral, transparent und verlässlich

überprüfbar die Eigenschaften eines Produkts

offenlegt. Nach Ansicht von Marianne

Schönnenbeck, Abteilungsleiterin Forschung

und Entwicklung / Umwelt bei der

RHEINZINK GmbH & Co. KG, reicht eine

technische Baustoffbewertung nicht aus,

um nachhaltiges Bauen zertifizieren zu können.

»Benötigt wird eine den Baustoff be -

gleitende, umfassende Produktaussage

unter gleichen Rand- und Rahmenbedingungen.

Wenn Unternehmen der Zinkindustrie

also nachweisen wollen, dass ihre

Produkte nachhaltig sind, dann geschieht

das über eine Umweltproduktdeklaration

nach den Vorgaben der EN 15804.« Somit

wird bei einer Deklaration von der Rohstoffgewinnung

über die Herstellung bis zur

Verarbeitung und schließlich zum Recyc ling

der gesamte Lebenszyklus des Produkts

genau betrachtet. Dazu gehören sämtliche

Energieverbräuche und Transporte genauso

wie emissionsbedingte Umweltwirkungen

und das Treibhauspotenzial.

Die Umweltproduktdeklarationen für

Titanzinkprodukte und feuerverzinkte Baustähle

sind sogenannte Typ-III-Deklarationen,

die unter Einbeziehung unabhängiger

Dritter entwickelt und zusätzlich durch das

Institut Bauen und Umwelt (IBU) geprüft

wurden. »Diese Typ-III-Deklarationen helfen

bei der Bewertung der Nachhaltigkeit eines

Gebäudes. In einer Lebenszyklusanalyse

wird die gesamte Lebensdauer des Gebäudes

– die Bauphase, die Nutzungsphase

sowie Abriss und Entsorgung – berücksichtigt.

Außerdem kann der Beitrag der Bauprodukte

zur Energieeffizienz dargestellt

oder Angaben zu technischen Eigenschaften

wie Lebensdauer, Wärme- oder Schallisolierung

gemacht werden, die für die Einschätzung

der Eignung des Produkts im

Gebäude wichtig sind«, erklärt Gerd Deimel,

Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands

Feuerverzinken.

stahlmarkt 06.2014


Special: K 49

Ein weiterer Pluspunkt der Umweltproduktdeklarationen:

Für beide Seiten – Hersteller

und Nutzer – ergeben sich Vorteile. So ist

der Hersteller gegenüber Mitbewerbern

ohne vergleichbare Deklaration im Vorteil.

Und Planer, Architekten, Bauunternehmen

sowie Bauherren wissen frühzeitig um die

Nachhaltigkeit eines Werkstoffs. So wird

sichergestellt, dass bereits bei der Planung

und der Auftragsvergabe auf eine sparsame

Verwendung von Ressourcen geachtet werden

kann.

(sm 14060763) K

«

KONTAKT

INITIATIVE ZINK in der

WirtschaftsVereinigung Metalle

Am Bonneshof 5

40474 Düsseldorf

Tel. +49 211 4796-176

www.zink.de



Karlsruhe. Der Unternehmensbereich Coatings

der BASF gab auf der PaintExpo im April in Karlsruhe

Antworten auf die steigenden Anforderungen

an Oberflächenbeschichtungen. Egal für

welche Anforderungen im industriellen Bereich

– von Korrosionsschutz über Kratzfestigkeit bis

hin zu Farbtonvielfalt –, der Chemiekonzern zeigte

auf der Fachmesse ein breites Produktportfolio

für individuelle Kundenanforderungen entlang

aller Prozesse in der Lackiertechnik. So

präsentiert BASF den Messebesuchern mit Exponaten

der Marke RELEST Pulver- und Nasslacke.

Diese zeichnen sich vor allem im Anlagenbau und

in der Landmaschinenindustrie durch hohen Korrosionsschutz

oder zuverlässige Beständigkeit

bei Wetter- und Umwelteinflüssen aus. Die

katho dische Elektrotauchlackierung CathoGuard

ist nach Unternehmensangaben gut zu verarbeiten

und bietet bei Serienlackierungen im industriellen

Bereich, wie etwa bei Heizkörpern, niedrige

Materialkosten und hohen Korrosionsschutz.

Darüber hinaus zeigte der Unternehmensbereich

Coatings auf der internationalen

Leitmesse für industrielle Lackiertechnik Lacksysteme

der Marke Salcomix. Diese sorgen für

Farbgenauigkeit bei Reparaturanwendungen

und bieten mit derzeit über 20.000 Formeln eine

große Farbton vielfalt.

www.basf-coatings.de

/

(sm 14060680) K



Bielefeld. Der interaktiv erlebbare Messestand

von Schüco auf der BAU 2013 in München ist mit

dem iF communication design award 2014 ausgezeichnet

worden. Mit der Gestaltung war erstmalig

die D‘Art Design Gruppe aus Neuss beauftragt

worden. Unter dem Motto »Mensch.Natur.

Technik« war in enger Teamarbeit eine räumliche

und mediale Erlebniswelt entstanden. Die weltweit

anerkannte Auszeichnung mit dem iF design

award ist ein besonderes Gütesiegel und honoriert

das Messestanddesign von D‘Art Design

und Schüco.

(sm 14050615) K


50 K Special:

Verzinken und Veredeln XXL

Coatinc Company verzinkt und veredelt für RijnDijk

RijnDijk, einer der weltweit führenden Chemiekonzerne,

investiert massiv in seinen größten Produktionsstandort. In diesem

Zusammenhang beauftragte der Konzern den Full-Service-Oberflächenveredler

The Coatinc Company (TCC, vormals Siegener Verzinkerei Gruppe)

mit der Veredelung von mehr als 6.600 t Stahl.

RijnDijk suchte nach einem Partner, der mit

dem Verzinken und der Nassbeschichtung

zwei Leistungen aus einer Hand bietet

(Foto: TCC).

(14060755/1)

WW K »Wir haben einen Partner gesucht, der

mit dem Verzinken und der Nassbeschichtung

zwei Leistungen aus einer Hand bietet.

Darüber hinaus spielen bei derart großen

Aufträgen auch die Unternehmenskapazitäten

eine entscheidende Rolle«, begründete

Jos van Helvoort, zuständiger Projektmanager

von RijnDijk, die Entscheidung für

Coatinc.

Dass The Coatinc Company das logistische

Know-how, die Manpower und Standortstärke,

aber auch die notwendigen

Lagerflächen mitbringt, um derart große

Aufträge zu stemmen, ist in der Branche

bekannt. »Wir haben uns in den vergangenen

Jahren mit einer Vielzahl von großen

Projekten Vertrauen verdienen können«,

sagt Mark Bronwasser von Coatinc Roermond

(vormals NedCoat Roermond).

Das Großprojekt startete bereits im Au -

gust 2013 und ist auf zehn Monate angelegt:

Bei Coatinc Roermond wurden innerhalb

von acht Wochen etwa 1.200 t bzw.

27.500 m 2 Stahl von RijnDijk Schagen und

RijnDijk Budel angeliefert. Das sind 60 LKWs

schwarzer Stahl, die in Roermond gelagert

und unter zeitlichem Hochdruck oberflächenveredelt

wurden. Das vollwandige Ma -

terial wurde zu 95 % maschinell und zu 5 %

von Hand SA2,5-gestrahlt. Danach wurde

das dreifache Schichtsystem »International

Paint« aufgebracht (Epoxy, Epoxyeisenglimmer

und Polyurethane, insgesamt eine

Schichtdicke von 240 μm in der Korrosivitätskategorie

C4). Nach dem Lackieren wurde

das Material auf »Flat Racks« positioniert

und eingelagert. Ende September konnte

dann das fertige Material zum Endkunden

ausgeliefert werden und damit die Montage

beginnen.



Des Weiteren wurde parallel an zwei Standorten

bei Coatinc Mook und Coatinc Rhein-

Main, Groß-Rohrheim, die Verzinkung von

5.400 t Stahl, insbesondere vollwandige

Materialien und Geländer, umgesetzt. Seit

Mitte Oktober wird weiteres zu verzinkendes

Material aus Schagen, Budel und der

Slowakei angeliefert, um den Zeitplan zu

halten. »Wir sind sicher, dass wir in so einem

starken Verbund für Projekte dieser Größenordnung

auch in Zukunft gut aufgestellt

sind«, sagt Hans-Georg Alff, Geschäftsführer

von Coatinc Rhein-Main. Das Projekt

wird voraussichtlich in 2014 beendet sein.

(sm 14060755) K

(14060755/2)

Das Unternehmen aus Eindhoven beauftragte den Full-Service-Oberflächenveredler The Coatinc

Company (TCC, vormals Siegener Verzinkerei Gruppe) mit der Veredlung von 6.600 t Stahl

(Foto: iStock).

«

KONTAKT

The Coatinc Company Holding GmbH

Steinstraße 5

57072 Siegen

Tel. +49 271 43478

www.coatinc.com

stahlmarkt 06.2014


Neue Firmenschriften K 51

E. Büker Rohrtechnik GmbH Graebener Group

Anfasmaschinen. Innenspannend

4 Seiten, deutsch

Die E. Büker Rohrtechnik GmbH ist seit

mehr als 25 Jahren spezialisiert auf Rohrbearbeitung

und Brennertechnik in Premiumqualität.

Beispiele für die angebotenen

Anfasmaschinen sind die »Mini

20 – 42 mm«, mit der sich Rohre auch in

beengten Arbeitssituation bearbeiten

lassen, sowie die »Kessel 51 – 203 mm«,

mit der sich präzise Schweißnähte vorbereiten

lassen. Angeboten werden zu dem

Reparatur- und Wartungsarbeiten der

gelieferten Maschinen und Werkzeuge.

Kompetenzen, die ineinander greifen

20 Seiten, deutsch

Die 1997 gegründete Graebener Group

repräsentiert heute einen Verbund von

Unternehmen mit technologischer

Dienstleistungskompetenz in den Bereichen

Elektronik und Hydraulik. Zum

Leistungsspektrum der Gruppe gehören

Fräs-, Pressen- sowie Umformtechnik,

Rohr- und Stangenbearbeitung, Prüfstandstechnologie

und Rohrfertigung.

E. Büker Rohrtechnik GmbH

Meerbuscher Straße 64 – 78, 40670 Meerbusch

Tel. +49 2159 92840-0, Fax +49 2159 92840-10

E-Mail: info@bueker-rohrtechnik.de, www.bueker-rohrtechnik.com (sm 14060779) K

Theodor Gräbener GmbH & Co. KG

Am Heller 1, 57250 Netphen-Werthenbach

Tel. +49 2737 989-120, Fax +49 2737 989-109

E-Mail: graeb@graebener-group.com, www.graebener-group.de (sm 14060780) K

HELLING GmbH

HELLING GmbH

Spökerdamm 2, 25436 Heidgraben

Tel. +49 4122 922-0, Fax +49 4122 922-201

E-Mail: info@hellinggmbh.de, www.hellinggmbh.de

Zerstörungsfreie Prüfung

98 Seiten, deutsch

1863 zunächst als Handelsunternehmen

gegründet, verfügt die HELLING GmbH

über langjährige internationale Erfahrungen.

Das Unternehmen gehört zu

den führenden Herstellern und Lieferanten

von u. a. Prüfmitteln für die zerstörungsfreie

Materialprüfung. Angeboten

werden problemorientierte Prüfmethoden,

die den Anforderungen bestimmter

Industriesektoren wie der Luftfahrt,

Kerntechnik, Automobilindustrie oder

Eisenbahn entsprechen.

(sm 14060781) K

OHRA Regalanlagen GmbH

Lagertechnik für die metallverarbeitende

Industrie

8 Seiten, deutsch

OHRA-Kragarmregale sind für den dauerhaften

Gebrauch gebaut. Eingesetzt

werden warmgewalzte Stahlprofile, so -

dass hohe Traglasten bei gleichzeitig

schlanker Bauweise ermöglicht werden.

Das Unternehmen fertigt die Kragarmregale

kundenspezifisch, passend zum

Lagergut, liefert und montiert diese auf

Wunsch. Vorteile für den Kunden sind

u. a. die hochwertige Pulverbeschichtung

sowie eine feuerverzinkte Ausführung

für das Außenlager.

OHRA Regalanlagen GmbH

Alfred-Nobel-Straße 24 – 44, 50169 Kerpen

Tel. +49 2237 64-0, Fax +49 2237 64-152

E-Mail: info@ohra.de, www.ohra.net

(sm 14060782) K

KettenWulf Betriebs GmbH

Ketten und Kettenräder für die Stahlund

Aluminiumindustrie

20 Seiten, deutsch

Am Stammwerk Kückelheim findet sich

nicht nur die Zentrale der KettenWulf-

Gruppe, sondern auch das Kompetenzzentrum,

von wo Kunden weltweit in

allen technischen Fragen betreut werden.

Die Gruppe entwickelt und fertigt

Spezialförderketten und Kettenräder für

die Stahl-, Hütten- und Aluminiumindustrie

in aller Welt. Zum Fertigungsprogramm

gehören u. a. Förderketten für

die komplette Prozesskette.

Dillinger Fabrik gelochter Bleche GmbH

Kompetenz in Lochblech

50 Seiten, deutsch

Seit mehr als 100 Jahren ist die Dillinger

Fabrik gelochter Bleche GmbH auf dem

Gebiet der Herstellung und Weiterverarbeitung

von Lochblechen tätig. Als einer

der führenden Hersteller in Europa mit

mehr als 350 Mitarbeitern bietet die

Unternehmensgruppe ein breites Produktspektrum.

Dazu gehört neben der

reinen Fertigung ein umfassendes Leistungspaket

auf den Gebieten Beratung,

Engineering und Konstruktion.

KettenWulf Betriebs GmbH

Zum Hohenstein 15, 59889 Eslohe-Kückelheim

Tel. +49 2973 801-0, Fax +49 2973 801-228

E-Mail: service@kettenwulf.com, www.kettenwulf.com

(sm 14060783) K

Dillinger Fabrik gelochter Bleche GmbH

Franz-Méguin-Straße 20, 66763 Dillingen

Tel. +49 6831 7003-0, Fax +49 6831 7003-525

E-Mail: info@dfgb.de, www.dfgb.de

(sm 14060784) K

stahlmarkt 06.2014


52 K Nachberichte zur wire & Tube

Ideen für Investitionen

»wire and Tube 2014« vermittelten Aufbruchstimmung

Düsseldorf (ber). Die alle zwei Jahre in Düsseldorf stattfindenden Messen

»wire and Tube« sind traditionell weit mehr als nur Branchentreffen der

internationalen Draht-, Kabel- und Rohrindustrie. Sie gelten auch als

Stimmungsbarometer und verlässlicher Frühindikator für alle übrigen

Industrien. Das Signal, das von den fünf Messetagen im April ausging,

war eindeutig: Es geht aufwärts.

WW K Für Joachim Schäfer, der in der Ge -

schäftsführung der Messe Düsseldorf für die

beiden Leitmessen verantwortlich ist, fand

die »wire and Tube 2014« diesmal genau

zum richtigen Zeitpunkt statt: »Jetzt wollen

viele Unternehmen investieren, um sich für

den weiteren Wettbewerb zu positionieren.«

Da lieferte die Leistungsschau am

Rhein nach seiner Einschätzung viele An -

regungen. Inspiriert von der Aufhellung der

Stahlkonjunktur zu Jahresbeginn zeigten in

Düsseldorf mehr als 2.500 ausstellende

Unternehmen ihre Produktinnovationen.

Darunter waren auch viele, die zuvor einige

Zeit nicht dabei gewesen waren. Wie beispielsweise

Vallourec Deutschland, Weltmarktführer

im Stahlrohrbereich. »Aus un -

serer Sicht war es die richtige Entscheidung,

nach langer Pause auf der wire and Tube

2014 präsent zu sein«, resümierte Norbert

Kausen, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Besonders interessiert seien die Kunden an

dem Offshore-Gründungssystem PREON

marine gewesen. Damit lassen sich laut Kausen

Windkraftanlagen wesentlich kostengünstiger,

schneller und umweltschonender

im Meer verankern als mit heute üblichen

Verfahren.

Die Tube präsentierte die gesamte Palette

von der Rohrherstellung über die Rohrbearbeitung

bis hin zur Rohrverarbeitung und

den Rohrhandel. Das Angebot reichte von

Rohrmaterialien, Rohren und Zubehör, Ma -

schinen zur Herstellung von Rohren und

Werkzeugen zur Verfahrenstechnik bis zu

Hilfsmitteln sowie die Mess-, Steuer- und

Regeltechnik. Ergänzt wurde die umfangreiche

Angebotspalette um Prüftechnik und

Spezialgebiete wie Lagerautomatisierung,

Steuerungs- und Kontrollanlagen. Maschinen

und Anlagen zur Herstellung von Profilen

und deren Endprodukte präsentierten

sich in verschiedenen Materialien und Formen.

Großen Raum nahm auch wieder der

Bereich Handel mit Rohren sowie die OCTG-

Technologie (oil country tubular goods) ein.

Vertreten waren mehr als 1.200 Aussteller

aus 47 Ländern – ein Plus von 3,1 % gegenüber

der Vorveranstaltung im Jahr 2012.

Intensive Gespräche auf allen Messeständen (Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Viele Besucher aus dem Ausland

Eine ähnlich große Internationalität wie bei

den Ausstellern zeigte sich auch bei den

Besuchern: Etwa jeder zweite Messegast

kam aus dem Ausland. Vornehmlich aus Italien,

Frankreich, den USA, den Niederlanden

oder Indien. Aus einer Befragung, die die

Messe Düsseldorf durchführte, ging auch

hervor, was die Tube-Besucher am meisten

stahlmarkt 06.2014


Fünf Tage drehte sich in

Düsseldorf alles um Drähte,

Kabel und Rohre

(Foto: Messe Düsseldorf /

ctillmann).

interessierte. Primär waren das Rohre sowie

Maschinen zur Bearbeitung von Rohren,

weniger dagegen Zubehör und Profile.

Unter dem Motto »Mannesmann. Das

Rohr« präsentierte sich die Salzgitter AG auf

der Tube. »Die positive Resonanz und das

hohe Besucherinteresse zeigen uns, dass

Mannesmann weltweit ein Synonym für

Stahlrohre von höchster Qualität ist. Im

Salzgitter-Konzern schreiben wir diese traditionsreiche

Erfolgsgeschichte weiter fort«,

erläuterte Bernhard Kleinermann, Direktor

Kommunikation und Investor Relations. So

standen bei dem Messeauftritt Stahlrohrprodukte

von Mannesmann im Vordergrund.

Exponate waren UP-längsnaht- und spiralnahtgeschweißte

Großrohre, Rohrbögen,

HFI-längsnahtgeschweißte Stahlrohre, nahtlose

Edelstahlrohre, nahtlose und ge -

schweißte Präzisionsstahlrohre sowie innenhochdruckumgeformte

Bauteile.

Die EURO PIPE GmbH, eine 50/50-Beteiligung

des Salzgitter-Konzerns und der Dillinger

Hüttenwerke, demonstrierte den Verlauf

der South-Stream-Pipeline – und anhand

eines Rohrstücks die technische Leistung,

ein fast 4 cm dickes Blech kalt zu verformen.

EUROPIPE wird 608 km (450.000 t) Stahlrohre

für den ersten Strang der Offshorepipeline

liefern.

ArcelorMittal stellte seine neuesten Produkte

und Innovationen auf der »wire and

Tube« vor. Die Devision Tubular Products

produziert eine breite Palette von Rohranwendungen,

mit der die höchsten Standards

in der gesamten Energiewertschöpfungskette

eingehalten werden. »Wir produzieren

Rohre für Upstreamaktivitäten mit einem

breiten Spektrum an Größen und Sorten.

Ebenfalls stellen wir nahtlose Rohre und

ERW-Leitungsrohre sowie spiralförmige und

längsnahtgeschweißte Leitungsrohre für

den Transport von Kohlenwasserstoffen her.

Für Raffinerien, petrochemische und gasverarbeitende

Anlagen produzieren wir nahtlose

Rohre aus Karbon- und legiertem Stahl«,

so Arnaud Jouron, CEO der Tubular Products

Division bei ArcelorMittal.

Internationales Publikum

Schwarze-Robitec, Spezialist für Rohrbiegemaschinen,

präsentierte auf der Messe seine

jüngsten Neuentwicklungen: die Maschinensteuerung

der nächsten Generation, den

TorqueFormer für das dreidimensionale torsionsüberlagerte

Freiformbiegen von Profilen

sowie die Maschinenserien SB und PB

für die Profil- und Blechumformung. Und,

gleichsam nebenbei, feierte das Kölner

Unternehmen am Stand auch noch seinen

111. Geburtstag.

Die Kooperationspartner verticalgalva

und Brunn-Stahl machten auf der Tube

gemeinsame Sache: Zusammen an einem

Stand informierten sie Kunden, Besucher

und Interessierte über Neuigkeiten in ihrem

Produktportfolio – ganz nach dem Motto

»Rohre mit Topservice«. Dabei stellten die

Partner Brunn-Stahl und verticalgalva die

erweiterten Serviceleistungen in den Mittelpunkt.

Vor allem die Anarbeitung von Rohren

und Stabmaterialien sowie die mögliche

Komplettabwicklung von Projektaufträgen

mit Einlagerung und Just-in-time-Lieferung

standen hierbei im Vordergrund. Bei verticalgalva

gab es eine echte Premiere: An -

lässlich der Messe wurde verticalZINQ ® als

spezielle Qualitätsoberfläche für Rohre und

Profile in der ZINQ ® -Markenfamilie von

Voigt & Schweitzer der Öffentlichkeit vorgestellt.

Und damit zugleich eine innovative

und bisher einzigartige Technologie des

Verzinkens: das Verticalverzinken. Darüber

hinaus konnten alte Kontakte gepflegt und

stahlmarkt 06.2014


54 K Nachberichte zur wire & Tube

(14060762/3)

Geschäftsführer

Thomas Brunn

war mit dem

Messeverlauf sehr

zufrieden (Foto: sm).

neue geknüpft werden – für die Geschäftspartner

nicht nur eine erfreuliche Bilanz der

Messetage, sondern auch eine Ermutigung,

den Weg als ganzheitliche Dienstleister fortzusetzen

und zu intensivieren.

SMS Meer zeigte auf der »wire and Tube«

das gesamte Leistungsspektrum des Unternehmens

in den Bereichen Rohr und Draht.

Dazu gehören Nahtlosrohr- und Rohrschweißanlagen,

Spiralrohr- und Großrohranlagen,

Rohrschmiedeanlagen sowie Profilund

Drahtwalzwerke, Blankstahlmaschinen,

Kupferanlagen, Wärmetechnik und Serviceleistungen.

»Wir entwickeln kontinuierlich

neue Lösungen, mit denen wir die Anforderungen

im Markt erfüllen«, betonte Norbert

Theelen, Mitglied der Geschäftsführung von

SMS Meer.

Auf dem Messestand schlossen Tulachermet-Steel

und SMS group einen Vertrag

über die Lieferung eines kompletten Stahlwerks

mit angeschlossener Knüppelstranggießanlage

und zwei Feinstahlwalzwerken.

Der Auftragswert beläuft sich auf rd. 180

Mill. €. Vereinbart wurde der Bau eines konverterbasierten

Stahl- und Walzwerkkomplexes

in unmittelbarer Nähe des Eisenwerks

Tulachermet in Tula – rd. 200 km

südlich von Moskau. Tulachermet-Steel

übernimmt die Projektleitung und die Bauvorhaben.

Bau- und Montagearbeiten werden

dabei an russische Unternehmen vergeben.

Die Ka pazität der Walzstraßen, die

Feinstahl, Stabstahl und Draht erzeugen, ist

in der ersten Phase auf 1,5 Mill. t pro Jahr

ausgelegt und kann auf bis zu 2 Mill. t

gesteigert werden. Der Großteil der Produktionsmenge

wird nach Moskau und in

andere Gebiete Zen tralrusslands geliefert.

Der Stahl- und Walzwerkkomplex wird

2016 den Betrieb aufnehmen.

Insgesamt vergaben die Messebesucher

Topnoten für die Angebotsqualität der ausstellenden

Unternehmen und bewerteten

ihren Messebesuch als vollen Erfolg.

Zur wire kamen mehr als 1.300 Unternehmen

aus 54 Ländern nach Düsseldorf. Sie

belegten eine Fläche von knapp 60.000 m 2 ,

ein Plus von 2 % verglichen mit der Vorveranstaltung

2012. Das Angebot reichte von

Maschinen und Anlagen zur Drahtherstellung

und Veredelung, Werk zeugen und

Hilfsmaterialien zur Verfahrenstechnik bis

hin zu Werkstoffen und Spezial drähten. Es

wurden Innovationen aus den Bereichen

Kabel-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik

sowie Prüftechnik gezeigt. Spezialgebiete

wie Logistik, Fördersysteme und Verpackungen

ergänzten das Angebot.

Tata Steel stellte auf der Messe unter

anderem seine Kompetenz als Partner der

Automobilindustrie vor. Das Unternehmen

hat besser bearbeitbare Getriebestähle entwickelt,

die die Effizienz der Produktion steigern.

In diesem Zusammenhang hat Tata

stahlmarkt 06.2014


Nachberichte zur wire & Tube K 55

Steel gemeinsam mit der britischen Sheffield

University ein Testverfahren entwickelt, das

zeigt, wie sich aus unterschiedlichen Stahlgüten

gefertigte Getriebe im Einsatz verhalten.

Zudem ist der Stahlhersteller ein führender

Partner der Proving Factory, einer

Initiative der britischen Automobilindustrie.

Sie fungiert als Mittler zwischen Entwicklern

kohlenstoffarmer Fahrzeugdesigns und

Fahrzeugherstellern. Proving Factory arbeitet

derzeit an sechs Technologien, von de -

nen Tata Steel zwei auf der wire vorstellte.

Das Stahlwerk Annahütte zeigte gemeinsam

mit den Schwesterbetrieben der Lech-

Stahlwerke LSW, wie Antriebs- und Fahrwerkskomponenten

aus Stabstahl zu einer

deutlichen Gewichtsreduzierung beim Automobilbau

beitragen. »Wir setzen dort an,

wo die Anstrengungen zur Gewichtseinsparung

bis heute meist aufgehört haben: bei

Antrieb und Fahrwerk. Innovative Komponenten

aus Stabstahl eröffnen hier neue

Einsparpotenziale«, so Peter Meyer, Ge -

schäftsführer des Stahlwerks Annahütte.

Ermöglicht wird die Gewichtsersparnis nach

Angaben des Unternehmens durch innovative,

neue Formgebung bei einzelnen Komponenten,

den Einsatz von speziellen Werkstoffen

mit bestimmten Materialeigenschaften

(etwa höhere Festigkeit bei höherer

Zähigkeit) sowie durch Materialsubstitution

(zum Beispiel Umstellung von Gussteil auf

geschmiedetes Bauteil).

Sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe

waren auch die Hersteller von Werkzeugen

zur Verfahrenstechnik sowie Unternehmen,

die Maschinen zur Drahtherstellung und

Veredelung produzieren. Fast jedes von der

Messegesellschaft befragte Unternehmen

versprach sich aufgrund der vielversprechenden

Gespräche am Stand ein gutes Nachmessegeschäft.

Das Publikum war – wie

immer – sehr international. Zwei von drei

Messebesuchern war aus dem Ausland nach

Düsseldorf gereist, meist aus Indien, den

USA, Frankreich, Italien und Großbritannien.

Die nächste »wire and Tube« findet vom 4.

bis 8. April 2016 in Düsseldorf statt.

(sm 14060762) K

STAHLO ERHIELT ERNEUT

ZERTIFIZIERUNG

NACH ISO/TS 16949

Dillenburg. Stahlo hat nach einem Requalifizierungsaudit

erneut die Zertifizierung nach

ISO/TS 16949 erhalten. Damit erfüllt das Stahl-

Service-Center weiterhin die hohen Qualitätsstandards

der Automobilindustrie.

Insgesamt vier Tage dauerte der intensive und

unternehmensweite Requalifizierungsaudit Ende

September 2013. Nach der Norm ISO/TS 16949:

2009 überprüfte die Schweizer Vereinigung für

Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) bei

Stahlo alle Prozesse von der Anfrage bis zur Auslieferung

des Materials mit allen da zugehörigen

unterstützenden Prozessen. Als Ergebnis erhielt

das Stahl-Service-Center das Zertifikat gemäß

ISO/TS 16949. Der Standard ist Voraussetzung,

um auch künftig erfolgreich an die »erste Garde«

der Automobilhersteller und der Automobilzulieferer,

die »Tier 1 Supplier«, zu liefern. Die Automobilhersteller

und insbesondere die »Tier 1

Supplier« sind wichtige Kunden für das Unter-

Für die Topkunden

aus der Automobilbranche

ist Qualität

das entscheidende

Kriterium. Stahlo

hat jetzt zum

wiederholten Mal

die wichtige

Zertifizierung nach

ISO/TS 16949

erhalten

(Foto: Stahlo).

nehmen, das in diesem Jahr sein 30-jähriges

Bestehen feierte. Stahlo liefert an die Branche

vor allem Spaltbänder, Formzuschnitte und Konturen.

Für die Automobilindustrie ist die Norm ISO/

TS 16949 einer der wichtigsten Standards. Sie

kombiniert verschiedene Forderungen an Qualitätsmanagementsysteme

vor allem der europäischen

und amerikanischen Automobilbauer und

deren Zulieferindustrie.

/

Stahlo Stahlservice GmbH & Co. KG

Kasseler Straße 27

35683 Dillenburg

Tel. +49 2771 302-0

www.stahlo.de

(sm 131205878) K

(131205878/2)


56 K Nachberichte zur wire & Tube

Expertentalk und Branchentreff

Erfolgreicher 7. »stahlmarkt » Branchentreff« zum Auftakt der wire & Tube

Düsseldorf. Der 7. »stahlmarkt » Branchentreff«, der anlässlich

der wire & Tube 2014 stattfand, war wieder sehr erfolgreich. Mehr

als 140 Teilnehmer aus etwa 80 Unternehmen kamen zu den

Vorträgen von Persönlichkeiten aus der Branche. Anschließend

bot sich die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen.

(14060696/1) (Foto: Christian Herrmann)

WWK Andreas Denker, Vorstandsvorsitzender

der Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre und

Managing Director of the Industry Division,

Vallourec, referierte zum Thema »Die Deutsche

Stahlrohrindustrie im globalen Wettbewerb«

und gab einen optimistischen Ausblick.

Denker erwartet 2014 eine konjunkturelle

Erholung im Euroraum. Er prognostiziert

einen weiterhin hochbleibenden weltweiten

Energiehunger. Laut aktueller Vorhersagen

würden trotz einer größer werdenden Relevanz

der erneuerbaren Energien die traditionellen

Energieträger Öl und Gas über viele

Jahre enorm wichtig bleiben. »Das nächste

Jahrzehnt wird das Jahrzehnt des Gases.«

Die WV Stahlrohre geht davon aus, dass

die EU-Stahlrohrproduktion 2013 die niedrigsten

Werte aufwies und im laufenden

Jahr wieder anziehen wird. »Wir setzen

zudem auch auf positive Impulse aus der

Windkraft für die Rohrindustrie, insbesondere

im Offshore-Bereich.« Denker zufolge

kamen zuletzt vom Großrohrmarkt positive

Meldungen. Grund dafür sei vor allem die

Auftragsvergabe für die Southstream-Pipeline.

Der Maschinenbau sei in diesem Jahr

ein sicheres Standbein und auch die Nachfrage

aus der Bauwirtschaft werde sich voraussichtlich

positiv entwickeln.

Potenziale freisetzen

Der zweite Redner war Dr. Klaus Kremper,

Vorstandsvorsitzender der Knauf Interfer SE.

Er sprach zum Thema »Potenziale freisetzen

durch Neuausrichtung«. Beginnend mit

einer kurzen Einschätzung der aktuellen

Lage, sagte Kremper, dass die KNAUF INTER-

FER GRUPPE mittelfristig keine nennenswerte

Verbesserung des Stahlgeschäfts sehe.

Mit einer neuen Unternehmensstruktur sei

die Gruppe für die Zukunft jedoch sehr gut

aufgestellt.

Unter dem Motto »Starke Einzelunternehmen

werden durch Gruppenverbund noch

stärker!« führen bei Knauf Interfer fünf

operativ-strategisch eigenständige Ge -

schäftsfelder mehr als 20 Standorte mit

übergreifender Nutzung. Alle Kompetenzen

und Fähigkeiten zur operativen wie strategischen

Marktbearbeitung werden in den

Geschäftsfeldern gebündelt. Knauf Interfer

SE setzt Kremper zufolge auf zeitgemäße

Rahmenbedingungen. Die Unternehmenskultur

sei gekennzeichnet durch Fehlertoleranz,

Transparenz, gelebte Wertschätzung

gegenüber Mitarbeitern und Kritikfähigkeit

sowie kurze Entscheidungswege. Besonderer

Fo kus liege dabei auch auf der Personalentwicklung.

Weitere Schwerpunkte seien

Prozessabläufe und IT, der Markenauftritt

und die unternehmerische Freiheit für die

Geschäftsfelder.

Als eine Folge der Umstrukturierungen

erlebt die KNAUF INTERFER GRUPPE nach

den Worten von Kremper viele neue Impulse

aus den eigenständigen Geschäftsfeldern:

»Die Geschäftsfelder agieren bewusster und

agiler, zudem bieten sich neue Möglichkeiten

bei Entwicklung von Produkten und

Dienstleistungen für unsere Kunden.«

Facettenreicher Markt

Als nächster Redner sprach Jürgen Pilarsky,

CEO Cronimet Holding GmbH, zum Thema

»Edelstahlrecycling – ein facettenreicher

Markt«. Cronimet ist weltweit spezialisiert

auf Edelstahlschrott, Ferrolegierungen und

Primärmetalle. Pilarsky wies darauf hin, dass

die Verfügbarkeit von Edelstahlschrott in

den nächsten zehn bis zwölf Jahren um

50 % wachsen werde. Der Großteil des

Materials, um die 70 %, komme von ge -

brauchten Objekten, die das Ende ihres

Lebenszyklus erreicht haben.

Der chinesische Markt kann Pilarsky zu -

folge gegenwärtig keinen eigenen älteren

Edelstahlschrott zum Recyceln nutzen, da

der Lebenszyklus für Edelstahlprodukte zwischen

20 und 30 Jahren liege. Es habe die

Hoffnung bestanden, dass diese Situation

neues Exportpotenzial eröffne. Doch China

stille seine Bedürfnisse mit dem günstigeren

NPI (nickel pig iron), was große Auswirkungen

auf den kompletten Edelstahlmarkt

habe, so der Experte. Der deutsche Edelstahlausstoß

schrumpfe aufgrund von Konsolidierungseffekten.

»Europa hat in puncto

Schrotteinsatz noch Nachholbedarf. Die

Konsolidierung europäischer Edelstahlhersteller

ist noch nicht abgeschlossen«, schloss

Pilarsky ab.

Impulsgeber

Schlussredner war Heinz-Jürgen Büchner,

Managing Director Industrials / Automotive,

IKB Deutsche Industriebank AG. Er referier-

stahlmarkt 06.2014


Nachberichte zur wire & Tube K 57

te zum Thema »Stahlmarkt: Automobilindustrie

und Maschinenbau geben Impulse«.

Seiner Meinung nach wird die weltweite

Produktion von Light Vehicles spätestens

2018 erstmals die Schwelle von 100 Mill.

Fahrzeugen überschreiten. Geschuldet sei

diese Entwicklung insbesondere dem Produktionsaufbau

in China. 2014 werde das

Land zum größten weltweiten Produzenten.

Büchner zufolge ist China zudem der

größte Produzent von mittelgroßen und

schweren Lkws. Er erwartet, dass sich der

europäische Markt 2014 erholen wird,

wobei die Entwicklung in erster Linie von

der Nachfrage aus Osteuropa bestimmt werde.

Neue abgasrechtliche Vorschriften und

der Aspekt der Energieeffizienz seien dabei

wichtige Impulsgeber.

Im Maschinenbau dominiert beim weltweiten

Umsatz Asien. Für Europa sagt die

IKB jedoch eine Stabilisierung der Nachfrage

voraus. Die Bauwirtschaft befindet sich im

Wandel, wie Büchner erläuterte: »2014

So war’s beim 7. »stahlmarkt » Branchentreff«

dürfte den Wendepunkt im europäischen

Bausektor bringen. Auch der spanische

Markt stabilisiert sich.«

Resümierend hielt Büchner fest: »Wir

erwarten eine stärkere Verlagerung der Produktion

von Pkws und Maschinenbauerzeugnissen

nach Asien und in die Emerging

Markets.« Zudem sagte er: »Das Wachstum

der weltweiten Stahl- und Metallproduktion

erfolgt primär in Asien, während Europa

und Nordamerika Marktanteile verlieren.«

Wer wissen will, wie der 7. »stahl-


die Fotogalerie auf unserer Website

oder über den beigefügten QR-Code.

Anschließend nutzten Gäste, Redner und

Branchenkenner die Möglichkeit zum privaten

und fachlichen Austausch und ließen

den ersten Messetag in entspannter Atmosphäre

ausklingen. Der nächste »stahlmarkt

» Branchentreff« findet anlässlich der EURO-

BLECH 2014 in Hannover statt.

/

www.stahlmarkt-magazin.de/

branchentreff

(sm 14060696) K

CATERPILLAR ZERTIFIZIERT

TATA STEEL IN GOLD

London. Für sein englisches Werk in Skinningrove

hat Tata Steel von Caterpillar erstmals die

höchste Zuliefererauszeichnung erhalten. Der

Bau- und Bergbaumaschinenhersteller zeichnete

die globale Versorgung mit Kettenplattenprofilen

mit dem »Supplier Quality Excellence

Process«(SQEP)-Zertifikat in Gold aus. Nach silbernen

Auszeichnungen in den vergangenen drei

Jahren ist dies für Tata Steel die erste SQEP-

Zertifizierung in Gold für ein europäisches Fertigungswerk.

Mit der Vergabe würdigt Caterpillar

die Qualität verschiedener interner Prozesse über

die gesamte Lieferkette der Kettenplattenprofile

hinweg – angefangen von der Stahlherstellung

in Scunthorpe, England, über das Werk für Spezialprofile

in Skinningrove bis hin zum Vertriebsteam

in den USA. Tata Steel liefert seine Kettenplattenprofile

direkt an verschiedene Caterpillar-

Standorte in Amerika, Asien, Brasilien, England

und Kanada.

Peter Gate, Global Account Manager für

Caterpillar bei Tata Steel, erklärte: »Das SQEP-

Programm ist auch für uns eine gute Gelegenheit,

den Erfolg der Kundenbeziehung von Tata

Steel zu messen. Dank der engagierten und präzisen

Arbeit unserer Mitarbeiter konnten wir

unseren Fertigungsausschuss um mehr als die

Hälfte reduzieren. Wir freuen uns, dass die Arbeit

aller Beteiligten mit dieser Auszeichnung von

Caterpillar gewürdigt wird.«

Mit dem SQEP-Programm zertifiziert Caterpillar

die Qualität seiner Zulieferer. Für die Goldauszeichnung

müssen sowohl hohe Standards

bei Qualität und Service eingehalten als auch

zahlreiche gemeinsame Initiativen und Six-Sigma-Projekte

erfolgreich umgesetzt werden.

Dazu zählen Erweiterungen des Produktportfolios,

Kosteneinsparungen und innovative finanzielle

Vereinbarungen. Tata Steel hat bei den

mehr als 200.000 gelieferten Stabstählen im

vergangenen Jahr eine Lieferperformance von

über 97 % erzielt.

www.tatasteeleurope.com

/

Tata Steel liefert seine Kettenplattenprofile an Caterpillar-Standorte in Amerika, Asien,

Brasilien, England und Kanada (Foto: Tata Steel).

(sm 14050520) K

(14050520/1)

stahlmarkt 06.2014


58 K Aus dem App Store

ETHEN-App

Ethen Rohre GmbH

Die ETHEN Rohre GmbH bietet

ihre Lagerrohrliste auch

als iOS- und Android-App

an. So können sich Kunden

und Interessenten mobil,

schnell und be quem über

Verfügbarkeiten der Kapillar-

und Präzisionsrohre in -

formieren und sofort be -

stellen. Zudem erhalten die

Nutzer die neuesten Informationen

über verfügbare Produktionsslots in der Kampagnenplanung.

Die ETHEN-App verschafft somit einen Informationsvorsprung, verkürzt

Lieferzeiten und erhöht die Produktionssicherheit. Zur Installation der

App muss einmal die Seite www.ethen-rohre.de/app mit dem mobilen

Browser aufgerufen und die Adresse als Icon auf dem Smartphone- oder

Tabletbildschirm hinterlegt werden.

Westfalen-Schweiß-App

Westfalen AG

Der seit vielen Jahren bekannte

Schweißdatenschieber der Westfalen-Gruppe

hat nun einen digitalen

Doppelgänger: die Westfalen-Schweiß-App.

Sie bietet ein

ideales Funktionsspektrum und ist

für Apple- und Androidgeräte

kostenlos verfügbar. Schwerpunktmäßig

beschäftigt sich die

App mit der Schweißdatenermittlung

für das MAG- und das WIG-

Schweißen. Direkt abrufbar sind

zudem hilfreiche Umrechnungsdaten

sowie physikalische Daten.

Abschmelzleistung und Streckenenergie lassen

sich schnell und einfach berechnen.

/

ETHEN Rohre GmbH

Grüner Weg 5

52070 Aachen

Tel. +49 241 900716-0

www.ethen-rohre.de/app

(sm 14030204) K

iOS

Android

/Westfalen AG

Industrieweg 43

48155 Münster

Tel. +49 251 695-0

www.westfalen-ag.de

(sm 14040470) K

Klöckner iSteel

(Quelle: Klöckner Stahl und

Metallhandel GmbH)

iOS

Android

Klöckner Stahl- und Metallhandel

GmbH

Die Klöckner Stahl- und Metallhandel GmbH (KSM)

hat das Angebot für Nutzer von Smartphones und

Tablet-PCs ausgebaut. Zum Leistungsspektrum der

kosten losen App Klöckner iSteel Basic gehören

unter an derem ein Materialrechner, die aktuellen

LME-Kurse inkl. grafischer Zeitdarstellung, eine

komfortable Auswahl der aktuellen Legierungszuschläge,

KSM-Produktbroschüren und eine Standortsuche

nach Postleitzahlen. In der kostenpflichtigen

Ver sion iSteel Pro ist zusätzlich das komplette

KSM-Konstruktionshandbuch als PDF enthalten.

/

Klöckner Stahl- und Metallhandel GmbH

Am Silberpalais 1

47057 Duisburg

Tel. +49 203 307-0

www.kloeckner.com

https://itunes.apple.com/de/app/klockneristeel-basic/id848980048?mt=8

https://play.google.com/store/apps/

details?id=com.kloeckner.iSteelBasic

(sm 14050604) K

BUHLMANN-App

Buhlmann Rohr-Fittings-Stahlhandel GmbH & Co KG

Die BUHLMANN-Gruppe bietet mit ihrer neuen App die Möglichkeit, um -

fangreiche Informationen über den Bestand an Rohren, Rohrverbindungsteilen

und Rohrzubehör zu erhalten. Zunächst ist die Anwendung nur für

das iPad erhältlich. Die App

gibt einen Überblick über das

breite Sortiment des Handelshauses.

»Jeder interessierte

Nutzer kann un sere neue An -

wendung kostenlos herunterladen«,

so Jörg Klüver, Chief

Operations Officer, BUHL-

MANN-Gruppe. Unter den Produktkategorien

Rohre, Fittings,

(Foto: BUHLMANN Rohr-Fittings-Stahlhandel GmbH + Co. KG ) Flansche und Bogen kann das

BUHLMANN-Sortiment nach

verschiedenen Parametern wie Norm, Stahlsorte, Werkstoff und -nummer,

Druckstufe sowie Ausführungen und Abmessung gefiltert werden.

/

BUHLMANN-Rohr-Fittings-

Stahlhandel GmbH & Co KG

Arberger Hafendamm 1

28309 Bremen

Tel. +49 421 4586-0

www.buhlmann-group.com

https://itunes.apple.com/de/app/buhlmann-tube-solutions/

id857625186?mt=8

(sm 14060753) K

stahlmarkt 06.2014


Aus den Unternehmen K 59

Intelligente Scanner vermeiden Fehler

Softwarespezialist markmann + müller bietet neue mobile Lösung

Herdecke. In der Hektik des Tagesgeschäfts kommt es bei Lagerein- und

-abgängen, Komissionierungen sowie der Inventur schnell zu Fehleingaben

und Fehlbedienungen. Eine intelligente Scannerlösung schafft hier

professionelle Abhilfe.

WW K Viele Manager aus der Stahlbranche

sind mit dem leidigen Thema bestens vertraut:

Fehlerhafte Daten durch falsche Eingaben,

Auslassungen oder inkorrekte Softwarebedienung

– besonders in Arbeitsbereichen,

in denen es schnell hektisch wird.

Michael Müller, Geschäftsführer des Softwarehauses

markmann + müller, das sich

auf den mittelständischen Stahlhandel und

die Stahl verarbeitende Industrie spezialisiert

hat: »Um das Problem in den Griff zu be -

kommen, sollte man dort ansetzen, wo die

Fehler passieren, also da, wo die Daten

eigentlich entstehen.« In der Praxis bedeutet

dies, dass es am besten ist, direkt am sogenannten

»Point of Action« Verbesserungen

vorzunehmen – also im Lager, in der Produktion

oder der Logistik. Hier gilt es, die einzelnen

Mitarbeiter wirkungsvoll zu entlasten

und so die Fehlerquoten deutlich zu reduzieren.

Dazu bieten die Herdecker Softwarespezialisten

von markmann + müller ihren Kunden

eine Scannerlösung namens »m+m

MobilePLUS«. Diese Speziallösung ist eine

durchdachte und effektive Erweiterung der

Branchenlösung m+m StahlPLUS. Sie unterstützt

speziell die Mitarbeiter bei der komfortablen

Erfassung und Verarbeitung von

Daten aus den Bereichen Warenwirtschaft,

Logistik und Produktion. Damit setzt m+m

MobilePLUS dort an, wo die Daten entstehen,

wo sie das erste Mal bearbeitet werden

und wo sie am Ende zuverlässig und schnell

benötigt werden. Das Bedienungskonzept

der Anwendung ist praxiserprobt und an die

tatsächlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter

angepasst. Der Mensch steht im Mittelpunkt

und wird durch eine einfache Handhabung

in seiner täglichen Arbeit wirkungsvoll

unterstützt und entlastet – zum Beispiel bei

Inventuren und Ein- oder Umlagerungen.

Die mobile Lösung von markmann + müller

deckt die wichtigen Punkte Umlagerung,

Lagerplatzinhalt und Inventurerfassung

umfassend ab. Das erleichtert das Umlagern

von Artikeln, die Anzeige des genauen

Inhalts eines bestimmten Lagerplatzes und

die Inventurbearbeitung. Die Bedienung ist

einfach und deutlich weniger fehleranfällig

als manuelle Bearbeitungen, wie das Beispiel

einer Umlagerung zeigt: Zunächst werden

Lagerort und Lagerplatz eingescannt,

danach alle Artikel, die umgelagert werden

sollen. Die umzulagernde Menge ist direkt

mit der aktuell auf Lager enthaltenen Menge

vorbelegt, kann aber einfach händisch

geändert werden. Um den Vorgang korrekt

abzuschließen, werden nun noch der neue

Lagerort und der neue Lagerplatz gescannt.

m+m MobilePLUS erkennt dabei automatisch,

dass es sich dabei nicht um Artikel,

sondern Orte handelt. Der Mitarbeiter kann

am Ende den ganzen Vorgang manuell be -

arbeiten, sollte dies nötig sein. Er kann zum

Beispiel Mengen korrigieren oder falsch

erfasste Zeilen löschen.

Auch die Inventur wird mit m+m Mobile-

PLUS deutlich vereinfacht. Ganz ähnlich wie

bei einer Umlagerung wird zunächst einfach

ein neuer Vorgang angelegt. Dann werden

alle zu inventierenden Artikel eingescannt

und am Ende der Vorgang eingebucht.

m+m MOBILEPLUS ist einfach

zu handhaben

(Foto: markmann + müller).

Michael Müller erklärt: »Mit einer solchen

scannerbasierten Lösung lassen sich Fehleingaben

vermeiden und die eigentliche

Datenerfassung erfolgt direkt in Lager,

Logistik oder Produktion. Außerdem stehen

die aktuellen Daten sofort zur weiteren

Bearbeitung bereit, zum Beispiel im Controlling

oder der Materialdisposition. Auch die

Nachkalkulation von Fertigungsaufträgen

wird mit einer solchen Lösung spürbar

erleichtert.«

(sm 14060772) K

«

KONTAKT

markmann + müller

datensysteme gmbh

Gahlenfeldstraße 45

58313 Herdecke

Tel. +49 2330 801-0

www.mumdat.de

www.stahlmarkt-magazin.de

stahlmarkt 06.2014


60 K StahlTermine

Termin/Ort Thema Veranstalter Info/Kontakt

5.-6.6.2014

Frankfurt

Strategische Stahl- und Rohstoffbeschaffung BME Akademie +49 69 30838-200

www.bme-akademie.de

15.-19.6.2014

Braunschweig

4th International Conference on Steels

in Cars and Trucks

Stahlinstitut VDEh,

TEMA Technologie Marketing AG

+49 211 6707-426

www.sct2014.com

16.-17.6.2014

Düsseldorf

Einführung in die Metallurgie von Stahl

Stahl-Akademie

Stahlinstitut VDEh

+49 211 6707-478

www.stahl-akademie.de

23.-25.6.2014

Issum-Sevelen

24.-25.6.2014

Wien

24.-26.6.2014

Stuttgart

Werkstofftechnik & Wärmebehandlung

für Führungskräfte Teil I – Metallkundliche

Grundlagen der Wärmebehandlung

Dr. Sommer Werkstofftechnik +49 2835 9606-0

www.werkstofftechnik.com

5.anlagen.forum TÜV SÜD Akademie GmbH +49 89 5791-2738

www.tuev-sued.de/

anlagenforum

parts2clean Deutsche Messe +49 511 89-0

www.parts2clean.de

24.-26.6.2014

Stuttgart

24.-26.6.2014

Stuttgart

O & S – Internationale Fachmesse

für Oberflächen & Schichten

LASYS 2014 – Internationale Fachmesse

für Laser-Materialbearbeitung

Deutsche Messe +49 511 89-31322

www.ounds-messe.de

Messe Stuttgart +49 711 18560-0

www.lasys-messe.de

24.-25.6.2014

Hamburg

2.-3.7.2014

Wiesbaden

3.-4.7.2014

Bremen

Praxistag Lagersicherheit 2014 Carl Hanser Verlag +49 89 99830-669

www.praxistaglagersicherheit.de

Technisches Grundwissen für Einkäufer – Teil 2 BME Akademie +49 69 30838-200

www.bme-akademie.de

8. Bremer Logistiktag VIA BREMEN Foundation +49 421 535097-11

www.bremer-logistiktag.de

8.-9.7.2014

Duisburg

Stahleinkauf kompakt – Essentielles Wissen

für Neu- und Quereinsteiger im Stahleinkauf

BME Akademie +49 69 30838-200

www.bme-akademie.de

10.-11.7.2014

Hamburg

Technisches Grundwissen für Einkäufer – Teil 1 BME Akademie +49 69 30838-200

www.bme-akademie.de

28.7.2014

Stuttgart

29.7.2014

Stuttgart

Technisches Wissen für Einkäufer –

Stanz- und Umformteile

Globale Beschaffungsmärkte

für Stanz- und Umformteile

BME Akademie +49 69 30838-200

www.bme-akademie.de

BME Akademie +49 69 30838-200

www.bme-akademie.de

7.-26.9.2014

Krefeld

34. Aufbaustudium für Führungskräfte Stahl-Akademie

Stahlinstitut VDEh

+49 211 6707-478

www.stahl-akademie.de

11.-12.9.2014

Bochum

Fortbildungsseminar: Rostfreie Stähle

Inventum GmbH, Deutsche Gesellschaft

für Materialkunde e.V.

+49 151 46445980

www.dgm.de

www.inventum.de

15.-17.9.2014

Siegen

Fortbildungspraktikum Einführung in die

mechanische Werkstoffprüfung

Deutsche Gesellschaft

für Materialkunde e.V.

+49 69 75306-757

www.dgm.de

16.-17.9.2014

Stuttgart

16.-20.9.2014

Stuttgart

European MINT Convention

(im Rahmen der AMB 2014)

AMB 2014 – Internationale Ausstellung

für Metallbearbeitung

GMINT MEDIA +49 2434 9922-22

www.mintcon.eu

Messe Stuttgart +49 711 18560-2639

www.amb-messe.de

18.-19.9.2014

Bremen

Steel in Transit 2014 Handelskammer Bremen +49 421 5907-280

www.steel-in-transit.de

18.-20.9.2014

Lüdenscheid

15. Südwestfälische Technologie-Ausstellung

Lüdenscheid (SWTAL)

Wirtschaftsförderung der Stadt

Lüdenscheid

+49 2351 17-1133

www.swtal.de

21.-26.9.2014

Aachen

22.9.2014

Düsseldorf

24.-25.9.2014

Stresa

29.9.-3.10.2014

Brünn

Zusatzstudium Stahl 2014 / 2015, Teil I

Stahl-Akademie, Stahlinstitut VDEh;

Institut für Eisenhüttenkunde der RWTH

Aachen

+49 211 6707-478

www.stahl-akademie.de

www.iehk.rwth-aachen.de

Asien aktuell – Märkte im Wandel BME Akademie GmbH +49 69 30838-201

www.bme-akademie.de

Duplex 2014

Duplex Stainless Steel World

Stainless Steel World

+31 575 789 262

www.stainless-steel-world.

net/duplex2014/

MSV 2014 Messe Brünn +420 541 152 960

www.bvv.cz/de/msv/

30.9.-4.10.2014

Mailand

29. BI-MU / SFORTEC 2014 EFIM (Ente Fiere Italiene Macchine);

UCIMU-Sistemi per Produrre

+39 0226 255 860

www.bimu.it

www.sfortec.it

stahlmarkt 06.2014


Veranstaltungen K 61

METEF 2014 – Treffpunkt für den Metallverarbeitungssektor

Verona. Die METEF, die nunmehr zum 10. Mal stattfindet, fokussiert die Internationalisierung.

WW K Im Rahmen der Fachmessen METEF,

Foundeq, Alumotive und Metalriciclo-Recomat

treffen sich ab 11. Juni 2014 auf dem

Messegelände Veronafiere an drei Tagen

international bedeutende Unternehmen aus

den Bereichen innovative Metalle, Extrusion,

Gießerei und Druckguss, Walztechnologie,

Beschichtungen, Wiederaufbereitung und

Recycling, mechanische Verarbeitung so wie

innovative Technologien und Materia lien für

Automotivebauteile.

Die METEF, die ganz dem Metallverarbeitungssektor

gewidmet ist, gilt als Vitrine für

»Made in Italy«-Spitzenprodukte und hat

die Innovation der Werkstoffe, Technologien,

Maschinen und Anlagen im Blick. Die

ausstellenden Firmen gehören zu den Topunternehmen

der jeweiligen Branche. Den

Besuchern werden im Lauf der Veranstaltung

zahlreiche Anregungen geboten, da -

runter die neue Initiative Save the weight,

die Spitzenprodukte der Leichtbautechnologien

für die Fahrzeugherstellung im Blick

hat. Hinzu kommen ein vom AIM, dem italienischen

Metallurgieverband, organisiertes

Seminar über die Formung halbfester Werkstoffe,

das Extrusionsforum, das Event

F.A.R.O, das der Aktualisierung und dem

Networking dient, sowie die Konferenzreihe

Assofond.

Erwartet werden Entscheidungsträger aus

den Balkanländern, der Schweiz, Ungarn,

Bulgarien, der Tschechischen Republik, Südamerika,

der Ukraine, Polen, den USA, Mexiko,

Korea, Schweden, Irak, Iran, Deutschland,

Russland und den ehemaligen Mitgliedsstaaten

der Sowjetunion. Ein Fokus

liegt auf den Beziehungen zu den Golfländern,

in denen sich derzeit die primäre

Metallherstellung und die Downstreamverarbeitung

stark entwickeln.

Die Internationalisierung ist einer der

Schwerpunkte der METEF 2014. Den Ausstellern

sollen fortgeschrittene Trade-Matching-Dienste

mit den wichtigsten Einkäufern

geboten werden (B2B-Treffen).

/

www.metef.com

(sm 14060619) K

L VERANSTALTUNGEN

EINFÜHRUNG IN DIE

METALLURGIE VON STAHL

Düsseldorf. Ein Seminar für Nichtmetallurgen

oder Nichttechniker aus der Stahlindustrie oder

verwandten Branchen offeriert die Stahl-Akademie

des Stahlinstituts VDEh am 16. und 17. Juni

2014. Im Rahmen dieses Seminars werden Eisenerz,

Koks und Eisenerzeugung, Stahlerzeugung

im Konverter und im Elektrolichtbogenofen

beleuchtet. Daneben wird es auch um Sekundärmetallurgie,

Stranggießen, Rohstoff- und

Schrottwirtschaft gehen. Zudem gibt es eine

Stahlwerksbesichtigung.

www.stahl-akademie.de (sm 1402024) K

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WERKSTOFFTECHNIK &

WÄRMEBEHANDLUNG FÜR

FÜHRUNGSKRÄFTE TEIL I

Issum-Sevelen. Die Anwendungsakademie

der Dr. Sommer Werkstofftechnik bietet ein

zweiteiliges Refreshseminar an, das einzeln oder

im Verbund gebucht werden kann. Der erste Teil

vom 23. bis 25. Juni 2014 behandelt metallkundliche

Grundlagen der Wärmebehandlung

und informiert rund um den Werkstoff Stahl und

Entwicklungen der Werkstoffe, ihre Eigenschaften

sowie den generellen Stand der Technik und

der Erkenntnisse. Zudem geht es um die Entwicklung

von Normen.

www.werkstofftechnik.com

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(sm 14050462) K

PRAXISTAG

LAGERSICHERHEIT 2014

München. Sicherheit und Ergonomie in Lager

und Logistik hat der Praxistag Lagersicherheit

am 24. und 25. Juni 2014 in der STILL-Arena in

Hamburg im Blick. In der Logistik gehört Sicherheit

im Lager und beim Transport zu den größten

Herausforderungen. Dazu sind zahlreiche gesetzliche

Anforderungen zu beachten. Die Veranstaltung

gibt anschaulich und mit Livedemonstrationen

einen Überblick über die neuesten gesetzlichen

Anforderungen und Vorschriften. Am

Vorabend wird eine Werksführung bei STILL

angeboten.

www.praxistag-lagersicherheit.de

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8. BREMER LOGISTIKTAG

(sm 14050560) K

Bremen. Die Logistikfachwelt trifft sich am 3.

und 4. Juli zum Bremer Logistiktag im Dorint

Park Hotel Bremen. Das 2006 von der Kieserling

Stiftung initiierte Treffen wartet mit neuem Veranstalter,

der VIA BREMEN Foundation, verändertem

Konzept und dem Gastland Brasilien auf.

Es werden etwa 200 Experten aus Wirtschaft,

Wissenschaft und Politik erwartet. Neben den

Chancen und Herausforderungen deutsch-brasilianischer

Geschäftsbeziehungen werden Entwicklungen

und Innovationen in der Logistik

diskutiert.

www.bremer-logistiktag.de

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(sm 14060684) K

stahlmarkt 06.2014


62 K Fachmedien

annette.engels@stahleisen.de

Tel. +49 211 6707-561

Fax +49 211 6707-547

Direkt bestellen

über diesen QR-Code

oder online über

www.stahleisen.de/Content/Produkte/Buchshop

WW Informationsstelle Edelstahl Rostfrei:

Merkblatt 821 »Edelstahl Rostfrei –

Eigenschaften«

Broschüre in Einzelexemplaren kostenfrei bei der

Informationsstelle Edelstahl Rostfrei bestellbar und

per Download erhältlich

WW Drees, Franz-Josef; Dr. Möllenhof,

Ulrich; Dr. Weiß, Thomas:

Zoll & Export 2014. – Alles, was Sie jetzt

wissen müssen!

Bundesanzeiger Verlag, Köln, 2014, 340 S.,

ISBN: 978-3-8462-0273-9, Preis: 55 €

WW Wirtschaftsvereinigung Stahl (Hrsg.):

Dokumentation 585:

»Fassaden aus wetterfestem Baustahl«

Renaissance des Rosts

Düsseldorf 2014, in Einzelexemplaren kostenfrei:

www.stahl-online.de (Service/Publikationen)

In ihrer über 100-jährigen Geschichte haben

sich die nichtrostenden Stähle aufgrund

ihrer hervorragenden Werkstoffeigenschaften

in vielen Bereichen in Industrie und Alltag

durchgesetzt. Ein Indikator hierfür ist die

beachtliche Steigerung der Produktionszahlen

von 12,8 Mill. t im Jahr 1990 auf etwa

35,4 Mill. t im Jahr 2012.

Das einschlägige Merkblatt 821 »Edelstahl

Rostfrei – Eigenschaften«, das von der

Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER)

herausgegeben wird, wurde jetzt komplett

neu überarbeitet und kann bei der ISER –

online oder per Post – abgerufen werden.

Die 23-seitige Broschüre mit 10 Tabellen

und 14 Abbildungen beschreibt anschaulich

und ausführlich die vier unterschiedlichen

Gruppen der nichtrostenden korrosionsbeständigen

Stähle mit ihren chemischen, physikalischen

und mechanischen Eigenschaften,

erläutert die wichtigen Anwendungsgebiete

und gibt nützliche Hinweise für die

Verarbeitung.

www.edelstahl-rostfrei.de

(Neue Publikationen)

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(sm 14060706) K

Selbst gestandene Profis verlieren schon mal

den Überblick über die aktuell gültigen Ex -

port- und Zollvorschriften. Im Arbeitsalltag

ist oft keine Zeit zum langen Nachlesen oder

Recherchieren. Die Informationen werden

schnell, kompakt und übersichtlich aus einer

Hand benötigt – das bietet dieses Werk.

Themenbereiche sind Ausfuhrverfahren,

Exportbeschränkungen, Warenursprung

und Präferenzen, Umsatzsteuer sowie Ex -

portfinanzierung und -absicherung. Aktuelle

Entwicklungen im neuen EU-Zollrecht,

Änderungen bei den Zolltarifnummern,

ATLAS-Ausfuhr und neue Genehmigungscodierungen

im Zuge der AWG / AWV-Novellierung

sowie das allgemeine Präferenzsystem

für Importe aus Entwicklungsländern

werden behandelt. Ferner werden Erfahrungen

mit dem neuen BV (Luftfracht) sowie

der neue Unionszollkodex und seine Folgen

thematisiert.

(sm 14050540) K

Woanders versucht man ihn zu vermeiden,

in der modernen Architektur ist er bei der

Gestaltung von Fassaden und Außenflächen

wieder im Vormarsch: schöner Rost. Wetterfester

Baustahl erlebt derzeit eine Renaissance

und erfreut sich in der modernen

Architektur großer Beliebtheit.

An der Oberfläche des wetterfesten Baustahls

bildet sich innerhalb von ein bis drei

Jahren durch Bewitterung eine Rostschicht.

Zwischen dieser Schicht und dem unveränderten

Baustahl entsteht eine dichte, fest

haftende Sperrschicht aus schwer löslichen

Sulfaten oder Phosphaten, die das Bauteil

vor weiterer atmosphärischer Korrosion in

Industrie-, Stadt- und Landluft schützt. Da -

durch verlangsamt sich die weitere Oxydation

des Stahls so radikal, dass die Bauteile

für die übliche Gebäudestandzeit geschützt

sind.

Die Dokumentation 585 »Fassaden aus

wetterfestem Baustahl« führt technische

Grundlagen des Korrosionsschutzes und der

Bearbeitung und Normen sowie Richtlinien

auf. Anhand detailliert dargestellter Beispiele

aus Deutschland, den Niederlanden und

der Schweiz werden moderne Gestaltungen

von Fassaden und Außenflächen vorgestellt.

(sm 14040367) K

stahlmarkt 06.2014


Personalien K 63

VIP-Seite

WW Die ALBA GROUP, einer der weltweit

führenden Recycling- und Umweltdienstleister

sowie Rohstoffversorger, hat seinen

Vorstand verkleinert. Joachim Wagner,

zusammen mit Martin Becker-Rethmann für

das Segment Waste and Metals verantwortlich,

ist zum 30. April aus dem Führungsgremium

ausgeschieden. Die Zuständigkeit für

diesen Bereich hat Dr. Eric Schweitzer,

Vorstandsvorsitzender der ALBA GROUP,

übernommen.

(sm 14060764) K

WW Emilio Riva, Inhaber und Mitgründer

des größten italienischen Stahlkonzerns Ilva,

ist am 29. April 2014 im Alter von 89 Jahren

gestorben. Wegen unterlassener Investitionen

in Umweltschutzanlagen hatte er seit

Juli 2012 unter Hausarrest gestanden.

(sm 14060790) K

WW Robrecht Himpe (56), Vizepräsident

von ArcelorMittal Europe, ist am 14. Mai in

Brüssel zum neuen Präsidenten von EURO-

FER gewählt worden. Er folgt auf Wolfgang

Eder, CEO der voestalpine AG. (sm 14060823) K

WW Am 8. Juni feiert Udo Bauer, Geschäftsführer

der Unternehmensberatung Udo

Bauer GmbH, seinen 60. Geburtstag.

(sm 14060710) K

WW Seinen 50. Geburtstag begeht am

10. Juni Dr. Richard Söhnchen, Geschäftsführender

Gesellschafter der Automation

W + R GmbH.

(sm 14060711) K

WW Helmut Groß, ehemals Geschäftsführer und

Mitinhaber der Hugo Schmitz GmbH & Co.,

wird am 15. Juni 85 Jahre alt. (sm 14060712) K

WW Sein 80. Lebensjahr vollendet am 25. Juni

Prof. Dr. sc. techn. Heinz-Joachim Spies,

ehemals Hochschullehrer an der TU Bergakademie

Freiberg.

(sm 14060713) K

WW Am 30. Juni wird Kurt Doese, ehemals

Vorstandsmitglied der Thyssen AG und

Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Stahl,

95 Jahre alt. (sm 14060714) K

WW Seinen 85. Geburtstag feiert am 2. Juli

Dr. rer. pol. Alfred Heese, ehemals Mitglied

des Vorstandes der Fried. Krupp AG Hoesch-

Krupp und Vorstand der Wirtschaftsvereinigung

Stahl.

(sm 14060793) K

stahlmarkt 06.2014


64 K Inserentenverzeichnis

INSERENTENVERZEICHNIS

A

AGTOS GmbH 65

Ametras Oboe GmbH 55

AVESKA-Edelstahl GmbH 37

C

C & R Stahlhandel GmbH 65

The Coatinc Company Holding GmbH 45

Coiltec Maschinenvertrieb GmbH 65

Couth Butzbach

Produktkennzeichnung GmbH 27

D

Karl Diederichs Stahl-, Walz- und

Hammerwerk

68 (U4)

Drösser Stahlhandel 15

G

GIMA 13

Göcke Umformtechnik GmbH 17

I

Institut Feuerverzinken GmbH 49

K

KA.BO.FER Sr.l. 65

L

Lochanstalt Aherhammer

Stahlschmidt & Flender GmbH 65

M

Markmann + Müller

Datensysteme GmbH

Titel

Montan- und Wirtschaftsverlag

GmbH 4, 54, 67

P

Petig Edelstahlhandel GmbH 35

R

RP Technik GmbH 9

Konrad Rump Oberflächentechnik

GmbH & Co. KG 45

S

Salzgitter AG 3

SAZ Stahlanarbeitungszentrum

Dortmund GmbH & Co. KG 11

Schages GmbH & Co. KG 27

Schierle Stahlrohre KG 21

SSB Schienensysteme Brandt GmbH 65

surcon GmbH 2

U

UNIVERSAL Eisen und Stahl GmbH 63

V

Verlag Stahleisen GmbH 23, 37, 64

Verticalgalva Voigt & Müller GmbH 43

Voß Edelstahlhandel GmbH & Co. KG 33

W

WANKO Informationslogistik GmbH 23

Warenzeichenverband Edelstahl

Rostfrei e.V. 39

Hans Weber Maschinenfabrik GmbH 48

Z

ZP Services GmbH & Co. KG 44

Beilage:

RP Technik GmbH

stahlmarkt 06.2014


K 65

Bitte unbedingt beachten

Anzeigenschluss für Heft 7.2014

ist Montag, der 16. 6. 2014

Erscheinungstermin ist der 7. 7. 2014

stahlmarkt 06.2014


66 K Vorschau / Impressum

VORSCHAU 07.2014

Steel International

E-Commerce bei der ThyssenKrupp Steel Europe AG

Durchgängige Digitalisierung der Supply-Chain

Kaltwalzwerk in China eröffnet

Focus Werkstoffe

Neues Spezialprodukt für die Kaltumformindustrie

Neues Testverfahren optimiert Entwicklung von Getriebestahl

Stahl im 3-D-Kino

Branchenbericht

Großanlagenbau: Nur verhaltene Markterwartungen für 2014

Special: Die große STAHL-STATISTIK

alle Daten über Stahl komprimiert zu Grafiken

Stahl weltweit

Stahl in China

Stahl in Europa

Stahl in Deutschland

Special: Stahlhandel & Stahl-Service-Center

dazu u. a.:

Anarbeitung wird immer vielseitiger: Nicht nur Drehen und Fasen

Mehrfach-Abcoilanlage mit programmierbarer Spaltanlage

Am laufenden Band

25 Jahre erfolgreich als Softwarespezialist

Veranstaltungen

und vieles mehr!

Die Stahlstatistik wird auch in diesem Jahr wieder zum Download

auf unserer Website verfügbar sein.

Impressum

Herausgeber und Verlag:

Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH

Postfach 105164, 40042 Düsseldorf

Tel. +49 211 69936-000, Fax +49 211 69936-205

E-Mail: stahlmarkt@stahleisen.de

Internet: http://www.stahleisen.de

Verlagsleitung: Dipl.-Ing. Adrian Schommers

Redaktion: Chefredakteurin Dr.-Ing. Wiebke Sanders,

Jungredakteurin Lisa Siebelmann

Tel. +49 211 69936-131, Fax +49 211 69936-137

E-Mail: petra.jung@stahleisen.de

Ständige Mitarbeiter in Berlin, Brüssel, London, New York

Anzeigenleitung: Dagmar Dieterle

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E-Mail: dagmar.dieterle@stahleisen.de

Vertrieb: Gabriele Wald

Tel. +49 211 69936-260, Fax +49 211 69936-262

E-Mail: gabriele.wald@stahleisen.de

Herstellungsleitung: Burkhard Starkulla

Tel. +49 211 69936-230, Fax +49 211 69936-235

E-Mail: burkhard.starkulla@stahleisen.de

Layout-Konzept: KünkelLopka GmbH, Heidelberg

Satz/Layout: digiteam – DigitaleMedienProduction

Joachim Kirsch, Erkrather Straße 365, 40231 Düsseldorf

Druck: Kraft Druck GmbH

Industriestraße 5-9

D-76275 Ettlingen

Erscheinungsweise: jeweils zum Monatsanfang.

Bezugspreise: Einzelheft 11,– €, im Jahresabonnement

(12 Ausgaben) 105,– € einschl. Zustellgebühr und

Mehrwertsteuer. Ausland 120,– € einschl. Porto.

Kündigungsfrist bis zum 15. November zum

31. Dezember des jeweiligen Jahres. Zur Zeit gültige

Anzeigenpreisliste Nr. 64.

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Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der durch das

Urheberrechts gesetz festgelegten Grenzen ist ohne

Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt

insbesondere für Vervielfälti gungen, Übersetzungen,

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Verarbeitung in elektronischen Systemen.

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Gewalt und andere vom Verlag nicht verschuldete

Umstände (z. B. Streik) können keine Entschädigungsansprüche

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geltend gemacht werden. Für unverlangt eingesandte

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Handelsnamen oder sonstigen

Kennzeichnungen in dieser Zeitschrift berechtigt nicht

zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt

werden dürfen. Vielmehr handelt es sich häufig um

eingetragene Warenzeichen oder gesetzlich geschützte

Kennzeichen, auch wenn sie als solche nicht eigens

gekennzeichnet sind.

Urheberrecht für Autoren: Mit Annahme des

Manuskripts gehen das Recht zur Veröffentlichung

sowie die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von

Nachdruckrechten, zur elektronischen Speicherung in

Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken,

Fotokopien und Mikrokopien an den Verlag über. In

der unaufgeforderten Zusendung von Beiträgen und

Informationen an den Verlag liegt das jederzeit

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Erfüllungsort Düsseldorf

© 2014 Montan- und Wirtschaftsverlag GmbH, Düsseldorf

Gedruckt auf vollkommen chlorfrei

gebleichtem Papier (TCP) mit

schwermetallfreien Farben.

Printed in Germany

Fotos: Swiss Steel GmbH, Oliver Dietze

ISSN 0178-6571

stahlmarkt 06.2014

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