Oktober|November 2011 - Martin-Luther-Kirche

martin.luther.neukoelln.de

Oktober|November 2011 - Martin-Luther-Kirche

GEMEINDEzeitung

der Evangelischen Kirchengemeinde Martin Luther

Oktober|November 2011

Bäume


INHALT

Willkommen

zur neuen Ausgabe unserer GEMEINDEzeitung

„Ich werde alt, ich fange an über Bäume

nachzudenken“, hat neulich jemand zu mir

gesagt, nach ein paar lobenden Bemerkungen

über den Wuchs von Bäumen, die

in der Nähe standen. Nun, wenn das ein

Zeichen von Älterwerden ist, dann hat es bei

mir auch schon angefangen.

Als ich klein war, hat meine Oma immer

voll Bewunderung über einen Verwandten

gesprochen, der, so meinte sie „alle Bäume

kenne“. Ich fand das sonderbar und nicht

gerade nachahmenswert.

Inhalt

THEMA

3 Mein Baum

Seine Blätter verwelken nie

4 Birnbaum, Tanne und Co.

Viele Bäume machen einen Wald

7 Alt wie ein Baum

Aber wie alt ist das eigentlich?

AUS GEMEINDE, KIRCHE UND AUS ALLER WELT

8 Da mach ich mit. Da will ich rein.

Die Gemeinschaftsgrabstätte der Martin-Luther-

Gemeinde

9 Bronzeplatten in Muschelkalk

Das Erinnerungsfeld in der Martin-Luther-Kirche

10 Gestutzte Eiche | Ein Hermann-Hesse-Gedicht

BUCHTIPP – FILMTIPP – KALENDERBLATT

11 Von Blankenfelde nach Lübars | AUSFLUGSTIPP

AUS LUTHER´S BACKSTUBE

12 UNSERE SCHÖNEN GOTTESDIENSTE

13 GEDANKEN ZUM MITNEHMEN | Auch was nicht

gedeiht darf gelten

14 INFORMATIONEN UND VERANSTALTUNGEN

17 ANZEIGEN

18 KIEZ – KUNST – KULTUR

20 TERMINE, GRUPPEN, FREUD UND LEID

22 KINDERSEITE

2 Gemeindezeitung Oktober|November 2011

Bis dann vor 2 ½ Jahren meine Tochter für

die Schule ein Herbarium mit einheimischen

Baumarten anlegen musste (siehe S. 22). Da

hat mich plötzlich das Interesse an Bäumen

gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen.

In dieser Ausgabe lesen sie nun, was unsere

Autorinnen und Autoren zum Thema Bäume

zu erzählen haben und darüber hinaus finden

Sie natürlich viele Informationen über

Angebote und Veranstaltungen in unserer

Impressum

Gemeinde.

Wie immer wünschen

wir Ihnen

eine interessante

Lektüre.

Ihre

Monika Krauth

Für unterwegs: Der neue Kosmos Baumführer,

14,95 € und für zuhause: www.baumkunde.de

4 Allerlei Bäume

Gedanken, Erlebnisse und Wissenswertes zum Thema

Bäume.

8 Bis ins Grab

Dr. Dieter Spanknebel stellt die soeben fertiggestellte Gemeinschaftsgrabstätte

unserer Gemeinde vor.

11 Schicht für Schicht

Marion Loerzer hat für uns ein Rezept für eine Baumkuchentorte

ausprobiert.

HERAUSGEBER

Der Gemeindekirchenrat der Martin-Luther-Gemeinde

REDAKTION

Monika Krauth

e-mail: redaktion@martin-luther-neukoelln.de

DRUCK

Druckerei Geesenberg, Teupitz

GESTALTUNG

Fred-Michael Sauer

TITELBILD

Platanen am Weichselplatz, Foto: Dieter Spanknebel

Die Artikel geben nicht in jedem Fall die Meinung des Gemeindekirchenrats wieder.


Mein Baum

Seine Blätter verwelken nie

Eine große, mitten auf einer Wiese frei stehende Eiche mit einer Krone,

die außen fast bis auf die Erde und in der Mitte bis in den Himmel

reicht, irgendwo in der Nähe von Almhult in Südschweden. Ein Traumbaum

und sein Foto hängt in der Küche. Aber nicht mehr mein Baum.

Mein Baum hängt in der Kirche, in dem Bild

über dem Altar. Ich habe kein so großes Erinnerungsvermögen.

Aber an den Augenblick,

als uns die Malerin Monika Sieveking 1983

den Entwurf ihres Bildes vorstellte, erinnere

ich mich gut: was für ein Baum, der da in

seiner ruhigen, natürlichen und lebendigen

Kraft von nichts und niemandem zu halten

ist, den Rahmen im wahresten Sinne des

Wortes sprengt und aus dem Bild herauswächst.

Ich hatte ein so aufgebrochenes Bild

noch nie gesehen und war sofort fasziniert

von dem mächtigen Baum. Ganz ruhig steht

er da, mitten in der Stadt, fest verwurzelt

in der Erde hält er stand, auch wenn rechts

und links um ihn herum die Mauern der

Häuser ins Wanken geraten und die Straßen

sich verbiegen. Ich denke an den Spruch

von Martin Luther: „Wenn ich wüsste, dass

morgen die Welt unterginge, würde ich heute

ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Trotzdem ist es nicht der Baum, der im

Mittelpunkt des Bildes steht. Das sind die

Menschen, die großen und kleinen, die alten

und jungen, die nahen und fernen, die fröhlichen

und die mühsamen und beladenen

Menschen, die sich unter ihm treffen.

Von den beiden Seitenflügeln des Bildes, auf

denen sie je für sich allein, einzeln, einsam

und fremd zu sehen sind, haben sie sich

Gemeindezeitung Oktober|November 2011

THEMA

Ausschnitt aus dem Altarbild von Monika Sieveking

aufgemacht, um miteinander zu essen und

zu trinken, zu feiern und einander näher

zu kommen. So entsteht unter dem Schutz

des Baumes, in seinem Schatten und unter

seinem Schirm so etwas wie eine Insel,

eine Oase in der die Idee, die Vision von der

Stadt Gottes aufleuchtet. „Dennoch soll die

Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren

Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des

Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen. Darum

wird sie fest bleiben, Gott hilft ihr früh

am Morgen.“ (Psalm 46, 5+6)

Dr. Dieter Spanknebel

3


THEMA

Birnbaum, Tanne und Co.

Viele Bäume machen einen Wald

Mein Bäumchen

Zu meiner Geburt am 23.03.1993 schenkten

mir die Pfarrkolleginnen meiner Mama ein

Bäumchen, besser gesagt eine „Gute Luise“,

einen Birnbaum. Seit mittlerweile 18 Jahren

steht er im Garten und wächst vor sich hin.

Ein wirklich großes Bäumchen ist die gute

Luise nicht, aber das passt ja auch zu mir.

Jedes Jahr freue ich mich, wenn ich sehe,

wie mein Baum Blüten bekommt. Und jedes

Jahr hoffe ich auf eine Birne. Ein einziges

Mal ist aus einer Blüte eine richtige Frucht

gewachsen, aber ich war so aufgeregt, dass

ich sie viel zu früh pflückte und sie noch

ungenießbar war. Ich hab die Birne trotzdem

gegessen, das war ich der Guten schließlich

schuldig.

Luise Weber-Spanknebel

Am falschen Platz

Wir haben in unserem Garten eine ganze

Reihe von Bäumen gepflanzt, Obstbäume,

die wachsen und gedeihen und uns mit ihren

schönen Blüten und der jedes Jahr besseren

Ernte erfreuen.

Ein Baum allerdings macht uns Sorgen.

Nicht, weil er nicht gedeihen würde. Oh nein!

Im Gegenteil. Kerzengerade ist sein Wuchs,

kräftig und gesund hat er mittlerweile eine

Höhe von 2,50 Metern erreicht.

4 Gemeindezeitung Oktober|November 2011

Kraft, Ruhe und Geborgenheit

„Dort wo die große Birke steht, da liegt die

Oma,“ pflegte mein Papa zu sagen, wenn wir

zur Grabpflege auf den Friedhof kamen. Das

war damals in den 70er Jahren, als ich ein

kleines Mädchen war. Abends nach erledigter

Arbeit stand Papa auf dem höchsten

Punkt im Garten unter den Eichen, rauchte

und schaute in die Ferne. Für ihn ein Augenblick,

den Tag Revue passieren zu lassen

und zu entspannen. Ich weiß es zwar nicht

genau, dennoch glaube ich, dass er dann

seine Form des Gespräches mit Gott hatte.

Einer seiner Sätze lautete dann: „Ich bin

nur ein Gast auf Erden“ und dabei schaute

er in die Ferne, so als ob er genau wüsste,

wo sein Ort der Heimat ist. Als mein Vater

starb, suchten wir nicht nach einem Platz,

der bequem zu erreichen oder zu gärtnern

war. Wir haben einen Platz gefunden, der

Sonne hat, wo ein wenig Ferne spürbar und

Gepflanzt haben wir ihn allerdings nicht. Der

Wind oder vielmehr ein Tier hat ihn zu uns

gebracht und wir sind sehr traurig, dass diese

schöne Rotbuche niemals so groß werden

wird, dass jemand seinen Rücken an den

hohen Stamm wird lehnen können.

Nein, in diesem Jahr müssen wir ihr leider

wirklich den Garaus machen. Sie kann bei

uns nicht wachsen.

Monika Krauth

ein Baum in der Nähe ist. Wenn im goldenen

Spätsommer der kalte Raureif über die Grabstelle

staubt und der Baum im Herbstwind

sich sanft wiegt, dann höre ich die Stimme

meines Neffen: „Guck mal. Opa raucht.“

Beim Anblick von stattlichen Bäumen denke

ich unweigerlich an meinen Vater – Kraft,

Ruhe und Geborgenheit. Das empfinde ich,

wenn ich einen Baum sehe, umarme oder

mich anlehne. Für mich ist es nicht wichtig,

dass der Baum die richtige Sorte hat oder an

einem bestimmten Ort steht.

Heute stehe ich im Garten. Lasse meine

Gedanken schweifen und wenn ich an mir

herunter schaue, dann sehe ich meinen Vater

in mir. Bäume helfen mir dabei, mir das

immer wieder bewusst zu machen und ich

ertappe mich dabei, wie ich denke: „Ich bin

nur ein Gast auf Erden,“ und dabei schweift

mein Blick in die Ferne.

Sonja Dif

Ein Baum wehrt sich

Es muss ein schöner Sommerabend im Jahr

´82 oder ´83 gewesen sein. An einem Freitag

nach einer Jugendclubparty ist ein Trupp

Jugendlicher noch in den Wildenbruchpark

weitergezogen.

Und den Rest Sekt, der übriggeblieben war,

hatten wir auch dabei. Wir suchten uns eine

Parkbank und machten es uns bequem.

Mein lieber Freund Mike reichte mir den

letzten Tropfen. Und im jugendlichen Überschwang

warf ich danach die leere Flasche

hinter mich. Allerdings stand dort, wie

sollte es auch in einem Park anders sein, ein

Baum. Von dort prallte die Flasche ab und

landete auf meinem Kopf.

Und so kann man sagen: „Kleine Sünden

bestraft der liebe Gott sofort“.

Jedes Mal wenn ich zum Joggen Richtung

Kanal den Wildenbruchpark durchlaufe,

überkommt mich ein Lächeln, wenn ich an

diesem Baum und der Parkbank vorbeilaufe.

Michael Loerzer


Dicke Tränen um einen schlanken Baum

O Tannenbaum, o Tannenbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

so stöhnen wir

jedes Jahr ein paar Tage vor

Weihnachten, wenn Detlev

W. Weber zur Jagd auf den

Weihnachtsbaum bläst.

Natürlich fragt er vorher

die Laubenbesitzer, ob er

ihren Baum fällen darf, und

inzwischen, nachdem einmal

ein Weihnachtsbaum auf der

Sonnenallee fast verhaftet

wurde, auch die Polizei von

wegen des Transports.

Nur, die Tannen fallen wie sie wollen und

legen sich mit Telefonleitungen und Zäunen

an, die ihnen im Weg stehen. Manche

entziehen sich eigensinnig dem Transport

und bleiben einfach liegen, zehn Meter lang

und schwer wie 50 dicke Weihnachtsmänner.

Oder sie brechen sich den Hals und müssen

bandagiert werden.

Und wie wir sie dann mit der Seilwinde

durch die viel zu schmale Kirchentür ziehen,

Vierzig Jahre alt mag sie gewesen sein, die

von der Straße aus gesehen linke Birke im

Sandkasten vor unserer Kita . Hatte manchen

Sturm bestanden, nach dem Neubau

unseres Kitahofs vor gut zwanzig Jahren

ein Jahr gekränkelt, sich wieder erholt und

Ihn hat´s erwischt: Weihanachtsbaum 2010

sie in das Loch im Fußboden einpassen und

aufrichten. Das sind Weihnachtsgeschichten,

sage ich Euch.

Aber alle Jahre wieder, steht dann einer da,

sieben Meter hoch, mächtig breit und Wanja

darunter quatschnass geschwitzt.

Gott sei Dank und Detlev W. Weber

Dr. Dieter Spanknebel

Gemeindezeitung Oktober|November 2011

THEMA

vielen Generationen von

Kindern, Erzieher/innen und

Eltern Schatten gespendet.

Im Sommer 2009 dann bei

der Sanierung des Kitahofs

war den Bauarbeitern eine

dicke Wurzel im Weg. Wie

wir Menschen manchmal

sind, war die schnell abgehackt

und der Baum nicht

mehr zu retten.

Er musste gefällt werden

und wurde zu Kaminholz.

Die Baufirma musste dafür ein in der

Baumschule aufgezogenes neues Bäumchen

kaufen und pflanzen. Das fühlt sich – Gott

sei Dank – ganz wohl bei uns.

Dr. Dieter Spanknebel

Er ahnt noch nichts: Weihnachtsbaum 2011

5


THEMA

Die Elsbeere - Baum des Jahres 2011

Seit 1989 wählt das Kuratorium Baum

des Jahres in jedem Jahr eine heimische

Baumart aus, auf die besonders aufmerksam

gemacht werden soll, sei es, weil sie

selten und bedroht ist, sei es, weil sie von

großer ökologischer Bedeutung ist oder auch

typisch für einen gefährdeten Lebensraum.

Baum des Jahres 2011 ist die Elsbeere. Nie

gehört? Dann geht es Ihnen so wie den

meisten Menschen.

Das Späth-Arboretum

Ein Arboretum ist ein Botanischer Garten für

Gehölze (lat. arbor = der Baum). Das 3,5 ha

umfassende Späth-Arboretum entstand als

Teil des 1720 gegründeten Späth’schen Gartenbaubetriebes,

der 1864 von Franz Späth

in das damalige „Neu-Britz“ verlagert und

innerhalb von vier Jahrzehnten zur größten

Baumschule der Welt ausgebaut wurde. Damit

wurde der Grundstein für das Aufblühen

vo „Baumschulenweg“ gelegt.

1879 wurde das Arboretum nach Plänen des

Berliner Stadtgartendirektors Gustav Meyer

im Stil eines englischen Landschaftsparks

angelegt. Es diente nicht nur als Hauspark,

sondern auch als Prüfungsstätte für Neuzüchtungen

und neu eingeführte Gehölze

sowie als Schaupflanzung für Kunden.

1961 wurde das Arboretum dem neu

gegründeten Institut für Spezielle Botanik

6 Gemeindezeitung Oktober|November 2011

Die Elsbeere ist tatsächlich eine „edle Unbekannte“,

nur wenige Menschen kennen sie

und sie ist inzwischen sehr selten geworden.

In unseren Wäldern nimmt sie weniger als

1% der Gesamtfläche ein. Sie ist über ganz

Deutschland verbreitet, findet sich aber häufiger

im Süden, da sie die Wärme liebt. Die

Elsbeeren können 200-300 Jahre alt werden

und dabei 20-25 m hoch. Die Blätter haben

in ihrer Form Ähnlichkeit mit Ahornblättern.

Der Baum hat attraktive Blüten, die eine be-

der Humboldt-Universität zu Berlin übergeben.

Das ehemalige Herrenhaus wurde zum

Institutsgebäude umgestaltet. Die wertvolle

Gehölzsammlung blieb somit der Fachwelt

erhalten und wurde in die universitäre Lehre

und Forschung einbezogen. 1966 erfolgte die

Öffnung für den Publikumsverkehr. Seitdem

sind die viermal jährlich stattfindenden

Sonntagsführungen, z. T. mit Frühkonzert,

traditioneller Bestandteil des kulturellen

Lebens im Bezirk Treptow-Köpenick.

Das Späth-Arboretum gehört heute zum Institut

für Biologie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen

Fakultät I der Humboldt-

Universität zu Berlin. Es beherbergt ca.

1200 Gehölzarten und -sorten, darunter

viele Späth’sche Einführungen. In den Park

sind ein Steingarten und eine Teichanlage

eingefügt. Die Systematische Abteilung zeigt

eine Kollektion krautiger Pflanzen, die nach

liebte Bienenweide sind, die Herbstfärbung

ist besonders schön und das Holz edel.

Aus den säuerlichen Früchten kann man

wohlschmeckende Marmeladen und Gelees

zubereiten.

Wo man sich diesen besonderen Baum in

Berlin und Umgebung anschauen kann? Sagen

Sie´s mir, wenn Sie es wissen. Ich würde

mich freuen.

Monika Krauth

Mehr Informationen: www.baum-des-jahres.de

Foto: Claudia Brückner

ihren Verwandtschaftsbeziehungen gruppiert

sind, und enthält ein Arznei- und Gewürzpflanzenquartier,

so dass insgesamt ca. 4000

Pflanzenarten besichtigt werden können.

Späthstr. 80/81, 12437 Berlin, 01. April -

31.Oktober: Mi, Do, Sa, So und Feiertage

10-18 Uhr, 1,- Euro, ermäßigt 0,50 Euro

Quelle: www.berlin.de/orte/museum/spaetharboretum


Alt wie ein Baum

Aber wie alt ist das eigentlich?

„Alt wie ein Baum möchte ich werden, mit Wurzeln, die nie ein

Sturm bezwingt.“ So dichteten, träumten und sangen die Puhdys und

wünschten sich eine Krone, die weit über Felder zeigt und kühlenden

Schatten bringt.

Da sehe ich Bilder von großen, starken Bäumen

vor mir, unter denen bei Regen und Hitze

Mensch und Tier Schutz finden, an deren

Stamm ich mich träumend anlehnen kann

oder mit Freunden picknicke. Und ich denke

an das frische Grün der Blätter im Frühling,

an Früchte im Sommer, an das Farbenspiel

des Herbstes und an schneebedeckte Äste

im Winter. Ja, unser Leben mit den Bäumen

zu vergleichen ist eine schöne Fantasie.

Aber: alt wie ein Baum? Das klingt so, als

ob Bäume eine in den Genen eingebaute

Altersgarantie haben. Aber ob Teil des

Waldes oder Straßenbaum: nicht jeder kann

den Stürmen standhalten, das Gift in Luft

und Boden vertragen, überlebt die Attacken

von Schädlingen oder ist gegen Krankheiten

immun. Und wir Menschen haben einen

enormen Bedarf an Holz oder wir roden die

Wälder für die Landwirtschaft. Die Bäume an

Straßen und Alleen werden gestutzt, weil sie

Platz wegnehmen, den Verkehr behindern,

die Wohnungen verdunkeln. Die Kleingärtner

stöhnen über ehemals winzige Nadelbäume,

die jetzt zehn Meter hoch ragen und suchen

Wege, sie heimlich zu entsorgen.

Und die meisten Bäume haben mitnichten

Platz zum Großwerden, zum Entwickeln einer

Krone. Nutzwälder sind der Regelfall, von

der Forstwirtschaft angelegt, oft Monokultur

dicht an dicht.

Ich liebe das traurig-schöne Weihnachtsmärchen

von Hans Christian Andersen um

den eitlen Tannenbaum. Der wächst in einer

Schonung auf, reckt sich, um groß zu werden

und erfährt, dass einmal im Jahr Menschen

kommen und die schönsten Bäume holen.

Und dann wird das Leben erst richtig begin-

Eiche bei Almhult, Südschweden (siehe S.3)

Foto: Spanknebel

nen, bei den Menschen wird der Baum im

Mittelpunkt stehen. Jahr für Jahr sehnt sich

der Baum danach, jung und schön wie er ist.

Als er dann gefällt wird, verspürt er Schmerz,

aber die folgende Weihnachtszeit, in der er

prächtig geschmückt und bewundert in der

Wohnstube steht, entschädigt ihn dafür.

Aber ach – jegliches hat seine Zeit und er

wird abgeschmückt und abgelegt. Noch hofft

er, dass er bald wieder glanzvollen Schmuck

tragen wird – am Ende aber wird er zerhackt

und zu Feuerholz, der schöne, eitle Kerl.

Alt wie ein Baum? Ja manchen Bäumen

und Menschen ist es vergönnt, in Würde zu

altern. Eine Garantie gibt es für niemanden –

auch nicht für Philip, der am 13. August nach

einem schweren Autounfall auf der A 20 bei

Greifswald starb.

Michael Kania

Gemeindezeitung Oktober|November 2011

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THEMA


AUS GEMEINDE, KIRCHE UND AUS ALLER WELT

Da mach ich mit. Da will ich rein

Die Gemeinschaftsgrabstätte der Martin-Luther-Gemeinde

Kurz vor den Sommerferien ist sie fertig

geworden, die Gemeinschaftsgrabanlage der

Evangelischen Kirchengemeinde Martin Luther,

Berlin/Neukölln auf dem Alten St.-Jacobi-Friedhof,

dem„Alten-Jacobi“ am Hermannplatz.

Sie umfasst 3, jeweils ungefähr 10 m²

große Grabfelder, die mit 5 verschiedenen

grünblättrigen Bodendeckern bepflanzt sind

und wie ein mäandernder Fluss anmuten,

der die 3 Felder miteinander verbindet. Am

Kopfende des mittleren Grabfeldes erhebt

sich wie aus der Erde gewachsen ein großes

Grabmal aus Cortenstahl, aus dem abgewandelte

Motive aus dem Altarbild der Martin

Luther Kirche ausgeschnitten sind. Der große

8 Gemeindezeitung Oktober|November 2011

Baum ist da zu sehen, darunter die 3 sich

nähernden Personen, die auch das Logo

unserer Gemeinde bilden. Auf dem Grabmal

jedoch ist einer von ihnen von den 2 verbleibenden

getrennt, wie fortgerissen. Darunter

5 kleinere Stahltafeln auf denen die Namen

der hier bestatteten Menschen eingraviert

werden können. Ungefähr 120 Urnen

können in dieser Gemeinschaftsgrabanlage

beigesetzt werden. Diese Gemeinschaftsgrabanlage

ist ein besonderes Angebot für

Mitglieder der Martin-Luther-Gemeinde,

die unter ihrem Namen in einer schönen

und gepflegten Grabanlage beigesetzt

werden wollen. Sie sind eingeladen, einen

entsprechenden Vertrag

mit unserer Gemeinde

abzuschließen und eine

Urnenstelle zu reservieren.

Die Kosten dafür betragen

1199,- Euro, einschließlich

der Friedhofsgebühren für

Trauerfeiern und Beisetzung.

Wenn man bedenkt,

dass darin auch die Pflege

der Grabanlage für 20 Jahre

enthalten ist, ist das ein wirklich günstiges

Angebot. Die ersten 10 Verträge sind bereits

abgeschlossen.

Wir danken ganz herzlich all denen, die zu

dieser schönen Gemeinschaftsgrabanlage

beigetragen haben.

Hannelore Bock, aus unserem Gemeindekirchenrat,

die die Idee hatte und niemals

Ruhe gegeben hat; dem Architekten Gerhard

Schlotter, der die Cortenstahltafel förmlich

vor unseren Augen aus der Friedhofserde

hat wachsen lassen; der Malerin Monika

Sieveking, die ihr eigenes Bild zitiert und mit

ein paar Strichen genial variiert hat; dem

Stahlbauer Axel Rößling, der das Motiv aus

der 3 cm dicken Stahltafel ausgeschnitten

und das Grabmal unter unsäglichen Mühen

zur Grabstelle gebracht hat; der Gartenarchitektin

Katrin Lesser, die die 3 Grabfelder

als einen grün wogenden Fluss gesehen hat;

und Herrn Dirk Vogtländer, dem Friedhofsverwalter,

der dies alles uns alle überraschend

großzügig und unkompliziert möglich

gemacht hat und schließlich selbst noch

seine Finger in die Erde gesteckt hat.

Dr. Dieter Spanknebel


Bronzeplatten in Muschelkalk

Das Erinnerungsfeld in der Martin-Luther-Kirche

Das Feld

Die Sanierung der Fundamente und der

Einbau einer Fußbodenheizung machten

es notwendig, im Jahr 2001 in der Martin-

Luther-Kirche einen neuen Fußboden zu

verlegen. Er besteht aus einem besonders

schönen, grünlich changierenden Muschelkalkstein:

Gebrochen wurde er im unterfränkischen

Bohleite, wo er in den letzten 200

Millionen Jahren ruhte.

Die Bronzen

In den Muschelkalk eingelegt wurden 532

Bronzeplatten: Jede ist zehneinhalb Zentimeter

lang, zehneinhalb Zentimeter breit

und zwei Zentimeter dick. In einer Berliner

Kunstgießerei wurden sie von Hand gefertigt.

Jeweils mehr als drei Kilogramm schwer,

sind diese Bronzen Stück für Stück eine

Handvoll Ewigkeit.

Der Kirchenfußboden ist das Erinnerungsfeld.

Und die Bronzen sind der Platz, um

einen einzelnen Menschen in den Blick zu

nehmen. Als der Fußboden fertig war, sahen

die Bronzen noch alle gleich aus. Doch nach

und nach werden sie unverwechselbar: wie

der Mensch, an den durch die Eingravierung

seines Namens und der Geburts- und Sterbedaten

erinnert wird. Oder, noch schöner,

durch die Gravur einer Künstlerin oder eines

Künstlers – der Möglichkeiten sind viele.

Das Versprechen

Solange die Martin-Luther-Kirche steht, werden

die Bronzen Teil des Erinnerungsfeldes

bleiben. Wie die Grabmale in alten Kirchen,

über die wir uns heute freuen.

Die Erinnerung

„Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras.

Er blühet wie eine Blume auf dem Felde.

Wenn aber der Wind darüber geht, so ist sie

nimmermehr da und ihre Stätte kennt sie

nicht mehr. Die Treue Gottes aber dauert an

von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn

achten, denn Gott weiß wohl, was für ein

Gebilde wir sind. Gott denkt daran, dass wir

verletzlich sind.“

Mit diesen Worten aus dem Psalm 103

haben sich Menschen schon vor langer Zeit

ihre Vergänglichkeit bewusst gemacht. Aber

sie brachten damit auch ihre Hoffnung zum

Ausdruck, dass ihr Leben, dass die Einmaligkeit

unseres Daseins in aller seiner Besonderheit

und Bedürftigkeit am Ende einen

Ort des Gedenkens und Erinnerns finden

wird. Diesen Ort verbinden wir Christinnen

und Christen mit dem Namen Gottes. Und

diesen Ort der Erinnerung wünschen wir uns

in der Nähe der Menschen, die uns gekannt,

geliebt und geachtet haben.

Unsere heutige Beerdigungspraxis lässt

die Namen unserer Verstorbenen immer

unsichtbarer werden: Zunehmend mehr

Menschen entschließen sich zu einer anonymen

Grabstelle. Sie tun das meist aus

ganz achtbaren, einsichtigen Gründen: „Wer

soll sich denn um mein Grab kümmern?“ Andere

setzen zwar bewusst die Tradition fort,

auf einem Grabstein die Erinnerung wach zu

halten – doch meist steht dieser Grabstein

auf einem Friedhof, weit entfernt von den

Menschen, die sich erinnern wollen.

Die Stiftung

Die Sanierung der Kirche, der Einbau der

neuen Heizung und des Muschelkalkbodens

haben mehr als eine halbe Million DM gekostet:

Geld, das wir uns leihen mussten.

AUS GEMEINDE, KIRCHE UND AUS ALLER WELT

Um dieses Darlehen zurückzahlen zu

können, bezahlt der Stifter einer Erinnerungsbronze

zugleich ein Stück Fußboden.

Deshalb hat jede Erinnerungsbronze ihren

Preis. Mitglieder einer christlichen Kirche

können eine solche Platte für eine Spende in

Höhe von 800 Euro erwerben. Menschen, die

keiner Kirche angehören, werden um eine

Spende von 1050 Euro gebeten. Im Preis enthalten

ist eine Standardgravur mit Namen,

Geburtsdatum und ggf. Sterbedatum eines

Menschen. Es gibt aber auch die Möglichkeit,

Bronzetafeln mit erhabener Schrift und erhabenem

Motiv gegen eine zusätzliche Gebühr

neu gießen zu lassen.

Das Finanzamt

Als Stifterin oder Stifter erhalten Sie eine

Spendenbescheinigung, die Sie Ihrem Finanzamt

einreichen können. Wenn Sie Lohn- oder

Einkommenssteuer zahlen, wird Ihnen

daraufhin ein erheblicher Teil Ihrer Spende

zurückerstattet.

Die Einladung

Kommen Sie vorbei und schauen Sie sich das

Erinnerungsfeld in der Martin-Luther-Kirche

an. Weitere Einzelheiten erfahren Sie bei

Pfarrer Dr. Dieter Spanknebel und Pfarrerin

Monika Weber.

Gemeindezeitung Oktober|November 2011

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KULTUR

Gestutzte Eiche

von Hermann Hesse

Wie haben sie dich, Baum, verschnitten,

Wie stehst du fremd und sonderbar!

Wie hast du tausendmal gelitten,

Bis nichts in dir als Trotz und Wille war !

Ich bin wie du, mit dem verschnittnen,

Gequälten Leben brech ich nicht

Und tauche täglich aus durchlittnen

Roheiten neu die Stirn ins Licht.

Was in mir weich und zart gewesen,

Hat mir die Welt zu Tod gehöhnt,

Doch unzerstörbar ist mein Wesen,

Ich bin zufrieden, bin versöhnt.

Geduldig neue Blätter treib ich

Aus Ästen huntertmal zerspellt,

Und allem Weh zum Trotzde bleib ich

Verliebt in die verrückte Welt.

KALENDERBLATT

18. Juni 1811 | Der erste Turnplatz

Am 18. Juni 1811 eröffnete der Turnpädagoge

Friedrich Ludwig Jahn im Volkspark

Hasenheide den ersten öffentlichen Turnplatz

in Berlin und Preußen. Bestandteil der Anlage

war eine mächtige Stieleiche, die heutzutage

Jahn-Eiche heißt, am Kopfende der Karlsgartenstraße

steht und als Naturdenkmal

geschützt ist. Das Alter der Eiche wird auf

250-300 Jahre geschätzt. Sie ist 25 m hoch

und hat einen Stammumfang von 5 m.

Der Turnvater Jahn und seine Turnschüler

haben die Äste der Eiche für Reckübungen

genutzt.

Die Turnbewegung war eine patriotische

Bewegung mit dem Ziel der Ertüchtigung für

die Befreiungskriege gegen Napoleon und für

die Einheit Deutschlands. So kam es, dass

das Turnen 1817-1842 von den politischen

Gegnern als Gefährdung der Moral und

10 Gemeindezeitung Oktober|November 2011

Anstiftung zur Rebellion verboten wurde.

Turnvater Jahn wurde verhaftet.

mk

BUCHTIPP

Italo Calvino | Der Baron auf den

Bäumen

Im Jahr 1957 veröffentlichte Italo Calvino

diese märchenhafte Geschichte über

Cosimo di Rondó, der mit 12 Jahren auf eine

Steineiche steigt, um seiner tyrannischen

Familie und einem ekligen Schneckengericht

zu entkommen.

Fortan führt er ein Leben auf den Bäumen,

klettert und hangelt von Baum zu Baum

und versucht von dort oben im Leben seiner

Zeitgenossen mitzumischen, deren Gemeinschaft

er sich doch zugleich so radikal

entzogen hat.

mk

dtv Taschenbuch, 8,90 Euro

FILMTIPP

Alles koscher | GB 2010

Mahmud ist Moslem und lebt mit seiner Familie

in London. Nach dem Tod seiner Mutter

erfährt er zufällig, dass er als Baby adoptiert

wurde. Und dass er eigentlich Jude ist.

Mahmud fühlt sich wie zwischen den Stühlen.

Der Rabbi seines im Sterben liegenden,

biologischen Vaters möchte ihn erst zu ihm

lassen, wenn Mahmud sich wenigstens

Grundlagen des jüdischen Glaubens angeeignet

hat. Gleichzeitig hat sich der zukünftige

Schwiegervater seines Sohnes angekündigt,

der als streng gläubiger Islamprediger die

Familie auf ihren muslimischen Glauben

prüfen will. Bei dem Versuch, sowohl der

perfekte Jude als auch der perfekte Moslem

zu sein, muss Mahmud mehr als ein Problem

bewältigen.

Herausgekommen ist ein lustiger, tiefgründiger

Film über den Islam, über das Judentum,

über Religion an sich, über Familien

und über die persönliche kulturelle und

religiöse Identität.

Ein wunderbarer Film, der absolut sehenswert

ist. lws


AUS LUTHER´S BACKSTUBE

Preiselbeer-Baumkuchentorte

Zutaten:

100 g Mehl, 65 g Speisestärke

2 TL gestr. Backpulver

160 g Zucker

160 g Butter – zerlassen und abgekühlt

4 Eier

3 EL Orangenlikör od. Orangensaft

6 Bl. Gelatine

500 g Mascarpone, 250 g Magerquark

80 g Zucker

2 EL Zitronensaft

1 Gl. Preiselbeeren (395 g Abtropfgewicht)

Zubereitung Teig:

Butter und Eier mit dem Zucker mehrere

Minuten schaumig rühren; Mehl, Speisestärke,

Backpulver und Zucker dazugeben, zum

AUSFLUGSTIPP

Von Blankenfelde nach Lübars

An einem schönen Herbsttag empfehle ich

eine Wanderung vom Botanischen Volkspark

Blankenfelde über die ehemaligen Rieselfelder

nach Lübars.

Der Botanische Volkspark, der früher von

der Humboldt-Universität betreut wurde,

jetzt aber durch das Bezirksamt Pankow,

ist mit dem Bus 107 ab S- und U-Bahnhof

Pankow erreichbar. Direkt am Haupteingang

ist die Haltestelle. Wir durchqueren den

Park auf der Hauptachse, vorbei an den neu

errichteten Gewächshäusern. Leider machen

die Anlagen einen ziemlich heruntergekommenen

Eindruck.

An einer Kreuzung weist ein Schild auf das

Wildgehege, dort nach rechts gehen. Der

Weg durch die Wiesen- und Feldflächen wird

von vielen Obstbäumen gesäumt, alles alte

historische Sorten; drüben links sieht man

einen Wald, der auch zum Volkspark gehört,

Schluss den Orangenlikör/-saft hinzufügen;

eine 24 cm Springform mit Backpapier

auslegen.

2 EL Teig in die Form einfüllen, glatt streichen

und unter dem Grill hellbraun backen

(beim Umluftgrill mit ca. 200 Grad dauert

dies ca. 2min.). Diesen Vorgang so lange wiederholen,

bis der Teig aufgebraucht ist. Den

Boden abkühlen lassen und das Backpapier

entfernen.

Zubereitung Belag:

4 Bl. Gelatine in kaltem Wasser einweichen;

Mascarpone, Quark, Zucker und Zitronensaft

verrühren; 150g Preiselbeeren unterrühren;

ausgedrückte Gelatine in einem kleinen Topf

bei schwacher Hitze unter Rühren erwärmen

und zur Creme geben.

und eine interessant gestaltete geologische

Anlage. Im Wildgehege könnt ihr Damwild

betrachten.

Am Ende dieses Weges führen ein paar Stufen

hinauf in das Landschaftsschutzgebiet

der Zingergraben-Niederung, einem ehemaligen

Rieselfeld. Den Weg weiter geradeaus

folgen, bis zur nächsten Kreuzung, dann

nach links. Der Blick schweift über die weiten

Felder hinüber zum Dorf Blankenfelde.

Wir gehen jetzt bis zur nächsten Weggabelung,

an der auf ein Gehege mit Heckrindern

hingewiesen wird, folgen dem Weg nach

rechts, bis wir an die Mönchmühler Straße

gelangen. Diese muss überquert werden;

halb links drüben geht der Weg weiter. Vor

uns eine kleine Anhöhe: der Freizeit- und

Erholungspark Lübars, für die Bewohner des

Märkischen Viertels geschaffen.

Wir erreichen den Berliner Mauerweg, dem

Gemeindezeitung Oktober|November 2011

KULTUR

Um den Boden einen Tortenring stellen, die

Preiselbeercreme darauf verteilen und 1 Std.

kalt stellen. Die restliche Gelatine einweichen,

ausdrücken, auflösen und mit den

restlichen Preiselbeeren vermischen. Alles

auf der kalten Torte verteilen und nochmal 1

Std. kühlen. Marion Loerzer

wir nun nach rechts folgen. Wir überqueren

die Gleise der Heidekrautbahn, die längst

nicht mehr fährt. Nun geht es immer geradeaus,

über die Bahnhofstraße, die auf den

alten stillgelegten Bahnhof Blankenfelde

verweist, auf einen Hügel, von dem ein

hübscher Blick in das Tal des Tegeler Fließes

möglich ist.

Am Fuße dieses Hügels kreuzt sich unser

Weg mit dem „Barnimer Dörferweg“. Von

hier gäbe es noch unzählige Wanderwege in

wunderschöne Naturschutzgebiete; wir aber

wenden uns nach links, um nach Lübars zu

kommen und erreichen bald dieses Dorf, verwöhnt

mit herrlichen Landschaftseindrücken.

Von Lübars könnt ihr dann mit dem Bus

222 wieder zurück fahren, entweder über S-

Bahnhof Waidmannslust oder über Tegel.

Eckehard Kunz

11


GOTTESDIENSTE

Unsere schönen Gottesdienste

Samstag, 1. Oktober 2011 14 Uhr Konfirmation

Diakon Karl-Heinz Lange

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Sonntag, 2. Oktober 2011 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

15. Sonntag nach Trinitatis Pfarrer i.R. Eckehard Kunz

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Sonntag, 9. Oktober 2011 10 Uhr Jugendgottesdienst

16. Sonntag nach Trinitatis Diakon Karl-Heinz Lange

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Sonntag, 16. Oktober 2011 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

17. Sonntag nach Trinitatis Prädikant Norbert Busse

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Sonntag, 23. Oktober 2011 10 Uhr Gottesdienst

18. Sonntag nach Trinitatis Pfarrerin Monika Weber

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Sonntag, 30. Oktober 2011 10 Uhr Ökumenischer und musikalischer Gottesdienst

19. Sonntag nach Trinitatis mit Abendmahl

Pfarrer Dr. Dieter Spanknebel und Indonesische Gemeinde

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Montag, 31. Oktober 2011 9 Uhr Schulgottesdienst der ESN, Klassen 1-4

Reformationstag Pfarrerin Monika Weber

11 Uhr Schulgottesdienst der ESN, Klassen 5-8

Diakon Karl-Heinz Lange

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Sonntag, 6. November 2011 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres Pfarrerin Monika Weber

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Sonntag, 13. November 2011 10 Uhr Gottesdienst

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres Prädikant Norbert Busse

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Mittwoch, 16. November 2011 9 Uhr Schulgottesdienst der ESN, Klassen 1-4

Buß- und Bettag Pfarrer Dr. Dieter Spanknebel

11 Uhr Schulgottesdienst der ESN, Klassen 5-8

Diakon Karl-Heinz Lange

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Sonntag, 20. November 2011 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Ewigkeitssonntag Gedenken der Verstorbenen

Pfarrer Dr. Dieter Spanknebel

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Sonntag, 27. November 2011 10 Uhr Basargottesdienst

1. Advent Pfarrerin Monika Weber

Jeden Sonntag (außer in den Ferien) um 10 Uhr Kindergottesdienst

Offene Kirche Montag – Freitag 8–20 Uhr

Die Gottesdienstzeiten unserer 5 afrikanischen, brasilianischen,

indonesischen und rumänischen Gastgemeinden finden Sie auf S. 21.

12 Gemeindezeitung Oktober|November 2011

Montag – Freitag um 12 Uhr

Mittagsgebet in der Kirche

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