Alnatura Magazin - März 2017
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
alnatura.de<br />
MÄRZ 2 017<br />
ISSN 1612-7153<br />
#KunstKochen:<br />
Blumenstillleben trifft<br />
Wildkräuter-Blüten-Salat
ANZEIGE<br />
Besonders wertvoll<br />
Ihr tägliches Plus an Ωmega-Fettsäuren<br />
Diese kostbaren OXYGUARD®-Öle werden im Hause Rapunzel durch das besonders<br />
schonende OXYGUARD®-Verfahren gewonnen. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe<br />
wie die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren optimal erhalten.<br />
Ein rundum gesunder Genuss!<br />
NEU<br />
www.rapunzel.de<br />
Wir machen Bio aus Liebe.
Liebe Kundinnen,<br />
liebe Kunden,<br />
das Frühjahr kommt und nach und<br />
nach verwandelt sich das Angesicht<br />
der Erde von Graubraun zu frischem<br />
Grün. Die ersten Frühlingsblumen schieben ihre grünen Triebe durch<br />
den Boden. Die Natur ist in ihrer aktiven Phase. Neues entsteht –<br />
aus Altem. Die Blumenzwiebeln und Saatkörner im Boden vergehen,<br />
neue Wurzeln und Triebe kommen hervor. Zumeist schauen wir nur<br />
auf das, was frisch und dynamisch neu entsteht, weniger auf das, was<br />
zugleich vergeht. Dies ist jedoch ein Grundgesetz aller Entwicklung:<br />
»Stirb und Werde« (Johann Wolfgang von Goethe). Das Neue wächst<br />
aus dem Alten. Das gilt für die Entwicklungen in der Natur und ebenso<br />
auch für die Entwicklung des Menschen.<br />
Nur wenn wir Gewohntes hinter uns lassen, entsteht etwas Neues.<br />
Das Gewordene in Form unserer festen Vorstellungen müssen wir<br />
zurücklassen, wenn wir neue Ideen verwirklichen wollen. Erst ein<br />
Entlernen ermöglicht Neulernen. Nur wenn wir uns immer wieder<br />
offen und vorurteilsfrei mit der Wirklichkeit befassen, können wir sie<br />
ganz erfassen. »Stirb und Werde« gelingt uns nur, wenn wir den<br />
Mut aufbringen, loszulassen und durch eine Phase der Offenheit zu<br />
Neuem vorzudringen.<br />
Mit herzlichen Grüßen<br />
Prof. Dr. Götz E. Rehn,<br />
Gründer und Geschäfts -<br />
führer <strong>Alnatura</strong><br />
<strong>März</strong> <strong>2017</strong><br />
4 PANORAMA<br />
6 WARENKUNDE<br />
8 REZEPTIDEEN<br />
10 ZWEI, DIE SICH MÖGEN<br />
15 KOLUMNE<br />
16 HERSTELLER-REPORTAGE GEPA<br />
20 ALNATURA MARKENPRODUKTE<br />
22 HERSTELLER-REPORTAGE Palaterra<br />
24 ALNATURA EINBLICKE<br />
26 HERSTELLER-REPORTAGE foodloose<br />
30 NATURKOSMETIK<br />
34 GESELLSCHAFT<br />
36 LEITBILD LANDWIRTSCHAFT<br />
38 NACHHALTIG LEBEN<br />
40 ZEIT LEO<br />
43 KLEINES IMKER-TAGEBUCH<br />
44 Titel #KUNSTKOCHEN<br />
46 ÜBER DEN TELLERRAND KOCHEN<br />
48 PUNKTE SPENDEN – GUTES TUN<br />
50 VORSCHAU, FILIALEN, IMPRESSUM<br />
20 46<br />
34<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 3
Panorama<br />
NEU!<br />
Drei Dessertklassiker von <strong>Alnatura</strong><br />
Ob die beliebte französische Nachspeise Mousse au<br />
Chocolat, das nach original italienischem Rezept<br />
hergestellte Tiramisu oder die mit Schweizer Milch<br />
gemachte Pannacotta – ab sofort finden Sie drei neue<br />
<strong>Alnatura</strong> Sélection Spezialitäten im Kühlregal. Für<br />
erlesenen Bio-Genuss zum Verwöhnen und Teilen.<br />
Freude im Garten<br />
Endlich, es wird Frühling, die Gartenzeit beginnt! Wieder den<br />
Geruch feuchter Erde atmen, die Lieblingsblumen pflanzen,<br />
das Wunder des Wachsens beobachten und nach getaner Arbeit<br />
müde, aber glücklich im Garten sitzen. Rund ums ökologische<br />
Gärtnern bieten wir in unseren Filialen ein besonderes<br />
Sortiment an. Zum Beispiel Palaterra-Erde. Diese fermentierte,<br />
torffreie Schwarzerde sorgt für eine gute Durchlüftung des<br />
Bodens und kräftiges Pflanzenwachstum. Dazu ökologisches<br />
Saatgut, wie von Bingenheimer oder ProSpecieRara, einer<br />
Stiftung, die alte Gemüsesorten vor dem Aussterben bewahrt.<br />
Auch optisch ist dieses Gemüse ein Genuss. Schon etwas gewachsen<br />
und auch im Angebot sind die Bio-Stecklinge, sie<br />
stammen aus regionalem Anbau. Weshalb ökologisches Saatgut<br />
so sinnvoll ist und warum Bio, schöne Gärten und Viel -<br />
falt zusammengehören, erfahren Sie auf Seite 24 und unter<br />
vielfalterleben.info<br />
Fürs Osterkörbchen<br />
Fröhlich, zwitschernd und Vorfreude verbreitend – so<br />
kommen die neuen Verpackungen des <strong>Alnatura</strong> Frühlingsund<br />
Ostersortimentes daher. Zehn feine Bio-Produkte –<br />
vom Schoko-Oster hasen und Kräutertee über Nougat-<br />
Mandeln und Marzipan-Konfekt bis hin zu knusprigen<br />
Schoko-Eiern – warten darauf, Frohsinn und Genuss<br />
auf die Festtagstafel, die Picknickdecke oder ins Osterkörbchen<br />
zu bringen.<br />
Gentechnik – Nein Danke!<br />
Einen Konzernatlas <strong>2017</strong> haben sechs Organisationen<br />
vorgelegt, die Naturschutzorganisation BUND, die<br />
Heinrich-Böll-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung,<br />
Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde<br />
Diplomatique. Drei oder vier Großkonzerne besitzen<br />
den Großteil der Patente auf Saatgut, Pestizide und<br />
die Lizenzrechte auf die relevanten Züchtungsverfahren.<br />
Die großen Agrochemie-Giganten können – gegebenenfalls<br />
fusioniert zu Bayer / Monsanto, DuPont / Dow<br />
Chemical und ChemChina / Syngenta – die Welt-Landwirtschaft<br />
und -Lebensmittelerzeugung kontrollieren.<br />
Drei Konzerne beherrschen heute 60 Prozent der Märkte<br />
für Saatgut und Agrochemikalien. Über Rechte an<br />
Züchtungsverfahren, die mit Mitteln der Gentechnik<br />
arbeiten, wie zum Beispiel CRISPR- Cas9, streiten sich<br />
die Firmen. Der Konzentrationsprozess in dem Sektor<br />
geht weiter und erfasst inzwischen auch die Landmaschinenhersteller<br />
(keine-gentechnik.de, 10. 1. <strong>2017</strong>). MH
KURZ UND KNACKIG<br />
»Wandel ist notwendig<br />
wie die Erneuerung<br />
der Blätter im Frühling.«<br />
Vincent van Gogh (1853–1890)<br />
Bargeldlos bezahlen mit Payback Pay<br />
Immer mehr Kunden von <strong>Alnatura</strong> nutzen die neue Bezahlfunktion<br />
der Payback-App. Dank Payback Pay bezahlen Sie<br />
Ihre Einkäufe statt mit Bargeld oder Karte bequem mobil<br />
mit dem Smartphone. Das Ganze ist komfortabel, sicher<br />
und komplett gebührenfrei: Einmal die Bankverbindung hinterlegen,<br />
persönliche Pay-Pin festlegen und schon kann’s losgehen. Sie aktivieren<br />
an der Kasse einfach die Pay-Funktion auf Ihrem Smartphone und<br />
halten Ihr Smartphone über den Scanner – schon sind die Einkäufe bezahlt<br />
und die Payback-Punkte auf dem Konto. Mehr Informationen<br />
finden Sie unter alnatura.de/alnatura-maerkte/payback<br />
»Bio ist zu teuer!«<br />
Fragen Sie sich manchmal, was Sie erwidern können, wenn<br />
andere sagen, Bio-Produkte seien zu teuer? Ja, der Preis,<br />
den man für Bio-Lebensmittel zahlt, ist häufig höher als<br />
der für konventionell erzeugte Produkte. Denn Bio macht<br />
dem Bauern mehr Arbeit, weil er dem Unkraut mechanisch<br />
zu Leibe rücken muss, er kann nicht mit der Spritze arbeiten.<br />
Bei vielen Kulturen erntet er weniger von seinen Flächen.<br />
Denn er verzichtet auf die treibenden mineralischen Stickstoffdünger,<br />
die zwar Massenerträge ermöglichen, aber<br />
dies häufig zulasten von Produktgeschmack, Pflanzengesundheit,<br />
Biodiversität und Grundwasserqualität. Oft sind<br />
bei Bio Verarbeitung und Handel kleiner strukturiert als<br />
im konventionellen Bereich. Skaleneffekte der Kosteneffizienz<br />
lassen sich da in geringerem Maß realisieren. Aber<br />
der Bio-Bauer geht mit den Gemeingütern Boden, Wasser,<br />
Luft und Artenvielfalt sorgsamer um als viele konventionelle<br />
Kollegen. Er belastet die planetaren Stoffströme, zum<br />
Beispiel von Stickstoff und Phosphat (vgl. Rockström et al.,<br />
2009), erheblich weniger. Die Preise für Bio-Lebensmittel<br />
sagen ökologisch weit eher die Wahrheit als die Preise, die<br />
wir alle üblicherweise für unsere Nahrung zahlen – ohne die<br />
Umweltkosten zu kennen oder überhaupt zu bedenken. MH<br />
18 ABBI-Bauern stellen <strong>2017</strong> auf Bio um<br />
Am 16. Februar haben auf der Biofach in Nürnberg –<br />
der größten Messe für Bio-Lebensmittel weltweit –<br />
13 Bauern einen Förderpreis erhalten, der vom Naturschutzbund<br />
Deutschland e. V. (NABU) und <strong>Alnatura</strong><br />
verliehen wird. Damit erhalten die Preisträger <strong>2017</strong> eine<br />
Förderung durch das NABU-Projekt »Gemeinsam Boden<br />
gut machen«. Fünf weitere werden am 11. Juni auf<br />
dem Umweltfestival in Berlin vorgestellt. <strong>Alnatura</strong> unterstützt<br />
das Projekt finanziell durch die <strong>Alnatura</strong> Bio-<br />
Bauern-Initiative (ABBI): Die Bauern erhalten eine Fördersumme<br />
zwischen 18.500 und 60.000 Euro für die<br />
Umstellung auf biologische Landwirtschaft. Damit können<br />
in diesem Jahr rund 2014 Hektar auf Bio-Landbau<br />
umgestellt werden.<br />
Kennen auch Sie einen Bauern, der seinen Hof auf<br />
Bio-Landbau umstellen möchte? Wussten Sie, dass Sie<br />
das Projekt mit dem Kauf von <strong>Alnatura</strong> Produkten mit<br />
dem Hinweis »Gemeinsam Boden gut machen« automatisch<br />
unterstützen? Mehr unter alnatura.de/abbi<br />
Film-Tipp: Der Film »Bauer unser« (Filmstart:<br />
23. <strong>März</strong> <strong>2017</strong>) zeigt gleichermaßen ungeschönt wie<br />
unaufgeregt, wie es auf Bauernhöfen zugeht – der Tenor<br />
ist einhellig: »So kann und wird es nicht weitergehen.«<br />
Infos unter mfa-film.de/kino/id/bauer-unser/<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 5
Gütesiegel beim Fischkauf<br />
MSC-Siegel (Marine Stewardship Council): Fisch und<br />
Meeresfrüchte aus nachhaltiger Fischerei, die 3 Prinzipien<br />
folgt: Schutz der Fischbestände, minimale Auswirkungen<br />
auf das Ökosystem, verantwortungsvolles und<br />
effektives Management.<br />
Naturland: Die Richtlinien für ökologische Aquakultur<br />
und nachhaltigen Fischfang schaffen Rahmenbedingungen<br />
für Erzeuger von Fisch und Meeresfrüchten, die der<br />
genutzten Art sowie deren Ökosystem nicht schaden.<br />
Friend of the Sea: International anerkanntes Gütezeichen<br />
zur Kennzeichnung von Produkten aus nachhaltiger<br />
Fischerei – weder Fischbestände noch Meeresumwelt<br />
werden gefährdet, keine ungewollten Arten als Beifang.
WARENKUNDE<br />
Fisch<br />
Schön, diese Vorstellung: Eine Handvoll Männer fährt<br />
mit kleinen Kuttern dem Morgengrauen entgegen.<br />
Im Gepäck Angeln und selbst gemachte Netze, um den<br />
Fisch zu fangen, der einige Tage später auf unserem Teller liegen<br />
wird. Doch dieses hemmingwaysche Bild vom alten Mann und<br />
dem Meer – das wissen wohl die meisten – ist mittlerweile<br />
weit entfernt von der Realität. Große Hochseefangflotten, technisch<br />
bestens ausgerüstet und oft mit großen Schleppnetzen<br />
»bewaffnet«, haben die Oberhand über das Meer und seine<br />
Fischbestände gewonnen. Schätzungen der Welternährungsorganisation<br />
(FAO) zufolge sind circa 61 Prozent der Fischbestände<br />
bis an die Grenze genutzt, etwa 29 Prozent gar überfischt<br />
beziehungsweise erschöpft. Diese Zahlen gelten weltweit,<br />
für europäische Gewässer lesen sich die Zahlen noch dramatischer.<br />
Im Mittelmeer sind gar 93 Prozent der Bestände überfischt.<br />
Umweltorganisationen warnen deshalb: Das Meer steckt<br />
in der Krise, den Fischen steht das Wasser bis zum Hals. Dabei<br />
geht es nicht nur um das Verschwinden einer Delikatesse oder<br />
der Lebensgrundlage vieler Kleinfischer, sondern ein ganzes<br />
Ökosystem droht zu kollabieren. Andererseits hält die Deutsche<br />
Gesellschaft für Ernährung (DGE) an ihrer Empfehlung fest,<br />
ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu verzehren. Schließlich ist<br />
Fisch ein wertvolles Lebensmittel, welches seit Menschengedenken<br />
den Speiseplan bereichert. Doch kann man Fisch noch<br />
mit gutem Gewissen verzehren? Die etwas zögerliche Antwort:<br />
Ja, das ist möglich, erfordert aber einiges an Wissen.<br />
Ob tiefgefroren, aus der Dose oder geräuchert:<br />
Oberstes Gebot bei der Auswahl des <strong>Alnatura</strong><br />
Fischsortiments ist die Nachhaltigkeit.<br />
Wildfang und Aquakultur Wasser ist der Lebensraum des<br />
Fisches. Dabei wird in Süßwasser- und Seefisch unterschieden.<br />
Süßwasserfische leben überwiegend in Flüssen und Seen,<br />
zu den bekanntesten Beispielen gehören Karpfen, Lachs und<br />
Forelle. Seefische wie Kabeljau, Rotbarsch, Heilbutt und Co.<br />
hingegen leben im Meer. Wird ein Fisch gefangen, der frei in<br />
seinem natürlichen Lebensraum aufgewachsen ist, so spricht<br />
man von Wildfisch. Wird er hingegen vom Menschen gehalten,<br />
so ist der Fisch in Aquakultur aufgewachsen. So viel zu den<br />
Definitionen. Für verantwortungsvollen Fischkonsum muss<br />
man bei beiden Varianten genau hinschauen.<br />
Wildfang Wild gefangener Fisch wächst in seinem natürlichen<br />
Umfeld auf – im Meer, See oder Fluss. Da man bei<br />
diesen frei lebenden Tieren keinen direkten Einfluss auf Lebensraum<br />
und Futterqualität hat, gilt die EG-Öko-Verordnung nicht.<br />
Das Siegel sucht man auf Wildfisch daher vergebens. Stattdessen<br />
geben andere Symbole Aufschluss über die Nachhaltigkeit<br />
des Fisches. Das wohl bekannteste ist das Siegel des MSC (Rat<br />
zum Erhalt der Meere). Die weiße Fischsilhouette auf blauem<br />
Grund zertifiziert Fischereien, die nachhaltigen Fisch fang betreiben<br />
– also beispielsweise nur in stabilen Beständen fischen.<br />
Umweltorganisationen wie Greenpeace gehen weiter. Sie betrachten<br />
auch die Fangmethode, Schleppnetze beispielsweise<br />
sind für einen von Greenpeace empfohlenen Fisch tabu. Zu<br />
hoch sind der Beifang und die mögliche Zerstörung des Meeresbodens<br />
durch die meist schweren Gerätschaften.<br />
Aquakultur Das Halten von Fischen, Muscheln und Krebstieren<br />
in einer Art Teich oder Gehege kann einen Beitrag leisten,<br />
um dem Meer und seinen Bewohnern Erholung zu gönnen.<br />
Aber es kommt darauf an, wie die Haltung erfolgt. Konventionelle<br />
Aquakultur, beispielsweise von Lachs oder Garnelen, ist<br />
oft Massentierhaltung. Einhergehend mit den üblichen Problemen:<br />
viele Tiere auf engen Raum, Überdüngung der Gewässer<br />
durch Ausscheidungen, wenig nachhaltiges Futter, Medikamentenrückstände<br />
und einiges mehr. Die EG-Öko-Verordnung<br />
regelt daher seit 2009 die Bio-Aquakultur; ihr grünes Siegel ist<br />
verpflichtend auf den Produkten zu finden. Die Regeln: geringere<br />
Bestandsdichte, Fütterung mit Bio-Komponenten oder<br />
nachhaltig gefangenem Beifang, keine vorbeugende Antibiotikagabe<br />
und so weiter. Naturland ist hier besonders engagiert.<br />
Bereits 1996 hat dieser Bio-Verband Richtlinien für ökologische<br />
Aquakultur erarbeitet, die noch heute strenger als die Vorgaben<br />
der EG-Öko-Verordnung sind.<br />
Fisch bei <strong>Alnatura</strong> Zugegeben: Es ist nicht leicht, bei nachhaltigem<br />
Fischkonsum den Überblick zu behalten. <strong>Alnatura</strong> schließt<br />
sich daher den Vorgaben des Bundesverbands Naturkost Naturwaren<br />
(BNN) an. Hier wird klar geregelt, dass in BNN-zertifizierten<br />
Bio-Läden ausschließlich Fisch zu finden ist, der entweder<br />
aus Bio-Aquakultur stammt oder im Fall von Wildfisch zwei<br />
grundsätzlichen Vorgaben entspricht. Erstens: Unabhängige<br />
Experten wie Greenpeace müssen die Fischart, ihre geografische<br />
Herkunft und Fangmethode als vertretbar einstufen. Zweitens:<br />
Fang, Gewinnung und Herstellung müssen durch eine unabhängige<br />
Einrichtung kontrolliert werden. Aus diesem Grund<br />
finden Sie bei <strong>Alnatura</strong> ein eher übersichtliches, dafür aber<br />
ökologisch vertretbares Fischsortiment. AW<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 7
REZEPTIDEEN<br />
8 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
Lachs-Couscous-Päckchen<br />
Surf and Turf<br />
Gebratenes Entrecote mit Garnelen,<br />
Kartoffelecken und Tomaten-Salsa<br />
Zutaten für 4 Portionen<br />
200 g Black-Tiger-Garnelen (über Nacht im Kühlschrank<br />
aufgetaut) / 2 Entrecote-Steaks vom Rind à 200 g /<br />
Meersalz / schwarzer Pfeffer / Butterschmalz oder<br />
Ghee zum Braten / Tomaten-Salsa: 2 rote lange Chilischoten<br />
/ 1 rote Zwiebel / 2 reife Tomaten / 1 kl. Bund<br />
Koriander / 3 EL Olivenöl / Meersalz / 1 Prise Zucker /<br />
1 Limette / Kartoffelecken: 600 g kl. fest kochende<br />
Kartoffeln / 3 EL Olivenöl / Meersalz / 1 TL Paprikapulver /<br />
1/2 TL Curry / 2–3 Prisen schwarzer Pfeffer / 6–8 Zehen<br />
Knoblauch, angedrückt<br />
Zubereitung<br />
Garnelen schälen, mit Küchenpapier trocken tupfen<br />
und halbieren, dann beiseitestellen.<br />
Steaks mit Küchenpapier trocken tupfen, mit Frischhaltefolie<br />
abdecken und Raumtemperatur annehmen lassen.<br />
Für die Salsa Chilischoten vom Stiel befreien, längs<br />
halbieren, entkernen und in sehr feine Würfel schneiden.<br />
Zwiebel abziehen und in feine Würfel schneiden.<br />
Tomaten vierteln, entkernen, das Fruchtfleisch fein<br />
würfeln.<br />
Koriander grob schneiden und alles zusammen in einer<br />
Schüssel mischen, mit Olivenöl, Salz, Zucker und<br />
wenigen Spritzern Limettensaft abschmecken. Beiseitestellen.<br />
Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech<br />
mit Backpapier auslegen.<br />
Kartoffeln sehr gründlich unter fließendem Wasser<br />
waschen, dann trocknen und längs halbieren. Olivenöl<br />
mit Gewürzen verrühren. Kartoffeln mit der Würzmarinade<br />
einreiben. Kartoffeln und Knoblauch auf dem<br />
Backblech verteilen, für ca. 20 min knusprig backen.<br />
In der Zwischenzeit Steaks und Garnelen mit Salz<br />
und Pfeffer würzen. Butterschmalz in einer großen<br />
Pfanne heiß werden lassen, Steaks je nach Belieben<br />
3–5 min je Seite anbraten, aus der Pfanne nehmen<br />
und kurz ruhen lassen. Garnelen in die heiße Pfanne<br />
geben und für 1,5–2 min anbraten.<br />
Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und bei Bedarf<br />
mit etwas Salz nachwürzen.<br />
Steaks mit Garnelen, Kartoffeln und Salsa anrichten<br />
und servieren.<br />
• Zubereitungszeit: ca. 30 min + ca. 20 min Garzeit<br />
(+ Auftauen über Nacht) • Nährwerte pro Portion:<br />
Energie 535 kcal, Eiweiß 33 g, Kohlen hydrate 31 g,<br />
Fett 41 g<br />
Buongiorno! Neben meinem Job als Chemie- und Biologielehrerin habe<br />
ich noch zwei weitere Leidenschaften: Kochen und Backen. Mein Fokus<br />
liegt auf gelingsicheren saisonalen Rezepten, meist aus der italienischen<br />
Küche, die mir quasi in die Wiege gelegt wurde. Wer auf der<br />
Suche nach der perfekten Pannacotta ist oder Tipps und Tricks für ein<br />
leckeres Risotto braucht, wird auf meinem Blog sicherlich fündig.<br />
Zutaten für 2 Portionen<br />
200 g Karotten / 100 g Zucchini / 1 Bund Frühlingszwiebeln / 1 EL Olivenöl<br />
/ Meersalz, Pfeffer / 1 TL Zimt / 1 TL Curry / 1 Prise Kreuzkümmel /<br />
160 g Couscous / 200 ml heiße Gemüsebrühe (+ ca. 100 ml als Reserve) /<br />
2 Lachsfilets à ca. 200 g / 1 Zitrone / etwas glatte Petersilie / Backpapier<br />
oder Pergamentpapier / Backgarn<br />
Zubereitung<br />
Gemüse putzen, waschen und wenn nötig schälen. Karotten und<br />
Frühlingszwiebeln in etwa 0,5 cm dicke Scheiben, Zucchini in kleine<br />
Würfel schneiden. In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen, Gemüse<br />
für ca. 4 min anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.<br />
Restliche Gewürze unter den Couscous mischen und diesen mit der<br />
Gemüsebrühe zum Pfannengemüse geben. Verrühren und bei kleiner<br />
Flamme zugedeckt etwa 5 min quellen lassen. Sollte der Couscous<br />
danach noch trocken sein, etwas Gemüsebrühe nachgießen und nochmals<br />
2 min quellen lassen.<br />
Lachsfilets von allen Seiten salzen und pfeffern. Zitronenschale fein<br />
abreiben und gemeinsam mit der gehackten Petersilie auf die Oberseite<br />
der Lachsfilets geben. Zitrone in dünne Scheiben schneiden und<br />
zunächst beiseitelegen.<br />
Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.<br />
Für die Päckchen 2 Bögen Back- oder Pergamentpapier auslegen,<br />
Couscous jeweils in der Mitte der beiden Bögen verteilen. Lachsfilets<br />
mit der Petersilienseite nach oben auf die Couscous-Portionen setzen<br />
und mit Zitronenscheiben belegen. Zum Schluss die Enden des Backpapiers<br />
zudrehen und mit etwas Backgarn zubinden, sodass man eine<br />
Art Bonbonverpackung erhält. Geschlossene Päckchen auf ein Backgitter<br />
geben und auf der zweiten Schiene von unten ca. 20 min backen.<br />
• Zubereitungszeit: ca. 30 min + ca. 20 min Backzeit • Nährwerte pro<br />
Portion: Energie 768 kcal, Eiweiß 54 g, Kohlen hydrate 73 g, Fett 26 g<br />
Blogger-Rezept des Monats<br />
von Elena Giuseppino<br />
heute-gibt.es
ZWEI, DIE SICH MÖGEN<br />
Fisch<br />
Petersilie<br />
Sinnt man darüber nach, warum zwei Menschen gut<br />
zuein ander passen, sich gar lieben und ein harmonisches<br />
Paar bilden, hört man Erklärungen wie: Gegensätze ziehen<br />
sich an. Oder: Gleich und gleich gesellt sich gern. Wie<br />
dem auch sei, die kulinarische Pärchenbildung ist ebenso<br />
vielfältig wie überraschend und auf keinen Fall monogam.<br />
Kombiniert man Speisen, Gewürze und Getränke miteinander,<br />
gibt es immer noch einen dritten, vierten oder noch<br />
mehr Partner, die mindestens genauso gut passen. Lassen<br />
Sie sich inspirieren und probieren Sie es einfach aus.<br />
Lachs, Karpfen, Sardinen und Co. – Fisch ist ein vielseitiges<br />
Lebensmittel. Schon allein aufgrund der vielen<br />
verschiedenen Arten, die sich in Meer, See oder Fluss<br />
tummeln. Bei <strong>Alnatura</strong> wird das Sortiment nach strengen Krite<br />
rien ausgewählt, oberste Priorität hat bei Wildfisch die<br />
Nachhaltigkeit des Fangs; bei Fisch aus Aquakultur ist es die<br />
Einhaltung der Bio-Richtlinien – mehr dazu lesen Sie in unserer<br />
Warenkunde auf Seite 7. Der weltweite Pro-Kopf-Verzehr für<br />
Fisch und Meerestiere liegt bei über 20 Kilogramm; besonders<br />
beliebt sind dabei Lachs, Alaska-Seelachs, Hering, Thunfisch<br />
und Forelle. Letztere steht im deutschen Beliebtheits-Ranking<br />
ganz weit oben. Sicher auch weil einige Forellenarten – so die<br />
Bach- und Regenbogenforelle – in mitteleuropäischen Seen<br />
und Flüssen schon lange heimisch sind. Ihr weißes Fleisch ist<br />
zart und aromatisch, Verwendungsmöglichkeiten gibt es viele.<br />
So schmeckt die Forelle – im Ganzen oder lediglich das Filet –<br />
geräuchert sehr delikat. Auch die Zubereitung auf dem Grill<br />
oder im Ofen ist eine Gaumenfreude, egal ob puristisch oder<br />
raffiniert gefüllt. Ein Klassiker der Hausmannskost ist Forelle<br />
blau – eine sanfte Garmethode des frischen Fisches, in einem<br />
speziellen Sud, der für die charakteristische Farbe sorgt. Wer<br />
es aber knusprig mag, dem sei Forelle Müllerin Art ans Herz<br />
gelegt: Der Fisch wird zunächst in Milch, dann in Mehl gewendet,<br />
um anschließend in Butter ausgebacken zu werden.<br />
Oder noch einfacher: ein paniertes Fischfilet aus weißfleischigem<br />
Fisch, wie zum Beispiel vom Kabeljau.<br />
Doch ob geräuchert, gegart oder gebacken, es gibt ein<br />
Küchenkraut, welches das feine Aroma der Forelle besonders<br />
gut zur Geltung bringt: die Petersilie. Ihre grünen Blätter und<br />
Stiele wusste man schon in der Antike zu schätzen, damals<br />
allerdings eher als Heil- und Kultpflanze. Heute unterscheiden<br />
wir zwei Varietäten des Doldenblütlers: die krause und die<br />
glatte Petersilie. Erstere hat ein mildes Petersilienaroma,<br />
während die Blätter und Stiele der glatten Variante etwas<br />
kräftiger im Geschmack sind. Das Bemerkenswerte an<br />
der Petersilie ist ihre Eigenschaft, mit fast allen anderen<br />
Küchengewürzen zu harmonieren. Und auch wenn sie<br />
einen eigenen, typischen Geschmack hat, überlagert<br />
sie ihre Begleiter nicht – das kommt nicht nur dem zarten<br />
Forellengeschmack sehr entgegen, auch andere<br />
weißfleischige Fischsorten und Krustentiere ergänzt<br />
Petersilie aufs Feinste. AW<br />
REZEPT<br />
Fisch nach Art der Müllerin<br />
Zutaten für 2 Portionen<br />
2 Forellen (TK, alternativ Kabeljaufilets) / 1 Bund glatte<br />
Petersilie / 2 Zitro nen / 3 EL gehobelte Mandeln / 150–<br />
200 ml Milch / Meer salz / ca. 200 g Mehl Type 405 /<br />
150 g Butter / Pfeffer<br />
Zubereitung<br />
Am Vortag den gefrorenen Fisch über Nacht im Kühlschrank<br />
auftauen lassen.<br />
Am Folgetag Petersilie grob hacken und beiseitestellen.<br />
Schale von 1 Zitrone dünn abreiben und den Saft<br />
auspressen. Die 2. Zitrone vierteln. Gehobelte Mandeln<br />
in einer Pfanne trocken anrösten, bis sie gold braun sind und ihr<br />
Aroma entfalten. Anschließend beiseitestellen.<br />
Forellen kurz unter kaltem fließendem Wasser abbrausen,<br />
trocken tupfen und die Flossen mit einer Schere abschneiden.<br />
Zwei längliche, tiefe Auflaufformen bereitstellen. (Der Fisch<br />
sollte der Länge nach hineinpassen.) Milch mit 2 guten Prisen<br />
Salz würzen und in eine der Formen gießen. Mehl in die<br />
zweite Form geben.<br />
Fisch auf ein Backblech geben, von innen und außen mit<br />
Zitronensaft einreiben und für 4 min marinieren. Pfanne erhitzen<br />
und 1 guten EL Butter darin zerlassen.<br />
Fisch in der Milch wenden und anschließend rundherum im<br />
Mehl wenden. Überschüssiges Mehl von den Forellen abklopfen<br />
und Forellen in die Pfanne geben.<br />
Bei mittlerer Temperatur für ca. 3–4 min je Seite in der Butter<br />
10 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
HERSTELLER-<br />
EMPFEHLUNG*<br />
Zum Fisch ein Gedicht:<br />
Der ausdrucksvolle,<br />
feinrassige Grauburgunder<br />
mit angenehmer Säure<br />
wird hergestellt vom Weingut<br />
Knobloch aus Ober-<br />
Flörsheim in Rheinhessen,<br />
einem Bio-Winzer der<br />
ersten Stunde.<br />
knusprig ausbacken. Mit Salz und Pfeffer würzen, aus der<br />
Pfanne nehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen.<br />
Nussbutter: Übrige Butter in die Pfanne geben, bei mitt lerer<br />
Temperatur leicht aufschäumen und etwas Farbe annehmen<br />
lassen. Geröstete Mandeln und gehackte Petersilie zugeben.<br />
(Vorsicht! Das kann etwas spritzen.) Einrühren und vom Herd<br />
nehmen.<br />
Fisch auf Tellern anrichten, mit der Petersilien-Nuss-Butter<br />
übergießen und mit Zitronenspalten servieren. Dazu passen<br />
Salzkartoffeln.<br />
• Zubereitungszeit : ca. 25 min (+ Auftauen über Nacht)<br />
• Nährwerte pro Portion: Energie 1 316 kcal, Eiweiß 57 g,<br />
Kohlen hydrate 81 g, Fett 79 g<br />
KNOBLOCH<br />
GRAUER BIO-BURGUNDER<br />
»GUTSWEIN«<br />
• nussige Aromen gepaart mit frischer<br />
Zitrusfrucht<br />
• passt zu Fisch Müllerin Art,<br />
gebratenem Lachsfilet, aber auch zu<br />
sauer eingelegten Fischen,<br />
gegrillten Garnelen oder Huhn<br />
• zusammen mit zarten bis kräftigen<br />
Käsesorten wie Gouda mittelalt,<br />
Cheddar und Bergkäse sowie Frühlingsgemüse<br />
ein Genuss<br />
• empfohlene Trinktemperatur: 10–12 °C<br />
0,75 l 7,99 € (1 l = 10,65 €)<br />
* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet<br />
sind, handelt es sich um Anzeigen. Diese<br />
Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt.
MARKENSEITE*<br />
Reinheit und besonderer Geschmack<br />
Seit über 40 Jahren steht Yogi Tea für köstliche Kräuter- und Gewürztees,<br />
die auf ayurvedischen Teerezepturen basieren. Yogi Tea hat seine<br />
Wurzeln in der 3 000 Jahre alten indischen Weisheitslehre des Ayurveda,<br />
der Lehre über die Balance von Körper, Geist und Seele. Eine einzigartige,<br />
auf einem Originalrezept von Yogi Bhajan basierende Teemischung<br />
aus Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken und schwarzem Pfeffer<br />
wurde in Europa erstmals in den 1970er-Jahren angeboten. Heute<br />
schätzen Menschen auf der ganzen Welt die besonderen Geschmacksnoten<br />
von mehr als 80 ausgewählten Kräutern und Gewürzen aus<br />
kontrolliert biologischem Anbau, die den 44 verschiedenen Sorten ein<br />
unvergleichbares Aroma verleihen.<br />
Der Markentisch des Monats<br />
Die hier abgebildeten Bio-Produkte<br />
finden Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong><br />
Super Natur Markt<br />
auf dem Markentisch<br />
und im Regal.<br />
BIO-TEE KLARER GEIST<br />
Zeit für eine Auszeit – mit der<br />
Kräuter teemischung aus Basilikum,<br />
Kardamom und Zitronenmelisse.<br />
Abgerundet wird der Tee mit Ginkgo.<br />
17 Teebeutel à 1,8 g = 30,6 g<br />
3,29 € (100 g = 10,75 €)<br />
BIO-TEE CLASSIC<br />
Die Kraft exotischer Gewürze in<br />
einem Tee vereint: mit süßem Zimt,<br />
spritzigem Ingwer, Kardamom,<br />
Nelken und schwarzem Pfeffer.<br />
17 Teebeutel à 2,2 g = 37,4 g<br />
3,29 € (100 g = 8,80 €)<br />
12 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
* Bei den Markenseiten-Produkten handelt es sich um Anzeigen. Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt.<br />
BIO-TEE GRÜNE ENERGIE<br />
Grüntee vereint mit dem herbfruchtigen<br />
Geschmack von Guarana.<br />
Mit Kräuterauszügen aus Holunderblüten,<br />
getrocknetem Kombuchaextrakt<br />
und Zitronenverbene.<br />
17 Teebeutel à 1,8 g = 30,6 g<br />
3,29 € (100 g = 10,75 €)<br />
BIO-TEE INGWER ZITRONE<br />
Die Schärfe des Ingwers kombiniert<br />
mit der Frische von Zitronenschalen<br />
und Zitronenöl. Zitronengras, Pfefferminze,<br />
Süßholz und schwarzer<br />
Pfeffer geben dem Tee »Biss«.<br />
17 Teebeutel à 1,8 g = 30,6 g<br />
3,29 € (100 g = 10,75 €)<br />
BIO-TEE NATÜRLICHE ABWEHR<br />
Der feinherbe Geschmack der Echinacea<br />
trifft auf fruchtige Holunderbeere und<br />
aromatisches Basilikum. Mit natürlichem<br />
Vitamin C aus getrocknetem Acerolasaft.<br />
17 Teebeutel à 2 g = 34 g<br />
3,29 € (100 g = 9,68 €)<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 13
HERSTELLER-EMPFEHLUNG*<br />
Hafervollkornflocken<br />
und knusprige Flakes<br />
werden mild geröstet,<br />
bis sie goldbraun sind.<br />
Für einen genussvollen<br />
und unbeschwerten<br />
Start in den Tag.<br />
ALLOS<br />
BIO-HOF ROASTIE CASHEW & VANILLE** vegan<br />
• extra-knusprig im Allos Hof-Ofen geröstet<br />
• mit Agavendicksaft und Reissirup gesüßt (30 % weniger<br />
Zucker als herkömmliche Crunchies)<br />
• mit Cashewnüssen und Bourbonvanille<br />
• auch in den Sorten Wildbeere und Schokolade erhältlich<br />
300 g 3,69 € (1 kg = 12,30 €)<br />
D’ANGELO<br />
BIO-CAPPELLETTI GEMÜSE VOLLKORN** vegan,<br />
BIO-RAVIOLI MIT VEGANEM SCHMELZ** vegan<br />
ODER BIO-STROZZAPRETI DINKEL** vegan<br />
• Cappelletti: gefüllt mit einer ausgewogenen Gemüsemischung<br />
• Ravioli: zart schmelzende vegane Füllung in goldgelber Teigtasche<br />
• Strozzapreti: kleine Nudelröllchen aus Dinkelgrieß mit einer<br />
leicht nussigen Geschmacksnote<br />
je 250 g 2,99 € (100 g = 1,20 €)<br />
Was wäre die mediterrane Küche<br />
ohne richtig gute Nudeln! D’Angelos Pasta<br />
ist biofrisch und trotzdem bis<br />
zu zwölf<br />
Monate<br />
ungekühlt<br />
haltbar.<br />
* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet sind, handelt es sich um Anzeigen.<br />
Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt. / ** Nicht in allen Filialen erhältlich.<br />
Sonntag morgen,<br />
duftender Kaffee<br />
und dazu ein<br />
Croissant mit Marmelade<br />
von LaSelva. Herrlich fruchtig!<br />
In den Geschmacksrichtungen Orange<br />
und Zitrone.<br />
LASELVA<br />
BIO-MARMELADE ZITRONE**<br />
ODER ORANGE** vegan<br />
• ausschließlich aus frisch geernteten Früchten und<br />
Rohrzucker hergestellt<br />
• Orange: harmoniert als Aufstrich mit Ricotta-Käse und<br />
eignet sich als Basis für Kuchen- und Tortenkreationen<br />
• Zitrone: ideal auf frischen Croissants, in Joghurt<br />
oder Quark, Müsli, Desserts und Gebäck<br />
je 220 g 2,79 € (100 g = 1,27 €)<br />
14 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong><br />
ALNAVIT<br />
BIO-SUPER-PORRIDGE »BEERENSCHMEICHLER«<br />
»NUSSSCHMEICHLER« ODER »KAKAOSCHMEICHLER«<br />
• BeerenSchmeichler: mit Aronia und Hanfsamen<br />
• NussSchmeichler: mit Quinoa und Cashewnüssen<br />
• KakaoSchmeichler: mit Chia und Kakao<br />
• vegan laut Rezeptur<br />
je 300 g 3,99 € (1 kg = 13,30 €)<br />
Öfter mal was Neues – warum nicht<br />
auch beim Frühstück? Von Alnavit gibt es<br />
dafür drei glutenfreie Super-Porridges,<br />
die blitzschnell<br />
zubereitet<br />
sind.
KOLUMNE<br />
Zu viel des Guten<br />
Nicht »normal«? Schief gewachsene<br />
Karotten und Co. landen oft im Müll.<br />
Dabei verkennen wir die Schönheit<br />
des Makels, und geschmacklich sind<br />
die Sonderlinge genauso lecker.<br />
istockphoto / akiyoko: Paprika / Lagui: Mülltonne / Ohotnik: Möhre / siloto: Kartoffel<br />
Wien, die größte Stadt Österreichs, wirft täglich<br />
so viel Brot weg, wie Graz, die zweitgrößte<br />
Stadt, benötigt.« Dieser Satz aus dem Dokumentarfilm<br />
»We Feed the World« hat mich geschockt und ist mir<br />
seither im Gedächtnis geblieben. Noch leben wir in einer<br />
Wegwerfgesellschaft: Elektronische Geräte wie Handys oder<br />
Computer haben einen geplanten Produktlebenszyklus, der<br />
nach einer bestimmten Nutzungsdauer enden soll, damit wir<br />
uns das Modell der nächsten Generation besorgen und so den<br />
dauerhaften Konsum sicherstellen. Das gilt auch für Bekleidung,<br />
Autos und viele weitere Güter des täglichen oder unregelmäßigen<br />
Bedarfs. Die jeweilige Mode ändert sich so schnell, dass<br />
wir ständig weiter kaufen müssen, wenn wir den aktuellen<br />
Trends folgen wollen. Wer trägt heute überhaupt noch geflickte<br />
Kleidung oder lässt seinen Fernseher reparieren?<br />
Beim Essen ist das Ausmaß der Verschwendung besonders<br />
schlimm. Angesichts der anhaltenden Armut in der Welt wird<br />
sehr deutlich, wie dringend wir unsere Einstellung dazu überdenken<br />
und Initiative ergreifen sollten. 15 Millionen Tonnen<br />
Lebensmittel pro Jahr sind es allein in Deutschland! Heutzutage<br />
liefern Großhändler Obst oder Gemüse in perfekter Reife<br />
schon gar nicht mehr aus, weil es für viele Käufer am nächsten<br />
Tag im Regal nicht mehr frisch genug wäre. Mindesthaltbarkeitsdatum<br />
erreicht? Ohne Prüfung ab in die Tonne.<br />
Die sogenannten »Misfits«, also schief gewachsene, nicht der<br />
Norm entsprechende Karotten und Co., bleiben liegen, weil<br />
man lieber ein perfekt geformtes Exemplar in seinen Salat reiben<br />
will. Ein Profil mit Ecken und Kanten ist anscheinend<br />
weniger attraktiv als eine makellose Erscheinung,<br />
auch wenn diese für kaum jemanden<br />
wirklich erreichbar ist. Denn das Leben mit<br />
allem, was daraus hervorgeht, hat selten<br />
eine perfekte Form. Wir streben nach dem<br />
Unmöglichen und verkennen dabei oft die<br />
Schönheit des Makels.<br />
Am Ende des Tunnels erscheint zum Glück immer wieder<br />
Licht: Es gibt bereits Restaurants und Food Trucks, die ausschließlich<br />
mit aussortierter Ware kochen. Repair Cafés öffnen<br />
in immer mehr Städten die Tore und bringen das in Ordnung,<br />
was nicht funktioniert, aber noch weit weg von unbrauchbar<br />
ist. Trotz dieser Entwicklungen und auch wenn Unternehmen<br />
durch enge Zusammenarbeit mit Lieferanten die Menge übrig<br />
bleibender Lebensmittel minimieren oder das, was letztlich<br />
doch entsorgt werden muss, an Organisationen wie die Tafeln<br />
geben: Die Verschwendung von Gütern in Grenzen zu halten,<br />
ist eine globale Verantwortung, die von jedem Einzelnen getragen<br />
werden muss: Über die Art und Weise, wie wir konsumieren<br />
und welche Meinung wir diesbezüglich vertreten, werden<br />
wir zur Veränderung, die wir in der Welt sehen wollen. Sich<br />
der Thematik im Makrokosmos, also dem Großen und Ganzen,<br />
bewusst zu werden, ist wichtig. Das Handeln findet aber<br />
im eigenen Einflussbereich, unserem Mikrokosmos, statt.<br />
Mit zunehmender Weltbevölkerung wird uns irgendwann<br />
gar nichts anderes übrig bleiben, als Dinge länger zu nutzen<br />
und weniger verschwenderisch mit Nahrung umzugehen. Wir<br />
sollten daher unsere Güter umso mehr wertschätzen, je länger<br />
wir sie schon besitzen und nutzen. Der Kauf von Neuem<br />
muss eine lästige Notwendigkeit sein, nicht Hobby oder Ersatzbefriedigung.<br />
Und wenn man kurz vor Geschäftsschluss<br />
noch einkaufen geht, ist doch eigentlich klar, dass nicht mehr<br />
alles in vollem Umfang zur Auswahl steht. Ansonsten wird<br />
Wien weiterhin Graz mit Brot versorgen können. Aber leider<br />
nur theoretisch.<br />
››› Julian Stock, 34, ist Sortiments manager bei <strong>Alnatura</strong>.<br />
Er befasst sich mit den Entwicklungen und Trends<br />
bei den Ernährungsgewohnheiten und setzt sich für<br />
eine nach haltige Lebensweise ein. Seine Artikel finden<br />
Sie auch online unter alnatura.de/vegan-kolumne<br />
Schreiben Sie ihm, wenn Sie möchten:<br />
julian.stock@alnatura.de<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 15
»Empowerment ist mein<br />
Lieblingswort, wenn es um<br />
fairen Handel geht: der<br />
Prozess der Emanzipation der<br />
Menschen von ›Objekten‹ zu<br />
Akteuren ihres Schicksals.«<br />
Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung<br />
16 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
HERSTELLER-REPORTAGE<br />
Für einen Wandel im Handel<br />
Seit mehr als 40 Jahren kämpft Europas größte Fair-Trade-Handelsorganisation<br />
für mehr Gerechtigkeit in der Welt. <strong>Alnatura</strong> traf Andrea Fütterer,<br />
Leiterin der GEPA-Grundsatzabteilung, und sprach mit ihr über aktuelle<br />
Herausforderungen und neue Wege des fairen Handels.<br />
Für Andrea Fütterer war bereits in der Schulzeit klar,<br />
dass sie einen »grünen« Beruf ergreifen möchte und<br />
in der Entwicklungsarbeit tätig sein will. Nach ihrem<br />
Studium zur Gartenbauingenieurin wollte sie 1989 mit einem<br />
Praktikum in Honduras herausfinden, ob ihr die Arbeit liegt.<br />
Sie wurde nicht enttäuscht. Ersten Kontakt zur GEPA knüpfte<br />
Fütterer bereits während eines Projekts in Honduras, bei dem<br />
es um die Umstellung auf Bio-Kaffee ging. Mithilfe der Fair-<br />
Trade-Organisation konnten 1999 die ersten 22 Kaffeesäcke in<br />
Bio-Qualität aus dem Land exportiert werden. In dieser Zeit<br />
lernte Fütterer die GEPA von der Produzentenseite aus kennen<br />
und sah, wie sie bei der Vermarktung, aber auch in juristischen<br />
und logistischen Fragen unterstützte. Das überzeugte<br />
sie. Zurück in Deutschland leistete Fütterer im Auftrag des Fair<br />
Trade e. V. Bildungsarbeit in Schulen über fairen Handel. Und<br />
seit 2002 ist Andrea Fütterer für die GEPA tätig, erst im Bereich<br />
Monitoring innerhalb der Grundsatzabteilung und seit<br />
2008 als Leiterin ebendieser. Was sie antreibt? Es sind die prägenden<br />
Jahre, die sie in Mittelamerika verbracht hat, und die<br />
regelmäßigen Besuche der Handelspartner vor Ort. Die Menschen<br />
bei ihrem täglichen Kampf ums Existenzielle und für ein<br />
besseres Leben unterstützen zu können, ist für Fütterer eine<br />
gewaltige Motivation.<br />
Interview mit Andrea Fütterer<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong>: Frau Fütterer, Sie sind seit 2008 Leiterin<br />
der GEPA-Grundsatzabteilung. Wie lange gibt es diese<br />
Abteilung schon?<br />
Andrea Fütterer: »Eigentlich schon immer, nur nicht unter diesem<br />
Namen. GEPA-Mitbegründer Gerd Nickoleit hatte 1977 einen<br />
Kriterienkatalog zum fairen Handel verfasst. Dieser enthielt<br />
übrigens bereits ökologische Aspekte, um Menschen beim Anbau<br />
und in der Produktion vor Chemikalien zu schützen.«<br />
Welche Aufgaben und Ziele hat die Grundsatzabteilung<br />
der GEPA? »Die GEPA hat das große Ziel, den Welthandel fair<br />
zu machen. Wir leisten unseren Beitrag, indem wir den direkten<br />
Handel zu fairen Bedingungen gestalten. In den Aufgabenbereich<br />
fällt das Monitoring der Handelspartner und die Netzwerk-Arbeit,<br />
jetzt auch ver stärkt politische Arbeit.<br />
Dafür holen wir Informationen zu den Handelspartnern<br />
mittels Fragebögen ein, sie basieren auf den zehn Standards<br />
der World Fair Trade Organization (WFTO), unser wich tigstes<br />
Gremium, das Kriterien für Fair-Trade-Organisationen festgelegt<br />
hat.<br />
Die Weiterentwicklung des fairen Handels ist ein weiterer<br />
sehr wichtiger Bereich, hier haben wir beispielsweise vor Kurzem<br />
das Konzept ›Fairer Handel im Norden‹ erstellt.«<br />
GEPA kurz gefasst<br />
Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit<br />
der Dritten Welt mbH (GEPA) ist das größte europäische<br />
Fair-Handels-Unternehmen mit Genossenschaften und<br />
sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika,<br />
Afrika, Asien und Europa. Hinter der GEPA stehen<br />
MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft<br />
der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej),<br />
der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)<br />
und das Kindermissionswerk »Die Sternsinger«.<br />
Gründung 1975<br />
Mitarbeiter 166<br />
Auszeichnungen Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2014<br />
(Kategorie: Deutschlands nachhaltigste Marke)
Wie kam es dazu? »Durch die Globalisierung gilt das alte<br />
Nord-Süd-Gefälle von armen Produzentenländern und reichen<br />
Industrie- und Konsumentenländern so nicht mehr. Es gibt auch<br />
starke Benachteiligungen in Deutschland und anderen europäischen<br />
Ländern, Kleinbauern können erforderliche Produktionsstrukturen<br />
nicht erfüllen und wachsendem Preisdruck und<br />
Vermarktungszwängen nichts entgegensetzen. Das ist eine<br />
existenzielle Bedrohung für sie. Zusammen mit dem internen<br />
Fair-Trade-Ausschuss haben wir deshalb das Konzept ›Fairer<br />
Handel im Norden‹ entwickelt. Das erste Produkt war faire<br />
Milch, ein Thema, das durch den Verfall der Milchpreise in der<br />
deutschen Öffentlichkeit stark diskutiert wurde. Bauern bekommen<br />
20 Cent pro Liter, während sie eigentlich 40 Cent<br />
brauchen. Damals schütteten die Bauern ihre Milch auf die<br />
Straße. Das ist ein krasses Signal, wenn Produzenten ihr eigenes<br />
Produkt wegwerfen und so zeigen: Wir können davon nicht<br />
mehr leben. Wir hoffen, mit unserem Konzept noch mehr<br />
Menschen anzusprechen, weil es ganz in ihrer Nähe passiert.«<br />
Was hilft Ihnen bei Ihrer Arbeit? »Zum einen ist es wichtig, sich<br />
gut und immer weiter zu vernetzen, denn nur mit Verbündeten<br />
kann man große Ziele erreichen. Eine einmalige Chance sind für<br />
uns die von der UN verabschiedeten SDGs, also Sus tainable Developement<br />
Goals (Nachhaltigkeitsziele, siehe Infokasten). Eine<br />
solche internationale Vorgabe gab es noch nie! Und sie deckt<br />
sich mit den Zielen der GEPA.<br />
Daraus müssen wir jetzt etwas machen, denn es gibt noch<br />
sehr viel zu tun. Auch wenn die GEPA bewiesen hat, dass fairer<br />
Handel sehr gut funktioniert, stammen im deutschen Kaffeemarkt<br />
insgesamt beispielsweise beim Kaffee nur zwei bis drei Prozent<br />
aus fairem Handel. Hinzu kommt der Klimawandel, der vor allem<br />
arme Länder trifft und uns alle vor große Herausforderungen<br />
stellt. Dass ein Klimawandelleugner wie Rick Perry Energieminister<br />
der USA wird, macht die Angelegenheit nicht einfacher.«<br />
UN-Nachhaltigkeitsziele<br />
Im September 2015 verabschiedete die UN die Sustainable<br />
Developement Goals (nachhaltige Entwicklungsziele).<br />
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung sollen bis<br />
2030 realisiert werden und lauten: Armut und Hunger<br />
auf der Welt beenden, Gesundheitsversorgung und<br />
Bildung sichern, Gleichberechtigung der Geschlechter<br />
durchsetzen, Zugang zu sauberem Wasser und erneuerbaren<br />
Energien ermöglichen, gute Arbeitsplätze und<br />
wirtschaftliches Wachstum schaffen, gute Infrastrukturen<br />
und nachhaltige Industrialisierung aufbauen, Ungleichheiten<br />
zwischen Staaten reduzieren, Städte und Gemeinden<br />
nachhaltiger gestalten, verantwortungsvoll konsumieren,<br />
Maßnahmen zum Klimaschutz und zum Schutz<br />
der Meere ergreifen, Landökosysteme schützen, Frieden<br />
und Gerechtigkeit bewahren und schaffen, globale<br />
Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung stärken.<br />
Es gibt keine verbindliche Regelung zur Umsetzung der<br />
Ziele. Diese sind freiwillig und jeder Staat<br />
entscheidet selbst, welche Maßnahmen<br />
ergriffen werden sollen.<br />
Engagement für mehr<br />
Klimagerechtigkeit<br />
Gerade arme Länder sind von den Folgen des Klimawandels<br />
betroffen, so wird beispielsweise die Niederschlagsmenge<br />
immer unberechenbarer: zu viel Regen,<br />
zu wenig Regen oder Regen zur falschen Zeit. Einige<br />
Regionen Mittelamerikas werden für den Kaffeeanbau<br />
zu warm, die Pilzkrankheit Kaffeerost ist zu einem<br />
Problem geworden, die Kaffeebauern fürchten um<br />
ihre Existenz. Eine Überlegung ist es, in höheren Gegenden<br />
anzubauen, aber der Boden dort wird karger<br />
und das Land ist außerdem nicht immer verfügbar.<br />
Um konkret gegen den Klimawandel vorzugehen,<br />
hat die GEPA ein Wiederaufforstungsprojekt bei<br />
einem Handelspartner (ATC, siehe Foto) auf den Philippinen<br />
ins Leben gerufen, um einen Beitrag zum<br />
Klimaschutz zu leisten.<br />
Im Rahmen der weltgrößten Bio-Fachmesse<br />
»Biofach« lädt die GEPA Handelspartner zu einem<br />
Workshop mit dem Thema »Klimawandel<br />
und politische Lobbyarbeit« ein.<br />
Im Juni lädt die GEPA außerdem Vertreter aus<br />
Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Konferenz<br />
»UN-Nach haltigkeitsziele, Schwerpunkt<br />
Klimagerechtigkeit« ein. GS<br />
Andrea Fütterer (2. v. r.), und Veselina Vasileva<br />
(Politische Referentin GEPA, rechts) mit<br />
nepalesischen Handelspartnern der Kaffeekooperative<br />
Lalitpur.<br />
18 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
Der Vollrohrzucker stammt von<br />
ATC Philippinen und ist auch in der<br />
Schokolade »Cardamom« enthalten.<br />
Andrea Fütterer im Gespräch mit Vandana Shiva, Gründerin<br />
der Stiftung Navdanya und Trägerin des Alternativen<br />
Nobelpreises (links). Auch <strong>2017</strong> ist wieder ein Workshop mit<br />
Handelspartnern geplant, Thema: Klimawandel und politische<br />
Lobbyarbeit.<br />
Besuch des GEPA-Partners ATC auf den Philippinen: Andrea<br />
Fütterer mit Exportmanagerin Elizabeth Mondejar (unten).
MARKENPRODUKTE<br />
Frühstücksfreuden<br />
Die ersten Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher und der Wecker<br />
verkünden: Ein neuer Tag beginnt. Manche springen nun gut<br />
gelaunt aus dem Bett, andere kostet das Aufstehen eine kleine<br />
bis große Überwindung. Doch die Belohnung wartet bereits,<br />
denn ein schönes Frühstück ist die erste Gelegenheit des Tages,<br />
sich etwas Gutes zu tun. Was genau ein Frühstück schön<br />
macht, hängt ganz individuell von Appetit und Vorlieben ab.<br />
Die Vielfalt<br />
des Frühstücks<br />
Ob süß oder salzig, kalt oder warm, deftig<br />
oder leicht, vegan, vegetarisch oder<br />
omnivor, wir haben für jeden Geschmack<br />
das Richtige im Regal. Zum Beispiel eine<br />
Vielfalt an verschiedenen Müslis und Frühstücksflocken,<br />
ganz neu sind unsere<br />
gerösteten Müslisorten mit Kokos und<br />
Kakaonibs oder Goji und Aronia.<br />
Die knusprig gerösteten Bio-Müslis sind mild und natürlich<br />
gesüßt: Die Sorte Goji und Aronia kombiniert kernige Hafervollkornflocken<br />
mit Reissirup, Goji- und Aroniabeeren geben dem<br />
Müsli eine fruchtig-säuerliche Note. Das geröstete Müsli Kokos<br />
und Kakaonibs besteht aus Hafer, Einkorn, Dinkel und Emmer,<br />
kombiniert mit Dattelsaftkonzentrat. Kokos und Kakaonibs verleihen<br />
ihm einen exotisch-herben Geschmack. Beide Müslispezialitäten<br />
schmecken mit Milch, Getreidedrinks oder Joghurt.<br />
Wer sein Müsli gerne selbst rösten und mischen möchte, dem<br />
empfehlen wir unser Rezept für geröstetes Müsli.<br />
Und für noch mehr Abwechslung probieren Sie doch einmal<br />
unsere außergewöhnlichen Rezeptideen wie die Frühstückspizza<br />
oder den fruchtigen Kokos-Mandel-Porridge, die sich ganz einfach<br />
auf den Frühstückstisch zaubern lassen. Wir wünschen einen<br />
guten Morgen – und natürlich guten Appetit!<br />
Das <strong>Alnatura</strong> Markensortiment<br />
• 100 % Bio-Lebensmittel – seit 1984<br />
• über 1 200 <strong>Alnatura</strong> Markenprodukte – für<br />
jeden Tag und für den besonderen Genuss<br />
• transparente Qualität – von unabhängigen<br />
Fachleuten geprüft<br />
• ganzheitlich und nachhaltig verarbeitet – von<br />
der Herkunft der Zutaten bis zur Verpackung<br />
• erhältlich im <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt, bei<br />
ausgewählten Handelspartnern und im <strong>Alnatura</strong><br />
Onlineshop unter alnatura-shop.de<br />
Schauen Sie doch mal rein!<br />
REZEPT<br />
Frühstückspizza<br />
Zutaten für 1 Springform Ø 26 cm<br />
150 g Heidelbeeren (TK) / 150 g Himbeeren (TK) /<br />
250 g Datteln / 200 g geröstetes Müsli Kokos & Kakaonibs /<br />
20 g Amaranth, gepufft / 1 EL Kakaopulver / 2 EL Kokosöl /<br />
300 g Schafquark / 60 g Schafjoghurt / 2 EL Akazienhonig /<br />
1 Msp Bourbonvanille / 30 g Bananen-Chips / 20 g Kokos-<br />
Chips / 4 EL geröstetes Müsli Kokos & Kakaonibs<br />
Alle Produkte sind als <strong>Alnatura</strong> Markenprodukte erhältlich.<br />
Zubereitung<br />
Beeren in einer Schüssel antauen lassen. Datteln halbieren<br />
und mit Müsli, Amaranth, Kakao und Kokosöl in einem Mixer<br />
zerkleinern.<br />
Die etwas klebrige Masse in eine mit Backpapier ausgelegte<br />
Springform geben und fest andrücken. Für 30 min kalt stellen.<br />
In der Zwischenzeit in einer Schüssel Quark mit Joghurt,<br />
Honig und Vanille verrühren.<br />
Den Rand der Springform entfernen. Quark auf dem<br />
Müsli boden verteilen und mit Bananen- und Kokos-Chips,<br />
Heidelbee ren, Himbeeren und Müsli bestreuen. In 12 Stücke<br />
schneiden.<br />
Zubereitungszeit: ca. 20 min + ca. 30 min Kühlzeit<br />
Außerhalb der Saison empfehlen wir<br />
saisonale Früchte oder TK-Obst.
Tipp: In jeder <strong>Alnatura</strong><br />
Filiale steht eine Getreidemühle<br />
bereit: So ist die Basis<br />
für ein vollwertiges Frühstück<br />
im Handumdrehen selbst<br />
gemahlen.<br />
REZEPT<br />
Geröstetes Müsli<br />
Zutaten für ca. 700 g<br />
50 g Cashewkerne / 50 g Paranusskerne /<br />
70 g Cranberrys / 150 g Haferflocken Großblatt /<br />
150 g Din kel flocken Großblatt / 100 g Birchermüsli /<br />
1 EL Lein samen / 40 g Kokosraspel / 1 TL Bourbonvanille<br />
/ 1 TL Zimt / 100 g Kokosblütensirup /<br />
2 EL Kokosöl / 100 g Dinkel-Crunchy<br />
Alle Produkte sind als <strong>Alnatura</strong> Markenprodukte<br />
erhältlich.<br />
Zubereitung<br />
Cashewkerne, Paranüsse und Cranberrys grob hacken.<br />
Eine beschichtete Pfanne erhitzen und Haferflocken,<br />
Dinkelflocken, Birchermüsli, Cashewkerne, Paranüsse,<br />
Leinsamen und Kokosraspel bei mittlerer Hitze für<br />
ca. 10 min unter Rühren rösten. Vanille, Zimt, Cranberrys,<br />
Kokosblütensirup und Kokosöl zugeben und<br />
für weitere 2–3 min erhitzen. Auf ein mit Backpapier<br />
belegtes Blech geben und erkalten lassen.<br />
Das Dinkel-Crunchy untermischen.<br />
In einem luftdichten Schraubglas hält sich das Müsli<br />
ca. 3 Wochen. Es schmeckt pur mit Milch sowie<br />
Milchalternativen, Saft oder Joghurt.<br />
Zubereitungszeit: ca. 15 min<br />
REZEPT<br />
Fruchtiger Kokos-Mandel-Porridge<br />
Für den britischen Frühstücksbrei werden klassischerweise Haferoder<br />
Dinkelflocken mit Wasser oder Milch aufgekocht und mit Beeren<br />
oder Nüssen verfeinert.<br />
Zutaten für 2 Portionen<br />
6 Stk Datteln, entsteint, getrocknet / 750 ml Mandeldrink, ungesüßt /<br />
3 EL Agavendicksaft / 1 Msp Bourbonvanille, gemahlen / 60 g Buchweizen /<br />
120 g Haferflocken Feinblatt / 1 EL Kokos-Mandel-Creme / 50 g Himbeeren<br />
(TK) / 1 Apfel / 1 TL Kokosöl nativ / 1 EL Kokos, geraspelt / 10 Stk Gojibeeren<br />
/ 4 EL geröstetes Müsli Goji & Aronia<br />
Alle Produkte sind als <strong>Alnatura</strong> Markenprodukte erhältlich.<br />
Zubereitung<br />
Datteln klein schneiden.<br />
Mandeldrink, Agavendicksaft und Vanille in einem Topf aufkochen.<br />
Datteln und Buchweizen hinzufügen und 5 min leicht köcheln lassen.<br />
Haferflocken hinzugeben und in weiteren 10 min weich kochen.<br />
Vom Herd nehmen, Kokos-Mandel-Creme und Himbeeren unterrühren.<br />
Apfel klein schneiden und entkernen, in einer Pfanne mit Kokosöl für<br />
3 min anbraten.<br />
Kokosflocken hinzugeben und kurz anrösten. Zusammen mit Gojibeeren<br />
und geröstetem Müsli auf dem Porridge verteilen.<br />
Zubereitungszeit: ca. 25 min<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 21
HERSTELLER-REPORTAGE<br />
Eine Erde für die Erde<br />
Wie kann man eine Erde ohne die umweltbedenkliche Verwendung von Torf<br />
herstellen, die sogar noch fruchtbarer ist? Eine Frage, auf die die Pfälzer Forscher von<br />
Palaterra eine Antwort im Amazonasbecken fanden: Sie heißt Terra Preta.<br />
2005 stieß Joachim Böttcher, Geschäftsleiter von<br />
Palaterra, auf das Phänomen der anthropogenen 1<br />
Terra Preta 2 . Wissenschaftler fanden die außerordentlich<br />
fruchtbare Erde im Amazonasbecken und sie weckte ihre Neugier.<br />
Denn eine solche Bodenbeschaffenheit ist untypisch für<br />
die Region und gab den Forschern ein Rätsel auf. Archäologen<br />
fanden schließlich zahlreiche auf eine Hochkultur hindeutende<br />
Tonscherben. Und mit diesem Fund bestätigten sie die Aussagen<br />
des Francisco de Orellana, der im 16. Jahrhundert als erster<br />
Europäer eine Expedition in das Amazonasgebiet unternahm.<br />
Er berichtete von großen Siedlungen mit mehreren hunderttausend<br />
Einwohnern, die in landwirtschaftlich hoch entwickelten<br />
»Gartenstädten« lebten. Aussagen, die man damals als<br />
Fantasterei abtat, wurden somit Jahrhunderte später bestätigt.<br />
Ein Forscherteam der Universität Bayreuth lieferte den Beweis,<br />
dass die Terra Preta von Menschenhand geschaffen wurde.<br />
Man wusste auch, wie alt der Boden ist und was darin zu finden<br />
ist, unter anderem Holzkohle, aber das große Rätsel blieb:<br />
»Wie wurde der Boden hergestellt?« Die Wissenschaftler versuchten<br />
organische Biomassen mit Holzkohle zu vermischen<br />
und zu kompostieren, aber das Resultat, ein Kompost, ist kein<br />
Vergleich zur Terra Preta. Denn das Besondere dieser Erde ist<br />
ihre stabile Fruchtbarkeit, vergleichbar mit einem Dauerhumus.<br />
Sie ist den anspruchsvollen Pflanzbedingungen des Amazonas<br />
gewachsen: hohe Temperaturen, eine Natur, die viel Biomasse<br />
entwickelt und viele Nährstoffe braucht.<br />
22 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong><br />
»Mir war klar: Wenn wir herausfinden, wie Terra Preta hergestellt<br />
wird, haben wir ein riesiges Potenzial, um zahlreiche<br />
Probleme in der Welt zu lösen«, so Böttcher begeistert.<br />
»Und ich dachte, das kann doch nicht sein, dass wir das nicht<br />
herausbekommen!«, erzählt er lachend von dem Moment, als<br />
es ernst wurde. Ihn hatte der Ehrgeiz gepackt, das Geheimnis<br />
der Terra Preta zu lüften. Ursprünglich war Böttcher am heutigen<br />
Palaterra-Standort in einem Unternehmen im Bereich der<br />
Umwelttechnik tätig und beschäftigte sich mit nachhaltiger<br />
Wasserwirtschaft. »In der Wasseraufbereitung hatten wir mit<br />
Mikroorganismen schon viel zu tun und es war für uns klar,<br />
dass Mikroorganismen für die Terra Preta eine zentrale Rolle<br />
spielen«, so Böttcher über den Forschungsansatz. Böttcher und<br />
sein Team begannen damit, organische Biomassen gemischt<br />
mit Holzkohle zu fermentieren, also ganz bewusst nicht Sauerstoff<br />
hinzuzufügen, sondern Sauerstoff zu entziehen. Sie verdichteten<br />
die Masse und deckten sie ab, um den Fermentationsprozess<br />
in Gang zu setzen. Optimiert wurde der Prozess, indem<br />
bestimmte Mikroorganismen geimpft wurden. Im ersten<br />
Versuch wurden vier Regentonnen mit vier verschiedenen Mischungen<br />
in einem Zeitraum von vier Wochen angesetzt. Das<br />
Substrat wurde auf einem 20 Quadratmeter großen Versuchsfeld<br />
getestet, man pflanzte schwach-, mittel- und starkzehrendes<br />
3 Gemüse. Das gleiche Gemüse wurde zum Vergleich auf<br />
dem Nachbarfeld mit Kompost gepflanzt. Nach drei Wochen<br />
dann die Ernüchterung: Die Pflanzen auf dem Kompostbeet<br />
wuchsen besser. Aber an Aufgeben war nicht zu denken, also<br />
gingen Böttcher und sein Team jeden Tag mit Hoffnung und<br />
einem Zollstock in den Garten. »Nach der vierten Woche haben<br />
sie richtig aufgeholt und man konnte sie sogar zwei Wochen<br />
früher als die Pflanzen im Kompostfeld ernten«, erzählt Böttcher<br />
voller Freude. »Die Pflanzen im Terra-Preta-Beet haben sich<br />
besser entwickelt. Sie waren zwar nicht größer, aber viel vitaler<br />
und stabiler, sie hatten mehr Triebe, bessere Wurzeln und sahen<br />
gesünder aus. Das erste Wachstum ging in die Tiefe, nicht in<br />
die Höhe und das ist natürlich die bessere Basis«, erklärt er. 2007<br />
haben Böttcher und sein Team den Code Terra Preta geknackt.<br />
Was folgte, war die Entwicklung eines Konzentrats, das Terra<br />
Preta in ihren Eigenschaften ähnlich ist, das Palaterra Initial.<br />
Dieses Konzentrat kann überall weiterverarbeitet werden, indem<br />
es mit biogenen, organischen Reststoffen vermischt oder<br />
nachfermentiert wird. Biomassen können also dort verarbeitet<br />
werden, wo sie anfallen. Es ist ein regionales Konzept, das<br />
dazu beitragen kann, ein globales Problem zu lösen. GS<br />
Torferde, ein Klimakiller<br />
Moore schützen das Klima. Im Boden ist die größte<br />
Menge an Kohlenstoff gespeichert, 1 600 Gigatonnen.<br />
In den Mooren, die nicht einmal 5 % der Erd oberfläche<br />
ausmachen, ist der allergrößte Teil des Kohlenstoffs gespeichert.<br />
Moore können der Atmosphäre permanent<br />
CO2 entziehen, in Deutschland 200 000 Tonnen pro<br />
Jahr. Wenn die Moore trockengelegt sind, tritt der umgekehrte<br />
Effekt ein, der gespeicherte Kohlenstoff wird<br />
freigesetzt.<br />
Achtung: Manche Erden mit einem Anteil von 30–50 %<br />
Torf dürfen Bio-Erde genannt werden, bei Aussaaterde<br />
sogar bis 70 %.
Joachim Böttcher (rechts),<br />
technischer Geschäftsleiter von<br />
Palaterra, und Ron Richter,<br />
Kundenbetreuer.<br />
Linke Seite Pflanzen in Palaterra-Erde, rechts mit Kontrollfläche<br />
mit Kompost (links).<br />
Palaterra arbeitet mit Partner-Erdenwerken zusammen, die mit<br />
dem Initial-Substrat fertige Mischungen herstellen. So werden<br />
Transportwege gespart und die Qualität gesichert. Hier Initial bei<br />
der Herstellung (oben).<br />
1 durch menschliche Aktivität (mit)gestaltet<br />
2 portugiesisch: schwarze Erde<br />
3 Bedeutet, wie viel Nährstoffbedarf eine Pflanze hat.<br />
Kohl ist ein Starkzehrer und braucht viele Nährstoffe.<br />
Beide Erden enthalten garantiert<br />
keinen umweltbedenklichen Torf<br />
und haben in Tests eine bessere<br />
Wirkung auf das Pflanzenwachstum<br />
erzielt als handelsübliche<br />
Blumenerden auf Torfbasis.<br />
Palaterra kurz gefasst<br />
Palaterra setzt sich zusammen aus Palatina für Pfalz<br />
und Terra für Erde.<br />
Am Standort Hengstbacherhof wird das Palaterra<br />
Initial hergestellt, das in anderen Erdwerken zur Herstellung<br />
von torffreien Kultursubstraten & Bodenverbesserern<br />
verwendet wird. Palaterra bietet neben dem Produktgeschäft<br />
innovative, schlüsselfertige Lösungen zur ökologischen<br />
Aufbereitung und Wiederverwertung von organischen<br />
Reststoffen in Landwirtschaft, Kommunen und<br />
Industrie an. Weitere Geschäftsfelder sind der umweltfreundliche<br />
Schutz unseres Trinkwassers vor Nitratbelastung<br />
und Mikroschadstoffen sowie der<br />
naturverträgliche Hochwasserschutz.<br />
Gründung als Palaterra Betriebs- und<br />
Beteiligungs gesellschaft mbH 2011<br />
Mitarbeiter 10
ALNATURA EINBLICKE<br />
Kleine Tüte, große Wirkung<br />
Sie lassen das unscheinbarste Fleckchen Erde erblühen, sie stehen<br />
für Vielfalt im Bio-Regal und sie haben es sogar bis in den Bundestag geschafft:<br />
die <strong>Alnatura</strong> Saatgut-Tütchen.<br />
Biologie-Unterricht, mendelsche Regeln, Erbsen und<br />
Drosophila – erinnern Sie sich? So theoretisch die<br />
Vererbungslehre schon damals anmuten mochte, so bestimmend<br />
ist sie für fast alles, was heute bei uns auf den Tisch<br />
kommt. Gemüse, Obst und Getreide, so wie wir es kennen,<br />
wäre ohne die gezielte Anwendung der mendelschen Regeln<br />
bei der Züchtung nicht denkbar. Form, Geschmack, Ertrag und<br />
andere Eigenschaften lassen sich nämlich durch Kreuzung<br />
oder Auslese beeinflussen. Dieses Prinzip haben die Menschen<br />
bereits vor rund 12 000 Jahren erkannt, als sie in Mesopotamien<br />
erstmals Getreide kultivierten. Seitdem bestimmt die Landwirtschaft<br />
mit ihrem Kreislauf von Aussaat, Wachstum und Ernte<br />
unsere Ernährung. Saatgut hat also eine existenzielle und damit<br />
auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Das zeigt sich in der<br />
Konzentration der globalen Saatgutbranche. Über 70 Prozent<br />
des weltweiten kommerziellen Saatgutmarktes werden von<br />
nur zehn Agrarkonzernen beherrscht. Hochleistungssorten,<br />
häufig gentechnisch manipuliert, prägen das Angebot. Sortenschutz<br />
und Patente erschweren Landwirten den Zugang zu<br />
freiem Saatgut beziehungsweise lassen dieses immer teurer<br />
werden. Eine Handvoll Unternehmen diktiert somit zunehmend,<br />
was in den Supermärkten landet. Gleichzeitig verschwinden<br />
immer mehr Sorten von den Äckern. Drei Viertel<br />
der Kultursorten sind bereits verloren, sagt die Welternährungsorganisation<br />
der Vereinten Nationen. Vielfalt verträgt<br />
sich eben nicht mit Effizienz und Shareholder Value.<br />
Doch es gibt Alternativen. Denn auch die Bio-Branche treibt<br />
die Züchtung alter und neuer Sorten voran. <strong>Alnatura</strong> unterstützt<br />
diese Initiativen, vor allem durch – so banal es auch klingen<br />
mag – Saatgut-Tütchen. Deren Samenmischungen lassen jedes<br />
Jahr vom Frühling bis zum Herbst Gärten und Balkone erblühen.<br />
»Bienenschmaus«, »Essbare Blütenmischung«, »Schmetterlingsgruß«<br />
und Co. kommen nicht nur bei Bienen und anderen<br />
Insekten, sondern auch bei unseren Kunden sehr gut an. Sie<br />
haben in den vergangenen sechs Jahren rund 1,5 Millionen<br />
Saatguttütchen gekauft und so die Unterstützung von Organisationen<br />
ermöglicht, die für Vielfalt in Flora und Fauna sorgen.<br />
So spendet <strong>Alnatura</strong> den Reinerlös aus dem Tütchenverkauf –<br />
seit 2010 immerhin über 600.000 Euro – unter anderem<br />
an Mellifera (mellifera.de), einen gemeinnützigen Verein für<br />
24 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
wesensgemäße Bienen haltung. Bienen brauchen inzwischen<br />
Schutz, weil Pestizide und Monokulturen der<br />
Agrarindustrie ihnen das Leben schwer machen. Auch<br />
der Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft<br />
erhält Spenden (zukunftsstiftung-landwirtschaft.de/<br />
saatgutfonds). Dieser fördert gemeinnützige Initiativen,<br />
die sich für die Erforschung der ökologischen Pflanzenzüchtung<br />
engagieren.<br />
Vielfalterleben – eine<br />
<strong>Alnatura</strong> Initiative<br />
Dass Saatgut-Tütchen auch eine politische Botschaft<br />
tragen können, zeigt »Vielfalterleben«. Dieses Bündnis<br />
aus Verbrauchern, Landwirtschaft, Handel, Herstellung<br />
und Umwelt gründete sich 2011 auf Initiative von<br />
<strong>Alnatura</strong> und steht für mehr Vielfalt und gegen Agro-<br />
Gentechnik. Vielfalterleben forderte von der Politik<br />
einen Zulassungsstopp für den Anbau gentechnisch<br />
veränderter Pflanzen und unterstützte damit eine öffentliche<br />
Petition des BÖLW, des Dachverbands der<br />
Bio-Branche. Der »Vielfalter«, das Symbol der Initiative,<br />
wurde von <strong>Alnatura</strong> entwickelt und flattert seitdem<br />
auf jedem Saatgut-Tütchen. In kurzer Zeit sammelten<br />
die Partner über 105 000 Unterschriften. Damit schaffte<br />
es die BÖLW-Petition als eine der ganz wenigen Initiativen<br />
bis in den Petitionsausschuss des Bundestages.<br />
Dessen Bewertung kam schließlich 2014: »Wir sehen<br />
die Bedenken des Petenten als berechtigt an.« Ein<br />
Erfolg! Auch wenn die Petition es nicht bis auf den<br />
Kabinettstisch schaffte, hat sie die weitere Diskussion<br />
um die Agro-Gentechnik beeinflusst.<br />
Natürlich geht Vielfalterleben weiter, auf ganz<br />
praktischer Ebene. Zum Beispiel mit jedem <strong>Alnatura</strong><br />
Saatgut-Tütchen und auf dem gerade aktualisierten<br />
Wissensportal vielfalterleben.info Dort finden Sie<br />
Wissenswertes rund um Landwirtschaft und Garten.<br />
Vor allem der Videokanal gibt einfache Antworten auf<br />
komplexe Fragen (»Was ist der Unterschied zwischen<br />
Hybrid- und samenfestem Saatgut?«) oder auch eine<br />
Anleitung zum Bau einer Samenbombe. Über so viel<br />
spielerische Klarheit zu seinem Forschungsthema hätte<br />
Gregor Mendel, der »Vater der Genetik«, bestimmt<br />
seine Freude gehabt!<br />
››› Volker Laengenfelder<br />
vielfalterleben.info<br />
ALNATURA BIO-BAUERN-INITIATIVE<br />
Mut zu Bio<br />
25 Höfe stellen aktuell mit Unterstützung der <strong>Alnatura</strong> Bio-<br />
Bauern-Initiative (ABBI) auf den Bio-Landbau um. Die Initiative<br />
spendet für das Projekt »Gemeinsam Boden gut machen« des<br />
NABU, das Bauern gezielt bei der Umstellung auf Bio-Landbau<br />
fördert. <strong>Alnatura</strong> Kunden unterstützen das Projekt, indem sie<br />
ABBI-Produkte mit dem Hinweis »Gemeinsam Boden gut machen«<br />
kaufen: Jeweils ein Cent geht an ABBI. Im <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong><br />
lernen Sie jeden Monat eine der Bio-Bauern familien kennen.<br />
Sie sind jung, sie wollen etwas Neues und sie haben Mut –<br />
Alexandra und Jan Knöfel aus Anraff in Nordhessen. Sie ist Agraringenieurin,<br />
er Landmaschinenmechaniker, beide haben vor einigen<br />
Jahren von ihren Familien einen Hof übernommen. Weiter wie<br />
bisher und so wie die große Mehrheit der Bauernhöfe in der Region<br />
Edertal arbeiten – das wäre das Naheliegendste gewesen. Doch<br />
einen 50 Hektar großen Nebenerwerbsbetrieb konventionell bewirtschaften,<br />
mit all den bekannten Vor- und Nachteilen, das wollte<br />
das Paar nicht. »Hier fehlte uns die Perspektive, vor allem aber<br />
wollen wir für unsere drei Töchter eine Landwirtschaft aufbauen,<br />
die einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leistet«, sagt Alexandra<br />
Knöfel. »Deshalb kam für uns nur Bio mit regionaler Vermarktung<br />
infrage.« Sie nahmen Kontakt zu Bioland auf, gemeinsam erstellten<br />
sie einen Betriebsplan. Zwei Ställe für 6 000 Bio-Hühner, Verpackung<br />
der Eier über eine Werkstatt für behinderte Menschen, eine Imkerei<br />
und dazu Bepflanzung mit Haselnuss, Holunder und alten Obstsorten<br />
– dieses Konzept hat auch den ABBI-Beirat überzeugt. Seit<br />
Sommer letzten Jahres läuft die Umstellung. Die Ställe sind gebaut,<br />
die Bio-Hühner legen wie geplant. Die Bienenstöcke und Obstbäume<br />
folgen dieses Jahr. »Schritt für Schritt geht’s nur«, sagt Alexandra<br />
Knöfel lachend. Den vielleicht übernächsten Schritt kennt sie<br />
schon, denn sie interessiert sich auch für das Konzept der solidarischen<br />
Landwirtschaft. Das wäre wieder etwas Neues.<br />
››› Volker Laengenfelder<br />
alnatura.de/ABBI
foodloose kurz gefasst<br />
Hersteller von Nussriegeln und Smoothieriegeln<br />
Gründung 2010 von Katharina Staudacher<br />
und Verena Ballhaus-Riegler in Hamburg<br />
Mitarbeiter 8<br />
Auszeichnungen Best New Product 2014,<br />
anuga taste award als Top Innovation 2015 (SMU:DI)<br />
Mehr Infos unter foodloose.net<br />
Der Isemarkt und Reisen<br />
– Inspirationsquelle für<br />
Katharina Staudacher,<br />
Gründerin von foodloose<br />
(ganz rechts).<br />
Kreativ in der Küche –<br />
Katharina Staudacher<br />
entwickelt die Rezepturen<br />
für foodloose (rechts).<br />
Verena Ballhaus-Riegler,<br />
Gründerin von foodloose<br />
und zuständig für den Vertrieb<br />
(unten).<br />
Außergewöhnliche Kreationen<br />
und nur natürliche Zutaten –<br />
die Bio-Riegel von foodloose.<br />
Übrigens: Der Name foodloose ist<br />
abgeleitet von Staudachers<br />
Mädchennamen Loose.<br />
26 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
HERSTELLER-REPORTAGE<br />
Riegelmäßig Neues<br />
Müsliriegel und Fruchtschnitten haben beim Hamburger<br />
Unternehmen foodloose eine spannende Evolution durchlebt, herausgekommen<br />
sind Kreationen wie »Poesie Amelie« oder »SMU:DI«.<br />
<strong>Alnatura</strong> besuchte die Schöpferin der foodloose-Riegel in Hamburg.<br />
Erst mit der U3 zum Eppendorfer Baum, dann unter<br />
die U3 zum Isemarkt – so kommt man zu Hamburgs<br />
beliebtestem Wochenmarkt. Dieser Markt war und ist<br />
für Katharina Staudacher, Gründerin von foodloose, von zentraler<br />
Bedeutung. Nicht nur als Quelle der Inspiration, sondern<br />
auch, weil Staudacher hier erstmals ihre Produkte verkaufte.<br />
Bei der ersten Produktion halfen ihre Eltern aufopferungsvoll<br />
mit, zwei Wochen lang, von morgens um sieben bis abends<br />
um neun. Die Bruchreste verkaufte sie auf dem Isemarkt und<br />
unterzog die Rezepturen gleichzeitig einem – im wahrsten<br />
Sinne des Wortes – Markttest. Die Reaktionen waren durchweg<br />
positiv. Das gab Mut und so überzeugte sie Verena Ballhaus-<br />
Riegler, die sie während eines Erasmus-Auslandssemesters in<br />
Barcelona 2002 kennengelernt hatte und mit der sie seitdem<br />
eng befreundet ist, von der Geschäftsidee »Riegel«. Ballhaus-<br />
Riegler ist seitdem für den Vertrieb verantwortlich.<br />
Die Idee für foodloose entstand während ihres Studiums in<br />
Berkeley, Kalifornien. Der Praxisteil bestand darin, ein Konzept<br />
innerhalb eines Unternehmens zu realisieren. Staudacher suchte<br />
sich hierfür ein Müsliriegel-Start-up aus, für das sie einen Marketingplan<br />
schrieb. Im Gegenzug lernte sie alles, was für die<br />
Gründung wichtig ist. Zur gleichen Zeit mischte die Gründerin<br />
ihren ersten Nussmix und begeisterte damit ihre Kommilitonen.<br />
In Sekunden war alles weggeknabbert. Doch ganz zufrieden<br />
war Staudacher noch nicht. »Ich dachte, da müsste es noch etwas<br />
anderes geben, ein Nusssnack, der nicht krümelt. Es sollte auch<br />
kein herkömmlicher Müsliriegel sein, die schmecken alle gleich.<br />
Nur auf Basis von Nüssen und Früchten wäre ideal, ganz natürlich,<br />
ohne Glukosesirup oder raffinierten Zucker«, erklärt<br />
Staudacher. Als sie schließlich ihre ersten Rezepturen entwickelte,<br />
war es schwierig, eine Alternative zum Glukosesirup zu<br />
finden, denn Agavendicksaft gab es 2010 in der Müsliriegelherstellung<br />
noch nicht. Auch die Produzenten rieten dazu, einfach<br />
weiterhin Zucker und Glukosesirup zu nehmen, auch im Hinblick<br />
auf die Maschinen. Aber weder Zusatzstoffe noch konventionelle<br />
Süßungsmittel kamen für die junge Gründerin infrage. Denn die<br />
Affinität zu vollwertiger Ernährung wurde ihr quasi in die Wiege<br />
gelegt: Sie stammt aus einem Elternhaus, in dem Korn selbst geschrotet<br />
wurde, es Süßholzstäbchen als Naschwerk gab und großer<br />
Wert auf Bio-Qualität der Lebensmittel gelegt wurde.<br />
Also experimentierte sie<br />
so lange, bis sie gute<br />
Bindung und natürliche<br />
Zutaten in den Riegeln<br />
vereinen konnte. Am<br />
An fang mit Reissirup,<br />
später dann mit Agavendicksaft.<br />
Es sei<br />
nicht leicht gewesen,<br />
einen Produzenten<br />
zu finden, der neue Wege mitgeht,<br />
berichtet Staudacher. Sie entschied sich schließlich für eine<br />
Produktion in Griechenland. Das Vertrauen zu ihrem Produktionspartner<br />
ist dank intensiver Zusammenarbeit sehr groß,<br />
auch für den Rohstoffeinkauf ist der Produzent verantwortlich.<br />
Sie haben im Vorfeld jedoch genau abgesprochen und<br />
definiert, wo und bei welchen Herstellern die Rohstoffe gekauft<br />
werden dürfen. Die Anforderungen sind hoch, außergewöhnliche<br />
Zutaten wie getrocknete Drachenfrüchte in Bio-<br />
Qualität und allergenfrei zu bekommen, ist ebenso schwer wie<br />
die Beschaffung von getrockneten Bio-Früchten wie Physalis<br />
oder absolut steinfreien Sauerkirschen.<br />
Die Smoothieriegel werden in Deutschland hergestellt.<br />
Erstmalig wird auch Gemüse als Zutat verwendet, und da die<br />
Riegel in Rohkostqualität hergestellt werden, stellen sich so<br />
besondere Herausforderungen. Die Zutaten dürfen nicht wärmer<br />
als 45 Grad Celsius verarbeitet werden, das erfordert<br />
erhöhte Hygienemaßnahmen zum Beispiel bei Spinat.<br />
Am allerliebsten widmet sich Staudacher jedoch der Produktentwicklung.<br />
Woher sie die Ideen für ihre Rezepturen<br />
nimmt? »Die meisten Riegel sind von meinen Reisen inspiriert.<br />
Einen habe ich nach einem Tunesienurlaub entwickelt. Dort<br />
bin ich auf einem Kamel durch die Sahara geritten und habe<br />
erstmals eine Drachenfrucht probiert. Und einmal wurde ich<br />
von Einheimischen in eine Lehmhütte zum besten Curry meines<br />
Lebens eingeladen, aus dieser Erfahrung entstand der Riegel<br />
›Delhi Delight‹ aus Curry, Mango und Ananas«, erzählt Staudacher<br />
und ihre Begeisterung für andere Kulturen und das Komponieren<br />
neuer, teils exotischer Rezepturen ist deutlich spürbar.<br />
Die neueste ist schon in Vorbereitung und so viel darf schon<br />
ver raten werden: Sie enthält Mohn, Cashew und Zitrone. GS<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 27
MARKENSEITE*<br />
Natürlich schön<br />
Seit der Gründung der Marke lavera ist es das Ziel des Unternehmens, Natur pur<br />
und Schönheitspflege miteinander zu vereinen. lavera ist aus dem Lateinischen<br />
abgeleitet und steht für »die Wahre« – und so werden bei lavera Naturkosmetik nur<br />
natürliche Inhaltsstoffe verarbeitet. Natürlichkeit und Verträglichkeit – dies sind<br />
die Grundsätze für Produkte, die alle Pflegewünsche erfüllen, auch die der besonders<br />
empfindlichen Haut. Jeder Hautzustand soll geschützt, gepflegt und ausbalanciert<br />
werden. lavera steht für hundert Prozent NATRUE-zertifizierte Naturkosmetik mit<br />
natürlichen Pflanzenwirkstoffen und Bio-Pflanzenauszügen oder Bio-Ölen.<br />
Alle Produkte sind frei von Silikonen, Paraffinen und Mineralöl.<br />
STRAFFENDE AUGENPFLEGE<br />
KARANJA vegan<br />
Die Augenpflege mit Karanjaöl und<br />
weißem Bio-Tee ist ideal für die zarte<br />
Haut rund um die Augenpartie. Wirkt<br />
gegen Zeichen der Hautalterung.<br />
15 ml 12,95 € (100 ml = 86,33 €)<br />
STRAFFENDES SERUM<br />
KARANJA vegan<br />
Feuchtigkeitsspendende Anti-Falten-<br />
Pflege mit Soforteffekt. Anwendung:<br />
Auf die ge reinigte Haut von Gesicht,<br />
Hals und Dekolleté auftragen,<br />
Augenpartie aussparen.<br />
30 ml 13,95 € (100 ml = 46,50 €)<br />
STRAFFENDE PFLEGEMASKE<br />
KARANJA vegan<br />
Intensive Anti-Aging-Pflege mit<br />
natürlicher Hyaluronsäure.<br />
Anwendung: 10–15 min oder über<br />
Nacht auf der gereinigten Haut<br />
einwirken lassen.<br />
Stk. 1,45 €
STRAFFENDE TAGESPFLEGE<br />
KARANJA vegan<br />
Die Rezeptur mit natürlicher<br />
Hyaluronsäure, Karanjaöl und weißem<br />
Bio-Tee spendet der Haut intensive<br />
Feuchtigkeit, zieht schnell ein und<br />
polstert die Haut von innen auf.<br />
50 ml 11,95 € (100 ml = 23,90 €)<br />
STRAFFENDE NACHTPFLEGE<br />
KARANJA vegan<br />
Pflegt die Haut intensiv und unterstützt<br />
die hauteigene Regeneration<br />
in der Nacht. Mildert Falten im Schlaf<br />
und strafft das Hautbild.<br />
50 ml 12,95 € (100 ml = 25,90 €)<br />
Der Markentisch des Monats<br />
Die hier abgebildeten Naturkosmetik-Produkte<br />
finden Sie<br />
in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super<br />
Natur Markt auf<br />
dem Markentisch<br />
und im Regal.<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 29<br />
* Bei den Markenseiten-Produkten handelt es sich um Anzeigen. Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt.
NATURKOSMETIK<br />
Bedürfnis nach Zuwendung<br />
Braucht es wirklich noch mehr Cremes im Bad – extra für Hände und Füße?<br />
Die Antwort ist ein klares Ja. Schließlich hat deren tagtäglich arg<br />
beanspruchte Haut ganz andere Bedürfnisse als die von Gesicht und Körper.<br />
Unsere Füße und Hände sind einzigartig – so wie<br />
wir selbst! Doch sie müssen einiges aushalten.<br />
Die Füße etwa, kommen im Schnitt auf eine tägliche<br />
Leistung von rund 10 000 Schritten. Vor allem im Winter<br />
sind sie dabei eingesperrt in festen Schuhen. Bei den Händen<br />
trägt dann neben Wind und Wetter der häufige Kontakt<br />
mit Wasser und Reinigungsmitteln dazu bei, dass die Haut<br />
ständig Feuchtigkeit und Fett verliert. Und das, wo Austrocknung<br />
mit Alterung einhergeht … Hände und Füße<br />
haben daher regelmäßige und liebevolle Pflege verdient.<br />
Das gilt für die besonders dünne Haut der Oberfläche mit<br />
ihren wenigen Talgdrüsen, die Nägel und die Sohle beziehungsweise<br />
Handinnenfläche gleichermaßen.<br />
Doch welches ist die richtige Fuß-, welches die beste<br />
Handcreme? Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht,<br />
denn Haut unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.<br />
Auch je nach Alter, Jahreszeit und Beanspruchung variieren<br />
die Bedürfnisse stark. Was aber sicher jede Haut<br />
mag, sind Pflegeprodukte aus natürlichen und pflanzlichen<br />
Inhaltsstoffen, wie sie die Naturkosmetik bereithält. Generell<br />
handelt es sich um gut einziehende Emulsionen aus<br />
Wasser und bewährten Basisölen, die für ein geschmeidiges<br />
Hautgefühl sorgen. Für reichhaltigere Cremes kommt<br />
teils Pflanzenbutter wie Shea- oder Kakaobutter dazu, die<br />
durch die enthaltenen gesättigten langen Fettsäuren erst<br />
bei Körpertemperatur flüssig werden. Sie ziehen langsamer,<br />
aber auch tiefer ein und zeichnen sich durch eine gute<br />
Rückfettung aus. Spezielle Wirköle und Pflanzenextrakte<br />
ergänzen die Rezepturen. Da finden sich etwa Granatapfel-,<br />
Avocado-, Sanddornsamenöl oder auch Auszüge<br />
aus Eibisch, Ingwer, Brutblatt und mehr. Abgesehen<br />
von einigen notwendigen funktionellen Zutaten runden<br />
häufig zart duftende ätherische Öle das Spektrum ab. BP<br />
Extras für die Füße<br />
Strapazierten Füßen und Beinen schmeichelt nicht nur<br />
Fußcreme, sondern auch ein belebendes Beintonikum,<br />
zum Beispiel mit Rosmarin oder Rosskastanie (am besten<br />
von unten nach oben in Richtung Herz einmassieren).<br />
Unabhängig von der Jahreszeit bieten sich zudem warme<br />
Bäder mit Fußbadesalz, Kräuterextrakten oder<br />
manch mal hornhautaufweichenden Inhaltsstoffen<br />
an. Wichtig: beim Abtrocknen die<br />
Zehenzwischenräume nicht vergessen.<br />
Dazu noch ein Geheimtipp: edles<br />
Seidenpuder auftragen – das soll<br />
Feuchtigkeit binden und übermäßiger<br />
Schweißproduktion vorbeugen.<br />
30 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
HERSTELLER-EMPFEHLUNG*<br />
Schönheit für die Nägel<br />
Wer Nägeln und Nagelhäutchen etwas<br />
Gutes tun, sie stärken möchte, findet spezielle<br />
Nagelöle. Naturkosmetikhersteller<br />
setzen wieder auf überlegte Wirkstoffkompositionen,<br />
beispielsweise Neemblatt,<br />
Wundklee und Kamille, Teebaum- und<br />
Lavendelöl oder Rizinusöl.<br />
Tipp: Wer auf eine Ernährung mit genügend<br />
Mineralstoffen (Kieselsäure, Kalzium,<br />
Zink und andere) und Vitaminen (vor allem<br />
Biotin, Folsäure, Cobalamin) achtet, beugt<br />
brüchigen Nägeln vor.<br />
Sinnlich durch den Tag<br />
In die Haut eingebettet sind die Sinneszellen,<br />
mit denen wir Oberflächen, Temperatur oder<br />
Schmerz erspüren. Dabei haben wir mit rund<br />
72 000 Nervensensoren an den Füßen mehr<br />
als im Gesicht! Kein Wunder, dass Fußmassagen<br />
so intensiv wirken. Probieren Sie es aus …<br />
Hände, die handeln, Füße, die tragen.<br />
Folgende Yoga-Übung vereint sie harmonisch<br />
und fördert zugleich die Fußbeweglichkeit:<br />
Verschränken Sie sitzend mit übergeschlagenem<br />
linken Bein alle Finger der rechten Hand<br />
mit den Zehen des linken Fußes; Hand- und<br />
Fußballen dabei aneinandergeschmiegt. Nach<br />
ein paar Minuten des Wahrnehmens die<br />
Seite wechseln.<br />
Die Macadamianuss ist unter<br />
Feinschmeckern beliebt und wird auch<br />
»Königin der Nüsse« genannt –<br />
und das völlig zu Recht: Ihr leicht<br />
buttrig-nussiges Aroma macht sie<br />
zu einer besonderen Köstlichkeit. Die<br />
Morgenland Macadamianüsse stammen<br />
aus einem eigenen Anbauprojekt.<br />
MORGENLAND<br />
BIO-MACADAMIANÜSSE vegan<br />
• ohne Schale und ungesalzen<br />
• ideal als Snack zwischendurch<br />
• schmecken auch in Kombination mit exotischen Früchten<br />
• ohne Zusatzstoffe<br />
• Tipp: Macadamianüsse eignen sich zum Backen von<br />
süßem Gebäck, sie passen aber auch zu pikanten<br />
Gerichten – als saftige Kruste für Lachs, mit frischen<br />
Kräutern zu Pesto verarbeitet oder einfach grob<br />
gehackt über Gemüsegerichte gestreut<br />
100 g 4,99 €<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 31<br />
* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet sind, handelt es sich um Anzeigen.<br />
Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt.
HERSTELLER-EMPFEHLUNGEN*<br />
BENECOS<br />
NAGELLACK »WILD ORCHID«** vegan<br />
ODER NAGELLACK »MINTY DAY«** vegan<br />
• bis zu 90 % der Inhaltsstoffe basieren auf natürlichen,<br />
nachwachsenden Rohstoffen<br />
• mit Avocado und Biotin<br />
• u. a. frei von Formaldehyd, Parabenen und Silikonen<br />
pro Stk. 3,89 €<br />
Die Nagellacke von<br />
Benecos überzeugen<br />
nicht nur durch ihre<br />
strahlenden Farben,<br />
sondern auch durch<br />
Natürlichkeit und<br />
Nachhaltigkeit.<br />
Der Colour Intense<br />
Lipstick verleiht<br />
den Lippen atemberaubende<br />
Farbe<br />
dank hochwertiger<br />
Pigmente – der klassische Lippenstift<br />
für jeden Anlass.<br />
LAVERA<br />
LIP COLOUR INTENSE »TIMELESS RED«**<br />
ODER »MAROON KISS«**<br />
• cremige Formulierung<br />
• hoher Tragekomfort mit samtigem Finish<br />
• Textur mit Bio-Blütenbutter aus Rose,<br />
Malve und Linde<br />
• zarte Pflege mit sanftem Schutz<br />
pro Stk. 5,49 €<br />
SANTAVERDE<br />
ALOE VERA HYDRO REPAIR GEL vegan<br />
• kann bei unreiner, fettiger und Mischhaut allein,<br />
bei allen anderen Hautbildern wie ein Serum<br />
ergänzend vor der Creme angewendet werden<br />
• Tipp: auch als Aftershave-Balsam und<br />
After-Sun-Pflege beliebt<br />
30 ml 25,90 € (100 ml = 86,33 €)<br />
Das Gel aus reinem<br />
Aloe-vera-Saft, Holunderblütenextrakt,<br />
Nachtkerzenöl<br />
und Mangokernbutter<br />
regeneriert die Haut und<br />
baut den Feuchtigkeitshaushalt<br />
neu auf.<br />
32 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
Sonnenlicht tut gut, ein<br />
Übermaß kann die<br />
Haut allerdings schädigen.<br />
Deshalb schützt<br />
die Sonnenpflege von<br />
Algamaris zuverlässig<br />
mit mineralischen Lichtschutzfiltern.<br />
ALGAMARIS<br />
SONNENSPRAY SPF 50+** ODER<br />
SONNENCREME FÜR DAS GESICHT SPF 50**<br />
• mit dem patentierten Wirkstoff Alga-Gorria, einem<br />
Extrakt aus der Rotalge<br />
• UVA- und UVB-Schutz dank Titandioxid und Zinkoxid<br />
• keine weißen Rückstände und wasserfest<br />
• auch mit SPF 30 erhältlich<br />
PRIMAVERA<br />
AUTOBEDUFTER**<br />
• Gerät zur Beduftung mit Duftmischung und<br />
ätherischen Ölen<br />
• an der Lüftung angebracht, verteilt sich der Duft<br />
• inklusive 5 individuell beduftbarer Vliese<br />
• 100 % naturreine, spritzig-fruchtige Duft -<br />
mischung »Fahr fit«<br />
pro Stk. 9,90 €<br />
Der Autobedufter und die Duftmischung<br />
»Fahr fit« sorgen für<br />
frischen Fahrspaß und guten Duft<br />
im Auto – so macht selbst der<br />
Weg zur Arbeit morgens Spaß.<br />
Sonnenspray SPF 50+ 125 ml 19,95 € (100 ml = 15,96 €)<br />
Sonnencreme SPF 50 50 ml 16,45 € (100 ml = 32,90 €)<br />
Der Deo Roll-On Bio-<br />
Limette erfrischt sanft die<br />
Achselhaut und bietet<br />
einen zuverlässigen und<br />
natürlichen Deo-Schutz –<br />
den ganzen Tag.<br />
ALVIANA<br />
DEO ROLL-ON BIO-LIMETTE vegan<br />
• wirkt mit dem Saft der Aloe-vera-Pflanze<br />
und Salbeiwasser desodorierend<br />
• ohne Aluminiumsalze<br />
• fruchtig-frischer Duft nach Limette<br />
• NATRUE-zertifiziert<br />
50 ml 3,99 € (100 ml = 7,98 €)<br />
CMD<br />
TEEBAUMÖL-ZINKSALBE** ODER<br />
TEEBAUMÖL-INTENSIVCREME**<br />
• Zinksalbe: getönte Salbe zum Abdecken von Unreinheiten<br />
und Pickeln sowie bei irritierter Haut<br />
• Intensivcreme: unterstützende Pflege bei Lippenbläschen,<br />
Herpes, Pickeln und irritierter Haut; mit hohem Anteil<br />
Bio-Teebaumöl<br />
Zinksalbe 15 ml 10,75 € (100 ml = 71,67 €)<br />
Intensivcreme 10 ml 9,25 € (100 ml = 92,50 €)<br />
Nicht immer ist<br />
unsere Haut so schön,<br />
wie wir sie uns wünschen.<br />
Die Teebaumöl-Zink salbe<br />
und -Intensivcreme<br />
unterstützen sie bei<br />
ihrem Heilungsprozess.<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 33<br />
* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet sind, handelt es sich um Anzeigen.<br />
Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt. / ** Nicht in allen Filialen erhältlich.
GESELLSCHAFT<br />
Neue Technik, alte Risiken<br />
Petra Boie, Vorstand der Bingenheimer Saatgut AG, zur Entwicklung neuer<br />
Gentechnik-Verfahren und deren Risiken für Menschen, Tiere und Umwelt.<br />
Durch die Entwicklung verschiedener neuer Gentechnik-Verfahren<br />
werden uns rasante Fortschritte<br />
in der Pflanzen- und Tierzucht versprochen. Doch<br />
eine langfristige, sachliche Beurteilung der Vorteile und Risiken<br />
der vermeintlich zielgerichteten genetischen Eingriffe steht<br />
noch aus – genauso wie eine Entscheidung in der Frage, ob<br />
die Techniken als Gentechnik und ihre Endprodukte damit als<br />
gentechnisch verändert einzustufen sind. Die rechtliche Beurteilung<br />
und Einordnung hat auch weitreichende Folgen für<br />
uns als Verbraucher: Ohne Kennzeichnungspflicht wird uns<br />
die Wahlfreiheit für ein ökologisches und gentechnikfreies<br />
Produkt genommen.<br />
Die seit einigen Jahren in der Entwicklung befindlichen<br />
verschiedenen neuen gentechnischen Verfahren lassen sich sowohl<br />
in der Pflanzen- und Tierzüchtung als auch in der Humanmedizin<br />
anwenden. Neben Verfahren wie der Cis-Gentechnik,<br />
die der bekannten Gentechnik sehr ähnlich sind, stehen in der<br />
aktuellen Diskussion vor allem die sogenannten Genome-<br />
Editing-Verfahren im Fokus. Im Gegensatz zur »alten« Gentechnik<br />
soll es mit diesen Verfahren, allen voran CRISPR/Cas9<br />
(Methode, um DNA gezielt zu schneiden und zu verändern),<br />
möglich sein, ganz präzise in das Erbgut von Pflanzen, Tieren<br />
(und Menschen) einzugreifen. Nachdem man drei Jahrzehnte<br />
lang im Bereich der »alten« Gentechnik mit ungenauen Schrotschussverfahren<br />
gearbeitet hat – der Ort des Einbaus der<br />
Bingenheimer Saatgut AG kurz gefasst<br />
Die Bingenheimer Saatgut AG bietet ökologisches Saatgut<br />
für Acker, Gewächshaus, Garten und Balkon kasten.<br />
• nachbaufähige, samenfeste Sorten<br />
• keine Hybrid- Sorten, Patente, Gen- oder Biotechnologie<br />
• Förderung der biodynamischen / ökologischen Züchtung<br />
• Bio von Anfang an<br />
• beste Saatgutqualität und hohe Keimfähigkeit<br />
• Regionalität: 70 % des Saatgutes in Deutschland erzeugt<br />
• Sortenvielfalt: 380 Sorten, davon 150 Sorten in<br />
Demeter-Qualität<br />
• Transparenz: Rückverfolgung bis zum Vermehrungsacker.<br />
• partnerschaftliches Netzwerk: mit Saatguterzeugung<br />
und Züchtung<br />
• Integration: Unterstützung der Lebensgemeinschaft<br />
Bingenheim, indem pflegebedürftigen Menschen eine<br />
sinnvolle Arbeit ermöglicht wird<br />
neuen Gen-Konstrukte konnte nicht kontrolliert werden und<br />
komplexere gentechnische Veränderungen ließen sich kaum<br />
herstellen –, glaubt man sich jetzt in der Lage, das Erbgut und<br />
die Genregulation zielgerichtet, planvoll und ohne erhebliche<br />
Nebenwirkungen manipulieren zu können. Wortneuschöpfungen<br />
wie »Genome Editing« (sinngemäß übersetzt: gezieltes<br />
Umschreiben von Genomen) oder »Präzisionszüchtung« sollen<br />
glauben machen, dass man die Ära der Steinzeit-Gentechnik<br />
verlassen hat. Ungeachtet der weitverbreiteten Euphorie gibt<br />
es inzwischen einige Wissenschaftler, die die Verfahren und ihre<br />
vermeintliche Zielgerichtetheit kritisch hinterfragen. Deshalb<br />
sollten die neuen Techniken vor ihrem kommerziellen Einsatz<br />
unbedingt einer umfassenden, unabhängigen Risikobewertung<br />
unterzogen werden. Eine solche Prüfung wird es jedoch nur<br />
geben, wenn diese als das reguliert werden, was sie sind:<br />
Gentechnik.<br />
Welche Position hat der Bio-Landbau? Die Wochenzeitschrift<br />
»Die Zeit« titelte im Sommer 2016: »Wo bleibt der Aufschrei?«<br />
Die Autorin Thea Dorn forderte eine gesellschaftliche Debatte<br />
über die Grenzen der Anwendung der neuen gentechnischen<br />
Verfahren. »Gerade erfinden Forscher das Menschsein neu«, so<br />
ihre These. Dies gilt für die angeblichen Möglichkeiten in der<br />
Humangenetik, aber auch für die Pflanzen- und Tierzüchtung.<br />
Wir müssen uns fragen, wo die Grenzen des direkten Eingreifens<br />
in das Genom von Pflanzen und Tieren liegen.<br />
Der BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) hat<br />
eindeutig Stellung bezogen und lehnt neuartige Verfahren,<br />
die auf molekularer Ebene direkt in die DNA und/oder Genregulation<br />
eingreifen, grundsätzlich ab. Der BÖLW fordert eine<br />
konsequente Umsetzung des EU-Gentechnikrechts und die<br />
notwendige Kennzeichnung der Verfahren.<br />
In der Schweiz ist das Konzept der »Würde der Kreatur« sogar<br />
in der Verfassung verankert. Der Bio-Landbau hat sich freiwillig<br />
zu diesem Konzept verpflichtet. Daraus resultiert ein absoluter<br />
Verzicht auf die Verfahren der Gentechnik, auch bei der<br />
Tier- und Pflanzenzüchtung. Die Erfahrungen mit der »alten«<br />
Gentechnik sollten eigentlich ausreichen, um in Bezug auf die<br />
neuen Techniken besonders kritisch und wachsam zu sein –<br />
nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in der Politik.<br />
Hinzu kommt: Auch bei der Anwendung der Verfahren der<br />
»neuen« Gentechnik spielen Patentrechte eine große Rolle.<br />
Damit gerät der Bio-Landbau doppelt in Bedrängnis, denn<br />
»neue« Gentechnik und Patente werden die Sortenwahl und<br />
34 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
ANZEIGE<br />
www.kunst-koerperpflege.at<br />
Petra Boie mit Jungpflanzen bei der<br />
Bingenheimer Saatgut AG (links).<br />
Möhren-Saatgut-Vermehrung der biodynamischen<br />
Sorte »Milan« auf dem Betrieb von<br />
Peter Kiefer, Allgäu. (unten).<br />
eine eigenständige biologische Züchtung einschränken. Es sind Grundsatzfragen,<br />
die die Akteure aus Anbau, Herstellung und Handel zusammen mit ihren Kunden<br />
beantworten müssen: Welche Sorten können die Grundlage für einen nachhaltigen,<br />
qualitätsbewussten und biologischen Anbau sein? Wie erhalten wir Wahlfreiheit<br />
angesichts einer weltweit hochgradig mono polisierten konventionellen Saatgutbranche?<br />
Der Aufbau einer eigenständigen, den Grundsätzen des Bio-Landbaus<br />
verpflichteten Pflanzen-und Tierzüchtung ist wichtiger denn je!<br />
In der Zwischenzeit gibt es vielfältige Möglichkeiten, an konstruktiven Gegenentwürfen<br />
zur Gentechnik mitzuwirken: Achten Sie beispielsweise beim Kauf<br />
von Gemüse und Saatgut auf samenfeste Sorten aus ökologsicher Züchtung oder<br />
unterstützen Sie den Saatgutfonds für ökologische und gentechnikfreie Züchtung<br />
der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.<br />
››› Gastbeitrag von Petra Boie, Dipl.-Ing. Agr., Vorstand für Vertrieb & Marketing,<br />
Bingenheimer Saatgut AG – Ökologische Saaten –<br />
Apfel–kiwi<br />
körpercreme<br />
Den Genuss frischer knackiger Äpfel<br />
und fruchtiger Kiwis in den Tiegel<br />
gepackt. Begleitet von zarter Süße,<br />
erfrischt die Körpercreme die Haut mit<br />
einer spritzig belebenden Duftnote.<br />
Die Verschmelzung von Apfel und Kiwi in<br />
der STYX-Körpercreme bildet einen<br />
wahren Vitaminbooster für die Haut und<br />
ist reich an Antioxidantien.<br />
Bild: Apfel-Kiwi (Detail), Öl auf Leinwand,<br />
©Krassimir Kolev 2016
LEITBILD LANDWIRTSCHAFT<br />
Mitwirken an der Evolution<br />
»Wir sind auf einer Mission – zur Bildung der Erde sind wir berufen.«<br />
Friedrich von Hardenberg alias Novalis<br />
Durch kaum etwas anderes<br />
greift der Mensch so sehr<br />
in seine Umwelt ein wie<br />
durch Landwirtschaft. 30 Prozent der<br />
festen Erdoberfläche werden land wirtschaft<br />
lich genutzt – der Rest sind Wälder,<br />
Wüsten oder Felsen. Alles Getreide,<br />
Obst und Gemüse wird auf dieser Fläche<br />
angebaut. Es ist leicht einsehbar, dass es auf das<br />
Wie ankommt, wenn es um die Nachhaltigkeit bei der<br />
Bewirtschaftung dieser Flächen geht.<br />
Nach den schwedischen Wissenschaftlern Rockström und<br />
Kollegen (2009) haben wir bereits in vier Bereichen die Belastungsgrenzen<br />
der Erde überschritten – bei der Stickstoffund<br />
der Phosphorbelastung (vorwiegend der Gewässer), beim<br />
Klima wandel und beim Verlust von Biodiversität. Alle diese<br />
Überschreitungen hängen eng mit der Landwirtschaft zusammen<br />
– Landwirtschaft trägt beispielsweise mit künst licher<br />
Düngung mit dem gesamten Ernährungs sektor zu etwa 40<br />
Prozent zum Klimawandel bei, bei dem Biodiversitätsverlust<br />
ist die Landwirtschaft sogar Hauptverursacher.<br />
Gleichzeitig wird die Weltbevölkerung von heute<br />
7,5 Milliar den Menschen auf 10 Milliarden im Jahr 2050 anwachsen,<br />
was einen stark erhöhten Lebensmittelbedarf<br />
mit sich bringen wird.<br />
Wie sollte zukünftige Landwirtschaft also aussehen? Ich<br />
persönlich glaube, dass der Ansatz des »etwas weniger schädlich<br />
für die Umwelt« nicht ausreichen wird. Ich glaube, wir<br />
brauchen eine grundsätzlich neue Orientierung für eine Landwirtschaft<br />
mit Zukunft – statt »Ertrag pro Fläche«, was zugegebenermaßen<br />
auch wichtig ist, brauchen wir eine Entwicklungsorientierung,<br />
die den Gesamtplaneten umfasst.<br />
Landwirtschaft ist als einer<br />
von wenigen Wirtschaftszweigen<br />
prinzipiell in der<br />
Lage, die Produktionsgrundlage<br />
während des Produktionsprozesses<br />
stetig zu verbessern. Bis Großkonzerne<br />
das Geschäft übernahmen,<br />
hat die Landwirtschaft<br />
Kulturpflanzen und Kulturtiere selbst<br />
weiterentwickelt. Der Züchtungsfortschritt<br />
hin zu großen Getreideähren und süßen Äpfeln sowie<br />
zu viel Milch gebenden Kühen fand in der Landwirtschaft<br />
selbst statt. Auch die Bodenfruchtbarkeit kann während des<br />
Anbaus von Feldfrüchten verbessert werden. Natürlich haben<br />
Spezialisierung und Industrialisierung im letzten Jahrhundert<br />
die Produktivität der Landwirtschaft erhöht – allerdings überwiegend<br />
erdölbasiert und mit Umweltschäden erkauft, die die<br />
Belastungsgrenzen des Planeten mittlerweile übersteigen.<br />
Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig lebt die Landwirtschaft<br />
vom Sonnenlicht. Kein Pflanzenwachstum ohne Sonnenlicht.<br />
Und Pflanzennahrung ist letztlich Grundlage aller tierischen<br />
Erzeugung. Werden heute jedoch oftmals zehn fossile<br />
Energieeinheiten verbraucht, um eine Lebensmittelenergieeinheit<br />
zu erzeugen, müsste sich das Verhältnis in der Zukunft<br />
geradezu umkehren: zehn Lebensmittel-Energieeinheiten<br />
sollten direkt aus Sonne und vielleicht eine Energieeinheit zur<br />
Unterstützung des Produktionsprozesses aus fossilen Energien<br />
hergestellt werden. Das wäre das Einläuten eines wahren<br />
solaren Zeitalters.<br />
Mit einem Mix aus erneuerbaren Energien – Wind, Sonne,<br />
Biomasse – können heute schon manche Landwirtschaften<br />
energieautark produzieren. Ich meine jedoch, dass zukunfts-<br />
36 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
ANZEIGE<br />
Serie konzipiert und redaktionell betreut von Manon Haccius.<br />
fähige Landwirtschaft darüber hinausgehen sollte. Denn<br />
auch der Biodiversitätsverlust ist ein gravierendes Problem.<br />
Ohne Biodiversität kein Leben, könnte man es kurzfassen.<br />
Alles höhere Leben ist komplex. Die Evolution hat sich<br />
dahin entwickelt, dass wir heute als Menschen Ergebnis<br />
dieses komplexen Lebens sind und gleichzeitig durch unser<br />
Bewusstsein diese Komplexität verstehen und gestalten<br />
können. Wenn Landwirtschaft in Monokulturen stattfindet,<br />
nimmt der Energieaufwand zum Erhalt der Gesundheit<br />
dieses unnatürlichen Systems mittels chemischer Pflanzenschutzmittel<br />
überproportional zu. Biodiverse Ökosysteme<br />
dagegen sind deutlich weniger krankheitsanfällig.<br />
Leitbild für eine zukünftige Landwirtschaft sollte der<br />
Mensch sein. Als evolutiv sehr weit entwickeltes Wesen<br />
trägt der Mensch alle Voraussetzungen für ein kulturell<br />
höher entwickeltes Leben in sich. Legt man sein Gestaltungs<br />
prinzip der Arbeit mit der Natur – also der Landwirtschaft<br />
– zugrunde und gestaltet die Landwirtschaft gemäß<br />
einem lebendigen Organismus mit individuellen Zügen,<br />
dann hat man wesentliche Elemente für eine Weiterentwicklung<br />
der Natur beziehungsweise des Erd organismus<br />
beieinander. Das Ganze geht produktiv, wie viele Demeterund<br />
manche Bio-Bauern heute schon beweisen, hat jedoch<br />
noch Entwicklungspotenzial.<br />
Eine Schlüsselkomponente ist dabei die Frage, wem<br />
das Land gehört. Landwirtschaften mit gemeinnützigem<br />
Träger werden erstaunlicherweise immer vielfältiger,<br />
während privatwirtschaftlich betriebene Landwirtschaft<br />
dazu tendiert, immer »einfältiger« zu werden. Eine wie<br />
oben beschrieben weiterentwickelte ökologische Landwirtschaft<br />
erzeugt im Sinne integraler Produktivität neben<br />
ausreichend Lebensmitteln bei eingeschränktem Fleischverzehr<br />
der Konsumenten auch essenzielle weitere Güter<br />
wie Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und sauberes Wasser.<br />
››› Gastbeitrag Nikolai Fuchs<br />
Nikolai Fuchs (geb. 1963) ist gelernter und studierter Landwirt<br />
mit Fachrichtung Naturschutz und Landschaftsökologie.<br />
Nach Jahren in der Umweltpädagogik war er zuerst<br />
auf Landes-, dann auf Bundesebene für den Demeter-Verband<br />
geschäftsführend tätig, bevor er das Brüsseler Büro<br />
von Demeter International leitete und die weltweite Weiterentwicklung<br />
der biodynamischen Arbeit koordinierte. Vier<br />
Jahre arbeitete er in Genf im Umkreis der Welthandelsorganisation.<br />
Heute ist er Stiftungsrat der Zukunftsstiftung<br />
Landwirtschaft sowie Aufsichtsrat<br />
der BioBoden Genossenschaft. Sein<br />
jüngstes Buch trägt den Titel:<br />
»Evolutive Agrarkultur – Landwirtschaft<br />
nach dem Bildeprinzip des<br />
Menschen« (Verlag Lebendige Erde<br />
Demeter e.V., Darmstadt, 2014,<br />
ISBN 978-3-941-232-12-9).<br />
Für Salate, Soßen oder als Suppe<br />
Querbeet<br />
Garten Eden lässt grüßen<br />
Für unsere Gewürzmischung Querbeet haben wir aus<br />
dem Vollen geschöpft: Mit einem ungewöhnlich hohen<br />
Anteil von 37 % Gemüse und 9% Kräutern! Da stecken<br />
mehr als 20 verschiedene Gemüse, Pilze, Kräuter und<br />
Gewürze in Querbeet. Natürlich ganz ohne Hefe, Zucker,<br />
Maltodextrin oder Öl. Und alles kommt aus zertifiziertem<br />
Bioland-Anbau. Ergebnis: ein echtes Allround-Talent! Ob<br />
Kartoffelsalat, frische Suppe oder cremiges Risotto –<br />
Querbeet gibt den entscheidenden Kick. Und als klare<br />
Suppe schmeckt Querbeet auch mal solo. So wird<br />
Kochen und Genießen schön leicht gemacht.<br />
sos-design<br />
www.herbaria.de<br />
Erhältlich in den <strong>Alnatura</strong>-Filialen oder online unter www.alnatura-shop.de
NACHHALTIG LEBEN<br />
Landwirtschaft und Naturschutz im Dialog<br />
Drei Beispiele für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft<br />
Der Verlust an biologischer Vielfalt nimmt immer<br />
dramatischere Ausmaße an – vor allem auf landwirtschaftlich<br />
genutzten Flächen. Ehemalige »Allerweltsvögel«<br />
wie Feldlerche und Rebhuhn oder wichtige Bestäuberinnen<br />
wie Wildbienen und Hummeln sind stark gefährdet,<br />
blumenbunte Wiesen und Ackerrandstreifen verschwinden<br />
vielerorts. »Diesen Abwärtstrend müssen wir unbedingt aufhalten«,<br />
sagt NABU-Landwirtschaftsexperte Jochen Goedecke.<br />
»Und das wird nur gelingen, wenn Naturschutz und Landwirtschaft<br />
zusammenarbeiten.«<br />
Ein Schritt auf diesem Weg ist das Projekt »Dialogforum<br />
Land wirtschaft und Naturschutz«. Der NABU Baden-Württemberg<br />
hat es ins Leben gerufen, um Vertreterinnen und Vertreter<br />
aus Landwirtschaft, Naturschutzverbänden und Behörden<br />
an einen Tisch zu bringen. »Wir wollen voneinander lernen<br />
und die Sorgen und Zwänge der anderen besser verstehen«,<br />
erklärt Goedecke. »Daher veranstalten wir gemeinsame Workshops<br />
und Exkursionen, um Vorurteile abzubauen und Kontakte<br />
zu knüpfen – und um zu zeigen: Jeder Hof kann auf seine<br />
Weise etwas für die biologische Vielfalt tun.«<br />
Beispiel 1: Gestaffelte Mahd rettet Insektenleben<br />
Normalerweise werden Wiesen in einem Schwung gemäht.<br />
Insekten finden dort von einem Tag auf den anderen keine<br />
Nahrung und keinen Lebensraum mehr. Ihnen hilft es, wenn<br />
man stattdessen bei der ersten Mahd im Jahr Teilbereiche ausspart<br />
und »Inseln« stehen lässt. Diese Inseln dienen zum Beispiel<br />
Wildbienen oder Schwebfliegen auch dann noch als Nahrungsquelle,<br />
wenn die umliegenden Blüten bereits abgemäht<br />
sind. Die Larven des imposanten Grünen Heupferdes oder des<br />
stimmgewaltigen Feldgrashüpfers können hier ihre Entwicklung<br />
vervollständigen. Und von den Wieseninseln aus schaffen<br />
es die Insekten, die gemähten Bereiche wieder zu besiedeln.<br />
Auch Feldhasen oder Rebhühner profitieren von der gestaffelten<br />
Mahd, sie finden Rückzugsmöglichkeiten, die sonst in<br />
der ausgeräumten Agrarlandschaft rar sind.<br />
Beispiel 2: Blühstreifen sind Lebensraum und Augenweide<br />
Bunt blühende Feldränder mit Wiesensalbei, Klatschmohn,<br />
Sonnenblumen und Co. sind eine Augenweide – und sie leisten<br />
einen wertvollen Beitrag, um die biologische Vielfalt zu bewahren:<br />
Sie bieten Lebensraum für viele Wildtiere und verbinden<br />
unterschiedliche Biotope miteinander. Während der Erntezeit<br />
können sich Feldhasen oder Feldvögel darin verstecken. Ihre<br />
Blütenvielfalt sorgt für einen reich gedeckten Tisch für Schmetterlinge,<br />
Wildbienen und zahlreiche Vogelarten – je vielfältiger<br />
die Mischung, desto mehr Arten profitieren. So stehen zum<br />
Beispiel auf dem Speiseplan der Raupe des auffällig rotgefleckten<br />
Esparsetten-Widderchens die prächtig blühenden Esparsetten.<br />
Damit viele Tiere auch im Herbst noch Nahrung finden,<br />
werden die Blühstreifen möglichst spät gemäht, auf Teilen<br />
sogar erst im Frühjahr. So finden die Tiere noch lange Nahrung.<br />
Eier und Puppen vieler Insekten können in den trockenen Halmen<br />
und Stängeln den Winter überstehen.<br />
Beispiel 3: Ziegen als Landschaftspflegerinnen<br />
In unserer Kulturlandschaft sind viele Flächen, auf denen bedrohte<br />
Pflanzenarten wie die Gewöhnliche Kuh- oder Küchenschelle<br />
wachsen, über Jahrhunderte hinweg entstanden und<br />
würden heute ohne Bewirtschaftung zuwachsen und verloren<br />
gehen. Gerade in Mittelgebirgsregionen wie der Schwäbischen<br />
Alb oder der Rhön sind solche Grünlandflächen oft nur schwer<br />
zugänglich und stellen Landwirtinnen und Landwirte vor<br />
Herausforderungen. Hier bewährt sich eine auf die speziellen<br />
Gegebenheiten angepasste Beweidung – mit Ziegen als unerschrockenen<br />
Landschaftspflegerinnen. Denn neben Gras<br />
fressen sie auch holzige junge Heckenpflanzen oder Baumsprösslinge.<br />
So verhindern sie, dass die artenreichen Wiesen<br />
von Schlehen, Ahorn und Ebereschen überwuchert werden.<br />
Kommen dabei seltene Nutztierrassen wie Thüringer Waldziege<br />
oder Schwarzwaldziege zum Einsatz, trägt die Beweidung<br />
auch dazu bei, deren Bestände zu sichern.<br />
››› Gastbeitrag Jochen Goedecke und Anke Beisswänger,<br />
NABU Baden-Württemberg<br />
Im Dialog eröffnet sich die Möglichkeit, unterschiedliche<br />
Sichtweisen zu besprechen und gemeinsam Lösungen<br />
zu finden (links).<br />
38 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
Der NABU – Gemeinsam für Mensch und Natur<br />
Seit 1899 setzt sich der NABU dafür ein, unsere<br />
Natur zu schützen und für zukünftige Generatio nen<br />
zu sichern. Mit mehr als 600 000 Mitgliedern und<br />
Förderern ist er Deutschlands mitgliederstärks ter<br />
Umweltverband. In den rund 2 000 NABU-Gruppen<br />
und 70 Infozentren in ganz Deutschland steht<br />
praktischer Naturschutz genauso auf dem Programm<br />
wie Lobbyarbeit, Umweltbildung, Forschung<br />
und Öffentlichkeitsarbeit.<br />
Blühstreifen mit Klatschmohn<br />
und Co. bieten Lebensraum<br />
und verbinden Biotope<br />
miteinander (oben).<br />
Die Feldlerche ist auf ein Miteinander<br />
von Naturschutz und<br />
Landwirtschaft angewiesen<br />
(unten).<br />
HERSTELLER-<br />
EMPFEHLUNG*<br />
Das Projekt »Dialogforum Landwirtschaft<br />
und Naturschutz« ist auf zwei Jahre<br />
angelegt. Es wird von der Stiftung Naturschutzfonds<br />
Baden-Würt temberg gefördert.<br />
NABU-BW.de/dialogforumlawi<br />
Wer den zarten Schmelz<br />
Schweizer Schokolade<br />
am Gaumen liebt, liegt mit<br />
dem Swiss ChocoRoc aus<br />
feiner Vollmilchschokolade<br />
genau richtig. Genuss pur<br />
für alle Schokoladenfans!<br />
CHOCOLAT SCHÖNENBERGER<br />
BIO-SWISS CHOCOROC VOLLMILCH-<br />
SCHOKOLADE MIT NOUGAT<br />
• Schweizer Bio-Spezialität mit<br />
erlesener Kuvertüre<br />
• mit feinstem weißen Nougat<br />
• Kakaogehalt mind. 33 %<br />
• Kakao nach Fairtrade-Standards gehandelt<br />
• Tipp: hochwertiger Schokoladengenuss<br />
ideal zum Verschenken am Osterfest<br />
• Genusstipp: die Schokolade schmeckt<br />
am besten bei einer Zimmertemperatur<br />
zwischen 20 und 23 °C<br />
100 g 2,19 €<br />
* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet<br />
sind, handelt es sich um Anzeigen. Diese<br />
Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt.
ZEIT LEO<br />
Mach mit,<br />
lach mit!<br />
Was braucht dein Haustier Foto: Kathrin Spirk, Text: Frauke König / Leo-Löwe Maren Amini / »Denk ums Eckchen«, »Füll den Stern!« Eckstein<br />
Denk ums Eckchen<br />
Findest du die Antworten und – in den lilafarbenen<br />
Feldern – ein Plätzchen für Süßigkeiten?<br />
1 Kugelrund am Himmel: Kurz nach dem ersten …<br />
im Frühling wird Ostern gefeiert.<br />
2 Der hat viel zu tun an den Feier- und Eiertagen.<br />
3 Wenn Knospen sprießen, gibt’s bald grüne Blätter<br />
zu sehen – oder bunte …<br />
4 Diese Vögel ziehen im Frühjahr nach Norden;<br />
diese Blümchen bringen Farbtupfer auf die Wiese.<br />
5 Liegt Ostern nicht im <strong>März</strong>, dann liegt’s im …<br />
6 Der in der Woche vor Ostern wird grün genannt.<br />
7 Das hört man nicht nur auf dem Fußballplatz,<br />
sondern auch von allen Vögeln, die schon da sind,<br />
vor dem Zwitschern und Tiriliern.<br />
8 Spaß für Hobbydetektive am Ostermorgen.<br />
9 Kleine, schnurrende tapsen auf vier Pfoten, noch<br />
kleinere, flauschige sitzen auf den Weidenzweigen.<br />
Hahaha<br />
Hier stehen die Lieblingswitze<br />
von ZEIT-LEO-Lesern.<br />
Vielleicht ist deiner auch dabei?<br />
Mit dem<br />
Bizeps anzugeben<br />
ist echt oberarm.<br />
›› von Theo<br />
1<br />
4<br />
8<br />
3<br />
6<br />
L D<br />
A<br />
Ü<br />
Ä<br />
I<br />
O<br />
F<br />
I<br />
C<br />
Familie Krause kämpft beim<br />
Zelten ständig gegen Mücken. Als<br />
es dunkel wird, kommen ein paar<br />
Glühwürmchen angeflogen.<br />
»Bloß weg hier«, sagt Herr Krause,<br />
»jetzt suchen uns die Biester<br />
schon mit Taschenlampen!«<br />
›› von Laura-Marie<br />
2<br />
5<br />
7<br />
9<br />
Kennst du auch einen guten Witz?<br />
Schreib an DIE ZEIT / ZEIT LEO,<br />
20079 Hamburg oder zeitleo@zeit.de<br />
Sitzen zwei Fliegen<br />
auf einem Misthaufen.<br />
Die eine Fliege pupst. Da ruft<br />
die andere: »Benimm dich!<br />
Ich esse gerade!«<br />
›› von Joni<br />
Wie macht ein<br />
unentschlossenes<br />
Schaf? – »Ähm.«<br />
›› von Maggy<br />
H<br />
N<br />
A<br />
40 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
Was braucht dein Haustier?<br />
Aaron, 9 Jahre, hat ein Kaninchen: »Manchmal<br />
nehme ich diesen Deutschen Riesen auf den Arm.<br />
So heißt die Kaninchenrasse, die meine Familie<br />
züchtet. Namen kriegen unsere Tiere nie. Dieses<br />
Kaninchen wiegt sieben Kilo, deshalb kann ich es<br />
nicht lange tragen. Aber ich streichle es oft,<br />
wenn es im Stall sitzt. Den muss man einmal pro<br />
Woche säubern. Gefüttert wird das Kaninchen<br />
jeden Tag – mit trockenen Brötchen, Heu und<br />
Karotten. Und es kann sogar Kunststücke: Wenn ich<br />
ihm eine Möhre hinhalte, macht es Männchen.«<br />
Füll den Stern!<br />
11<br />
Setz die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7, 10<br />
und 15 in die freien Felder ein.<br />
Zusammengezählt soll jede<br />
Viererreihe die Zahl 33 ergeben.<br />
13<br />
14 9<br />
Dein Leseabenteuer startet jetzt …<br />
…mit ZEIT LEO, dem Kindermagazin der ZEIT für<br />
Jungen und Mädchen ab 8 Jahren. Daraus stammen<br />
alle Rätsel und Texte dieser Seite. Jetzt überall im<br />
Handel erhältlich. Oder gemeinsam mit den<br />
Eltern eine ZEIT-LEO-<br />
Leseprobe anfordern:<br />
Einfach den Gutschein-<br />
Code ZL5992A03 unter<br />
zeit.de/leo-gutschein<br />
eingeben.<br />
So passt Du beim Surfen<br />
und Posten auf Dich auf<br />
Mutig wie<br />
Maui: Andreas<br />
Bourani<br />
Was will der<br />
neue Präsident<br />
der USA?<br />
Wie geht es<br />
Tieren im<br />
Tierheim?<br />
Ausgabe 1<br />
<strong>2017</strong><br />
Noch mehr spannende<br />
Themen für Kinder findest<br />
du auch jede Woche<br />
auf der ZEIT-LEO-Seite in<br />
der ZEIT.<br />
Lösung 1 Vollmond, 2 Hase, 3 Blüten, 4 Gänse, 5 April, 6 Donnerstag,<br />
7 Pfeifen, 8 Eiersuche, 9 Kätzchen, Lösungswort: OSTERNEST
ANZEIGE<br />
Wirkung zeigen.<br />
Pflegt beanspruchte Hände und zieht schnell ein<br />
Dr. Hauschka Kosmetik ist nach dem internationalen Standard für echte Naturkosmetik NATRUE zertifiziert und bei ausgewählten Vertriebspartnern erhältlich<br />
www.dr.hauschka.com
KLEINES IMKER-TAGEBUCH<br />
<strong>März</strong><br />
Foto Biene: istockphoto / defun<br />
Der Frühling hält Einzug und vermutlich<br />
haben auch die Bienen<br />
ihren Stock schon das ein oder<br />
andere Mal verlassen – um Schneeglöckchen<br />
und Salweide zu besuchen,<br />
Wasservorräte aufzufüllen oder ihren<br />
Reinigungsflug anzutreten. Für einen<br />
Imker gibt es noch nicht viel zu tun, für<br />
einen, der noch nicht einmal ein Volk<br />
hat, erst recht nicht. Könnte man meinen,<br />
stimmt aber nicht! Auch wenn die Standortfrage<br />
geklärt, die Beutenart entschieden und das wichtigste<br />
Equipment vorhanden war –, für mich galt es damals, den<br />
Garten bienenfreundlicher zu gestalten. Bis der Imkerkurs begann,<br />
dachte ich, er wäre bereits ein Paradies für Insekten<br />
jeglicher Art. Aber leider gehöre ich zu denen, die dicht gefüllte<br />
Blumen lieben – Rosen oder Dahlien beispielsweise. Doch<br />
ist es den Bienen da kaum möglich, an den Blütengrund und<br />
damit den Nektar zu kommen. Auch die leider Deutschlands<br />
Blumenkästen dominierenden Geranien taugen als Bienennahrung<br />
kaum. Sie liefern weder Nektar noch Pollen. Von Letzterem<br />
benötigt ein Bienenvolk pro Jahr stattliche 25 bis 30 Kilogramm,<br />
die Ammenbienen stellen daraus Futtersaft für die<br />
Brut her. Doch wenn man bedenkt, wie zart dieser Blütenstaub<br />
ist, und sich vorzustellen versucht, welche Blütenmassen angeflogen<br />
werden müssen, wird klar: Mein kleiner Garten allein<br />
kann kein Volk ernähren, eine giftfreie Landwirtschaft schon<br />
eher. Und doch ist ein blühendes Stück Grün sehr wichtig, nicht<br />
nur für die Honigbiene, sondern auch als Lebensraum für die<br />
anderen 560 Bienenarten, die man in Deutschland zählt, so<br />
zum Beispiel die Hummel. Also auf in den Garten. Zunächst<br />
wurde eine Rasenfläche zur Wildblumenwiese. Dafür muss die<br />
Grasnarbe grob abgetragen und die Erde mit Sand vermischt<br />
werden. Denn: Je magerer der Boden, umso vielfältiger die<br />
Pflanzen. Kleinwüchsiger Klee, Schafgarbe und Co. sollen hier<br />
künftig stehen. Auch sieht die Beetplanung ab sofort – und<br />
konsequenter als in den letzten Jahren – Blühstreifen vor: mit<br />
Borretsch, Ringel- sowie Kornblumen, Goldmohn und einigem<br />
Lese-Tipp: »Bienenweide« von Günter<br />
Pritsch ist ein Nachschlagewerk für<br />
all jene, die sich für einen bienenfreundlichen<br />
Garten interessieren. Der Autor,<br />
viele Jahre Bienenweideobmann, porträtiert<br />
hier 200 Pflanzen: mit Fotos, Kurzbeschreibungen<br />
und dem für die Bienen<br />
so wichtigen Nektar- und Pollenwert.<br />
Kosmos-Verlag, Stuttgart 2007,<br />
ISBN 978-3-44010-481-1, 22,90 Euro.<br />
Ein Imker orientiert sich am phänologischen Kalender – das<br />
Jahr wird anhand der Naturereignisse eingeteilt. So startet der<br />
Vorfrühling mit der Blüte von Schneeglöckchen und Hasel, der<br />
Erstfrühling mit blühenden Forsythien, Beerensträuchern und<br />
Obstbäumen wie Kirsche oder Pflaume. Stehen Apfel und Flieder<br />
in voller Pracht, so sind wir mitten im Vollfrühling.<br />
mehr. Für den direkten Küchennutzen wurde das Kräuterbeet<br />
erweitert; neben Salbei und Lavendel machen auch Koriander,<br />
Wiesenkümmel oder Ysop den Bienen und ihren Verwandten<br />
eine große Freude. Im Staudenbeet unverzichtbar: Fette Henne,<br />
Sonnenhut, Malven und die Flockenblume beispielsweise. Eine<br />
neu angelegte Him- und Brombeerhecke war das i-Tüpfelchen.<br />
Ganz wichtig: Die hohlen Stängel winters stehen lassen, sie sind<br />
ein beliebter Unterschlupf für Wildbienen. Überhaupt darf in<br />
solch einem naturnahen Garten gefühlte Unordnung herrschen:<br />
Totholz bleibt liegen, Stauden werden im Herbst nicht abgeschnitten<br />
und irgendwo türmt sich immer ein kleiner Laubhaufen.<br />
Schöner Nebeneffekt: Ihrem Ordnungsprinzip hinterherhinkende,<br />
gestresste Gärtner wie ich dürfen entspannen. Und wenn<br />
nun ein Bienenfreund weder Grünfläche noch Garten sein Eigen<br />
nennt? Auch Balkon und Fensterbank können vielfältig blühen,<br />
Baumscheiben oder kleine Dächer gar bepflanzt werden. Denn<br />
die Imker allein können kein Bienenparadies schaffen – so viel<br />
ist sicher, da braucht es die Unterstützung vieler.<br />
››› Anja Waldmann, Ernährungswissenschaftlerin, arbeitet schon<br />
über 17 Jahre für <strong>Alnatura</strong>. Seit vergangenem Jahr steht ein<br />
Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns<br />
an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.<br />
Sie haben eine Ausgabe verpasst oder<br />
möchten etwas nachlesen? Das Imkertagebuch<br />
finden Sie auch unter alnatura-blog.de<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 43
SERIE<br />
#KunstKochen<br />
Ein Pinselstrich, eine Komposition, eine Farbe,<br />
ein Motiv: All das kann kulinarisch inspirieren.<br />
Mit #KunstKochen begeben wir uns<br />
auf einen Streifzug durch die 700 Jahre Kunst<br />
umfassende Sammlung des Städel Museums<br />
und lassen uns zu außergewöhnlichen Rezeptideen<br />
anregen. Hier trifft die Begeisterung<br />
für Kunst auf die Freude am Kochen.<br />
Blumenstillleben<br />
Beim Anblick des farbenprächtigen Blumenstraußes<br />
möchte man – wie der Schmetterling<br />
am linken Bildrand – am liebsten selbst gern<br />
von den Blüten kosten. Dekorativ fanden diese<br />
Art von Stillleben auch vermögende Auftraggeber<br />
aus dem 17. Jahrhundert, die sich oft zwei<br />
Bilder als Pendants an die Wand hängten. Der<br />
niederländische Maler Jacob van Walscapelle<br />
(1644–1727), geschätzt für seine Blumen- und<br />
Früchtestücke, schuf 1677 dieses Stillleben mit<br />
Blumenstrauß in einer Terrakottavase. Blumen<br />
und Tiere sind gekonnt gemalt. Die kompakte<br />
Mitte des Blumenstraußes bilden weiße und<br />
rosa Rosen zusammen mit gelben Anemonen<br />
und zwei Pfingstrosen; ergänzt um blaue Winden,<br />
Türkenbundlilien, eine blaue Schwertlilie,<br />
die feinen Blüten einer Kamille sowie eine Erdbeerranke<br />
und einen Pflaumenzweig. Wer genau<br />
hinsieht, kann einige Tiere im Strauß sowie<br />
auf dem steinernen Sockel mit der Terrakottavase<br />
entdecken. Eine Eidechse lauert auf ein<br />
vor beiflatterndes Tagpfauenauge, eine Fliege<br />
labt sich am ausgetretenen Saft überreifer Pflaumen<br />
– Sinnbilder der Vergänglichkeit aller irdischen<br />
Pracht. Auf den Blüten sitzen eine Libelle,<br />
eine Hummel und ein grüner Käfer. Das Gemälde<br />
gelangte 1817 ins Städelsche Kunstinstitut.<br />
Über van Walscapelles Leben ist wenig bekannt,<br />
offenbar war er nur kurze Zeit (von 1667 bis<br />
1685) als Maler tätig.<br />
Jacob van Walscapelle (1644–1727)<br />
Blumenstillleben, 1677<br />
Öl auf Leinwand, 71 × 58 cm<br />
Städel Museum, Frankfurt am Main<br />
Städel Museum<br />
Im Jahr 1815 von dem Bankier und Kaufmann Johann Friedrich<br />
Städel begründet, ist das Städel Museum heute die älteste und<br />
bedeutendste Museumsstiftung Deutschlands. Die inter national<br />
renommierte Sammlung umfasst rund 3 100 Gemälde, 660<br />
Skulpturen, über 4 600 Fotografien und über 100 000 Zeichnungen<br />
und Grafiken – darunter Meisterwerke von Rembrandt van Rijn,<br />
Claude Monet und Gerhard Richter. staedelmuseum.de
REZEPT<br />
Wildkräuter-Blüten-Salat<br />
mit Himbeer-Vinaigrette<br />
Zutaten für 4 Portionen<br />
150 g Himbeeren, tiefgekühlt / 150–200 g Wildkräutersalat nach<br />
Verfügbarkeit (z. B. roter Rucola, Blutampfer, Taubnessel, junge Brunnenkresse,<br />
Franzosenkraut, Spitzwegerich, Gartenmelde, Löwenzahn,<br />
Kapuzinerkresseblätter; alternativ:<br />
Babyspinat und / oder Rucola) /<br />
8 EL Olivenöl / 2 EL Himbeeressig /<br />
2 EL Wasser / Salz und Pfeffer aus der<br />
Mühle / 2–3 Prisen Rohrohrzucker /<br />
ca. 40 g gemischte Blüten nach<br />
Verfügbarkeit (z. B. Pe largonie,<br />
Studentenblume, Sonnenblume,<br />
Kapuzinerblüten)<br />
Zubereitung<br />
Himbeeren auftauen lassen.<br />
Wildkräutersalat waschen, verlesen<br />
und in kleine Stücke zupfen. In<br />
einem Küchensieb abtropfen lassen<br />
oder trocken schleudern.<br />
Für das Dressing Olivenöl, Essig,<br />
Wasser und Himbeeren in einen<br />
hohen Mixbehälter geben und mit<br />
einem Stabmixer fein pürieren. Mit<br />
Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.<br />
Dressing durch ein feines Sieb<br />
streichen, um die Kerne zu entfernen.<br />
Salat auf Tellern verteilen und mit<br />
dem Himbeer-Dressing beträufeln.<br />
Blüten oder Blütenblätter ggf. von<br />
den Stielen zupfen und auf dem Salat<br />
verteilen.<br />
• Zubereitungszeit: ca. 15 min<br />
(+ ca. 2 h Auftauzeit)<br />
• Nährwerte pro Portion:<br />
Energie 300 kcal, Eiweiß 2 g,<br />
Kohlen hydrate 7 g, Fett 28 g<br />
Weitere Infos unter kunstkochen.de<br />
Jetzt vormerken: große Mitmachaktion<br />
ab 24. April<br />
Essbare Blüten selber ziehen?<br />
Ab sofort finden Sie Saatgut in Demeter-Qualität<br />
in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt für 1,45 Euro;<br />
Auch in der Variante »Bienenschmaus« erhältlich.<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong> 45
ÜBER DEN TELLERRAND KOCHEN<br />
Borani Banjan in Bremen<br />
Was haben wir Menschen auf der Erde gemeinsam, egal<br />
welcher Religion, Kultur oder Nation wir angehören?<br />
Wir müssen essen und trinken. Was uns schmeckt und wie<br />
wir es zubereiten, unterscheidet uns, aber es kann uns<br />
auch verbinden, wenn wir miteinander teilen. Im <strong>Alnatura</strong><br />
<strong>Magazin</strong> zeigen wir jeden Monat ein Rezept von geflüchteten<br />
Menschen, das sie gemeinsam mit ihren deutschen<br />
Freunden für uns kochen.<br />
Heute Abend wollen wir zusammen ein typisch<br />
afghanisches Gericht kochen: Borani Banjan. Zum<br />
Einkaufen treffen wir uns mit der Familie Hashemi und<br />
Pia Dames-Willers in der Bremer <strong>Alnatura</strong> Filiale. Sayed, der<br />
neunjährige und jüngste Sohn der Familie Hashemi, schiebt<br />
unseren Einkaufswagen direkt zum Gemüse – denn hiervon<br />
brauchen wir ganz viel. Auberginen und Tomaten sind die<br />
Grundlage des Gerichts, dazu kommen noch Zwiebeln, Knoblauch,<br />
saure Sahne, Tomatenmark, Öl, Gewürze und Brötchen.<br />
Sayeds älterer Bruder Mojeeb, 17 Jahre alt, kennt das Rezept<br />
genau und im Nu ist der Wagen gefüllt. Währenddessen unterhalten<br />
sich Pia und Mojeeb darüber, wie es in der Schule läuft<br />
und wie es gemeinsamen Bekannten geht. Schnell merkt man,<br />
wie sehr sich die beiden mögen. Seit fünf Monaten kennen sie<br />
sich jetzt und haben schon mehrmals zusammen gekocht.<br />
Mojeeb und seine Familie sind vor einem Jahr nach Deutschland<br />
geflüchtet. Sie kamen aus der afghanischen Hauptstadt<br />
Kabul, sein Vater hatte dort eine Apotheke, die Familie ein Haus,<br />
ein Auto. Was sie nicht hatten, war Sicherheit in ihrer kriegsgeplagten<br />
Heimat. All das erzählt Mojeeb ruhig und sachlich.<br />
Richtig aufgeregt wird er hingegen, wenn er von seinen Berufsplänen<br />
spricht, Polizist will er werden. Mojeeb lernt seit acht<br />
Monaten Deutsch und ich bin tief beeindruckt. Nicht nur davon,<br />
wie rasend schnell er sich unsere Sprache angeeignet hat.<br />
Mit unseren Einkäufen fahren wir zu Pias Agentur Bernstein<br />
und beginnen, in der großen Küche zu kochen. Nachdem<br />
die Auberginen geschält sind, reibt Mojeeb die Tomaten. Das<br />
habe ich so noch nie gesehen: Er halbiert sie und reibt sie mit<br />
der Schnittfläche an der Reibe. Eine viel schnellere Art des<br />
Passierens und Enthäutens, finde ich. Als er eine ganze Knoblauchknolle<br />
(richtig, nicht Zehen) durch die Knoblauchpresse<br />
drückt, kann ich die Ungläubigkeit in meinem Blick nicht ganz<br />
verbergen. »Manche Leute in Deutschland mögen ja keinen<br />
Knoblauch«, stellt Mojeeb lächelnd fest. Wir gehören aber<br />
46 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong>
REZEPT<br />
Borani Banjan<br />
Afghanisches Gemüsegericht<br />
Zutaten für 10 Portionen<br />
11 Auberginen / 9 Tomaten / 1 Knoblauchknolle / 5 Zwiebeln /<br />
1 Chilischote / 2 Flaschen Bratöl / 1/2 Tube Tomatenmark /<br />
Paprikapulver / Pfeffer, Meersalz / 1 EL Kurkuma / 1 Glas Wasser /<br />
4 Becher saure Sahne / 3 Fladenbrote oder 15 Brötchen<br />
weder zu den Knoblauch- noch zu den Fettverächtern, sonst<br />
wäre Borani Banjan nicht ganz das Richtige für uns. Denn die<br />
Auberginen werden nicht nur mit Knoblauch gewürzt, sondern<br />
auch frittiert, bevor sie mit den anderen Zutaten eine halbe<br />
Stunde köcheln.<br />
Pia erzählt, dass sie und ihre Familie schon vor der Tellerrand-Aktion<br />
erste Kontakte mit Geflüchteten hatten: »Wo ich<br />
arbeite und lebe, gibt es sehr viele Flüchtlingsstationen, auf<br />
meinem Arbeitsweg liegt ein Containerdorf. Meine Mutter hat<br />
einen Syrer angesprochen, wir haben ihn kennengelernt und<br />
privat mit ihm zusammen gekocht. Das hat uns so gut gefallen,<br />
einfach eine tolle Erfahrung. Wir haben den Kontakt gehalten<br />
und ich dachte: Das möchte ich gern häufiger machen.«<br />
Also hat sie den Berliner Verein »Über den Tellerrand kochen«<br />
angeschrieben und eine Gruppe in Bremen gegründet. Jetzt,<br />
da viele der Flüchtlinge nicht mehr hier in den Notunterkünften<br />
untergebracht sind, wo sie nicht selbst kochen durften,<br />
sondern in ihren eigenen Wohnungen leben, hat sich die Situation<br />
auch etwas verändert, es ist schwieriger geworden,<br />
Kontakt zu halten. Allerdings nicht zwischen Pia und Mojeebs<br />
Familie, der nächste Termin für ein gemeinsames Kochen steht<br />
schon. Und während wir das köstliche Borani Banjan zusammen<br />
essen, überlegen Pia und Mojeeb schon, was das nächste<br />
Mal auf den Tisch kommt. Vielleicht ein deutsches Gericht?<br />
Kartoffelsalat und Spätzle hat Mojeeb jedenfalls schon getestet<br />
und für sehr gut befunden. So wie wir Borani Banjan, ein Rezept,<br />
das einen Stammplatz in meiner Küche gefunden hat. GS<br />
Die Tellerrand-Kochgruppe Bremen präsentiert<br />
das afghanische Gericht Borani Banjan<br />
(ganz links).<br />
Gemeinsam geht’s leichter: Pia Dames-<br />
Willers, Zohra Hashemi und ihr Sohn Mojeeb<br />
(v. l. n. r.) bei der Zubereitung (links).<br />
Zubereitung<br />
Gemüse vorbereiten Auberginen schälen und in runde<br />
Scheiben schneiden, 5 Tomaten halbieren und an der Schnittstelle<br />
grob reiben (mit einer gewöhnlichen Reibe), Tomatenhäute<br />
entsorgen. Zehen von 1 Knoblauchknolle durch die<br />
Knoblauchpresse drücken. Zwiebeln schälen und in etwas<br />
breitere Ringe schneiden. 4 Tomaten in Scheiben schneiden,<br />
Chilischote entkernen und in Scheiben schneiden.<br />
Bratöl in eine Pfanne geben, sodass der Boden etwa 2 cm<br />
mit Öl bedeckt ist. Auberginen darin frittieren, bis sie eine<br />
goldene Farbe haben. Mit einem Pfannenheber herausnehmen<br />
und abwechelnd mit Zwiebeln, Tomatenscheiben und Chili in<br />
einem großen Topf schichten.<br />
Geriebene Tomaten mit der Hälfte des gepressten Knoblauchs,<br />
dem Tomatenmark, Paprikapulver, Pfeffer, Salz und<br />
Kurkuma vermischen. Die Masse dann zu den frittierten<br />
Auberginen, Tomaten- und Zwiebelstücken geben. Das Wasser<br />
hinzugeben und bei mittlerer Hitze 30 min zugedeckt köcheln<br />
lassen. Dabei den Deckel mit einem Geschirrtuch umschließen,<br />
das nimmt den Dampf auf.<br />
Die andere Hälfte des gepressten Knoblauchs zusammen<br />
mit der sauren Sahne zu einem Dip verrühren und mit Salz<br />
und Pfeffer abschmecken.<br />
Anrichten Gemüse mit Dip und Brot servieren.<br />
Dazu passt: nach Belieben ein Salat beispielsweise mit<br />
Ka rotten, Spinat und gelber Paprika.<br />
• Zubereitungszeit: ca. 45 min • Nährwerte pro Portion:<br />
Energie 611 kcal, Eiweiß 20 g, Kohlen hydrate 87 g, Fett 19 g<br />
Über den Tellerrand wurde im Oktober 2013 gegründet<br />
im Glauben an eine Welt, die bestimmt wird von sozialem<br />
Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und Offenheit<br />
gegenüber Vielfalt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Miteinander<br />
zu ermöglichen. Wie wir das tun? In erster Linie<br />
mit gemeinsamem Kochen und Begegnungen auf Augenhöhe.<br />
Wir schärfen bei Men schen mit und ohne Fluchterfahrung<br />
das Bewusstsein für Gestaltungsmöglichkeiten<br />
in der Gesellschaft, greifen beim Aufbau interkultureller<br />
Communities unter die Arme und schaffen belastbare,<br />
nachhaltige Netzwerke zwischen Engagierten. Inzwischen<br />
umfasst unser Netzwerk ca. 1 500 engagierte Menschen<br />
in 25 Städten. ueberdentellerrandkochen.de
HERSTELLER-EMPFEHLUNG*<br />
* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet sind, handelt es sich um Anzeigen.<br />
Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem <strong>Alnatura</strong> Super Natur Markt. / ** Nicht in allen Filialen erhältlich.<br />
Das Fruchtpulver von Sanatur hat<br />
ein großes Spektrum an oligomeren<br />
Proanthoyanidinen (OPC), eine Gruppe<br />
sekundärer Pflanzenstoffe mit<br />
Bitterstoffen. OPC aus Trauben kernen<br />
und das Vitamin C aus der Acerolakirsche<br />
verbinden sich zu einem<br />
natürlichen Nahrungsergänzungsmittel.<br />
SANATUR<br />
TRAUBENKERN OPC & VITAMIN C** vegan<br />
• die Traubenkerne stammen von den sonnenverwöhnten<br />
Weinbergen zahlreicher Bio-Winzer<br />
• feines Traubenkernmehl wird mit Acerolapulver vermischt<br />
und in pflanzliche Cellulose-Kapseln gegeben<br />
• mit natürlichem Vitamin C aus der Acerolakirsche<br />
• Vitamin C trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress<br />
und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei<br />
49 g 14,95 € (100 g = 30,51 €)<br />
48 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong><br />
PUNKTE SPENDEN – GUTES TUN<br />
Hilfe für Kinder in Syrien<br />
Die Lage der Menschen in Syrien und den umgrenzenden<br />
Ländern ist weiterhin dramatisch. Kinder und Familien fliehen<br />
vor Krieg, Gewalt, Hunger und Hoffnungslosigkeit und<br />
stranden nach endlosen Strapazen an Ländergrenzen. Die<br />
Kinder leiden am meisten: Sie mussten miterleben, wie Bomben<br />
ihre vertraute Umgebung, ihre Familien, ihr Zuhause und<br />
ihre Schulen zerstörten. Sie wurden obdachlos, schwer verletzt<br />
und verloren Familienmitglieder und Freunde. Die<br />
SOS-Kinderdörfer lassen Familien und unbegleitete Kinder<br />
auf der Flucht nicht allein und geben Hoffnung inmitten des<br />
Krieges. Sie versorgen die Flüchtenden mit Lebensmittelpaketen,<br />
Babynahrung, Windeln und Kinderkleidung. Familien<br />
in Not erhalten zudem Medikamente, Hygieneprodukte und<br />
Matratzen. Auch die seelische Not wird dabei nicht außer<br />
Acht gelassen: SOS-Helfer bieten traumatisierten Kindern und<br />
Eltern psychologische Hilfe an. 2014 konnte außerdem eine<br />
Nothilfe-Kita in Damaskus eröffnet werden, in der täglich<br />
200 Kinder wieder Halt finden und unbeschwert spielen können.<br />
Die SOS-Kinderdörfer unterstützen außerdem mit<br />
Schultaschen, Heften, Stiften und Büchern sowie beim Schulgeld.<br />
Dadurch können die Kinder endlich wieder lernen.<br />
Auch <strong>Alnatura</strong> Kunden können SOS-Kinderdörfer unterstützen,<br />
indem sie ihre Payback-Punkte spenden.<br />
payback.de/spendenwelt<br />
<strong>Alnatura</strong> Kunden können ihre Payback-Punkte<br />
spenden und damit zahlreiche Initiativen unterstützen.<br />
payback.de/spendenwelt
ANZEIGE<br />
Der Geschmackssieger*<br />
– jetzt mit noch mehr Vielfalt!<br />
NEU!<br />
Entdecke unsere neuen Sorten!<br />
NEU!<br />
*unabhängige Marktforschungen: ttz Bremerhaven 2014 (Erdbeere), Opinion 2015 (Sauerkirsche + Aprikose), Consens 2016 (Erdbeere + Himbeere)<br />
NEUES AUS DER ALLOS<br />
R E Z E P T U R - S C H M<br />
I E D E<br />
Der hohe Fruchtanteil, das Allos Kurzkochverfahren und der natürlich fruchtige Geschmack<br />
machen Frucht Pur 75% so einzigartig lecker. Das gilt natürlich auch für unsere neuen Sorten.<br />
Hole dir jetzt noch mehr Vielfalt auf den Frühstückstisch!<br />
Weitere Informationen zu unseren Bio-Originalen findest du auf<br />
unter AllosBioOriginale oder unter www.allos.de
VORSCHAU<br />
Freuen Sie sich auf das<br />
<strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> im April:<br />
Über den Tellerrand kochen<br />
Mit Amer und Mohamad kochten wir in Köln für<br />
25 Personen das syrische Gericht Moussaka.<br />
Entspannt Ostern feiern<br />
Freuen Sie sich schon jetzt auf ein entspanntes<br />
Osterfest. In unserer April-Ausgabe liefern wir<br />
Ihnen Inspirationen für Ihr kreatives Osterbuffet.<br />
Gesellschaft<br />
50 Jahre Terre des Hommes –<br />
Gründer Lutz Beisel im Interview.<br />
IMPRESSUM<br />
Herausgeber <strong>Alnatura</strong> Produktions- und<br />
Han dels GmbH, Darmstädter Straße 63, 64404<br />
Bi cken bach, Tel. 06257 9322-0, alnatura.de<br />
Gründer u. Geschäftsführer von <strong>Alnatura</strong><br />
Prof. Dr. Götz E. Rehn Redaktions leitung<br />
Susanne Salzgeber, Darmstädter Straße 63,<br />
64404 Bickenbach, susanne.salzgeber@alnatura.de<br />
Anzeigen Daniel Fehling, Darmstädter Straße 63,<br />
64404 Bi cken bach Redaktion Jana Benke,<br />
Matthias Fuchs, Dr. Manon Haccius (MH), Anke<br />
Helène, Constanze Klengel, Bet tina Pabel (BP),<br />
Lisa Rhein, Rena Schäfges, Tina Schneyer, Julian<br />
Stock, Gabriele Storm (GS), Anja Waldmann<br />
(AW), Bianca Weis, Eva Wohlgemuth Verlag<br />
mfk corporate pub lishing GmbH, Prinz-Christians-Weg<br />
1, 64287 Darmstadt, Tel. 06151<br />
96960 - 00 Fotos <strong>Alnatura</strong>: 3 Porträt Rehn, 4<br />
Garten, Ostern, 21 Illustration, 24; Maren Amini:<br />
40 Leo Löwe; Bingenheimer Saatgut AG: 3 Biene,<br />
35; Oliver Brachat: 1, 6, 8, 11, 45; Coffee Cooperative<br />
Union Lalitpur: 18; Marc Doradzillo: 23<br />
Männer, Bagger, 25, 50 Tellerrand, 16–17, 26–27,<br />
43 Porträt, 46–47; Eckstein: 40–41 Rätsel; Bernhard<br />
Etspüler: 39 Feldlerche; Fotolia / Matin: 30<br />
Salz / Serg Zastavkin: 32 / Sugar0607: 31 Lavendel;<br />
GEPA: 19; heute-gibt.es: 9; istockphoto / akiyoko:<br />
15 Paprika / defun: 43 Biene / Lagui: 15 Mülltonne<br />
/ Ohotnik: 15 Möhre / siloto: 15 Kartoffel;<br />
Palaterra: 23 Pflanzen; Privat: Porträts 15 u. 37;<br />
Sebastian Schwarz: 38; Robert Seegler / usus kommunikation:<br />
Illustrationen 4 Mais, 10, 30/31, 36;<br />
SOS-Kinderdörfer weltweit: 48; Kathrin Spirk:<br />
40/41 Foto; Matthias Strobel: 39 Landschaft; VIS-<br />
COM Fotografie: 12/13, 28/29; Robert Waldmann:<br />
43 Blüten; Frank Weinert: 20–21, 50 Ostern;<br />
Städel Museum: 44 Foto Kunstwerk<br />
Gestaltung usus.kommu nika tion, Berlin, ususdesign.de<br />
Druck alpha print medien AG, Kleyerstraße<br />
3, 64295 Darmstadt<br />
Gastbeiträge geben nicht unbedingt die Meinung<br />
der Redaktion wieder – sie sind aus der<br />
Perspektive des Verfassers geschrieben. Nachdruck,<br />
Aufnahme in Online-Dienste und Internet und<br />
Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM,<br />
DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schrift licher<br />
Zustim mung des Verlags. Für unverlangte Einsendungen<br />
keine Gewähr. Irrtümer und Druckfehler<br />
vorbehalten.<br />
Mehr als 100 <strong>Alnatura</strong> Filialen, auch in Ihrer Nähe<br />
24 Stunden geöffnet<br />
AACHEN (2×)<br />
ALSBACH-HÄHNLEIN<br />
ASCHHEIM<br />
AUGSBURG NEU<br />
Inninger Str. 97 c<br />
BAD SÄCKINGEN<br />
FREIBURG (4×)<br />
GÖTTINGEN (2×)<br />
GRENZACH- WYHLEN<br />
HAMBURG (6×)<br />
HAN NOVER (3×)<br />
HEIDELBERG (2×)<br />
MÖNCHENGLADBACH<br />
MÜNCHEN (12×)<br />
NEUSÄSS<br />
NORDERSTEDT<br />
PFORZHEIM<br />
RAVENSBURG<br />
alnatura-shop.de<br />
Großes <strong>Alnatura</strong> Markensortiment,<br />
attraktive Bio-Marken und Naturkosmetik.<br />
Ab 49 Euro bundesweit versandkostenfrei,<br />
Versand in viele EU-Länder.<br />
BENSHEIM<br />
INGOLSTADT<br />
REGENSBURG (2×)<br />
BERGISCH GLADBACH<br />
BERLIN (15×) NEU<br />
Konstanzer Str. 2<br />
BONN (2×)<br />
KAISERS LAU TERN<br />
KARLSRUHE (3×)<br />
KERPEN NEU<br />
Kerpener Str. 177<br />
REUTLINGEN<br />
NEU Markthalle Reutlingen<br />
(Obere Wässere 3–7)<br />
STADTBERGEN<br />
Erfahren Sie mehr:<br />
alnatura.de/filialen<br />
facebook.de/alnatura<br />
BREMEN (2×)<br />
DARMSTADT (3×)<br />
KOBLENZ (2×) NEU<br />
Görgenstr. 14–16<br />
STUTTGART (3×)<br />
TÜBIN GEN (2×)<br />
alnatura.de/angebote<br />
twitter.com/alnatura<br />
DRESDEN<br />
DÜSSELDORF<br />
KÖLN (4×)<br />
KÖNIGSTEIN<br />
ULM (2×)<br />
UNTERHACHING<br />
alnatura.de/newsletter<br />
pinterest.com/alnatura<br />
ESSLINGEN<br />
KONSTANZ<br />
VIERNHEIM<br />
alnatura.de/payback<br />
instagram.com/alnatura<br />
ETTLINGEN<br />
KRIFTEL<br />
WEIL AM RHEIN<br />
FILDERSTADT<br />
LANDSBERG AM LECH<br />
WIESBADEN (2×)<br />
youtube.com/alnatura<br />
FRANK FURT A. M. (6×)<br />
LÜBECK<br />
LUDWIGSBURG<br />
WITTEN<br />
–› alnatura.de/filialen<br />
MAINZ<br />
MANNHEIM<br />
MEERBUSCH<br />
50 <strong>Alnatura</strong> <strong>Magazin</strong> 03.<strong>2017</strong><br />
Die <strong>Alnatura</strong> Super Natur<br />
Märkte sind zertifizierte<br />
Naturkost Fachgeschäfte und<br />
nutzen bis auf eine Ausnahme<br />
zu 100 Prozent Öko-Strom.
ANZEIGE<br />
Viva la Pizza!<br />
DE-ÖKO-006<br />
NEU<br />
Original italienisch & von Hand belegt<br />
Biopolar Pizza wird in einem kleinen italienischen FAMILIENBETRIEB in Berlin hergestellt.<br />
Einzigartig ist die 48 STUNDEN lange SAUERTEIGFÜHRUNG, die dem Boden sein<br />
besonderes Aroma und den typisch ITALIENISCHEN PIZZADUFT verleiht.<br />
VON HAND BELEGT schmeckt die Pizza wie beim LIEBLINGSITALIENER.<br />
Holen Sie sich ein Stück Italien nach Hause.
ANZEIGE<br />
NEU<br />
LOGONA<br />
von Natur aus schön.<br />
Entdecken Sie jetzt Ihr Pflegeritual<br />
mit der neuen LOGONA Gesichtspflege.<br />
AB MÄRZ IM HANDEL<br />
Erhältlich im<br />
Bio-Fachhandel<br />
www.logona.de