Jahresbericht 2005/06 - alv

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Jahresbericht 2005/06 - alv

Aargauischer Lehrerinnen- und Lehrer-Verband

Jahresbericht

2005/06

Unterlagen zur

Delegiertenversammlung

vom 25. Oktober 2006


Inhaltsverzeichnis

Jahresbericht 2005/06

1. Im Brennpunkt ................................................................................... 6

2. Standespolitik .................................................................................. 11

3. Bildungspolitik ................................................................................. 20

4. Dienstleistungen .............................................................................. 29

5. Kontakte, Zusammenarbeit ............................................................... 32

6. Verbandsinternes ............................................................................. 39

7. Sekretariat ....................................................................................... 41

Delegiertenversammlung 2006

Einladung ................................................................................................... 3

Traktandenliste ......................................................................................... 44

Protokoll der DV 2005 .............................................................................. 45

Jahresrechnung 2005/06 .......................................................................... 54

Rechnungsübersicht Initiative «Schule und Familie ..................................... 61

Voranschlag 2006/07 ................................................................................ 62

Festsetzung der Jahresbeiträge 2007/08 .................................................... 64

Ergänzungswahlen für die Amtsperiode 2005/09 ....................................... 65

Tätigkeitsprogramm 2006/07 .................................................................... 65

Übrige DV-Traktanden ............................................................................... 70

Anhang

1. Mitgliederstatistik ............................................................................ 71

2. alv-Verbandsstrukturen .................................................................... 74

3. Adressen Vorstandsmitglieder ........................................................... 75

4. Liste der Neupensionierten ............................................................... 77

Layout Broschüre: Anita Spielmann-Spengler

2 DV alv 2005


Einladung zur

Delegiertenversammlung

Mittwoch, 25. Oktober 2006, 16 Uhr

Grossratssaal, Aarau

16.00 Uhr Delegiertenversammlung

18.30 Uhr Apéro im Grossratsgebäude

19.30 Uhr Nachtessen für die geladenen Gäste mit Ehrung der

Neupensionierten im Restaurant Rathausgarten, Aarau

Wir danken Ihnen, dass Sie unserer Einladung Folge leisten.

Sie bekunden damit Ihr Interesse an der Arbeit des Aargauischen

Lehrerinnen- und Lehrer-Verbands alv.

Vorstand und Sekretariat alv

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Jahresbericht 2005/06

Jahresbericht 2005/06

1. Juli 2005 – 30. Juni 2006

1. Im Brennpunkt ........................................................................... 6

1.1 Die Volksinitiative «Schule und Familie» ..................................... 6

1.2 Erhalt einer guten Altersvorsorge................................................ 9

2. Standespolitik .......................................................................... 11

2.1 Standespolitische Kommission .................................................. 11

2.2 Standespolitische Ziele für 2005/06 ......................................... 12

2.3 Nachbesserungen im Anstellungsrecht ..................................... 12

2.4 Gesamtarbeitsvertrag für die FHNW ......................................... 14

2.5 Vernehmlassungen, Stellungnahmen ........................................ 15

3. Bildungspolitik ......................................................................... 20

3.1 Pädagogische Kommission ....................................................... 20

3.2 Strukturreform ......................................................................... 22

3.3 Geleitete Schulen ..................................................................... 25

3.4 Abschlusszertifikat Volksschule ................................................. 26

3.5 Vernehmlassungen, Stellungnahmen ........................................ 26

4. Dienstleistungen ...................................................................... 29

4.1 Homepage ............................................................................... 29

4.2 SCHULBLATT Aargau und Solothurn ......................................... 30

4.3 Auskunft und Beratung ............................................................ 30

4.4 Mitgliedervergünstigungen ...................................................... 30

4.5 Schulhausgespräche ................................................................ 31

4.6 Ratgeber-Themen .................................................................... 31

5. Kontakte, Zusammenarbeit ....................................................... 32

5.1 Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH ................... 32

5.2 Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der

alv-Mitgliedorganisationen ...................................................... 32

5.3 Kontaktgruppe Pädagogische Hochschule ................................ 33

5.4 Gespräche und Kontakte mit der Bildungsverwaltung ............... 34

5.5 Überparteiliche parlamentarische Bildungsgruppe..................... 35

5.6 Konferenz Bildung ................................................................... 35

5.7 Vereinigung Aargauischer Angestelltenverbände VAA ............... 36

5.8 Arbeit.Aargau .......................................................................... 36

4 DV alv 2006


5.9 Konferenz Aargauischer Staatspersonalverbände KASPV ........... 36

5.10 Präsidentenkonferenz NW LCH ................................................. 36

5.11 Pädagogische Hochschule, Lehrerbildungsinstitute .................... 37

5.12 Lehrerinnen- und Lehrerberatungsstelle .................................... 37

5.13 Rektorate, Schulleitungen ......................................................... 37

5.14 Pensionskasse APK .................................................................. 38

5.15 Kantonalkonferenz KK ............................................................. 38

5.16 Verein Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf BAB ............ 38

5.17 Schneider-Wülser-Stiftung ........................................................ 38

6. Verbandsinternes ..................................................................... 39

6.1 Jahresessen ............................................................................. 39

6.2 Klausurtagungen ..................................................................... 39

6.3 Vorstandsarbeit ....................................................................... 40

6.4 Mitgliedorganisationen und Mitglieder ..................................... 40

6.5 Hilfsfonds ................................................................................ 41

6.6 Weitere Zuwendungen ............................................................. 41

7. Sekretariat ............................................................................... 41

7.1 Personelles .............................................................................. 41

7.2 Sekretariatsarbeiten ................................................................. 42

7.3 alv-Pressedienst und Medienpräsenz ........................................ 43

Jahresbericht 2005/06

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Jahresbericht 2005/06

1. Im Brennpunkt

1.1 Die Volksinitiative «Schule und Familie»

Projektleitung

Die erste Initiative des alv zum Erfolg zu

führen, ist ein spannendes und umfangreiches

Unternehmen. Die Leitung des

Projekts liegt bei alv-Präsident Niklaus

Stöckli und der pädagogischen Sekretärin

Franziska Peterhans.

Im Vorfeld der Abstimmung

Das Initiativkomitee liess sich von Rainer Huber über die Absichten seines Gegenvorschlags

und über die zeitlichen Abläufe informieren. Es nahm zur Kenntnis, dass der Kanton noch

einige Zeit braucht, bis sein Gegenvorschlag entwickelt ist.

Das Wichtigste ist die möglichst schnelle und für die Bildung wirksame Einführung von Tagesstrukturen.

Darin ist sich das Initiativkomitee einig. Darum wurde beschlossen, vorerst auf

eine Volksabstimmung zu verzichten und den auf Dezember 2006 in Aussicht gestellten Bericht

des Regierungsrates zur Einführung von Tagesstrukturen abzuwarten. Die Initiative ist

damit nicht zurückgezogen. Das Initiativkomitee will aber alle möglichen Kräfte für die Initiative

vereinen, um in einer Volksabstimmung wirklich ein Ja erreichen zu können. Die Initiative

«Schule und Familie» ist auf gutem Weg und hat eine enorme Wirkung entwickelt: Erfreulicherweise

sieht der Regierungsrat ja in seinen Wirtschaftsförderungsmassnahmen die Einführung

von Tagesstrukturangeboten vor. In den bildungspolitischen Schwerpunkten des Departements

Bildung, Kultur und Sport steht die Einrichtung von Tagesstrukturen gar an erster

Stelle. Das Bildungsdepartement, dessen Vorsteher Rainer Huber sich von Anfang an positiv

zur Initiative gestellt hat, bereitet nun einen Gegenvorschlag vor. Aufgenommen werden

sollen nebst dem Anliegen der Initiative auch die beiden politischen Vorstösse aus dem Grossen

Rat zu Tagesstrukturen.

Planung für den Abstimmungskampf

Im Rahmen ihrer Ausbildung am Verbands-Management-Institut der Universität Fribourg hat

Franziska Peterhans als Diplomarbeit die Abstimmungskampagne für die Initiative geplant.

«Kantonale Volksinitiative Schule und Familie – Konzeption und operative Marketingplanung»

heisst die Arbeit, in der die Vorbereitungen für die Abstimmung erstellt worden sind.

Referate, Zusammenarbeit LCH

Am 31. August 2006 referierte Franziska Peterhans über die Initiative «Schule und Familie»

anlässlich des Runden Tisches, zu dem der LCH eingeladen hatte. «Tagesschulangebote – eine

soziale Bildungsinnovation» hiess die Veranstaltung, zu der nationale Spitzenvertretungen aus

Politik, Wirtschafts- und Interessenverbänden eingeladen waren.

6 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

Aus der Veranstaltung resultierten im Nationalrat koordinierte Vorstösse der Grünen, der SP,

der CVP, der SVP und der FDP zum Ausbau der Kinderbetreuungsangebote. Kantone und

Gemeinden sollen damit verpflichtet werden, «ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und

schulergänzender Betreuung für Kinder» bereitzustellen.

Lehrerinnen und Lehrer Bern, LEBE

Im März 2006 besuchte Franziska Peterhans die Geschäftsleitung und den Vorstand von

LEBE. Als Expertin hat sie die zweite kantonale Lehrer/innenorganisation, die eine Initiative

zur Einführung von Tagesstrukturen lanciert hat, beraten.

An der Delegiertenversammlung vom 31. Mai 2006, in deren Zentrum die Berner Tagesschulinitiative

stand, referierte Franziska Peterhans über die Beweggründe für die aargauische

Initiative «Schule und Familie» und über die Erfahrungen mit dem Projekt.

Frauenzentrale Aargau

Am 7. Januar 06 leitete Franziska Peterhans einen eintägigen Workshop zum Thema Tagesstrukturen

innerhalb der Tagung «Zeichen setzen» der Frauenzentrale Aarau FZ.

Schulpflegen

Organisiert von den Schulräten fanden in den Bezirken Laufenburg und Rheinfelden Weiterbildungsveranstaltungen

für Schulpflegen, Schulleitungen, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte

statt. Franziska Peterhans leitete zwei Workshops zum Thema Tagesstrukturen.

SP Olten

Am 2. November 2005 orientierte Daniel Hasler, Mitglied der AG PR SuF, die SP Olten über

die Initiative «Schule und Familie».

AG «PR Schule und Familie»

Die Arbeitsgruppe «PR Schule und Familie» konzipiert zusammen mit der Projektleitung die

Öffentlichkeitsarbeit rund um die Volksinitiative «Schule und Familie». Die AG hat sich unter

Leitung von alv-Präsident Nick Stöckli zu drei Sitzungen getroffen. Es arbeiten folgende Mitglieder

mit:

||| Christine Blaser, Aktive Staatsbürgerinnen ASA;

||| Karin Halter, Vereinigung Aargauischer Schulpflegepräsidentinnen und -präsidenten VASP;

||| Daniel Hasler, Schweizerischer Berufsverband Soziale Arbeit SBS;

||| Renato Mazzocco, Aargauischer Gewerkschaftsbund AGB;

||| Urs N. Kaufmann, alv;

||| Franziska Peterhans, alv.

Fachlich unterstützt wurde die Arbeitsgruppe durch die Firma «politikum, werkstatt für politische

kommunikation baden» mit Tomislav Kokot und Christian Isler.

Auf Ende Juni 2006 ist Karin Halter aus der AG PR zurückgetreten, nachdem sie auch ihr

Mandat in der VASP aufgegeben hat. Politikum hat die Mitarbeit im Projekt «Schule und

Familie» ebenfalls auf Ende Juni 2006 gekündigt. Der alv dankt für die gute Zusammenarbeit.

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Jahresbericht 2005/06

Initiativkomitee

Das Initiativkomitee hat sich unter der Leitung von Nick Stöckli zu einer Sitzung getroffen.

Medienpräsenz

||| Schulblatt AG/SO: Rund ums Thema «Schule und Familie» sind fünf grössere Artikel veröffentlicht

worden.

||| Aargauer Zeitung: Das Thema Tagesstrukturen bleibt aktuell. Darum ist der alv mit seiner

Initiative mehrmals präsent gewesen.

||| Kanal K: In einer Talk-Sendung konnte Franziska Peterhans die Hintergründe der Initiative

«Schule und Familie» ausführlich vorstellen.

Für verschiedene Publikationsorgane der unterstützenden Organisationen wurden Medientexte

bereitgestellt.

Unterstützung

Der alv-Präsident und die pädagogische Sekretärin haben rund zehn Gespräche geführt, in

denen es um fachliche, politische und/oder um finanzielle Unterstützung der Initiative ging.

Insbesondere konnte eine gute Zusammenarbeit mit der Abteilung Forschung und Entwicklung

der Pädagogischen Hochschule der FHNW aufgebaut werden. Aber auch der Kontakt zur

zukünftigen Projektleiterin Tagesstrukturen des BKS, Anne-Marie Nyffeler, wurde gepflegt.

Ausserdem fand ein Austausch mit der Fachgruppe familienergänzende Kinderbetreuung

statt.

Die Fundraisinggespräche sind sehr zufriedenstellend verlaufen. Namhafte Geldbeträge sind

für einen allfälligen Abstimmungskampf versprochen, so dass dieser voraussichtlich damit

finanziert werden kann. Die Geldbeträge können aber grösstenteils erst ausgelöst werden,

wenn der Gegenvorschlag der Regierung vorliegt und das weitere Vorgehen bis zur Abstimmung

geklärt ist. Über weitere finanzielle Unterstützung gibt die Rechnung Seite 61 Auskunft.

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1.2 Erhalt einer guten Altersvorsorge

Jahresbericht 2005/06

Ende August 2005 kam der Entwurf eines APK-Dekretes in die Vernehmlassung.

Die KASPV und mit ihr der alv stehen nach wie vor hinter den Forderungen. Diese sind:

||| Eine gute, gesicherte Altersvorsorge;

||| Keinen Lohnabbau durch einseitige Beitragserhöhung;

||| Das Leistungsprimat;

||| Keine Erhöhung des Pensionsalters;

||| Die Auftrechterhaltung der Staatsgarantie.

Mit dem Finanzdepartement fand nochmals eine eingehende Informationsveranstaltung zur

APK-Revision statt. Zu den uns nahe stehenden Regierungsräten Kurt Wernli und Rainer Huber

nahmen wir persönlich zum Thema Pensionskasse Kontakt auf.

Die Stellungnahme des alv zur APK-Dekretsvorlage wurde ausführlich vorgenommen. Im

Begleitschreiben steht: «Dass die APK zukunftsfähig gemacht werden muss und Mehraufwändungen

zugunsten der Kasse nötig werden, sieht der alv ein und ist auch bereit, von Arbeitnehmerseite

her höhere Beiträge zu leisten. Wesentlich für uns ist, dass die Höhe der gesamten

Beiträge ausreichend ist und das Verhältnis der Beitragszahlungen von Arbeitgeber- und

Arbeitnehmerseite nicht zu Lasten der Versicherten verschlechtert wird. Eine Prämienparität

wäre für uns absolut unannehmbar und würde den sozialen Frieden gefährden. In den übrigen

Revisionspunkten können wir der Vorlage meist nicht zustimmen. Die Arbeitnehmenden

müssen mit dieser Dekretsvorlage insgesamt eine deutlich verschlechterte Altersvorsorge

hinnehmen. Am gravierendsten für unseren Berufsstand ist die Erhöhung des Pensionierungsalters.

Dass für Frauen ein Pensionierungsalter vorgesehen wird, das sogar über dem AHV-

Alter liegt, ist völlig unannehmbar. Für die Lehrpersonen müssten umgehend Verhandlungen

für besondere berufsbedingte Versicherungsbestimmungen aufgenommen werden. Ein Primatswechsel

ist unnötig, insbesondere mit der vorgeschlagenen ungenügenden Besitzstandswahrung

und ohne eine Ausfinanzierung der Deckungslücke. Wir sind davon überzeugt, dass

mit der vorgelegten Pensionskassendekretsrevision der Kanton als Arbeitgeber nicht an Attraktivität

gewinnt. Wir verweisen im Besonderen auf die mit über 20 000 Unterschriften

eingereichte Petition und die repräsentative Umfrage unter der aargauischen Bevölkerung, die

eine Verschlechterung der Pensionskassenbedingungen ablehnt.»

Am 10. November 2005 fand eine gut besuchte Informationsveranstaltung der KASPV im KuK

Aarau statt. In einer grossangelegten Mitgliederumfrage via Schulleitung/Rektorat holte der

alv die Meinung der Basislehrerschaft zur APK-Revision ein. 3397 Umfragebogen kamen

zurück. Der alv-Vorstand fühlt sich durch diese Umfrage in seiner Haltung gestärkt. Wir forderten,

dass mit der Regierung Nachverhandlungen zum Pensionskassendekret geführt würden.

Diese wurden der KASPV-Delegation am 16. Februar 2006 gewährt. Für das Splittingmodell,

das wir bei der Primatsfrage eingebracht haben, konnte sich die Regierung nicht

erwärmen. Auf Grund der über 500 Vernehmlasser hat der Regierungsrat noch einige Abänderungen

an der Dekretsvorlage vorgenommen, so will er die Ausfinanzierung der Kasse

vornehmen. Die vorberatende Kommission des Grossen Rates hat kurz vor den Sommerferien,

im Juni 2006, eine erste Sitzung zur Behandlung des Dekrets abgehalten.

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Jahresbericht 2005/06

Die Ausgangslage ist Folgende:

Die Forderungen des alv:

||| Verbesserung der Ertragslage der APK, um die APK auch in Zukunft finanziell gesund zu

erhalten. Das geschieht am einfachsten mit einer Erhöhung der Beiträge.

||| Keine generelle Erhöhung des Pensionierungsalters, sondern eine verbesserte Flexibilisierung

nach oben und unten.

||| Kein Wechsel des Primats. Falls der Primatswechsel dennoch vollzogen würde, dürfen keine

Verschlechterungen für die aktiven Versicherten erfolgen.

||| Keine Altersstaffelung der Beiträge.

Die Vorstellungen der Regierung:

||| Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat. Die mit dem Wechsel verbundene Reduktion

der zu erwartenden Renten soll zur Hälfte vom Kanton aufgefangen werden (Kosten rund

400 Mio Franken).

||| Erhöhung des Pensionierungsalters von heute 63 (nach 38 Beitragsjahren) auf neu 65

(nach 40 Beitragsjahren).

||| Die Beiträge sollen erhöht werden, das jetzige Beitragsverhältnis von Arbeitgeber und

Arbeitnehmer soll aber mehr oder weniger bestehen bleiben.

||| Einführung gestaffelter Beiträge: geringere Beiträge in jungen Jahren, entsprechend höhere

Beiträge gegen Ende des Berufslebens.

||| Die Lücke beim Deckungskapital soll geschlossen werden. Dafür bezahlt der Kanton rund

1000 Mio.

Von rechtsbürgerlicher Seite erhobene Forderungen:

||| Beitragsparität: Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlen je die Hälfte der gesamten

Beiträge an die APK.

||| Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat.

||| Erhöhung des Pensionierungsalters auf 65.

||| Reduktion der Kosten für die APK-Reform.

Mit den Vorschlägen der Regierung für die Reform der Aargauischen Pensionskasse APK werden

uns, den aktiven Versicherten, Verschlechterungen zugemutet, sei es, dass die Renten

kleiner werden, sei es, dass unsere Beiträge stark anwachsen und damit unsere Löhne sinken,

sei es, dass das Rentenalter ansteigt. Doch diese Verschlechterungen gehen vielen Grossratsmitgliedern

noch zu wenig weit. Sie verlangen einen weiteren massiven Leistungsabbau,

gekoppelt mit einer Erhöhung der Beitragszahlungen für uns Arbeitnehmende. Es ist offensichtlich,

dass im Moment gescheite Argumente zu wenig fruchten. Deshalb müssen die Regierung

und das Parlament zu spüren bekommen, dass nicht nur die Vorstände der Personalverbände,

sondern alle öffentlich Angestellten eine solche Personalpolitik zurückweisen.

Zusammen mit den übrigen Staatspersonalverbänden bereitet der alv eine Reihe von Protestmassnahmen

vor.

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Jahresbericht 2005/06

1. Mit Leserbriefen soll der Öffentlichkeit und vor allem den Politikern klar gemacht werden,

dass eine vernünftige Reform der APK im Interesse des ganzen Kantons liegt. Dazu hat der

alv auf seiner Homepage ein Argumentarium bereitgestellt.

2. Nach dem Abschluss der Beratungen der grossrätlichen Spezialkommission APK (voraussichtlich

im Herbst 2006) rufen die Vorstände der Staatspersonalverbände (KASPV) alle Betroffenen

zu einer Grosskundgebung in Aarau auf, um gegen den Abbau ihrer Renten zu

protestieren.

3. Sollte die grossrätliche Spezialkommission APK noch weitergehende Verschlechterungen

als die, die der Regierungsrat schon vorsah, dem Parlament beantragen (z.B. Beitragsparität

oder massive Kürzungen bei den Besitzstandszahlungen), werden wir die Kundgebung zu

einem halbtägigen Warnstreik ausweiten.

2. Standespolitik

2.1 Standespolitische Kommission

Die Standespolitische Kommission (SPK) des alv trat zu fünf Sitzungen zusammen. Ihr gehören

an:

||| Niklaus Stöckli, Klingnau, Präsident;

||| Rico Bossard, Niederrohrdorf, PLV;

||| Urs N. Kaufmann, Full, alv-Sekretär;

||| Andrea Rey, Buttwil, ALV/TW;

||| Marianne Rölli, Aarau, VAK;

||| Andreas Schweizer, Kirchdorf, AHG.

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Jahresbericht 2005/06

Die wichtigsten Themen, die behandelt wurden:

||| Änderung des Lohndekret LDLP (durch GAT III);

||| Standespolitische Zielsetzungen des alv;

||| Stellungnahme zum Pensionskassendekret;

||| Aktionsplan von Protestmassnahmen;

||| Schulstrukturreform;

||| Nachbesserungen zum Anstellungsrecht;

||| Lohnbeschwerden Kindergarten;

||| Entwicklung des Lohnsystems;

||| Abschaffung der Berufsausübungsbewilligung.

2.2 Standespolitische Ziele für 2005/06

1. Kein Abbau bei der Pensionskasse

Der alv begrüsst eine Revision des APK-Dekrets im Sinne einer Verbesserung der Mittelbeschaffung

für die Kasse. Er erwartet, dass bei der Revision des APK-Dekrets die Anliegen des

Personals berücksichtigt werden.

Insbesondere verlangt er:

||| Eine Verteilung der Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Verhältnis 40/60.

||| Keine Erhöhung des Pensionierungsalters. Bereits bei der letzten Revision wurde das

Pensionierungsalter der Lehrerinnen angehoben. Eine erneute Anhebung steht in völligem

Gegensatz zur beruflichen Belastung für Lehrpersonen. In einem Beruf mit einer Burn-out-

Rate von 20 Prozent ist eine Heraufsetzung des Pensionierungsalters auf 65 nicht zu verantworten.

Vorzeitige Pensionierungen müssen so ausgestaltet sein, dass sie für die Betroffenen

finanziell tragbar sind.

||| Ein Systemwechsel vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat lehnt der alv ab.

||| Alle übrigen Veränderungen müssen Arbeitgeber und -nehmende gleichermassen belasten.

2. Nachbesserungen beim Anstellungsrecht

Neben den Änderungen im LDLP, die zur Zeit vorgenommen werden, sowie der angekündigten

Verordnungsänderung zur Altersentlastung müssen zusätzliche Widersprüche beseitigt

werden. Das Verhalten der Anstellungsbehörden entspricht in vielen Fällen nicht dem Willen

des Gesetzgebers. Beeinträchtigende Anstellungsformen dürfen nur in abschliessend definierten

Ausnahmefällen ausgestellt werden. Es betrifft dies folgende Bereiche:

||| Ausstellung von befristeten Verträgen;

||| Ausstellung von Rahmenverträgen;

||| Automatischer Einbezug der Pensenausgleichsmöglichkeiten;

||| Kündigungsvorbehalt bei befristeten Verträgen.

2.3 Nachbesserungen im Anstellungsrecht

Als Folge der Volksabstimmung zur Aufgabenteilung Kanton – Gemeiden (GAT III) konnten

anstellungsrechtliche Verbesserungen vorgenommen werden. Die Besoldungen für die

Schulleitungspersonen, die Lehrpersonen an Kindergärten und für Musikalische Grundschule

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Jahresbericht 2005/06

wurden kantonalisiert. Sie erhalten ab 1.1.2006 den Lohn vom Kanton nach LDLP. Für Schulleitungen,

Lehrpersonen an Kleinklassen/Sonderschulen und das Berufswahljahr wird der

Start der Lohnentwicklung korrigiert. Für altrechtlich altersentlastete Lehrpersonen wird die

Besitzstandswahrung über den 1. August 2005 hinaus gewährt. Zur Lösung des Problems,

dass ältere Lehrpersonen bei nachträglicher Erfüllung der neuen Pensenbestimmung für eine

100-Prozent-Anstellung eine APK-Mutation und damit eine Verschlechterung bei der Rentenleistung

erfahren, kämpfte der alv praktisch das ganze Vereinsjahr hindurch. Schlussendlich

zeichnet sich eine Lösung ab. Die Empfehlung der Schlichtungskommission, für Kleinklassenlehrpersonen

der Oberstufe ein Normalpensum von 28 Wochenstunden gelten zu lassen, wird

vom BKS bis jetzt noch nicht umgesetzt. Die Stellungnahme ist noch pendent. Eine Reihe von

KSB- und Sereallehrpersonen ziehen das Nichteintreten des BKS auf die Schliko-Empfehlung,

dass diese wegen der Reduktion des Normalpensums keine Lohneinbusse erfahren dürfen,

vor das Personalrekursgericht. Eine Anzahl Kindergärtnerinnen hat Lohnklage gegen ihre

jeweilige Gemeinde vor Personalrekursgericht eingereicht, da diese nicht gewillt sind, nach

Empfehlung der Schliko die Löhne für 2005 gemäss den kantonalen Richtlinien nachzuzahlen.

Ein Entscheid ist noch ausstehend. Der Kanton bezahlt auf Intervention des alv den Kindergartenlehrpersonen

das Dienstaltersgeschenk nach den gleichen Usanzen wie den Volksschullehrpersonen.

Da recht zahlreiche Anstellungsverträge nicht im Sinne des Gesetzgebers abgeschlossen sind,

verlangte der alv in Absprache mit der VASP und der VSLAG genauere Weisungen durch das

BKS. In einem Merkblatt hält das BKS fest:

1. In der Regel sind unbefristete Verträge auszustellen, auch dann, wenn die entsprechende

Abteilung nur für eine Zeitdauer von einem Schuljahr sichergestellt ist. Bei einer Kündigung

aus organisatorischen Gründen, ist es nicht zwingend, dass derjenigen Lehrperson gekündigt

DV alv 2006 13


Jahresbericht 2005/06

werden muss, welche die aufzuhebende Stelle innehat. Die Anstellungsbehörde wird unter

Abwägung aller Umstände entscheiden müssen, welche Verträge sie aus welchen Gründen

kündigt. Der unbefristete Anstellungsvertrag gibt den angestellten Lehrpersonen die Sicherheit

des Rechtsschutzes und bringt ihnen die gebührende Wertschätzung entgegen.

2. Ein befristeter Vertrag ist nur in begründeten Fällen zulässig. Er darf nicht als disziplinarische

Massnahme oder zur Umgehung der Begründungspflicht bei einer sich abzeichnenden

Vertragsauflösung verwendet werden.

3. Ein Rahmenvertrag soll nur für jene Lehrtätigkeiten abgeschlossen werden, die während

des Semesters oder von Semester zu Semester von stark schwankenden Unterrichtsverpflichtungen

beeinflusst werden. Rahmenverträge ausserhalb dieser Bestimmung können nur im

gegenseitigen Einverständnis der Lehrperson und des Arbeitgebers abgeschlossen werden.

Die Lehrperson muss sich bewusst sein, dass sie sich für die ganze Lektionenzahl zur Verfügung

halten muss und dass für die Lektionen innerhalb des Rahmens keine Kündigungsfrist

besteht.

Mit den Anstellungsverträgen steht es noch längst nicht zum besten. Noch gibt es Schulbehörden,

die ihre Lehrpersonen unter Druck setzen und zu viele befristete Verträge und vor

allem unbegründete Rahmenverträge abschliessen.

Zur Umsetzung der neuen Anstellungserlasse sind zwei ausgezeichnete Hilfsmittel im Rahmen

der Geleiteten Schule geschaffen worden:

1. Orientierungshilfe zum Berufsauftrag und zur Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer;

2. Handreichung zur Personalführung an der Aargauer Volksschule.

Beim BKS wurde der alv vorstellig in Bezug auf die Lohnzahlungen der neu ausgebildeten

Stufenlehrpersonen der Sek I. Er regte an, dass die Klassenlehrerfunktion sowohl inhaltlich als

auch abgeltungsmässig wahrgenommen werden soll. Für stellenlose neu ausgebildete Lehrpersonen

soll das BKS Assistenzstellen schaffen. Im Weiteren vertritt der alv die Meinung,

dass Stellen, die mit nicht ausgebildeten Lehrpersonen besetzt sind, zur definitiven Besetzung

ausgeschrieben werden sollten. Für den alv macht die Berufsausübungsbewilligung durchaus

Sinn; er ist daher gegen deren Abschaffung. Bei der Regierung vorstellig wurde der alv bezüglich

Alimentierung der Lohnsysteme für das Personal und für die Lehrpersonen.

2.4 Gesamtarbeitsvertrag für die FHNW

Für das Personal der FHNW soll ein Gesamtarbeitsvertrag ausgehandelt werden. Für die GAV-

Verhandlungen wurde arbeitnehmerseitig eine Verhandlungsgemeinschaft gebildet. Darin

vertreten sind:

||| MOM, Mitwirkungsorganisation der Mitarbeitenden der FHNW;

||| alv, Aargauischer Lehrerinnen- und Lehrer-Verband;

||| ASPV, Aargauer Staatspersonalverband;

||| FHCH, Verband Fachhochschuldozierende Schweiz;

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Jahresbericht 2005/06

||| FSS, Freiwillige Schulsynode Basel;

||| LBBL, Lehrerbildnerinnen und Lehrerbildner des Kantons Basel-Landschaft;

||| LSO, Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn;

||| Solothurnischer Staatspersonalverband;

||| transfair, christliche Gewerkschaft Service Public und Dienstleistungen Schweiz;

||| Verband des Staats- und Gemeindepersonals des Kantons Basel-Landschaft;

||| vpod, Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste.

In der Verhandlungskommission wird der alv vertreten durch den Sekretär Urs N. Kaufmann

und die Präsidentin des VDL, Rosmarie Gebhard. In der Verhandlungsdelegation nimmt der

alv nicht Einsitz, da von Lehrerverbandsseite her Roland Misteli, LSO, und Beat Siegenthaler,

fss, dabei sind.

Von Januar bis Juli 2006 fanden dreizehn Verhandlungskommissionssitzungen statt, bis Ende

Jahr sind weitere zehn vorgesehen.

2.5 Vernehmlassungen, Stellungnahmen

Alle Stellungnahmen finden Sie im vollen Wortlaut unter www.alv-ag.ch.

Stellungnahme zur Änderung des Dekrets über die Löhne der Lehrpersonen LDLP

(26.8.2005)

Mit dieser Dekretsänderung wird die durch den alv geforderte und durch das BKS bereits

praktizierte Änderung des Starts bei der Lohnentwicklung für Schulleitungen, Lehrpersonen

an Kleinklassen/Sonderschulen und Berufswahllehrpersonen legitimiert. Ohne diese Korrektur

wären Personen mit längerer Ausbildung benachteiligt. Unserem Wunsch gemäss wurden auf

DV alv 2006 15


Jahresbericht 2005/06

den 1.1.06 auch die Löhne für die Schulleitungen und die Lehrpersonen an Kindergärten und

für Musikalische Grundschule kantonalisiert. Die Überführung wird gleich derjenigen der

übrigen Lehrerschaft auf Januar 2005 vollzogen.

Stellungnahme zur Verordnung zur geleiteten Schule (Oktober 2005)

Bei der Änderung der Verordnung Volksschule hat der alv festgeschriebene Mitwirkungsrechte

für die Lehrerschaft gefordert. Diese sollen nun in der Verordnung geleite Schule eingelöst

werden. Der alv hat sich dafür eingesetzt, dass in einer geleiteten Schule alle Partner

beteiligt und erwähnt sein müssen: Schulpflege, Schulleitung, Inspektorat und Lehrerschaft.

Der alv forderte daher die Beschreibung der Rechte und Pflichten der Lehrerkonferenz. Eine

entsprechende Formulierung hatten wir wie folgt eingebracht: «Im Einverständnis mit der

Lehrerschaft (Lehrerkonferenz) kann an der Schulpflegesitzung ein Mitglied der Schulleitung

die Lehrerschaft vertreten. Bei Unstimmigkeiten muss sich die Lehrerschaft aber direkt vertreten

lassen können.» Diese Mitwirkungsrechtsfragen wurden am Runden Tisch Schulleitungen

(Nick Stöckli) und in der erziehungsrätlichen Begleitgruppe (Franziska Peterhans) erörtert.

Die Verordnung wurde daraufhin etwa unserem Anliegen entsprechend abgefasst.

Stellungnahme zum FDP-Angriff gegen die Ausschreibungspflicht der offenen

Stellen im Schulblatt (Medienmitteilung 16.9.2005)

Ab Januar 2006 bezahlt der Kanton rund 70 Prozent der Löhne der Lehrpersonen an der

Volksschule, samt Kindergarten und Schulleitungspersonen, obwohl die Gemeinden deren

Arbeitgeberinnen sind. Aus dieser Tatsache leitet sich das Recht des Kantons ab, die grundlegende

Steuerung der Schule wahrzunehmen. Für die offenen Stellen an der Schule schreibt

der Kanton eine Ausschreibungsverpflichtung vor, ausser es würde sich um Kleinstpensen

oder Stellvertretungen handeln. Die Publikation der Stellen erfolgt im Internetportal des Kantons

als unentgeltliche Dienstleistung des Kantons für die Gemeinden und verpflichtend im

SCHULBLATT Aargau und Solothurn zu einem vergleichsweise bescheidenen Betrag.

An der Ausschreibungspflicht im SCHULBLATT stört sich nun die FDP. Sie empfindet sie als

eine Bevormundung der Gemeinden bzw. der Schulpflegen und als eine Unterstützung einer

Verbandszeitung mit Steuergeldern. Zudem glaubt die FDP zu wissen, dass heute ohnehin die

meisten Stellen über das Internet besetzt würden. Und schliesslich kritisiert sie, dass die Wartezeit

für ein Stelleninserat für kurzfristig zu besetzende Stellen zu lang sei.

Die FDP geht offensichtlich von falschen Annahmen aus. Das SCHULBLATT Aargau und Solothurn

ist wesentlich mehr als «eine Verbandszeitung». Das SCHULBLATT ist ein Gemeinschaftsunternehmen

der beiden Lehrerverbände alv im Aargau und LSO im Kanton Solothurn,

der beiden Bildungsdepartemente Aargau und Solothurn und neu auch noch der Pädagogischen

Hochschule Aargau mit einem Zielpublikum von 12 000 Zeitschriftabonnenten. Für das

Bildungsdepartement BKS ist es das offizielle Mitteilungsorgan den Lehrpersonen gegenüber.

In Tat und Wahrheit handelt es sich beim vierzehntäglich erscheinenden SCHULBLATT um die

Meinungs- und Informationsplattform für bildungspolitische Fragen in den Kantonen Aargau

und Solothurn. Höchst fraglich ist die Behauptung der FDP, die Lehrerstellen würden vorwiegend

über das Internet besetzt. Zum einen gibt es dazu keinerlei statistische Angaben, zum

andern werden auch in der Privatwirtschaft Stelleninserate für hoch qualifizierte Angestellte

16 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

immer (auch) in den Printmedien platziert. Aus der Sicht der Steuergeld sparenden Schulpflegen

zeigt sich die Stellenbewirtschaftung dank der obligatorischen Ausschreibung im SCHUL-

BLATT äusserst günstig. Mit einem Inserat von 100 Franken erreichen sie haargenau die gewünschte

Zielgruppe. Denn die Lehrpersonen, die in den Kantonen Aargau und Solothurn

eine Stelle suchen, nutzen das SCHULBLATT. Wären die Schulpflegen auf die Tageszeitungen

angewiesen, hätten sie Inseratekosten in mehrfacher Höhe. Sie wären so auf unvergleichlich

teurere Medien angewiesen, die mit einer bedeutend kleineren Zielgenauigkeit die gewünschte

Gruppe erreichen. Ist es das, was sich die FDP wünscht? Völlig unsinnig schliesslich ist die

Kritik an der Wartezeit für kurzfristig zu besetzende Stellen. Bei solchen Stellen handelt es

sich um Stellvertretungen und Kleinstpensen, die gar nicht ausgeschrieben werden müssen.

Dass dafür dennoch das SCHULBLATT benutzt wird, zeigt, dass die Schulbehörden in der Tat

die FDP-Einschätzung nicht teilen. Nicht zu unterschätzen ist die Transparenz, die dank der

Ausschreibungspflicht geschaffen wird. Alle Akteure der Schule – Bildungsdepartement,

Schulbehörden vor Ort, Lehrpersonen – verfügen auf diese Weise über die vollständige Übersicht

über den Lehrerstellenmarkt. Solche Statistiken müsste man sich sonst erarbeiten – mit

Steuergeld.

Stellungnahme zum Dekret über die aargauische Pensionskasse (APK)

(20. 10.2005)

Medienmitteilung: Aus Sicht des Aargauischen Lehrerinnen- und Lehrer-Verbands alv vermag

die von der Regierung vorgelegte Neufassung des Dekrets zur Aargauischen Pensionskasse

APK in wesentlichen Teilen nicht zu genügen. Sie verkennt die heutigen gesellschaftlichen

Erfordernisse und Bedingungen und berücksichtigt die Anliegen der Versicherten in ungenügender

Weise. Die Vorlage dient letztlich auch den Interessen des Kantons als Arbeitgeber

nicht.

Der alv anerkennt nicht, dass bei der APK Handlungsbedarf besteht. Die Mittel, die der Kasse

zur Verfügung stehen, genügen nicht, um langfristig deren Aufgaben zu erfüllen. Die Gründe

dafür sind die Unterdeckung der Kasse, die auf Grund eines Beschlusses des Grossen Rats in

den 60er-Jahren zu Stande kam, die Alterung der Bevölkerung und das Anwachsen der Invalidenrate.

Der alv befürwortet deshalb eine Heraufsetzung der Beiträge, weil er an einer finanziell

gesunden und leistungsfähigen Kasse interessiert ist. Dass die Aufteilung der Beiträge

zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Verhältnis 60 Prozent zu 40 Prozent vorgesehen

ist, ist richtig. Das entspricht dem schweizerischen Durchschnitt.

Unrealistisch ist die generelle Heraufsetzung des Pensionierungsalters von heute 63 auf 65

Jahre. Für einen Grossteil der Lehrpersonen ist es schlicht nicht möglich, länger als bis zum

63. Altersjahr zu arbeiten. Die in diesem Beruf mit 20 Prozent ausserordentlich hohe Burnout-Rate,

die tendenziell weiterhin steigt, belegt dies eindrücklich. Für viele Berufe, die eine

überdurchschnittliche Belastung kennen, ist eine flexible Pensionierung unter finanziell tragbaren

Bedingungen unabdingbar. Es ist dies auch eine Frage des Respekts vor der Würde der

betroffenen Angestellten. Es kann kaum im Interesse des Kantons und schon gar nicht der

Pensionskasse sein, mit der generellen Heraufsetzung des Rentenalters die Invalidenquote

heraufzudrücken.

DV alv 2006 17


Jahresbericht 2005/06

Der Regierungsrat anerkennt, dass die Höhe der heutigen Renten nur knapp dem schweizerischen

Durchschnitt entspricht und deshalb als Ziel beibehalten werden muss. Umso unverständlicher

ist deshalb, dass er trotzdem einen Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat

anstrebt. Im Beitragsprimat kosten gleiche Renten genau gleich viel wie im Leistungsprimat,

zu sparen gibt es durch einen Wechsel nichts. Hingegen entstehen durch die Umstellung für

Versicherte und Arbeitgeber enorme Kosten. Allein was der Kanton zu bezahlen hätte, wären

rund 400 Millionen. Ein Wechsel des Primats ist deshalb sowohl aus Rücksicht auf die Versicherten

als auch im Interesse der Staatsfinanzen abzulehnen.

Abzulehnen ist auch die Staffelung der Beiträge nach Alter. Es ist speziell in der heutigen Zeit,

wo ältere Arbeitssuchende aus verschiedenen Gründen Mühe haben, eine neue Anstellung zu

finden, unsinnig, deren Chancen durch massiv erhöhte Sozialabzüge zusätzlich zu verschlechtern.

Umfrage unter der aargauischen Lehrerschaft zur Arbeitssituation:

Arbeitsverträge und Pensionskasse (Medienmitteilung 2.2.2006)

Der Aargauische Lehrerinnen- und Lehrer-Verband alv befragte Ende 2005 die Lehrerschaft an

den Aargauer Schulen zu ihren Anstellungsverträgen und zu ihrer Einschätzung der geplanten

Pensionskassenänderungen. Die Rücklaufquote ist mit rund 40 Prozent hoch, die Aussagen

sind somit repräsentativ.

Der Befund zeigt, dass die Anstellungsverträge zu einem beträchtlichen Teil nicht im Sinn des

neuen Anstellungsgesetzes GAL erfolgen. Die Zufriedenheit mit dem Lohn liegt mit 60 Prozent

in einem bescheiden positiven Wert. Die Verschlechterungen bei der Pensionskasse werden

sehr deutlich abgelehnt, vor allem die geplante Heraufsetzung des Rentenalters.

Gemäss dem neuen Anstellungsgesetz für Lehrpersonen GAL muss in aller Regel ein unbefristeter

Anstellungsvertrag mit einem festen Anstellungsgrad ausgestellt werden. Nur in klar

umschriebenen Ausnahmen darf davon abgewichen und ein einschränkender Vertrag ausgestellt

werden: ein Rahmenvertrag, der die Kündigungsbestimmungen des GAL teilweise ausser

Kraft setzt, oder ein zeitlich befristeter Vertrag, der den Versicherungsschutz schmälert.

Lediglich 60 Prozent aller Lehrpersonen arbeiten unter einem Normalarbeitsvertrag, 25 Prozent

müssen sich mit einem Rahmenvertrag, 17 Prozent gar mit einem befristeten Vertrag

begnügen. Diese Zahlen zeigen, dass viele Anstellungsbehörden das neue Anstellungsgesetz

nicht korrekt und zum Nachteil ihrer Angestellten umsetzen. Entscheidungen der kantonalen

Schlichtungskommission belegen diesen Verdacht. Der alv ist sich bewusst, dass mit der Einführung

des neuen Anstellungsrechts Unsicherheiten bestehen und ohne böse Absichten

Fehler unterlaufen. Er arbeitet deshalb mit den Sozialpartnern daran, dass das neue Anstellungsgesetz

im ganzen Kanton korrekt angewendet wird.

60 Prozent der Antwortenden erklären sich mit ihrem Lohn zufrieden. Allerdings zeigt sich,

dass Männer und vollzeitlich Arbeitende unzufriedener sind. Diese Einschätzung dürfte den

Trend der Männer weg vom Lehrerberuf mit begründen und – falls kein Gegensteuer gegeben

wird – anhalten lassen.

Knapp die Hälfte der antwortenden Lehrpersonen befürwortet eine Erhöhung der Beiträge für

die Pensionskasse. Auf entschiedene Ablehnung (82 Prozent ) hingegen stösst die Heraufsetzung

des Rentenalters. Die Berufsrealität zeigt, dass in einem kraftraubenden Beruf, wie es

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Jahresbericht 2005/06

der Lehrberuf ist, ein flexibles Rentenalter unumgänglich ist. Weder aus der Sicht der Schulqualität

noch aus der Sicht der gesundheitlichen Lage der Lehrpersonen (20 Prozent aller

Lehrpersonen erleiden im Laufe ihrer Berufstätigkeit ein Burn-out) ist eine generelle Erhöhung

des Rentenalters zu rechtfertigen. Fortschrittliche Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft kennen

inzwischen zum Nutzen der Firma und zum Nutzen der Angestellten flexible Lösungen für das

Rentenalter. Das muss beispielgebend für den Kanton sein. 75 Prozent der Antwortenden

lehnen den Wechsel des Primats ab. Inzwischen haben ja auch viele Instanzen im Kanton

erkannt, dass der Wechsel des Primats sowohl für die Arbeitgeber als auch für die Versicherten

zu unverantwortlichen Schäden führt. Hier ist eine für alle Seiten bessere Lösung möglich

und auch anzustreben.

Stellungnahme zur Motion Rolf Walser «Schaffung von Anreizen für

Vollzeitlehrpersonen» (Medienmitteilung 27.4.2006)

Immer weniger Lehrpersonen arbeiten vollzeitlich in der Schule. Und immer weniger Männer

arbeiten in der Schule. Das gibt zu denken. Nicht, weil teilzeitlich Arbeitende einen geringeren

Einsatz leisten würden (im Gegenteil: Arbeitszeitstudien zeigen, dass teilzeitlich Angestellte

überproportional lange arbeiten), und schon gar nicht, weil Männer bessere Lehrpersonen

wären als Frauen. Wir brauchen mehr vollzeitlich arbeitende Lehrpersonen, weil das eine

Voraussetzung ist für das Funktionieren einer geleiteten Schule. Und wir brauchen mehr Männer

in der Schule, weil Bildung und Erziehung eine Aufgabe von Frauen und Männern sein

muss. Der alv freut sich über den Vorstoss von Rolf Walser zu diesem Thema. Allerdings

kommt er zu anderen Schlüssen und Forderungen.

Wir teilen die Sorge um die zunehmende Aufsplitterung der Pensen der Lehrpersonen. Die

Schule als Organisation, vor allem in ihrer Ausgestaltung als geleitete Schule, ist auf eine

funktionierende Mitarbeit möglichst aller Lehrpersonen angewiesen, um die Lektionen übergreifenden

Aufgaben zu erfüllen. Die zunehmende Anzahl von teilzeitlich angestellten Lehrpersonen

erschwert das.

Wir teilen den Anspruch, dass die Arbeit als Lehrperson, die bekanntlich ein Studium an einer

Hochschule voraussetzt, so entlöhnt werden muss, dass damit eine Familie ernährt werden

kann. Darüber hinaus muss der Lehrberuf mit anderen Berufen und Anstellungen von Hochqualifizierten

konkurrieren können.

Wir teilen die Sorge um den abnehmenden Anteil von Männern im Unterrichtsberuf. Wir sind

überzeugt, dass Erziehung und Bildung eine Aufgabe ist, die von Männern und Frauen wahrzunehmen

ist. Dies muss sich auch in der numerischen Verteilung von Lehrerinnen und Lehrern

spiegeln.

Die Motion erkennt allerdings nicht, wie die jüngsten Sparbeschlüsse des Grossen Rats die

Tendenz zur Aufsplitterung der Pensen beschleunigten. Viele Lehrpersonen haben auf Grund

der Sparmassnahmen 2003 ihre 100-Prozent-Anstellung verloren. Die Kriterien zur Führung

einer vollständig dotierten Abteilung wurden erhöht mit der Folge, dass viele Lehrpersonen

plötzlich nur noch teilzeitlich angestellt wurden. Nur eine bessere und langfristigere Ressourcenzuteilung

kann dieses Problem beheben.

Ganz entschieden bekämpfen wir eine Verbesserung der Löhne von (männlichen) Klassenlehrpersonen,

wenn sie zu Lasten von teilzeitlich Arbeitenden oder Lehrpersonen für Sprachtherapie

und Heilpädagogik geht. Die Schule ist als Arbeitsplatz für Frauen schon sehr früh attrak-

DV alv 2006 19


Jahresbericht 2005/06

tiv geworden, nicht zuletzt weil sie konsequenter als andere Arbeitgeber die Gleichstellung

von Frauen und Männern realisiert hat. Eine Umlagerung der Lohnsumme weg von Frauen

und hin zu Männern ist undenkbar. Diese Umlagerung strebt aber die Motion an, indem mit

den erhöhten Löhnen vor allem Männer angelockt werden sollen, die reduzierten Löhne aber

vor allem von Frauen, die überproportional in teilzeitlicher oder therapeutischer Tätigkeit

vertreten sind, hingenommen werden müssten.

Als Lösung sieht der alv eine kurzfristige und eine langfristige Massnahme:

Die Arbeit der Klassenlehrperson ist im heutigen System weder inhaltlich noch lohnmässig

richtig abgebildet. Die Klassenlehrperson trägt die Hauptverantwortung für die Vernetzung

mit den Eltern und den Therapiepersonen und für das Geschehen in der Klasse (soziales Lernen,

gruppendynamische Prozesse, z.B. im Hinblick auf Vermeidung von Ausgrenzung und

Mobbing etc.). Diese Tätigkeiten sind inhaltlich anspruchsvoll und zeitaufwändig. Zeitlich sind

sie weder durch die Teamarbeit noch durch die unterrichtsbezogene Vor- und Nachbereitung

erfasst. Kurzfristig soll deshalb die Pensenverpflichtung der Klassenlehrpersonen um eine

Lektion reduziert werden.

Längerfristig können wir uns Lösungen vorstellen, die die Lohnentwicklung für Lehrpersonen

grundsätzlich neu gestalten. Es soll auch im Lehrberuf eine Laufbahn möglich werden. Das

kann geschehen durch Einführung von Lohnbändern, die an bestimmte Ausbildungen und

Funktionen geknüpft sind. Wer Klassenlehrperson werden will, absolviert einen Nachdiplomkurs

oder ein berufsbegleitendes Nachdiplomstudium und kann danach als solche angestellt

werden. Der neuen, anspruchsvolleren Funktion wird ein entsprechendes Lohnband zugeordnet.

3. Bildungspolitik

3.1 Pädagogische Kommission

Die Pädagogische Kommission erarbeitet für die wichtigen pädagogischen Geschäfte des alv

die Grundlagen zur Meinungsbildung im Vorstand. Sie bietet damit Gewähr dafür, dass pädagogische

und bildungspolitische Themen breit und sorgfältig diskutiert sind, bevor die

Meinungen dann im alv-Vorstand gemacht und Stellungnahmen oder Positionen verabschiedet

werden. Im vergangenen Vereinsjahr haben auch mehrmals Vertretungen von Mitgliedorganisationen

als Gäste mitdiskutiert, wenn sie an einem Thema besonders interessiert oder

davon besonders betroffen waren.

Zusammensetzung

Auf Ende Oktober 2005 ist Peter Metz, Chur, aus dem alv-Vorstand verabschiedet worden

und damit auch als Präsident der Pädagogischen Kommission zurückgetreten. Als Nachfolger

hat der alv-Vorstand Stefan Scherer gewählt.

20 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

Ebenfalls auf Ende November sind Christine Bachofner Thommen, Inspektorin, Wohlenschwil,

nach elfjähriger Mitarbeit in der Pädagogischen Kommission, und Franziska Schoop Steffen,

Zofingen, nach vierjähriger Mitarbeit zurückgetreten. Da die Pädagogische Kommission verkleinert

werden soll, sind diese beiden Abgänge nicht ersetzt worden.

Der alv dankt Peter Metz, Christine Bachofner Thommen und Franziska Schoop Steffen für ihre

langjährige fantastische Arbeit.

Die Kommission setzt sich wie folgt zusammen:

||| Peter Metz, Dozent an der Pädagogischen Hochschule der FHNW, Chur, Präsident bis

31.10.2005;

||| Stefan Scherer, Leiter Berufspraktische Ausbildung, Dozent, Pädagogische Hochschule der

FHNW, Präsident seit 1.11.2005;

||| Christine Bachofner Thommen, Inspektorin, Wohlenschwil bis 30.11.2005;

||| Samuel Fischer, Primarlehrer, Gränichen;

||| Urs Hagenbach, Bezirksschullehrer, Unterendingen;

||| Claudia Hug, Lehrerin an einer Einschulungsklasse, alv-Vorstand, Würenlos;

||| Doris Kunz, Dozentin an der Pädagogischen Hochschule FHNW, Windisch;

||| Lilo Kyncl, Heilpädagogin, Baden-Rütihof;

||| Stefan Scherer, Baden-Rütihof bis 30.10.2005, danach Präsident;

||| Franziska Schoop Steffen, Kindergärtnerin, alv-Vorstand, Zofingen bis 30.11.2005;

||| Peter K. Weber, Primarlehrer, Erziehungsrat, Schlossrued;

||| Franziska Peterhans, pädagogische Sekretärin alv, Baden-Dättwil, Sekretariat alv.

DV alv 2006 21


Jahresbericht 2005/06

Sitzungen

In sechs Sitzungen hat die Pädagogische Kommission unter anderem folgende Vernehmlassungsantworten

im Auftrag des alv-Vorstands entworfen:

Zuhanden BKS bzw. Departement des Innern:

||| Schulgesetzrevision und Promotionserlass.

Zuhanden LCH:

||| Deutschschweizer Lehrplan;

||| Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-

Konkordat).

Ausserdem hat die Pädagogische Kommission folgende Themen diskutiert und Grundlagen für

den alv-Vorstand erarbeitet:

||| Aargauer Strukturreform;

||| Blockzeiten und Tagesstrukturen (schwergewichtig in mehreren Sitzungen).

3.2 Strukturreform

Harmonisierung der Schulstrukturen heisst das Projekt des BKS, mit dem der Kanton Aargau

seine Schulstrukturen an die der meisten übrigen Kantone anpassen soll. Dazu gehören:

||| Zwei Jahre obligatorischer Kindergarten bzw. Neugestaltung des Schuleinstiegs mit einer

Eingangsstufe;

||| Sechs Jahre Primarschule (bis heute von 20 Kantonen realisiert);

||| Zwölf Jahre bis zur Matur (bis heute ebenfalls von 20 Kantonen realisiert).

Das BKS will dabei den Übertritt in die Sekundarstufe I nach 8 Jahren festlegen.

Am 20. Mai hat die Schweizer Bevölkerung über den Bildungsrahmenartikel abgestimmt und

diesen mit rund 86 Prozent Ja-Stimmen überwältigend deutlich angenommen.

Der alv ist für seine Arbeit zur Strukturreform von diesen gegebenen Rahmenbedingungen

ausgegangen. Die Strukturreform ist für den alv ein heikles Geschäft, geht es doch für viele

Lehrpersonen um nicht weniger als ihre berufliche Zukunft und ihre Existenz. Auch sind die

Interessen und Betroffenheit der Mitgliedorganisationen recht unterschiedlich.

Der alv positioniert sich seit Jahren als starker Verband und will sich nicht auseinanderdividieren

lassen. Darum hat der alv im vergangenen Vereinsjahr unter Federführung des alv-Präsidenten

Niklaus Stöckli mit viel Energie und Sorgfalt das Thema Harmonisierung der Schulstrukturen

in verschiedenen Veranstaltungen angepackt, sich breit informiert und die

Meinungsbildung innerhalb des ganzen Verbandes vorangetrieben.

Berichterstattung im SCHULBLATT

In einer Informationsoffensive hat der alv in zwölf Ausgaben des SCHULBLATTS über Aspekte

der Strukturreform und die laufenden Arbeiten des alv zum Thema orientiert.

22 DV alv 2006


Tagungen, Sitzungen innerhalb der alv-Gremien

Jahresbericht 2005/06

Vorstand und Mitgliedorganisationen

Der alv will einen pädagogischen Zugewinn aus dem tiefgreifenden und belastenden Umbauprozess

der Strukturreform erzielen.

An zwei Klausurtagungen haben sich der alv-Vorstand und Vertretungen der Mitgliedorganisationen

zu verschiedenen Themen und Aspekten von Strukturfragen über den neusten Stand

der Forschung informieren lassen. Zudem wurde folgende Vereinbarung zur Meinungs- und

Willensbildung getroffen:

Standespolitisches Interesse

Der Vorstand und die Mitgliedorganisationen sind sich bewusst,

||| dass die Interessen der Lehrerschaft nur gewahrt werden können, wenn der alv mit allen

seinen Mitgliedorganisationen geeint auftritt;

||| dass die geplante Strukturreform Interessenkonflikte zwischen den einzelnen Mitgliedorganisationen

hervorrufen könnte.

Vereinbarung

Um ein öffentliches Austragen von Konflikten zwischen den Mitgliedorganisationen zu vermeiden,

verpflichten sich die Präsidien der Mitgliedorganisationen und der alv auf folgendes

Vorgehen:

1. Grundlage für das weitere Vorgehen bildet das erste Positionspapier des alv, das vom Vorstand

am 18. Mai 2005 und von der Präsidentenkonferenz am 6. Juni 2005 gutgeheissen

wurde.

2. Das weitere Vorgehen gliedert sich in zwei Phasen:

In einer ersten Phase erwerben sich der alv-Vorstand und die Mitgliedorganisationen das

notwendige Wissen. In dieser Phase publizieren die Vorstände der Mitgliedorganisationen

Meinungen und Forderungen nur in Absprache mit dem alv. Um den Druck der Basis auf die

einzelnen stark betroffenen Mitgliedorganisationen aufzufangen, übernimmt es der alv, den

Lehrpersonen und der Öffentlichkeit klar zu machen, wie weit überhaupt ein aargauischer

Handlungsspielraum besteht. So wird beispielsweise die Länge der Primarstufe nach dem

Bildungsrahmenartikel schweizweit vorgegeben und ist somit kein aargauischer Diskussionsgegenstand

mehr.

In der zweiten Phase entwickeln der Vorstand und die Mitgliedorganisationen Vorstellungen

zu einer aargauischen Schulstruktur.

3. Die erste Phase dauert bis zum März 06.

Im SCHULBLATT erscheint eine Stellungnahme des alv, die die Konsequenzen des neuen eidgenössischen

Bildungsrahmenartikels aufzeigt. Allenfalls erscheint zusätzlich ein Interview mit

Nationalrat Ricklin.

Vorstand und Präsidien lassen sich zu all den pädagogischen Fragen, die im Zusammenhang

mit der geplanten Strukturreform auftauchen, von Fachleuten informieren.

DV alv 2006 23


Jahresbericht 2005/06

Dazu stehen primär zwei Gefässe zur Verfügung:

1. Gefäss: Herbstklausur des alv vom Samstag, 17.9.05

2. Gefäss: Schulgespräch der KK vom 24.3.06

4. Die zweite Phase beginnt mit dem April 2006

Vorstand und Präsidien entwickeln gemeinsam Vorstellungen zu einzelnen Aspekten der neuen

Struktur. Sie berücksichtigen dabei die eigenen Kriterien, die realpolitischen Gegebenheiten

und das erworbene Wissen. Im günstigsten Fall entsteht aus den einzelnen Aspekten ein

alv-Strukturmodell.

Die Ergebnisse der zweiten Phase dienen als Grundlage für die Mitwirkung des alv bei der

Strukturreform des Kantons. Ob und in welcher Form die Vorstellungen des alv zur neuen

Struktur publiziert werden, entscheiden die Beteiligten.

Im März 2006 wurde an einer dritten Klausurtagung ein erster Konsens in Form von sieben

Thesen erarbeitet. Die Teilnehmenden – Vorstand, Präsidien der Mitgliedorganisationen, leitende

MitarbeiterIn, Präsident der Pädagogischen Kommission – kommen überein:

1. Der obligatorische Kindergarten und der Beginn der Primarstufe verschmelzen zur Eingangsstufe.

Die Eingangsstufe ist denkbar als vierjährige Basis- oder als dreijährige Grundstufe.

2. Das ergibt eine nicht selektionierte Struktur von 8 Jahren.

3. Der zunehmenden Leistungsbreite in der Primarstufe wird durch einen anwachsenden

Einsatz von Fachgruppenlehrpersonen begegnet.

4. Die Sek I dauert drei Jahre.

5. Die Kooperation unter den Typen der Sek I wird verstärkt:

a) Niveaukurse über alle drei Typen hinweg;

b) An einem Oberstufenzentrum werden alle drei Typen angeboten.

6. Der alv wünscht keine strukturelle Verkürzung der Schulzeit bis zur Maturität.

7. Bei einer Verkürzung der Schulzeit bis zur Maturität zählt das letzte Schuljahr an der Sek I

als erstes Gymnasiumsjahr.

alv-Präsident Nick Stöckli hat mehrere Sitzungen von Mitgliedorganisationen zur Strukturreform

besucht und verschiedene Gespräche geführt.

Pädagogische Kommission

Sie hat sich an vier Sitzungen mit Fragen rund um die Strukturreform auseinandergesetzt und

Grundlagen für die weitere Arbeit erstellt. Präsident Stefan Scherer hat auch an den Klausurtagungen

als Gast beziehungsweise Referent teilgenommen.

Tagungen, Sitzungen mit externen Gremien

Überparteiliche Bildungsgruppe

In allen vier Sitzungen des alv mit der überparteilichen

Bildungsgruppe haben alv-Präsident und pädagogische Sekretärin die Haltung des alv zu

Aspekten der Strukturfragen dargelegt.

24 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

Konferenz Bildung

In der Sitzung vom 17. Januar war die Harmonisierung der Schulstrukturen Thema.

Kantonalkonferenz

alv-Präsident Nick Stöckli hat die standespolitischen Forderungen der Lehrpersonen und die

pädagogischen Notwendigkeiten in seinem Referat und auf dem Podium vertreten.

3.3 Geleitete Schulen

Erziehungsrätliche Begleitgruppe

Sie hat vier Mal getagt. Der alv wurde durch die pädagogische Sekretärin Franziska Peterhans

darin vertreten. René Keller, VSL AG, vertrat nach dem Austritt der VSL AG aus dem alv an der

Delegiertenversammlung des alv vom 26. Oktober 2005 lediglich noch diesen Verband, aber

nicht mehr den alv. Alfred Wasser trat als Erziehungsrat zurück und übergab im Oktober das

Präsidium an seine Nachfolgerin Betty Schaardt.

Der Entstehungsprozess folgender Publikationen wurde kritisch begleitet:

||| Dossier Personalführung;

||| Orientierungshilfe Berufsauftrag Lehrpersonen;

DV alv 2006 25


Jahresbericht 2005/06

||| Geleitete Schule – Einrichten einer Schulleitung: Informationen zum Schulsekretariat.

Ausserdem war die erziehungsrätliche Begleitgruppe zuständig für die Bewilligung der Beiträge

an Schulen aus dem QM-Führungspool.

Ebenfalls diskutiert wurde die Umsetzung von GAT III und die Verordnung zur geleiteten

Schule. Auch die Frage einer Berufsausübungsbewilligung für Schulleitungen war Thema in

der Begleitgruppe.

Vorgestellt wurde das Forschungsprojekt «Schulen als Lernumgebung für LehrerInnen». Ausserdem

nahm die Begleitgruppe Kenntnis von den Ergebnissen der externen Evaluation der

Umsetzung geleitete Schule.

Runder Tisch

Am Runden Tisch treffen sich unter der Leitung der Projektleiterin „Geleitete Schule“, Mirjam

Obrist, Vertretungen des alv, der VASP, der VSL AG zur offenen Diskussion hängiger Fragen

des Projekts Schulleitung. alv-Präsident Nick Stöckli hat die Meinung und die Anliegen des alv

in diesem Gremium vertreten.

3.4

Zertifikat Volksschulabschluss

Das neue Abschlusszertifikat Volksschule, bestehend aus «Leistungstest» und «Projekte und

Recherchen», wurde vom BKS und einer erziehungsrätlichen Begleitgruppe entwickelt, diskutiert

und auf Schuljahr 2006/07 in eine mehrjährige Pilotphase geschickt.

Die Begleitgruppe hat sich zu zehn Sitzungen getroffen. Für den alv arbeiten die folgenden

Vorstandsmitglieder mit:

||| Elisabeth Abbassi, SLA, Möriken-Wildegg;

||| Markus Mühlebach, rla, Berikon;

||| Walter Ort, BLV, Baden;

||| Monika Schneider, VAH, Aarau.

3.5 Vernehmlassungen, Stellungnahmen

Alle Stellungnahmen finden Sie unter www.alv-ag.ch

Deutschschweizer Lehrplan – Konzept für die Entwicklung

Der alv hat sich in seiner Stellungnahme gegenüber LCH grundsätzlich positiv zu einem

Deutschschweizer Lehrplan gestellt. Gerade auch für die Einrichtung einer Eingangsstufe

scheint diese überregionale Koordination wichtig.

Der neue Lehrplan soll mehr als ein Rahmenlehrplan, eher ein Kernlehrplan sein, damit nicht

jeder Kanton zusätzlich eigene Lehrpläne schaffen muss. Freiräume braucht es darin allerdings

für kantonale und insbesondere für lokale Gegebenheiten.

26 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

Ausgesprochen hat sich der alv für die Stärkung der musisch-handwerklichen Fächer. Die

heute bestehende Fächerhierarchie (siehe auch HarmoS) darf nicht weiter zementiert werden!

So sollen auch in allen Fächern Leistungsstandards formuliert werden.

Ausserdem hat sich der alv für eine deutliche Verstärkung der Vertretungen der Lehrerinnenorganisationen

in der Projektorganisation ausgesprochen.

Das Projekt Deutschschweizer Lehrplan und damit auch die Terminologie solle dringend mit

HarmoS koordiniert werden, meint der alv weiter in seiner Stellungnahme.

Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule

(HarmoS-Konkordat)

Mit einem Staatsvertrag zwischen den Kantonen soll bekanntlich die obligatorische Schule in

der ganzen Schweiz unter anderem in folgenden Bereichen harmonisiert werden:

||| Schuleintritt: mit 4 Jahren, Vorschulstufe obligatorisch;

||| Schuldauer: 2 Jahre (Vorschulstufe) + 6 Jahre Primarstufe, 3 Jahre Sekundarstufe I;

||| Standards: Werden für die Fächer Sprachen (inkl. Fremdsprachen), Mathematik und Naturwissenschaften

am Ende des 2., 6. und 9. Schuljahres überprüft;

||| Lehrplan: Es wird einen Deutschschweizer Lehrplan geben (Pecaro, für die Romandie, besteht

bereits);

||| Blockzeiten, Tagesstrukturen: Kantone sorgen für bedarfsgerechtes Angebot an Tagesstrukturen.

Ausführliche Informationen unter: http://www.edk.ch/d/EDK/Geschaefte/framesets/

mainHarmoS_d.html.

Die Vernehmlassung zum HarmoS-Konkordat dauert bis zum 30. November 2006. Ausführlich

Stellung nehmen wird der alv-Vorstand im neuen Vereinsjahr gegenüber dem Kanton. Der

alv-Vorstand hat aber bereits eine erste grobe Vernehmlassungsantwort zu Handen von LCH

verabschiedet. Grundsätzlich nimmt der alv-Vorstand darin zur Kenntnis, dass die Harmonisierung

der obligatorischen Schule einem breiten Bedürfnis entspricht. Harmonisiert werden soll

aber nicht um der Harmonisierung willen, sondern um pädagogische Verbesserungen zu erreichen.

Tagesstrukturen

Erfreut und stolz ist der alv, dass die Forderung nach Tagesstrukturen und Blockzeiten im

HarmoS-Konkordat bereits verankert ist. Der alv war ja mit seiner Initiative «Schule und Familie»

Leader mit dieser Forderung.

Einschulung

Die Einschulung ab 4 Jahren und damit das Obligatorium für den Kindergarten begrüsst der

alv, wenn die notwendigen Rahmenbedingungen und Ressourcen vorhanden sind. Selbstverständlich

braucht es für das Lernen mit so jungen Kindern eine angepasste Pädagogik. Lehrpersonen

sind entsprechend aus- beziehungsweise weiterzubilden.

DV alv 2006 27


Jahresbericht 2005/06

Standards

Die formulierten Ziele der obligatorischen Grundbildung sind umfassend und richtig. Umso

störender findet es der alv aber, dass die Standards nur für Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften

formuliert worden sind. Diese Einseitigkeit widerspricht einem modernen

Bildungsverständnis.

Qualitätsentwicklung

Eine systematische Qualitätsüberprüfung macht nur dann Sinn, wenn den Schulen bei festgestellten

Mängeln und Defiziten die nötige Hilfe und Unterstützung angeboten werden kann,

insbesondere auch die benötigten finanziellen Mittel. Qualitätsüberprüfung muss im Dienste

der Verbesserung und nicht im Erstellen von Ranglisten stehen.

Schulgesetzrevision und Promotionserlass

Unter Einbezug der Meinung der Mitgliedorganisationen hat der alv-Vorstand zu diesem

wichtigen Geschäft wie folgt Stellung genommen:

Der alv-Vorstand begrüsst es, dass die längst fällige Revision der Promotionsbestimmungen

nun endlich vorgenommen wird. Grundsätzlich steht der alv-Vorstand positiv zu den vorgesehenen

Neuerungen. Zu den einzelnen Bestimmungen gibt es aber Bemerkungen, bei denen

die Stimme des alv besonderes Gewicht haben muss: Die Lehrpersonen sind die Ausführenden

der neuen Bestimmungen und als Fachpersonen für die Beurteilung sind ihre Argumente

besonders zu gewichten, wenn die neuen Bestimmungen erfolgreich und gewinnbringend für

die Kinder umgesetzt werden sollen.

Besonders sind aus Sicht des alv-Vorstands folgende Punkte zu beachten:

||| Die neue Art der Beurteilung der Schüler/innenleistungen wird für die Lehrpersonen einen

deutlichen Mehraufwand gegenüber der heutigen Praxis bedeuten, insbesondere für die Klassenlehrpersonen.

Es ist dies ein Grund mehr für die dringend notwendige Entlastung der

Klassenlehrpersonen, wie sie der alv bereits gefordert hat. Der Mehraufwand ist unbedingt zu

kompensieren. Für die neue Beurteilungsform sind ausserdem unter Einbezug der Lehrer/innenorganisationen

praktikable Instrumente bereitzustellen.

28 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

||| Der Schulpflege wird in den neuen Bestimmungen wiederholt eine operative Funktion

zugewiesen. Operatives Handeln ist aber ganz klar keine Aufgabe der Schulpflege. Schulgesetzrevision

und Promotionserlass sind so zu überarbeiten, dass den Schulpflegen rein strategische

Aufgaben übertragen werden.

||| Mit der Einführung einer fördernden Beurteilung, die in der Form eines Berichts vorgenommen

wird, ist mit grösster Sorgfalt auf die Verständlichkeit desselben zu achten. Die fördernde

Beurteilung muss verstanden werden, um wirksam zu sein. Darum müssen Förderberichte in

einer einfachen und verständlichen Sprache verfasst werden. Darüber hinaus müssen Lösungen

erarbeitet werden, damit die vielen Kinder mit Migrationshintergrund und ihre Eltern die

Berichte ebenso gut verstehen können.

||| Ausserdem hat sich der alv-Vorstand dagegen ausgesprochen, dass in Zukunft für die Primarstufe

die Erweiterungsfächer (musisch-handwerklicher Bereich) promotionswirksam sein

sollen.

4. Dienstleistungen

4.1 Homepage

Überarbeitung

Aufgrund von eingeholten Rückmeldungen ist die Homepage überarbeitet worden. Sie wurde

mit Bildern von Franz Gloor, Fotograf des SCHULBLATTS, neu gestaltet.

Auf der Startseite wurde ein Newscontainer integriert. Die Überarbeitung der Homepage

wurde durch Thomas von Arx von der Firma net4you, Lommiswil, vorgenommen.

Die Projektleitung für die Überarbeitung der Homepage lag bei Franziska Peterhans. Eine

Arbeitsgruppe, bestehend aus Niklaus Stöckli, Urs N. Kaufmann und Heidi Sutermeister, hat

diese Arbeit kritisch begleitet.

Newsletter

Mit dem alv-Newsletter wurde im August 2005 ein neues Kommunikationsmittel ins Leben

gerufen. Vierzehntäglich schickt der alv den Abonnentinnen und Abonnenten des Newsletters

aktuelle Informationen. Im vergangenen Vereinsjahr wurden 16 Newsletters verschickt. Die

Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten ist stetig gestiegen und liegt am Ende des Vereinsjahres

bei 220.

Bearbeitung

Laufend wird die Homepage aktualisiert. Die Änderungen werden durch die kaufmännische

Sekretärin Heidi Sutermeister vorgenommen.

DV alv 2006 29


Jahresbericht 2005/06

4.2 SCHULBLATT Aargau und Solothurn

Das SCHULBLATT Aargau und Solothurn steht in seinem 124. Jahrgang. Jährlich werden 24

Nummern produziert. Als Solothurner Redaktor arbeitet Christoph Frey und als Aargauer

Redaktor Thomas Knellwolf. Die Produzentin Anita Spielmann-Spengler wurde zeit- und teilweise

entlastet durch Christian Egger. Das SCHULBLATT dient den beiden Bildungsdepartementen

Aargau und Solothurn als offizielles Informationsorgan. Neue Partnerin ist die

Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz. Sie publiziert in jedem Heft

bis zu vier Seiten.

Aus der Leser/innenbefragung resultierten folgende Veränderungen: Einzelne SCHULBLATT-

Nummern erhalten ein Schwerpunktthema mit Servicecharakter. Die Praxisbeiträge werden

ausgeweitet. Die Rubriken Praxis und Szene werden zusammengelegt. Die beiden Verbände –

LSO und alv – bieten mit der neuen Rubrik Ratgeber eine neue Dienstleistung an. Die bisherigen

16 Ratgeberartikel von Urs N. Kaufmann sind auf der alv-Homepage gespeichert.

Die auf das Jahr 1941 zurückgehende Partnerschaft des SCHULBLATTS mit den AZ Medien

und ihren Vorgängerinnen nahm ein Ende. Die Aargauer AZ Print verkaufte ihren gesamten

Kundendruck-Bereich an die Solothurner Vogt-Schild Druck AG. Das SCHULBLATT wird also

jetzt in Derendingen gedruckt und von dort versandt. Vertraglich gilt noch der alte Vertrag mit

der AZ Print.

Die Stellenausschreibungen der offenen Stellen werden weiterhin unter Führerschaft des BKS

neben der Internetausschreibung im SCHULBLATT ausgeschrieben. Um dem Rückgang der

Inserateeinnahmen zu begegnen, wird nach einem anderen Partner für die kommerziellen

Inserate gesucht.

4.3 Auskunft und Beratung

Täglich holen sich Mitglieder auf dem alv-Sekretariat in verschiedenen Bereichen Auskünfte

und Beratung. Das alv-Telefon oder die E-Mail alv@alv-ag.ch sind für viele Kolleginnen und

Kollegen zum Begriff geworden und werden rege benützt. Oft kommen Mitglieder mit ihren

Problemen auch zu Sprechstunden auf das Sekretariat. Die Rechtsauskunft und Beratung liegt

weitgehend beim alv-Sekretär Urs N. Kaufmann. Für das Kalenderjahr 2005 sind wiederum

rund 2000 Fälle registriert. Etwa 1500 konnten telefonisch erledigt werden, etwas über 100

Lehrpersonen beanspruchten persönliche Beratung in einer Sprechstunde und 400 Anfragen

wurden schriftlich beantwortet. Dabei handelte es sich um einfache Auskünfte über gesetzliche

Vorschriften und Bestimmungen bis hin zu Schwierigkeiten mit Lohnzahlungen, Anstellungen,

teil- oder vorzeitiger Pensionierung, Versicherungsangelegenheiten, Arbeitszeugnisse,

eigentliche Mobbingfälle, Anschuldigungen in der Schulführung und in Lagern, Notengebung

und Promotionen. Rund 40 Rechtsfälle wurden durch unseren Rechtsanwalt Dr. Guido Fischer

behandelt.

4.4 Mitgliedervergünstigungen

Der alv bietet seinen Mitgliedern zahlreiche Vergünstigungen an. Mit fünf Krankenkassen hat

der alv Kollektivverträge abgeschlossen: Concordia, Helsana, ÖKK, CSS, EGK. Die Mitglieder

samt ihren Familien können von den stark verbilligten Prämien für die Zusatzversicherungen

30 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

profitieren. Für die Produkte der 3. Säule bietet der alv eine kostenlose Beratung durch Generali

und durch Peter Vogt (Versicherungsberater, früher Rentenanstalt/Swiss life) an. Für die

Steuerberatung hat der alv Karl U. Baur, Hunzenschwil, verpflichtet. Bei den Generali-Sachversicherungen

(Auto-, Hausrat- und Haftpflichtversicherung) erhalten alv-Mitglieder einen Rabatt

von 10 Prozent. Im Weiteren bemüht sich der alv, mittels Verbandsrabattverträgen Vergünstigungen

bei Einkäufen zu erwirken. Neu angelaufen ist die Hypothekarverbilligung für

alv-Mitglieder bei der Balois Bank SoBa. Sie gewährt eine Verbilligung um 0,25 Prozent gegen

Abgabe des vom alv ausgestellten Hypo-Bons. Es gibt Mitglieder, die durch die diversen

Vergünstigungen des alv über 2000 Franken im Jahr einsparen können. Als alv-Mitglied ist

man automatisch auch Mitglied des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH,

wodurch man zusätzlich von den zahlreichen Angeboten und Dienstleistungen des LCH profitieren

kann.

4.5 Schulhausgespräche

Der alv bietet sich den Schulen an für Schulhausgespräche. Zu welchen Themen der alv gerufen

wird, bestimmen die Schulhausteams selber. Im vergangenen Verbandsjahr stand eindeutig

das Thema Pensionskasse im Vordergrund. Daneben wurden auch die Vorstellung des

Berufsverbandes alv, Sparmassnahmen und Sozialplan, Schülerzahlverordnung, Vertragsanstellung

und Versicherungswesen gewünscht. Im Berichtsjahr hat sich für das Thema Pensionskasse

vor allem alv-Präsident Niklaus Stöckli an etwa zehn Schulhausgesprächen zur

Verfügung gestellt. Sekretär Urs N. Kaufmann führte fünf Schulhausgespräche. Schulhausteams

können jederzeit für ein Schulhausgespräch zu einem gewünschten Thema an den alv

gelangen.

4.6 Ratgeber-Themen

alv-Sekretär Urs N. Kaufmann veröffentlicht Ratgeber-Artikel im SCHULBLATT. Diese Artikel

sind auf der alv-Homepage www.alv-ag.ch/Dienstleistungen/Ratgeber gesammelt und können

heruntergeladen werden.

Im Vereinsjahr 2005/06 sind Artikel zu folgenden Themen erschienen:

||| Einkauf Pensionskasse: Was bringt mir der Einkauf von Versicherungsjahren bei der Aargauischen

Pensionskasse APK?

||| Schwangerschaftsurlaub: Wie ist der Mutterschaftsurlaub für Aargauer Lehrerinnen neu

geregelt?

||| Lohnausfallversicherung: Erhalte ich weiter Lohn, wenn ich länger krank bin?

||| Schuljahr 05/06 mit 40 Wochen: Hat das Schuljahr tatsächlich 40 Schulwochen?

||| Teilzeitanstellung: Zu wieviel Teamarbeit bin ich als Teilzeitlehrperson verpflichtet?

||| Arbeitszeugnis: Worauf muss ich bei einem Arbeitszeugnis achten?

||| Kündigung: Kann ich auch ohne Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen?

||| Inspektorat: Wann rufe ich das Inspektorat an und wozu?

||| Verträge (Extra-Ratgeber): Welcher Vertrag steht mir zu?

||| Arbeitslosigkeit: Was ist, wenn ich keine Stelle mehr finde?

DV alv 2006 31


Jahresbericht 2005/06

||| Lehrerinnen- und Lehrerberatung: Wo können sich Lehrpersonen beraten lassen?

||| AHV nach der Pensionierung: Was geschieht mit der AHV, wenn ich in Pension gehe?

||| Mentorat: Was bringt ein Mentorat?

||| Ratgeberthemen: Wie berät das alv-Sekretariat?

||| Kurzurlaub bei Erkrankung eines eigenen Kindes: Wie lange bekomme ich frei, wenn mein

Kind krank ist?

||| Haftpflicht: Wie bin ich als Lehrperson haftpflichtversichert?

5. Kontakte, Zusammenarbeit

5.1 Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH

In der Verbandsarbeit konnte der alv auch immer wieder auf die fachliche Unterstützung des

LCH-Sekretariats und der Pädagogischen Arbeitsstelle zählen.

Der LCH pflegt wichtige Kontakte zur EDK und zur Ebenrain-Konferenz. LCH führt interkantonale

Umfragen und Vergleiche durch, so auch die Besoldungsstatistik. Aufschlussreiche Untersuchungen

und Studien im Auftrag von LCH sind sehr wertvoll für den alv.

In LCH-Gremien arbeiten mit:

||| Zentralvorstand LCH: Niklaus Stöckli;

||| Pädagogische Kommission LCH: Franziska Peterhans;

||| Standespolitische Kommission LCH: Niklaus Stöckli;

||| Solidaritäts- und Ausbildungsstiftung SoAuSt: Urs N. Kaufmann;

||| Arbeitsgruppe Profitcenters: Urs N. Kaufmann;

||| Fachkommission Hauswirtschaft: Monika Schneider;

||| Delegiertenversammlung: acht alv-Delegierte;

||| Arbeitsgruppe LCH plus 2006: Niklaus Stöckli.

5.2 Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der

alv-Mitgliedorganisationen

Mit den Präsidentinnen und Präsidenten der 22 Mitgliedorganisationen fanden ausnahmsweise

nur zwei ordentliche Konferenzen statt, eine davon im Beisein von Bildungsdirektor

Rainer Huber. Die hauptsächlichen Themen waren: Schulstrukturreform, standespolitische

Zielsetzung, Wahlen im alv, Revision des APK-Dekrets, Promotionsordnung. Daneben fanden

drei ausserordentliche Konferenzen zum Thema Schulstrukturreform zusammen mit dem alv-

Vorstand statt.

||| 17. September 2005: Strukturreform aus verschiedenen Blickwinkeln; Vereinbarung zur

Meinungs- und Willensbildung;

||| 17. Dezember 2005: Spezielle Strukturfragen; Strukturfragen aus schulpädagogischer und

bildungssoziologischer Sicht; Was heisst pädagogischer Zugewinn?;

32 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

||| 4. März 2006: Strukturfragen aus verschiedenen Blickwinkeln; Vereinbarung zur Meinungsund

Willensbildung.

5.3 Kontaktgruppe Pädagogische Hochschule

Entsprechend dem Umbau der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Aargau zur

Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz hat sich ab 2006 auch die

Kontaktgruppe auf Teilnehmende aus den Lehrer/innenorganisationen der vier Fachhochschulkantone

der FHNW ausgeweitet.

Mit der «alten» Kontaktgruppe alv – PHA haben zwei Sitzungen statt gefunden. Themen

waren unter anderem:

||| Sek-I Ausbildungen, insbesondere Zukunft der Ausbildungen für Bezirksschule und Stand

der Berufseinführung;

||| Deutsch für Fremdsprachige;

||| Neuorganisation der Kontaktgruppe.

Mitglieder der Kontaktgruppe alv – PHA (bis Dezember 2005):

||| Brünggel-Bircher Beatrix, Meisterschwanden;

||| Erni Walter, Baden;

||| Hunziker André, Unterkulm;

||| Metz Peter, Chur;

||| Peterhans Franziska, Baden-Dättwil;

||| Rauh Bernhard, Baden-Dättwil;

||| Rölli Siebenhaar Marianne, Aarau;

||| Schneider Monika, Aarau;

||| Stöckli Niklaus, Klingnau;

||| Werren Hans-Peter, Zofingen;

||| Wullschleger Richard, Riniken.

Allen Mitgliedern der Kontaktgruppe gebührt der Dank für ihre Mitarbeit!

In der «neuen» Kontaktgruppe alv – PH FHNW haben drei Sitzungen statt gefunden. Themen

waren unter anderem:

||| Neue Zusammenarbeit, Zusammenarbeitsstatut;

||| Strukturreform;

||| Strategieseminar der vier Bildungsdirektionen des FHNW-Raums;

||| Weiterbildung der Lehrpersonen im neuen FHNW-Raum.

Mitglieder der Kontaktgruppe alv – PH FHNW (ab 2006):

||| Stöckli Niklaus, alv;

||| Peterhans Franziska, alv;

||| Müller Max, BLV;

||| Straumann Christoph, BLV;

DV alv 2006 33


Jahresbericht 2005/06

||| Siegenthaler Beat, fss;

||| Kunz Heini, fss;

||| Affolter Bruno, LSO;

||| Misteli Roland, LSO.

Zur Veränderung im vergangen Vereinsjahr

Im Zusammenhang mit der Festlegung der neuen Studiengänge für die Stufenlehrpersonen

Sek I, die ja ziemlich zu diskutieren gab, richteten die Pädagogische Hochschule Aargau und

der alv eine ständige Kontaktgruppe ein. Diese Institution hat sich als Gefäss für den gegenseitigen

Austausch sehr bewährt. Mit der Gründung der Fachhochschule Nordwestschweiz FH

NW mit Wirkung ab 1.1.2006 ist die Kontaktgruppe in der bisherigen Form gegenstandslos

geworden. Die Fachhochschule Aargau – und mit ihr als Teil die Pädagogische Hochschule

Aargau – wurde in die FH NW überführt. Somit gibt es die Pädagogische Hochschule Aargau

nicht mehr.

Sowohl der Pädagogischen Hochschule als auch dem alv war klar, dass die gemeinsamen

Gespräche auch unter der neuen Fachhochschulstruktur in institutionalisierter Form weiter

bestehen müssen. Die Partner sind nun neu die vier Lehrer- und Lehrerinnen-Verbände Aargau,

Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn einerseits und die Leitung der Pädagogischen

Hochschule NW andererseits. Die Delegationen der einzelnen Verbände konnten nicht

im bisherigen Umfang übernommen werden, weil sonst die neue Kontaktgruppe quantitativ

den Rahmen einer Gesprächsgruppe gesprengt hätte. Die kantonalen Verbände sind nun in

der Regel mit zwei bis drei Personen vertreten. Das sind der Präsident mit einem bis zwei

leitenden Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen. «In der Regel» meint, dass die Delegationen

von Fall zu Fall mit Interessierten ergänzt werden können. Der alv wird den Präsidien der

Mitgliedorganisationen wie bisher die Einladungen und Protokolle der Kontaktgruppe schicken,

so dass diese über die Gesprächsinhalte informiert sind. Falls ein Thema auf der Traktandenliste

besonderes Interesse findet, kann man sich für die Teilnahme an der entsprechenden

Kontaktgruppensitzung anmelden.

5.4 Gespräche und Kontakte mit der Bildungsverwaltung

Der alv-Präsident trifft sich regelmässig zu Aussprachen mit Bildungsdirektor Rainer Huber.

Die neu installierte Begleitkommission «Ressourcensteuerung Volksschule», in der Rico Bossard

und Urs N. Kaufmann den alv vertreten, wurde bereits nach zwei Sitzungen vorläufig

sistiert, da auf den Schulversuch mit Pilotschulen verzichtet wurde. In der BKS-Arbeitsgruppe

«Zukunft der Primarschule», die im Oktober 2004 eingesetzt wurde, war der alv vertreten

durch Rico Bossard, Claudia Hug, Richard Wullschleger und Claudia Lauener. Sie hat inzwischen

die Arbeit beendet und wurde aufgelöst. Neu installiert wurden die Begleitgruppen

«Abschlusszertifikat» und «Harmonisierung der Schulstrukturen». Zu den Fragen «Strukturharmonisierung;

Auswirkungen auf das Personal» besteht eine Arbeitsgruppe, in der Nick

Stöckli und Urs N. Kaufmann vertreten sind.

34 DV alv 2006


Jahresbericht 2005/06

Mit den BKS-Abteilungs- und Sektionschefpersonen steht das alv-Sekretariat immer wieder in

Kontakt. Der neue Chef der Abteilung Volksschule, Christian Aeberli, stand in einer Vorstandssitzung

Rede und Antwort. Norbert Landwehr und Peter Steiner referierten an einer Vorstandssitzung

zum Thema «Externe Schulevaluation».

5.5 Überparteiliche parlamentarische Bildungsgruppe

Viermal im Jahr findet eine Sitzung der überparteilichen parlamentarischen Bildungsgruppe

unter Führung des alv statt, in der die grossen Fraktionen mit je zwei Vertretungen und die

kleinen mit je einer dabei sind. Die Themen waren:

||| Strukturreform Schule Aargau;

||| Initiative «Schule und Familie»;

||| Revision der APK;

||| Harmonisierung der Schulstrukturen;

||| Promotionserlass.

Aus dieser Gruppe resultierten politische Vorstösse:

||| Interpellation: Fremdsprachenunterricht auf der Primarschule;

||| Postulat, dass das Projekt Harmonisierung der aargauischen Schulstrukturen mit einer

pädagogischen Zielrichtung zu versehen sei;

||| Auftrag, im Bildungskleeblatt beziehungsweise im Planungsbericht zur Harmonisierung der

Schulstrukturen ein zusätzliches Strukturmodell mit Übertritt ins Gymnasium erst nach der

3. Bez. aufzunehmen.

5.6 Konferenz Bildung

Die letztes Jahr neu ins Leben gerufene «Konferenz Bildung» wurde weitergeführt. Es soll

eine regelmässige Zusammenkunft der aargauischen Personalverbände des Unterrichtens

sein. Es fand eine weitere Zusammenkunft statt am 17. Januar 2006 zum Thema Schulstrukturreform

im Aargau mit Referat von Projektleiter Martin Stark. Es waren vertreten:

||| Aargauischer Lehrerinnen- und Lehrer-Verband (alv);

||| Aargauer Mittelschullehrerinnen- und Mittelschullehrer-Verein (AMV);

||| Verband Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Aargau (VSL AG);

||| Personalverbände Fachhochschule Aargau (FHNW MOM);

||| Vereinigung Aarg. Musikschulen (VAM);

||| Verein der Lehrpersonen an Berufsschulen im Aargau (VLBA);

||| Konferenz der Lehrerinnen und Lehrer an Aarg. Kaufmännischen Berufsschulen (KLKB/

PLKB).

Die nächste Zusammenkunft am 29. August 2006 ist dem Thema «Berufsbildung» mit der

Referentin Kathrin Hunziker, BKS-Abteilungschefin Berufsbildung und Mittelschule, gewidmet.

DV alv 2006 35


Jahresbericht 2005/06

5.7 Vereinigung Aargauischer Angestelltenverbände VAA

In der VAA sind 14 Angestelltenverbände mit insgesamt 18 646 Angestellten gewerkschaftlich

zusammengeschlossen. In der Geschäftsleitung der VAA vertreten Astrid Andermatt

(Grossrätin) und Urs N. Kaufmann den alv. Im VAA-Vorstand ist der alv mit Astrid Andermatt,

Samuel Fischer, Niklaus Stöckli und Urs N. Kaufmann vertreten.

5.8 Arbeit.Aargau

Arbeit.Aargau ist eine Allianz der Arbeitnehmerverbände. Ihr gehören an: Aargauischer Gewerkschaftsbund

AGB, Vereinigung Aargauischer Angestelltenverbände VAA, Gewerkschaft

Syna Aargau, Konferenz der Aargauischen Staatspersonalverbände KASPV. Der alv-Präsident

nimmt jeweils an den Sitzungen von Arbeit.Aargau teil. Hauptthemen waren: Lehrstellensituation

im Aargau; Aktionstag für den Service public; Nein zur Aufhebung des Ladenschlussgesetzes;

Ja zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit.

5.9 Konferenz Aargauischer Staatspersonalverbände

KASPV

Die KASPV wird von Grossrätin Katharina Kerr präsidiert. Vizepräsident ist alv-Präsident Niklaus

Stöckli. Das Sekretariat wird durch Jürg Keller auf dem vpod-Sekretariat geführt.

Die KASPV setzt sich ein für gute Arbeitsbedingungen, faire Entlöhnung und einen guten

Arbeitnehmerschutz. Ein zentrales Anliegen sind anständige, annehmbare Pensionskassenbestimmungen.

Zusätzlich zur Vernehmlassung zur Pensionskassenrevision bewirkte die KASPV

direkte Gespräche mit Regierungsvertretern. Ein Resultat davon ist, dass den APK-Versicherten

ein elektronisches Internet-Simulationstool für die Berechnung der persönlichen Rentensituation

gemäss Dekretsentwurf im Vergleich zur bisherigen APK-Versicherung zur Verfügung

gestellt wird. Aktionen und Kampfmassnahmen gegen Verschlechterungen bei der Altersvorsorge

werden koordiniert über die KASPV vorgenommen. Der alv ist innerhalb der KASPV der

weitaus grösste Personalverband. Die KASPV ist auch Sozialpartner für Lohnverhandlungen.

5.10 Präsidentenkonferenz NW LCH

Die Präsidentenkonferenz der Nordwestschweizer Lehrerorganisationen (Aargau, Basel-Land,

Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Luzern, Solothurn und Zürich) läuft weiterhin auf Sparflamme.

Einmal jährlich ist eine Zusammenkunft mit einer Vertretung der NW EDK vorgesehen. Der

Lehrerverband Bern LEBE hat das Präsidium von NWLCH abgegeben. Neu wird es am Solothurner

Lehrerverband LSO sein, dieses zu übernehmen.

36 DV alv 2006


Zusammenschluss im FHNW-Raum: Die vier Lehrerverbände aus der Nordwestschweiz (BL,

BS, SO, AG), LVB, fss, LSO und alv, haben sich ein erstes Mal zum Treffen der NW-Verbände

getroffen. Der Hochschul- und Bildungsraum Nordwestschweiz wird an Bedeutung gewinnen.

Nach dem Zusammengehen der Fachhochschule in diesem Raum und durch die enge Zusammenarbeit

der vier Bildungsdirektoren ist die verstärkte Zusammenarbeit der vier Lehrer/innen-Verbände

eine logische Konsequenz. Sie können so ein grösseres Gewicht in die Waagschale

werfen, wenn sie geeint beziehungsweise koordiniert auftreten.

5.11 Pädagogische Hochschule,

Lehrerbildungsinstitute

Auch in diesem Jahr konnte sich der alv bei den drei Lehrerbildungsinstituten Primarschule in

Zofingen, Sekundarstufe in Aarau und Kindergartenstufe in Brugg vorstellen. In Zofingen

führte Urs N. Kaufmann die Studierenden in das neue Anstellungsrecht für Lehrpersonen ein.

Das Engagement und die Ausführungen des alv-Sekretärs (in Brugg übernahm diesmal die

pädagogische Sekretärin die Verbandsvorstellung) werden von der PH Aargau und den Studierenden

sehr geschätzt.

5.12 Lehrerinnen- und Lehrerberatungsstelle

Mit der Lehrerinnen- und Lehrerberatungsstelle LLB unterhält der alv gute regelmässige Kontakte.

Während der alv mehr für die Rechtsauskünfte und -beratung zuständig ist, werden

Ratsuchende auf der Beratungsstelle durch eine Psychologin und einen Psychologen bei beruflichen

und persönlichen Fragestellungen freiwillig, vertraulich und unentgeltlich beraten.

Der alv-Sekretär konnte sich persönlich dafür einsetzen, dass die Stellenprozente auf der LLB

erhöht wurden, damit Wartezeiten vermieden werden können. Seit dem 1. Januar 2006 ist die

LLB nicht mehr dem BKS unterstellt, sondern gehört zum Verein Beratungsdienste für Ausbildung

und Beruf BAB. Die Büros sind in der Kasernenstrasse 21 in Aarau.

5.13 Rektorate, Schulleitungen

Jahresbericht 2005/06

Die Rektorate beziehungsweise Schulleitungen wurden sechs Mal mit Informationen bedient:

||| Aktionstag zum Service public; Harmonisierung der Schulstrukturen;

||| Informationsveranstaltung im KuK Aarau zur Pensionskasse;

||| Umfrage unter der aktiven Lehrerschaft zu Anstellung und APK;

||| Fristverlängerung für die Umfrage;

||| Resultate der Umfrage;

||| alv-Newsletter; Vernehmlassungen zum Promotionserlass und zum HarmoS-Konkordat;

Informationen zu den Anstellungsverträgen.

DV alv 2006 37


Jahresbericht 2005/06

5.14 Pensionskasse APK

Die Lehrpersonen gehören der APK an. Im Vorstand der APK hat als Lehrervertreter Martin

Zumstein Einsitz. Für die Delegierten zeigt sich der alv verantwortlich. 27 Delegierte und 10

Ersatzdelegierte vertreten die aargauische Lehrerschaft an der Delegiertenversammlung der

APK.

5.15 Kantonalkonferenz KK

Die Zusammenarbeit zwischen alv und der Kantonalkonferenz funktioniert. Der alv ist durch

Niklaus Stöckli im Vorstand der KK vertreten. Zusätzlich zur Delegiertenversammlung führte

die Kantonalkonferenz folgende Themenkonferenzen durch:

||| 24.11.05: Bildungsökonomie – ein Steuerungsmittel für die Bildungspolitik?

||| 24.3.06: Ganztägige Veranstaltung zu Schule wohin? – Welche Struktur für die Schule

Aargau?

Die KK machte von ihrem Recht Gebrauch, den Ersatzwahlvorschlag für den Erziehungsrat

vorzunehmen. Als Ersatz für den zurückgetretenen Alfred Wasser nominierte die KK als Zweiervorschlag

die beiden Kantonsschullehrer Werner Bänziger und Beat Trottmann. Es ergab

sich, dass beide durch die Wahl durch den Grossen Rat als neue Erziehungsräte Einzug fanden,

Werner Bänziger als Vertreter der FDP und Beat Trottmann als Vertreter der Kantonalkonferenz

(Kantonsschulen).

5.16 Verein Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf BAB

Auf den 1. Januar 2006 hin wurden mit der Umsetzung des dritten Paketes des Gesetzes zur

Aufgabenteilung zwischen Gemeinden und Kanton die zwölf regionalen Berufsinformationszentren,

die kantonale Studienberatung, die Beratungs- und Informationsstelle für Berufe im

Gesundheitswesen, der jugendpsychologische Dienst (Lehrlingsberatung) und die Beratung

von Lehrpersonen unter einem einzigen organisatorischen Dach, dem Verein BAB, zusammengefasst.

Der alv zeichnet als Gründungsmitglied des Vereins. Präsidentin ist Kathrin Nadler,

Lenzburg. Mit Urs N. Kaufmann hat der alv auch einen Vorstandssitz belegt.

5.17 Schneider-Wülser-Stiftung

Die Schneider-Wülser-Stiftung benötigte neue Stiftungsräte. Der alv ist am Geschehen dieser

Stiftung sehr interessiert. Noch wird die Stiftung durch Dieter Deiss verwaltet. Danach wird

daran gedacht, dass der alv die Verwaltung der Stiftung übernehmen könnte. Es mussten vier

Stiftungsräte, die altershalber zurücktreten, ersetzt werden. Der alv war für diesen Ersatz

besorgt. Im Schulblatt 01/06 wurde die Bewerbung für die vier Stiftungsratsmandate öffentlich

unter der Lehrerschaft ausgeschrieben. An der Vorstandssitzung vom 1. März 06 konnten

folgende Nominationen vorgenommen werden:

38 DV alv 2006


||| Aeschlimann Brigitta, Pestalozzistrasse 19, 5000 Aarau, Einzeltherapeutin an der

HPS Aarau;

||| Bircher Urs, Rampart 16, 5070 Frick, Bezirkslehrer Frick;

||| Hilfiker Roland, Farbrain 964, 5745 Safenwil, Primarlehrer;

||| Schweizer Ariane, Musterleestrasse 14, 5442 Fislisbach, Sekundarschule Baden.

6. Verbandsinternes

6.1 Jahresessen

Das Jahresessen, bei dem sich die Vorstandsmitglieder, das Sekretariatspersonal und die Ehrenmitglieder

mit ihren Partnerinnen und Partnern treffen, organisierte Monika Schneider.

Es fand am 3. September 2005 in der cuisine créative in Windisch statt. Unter Anleitung von

Heidi Ammon kochten die Teilnehmenden das Menü selber, bevor es genossen werden konnte.

6.2 Klausurtagungen

Jahresbericht 2005/06

Die übliche Herbstklausurtagung des Vorstandes vom 17. September 2005 wurde zu einer

Informationsveranstaltung zum Thema Strukturreform zusammen mit den Mitgliedern der

Pädagogischen Kommission und der Präsidentenkonferenz sowie weiteren Gästen ausgeweitet.

Dabei wurde auch eine Vereinbarung zur Meinungs- und Willensbildung bezüglich der

aktuellen Strukturreform beschlossen. Bereits am 17. Dezember 2005 fand eine Folgeveranstaltung

statt.

Am 4. März 2006 führte eine ganztägige Klausurtagung zur Strukturreform in derselben

Besetzung zur weiteren Meinungsbildung bei. Es wurden sieben vorläufige Thesen formuliert.

Die eigentliche Vorstandsklausur fand am 12./13. Mai 2006 in Gersau statt. Sie diente dem

Thema «Arbeitsweise des alv-Vorstands in Zusammenarbeit mit dem Sekretariatspersonal».

Daraus resultierten unter anderem folgende Vorgaben:

1. Selbstverständnis: Die einzelnen Vorstandsmitglieder sind zwar von ihrer Mitgliedorganisation

entsandt und nutzen ihre Einsitznahme im alv-Vorstand für die Kommunikation zwischen

ihrer Mitgliedorganisation und dem alv und umgekehrt, sie verstehen sich aber als Verantwortliche

für das Wohl des gesamten Verbandes.

2. Auswahl der Themen der Vorstandssitzungen: Der Vorstand bespricht wenige, aber zentrale

Themen. Die Bearbeitung der Themen wird langfristig geplant.

3. Bearbeitungsprozess der Themen: Der Vorstand diskutiert die Themen in einem frühen

Zeitpunkt. Auf Grund dieser ersten Diskussion entwickelt die Geschäftsleitung (Präsident,

Geschäftsführer, pädagogische Sekretärin) allenfalls mit Einbezug der beiden Kommissionen

einen konkreten Antrag zu Handen des Vorstands.

DV alv 2006 39


Jahresbericht 2005/06

4. Informationsfluss: Die Vorstandsmitglieder sind an einem neu zu schaffenden Intranet

angeschlossen. Auf diesem Weg erhalten sie zu allen Geschäften laufend die Informationen.

Das Traktandum Mitteilungen wird damit überflüssig. Die wichtigen Geschäfte werden in

Dossiers dokumentiert. Aufgeführt sind das Bisherige, der aktuelle Stand und das Geplante.

Die Dossiers sind ebenfalls über das Intranet ersichtlich.

5. Gestaltung der Vorstandssitzungen: Die Traktanden sind gemäss dem Behandlungsziel

(Information, Diskussion und Entscheid) markiert. Es gibt auch andere Erarbeitungsformen als

die Diskussion im Plenum.

6.3 Vorstandsarbeit

Neben der Delegiertenversammlung, den zwei Präsidentenkonferenzen und den vier Klausurtagungen

hat der Vorstand an zehn Vorstandssitzungen 97 Traktanden behandelt. Diese Sitzungen

wurden in zehn Vorstandsausschusssitzungen vorberaten. Hier wurden 563 Geschäfte

behandelt. Im Ausschuss arbeiteten mit: Präsident Niklaus Stöckli, Vizepräsidentin Claudia

Hug und Vorstandsmitglied Monika Schneider, ausserdem ohne Stimmrecht die pädagogische

Sekretärin Franziska Peterhans und der Verbandssekretär Urs N. Kaufmann.

Die beiden ständigen Kommissionen, die die wichtigsten Geschäfte für den Vorstand vorbereiten

und Stellungnahmen entwerfen, sind:

||| Pädagogische Kommission: Präsident Peter Metz bis zur DV vom 26.10.05, anschliessend

Stefan Scherer;

||| Standespolitische Kommission: Präsident Niklaus Stöckli.

Die an der DV 2005 noch vakanten Vorstandssitze konnten inzwischen besetzt werden durch:

||| Dora Basler, Zofingen, VAK;

||| Claudia Lauener-Gut, Unterendingen, PLV;

||| Beatrix Brünggel, Meisterschwanden, ais (übrige MO).

Der Sitz des VDL ist vakant.

alv-Präsidium:

Niklaus Stöckli, Bezirkslehrer, Klingnau, ist Präsident des alv. Er arbeitet mit einem 45-Prozent-Pensum

auf dem alv-Sekretariat. Er ist in der Regel am Dienstag und Mittwoch den

ganzen Tag und am Donnerstagnachmittag auf dem Sekretariat.

6.4 Mitgliedorganisationen und Mitglieder

Der Aargauische Lehrerinnen- und Lehrer-Verband alv, seinerseits Kantonalsektion des übergeordneten

Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH, ist die kantonale Dachorganisation

von 22 alv-Mitgliedorganisationen mit 7100 Mitgliedern, 901 davon Pensionierte

(Stichtag: 14. Juli 2006).

40 DV alv 2006


Von aktiv im Schuldienst stehenden alv-Mitgliedern haben 74,2 Prozent eine Anstellung von

mehr als 66 Prozent, 18,7 Prozent eine Anstellung zwischen 33 und 66 Prozent und 7,1 Prozent

eine solche von unter 33 Prozent inne.

6.5 Hilfsfonds

Gemäss Stiftungsurkunde können auf Gesuch hin an aktive, pensionierte und ehemalige

Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen sowie deren Hinterbliebene, die einer zusätzlichen Hilfe

bedürfen, Unterstützungsbeiträge ausgerichtet werden. Davon wurde im Berichtsjahr lediglich

zweimal Gebrauch gemacht mit insgesamt einer Summe von 5000 Franken.

Ausserdem besagt die Stiftungsurkunde, dass Gelder für die zusätzliche Fürsorge für das

Personal des Sekretariates des Aargauischen Lehrerinnen- und Lehrer-Verbandes und dessen

Hinterbliebene gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Tod und Invalidität eingesetzt

werden können. 24 000 Franken wurden als zusätzliche Einlage in die Personalvorsorge eingeschossen,

um damit die Folgen des herabgesetzten Umwandlungssatzes und des Mindestzinssatzes

bei der Pensionskasse zu mildern.

6.6 Weitere Zuwendungen

Zahlreiche Mitglieder des alv unterstützen seit 1993 die Stiftung «Pukllasunchis – Schulen für

Cusco» in Peru. Es ist erstaunlich und erfreulich, dass die Patenschaftszeichnungen für das

Cusco-Projekt von Christine Appenzeller immer noch so gut laufen. Im Herbst 2005 durfte der

alv dem Projekt 30 000 Franken an Spendengeldern überweisen, dank dem einmaligen Zuschuss

aus dem aufgelösten Vereinsvermögen des Vereins Deutsch für Fremdsprachige. In den

Vorjahren lag der Betrag etwa bei durchschnittlich 25 000 Franken.

Im Weiteren unterstützte der alv den Neustart der Aargauischen Lehrergesangsvereinigung

ALGV mit 1000 Franken.

7. Sekretariat

7.1 Personelles

Für das alv-Sekretariat standen 240 Stellenprozente zur Verfügung:

Jahresbericht 2005/06

Geschäftsführender Sekretär Urs N. Kaufmann (100-Prozent-Pensum):

u.a. Standespolitische Kommission, Rechtsauskunft und -beratungen, Dienstleistungen,

Finanz- und Schulblattverwaltung

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Jahresbericht 2005/06

Pädagogische Sekretärin Franziska Peterhans (50-Prozent-Pensum):

u. a. pädagogische Projekte, Themen und Pädagogische Kommission, PR und Öffentlichkeitsarbeit,

Pädagogische Hochschule Aargau, Initiative Schule und Familie

Kaufmännische Mitarbeiterin Heidi Sutermeister (70-Prozent-Pensum):

Montag bis Donnerstagmittag; Mitgliederverwaltung, Stelleninserate im SCHULBLATT,

Betreuung der alv-Homepage, allgemeine Sekretariatsaufgaben

Kaufmännische Mitarbeiterin Annemarie Fahrni (20-Prozent-Pensum):

Freitag; Finanzbuchhaltung und allgemeine Sekretariatsaufgaben

Franziska Peterhans hat ihre Ausbildung am Verbands-Management-Institut (VMI) der Universität

Freibung «Diplom-Lehrgang Verbands-/NPO-Management» erfolgreich abgeschlossen.

Anlässlich der LCH-DV vom 10. Juni 2006 wurde Franziska Peterhans zur neuen Zentralsekretärin

von LCH als Nachfolgerin für den in Pension gehenden Urs Schildknecht gewählt. Sie hat

ihre Stelle beim alv daher auf Ende Oktober 2006 gekündigt. Sie war während 16 Jahren auf

dem alv-Sekretariat tätig, zuerst mit einem 33-Prozent-Pensum als Sekretariatsmitarbeiterin

und später als pädagogische Sekretärin mit einer 50-Prozent-Anstellung.

Die Stelle wurde zur Neubesetzung ausgeschrieben. Aus 24 Bewerbungen wählte der Vorstand

am 28. Juni 2006 Kathrin Nadler aus Lenzburg zur neuen pädagogischen Sekretärin mit

einer 50-Prozent-Anstellung. Sie tritt ihr Amt Mitte Oktober 2006 an.

7.2 Sekretariatsarbeiten

Das alv-Sekretariat ist die ganze Woche über besetzt. Nebst der alv-eigenen Buchhaltung

werden auf dem Sekretariat die Verwaltung und Buchhaltung des SCHULBLATTES, des Hilfsfonds

des Aargauischen Lehrerinnen- und Lehrer-Verbandes sowie die Buchhaltung des Verbandes

Aargauischer Kindergärtnerinnen und Kindergärtner VAK geführt. Die Abonnentenund

Inserateverwaltung (Stelleninserate und Offene Stellen) für das Schulblatt erledigt das

alv-Sekretariat für die Kantone Aargau und Solothurn. Das Inkasso der Mitgliederbeiträge für

den Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn LSO und seine Unterorganisationen wird

durch das alv-Sekretariat erledigt; ebenso dasjenige der Unfall-Kapitalversicherung. Täglich

sind in der Mitgliederverwaltung etwa zwanzig bis vierzig Mitgliedermutationen zu verarbeiten.

Vor allem im Bereich Adressverwaltung unterstützt das alv-Sekretariat die alv-Mitgliedorganisationen

und liefert ihnen jederzeit die nötigen Etiketten und Adresslisten. Das Beitragsinkasso

der Mitgliedorganisationen besorgt ebenfalls das alv-Sekretariat.

42 DV alv 2006


7.3 alv-Pressedienst und Medienpräsenz

Jahresbericht 2005/06

Der alv war in den Medien und der Presse immer wieder präsent. In Medienmitteilungen hat

er Stellung genommen u. a. zur Ausschreibungspflicht der Lehrerstellen im SCHULBLATT, zur

Revision der Aargauischen Pensionskasse, zur Heraufsetzung des Pensionierungsalters, zum

Umfrageergebnis in der aargauischen Lehrerschaft, zur Volksinitiative Schule und Familie, zu

bildungspolitischen Vorstössen im Parlament, zur Harmonisierung der Schulstrukturen.

Präsident Niklaus Stöckli, Sekretär Urs N. Kaufmann und die pädagogische Sekretärin Franziska

Peterhans nahmen zu aktuellen Fragen im Radio und im Lokalfernsehen Stellung. In erster

Linie wird die alv-Meinung in der Öffentlichkeit durch den Präsidenten Nick Stöckli vertreten.

Er ist auch immer wieder mit «Meine Meinung» in der AZ präsent. Verschiedene Male trat

Niklaus Stöckli auf bildungspolitischen Podien auf. Franziska Peterhans war bei bildungspolitischen

Veranstaltungen zum Thema Tagesstrukturen als Referentin gefragt. Im SCHULBLATT

tritt der alv vierzehntäglich auf und informiert seine Mitglieder aktuell.

Aarau, 10. August 2006, Sekretariat alv

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