Gastrointestinale Blutungen - Hämatologie und Onkologie Rostock

onkologie.rostock.de

Gastrointestinale Blutungen - Hämatologie und Onkologie Rostock

PJ - Studientag 26.11.2010

Hämatologie und Onkologie

Prof. Dr. med. Mathias Freund

Dr. med. Inken Hilgendorf

Priv. Doz. Dr. med. Christoph Kahl

Klinik für Innere Medizin III

(Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin)

Zentrum für Innere Medizin,

Universitätsmedizin Rostock

www.onkologie-rostock.de


PJ - Studientag: Geplanter Ablauf

09:45 - 10:00 Einführung: Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis und Prognose und

therapeutischen Möglichkeiten für das Management von Patienten in der Hämatologie und Onkologie

(Prof. Dr. med. M. Freund)

10:00 - 10:15 Anämie, Differentialdiagnose und Management (Prof. Dr. med. M. Freund)

10:15 - 10:30 Leukozytose

(Reaktive Leukozytose, CLL und andere Lymphome, chronische myeloproliferative Erkrankungen)

(Prof. Dr. med. M. Freund)

10:30 - 10:45 Thrombozytose, isolierte Thrombopenie (Dr. med. I. Hilgendorf)

10:45 - 11:00 Knochenmarkinsuffizienz: DD und Management mit Schwerpunkt Transfusionspolitik

(akute Leukämien, MDS, aplastische Anämie, Neutropenie nach Chemotherapie)

(Priv. Doz. Dr. med. Chr. Kahl)

11:00 - 11:15 Infektionen bei Neutropenie und Immunsuppression: DD und Management

(Priv. Doz. Dr. med. Chr. Kahl)

11:15 - 11:30 Lymphknotenvergrößerung und Splenomegalie: DD und Management mit Schwerpunkt

NHL und M. Hodgkin, Abgrenzung solider Tumore (Priv. Doz. Dr. med. Chr. Kahl)


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

Erlernen der Erkrankungen und ihrer Therapie im Studium

• Eisenmangelanämie

• Vitamin B12-Mangel

• Autoimmunhämolyse

• Hämoglobin C Krankheit

• Aplastische Anämie

• Kugelzellanämie

• ......


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

Erlernen der Erkrankungen und ihrer Therapie im Studium

• Eisenmangelanämie

• Vitamin B12-Mangel

• Autoimmunhämolyse

• Hämoglobin C Krankheit

• Aplastische Anämie

• Kugelzellanämie

• ......

Systematisches Erlernen

der Erkrankungen

und ihrer Therapie

ohne Unterschied bez.

klinischer Bedeutung

und therapeutischer

Möglichkeiten


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

Sichtweise des Patienten

• Ich habe Beschwerden

• Wie kann die Ursache

mit geringster Belastung

festgestellt werden?

• Welche Möglichkeiten

der Therapie bestehen?


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

Sichtweise des Patienten

• Ich habe Beschwerden

• Wie kann die Ursache

mit geringster Belastung

festgestellt werden?

• Welche Möglichkeiten

der Therapie bestehen?

Aufgabe des Arztes

• Differentialdiagnose der

Beschwerden

• Einengung der Möglichkeiten mit

möglichst wenig belastender

Diagnostik

• Abschätzen der Prognose und

Behandlungsmöglichkeiten der in

Frage kommenden Erkrankungen

• Planung invasiver und belastender

Diagnostik oder auch Verzicht

darauf!

• Kausale Therapie oder auch nicht


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

• Differentialdiagnose der

Beschwerden

• Einengung der Möglichkeiten mit

nicht-belastender Diagnostik

– Anamnese

– klinische Untersuchung

– Laboruntersuchungen

• Abschätzen der Prognose und

Behandlungsmöglichkeiten der in

Frage kommenden Erkrankungen


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

• Differentialdiagnose der

Beschwerden

• Einengung der Möglichkeiten mit

nicht-belastender Diagnostik

– Anamnese

– klinische Untersuchung

– Laboruntersuchungen

• Abschätzen der Prognose und

Behandlungsmöglichkeiten der in

Frage kommenden Erkrankungen

Patient

Allgemeinzustand

Funktioneller Status

Komorbidität

Alter

Biologisches Risiko

der Erkrankung

Therapiemöglichkeiten

Aussichten

der Therapie

Risiko der

Therapie


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

• Differentialdiagnose der

Beschwerden

• Einengung der Möglichkeiten mit

nicht-belastender Diagnostik

– Anamnese

– klinische Untersuchung

– Laboruntersuchungen

• Abschätzen der Prognose und

Behandlungsmöglichkeiten der in

Frage kommenden Erkrankungen

• Planung invasiver und belastender

Diagnostik oder auch Verzicht

darauf!

– Bildgebende Diagnostik

– Endoskopien

– Biopsien, OP

Patient

Allgemeinzustand

Funktioneller Status

Komorbidität

Alter

Biologisches Risiko

der Erkrankung

Therapiemöglichkeiten

Aussichten

der Therapie

Risiko der

Therapie


Bedeutung der Differentialdiagnose und der Kenntnis von Prognose

und therapeutischen Möglichkeiten für das Management von

Patienten in der Hämatologie und Onkologie

Konsequenzen für die Prüfung

• Differentialdiagnose spielt eine überragende Rolle

• Extrem wichtig die Kenntnis der typischen Symptome und anamnestischen

Zeichen der Erkrankungen (Einengung der Differentialdiagnose)

• Sehr wichtig auch die klinische Untersuchung (nicht invasiv, schnelle

Weichenstellung)

• Es wird Wert auf die häufigen Erkrankungen gelegt

• Facharztwissen wird von mir nicht verlangt

• Häufigkeiten insofern wichtig, als sie beim DD Vorgehen helfen

• Therapieaussichten wichtig, weil sie Einfluß auf die Diagnostik haben

• Therapeutische Einzelheiten werden nicht verlangt

es sei denn, sie wollen ein „sehr gut mit Stern“....


Anämie, Differentialdiagnose und

Management


Klinik der Anämie

Symptome:

• Abgeschlagenheit, Müdigkeit

• Dyspnoe bei Belastungen (Treppensteigen),

Herzklopfen, Rauschen im Kopf, Manifestation von

pectanginösen Beschwerden im Alter

Beginn der Symptomatik variabel in bezug auf Hb

Befunde:

• Blasse Schleimhäute, Skleren

• Tachycardie, systol. Geräusch über der

Ausstrombahn


Normalwerte Blutbild

IKLA Rostock 2004 (http://www.ikcpb.med.uni-rostock.de/referenzwerte)

Männer Frauen

Leukozytenzahl 4,0 - 9,0 Gpt/l 4,0 – 9,0 Gpt/l

Hämoglobin 13,8 - 19,3 g/dl

(8,6 - 12,0 mmol/l)

12 - 16 g/dl

(7,4 - 9,9 mmol/l)

Hk 0,40 – 0,51 0,35 – 0,47

Erythrozytenzahl 4,5 - 5,5 x 10 12 /µl 4,0 - 5,0 x 10 12 /µl

MCV 83 – 93 fl

MCH 1,55 – 1,90 fmol

MCHC 18,5 – 22,5 mmol/l

Thrombozytenzahl 150 - 450 x Gpt/l

Retikulozytenzahl 0,5 - 2,5%

2 - 14 x 10 10 /l

Umrechnungsfaktor Hb: 1 g/dl => 0,6206 mmol/l;

1 mmol/l => 1,611 g/dl

0,5 – 3,0%

2 - 14 x 10 10 /l


Eisenmangelanämie

Mikrozytäre Anämie

MCV >93 fl

Retikulozyten

hoch nicht erhöht

Vitamin B-12 Spiegel?

Folsäurespiegel?

Knochenmark

megaloblastär?

Vitamin B-12- oder

Folsäuremangel

Andere DNS-

Synthesestörungen

(hereditär;

medikamentös)


Differentialdiagnose der Anämien


Differentialdiagnose der Anämien


Differentialdiagnose der Anämien

Chronischer

Blutverlust

Ursache?

Thalassämie:

kein Eisen

geben!

Erkennen

Bleivergiftung


Eisenmangelanämie: Ursachen

Gastrointestinale Blutungen

• Ösophagusvarizen

• Hiatushernie

• hämorrhagische Gastritis

• Ulcus ventriculi, duodeni

• Morbus Ménétrier

• Magenkarzinom,

kolorektales Karzinom

• Morbus Osler

• Angiodysplasie

• Meckel-Divertikel,

ektopes Pankreas

• Wurminfektion

• Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa

• Polypose

• Kolondivertikulose

• Hämorrhoiden

Urogenitale Blutungen

• Hypermenorrhoe

• Hämoglobinurie

(z.B. Hämolyse, PNH)

Blutungen im Rahmen der

Schwangerschaft

• Nieren- /Blasensteine und Tumore

Iatrogene Blutungen

• Salizylate

• nichtsteroidale Antirheumatika

• Kortikosteroide

• selbstinduzierte Blutverluste


Differentialdiagnostische Bedeutung

von Laborwerten bei Eisenmangel und

Anämie chronisch entzündlicher Erkrankungen

und Anämie bei Tumorerkrankungen

Eisenmangelanämie

Anämie bei

chronischer

Entzündung, Tumor

Anämie mild bis ausgeprägter mild

MCV 70-90 fl 80-90 fl

Morphologie mikrozytär, normozytär normozytär, mikrozytär

Serum-Eisen stark vermindert vermindert oder normal

Transferrin erhöht vermindert oder normal

Transferrin-Sättigung


Differentialdiagnose der Anämien


Differentialdiagnose der Anämien


Hämolytische Anämien: Labor

• Normozytäre/normochrome Anämie

• Retikulozyten vermehrt

• Indirektes Bilirubin erhöht

• LDH erhöht

• Haptoglobin vermindert

• (Freies Hämoglobin erhöht)

• (ggf. Hämoglobinurie)


Hämolytische Anämien

Hereditär und korpuskulär Erworben

Membrandefekte

• Hereditäre Sphärozytose

• Hereditäre Elliptozytose

• Akanthozytose

Enzymdefekte

• Glucose-6-Phosphat-

Dehydrogenase-Mangel

• Pyruvatkinasemangel

• Andere

Hämoglobinopathien

(teilweise mit Hämolyse)

• Sichelzellanämie

• Thalassämien*

• Hämoglobin C-Krankheit

• Andere

*Thalassämien sind mikrozytär

Korpuskulär

• Paroxysmale nocturne

Hämoglobinurie (PNH)

Extrakorpuskulär

• Autoimmunhämolytisch

– Wärmeantikörper (IgG)

– Kälteantikörper

–IgM

–Donath-Landsteiner (IgG)

• Medikamenteninduziert

immunhämolytisch

– autoimmunhämolytische Anämie

induziert durch Medikamente

– chemisch-allergisch

=>Medikamente als Hapten

=>Immunkomplexbildung

• Mechanisch

• Chemisch, Physikalisch


Differentialdiagnose der Anämien


Differentialdiagnose der Anämien

Vitamin B12

Mangel

Hinterstrangdegeneration!

Lebenslang

substituieren!


Vitamin-B12 und Folsäure: Resorption und Speicher

Bedarf

Folsäure

0,05 mg/d

Vitamin B12

0,0025 mg/d

Intrinsic Factor

Terminales Ileum

Jejunum

Myelopoese

Speicherort Leber andere Speicher

5 -10 mg

2 mg

+

+

50x

?

5 -10 mg

2 mg

=> Purinnukleotide

DNS-

Synthese


Myelopathie bei Vitamin B12 - Mangel:

Anreicherungen im MRT in der

T1-Wichtung in den Hintersträngen,

weniger in den Seitensträngen


Leukozytose


Bedeutsame Befunde zur

Differentialdiagnose der Leukozytose

• (Ausmaß der Leukozytose)

• Zusammensetzung der Leukozyten

(Differentialblutbild)

• Begleitende Knochenmarkinsuffizienz?

• Klinik

• Molekularbiologische und

zytogenetische Befunde


Bedeutsame Befunde zur

Differentialdiagnose der Leukozytose

Ausmaß der Leukozytose

>100 Gpt/l

• CML, CLL, akute Leukämien

(chronische myeloische Leukämie, chronische lymphatische Leukämie...)

>40 Gpt/l, aber


Insuffizienzerscheinungen des

hämatopoetischen Systems

• Anämie: Abgeschlagenheit, Müdigkeit,

vermehrtes Schlafbedürfnis,

Belastungsdyspnoe, ggf. pectanginöse

Beschwerden

(unter 7 mmol/l)

• Neutropenie: Infektionsneigung, Sepsis,

FUO - Fever of Unknown Origin (unter 1,0 GPt/l)

• Thrombopenie: Petechiale Blutungen,

Hirnblutung (unter 20 Gpt/l).


Leukämie = Leukozytose?

= Blasten im Blut?

• Aleukämische Leukose: Infiltration des

Knochenmarks durch Blasten, jedoch keine

Ausschwemmung ins Blut

(= Zellzahlen vermindert)

• Bei leukämischem Verlauf von geringem

Anteil an Blasten im peripheren Blut bis hin

zur Hyperleukozytose möglich


Differentialdiagnose der Leukozytose

Leukozytose

Reife Neutrophile

Blasten Eosinophilie Monozytose Lymphoide Zellen

vermehrt

Anamnese, Klinik

Knochenmarkinsuffizienz

Akute myeloische

Leukämien

Akute lymphatische

Leukämie

(Leukämisch

verlaufende

hochmaligne NHL

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Zytogenetik

Reaktive Leukozytose

• Infektionen, Sepsis

• sonstige

entzündliche

• Stress

• Hämolyse,

körperliche

Belastung,

Schwangerschaft

• Rauchen

• Tumore

• Splenektomie

• Medikamente:

Steroide

Lithium

G-CSF

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• CML

• CIMF(OMF)

• PV

• unklassifiziert

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Reaktive Eosinophilie

• Infektionen in

Abheilung

• parasitäre

Infektionen

• allergische

Erkrankungen,

Vaskulitiden, Churg-

Strauss Syndrom

Hypereosinophiles

Syndrom

• >1,5 Gpt/l Eo

• oft T-Zell-Neoplasien

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• FIP1L1-PDGFRα

positiv

• ETV6-PDGFRβ

positiv

• behandelbar mit

Imatinib

Monozyten >1 Gpt/l

Chronische

myelomonozytäre

Leukämie

Akute

Monoyztenleukämie

Anamnese, Klinik

Morphologie

Durchflußzytometrie

Reaktive Lymhozyten

• Mononucleose oder

andere Virus-

Infektionen

Reif, morphologisch

normale

Lymhozyten

• CLL

Andere atypische

lymphoide Zellen

• Mantelzelllymphom

• Haarzellleukämie

• spenisches

Lymphom mit

villösen

Lymphozyten

• andere Lymphome


Differentialdiagnose der Leukozytose

Leukozytose

Reife Neutrophile

Blasten Eosinophilie Monozytose Lymphoide Zellen

vermehrt

Anamnese, Klinik

Knochenmarkinsuffizienz

Akute myeloische

Leukämien

Akute lymphatische

Leukämie

(Leukämisch

verlaufende

hochmaligne NHL

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Zytogenetik

Reaktive Leukozytose

• Infektionen, Sepsis

• sonstige

entzündliche

• Stress

• Hämolyse,

körperliche

Belastung,

Schwangerschaft

• Rauchen

• Tumore

• Splenektomie

• Medikamente:

Steroide

Lithium

G-CSF

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• CML

• CIMF(OMF)

• PV

• unklassifiziert

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Reaktive Eosinophilie

• Infektionen in

Abheilung

• parasitäre

Infektionen

• allergische

Erkrankungen,

Vaskulitiden, Churg-

Strauss Syndrom

Hypereosinophiles

Syndrom

• >1,5 Gpt/l Eo

• oft T-Zell-Neoplasien

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• FIP1L1-PDGFRα

positiv

• ETV6-PDGFRβ

positiv

• behandelbar mit

Imatinib

Monozyten >1 Gpt/l

Chronische

myelomonozytäre

Leukämie

Akute

Monoyztenleukämie

Anamnese, Klinik

Morphologie

Durchflußzytometrie

Reaktive Lymhozyten

• Mononucleose oder

andere Virus-

Infektionen

Reif, morphologisch

normale

Lymhozyten

• CLL

Andere atypische

lymphoide Zellen

• Mantelzelllymphom

• Haarzellleukämie

• spenisches

Lymphom mit

villösen

Lymphozyten

• andere Lymphome


Differentialdiagnose der Leukozytose

Leukozytose

Reife Neutrophile

Blasten Eosinophilie Monozytose Lymphoide Zellen

vermehrt

Anamnese, Klinik

Knochenmarkinsuffizienz

Akute myeloische

Leukämien

Akute lymphatische

Leukämie

(Leukämisch

verlaufende

hochmaligne NHL

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Zytogenetik

Reaktive Leukozytose

• Infektionen, Sepsis

• sonstige

entzündliche

• Stress

• Hämolyse,

körperliche

Belastung,

Schwangerschaft

• Rauchen

• Tumore

• Splenektomie

• Medikamente:

Steroide

Lithium

G-CSF

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• CML

• CIMF(OMF)

• PV

• unklassifiziert

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Reaktive Eosinophilie

• Infektionen in

Abheilung

• parasitäre

Infektionen

• allergische

Erkrankungen,

Vaskulitiden, Churg-

Strauss Syndrom

Hypereosinophiles

Syndrom

• >1,5 Gpt/l Eo

• oft T-Zell-Neoplasien

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• FIP1L1-PDGFRα

positiv

• ETV6-PDGFRβ

positiv

• behandelbar mit

Imatinib

Monozyten >1 Gpt/l

Chronische

myelomonozytäre

Leukämie

Akute

Monoyztenleukämie

Anamnese, Klinik

Morphologie

Durchflußzytometrie

Reaktive Lymhozyten

• Mononucleose oder

andere Virus-

Infektionen

Reif, morphologisch

normale

Lymhozyten

• CLL

Andere atypische

lymphoide Zellen

• Mantelzelllymphom

• Haarzellleukämie

• spenisches

Lymphom mit

villösen

Lymphozyten

• andere Lymphome


CML CNL CEL HES PV CIMF (OMF)

ET

früh spät

Hb milde Anämie - - - massiv

erhöht

Besonderheiten - - - - EPO

vermindert

milde Anämie milde bis

ausgeprägte

Anämie

wenig

Tränentropfenzellen,

wenig

Normoblasten

viele

Tränentropfenzellen,

viele

Normoblasten

Neutrophile erhöht erhöht normal normal erhöht erhöht normal,

vermindert

oder erhöht

Linksverschiebung

vorhanden,

kontinuierlich

nein nein nein nein vorhanden,

kontinuierlich

vorhanden,

kontinuierlich,

zunehmend

normal

normal

Eosinophile mäßig erhöht normal >1.500/µl erhöht >1.500/µl

erhöht

normal normal normal normal

Thrombozyten erhöht leicht erhöht vermindert massiv

bis normal

erhöht

Leber-

zunehmend vorhanden kaum kaum kaum wenig bis massiv keine

Milzvergrößerung

leicht vermehrt vergrößert

Besonderheiten immer

Philadelphia-

Translokation

t(9;22)

bzw. bcr/abl

Rearrangement

Wegweisende Befunde in der Differentialdiagnose der CMPE

Organschäden

durch

Eosinophile

oft FIP1L1-

PDGFRα oder

ETV6-PDGFRβ

–positiv

Organschäden

durch

Eosinophile

T-Zell-

Neoplasie

ausschließen

Wenig

Retikulinfaserfibrose

Retikulin- /

Kollagenfaserfibrose,Extramedulläre

tumoröse

Blutbildungsherde

möglich

JAK-2 Mutation* 97% 57% 50%

CML - chronische myeloische Leukämie; CNL - chronische Neutrophilenleukämie; CEL - chronische Eosinophilenleukämie; HES -

Hypereosinophiles Syndrom; PV - Policythaemia vera; CIMF - chronische idiopathische Myelofibrose; ET - Essentielle

Thrombozythaemie;

nein


Differentialdiagnose der Leukozytose

Leukozytose

Reife Neutrophile

Blasten Eosinophilie Monozytose Lymphoide Zellen

vermehrt

Anamnese, Klinik

Knochenmarkinsuffizienz

Akute myeloische

Leukämien

Akute lymphatische

Leukämie

(Leukämisch

verlaufende

hochmaligne NHL

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Zytogenetik

Reaktive Leukozytose

• Infektionen, Sepsis

• sonstige

entzündliche

• Stress

• Hämolyse,

körperliche

Belastung,

Schwangerschaft

• Rauchen

• Tumore

• Splenektomie

• Medikamente:

Steroide

Lithium

G-CSF

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• CML

• CIMF(OMF)

• PV

• unklassifiziert

Anamnese, Klinik

Molekularbiologie

Reaktive Eosinophilie

• Infektionen in

Abheilung

• parasitäre

Infektionen

• allergische

Erkrankungen,

Vaskulitiden, Churg-

Strauss Syndrom

Hypereosinophiles

Syndrom

• >1,5 Gpt/l Eo

• oft T-Zell-Neoplasien

Chronische

myeloproliferative

Erkrankungen

• FIP1L1-PDGFRα

positiv

• ETV6-PDGFRβ

positiv

• behandelbar mit

Imatinib

Monozyten >1 Gpt/l

Chronische

myelomonozytäre

Leukämie

Akute

Monoyztenleukämie

Anamnese, Klinik

Morphologie

Durchflußzytometrie

Reaktive Lymhozyten

• Mononucleose oder

andere Virus-

Infektionen

Reif, morphologisch

normale

Lymhozyten

• CLL

Andere atypische

lymphoide Zellen

• Mantelzelllymphom

• Haarzellleukämie

• spenisches

Lymphom mit

villösen

Lymphozyten

• andere Lymphome


Material

B-Vorläufer-N eoplasien

Anteil

(% aller NHL)

Vorläufer B-lym phoblastische Leukäm ie

/ lym phoblastisches Lym phom


Material

Marker CLL Punkte Andere B-lymphoide

leukämisch verlaufende NHL

Oberflächen-

Immunglobulin

Punkte

Schwach 1 stark positiv 0

CD5 Positiv 1 Negativ (bis auf Mantelzell

Lymphom)+E39

CD23 Positiv 1 Negativ 0

CD79b/CD22 Schwach 1 stark positiv 0

FMC7 Negativ 1 Positiv 0

übliche Punktezahl CLL 4-5 Andere NHL 0-2

0


Material

Stadium Anteil Merkmale Med.

Überleben

A 52% Hb > 10 g/dl und

Thrombozyten > 100.000/µl

< 3 Regionen beteiligt

B 34% Hb > 10 g/dl und

Thrombozyten > 100.000/µl

> 3 Regionen beteiligt

C

Stadieneinteilung der CLL nach Binet

14%

kein Unterschied zur

Normalbevölkerung

6 Jahre

Hb < 10 g/dl und/oder

Thrombozyten < 100.000/µl 2 Jahre

Cervicale, axilläre oder inguinale Lymphknoten (gleichgültig, ob unilateral oder

bilateral), Milz und Leber zählen als eine "Region"


Material

T-Vorläufer-Neoplasien

Anteil

(% aller NHL)

Vorläufer T-lym phoblastische Leukäm ie (T-ALL)

/ T-lym phoblastisches Lym phom 1,7%

Reife (periphere) T-Zell- und NK-Zell-Neoplasien 7,6%

Leukäm isch verlaufend / dissem iniert

T-Zell Prolym phozyten-Leukäm ie

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