300. AUKTION MODERNE KUNST 31. MAI 2011 - VAN HAM ...

van.ham.com

300. AUKTION MODERNE KUNST 31. MAI 2011 - VAN HAM ...

VANHAM

300. AUKTION

MODERNE KUNST

31. MAI 2011


Unsere Frühjahrsauktionen 2011

Alte Kunst 13. Mai 2011

Vorbesichtigung: 6.–11. Mai 2011

Schmuck und Uhren 13. Mai 2011

Vorbesichtigung: 6.–11. Mai 2011

Europäisches Kunstgewerbe 14. Mai 2011

Vorbesichtigung: 6.–11. Mai 2011

Moderne und Zeitgenössische Kunst 31. Mai +1.Juni 2011

Vorbesichtigung: 25.–29. Mai 2011

Photographie 10. Juni 2011

Vorbesichtigung: 4.–9. Juni 2011

Vorschau auf unsere Herbstauktionen 2011

Dekorative Kunst 19. Oktober 2011

Teppiche 29. Oktober 2011

Alte Kunst 18. November 2011

Europäisches Kunstgewerbe &Schmuck 19. November 2011

Moderne und Zeitgenössische Kunst 1. Dezember 2011

Photographie 7. Dezember 2011

Einlieferungen von Sammlungen, Nachlässen und Einzelstücken

sind bis zwei Monate vor den Auktionen möglich.

Unsere Experten informieren Sie gerne über die aktuelle Marktsituation

und geben Ihnen kostenlose Einschätzungen für Ihre Kunstwerke.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf, Ihre E-Mail bzw. Ihre Post.


MODERNE KUNST

300. AUKTION

31. MAI 2011


VORBESICHTIGUNG

PREVIEW:

25. BIS 29.

MAI 2011


GEMÄLDE

AQUARELLE

ZEICHNUNGEN

SKULPTUREN

GRAPHIKEN

MULTIPLES

PAINTINGS

WATERCOLOURS

DRAWINGS

SCULPTURES

PRINTS

MULTIPLES


So finden Sie uns

Unsere Adresse |our address:

Schönhauser Straße 10–16

50968 Köln (Cologne), Germany

Telefon +49 221·925862-0

Telefax +49 221·925862-4

E-Mail: info@van-ham.com

Internet: www.van-ham.com

Eine detaillierte Wegbeschreibung

finden Sie auf unserer Homepage

unter „Anfahrtsplan“.

Please see our homepage under

„How to find us“ for detailed directions.

Großzügige Parkmöglichkeiten auf

dem Grundstück.

Parking spaces available on our

premises.

4

Magnusstr.

St.-Apern-Str.

Zeughausstr.

Burgmauer

Neumarkt

City

Rheinauhafen

Messe


Katalogbearbeitung

Robert van den Valentyn

Tel. 0221 925862-19

r.valentyn@van-ham.com

Honor Westmacott

Tel. 0221 925862-35

h.westmacott@van-ham.com

Hellei Salehi

Tel. 0221 925862-22

h.salehi@van-ham.com

Elisabeth Bonse

Tel. 0221 925862-62

e.bonse@van-ham.com

Nina Barge

Tel. 0221 925862-39

n.barge@van-ham.com

Barbara Töpper

Digitale Photographie: Sas˘a Fuis

Digitale Bildbearbeitung: Dr. Andreas

Pohlmann und Mathias Pohlmann

Fotos der Experten:

Edgar R. Schöpal, Düsseldorf

Satz:

MWK Zimmermann &Hähnel GmbH,

Köln

Druck: PEIPERS –DruckZentrum KölnWEST

Auktionatoren

Markus Eisenbeis, öffentl. best. und

vereidigter Kunstversteigerer

Robert van den Valentyn

Kunstversteigerer

Unser Service

Katalogbestellungen:

Margit Zacharias |Tel. 0221 925862-10

m.zacharias@van-ham.com

Buchhaltung:

Guido Neuheisel |Tel. 0221 925862-58

g.neuheisel@van-ham.com

Sekretariat:

Hannelore Block |Tel. 0221 925862-13

h.block@van-ham.com

Warenausgabe:

Henryk Kowoll |Tel. 0221 925862-23

h.kowoll@van-ham.com

Rechnungen:

Marita Grimm |Tel. 0221 925862-21

m.grimm@van-ham.com

Schriftliche/telefonische Gebote:

Anja Bongartz |Tel. 0221 925862-17

a.bongartz@van-ham.com

Marita Grimm |Tel. 0221 925862-21

m.grimm@van-ham.com

Koordination Versand:

Anja Bongartz |Tel. 0221 925862-17

a.bongartz@van-ham.com

Termine

Öffnungszeiten der Vorbesichtigung

Opening hours during the preview:

25. Mai bis 29. Mai 2011

Mittwoch -Freitag 10 bis 18 Uhr

Samstag 10 bis 16 Uhr

Sonntag 11 bis 16 Uhr

Ablauf der Auktion

Timetable of the sale

Dienstag, 31. Mai

Zeitgenössische Kunst ab 10.00 Uhr

Nr. 001 –327

Moderne Kunst ab 14.30 Uhr

Nr. 330 –544

Mittwoch, 1. Juni ab 10.00 Uhr

Moderne und Zeitgenössische Kunst

Schätzpreise bis €1.500

Nr. 550 –972

Unsere Geschäftszeiten nach der

Auktion | Our business hours after

the sale:

Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr

Samstag 10 bis 13 Uhr

5


K.O. Götz, 1992 (Foto: Christoph Kreutzenbeck)

In enger Zusammenarbeit mit der K.O. Götz und Rissa-Stiftung

planen wir zum Ende des Jahres 2013 die Herausgabe des

Werkverzeichnis der Gemälde von K.O. Götz

Wir bitten hiermit alle Sammler und Museen um die Meldung

Ihrer Gemälde von K.O. Götz. Vertraulichkeit wird zugesichert.

Alle Meldebögen sind als Download auf unserer Homepage

oder auf Wunsch auch gerne per Postversand erhältlich.

Birkenweg 24 -64295 Darmstadt

www.stiftung-informelle-kunst.de

info@stiftung-informelle-kunst.de

Fax: 06151 /391 56 255

STIFTUNG

INFORMELLE KUNST


Inhalt | Content

Zeitgenössische Kunst Nr. 001 – 327

Moderne Kunst Nr. 330 – 544

Schätzpreise unter €1.500 Nr. 550 – 972

Am Ende des Kataloges finden Sie

Youwill find at the end of the catalogue:

Künstlerindex | Index of artists

Geschäftsbedingungen | Conditions of sale

7


Käufe

Unsere Geschäftsbedingungen finden Sie

am Ende des Katalogtextes.

Katalogversand

Wir schicken Ihnen gerne unseren aktuellen

Katalog zu, den Sie übers Internet

(www.van-ham.com) oder telefonisch

unter 0221· 925862-10 bestellen und per

Kreditkarte oder per Lastschrift (nur

Deutschland) bezahlen können. Auf gleichem

Wege können Sie auch ein Katalogabonnement

bestellen.

Vorbesichtigung

Während unserer Vorbesichtigung sind

sämtliche zum Aufruf kommenden

Gegenstände in unseren Räumen zu

besichtigen. Für Fragen stehen Ihnen

unsere Experten zur Verfügung.

Schriftliche/telefonische Gebote

Bitte beachten Sie, dass Gebote schriftlich,

per Fax oder über unseren Online-

Katalog, spätestens 24 Stunden vor Auktion,

bei uns eintreffen müssen, da wir

sonst deren Ausführung nicht zusichern

können. Die angegebenen Höchstgebote

werden nur so weit in Anspruch genommen,

bis die Mindestpreise erreicht oder

durch einen Saalbieter bzw. andere

schriftliche Aufträge überboten sind. Bei

Schätzpreisen ab €250 haben Sie auch

die Möglichkeit, telefonisch mitzusteigern.

Ausruf und Steigerung

Die im Katalog aufgeführten Objekte

werden ca. 20 %unterhalb des Schätzpreises,

damit i.d.R. unterhalb des Limits,

ausgerufen. Gesteigert wird inmax. 10 %-

Schritten, wobei sich der Auktionator

Abweichungen vorbehält.

Aufgeld

Auf den Zuschlag wird ein Aufgeld von

25 %auf die ersten €50.000 und auf

die darüber hinausgehenden Beträge von

22 %inkl. MwSt. (ohne Ausweis)

berechnet. Bei Objekten, die im Anhang

des gedruckten Kataloges als regelbesteuert

vermerkt sind, wird auf den

Zuschlag ein Aufgeld von 19 %auf die

ersten €50.000 und auf die darüber hinausgehenden

Beträge von 16 %berechnet.

Auf die Summe von Zuschlag und

Aufgeld wird hierbei die gesetzliche

Umsatzsteuer von z.Zt. 7%(Gemälde,

Zeichnungen, Skulpturen, Graphiken,

etc.) bzw. 19%(Kunstgewerbe, Möbel,

Stand: 1.10.2010

8

Schmuck/Uhren, Teppiche, Siebdrucke,

Offsets, Photographien etc.) erhoben.

Für Personen, die vorsteuerabzugsberechtigt

sind, besteht generell die Möglichkeit

des MwSt.-Ausweises. Wir bitten

um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung.

Folgerechtsumlage

VAN HAM ist gemäß §26UrhG zur Zahlung

einer gesetzlichen Folgerechtsgebühr

auf den Verkaufserlös aller Originalwerke

der bildenden Kunst und der Photographie

verpflichtet, deren Urheber

noch nicht 70 Jahre vor dem Ende des

Kalenderjahres des Verkaufs verstorben

sind. Der Käufer ist an dieser Gebühr mit

1%auf den Zuschlag beteiligt.

Zahlung

Käufe müssen in bar, mit Scheck oder

mit EC-Karte während der Auktion bzw.

bis spätestens zwei Wochen nach Rechnungsstellung

bezahlt werden. Während

oder unmittelbar nach Auktion ausgestellte

Rechnungen unterliegen der

Nachprüfung und können berichtigt

werden. Bei Überweisungen oder Zahlungen

in anderer Währung gehen Kursverlust

und Bankspesen zu Lasten des

Käufers. Bei Zahlungsverzug können auf

den Rechnungsbetrag Zinsen in Höhe

von 1%pro angebrochenen Monat

berechnet werden.

Abholung

Bezahlte Objekte können während der

Auktion abgeholt werden. Bei späterer

Abholung bitten wir um kurze Nachricht,

um Wartezeiten zu vermeiden. Objekte,

die nicht spätestens drei Wochen nach

Rechnungslegung abgeholt wurden,

können auf Kosten des Käufers eingelagert

werden.

Export

Vonder Mehrwertsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen

in Drittländer (d.h. außerhalb

der EU) und –bei Angabe der MwSt.ldentifikations-Nr.

–auch an Unternehmen

in anderen EU-Mitgliedstaaten. Nehmen

Auktionsteilnehmer ersteigerte Gegenstände

selber in Drittländer mit, wird

ihnen die MwSt. erstattet, sobald dem

Versteigerer der Ausfuhr- und Abnehmernachweis

vorliegen. Bei Ausfuhr aus der

EU sind das Europäische Kulturgüterschutzabkommen

von 1993 und die Unesco-Konvention

von 1970 zu beachten.

Versand/Zoll

Nach Erhalt einer schriftlichen Versandanweisung

wird der Versand bestmöglich

durchgeführt und auf Wunsch versichert.

Bei einem Versand in ein Nicht-EU-Land

ist bei einem Gesamtwarenwert ab

€1.000 die Vorlage von Ausfuhrgenehmigungen

beim Zoll zwingend erforderlich.

Für die Erstellung dieser Papiere

berechnen wir €25.

Auktionsergebnisse

Auktionsergebnisse werden in Echtzeit in

den Onlinekatalog übertragen. Diese

bedürfen der Nachprüfung und sind

ohne Gewähr. Auf Wunsch schicken wir

Ihnen Ergebnis- und Restantenlisten zu.

Ab dem ersten Werktag nach Auktion

können Sie bei uns die Ergebnisse erhalten

und unter www.van-ham.com einsehen

(Telefon: 0221· 925862-0).

Nachverkauf

In der Woche nach der Auktion können

die unverkauften Objekte bei uns besichtigt

und zum Schätzpreis plus Aufgeld

erworben werden.

Ein Euro entspricht 1,41 US $bei den

Schätzpreisen.

Am Ende des Kataloges finden Sie

Künstlerindex

Geschäftsbedingungen

Einlieferungsverzeichnis

Liste der regelbesteuerten Objekte


Purchases

Please find our General Terms and Conditions

at the end of this catalogue.

Catalogue mailing

We will be happy to send you our latest

catalogue which you may order by telephone

+49 221· 925862-0 or via our

home page (www.van-ham.com) and pay

by credit card. Youmay also order acatalogue

subscription.

Preview

All items to be auctioned may be inspected

at our premises during our preview.

Our experts will be available for any

questions you might have.

Commission/telephone bids

Please note that written or faxed bids or

bids via our online catalogue must be

received at least 24 hours before the

auction commences. Otherwise we will

not be able to warrant consideration.

The stated maximum bid will only be

exploited until the reserve has been

achieved or abidder at the auction resp.

other written quotations are outbid. On

lots with estimates exceeding €250 you

are also able to bid by telephone.

Offer for sale and auctioning

The objects listed in the catalogue will be

offered for sale approximately 20 %

below the estimated price i.e. usually

below the reserve. Auctioning will progress

in max. 10 %-steps; the auctioneer

reserves the right to deviations.

Buyers premium

For objects sold under the margin scheme

abuyers premium of 25 %onthe first

€50,000 and 22 %onall monies in

excess thereof including VAT will be

added on the bid award. Lots which are

listed in the appendix to be sold with

VAT are calculated in line with standard

taxation, i.e. statutory turnover tax is

levied on the bid price plus 19 %premium

on the first €50,000 and 16 %on

all monies in excess thereof. VAT currently

amounts to 19 %(Objet d’arts, furniture,

jewellery, carpets, silkscreens, offsets,

photographs, etc.) i.e. 7%(paintings,

drawings, prints, sculptures, etc.). Dealers

who are entitled to prior-tax deduction

generally have the option of regular

taxation. We kindly request these dealers

to inform us before invoicing.

Stand: 1.10.2010

Artist’s Resale Right

In accordance with §26ofthe German

Copyright Law /UrhG VAN HAM is legally

obligated to pay droit de suite (artist’s

resale right) on all original works of art

as well as original photographic works,

whose authors have not been deceased

at least 70 years before the end of the

legal year of purchase. The buyer is currently

required to contribute 1%ofthe

hammer price for this purpose.

Payment

Purchases must be paid in cash, by cheque

or EC card during the auction resp.

two weeks after invoicing at the latest.

Invoices made during or immediately

after the auction are subject to review

and may be corrected.

In case of remittance or payment in other

currencies, exchange losses and bank

expenses gotothe account of the purchaser.

Incase of payment delay, interest

to the amount of 1%per started month

may be added to the invoice total.

Pick-up

Paid objects may be picked up during the

auction. In case of pick-up at alater

date, we kindly request notification in

order to avoid waiting times. Objects not

picked up three weeks after invoicing at

the latest may be stored at the purchaser’s

expenses.

Export

Exports to third (i.e. non-EU) countries

will be exempt from VAT, and so will be

exports made by companies from other

EU member states if they state their VAT

identification number. Persons who have

bought an item at auction and export it

as personal Luggage to any third country

will be refunded the VAT assoon as the

form certifying the exportation and the

exporter’s identity has been returned to

the auctioneer. Our staff will be glad to

advise you on the export formalities.

Export to countries outside the European

Community is subject to the restrictions

of the European Agreement for the Protection

of Cultural Heritage from 1993

and the Unesco conventions from 1970.

Shipment/Export licence

Upon receipt of awritten shipment notification,

shipment will be made to the

best conditions possible and will be insured

upon request. For shipment to a

NON-EU-country in case of invoices of

more than €1,000 export documents

have to be presented at costumes which

we will prepare for your for afee of €25.

Auction results

Auction results are transferred in real

time to the online catalogue. No responsibility

is taken for the correctness of the

results. List of results and unsold items

will be mailed upon request. Starting the

first workday after the auction, you may

enquire about the results and find them

at www.van-ham.com (telephone:

+49 221· 925862-0).

After sale

Starting the first day after the auction,

the unsold objects may be inspected at

our premises and may be purchased at

the estimate plus premium.

One Euro isequivalent to 1,41 US $

concerning the estimates.

Youwill find at the end of the

catalogue:

Index of artists

Conditions of sale

List of Consignors

List of Objects sold with VAT

9


Erläuterungen zum Katalog

Maßangaben

Maßangaben gelten in folgender Reihenfolge: Höhe, Breite,

Tiefe; sie werden in cm angegeben; Maße für graphische Blätter

beziehen sich auf die Darstellungsgröße, bzw. bei Radierungen

und Kupferstichen auf die Plattengröße sofern nicht

anders angegeben ist. Maßangaben in Klammern „()“beziehen

sich auf die Blattgröße.

Skulpturen

Künstlerangaben und Datierungen bei Skulpturen beziehen

sich auf die geistige Urheberschaft des Modells, die Ausführungen

können auch posthum entstanden sein. Größenangaben

in cm werden ohne Sockel angegeben.

Allgemeine Angaben

Die Beschreibung der Kunstwerke wurde mit größter Sorgfalt

vorgenommen. Wesentliche Mängel sind im Katalog erwähnt.

Der Zustand der Objekte wird immer in der Schätzung berücksichtigt.

Zustand

Da die Katalogtexte i.d.R. keine Angaben über den Zustand

von Medium, Träger und Rahmen enthalten, erteilen wir

Ihnen gerne weitere Informationen auf Anfrage. Für Rahmen

kann keine Haftung übernommen werden.

Name ohne Zusatz Unserer Meinung nach zweifelsfrei ein

Werk des angegebenen Künstlers.

zugeschrieben Unserer Meinung nach wahrscheinlich in

Gänze oder in Teilen ein Werk des angegebenen Künstlers.

Werkstatt/Schule Unserer Meinung nach aus der Werkstatt

des angegebenen Künstlers, vermutlich unter seiner Aufsicht.

Umkreis Unserer Meinung nach ein zeitgenössisches Werk,

das den Einfluss des angegebenen Künstlers zeigt.

nach Unserer Meinung nach eine Kopie eines Werkes des

angegebenen Künstlers.

Titel in „…“ Unserer Meinung nach ist das Werk von der

Hand des Künstlers betitelt.

signiert/datiert Unserer Meinung nach ist das Werk von der

Hand des Künstlers signiert und/oder datiert.

bezeichnet Unserer Meinung nach ist das Werk von anderer

Hand signiert/datiert.

Stand: 1.4.2010

10

Explanations to the Catalogue

Measurements

Measurements are valid as follows: height, width, depth; they

are given in cm; measures of graphical works refer to the actual

size of the representations; respectively the plate size for

etchings and engravings as far as not mentioned otherwise.

Measurements in brackets „( )“ refer to the paper size.

Sculptures

Indication ofthe artist and date refer to intellectual authorship of

the model; the work may also have been executed after the artist's

death. Size is stated in centimeters excluding base.

General references

The description of the works of art has been given greatest care.

The main deficiencies are mentioned in the catalogue. The condition

of the objects is always being considered in the estimated

price.

Condition

Since the catalogue text normally contains no particulars about

the condition of medium,substrate and frame, we will be happy

to provide you further information upon request. No liability can

be accepted for frames.

Name without addition In our opinion undoubtedly awork of

the stated artist.

zugeschrieben (attributed) In our opinion probably wholly or

partly awork of the stated artist.

Werkstatt/Schule (workshop/school) In our opinion from the

workshop of the stated artist, presumably under his supervision.

Umkreis (circle) In our opinion acontemporary work showing

the influence of the stated artist.

nach (after) In our opinion acopy of awork of the stated artist.

Title in “…” In our opinion the work was personally titled by the

artist.

signiert/datiert In our opinion the work was personally signed

and/or dated by the artist.

bezeichnet In our opinion the work was signed/dated by

someone else later.


Einlieferung

Schätzungen

Wir geben Ihnen gerne kostenlose und unverbindliche mündliche

Schätzungen für Ihre Objekte, die Sie während unserer

Geschäftszeiten präsentieren.

Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, persönlich zu kommen,

geben wir gerne eine Schätzung an Hand von Photos, die Sie

uns bitte mit zusätzlichen Informationen über Größe, Signaturen,

Zustand etc. per Post oder Email zuschicken.

Bei größeren Sammlungen kommen unsere Experten auch gerne

auf Wunsch zu Ihnen nach Hause.

Provision

Unsere Provision beträgt 15% vom Zuschlagpreis, bzw. 20% bei

Zuschlägen bis €2.000. Sollte ein Objekt unverkauft bleiben,

entstehen für Sie keine Bearbeitungs- bzw. Versicherungskosten.

Folgerechtsumlage

Der Einlieferer ist gemäß §26UrhG zur Zahlung einer gesetzlichen

Folgerechtsgebühr auf den Verkaufserlös aller Originalwerke

der bildenden Kunst und der Photographie verpflichtet,

deren Urheber noch nicht 70 Jahre vor dem Ende des

Kalenderjahres des Verkaufs verstorben sind.

Der Einlieferer wird für diese Gebühr pauschal mit 1% vom

Hammerpreis, ggf. zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer, belastet

und ist damit von der eigenen Verpflichtung zur Zahlung des

Folgerechts befreit.

Abbildungen

Die Kosten für Farbabbildungen sind gestaffelt nach Größe (von

€50bis 250 netto).

Transport

Gerne organisieren wir Ihnen günstige Transporte auf Anfrage.

Versicherung

Die uns anvertrauten Gegenstände sind auf unsere Kosten versichert.

Restaurierung

Wir vermitteln Ihnen fachgerechte Restaurierungen, die bei

Verkäufen empfehlenswert erscheinen.

Abrechnung

Fünf bis sechs Wochen nach Auktion erhalten Sie Ihre Abrechnung

zusammen mit einem Verrechnungsscheck, vorbehaltlich

des Zahlungseingangs vom Käufer. Für andere Zahlungsmethoden

bitten wir um kurze Nachricht.

Markus Eisenbeis

pers. haft. Gesellschafter,

öffentl. best. u. vereidigter Kunstversteigerer

Stand: 1.10.2010

Consignment

Estimates

We will gladly give you free and non-committal verbal estimations

for your objects, which you may bring onto our premises

during our business hours.

Should you be unable to come personally, wewill gladly mail

you an estimate based upon photographs which you kindly

will send to us by post or email along with additional information

on size, signatures, condition, etc.

For larger collections, our experts will also visit you at home,

if you wish.

Commission

Our commission is 15% of the hammer price resp. 20% in

case of ahammer price up to €2,000. Should an object not

be sold, you will not incur any handling resp. insurance cost.

Artist’s Resale Right (Droit de Suite)

In accordance with §26ofthe German Copyright Law/UrhG

the consigner is legally obligated to pay droit de suite (artists’

resale rights) on all original works of art as well as original

photographic works, whose authors are not dead or did not

decease 70 years before the end of the legal year of purchase.

The consignor is currently required to contribute 1% of the

hammer price plus statutory VAT, if applicable, for this purpose

and is therefore released from all personal obligations to pay

the droit de suite.

Illustrations

The illustration costs for colour are graduated depending

upon size (from €50and 250 net).

Transport

We will gladly take over pick-up including packaging of your

items to be brought to our premises. Please enquire about

our favourable conditions also for acollect transport. In case

of visits to your house, we will gladly transport your items to

be brought to our premises to the extent possible free of

charge.

Insurance

The items entrusted to us will be insured at our expenses.

Restoration

We will procure favourably-priced restoration services for

you, which appear recommendable for sales.

Accounting

Five to six weeks after the auction you will receive your

settlement statement together with acollection-only check

subject to receipt of payment from the buyer.

Please inform us of any other desired payment modes.

Markus Eisenbeis

General Partner, Managing Director

public sworn auctioneer

11


MODERNE KUNST

14.30 UHR

Moderne und Zeitgenössische Kunst

Unsere Experten (v.l.n.r.):

Honor Westmacott

Robert van den Valentyn

Hellei Salehi


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

330

331

14

Adrion, Lucien

1889 Straßburg -1953 Paris

330 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Selbstbildnis. Öl auf Leinwand. 26,5 x19cm. Signiert unten

rechts: Adrion.

Altmann, Alexander

1878 Terlitza -1932 Paris

331 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Landschaft in Bougival. 1909. Öl auf Rupfen. 66 x81cm.

Signiert unten links: Alexander Altmann. Rahmen.

Verso auf dem Keilrahmen befindet sich ein altes Klebeetikett

mit Angaben zum Künstler und Gemälde.

Archipenko, Alexander

1887 Kiew -1964 New York

332 | $11.280 -16.920 /€8.000 -12.000

Sitzender weiblicher Akt. Um 1920. Farbkreiden auf festem,

mehrschichtigen Karton. 56 x38cm. Signiert unten rechts:

Archipenko. Modellrahmen.

Retuschierter Oberflächenverlust (ca. 0,5cm breit) über die

gesamte Höhe des Blattes.

Provenienz (nach Angaben des Einlieferers):

Alexander Archipenko (Großneffe des Künstlers),

Sankt Petersburg

Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen


332

15


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

333

Balwé, Arnold

1898 Dresden -1983 Prien

333 | $42.300 -49.350 /€30.000 -35.000

„Eisflösser am Chiemsee“. Öl auf Leinwand. 76 x110cm.

Signiert unten links: Balwé. Nochmals signiert sowie betitelt

verso auf der Leinwand oben links: Arnold Balwé/ Eisflösser

am Chiemsee. Rahmen.

Der niederländische Maler Arnold Balwé ist ein Kosmopolit.

Seine frühen Jugendjahre verbringt er in Durwan, britisch

Südafrika, seine Schulausbildung macht er in Bayern. Das

Kunststudium beginnt er dann 1920 an der Akademie in

Antwerpen. Im folgenden Jahr hält er sich zu Studienzwecken in

Italien auf. Schließlich besucht er von 1922 bis 1927 die Klasse

von Karl Caspar an der Münchner Akademie. Hier erhält er mehrere

Auszeichnungen, darunter der Alexander-von-Humboldt-

Preis. Er wird Mitglied der „Neuen Sezession“ und ist 1946

Mitbegründer der „Neuen Gruppe“. Immer wieder unternimmt

Balwé „Malreisen“, die ihn nach Holland, England, Frankreich,

Spanien und Italien führen. Seine Heimat jedoch findet er in

Fries am Chiemsee, wo er seit 1927 ansässig ist.

16

Charakteristisch für Balwés Bilder sind eine kräftige, pastose

Farbgebung und ein vitaler Pinselstrich. Er „liebt starke Farben

und den Kontrast von Licht und Schatten. Was ersieht, reißt er

kraftvoll an sich, und seine Freude, seine Erlebnisfähigkeit am

Erschaubaren hat eine Spannweite, die kein Verharren in einigen

wenigen Motiven kennt. Die attische Inselwelt, die Provence,

holländische Grachten und die Chiemseelandschaften ziehen ihn

in gleicher Weise an –doch er gibt jedem Bildvorwurf das

spezifische Gepräge. Immer kommt es zu einer klaren Aussage,

zu einem herzhaften, man möchte sagen urwüchsigen Zeugnis,

und dabei wird auch Balwés im gewissen Sinn naive Gläubigkeit

gegenüber der Schöpfung deutlich.“ (Sailer, Anton: Der Maler

Arnold Blawé, in: Ausst.-Kat. Arnold Balwé, Kunstverein

Ludwigshafen am Rhein 1970, S. 3)


Barlach, Ernst

1870 Wedel -1938 Rostock

334 |$28.200 -35.250

€20.000 -25.000

Das frierende Mädchen. 1916

(Entwurf). Bronze, braun patiniert.

49 x13,5 x13cm. Eines von 25

Exemplaren. Signiert auf der Plinthe:

E. Barlach. Sowie auf der hinteren

Plinthenkante Gießerstempel H. Noack

Berlin.

Literatur:

Laur, Elisabeth: Ernst Barlach, Das

plastische Werk, Band II, Güstrow 2006,

Nr. 243.

Zur Zeit der Entstehung der Bronze "Das

frierende Mädchen" führten Ernst Barlach

viele Aufträge in den Norden

Deutschlands, wo er die mittelalterliche

Kunst genau studierte. Die Auseinandersetzung

mit dieser Zeit schlägt sich

besonders in seinen Plastiken wieder.

Der Besuch des Güstrower Doms mit

seinen spätgotischen Apostelfiguren in

den Seitenschiffen imponierte ihm besonders.

Dieser Einfluss der kubisch geformten

Gewänder findet sich in der Skulptur

„Das frierende Mädchen“ aus dem Jahr

1916 wieder. Besonders interessant ist

hier das Nichtzeigen der Hände, welche

unter dem Gewand versteckt werden;

diese künstlerische Ausführung unterstützt

besonders den zu vermittelnden

Eindruck des Frierens der Figur.


Bauer, Rudolf

1889 Lindenwald -1953 Deal/New Jersey

335 | $352.500 -423.000 /€250.000 -300.000

Triptych Symphony: Third Movement. 1930-1934. Öl auf

Leinwand. 130 x155,5cm. Stempel des Künstlers verso auf dem

Keilrahmen: R. BAUER/DAS GEISTREICH/DIE BAUTOKRATIE/

An der Heerstraße 7/Berlin-Charlottenburg. Rahmen.

Provenienz:

Solomon Guggenheim Collection, New York

Leonard Hutton Gallery, New York (Etikett)

Privatsammlung Norddeutschland.

Ausstellungen:

Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Collection ofNon-

Objective Paintings, New York 1939, Kat.-Nr. 134.

Literatur:

Vail, Karole (Hrsg.): The Museum of Non-Objective Paintings -

Hilla Rebay and the Origins of the Solomon R. Guggenheim

Museum, New York 2009, Abb. 22 S. 39, Abb. 46 S. 65, Abb.

100 S. 161

Ausst.-Kat.: Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim

Collection ofNon-Objective Paintings, New York 1939, Kat.-Nr.

134, Abb. S. 4(hier als rechte Tafel gemeinsam mit den beiden

anderen Gemälden des Triptychons gezeigt).

Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Kunst gelangt Rudolf

Bauer Anfang der 1920er Jahre zueiner expressiven, lyrischen

Abstraktion. Mit ihr findet er ein neues malerisches Vokabular,

um weniger der äußeren, materiellen Welt Ausdruck zu verleihen,

als vielmehr seiner spontanen Erfindungsgabe und seiner

inneren, spirituellen Natur. Seine Gemälde „waren in ihrer

Farbigkeit bewundernswert und subtil und halfen, die Menschen

in die abstrakte Kunst einzuführen. Wir hatten keine Künstler in

jenen frühen Jahren, deren Werk bei dem Publikum imallgemeinen

soviel Anklang und Ansprache fand.“ (Katherine S.

Dreier 1949; neben Man Ray und Marcel Duchamp ist sie

Mitbegründerin der Société Anonyme 1920 in New York).

Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, arbeitet Bauer als

Karikaturist für Magazine und Tageszeitungen. Auf diese Weise

lernt er 1912 den Berliner Kunsthändler und Verleger Herwarth

Walden kennen, der ihn als „Maler der absoluten Form und

Farbe“ sehr schätzt. Zu den Künstlern, die Walden vertritt,

gehören der von Bauer sehr verehrte Wassily Kandinsky –erst

1930 begegnen sie sich –sowie u.a. Franz Marc und Paul Klee.

Es kommt zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit: Bis 1921 ist

Bauer für Waldens Zeitschrift „Der Sturm“ tätig und wird Lehrer

an der „Sturm“-Schule. Zudem zeigt er 1915 erstmals in der

„Sturm“-Galerie seine Werke in einer Gruppenausstellung. 1917

folgt hier dann die erste Einzelausstellung mit 120 Arbeiten.

In diesem Jahr begegnet Bauer der deutschen Malerin Hilla von

Rebay, mit der ihn eine lebenslange Freundschaft verbindet.

Beide sind 1918 Mitbegründer der „Novembergruppe“ und

1920 der Künstlervereinigung „Der Krater“. Gemeinsam gründen

sie 1929 „Das Geistreich“, das Museum für

Gegenstandslose Malerei in Berlin, in dem sie Bauers Arbeiten

wie auch die der anderen Künstlerfreunde der Öffentlichkeit

zugänglich machen. In den nun folgenden Jahren verändert

Bauer seine malerische Ausdrucksweise. Wohl inspiriert von dem

18

modernistischen und funktionalen Stil der Bauhaus-Künstler und

der Russischen Konstruktivisten, eignet er sich eine geometrische

Formensprache an.

Von Rebay ist es, die Solomon R. Guggenheim, den sie während

einer USA-Reise 1927 kennenlernt (etwa zehn Jahre später wird

sie Gründungsdirektorin der Guggenheim-Sammlung), mit den

Werken Bauers bekannt macht. 1930 treffen sich beide erstmals

persönlich inDeutschland. Der amerikanische Magnat erwirbt

einige Bilder des Malers und wird ein begeisterter Sammler und

Förderer dessen Kunst. Bald erhalten Bauers Bilder einen zentralen

Platz in der Sammlung Guggenheims. So werden 1936

sechzig Werke in der Ausstellung „Solomon R. Guggenheim

Collection“ im Gibbes Museum of Art in Charleston präsentiert,

die in der Folgezeit inzahlreichen Städten der USA zu sehen ist.

Gleichzeitig werden 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“

in München Bauers Arbeiten zur Schau gestellt. Von den

Nationalsozialisten verfolgt, wird erimJahr darauf für einige

Monate inhaftiert. Mit Hilfe von Rebay und Guggenheim kann

er frei kommen und emigriert 1939 in die USA. Bauer kehrt

nicht mehr in sein Heimatland zurück.

Wie sehr Guggenheim die Kunst Bauers bewundert, zeigt, dass

er das hier vorgestellte großformatige Gemälde in seinem privaten

Schlafzimmer aufhängen ließ (vgl. Abb.). Der Titel „Triptych

Symphony: Third Movement” verweist auf ein ursprünglich dreiteiliges

Werk. Auf einer Abbildung imKatalog zur legendären

Ausstellung „Art of Tomorrow“, 1939, –die erste Präsentation

der Solomon R. Guggenheim Foundation in New York –ist

unsere Arbeit als rechter Teil des Triptychons zu sehen (vgl.

Ausst.-Kat. New York 1939, Abb. S. 4).

Solomon R. und Irene Guggenheims Haus in Port

Washington, Long Island, NY, mit Rudolf Bauers „Triptych

Symphony: Third Movement“


335

19


Bauer, Rudolf

1889 Lindenwald -1953 Deal/New Jersey

336 | $169.200 -197.400 /€120.000 -140.000

Yellow Circle. 1915. Öl auf Leinwand. 55 x45cm. Signiert

unten rechts: Rudolf Bauer. Auf dem Keilrahmen mit Stempel:

Das Geistreich. R. Bauer. Ander Heerstraße 70. Charlottenburg-

Westend. Sowie verso Ausstellungsetikett des Salomon R.

Guggenheim Museum, New York, mit Nummerierung FN#2.

Rahmen.

Provenienz:

Das Geistreich, R. Bauer, Heerstraße 7,Berlin-Westend (Stempel

auf dem Keilrahmen)

Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Collection ofNon-

Objective Paintings, New York 1939, Kat.-Nr. 2

Privatsammlung, USA.

Literatur:

Ausst.-Kat.: Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim

Collection ofNon-Objective Paintings, New York 1939,

Kat.-Nr. 2,Abb. S. 73.

Das Schaffen des Malers, Schriftstellers, Philosophen und

Musikers Rudolf Bauer ist geprägt von größter Produktivität. So

umfasst z.B. sein malerisches Œuvre: satirische Zeichnungen;

lebendige Porträts; expressive Darstellungen weiblicher Akte;

kleine aber kraftvolle „Gefängnis“-Zeichnungen; kubistische,

futuristische sowie abstrakte Druckgraphiken und Aquarelle; und

schließlich eine große Anzahl von „non-objektiven“ Gemälden.

20

Seinen Werdegang als Maler beginnt Bauer mit dem Studium an

der Akademie der Künste in Berlin von 1905 bis 1910. Um sein

Leben wie auch seine Kunst bestreiten zu können, arbeitet er

die folgenden fünf Jahre als Illustrator und Karikaturist für verschiedene

Zeitung. Sein Interesse gilt jedoch nicht der illusionistischen

oder realistischen Wiedergabe der Umwelt. Wie viele

Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist ihm Inhalt und Idee

wichtiger als die Form des Abgebildeten. Hierfür sucht er nach

einem neuen, adäquaten Vokabular.

Unterstützung bei seiner malerischen Entfaltung erhält Bauer ab

1912 im avantgardistischen Künstlerkreis um Herwald Walden,

zu dem Gleichgesinnte wie etwa Kandinsky, Marc, Klee oder

Léger zählen. Förderung bekommt Bauer auch durch den

„Sturm“-Verleger und -Galeristen selbst. Dieser ermöglicht ihm

u.a., 1915 seine Werke in einer Gruppenausstellung erstmals zu

präsentieren.

In diesem Jahr entsteht das Gemälde „Yellow circle“. Die impulsive,

von Kompositionsregeln befreite expressive Formulierung

zeigt, wie stark Bauer der Abstraktion verhaftet ist: Alleinige

Bedeutungsträger sind Linie, Fläche, Form und Farbe. Mit ihnen

schafft er eine irreale Welt, in der Schwerkraft, Zeit und Raum

aufgehoben sind. Es scheinen traumhafte Erinnerungen an

unbewusste Zustände zu sein, die er hier eindrucksvoll auf der

Leinwand bannt.

Mit diesem Geben eines Extraktes folgt Bauer seinen hochgeschätzten

Künstlerkollegen Wassily Kandinsky (erst 1930 sollten

sich beide persönlich kennenlernen) auf dem Weg der

Abstraktion und Vergeistigung inder Kunst. Dabei bleibt Bauer

aber stets seinem eigenen Stil treu.


336

21


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

22

337


338

Bauer, Rudolf

1889 Lindenwald -1953 Deal/New Jersey

337 | $21.150 -28.200 /€15.000 -20.000

Ohne Titel. Mischtechnik (Gouache, Farbkreiden, Lack, Tusche)

auf Velin. 49,8 x32,5cm. Signiert unten rechts: Bauer. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Norddeutschland

338 | $16.920 -21.150 /€12.000 -15.000

Ohne Titel. Mischtechnik (Aquarell, Tusche und Deckweiß) auf

Velin. 68 x49,3cm. Nachlassstempel des Künstlers verso: Estate

Bauer, mit der Bestätigung von Louise Bauer Parry (Witwe des

Künstlers). Daneben bezeichnet: 60.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers

Laut Einlieferer Slg. Kenda Bar-Gera, Köln

Privatsammlung, Rheinland-Pfalz

339

339 | $14.100 -21.150 /€10.000 -15.000

Ohne Titel. Mischtechnik (Farbkreiden, Tusche, Bleistift) auf

Velin. 67 x48cm. Nachlassstempel des Künstlers verso: Estate

Bauer, mit der Bestätigung von Louise Bauer Parry (Witwe des

Künstlers). Rahmen.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers.

23


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

341

24

340

342

Bauer, Rudolf

1889 Lindenwald -1953 Deal/New Jersey

340 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Ohne Titel (Skaters). Mischtechnik auf Velin. 49 x30,5cm.

Signiert unten links: Rudolf Bauer. Nachlassstempel des

Künstlers verso unten links. Links daneben auf kleinem Etikett

nummeriert: 13703. Rechts daneben in Bleistift bezeichnet:

PNY-B-22. Rahmen.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers

Borghi and Company, New York

Herbert Lerner, Boca Raton/Florida.

341 | $5.640 -7.050 /€4.000 -5.000

„Tanzende Badende“. Kohlezeichnung auf JCA France INGRE

(Wasserzeichen). 46,5 x61cm. Signiert in der Darstellung unten

rechts: Rudolf Bauer. Betitelt unten links.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland-Pfalz

342 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Trauer. Ca. 1914. Tuschfederzeichnung auf glattem Papier.

22,5 x15,2cm. Signiert unten links: Rudolf Bauer.

Diese schöne Arbeit ist eine Vorzeichnung zur gleichnamigen

Lithographie (21,59 x13.97cm; in der Platte signiert).

Provenienz:

Privatbesitz Österreich

Privatbesitz Saarland.


343

Baumeister, Willi

Stuttgart 1889 -1955

343 | $5.640 -7.050 /€4.000 -5.000

Allegro. 1954. Farbserigraphie auf Karton. 35,7 x49,5cm

(48 x60,5cm). Signiert. Kunstverlag Fingerle, Esslingen (Hrsg.).

Rahmen.

Blatt beschnitten. Unter dem Passepartout leicht gebräunt.

Recto einzelne Stockflecken sowie Spuren und Reste alter

Montierung an der linken und rechten Kante. Verso an der

oberen Kante montiert.

Wvz. Spielmann/Baumeister, Nr. 204. Links unterhalb der

Darstellung bezeichnet: F. Blatt außerhalb der Auflage von

70 signierten und nummerierten Abzügen.

25


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

344

Bayer, Herbert

1900 Haag -1985 Santa Barbara/CA

344 | $63.450 -67.680 /€45.000 -48.000

Ohne Titel (Segelschiff). 1935/38. Öl auf Leinwand.

91,5 x99cm. Signiert und datiert unten rechts: bayer 1935/8.

Sowie verso bezeichnet: London Terrace. Rahmen.

Ausstellungen:

Ahoi Herbert! Bayer und die Moderne, Lentos Kunstmuseum

Linz, Linz 2009

Literatur:

Ausst.-Kat. Ahoi Herbert! Bayer und die Moderne, Lentos

Kunstmuseum Linz, Linz 2009, S. 188 (mit Abb.).

26


345

348

Beckmann, Max

1884 Leipzig -1950 New York

345 | $7.050 -11.280 /€5.000 -8.000

Strasse II. 1916. Kaltnadelradierung auf Kupferdruckpapier.

19,3 x29,5cm (36,5 x47,5cm). Signiert und betitelt.

Blatt etwas unfrisch. Leichter Papierabrieb in der rechten oberen

und unteren Ecke. Knickspuren in den Randbereichen. Recto

Spuren alter Montierung(?) im linken Randbereich. Verso Reste

und Spuren alter Montierung.

Wvz. Hofmaier, Nr. 79/B/b. Eines von insgesamt 50 Exemplaren.

347

Beulas Recasens, José

1921 Santa Coloma de Farnés/Girona

347 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

„Castel Sant’Angelo -Roma“. 1959. Öl auf Leinwand. 91,5 x

73cm. Signiert und datiert unten rechts: Beulas, 59. Verso betitelt,

signiert und bezeichnet: CASTEL SANT’ANGELO -ROMA,

Beulas, Accad.

di Spagna.

Bissier, Julius Heinrich

1893 Freiburg -1965 Ascona/Hagenau

348 | $7.050 -8.460 /€5.000 -6.000

„Welker Lotos“. 1959. Eitempera und Goldfarbe auf Leinwand.

Auf Karton montiert. 18 x18cm. Betitelt, datiert und signiert

unterhalb der Darstellung rechts: welker Lotos/ 25. März 59/ ...

Bissier. Rahmen.

Zu dieser Arbeit liegt eine Photoexpertise von Dorothée Bissier

vom Archivio Bissieri, Ascona vor.

27


Bondy, Walter

1880 Prag -1940 Toulon

349 | $28.200 -42.300 /€20.000 -30.000

Garten in der Provence. 1912. Öl auf Leinwand. 82 x102cm.

Datiert und signiert unten rechts: 1912 W.Bondy. Rahmen.

Auf dem Keilrahmen befindet sich ein Klebeetikett mit der

handschriftlichen Bezeichnung: Bondy, Nr. 12224/ Garten in der

Provence. Hier auch ein Aufkleber mit der Nr.: 1025

Ausstellungen:

Kunstverein Bremen (Aufkleber, teilweise abgerissen)

Sächsischer Kunstverein Dresden, Nr. 17...

(Aufkleber, teilweise abgerissen)

Bröhan Museum, Berlin, 1994-2007

Der in Wien aufgewachsene Maler Walter Bondy war auch

erfolgreich als Kunstsammler, Händler und Kritiker tätig. Sein

Studium absolvierte er an der Akademie der bildenden Künste

Wien (1898/99), an der Akademie der bildenden Künste Berlin

bei George Masson (1900-02) und in der privaten Malschule von

Simon Hollósy in München (1902/03). 1903 siedelte er nach

Paris über. Hier besuchte er die Académie Holosoi und war

Mitbegründer des deutschen Kreises der Matisse-Schule imCafé

du Dôme in Montparnasse, der als Treffpunkt von Künstlern und

Intellektuellen berühmt wurde. 1906 trat Bondy der Berliner

Sezession bei. Nach dem Bruch innerhalb der Vereinigung

schloss er sich 1914 der Freien Sezession Berlin an. Bei

Kriegsausbruch kehrte Bondy in die deutsche Hauptstadt zurück.

Hier war er nicht nur als Maler tätig, sondern auch als Galerist.

Darüber hinaus gab er mit anderen von 1928 bis 1930 der

Zeitschrift „Kunstauktion“ (später „Weltkunst“) heraus. Vom

aufkommenden Nationalsozialismus beunruhigt, verließ er 1932

Berlin und reiste zunächst in die Schweiz. Schließlich ließ er sich

in Sanary-sur-Mer nieder. Inder provenzalischen Gemeinde

28

lernte er die Malerin Camille Bertron, seine spätere Ehefrau,

kennen. Gemeinsam eröffneten sie eine Photowerkstatt und

nahmen viele der bekannten deutschen und österreichischen

Emigranten auf, darunter viele Künstler und Schriftsteller, die sich

zwischen 1933 und 1939 in Sanary und Umgebung aufhielten.

Walter Bondy ist vor allem für seine Landschaften und Stillleben

bekannt. Sind seine frühen Bilder zeichnerisch aufgefasst, so zeigen

die Arbeiten ab 1903 den Einfluss der französischen

Impressionisten: Es ist die Malerei Manets und vor allem Renoirs,

die ihn inspirierte. Er setzte sich aber auch mit der Kunst Van

Goghs, Cézannes und Matisses auseinander. Hierfür ist das vorgestellte

Gemälde ein wunderbares Beispiel. In seinem Spätwerk,

in dem das Sujet des Porträts in den Vordergrund trat, suchte er

dann nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und wandte sich der

Neuen Sachlichkeit zu.

Ein großer Teil seines Oeuvres, den Bondy während der

Emigration erst in Berlin, dann in Wien in der Fabrik seines

Vaters lagerte, gilt seit der Konfiszierung 1938 durch die

Nationalsozialisten als verschollen.


349

29


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

350

351

30

Braque, Georges

1881 Argenteuil -1963 Paris

350 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

Le jockey. 1954. Farbige

Aquatintaradierung auf BFK RIVES

(Wasserzeichen). 14,3 x28,8cm

(32,5 x49,8cm). Ex. 70/75. Signiert und

nummeriert. Maeght, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Unter dem Passepartout gebräunt.

Stockflecken und leichte Knickspuren.

Verso an der oberen Kante montiert.

Wvz. Vallier, Nr. 94.

351 | $4.230 -4.935 /€3.000 -3.500

Uranie II. 1958. Farblithographie und

-aquatinta auf RIVES (Wasserzeichen).

23,9 x31,9cm (38 x56cm). Ex. 26/75.

Signiert und nummeriert. Rahmen.

Lichtrand. Verso leicht gebräunt und

Stockflecken. Hier Reste alter Montierung

an den oberen Ecken.

Wvz. Vallier, Nr. 118.


352

Bode, Adolf

Offenbach 1904 -1970

352 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Park des Herkules. 1960. Öl auf Leinwand. 163 x130,5cm.

Signiert und datiert unten rechts: Bode 60. Verso bezeichnet:

Adolf A. Bode ‘Park des Herkules’ 1960. Rahmen.

Ausstellungen:

Staatliche Museen Kassel, Neue Galerie, 2000/01, Kat. S. 96

mit Abb.

353

Böttger, Herbert

1898 Krefeld -1954 Büderich (Neuss)

353 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Bäckergasse (Pefferhött). Öl auf Leinwand. Signiert unten rechts:

h. Böttger. Bezeichnet verso auf Keilrahmen: Herbert Böttger

‘Bäckergasse/ (Pefferhött) im Hintergrund die Maxkirche.

Rahmen.

31


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

32

354

355

Büger, Adolf

München 1885 -1966

354 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Segelboote am Tegernsee. Öl auf Karton.

48,5 x64cm. Signiert unten rechts. Verso

verschiedene Aufschriften und Stempel

sowie eine Widmung.: Ad. Büger.

Rahmen.

Campendonk, Heinrich

1889 Krefeld -1957 Amsterdam -nach

355 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Ohne Titel (Tiere inder Landschaft).

Stickerei auf Leinen. Auf Karton montiert.

33,5 x27cm.

Provenienz:

Galerie Wolfgang Ketterer, München

(ca. 1970/71)

seither Privatbesitz, Weilheim.

Die Stickerei ist von Adelheid

Campendonk (geb. Deichmann), der

Ehefrau des Künstlers, nach dessen

Entwurf angefertigt worden. Es liegt eine

Bestätigung von ihr, vom 23. Juni 1971,

in Kopie vor.


356

Chagall, Marc

1887 Witebsk -1985 St. Paul de Vence

356 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

L’acrobate au violon. 1924. Radierung und Kaltnadel auf Velin.

41,3 x31,3cm (57,8 x44,8cm). Eines von 150 Exemplaren.

Bezeichnet. Edition Vollard (Hrsg.). Rahmen.

Blatt gebräunt mit Säurerand. Bräunungsflecken über das

gesamte Blatt. Verso umlaufend alte Montierung.

Wvz. Kornfeld, Nr. 40IIIb. Abweichend von der Auflage trägt

dieses Blatt den Namenszug Marc Chagalls.

357

357 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Jacob béni par Isaac. 1958. Handkolorierte Radierung auf

ARCHES (Wasserzeichen). 29 x23,5cm (53,5 x39cm).

Ex. 25/100. Signiert und nummeriert. Tériade Éditeur, Paris

(Hrsg.). Rahmen.

Im Passepartoutausschnitt und auf der Rückseite leicht gebräunt.

Minimale Knickspuren und vereinzelte Stockflecken. Verso Reste

und Spuren alter Montierung an der oberen Kante.

Wvz. Cramer, Nr. 30. Tafel 13 von 105 aus der Bibel.

33


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

358

360

34

359

Chagall, Marc

1887 Witebsk -1985 St. Paul de Vence

358 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Exhortation de Josué. 1958. Handkolorierte Radierung auf

ARCHES (Wasserzeichen). 33,6 x22,5cm (53,5 x39cm).

Ex. 74/100. Monogrammiert und nummeriert.

Minimale Gebrauchsspuren im äußersten Büttenrand.

Durchschlagende Farbe. Insgesamt in sehr gutem Zustand.

359 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

La fenêtre del’atélier aSaint Paul. 1968. Farbaquatinta auf

Velin. 16,5 x14,5cm (32,8 x25,2cm). Ex. 14/50. Signiert und

nummeriert. Gérald Cramer, Genf (Hrsg.). Rahmen.

Blatt innerhalb des Passepartoutausschnitts gleichmäßig

gebräunt und Lichtrand. Unter dem Passepartout weitere

schwache Lichtränder. Vereinzelte schwache Stockflecken.

Farbfrischer Druck. Die Arbeit trägt das Wasserzeichen Gérald

Cramers mit Hand und Zweig.

Wvz. Cramer, Nr. 25.


361

360 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Le coq rouge. 1952. Farblithographie auf Velin.

37,5 x44,5cm (38 x55,7cm). Ex. 104/200. Signiert und

nummeriert. Maeght Éditeur, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Blatt insgesamt gebräunt. Stockflecken im rechten

Randbereich. Knickspuren in der unteren linken Ecke.

Verso umlaufend Spuren und Reste alter Montierung.

Wvz. Mourlot, Nr. 60.

361 | $2.256 -2.820 /€1.600 -2.000

Le clown musicien. 1957. Farblithographie auf Velin.

66,4 x46cm (71,8 x49,8cm). Ex. 104/150. Signiert und

nummeriert. Maeght Éditeur, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Blatt leicht gebräunt. Rechte Kante minimal beschnitten.

Kleine Stockflecken. Verso umlaufend Spuren und Reste

alter Montierung.

Wvz. Mourlot, Nr. 174. Plakat vor Texteindruck.

Zur Ausstellung in der Galerie Maeght.

362

362 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Peintre sur Paris. 1957. Farblithographie auf Arches

(Wasserzeichen). 63 x41cm (66 x51cm). Ex. 17/20.

Signiert und nummeriert. Rahmen.

Blatt etwas unfrisch. Minimale Knickspuren. Verso Reste

alter Montierung an den Kanten.

Wvz. Mourlot, Nr. 190.

35


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

363

Chagall, Marc

1887 Witebsk -1985 St. Paul de Vence

363 | $7.050 -11.280 /€5.000 -8.000

Paysage au coq. 1958. Farblithographie auf Arches

(Wasserzeichen). 38,5 x55,5cm (48,5 x66cm). Ex. 97/100.

Signiert und nummeriert. Maeght Éditeur, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Unter dem Passepartout und verso leicht gebräunt. Kleine

Druckstelle im rechten Randbereich. Verso umlaufend Reste alter

Montierung.

Wvz Mourlot, Nr. 208. Doppelseite des „Derrière leMiroir“,

Nr. 107/108, Paris 1958, mit Rand.

36


364

364 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Moses. 1960. Farblithographie auf Velin. 67 x50cm

(76 x53,3cm). Ex. 22/50. Signiert und nummeriert. Rahmen.

Blatt insgesamt gebräunt sowie leicht gewellt. Verso umlaufend

Reste alter Montierung.

Wvz. Mourlot 229. Plakat vor Texteindruck. Der Künstler kreierte

es für seine Ausstellung „Vitraux pur la cathédral de Metz“,

Reims Juni 1960.

365

365 | $14.100 -21.150 /€10.000 -15.000

Le ciel bleu. 1964. Farblithographie auf BFK (Wasserzeichen).

67,5 x52cm (77 x57cm). Ex. 59/90. Signiert und nummeriert.

Maeght Éditeur, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Innerhalb des Passepartoutausschnitts gleichmäßig gebräunt und

Lichtrand. Farben vor allem in den Blautönen leicht verblasst.

Blatt verso umlaufend im Passepartout montiert. Ansonsten in

gutem Zustand.

Literatur:

Mourlot, Fernand: Chagall, Die Lithographien, Ostfildern-Ruit,

1998, Wvz. Nr. 409, Abb.

Mourlot, Fernand und Sorlier, Charles: Chagall Lithograph,

Monte Carlo, 1969, Wvz. Nr. 409, Abb.

37


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

38

366

369


Champion, Theo

Düsseldorf 1887 -1952

366 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Am Morgen. 1945. Öl auf Karton. 25 x37cm. Signiert und

datiert unten rechts: Champion 1945. Verso bezeichnet:

Am Morgen. Rahmen.

Provenienz:

Galerie Vömel, Düsseldorf (Aufkleber).

Cocteau, Jean

1889 Maisons-Laffitte -1963 Milly-la-Forêt bei Paris

367 | $3.525 -4.935 /€2.500 -3.500

Sitzender Faun (Der Nachmittag des Faun). 1957. Bleistiftzeichnung

auf Papier. Auf Karton montiert (38,2 x33cm).

27 x21cm. Monogrammiert rechts über der Schulter: Jc. Rahmen.

Bei der Zeichnung handelt es sich um eine Studie zum Titelblatt

des unveröffentlichten Librettos für die Komposition „Der

Nachmittag des Fauns“ von Claude Debussy.

Corinth, Lovis

1858 Tapiau/Ostpreußen -1925 Zandvoort

368 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Tiergarten Januar. 1922. Radierung auf Velin. 22 x30cm

(39 x48cm). Ex. 10/100. Signiert. Rahmen.

Blatt etwas unfrisch. Leichte Knickspuren in den Randbereichen.

Stockflecken. Verso umlaufend Reste alter Montierung.

Wvz. Müller, Nr. 583.

Provenienz:

Galerie Boisserée, Köln (Aufkleber).

Cucuel, Edward

1875 San Francisco -1954 Pasadena/Kalifornien

369 | $7.050 -8.460 /€5.000 -6.000

Südliche Landschaft. Öl auf Leinwand. 66 x80cm. Signiert

unten links: Cucuel. Verso auf Leinwand nochmals signiert:

Cucuel. Darunter bezeichnet: Südliche Ruhr. Bezeichnet auf

dem Keilrahmen: Herbst im Park Cucuel. Rahmen.

Gutachten:

Zu diesem Gemälde liegt eine Bestätigung von Herrn Helmut

Krause, Mörfelden-Walldorf, vom 1. Oktober 2009 vor. Eswird in

sein in Vorbereitung befindliches Werkverzeichnis aufgenommen.

Provenienz:

Max Sinz, Kunsthandlung, Dresden (Aufkleber)

367

368

39


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

370

Dalí, Salvador

1904 -1989 Figueras/Spanien

370 | $11.280 -16.920 /€8.000 -12.000

Ohne Titel. Tuschfederzeichnung auf Velin. 30 x24,4cm.

Bezeichnet unten Mitte: Dalí. Nochmals bezeichnet in der

unteren rechten Blatthälfte: Dalí. Darüber Widmung an

Germaine Nordmann. Rahmen.

Provenienz:

Laut dem Einlieferer aus dem Skizzenbuch Germaine Nordmann

Die Pariser Künstlerin Germaine Nordmann (1902-1997) fertigte

von ihren Künstlerkollegen Photographien an, welche sie ihnen

dann schenkte. Im Gegenzug bedankten sich die Kollegen oft

mit kleinen Zeichnungen, Aquarellen und Mischtechniken, die

jeweils auf einer Seite in die Skizzenbücher eingebracht wurden.

Diese Skizzenbücher vermachte Sie dann noch zu Lebzeiten

ihrem Enkel, Herrn Gilles Nordmann, der in München lebt. Laut

Herrn Nordmann ereignete sich eine besonders schöne Episode

um die Arbeit von Dali: Seine Großmutter hatte bei dem

Photographieportrait von Dali vergessen, einen Film in die

Kamera einzulegen, hatte von ihm aber schon die uns vorliegende

Zeichnung in ihrem Skizzenbuch. Peinlich betroffen machte

sie sich auf den Weg zuDali, der ihr sagte, gut, wenn es keine

Photographie gäbe, dann solle sie ihm drei Haare aus dem

Schweif eines Elefanten bringen, was sie dann wohl auch tat.

40

371

Dalí, Salvador

1904 -1989 Figueras/Spanien -zugeschrieben

371 | $7.050 -8.460 /€5.000 -6.000

Liegender Frauenakt. Rötelzeichnung auf VÉNITABLE PAPIER

D’ARCHES TOCHON (Trockenstempel). 45 x38cm. Bezeichnet

unterhalb der Darstellung: Dalí. Rahmen.


372

Dalí, Salvador

1904 -1989 Figueras/Spanien

372 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

Don Quichotte et Sancho Panca. 1968. Kaltnadelradierung

auf Japan. 50 x40cm (76,8 x56,5cm). Ex. E.A. Bezeichnet.

Rahmen.

Ein Stockfleck im unteren Randbereich. Verso umlaufend

Reste alter Montierung.

Wvz. Michler/Löpsinger, Nr. 266d.

373

373 | $14.100 -15.510 /€10.000 -11.000

S.N.C.F. 1969. Mappe mit sechs Farblithographien auf leichtem

Karton. Blatt jeweils: 94 x62,5cm. Ex. 17/300. Bezeichnet und

nummeriert. Orangerie, Cologne (Hrsg.).

Nr. 1225, Alps: Blatt etwas unfrisch. Verso Stockflecken;

Nr. 1226, Normandie: Rahmen. Stockflecken im rechten

Randbereich. Leichte Verschmutzung im unteren rechten

Randbereich; Nr. 1227, Roussillon: Rahmen. Leicht gewellt;

Nr. 1228, Paris: Stockflecken im rechten Randbereich und

vereinzelt auf der Rückseite. Leichte Verschmutzung am Rand

der Darstellung unten rechts; Nr. 1229, Alsace: Stockflecken und

leichte Knickspuren im unteren Randbereich; Nr. 1230,

Auvergne: Stockflecken unterhalb der Darstellung links und

auf der Rückseite.

Wvz. Michler/Löpsinger, Nr. 1225-1530. Blätter ohne

Texteindruck. Jeweils mit dem Trockenstempel des Herausgebers.

41


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

374

Dalí, Salvador

1904 -1989 Figueras/Spanien -nach

374 | $11.280 -12.690 /€8.000 -9.000

L’escargot et l’ange. 1977-1984. Bronze, braun und grün

patiniert und partiell poliert. 44 x34x55cm. Ex. 102/350.

Signiert und nummeriert hinten links: Dali 102/350. Sowie hinten

Mitte Gießerstempel Jemelton C(opyright) 1984 und Venturi

Arte, Bologna.

Literatur:

Descharnes, Robert und Nicolas: Dalí, Le Dur et le Mou,

Sortilège et Magie des Formes, Sculptures &Objets, 2003,

Wvz.-Nr. 594 (Abb.).

42


375

375 | $3.243 -3.948 /€2.300 -2.800

„Rhinoceros cosmique“. Bronze, grün patiniert und partiell

vergoldet. Auf grün-grauem Marmorsockel. 36 x9,5 x17,5cm.

Ex. 261/350. Stempelsignatur, Bezeichnung und Nummerierung

auf der Bauchunterseite: Dali Airaindor 261/350 V(ert) F(lorentin).

Es liegt ein Zertifikat von J.B.F. Editions D’Art (Hrsg.) vor.

Literatur:

Vgl. Descharnes, Robert und Nicolas: Dalí, Le Dur et le Mou,

Sortilège et Magie des Formes, Sculptures &Objets, 2003, Wvz.-

Nr. 151 (Abb.).

376

376 | $3.525 -4.935 /€2.500 -3.500

Surrealistischer Engel. 1984. Bronze, dunkelbraun patiniert.

Auf Messingsockel. 57 x24x12cm (mit Sockel). Ex. 1406/1500.

Bezeichnet und nummeriert am linken Gewandsaum: Dali

1406/1500. Sowie Gießerstempel Kunstguss Strehle.

43


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

377

378

44

Davringhausen, Heinrich Maria

1894 Aachen -1970 Cagnes-sur-Mer

377 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Ohne Titel. Öl auf Leinwand.

27,5 x35cm. Signiert unten links:

Davringhausen. Rahmen.

Nicht im Wvz. Eimert.

378 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Ohne Titel. Öl auf Leinwand.

27,5 x35cm. Signiert verso: ... Davring.

Nicht im Wvz. Eimert.

Delvaux, Paul

1897 Antheit/Liège -1994 Furnes

379 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

Anne songeuse. 1966. Farblithographie

auf BFK RIVES (Wasserzeichen).

65 x50,5cm (76 x56,5cm). Ex. 11/75.

Signiert und nummeriert.

Blattkanten minimal bestoßen. Verso

leicht durchgeschlagene Farbe und

Stockflecken.

Wvz. Jacob, Nr. 7. Im Stein datiert: 2-66.

380 | $3.102 -3.525 /€2.200 -2.500

Les miroirs. 1966. Lithographie auf

Arches (Wasserzeichen). 49,5 x66,5cm

(57 x76cm). Ex. 34/50. Signiert und

nummeriert. Rahmen.

In den Randbereichen und rückseitig

leicht gebräunt. Leichte Knickspuren.

Verso Reste alter Montierung.

Wvz. Jacob, Nr. 10. Im Stein datiert: 6-66.

381 | $2.115 -2.538 /€1.500 -1.800

Anne de profil. 1971. Lithographie auf

Arches (Wasserzeichen). 32 x24cm

(58 x47cm). Ex. 30/75. Signiert und

nummeriert.

Knickspur in der unteren rechten Ecke.

Wvz. Jacob, Nr. 46. Im Stein datiert: 6-71.


379

380

381

45


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

382

383

Deusser, August

1870 Köln -1942 Konstanz

382 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Kürrassiere. Öl auf Leinwand. 56,5 x73cm. Signiert unten links:

A. Deusser. Bezeichnet verso auf Keilrahmen: Kürrassiere.

Rahmen.

Nicht im Wvz. Drenker-Nagels.

Devrim, Nejad

1923 Istanbul -1995 Nowy-Sacz

383 | $9.165 -9.870 /€6.500 -7.000

Nocturne. 1960. Öl auf Leinwand. 28 x32cm. Signiert

und datiert unten rechts: Néjad 60. Rahmen.

46

Dix, Otto

1891 Untermhaus/Gera -1969 Singen

384 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Rothaariges Mädchen. 1948. Farblithographie auf Karton.

45,5 x33cm (54 x42cm). Ex. 3/30. Signiert, datiert und

nummeriert. Otto Dix (Hrsg.). Rahmen.

Im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Stockflecken.

Recto und verso Reste alter Montierung an der oberen Kante.

Verso leichte Gebrauchsspuren.

Wvz. Karsch, Nr. 138.

Dongen, Kees van

1877 Rotterdam -1968 Monaco, Monte Carlo

385 | $2.538 -2.820 /€1.800 -2.000

Place Pigalle by night. Ca. 1950. Farblithographie auf ARCHES

(Wasserzeichen). 27,5 x42,5cm (38,5 x56,5cm). Ex. 12/190.

Im Stein signiert. Guilde International de la Gravure, Genf-Paris

(Hrsg.). Rahmen.

Blatt unfrisch. Leichte Knickspuren.

Wvz. Juffermans, Nr. JL24. Hier abweichend ist die Auflage

mit 290 Exemplaren angegeben.

Dubuffet, Jean

1901 Le Havre -1985 Paris

386 | $7.050 -11.280 /€5.000 -8.000

Fougère auchapeau. Farblithographie auf Arches

(Wasserzeichen). 52,5 x41cm (66 x50,2cm). Ex. 45/60.

Signiert, betitelt und nummeriert. Rahmen.

Blatt unfrisch, gebräunt und stockfleckig. Verso Reste alter

Montierung an der oberen Kante sowie alter Aufkleber im

unteren Blattbereich.

Wvz. Webel, Nr. 377.

387 | $5.640 -7.050 /€4.000 -5.000

Marche en champagne. 1975. Farbserigraphie auf leichtem

Karton. 79,3 x71cm Ex. 6/70. Signiert, datiert und nummeriert.

Pace Editions, New York und Éditions Beyeler, Basel (Hrsg.).

Im rechten und linken Rand je leicht gebräunt (je ca. 1cm). In

beiden oberen und der linken unteren Ecke Knickspuren

(bis ca. 4cm). Verso in den oberen Ecken montiert.

Wvz. Webel, Nr. 1171.


384

385

386

387

47


Dufy, Raoul

1877 Le Havre -1953 Forcalquier

388 | $70.500 -112.800 /€50.000 -80.000

Jardin aFalaise. 1902. Öl auf Leinwand. Doubliert.

82,5 x66cm. Signiert unten links: Raoul Dufy. Verso auf

dem Keilrahmen Stempel der Galerie Alex Maguy und

Galerieaufkleber der Galerie Fanny Guillon-Lafaille, Paris

sowie unleserlicher, alter Aufkleber Arthur (?)éhars+Cie, Paris.

Modellrahmen.

Provenienz:

Galerie Charpentier, Paris

Galerie Alex Maguy, Paris (Stempel)

Privatsammlung Montréal

Galerie Fanny Guillon-Laffaille, Paris (Aufkleber)

Salis &Vertes, Salzburg

Privatsammlung Deutschland

Ausstellungen:

Hommage àRaoul Dufy, Dalzell Hatfield Galleries,

Los Angeles 1961

Raoul Dufy, Selections from an exhibition recently

shown at the Honolulu Academy of Fine Arts and

the Phoenix Museum of Art, 1966

Literatur:

Laffaille, Maurice: Raoul Dufy -Catalogue Raisonné

de l’oeuvre peint de 1895 à1915, Tome 1, Genève 1972,

Wvz.-Nr. 37mit Abb.

Ausst.-Kat. Galerie Salis &Vertes, Salzburg 1998, S. 14

48

„Ab 1892 Besuch der Abendkurse der Städtischen

Zeichenschule in Le Havre unter der Leitung von Charles

Lhuillier, wo er Georges Braque und Othon Friesz kennenlernte.

Bis 1898 malte Dufy Porträts und Landschafts-Aquarelle nach

der Natur im Stil von Eugène Boudin und Camille Pissarro. Mit

einem Stipendium der Stadt Le Havre ging er nach Paris, wo er

sich an der EcBA bei Léon Bonnat einschrieb, dessen akademische

Malweise ihn rasch langweilte. Richtungweisende Impulse

für das Frühwerk erhielt Dufy durch regelmäßige Besuche der

Galerien Ambroise Vollard, Durand-Ruel, Eugène Blot und

Bernheim Jeune, die sich für den Impressionismus und

Nachimpressionismus engagierten. Neben diesen Einflüssen wurden

1905 (Salon d'Automne) das Bild Luxe, calme et volupté

(1904, Paris, MAMVP) von Henri Matisse und dessen farbige

Malweise zu einem Schlüsselerlebnis. Dufy’s erste unmodellierte,

aus reinen Farben aufgebaute Bilder entstanden auf Reisen nach

Fécamp, Sainte-Adresse, Trouville und Le Havre sowie während

eines Aufenthalts mit Friesz in Falaise.“ (AKL)

Aus dieser frühen Schaffensphase, in der Farbe zum wichtigsten

Mittel des noch experimentierenden Künstlers zählt, stammt

auch das hier vorgestellte Gemälde. In lockerem Duktus setzt

Dufy unterschiedlichste Grüntöne nebeneinander und offenbart

dem Betrachter ein wunderbar flackerndes Spiel aus Licht und

Schatten.

Wir verweisen auf die Ausstellung „Raoul et Jean Dufy

-Complicité et rupture“ im Museum Marmottan Monet, Paris,

vom 14. April bis 26. Juni 2011.


388

49


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

389

390

50

Edzard, Dietz

1893 Bremen -1963 Paris

389 | $7.050 -8.460 /€5.000 -6.000

Venedig, Blumen und Musik. Öl auf

Leinwand. 50 x73cm. Signiert unten

links: D. Ezard. Rahmen.

Ende, Edgar

1901 Hamburg-Altona -1965

Netterndorf

390 | $2.538 -3.102 /€1.800 -2.200

Die Geburt des Gesanges. 1951(?).

Gouache auf Velin. 43,5 x61cm.

Signiert und datiert unten rechts:

Edgar Ende/ 51(?). Rahmen.

Ausstellungen:

Deutscher Künstlerbund, Städtische

Kunsthalle, Baden-Baden, Nr. 492

(Aufkleber).


391

Ernst, Max

1891 Brühl -1976 Paris

391 | $2.256 -2.538 /€1.600 -1.800

Aus: „Dent prompte“ (Blatt III). 1969. Farbig Photolithographie

auf Japan. 47 x39cm (53,7 x44,5cm). Ex. 16/70. Signiert und

nummeriert. Lucie Weill, Au Pont des Arts, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Blatt im oberen Bereich leicht gewellt. Knickspuren im oberen

und unteren Randbereich. Verso in den Ecken montiert.

Wvz. Spies/Leppien, Nr. A19A.

392

392 | $2.256 -2.820 /€1.600 -2.000

Danseuse espagnole au bord delamer. 1973. Farbserigraphie

auf Rives. 37 x28cm (55,5 x45cm). Ex. 73/79. Signiert und

nummeriert. manus presse, Stuttgart (Hrsg.). Rahmen.

Blatt minimal gewellt. Minimal gebräunt. Stockflecken im

unteren rechten Randbereich. Verso umlaufend Reste alter

Montierung.

Wvz. Spies/Leppien, Nr. A42A.

51


52

Gerd Ewel in seinem Atelier

Ewel, Gerd

1914 Berlin -1992 Frankfurt/Main

393 | $7.050 -11.280 /€5.000 -8.000

Vitalia. Ca. 1962 (Entwurf). Bronze, dunkelbraun patiniert.

53 x16,5 x12,5cm. Eines von 12 Exemplaren. Monogrammiert

auf der Plinthe: E.

Wvz. Schlüter, Nr. 55., m. Abb.

394 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

Sonne und Wind. Ca. 1980 (Entwurf). Bronze, braun patiniert.

56 x18x14cm. Eines von 12 Exemplaren. Monogrammiert und

datiert auf der Plinthe: E/80. Sowie Gießerstempel Guss Strehle.

Wvz. Schlüter, Nr. 84., m. Abb.

Gerd Ewel, 1914 in Berlin geboren, gehört einer Generation von

figürlich-gegenständlich arbeitenden Bildhauern imNachkriegs-

Deutschland an, die sowohl durch die Wirren des II. Weltkrieges als

auch durch das erstarkte Interesse an der Abstraktion für eine

lange Zeit in Vergessenheit geraten sind. Nach einem Studium an

der Charlottenburger Kunstschule „DER WEG“ (bei Haffenrichter,

Kellerer, Lehmann und Jaenisch) und einer Lehrzeit als Gebrauchsgrafiker,

stellte der II. Weltkrieg und der damit verbundene

Wehrdienst eine jähe Zäsur in Ewels künstlerischer Entwicklung dar.

1945 wird sein Berliner Atelier und somit fast das gesamte

Frühwerk des Künstlers zerstört. Trotz aller Unsicherheiten, mehrerer,

teils auch politisch bedingter Umzüge und der seinerzeit allgemein

wenig beachteten gegenstandsbezogenen Kunst, blieb sich

Ewel in seinen künstlerischen Ansichten stets treu und schuf ein

beachtlich homogenes, stilistisch konsequent in sich geschlossenes

Werk. „Sein Thema ist der Mensch. Nur selten kommen Tierfiguren

vor. Junge Menschen stehen da oder schreiten, sitzen,

hocken oder liegen. Beruhigt ist dies alles. Nirgendwo gibt es

Ansätze zum Ekstatischen hin, auch keine dramatischen

Zuspitzungen, gespannten Verkrümmungen, wie sie zum

Vokabular der jüngeren Gegenstands-Plastiker gehören, und

erst keine torsihaften Einschrumpfungen. Gerd Ewel neigt der

Vollkommenheit schon im Sujet zu und hat sich dabei offensichtlich

Meister wie Maillol oder Blumenthal zum Vorbild gewählt,

auch Marcks. In diesem Sinne könnte man ihn vielleicht als

Klassizisten bezeichnen, dann freilich als einen „aktuellen“.

Gesammelt, konzentriert bewegen und verhalten sich seine

Gestalten, indem sie die Arme auf dem Rücken verschränken oder

über den Kopf, die Beine zusammendrücken, die Hüften ausschwingen

lassen oder sich mit gleichsam anatomischer

Mathematik in die Frontale stellen. Physische Regung, die darüber

hinausgehen könnte, die zusätzliche Gesten schaffen würde, bleibt

nur Andeutung, Vorschlag. Die Wirkung der Werke ist geistiger, ist

seelischer Natur. Gedankenketten sind in die Figuren projiziert,

ohne sich im beiläufig Sinnenden, Träumenden, Wachenden zu

erschöpfen, wie man es von den Künstlern kennt, die vorweg den

menschlichen Körper meinen und danach erst seinen Kern. Ewel

zielt unmittelbar aufs Sichtbarmachen der geistigen Existenz des

Humanen. In diesem inhaltlichen Sinne neigt er einer Abstraktion

zu, der äußerlich unverkennbar das stilisierende Moment entspricht.

Und doch ist auch Sinnlichkeit vernehmbar, sosehr, daß

man nicht zu fürchten braucht, die Gestalten könnten zum

Moment erstarren. Das irdisch Gegenwärtige hüllt die geistige

Substanz ein und gibt ihr unmittelbare Präsenz.“ (Horst Richter, In:

Die Weltkunst, Heft 22, 15. November 1967).


393

394


54

Feininger, Lyonel

New York 1871 -1956

395 | $56.400 -70.500 /€40.000 -50.000

Geheimnisvolle Inseln. 1933. Aquarell und Tuschfeder auf

dünnem Velin. 23 x30,5cm. Signiert und betitelt unterhalb

der Darstellung links: Feininger: geheimnisvolle Inseln. Datiert

unterhalb der Darstellung rechts: 6833. Nachlassstempel des

Künstlers verso unten links: Feininger Estate. Sammlerzeichen(?)

unten links. Rahmen. Im Rahmen beschrieben.

Zu diesem Blatt liegt eine Echtheitsbestätigung von Achim

Moeller, The Lyonel Feininger Project LLC, New York, vom

20. Juni 2010, vor. Eswird indas Lyonel-Feininger-Archiv der

Gemälde und Aquarelle unter der Nr. 341-06-10-10 aufgenommen.

Provenienz:

Nachlass Lyonel Feininger

Nachlass Julia Feininger

Während seiner gesamten Schaffenszeit ist für den Amerikaner

Lyonel Feininger das Erlebnis der Natur stets Ausgangspunkt für

die künstlerische Auseinandersetzung. In spontan „notierten“,

oft farbigen, Skizzen und Zeichnungen hält er zunächst den

ersten visuellen Eindruck fest, um dann -oft Jahre später -die

flüchtige Erscheinung zu strengen Farb- und

Formenkompositionen zu verdichten und ihnen in einer Öl- oder

Aquarellfassungen die endgültige Gestalt zu geben.

Um die Natur intensiv erleben zu können, zieht es Feininger an

die Ostseeküste, wo er seit 1891 beinahe jeden Sommer

mehrere Wochen oder Monate verbringt. Neben der Landschaft

und den Badenden fasziniert ihn hier das Meer. Dessen unendlichen

Weite, aber auch die vielen kleinen Fischerboote und

Segelschiffe hält er immer wieder in seinen Bildern fest.

So auch in den „geheimnisvollen Inseln“: In der für Feininger

charakteristischen Formensprache, die nachhaltig vom Kubismus

und Futurismus geprägt ist, sind die isolierten Bildelemente –

Inseln und Schiff –ingeometrische Formen zerlegt. Ihre feine

Schichtung bestimmt den tektonischen Bildaufbau, wobei die

Tiefenraumwirkung durch die breitflächige Andeutung des

Meers sehr stark zurückgenommen ist. Die schwarzen Linien, die

die Formen umgeben, sind nicht allein Umrisslinien, denn sie

reichen über deren Grenzen hinaus und wiederholen sich teilweise

einem Echo gleich. Sie geben der Komposition halt und

verleihen ihr zugleich eine enorme Dynamik.

Eine sonderbare und rätselhafte Stimmung geht von diesem

Aquarell aus. Mit aufgeblähten Segeln wird der Zweimaster vom

hohen Wellengang davongetragen. Wohin die Fahrt geht, ist

nicht auszumachen. Gibt Feininger hier seiner Ungewissheit über

die Zukunft angesichts des nationalsozialistischen Regimes in

Deutschland Ausdruck? 1932 zieht er mit dem in Dessau

geschlossenen Bauhaus nach Berlin. 1935 nimmt er einen

Lehrauftrag am Mills College, Oakland/Kalifornien, an. Zwei

Jahre später kehrt Feininger nach fünfzig Jahren endgültig in

sein Geburtsland zurück.


395

55


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

396

397

56

Feininger, Lyonel

New York 1871 -1956

396 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Troistedt (Lehnstedt, Dorf mit strahlender

Sonne). 1919. Holzschnitt auf dünnem

Japan. 17,2 x23,4cm (31,3 x41,2cm).

Signiert. Rahmen.

Im Passepartoutausschnitt leicht

gebräunt. Stockflecken im unteren

Randbereich. Recto an der oberen Kante

montiert.

Wvz. Prasse, Nr. W192 II. Einer von vier

bekannten Abzügen auf Japanpapier. Der

Holzschnitt erschien 1932 als „Lehnstedt“

in „Die Schaffenden“, Jg. 8, Mappe 2, in

einer Gesamtauflage von 130 signierten

Exemplaren.

397 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Am Quai (Marine). 1918. Holzschnitt auf

bräunlichem Japan. 16,7 x20,8cm

(23 x29,5cm). Signiert.

Verso Reste alter Montierung an den

Ecken.

Wvz. Prasse, Nr. W93.


398

Foujita, Tsugouharu (Léonard Foujita)

1886 Tokyo -1968 Zürich

398 | $16.920 -19.740 /€12.000 -14.000

Portrait de Femme en buste. 1924. Bleistift auf feinem,

transparenten Papier. 31x39cm. Signiert und datiert unten

links: japanische Signatur/ Foujita/ 1924. Rahmen.

Zu dieser Zeichnung liegt eine Fotobestätigung von

Gilbert Pétriedès, S.A.R.L. Gilbert &Paul Pétriedès, Paris,

vom 24. Mai 1984, in Kopie vor.

57


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

58

399


400

Fritsch, Ernst

Berlin 1892 -1965

399 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Kunsthändler Neumann (Der Kunsthändler). 1925. Öl auf

Leinwand. 120 x73cm. Signiert und datiert unten links:

E. Fritsch 25. Rahmen.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers

Galerie Michael Hasenclever, München

Barry Friedmann, New York

Privatsammlung, USA

Galerie Thorsten Bröhan, Düsseldorf

Zu diesem Gemälde gibt es eine Kohlezeichnung: Sitzender

Mann, 1929; vgl. Ausst.-Kat. Galerie Hasenclever, München

1992, Kat.-Nr. 18.

401

Giacometti, Alberto

1901 Borgonovo -1966 Chur

400 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Kopfstudien. 1948(?). Bleistift auf Papier. Auf Japanpapier

kaschiert (27,5 x19,2cm). 22,5 x14cm. Rahmen.

Die drei Skizzen befinden sich auf dem Impressum der Zeitschrift

„Critique“ (Tome IV.-No. 25, Juni 1948). Auf der Rückseite ist

eine handschriftliche Bestätigung in Bleistift von James Lord.

401 | $2.115 -2.538 /€1.500 -1.800

La rue d`Alesia. Ca. 1950. Farblithographie auf leichtem Karton.

72,5 x52,5cm. Signiert.

Minimale Knickspuren. Kratzspuren im unteren Randbereich.

Kleine Einrisse (ca. 0,5cm) an der linken und unteren Kante

sowie Ecken bestoßen. Verso gebräunt.

Vgl. Kat. Galerie Maeght, Paris, 10ans d’editions, 1946-1946,

Nr. 1302. Eines von 200 Exemplaren.

59


Moderne Kunst

ab 14.00 Uhr

Giacometti, Diego

1902 Borgonovo (Piacenza) /Stampa -1985 Paris

402 |$33.840 -39.480 /€24.000 -28.000

Le Couple. Um 1957 (Entwurf). Bronze, grün-braun patiniert.

30 x22x4,5cm. Signiert auf der Plinthe: Diego.

Eine Expertise von Herrn James Lord, Paris, vom 27. Januar 2009

liegt vor.

Literatur:

Vgl. Marchesseau, Daniel: Diego Giacometti, Paris 1986,

S. 117 (Abb.)

Vgl. von Sprecher, Jacqueline: Diego Giacometti tritt aus dem

Schatten, Zürich 2007, S. 35 (Abb.).


Giacometti, Diego

1902 Borgonovo (Piacenza) /Stampa -1985 Paris

403 |$49.350 -56.400 /€35.000 -40.000

L’Autruche. 1977 (Entwurf). Bronze, grün-braun patiniert und

Straussenei. 47,5 x15x27cm. Signiert und monogrammiert auf

der Unterseite des Brustkorbes: Diego und DG (ligiert).

Eine Photoexpertise von Herrn James Lord, Paris, vom 31. Mai

2007 liegt vor.

Literatur:

Vgl. Marchesseau, Daniel: Diego Giacometti, Paris 1986,

S. 123 (Abb.)

Vgl. Sprecher, Jacqueline von: Diego Giacometti tritt aus dem

Schatten, Zürich 2007, S. 120 (Abb.)

Der Entwurf für diese Skulptur entstand im Jahre 1977. Der

Pariser Arzt Jean-Paul Binet erstand drei Strausseneier, von

denen er jeweils eines Marc Chagall, Joan Miró und Diego

Giacometti anvertraute, um sie dekorieren zu lassen. Während

Chagall und Miró ihre Eier mit ihren bevorzugten Motiven

bemalten, schuf Diego Giacometti eine wunderbar karikierte

Version des Strausses, der zugleich Träger seines Eies ist.


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

404

405

62

Gilles, Werner

1894 Rheydt -1961 Essen

404 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Kahnfahrt. Öl auf Karton. 42 x61cm.

Signiert unten rechts: Gilles.

Gluckmann, Grigory

1898 Vitebsk/Litauen -1973

405 | $25.380 -31.020

€18.000 -22.000

Akte (Etude de nus). Öl auf Leinwand.

51 x49cm. Auf dem Keilrahmen betitelt.

Atelierleiste.

Grau Sala, Emilio

1911 Barcelona -1975 Paris

406 | $31.020 -33.840

€22.000 -24.000

Jeune fille avec parasol. 1937. Öl auf

Leinwand. 73x60cm. Signiert, datiert

und bezeichnet unten rechts: Grau Sala

Paris 37. Rahmen.


406

63


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

407

64


408

Graeff, Werner

1901 Wuppertal -1978 Blacksworth/Virginia

407 | $4.230 -4.935 /€3.000 -3.500

Ohne Titel (RKB 1955-22). 1955. Öl auf Hartfaser.

120 x100cm. Signiert und datiert unten links: Werner Graeff 55

sowie verso nummeriert, bzw. datiert RKB (eingekreist)

408 | $4.230 -4.935 /€3.000 -3.500

„Grodals 1“. 1960. Öl auf Leinwand. 90 x115cm. Signiert

vorne rechts: Graeff. Verso betitelt, signiert und datiert: Grodals

1, 1960, Werner Graeff sowie Bezeichnung: Eigentum Elmar

Quadt, 13. III 1969.

65


Grosz, George

Berlin 1891 -1959

409 | $112.800 -169.200 /€80.000 -120.000

Der Damenfrisiersalon. 1925. Aquarell über Tuschfederzeichnung

auf JWZanders 1919 (Wasserzeichen). 53 x74cm.

Signiert und datiert unten rechts: Grosz, 25.

Provenienz:

Museum Stettin

Lempertz 1962, Auktion 471, Lot 200, Abb. S. 127

Rheinische Privatsammlung

Ausstellungen:

Galerie Alfred Flechtheim, 1926

Literatur:

Diehl, Gustav Eugen (Hrsg.): George Grosz -Ausstellung,

Veröffentlichung des Kunstarchivs Nr. 1,Berlin 1926, Abb. S. 16.

Berliner Straßenszenen bei Nacht im Winter: An der kaum

beleuchteten Ecke einer dunklen Häuserschlucht zieht ein

Hundefänger (oder ein Dieb?) mit seinem gefüllten Sack über

der Schulter grimmig schauend von dannen. Auf der gegenüberliegenden

Straßenseite geht ein Mann. Eine Pferdekutsche rattert

über das Pflaster. -Schnitt! -Unter der im Nebel grell leuchtenden

Laterne geht eine sich den Mantel zuhaltende alte Frau

gebückt vorüber. Sie folgt der Silhouette eines ebenfalls gebeugten

Mannes. Ein Polizist steht, mit dem Rücken zu ihr, vor einem

Frisiersalon und betrachtet die Auslage des großen Schaufenster.

Diese beiden Szenen sind direkt nebeneinander auf ein und

demselben Blatt Papier zu sehen. Sie unterscheiden sich im

gewählten Blickwinkel, in den perspektivischen Ansichten und in

der Grundtönung von Hell und Dunkel. Dergestalt ist jeder

Darstellung eine eigene Dynamik gegeben. Es handelt sich hier

also um zwei verschiedene Geschehnis- und Sinnebenen. Jede

Szene erzählt eine andere Geschichte, und dennoch finden sich

Gemeinsamkeiten. So fungiert der Baum an der Trennlinie als

Bindeglied und verweist damit auf den gleichen Ort (die selbe

Stadt). Auch die äußerst diffuse Gestaltungsweise ist gleich. Sie

verleiht beiden Szenen etwas Unwirkliches.

66

Hier zeigt sich George Grosz‘ feinfühliger Blick hinter die

Oberflächlichkeit der bürgerlichen Gesellschaft Berlins und auf

die Auswüchse der Inflationszeit. Treffsicher sind die

Physiognomien, die spontanen Bewegungen, die Körpersprache

und das Mienenspiel der Akteure wiedergegeben. Doch findet

sich hier keine „beißende“ politische Kritik, die den früheren

Arbeiten des Künstlers eigen war. Seit 1923 konzentrierte sich

Grosz vor allem in seinen Zeichnungen eher auf genrehafte

Sittenschilderung, in denen er die Menschen voraussetzungsloser

wiedergibt. Denn für ihn sollten nun das Dargestellte

(Menschen und Dinge) durch sich selbst sprechen. Trotzdem

negiert er nicht den satirischen Inhalt. Er will weiterhin aufrütteln.

So richtet er sich auch mit seiner Bildgestaltung gegen alle

Konventionen und betritt so ästhetisches Neuland. Durch seine

einzigartige Ausdrucksweise heben sich die Zeichnungen von

den Karikaturen der Tagespresse ab und reihen sich gleichzeitig

ein in die große Tradition der unnachgiebigen zeitkritischen

Kunst. Hierfür ist der „Damensalon“ ein eindrucksvolles Beispiel.

Das Aquarell war 1937 im Besitz des Museums Stettin und

wurde im Rahmen der Diffamierung „Entarteter Kunst“ durch die

Nationalsozialisten aus der Sammlung entfernt und veräußert.


409

67


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

68

410


Grosz, George

Berlin 1891 -1959

410 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Studie für Eva. Pastell auf Velin. Auf

Karton kaschiert (63,5 x45cm).

58,5 x40cm. Signiert unten rechts:

Grosz. Rahmen. Als Modell für diese

Zeichnung stand Grosz’ Frau Eva Modell.

Zu dieser Arbeit liegt eine Bestätigung

von Peter Grosz, Prinseton/N.J./USA, vom

21. August 1999, in Kopie vor.

411 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Dekorations-Entwurf für den Film

„I am aCamera“. 1932. Aquarell auf

Schoeller Turm (Trockenstempel).

34 x43,8cm. Signiert und datiert

unten rechts: GROSZ/ 32.

Der Film basiert auf dem Roman

„Goodbye to Berlin“ des Briten

Christopher Isherwood, der hier seine

Erlebnisse in der deutschen Hauptstadt

der frühen 1930er Jahre aufgreift.

Die Echtheit des Blattes wurde von Dr.

Ralph Jentsch, Rom, mündlich bestätigt.

Es wird indas in Vorbereitung befindliche

Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier

aufgenommen.

412 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Stehender weiblicher Akt. 1913/14.

Tuschfederzeichnung auf ESCLASS

SCHREIBMASCHINEN PAPIER

(Wasserzeichen).

28,5 x22cm. Verso bezeichnet unten

links: L3Nr286. Darunter

Nachlassstempel mit der Nr.: 2136.

Rahmen.

411

412

69


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

413

Hauptmann, Ivo

1886 Erkner/Berlin -1973 Hamburg

413 | $14.100 -21.150 /€10.000 -15.000

Blick von Falkenstein auf die Elbe. Öl auf Leinwand.

46,5 x69cm. Signiert unten rechts: Ivo Hauptmann. Rahmen.

Ivo Hauptmann, Sohn des Dichters und Dramatikers Gerhart

Hauptmann, kommt durch den Freundeskreis seiner Eltern schon

früh mit zahlreichen avantgardistischen Künstlern der

Jahrhundertwende zusammen, darunter Walter Leistikow,

Ludwig von Hoffmann, Max Liebermann, Max Klinger und dem

jungen Otto Mueller.

Seine Kunstausbildung beginnt er 1903 in Paris mit dem

Aufenthalt an der Academie Julian. Anschließend studiert er bei

Lovis Corinth in Berlin (1903/04) und bei Ludwig von Hoffmann

in Weimar (1904/08). Hier lernt er u.a. Edvard Munch und Henry

van de Velde sowie seine Studienkollegen Hans Arp und Otto

Illies kennen.

Anfang 1909 geht Hauptmann erneut nach Paris. Für kurze Zeit

besucht er die Academie Ranson, an der auch die Nabis, Paul

Serusier und Maurice Denis unterrichten. Während dieser Zeit

entsteht eine tiefe Freundschaft mit Paul Signac. Von diesem

inspiriert, wendet er sich dem Neo-Impressionismus zu. Er wird

Mitglied der Societe des Artistes Independantes und ist zwischen

1910 und Anfang der 1920er Jahre einer der wichtigsten

70

Vertreter des Neo-Impressionismus in Deutschland. 1912 kehrte

Hauptmann in seine Heimat zurück. Mit Ausnahme der Zeit

seines Militärdienstes im I. Weltkrieg lebte er bis 1923 in

Dresden, Hamburg und Berlin.

Zu Beginn der 1920er Jahre orientiert sich Hauptmann in

malerischer Hinsicht neu und entwickelt sich zu einem namenhaften

Vertreter des norddeutschen Expressionismus. 1923 lässt

er sich endgültig in Hamburg nieder. Erpflegt Kontakte zu den

Künstlern der Hamburger Sezession, der er 1928 betritt. Als

1933 die Nationalsozialisten den Ausschluss der jüdischen

Kollegen aus der Sezession fordern, setzt Hauptmann als deren

zweiter Vorsitzender die Selbstauflösung der Gruppe durch. Bis

Ende des II. Weltkrieges widmete er sich nun sehr zurückgezogen

ausschließlich der Malerei.

Nach 1945 gehört Hauptmann zu den Künstlern, die die

Hamburger Sezession wieder eröffnen (1945); zudem beteiligt er

sich am Wiederaufbau der hamburgischen Kunst- und Kulturszene.

1946 wird erDozent für Malerei an der Landeskunstschule

in Hamburg und ist 1950 Gründungsmitglied der Freien Akademie

der Künste Hamburg. Darüber hinaus ist er Mitglied oder Vorsitzender

zahlreicher Gesellschaften mit Literatur -und Kunstinteressen.

In seinem letzten Lebensjahrzehnt erhält Hauptmann

zahlreiche Ehrungen, wie etwa den Edwin-Scharff Preis.


Heckendorf, Franz

1888 Berlin -1962 München

414 | $16.920 -21.150

€12.000 -15.000

Im Boot. Öl auf Karton. 77 x65cm.

Nachlassstempel des Künstlers verso

auf Karton: Nr. 98(handschriftlich

eingetragen).

415 | $7.050 -8.460 /€5.000 -6.000

Chiemsee. 1941. Öl auf Hartfaser.

52 x70cm. Signiert und datiert unten

rechts: F. Heckendorf 41. Rahmen.

414

415

71


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

416

Hoerle, Heinrich

Köln 1895 -1936

416 | $10.575 -11.985 /€7.500 -8.500

Blumenstrauß in einer Glasvase. Öl und Tempera auf Karton.

38 x27cm. Signiert unten links: Hoerle. Rahmen.

Diese Arbeit wird indas von Dirk Backes, Aachen, vorbereitete

Werkverzeichnis zu Heinrich Hoerle aufgenommen.

Provenienz:

Lempertz-Auktion 617, 9./10. Dez. 1986, Kat.-Nr. 460.

72

418

Hofer, Karl

1878 Karlsruhe -1955 Berlin

417 | $42.300 -56.400 /€30.000 -40.000

Stehende Frau mit roter Kappe. 1952. Öl auf Hartfaser.

55 x35cm. Monogrammiert und datiert oben rechts: CH52

(ligiert). Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung, Berlin

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der

Gemälde, Bd. 3, VAN HAM Art Publications, Köln 2007,

Kat.-Nr. 2448 Abb.

418 | $25.380 -31.020 /€18.000 -22.000

Mädchenkopf (Rechtsprofil). Um 1950. Öl auf Karton.

37 x25,5cm. Monogrammiert unten links: CH (ligiert). Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung, Berlin

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard :Karl Hofer, Werkverzeichnis der

Gemälde, Bd. 3, VAN HAM Art Publications, Köln 2007,

Kat.-Nr. 2255 Abb.


417

73


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

419

Hofer, Karl

1878 Karlsruhe -1955 Berlin

419 | $16.920 -21.150 /€12.000 -15.000

Landschaft mit Kapelle. Um 1920. Öl auf Leinwand.

25,5 x38,7cm. Monogrammiert unten links: CH (ligiert).

Rahmen.

Auf der Rückseite befindet sich eine Ölskizze mit weiblichen

Akten.

Provenienz:

Privatsammlung, Berlin

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der

Gemälde, Bd. 2, VAN HAM Art Publications, Köln 2007,

Kat.-Nr. 428 Abb.

74


420

420 | $16.920 -21.150 /€12.000 -15.000

Schießbude (Entwurf). 1953. Öl auf Hartfaser. 50,5 x39,5cm.

Monogrammiert unten links: CH (ligiert). Auf der Rückseite

befinden sich vier Nachlassstempel und die Bezeichnung:

Elisabeth Hofer. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung, Berlin

Ausstellungen:

Staatliche Kunsthalle, Berlin 1978, S. 176 (Nr. 208), S. 517

Farbabb.

Ruhrfestspiele Recklinghausen 1931, Nr. 98Abb.

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der

Gemälde, Bd. 3, VAN HAM Art Publications, Köln 2007,

Kat.-Nr. 2599 Abb.

Galerie Andreas Baumgartl: Karl Hofer -Widergewonnene

Verlust, Bilder aus der letzten Jahren, München 2001, S. 50

Abb. (nicht ausgestellt)

Furler, Elisabeth (Hrsg.): Karl Hofer -Leben und Werk in Daten

und Bildern, Frankfurt/M. 1978, S. 128f. Abb.

421

421 | $12.690 -15.510 /€9.000 -11.000

Mann mit Hund. 1952. Öl auf Leinwand. 95x70cm.

Monogrammiert (geritzt) unten rechts: CH (ligiert). Rahmen.

Provenienz:

Nachlass Hofer (Nr. 278)

Ausstellungen:

Hochschule für bildende Künste, Berlin 1953, Nr. 141

Schloss Charlottenburg, Berlin 1954, Nr. 11

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer -Werkverzeichnis der

Gemälde, Bd. 3, VAN HAM Art Publications, Köln 2007, Wvz.-

Nr. 2494, Abb.

Hofer, Karl: Aus Leben und Kunst, Berlin 1952, Abb. 86

(Jüngling mit Hund).

75


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

422

Hofmann, Ludwig von

1861 Darmstadt -1945 Pillnitz

422 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Dionysische Gruppe (Wiesentanz). Um 1900. Pastell auf Velin.

22 x30,5cm. Monogrammiert unten links: LvH (ligiert). Rahmen.

Eine Kohlezeichnung mit gleichem Motiv, aber etwas größer

gewähltem Ausschnitt befindet sich in der Galerie Albstadt,

Sammlung Walther Groz.

Literatur:

Vgl. Wagner, Annette/Wolbert, Klaus: Ludwig von Hofmann

(1861-1945) -Arkadische Utopien in der Moderne, Institut

Mathildenhöhe Darmstadt 2005, Kat. 143, Abb. S. 222.

76


423

Huber, Ernst

Wien 1885 -1960

423 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Mädchen im Garten. Tempera auf Velin. 35,5 x48cm.

Signiert unten rechts: E. Huber. Rahmen.

Ausstellungen:

Große Kunstausstellung Düsseldorf 1928 (?)

Ernst Hubers Thema ist der Mensch in seinem alltäglichen Leben

und die österreichische Landschaft. Unverwechselbar schildert er

mit farbenfroher Palette das unspektakuläre Treiben auf dem

Lande. Dabei stellt er den Menschen nicht allein in die Natur,

denn immer zeigt er im Hintergrund eine fast kulissenhafte

Dorfarchitektur. Und noch etwas ist charakteristisch für Hubers

Arbeiten: Trotz der vielen Menschen, die seine Szenerien

bevölkern, vermitteln die Bilder Ruhe und Beschaulichkeit.

Sie sind Momentaufnahmen, in denen der Maler das heitere

Landleben statisch festhält.

Ein Gemälde mit ganz ähnlicher Szenerie („Fest im Freien“)

befindet sich in der Österreichischen Nationalbank, Wien.

77


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

424

425

426

78

Jaeckel, Willy

1888 Breslau -1944 Berlin

424 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Berglandschaft. Öl auf Leinwand.

60 x70cm. Signiert unten rechts:

Jaeckel. Rahmen.

Kádár, Béla

Budapest 1877 -1955

425 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Sitzender weiblicher Akt in dörflicher Umgebung. Gouache auf

Velin.

27,4 x36cm. Signiert unten rechts:

Kádár Béla. Rahmen.

Kaus, Max

Berlin 1891 -1977

426 | $2.538 -2.820 /€1.800 -2.000

„Sauerland Ebbe“. 1936. Aquarell auf Bütten. 53,7 x66,2cm.

Signiert, datiert und betitelt unten links: MKaus36/ Sauerland/

Ebbe. Rahmen.

Kaigorodov, Anatolij Dmitrievich

1878 St. Petersburg -1945 Mondsee

427 | $21.150 -28.200 /€15.000 -20.000

Schilf. 1928. Gouache auf Velin. Auf Karton kaschiert.

50,5 x71cm. Signiert und datiert unten rechts: A. Kaigorodoff/

28. Verso bezeichnet: Nr. 3/‘Das Schilf’/ AKaigorodoff. Rahmen.

Ausstellungen:

Art Exhibitions Agency, Kopenhagen 1929, Nr. 74(Aufkleber)

Kaigrodov absolvierte zunächst eine Ausbildung an der

Kunstakademie in St. Petersburg bei dem Landschaftsmaler

Archip Ivanovic Kuindzhi. Für weitere Studien reiste er dann zwischen

1902 und 1905 nach München und Paris. Wieder in seiner

Heimatstadt stellte er in der Akademie aus und arbeitete mit

den unabhängigen Künstlern der 1909 gegründeten „Kuindzhi-

Gesellschaft“ zusammen. 1918 siedelte er nach Estland über,

wo er sehr aktiv im Kreise der emigrierten Künstler agierte und

z.B. Unterricht gab und Ausstellungen organisierte. Auf der

Flucht vor der sowjetischen Armee starb er 1945 in der Nähe

von Salzburg.


427

Kerschbaumer, Anton

1885 Rosenheim

428 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Kanal in Gent (Kanal mit Schuppen). 1919. Gouache auf

J.Whatman 1913 England (Wasserzeichen). 48 x59,5cm.

Signiert unten rechts: Kerschbaumer. Darunter bezeichnet von

fremder Hand: Ostende 18.9.19.

Wvz. Wetzel-Kerschbaumer, Nr. W

Provenienz:

Frankfurter Kunstkabinett Hanna Becker vom Rath,

Frankfurt/Main

Privatbesitz Hessen

Bei der Bezeichnung und Datierung handelt es sich wohl um

eine spätere Eintragung, die sich vermutlich auf den

Entstehungsort und das Entstehungsdatum, nicht aber auf das

Motiv, bezieht. Diese Angaben findet man auch bei zwei

Gemälden mit gleichem Sujet (vgl. G1916/1 und G1916/2). In

Publikationen, die zu Lebzeiten des Künstlers erschienen, sind sie

als „Genter Kanal“ betitelt.

428

79


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

80

429

Kirchner, Ernst Ludwig

1880 Aschaffenburg -1938 Frauenkirch/Davos

429 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Ohne Titel (Gespräch im Grünen). 1917. Aquarell über

Bleistiftzeichnung auf Papier. 13,1 x18,8cm. Signiert und datiert

unten Mitte rechts: E.L.Kirchner 17. Auf der Rückseite unten

links befindet sich der Nachlassstempel mit der Nr.: ADa/Bh1.

Rahmen.

Zu dieser Arbeit liegt eine Bestätigung von Herrn Prof. Dr. Dr.

Gerd Presler, Weingarten, vom 24. Januar 2011 vor.

Provenienz:

Privatsammlung Norddeutschland

Ernst Ludwig Kirchner schuf dieses Aquarell 1917 während seines

ersten Aufenthaltes in Davos. Hier verbrachte der Künstler den

Sommer in einer kleinen Berghütte auf der Stafelalp. Vielleicht

malte er das Bild oberhalb von Fraunkirch auf dem Weg dorthin.

Es zeigt die für Kirchner charakteristische fahrige Handschrift jener

Zeit, in der seine tiefe Krise zum Ausdruck kommt. Diese zwang

ihn 1916 zu einem Aufenthalt im Sanatorium Kronstein, Taunus,

und sie war auch der Grund für seine Reise nach Davos, wo er

schließlich wieder gesundete.

430 | $11.280 -16.920 /€8.000 -12.000

Wiesner Viadukt mit Blick gegen Jenisberg (gegenüber von

Wiesen). 1925. Farbstifte auf gelblichem Papier. 49,5 x35,3cm.

Signiert und datiert unten Mitte: E. L. Kirchner 25. Rahmen.

Provenienz:

Marlborough Gallery, London

Galerie Regina, Davos

Süddeutsche Privatsammlung

Literatur:

Vgl. Presler, Gerd: Ernst Ludwig Kirchner. Die Skizzenbücher,

„Ekstase des ersten Sehens“, Davos/Karlsruhe 1996, S.309

Vgl. Gordon, Donald E.: Ernst Ludwig Kirchner, mit einem kritischen

Katalog sämtlicher Gemälde, München 1968, Wvz._nr. 844

Vgl. Jenderko-Sichelschmidt, Ingrid: Ernst Ludwig Kirchner,

Zeichnungen, Aschaffenburg 1980

Den imposanten Viadukt malte Kirchner auch aus einer anderen

Perspektive. (Gordon 844, dort datiert auf 1926). Im Skizzenbuch

(Presler Skb 115-19) von 1925/27 befindet sich zudem ein Blatt,

das in der Bleistiftvorzeichnung und Kreideüberarbeitung identisch

ist. (Presler Skb, S.309). In der Skizzensammlung Aschaffenburg

befindet sich ein Blatt, das dieselbe Entstehensweise dokumentiert

(Presler Sks 2- 54). Der Maler Philipp Bauknecht, wohnhaft in

Davos-Dischmatal und mit Kirchner befreundet seit 1920, malte

1921 das Gemälde „Wiesner Viadukt mit Jenisberg“. In der oberen

linken Bildhälfte ist das hochgelegene Gehöft zu sehen, dass auch

Kirchner in der Zeichnung andeutet, mit einem Kirchlein (?).

Wir danken Herrn Prof. Dr. Dr. Gerd Presler für seine wissenschaftliche

Beratung.


430

81


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

431

432

82

Kirchner, Ernst Ludwig

1880 Aschaffenburg -1938

Frauenkirch/Davos

431 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Frau und Katze. 1923. Radierung auf

weiß beschichtetem Karton. 30 x25cm

(33 x29cm). Signiert, datiert, betitelt

und bezeichnet. Rahmen.

Blatt unregelmäßig beschnitten. Minimale

Kratzspuren. Verso an der oberen Kante

montiert.

Wvz. Dube, Radierungen Nr. 446.

Auf der Rückseite befindet sich der

Nachlassstempel mit der handschriftlich

eingetragenen Nr.: R459. Unterhalb der

Darstellung bezeichnet, betitelt und signiert:

Sch II 459 Thea und Katze 23

ELKirchner 59.

Klee, Paul

1879 Münchenbuchsee -1940

Muralto/Tessin

432 | $12.690 -16.920

€ 9.000 -12.000

Was läuft er? 1932. Radierung auf Velin.

23,5 x29,5cm (31,4 x40cm). Signiert.

Eines von ca. 100 Exemplaren. Edition

Cahiers d’Art, Paris (Hrsg.).

Modellrahmen.

Untere rechte Ecke leicht bestoßen. Verso

Spuren und Reste alter Montierung im

oberen Randbereich.

Literatur:

Kornfeld, Eberhard W.: Verzeichnis des

graphischen Werkes von Paul Klee, Bern

2005 (2. Aufl.), Wvz.-Nr. 109.


Klimsch, Fritz

1870 Frankfurt a. M. -1960 Saig

433 | $28.200 -42.300

€20.000 -30.000

Stehende mit Händen an den Hüften.

1931 (Entwurf). Bronze, dunkelbraun

und grün patiniert. 90,5 x21x18cm.

Monogrammiert auf der Plinthe: FK

(ligiert). Sowie auf der hinteren

Plinthenkante Gießerstempel H. Noack

Berlin.

Provenienz:

Galerie Koch-Westenhoff, Lübeck

(1960er Jahre)

seither Privatbesitz, Nordrhein-Westfalen

Ausstellungen:

Vgl. Fritz Klimsch, Städtisches

Moritzburgmuseum, Halle 1939,

Ausst.-Kat. Nr. 13 (hier als

„Stehendes Mädchen“)

Vgl. Fritz Klimsch, Kollektivausstellung

Juni-Juli 1941, Haus der Ehemaligen

Secession, Wien 1941, Nr. 26(auch hier

als „Stehendes Mädchen“)

Literatur:

Braun, Hermann: Fritz Klimsch. Eine

Dokumentation, Van Ham Art

Publications, Köln 1991, Nr. 154.

„Obwohl die Figur von vorn ganz

statuarisch wirkt, zeigen Kopf, Hals,

Oberkörper und Beine in der Seitenansicht

eine ungewöhnlich starke, fast

vegetabile Konturierung. Auffällig die

Modulation des Haares, das nicht als

Masse, sondern additiv und wild aus

einzelnen Gebilden zusammengesetzt ist.

Die Schauspielerin Friedel Schuster stand

Modell.“ (Wvz. Braun, S. 373).


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

84

434


435

Kokoschka, Oskar

1886 Pöchlarn -1980 Montreux

434 | $49.350 -63.450 /€35.000 -45.000

Sommerlicher Blumenstrauß. 1968. Aquarell auf Hahnemühle.

65 x49cm. Signiert und datiert unten links: Oskar Kokoschka

68. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Norddeutschland.

„Fingerübungen“ nannte Oskar Kokoschka seine späten

Landschafts- und vor allem Blumenaquarelle, mit denen er nach

langer Pause wieder zu diesem Medium zurückkehrte.

Tatsächlich arbeitete er intensiv und fast täglich an diesen farbenfrohen

und doch luftig leichten Sommersträußen, die alle in

seinem Haus und Garten in Villeneuve entstanden. Auf die

Frage, wie lange er für eines dieser Aquarelle bräuchte, war die

Antwort dann aber doch „fünfzig Jahre“, ein ganzes

Künstlerleben also, um zu der späten Leichtigkeit zu finden.

436

435 | $2.820 -3.102 /€2.000 -2.200

Selbstbildnis mit Radiernadel. 1970. Kaltnadelradierung auf

Arches (Wasserzeichen). 29,5 x20cm (47,8 x33,8cm).

Ex. 39/100. Signiert und nummeriert. Edition de Beauclair,

Frankfurt M. (Hrsg.). Rahmen.

Blatt minimal gebräunt. Verso umlaufend Reste alter

Montierung.

Wvz. Wingler/Welz, Nr. 469. Versehen mit dem Trockenstempel

des Herausgebers. Beilage zur Vorzugsausgabe von Kokoschkas

„Bild, Sprache Schrift“.

436 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Apfelblütenzweig. 1953/1976. Farblithographie auf BFK RIVES

(Wasserzeichen). 41 x37cm (76 x56cm). Ex. 23/100. Signiert

und nummeriert. Rahmen.

Minimal gebräunt an der linken Kante. Verso Reste alter

Montierung an der oberen Kante.

Wvz. Wingler/Welz, Nr. 525.

85


Kolbe, Georg

1877 Waldheim (Sachsen) -1947 Berlin

437 | $112.800 -169.200 /€80.000 -120.000

Allegro. 1929 (Entwurf und Guss). Bronze, rot-braun patiniert.

72 x50x23cm. Ex. I. Monogrammiert und nummeriert auf der

Plinthe: GK Isowie bezeichnet „Made in Germany“. Auf der

hinteren Plinthenkante Gießerstempel H. Noack Berlin-Friedenau.

86

Eva Rechlin, in: Der weibliche

Körper und seine Beeinflussung

durch Mode und Sport, 1931.

Es liegt eine schriftliche Bestätigung von Frau Dr. Ursel Berger,

Georg-Kolbe Museum Berlin, vom 30.10.2003 in Kopie vor.

Wir danken Frau Dr. Ursel Berger, Georg-Kolbe Museum Berlin,

für die freundliche Unterstützung.

Ausstellungen:

Der schreitende, springende, wirbelnde Mensch, Georg Kolbe

und der Tanz, Georg- Kolbe-Museum, Berlin/Edwin Scharff

Museum, Neu-Ulm 2003

Literatur:

Beucker, Ivo: Georg Kolbe, Auf Wegen der Kunst, Berlin 1949,

S. 103 (Abb. des Werkmodells)

Ausst.-Kat. Der schreitende, springende, wirbelnde Mensch,

Georg Kolbe und der Tanz, Georg- Kolbe-Museum, Berlin/Edwin

Scharff Museum, Neu-Ulm 2003, Kat. Nr. VIII. 2mit Abb.

Zwei Details machen die Skulptur außergewöhnlich und liefern

Zeugnis ab, über die erfolgreichste Periode des Bildhauers Georg

Kolbe: der Stempel „Made in Germany“ sowie die Nummerierung

„I“. Sie sind auf jenen Skulpturen zu finden, die vor dem II.

Weltkrieg in die USA eingeführt wurden. Auf die mit „I-III“

nummerierten Exemplaren fiel keine Steuer an und so gelangten

jene Plastiken teils als Ausstellungsexponate, aber in nicht unerheblichen

Mengen auch als Verkäufe an Privatsammler (so konnte

beispielsweise die Familie Rockefeller gleich mehrere Kolbe-

Plastiken zuihrem Besitz zählen) nach Übersee. Von Georg

Kolbes „Allegro“ existieren laut Frau Dr. Ursel Berger lediglich

8Lebzeit-Güsse aus dem Jahr 1929 sowie 3nachweisbare spätere

Güsse aus den 1960er Jahren. Die hier vorgestellte Bronze

zählt somit zu einem der äußerst seltenen, frühen Exemplare

und zu einer ausgesprochen gelungenen Formfindung Kolbes.

Für die Skulptur „Allegro“ stand Eva Rechlin (später Eva

Grossmann), ausgebildete Gymnastikerin und Mitglied des

Berliner Tanzensembles „Die Roten Tänzer“, Kolbe Modell. Die

junge Frau galt seinerzeit im Zusammenhang mit der

Körperkultur-Bewegung als Idealbild der sportübenden Frau. Die

besondere Bewegungsfreude und der unverkrampfte Umgang

mit Nacktheit, spiegelt sich in Kolbes „Allegro“ wider. Die

Skulptur ist für die Schaffensphase der späten 1920er Jahre

insofern besonders, als dass in jener Zeit -bedingt durch den

plötzlichen Todseiner Frau Benjamine -Trauerfiguren zu seinem

Hauptthema werden. „Eine Kolbe-Figur von 1929 unterscheidet

sich jedoch deutlich vom damals vorherrschenden schwermütigen

Gehalt der Werke: Allegro (Abb.), eine Frauengestalt, die

heiter und sieghaft die Arme nach oben reckt, genauso wie dies

Eva Rechlin auf einem Aktfoto vorführt. (Abb.) Man könnte

glauben, dass Kolbe durch die Präsenz dieses Modells, das -wie

bei dem Künstler üblich -eigenständig im Atelier Bewegungen

testete, für eine gewisse Zeit aus seiner Depression gerissen

wurde.“ (Ausst.-Kat. 2003, S. 80f).


437


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

438

439

88

Kubin, Alfred

1877 Leitmeritz/Böhmen -1959

Wernstein am Inn

438 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

„Buddhist im Walde“. Um 1907.

Gouache auf Velin. 39,5 x37,5cm.

Signiert unten rechts: AKubin. Verso u.a.

bezeichnet: um 1907 (oben links) /

Buddist im Walde (unten links). Rahmen.

Lacasse, Joseph

1894 Tournai/Belgien -1975 Paris

439 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Ohne Titel. 1936. Öl auf Leinwand.

Doubliert. 14 x22cm. Datiert und signiert

verso: 1936, Lacasse.


440

Le Corbusier

(‘Charles-Edouard Jeanneret’)

1887 La Chaux-de-Fonds -1965 Cap Martin

440 | $14.100 -21.150 /€10.000 -15.000

Kubus. 1918. Bleistift auf Papier. 21,6 x27,3cm. Signiert

und datiert unten rechts: Jeanneret 1918. Rahmen.

Auf der Rückseite befindet sich ein französischer Kommentar.

89


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

441

Le Corbusier

(‘Charles-Edouard Jeanneret’)

1887 La Chaux-de-Fonds -1965 Cap Martin

441 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Ohne Titel (Neujahrsgrüße). 1943/44. Eingeritzte Zeichnung in

schwarzbeschichtetem, leichten Karton (verso typographisch

bedruckt). 13,6 x11cm. Signiert unten rechts: Le Corbusier.

Bezeichnet und datiert unten Mitte: bonne anée 44. Rahmen.

442 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Aus: „Unité“ (Nr. 14). 1965. Farbaquatinta auf BFK RIVES

(Wasserzeichen). 42 x31,5cm (57 x45,5cm). Ex. 83/130.

Signiert und nummeriert. Mazo und Cie Verlag, Paris (Hrsg.).

Minimale Knickspuren. Stockflecken, insbesondere imunteren

Randbereich. Im Druck bezeichnet, monogrammiert und datiert:

14/ L-C/ 13-8-53. Die Aquatinta entstand nach einer Arbeit von

1953 für die Mappe „Unité“, die 1965 erschien.

90

442

Lehmbruck, Wilhelm

1881 Duisburg -1919 Berlin

443 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Vier Frauen (drei stehend, eine sitzend). 1913. Radierung auf

Velin. 29,5 x19,5cm (41,5 x28,5cm). Signiert. Rahmen.

Blatt unfrisch und gebräunt. Knickspuren und kleine

Bestoßungen an den Kanten. Stockflecken.

Wvz. Petermann, Nr. 56.


443

91


Liebermann, Max

Berlin 1847 -1935

444 | $70.500 -98.700 /€50.000 -70.000

Blick über die Blumenterrasse im Wannseegarten nach

Nordosten. Anfang 1920er Jahre. Pastell auf Velin. 25,1 x30cm.

Signiert unten links: MLiebermann. Rahmen.

Wir danken Frau Dr. Margreet Nouwen, Max Liebermann Archiv,

Berlin, für die freundliche Bestätigung der Authentizität.

Provenienz:

Privatsammlung Berlin

Privatsammlung Frankfurt/Main

Salis &Vertes, Salzburg

Privatsammlung Deutschland

Ausstellungen:

Max Liebermann, Landesgalerie Hannover/Kunstverein

Hamburg/Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen,

Düsseldorf, 1954, Kat.-Nr. 116

Max Liebermann 1847-1935 Berlin, Kunsthalle Bremen, 1954,

Kat.-Nr. 117

Literatur:

Max Liebermann, Landesgalerie Hannover/Kunstverein

Hamburg/Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen,

Düsseldorf, 1954, Kat.-Nr. 116

Max Liebermann 1847-1935 Berlin, Kunsthalle Bremen, 1954,

Kat.-Nr. 117

Vgl. Ausst.-Kat.: Im Garten von Max Liebermann, Hamburger

Kunsthalle u.a. 2004/05

Auf der Rückseite des Blattes befindet sich eine

Bleistiftzeichnung, die Max Liebermann offenbar verworfen hat.

Sie stellt ein Selbstbildnis dar und ähnelt in der Auffassung seinem

Konterfei in der Radierung von 1922 (vgl. Wvz. Schiefler,

Nr. 360) wie auch seinem Porträt in der Lithographie von 1924

(vgl. Wvz. Achenbach, Nr. 83). Die Zeichnung hat Liebermann

wohl kurz vor dem Pastell geschaffen. Da der Maler meist sparsam

mit dem Papier umging, hat er wahrscheinlich –als er sah,

dass die Zeichnung misslungen war –, das Blatt umgedreht, um

die unbenutzte Seite für ein anderes Bild zu verwenden.

92

Diese neue Arbeit zeigt eine heitere Sommeransicht der sogenannten

Blumenterrasse in Liebemanns Garten am Wannsee:

Von einem etwas erhöhten Standpunkt aus blickt man auf die

Farbenpracht der rot blühenden Blumen, die auf der „Terrasse“

angepflanzt sind. Im Hintergrund links von ihr sieht man die

hellgrünen Heckengärten und rechts erkennt man durch die

dicht stehenden Laubbäume das leuchtende Hellblau des

Wassers. Max Liebermann konnte 1909 eines der letzten

Seegrundstücke am Großen Wannsee, südwestlich von Berlin,

erwerben. Schon im folgenden Jahr zog er mit seiner Familie in

die neu erbaute Villa ein, die er als Sommerresidenz nutzte. Im

Atelier entstanden dann auch bald die ersten Gartenbilder. Mit

der Planung und Gestaltung des großen Gartens war von

Anbeginn Alfred Lichtwark betraut, Direktor der Hamburger

Kunsthalle und Freund des Malers. So entstand ein moderner

Garten, der den ästhetischen Forderungen der Gartenreform

entsprach und zugleich die Möglichkeit zur wirtschaftlichen

Nutzung bot.

Sein „Schloß am See“ war Liebermanns ländliches Refugium, in

das er sich gerne zurückzog. Als ihm die Geschehnisse des I.

Weltkrieges seine alljährlichen Studienfahrten nach Holland

unmöglich machten, wurde die Villa für ihn zum ständigen

Aufenthaltsort im Sommer. Bis zu Beginn der 1930er Jahre fertigte

Liebermann hier über 200 Studien, Pastelle und Gemälde

mit Motiven des Gartens an. Obwohl die Blumenterrasse eine

sehr kleine Fläche des Gartens einnahm, war sie seit 1914 eines

der beliebtesten Motive des Künstlers. Aus allen nur erdenklichen

Blickwinkeln hielt er ihre Ansicht im Bild fest. Wie bei

unserem Blatt schilderte er sie stets in sommerlicher Blüte, wobei

er sie fast ausschließlich bei strahlendem Sonnenschein und

möglichst hohem Sonnenstand malt. Denn Liebermann interessiert

sich allein für die Vielfalt und Farbigkeit der Natur, nicht

aber für ihre Erscheinung im Wechsel der Tages- oder

Jahreszeiten. (Ritze, Stephanie: Die Blumenterrasse, in: siehe

Ausst.-Kat., S. 87f.)

Wir verweisen auf die Ausstellung "Max Liebermann -

Wegbereiter der Moderne" in der Bundeskunsthalle Bonn vom

21. April bis 11. September 2011.


444

93


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

445

Liebermann, Max

Berlin 1847 -1935

445 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Studie mit weiblichen Figuren (Feuertanz der bösen Götter).

1918(?). Tuschfederzeichnung auf dünnem Korrespondenzpapier

(mit Mittelfalz). 14,2 x22,5cm. Signiert unten rechts:

MLiebermann. Rahmen.

Nicht verwendeter Illustrations-Entwurf zu J.W. von Goethes

„Die Novelle“, um 1922.

Eine Bestätigung von Frau Dr. Margreet Nouwen, Max

Liebermann Archiv, Berlin, vom 8. April 2011, liegt vor.

Provenienz:

Galerie Ketterer, München, 4. Aukt., 8. Dez. 1970

(Tennisspielerinnen)

Privatbesitz.

Lomnitz, Walter Alfred

1892 Eschwege -1953 London

446 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Bauer mit Kühen auf dem Felde. 1924. Öl auf Leinwand.

90,5 x70,5cm. Signiert unten links: LOM. Rahmen.

Literatur:

Bodenbach, Dr. J.H.: Eschweger Geschichtsblätter 14/2003,

Seite 45 -68: Alfred Lomnitz (1892 -1953).

Mackensen, Fritz

1866 Greene -1953 Bremen

war tätig in Worpswede und Weimar

447 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Blumenstillleben in braunem Krug am Fenster. 1943. Öl auf

Leinwand. 55,5 x46,5cm. Monogrammiert und datiert unten

rechts: FM 43. Rahmen.

Nicht im Wvz. Hamm.

94

446

447


448

Marevna, Marie Vorobieff

1892 Ceboksary/Russland -1984 London

448 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Petit nègre. 1972. Öl auf Karton. 55 x38cm. Verso signiert,

betitelt und datiert: MAREVNA/ petit negre/ 72. Rahmen.

Mappenwerk

449 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Hommage àPicasso (Lieferung 1). 1973. Je eine Arbeit von Bury,

Lipchitz, Manzu, Matta, Paolozzi, Rauschenberg und Wotruba.

Verschiedene Drucktechniken auf unterschiedlichen Papieren.

Blatt jeweils: 76,5 x56,5cm. Ex. I/XXX. Signiert und nummeriert.

Wieland Schmidt (Hrsg.) Propyläen Verlag Berlin/Pantheon Presse

Roma 1973. In originaler leinenbezogener Kassette

(62 x81,5 x5,5cm).

Blätter mit teilweise leichten Gebrauchsspuren. Kassette mit

deutlichen Gebrauchsspuren. Es fehlen die Blätter von Castillo,

Corneille und Miro.

449 A

aus: 449

Mataré, Ewald

1887 Aachen -1965 Büderich

449 A | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

Liegendes Kälbchen. 1934(?). Holzschnitt auf Velin. 18 x26cm

(30 x39,5cm). Signiert. Rahmen.

Wvz. Mataré, Nr. 323. Hier abweichende Blattmaße

(28,5x41cm); Wvz. Peters, Nr. 146. Laut dem Wvz. Mataré sind

nur 3Abzüge bekannt. -Blatt gebräunt. Knickspuren in den

Randbereichen. Verso umlaufend Spuren sowie an der oberen

Kante Reste alter Montierung.

1934 erschien in Krefeld eine Kunstmappe "Künstler am

Niederrhein", die eine verkleinerte Reproduktion des

Holzschnitts enthielt. Deren Maße hat Peters irrtümlich für das

Original angegeben.

95


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

96

450

451

Mataré, Ewald

1887 Aachen -1965 Büderich

450 | $2.538 -3.102 /€1.800 -2.200

Pferde auf der Weide („Fünf, eigentlich

sieben Pferde“). 1935. Farbholzschnitt

auf Bütten. 13 x33,3cm (43,5 x61,4cm).

Eines von ca. 20 Exemplaren.

Leichter Abrieb in der oberen rechten

Ecke durch alte Montierung. Minimaler

Wasserfleck am rechten äußeren Rand

(ca. 1cm), kaum sichtbar. Blatt leicht

wellig. Insgesamt in gutem Zustand.

Wvz.Mataré, Nr. 328. Blatt außerhalb der

im Werkverzeichnis erwähnten Auflage

der Kestner-Gesellschaft, Hannover.

Matisse, Henri

1869 Le Cateau-Cambrésis -1954 Nizza

451 | $12.690 -15.510

€ 9.000 -11.000

Danseuses au Fauteuil de Bois. 1927.

Lithographie auf ARCHES (Wasserzeichen).

46 x26cm (49 x33cm).

Ex. 130/130. Signiert und nummeriert.

Galerie d’Art Contemprain, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Verso Spuren alter Montierung in den

oberen Ecken. Das Blatt ist aus der Serie

„Dix Danseuses“.

Literatur:

Duthuit-Matisse, Marguerite/Duthuit,

Claude: Henri Matisse -Catalogue

Raisonné de l’oeuvre grave, Paris 1983,

Wvz.-Nr. 482.


Meidner, Else

1901 Berlin -1987 London

452 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Selbstporträt. Ca. 1930. Öl auf Sperrholz. 54 x43cm.

Monogrammiert oben rechts: EMM(übereinander).

Verso bezeichnet: Else Meidner, 42. Modellrahmen.

Als Ehefrau von Ludwig Meidner musste sich die aus einer wohlhabenden

jüdischen Familie stammende Else Meidner stets

gegen das „Schattendasein“ an der Seite Ihres Mannes wehren.

Gegen den Widerstand ihrer Eltern erkämpfte sie sich als junge

Frau die Erlaubnis zum Kunststudium und fand in dem 20 Jahre

älteren Ludwig Meidner nicht nur einen sehr guten

Zeichenlehrer, der auf dem Kunstmarkt als expressionistischer

Maler bereits etabliert war, sondern auch ihren zukünftigen

Ehemann.

Der II. Weltkrieg stellte eine jähe Zäsur dar: ab 1933 durfte Else

Meidner in Deutschland nicht mehr ausstellen. Nach der

Scheidung von Ludwig Meidner 1953 wurde sie britische

Staatsbürgerin, blieb ihrer Heimat Berlin aber stets auf besondere

Weise verbunden. Eine Gichterkrankung an den Händen hinderte

sie in den späteren Lebensjahren daran, weiterzumalen.

Erst nach ihrem Todwurde Meidners Werk in Deutschland

einem größeren Publikum vorgestellt, 1991 in der Kunsthalle

Schirn, Frankfurt, und in der Kunsthalle Emden.

Die beiden hier vorgestellten Arbeiten stammen aus sehr unterschiedlichen

Werkphasen der Künstlerin. Der Leichtigkeit in

Farbe und Duktus, wie sie noch beim frühen (Selbst?)Porträt vorherrscht,

steht die komisch-unheimliche Karnevalsszenerie der

Arbeit aus den 1950er Jahren in krassem Gegensatz gegenüber.

Die Unterschiede in Stil, Farbigkeit und Sujet lassen keinen

Zweifel daran, wie erheblich die Einflüsse des II. Weltkrieges auf

das Schaffen der Künstlerin wirkten.

453 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Karneval. 1954. Gouache über Kohlezeichnung auf leichtem

Karton. 71 x55cm. Monogrammiert und datiert unten links:

EMM(übereinander) 54. Verso Zollstempel.

452

453

97


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

454

456

457

98

458

Meidner, Ludwig

1884 Bernstadt -1966 Darmstadt

454 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Stillleben mit Rotkohl. 1963. Öl auf Malkarton. 40 x49,5cm.

Monogrammiert und datiert oben rechts: LM 63. Verso unten

rechts Nachlassstempel mit schriftlicher Nummerierung: I-85.

Rahmen.

455 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Männerporträt. 1911. Kohlezeichnung mit Bleistift auf leichtem

Karton. 35,5 x28cm. Monogrammiert und datiert unterhalb der

Darstellung links: LM1911. Nachlassstempel verso unten rechts

mit der handschriftlichen Nummerierung: II/87.

456 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Huckepack. 1957. Öl auf Karton. 20,1 x28cm. Monogrammiert

und datiert unten rechts: LM 57. Verso Nachlassstempel mit der

handschriftlichen Nummerierung: I/147. Rahmen.

457 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Zwei streitende Frauen. 1957. Öl auf Karton. 20,8 x29,5cm.

Monogrammiert und datiert unten links: LM 1957. Verso

Nachlassstempel mit der handschriftlichen Nummerierung: I/148.

Rahmen.


455

458 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Caféhausszene. Um 1953. Aquarell über Kohlezeichnung auf

Papier. 69x55,4cm. Monogrammiert neben der Darstellung

unten links: LM. Nachlassstempel verso unten rechts mit der

handschriftlichen Nummerierung: II/1494.

Ausstellungen:

Kunsthalle Darmstadt am Steubenplatz 1970, Kat.-Nr. 151

(Wirtshausszene, ca. 1953)

Galerie AK, Frankfurt/M. 1975, Kat.-Nr. 64, S. 24 mit Abb.

(Wirtshausszene, ca. 1953)

Galleria del Levante, München 1977, o.S. mit Abb.

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin 1986, Abb. S. 21

Stadtmuseum, Hofheim A. Taunus u.a. 1995, Kat.-Nr. 28,

o. Abb. (Zwei Liebespaare amTisch).

aus: 459

459 | $2.115 -2.538 /€1.500 -1.800

Konvolut von sechs Druckgraphiken.

a) Porträt Ernst Rathenaus. 1922. Radierung auf JWZANDERS

(Wasserzeichen). 24,8 x24,4cm (36 x30cm). Signiert, datiert

und betitelt. -Blatt unfrisch. Leichte Knickspuren in den

Randbereichen. Stecknadelloch unterhalb des Druckes.

b) Porträt einer jungen Frau (im Profil). 1922. Radierung auf

Velin. 23,4 x18cm (34,3 x25cm). Ex. 2/30. Signiert, datiert und

nummeriert. -Blatt leicht unfrisch. An den Kanten minimal

gewellt.

c) Prophet. 1924. Radierung auf Velin. 18 x13cm

(38 x29,5cm). Ex. 45/75. Signiert, datiert und nummeriert.

-Minimale Knickspuren.

d) Porträt einer jungen Frau. 1928. Radierung auf

Maschinenbütten. 19 x15cm (32,9 x23,6cm). Ex. Nr. 2.

Monogrammiert, datiert und bezeichnet. -Blatt leicht gebräunt

und stockfleckig. Minimale Knickspuren.

e) Porträt eines älteren Herren. 1952. Radierung auf Velin.

22 x18cm (38,5 x26,5cm). Ex. Probedruck. Signiert und datiert.

-Vereinzelte kleine Stockflecken.

f) Doppelbildnis mit Johannes R. Becher. 1921. Abklatsch von

einer Radierung auf Seidenpapier. 17x15,5cm

(33 x20,2cm). Monogrammiert und datiert. -Knickspuren.

Stockflecken.

99


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

460

461

100

Meister, Otto

1887 Thalwil/Schweiz -1969 Kilchberg

460 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Die Versuchung des heiligen Antonius. 1921. Öl auf Leinwand.

243 x171cm. Signiert und datiert unten links: OTTO MEISTER

1921. Rahmen.

Mendes da Costa, Joseph

Amsterdam 1864 -1939

461 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

„Van de Markt“. Keramik, farbig gefasst und glasiert. 22 x8x

8cm. Betitelt auf der vorderen Plinthenkante: Van deMarkt.

Sowie verso unten auf dem Gewand monogrammiert mit

Künstlersignum.

Mense, Carlo

1886 Rheine/Westfalen -1965 Königswinter

462 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

Industrielandschaft. 1944. Öl auf Holz. 40,5 x52cm. Signiert

und datiert unten rechts: CMense 44. Rahmen.

Nicht mehr im Wvz. Drenker-Nagels.

463 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Kuhhirtinnen vor antiker Tempelruine.

Ca. 1955/60. Öl auf Hartfaser. 39x48cm. Signiert unten rechts:

CMense. Rahmen.

Mitte der 1950er Jahre unternahm Carlo Mense, eingeladen

vom griechischen Reeder Aristoteles Onassis, eine längere

Mittelmeerreise, die ihn zu einer Serie von Gemälden mit orientalistischem

Sujet inspirierte.

Wir danken Frau Dr. Klara Drenker-Nagels für ihre freundliche

Begutachtung anhand von Fotos und die Einordnung des

Gemäldes in das Spätwerk Carlo Menses.

Meurs, Harmen Hermanus

1891 Wageningen -1964 Ermelo

464 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

Porträt einer jungen Frau. 1918. Öl auf Leinwand. 65 x54,5cm.

Signiert und datiert unten rechts: Harmen.10:18. Nochmals signiert

und datiert verso: Harmen Meurs, 1918. Rahmen.


462

464

463

101


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

465

Miró, Joan

1893 Montroig -1983 Calamajor/ Mallorca

465 | $3.525 -4.935 /€2.500 -3.500

Zu: „La vent parmi des Roseaux“. Farbige Aquatintaradierung

auf Jahannot (Wasserzeichen). Platte: ca. 33 x21cm /

Darstellung: 28 x22cm (32,5 x25cm). Ex. 110/115. Signiert

und nummeriert. O. Lazar-Vernet, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Blatt in den Randbereichen gewellt. Verso Spuren alter

Montierung an der oberen Kante.

Wvz. Dupin, Nr. 545. Plattenrand geht über die Blatthöhe

hinaus.

102

466

466 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Zu: „La vent parmi des Roseaux“. 1971. Farbige

Aquatintaradierung auf Japan. Platte: 15,5 x8cm /Darstellung:

15 x13,5cm (34 x51,5cm). Ex. 13/15. Signiert, nummeriert und

gewidmet. O. Lazar-Vernet, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Lichter Papierabrieb im unteren und rechten Randbereich. Blatt

teilweise in den Randbereichen minimal gebräunt. Montiert an

der oberen linken Kante.

Wvz. Dupin, Nr. 546. Schlußvignette. Doppelbogen mit

Mittelfalz. Signiert und nummeriert verso im Impressum.


467 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

Pygmées sous la lune. 1972.

Farbaquatinta und Radierung auf Arches

(Wasserzeichen). 53,5 x68cm (69,8 x

94,2cm). Ex. H.C. Signiert und bezeichnet.

Maeght, Paris (Hrsg.).

Blatt leicht wellig mit schwachen

Knickspuren in den oberen Ecken.

Vereinzelte Bräunungsflecken über das

ganze Blatt verteilt. In der Platte zwei kleine

Marker (mittig oben und unten) für

den Druck. Ansonsten in gutem Zustand.

Wvz. Dupin, Nr. 562.

468 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Aus: „Ubu Roi“. 1966. Farblithographie

auf ARCHES (Wasserzeichen). 41 x

63,4cm (54 x75cm). Ex. H.C. Signiert

und bezeichnet. Tériade, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Umlaufend leicht durchscheinende alte

Montierung. Verso gebräunt.

Wvz. Mourlot, Nr. 406. Außerhalb der

signierten und nummerierten Auflage von

205 Exemplaren.

469 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Aus: „Ubu Roi“. 1966. Farblithographie

auf ARCHES (Wasserzeichen). 41 x

62,5cm (54 x75cm). Ex. H.C. Signiert

und bezeichnet. Tériade, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Umlaufend leicht durchscheinende alte

Montierung. Verso gebräunt.

Wvz. Mourlot, Nr. 412. Außerhalb der

signierten und nummerierten Auflage von

205 Exemplaren.

467

468

469

103


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

470

471

Miró, Joan

1893 Montroig -1983 Calamajor/ Mallorca

470 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Aus: „Le lézard aux plumes d’or“. 1967. Farblithographie auf

Velin mit Künstlerwasserzeichen. 33,7 x48,3cm (41 x55,3cm).

Ex. H.C. Signiert und bezeichnet. Louis Broder, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Blattkanten leicht gebräunt.

Wvz. Mourlot, Nr. 447. Hier leicht abweichende Blattmaße

(41x56cm).

104

472

471 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Aus: „Le lézard aux plumes d’or“. 1967. Farblithographie auf

Japan. 33,7 x48,3cm (41 x55,5cm). Ex. H.C. Signiert und

bezeichnet. Louis Broder, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Knickspuren in den Randbereichen. Verso leicht gebräunt sowie

an den Kanten teilweise Reste alter Montierung.

Wvz. Mourlot, Nr. 461. Hier leicht abweichende Blattmaße

(41x56cm). Eines von wohl 50 Exemplaren.

472 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Les essències delaterra. 1969. Farblithographie auf GUARRO

(Wasserzeichen). 65 x50,5cm (75,5 x58,5cm). Ex. 36/140.

Monogrammiert und nummeriert. Polígrafa, Barcelona (Hrsg.).

Rahmen.

Stockflecken. Verso gebräunt sowie umlaufend Reste alter

Montierung.

Wvz. Mourlot, Nr. 625. Plakat vor Texteindruck für die

Ausstellung in der Galleria del Milione, Mailand 1969.


473

474

473 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Osaka. 1970. Farblithographie auf ARCHES. 45 x75cm

(56 x76cm). Ex. 26/75. Signiert und nummeriert. Heibonsha,

Tokio (Hrsg.). Rahmen.

Leicht gewellt. Minimale Knickspuren. Leicht durchscheinende

Montierung an der oberen Kante.

Wvz. Mourlot, Nr. 681. Hier leicht abweichende Blattmaße

(55x77cm).

474 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Aus: „Homentage aJoan Prats“. 1971. Lithographie auf Guarro.

54 x74,5cm (75 x100cm). Ex. XII/XXV. Signiert und nummeriert.

Polígrafa, Barcelona (Hrsg.). Rahmen.

Blatt gewellt. Stockfleckig an den Kanten. Verso leichte Flecken.

Wvz. Mourlot, Nr. 706.

475

476

475 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Aus: „Homentage aJoan Prats“. 1971. Lithographie auf Guarro.

54,5 x75cm (75 x99cm). Ex. XI/XXV. Signiert und nummeriert.

Polígrafa, Barcelona (Hrsg.). Rahmen.

Blatt leicht gewellt. Stockflecken. Verso umlaufend Reste alter

Montierung.

Wvz. Mourlot, Nr. 724. Hier leicht abweichende Blattmaße

(75x100cm).

476 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Aus: „Homentage aJoan Prats“. 1971. Lithographie auf Guarro.

54 x74,5cm (75 x100cm). Ex. XIV/XXV. Signiert und nummeriert.

Polígrafa, Barcelona (Hrsg.). Rahmen.

Blatt gewellt. Linke Kante gebräunt. Verso vereinzelte

Stockflecken.

Wvz. Mourlot, Nr. 728.

105


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

477

478

106

479

480


Miró, Joan

1893 Montroig -1983 Calamajor/ Mallorca

477 | $2.538 -3.102 /€1.800 -2.200

Aus: „Le lézard aux plumes d’or“. 1971. Farblithographie auf

Pergament. 32,5 x47cm (35 x49,5cm). Ex. E.A. 3/5. Signiert

und nummeriert. Broder, Paris (Hrsg.).

Leichte druckbedingte Papierquetschungen im linken und rechten

Randbereich. Verso Reste alter Montierung an der oberen

Kante.

Wvz. Mourlot, Nr. 809.

478 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

El fogainer. 1973. Farblithographie auf Guarro. 80,8 x59cm

(82,5 x59cm). Ex. 43/75. Signiert und nummeriert. Edicions

Polígrafa SA, Barcelona (Hrsg.). Rahmen.

Blatt im unteren Bereich leicht gewellt. Schmaler, leichter

Lichtrand. An den Kanten und verso gebräunt. Verso leichtdurchschlagende

Farbe.

Wvz. Craemer, Nr. 884. Hier abweichende Blattmaße (83x59cm).

479 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

El marxant de galls. 1973. Farblithographie auf Guarro.

59 x76,5cm (59 x82,5cm). Ex. 50/75. Signiert und nummeriert.

Edicions Polígrafa SA, Barcelona (Hrsg.). Rahmen.

Schmaler, leichter Lichtrand. An den Kanten und verso gebräunt.

Verso leicht durchschlagende Farbe.

Wvz. Craemer, Nr. 886.

480 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Plakat für die Einweihung der Fundació Joan Miró Barcelona.

1976. Farblithographie auf Guarro. 53,5 x49,5cm

(69,8 x49,8cm). Ex. 26/99. Signiert und nummeriert.

Fundacío Juan Miró, Barcelona (Hrsg.). Rahmen.

Blatt gebräunt. Verso teilweise durchschlagende Farbe

sowie Reste alter Montierung in den oberen Ecken.

Wvz. Craemer, Nr. 1090. Aus der Auflage mit Abzügen

ohne Texteindruck.

481 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

Obra gráfica. 1978. Farblithographie auf Velin. 30 x43cm

(46 x57cm). Ex. 20/75. Signiert und nummeriert. Direción

General del Patrimonio Artístico, Arichivos yMuseos, Madrid

(Hrsg.). Rahmen.

Blatt leicht gebräunt. Verso leicht durchschlagende Farbe.

Hier Reste alter Montierung an den Kanten.

Wvz. Craemer, Nr. 1161.

481

482

482 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

L’abella somniadora. 1979. Farblithographie auf ARCHES

FRANCE (Wasserzeichen). 76 x52cm (90,5 x63cm). Ex. 17/75.

Signiert und nummeriert. Galería Maeght, Barcelona (Hrsg.).

Rahmen.

Im Passepartoutausschnitt minimal gebräunt. Verso leichte

Farbspuren und Stockflecken. Hier umlaufend Reste alter

Montierung.

Wvz. Mourlot, Nr. 1179.

107


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

483

484

108

485

Moll, Margarete (Marg)

1884 Mühlhausen -1977 München

483 | $8.460 -9.870 /€6.000 -7.000

Lockenkopf. 1962. Bronze, grün-braun patiniert. Auf grauem

Steinsockel. 33 x25x25cm (mit Sockel). Signiert unten rechts:

Marg Moll.

Es handelt sich laut Auskunft des Einlieferers um den ersten

Abguss in Bronze nach dem Holzmodell. Der Abguss wurde von

der Künstlerin selbst beaufsichtigt.

484 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Hahn. Bronze, 38 x83x13,5cm. Signiert auf der Plinthe:

Marg Moll.

Möller, Otto

1883 Schmeidefeld -1964

485 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Toskanische Landschaft. Öl auf Rupfen. 51 x62cm. Rahmen.

Provenienz:

Nachlass Otto Möller.


485 A

Mueller, Otto

1874 Liebau/Schlesien -1930 Breslau

485 A | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Zwei Badende im Bach. Um 1922. Farblithographie auf Velin.

24,7 x17cm (40,7 x27,3cm). Signiert.

Minimale Knickspur im unteren Randbereich. Der Abzug ist

einer von ca. 60 nicht nummerierten Exemplaren.

Literatur:

Karsch, Florian: Otto Müller -Zum hundertsten Geburtstag,

Das graphische Werk, Berlin 1974, Wvz.-Nr. 151/A.

109


Sibylla Goerger mit ihren Töchtern Eva und Helga, 1917

110

Mueller, Otto

1874 Liebau/Schlesien -1930 Breslau

486 | $56.400 -70.500 /€40.000 -50.000

Helga und Eva Goerger (2. Fassung). 1917. Mischtechnik

(Aquarell, Farbkreiden, Tusche über Bleistift) auf Velin.

70,4 x50,5cm. Monogrammiert unten links: O.M.. Rahmen.

Provenienz:

1917 Geschenk des Künstlers an Familie Dr. Franz Goerger,

seit dem in Familienbesitz. Dr. Franz Goerger war Gründungsmitglied

der "Gesellschaft zur Förderung Deutscher Kunst des

20. Jahrhunderts e.V." in Neuss.

Literatur:

Lüttichau, Mario-Andreas von/Pirsig, Tanja (Hrsg.): Otto Mueller -

Werkverzeichnis der Gemälde und Zeichnungen, München u.a.

Version von 2008 (CD-ROM), Wvz.-Nr. 136

Husmeier-Schirlitz, Uta: Otto Müller in Neuss, in: Novaesium

2006, Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte, G.

Götte und J. Metzdorf (Hrsg.), Abb. S. 128

Museum Ludwig Köln, Kulturstiftung der Länder (Hrsg.): Otto

Müller -Zwei weibliche Halbakte, Köln 2001, Abb. S. 15

Lüttichau, Mario-Andreas von: Otto Müller -Ein Romantiker

unter den Expressionisten, Köln 1993, S. 61, Abb. Nr. 33

Goerger, Sibylla: Otto Müllers Lazarettaufenthalt in Neuss, in:

Neusser Jahrbuch für Kunst, Kulturgeschichte und Heimatkunde,

Clemens-Sels-Museum, Neus (Hrsg.) 1965, S. 39f.

Frau Sibylla Goerger, die Mutter von Helga und Eva, lernte Otto

Müller 1917 während seines Lazarettaufenthalts im Neusser

Kamillianerkloster kennen. Aus den Besuchen von Frau Goerger

mit ihren Töchtern imLazarett entstand nicht nur eine

Freundschaft, sondern auch der Wunsch, die Mädchen von Otto

Müller porträtieren zu lassen.

Zu dem vorliegenden Aquarell gibt es eine Entwurfsskizze, (vgl.

Wvz. Lüttichau/Pirsig, Nr. 883). Sie wurde bei VAN HAM am 27.

Mai 2009 (Aukt. 277, Lot 118) versteigert.


486

111


Nolde, Emil

1867 Nolde -1956 Seebüll

487 | $112.800 -169.200 /€80.000 -120.000

Rote Pfingstrosen. 1925/30. Aquarell auf leichtem Maschinenbütten.

35 x47cm. Signiert unten links: Nolde. Modellrahmen.

Zu diesem Aquarell liegt eine Echtheitsbestätigung von

Prof. Dr. Martin Urban, Stiftung Seebüll, Ada und Emil Nolde,

vom 16. Oktober 1986 vor.

Provenienz:

Cassirer, Berlin (1926)

seither in Privatbesitz

Zeitlebens faszinieren Emil Nolde Blumen und Gärten. Ab

1906 beschäftigt er sich mit dem Motiv; zunächst malt er es

ausschließlich in Öl, doch seit etwa 1918/20 auch mit Wasserfarben.

Bis wenige Monate vor seinem Todaquarelliert der

Künstler unermüdlich immer neue Variationen. Denn hier kann

er seine Farbphantasien völlig frei entfalten und zugleich seine

Vorstellung von Musikalität und der absoluten Wirkung der

Farben verwirklichen, ohne die Bindung an die Natur zu

verlieren, die ihm immer Voraussetzung bleibt. „Die Farben sind

meine Noten, mit denen ich zu- und gegeneinander Klänge und

Akkorde bilde ...“ (Nolde, 30.5.1943, in: Worte am Rande -

Aphorismen inTagebuchform (1938-1948), zit. nach Werner

Haftmann, Emil Nolde -Ungemalte Bilder, Köln 1963).

Die intensive Auseinandersetzung mit den Blumenmotiven zeigt

auch, welche existentielle Bedeutung das Thema für Nolde hat.

Denn geht es ihm weniger um das Abbildhafte, als um die

112

Veranschaulichung des Lebensprozesses der Natur selbst. So hält

er in den Aquarellen die Visionen eines Augenblicks fest, gibt

einfühlsam das Fragile zartester Blüten und Blätter in dem

Moment wieder, indem sie sich dem Licht öffnen. Aber er sieht

in seinen Bildern eben nicht nur die flüchtigen

Naturerscheinungen, sondern gewissermaßen aus einer höheren

Weltsicht die Schöpfungen aller Kreaturen -obMensch, Tier

oder Blume -, die aus ein und demselben unbekannten

Ursprung zum Licht streben und dann dem Untergang geweiht

sind. Hierin folgt Nolde durchaus der Maltradition des

Blumenstilllebens. Bezeichnend für seine Darstellungsweise ist

jedoch, dass er stets den Moment der äußersten Schönheit und

Farbentfaltung festhält und nicht das Verwelken und damit das

Vergehen der irdischen Dinge.

Dies tut Nolde auch bei unserem Aquarell: „Stolz“ strecken sich

die Stängel der Pfingstrosen mit ihren voll aufgegangenen

Blüten dem Himmel entgegen, während die Stile der Tulpen die

schwere Last ihrer Blütenpracht kaum zu tragen vermögen. Mit

kräftig aufgetragenen und expressiven Farben hat der Künstler

das innere Wesen, die Seele, der Blumen nach außen gekehrt,

wobei er das Gesehene, oder besser das Empfundene, durch die

Komplementärkontraste von Rot und Grün sowie von Orange

und Blau zu steigern weiß. Zudem verzichtet er auf

Nebenmotive und wählt einen sehr engen Ausschnitt. Nur dicht

aneinander gedrängte Blüten und züngelnde Blätter sind zu

sehen, die von den Papierrändern angeschnitten werden.

Dennoch breitet sich der Zauber der Farben über die Bildgrenzen

hinaus, so dass das Bildthema ins Erhabene erhöht wird.


487

113


Nolde, Emil

1867 Nolde -1956 Seebüll

488 | $84.600 -112.800 /€60.000 -80.000

Landschaft mit roten Häusern. Um 1920/25. Aquarell auf dünnem

Japan. 34,5 x48,5cm. Signiert unten rechts: Nolde.

Modellrahmen.

Es liegt eine Echtheitsbestätigung von Prof. Dr. Martin Urban,

Stiftung Seebüll, Ada und Emil Nolde, vom 11. März 1981, vor.

Provenienz:

Galerie Iris Wazzau, Davos

Privatsammlung Süddeutschland

1901 nimmt Emil Hansen den Namen seines Geburtsortes Nolde

in Nordschleswig an. Dies zeigt, wie sehr der Maler mit seiner

Heimat und damit auch mit dem bäuerlichen Leben verwurzelt

ist. Es ist also nicht verwunderlich, dass Landschaftsbilder einen

großen Raum in seinem Schaffen einnehmen. Inspirationen zu

diesen Kompositionen findet Nolde in der ursprünglichen

Beziehung zur Natur, zuden norddeutschen Mythen und in der

Begegnung mit den bescheidenen und genügsamen Menschen

der Region.

Was Nolde besonders an der Landschaft fasziniert, ist ihre elementare

Schönheit im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten. Das

bedeutet aber nicht, dass er direkt nach dem Naturvorbild

114

arbeitet -Esdient ihm vielmehr „nur“ als Anlaß und Anregung

für seine Bildfindungen.

Das trifft ebenfalls auf unser Aquarell zu. So handelt es sich bei

den „roten Häusern“ auf der Werft um den Hof Petersen am

Alten Deich in der Wiedau-Niederung (dieser befindet sich in der

Nachbarschaft des Hauses Utenwarf, in dem Nolde von 1915 bis

1926 wohnt). Doch gibt Nolde kein „Porträt“ von diesem wieder,

sondern sein subjektives Erleben und Empfinden der landschaftlichen

und atmosphärischen Gegebenheiten: Am hoch

liegenden Horizont erheben sich die Gebäude über den grünen

Wiesen. Über ihnen ziehen schwere graue Gewitterwolken am

blauen Himmel vorüber. Nur der schmale gelb-grüne Streifen

lässt erahnen, dass es wohl Tagist und die Sonne versucht,

durch das Wolkenband zu brechen. Durch die kräftige dunkle

Farbgebung geht eine beunruhigende Stimmung von der

Szenerie aus. Sie wird noch durch das akzentuierte Einsetzten

der Warnfarbe Rot verstärkt, denn diese ist nur bei dem Zeugnis

menschlicher Existenz zu finden.

Dergestalt hat Nolde auch hier ein beobachtetes Naturschauspiel

in malerische Vorgänge sowie in inhaltliche Visionen übertragen.

Aber dieses Mal kommt nicht seine romantische Sehnsucht nach

einem harmonischen Leben des Menschen -eingebettet in die

vitalen Kräften der Natur -zum Ausdruck, die wir häufig in

seinen Bilder finden können, sondern das gefahrvolle Dasein des

Menschen im Spiel der gewaltigen (Ur)Kräfte der Natur.


488

115


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

116

489

490

Nolde, Emil

1867 Nolde -1956 Seebüll

489 | $16.920 -21.150 /€12.000 -15.000

Kerzentänzerin. 1918. Radierung und Tonätzung auf VAN GEL-

DER ZONEN (Wasserzeichen). 26 x22cm (61 x45cm). Signiert.

Rahmen.

Minimale Knickspuren. Stockflecken. Verso Reste alter

Montierung an der oberen Kante. Das Blatt ist eines von

mindestens 14Exemplaren.

Literatur:

Schiefler, Gustav/Mosel, Christel: Emil Nolde -Das Graphische

Werk, Bd. I, Radierungen, Köln 1995, Wvz.-Nr. 195

Vgl. Schiefler, Gustav/Mosel, Christel: Emil Nolde -Das

Graphische Werk, Bd. II, Holzschnitte -Lithographien -

Hektographien, Köln 1995

Vgl. Urban, Martin: Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. I1895-

1914, München 1987

Emil Nolde hat sich mit dem Thema der Kerzentänzerin schon

zuvor in anderen Techniken auseinandergesetzt. So malte er

1912 das Ölbild „Kerzentänzerinnen“ (Wvz. Urban, Nr. 512)

und gestaltete 1917 einen Holzschnitt mit demselben Titel

(Wvz. Schiefler/Moser, Bd. II, Nr. 127).

490 | $4.230 -4.935 /€3.000 -3.500

Junges Mädchen. 1922. Radierung auf Velin. 43,8 x24,8cm

(63 x45,5cm). Signiert. Modellrahmen.

Blatt leicht gebräunt. Vereinzelte Stockflecken. Verso leichte

Verschmutzungen sowie Reste alter Montierung an drei Ecken.

Wvz. Schiefler/Mosel, Nr. 218. Eines von 5Exemplaren.

Olde, Hans

1895 Seekamp bei Kiel -1987 Gauting

491 | $2.538 -2.820 /€1.800 -2.000

Eckernförde. Öl auf Malkarton. 50x72cm. Signiert unten

rechts: Olde. Rahmen. Auf der Rückseite befindet sich eine

farbige Ölskizze, die Felder vor einer Dorfarchitektur zeigt.


491

492

Paeschke, Paul

Berlin 1875 -1943

492 | $9.870 -14.100 /€7.000 -10.000

Fischauktion in Brighton. Öl auf Leinwand. 80 x104cm.

Unleserlich signiert unten links: Paeschke(?). Verso auf dem

Keilrahmen Klebeetikett mit Nachlassstempel des Künstlers

sowie handschriftlichem Titel und der Bezeichnung „B. 442“.

Rahmen. Auf dem Keilrahmen befindet sich neben dem

Klebeetikett mit dem Nachlassstempel ein weiteres mit Angaben

zum Künstler und Bild: Paul Paeschke/ Zehlendorf/ Fischauktion.

Ausstellungen:

Münchner Secession (Aufkleber, teilweise abgerissen)

Sächsischer Kunstverein Dresden, Nr. 1635 (Aufkleber).

493

Pankok, Otto

1893 Mühlheim/ Ruhr -1966 Wesel

493 | $4.935 -5.640 /€3.500 -4.000

Kalitschei. 1949 (Entwurf). Bronze, rotbraun patiniert.

30,5 x9x8cm. Monogrammiert links unterhalb des Gewandes:

OP. Sowie verso Gießerstempel Schmäke Düsseldorf.

Wvz. Roland, Nr. 124.

117


Pechstein, Hermann Max

1881 Zwickau -1955 Berlin

494 | $169.200 -225.600 /€120.000 -160.000

Fischermädchen (Nidden). Ca. 1920. Öl auf Leinwand.

39 x39cm. Signiert oben links: HMPechstein. Rahmen.

Dieses Gemälde wird von Frau Dr. Aya Soika, Berlin, unter der

Nummer 1920/8 in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis

der Ölgemälde aufgenommen. Das Erscheinen des

Werkverzeichnisses wird für Juni 2011 erwartet.

Provenienz:

Atelier des Künstlers (bis ca. 1920)

Dr. Carl Steinbart, Berlin (bis 1923)

Dora Stach, geb. Steinbart, Berlin/Amsterdam (1923 durch

Erbschaft erworben)

Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (bis 2011).

Als Max Pechstein 1906 der „Brücke“ beitritt, ist er durch seine

zehnjährige Akademieausbildung den anderen Gruppenmitgliedern

technisch weit überlegen. Auf der Suche nach neuen

Ausdrucksmitteln und einem neuen Umgang mit der Farbe gibt

Pechstein die konventionelle Malweise nie völlig auf. Er übernimmt

die expressionistischen Stilmerkmale, doch bleibt er dem

Gegenstand enger verhaftet. Seine stark vereinfachten und klaren

Kompositionen weisen keine harten Formbrüche, scharfen

Konturen und Farbkontraste auf. Neue künstlerische Anregungen

erhält Pechstein nicht allein durch das Studium der Werke

alter Meister, der französischen Avantgarde und der Kunst

„primitiver“ Völker in deutschen Museen und Galerien. Früher

als seine Mitstreiter reist er durch Europa, unternimmt schon

1907 eine Italienreise, besucht Paris und wagt im Frühjahr 1914

die weite Fahrt in die Südsee.

118

Auf der Insel Palau glaubt Pechstein die Quelle des schlichten,

ursprünglichen Daseins des Menschen aufzuspüren. Von diesem

künden sehnsuchtsvoll auch die Bilder der anderen „Brücke“-

Maler. „Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht

das wiedergibt, was ihm zum Schaffen drängt“, heißt es im

Gründungsmanifest der Gruppe. Dieses Unmittelbare und

Unverfälschte ist für sie die Schnittstelle zwischen Kunst- und

Lebenspraxis. Und es äußert sich u.a. in ihrem Arbeiten an den

Moritzburger Teichen bei Dresden (1911) wie auch in ihrer

Auseinandersetzung mit „primitiver“ Kunst. Pechstein ist

vielleicht derjenige unter den Freunden, der das einfache Leben

am meisten liebt. So findet der Handwerkersohn schon 1909 in

der Umgebung des Fischerdorfes Nidden eine ungeheure

Schaffensfreude inmitten der „unverdorbenen“ Landschaft und

der „urwüchsigen“ Einwohner. Dieser Ort an der Kurischen

Nehrung in Ostpreußen wird für etwa ein Jahrzehnt sein

Arkadien, denn hier lebt für ihn der selbstgenügsame Mensch

im Einklang mit dem ewigen Rhythmus der Natur. Und so flieht

Pechstein immer wieder von der Großstadt Berlin hierher, um

selbst zu einem „Naturwesen“ zu werden. Die Verwirklichung

seiner Träume erlebt er dann auf der Südseereise. Auch nach

seiner Rückkehr nach Deutschland besucht er Nidden weiterhin

regelmäßig. Die harmonische Lebensart und die Aufenthalte in

der freien Natur geben ihm viel Kraft für sein Schaffen. Davon

zeugt auch das hier vorgestellte Gemälde, das wohl noch in

Nidden entsteht. Als kurz nach dem 1. Weltkrieg das Fischerdorf

an Litauen fällt, findet Pechstein in Leba in Hinterpommern ein

neues Domizil, ein neues Paradies, dass er bis 1945 jedes Jahr

im Sommer aufsucht.


494

119


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

120

495

496

Pechstein, Hermann Max

1881 Zwickau -1955 Berlin

495 | $2.820 -3.525 /€2.000 -2.500

Erlegung des Festbratens. 1912.

Kolorierter Holzschnitt auf Zeitungspapier

(verso typographisch bedruckt).

22,5 x26cm (24,5 x29,5cm). Ex. 41/100.

Signiert, datiert (1911) und nummeriert.

Leicht durchschlagende Montierung in

den oberen Ecken. Verso an allen vier

Ecken montiert.

Wvz. Krüger, Nr. H131. Der Holzschnitt

wurde für die Titelseite der Zeitschrift

„Der Sturm“, Nr. 93, Jan. 1912 benutzt.

Das Blatt ist eines von 100 Exemplaren

die für den „Sturm“ in Rot, Grün und

Gelb koloriert, und vom Künstler signiert

und nummeriert wurden.

Peiner, Werner

Düsseldorf 1897 -1981

496 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Stuhl mit Flasche. 1928. Öl auf Leinwand.

Doubliert. 61,5 x50cm. Signiert und

datiert unten links: W. Peiner 1928.

Rahmen.

Ausstellungen:

XX Esposizione Internazionale d’Arte La

Biennale di Venezia, Nr. 457 (Aufkleber)

XXI(?) Biennale Internationale

Kunstausstellung 1938 (Aufkleber)

Kunstausstellung Gerstenberger,

Chemnitz, Nr. 825 (Aufkleber).


497

Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins

497 | $11.280 -14.100 /€8.000 -10.000

La Toilette de la Mère. 1905. Aquatinta auf Van Gelder Velin.

23,5 x17,7cm (45,5 x32,5cm). Eines von 250 Exemplaren.

Edition Vollard (Hrsg.). Rahmen.

Ecken minimal bestoßen sowie Papierabrieb in den unteren

Randbereichen. Minimale wolkige Papierunregelmäßigkeiten.

Kanten beschnitten (?). Ansonsten in gutem Zustand.

Literatur:

Bloch, Georges: Pablo Picasso, Catalogue de l’oeuvre gravé et

lithographié 1904-1967, Bern 1971, Wvz. Nr. 13, Abb.

Baer, Brigitte: Picasso Peintre-Graveur, Bern 1990 (Aufl. 3),

Wvz. Nr. 15, Abb.

498

Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins

498 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Sculpteur, modèle couché et autoportrait en Hercule sculpté.

1933/1939. Radierung auf Velin. 26,5 x19cm

(44,6 x34,3cm). Signiert. Vollard, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Blatt unfrisch sowie leicht gebräunt. Stockflecken. Leichte

Papierabriebe (bis 1,5x3cm) an der oberen Kante. Verso

Gebrauchsspuren sowie Reste alter Montierung. Das Blatt ist

mit dem Wasserzeichen des Herausgebers versehen.

Bei der Radierung handelt es sich um Blatt 37 der

„Suite Vollard“, die in einer Auflage von 260 Exemplaren

entstanden ist.

Literatur:

Geiser, Bernd/Baer, Brigitte: Picasso -Peintre-Graveur, Bd. II,

Catalogue Raisonné de l’oeuvre grave et des Monotypes,

1932-1934, Bern 1992, Wvz.-Nr. 298/B/d.

121


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

499

500

122

Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins

499 | $8.460 -11.280 /€6.000 -8.000

Dans l’arèna; jeune homme achevant le

minotaure. 1933. Radierung auf Velin.

19,3 x26,5cm (33,6 x44,5cm). Signiert.

Vollard, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Lichtrand. Unter dem Passepartout leicht

gebräunt. Verso Reste alter Montierung

an der oberen Kante. Das Blatt enthält

das Wasserzeichen des Herausgebers.

Bei der Radierung handelt es sich um Blatt

89 der „Suite Vollard“, die in einer Auflage

von 260 Exemplaren entstanden ist.

Literatur:

Geiser, Bernd/Baer, Brigitte: Picasso

-Peintre-Graveur, Bd. II, Catalogue

Raisonné de l’oeuvre grave et des

Monotypes, 1932-1934, Bern 1992,

Wvz.-Nr. 365/B/d.

500 | $7.050 -9.870 /€5.000 -7.000

Peintre avec un modèle barbu et une

spectatrice. 1963. Radierung auf Rives

(Wasserzeichen). 31,5 x41,5cm

(45,5 x55,4cm). Ex. 7/50. Signiert und

nummeriert. Louise Leiris, Paris (Hrsg.).

Minimale Knickspuren. Rückseite etwas

unfrisch. Hier in den oberen Ecken Reste

alter Montierung.

Literatur:

Baer, Brigitte: Catalogue Raisonné de

l’oeuvre grave et des monotypes, Tome V,

1959-1965, Bern 1989, Wvz.-Nr.

1111/B/b/1.


Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins

501 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Char romain avec vieil athlète, écuyère,

odalisque etspectateur. 1968. Radierung

auf BFK Rives (Wasserzeichen). 28 x

38,9cm (45,3 x54,5cm). Ex. 7/50.

Signiert und nummeriert. Louise Leiris,

Paris (Hrsg.).

Minimale Knickspuren. Ansonsten in sehr

gutem Zustand.

Wvz. Baer, Nr. 1543/B/b/1.

502 | $7.050 -9.870 /€5.000 -7.000

Superproduction hollywoodienne, avec

spectateurs. 1968. Radierung auf Rives.

20,7 x26,7cm (32,8 x40,3cm).

Ex. 7/50. Signiert und nummeriert.

Galerie Louise Leiris, Paris (Hrsg.).

Blatt im linken und rechten Randbereich

leicht gewellt. Ansonsten in sehr gutem

Zustand.

Literatur:

Baer, Brigitte: Catalogue Raisonné de

l’oeuvre grave et des monotypes, Tome

VI, 1966-1968, Bern 1994, Wvz.-Nr.

1840/B/b/1.

501

502

123


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

124

503

504

505

Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins

503 | $4.230 -4.935 /€3.000 -3.500

Vieil homme et femme. 1971/1978.

Aquatinta auf Velin. 31,5 x41,7cm

(45,5 x56,5cm). Ex. 18/50.

Stempelsignatur und Nummerierung.

Galerie Louise Leiris, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Blatt druckbedingt leicht gewellt. Verso

an den Ecken montiert. Sehr schöner,

farbintensiver Druck.

Wvz. Baer, Nr. 2015/B/a. Blatt 137 aus

der Folge „156 Gravures“.

504 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Pigeonneau. 1939. Linolschnitt auf Velin.

16 x20,3cm (37,3 x28cm). Ex. 35/226.

Signiert und nummeriert. Rahmen.

Blatt gebräunt. Verso Spuren und Reste

alter Montierung an der oberen und

unteren Kante.

Wvz. Bloch, Nr. 326. Blatt aus: „40

Dessins de Picasso en Marge du Buffon“.

505 | $3.102 -3.384 /€2.200 -2.400

Colombe volant (à l’Arc-en-ciel). 1952.

Farblithographie auf Arches (Wasserzeichen).

50 x64,8cm (55 x76,4cm).

Eines von 238 Exemplaren. Signiert und

datiert in der Platte.

Minimale Gebrauchsspuren in den

Randbereichen. Farbe schlägt verso durch.

Insgesamt in sehr gutem Zustand.

Wvz. Bloch, Nr. 712.

(46940- 20)


506

506 | $25.380 -28.200 /€18.000 -20.000

Buste de Profil. 1957. Lithographie auf Arches (Wasserzeichen).

63,5 x49,5cm (65 x50,5cm). Ex. 29/50. Signiert, nummeriert

sowie im Stein datiert. Rahmen.

Büttenränder minimal bestoßen. Verso an den oberen Ecken

montiert. In den unteren Ecken Reste alter Montierung.

Insgesamt in sehr gutem Zustand.

Literatur:

Bloch, Georges: Pablo Picasso,

Catalogue del’oeuvre gravé et

lithographié 1904-1967, Bern

1971, Wvz.-Nr. 845, Abb.

125


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

507

Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins

507 | $10.575 -11.280 /€7.500 -8.000

Jaqueline (La Dame aux Dés). 1958. Farblithographie (nach

einer Kreidezeichnung) auf Japan. 45 x29,2cm (67,2 x51,5cm).

Ex. 25/100. Signiert und nummeriert.

In den äußersten Randbereichen minimale Gebrauchsspuren.

Einige sehr schwache Bräunungsflecken, wohl bedingt durch

die Materialität des Maulbeer-Japans. Insgesamt in sehr gutem

Zustand. Die Arbeit entstand nach einer Kreidezeichnung

Picassos und ist im Stein ein weiteres Mal signiert, sowie datiert:

14.8.58.

508 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Le vieux roi. 1959. Lithographie auf Arches (Wasserzeichen).

65 x49,7cm (67 x51,5cm). Signiert. Rahmen.

Stockfleckig. Verso umlaufend montiert.

Wvz. Bloch, Nr. 869. Das Blatt ist mit dem Wasserzeichen

„Mourlot“ versehen. Eines von 200 signierten Exemplaren.

126

508

509

509 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

L’ecuyère. 1960. Lithographie auf Velin. 51,5 x64cm

(55 x69cm). Im Stein signiert. Rahmen.

Blatt leicht gebräunt. Minimale Knickspuren. Verso umlaufend

Reste alter Montierung.

Wvz. Bloch, Nr. 999. Eines von 1000 Exemplaren.


510

510 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Espectatores. 1961. Lithographie auf Velin. 29,3 x10,5cm

(46,3 x36cm). Ex. 25/50. Signiert und nummeriert. Rahmen.

Blatt in der oberen Hälfte minimal gewellt. Lichtrand. Verso in

den oberen Randbereichen Reste alter Montierung.

Wvz. Bloch, Nr. 1010. Aus dem Album: „Sala Gaspar,

Barcelona“.

511

511 | $4.935 -7.050 /€3.500 -5.000

Ausstellungsplakat: Vallauris. 1956. Farblinolschnitt auf ARCHES

(Wasserzeichen). 66 x54cm (93 x62,5cm). Signiert.

Blatt unfrisch sowie im Passepartout leicht gebräunt. An allen

vier Kanten unregelmäßig beschnitten. Leichte Knickspuren.

Stecknadelloch im rechten Randbereich des Druckes (oberes

Drittel). Kratzspur im rechten Bereich des Druckes (untere

Hälfte). Wasserschaden im unteren und oberen Randbereich

(bis ca. 4x26cm). Verso Arbeitsspuren.

Wvz. Czwiklitzer, Nr. 19. Blatt außerhalb der signierten und

nummerierten Auflage von 200 Exemplaren.

127


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

512

Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins -nach

512 | $16.920 -21.150 /€12.000 -15.000

Portrait de Mlle D.M. (Dora Maar). 1960. Pochoir über Heliotypie

(Procédé Spitzer) auf ARCHES (Wasserzeichen). 63 x52,4cm

(82,2 x63,2cm). Ex. 244/350. Nummeriert und signiert. Guy

Spitzer, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Blatt gleichmäßig sehr schwach gebräunt. Am unteren Blattrand

unregelmäßig beschnitten. Verso umlaufend minimale Spuren

alter Montierung. Ansonsten ingutem Zustand. Mit dem

Trockenstempel des Herausgebers (G.S. ligiert) in der oberen

rechten Ecke der Darstellung.

513 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

Le chapeau aux raisins. Ca. 1960. Farbige Offsetlithographie auf

Arches. 53,5 x45cm (62 x52,5cm). Ex. 46/350. Signiert und

nummeriert. Guy Spitzer, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Blatt gebräunt. Stockflecken. Verso umlaufend montiert. Das

Blatt ist im Druck unten rechts mit dem Trockenstempel des

Herausgebers versehen.

128

513

Picasso, Pablo

1881 Malaga -1973 Mougins

514 | $4.935 -6.345 /€3.500 -4.500

Cavalier and horse. 1952. Weißes Steingut, farbig gefasst und

glasiert. 21,5 x18x13cm. Ex. 33/300. Bezeichnet und nummeriert

auf der Unterseite: Edition Picasso Madoura 33/300. Sowie

Stempel Edition Picasso Madoura Plein Feu.

Wvz. Ramié, Nr. 138.

515 | $11.280 -12.690 /€8.000 -9.000

Cavalier Faun. 1956. Weißes Steingut, farbig gefasst und

glasiert. 41,5 x41,5 x4,5cm. Ex. 98/100. Nummeriert verso in

der Glasur: 98/100 und C111 (geritzt). Sowie Stempel Empreinte

Original de Picasso und Madoura Plein Feu.

Wvz. Ramié, Nr. 337.

516 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Profil de Jacqueline. 1956. Weißes Steingut, braun gefasst und

partiell glasiert. 19 x19x2cm. Eines von 500 Exemplaren.

Gestempelt auf der Rückseite: Madoura Plein Feu, Empreinte

Originale de Picasso, Edition Picasso.

Wvz. Ramié, Nr. 383.

517 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Wood-owl. 1969. Weißes Steingut, farbig gefasst und glasiert.

28,5 x15x20cm. Ex. 9/350. Bezeichnet auf der Unterseite:

Edition Picasso Madoura. Sowie zwei Prägestempel Edition

Picasso und Madoura.


514

515

517

516

129


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

518

520

130

519


521

Räderscheidt, Anton

Köln 1892 -1970

518 | $7.050 -9.870 /€5.000 -7.000

Blumenstillleben in braunem Krug. 1932. Öl auf Leinwand.

70,5 x60,5cm. Monogrammiert und datiert unten rechts

neben dem Krug: A.R. 32. Rahmen.

519 | $2.538 -3.102 /€1.800 -2.200

Ohne Titel (Pferde). 1956. Gouache auf Karton. 65 x50cm.

Monogrammiert und datiert unten rechts: AR 56. Rahmen.

Verso befindet sich der von Gisela Räderscheidt bestätigte

Nachlassstempel mit der handschriftlichen Nummerierung:

„56/112“.

520 | $2.115 -2.820 /€1.500 -2.000

Femme allongée. 1944 (Entwurf). Bronze, grau-grün patiniert.

15 x14,5 x36cm. Ex. 14/99. Monogrammiert und nummeriert

am rechten Oberschenkel: AR. 14/99. Sowie Gießerstempel

Fonderia MItaly.

Man Ray (Emanuel Rudnitzky)

1890 Philadelphia -1976 Paris

521 | $11.280 -14.100 /€8.000 -10.000

Al’heure del’observatoire -Les amoureux. Farbige

Offsetlithographie auf Velin. 35,5 x90cm (68 x104,5cm).

Ex. 64/150. Signiert und nummeriert. Rahmen.

Blatt leicht gebräunt. Leichte Knickspuren im linken

Randbereich. Verso leichte Verschmutzungen.

Wvz. Anselmino, Nr. 15.

131


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

522

523

132

Ronig, Ludwig Egidius

Köln 1885 -1960

522 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

Liegende junge Frau mit Schafen. 1920er

Jahre. Öl auf Leinwand. 86 x190cm.

Signiert unten rechts: L. E. Ronig.

523 | $5.640 -8.460 /€4.000 -6.000

Holzträgerinnen. 1926. Öl auf Leinwand.

60 x51cm. Signiert unten rechts: L. E.

Ronig. Rahmen.

Provenienz:

Privatbesitz, Rüderoth (Lt. Einlieferer).


Ronig, Ludwig Egidius

Köln 1885 -1960

524 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Stillleben mit Krug. 1929. Öl auf

Leinwand. 78 x68cm. Signiert und datiert

unten rechts: L. E. Ronig 29. Rahmen.

525 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Liegender Krug II. 1954. Öl auf Papier.

Auf Leinwand aufgezogen. 76 x95,5cm.

Signiert und datiert unten rechts: L. E.

Ronig 54. Atelierleiste.

Provenienz:

Rheinisches Landesmuseum Bonn, Inv.-Nr.

D1157 (Etikett)

Galerie Ferdinand Möller, Köln („Stillleben

mit Krug“; Aufkleber).

Ausstellung:

Rheinisches Landesmuseum, Bonn 1984,

Kat.-Nr. 33.

Literatur:

Ausst.-Kat. Ludwig E. Ronig, Rheinisches

Landesmuseum, Bonn, Köln 1984,

Abbildung S. 50.

524

525

133


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

526

Rousseau, Théodore

1812 Paris -1867 Barbizon

526 | $14.100 -21.150 /€10.000 -15.000

Environs de Bressuire [Vendée]. 1842-44. Öl auf Leinwand.

Doubliert. 33,5 x49cm. Monogrammiert links unten: TH. R.

Sowie verso auf dem Keilrahmen betitelt: „environs autour

de Bressuire“. Rahmen.

Provenienz:

Galerie Hazlitt, London

Sammlung M.C. Wemyss Honeyman

Christie’s London, 6. April 1979, Los 203

Galery Aubry, Paris

Ausstellungen:

Galerie Hazlitt, London 1961

Literatur:

Ausst.-Kat. Galerie Hazlitt, London 1961, S. 14

Schulman, Michel: Théodore Rousseau, 1812 -1867, Catalogue

Raisonné de l’Oeuvre Peint, Paris 1999, Wvz.-Nr. 229.

134


527

Schiele, Egon

1890 Tulln -1918 Wien

527 | $2.538 -2.820 /€1.800 -2.000

Selbstporträt. 1917 (Entwurf), 1980 (Ausführung). Bronze, braun

patiniert. 27 x16,5 x24cm. Ex. 114/300. Stempelsignatur und

-datierung rechts am Hals: Egon Schiele c(=Copyright) 1980.

Wvz. Kallir, Nr. 4f.

135


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

528

Schlemmer, Oskar

1888 Stuttgart -1943 Baden-Baden

528 | $21.150 -28.200

€15.000 -20.000

Blumenornament. Um 1938/39.

Hinterglasbild. Öl und Goldbronze, mit

Silberpapier hinterlegt. 21 x14,5cm.

Modellrahmen.

136

Provenienz:

Frau A. Meng, Stuttgart (Geschenk

von TutSchlemmer ca. 1952/53)

Privatbesitz Stuttgart

Privatbesitz Rheinland

Literatur:

Maur, Karin von: Oskar Schlemmer -

Oeuvrekatalog der Gemälde, Aquarelle,

Pastelle und Plastiken, München 1979,

WVZ-Nr. G673 mit Abb.

„Hinterglasbilder. Über jede Erfindung

neuer Art erhaben sind die alten

Bauernbilder. Diese Naivität ist verloren;

sie wiedergewinnen zu wollen, verlorene

Mühe. Was tun?

Sie kopieren und beim Kopieren etwas

von der Unmittelbarkeit der Erfindung

und der Malerei vermitteln, was nur mit

Freiheit, nicht mit ängstlichem Nachmalen

erreichbar sein dürfte. Vielleicht, dass

durch solches Kopieren dann doch etwas

von der Freiheit und Naivität wächst, um

selbst dergleichen zu erzeugen.

Hinterglasbilder müssen aus der

Besonderheit ihrer technischen

Bedingungen entwickelt werden. Da ist

vor allem das Übereinandermalen in

Schichten. Lasur ist nicht angebracht,

sondern deckende, schmelzende Töne.

Sodann die Form, die sich aus dem Pinsel

ergibt, -oder der Feder in schwarz und

besonders auch in weiß -was auch mit

feinstem Pinsel erreichbar ist.

Spätere Erkenntnisse anläßl. Arbeiten für

Kämmerer [gemeint ist Schlemmers

damaliger Arbeitgeber Albrecht

Kämmerer]: ein Minimum von Farbe,

am besten mit dem Finger, nicht Pinsel,

vertupft, gibt gegen schwarzen oder

doch sehr dunklen Grund schon außerordentliche

Effekte.

Eine weitere Art ist die gegen Spiegelglas.

Hier sind dann auch Lasuren angebracht,

wenn nicht gefordert, um Transparenz

und Feuer zu erzielen.“ (Oskar

Schlemmer, 4.Mai 1938, zitiert aus: Wvz.

V. Maur, Band II, S. 192).


Schmidt-Rottluff, Karl

1884 Rottluff -1976 Berlin

529 | $21.150 -28.200

€15.000 -20.000

Stillleben mit Lilien und der Skulptur

„Blauroter Kopf“. Um 1935. Aquarell auf

leichtem Karton. 70 x50cm. Signiert

unten rechts: S.Rottluff. Rahmen.

Seit seiner Mitgliedschaft in der „Brücke“

(1905) beschäftigt sich Karl Schmidt-

Rottluff intensiv mit der afrikanischen

Skulptur. Die Begeisterung für diese Kunst

führt ihn während seiner Stationierung in

Litauen/Russland schließlich zu eigenen

vollplastischen Holzarbeiten. Zu diesen

gehört der 1917 geschnitzte „Blaurote

Kopf“, auch „Panischer Schrecken“ oder

„Erstaunender Kopf“ genannt (Wvz.

Wietek, 2001, S. 203). Dass Schmidt-

Rottluff die Skulptur sehr schätzt, zeigt,

dass er sie mehrfach in seine bildlichen

Stillleben mit einbezieht (vgl. das wohl

etwa zeitgleiche „Stillleben mit Skulptur

‘Blauroter Kopf’“, Aukt.-Kat. Van Ham,

Nr. 248, 31.5.2006, S. 223).

In der hier vorgestellten Arbeit ist der

„Blaurote Kopf“, im Dreiviertelprofil

wiedergegeben, auf einem Buch plaziert,

umgeben von Pflanzen und einer Vase

sowie einem Blumendekor, das den

Hintergrund bildet.

Die Eintönigkeit, die durch die allgemein

vorherrschenden erdigen Farbnuancen

entstehen könnte, wird mittels des kräftigen

Grün der Blätter und des Orange der

Lilien-Blüten sowie des Blau des Buchdeckels

aufgehoben. Nicht nur sie bringen

Lebendigkeit in die Komposition. Dies

tut auch das „Züngeln“ der schwertartigen

Lilien-Blätter und das „Herabfallen“

(oder das „Aufsteigen“?) der großen

Blüten auf der Wandbekleidung. 529

Und noch etwas kommt hinzu -die Art

und Weise, wie die Dinge einander zugeordnet

sind. Trotz des engen Ausschnittes

ist es eine durchaus offene Aufstellung,

die jedem Objekt einen gewissen

Freiraum gibt. Dementsprechend vermittelt

das Bild nicht die Stimmung von

Bestürzung oder Beklemmung. Dies spiegelt

sich auch im Ausdruck des

„Blauroten Kopfes“ wider: die großen

Augen und der offene Mund formulieren

nicht panisches Erschrecken, sondern vielmehr

erstauntes Schauen.

Möglicherweise dient Schmidt-Rottluff

der „Blaurote Kopf“ als Chiffre für die

jeweilige eigene Befindlichkeit, die er in

dem Moment innehat, als er malt. Je

nach dem, aus welchem Blickwinkel er

den Kopf darstellt, zeigt der Künstler eindringlich

seine momentane Gefühlslage.

137


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

530

Schmidt-Rottluff, Karl

1884 Rottluff -1976 Berlin

530 | $4.230 -7.050 /€3.000 -5.000

Heiliger Franziskus. 1919. Holzschnitt auf Velin. 59,5 x49,5cm

(84 x61cm). Signiert und datiert (1913). Rahmen.

Blatt unfrisch und leicht gebräunt. An der oberen Kante 2,5cm

umgeschlagen. Hier zwei kleine Papierverluste (ca. 0,5x0,5cm).

Stecknadellöcher in den Randbereichen. Je ein restaurierter

Einriss (ca. 4cm) an der linken und rechten Kante. Restaurierter

Einriss (ca. 2cm) im linken Randbereich des Druckes. Verso leichter

Papierabrieb (ca. 4,5x2cm). Hier Reste alter Montierung an

der rechten Kante.

Wvz. Schapire, Nr. 243.

138

531

Sintenis, Renée

1888 Glatz/Schlesien -1965 Berlin

531 | $9.165 -9.870 /€6.500 -7.000

Trinkendes Fohlen. 1926 (Entwurf). Bronze, hellbraun patiniert.

Auf braun-grauem Marmorsockel. 10,5 x2x11cm (ohne

Sockel). Monogrammiert am rechten hinteren Huf: RS. Sowie

am rechten hinteren Lauf Gießerstempel Noack Berlin.

Wvz. Buhlmann, Nr. 134.


532

Sintenis, Renée

1888 Glatz/Schlesien -1965 Berlin

532 | $9.870 -11.280 /€7.000 -8.000

Ponyhäuptling. 1940 (Entwurf). Bronze, partiell braun patiniert.

Auf braun-grauem Marmorsockel. 11,5 x3,5 x12cm (ohne

Sockel). Monogrammiert rechts hinten auf der Plinthe: RS. Sowie

auf der hinteren Plinthenkante Gießerstempel Noack Berlin.

Wvz. Buhlmann, Nr. 172.

533

Slavicek, Jan

Prag 1900 -1970

533 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Stillleben mit Obst und Gemüse. 1923(?). Öl auf Leinwand.

52 x42cm. Signiert und datiert unten rechts: Jan Slavicek,

1923(?). Rahmen.

139


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

140

534

535

Thorn-Prikker, Jan

1868 Den Haag -1932 Köln

534 | $21.150 -28.200

€15.000 -20.000

Ährensammlerin. Farbkreide auf

Maschinenbütten.

Auf Karton kaschiert. 63 x48cm.

Rahmen.

Blatt beschädigt.

Thys, Kathy

1936 Bern

535 | $2.820 -3.102 /€2.000 -2.200

Kornfeld mit Klatschmohn. Öl auf

Leinwand. 22 x27cm.

Signiert unten rechts: Kathy Thys.

Rahmen. Verso Aufkleber

mit der Bezeichnung: „Le hameau(?)“

Provenienz:

Galleria AAA, Ascona.


536

Tübke, Werner

1929 Schönebeck -2004 Leipzig

536 | $11.280 -16.920 /€8.000 -12.000

Gewitter über Frose. 1948. Öl auf Leinwand.

93 x141cm. Signiert und datiert unten links: WTübke/ 1948.

Rahmen.

Das Gemälde ist von Frau Tübke-Schellenberger in das in

Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis mit der Wvz.-Nr. G2f

aufgenommen worden.

Tyschler, Alexander Grigorjewitsch

1898 Melitopol/Ukraine -1980 Moskau

537 | $3.525 -4.230 /€2.500 -3.000

Kostümierte Dreiergruppe. Aquarell und Tuschfeder auf Karton.

40,5 x28,8cm. Unleserliche Beschriftung (Signatur?) im unteren

Randbereich. Rahmen.

537

141


142

Ury, Lesser

1861 Birnbaum -1931 Berlin

538 | $112.800 -169.200 /€80.000 -120.000

Unter den Linden mit Blick auf die Universität (und das

Reiterstandbild Friedrichs II). 1920er Jahre. Öl auf Leinwand.

51 x35,5cm. Signiert unten links: L. Ury. Nachlassstempel

des Künstlers verso auf dem Keilrahmen. Aufkleber mit dem

Nachlassstempel des Künstlers und der Nr. „294“ verso auf

der Leinwand. Rahmen.

Zu diesem Gemälde liegt eine Echtheitsbestätigung von Frau Dr.

Sybille Groß, Berlin, vom 30. Oktober 2009, vor. Eswird indas

in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers

Dr. Ludwig Königsberger, Berlin (nach seiner Emigration: L.G.T.

King, London)

Nachlass Alice King, London

Christie’s, TelAviv, Sale 1000, 6. April 2002, Kat.-Nr. 14

Privatbesitz

In den 1920er Jahre wählt Lesser Ury sehr oft den Boulevard

„Unter den Linden“ zum Thema seiner Bilder, wobei er den

prachtvollen Straßenzug immer aus anderen Blickwinkeln

wiedergibt. In dem hier vorgestellten Gemälde zeigt er die

Ansicht des Palais Prinz Heinrich (heute die Humboldt-Universität

zu Berlin) mit dem Schloß im Hintergrund sowie mit dem monumentalen

Reiterstandbild Friedrichs des Großen von Christian

Rauch am rechten Bildrand.

Charakteristisch für Urys Arbeiten dieser Zeit sind die nuancierten

Farbtöne mit zarten Übergängen und die sich auflösenden

Konturen. Dergestalt scheint die Straßenszene vibrierend in

einem feinen Dunst gehüllt. Diese Wahrnehmung wird durch

das diffuse Licht mit seinen Spiegelungen noch gesteigert, so

dass das Dargestellte etwas Traumhaftes, nicht Reales,

bekommt.

Wie stets herrscht auch in diesem Bild Bewegung: Passanten

eilen vorbei; Automobile fahren aus dem Geviert. Man gewinnt

den Eindruck, als hätte Ury einen „Schappschuss“ in Öl gemalt.

Und das hat der Maler auch getan. Was ereindringlich auf die

Leinwand bannt, ist die Momentaufnahme des aufreizenden

und nervenprickelnden Lebens in einer Großstadt.


538

143


144

Ury, Lesser

1861 Birnbaum -1931 Berlin

539 | $42.300 -56.400 /€30.000 -40.000

Unter den Linden mit Blick auf das Brandenburger Tor.

1920er Jahre. Öl auf Leinwand. Auf Holz aufgezogen.

9,5 x15,8cm. Signiert unten links: L. Ury. Modellrahmen.

Die Authentizität dieser Arbeit wurde von Frau Dr. Sybille Groß,

Berlin, mündlich bestätigt. Das Gemälde wird indas in

Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen. Eine

schriftliche Echtheitsbestätigung wird dem Käufer der Arbeit

übergeben. Wir danken Frau Dr. Groß für die freundliche

Unterstützung.

Als einer der ersten Maler Deutschlands wagt sich Lesser Ury in

die Licht- und Farbenwelt der Impressionisten vor, wobei er auch

die Themenwahl der französischen Vorbilder aufgreift. So reizt

ihn vor allem das moderne Großstadtleben zu immer wieder

neuen Kompositionen. Bei der Erarbeitung dieses Sujets interessieren

ihn weniger topographisch genaue Ansichten als vielmehr

das unverwechselbare „Gesicht“ der jeweiligen Metropolen -sei

es Paris, London oder Berlin -herauszustellen. An der deutschen

Hauptstadt, in die er 1887 endgültig zurückkehrt, faszinieren ihn

besonders die diffusen Lichtspiegelungen, wie sie nur eine

Großstadt im Regen hervorbringt. Virtuos gibt er die farbigen

Reflexe auf den asphaltierten Straßen bei Tagund Nacht wieder.

Der Künstler Ury ist ein stiller Beobachter, der keine Geschichten

erzählen, sondern Stimmungen beschreiben will. Und der Maler

Ury denkt in Farben, mit denen er verzaubern will. Daher

kommt es ihm nicht auf die detailgetreue Schilderung des

Gesehenen an, sondern auf die atmosphärische Formulierung

des optischen Erlebnisses. So sind ihm Menschen und Dinge

lediglich malerische Erscheinungen, wobei er die Lebendigkeit

und zugleich Flüchtigkeit des Eindrucks durch auflösende

Konturen und Formen wiedergibt. Auch der oft ungewöhnliche

Bildausschnitt, den Ury wählt, dient ihm für seine allgemeingültigen

Aussagen. Was Ury uns also mitteilt, ist ein Zustand: die

vibrierende Nervosität der Weltstadt Berlin. Einfühlsam erfaßt er

die Poesie und den urbanen Lebensrhythmus des pulsierenden

Treibens, ohne jedoch -wie etwa Otto Dix oder George Grosz -

die Verführung und die sittliche Bedrohung durch den Moloch

Großstadt aufzudecken. Mit Farbe, Licht und Schatten fängt er

das Wesen der Stadt ein, ihre Hast, ihre Eleganz und ihren

Glanz. Berlin im Regen. Nichts weiter ist dargestellt, und dennoch

ist hier eine ganze Skala von Emotionen abzulesen:

Lebensfreude und Melancholie, Begierde und Einsamkeit.


539

145


146

Ury, Lesser

1861 Birnbaum -1931 Berlin

540 | $21.150 -28.200 /€15.000 -20.000

Landschaft in Thüringen. 1890er Jahre. Pastell auf Karton.

35 x49cm. Signiert unten links: l. Ury. Rahmen.

Zu diesem Pastell liegt eine Fotobestätigung von Frau Dr. Sybille

Gross, Berlin, vom 14. März 2005, vor.

Lesser Urys OEuvre zeigt nicht nur seinen meisterhaften Umgang

mit der Ölfarbe, sondern auch mit der Pastellkreide. In dieser zu

seiner Zeit fast vergessenen Maltechnik erreicht er

Hervorragendes und bringt sie so wieder zur Geltung. Wie wichtig

Ury dieses Medium ist, zeigt seine Auseinandersetzung mit

dem Farbenmaterial: Stets grundiert er den Karton oder das

Papier mit einer weißen Kreideschicht, deren Zusammensetzung

er selbst entwickelt hat und sorgsam hütet. Anschließend trägt

er die Farben mal schwächer, mal stärker mit dem Stift auf und

verreibt sie mit den Fingern oder dem Handballen. Manchmal

reibt er die Kreide auch direkt auf die Fingerkuppen und überträgt

sie dann auf den Malgrund. Auf diese Weise negiert er jeglichen

Duktus des Striches und erzeugt zugleich eine reine

Flächenkomposition aus gemischten und reinen Farben. Zudem

mischt er die Kreiden häufig mit Tempera und Wasser, umso

besondere Lichteffekte zu erreichen.

Neben den bekannten Straßenszenen Berlins hält Ury auch eine

Reihe von eindrucksvollen Landschaften mit Pastellkreiden fest.

Dies tut er auch während seiner zahlreichen Reisen durch

Thüringen in den 1890er Jahren, bei denen er ausschließlich

Landschaftsbilder malt. Ein wunderschönes Beispiel hierfür ist

das vorgestellte Pastell: Von einem etwas erhöhten Standpunkt

aus zeigt es uns einen weiten Blick auf Wald und Wiesen, durch

die ein Weg führt, in abendlicher Stimmung. Die großzügige,

breit angelegte Komposition ist auf wenige Farben beschränkt.

So werden fast drei viertel des Bildes von Grüntönen beherrscht,

die durch subtile Hell-Dunkel-Kontraste gegeneinander wirken.

Darüber erhebt sich, beinahe krönend, ein schmaler Streifen von

leuchtendem Orange. Einem Echo gleich, erscheint dieser

Farbton in gemilderten Nuancen wiederholt in dem grell weißen

Wolkenhimmel.

Die Unschärfe, die durch das starke Verwischen einzelner Partien

entsteht, verleiht der Darstellung eine gewisse

Gegenstandslosigkeit. Sie ruft eine friedvolle, idyllische

Atmosphäre herauf, der wir uns kaum entziehen können.


540

147


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

148

541

542

Vion, Maguy de

1894 Frankreich

541 | $4.230 -5.640 /€3.000 -4.000

Ruhende. Öl auf Leinwand. 114 x86,5cm.

Signiert unten rechts: M. de Vion. Rahmen.

Wigand, Albert

1890 Ziegenhain -1978 Leipzig

542 | $9.870 -12.690 /€7.000 -9.000

Stadtansicht mit Kirche. Öl auf Karton.

34,5 x49,5cm. Signiert unten Mitte:

Wigand. Rahmen.

Ausstellungen:

Kunstausstellung Kühl, Dresden 1975

Seine malerische Laufbahn beginnt Albert

Wigand mit dem Besuch des Zeichenlehrerseminars

bei Lothar von Kunowski in

Düsseldorf von 1910 bis 1913.

Anschließend zieht er nach Goßfelden bei

Magdeburg, wo er Schüler des dem

Willingshauser Künstlerkreis angehörenden

Malers Otto Ubbelohmde ist. Während des

I. Weltkriegs als Sanitäter nach Nordfrankreich

versetzt, zeigt er 1916 in Rethel seine

erste Ausstellung, die Walter Kaesbach

(ehemaliger Mitarbeiter der Nationalgalerie

in Berlin) ausrichtet. Nach Kriegsende lässt

sich Wigand in Dresden nieder. Hier lernt

er 1920 die Künstlerkollegen Christian

Rohlfs und Curt Herrmann kennen.

In den 1930er Jahren findet Wigand zu

einem eigenen lyrischen Expressionismus.

In dieser Zeit wählt er vor allem Dorf- und

Straßenszenen zum Motiv, zudem er

während seiner Aufenthalte in Böhmen, im

Erzgebirge und in der Lausitz angeregt

wird. Auch nach dem Ende des

II. Weltkrieges bleibt er diesem Sujet treu,

wobei er seinen Themenkreis um das

Motiv des Stilllebens erweitert. Was beiden

gemein ist, ist, dass sich der Maler stets

bescheidenen Objekten zuwendet und diesen

durch seine subtile künstlerische

Umsetzung Wert verleiht: der unbedeutenden

Architektur und Hausfassade in den

Straßenbildern, den einfachen Dingen des

Alltagslebens in den Stillleben. Als Wigand

1971 nach Leipzig übersiedelt, ändert er

nicht die Bildthemen, aber seine

Ausdrucksweise. Er nähert sich dem

Realismus an, der durch eine Auflösung

und Reduzierung der Palette, Formen und

Motive gekennzeichnet ist. Auch in diesen

späten Werken ist die Liebe zu und der

Respekt vor dem schlichten, einfachen

Gegenstand geblieben.


543

Wunderwald, Gustav

1882 Köln -1945 Berlin

543 | $14.100 -21.150 /€10.000 -15.000

Lauben (hinter Fabriken). Um 1923. Öl auf Leinwand.

62 x72cm. Signiert unten links: G. Wunderwald. Bezeichnet

auf Keilrahmen: Gustav Wunderwald/ 86. Rahmen.

Provenienz:

Galleria del Levante, München

Ausstellungen (Auswahl):

Kunstamt Tiergarten/Heimatmuseum Spandau, Berlin 1950,

Kat.-Nr. 27

Haus am Lützowplatz, Berlin 1962, Kat.-Nr. 44

Rotonda di Via Bescana, Mailand 1971/72, S. 178 Abb.

Staatliche Kunsthalle Berlin 1977, Kat.-Nr. 16

Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1980,

Kat-Nr. 24Abb.

Berlinische Galerie/Städtische Galerie Albstadt, Kat.-Nr. 38, Abb.

Literatur:

Reinhardt, Hildegard: Gustav Wunderwald (1882-1945) -

Untersuchungen zum bildnerischen Gesamtwerk,

Hildesheim/Zürich/New York, 1988, Wvz.-Nr. 95.

149


Moderne Kunst

ab 14.30 Uhr

544

Zaim, Turgut

1906 Instanbul -1974 Ankara

544 | $2.820 -4.230 /€2.000 -3.000

Ohne Titel (Dorfleben). Öl auf Leinwand. 33x27cm.

Signiert rechts unten: Turgut Zaim. Rahmen.

150


Albert Renger-Patzsch

„Bergmannshäuser in Essen-Stoppenberg“ (I 182) |1929

Vintage |Gelatinesilberabzug |16,4 x22,7 cm (16,6 x22,9 cm)

Schätzpreis: €5.000 –6.000

Photographie 10. Juni 2011

Vorbesichtigung: 4.– 9. Juni 2011

Online-Kataloge |Informationen |Termine: www.van-ham.com

Kataloge: 15 €|20 €|25 €(D|EU|Weltweit)

Van Ham Kunstauktionen Schönhauser Straße 10–16 | 50968 Köln

Telefon: 0221 92 58 62-0 |Fax: 0221 92 58 62-4 |info@van-ham.com


Künstlerindex | Index of artists

A

Ackermann, Max 1, 2

Adami, Valerio 3, 4

Adrion, Lucien 330

Agam, Yaakov 680

Albert, Hermann 5, 6

Alt, Otmar 682

Altmann, Alexander 331

Alviani, Getulio 681

Andries, Carola 683

Antes, Horst 7-9, 684-686

Anzinger, Siegfried 687-691

Appel, Karel 692

Archipenko, Alexander 332

Assig, Martin 694

B

Bach, Elvira 695, 696

Bacon, Francis 10

Baechler, Donald 11-17

Balkenhol, Stephan 697

Balwé, Arnold 333

Barlach, Ernst 334

Barry, Robert 699

Barta, Lajos 550-555

Baselitz, Georg (Georg Kern) 18, 19, 698

Bauer, Rudolf 335-342

Baumeister, Willi 343, 556-558

Bayer, Herbert 344

Beckman, Ford 700, 701

Beckmann, Max 345

Bellmer, Hans 20, 702

Bentele, Fidelis 21

Berber, Mersad 703

Berges, Werner 22, 704, 705

Berke, Hubert 706

Berrocal, Miguel 23

Bertoia, Val 24

Beulas Recasens, José 347

Beuys, Joseph 25, 26, 707-712

Bissier, Julius Heinrich 348

Bleckert, Hajo 713, 714

Bobek, Karl 715, 716

Bode, Adolf 352

Boetti, Alighiero 27

Bogart, Bram 28

Bonato, Victor 717, 718

Bondy, Walter 349

Bonin, Cosima von 719, 720

Bonnard, Pierre 559

Borries, Kurt Wolf von 721, 722

Bott, Francis 29

Böttger, Herbert 353

Braque, Georges 350, 351, 560, 561

Brauer, Arik (Erich) 723

Bredow, Rudolf 562-565

Britto, Romero 724

Brüning, Peter 31

Brzozowski, Tadeusz 32

Buffet, Bernard 724 A, 725

Büger, Adolf 354

Bunk, Holger 33

Burkhardt, Klaus 726

Buthe, Michael 727

C

Calder, Alexander 34

Camaro, Alexander 728

Campendonk, Heinrich 355

Castelli, Luciano 35

Caulfield, Patrick 729

César 36

Chadwick, Lynn 37-39

Chagall, Marc 356-365, 567-569

Champion, Theo 366

Charchoune, Serge 40

152

Charon, Guy 570

Chillida, Eduardo 42-44

Christo 47

Cimiotti, Emil 730

Clavé, Antoni 731

Clemente, Francesco 732

Cocteau, Jean 367, 733

Coignard, James 45, 46

Colville, Alex 734

COOP Himme(l)blau 735, 736

Corinth, Lovis 368

Corneille 737-739

Crippa, Roberto Gaetano 48

Cruz-Diez, Carlos 740

Cucuel, Edward 369

D

Dahmen, Karl Fred 741

Dahn, Walter 49, 50

Dalí, Salvador 370-376, 571-587, 742

D'Arcangelo, Allan 693

Davringhausen, Heinrich Maria377, 378, 588

Delvaux, Paul 379- 381

Denda, Elke 743

Derain, André 589

Desvallières, Georges 590

Deusser, August 382

Devrim, Nejad 383

Dexel, Walter 591-593

Dine, Jim 744

Dix, Otto 384, 594

Dobberkau, Heide 745

Dokoupil, Jiri Georg 746-748

Dongen, Kees van 385, 595

Dubuffet, Jean 386, 387, 596

Dufy, Raoul 388

Dunst, Heinrich 51

Dzubas, Friedel 52

E

Edzard, Dietz 389

Ende, Edgar 390

Erbach, Alois 597

Ernst, Jimmy ('Hans-Ulrich Ernst') 749, 750

Ernst, Max 391, 392, 598-601

Estève, Maurice 751

Ewel, Gerd 393, 394

F

Feininger, Lyonel 395-397

Fiedler, Arnold 757

Fischl, Eric 55

Fontana, Lucio 56

Förg, Günther 752-754

Foujita, Tsugouharu (Léonard Foujita) 398

Francis, Sam 57

Frank, Edvard 602-607

Franzen, Werner 608, 609

Friedlaender, Johnny 755, 756

Fritsch, Ernst 399

Fritze, Peter-Arnold 58, 59

Fuchs, Ernst 60

Fussmann, Klaus 61-63

G

Gaul, Winfred 758

Geiger, Rupprecht 64-66

Genis, René 759-761

Genzken, Isa 67

Gerolds, (eigentlich Gerold Schmidt) 68

Gerstner, Karl 69

Giacometti, Alberto 400, 401

Giacometti, Diego 402, 403

Giger, Hans-Rudolf 70

Gildor, Jacob 762

Gilles, Werner 404

Girke, Raimund 71-73

Gluckmann, Grigory 405

Gnoli, Domenico 763

Goedtke, Karlheinz 610

Goller, Bruno 74

González Bravo, Justo 75

Görg, Jürgen 764

Götz, Karl Otto 76, 77, 765

Graeff, Werner 407, 408

Graevenitz, Gerhard von 78

Grau Sala, Emilio 406

Graubner, Gotthard 766

Grieshaber, HAP 611-621

Großbach, Peter 79, 768

Grossmann, Manfred 767

Grosz, George 409-412

Grünfeld, Thomas 80

Gupta, Subodh 81

Gurvich, José 82

H

Hains, Raymond 769

Haring, Keith 83, 84, 770, 771

Hartung, Hans 85, 772

Hauptmann, Ivo 413, 622-627

Heckendorf, Franz 414, 415

Henninger, Manfred 773

Herkenrath, Peter 86-88, 774

Herold, Georg 775

Heyboer, Anton 776

Hirst, Damien 89-92

Hockney, David 93-95, 777

Hödicke, Karl Horst 96

Hoehme, Gerhard 97, 778-780

Hoerle, Heinrich 416

Hofer, Karl 417-421, 628

Hofmann, Ludwig von 422

Holweck, Oskar 98

Hrdlicka, Alfred 99

Huber, Ernst 423

Huber, Thomas 100, 781

Hume, Gary 101

Hundertwasser, Friedensreich 102-112, 782,

783, 783 A

I

Imkamp, Wilhelm 113, 630, 631

Immendorff, Jörg 114-116

Indiana, Robert 784

J

Jacobi, Annot 632

Jacquet, Alain 785, 786

Jaeckel, Willy 424

Janssen, Horst 787-789

Jenkins, Paul 117

Jones, Allen 790-793

Judd, Donald 118, 119, 794

K

Kabakov, Ilya &Emilia 795

Kádár, Béla 425

Kaigorodov, Anatolij Dmitrievich 427

Kastner, Bernd 120

Katz, Alex 796

Kaufmann, Herbert 797

Kaus, Max 426

Kerschbaumer, Anton 428

Kiernan, Michael 121

Kippenberger, Martin 122-124

Kirchner, Ernst Ludwig 429-431

Kirkeby, Per 798

Kitaj, Ronald B. 799

Klauke, Jürgen 800

Klee, Paul 432

Klein, Yves 801


Klimsch, Fritz 433

Klinge, Dietrich 802-804

Knoebel, Imi 125, 126, 805

Kohl, Thomas 806

Kokoschka, Oskar 434-436, 633

Kolár, Jiri 807

Kolbe, Georg 437

Kollwitz, Käthe 634

Komar &Melamid 127

Konvolut 635, 808, 809, 810

Kopfermann, Sigrid 128, 811

Kovács, Attila 812, 813

Kranz, Kurt 816

Krause, Karl-Heinz 129, 130

Kriwet, Ferdinand 131, 132, 814

Kronenberg, Christian 815

Kubin, Alfred 438

L

Lacasse, Joseph 439

Laren, Dirk 817, 818

Laurens, Henri 636

Le Corbusier 440-442

Leblanc, Walter 133

Léger, Fernand 637-639

Lehmbruck, Wilhelm 443

Lehnerer, Thomas 819-821

Leman, Ulrich 640, 641

LeWitt, Sol 134, 135

Lichtenstein, Roy 136-143, 822

Lieber, Tom 823

Liebermann, Max 444, 445

Lindner, Richard 824

Lomnitz, Walter Alfred 446

Lucebert 825

Lueg, Konrad (Konrad Fischer) 144

Lüpertz, Markus 145-153, 826-831

Luther, Adolf 154-157, 832

M

Ma Xinle 323

Mack, Heinz 158-161, 833-836

Mackensen, Fritz 447

Mahlau, Alfred 642

Maillol, Aristide 643

Majerus, Michel 162

Man Ray (Emanuel Rudnitzky) 521, 838

Manet, Édouard 644

Mangold, Robert 837

Mappenwerk 165, 449, 839, 840

Marcks, Gerhard 645

Marevna, Marie Vorobieff 448

Marini, Marino 841

Masson, André 646, 647

Mataré, Ewald 450

Matisse, Henri 451

Matta-Clark, Gordon 163, 164

Mavignier, Almir de Silva 842

McCarthy, Paul und Kelley, Mike 843

McLean, Bruce 844, 845

Meckseper, Friedrich 846

Meese, Jonathan 166, 847, 848

Megert, Christian 167

Meidner, Else 452, 453

Meidner, Ludwig 454-459, 648

Meister, Otto 460

Meistermann, Georg 168

Mendes da Costa, Joseph 461

Mense, Carlo 462, 463

Meurs, Harmen Hermanus 464

Middendorf, Helmut 169-172, 849

Miró, Joan 465-482, 649-653

Moll, Margarete (Marg) 483, 484

Möller, Otto 485

Moore, Henry 850

Mueller, Otto 485 A,486

Mulder, Gerben 851

Mumprecht, Walter Rudolf 852

N

Nara, Yoshitomo 173-176

Nay, Ernst Wilhelm 177, 853, 854

Nesbitt, Lowell 178

Nicolai, Carsten 855

Nitsch, Hermann 856

Nolde, Emil 487-490

O

Oehlen, Albert 179, 857

Ofen, Michael van 180

Olde, Hans 491, 654, 655

Opie, Julian 181

Oppenheim, Dennis 182-184

Otto, Waldemar 185

P

Paeffgen, C.O. (Claus Otto) 186-188, 859-862

Paeschke, Paul 492

Page, Robin 858

Paladino, Mimmo 863

Palermo, Blinky (Peter Heisterkamp) 189

Pankok, Otto 493, 656

Paolozzi, Eduardo 190

Pechstein, Hermann Max 494, 495

Peiner, Werner 496, 657

Penck, AR (Ralf Winkler) 191-194, 864, 865

Phillips, Peter 866, 867

Picasso, Pablo 497-517, 658-660

Piene, Otto 195-203, 868-876

Polke, Sigmar 204-217, 877-881

Prachensky, Markus 218

Prechtl, Michael Matthias 661

Procktor, Patrick 882

Q

Quinte, Lothar 883

R

Rabin, Oskar 222

Räderscheidt, Anton 518-520

Rainer, Arnulf 223-226, 884-886

Ramos, Mel 887-889

Rauschenberg, Robert 890-893

Renoir, Pierre-Auguste 662

Rentmeister, Thomas 219-221

Richter, Daniel 227, 894, 895

Richter, Gerhard 228-235, 896, 897

Riley, Bridget Louise 898, 899

Ritschl, Otto 900

Rivera, Manuel 236

Rivers, Larry 901

Rocca, Davide la 237

Rohlfs, Christian 663

Ronig, Ludwig Egidius 522-525

Rosenquist, James 902, 903

Rotella, Mimmo 904, 905

Roth, Dieter 238-240, 906-909, 911, 912

Roth, Dieter und Hamilton, Richard 910

Rousseau, Théodore 526

Rückriem, Ulrich 241

Ruoff, Fritz 913

S

Saint-Phalle, Niki de 914-916

Salomé (Wolfgang Cilarz) 242

Scheid, Bernd 243, 917, 918

Schiele, Egon 527

Schlemmer, Oskar 528

Schlotter, Gotthelf 919

Schmidt-Rottluff, Karl 529, 530

Schreyer, Lothar 664

Schultze, Bernard 244-246, 924-926

Schumacher, Emil 247, 248, 920-923

Schwarzer, Bernd 251-254, 934

Scully, Sean 249, 250, 927

Sicard, Pierre 665

Sintenis, Renée 531, 532

Skreber, Dirk 928

Slavicek, Jan 533

Sonderborg, Kurt Rudolf Hoffmann 929

Sonnier, Keith 930

Soulages, Pierre 255, 931

Spoerri, Daniel 256-258

Stazewski, Henryk 259

Steinbrenner, Hans 260

Stella, Frank 261, 262

Stöhrer, Walter 932, 933

Sweetlove, William 263

Szymanski, Rolf 264

T

Takis, Vassiliakis 265

Tanning, Dorothea 935

Tàpies, Antoni 266-269, 936, 937

Thorn-Prikker, Jan 534

Thys, Kathy 535

Tinguely, Jean 270

Tobey, Mark 271-278

Torger, Will 279

Toscanelli, Junior 280-282

Trier, Hann 938

Trökes, Heinz 283

Tübke, Werner 536

Tuttle, Richard 284

Tuymans, Luc 939

Twombly, Cy 285, 286

Tyschler, Alexander Grigorjewitsch 537

U

Uecker, Günther 287-289, 940, 941

Unbekannter Künstler 667

Ury, Lesser 538-540

V

Vallribera, Josep 942

Vasarely, Victor 290, 943-947

Vieira da Silva, Maria Helena 948

Vion, Maguy de 541

Vliet, Don van 291

Vogel, Peter 292

W

Warhol, Andy 293-310, 949-953

Weischer, Matthias 954

Werner, Theodor 311

Weseler, Günter 312, 955

Wessel, Wilhelm 313

Wesselmann, Tom 314, 956

West, Franz 315

Wewerka, Stefan 957

Wigand, Albert 542

Winter, Fritz 316

Wittmann, Karoline 317, 318

Wörsel, Troels 958, 959

Wunderlich, Paul 319-322, 960-971

Wunderwald, Gustav 543

Z

Zadkine, Ossip 324, 668

Zaim, Turgut 544

Zangs, Herbert 325, 326

Zimmer, Bernd 972

Zipp, Thomas 327

153


Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Versteigerung

1.1 VAN HAM Kunstauktionen KG (nachfolgend VAN

HAM) versteigert in einer öffentlichen Versteigerung

gemäß §§ 474 Abs.1 Satz 2, 383 Abs. 3Satz 1BGB als

Kommissionär im eigenen Namen und für Rechnung

der Auftraggeber, die unbenannt bleiben.

1.2 Die zur Versteigerung kommenden Gegenstände

können vor der Versteigerung besichtigt und geprüft

werden. Dabei haften die Interessenten für von ihnen

verursachte Schäden an den ausgestellten Objekten.

2. Beschaffenheit, Gewährleistung

2.1 Die zur Versteigerung gelangenden und im

Rahmen der Vorbesichtigung prüfbaren und zu besichtigenden

Kunstwerke sind ausnahmslos gebraucht. Sie

haben einen ihrem Alter und ihrer Provenienz entsprechenden

Erhaltungszustand. Beanstandungen des

Erhaltungszustandes werden im Katalog nur erwähnt,

wenn sie nach Auffassung von VAN HAM den optischen

Gesamteindruck des Kunstwerkes maßgeblich

beeinträchtigen. Fehlende Angaben zum Erhaltungszustand

begründen infolge dessen auch keine Garantie

oder Beschaffenheitsvereinbarung. Interessenten können

einen Zustandsbericht für jedes Kunstwerk anfordern.

Dieser Bericht, mündlich oder in Schriftform, enthält

keine abweichende Individualabrede und bringt

lediglich eine subjektive Einschätzung von VAN HAM

zum Ausdruck. Die Angaben im Zustandsbericht werden

nach bestem Wissen und Gewissen erteilt. Sie sind

keine Garantien oder Beschaffenheitsvereinbarungen

und dienen ausschließlich der unverbindlichen

Information. Gleiches gilt für Auskünfte jedweder Art,

sei es mündlich oder schriftlich. In allen Fällen ist der

tatsächliche Erhaltungszustand des Kunstwerkes zum

Zeitpunkt seines Zuschlages vereinbarte Beschaffenheit

im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen (§§ 434ff

BGB).

2.2 Alle Angaben im Katalog beruhen auf den bis

zum Zeitpunkt der Drucklegung veröffentlichten oder

sonst allgemein zugänglichen wissenschaftlichen

Erkenntnissen. Wird zusätzlich ein Internet-Katalog

erstellt, sind dennoch die Angaben der gedruckten

Fassung maßgeblich; nur in den Fällen, in denen kein

gedruckter Katalog vorliegt, bzw. die Objekte im

Rahmen einer sog. stillen Auktion versteigert werden,

ist der Internetkatalog maßgeblich. VAN HAM behält

sich vor, Katalogangaben über die zu versteigernden

Kunstwerke zu berichtigen. Diese Berichtigung erfolgt

durch schriftlichen Aushang am Ort der Versteigerung

und/oder mündlich durch den Auktionator unmittelbar

vor der Versteigerung des einzelnen Kunstgegenstandes.

Die berichtigten Angaben treten an die Stelle

der Katalogbeschreibung.

2.3 Unabhängig von der Regelung unter Ziff. 2.1 sind

Teil der mit dem Käufer vereinbarten Beschaffenheit nur

diejenigen Katalogangaben, die sich auf die Urheberschaft

des Kunstwerkes beziehen. Eine besondere

Garantie, aus der sich darüber hinausgehende Rechte

(§§ 443, 477 BGB) ergeben, wird von VAN HAM nicht

übernommen. Weitere Beschaffenheitsmerkmale als die

Urheberschaft des Kunstwerkes sind auch dann nicht

vertraglich vereinbart, wenn das Kunstwerk aus

Gründen der Werbung herausgestellt wird. Das Gleiche

gilt für die im Katalog befindlichen Abbildungen. Diese

Abbildungen dienen dem Zweck, dem Interessenten

eine Vorstellung von dem Kunstwerk zu geben; sie sind

weder Bestandteil der Beschaffenheitsvereinbarung

noch eine Garantie für die Beschaffenheit.

2.4 Eine Haftung von VAN HAM wegen etwaiger

Mängel wird ausdrücklich ausgeschlossen, sofern eine

gesetzliche Haftung nicht zwingend vorgegeben ist.

2.5 Weist der Käufer jedoch innerhalb eines Jahres

nach Übergabe des Kunstwerkes nach, dass Katalogangaben

über die Urheberschaft des Kunstwerkes

unrichtig sind und nicht mit der anerkannten Meinung

der Experten am Tagder Drucklegung übereinstimmten,

verpflichtet sich VAN HAM unabhängig von Ziffer 2.4,

seine Rechte gegenüber dem Einlieferer geltend zu

machen. Im Falle der erfolgreichen Inanspruchnahme

des Einlieferers erstattet VAN HAM dem Erwerber aus-

Stand: 1.10.2010

schließlich den gesamten Kaufpreis. Darüber hinaus verpflichtet

sich VAN HAM für die Dauer von zwei Jahren

bei erwiesener Unechtheit zur Rückgabe der vollständigen

Kommission. Voraussetzung ist jeweils, dass keine

Ansprüche Dritter an dem Kunstwerk bestehen und das

Kunstwerk am Sitz von VAN HAM in Köln in unverändertem

Zustand zurückgegeben wird.

Der Unrichtigkeitsnachweis gilt u.a. als geführt, wenn

ein international anerkannter Experte für den im

Katalog angegebenen Urheber die Aufnahme des

Kunstwerkes in das von ihm erstellte Werkverzeichnis

(„Catalogue Raisonné“) verweigert.

2.6 Schadensersatzansprüche gegen VAN HAM wegen

Rechts- und Sachmängeln sowie aus sonstigen Rechtsgründen

(incl. Ersatz vergeblicher Aufwendungen sowie

Ersatz von Gutachterkosten) sind ausgeschlossen,

soweit sie nicht auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem

Handeln von VAN HAM oder auf der Verletzung

wesentlicher Vertragspflichten durch VAN HAM beruhen

oder ihre Ursache in der Verletzung von Leben,

Körper oder Gesundheit haben.

2.7 Alle Ansprüche gegen VAN HAM verjähren ein

Jahr nach Übergabe des zugeschlagenen Kunstwerkes,

soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen Rechtsverletzung

beruhen oder gesetzlich zwingend längere Verjährungsfristen

vorgegeben sind.

3. Durchführung der Versteigerung, Gebote

3.1 Die im Katalog angegebenen Schätzpreise sind

keine Mindest- oder Höchstpreise, sondern dienen nur

als Anhaltspunkt für den Verkehrswert der Gegenstände

ohne Gewähr für die Richtigkeit. Andere

Währungsangaben dienen lediglich der Information

und sind unverbindlich. Gegenstände von geringem

Wert können als Konvolute außerhalb des Katalogs versteigert

werden.

3.2 VAN HAM behält sich das Recht vor, während der

Versteigerung Nummern des Katalogs zu vereinen, zu

trennen, außerhalb der Reihenfolge auszubieten oder

zurückzuziehen.

3.3 Alle Gebote gelten als vom Bieter im eigenen

Namen und für eigene Rechnung abgegeben. Will ein

Bieter Gebote im Namen eines Dritten abgeben, so hat

er dies 24 Stunden vor Versteigerungsbeginn unter

Nennung von Namen und Anschrift des Vertretenen

und unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht mitzuteilen.

Andernfalls kommt der Kaufvertrag bei Zuschlag

mit dem Bieter zustande.

3.4 Jeder Bieter erhält nach Vorlage eines gültigen

Personaldokuments und Zulassung zur Auktion von

VAN HAM eine Bieternummer. Nur unter dieser

Nummer abgegebene Gebote werden auf der Auktion

berücksichtigt.

3.5 Von Bietern, die VAN HAM noch unbekannt sind,

benötigt VAN HAM spätestens 24 Stunden vor Beginn

der Auktion eine schriftliche Anmeldung mit gültigem

Personalausweis. VAN HAM behält sich das Recht vor,

eine zeitnahe Bankauskunft oder Referenzen für die

Zulassung zur Auktion anzufordern.

3.6 Dem Einlieferer ist das Eigengebot bzw. das Gebot

durch einen Dritten auf selbst eingelieferte Ware nicht

gestattet. Bietet der Einlieferer oder ein von diesem

beauftragter Dritter gleichwohl und erhält den

Zuschlag, so ist er jedem anderen Bieter gleichgestellt.

Für den Eigenbieter gelten die Bestimmungen der

Versteigerungsbedingungen daher entsprechend.

3.7 VAN HAM kann für den Einlieferer bis zu einem

Betrag unterhalb des Limits auf dessen eingeliefertes

Los bieten, ohne dies offenzulegen und unabhängig

davon, ob anderweitige Gebote abgegeben werden

oder nicht.

3.8 Der Preis bei Aufruf wird vom Versteigerer festgelegt;

gesteigert wird imRegelfall um maximal 10%

des vorangegangenen Gebotes in Euro. Gebote

können persönlich im Auktionssaal sowie bei

Abwesenheit schriftlich, telefonisch oder mittels

Internet über den Online-Katalog auf der Home Page

von VAN HAM oder einer von VAN HAM zugelassenen

Plattform abgegeben werden.

3.9 Für die am Ende des Kataloges aufgeführten

Katalognummern, welche mit „+“ gekennzeichnet

sind, gelten die Bestimmungen der sog. „Stillen

Auktion“ (vg. Ziff.10).

3.10 Alle Gebote beziehen sich auf den sog. Hammerpreis

und erhöhen sich um das Aufgeld, Mehrwertsteuer

sowie ggf. Folgerecht und Zollumlage. Bei gleich

hohen Geboten, unabhängig ob im Auktionssaal, telefonisch,

schriftlich oder per Internet abgegeben, entscheidet

das Los. Schriftliche Gebote oder Gebote per

Internet werden von VAN HAM nur mit dem Betrag in

Anspruch genommen, der erforderlich ist, um ein anderes

abgegebenes Gebot zu überbieten.

3.11 Gebote in Abwesenheit werden in der Regel zugelassen,

wenn diese mindestens 24 Stunden vor Beginn

der Versteigerung bei VAN HAM eingehen und, sofern

erforderlich, die weiteren Informationen gemäß

Ziff. 3.5 vorliegen. Das Gebot muss das Kunstwerk

unter Aufführung von Katalognummer und Katalogbezeichnung

benennen. Im Zweifel ist die Katalognummer

maßgeblich; Unklarheiten gehen zu Lasten des

Bieters. Die Bearbeitung der Gebote in Abwesenheit ist

ein zusätzlicher und kostenloser Service von VAN HAM,

daher kann keine Zusicherung für deren Ausführung

bzw. fehlerfreie Durchführung gegeben werden. Dies

gilt nicht, soweit VAN HAM einen Fehler wegen

Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit zu vertreten hat.

Die in Abwesenheit abgegebenen Gebote sind den

unter Anwesenden inder Versteigerung abgegebenen

Geboten bei Zuschlag gleichgestellt.

3.12 Das schriftliche Gebot muss vom Bieter unterzeichnet

sein. Bei schriftlichen Geboten beauftragt der

Interessent den Versteigerer, für ihn Gebote abzugeben.

3.13 Bei telefonischen Geboten wird ein im Saal anwesender

Telefonist beauftragt, nach Anweisung des

Telefonbieters, Gebote abzugeben. Telefonische Gebote

können von VANHAM aufgezeichnet werden. Mit dem

Antrag zum telefonischen Bieten erklärt sich der Antragsteller

mit der Aufzeichnung von Telefongesprächen einverstanden.

VANHAM haftet nicht für das Zustandekommen

und die Aufrechterhaltung von Telekommunikationsverbindungen

oder Übermittlungsfehler.

3.14 Internet-Gebote können sowohl als sog. „Vor-

Gebote“ vor Beginn einer Versteigerung als auch als

sog. „Live-Gebote“ während einer im Internet live

übertragenen Versteigerung sowie als sog. „Nach-

Gebote“ nach Beendigung der Versteigerung nach

Maßgabe der nachstehenden Regelungen abgegeben

werden. Gebote, die bei VAN HAM während einer laufenden

Versteigerung via Internet eingehen, werden im

Rahmen der laufenden Versteigerung nur dann berücksichtigt,

wenn es sich um eine live im Internet übertragene

Versteigerung handelt. Im Übrigen sind Internet-

Gebote nur dann zulässig, wenn der Bieter von VAN

HAM zum Bieten über das Internet durch Zusendung

eines Benutzernamens und eines Passwortes zugelassen

worden ist. Sie stellen nur dann gültige Gebote dar,

wenn sie durch den Benutzernamen und das Passwort

zweifelsfrei dem Bieter zuzuordnen sind. Die über das

Internet übertragenen Gebote werden elektronisch

protokolliert. Die Richtigkeit der Protokolle wird vom

Bieter/Käufer anerkannt, dem jedoch der Nachweis

ihrer Unrichtigkeit offen steht. Live-Gebote werden wie

Gebote aus dem Versteigerungssaal berücksichtigt.

3.15 Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung. Bei

Nachgeboten kommt ein Vertrag erst dann zustande,

wenn VAN HAM das Gebot annimmt.

3.16 Das Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen

findet auf Schrift-, Telefon- und

Internetgebote keine Anwendung, sofern das Gebot

nicht im Rahmen einer sog. „Stillen Auktion“ erfolgte.

4. Zuschlag

Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den

Höchstbietenden. Mit dem Zuschlag kommt zwischen

VAN HAM und dem Bieter, dem der Zuschlag erteilt


wird, ein Kaufvertrag zustande. VAN HAM kann den

Zuschlag verweigern oder unter Vorbehalt erteilen. Dies

gilt insbesondere dann, wenn ein Bieter, der dem

Versteigerer nicht bekannt ist oder mit dem eine

Geschäftsverbindung noch nicht besteht, nicht spätestens

bis zum Beginn der Versteigerung Sicherheit in

Form von Bankauskünften oder Garantien leistet. Ein

Anspruch auf Annahme eines Gebotes besteht jedoch

grundsätzlich nicht. Wird ein Gebot abgelehnt, so

bleibt das vorangegangene Gebot wirksam. Wenn

mehrere Personen das gleiche Gebot abgeben und

nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt,

entscheidet das Los. VAN HAM kann den Zuschlag

zurücknehmen und die Sache erneut ausrufen, wenn

irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot

übersehen worden ist oder wenn der Höchstbietende

sein Gebot nicht gelten lassen will oder sonst Zweifel

über den Zuschlag bestehen. Wenn trotz abgegebenen

Gebots ein Zuschlag nicht erteilt wird, haftet VAN HAM

dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

Bei einem unter Vorbehalt erteilten Zuschlag bleibt der

Bieter einen Monat an sein Gebot gebunden. Ein unter

Vorbehalt erteilter Zuschlag wird nur wirksam, wenn

VAN HAM das Gebot innerhalb eines Monats nach dem

Tagder Versteigerung schriftlich durch entsprechende

Rechnungslegung bestätigt.

5. Kaufpreis und Zahlung

5.1 Neben der Zuschlagssumme ist vom Käufer für die

ersten 50.000 Euro ein Aufgeld von 25% und auf die

darüber hinausgehenden Beträge von 22% zu zahlen.

Hierin ist die gesetzliche Umsatzsteuer bereits enthalten,

welche jedoch wegen Differenzbesteuerung nach

§25a UStG nicht ausgewiesen wird. Bei Objekten, die

im Anhang als regelbesteuert vermerkt sind, wird auf

den Zuschlag auf die ersten 50.000 Euro ein Aufgeld

von 19% und auf die darüber hinausgehenden Beträge

von 16% erhoben. Auf die Summe von Zuschlag und

Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von z.Zt. 7%

(Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Graphiken, etc.)

bzw. 19% (Kunstgewerbe, Teppiche, Schmuck, Uhren,

Siebdrucke, Offsets, Photographien, etc.) erhoben.

5.2 Der Veräußerer ist gemäß §26Abs.1 UrhG zur

Zahlung einer gesetzlichen Folgerechtsgebühr auf den

Verkaufserlös aller Originalwerke der bildenden Kunst

und der Photographie verpflichtet, deren Urheber noch

nicht 70 Jahre vor dem Ende des Verkaufes verstorben

sind. Davon trägt der Käufer anteilig in Form einer pauschalen

Umlage von:

-1%auf einen Hammerpreis bis zu €200.000

-0,5% für den übersteigenden Hammerpreis von

€200.001 bis €350.000 bzw.

-0,25% für einen weiteren Hammerpreis von

€350.001 bis €500.000 sowie

-0,125% für den weiter übersteigenden Hammerpreis

bis zu fünf Millionen; maximal €6.250.

5.3 Für Unternehmer, die zum Vorsteuerabzug berechtigt

sind, kann die Rechnung auf Wunsch (nach vorheriger

Mitteilung) nach der Regelbesteuerung ausgestellt

werden. Von der Umsatzsteuer befreit sind Auslieferungen

in Drittländer (d.h. außerhalb der EU) und -

bei Angabe der USt.-ID-Nr. -auch an Unternehmen in

EU-Mitgliedsländer. Verbringen Auktionsteilnehmer

ersteigerte Gegenstände selbst in Drittländer, wird

ihnen die Umsatzsteuer erstattet, sobald VAN HAM der

Ausfuhr- und Abnehmernachweis vorliegt.

5.4 Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte

Rechnungen bedürfen der Nachprüfung;

Irrtum bleibt insoweit vorbehalten.

5.5 Die Zahlung des mit dem Zuschlag fälligen

Gesamtbetrages ist in bar oder durch bankbestätigten

Scheck zu entrichten. Schecks werden nur erfüllungshalber

angenommen. Alle Steuern, Kosten, Gebühren

der Überweisung oder der Scheckeinlösung (inklusive

der VAN HAM in Abzug gebrachten Bankspesen) gehen

zu Lasten des Käufers. Persönlich an der Versteigerung

teilnehmende Käufer haben den Kaufpreis sofort nach

erfolgtem Zuschlag an VAN HAM zu zahlen. Bei

Geboten in Abwesenheit gilt unbeschadet der sofortigen

Fälligkeit die Zahlung binnen 14 Tagen nach

Rechnungsdatum noch nicht als verspätet.

5.6 Zahlungsverzug tritt 14 Tage nach Vertragsschluss,

also Zuschlagserteilung oder Annahme des Nachgebotes

ein. Zahlungen sind in Euro anVAN HAM zu

leisten. Entsprechendes gilt für Schecks, die erst nach

vorbehaltloser Bankgutschrift als Erfüllung anerkannt

werden.

5.7 Die Gegenstände werden grundsätzlich erst nach

vollständiger Bezahlung aller vom Käufer geschuldeten

Beträge ausgehändigt.

6. Abholung und Gefahrtragung

6.1 Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Abwesende

Erwerber sind verpflichtet, die Gegenstände unverzüglich

nach Mitteilung des Zuschlages bei VAN HAM

abzuholen. VAN HAM organisiert die Versicherung und

den Transport des Kunstwerkes zum Käufer nur auf

dessen schriftliche Anweisung hin und auf seine Kosten

und Gefahr.

Da der Kaufpreis sofort fällig ist und der Erwerber zur

unverzüglichen Abholung verpflichtet ist, befindet er

sich spätestens 14 Tage nach Zuschlagserteilung oder

Annahme des Nachgebotes in Annahmeverzug, sodass

spätestens dann auch, unabhängig von der noch ausstehenden

Übergabe, die Gefahr auf den Erwerber

übergeht.

6.2 Hat der Erwerber die Gegenstände nicht spätestens

drei Wochen nach erfolgtem Zuschlag bzw. nach

Mitteilung bei VAN HAM abgeholt, wird VAN HAM den

Erwerber zur Abholung der Gegenstände binnen einer

Woche auffordern. Nach Ablauf dieser Frist hat VAN

HAM das Recht, die Gegenstände auf Kosten und

Gefahr des Erwerbers bei einem Lagerhalter aufbewahren

zulassen. Vor einer Aufbewahrung unterrichtet

VAN HAM den Erwerber. Bei einer Selbsteinlagerung

durch VAN HAM werden bis zu 1% p.a. des Zuschlagpreises

für Versicherungs- und Lagerkosten berechnet.

Unabhängig davon kann VAN HAM wahlweise

Erfüllung des Vertrages verlangen oder die gesetzlichen

Rechte wegen Pflichtverletzung geltend machen. Zur

Berechnung eines eventuellen Schadens wird auf Ziff. 5

und 8dieser Bedingungen verwiesen.

6.3 VAN HAM trägt in keinem Fall eine Haftung für

Verlust oder Beschädigung nicht abgeholter oder mangels

Bezahlung nicht übergebener Gegenstände, es sei

denn, VAN HAM fiele Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit

zur Last.

7. Eigentumsvorbehalt, Aufrechnung,

Zurückbehaltungsrecht

7.1 Das Eigentum am Kunstwerk geht erst mit vollständigem

Eingang aller nach Ziff. 5und 8geschuldeten

Zahlungen auf den Käufer über. Für den Fall, dass

der Käufer das Kunstwerk veräußert, bevor er sämtliche

Forderungen von VAN HAM erfüllt hat, tritt der Käufer

bereits jetzt sämtliche Forderungen, die aus dem

Weiterverkauf entstehen, an VAN HAM ab. VAN HAM

nimmt die Abtretung hiermit an.

7.2 Der Käufer kann gegenüber VAN HAM nur mit

unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten

Forderungen aufrechnen.

7.3 Ein Zurückbehaltungsrecht des Käufers aufgrund

von Ansprüchen aus einem früheren Geschäft mit VAN

HAM ist ausgeschlossen. Soweit der Käufer Vollkaufmann

ist, verzichtet er auf seine Rechte aus §§ 273,

320 BGB.

8. Verzug

8.1 Der Kaufpreis ist mit dem Zuschlag fällig.

8.2 Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe

von 1% pro Monat berechnet. Der Erwerber hat das

Recht zum Nachweis eines geringeren oder keines

Schadens. Im Übrigen kann VAN HAM bei Zahlungsverzug

wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages verlangen

oder nach angemessener Fristsetzung vom Vertrag

zurücktreten. Im Fall des Rücktritts erlöschen alle Rechte

des Käufers am ersteigerten Kunstwerk und VAN HAM

ist berechtigt, Schadensersatz in Höhe des entgangenen

Entgelts auf das Kunstwerk (Einliefererkommission und

Aufgeld) zu verlangen. Wird der Gegenstand in einer

neuen Auktion nochmals versteigert, so haftet der

säumige Käufer außerdem für jeglichen Mindererlös

gegenüber der früheren Versteigerung sowie für die

Kosten der wiederholten Versteigerung; auf einen

etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch. VAN HAM

hat das Recht, ihn von weiteren Geboten in Versteigerungen

auszuschließen.

8.3 Einen Monat nach Eintritt des Verzuges ist VAN

HAM berechtigt und auf Verlangen des Einlieferers verpflichtet,

diesem Namen und Adressdaten des Käufers

zu nennen.

9. Einwilligungserklärung Datenschutz

Der Bieter ist damit einverstanden, dass sein Name,

seine Adresse und Käufe für Zwecke der Durchführung

und Abwicklung des Vertragsverhältnisses, sowie zum

Zwecke der Information über zukünftige Auktionen und

Angebote, elektronisch von VAN HAM gespeichert und

verarbeitet werden. Sollte der Bieter im Rahmen der

Durchführung und Abwicklung dieses Vertragsverhältnisses

seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommen,

stimmt der Bieter zu, dass diese Tatsache in eine

Sperrdatei, die allen Auktionshäusern des Bundesverbands

Deutscher Kunstversteigerer e.V. zugänglich

ist, aufgenommen werden kann. Der Datenerhebung

und weiteren Nutzung kann durch Streichen dieser

Klausel oder jederzeit durch spätere Erklärung gegenüber

VAN HAM mit Wirkung für die Zukunft widersprochen

werden.

10. Stille Auktion

10.1 VAN HAM führt für die am Ende des Kataloges

aufgeführten Objekte, die mit „+“ gekennzeichnet

sind, eine sog. „Stille Auktion“ durch. Für diese „Stille

Auktion“ gelten diese Versteigerungsbedingungen entsprechend,

jedoch mit der Maßgabe, dass Bieter nur in

schriftlicher Form sowie über Internet mitbieten können.

Die Objekte der „Stillen Auktion“ werden nicht

aufgerufen, sodass keine persönlichen oder telefonischen

Gebote abgegeben werden können. Die Gebote

für eine „Stille Auktion“ müssen der Gültigkeit wegen

mindestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn schriftlich

bei VAN HAM vorliegen; im Übrigen wird auf Ziff.3.

verwiesen.

11. Sonstige Bestimmungen

11.1 Diese Versteigerungsbedingungen regeln sämtliche

Beziehungen zwischen dem Käufer und VAN HAM.

Allgemeine Geschäftsbedingungen des Käufers haben

keine Geltung. Mündliche Nebenabreden bestehen

nicht. Änderungen bedürfen zu ihrer Gültigkeit der

Schriftform.

11.2 Erfüllungsort und Gerichtsstand für den vollkaufmännischen

Verkehr ist ausschließlich Köln. Es gilt deutsches

Recht; das UN-Abkommen über Verträge des

internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine

Anwendung.

11.3 Vorstehende Bestimmungen gelten sinngemäß

auch für den freihändigen Verkauf der zur Auktion eingelieferten

Gegenstände.

11.4 Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz

oder teilweise unwirksam sein, wird die Gültigkeit der

übrigen davon nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung

ist durch eine wirksame zu ersetzen, die in ihrem

wirtschaftlichen Gehalt der unwirksamen Bestimmung

am nächsten kommt. Entsprechendes gilt, wenn der

Vertrag eine ergänzungsbedürftige Lücke aufweist. In

Zweifelsfällen ist die deutsche Fassung der Versteigerungsbedingungen

maßgeblich.

Markus Eisenbeis

(pers. haft. Ges. und öffent. best. und vereidigter

Versteigerer für Kunst und Antiquitäten)


Conditions of Sale

1. Auction

1.1 VAN HAM Kunstauktionen KG (hereinafter

referred to as “VAN HAM”) conducts auctions in a

public auction in terms of Section 474, Para.1 Line 2

and Section 383 Para. 3Line 1ofthe German Civil

Code (BGB) as acommissioner on his own behalf and

on account of the clients (the „sellers“), who shall

remain anonymous.

1.2 The items to be auctioned may be viewed and

examined prior to the auction, potential buyers being

liable for any damage caused by them to the items

exhibited.

2. Condition, Warranty

2.1. The works of art that are upfor auction and can

be examined and viewed as part of the advance viewing

are, without exception, used items. They are ina

state of repair that corresponds to their age and

provenance. Objections to the state of repair are only

mentioned in the catalogue if, in the opinion of VAN

HAM, they adversely affect the visual impression of

the work of art as awhole. Lack of information

regarding the state of repair does therefore not justify

any claims based on aguarantee or agreement on the

condition. Potential buyers may request acondition

report for every work of art. This report, be it verbal

or written, does not contain any differing, individually

negotiated terms, and expresses VAN HAM’s subjective

assessment only. The information contained in the

condition report is provided to the best of our knowledge

and belief. It does not constitute any guarantee

or agreement on the condition and serves the purpose

of the provision of nonbinding information only.

The same applies to general information of any kind,

be it verbal or written. In all cases the actual state of

repair of the work of art at the time of the acceptance

of the bid is the agreed condition in terms of

statutory provisions (Sections 434 et seq. of the

German Civil Code (BGB)).

2.2 All information contained in the catalogue is

based on knowledge published until the date on the

auction and on other general scientific knowledge

available to the public. If an additional internet catalogue

is prepared, the information in the printed version

shall nevertheless prevail; only in the event that

no printed catalogue exists or that the items are auctioned

in asilent auction shall the internet catalogue

prevail. VAN HAM reserves the right to correct catalogue

information on the works of art that are tobe

auctioned. Said correction is made by written notice

at the location of the auction and/or orally by the auctioneer

immediately before the specific work of art is

auctioned. The corrected information will replace the

description in the catalogue.

2.3 Irrespective of the provisions laid down in fig.

2.1, the information in the catalogue relating to

authorship of the work of art is part of the condition

that is agreed with the buyer. VAN HAM provides no

special guarantee resulting in additional rights

(Sections 443, 477 of the German Civil Code (BGB)).

Characteristics of the condition other than authorship

of the work of art are not contractually agreed, even

if the work of art is presented for advertising purposes.

The same applies to reproductions contained in

the catalogue. The purpose of said reproductions is to

give potential buyers an idea of the work of art; they

are neither an integral part of the agreement on the

condition nor aguarantee with regards to the condition.

2.4 VAN HAM is explicitly excluded from liability for

any defects, provided statutory liability is not mandatory

by law.

2.5 If, however, within one year of transferring the

work of art, the information in the catalogue concerning

authorship is deemed to be incorrect and did

not correspond to the acknowledged opinion of

experts on the day of the auction, VAN pledges to

Stand: 1.10.2010

assert his rights vis-à-vis the consignor, irrespective of

fig.2.4. in the event of successfully taking recourse to

the consignor, VAN HAM shall reimburse the buyer for

no more than the full purchase price. Furthermore,

provided proof of unauthenticity is furnished, VAN

HAM promises to return the premium in full for a

period of two years. This is subject to there being no

third party claims to the work of art and the work of

art being returned in unaltered condition to the VAN

HAM headquarters in Cologne.

Proof of inaccuracy is also considered as given if

an internationally recognised expert on the author

refuses to include the work of art in the Catalogue

Raisonné prepared by him.

2.6 Damages claims against VAN HAM for legal and

material defects and on other legal grounds (including

compensation for futile expenses or cost for expert

opinions) are excluded unless they are due to intentional

or grossly negligent conduct by VAN HAM or to

the breach of significant contractual duties by VAN

HAM or are caused by injury to life or limb or damage

to heal.

2.7 All claims against VAN HAM shall expire after

one year after the work of art for which there isa

successful bid is handed over, provided they are not

due to alegal breach that is intentional or that longer

periods of limitation are mandatory by law.

3. Conduct of Auctions, Bids

3.1 The estimates stated in the catalogue are not

minimum or maximum prices but are used only as an

indication for the market value of the items and no

warranty is given as to their accuracy. Information as

to the value in other currencies than Euro isprovided

simply for informational purposes and is not binding.

Low value items may be auctioned as group lots outside

the catalogue.

3.2 VAN HAM reserves the right to combine, separate,

offer out of sequence or withdraw numbered

lots during an auction.

3.3 All bids are considered as submitted by the bidder

on his own behalf and for his own account. If a

bidder wishes to bid on behalf of athird party he

must notify this 24 hours prior to the start of the auction,

stating name and address of the party he is representing

and submitting awritten power of attorney.

Otherwise the purchase contract is concluded with

the bidder when the bid is accepted.

3.4 After presentation of alegal personal-document

and admission to the auction, each bidder will be

given abidder’s number by VAN HAM. Only bids

using this number will be included in the auction.

3.5 Bidders, so far unknown to VAN HAM, have to

submit awritten application no later than 24 hours

before the auction, together with adocument of

identification. VAN HAM may ask for arecent bank

reference or other references for the admission to the

auction.

3.6 With regards to goods consigned, the respective

consignor is not permitted to place own bids or to

have bids placed by third parties on his behalf. If the

consignor, orathird party authorised by him, nevertheless

submits abid and if this bid is accepted, his

status is equivalent to that of other bidders.

Therefore, the Conditions of Sale apply accordingly to

the consignor.

3.7 VAN HAM is entitled to place abit or series of

bids on behalf of the Seller up to the limit on the consigned

lot, without disclosing this openly and irrespective

of whether or not other bids are placed.

3.8 The initial bid price is determined by the auctioneer;

bids are generally submitted in Euros at maximum

10% above the previous bid. Bids may be made in

person in the auction hall or, inabsentia, in writing,

by phone or over the internet via our online catalogue

on VAN HAM’s homepage or via aplatform that has

been approved by VAN HAM.

3.9 The provisions of silent auctions (cf.fig.10) apply

for the catalogue numbers listed at the end of the

catalogue and marked with “+”.

3.10 All offers are based on the so-called hammer

price and increase with premium, VAT and droit de

suite and customs charges where applicable). When

there are equal bids, irrespective of whether they

were submitted in the auction hall, by phone, in writing

or over the internet, adecision shall be made by

drawing lots. Written bids or bids submitted via the

internet shall only be taken into consideration by VAN

HAM to that amount that is required to outbid another

bid.

3.11 Absentee bids are generally permitted if the bidder

has applied to VAN HAM for permission at least

24 hours prior to the start of the auction and has, as

far as possible, provided additional information pursuant

to fig. 3.5. The application must specify the

work of art, along with its catalogue number and

catalogue description. In case of doubt, the catalogue

number is decisive; the bidder shall bear the consequences

of any uncertainties. VAN HAM provides the

service of executing absentee bids for the convenience

of clients free of charge. VAN HAM therefore provides

no guarantee for the effectuation or flawless execution

of bids. This does not apply where VAN HAM is

responsible for amistake made intentionally or

through gross negligence. Absentee bids shall be

equivalent to bids made in the auction.

3.12 The written bid must be signed by the bidder.

In the event of written bids, the interested party

authorises the auctioneer to submit bids on his behalf.

3.13 In the event of telephone bids, atelephonist

present in the auction hall is authorised to submit bids

on instruction of the telephone bidder. Telephone bids

may be recorded by VAN HAM. By applying for telephone

bidding, the applicant declares that he agrees

to the recording of telephone conversations. VAN

HAM is not liable for setting up and maintaining

telecommunications connections or for transmission

errors.

3.14 Bids via the internet can be submitted as “prebids”

prior to the beginning of the auction, as “live

bids” during alive web-cast auction, or as “postbids”

after conclusion of the auction according to the

provisions stated hereinafter. Bids received by VAN

HAM via internet during an auction will only be taken

into account for the respective auction if it is alive,

web-cast auction. Furthermore, bids via internet are

only admissible if the bidder has been authorised by

VAN HAM to bid over the internet by providing him

with auser name and password. They only represent

valid bids if they can be unequivocally matched to the

bidder by means of such user name and password.

Bids via internet are recorded electronically. The accuracy

of the corresponding transcripts is accepted by

the bidder/buyer, who is nevertheless free to furnish

evidence that the transcript is inaccurate.

Live bids are considered equivalent to bids submitted

in the auction hall during the auction.

3.15 The after sale is part of the auction. In the event

of post-bids, acontract is concluded only after VAN

HAM accepts the bid.

3.16 With distance contracts, the right of return and

rescission shall not apply to written, phone or internet

bids unless the bid was made in asocalled silent auction.

4. Acceptance of Bids

Abid is accepted after the auctioneer has called the

highest bidder’s bid three times. When abid is accepted

apurchase contract is concluded between VAN


HAM and the bidder whose bid was accepted. VAN

HAM may refuse to accept the bid or accept it subject

to reservation. This applies in particular when abidder,

who is not known to the auctioneer or with

whom there isnobusiness relationship as yet, does

not provide security in the form of bank information

or guarantees until –atthe latest –the start of the

auction. In principle, however, noentitlement to having

abid accepted exists. If abid is refused, the previous

bid remains valid. If several individuals place the

same bid and there isnohigher bid after three calls,

the decision will be made by drawing lots. VAN HAM

may revoke acceptance of the bid and re-offer the

item if ahigher bid that was made in due time has

been overlooked by accident, if the highest bidder

does not want his bid to stand, or if there are other

doubts as to the acceptance. If no bid is successful

even though several bids were submitted, VAN HAM

is liable to the bidder only for intent or gross negligence.

Abidder remains bound to abid that has been

accepted subject to reservation for aperiod of one

month. Abid accepted subject to reservation only

becomes valid if VAN HAM confirms the bid in writing

within one month after the date of the auction by

submitting acorresponding invoice.

5. Purchase Price and Payment

5.1 In addition to the bid award, the buyer must pay

apremium of 25% on the first €50,000 and apremium

of 22% on all sums exceeding this amount.

This includes statutory VAT, which will however not be

stated due to the margin scheme in terms of Section

25a of German Turnover TaxLaw. With regards to

items listed in the appendix as subject to standard

taxation, apremium of 19% on the first €50,000

and of 16% on all sums exceeding this amount will

be levied, in addition to the bid award. Statutory VAT

of currently 7% (for paintings, drawings, sculptures,

prints etc.) and 19% (objets d’art, carpets, jewellery,

watches, silkscreens, offsets, photographs etc.)

respectively will be levied on the sum of bid award

and premium.

5.2 Pursuant to Section 26 Para.1 of the German

Copyright Act (UrhG), VAN HAM is obliged to pay a

droit de suite (artists’ resale rights) on the sales proceeds

of all original works of art and original photographic

works, whose creators deceased less than

70 years before the end of the legal year of purchase.

The buyer shall bear apartial amount in the form of a

lumpsum charge amounting to:

–1%ofthe hammer price up to €200,000

–0.5% of hammer price in excess of this of

€200,001 to €350,000

–0.25% of ahammer price exceeding this of

€350,001 to €500,000

–0.125% of any price exceeding the hammer price

up to five million; €6,250 maximum.

5.3 For buyers who have aright to deduct input tax,

the invoice may, ifdesired, (after prior notification) be

made out in line with standard taxation. VAT isnot

charged on shipments to foreign countries (i.e. outside

the EU) nor –when the VAT-ID no. is stated –to

companies in EU member states. If parties participating

in an auction take purchased items into foreign

countries themselves, they will be reimbursed the

turnover tax as soon as VAN HAM has the export and

acquirer certificate.

5.4 Invoices issued during or immediately after the

auction must be verified; errors remain reserved to

this extent.

5.5 Payment of the total amount due upon acceptance

of abid must be made in cash or by bank certified

cheque. Cheques are only accepted on account

of performance. All taxes, costs, transfer or encashment

fees (including the bank charges deducted by

VAN HAM) are tobeborne by the buyer. Purchasers

who participate in person at the auction must pay

VAN HAM the purchase price immediately after the

bid is accepted. Without prejudice to the fact payment

is due immediately, bids made in absentia may

be paid within 14 days of the invoice date without

being considered delayed.

5.6 Default in payment commences two weeks after

the date of the invoice. Payments must be made to

VAN HAM in Euros. The same applies to cheques,

which are only accepted as payment once they have

been fully cleared by the bank.

5.7 The auctioned items are generally only handed

over after full payment of all amount owed by the

buyer has been received.

6. Collection and Assumption of Risk

6.1 Acceptance of abid imposes an obligation to collect

the item. Buyers who are not present must collect

their items immediately after VAN HAM has advised

them that the bid has been successful. AN HAM shall

organise the insurance and shipment of the work of

art to the buyer only upon the latter’s written instructions

and at his cost and risk. Since the purchase price

is due immediately and the buyer is obliged to

promptly collect his items, he will find himself in

default of acceptance no later than two weeks after

acceptance of the bid or post-bid, so that then at the

very latest, and irrespective of the still undelivered

items, the risk will be passed on the buyer.

6.2 If the buyer has not collected the items from

VAN HAM at the latest three weeks after his bid has

been accepted and/or after he has been notified, VAN

HAM will call upon the buyer to collect the items

within one week. At the end of said period VAN HAM

is entitled to have the items kept in awarehouse at

the cost and risk of the buyer. VAN HAM shall inform

the buyer prior to storage. If VAN HAM stores the

items in his own warehouse, he shall charge 1% p.a.

of the hammer price for insurance and storage costs.

Irrespective of this, VAN HAM may demand performance

of the contract or assert statutory rights for

breach of duties. For the purpose of calculating any

loss, reference is made to fig. 5and 8ofthese terms

and conditions. VAN HAM shall under no circumstances

be liable for loss of or damage to items that

have not been collected or not handed over due to

non-payment, unless VAN HAM acted intentionally or

with gross negligence.

6.3 VAN HAM shall under no circumstances be liable

for loss of or damage to items that have not been

collected or not handed over due to non-payment,

unless VAN HAM acted intentionally or with gross

negligence.

7. Retention of Title, Offset, Right of

Retention

7.1 Title to the work of art passes to the buyer only

upon receipt of all payments owed under fig. 5and 8

in full. In the event that the buyer sells the work of art

before hehas met all of VAN HAM’s claims, the buyer

hereby assigns all claims arising from the resale to VAN

HAM. VAN HAM hereby accepts such assignment.

7.2 Against claims by VAN HAM, the buyer can only

offset claims that are undisputed or that have been

legally and finally determined.

7.3 The buyer has no right of retention based on

claims arising from any prior transaction with VAN

HAM. Insofar as the buyer is amerchant registered in

the commercial register, hewaives his rights under

Sections 273,320 of the German Civil Code (BGB).

8. Default

8.1 The purchase price is due upon acceptance of

the bid.

8.2 In the event of default in payment, default interest

of 1% per month is charged. The buyer is entitled

to provide evidence that the loss is less or that there is

no loss. In addition, in case of default in payment,

VAN HAM may elect to demand performance of the

purchase contract or may rescind the contract after

setting asuitable period for performance. In the event

of rescission, all of the buyer’s rights to the purchased

work of art shall lapse and VAN HAM shall be entitled

to demand damages amounting to the lost fee for the

work of art (consignor commission and premium). If

the item is reauctioned at anew auction, then the

defaulting buyer is additionally liable for any shortfall

in proceeds compared with the earlier auction and for

the costs of the repeat auction; he is not entitled to

any excess proceeds. VAN HAM has the right to

exclude him from further bids in auctions.

8.3 One month after default has occurred, VAN

HAM is entitled to and, if the consignor demands it,

required to provide the latter with details of the name

and address of the buyer.

9. Data Privacy Declaration

Iconsent to my name, address and any consignments

being stored electronically and processed by VAN

HAM for the purpose of fulfilling and performing the

contractual relationship, as well as to provide information

about future auctions and offers. Should Inot

meet my contractual obligations, within the scope of

fulfilling and performing this contractual relationship,

then Iconsent to this fact being added to alist which

will be accessible to all auction houses of the

Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer e.V

(German Federal Association of Art Auctioneers).

10. Silent Auction

10.1 VAN HAM shall carry out asocalled “silent auction”

for the items listed at the end of the catalogue

and marked with “+”. These Auction Terms and

Conditions apply accordingly to the “silent auction”,

provided that bidders only bid in written form or via

the internet. Since the items of the “silent auction”

are not called out, no bids can be made in person or

by phone. Bids for the “silent auction” must be submitted

to VAN HAM at least 24 hours before the start

of the auction in order to be valid; in all other

respects, please refer to fig.3.

11. Miscellaneous Provisions

11.1 These Auction Terms and Conditions shall govern

all relations between the buyer and VAN HAM. The

buyer’s General Commercial Terms and Conditions

shall not apply. There are no verbal ancillary agreements.

Amendments must be made in writing to be

valid.

11.2 Insofar as it is possible to agree, Cologne shall be

the place of performance and jurisdiction. The law of

the Federal Republic of Germany shall apply exclusively.

The UN Convention on Contracts for the International

Sale of Goods (CISG) shall not apply.

11.3 The aforementioned provisions apply mutatis

mutandis to the private sale of items consigned for

auction.

11.4 If any of the above provisions are invalid in

whole or in part, the validity of the remaining provisions

shall be unaffected. The invalid provision shall

be replaced by avalid regulation which most closely

resembles the commercial content of the provision

which was invalid. The same applies if the contract

reveals aloophole in need of amendment. In cases of

doubt the German version of the Consignment

Conditions shall prevail.

Markus Eisenbeis

(General Partner/Managing Director,

Publicly appointed and sworn auctioneer)


Einliefererverzeichnis | List of consignors

44773: 409 -44791: 72 -44945: 255 -45124: 60, 155, 287, 496, 587, 686, 717, 766, 816 -45325: 537 -

45963: 43, 46, 47, 75, 269, 391, 432, 815, 863 -46115: 602, 606 -46158: 5, 33, 50, 180, 692, 895 -46559:

57, 585 -46728: 1, 7, 23, 24, 28, 29, 35, 36, 40, 65, 66, 80, 81, 90, 91, 122, 134, 218, 229, 238, 239, 268,

278, 304, 305, 312, 344, 358, 374, 383, 387, 389, 398, 403, 408, 416, 422, 450, 451, 497, 505, 507, 512,

515, 531, 532, 751 -47582: 146, 191 -47631: 599, 750, 935 -47781: 42, 44, 147, 149, 150, 152, 153 -

48040: 460, 544 -48252: 31 -48562: 67, 78, 117, 236, 258, 526, 699, 851 -48564: 472, 482, 651, 652 -

48606: 718, 824, 941 -48734: 590 -48924: 376, 467, 572, 575, 576, 577, 578 -49078: 168, 443, 486, 534 -

49352: 251, 252, 257, 440, 528 -49524: 487 -49816: 9, 62, 317, 318, 370, 562, 563, 564, 565, 695, 696,

737, 738, 739, 773, 784, 792, 793, 904, 905, 953 -50208: 138, 154, 635, 860 -50212: 316, 519, 706 -

50567: 634, 697, 744, 796, 831, 848, 881, 1000 -50582: 971 -50584: 188, 748, 775, 861 -51940: 55 -

53393: 852 -53448: 64, 73, 74, 133, 246, 957 -53451: 483 -53785: 34, 70, 306, 307, 527 -54613: 26, 707,

708 -55030: 694 -55652: 213 -56163: 369 -57096: 166, 237, 847 -57970: 272, 273, 274, 275, 276, 277 -

58346: 243, 542, 917, 918 -58992: 25, 58, 59 -60669: 561, 628, 660, 725, 839, 840, 846, 937 -60695: 98,

165, 680, 726, 758, 769, 814, 825, 842, 874, 875, 876, 943, 944, 945, 952 -61049: 128, 195, 348, 779, 780,

798, 811, 873 -61915: 809 -62025: 21, 313, 400, 406, 407, 493 -63149: 86, 87 -64306: 61, 63, 764 -

64553: 498 -64947: 402 -66074: 752, 753 -66122: 523, 525 -66245: 946 -66312: 178, 291, 332 -67123:

223, 886 -67397: 285, 794 -67913: 657, 665 -67953: 271 -68226: 452, 453, 454, 455, 456, 457, 458, 648 -

68337: 163, 164, 200, 201, 202, 217, 249, 266, 284, 735, 736, 801, 833, 868, 869, 870, 877, 928, 939 -

69052: 421 -69423: 518 -69743: 92, 186, 187, 763, 789, 807, 859, 862, 887, 889 -69767: 185, 260, 427 -

69785: 206, 207, 208, 209, 210, 211, 212 -69912: 48 -70837: 573 -70863: 495 -70943: 267 -71017: 232 -

72015: 338, 341 -72498: 32, 259 -72768: 110, 594, 836 -73068: 395, 494 -73591: 263, 375, 385, 514, 560,

580, 584, 586, 949, 950, 951 -73633: 397 -73670: 127, 324, 405, 426, 448, 536, 667 -73715: 721, 722 -

73856: 812, 813 -73892: 10, 37, 253, 254, 345, 506, 934 -73989: 196, 197, 198, 203, 691 -74046: 192, 228

-74116: 550, 551, 552, 553, 554, 555 -74143: 632 -74154: 371 -74191: 270, 843 -74224: 417, 418, 419,

420 -75437: 759, 760, 761 -75565: 429 -75635: 802, 803, 804 -76059: 349, 492, 538, 539, 541 -76065:

940 -76123: 333, 354, 414 -76124: 222 -76158: 101, 719, 720, 898, 899 -76696: 703 -76956: 622, 623,

624, 625, 626, 627 -77052: 97, 247, 885, 897 -77071: 82, 292 -77123: 311 -77153: 894 -77199: 8-77391:

510 -77458: 442, 921, 936 -77481: 879 -77535: 162 -77540: 118 -77588: 662 -77633: 713, 714 -77635:

711 -77637: 742 -77651: 56, 449, 808, 844 -77667: 69, 325, 326, 797 -77673: 38, 264, 356, 380, 390, 425,

438, 591, 601, 637, 644 -77733: 22, 379, 381, 382, 723 -77966: 570 -77983: 352 -78072: 71 -78143: 439,

709 -78246: 111 -78359: 435, 535, 595, 659 -78626: 323 -78644: 511 -78647: 423 -78653: 388, 444 -

78655: 322 -78659: 160, 161, 556, 600, 731, 920 -78669: 308, 309 -78674: 347 -78676: 102, 105, 106,

108, 129, 130, 282, 355, 445, 500, 501, 502, 658, 715, 716, 782, 783, 913 -78677: 107, 109, 281, 649, 685,

730, 841 -78681: 533 -78683: 710 -78689: 113 -78722: 361, 362, 364, 368, 504, 559, 567, 568, 571, 638,

728, 749, 755, 931 -78724: 828, 829, 830 -78749: 342 -78750: 377, 378, 588 -78772: 27 -78785: 372,

465, 466, 468, 469, 470, 471, 473, 474, 475, 476, 478, 479, 480, 569, 579, 582, 583, 915 -78834: 124, 151,

199, 205 -78835: 491, 654, 655 -78837: 462 -78929: 517 -78930: 79, 768 -78977: 148, 826, 827 -78980:

103, 373 -78987: 19 -79001: 144 -79009: 359 -79010: 608, 609, 610, 745, 919 -79017: 189 -79022: 522 -

79024: 778 -79026: 157, 681, 740, 771, 832 -79027: 76, 77, 765 -79030: 516 -79035: 16, 17, 177, 224,

225, 226, 327, 727, 746, 747, 800, 856, 932, 958, 959 -79065: 112, 357, 614, 618, 645, 783 -79069: 248 -

79073: 461 -79075: 84 -79077: 433 -79086: 193, 353, 413, 415, 424, 464, 484, 597 -79088: 216, 770, 930

-79091: 241 -79092: 214, 215, 878 -79096: 386, 503 -79099: 233, 245, 698, 712, 880, 884 -79100: 219,

220, 221, 301 -79102: 630, 631 -79117: 319, 320, 321 -79121: 181, 888, 902, 942, 956 -79123: 45, 88 -

79128: 120, 240, 955 -79130: 683 -79158: 428 -79161: 574, 581 -79164: 410, 441, 724, 733 -79172: 360,

823 -79175: 335 -79195: 337 -79197: 116, 131, 132, 156, 179, 366, 849 -79199: 173 -79200: 336 -79205:

621, 732, 795, 855, 857, 954 -79213: 39, 93, 94, 95, 137, 141, 142, 143, 159, 190, 244, 250, 256, 286, 343,

350, 351, 363, 396, 401, 404, 431, 459, 489, 490, 499, 508, 509, 513, 521, 530, 557, 558, 592, 593, 596,

598, 611, 612, 613, 615, 616, 617, 619, 620, 633, 636, 639, 642, 643, 646, 647, 650, 661, 663, 664, 668,

682, 684, 693, 702, 704, 705, 724, 729, 734, 741, 757, 767, 772, 776, 777, 785, 786, 787, 788, 790, 791,

799, 822, 834, 835, 838, 850, 854, 858, 864, 866, 867, 871, 872, 882, 883, 890, 891, 896, 901, 903, 906,

907, 908, 909, 910, 911, 912, 914, 916, 922, 923, 924, 925, 926, 927, 929, 933, 938, 947, 948, 960, 961,

962, 963, 964, 965, 966, 967, 968, 969, 970, 972 -79217: 20, 100, 125, 126, 242, 315, 781 -79225: 447 -

79229: 204 -79241: 235, 293, 294, 367, 411, 412, 540, 589, 762 -79251: 393, 394 -79256: 283 -79264: 85,

656 -79267: 384, 392 -79270: 853 -79271: 299 -79273: 89, 295, 296, 297, 298, 314 -79275: 68, 167, 265 -

79290: 18 -79309: 774 -79310: 481, 653 -79318: 123 -79320: 158 -79326: 605 -79335: 365 -79338: 2,

330, 463, 529, 900 -79341: 520 -79349: 280 -79350: 289, 310 -79351: 485 -79352: 290, 302 -79359: 115

-79360: 603, 604, 607 -79361: 121 -79365: 524 -79366: 477 -79370: 49, 51, 169, 170, 171, 172, 687, 688,

689, 690, 806, 817, 818, 819, 820, 821 -79371: 300, 303 -79372: 119, 139, 140 -79375: 145 -79376: 3, 4,

99 -79378: 640, 641 -79381: 104, 331 -79382: 227, 288 -79384: 434 -79385: 279 -79386: 114 -79387: 6

-79389: 174, 175, 176 -79397: 334 -79401: 11, 12, 13, 14, 15, 52, 135, 182, 183, 184, 194, 230, 234, 261,

262, 399, 446, 543, 700, 701, 743, 754, 756, 805, 810, 837, 845, 865, 892, 893 -79402: 437 -79404: 83,

430, 436, 488 -79406: 136 -79408: 96, 339, 34

Folgende Lots sind regelbesteuert:

1, 7, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 18, 21, 23, 24, 28, 29, 34, 35, 36, 37, 39, 40, 42, 43, 44, 45, 46, 48, 49, 51, 52,

55, 61, 62, 63, 65, 66, 67, 70, 75, 78, 80, 81, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 98, 101, 103, 117, 119, 122, 134,

135, 136, 137, 139, 140, 141, 142, 143, 146, 147, 149, 150, 152, 153, 159, 163, 164, 165, 169, 170, 171,

172, 182, 183, 184, 186, 187, 190, 191, 194, 200, 201, 202, 217, 218, 229, 230, 233, 234, 235, 236, 238,

239, 244, 249, 250, 253, 254, 256, 258, 261, 262, 266, 267, 268, 269, 270, 271, 278, 284, 286, 293, 294,

304, 305, 306, 307, 312, 313, 317, 318, 319, 320, 321, 336, 337, 339, 340, 343, 344, 345, 350, 351, 358,

363, 367, 370, 373, 374, 383, 387, 389, 391, 396, 398, 399, 400, 401, 403, 404, 406, 407, 408, 411, 412,

416, 422, 431, 432, 446, 450, 451, 459, 460, 485 A, 489, 490, 493, 497, 499, 505, 506, 507, 508, 509, 512,

513, 515, 521, 526, 527, 530, 531, 532, 540, 543, 544, 557, 558, 562, 563, 564, 565, 589, 592, 593, 596,

598, 605, 611, 612, 613, 615, 616, 617, 619, 620, 633, 634, 636, 639, 642, 643, 646, 647, 650, 661, 663,

664, 668, 680, 682, 683, 684, 687, 688, 689, 690, 693, 695, 696, 697, 699, 700, 701, 702, 704, 705, 719,

720, 724 A, 726, 729, 734, 735, 736, 737, 738, 739, 741, 743, 744, 751, 754, 756, 757, 758, 762, 763, 764,

767, 769, 772, 773, 776, 777, 783 A, 784, 785, 786, 787, 788, 789, 790, 791, 792, 793, 796, 799, 801, 805,

806, 807, 810, 814, 815, 817, 818, 819, 820, 821, 822, 825, 831, 833, 834, 835, 837, 838, 842, 843, 845,

848, 850, 851, 854, 858, 859, 862, 863, 864, 865, 866, 867, 868, 869, 870, 871, 872, 874, 875, 876, 877,

881, 882, 883, 887, 889, 890, 891, 892, 893, 896, 898, 899, 901, 903, 904, 905, 906, 907, 908, 909, 910,

911, 912, 914, 916, 922, 923, 924, 925, 926, 927, 928, 929, 933, 934, 938, 939, 943, 944, 945, 947, 948,

952, 953, 960, 961, 962, 963, 964, 965, 966, 967, 968, 969, 970, 972


Gebotsformular | Bidding form

Auktion Nr. |Sale no: 300

Vorname, Nachname, Titel | First, Last name, Title

Straße | Street

PLZ, Ort | Post code, city

Land | Country

Wir bitten Neukunden, uns eine Kopie ihres Personalausweises zukommen zu lassen. VAN HAM behält sich das Recht vor,

eine Bankauskunft oder Referenzen anzufordern. Bitte beachten Sie die umseitigen Hinweise.

We would like to ask new clients, tosend us acopy of their ID card or passport. VAN HAM may ask for abank reference.

BITTE SCHREIBEN SIE DEUTLICH | PLEASE WRITE CLEARLY

Gebote müssen 24 Stunden vor Auktion eingehen. Bei identischen Geboten wird das als erstes eingegangene akzeptiert.

Bids must arrive 24 hours prior to the auction. As in the event of identical bids, the earliest bit received will take precedence.

Lot Titel | Title Tel. Gebot | Tel. bid Max.Gebot | Max.bid

Bitte Rechnung vorab per E-Mail | Please send invoice in advance via e-mail.

Nur für Kunst-Händler | For art-dealers only:

Bitte mit MwSt-Ausweis (Regelbesteuerung)

Please use my VAT-No. for my invoice (VAT-identification number)

Bitte beachten Sie, dass die Ausführung von schriftlichen und telefonischen Geboten ein zusätzlicher und kostenloser Service

unseres Hauses ist. VAN HAM kann daher keine Zusicherung für deren Ausführung bzw. fehlerfreie Durchführung geben.

Hiermit erkenne ich die im Katalog abgedruckten Geschäftsbedingungen an.

Iunderstand that VAN HAM provides the service of executing absentee bids for the convenience of clients and that VAN HAM is not

responsible for failing to execute bids or for errors relating of execution of bids. Iaccept the standard business conditions (see catalogue).

Ort, Datum | Place, date

Van Ham Kunstauktionen

Schönhauser Straße 10 –16

50968 Köln

Stand: 22.03.2011

Telefon für Auktion | Telephone for the sale

Telefon für Auktion | Telephone for the sale

Tel. |Fax

E-Mail

Unterschrift |Signature

Tel. +49 (0)221 92 58 62-0

Fax. +49 (0)221 92 58 62-4





Gebot ohne Aufgeld

Bid without premium

info@van-ham.com

www.van-ham.com


Lot Titel | Title Tel. Gebot | Tel. bid Max.Gebot | Max.bid

Bitte Rechnung vorab per E-Mail

Please send invoice in advance via e-mail.

Nur für Kunst-Händler | For art-dealers only:

Bitte mit MwSt-Ausweis (Regelbesteuerung)

Please use my VAT-No. for my invoice (VAT-identification number)

Ort, Datum | Place, date

Unterschrift | Signature

Stand: 22.03.2011















Gebot ohne Aufgeld

Bid without premium

Telefon | Telephone

Fax | Fax

Hinweise für nicht anwesende Bieter

Schriftliche /telefonische Gebote

Die umstehend und hier eingetragenen Gebote sind

bindend und werden nur soweit in Anspruch genommen,

wie andere Gebote überboten werden müssen.

Das Aufgeld ist nicht enthalten; maßgeblich sind die

eingetragenen Katalognummern. Bei Schätzpreisen

ab €250 haben Sie auch die Möglichkeit, telefonisch

mitzusteigern. Per Fax geschickte Gebote müssen uns

mit Original-Unterschrift bestätigt werden.

Telefonische Gebote werden wie schriftliche Gebote

behandelt. Bitte geben Sie uns statt des Höchstgebotes

Ihre Telefon-Nr. an, unter der Sie zum Zeitpunkt

der Auktion zu erreichen sind. Gespräche beim

telefonischen Bieten können aufgezeichnet werden.

Im Interesse der Einlieferer können Gebote unter zwei

Drittel der Schätzpreise nicht berücksichtigt werden.

Ausfuhrlieferungen sind von der Mehrwertsteuer befreit,

innerhalb der EU jedoch nur bei branchengleichen

Unternehmen mit Umsatzsteuer-Identifikations-Nr.

Abholung

Bezahlte Objekte können während der Auktion abgeholt

werden. Bei späterer Abholung bitten wir um

kurze Nachricht vorab, um Wartezeiten zu vermeiden.

Objekte, die nicht spätestens drei Wochen nach

Rechnungslegung abgeholt wurden, können auf

Kosten des Käufers eingelagert oder zugesandt

werden.

Auktionsergebnisse

Ab dem ersten Werktag nach Auktion

können Sie die Ergebnisse im Internet unter

www.van-ham.com einsehen.

Datenschutzbestimmungen

Der Bieter ist damit einverstanden, dass sein Name,

seine Adresse und Käufe für Zwecke der Durchführung

und Abwicklung seines Gebots, sowie zum

Zwecke der Information über zukünftige Auktionen

und Angebote, elektronisch von VAN HAM gespeichert

und verarbeitet werden. Sollte der Bieter im

Rahmen der Durchführung und Abwicklung dieses

Vertragsverhältnisses seinen vertraglichen Pflichten

nicht nachkommen, stimmt der Bieter zu, dass diese

Tatsache in eine Sperrdatei, die allen Auktionshäusern

des Bundesverbands Deutscher Kunstversteigerer e.V.

zugänglich ist, aufgenommen werden kann. Der

Datenerhebung und weiteren Nutzung kann durch

Streichen dieser Klausel oder jederzeit durch spätere

Erklärung gegenüber VAN HAM mit Wirkung für die

Zukunft widersprochen werden.

Data Privacy Declaration

The buyer agrees that his name, address and any

consignments being stored electronically and

processed by VAN HAM for the purpose of fulfilling

and performing the contractual relationship, as well

as to provide information about future auctions and

offers. Should the buyer not meet the contractual

obligations, within the scope of fulfilling and performing

this contractual relationship, then he consents

to this fact being added to alist which will be

accessible to all auction houses of the Bundesverband

Deutscher Kunstversteigerer e.V (German Federal

Association of Art Auctioneers). The buyer is entitled

to object to the future collection and use of data by

removing the said clause or by submitting notice to

VAN HAM at alater date.


Mitgliedschaften

Unsere Repräsentanzen

Hamburg |Norddeutschland

Pia von Buchwaldt

Alsterufer 33 |20354 Hamburg

Tel.: 040 41 91 05 23

Fax: 040 41 91 05 24

E-Mail: p.buchwaldt@van-ham.com

München |Süddeutschland

Dr. Barbara Haubold

Elly-Ney-Str. 15|82327 Tutzing

Tel.: 08158 90 34 60

Fax: 08158 90 34 61

E-Mail: b.haubold@van-ham.com

Belgien |Niederlande

Dr. Petra Versteegh-Kühner

Sterrenlaan 6|B-3621 Rekem

Tel.: +3289716004

Fax: +3289716005

E-Mail: p.versteegh@van-ham.com

Luxemburg

Marina Comtesse von Kamarowsky

2, Rue de Nicolas Braunshausen |L–1257 Luxemburg

Tel.: +352 44 04 95

Fax: +352 44 04 92

E-Mail: mvk@van-ham.com

Schweiz

RWMA GmbH

Rolf Welti

Mythenquai 20 |CH-8002 Zürich

Tel.: +4144202 40 41

Fax: +4144202 40 47

E-Mail: r.welti@van-ham.com

Beirat

Wilhelm Karl Prinz von Preußen Vorsitzender

Honorarkonsul Prof. Ottmar Braun Sprecher

Prof. Dr. Albert Mayer

Abbildung Titel:

Nr. 335 Rudolf Bauer

Triptych Symphony: Third Movement |1930-34

Abbildung Rückseite:

Nr. 437 Georg Kolbe

Allegro |1929


VANHAM

300. AUKTION

MODERNE KUNST

31. MAI 2011

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine