Aufrufe
vor 3 Monaten

ig_1-2017_ingoettingen

KULTUR [

KULTUR [ SONDERAUSSTELLUNG DER UNIVERSITÄT ] - PORTRÄT - ON/OFF. VOM NOBELPREIS UND DEN GRENZEN DER WISSENSCHAFT Dr. Joachim Baur ist Historiker und Kulturwissenschaftler mit breiter Erfahrung in der Kultur- und Ausstellungsarbeit. Für die Universität Göttingen hat er die Ausstellung „on/off. Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“ konzipiert, die zurzeit in der Göttinger Innenstadt im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa zu sehen ist. Wir sprachen mit ihm darüber, was es in der Ausstellung zu entdecken gibt. Herr Baur, worum geht es in der aktuellen Ausstellung? Es geht um die Geschichte, wie der Göttinger Physiker Stefan Hell im Jahr 2014 den Nobelpreis erhielt. Und dabei streifen wir ganz unterschiedliche Themenfelder: die Frage etwa, wie jemand zum Spitzenforscher wird – mit allen Hochs und Tiefs. Aber natürlich auch Hells wissenschaftliche Leistung: die Erfindung einer neuen, superscharfen Mikroskopie-Technik. Schließlich diskutieren wir auch die Möglichkeiten und Grenzen von Wissenschaft in unserer Gesellschaft. Was gibt es in der Ausstellung zu sehen? Viel und ganz Unterschiedliches! Wir starten mit einer raumgreifenden Videoprojektion, die die Besucher direkt am Ereignis der Nobelpreisverleihung teilhaben lässt. Neben persönlichen Objekten zur Karriere Stefan Hells und erklärenden Filmen zu seiner bahnbrechenden Forschung zeigen wir eine Auswahl sehr schöner alter Mikroskope aus den Göttinger Sammlungen – im direkten Kontrast zu einem supermodernen STED-Mikroskop von Stefan Hell. Wer will, kann hier auch Foto:Peter Heller selbst Hand anlegen. Hinzu kommen Interviews mit zahlreichen Göttinger Jessica Korschanowski führt jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat um 15 Uhr durch die Ausstellung. Eine „After-Work-Führung“ findet an jedem ersten Mittwoch im Monat um 17.30 Uhr statt. Um vorherige Anmeldung unter fuehrungen@on-off.unigoettingen.de wird gebeten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die einen kritischen Einblick in die Bedingungen und Grenzen wissenschaftlicher Arbeit geben. Was macht einen Ausstellungsbesuch in Ihren Augen lohnenswert? Ich denke, in der Ausstellung werden sehr facettenreiche Fragen aufgegriffen: Wie funktioniert das System Wissenschaft? Wie sieht es darin aus mit Konkurrenz und Anerkennung? Wie lassen sich scheinbar unüberwindliche Grenzen überschreiten? Das sind wichtige Debatten, weit über einzelne Disziplinen hinaus. Zudem ist die Ausstellung recht kreativ gestaltet, hoffentlich ganz unterhaltsam – und noch dazu kostenlos. ON/OFF. VOM NOBELPREIS UND DEN GRENZEN DER WISSENSCHAFT läuft noch bis bis zum 28. Mai 2017 Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, Erdgeschoss Dienstags bis sonntags, 12 bis 19 Uhr Weitere Informationen: www.uni-goettingen.de/on-off Führungen buchen: fuehrungen@on-off.uni-goettingen.de Foto:Jan Vetter Foto:Peter Heller 48 in

Foto:Hagen Schnauss GROSSMEISTER DES SCHALKS Rechtzeitig zum 30-jährigen Bühnenjubiläum stellt Deutschlands wahrscheinlich berühmtester Verb- Brecher, Silbenfischer und Vers-Sager, wie er sich gerne nennt, seine neuen Kreationen aus dem Flunkerbunker vor. Willy Astor ist ein Reimer, Sänger und außerdem begnadeter Gitarrist, der seine Kunst als Handwerk begreift. Seine Geschichten kommen wie immer aus seinem Einfallsreich, ohne Ghostwriter – und das spürt man bis in die letzte Reihe.(til) Am 02. April ist Willy Astor im Kulturforum Seesen zu Gast. Weitere Informationen: www.musik-kabarett-kleinkunst-seesen.de BLECHSCHADEN Foto:Agentur Blackbit & Mirko Plha Das vielfach ausgezeichnete Ensemble, unter anderem Gewinner des „Echo Klassik“ 2002 und 2010 und des „Bayerischen Kulturpreises“ 2010, das nicht weniger repräsentiert als die Blechbläser der Münchner Philharmoniker, kommt mit seinen CD-Einspielungen „Brassomania“ (1998), „Also brass Zarathustra“ (2009) oder „Up Frack Prämie“ (2010) so gar nicht klassisch daher und wird einer der Höhepunkte in der Gastspielreihe „Das Beste zum 30. Geburtstag“ sein. Die Blechbläser der Münchener Philharmonie beeindrucken mit ihrer hohen professionellen Musikalität ebenso wie mit ihrer großartigen Bühnenpräsenz, die der Schotte Bob Ross, quirlig-komödiantischer Dirigent des Ensembles, in besonderer Weise gestaltet. Die Musiker von „Blechschaden“ waren bereits 2004 und 2009 Bühnengäste des Kulturforums Seesen e.V. und sind echte Publikumslieblinge.(til) Am 23. April ist Blechschaden im Kulturforum Seesen zu sehen. Weitere Informationen: www.musik-kabarett-kleinkunst-seesen.de SO 02.04.2017 vs. Brose Bamberg | 18:00 Uhr | Arena MOO 17.04.2017 vs. MHP RIESEN Ludwigsburg | 18:00 Uhr | Arena DI 01.05.201705.2017 vs. Basketball Löwen Braunschweig | 15:30 Uhr | Es kann zu kurzfristigen Terminänderungen kommen. Infos zu den Heimspielen auf www.bggoettingen.de Arena