Die große deutsche Lernergrammatik

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Pronomen

Die große deutsche Lernergrammatik

Wenn aber das Pronomen auf eine Sache hinweist, verwendet man das entsprechende Pronominaladverb

(s. § 174):

• Wir machen jedes Jahr eine Urlaubsreise. Wir geben zwar dafür (= für die Urlaubsreise) viel

Geld aus, aber sie (= die Urlaubsreise) macht uns viel Spaß.

§ 119 Die unterschiedliche Verwendung des Pronomens „es“ Ü 155

a. Bis zu diesem Punkt haben wir Folgendes zum Personalpronomen „es“ festgestellt:

• Es ersetzt neutrale Nomen (s. § 118):

• Das ist mein neues Smartphone. Wie findest du es?

• Es fungiert als Subjekt von unpersönlichen Verben und Ausdrücken (s. §§ 80-81):

• Ach Gott, es regnet ja schon wieder!

• Es kann am Satzanfang als Subjekt in einigen Passivsätzen (s. § 43) gebraucht werden:

• Hat er das ohne Hilfe geschafft? -Nein, es wurde ihm von vielen Seiten geholfen.

• Es darf hier nicht geraucht werden!

b. Das Pronomen „es“ tritt ebenfalls am Anfang (= auf Position 1) eines jeden Satzes auf, in dem eine

einfache Feststellung gemacht wird. Das „es“ ist in diesem Fall nicht das echte Subjekt des Satzes,

sondern ein einfaches Füllwort (wenn man den Satz nicht mit dem Subjekt beginnen möchte):

• Es suchen viele ausländische Ärzte Arbeit in Deutschland.

• Es hat wieder Peter gewonnen, wie immer.

Diese Art der Ausdrucksweise ist besonders üblich bei Sätzen mit intransitivem Verb. Setzt man irgendein

anderes Satzglied an den Satzanfang (nicht unbedingt das Subjekt!), fällt „es“ weg:

• Viele ausländische Ärzte suchen Arbeit im Ausland.

• Wieder hat Peter gewonnen, wie immer.

Allerdings darf man „es“ nicht am Satzanfang gebrauchen, wenn das Subjekt des Satzes ein anderes

Personalpronomen ist:

• Sie suchen Arbeit im Ausland. (nicht: Es suchen sie Arbeit im Ausland.)

c. „Es“ wird auch als Korrelat verwendet, d.h. um anzuzeigen, dass ein Nebensatz folgt, der (als Ganzes!)

das Subjekt oder Objekt des vorhergehenden Satzes ausmacht (und insofern als nähere Erklärung zu

„es“ fungiert).

• Falls der nachfolgende Satz den Platz des Subjekts einnimmt, steht „es“ üblicherweise am Satzanfang:

• Es macht sicher Spaß, Fremdsprachen zu lernen.

Was macht Spaß? | Subjekt

• Es hat mich gefreut, dass er meine Einladung angenommen hat.

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