DE | inscom 2016 Report

msg.group

DIGITAL EXCELLENCE

inscom 2016 Report

DIGITAL

EXCELLENCE

EMPOWERING INSURANCE

Hilton Munich Park Hotel • 19.-20. September 2016


Inhalt

3 Vorwort von Hans Zehetmaier

4 Digital Excellence – Vortrag von Hans Zehetmaier

6 Digital Excellence – Keynote-Vorträge

10 Podiumsdiskussion „Insurance 2020“

12 Vorträge Kompositversicherung

14 Vorträge Lebens- und Krankenversicherung

16 Vorträge SAP for Insurance

18 Vorträge Innovationen in der Versicherungsbranche

22 Side Session (RE)Insurance / Showcase msg.Insurance Suite

24 Demos im Digital Excellence Forum

26 Impressionen der inscom 2016


Digital Excellence – der Erfolgsfaktor

für Versicherungsunternehmen

Vor zwei Jahren, auf der inscom 2014, haben wir über die digitale

Transformation als Innovationstreiber in der Versicherungswirtschaft

gesprochen. Heute sehen wir, dass die Digitalisierung der

Branche massiv an Tempo zugelegt hat. Getrieben wird diese Entwicklung

von neuen Technologien, die den Versicherern helfen,

Potenziale frühzeitig zu erkennen und zielgenau zu agieren. Mit

Analytics, Internet of Things (IoT) und künstlicher Intelligenz stehen

die nötigen Technologien zur Verfügung. Mehr noch: Sie stehen vor

einem Quantensprung.

Ob Transformation oder Disruption: Die Digitalisierung

ist nicht mehr aufzuhalten – wenngleich sie in den

einzelnen Branchen und Versicherungsbereichen mit

unterschiedlicher Ausrichtung und Geschwindigkeit

verläuft. Mit der Integration der Kunden und der Optimierung

ihrer digitalen Prozesse haben viele Versicherer ihre

digitale Effizienz bereits nachhaltig gesteigert.

Doch angesichts des Wettbewerbsdrucks durch neue

Marktteilnehmer, welche die traditionellen Geschäftsmodelle

der Versicherer infrage stellen, genügt das

nicht. Versicherer, die im hochdynamischen Umfeld der

Digitalisierung den entscheidenden Schritt voraus sein

wollen, müssen neue digitale Strategien und Geschäftsmodelle

entwickeln und digitale Exzellenz aufbauen:

indem sie die alte und die neue Welt einbinden, indem

sie konsequent den Kunden und sein digitales Ökosystem

in den Fokus nehmen und die Kundeninteraktion zu

einem positiven Erlebnis machen. Und vor allem: indem

sie innovative Lösungen für die Bedürfnisse ihrer Kunden

anbieten und dabei auch über das klassische Versicherungsgeschäft

hinausdenken.

technologische Entwicklungen, aber auch in potenzielle

Risiken, bot die inscom 2016 mit spannenden und informativen

Vorträgen hochkarätiger internationaler Referentinnen

und Referenten. Ihnen, allen Mitwirkenden,

Teilnehmerinnen und Teilnehmern möchte ich im Namen

der msg-Gruppe herzlich danken. Denn mit Ihren Beiträgen,

Ihrem Engagement und Ihren Anregungen haben Sie

auch die nunmehr achte inscom zu einem großen Erfolg

gemacht. Das lässt sich übrigens auch in Zahlen ermessen:

Mit insgesamt 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

aus 50 Versicherungskonzernen verzeichnete

unser Branchenevent erneut einen Besucherrekord.

Das erfüllt uns mit Stolz und spornt uns an, die erfolgreiche

Digitalisierung der Branche weiterhin mit intelligenten

Lösungen zu unterstützen und mit der inscom 2018

erneut ein Signal in der Branche zu setzen.

Beispiele für solche Lösungen sowie Einblicke in Digitalisierungsstrategien,

innovative Business Cases und

Hans Zehetmaier

Vorstandsvorsitzender und Mitgründer der msg systems ag

3


Agenda 19. September 2016

8:30

9:30

10:00

10:30

11:00

11:45

12:15

12:45

13:15

14:15

15:00

ab 16:00

oder 18:30

Ballsaal B/C

Check-in

Eröffnung

Johann Ranft, Leiter Marketing & Kommunikation, msg

Traditional Insurance Business going Digital

Hans Zehetmaier, Vorstandsvorsitzender, msg

AXA (Deutschland) goes Digital

Dr. Andrea van Aubel, Mitglied des Vorstands, AXA Konzern AG

Kaffeepause Ballsaal A Salon Rumford

msg News zu P&C

msg News zu Leben und Kranken

msg News zu SAP for Insurance

Digitales Kfz-Produkt mit hybris

Markus Rehle,

Mitglied des Vorstands, HDI Versicherung AG

GoSMART – Einführung der P&C Factory

bei der Gothaer

Dr. Guido Kautz, Programm-Management,

Gothaer Systems GmbH

Jörg Rippchen, Projektmanagement /

Facharchitektur, arc innovations GmbH & Co KG

Mittagspause

Dem Kunden in der virtuellen Welt so nah

sein wie in der realen

Dr. Barbara Stoth, Geschäftsführerin,

Braunschweig IT GmbH,

Öffentliche Versicherung Braunschweig

Service Dominierte Architektur (SDA): Kernkomponente digitaler Transformation

Prof. Dr. Markus Warg, Mitglied des Vorstands, SIGNAL IDUNA Gruppe

Bustransfer zum Oktoberfest

„Networking Dinner“ im 15. Stock des Hilton Munich Park Hotel

IV-PBeaKK 4.0 – Einführung eines neuen Core

Systems bei der Postbeamtenkrankenkasse

Reiner Martin Ströhle,

Director IT-Center, Postbeamtenkrankenkasse

Potenziale digitaler Prozesse für

das Management inaktiver

Lebensversicherungsbestände

Dr. Heinz-Peter Roß,

Chief Executive Officer,

Heidelberger Leben Gruppe

Auf dem Weg zur neuen digitalen Realität –

wie sich die UNIQA neu definiert

Dr. Alexander Bockelmann,

Chief Digital Officer und Head of Group IT,

UNIQA Insurance Group

msg.PUMA: Our Journey

John Connors, CIO,

Liz McMahon, Facultative Business Project

Leader, General Reinsurance Corporation

SAP for Insurance & hybris – Grundstein

des digitalen Versicherers?

Tobias Berens, Leiter IT,

Grundeigentümer Versicherung VVaG

Business Transformation based on SAP’s

Next Generation Insurance Platform

Dr. Uwe Hommel, Executive Vice President,

Head of Digital Business Service Greater

China and Head of Global Center of Expertise,

SAP SE

Demo

Demo

Demos im Digital Excellence Forum

Foyer 1. OG

Während der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, aktuelle Themen der Versicherungs-IT mit unseren Experten und Partnern in Live-Demos zu erleben.

11:45-12:15 msg.BPC – Integrierte Business Partner Compliance 12:45-13:15

Michael Thaler, Senior Project Manager,

Solution Consulting, msg, und

Matthias Wenzl, Managing Director & Partner,

CAWECO GmbH

12:15-12:45 Increase customer satisfaction and generate new

revenue streams with IoT

Karsten Fiolka, Senior Solution Specialist,

Research&Innovation, IBU Insurance, SAP SE

14:15-14:45

Cognitive Services für Versicherer

Dr. Matthias Quaisser, und

Alexander Schäper, Cognitive Solutions Team

Insurance IBM, IBM Deutschland GmbH

Real time Profitability and Solvency Management

Louise Cooke, Managing Director,

NEXONTIS Consulting GmbH


Agenda 20. September 2016

9:00

9:15

10:00

10:45

11:30

12:00

13:30

14:00

14:45

15:45

Ballsaal B/C

Summary

Characteristics of Digital Leadership – What Insurance CIOs Need to Know

Jürgen Weiss, Managing Vice President Industry Advisory Services – Insurance, Gartner

Kaffeepause Ballsaal A Salon Rumford

InsurTechs – (wie) verändern sie die

Versicherungsbranche?

Frederik Wulff,

Hauptbevollmächtigter,

Markel International Deutschland

Start der kognitiven Ära mit Watson

Technologie – Down to Earth: Konkretes

Projektbeispiel bei der VKB

Dr. Thomas Rodewis, Leiter Digitalisierung,

Versicherungskammer Bayern

Mascha Minou Lentz, Associate Partner,

IBM Deutschland GmbH

Lunch „In the Sky“

Cyber Security als elementarer Bestandteil der Digitalen Transformation

Dr. Ralf Schneider, Group CIO, Allianz SE

Podiumsdiskussion: Insurance 2020 – Digitale Transformation oder Digitale Disruption

John Connors, CIO, General Reinsurance Corporation

Bob Cummings, Senior Vice President IBU Insurance, SAP SE

Ralf S. Engelschall, Leiter msg Applied Technology Research, msg

Verabschiedung

Johann Ranft, Leiter Marketing & Kommunikation, msg

Financial Crime Systems

Patrick Boscher,

Financial Crime Systems Coordinator,

Allianz SE

Front Office Transformation – AGCS

Leverages Pega 7 to Renew Front Office

Applications

Walter Rieger,

Principal Program Manager,

Front Office Program,

Allianz Global Corporate & Specialty SE

Digital Life 2025

Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher und Direktor des Trendinstituts „2B AHEAD ThinkTank“

Internet 5.0: Maschine versteht Mensch

Dr. Michael Bartl,

CEO,

HYVE – the innovation company

How Location Intelligence Enables Insurance

Solutions in a Digitally Connected World

Jacques-Etienne Grandjean, Vice President

Sales, Enterprise EMEA, HERE

Sven Roehl, Executive Vice President,

msg global solutions Canada

Mario Krause, Mitglied des Vorstands, Talanx Systeme AG

Stefan Riedel, Vice President Industry Unit Insurance, IBM DACH

Dr. Ralf Schneider, Group CIO, Allianz SE

Demo

Side Session (RE)Insurance

Demos im Digital Excellence Forum

Foyer 1. OG

Während der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, aktuelle Themen der Versicherungs-IT mit unseren Experten und Partnern in Live-Demos zu erleben.

10:45-11:15

„Digital Excellence in Action! Gestalten Sie Ihr eigenes IoTbasiertes

Loyalty-Programm für den digitalen Kunden“

Sven Röhl, Executive Vice President,

msg global solutions Canada

11:30-12:00

Kundenzentrierung – Clever gemacht

Ingo Gringer, Leiter Center of Competence

Input/Output Management und Portale, msg

Side Session (RE)Insurance

Salon Cézanne

10:45-12:00

Panel Discussion: „Connecting for success in a global world“

Ruschlikon, London Target Operating Model (TOM) and ACORD Standards committed to

jointly improve global operational efficiency and effectiveness, from placing to settlement

Unser herzlicher Dank gilt allen Partnern, die die inscom 2016

mit spannenden Beiträgen unterstützt haben!


Hans Zehetmaier, Vorstandsvorsitzender, msg systems ag

Traditional Insurance Business

Going Digital

„Anstatt wie bislang

ausschließlich Richtung

Prozessoptimierung zu denken,

müssen Versicherer Customer

Experience und User Experience

auf dem Radar haben,

um mit ihren Geschäftsmodellen

näher an den Kunden

heranzukommen.“

Die digitale Transformation wird die Versicherungswirtschaft

deutlich verändern. Um von digitaler Effizienz zu

digitaler Exzellenz zu kommen, müssen Versicherer

den Kunden konsequent in den Mittelpunkt stellen,

durch Integration des Internet of Things eine optimale

Customer Journey schaffen und Lösungen anbieten,

die die Kundenbedürfnisse passgenau adressieren.

Getrieben von neuen Technologien legt die digitale

Transformation an Tempo zu. Unternehmen, Märkte,

Kunden und Geschäftsmodelle unterliegen einem tiefgreifenden

Wandel, doch der verläuft nicht überall mit

gleicher Geschwindigkeit. Die Versicherungsbranche

weist im Branchenvergleich bereits einen relativ hohen

Digitalisierungsgrad auf. Papierlose Abläufe sind weit

verbreitet, bei digitalen Strategien und Geschäftsmodellen

besteht allerdings noch Nachholbedarf. Dabei sind

sie dringend erforderlich, um angesichts stagnierenden

Neugeschäfts und sinkender Margen Ertragssteigerungen

zu realisieren.

Wie erfolgreiche innovative Geschäftsmodelle aussehen

können, zeigt das Beispiel der Discovery Lebensversicherung.

Mit einer verhaltensbasierten Tarifierung des

echten Risikos senkt der südafrikanische Versicherer

die Schadenquote und erhält so bessere Risiken. Auch

den Kunden bringt dieser Vitality-Tarif einen klaren

Mehrwert, indem er sie zu einer gesünderen Lebensweise

anhält. Ihr erfolgreiches Modell gibt die Discovery

über ein Franchisesystem weltweit an andere Versicherer

weiter.

Verhaltensbasierte Versicherungsmodelle werden auch

infolge des Megatrends Internet of Things (IoT) und der

enormen Zunahme digitaler Endgeräte weitere Verbreitung

finden, beispielsweise durch die Integration des

IoT Analyzer für nutzungsabhängige Tarife in der Kfz-

Versicherung.

Neben solchen aus der Branche getriebenen Geschäftsmodellen

verändern auch neue Risiken und neue Marktteilnehmer

– auch aus anderen Branchen – die Versicherungswelt:

Automobilhersteller etwa werden durch

Entwicklungen wie Autonomes Fahren, Connected Drive,

Elektromobilität und Share Economy mehr und mehr zu

Mobilitätsdienstleistern, aber auch zu Versicherungs-

4

Digital Excellence - Vortrag Hans Zehetmaier


„Der Kunde steht im Mittelpunkt.

Internet of Things wird integriert

und die User Experience

berücksichtigt. Das ist der Weg

von der digitalen Effizienz zur

digitalen Exzellenz.“

vermittlern und – infolge der Herstellerhaftpflicht – zu

Versicherungsnehmern. Assistance-Leistungen und

Schadensmanagement gewinnen zunehmend an Bedeutung;

Kfz-Prämien werden sinken.

Um die Chancen der digitalen Welt erfolgreich zu nutzen,

müssen Versicherer Digital Excellence aufbauen. Das

bedeutet:

• Kundenzentrierung und Kundenfokussierung

sind entscheidend. Digitale Analysen und Predictive

Analytics helfen, den Kunden zu verstehen und seine

Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu rücken.

Um die eigene Digital Excellence voranzutreiben, setzt

msg auf die Innovation Autobahn, eine gemeinsam mit

dem führenden Innovationshaus HYVE konzipierte Initiative

zur schnellen, agilen Entwicklung innovativer

digitaler Lösungen. Bei der Umsetzung und Weiterentwicklung

ihrer Geschäftsstrategie unterstützt der

Branchenspezialist Versicherer mit seiner komponentenbasierten

Plattform Insurance Suite. Kernstück

dieses ganzheitlichen Lösungspakets ist der Baustein

I-Digital. Mit IoT- und Omni-Channel-Integration

sowie der Vorbereitung der Mensch-Maschine-Kommunikation

schafft er die Basis für digitale Interaktion

sowie für Robo Advertising. Zentrales Element von

I-Digital ist die msg Innovation Box. Hier strukturiert das

Digital Pattern „my Insurance“ Kundenbedürfnisse in

• Durch die Integration der digitalen Welt schaffen

Versicherer positive Kundenerlebnisse. Omni-

Channel, IoT und eine flexible bi-modale IT schaffen

die Voraussetzung für die digitale Kundenkommunikation

und konsistente Customer Journeys über alle

digitalen Geräte.

•Angesichts des Paradigmenwechsels von der Güterdominanz

zur Servicedominanz müssen Versicherer in

Lösungen denken und ihren Kunden Produkte anbieten,

die sich an ihren Bedürfnissen orientieren.

„Service-orientiert

denken bedeutet,

nicht die

Bohrmaschine in

der Garage zu

haben, sondern

das Loch in

die Wand zu

bohren.“

Diese Herausforderungen betreffen nicht alle Versicherungssegmente

gleichermaßen: Beispielsweise sind

Sparten wie die Kfz-Versicherung deutlich stärker gefordert,

innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln als

etwa die Sparte Haftpflichtversicherung.

Lösungen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf

Customer Self Service und Customer-Business Enabling.

Denn je mehr der Kunde auf diese Weise einbezogen

wird, desto stärker rückt er in den Mittelpunkt.

Digital Excellence - Vortrag Hans Zehetmaier

5


IT’s all about customers

Was zeichnet Unternehmen aus, die auf dem Weg zur Digital Excellence bereits eine Vorreiterrolle einnehmen?

Dr. Andrea van Aubel und Prof. Dr. Markus Warg zeigten, worauf es ankommt: Wer den Kunden in den

Fokus rücken und ihn mit Mehrwert-Services begeistern will, muss seine IT-Architektur

serviceorientiert oder gar servicedominiert gestalten.

„Wenn es in den

Systems of Engagement schön

blinken soll, müssen die

Systems of Record schön

aufgeräumt sein.“

Dr. Andrea van Aubel, Mitglied des Vorstands, CIO und CDO, AXA Konzern AG

„AXA Deutschland goes Digital“

„Digitalisierung ist die Zukunft.“ Dieser Maxime folgend

hat sich die AXA zu einem Vorreiter in Sachen digitale

Transformation entwickelt und rückt den Kunden und

seine Bedürfnisse konsequent in den Mittelpunkt. Dabei

konzentriert sich der Versicherer auf drei Bereiche:

• Digitalisierung der Geschäftsprozesse

• Mehrwertservices für Kunden

• Einbindung der Mitarbeiter

Wenn es in den Systems of Engagement schön blinken

soll, müssen die Systems of Record schön aufgeräumt

sein: Die Entwicklung attraktiver Kundenportale und

Service-Apps bedarf serviceorientierter Architekturen

und flexibler automatischer Prozesse in den Bestandssystemen.

Hier setzt AXA auf die msg.Life Factory und

die konsequente Modernisierung ihrer Systemlandschaft

– und hat damit die Voraussetzung für Innovationen

wie sein neues Kundenportal und die „Digimapp“

geschaffen. Mit dieser digitalen Beratermappe verläuft

der gesamte Prozess von der Beratung über Angebotserstellung,

Verkauf und Policierung schnell, automatisiert

und medienbruchfrei.

Um den Kunden attraktive Mehrwertservices bieten zu

können, muss man ihre Wünsche kennen. Daher setzt

die AXA auf Gespräche – zum Beispiel über Mobilität –

und entwickelt daraus innovative Services. Die App AXA

WayGuard, die Frauen nachts auf dem Nachhauseweg

Sicherheit gibt, oder der smartPARKING-Service sind

zwei Beispiele für Services, die über den eigentlichen

Versicherungsschutz hinaus gehen und den Kunden

in seinem Alltag begleiten. Solche Mehrwertservices

müssen nicht zwingend mit Versicherungsprodukten

verknüpft sein, schaffen aber neue Kontaktpunkte zu

bestehenden und potenziellen Kunden.

Wer Digital Excellence erreichen will, muss auch seine

Mitarbeiter auf die Reise mitnehmen und die richtigen

Arbeitsbedingungen schaffen. So bringen Digital Natives

beim Reverse Mentoring der AXA Digital Immigrants die

digitale Welt nahe. Außerdem fördern Trainingsangebote

und Ideenwettbewerbe das digitale Potenzial der

Mitarbeiter.

6

Digital Excellence – Keynote Vorträge


Prof. Dr. Markus Warg, Member of the Executive Board, SIGNAL IDUNA Group

Servicedominierte Architektur (SDA):

Kernkomponente digitaler Transformation

Die Digitalisierung führt bei Kunden zu neuen Erwartungen

sowie zu einer Veränderungen ihres Verhaltens. Davon

bleiben die grundsätzlichen Bedürfnisse der Kunden

jedoch unberührt. Die Veränderungen werden dabei

insbesondere durch Top-Serviceerlebnisse geprägt, die

von digitalen Angreifern wie Uber, Airbnb und Amazon

etabliert werden. Einfach, schnell, transparent, interaktiv,

vernetzt und kompetent sind dabei grundsätzliche

Merkmale der Geschäftsmodelle von digitalen Angreifern.

Entscheidend ist jedoch, dass digitale Angreifer

keine Produkte vertreiben. Viel mehr werden interaktive

und kontextbezogene Services mit hohem Gebrauchsnutzen

angeboten.

die Datenschicht den Aufbau dispositiver Datenbestände,

die, unabhängig vom operativen Betrieb, analysiert und

genutzt werden können und die Grundlage eines datenbasierten

Kundenverständnisses bilden. Damit ermöglicht

die SDA wertvolle Kundenerlebnisse, die durch eine

hohe Performanz an der Kundenschnittstelle, Interaktivität,

Kollaboration und Co-Creation-Fähigkeiten, ein

datenbasiertes Kundenverständnis sowie eine flexible

Einbeziehung externer Dienstleister bestechen.

Etablierte Versicherer müssen demnach handeln und

sich stärker am Kunden ausrichten. Dies bedeutet: weg

von reinen Produkten, hin zu Service und kundenzentrierten

Lösungen. Schließlich wollen Kunden nicht den

Kopierer kaufen, sondern die gewünschte Kopie erhalten.

Um diese Transformation zu meistern, müssen Versicherungsunternehmen

agile, flexible und kollaborative

Prozesse und Strukturen schaffen, ohne dabei den

bestehenden operativen Betrieb zu gefährden. Monolithische

IT-Architekturen lassen diese Transformation

jedoch nur in begrenztem Maße zu.

Um Digital Readiness zu erreichen und die Herausforderungen

der Digitalisierungen zu meistern, ermöglicht

die Servicedominierte Architektur (SDA), verschiedenste

Ressourcen in agile, flexible und kollaborative Services

in Echtzeit zu integrieren und zu orchestrieren. Als

Basis für die SDA dienen drei Service-Systeme und eine

Datenschicht, die im System of Engagement verankert

sind. Im System of Interaction werden die Voraussetzungen

für ein interaktives und einheitliches Kundenerlebnis

geschaffen. Das System of Participation ermöglicht

die Einbindung dritter Parteien, um wertvolle

externe Ressourcen und Fähigkeiten für die Erstellung

der Serviceleistung einsetzen zu können. Im System of

Operant Resources werden menschliche, technische,

organisatorische oder beziehungsbetriebene Ressourcen

integriert und unter Zuhilfenahme von definierten

Logiken und Prozessen bearbeitet. Zuletzt ermöglicht

„Die servicedominierte Architektur

(SDA) ermöglicht Unternehmen,

die Chancen der Digitalisierung

zu nutzen, ohne die

Komplexität zu erhöhen.“

Digital Excellence – Keynote Vorträge

7


Digital Life 2025

Das Leben ist geprägt von ständiger Veränderung. Neue Technologien kommen hinzu, alte verschwinden wieder. Den

meisten Menschen machen dabei eher Dinge zu schaffen, die wegfallen, nicht etwa das Neue. Was sich außerdem

verändert, ist das Tempo der Veränderung. Während aktuelle Prognosen noch von einem linearen Wachstum ausgehen,

ist die tatsächliche Wachstumskurve exponentiell steigend, was dazu führt, dass die Schere zwischen Prognose und

Wirklichkeit immer weiter auseinandergeht. Die Zukunft ist „schneller als Echtzeit.“

All das führt zu einem Gefühl der Unsicherheit gegenüber der Zukunft und zukünftigen Technologien. Doch diese

Technologien werden weiterhin kommen – und zwar nicht, weil die Menschen sie sich wünschen, sondern weil Unternehmen

(neue) Produkte verkaufen und damit Gewinn machen wollen.

So wird 2020 die Rechenleistung von

Watson in der Größe und zum Preis eines

Smartphones verfügbar sein.

2025 können einfache Gedanken gesammelt

und analysiert werden. 3D-Displays werden Einzug in

den Alltag halten, die Anzahl der vernetzten Geräte

wird auf etwa 100 Milliarden Stück ansteigen.

2057 können wir uns schließlich überlegen:

Wie verhalten wir uns als zweitintelligenteste

Spezies der Welt? Bis dahin werden

Computer die durchschnittliche Intelligenz

von Menschen übersteigen.

Sven Gábor Jánszky

Was für viele noch bedrohlich und nach Science Fiction

klingt, wird in einigen Jahren Normalität sein, und so

wird auch das Vertrauen in Technologien höher sein

als das Vertrauen in das menschliche Urteil – etwa

bei wichtigen Krankheitsdiagnosen oder auch bei der

Wahl der Kleidung.

Doch was bedeuten diese Veränderungen für die

Versicherung der Zukunft?

Wie in vielen anderen Branchen wird auch bei vielen Versicherungsprodukten

der Standard-Bereich zugunsten

von Economy- oder Premium-Produkten wegfallen.

Entscheidend hierbei sind adaptive Produkte: situativ

und individuell auf den einzelnen Kunden angepasst.

Außerdem wird die Versicherung der Zukunft prädiktiv:

Statt Schäden zu regulieren, denkt sie vorher mit und

gibt Tipps, wie Unfälle vermieden werden können.

Entscheidend für den Erfolg in der Zukunft ist es, die

„Lücke im Kopf“, das Ungewisse, als Chance wahrzunehmen

und zu lernen, alte Routinen zu durchbrechen.

8

Digital Life 2025


Effektive Cyber Security

– was CIOs wissen müssen

Mit der fortschreitenden Digitalisierung nehmen auch die Bedrohungen durch

Cyber-Kriminalität zu. Am Beispiel des 360°-IT-Security-Frameworks der Allianz

zeigt Dr. Ralf Schneider, worauf es bei einem wirkungsvollen Schutz ankommt.

Dr. Ralf Schneider, Group CIO, Allianz SE

Cyber Security is Key for

Digital Transformation

Unternehmen müssen sich heute vor massiven Bedrohungen

durch Cyber-Kriminalität schützen. Worauf es

dabei ankommt, zeigt ein Zitat des chinesischen Generals

Sun Tzu aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.: „Wenn du den

Gegner kennst und dich selbst, brauchst du den Ausgang

von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn

du dich selbst, aber nicht deinen Feind kennst, wirst du

für jeden Sieg auch eine Niederlage erleiden. Wenn du

weder dich selbst noch den Feind kennst, wirst du in

jedem Kampf erliegen.“ Übertragen auf die digitale Welt

bedeutet das: Jedes Unternehmen muss wissen, wie

sicher es in der digitalen Welt ist und wer die potenziellen

Angreifer sind. Die sechs wichtigsten Einfallstore für

Cyber-Kriminalität sind:

• E-Mails

• Web-Browser

• Webbasierte Business-Anwendungen

• Mobile Computing und Remote Access

• Insider Threat und korrumpierte Accounts

• Software-Kauf bzw. Nutzung v. Open-Source-Software

„Letztlich genügt ein kleiner

Code-Schnipsel von wenigen Byte in

Trillionen von Lines of Code, um ein

System zu knacken.“

Um sich davor zu schützen, müssen Unternehmen investieren:

in den Schutz ihrer Daten und Systeme, aber vor

allem in Menschen, die Software-Lösungen zum Schutz

entwickeln können.

Wie ein sicherer Schutzwall aussehen kann, zeigt die

Allianz mit ihrem 360°-IT-Security-Framework, das

insgesamt sieben Schutzschilde umfasst:

1. Prävention, um die Leistungsfähigkeit ihrer Security

zu testen, bevor es andere tun.

2. Detection-Systeme, um Bedrohungen zu erkennen.

3. Threat Intelligence, um Indicators of Compromises

im Hauptspeicher zu screenen.

4. Hochprofessionelles Incident Management, für den

Fall, dass der GAU bereits passiert ist.

5. Active Defense, um Hacker mit wirksamer Verteidigung

abzuschrecken.

6. Shared Solutions, um gemeinsam mit Partnern

Lösungen, etwa für Verschlüsselungen, zu entwickeln,

statt sich auf den Schutz seitens der

Hersteller zu verlassen.

7. Cyber-Versicherung, die für die Kosten der Daten-

Recovery, des Neuaufsetzens der Prozesse oder des

Wiederherstellens der Reputation aufkommt.

Digital Excellence – Keynote Vorträge

9


Strategien für den Übergang

in die digitale Welt

Handelt es sich bei der Digitalisierung der Versicherungsbranche eher um eine Transformation oder um

eine Disruption? Und mit welchen Strategien und Technologien können sich die Unternehmen zukunftsfähig

aufstellen? Um diese Fragen drehte sich die Podiumsdiskussion – traditionell ein Highlight der inscom.

Wichtiger als die technischen Aspekte – darin waren sich die Teilnehmer einig – ist es, den Kunden zu verstehen,

ihn konsequent in den Mittelpunkt zu stellen und vor allem eine Strategie und ein Business-Modell

zu haben, mit dem die neuen technischen Möglichkeiten fokussiert genutzt werden können.

„Wir erleben eine Transformation mit starken disruptiven

Elementen, denn neue Marktteilnehmer verändern die

Weltordnung der Versicherungsbranche“, fasst Ralf

Engelschall, Leiter msg Applied Technology Research,

die Frage nach Transformation oder Disruption in der

Versicherungswirtschaft zusammen.

Die bestehende Versicherungswelt wird in der digitalen

Zukunft durch etwas völlig Neues ersetzt, ist Dr. Ralf

Schneider überzeugt. Um sich dafür zu rüsten, hält der

Group CIO der Allianz SE gleich drei Transformationsstrategien

für erforderlich: Eine Strategie, um das Business-Modell

anzupassen und zu modernisieren. Eine

Strategie, um neue Potenziale zu identifizieren. Und vor

allem eine Strategie für das richtige Timing: Wann sollte

man wie viele Ressourcen in welche Strategie investieren?

Doch wie Strategien entwickeln und Entscheidungen

treffen, wenn noch offen ist, wohin die Reise geht, die

Datenmengen gewaltig und die Optionen unübersichtlich

sind? Mario Krause, Mitglied des Vorstands der

Talanx Systeme AG, empfiehlt eine klare Fokussierung,

um der Datenflut Herr zu werden: „Wir müssen

Offenheit im Ergebnis managen. Und weil ein Breitbandantibiotikum

nicht funktionieren wird, müssen wir

fokussiert einzelne Themen vorantreiben.“ Sein Unternehmen

setzt dabei auf kleine agile Schnellboote, die

neue Ansätze identifizieren. Auch für Bob Cummings,

Senior Vice President IBU Insurance, SAP SE, ist ein klarer

Fokus unabdingbar: „Versicherer müssen sich auf das

konzentrieren, was sie wirklich können und sich in ein

Ökosystem eingliedern.“

Vor allem aber benötigt, wer aus Big Data Wettbewerbsvorteile

ableiten will, kognitive Systeme, die helfen,

Signifikanzen und damit letztlich den Kunden besser zu

verstehen und Angebote zu entwickeln, von denen sowohl

Kunden als auch die Versicherer selbst profitieren.

Daher werden Watson & Co. für Stefan Riedel, Vice President

Industry Unit Insurance, IBM DACH, in der Versicherungsbranche

immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Wie gewinnen Versicherer die Mitarbeiter, mit denen sie

die Digitalisierung vorantreiben und Digital Excellence

erlangen können? John Connors, CIO der General Reinsurance

Corporation, plädiert dafür, überkommene Strukturen

und Arbeitsweisen zu überwinden, um ein Umfeld

zu schaffen, das die jungen Talente anzieht. Dr. Ralf

Schneider hingegen setzt darauf, diese nicht im Markt,

sondern im eigenen Unternehmen zu suchen: „Wir

müssen die Stärken der Mitarbeiter leveragen und ihnen

die Chance bieten, autonom zu arbeiten. Denn gute Leute

ziehen gute Leute an.“

„Sich nur von der Technologie

treiben lassen wäre falsch.

Technologie soll uns inspirieren.“

Ralf S. Engelschall, Leiter msg Applied

Technology Research, msg

10 Podiumsdiskussion „Insurance 2020 – Digital Transformation or Digital Disruption?“


„Wir brauchen kognitive IT-Systeme,

weil diese mit unserer non-deterministischen

Welt zurechtkommen – also mit dem Chaos.

Unsere heutigen regelbasierten Syteme

schaffen das nicht.“

Dr. Ralf Schneider, Group CIO, Allianz SE

“Timing ist bei der digitalen Transformation

ein Schlüsselfaktor.”

John Connors, CIO, General

Reinsurance Corporation

„Die Versicherungswelt verändert sich massiv:

Zwar bleibt das grundsätzliche Geschäftsmodell,

doch die Angebote müssen personalisierter

und kleinteiliger werden.“

Mario Krause, Mitglied des Vorstands,

Talanx Systeme AG

„Kollaboration, Austausch

von Erfahrungen und gegenseitige

Unterstützung sind das

Erfolgsmodell der Zukunft.“

„Wir müssen endlich

die Brille der alten

Produktwelt ablegen.“

Stefan Riedel, Vice President Industry Unit Insurance, IBM DACH

Bob Cummings, Senior Vice

President IBU Insurance,

SAP SE

Podiumsdiskussion „Insurance 2020 – Digital Transformation or Digital Disruption?“

11


„Nicht alles, was schon immer

so gemacht wurde, muss schlecht sein.

Es kommt darauf an, die richtigen

alten Zöpfe abzuschneiden.“

Jörg Rippchen, Projektmanagement/Facharchitektur,

arc innovations GmbH & Co KG

GoSMART – Einführung der P&C Factory

Im Rahmen ihrer Neuausrichtung mit dem Projekt GoSMART hat die Gothaer Versicherung die P&C

Factory von innovas für das Segment Gewerbe eingeführt. Anders als bei bisherigen IT-Projekten entwickelte die IT

der Gothaer (GoSys) hier nicht selbst, sondern trat als Integrator auf. Neben Vorteilen hinsichtlich Standardisierung,

Prozesseffizienz und dem Abbau von Hürden zwischen Produktdefinition und Umsetzung brachte das Projekt einige

Learnings: So gilt es beim Change-Projekt Digitalisierung nicht einfach alles anders zu machen, sondern die richtigen

alten Zöpfe abzuschneiden.

Dr. Barbara Stoth, Geschäftsführerin, Braunschweig IT

GmbH, Öffentliche Versicherung Braunschweig

Dem Kunden in der virtuellen Welt

so nah sein wie in der realen

Als Antwort auf den digitalen Wandel hat die Öffentliche

mit der Offensive 2030 eine langfristige Vision und

einen nachhaltigen Innovationsprozess entwickelt.

Die digitale Unterstützung in den Bereichen Prozesse

& Service, Beratung & Verkauf und Marke & Image ist

dabei ein wichtiges Element mit Mehrwert für Kunden,

Berater und den Versicherer selbst. Die digitale Unterstützung

umfasst u.a. neue Produkte, mobile Beratung

und Services. Ihre Kunden bindet die Öffentliche

über ein Portal und Kfz-Werkstätten über voll integrierte

Datenaustauschplattformen ein. Die Maklerkommunikation

erfolgt über Single Sign-on am Maklerportal und

Deep Links.

„Die Vernetzung innovativer Produkte

und Services zu einer neuen

digitalen Erlebniswelt ist entscheidend für

den digitalen Erfolg von Versicherern.“

12 Vorträge Kompositversicherung


Markus Rehle, Mitglied des Vorstands, HDI Versicherung AG

Digitales Kfz-Produkt mit hybris

Etwa 40 Prozent der Kunden von Kfz-Versicherern sind ROPO-Kunden. Tendenz steigend. Um diese Kunden zufrieden zu

stellen, müssen Versicherungsunternehmen Produkte, Tarife, Services und Kanäle an die Kundenbedürfnisse anpassen

und End-to-End digitale Kundenerlebnisse statt silobasierter Lösungen ermöglichen. Mit dem Transformationskonzept

HDI 4.0 und der E-Commerce-Lösung SAP hybris stellt HDI sein Neugeschäft neu auf. Vier Erfolgsfaktoren sind dabei

von entscheidender Bedeutung:

1. Big Data und Data Analytics als Grundlage für

passgenaue Angebote

2. Digitaler Vertrieb, der flexibel auf Kunden- und

Marktveränderungen reagiert

3. Hochautomatisiertes Backend für beschleunigte

Prozesse

4. Self-Service-Portal für effiziente Bestandsbearbeitung

sowie Cross- und Upselling

„Mit unserem

Transformations konzept

‚HDI 4.0‘ werden wir zu

einem der führenden

digitalen Versicherer.“

Rolf Kranz, Geschäftsbereichsleiter

Solution Consulting, msg systems ag

msg News zu P&C

„Die Vernetzung innovativer

Produkte und Services zu einer

neuen digitalen Erlebniswelt ist

entscheidend für den digitalen

Erfolg von Versicherern.“

Mit der Insurance Suite stellt msg Versicherern ein umfassendes Lösungspaket zur Verfügung, das ihre digitalen

Prozesse optimal unterstützt. Der Baustein P&C Factory etwa bildet die gesamte Fachlichkeit ab und erleichtert die

Entwicklung innovativer markt- und kundengerechter Angebote. I-Digital unterstützt Interaktion und Kommunikation

zwischen Versicherer, Kunden und Partnern und ermöglicht beispielsweise einen automatisierten, medienbruchfreien

End-to-End-Prozess für Schadensmeldungen. Der Internet of Things Analyzer (msg.IoTA) ermöglicht analytische und

prädiktive Auswertungen von IoT-Daten.

Vorträge Kompositversicherung

13


Reiner Martin Ströhle, Director IT-Center, Postbeamtenkrankenkasse

IV-PBeaKK 4.0 – Einführung eines neuen Core Systems bei der

Postbeamtenkrankenkasse

„Die Erneuerung unseres Kernsystems ist

für uns das wichtigste strategische

Projekt der nächsten Jahre.“

Milenko Radic,

Managing Director msg life Central Europe GmbH

Versicherungen im Umbruch:

Werte schaffen, Risiken managen,

Kunden gewinnen

Angesichts anhaltend niedriger Zinsen, regulatorischer

Vorgaben und hoher Erwartungen ihrer Kunden müssen

Lebensversicherer die digitale Transformation massiv

vorantreiben. Die msg.Life Factory bietet ihnen dafür

eine optimale Grundlage. Das erprobte Bestandsführungssystem

passt sich markt- und kundenindividuellen

Anforderungen mühelos an, bietet modernste Versicherungs-

und Finanzmathematik und deckt sämtliche

Prozesse, Produkte sowie digitale Geschäftsmodelle

ab. Außerdem ermöglicht es neuartige Anlageprodukte

ebenso wie innovative Services, etwa Customer-Self-

Service-Portale. Für das Gruppen- und Multi-Life-Geschäft

sind Versicherer mit der Lösung ebenfalls perfekt

aufgestellt.

„Mit mehr als 35

Installationen

und Migrationen ist

die msg.Life Factory

europaweiter

Marktführer.“

Die IV-PBeaKK, das aktuelle Kernsystem der Postbeamtenkrankenkasse

(PBeaKK), stammt aus den 90er

Jahren und wird den Anforderungen an automatisierte

Prozesse, Dunkelverarbeitung, digitale Kommunikation

und Vernetzung nicht mehr gerecht. Um die Voraussetzungen

für die Entwicklung und Vernetzung digitaler

Gesundheitsangebote insbesondere im Bereich E-Health

zu schaffen, startete die PBeaKK ein Projekt zur Erneuerung

ihres Kernsystems.

Durch die Implementierung des markterprobten Standardprodukts

Health Factory aus der msg.Insurance Suite kann die

Komplexität der Anwendungslandschaft deutlich reduziert

und dadurch Kosten gesenkt werden.

„Vor dem Hintergrund

neuer Herausforderungen

bietet die

Digitalisierung innovative

Lösungsansätze für

Krankenversicherer.“

Maik Callies, Geschäftsführer innovas GmbH

Krankenversicherung:

News und Trends

Eine alternde Gesellschaft, die wachsende Zahl pflegebedürftiger

Menschen und immer mehr gesetzliche Vorgaben

stellen Krankenversicherer vor große Herausforderungen.

Weitere Anforderungen, aber auch Lösungen, entstehen

durch die Digitalisierung: zum Beispiel Wearables wie

digitale Blutzuckermessgeräte, neue Produkte, Services

und Kunden- bzw. Vermittlerportale sowie automatisierte

Prozesse. Offene IT-Architekturen ermöglichen den Datenaustausch

und die Vernetzung sowie neue Kooperationsmodelle

wie die Beihilfe-Service-Gesellschaft. Darin haben

mit der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in

Bayern (AKDB), der Consal Makler Service, der Global

Side und der innovas vier Partner ihre Kompetenzen gebündelt

und eine Plattform für moderne leistungsfähige

Beihilfelösungen geschaffen – von Standardsoftware

bis hin zu Full-Service-Angeboten.

14

Vorträge Lebens- und Krankenversicherung


„Die Digitalisierung

birgt immense Potenziale

für den wirtschaftlichen

Erfolg und die Zufriedenheit

der Versicherten

gleichermaßen.“

Dr. Heinz-Peter Roß, Chief Executive Officer, Heidelberger Leben Gruppe

Potenziale digitaler Prozesse für das Management inaktiver

Lebensversicherungsbestände

Die Viridium Gruppe (ehemals Heidelberger Leben Gruppe) ist die führende Konsolidierungsplattform für Lebensversicherungsbestände

in Deutschland. Um das Geschäftsmodell erfolgreich und nachhaltig betreiben zu können, setzt die Gruppe

insbesondere auch auf das plattformgestützte Schaffen standardisierter Prozesse und Standards (Reverse Alignment) –

mit der msg.Life Factory als Kernsystem. Damit legt die Viridium Gruppe die Grundlage für eine effiziente, wirtschaftliche

und serviceorientierte Bestands- und Vertragsverwaltung. Ein angedachtes webbasiertes Kundenportal kann Prozesslaufzeiten

reduzieren und die Kundenzufriedenheit zusätzlich erhöhen.

Dr. Alexander Bockelmann,

Digital Officer und Head of Group IT,

UNIQA Insurance Group

Auf dem Weg zur neuen

digitalen Realität – Wie UNIQA

sich neu definiert

„Die Digitalisierung ist

kein Plan oder Projekt –

sie muss immer wieder neu

gedacht und weiterentwickelt

werden.“

Auf dem Weg vom Versicherungsanbieter zum integrierten

Servicedienstleister hat die UNIQUA eines der größten

Transformationsprogramme ihrer Geschichte gestartet.

Dabei setzt der österreichische Versicherer zum einen

auf die Optimierung seines Kerngeschäfts und die Erweiterung

digitaler Kompetenzen und Partnersysteme. Und

zum anderen auf neue Business- und Service-Modelle,

wie ein modernes Kundenportal und Gesundheits-Apps,

die innovative Kundenerlebnisse schaffen.

Die Grundlage für die Optimierung des digitalen Betriebs

bilden Schlüsseltechnologien wie Machine Learning

und vor allem eine neue Insurance Plattform, die die

Komplexität der IT-Landschaft maßgeblich reduziert.

Vorträge Lebens- und Krankenversicherung

15


John Connors, CIO, General Reinsurance Corporation

Liz McMahon, Facultative Business Project Leader,

General Reinsurance Corporation

msg.PUMA: Our Journey

Um die technologische Basis für den Wandel zum digitalen

Rückversicherer zu legen, hat die General Reinsurance

Corporation ihre IT-Landschaft vereinheitlicht und

setzt konsequent auf SAP- und Microsoft-Lösungen. Im

Rahmen dieser Transformation wird gemeinsam mit msg

die Professional Underwriting Management Application

(msg.PUMA) für die fakultative Rückversicherung als

Standardprodukt entwickelt. Damit profitiert Gen Re von

durchgängig integrierten Prozessen sowie einer einheitlichen

Datenbasis und Policen-Struktur unabhängig von

der jeweiligen Sparte. Die integrative Betrachtung von

Technologien, Menschen und Prozessen sowie eine klare

Zielsetzung, eindeutige Rollen, eine etablierte Methodik

und ein definierter Scope sind zentrale Erfolgsfaktoren

bei diesem Entwicklungs-, Transformations- und Integrationsprojekt.

„Eine gemeinsame Vision, klare Rollen und

ein definierter Scope sind elementare

Voraussetzungen für erfolgreiche IT-Projekte.“

Tobias Berens, Leiter IT,

Grundeigentümer Versicherung VVaG

SAP for Insurance & hybris –

Grundstein des digitalen

Versicherers?

Die IT-Kernsysteme der Versicherungsunternehmen sind

heute oftmals der Flaschenhals im Umgang mit digitalen

Kunden. Dagegen setzt die Grundeigentümer Versicherung

auf die Hochzeit von SAP Hybris Commerce und SAP

for Insurance. Im Rahmen eines Pilotprojekts auf Basis

dieser beiden Plattformen wurde für zwei Sparten des

Direktkundenportals der Antrags- und Policierungsprozess

automatisiert. Nach den positiven Erfahrungen

läuft aktuell die Implementierung der übrigen Sparten

mit Customer Self Services inklusive Schadenmeldung.

Parallel dazu werden Maklerportalfunktionalitäten spezifiziert.

Das Ziel: Mit einem einheitlichen Portal auf einer

einheitlichen Technologieplattform verfügt die Grundeigentümer

Versicherung über beste Voraussetzung für ein

erfolgreiches digitales Geschäft.

„Mit SAP for Insurance und

SAP hybris Commerce schaffen wir

die Basis für unsere Zukunft

als digitaler Versicherer.“

16

Vorträge SAP for Insurance


Dr. Uwe Hommel, Executive Vice President, Head of

Digital Business Service Greater China and Head of

Global Center of Expertise, SAP SE

Business Transformation

based on SAP Next Generation

Insurance Platform

„Viele Entwicklungen haben in

China und Indien schon stattgefunden

und werden nächstes

Jahr nach Europa kommen.“

Auf dem Weg zur digitalen Exzellenz benötigen Versicherer

End-to-End-Lösungen für die Kundenzentrierung, die Entwicklung

innovativer Produkte und Geschäftsmodelle sowie

für Rentabilitäts-, Risiko- und Compliance-Management.

Häufig lohnt sich dabei der Blick nach Asien, um zukünftige

Trends besser abschätzen zu können. Schon jetzt wird dort

eine Vielzahl von alltäglichen Geschäften per Smartphone

abgewickelt. Auch die Bezahlung erfolgt meist mit mobilen

Devices – Customer Self Service ist eine Selbstverständlichkeit.

Die Next Generation Insurance Platform (Projektlösung

basierend auf SAP for Insurance und anderen SAP

Lösungen) bietet voll integrierte, automatisierte Lösungen

für die erfolgreiche digitale Transformation, um geänderten

Kundenanforderungen weltweit gerecht zu werden.

Vorträge SAP for Insurance

17


„Kooperationen mit InsurTechs sind

ein Schlüssel zum erfolgreichen

Bestehen in der digitalen Welt.“

Frederik Wulff, Hauptbevollmächtigter, Markel International Deutschland

InsurTechs – (wie) verändern sie

die Versicherungsbranche?

Der digitale Versicherungskunde stellt hohe Anforderungen an Produkte, Service, Information und Kommunikation.

Die Versicherer reagieren darauf – doch in vielen Fällen immer noch sehr schwerfällig. Agile und flexible InsurTechs

mit innovativen Geschäftsmodellen stoßen in diese Lücke und erobern immer mehr Marktanteile. So lange sich die

traditionellen Player vorwiegend auf ihre internen Prozesse statt auf die Bedürfnisse ihrer Kunden konzentrieren, ist

die Angst vor Disruption berechtigt.

Um das Geschäftsmodell der Branche grundsätzlich infrage zu stellen, reicht die Wertschöpfungstiefe der innovativen

Start-ups noch nicht aus. Dennoch müssen die Assekuranzen viel stärker digitale Vertriebskanäle und innovative

Angebote ausbauen – und dabei auf Kooperationen mit den InsurTechs setzen.

Peter Umscheid, Co-CEO, msg global solutions ag

msg News zu SAP for Insurance

Kundenzentrierung mit Omni-Channel-Customer-Experience,

einfach verständliche Usage-Based-Produkte und

Partnerschaften mit vernetzten Service-Dienstleistern

sind zentrale Erfolgsfaktoren für das Versicherungsgeschäft

der Zukunft. SAP bietet hierfür bereits heute eine

komplette End-to-End-Lösung, die alle Bereiche vom

Front-, Middle- und Back-Office abdeckt. msg verfügt

über den weltweit größten Experten-Pool im Bereich

SAP for Insurance und ergänzt die marktbewährte SAP-

Plattform durch neue Standardprodukte, beispielsweise

Financial Service Accelerator auf Hybris Commerce und

die Insurance Analyzer-Produktfamilie. Dabei liefert msg

vollständige Innovationsprojekte mit Factory-Ansatz und

unterstützt Versicherer mit dem Insurance-Innovation-

Lab bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

„Unsere Strategie: Wir stärken und

ergänzen die SAP-Versicherungslösung mit

unserer Branchenexpertise durch

Dienstleistungen und ergänzende Produkte.“

18 Innovationen in der Versicherungsbranche


Dr. Thomas Rodewis, Leiter Digitalisierung, Versicherungskammer Bayern

Mascha Minou Lentz, Associate Partner, IBM Deutschland GmbH

Start der kognitiven Ära mit Watson Technologie – Down to Earth:

Konkretes Projektbeispiel bei der VKB

Schneller und besser auf Kundenanliegen reagieren, den Kundenservice optimieren – die Versicherungskammer Bayern

(VKB) stellt den Kunden mit Watson von IBM konsequent in den Mittelpunkt. Das kognitive System ist in der Lage,

auch unstrukturierte Daten auszuwerten, beispielsweise aus Kundenschreiben oder Unfallberichten. Mit den entsprechenden

Daten gefüttert, erkennt das lernfähige System mit der Zeit Unmutsäußerungen und ordnet diese fachlichen

Kategorien zu – dabei versteht Watson sogar Ironie und Botschaften zwischen den Zeilen. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen

Pilotprojekt wird Watson nun für das Beschwerdemanagement und die Angebotserstellung in den Bereichen

Kranken, Komposit und Leben implementiert. Darüber hinaus soll die kognitive Technologie für weitere Anwendungen

im Wissensmanagement eingesetzt werden.

„Mit Watson stellen wir den Kunden

in den Mittelpunkt und stärken

die Kundenbindung.“

„Mit dem Einsatz kognitiver Technologien

stellen wir uns der kundenzentrierten

Transformation.“

Innovationen in der Versicherungsbranche

19


Patrick Boscher, Financial Crime Systems Coordinator,

Allianz SE

Financial Crime Systems

Mit immer komplexeren regulatorischen Vorgaben steigen

die Compliance-Risiken auch für Versicherer. Intensive

und weitreichende Due-Diligence-Prüfungen sind daher

unerlässlich. Allerdings werden gängige Financial-

Crime-Lösungen der Bedrohungslage oftmals nicht

gerecht. Für einen besseren Schutz müssen die Unternehmen

gemäß den Empfehlungen der Financial Action

Task Force mehr Mittel in effektive und effiziente Financial-

Crime-Technologien investieren, die dazu beitragen die

Komplexität zu reduzieren und beherrschbar zu machen.

Entsprechende Systeme müssen unterschiedliche

Datenquellen (etwa Sanktionslisten) verknüpfen, intelligente

Analysewerkzeuge bereitstellen und eine bessere

Datenqualität gewährleisten.

„Nur sorgfältige Prüfungen

auf der Basis verschiedener

kombinierter Datenquellen

verbessern die Due Diligence.“

Walter Rieger, Principal Program Manager, Front Office Program, Allianz Global Corporate & Specialty SE

Front Office Transformation – AGCS Leverages Pega 7 to

Renew Front Office Applications

Steigerung der Transparenz, der Datenqualität, der

Zeit- und Kosteneffizienz sowie schnellere Reaktion

auf Kundenanfragen – mit diesen Zielen startete

die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) 2014

das globale Transformationsprojekt CUBE (Central Underwriting

Business Experience) und etablierte eine

End-to-End-Lösung für das Underwriting auf Basis der

Pega-Technologie. Die weltweit einheitliche Anwendung

unterstützt nun den gesamten Underwriting-Prozess

und trägt maßgeblich dazu bei, Effizienz und Kundenservice

zu verbessern und weiteres Wachstum zu generieren.

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Plattform

startete AGCS ein weiteres Pega-Projekt: CLAWS

(Claims Workflow System) soll die Verwaltung der Endto-End-Prozesse

im Bereich Claims optimieren.

„Die Einbindung der internen Business-

Anwender ist sehr zeitaufwändig, zahlt

sich aber durch ausgereifte Produkte mit

hoher Kundenakzeptanz aus.“

20 Innovationen in der Versicherungsbranche


Dr. Michael Bartl, CEO, HYVE – the innovation company

Internet 5.0: Maschine versteht

Mensch

Mit dem Innovationsprojekt TAWNY entwickelt HYVE

einen Internet-of-Things (IoT)-Dienst, der menschliche

Gefühle deuten kann und Maschinen „emotionale Intelligenz“

verleiht. Das heißt, sie „verstehen“ Emotionen wie

Stress, Freude, Angst und Aufmerksamkeit und reagieren

darauf adäquat. Die Grundlage dafür bilden physiologische

Daten, die mit Wearables gesammelt werden.

Affektive Computertechnologien nutzen maschinelle

Lernalgorithmen, um diese Daten mit hinterlegten

Merkmalen emotionaler Zustände abzugleichen und

entsprechend zu klassifizieren. So ermöglicht TAWNY

beispielsweise Verbesserungen am Arbeitsplatz, intelligente

Autos, personalisierte Versicherungsangebote

oder persönliche Gesundheitsanwendungen, die die Lebensqualität

von Menschen verbessern können.

„TAWNY verknüpft aktuelle Entwicklungen

wie Big Data, künstliche Intelligenz,

digitale Produkte oder intelligente Roboter

für ein menschenzentriertes

Internet der Dinge.“

Jacques-Etienne Grandjean, Vice President Sales,

Enterprise EMEA, HERE

Sven Roehl, Executive Vice President, msg global

solutions Canada

How Location Intelligence

Enables Insurance Solutions in

a Digitally Connected World

Mit seiner cloudbasierten Open Location Platform ermöglicht

HERE intelligente Versicherungslösungen für

eine digital vernetzte Welt. Das Unternehmen verwandelt

Daten von Geräten, Fahrzeugen, Infrastrukturen,

Karten und anderen Quellen in Echtzeit-Standortdienste.

Versicherer können die gewonnenen Informationen

für innovative Versicherungsangebote und Services

nutzen: zum Beispiel Daten zum Fahrverhalten oder

zu besonders unfallträchtigen Strecken für nutzungsabhängige

Tarife in der Kfz-Versicherung, für Service-

Apps zur Verbesserung des Fahrverhaltens oder für

intelligente Assistenzdienste für Notfälle. So liefern

Location-Intelligence-Dienste von HERE dem msg IoT-

Analyzer wertvolle Standortinformationen für das

Internet der Dinge, um verhaltensbasierte Tarifmodelle

zu entwickeln und Trends sowie Risiken besser

zu beurteilen.

„Indem wir die Welt durch die Brille

des Standorts betrachten, helfen wir

Menschen und Unternehmen,

sicherer und effizienter zu agieren.“

Innovationen in der Versicherungsbranche

21


Zusammen erfolgreich im

globalen Geschäft

Effizientere und effektivere digitale Prozesse im weltweiten Industrie- und Rückversicherungsgeschäft –

von der Platzierung des Angebots bis zur Abwicklung: Unter diesem Credo arbeiten Ruschlikon,

ACORD und die London Market Group zusammen.

Die Panel Discussion zum Thema (RE)Insurance war exzellent

besetzt: Bill Pieroni, President und CEO der Standards-Organisation

ACORD (Association for Cooperative

Operations Research and Development), Dietmar Meyer,

Leiter Technical Accounting bei Munich Re und Mitglied

des Ruschlikon Lenkungsausschusses, sowie Joe Dainty,

Global Head of Operations bei Lloyd‘s und Mitglied

des Lenkungsausschusses des Target Operating Model

(TOM) der London Market Group (LMG), stellten ihre Kooperation

zur Modernisierung und Digitalisierung des

globalen Industrie- und Rückversicherungsmarktes vor.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Régis Delayat,

Group CIO SCOR und Chairman von Ruschlikon.

Ruschlikon, die globale Brancheninitiative der Rückund

Industrieversicherung, hat auf der Basis moderner

Digitalisierungstechniken ein Kooperationsmodell entwickelt,

das dazu beiträgt, Effizienz und Wertschöpfungspotenziale

optimal zu nutzen. Wie Bill Pieroni unterstrich,

„ermöglicht ACORD dabei mit gemeinsamen

Standards für Daten und Schlüsselinformationen damit

auch durchgängige Geschäftsprozesse entlang der

Wertschöpfungskette“.

Geschäftstätigkeit ausgerichteten Londoner Marktes

entwickelt hat. Dabei werden die globalen ACORD

Datenstandards auch für die Platzierung von Risiken

angewendet. „Die Zusammenarbeit mit ACORD und

Ruschlikon bringt uns im Londoner Markt verbesserte

Effizienz und somit attraktive Bedingungen für Marktteilnehmer

im globalen Umfeld“, resümierte Joe Dainty.

Die gemeinsame Reise des Panels kam beim Publikum

gut an – Zuhörer aus verschiedenen Teilen der Welt bekundeten

Interesse sich anzuschließen. „Operational

Excellence und Digital Transformation sind nicht nur für

die einzelnen Gesellschaften ein wichtiges Thema, sondern

spielen in der übergreifenden Zusammenarbeit

zwischen Versicherern, Brokern und Rückversicherern

eine zentrale Rolle. Deshalb sollten alle Marktteilnehmer

auf effiziente Prozesse setzen und sich der Ruschlikon-

Initiative anschließen“, so das Fazit von Régis Delayat.

Dank dieser Standards sowie automatisierter, unternehmensübergreifender

Best-Practice-Prozesse senken

die teilnehmenden Gesellschaften Aufwände und

Kosten und beschleunigen Abrechnungs- und Schadensprozesse

einschließlich des Cashflow. „Zudem“,

so Dietmar Meyer, „reduzieren beispielsweise wir bei

der Munich Re das operationelle Risiko und erhöhen die

Datenqualität durch einheitliche Prozesse und ein IT-

System weltweit.“

Wichtiger Partner ist auch die London Market Group

(LMG), die im Rahmen ihres umfassenden Modernisierungsprojekts

ein Target Operating Model (TOM) zur

Effizienzsteigerung und Vereinfachung des auf globale

22

Side Session (RE)Insurance


Automatisierte Prozesse von

Angebotserstellung bis Self-Service

Mit der msg.Insurance Suite bietet msg ein modular aufgebautes Paket aus Komponenten und Diensten für die

durchgängig digitale Verarbeitung aller Prozesse im Erstversicherungsgeschäft. Ein Szenario auf der inscom

demonstrierte eindrucksvoll die Vorteile der Plattform für Kunden, Außendienst und Back Office.

msg.Insurance Suite bietet Versicherern eine ganzheitliche

Lösungsplattform für sämtliche im Backoffice

sowie Frontoffice benötigten Funktionalitäten und Analyse-

Tools für alle Versicherungssparten. Das innovative,

komponentenbasierte Komplettsystem ermöglicht eine

durchgängige digitale Bearbeitung der Prozesse des

Kerngeschäfts über alle Komponenten. Die msg.Insurance

Suite setzt branchenweit führende Standards und lässt

sich individuell auf die Bedürfnisse der Versicherer zuschneiden.

Die Lösung besteht aus eigenständigen, vorkonfigurierten

Standardsoftwarekomponenten, die einzeln oder

in beliebiger Kombination verwendet und passgenau in

die IT-Landschaft der Versicherung integriert werden

können. Die Kernsysteme msg.Life Factory, msg.Health

Factory und msg.P&C Factory unterstützen das Versicherungsunternehmen

umfassend bei den individuellen

Herausforderungen der jeweiligen Sparte. Einheitliche

Cross-Komponenten können spartenübergreifend

eingesetzt werden. So ergeben sich bei der Implementierung

und der langfristigen Releasepflege erhebliche

Kostenvorteile und ein geringerer Aufwand für die Assekuranz.

Einzelne Subkomponenten und Services mit

hohem Vorfertigungsgrad runden das Angebot flexibel

und individuell ab.

Die msg.Insurance Suite erfüllt alle strategischen Anforderungen

an eine zukunftssichere Anwendungslandschaft.

Durch produktzentrierte Prozesse und dynamisch

konfigurierbare Vorlagen stellt sie maximale Gestaltungsmöglichkeiten

der Produkte bereit. Zusätzlich sind

die enthaltenen Portallösungen im responsiven Design

erstellt und somit unter anderem für sämtliche mobilen

Endgeräte optimiert. Damit ebnet die msg.Insurance

Suite den Weg in den digitalen Versicherungsbetrieb.

msg.Insurance Suite

23


Innovative Lösungen für

Kundenzentrierung,

Kollaboration und

Customer Experience

Konkrete Lösungen und Umsetzungsbeispiele, die das Prädikat „Digital Excellence“

verdienen: Im Digital Excellence Forum der inscom präsentierten Experten aktuelle

Showcases, die eindrucksvoll demonstrieren, wie sich die bisherige Versicherungswelt

mit der digitalen Welt verbinden lässt – und welche Möglichkeiten beispielsweise

Cognitive Computing, integrierte Cloud- und IoT-Lösungen sowie die SAP

HANA-Plattform eröffnen.

Dr. Matthias Quaisser, und Alexander Schäper,

Cognitive Solutions Team Insurance IBM,

IBM Deutschland GmbH

Cognitive Services für Versicherer

Ingo Gringer, Leiter Center of Competence

Input/Output Management und Portale, msg

Kundenzentrierung –

Clever gemacht

Cognitive Computing unterstützt Versicherer in allen Bereichen

ihrer Wertschöpfungskette. Die Einsatzgebiete

umfassen unter anderem die Bereiche Marketing und

Vertrieb, Kontakt- und Call Center, Sentiment-Analysen,

Bilderkennung, Schaden-/Leistungsoptimierung, Underwriting

sowie die Auswertung von Social Media. IBM stellt

Versicherern Cognitive Services zur Verfügung, die sofort

über eine API verfügbar und nutzbar sind.

Dieser Showcase stellt die Bedürfnisse des Kunden klar

in den Mittelpunkt. Unter Einbeziehung sozialer Netzwerke

wird beispielhaft eine Hausrat-Versicherung „auf

der Couch“ abgeschlossen. Diese wird automatisch

policiert und im Bestand der Insurance Suite angelegt.

Die Story kombiniert eine zeitgemäße User Experience mit

versicherungsfachlichen Prozessen und SOA-/Non-SOA-

Infrastrukturen. Aktuelle Services aus den Bereichen

Kognition (IBM Watson), Input Management (Insiders),

Output Management (kühn & weyh), Digitale Signatur (is2),

Tarifierung und Bestand (msg) sowie Verschlüsselung

(eperi) in einer Cloud-Lösung (IBM) werden cloudbasiert

integriert.

24 Digital Excellence Forum


Michael Thaler, Senior Project Manager Solution

Consulting, msg

Matthias Wenzl, Managing Director & Partner,

CAWECO GmbH

msg.BPC – Integrierte Business

Partner Compliance

Internationale Sanktionen sowie länderübergreifend

wirkende Gesetze gegen Korruption, Geldwäsche und

Terrorfinanzierung stellen Versicherungsunternehmen

vor ganz neue Herausforderungen in der Zusammenarbeit

mit Geschäftspartnern und Geschädigten. msg

Business Partner Compliance (msg.BPC) integriert die

vollautomatische Identifikation und Bestätigung von

Firmendaten und vereinfacht so die Integritätsprüfung

von Geschäftspartnern.

Louise Cooke, Managing Director,

NEXONTIS Consulting GmbH

Real time Profitability and

Solvency Management

SAP Performance Management ermöglicht es Unternehmen,

in Echtzeit auf Profitabilitäts- und Bonitätsinformationen

zuzugreifen und damit besser zu verstehen,

wie sich ihr Business ändert: Als native HANA-Lösung

unterstützt es Versicherer dabei, Profitabilität und Bonität

detailliert zu simulieren. Über ein leicht zu bedienendes

User Interface und aktuelle Integrationstechnologien

können Versicherer das Tool mit geringem Aufwand in

ihre bestehende Systemlandschaft einbinden.

Karsten Fiolka, Senior Solution Specialist, Research &

Innovation, IBU Insurance, SAP SE

Increase customer satisfaction

and generate new revenue streams

with IoT

Sven Röhl, Executive Vice President,

msg global solutions Canada

Digital Excellence in Action!

IoT-basiertes Loyalty-Programm

für den digitalen Kunden

Versicherer müssen nicht nur möglichst kosteneffiziente

Produkte und eine einfache Schadenabwicklung

anbieten, sondern vor allem den Kunden in den Mittelpunkt

stellen – eine positive Customer Experience ist

daher von zentraler Bedeutung. Die SAP HANA-Cloud-

Plattform bietet die Grundlage für neue IoT-Technologien

und Devices sowohl im Back- als auch im Front-End.

Am Beispiel eines Kunden in seinem „Connected Home“

wird deutlich, wie Versicherer ihre Business-Modelle

anpassen und Servicequalität erhöhen können, um eine

maximale Kundenbindung zu generieren.

Belohnungsprogramme, die den Kunden mehr Kontrolle

und Feedback geben, erobern die digitale Versicherungswelt.

Anhand von Beispielen aus den Bereichen

Gesundheit/Leben und Kfz zeigt der Showcase, wie Versicherer

auf der Basis des msg IoT Analyzers – Gewinner

der SAP und HERE IoT Apps Challenge 2016 – IoT-Daten

analysieren, instrumentalisieren und ein eigenes Internetder-Dinge-Portfolio

entwickeln können.

Digital Excellence Forum

25


Impressionen

inscom 2016

26 Impressionen


Save the date:

8

24.-25. September 2018

Impressionen

27


Hilton Munich Park Hotel • 19.-20. September 2016

inscom.msg.group

msg systems ag

Robert-Bürkle-Straße 1 | 85737 Ismaning/München | Telefon: +49 89 96101-0 | Fax: +49 89 96101-1113

www.msg.group | info@msg.group

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