Jagdreport 2014 2015 2016 v01-3-1

cvwelck

Hardt-Meute

2014-2016

Jagd- und

Veranstaltungsberichte

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Jagdberichte 2014-2016

Hardt-Meute

Badischer Schleppjagdverein e.V.

Geschäftsstelle:

Alte Friedrichstrasse 52, 76149 Karlsruhe

Tel: 0721-707306, Fax: 0721-786179

www.hardtmeute.de

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Jagdreiterfreunde,

seit dem Erscheinen des letzten Berichtsheftes

sind drei Jahre vergangen.

Im Zeitalter der Digitalisierung dachten wir,

es wäre nicht mehr nötig ein Berichtsheft in

Papierform aufzulegen, da jeder die Berichte im

Internet liest.

Auf vielfachen Wunsch haben wir jetzt wieder

ein Heft drucken lassen. Es ist ein dickes Heft

geworden, da es fast alle Veranstaltungen

der Hardt meute in den letzten drei Jahren

beinhaltet.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Schmökern.

Im Jahr 2017 erwarten uns neue Herausforderungen,

die wir hoffentlich gut bewältigen

werden.

Ich wünsche Euch allen noch ein glückliches

und gesundes Jahr 2017 und freue mich Euch

auf unseren Veranstaltungen wiederzusehen.

Mit jagdlichem Gruß

Bettina von Welck

Inhalt

Seite

Vorwort 2

Inhaltsverzeichnis 3

Mannheim-Friedrichsfeld 29.3.2014 4

HuL Marbach des RFV Stuttgart e.V 6.4.2014 5

Schloss Langenburg 19.04.2014 6

Jagdreiterlehrgang und Frühjahrsschleppjagd 26./27.04.14 8

Bliesmengen-Bolchen 30.08.2014 10

Gut Bombach 06.09.2014 11

Gestütshof St. Johann des HuL Marbach 13.09.2014 12

Ellwangen 20.09.2014 13

Verbandsschleppjagd Pfalz in Billigheim 27.09.2014 14

Nußdorf 03.10.2014 15

24. Herbstschleppjagd im Haupt- und Landgestüt Marbach 11.10.2014 16

30. Schleppjagd in Eggenstein 26.10.2014 18

31. Hubertusschleppjagd in Friedrichsruhe 01.11.2014 19

Schleppjagd in Friedrichsfeld 09.11.2014 21

Schleppjagd in Singen-Bohlingen 16.11.2014 22

Schleppjagd im HuL Marbach des RFV Stuttgart 12.04.2015 24

Jagdreiterlehrgang und Frühjahrsschleppjagd im HuL Marbach 25./26.04.2015 25

Schloss Langenburg 02.05.2015 26

Junghundeschau in Schwarzenstein 03.-04.07.15 28

Kennelfest der Hardt Meute am Lacherwaldhof 08.08.2015 29

Odenwälder Schleppjagd Schloss Hainstadt 12.09.2015 30

Herbstjagd St. Johann 19.09.2015 32

Ellwangen 26.09.2015 33

Schleppjagd Nussdorf 03.10.2015 34

Schleppjagd Haupt- und Landesgestüt Marbach 10.10.2015 35

Schleppjagd Beckingen 17.10.2015 36

Schleppjagd Eggenstein 25.10.2015 37

Hubertusschleppjagd in Friedrichsruhe 01.11.2015 38

Schleppjagd in Friedrichsfeld 08.11.2015 39

Schleppjagd in Singen-Bohlingen 15.11.2015 40

Jahrestagung der Deutschen Schleppjagdvereinigung 15. - 17.04.2016 42

Jagd des Stuttgarter Reitvereins 17.04.2016 44

Jagdreiterlehrgang in Marbach 23./24.04.2016 45

Trainingsjagd in Hassloch 19.06.2016 46

Kennelfest und Mastergeburtstag 14.08.2016 47

Petersau 28.08.2016 47

St. Johann 17.09.2016 48

Schleppjagd Billigheim 24.09.2016 49

Schleppjagd Nussdorf 03.10.2016 50

Schleppjagd im Haupt und Landgestüt Marbach 08.10.2016 51

Schleppjagd Eggenstein 23.10.2016 52

Hubertusjagd Friedrichsruhe 01.11.2016 53

Schleppjagd Mannheim-Friedrichsfeld 06.11.2016 54

Abschlußjagd in Singen-Bohlingen 13.11.2016 55

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Jagdberichte 2014

Mannheim-Friedrichsfeld

Sa, 29.03.2014

Die Frühjahrsjagd in Mannheim-Friedrichsfeld

fand unter traumhaften Bedingungen bei

frühsommerlichen Temperaturen unter der

musikalischen Begleitung der Parforce hornbläser

St. Georg und den Bläsern der Jagdgesellschaft

Seckenheim statt. Vom Stelldichein,

welches sich durch ein großartiges Büffet

kennzeichnete, bis zur Überreichung des

wohlverdienten Bruchs und Jagdtrunk beim

Halali war die Veranstaltung der reinste Genuss.

Und so war auch der Ritt für die ca. 40

Jagdreiter und deren Pferde eine wahre

Freude. Die kurvenreiche Piste über sandige

Strecken und die stimmungsvollen Klänge

der Jagdhorn bläser durch den Wald ließ keine

Wünsche offen und konnte über das Fehlen

der Hunde an diesem Tag hinweghelfen.

Nach etwa einer Stunde erreichte das Feld

die Reitanlage zur Pause und durfte sich

mit Getränken und Laugengebäck stärken,

ehe es erneut auf die letzten drei temporeichen

Schleppen ins Gelände ging. Ohne

größere Zwischenfälle galoppierte die Jagdgemeinschaft

am Ende unter den Augen der

zahlreichen Zuschauer auf den großzügigen

Reitplatz der Reitanlage Friedrichsfeld.

Am Ende des Halalis, gespielt durch die

Saarbrücker Bläser, dankte Jagdherr, Rainer

Forschner, den Teilnehmern für eine

disziplinierte unfallfreie Jagd, allen Helfern und

Unter stützern für einen wunderschönen Jagdtag.

Auf das anschließende köstliche Abendessen

mit gemütlichem Beisammensein folgte ein

äußerst amüsantes Jagdgericht, welches mit der

Verleihung eines Jagdrockes beschlossen wurde.

Zusammenfassend kann dieser Veranstaltung

mit gutem Gewissen das Gütesiegel „äußerst

gelungen“ verliehen werden! Vielen Dank an

die Veranstalter!

Bericht: Jasmin Rehn

HuL Marbach des RFV Stuttgart e.V

So, 06.04.2014

Am Wochenende des 05.und 06. April 2013

fand der fünfte Jagd- und Geländereitlehrgang

des Stuttgarter Reit- und Fahrverein e.V. im

Haupt- und Landgestüt Marbach statt.

Höhepunkt des Wochenendes war die Jagd

hinter den Hunden der Hardt Meute mit dem

Master Gerd M. Klapschus und mit musikalischer

Begleitung durch die Bläser der Rallye

Württemberg am

Sonntagmorgen. Das Event, das nun zum

fünften Mal in Folge im Haupt- und Landgestüt

Marbach stattfand, erfreute sich einer großen

Beliebtheit, ca. 35 Reiter waren der Einladung

gefolgt.

Bei angenehmen Temperaturen ging es nach

einem Stelldichein an der Landesreitschule los.

Nachdem wir am Haupt- und Landgestüt vorbei

und durch den Wald geritten waren, begann

die erste Schleppe. Hinter den schnellen und

spurtreuen Hunden galoppierten wir über

die Wiese und über ein erstes Hindernis. Eine

Reiterin stürzte mit ihrem Pferd, jedoch lief

alles glimpflich ab und die beiden konnten die

Jagd gleich fortsetzen. Weiter ging es dann

im Schritt am Waldrand entlang bis der

Eichelesgarten in Sicht kam. Jedoch bog die

Gruppe vorher links zur zweiten Schleppe

ab. Diese führte in einem großen Bogen

zunächst vom Eichelesgarten weg, über einen

Baumstamm und dann auf den Eichelesgarten

zu. Hier stand ein Geländehindernis, das nicht

zur Jagd gehörte und auch nicht von der Meute

gesprungen wurde.

Einige nahmen den Sprung übermütig

trotzdem. Der liebe Gott bestraft kleine Sünden

bekanntlich sofort, sodass dabei eine Brille

verloren ging. Danach überwanden wir drei

weitere Hindernisse im Eichelesgarten. Dabei

kam es leider zu einem Sturz.

Das Pferd konnte nach kurzer Zeit wieder

eingefangen werden und auch der Reiter

überstand das Missgeschick unbeschadet.

Anschließend ritten wir im Schritt zum

Wolfgangssee, indem sich die Hunde kurz

abkühlen konnten. Die dritte Schleppe folgte

ohne weitere Zwischenfälle. Wir ritten im

flotten Galopp bergauf an einer Hütte mit

Koppeln vorbei. Oben angekommen nahmen

die Pferde die drei folgenden Sprünge locker

und in hohem Tempo.

Daraufhin trabten wir den Hang auf selber

Strecke wieder hinunter. Nach Überqueren der

Straße folgte die vierte und letzte Schleppe,

die durch den Eichelesgarten weiter über die

Wiesen des Gestütsgeländes führte. Sie fand ihr

Ende mit freudigem Halali. Die Reiter strahlten,

die Pferde dampften. Durch den Gestütshof

ging es nun zurück zur Landesreitschule, wo die

Hunde, welche Master und Equipage wie immer

gut im Griff hatten, sich über ihr Cureé freuten.

Wir ließen den Tag mit allerlei Getränken und

Stärkungen ausklingen.

Die Berichterstatterinnen und Jagdneulinge

Lisa Abenthum und Kirsten Tegeler

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2014

Schloss Langenburg

Ostersamstag, 19.04.2014

Die erste Frühjahrsjagd in Langenburg unter

der Jagdherrschaft der Familie Kampp war ein

„Volltreffer“.

Vor der malerischen Kulisse des Langenburger

Schlosses versammelte sich eine stattliche

Anzahl elegant gekleideter Jagdreiterinnen und

Jagdreiter mit ihren Pferden, voller Spannung

auf die neue, noch unbekannte Jagdstrecke

rund um das Jagsttal.

Alles passte – herrlicher Sonnenschein mit

kühler Langenburger Brise und die gute

Stimmung freudigen Wiedersehens altbekannter

Jagd genossen. Freude pur, bei Jung

und Alt.

Auch der Nachwuchs, mit gutem Vorbild der

erst achtjährigen Tochter des Jagdherrens, die

mit ihrer Mama Birthe Kampp und Andrea

Wiehn die Schleppe legte, war reiterlich gut

vertreten.

Das Stelldichein bei Sekt und Häppchen

umrahmten die Jagdhornbläser des fürstlichen

Jägers Hubert Schick von Langenburg, die auch

weiterhin für das musikalische I-Tüpfelchen

sorgten.

Nach der Ansprache des Jagdherrens Jürgen

Kampp und der Begrüßung vom Herr Bürgermeister

Class, der die leider abwesende

Schirmherrin, Fürstin Saskia zu Hohenlohe

Langenburg gut zu vertreten wusste, zogen

die 54 Reiter durch das von vielen Zuschauern

gesäumte Langenburger Städtchen.

Es fehlte an Nichts – ein bereitgestellter Planwagen

für Gäste, bestückt mit Reiseproviant,

oder einem hauptverantwortlichen „Bollenaufsammler“,

der selbst noch die Hänger

auskehrte. Hatte ich sowas schon mal erlebt?

Nein, man hatte an alles gedacht. Die Strecke

führte uns zuerst entlang der Straße talabwärts

zum ersten Anstieg in Richtung der ersten

Schleppen durch den Wald.

Doch gleich zu Anfang wurde unsere gute

Stimmung jäh unterbrochen, durch den Unfall

unserer ersten Vorsitzenden und Equipagenreiterin

Bettina von Welck.

Kurz vor der ersten Schleppe erlitt sie durch

einen Sturz vom Pferd eine Oberschenkelfraktur

und musste ins Diak nach Schwäbisch Hall

eingeliefert werden. So mussten wir unseren Ritt

nun leider ohne unsere passionierte Jagdreiterin

Bettina fortsetzen. Dennoch durfte sie auf die

Sanitäter wartend dem vorüberziehenden Feld

nochmals zuwinken.

Dann kam auch schon die erste Schleppe. Ein

gelungener Auftakt.

In sportlichem Tempo ging es rasant einen

langen Wald- und Wiesenweg ca. zwei km auf

die ersten Hindernisse zu.

Die verschlungene, kurvenreiche Strecke

durch den Wald, erforderte Geschick für Pferd

und Reiter und wies auch die „Erfahrenen“

in ihre Schranken. Mit schönen, natürlichen

Hinternissen versüßt, schlang sich die Jagdstrecke

im ersten Teil bergauf und bergab

sternenförmig um die „Pausenwiese“ bei

den lichten Eichen. Nach der dritten Passage

kredenzte man uns dort ein feines Kuchenbuffet,

Fleischkäsweckle, Getränke und Wasser für die

Hunde.

Gestärkt ritten wir dann talabwärts ins

träumerische Jagsttal, über die Steinbrücke

durch Oberregenbach und galoppierten dann in

flottem Tempo auf weichen Wegen und Wiesen

einige Kilometer der Jagst entlang. Auch hier

gab es noch zwei Hindernisse. An seichter

Stelle wurde die Jagst schließlich zur Freude

von Ross und Reiter überquert. Und da hüpften

die Reiterherzen – alle Pferde gingen durch und

kein Reiter wurde nass.

Dann ging es auf den gegenüberliegenden

Wiesen in gestrecktem Galopp zurück in

Richtung Halaliplatz, vor dem selbstver ständlich

nochmals ein schönes Hinterniss auf uns

wartete.

Und da war sie, die pure Lust am Leben….

Nach kurzer Rast und dem „Dank an die

Hunde“, ging es vom Schimbach den Berg

hinauf, zurück zum Schloss und endete mit

gemütlichem Beisammensein und Jagdessen

im Schloss-Cafe bei Rudl, wo wir nochmals in

der Abendsonne den herrlichem Blick ins Tal

genießen durften.

Alles in Allem war diese erste Frühjahrsjagd

in Langenburg eine gelungene Veranstaltung

die von allen gelobt wurde und wir dürfen

uns daher bei der Jagdherrenfamilie und allen

Organisatoren herzlich bedanken.

Bleibt zu hoffen, dass wir uns im nächsten Jahr

zur zweiten Frühjahrsjagd in Langenburg alle

gesund und fröhlich wiedersehen.

Bericht: Irmgard Sanwald

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2014

Jagdreiterlehrgang und Frühjahrsschleppjagd

26./27.04.14 im HuL Marbach

Nach Wochen freudiger Vorerwartung war es

endlich soweit: Der Jagdlehrgang in Marbach

nahm am besagten Wochenende seinen Lauf.

Für die meisten Teilnehmer begann er bereits

mit dem Springtraining im Eichelesgarten

bei HSM Rolf Eberhardt, das aufgrund der

großen Nachfrage von 9:00 Uhr bis 14:30 Uhr

angesetzt worden war. Gesprungen wurde über

die dort aufgebauten festen Hindernisse, wie

Baumstämme, Gräben und Auf- und Absprünge.

Anschließend wurde in gemütlicher Runde das

Mittagessen im Gestütsgasthof eingenommen.

Im dortigen Nebenzimmer fanden im Anschluss

auch die beiden Vorträge zum Jagdreiten statt.

Uli Naumann erklärte zunächst u.a. die Regeln

und Verhaltensweisen bei einer Schleppjagd.

Anschließend berichtete auch Oliver Georgii

über die wunderbaren Seiten des Jagdreitens.

Die Vorfreude auf den anschließenden

jagdlichen Ausritt war entsprechend groß, die

Aufregung - zumindest bei mir als Jagdneuling

- ebenfalls. Um 18:00 Uhr trafen sich die

Teilnehmer des Jagdlehrgangs zu Pferd an der

Landesreitschule. Nach dem Eintreffen der

Hunde und einer kurzen Begrüßung konnte der

jagdliche Ausritt mit der Meute beginnen. Als

Jagdneuling ordnete ich mich im zweiten Feld

ein. Die anschließenden vier Schleppen führten

bei trockenem Wetter über die weiten Wiesen

des Haupt- und Landgestüts Marbach. Den

Tag ließen wir in geselliger Runde bei einem

gemeinsamen Abendessen im Hirsch in Dapfen

ausklingen. Die an diesem Tag gemachten Fotos

wurden auf Leinwand projiziert und sorgten für

den einen oder anderen Lacher.

SONNTAG – JAGDTAG. Endlich war der große

Tag gekommen…

Nach dem Stell-dich-ein um 10:00 Uhr am

Stutenbrunnen mit Häppchen und Sekt, dem

Eintrag im Jagdbuch und Begrüßung durch die

Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-

Zerweck sowie Dr. Dieter Förschler trafen wir

uns um 11:00 Uhr zu Pferd auf der Wiese am

unteren Gestütshof. Dort hatte sich auch bereits

ein Fernsehteam des SWR positioniert, welches

aufgrund des Jubiläumsjahrs „500 Jahre Hauptund

Landgestüt Marbach“ die Jagd begleitete.

Nachdem auch die Hunde eingetroffen waren,

konnte die Jagd bei typischem englischem

Jagdwetter beginnen. Bereits bei der ersten

Schleppe wurde deutlich, dass das Tempo im

Gegensatz zum jagdlichen Ausritt vom Vortag

deutlich angezogen hatte. Da ich ein gutes

Gefühl hatte und mein Pferd gut kontrollierbar

war, ließ ich es laufen und flog Klaus Herrmann,

der das zweite Feld anführte, hinterher. Nach

der zweiten Schleppe gab es eine kurze Pause

am Wolfgangsee, welcher von einigen Mutigen

sogar durchritten wurde. Es folgten drei weitere

wunderbare Schleppen in hohem Tempo, die

von allen Reitern gut gemeistert wurden. Schön

war insbesondere, dass das zweite Feld direkt

im Anschluss an das erste Feld ritt und insofern

auch oft ein Blick auf die Hunde möglich war.

An dieser Stelle möchte, ich mich nochmals

bei Klaus bedanken, der das zweite Feld

hervorragend geführt hat und der uns jederzeit

mit einem Rat oder einem Schluck aus seinem

Flachmann zur Seite stand. Nach dem Halali,

das viel zu schnell gekommen war, ritten wir

durch das Gestüt zurück zur Wiese am unteren

Gestütshof, wo die Hunde das Curée erhielten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich

ein wirklich wunderbares Wochenende in

Marbach erlebt und viele neue und nette Leute

kennengelernt habe. An dieser Stelle möchte ich

daher der Hardtmeute noch einen herzlichen

Dank für die großartige Organisation des

Jagdlehrgangs aussprechen. Dies war mit

Sicherheit nicht meine letzte Jagd!

Fotos: Sascha Feuster

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Jagdberichte 2014

Gut Bombach

Sa, 06.09.2014

Bliesmengen-Bolchen

Sa, 30.08.2014

Toller Auftakt in die Jagdsaison

Am Samstag veranstaltete der Reitverein

Bliesmengen-Bolchen unterstützt vom Schleppjagdclub

Saar-Pfalz an der französischen Grenze

die Eröffnungsjagd der Hardt Meute. Bei bestem

Wetter, das Thermometer schlug fast bis 25

Grad aus, empfingen die Gastgeber am späten

Nach mittag zu einem zünftigen Jagdimbiss am

Rot-Kreuz Heim. Beim Stelldichein begrüßte

Jagdherr Hubertus Dinscher, Horst Stuppi für

den Schleppjagd und Master Gerd Klapschus

für die Hardt Meute die Gäste. Insge samt 30

Reiter hatten sich eingefunden. Musikalisch

umrahmt wurde die Jagd von den Parforcehornbläsern

St. Georg Saarbrücken. Nach dem

Signal Hunderuf wurden die Hunde aus dem

Meuteauto gelassen und schon ging es los,

erst den Berg hinauf zu ersten Schleppe. Ein

malerisches, hügeliges Gelände mit großen

offenen, von Wald und Hecken eingerahmten

Wiesen erwartete uns. Sieben Schleppen auf

17 km mit 22 jagdgerechten Hindernissen hatte

der Jagdherr angekündigt. Die Anspannung

stieg, die Nervosität von Reitern, Pferden und

Hunden vor der ersten Jagd war förmlich zu

spüren. Schleppe ab, Meute abgelegt, Schleppen

leger außer Sicht und schon durfte die

Meute mit hellem Geläut auf die Spur, Gute

Jagd und das Feld donnerte über die ersten

Hindernisse hinterher. Der Boden war griffig

und gut, im halbhohen Gras galoppierte es sich

wie auf einem Teppich. Die Landschaft zog wie

im Film vorbei, im Gras zirpten die Grillen.

Herrlich – endlich wieder Jagdreiten!!

Die nächste Schleppe streckte sich im großen

Halbrund am Waldrand entlang, die Hunde

sind für das Feld gut zu sehen. Das Tempo

wurde höher. Danach Wasser für die Hunde

und Getränke für die Reiter, die Minen der

Reiter entspannten sich, der Schweiß tropfte,

die Pferde schnaubten. Anschließend eine

lange Waldschleppe auf schmalen Wegen,

zwischendurch eine kleine Sprungstrecke,

dann weiter durch den urwaldähnlichen Forst,

das Geläut der Hunde verliert sich in der

Ferne. Zwei Hunde waren auf falsche Fährte

gekommen und mußten gesucht werden, dann

ging es weiter zum Stopp an die Waldhütte.

Die Jagdgesellschaft genoß die Pause bei bester

Verpflegung. Ein Reiter hatte Bodenproben

genommen, war aber wohl auf. Auf den letzten

Schleppen ging es zurück zum Ausgangspunkt,

das zweite Feld durfte direkt hinter die Equipage,

wobei einige Reiter große Mühe hatten, ihre

Pferde zu parieren. In hohem Tempo ging es

noch mal über die große Wiese am Waldrand.

Zum Abschluss wurde die erste Schleppe

rückwärts geritten. Halali, Halali! Auf dem

Reitplatz sammelte sich die Jagdgesellschaft

zum Cureé, dem Dank an die Hunde.

Die Hunde bekamen Pansen, die Reiter Bruch

und Schnaps und für die Pferde gab’s Zucker.

Die Parforcehornbläser bliesen das Halali

und der Jagdherr dankte allen Beteiligten.

Zufriedene entspannte Gesichter nach einer

schnellen, unfallfreien Jagd durch wunderschö

nes Gelände. Im Anschluss gab es leckeren

Rollbraten vom Grill und gemeinsam saß man

noch lange gemütlich zusammen.

Ein toller Auftakt in die Jagdsaison.

Vielen Dank.

Bericht: Clemens v. Welck

Zur Schleppjagd geladen auf die Ferme de

Bombach nahe Zweibrücken hatten Rainer

und Petra Kurth sowie der Schleppjagdclub

Saar Pfalz, der hiermit gleich sein Sommerfest

feierte. Nach herbstlichen Temperaturen und

etwas Niederschlag in den Tagen davor, schlug

das Wetter mal wieder eine Kapriole und schon

bei der Anfahrt kletterte das Thermometer auf

30 Grad. Die Gastgeber empfingen herzlich

mit Cremant und leckeren Häppchen. Zum

Aufbruch zur Jagd versammelten sich knapp

20 Reiter aus zwei Nationen in zwei Feldern

im malerischen Innenhof der Ferme. Christian

und Ludwig von den Parforcehornbläsern St.

Georg Saarbrücken übernahmen die musikalische

Begleitung der Jagd. Das späte

Stelldich ein schützte nicht vor den tropischen,

schwülen Temperaturen von immer noch über

25 Grad. Nach Begrüßung durch Rainer Kurth

und Andreas Haberer vom Schleppjagdclub

ging es in südlicher Richtung auf die große

Kuhweide. Aber bevor die Schleppe gelegt

werden konnte, packten zwei Junghunde auf

rissen den Rest der Hunde mit, so dass Master

und Equipage alle Hände voll zu tun hatten die

Meute beisammen zu halten. Die erste Schleppe

schlängelte sich in großen Bögen über die

Weide, dann über einen Weg ins benachbarte

Feld. Unterwegs die ersten Hindernisse, die

sehr gut zu springen waren. Berauschend die

Fernsicht mit Blick auf die Südvogesen, den

Naturpark Nordvogesen und in weiter Ferne

den Schwarzwald und das alles im schnellen

Galopp. Schon nach der ersten Schleppe war

Hunden, Pferden und Reitern die ungewohnte

Temperatur anzumerken. Im Schritt ging es

weiter zum nächsten Galopp. Diesmal ohne

Sprünge zog sich die Schleppe über eine weitere

riesige Weide um Buschhecken herum und

an verlassenen Bunkern der Maginot-Linie

vorbei. Die Hunde liefen schnell und spurlaut.

Leider passierte im zweiten Feld ein Unfall,

eine junge Reiterin ritt zu dicht auf und wurde

vom ausschlagenden Pferd ihrer Vorderfrau am

Bein getroffen. Sie musste mit gebrochenem

Unterschenkel ins Krankenhaus gebracht

werden. Weiter ging es ins Tal, zwischen

Dornen hecken durch an Jungvieh weiden

vorbei. Die Kälber hatten sichtlich Spaß an der

ungewohnten Abwechslung und zeigten dies

mit Bocksprüngen im Galopp auch deutlich,

was dem einen oder anderen Jagdpferd ganz

unheimlich wurde. Die nächste Schleppe ging

zwischen Hecken im Tal bergauf und bergab

über einige Hindernisse bis kurz vor den Hof.

Wegen der schwülen Hitze und auf Rücksicht

auf die Hunde wurde auf zwei weitere Schleppen

verzichtet und nur noch eine Schleppe vor dem

Stopp gelegt. Vorher konnten die Hunde sich

noch ausgiebig in den Rindertränken zum

Abkühlen baden. Leider sahen die Hunde die

Schleppenleger und kürzten umgehend ab,

aber das Feld konnte die vielen Hindernisse

im großen Bogen trotzdem voll auskosten.

Am Ende der Schleppe war noch eine Sturz zu

vermelden, der aber glimpflich verlief.

Zurück ging es durch den Teich zum Hof, wo

fleißige Helfer die ersehnten kühlen Getränke

bereithielten. Bei der Rast entschied man, die

Hunde zu schonen und die letzte Schleppe auf

der nördlichen Seite des Hofes ohne Meute

zu reiten. Ein stark abgespecktes Feld ging

mit Jagdherr Rainer Kurth auf die mit vielen

Hindernissen gespickte Strecke. Reiter und

Pferde erschienen erschöpft aber frohgemut

zum Cureé. Die Parforcehornbläser empfingen

Meute und Jagdgesellschaft mit dem großen

Halali. Zum Dank an die Hunde saßen die

Reiter ab und die Meute stürzte sich auf den

Pansen. Nach Versorgen der Pferde gab es ein

leckeres Spanferkel und reichlich Flüssiges.

In fröhlicher Runde wurde vor dem Clubhaus

der Ferme bei sternklarem Himmel und lauer

Sommernacht noch bis in den Morgen gefeiert.

Ludwig Reiss packte seine Gitarre aus und

stimmte in seiner unnachahmlichen Weise alte

Jagd- und Reiterlieder an. So klang ein etwas

ungewöhnlicher Jagdtag doch noch harmonisch

aus. Am nächsten Morgen trafen sich noch

einige Gäste zum gemeinsamen Ausritt. Vielen

Dank an Familie Kurth für die herzliche Gastfreundschaft.

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Jagdberichte 2014

Gestütshof St. Johann des HuL Marbach

Sa, 13.09.2014

Nach 20 Jahren ließ die Gestütsverwaltung

des HuL Marbach und der Badische

Schleppjagdverein e.V.- Hardt Meute die

Traditionsjagd am Gestütshof in St. Johann

wieder aufleben. Am Samstag, 13. September,

traf man sich um zwölf Uhr zum Stelldichein

im Gestütshof in St. Johann. Wir wurden mit

einem leckeren Jagd-Imbiss und Getränken

begrüßt. Nach einer appetitlichen Stärkung

und vielen netten Gesprächen wurden die

Pferde für die Jagd gerichtet. Um 13:30 Uhr

folgte die Begrüßung durch den Jagdherren,

Klaus Herrmann, und daraufhin brachen wir

auf zur Jagd. Bei optimalem Jagd-Wetter und

unter den Klängen der Trompe Bläser der Rallye

Württemberg ging es im Schritt los zur ersten

Schleppe. Uns erwartete ein leicht hügeliges

Gelände mit einem wunderschönen Wald

12

und weitflächigen Wiesen, wo jede Schleppe

perfekt zu reiten war. Insgesamt meisterten wir

ca. 6-7 Schleppen auf ca. 19 km mit schön zu

springenden Naturhindernissen. In der Pause

konnten wir uns mit Getränken und Snacks für

den zweiten Teil der Jagd stärken. Mit leichtem

Regen machten wir uns auf den Weg der letzten

Schleppen und galoppierten so an unseren

Ausgangspunkt zurück. Der Jagdherr Klaus

Hermann bedankte sich bei den ca. 25 Reitern,

den zahlreichen Helfern die diese wunderschöne

Jagd möglich gemacht hatten, bei den Trompe

Bläsern der Rallye Baden-Württemberg und

natürlich bei den Hunden die dieses Ereignis

perfekt machten. Im Anschluss fand noch ein

gemeinsames Essen auf dem Gestütshof in St.

Johann statt.

Vielen Dank für einen tollen Jagdtag.

Bericht: Marie-Christine Berlinghof

Ellwangen

Sa, 20.09.2014

Nachdem ich die wunderschöne Ellwanger

Landschaft bereits im August diesen Jahres

bewundern durfte, war ich voller Vorfreude

auf die 12. Ellwanger Schleppjagd, welche bei

sonnig warmem Wetter am 20.09.2014 hinter

den Hunden der Hardt-Meute stattfand.

Zum Stelldichein trafen wir uns zu Pferd im

Innenhof des Schlosses. Nach kurzer Zeit

kamen auch der Master mit den Hunden sowie

die Equipage. Hundegebell, Hufgetrappel und

die Musik der Jagdhornbläser Ellwangen - es

herrschte eine besondere und atemberaubende

Atmosphäre, die man unbedingt erlebt haben

muss! Nach dem Bügeltrunk und einigen

Worten von Jagdherr Edwin Schuster ging es

anschließend im Schritt zur ersten Schleppe.

Da ich im zweiten Feld ritt, hatte ich noch kurz

Zeit den Abritt der Schleppenleger, des Masters

und der Hunde, der Equipage sowie des ersten

Feldes zu beobachten. Sodann wünschten wir

uns ebenfalls eine „Gute Jagd“ und los ging es im

gestreckten Galopp. Ein wunderbares Gefühl.

Die vorherige Aufregung war verschwunden.

Die Jagd führte im großen Bogen rund um

den Schönenberg. Nach der vierten Schleppe

wurde eine Rast eingelegt, die wir Reiter zur

Stärkung nutzten.

Die fünfte Schleppe

startete sodann mit

dem „Tisch“, einem

Sprung, der liebevoll

mit Blumen, Äpfeln,

Kürbissen und Blumen

geschmückt worden

war. Aufgrund des

schnellen Tempos blieb

aller dings nur wenig

Zeit das geschmückte

Kunstwerk zu bewundern.

Am Rande

bekamen wir mit,

dass vor der nächsten

Schleppe die Hunde ausgebüxt waren. Der

Master und die Equipage hatten zwar alle Hände

voll zu tun, erfüllten diese Aufgabe jedoch

meisterlich. Wir ritten in der Zwischenzeit

einmal durch die Jagst und kühlten so ein wenig

die erhitzten Pferdebeine. Auch auf der letzten

Schleppe folgte ein weiterer erfrischender Jagdgalopp

über die Ellwanger Wiesen. Nach dem

Halali, welches trotz der herrschenden Schwüle

viel zu schnell gekommen war, erhielten die

Hunde ihr wohlverdientes Curée unterhalb

der Schönenberg-Kirche. Wir Reiter erhielten

hingegen die traditionellen Brüche und Knöpfe.

Anschließend wurden die Pferde versorgt,

bevor sich die fröhliche Jagdgesellschaft zum

Jagdessen im Barbarossa-Keller im Schloss

Ellwangen einfand. In den darauffolgenden

Stunden wurde viel gelacht und gefeiert.

Am Sonntag wurden wir im Reiterstüble des

Reitvereins mit einem Frühstück verwöhnt.

Während des Frühstücks sichteten wir bereits

die ersten Bilder der Jagd und schwelgten in

unseren Erinnerungen.

Dies war sicher nicht meine letzte Jagd im

wunderschönen Ellwangen!

Bericht: Sonja Haner

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2014

Verbandsschleppjagd Pfalz in Billigheim

Sa, 27.09.2014

Hans Roth hätte seine Freude gehabt an dieser

wunderschönen Jagd.

Hans Roth hätte seine Freude gehabt an dieser

wunderschönen Jagd!!! Am Samstag 27.09. trafen sich

bei traumhaftem Herbstwetter über vierzig Jagdreiter

zur Verbandsschleppjagd des Pferdesportverbandes

Pfalz e.V. beim Reit- und Fahrverein Billigheim

in der Südpfalz zu Ehren von Hans Roth. Zum

Stelldichein auf dem Reitplatz des Reitvereins

Billigheim begrüßten die Jagdherrin Brigitte Seidler,

erste Vorsitzende des Pferdesportverbandes Pfalz,

Schirmherr Bürgermeister Blank und der Vorsitzende

des Schleppjagdclubs Saar-Pfalz Andreas Haberer die

Reiter und unzählige Zuschauer, die zum Teil schon

auf den, die Jagd begleitenden, Ackerwagen saßen.

Zu den Klängen der Parforcehornbläser St. Georg

Saarbrücken und der Parforcehornbläser Baden

wurden die Hunde herangebracht und nach einem

Horrido ging es im Schritt los in zwei Feldern in

Richtung erster Schleppe, die am anderen Ende des

Ortes lag. Die Spannung bei Reitern und Pferden war

deutlich spürbar. Die Jagdstrecke war gut gewählt,

die ersten Schleppen zogen sich in großen Bögen

durch ein Wiesental durchsetzt mit Hecken und

Gräben, die mit schönen Hindernissen versehen

waren. Die Hunde folgten den schnell reitenden

Schleppenlegern mit kehligem Spurlaut in hohem

Tempo und so konnten die Pferde und Reiter sich auf

den bis zu drei Kilometer langen Schleppen richtig

ausgaloppieren. Die Spannung wich der Freude über

das unbeschreibliche Gefühl beim Jagdreiten. Nach

der vierten Schleppe und unzähligen jagdlichen bis

sportlichen Hindernissen wurde am Waldrand Rast

gemacht, besonders verdient hatten sich das Pferde

und Hunde, denn der Boden war zu Beginn etwas tief

gewesen. Die Reiter wurden von freundlichen Helfern

des Vereins bestens versorgt. Weiter ging es über

Wiesen und an Feldern vorbei nach Steinweiler. Dort

war wieder die auf der Dorfwiese im Rund aufgebaute

Schauschleppe aufgebaut. Wie würden die Hunde das

dieses Mal machen? Die Meute nahm die Spur sauber

auf, bis einige Hunde kurz vor dem Scheitel des Bogens

die Schleppenleger sahen, da kürzten sie etwas ab. Fast

geschafft! Die Reiter im Feld und die Zuschauer auf

den Wagen und in den Gärten freuten sich über die

schönen Sprünge rund um die Dorfwiese. Im Schritt

ging es weiter zur letzten Schleppe. Mit dem Halali

Sprung kurz vor dem Teich war die Galoppstrecke

beendet. Während die Meute im See badete, die Bläser

das große Halali spielten, schüttelten sich die Jagdreiter

die Hände voller Freude über eine wunderschöne,

unfallfreie Jagd.

Nach der Rückkehr auf die Reitanlage wurden erst

noch mal Reden gehalten. Die Jagdherrin Frau

Seidler ehrte die Organisatoren Klaus Wagner, der

die Verantwortung für die Jagd abgeben will, und

Manfred Sommer. Der Vereinsvorsitzende Reiner

Neuhard stellte in Aussicht, dass die Tradition der

Schleppjagd in Billigheim weitergeführt wird. Nach

einigen Worten von Andreas Haberer und Klaus

Wagner ging es mit dem Cureé für die Hunde weiter.

Master Gerd Klapschus ließ die Jagdgesellschaft

zum Dank an die Hunde absitzen und die Meute

stürzte sich auf den Pansen. Unter der Begleitung

der Bläsergruppen wurden Bruch und Jagdknopf

verteilt. Nach dem Versorgen der Pferde traf man

sich in fröhlicher Runde in der Reithalle zu einem

deftigen, leckeren Essen und Pfälzer Weinschorle im

Halbliterglas. Ein schöner Jagdtag ging zu Ende, Hans

Roth hätte seine Freude gehabt!

Nußdorf

Fr, 03.10.2014

Was will man mehr!

Kaiserwetter, traumhafter Geläuf, spürsichere

und spurtreue Hunde, schöne, jagdgerecht

gebaute Hindernisse und viele Reiter – das ist

die Nussdorfer Jagd.

Ein netter Empfang mit Sekt, O-Saft und

Weckle, lauter nette bekannte, auch ein paar

neue Gesichter. Dann werden die Pferde

gesattelt und man trifft sich auf dem Außenplatz.

Eine kurze Begrüßung, ein paar einweisende

Worte und schon geht es los. Die ersten drei

Schleppen noch ohne Hindernisse, die Pferde

laufen sich ein, werden warm. Auch den Reitern

wird es warm, es sind immerhin stolze 23°C zu

vermerken. Dann kommt das Kreuzbachtal,

traumhafte Wiesenwege, ab durchs Wasser

und dann die Hindernisse, das letzte vor dem

Stopp wie bekannt aus dem Wasser heraus zu

springen.

Fotos: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

Während der Pause gute Versorgung, kalte

Getränke sind bei der Wärme sehr gefragt, auch

die Leberkäs-Wecken kommen gut an. Dann

geht es schon wieder weiter, noch zwei Schleppen

und dann die bekannte Nussdorfer Rennbahn.

Diesmal ohne die Hunde, in wilder Jagd – teils

zweimal über die Rennbahnhindernisse –

Halali, Halali .

Curee satt für die Hunde, das haben sie

verdient. Dann Pferde versorgen und „Curee“

für die Reiter. Landmetzgerei Raimund Wöhr

hat wieder Leckes zu bieten.

Und nicht zu vergessen... das folgende

„Jagdreiterlatein“, Eindrücke der einzelnen

Teilnehmer, nette Gespräche und schon die

Vorfreude auf die nächste Jagd.

Ich freue mich schon auf Nussdorf 2015!!

Bericht: Uli Naumann

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Bericht: Clemens v. Welck

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Jagdberichte 2014

24. Herbstschleppjagd im Haupt- und Landgestüt Marbach

Sa, 11.10.2014

einen herrlichen Jagdtag. Zum Dank an die

Hunde ließ er Absitzen und die Meute stürzte

sich auf den wohlverdienten Pansen. Jagdherr

Dr. Dieter Förschler, der diesmal der Jagd nur

aus dem Auto folgen konnte, überreichte mit

seiner freundlichen Helferschar, Bruch, Knopf

und Schnaps.Nach dem Versorgen der Hunde

und Pferde traf man sich im Gestütsgasthof in

großer Runde zum Schüsseltreiben. Jagdreiten

in Marbach ist immer wieder ein einzigartiges

Erlebnis.

Jagdreiten in Marbach, ein einmaliges Erlebnis.

Zum 24. Mal fand die Herbstschleppjagd mit

der Hardt Meute im Haupt- und Landgestüt

Marbach statt. Und obwohl die Jagdstrecke

fast die gleiche ist, ist es doch jedes Mal ein

einzigartiges Erlebnis über das weite Gelände

des Gestüts hinter den Hunden der Hardt Meute

zu galoppieren. Über 60 Reiter im Alter von 16

bis über 80 Jahren konnte die Jagdherrschaft

Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von

Velsen-Zerweck und Dr. Dieter Förschler am

Stutenbrunnen im historischen Gestütshof

begrüßen. Neben vielen Zuschauern war auch

zum ersten Mal der Julmond Kinderklub dabei,

der hier hinter die Kulissen einer Schleppjagd

schauen durfte. Die Heimsheimer Jagdhornbläser

unter Leitung von Bernd Hälsig begleiteten

die Jagd und bliesen zu Beginn für Dr. Arnold

Schwarz eine Geburtstagsfanfare. Beim Satteln

setzte leichter Nieselregen ein, der die Vorfreude

auf die Jagd aber nicht trüben konnte und bald

wieder aufhörte. Die Vorsitzende des Badischen

Schleppjagdvereins Hardt Meute Bettina von

Welck begrüßte die Teilnehmer auf der Wiese am

Unteren Gestütshof und gab letzte Informationen

zu den Feldern. Zum Signal Hunderuf wurde

die Meute ausgeladen und schon ging es los am

Gestütshof in Richtung Gomadingen, den Berg

hinauf an den Stutenkoppeln vorbei. Die erste

Schleppe zog sich vom Waldrand im großen

Bogen bergauf Richtung Feldscheune, unterwegs

die ersten Hindernisse. Es folgten zwei weitere

abwechslungsreiche Schleppen bis zur Rast

am Wolfgangsee – der zuletzt vom Marbacher

Urgestein Hauptsattelmeister Wolfgang Weber

durchritten wurde. Die kurze Pause nutzten

die „Julmond-Kinder“ um den Master über

Jagdreiterei und die Meutehunde zu befragen.

Nach der Rast führte die Strecke weiter Richtung

Brende an einer Herde Braunvieh vorbei, die

die Jagd-gesellschaft im Galopp den Berg

hinauf begleitete. Oben wartete ungeduldig

eine Herde dreijähriger Jungstuten, um auch

nebenher zu galoppieren. Während das Jungvieh

noch innerhalb ihrer Koppel blieb, schlüpften

zwei Jungstuten im vollen Galopp durch den

Elektrozaun und mischten sich unter das Jagdfeld.

Die Schleppe musste aus Sicher-heitsgründen für

Hunde, Pferde und Reiter abgebrochen werden.

Nach einigem Hin und Her ließen sich die Stuten

brav in ihre Koppel zurückbringen. Sie werden bei

der Frühjahrsauktion wohl mit „Jagderfahrung“

zum Verkauf angeboten. Im schnellen Tempo

galoppierte die Jagdgesellschaft von der Brende

auf einem Höhenzug mit wundervoller Fernsicht

über die Schwäbische Alb zurück bis

oberhalb des Schafhauses. Im Schritt ging

es den Berg hinunter am Wolfgangsee vorbei

Richtung Eichelesgarten zur Halalischleppe.

Die Schleppenleger ab, die Hunde mit frohem

Geläut voraus und das Feld donnerte hinterher.

Die vielen Hindernisse der Hengstleitungsprüfung

boten jeweils drei Alternativen, so dass

für jeden etwas dabei war. Am Jeepteich war

das Ende der Jagd und mit freudigem Halali

beglückwünschten sich die Reiter zu einer

unfallfreien, wunderschönen Jagd. Einige wären

gerne noch weitergeritten, aber wie bei einem

guten Essen sollte man aufhören bevor der

Appetit vergeht. Im Schritt ging es an Julmonds

Grab vorbei zurück durch den Gestütshof

zum Ausgangspunkt. Master Gerd Klapschus

bedankte sich bei Teilnehmern, Bläsern,

Organisatoren und der Gestütsverwaltung für

Landesverbandsschleppjagd in Beckingen

Sa, 18.10.2014

Bei fast 25 Grad hatten wir einen schönen

Jagdtag bei der Landesverbandsschleppjagd in

Beckingen ganz im Westen des Saarlands. Lange

Waldschleppen,viele schöne Hindernisse und

beste saarländer Gastfreundschaft. Vielen Dank

an Albrecht Koch und sein Team vom Reit- und

Fahrverein Beckingen. Gerne kommen wir im

nächsten Jahr wieder!!

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Jagdberichte 2014

30. Schleppjagd in Eggenstein

So, 26.10.2014

Dieses Jahr hatten wir in Eggenstein wieder

einen goldenen Herbsttag, nachdem es im

letzten Jahr bei der Schleppjagd in Eggenstein

geregnet und im Jahr davor sogar einen vorzeitiger

Wintereinbruch gegeben hatte. Beim

Eintrag in das Jagdbuch und dem Sekt zur

Begrüßung gab es ein fröhliches Wiedersehen

mit den vertrauten Jagdfreunden und schon bald

ertönten auch die Jagdhörner der Bläser gruppen

aus Elckesheim / Illingen sowie aus Graben-

Liedelsheim / Eggenstein.

Jagdherr Werner Hauck begrüßte uns dann

zu Pferde und wir stimmten uns mit einem

dreifachen „Horrido“ auf die Jagd ein. Mit dem

Master of Hounds, Gerd Klapschus, der Equipage

und der Hundemeute voraus zogen die 35 Reiter

dann los in Richtung der Rheinauen. Angelangt

in den weitläufigen Wiesen entschwanden die

Schleppenleger Andrea Wiehn und Werner

Hauck auch bald unseren Blicken und das erste

„Gute Jagd“ ließ nicht lange auf sich warten.

In rasantem Tempo ging es in vielen Bögen

durch die Wiesen und Felder, bald kamen auch

die ersten naturgerechten Sprünge, welche die

Pferde wie im Flug nahmen. Immer wieder

trafen wir auf die Zuschauer und wurden von

den Klängen der Jagdhörner begleitet. Die

Pause in den Rheinauen nutzten die Pferde

zum Verschnaufen und konnten dabei in der

Herbstsonne grasen, während wir Reiter uns

mit belegten Brötchen und Getränken stärkten.

Als die Bläser dann wieder den Aufbruch ankündigten

sammelte sich das Jagdfeld rasch

hinter dem stets souveränen Feldführer Peter

Hoffmann und es konnte auf die Schleppe am

Rheindeich mit den bekannten Hindernissen

gehen um dann nochmals an den Zuschauer

vorbei zu kommen. Wie bei jeder Schleppjagd

in Eggenstein durfte der Ritt durch das Wasser

natürlich nicht fehlen– doch diesmal ging es ganz

schön zur Sache, als die Pferde im Galopp durch

den See jagten. Bei der letzten Schleppe konnten

die Pferde nochmals richtig loslegen und ihre

Reserven mobilisieren bevor die Reiter sich dann

gegenseitig mit einem Halali zur gelungenen Jagd

gratulierten. Auf dem Gelände des Reitvereins

Eggenstein wurden wir wieder von den Klängen

der Jagdhörner begrüßt und versammelten uns

dann dort zum Curee - dem Dank an die Hunde.

Nachdem die Pferde versorgt waren ließen wir

diese schöne Jagd in gemütlicher Runde bei dem

traditionellen Eggensteiner Eintopf ausklingen.

Vielen Dank - vor allem an Werner Hauck für

diese 30. Schleppjagd in Eggenstein, die einen

Tag vor seinem 75. Geburtstag stattfand.

Arnold Schwarz

31. Hubertusschleppjagd in Friedrichsruhe

Sa, 01.11.2014

An Allerheiligen, 01.11.2014, fand wieder

die traditionelle Hubertusschleppjagd in

Friedrichsruhe statt. Zum 31. Mal veranstaltet

von den Reiterlichen Jagdhornbläsern

Hofrats mühle hinter den Grand Anglo

Francais der Hardt Meute. Ursprünglich vom

fürstlichen Oberförster initiiert, ist dies eine

der ältesten und schönsten Schleppjagden in

Süddeutschland. Hier jagte in den 1960er Jahren

schon der unvergessene Franz Jandrey mit

seinen Cappenbergern, was man im Buch von

Wilhelm König „Jagdreiten“ nachlesen kann.

Die Reiterlichen Jagdhornbläser Hofratsmühle

haben sich nach dem schmerzlichen Verlust

ihres langjährigen Jagdherrn Walter Münch

und zuletzt kleinem Jagdfeld aufgemacht,

diese Veranstaltung zu neuer Blüte zu führen.

Bei Kaiserwetter fand das Stelldichein am

Golfplatz statt. Die zahlreichen Jagdreiter

mit ihren Gespannen kamen fast nicht auf

den Parkplätzen unter. Der straffe Zeitplan

erlaubte nur eine kurze Begrüßung bei Sekt

und Belegten. Freudiges Wiedersehen überall.

Nur noch kurz der Jagdbucheintrag und

schon weiter zum Pferdesatteln. Mehrere

Fernsehteams des SWR dokumentierten das

Geschehen und Zuschauermengen standen

dabei. Zu Pferde ritt man im Zug durch die

Hotelanlage auf frisch geharkten Kieswegen

eine Allee entlang, an in Bademänteln

gewandeten, staunenden Hotelgästen vorbei,

direkt aufs Jagdschloss zu. Über uns surrte

eine Kameradrohne des SWR, Fliegeralarm.

Im Halbkreis ging es um das Rasenrondell mit

Springbrunnen herum zur Aufstellung vor

dem Schloss, ein wunderschönes Ambiente -

Bilder wie aus einer anderen Zeit. Es folgte die

Begrüßung durch Bläser, Organisator Martin

Kress und dem Bürgermeister Klaus Gross.

Nach einem vielstimmigen Horrido ging es im

Schritt am Golfplatz vorbei zur ersten Schleppe,

während die Zuschauer in drei bereitstehende

Busse verfrachtet wurden. Die ersten Schleppen

waren dem Fernsehen zuliebe gut einsehbar aber

recht kurz und mancher Jagdreiter hatte seine

liebe Mühe sein Pferd zu parieren, während die

Zuschauer es genossen, immer direkt dabei zu

sein. Die Spannung stieg, das Jagdfeld konnte es

gar nicht erwarten endlich hinunter ins Salltal

zu kommen. Aber vorher ein kurzer Stopp am

Dorfbrunnen zum „Wässern“ der Hunde, die

Reiter genossen dort einen Schnaps. Noch zwei

kurze Schleppen, dann endlich von gewohnter

Stelle der Ritt ins Tal und auf festen Wegen der

erste längere Run durch den Wald. Die Hunde

ab, Schotter spritzte auf, die Pferde konnten

galoppieren und das Feld zog sich auseinander.

Im Schritt ging es zur ersten Talschleppe, die

Stimmung stieg. Schleppe ab und mit freudigem

Geläut folgte die Meute. Der erste Sprung gleich

ein Trakehner im Flug genommen, dann links

der erste Wasserdurchritt, die Sall führte wenig

Wasser, Steine schauten raus, aber die Pferde

donnerten durch. Schon wieder ein Hindernis

und wo geht’s weiter? Die Hunde gerade aus

abgekürzt auf die nächste Wiese, die Equipage

hinterher und der Feldführer bekommt noch

gerade die Kurve zum zweiten und dritten

Wasserdurchritt. Dann weiter über mehrere

Stämme und schon der letzte Sprung vor der

Sallhütte. Das Feld donnerte heran und überall

Jauchzen und freudiges Gemurmel. Schnell

vom Pferd, Essen und Trinken fassen, bevor der

Ansturm der Zuschauer begann. Die Hunde

wurden ins neue, knallrote Meuteauto verladen.

Die Pferde dampften und die Reiter genossen die

Rast bei diesem sonnigen Herbsttag. Nach dem

Signal Aufsitzen sammelte sich das Jagdfeld

und die Meute wurde herangebracht. Schleppe

ab zum letzten Teil mit 31/2 Schleppen der

Hubertusjagd. Im Galopp bis zur Sall, dann

hinein und im gemäßigten Tempo im Bach

entlang unter der Brücke durch, schnell noch

den Kopf eingezogen und hinaus zum nächsten

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Fotos: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2014

Schleppjagd in Friedrichsfeld

So, 09.11.2014

Hindernis eine Buchenhecke, die dieses Jahr

freundlich frisiert war. Weiter schnell den

Hunden hinterher, wieder rein und raus aus

der Sall und Sprung. Dann kurzer Stopp und

weiter bis ans Ende des Tales. Im Schritt ging

es zur letzten Talschleppe wieder im fast leeren,

steinigen Bachbett unter einer Brücke durch

und weiter im Galopp an der Sall entlang und

zum Schluss den Abhang hinauf, fast geschafft,

überall strahlende Gesichter. Im Schritt

durch Tiefensall den Berg hinauf zur kurzen

Halalischleppe konnten sich die Pferde von den

schnellen Galopps erholen. Das Feuer prasselte

und vielen Zuschauer warteten schon ungeduldig

auf die Jagdgesellschaft, die im großen Bogen

um das Feuer den letzten Galopp absolvierte.

Halali- Halali. Nur die Hunde waren noch nicht

müde und überschossen die Schleppenleger, um

sich zwischen den Zuschauern zu amüsieren,

aber Master und Equipage konnten sie schnell

zum Curée zurückbringen. Sie hatten sich

nach dieser schnellen Jagd ihre „Beute“ wohl

verdient. Der Jagdherr Werner Mugrauer

dankte für eine faire, unfallfreie Jagd und ließ

zum Curée absitzen. Die Meute stürzte sich

auf den Pansen und die Reiter erhielten Bruch

und Knopf. Nach dem Versorgen der Pferde

traf man sich in der urigen Waldschenke des

Schlosshotels, die dem Ansturm der durstigen

und hungrigen Jagdreiter kaum gewachsen

war und ließ diesen wunderschönen Jagdtag

noch mal Revue passieren und fürs nächste

Jahr Pläne schmieden. Die Anstrengungen der

Veranstalter haben sich gelohnt, Teilnehmer

und Zuschauer waren voll des Lobes!

Wir freuen uns auf Allerheiligen 2015!

Spät in der Saison, es ist November, die

Hunde und Pferde sind auf der Höhe ihrer

Leistungsfähigkeit, dann ist Schleppjagd in

Mannheim-Friedrichsfeld. Wie immer, in den

letzten 24 Jahren, hat Rainer Forschner geladen

und es kamen bei trockenem und sonnigem

Herbstwetter um 12°C Jagdreiter aus dem

ganzen Südwesten. Zu Beginn des Stelldicheins

war der Andrang noch sehr übersichtlich, aber

bis zur Aufstellung fanden sich fast sechzig

Reiter auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins

Friedrichsfeld ein und der Jagdherr strahlte,

der selber aufgrund einer Verletzung leider

nicht mitreiten konnte. Vereinsvorstand Michel

Mühlbauer verwöhnte die Gäste wieder auf

unnachahmliche Weise aus seiner Casino-Küche.

Nach der Begrüßung und Einteilung in zwei

Feldern ging es im Schritt auf die bekannte

Strecke, kurvenreiche Waldschleppen mit

unzähligen jagdgerechten Hindernissen. Die

erste Schleppe, gefühlte drei Kilometer lang, auf

gewundenen Waldwegen mit, wie angekündigt,

bestem, griffigem Sandboden nahm schonmal

den ersten Dampf aus den Pferden. Die Hunde

taten ihre Arbeit sehr gut und sehr schnell

und trotz Überschießens musste das Feld

nicht anhalten. Die vielen Spaziergänger mit

Ihren Hunden, die teilweise auf den Schleppen

standen oder diese kurz vor den Hunden

überquerten, ließen die Grand-Anglo-Francais

unbeeindruckt. Das gipfelte nach der dritten

Schleppe auf einer Waldkreuzung in folgendem

Ereignis: Die Hunde waren abgelegt und das

Feld galoppierte eben heran, als plötzlich ein Reh

sich aus dem Wald mitten in die Meute stürzte,

2-3 verdutzte Hunde umriss, selbst kurz hinfiel,

sich aufrappelte und mit weiten Sprüngen im

Unterholz das Weite suchte. Ein Teil der Meute

folgte dem Reh, während der Rest wie gelähmt

zurückblieb. Master Gerd Klapschus reagierte

sofort und folgte den Hunden parallel auf einem

Weg und konnte sie mit dem Signal des Hunting

Horns unmittelbar wieder zurückholen. Dies

passierte alles so schnell, dass das Feld davon fast

nichts mitbekam. Die Hunde wurden daraufhin

zur nächsten Schleppe angeführt und weiter ging

die schnelle Jagd aus dem Wald hinaus zur Rast.

Die Jagd war wie gewohnt sehr schnell – oder

sogar schneller? Auf tollem Geläuf konnten fast

30 Hindernisse bewältigt werden. Zum Halali und

zur Curée ging es dann wieder auf den Reitplatz.

Hier waren die Hunde schlau, denn sie kennen die

Strecke und prompt nahmen sie eine Abkürzung.

Nach dem Versorgen der Hunde und Pferde

gab es – wie in jedem Jahr – ein hervorragendes

Jagdessen, viele tolle Gespräche unter den

Jagdreitern und lauter strahlende Gesichter.

Horrido und bis zum nächsten Jahr!

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Jagdberichte 2014

Schleppjagd in Singen-Bohlingen

So, 16.11.2014

...und außerdem...:

Die Schleppjagd des Reitverein Bohlingen fand

am 16.11.2014 erstmals hinter den Hunden der

Hardt Meute statt. Nachdem es in der Nacht

zuvor stark geregnet hatte, strahlten pünktlich

zu Beginn der Jagd die ersten Sonnenstrahlen

durch die Wolkendecke.

Nach der Ankunft in Bohlingen und vielen

freudigen Begrüßungen sattelten wir voller

Vorfreude auf die anstehende Jagd die Pferde.

Beim Stelldichein zu Pferd wurde neben der

Einteilung der Jagdfelder noch auf die Einteilung

in „Schwimmer“ und „Nichtschwimmer“

hingewiesen. Diese weitere Einteilung war

aufgrund der anstehenden Flussdurchquerung

der „Aach“ notwendig, die aufgrund der heftigen

Regenfälle stark angestiegen war. Der Ritt durch

das brausende Wasser, welcher bereits vor der

erste Schleppe stattfand, sorgte sogleich für

eine ausgelassene und heitere Stimmung. Im

Anschluss folgten sodann die ersten Schleppen.

Obwohl der Boden aufgrund der nächtlichen

Regenfälle recht tief war, galoppierten unsere

Pferde freudig über die Wiesen- und Feldwege.

Die Jagdkleidung der Reiter erstrahlte bereits

nach der ersten Schleppe in einem schicken,

schlammigen Braunton. Die Schleppen waren

mit schönen jagdgerechten Hindernissen,

hauptsächlich Baumstämme, präpariert

worden. Zwei nicht angeleinte Fremdhunde

sowie ein Reh führten zu einem kurzzeitigen

Ausbruch der Hundemeute, wobei dieser

durch die hervorragende Arbeit des Masters

sowie der Equipage kurzfristig beendet werden

konnte. Nach einigen weiteren Schleppen, die

aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse

etwas abgekürzt bzw. verlagert worden waren,

wurde eine Rast eingelegt. Während der Pause

konnten sich die Reiter mit Getränken und

einem Brötchen mit Leberkäse für den zweiten

Teil der Jagd stärken. Die nächste Schleppe nach

der Pause führte sodann zunächst in einem

frischen Galopp durch den Wald. Die weiteren

Schleppen führten anschließend nochmals

über einige Wiesen- und Feldwege. Nach dem

Halali erhielten die Hunde ihr wohlverdientes

Curée und wir Reiter die traditionellen Brüche.

Nach dem Absatteln der Pferde traf sich die

Jagdgesellschaft noch bei Familie Riedlinger

zum gemeinsamen Jagdessen, bei welchem

eben falls noch die Knöpfe der Hardt Meute

übergeben wurden. Anschließend fand noch das

Jagdgericht statt, an welchem wir leider aufgrund

der Heimfahrt nicht mehr teilnehmen konnten.

Fazit: Eine schöne Jagd mit vielen Höhepunkten,

an welcher ich gerne wieder teilnehmen werde!

Ein würdiger Abschluss der Jagdsaison!

Sonja Haner

2014 fand das Bundespferdefestival in Ellwangen

statt, bei dem sich die reitenden Breitensportler

aus ganz Deutschland treffen. Fast 500 Pferde und

weit über 70 Prüfungen an diesem Wochenende,

Reiter und Fahrer aus Schlewig-Holstein bis

Oberbayern, ein tolles Ambiente und eine tolle

Atmosphäre! Und die Hardt-Meute durfte am

Sonntagmittag beim Schauprogramm einen

Ausschnitt aus der Jagdreiterei zeigen – tolle

Werbung für unseren Sport.

Vor Beginn der Veranstaltung trafen wir uns

am Stadtrand von Ellwangen, es gab Sekt und

einen kleinen feinen Imbiss, nette Jagdkollegen

hatten für uns gesorgt. Ein kleines Feld und

die Equipage (unser Master Gerd Kalpschus,

in der Equipage Andrea Wiehn, Charlotte

Schmidt-Kollmar, Clemens von Welck und

Uli Naumann), immerhin etwa 15 Reiter, und

sieben Koppeln Hunde. Nach der Stärkung

wurde dann zum Lösen für Hunde, Pferd und

Reiter eine Schleppe auf der grünen Wiese

geritten. Gottseidank haben die Hunde die

beiden halbzahmen Rehe nicht gesehen und

blieben sehr spurtreu (mit einem Abstecher

zum Imbissplatz). Danach Verladen der Hunde,

Ritt zum Festivalplatz und dann W A R T E N.

Endlich waren wir dran. Hunde ausladen und

die Bande im Trubel von Pferden, Menschen

und Hunden zusammenhalten. Andrea rein im

Galopp in die Arena und alle hinterher unter

der musikalischen Begleitung der Ellwanger

Jagdhornbläser. In dieser kleinen Arena haben

dann die Hunde sofort Andrea erkannt und

natürlich abgekürzt – dumm sind die nicht!

Also Equipage zu den Hunden, der Rest im Feld

durfte wild außen herum galoppieren und hatte

Spaß, denn der nasse Sand spritze so kräftig

dass auch die Zuschauer etwas abbekamen.

Die Bläser präsentierten einige Jagdsignale und

das Publikum wurde durch den Kommentator

informiert was da grade in der Arena so vor sich

ging. Dann gab es das Curee, aber so richtig

schmecken wollte der Pansen, paniert mit viel

nassem Sand, nicht. Danach ab durch die Mitte,

im Galopp zum Ausgang – und schon war alles

wieder vorbei.

Wir sind dann wieder zu unseren Hängern

geritten und konnten es natürlich nicht lassen

– eine schnelle Schleppe, allerdings ohne die

Hunde, die war dann doch noch drin!

Ulrike Naumann

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Jagdberichte 2015

Schleppjagd im HuL Marbach des RFV Stuttgart

So, 12.04.2015

Am 11. und 12. April 2015 fand der sechste Jagdund

Geländereitlehrgang des Stuttgarter Reitund

Fahrverein e.V. im Haupt- und Landgestüt

Marbach statt.

Das Highlight des Wochenendes war die

Schleppjagd hinter den Hunden der Hardt

Meute am Sonntagmorgen. Ca. 35 Reiter folgten

der Einladung zum Haupt- und Landesgestüt

Marbach auf dessen Anlage die Jagd stattfand.

Bei Sonnenschein und bestem Wetter starten

die Reiter nach dem Stelldichein in der

Landesreitschule.

Nachdem wir am Haupt- und Landgestüt vorbei

in Richtung Gomadingen an der Lauter entlang

geritten waren, begann die erste Schleppe.

Hinter den schnellen und spurtreuen Hunden

galoppierten wir über die Wiese und über ein

erstes Hindernis.

Weiter ging es dann im Schritt am Waldrand

entlang bis der Eichelesgarten in Sicht kam.

Jedoch bog die

Gruppe vorher

links zur zweiten

Schleppe ab.

Diese führte in

einem großen

Bogen zunächst

vom Eichelesgarten

weg, über

einen Baumstamm

und dann

auf den Eichelesgarten

zu.

Danach überwanden

wir

zwei weitere

Hinder nisse im

Eichelesgarten.

A n s c h l i e ß e n d

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ritten wir im Schritt zum Wolfgangssee.

Die Hunde konnten sich im Bach daneben

erfrischen und wieder neue Energie tanken.

Auch die dritte Schleppe mit zwei Hindernissen

erfolgte ohne Zwischenfälle. Wir ritten im

flotten Galopp bergauf an der Stutenkoppel

vorbei, an der uns die Stuten mit freudigem

Galopp begleiteten. Anschließend ritten wir

über die Gedenkstätte Grafeneck zurück zum

Eichelesgarten.

Nach Überqueren der Straße folgte die

vierte und letzte Schleppe, die durch den

Eichelesgarten weiter über die Wiesen des

Gestütsgeländes führte. Sie fand ihr Ende mit

freudigem Halali.

Durch den Gestütshof ging es zurück zur

Landesreitschule, wo die Hunde, welche Master

und Equipage wie immer gut unter Kontrolle

hatten, sich über ihr Cureé freuten.

Foto: Thore Brockhoff

Bericht: Xenia Bayer

Jagdreiterlehrgang und Frühjahrsschleppjagd im HuL Marbach

25./26.04.2015

Erlebnisreiches Jagdreiterwochenende im

Haupt- und Landgestüt Marbach.

Vierzig Teilnehmer waren Samstagmorgen zum

Springtraining im Eichelesgarten unter der

Leitung von Hauptsattel meister Rolf Eberhardt

zur Stelle. Von der Trabstange, über den kleinen

Baumstamm bis zum überbauten

Graben übten die Reiter einzeln und in der

Gruppe Springsituationen einer Jagd. Auch

unerfahrene Reiter und Pferde lenten schnell

und am Ende konnten alle in der Gruppe in

forschen

Galopp eine Hindernisreihe sicher überwinden.

Am Nachmittag gab es im Gestütsgasthof die

theoretischen Einführung ins Jagdreiten, einen

Vortrag über das Jagdreiten in Irland und

Informationen sowie praktische Demonstrationen

zum Thema Erste Hilfe und Verhalten bei

Unfällen. Im Anschluß wurde aufgesessen, um

bei einem Ausritt mit den Hunden die Praxis

der Schleppjagd kennenzulernen. Über 50

Reiter folgten den Hunden auf drei Schleppen.

Am Abend traf man sich zum Essen und

Gedankenaustausch. Die Bilder des Trainings

liefen als Diashow. Mit Spannung erwarteten

die Teilnehmer den Sonntagmorgen. Zum

frühen Stelldichein hatten sich weitere Reiter

aus nah und fern eingefunden, so daß es nun

weit über 60 Reiter waren.

Das Haupt- und Landgestüt zeigte sich bei

Kaiserwetter von seiner schönsten Seite:

Weißblauer Himmel, grüne Wiesen und

erblühende Bäume und Büsche. Diesmal ging es

auf fünf Schleppen mit Stop am Wolfgangssee

über das weitläufige Gelände des Gestüts. Guter

Scent machte die Hunde schnell und in hohem

Tempo folgten die zwei Felder diszipliniert

Master und Equipage. Die Hunde, am Vortag

noch etwas quirlig, liefen sauber im Pack und

gaben freudig Spurlaut. Die Reiter genossen

den schönen Frühlingstag, das gute Geläuf und

die schönen Hindernisse.

Leider verlief die Jagd nicht ganz unfallfrei. Ein

Reiter wurde von einem Pferd noch vor der ersten

Schleppe getroffen und mußte zur ambulanten

Behandlung ins Krankenhaus, konnte aber

nach der Jagd nach Hause fahren. Ein weiterer

Sturz eines Pferdes verlief für Reiterin und

Pferd glimpflicher, Pferd und Reiter waren

beim Curée wieder vereint. Die Hunde stürzten

sich dort auf den wohlverdienten Pansen, die

strahlenden Reiter erhielten den Meuteknopf.

Als sich die Jagdgesellschaft zum Essen traf

begann es zu regnen. Ein erlebnsireiches

Wochenende ging zu Ende. Wir danken allen

Teilnehmern, Jagdgästen und Helfern.

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Jagdberichte 2015

Schloss Langenburg

02.05.2015

Samstag, 2. Mai 2015, das für mich vierten

Mal meiner Jagdreiterkarriere. Treffpunkt war

Schloss Langenburg in der Region Hohenlohe.

Der Jagdherr Jürgen Kampplud zum zweiten

Mal zur Frühjahrsjagd zusammen mit der

Hardt Meute ein.

Um 12 Uhr kam die Jagdgesellschaft zum „Stell

dich ein“, der Begrüßungsrunde mit Sekt,

belegten Brötchen, Kuchen und Kaffee, vor dem

eigentlichen Start, zusammen. Es war schön

nun schon ein paar bekannte Gesichter, vom

letzten Wochenende beim Jagdreitlehrgang auf

dem Haupt- und Landesgestüt Marbach, wieder

zu erkennen und so freundlich und herzlich

begrüßt zu werden!

Danach hieß es Pferde satteln und aufstellen

vor dem Schloss, zur Ansprache durch

den Jagdherren und den Bürgermeister.

Das traditionelle Spiel der Jagdhornbläser,

zusammen mit den schick gekleideten

Reitern und dem Schloss im Hintergrund

verleihen dem Geschehen immer ein ganz

besonders festliches Ambiente. Am Vortag

hatte es fast durchgehend geregnet, weshalb

sich wahrscheinlich alle freuten, dass es nur

bewölkt war und ab und zu sogar die Sonne

zum Vorschein kam. Temperaturmäßig waren

die ca. 15° C genau richtig, da man im Jackett

und bei dem schnellen Tempo, was die Meute

vorlegt, sonst schnell einmal ins Schwitzen

kommt. Abritt vom Schloss war gegen 13 Uhr.

Über die Hauptstraße ging es vorbei an

etlichen Cafés und schaulustigen Besuchern.

Durch das alte Stadttor hindurch folgten wir

der Straße weiter in Richtung Wald. Dort

begann die erste Schleppe. Auf einemschönen

unbefestigten Waldwegging es den Berghinauf.

Oben angekommenführte dieSpur über ein

kurzes Wiesenstück bis hin zur Straße, auf der

die Zuschauer schon warteten. Am Rastplatz

vorbei ritten wir im Schritt bis zur nächsten

Waldschleppe mit den ersten Hindernissen. In

einem Bogen ging es erneut am Rastplatz vorbei

zur nächsten Schleppe durch den Wald, bis

wir ein drittes Mal zum Rastplatz kamen und

dann auch eine Pause einlegten. Die Hunde

bekamen zu saufen, die Pferde konnten grasen

und natürlich war auch für das leibliche Wohl

der Reiter bestens gesorgt. Nach dem Stopp

ging es bergab Richtung Jagst. Zwischendrin lag

eine weitere Schleppe am Hang entlang durch

den frisch grünen Wald. Im Tal angekommen

ging es durch die Ortschaft Oberregenbach

bis zur vorletztenGaloppstrecke, die entlang

des Flusses, über eine wundervolle grün-gelbe

Wiese führte – ein wahrer Reitertraum! Um

zur letzten Schleppe und im Anschluss daran

an den Halaliplatz zu kommen musste die Jagst

einmal durchquert werden. Wasserspaß für

Ross, Hund und Reiter. Im Schritt ging es nach

dem Curreé für die Hunde wieder den Berg

hinauf zum Schloss.

Die Pferde und Meute wurden versorgt. Im

Anschluss darauf trafen sich die Reiter zum

gemütlichen beisammen sein auf der Terrasse

des Schlosscafés mit herrlicher Aussicht ins

Jagsttal. Wie bei den letzten Jagden war wieder

einmal alles hervorragendorganisiert und

nichts dem Zufall überlassen. Ein wirklich

gelungener und sehr erlebnisreicher Tag, der

vermutlich jedes Reiterherz höher schlagen

lässt. Ich freue mich schon auf die nächste

Jagdund hoffentlichnoch sehr viele weitere

Ritte zusammen mit der Hardt Meute, Ihren

Vereinsmitgliedern und vielen anderen netten

tollen Menschen, die man bei so einer Jagd

kennenlernen darf! Denn einmal in den Bann

gezogen, ist man denke ich total begeistert und

fanatisch und vollkommen vom Jagdfieber

erfasst!

Bericht: Maike Raimund

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Jagdberichte 2015

Junghundeschau in Schwarzenstein

03.-04.07.15

Am Freitag, 03.07., und Samstag, 04.07.2015,

waren wir nach längerer Pause wieder

mit zwei Rüden zur Junghundeschau der

Deutschen Schleppjagdvereinigung auf Haus

Schwarzenstein bei Hünxe in NRW. Andrea

Wiehn brachte Ilko und Igel bei tropischen

Temperaturen aus dem Kennel mit. Im Hundeauto

hatte sie eine Wanne mit Wasser gestellt

und die beiden Jagdhunde überstanden die

heiße Fahrt überraschend frisch im Wasser

liegend. Am Freitag wurden sie noch von der

Tierärztin geprüft und zur Schau am folgenden

Morgen zugelassen. Erfreulicherweise wurde

der Zeitplan wetterbedingt angepaßt und

unsere Grand Anglo Francais Tricolore durften

gleich zu Beginn um 8:30 Uhr in den Ring. Die

beiden Richter, der Engländer Andrew Sallis,

Master Huntsman der East Sussex and Romney

Marsh Hunt sowie Richter der weltberühmten

Schau in Peterborough und der Ire Thomas

Dempsey, Huntsman der County Galway Hunt

„The Blazers“ bemühten sich sehr beflissen und

freundlich die ihnen fremde Laufhunderasse

zu beurteilen. Beide Hunde wurden mit einem

nachvollziehbaren Prädikat „Genügend“

bewertet. Andrea Wiehn fuhr dann noch vor

der großen Hitze unsere Hunde zurück zum

Kennel, wo sie wohlbehalten angekommen sind.

In Schwarzenstein wurden weitere Meutehunde

der Rassen Foxhounds und Beagels in ver schiedenen

Klassen bewertet.

Nach dem Mittag stellte der Schleppjagdverein

von Bayern noch seine Junghundemeute mit

121/2 Koppeln zur Betriebssicherheitsprüfung

vor.

Vielen Dank an die Organisatoren und Ausrichter

der Veranstaltung ganz besonders an

den RWS und Julia Wiesenhahn für die perfekte

Organisation und die herzliche Gast freundschaft.

Kennelfest der Hardt Meute am Lacherwaldhof

08.08.2015

Nach zunächst zögerlicher Rückmeldung,

kommen über 75 Gäste - Mitglieder und

Freunde der Hardt Meute des Badischen

Schleppjagdvereins - trotz schlechter Verkehrslage

ins hinterste Rheinland-Pfalz angereist

und staunen, was Andrea Wiehn und Gerd

Klapschus in den letzten Jahren geleistet haben,

um den Meutehunden und den anderen Tieren

ein artgerechtes, wunderschönes Zuhause auf

dem Lacherwaldhof zu ermöglichen.

Das Schwein Erwin stolziert selbstbewusst und

neugierig auf den über und über mit Steaks und

Würstchen bestückten Schwenkgrill zu und

schaut, was denn da so lecker riecht. Julius

macht seiner neuen Patin Denise Locher

schöne Augen durch den Zaun des Kennels

und geht dann zur Abkühlen eine Runde

im Hunde-Swimmingpool plantschen. Muli

Apollo genießt sichtlich eine der an diesem

Tag zahlreichen Streicheleinheiten seiner

jungen weiblichen Fans. Gerd sitzt gemütlich

um einen der zahlreichen Tische im Innenhof

des Lacherwaldhofs, unterhält sich mit alten

und nicht so alten Bekannten, lauscht Ludwig

Reis´ musikalischen Einlagen und wirkt, wie

ein zufriedener Hausherr. Serko, der Rennstar

im Hause Wiehn, muss den Tag über

ausnahmsweise im Stall verbringen, nimmt

diese Tatsache genauso wie die anderen vier

Kumpels aber sehr gelassen hin und präsentiert

sich ganz ohne Starallüren den zahlreichen

Fans, die an diesem Tag staunend vor seiner

Box stehen bleiben und ihm anerkennend den

Hals klopfen. Indes macht Andrea eine gut

gelaunte Hoftour nach der anderen und führt

die vielen Interessierten ganz bescheiden durch

die Stallungen, zeigt uns den riesigen Auslauf

für die Hunde, um sich gleich darauf schon

wieder um das Wohl aller Gäste zu kümmern.

Joshua Wiehn am Grill versorgt alle hungrigen

Mäuler – außer das von Schwein Erwin – mit

Fleisch, bevor er sich gleich darauf wieder von

einer weiteren besten Schwiegersohn-Seite als

Antons Babysitter und Entertainer zeigt. Das

findet Mama Charlotte Schmid-Kollmar super,

die sich freut, den Anton mal wieder aus der

Hand geben zu können und sich stattdessen

den unglaublich leckeren Kuchen zu widmen,

derer da viele sind. Katja Grimm, eine der

talentierten Bäckerinnen, genießt den Tag

sichtlich, ihr Sohn Louis ist ebenso bester Laune

und freut sich über einen abwechslungsreichen

Tag auf einem richtigen Bauernhof. Die Hunde

stehen interessiert am Zaun und schauen, was

im Innenhof geboten ist, dösen im Schatten

oder spielen Fange auf der riesigen Wiese.

Die musikalische Umrahmung wird häufiger,

die Stimmung noch lockerer, die Sonne neigt

sich nach einem weiteren wunderschönen

Sommertag dem Horizont entgegen, weitge

reiste Gäste verabschieden sich schweren

Herzens, da sie gerne noch länger geblieben

wären. Der Rest sitzt noch bis spät in die Nacht

und lässt den Abend gemütlich ausklingen.

Es war ein so wunderbares Kennelfest, lieber

Gerd, liebe Andrea. Das schreit laut nach

Wiederholung. Wir waren sehr gerne bei euch.

Vielen, vielen Dank für diesen schönen Tag!

Bericht: Thea Förschler

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Jagdberichte 2015

Odenwälder Schleppjagd Schloss Hainstadt

12.09.2015

Ein Traum wird wahr...

Bei Kaiserwetter eröffnete die Hardt Meute des

Badischen Schleppjagdvereins die Herbstsaison

2015 mit der Odenwälder Schleppjagd auf

Schloss Hainstadt bei Buchen im Odenwald.

Die Einen träumen von viel Geld, schnellen

Autos und schönen Frauen, Andere von weit

entfernten Urlaubszielen und unbeschwertem

Leben. Nichts für echte Jagdreiter- die träumen

von der ersten, selbstorganisierten Meutejagd.

Jagdreiter und Hufschmied, Peter Hofmann,

aus Mudau im Odenwald hatte diesen Traum

schon einige Jahre. Aber so richtig wollte es

nie klappen. Hier fehlte die Unterstützung

des Vereins, dort wurde eine Genehmigung

verweigert und anderswo wollte man keine

Reiter im Wald haben. Aber dann fand sich

unter der Kundschaft Hofmanns eine Dame,

die diese Idee unterstützte und ihren Ehemann

überzeugte. Dieser begrüßte die Jagdreiter

herzlich in seinem Schlosspark und stellte seine

Wälder zur Verfügung.

Neugierig und gespannt kamen 30 Jagdreiter

von Stuttgart bis Alzey und von der Ostalb bis

Mannheim nach Hainstadt um diese Premiere

mitzuerleben.

Die Pferdeanhänger wurden im Dorf geparkt,

zu Fuß ging es in den malerischen Schlosspark,

vorbei am Teich mit Wasserfontäne, über frisch

geharkte Kieswege, unter alten Laubbäumen

hindurch bis vor das gerade neu renovierte

Schloss, ein unter Denkmalschutz stehender

Fachwerkbau. Es bot sich ein Bild wie in

englischen Gesellschaftsromanen.

Vor dem Schloss hatten sich bei strahlendem

Sonnenschein schon die persönlichen Gäste des

Hausherrn, Dr. Bernd Scheifele, aus Politik,

Wirtschaft und Adel zum Sektempfang

versammelt, die Jagdhornbläser Waidmannsheil

Buchen und das Odenwälder Parforcehorn–

Ensemble spielten auf und die Jagdreiter

mischten sich ungezwungen unter die Gäste.

Oben auf der Freitreppe hatte als Ehrengast Ihre

Hoheit, Eilika Fürstin zu Leiningen, die selbst

bis vor kurzem passionierte Reiterin war, Platz

genommen. Als Ehrengast des Organisators

war Namensvetter Peter Hofmann, Mitglied

des Vorstandes der FN und Vorsitzender des

Ausschusses Springen, extra aus Mannheim

angereist, um die Schleppjagd mitzuerleben.

Nach den Begrüßungen durch Jagdherr

Dr. Scheifele und dem Schirmherr, Agrarausschuss

vorsitzender Alois Gerig MdB, gab

Peter Hofmann letzte Anweisungen bevor die

Pferde und die Meute zum Stelldichein geholt

wurden.

Ein langer Zug Reiter, begleitet von mehreren

Kutschen und einem Autokorso, bewegte

sich durch den Ort hinaus über abgeerntete

Felder zur ersten Schleppe. Die Hunde wurden

abgelegt und die Schleppenleger preschten

davon. Endlich ging es los. Im schnellen

Tempo folgten die Hunde dem Trittsiegel, trotz

staubtrockenem Bodens blieben die Tricolour

auf dem Scent. Sie durchschauten aber die

ambitionierte Streckenführung über mehrere

Hindernisse und mit einer Spitzkehre um eine

Hecke und nahmen einfach die Abkürzung

über einen offenen Graben durch die Hecke,

was einige, der Equipage folgenden Reiter, in

Wohnungsnot brachte. Am Ende der Schleppe

verlief alles wieder in geordneten Bahnen.

Eine wunderschöne Waldschleppe folgte.

Der vielstimmige Hall des kehligen Spurlauts

der französischen Hirschhunde wies den

Jagdreitern die Richtung im schnellen Galopp

auf weichen, gewundenen Graswegen durch

den schattigen Forst.

Nach einem steilen Abstieg ins Morretal

stillten Reiter und Hunde bei fast sengender

Sonne ihren Durst. Zwei weitere Schleppen mit

Wasserdurchritt und anspruchsvollen Hindernissen

folgten. Die Hunde jagten vorweg und

die Pferde donnerten hinterher und schienen

über die Hindernisse zu fliegen bis zum

wohlverdienten Stopp, bei der sich Hunde,

Pferde und Reiter kurz erholen konnten.

Hier mischten sich die Gäste des Jagdherrn

unter die Reiter und wollten alles über die, für

sie ungewöhnliche Schleppjagd, erfahren. Wie

ein Funke war die Faszination Schleppjagd auf

die Zuschauer übergesprungen.

Der letzten Talschleppe folgte der etwas

beschwerliche Wiederaufstieg und dann wurde

die erste Schleppe rückwärts geritten. Der

Master legte die Meute zum Sichtschutz im

Sonnenblumenfeld ab und die Schleppenleger

tricksten diesmal die Hunde aus und diese

blieben brav auf der Schleppe. Mit lauten

Halali Rufen wurde das Ende der Jagd gefeiert.

Strahlende Gesichter überall, Freude über eine

unfallfreie Jagd, zwei Stürze waren glimpflich

verlaufen. Im Schritt ging es zurück an den

Schlosspark. Jagdreiterhaudegen Helmut Jäger

dankte dem Jagdherrn Dr. Bernd Scheifele für

die großzügige Unterstützung der Jagd und

das wunderschöne Ambiente. Peter Hofmann,

seiner Familie und seinem unermüdlichen

Team dankte er für die perfekte Organisation

und einen unvergesslichen Jagdtag. Mit einem

dreifachen Horrido ging der Dank an die Hunde

und die Pferde. Zum Curée wurde abgesessen

und die Meute bekam den Pansen, der ihr aber

auf dem Sandplatz nicht so recht mundete.

Beim Überreichen der Brüche bedankte sich

Jagdherr Dr. Scheifele persönlich bei den

Jagdreitern für die Teilnahme an der ersten

Odenwälder Schleppjagd was impliziert, dass

wir uns auf weitere Schleppjagden auf Schloss

Hainstadt freuen dürfen.

An der Schlossscheune, unter alten Bäumen,

an schön dekorierten Tischen fand das

anschließende Jagdessen statt. Dort wurde die

Jagdgesellschaft von Freunden und Bekannten

der Familie Hofmann umsorgt. Heimische

Gerichte aus regionalen Erzeugnissen wurden

von dem Landgasthof Heidersbacher Mühle

zubereitet.

Bis zum einsetzenden Regen genossen Reiter

und Zuschauer die Gastfreundschaft und

machten sich dann mit vielen Eindrücken von

diesem gelungenen Jagdtag auf den Heimweg.

Unser Jagdreiterfreund Peter Hofmann hat sich

seinen Traum verwirklicht und wir hoffen er

träumt weiter, denn wir wollen wiederkommen!

Bericht: Clemens v. Welck

Foto: Klaus Schreiber

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Jagdberichte 2015

Herbstjagd St. Johann

19.09.2015

Vor der idyllischen Kulisse des Gestütshofes

St. Johanns trafen sich 34 Jagdreiter zur erst

letztes Jahr wiederbelebten Jagd in der wunderschönen

Landschaft der schwäbischen Alb.

Stilvoll begleitet von den Jagdbläsern der Rallye

Württemberg wurde das Stelldichein vor der

neuen Reithalle abgehalten. Bestens verpflegt

von Jagdherr Klaus Herrmann und seiner

Familie, mit einer tollen Auswahl an Leckereien

und Hochprozentigem, nachdem mit dem

ersten Glas Sekt angestoßen wurde.

Für viele Teilnehmer war es die erste Jagd der

Saison, alte Freunde wurden begrüßt und neue

Bekanntschaften gemacht. Um 13.30 Uhr fand

das Stelldichein zu Pferde im Gestütshof statt.

Vor historischer Kulisse begrüßte Jagdherr

Reiner Oberdorfer-Bögel die Jagdreiter und

Zuschauer.

Nach einem dreifachen „Horridoh“ brachte

Master Gerd Klapschus die Meute und los gings!

Raus aus dem Gestütshof, über die Straße und

rein in ein Gelände um den Schafhof, das nur

das Prädikat „hervorragend“ verdient hat. Wo

andere Jagden sich mühsam ihren Weg zwischen

Dörfern, Straßen, und sonstigen Hindernissen

suchen müssen, gibt es hier nur Grün! Wälder,

Wiesen und die riesigen Koppeln des Gestütssoweit

das Auge reicht! HSM Herbert und

Rainer Strobel hatten wieder eine wunderschöne

Strecke ausgearbeitet. Das Geläuf ein Traum,

so dass man die lang angelegten Schleppen in

der leicht hügeligen Landschaft schlicht und

einfach genießen konnte, ohne die Pferdebeine

und Kondition zu sehr zu belasten. Immer

wieder eine Lücke im Koppelzaun offen und

hinein in die nächste Koppel. Jeder einzelne

Durchritt deutlich markiert mit rot-weißem

Trassierband oder frischen Ästen. Ein paar

jagdgerechte Hindernisse vor den Zuschauern

sorgten zusätzlich für noch mehr Freude. So

macht Jagdreiten Spass!

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Nach jeder Schleppe war Wasser für die Hunde

bereitgestellt, eine kurze Verschnaufpause

für alle und schon ging es zügig weiter. Eine

Schleppe war um einen „Feldherrenhügel“

herum angelegt, was den Zuschauern einen

wunderbaren und seltenen Blick über die

gesamte Schleppe ermöglichte. Das Wetter

spielte auch mit. Es war etwas bewölkt mit

angenehmen Temperaturen für Ross und Reiter,

in der Pause am Fohlenhof ließ sich sogar die

Sonne mal blicken. Nach der Pause gab es einen

Reiterwechsel an der Spitze und die letzten

zwei Schleppen waren schnell vorbei. Unter

dem Motto „Man soll immer dann aufhören,

wenn es am schönsten ist“, beendeten alle Reiter

die Jagd mit „Halali Halali“. Die fitten Hunde

waren da anderer Meinung und drehten noch

ein extra Runde nach dem „Currée“.

Der drohende Regen kam erst nachdem

alle Pferde versorgt waren und die Reiter

abschließend gemütlich im Gestütsgasthof

zusammensaßen.

Landschaftlich war diese Jagd eine der

schönsten in der ganzen Saison! Gerne bin ich

2016 wieder dabei!

Bericht: Sonja Haner

Foto: Thore Brockhoff

Ellwangen

26.09.2015 - Zeitungsbericht Schwäbische Zeitung

Ellwangen Sanfte Hügelketten der Alb,

schnaubende Pferde, übermütig bellende

Hunde, Wind, der durch offene Planwagen

pfeift, schmucke rote Röcke der Reiter, blaue

Uniformen der reiterlichen Jagdhornbläser vor

Waldesgrün, eine aufgeschreckte Schafherde

und ein Graureiher, der elegant über der Szene

schwebt - aus diesem Stoff ist die Ellwanger

Schleppjagd 2015 gemacht. Für Reiter, Rösser,

Meute und Zuschauer ist es ein „Traumtag“

gewesen, wie ihn sich Oberbürgermeister

Karl Hilsenbek gewünscht hatte. Der Reitund

Fahrverein Rindelbach hat auch die 13.

Schleppjagd ausgerichtet.

Mag die Kulisse für das Stelldichein zu Pferde vor

dem Schafstall nicht so romantisch sein wie der

Schlossinnenhof, so ist es doch ein malerisches

Bild, als sich die stattliche Reiterschar vor dem

Aufgalopp versammelt und der „Bügeltrunk“,

ein trockener Sherry, gereicht wird. In seiner

Begrüßung sagt der OB, dass unter seiner

Schirmherrschaft bei der Schleppjagd immer

schönes Wetter gewesen sei.

15 Kilometer lange Strecke mit 15 Hindernissen

Auch in diesem September ist der Boden trocken

und trittsicher. Es ist nicht zu heiß, nicht zu kalt,

auch wenn den Zuschauern, die das Spektakel

begleiten, der Wind in den von Traktoren

gezogenen Planwagen um die Ohren pfeift. Ein

dreifaches Horrido, und dann geht´s hinter der

Meute des Badischen Schleppjagdvereins mit

Master Gerd Klapschus und seiner Equipage im

gestreckten Galopp querfeldein. Jagdherren

sind Magnus Lang und Edwin Schuster. Die

Hardtmeute jagt auf das „Trittsiegel“: die

Hufspur des schleppenlegenden Pferdes genügt

den feinen Hundenasen. Geritten wird das

Geläuf, also die rund 15 Kilometer lange Strecke

mit 15 sorgfältig präparierten Hindernissen in

drei Feldern.

Mit Rössern und Meute über Stock und Stein

Unterhalb des Schlosses schließt sich eine

aufgeschreckte Schafherde Meute und Rössern

an, rennt los und entschwindet den Blicken. Unter

den Hufen wirbelt Staub auf und hüllt die Reiter

fast ein, bevor sie bei Holbach vom dunklen Tann

verschluckt werden. Bei Kalkhöfe wird zum

Klang der Jagdhörner zünftig gevespert. Weiter

geht´s über Stock und Stein zum nächsten Halt

oberhalb von Rindelbach, wo Meute und Reiter

schon von weitem zu erkennen sind.

Die Zuschauer werden durchgerüttelt

Am Kressbach vorbei zur letzten Schleppe:

Unterhalb des Bergaltars von Schönenberg

versammelt sich die Jagdgesellschaft zum

Halali und dem Curée – der Belohnung

für die Hirschhunde – die sich um die

frischen Rinderpansen reißen. Fröstelnd und

durchgerüttelt klettern die Zuschauer aus den

Planwagen.

Horrido: Eine erlebnisreiche 13. Schleppjagd!

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Jagdberichte 2015

Schleppjagd Nussdorf

03.10.2015

Am Tag der Deutschen Einheit trafen sich über

70 Reiter auf der Reitanlage der Familie Rapp

bei bestem Wetter zur beliebten Schleppjagd

der Jagdherren Raimund Wöhr und Dr. Arnold

Schwarz. Nach Sektempfang mit Wurst und

Brezeln, der obligatorischen Begrüßung mit

musikalischer Begleitung der Jagdhornbläser

ging es in langem Zug zur ersten Schleppe. Die

Reiter wurden von einer Schlepperkolonne mit

Ackerwagen begleitet auf denen die Zuschauern

Platz fanden.

Die Jagdherren hatten wieder für eine wunderschöne

Jagdstrecke gesorgt und an den

Schleppenenden fand sich immer Wasser für

die Hunde und die Reiter erhielten Getränke.

Leider stand die Jagd an diesem Tag unter

keinem guten Stern. Bei der vorletzten Schleppe

vor der Rast, verunglückte ein Pferd und musste

sofort getötet werden. Es war ausgerutscht und

hatte sich durch einen Ast so verletzt, dass

kein anderer Ausweg blieb. Die Reiterin blieb

unverletzt. Im Schritt ging es mit dem Feld zur

Rast. Die Stimmung war sehr bedrückt und

so entschlossen sich die Jagdherren und der

Master die Jagd abzubrechen und direkt zum

Ausgangspunkt zurückzureiten. Die Hunde

wurden ins Meuteauto verladen. Wir danken

den Jagdteilnehmern, für das Verständnis,

dass die Jagd abgebrochen wurde und den

Jagdherren, dass sie auch im nächsten Jahr

wieder eine Schleppjagd durchführen wollen.

Schleppjagd Haupt- und Landesgestüt Marbach

10.10.2015

Bei herbstlichem Wetter trafen sich die

Jagdreiter am 10.10.2015 um 12 Uhr zum Stelldich

ein am Stutenbrunnen im Haupt- und

Landesgestüt Marbach. Man freute sich über all

die bekannten Gesichter, trug sich ins Jagdbuch

ein und genoss ein Glässchen Sekt. Nach der

Begrüßung durch die Gestütsleiterin Frau

Dr. v. Velsen-Zerweck, sowie durch Herrn Dr.

Förschler wurden die Pferde, welche bereits

erwartungsvoll in ihren Pferdeanhängern

warteten, für die bevorstehende Jagd gesattelt

und gezäumt. Die Jagdreitgesellschaft fand sich,

unter den Augen zahlreicher Zuschauer, auf

dem Abreiteplatz bei der Wagnerei ein. Nach

einer weiteren kurzen Ansprache, deren Inhalt

sich insbesondere auf die Jagdstrecke bezog,

stieß die Hundemeute zu den Reitern dazu. Nun

konnte die Gesellschaft zu den Tönen der

Jagdhornbläser aus Heimsheim aufbrechen.

Sowohl die Hunde, als auch die Pferde

waren dank des kühlen Oktoberwetters sehr

lauffreudig. Die erste Schleppe führte uns

entlang der Lauter auf grünen Wiesen. Auf

den gestütseigenen Wiesen und Koppeln,

wurden die folgenden Schleppen geritten. Das

Geläuf war griffig und somit optimal für flotte

Galoppabschnitte geeignet. Auch die Sprünge

waren wie bereits im Frühjahr sowohl für

große, als auch für etwas kleinere Pferde gut zu

meistern. Die Klänge der Jagdhörner waren weit

zu hören und untermalten den temporeichen

Ritt an zahlreichen Stellen. Zuschauer die sich

das Spektakel nicht entgehen lassen wollten,

begleiteten Reiter & Meute streckenweise mit

dem Auto und säumten hier und da die Wege.

Nach der dritten Schleppe pausierten Ross und

Reiter sowie die Hundemeute, um etwas zu

verschnaufen und sich für die bevorstehenden

Anstrengungen zu rüsten. Für die Hunde gab es

frisches Wasser, einige Pferde grasten entspannt.

Den Reitern wurden Getränke und ein deftiges

Vesper gereicht. An dieser Stelle ein herzliches

Dankeschön für die gute Verpflegung! Nach der

Stärkung ging es flott weiter.

Nach der letzten Schleppe, die uns durch den

Eichelesgarten mit einigen wunderschönen

Sprüngen führte, war die Marbacher Schleppjagd

zu Ende.

Die Reiter reichten sich unter dem Zuruf „Halali

Halali“ die Hände und beendeten so traditionell

die Jagd. Am losen Zügel ging es in einem

zügigen Schritt zurück zum Gestüt. Beobachtet

von den interessierten Zuschauern, sowie den

glücklichen Jagdreitern wurde den Hunden die

„Currée“ gereicht. Die Reiter erhielten einen

herbstlichen, wunderschön gebundenen Bruch

und, wer wollte, ein „Schnäpsle“.

Nachdem die schwitzenden, dampfenden Pferde

versorgt waren, traf man sich zum gemütlichen

Beisammensein im Gestütsgasthof.

Vielen Dank für eine schöne, unfallfreie Jagd!

Lena Eckert (Jagdreiterneuling)

Foto: Sascha Feuster

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Jagdberichte 2015

Schleppjagd Beckingen

17.10.2015

„Auf die Reiter, auf die Hunde, auf die Bläser ein

dreifaches Horrido“

Reiter, Rösser, Hunde und Jagdhornbläser in

der herbstlichen Kulisse bunt gefärbter Bäume

– es war ein beeindruckendes Bild, das sich

den Zuschauern am Samstag (17. Oktober) bot.

Sogar bis ins weit entfernte Hamburg war die

Einladung zur Landesverbandsschleppjagd

des RV Beckingen gedrungen. Auch in diesem

Jahr waren die Teilnehmer von überall zur

Reitanlage „Auf den Kiefern“ gekommen, um

dort gemeinsam die Tradition des Jagdreitens

hochzuhalten. Auch der Gastgeberverein hatte

gleich mehr als einen Rotrock am Start – selbst

Nina Schumacher, gerade einmal Teenager, war

mit von der Partie.

Nach dem obligatorischen Stelldichein mit

Eintragung ins Jagdbuch und Imbiss fand in der

geschmückten Reithalle eine Hubertusmesse

statt. Gesäumt von zahlreichen Zuschauern

versammelten sich die Reiter anschließend auf

dem großen Platz. Als Master des ersten Feldes

begrüßte Albrecht Koch hoch zu Ross die

Anwesenden: „Es ist immer eine Ehre, aber auch

eine Verantwortung, für den Pferdesportverband

Saar die Landesverbandsschleppjagd zu veranstalten.

Wir sind sehr froh, dass wir dabei engagierte

Helfer haben und auch vom Verband so gut

unterstützt werden.“ In zwei Feldern ging

es dann auf die mit 17 festen Hindernissen

bestückte Strecke. „Wir haben, unterbrochen

von einer Rast, insgesamt sechs Schleppen

geritten. Die letzte war extra eine Schauschleppe

für die Zuschauer. Sie endete direkt unterhalb

der Reitanlage mit dem letzten Sprung und dem

Halali“, so Koch.

Gemäß der Tradition gab es zum Abschluss der

Jagd noch ein großes Feuer auf dem Platz. Dort

erhielten auch die Jagdhunde der Hardt Meute

unter der Führung von Gerd Klapschus ihr

verdientes Curee. Wie schon beim Abritt

erwarteten die Parforcehornbläser St. Georg

Saarbrücke die Teilnehmer auch bei der

Rückkehr. Auf die Verteilung der Jagdknöpfe des

Verbandes folgte das sogenannte Schüsseltreiben,

das gemeinsame Essen in der Halle. Hier gaben

die Jagdreiter bei deftigen Speisen und feinen

Schnäpsen ihr „Jägerlatein“ zum Besten.

Die Präsidentin des PSV Saar, Heike Körner,

lobte: „Der Verband konnte auch dieses Mal mit

der Ausrichtung der Jagd sehr zufrieden sein. Wir

sind froh, dass der RV Beckingen erneut diese

wichtige Verbandsveranstaltung ausgerichtet

hat. Ich bin immer wieder begeistert, was für ein

tolles Ambiente dieser Verein bietet. Das ist

Wohlfühlen pur, hier wird die Gastfreundschaft

wirklich noch gelebt.“ hch

Schleppjagd Eggenstein

25.10.2015

Es war ein toller Jagdtag

Damit ist eigentlich alles gesagt, für die die Ihn

nicht miterlebt haben etwas ausführlicher. Bei

schönem herbstlichem Wetter Eintreffen beim

Stelldichein, überall ein freundliches Hallo. Da

bekamen wir schon die ersten Kostproben, daß

der Tag auch musikalisch stimmungsvoll werden

würde.

Als wir uns dann zu Pferd versammelten, wurden

wir von Jagdherr Werner Hauck begrüßt und vom

ersten Vorsitzenden des Reitvereins Eggenstein

Uwe Schweike bekamen wir einen kurzen Umriss

von der wechselhaften Geschichte Eggensteins,

das dieses Jahr sein 1250 jähriges Jubiläum feiert.

Im Schritt in entspannter Stimmung auf dem Weg

zur ersten Schleppe war noch die Möglichkeit ein

paar Geschichten mit den anderen Jagdreitern

auszutauschen.

Dann ging es los. Die Hunde folgten spurtreu in

schnellem Tempo der ersten Schleppe.

Für die Jahreszeit ungewohnt waren die Böden

der Maisäcker fast staubig.

Die Schleppen waren so angelegt, daß wir Reiter

im Feld die Möglichkeit hatten die Hunde bei

ihrer Arbeit zu sehen.

Mein neues Jagdpferd, für den es die zweite Jagd

war, machte sich toll und war so schien es mir

mit dem Ablauf schon vertraut. Schauen was die

Hunde machen, schauen was die anderen Pferde

machen, im Galopp durchs Gelände fliegen, wie

wie auf einer Rennbahn, und eigentlich fast immer

Schritt gehen, zwischen den Schleppen.

Zwischendurch Rast, wo wir mit badischer Gastfreundschaft

umsorgt wurden und die Bläser und

die Bläser unterhielten uns mit herrlichem Sound.

Weiter ging es entlang den Rheinauen in

schnellem Tempo über schöne Hindernisse.

Und so schnell wie wir über den Boden flogen

erklang auch schon bald die ersten Halali Rufe. In

entspanntem Schritt ging es zurück zur Reithalle,

vor der die Hunde ihr verdientes Curée bekamen.

Nach Versorgen der Pferde saß man in netter,

herzlicher Runde in der Reithalle zusammen, hier

bekamen wir von den Bläsern demonstriert, daß

auch eine Reithalle eine gute Akustik haben kann.

Jagdherr Werner Hauck hatte drei Bläsergruppen

aufgeboten, die sich kombinierten und abwechselten.

Und so erfuhr der tolle Jagdtag einen schönen

Ausklang.

Bericht : Philipp Schneider, Schorndorf

Bericht v. Pferdesportverband Saar e.V.

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2015

Hubertusschleppjagd in Friedrichsruhe

01.11.2015

Reiter sollten Gage nehmen. Schleppjagd als

Event „kommt an“. In Friedrichsruhe waren

Reiter und Hunde in starker Unterzahl gegenüber

den Zuschauern. Es wird von etwa 3000

gesprochen.

Verdenken kann man’s ihnen nicht. Alle gemeinsam

erlebten einen goldenen Herbsttag zu Ehren

aller Heiligen. Zur 32. Hubertusschleppjagd in

Friedrichsruhe der Reiterlichen Jagdhornbläser

Künzelsau- Hofratsmühle zeigte sich Wetter und

Landschaft rund um das Wald- und Schlosshotel

Friedrichsruhe in goldener Herbststimmung. 61

Reiter aus ganz Süddeutschland trafen sich zum

Stelldichein vor dem historischen Jagdschloss,

wo sie von Jagdherr Hubert Sanwald und Bürgermeister

Groß begrüßt wurden.

Die 91/2 Koppeln Grand Anglo Tricolore der

Hardt Meute wurden herbeigeholt und zu den

Klängen der Jagdhornbläser Hofratsmühle und

Bad Mergentheim ging es los zur ersten Schleppe,

die dieses Mal direkt hinter dem Ort durch die

Obstplantagen startete. Zwei weitere Schleppen

folgten bevor es endlich in das legendäre Salltal

150 Höhenmeter hinab ging.

Die junge Orga nisationstruppe

hatte sich viel

Mühe gegeben, schöne

jagdgerechte Hindernisse

aufzubauen, die Strecke

gut zu präparieren, überall

rechtzeitig abzusperren

und nebenher noch

den einen oder anderen

Bügeltrunk auszugeben.

Es ist ihr gut gelungen –

Chapeau!!

Die Sall führte dieses

Jahr wenig Wasser, aber

das Herbstlaubleuchten

entschädigte die Reiter,

Bericht: Text: ck/ps Schleppjagd24

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die unzähligen Zuschauer und besonders die

Fotografen allemal. Die Hunde hatten guten

Scent und rasten mit hellem Spurlaut den

Schleppenlegern hinterher, manchmal die eine

oder andere Abkürzung nehmend.

Das Feld folgte der Equipage in schnellem

Galopp, nur an den häufigen Wasserquerungen

wurden die Feldführer etwas zaghaft. Da folgte

schon der Stopp an der Sallhütte. Die Helfer

hatten alle Hände voll zu tun, die vielen Reiter

und hunderte Zuschauer zu versorgen.

Hunde und Pferde konnten verschnaufen.

Nach den Signalen wurde aufgesessen und auf

ging es zum letzten Drittel der Jagd mit zwei

wunderschönen Schleppen entlang und durch

die Sall. Dann weiter den Berg hinauf zur kurzen

Halalischleppe bis zum großen Feuer. Reiter und

die warme Herbstsonne strahlten um die Wette.

Unfallfrei wurde die Jagd beendet. Die Hunde

freuten sich über reichlich Pansen, die Reiter über

Bruch und Jagdknopf. Im Anschluss traf man

sich zum Ausklang in der urigen Waldschenke

des Schlosshotels. Hubertus hätte auch Spaß

gehabt.

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

Schleppjagd in Friedrichsfeld

08.11.2015

An unusually warm November Sunday

morning marked my return to the hunting

season in Mannheim, Friedrichsfeld. After a

two year hiatus it was an exorcist that I needed

for my horse and not ‘Gottesdienst’ and being

the good Irish Catholic that I am, we managed

to arrive suitably late for what I am sure was a

lovely service! As usual, Rainer and his team

had everything perfectly organised and Michael

in my opinion, outdid himself this year with his

selection of Canapés for all to eat!

What I noticed first off (perhaps as I wasn’t

drinking as much as I normally do, and being a

while out of the hunt scene) was the amount of

younger riders present! By young, I mean they

looked between 15 and 18 years old! Having

met the lovely Caroline during the hunt I was

told that they came from Mainz with 5 horses

in a trailer to partake in Mannheim. My only

quibble (and am definitely showing my age

here), were that two of them had videos on

their helmets. Somehow, it just did not sit right

with me. Saying that, I got told off for smoking

whilst sitting on my horse so what justifies

hunt etiquette anymore? In all honesty, having

been up most of the night with my son I was

too damn lazy and exhausted to climb down

from my 178cm horse, get my boots dirty and

find someone to haul my 70kg bum back in the

saddle! So apologies to those offended and next

time I will offer my hip flask….. If I actually had

one!!

Some 50 horses and riders assembled and the

dogs came out running in full glory. Peter and

Rainer led the 1st Field with Ralf making up the

tail end. Petra, who led the 2nd field was in

splendid form and perfectly vocal throughout

the whole hunt!!

I, myself underestimated my horse’s fitness and

growing confidence as a seven yr old. I assumed

since we had done the hunt a few times before

we were in for a comfortable ride. I couldn’t

have been more wrong and as an experienced

hunter I was more than disappointed at our lack

of control. I showed the youngsters how not to

ride on a hunt! At one point, thinking it was a

good idea to move up front only to move to the

back again cost me a bottle of red! Anyways,

after wrapping the reins around my hands I

finally had control again and was able to enjoy

the hunt and the jumps, riding in front of Ralf

and hearing his words of encouragement, as at

one point I was ready to quit!

Motherhood has certainly changed me! There’s

a reason sleep deprivation is used as a method of

torture!

From what I could tell, the equipage had the

hounds well under control; difficult I suspect

due to so many people with their dogs in the

forest enjoying the good weather. The hounds

were in top form as usual, quick as whippets

and handled the 20 degree temperature well.

It surely did not slow them down! The ground

as always was excellent as well as the jumps,

some of which were definitely not for an

inexperienced rider.

After the break the second field led by Petra

followed the equipage and the pace kept up. A

few more jumps, another long gallop stretch and

we finished sweaty and grinning after another

great ride in Friedrichsfeld. The Hounds

demolished their well deserved reward, riders

washed their horses down and we all enjoyed

more good food and drinks from the kitchen.

All in all, a successful day! A Big thanks to

Rainer and his team for the entire organisation

and bring on next year!

Bericht: Pascale Schönhardt

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2015

Schleppjagd in Singen-Bohlingen

15.11.2015

Der Einladung von Familie Riedlinger folgend

machten wir uns am 15.11.2015 auf den Weg zur

Abschlussjagd in Singen-Bohlingen. Nach der

Premiere im letzten Jahr, sollte auch dieses Jahr

die Hardt Meute das Feld führen. Der Tag war

gekrönt von herrlich sonnigen Wetter, der das

unvergleichliche Panorama auf den Hegau, seine

Burg und den Bodensee preisgab.

Der Eintrag ins Jagdbuch zeigte, nicht nur

wir waren der Einladung gefolgt, bei bestem

Jagdwetter hatten sich schon mehr als 50 Reiter

eingetragen. Nach einer kleinen Stärkung

sattelten wir voller Vorfreude auf die anstehende

Jagd die Pferde. Die Bläser des RV Rielasingen

und des RV Spiesshof begleiteten die Jagd und

begeisterten genauso wie die bunt gemischte

Jagdgesellschaft mit Fjordpferd, goldenem Achal

Tekkiner und einer jungen Schwarzwälder

Fuchsstute Reiter und Zuschauer.

Auch dieses Jahr wurde beim Stelldichein

neben der Einteilung der Jagdfelder auf das erste

Hindernis hingewiesen und angewiesen sich

den „Schwimmern“ oder „Nichtschwimmer“

anzuschliessen. Die erfahrenen Feldführer

Armin Bauer und Christian Häfeli führten das

„Schwimmerfeld“ an. Die Aach führte dieses

Jahr deutlich weniger Wasser, dennoch war die

Durchquerung nicht für jedes Reiterpaar einfach,

aber es landete niemand in voller Montur im

Wasser.

Im Anschluss folgte sodann die erste Schleppe.

Die Hunde liefen mit frischem Tempo voraus.

Nach einem kurzen Stopp galoppierten die Pferde

wieder freudig der Meute nach und machten die

Überwindung der herrlichen Baumstämme

leicht. Die Hunde und die Equipage führten die

Reiter über wunderbar lange Schleppen, dabei

hatten die Reiter Gelegenheit die Arbeit der

Hunde zu bewundern.

Während der Pause am Rastplatz Hagenbuchen

konnten sich die Reiter mit Getränken und einem

Brötchen für den zweiten Teil der Jagd stärken.

Der Ausblick auf die zufriedenen Reiter und der

herrlich herbstlichen Umgebung machte Lust auf

mehr. Damit auch das zweite Feld die Arbeit der

Hunde besser beobachten konnte wurde ab der

Pause die Reihenfolge der Felder getauscht. Nun

galoppierte das zweite Feld voraus. Die anschließende

Schleppe führte zunächst in einem

frischen Galopp über eine Wiese und dann mit

einigen Kurven durch den Wald gefolgt von

einem Abrutsch, den alle Reiter gut überwanden.

Die weiteren Schleppen führten nochmals über

einige Wiesen und Feldwege, auf der letzten

Schleppe von zwei sehr schönen Schlusssprüngen

gekrönt. Die Hunde liefen bis zum Schluss

spursicher und frisch voraus, wohlgeleitet von

ihrem Master und der Equipage. Nach dem

Halali erhielten die Hunde ihr wohlverdientes

Curée und wir Reiter die traditionellen Brüche

und Knöpfe der Hardt Meute. Auf dem Rückweg

spendierten Anwohner noch selbstgemachte

Brände bevor sich die Jagdgesellschaft bei

Familie Riedlinger zum gemeinsamen Jagdessen

traf. Der „Hock“ wird jedes Jahr durch das

traditionelle Jagdgericht bereichert –welches

dieses Jahr bereits zum 30sten Male stattfand.

Dabei zeigten sie Richter, Anwalt und Anklage

von ihrer besten Seite und sorgten so bei der

Gesellschaft für eine ausgelassene Stimmung!

Eine Jagd an der ich auch nächstes Jahr wieder

sehr gerne teilnehmen werde!

Foto: Thore Brockhoff

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Jagdberichte 2016

Jahrestagung der Deutschen Schleppjagdvereinigung

15. - 17.04.2016

Am Wochenende 15. bis 17. April 2016 richtete

der Badische Schleppjagdverein Hardt Meute die

Jahrestagung der Deutschen Schleppjagdvereinigung

im Haupt- und Landgestüt Marbach

aus.

Fast 100 Teilnehmer waren, gespannt auf das

vielfältige Programm im Gestüt, aus ganz

Deutschland angereist. Am Freitagabend traf

man sich im Grünen Baum in St. Johann-

Lonsingen in ungezwungener Runde zum

Kennen lernen, was von einigen Gästen ausgiebig

genutzt wurde.

Fast alle hatten im benachbarten Tagungshotel

Albhotel Bauder Platz gefunden.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück zur

Begrüßung auf den Gestütshof Offenhausen.

Hier bewahrheitete sich die schlechte Wettervorhersage

und die Begrüßung mußte auf

der Stallgasse des alten Hengststalls verlegt

werden. Unsere erste Vorsitzende des

Badischen Schleppjagdverein Bettina von

Welck, Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von

Velsen-Zerweck und erster Vorsitzender der

Deutschen Schleppjagd vereinigung Egbert von

Schultzendorff begrüßten die Gäste der Meutehalter

tagung herzlich. Schultzendorff dankte

der Hausherrin Frau von Velsen mit einem

Blumenpräsent. In den Boxen nebenan beäugten

Laurel und Boxennachbarn neugierig das

Geschehen.

Nach einem Begrüßungstrunk, der von fleißigen

Mitgliedern der Hardt Meute ausgegeben wurde,

ging es zur Hengstvorstellung in die Reithalle des

Gestütshofs. Es wurden die Besamungshengste

der Station an der Hand und unter dem Sattel von

der Gestütsleiterin am Mikrofon präsentiert. Die

dressurmäßig gerittenen Hengste kommentierte

meisterhaft der Dressurausbilder Georg Prause

und dabei beeindruckten besonders die Schwarzwälder

Hengste. Bei Sonnenschein wurde das

Programm In Marbach mit einem Gruppenbild

der Teilnehmer am historischen Stutenbrunnen

und einer Führung durch Gestütshof und

Stufenställe fortgesetzt.

Landoberstallmeisterin von Velsen faszinierte

mit detailliertem geschichtlichen Daten und

hippologischen Fakten ihre Gäste. Die Zuhörer

waren beeindruckt von den vielfältigen

Aufgaben, den unterschiedlichen Pferden und

dem hervorragenden baulichen Zustand des

Haupt- und Landgestütes.

Zum Mittagsimbiß mit selbstgemachter Suppe

und Schmalzbroten traf man sich in den

Tagungsräumen des Gestüts. Im Anschluß

stand die Schauschleppe der Hardt Meute

im Eichelegarten auf dem Programm und

die Teilnehmer wanderten zu Fuß bei noch

strahlendem Sonnenschein dort hin.

Empfangen wurde das kritische Fachpublikum

durch die Trompe Bläser der Rallye Württemberg,

die die Schauschleppe musikalisch begleiteten.

In der Zwischenzeit hatte Master Gerd Klapschus

und seine Equipage die 71/2 Koppeln der Grand

Anglo Francais oberhalb des Wolfgangsees in

Aufstellung gebracht. Andrea Wiehn legte die

Schleppe in weitem Bogen über die sogenannte

Rennbahn zurück in die Senke vor den Eichen.

Die Zuschauer konnten von der Straße aus die

Schleppe fast vollständig überschauen. Die

Hunde machten ihre Arbeit gut und liefen

fast alle spurtreu den großen Bogen um den

Richterturm herum.

Die zweite Schleppe führte aus der Senke durch

den Eichelesgarten über die Straße zum Jeep

Teich. Auch hier lief die Meute exakt die Spur

aus und nur Zwei kürzten ab. Die Abschlußlinie

führte vom Teich auf dem Schotterweg, zum

Erstaunen der Beobachter direkt durch sie durch,

zum großen Trakehner. Die Hunde fanden

den Scent ohne Probleme und bekamen am

Trakehner ihr verdientes Cureé.

Beim Verladen der Meute schlug das Wetter um

und bei heftigem Regenschauern ging es auf den

Rückweg zum Kaffeetrinken ins Gestüt. Zum

Teil pitschnaß genoßen die Gäste die reichhaltige

Kuchenauswahl, die von den Mitgliedern der

Hardt Meute gebacken und aufgetischt wurden.

Der Zeitpunkt für das Mastergespräch und die

Führung auf dem Fohlenhof wurden vorgezogen

und bald machte sich die Teilnehmerschar zu

dem letzten der drei Gestütshöfe nach St. Johann

auf.

Die Master verschwanden zu ihrer Sitzung in den

Tagungsraum, während eine dezimierte Gruppe,

einige hatten es vorgezogen im Hotel zu bleiben,

sich entlang der schönen Allee zum Fohlenhof

aufmachte.

Hier wurden sie von Hauptstallmeister Rainer

Strobel empfangen, dessen Familie schon seit

vier Generationen auf dem Gestüt tätig ist. Er

erklärte die Fohlen- und Jungpferdeaufzucht des

Hauptgestüts und zeigte die zwei Herden in den

Stallungen.

Geduldig beantwortete Strobel alle Fragen der

Besucher. Mit einem Spaziergang zum Albtrauf

wurde das Tagesprogramm abgeschloßen. Es

ging zurück zum Gestütshof St. Johann und von

dort weiter ins Hotel.

Später fand das gemeinsames Abendessen mit

schwäbischem Buffett im Hotel statt. Die Gäste

genoßen den Abend. Auch ohne Fassbier und

Tanzmusik fand ein reger Gedankenaustausch

bis weit nach Mitternacht statt.

Am Sonntagmorgen traf man sich nach dem

Frühstück zur Mitgliederversammlung im

unterirdischen Tagungsraum des Hotels. Die

Stühle reichten für die Zuhörer kaum aus.

Nach den Regularien und der Entlastung des

Vorstandes hielt Dr. Rudolf Suchant von der

Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt

Baden-Württemberg in Freiburg einen Vortrag

über das Wolfsmanagement. Mit detaillierten

Zahlen und neuesten wissenschaftlichen Forschungs

ergebnissen berichtete er von dem

aktuellen Kenntnisstand über den Wolf und sein

Verhalten. Er konnte dabei Fehlinformationen

und einen Teil der Befürchtungen über den Wolf

ausräumen. Fazit des Vortrages war, daß der Wolf

auch in den Süden Deutschland zurückkommen

wird. Baden- Württemberg ist dafür gerüstet und

wird die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

Die Jahrestagung des Deutschen Schleppjagdverbandes

fand in großer Harmonie statt

und demonstrierte den Zusammenhalt der

Mitglieder. Die Organisatoren des Badischen

Schleppjagdverein Hardt Meute waren froh, daß

die Veranstaltung reibungslos verlaufen war und

erhielten Dank und Anerkennung für die

Ausrichtung im einzigartigen Haupt- und

Landgestüt Marbach.

PS:

Parallel zur Mitgliederversammlung lief die

Hardt Meute auf der Schleppjagd des Stuttgarter

Reitervereins in Marbach. Wohlbehalten kamen

Reiter und Pferde an den Ausgangspunkt zurück.

Ein Hund fehlte. Die Suche blieb erfolglos, Polizei

und Tierheim wurden kontaktiert. In bedrückter

Stimmung reiste der Master Gerd Klapschus

nach Hause ab und fand dort die vermißte

Hündin im Kennel bei den Althunden – sie war

gar nicht mit in Marbach gewesen

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Jagdberichte 2016

Jagdreiterlehrgang in Marbach

23./24.04.2016

Jagd des Stuttgarter Reitvereins

17.04.2016

Am Wochenende des 16.und 17.April 2016 fand

der siebte Jagd- und Geländereitlehrgang des

Stuttgarter Reit- und Fahrverein e.V. im Hauptund

Landgestüt Marbach statt.

Ebenfalls an diesem Wochenende hatte in

diesem Jahr der Badische Schleppjagdverein

Hardt Meute zur Jahrestagung der Deutschen

Schleppjagdvereinigung ins Haupt- und

Landgestüt geladen. Nachdem wir alle noch

bei Regen anreisten fand der gemeinsame jagdliche

Ausritt ohne Regen statt. Nach einer

Mittagspause im Gestütsgasthof folgten zwei

Schauschleppen der Hardt Meute.

Master Gerd M. Klapschus und seine Equipage

die 71/2 Koppeln der Grand Anglo Francais

kamen hinter den von Andrea Wiehn gelegten

Schleppen zweimal durch den Eichelesgarten –

sie waren für uns Zuschauer zum anfassen nah,

die professionellen Arbeit mit den Hunden war

ein beeindruckender Anblick.

Als der Regen aufhörte fand das jagdliche

Springtraining in zwei Gruppen im

„Eichelesgarten“ bei HSM Rolf Eberhardt statt.

Am Sonntag hieß es dann „Aufbruch zum

jagdlichen Ausritt hinter den Hunden der

Hardt Meute des Badischen Schleppjagdvereins

e.V.“ mit Master Gerd M. Klapschus. Nach dem

Stelldichein vor dem Ausbildungszentrum ging

es am Gestüt und an einer Koppel vorbei über

einen Schotterweg zur ersten bergauf Schleppe.

Da wir mit zwölf Reitern ein sehr übersichtliches

Feld waren, konnte jeder Reiter spontan

entscheiden, ob er den anstehenden Sprung trotz

des tiefen Bodens nehmen wollte oder lieber

nicht.

Zur zweiten Schleppe ritten wir am Wald entlang

und den Berg hinab im Schritt.

Gegenüber dem Eichelesgarten konnten wir das

großen U der Schleppenleger Andrea Wiehn und

Hauptsattelmeister und Chefausbilder Rolf

Eberhardt beobachten bevor wir mit einem

fröhlichen „gute Jagd“ dem Master und der

Equipage mit den großen Franzosen in den

Eichelsegarten hinterher galoppierten.

Nach einer kurzen Pause für die Hunde im

Eichelesgarten ging es im Schritt hinab zum

Wolfgangsee. Nach dem überfluteten Weg ging

die dritte Schleppe vorbei an den derzeit noch

nicht genutzten Koppeln in Richtung Grafeneck.

Wir ritten die Wiese ein Stück runter und direkt

an der Hütte vorbei über die spätere Koppel zur

vierten Schleppe. Diese führte uns oberhalb des

Wolfgangsees entlang. Von dort ging es eine tiefe

Wiese hinab wieder zum See und weiter im

Schritt über die Straße zur letzten Schleppe.

Die fünfte Schleppe führte uns durch den

Eichelesgarten hindurch in den Start- und

Zielbereich der Marbacher Vielseitigkeit wo

unsere Jagd zu Ende war.

Alle blieben sturzfrei und es ging zufrieden

im Schritt durch den Gestütshof zurück zur

Reitschule.

Nach einer kurzen Ansprache des Masters

und einem Horrido verputzen die Hunde ihr

verdientes Cureé. Die Reiter erhielten einen

Bruch und einen Knopf.

In der regenschützten Eingangshalle der

Landesreitschule haben wir mit allerlei

Getränken und Stärkungen den schönen Tag

ausklingen lassen. Wir Reiter und auch die

Zuschauer waren uns einig, dass es sich sehr

gelohnt hat, den Weg nach Marbach zu nehmen.

Herzlichen Dank an Hans Bayer und Katja

Grimm, die auch in diesem Jahr die Organisation

des Jagd- und Geländereitlehrgangs übernommen

und uns somit allen ein wunderschönes

Wochenende auf der Schwäbischen Alb

ermöglicht haben!

Einige Reiter sind bereits am Freitagabend

angereist. Am Samstag startete der Lehrgang um

8.45 Uhr im Eichelesgarten. Die Zeiteinteilung

für sieben Gruppen mit je sieben Reitern und

Pferden konnte weitgehend eingehalten werden.

Der April hat wettertechnisch seinem Namen

alle Ehren gemacht und allerhand „Wetter-

Kapriolen“ geschlagen. Den Reitern hat das wenig

ausgemacht. Herr Eberhard hat die Reiter von

der Trabstange bis zum sicheren Überspringen

von festen Hindernissen, aufbauend angeleitet

und mit gutem Auge geführt. Nachdem die

letzte Gruppe abgeschlossen hatte, trafen sich

die Teilnehmer im Gestütsgasthof zum Vortrag

von Dr. Hans Peter Karp, über die Fütterung und

Versorgung von Jagd- und Vielseitigkeitspferden.

Dr. Ulrike Naumann erläuterte die Regeln des

Jagdreitens und gab ausführliche Informationen

zum Ablauf.

Im Anschluss trafen sich die Reiter zu Pferde

zu einem flotten, zügigen abendlichen Ausritt,

leider ohne die Meute. Nachdem alle Pferde gut

versorgt waren, trafen sich die Teilnehmer zum

gemütlichen Ausklang des Tages. Dabei wurden

die aufgenommenen Bilder des Trainingstages

gezeigt.

Um 10.00 Uhr trafen sich die Reiter im Foyer der

Landesreitschule in Marbach zum Stelldichein.

Mit einem kleinen Sektfrühstück aus der

Hand haben sich alle Teilnehmer auf den Tag

eingestellt.

April, April ! so zeigte sich das Wetter. Zwischen

blauem Himmel und Schneegestöber war alles

vertreten. Um 11.00 Uhr haben sich alle Reiter

des Lehrgangs und weitere Jagdreiter auf dem

Springplatz hinter der Reithalle eingefunden.

Die Hardt Meute kam dazu. Satte grüne Wiesen

und blühende Bäume trotzten dem April-

Wetter. Die Jagd beginnt. Herr Eberhardt ritt

vorne weg. Ihm folgten die Equipage mit den

Hunden und die Reiter in zwei Feldern. In der

ersten Schleppe erfreuten sich die Reiter an zwei

großen Wiesenstücken und zwei Hindernissen.

Dabei hatten zwei Hunde die Fuchsjagd zur

Hasenjagd gemacht, und wurden aber erfolgreich

abgeschlagen und kehrten zur Meute zurück. Bei

der zweiten Schleppe im Bereich Eichelesgarten

gab es einen Sturz. Das Pferd kam ohne

Reiter zur Gruppe. Der Reiter wurde von den

Sanitätern angetroffen, versorgt und zur Gruppe

zurückgebracht. Als er wieder sattelfest war, ging

die Jagd weiter. Am Wolfgangsee gab es eine

Pause. Einige mutige Reiter sind durch den See

geritten. In der Pause konnten sich alle stärken.

Durch ein Fuhrt ging es auf die Marbacher

Weiden weiter. Dort wurden zwei weitere

Schleppen geritten. Am Ende der vorletzten

Schleppe wurde ein Hund von einem Pferd

getreten und musste aus der Meute genommen

werden. Die letzte Schleppe führte zurück zum

Eichelesgarten. Diese musste leider wegen eines

Sturzes unterbrochen werden. Nachdem der

Reiter wieder sattelfest war, wurde die Schleppe

fortgesetzt und zu Ende geritten. Gemeinsam

sind alle zum Gestütshof geritten. Dort konnten

die Hunde trinken und sich abkühlen. Durch das

Hoftor ging es zur Reitschule zum Curee. Die

Hunde und Pferde wurden versorgt. Zum

Ausklang traf man sich im Gestütsgasthof. Es

war trotz Aprilschauern mit Sonnenschein,

Schnee, Regen und Graupel im steten Wechsel,

ein tolles Wochenende.

Bericht: Claudia Bock

Bericht: Eva Schöck

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Jagdberichte 2016

Trainingsjagd in Hassloch

19.06.2016

Der Schleppjagdclub Saar-Pfalz veranstaltete

einen Jagdreiterlehrgang in Haßloch. Höhepunkt

war am Sonntag die Trainingsjagd mit der Hardt

Meute. Nach guter Vorbereitung durch den

erfahrenen Vielseitigkeitsreiter Stefan Odenbreit

konnten die Teilnehmer z.T. an ihrer ersten Jagd

teilnehmen. So vorbereitet trafen sich die

Reiter am Sonntagmorgen zur Trainingsjagd.

Für authentisches Jagdgefühl wurde durch die

Parforce-Bläser Baden und die Hunde der Hardt-

Meute unter Master Gerd Klappschus gesorgt.

Ein Gemisch aus Aufregung und Nervosität

machte sich unter den Reitern breit, als die Hunde

der Hardt-Meute einliefen. Langsam wurde es

ernst – Andreas Haberer begrüßte die Reiter,

Rudi Cappel beschreibt kurz die Jagdstrecke, elf

Kilometer mit zehn umreitbaren jagdgerechten

Hindernissen. Herr Blaul senior ließ sich die

Ehre nicht nehmen, mit seinen 77 Jahren das

Feld persönlich zu führen. Nach der ersten

Schleppe fühlten sich die Reiter deutlich sicherer.

Die Begegnung mit einer Rotte Wildschweine

verlief ohne weitere Komplikationen.

Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten die

Reiter alle wohlbehalten den Reitplatz und

versammelten sich zum Curee der Hunde. Stolz

nahmen die Teilnehmer ihre Brüche entgegen, so

mancher wurde gleich vom Pferd verspeist.

Bericht Schleppjagdclub Saar-Pfalz

Kennelfest und Mastergeburtstag

14.08.2016

Am Sonntag 14.08. trafen sich die Mitglieder des

Badischen Schleppjagdvereins und des Schleppjagdvereins

Saar-Pfalz bei bestem Wetter zum

Sommerfest am Kennel der Hardt Meute aus

Anlass des 66. Geburtstages von Master Gerd

Klapschus. Bei köstlichem Essen, es gab ein

riesiges Buffet und Gegrilltes vom Schwenker,

Jagdmusik von den Parforcehornbläsern

St. Georg Saarbrücken und später dann das

Gitarrenspiel und Gesang von Ludwig Reis,

wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Es war ein

tolles Fest.

Petersau

28.08.2016

Am 28.08.2016 fand die 23. Landesschleppjagd

Rheinland-Pfalz auf Hofgut Petersau bei

Frankenthal/Pfalz statt. Da die Temperaturen

an diesem Wochenende weit über das erträgliche

gestiegen waren, entschied der Veranstalter mit

dem Master, daß die Hunde im kühlen Kennel

blieben und es wurde ohne Meute geritten. Hier

ein Bericht aus der Tageszeitung:

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2016

St. Johann

17.09.2016

Trotz nicht so ganz günstiger Wetterprognosen

trafen sich 37 Reiter am 17.09.2016 um 12:00 zum

Stelldichein im Gestütshof in St. Johann. Nicht

nur die Reiter wurden auf das Beste verpflegt, es

stand auch ein Korb mit Äpfeln bereit, um auch

die Pferde für die Jagd zu stärken.

Pünktlich um 13:30 saßen alle auf den Pferden

und wurden von Bettina von Welck nochmals

begrüßt. Es wurde in einem Feld geritten, da die

Anzahl der Reiter nicht so groß war. Ein paar

Reiter verpassten den pünktlichen Aufbruch zur

Jagd, konnten aber im Laufe der Jagd das Feld

noch einholen.

Bei bestem Jagdwetter ging es dann auf zur

ersten Schleppe, hier waren einige Pferde etwas

übermotiviert, was sicher auch daran lag, dass es

für ein paar Teilnehmer die erste Jagd in diesem

Herbst war. Als aber jeder seinen Platz im Feld

gefunden hatte, verlief alles in geordneten

Bahnen. Die Strecke in der wunderschönen

Landschaft rund um St. Johann betrug ca.

19 km und führte die Gesellschaft über ein leicht

hügeliges Gelände mit bestem Geläuf.

Während einer Schrittphase wurden Insekten

von der Meute am Boden aufgescheucht, die

sofort auf die Pferde losgingen, die sich mit

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Ausschlagen und Schweifwedeln wehrten.

Rechtzeitig wurden die nachfolgenden Reiter

gewarnt, einen anderen Weg zu nehmen.

Nach der vierten Schleppe wurde eine wohlverdiente

Pause beim Fohlenhof eingelegt. Auch

hier wurde wieder für das leibliche Wohl gesorgt,

untermalt von den Klängen der Bläser. Nachdem

sich alle gestärkt hatten ging es auch schon weiter

zur nächsten Schleppe, die durch die Koppeln

rund um den Fohlenhof führten. Bei der

nächsten Schleppe erhielten

die Hunde eine Pause und

wurden mit dem Fahrzeug

weitertransportiert.

Diese Schleppe führte

durch das Lengental, das

seinem Namen alle Ehre

macht. Der Rückweg durch

dieses Tal war eigentlich im

Schritt geplant, die Reiter

im Feld forderten jedoch

einen weiteren Galopp ein,

was auch ohne Diskussion

erlaubt wurde.

In der anschließenden

Schrittphase wurden die Hunde wieder

ausgeladen und auf dem Weg zur letzten

Schleppe konnten man schon die Bläser wieder

hören. Die letzte Schleppe führte auf eine

Wiese unterhalb des Gestütshofes, dort warteten

bereits die Zuschauer. Die Hunde waren wieder

frisch ausgeruht und statt bei den Hundeführern

zu bleiben folgten sie dem Feld, das nach rechts

abdrehte. Bald war die Ordnung aber wieder

hergestellt.

Beim anschließenden Halali bestätigten die

Reiter, dass es wieder eine sehr schöne Jagd ohne

Stürze war. Der Abschluss fand im Gestütshof

statt. Hier bestellten viele das Schnitzel, für

welches diese Gaststätte berühmt ist.

Bericht Iris Schill

Schleppjagd Billigheim

24.09.2016

Bei strahlendem Sonnenschein haben sich über

50 Jagdreiter aus Nah und Fern in Billigheim zur

diesjährigen Schleppjagd eingefunden. Nach

ausgiebiger Verpflegung in der Billigheimer

Reithalle, versammelte sich das Jagdfeld und die

Equipage auf dem großen Sandplatz.

Die Begrüßungsreden der offiziellen Vertreter

wurden umrahmt von den Klängen der Jagdhornbläsergruppe

St. Georg Saarbrücken, die auch

die komplette Jagd begleiteten. Lange herrliche

Wiesenschleppen sind das Markenzeichen der

Billigheimer Jagd und lassen die Jagreiterherzen

höher schlagen. Auch die fair gebauten an die

Natur angepassten Hindernisse lassen keine

Wünsche übrig.

Leider musste unsere Jagdreiterfreundin Petra

Kaschta nach einem Sturz mit einem Oberschenkel

bruch bereits am ersten Hindernis die

Jagd verlassen. In Mannheim –Friedrichsfeld

war sie, allerdings noch zu Fuß, wieder dabei.

Eine Herausforderung an Hunde und Equipage

ist immer die Rundschleppe auf einer großen

Wiese.

Auch das hat geklappt.

Nach dem wohlverdienten Curree für die Hunde,

ließ man den wunderschönen Jagdtag bei

leckerem, deftigen Essen in der Reithalle, unter

Begleitung durch die Jagdhornbläser ausklingen.

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2016

Schleppjagd Nussdorf

03.10.2016

Schleppjagd im Haupt und Landgestüt Marbach

08.10.2016

Marbach ist immer ein Highlight. Schon bei

der Anfahrt beeindruckt das Ambiente des

Gestütshofes.

Die offizielle Begrüßung durch die Jagdherrschaft

der Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen

sowie Dr. Dieter Förschler fand vor dem

Marbacher Shop im Gestütshof statt.

Diesmal war sogar ein Jagdreiterfreund aus

Mecklenburg-Vorpommern angereist.

Nachdem alle Jagdreiter, Equipage und Hunde

sich auf der großen Koppel des unteren

Gestütshof versammelt hatten, ging es nach dem

„Aufbruch zur Jagd“ durch die Jagdhornbläser

Heimsheim zur ersten Schleppe entlang der

Straße.

Es folgten drei weitere Schleppen über das

wunderschöne Marbacher Gelände, durch den

Eichelesgarten, bis zur gewohnten Rast am

Wolfgangssee.

In drei Schleppen ging es über die Brende,

wiederum durch den Eichelesgarten mit seinen

wunderbaren Sprüngen zurück bis zu Julmonds

Grab. Herrlich!

Angekommen auf der großen Koppel erhielten

die Hunde ihr Curree. Für die Reiter ging es in

den Gestütsgasthof um sich für die Heimreise

zu stärken und den tollen Jagdtag ausklingen zu

lassen.

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Jagdberichte 2016

Hubertusjagd Friedrichsruhe

01.11.2016

Schleppjagd Eggenstein

23.10.2016

Hörnerklang, Hundeläuten, Pferdewiehern,

Peitschenknall, Herbstlaubknistern,

Morgennebel;

Frostwind zaust den Sonnenstrahl Fest gesattelt!

Aufgesessen! Stelldichein und Reitergruß!

Spürst Du‘s auch? Das ist mein Leben, daß ich in

den Sattel muss.

(Dr. Harald Mayer 1987)

Der Jagdherr Werner Hauck hat das bestimmt

sehr oft gespürt, denn in seiner Begrüßung

teilte er mit, dass er in Eggenstein zum 31. Mal

Jagdherr hinter der Hardt Meute gewesen ist.

Heute werde

die letzte Jagd von ihm und seinem Vollblüter

(27) sein, teilte er in seiner Ansprache mit.

Anschließend begrüßte der erste Vorstand

vom Reiterverein Eggenstein, Uwe Schweike,

die zahlreichen Reiter und Zuschauer herzlich

zur Schleppjagd. Drei verschiedene Jagdhornblaesergruppen

umrahmten das Stelldichein

musikalisch sehr schön. Während Uwe

Schweike´s Ansprache kam

die Sonne durch die Wolken

und es wurde bei strahlendem

Sonnenschein abgeritten.

„Aufgrund der Trockenheit

werde es dieses Jahr eine

veränderte

Schleppenführung geben und

der Wasser durchritt werde

auch entfallen“ sprach Werner

Hauck.

Im Schritt ging es von der

weitläufigen Reitanlage

Eggensteins durch das Industriegebiet Richtung

Wiesen und Maisfelder. Die erste Schleppe wurde

angelegt und die 31 Reiter folgten im schönsten

Herbstsonnenschein den schnellen Hunden über

Wiesen und abgemähte Maisäcker. Die Sprünge

waren einladend gebaut und wurden von

vielen Reitern mit ihren Pferden überwunden.

Die dritte Schleppe ging durch den Wald und

hier war das Farbenspiel der Laubbäume im

Herbstlicht besonders schön. Danach erfolgte

ein kurzer Stopp in den Rheinauen Eggensteins,

wo Reiter und Pferde sich stärken konnten. Die

letzten beiden Schleppen waren wieder über

abgemähte Maisäcker und Wiesen entlang dem

Rheinufer. Beim Halali waren alle Pferde und

Reiter gut angekommen und hellauf begeistert

von dieser Jagd. Die 71/2 Koppeln liefen schnell

und spurtreu.

Beim Curee dankte Werner Hauck allen Reitern,

Helfern und Bläsern und den Hunden, die für

das gute Gelingen dieser Jagd beigetragen haben.

Der Abschluss von diesem Jagdtag wurde in

geselliger Runde vor der Reithalle bei Eintopf

beschlossen.

Goldener Herbst, strahlender Sonnenschein und

bunte Blätterwelt, das erwartete die Teilnehmer

der diesjährigen Schleppjagd in Friedrichsruhe

beim Stelldichein vor dem Golfplatz.

Über sechzig Reiter fanden sich vor dem

Aufbruch zur Jagd im ehrwürdigen Ambiente

des Schlosses Friedrichsruhe ein. Hubert

Sanwald begrüßte alle Teilnehmer zu der von

den Reiterlichen Jagdhornbläsern Künzelsau-

Hofrathsmühle ausgerichteten diesjährigen

Schleppjagd.

Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister

der Gemeinde Zweiflingen und den Klängen der

Jagdhornbläser brachen Master Gerd Klapschus

mit seinen Hunden, der Equipage und dem über

60 Reiter umfassende Jagdfeld zur Jagd auf.

Bereits auf den ersten vier Schleppen durch das

Hohenloher Land fieberten alle dem Herzstück

der Jagd, dem Salltal, entgegen.

Im Salltal angekommen, ging es in einer

langen Schleppe über Wiesen mit mehreren

Durchquerungen der Sall bis zur Rast. Dort

erwartete das Jagdfeld eine riesige Menge an

Zuschauern die in mehreren Bussen die Jagd

begleiteten.

Frisch gestärkt ging es nach der Rast in drei

wunderschönen Schleppen zurück an das

Wildgehege in Friedrichsruhe, wo die Hunde ihr

wohlverdientes Curree erhielten.

Nachdem Pferde und Hunde versorgt waren,

gönnten sich die Reiter einen gemütlichen

Abschluss im Skihüttenambiente der Waldschänke

des Schlosshotels.

Foto: Sascha Feuster

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2016

Schleppjagd Mannheim-Friedrichsfeld

06.11.2016

Jedes Jahr ein kulinarisches Highlight ist das

Stelldichein bei der Schleppjagd in Mannheim-

Friedrichsfeld. Nichts kann das Buffet von

Vorstand Michael Mühlbauer überbieten.

Ca. fünfzig Reiter konnte Jagdherr Rainer

Forschner auf dem Sandplatz des Reitvereins zur

diesjährigen Jagd begrüßen.

Für mich die schönsten Schleppen des Jahres.

Nur Bobfahren ist schöner. Es geht auf langen

Sandwegen, die bei jeder Witterung gut zu

bereiten sind, durch den Stadtwald. Gespickt mit

Hindernissen, die man springen kann oder aber

auch rechts oder links liegen lassen kann, geht es

in schnellem Tempo durch die goldenen

Blätterwelt. Sensationell.

Der einzige Nachteil dieser Jagd, allerdings nur

die Equipage betreffend, ist der hohe Anteil an

Spaziergängern mit Fremdhunden, die gerne auf

und über den Schleppen laufen, bzw. auf den zu

bereitenden Wegen unterwegs sind.

Aus diesem Grund wurde der zweite Teil der

Schleppjagd nach der Rast an der Reithalle ohne

Meute fortgeführt.

Nach zwei weiteren langen Schleppen durch den

Stadtwald endete die Schleppjagd beim Curree

für die Hunde auf dem Sandplatz des Reitvereins.

Zum Ausklang der Jagd ließen sich die Reiter

nochmals von den kulinarischen Fähigkeiten

Michael Mühlbauers verwöhnen.

Bericht Bettina v. Welck

Abschlußjagd in Singen-Bohlingen

13.11.2016

Der Tag begann winterlich zur letzten Schleppjagd

der Hardtmeute im Jahr 2016.

Kalt war es, aber am Bodensee angekommen

schien die Sonne.

Ein großes Jagdfeld mit über 60 Reitern erwartete

in Singen-Bohlingen auf dem Reitplatz die Meute

mit Master Gerd Klapschus.

Gleich zu Beginn ging es durch einen kleinen

Fluss. Ein Hund der sich nicht in die Flut traute

wurde über eine kleine Schleuse außen rum

bugsiert.

Danach ging direkt die

erste Schleppe los auf einem

Wiesenweg entlang an einem

Bach. Die Hunde liefen

unbeirrt zu den Schleppenlegern

Andrea Wiehn und

Christian Riedlinger, während

der Master und ein Teil der

Equipage nach einem falschen

Abzweig über einen kleinen

Umweg wieder mitten im

Feld auf die richtige Schleppe

kamen.

Es folgten vier weitere

Schleppen durch die

wunderschöne Landschaft

immer mit dem Hohentwiel

oder dem Bodensee im

Blickfeld bis zur Rast.

Aufgrund der feuchten Bodenverhältnisse

verliefen auch

die Schleppen nach der Rast

hauptsächlich auf Feldwegen

und bereitbaren Wiesen. Ein

Novum war, dass nach der Rast

unser Master Gerd Klapschus

zusammen mit Christian

Riedlinger die Schleppen legte.

Auch diese Variante hat gut

funktioniert. Die Schleppjagd endete auf einer

großen Wiese vor Bohlingen, wo die Hunde ihr

verdientes Curree erhielten.

Nach einem Ritt durchs Dorf mit mehreren

Schnapsstopps kamen wir wieder beim

Reitverein an.

Dort wurden Pferde und Hunde versorgt.

Weiter ging es zu Riedlingers ins Sägewerk, wo

nach deftigem Essen und einem einzigartigen

Jagdgericht von Franz Bosch und Dr. Armin

Bauer noch ausgiebig gefeiert wurde.

Foto: Martin Diehl • www.jagdfotos.de

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Jagdberichte 2014-2016

Gestaltung und Layout dieses Jagdreports:

Fine-Art Pferdefotografie

& Eventfotografie

www . jagdfotos.de

Martin Diehl

Brückenstraße 30

64397 Modautal

Tel.: 06167-912666

martin@jagdfotos.de

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