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Kirche in der Stadt 4/2012 [PDF; 1 - Evangelischer Kirchenbezirk ...

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„Tübinger Tübinger Dekanatamt ist eine

große Nummer“

Die neue Dekanin Elisabeth Hege im Interview

Mit Respekt, aber noch mehr Vorfreude startet Dekanin Elisabeth Hege in ihr

neues Amt an an der Spitze des größten größten württembergischen DekanatsDekanatsbezirks in Tübingen.

Noch vor vor ihrer ihrer Investitur Investitur am Sonntag, 9. Dezember gibt sie in ei- ei- einem

ersten Interview Auskunft über über Pläne und und Projekte, Kirchenpolitik

und Respekt, Bücher Bücher und Musik, Urlaub und Fitness.

Lesen Sie Sie das große Interview mit Dekanin Elisabeth Hege auf auf

den Seiten 2 und 3.

Zum dritten Mal seit 2006 wird es in

diesem Winter das Weihnachtsoratorium in

den Kantatengottesdiensten der Stiftskirche

geben. Wieder beteiligen sich unterschiedliche

Chöre, während die Solisten Christine

Reber (Sopran), Anneka Ulmer (Alt), Andreas

Weller (Tenor) und Thomas Scharr (Bass)

zusammen mit der Camerata viva Tübingen

die beständigen Elemente bilden.

Schüli in der

Neckarhalde unter

neuer Leitung

ZEITUNG FÜR DIE EVANGELISCHE KIRCHE IN TÜBINGEN

Neu ist, dass die fünfte Kantate im Rahmen

der Motette ihren Platz gefunden hat.

Und die Kantate zum Neujahrsfest – mit

anschließendem Neujahrsempfang - gibt

Gelegenheit, die neue Dekanin Elisabeth

Hege genauer kennen zu lernen. Gerade

das jetzt so aktuelle Thema der Beschneidung

Christi hat sie übernommen: Man

darf gespannt sein!

Vesperkirche ist bei

den Menschen

angekommen

Vortrag über Frauen

in der arabischen

Revolution

Dezember 2012 bis Februar 2013

Weihnachtsoratorium in sechs Gottesdiensten

Dienstag, 25.12., 11 Uhr, Kantate I

„Jauchzet, frohlocket“, Jugendchor der

Stiftskirche, Leitung: Ingo Bredenbach

Mittwoch, 26.12., 11 Uhr, Kantate II „Ehre

sei Gott in der Höhe“, Ensemble subito, Leitung:

Ann-Katrin Zimmermann

Sonntag, 30.12., 11 Uhr, Kantate III „Herrscher

des Himmels“, Kantorei der Stiftskirche,

Leitung: Ingo Bredenbach

Dienstag, 1.1., 11 Uhr, Kantate IV „Fallt

mit Loben, fallt mit Danken“, Mössinger

Kantorei und Evangelischer Kirchenchor

Rottenburg, Leitung: Günther Löw und

Carmen Andruschkewitsch

Samstag, 5.1., 20 Uhr, Kantate V „Ehre

sei dir Gott gesungen“, BachChor Tübingen,

Leitung: Ingo Bredenbach

Sonntag, 6.1., 11 Uhr, Kantate VI „Herr,

wenn die stolzen Feinde schnauben“, Tübinger

Figuralchor, Leitung: Katja Rambaum

[Dr. Beatrice Frank]

Foto: Steinle


2 Kirche in der Stadt | Dezember 2012 bis Februar 2013

Meine Meinung

Beschneidung als

Erinnerungszeichen

Wir leben in einer säkular gewordenen

Welt. Religiöse Rituale werden mitunter

als sinnentleert empfunden und auf ihre

vordergründigen Erscheinungsmerkmale

beschränkt. So verkommt die christliche

Taufe zur weltlichen Namensgebungszeremonie:

Man tauft - möglichst mit Sekt

- Schiffe, Tiere und Häuser …auf den Namen

„Minna”. Das christliche Abendmahl

immerhin überlebt als gemeinschaftsstiftender

Schnellimbiss, am besten alkoholfrei

und mit richtigem Brot. Und

die jüdische oder muslimische Beschneidung?

Vergessen ist, dass da ein Gott

einen Vertrag auf ewig mit Menschen

schließt, zur gegenseitigen Achtung und

Hilfe, vergessen auch, dass dieser Gott

den Vertrag nie verletzen wird, die Menschen

aber oft und gerne (und die Schuld

und Verantwortung am daraus entstehenden

menschengemachten Leid dann

Gott zuschieben, hat er es doch nicht

verhindert). Vergessen ist dann natürlich

auch, dass dieser Gott in weiser Kenntnis

seiner Menschen ihnen ein beständiges,

unvergessliches und unauslöschliches Erinnerungszeichen

an diesen Vertrag auf

dem Körper abverlangt. Die Buben werden

in diesen Vertrag hineingenommen

und als Zeichen dafür beschnitten. Wenn

das ‘Körperverletzung’ ist, dann ist eine

Impfung auch eine! [Dr. Beatrice Frank]

Impressum

Herausgeber: Evangelische

Gesamtkirchengemeinde Tübingen

Redaktion: Peter Steinle (ps, verantwortlich), Ute

Eichhorn (ue), Dr. Beatrice Frank (bf), Claudia Rapp

Redaktionsadresse: Pressepfarrer Peter Steinle,

Hechinger Straße 13, 72072 Tübingen,

Telefon: (0 70 71) 93 04-59,

E-Mail: presse@evk.tuebingen.org

Layoutentwurf: Evangelisches

Medienhaus GmbH, Stuttgart

Gestaltung und Satz: Peter Steinle

Druck: Grafische Werkstätte

der BruderhausDiakonie

Auflage: 16.000

Spendenkonto 718, KSK Tübingen (BLZ 641 500 20),

Evangelische Kirchenpflege

Ausgabe 1/2013 erscheint am 28. Februar

Redaktionsschluss: 3. Februar

Frau Hege, worauf freuen Sie sich in

Tübingen? Wovor haben Sie besonderen

Respekt?

Großen Respekt habe ich vor der Predigtstelle

in der Stiftskirche. Gleichzeitig

freue ich mich natürlich gerade darauf auch

sehr. Ganz konkret spüre ich schon große

Vorfreude auf das Weihnachtsoratorium in

den sechs Kantatengottesdiensten. Dass ich

am 1. Januar zum Thema „Beschneidung

Jesu“ predigen darf – das habe ich mir nicht

ausgesucht, aber das hat sich gut gefügt.

Meine Erinnerungen an Tübingen kommen

in den letzten Wochen immer deutlicher

raus: Ich habe einen Teil meines Studiums

in Tübingen verbracht, aber noch präsenter

sind die Eindrücke aus meiner Zeit

als Stiftsrepetentin. Ich habe mal auf der

Wanne und mal in Derendingen gewohnt,

da tauchen wieder Bilder auf.

Was hat Sie dazu bewogen, sich auf die

Tübinger Dekansstelle zu bewerben?

Ich hatte zunächst nicht

mal im Blick, dass die Stelle

ausgeschrieben wird. Aber

dann haben mich zwei oder

drei ganz verschiedene Menschen

darauf angesprochen.

Ich habe das zunächst weit

von mir gewiesen und gesagt:

Das Dekanatamt in Tübingen

ist einfach eine große Nummer. Aber die Idee

hat dann doch in mir gearbeitet und ich habe

Feuer gefangen: Es hat mich gereizt zu sehen,

ob es denkbar ist mit dem, was ich mitbringe

– zwölf Jahre Dekanatserfahrung in

einem kleinen Kirchenbezirk – jetzt nochmal

„Ich habe in der Regel da

„Es braucht

einiges, um mich

aus der Balance

zu bringen“

Investiturgottesdienst

Dekanin Elisabeth Hege wird am Sonntag,

9. Dezember um elf Uhr in der

Stiftskirche von Prälat Dr. Christian Rose

als zuständigem Regionalbischof in ihr

neues Amt eingesetzt. Auf den Festgottesdienst

folgen wenige kurze Grußworte.

Beim anschließenden Empfang in der

Alten Aula ist Gelegenheit zur persönlichen

Begegnung und Begrüßung. Die

Gemeindeglieder sind herzlich eingeladen,

ihre neue Dekanin willkommen zu

heißen.

in einem ganz anderen Rahmen neu zu beginnen.

Gibt es schon konkrete Pläne oder Projekte,

die Sie in Tübingen angehen möchten

oder müssen?

In der Gesamtkirchengemeinde wurde

ein Immobilienkonzept ja schon auf den

Weg gebracht; das werden wir weiter beraten

und dann beschließen. Den Kirchenbezirk

möchte ich zunächst mal in seiner Vielfalt

wahrnehmen. Man hat ja im Bezirk – so

wie ich es von außen wahrgenommen habe

– bisher auch aktiv und engagiert gearbeitet.

Ich habe also nicht den Eindruck, dass es da

etwas aufzuholen gäbe, ganz im Gegenteil.

Ich habe viel Verständnis für diejenigen,

die eine Führungsperson haben wollen, die

Themen setzt. Nun bin ich von meinem Naturell

her aber eher so, dass ich sage: Ich

will erst mal gucken. Da halte ich’s mit der

alten Pfarrersregel: Im ersten Jahr nicht

gleich alles verändern.

Möchten Sie sich im kir-

chenpolitischen Spektrum

positionieren?

Interessant finde ich, dass

diese Frage im ganzen Bewerbungsverfahren

nie eine

Rolle gespielt hat. Ich bin

auch nicht Mitglied in einer

der kirchenpolitischen Gruppierungen,

aber ich kann mich natürlich

verorten: Am ehesten stehe ich der Offenen

Kirche nahe. [Das ist die theologisch liberale

Gruppierung, für die Dekanin Dr. Marie-Luise

Kling-de Lazzer bei der Bischofswahl 2005

kandidiert hatte, Anm. d. Red.] Ich weiß, dass


Kirche in der Stadt | Dezember 2012 bis Februar 2013

s Bedürfnis, freundlich auf Menschen zuzugehen“

ich für manche damit nicht den Stallgeruch

mitbringe, den sie sich von der Leitungsperson

vielleicht wünschen würden – für andere

sehr wohl. In meinem bisherigen, teils auch

pietistisch geprägten Kirchenbezirk habe ich

die Erfahrung gemacht: Das Miteinander ist

in erster Linie eine Frage des

Respekts und nicht der kir-

chenpolitischen Zuordnung.

Zu meinen ersten Eindrücken

von unserer neuen Dekanin

gehört die Ausstrahlung

von Ruhe und Klarheit.

Wie kommen Sie zur Ruhe,

wie gewinnen Sie Klarheit?

(lachend:) Ich habe kein

extrovertiertes Temperament. Das kann den

Eindruck von Ruhe erwecken. Es braucht

schon einiges, um mich aus der Balance zu

bringen. Das kann zwar auch mal passieren.

Aber dann geht’s auch schnell wieder rum.

Klarheit – das höre ich gerne: Manchmal

Fotos: Steinle

Dekanin Elisabeth Hege im Interview über Pläne, Kirchenpolitik und Fitness

Dekanin ist sie schon seit zwölf Jahren. Jetzt wechselt Elisabeth Hege von Ditzingen

in den mit rund 86.000 evangelischen Christen größten württembergischen

Dekanatsbezirk nach Tübingen.

Elisabeth Hege ist in Schwäbisch Hall geboren. Sie hat evangelische Theologie in

Tübingen, Bielefeld-Bethel, Berlin und Kopenhagen studiert. Nach dem Vikariat in

Leingarten-Großgartach (Kreis Heilbronn) war sie Pfarrerin zur Anstellung in Künzelsau

(Hohenlohekreis) und danach Repetentin am Evangelischen Stift in Tübingen.

1995 kam sie als Pfarrerin nach Mühlacker, 2000 wechselte sie als Dekanin nach

Ditzingen. Elisabeth Hege ist 53 Jahre alt und ledig.

Ute Eichhorn, Dr. Beatrice Frank und Peter Steinle haben sie noch in Ditzingen zum

Interview getroffen:

„Das Miteinander

ist eine

Frage des Respekts,

nicht der

Kirchenpolitik“

sind Probleme verwirrend, da finde ich es

wichtig, die einzelnen Stränge für sich selbst

und für andere sortiert zu kriegen. Aber

nicht immer ist Klarheit mein hervorstechendes

Merkmal; da muss ich auch noch

dran arbeiten, zum Beispiel in der Predigt.

Welche Eigenschaften würden

Sie sich selbst zuschrei-

ben?

Ich arbeite ziemlich viel,

und das macht mir meistens

auch nicht viel aus.

Und ich habe in der Regel

das Bedürfnis, freundlich auf

Menschen zuzugehen. Das

liegt mir eher nahe als jemandem

zurückhaltend oder misstrauisch

zu begegnen. In ungünstigen Fällen kann

das aber auch in eine Freundlichkeits-Falle

führen, wenn beispielsweise angenommen

wird, dass Offenheit auch gleich eine Zusage

bedeutet. „Nein“ sagen zu müssen

fällt mir nicht ganz so leicht,

aber das gehört zur Rolle der

Dekanin dazu. Man muss in

der Öffentlichkeit auch mal

den Kopf hinhalten für unpopuläre

Entscheidungen.

Da braucht’s dann wieder die

Klarheit.

Worin finden Sie einen Ausgleich

zu den Belastungen Ihres Amtes?

Ich lese gerne, dabei kann ich mich gut

entspannen. Ich mag Krimis, aber auch aktuelle

Romanliteratur: Zuletzt habe ich „Blumenberg“

von Sibylle Lewitscharoff gelesen. Und

ich bin eine sehr interessierte Zeitungsleserin.

Im Fitnessstudio:

„Als Dekanin

brauche ich ja

Rückgrat“

3

Manchmal spiele ich Klavier – aber nur

für mich, nicht zum Vorspielen. Und ich singe

gerne, auch wenn ich schon länger nicht

mehr in einem Chor mitgesungen habe. Ins

Theater habe ich’s leider schon lange nicht

mehr geschafft, und ich glaube nicht, dass

das in Tübingen besser wird.

Und Sport?

Also gut: Das Fitnessstudio hat mich

schon eine Weile nicht mehr gesehen. Ich

hoffe aber, dass ich das künftig wieder

regelmäßig schaffe: Als Tübinger Dekanin

brauche ich ja Rückgrat (lacht).

Wenn Sie das musikalische Programm einer

Tübinger Motette aussuchen dürften:

Was würden wir zu hören bekommen?

Ich würde eine Bachkantate zu Epiphanias

wählen: „Sie werden aus Saba alle

kommen“. Außerdem mag ich Mendelssohn

sehr gerne.

Wohin fahren Sie gerne in den Urlaub?

Da bin ich überhaupt nicht festgelegt:

Ich fahre gerne nach Itali-

en oder Südfrankreich, aber

auch nach Skandinavien. Nur

Fernreisende bin ich nicht:

Ich bin gerne irgendwo, wo

ich mich sprachlich noch irgendwie

verständigen kann.

Wann haben Sie zum letzten

Mal etwas zum ersten

Mal gemacht? Was?

Tja, jetzt muss ich mich gleich korrigieren:

Vor drei Jahren war ich zum ersten Mal

in Afrika, in Mosambik, mit einer Delegation

der Landeskirche. Und die Begegnungen

dort haben mich tief beeindruckt.


4 Kirche in der Stadt | Dezember 2012 bis Februar 2013

Schüli in der Neckarhalde unter neuer Leitung

Foto: Steinle

Einmal im „Schüli“ hinterm Tresen zu

stehen – das war der Traum von Sebastian

Heusel, seit er vor 25 Jahren als Jugendlicher

aus Derendingen ins Schülercafé in der

Neckarhalde 32 geradelt ist. Heute ist Heusel

42 Jahre alt, evangelischer Diakon – und

seit Juli Leiter des gemeinsam von der evangelischen

und der katholischen Kirche getragenen

Schüli. Er vertritt Martin Drumm,

der bis Mai 2014 in Elternzeit ist. Neu im

Team ist auch die 27-jährige angehende Jugend-

und Heimerzieherin Jacqueline Amler.

Schulseelsorge bei ChocolArt

Schuldekan Hans-Joachim Heese und

sein Team beteiligen sich wieder am Tübinger

Schokoladenfestival ChocolArt vom 4.

bis 9. Dezember. Am Stand der Evangelischen

Schulseelsorge am unteren Eingang

des Marktplatzes gegenüber der Hirschgasse

bieten sie selbst gebackene Lebkuchen

für einen Euro an. Daneben gibt‘s Schoko-

Müsli sowie Schokoriegel von Samocca, einem

Inklusions-Projekt der Samariterstiftung,

für 1,90 Euro. Der Erlös geht an die

Evangelische Schulseelsorge und an das

neue Pro- jekt „Alle an

Bord“. [ps]

Montags bis donnerstags kommen in

der Mittagspause zwischen fünf und 20 Jugendliche

vor allem aus den drei Gymnasien

in der Uhlandstraße zum Essen, Reden, Chillen,

Musik hören, Comics lesen, Klavier oder

Tischkicker spielen. Das Essen kochen Amler

und Heusel frisch aus regionalen und möglichst

biologischen Produkten. Die Jugendlichen

dürfen sich sogar ihre Lieblingsgerichte

wünschen, berichtet Jacqueline Amler:

„Für die Veganer, die immer montags kommen,

koche ich auch gerne.“ [Peter Steinle]

Alle an Bord in evangelischen Kindertagesstätten

Mit dem von ihm neu eingerichteten

Fonds „Alle an Bord“ will der Tübinger

Schuldekan Hans-Joachim Heese der zunehmenden

Armut vieler Familien begegnen:

„Wir möchten Bildungsgerechtigkeit

und Integration in unseren evangelischen

Kindertageseinrichtungen gewährleisten,

indem wir dafür sorgen, dass alle Kinder an

allen Veranstaltungen teilnehmen können

– unabhängig von der fi nanziellen Situation

des Elternhauses“, erklärt Heese. Zudem

sollen aus dem Fonds Projekte unterstützt

werden, die die Gemeinschaft und damit die

Integration und Inklusion fördern. Schließlich

soll der Fonds einen materiellen Rahmen

schaff en, in dem die Kindertagesstätten

ihr evangelisches Profi l behalten und

weiterentwickeln können. [Peter Steinle]

Neue Pfarrerin für

Altenheimseelsorge

Pfarrerin Monika Gaiser-Maucher

übernimmt das Pfarramt II an der Albert-

Schweitzer-Kirche mit einem Dienstauftrag

für die Altenheimseelsorge im Luise-

Wetzel-Stift und auf einzelnen Stationen

des Pauline-Krone-Heims. Daneben ist sie

zuständig für die Vernetzung und Weiterbildung

von Diakoniegruppen und Besuchsdiensten

im ganzen Kirchenbezirk. Die

45-Jährige tritt die Nachfolge an von Pfarrerin

Heidrun Kopp, die im August zur Samariterstiftung

nach Nürtingen gewechselt

ist. Ihr Dienstbeginn steht noch nicht fest.

Monika Gaiser-Maucher ist in Reutlingen

geboren und hat in Tübingen, Leipzig,

Jerusalem und Heidelberg Theologie und

Psychologie studiert. Nach ihrem Vikariat in

Stuttgart-Hedelfi ngen war sie Pfarrerin zur

Anstellung im Diakonischen Werk Württemberg,

Psychologie-Repetentin am Evangelischen

Stift in Tübingen und Gemeindepfarrerin

in Reutlingen-Ohmenhausen.

Während ihrer fünfjährigen

Elternzeit

absolvierte sie eine

psychoanalytische

Weiterbildung. Monika

Gaiser-Maucher

ist verheiratet und

hat ein Kind. [ps]

Foto: privat

Spenden für den Fonds „Alle an Bord“ sind

willkommen: Evangelische Kirchenbezirkskasse

Tübingen, Konto 12036, KSK Tübingen,

BLZ 641 500 20, mit Vermerk „Alle an

Bord“. Auf Wunsch wird eine Spendenbescheinigung

ausgestellt.


Drei Fragen an...

Fritz Thies (Foto: Eckold)

In dieser Rubrik stellen wir ehrenamtliche

Mitarbeitende vor.

Heute: Fritz Thies, ehrenamtlicher

Mitarbeiter der Tübinger Vesperkirche

von Beginn an und seit April 2012 im

Leitungsteam

Was motiviert Sie zu Ihrem Ehrenamt?

In den drei Wochen der Tübinger

Vesperkirche genießen viele Gäste, die

mit schwierigsten Lebenslagen zurechtkommen

müssen, erholsame Momente.

Zudem setzt die Vesperkirche ein Zeichen,

dass es in unserer Gesellschaft so

viel soziale Ungerechtigkeit gibt. Dabei

mitzuhelfen macht Sinn.

Was zeichnet die Vesperkirche aus?

Der geradezu ideale, lichte Kirchenraum

der Martinskirche, Gäste, die sich

sehr wohlfühlen, die bedient werden, Essen,

das durch Spenden finanziert wird,

der große Einsatz der Hauptamtlichen,

die Beteiligung von verschiedenen Kirchengemeinden,

auch überkonfessionell,

die rührende Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher,

die Unterhaltung in Gesprächen

und kurzen Ansprachen, die Unterstützung

vieler Spender, der Presse...

Wie sollte das Profil der Evangelischen

Kirche in Tübingen im Jahr 2020 sein?

Was ich mir wünsche: Angesichts

der zunehmend älter werdenden Gesellschaft

und den entsprechenden Veränderungen

in der Kirche, müssen wir viel

mehr Augenmerk auf die Jugendarbeit

legen, sicher mit Veränderungen im Religionsunterricht,

z.B. mit aktiver Mitarbeit

außerhalb der Schule, ein Beispiel

ist die Vesperkirche.

„Die Vesperkirche wird tatsächlich immer

mehr zur Tübinger Vesperkirche. Sie ist

angekommen bei den Menschen, die diese

Institution aus unterschiedlichsten Gründen

brauchen“, freut sich Diakoniepfarrer

Christoph Cless. Die vierte Vesperkirche

öffnet vom 21. Januar bis 9. Februar 2013

wieder täglich ihre Türen in der Martinskirche.

„Angekommen“ ist für Pfarrer Christoph

Cless zu einem Schlüsselwort geworden:

„Viele Menschen sind inzwischen Stammgäste

– diese sind bei uns angekommen.

Sie freuen sich schon im Herbst auf die drei

warmen Wochen in der kältesten Jahreszeit

nach der Jahreswende“. Angekommen

sei die Vesperkirche auch im Bewusstsein

vieler Bürgerinnen und Bürger, die mit

Geld- oder Sachspenden die Vesperkirche

unterstützen oder selber ehrenamtlich

mitarbeiten. Pfarrer Cless hat auch beobachtet,

dass die „Vesperkirche als Ort der

Begegnung von Menschen aus verschiedenen

Milieus angekommen ist, die sich als

Gäste eingeladen wissen und miteinander

ins Gespräch finden“.

Dankbar sind Cless und sein Team auch

für die Akzeptanz und Unterstützung, die

die Vesperkirche in der gesamten Stadt

erhält. So spendeten die Veranstalter des

Kirnbachlaufes in diesem Jahr 800 Euro;

das Stadtradeln, das die Buchhandlung

Osiander veranstaltete, erbrachte 750 Euro.

Kirche in der Stadt | Dezember 2012 bis Februar 2013

Vesperkirche ist bei den Menschen angekommen

Vierte Tübinger Vesperkirche

in der Martinskirche,

Frischlinstraße 35, 21. Januar

bis 9. Februar 2013 täglich

11.30 bis 14.30 Uhr

Anmeldung zur ehrenamtlichen

Mitarbeit ab 2. Januar

bei Anke Eckold, 07071-

930412, vesperkirche@evk.

tuebingen.org

Infoabend für Ehrenamtliche:

Dienstag, 8. Januar,

19.30 Uhr, Martinssaal,

Frischlinstrasse 35

Spendenkonto: Tübinger

Vesperkirche, Nr. 4444112,

KSK Tübingen, BLZ 641 500 20

www.vesperkirche-tuebingen.de

Foto: Eckold

5

Zu dieser Zustimmung in der Bevölkerung

zählt sicherlich auch, dass sich immer genügend

Helfer finden. Über 200 Menschen

sind in diesen drei Wochen ehrenamtlich

im Einsatz, 40 davon täglich.

Fünf Tübinger Bäckereien - Lieb, Padeffke,

Walker, Gauker und Schneck – stellen

der Vesperkirche kostenlos täglich die verschiedensten

Backwaren zur Verfügung.

Jeden Tag bieten die Organisatoren selbstgebackenen

Kuchen an. „Manchen unserer

Gästen kommen die Tränen, wenn sie nach

Jahrzehnten wieder einen Kuchen essen,

so wie von Muttern gebacken,“ erzählt

Cless. Daher ruft das Team der Vesperkirche

zu sogenannten Gemeindebacktagen

auf. „Möglichst viele Gemeindeglieder einer

Kirchengemeinde werden gebeten für

die Vesperkirche zu backen, damit wir nach

dem Mittagessen Kaffee und Kuchen anbieten

können,“ so Cless.

Zum Kulturprogramm der Vesperkirche

wird neben den Benefiz-Veranstaltungen

die Ausstellung „Tische“ mit Bildern und

Objekten des Tübinger Künstlers G. W.

Feuchter im Kirchenraum der Martinskirche

beitragen. Die Vernissage ist am Sonntag,

20. Januar 2012 nach dem Gottesdienst.

Diakonie-Experte Martin Staiger hält am

31. Januar um 20 Uhr einen Vortrag über

den Zusammenhang zwischen Armut, seelischer

Erkrankung und deren Ursachen.

[Ute Eichhorn]


6 Kirche in der Stadt | Dezember 2012 bis Februar 2013

Das Zitat zum Kirchenjahr

„Die Ware Weihnacht ist

nicht die wahre Weihnacht.“

Kurt Marti, schweizer Theologe (* 1921)

Leserbrief

Primitive Sprachpanscherei

Zu unserem pro-und-contra-Beitrag

„Wie viel Denglisch verträgt unsere

Church?“ aus der letzten Ausgabe haben

wir folgende Leserzuschrift erhalten:

Kein Mensch bezweifelt, dass auch

die Sprache sich im Laufe der Zeit verändert.

Was sich heute aber unter uns, jetzt

auch in der Kirche, abspielt, das ist eine

massive, primitive Sprachpanscherei, in

der Absicht möglichst modern zu wirken.

Einige Worte erscheinen nicht nur überflüssig,

sondern (in den Augen von Engländern)

auch geradezu lächerlich falsch.

Wenn ich mich schon vor dem backshop

und dem hairstyler ärgere, dann muss ich

doch nicht auch noch in meiner Kirche die

Anbiederung mit locations, churchnight,

outdoor-team und style still über mich

ergehen lassen. Hat die Kirche nur faule

Kartoffeln im Angebot (die auf Denglisch

interessant wirken sollen) oder ist wirklich

was dahinter? [Hans Staiger, Tübingen]

Dieselbe pro-und-contra-Frage haben

wir auf der Facebook-Seite des Evangelischen

Kirchenbezirks Tübingen (www.

facebook.com/tuebingen.evangelisch) zur

Abstimmung gestellt. Die Länge der hellblauen

Balken zeigt den Grad der Zustimmung

unserer Facebook-Fans an:

Die Rolle der Frauen in der arabischen Revolution

„Die Rolle der Frau(en) in der arabischen

Revolution“ ist der Titel eines Vortrags von

Amira El Ahl (Bild rechts) am 20. Dezember

um 14.15 Uhr im Hörsaal des Theologicums

in der Liebermeisterstraße 12.

Die Journalistin lebt in Kairo und hat

die Revolution hautnah miterlebt. Sie wird

von ihren Gesprächen und Erlebnissen auf

dem Tahrir-Platz in Kairo erzählen und über

die Rolle der Frauen in der ägyptischen

Revolution berichten. Veranstalter ist die

Gleichstellungskommission der Evangelisch-theologischen

Fakultät der Universität

Tübingen. [Dr. Susanne Schenk]

Weltgebetstagsvorbereitung

Ein ökumenischer Vorbereitungsnachmittag

zum Weltgebetstag findet am Mittwoch,

16. Januar 2013 von 14.30 bis 17.30

Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Lustnau

in der Neuhaldenstraße 35 statt.

Der Weltgebetstag selbst ist am Freitag,

1. März 2013. [Birgit Auth-Hofmann]

Bild: Anne-Lise Hammann Jeannot / WGT

Heiligabend in Gemeinschaft verbringen

An Heiligabend gibt es in Tübingen

zwei Angebote für Menschen, die lieber

in Gemeinschaft als alleine feiern möchten.

Beide bedürfen keiner Voranmeldung:

Die Kirch am Eck in der Aixer Straße 42

lädt am 24. Dezember ab 18.30 Uhr ein zum

Weihnachtsessen mit Geschichten und Liedern.

Um 22 Uhr ist eine Christnachtfeier.

Stiftskirchenrenovierung

Foto: Universität Tübingen

Die städtische Spenden-Verdoppelungs-Aktion

„2für1“ zugunsten der Außenrenovierung

der Stiftskirche ist durch

500 Spender und zuletzt zwei Großspenden

überraschend schnell ans Ziel gekommen.

Gleichzeitig erstrahlt die Stiftskirche ohne

Gerüst wieder „wie neu“. Voraussichtlich

im kommenden Jahr wird der Chorraum

dann noch vom dafür zuständigen Land

Baden-Württemberg saniert werden.

Das Motto der Aktion „Gemeinsam

schließen wir die Lücke“ bleibt freilich noch

eine Weile gültig: Noch fehlen etwa 50 000

Euro, verursacht durch Zusatzkosten in der

letzten Bauphase, als noch einige gefährliche

Holzschäden entdeckt wurden, deren Reparatur

zum Glück noch mit einbezogen werden

konnte. Spenden sind also noch willkommen

und erbeten. [Dr. Karl Theodor Kleinknecht]

Stiftung Stifskirche, Nr. 555 8100, KSK Tübingen,

BLZ 641 500 20, Stichwort: Bauspende

Die ökumenische Bahnhofsmission

am Europaplatz 13 bietet eine offene

Lichterstube an am 24. Dezember von

16 bis 20 Uhr sowie am 25. und 26. Dezember

jeweils von zwölf bis 19 Uhr. Die

Räume der Bahnhofsmission in einem Nebengebäude

des Hauptbahnhofs sind von

Gleis 1 her zugänglich. [ps]


CVJM Tübingen

Skifreizeit oder Relaxcamp

Noch wenige Plätze gibt es auf den

Freizeiten im schweizerischen Gstaad: Vom

26. Dezember bis zum 1. Januar fi ndet die

Freizeit für die 13- bis 16-Jährigen statt,

vom 1. bis zum 6. Januar die Freizeit für die

15- bis 18-Jährigen.

Zudem gibt‘s 2013 folgende Freizeiten:

16. bis 27. Mai: Erlebnisreise nach Israel

für junge Leute ab 16 Jahren

26. Juli bis 4. August: Jungscharlager in Mehrstetten

für Kinder von acht bis 13 Jahren

30. Juli bis 12. August: Relaxcamp in der

Toscana für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren

7. bis 16. August: Erlebniscamp auf der Dobelmühle

für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren

13. bis 27. August: Sommerfreizeit in Südfrankreich

für Jugendliche von 16 bis 19 Jahren

Grafi k: Wingenfeld / Foto: Steinle

Freiraum für die Jugendarbeit

Ein halbes Jahr ist vergangen, die ersten

Schritte in der Umsetzung der neuen Konzeption

sind gemacht. „Tiramisu“, das neue

Angebot für alle Mitarbeitenden in der

evangelischen Jugendarbeit, wurde im Juni

gestartet. Oft werden wir gefragt: „Und wie

läuft´s an, seid ihr zufrieden?“ - Ja, wir sind

es: Dort, wo neue Räume zur Entfaltung

geschaff en werden, entsteht Neues. Junge

Leute kommen zu den Angeboten, sie wollen

sich engagieren – es entsteht Dynamik.

Das äußert sich zum Beispiel darin, dass

Jugendliche fragen: „Darf ich da auch mitmachen?“

Noch sind wir am Anfang. Es ist

ein zartes Pfl änzchen, das wachsen kann.

Die Bedingungen dafür sind geschaff en.

Hoff en wir das Beste! [Cyrill Schwarz]

Kirche in der Stadt | Dezember 2012 bis Februar 2013

Weihnachtsbaum-Abholung

7

Foto: CVJM

Wenn die Weihnachtszeit vorüber ist,

wird der CVJM Tübingen aktiv: Mitarbeitende

holen am Samstag, 12. Januar 2013

Ihren Weihnachtsbaum ab. Bitte melden

Sie sich online an auf www.cvjm-tuebingen.de

oder telefonisch (ab dem 7. Januar

zwischen neun und 13 Uhr) unter 6398316.

Wir bitten um eine Mindestspende von drei

Euro. [Cyrill Schwarz]

CVJM Tübingen e. V. | Gartenstraße 81 | 72074 Tübingen | Telefon 26626 | info@cvjm-tuebingen.de | www.cvjm-tuebingen.de

Geschenkideen aus Gemeinden

Kalender, Bücher, Noten und CDs aus

unseren Kirchengemeinden oder von Pfarrern

und Kirchenmusikern aus unserem

Bezirk präsentieren wir als Geschenkideen

im Internet. Dazu gehört auch ein Kalender

aus der Stephanusgemeinde (Bild unten):

www.evangelischer-kirchenbezirktuebingen.de/geschenkideen.php

„Arche“ sucht Ehrenamtliche

Die Tübinger Wohnungslosenhilfe „Arche“

sucht ehrenamtliche Mitarbeitende

für ihren Tagestreff in der Eberhardstr. 53.

Werktäglich von 14 bis 18 Uhr benötigen

die Hauptamtlichen Unterstützung bei der

Essensausgabe, bei freizeitpädagogischen

Angeboten und beim Knüpfen sozialer

Kontakte mit Menschen in Wohnungsnot.

tagestreff -tuebingen@gmx.de

Kleidersammlung für Bethel

Die von-Bodelschwinghschen Stiftungen

Bethel führen in den Tübinger Kirchengemeinden

wieder eine Kleidersammlung

durch vom 28. Januar bis zum 2. Februar

2013. Die Sammelstellen und Abgabezeiten

erfahren Sie aus Ihrem Gemeindebrief und/

oder Schaukasten.

Handy-Sammlung

Das deutsche Institut für ärztliche Mission

(Difäm) sammelt noch bis zum 30.

November alte Mobiltelefone. Der Erlös der

recycelbaren Rohstoff e geht an ein Difäm-

Hilfsprojekt im Ostkongo. Abgabestellen

sind alle Filialen der Kreissparkasse.

Gedenken an verstorbene Kinder

Zum weltweiten Gedenktag für verstorbene

Kinder am Sonntag, 9. Dezember

gibt es um 16 Uhr einen ökumenischen

Gottesdienst in der Eberhardskirche in der

Eugenstraße 28. Eingeladen sind Eltern,

Geschwister, Verwandte und Freunde verstorbener

Kinder sowie alle Menschen, die

sich verbunden fühlen. Anschließend gibt

es Kaff ee und die Möglichkeit zum Austausch.

[Gisela Schwager]

Wussten Sie schon...

…dass die Protestanten gleich nach

der Reformation natürlich alle Heiligen,

also alle Fest- und Namenstage

abgeschaff t – und nahezu umgehend

wieder eingeführt haben? Heiligentage

waren halt die allgemein anerkannten

Vertrags- und Markttermine. Können

Sie sich einen „24. April-Markt“ vorstellen?

Deshalb haben wir weiterhin Georgi-

und Martinimarkt. Und selbst die

evangelischsten Bauern überliefern ihre

Wetter- und Naturregeln weiterhin mit

den alten Namen, ob nun Eisheilige oder

Siebenschläfer. [Dr. Beatrice Frank]


Handy-Sammelaktion des Difäm

bis 30. November, Kreissparkasse-Filialen

Jugendgottesdienst

25. November, 18 Uhr, Eugenstraße 26

Adventsbazar

1./2. Dezember, 14-17 /11-13 Uhr, Martinsgemeindesaal,

Frischlinstraße 35

Festgottesdienst und Empfang zur Investitur

von Dekanin Elisabeth Hege

9. Dezember, 11 Uhr, Stiftskirche

Gottesdienst für verstorbene Kinder

9. Dezember, 16 Uhr, Eberhardskirche

Jugendgottesdienst

9. Dezember, 18 Uhr, Eugenstraße 26

Veranstaltungen

Mehr Termine auf www.evangelischer-kirchenbezirk-tuebingen.de und www.fbs-tuebingen.de

„Hungernde in aller Welt“ Konto 2008 KSK Tübingen

Dezember

Indien: Hilfe für HIV-Infizierte

Indien ist das Land mit den weltweit

meisten HIV-infizierten Einwohnern; 5,7

Millionen Menschen sind betroffen. In

Raxaul im ärmsten Bundesstaat Bihar

an der Grenze zu Nepal ist das Problem

besonders groß. „Viele in dieser Gegend

wissen nichts über HIV und Aids“, sagt Dr.

Elisabeth Schüle vom Deutschen Institut

für ärztliche Mission (Difäm). Gleichzeitig

ist der Drogenkonsum hoch und es kommt

zur Ansteckung durch infizierte Spritzen.

2010 wurde deshalb vom Duncan-Hospital

in Raxaul mit Unterstützung des Difäm

ein Projekt für drogenabhängige Menschen

ins Leben gerufen. Es beinhaltet

Beratung, ein Nadelaustausch-Programm,

Januar

Nigeria: Ausbildung für Frauen

Die Kirche der Geschwister in Nigeria betreibt

seit zehn Jahren ihr Frauenausbildungszentrum

in Mubi. In sechsmonatigen

Kursen können Frauen hauswirtschaftliche

Fertigkeiten erlernen wie Nähen, Stricken,

Batiken, Seife- und Creme-Herstellung.

Lessons and Carols

19. Dezember, 19 Uhr, Stiftskirche

Frauen in der arabischen Revolution

20. Dezember, 14.15 Uhr, Theologicum

Jugendgottesdienst

23. Dezember, 18 Uhr, Eugenstraße 26

Besondere Gottesdienste, Konzerte und

Veranstaltungen zur Weihnachtszeit

finden sich ab 20. Dezember auf www.

evangelischer-kirchenbezirk-tuebingen.de

Weihnachtsoratorium in 6 Kantatengd.

25. Dezember bis 6. Januar, Stiftskirche

Silvesterkonzert mit Posaunenquartett

31. Dezember, 22 Uhr, Martinskirche

die Behandlung von Folgeerkrankungen

im Krankenhaus und die Unterstützung

beim Drogenentzug. Das Krankenhaus

bietet Tests und Behandlung an, organisiert

Aufklärungsaktionen und schult ehrenamtliche

Helferinnen und Helfer.

Damit können sie eigenständig Geld verdienen,

das für die Ausbildung und medizinische

Versorgung ihrer Kinder benötigt

wird. Alle Kurse beinhalten auch die Schulung

in Gesundheit, Hygiene und HIV/AIDS-

Prävention; dadurch werden die Frauen in

ihren Dörfern zu Multiplikatorinnen.

Weihnachtsbaumabholaktion

12. Januar

Jugendgottesdienst

13. Januar, 18 Uhr, Eugenstraße 26

Weltgebetstagsvorbereitung

16. Januar, 14.30–17.30 Uhr, Lustnau

Nachmittag zur Jahreslosung 2013

27. Januar, 15 Uhr, CVJM-Haus

Jugendgottesdienst

27. Januar, 18 Uhr, Eugenstraße 26

Kleidersammlung Bethel

28. Januar–2. Februar

Jugendgottesdienste

10. + 24. Februar, 18 Uhr, Eugenstraße 26

Kontakt: Helga Schweitzer

Telefon: 07071-61247

Februar

Weißrussland: Hilfe für MS-Kranke

Ludmila Fedorovna Obuchovich hat im

weißrussischen Minsk eine Selbsthilfegruppe

für Multiple-Sklerose-Kranke gegründet;

sie ist selbst betroffen. Freunde

aus Württemberg hatten sie dazu ermutigt.

Treffpunkt ist das Haus Koinonia,

das von Gemeindegliedern der Peterund-Paul-Gemeinde

in Minsk und der

württembergischen Diakonie errichtet

wurde. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln

gut erreichbar und bietet den Erkrankten

die beste Möglichkeit, aus Einsamkeit

und Isolation herauszukommen.

In Seminaren bei Ludmila lernen sie viel

über natürliche Medizin aus dem Garten

des Hauses Koinonia. Allen gemeinsam ist

die karge staatliche Unterstützung. Spenden

aus Tübingen bedeuten deshalb eine

starke Ermutigung zur Fortsetzung der

Seminare und Treffen.

Allen Spenderinnen und Spendern herzlichen

Dank!

[Helga Schweitzer]

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