RS-01-2017

Sbj1969

Ausgabe 1 · März 2017

RUND-

SCHREIBEN

APPETIT AUF QUALITÄT

Immer mehr Bäuerinnen und Bauern setzen auf die Direktvermarktung und haben damit Erfolg.

Auf einigen hundert Betrieben werden Fruchtaufstriche, Säfte, Eier, Fleischwaren und einiges mehr

für den Direktverkauf hergestellt. Etwa 250 Produktecken und über 50 Hofläden gibt es auf den

Höfen bereits, in den nächsten Jahren werden viele weitere dazukommen.

Welche Chancen die Direktvermarktung bieten kann, zeigt dieses Rundschreiben auf.


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BLICKPUNKT

Bäuerliche

Direktvermarktung

S. 1-8

HINWEISE

Wichtige

Mitteilungen

S. 9

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SBJ-Landesleiterin-Stellvertreterin

Cilli Mittelberger

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BERICHTE

Aus- und

Rückblick

S. 10-11

DAS

WORT DER …

Ende Februar haben wir auf der

Messe Agridirect Produkte unserer

Direktvermarkter in den Mittelpunkt

gestellt. Bereits seit Jahren

gibt es in Südtirol einfallsreiche

und vor allem auch erfolgreiche

Landwirte, die auf die Verarbeitung

und Direktvermarktung setzten.

Sie stehen zu 100 % hinter ihren

Produkten. Ihre Aufgabe besteht

nicht nur in der Vermarktung ihrer

hofeigenen Produkte, sondern

im Vermitteln von Geschichten:

Geschichten, die hinter dem Produkt

stehen, Geschichten die jedes

Produkt einzigartig machen und

Geschichten, die Vertrauen und

Emotionen in den Käufern hervorrufen.

In einer Welt in der wir jederzeit

jedes Produkt im Supermarkt

kaufen können und wo es in den

Regalen nur so von „Convenience-

Lebensmitteln“ wimmelt, gibt es

immer mehr Menschen, die wieder

wissen wollen wo die Lebensmittel

herkommen, die auf ihren Tellern

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VEREINSCLOUD

Die App für unsere

Ortsgruppen

S. 12

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landen. Inhaltsangaben von industriell

erzeugten Lebensmitteln sind

oft kaum verständlich. Nur wer sich

näher damit beschäftigt, findet am

Ende eine Reihe von Geschmacksverstärkern,

Konservierungsstoffen

oder Farbstoffen in den Lebensmitteln.

Bäuerliche Lebensmittel werden

hingegen daheim im kleinen Stil

von Hand gefertigt. Der Konsument

kann erntefrisches Obst- und Gemüse

einkaufen, er kann sich den

Stall anschauen, wo die Schweine

für sein Fleisch gehalten werden.

Zutatenlisten auf den verarbeiteten

Produkten sind überschaubar und

enthalten nur das Notwendigste.

Rückverfolgbarkeit und Transparenz

wird dadurch einfach gemacht.

Jene Personen die Produkte direkt

bei uns Bauern einkaufen, wissen

woher das Produkt kommt, wer

es produziert hat und wie es produziert

wurde. Regionalität und Direktvermarktung

liegen somit voll

im Trend!

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Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernjugend (SBJ), Redaktion, Fotos & grafische Gestaltung: Andreas Mair - andreas.mair@sbb.it, Anna Schenk - anna.schenk@sbb.it,

Evi Andergassen - evi.andergassen@sbb.it

Infos: Das Rundschreiben kann auch auf der Internetseite der SBJ unter www.sbj.it heruntergeladen werden. Das nächste Rundschreiben erscheint im Juni 2017.

Die Südtiroler Bauernjugend (SBJ) wird vom Amt für Jugendarbeit in ihrer Tätigkeit unterstützt. Ein herzliches Dankeschön.

Südtiroler Bauernjugend Landessekretariat - Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 5, 39100 Bozen, Tel. 0471 999 401 - Fax 0471 999 486, bauernjugend@sbb.it - www.sbj.it

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Arnold Schuler

Landesrat für Landwirtschaft

DIE CHANCEN AUF ERFOLG FÜR

DIREKTVERMARKTER STEHEN GUT

In Deutschland sind bereits 15 Prozent

der landwirtschaftlichen Betriebe

in der Direktvermarktung tätig; in

Südtirol haben wir mit rund 1.000

Betrieben - also ca. 5 Prozent der

landwirtschaftlichen Betriebe - noch

Luft nach oben. Die Beliebtheit von

und die Nachfrage nach Hofprodukten

steigt kontinuierlich an und beweist,

dass Produkte aus nächster

Umgebung und mit nachvollziehbarerer

Herkunft bei den Konsumentinnen

und Konsumenten immer höher

im Kurs stehen und diese auch

bereit sind, dafür mehr zu zahlen.

Wenngleich bereits eine zunehmende

Zahl an bäuerlichen Betrieben die

Möglichkeiten nutzt, sollte es in einem

Tourismusland wie Südtirol aber

durchaus möglich sein, deutlich mehr

Produkte vor Ort und direkt zu vermarkten.

Vorbildlich funktioniert dies bereits

beim Wein. Dies muss auch bei anderen

Produkten wie Milch, Fleisch,

Obst, Gemüse und veredelten Produkten

besser gelingen. Außerdem

bieten auch Buschenschänke, Hofkäsereien

und Bauernmärkte die Möglichkeit,

die bäuerlichen Produkte

direkt an die Konsumentinnen und

Konsumenten zu bringen und somit

die Wertschöpfung direkt bei den

bäuerlichen Betrieben zu schaffen.

So werden heuer in 37 Gemeinden

Südtirols 49 Bauernmärkte abgehalten

mit insgesamt mehr als 1.500

Markttagen - Tendenz steigend.

Ein wichtiger Wegbereiter in der Direktvermarktung

in Südtirol war und

ist die Marke Roter Hahn, zu der die

Qualitätsprodukte vom Bauern gehören.

Mittlerweile werden über 700

Produkte mit diesem Markenzeichen

ausgezeichnet. Diesen Weg gilt es

konsequent weiterzugehen. Sind es

doch auch die Direktvermarkter in

der Vergangenheit gewesen, die mit

innovativen und neu interpretierten

Produkten den Markt aufgemischt

und weiter nach vorne gebracht haben.

Deswegen haben wir auch von

Seiten der öffentlichen Hand die Beitragssätze

und die anerkannten Kosten

für die Direktvermarktung in Verbindung

mit den Produkten mit dem

Qualitätszeichen Südtirol oder dem

Roten Hahn angehoben.

Am Versuchszentrum Laimburg werden

die Chancen, aber auch die Herausforderungen

für den Anbau, die

Verarbeitung und Vermarktung von

Ergänzungs- bzw. Nischenkulturen

untersucht. Mit dem Anbau und der

weiteren Verarbeitung von Beerenund

Steinobst, Gemüse, Kräutern

und Getreide kann auf relativ kleiner

Fläche potenziell eine hohe Wert-


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schöpfung erzielt werden. Aus diesem

Grund sind Ergänzungskulturen

gerade auch für kleinere Betriebe interessant.

Derzeit werden in Südtirol

auf gut 1.000 Hektar Ergänzungskulturen

angebaut: Der flächenmäßig

größte Teil entfällt dabei auf Gemüse,

Getreide und Beerenobst.

Bäuerinnen und Bauern, die aus

Überzeugung selbst Lebensmittel

verarbeiten und direkt verkaufen, haben

ein großes Plus, denken wir an

die Eigenheiten dieser Produkte, die

ausschließlich durch manuelle und

handwerkliche Vorgänge in Kleinbetrieben

entstehen.

Denken wir auch an spezielle Sorten

bzw. Arten, die nicht für den Frischeverkauf,

sondern für die Verarbeitung

von Produkten von Vorteil sind. Während

in der Forschung größtenteils

nach Aussehen und Größe gesucht

wird und Pflanzen und Sorten danach

gezüchtet werden, zählen im verarbeiteten

Produkt vor allem der Geschmack

und das Aroma.

Denken wir aber auch an den direkten

Austausch zwischen landwirtschaftlichen

Produzenten und Kunden.

Während früher fast jeder noch

einen Bezug zur Landwirtschaft hatte,

ist dieser durch die Entwicklung oft

größtenteils verloren gegangen. Dieser

direkte Kontakt ist wichtig, damit

die Menschen Vertrauen in die Landwirtschaft

haben.

Die Direktvermarktung birgt also viele

neue Chancen und Möglichkeiten

gerade für junge gut ausgebildete

Menschen in der Landwirtschaft.

Denn es erfordert auch Mut, sich

an neue, vielleicht im ersten Moment

verrückte Ideen und kreative

Vermarktungswege zu wagen. Aber

auch die Zukunft der Direktvermarktung

liegt, wie die Zukunft der Landwirtschaft,

in der Vielfalt. In Zeiten,

in denen die Nachfrage nach regionalen

erzeugten Lebensmitteln so hoch

wie noch nie ist, stehen die Chancen

auf Erfolg gut.

>1.000 landwirtschaftliche

Betriebe in der

Direktvermarktung

49 Bauernmärkte liefern

den Kunden frische

Produkte vom Hof

Rund 700 Produkte mit

dem Markenzeichen Roter

Hahn


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DIE BÄUERLICHE DIREKTVERMARKTUNG

STEHT HOCH IM KURS

Der Rote Hahn: Ein starker Partner für Südtirols Bauern

Seit Jahrhunderten stellen Südtirols

Bauernhöfe hervorragende Erzeugnisse

her. Noch bis vor einigen Jahrzehnten

gehörte die Direktvermarktung

hofeigener Produkte zum alltäglichen

bäuerlichen Geschehen.

In den sechziger Jahren gewinnen Verarbeitungs-

und Vermarktungsgenossenschaften

im Zuge des tiefgreifenden

Strukturwandels in der Südtiroler

Landwirtschaft an Bedeutung. Mit

ihnen erfolgt die Spezialisierung auf

die Produktion von Milch, Obst und

Trauben.

Parallel zum hohen genossenschaftlichen

Organisationsgrad ist die bäuerliche

Direktvermarktung bis in die 90er

Jahre stark zurückgegangen. In Zeiten

der Marktkonzentration leisten die

Genossenschaften unbestritten einen

wichtigen Beitrag zum

Erhalt vieler kleiner Familienbetriebe.

Die steigende Bedeutung regionaler

Produkte öffnet aber nun neue Möglichkeiten

für die bäuerliche Direktvermarktung.

Auch die bewusste Ernährung

trägt heute wesentlich zur

positiven Entwicklung der bäuerlichen

Direktvermarktung bei. Durch die direkte

Verarbeitung und Vermarktung

von selbst erzeugten Lebensmitteln

können bäuerliche Betriebe eine zusätzliche

Wertschöpfung erzielen.

Wer sich in Zukunft auf die Direktvermarktung

seiner hofeigenen Produkte

spezialisieren möchte, kann sich an die

Abteilung Marketing „Roter Hahn“ des

Südtiroler Bauernbundes wenden.

Kernleistung ist die Vergabe des Gütesiegels

„Roter Hahn“ mit Teilnahme

im entsprechenden Marketingpaket.

Vorausgesetzt wird, dass die Verarbeitung

und Veredelung der Produkte

direkt auf dem Bauernhof erfolgt. Dabei

müssen die Rohstoffe eines jeden

einzelnen Produktes zu mindestens

75 Prozent vom eigenen Bauernhof

stammen. Maximal 25 Prozent dürfen

von anderen landwirtschaftlichen Betrieben

in Südtirol zugekauft werden.

Erst wenn ein Produkt die sensorische

Überprüfung durch eine unabhängige

Fachkommission besteht, darf das

Produkt das Gütesiegel „Roter Hahn“

tragen.

Das angebotene Marketingpaket umfasst

die Präsentation des Direktvermarktungsbetriebs

in der Broschüre

„Qualitätsprodukte vom Bauern“ mit

einer Auflage von 110.000 Exemplaren

sowie die Bewerbung in den Internetportalen

www.roterhahn.it, www.sentres.com

sowie www.suedtirolerland.

it. Zudem erhalten die teilnehmenden

Betriebe eine individuelle Beratung zur

Etikettengestaltung, zur Verbesserung

des Produkts in Zusammenarbeit mit

Experten der „Roter Hahn-Verkostungskommission“,

zu neuen Absatzmöglichkeiten

(Hogast, Einzelhandel,

Märkte) sowie zur Produktpräsentation.

Die Abteilung Marketing im Südtiroler

Bauernbund betreut nicht nur die

Marke „Roter Hahn“ und bewirbt die

Säulen „Urlaub auf dem Bauernhof“,

„Bäuerliche Schankbetriebe“, „Qualitätsprodukte

vom Bauern“ und „Bäuerliches

Handwerk“, sondern bietet

für die Mitglieder auch eine Reihe von

Beratungsleistungen, die für die Ausübung

dieser Zuerwerbstätigkeiten unabdingbar

sind.

Laut einer Studie

hat in den

vergangenen fünf

Jahren die Zahl an

Konsumenten,

die direkt beim

Bauern einkaufen,

um 55 Prozent

zugenommen.

Nationaler Bauernverband Coldiretti


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Astrid Weiss

Leiterin der Abteilung Innovation & Energie im Südtiroler Bauernbund

WENN BAUERN

NEUE WEGE GEHEN

Hinter diesem Motto steht die Bereitschaft nach Veränderung,

nach Erneuerung und vor allem nach viel

Mut! Der Weg der Veränderung, den heute bereits

viele landwirtschaftliche Betriebe gemeinsam mit uns

gegangen sind, ist ein längerer Prozess. Meist beginnt

der neue Weg dort, wo er auch aufhört und zwar beim

Markt - unseren Kunden. Am Ende des Weges erwartet

uns ein neues, innovatives Produkt.

Entwicklung neuer landwirtschaftlicher Produkte: Warum

und wie?

Heute werden wir Menschen mehr denn je von verschiedensten

Einflüssen und Entwicklungen geprägt.

Ob technologischer Wandel, gesellschaftliche Veränderungen

oder wirtschaftliche Entwicklungen: diese

tragen dazu bei, dass sich Kundenbedürfnisse verändern.

So kaufen einige Kunden z.B. mehr Bioprodukte

als vor 15 Jahren, aus der Überzeugung sich

gesünder zu ernähren; andere bevorzugen kleiner

verpackte Mengen, da sie im Single-Haushalt leben.

Andere wiederum kaufen vorwiegend lokale, regionale

Lebensmittel nach saisonaler Verfügbarkeit und Rückverfolgbarkeit

der Rohstoffe, da ihnen regionale Wirtschaftskreisläufe

sehr wichtig sind. Die Beispiele sind

zahlreiche. Daher muss ein neues Produkt am Markt

aus der Sicht der Kunden eine Berechtigung haben und

angenommen werden.

Blind mit der Umsetzung einer neuen Produktidee zu

starten ist in den seltensten Fällen zielführend. Um

eine gelungene Produktinnovation zu erreichen gilt es

5 Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen:

1) Bewusstsein

des

Kundennutzens

2) Erstellung

Produktkonzept

3) Machbarkeit

analysieren

4) Entwicklung

und Produktion

mit regelmäßigem

Kundenfeedback

5) Markteinführung

klar kommunizieren

Wer ist mein Kunde?

Was sucht mein Kunde?

Warum sollte er mein Produkt kaufen?

Welche sind meine Produkteigenschaften?

Welchen Preis erzielt mein Produkt?

Wie erreicht mein Produkt den Kunden?

Wie kommuniziere ich mein Produkt?

Lassen sich meine Produkteigenschaften

technisch umsetzen?

Entspricht es den geltenden gesetzlichen

Vorschriften?

Wie groß ist das Absatzpotenzial?

Was bietet die Konkurrenz?

Welche Investitionen sind erforderlich?

Wie kommt das Produkt beim Kunden an?

Erkennt der Kunde den Mehrwert?

Ist die Verpackung ansprechend?

Sind die Kunden bereit das Produkt zum

angebotenen Preis zu kaufen?

Wie vermittle ich den Kunden mein Produkt?

Welche Geschichte möchte ich durch das

Produkt erzählen?

Wie schaffe ich ein Produkt-Erlebnis?

Nicht zuletzt gilt als Schlüssel zum Erfolg das Maß an Leidenschaft

und Engagement des Landwirts und seiner Familie selbst.

Die Freude an der Landwirtschaft und an neuen landwirtschaftlichen

Erzeugnissen spiegelt sich oft im Erfolg wider und wird für

den Kunden spürbar. Daher lautet die Botschaft: Traut euch neue

Wege zu gehen, der Innovationsschalter der Abteilung Innovation

& Energie kann euch dabei unterstützen!


ERFOLGSGESCHICHTEN

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Der leidenschaftliche Bäcker

Am Roanerhof in Jenesien ist Andreas Weifner zu Hause. Bereits seit einigen

Jahren hat sich die Familie auf dem Bauernmarkt mit Obst, Gemüse,

Marmeladen, Sirupen und Säften einen Namen gemacht. Der Jungbauer

wollte auch für die Wintermonate ein tolles Produkt anbieten.

Da kam ihm die Idee: Verschiedene Brotsorten aus eigener Produktion

sollten es sein. Sogleich wurde die Idee in die Tat umgesetzt: Getreide

wurde angebaut und ein neuer Ofen musste her. Die verschiedenen

Brotsorten kommen gut an und inzwischen stehen auch kleine Päckchen

vom Mehl des Roanerhofs im Regal mehrerer Geschäfte. Alle Produkte

werden auch im eigenen Hofladen verkauft.

„Den Kunden von einem neuen Produkt zu überzeugen ist eine große

Herausforderung, der man sich Tag für Tag aufs Neue stellt.“

Andreas Weifner

Der Bergbauer mit Herz

In Zeppichl, Pfelders bewirtschaftet Jungbauer Martin gemeinsam mit

Ramona und Altbauer Gottfried den Bergbauernhof „Bauernguet“. Töchterchen

Sophia ist überall mit dabei.

Als Martin 2013 den Hof übernehmen konnte, zögerte er nicht lange,

denn sein großer Traum war es schon immer Bauer zu sein und den

Hof mit seinen Ideen in eine gute Zukunft zu führen. Heute duftet es in

seiner kleinen hofeigenen Metzgerei und in seinem Hofladen nach Kaminwurzen,

Salami und frischen Fleischwaren. Der Jungbauer hat sich

damit einen lang ersehnten Traum erfüllt. Im Hofladen bietet Martin auch

weitere Produkte von anderen Bauern aus dem Tal an. Unter anderem

Honig, Marmeladen, Säfte, Passeirer Schüttelbrot und Vieles mehr. Eine

Besonderheit sind auch die hauseigenen Schokoladenliköre, die sein Bruder

Lukas herstellt.

„Mein Ziel war es immer vom Hof leben zu können. Mit der hofeigenen

Metzgerei und dem Hofladen ist mir dies gelungen.“

Martin Schweigl


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Der Käsevisionär

Fichtenrinde, Lärchennadeln und „Zigainakraut“: Wie das mit Käse zusammenpassen

soll ist Vielen sicherlich rätselhaft. Nicht so für Michael

Steiner vom Eggemoa Hof in Mühlwald im Ahrntal.

In der Landwirtschaftsschule in Rotholz entwickelte er eine spezielle Liebe

dafür, die ihn seitdem nicht mehr loslässt. Ein Praktikum bei einem

berühmten Käser in der Schweiz öffnete ihm dann die Augen, wie vielseitig

man Käse herstellen kann. Seit 2001 wird die Milch in der hofeigenen

Käserei verarbeitet.

Verkauft wird der Käse an Feinkostgeschäfte und an die Spitzengastronomie.

Hauptsächlich in Südtirol und den benachbarten Regionen. Seit

dem Sommer 2016 verkauft der Jungbauer auch nach Deutschland, wo

ausgewählte Feinkostgeschäfte beliefert werden.

Derzeit nimmt er den Bau eines neuen Käserei- und Verkostungsgebäudes

in Angriff - einen modernen Bau, der wie sein Käse seine Ideen

widerspiegelt.

„Ich bin überzeugt, dass der Käse dasselbe Potential hat ein Qualitätsprodukt

zu sein wie der Wein.“

Michael Steiner

Der Joghurtliebhaber

Bei Martin Mussner vom Valinhof in Wolkenstein dreht sich alles um

die Milch. Auf 1.650 Metern Meereshöhe stellt der Jungbauer cremiges

Natur-, Früchtejoghurt und geschmackvollen Käse her. Die Palette reicht

von Weich-, Schnitt- und Berg- bis hin zu Kräuterkäse. Im Sommer gibt

es am Valentinhof auch Frischkäse.

Nach der Ausbildung zum Molkereifachmann in Rotholz wurde am Valinhof

ein kleiner Verarbeitungsraum und ein Verkaufsraum eingerichtet.

Heute wird im Hofladen nicht nur verkauft, sondern auch verkostet und

darüber philosophiert wie man die Produkte wieder weiterentwickeln

kann. Geschäfte und Gastbetriebe schätzen die Qualität und haben Martins

Produkte gerade deswegen im Sortiment. Darauf ist der Jungbauer

besonders stolz.

„Wer motiviert ist kann große Ziele erreichen. Es war ein steiniger Weg.

Heute bin ich stolz darauf, dass ich mich dafür entschieden habe.“

Martin Mussner


MOTIVIERTE FUNKTIONÄRE

HINWEISE

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Bei den Funktionärsschulungen erhielten

alle neu gewählten Ausschussmitglieder

das nötige Rüstzeug für eine erfolgreiche

Vereinsarbeit. Der erste Teil

der Schulung stand unter dem fachlichen

Aspekt. Landessekretär Andreas

Mair gab den Funktionären Tipps und

Tricks zur Veranstaltungsorganisation,

zum Steuerwesen sowie dem Rechtsund

Versicherungsschutz.

Am zweiten Teil des Abends war die

Kreativität der Teilnehmer gefragt. Bei

einer lustigen Gruppenarbeit füllten die

Jugendlichen zunächst einen Fragebogen

zur SBJ aus und konnten mit den

richtigen Antworten Punkte sammeln.

Danach war noch „Activity“ dran.

Jene Gruppen, die das gesuchte Wort

zu allererst richtig erraten haben, sammelten

weitere wertvolle Punkte. Die

Siegergruppen des Abends freuten

sich über ein tolles Geschenk. „Sie

erhielten ein Tassen-Set mit dem Auf-

druck „Alpenbauer“ und „Bergmadl“.

Mit dazu gab es auch eine Teemischung

mit heimischen Kräutern von

IDM Südtirol.“

MATERIALVERLEIH

SHOP

MWST.-SCHULD

MATERIALVERLEIH FÜR ALLE

ORTSGRUPPEN

Alle Ortsgruppen der Südtiroler

Bauernjugend können im Landessekretariat

zahlreiche Materialien

kostenlos ausleihen. Unten eine

Auflistung. Zum Ausleihen rechtzeitig

eine E-Mail an

bauernjugend@sbb.it senden.

• Fahnen mit Aufdruck SBJ-Logo

• Startnummern

• Mappen

• Melkeuter

• Stoppuhren

• Mikrophon mit Lautsprecher

T-SHIRTS, JACKEN UND VIELES

MEHR

Ortsgruppen können über das

SBJ-Landessekretariat Kleidungsstücke

sowie Fahnen mit personalisiertem

SBJ-Logo bestellen.

Bestellt werden können:

• Pololeibchen

• Fleecejacken

• T-Shirts

• Schürzen

• Windstopper

• T-Shirts mit Motiv

• Fahne

Die verfügbaren Größen, Farben

und Preise sind online: sbj.it/shop.

NÄCHSTER TERMIN:

16. MAI 2017

Alle Ortsgruppen, die zwischen

1. Jänner und 31. März eine Veranstaltung

organisiert und damit

gewerbliche Einnahmen erwirtschaftet

haben, müssen die

MwSt.-Schuld am 16. Mai mittels

F24 elektronisch einzahlen. Wenn

das SBJ-Landessekretariat die

Zahlung vornehmen soll, ist der

Auftrag dazu von den Ortsgruppen

schriftlich, mittels F24 Formular,

bis zum 5. Mai zu erteilen. Es gilt

der Steuerkodex 6031.

Das Formular ist online unter

www.sbj.it verfügbar.


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B

ESTE QUALITÄTSPRODUKTE

AUSGEZEICHNET

BERICHTE

Die Jury war begeistert von den hochwertigen Produkten

die Südtirols Bauern herstellen.

Sybille Prast Platter aus

Unterinn produziert den besten

Himbeer-Fruchtaufstrich, Albert

Haas aus Riffian den besten

Holunderblüten-Sirup, Gotthard

Pixner aus Steinegg die beste

Kaminwurz.

30 Direktvermarkter haben bei der

ersten Auflage des Wettbewerbs

„Agri.Genuss – Frisch vom Hof!“

der Südtiroler Bauernjugend mitgemacht.

Nach einer Vorauswahl, die

das Versuchszentrum Laimburg und

IDM Südtirol durchführte, wurden die

zehn besten Produkte bei der finalen

Verkostung auf der Messe Agridirect

verkostet, bewertet und ausgezeichnet.

„Bei unserer ersten Auflage machten

wir uns auf die Suche nach dem besten

Himbeer-Fruchtaufstrich, dem

besten Holunderblüten-Sirup und der

besten Kaminwurz“, so SBJ-Landesleiterin

Christine Tschurtschenthaler.

Fachjury bewertete die besten Produkte

Keine leichte Aufgabe hatte die Fachjury,

welche die Produkte blind verkostete.

Die Himbeer-Fruchtaufstriche

und die Holunderblüten-Sirupe

bewerteten Roman Tschimben von

Wörndle Interservice, Stefan Gruber

von Alpe Pragas, Anja Nicolodi von

Zuegg Consulting, Genussbotschafter

Klemens Kössler, Norbert Egger

von der Fructus Meran, Anita Gius

von der Firma Gramm und Paul Wojnar

von der Café Conditorei Peter.

Über die besten Kaminwurzen urteilten

Lukas Spada vom Institut INEQ,

Karl Telfser von Selected Food, Peter

Kaufmann von der Metzgerei

Kaufmann, Gerhard Gamper von der

Firma Senfter, Barbara Mock vom

Verband Südtiroler Kleintierzüchter,

Martin Geiser vom LaugenRind und

Manfred Bergmeister von der Metzgerei

Pichler.

Glückliche Gewinner

Spannend wurde es dann wenn SBJ-

Landesobmann Sieghard Alber den

Tagessieger bekannt gab:

Sybille Prast Platter vom Bühler-Hof

in Unterinn am Ritten stellte den

besten Himbeer-Fruchtaufstrich des

Wettbewerbs, Albert Haas vom Märzengut

in Riffian den besten Holunderblüten-Sirup

und Gotthard Pixner

vom Innerplatzerhof in Steinegg die

beste Kaminwurz.

Die drei Gewinner freuten sich über

einen Einkaufsgutschein der Landwirtschaftlichen

Hauptgenossenschaft

im Wert von 500 Euro. „Wir

unterstützen die Initiativen der Südtiroler

Bauernjugend immer wieder


BERICHTE

11

gerne, denn Sie zeigen auf wie innovativ

die Südtiroler Landwirtschaft

ist“, unterstrich Michael Puntaier,

Vertreter der LHG. Mit dazu gab es

für jeden eine Auszeichnung, Aufkleber

fürs Produkt von der Firma Etivera

und einen Überraschungspreis

vom Südtiroler Landwirt: Ein exklusives

Fotoshooting für den Gewinner.

Unter dem Publikum, das die Produkte

mit verkosten konnte, wurde

auch ein Geschenkkorb vom Roten

Hahn verlost: Darüber freuten sich

Melanie Ainhauser, Albert Haas und

Martin Schweigl.

Ein besonderer Dank geht auch an

die Messe Bozen und das Portal

frischvomhof.it auf dem sich viele

weitere Qualitätsprodukte vom Bauern

finden.

Bei der Siegerehrung

Bester Himbeer-Fruchtaufstrich: Sybille Prast Platter

Bester Holunderblütensirup:

Albert Haas

Beste Kaminwurz: Gotthard Pixner

Hinter den Kulissen bereiteten fleißige Helfer die Verkostung

vor.

Danke für die Unterstützung:


RAIFFEISEN VEREINSCLOUD

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