Sybille Grätz - Zahnärztlicher Bezirksverband Schwaben

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Sybille Grätz - Zahnärztlicher Bezirksverband Schwaben

Herausgeber: Zahnärztlicher Bezirksverband Schwaben, Körperschaft des öffentl. Rechts

Spielraum in der Gesundheitspolitik?

Zahnersatz- und Autokosten

von 1980 bis 2004

Die elektronische Gesundheitskarte

INHALT

Editorial

Spielraum in der Gesundheitspolitik? . . . . 2

Leitartikel

Vom KassenZahnarzt zum

PatientenZahnarzt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Forum

Zahnersatz- und Autokosten von

1980 bis 2004 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

ZBV Info

„Qualitätsmanagement“ – Inhalt und

Handhabung der neuen CD-Rom

der BLZK. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Konsenspapier der LAGZ-Arbeitskreisvorsitzenden

als Richtschnur für Praxisbesuche

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Meldeordnung der Bayerischen Landeszahnärztekammer

– Änderung von

Anschriften, Tätigkeiten usw. . . . . . . . . . .14

Ausgabe 5/2006 – Mai

Beitragszahlung II. Quartal 2006 . . . . . . . . 14

Änderung von Bankverbindungen . . . . . . 14

Gesetzliche und vertragliche

Aufbewahrungsfristen . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Geburtstage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Obmannsbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

REFERAT ZAHNMEDIZINISCHE

FACHANGESTELLTE

Individualprophylaxe in der

Zahnärztlichen Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Ehrungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

„Update Kinderzahnheilkunde“ . . . . . . . . . 20

Buchbesprechung

– Ästhetisch-restaurative Behandlung . . . 21

Verschiedenes

Beratungstermine 2006 der BLZK

für Niederlassung, Praxisabgabe und

Sozietäten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

47. Bayerischer Zahnärztetag . . . . . . . . . . 23

3592


Editorial

Spielraum in der

Gesundheitspolitik ?

Stellen Sie sich bitte einen Moment vor, Sie

sind Entscheidungsträger in der Gesundheitspolitik!

Sie sind um die 50 Jahre alt, haben Ihre

Schulzeit und Ihr Studium im Geist der 68er

Jahre durchlebt und sind nach einem

sozialwissenschaftlichen Studienabschluss

zum langen Marsch durch die Institutionen

angetreten. Ihren Traum von „sozialer

Gerechtigkeit“ oder sogar Ihre marxistischleninistischen

Ideale haben Sie zwar noch

nicht endgültig verraten, doch irgendwie

haben Sie durch die Erfahrung gelernt, dass

nicht die Planwirtschaft, sondern die

„soziale Marktwirtschaft“ Ihnen ein durchaus

bequemes Auskommen sichert. Ganz

offensichtlich hat der freie Markt auch die

eine oder andere gute Seite.

Innerhalb Ihrer eigenen Partei sind Sie dank

Ihrer Überzeugungen irgendwann einmal

am linken Rand gelandet. Obwohl Sie aufgrund

Ihres Beharrungsvermögens und

Ihres demagogischen Geschicks durchaus

die Karriereleiter innerhalb der Partei hochgeklommen

sind, haben Sie die Realisten

und Lobbyisten in der Fraktion in ein Ressort

abgedrängt, das Sie nicht lieben und

von dem Sie auch nichts verstehen.

Sie sind in der Gesundheitspolitik gelandet.

Ihr Wissen von der Medizin ist gleich Null,

es beschränkt sich auf den Umgang mit den

eigenen Wehwehchen, die eine schwerwiegende

Erkrankung, die Sie vor Jahren einst

in die Klinik gezwungen hat, ist vergessen

und die damalige Dankbarkeit, die Sie

gegenüber Ärzten und Schwestern empfunden

haben, verdrängt. Geblieben ist

allein etwas Sorge um die Zukunft, denn nur

wenn Sie nach der nächsten Wahl wieder im

Bundestag sitzen, haben Sie Ihr Schäfchen

wirklich im Trockenen. Das Gesundheitsressort

entpuppt sich für Sie zunehmend

als angenehme Spielwiese, denn kaum

einer (auch unter den Politikern) kann mehr

die komplexen Zusammenhänge der Sozialgesetzgebung

überblicken und so können

Sie mehr oder minder unkritisiert das tun,

was alle Politiker am besten können und

wofür Sie da sind: Sie können das Geld

anderer Leute ausgeben!

Erleichtert wird Ihre bequeme Situation

noch dadurch, dass die große Koalition eine

wirksame Opposition nicht fürchten muss.

Mag vielleicht inhaltlich die Kritik der Liberalen

nicht von der Hand zu weisen sein, so

kann dieser Störfaktor emotionell doch

immer noch mit einer Neiddebatte und dem

Vorwurf des Neoliberalismus kalt gestellt

werden. Trotzdem analysieren Sie sorgfältig

die politische Situation auf Gefährdungspotentiale.

Sie fürchten momentan vor allem drei Entwicklungen,

die Sie in Ihrer Stellung angreifbar

machen könnten:

– Unzufriedenheit in der Bevölkerung:

Sie staunen selbst, wie wenig Reaktionen

von Patientenseite bis zu Ihnen nach Berlin

vordringen, aber irgendwie findet sich

der Bauer aus Mecklenburg-Vorpommern

noch damit ab, dass der Nachfolger seines

alten Hausarztes jetzt ein radebrechender

polnischer – ukrainischer –

tschechischer… medicus ist. Auch die

Ausrüstung macht auf ihn zwar einen

altertümlichen Eindruck, doch was soll ein

Patient schon großartig unternehmen!?

– Unzufriedenheit in der Ärzteschaft:

Hier kommt eine neue Komponente ins

Spiel, die Sie so nicht auf Ihrer Rechnung

hatten:

Die Klagen in der Ärzteschaft über zu

geringe Entlohnung sind so alt wie die Verkammerung

der freien Berufe und das

2 ZNS 5/2006


Editorial

Sachleistungssystem selbst. Ärzte sind

dem Mitmenschen verpflichtet und deswegen

bringen Sie kein Verständnis dafür

auf, wenn sich dieser Berufsstand darüber

empört, dass die gleiche Tätigkeit in England

mehr als doppelt so hoch honoriert

wird und dass die erfolgte Reanimation im

Notdienst dem Arzt weniger einbringt als

der Schlüsseldienst für eine Minute Türöffnen

verlangt. Ein bisschen Streik mag ja

angehen, er spült leichter mehr Geld ins

System, aber – horribile dictu – ein Generalstreik

im Gesundheitswesen würde die

alten Strukturen innerhalb von zwei

Wochen vom Tisch fegen und der eigene

Stuhl würde bedenklich wackeln. Insgesamt

können Sie die Protestbereitschaft

schwer einschätzen und Sie verlegen sich

deswegen auf beschwichtigende Worte

und auf´s Aussitzen.

- systemimmanente Kostenfalle:

Demographische Entwicklung und medizinischer

Fortschritt bei unbegrenztem Leistungsversprechen

führen seit mindestens

20 Jahren zu chronischer Geldnot bei den

Krankenkassen. Ebenso alt sind die

Bemühungen Ihrer Vorgänger, durch permanente

Strukturreform „Wirtschaftlichkeitsreserven

aufzuspüren“, und Geldquellen

zu erschließen, damit der Beitragssatz

nicht noch weiter nach oben rückt.

Im Grunde genommen wissen Sie zwar,

dass nur ein grundlegender Systemwechsel

zur Kostenerstattung, zu finanzieller Verantwortung

des Patienten und zu einem Versicherungswesen,

das Altersrückstellungen

anspart, die Misere beheben kann, doch

warum, um alles in der Welt, sollen gerade

Sie diese herkulische Aufgabe schultern,

wo doch alle Welt und Sozialpolitiker jeder

Couleur von Ihnen erwarten, dass Sie „Weiterwursteln

im System“?

Was würden Sie, liebe Kollegin oder lieber

Kollege, in einer solchen Situation tun?

Wären Sie zu der bitteren Erkenntnis fähig,

dass der Mensch nicht so gut ist, wie ihn

sich die kommunistische Utopie erträumt

hat?

Besäßen Sie den Weitblick und würden Sie

deutlich konstatieren, dass wir auch in der

Gesundheitspolitik auf Kosten zukünftiger

Generationen leben und dass dies nicht nur

unmoralisch ist, sondern auch der nächsten

Generation enorme Transferleistungen abverlangt?

Würden Sie sich zu solch menschlicher

Größe aufraffen und das Sachleistungssystem

als das anprangern, was es ist, nämlich

bevormundend und entmündigend?

Würden Sie die Verantwortung tragen wollen,

wenn eine radikale Reform an der

Bequemlichkeit und der Trägheit der Bevölkerung

scheitert?

Nur wenn Sie für sich selbst alle Fragen

spontan mit einem klaren Ja beantworten

würden, können Sie der nächsten Gesundheitsreform

getrost entgegen sehen!

Ansonsten schätzen Sie den Spielraum für

eine nachhaltige Besserung im Gesundheitswesen

realistisch ein, nämlich denkbar

gering! Die Politik reagiert nur auf die Macht

der Medien, sie beugt sich vielleicht dem

Druck der Straße und sie denkt höchstens

bis zur nächsten Legislaturperiode.

Zu Pessimismus besteht trotzdem kein

Anlass. Der Gesundheitsmarkt entwickelt

sich dynamisch weiter, ein Markt mit einem

Volumen von 230 Milliarden Euro jährlich

(nur direkte Krankheitskosten) lässt sich

nicht mehr fesseln, er lässt sich politisch

höchstens temporär aufhalten und sektoral

verwerfen. Orientieren Sie sich kompromisslos

am Kunden und handeln Sie ökonomisch

solide, dann werden Sie nach wie

vor ein gutes Auskommen haben!

Ihr Werner Manhardt

ZNS 5/2006 3


Leitartikel

Prof. Riegl zur Zahnarztpraxis der

Zukunft:

Vom KassenZahnarzt

zum PatientenZahnarzt

„Patienten erleben die Zahnarztpraxis

nicht wie sie ist, sondern, wie sie glauben,

dass sie sei“, sagt der Augsburger

Marketingexperte Prof. Dr. Gerhard F.

Riegl. Der Buchautor von „Die Zahnarztpraxis

als Center of Excellence“ war auf

Einladung des ZBV Schwaben in der

Stadthalle von Memmingen gekommen

und ließ rd. 100 Zahnärztinnen, Zahnärzte

und Mitarbeiterinnen durch die Augen

der Patienten auf das eigene Tun in der

Praxis blicken. Kein trockener Vortrag,

sondern eine gelungene Verbindung von

innovativen Thesen, wissenschaftlichen

Studien und Erfahrungswerten, mit der

Prof. Riegl die volle Aufmerksamkeit der

Zuhörer genoss. Marketingstrategien

hatte Dr. Bruno Weber von der ABZ eG im

Anschluss nicht parat, dafür analysierte

er harte betriebswirtschaftliche Fakten,

die über Wohl und Wehe einer Zahnarztpraxis

entscheiden.

Prof. Riegls Thesen sind ungewöhnlich.

„Der Besitz von Patienten wird noch wichtiger

werden als der Besitz einer Praxis.“

Nicht die fachliche Kompetenz ist seiner

Meinung nach entscheidend, schließlich

erwarte man vom Zahnarzt, dass er gut

behandelt, genauso wie man von einem

Auto erwarten könne, dass es gut fährt. „Die

große Macht der Zahnarztpraxen ist die

Markenqualität“, sagte er.

Patient entscheidet emotional

Der Augsburger Professor an der FH für

Applied Sciences räumte mit der gängigen

Meinung auf, Menschen könne man über-

zeugen. Dies sei nicht der Fall, vielmehr

müsse man sie dazu bringen, sich selbst zu

überzeugen. Auf die Zahnarztpraxis umgesetzt

würde die erfolgreiche Umsetzung

bedeuten, dass „Patienten das wollen, was

sie wollen sollen“ „Die Selbstüberzeugung

des Patienten beginnt nicht erst im Behandlungsstuhl“,

so Prof. Riegl. Das sei die Spitze

des Eisbergs. Der Patient müsse insgesamt

beeindruckt werden. Das fange mit

dem „Geheimtipp“ an, diese spezielle Praxis

zu konsultieren, und gehe mit den Mitarbeiterinnen

als sog. Zeremonienmeister

weiter. Hier werde der Patient auf den Zahnarzt

eingestimmt, hier werde die richtige

Wahl des Zahnarztes bestätigt. Aber auch

das Äußere beim Eintritt in die Praxis ist

nach Meinung von Riegl ein bedeutender

Faktor für eine überzeugende Marketingstrategie

der Zahnarztpraxen. Den bekannten

Satz: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!“

untermauerte der Buchautor mit

bekannten Verhaltensstudien. 55 Prozent

sei Körpersprache, 38 Prozent mache die

Stimme aus und nur 7 Prozent trage der

Inhalt des gesprochenen Wortes zur Überzeugung

bei. „Patienten entscheiden emotional

und rechtfertigen rational“, so Riegl.

Alle wichtigen Entscheidungen treffe der

Patient emotional, die unwichtigen rational.

„Fassen Sie den Patienten also nicht als

rationales Wesen auf. Er möchte sich vielmehr

geborgen fühlen“. Und noch wichtiger

ist für Riegl die Forderung: Patienten als

Patienten zu behandeln und nicht als Kunden.

Seine Begründung: „… weil er sich fallen

lassen und gut aufgehoben fühlen will.“

Industrie-QM nicht übertragbar

Von allzu viel Qualitätsmanagement im

Umgang mit Patienten hält Prof. Riegl

nichts. Qualitätsmanagement könne man

natürlich mit Handbüchern erklären, aber

4 ZNS 5/2006


Leitartikel

die Industriemodelle seien nicht auf die

Zahnarztpraxis übertragbar. Patienten seien

nun mal nicht DIN-genormt. „Der Patient ist

Qualitätsfaktor Nummer 1 und kein Gebiss

auf zwei Beinen“. Ergebnisqualität und Patientenqualität

sind eben nicht zertifizierbar

wie Struktur- und Prozessqualität. Riegl

stuft das Verdienen von Patienten für die

Praxen höher ein als das Behandeln. Zielgruppen-Marketing

lautet das Zauberwort.

Das Rieglsche Zukunftsmodell einer Zahnarztpraxis

als Center of Excellence: „Wer

morgen in ihrem Stuhl sitzt, den müssen Sie

sich außerhalb der Praxis verdienen.“

Suche nach dem idealen Patienten?

Einer Umfrage unter 35.000 Patienten in

700 beteiligten Dentalpraxen zufolge, sind

57 Prozent der Befragten „voll zufrieden“

mit ihrer Zahnarztpraxis. Ein guter Wert, wie

Prof. Riegl bescheinigt, denn „kein Zahnarzt

kann für alle Patienten der beste sein.“ Die

Qualitätsmessungen erfassten auch immer

die „Qualität“ des Patienten. Riegl warnte

vor dem Versuch, nur die idealen Patienten

für die Praxis herausfiltern zu wollen, denn

eine gesunde Mischung erhöhe die Attraktivität.

Wer bislang geglaubt hat, potenzielle

Patienten würden Ihren Zahnarzt über das

Internet suchen, irrt nach Meinung des

Referenten. 75 Prozent der Patienten wohnten

innerhalb eines Radius von 20 km Entfernung

zur Praxis. Derzeit entstehe mit

„Google Earth“ gerade ein neuer lokaler

Suchmarkt im Internet, der neben Öffnungszeiten,

Parkplatzangebot, in der Nähe

befindliche Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten

verschiedene Komponenten auf

einen Blick zusammenfüge.

Dr. Bruno Weber, ABZ eG, Prof. Dr. Gerhard F. Riegl und ZBV-Vorsitzender Christian Berger

ZNS 5/2006 5


Leitartikel

Volle Aufmerksamkeit der Teilnehmer/innen in der Memminger Stadthalle für die Referenten

Was ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil?

Es ich nicht die fachliche Kompetenz, wie

wir eingangs feststellen durften. Es ist die

Kommunikation, Ideen bei der Beratung,

das richtige Timing beim Beratungsgespräch,

aber auch – wie Prof. Riegl es nennt

– das „Luxusprodukt“ Menschlichkeit.

„Zahnmedizin kann man auch in Polen

bekommen, aber keine nachbarschaftliche

Geborgenheit!“ Diese Trümpfe gelte es

noch mehr auszureizen – insbesondere vor

dem Hintergrund, dass Krankenversicherungen

den Patienten als Schadensfall

betrachteten. „Die Zahnärzte der Zukunft

werden sich nach Ansicht des Referenten

vom Kassenzahnarzt zum sozialkompetenten

Patientenzahnarzt wandeln“ – frei nach

dem Motto: „Be different and better – or

die!“

Hart am Limit

Zurück in die betriebswirtschaftliche Realität

in den Zahnarztpraxen. Wie wirken sich

Umsatzrückgänge in den Praxen aus? In

2004 belief sich das durchschnittliche

zahnärztliche Honorar laut Jahrbuch der

KZBV auf 305.000 Euro. Der Ökonom und

Vorstandsvorsitzende der ABZ eG, Dr.

Bruno Weber, rechnete vor, dass nach

Abzug aller (Betriebs)Kosten in der Durchschnittspraxis

unter dem Strich ein verfügbares

Einkommen von 3.500 Euro übrig

geblieben sei. Als Faustregel gilt: „Wenn

eine Praxis weniger als 60.000 Euro Gewinn

macht, ist sie pleite!“ Bei einem Überschuss

von 60.000 Euro blieben den Praxisinhabern

letztlich 2.000 Euro Lebenshaltungskosten

pro Monat. Weber: „Kasseneinnahmen

reichen nie aus, um das abzudecken;

auch mit einem GOZ-Satz von 2,3 kommen

6 ZNS 5/2006


Leitartikel

Sie nicht über die Runden.“ Dr. Webers Beispiel:

Auf 48 Stunden Gesamtzeit pro

Woche in der Praxis entfielen durchschnittlich

35 Stunden auf die Behandlungszeit.

Bei 220 Arbeitstagen im Jahr und insg.

1.500 Stunden errechnete er einen Kostensatz

pro Praxisstunde von 132 Euro. „Sie

müssen aber 195 Euro pro Stunde erwirtschaften!“.

Dass die Rechnung häufig nicht

zu Gunsten des Zahnarztes aufgeht, machte

er anhand des Beispiels der Extraktion

eines mehrwurzeligen Zahns deutlich. Bei

einem Zeitaufwand von 50,59 Minuten

müsste der Zahnarzt 111 Euro erwirtschaften,

um die Kosten zu decken und 165 Euro,

um einen Praxisgewinn zu erzielen. Laut

Abrechnung erhalte er aber lediglich 107,68

Euro! „ Es gibt Leistungen, bei denen Sie

Probleme haben, den Kostensatz zu erarbeiten!“.

Bereits Umsatzschwankungen von

10 Prozent nach unten wirkten sich mit

einem Rückgang um 40 Prozent auf das

verfügbare Einkommen aus. Angesichts

dieser Zahlen kann man sich vorstellen,

welche Auswirkungen das um 32 Prozent

gesunkene Honorarvolumen bei KFO innerhalb

von zwei Jahren in Bayern hatte.

Wer die Vorträge des Duos Prof. Riegl/Dr.

Weber verpasst hat, erhält im Juni

nochmals Gelegenheit. Der ZBV Schwaben

plant eine weitere Veranstaltung in Gersthofen.

Näheres können Sie auf der Internetseite

des ZBV Schwaben erfahren:

www.zbv-schwaben.de unter „Fortbildung“.

Anita Wuttke

Redaktionsschluss für die

Ausgabe Juni 2006

der Zahnärztlichen Nachrichten Schwaben

ist Mittwoch, 18. Mai 2006.

Anzeigenschluss ist am 22. Mai 2006

Forum

Zahnersatz-

und Autokosten

von 1980 bis 2004

Nicht zur Kenntnis genommen:

Zahnersatz der gesetzlichen Krankenkassen

wird statistisch immer billiger

und Autos teurer!

Oft wird beim Zahnersatz gesagt, den kann

ich nicht bezahlen, das kann ich mir finanziell

nicht erlauben. Solches hört man dagegen

bei den Kosten für einen Neu- oder

Gebrauchtwagen kaum.

Die Kosten für gesetzlich versicherten

Zahnersatz betrugen nur einen Bruchteil der

Auto-Kosten für Neu- oder Gebrauchtwagen.

Das ist auch in 2005 mit den Festzuschüssen

so. Dieser Artikel aktualisiert die

Darstellung im DHZ 8/2003 mit den Werten

von 1980 bis 2001.

Als Quellen dienten mir das Jahrbuch der

KZVB von 2005: Tabelle 2.13, 3.9, 3.12, der

ADAC und der DAT-Veedol-REport 2005.

1. Konjunkturbarometer:

Verhältnis von ZE-Fällen zu

PKW-Käufen

Das Verhältnis von Zahnersatzfällen zu

PKW-Käufen korreliert von 1980 bis 2004

zwischen 0,96 bis 1,27. Anders ausgedrückt:

werden 10 Millionen Zahnersatzfälle

(Neu- und Wiederherstellungen) abgerechnet,

werden mindestens 9,6 Millionen PKW

(neu oder gebraucht) und höchstens 12,7

Millionen gekauft! Bei dieser Aussage wurden

aber die Jahre, wo es große Umstellungen

bei der Zahnersatz-Abrechnung

(Direktabrechnung 1989 bis 1992, Festzuschuss

1998) gab, nicht berücksichtig.

Werden viele PKW, neu oder gebraucht,

gekauft, wird auch viel Zahnersatz ange-

ZNS 5/2006 7


Forum

fertigt oder wiederhergestellt (s. Grafik

1).

2. Verhältnis Zahnersatzfallwert zu PKW-

Preisen 1980 bis 2004 in Euro

Wie man aus Tabelle 1 deutlich ersieht, sind

die Kosten für Zahnersatz geringer, die für

Neu- und Gebrauchtwagen stärker als die

Lebenshaltungskosten gestiegen!

Setzt man den Zahnersatzvergütungsfallwert

in Relation zu den Neuwagenpreisen

dann kostet 1980 ein PKW etwa das 36fache

der Zahnersatzvergütungsfallwertes

und in 2004 das 130-fache! Nimmt man die

Material- und Laborkosten hinzu, dann

kostet 1980 ein Neuwagen etwa das 16fache

des damaligen ZE-Fallwertes und in

2004 etwa das 50-fache.

3. Ausgaben für Zahnersatz je GKV-

Mitglied (ABL)

Zu den obigen Angaben passt, dass die

Ausgaben für ZE von 1980 bis heute in den

alten Bundesländern (ABL) im Trend gefallen

sind (s. Grafik 2).

Das liegt unter anderem daran, dass die

zahnärztlichen Zahnersatz-Vergütung geringer

als Löhne und Gehälter gestiegen

sind; zum Teil an Bewertungsänderungen

im Gebührenrecht und auch an Änderungen

im Leistungsrecht der GKV.

4. Tatsächliche Durchschnittsgesamtkosten

pro Kieferversorgung

Die Werte in Tabelle 2 sind entnommen aus

Beiträge zur Qualitätssicherung in der

Zahnmedizin (Tabelle 10), Band 18 der

Schriftenreihe des Bundesministeriums für

Gesundheit, 1993.

Da die ZE-Fallwerte, s. 1., von 1993 bis heute

weiter gesunken sind, sollten die heutigen

Durchschnittskosten (der „Kassenversorgung“)

noch niedriger sein! Es handelt

sich dabei um die Gesamtkosten (Kassenanteil

und Versicherungsanteil) für neuen

gesetzlichen, d.h. ausreichenden, wirtschaftlichen

usw., Zahnersatz. Kosten für

Wiederherstellungen sind nicht berücksichtigt.

Damit liegen die tatsächlichen Durch-

8 ZNS 5/2006


Forum

schnittskosten für neuen Zahnersatz weit unter den Zahlen,

die der Volksmund oder die Presse „kennt“ und nennt. Nur

3% der ZE-Neuanfertigungen von gesetzlichem Zahn-

ersatz kosteten insgesamt

mehr als 3000 DM oder 1534

Euro! Dabei ist zu berücksichtigen,

dass je nach prozentualer

Bezuschussung

und Metallkosten der Versicherte

davon höchstens die

Hälfte als Selbstbeteiligung

bezahlen muss.

5. Haltbarkeit und Pflege

von ZE und Auto

5.1 Haltbarkeit

Die durchschnittliche Zulassungsdauer

lag laut ADAC-

Auskunft vom 19. August

2003 beim Auto über Jahrzehnte

zwischen 10 bis 13

Jahren. Eine andere Quelle

nennt für Autos, die ab 1980

hergestellt wurden, eine

Lebensdauer von ca. 12 bis

15 Jahren, für Autos in den

50er und 60er Jahren des

vorigen Jahrhunderts lediglich

bis zu ca. 8 Jahren.

Einen Anhalt für die Haltbarkeit

von festsitzendem Zahnersatz

(engl. life of denture)

liefert eine umfangreiche

repräsentative Studie von

Prof. Kerschbaum (Köln,

2000) über 25 Jahre (1974 bis

1999). Nach 10 Jahren sind

mehr als 80 Prozent, nach 15

Jahren mehr als 70 Prozent

und nach 20 Jahren rund die

Hälfte aller ursprünglich angefertigten

Einzelkronen und

Brücken im Dienste der Patienten.

Nach 25 Jahren sind es

immerhin noch ein gutes Viertel

des Zahnersatzes (ZM

ZNS 5/2006 9


Forum

22/2000, S. 26). Das ist beim Auto nach den

obigen Zahlen nicht der Fall!

5.2 Auto- versus Zahnpflege

Für Wartungsarbeiten gab jeder Autofahrer

in Deutschland nach DAT-Report in 2004

durchschnittlich 230 Euro, für Verschleißreparaturen

190 Euro, zusammen also 420

Euro aus.

Verschleißreparaturen wurden in 2004 an

42% der Pkw durchgeführt. Für ZE habe ich

keinen Vergleichswert. Dieser dürfte aber

wesentlich niedriger liegen.

Die DAT-Untersuchung ergibt ein Wartungsdefizit.

Statt 1,2 wurden die Werkstätten

nur 1,0-mal aufgesucht. Es wurden

trotzdem rund 1,88 Wartungsarbeiten, Verschleiß-

und Unfallreparaturen in 2004 je

Fahrzeug durchgeführt.

Bei 41,1 Mio bzw. 9,5 Mio Mitgliedern in der

GKV in den alten bzw. neuen Bundesländern

(KZVB Jahrbuch 2005, Tab. 6.1) wurde

44,1 Mio bzw. 10,8 Mio Mal die eingehende

Untersuchung abgerechnet, d.h. 107% in

den ABL bzw. 113% in den NBL! Ohne

Berücksichtigung, dass statt der U (= 01)

ggf. auch eine Beratung berechnet werden

könnte, besteht damit auch ein „Wartungs-

defizit“ bei der Kontrolle des Mundes und

der Zähne, wenn man von zwei Untersuchungen

pro Jahr ausgeht! Übrigens: Wird

nur eine eingehende Untersuchung abgerechnet,

ist das für das GKV-Mitglied

umsonst, weil keine Praxisgebühr anfällt.

Für Zahnpflege sollten 6 Zahnbürsten (ca.

18 Euro) im Jahr verbraucht werden,

tatsächlich sind es aber nur 1,6. Für Zahnpasta

werden ca. 300 ml, d.h. 4 Tuben = ca.

17 Euro für die teuerste mit sehr gut bewertete

Zahnpasta lt. Öko-test 7/2005, S. 60,

pro Jahr verbraucht, insgesamt ca. 35 Euro

für: Gesund beginnt im Mund!

Die Zahnpflegekosten, auch mit weiteren

Mundhygieneartikeln, betragen damit nur

ca. 10% der Wartungs- und Verschleißreparaturkosten

(s. o.) des Autos!

5.2.1 Bevorzugte Wochentage für Reparatur-

und Wartungsarbeiten

Für die große Mehrheit der Autofahrer gibt

es keinen bestimmten Wochentag, den sie

für die Durchführung von Reparatur- oder

Wartungsarbeiten bevorzugen. Auf die

Zusatzfrage, ob man die Werkstatt häufiger

mit Arbeiten beauftragte, wenn die Arbeiten

am Samstag durchgeführt würden, antworteten

immerhin gut 10% der Befragten in

2004 mit ja! In weit überdurchschnittlichem

Maß trifft dies

auf Autofahrer mit einer Jahresfahrleistung

> 25.000 km

und auf unter 30-Jährige zu!

Mit einem erweiterten Angebot

der Öffnungszeiten

könnten die Werkstätten

also ein zusätzliches Auftragspotential

erschließen.

Ein zunehmender Teil praktiziert

dies bereits, heißt es auf

S. 35 des DAT-Reports. Und

wie sieht es da mit Zahnarzt-

10 ZNS 5/2006


Forum

terminen aus? Wäre dies im zunehmenden

Wettbewerb unter Zahnärzten eine ökonomische

Nische?

5.3 Gesamtausgaben für gesetzlichen ZE

der GKV in 2004 pro Mitglied

Die Gesamtausgaben für GKV-ZE betrugen

im Jahr 2004 pro Mitglied 74,08 Euro p.a.

oder pro Monat 6,17 Euro in den alten und

65,74 Euro p.a. in den neuen Bundesländern.

Vergleichen Sie das einmal mit den

Kosten von Zahnzusatzversicherungen.

5.4 Durchschnittsalter des Neu- und

Gebrauchtwagenkäufers…

betrug 42,8 bzw. 38,4 Jahre. Für ZE habe

ich keine Zahlen; aber der meiste Zahnersatz

dürfte nach dem 40. Lebensjahr angefertigt

werden.

6. Ergebnis: Kosten für „gesetzlichen“

ZE und individuellem Pkw 1980 bis

2004

Die Bundesbürger zahlten in 2004 für einen

PKW bezogen auf 1980 mehr als das Doppelte,

bezogen auf „gesetzlichen“ Zahnersatz

aber weniger!

Da das so ist, ist der stets pubizierte Aufschrei

über ZE-Kosten unverständlich,

denn für den Pkw, und z.B. Alu-Felgen, für

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die der Autor einmal vor Jahren eine Durchschnittszahl

von 600 Euro gehört hatte, ist

genug Geld da. Nur das sagt niemand.

Kassen- bzw. Vertrags-ZE kostet von 1980

bis 2004 immer weniger! Die Kosten dafür

blieben deutlich unter dem Anstieg der

Lebenshaltungskosten! Beim Auto ist es

genau umgekehrt! (s. Grafik 3 und 4).

Die Zahnärzte und Zahntechniker nehmen

schon lange nicht mehr gleichläufig

(Lebenshaltungskosten, Autokostenentwicklung)

an der wirtschaftlichen Entwicklung

teil.

Begriffserklärung:

1.) Zahnersatzvergütungsfallwert:

Zahnärztliche Vergütung zuzüglich Versichertenanteile

geteilt durch die Gesamtzahl

der über gesetzliche Krankenkassen abgerechneten

Heil- und Kostenpläne (z.b.

Tabelle 3.9 des KZVB-Jahrbuch 2005),

ohne Material- und Laborkosten.

2.) Zahnersatzfallwert:

Zahnärztliche Vergütungen zuzüglich Versichertenanteile

und Material- und Laborkosten

(z.B. Tabelle 3.9 des KZVB-Jahrbuch

2005) geteilt durch die Gesamtzahl der über

gesetzliche Krankenkassen abgerechneten

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ZNS 5/2006 11


Forum

3.) Lebenshaltungskosten:

Zahlen des Preisindex für die Lebenshaltungskosten

aller privaten Haushalte

genommen. Bezugsjahr 1980.

(Dr. Gert Zimmermann)

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ZBV Info

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Sensor digitalisiert werden.

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Veranstaltungshinweis des ZBV Schwaben

und der Europäischen Akademie für

zahnärztliche Fort- und Weiterbildung

der BLZK (eazf) zum Symposium

„Qualitätsmanagement“

– Inhalt und Handhabung

der neuen

CD-Rom der BLZK

am Mittwoch, 17. Mai 2006

von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr

in der Stadthalle Memmingen

Referenten: ZA Thomas Thyroff,

Referent für Qualitätssicherheit

der BLZK

ZA Christian Berger,

Vizepräsident der BLZK

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Kreis schließt sich. Der ZBV Schwaben

brachte Ihnen gemeinsam mit dem Gewerbeaufsichtsamt

Augsburg Informationen

aus 1. Hand zu Praxisbegehungen, Röntgenverordnung

und Umgang mit Medizinprodukten.

Im März referierten Prof. Dr. Jürgen

Becker von der Kommission für Krankenhaushygiene

und Infektionsprävention

beim Robert Koch-Institut und Dr. Michael

• Eine kurze Belichtungszeit und niedrige

Strahlung schützt Sie und Ihre Patienten

Genoray Deutschland

Franz-Marc-Straße 7 • 82431 Kochel-Ried

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12 ZNS 5/2006


ZBV Info

Rottner über die Auswirkungen der Hygiene-Richtlinie

für die zahnärztlichen Praxen.

Die BLZK beliefert alle bayerischen Zahnarztpraxen

mit einem kostenlosen Qualitäts-Management-System.

Den Inhalt dieser

CD-Rom stellen der Referent der BLZK

Zahnarzt Thomas Thyroff und ich am 17.

Mai in Memmingen vor und geben wichtige

Hinweise zur Handhabung der CD-Rom.

Diese enthält alle notwendigen Grundlagen

für die Einführung eines QM-Systems in

Ihren Praxen. Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement

und Handbuch der BLZK stellen

die drei Module dar. Neben gesetzlichen

Grundlagen, dem „Ordner Arbeitssicherheit“

und dem übersichtlichen bayerischen

Hygieneplan der BLZK enthält die CD auch

alle erforderlichen Grundelemente eines

praxiseigenen QM-Systems.

Das Symposium am 17. Mai 2006 stellt den

letzten wichtigen Baustein im Umgang mit

Praxisbegehung, Hygiene-Richtlinie und

zahnärztlichem Qualitätsmanagement dar

und ist eine gemeinsame Veranstaltung des

ZBV Schwaben in Kooperation mit der

Europäischen Akademie für zahnärztliche

Fort- und Weiterbildung der BLZK (eazf).

Der ZBV Schwaben will Sie, liebe Kolleginnen

und Kollegen, fit machen in Qualitätsmanagement

und Ihnen Tipps aus 1. Hand

geben.

Ich freue mich auf Ihr Kommen.

Christian Berger

1. Vorsitzender


Ihre Anmeldung senden Sie bitte schnellstmöglich an

den ZBV Schwaben, Lauterlech 41, 86152 Augsburg

oder per Fax an die Nr. 08 21/3 43 15 22.

Wir nehmen teil an der Veranstaltung des Zahnärztlichen

Bezirksverbandes Schwaben zum Thema:

„Qualitätsmanagement“

– Inhalt und Handhabung der CD-Rom der

BLZK

❏ Mittwoch, 17. Mai 2006 um 14.30 – ca.17.30

Uhr (Einlass 13.30 Uhr)

Stadthalle Memmingen,

Ulmer Straße 5

Referenten: ZA Thomas Thyroff und

ZA Christian Berger

Teilnahmegebühr: 90,– Euro für Zahnärzte

45,– Euro für Praxismitarbeiter/innen

Bitte für die Erstellung von Teilnahmebescheinigungen

die Namen aller Teilnehmer deutlich schreiben

Praxis Teilnehmer

Name/Vorname

Straße

Einzugsermächtigung

Hiermit ermächtige ich den Zahnärztlichen Bezirksverband

Schwaben, die Gebühr von € von meinem

Konto BLZ

bei

(Bank/Sparkasse) abzubuchen.

Ort/Datum

Unterschrift des Kontoinhabers

ZNS 5/2006 13

Ort

Datum Unterschrift/Stempel


ZBV Info

Konsenspapier

der LAGZ-Arbeitskreisvorsitzenden

als

Richtschnur für Praxisbesuche

1. Die Gruppenprophylaxe im Auftrag der

LAGZ muss grundsätzlich im betreffenden

Kindergarten bzw. in der betreffenden

Schule stattfinden.

2. Praxisbesuche werden von der LAGZ

weder propagiert noch untersagt.

3. Praxisbesuche sind, sofern sie ausdrücklich

vom Kindergarten bzw. von der

Schule gewünscht werden, zusätzlich als

Remotivation möglich.

4. Ein Praxisbesuch muss als solcher auf

dem Tätigkeitsbericht kenntlich gemacht

werden.

5. Die Abrechnungsmodalitäten der LAGZ

gelten für Praxisbesuche in gleicher

Weise wie für die originäre LAGZ-Betreuung

in der Einrichtung. Das heißt, es

sind max. eine Zahnarzt- und eine

Helferinnenstunde pro Klasse bzw. pro

Kindergartengruppe abrechenbar, unabhängig

vom tatsächlichen Zeit- und Personalaufwand.

6. Für Unfälle und Beschädigungen in der

Praxis übernimmt die LAGZ keine Haftung.

Bitte beachten:

• Praxisbesuche vorher mit dem Arbeitskreisvorsitzenden

und den umliegenden

Praxen abstimmen.

• Beim Praxisbesuch die sachliche Information

in den Vordergrund stellen.

• Sich als Person zurücknehmen.

• Jeder Arbeitskreis soll für sich anlässlich

einer Arbeitskreissitzung eine kollegiale

einvernehmliche Lösung finden.

Meldeordnung der

Bayerischen Landeszahnärztekammer

Änderung von Anschriften,

Tätigkeiten usw.

Aufgrund bestehender Meldeordnung der

BLZK bitten wir bei Änderungen von persönlichen

Daten, wie Privat- und Praxisanschrift,

Telefon, Fax, Promotion, Beginn und

Ende einer Tätigkeit, Niederlassung, Praxisaufgabe

etc., unverzüglich um schriftliche

Mitteilung an den ZBV Schwaben, Lauterlech

41, 86152 Augsburg, oder an die

Fax-Nr. 0821/3 43 15 22. Damit lässt sich

auch die verzögerte Zusendung von ZM,

BZB und ZNS vermeiden.

Beitragszahlung

II. Quartal 2006

Alle Kolleginnen und Kollegen die nicht am

Lastschriftverfahren teilnehmen, bitten wir

zu beachten, dass die Beiträge für das

II. Quartal 2006 unaufgefordert an den ZBV

Schwaben zu überweisen sind. Unsere

Bankverbindung lautet: Deutsche Apotheker-

u. Ärztebank Filiale München, Konto-

Nr. 0 001 080 962, BLZ 700 906 06.

Änderung

von Bankverbindungen

Bitte denken Sie daran, den ZBV Schwaben

rechtzeitig zu informieren, wenn sich Ihre

Bankverbindung ändert, sofern Sie zum

14 ZNS 5/2006


ZBV Info

Einzug der Beiträge eine Einzugsermächtigung

erteilt haben. In den meisten Fällen

erheben die Banken bei einer Rückbelastung

des Beitragseinzuges erhebliche

Gebühren, die wir an Sie weitergeben müssen,

wenn Sie die Änderungsmeldung versäumt

haben.

Gesetzliche und

vertragliche

Aufbewahrungsfristen

Die Aufbewahrungsfrist beginnt jeweils mit

dem Schluss des Kalenderjahres, in dem

die letzte Eintragung in die Unterlagen vorgenommen

wurde, das Inventar, die Eröffnungsbilanz,

der Jahresabschluss aufgestellt,

der Handels- oder Geschäftsbrief

empfangen bzw. abgesandt, der

Buchungsbeleg entstanden oder die Aufzeichnung

vorgenommen wurde.

Dies ist aber ausnahmsweise dann nicht

zulässig, wenn die Unterlagen noch für laufende

Verfahren – zum Beispiel für eine

begonnene Betriebsprüfung, ein Straf- oder

Klageverfahren benötigt werden.

Demnach können bei einer zehnjährigen

Aufbewahrungsfrist Unterlagen aus dem

Jahr 1995 und früher mit Ablauf des

31.12.2005 vernichtet werden!

Dies betrifft folgende Unterlagen:

Bücher oder Aufzeichnungen (z.B. das

vom Zahnarzt selbst geführte Ärzte-Journal

oder die vom Steuerberater erstellte Buchführung)

sowie die Einnahme-Überschuss-Rechnung

(Gewinnermittlung) und

AfA-Listen.

Hinweis: Die Frist verlängert sich, wenn die

Einnahme-Überschuss-Rechnung erst ver-

spätet erstellt wird. Ist sie beispielsweise für

2003 erst in 2005 erstellt worden, dürfen die

Unterlagen zur Gewinnermittlung erst in

2016 vernichtet werden.

Kassenbücher, Tageskassenberichte oder

Kassenjournale nach der letzten Eintragung.

Patientenrechnungs-Ausgangsbuch nach

der letzten Eintragung sowie Patientenrechnungs-Durchschriften

mit Zahlungsvermerken.

Quartalsabrechnungen der KZV mit Anlagen,

Eingangsrechnungen und Abrechnungen

des Fremdlabors, gegebenenfalls

Abrechnungen einer Privatverrechnungsstelle.

Unterlagen für die Girokonten der Praxis

(Konto-Auszüge mit Überweisungs-, Einzahlungs-

und Abhebungsbelegen) und

sonstige Kreditunterlagen.

Rechnungen über den Kauf von Einrichtung

und Inventar sowie Belege über die

laufenden Kosten für den Praxisbetrieb –

wie z. B. Kfz-Kosten, Reparatur und Wartung

der Praxiseinrichtung, Bürobedarf,

Beiträge und Versicherungen, Bewirtungen,

Geschenke für Geschäftsfreunde usw.

Patienten-Karteikarten, aus denen sich

die in Rechnung gestellten Beträge bzw.

Eigenanteile und Vermerke über die Zahlungen

der Patienten ergeben (entscheidend

ist das Datum der letzten Eintragung).

Bei einer 6-jährigen Aufbewahrungsfrist

können Unterlagen aus dem Jahre 1999

und früher mit Ablauf des 31.12.2005 vernichtet

werden!

Dies betrifft folgende Unterlagen:

Schriftverkehr, z. B. mit der KZV, dem

Fremdlabor, den Patienten, dem Vermieter,

soweit sie für die Besteuerung von Bedeutung

sind.

ZNS 5/2006 15


Forum

Lohnkonten und Lohnbücher (nach der

letzten eingetragenen Lohnzahlung!)

Nach den Vorschriften für Sozialversicherungsbeiträge

sind die Lohn- und Gehaltsunterlagen

bis zum Ablauf des auf die letzte

Betriebsprüfung des Rentenversicherungsträgers

folgenden Kalenderjahres geordnet

aufzubewahren. Sofern eine Prüfung nicht

durchgeführt worden ist, gilt auch hier die

steuerliche Sechsjahresfrist.

Es empfiehlt sich aber, Lohnkonten und

Lohnbücher möglichst länger aufzubewahren,

denn es kommt häufig vor, dass sich

ehemalige Mitarbeiter an ihren früheren

Arbeitgeber wenden, wenn sie noch Angaben

zur Durchsetzung ihrer Rentenansprüche

benötigen.

Kassenzahnärztliche

Aufbewahrungsvorschriften

Der Zahnarzt ist verpflichtet, über jeden

behandelnden Kranken Aufzeichnungen zu

machen (Karteikarte) und diese fristgerecht

aufzubewahren.

Patienten-Kartei, Behandlungsunterlagen

(z. B. Heil- und Kostenpläne, Diagnostische

Unterlagen, Befundunterlagen)

nach Behandlungsende 3 Jahre

Unter Haftungsgesichtspunkten empfiehlt

sich jedoch eine längere Aufbewahrung von

ca. 10 Jahren!

Röntgenaufnahmen

nach der letzten Behandlung 10 Jahre

lt. § 28 RöV

(Bei Röntgenuntersuchung von unter

18jährigen bis zur Vollendung des 28.

Lebensjahres)

Aufzeichnungen über Röntgenbehandlungen

lt. § 28 RöV

nach der letzten Behandlung 30 Jahre

Aufzeichnungen über die Belehrung der

Praxismitarbeiter

gem. § 36 RöV 5 Jahre

Durchschriften der Arbeitsunfähigkeits-

Bescheinigungen

lt. § 12 Abs. 2 BMV-Z 1 Jahr

Bei privatzahnärztlicher Versorgung gelten

folgende Aufbewahrungsfristen nach

§ 12 der neuen Berufsordnung der BLZK.

Absatz 1

Der Zahnarzt ist verpflichtet, über die in

Ausübung seines Berufes gemachten Feststellungen

und getroffenen Maßnahmen die

erforderlichen Aufzeichnungen chronologisch

und für jeden Patienten getrennt

anzufertigen (zahnärztliche Dokumentation)

und mindestens zehn Jahre aufzubewahren,

soweit nicht nach gesetzlichen Vorschriften

eine längere Aufbewahrungspflicht

besteht. Abweichend davon sind

zahnärztliche Modelle, die zur zahnärztlichen

Dokumentation notwendig sind, mindestens

zwei Jahre aufzubewahren.

Absatz 2

Zahnärztliche Dokumentationen, auch auf

elektronischen Datenträgern, sind entsprechend

den gesetzlichen Vorschriften aufzubewahren.

Beim Umgang mit zahnärztlichen

Dokumentationen sind die Bestimmungen

über die ärztliche Schweigepflicht

und den Datenschutz zu beachten.

16 ZNS 5/2006


ZBV Info

Geburtstage

02. Mai 2006

DR. REIF Theodor

Bodelschwinghstraße 32, 89233 Neu-Ulm

zur Vollendung des 80. Lebensjahres

03. Mai 2006

DR. SCHACHT-DETTMANN Rosmarie

Färberstraße 5 a, 86157 Augsburg

zur Vollendung des 70. Lebensjahres

04. Mai 2006

ZA MAYER Walter

Hans-Weber-Straße 5,

87616 Marktoberdorf

zur Vollendung des 80. Lebensjahres

07. Mai 2006

DR. BAUERNFEIND Werner

Breitenbergstraße 13, 86163 Augsburg

zur Vollendung des 65. Lebensjahres

22. Mai 2006

DR. MUTSCHLER Eberhard

Kemptener Straße 12, 89250 Senden

zur Vollendung des 65. Lebensjahres

23. Mai 2006

DR. SCHMID Frieder

Ettensberg 7, 87480 Weitnau

zur Vollendung des 60. Lebensjahres

28. Mai 2006

DR. KUPFAHL Gundolf

Sonnenälple-Hof 4, 87538 Fischen

zur Vollendung des 70. Lebensjahres

Wir gratulieren herzlich und wünschen

alles Gute

ZA Christian Berger, 1. Vorsitzender

Dr. Werner Manhardt, 2. Vorsitzender

Obmannsbereiche

Obmannsbereich Augsburg-Süd

Einladung zur Versammlung des Obmannsbereiches

Augsburg-Süd am Mittwoch, 31.

Mai 2006, ab 20.00 Uhr, in der Pizzeria

Bella Italia, Albert-Leidl-Str. 6 / Haunstetter

Straße 86179 Augsburg (Parkplatz Edeka).

Dr. Wolfgang Berger, Obmann

Obmannsbereich Augsburg-Nord

Einladung zur Versammlung des Obmannsbereiches

Augsburg-Nord am Dienstag,

den 23.05.2006 ab 20.00 Uhr, in der Zugspitzklause,

Zugspitzstraße 173.

Dr. Werner Manhardt, Obmann

Obmannsbezirke Kempten und

angrenzende Bezirke

Obmannsversammlung am 10.5.06,

19.00 Uhr s.t.

Wirthaus „Klecks“, Rottachstraße 17,

87439 Kempten, Tel. 0831-14900

Referent: ZA Christian Berger

Vizepräsident der BLZK

Thema: Aspekte vom Qualitätsmanagement

– Die neue Hygiene-

Richtlinie des RKI und der

Hygieneplan der BLZK

Referent: Dr. Jürgen Marbaise

GOZ-Referent

des ZBV Schwaben

Thema: Aktuelles zur GOZ

Information zur Notdienstliste und Aktuelles

aus Kempten

ZNS 5/2006 17


ZBV Info

Referentin: Dr. Sybille Keller

Alle Kolleginnen und Kollegen aus den

angrenzenden Obmannsbezirken und aus

Neu-Ulm sind herzlichst eingeladn.

Referat

Zahnmedizinische

Fachangestellte

Dr. Sybille Keller

Freie Obfrau Kempten Individualprophylaxe

in der Zahnärztlichen

Praxis

ZAK – Sybille Grätz

Zahnarzt Abrechnung Komplett

� Teamtraining

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Abrechnungskurse

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mit Versicherungen

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und Beratung

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oder 01 77-8 66 86 85

E-Mail: gs.graetz@t-online.de

ZAK: Power für Ihre Praxis!

7-Tage-Kurs mit Demonstrationen und

praktischen Übungen für Helferinnen im

Auftrag des ZBV nach der Fortbildungsordnung

und mit Zertifikat der BLZK

Dr. Klaus Hellwege

Dr. Hellwege stellt gleich zu Beginn des

Seminars seine bewährte Prophylaxestrategie

– das „Drei-Stufen-Konzept“ vor. Da zu

dessen Umsetzung in der Praxis mentale,

aber insbesondere auch organisatorische

Voraussetzungen geschaffen werden müssen,

ist die Teilnahme des „Chefs“ am

ersten Mittwochnachmittag zwingend

erforderlich, sofern diese Einführung noch

nie besucht wurde.

Voraussetzungen für die Kursteilnahme:

1.) Prophylaxe-Grundkenntnisse

2.) Das Standardwerk „Die Praxis der

Zahnmedizinischen Prophylaxe“ (ISBN

3/7785/3310/x) und Neu: „Praxis der

professionellen Zahnreinigung“ (ISBN

3/8304/5006/0) müssen bereits durchgearbeitet

und grobinhaltlich bekannt

sein.

Voraussetzungen zum Erwerb des Zertifikates:

3.) Vorlage des Zahnarzt-Helferinnen-

Briefes (Kopie)

4.) Bescheinigung über Kenntnisse

in Strahlenschutz gemäß § 23/4 der

Röntgenverordnung( Kopie)

18 ZNS 5/2006


ZBV Info

Teilnahme der CHEFS am ersten Mittwochnachmittag

zwingend erforderlich,

sofern diese Veranstaltung noch nie

besucht wurde.

Referent: Dr. Klaus Hellwege, Lauterecken

Termine:

Mittwoch, 5.Juli 2006, mit Chefs!

14.00 – 18.00 Uhr

Donnerstag, 6. Juli 2006

08.00 – 18.00 Uhr

Freitag, 7. Juli 2006

08.00 – 18.00 Uhr

Samstag, 8. Juli 2006

09.00 – 17.00 Uhr

Donnerstag, 20. Juli 2006

10.00 – 18.00 Uhr

Freitag, 21.Juli 2006

08.00 – 18.00 Uhr

Samstag, 22. Juli 2006

08.00 – 17.00 Uhr

Ort: Hotel Andreashof, Lauben-Moos

bei Kempten

Teilnehmer: 30 Helferinnen

Gebühr: Mitglieder 1.250,– Euro,

inklusive Kosten für Prüfung, Materialien

und Instrumente (die Instrumente kann man

behalten)

Ansprechpartner für Fragen:

Dr. Friedrich Wolf, Sonthofen,

Fax 0 83 21 / 98 76 (tagsüber-werktags)

Anmeldung: formlos zusammen mit den

erforderlichen Unterlagen nach 3.) und 4.)

und Verrechnungsscheck (mit Praxisstempel)

und Angabe, ob Zertifikat gewünscht

wird, an:

Zahnärztlicher Arbeitskreis Kempten e. V.

Postfach 15 27

87405 Kempten

Vorläufiger Anmeldeschluss: 15.06.2006

Ehrungen

Für 10-jährige Praxiszugehörigkeit wurde

geehrt:

Frau Edith Fritz

tätig seit 28. Mai 1996 in der Praxis Dr.

Frank Jeschke, 86150 Augsburg.

Für 20-jährige Praxiszugehörigkeit wurde

geehrt:

Frau Sandra Rajic

tätig seit 1. Mai 1986 in der Praxis Dr. Hartmut

Kiechle, 86167 Augsburg.

Für den ZBV Schwaben gratuliert ganz

herzlich

Dr. Michael Kleine-Kraneburg

Referent Zahnärztliches Personal

-sch

KFO-München

Moderne Praxis in Ärztehaus zur

Übernahme abzugeben.

Chiffre V3-2006 ZNS

Wollen Sie alles aus Ihrer

Abrechnung rausholen?

Ich helfe Ihnen dabei.

Freundliche, engagierte Zahnarzthelferin,

38 J., erledigt sämtliche

Abrechnungs- und Buchhaltungsarbeiten,

auch am Wochenende.

Zuschriften unter Chiffre V2-2006 ZNS

Chiffre-Antworten bitte an:

HaasVerlag

(Chiffre-Nr.)

Spechtweg 5 B, 85356 Freising

ZNS 5/2006 19


ZBV Info

Referat Fortbildung

Prof. Dr. Norbert Krämer, Erlangen

„Update

Kinderzahnheilkunde“

Ein gänzlich anderes Thema habe ich mir

diesmal für unsere Fortbildung ausgesucht.

Die Tatsache, dass in den letzten Jahren

mehr und mehr Zahnärztinnen und

Zahnärzte sich in der Kinderzahnheilkunde

spezialisiert haben zeigt, dass die Anforderungen

und die Vielseitigkeit in diesem Teilbereich

der Zahnmedizin erheblich zugenommen

haben. So reicht das Spektrum

von der Prävention und Zahnerhaltungstherapie

über die Kieferorthopädie bis zur

Behandlung in Narkose. Wichtige Fragen

werden diskutiert wie z.B.: Ab welchem

Alter soll mit der Prävention begonnen werden?

Welche präventiven Konzepte sind die

richtigen und in welchem Alter? Welche Füllungsmaterialien

sind angezeigt? Wie soll

ein pulpitischer Zahn behandelt werden?

Dabei ist die ganze Breite der Diagnostik

und Therapie unter oftmals schwierigen

persönlichen Voraussetzungen der kleinen

Patienten zu betrachten und der Behandlungsablauf

deutlich verschieden zu

erwachsenen Patienten. In vielen Fällen

sind die Zahnärztin und der Zahnarzt bei der

Behandlung von Kindern einem besonders

hohen Stress ausgesetzt.

Von herausragender Bedeutung für eine

erfolgreiche Behandlung ist insbesondere

eine psychologische geschickte Patientenführung,

die einfühlsame, Angst abbauende

Ansprache und die Zuwendung des gesamten

Praxispersonals. So sind die Mitarbeiterinnen

ein bedeutender Erfolgsfaktor im

guten Gelingen der Behandlung von kleinen

Patienten.

Zu diesem Thema ist es mir gelungen, mit

Herrn Professor Dr. Norbert Krämer einen

kompetenten Referenten von der Uni Erlangen

zu gewinnen. Prof. Krämer ist Mitglied

der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde

und darin zurzeit Fortbildungsreferent.

Ich lade Sie und Ihre Mitarbeiterinnen sehr

herzlich zu dieser Fortbildung ein und freue

mich über eine zahlreiche Teilnahme.

Termin: Mittwoch, 5. Juli 2006

von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ort: Hotel Alpenhof,

Donauwörther Str. 233,

86154 Augsburg

Teilnehmer: Zahnärzte/innen und

Praxismitarbeiter/innen

Gebühr: € 140,– für Zahnärztinnen /

Zahnärzte

€ 90,– für Mitarbeiterinnen

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an den

ZBV Schwaben, z. Hd. Frau Helgemeir,

Lauterlech 41 in 86152 Augsburg, oder per

Fax an die Nummer 08 21/3 43 15-22.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Dr. Werner Krapf

Referat für Fortbildung

20 ZNS 5/2006


ZBV Info

Anmeldung

❏ zum Kurs:

„Update Kinderzahnheilkunde“

Referenten: Prof. Dr. Norbert Krämer,

Erlangen

Termin: Mittwoch, 5. Juli 2006,

14.00 – 18.00 Uhr

Ort: Hotel Alpenhof, Augsburg

Teilnehmer: Zahnärzte/innen,

Praxismitarbeiterinnen

Gebühr: € 140,– für Zahnärzte/innen

€ 90,– für Mitarbeiterinnen

inklusive Seminargetränke

Name/Vorname

Straße

Ort

Datum Unterschrift/Stempel

Einzugsermächtigung

Hiermit ermächtige ich den Zahnärztlichen Bezirksverband

Schwaben, die Gebühr von von meinem

Konto BLZ

bei

(Bank/Sparkasse) abzubuchen.

Ort/Datum

Unterschrift des Kontoinhabers

Ein Rücktritt von einer erfolgten Anmeldung ist bis 8 Tage vor

Kursbeginn mit einer Stornogebühr in Höhe von 50% der Kursgebühr

oder unter Nennung eines Ersatzteilnehmers möglich.


Buchbesprechung

Ästhetisch-restaurative

Behandlung

Yamazaki,M.: Die ästhetisch-restaurative

Behandlung. Komplexe prothetische Sanierungen.

Quintessenz Verlags-GmbH, Berlin

2003, 319 Seiten, ca. 1340 Abbildungen,

148,- €, ISBN 3-87652-533-0

Eines vorweg:

Dieses Buch bietet kein „Kochrezept“ der

Zahnheilkunde für Anfänger!

Komplexere Fälle als die dort vorgestellten

lassen sich nicht mehr finden, geht es doch

um die Synopsis des Wiederaufbaus des

Kausystems.

Der erste vorgestellte Fall zieht sich über

vier Jahre hin und beinhaltet die parodontale

Initialtherapie und die kieferorthopädische

Korrektur, bis dann mit Hilfe

des kompletten Spektrums der konservierenden

und prothetischen Zahnheilkunde

das stomatognathe System ästhetisch und

funktionell perfekt restauriert wird. Insgesamt

werden in vier Kapiteln alle Aspekte

einer modernen, hochwertigen zahnmedizinischen

Versorgung beschrieben.

Die Behandlungsplanung nimmt dabei

primär einen relativ großen Raum ein (radiologische

Abklärung, parodontaler, dentaler

und funktioneller Befund, Studienmodelle,

Wax-up, Set-up etc.). Im Rahmen der

aktiven Phase steht die Interaktion von

Parodontologie, Kieferorthopädie, Implantologie

und Prothetik ganz im Vordergrund.

Schließlich muss ein Patient bereit sein,

sowohl finanziell als auch zeitlich sich entsprechend

zu engagieren, da sich solche

Behandlungen unter Umständen über mehrere

Jahre in die Länge ziehen können. Der

ZNS 5/2006 21


ZBV Info

langfristige Erfolg kann nur dann gewährleistet

werden, sofern ein individuell abgestimmtes

Erhaltungsprogramm (Recall) auf

die aktive Phase der Behandlung folgt.

Das vorliegende Buch von Masao Yamasaki

geht mit seinen vier Kapiteln systematisch

auf o.g. Aspekte einer modernen

Zahnmedizin ein. Es werden dabei sowohl

die Grundlagen, aber auch detailliert das

weiterführende Wissen geschildert.

Notwendigerweise handelt es sich bei solchen

Falldarstellungen um Retrospektiven.

So erscheinen zum Teil die Ausführungen zu

gegossenen Stiftaufbauten schon veraltet,

nachdem Glasfaserstifte und Adhäsivtechnik

fast alle solche Stiftaufbauten obsolet

machen.

Auch manche Gedanken zu Kiefergelenkserkrankungen

können nicht unwidersprochen

bleiben (S. 132): Radiologisch erkennbare

Knochenerosionen sind eben ein Spätbefund

und nicht ein „häufiger Befund bei

beginnender Kiefergelenkserkrankung“.

Auf S. 150 entsteht der Eindruck, dass eine

Bisshebung nur durch eine Distraktion im

Kiefergelenk möglich sei und nicht durch

eine Rotationsbewegung des Unterkiefers.

Dieses Buch fasziniert trotzdem.

Es vertritt ein radikales Konzept; durchgängig

spürt man beim Lesen den Willen zur

gesamten oralen Rehabilitation. Immer wieder

illustriert der Autor sein Können, das

schließlich auch zum gewünschten Erfolg

führt. Fast fühlt man sich an alte „goldene

Zeiten der Zahnheilkunde“ erinnert.

Tatsächlich gleichen die Bilder sich:

Bauer/Gutowskis „Gnathologie“, vor knapp

30 Jahren erschienen, hat einen würdigen

Nachfolger gefunden.

Fragt sich nur, wer soll eine solche Hochleistungszahnheilkunde

bezahlen…

Werner Manhardt

Verschiedenes

Beratungstermine

2006 der BLZK für

Niederlassung, Praxisabgabe

und Sozietäten

Nürnberg

ZBV Mittelfranken

Samstag, 08. 07. 2006

München

Zahnärztekammer

Samstag, 14. 10 2006

Regensburg

ZBV Oberpfalz

Samstag, 11. 11. 2006

Für die Anmeldung ist zuständig:

Bayerische Landeszahnärztekammer

Gertrude Schäfer

Tel.: 089 / 7 24 80 - 196

Fax: 089 / 7 24 80 - 185

Sie planen Ihre Niederlassung, eine Sozietät

oder die Praxisabgabe?

Wie bieten Ihnen an, sich kostenlos und frei

von wirtschaftlichen Interessen von Spezialisten

beraten zu lassen.

Die Beratung erfolgt in Einzelgesprächen

mit den Referenten zu folgenden Themen:

– Einzelpraxis / Sozietäten / Vertragsangelegenheiten

– Praxisbewertung

– Steuerliche Aspekte

– Betriebswirtschaftliche Fragen

– Altersversorgung

Für jedes Thema stehen Ihnen ca. 30 Minuten

mit dem Referenten zur Verfügung.

Bayerische Landeszahnärztekammer

Dr. Rüdiger Schott

Referent Berufsbegleitende Beratung /

Berufspolitische Bildung BLZK und KZVB

22 ZNS 5/2006


Verschiedenes

www.blzk.de · www.dgfdt.de

47. Bayerischer Zahnärztetag

München, 26. bis 28. Oktober 2006

ArabellaSheraton Grand Hotel

Bayerische

LandesZahnärzte

Kammer

Arbeitsgemeinschaft für

Funktionsdiagnostik und Therapie in der DGZMK

Funktionsanalyse,

Funktionstherapie und

Kiefergelenk

Anmeldung: OEMUS MEDIA AG

Telefon: 03 41/4 84 74-3 09 · Fax: 03 41/4 84 74-2 90

E-Mail: info@oemus-media.de · www.oemus-media.de

ZNS 5/2006 23


Postvertriebsstück

3592

Gebühr bezahlt

HaasVerlag & Medienagentur

Gerhard Haas

Spechtweg 5 B

85356 Freising

ZBV Schwaben

FORTBILDUNGSZENTRUM

BURGAU

Professionelle Zahnreinigung für Erwachsene

Fr./Sa. 17./18.03.06 , 23./24.06.06

9.30h-18.00h , 390,- € / 17 Punkte

Professionelle Wurzeloberfächenreinigung

Sa. 01.04.06 - 08.07.06

9.30h - 17.00h , 210,- € / 9 Punkte

Aufschleifen des par. Instrumentariums

Fr. 21.07.06

14.00h - 18.00h , 110,- € / 5 Punkte

Bleaching mit Erfolg

Sa. 29.04.06

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Kinder- u. Jugendprophylaxe:FU,IP u. KFO-Betr.

Fr./Sa. 24./25.03.06

Fr. 14.-18.00h u. Sa. 9.30-17.00h , 290,- € / 13 Punkte

Fissurenversiegelung

Sa. 03.06.06 , 9.30h-16.00h , 200,- € / 9 Punkte

Professionelle Betreuung von Implantatpatienten

Fr. 31.03.06 , 13.30h-18.00h , 110,- € / 6 Punkte

Alterszahnheilkunde: Fit für Senioren

Sa. 22.07.06 , 9.30h-17,00h , 210,- € / 9 Punkte

Organisation u. Einführung eines präv. Praxiskonzepts

Fr. 02.06.06 , 14.00h-18.00h , 110,- €

regina regensburger

dentalhygienikerin

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per Fax unter: 09071.727494

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mit Fortbildungspunkten bewertet

Herausgeber: ZBV Schwaben, (Bezirksverband), Körperschaft des öffentlichen Rechts, Geschäftsstelle Lauterlech 41, 86152 Augsburg, Tel. (08 21)

34 31 50, Fax (08 21) 3 43 15 22. Verantwortliche Schriftleitung: Dr. Werner Manhardt, Hochzollerstr. 9, 86163 Augsburg, Tel. 08 21/66 38 38, Fax

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