Aufrufe
vor 5 Monaten

ig_1-2017_ingoettingen

AUF EINE TASSE KAFFEE

AUF EINE TASSE KAFFEE MIT: DAGMAR PAIRAN + ROBIN KREIDE Uniformität, wie wir sie bei den Jungen ja schon lange kennen. Auf der anderen Seite haben wir dann die vermeintlich authentischen Alten in der Werbung. Die dürfen dann in einem scheinbar echten Interview über Hörgeräte und Schmerzsalben berichten und beteuern, wie gut die ihnen geholfen haben. Wir gewöhnen uns langsam daran, dass nicht immer alles „jung“ sein muss. Fakt ist doch aber, dass das Alter auch mit gesundheitlichen Einschränkungen verbunden ist. Pairan: Selbstverständlich. Und die haben wir auch seit unserer ersten Ausgabe angesprochen und thematisch aufgegriffen. Zum einen geht es dabei um Einschränkungen und Zipperlein, die man schon früh bekommt. Zum anderen beschäftigen wir uns aber auch immer wieder mit Themen, die mit Hochaltrigkeit verbunden sind. Denn viele unserer Leserinnen und Leser haben ja hochaltrige Eltern und müssen sich in der ein oder anderen Form um sie kümmern. Deshalb gehört zum Beispiel das Thema Pflege für uns selbstverständlich dazu. Wird die Zielgruppe von in göttingen heute anders als noch in der Anfangszeit wahrgenommen? Kreide: Während unsere Gesellschaft vor 10 Jahren noch ein wenig mit ihr gefremdelt hat, gewöhnen wir uns in meinen Augen langsam daran, dass nicht immer alles „jung“ sein muss. Einfach weil die Älteren prozentual immer mehr werden. Letzte Woche habe ich in einem Hotel in einer mittelgroßen deutschen Stadt übernachtet. Dabei habe ich mir an der Rezeption die dort ausliegenden touristischen Angebote angesehen. Ich war positiv überrascht. Es hat sich einiges getan. Während vor 10 Jahren noch viele Tourismusverantwortliche dachten, sie müssten unbedingt auch eine Downhill-Strecke für Mountainbiker einrichten, gibt es heute wirklich kreative Angebote, die auch Menschen Spaß machen, die nicht mehr Mitte zwanzig sind. Damit sind wir beim demografischen Wandel. Mit dem hat sich in göttingen ja auch von Anfang an beschäftigt? Pairan: Das stimmt. Als wir vor 10 Jahren angefangen haben, gewann das Thema gerade an Bedeutung. Wir haben dieses wachsende Bewusstsein dafür, dass unsere Gesellschaft altert, von Anfang an mitbegleitet und unter anderem den Blog www.goettingenlebtlaenger.de iniziiert. Wie gut gelingt es uns in der Region im Moment, die Folgen des Wandels positiv zu gestalten? Kreide: In der näheren Umgebung von Göttingen sind wir bis heute noch in einer Art Experimentierphase, weil der demografische Wandel hier bislang noch nicht so durchschlägt. Wir können hier in Ruhe über neue Wohnformen im Alter und Dorfläden nachdenken, wenn wir wollen. Wir können es aber auch lassen. Wenn wir in andere, dünner besiedelte Teile des Landkreises etwa Richtung Harz oder Solling schauen, ist die Lage schon eine ganz andere. Da liegt in vielen Dörfern bereits der Hund begraben, weil die Jungen weggezogen sind, und ein Dorfladen, den eine Bürgerinitiative im alten, vor Jahren aufgegebenen Dorfladen einrichtet, wäre als sozialer Treffpunkt geradezu überlebensnotwendig. Leider gibt es noch viel zu wenig derartige Initiativen in den betroffenen Dörfern. Was waren Ihre persönlichen Highlights in 10 Jahren in göttingen? Pairan: Als Medienpartner des Literarischen Zentrums Göttingen haben wir eine Lesung von Annette Pehnt begleitet. Im Zentrum ihrer Erzählung „Das Haus der Schildkröten“ steht eine ältere Im Alter hilft vor allem eines: Humor. Dame mit fortgeschrittener Demenz und ihre damit völlig überforderte Tochter im besten Alter. Wie Pehnt es schafft, die brüllend komischen Seiten an dieser eigentlich deprimierenden Konstellation zu beschreiben, ist einzigartig. Das Publikum und sogar die Autorin selbst konnten bei der Lesung befreit darüber lachen. Das hat mir wieder einmal gezeigt: Im Alter hilft vor allem eines: Humor. Kreide: Eines meiner Highlights waren unsere Interviews mit Paaren aus der Region, die sich im besten Alter über das Internet kennengelernt haben und bei denen daraus glückliche und lange Partnerschaften entstanden sind. Wir saßen für die Interviews in mehreren Wohnzimmern, und mir und unserem Fotografen wurde ganz warm ums Herz, als uns die Paare erzählten, wie sich ihre Beziehung entwickelt hat und wie sie die anfängliche Vorsicht, die jeder im Umgang mit Beziehungen hat, wenn er nicht mehr 17 ist, langsam über Bord geworfen haben, um sich aufeinander einzulassen. 8 in

10 JAHRE IN GÖTTINGEN [ GRUSSWORTE ] Lesen ist für mich die effektivste Methode, um Informationen gleichzeitig kompakt und aussagekräftig aufzunehmen. Nachrichten erschließe ich mir in der Regel in schriftlicher Form – am liebsten gedruckt, wahlweise auch online. Andere Medien will ich nicht missen, aber Zeitungen und Magazine bieten mir eine Grundversorgung an Information, Meinungsbildung und Unterhaltung. Zwei Dinge sind dabei unabdingbar: inhaltliche Vertrauenswürdigkeit und publizistische Vielfalt. Das Magazin in göttingen bereichert die regionale Medienlandschaft mit Aktuellem, Wissens- sowie Lesenswertem in einem ansprechenden Layout seit nunmehr 10 Jahren. Das GDA Wohnstift gratuliert zu diesem Anlass sehr gerne. Als langjährige Partner verbindet uns ein gemeinsames Interesse an Themen, die das Leben schön machen und zu denen Leser kompetente Informationen wünschen. Diese Gemeinsamkeit drückt sich in einem fachlichen Austausch aus, den wir zuletzt noch intensivieren konnten. Gerne stehen wir als Foto:Kreide Foto:GDA Foto:Privat Foto:Privat Für beides steht auch das Magazin in göttingen. Mit seinen Interviews, Berichten und vor allem gut aufbereiteten Servicethemen über und für Menschen im besten Alter ist es ein aktiver Begleiter des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in der Region. Ich gratuliere Verlag, Redaktion und Leserinnen und Lesern zu zehn Jahren in göttingen. Bernhard Reuter Landrat Landkreis Göttingen Hier sind wir unter uns – in göttingen. So heißt bekanntlich „das Magazin für alle im besten Alter“, das sein zehnjähriges Bestehen feiert. Ich gratuliere dazu im Namen unserer Stadt sehr herzlich. Meine Grußadresse gilt einer Publikation, die sich zielgenau an die Gruppe der über 50jährigen richtet und die sich seit ihrer Gründung schnell einen festen Platz in der Göttinger Medienlandschaft erobert hat. Es geht um lokale und regionale Informationen, Veranstaltungstipps oder Leserservice in einem Themenspektrum zwischen Kultur und Freizeit oder Gesundheit und Fitness – eben um alles, was die Menschen im besten Alter, zu denen ich inzwischen selbst zähle, wohl interessieren könnte. Die Mischung stimmt. Das gesuchte und geschätzte Lesepublikum findet sich in göttingen wieder. Gratulation und Kompliment! Ich wünsche Verlag und Redaktion weiterhin ein erfolgreiches publizistisches Wirken und allen Leserinnen und Lesern viel Freude bei der Lektüre. Rolf-Georg Köhler Oberbürgermeister der Stadt Göttingen größter Göttinger Anbieter zum Wohnen im Alter mit Rat zur Seite, wenn es um Neuerungen, etwa in der Pflege geht. Unsere Kulturveranstaltungen im Magazin abgebildet zu wissen, freut uns, denn in göttingen wertschätzt das Alter als eine aktive Lebensphase. Ich wünsche dem Magazin auch weiterhin viele Generationen-Leser/innen und Ausgaben gleichermaßen. Carsten Patowsky Stiftsdirektor des GDA Wohnstift Göttingen Unsere älteren Mitbürger sind umworben wie nie zuvor und sind über eine Wegweisung sehr dankbar. Keine andere Altersgruppe in unserer Gesellschaft verfügt über eine solch hohe Kaufkraft und die Zeit, das Geld auch auszugeben und benötigt dabei gleichzeitig eine neutrale Begleitung oder Unterstützung. Angebote, zugeschnitten auf Menschen im besten Alter in den Bereichen Gesundheit, Erholung und Wellness aber auch beim Ehrenamt sprießen wie Pilze aus dem Boden. Die Erschaffer von in göttingen haben dies frühzeitig erkannt und ein Medium zur besseren Orientierung umgesetzt. Mit fundierten Artikeln ist das Magazin in und um Göttingen zu einem wichtigen Informationsgeber geworden. Dabei ist es ihm immer gelungen, eine menschliche Note in Reportagen und Interviews einzubauen. Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch“ zu zehn erfolgreichen Jahren und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Jörg Schnitzerling Vorsitzender ASC Göttingen von 1846 e. V. in 9

ig_3-2016_web
in göttingen
ig_4-2016_web
ig_2-2017
in göttingen
ig_1-2016
in göttingen
in göttingen
50 JahreJung
in göttingen
in göttingen
Genießen Sie jetzt „Trüffel auf Pasta“ oder Meeres ... - GT-Info
alternovum.
in göttingen
alternovum.
Einzug leicht gemacht! - GDA Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe ...
Unser Leitbild - GDA Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe GmbH
wohnstift reppersberg - Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift
Übrigens – bei uns: Einzug leicht gemacht! - GDA Gemeinschaft ...
Aktiv und Gesund im Alter - GDA Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe ...
ja! Fettes und Fast Food - Evangelisches Krankenhaus Mülheim
Sept. - erlebnistermin
TIM_JAN_FEB_GESAMTneu
KURT 10/2016
Zum Europafest - Alsdorfer Stadtmagazin
Download - Hansestadt Greifswald
Pain Nurse – Konzepte und Maßnahmen - Bildungswerk Irsee
KURT 11/2016
in göttingen
alternovum.