Nutzung von Kommunikationsinstrumenten - guidle

guidle.com

Nutzung von Kommunikationsinstrumenten - guidle

nen die Marketinginstrumente nicht unverändert auf das Standortmarketing übertragen werden. Der

Begriff ‚Produkt’ beinhaltet im Standortmarketing auch die Leistung eines Standortes und wird des-

halb nachstehend Leistungsgestaltung genannt 13 . Und da es sich bei einem Standort um ein ortsfestes

Produkt handelt, spielen Fragen der Distribution keine Rolle 14 . Daher wird der Begriff ‚Distribution’

mit der Organisation von Netzwerken ersetzt. Wendet man nun die vier klassischen Marketinginstru-

mente im Standortmarketing an, werden diese ‚Leistungsgestaltung’ (Product), ‚Preisgestaltung’ (Pri-

ce), ‚Organisation Netzwerk’ (Place) und ‚Promotion’ (Promotion) genannt. Nachfolgend wird der

Inhalt dieser Bereiche aufgeführt 15 :

� Leistungsgestaltung (Product): Infrastruktur, Gesetze, Subventionen, Märkte und Branchen,

Lebensqualität, Serviceleistungen.

� Preisgestaltung (Price): Steuern, Liegenschaften, Immobilien, Serviceleistungen, Lebensun-

terhalt.

� Organisation Netzwerk (Place): Koordination, Leistungsbündelung, funktionelle Räume, per-

sonelle Aspekte.

� Promotion (Promotion): Medien, Botschaft, Plattform, Zielgruppenansprache, persönlicher

Kontakt.

Anzumerken ist, dass Leistungs- und Preisgestaltung in der Verantwortung der Standortpolitik liegt.

Alleinige Standortmarketingbereiche sind hingegen die Organisation des Netzwerks und die Promoti-

on. Zur Erreichung der strategischen Ziele müssen die Instrumente stets aufeinander abgestimmt wer-

den 16 .

Auch im Standortmarketing müssen die Strategie und die Massnahmen laufend auf ihren Erfolg kon-

trolliert werden. Hierfür stehen quantitative und qualitative Methoden zur Verfügung. Quantitative

Kontrollmittel sind zum Beispiel die Evaluation der Kontakte, wirtschaftliche Kennzahlen, die Evalua-

tion der Medienarbeit sowie Rankings in Zeitungen und Wirtschaftsmagazinen. Qualitative Kontroll-

mittel sind Befragungen und Einschätzungen über die Zusammenarbeit und Sensibilisierung für

Standortmarketing. Es ist jedoch schwierig nachzuvollziehen, ob die entstandenen Effekte ausschliess-

lich dem Standortmarketing zugeschrieben werden können 17 . Abschliessend zu diesem Kapitel kann

also Standortmarketing als ein ganzheitlicher Ansatz zur Definition und Profilierung eines Standortes

als Qualitäts- bzw. Markenprodukt verstanden werden 18 .

13 Vgl. Gubler Robert E. / Möller Christian 2006, S. 95-97

14 Vgl. Balderjahn Igor 2000, S. 70-71

15 Vgl. Gubler Robert E. / Möller Christian 2006, S. 95-97

16 Vgl. Gubler Robert E. / Möller Christian 2006, S. 95-97

17 Vgl. Gubler Robert E. / Möller Christian 2006, S. 126

18 Vgl. Balderjahn Igor 2000, S. 58

7

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine