Praezision ist planbar - Henke Sonderdruck 3. Auflage

mreimer

Magazin in Zusammenarbeit mit den Fachzeitschriften DWJ und Caliber zu den Themen Matchbüchsen, Zieloptiken und Matchmunition.

Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Jagd & SchießsportSonderdruck

3. Auflage

Präzision

ist planbar!

In Zusammenarbeit Heinz Henke mit • Postfach den Fachzeitschriften 11 41 • 49753 DWJ Werlte und Caliber

zu den Themen Matchbüchsen, Zieloptik und Matchmunition

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Repetierbüchse SMH Precision Tactical

Präzision

nach Wunsch

Längst haben sich die Büchsen mit den drei Buchstaben „SMH“ im Marktsegment der Lochbohrer etabliert.

Heinz Henke, der Mann hinter SMH, lanciert aktuell den Repetierer SMH Precision Tactical im Kaliber

.308 Winchester. Ausgerüstet wurde unsere Testwaffe mit dem neuen March Tactical 2,5–25×42.

X

HANS J. HEIGEL

Die Firma Heinz Henke im niedersächsischen

Werlte gehört hierzulande

seit vielen Jahren zu den ersten Adressen,

wenn es um die Beschaffung von

Präzi sionsbüchsen geht. Als Importeur

der bei Kelbly’s Inc. gefertigten Stolle-

Systeme und Stolle-Büchsen sowie der

Matchläufe des US-Herstellers Shilen

wurde die Firma Henke eine feste Größe

auf dem Sektor der hochwertigen Präzisionsbüchsen.

Eigene Wege werden mit

den SMH-Büchsen gegangen, die nach

den Spezifikationen von Heinz Henke

bei namhaften Waffenbauern entstehen.

Ein Zylinderverschluss mit drei Verriegelungswarzen

am Kammerkopf bildete

für die ersten SMH-Büchsen die Ausgangsbasis.

Die hellen Schichtholzschäfte

prägen das äußere Erscheinungsbild

dieser Reihe.

Eine neue Generation. Henke stellt nun

eine neue SMH-Linie auf der Basis eines

Klons des Systems Remington 700

vor und lanciert dabei verschiedene, an

unterschiedliche Einsatzzwecke und

Wettbewerbe angepasste Varianten. Neben

den Einzelladern umfasst die neue

SMH-Baureihe auch eine Repetiererversion

mit der Bezeichnung „Tactical“. Hergestellt

werden die neuen SMH-Systeme

bei Kelbly’s Inc. Betrachtet man das neue

SMH-System, so wird deutlich, dass das

System Remington 700 Pate stand und

die Büchsenmacher bei Kelbly’s auf das

eigene Atlas-System für das SMH-Action

zurückgreifen konnten.

Von kaum einem anderen System gibt

es in der Präzisionsschützenszene mehr

Klone als vom Remington 700. Das 1962

Auf einen Blick

X Perfekter Remington-700-Klon

X Tadellose Büchsenmacherarbeit

X Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

X Sehr gute Schussleistung

vorgestellte System Remington 700 hat

für die Fertigung von Präzisionsbüchsen

einige grundlegende Vorzüge. Da ist zunächst

einmal die runde Systemhülse,

die fertigungstechnisch weitaus weniger

Probleme bereitet als eine Systemhülse

mit kantiger Form. Dazu kommt, dass

die Materialstärke der Systemhülse eine

gute Steifigkeit ergibt. Bewährt haben

sich der über den Stoßboden überstehende

Bund, der die geladene

Remington 700

in Edelversion

Patrone umschließt, sowie

die solide Verriegelung mit

zwei massiven Warzen am

Kammerkopf. Kurze Zündverzugszeit

und ein gefälliges Äußeres

machen das System Remington 700 aus.

Weiterhin markant ist die zwischen Hülsenkopf

und Lauf eingesetzte Rückstoßplatte.

Auch diese Konstruktion ist kostensparend

gegenüber der Systemhülse

einer Mauser 98.

An diese rund 50 Jahre alte Grundkonstruktion,

die auch für die Custom-

Baureihe 40X von Remington verwendet

wird, knüpfen die Custom-Hersteller,

insbesondere in den USA, an. Dabei ist

es in aller Regel das Ziel dieser Kleinhersteller,

die Fertigungstoleranzen zu minimieren

und Verbesserungen im Detail

vorzunehmen. Diese Verbesserungen

beziehen sich in aller Regel auf Auszieher,

Ausstoßer, Sicherung und Kammerfang

sowie die Magazinvorrichtung.

Zu den bekanntesten Custom-Klonen

des Remington 700 gehören die Stiller-

Systeme Tactical 30 und Tactical 300,

wie sie beispielsweise Les Baer für seine

Präzisionsbüchsen verwendet (siehe

DWJ 9/2010). Das HS-System Pro Series

2000 (siehe DWJ 9/2011) gehört ebenfalls

in diese Reihe wie das noch recht

neue Stolle-Atlas von Kelbly’s Inc. (siehe

DWJ 2/2011).

Vom Einzellader zum Repetierer. Bereits die

kantige Ausfräsung des Ladefensters in

der Systemhülse verrät die Abstammung

des SMH-Systems zum Stolle-Atlas. Die

rund ausgeführte Systemhülse wird

aus Stainless-Stahl 416 RS

gefertigt und weist einen

Außendurchmesser von

1.350" (34,29 mm) auf. Wie

bei den 700er-Remington-

Systemen, wird auch beim SMH-Action

zwischen der Stirnseite der Systemhülse

und dem Lauf die Rückstoßplatte eingesetzt.

Diese wird unten auf der Stirnseite

der Systemhülse mit zwei Stiften unverrückbar

fixiert. Um das im Regelfall

als Einzelladersystem ausgelegte SMH-

Action für Repetierer tauglich zu machen,

musste natürlich der Magazinschacht

auf der Unterseite der Systemhülse

ausgefräst werden.

Der Verschlusszylinder mit einem

Durchmesser von .700" (17,78 mm) wird

aus 4140er-Stahl hergestellt. Die Verriegelung

mit zwei Warzen am Kammerkopf

sowie der über den Stoßboden überstehende

Bund, der die geladene Patrone

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Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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Repetierbüchse SMH Precision Tactical

Makellos. Die Matchsenkung der SMH Precision

ist handwerklich perfekt ausgeführt.

Bewährt. Schlösschen und Schiebesicherung

der SMH erinnern an die Remington 700.

Praxisgerecht. Der griffige Hebel für den Kammerfang

sitzt links an der Hülsenbrücke.

umschließt, sind typische Merkmale

des 700er-Remington-Systems. Der Auszieher

ist in die rechte Verriegelungswarze

eingeschoben und mit einem Druckstift

gesichert. Diese Lösung kennt man

von der Winchester 70 post-64. Der Ausstoßer

in Form eines Druckstifts ist sehr

massiv ausgeführt, hat seinen Sitz an

der linken Verriegelungswarze und ragt

in den Stoßboden hinein. Die Frontseite

der Warzen ist beim Repetierer anders

als beim Einzelladersystem

rechtwinkelig ausgeführt.

Das Schlösschen des SMH-

Systems ist am Vorbild der

Remington 700 orientiert.

Der lang ausgeführte Kammergriff aus

Stainless-Stahl wird mit einer griffigen

Kugel abgeschlossen.

Der Kammerfanghebel sitzt auf der

linken Seite in der Hülsenbrücke und

muss zur Herausnahme der Kammer

einfach eingedrückt werden.

Gelungene Magazinlösung. Vom Vorbild

Remington 700 rückte man für die neue

SMH Tactical beim Magazin ab. Die SMH

Tactical verfügt über ein Einsteckmagazin,

das im Kaliber .308 Winchester fünf

Patronen fasst. Die SMH Tactical kommt

mit dem bewährten AI-Magazin, das es

optional auch zehnschüssig gibt. Bodenplatte,

Magazinschacht und Abzugsbügel

bilden eine Einheit. Der Magazinlösehebel

sitzt vor dem Abzugsbügel und lässt

sich aufgrund seiner Größe rasch und

sicher bedienen.

Keine Kompromisse beim Lauf. Beim Lauf

setzte Henke auf eine seit Jahren bewährte

Lösung: Handgeläppte Shilen-

Matchlauf

von Shilen

Select-Match-Grade-Läufe gehören seit

vielen Jahren zum Besten was der Markt

zu bieten hat. Verwendet wird für die

SMH Tactical die Shilen-Laufkontur

17 (Remington Varmint Sendero). An

der Laufmündung weist diese Form bei

24" (610 mm) langem Lauf einen Außendurchmesser

von 21,1 mm auf. Die

Matchsenkung an der Laufmündung ist

rechtwinkelig ausgeführt. Das Patronenlager

wurde an den Mindestmaßen des

CIP-Datenblatts orientiert.

Beim Drall entschied man

sich für eine Dralllänge

von 12" (305 mm). Diese

Lösung hat sich für das

Kaliber .308 Winchester bewährt. Beim

Geschossgewicht ist dann mit den meisten

Geschosstypen nach oben bei 180 gr

Makelloser Matchabzug. Auch beim Abzug

galt der Grundsatz: Das Bessere ist des

Guten Feind, so spendierte die Firma

Henke der neuen SMH Tactical einen

Jewell-Abzug in der HVR-Version. Dieser

war an unserer Testwaffe perfekt

justiert und brach nach wenigen Hundert

Gramm Widerstand wie Glas ohne

jedes Kriechen. Ausgestattet wurde der

Abzug mit der üblichen Remington-

Schiebesicherung mit zwei Stellungen,

die auf den Abzugsmechanismus wirkt

und bei gesicherter Waffe die Kammer

nicht sperrt, sodass bei gesichertem Abzug

das Laden und Entladen möglich

ist. Eine dritte Stellung, in der auch die

Kammer noch gesperrt ist, wäre grundsätzlich

wünschenswert. Angesichts des

Verwendungszweckes als Sniper- oder

(11,7 g) Schluss. Ideal ist der 12"-Drall für Sportschützenwaffe kann man diesen

die Matchgeschosse von 150 gr (9,7 g) bis

180 gr (11,7 g). Die besten Präzisionsergebnisse

erreicht man mit dem 12"-Drall

im Kaliber .308 Winchester in aller Regel

mit Geschossgewichten von 165 gr

(10,7 g) bis 170 gr (11,0 g). Gesichtspunkt allerdings vernach-

lässigen, denn ein ungewolltes Öffnen

der gesicherten Waffe dürfte kaum vorkommen,

da man mit dieser Büchse

wohl eher nicht durch dichtes Unterholz

marschiert.

Klassisch. Die Kammer

im Remington-

Stil weist zwei Verriegelungswarzen

am

Kopf auf. Markant ist

der zurückversetzte

Stoßboden.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

WIEDERLADEN

FÜR SCHÜTZEN

UND JÄGER

Bequem. Der griffgünstig ausgeführte Magazinlösehebel

sitzt vor dem Abzugsbügel.

Vollgetankt. Das solide ausgeführte AI-Magazin

nimmt fünf Patronen .308 Winchester auf.

Bewährter Schaft von McMillan. Die SMH

Tactical hat einen Fiberglasschaft von

McMillan. Der Name McMillan steht

seit über drei Jahrzehnten für hochwertige

Fiberglasschäfte. Gale McMillan,

der Firmengründer, begann mit der

Herstellung von Schäften für Benchrest-

Büchsen 1973. Heute bietet McMillan

eine kaum mehr überschaubare Vielfalt

an Schaftmodellen in allen möglichen

Oberflächenbearbeitungen an.

Besonders erfolgreich betätigte sich

die Firma McMillan auf dem Gebiet der

Sniper-Gewehr-Schäfte. Es begann mit

dem legendären Schaft für das Scharfschützengewehr

M 40 A1 des US Marine

Corps. Diesen Schaft kennen wir heute

als „General Purpose Hunting Stock“.

Es folgte eine Reihe weiter verbesserter

Tactical-Schäfte bis zum heutigen Modell

A-5, der als eine der besten auf dem

Markiert. Auf der linken Seite der Systemhülse

findet sich die Namensprägung.

Markt erhältlichen Optionen für Sniper

Rifles gilt. Für den McMillan A-5 entschied

man sich auch für die neue SMH

Tactical. Der Vorderschaft ist breit ausgeführt

und zu den Seiten hin abgerundet.

Der Pistolengriff ist wie bei einer

Matchwaffe steil ausgeführt. Die Schaftbacke

ist justierbar und so an alle Anschlagarten

anpassbar. Dabei kann zum

einen die Höhe verändert werden und

zusätzlich auch die Backe in der Seite

um etwa 16 mm verschoben werden.

Auf der Unterseite des Schaftkolbens

befindet sich die bei Sniper-Schäften

bewährte Wölbung nach innen zum

gleichmäßigen Anschlag mit der linken

Hand (beim Rechtshänder). Farblich

präsentiert sich der A-5-Schaft unserer

Testwaffe in schwarzem Grundton

(90%) mit grauen „Strähnchen“ (10%).

Auf der Schaftunterseite befinden sich

drei Riemenbügelösen, zwei davon

unter dem Vorderschaft. Die Montage

von Riemen und Zweibein ist damit

denkbar einfach möglich. Abgeschlossen

wird der Schaftkolben mit einer

schwarzen Gummikappe.

Sehr präzise ausgeführt ist die System-

und Laufbettung. Das System sitzt

im Fiberglasschaft der Testwaffe perfekt

und der Lauf wurde frei schwingend

über die gesamte Lauflänge gehalten.

Fixiert wird das System im Schaft

mit zwei Schaftverbindungsschrauben

in bedienungsfreundlicher Innensechskant-Ausführung.

Äußerlich präsentiert sich die SMH

Tactical als harmonisches Gesamtkonzept.

Zum schwarz-grauen Fiberglas-

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sowie der Rechtsgrundlagen

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Aber auch dem professionellen

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Repetierbüchse SMH Precision Tactical

schaft passt das polierte Stainless-Finish

von Systemhülse und Lauf. Diese Lösung

ist für den Schießstand absolut in

Ordnung. Für einen Einsatz bei Polizeieinheiten

würde man sich zur Erhöhung

der Witterungsunempfindlichkeit sowie

zur Vermeidung von Reflektionen eine

moderne Beschichtung wie etwa Ilaflon

oder PVD wünschen. Hierzulande dürfte

die SMH Tactical jedoch primär als

Sportwaffe zum Einsatz kommen, und

da ist das gewählte Finish eine gute und

relativ kostengünstige Lösung.

Neuer Stern am Zielfernrohrhimmel. Praxisgerecht

erhielten wir die Testwaffe mit

einem Zielfernrohr von March. Die noch

junge Marke hat sich binnen weniger

Jahre einen ausgezeichneten Ruf in der

Benchrest- und Präzisionsschützenszene

geschaffen. Gegründet wurde die Firma

DEON Optical Design Corporation im

Jahr 2004 von drei japanischen Optikingenieuren,

von denen jeder über rund

25 Jahre Erfahrung in der

Optikindustrie verfügt. Ziel

der Firmengründer ist die

Herstellung hochwertigster

Zielfernrohre in Kleinserie.

Unsere Testwaffe war mit dem neuen

Modell March Tactical 2,5–25×42 ausgestattet.

Mittelrohrdurchmesser von

30 mm, sowie Target-Verstelltürme und

seitlicher Parallaxe-Ausgleich sind heute

Standard bei diesem Zielfernohrtyp.

Schon nicht alltäglich ist der Zehnfach-

Zoom. Das verwendete Absehen mit

¼-Dot im feinen Fadenkreuz ist für das

Präzisionsschießen ideal. Die Klickverstellung

arbeitet ebenfalls mit ¼ MOA,

was pro Klick auf 100 m eine Verstellung

von rund 7,5 mm bedeutet. Eine volle

Umdrehung der Höhenverstellung verändert

die Treffpunktlage um 25 MOA.

Premium-Linie

aus Japan

Flach. Beim March-Glas ist die Parallaxe-Verstellung

im linken Turm untergebracht.

Insgesamt beträgt der Verstellbereich

bei Höhe und Seite 100 MOA. Eine Nullung

der Absehenverstellung ist natürlich

möglich. Besonders auffällig ist die

extrem kompakte Bauweise des neuen

Tactical 2,5–25×42.

Montiert wurde das Zielfernrohr mitels

einer einteiligen SMH-

Picatinny-Schiene mit 20-

MOA-Neigung, um den

Verstellbereich des Zielfernrohrs

auch auf die

Longe-Range-Distanzen nutzen zu können.

Die 30-mm-Montageringe stammen

von Nightforce. Mit 2219 Euro ist das

March Tactical 2,5–25×42 in der Premium-Klasse

angesiedelt.

Was bekommt man für dieses Geld?

Während unseres Testschießens führten

wir verschiedene Praxisprüfungen

durch, die eine Aussagekraft über die

Präzision des Zielfernrohrs erlauben.

Wie bei einem Premium-Glas zu erwarten,

gab es bei der optischen Leistung

– soweit man das mit dem bloßen Auge

beurteilen kann – keinerlei Ansatzpunkte

für Kritik. Dies gilt für das gesamte

Sichtbar. Die Markierungen der Absehenverstellung

sind im Anschlag gut ablesbar.

Griffig. Den Verstellring des March für den

Zehnfach-Zoom kann man sicher greifen.

Spektrum des Zehnfach-Zooms. Während

des Einschießens zeigte sich die

Absehenverstellung als sehr präzise von

Klick zu Klick. Als nächstes wollten wir

wissen, wie es mit Veränderungen der

Treffpunktlage ist, wenn man die Vergrößerung

wechselt. Ergebnis: keine

Veränderungen.

Um die Klickverstellung gründlich

zu prüfen, wurde das klassische Schießen

eines Quadrats erprobt. Dies bedeutet,

dass eine gleiche Anzahl von Klicks

nach unten oder oben und zur Seite gedreht

wird. Wenn Waffe und Optik stim-

Ballistische Daten/Ladedaten Kaliber .308 Winchester in der SMH Precision Tactical

Hülse Geschossgewicht

[gr/g]

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung

[gr]

Patronen -

länge [mm]

v 0

[m/s]

E 0

[J]

Streukreis*

100 m [mm]

Lapua 167/10,8 Lapua Scenar Fabrikpatrone 70,7 798 3446 11,8

Sako 168/10,9 Sierra HPBT MK Fabrikpatrone 70,5 788 3380 12,5

Norma 168/10,9 HPBT Moly Fabrikpatrone 70,9 780 3312 11,0

Remington 155/10,0 Sierra HPBT Fed. 210 M 43,0 Norma 202 70,8 832 3476 12,9

Remington 167/10,8 Lapua Scenar Fed. 210 M 43,0 Norma 203-B 71,0 803 3489 9,5

Lapua 167/10,8 Lapua Scenar Fed. 210 M 41,8 IMR 4895 71,0 773 3233 10,7

Lapua 168/10,9 Sierra HPBT Fed. 210 M 41,5 IMR 4895 71,0 771 3236 8,7

Norma 168/10,9 Berger LTB HPBT Fed. 210 M 43,5 Norma 203-B 71,0 802 3501 5,9

Norma 170/11,0 Lapua VM D-46 Fed. 210 M 41,5 IMR 4895 71,0 770 3266 13,4

Norma 180/11,7 Sierra HPBT Fed. 210 M 42,5 IMR 4064 71,0 751 3289 14,5

Lapua 180/11,7 Hornady HPBT Fed. 210 M 46,0 Winchester 760 71,0 753 3307 13,2

Testwaffe: SMH Precision Tactical, Lauflänge: 24" (610 mm), Hülsenlänge .308 Winchester: 2.015" (51,18 mm), Geschossdurchmesser: .308"

(7,82 mm), Maximalgasdruck .308 Winchester: 4150 bar, Maximale Patronenlänge: 2.800" (71,12 mm), *Es handelt sich um Schussgruppen zu

zehn Schuss, gemessen von Schusslochmitte zu Schusslochmitte. Das Verwenden der Ladedaten erfolgt auf eigene Gefahr. Autor und Verlag

übernehmen keinerlei Haftung. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Technische Daten und Preise

Hersteller/Vertrieb Heinz Henke, Werlte, www.henke-online.de

Modell SMH Precision Tactical A-5

Waffenart

Zylinderverschluss-Büchse (Repetierer)

Kaliber

.308 Winchester

Lauflänge

24" (610 mm)

Visierung

Systemhülse vorgebohrt für Zielfernrohrmontage

Magazinkapazität 5 Patronen

Sicherung

Schiebesicherung ohne Kammersperre

Gesamtlänge 1120 mm

Gewicht

4,575 kg (ohne ZF), ungeladen

Werkstoff

Stainless-Stahl

Schaft

Kunststoff

Preise

Auf Anfrage

X Heinz Henke beschreitet mit der

SMH Precision Tactical bekannte

Wege im Marktsegment der

Sniper Rifles. Was die neue SMH

Precision Tactical ausmacht, ist

der Einsatz hochwertiger Teile.

Angefangen vom System, einem

der besten Remington-700-Klone,

über den Shilen-Match-Lauf bis

hin zum McMillan-A-5-Schaft

und dem erstklassig justierbaren

Jewell-Abzug. Dazu kommt

eine tadellose handwerkliche

Verarbeitung durch erfahrene

US-Büchsenmacher. Abgerundet

wurde das Ganze bei unserer Testwaffe

mit dem neuen Zielfernrohr

Das Redaktions-Fazit

schießsport

men, hat man anschließend

vier Schussgruppen deren

Mittelpunkte ein Quadrat

bilden. Wir machten dieses

„Spielchen“ mit jeweils 15

Klicks und das Ergebnis war

ein makelloses Quadrat.

Aus Sicht der Bedienung

sind die klaren Markierungen

an den Target-Türmen

sowie die bequem zu handhabende,

im dritten Turm

links untergebrachte Parallaxe-Justierung

zu erwähnen.

Buchstäblich Loch in Loch.

Auf dem Schießstand zeigte

sich die SMH Tactical von

ihrer besten Seite. Geschossen

wurde auf die Distanz

von 100 m im Benchrest-

Anschlag. Die Munitionsauswahl

richtete sich zum

einem an der Dralllänge von

12" (305 mm) sowie am Verwendungszweck

des präzisen

Scheibenschießens aus.

So wird unsere Tabelle dominiert

von Matchgeschossen

im Gewichtsbereich von

167 gr (10,8 g) bis 170 gr (11,0 g).

Auch die Geschossgewichte

der drei verwendeten Fabrikpatronensorten

von Lapua,

Norma und Sako lagen in diesem

Spektrum. Die Auswahl

der drei Fabriklaborierungen

erfolgte aufgrund langjähriger

Erfahrungen. Die drei

aus Skandinavien spielen

nun mal in der Champions

League der .308 Winchester-

Matchpatronen.

Nach dem „Einfahren“

des Laufs wurden die in der

Datenübersicht geschossenen

Gruppen erreicht. Nach

jeder Schussgruppe wurde

gereinigt und ein „Ölschuss“

außerhalb der Messung abgegeben.

Die dann folgenden

zehn Schuss spiegeln sich in

der Datenübersicht und bedürfen

keiner weiteren Kommentierung.

X

March Tactical 2,5–25×42 mit

¼-Dot-Absehen. Zehnfach-Zoom

und extrem kompakte Bauweise

mit optimalem Bedienkomfort

machen dieses Zielfernrohr der

Premiumklasse aus.

Angesichts dieser Fakten ist das

Ergebnis auf dem Schießstand

zwangsläufig. Unsere Testwaffe

schoss buchstäblich Loch in

Loch und gehört zu den besten

Präzisionsbüchsen im Kaliber

.308 Winchester, die dem Autor

in den letzten drei Jahrzehnten

vor gelegt wurden. Somit dürfte

einem Erfolg auf dem Markt

nichts im Wege stehen.

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11/2011

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Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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LANGWAFFEN LANGWAFFEN

SMH Precision SMH Tactical Precision A5 Tactical Repetierbüchse A5 Repetierbüchse in .308 Winchester

.308 Winchester

14 caliber 7-8/2015

Elite aus

dem Emsland

Die Gewehrbaureihe „SMH Precision“

des deutschen Spezialisten Heinz Henke

ist über die Landesgrenzen hinaus für

Topverarbeitung und Spitzenpräzision

bekannt. Wir erhielten die Möglichkeit,

die neue Mehrlader-Repetierbüchse

SMH Precision Tactical A5 in

.308 Winchester ausführlich

zu erproben.

22 caliber 7-8/2015

Der erstklassige, schwarz-graue McMillan-Synthetik-Schaft

„Sniper A5“ mit seiner verstellbaren

Wangenauflage und seiner idealen Form für

Auflagen.

ist. Beste Voraussetzungen für e

Streukreise waren waffenseitig also

geben, so dass unsere Erwartungsh

tung dementsprechend hoch ange

delt war. In dieser Hinsicht sollten

nicht enttäuscht werden, wie sich we

später auf der 100-Meter-Indoor-B

herausstellte. Die Präzisionsüberp

fung erfolgte sitzend aufgelegt un

Verwendung einer ebenfalls von He

stammenden Benchrest-Vorderscha

Auflage und einer „Rabbit Bag“-Hin

schaft-Auflage mit zehn verschiede

Munitionssorten, davon zwei Fabrik- u

acht Handlaborierungen, mit Gescho

gewichten von 155 und 168 Grains.

Beststreukreis betrug 7 Millimeter,

„schlechteste“ Schussgruppe im T

maß gerade einmal 15 Millimeter.

Topresultat erzielten wir mit der R

Target Elite Plus 168 Grains HPBT-Mat

fabrikmunition. Doch auch unsere Ha

ladungen mit 41,0 Grains Ramshot W

Boar-Treibladungsmittel und 168 Gra

Berger HPBT- oder Lapua Scenar- so

44 Grains der identischen Pulverso

mit leichterem 155 Grains Horna

Matchgeschoss waren nur unwesent

schlechter, was Streukreise von 8 M

meter sowie zwei Mal 9 Millimeter e

drucksvoll dokumentieren. Die weite

Ergebnisse können wie immer im De

unserer umfangreichen Ballistik-Tab

entnommen werden.

caliber-Fazit

Eine erste Adresse für Präzisionsfanat

und Liebhaber von Miniatur-Streukrei

ist die Firma Henke, die mit ihrer S

Precision-Gewehrbaureihe ebenso ad

te wie akkurate Modelle anbietet. So

Qualität hat aber nun einmal ihren Pr

so dass ein Mehrlader wie die hier vor

stellte Tactical A5 für stolze 4.085 E

den Besitzer wechselt. Angeboten w

diese Serie neben .308 Winchester a

in den Kalibern .223 Remington und 6

XC. Als Gegenwert erhält man aber e

Qualitätswaffe, an der man wohl ein Le

lang Spaß haben wird und die man a

noch an die nächste Generation we

Elite aus dem Emsland: Das SMH Precision

vererben

Repetiergewehr

Tactical A5 im Standardkaliber .308 Winchester

kann.

mit Nightforce NXS-Zielfernrohr 5,5-22x56.

Text: Michael Fischer/Stefan Perey

Fotos: Michael Fischer

8

www.henke-online.de • Tel.: 0 59 51 / 95 99-0 • Fax: 0 59 51 / 95 99-50 • eMail: info@henke-online.de

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

15 caliber 7-8/2015

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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LANGWAFFEN LANGWAFFEN

SMH Precision SMH Tactical Precision A5 Tactical Repetierbüchse A5 Repetierbüchse in .308 Winchester

.308 Winchester

Soviel vorweg: Die deutsche Firma

Jagd- & Schießsport Henke aus Werlte

im niedersächsischen Emsland

ist seit Jahrzehnten darum bemüht, vor

allem sportlichen Gewehrschützen aber

auch Waidmännern praxisnahe, qualitativ

hochwertige Ausrüstung liefern zu können.

Davon kann man sich übrigens in

Kürze bei den zum vierten Male stattfindenden

Henke Informationstagen“ live

und in Farbe vor Ort überzeugen. Dieses

Jahr finden sie an drei Terminen an drei

bundesweit verteilten Standorten statt,

nämlich am Firmensitz in Werlte, Niedersachsen,

(09. bis 10. Juli 2015), in Weimar,

Thüringen, (31. Juli bis 02. August

2015) sowie in Philippsburg, Baden-Württemberg,

(20. bis 23. August 2015). Bei

diesen Veranstaltungen erhalten Inhaber

eines Jagdscheins oder einer Waffenbesitzkarte

die seltene Möglichkeit, die Henke-Präzisionsbüchsen-Serie

„SMH Precision“

auf die Probe zu stellen (in Werlte

auf einer 100-Meter-Bahn, in Philippsburg

und Weimar auf 100- oder 300-Meter-

Bahnen). Darüber hinaus werden alle Fragen

rund um Waffen und Optiken aus dem

Henke-Programm ausführlich beantwortet

und praxisnah erklärt. Last but not least,

präsentiert das geschulte Personal einfache,

effektive Pflegemittel und Tipps,

um den Wert Ihrer Ausrüstung und deren

Präzision zu erhalten. Interessenten sei an

dieser Stelle empfohlen, sich bis zum 30.

Juni 2015 unter der Telefonnummer: +49-

(0)5951-959912 anzumelden.

Gewehre für Gourmets

Wie ein Sterne-Koch, der für seine erlesenen

Speisen nur feinste, frischeste Zutaten

verwendet, schafft man bei Henke

eine optimale Ausgangsbasis für Maximalpräzision,

indem man für den Bau der

SMH Precision-Gewehre ausschließlich

hochwertigste Komponenten auswählt.

Bei der hier vorgestellten SMH Precision

Tactical A5 in .308 Winchester setzt man

auf ein stählernes Zylinderverschlusssystem,

das exklusiv für diese Serie von der

1981 gegründeten, international renommierten

US-Firma Kelbly’s Precision aus

North Lawrence, Ohio, gefertigt wird und

weitgehend mit dem Modell „Atlas“ identisch

ist. Das vor allem in der Benchrestund

Wettkampfschützen-Szene bestens

bekannte Unternehmen fertigt mit einer

übersichtlichen, kompetenten Mannschaft

Systeme und Komplettwaffen in

Kleinserien, so dass im Jahr nur etwa

500 Zylinderverschlusssysteme

Streukreise waren waffenseitig also

ist. Beste Voraussetzungen für e

hergestellt geben, werden.

Ein Klassiker tung dementsprechend hoch ange

so dass unsere Erwartungsh

im Programm delt ist war. In dieser Hinsicht sollten

beispielsweise nicht das enttäuscht werden, wie sich we

von Ralph W. später Stolle auf der 100-Meter-Indoor-B

schon 1971 herausstellte. entwi-

Die Präzisionsüberp

ckelte Panda-System fung erfolgte mit

sitzend aufgelegt un

Leichtmetall-Systemkasten Verwendung einer mit ebenfalls innerem

von He

Verschlusskammer-Kanal stammenden aus Benchrest-Vorderscha

Stahl, das

erste Wahl der Auflage Benchrest-Schützen und einer „Rabbit ist.

Bag“-Hin

Das mit dem schaft-Auflage Kelbly’s Precision mit Atlas-Sys-

zehn verschiede

tem artverwandte Munitionssorten, SMH-System davon lehnt sich

zwei Fabrik- u

in Konstruktion acht Handlaborierungen, und Dimensionen bei

mit Gescho

Detailverbesserungen gewichten und von 155 minimierten

und 168 Grains.

Toleranzen an Beststreukreis den weltweit betrug millionenfach

bewährten „schlechteste“ Standard in Schussgruppe Gestalt des im T

7 Millimeter,

Remington 700-Systems maß gerade an. einmal Dies 15 bietet Millimeter.

wiederum den Topresultat Vorteil, dass erzielten man die wir zahlreichen

700er-Nachrüst- Target Elite Plus und 168 Tuningteile Grains HPBT-Mat

mit der R

wie Schäfte fabrikmunition. oder Matchabzüge Doch nutzen auch unsere Ha

kann. Die runde ladungen Systemhülse mit 41,0 besteht Grains aus Ramshot W

dem rostträgen Boar-Treibladungsmittel Chromstahl 416RS, der und 168 Gra

sich aufgrund Berger seines HPBT- hohen oder Schwefelanteils

sehr gut 44 zerspanen Grains lässt der identischen und mit dem Pulverso

Lapua Scenar- so

strapazierfähige mit leichterem Werkstücke hergestellt

155 Grains Horna

werden können. Matchgeschoss Die Verschlusskammer

waren nur unwesent

besteht wiederum schlechter, aus legiertem was Streukreise 4140er- von 8 M

Stahl. Bei absoluten meter sowie Minimaltoleranzen

zwei Mal 9 Millimeter e

drucksvoll dokumentieren. Die weite

Ergebnisse können wie immer im De

unserer umfangreichen Ballistik-Tab

entnommen werden.

caliber-Fazit

16 caliber 7-8/2015

22 caliber 7-8/2015

Der erstklassige, schwarz-graue McMillan-Synthetik-Schaft

„Sniper A5“ mit seiner verstellbaren

Wangenauflage und seiner idealen Form für

Auflagen.

Eine erste Adresse für Präzisionsfanat

und Liebhaber von Miniatur-Streukrei

ist die Firma Henke, die mit ihrer S

Precision-Gewehrbaureihe ebenso ad

te wie akkurate Modelle anbietet. So

Qualität hat aber nun einmal ihren Pr

so dass ein Mehrlader wie die hier vor

stellte Tactical A5 für stolze 4.085 E

den Besitzer wechselt. Angeboten w

diese Serie neben .308 Winchester a

in den Kalibern .223 Remington und 6

XC. Als Gegenwert erhält man aber e

Qualitätswaffe, an der man wohl ein Le

lang Spaß haben wird und die man a

Das in seine noch exquisiten an die Hauptkomponenten

zerlegte vererben Präzisionswerkzeug.

nächste Generation we

kann.

Text: Michael Fischer/Stefan Perey

Fotos: Michael Fischer

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www.henke-online.de • Tel.: 0 59 51 / 95 99-0 • Fax: 0 59 51 / 95 99-50 • eMail: info@henke-online.de

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

SMH Precision Tactical A5-Gewehr, aufgebockt auf

Zweibein, in beiden Seitenansichten.

besitzen die SHM/Atlas-Systeme im Vergleich

zum 700er-System entscheidende

Konstruktionsunterschiede. Beim 700er

ist die Systemhülsen-Oberseite komplett

offen, um ein einfaches Laden bei

Schaft-Magazinen sowie einen sicheren

Hülsenauswurf zu gewährleisten. Weil es

sich bei Gewehren auf Basis der Edelsysteme

aber entweder um Einzellader oder

um Mehrlader mit Magazinschacht und

Kastenmagazin handelt, konnte auf eine

komplette Oberseiten-Öffnung des Systemkastens

zugunsten einer erhöhten

Torsionssteifigkeit verzichtet werden.

Stattdessen wird lediglich die Mittelpartie

der Systemhülse um einige Zentimeter

weiter nach oben ausgefräst und die beiden

links- und rechtsseitigen Flächen mit

lang auslaufenden Schrägen versehen.

Somit erhält man ein großes Hülsenauswurffenster

ohne die Torsionssteifigkeit

zu kompromittieren. Das große Fenster

bietet vor allem dann Handhabungsvorteile,

wenn man die Hülsen nicht mit dem

Auswurf-Mechanismus des Verschlusses

aus der Waffe befördern, sondern mit

Die penible, spielfreie Säulenbettung für das

System im McMillan Sniper A5-Schaft.

17 caliber 7-8/2015

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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LANGWAFFEN LANGWAFFEN

SMH Precision SMH Tactical Precision A5 Tactical Repetierbüchse A5 Repetierbüchse in .308 Winchester

.308 Winchester

18 caliber 7-8/2015

ist. Beste Voraussetzungen für e

Streukreise waren waffenseitig also

geben, so dass unsere Erwartungsh

tung dementsprechend hoch ange

delt war. In dieser Hinsicht sollten

nicht enttäuscht werden, wie sich we

fung erfolgte sitzend aufgelegt un

Verwendung einer ebenfalls von He

Auflage und einer „Rabbit Bag“-Hin

gewichten von 155 und 168 Grains.

später auf der 100-Meter-Indoor-B

herausstellte. Die Präzisionsüberp

stammenden Benchrest-Vorderscha

schaft-Auflage mit zehn verschiede

Verschluss mit zwei Verriegelungswarzen am Kammerkopf sowie über den Stoßboden überstehenden Bund, der die Patrone umschließt. Munitionssorten, Der Auszieher ist in davon die rechte zwei Fabrik- u

Verriegelungswarze eingeschoben und mittels Druckstift gesichert. Der Ausstoßer ist an der linken Verriegelungswarze positioniert und acht reicht Handlaborierungen, in den Stoßboden. mit Gescho

der Hand entnehmen möchte. Das setzt

aber voraus, dass der Ausstoßer seine

Arbeit nicht zu früh erledigt und wie man

sich denken kann, hat Chef George Kelbly

natürlich auch an diesen Punkt gedacht

und lässt den Ausstoßer im Stoßboden

des Verschlusses erst ganz zum Schluss

seine Arbeit verrichten. Normalerweise

steht der Ausstoßer bei anderen Repetierbüchsen

unter Federspannung und

die Hülse wird herauskatapultiert, sobald

das Auswurffenster erreicht ist. Bei

dem SMH System Beststreukreis ist dies aber betrug nicht 7 der Millimeter,

Fall. Sobald hier „schlechteste“ die Hülse vom Schussgruppe Auszieher im T

erfasst wird maß und auf gerade dem Stoßboden einmal 15 anliegt,

zieht sich Topresultat der Ausstoßer erzielten komplett wir mit der R

zurück. Erst Target in der Elite hintersten Plus 168 Position Grains HPBT-Mat

wird der Ausstoßer fabrikmunition. durch den Doch linkssei-

auch unsere Ha

tig vorhandenen, ladungen großzügig mit 41,0 dimensio-

Grains Ramshot W

nierten Verschlussfanghebel, Boar-Treibladungsmittel der beim und 168 Gra

Remington Berger 700-System HPBT- nicht oder Lapua existent Scenar- so

ist, wieder nach 44 Grains vorne der geschoben identischen und Pulverso

befördert die mit Hülse leichterem aus dem Fenster 155 Grains Horna

Freie. Alleine Matchgeschoss an diesen Details waren kann nur man unwesent

erkennen, dass schlechter, dieses Präzisionsgewehr

was Streukreise von 8 M

äußerst praxisnah meter und sowie vorrangig zwei Mal für 9 den Millimeter e

sportlichen drucksvoll Einsatz entwickelt dokumentieren. wurde. Die weite

Gefüttert wird Ergebnisse das Prachtstück können mit wie einem immer im De

hochwertigen unserer AICS (Accuracy umfangreichen Internatio-

Ballistik-Tab

nal Chassis entnommen System)-Kastenmagazin werden.

mit

einem Fassungsvermögen für fünf Patronen

im Kaliber .308 Winchester caliber-Fazit

(siehe

auch: www.kelbly.com).

Millimeter.

Eine erste Adresse für Präzisionsfanat

Schwerer und Shilen-Matchlauf

Liebhaber von Miniatur-Streukrei

ist die Firma Henke, die mit ihrer S

In dem vorderen Precision-Gewehrbaureihe Brückenteil der Systemhülse

wurde ein te wie 24“(610 akkurate mm) Modelle langer Hea-

anbietet. So

vy-Varmint-Matchlauf Qualität hat des aber renommierten

nun einmal ihren Pr

US-Herstellers so Shilen dass ein mit Mehrlader sattem Außen-

wie die hier vor

durchmesser stellte von 24,7 Tactical Millimetern A5 für an stolze der 4.085 E

Mündung eingeschraubt. den Besitzer Henke wechselt. offeriert Angeboten w

für das SMH diese Precision Serie Tactical neben A5-Gewehr .308 Winchester a

auch einen Shilen-Lauf in den Kalibern in Light-Varmint-

.223 Remington und 6

Kontur, der rund XC. Als ein Gegenwert Kilogramm erhält weniger man aber e

Gewicht auf die Qualitätswaffe, Waagschale an bringt. der man Beide wohl ein Le

Laufvarianten lang besitzen Spaß haben aber als wird gemein-

und die man a

samen Nenner noch eine an Dralllänge die nächste von Generation 1-12“ we

ebenso ad

Der erstklassige, schwarz-graue McMillan-Synthetik-Schaft

„Sniper A5“ mit seiner verstellbaren

(1-305 mm), vererben warum wir kann.

uns beim Praxistest

auf Geschossgewichte bis maximal

Großes Hülsenauswurffenster Wangenauflage und und toleranzarm seiner idealen eingepasste Form für

Magazinschacht-Einheit. Gut zu erkennen, der

168 Grains beschränkt Text: Michael haben Fischer/Stefan (siehe auch: Perey

vor der Abzugsbügelfront Auflagen.

sitzende Magazinauslöser.

www.shilen.com). Fotos: Michael Fischer

22 caliber 7-8/2015

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Geschoss: Gewicht-

Hersteller-Art-Dia.

Schussleistung der SMH Precision Tactical A5

in .308 Winchester

Patrone / Pulver:

Menge - Hersteller-Serie

OAL:

in mm

v 2

in m/s

v 2 -Diff.

in m/s

Präzision

100 m

in mm

155 grs. Hornady HPBT .308 44,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,0 824,7 6,0 10

155 grs. Hornady HPBT .308 45,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,0 844,2 12,7 9

168 grs. Lapua Scenar .308 41,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,5 763,4 10,1 9

168 grs. Lapua Scenar .308 42,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,5 781,0 12,7 12

168 grs. Lapua Scenar .308 43,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,5 802,7 7,5 13

168 grs. Berger HPBT .308 41,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,5 765,4 4,7 8

168 grs. Berger HPBT .308 42,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,5 778,3 6,8 11

168 grs. Berger HPBT .308 43,0 grs. Ramshot Wild Boar 71,5 803,1 8,2 14

168 grs. RWS HPBT .308 RWS Target Elite Plus 71,1 811,3 4,6 7

168 grs. Sierra HPBT .308 S&B Match Fabrikpatrone 70,8 793,9 13,1 15

(Handlaborierungen in Remington-Hülsen, Trimmlänge: 50,8 mm, mit Remington Large Rifle

9,5-Zündhütchen. Testaufbau: Sitzend aufgelegt unter Verwendung einer vorderen Benchrest-

Auflage und eines hinteren Ohren-Sandsacks. 5 Schuss auf 100 Meter. Visierung: Nightforce

NXS-Zielfernrohr 5,5-22x56.)

Technische Daten der SMH

Tactical A5 in .308 Winchester

Modell: SMH Tactical A5

Kaliber: .308 Winchester

System: Zylinderverschluss mit zwei Verriegelungswarzen,

die in der vorderen Systemhülsenbrücke

verriegeln

Lauf: 60,9 Zentimeter langer, schwerer Shilen

Heavy Varmint-Matchlauf mit einem Mündungsdurchmesser

von 24,7 Millimeter

Schaft: McMillan-Kunststoff-Schaft Sniper A5 mit

stufenlos höhenstellbarer Schaftbacke,

Riemenbügelösen für Trageriemen oder

Zweibeine

Magazin: Magazin von Accuracy International mit

einer Kapazität für 5 Patronen

Abzug: einstellbarer Matchabzug von Jewell,

gemessenes Abzugsgewicht: 242 Gramm

Sicherung: auf den Abzug wirkende Zwei-Stufen-

Sicherung auf dem Kolbenhals

Visierung: Ohne, Montageschiene für ZF auf

Systemoberseite

Länge: 112 cm

Gewicht: 5,6 Kilogramm

Preis: auf 4.085 Anfrage Euro

SEIT VIELEN JAHREN ERFOLGREICH BEI HENKE - FRAGEN SIE UNS!

19 caliber 7-8/2015

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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LANGWAFFEN LANGWAFFEN

SMH Precision SMH Tactical Precision A5 Tactical Repetierbüchse A5 Repetierbüchse in .308 Winchester

.308 Winchester

20 caliber 7-8/2015

22 caliber 7-8/2015

Der erstklassige, schwarz-graue McMillan-Synthetik-Schaft

Zielfernrohr-Montageschiene „Sniper A5“ mit seiner verstellbaren

auf der Systemhülsen-Oberseite. Montiertes Nightforce

Blick auf die nackte

NXS-Weitdistanz-Zielfernrohr Wangenauflage 5,5-22x56 und seiner mit idealen seinen Form Justiertürmen für im Detail. Der Höhenverstellungsumfang

beträgt satte Auflagen. 276 cm.

ist. Beste Voraussetzungen für e

caliber-Kontakt

Streukreise waren waffenseitig also

Heinz Henke, Bahnhofstraße

geben, so

57,

dass

49757 Werlte,

unsere Erwartungsh

Telefon: +49-(0)5951-95990, tung dementsprechend Fax: +49-(0)5951-959950 hoch ange

www.henke-online.de, delt info@henke-online.de

war. In dieser Hinsicht sollten

nicht enttäuscht werden, wie sich we

Jewell-Matchabzug

später auf der 100-Meter-Indoor-B

herausstellte. Die Präzisionsüberp

Um die dem fung Gewehr erfolgte innewohnende sitzend aufgelegt Präzision

auch auf Verwendung die Zielscheibe einer umsetzen ebenfalls von He

un

zu können, stammenden

bedarf es einer Benchrest-Vorderscha

kultivierten

Abzugscharakteristik. Auflage und Auf einer diesem „Rabbit Grun-Bag“-Hide

wurde an schaft-Auflage der Systemhülsen-Unterseite

mit zehn verschiede

eine Jewell-Matchabzugs-Einheit Munitionssorten, davon montiert. zwei Fabrik- u

Der in einem acht Bereich Handlaborierungen, von 50 bis über 1.000 mit Gescho

Gramm Abzugsgewicht gewichten einstellbare von 155 und Abzug 168 Grains.

war ab Werk auf Beststreukreis 242 Gramm bei betrug glasklarer, 7 Millimeter,

staubtrockener „schlechteste“ Charakteristik Schussgruppe einjustiert im T

und erleichterte maß die gerade spätere einmal Schießstandarbeit

ungemein. Topresultat erzielten wir mit der R

15 Millimeter.

Target Elite Plus 168 Grains HPBT-Mat

McMillan fabrikmunition. A5 Kunststoff-Schaft

Doch auch unsere Ha

ladungen mit 41,0 Grains Ramshot W

Bei der Komplettdemontage Boar-Treibladungsmittel in der Werkstatt

offenbarte Berger sich, HPBT- dass das oder System Lapua mit Scenar- so

und 168 Gra

viel Sachverstand 44 Grains und Detailverliebtheit

der identischen Pulverso

saugend eng mit in den leichterem glasfaserverstärkten

155 Grains Horna

McMillan A5-Synthetik-Schaft Matchgeschoss waren eingepasst nur unwesent

war, so dass schlechter, schon ein gehöriger was Streukreise Kraftaufwand

vonnöten meter war, sowie um zwei beide Mal Haupt-

9 Millimeter e

von 8 M

bestandteile drucksvoll voneinander dokumentieren. zu trennen. Die weite

Das System mit Ergebnisse massivem können Rückstoßschild wie immer im De

war absolut spielfrei unserer umfangreichen eingebettet und Ballistik-Tab

der

Shilen-Matchlauf entnommen kann über werden. seine gesamte

Länge frei schwingen. Der populäre

„Sniper A-5“-Schaft mit steilem caliber-Fazit Pistolengriff

von McMillan überzeugt durch seine

praxisnahe Eine Gestaltung. erste Adresse Der für an Präzisionsfanat

seiner

Unterseite breite, und Liebhaber seitlich von abgerundete Miniatur-Streukrei

Vorderschaft ist lässt die sich Firma gut Henke, in Gewehrauflagen

zentrieren Precision-Gewehrbaureihe und besitzt zwei Riemen-

ebenso ad

die mit ihrer S

bügelösen für te die wie simple akkurate Anbringung Modelle anbietet. von So

Zweibein oder Qualität Riemen. hat Der aber Hinterschaft

nun einmal ihren Pr

mit einem Ausschnitt so dass ein an Mehrlader Unterseite, wie die hier vor

in dem die unterstützende stellte Tactical A5 Hand für für stolze die 4.085 E

Stabilisierung den des Besitzer Anschlags wechselt. positioniert Angeboten w

werden kann, diese besitzt Serie eine neben in der .308 Höhe Winchester a

verstellbare in Wangenauflage, den Kalibern .223 die Remington für die und 6

individuelle Anpassung XC. Als Gegenwert auch in erhält der Seite man aber e

um rund 16 Millimeter Qualitätswaffe, verschoben an der werden man wohl ein Le

kann. Der lang Höhenverstellungsmechanismus

der Schaftbacke noch an wurde die nächste so ausgelegt, Generation we

Spaß haben wird und die man a

dass hier eine vererben große Fläche kann. für die Klemmung

verantwortlich ist. Somit konnten

wir selbst Text: bei Michael massivem Fischer/Stefan Druck, der Perey

mit der Hand Fotos: ausgeübt Michael wurde, Fischer nicht die

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Schaftbacken-Position verändern, so dass

man sich darauf verlassen kann, dass die

gewählte Einstellung der Wangenauflage

absolut bombenfest und schusssicher ist.

Abgeschlossen wird der Hinterschaft, an

dem sich natürlich eine weitere Riemenbügelöse

befindet, durch eine schwarze

Gummikappe. Der McMillan A5-Schaft

besitzt einen schwarzen Grundton (90%)

mit grauer Marmorierung (10%), was nach

unserem Geschmack für ein gelungenes

Gesamterscheinungsbild des Präzisionsgewehrs

sorgt.

Auf dem Schießstand

Wir erhielten die Testwaffe fix und fertig

montiert und eingeschossen mit einem

Nightforce NXS-Zielfernrohr 5,5-22x56,

das mit seinem Höhenjustierumfang von

276 cm absolut Long-Range-tauglich

Die perfekt verarbeitete, versenkte Mündungspartie

des schweren Shilen Heavy Varmint-

Matchlaufes aus rostträgem Stahl.

Großzügig dimensionierte Bedienelemente mit

guten Handhabungseigenschaften in der Praxis.

Links sieht man den Verschlussfanghebel, der bei

einer Remington 700 nicht vorhanden ist.

SCHIEßEN SIE BESSER - SCHIEßEN SIE MIT BERGER

VARMINT TARGET HUNTING TACTICAL

VARMINT TARGET HUNTING

TACTICAL

Bei der Verwendung von Berger Geschossen kann der seriöse Gewehrschütze davon überzeugt sein, dass der Slogan „Schießen

Sie besser, schießen Sie mit Berger”, eher auf Tatsachen beruht als auf einer Verkaufsstrategie. Sicher ist die Firma Berger stolz

auf ihre Produkte, allerdings gibt es ebenso sehr reale wissenschaftliche Gründe, warum Berger Geschosse tatsächlich besser

sind. Beispielsweise sind die Toleranzen bei den Kalibern 17 bis 30 kleiner als +/- 0.2 Grain, bei Kaliber 338 kleiner als +/- 0.3 Grain.

Alle Geschosse einer Charge werden mit derselben Matrize hergestellt um die bestmögliche Gleichmäßigkeit zu erreichen!

Es werden ausschließlich J-4 Jackets (Geschossmäntel) verwendet.

QUALITÄT VOM WELTMEISTER - SEIT JAHREN BEI HENKE ERFOLGREICH IM EINSATZ

21 caliber 7-8/2015

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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LANGWAFFEN LANGWAFFEN

SMH Precision SMH Tactical Precision A5 Tactical Repetierbüchse A5 Repetierbüchse in .308 Winchester

.308 Winchester

22 caliber 7-8/2015

22 caliber 7-8/2015

Der erstklassige, Der schwarz-graue erstklassige, McMillan-Synthetik-Schaft

„Sniper tik-Schaft A5“ mit „Sniper seiner verstellbaren

A5“ mit seiner verstellbaren

schwarz-graue McMillan-Synthe-

Wangenauflage Wangenauflage und seiner idealen und Form seiner für idealen Form für

Auflagen. Auflagen.

ist. Beste Voraussetzungen ist. Beste Voraussetzungen für enge für e

Streukreise waren Streukreise waffenseitig waren waffenseitig also gegeben,

so dass geben, unsere so dass Erwartungshal-

unsere Erwartungsh

also

tung dementsprechend tung dementsprechend hoch angesiedelt

war. In delt dieser war. Hinsicht In dieser sollten Hinsicht wir sollten

hoch ange

nicht enttäuscht nicht werden, enttäuscht wie werden, sich wenig wie sich we

später auf der später 100-Meter-Indoor-Bahn

auf der 100-Meter-Indoor-B

herausstellte. herausstellte. Die Präzisionsüberprüfung

erfolgte fung sitzend erfolgte aufgelegt sitzend unter aufgelegt un

Die Präzisionsüberp

Verwendung Verwendung einer ebenfalls einer von ebenfalls Henke von He

stammenden stammenden Benchrest-Vorderschaft-

Benchrest-Vorderscha

Auflage und Auflage einer „Rabbit und einer Bag“-Hinterschaft-Auflage

schaft-Auflage mit zehn verschiedenen

mit zehn verschiede

„Rabbit Bag“-Hin

Munitionssorten, Munitionssorten, davon zwei Fabrik- davon zwei und Fabrik- u

acht Handlaborierungen, acht Handlaborierungen, mit Geschossgewichten

von gewichten 155 und von 168155 Grains. und 168 Der Grains.

mit Gescho

Beststreukreis Beststreukreis betrug 7 Millimeter, betrug 7 die Millimeter,

„schlechteste“ „schlechteste“ Schussgruppe Schussgruppe im Test im T

maß gerade maß einmal gerade 15 Millimeter. einmal 15 Das Millimeter.

Topresultat Topresultat erzielten wir erzielten mit der wir RWS mit der R

Target Elite Plus Target 168 Elite Grains Plus HPBT-Matchfabrikmunition.

fabrikmunition. Doch auch unsere Doch auch Hand-

unsere Ha

168 Grains HPBT-Mat

ladungen mit ladungen 41,0 Grains mit 41,0 Ramshot Grains Wild Ramshot W

Boar-Treibladungsmittel Boar-Treibladungsmittel und 168 Grains und 168 Gra

Berger HPBT- Berger oder Lapua HPBT- Scenar- oder Lapua sowie Scenar- so

44 Grains der 44 identischen Grains der identischen Pulversorte Pulverso

mit leichterem mit leichterem 155 Grains 155 Hornady- Grains Horna

Matchgeschoss Matchgeschoss waren nur unwesentlich

waren nur unwesent

schlechter, was schlechter, Streukreise was von Streukreise 8 Millimeter

sowie meter zwei Mal sowie 9 Millimeter zwei Mal 9 ein-

Millimeter e

von 8 M

drucksvoll dokumentieren. drucksvoll dokumentieren. Die weiteren Die weite

Ergebnisse können Ergebnisse wie können immer im wie Detail immer im De

unserer umfangreichen unserer umfangreichen Ballistik-Tabelle Ballistik-Tab

entnommen entnommen werden. werden.

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Eine erste Adresse Eine erste für Präzisionsfanatiker

Adresse für Präzisionsfanat

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ebenso ad

Qualität hat Qualität aber nun hat einmal aber ihren nun einmal Preis, ihren Pr

so dass ein Mehrlader so dass ein wie Mehrlader die hier vorgestellte

Tactical stellte A5 für Tactical stolze A5 4.085 für stolze Euro 4.085 E

wie die hier vor

den Besitzer den wechselt. Besitzer Angeboten wechselt. wird Angeboten w

diese Serie neben diese Serie .308 Winchester neben .308 auch Winchester a

in den Kalibern in den .223 Kalibern Remington .223 und Remington 6 mm und 6

XC. Als Gegenwert XC. Als erhält Gegenwert man aber erhält eine man aber e

Qualitätswaffe, Qualitätswaffe, an der man wohl an der ein man Leben wohl ein Le

lang Spaß haben lang Spaß wird und haben die wird man und auch die man a

noch an die noch nächste an die Generation nächste weiter Generation we

vererben kann. vererben kann.

Text: Michael Text: Fischer/Stefan Michael Fischer/Stefan Perey Perey

Fotos: Michael Fotos: Fischer Michael Fischer

16

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C 7-8 014-023 SMH.indd C 7-8 014-023 22 SMH.indd 22

09.01.17 10:02


Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Jahrgangs CDs

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Zwecke der Kreditprüfung wird uns die Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Postfach 500 166, 22701 Hamburg, die in ihrer Datenbank zu Ihrer Person gespeicherten Adress- und Bonitätsdaten

einschließlich solcher, die auf der Basis mathematisch-statistischer Verfahren ermittelt werden, zur Verfügung stellen, sofern wir unser berechtigtes Interesse glaubhaft dargelegt haben.

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LANGWAFFEN

SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse in .30 BR Remington

Ausgereizte

AkkurAtesse

„Mehr geht nicht!“ Mit dem Versprechen, uns einen wahren Minilochbohrer zu Testzwecken zur Verfügung

zu stellen, sandte uns Heinz Henke seine SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse im Spezialkaliber

.30 BR Remington, das heute die 100, 200 und 300 Yards „Score“-Wettkämpfe im Benchrest-Schießsport

dominiert. Die Testwaffe bewies eindrucksvoll, was waffentechnisch möglich ist, wenn man absolute

Maximalpräzision anstrebt.

18 caliber 3/2016

18

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Die runde Systemhülse aus rostträgem Chromstahl

416RS mit üppig dimensioniertem Rückstoßschild

und an der Unterseite befestigtem

Jewell-Matchabzug in beiden Seitenansichten.

Selbst neben IPSC/Action- oder

Long-Range-Gewehrdisziplinen

sind „Benchrest“ und „Silhouette“

exotische Randsportarten in der Schießsportwelt,

die ihren ganz besonderen

Reiz besitzen. Dabei gibt es das „Benchrest

Shooting“ bereits seit etwa 1944 und

wurde vor allem in den 1970er Jahren in

den USA populärer, wobei es darum geht,

sitzend aufgelegt an einem Tisch mit

Auflage mit dem Zielfernrohrgewehr auf

unterschiedlichen Distanzen die maximal

mögliche Präzision zu erreichen. Von daher

war und ist das Benchrest-Schießen

auch immer das ideale Testfeld für Ingenieure,

Techniker, Ballistiker und „Wildcatter“,

um die Entwicklung des modernen

Gewehr- und Zielfernrohrbaus entscheidend

voranzubringen. Viele technische

Details aus dieser Szene sind über die

Jahrzehnte in kommerzielle Serienproduktionen

übernommen worden, so dass

auch der „Durchschnittsschütze“ von

den Erfahrungen und Kenntnissen der

„Benchrester“ profitieren kann. Im klassischen

„Group Shooting“ wird versucht,

die Schussgruppe auf eine kleinstmögliche

Fläche irgendwo auf der postkartengroßen

Zielscheibe zu platzieren, während

es beim jüngeren „Score Shooting“

zusätzlich darauf ankommt, ein 10er-Zentrum

auf der Scheibe mit Ringeinteilung

zu treffen. Somit entscheidet nicht nur

der kleinste Streukreis, sondern auch die

Maximalringzahl über Sieg und Niederlage.

In beiden Fällen werden fünf Schuss

Potente Präzisionsmaschine: SMH Long-Range-

Präzisionsgewehr im Kaliber .30 Bench Rest (BR)

Remington mit 56 cm langem Shilen-Matchlauf und

Nightforce NF-Zielfernrohr 12-42x56, aufgelegt

auf der SEB NEO Benchrest-Auflage.

(„Set“) abgegeben und nach fünf Sets

(= 25 Schuss) das „Aggregat“ – also der

Gesamtdurchschnitt – ermittelt. Gemessen

wird der Lochmittenabstand auf der

Scheibe. Es gibt verschiedene Waffenklassen

mit entsprechenden Gewichtslimits

und Regeln wie „Light Varmint“,

„Heavy Varmint“, „Hunter Class“ oder

„Factory“. Geschossen wird auf 100, 200

und 300 Yards, im Long-Range-Bereich

mit „Light Guns“ und „Heavy Guns“ auch

auf 600 und 1.000 Yards. Die erzielten Rekorde

sind nahezu unglaublich und passen

ins Reich der Fabeln, so wurden schon

Aggregat-Wertungen für 25 Schuss auf

100 Yards in der Heavy Varmint-Klasse

geschossen, deren Abweichung gerade

einmal 3,516 Millimeter betrug! Eine einzelne

5er-Schussgruppe in der 100 Yards

Light Varmint Klasse maß gerade einmal

1,880 Millimeter! Viele Informationen

rund um den Benchrest-Schießsport, seine

Regeln und Rekorde findet man auch

auf: www.internationalbenchrest.com.

Ringkämpfer: .30 BR Remington

Um im „Benchrest Score Shooting“ das

Maximum von 250 Ringen zu erreichen,

war es eine naheliegende Idee, anstatt

der bis dato dominierenden Kaliber wie

.22 PPC oder 6 mm PPC ein größeres,

top-präzises Kaliber zu verwenden, um

bessere Chancen zu haben, den höheren

Ring-Wert anzukratzen. Dies war

um 1999/2000 die Geburtsstunde der

hier vorgestellten Patrone .30 BR Remington

mit Geschossdurchmesser von

.308“/7,82 mm. Sie ist das Mitglied einer

vierköpfigen Familie von Benchrest-Kalibern

des renommierten US-Herstellers

Remington. Das bekannteste Familien-

19 caliber 3/2016

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

19

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LANGWAFFEN

SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse in .30 BR Remington

Einzelader-Matchbüchse in der Seitenansicht sowie

in ihre exquisiten Hauptbestandteile zerlegt.

20 caliber 3/2016

Passgenaue Perfektion: Systembettung im McMillan MBR-Kunststoffschaft.

Altgedienter Präzisionsarbeiter: Nightforce NF-Zielfernrohr 12-42x56.

mitglied dürfte hierbei die 6 mm BR Remington

aus dem Jahre 1978 sein. Ein

Jahr, in dem auch die weniger populäre

.22 BR Remington das Licht der Welt erblickte.

Durch das Aufweiten der 6 mm

BR Remington-Hülse auf den Geschossdurchmesser

von .284“ entstand die 7

mm BR Remington, die in erster Linie

für die Verwendung in der Remington

XP-100-Zylinderverschlusspistole für

das Silhouetten-Schießen kreiert, später

aber für die Remington 40 XB-Matchbüchse

offeriert wurde. Durch nochmaliges

Aufweiten der Mutterhülse auf

den Geschossdiameter .308“/7,82 mm

entstand letztendlich um 1999/2000 die

.30 BR Remington, die man somit auch

als „sportlichen Spätzünder“ bezeichnen

könnte. Verschwiegen werden sollte aber

nicht die Tatsache, dass Frank C. Barnes,

Autor des Fachbuches „Cartridges

of the World“, viele Jahre vorher schon

1961 seine Wildcat-Patrone .308x1.5“

oder .308 Barnes ersann, die mit der

.30 BR Remington weitgehend identisch

ist. Dennoch gibt es einen gravierenden

Unterschied: Während die .308 Barnes

auf Basis der gekürzten .308 Winchester-Hülse

mit einem Large-Rifle-Zünder

versorgt wird, sitzt in der Zündglocke

der .30 BR Remington-Hülse ein Small-

Rifle-Zündhütchen. Es reicht vollkommen

aus, um die schnellen Treibladungsmittel

zuverlässig anzuzünden. Als der US-Benchrest-Schütze

Joe Entrekin mit einem

Matchgewehr in .30 BR des Büchsenmachers

Ronnie Long im Jahr 2003 den Titel

„Score-Shooter of the Year“ gewann,

20

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Perfekte Verarbeitung an der versenkten Mündung

des rostträgen Shilen-Matchlaufes mit einem

Außendurchmesser von 32 mm. Der Lauf besitzt

mit 1-17“ den längsten Drall, den wir je erprobt

haben.

Verschlusskammer mit zwei soliden Verriegelungswarzen

aus legiertem 4140er-Stahl sowie

angelötetem Kammerstängel, der ebenfalls aus

rostfreiem Stahl besteht.

war dies der große Durchbruch für dieses

interessante Kaliber. Aufgrund des

kleinen Pulverraums und des maximalen

Geschossgewichts von 125 Grains kommen

hier Läufe mit extremen Dralllängen

von 1-17“ oder 1-18“ zum Einsatz, was

bedeutet, dass das Geschoss eine ganze

Umdrehung um seine eigene Längsachse

macht und dabei eine Wegstrecke von

457 mm im Maximalfall zurücklegt. Flotte

Gewehrpulversorten wie beispielsweise

Hodgdon H4198, IMR 4198, Vihtavuori

N130 oder Accurate AA2015 sind hier

angesagt. Durch die relativ leichten

Projektile weist die .30 BR ein angenehmes

Schussverhalten auf und durch den

langen Drall mit reduzierten Reib- und

Scherwirkungen für die Geschosse kann

die Patrone einen weiteren Vorteil gegenüber

den rasanteren 6-mm-Kalibern

ausspielen. Denn die Lauflebensdauer

ist mit 7.000 bis 10.000 Schuss deutlich

länger als bei den anderen typischen

Benchrest-Kalibern, bei denen die Präzision

bereits nach 3.000 bis 4.000 Schuss

deutlich nachlässt beziehungsweise ruiniert

ist.

Geschoss Gewicht-

Hersteller-Art-Dia.

Schussleistung der SMH Precision Long Range

in .30 BR Remington

Patrone / Pulver

Menge - Hersteller-Serie

OAL

in mm

v 2

in m/s

v 2 -Diff.

in m/s

Präzision 100 m

in mm

110 grs. Hornady V-Max .308 31,0 grs IMR 4198 58,0 838 4 13

110 grs. Hornady V-Max .308 37,0 grs Ramshot Tac 58,0 811 9 11

110 grs. Hornday V-Max .308 38.0 grs Ramshot Tac 58,0 832 10 10

115 grs. Berger FB .308 37,0 grs Ramshot Tac 57,7 807 3 12

115 grs. Berger FB .308 38.0 grs Ramshot Tac 57,7 831 7 5

115 grs. Berger FB .308 31,0 grs IMR 4198 57,7 835 8 2

(Alle Handlaborierungen in Norma-Hülsen, Trimmlänge: 38,2 mm, mit Federal Small Rifl e Match 205

M-Zündhütchen. Testaufbau: Sitzend aufgelegt unter Verwendung der SEB NEO Gewehr-Aufl age und

hinterem Ohren-Sandsack. 5 Schuss auf 100 Meter. Visierung: Nightforce NF-Zielfernrohr 12-42x56.)

Technische Daten der SMH Precision Long Range

in .30 BR Remington

System: Zylinderverschluss mit zwei Verriegelungswarzen, die vorne im System verriegeln

Lauf: 22“/56 cm langer Shilen-Matchlauf mit 1-17“-Drall und Außendurchmesser an der Mündung von 32 mm

Schaft: McMillan MBR-Kunststoff-Schaft mit Pillar Bedding

Magazin: Einzellader

Abzug: Matchabzug von Jewell, eingestellt auf 388 Gramm

Sicherung: keine

caliber-Kontakt

Visierung: ohne, Montageschiene für ZF auf Systemkasten-Oberseite Waffe, Zielfernrohr, Gewehrauflage und

Länge: 107 cm

Wiederladezubehör: Heinz Henke

Bahnhofstraße 57, 49757 Werlte

Gewicht: 6.028 Gramm

Telefon: +49-(0)59 51-95990

Preis: auf 3.294 Anfrage Euro

Fax: +49-(0)5951-95 9950

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Hochpräzise Benchrest-Patronen unter sich (von links): 6 mm PPC, 6 mm BR Remington, 6 mm Norma BR

sowie .30 BR Remington.

21 caliber 3/2016

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LANGWAFFEN

SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse in .30 BR Remington

Stimmige Details der Gewehrauflage: Verschiebbarer Längenanschlag und Wasserwaage für Grobjustierung.

Exquisiter Einzellader

Nach dem altbekannten Motto „never

change a winning system“ besteht die

hier vorgestellte SMH Precision Long

Range Einzellader Matchbüchse im Kaliber

.30 BR, die nicht nur für das Benchrest-Schießen,

sondern beispielsweise

auch für ZG3 oder F-Class bestens taugen

würde, aus erlesenen Komponenten,

wie sie auch bei der bereits in caliber

7-8/2015 vorgestellten SMH Precision

Tactical A5-Mehrlader-Repetierbüchse

in .308 Winchester zur Anwendung kommen.

Die Testwaffe basiert auf einem von

der US-Firma Kelbly’s Precision basierendem,

modifiziertem „Atlas“-Zylinderverschluss-System

in Remington 700-Bauart,

das allerdings eine weitaus höhere

Verarbeitungsqualität mit engsten Toleranzen

als das originale Massenprodukt

vorweisen kann. Durch den Verzicht auf

eine Magazinschacht-Ausfräsung an der

Unterseite ist das stählerne Einzellader-

System wesentlich verwindungssteifer

als das Mehrlader-System gleicher Herkunft.

Der Bereich des Verschlusskopfes

sowie der Laufwurzel wurde derart gestaltet,

dass eine Art von Zuführrampe

entsteht, so dass die von Hand eingelegte

Matchpatrone sehr schonend und

ohne etwaige Geschossspitzen-Beschädigungen

eingeführt und das System geschlossen

werden kann. Einen Auswerfer

sucht man im Verschlusskopf vergebens,

denn so verbleiben die kostbaren Hülsen

nach dem Schuss und dem Öffnen des

Systems im Auswurffenster und werden

nicht herauskatapultiert, so dass man

sie manuell entnehmen kann. Kombiniert

wird das System mit einem speziell für

die Benchrest Long Range-Disziplinen

entwickelten, schwarz-grau marmorierten

McMillan MBR-Kunststoff-Schaft mit

langer Vorderschaft-Partie mit extrem

breiter, gerader Unterseite. Dadurch lässt

sich das Gewehr sehr gut in einer Auflage

positionieren. Dass hier auch die Säulen-

Bettung für das System in Perfektion

ausgeführt ist, versteht sich nahezu von

selbst.

Lagerkoller

Ebenso überzeugend in Verarbeitung

und Gestaltung wie System und Schaft

präsentierte sich der in die Systemhülse

eingeschraubte, 22“/56 cm lange Shilen-

Matchlauf aus rostträgem Stahl mit fertigungstechnischen

Minimaltoleranzen

Die junge SEB NEO Rifle Rest mit

abnehmbarem Bedienhebel ist ebenfalls

ein absolutes Präzisionswerkzeug mit

spitzenmäßiger Verarbeitungsqualität.

22 caliber 3/2016

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

und 32 mm starkem Außendurchmesser.

Weil nur .30 BR-

Laborierungen mit einem maximalen

Geschossgewicht von 125

Grains auf die Reise geschickt

werden, wies der Lauf einen

extrem langen Drall von 1-17“

auf. Das Patronenlager wurde

im Bereich des Hülsenhalses auf

das Minimalmaß von .330“/8,38

mm gerieben, was dem absoluten

CIP-Minimalmaß für dieses

Kaliber entspricht. Damit die

Matchpatronen überhaupt in das

superenge Matchpatronenlager

passen, müssen die Hülsenhälse

entsprechend abgedreht

werden. Henke offeriert bereits

sauber abgedrehte Norma .30

BR-Matchhülsen, wobei man für

100 Stück die stolze Summe von

295 Euro auf den Tisch des Hauses

legen muss. Die Hülsen zeigten

bei akribischer Überprüfung

eine absolute Maß-Identität und

nach dem Schießvorgang konnte

man äußerst gleichmäßige

Pulverschmauchspuren an den

Hülsenhälsen ausmachen. Die

Hälse der Matchpatronen hatten

sich vor und nach dem Schießen

im Maß kaum verändert, so dass

man direkt nach dem Schießen

caliber-Tipp für Handlaborierungen

in .30 BR

Geschoss Treibladung m/s Fps Bemerkung

112 BIB H 4198 34.7 930 3050 BR Load

112 BIB Moly N 130 34,7 914,4 3000 BR Load

118 BIB H 4198 32,7 899.2 2950 BR Load

118 BIB H 4198 33,5 910 2985 BR Load

118 BIB N 130 34,3 899,2 2950 BR Load

118 BIB Moly H 4198 34,2 914,4 3000 BR Load

118 BIB H 4198 34,8 930,2 3052 BR Load

125 BIB Moly H 4198 34,5 914,4 3000 BR Load

Alle Ladeangaben ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt

nach dem Gesetz eigenverantwortlich. Als Startladung die

angegebenen Pulvermengen um ca. 10% reduzieren. v 2

(Geschossgeschwindigkeit in m/s)-Werte, aus 24’’ = 61 cm

Läufe, BIB Bullets kommen von einem Custom Hersteller und

sind handgepresst, Moly = Molybeschichtung. Viele US-

Topschützen verwenden auch Vihtavuori N130.

Patronensteckbrief

Kaliber:

.30 BR

Geschossdiameter:

.308/7,82 mm

Einführungsjahr: ca. 1999 / 2000

Hülsentyp:

Schulterhülse ohne Rand

Schulterwinkel: 40°

Feld- und Zugmaß des Laufes: (CIP) 7,62 mm/7,82 mm

Drall-Länge:

1:18’’/457 mm

Hülsenbodendurchmesser:

12,01 mm

Hülsenlänge, Maximal/Trimmlänge: 42,38 mm

Patronenlänge:

Individuell, je nach Geschoss

Zündhütchengröße:

Small Rifle

Qualitäts-Sandsack-Auflagen

bei Henke

Anfang der 50er Jahre entwickelte Basil Tuller

Sandsäcke für eine Zwei-Punkt-Auflage, um

von Dreibeinen und ähnlichen Gestellen aus

schießen zu können. Die zweite Auflage

bildete ein Hinterschaftsandsack mit

stützenden Ohren. Bis ins hohe Alter von

85 Jahren stellte Basil Tuller leidenschaftlich

Sandsäcke selbst her und etablierte sie als

Weltstandard fürs aufgelegte Schießen.

Auch heute noch werden sie in der allseits

bekannten und geschätzten Qualität in Handarbeit,

ausschließlich aus qualitativ hochwertigem

Rindsleder hergestellt und sind bei

BenchRest- und anderen Präzisions-Schützen

äußerst beliebt.

Viele verschiedene

Ausführungen

aus echtem Rindsleder

mit oder ohne

Cordura-Einsätze

ständig ab Lager

lieferbar!

Besuchen Sie uns im Internet unter:

www.henke-online.de

23 caliber 3/2016

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

23

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LANGWAFFEN

SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse in .30 BR Remington

ein neues Geschoss von Hand hätte setzen

können. Dieser Maximalaufwand in

der Abstimmung von Patronenlager und

Patronenhülse ist notwendig, wenn man

Spitzenpräzision realisieren möchte.

Flexibles Schwergewicht

Wir erstellten unsere .30 BR-Handlaborierungen mit einem Matrizensatz von Redding.

Ebenso wie das mit einem Nightforce-

Zielfernrohr 12-42x56 ausgerüstete Gewehr

ist auch die junge, gleichermaßen

für Rechts- und Linksschützen geeignete

SEB NEO Rifle Rest aus dem umfangreichen

Henke-Programm ein wahres Präzisionswerkzeug.

Diese Gewehrauflage

der Extraklasse fällt schon auf den ersten

Blick durch ihre ungewöhnliche Konstruktion

auf. So besteht die Höhenjustiermechanik

nicht wie üblich aus einer

zentralen Führungssäule, sondern aus

zwei außenliegenden Säulen, wodurch

sich im Bedarfsfall auch eine besonders

tiefe Gewehr-Position erreichen lässt.

Mit einem langen, für den Transport abnehmbaren

Bedienhebel (von Henke als

„Joystick“ bezeichnet) kann der Schütze

im Anschlag eine stufenlose, ruckfreie

Höhen- und Seitenverstellung in einem

Umfang von 43/48 MOA vornehmen. Die

Basis aus Gusseisen lässt sich umdrehen,

so dass die lange, stabilisierende

Fußpartie entweder nach vorne oder

hinten ausgerichtet werden kann. Die

Auflagefläche mit drei einzelnen Sandsäcken

aus Cordura-Nylon kann passend

auf Vorderschaftbreiten von bis zu 10 cm

eingestellt werden. Eine integrierte Was-

Bei einer derartigen Präzisionsmaschine wird auch beim Putzen Maximalaufwand betrieben, so dass eine

Kunststoff-Führungshülse für den Putzstock zum guten Ton gehört.

Hülsenhals vor und nach dem Schießen.

Gleichmäßige Pulverschmauch-Anhaftungen.

24 caliber 3/2016

24

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

LANGWAFFEN

SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse in .30 BR Remington

26 caliber 3/2016

serwaage sorgt dafür, dass man die perfekte

Winkel-Ausrichtung kontrollieren

kann. An der Auflage befindet sich noch

ein Längsanschlag, so dass maximale

Wiederholgenauigkeit gewährleistet ist.

Das Top-verarbeitete, feinmechanische

Wunderwerk aus Stahl und Leichtmetall

ähnelt mehr einer Schießmaschine, in

der man das Gewehr „einspannt“, denn

einer konventionellen Gewehrauflage.

Ohne Übertreibung dürfte die SEB NEO

Rifle Rest die beste Gewehrauflage auf

diesem Planeten sein, so dass man den

Preis von 1.295 Euro wohl als gerechtfertigt

bezeichnen kann.

Auf dem Schießstand

Auf der 100-Meter-Raumschießbahn waren

wir gespannt, inwieweit sich der fertigungstechnische

Maximalaufwand bei

Gewehr, Munition und Auflage hinsichtlich

der Präzision bezahlt machen würde.

Es standen uns sechs .30 BR Remington-Handlaborierungen

mit 110 Grains

Hornady V-Max- sowie 115 Grains Berger

FB-Matchgeschossen zur Verfügung und

schon nach wenigen Schüssen war klar,

dass wir hinsichtlich der beeindruckenden

Schussleistung belohnt werden würden.

Routinier Heinz Henke stellte uns eine

seiner persönlichen Matchladungen, bestehend

aus 31,0 Grains IMR 4198 und 115

Grains Berger-Projektil, zur Verfügung. Mit

dieser Patrone erzielten wir eine zwei Millimeter

messende „Ein-Loch“-5er-Gruppe,

abzüglich des Kaliberdurchmessers!

Wir erarbeiteten unsere Eigenlaborierungen

mit Ramshot TAC-Treibladungsmittel

und weil für das Kaliber .30 BR keine

Ladedaten mit diesem Pulver zu finden

waren, zogen wir das Brömel Quickload-

Programm zur Hilfe. Unsere Top-Patrone

mit 38,0 Grains Ramshot TAC-Pulver und

115 Grains Berger FB-Geschoss stanzte

einen Fünf-Millimeter-Streukreis in die

Pappe. Ramshot TAC setzen wir ansonsten

für die .223 Remington ein und auch wenn

es in der Abbrandgeschwindigkeit eher

zu den schnelleren Pulversorten zählt,

ist es doch wiederum langsamer als das

IMR 4198. Dies fällt auch auf, wenn man

unsere Ballistik- und Präzisionstabelle

betrachtet, brauchten wir doch eine um

sieben Grains höhere Pulvercharge, um

die gleiche Geschwindigkeit wie mit dem

Mehr (beziehungsweise weniger) geht nicht: Streukreise 2 mm und 5 mm, abzüglich Geschossdurchmesser.

IMR-Pulver zu erreichen. Der „schlechteste“

Streukreis betrug 13 Millimeter,

alle weiteren Resultate können der Tabelle

entnommen werden. Grundsätzlich ist

die .30 BR Remington eine pflegeleichte,

unkomplizierte Patrone, mit der man

schnell Spitzenergebnisse realisieren

kann.

caliber-Fazit

Um es auf den Punkt zu bringen: Die SMH

Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse

in .30 BR Remington gehört

zu den besten Präzisionsgewehren, die

wir in unserer bald 30-jährigen Tätigkeit

testen durften, wovon der 2-mm-Streukreis

zeugt. Solch ein Prachtstück kostet

3.294 Euro. Das montierte Nightforce NF-

Zielfernrohr 12-42x56 liegt im Preis bei

2.023 Euro und die sensationelle SEB NEO-

Gewehrauflage wechselt für 1.295 Euro

den Besitzer. Somit haben wir mit Equipment

im Wert von 6.612 Euro gearbeitet,

ohne hier weitere „Kleinigkeiten“ zu berücksichtigen.

Soviel Geld muss man wohl

investieren, wenn man in den Präzisions-

Disziplinen mit dem Zielfernrohrgewehr

ganz vorne mitmischen möchte.

Text: Michael Fischer/Stefan Perey

Fotos: Michael Fischer

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Munitionsvergleich 6 mm PPC und 6 mm PPC USA

Beleg für

Präzision

Die 1975 vorgestellte 6 mm PPC eroberte in wenigen Jahren die Benchrest-Szene und dominiert diese bis

heute. Dieser Erfolg führte zur Standardisierung der Wildcat 6 mm PPC zur 6 mm PPC USA. Seither

steht die Frage im Raum: Wie nahe kommt die 6 mm PPC USA an die Präzision der 6 mm PPC heran?

X

HANS J. HEIGEL

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen,

stellte die Firma Heinz Henke freundlicherweise

eine Testwaffe im Kaliber

6 mm PPC USA zur Verfügung. Dazu

kam ein Wechsellauf im Kaliber 6 mm

PPC in gleicher Kontur und Länge. Bei

der Testwaffe handelt es sich um eine

Benchrest-Büchse auf der Basis eines

Stolle-Panda-Einzelladersystems. Das

Stolle-Panda-System gehört seit Jahrzehnten

zu den populärsten Zylinderverschlusssystemen

für die Herstellung

von Benchrest-Büchsen. Es handelt sich

um ein System in Mischbauweise aus

Aluminium und Stahl.

Die auf der Unterseite kantige Alu-

Systemhülse ergibt eine optimale Bettungsfläche

und hat auf der Oberseite

die Montageschiene für eine Aufschubmontage.

In die Alu-Systemhülse eingesetzt

sind die belasteten Stahlteile.

Die Verschlusskammer des Stolle-Panda-Systems

erinnert in der Grundkonstruktion

an die des Systems Remington

700, zumindest was die Gestaltung

des Schlösschens angeht. Die beiden

Verriegelungswarzen am Kammerkopf

sind auf der Frontseite abgeschrägt und

der Stoßboden zurückversetzt. Der Auszieher

ist bei unserer Testwaffe in der

linken Verriegelungswarze zu finden.

Ursache dafür ist die links angeordnete

Ladeöffnung, während der Kammergriff

wie üblich seinen Platz auf der rechten

Seite hat. Diese Anordnung erlaubt es

dem Benchrester, mit beiden Händen

den Ladevorgang zu bewerkstelligen.

Während die rechte Hand den Verschluss

öffnet und zurückführt, kann

man mit der linken Hand die leere Hülse

herausnehmen und die nächste Patrone

laden. Um die Hülsen von der Waffe

direkt manuell in die Munitions-Box

zu befördern, wurde auf einen Ausstoßer

verzichtet. Ebenfalls fehlt bei einer

Benchrest-Büchse üblicherweise eine Sicherung,

da die Waffe nur mit herausgenommener

Verschlusskammer auf dem

Schießstand bewegt werden darf.

Die Seele vom Geschäft. Bei Kelbly, wo

die Stolle-Systeme entstehen, verpasste

man unserer Testwaffe zwei Shilen-Läufe

der höchsten Qualitätsstufe „Select

Match Grade“ in Stainless-Version und

handgeläppt. Die Matchsenkung

ist rechtwinkelig

ausgeführt.

Beide Läufe haben eine

Länge von 22" (559 mm)

und an der Laufmündung einen Außendurchmesser

von rund 23 mm. Während

der eine Lauf für die Patrone 6 mm PPC

USA (Neck .268") eingerichtet wurde, ist

der Wechsellauf für die 6 mm PPC (Neck

.262") eingerichtet.

Mittels einer Klemmvorrichtung, die

an einem stabilen Tisch befestigt wird,

und dem entsprechenden Schlüssel für

das Stolle-Panda-System, lässt sich der

Laufwechsel rasch und einfach durchführen.

Zu achten ist dabei auf die präzise

gearbeiteten Laufgewinde.

Abgerundet wird das Ganze durch einen

2-oz-Abzug (56,7 g) von Jewell, der

optimal justiert ist. Auch beim Schaft

setzte man auf Bewährtes und verpasste

der Testwaffe einen McMillan-BR-

Fiberglasschaft mit Pillar-Bettung. Der

Bewährte

Lochbohrer

Schaftkolben wird schließlich mit einer

Metallkappe abgeschlossen.

Neue Maßstäbe bei der Optik. Die beste

Büchse nutzt in der Praxis nichts,

wenn die Optik nicht ein entsprechend

genaues Visieren ermöglicht. Dazu rüstete

Heinz Henke die Testbüchse mit

dem neuen March-Zielfernrohr 8–80×56

Tactical aus. March setzt mit der Vergrößerung

bis 80-fach neue Maßstäbe

im Bau von Benchrest-Zielfernrohren.

Die Target-Verstelltürme sind tadellos

markiert. Die Klickverstellung arbeitet

auf 1 / 8

MOA. Der Parallaxeausgleich befindet

sich handhabungsfreundlich im

dritten Turm auf der linken

Seite. Der Verstellbereich

in der Höhe beträgt

60 MOA und in der Seite

40 MOA. Das neue March

8–80×56 Tactical hat einen Mittelrohrdurchmesser

von 34 mm und wiegt bei

einer Länge von 407 mm gerade einmal

845 g. Für das neue Superglas darf man

3798 Euro auf die Ladentheke legen.

Das auf unserer Testwaffe montierte

8–80×56 Tactical verfügt über das bei

Benchrestern beliebte 1 / 8

-Dot-Absehen.

Montiert wurde das Glas mit 34-mm-

Ringen von Kelbly.

Die Testbedingungen konnten waffenseitig

also nicht besser sein, um den

Präzisionsvergleich von 6 mm PPC USA

und 6 mm PPC zu starten.

Entstanden aus der .220 Russian mit zwei

Ablegern. 1974 nahmen der Büchsenmacher

Ferris Pindell und der Benchrester

Dr. Lou Palmisano einen Anlauf zur

Entwicklung einer idealen Benchrest-Pa-

03/2012 19

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Munitionsvergleich 6 mm PPC und 6 mm PPC USA

trone für Distanzen zwischen 100 m und

300 m auf. Sie stießen auf die Hülse der

.220 Russian, die über einen massiven

Hülsenboden und einen engen Zündkanal

verfügt. Ferner ist die .220 Russian

für Small-Rifle-Zündhütchen ausgelegt.

Die .220-Russian-Hülse wird für Geschosse

im Diameter .243" (6,17 mm)

aufgeweitet. Durch Feuerformen erhält

die Basishülse nun ihre endgültige Form

mit der 30º-Schulter. Das aufwändige

Umformen aus der .220-Russian-Hülse

ist jedoch längst Geschichte, denn Hülsen

gibt es in den Originalabmessungen

von Sako, Lapua und Norma in den Abmessungen

der 6 mm PPC USA.

Der Erfolg der 6 mm PPC ab 1975, für

die sich bald ein Patronenlager mit einem

Durchmesser am Hülsenhals von

.262" (6,65 mm) als ideale Lösung heraus

kristallisierte, veranlasste

1985 die Firma Sako, die

6 mm PPC zu standardisieren.

Sako brachte sowohl

Büchsen als auch Fabrikpatronen

auf den Markt. Da die standardisierte

Version kleine Unterschiede in den

Abmessungen, insbesondere am Hülsenhals,

zur Wildcat in der Benchrest-

Szene aufweist, erhielt sie die Zusatzbuchstaben

„USA“. Entsprechend dem

für die 6 mm PPC üblichen Drall von 14"

(356 mm) versorgte Sako seine Fabrikpatrone

mit dem 70 gr (4,5 g) schweren

Sierra-Matchking-Geschoss.

In den CIP-Maßtafeln findet man

die Angaben für zwei Patronen. Für die

6 mm PPC beträgt die maximale Hülsenlänge

38,18 mm und der H-Wert ist auf

maximal 6,65 mm (.262") festgelegt. Die

6 mm PPC USA wird ausgewiesen mit

Eine Entwicklung –

zwei Ableger

einer Hülsenlänge von 38,48 mm und einem

H-Wert von 6,82 mm (.269").

Durch diese maßlichen Unterschiede

können die 6-mm-PPC-USA-Patronen

nicht aus 6-mm-PPC-Waffen verschossen

werden, da sie in denen überhaupt nicht

geladen werden können. Wer das engere

Patronenlager der Benchrester verwendet,

kommt, da die fertigen Hülsen

an der 6 mm PPC USA orientiert sind,

um das Hülsenhalsabdrehen sowie das

Ablängen nicht herum. Auf die Unterschiede

weisen die Laufbeschriftungen

hin, welche die Beschussämter zwingend

verlangen. Handelt es sich um die

Wildcat-Version der 6 mm PPC, so wird

der Durchmesser des Patronenlagers am

Hülsenhals (Neck) angegeben. Bei unserer

Testwaffe wurde das übliche Lager

mit einem Halsdurchmesser von .262"

(6,65 mm) verwendet. Für

die Praxis bedeutet dies,

dass bei perfekter Wiederladearbeit

die Pa tronen am

Hülsenhals .261" (6,63 mm)

aufweisen dürfen. Doch wer sich der

Mühe mit dem Handabdrehen nicht unterziehen

will, kann aktuell von der Firma

Henke für .262er-Lager auch abgedrehte

Norma-Hülsen im Kaliber 6 mm

PPC bekommen.

Zum Hülsenvolumen passen aufgrund

des 14"-Dralls .243er-Geschosse von 62 gr

(4,0 g) bis 70 gr (4,5 g). Soweit war das

Arbeiten mit dem 6-mm-PPC-Lauf mit

einem Neck von .262" (6,65 mm) die übliche

Vorgehensweise.

Der Lauf für die 6 mm PPC USA wies

laut Gravur des Beschussamts einen

Neckdiameter von .268" (6,81 mm) auf.

Die Norma-Hülsen im Kaliber 6 mm PPC

USA, die uns freundlicherweise die Firma

Henke ebenfalls zur Verfügung stellte,

messen am Hülsenhals .264" (6,71

mm). Die damit fertig geladenen Patronen

ergeben dann einen Durchmesser

am Hülsenhals von knapp .266" (6,76

mm), was wiederum zum Patronenlager

von .268" (6,81 mm) passt. So gesehen liegen

für beide Patronen aus Benchrester-

Sicht optimale Verhältnisse vor.

Das Problem in der Praxis ist aus Präzisionssicht

die gleichmäßige Stärke der

Hülsenwand am Hülsenhals. In diesem

Bereich muss mit einer Genauigkeit von

.001" (0,025 mm) gearbeitet werden. In

der Praxis weisen Fabrikhülsen am Hülsenhals

eine spürbar höhere Toleranz

auf. Die Praxislösung des Benchresters

liegt daher auf der Hand. Das Patronenlager

wird am Hülsenhals enger gemacht,

und so kann man die Fabrikhülsen

auf die enge Toleranz abdrehen.

Das perfekte Abstimmen von Patronenlager

und Patrone bringt in der

Praxis gleich mehrere Vorteile. Zum

einen wird dadurch ein gleichmäßiger

Ausziehwiderstand der Geschosse von

Schuss zu Schuss gewährleistet. Weiterhin

ermöglichen Hülsen mit solch engen

Toleranzen das für die Hülsen schonende

Hülsenhalskalibrieren mittels der

Außenkalibrierung mit entsprechenden

Kalibrierringen in den Matrizen. Durch

die Teilkalibrierung wird ein perfektes

Zentrieren der Hülse im Patronenlager

erreicht. Von Vorteil sind die engen Toleranzen

von Patronenlager und Patrone

aber natürlich auch für das Hülsenmaterial,

welches beim Lidern weitaus weniger

gedehnt wird als bei üblichen CIP-

Patronenlagerabmessungen.

Lochbohrer. Bei der Testwaffe handelt es sich um eine Benchrest-Büchse

mit dem Stolle-Panda-System, das in Mischbauweise (Alu/Stahl) gefertigt

wird. Praxisgerecht für einen Rechtshänder befindet sich der Kammergriff

auf der rechten Seite, während das Ladefenster links angebracht

wurde. Auf der Hülsenoberseite ist eine Schiene für die Aufschubmontage

vorhanden. Typisch für eine Benchrest-Büchse ist der breite, auf der Unterseite

flache Vorderschaft.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

Entscheidender Faktor – die Hülsenhalswandstärke.

Um eine 6 mm PPC USA

hinsichtlich der Präzision in die Nähe

einer 6 mm PPC zu bringen, muss man

Fabrikhülsen haben, die sowohl im Außendurchmesser

als insbesondere in der

Hülsenwandstärke am Hülsenhals an

die von Benchrestern geforderten engen

Toleranzen herankommen.

Hier setzte nun Norma mit seinen neuen

6-mm-PPC-USA-Hülsen an. Übrigens:

Es handelte sich um eine Sonderauflage,

die im regulären Norma-Sortiment nicht

anzutreffen ist. Die Sonderserie, an der

man – wie aus Insiderkreisen zu hören

ist – fast zwei Jahre experimentiert hat,

verschwand bei den einschlägigen auf

Präzisionsbüchsen spezialisierten Fachhändlern.

So hat sich die Firma Heinz

Henke entsprechend eingedeckt und

kann die Versorgung für einen längeren

Zeitraum gewährleisten. Das Nachmessen

mit Mikrometerschraube ergab – zur

Überraschung des Autors – Toleranzen,

wie man sie von den abgedrehten BR-

Hülsen kennt. Nur mit entsprechend

stärkeren Abmessungen. Diese sind

auch nicht entscheidend, sondern die

Gleichmäßigkeit.

Aus theoretischer Sicht lagen nun waffenseitig

wie auch seitens der Patronen

Testbedingungen für einen

seriösen Vergleich der beiden

PPC-Patronen vor.

„Einfahren“ muss sein. Es

folgte das „Einfahren“ der

beiden Läufe. Obwohl die Matchläufe

üblicherweise handgeläppt sind, kann

man mit einem solchen Präzisionsinstrument

nicht einfach drauflosballern.

Vielmehr ist es erforderlich, die Läufe

„einzufahren“. Dies bedeutet, dass man

bei den ersten fünf bis zehn Schüssen

nach jedem Schuss reinigt. Man geht

dann zu drei bis vier Zweier-Serien über.

Der Weg führt weiter über zwei bis drei

Serien zu drei Schuss. Danach kann man

zu Schussserien von fünf Schüssen übergehen.

Nach etwa 100 Schuss kann man

dann langsam in den üblichen Reinigungsrhythmus

– etwa alle 15 Schuss –

übergehen. Keinesfalls sollte man mehr

Vom Umgang

mit Läufen

als 30 Schüsse ohne Reinigung bei „eingeschossenen“

Läufen riskieren.

Warum betreibt man den ganze Aufwand?

Bei den ersten Schüssen ergeben

sich noch deutlich mehr Ablagerungen

als beim „eingefahrenen“ Lauf. Um von

Beginn an den Lauf nicht mit übermäßigen

Ablagerungen zu belasten, ist dieses

„Glattschießen“ erforderlich.

Zum Reinigen braucht man natürlich

auch das passende Gerät, und da sind

einige Utensilien notwendig. Der wichtigste

Teil ist ein stabiler Putzstock mit

kugelgelagertem Griff, damit Bürste und

Patch dem Feld-Zug-Profil folgen können.

Um den Putzstock im Lauf zen trisch

zu führen und Beschädigungen am Laufprofil

sowie am Patronenlager zu vermeiden,

ist ein Blindschloss zu verwenden.

Auch die Verriegelungsflächen in

der Verschlusshülse sind

von Schmutz zu befreien.

Dazu gibt es ebenfalls ein

eigenes Werkzeug von HM,

das mit austauschbaren

Watteröllchen arbeitet.

Wir arbeiteten mit dem bewährten

Dewey-Putzstock, zu dem ein Adapter

zum Aufschrauben der Bronze-Bürsten

(Messingbürsten sind zu hart) sowie der

Patchhalter gehören. Alternativ zu den

Patches kann man auch mittels eines

Adapters Reinigungsfilze von VFG verwenden.

Zur Reinigung sollte man ein

bewährtes Solvent, wie beispielsweise

Shooter’s Choice oder Hoppes No. 9, verwenden.

Gereinigt wird ausschließlich

vom Patronenlager aus, das Umdrehen

der Bürsten im Lauf ist ein Tabu. Tabu

sind auch trockene Bürsten, diese müssen

stets mit Solvent getränkt sein. Vor-

Oben: Meilenstein. Mit dem 8–80×56 Tactical setzt March neue Maßstäbe auf dem Gebiet der

Benchrest-Zielfernrohre. Auf die 100-m-Distanz lässt sich die Maximalvergrößerung von 80-fach jedoch

kaum in der Praxis umsetzen, da man jeden Pulsschlag wahrnimmt. Ab 200 m spielt das neue

March-Zielfernrohr seine Trümpfe jedoch voll aus. Unten Mitte: Klassiker. Das Stolle-Panda-System

verriegelt mittels zwei Warzen am Kammerkopf, welche an ihrer Stirnseite abgeschrägt sind. Unten

rechts: Bewährtes. Die Verschlusskammer des Stolle-Panda-Systems ist konventionell ausgeführt

und weist spiralförmige Ausfräsungen auf.

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Munitionsvergleich 6 mm PPC und 6 mm PPC USA

Ballistische Daten und Wiederladedaten Kaliber 6 mm PPC USA in der Stolle-Panda-Benchrest-Büchse

Hülse Geschossgewicht

[gr/g]

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung

[gr]

Patronen -

länge [mm]

v 0

[m/s]

E 0

[J]

Streukreis*

100 m [mm]

Norma 65/4,2 Shilen HP Federal 205 M 28,5 Hodgdon H 322 54,8 925 1802 5,1

Norma 68/4,4 Berger HP Federal 205 M 28,0 Vihtavuori N 133 55,0 918 1857 5,4

Norma 68/4,4 Berger HP Federal 205 M 28,5 Norma 201 54,5 899 1781 4,4

Norma 70/4,5 Sierra HPBT Federal 205 M 28,0 Vihtavuori N 133 55,0 914 1895 5,2

Testwaffe: Stolle Panda, Lauflänge: 22" (559 mm), Hülsenlänge 6 mm PPC USA: 1.515" (38,48 mm), Geschossdurchmesser: .243" (6,17 mm),

Maximalgasdruck 6 mm PPC USA: 4050 bar, Maximale Patronenlänge: 2.193" (55,7 mm), * Die angegebenen Streukreise sind ein errechneter

Mittelwert aus drei Gruppen zu jeweils fünf Schuss auf 100 m. Das Verwenden der Ladedaten erfolgt auf eigene Gefahr. Autor und Verlag übernehmen

keinerlei Haftung. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

Ballistische Daten und Wiederladedaten Kaliber 6 mm PPC in der Stolle-Panda-Benchrest-Büchse

Hülse Geschossgewicht

[gr/g]

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung

[gr]

Patronen -

länge [mm]

v 0

[m/s]

E 0

[J]

Streukreis*

100 m [mm]

Norma 65/4,2 Shilen HP Federal 205 M 28,5 Hodgdon H 322 54,8 922 1790 4,7

Norma 68/4,4 Berger HP Federal 205 M 28,0 Vihtavuori N 133 55,0 920 1865 5,0

Norma 68/4,4 Berger HP Federal 205 M 28,5 Norma 201 54,5 901 1789 4,2

Norma 70/4,5 Sierra HPBT Federal 205 M 28,0 Vihtavuori N 133 55,0 909 1874 5,5

Testwaffe: Stolle Panda, Lauflänge: 22" (559 mm), Hülsenlänge 6 mm PPC: 1.503" (38,18 mm), Geschossdurchmesser: .243" (6,17 mm), Maximalgasdruck

6 mm PPC: 4050 bar, Maximale Patronenlänge: 2.193" (55,7 mm), * Die angegebenen Streukreise sind ein errechneter Mittelwert aus drei

Gruppen zu jeweils fünf Schuss auf 100 m. Das Verwenden der Ladedaten erfolgt auf eigene Gefahr. Autor und Verlag übernehmen keinerlei Haftung.

Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

sorglich sollte man in gewissen Abständen

– etwa nach 150 Schuss – bei einem

Reinigungsdurchgang zusätzlich auch

einen Kupferlöser verwenden.

Enge Toleranzen rund um die Patrone. Bei

der Munitionsherstellung ist natürlich

auf präzise Hülsenlänge, entgratete

Zündkanäle und die bereits besprochene

gleichmäßige Hülsenhalswandstärke

strikt zu achten. Wir verwendeten

für die 6 mm PPC (Neck .262") die von

Heinz Henke angebotenen, bereits abgedrehten

Norma-Hülsen, die einen

Außendurchmesser am Hülsenhals von

.260" (6,60 mm) aufweisen und bei den

fertigen Patronen zum Außendurchmesser

von .261" (6,63 mm) führen. Für die

Patronen für den 6-mm-PPC-USA-Lauf

wurden die neuen Norma-Hülsen mit

den bereits zuvor dargestellten Abmes-

sungen verwendet.

Wir arbeiteten mit den Competition-

Matrizen von Redding, die mit der normalen

Presse verwendet werden, und

mit den Handmatrizen von Wilson, für

die man eine kleine Dornpresse benutzt.

Es konnte kein Unterschied zwischen

den Methoden hinsichtlich der Präzision

der Patronen festgestellt werden.

Wichtig ist die Wahl des

richtigen Kalibrierrings,

um einen ausreichend

festen Geschosssitz zu gewährleisten.

Der Kalibrierring

sollte bei perfekten Hülsenwandungen

.001" (0,025 mm) enger sein als der

Hülsenhalsdurchmesser der fertigen Patrone.

Im Zweifel sollte man für einen

festen Geschosssitz lieber eine Nummer

kleiner wählen (.002"). Schließlich ist ein

Mindestausziehwiderstand für den sauberen

Pulverabbrand erforderlich.

Verschiedene

Matrizen

Dass man beste Komponenten verwendet,

ist selbstverständlich, wobei

den Geschossen besondere Bedeutung

zukommt. Wir verwendeten welche von

Sierra, Berger und Shilen. Bei den Zündhütchen

wurde auf die bewährten Benchrest-Zündhütchen

von Federal gesetzt.

Bei den Treibladungspulvern war wie bei

früheren Tests Vihtavuori

N 133, Hodgdon H 322 und

Norma 201 angesagt.

Auf Augenhöhe. Das Ergebnis

des Testschießens

bestätigte die Theorie. Wenngleich die

6 mm PPC (Neck .262") um einige Zehntel

an Millimetern die Nase vorn hatte,

bringt es die 6 mm PPC USA in der getesteten

Kombination von Waffe und Patrone

ohne den Aufwand des Hülsenhalsabdrehens

auf Augenhöhe mit dem Star der

Benchrest-Wettbewerbe.

Links: Perfektion. Die Matchsenkung des Laufs

ist tadellos ausgeführt. Mitte: Kandidaten.

Links die 6 mm PPC mit abgedrehtem Hülsenhals

(Neck .262“). Daneben die 6 mm PPC USA.

Rechts: Stempel. Die Markierung der neuen

Norma-Hülsen in 6 mm PPC USA.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

Technische Daten

Hersteller Kelbly’s, 7222 Dalton Fox

Lake Road, North Lawrence,

Ohio 44666, USA

www.kelbly.com

Vertrieb Heinz Henke, Bahnhofstr. 57,

49757 Werlte

www.henke-online.de

Waffenart Zylinderverschluss-Büchse

(Einzellader)

Modell Stolle Panda

Kaliber 6 mm PPC USA

6 mm PPC (Neck .262"),

Wechsellauf

Lauflänge 22" (559 mm), beide Läufe

Visierung Keine

Sicherungen Keine

Gesamtlänge 1060 mm

Gewicht

ungeladen)

Werkstoff

Schaft

Preis

5,2 kg (einschließlich

Zielfernrohr)

Stainless-Stahl/Aluminium

Fiberglas

Auf Anfrage

Zum Schluss noch ein Wort zum

Thema Wechsellauf. Wir verwendeten

durchweg den in der Praxis üblichen

Begriff „Wechsellauf“, wenngleich die

Begriffsdefinitionen „Wechsellauf“ und

„Austauschlauf“ in der Anlage 1 zum

Waffengesetz irritierend sind. Die Wechselläufe

für die Stolle-Büchsen sind ohne

Nacharbeit austauschbar,

wozu nur der entsprechende

Schlüssel benötigt wird.

Das geht in der Praxis genauso

einfach wie etwa

bei einer Sauer 202 oder einer Blaser R8.

Die Wechselläufe sind entsprechend beschossen

und müssen natürlich in der

Waffenbesitzkarte eingetragen werden.

Soweit diese kalibergleich oder kaliberkleiner

sind, bedarf es zum Erwerb keiner

Erlaubnis, soweit die entsprechende

Basiswaffe in der WBK eingetragen ist.

Ergebnis:

Unentschieden

Wechselläufe. Die US-amerikanische

Firma Kelbly fertigt für die

Stolle Panda-Büchsen Wechselläufe,

die mittels des abgebildeten

Schlüssels sowie einer einfachen Klemmvorrichtung

ausgetauscht werden können. Sowohl

ein Kaliberwechsel, bei gleichen Bodenabmessungen

der Patronen, als auch das Bereithalten

von Ersatzläufen ist dadurch einfach möglich.

Voraussetzung für diese Technik sind die von

Kelbly makellos gearbeiteten Laufgewinde.

Die Läufe müssen dann fristgerecht angemeldet

und auch noch in die WBK eingetragen

werden.

Aufgrund der exakt gearbeiteten Gewinde,

ist nur ein leichtes Anziehen

der Läufe erforderlich. Man könnte im

weiteren Sinne quasi von einer Take-

Down-Büchse sprechen, wenngleich die

Beweggründe für diese

Lösung natürlich andere

sind. Angesichts der im gehobenen

Preissegment angesiedelten

Matchbüchsen

mit Custom-Systemen, macht es in der

Praxis einen Sinn, den Büchsenmacher

gleich mit der Herstellung von Wechselläufen

zu beauftragen. Das kann nicht

nur einen Kaliberwechsel erleichtern.

Auch kann man so beispielsweise rasch

aus einer LV-Benchrest-Büchse eine HV-

Benchrest-Büchse entstehen lassen. X

Das Redaktions-Fazit

X Die von Kelbly-Importeur Heinz Henke überlassene

Benchrest-Büchse mit dem bewährten

Stolle-Panda-System und Shilen-Läufen

in den Kalibern 6 mm PPC USA (Neck .268")

und 6 mm PPC (Neck .262") belegte einmal

mehr das Präzisionspotenzial der PPC-Patrone.

Die an dieser Stelle im Vordergrund

stehende Frage, 6 mm PPC USA oder 6 mm

PPC, lässt sich nur aus der Situation des

einzelnen Nutzers beantworten. Unstrittig

ist, dass die Lösung mit dem engeren Patronenlager

am Hülsenhals die perfekte Option

darstellt und das Szenario bei den Benchrest-

Wettkämpfen dominiert. Überrascht war der

Autor, wie die 6 mm PPC USA, bei der ein

Abdrehen des Hülsenhalses entfällt, der

Benchrest-Version nahe kommt. Geschuldet

ist dieses Ergebnis zum einen der makellosen

Büchsenmacherarbeit der Firma Kelbly.

Zum anderen spielt jedoch – und das ist ein

wesentlicher Faktor – die enorme Qualität

der zur Verfügung stehenden Norma-Hülsen

eine Rolle. Die verwendeten Norma-Hülsen

wiesen eine extrem gleichmäßige Wandstärke

auf, wie man sie von früheren 6-mm-PPC-

USA-Hülsen selten gewohnt war. Der damit

gleichmäßige Ausziehwiderstand der Geschosse

ist ein bedeutsamer Präzisionsfaktor.

Wer also mit wenig Zeitaufwand Supergruppen

schießen will, kann in der getesteten

Kombination durchaus die 6 mm PPC USA in

die engere Wahl ziehen.

Manfred Kersten – Die MP5 HK

Das G3 der Firma Heckler & Koch wurde schnell zur Legende und so war es kein Wunder, dass man

diese Technik auch auf eine Maschinenpistole anwenden wollte. Das kurze, aufschießende Gerät

fand schnell seine Abnehmer – und das weltweit. Im Jahr 1964 erblickte sie “das Licht der Welt”

und wahrscheinlich ahnte keiner, dass sie nach so vielen Jahrzehnten noch immer an vorderster

Front mitmischen würde.

260 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, gebundene Ausgabe

Format 21,0 × 30,0 cm, Bestell-Nr. 98-1095, 72,00 €

BESTELLMÖGLICHKEITEN BEI DER DWJ VERLAGS-GMBH: Tel. +49 (0)7953 9787-0

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V e r l a g s - Gmb H

03/2012 23

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

31


Matchbüchse SMH Precision Long Range

Langer Drall

Heinz Henke erweitert das Angebot seiner SMH-Präzisionsbüchsen um eine Long-Range-Variante.

Wir testeten die schwere Matchbüchse in .308 Winchester mit 30"-Lauf bei einer Dralllänge von

13" (330 mm). Dabei zeigte die Waffe auf 100 m und 300 m eine überdurchschnittliche Präzision.

X

HANS J. HEIGEL

Binnen weniger Jahre gewann das

F-Class-Schießen weltweite Bedeutung.

Neben der hierzulande primär

geschossenen offenen Klasse gibt es

auch den Wettbewerb F/TR (F-Class

Target Rifle). In der TR-Klasse, die in

Deutschland bislang keine

nennenswerte Rolle

spielt, wird ausschließlich

mit Waffen in den

Ordonnanzkalibern

.308 Winchester und .223 Remington

geschossen, wobei die vordere Waffenauflage

üblicherweise aus einem

Zweibein besteht. Das Gewicht samt

Visierung darf in der TR-Kategorie

8,25 kg nicht überschreiten. Bei der

offenen Klasse sind unter dem Vorderschaft

verstellbare Auflageböcke

erlaubt und die Kaliber nur durch

eine Obergrenze beschränkt.

Langer Lauf,

hohe v 0

Grundlegende Gedanken. Um mit den

Patronen .223 Remington beziehungsweise

.308 Winchester auf die weiten

Distanzen jenseits der 300-m-Marke

bestehen zu können, muss man im

Rahmen des Regelwerks für den F/

TR-Wettbewerb

eine

möglichst hohe ballistische

Leistung aus den

Patronen

herausholen.

Dazu wählt man einen

denkbar langen Lauf, den man im

Rahmen der Gewichtsobergrenze der

gesamten Waffe möglichst dick hält,

um die Laufschwingungen einzudämmen.

Ergänzt wird das Gesamtpaket

durch ein stark vergrößerndes Zielfernrohr.

Unter diesen Vorgaben bietet

Heinz Henke im Rahmen seiner

Matchbüchsen-Reihe SMH Precision

eine Long-Range-Variante an. Wir erhielten

eine Testwaffe, eingerichtet

für das Kaliber .308 Winchester.

Bereits bewährt. Herzstück der SMH

Precision Long Range ist das für Heinz

Henke bei Kelbly’s Inc. in Anlehnung

an das Stolle-Atlas gefertigte Zylinderverschlusssystem

in der Einzelladerausführung.

Beim SMH-System handelt

es sich um ein Ganzstahlsystem

nach dem Vorbild Remington 700. Ziel

von Kelbly ist es, das 700er-Remington-System

im Detail zu verbessern

sowie in den für Benchrest-Systeme

üblichen engen Toleranzen herzustellen.

Da wir bereits in früheren Beiträgen

das System SMH Precision vorgestellt

haben, beschränken wir uns auf

einen kurzen Steckbrief.

Die rund ausgeführte Systemhülse

ist aus Stainless-Stahl 416 RS und hat

einen Außendurchmesser von 1.350"

Auf einen Blick

X Perfektionierter Remington-700-Klon

X Makellose Büchsenmacherarbeit

X Tadellose Schussleistung

X Ausgezeichneter Jewell-Abzug

X Sinnvolle UIT-Schiene

1

2

32

34

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für Waffenbesitzer


Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

(34,29 mm). Wie bei den 700er-Remington-Systemen

wurde zwischen

der Stirnseite der Systemhülse und

dem Lauf die Rückstoßplatte eingesetzt

und unten auf der Stirnseite der

Systemhülse mit zwei Stiften fixiert.

Der Verschlusszylinder mit einem

Durchmesser von .700" (17,78 mm)

wird aus 4140er-Stahl hergestellt. Die

Verriegelung erfolgt mit zwei Warzen

am Kammerkopf, die bei geschlossener

Waffe ihr Widerlager

im Hülsenkopf haben.

Ein über den Stoßboden

überstehender Bund umschließt

die Patrone. Der

Auszieher ist in die rechte Verriegelungswarze

eingeschoben. Die Frontseite

der Warzen ist nach hinten abgeschrägt.

Auf einen Ausstoßer wird

verzichtet. Das Arbeiten ohne Auswerfer

ist im Hinblick auf das durchweg

bei Präzisionsbüchsen verwendete

Einzelladersystem sinnvoll. Bei der

Repetierer-Version ist die Stirnseite

des Kammerkopfs rechtwinkelig und

der notwendige Ausstoßer als Druckbolzen

in den Stoßboden eingesetzt.

Die Kammerfangtaste sitzt auf der

linken Seite in der Hülsenbrücke.

Auch die SMH Precision Long

Range hat den üblicherweise für diese

Baureihe verwendeten Jewell-HVR-

Abzug, der tadellos justiert ist.

Optimale Ausnutzung. Die SMH Precision

Long Range in .308 Winchester

ist unter dem Aspekt einer möglichst

Das richtige

Zusammenspiel

hohen Geschossgeschwindigkeit mit

einem 30" (762 mm) langen Lauf ausgestattet,

der an der Mündung noch einen

Außendurchmesser von 31,05 mm

aufweist und über eine tadellos gearbeitete

rechtwinkelige Matchsenkung

verfügt. An unserer Testwaffe besitzt

der von Shilen gefertigte Matchlauf

das sogenannte Ratchet Rifling (eine

Art Sägezahnprofil), das von Shilen in

den gängigen Kalibern als Alterna tive

zum

herkömmlichen

rechteckigen

Zugprofil

lanciert wird. Diesem

Laufinnenprofil spricht

man seitens des Herstellers

positive Eigenschaften zu. Geringere

Laufablagerungen und niedrigerer

Verschleiß gehören dazu.

Die Wahl der Dralllänge. Der Dralllänge

kommt eine zentrale Rolle zu. Der

Lauf unserer Testwaffe weist die für

die .308 Winchester eher unübliche

Dralllänge von 13" (330 mm) auf. Erfahrungsgemäß

harmoniert diese

Dralllänge besonders gut mit den für

die .308 Winchester üblichen 168 gr

(10,9 g) schweren HPBT-Matchgeschossen,

wie man sie beispielsweise

von Berger, Nosler und Sierra erhält.

Grundsätzlich brauchen längere

und damit schwerere Geschosse einen

kürzeren Drall als kürzere und damit

leichtere Geschosse des gleichen Kalibers.

Um das Zusammenspiel zwischen

Geschosslänge und Dralllänge

zu verstehen, muss man ein paar Faktoren

kennen, die für den Flug des Geschosses

von Bedeutung sind.

Die dem Geschoss vom Drall aufgezwungene

Rotation verleiht dem

Geschoss die nötige Stabilität, um ein

Querstellen oder Überschlagen zu

verhindern. Durch die Rotation verhält

sich das Geschoss wie ein Kreisel

und als solcher ist es mit einem Beharrungsvermögen

ausgestattet, was

es richtungsstabil werden lässt. In

Wirklichkeit bewirkt der Kreiseleffekt

noch mehr. Diese Erscheinungen können

einen negativen Einfluss auf die

Präzision haben. Die Geschossachse

Technische Daten und Preis

Hersteller

Heinz Henke

www.henke-online.de

Modell

SMH Precision Long

Range A-5

Waffenart

Zylinderverschluss-

Büchse, Einzellader

Kaliber

.308 Winchester

Lauflänge

30" (762 mm)

Dralllänge

13" (330 mm)

Visierung

Systemhülse

vorgebohrt für Zielfernrohrmontage

Sicherungen

Ohne

Gesamtlänge

1272 mm

Waffen gewicht

6,725 kg (ungeladen,

ohne ZF)

Werkstoff

Stainless-Stahl

Schaft

Kunststoff

Preis

Auf Anfrage

1 Schwer. Die von Heinz Henke lancierte

SMH Long Range wird geprägt durch den

schweren 30" (762 mm) langen Shilen-

Matchlauf, eingerichtet für die .308 Winchester.

Optimiert ist die Büchse für den

F-Class-Wettbewerb Target Rifle (TR).

2 Traditionell. Die Verschlusskammer

trägt am Kopf zwei massive, vorne abgeschrägte

Verriegelungswarzen.

3 Geschlossen. Die Kammer hat einen

überstehenden Bund. Der Auszieher sitzt

in der rechten Verriegelungswarze.

4 Praxisgerecht. Die griffgünstige Taste

für den Kammerfang sitzt beim SMH-

System links an der Hülsenbrücke.

5 Makellos. Der schwere Matchlauf der

SMH Long Range hat eine perfekt gearbeitete

rechtwinkelige Matchsenkung.

3 4

5

06/2014 Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

3533


Matchbüchse SMH Precision Long Range

Ladedaten Kaliber .308 Winchester in der SMH Precision Long Range

Hülse Geschossgewicht

[gr/g]

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung [gr] Patronenlänge

[mm]

v 0

[m/s]

E 0

[J]

Streukreis

auf 100 m*

Streukreis

auf 300 m*

Lapua 167/10,8 Lapua Scenar Fabrikpatrone 70,7 835 3773 11,0 39,5

Sako 168/10,9 Sierra HPBT MK Fabrikpatrone 70,5 826 3714 13,1

Norma 168/10,9 HPBT Moly Fabrikpatrone 70,9 820 3660 10,2 37,0

Remington 155/10,0 Sierra HPBT Fed. 210 M 43,0 Norma 202 70,8 869 3792 9,5 38,3

Remington 167/10,8 Lapua Scenar Fed. 210 M 43,0 Norma 203-B 71,0 842 3836 10,4 31,2

Lapua 167/10,8 Lapua Scenar Fed. 210 M 41,8 IMR 4895 71,0 808 3533 8,7

Lapua 168/10,9 Sierra HPBT Fed. 210 M 41,5 IMR 4895 71,0 811 3580 7,5 38,5

Norma 168/10,9 Berger LTB HPBT Fed. 210 M 43,5 Norma 203-B 71,0 839 3832 5,6 26,3

Lapua 168/10,9 Berger LTB HPBT Fed. 210 M 42,3 Ramshot TAC 71,0 831 3759 12,8 42,1

* Es handelt sich um Schussgruppen zu 10 Schuss, gemessen von Schusslochmitte zu Schusslochmitte.

Testwaffe: SMH Precision Long Range, Lauflänge: 30" (762 mm), Hülsenlänge .308 Winchester: 2.015" (51,18 mm), Geschossdurchmesser:

.308" (7,82 mm), Maximalgasdruck .308 Winchester: 4150 bar, Maximale Patronenlänge: 2.800" (71,12 mm). Das Verwenden

der Ladedaten erfolgt auf eigene Gefahr. Autor und Verlag übernehmen keinerlei Haftung. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

6

6 Bequem. Das neue Nightforce-Competition-Zielfernrohr

15–55×52 hat im linken

Turm den Parallaxenausgleich und Absehenverstelltürme

mit Schutzkappen.

beschreibt während des Geschossflugs

einen Kegelmantel, wobei der

Masseschwerpunkt des Geschosses

die Spitze des Kegels darstellt und

die Geschossspitze die Kreisbahn beschreibt,

welche die Grundfläche des

Kegels umfasst. Diese Tatsache ist auf

die Gesetzmäßigkeiten der Kreiselbewegung

zurückzuführen und wird als

Präzession bezeichnet. Die Präzession

wird von weiteren kleinen, schnellen

Schwingungen der Geschossspitze

gestört. Diese Geschossbewegungen

nennt man Nutation.

Präzession und Nutation

ergeben zusammen eine

äußerst komplizierte Bewegung

der Geschossspitze.

Der Präzision ist es zuträglich,

wenn diese Bewegungen so gering

wie möglich gehalten werden. Ein für

die Präzision weiterer Faktor ist der

Abgangsfehlerwinkel.

Hier ist nun zu bedenken, dass eine

Abweichung des Schwerpunkts von

der Formachse des Geschosses bei einem

längeren Drall einen geringeren

Abgangsfehlerwinkel ergibt als bei einem

kürzeren Drall.

Die getroffenen Feststellungen

bedeuten für die Praxis, dass der gewählte

Drall dem verschossenen Geschoss

eine Mindeststabilisierung

verleihen muss. Geht man – wie man

vereinfacht annehmen könnte – auf

die sichere Seite und wählt eine Überstabilisierung,

so hat diese negative

Auswirkungen auf die Präzision,

Negative

Einflüsse

wenngleich nicht so stark wie eine

Unterstabilisierung. Schließlich bewirkt

der kürzere (schnellere Drall)

einen wesentlich höheren „Kraftaufwand“,

während das Geschoss durch

den Lauf getrieben wird, als bei einem

längeren (langsameren) Drall.

Dies bewirkt wiederum mehr „Unruhe“

im Laufgefüge und führt zu den

bereits angesprochenen stärkeren

Laufschwingungen, die zu einem größeren

Abgangsfehler führen. Unter

den beschriebenen Voraussetzungen

wählt man aus Sicht der

Präzision den für ein

bestimmtes Geschoss

längsten noch hinreichend

das Geschoss stabilisierenden

Drall. Wer mehr zum

Thema Dralllänge und Geschossverhalten

wissen möchte, findet dies in

einem DWJ-Beitrag im Heft 7/2011.

Bewährtes Schaftkonzept. Die SMH

Precision Long Range hat einen

McMillan-Schaft in der Form des A-

5-Schafts, jedoch ohne verstellbare

Schaftbacke. Abgeschlossen wird der

Hinterschaft mit einer schwarzen

Gummikappe. Auf der Vorderschaftunterseite

wurde eine UIT-Schiene

eingesetzt. Diese erlaubt sowohl das

einfache Anbringen eines Riemens

als auch die für die F/TR-Klasse übliche

Montage eines Zweibeins. Mittels

des passenden Adapters erhielt die

Testwaffe das bewährte Harris-Zweibein

mit einem Verstellbereich von

15 cm bis 23 cm. Unter dem Hinter-

34

36

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schießsport

7

7 Bewährt. Heinz Henke rüstet seine Long-

Range-Büchse mit dem bewährten Mc-

Millan-Kunststoffschaft in der A-5-Form

aus. Auf der Unterseite des Vorderschaftes

ist für die Montage von Zubehör eine

UIT-Schiene eingelassen.

Ausgezeichnete

Schussleistung

schaft befindet sich eine Öse für einen

abnehmbaren Riemenbügel.

Neben der Systemhülse wurde die

Kunstharzbettung bis zum Patronenlager

des Laufs im Schaft ausgedehnt.

Danach kann der Lauf frei schwingen.

Diese Methode findet

man üblicherweise

bei besonders schweren

Läufen.

Gute Sicht. Mittels einer

einteiligen Picatinny-Schiene in Alu-

Ausführung wurde mit Stolle-Leichtmetallringen

ein Nightforce-Zielfernrohr

der Competition-Reihe montiert.

Je nach Schussentfernung kann der

Einsatz einer nach vorne geneigten

Picatinny-Schiene erforderlich sein.

Das noch recht junge Nightforce Competition

verfügt bei einem 52-mm-

Objektiv über einen Vergrößerungsbereich

von 15- bis 55-fach. Im linken

Turm sitzt der Parallaxenausgleich.

Die beiden Target-Verstelltürme haben

Schutzkappen. 30 mm Mittelrohrdurchmesser

und Klickverstellung

um 1 / 8

-MOA sind neben einem Gewicht

von 790 g weitere Parameter.

Das Nightforce Competition 15–55×52

verfügt ferner über ein schnell zu

fokussierendes Okular nach europäischem

Geschmack.

Überzeugende Schussleistung.

Nach dem üblichen

„Einfahren“ des

Matchlaufs wurde mit

den für den 13"-Drall optimalen Geschossgewichten

von 155 gr (10,0 g)

bis 168 gr (10,9 g) versorgte Munition

verwendet. Verschossen wurden als

besonders präzise bekannte Fabrikpatronen

sowie sechs bereits bei früheren

Tests bewährte Eigenlaborierungen

mit Geschossen von Berger,

Lapua und Sierra.

Geschossen wurde zunächst auf

eine Entfernung von 100 m, wobei zur

besseren Aussagekraft jeweils Schussgruppen

zu zehn Schuss geschossen

wurden. Anschließend ging es mit

den besonders präzisen Laborierungen,

die zudem eine möglichst hohe

Mündungsgeschwindigkeit boten, auf

den 300-m-Schießstand. Das ist zwar

noch keine Long-Range-Distanz, hat

jedoch mehr Aussagekraft als das

100-m-Ergebnis. Die Schussgruppen

bestätigen das von Henke für die SMH

Long Range gewählte Konzept in eindrucksvoller

Weise.

X

Das Redaktions-Fazit

X Auf der Basis des Einzelladersystems

SMH, das ein Edelklon des legendären

Systems Remington 700 darstellt, bietet

Heinz Henke eine Long-Range-Version

mit 30" (762 mm) langem, schwerem

Matchlauf in .308 Winchester an. Bewusst

wählte er für diese Waffe eine

Dralllänge von 13" (330 mm), die für die

168 gr (10,9 g) schweren HPBT-Matchgeschosse

als ideal gilt. Das Konzept

der SMH Long Range in .308 Winchester

richtet sich primär an die F-Class-Schützen

des TR-Wettbewerbs.

MODELLVARIANTEN UND NACHBAUTEN

Dieter H. Marschall – Walther Verteidigungspistolen

Komplett überarbeitet liegt jetzt die vierte Auflage des Standardwerkes „Walther

Verteidigungs pistolen“ vor. Es stellt alle Modelle und Varianten vom Walther Mod. 1

bis hin zu den topaktuellen PPQ- und PPX-Modellen vor. Ent halten sind selbstverständlich

auch Informationen zur Fertigung und Fertigungsorten wie zum Beispiel

bei Walther/Ulm, Manurhin, Arnsberg, Zella-Mehlis und andere. Den hohen Nutzwert

für Sammler und an Waffentechnik Interessierten erhöht der übersichtliche Aufbau

des Buches und die großen Farbfotos der Pistolen zusätzlich, so dass es sowohl als

Nachschlagewerk als auch eine Art Bestimmungsbuch genutzt werden kann.

244 Seiten, 149 Farbfotos und SW-Abbildungen, Softcover

Format 17,0 × 24,0 cm, Bestell-Nr. 98-1312, 34,95 €

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06/2014 37


Innenballistik Dralllängen der .223 Remington

Abstimmen

Für die meisten Büchsenpatronen gibt es in engen Grenzen verschiedene Dralllängen. Für die Patrone

.223 Remington sieht das anders aus. Von 7" bis 12" reicht das Spektrum bei den präsenten Waffen. Wir

wollten wissen, welche Dralllänge welche Geschosse verträgt und testeten mit einer SMH-Büchse.

X

HANS J. HEIGEL

Die 1964 von den US-amerikanischen

Streitkräften als Ordonnanz-Patrone

übernommene .223 Remington hat neben

ihrer militärischen Karriere auch

eine zivile Erfolgsstory absolviert. Hierzulande

findet man sie vorrangig auf den

Schießständen, aber auch bei der Jagd

auf Raubzeug und Rehwild ist sie populär.

Probleme in der Praxis sind oftmals

mit den unterschiedlichen

Dralllängen der Gewehre

im Kaliber .223 Remington

verbunden.

Entstehungsgeschichte. Die

Entstehung der Patrone .223 Remington

muss man im Zusammenhang mit ihren

beiden Schwesterpatronen .222 Remington

und .222 Remington Magnum sehen.

Im Jahr 1950 stellte Remington mit

der .222 Remington eine neue Büchsenpatrone

in der Kalibergruppe .224" vor

und legte mit deren neuen Hülsenabmessungen

den Grundstein für eine ganze

Reihe von neuen Patronenentwicklungen

mit dem Stoßbodendurchmesser

von 9,60 mm.

Als in der zweiten Hälfte der 1950er-

Jahre die US-Streitkräfte nach einer

kleineren Patrone für ein neues Sturmgewehr

suchten, führte der Weg über

die .222 Remington Magnum zur heute

Probleme bei den

Sturmgewehren

weltweit verbreiteten .223 Remington.

Die .222 Remington Magnum brachte

Remington im Jahr 1958 dann als zivile

Patrone mit dem Repetierer Modell 722

auf den Markt. Man kürzte die .222 Remington

Magnum-Hülse etwas und kam

so zu der 1964 von den US-Streitkräften

als „5,6 mm Ball Cartridge M 193“ übernommenen

Patrone.

Fast zeitgleich zum Start

der militärischen Laufbahn

kam die zivile Version

als .223 Remington

auf den Markt. Die als 5,56

× 45 mm NATO bezeichnete Militärversion

der .223 Remington weicht von

der Zivilversion geringfügig ab. Dies gilt

insbesondere für den Bereich des Übergangskegels,

der für die NATO-Patrone

etwas länger gehalten wird. Ferner bestehen

nach den SAAMI-Maßvorgaben

auch noch Unterschiede bei der Gasdruckmessung.

Für den bei uns maßgeblichen

CIP-Bereich sind für beide

Versionen einheitlich 4300 bar Maximalgasdruck

festgelegt.

Probleme mit dem Drall bei der 5,56×45 mm

NATO. Die Patrone M 193 wurde mit einem

55 gr (3,6 g) schweren Vollmantelgeschoss

mit Bleikern versorgt, das eine

Anfangsgeschwindigkeit von 990 m/s erreicht.

Man experimentierte zuerst mit

Dralllängen von 14" (356 mm), um dann

zu einer Dralllänge von 12" (305 mm)

beim M16-Sturmgewehr zu gelangen.

In den 1980er-Jahren wurde die

5,56×45 mm NATO-Patrone auf 62 gr

(4,0 g) schwere Vollmantelgeschosse umgestellt

(M 855 Ball), wobei die Dralllänge

der Dienstgewehre drastisch auf 7"

(178 mm) verkürzt wurde. So zeichnete

sich bereits beim Militär die Problematik

mit der Dralllänge ab. Ein Thema, das

heute bei der .223 Remington auch die

Sportschützen beschäftigt.

Dass die Dralllänge für das 62 gr

(4,0 g) schwere Geschoss der M 855, die

auch als SS 109 bei der NATO bezeichnet

wird, so drastisch auf 7" (178 mm)

verkürzt wurde, hat etwas mit dem Geschossaufbau

zu tun. Mit Stahlkern sowie

besonderen Zusätzen wie Leuchtspur

werden die Geschosse länger als die

konventionellen Voll- und Teilmantelgeschosse,

wie sie bei der Jagd sowie dem

Sportschießen verwendet werden.

Der Trend geht bei der .223 Remington

zum kurzen Drall. Im zivilen Bereich

stellte sich sehr bald der 12" (305 mm)

lange Drall als gute Lösung für die als

Varmint-Patrone ausgelegte .223 Remington

heraus. Mit dieser Dralllänge

Schwer. Für den Test stand eine SMH-Matchbüchse

in der Long-Range-Version zur Verfügung.

Es standen wahlweise Shilen-Läufe mit

12"- und 8"-Drall zur Verfügung. Montiert wurde

ein Zielfernrohr March 8–80 × 56.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

werden Geschosse von 40 gr (2,6 g) bis

60 gr (3,9 g) stabilisiert. In den meisten

.223 Remington-Büchsen reicht der

12"-Drall auch noch zur Stabilisierung

von 63 gr (4,1 g) schweren Geschossen.

Spätestens als die .223 Remington

vermehrt zum sportlichen Schießen auf

weitere Distanzen eingesetzt wurde, bekamen

auch die Sportschützen das einst

bei der 5,56×45 mm NATO entstandene

Problem mit dem Drall. Um diesem auf

die Spur zu kommen, müssen wir uns

zwangsläufig mit den Grundsatzfragen

zur Dralllänge befassen.

Grundsätzliches. Die schraubenförmig

gewundenen Züge und Felder haben die

Aufgabe, dem Geschoss eine Drehung

um seine Längsachse (Rotation) aufzuzwingen.

Die Rotation ist erforderlich,

um dem Geschoss bei seinem Flug Stabilität

um die Längsachse zu verleihen und

es dadurch am Kippen zu hindern.

Das Laufprofil und die Dralllänge

müssen mit dem verwendeten Geschoss

und dessen Geschwindigkeit im Einklang

stehen, sonst wird es mit der Präzision

nichts.

Technische Daten SMH Precision LR

Hersteller/

Vertrieb

Modell

Waffenart

Kaliber

Lauflänge

Visierung

Sicherungen

Gesamtlänge 1120 mm

Gewicht 6,2 kg

Werkstoff

Preis

Heinz Henke,

www.henke-online.de

SMH Precision Long Range

Zylinderverschluss-Büchse,

Einzellader

.223 Remington,

(Neck .250" – 6,35 mm)

24" (610 mm) mit 12" (305 mm)

Drall; 24" (610 mm) mit 8" (203

mm) Drall (Wechsellauf)

Aufgeschraubte Prismenschiene

Keine

Stainless-Stahl, Schaft aus

Kunststoff

Auf Anfrage

Grundsätzlich brauchen längere und

damit schwerere Geschosse einen kürzeren

Drall als kürzere und damit leichtere

Geschosse des gleichen Kalibers. Durch

das Geschossmaterial können natürlich

bei gleichem Geschossgewicht in der

Länge stark unterschiedliche Geschosse

entstehen, was durch die bei der Jagd

auf dem Vormarsch befindlichen

bleifreien Geschosse

aktuell ist. Dadurch können

auch relativ leichte

Geschosse je nach Formgebung

einen kürzeren Drall benötigen.

Mindeststabilisierung ist optimal. Die getroffenen

Feststellungen bedeuten für

die Praxis, dass der gewählte Drall dem

verschossenen Geschoss eine Mindeststabilisierung

verleihen muss. Geht

man – wie man vereinfacht annehmen

könnte – auf die sichere Seite und wählt

eine Überstabilisierung, so hat auch

diese negative Auswirkungen auf die

Präzi sion, wenngleich nicht so stark wie

eine Unterstabilisierung. Schließlich bewirkt

der kürzere (schnellere Drall) einen

wesentlich höheren „Kraftaufwand“

Ø 6,43

Ø 6,43

Ø 9,00

36,53

39,56

44,70

Die optimale

Stabilisierung

Ø 9,60

Ø 9,58

1,14

während das Geschoss durch den Lauf

getrieben wird als bei einem längeren

(langsameren) Drall. Dies bewirkt wiederum

mehr „Unruhe“ im Laufgefüge

und führt zu stärkeren Laufschwingungen,

die einen größeren Abgangsfehler

zur Folge haben.

Man könnte annehmen, dass der

Abgangsfehlerwinkel für

die Präzision unerheblich

wäre. Das würde aber voraussetzen,

dass er von

Schuss zu Schuss die gleiche

Richtung aufweist. In der Praxis ist

dies nicht der Fall, womit der negative

Einfluss auf die Präzision gegeben ist.

Unter den beschriebenen Voraussetzungen

wählt man aus Sicht der Präzision

den für ein bestimmtes Geschoss

längsten noch hinreichend das Geschoss

stabilisierenden Drall. Unter dem Gesichtspunkt

der Empfindlichkeit gegen

Hindernisse ist es bei den Jagdpatronen

sinnvoll, eine etwas höhere Geschossstabilisierung

als praxisgerechten Kompromiss

anzustreben. Ein weiterer Faktor,

der die Dralllänge mitbestimmt ist die

v 0

, die bei modernen Büchsenpatronen

zwischen 800 m/s und 1100 m/s liegt.

Durch die Hinweise der Geschosshersteller

erfahren wir im Regelfall, welche

Dralllänge zur Stabilisierung des betreffenden

Geschosses notwendig ist. Dabei

finden wir Angaben, wie beispielsweise

„12" or faster“ oder „7"–10". Wenn wir

dem zuvor dargestellten Grundsatz der

Mindeststabilisierung für die Erlangung

der höchsten Präzision folgen, so bieten

auch diese Werte für die Praxis einiges

an Kompromissen.

Maßhaltig. Oben die CIP-Maximalmaße der

.223-Remington-Hülse in mm. Darunter Patronen

.223 Remington mit normalem Mantelgeschoss

und beschichtetem Geschoss. Unten

dreimal Sierra MatchKing: 52 gr, 69 gr und 77

gr, die alle im Rahmen der CIP-Maße bleiben.

08/2012 47

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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Innenballistik Dralllängen der .223 Remington

Präzise. So sehen die besten Gruppen mit dem

52-gr-Sierra-MK aus dem Lauf mit 12"-Drall aus.

Test mit 12"- und 8"-Drall. Da bei keinem

anderen gängigen Sportschützenkaliber

die Spannbreite der Dralllänge

so unterschiedlich ist wie bei der .223

Remington, gingen wir dem Problem

durch den praktischen Versuch auf den

Grund. Dazu stellte uns die Firma Heinz

Henke eine ihrer SMH-Büchsen in der

Long-Range-Version im Kaliber .223 Remington

zur Verfügung. Das neue SMH-

Zylinderverschlusssystem gehört zu den

zahlreichen Klonen des 700er-Remington-Systems

und wird bei der US-Firma

Kelbly’s hergestellt, an dessen Atlas-System

das SMH-System anlehnt.

Das neue SMH-System von Heinz

Henke wurde bereits im DWJ 11/2011

ausführlich vorgestellt, weshalb wir an

dieser Stelle nur festzustellen haben,

dass unsere Testwaffe auf der Einzellader-Version

des SMH-Systems basiert,

und sowohl der Kammergriff als auch

das Ladefenster auf der rechten Seite angeordnet

sind.

Die Lauflänge des zylindrisch ausgeführten

Matchlaufs von Shilen (Kontur

11) beträgt 24" (610 mm). Der Außendurchmesser

weist beachtliche 31,3 mm

auf, was zwangsläufig zu einer schweren

Büchse von rund 6,2 kg Gewicht ohne

Optik führt.

Unsere Testwaffe hatte einen 8"

(203 mm) langen Drall. Zusätzlich stand

in den gleichen Abmessungen ein Shilen-Matchlauf

mit einem 12" (305 mm)

langen Drall zur Verfügung.

Wie die Markierung beider Läufe

verriet, wurde das Patronenlager im

Bereich des Hülsenhalses zur Präzisionssteigerung

etwas enger gehalten, als

die CIP-Maße angeben. Am Hülsenhals

(H2) beträgt das CIP-Mindestmaß für

das Patronenlager 6,45 mm. Unsere beiden

Testläufe haben nur einen H2-Wert

von 6,35 mm (Neck .250"). Für die Praxis

bedeutet dies, dass nicht jede Fabrikpatrone

in diese Patronenlager passen

muss, obgleich es die meisten tun, da der

Hülsenhalsdurchmesser der meisten Fabrikpatronen

bei etwa 6,3 mm liegt.

Für unsere Wiederladearbeit war das

Patronenlager mit dem Halsdurchmesser

von .250" (6,35 mm) gerade richtig.

Man konnte mit den Norma-Hülsen .223

Remington, die über eine extrem gleichmäßig

dicke Hülsenhalswandstärke

verfügen, ohne das sonst bei Benchrest-

Patronen übliche Hülsenhalsabdrehen

arbeiten. Die fertigen Patronen mit den

Norma-Hülsen weisen einen Halsaußendurchmesser

von 246" (6,25 mm) auf. Die

Differenz zum Patronenlager beträgt da-

Ladedaten Kaliber .223 Remington in der SMH Long Range mit 8"-Dralllänge

Hülse Geschossgewicht

[gr/g]

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung

[gr]

Patronen -

länge [mm]

v 0

[m/s]

E 0

[J]

Streukreis*

100 m [mm]

Norma 69/4,5 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 22,8 Vihtavuori N 133 57,4 884 1747 12.8

Norma 69/4,5 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 26,0 Vihtavuori N 540 57,4 909 1847 10.4

Norma 73/4,7 Berger HPBT Remington 7 ½ 25,0 Hodgdon Varget 60,0 ** 881 1836 8,3

Norma 77/5,0 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 23,5 Hodgdon Varget 57,4 823 1690 6,2

Norma 77/5,0 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 21,5 Hodgdon H 322 57,4 817 1665 7,3

Norma 80/5,2 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 25,0 Hodgdon Varget 64,7 ** 867 1948 7,1

Norma 80/5,2 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 25,0 Vihtavuori N 540 64,7 ** 862 1926 8,5

Testwaffe: SMH Precision Long Range, Lauflänge: 24" (610 mm), Hülsenlänge .223 Remington: 1.760" (44,70 mm), Geschossdurchmesser: .224"

(5,70 mm), Maximalgasdruck .223 Remington: 4300 bar, Maximale Patronenlänge: 2.260" (57,40 mm), *Es handelt sich um den Mittelwert aus

drei Schussgruppen zu je fünf Schuss, gemessen von Schusslochmitte zu Schusslochmitte. ** L6-Wert liegt über dem CIP-Wert. Nur für Einzellader

geeignet. Das Verwenden der Ladedaten erfolgt auf eigene Gefahr. Autor und Verlag übernehmen keinerlei Haftung. Jeder Wiederlader handelt

eigenverantwortlich!

Ladedaten Kaliber .223 Remington in der SMH Long Range mit 12"-Dralllänge

Hülse Geschossgewicht

[gr/g]

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung

[gr]

Patronen -

länge [mm]

v 0

[m/s]

E 0

[J]

Streukreis*

100 m [mm]

Norma 52 /3,4 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 25,0 Norma 201 57,0 1005 1702 6,2

Norma 52/3,4 Sierra HPBT MK Remington 7 ½ 26,9 Hodgdon H 335 57,0 998 1678 6,7

Norma 55/3,6 Sierra FMJBT Remington 7 ½ 23,5 Vihtavuori N 130 57,0 969 1673 8,9

Norma 55/3,6 Nosler Ballistic Tip Remington 7 ½ 25,0 Hodgdon H 335 57,0 955 1625 8.2

Norma 60/3,9 Berger HP Moly Remington 7 ½ 26,2 Hodgdon Varget 57,4 932 1689 7,6

Norma 64/4,1 Berger HP Remington 7 ½ 25,5 Hodgdon H 335 57,4 911 1721 12,1

Testwaffe: SMH Precision Long Range, Lauflänge: 24" (610 mm), Hülsenlänge .223 Remington: 1.760" (44,70 mm), Geschossdurchmesser: .224"

(5,70 mm), Maximalgasdruck .223 Remington: 4300 bar, Maximale Patronenlänge: 2.260" (57,40 mm), *Es handelt sich um den Mittelwert aus

drei Schussgruppen zu je fünf Schuss, gemessen von Schusslochmitte zu Schusslochmitte. Das Verwenden der Ladedaten erfolgt auf eigene Gefahr.

Autor und Verlag übernehmen keinerlei Haftung. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

Quer. So schlagen 69-gr-Sierra-MK-Geschosse

aus dem 12"-Drall in die Scheibe.

mit rundum .002" (0,05 mm). Dadurch

wird ein übermäßiges Dehnen der Hülsen

beim Lidern vermieden, und auf der

anderen Seite ist eine sichere Funktion

gegeben. Die werkseitig gleichmäßige

Hülsenhalswandstärke der Norma-Hülsen

sorgt für einen gleichmäßigen Auszugswiderstand.

So mussten die Hülsen

nur die übliche „Kur“ von Ablängen und

Zündlochentgraten durchlaufen,

ehe sie geladen werden

konnten.

Optimale Optik. Um präzise

schießen zu können, musste

natürlich auch eine bestmögliche Optik

her. Dazu lieferte uns Heinz Henke

die Testwaffe mit dem March-Zielfernrohr

8–80×56 Tactical aus. Die Klickverstellung

arbeitet auf 1 / 8

MOA. Der

Parallaxe-Ausgleich befindet sich handhabungsfreundlich

im dritten Turm auf

der linken Seite.

Der Verstellbereich in der Höhe beträgt

60 MOA und in der Seite 40 MOA.

Das March 8–80×56 Tactical hat einen

Mittelrohrdurchmesser von 34 mm und

wiegt bei einer Länge von 407 mm gerade

mal 845 g. Das auf unserer Testwaffe

montierte Zielfernrohr 8–80×56

Tactical verfügt über das bei Benchrestern

beliebte 1 / 8

-Dot-Absehen. Montiert

wurde das Glas mit 34-mm-Ringen von

Kelbly auf der auf die Systemhülse aufgeschraubten

Prismenschiene.

Nach dem „Einfahren“ der beiden

Testläufe ging es an die Schießstandarbeit.

Die Tests liefen dabei unter dem

Motto „Präzision“, weshalb durchweg

Match-Geschosse oder für ihre Präzision

dem Autor bereits bekannte Geschosse

wie beispielsweise das Nosler Ballistic

Tip zum Einsatz kamen.

Der überwiegende Anteil der Match-

Geschosse kam von den Firmen Sierra

sowie Berger. Beide Fabrikate spielen bekanntlich

in der Präzisionsschützenszene

in der „ersten Liga“.

Gute Anhaltspunkte

durch die Hersteller

Quereinschläge bei zu schweren Geschossen.

Unter dem Gesichtspunkt der optimalen

Stabilisierung wurde mit dem Lauf mit

12"-Drall bei einem Geschossgewicht

von 52 gr (3,4 g) begonnen. Der Klassiker

ist hier eindeutig das MatchKing-Geschoss

HPBT von Sierra. Wir arbeiteten

uns dann über 55 gr (3,6 g), 60 gr (3,9 g)

und 64 gr (4,1 g) in der Gewichtsskala

nach oben. Bis zum 64 gr (4,1 g) schweren

HP-Match-Geschoss von Berger wurde

eine sehr gute bis gute Präzision aus

dem Shilen-Lauf mit 12"-Drall erreicht.

Deutlich wurde jedoch – siehe in der

Datenübersicht – dass der 12"-Drall jenseits

der 55 gr (3,6 g) schweren Geschosse

bereits an die Stabilisierungsgrenze

kommt. Immerhin brachten die 52 gr

(3,4 g) schweren Laborierungen mit dem

HPBT MatchKing von Sierra Schussgruppen

(Mittelwert aus drei Fünfer-

Gruppen auf 100 m) von unter 7 mm,

während das 64 gr (4,1 g) schwere Berger

bereits rund 12 mm Streuung ablieferte.

Die nächste Stufe war nun das 69 gr

(4,5 g) schwere HPBT von

Sierra, für das der Hersteller

Dralllängen von 10"

(254 mm) bis 7" (178 mm)

angibt. Das Ergebnis: Langlöcher

in weitem Abstand auf der 100 m

entfernt stehenden Scheibe. Es ist eindeutig,

die Stabilisierung durch den

12"-Drall ist für dieses Geschoss nicht

mehr ausreichend.

Somit stand der Wechsel zum Shilen-Lauf

mit 8" (203 mm) an. Die zuvor

noch im „Querformat“ angekommenen

69 gr (4,5 g) schweren Geschosse lieferten

Schussgruppen im Bereich von

10 mm bis 13 mm ab. Der Weg führte

über das 73 gr (4,7 g) schwere Berger

HPBT zum 77 gr (5,0 g) schweren Sierra

HPBT MatchKing sowie zum 80 gr

(5,2 g) schweren Sierra HPBT Match-

King. Auch beim Testschießen mit dem

Lauf mit 8"-Drall bestätigte sich die Theorie

von der Mindeststabilisierung für

eine optimale Präzision.

Wie unsere Datenübersicht ausweist,

schossen die schwereren Geschosse besser

als das leichtere 69 gr (4,5 g) schwere

Geschoss, mit dem beste Erfahrungen

im 10" (254 mm) langen Drall in

der Vergangenheit gesammelt wurden.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt,

dass die über 80 gr (5,2 g) liegenden Geschosse

einen noch kürzeren Drall als 8"

(203 mm) benötigen.

Mit den 73 gr (4,7 g) und den 80 gr

(5,2 g) schweren Geschossen wird der

L6-Wert der CIP-Maßtafel deutlich überschritten.

Die Geschossspitzen dieser

Geschosse sind schlank nach vorne

gezogen, sodass der Führungsteil bei

Einhaltung des CIP-L6-Werts ganz im

Hülsenhals verschwinden würde und

so kein ausreichend fester Geschosssitz

mehr gewährleistet wäre.

Beim 77 gr (5,0 g) schweren Sierra

MatchKing HPBT sieht das durch die

Formgebung anders aus. Hier ist das

Einhalten der CIP-Maximallänge von

57,4 mm möglich. Dieses Geschoss ist

also immer dann eine gute Wahl, wenn

schwere Geschosse mit kurzem Drall

verschossen werden und die Patronen

noch in die üblichen .223-Remington-

Magazine passen müssen. Die überlangen

Patronen sind im Regelfall nur im

Einzellader – wie bei unserer Testwaffe

– zu gebrauchen. Sierra hat das 77 gr

(5,0 g) schwere Geschoss wohl unter

diesem Gesichtspunkt entwickelt. Ein

beträchtlicher Teil der Sportbüchsen in

.223 Remington sind bekanntlich Selbstlader

auf AR-15- Basis.

Die Entscheidung für die Dralllänge

kann in der Praxis also nur am Einsatzzweck

der Waffe erfolgen. Wer auf die

Distanz von 100 m schießt, kommt mit

dem 12"-Drall und den dabei präzisesten

Geschossen gut zurecht und hat dabei

den denkbar mildesten Rückstoß. Wer

jedoch auf weitere Distanzen schießt,

sollte im Hinblick auf eine niedrigere

Windabdrift unbedingt zu Dralllängen

unter 10" (254 mm) greifen.

Der 8" (203 mm) lange Drall hat sich

besonders für die Geschossgewichte von

77 gr (5,0 g) und 80 gr (5,2 g) bewährt

und bietet wohl für diese Geschosse die

ideale Stabilisierung.

X

Das Redaktions-Fazit

X Unsere Testreihe hat einmal mehr in der

Praxis belegt, was die Geschosshersteller

in groben Zügen zu ihren Matchgeschossen

angeben. Die dabei genannten Spannbreiten

bei der Dralllänge sind jedoch in

der Praxis noch genau mit der betreffenden

Waffe abzustimmen. Wenn auf den

Geschossschachteln eine Dralllänge von

7“ (178 mm) bis 10“ (254 mm) angegeben

wird, so ergibt die Praxis doch nochmals

Unterschiede hinsichtlich der bestmöglichen

Präzision. Typisch dafür ist das 69 gr

(4,5 g) schwere Sierra Match-King HPBT,

das im 8"-Drall zwar sehr ordentliche Ergebnisse

bringt, jedoch bereits eine leichte

Überstabilisierung erfährt, die im Bereich

von wenigen Millimetern die Schussgruppen

beeinflusst. Ermittelbar sind diese

Feinheiten jedoch nur mit typischen Präzisionsbüchsen,

wie sie uns mit der SMH Long

Range zur Verfügung stand.

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SMH Systeme

Das SMH Precision System

Das SMH Precision System hat äußerlich Ähnlichkeit mit dem

des Remington 700, jedoch mit entscheidenden Unterschieden:

An der linken Seite besitzt es einen Verschlusshalter und der

Abzug wird in einen Rahmen eingesetzt, der mit zwei

Schrauben am System befestigt wird.

Der Vorteil: Das System passt in Remington Schäfte (es müssen

lediglich kleinste Änderungen an diesen vorgenommen werden).

Das SMH System wird mit sehr geringen Toleranzen hergestellt,

wie sie an keinem normalen Remington System zu finden

sind. Vorne und hinten werden die gleichen Montagebasen

verwendet, es hat also an beiden Enden die gleiche Höhe. Daher

ist es viel einfacher die Zieloptik gerade auszurichten.

Für das System wird rostfreier Stahl der Qualitätsstufe 416 RS

verwendet. Der Verschluss (Bolt) besteht aus Chrommolybdänstahl

der Qualitätsstufe 4140.

Die Mehrlader-Ausführung ist so designed, dass Accuracy International Magazine verwendet werden können. Diese gibt es in

5- und 10-Schuss - Ausführung. In der Kalibergruppe .223 und .222 beträgt die Magazinkapazität 10 Schuss.

Die Rückstoßplatte, welche zwischen System und Lauf montiert ist, wird durch zwei Pins ausgerichtet. Dies vereinfacht einen

Laufwechsel, wenn für das gleiche System mehrere Läufe vorhanden sind.

Es gibt eine Kurzausführung bis Kaliber .308 Win. und eine Langausführung ab Kaliber .30-06 und ähnliche.

SMH Precision Systeme (kurz)

SMH Precision Systeme (lang)

Gewicht

835 g

Gewicht

934 g

Länge

199,6 mm

Länge

221,2 mm

Durchmesser

34,42 mm

Durchmesser

34,42 mm

Verschlusskopfgröße

.222, PPC, .308,

Mag. (13,51 mm)

Verschlusskopf konisch

Verschlusskopfgröße

.308,

Mag. (13,51 mm)

Verschlussabstand

17,58 mm

Verschlussabstand

17,58 mm

Verschlusskopfausführung

flach (Mehrlader),

konisch

Verschlusskopfausführung

flach

Kammerstengel

rechts (Standard),

links

Kammerstengel

rechts (Standard),

links

Auswurffenster

rechts (Standard),

links

Verschlusskopf flach

Auswurffenster

rechts (Standard),

links

Standard bei SMH Precision Systemen:

Abzugrahmen mit Schrauben (alle), Schaftverbindungsschrauben (alle), Aluminium-Abzugbügel (EZ)

SMH Precision Abmessungen in Inch (1 Inch = 25,4mm)

.942

.942 in.

SMH Precision Lang Abmessungen in Inch

.807

.807 in.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

SMH Präzisionsbüchsen

SMH Precision Büchsen mit 2-Warzen-Verschluss werden speziell für Henke in den USA gefertigt. Ihr System entspricht dem des

Remington 700, weist jedoch wesentlich geringere Toleranzen auf und besteht aus hochwertigem Stainless Steel. Präzision ist kein

Geheimnis: die richtigen Komponenten werden von Meistern ihres Fachs in diesen Büchsen vereint.

Long Range

ZG 3 / F-Class

Einzellader

Lauf: Shilen, zylindrisch

Lauflängen: 24”,

26” (6 BR, 6,5x47 und 6,5 Creedmoor),

28” (6mm XC und 6,5 - 284)

Abzug: Jewell

Schaft: McMillan MBR (Abb. zeigt Farbe 90% schwarz / 10% grau)

Gewicht: ca. 6,1 kg

Artikelnummer Kaliber

SMHALR223 .223 Remington

SMHALR6PPCUSA 6mm PPC USA

SMHALR6PPC 6mm PPC .262

SMHALR6BR

6mm Norma BR

SMHALR6XC 6mm XC

SMHALR30BR .30 BR

SMHALR308 .308 Winchester

SMHALR6547 6,5x47

SMHALR65C 6,5 Creedmoor

SMHALR65284 6,5 - 284

Light Target

ZG 2

Einzellader

Lauf: Shilen, Kontur LV

Lauflängen: 24”, 26” (6mm XC)

Abzug: Jewell

Schaft: McMillan Benchrest (Abb. zeigt Farbe 90% schwarz / 10% grau)

Gewicht: ca. 4,6 kg

Artikelnummer Kaliber

SMHALTG223 .223 Remington

SMHALTG6PPCUSA 6mm PPC-USA

SMHALTG6PPC 6mm PPC .262

SMHALTG6BR 6mm Norma BR

SMHALTG6XC 6mm XC

SMHALTG308 .308 Winchester

Tactical A5

Einzellader

Lauf: Shilen, Kontur LV (HV in Kal. .308 Win. lieferbar)

Lauflängen: 24”, 26” (6mm XC)

Abzug: Jewell

Schaft: McMillan A5 inkl. 3 Riemenbügelösen

(Abb. zeigt Farbe 90% schwarz / 10% grau)

Gewicht: ca. 4,6 kg

Artikelnummer Kaliber

SMHATAC223 .223 Remington

SMHATAC6PPCUSA 6mm PPC-USA

SMHATAC6PPC 6mm PPC .262

SMHATAC6BR 6mm Norma BR

SMHATAC6XC 6mm XC

SMHATAC308(HV) .308 Winchester

Tactical A5

Mehrlader

Lauf:

Shilen, Kontur LV

Shilen Kontur HV in Kal. 6,5 Creedmoor und .308 Win. lieferbar,

Shilen Kontur HV in Kal. 6mm XC und .300 WSM

Lauflängen: 24”, 26” (6mm XC, 6,5 Creedmoor, .300 WSM)

Abzug: Jewell

SMHAMTAC6XC 6mm XC

Schaft: McMillan A5 inkl. 3 Riemenbügelösen

SMHAMTAC65C 6,5 Creedmoor

(Abb. zeigt Farbe 90% schwarz / 10% grau)

SMHAMTAC300WSM .300 WSM

Gewicht: ca. 4,6 kg

SMHAMTAC308(HV) .308 Winchester

Scharfschützenwaffe mit herausnehmbarem AI-Magazin für den ambitionierten Präzisionsschützen. Die Magazinhalterung

sitzt direkt vor dem Abzugsbügel. Diese Mehrladewaffe ist kompromisslos auf Präzision getrimmt.

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Artikelnummer

SMHAMTAC223

Kaliber

.223 Remington

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Präzisionsbüchsen

SMH Precision Jagdbüchsen

Bei unseren SMH Jagdbüchsen werden die gleichen Systeme und die gleichen Laufqualitäten verwendet wie in den anderen SMH

Precision Serien. Auch die Schäfte sind vom gleichen Hersteller, nämlich McMillan. Um die Waffen leichter zu machen verwenden

wir andere Schäfte und die Laufkonturen sind etwas kleiner.

Die Präzision ist herausragend. Es ist nicht ungewöhnlich, dass für Jagdwaffen viel Geld ausgegeben wird, was aber nicht unbedingt

bedeutet, dass man dafür auch viel Präzision geboten bekommt. Unser Ansatzpunkt ist die Präzision.

Wir verwenden nur hochwertige Bauteile, die schon von der Konzeption her Präzision ver-sprechen. Wir meinen, dass Jäger nicht

auf die Errungenschaften des Präzisionswaffenbaus verzichten sollten. Am Ende des Tages will jeder erfolgreich sein, was ohne

eine präzise Waffe kaum vorstellbar ist.

Bei der Kaliberauswahl haben wir uns für Präzisionskaliber, die für alle Wildarten zugelassen sind, entschieden.

Elite Hunter

Mehrlader

Lauf: Shilen, Kontur 5 (Kontur 5,5 in Kal. .30-06 Sprg.)

Lauflängen: 24”,

26” im Kaliber .300 Win. Mag.

Abzug: Jewell (mit Sicherung)

Magazinschacht: mit BDL Klappdeckel zum schnellen Entladen

Schaft: McMillan A3 (Abb. zeigt Farbe 90% schwarz / 10% grau)

Gewicht: 3,8 kg (.308 Win.), 4,5 kg (.30-06 Sprg.) und 4,2 kg (.300 Win. Mag.)

Artikelnummer

SMHAMEH308

SMHAMEH3006

SMHAMEH300WM

Kaliber

.308 Winchester

.30-06 Springfield

.300 Win. Mag.

Compact Hunter

Mehrlader

Lauf: Shilen, Kontur 5

Lauflänge: 22”,

Abzug: Jewell (mit Sicherung)

Magazinschacht: mit BDL Klappdeckel zum schnellen Entladen

Schaft: McMillan A3 Sporter (Abb. zeigt Farbe 90% schwarz / 10% grau)

Gewicht: 3,5 kg

Artikelnummer

SMHAMCH308

Kaliber

.308 Winchester

Long Range Hunter

Mehrlader

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Lauf: Shilen, Kontur 5,5

Lauflänge: 26”,

Artikelnummer Kaliber

Abzug: Jewell (mit Sicherung)

SMHAMLRH7WSM 7mm WSM

Schaft: McMillan A3 (Abb. zeigt Farbe 90% schwarz / 10% grau)

Gewicht: 4,5 kg

SMHAMLRH300WM .300 Win. Mag.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

MAGAZIN

Barnard F/TR- und

F-Class-Büchsen

Neu im Programm bei Henke

sind hochpräzise Barnard

Precision-Repetiergewehre

mit Schichtholzschäften. In

caliber 7-8/2016 präsentierten

wir mit dem Modell 10 im

Kaliber .338 Lapua Magnum

eine Zylinderverschlussbüchse

mit modernem

Leichtmetallchassis des neuseeländischen

Herstellers,

die im 100- und 300-Meter-Test

bestens abschnitt.

Beide im Henke-Programm

neu vertretene F/TR- und

F-Class-Modelle weisen stabile

Laminatholzschäfte mit

eingeklebtem Leichtmetall-

Bettungsblock sowie 30“

beziehungsweise 32“ lange

Matchläufe des ebenfalls aus

Neuseeland stammenden Herstellers

True Flite auf. Preise

auf Anfrage.

(sp)

caliber-Kontakt

Heinz Henke, Bahnhofstraße 57

49757 Werlte, Telefon: +49-(0)59

51-95990, Fax: +49-(0)5951-95 9950

www.henke-online.de

info@henke-online.de sowie

www.barnard.co.nz

Barnard Precision F-Class-Repetierbüchse mit zweifarbigem

Daumenloch-Schichtholzschaft in den Farbtönen Elfenbein/Grau

Daumenloch-Schichtholzschaft in den Farbtönen Elfenbein/

mit verstellbarer Wangenauflage

Grau mit verstellbarer Wangenauflage.

90 caliber 10/2016

Barnard Precision F/TR-Repetierbüchse mit dreifarbigem

Schichtholzschaft in den Farbtönen Moosgrün/Bernstein/

Barnard Precision F/TR-Repetierbüchse mit dreifarbigem Schichtholzschaft

Grau mit verstellbarer Schaftbacke.

in den Farbtönen Moosgrün/Berstein/Grau mit verstellbarer Schaftbacke

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

C 10 090-096 Magazin.indd 90 09.01.17 14:10

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Long-Range-Waffe SMH Precision Tactical A5

Weitschuss

Henke erweitert die Auswahl bei seiner SMH Precision Tactical um die .300 Winchester Short Magnum.

Für diesen Beitrag stand uns die Ausführung mit 26"-Lauf in der Light-Varmint-Kontur zur Verfügung.

Geprägt wird das äußere Erscheinungsbild vor allem durch den McMillan-Schaft in der Ausführung A-5.

X

HANS J. HEIGEL

Reinrassige Präzisionsbüchsen werden

im Regelfall als Einzellader auf der Basis

eines stabilen Zylinderverschlusses

gefertigt. Um denkbar minimale Toleranzen

zu gewährleisten, werden für die

Spitzenmodelle überwiegend in Kleinserie

produzierte Systeme verwendet.

Die Präzisionsschützen der Polizei benötigen

jedoch Repetiererlösungen, die

in der Praxis auch bei den Sportschützen

für verschiedene Wettbewerbe sehr

populär sind. Um die Repetierfunktion

zu ermöglichen, werden die ansonsten

sehr steifen Systemhülsen für den Magazinschacht

auf der Unterseite unterbrochen,

was aus theoretischer Sicht

zwar eine Schwächung der Systemhülse

bedeutet, jedoch in der Praxis angesichts

der übrigen die Präzision beeinflussenden

Faktoren noch akzeptiert werden

kann, wenn man nicht gerade für die

Formel 1, das Benchrest-Schießen, eine

Büchse baut. Diese Feststellung gilt zumindest,

wenn eine entsprechend solide

Systemkonstruktion vorliegt.

Grundvoraussetzungen beim System. So

bietet die Firma Heinz Henke das bei

Kelbly’s Inc., dem Hersteller der bekannten

Stolle-Panda-Systeme, gefertigte

SMH-System in einer Einzellader- und

Repetierer-Variante an. Das SMH-System

ist ein Ableger des ebenfalls von

Kelbly’s produzierten Atlas-Systems.

Das SMH-System gehört

zu den zahlreichen Klonen

des Systems Remington

700/40-XB und weist die für ein Präzisionsbüchsensystem

zwingend notwendigen

Eigenschaften auf.

Um einem System Festigkeit, Härte

und Zähigkeit zu verleihen, braucht es

in der Praxis einen ordentlichen Vergütungs-

oder Einsatzstahl, was bei dem

heutigen Marktangebot kein Problem

darstellt. Die rund ausgeführte SMH-

Systemhülse wird aus Stainless-Stahl

416 RS gefertigt und weist einen Außendurchmesser

von 1.350" (34,29 mm)

auf. Der Verschlusszylinder mit einem

Eigenschaften

des Systems

Durchmesser von .700" (17,78 mm) wird

aus 4140er-Stahl hergestellt.

Ein wichtiger Faktor für den starren

Sitz des Laufs in der Systemhülse

ist die Steifigkeit der Systemhülse. Der

Flächenträgheitsmoment sowie der Verformungswiderstand

spielen bei dieser

wichtigen Eigenschaft die

Hauptrollen. Ganz einfach

ausgedrückt, eine möglichst

massiv ausgeführte

Systemhülse bringt die

wichtigen Pluspunkte bei diesem Faktor.

Diese stößt in der Praxis aufgrund der

Gewichtslimits der Waffen an Grenzen.

Auf die Steifigkeit wirkt sich folglich

auch die bereits angesprochene Frage

aus: Einzellader- oder Mehrlader? Das

Magazin verlangt auf der Unterseite der

Systemhülse nach der entsprechenden

Ausfräsung, was die Systemhülse hinsichtlich

der Steifigkeit schwächt. Diesen

Grundsätzen folgend, sollte auch

das Lade- und Auswurffenster möglichst

klein gehalten werden. Die Frage, ob

Praxisgerecht. Die SMH Tactical präsentiert

sich als Repetierbüchse mit guter Präzision und

macht in der vorliegenden Ausführung beim

Sportschießen eine gute Figur.

32

Europas unabhängiges Magazin

44

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

man eine runde oder kantige Systemhülse

verwendet, spaltet die Expertenmeinungen.

Beide Formen findet man bei Präzisionsbüchsen

und beide Formen haben

kleine Vor- sowie Nachteile. Für die runde

Systemhülse spricht zunächst einmal

die einfachere und kostengünstigere

Herstellung, so auch bei dem vorliegenden

SMH-System. Experten behaupten,

dass die runde Systemhülse auch im Hinblick

auf die Entstehung von Querwellen

günstiger ist. Für das auf der Unterseite

kantige System spricht insbesondere die

einfachere Bettungsmöglichkeit auf Säulen

(Pillars). Der Trend geht in den letzten

Jahren zu den runden Systemhülsen

mit zwischen Lauf und Hülsenkopf sitzender

Rückstoßplatte, wie dies auch bei

den SMH-Waffen der Fall ist.

Konventionelle Lösungen mit durchdachten

Details. Die Verriegelung mit zwei Warzen

am Kammerkopf sowie der über den

Stoßboden überstehende Bund, der die

geladene Patrone umschließt, sind typische

Merkmale des 700er-Remington-

Systems. Der Auszieher ist in die rechte

Verriegelungswarze eingeschoben und

mit einem Druckstift gesichert. Diese

Lösung kennt man von der Winchester

70 post-64. Der nur bei der Repetiererversion

vorhandene Ausstoßer hat seinen

Sitz an der linken Verriegelungswarze

und reicht in den Stoßboden.

Beim Öffnen des Verschlusses wird

der Ausstoßer zum Auswurf der leeren

Hülse beziehungsweise der Patrone nach

vorne gedrückt. Durch diese Anordnung

wird vermieden, dass die geladene Patrone

einseitig durch einen federbelasteten

Druckstift minimal auf dem Stoßboden

verkantet wird. Die Frontseite

der Warzen ist beim Repetierer anders

als beim Einzelladersystem rechtwinkelig

ausgeführt. Das Schlösschen des

SMH-Systems ist in der Form dem der

Remington 700 ähnlich. Der Kammergriff

ist bei den SMH-Büchsen relativ

lang ausgeführt, was in einer günstigen

Hebelwirkung für ein leichtes Bedienen

resultiert. Abgeschlossen wird der Kammergriff

mit einer Kugel.

Der Kammerfanghebel sitzt auf der

linken Seite in der Hülsenbrücke.

Gegenüber dem aus der

Großserie kommenden System

Remington 700 weist

der Klon namens SMH

insbesondere engere Fertigungstoleranzen

auf. Ferner wird die

Rückstoßplatte zwischen der Stirnseite

des Hülsenkopfs und dem Laufende

beim SMH mit zwei Stiften unverrückbar

fixiert. Enge Fertigungstoleranzen

sind durchaus für die Präzision wichtig

und werden in der Praxis allzu leicht

vernachlässigt.

Da ist das Spiel zwischen Systemhülse

und Kammer. Beim Schließen der Waffe

drückt der Abzugsstollen nach oben

auf die Verschlusskammer. Dadurch

ist – wenn auch minimal – ein leichtes

Verkanten des Verschlusszylinders in

der Systemhülse möglich. Dies führt

zu einer minimalen Schrägstellung des

Stoßbodens und einer ungleichmäßigen

Anlage des Patronenbodens auf dem

Stoßboden der Kammer. Wir begegnetem

dem Problem bereits bei der Gestaltung

des Ausstoßers.

Ein weiterer Faktor ist die Zündverzugszeit.

Das ist die Zeitspanne, die

Problemlösungen

im Detail

zwischen dem Auslösen des Abzugs und

dem Auftreffen des Schlagbolzens auf

das Zündhütchen liegt. Um das Ziel einer

möglichst kurzen Zündverzugszeit

zu erreichen, helfen drei Maßnahmen:

Der Schlagbolzen muss denkbar leicht,

die Schlagbolzenfeder möglichst stark

sein. Weiter spielt der Schlagbolzenweg

eine wichtige Rolle. Auch hier bietet das

SMH-System optimale Lösungen.

Für die Praxis ist es wichtig, dass man

den Schlagbolzen nur leicht mit einem

guten Fett oder Öl schmiert und nicht

den ganzen Innenraum

der Verschlusskammer voll

mit Fett füllt.

Eine solche Fettfüllung

wirkt nämlich in der Praxis

quasi wie eine Bremse auf den Schlagbolzen

und kann die Zündverzugszeit erheblich

verlängern.

Für die Waffe wird ein Einsteckmagazin

AI, das im Kaliber .300 WSM drei

Patronen aufnimmt, verwendet.

Bodenplatte, Magazinschacht und Abzugsbügel

bilden eine Einheit. Der Magazinlösehebel

sitzt vor dem Abzugsbügel

und lässt sich aufgrund seiner Größe

rasch und sicher bedienen.

Patrone und Waffe für weite Distanzen. War

die SMH Tactical bisher in den Kalibern

.223 Remington und .308 Winchester zu

haben, so erweitert Henke jetzt die Kaliberpalette

um die .300 Winchester Short

Magnum (WSM). Die .300 WSM kam

2001 auf den Markt. Winchester startete

mit der .300 WSM ein neues, auch

in anderen Kalibern verwendetes Patronenkonzept.

Ziel war es, annähernd

die ballistische Leistung der .300 Winchester

Magnum in eine kürzere, dafür

Geschützt. An der Laufmündung wurde eine

rechtwinkelige, sehr sauber gearbeitete Matchsenkung

angebracht, die das empfindliche

Laufprofil vor Beschädigungen schützt.

12/2012 33

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

45


Long-Range-Waffe SMH Precision Tactical A5

jedoch dickere Hülse ohne Gürtel zu

packen. Die gürtellose Hülse bietet die

Vorteile, dass sie sich im Patronenlager

besser zentriert und durch den Wegfall

des Gürtels einen dickbauchigeren Hülsenkörper

ermöglicht. Letztgenanntes

erlaubt es, den Pulverraum der Hülse relativ

kurz zu halten. So entsteht eine für

die Eigenpräzision der Patrone optimale

Hülsengeometrie, die an das Konzept

der Präzisionspatronen 6 mm PPC und

6 mm Norma BR anlehnt. Die Treibladung

ist insgesamt näher zum Zündhütchen

angeordnet und kann gleichmäßiger

gezündet werden als bei langen,

schlankeren Hülsenformen.

In Verbindung mit in der Länge an der

.308 Winchester orientierten Einsteckmagazinen

hat man jedoch mit der minimal

längeren .300 WSM enge Grenzen

in der Patronenlänge zu beachten.

Die meisten Fabrikpatronen erreichen

den maximalen L6-Wert nicht, sodass

sich das Problem kaum stellt. Beim Wiederladen

muss man jedoch diesen Faktor

im Auge behalten. Dies gilt auch für

die AI-Magazine. Dass die SMH Tactical

mit den AI-Magazinen eine reibungslose

Patronenzufuhr gewährleistet, konnten

wir bereits in einem früheren Test in der

Version .308 Winchester erproben.

Das für diese Waffe

falsch gelieferte .308er-

Magazin war daher für den

Präzisionstest irrelevant.

Für unseren Test setzten wir durchweg

auf Eigenlaborierungen, die überwiegend

mit Matchgeschossen versorgt

wurden. Soweit Jagdgeschosse zum

Einsatz kamen, sind diese für ihre überdurchschnittliche

Präzision aufgrund ihrer

Form und Fertigung bekannt.

Henke verpasst der SMH Tactical in

.300 WSM einen 26" (660 mm) langen

Shilen-Lauf der höchsten Qualitätsstufe

Technische Daten und Preise

Hersteller/

Vertrieb

Modell

Waffenart

Kaliber

Lauflänge

Visierung

Dralllänge

Magazinkapazität

Sicherungen

Gesamtlänge

Gewicht

Werkstoff

Schaft

Preis

Streukreise

in der Praxis

SMH Precision/McMillan

Heinz Henke,

www.henke­online.de

SMH Precision Tactical A5

Zylinderverschluss­

Büchse (Repetierer)

.300 Winchester Short

Magnum

26" (660 mm)

Keine offene Visierung;

Systemhülse vorgebohrt

für Zielfernrohrmontage

10" (254 mm)

3 Patronen

Schiebesicherung

ohne Kammersperre

1170 mm

5,39 kg

Stainless­Stahl

Kunststoff

Auf Anfrage

„Select Match Grade“. Als Kontur wird

die Light-Varmint-Form verwendet. Der

Außendurchmesser an der Laufmündung

beträgt 21,5 mm. Die Matchsenkung

an der Laufmündung ist rechtwinkelig.

Das Patronenlager wurde an den

Mindestmaßen des CIP-Datenblatts

orientiert.

Angesichts des Hülsenpotenzials

der .300 WSM

wählte man eine Dralllänge

von 10" (254 mm), wodurch eine Stabilisierung

der .308er-Geschosse bis zu einem

Gewicht von 220 gr (14,3 g) möglich

wird. Erfahrungsgemäß sind mit dem

10"-Drall die engsten Schussgruppen mit

Matchgeschossen von 167 gr (10,8 g) bis

190 gr (12,3 g) zu erzielen, was unser

Testschießen bestätigte. Die erzielten

Streukreise sind durchweg als gut bis

sehr gut zu bezeichnen.

Wenn nun einige Leser Gruppen unter

10 mm vermissen, so ist dies der Realität

geschuldet. Man muss bedenken, dass

zum einen die Kontur eines Varmint-

Laufs vorliegt und zum anderen ein Repetierer

gebaut wurde. Dazu kommt das

Kaliber. Insidern ist längst bekannt, dass

die super engen Benchrest-Gruppen auf

100 m nur mit den kleinen .22er- und

6-mm-Kalibern zu machen sind. Natürlich

hat auch unsere Testwaffe vereinzelt

Gruppen unter der 10-mm-Grenze

abgeliefert, aber eine stetige Wiederholbarkeit

liegt, wie die Mittelwerte aus drei

Schussgruppen zeigen, bei etwa 15 mm.

Als Anhangspunkt mögen die Fantasten

allerdings bedenken, dass der Remington

Custom Shop für seine 40-XB-BR-

Büchsen bei der .222 Remington eine

Schussleistungsgarantie mit Handlaborierungen

von .450 MOA gibt.

Ballistische Daten und Ladedaten Kaliber .300 WSM in der SMH Precision Tactical A5

Hülse

Geschossgewicht

[gr/g]

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung

[gr]

Patronen -

länge

[mm]

v 0

[m/s]

E 0

[J]

Streukreis*

100 m

[mm]

Winchester 150/9,7 Sierra HPBT MK Winchester WLRM 67,5 IMR 4350 71,6 967 4545 16,8

Winchester 167/10,8 Lapua Scenar Winchester WLRM 64,0 Vihtavuori N 160 72,1 914 4520 14,7

Winchester 168/10,9 Sierra HPBT MK Winchester WLRM 67,2 Alliant Reloder 17 72,0 942 4830 17,9

Winchester 168/10,9 Berger LTB HPBT Winchester WLRM 64,0 Norma 204 72,0 932 4728 12,4

Winchester 180/11,7 Nosler Ballistic Tip Winchester WLRM 63,2 Winchester 760 72,0 902 4745 15,2

Winchester 180/11,7 Hornady SST Winchester WLRM 65.2 IMR 4350 72,1 897 4692 18,3

Winchester 190/12,3 Hornady BTSP Winchester WLRM 63,0 Winchester 760 71,9 871 4670 16,1

Testwaffe: SMH Precision Tactical A5, Lauflänge: 26" (660 mm), Hülsenlänge .300 WSM: 2.100" (53,34 mm), Geschossdurchmesser: .308"

(7,82 mm), Maximalgasdruck .300 WSM: 4400 bar, Maximale Patronenlänge: 2.860" (72,64 mm), *Streukreise sind Mittelwerte aus drei Gruppen zu

je fünf Schuss auf 100 m, gemessen von Schusslochmitte zu Schusslochmitte. Das Verwenden der Ladedaten erfolgt auf eigene Gefahr. Autor und

Verlag übernehmen keinerlei Haftung. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

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schießsport

Links: Dick. Die .300 WSM ist in einem Kurzsystem

unterzubringen und in ihrer Hülsenform

für das Präzisionsschießen nahezu ideal.

Bei der .308 Winchester ruft man bereits

.750 MOA auf, und für die Patrone

.30–06 Springfield sowie die mit der

.300 WSM vergleichbaren .300 Winchester

Magnum gar 1.000 MOA, was rund

28 mm Streuung auf 100 m bedeutet.

Der von Jewell stammende HVR-Abzug

war an der Testwaffe perfekt justiert

und löste nach wenigen Hundert Gramm

wie brechendes Glas aus. Ausgestattet

wurde der Abzug mit der

üblichen Remington-Schiebesicherung

mit zwei Stellungen,

die auf den Abzugsmechanismus

wirkt und

bei gesicherter Waffe die Kammer nicht

sperrt, sodass bei gesichertem Abzug das

Laden und Entladen möglich ist.

Heutiger Standard. Die SMH Tactical

kommt mit einem Fiberglasschaft von

McMillan in der Ausführung „Sniper

A-5“. Die sogenannten Fiberglasschäfte

sind heute beim Bau von Präzisionsbüchsen

Standard. Der Begriff „Fiberglas“ ist

ein Anglizismus, der sich aus dem englischen

Wort „fiberglass“, der englischen

Bezeichnung für Glasfaser, gebildet hat.

Technisch korrekt ist die Bezeichnung

glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK).

Gale McMillan, der Firmengründer,

begann mit der Herstellung von Schäften

für Benchrest-Büchsen 1973. Heute

bietet McMillan eine große Vielfalt an

Schaftmodellen, wie den legendären

Schaft für das Scharfschützengewehr

M 40 A1 des US Marine Corps. Es folgte

eine Reihe weiter verbesserter Tactical-

Schäfte bis zum heutigen Modell A-5, der

als eine der besten auf dem Markt erhältlichen

Optionen für Scharfschützen-Gewehre

gilt. Der Vorderschaft des A-5 ist

McMillan

setzt Maßstäbe

breit ausgeführt und zu den Seiten hin

abgerundet. Der Pistolengriff ist wie bei

einer Matchwaffe steil ausgeführt. Die

Schaftbacke ist justierbar und so an alle

Anschlagarten anpassbar. Dabei kann

zum einen die Höhe verändert und zusätzlich

auch die Backe in der Seite um

etwa 16 mm verschoben werden.

Auf der Unterseite des Schaftkolbens

befindet sich die bei Sniper-Schäften bewährte

Wölbung nach innen zum gleichmäßigen

Anschlag mit der linken Hand

(beim Rechtshänder). Farblich präsentiert

sich der A-5-Schaft unserer Testwaffe

in einem schwarzen

Grundton (90 %) mit grauen

„Strähnchen“ (10 %).

Diese Farbvariation wurde

inzwischen schon zum

Markenzeichen der SMH-Büchsen.

Auf der Schaftunterseite befinden sich

drei Riemenbügelösen, zwei davon unter

dem Vorderschaft. Die Montage von

Riemen und Zweibein ist damit denkbar

einfach möglich. Abgeschlossen wird

der Schaftkolben mit einer schwarzen

Gummikappe.

Sehr ordentlich ausgeführt ist die System-

und Laufbettung. Das System sitzt

perfekt im Fiberglasschaft der Testwaffe.

Der Lauf wurde frei schwingend über

die gesamte Lauflänge gehalten. Fixiert

wird das System im Schaft mit zwei Inbusschrauben.

Hinsichtlich des Finishs ist die SMH

Tactical eher eine zivile Sportschützenwaffe,

da das blanke Stainless Finish

Scharfschützen wohl durch Reflexionen

in ihrer Stellung verraten würde. Für diesen

Einsatzzweck würde man sich eine

witterungsunempfindliche Beschichtung

in Camo-Ausführung wünschen.

Bewährte Optik. Präzise schießen kann

nur, wer das Ziel auch gut erkennen

kann. Die waffenseitig beste Schussleistung

kann nicht ohne entsprechendes

Zielfernrohr in die Praxis umgesetzt

werden. Mittels der einteiligen Picatinny-Schiene

erhielt die Testbüchse ein

Nightforce-Zielfernrohr aus der NXS-

Reihe in der Version 5,5–22×56.

Bei diesem Modell beträgt – was für

eine Long-Range-Büchse wichtig ist

der Verstellbereich in der Höhe 276 cm.

Verwendet wurde das bei Präzisionsschützen

populäre Nightforce-Absehen

NP-2DD. Die Nightforce-Gläser sind für

ihre Robustheit und sehr präzise arbeitende

Absehenverstellung bekannt, was

sich in Verbindung mit der Testwaffe

einmal mehr bestätigte.

Der mittlere Vergrößerungsbereich

von 5,5- bis 22-fach deckt so gut wie alle

bei einem dienstlichen Einsatz der Waffe

denkbaren Szenarien ab und ermöglicht

es, insbesondere auf unterschiedlich stabile

Anschlagarten einzugehen.

In Anbetracht des Präzisionstests, der

durchweg unter Zuhilfenahme verschiedener

Benchrest-Auflagen durchgeführt

wurde, sind die angegebenen Schussgruppen

durchgängig bei 22-facher Vergrößerung

geschossen worden. X

Das Redaktions-Fazit

X Die SMH Precision Tactical in .300 WSM

knüpft hinsichtlich Verarbeitung und überdurchschnittlicher

Schussleistung an die

bereits ausführlich getestete Version in

.308 Winchester (siehe DWJ 11/2011) an.

Schützen, die über die Distanz von mehr

als 300 m schießen wollen, erhalten mit der

Ausführung in .300 WSM eine voll taugliche

Long-Range-Waffe. Der A-5-Schaft von

McMillan gestattet die einfache Anpassung

an die verschiedenen Anschlagarten und

macht die SMH Precision Tactical A5 zu einer

universell nutzbaren Präzisionsbüchse

der gehobenen Preisklasse.

Henning Hoffmann – Feuerkampf & Taktik, 5. Auflage

Das Buch gliedert sich in die Teilbereiche: Psyche, Taktik, Schießtechnik und Ausrüstung. Erfolgreiches

Agieren in einer bewaffneten Konfrontation wird erst durch eine entsprechende

Bewusstseinshaltung ermöglicht. Im Buch werden Instrumente beschrieben, wie Gebrauchswaffenträger

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V e r l a g s - Gmb H

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Präzisionsbüchse Barnard Modell 7

Präzisionsbüchse Barnard Modell 7

Direkt aus

Kiwi-Land

Heinz Henke, bekannt für sein breites Angebot an Präzisionsbüchsen, erweitert sein Sortiment

um

Heinz

die

Henke,

Gewehre

bekannt

der neuseeländischen

für sein breites Angebot

Firma Barnard

an Präzisionsbüchsen,

Precision, die in

erweitert

Neuseeland

sein

gefertigte

Sortiment

Läufe

um die

verwendet.

Gewehre

Wir

der

hatten

neuseeländischen

Gelegenheit,

Firma

die Barnard

Barnard

Modell

Precision,

7 einem

die

Test

in Neuseeland

zu unterziehen.

gefertigte

Läufe verwendet. Wir hatten Gelegenheit, die Barnard Modell 7 einem Test zu unterziehen.

HANS J. HEIGEL

X HANS J. HEIGEL

Wenigen Insidern aus der Long-

Systemhülse hat beim P-Chey einen

Range-Szene Wenigen Insidern war die aus Firma der Barnard Long-

Auf einen Blick

Außendurchmesser Systemhülse hat beim von P-Chey 39 mm einen

Auf einen Blick

und

Precision Range-Szene hierzulande war die Firma bisher Barnard ein Be-

Dreiwarzenverriegelung

der Außendurchmesser Verschlusszylinder von weist 39 mm einen und

griff. Precision Seit der hierzulande IWA 2014 bisher hat sich ein dies Be-

X Matchlauf Dreiwarzenverriegelung

aus Neuseeland

Durchmesser der Verschlusszylinder von 24,9 mm weist auf. einen

geändert, griff. Seit der da die IWA Firma 2014 hat Heinz sich Henke

geändert, ihr Sortiment da die um Firma die Heinz Marke Hen-

aus

X Leichtmetallschaft

Solide Verarbeitung

dies

X Solide Matchlauf Verarbeitung aus Neuseeland

Durchmesser Das Barnard-System von 24,9 mm GP auf. ist optimiert

Das für Barnard-System die .50 BMG und GP ist als optimiert

für die .50 in Rechts- BMG und und als Links-

Ein-

Einzelladerversion

Neuseeland ke ihr Sortiment erweitert um hat. die Gegründet Marke aus

X Verstellbare Leichtmetallschaft Schaftelemente

wurde Neuseeland die Firma erweitert Barnard hat. Gegründet Precision

X Ausgezeichnete Verstellbare Schaftelemente

Schussleistung

händer-Ausführung zelladerversion in Rechts- zu haben. und Linkshänder-Ausführung

misst außen zu haben. im Quer-

Die

Die

im wurde Jahr die 1993. Firma Der Firmensitz Barnard Precision

X Ausgezeichnete Schussleistung

befindet

Systemhülse

sich im Jahr in Avondale 1993. Der auf Firmensitz der Nordinsel befindet im der einen Durchmesser von 22 mm. schnitt Systemhülse 49,5 mm misst und außen der Verschlusszylindeschnitt

49,5 ist 34 mm mm und dick. der Verschluss-

im Quer-

Ballungsgebiet sich in Avondale Auckland. auf der Nordinsel im Als der System einen Durchmesser PC gibt in den von gleichen 22 mm.

Ballungsgebiet Die Erfolgsgeschichte Auckland. der Barnard- Abmessungen Als System PC gibt Optionen es in den nach gleichen Kundenwunsch.

Abmessungen Dies Optionen bedeutet, nach dass Kun-

beisiv

S-Serie. ausgeführten Neben diesen Barnard-Systemen

äußerst mas-

S-Serie. zylinder Neben ist 34 mm diesen dick. äußerst mas-

Büchsen Die Erfolgsgeschichte begann mit dem der von Barnard- Peter

Barnard Büchsen entwickelten begann mit dem System von P, Peter das spielsweise denwunsch. der Dies Kammergriff bedeutet, dass rechts beispielsweise

der die Kammergriff Ladeöffnung jedoch rechts sind gibt es wie die beim S-Serie. System Die Abmessungen Remington

gibt siv es ausgeführten die S-Serie. Die Barnard-Systemen

Abmessungen

vor Barnard allem entwickelten bei schweren Matchbüchsen

System P, das angeordnet,

sowie vor allem F-Class-Gewehren bei schweren Matchbüchsen

zu finden ist. links angeordnet, ist. Natürlich die Ladeöffnung gibt jedoch sind wie beim 700, System doch hat Remington die Barnard-Konstruktion

700, doch hat die drei Bar-

Das sowie P-System F-Class-Gewehren wird in verschiedenen

zu finden ist. es links auch ist. die Natürlich umgekehrte

es auch Alternative die umgekehr-

gibt

Versionen Das P-System auch wird aktuell in verschiedenen

bei Barnard

Angepasste

sowie

Verriegelungswarzen

produziert. Unsere Testwaffe Ladeöffnungen auf beiden

Ladeöffnungen Seiten. Dabei auf kann bei-

Abmessungen

Angepasste

nard-Konstruktion drei

Versionen auch aktuell bei Barnard te Alternative sowie

am Verriegelungswarzen

Kammerkopf. Das

Modell produziert. 7 baut Unsere jedoch Testwaffe auf dem Barnard kleineren

Modell SM-System 7 baut jedoch auf. auf dem kleine-

man den Seiten. dann nochmals Dabei kann zwischen einem bekanntlich zwei Remington-System

Warzen. Die runde hat

Abmessungen

Remington-System

am Kammerkopf. Das hat

Neuseeländische ren SM-System auf. Systeme. Grundsätzlich

Neuseeländische ist festzuhalten, Systeme. dass alle Grundsätz-

Systeme mergriff rechts oder wählen. links positionierten Kammesser

Systemhülse von 34,5 mit mm einem ist beim Außendurch-

S-System

rechts man dann oder nochmals links positionierten zwischen einem Kam-

Systemhülse bekanntlich zwei mit einem Warzen. Außendurch-

Die runde

drei lich ist Verriegelungswarzen festzuhalten, dass alle am Systeme Kammerkopf

drei Verriegelungswarzen aufweisen und die am System-

Kam-

man Mit eine der lange Bezeichnung Ausführung PL bekommt des Sysser

207 beträgt mm lang. 20 mm. Der Es Kammerdurchmes-

handelt sich um

mergriff Mit der wählen. Bezeichnung PL bekommt 207 messer mm von lang. 34,5 Der mm Kammerdurchmes-

ist beim S-System

hülsen merkopf rund aufweisen ausgeführt und sind. die Je Systemhülsen

rund werden ausgeführt jedoch verschiedene

sind. Je nach zwischen tems P. Beim den Abmessungen Stoßboden kann der man .300 und ein Einzelladersystem, Linksausführung angeboten das in Rechts- wird.

nach tems man eine P. Beim lange Stoßboden Ausführung kann des man Sys-

ein ser beträgt Einzelladersystem, 20 mm. Es handelt das in sich Rechts- um

Patrone

Abmessungen Patrone werden verwendet, jedoch verschiedene

und es gibt Winchester zwischen den Magnum Abmessungen und der der .338.300

Lapua

Winchester Magnum Magnum wählen. und Während der .338 der La-

System Mit der wahlweise Bezeichnung mit SC rechtem gibt es dieses Kam-

Mit und der Linksausführung Bezeichnung SC angeboten gibt es dieses wird.

Einzellader- Abmessungen und verwendet, Repetierersysteme. und es gibt

Einzellader- Das Barnard-System und Repetierersysteme.

P ist ein Einzelladersystem,

Das Barnard-System das es mit P ist den ein Stoß-

Ein-

wie Außendurchmesser beim System P 37 der mm Systemhülse

beträgt, beöffnunmergriff

sowie und links umgekehrt. angeordneter Das S- Lade-

und

Außendurchmesser pua Magnum wählen. der Während Systemhülse der mergriff System wahlweise und links angeordneter mit rechtem Lade-

Kambodenmaßezelladersystem,

für das die es kleinen mit den Büchsenpatronebodenmaßen

(.223 für die Remington), kleinen Büch-

die System trägt der PL Kammerdurchmesser 24 mm.

beim abmessungen das SC-System für ist .223 mit Remington den Stoßboden-

und

Stoßträgt

wie beim der System Kammerdurchmesser P 37 beträgt, beim be-

das öffnung SC-System sowie umgekehrt. ist mit den Stoßboden-

Das S- und

Standardpatronen senpatronen (.223 (.308 Remington), Winchester) die System PLM steht PL 24 für mm. das Modell PL in Repetiererversion

PLM steht für und das wird Modell ausschließ-

PL in Re-

.308 Die Winchester SM-Version zu haben. gibt es mit dem

.308 abmessungen Winchester für zu .223 haben. Remington und

und Standardpatronen die Standardmagnums (.308 Winchester) (.300 Winchester

und die Magnum) Standardmagnums gibt. Wählen (.300 kann Winchester

zwischen Magnum) einer gibt. Rechts- Wählen und kann ei-

Lapua lich mit Magnum dem Stoßboden gefertigt. für die .338 chester. Stoßboden Ferner für die ist Patrone das SM-System .308 Winlicpetiererversion

mit dem Stoßboden und wird für ausschließ-

die .338 Stoßboden Die SM-Version für die Patrone gibt es .308 mit Win-

dem

man

ner man Linkshänderversion. zwischen einer Rechts- Die Systemhülsner

Linkshänderversion. hat einen Außendurchmesser

Die System-

Einsatzfeld, Der Name nämlich P-Chey verrät Präzisionsbüch-

bereits das sungen als Repetierer stimmen konzipiert. mit denen Die des Abmes-

S-Sys-

und ei-

Lapua Der Name Magnum P-Chey gefertigt. verrät bereits das als chester. Repetierer Ferner konzipiert. ist das Die SM-System Abmes-

von hülse 37 hat mm einen und der Außendurchmesser

Verschlusszylinsen

Einsatzfeld, im Kaliber nämlich .408 Präzisionsbüchsen

im Kaliber .408 Chey-Tac. Die tems überein.

Chey-Tac. Die tems sungen überein. stimmen mit denen des S-Sys-

von 37 mm und der Verschlusszylin-

10/2014 31

10/2014 Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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Präzisionsbüchse Barnard Modell 7

Präzisionsbüchse Barnard Modell 7

1 Standfest. In der Standardausführung

hat die Barnard Modell 7 unter dem Hinterschaft

Standfest. einen In der abnehmbaren Standardausführung

Erdsporn.

1

2 Gefüllt. hat die Barnard Die Barnard Modell Modell 7 unter 7 dem ist Hinterschaft

H-S-Einsteckmagazin einen abnehmbaren Erdsporn. für zehn

mit

einem

2 Patronen Gefüllt. Die .308 Barnard Winchester Modell bestückt. 7 ist mit

3 Gewölbt. einem H-S-Einsteckmagazin Der 32" (813 mm) lange für zehn Lauf

der Patronen Barnard .308 Modell Winchester 7 hat eine bestückt. nach innen

3 gedrehte Gewölbt. tellerförmige Der 32" (813 Matchsenkung.

mm) lange Lauf

4 Markiert. der Barnard Die Modell Herstellerangabe 7 hat eine nach sowie innen die

Herstellungsnummer gedrehte tellerförmige findet Matchsenkung.

man auf der

4 linken Markiert. Seite Die der Herstellerangabe runden Systemhülse. sowie die

Herstellungsnummer findet man auf der

Für linken den Wettbewerb Seite der runden F/TR. Systemhülse. Von der Firma

Heinz Henke in Werlte erhielten

wir Für den zum Wettbewerb Test eine F/TR. Barnard Von Modell der Firma

Heinz Henke für die in Patrone Werlte .308 erhielten Win-

7,

eingerichtet

chester wir zum und Test optimiert eine Barnard für den Modell F-Class- 7,

Wettbewerb eingerichtet TR. für die Das Patrone Modell 7 .308 baut Winchester

SM-System und optimiert auf. für den F-Classauf

dem

Wettbewerb Die Systemhülse TR. Das wird Modell aus 7 baut 4340er- auf

Chrom-Molybdän-Stahl dem SM-System auf. gefertigt. Wie

viele Die Hersteller Systemhülse setzt wird man aus auch 4340er- bei

Barnard Chrom-Molybdän-Stahl auf die runde gefertigt. Systemhülse, Wie

die viele wesentlich Hersteller einfacher setzt man in der auch Fertigung

Barnard ist als auf kantige die runde Konturen. Systemhülse,

bei

die Wie wesentlich bereits einfacher angesprochen, in der Fertigung

Verschlusskammer ist als kantige Konturen. am Kopf drei

trägt

die

Verriegelungswarzen, Wie bereits angesprochen, die sehr massiv

die ausgeführt Verschlusskammer sind. Dem am heute Kopf drei üb-

trägt

lichen Verriegelungswarzen, Standard entspricht die sehr auch massiv

den ausgeführt Kammerkopf sind. zurückversetzte

Dem heute üb-

der

in

Stoßboden, lichen Standard sodass entspricht ein überstehender auch Bund in den die Kammerkopf Patrone rundum zurückversetzte umfasst.

Der Stoßboden, Ausstoßer sodass sitzt ein als überstehender

Druckbolzen

im Bund Stoßboden. die Patrone Der rundum Auszieher umfasst. nach

Sako-Vorbild Der Ausstoßer ist sitzt seitlich als in Druckbolzen den Kammerkopf

im Stoßboden. eingesetzt. Der Auszieher nach

Sako-Vorbild Der Verschlusszylinder ist seitlich in hat den auf Kammerkopf

Seite eingesetzt. eine Führungsnut. Die

der

linken

Kammerfangtaste Der Verschlusszylinder sitzt links hat auf in der

Hülsenbrücke. linken Seite eine Der Führungsnut. Kammergriff wird Die

mit Kammerfangtaste einem Kegelstumpf sitzt links abgeschlossen.

Hülsenbrücke. Das Schlösschen Der Kammergriff ist rund ausge-

wird

in der

führt mit einem und hat Kegelstumpf rundum eine abgeschlossen.

Das Schlösschen die beim ist Zerlegen rund ausge-

hilft.

griffige

Rändelung,

führt und hat rundum eine griffige

Rändelung, die beim Zerlegen hilft.

5 Konventionell. Die Taste für den Kammerfang

beim SM-System hat ihren Sitz

5 auf Konventionell. der linken Seite Die der Taste Hülsenbrücke.

für den Kammerfang

beim SM-System hat ihren Sitz

auf der linken Seite der Hülsenbrücke.

1

3

3

5

5

6 Ergonomisch. Vorne im Abzugsbügel

des Modells 7 hat die Taste für das Lösen

6 des Ergonomisch. Magazins ihren Vorne Platz. im Abzugsbügel

des Modells 7 hat die Taste für das Lösen

des Magazins ihren Platz.

Barnard gibt für das S-System eine 1

Zündverzugszeit von nur 1,9 ms an.

Dies Barnard ist gibt ein für ausgezeichneter das S-System Wert, eine

wenn Zündverzugszeit man bedenkt, von dass nur Remington

1,9 ms an.

für Dies das ist System ein ausgezeichneter 700 eine Zündverzugszeit

wenn von man 3,2 bedenkt, ms nennt. dass Remington

Wert,

für Beim das System Abzug 700 kann eine der Zündverzugszeit

von dem 3,2 ms Barnard-Abzug nennt. sowie ei-

Kunde zwischenem

Beim Timney-Abzug kann wählen. der Kunde Unsere zwischen

dem ist Barnard-Abzug mit einem Timney-Ab-

sowie ei-

Testwaffe

zug nem ausgestattet, Timney-Abzug der wählen. tadellos justiert Unsere

ist Testwaffe und ohne ist jedes mit einem Kriechen Timney-Abzug

ausgestattet, der Überwindung der tadellos von 800 justiert g Wi-

trocken

nach

ist und ohne jedes Kriechen trocken

nach der Überwindung von 800 g Wi-

derstand bricht. Für einen Repetierer 2

hierzulande eigenartig ist das Fehlen

einer derstand Sicherung. bricht. Für Diese einen gibt Repetierer es als Zusatzausstattung,

hierzulande eigenartig sie hat ist dann das Fehlen ihren

Sitz einer rechts Sicherung. hinter Diese dem Kammergriff.

gibt es als Zusatzausstattung,

Dank der Führungsnut sie hat dann in der ihren Verschlusskammer

Sitz rechts hinter sowie dem Kammergriff.

der tadellos

polierten Dank der Kammeroberfläche Führungsnut in der ergibt Verschlusskammer

ein geschmeidiger, sowie der ruckfreier tadellos

sich

Kammergang.

polierten Kammeroberfläche ergibt

sich Barnard ein geschmeidiger, verwendet für das ruckfreier Modell

7 Kammergang.

Magazine des US-amerikanischen

Waffenbauers Barnard verwendet H-S Precision. für das Modell Die

7 Magazine des US-amerikanischen

Waffenbauers H-S Precision. Die

7

7

2

4

4

6

6

7 Militärisch. Die Barnard 7 präsentiert

sich im typischen Gewand eines Scharfschützengewehrs

Militärisch. Die mit Barnard Leichtmetallschaft.

7 präsentiert

7

sich im typischen Gewand eines Scharfschützengewehrs

mit Leichtmetallschaft.

32

8 9

8 9

8 Zurückversetzt. Der über den Stoßboden

stehende Bund umfasst die Pa trone.

8 Der Zurückversetzt. Ausstoßer sitzt Der im über Stoßboden.

Stoßboden

stehende Der Verschlusszylinder Bund umfasst die Pa der trone. Bar-

9 Massiv.

nard Der Ausstoßer 7 hat einen sitzt Außendurchmesser im Stoßboden. von

9 20 Massiv. mm und Der trägt Verschlusszylinder drei Warzen. der Barnard

7 hat einen Außendurchmesser von

20 mm und trägt drei Warzen.

Das Magazin für Waffenbesitzer

50 32

www.henke-online.de • Tel.: 0 59 51 / 95 99-0 • Fax: 0 59 51 / 95 99-50 Das • eMail: Magazin info@henke-online.de

für Waffenbesitzer


Barnard 7 wird mit einem zehn Patronen

fassenden Magazin geliefert. Der Magazinlöseknopf

Barnard 7 wird ist mit vorne einem im Abzugsbügel zehn Patronen untergebracht.

fassenden Magazin Die Patronenzufuhr geliefert. Der aus Magazinlöseknopf

funktionierte ist vorne im an Abzugsbügel unserer Test-

un-

dem

Magazin

waffe tergebracht. reibungslos. Die Patronenzufuhr aus dem

Langes Magazin Rohr funktionierte aus Neuseeland. unserer Das Konzept Testwaffe

der Barnard reibungslos. Modell 7 ist auf den F-Class-

Langes Wettbewerb Rohr aus TR abgestimmt. Neuseeland. Das Insider Konzept wissen

der Barnard damit, dass Modell dafür 7 ist nur auf den F-Classdie

Wettbewerb Patronen TR .223 abgestimmt. Remington Insider wissen

damit, .308 Winchester dass dafür zuge-

nur

und

lassen die Patronen sind. .223 Angesichts Remington der

weiten und .308 Distanzen Winchester gilt es, zugelassen

sind. ballistische Angesichts Leistung der der betref-

die

optimale

fenden weiten Distanzen Patrone zu gilt erreichen. es, die Daher werden

optimale – gemessen ballistische an anderen Leistung Präzisionsbüchsefenden

Patrone – extrem zu lange erreichen. Läufe Daher verwendet. wer-

der betref-

So den ist – dann gemessen auch unsere an anderen Testwaffe Präzisionsbüchsen

32" –(813 extrem mm) langen Läufe Lauf verwendet. ausgerüs-

mit einetet.

So ist Der dann Außendurchmesser auch unsere Testwaffe beträgt mit an der einem

32" (813 mm) 22 mm. langen Die Lauf Matchsenkung ausgerüs-

Laufmündung

ist tet. handwerklich Der Außendurchmesser perfekt ausgeführt. beträgt an der

Laufmündung Der Stainless-Lauf 22 mm. wird Die von Matchsenkung

der neuseeländischen

ist handwerklich Firma perfekt True ausgeführt.

Flite hergestellt.

Dort Der fertigt Stainless-Lauf man Läufe wird auf von US-Maschinen

der neuseeländischen

Firma True Flite hergestellt.

Technische Dort fertigt Daten man Läufe und Preis auf US-Maschinen

Hersteller Barnard Precision

Technische Daten www.barnard.co.nz

und Preis

Vertrieb Hersteller Heinz Barnard Henke Precision

www.henke-online.de

www.barnard.co.nz

Modell Vertrieb

Barnard Heinz Henke Modell 7

Waffenart Zylinderverschluss-Büchse

www.henke-online.de

Kaliber Modell .308 Barnard Winchester Modell 7

Lauflänge Waffenart 32" Zylinderverschluss-Büchse

(813 mm)

Dralllänge

Kaliber

10" .308(254 Winchester mm)

Magazinkapazität Lauflänge 10 32" Patronen (813 mm)

Visierung Dralllänge Picatinny-Schiene

10" (254 mm)

Sicherung

Magazinkapazität Ohne 10 Patronen

Gesamtlänge

Visierung 1295 Picatinny-Schiene

mm

Waffen Sicherung gewicht 6,365 Ohne kg (ungeladen)

Werkstoff Gesamtlänge Stahl 1295 mm

Schaft Waffen gewicht Leichtmetall

6,365 kg (ungeladen)

Preis Werkstoff auf 6240 Stahl Anfrage Euro (ohne Zielfernrohr)

Schaft

Leichtmetall

Preis

6240 Euro (ohne Zielfernrohr)

Matchläufe aus

Neuseeland

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Neuseeland

Heinz Henke schießsport Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

aus US-Stahl. Verwendet wird 416R-Stainless-Stahl.

Dass man bei True Flite die Fertigungstechniken

aus US-Stahl. Verwendet beherrscht, wird 416R-Stainless-Stahl.

Schusspräzision.

Dass man bei True Flite die Fer-

belegt die

erzielte

tigungstechniken Der Lauf unserer beherrscht, Testwaffe weist belegt einen die

10" erzielte (254 Schusspräzision.

mm) langen Drall auf, was das

Verschießen Der Lauf unserer auch schwerer Testwaffe Geschosse weist einen gestattet.

10" (254 Der mm) Lauf langen wird Drall in den auf, Hülsenkopf was das

konventionell Verschießen auch eingeschraubt schwerer Geschosse und kann gestattet.

Der Lauf über wird die gesamte in den Hülsenkopf Länge frei

konventionell schwingen. eingeschraubt und kann

über Rückstoßbewältigung.

die gesamte Länge Eine frei

schwingen.

eigenwillige Sache ist die

Rückstoßbewältigung.

Funktion des Rückstoßstollens

bei den eigenwillige Barnard-Systemen. Sache Der ist neu-

die

Eine

seeländische Funktion Hersteller des überlässt Rückstoßstollens

bei den Barnard-Systemen. zwischen verschiedenen Der neu-

es dem

Büchsenmacher,

Lösungen seeländische zu wählen. Hersteller Man überlässt kann wie es beim dem

Remington Büchsenmacher, 700 zwischen Hülsenkopf verschiedenen und

Lauf Lösungen eine zu Rückstoßplatte wählen. Man einsetzen. kann wie beim Man

kann Remington aber 700 auch zwischen eine quer Hülsenkopf verlaufende und

Ausfräsung Lauf eine Rückstoßplatte auf der Unterseite einsetzen. der Systemhülse

kann nutzen aber auch und einen quer Stollen verlaufende einsetzen,

Man

der Ausfräsung sein Gegenlager auf der Unterseite im Schaft findet. der Systemhülse

ist nutzen auch und eine einen Lösung Stollen mit Schrauben einsetzen,

Möglich

auf der sein der Unterseite, Gegenlager was im Schaft in Verbindung findet. Möglich

ist Alu-Bettungsblock auch eine Lösung denkbar mit Schrauben ist.

mit

einem

Schaft auf der aus Unterseite, Leichtmetall. was in Die Verbindung Schaftgestaltung

einem des Alu-Bettungsblock Modells 7 führt zu denkbar einer nochmals ist.

mit

Schaft etwas anderen aus Leichtmetall. Lösung dieser Die Problematik.

Schaftgestaltung

des muss Modells man sich 7 führt zunächst einer einmal nochmals das

Dazu

Schaftkonzept etwas anderen Lösung näher betrachten. dieser Problematik. Am System

Dazu angeschraubt muss man sich ist zunächst der Leichtmetallschaft,

Schaftkonzept der nach näher vorne betrachten. nur über die Am Länge Sys-

einmal das

der tem Systemhülse angeschraubt reicht. ist der Nach Leichtmetallschaft,

der sich nach dieses vorne Basiselement nur über die zur Länge Auf-

hinten verlängernahme

der Systemhülse der verschiedenen reicht. Nach Teile hinten des Hinterschaftslängert

sich Der dieses Pistolengriff Basiselement aus Kunststoff zur Auf-

ver-

ist nahme direkt der an verschiedenen Abzugsbügel Teile angelegt. des Hinterschafts.

sich Der für Pistolengriff den Schützen aus ein Kunststoff sehr si-

So

ergibt

cherer ist direkt Halt an im den Anschlag, Abzugsbügel zumal angelegt. der Pistolengriff

ergibt sich eine für ergonomisch den Schützen günstige ein sehr Form si-

So

aufweist. cherer Halt Den im Vorderschaft Anschlag, zumal bildet der ein Pistolengriff

eine ergonomisch versehener günstige Leichtme-

Form

mit

Längsausfräsungen

tallrohrschaft, aufweist. Den Vorderschaft rund 300 bildet mm lang ein mit ist.

Dieser Längsausfräsungen ist mit einer versehener starken, auf Leichtmetallrohrschaft,

der rund 300 mm lang ist.

der Au-

Dieser ist mit einer starken, auf der Au-

GESCHICHTE

UND GESCHICHTE GEGEN-

WART UND GEGEN-

WART

Preis

reduziert

Preis

reduziert

Hölling,

Rauch, Sommer –

Flintenlaufgeschosse Hölling,

/

Slugs

Rauch, Sommer –

Flintenlaufgeschosse /

Abgehandelt Slugs werden hier

sowohl historische als

auch Abgehandelt moderne werden Entwicklungen.

sowohl historische Im einleitenden als

hier

Teil auch wird moderne die historische Entwicklungen.

Im einleitenden der Flinten-

Entwicklung

laufgeschosse Teil wird die historische dargestellt

und Entwicklung die unterschiedlichelaufgeschosse

Bau- und dargestellt Wirk-

der Flintenungsprinzipien

und die unterschied-

sowie die

unterschiedlichen Bau- und Wirkungsprinzipien

für sowie ver-

die

Ausgestaltungeschiedene

unterschiedlichen Einsatzbereichgestaltungen

verständlich für ver-

er-

Ausläutertschiedene

Anschließend Einsatzbereiche

verständlich die Entwicklun-

er-

werden

gen läutert. nach Anschließend

Ländern aufgeteilt

werden vorgestellt. die Entwicklungen

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Bestell-Nr. geb. Ausgabe 98-1933

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V e r l a g s - Gmb H

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BESTELLMÖGLICHKEITEN

BEI DER DWJ VERLAGS-GMBH:

Tel. BESTELLMÖGLICHKEITEN

+49 (0)7953 9787-0

E-Mail: BEI DER vertrieb@dwj-verlag.de

DWJ VERLAGS-GMBH:

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9787-0

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10/2014

10/2014

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

33

3351


Präzisionsbüchse Barnard Modell 7

Präzisionsbüchse Barnard Modell 7

des Alu-Schafts wird die Einheit mit w

der Schaftkappe eingeschoben und

mit

des Alu-Schafts

zwei Innensechskantschrauben

wird die Einheit mit

fixiert.

der Schaftkappe

Diese Einheit

eingeschoben

ist nochmals

und

unterteilt,

mit zwei Innensechskantschrauben

sodass die Schaftkappe

nach

fixiert.

dem

Diese

Lösen

Einheit

von zwei

ist nochmals

weiteren

Innensechskantschrauben

unterteilt, sodass die Schaftkappe

verdreht

nach dem Lösen

werden

von

kann.

zwei weiteren

An der

Innensechskantschrauben

Vorderseite der

verdreht

Schaftkappe

werden

befindet

kann.

sich

An

eine

der

Riemenbügelöse.

Vorderseite der Schaftkappe

Auf

der Unterseite

befindet sich

des Hinterschafts

kann

eine

Riemenbügelöse.

man wahlweise einen

Auf

Erdsporn montieren

der Unterseite

oder eine

des

horizontal

Hinterschafts

verlaufende

kann man

Kufe

wahlweise

(Bag Rider).

einen

Durch

Erdsporn

diese

montieren

Kufe kann

oder

man

eine

beim

horizontal

verlaufende

aufgelegten Schießen

Kufe

den

(Bag

vom Benchrest-Anschlag

Rider).

Durch diese Kufe

bekannten

kann man

Ohrensack

beim

unter

aufgelegten

dem Hinterschaft

Schießen den

nutzen,

vom Benchrest-Anschlag

der

die stabilste Auflage

bekannten

bietet.

Ohrensack

unter

Was

dem

an der

Hinterschaft

Barnard Modell

nutzen,

7 grundsätzlich

der

die stabilste

auffällt,

Auflage

sind

bietet.

zwei Dinge. Da

ist

Was

zunächst

an der Barnard

einmal eine

Modell

handwerk-

7 grundsätzlich

auffällt, sind zwei Dinge. Da

ist zunächst einmal eine handwerk-

Das Magazin für Waffenbesitzer

Ballistische Daten/Ladedaten Kaliber .308 Winchester in der Barnard Modell 7

Hülse Geschossgewichlänge

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung [gr] Patronen-

v 0

E 0

Streukreis Streukreis

[m/s] [J] 100 m 300 m

Ballistische Daten/Ladedaten Kaliber .308 Winchester in der Barnard Modell 7

[gr/g]

[mm]

[mm]* [mm]*

Hülse Geschossgewichlänge

[m/s] [J] 100 m 300 m

Geschosstyp Zündhütchen Treibladung [gr] Patronen-

v

Lapua 167/10,8 Lapua Scenar Fabrikpatrone 70,7 839 0

E

3809 0

Streukreis Streukreis

12,4 37,5

Hornady 168/10,9 [gr/g] HPBT Fabrikpatrone 71,1 [mm] 846 3896 14,9 [mm]* [mm]*

Sako Lapua 168/10,9 167/10,8 Sierra Lapua HPBT Scenar MK Fabrikpatrone 70,5 70,7 828 839 3732 3809 11,0 12,4 38,2 37,5

Norma Hornady 168/10,9 HPBT Moly Fabrikpatrone 70,9 71,1 825 846 3705 3896 11,8 14,9 39,5

Remington Sako 155/10,0 168/10,9 Sierra HPBT MK Fed. Fabrikpatrone 210 M 43,0 Norma 202 70,5 70,8 828 872 3732 3819 11,0 12,5 38,2 41,3

Norma Remington 168/10,9 167/10,8 HPBT Lapua Moly Scenar Fabrikpatrone Fed. 210 M 43,0 Norma 203-B 70,9 71,0 825 847 3705 3882 11,8 10,2 39,5 33,1

Remington Lapua 155/10,0 168/10,9 Sierra HPBT Fed. 210 M 43,0 41,5 IMR Norma 4895 202 70,8 71,0 872 810 3819 3571 12,5 9,0

41,3

Remington Norma 167/10,8 168/10,9 Lapua Berger Scenar LTB HPBT Fed. 210 M 43,0 43,5 Norma 203-B 71,0 847 842 3882 3859 10,2 6,1 33,1 26,7

Lapua Norma 168/10,9 170/11,3 Sierra Lapua HPBT VM D-46 Fed. 210 M 41,5 IMR 4895 71,0 810 805 3571 3569 9,0 5,9 23,9

Norma Lapua 168/10,9 175/11,3 Berger Sierra HPBT LTB HPBT Fed. 210 M 43,5 46,6 Norma Hodgdon 203-B CFE 223 71,0 842 819 3859 3803 6,1 10,1 26,7 32,8

Norma 170/11,3 180/11,7 Lapua Sierra HPBT VM D-46 Fed. 210 M 41,5 42,5 IMR 4895 4064 71,0 805 783 3569 3576 5,9 19,1 23,9

Lapua * Es handelt sich 175/11,3 um Schussgruppen Sierra HPBT zu 10 Schuss, Fed. 210 gemessen M von 46,6 Schusslochmitte Hodgdon CFE 223 zu Schusslochmitte.

71,0 819 3803 10,1 32,8

Testwaffe: Barnard Modell 7, Lauflänge: 32" (813 mm), Hülsenlänge .308 Winchester: 2.015" (51,18 mm), Geschossdurchmesser: .308"

Norma 180/11,7 Sierra HPBT Fed. 210 M 42,5 IMR 4064 71,0 783 3576 19,1

(7,82 mm), Maximalgasdruck .308 Winchester: 4150 bar, Maximale Patronenlänge: 2.800" (71,12 mm). Das Verwenden der Ladedaten

erfolgt

* Es handelt

auf eigene

sich um

Gefahr.

Schussgruppen

Autor und Verlag

zu 10

übernehmen

Schuss, gemessen

keinerlei

von

Haftung.

Schusslochmitte

Jeder Wiederlader

zu Schusslochmitte.

handelt eigenverantwortlich.

Testwaffe: Barnard Modell 7, Lauflänge: 32" (813 mm), Hülsenlänge .308 Winchester: 2.015" (51,18 mm), Geschossdurchmesser: .308"

(7,82 mm), Maximalgasdruck .308 Winchester: 4150 bar, Maximale Patronenlänge: 2.800" (71,12 mm). Das Verwenden der Ladedaten

q erfolgt Stabil. auf eigene Die Testwaffe Gefahr. Autor war und mit Verlag einem übernehmen keinerlei Haftung. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

Nightforce 8–32×56 NXS mit Parallaxenverstellung

im linken Turm bestückt.

q Stabil. Die Testwaffe war mit einem

w Optimiert. Zum Schießen im Benchrest-

Nightforce 8–32×56 NXS mit Parallaxenverstellung

im linken Turm bestückt.

Anschlag kann wahlweise unter dem Hinterschaft

eine Kufe montiert werden.

w Optimiert. Zum Schießen im Benchrest-

Anschlag kann wahlweise unter dem Hinterschaft

eine Kufe montiert werden. q

q

w

34

5234

ßenseite gerändelten Schraube fixiert.

Dazu wurde zwischen Laufrückseite

und

ßenseite

der

gerändelten

Stirnseite der

Schraube

Systemhülse

fixiert.

eine

Dazu

Platte

wurde

mit

zwischen

Gewinde

Laufrückseite

eingesetzt.

In

und

Verbindung

der Stirnseite

mit dem

der

massiv

Systemhülse

gehaltenen

eine Platte

Leichtmetallschaft

mit Gewinde

ergibt

eingesetzt.

sich

die

In Verbindung

Beherrschung

mit dem

der Rückstoßkräfte.

massiv gehaltenen

Auf

Leichtmetallschaft

der Unterseite

ergibt sich

des

die

Rohrschafts

Beherrschung

befindet

der Rückstoßkräfte.

Auf

sich eine

der

Riemenbügelöse,

Unterseite

des Rohrschafts

die als Montagebasis

befindet

sich eine

für ein

Riemenbügelöse,

die

Zweibein

dient. Beim

als

Wettbewerb

Montagebasis

für ein

F/TR wird

bekanntlich nicht

Zweibein

mit einer Auflage

unter

dient.

dem

Beim

Vorderschaft,

Wettbewerb

sondern

F/TR wird

mit

einem

bekanntlich

Zweibein

nicht

gearbeitet.

mit einer Auflage

Vielfach verstellbar.

unter dem Vorderschaft,

Auch

sondern

der Hinterschaft

mit

einem

stammt

Zweibein

von

gearbeitet.

Barnard selbst. Am

Basisschaftelement ist zunächst eine

Vielfach verstellbar. Auch der Hinterschaft

in der

stammt

Höhe verschiebbare

von Barnard selbst.

Schaftbacke

Am

Basisschaftelement

angebracht, die

ist

mit

zunächst

einer griffigen

eine

in der

Schraube

Höhe verschiebbare

auf der rechten

Schaftbacke

Seite gelöst

werden

angebracht,

kann.

die

In

mit

den

einer

oberen

griffigen

Schraube auf der rechten Seite ge-

Teil

löst werden kann. In den oberen Teil

Verstellbare

Schaftelemente

Verstellbare

Schaftelemente

www.henke-online.de • Tel.: 0 59 51 / 95 99-0 • Fax: 0 59 51 / 95 99-50 Das • eMail: Magazin info@henke-online.de

für Waffenbesitzer


Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck schießsport Auflage 3

lich ansprechende Verarbeitung aller

Teile, wie sie in der Preisklasse von

rund 6000 Euro auch verlangt werden

muss. Weiter ist festzustellen, dass

man bei Barnard alle Teile der Waffe

äußerst massiv und stabil auslegt. Das

gilt für das System ebenso wie für den

Leichtmetallschaft mit seinen verstellbaren

Bauteilen. Diese Konstruktionsweise

macht die Büchse robust

und deutet auf Langlebigkeit hin.

Auf 100 und 300 m. Getestet haben wir

die Barnard Modell 7 in Verbindung

mit einem Nightforce-

Zielfernrohr 8–32×56

NXS. Zur einfachen

Montage besitzt das Barnard-Modell

7 eine Picatinny-Schiene

mit 17 MOA Neigung.

Bedingt durch den Durchmesser der

Befestigung des Vorderschafts ist die

Picatinny-Schiene erhöht ausgeführt

und skelettiert.

Nach dem üblichen Einschießen

des 32" (813 mm) langen Matchlaufs

ging es ans Schießen der ersten Gruppen

auf die Entfernung von 100 m.

Eingesetzt wurden Benchrest-Auflagen.

Der runde rohrartige Vorderschaft

erschwerte das Ruhighalten

der Waffe. Durch den Einsatz eines

Sandsacks mit passender Wölbung

nach innen löste sich dieses Problem

jedoch akzeptabel.

Der 10"-Drall ist für die Patrone

.308 Winchester eher ungewöhnlich,

lässt jedoch auch schwere Geschosse

hinsichtlich der Stabilisierung zu.

Alle verschossenen Patronensorten

Überzeugende

Schussleistung

haben sich bereits bei früheren Tests

von Matchbüchsen in .308 Winchester

bewährt. Durchweg wurden Matchgeschosse

eingesetzt, da dies dem

ausschließlichen Zweck der Barnard

Modell 7 entspricht. Die Geschossgewichte

lagen zwischen 155 gr (10,0 g)

und 180 gr (11,7 g).

Um das Warmschussverhalten

des True-Flite-Laufs zu erproben,

wurden Schussgruppen mit je zehn

Schuss geschossen. Beim Laborierungswechsel

erfolgte eine gründliche

Laufreinigung. Die

beiden ersten Schüsse

wurden danach in den

Geschossfang gefeuert,

ohne in die Schussgruppe

einzufließen. Bekanntlich können

auch minimale Rückstände an Reinigungsmitteln

bei den ersten beiden

Schüssen geringe Treffpunktlageveränderungen

ergeben. Angesichts

einer Long-Range-Büchse wurde mit

dem überwiegenden Teil der Testlaborierungen

auch auf die Distanz von

300 m geschossen. Für weitere Distanzen,

für die diese Büchse eigentlich

gebaut ist, stand kurzfristig leider

kein Schießstand zur Verfügung.

Wie der sonst bei der .308 Winchester

übliche Drall von 12" (305 mm) lieferte

auch der Lauf der Testwaffe mit

10" (254 mm) langem Drall mit den

Geschossgewichten im Bereich von

167 gr (10,8 g) bis 170 gr (11,0 g) die

engsten Schussgruppen. Erwartungsgemäß

schoss auch das 175 gr (11,3 g)

schwere Sierra-Matchking-Geschoss

ausgezeichnet. Eher enttäuscht waren

wir über das 180 gr (11,7 g) schwere

Matchking-Geschoss, von dem man

sich aus theoretischer Sicht mit dem

kurzen Drall eine bessere Präzision

erwartet hätte. So beließen wir es mit

dieser Laborierung beim Einsatz auf

100 m. Dies bestätigt einmal mehr die

Tatsache, dass jeder Lauf anders auf

Geschosse reagiert.

Die einzelnen Ergebnisse gibt die

Datenübersicht wieder. Die v 0

-Werte

zeigen, dass der lange Lauf eine spürbare

Leistungssteigerung gegenüber

den sonst üblichen Lauflängen von

etwa 600 mm ergibt.

Funktionsstörungen traten während

des gesamten Schießens nicht

auf. Zu loben ist die ruckfreie Zuführung

aus dem Magazin.

X

Das Redaktions-Fazit

X Das Modell 7 der neuseeländischen Firma

Barnard Precision ist optimiert für

den F-Class-Wettbewerb TR, der nur

mit Waffen in .223 Remington und .308

Winchester geschossen wird. Um eine

bestmögliche ballistische Leistung zu

erzielen, werden bei diesen Büchsen

extrem lange Läufe verwendet, so auch

bei unserer Testwaffe, die über einen

32" (813 mm) langen Matchlauf von True

Flite verfügt. Geprägt wird das äußere

Erscheinungsbild der Barnard Modell 7

durch den Leichtmetall-Schaft, bei dem

als Vorderschaft ein Rohrschaft Verwendung

findet. Das System Barnard SM

verfügt über einen Verschlusszylinder

mit drei Warzen am Kammerkopf.

VERSCHÄRFTES WAFFENRECHT

Karl Heinz Martini – Waffenrecht in der Praxis mit Beschussrecht, 8. Auflage

In den Jahren 2008 und 2009 wurde das Waffengesetz wesentlich verschärft

und die Waffengesetz-Verordnung angepasst.

Das Buch enthält das Waffengesetz, die Allgemeine Waffengesetz-Verordnung,

die Allgemeine Waffenverwaltungsvorschrift sowie das Beschussgesetz, die

Beschussverordnung und die Beschusszeichen im Originaltext. Einführungen

zu den Regelungsbereichen, Kommentare und Übersichten erleichtern die

Anwendung in der Praxis.

416 Seiten, zahlr. Mustervorlagen, Abbildungen und Tabellen, Softcover

Format 17,0 × 24,0 cm, Bestell-Nr. 98-1010, 26,95 €

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V e r l a g s - Gmb H

10/2014 35

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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TITELTHEMA LANGWAFFEN

SMH Ruger Precision Precision Long Rifle Range (RPR) Einzellader-Repetierbüchse 6,5 Creedmoor und .308 in .30 Winchester BR Remington

Rugers Ausgereizte

Präzisions-Revolution

AkkurAtesse

„Mehr geht nicht!“ Mit dem Versprechen, uns einen wahren Minilochbohrer zu Testzwecken zur Verfügung

zu stellen, sandte uns Heinz Henke seine SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse im Spezialkaliber

.30 BR Remington, das heute die 100, 200 und 300 Yards „Score“-Wettkämpfe im Benchrest-Schieß-

Im Heimatland bereits mit Auszeichnungen und Lobeshymnen überhäuft, ist das brandneue Ruger Precision

sport

Rifle (RPR)

dominiert.

momentan

Die Testwaffe

wohl „das“

bewies

Repetiergewehr

eindrucksvoll,

schlechthin

was waffentechnisch

und wird auch

möglich

zu den

ist,

Attraktionen

wenn man absolute

der SHOT

Maximalpräzision Show 2016 gehören. anstrebt. Wir konnten das RPR in den beiden Kalibern 6,5 mm Creedmoor und .308 Winchester

bereits ausführlich auf 100 Meter und 500 Meter testen.

So wurde Sturm, Ruger & Co. von der

„National Association of Sporting

Goods Wholesalers“ (NASGW) – also

des US-Verbandes der Waffengroßhändler

– bei dem kürzlich stattgefundenen

42sten Jahrestreffen in New Orleans,

Louisiana, als Waffenhersteller und Waffen-Innovator

des Jahres 2015 geehrt.

Doch woher rührt die ganze Euphorie?

Nun, diese Frage lässt sich leicht beantworten.

Das in erster Linie für die in den

USA boomenden taktischen Long-Range-Wettkämpfe

mit Parcours, Positionswechseln

und Schussentfernungen bis zu

1.000 Yards konzipierte RPR-Präzisions-

6 18 caliber 1/2016 3/2016

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C 13 006-017 018-027 Titelthema.indd LW Henke .30 BR.indd 6 18 23.01.17 09.01.17 13:05 09:43


Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Beide Testwaffen, oben in .308 Win. und unten in 6,5 Creedmoor, in der Seitenansicht.

Das bestens ausgestattete, AR-kompatible Repetiergewehr ist mit einem

Preis von rund 1.550 Euro einfach unschlagbar günstig.

gewehr besitzt Konstruktions- und Ausstattungsmerkmale,

die man ansonsten

nur bei um ein Vielfaches teureren Konkurrenzfabrikaten

entdeckt. Übrigens

haben wir uns in aller Ausführlichkeit

mit dem Programm und der Komplettausrüstung

der führenden Schützen (Waffen,

Optiken, Kaliber & Munition, Zubehör)

des prestigeträchtigen „Precision Rifle

Series“ (PRS)-Wettkampfes in caliber

4/2015 beschäftigt. Natürlich kann das

neue RPR aber auch in jeder anderen Gewehrdisziplin

eingesetzt werden, wenn es

dem jeweiligen Regelwerk gerecht wird.

RPR im Detail

Das Mehrlader-Repetiergewehr RPR wird

in den drei Kalibern .243 Winchester, 6,5

Creedmoor und .308 Winchester angeboten,

wobei der deutsche Ruger-Importeur

Heinz Henke aus Werlte derzeit nur die

beiden letztgenannten Kaliber im Programm

führt. Das RPR basiert auf dem

Zylinderverschlusssystem mit drei massiven

Verriegelungswarzen und 70-Grad-

Öffnungswinkel der vor fünf Jahren auf

dem Markt eingeführten Niedrigpreis-

Jagdbüchse Ruger American Rifle. Die

Verschlusskammer mit übergroßer, bedienungsfreundlicher

Kammerstängelkugel

umkleidet ein Systemkasten aus

hochfestem und hochzähem 4140er Vergütungsstahl

(Stahlsorte 1.7225 oder

auch 42CrMo4). Auf seiner Oberseite wurde

mit vier Schrauben eine Zielfernrohr-

Montageschiene mit 20-MOA-Vorneigung

Rugers Präzisions-Revolution: Wir testeten die

brandneue Ruger Precision Rifle (RPR) Präzisionsbüchse

in den Kalibern 6,5 mm Creedmoor (oben

mit 24“-Lauf) und .308 Winchester (unten mit

20“-Lauf) auf 100 und 500 Meter. Beide Gewehre

sind mit Warne-Montagen und Nightforce NXS-

Zielfernrohren 8-32x56 ausgestattet.

angebracht. Im Gegensatz zu einer gefrästen

MIL-STD-1913 Picatinny-Schiene

gewährt diese Lösung mehr Flexibilität,

weil man so bei Bedarf auch Schienen mit

oder ohne größerer Vorneigung montieren

kann. Der Verschluss verriegelt in der

vorderen Brücke des Systemkastens und

nicht in einem Lauffortsatz („barrel extension“),

wie man es angesichts des „AR-

Looks“ des RPR vermuten könnte. Unter

dem stählernen Systemkasten sitzt das

Griffstück aus 7075-T6-Aluminium, das

zur Erhöhung der Oberflächengüte und

Verschleißfestigkeit „Type III“-hartanodisiert

wurde. Die Eloxaltypen I, II und III

werden in der US-militärischen Spezifikation

MIL-A-8625 definiert. Typ I ist der älteste

Oberflächen-Behandlungsprozess,

der mit Chromsäure durchgeführt wird

und bei dem eine Schicht von 0,0005 mm

bis 0,0018 mm auf dem Aluminium entsteht.

Bei Typ II kommt Schwefelsäure zur

Anwendung und hier liegen die Schichtdicken

zwischen 0,0018 mm bis 0,025 mm.

Die identische Substanz wird auch bei Typ

III genutzt, wobei aber Schichtstärken

von 0,013 mm bis 0,15 mm realisierbar

sind, so dass man dann von „Hartanodisieren“

spricht. Zwar ist diese Oberflächenbehandlung

alleine schon durch Ihre

Schichtdicke verschleißfester, aber dafür

ist die Prozesskontrolle bei der Herstellung

auch wesentlich aufwendiger. Ein

patentiertes Ausstattungsmerkmal des

„Lower Receivers“ des RPR ist der schnittig

designte Magazinschacht, der M14-,

Accuracy International Chassis System

(AICS)- als auch Magazine im AR-10-Stil

aufnehmen kann. Standardmäßig wird das

Gewehr mit zwei Magpul PMag-Magazinen

7 caliber 1/2016

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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C 1 006-017 Titelthema.indd 7 23.01.17 13:05


TITELTHEMA LANGWAFFEN

SMH Ruger Precision Precision Long Rifl Range e (RPR) Einzellader-Repetierbüchse 6,5 Creedmoor und .308 in .30 Winchester BR Remington

Ausgereizte

AkkurAtesse

„Mehr geht nicht!“ Mit dem Versprechen, uns einen wahren Minilochbohrer zu Testzwecken zur Verfügung

zu stellen, sandte uns Heinz Henke seine SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse im Spezialkaliber

.30 BR Remington, das heute die 100, 200 und 300 Yards „Score“-Wettkämpfe im Benchrest-Schießsport

dominiert. Die Testwaffe bewies eindrucksvoll, was waffentechnisch möglich ist, wenn man absolute

Maximalpräzision anstrebt.

Ruger Precision Rifle in .308 Winchester mit

aus- und eingeklappter Schulterstütze, die auf

der linken Systemkastenseite anliegt.

8 18 caliber 1/2016 3/2016

Pfiffig: In der Kunststoff-Führungshülse der

Verschlusskammer ist das Werkzeug für deren

Demontage sowie für Abzugs-Justierarbeiten

untergebracht.

mit einem Fassungsvermögen für zehn

Patronen ausgeliefert. Im Griffstück sitzt

die „Ruger Marksman Adjustable Trigger“-

Abzugseinheit, die in einem Bereich von

etwa 1.000 bis 2.270 Gramm Abzugsgewicht

justiert werden kann. Wir haben in

Eigenregie das werksseitig eingestellte

Abzugsgewicht auf 980 Gramm herunter

reguliert, was übrigens kinderleicht von

statten geht. Smart: Der passende Inbusschlüssel

befindet sich in der Kunststoffhülse

am Heck der Verschlusskammer, die

wiederum auch als Werkzeug bei der Demontage

des Verschlusses dient.

Klappt doch!

Apropos Verschluss: Um bei der geradlinigen

AR-„In-Line“-Bauweise, die den

Systembettung im ARkompatiblen

Griffstück.

Rückstoß ebenso in gerader Linie in die

Schulter des Schützen überträgt, dennoch

die Verschlusskammer schnell aus

dem Systemgehäuse befreien zu können,

ist das RPR mit einer nach links

klappbaren Schulterstütze ausgerüstet.

Das Scharniergelenk ist robust ausgelegt

und es reicht die Betätigung eines

Druckknopfes aus, um den Schaft einzuklappen.

Dies erleichtert zusätzlich

Transport und Aufbewahrung des RPR.

Die MSR-Schulterstütze wiederum ist

durchdacht aufgebaut und weist alle Verstellungsmechanismen

auf, um eine individuelle

Feinanpassung an den Schützen

vornehmen zu können. So ist die Länge

der Schulterstütze ebenso wie die Höhen-

und Längenposition der modernen,

kurzen Wangenauflage variabel. Die Arretierungsmechaniken

des Schnellspannsystems

rasten nicht in übliche Gewinde,

sondern in tiefliegende Nuten ein, was

für absolute Schussfestigkeit sorgt. Vor

der weichen, rückstoßabsorbierenden

Kunststoff-Schaftkappe befindet sich

an der Schulterstützenunterseite eine

MIL-STD-1913 Montageschiene, an der

Zusatzausrüstung wie beispielsweise ein

Hecksporn angebracht werden kann.

Mehrere Kontaktpunkte für Schnellverschluss-Riemenbügel

runden die komplett

ausgestattete, klappbare MSR-

Schulterstütze gelungen ab. Das an den

Schnittstellen Schulterstütze, Pistolengriff,

Handschutz und Bedienelemente

AR-kompatible RPR ist mit einem runden,

handhabungsfreundlichen Samson Evolution

Keymod-Handschutz ausgerüstet.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Heckpartie des Verschlusses

bei entfernter Kunststoffhülse.

Der Zylinderverschluss mit drei Riegelwarzen, hinterer Kunststoffhülsen-Verlängerung

und üppig dimensioniertem, kegelförmigem

Bedienelement am Kammerstängel stammt von der preisgünstigen

Ruger American Rifle-Jagdbüchsenserie ab.

Eine Handvoll Züge

Den neuen Ruger-Präzisionsrepetierer

gibt es derzeit in den drei Basisausführungen:

4,4 kg schweres RPR in .308 Winchester

mit 20“-Lauf und 1-10“-Drall;

4,8 kg schweres RPR in 6,5 mm Creedmoor

mit 24“-Lauf und 1-8“-Drall sowie

5,0 kg schweres RPR-Modell in .243 Winchester

mit 26“-Lauf mit 1-7,7“-Drall.

In der bei uns eher exotischen und von

Henke gar nicht erst offerierten Kalibervariante

.243 Winchester wurde die

ungewöhnliche Drall-Länge gewählt, um

die schwersten Geschosse in dieser Kaliberklasse

im Long-Range-Bereich nutzen

zu können, was wiederum von der

Praxisnähe der am Projekt beteiligten

Ingenieure zeugt. Die freischwingenden,

kaltgehämmerten Medium-Kontur-

Läufe aus 4140er Chrommolybdänstahl

weisen das einst von Boots Obermeyer

ersonnene 5R-Feld/Zug-Innenprofil mit

zentralisiertem Patronenlager und Minimal-Verschlussabstand

sowie ein durch

eine Blende verdecktes 5/8“-24-Mündungsgewinde

auf, was die nachträgliche

Anbringung eines Mündungsaufsatzes

(Feuerdämpfer, Kompensator,

Signaturdämpfer) von Hause aus gestattet.

Die Laufherstellungsmethode

verspricht maximale Verschleißfestigkeit

und Lebensdauer, was gerade im

Long-Range-Einsatz mit rasanten „Full

House“-Laborierungen und schweren

VLD (very low drag)-Projektilen ein entscheidendes

Kriterium ist. Dieser Effekt

wird durch das 5R-Zug/Feld-Innenprofil

Die MSR-Schulterstütze lässt hinsichtlich der

schussfesten Justiermechaniken und der Feinanpassung

an den Schützen keine Wünsche offen.

Die Entnahme des

Verschlusses wird

aufgrund der nach

links klappbaren MSR-

Schulterstütze zum

Kinderspiel.

caliber-Kontakt

Waffen, Zielfernrohre und Wiederladezubehör:

Heinz Henke, Bahnhofstraße 57, 49757 Werlte

Telefon: 05951-9599-0, Telefax: 05951-9599-50

info@henke-online.de, www.henke-online.de

RPR, aufgehängt im Fortmeier-Zweibein.

Durch den Samson Evolution-

AR-Handschutz kann Zusatzausrüstung

einfach angebracht werden.

9 caliber 1/2016

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TITELTHEMA LANGWAFFEN

SMH Ruger Precision Precision Long Rifl Range e (RPR) Einzellader-Repetierbüchse 6,5 Creedmoor und .308 in .30 Winchester BR Remington

Ausgereizte

AkkurAtesse

„Mehr geht nicht!“ Mit dem Versprechen, uns einen wahren Minilochbohrer zu Testzwecken zur Verfügung

zu stellen, sandte uns Heinz Henke seine SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse im Spezialkaliber

.30 BR Remington, das heute die 100, 200 und 300 Yards „Score“-Wettkämpfe im Benchrest-Schießsport

dominiert. Die Testwaffe bewies eindrucksvoll, was waffentechnisch möglich ist, wenn man absolute

Maximalpräzision anstrebt.

Entfernter Samson Evolution AR-Handschutz und sein verbindendes Befestigungselement am Systemkasten im Detail.

10 18 caliber 1/2016 3/2016

des Laufes, das in vergangenen

Tests immer

Topschussleistungen

erbracht hat, noch unterstützt.

Der Samson

Evolution-Handschutz

aus Leichtmetall wird

wie beim AR-System

mit einer Laufmutter

(„barrel nut“) an

der Systemkasten-

Frontfläche arretiert.

Die Läufe können von

einem kompetenten

Büchsenmacher mit

AR-Werkzeugen und

Verschlussabstandlehren

übrigens simpel

und schnell ausgetauscht

werden. Somit

ist das RPR auch eine

gute Ausgangsbasis

für weitere Tuningmaßnahmen,

bei dem

beispielsweise auch

ein neuer Matchlauf

der üblichen Verdächtigen

eingebaut

werden könnte. Der

Handschutz bietet

aufgrund seiner Länge

nicht nur viel Platz

für die Montage von

Zubehör sondern auch

einen sehr stabilen

Anschlag. An der langen

Montageschiene

auf der Handschutz-

Oberseite montierten wir, wie so oft

in vergangenen Tests, das ultrastabile

Fortmeier-Zweibein, in dem das RPR

„hängt“.

Boomt: 6,5 Creedmoor

Das weltweit verbreitete Gewehrkaliber

.308 Winchester näher vorzustellen,

hieße Eulen nach Athen tragen, schließlich

widmeten wir dem Klassiker zum

60-jährigen Jubiläum das Titelthema

Das interessante Long-Range-Mittelkaliber

6,5 mm Creedmoor (links) im Vergleich zum

Klassiker in Gestalt der .308 Winchester (rechts).

Freistehender Pistolengriff und beidseitige Sicherung im typischen AR-Stil.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Das 5/8“-24-Mündungsgewinde gestaltet die nachträgliche

Anbringung eines Feuerdämpfers, Kompensators, Signaturdämpfers

einfach.

Die Ruger „Marksman Adjustable

Trigger“-Abzugseinheit lässt sich

nachträglich simpel feinjustieren.

der caliber 7-8/2012. Auch das

ebenso junge wie interessante

Mittelkaliber 6,5 mm Creedmoor

hat uns schon beschäftigt,

war es doch beispielsweise

Protagonist unserer beliebten

Serie „Patrone des Monats“

in caliber 3/2010. Fünf Jahre

später beleuchteten wir unter

Nutzung dreier unterschiedlicher

Savage-Repetierbüchsen

vor allem auch die Reviertauglichkeit

der 6,5 Creedmoor

(caliber 5/2015). Entwickelt

wurde sie von Hornady im

Jahr 2007 jedoch ursprünglich

als moderne, reinrassige

Long-Range-Sportpatrone für

Schussentfernungen von bis

zu 1.000 Yards/914 Meter und

Geschoss: Gewicht-

Hersteller-Art-Dia.

Schussleistung des RPR in 6,5 mm Creedmoor

Patrone / Pulver:

Menge - Hersteller-Serie

OAL:

in mm

v 2

in m/s

v 2 -Diff.

in m/s

Präzision

100 m

in mm

Präzision

500 m

in mm

120 grs. HPBT Berger .264 43,5 grs Ramshot Hunter 69,8 806,9 6,7 12 ---

120 grs. HPBT Berger .264 45,0 grs Ramshot Hunter 69,8 838,8 8,4 8 110

120 grs. HPBT Berger .264 46,5 grs Ramshot Hunter 69,8 862,4 12,1 16 80

120 grs. GMX Hornady .264 Hornady Super Performance Fabrikp. 68,1 894,1 10,7 31 ---

129 grs. SST Hornady .264 Hornady Super Performance Fabrikp. 67,5 852,6 8,9 28 70 (120)

130 grs. HPBT Berger .264 43,0 grs Ramshot Hunter 70,6 793,2 9,3 20 ---

130 grs. HPBT Berger .264 44,5 grs Ramshot Hunter 70,6 828,2 5,7 9 76

130 grs. HPBT Berger .264 46,0 grs Ramshot Hunter 70,6 857,6 9,8 23 45 (70)

140 grs. HPBT Berger .264 42,0 grs Ramshot Hunter 71,2 762,9 4,2 22 ---

140 grs. HPBT Berger .264 43,5 grs Ramshot Hunter 71,2 786 6 12 125

140grs. HPBT Berger .264 45,0grs Ramshot Hunter 71,2 828,6 8,6 21 55 (95)

(Alle Handlaborierungen in Norma-Hülsen, Trimmlänge: 48,5 mm, mit Remington Large Rifl e 9,5-Zündhütchen.

Testaufbau: Sitzend aufgelegt unter Verwendung eines vorderen Fortmeier-Zweibeins und einer hinteren Sandsack-

Aufl age. Fünf Schuss auf 100/500 Meter. Visierung: Nightforce NXS-Zielfernrohr 8-32x56.)

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TITELTHEMA LANGWAFFEN

SMH Ruger Precision Precision Long Rifle Range (RPR) Einzellader-Repetierbüchse 6,5 Creedmoor und .308 in .30 Winchester BR Remington

12 18 caliber 1/2016 3/2016

Ausgereizte

Schussleistung des RPR in .308 Winchester

Geschoss: Gewicht- Patrone / Pulver: OAL:

Hersteller-Art-Dia. Menge - Hersteller-Serie in mm v 2 v 2 -Diff. Präzision Präzision

in m/s in m/s 100 m 500 m

in mm in mm

AkkurAtesse

102 grs HP Sako .308 Sako Fabrikpatrone 66,0 904,5 11,9 19 ---

167 grs Lapua Scenar .308 Lapua Match Fabrikpatrone 70,5 788,8 14,6 16 48 (65)

168 grs Lapua Scenar .308 40,0 grs Reload Swiss RS 40 71,5 769,6 15,8 18 ---

168 „Mehr grs Lapua geht Scenar nicht!“ .308 42,0 Mit grs dem Reload Swiss Versprechen, RS 40 71,5 uns 822,7einen 7,4 wahren 17 Minilochbohrer 93 zu Testzwecken zur Verfügung

168 zu grs stellen, Hornady BTHP sandte .308 uns 40,0 grs Heinz Reload Swiss Henke RS 40 seine 71,5 SMH 775,4 Precision 3,6 13 Long Range 87 Einzellader-Repetierbüchse im Spezialkaliber

grs Hornady .30 BTHP BR .308Remington, 42,0 grs Reload das Swiss RS heute 40 71,5 die 100, 818,6 200 12,5und 11 300 Yards 67 „Score“-Wettkämpfe im Benchrest-Schieß-

168

168 sport grs Berger dominiert. HPBT .308 Die 40,0 Testwaffe grs Reload Swiss bewies RS 40 71,5 eindrucksvoll, 768,9 10,7 was 14 waffentechnisch 96 möglich ist, wenn man absolute

168 Maximalpräzision grs Berger HPBT .308 42,0 anstrebt. grs Reload Swiss RS 40 71,5 824,1 9,8 12 67 (85)

168 grs Sierra HPBT .308 Remington Fabrikpatrone 71,0 790,0 8,5 9 ---

168 grs RWS HPBT .308 RWS Target Elite Plus 71,2 777,5 10,2 8 67 (92)

(Alle Handlaborierungen in Remington-Hülsen, Trimmlänge: 50,8 mm, mit Remington Large Rifle 9,5-Zündhütchen.

Testaufbau: Sitzend aufgelegt unter Verwendung eines vorderen Fortmeier-Zweibeins und einer hinteren

Sandsack-Auflage. Fünf Schuss auf 100/500 Meter. Visierung: Nightforce NXS-Zielfernrohr 8-32x56.)

offiziell aufgeführt wurde sie erstmals

im Hornady-Katalog 2008. Die 6,5 mm

Creedmoor mit 30-Grad-Schulterwinkel

und langem Hülsenhals für den sicheren

Halt und die Führung des Geschosses im

.264“/6,70-mm-Diameter besitzt eine

mit der .308 Winchester identische Patronenlänge

von rund 72 mm, so dass sie

in mittelgroße Standardsysteme (auch

von Selbstladegewehren wie AR-10 oder

M14) passt. Im Reich der eher in Europa

beheimateten 6,5 mm-Büchsenkaliber

mit Patronen wie 6,5x55 Schweden

Mauser, 6,5x54 Mannlicher Schönauer,

6,5x57/6,5x57R oder auch .260 Remington

und 6,5-284 Norma dürfte die

6,5 Creedmoor in der Leistung wohl am

ehesten mit der zwei Jahre älteren Long-

Range-Sportpatrone 6,5x47 Lapua vergleichbar

sein. Die auf rund 49 mm gekürzte

.308 Winchester-Mutterhülse der

6,5 Creedmoor verliert nur wenig Innenvolumen,

denn sie fasst 53,0 Grains Wasser

im Vergleich zu 54,4 Grains Wasser

einer .260 Remington mit originaler .308

Winchester-Hülsenlänge von 51 mm. Im

Unterschied zur europäischen 6,5x47

Lapua wird die Creedmoor fabrikmäßig

in einer Vielzahl an Laborierungen angeboten,

so dass es von Hornady neben der

Matchmunition mit 120 und 140 Grains

schweren A-Max-Geschossen auch drei

Jagdpatronen aus der leistungsgesteigerten

„Superformance“-Linie mit bleifreiem

120 Grains GMX-Solid-, 129 Grains

SST- und InterBond-Geschoss gibt. Auch

die US-Firmen Nosler und Winchester

führen Fabrikmunition in 6,5 Creedmoor.

Auch hinsichtlich des Ballistischen Koeffizienten

(BC-Wert) braucht sie sich nicht

zu verstecken. Eine .308 Winchester/175

Grains Sierra MatchKing und eine .338

Lapua Magnum/250 Grains Scenar erreichen

BC-Werte von 0,496 und 0,675,

wobei sich die 6,5 Creedmoor/139 Grains

Lapua Scenar mit 0,615 sehr wacker

schlägt. Die Vorteile der 6,5 Creedmoor

im Überblick:

• Geringerer Rückstoß;

• Hohe Effizienz, aus einer relativ gerin-

Das Nightforce NXS-Zielfernrohr 8-32x56 mit wiederholgenauen

Höhen-/Seiten-Justiermechaniken

mit feiner Klick-Verstellungseinteilung und brillanter

optischer Qualität war für die 500-Meter-

Indoor-Schießbahn wie gemacht.

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Michael Fischer beim 500 Meter-Test mit dem RPR in .308 Winchester.

gen Pulverladung wird eine optimale ballistische

Leistung herausgeholt;

• Laufschonend, relativ wenig Pulver und

Gase müssen durch den Hülsenhals und

den Übergangskegel des Patronenlagers

gedrückt werden, was die Lebensdauer des

Laufes erhöht;

• Hohe Präzision aufgrund des Hülsendesigns

mit „Minimum Bodytaper“ (aufs

Minimum reduzierter, konischer Verlauf

des Hülsenkörpers), 30-Grad-Schulterwinkel

und langem Hülsenhals, der das

Projektil führt, bis es zentriert den Patronenlager-Übergang

erreich hat.

Auf dem Schießstand

Gerade in der jüngsten Vergangenheit

haben wir auf dem Schießstand oft mit

schweren Scharfschützengewehren in

Kalibern wie .308 Winchester, .300 Winchester

Magnum, .338 Lapua Magnum

NXS ZIELFERNROHRE

extrem brillant - extrem robust - extrem zuverlässig

8-32x56 NXS

mit ZeroStop Funktion

erhältlich mit den Absehen

NP-2DD, Mil-R, Mil-Dot, MOAR und MOAR-T

13 caliber 1/2016

Weitere NXS Modelle, sowie unser komplettes Nightforce Sortiment

finden Sie bei uns im Internet unter www.henke-online.de

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Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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TITELTHEMA LANGWAFFEN

SMH Ruger Precision Precision Long Rifl Range e (RPR) Einzellader-Repetierbüchse 6,5 Creedmoor und .308 in .30 Winchester BR Remington

14 18 caliber 1/2016 3/2016

Ausgereizte

oder auch .408 CheyTac gearbeitet. Im

Technische Daten der Ruger Precision Rifle-Gewehre

Vergleich zu diesen oftmals nahezu

in 6,5 Creedmoor und .308 Win.

doppelt so schweren SSG sind die beiden

getesteten RPR in 6,5 mm Creed-

System: Zylinderverschluss mit 3 Verriegelungswarzen und 70 Grad-Öffungswinkel

AkkurAtesse

Lauf: kaltgehämmerter freischwingender Lauf mit 5R-Profil und 5/8-24 UNEF-Mündungsgewinde mit

moor mit 24“/61-cm-Lauf und .308 Win.

Abdeckblende. 61 cm Lauflänge und 1-8“-Drall in 6,5 Creedmoor und 51 cm Lauflänge und 1-10“-Drall mit 20“/51-cm-Lauf mit Gewichten von

in .308 Win.

4.800 beziehungsweise 4.400 Gramm

Schaft: klappbare Schulterstütze mit längenverstellbarer Schaftkappe und höhen-/längenverstellbarer

vergleichsweise Leichtgewichte. Dies

„Mehr geht Schaftbacke, nicht!“ Samson Mit Evolution dem KeyMod-Handschutz, Versprechen, freistehender uns einen AR-Pistolengriff wahren Minilochbohrer sorgt zu Testzwecken gerade beim Verschießen zur Verfügung von leistungsstarken

Long-Range-Patronen im Spezial-

auf

zu Magazin: stellen, Magpul sandte P-Mag-Kastenmagazin uns Heinz aus Henke Kunststoff seine für 10 Patronen SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse

kaliber Abzug: .30 einstellbarer BR Remington, Ruger-Matchabzug, das justierbar heute in einem die Bereich 100, von etwa 200 1.000 und bis 2.270 300 Gramm Yards „Score“-Wettkämpfe 500 Meter dafür, im dass Benchrest-Schießsport

dominiert. Abzugsgewicht Die Testwaffe bewies eindrucksvoll, was waffentechnisch möglich ist, wenn man absolute

man etwaige Waffenbewegungen

(Rücklaufweg) durch

Maximalpräzision Sicherung: beidseitige Zwei-Positionen-Sicherung anstrebt. im AR-Stil, die auf den Abzug wirkt

Visierung: Ohne, vorbereitet für ZF-Montage

Länge: 6,5 Creedmoor: 88 cm eingeklappt, 116 cm ausgeklappt

.308Win: 77 cm eingeklappt 106 cm ausgeklappt

Gewicht: 6.5 Creedmoor: 4.800 Gramm .308 Winchester: 4.400 Gramm

Preis: auf 1.548 Anfrage Euro

saubere Anschlagtechnik stärker kontrollieren

muss, wenn man enge Streukreise

realisieren möchte. Dennoch konnte

das preisbrechende Repetierer-Duo

schon in der ersten Testphase auf der

„kurzen“ 100-Meter-Indoor-Bahn durch

sehr gute Schussleistung überzeugen.

Hier wurde das RPR in 6,5 Creedmoor mit

11 Munitionssorten und das RPR in .308

Win. mit 10 Munitionssorten auf Präzision

überprüft. In 6,5 Creedmoor standen

uns leider nur zwei flotte Hornady

Superformance-Jagdmunitionssorten

mit 120 Grains GMX- und 129 Grains SST-

Projektil und nicht die A-Max-Matchmunition

zur Verfügung. Nichtsdestotrotz

gelangen uns mit unseren Handlaborierungen

Topstreukreise unterhalb der

10-mm-Marke. Mit 45,0 Grains Ramshot

Hunter/120 Grains Berger HPBT produzierten

wir die Bestgruppe von 8 mm

und mit um 0,5 Grains geringerer Charge

des identischen Treibladungsmittels

und 130 Grains Berger Hybrid HPBT

maß die nächste Spitzengruppe gerade

mal 1 mm mehr. Das gleiche Bild zeigte

sich beim RPR im Standardkaliber .308

Winchester, denn wir konnten exakt

identische Mini-Streukreise von 8 und 9

mm, diesmal allerdings mit Fabrikmunition

(RWS Target Elite Plus und Remington

Match, beide mit Sierra 168 Grains

MatchKing-Geschoss), erzielen. Bei den

Handladungen in .308 Win. verwendeten

wir das Reload Swiss (RS) 40-Pulver

und neben Berger- auch Lapua- und

Hornady-Matchgeschosse, allesamt mit

168 Grains Gewicht. Mit nur 42,0 Grains

dieses Treibladungsmittels erreichten

Das Wiederladen der 6,5 mm Creedmoor erfolgte

mit Redding-Matrizen, Norma-Hülsen im Originalkaliber,

Ramshot Hunter-Treibladungsmittel und

Berger-Geschossen.

62

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

wir schon maximale Leistungsausbetue,

wurden die Geschosse aus dem kurzen

50-cm-Lauf doch auf über 800 m/s beschleunigt.

In der zweiten Erprobung

stand uns dankenswerter Weise für rund

drei Stunden der 500-Meter-Indoor-

Schießstand der Firma RUAG Ammotec

in Fürth zur Verfügung. Aufgrund der

relativ begrenzten Zeit mussten auch wir

bei diesem Termin auch unsere Munitionsauswahl

etwas beschränken, so dass

die RPR-Gewehre in beiden Kalibern mit

7 Laborierungen getestet wurden. Mit

dem RPR in 6,5 Creedmoor und Handladung

(46,0 Grains Ramshot Hunter/130

Grains Berger Hybrid) gelang uns eine

4er-Gruppe von 45 mm, wobei die 5er-

Wertungsgruppe dann letztendlich doch

70 mm maß. Die RPR in .308 Win. schnitt

hier mit Lapua 167 Grains Scenar-Fab-

Das verwendete Berger Hybrid 130 Grains-

Geschoss für die 6,5 mm Grendel wurde speziell

für AR-Selbstladegewehre beziehungsweise deren

Magazine konzipiert, so dass es auch in der RPR in

6,5 Creedmoor durchaus Sinn macht.

PRECISION RIFLE 2. GENERATION

Ende 2016 hat Ruger einige Änderungen an der Ruger Precision Rifle durchgeführt. Alle Modelle sind jetzt mit einer

Mündungsbremse ausgerüstet. Der Vorderschaft hat oben keine Picatinny-Schiene mehr, damit Zielfernrohre

niedriger montiert werden können. Das Schlösschen aus Aluminium ersetzt das vorherige aus Kunststoff.

Mündungsbremse

Vorderschaft

Aluminium Schlösschen

Hinweis: Die Firma Heinz Henke verkauft RUGER Waffen nur in Deutschland.

15 caliber 1/2016

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

63

C 1 006-017 Titelthema.indd 15 23.01.17 13:09


TITELTHEMA LANGWAFFEN

SMH Ruger Precision Precision Long Rifle Range (RPR) Einzellader-Repetierbüchse 6,5 Creedmoor und .308 in .30 Winchester BR Remington

Ausgereizte

AkkurAtesse

„Mehr geht nicht!“ Mit dem Versprechen, uns einen wahren Minilochbohrer zu Testzwecken zur Verfügung

zu stellen, sandte uns Heinz Henke seine SMH Precision Long Range Einzellader-Repetierbüchse im Spezialkaliber

.30 BR Remington, das heute die 100, 200 und 300 Yards „Score“-Wettkämpfe im Benchrest-Schießsport

dominiert. Die Testwaffe bewies eindrucksvoll, was waffentechnisch möglich ist, wenn man absolute

Maximalpräzision anstrebt.

100-Meter-Topstreukreise in 6,5 mm Creedmoor (8 mm mit 45,0 Grains Ramshot Hunter/120 Grains Berger HPBT) und .308 Winchester

(8 mm mit RWS 168 Grains Target Elite Plus).

500-Meter-Spitzenschussgruppen in 6,5 Creedmoor (70 mm mit Handladung 46,0 Grains Ramshot Hunter/130 Grains Berger Hybrid) und .308 Winchester

(65 mm mit Lapua 167 Grains Scenar).

16 18 caliber 1/2016 3/2016

rikmunition und 48 mm/65 mm inklusive

„Ausreißer“ geringfügig besser ab.

Überhaupt offenbarte zumindest in dieser

ersten Bestandsaufnahme tendenziell

die .308 Winchester-Ausführung,

die ohnehin bei uns beliebter sein wird,

eine etwas bessere Präzision im Durchschnitt

– trotz der kurzen Lauflänge auch

auf 500 Meter. Als Faustregel gilt, dass

man einen 70-mm-Streukreis auf dieser

Distanz wohl als gelungen bezeichnen

kann. Alle weiteren Ergebnisse können

den Tabellen entnommen werden. Wir

sind uns sicher, dass bei längerer Eingewöhnungsphase

und/oder nach einem

kleinen Abzugstuning die Streukreise auf

beiden Distanzen auch noch kleiner ausfallen

könnten. Auf einer Entfernung von

500 Meter werden selbst kleinste Fehler,

beispielsweise bei der Abzugsbetätigung,

eben weitaus stärker bestraft als

auf üblichen Kurzdistanzen. Durch die

hervorragenden optischen Qualitäten

der Nightforce NXS-Gläser mit 32-facher

Vergrößerung konnten wir die Fehler vor

der Scheibenauswertung schon ansagen.

Beim 500-Meter-Test konnten wir uns auf

das genutzte, kostenlose „Strelok“-Außenballistik-Programm

als Android-App

für Mobiltelefone verlassen.

Wir haben die 308er mit RWS Target Elite

Plus auf 100 Meter eingeschossen und

die App empfahl uns, um 56 Klicks in der

Höhe zu verstellen. Bis auf 3 Klicks passte

es. Bei der RPR in 6,5 Creedmoor und

100-Meter-Einschieß-Munition Hornady

Superformance 129 Grains SST schlug

der Kalkulator vor, auf 500 Meter um 44

Höhenklicks zu verstellen und hier passte

es perfekt. Unser Dank gilt Igor Borisov,

der diesen Gratis-Ballistik-Kalkulator

programmiert hat.

caliber-Fazit

Das „Ruger Precision Rifle“ (RPR)-Präzisionsgewehr

wird seinem aus den USA

vorauseilenden Ruf als praxisnah konzipierter

Preisbrecher mit sauberer Weitdistanz-Schussleistung

gerecht. Aufgrund

eines Preises von gerade einmal 1.548

Euro ist es eine echte Empfehlung und

jeden Cent wert. Wir bedanken uns bei

Heinz Henke für die Bereitstellung eines

„Rundum-Sorglos“-Testpaketes mit zwei

RPR samt Warne-Montagen, Nightforce-

Zielfernrohren und Wiederlade-Equipment

(Redding-Matrizen, Norma-Hülsen im

Originalkaliber, Berger-Matchgeschosse)

sowie bei der Firma RUAG für die Nutzung

des 500-Meter-Schießstandes.

Text: Stefan Perey/Michael Fischer

Fotos: Michael Fischer/Andreas Kurth

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Optik Zielfernrohre für Matchbüchsen

Optik Zielfernrohre für Matchbüchsen

Superexakt

auf die Zehn

Zum modernen Präzisionsgewehrschießen gehören die Waffe, das Zielfernrohr mit Montage und auch

Zum

die Munition.

modernen

In

Präzisionsgewehrschießen

diesem Beitrag stehen ausschließlich

gehören die

die

Waffe,

Zielfernrohre

das Zielfernrohr

im Vordergrund.

mit Montage

Wir

und

testeten

auch

die

neun

Munition.

der populärsten

In diesem

variablen

Beitrag

Gläser

stehen

für

ausschließlich

Präzisionsbüchsen,

die Zielfernrohre

angesiedelt

im

im

Vordergrund.

gehobenen Preissegment.

Wir testeten

neun der populärsten variablen Gläser für Präzisionsbüchsen, angesiedelt im gehobenen Preissegment.

X HANS J. HEIGEL

Durch X HANS die Visierung J. HEIGELwird es in der Praxis

erst möglich, die Präzision einer Wafgen

bei den Scharfschützen in der Praxis Punkt bei den variablen Zielfernroh-

Um diesen extremen Beanspruchun-

– besser anpassen kann. Der kritische

Durch fe zu nutzen. die Visierung Als Visierung wird es kommen in der Praxis

das erst moderne möglich, Präzisionsgewehrschießen

die einer Wafgen

diese bei Spezialzielfernrohre den Scharfschützen in wesentlich der Praxis Punkt Wechsel bei der den Vergrößerung, variablen Zielfernroh-

insbesonde-

für gerecht Um diesen zu werden, extremen verwendet Beanspruchun-

man für – ren besser ist die anpassen gleiche Treffpunktlage kann. Der kritische beim

fe nur zu Zielfernrohre nutzen. Als Visierung in Betracht. kommen Ein weiterer

moderne Faktor ist Präzisionsgewehrschießen

die Tatsache, dass, wer diese umgehäusen, Spezialzielfernrohre was ein höheres wesentlich Gewicht Wechsel und Sniper-Zielfernrohren der Vergrößerung, üblich insbesonde-

– das

für gerecht stärkere zu Wandungen werden, verwendet bei den Alumini-

man für ren wenn ist die – gleiche wie bei Treffpunktlage den meisten Target- beim

das

nur mehr Zielfernrohre sieht, präziser in visieren Betracht. kann. Ein Deshalb

bringen Faktor ist die die Hersteller Tatsache, von dass, Zielfern-

wer umgehäusen, Bei den Sportschützen was ein höheres sind diese Gewicht am und ebene) Sniper-Zielfernrohren angeordnet ist. üblich – das

weiterer

stärkere zur Folge Wandungen hat. bei den Aluminire

Absehen wenn in – wie der 2. bei Bildebene den meisten (Okularbild-

Targetmehrohren

sieht, stetig präziser neue Spezialzielfernrohre

visieren kann. Deshalb

für Präzisionsbüchsen bringen die Hersteller auf von den Zielfern-

Markt. fernrohre Bei den natürlich Sportschützen ebenfalls sind erste diese Wahl. am ebene) mit mehr angeordnet als 12-facher ist. Vergrößerung ein

zur militärischen Folge hat. Bedarf orientierten Ziel-

Absehen Unumgänglich in der 2. Bildebene ist bei Zielfernrohren

(Okularbildrohren

Sportschützen stetig neue benötigen Spezialzielfernrohre

sie in den militärischen Allerdings bereiten Bedarf die orientierten hohen Gewichte Zielfernrohre

dieser Optiken natürlich Kopfzerbrechen, ebenfalls erste Wahl. wenn mit rung mehr der Treffpunktlage als 12-facher Vergrößerung bei leicht schie-

ein

Parallaxeausgleich, Unumgänglich ist um bei Zielfernrohren

eine Verände-

für von Präzisionsbüchsen verschiedenen Anschlagarten auf den Markt. aus

Sportschützen Fairness-Gründen benötigen unterteilten sie in Wettbewerben

verschiedenen für Präzisionsbüchsen Anschlagarten bis hin aus dieser den Regelwerke Optiken der Kopfzerbrechen, einzel-

wenn rung der Treffpunktlage Parallaxeausgleich bei leicht schie-

wird

den Allerdings Gewichtslimits bereiten durch die die hohen entsprechen-

Gewichte Parallaxeausgleich, fem Einblick zu vermeiden. um eine Mit Verände-

dem

von

Fairness-Gründen zu F-Class und Benchrest-Schießen. unterteilten Wettbewerben

für Präzisionsbüchsen bis hin den Regelwerke der einzel-

Wichtiger Parameter

Die nen Gewichtslimits Schießsportverbände

durch die entsprechenfem

Einblick zu vermeiden. Mit dem

letztlich neben der Grundeinstellung

Parallaxeausgleich der Schärfe wird mit

Distanzen liegen dabei zwischen 100 m zu beachten sind. Besonders

deutlich Schießsportverbände

wird das bei Wichtiger

zu und F-Class 1000 m. und Benchrest-Schießen. Die nen

Visierqualität

Parameter dem letztlich Dioptrienausgleich

neben der Grundeinstellung

der Schärfe mit

Unterschiedliche Distanzen liegen Einsatzbereiche. dabei zwischen Obwohl 100 m zu den beachten Benchrest-Schützen,

sind. Besonders

deutlich wird das bei

und 1000 m.

Visierqualität die Bildschärfe eingestellt.

die bei Polizei, Militär und Sport zum die jedes Gramm an Gesamtgewicht Das macht man dem üblicherweise Dioptrienausgleich mit der

Unterschiedliche Einsatz kommenden Einsatzbereiche. Präzisionsgewehre Obwohl den in stärkere Benchrest-Schützen,

Laufkonturen zur Schwingungsstabilisierung

jedes Gramm investieren an Gesamtgewicht wollen. xeausgleich Das macht man ist im üblicherweise Regelfall stufenlos, mit der

höchsten Vergrößerung. die Bildschärfe Der eingestellt. Paralla-

die hinsichtlich bei Polizei, ihrer Militär Ausstattung und Sport und Technik

vieles kommenden gemeinsam Präzisionsgewehre

haben, ergeben in Gemeinsame stärkere Laufkonturen Anforderungen zur Schwin-

al-

um höchsten auf jede Vergrößerung. Entfernung ein Der scharfes Paralla-

Bild

zum die

Einsatz

hinsichtlich bei den ihrer Zielfernrohren Ausstattung in und Teilbereichen

vieles unterschiedliche gemeinsam haben, Anforderungs-

ergeben Leistung, Gemeinsame die präzise Anforderungen Justierbarkeit des alhen

um auf Vergrößerungen jede Entfernung ist ein das scharfes wegen Bild der

Technigungsstabilisierunler

Anwender sind investieren eine hohe optische wollen. einstellen xeausgleich zu ist können. im Regelfall Gerade bei stufenlos, den ho-

sich profile. bei Gerade den Zielfernrohren bei den Scharfschützen in Teilbereichen

unterliegen unterschiedliche die Zielfernrohre Anforderungs-

extremen Leistung, üblichen die Jagdzielfernrohren präzise Justierbarkeit liegende des hen Der Vergrößerungen in diesem Beitrag ist das dokumentierte wegen der

ler Absehens Anwender sowie sind eine eine starke, hohe über optische den geringen einstellen Tiefenschärfe zu können. Gerade wichtig. bei den hoprofile.

Beanspruchungen. Gerade bei den Diese Scharfschützen

Belastungen Absehens Vergrößerung. sowie Ein eine Großteil starke, der über heute den Praxistest geringen Tiefenschärfe konzentrierte wichtig. sich insbesondere

Der auf in die diesem präzise Beitrag Arbeitsweise dokumentierte der Ab-

unterliegen haben ihren die Grund Zielfernrohre in den teilweise extremen sehr üblichen auf dem Markt Jagdzielfernrohren angebotenen Zielfernrohre

für die dargestellten Ein Großteil Zwecke der hat heute eine sehenverstellungen Praxistest konzentrierte sowie sich die insbeson-

Kontrolle

liegende

Beanspruchungen. starken Kalibern, die Diese bis .338 Belastungen Lapua Magnum

ihren und sogar Grund .50 in BMG den teilweise reichen, sehr und auf variable dem Markt Vergrößerung. angebotenen Als Untergrenze

Zielfernrohdere

Treffpunktlage auf die präzise Arbeitsweise Veränderung Ab-

der

Vergrößerung.

haben

starken der in der Kalibern, Praxis die oft bis hohen .338 Schusszahl. Lapua Magnum

Extreme und Belastungen sogar .50 BMG durch reichen, den teil-

und variable größerung Vergrößerung. von etwa 16-fach. Als Untergrenze der Da Treffpunktlage alle getesteten bei Zielfernrohre Veränderung das der

re für für Sniper-Zielfernrohre die dargestellten Zwecke gilt eine hat eine Ver-

Vergrößerung.

sehenverstellungen sowie die Kontrolle

der weise in rauen der Praxis Transport oft hohen in den Schusszahl. Krisengebieten

dieser Belastungen Erde kommen durch den hinzu. teilgrößerunstanter

Vergrößerung, von etwa 16-fach. man findet diese gerade Da alle dieser getesteten Punkt besonders Zielfernrohre wichtig. das

für Gegenüber Sniper-Zielfernrohre Zielfernrohren gilt eine mit kon-

Ver-

Absehen Vergrößerung. in der 2. Bildebene haben, ist

Extreme

weise Sniper-Zielfernrohre rauen Transport müssen in den daher Krisengebieten

besonders dieser robuste Erde Mechanik kommen aufweisen. hinzu. stanter rest-Gewehren, Vergrößerung, haben man variable findet Gläser diese jeweils gerade dieser immer Punkt extrem besonders präzise montiert wichtig.

eine heute Gegenüber überwiegend Zielfernrohren noch bei den mit Bench-

kon-

Die Absehen Absehen in der in der 2. Bildebene 2. Bildebene haben, müssen ist

Sniper-Zielfernrohre Ferner wird das Gehäuse müssen wesentlich daher eine heute den Vorteil, überwiegend dass man noch sich bei verschiedenen

Situationen haben – unterschiedliche variable Gläser Anwünschten

jeweils immer Treffpunktlageveränderun-

extrem präzise montiert

den Benchrest-Gewehren,

werden, Die Absehen da sonst in der unweigerlich 2. Bildebene die müssen uner-

besonders mehr beansprucht robuste Mechanik als bei sportlichem aufweisen.

Ferner oder jagdlichem wird das Einsatz Gehäuse der Gläser. wesentlich den schlagarten, Vorteil, verschiedene dass man sich Entfernungen

verschiedenen

Situationen – unterschiedliche Anwünschten

Treffpunktlageveränderungen

werden, auftreten. da sonst unweigerlich die uner-

mehr beansprucht als bei sportlichem

oder jagdlichem Einsatz der Gläser. schlagarten, verschiedene Entfernungen gen auftreten.

04/2012 39

04/2012 39

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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Optik Zielfernrohre für Matchbüchsen

1

2

1 Bewährt. Leupolds Serie VX-3 enthält mit

dem 8,5–25×50 ein Allround-Zielfernrohr.

2 Spezialisiert. Das Einsatzspektrum des

March 10–60×52 reicht bis zum Benchrestund

F-Class-Schießen.

3 Robust. Die Nightforce-Baureihe NXS wurde

an den Bedürfnissen der militärischen

Scharfschützen orientiert. Sie ist auch unter

härtesten Bedingungen einsetzbar.

Als dritter Punkt interessiert den privaten

Nutzer natürlich auch die Bedienerfreundlichkeit.

Auf Messungen im

Labor wurde verzichtet. Auch die Belastung

der Optik unter militärischen Einsatzbedingungen

wurde nicht simuliert.

Zum Test traten neun bekannte Modelle

an. Zweimal war Nightforce und

Zeiss vertreten. Jeweils mit einem Zielfernrohrmodell

wurden Gläser von Leupold,

March, Schmidt & Bender, Sightron

sowie Swarovski geprüft.

Die wichtigen Grundvoraussetzungen

für ein ordentliches Zielfernrohr,

wie tadellose Brillanz der

Optik, hohe Randschärfe

über den gesamten Vergrößerungsbereich,

Schussfestigkeit,

Wasserdichtheit,

Staubdichtigkeit und einwandfreies Arbeiten

der Mechanik bei allen Verstellelementen

auch bei extrem niedrigen

oder hohen Temperaturen darf man

bei den getesteten neun Zielfernrohren

in der gehobenen Preisklasse und

Oberklasse unterstellen. In der Praxis

traten hinsichtlich dieser Faktoren keinerlei

Probleme auf. Nach dem subjektiven

Empfinden des Autors zeigte das

Lochbohrer in

6 mm PPC USA

Sightron SIII 10–50×60 in Sachen Bildbrillanz

und Randschärfe im oberen

Vergrößerungsbereich eine minimal

schwächere Leistung als die wesentlich

kostspieligeren Gläser der anderen

Hersteller. Das muss man in Relation

zum Preis sehen. Schließlich muss man

für das Sightron SIII 10–50×60 nur gut

ein Drittel des Kaufpreises des March

10–60×52 auf die Ladentheke blättern.

Testbüchse. Um die genannten Eigenschaften

halbwegs objektiv in der Praxis

zu testen, ist eine Waffe von denkbar bester

Präzision notwendig. Das passende

Testgerät lieferte die Firma

Heinz Henke, die eine

Einzelladerbüchse aus der

neuesten Generation der

SMH-Precision-Baureihe

im Kaliber 6 mm PPC USA (Neck .268")

zur Verfügung stellte.

Hergestellt werden die neuen SMH-

Systeme bei Kelbly’s Inc. Betrachtet man

das neue SMH-System, so wird deutlich,

dass das System Remington 700

Pate stand und die Büchsenmacher bei

Kelbly’s auf das eigene Atlas-System für

das SMH-Action zurückgreifen konnten.

Das System wurde bereits im DWJ

3

2/2011 und 11/2011 vorgestellt. Daher an

dieser Stelle nur ein kurzer Steckbrief:

runde Systemhülse (Stainless-Stahl 416

RS), in der die zwei Warzen am Kammerkopf

verriegeln, eine Rückstoßplatte

zwischen der Stirnseite des Hülsenkopfs

und dem Lauf sowie ein in den Kammerkopf

zurückversetzter Stoßboden.

Die Büchse hat einen handgeläppten

Select-Match-Grade-Lauf mit einer Länge

von 24" (610 mm) und einem Außendurchmesser

an der Laufmündung von

31,7 mm (Kontur 11). Die Matchsenkung

an der Laufmündung ist rechtwinkelig

ausgeführt. Wie beim Kaliber 6 mm PPC

USA üblich, wurde ein 14" (356 mm) langer

Drall verwendet, was mit den Geschossen

vom Durchmesser .243" (6,17 mm)

eine Stabilisierung bis zu 70 gr (4,5 g)

schweren Geschossen bedeutet.

Eingeschäftet ist das Ganze in einem

MBR-Fiberglas-Schaft von McMillan. Als

Abzug dient ein Jewell-Matchabzug in

der HVR-Version. Der MBR-Schaft wird

mit einer schwarzen Gummikappe abgeschlossen

und besitzt ein schwarzes Finish

mit feiner grauer Musterung.

Mit einem Gewicht von 6,2 kg (ohne

Zielfernrohr) schießt sich die Testwaf-

4

40

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66

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

fe im Kaliber 6 mm PPC USA fast wie eine

.22-Hornet-DJV-Büchse und belastet den

Schützen nicht nennenswert. Ideal für längere

Schussserien für Tests.

Picatinny, die ideale Testanordnung. Zum raschen

Wechsel der Testzielfernrohre erhielt

die SMH-Testwaffe eine Picatinny-Schiene

ohne Neigung, da auf die Distanz von 100 m

geschossen wurde. Das gesamte Testschießen

erfolgte mit der bewährten Laborierung

in 6 mm PPC USA mit 68 gr (4,4 g) schwerem

Berger-HP-Matchgeschoss. Ebenfalls

bewährt: das Federal-Zündhütchen 205M sowie

28 gr Pulver Vihtavuori N 133 bei einer

Patronenlänge von 55 mm. (Achtung: Das

Verwenden der Ladedaten erfolgt auf eigene

Gefahr. Verlag und Autor übernehmen

keine Haftung! Näheres

über die 6 mm PPC USA ist

im DWJ 3/2012 nachzulesen.)

Beim Testschießen wurde

eine Benchrest-Auflage verwendet, um die

menschliche Unsicherheit weitgehend zu beseitigen.

Nach dem Glattschießen des Laufs

wurden Testserien mit jeweils fünf Schuss

geschossen. Dabei stellte sich heraus, dass

die Testwaffe mit der genannten Laborierung

permanent Streukreise (gemessen von

Schusslochmitte zu Schusslochmitte) von

unter 7 mm lieferte. Streukreise von etwa

5 mm überwogen dabei. Montiert war bei

diesem ersten Test das Nightforce 12–42×56

NF mit Absehen NP-2DD. Beim Schießen war

es auf 42-fache Vergrößerung eingestellt. Als

Anhaltspunkt zum Einfluss der Vergrößerung

auf die erzielbaren Schussgruppen wurden

einige Gruppen bei 12-facher Vergrößerung

geschossen. Dabei weitete sich wegen

der weniger präzisen Visiermöglichkeit der

Streukreisdurchmesser auf durchschnittlich

10 mm. Bei der Einstellung auf nur 4-fache

Vergrößerung (Zeiss Victory FL Diavari

4–16×50 T*) ergaben sich Schussgruppen

von durchschnittlich 15 mm. Das hat nichts

mit der Qualität der Zielfernrohre zu tun,

sondern ist ausschließlich der verwendeten

Vergrößerung geschuldet. Die Absehen

4 Präzise. Getestet wurde mit einer Long-Range-

Büchse SMH Precision. Die Waffe ist eingerichtet

für das Kaliber 6 mm PPC USA und bringt rund

6,2 kg Gewicht auf die Waage.

schießsport

verdecken dann mehr vom Ziel als bei den

hohen Vergrößerungen. Bei 4-facher Vergrößerung

sieht der Schütze das 100 m entfernt

stehende Ziel so, als stünde man 25 m

davor. Bei 60-facher Vergrößerung wirkt es,

als stünde er nur 1,7 m vor der Scheibe.

Zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen

eines Zielfernohrs gehört das tadellose

Funktionieren der Absehenverstellung. Bei

jedem Klick muss sich das Absehen um den

angegebenen Verstellbereich verändern.

Leerschritte dürfen dabei nicht vorkommen.

Wir wählten zur Überprüfung dieses

Faktors die einfachste, von jedem Nutzer

selbst nachzuvollziehende Prüfungsmethode.

Nach dem Justieren des gerade eingesetzten

Zielfernrohrs wurde eine

Schussgruppe zu fünf Schuss

auf die Distanz von 100 m geschossen.

Anschließend wurde

am Höhenverstellturm die

Treffpunktlage um 10 cm nach oben verändert

und wiederum ein Schussbild aus fünf

Schuss geschossen. Anschließend wurde das

Absehen wieder um die gleiche Anzahl von

Klicks zurückverstellt. Es folgte dann ein

Probeschuss, um festzustellen, ob auch beim

„Rückwärtsgang“ das Absehen einwandfrei

verstellt wurde. Anschließend wurde das

Absehen auf 10 cm Tiefschuss eingestellt,

eine erneute Schussgruppe geschossen, um

dann das Absehen wieder in die Ausgangslage

zurück zu verstellen. Auch dann erfolgte

noch ein Probeschuss.

Danach wurde der Lauf gereinigt, um anschließend

auf gleiche Weise die Seitenverstellung

zu überprüfen. Die beiden ersten

Schüsse nach dem Reinigungsvorgang wurden

jeweils auf eine getrennte Scheibe abgegeben,

um Beeinflussungen durch die verwendeten

Reinigungsmittel auszuschließen.

Nach erneuter Laufreinigung kam dann

der nach den Erfahrungen des Autors kritischste

Punkt bei variablen Zielfernrohren

mit dem Absehen in der 2. Bildebene,

nämlich die Prüfung der Treffpunktlage

bei unterschiedlicher Vergrößerung. Wie

bereits erwähnt, haben hier die Gläser mit

dem Absehen in der Okularbildebene gegenüber

den Gläsern mit dem Absehen in der

Objektivbildebene ihre Schwachstelle. Für

das Präzisionsschießen ist jedoch das Absehen

in der 2. Bildebene, bei dem bei hoher

Vergrößerung das Ziel möglichst wenig verdeckt

wird, in der Regel zumindest aus der

Sportschützensicht von Vorteil.

Zunächst wurde bei maximaler Vergrößerung

jeweils eine Schussgruppe von fünf

Schuss geschossen. Dann wurden bei fünf

Vergrößerungen bis zur untersten Vergrößerungsstufe

jeweils zwei Schuss abgegeben,

die im Idealfall in der ursprünglichen Gruppe

liegen mussten. Es ist klar, dass bei den

WIEDERLADEN

EINFACH

GEMACHT

Testparameter für

die Arbeit am Stand Robert Albrecht –

Präzisionsmunition

für Wiederlader

Der Autor präsentiert einen

Titel, der den Gesamtbereich

Wiederladen unter

dem Gesichtspunkt besonderer

Präzisionsanforderungen

umfasst und auch

den neuesten waffenrechtlichen

Gegebenheiten

gerecht wird. Detailliert

beschreibt Albrecht das

Wiederladen für Einsteiger,

die benötigten Geräte

und Materialien sowie die

Arbeit für fortgeschrittene

Langwaffenschützen.

Er geht auf die Komponenten

einer Patrone und

die Innen-, Abgangs- und

Zielballistik ein.

V e r l a g s - Gmb H

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04/2012

41

Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

67


Optik Zielfernrohre für Matchbüchsen

niedrigen Vergrößerungen, die bis herunter

zu 4-fach bei manchen der Testzielfernohre

reichten, sich die Schussgruppen

wegen des schwierigeren Visierens

vergrößern mussten. Hier kommt die

menschliche Unzulänglichkeit ins Spiel.

Gleiches gilt natürlich auch für die stark

unterschiedlichen Vergrößerungsbereiche

der ausgewählten

Testkandidaten. So war

das Zeiss Victory FL Diavari

4–16×60 T* gegenüber

dem 12–50×56 PM II von

Schmidt & Bender oder gar dem March

10–60×52 im Nachteil, weshalb man die

neun getesteten Zielfernrohre grob in

zwei Gruppen einteilen muss: Jene mit

mehr als 25-facher Vergrößerung und

solche bis zu 25-facher Vergrößerung.

Über welchen Zoombereich das „ideale“

Zielfernrohr verfügt, hängt vom

geplanten Einsatzbereich ab. So ist ein

5

7

Qualitätsmerkmal

Verstellmechanik

6

4–16×50 sehr universell verwendbar,

von der Jagd bis zum Präzisionsschießen,

gleiches gilt für die Gläser mit variabler

Vergrößerung bis zu 25-fach. Die

stärker vergrößernden Zielfernrohre

sind rein für das Präzisionsschießen

gedacht. Spätestens ab einer 30-fachen

Vergrößerung sind Benchrest-Auflagen

oder eine ähnlich sichere

Auflage notwendig, um

das Absehen auf dem Haltepunkt

halbwegs ruhig zu

bekommen. Bei über 40-facher

Vergrößerung ist buchstäblich jeder

durch den Pulsschlag einer Kapilare verursachte

„Wackler“ zu erkennen.

Bewährtes aus Oregon. Zu den Universalgläsern

zählt das Leupold VX-3 8,5–25×50

mit Target-Dot-Absehen für 1414 Euro.

Leupold gehört zu den Pionieren auf dem

Gebiet der Target-Zielfernrohre. Als die

europäischen Markenhersteller wegen

5 Militärisch. Die PM-II-Baureihe von Schmidt

& Bender wurde voll für die Belange der

Scharfschützen konstruiert und ist bei den

Streitkräften der USA beliebt.

6 Günstig. Das Sightron SIII 10–50×60 bietet

ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

7 Brillant. Das Swarovski Z6i 5–30×50 bietet

ein 6-fach Zoom und perfekte Ausstattung.

der geringen Nachfrage diesem Marktsegment

noch kaum Bedeutung beimaßen,

führte man bei Leupold bereits ein

breites Sortiment in diesem Feld. Begünstigt

wurde das durch die Marktsituation

in Nordamerika. Da war zum einen die

Varmint-Jagd, die stark vergrößernde

Jagdgläser notwendig macht, und zum

anderen das Sportschießen, insbesondere

das Benchrest-Schießen. Bei Letztgenannten

dominierten in den 1970er- und

1980er-Jahren die 24-fach- und 36-fach

vergrößernden BR-Zielfernrohre die Szene.

Das jetzt vorliegende VX-3 8,5–25×50

steht in dieser Tradition.

Wie bei den meisten Leupold-Zielfernrohren,

wird der Dioptrienausgleich am

Okular mit einem Konterring bedient.

Diese Methode ist zwar etwas umständlicher

als der hierzulande beliebte und

gebräuchliche Speed Focus, bietet jedoch

die Sicherheit, dass ein ungewolltes Verstellen

ausgeschlossen ist.

Der Parallaxeausgleich sitzt auf der

linken Seite als dritter Turm und weist

eine gut erkennbare Strichmarkierung,

jedoch ohne Ziffern auf. Die seitliche

Anordnung hat sich inzwischen bei den

Target-Zielfernrohren wegen der bequemeren

Handhabung im Anschlag durchgesetzt.

In früheren Jahren fand man

den Parallaxeausgleich überwiegend am

Objektiv. Die beiden Target-Türme sind

mit Schutzkappen versehen. Je Klick

verstellt sich die Treffpunktlage um ¼

MOA, was auf 100 m rund 7 mm ent-

Technische Daten der der Testzielfernrohre

Leupold

VX-3 VX-3 8,5–25×50 LR LR Target

March

10–60×52

Nightforce

12–42×56 NF NF

Nightforce

12–42×56 NXS NXS

Schmidt & Bender & PM PM II 12–50×56

II Vergrößerungsfaktor 8,5–25 10–60 12–42 12–42 12–50

Objektivdurchmesser [mm] [mm] 50 50 52 52 56 56 56 56 56 56

Sehfeld auf auf 100 100 m m [m] [m] 3,8 3,8 – 1,4 – 1,4 3,49 3,49 – 0,58 – 0,58 2,2 2,2 – 0,8 – 0,8 2,7 2,7 – 0,8 – 0,8 4,2 4,2 – 1,1 – 1,1

Höhenverstellbereich auf auf 100 100 m m [cm] [cm] 264* 264* 168* 168* 116 116 130 130 210* 210*

Seitenverstellbereich auf auf 100 100 m m [cm] [cm] 264* 264* 112* 112* 116 116 101 101 78,4*

Verstellung je je Klick Klick auf auf 100 100 m m [mm] [mm] 7 7 3,5 3,5 3,5 3,5 7,0 7,0 3,5 3,5

Mittelrohrdurchmesser [mm] [mm] 30 30 30 30 30 30 30 30 34 34

Länge [mm] [mm] 366 366 418 418 432 432 409 409 416 416

Gewicht [g] [g] 581 581 700 700 1021 1021 964 964 1110 1110

Absehenlage Okularbildebene Okularbildebene Okularbildebene Okularbildebene Okularbildebene

Preis Preis [Euro] Auf Auf Anfrage Auf Auf Anfrage Auf Auf Anfrage Auf Auf Anfrage Auf Auf Anfrage

*Diese Angaben wurden zur zur besseren Vergleichbarkeit aus aus MOA-Angaben der der Hersteller umgerechnet. 1 MOA 1 MOA ergibt auf auf 100 100 m m rund rund 28 28 mm. mm.

42

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

spricht. Lob verdienen die Leupold-Konstrukteure

für einen sehr großen Verstellbereich

in Höhe und Seite. Mit nur

581 g Gewicht ist das Leupold das Leichtgewicht

unter den Testzielfernrohren.

Ebenfalls bekannt ist Leupold für seine

kompakte Bauweise der Gläser. Der

Verstellring für die Vergrößerung weist

eine griffige Riffelung auf und ist hinsichtlich

des Verstellwiderstandes gerade

richtig. Mittels einer in einem Nocken

sitzenden Schraube

kann der Schütze die Vari-

Verstellung leicht fixieren.

Auf dem Schießstand

zeigte das Leupold VX-3

8,5–25×50 seine hohe Qualität. Neben

der gewohnt guten Optik funktionierte

die Klickverstellung tadellos. Die bei

der Höhen- und Seitenprüfung erzielten

Schussgruppen lagen millimetergenau

an den berechneten Stellen. Auch die

Prüfung der Treffpunktlage ergab einen

tadellosen Wert. Die dabei abgegebenen

15 Schuss fanden sich in einem Streukreis

von 16,4 mm wieder.

Einfach brillant: Zeiss. In gleicher Vergrößerungsklasse

angesiedelt waren

die beiden Testzielfernrohre von Zeiss.

Technisch bieten sowohl das Victory FL

Diavari 4–16×50 T* als auch das Victory

FL Diavari 6–24×56 T* die gleichen Ausstattungsmerkmale.

Während das kleinere

Glas mit dem Zeiss-Absehen 20 ausgestattet

war, war das 6–24×56 mit dem

Absehen 43 bestückt. Wie bei Zeiss nicht

anders zu erwarten, zeigten sich die beiden

Zielfernrohre hinsichtlich Bild- und

Randschärfe hervorragend. Auch die

Helligkeit der Zeiss-Gläser ist sehr gut.

Beide Zielfernrohre verfügen über eine

Dioptrienschnellverstellung am Okular.

Der Vari-Verstellring ist mit Querrillen

griffig ausgeführt, ein zusätzlicher Nocken

auf dem Vari-Verstellring erhöht

Sightron

SIII SIII 10–50×60

Swarovski

Z6i Z6i 5–30×50 II BT II BT L L

Allrounder und

Spezialisten

die Bedienerfreundlichkeit spürbar.

Der Parallaxe-Ausgleich ist auf der linken

Seite als dritter Turm zu finden. In

Abschnitten von 200 m sind die Entfernungen

mit Ziffern markiert. Die erste

Markierung zeigt 50 m, die zweite 100 m,

es folgen die 200-m-Schritte. Die Seitenverstellung

ist mit einer Schutzkappe

versehen. Die Höhenverstellung ist als

Target-Turm ausgebildet. Zum Verstellen

muss der Schütze das Gehäuse dieses

Turms nach oben ziehen,

was eine ungewollte Verstellung

wirksam verhindert.

Die Klickverstellung

von 10 mm auf 100 m je

Klick arbeitete an beiden Gläsern absolut

perfekt, was die Lage der Schussgruppen

in Höhe und Seite belegen. Keine

der Gruppen war bei 25-facher Vergrößerung

über der 8-mm-Marke. Die Veränderung

der Treffpunktlage bei verschiedenen

Vergrößerungen war gering. Die

dabei ermittelte Schussgruppe lag beim

kleinen 4–16×50 bei 17,8 mm und beim

6–24×56 bei 13,9 mm.

Technische Daten

SMH-Präzisionsbüchse

Hersteller

und Vertrieb

Modell

Waffenart

Kaliber

Lauflänge

Visierung

Sicherungen

Gesamtlänge

Gewicht

Werkstoff

Schaft

Preis

Zeiss Zeiss Victory

FL FL Diavari 4–16×50 T T

10–50 5–30 4–16 4–16 6–24 6–24

60 60 50 50 50 50 56 56

Ohne Angabe 7,9 7,9 – 1,3 – 1,3 8,5 8,5 – 2,5 – 2,5 6,0 6,0 – 1,7 – 1,7

140* 140* 120 120 165 165 110 110

140* 140* 70 70 120 120 80 80

3,5 3,5 5,0 5,0 10 10 10 10

30 30 30 30 30 30 30 30

429 429 398 398 336 336 387 387

819 819 620 620 710 710 830 830

Heinz Henke,

www.henke-online.de

SMH Precision

Zylinderverschluss-Büchse

(Einzellader)

6 mm PPC USA

24" (610 mm)

Picatinny-Schiene

Keine

1110 mm

6,2 kg (ohne ZF, ungeladen)

Stainless-Stahl

Fiberglas

Auf Anfrage

Zeiss Zeiss Victory

FL FL Diavari 6–24×56 T T

Okularbildebene Okularbildebene Okularbildebene Okularbildebene

Auf Auf Anfrage Auf Auf Anfrage Auf Auf Anfrage Auf Auf Anfrage

Der Hauptkonkurrent für Zeiss. Mit dem

Swarovski Z6i 5–30×50 II BT L ging ein

schon zum Klassiker gewordenes Target-Zielfernrohr

ins Rennen. Das Testzielfernrohr

gehört der neuen zweiten

Generation der Z6-Reihe an, für die der

Hersteller einige Detailverbesserungen

vorgenommen hat. Die Silhouette ist etwas

schmaler geworden, der Tag- und

Nachtschalter ist eine Verbesserung, der

Neigungssensor zur automatischen Abschaltung

der Beleuchtung wurde überarbeitet

und die Batterie-Lebensdauer

verlängert. Die Arretierung des Ballistik-

Turms wurde verbessert und der Vergrößerungsring

modifiziert. Das Testzielfernrohr

verfügte über das Absehen 4-AI.

Der Verstellring für die Vergrößerung

ist beim Swarovski Z6i 5–30×50 II sehr

griffig ausgeführt. Wie bei den europäischen

Zielfernrohren üblich, findet sich

am Okular der Speed Focus für den Dioptrienausgleich.

Die Parallaxe-Justierung

ist im dritten Turm links angebracht

und weist eine Ziffernmarkierung auf.

Die seitliche Absehenverstellung liegt in

Standardausführung vor, während die

Höhenverstellung mit dem bekannten

Ballistik-Turm von Swarovski ausgestattet

wurde. Mit einem Gewicht von 620 g

und einer Länge von 398 mm gehört das

Swarovski zu den kompaktesten Gläsern

dieser Leistungsklasse. Die Abbildungsqualität

sowie die Randschärfe sind sehr

gut, was man bei einem Preis von 2875

Euro auch erwarten darf.

Uneingeschränkt erfüllt wurden die

Erwartungen auch beim Test der Klickverstellung.

Die Absehenverstellung reagierte

in jeder Testphase millimetergenau.

Die Schussgruppe beim Test der

Vari-Verstellung überzeugte, sie wurde

auch nach Verstellung nicht größer als

12,5 mm. Bis zur Vergrößerung von 15-

fach waren es sogar nur 9,4 mm.

Die weitere Ausdehnung der Schussgruppe

ist primär der niedrigeren Vergrößerung

geschuldet.

Geschaffen für den Scharfschützen. Das PM

II 12–50×56 von Schmidt & Bender ist ein

klassisches, taktisches Zielfernrohr, das

als einziges Glas der getesteten Modelle

einen Mittelrohrdurchmesser von 34

mm aufweist. Das lässt einen sehr großen

Höhenverstellbereich zu. Schmidt &

Bender wurde mit seiner PM-II-Baureihe

inzwischen zum Lieferanten von US-Militäreinheiten

und orientiert diese Baureihe

auch eindeutig an den Bedürfnissen

der militärischen Scharfschützen.

Entsprechend robust und dickwandig

ist das Gehäuse, was das Gesamtgewicht

des Zielfernrohres auf 1110 g anhebt.

04/2012 43

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Optik Zielfernrohre für Matchbüchsen

8 Allrounder. Das Z-Plex-Absehen

von Zeiss kann als Universallösung

angesehen werden.

9 Hilfe. Absehen mit Querbalken

für verschiedene Distanzen.

q Kompakt. Das Zeiss Victory FL Diavari

4–16×50 ist ein Allround-Zielfernrohr, das

sowohl bei der Jagd bei weiten Schüssen

eine gute Figur macht als auch beim Präzisionsschießen

auf dem Schießstand.

w Optimal. Das Zeiss Victory FL Diavari

6–24×56 gestattet ein Anpassen an alle Anschlagarten

und kann in der hohen Vergrößerung

für das Long-Range-Schießen gut

eingesetzt werden. Wahlweise gibt es auch

eine Variante mit 72-mm-Objektiv. 8 9

Unser Testmodell verfügte nicht über

ein Leuchtabsehen und hat das Absehen

in der 2. Bildebene. Schmidt & Bender

bietet auch PM-II-Gläser mit einem Absehen

in der 1. Bildebene an.

Das verwendete P4F-Absehen ist ein

feines Fadenkreuz mit zahlreichen weiteren

Strichmarkierungen, die für den

Scharfschützen das Zielen

auf unterschiedliche Distanzen

sowie das Einkalkulieren

der Windabdrift

erleichtern.

Der Vari-Verstellring ist mit groben

Querrillen für gute Griffigkeit versehen,

die Markierungen sind sehr gut ablesbar.

Am Okular sitzt der Schnellverstellring

für den Dioptrienausgleich, der Parallaxeausgleich

ist links im dritten Turm

untergebracht. Auch hier sind die Markierungen

gut ablesbar. Gleiches gilt für

die beiden Target-Türme der Absehenverstellung,

die sehr massiv und robust

ausgeführt sind. Mit einer Klickverstellung

von 1 / 8

MOA (3,5 mm auf 100 m)

lässt sich dieses Zielfernrohr sehr präzise

justieren, der Höhenverstellbereich

Absehen Z-Plex

q

unbeleuchtet

Tauglich für den

Militärgebrauch

w

umfasst 210 cm bezogen auf 100 m. Die

optischen Parameter Kontrast, Bildschärfe

und Randschärfe sind nicht zu

beanstanden.

Keine Schwäche zeigt das Testzielfernrohr

bei der Prüfung der Höhen- und

Seitenjustierung, die anvisierten Treffpunktlagen

ließen sich auf den Millimeter

genau wiederholen.

Beim kritischen Faktor

Veränderung der Vergrößerung

konnte das Schmidt

& Bender PM II 12–50×56

mit einem Streukreis von 9,8 mm nach

15 Schuss überzeugen.

Seit Jahren erfolgreich. Die Gläser von

Nightforce sind sowohl bei Scharfschützen

als auch bei Sportschützen seit Jahren

eine feste Größe auf dem Markt. Für

das Präzisionsschießen wurde in erster

Linie die NF-Reihe entwickelt, die über

eine Parallaxejustierung am Objektiv

verfügt, eine Dioptrienschnellverstellung

und eine zuschaltbare Absehenbeleuchtung

aufweist. Die Beleuchtungseinheit

sitzt auf dem Okular, was etwas

die Sicht zum Höhenverstellturm behindert.

Die beiden Target-Türme tragen

Schutzkappen. Mit einer Klickverstellung

von 1 / 8

MOA (3,5 mm auf 100 m)

ist das Nightforce 12–42×56 NF millimetergenau

zu justieren. Hinsichtlich

der optischen Leistung stehen die Nightforce-Gläser

den europäischen Spitzenprodukten

in nichts nach. Beim Test der

Absehenverstellung gab es – wie von früheren

Tests bereits bekannt – keinerlei

negative Überraschungen. Klickzahl für

die gewünschte Veränderung der Treffpunktlage

ermitteln, justieren, und der

Schuss sitzt genau dort, wo er hin sollte.

Auch bei der Vari-Verstellung arbeitete

das Nightforce 12–42×56 NF tadellos.

Die hierbei erzielte Schussgruppe von

8,8 mm spricht für sich.

Das ebenfalls geprüfte, 964 g schwere

Nightforce 12–42×56 NXS ist an den Bedürfnissen

der Scharfschützen beim Militär

orientiert und entsprechend robust

ausgelegt. Die Dioptrienverstellung wird

mit einem Konterring am Okular fixiert.

Der Verstellring für die Vergrößerung

wurde sehr robust und griffig ausgeführt.

Die Parallaxejustierung befindet

sich auf der linken Seite als dritter Turm

und hat eine Strichmarkierung. Die beiden

Target-Türme weisen eine sehr gut

ablesbare Markierung auf und haben

eine Klickverstellung von ¼ MOA (7 mm

auf 100 m). Die Schussgruppen konnten

mit der Höhen- und Seitenjustierung exakt

dorthin dirigiert werden, wo man sie

haben wollte. Daran zeigte sich die tadellos

arbeitende Verstellmechanik. Mit 15

Schuss wurde bei unterschiedlicher Vergrößerung

ein Streukreis von 9,2 mm erreicht.

Mehr muss man an dieser Stelle

nicht zur Qualität zu sagen.

Solides Preis-Leistungs-Verhältnis. Im

mittleren Preissegment – Kaufpreis 1176

Euro – schickt Heinz Henke das Sightron

SIII 10–50×60 ins Rennen, das wir

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

schießsport

mit einem Dot-Absehen erhielten. Das

Sightron SIII 10–50×60 verfügt über eine

Dioptrienschnellverstellung, die Parallaxejustierung

ist im dritten Turm neben

der Absehenverstellung untergebracht.

Der Vari-Verstellring ist ausreichend

schwergängig, sodass eine ungewollte

Veränderung der Vergrößerung auszuschließen

ist. Breite Griffrillen erhöhen

den Handhabungskomfort. Die Target-

Türme der Absehenverstellung sind mit

Schutzkappen bedeckt.

Mithilfe einer Klickverstellung von 1 / 8

MOA kann der Schütze das Sightron-Glas

millimetergenau justieren.

Im Vergleich zu den weitaus

teureren Testkandidaten

fällt die Abbildungsleistung

des Sightron SIII 10–50×60

etwas zurück, insbesondere hinsichtlich

des Bildkontrasts sowie der Randschärfe.

Diese Feststellung ist jedoch mit Blick

auf den Preis zu relativieren. In der Praxis

verfügt das Sightron über eine für seine

Preisklasse ausgezeichnete Bildschärfe

und hat beim sportlichen Einsatz aus

dieser Sicht keinerlei Einschränkungen.

Tadellos arbeitete die Klickverstellung.

Die vorherberechneten Treffpunktlagen

bei Verstellung der Absehenlage wurden

präzise erreicht. Den kritischen Punkt

der Vari-Verstellung meisterte das Sightron

noch mit einem klaren „Gut“, konnte

jedoch nicht ganz an die hochpreisigen

Mitbewerber anknüpfen. Über den gesamten

Vergrößerungsbereich von 10-

bis 50-fach ergab sich bei den 15 Schuss

ein Streukreis von 21 mm. Um sicher

zu gehen, dass kein Ausreißer das Bild

Japaner lassen

aufhorchen

verfälscht, wurde die Übung nochmals

wiederholt und mit einem neuerlichen

Streukreis von rund 20 mm das Ergebnis

auch bestätigt.

Extreme Vergrößerung. Der neue Stern am

Himmel der Target-Zielfernrohre heißt

March. Die noch junge Marke hat sich

binnen weniger Jahre einen ausgezeichneten

Ruf in der Benchrest- und Präzisionsschützenszene

erworben. Gegründet

wurde die Firma DEON Optical Design

Corporation im Jahr 2004 von drei japanischen

Optik-Ingenieuren, von denen

jeder über rund 25 Jahre Erfahrung in

der Optikindustrie verfügt.

Ziel der Firmengründer ist

die Herstellung besonders

hochwertiger Zielfernrohre

in Kleinserie.

Das March 10–60×52 erhielten wir

vom deutschen Importeur, der Firma

Heinz Henke, in der Ausführung mit

1

/ 8

"-Dot-Absehen. Die Dioptrienverstellung

wird beim March mit einem Konterring

fixiert. Der Vari-Verstellungsring

ist ausreichend schwergängig und ist mit

Rillen für das sichere Greifen versehen.

Die Parallaxeverstellung findet sich

mit Ziffernmarkierung im dritten Turm

neben der Absehenverstellung. Die

Target-Türme tragen Schutzkappen. Je

Klick verändert sich die Treffpunktlage

des Zielfernrohrs um 1 / 8

MOA, was auf

100 m 3,5 mm entspricht.

Mit 3079 Euro ist das March 10–60×52

bei diesem Test gleich in zweierlei Hinsicht

mit einem Superlativ behaftet. Es

weist die höchste Vergrößerung der im

Test befindlichen Gläser und auch den

höchsten Kaufpreis auf. Dementsprechend

sorgte es beim Testschießen für

besondere Spannung.

Das Ergebnis: Das March gab sich in

keiner Weise eine Blöße. Die Abbildungsleistung

ist hinsichtlich der Parameter

Kontrast, Bildschärfe und Randschärfe

brillant. Die Absehenverstellung funktionierte

einwandfrei.

Besonders gespannt war man hinsichtlich

der möglicherweise auftretenden

Abweichung der Treffpunktlage bei

Veränderung der Vergrößerung. Nach

15 Schuss war ein Streukreis von knapp

8 mm auf der Scheibe auszumachen. Die

Konstanz der Treffpunktlage zeigte sich

als nahezu perfekt.

X

Das Redaktions-Fazit

X Es zeigte sich, dass die hochpreisigen Gläser

insbesondere bei den Parametern Kontrast,

Bild- und Randschärfe die Nase vorn haben.

Der zivile Kunde muss seine Kaufentscheidung

an seinen Bedürfnissen orientieren,

was insbesondere für die Vergrößerung gilt.

Während das „kleine“ Zeiss 4–16×50 auch

noch für den Jäger interessant ist und für

das Präzisionsschießen als gute Lösung

für kürzere Distanzen anzusehen ist, liegt

beispielsweise mit dem Schmidt & Bender

PM II 12–50×56 ein reinrassiges Scharfschützenglas

für den militärischen Bereich

vor, dessen Robustheit beim zivilen Einsatz

keinen Nachteil darstellt. Die Gläser mit

bis zu 30-facher Vergrößerung können als

Allrounder angesehen werden. Wer extrem

hohe Vergrößerung bei Spitzenqualität benötigt,

kommt künftig an der Marke March

wohl nicht vorbei.

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3 x caliber &

Cap

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Februar 2016

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Verfahren ermittelt werden, zur Verfügung stellen, sofern wir unser berechtigtes Interesse glaubhaft dargelegt haben.

Ein Angebot der VS Medien GmbH, vertreten durch Dirk Schönfeld, Amtsgericht Koblenz HRB 7007, Produktänderung vorbehalten. Lieferung

solange Vorrat reicht.

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Zielfernrohr Sightron S-TAC

Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Zielfernrohr Sightron S-TAC

Preisgünstig

Das Sightron S-TAC 2,5 – 17,5 × 56 ist ein Zielfernrohr aus dem mittleren Preissegment, das mit seinem

siebenfachen Zoomfaktor recht universell auch von Sportschützen eingesetzt werden kann. Wir haben

ein

Das

Exemplar

Sightron

auf

S-TAC

seine

2,5

Abbildungsleistung

– 17,5 × 56 ist ein Zielfernrohr

und seine

aus

Präzision

dem mittleren

hin im Labor

Preissegment,

untersucht.

das mit seinem

siebenfachen Zoomfaktor recht universell auch von Sportschützen eingesetzt werden kann. Wir haben

X ein ROLAND Exemplar ZEITLER auf seine Abbildungsleistung und seine Präzision hin im Labor untersucht.

X

Das ROLAND Sightron ZEITLER S-TAC 2,5 – 17,5 × 56 gibt

es in unterschiedlichen Ausführungen.

Das Sightron Es eignet S-TAC sich für 2,5 den – 17,5 Einsatz × 56 gibt auf

taktischen es in unterschiedlichen Büchsen ebenso Ausführungen.

Es eignet Einsatz sich und für selbstverständ-

den Einsatz auf

wie für den

jagdlichen

lich taktischen für den Büchsen Einsatz ebenso auf Sportbüchsen.

wie für den

Die jagdlichen entsprechenden Einsatz und Absehen selbstverständlich

Verfügung. für den Einsatz Sie verfügen auf Sportbüchsen. allesamt

stehen

zur

über Die entsprechenden einen zuschaltbaren Absehen Leuchtpunkt. stehen

zur Das Verfügung. Gehäuse Sie ist aus verfügen einer hochfesten

über Aluminiumlegierung einen zuschaltbaren Leuchtpunkt.

gefertigt. Die

allesamt

Oberfläche Das Gehäuse ist harteloxiert ist aus einer und hochfesten

Aluminiumlegierung kratzfest. Die Übergänge gefertigt. vom Die

damit

sehr

Okular Oberfläche zum ist Mittelrohr harteloxiert und und vom damit Mittelrohr

sehr kratzfest. zum Objektiv Die sind Übergänge so gestaltet, vom

dass Okular das zum Zielfernrohr Mittelrohr ein und ansprechendetelrohr

Erscheinungsbild zum Objektiv bietet. sind so Das gestaltet, 30 mm

vom Mit-

starke dass das Mittelrohr Zielfernrohr ist ein im ansprechendes

Erscheinungsbild bietet. optisch Das anspre-

30 mm

Bereich der

Absehenverstelltürme

chend starke verstärkt, Mittelrohr um ist genug im Raum Bereich für der die

Verstellmechanik Absehenverstelltürme und das optisch Innenrohr ansprechend

verstärkt, Das 44 um mm genug starke Raum Okular für die ist

zu

erhalten.

kurz Verstellmechanik und kompakt. und Nach das links Innenrohr versetzt zu

thront erhalten. auf Das ihm 44 die mm 16 mm starke hoch Okular bauende ist

Leuchteinheit.

kurz und kompakt. Nach links versetzt

thront auf ihm die 16 mm hoch bauende

Leuchteinheit.

1

1

Deckel und Justierring weisen kräftige

Nocken auf. Diese waren bei der

Verstellung Deckel und auch Justierring nötig. Dieser weisen Justierrintige

Nocken war beim auf. vorliegenden Diese waren Zielfern-

bei der

kräfrohr

Verstellung recht schwergängig. auch nötig. Dieser Helligkeit Justierring

Leuchtpunktes war beim vorliegenden kann in insgesamt Zielfern-

des

elf rohr Stufen recht schwergängig. verstellt werden. Die Das Helligkeit reicht

aus, des Leuchtpunktes um die Helligkeit kann des in Leuchtpunktes

elf Stufen auf alle verstellt Umgebungslichtverhält-

werden. Das reicht

insgesamt

nisse aus, um von die hellem Helligkeit Tageslicht des Leuchtpunktes

Restlicht auf alle Umgebungslichtverhält-

bei Nacht einzustellen.

bis wenig

Der nisse Leuchtpunkt von hellem weist Tageslicht einen bis exakten wenig

Restlicht auf und bei ist nicht Nacht „ausgefranst“.

einzustellen.

Rand

Befindet Der Leuchtpunkt sich der weist Justierring einen zwischen exakten

zwei Rand Leuchtstufen, auf und ist nicht ist der „ausgefranst“.

Leuchtpunkt

ausgeschaltet.

Befindet sich der Justierring zwischen

zwei Die Leuchtstufen, Anordnung ist der Leuchtpunkt

Leuchteinheit

ausgeschaltet. oben links am Okular stört etwas

beim Die Vergrößerungswechsel, Anordnung der Leuchteinheit

oben links am Okular ist stört direkt etwas vor

der Vergrößerungswechselring

dem beim Okular Vergrößerungswechsel, angeordnet. Dafür der ist Vergrößerungswechselring

auf den Höhenabsehenverstell-

ist direkt vor

der

Blick

turm dem Okular ungetrübt. angeordnet. Das ist dann Dafür sinnvoll, ist der

wenn Blick man auf den ein Zielfernrohr Höhenabsehenverstellturm

ungetrübt. hat, Das beim ist dann vorliegenden sinnvoll,

mit offenen

Targettürmen

wenn man ein Zielfernrohr mit offenen

Targettürmen hat, beim vorliegenden

Testmodell bietet dieser freie Blick aber

keinen Vorteil.

Testmodell Auf verschleißanfälligen bietet dieser freie Blick Gummi aber

hat keinen man Vorteil. beim Vergrößerungswechsler

verzichtet. Auf verschleißanfälligen Dafür weist dieser schmale, Gummi

kantige, hat man die beim Griffigkeit Vergrößerungswechsler

fördernde Rippen

verzichtet. auf. Er Dafür ist einfach weist zu dieser bedienen schmale, und

lief kantige, auch die bei -20° Griffigkeit C noch fördernde problemlos. Rippen

Position auf. Er ist bei einfach etwa Siebenfach zu bedienen ist und ein

In

der

kräftiger lief auch bei Nocken -20° C angeordnet.

noch problemlos. In

der Der Position links am bei Mittelrohr etwa Siebenfach angeordnete ist ein

Parallaxenausgleich kräftiger Nocken angeordnet. lässt sich bequem

im Der Anschlag links am bedienen. Mittelrohr Das angeordnete

gilt ebenfalls

Parallaxenausgleich für die Dioptrienschnellverstellung

im Anschlag am Okular. bedienen. Das gilt eben-

lässt sich bequem

falls für die Dioptrienschnellverstellung

am Okular. Auf einen Blick

Vorteile

X Sehr gute Auf Optikeinen Blick

X Vorteile Hochpräzise arbeitende Mechanik

X Sehfeld Sehr gute ausreichend Optik

X Großer Hochpräzise Absehenverstellbereich

arbeitende Mechanik

X Praxisgerechtes Sehfeld ausreichend Leuchtabsehen

X Hoher Großer Zoomfaktor

Absehenverstellbereich

X Sehr Praxisgerechtes universell einsetzbar Leuchtabsehen

X Ausreichender Hoher Zoomfaktor Augenabstand

X Sehr universell gut bedienbare einsetzbar Absehen -

X verstellung

Ausreichender Augenabstand

X Parallaxenausgleich Sehr gut bedienbare am Absehen Mittelrohr -

Parallaxenausgleich verstellung ab 9 m

X Wasserdicht

Parallaxenausgleich am Mittelrohr

Nachteile X Parallaxenausgleich ab 9 m

X Keine Wasserdicht automatische

Nachteile Leuchtabsehenabschaltung

X Bei Keine Vergrößerungswechsel automatische etwas

s Leuchtabsehenabschaltung

törende Leuchteinheit auf dem Okular

X Bei Vergrößerungswechsel etwas

s törende Leuchteinheit auf dem Okular

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Heinz Henke • Postfach 11 41 • 49753 Werlte

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schießsport

Zielfernrohr Sightron S-TAC

Die Klickabsehenverstellung rastet

gütet. Damit bietet das Zielfernrohr Technische Daten und Preis

deutlich fühlbar. Sie arbeitete im ein sehr scharfes, helles Bild mit gu-

Zielfernrohr Sightron S-TAC

Preisgünstig

Test sehr wiederholgenau und verstellt ter Randschärfe, hoher Auflösung und

2,5 - 17,5 × 56 IR4

die Treffpunktlage um exakt 7 mm auf gutem Kontrast. Zugeständnisse muss Hersteller

Sightron Inc.

100 m je Klick. Die Skala ist ohne Werkzeug

nullbar. Das Absehen liegt in der te sind nicht spitze, aber für die Praxis

www.sightron.com

man beim Sehfeld machen, die Wer-

Youngsville/USA,

zweiten Bildebene. Zum Long-Range- ausreichend.

Vertrieb

Heinz Henke, Werlte,

Schießen ist das Absehen Mil-Hash mit Die Vergrößerung lässt sich von

www.henke-online.de

metrischer Einteilung oder das MOA-3

auf MOA-Basis zu empfehlen. Beide

sind ebenfalls mit einem roten Leuchtpunkt

ausgestattet.

Die Linsen sind aus hochwertigem

HD-Glas gefertigt und mehrfach ver-

2,5- bis 17,5-fach verstellen, das Zielfernrohr

weist also einen Zoomfaktor

von Sieben auf. Mit diesem Vergrößerungsbereich

ist der Nutzer für sehr

viele Einsatzszenarien gerüstet, auch

für sehr weite Schüsse ist die maximale

Wirksamer Objektivdurchmesser

Absehenlage

Sehfeld auf 100 m

Augenabstand

56 mm

2. Bildebene

13,98 – 2,03 m

8,9 – 9,4 cm

Das Sightron S-TAC 2,5 – 17,5 × 56 ist ein Zielfernrohr aus dem mittleren Preissegment, das mit seinem

siebenfachen Zoomfaktor recht universell auch von Sportschützen eingesetzt werden kann. Wir haben

ein Exemplar auf seine Abbildungsleistung und seine Präzision hin im Labor untersucht.

X

ROLAND ZEITLER

Das Sightron S-TAC 2,5 – 17,5 × 56 gibt

es in unterschiedlichen Ausführungen.

Es eignet sich für den Einsatz auf

taktischen Büchsen ebenso wie für den

jagdlichen Einsatz und selbstverständlich

für den Einsatz auf Sportbüchsen.

Die entsprechenden Absehen stehen

zur Verfügung. Sie verfügen allesamt

über einen zuschaltbaren Leuchtpunkt.

Das Gehäuse ist aus einer hochfesten

Aluminiumlegierung gefertigt. Die

Oberfläche ist harteloxiert und damit

sehr kratzfest. Die Übergänge vom

Okular zum Mittelrohr und vom Mittelrohr

zum Objektiv sind so gestaltet,

dass das Zielfernrohr ein ansprechendes

Erscheinungsbild bietet. Das 30 mm

starke Mittelrohr ist im Bereich der

Absehenverstelltürme optisch ansprechend

verstärkt, um genug Raum für die

Verstellmechanik und das Innenrohr zu

erhalten. Das 44 mm starke Okular ist

2

kurz und kompakt. Nach links versetzt

thront auf ihm die 16 mm hoch bauende

Leuchteinheit.

1

Vergrößerung ausreichend.

Das vorliegende Sightron S-TAC

2,5 – 17,5 × 56 IR4 wurde auf einer Büchse

im Deckel Kaliber und .338 Justierring Lapua Magnum weisen kräftige

Nocken Diese auf. Belastung Diese waren konnte bei dem der

eingesetzt.

Zielfernrohr Verstellung auch nichts nötig. anhaben, Dieser die Justierring

war beim funktionierte vorliegenden Zielfern-

gleich-

Verstellmechanibleibenrohr

recht hochpräzise.

schwergängig. Die Helligkeit

des Im Leuchtpunktes 1 m tiefen, mehrstündigen kann in insgesamt Wasserbad

elf Stufen erwies verstellt sich das werden. Zielfernrohr Das reicht als

dicht. aus, um Damit die Helligkeit lässt sich des feststellen, Leuchtpunktes

Sightron auf alle S-TAC Umgebungslichtverhält-

2,5 – 17,5 × 56 IR4 ein

dass

das

praxistaugliches nisse von hellem Zielfernrohr Tageslicht für bis viele wenig

Restlicht bei ist Nacht und auch einzustellen. für den

Einsatzbereiche

preisbewussten Der Leuchtpunkt Sportschützen weist einen exakten eine

Überlegung Rand auf und wert ist ist. nicht „ausgefranst“. X

Befindet sich der Justierring zwischen

1 zwei Das Leuchtstufen, Sightron S-TAC ist 2,5 der – 17,5 Leuchtpunkt

× 56 lag uns

ausgeschaltet.

mit normalem Höhenverstellturm vor.

Der Die ist mit Anordnung einem Deckel der verschlossen. Leuchteinheit

Die oben Klickverstellung links am Okular arbeitet stört sehr präzi-

etwas

2

beim se, die Vergrößerungswechsel, Klickrastung ist deutlich der fühlbar, Vergrößerungswechselring

das Absehen ist ohne Werkzeug ist direkt nullbar. vor

3 dem Die Okular Oberfläche angeordnet. des Gehäuses Dafür ist wirkt der

Blick samtmatt, auf den sie ist Höhenabsehenverstellturm

sehr ungetrübt. kratzfest. Das ist dann sinnvoll,

harteloxiert und damit

wenn man ein Zielfernrohr mit offenen

Targettürmen hat, beim vorliegenden

Absehenverstellweg Höhe 232 cm

Seite 116 cm

Absehenverstellung ¼ MOA

je Klick

(7,3 mm/100 m)

Verstellung Testmodell Absehen bietet dieser 43 cm freie Blick aber

je keinen Umdrehung Vorteil.

auf Auf 100 mverschleißanfälligen Gummi

Leuchtabsehen

hat man beim Vergrößerungswechsler

Ja, für Tag/Nacht

verzichtet. Dafür weist (11 Stufen) dieser schmale,

Parallaxenausgleich

kantige, die Griffigkeit 9 m – unendlich fördernde Rippen

auf. Er ist einfach 30 mm zu bedienen und

Mittelrohrdurchmesser

lief auch bei -20° C noch problemlos. In

Gewicht der Position bei etwa 868 Siebenfach g ist ein

Länge

kräftiger Nocken angeordnet.

368 mm

Der links am Mittelrohr angeordnete

Absehen

4A IR, Target-Absehen,

Parallaxenausgleich

taktisches

lässt sich

Absehen

bequem

im Anschlag bedienen. Das gilt ebenfalls

Absehenabdeckung 2,5-fach: 15,28 cm

auf 100

für

m

die Dioptrienschnellverstellung

am Okular.

17,5-fach: 2,18 cm

Abdeckung feine 2,5-fach: 2,04 cm

Linien

17,5-fach: 0,29 cm

Abdeckung Balken Auf einen 2,5-fach: Blick17,3 cm,

Vorteile

17,5-fach: 2,47 cm

Wasserdicht X Sehr gute Optik Ja

Stickstofffüllung

X Hochpräzise arbeitende Ja Mechanik

Zubehör X Sehfeld ausreichend Schutzhaube

Preis X Großer Absehenverstellbereich

auf 1195 Anfrage €

X Praxisgerechtes Leuchtabsehen

X Hoher Zoomfaktor

X Sehr universell einsetzbar

X Ausreichender Augenabstand

X Sehr gut bedienbare Absehen -

verstellung

X Parallaxenausgleich am Mittelrohr

X Parallaxenausgleich ab 9 m

X Wasserdicht

Nachteile

X Keine automatische

Leuchtabsehenabschaltung

X Bei Vergrößerungswechsel etwas

s törende Leuchteinheit auf dem Okular

3

03/2016

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7452

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Heinz Henke Jagd- & Schießsport Sonderdruck Auflage 3

Nicht nur, weil es von den Seiten besser passte, sondern weil ich

dachte, man sollte die Texte und Bilder zunächst mal wirken lassen,

habe ich mich dafür entschieden, kein Vorwort zu schreiben,

sondern ein Nachwort.

Wenn Sie unser Sonderheft gelesen haben, wissen Sie, wie Qualität

aussieht und dass ein Mauser K98 System mit einem Matchlauf in

einem Holzschaft noch lange keine Matchwaffe ist. Alle Teile

müssen aufeinander abgestimmt sein, um am Ende möglichst kleine

Schussgruppen zu produzieren.

Als ich Ende der 80er Jahre anfing, im BDMP 300m ZG2 zu schießen, nahm ich das, was

vorhanden war, eine Krico Jagdmatch 640 Einzellader im Kaliber .308 Winchester.

Mir wurde schnell klar, dass ich damit nicht vorne mitmischen konnte und wahrscheinlich

nie mehr als 86 von 100 erreichen konnte. Xen waren reiner Zufall.

„Das kann doch nicht schon das Ende sein”, dachte ich und bestellte mir eine 6PPC mit

Shilen Select Match Lauf und McMillan Liegendschaft, der so modifiziert war, dass er

genau zu den Regeln passte. Die Waffe war gerade mal eingeschossen, als ich zum ersten

Wettkampf mit dieser Waffe fuhr. Mit 92 von 100 Punkten war ich vorne mit dabei und

ich hatte zum ersten Mal das Gefühl: da geht noch mehr.

Ein Kunde, der mich beim Schießen beobachtet hatte, fackelte nicht lange und kaufte die

Waffe. Also bestellte ich mir was Neues. Natürlich wieder im Kaliber 6PPC, wieder mit

modifiziertem McMillan Liegendschaft. Schnell wusste ich: diese Waffe ist unverkäuflich.

Sie passte einfach ideal zu mir und schoss wie Gift, wie man so schön sagt.

In meinem letzten vollen Wettkampfjahr 2003 habe ich mit der Waffe fünf Wettkämpfe

geschossen und alle fünf Wettkämpfe gewonnen, darunter die nordrheinwestfälische

Landesmeisterschaft und die Bundesmeisterschaft in ZG3.

In allen Wettkämpfen schoss ich 100 Punkte und zwischen 15 und 17 X. Spätestens zu dem

Zeitpunkt wusste ich, dass man vorne mitmischen kann, wenn die Ausrüstung und die

Munition erstklassig ist und man sich voll auf das Schießen konzentrieren kann. Natürlich

gehört noch etwas Glück dazu und der Wind sollte eingeschlafen sein.

Früher habe ich das Waffenreinigen immer als lästig empfunden, auch auf diesem Gebiet

wurden große Fortschritte gemacht und ich weiß: nur ein sauberer Lauf schießt wirklich

gut.

Es ist schön, auf dem Treppchen zu stehen, aber im Grunde genommen weiß man genau,

man hat nicht seine Vereinskameraden besiegt, sondern seine eigene Unzulänglichkeit und

Unkonzentriertheit. Anwärter auf vordere Plätze gibt es viele, aber mit dem berühmten

Quäntchen Glück und voller Konzentration kann man ganz vorne sein, aber nur wenn die

Ausrüstung optimal ist. Die Amerikaner sagen:

„I was bitten by the accuracy bug”, was soviel heißt wie „Der Präzisionsvirus hat mich

erfasst”. Diesen Virus bin ich seit 1992 in meinem ersten Wettkampf mit meiner 6mm PPC

nicht wieder losgeworden.

Es macht immer noch sehr viel Spaß, kleine Gruppen zu schießen und die Qualität der

Ausrüstung zu spüren. Es wird wohl immer so bleiben, dass ich keine Ausrede habe, wenn

die Gruppen mal nicht so eng sind, wie ich es gerne hätte. Ich weiß, dass meine Ausrüstung

besser ist als meine Schießkünste und das wird wohl immer so bleiben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Glück und dass der Wind gerade dann ein

Nickerchen macht, wenn Sie an der Reihe sind, zu schießen.

Es grüßt Sie Heinz Henke mit seinem Team

Hinweis: Unabhängig von den in den Berichten genannten Preisen gelten immer die

aktuellen Preise. Diese finden Sie im jährlichen Henke Hauptkatalog und im Internet unter

www.henke-online.de.

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