Die große deutsche Lernergrammatik

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Die große deutsche Lernergrammatik

Pronomen

§ 118 Der Gebrauch der Personalpronomen

Ü

152-154

a. Die Personalpronomen „du, ihr, Sie“ werden verwendet, wenn man sich an eine oder mehrere Personen

wendet. Im Einzelnen:

• Mit „du“ und „ihr“ werden gut bekannte, vertraute Personen angeredet (z.B. Freunde, Verwandte

etc.), im Allgemeinen also Personen, die man mit ihrem Vornamen anredet:

• Wann kommst du nach Haus, Vati?

• Peter, hast du morgen Zeit für mich?

• Er fragte seine Freunde: „Könnt ihr mir bitte helfen?“

• Mit „Sie“ wendet man sich an ältere, höherrangige, unbekannte oder kaum bekannte Personen

oder im Allgemeinen zur formalen Anrede bei Personen, die man mit ihrem Nachnamen oder Titel

anredet. In diesem Fall steht das Verb in der dritten Person Plural (Höflichkeitsform):

• Entschuldigen Sie, Herr Direktor!

• Kommen Sie, Frau Müller!

• Darf ich Sie etwas fragen, Herr Doktor?

• Was kann ich für Sie tun, meine Dame?

Beachten Sie, dass das Personalpronomen „Sie“ unabhängig davon gebraucht wird, ob man damit eine

oder mehrere Personen anredet:

• Bitte setzen Sie sich, mein Herr!

• Bitte setzen Sie sich, meine Herren!

• Und wo arbeiten Sie beide?

-Ich arbeite bei der Post und mein Mann arbeitet bei einer Bank.

Das Personalpronomen „Sie“ und das entsprechende Possessivpronomen „Ihr“ werden immer großgeschrieben:

• Sind Sie morgen in Ihrem Büro? Gut, dann kann ich vorbeikommen und Ihnen Ihr Buch

zurückbringen.

b. Die Personalpronomen der 3. Person Singular und Plural werden anstelle der Nomen oder Eigennamen

verwendet:

• Wo ist mein Tablet? -Da liegt es.

• Luise ist nicht nur hübsch, sie ist auch sehr intelligent.

• Hast du Karl getroffen? -Nein, ich habe ihn nicht gesehen.

• Peters Eltern sind sehr nett. Ich habe sie neulich kennengelernt.

© Praxis Verlag

158

c. Bei der Verwendung eines Personalpronomens zusammen mit einer Präposition ist besondere Vorsicht

geboten. Wenn das Pronomen auf eine Person hinweist, gibt es kein Problem: Zuerst kommt die Präposition,

gefolgt vom Personalpronomen:

• John spricht gut Deutsch; für ihn (= für John) wird es in Deutschland kein Sprachproblem geben.

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