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Ombudsmann der privaten Banken

In den meisten Fällen ist das Verhältnis von Kunde und Bank ungetrübt. Dennoch gibt es Fälle, in denen der Kunde nicht zufrieden ist – mit der Beratung, mit dem Produkt, mit dem Ergebnis. Für diese Situationen gibt es den Ombudsmann der privaten Banken - eine anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle. In diesem Flyer sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Verfahren zu finden.

Wer kann sich an den

Wer kann sich an den Ombudsmann der privaten Banken wenden? Jeder Verbraucher kann sich zur Klärung einer Meinungsverschiedenheit mit einer Bank an den Ombudsmann der privaten Banken, eine anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle, wenden. Geht es um eine Streitigkeit, die in den Anwendungsbereich der Vorschriften über Zahlungsdienste (§§ 675c bis 676c des Bürgerlichen Gesetzbuches) fällt, steht das Verfahren auch Unternehmen und Selbstständigen zur Verfügung. Welche Banken sind dem Verfahren angeschlossen? Das Ombudsmannverfahren gilt für private Banken. Eine aktuelle Liste der teilnehmenden Banken finden Sie im Internet unter: www.bankenombudsmann.de. Sparkassen, Genossenschaftsbanken und öffentliche Banken haben eigene Verbraucherschlichtungsstellen. Sie sind daher dem Verfahren des Bankenverbandes nicht angeschlossen. Wer sind die Ombudsleute der privaten Banken? Die Ombudsleute sind ehemalige hohe Richterinnen und Richter. Sie werden nach Konsultation der Verbraucherseite durch den Vorstand des Bankenverbandes zu Ombudsleuten

estellt. Die Lebensläufe der Ombudsleute können unter www.bankenombudsmann.de abgerufen werden. Was muss ein Kunde tun? Wenn ein Kunde meint, durch das Verhalten seiner Bank einen Nachteil erlitten zu haben, kann er sich an die Geschäftsstelle des Ombudsmanns der privaten Banken wenden. Der Schlichtungsantrag ist an die Geschäftsstelle des Ombudsmanns der privaten Banken beim Bundesverband deutscher Banken, Postfach 04 03 07, 10062 Berlin zu richten. Der Kunde muss die Streitigkeit, die geschlichtet werden soll, und sein konkretes Begehren schildern sowie Kopien der notwendigen Unterlagen beifügen. Ferner hat er zu versichern, dass kein Ablehnungsgrund vorliegt. Wie läuft das Verfahren ab? Die Geschäftsstelle prüft die vom Kunden eingereichten Unterlagen und bittet ihn, soweit erforderlich, um ergänzende Informationen. Liegt nach der Verfahrensordnung ein Ablehnungsgrund vor, lehnt die Ombudsfrau bzw. der Ombudsmann die Durchführung des Verfahrens ab. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Angelegenheit bereits bei einem Gericht anhängig ist. Ansonsten wird die Stellungnahme der betroffenen Bank eingeholt. Hilft die Bank dem Schlichtungsantrag nicht ab, wird er der Ombudsfrau bzw. dem Ombudsmann