aerokurier 04/2017
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Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 4/<strong>2017</strong><br />
DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />
Auster und Jungmann<br />
Zwei Typen –<br />
ein Antriebskonzept<br />
48 Seiten<br />
AERO Special<br />
AUSBILDUNG FÜR<br />
MISSIONSPILOTEN<br />
Veronica<br />
Edle Segler-Basis<br />
in Namibia<br />
Messedebüt<br />
TECNAMS<br />
NEUE TWIN<br />
Pilot Report Dynali H3<br />
Was kann der UL-Heli?<br />
Luftrecht<br />
Urteil zu Unfall<br />
beim Gastflug<br />
Pulkfliegen<br />
Risiken und<br />
Alternativen
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©<strong>2017</strong> Honeywell International
[ EDITORIAL April ]<br />
ULs bieten Freiheit, wie das Foto<br />
von Flight Design beweist. Aber die<br />
Freiheit gerät schnell an Grenzen.<br />
DAS GEWICHTSPROBLEM BLEIBT<br />
Ob deutlich überladen flugfähig oder gerade noch im Limit, aber mit im<br />
Prinzip nicht vorhandenen Leistungsreserven – Ultraleichtfliegen verlangt bei<br />
aktueller Rechtslage vor allem eins: Bewusstsein für die Grenzen der Klasse.<br />
Lars Reinhold,<br />
Redaktionsleiter <strong>aerokurier</strong><br />
In den beiden Artikeln dieser Ausgabe, die sich mit ULs befassen, kommt direkt oder indirekt wieder<br />
einmal das Grundproblem dieser Klasse zum Vorschein: das Gewichtslimit. Im einen Fall, und das ist<br />
tragisch genug, hat die Überladung eines ULs laut BFU wahrscheinlich zu einem Unfall mit einem<br />
Toten und einem Schwerverletzten beigetragen. Interessant ist, dass im insgesamt sieben (!) Jahre<br />
andauernden Rechtsstreit um Verantwortung, Haftung und Versicherungssummen die Überladung<br />
von knapp 75 Kilogramm am Ende kaum noch eine Rolle gespielt hat. Der Fluggast, der den Absturz<br />
überlebte, und seine Versicherung gingen leer aus, weil das Gericht argumentierte, dem Flug liege<br />
ein Beförderungsvertrag zugrunde. Damit seien Fristen aus dem Luftverkehrsgesetz zu beachten,<br />
wenn Ansprüche geltend gemacht werden sollen, und die waren im konkreten Fall verstrichen.<br />
Der Beitrag zeigt einmal mehr zwei Dinge: Erstens, dass 472,5 Kilogramm MTOW kaum ausreichen,<br />
um zwei kräftiger gebaute Personen legal mit einem UL zu befördern. Zweitens: Die Rechtslage bei<br />
Gastflügen ist nach wie vor kompliziert, vor allem dann, wenn es zu einem Unfall kommt.<br />
In Beitrag Nummer zwei stellt der Autor fest, dass man durchaus flugfähige Hubschrauber bauen<br />
kann, die die 450 Kilogramm MTOW für ULs ohne Rettungsgerät einhalten. Der Testflug des erfahrenen<br />
Hubschrauberpiloten macht aber auch deutlich, dass dafür an so ziemlich jeder Ecke gespart<br />
werden muss – sogar an der Leistung, die für gewisse Grundmanöver selbst bei optimalen Bedingungen<br />
mitunter nicht ausreicht.<br />
Nun wäre es leicht, reflexartig nach der Auflastung auf 600 Kilogramm zu brüllen. So wünschenswert<br />
sie aus hinlänglich bekannten Gründen auch sein mag, so kritisch kann man hinterfragen, ob jemand,<br />
der ein aktuelles UL um 15 Prozent überlädt, bei einem höheren MTOW – das viele Hersteller ohne<br />
Rüstmassen-Begrenzung sicher für mehr Technik ausnutzen würden – das Gewichtslimit ernst<br />
nimmt. Und auch der Hype um UL-Hubschrauber dürfte sich angesichts der prognostizierten Stundenpreise<br />
von um die 300 Euro möglicherweise schneller legen als erwartet – denn dafür kann man beinahe<br />
auch etabliertes Gerät wie eine R22 oder eine Schweizer 300 mit ausreichend Leistung chartern.<br />
Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />
oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />
Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />
Fotos: Ralf Athen, Flight Design<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 3
128<br />
Motorfliegen<br />
8 Reihenvierer im Porträt<br />
Unterwegs mit Auster<br />
und FK 131 Jungmann<br />
20 MAF-Ausbildung<br />
In Mitteldeutschland lernen<br />
künftige Missionspiloten, wie<br />
man im Gelände fliegt<br />
Magazin<br />
16 Heli-Expo<br />
Las Vegas als Zentrum der<br />
Drehflügler-Szene<br />
UL/LSA<br />
24 Pilot Report Dynali H3<br />
Kann der französische Ultraleicht-<br />
Helikopter im Test überzeugen?<br />
30 Luftrecht<br />
Im Fall eines überladenen ULs<br />
ist nach sieben Jahren Prozess<br />
das Urteil gefallen<br />
Praxis<br />
33 Versicherungen<br />
Im letzten Teil der Serie geht es<br />
um Policen für Vereine<br />
36 Lizenzen: SPL für ULs<br />
Der <strong>aerokurier</strong> sorgt für Licht im<br />
Lizenz-Dschungel<br />
Jubiläums-Serie<br />
38 Die 80er Jahre<br />
Valentin Taifun<br />
und Twin III Acro<br />
im <strong>aerokurier</strong>-<br />
Praxistest<br />
Inhalt Nr. 4 <br />
April <strong>2017</strong> I 61. Jahrgang<br />
8<br />
4 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />
Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper
Segelfliegen<br />
92 Veronica<br />
Ein neuer Segelflug-<br />
Hotspot in Namibia<br />
98 Pulkfliegen<br />
Die WM hat gezeigt:<br />
Fliegen im Pulk hat seine<br />
Tücken und Risiken<br />
102 Unfallanalyse<br />
Nach Seilriss in die Bäume<br />
1<strong>04</strong> Übergangslösungen<br />
Was zwischen Rumpf<br />
und Tragfläche passiert<br />
Porträt<br />
128 Im Kampf mit der Physik<br />
Flo Graff fliegt so ziemlich alles –<br />
Hauptsache, es ist akrotauglich.<br />
92<br />
Lizenz-Übersicht<br />
Teil 1<br />
Rubriken<br />
3 Editorial<br />
6 Leserforum<br />
14 News<br />
91 Kolumne<br />
108 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />
117 Jobbörse<br />
124 Termine der Saison<br />
126 Impressum<br />
130 Vorschau<br />
Titelthemen<br />
im Abo<br />
Coupons S. 19 und Special S. 44<br />
20<br />
36<br />
Was darf mit welcher<br />
Lizenz geflogen werden?<br />
Unsere neue Serie gibt<br />
Antworten.<br />
AERO Special<br />
4 Motorflug und<br />
Business Aviation<br />
Die Neuheiten von<br />
Single Engine Piston bis<br />
Turboprop<br />
12 Zubehör<br />
Aktuelles bei Avionik und<br />
Helferlein fürs Cockpit<br />
und darüber hinaus<br />
14 UL/LSA<br />
Trends im Sektor<br />
ultraleichte Flächenflugzeuge<br />
20 Gyrokopter und Hubschrauber<br />
Neuigkeiten aus dem Segment<br />
der Drehflügler<br />
22 Segelflug<br />
Blick in das Portfolio der Hersteller von Segelund<br />
UL-Segelflugzeugen<br />
27 GAMA-Report<br />
Die General Aviation in aktuellen Zahlen<br />
28 Historie: 40 Jahre AERO<br />
Ein Blick ins Fotoalbum der Messe Friedrichshafen<br />
30 Interview Roland Bosch<br />
Der AERO-Projektleiter über 40 Jahre Luftfahrtmesse<br />
– und ihre Zukunft<br />
32 Der <strong>aerokurier</strong> auf der Messe<br />
Aktivitäten, Diskussionen, Angebote<br />
34 Be a pilot<br />
Die Aktion für die Piloten von morgen<br />
36 Airshow zum Jubiläum<br />
Was am Himmel passiert<br />
37 Konferenzen<br />
Wer wann wo auf der<br />
AERO spricht<br />
38 Anflug<br />
Tipps zur Anreise mit<br />
dem Flugzeug<br />
40 Alle Aussteller von A bis Z<br />
Übersicht über die vertretenen<br />
Firmen samt Hallenplänen<br />
Titelfotos: Toni Ganzmann, Maria Szemplinska, Tecnam; Fotos: Heinz Berlin, Daher,<br />
Flo Graff, Harald Hornig, Martin Köhler, Philipp Prinzing<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 5
Leserforum<br />
<strong>aerokurier</strong> 03/<strong>2017</strong><br />
Editorial, Porträt<br />
Nicht das erste<br />
Kinderbuch<br />
Mit Mitte 50 hat sich manches im<br />
Keller angesammelt, und da wird es Zeit,<br />
mal „auszumisten“. Dabei fand meine<br />
Frau ein Jugendbuch ihrer Kindheit. Es<br />
trägt den Titel „Hals- und Beinbruch<br />
Bernd!“. Das Buch ist 1964 in der Reihe<br />
„Göttinger Jugendbücher“ erschienen,<br />
und wurde in drei Auflagen 28 000 mal<br />
verkauft. Schon allein das Layout und das<br />
Titelbild im Stil der 60er sind sehenswert.<br />
Das Kennzeichen A8 des Segelflugzeugs<br />
im Titelbild ist vermutlich von Ka 8 abgeleitet.<br />
Das Buch handelt von Bernd, der<br />
über den Segelflug zum Fliegen kommt<br />
und es bis zum Flugkapitän schafft. Hier<br />
endet leider der Bezug zu meiner persönlichen<br />
Wirklichkeit ... Jedenfalls eine Entdeckung,<br />
die Stefanie und mir viel Freude<br />
bereitet hat.<br />
Tage später steckte der <strong>aerokurier</strong> im<br />
Briefkasten, und was lesen wir im Porträt:<br />
Judith Spörl hat das erste Kinderbuch<br />
über den Segelflug geschrieben. Liebe<br />
Judith, liebe Redaktion, das stimmt somit<br />
nicht. Dennoch freuen wir uns sehr über<br />
unseren Bücherfund und über Judith<br />
Spörls neues Buch. Es gibt definitiv viel<br />
zu wenig Kinderbücher über das Fliegen.<br />
Wir werden uns „Lena fliegt sich frei“ auf<br />
jeden Fall kaufen, mit „Hals- und Beinbruch<br />
Bernd“ hat es dann einen würdigen<br />
Nachbarn in unserem Bücherregal.<br />
Bernd Heuberger, Badenweiler-Lipburg<br />
<strong>aerokurier</strong> 03/<strong>2017</strong><br />
Kolumne: Trudeln, aber sicher!<br />
Höhe ein bisschen<br />
zu knapp bemessen<br />
Als Flugschule, die sich seit 2010 auf<br />
Upset Recovery Training & Aerobatics<br />
spezialisiert hat, sind wir vom jüngsten<br />
„Flight Training Special“ im <strong>aerokurier</strong><br />
3/<strong>2017</strong> begeistert. „Trudeln? Aber sicher!“<br />
ist auch unser Motto. Vielleicht sollte man<br />
den Hinweis von Dr. Spornrad „Trudeln<br />
zu erkennen und instinktiv richtig auszuleiten,<br />
ist in der Kategorie SEP mit wenigen<br />
hundert Fuß Höhenverlust möglich!“<br />
in seiner ausgezeichneten Kolumne nicht<br />
gleich wörtlich nehmen: Man geht allgemein<br />
von einem Höhenverlust von knapp<br />
1000 Fuß bei der ersten Trudelumdrehung<br />
inklusive Ausleiten aus. Wichtig ist es,<br />
die Alarmsignale zu kennen, die zum<br />
Trudeln führen könnten. Ein Recovery<br />
in Platzrundenhöhe wird jedenfalls zum<br />
Roulettespiel. Laut einer FAA-Studie passieren<br />
mehr als 80 Prozent aller Stall- und<br />
Spin-Unfälle unterhalb dieser Höhe.<br />
Selbstverständlich unterschreiben wir<br />
Dr. Spornrads Forderung voll und ganz,<br />
die Simulation von Grenzflugzuständen<br />
wieder zum festen Bestandteil der Ausund<br />
Weiterbildung und Verlängerung von<br />
Klassenberechtigungen zu machen.<br />
Iris Melcher, Spins & More GmbH,<br />
Salzburg, Österreich<br />
<strong>aerokurier</strong> 03/<strong>2017</strong><br />
Segelfliegen: WM Benalla<br />
Was wollen wir<br />
eigentlich?<br />
Mit Interesse habe ich den Bericht<br />
über die 34. Segelflug-Weltmeisterschaften<br />
in Benalla/Australien gelesen. Auf der<br />
einen Seite spricht man von massivem<br />
und gefährlichem Pulkfliegen in der Blauthermik.<br />
Wenn dann einer den Hintern in<br />
der Hose hat, diesem gefährlichen Treiben<br />
durch selbständiges Fliegen aus dem<br />
Wege zu gehen, dann wird er dafür kritisiert,<br />
zumindest könnte man nachfolgenden<br />
Satz als Kritik verstehen: „Sein weniger<br />
an wettbewerbstaktischen Überlegungen<br />
ausgerichtetes Fliegen als vielmehr<br />
den meteorologischen Aussichten<br />
und dem eigenen Namen verpflichtetes<br />
Vorgehen ließen Sturm aber immer wieder<br />
weniger gut abschneiden“. Matthias<br />
Sturm hat mit diesem Flugstil den 4. Platz<br />
gesichert und ist sich zu jeder Zeit selbst<br />
treu geblieben. Damit hat er als drittbester<br />
Pilot von sieben deutschen Teilnehmern<br />
abgeschnitten und nur mit Pech das<br />
Treppchen verfehlt. So falsch kann das<br />
„stürmische Vorgehen“ also nicht sein. Ich<br />
finde es jedenfalls toll, wenn einer seine<br />
Bärte selber sucht und auch ohne den<br />
Pulk wieder nach Hause findet. Ich würde<br />
es begrüßen, wenn es viel mehr solcher<br />
Piloten gäbe, denn dann wären die engen<br />
Pulks und die vielen daraus resultierenden<br />
gefährlichen Situationen auf einmal<br />
gar kein Thema mehr.<br />
Michael Schlaich, Winzeln<br />
Chapeau vor diesen<br />
Entscheidungen!<br />
Direkt unter der hervorgehobenen<br />
Zeile „Kollision bei Ausflug aus dem Pulk“<br />
wurde erwähnt, dass bei Thomas Wettemann<br />
die Motivation gänzlich dahin wäre.<br />
Das möchte ich so nicht stehen lassen.<br />
Thomas ging diesen Tag aus meiner Sicht<br />
genauso gut motiviert an, wie die Tage<br />
zuvor. Wie im Artikel beschrieben, war es<br />
sicher der schwierigste Tag des Wettbewerbs.<br />
Die 15-m-Klasse musste gleich zu<br />
Beginn bei niedrigster Blauthermik in die<br />
Berge. Nach wenigen Kilometern extremer<br />
Pulkfliegerei hat er sich entschlossen,<br />
aus Sicherheitsgründen abzubrechen und<br />
nach Benalla zurück zu fliegen. Diese<br />
Entscheidung verdient den allergrößten<br />
Respekt! Er wusste, dass eine große<br />
6 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Mehrheit der Leistungsflieger die WM<br />
verfolgt und dass er damit auf eine Platzierung<br />
in der ersten Hälfte verzichten<br />
würde – bei einem Wettbewerb, der von<br />
den Teilnehmern einen fünfstelligen<br />
finanziellen Einsatz erforderte.<br />
Dieselbe Entscheidung traf übrigens<br />
auch Christoph Matkowski. Er hätte ansonsten<br />
den Wettbewerb im Bereich des<br />
10. Platzes beenden können. Auch Ludwig<br />
Starkl, der schon nach dem vierten<br />
Tag aus dem gleichen Grund abgebrochen<br />
hat, möchte ich erwähnen. Chapeau<br />
vor diesen Entscheidungen!<br />
Diese Pulkfliegerei sowie Möglichkeiten,<br />
sie zu vermeiden war übrigens ein<br />
Hauptthema beim Nationalmannschaftstreffen<br />
auf der Wasserkuppe. Bleibt nur<br />
zu hoffen, dass die schlechte Unfallbilanz<br />
in Benalla nicht mit einem kurzen Aufschrei<br />
verhallt und stattdessen längst<br />
geführte Entwicklungen zu mehr Sicherheiten<br />
international aufgegriffen werden.<br />
Stephan Beck, Helpsen<br />
Können deutsche<br />
Hersteller mithalten?<br />
Ihr letzter Absatz über die Marktstellung<br />
der deutschen Segelflugzeug-Hersteller<br />
bei der WM beschäftigt mich schon<br />
seit einiger Zeit und ich frage mich, woher<br />
kommt die Verschiebung zu anderen<br />
Herstellern? Kann der deutsche Segelflugbau<br />
seine gute Position halten?<br />
Als Vergleich die Flugzeuge in der Offenen<br />
Klasse: 2012 waren in Uvalde gerade<br />
mal 4 JS1 sowie eine Concordia unter<br />
den 26 Orchideen. In Benella waren unter<br />
den 35 Flugzeugen der offenen Klasse 23<br />
JS1 – gut zwei Drittel. Russel Cheetham<br />
wurde mit einer JS1 Weltmeister.<br />
In der 15- und 18-m-Klasse dominieren<br />
Ventus und ASG 29. Der neue Ventus<br />
zeigte sein Potential, wenngleich die Sieger<br />
in der 15-m-Klasse eine Diana sowie<br />
in der 18-m-Klasse eine JS1 pilotierten.<br />
Allerdings war bei dieser Meisterschaft<br />
wohl die Taktik der Piloten fast wichtiger<br />
als die Excellence der Fluggeräte. Die JS3<br />
Rapture mit ihrem innovativen Design<br />
gab mit zwei Tagessiegen einen furiosen<br />
Einstand. Die erfolgreiche Diana kommt<br />
in einer überarbeiteten Version auf den<br />
Markt. Erstaunlich auch, dass die Versus<br />
mit 13,5 m Spannweite in der 15-m-Klasse<br />
den 8. Gesamtplatz belegt. In der 13,5-m-<br />
Klasse hat noch kein deutscher Hersteller<br />
ein entsprechendes Muster.<br />
Ich beschäftige mich seit Jahren mit<br />
der Wettbewerbsfliegerei als auch mit<br />
den Segelfliegern und den Herstellern<br />
einschließlich der Akafliegs. Soweit ich<br />
weiß, machte sich keine der letzten Neuentwicklungen<br />
einer Akaflieg in Wettbewerben<br />
einen Namen, wurde keine<br />
Konstruktion direkt von einem Hersteller<br />
auf genommen und in Serie produziert. Wo<br />
ist die in der Vergangenheit so erfolgreiche<br />
Zusammenarbeit zwischen den Akafliegs<br />
und den Herstellern geblieben?<br />
Sind wir zu langsam oder nicht bereit genug<br />
für Innovationen? Fehlt es an Rechnerkapazitäten<br />
mit Programmen für entsprechende<br />
Simulationen, oder an Kooperation<br />
zwischen Industrie und Forschung?<br />
Die deutschen Hersteller sind nach wie<br />
vor gut aufgestellt, vor allem bei den<br />
Schulungs- und Leistungsdoppelsitzern,<br />
und es gibt auch erfolgreiche Typen wie<br />
die ASH31, die kaum im internationalen<br />
Wettbewerb auf vorderen Plätzen auftauchen.<br />
Nur in der Königsklasse hält Binder<br />
mit der EB noch einigermaßen die Stellung.<br />
Die Standardklasse verharrt seit<br />
Schreiben lohnt sich!<br />
Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen<br />
Monats hat die Redaktion das Piloten-<br />
Handbuch von Alan Bramson verlost.<br />
Bramson, ein erfahrener Fluglehrer und<br />
Prüfer, fasst hier Erkenntnisse aus mehr als<br />
25 Berufsjahren zusammen und gibt Tipps,<br />
wie man gefährliche Situationen vermeidet<br />
oder im Fall der Fälle richtig reagiert.<br />
Als Gewinner des Buches wurde Stephan<br />
Beck aus Helpsen gezogen.<br />
Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der<br />
Redaktionsmeinung übereinstimmen. Wir behalten uns die<br />
Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />
Gerne veröffentlichen<br />
wir Ihre Meinung. Schicken<br />
Sie uns Ihren Leserbrief<br />
(für Rückfragen bitte<br />
unbedingt mit Adresse<br />
und Telefonnummer) an<br />
E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />
Fax: +49 711 182-1781<br />
Jahren mangels Steigerungspotential nahezu<br />
in Stillstand. Die 13,5-m-Klasse wird<br />
von den deutschen Herstellern, den Akafliegs<br />
komplett ignoriert. Ja, der erste Versuch<br />
mit der PW5 war nicht erfolgreich.<br />
Aber es hat sich etwas getan, neue Modelle<br />
entstehen, weniger Gewicht beim<br />
Aufbauen und ausgerüstet mit modernen<br />
umweltfreundlichen Antriebskonzepten<br />
zum Eigenstart. Passt in den heutigen Stil<br />
der Freizeitgestaltung.<br />
Es gibt Hoffnungsschimmer. Die Mü 31,<br />
SB 15 oder die AK X zum Beispiel. Doch<br />
werden diese Modelle auch zügig flugfähig<br />
gemacht und dann eventuell von<br />
Spitzenpiloten bei Wettbewerben erfolgreich<br />
geflogen? Ich würde den Akafliegs<br />
einen auch nach außen sichtbaren Erfolg<br />
nur wünschen, denn dies wäre die höchste<br />
Motivation für eine Vermarktung durch<br />
einen Hersteller.<br />
Leopold Streit, Karlsruhe<br />
Fotos: Bernd Neuberger, Motorbuch Verlag<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 7
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
Auster 5 J/1<br />
Blackburn Cirrus Minor II<br />
Bücker FK 131<br />
Walter Mikron<br />
Seit 1945 gibt es den Blackburn Cirrus Minor II. Eine Besonderheit ist der<br />
Zenith-Vergaser mit automatischer Vorwärmung.<br />
Der Walter Mikron wurde schon in den 1930er Jahren entwickelt. Noch<br />
heute wird der Motor in Tschechien weitgehend original gebaut.<br />
AUTOR:<br />
Thomas Schüttoff<br />
FOTOS:<br />
Philipp Prinzing<br />
Boxer, egal ob mit zwei,<br />
vier, sechs oder noch mehr<br />
Zylindern, haben sich in der<br />
Kategorie bis circa 400 PS<br />
in der Allgemeinen Luftfahrt durchgesetzt.<br />
Sternmotoren überzeugen<br />
dank Hubraum und niedriger Drehzahl<br />
mehr durch charakteristischen<br />
Sound als durch Ökonomie. Völlig<br />
vergessen scheint der aerodynamisch<br />
sinnvollste Motor – der Reihenmotor.<br />
Jede bekannte Luftfahrtnation hat<br />
ihre Reihenmotoren gehabt – Amerika<br />
die Rangers oder Menascos,<br />
England die Gipsy Majors, Frankreich<br />
die Snecmas oder Renaults, Deutschland<br />
die Hirths und Argus’, der Ostblock<br />
die Walters’ und LOMs – und<br />
dies sogar bis in die späten 1960er<br />
Jahre. Im Verlauf der Entwicklung<br />
wurden Reihenmotoren auch aneinander<br />
gebaut – es entstand beispielsweise<br />
der Reihen-V-Motor.<br />
Dabei wurden stehende Zylinderanordnungen<br />
wie im legendären Rolls-<br />
Royce Merlin, hängende wie beim<br />
deutschen Rivalen DB 605 oder gar<br />
liegende Versionen wie von Junkers<br />
realisiert. Grund genug, sich das<br />
Konzept des Reihenmotors einmal im<br />
praktischen Einsatz genauer anzuschauen.<br />
Anhand von zwei interessanten<br />
Flugzeugen mit hängenden<br />
Vierzylinder-Reihenmotoren lassen<br />
sich Alltagstauglichkeit und Ökonomie<br />
recht gut analysieren.<br />
Konkret geht es um eine Auster<br />
5 J/1, angetrieben von einem 100 PS<br />
starken, hängenden Vierzylinder der<br />
Firma Blackburn und eine Bücker FK<br />
131 neuer Produktion mit einem circa<br />
80 PS starken Walter Mikron –<br />
ebenfalls als Neuware zu erhalten.<br />
Äußerlich ist die Attraktivität eines<br />
Flugzeuges freilich immer abhängig<br />
vom persönlichen Geschmack, und<br />
zwar nicht nur dem des Konstrukteurs,<br />
sondern auch dem des Endkunden.<br />
Lieber ein knuffiger Sternmotor oder<br />
eine langgestreckte Nase? Der Mittelweg<br />
ist der Boxermotor – aber um<br />
den geht es hier ja nicht.<br />
Mit der Auster<br />
reist man kommod<br />
Die Auster ist eine Konstruktion<br />
von Gilbert Taylor, der 1927 mit seinem<br />
Bruder Gordon die Firma Taylor<br />
Aircraft gründete. Nach Umstrukturierungen,<br />
an denen auch William T.<br />
Piper finanziell beteiligt war – woraus<br />
später Piper Aircraft entstand – firmierte<br />
das Unternehmen als Taylorcraft<br />
Aviation Company. Aus deren<br />
Lizenzbetrieb Taylorcraft UK entstand<br />
im Jahre 1939 die Auster Aircraft<br />
Company. Selbstverständlich mussten<br />
die bis dahin verwendeten ame-<br />
REIHE STATT<br />
Bei modernen Flugmotoren sind die Zylinder meist gegenüberliegend angeordnet.<br />
Lycoming, Continental oder Rotax – das Boxerprinzip ist State of the Art.<br />
Die Marktsituation führt mitunter dazu, dass der Reihenmotor als Urform<br />
des Flugmotors aus dem Blick gerät. Am Beispiel eines Oldtimers und eines<br />
Oldtimer-Nachbaus zeigt unser Autor den Reiz des klassischen Antriebs.<br />
8 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
BOXER!<br />
Auster und Bücker, zwei Flugzeuge mit<br />
klassischen Vierzylinder-Reihenmotoren,<br />
im Verbandsflug über Norddeutschland.<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 9
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
[ 1 ] Im Cockpit der Auster geht es eher rustikal zu. Der Cirrus-Motor gibt sich mit den üblichen Überwachungsinstrumenten zufrieden. [ 2 ] Beim Design<br />
orientierte sich Gilbert Taylor am Geschmack der Zeit: abgestrebte Hochdecker in Spornradauslegung waren das Maß aller Dinge. [ 3 ] Autor Thomas<br />
Schüttoff hat reichlich Stunden auf der Auster gesammelt. [ 4 ] Mit 150 km/h Reise ist man in der Auster entspannt unterwegs.<br />
Auster 5 J/1<br />
[ 1 ] [ 2 ] [ 3 ]<br />
[ 4 ]<br />
rikanischen Motoren gegen heimische<br />
Modelle ausgetauscht werden. Der<br />
Blackburn Cirrus Minor II war für das<br />
Modell 5 J/1 mit seinen 100 PS ausreichend,<br />
um drei Personen mit kommoden<br />
150 km/h gut drei Stunden in<br />
der Luft zu halten. Er begnügte sich<br />
dabei mit durchschnittlich 21 Litern<br />
pro Stunde.<br />
Der Motor bedarf allerdings einer<br />
zeitgenössischen Bedienung, Pflege<br />
und Wartung. Auffällig ist der Spaltfilter<br />
für Öl, der vor jedem Anlassen<br />
manuell mittels Maulschlüssel zwei<br />
bis drei Umdrehungen gedreht werden<br />
muss. Auch die Luftschraube<br />
will, ähnlich der eines Sternmotors,<br />
mehrere Male durchgedreht werden,<br />
gilt es doch den Hydraulikschlag des<br />
Pleuels durch in Verbrennungsräumen<br />
befindliches Öl zu verhindern. Schließlich<br />
wollen die Materialien des Motors<br />
behutsam aufgewärmt werden – ein<br />
„Alarmstart“ mal eben schnell scheidet<br />
aus. Der Betrieb selbst ist allerdings<br />
eine Freude, und der Klang des<br />
Motors, der seine Abgase durch vier<br />
offene Auspuffrohre ins Freie bläst,<br />
erinnert durchaus an einen klassischen<br />
Straßen-Oldtimer. Übrigens: Einmal<br />
abgestellt, markieren die meisten<br />
Reihenmotoren ihr Territorium ähnlich<br />
wie Sternmotoren. Kein Wunder<br />
– fasst doch ein Ventildeckel nahezu<br />
drei Deziliter Öl, und die Abdichtung<br />
zum Zylinderkopf war noch nie auf<br />
dauerhafte Dichtigkeit kon-struiert.<br />
Die Ersatzteilsituation für diesen<br />
Motor ist eher schwierig. Aufgrund<br />
der wenigen noch vorhandenen Motoren<br />
rentiert es sich auch kaum,<br />
Kleinserien zu produzieren – man ist<br />
also auf die Mithilfe anderer Enthusiasten<br />
angewiesen.<br />
In der ersten Dekade nach dem<br />
Krieg erfreute sich die Auster im<br />
europäischen Raum größter Beliebtheit.<br />
In Ganzmetall gefertigte Großserien<br />
amerikanischer Modelle machten<br />
der kleinen englischen Firma dann<br />
jedoch zunehmend zu schaffen. Nach<br />
10 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
[ 5 ]<br />
Bücker FK 131<br />
[ 5 ] Als erstes Flugzeug von Bücker Flugzeugbau war die Jungmann von Anfang an ein Erfolgsmodell. Insgesamt 3000 Exemplare wurden gebaut und<br />
überwiegend zu Schulungszwecken eingesetzt. [ 6 ] Konstantin von Löbbecke hat sich mit dem Jungmann-UL einen Traum erfüllt. [ 7 ] Das Cockpit des<br />
Doppeldeckers ist aufgeräumt und sachlich, die Instrumente moderner Bauart. [ 8 ] Auch von hinten entzücken die Formen der Jungmann.<br />
[ 6 ] [ 7 ] [ 8 ]<br />
einer Insolvenz entstand daraus 1960<br />
die Firma Beagle Aircraft. Mit geringfügig<br />
veränderten Modellen der Auster<br />
sowie Neuentwicklungen gelang<br />
es dem Unternehmen jedoch nicht,<br />
in der Allgemeinen Luftfahrt Fuß zu<br />
fassen. Ende der 1960er Jahre verschwand<br />
die Marke vom Markt.<br />
Luftfahrthistorie neu<br />
aufgelegt: die Jungmann<br />
Die Optik der Bücker 131 Jungmann<br />
ist zeitlos, und auch ihre Flugleistungen<br />
überzeugen. Lizenzbauten haben<br />
in den letzten 70 Jahren rund um den<br />
Globus stets Abnehmer gefunden, so<br />
auch die FK 131 von Peter Funk. Einst<br />
als einmalige Serie von nur zwölf<br />
Maschinen aufgelegt, gibt es inzwischen<br />
die zweite Serie sowie Bausätze<br />
zu kaufen. Die in Deutschland auch<br />
als UL zugelassene Maschine entspricht<br />
in Gewicht und Leistung nahezu<br />
vollständig der Urversion mit<br />
80-PS-Hirth-Motor.<br />
Moderne Bespannungsmaterialien<br />
machen das Flugzeug allwettertauglich<br />
und erlauben zur Not auch<br />
ein mehrtägiges Abstellen im Freien<br />
bei Dauerregen. Das Flugzeug ist wie<br />
das Original in Gemischtbauweise<br />
hergestellt. Das Cockpit ist eng, man<br />
zieht sich das Flugzeug an. Entsprechend<br />
direkt ist das Fliegen: Pilot und<br />
Maschine bilden eine Einheit. Was<br />
den Motor angeht, sieht eine „Jungmann“<br />
natürlich nur dann original<br />
aus, wenn ihr Herz ein Reihenvierer<br />
ist. Das in Tschechien gebaute Aggregat<br />
gilt als besonders leicht in<br />
Anbetracht seiner Leistung. Der Motor<br />
klingt „historisch“, und so erfreu-<br />
ZUNÄCHST AUF ZWÖLF EXEMPLARE LIMITIERT,<br />
GIBT ES NUN EINE ZWEITE SERIE SOWIE BAUSÄTZE<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 11
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
[ 1 ]<br />
[ 1 ] Tür zur Geschichte: Wer einsteigt,<br />
erlebt den Charme der Nachkriegszeit.<br />
[ 2 ] Bitte kurbeln: Die Höhenrudertrimmung<br />
wird bei der Auster auf<br />
unkonventionelle Art und Weise<br />
betätigt – als Kurbel am Kabinendach.<br />
[ 2 ]<br />
Auster 5 J/1<br />
Für Frühaufsteher: Wer Flugzeuge<br />
vor Bodennebel fotografieren<br />
will, sollte am Morgen kurz nach<br />
sechs Uhr in die Luft gehen.<br />
[ 3 ]<br />
[ 4 ]<br />
[ 3 ] Den roten Griff neben dem<br />
Trimmhebel hat nur das Jungmann-<br />
UL. Er löst das Rettungsgerät aus.<br />
[ 4 ] Außenborder: Der Drehzahlmesser<br />
ist rechts auf der Cowling<br />
angebracht.<br />
Bücker FK 131<br />
12 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Wolfgang Anger, Auster-Pilot<br />
Die Auster fliegt, wie ein britisches Flugzeug eben fliegt!<br />
Alle drei Ruder wirken in Kombination, wenn man der richtigen<br />
Dosierung im richtigen Zeitverlauf mächtig ist. Es erfordert etwas<br />
Übung, das Flugzeug in einer Höhe und Richtung zu halten. Der<br />
Motor begeistert durch einen seidenweichen Lauf im Reiseflug<br />
und seinen niedrigen Verbrauch. Das Platzangebot in der Kabine,<br />
insbesondere für Gepäck, ist enorm. Starts sind einfach, nur die<br />
Landung ist immer etwas vom Willen und der Laune des Flugapparates<br />
abhängig. Manchmal gelingen sensationell schöne<br />
Landungen, ohne genau sagen zu können, warum.<br />
Andere Landungen – ebenfalls gut vorbereitet – nehmen kurz<br />
nach dem Aufsetzen einen unerklärlichen Verlauf.<br />
Durch die schwierige Ersatzteilsituation ist ein sehr sorgsamer<br />
Betrieb notwendig. Kaltstarts ohne Warmlaufzeit verkürzen die<br />
Lebensdauer extrem. Regelmäßige Wartungsarbeiten wie das Einstellen<br />
der Ventile, Ölwechsel und Abschmieren verschiedener Bauteile<br />
lassen auch so manches Kleidungsstück sehr schnell „vintage“<br />
aussehen. Dennoch ist der Motor bei entsprechender Wartung<br />
alltagstauglich. Ich habe mit der Auster viele Ausflüge u. a. auch<br />
nach England durchgeführt. Nie hat sie mich im Stich gelassen.<br />
Konstantin von Löbbecke, Bücker-Pilot<br />
Die FK 131 fliegt wie ein Traum! Die Ruder sind ausgewogen und<br />
reagieren schon auf kleinste Eingaben. Liest man einen Flugbericht<br />
aus den frühen 1930er Jahren, so könnte dieser 1:1 auch über die<br />
Funk’schen Bücker verfasst sein.<br />
Nach mehreren hundert Stunden Flugerfahrung auf dem Kiebitz hat<br />
das Sich-vertraut-Machen auf der Jungmann doch einige Zeit in<br />
Anspruch genommen. Dies ist vor allem der Fahrwerksanordnung<br />
und Federung zuzurechnen. Landungen auf festem Untergrund<br />
sollten nicht erfolgen, bevor man 100 oder mehr Graslandungen<br />
sicher und bruchfrei absolviert hat. In der Luft verwöhnt die Maschine<br />
in jeder Flugminute mit hervorragenden Flugeigenschaften.<br />
Den Motor würde ich als sehr zuverlässig bezeichnen. Sein Klang<br />
entlohnt nicht nur von außen, sondern auch aus der Cockpitposition<br />
mit dem schönen gleichmäßigen Blubbern. Ich benutze das Flugzeug<br />
auch für längere Strecken und genieße dabei jeden Moment<br />
am Himmel.<br />
en sich Besitzer von als US-LSA zugelassenen<br />
Mustern ebenso wie jene,<br />
die eine ultraleichte Jungmann fliegen,<br />
an ihrem „nagelneuen Klassiker“. Die<br />
Ersatzteilsituation ist unproblematisch,<br />
und was die Wartungsarbeiten angeht,<br />
unterscheidet sich der tschechische<br />
Motor kaum von einem Rotax. Da der<br />
Antrieb jedoch nicht über eine uneingeschränkte<br />
Zulassung verfügt,<br />
darf er im Bereich der EASA nur in<br />
Experimentals oder ULs werkeln.<br />
Unabhängig von Flugzeug- und<br />
verbautem Motorentyp gilt aber, dass<br />
Reihenmotoren spezifische Vor- und<br />
Nachteile haben. Die Aerodynamik<br />
ist ein klarer Vorteil, denn kein anderer<br />
Motor baut so schmal und bietet<br />
entsprechend wenig Stirnwiderstand.<br />
Im Ergebnis bedeutet das<br />
eine höhere Reisegeschwindigkeit<br />
bei relativ geringem Benzinverbrauch<br />
– das gilt für die Auster wie für die<br />
Bücker. Nachteilig wirkt sich die Zylinderanordnung<br />
auf die Kühlung der<br />
hinteren Zylinder aus. Denen wird<br />
es je nach Wetterlage und Flugphase<br />
gerne mal zu heiß. Dennoch sind<br />
die Zylinderköpfe der beiden hier<br />
vorgestellten Kandidaten nicht dem<br />
„Abkochen“ geweiht – anders als<br />
mancher Boxer mit gemischter Wasser-Luft-Kühlung.<br />
Die lange Schnauze<br />
führt natürlich auch zu einer etwas<br />
anderen Schwerpunktlage. So steht<br />
beispielsweise auf der ersten Seite<br />
des Auster-Flughandbuches, dass<br />
nicht ohne ein 4,5 Kilogramm schweres<br />
Gewicht im Heck gestartet werden<br />
darf. Die Bücker kommt ohne<br />
Zusatzgewichte aus, da die Zelle der<br />
Nachbauten und der Mikron so harmonieren,<br />
wie vom Konstrukteur einst<br />
vorgesehen.<br />
Man kann nur das Resümee ziehen,<br />
dass sich hoffentlich auch die Hersteller<br />
auf die Tugenden des Reihenmotors<br />
besinnen.<br />
ae<br />
Zwei sehr unterschiedliche<br />
Flugzeuge mit identischem<br />
Antriebskonzept: die Auster<br />
und die FK 131 Jungmann.<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 13
[ NEWS ]<br />
Erfolgsstory<br />
50 JAHRE BO 105<br />
Am 16. Februar 1967 hob der legendäre Hubschrauber zu seinem Jungfernflug ab. Seitdem kauften weltweit rund 300 Kunden insgesamt<br />
1400 Maschinen – etwa 400 davon sind heute noch im Einsatz. Die dienstälteste Bo 105 fliegt auf den Falklandinseln. Der Hubschrauber –<br />
als erster mit einem Rotorkopf ohne Schlag- und Schwenkgelenke ausgestattet – wurde nicht nur in Deutschland gebaut, sondern auch in<br />
Spa nien, Kanada, Indonesien und auf den Philippinen in Lizenz gefertigt. Als vielseitiger Mehrzweckhubschrauber war die Bo 105 in der<br />
Luftrettung, als Polizei- und Militärhubschrauber sowie für Personentransport und sogar VIP-Flüge im Einsatz. Die meisten Exemplare gingen<br />
an die Bundeswehr – mehr als 200 standen hier im Dienst, einige bis Dezember 2016. Vier Bo 105 fliegen bei den Flying Bulls – zwei sogar mit<br />
Kunstflugzulassung. Airbus Helicopters als Nachfolger des Herstellers MBB leistet weiterhin umfassenden Service für den Leichthubschrauber<br />
und garantiert langfristig die Lieferung von Ersatzteilen.<br />
Luftfahrt-Service Haiml<br />
NEUER HANGAR EINGEWEIHT<br />
Der Instandhaltungsbetrieb Haiml eröffnet am Flugplatz Bremgarten einen<br />
zweiten Hangar. Die neue Halle bietet mit 1000 Quadratmeter Betriebsfläche<br />
und 500 Quadratmeter Hallenfläche Platz für sechs Flugzeuge.<br />
Die Bauzeit des Hangars betrug nur acht Monate. Mit zehn Mitarbeitern<br />
verfügt der Betrieb über ausreichende Kapazitäten, um eine Betreuung<br />
für Motorflugzeuge bis 5,7 Tonnen sowie für das Helikoptermuster Bell 47<br />
zu leisten. Der Flugplatz Bremgarten ist ein ehemaliger Militärflugplatz und<br />
liegt 21 Kilometer südwestlich<br />
von Freiburg<br />
im Breisgau. Er bietet<br />
eine 1600 Meter<br />
lange Asphaltbahn<br />
sowie eine 600 Meter<br />
lange Graspiste.<br />
Stratos 714<br />
STOPS IN OSHKOSH UND AUF DER NBAA<br />
Der Very Light Jet Stratos 714 wird auf den beiden wichtigsten USamerikanischen<br />
Luftfahrtevents <strong>2017</strong> zu sehen sein. Ziel ist es, Kunden<br />
der Business Aviation, der Allgemeinen Luftfahrt und neue Investoren<br />
zu akquirieren. Nach fünfjähriger Entwicklungszeit hatte die 714<br />
ihren Erstflug am 21. November 2016. Seitdem absolvierte der Jet<br />
fünf weitere Testflüge, die jeweils 30 Minuten lang dauerten. „Wir<br />
hätten mehr durchgeführt, wenn es das Wetter zugelassen hätte“,<br />
sagte Carsten Sundin, Chefentwickler bei Stratos Aircraft, in Bezug<br />
auf die eisigen Temperaturen der letzten Monate am Firmenstandort.<br />
„Sobald es sich bessert, werden wir die Flugerprobung vorantreiben.“<br />
14 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Vereinigung Deutscher Pilotinnen<br />
REICHELSHEIM ALS NEUE HOMEBASE<br />
Die Vereinigung Deutscher Pilotinnen (VDP) ist mit ihrer Geschäftsstelle<br />
nach Reichelsheim umgezogen. Seit Mitte Februar werden von dort aus<br />
die Aktivitäten des Vereins koordiniert. Reichelsheim ist zwar keine Großstadt<br />
wie Münster, wo die Fliegerinnen ihren bisherigen Standort hatten,<br />
dafür befindet sich die Geschäftsstelle nun an einem Flugplatz, dessen<br />
Geschichte bis 1934 zurückreicht. Andrea Schapöhler, Mitarbeiterin von<br />
Heli-Flight, hat die Leitung der neuen Geschäftsstelle übernommen.<br />
242<br />
Kilometer pro Stunde beträgt die<br />
Reisegeschwindigkeit des überarbeiteten<br />
ULs Faeta 321 in der Version<br />
NG. Das Flugzeug von ATEC aus<br />
Tschechien besitzt einen Rotax 912 ULS und einen Dreiblattpropeller<br />
FITI Eco Competition. Der Tiefdecker verfügt über<br />
ein Leitwerk mit kon ven tioneller Kreuzanordnung. Der Prototyp<br />
wird zurzeit in Pribram bei Prag getestet.<br />
Elixir Aircraft<br />
ENTWICKLUNG SCHREITET VORAN<br />
Keine Rippen, keine Spanten: Der französische Hersteller setzt bei der<br />
Konstruktion der Elixir ausschließlich auf CFK-Schalen und will damit die<br />
traditionelle Bauweise von Flugzeugen revolutionieren. Auf der diesjährigen<br />
AERO in Friedrichshafen geben die Entwickler Auskunft über das innovative<br />
Projekt. Das zweisitzige Reiseflugzeug soll nach Kriterien der EASA<br />
für CS-LSA zugelassen werden.<br />
Stendal-Borstel hat den Zuschlag erhalten: Die nächsten Segelflug-<br />
Weltmeisterschaften in drei Jahren werden wieder in Deutschland<br />
stattfinden. Träger der Bewerbung war der DAeC-Landesverband<br />
Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Aero-Club Stendal.<br />
Robinson Helicopter R66<br />
NEUER LUFTFILTER<br />
Die FAA zertifizierte einen Lufteinlassfilter<br />
von Donaldson Aerospace &<br />
Defense für die Robinson R66. Damit<br />
sollen der Verschleiß und somit die<br />
War tungskosten des Turbinentriebwerks reduziert werden. Das<br />
Wartungsintervall liegt bei 300 Stunden oder bei einem Jahr. Der<br />
Austauschfilter wird wie das Originalteil montiert und nutzt dieselben<br />
Bypass-Systeme und Cockpitanzeigen. Kostenpunkt: 6500 Dollar.<br />
Cessna Latitude und Sovereign+<br />
FÜR STEILANFLÜGE ZUGELASSEN<br />
Mit einer von FAA und EASA erteilten Erlaubnis ist es mit Cessnas<br />
Sovereign+ und Latitude nun möglich, Landeanflüge mit einem<br />
Anflugwinkel von bis zu 6,65 Grad durchzuführen. Somit sind<br />
Landungen auch auf Flughäfen mit besonderen Bedingungen wie<br />
London City und Lugano möglich. London City liegt in der Nähe<br />
des Finanzdistrikts der englischen Hauptstadt und gehört damit zu<br />
den beliebtesten Destinationen von Business Jets weltweit.<br />
Fotos: Airbus Helicopters, Luftfahrt-Service Haiml, Stratos Aircraft, Elixir Aircraft, Robinson Helicopter, Textron Aviation<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 15
[ MAGAZIN ]<br />
HELI-EXPO <strong>2017</strong> IN DALLAS<br />
Der Jet Ranger X wird im<br />
kanadischen Bell-Werk produziert.<br />
Comeback des<br />
Jet Rangers<br />
Auf der größten Hubschraubermesse<br />
der Welt spielen auch die kleinen Kolbenund<br />
Turbinenmuster eine wichtige Rolle.<br />
Bell kehrt mit dem Modell 505 in dieses<br />
Marktsegment zurück.<br />
Scott Urschel aus Chandler in<br />
Arizona war als Mitglied des<br />
Customer Advisory Council,<br />
das den Hersteller bei der Konzeption<br />
des neuen Leichthubschraubers<br />
beraten hat, von Anfang an<br />
bei der Entwicklung des Bell 505<br />
Jet Ranger X dabei. Auf der Heli-<br />
Expo in Dallas konnte der Eigentümer<br />
von Pylon Aviation nun als<br />
erster Kunde einen der neuen<br />
Leichthubschrauber in Empfang<br />
nehmen. Urschel will die Bell 505<br />
für Charter- und Tourismusflüge<br />
sowie allgemeine Luftarbeit verwenden.<br />
Die Bell 505 hatte im Dezember<br />
ihre kanadische Zulassung erhalten.<br />
Die Zertifizierung durch die<br />
amerikanische FAA und die europäische<br />
EASA sollen noch im Laufe<br />
des März folgen, so der Hersteller.<br />
Bell hatte für den Jet Ranger<br />
X zunächst Kaufabsichtserklärungen<br />
eingesammelt. Diese werden<br />
nun sukzessive in Festbestellungen<br />
umgewandelt. Größter Einzelkunde<br />
ist Reignwood Investment aus<br />
China. Dessen Chef unterzeichnete<br />
in Dallas einen Vertrag über den<br />
Kauf von 50 Hubschraubern, zusätzlich<br />
zu den zehn bereits be-<br />
16 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Zeremonie auf der Heli-Expo: Scott Urschel (l.)<br />
nimmt als erster Kunde eine Bell 505 in Empfang.<br />
fen, der über<br />
Jahrzehnte das<br />
Segment dominierte.<br />
Das neue Modell ist<br />
als erster Bell-Hubschrauber<br />
mit einem Triebwerk von Safran,<br />
dem Arrius 2R, ausgestattet, das<br />
über eine redundante elektronische<br />
Steuerung verfügt. Bei der Avionik<br />
setzt der Hersteller auf das Garmin<br />
G1000H. Die Zelle dagegen ist<br />
stellten. In diesem Jahr will Bell<br />
um die 70 Hubschrauber bauen,<br />
ab 2018 dann bis zu 150 im Jahr.<br />
Der im Juni 2013 angekündigte<br />
Jet Ranger X soll an die Erfolge<br />
des legendären JetRanger anknüpkonventionell<br />
aus Metall, das Rotorsystem<br />
basiert auf dem der 2010<br />
eingestellten 206L-4. Die Höchstgeschwindigkeit<br />
beträgt etwa 235<br />
km/h, die Reichweite liegt bei über<br />
660 Kilometern. Als Nutzlast werden<br />
680 Kilogramm angegeben.<br />
Mit dem Modell 505 bekommt<br />
Robinsons R66 neue Konkurrenz.<br />
Das schreckt Firmenchef Kurt Robinson<br />
aber nicht: „Anhand der<br />
bekannten Zahlen sind wir etwa<br />
30 Prozent günstiger als die 505,<br />
was den Kaufpreis und die direkten<br />
Betriebskosten angeht. Ich<br />
denke, die R66 und die 505 sind<br />
auf zwei verschiedene Marktsegmente<br />
ausgerichtet.“ Dennoch sind<br />
natürlich weitere Verbesserungen<br />
für die R66 in Arbeit. In Kürze soll<br />
zum Beispiel die Newscopter-<br />
Ausführung ihre FAA-Zulassung<br />
erhalten. Sie bietet mehr Leistung,<br />
wenn vier Personen und schwere<br />
Ausrüstung an Bord sind, was die<br />
R44 mit Kolbenmotor nicht schafft.<br />
Sky Helicopter in Dallas wird der<br />
Erstkunde sein. Geplant sind auch<br />
ein Lasthaken und die Einführung<br />
einer leichten Lithium-Ionen-Batterie<br />
wie in der R44.<br />
Robinson Helicopter hatte wie<br />
viele Hersteller im vergangenen<br />
Jahr mit schwacher Nachfrage zu<br />
kämpfen und baute in Torrance<br />
nur 234 Hubschrauber. „Die Krise,<br />
die die leichten und mittleren Turbinenmodelle<br />
betrifft, macht auch<br />
vor dem Markt der leichten einmotorigen<br />
Hubschrauber nicht<br />
halt“, stellte Robinson auf der<br />
Heli-Expo fest. Immerhin „wird<br />
der US-Markt langsam besser. Auch<br />
Brasilien, Südafrika und Australien<br />
zeigen einige hoffnungsvolle<br />
Zahlen.“<br />
Bell enthüllt futuristisches Hubschrauberkonzept<br />
Bell konnte in Dallas nicht nur die erste Lieferung des Modells 505<br />
feiern, sondern machte auch mit dem Mock-up des FCX-001<br />
Schlagzeilen. Unter dem neuen Chef Mitch Snyder will Bell Helicopter<br />
sein angestaubtes Image aufpolieren, „neu denken“ und wieder „die<br />
Zukunft des Drehflüglers mitgestalten“. Snyder sieht Bell als Pionier der<br />
Industrie, der mit neuer Leidenschaft an zukünftige Projekte herangeht.<br />
Ziel sind sicherere, intelligentere und effizientere Hubschrauber.<br />
Vor sechs Monaten wurde deshalb ein Team aus Ingenieuren und<br />
Designern damit beauftragt, vielversprechende neue Technologien in<br />
einem spektakulären 1:1-Modell zu visualisieren. Heraus kam der<br />
futuristische FCX-001 als einer von zwölf Entwürfen, die es in die<br />
Endauswahl geschafft hatten. Die Größe entspricht etwa der einer Bell<br />
412. Zu den auffälligen<br />
Merkmalen gehört die<br />
Formgebung mit großen<br />
Fensterflächen. Es gibt<br />
nur noch einen Pilotensitz<br />
vorne. Die Bedienung soll<br />
durch Assistenzsysteme<br />
erleichtert werden, Anzeigen<br />
könnten auf eine Datenbrille<br />
eingespiegelt werden. Gesteuert wird<br />
Die Rotorblätter<br />
haben bewegliche<br />
Spitzen mit variabler<br />
Pfeilung.<br />
via Fly-by-Wire. Die Kabine ist modular aufgebaut. Sie wurde auf der<br />
Heli-Expo in Dallas mit acht Sitzen gezeigt. Auch die Passagiere sollen<br />
Annehmlichkeiten wie Internetzugang und Datenbrillen erhalten.<br />
Der Rotor soll Blätter erhalten, die sich dem Flugzustand anpassen,<br />
zum Beispiel durch Verstellung der Pfeilung der Blattspitzen, um die<br />
Geräusche zu vermindern. Auf einen Heckrotor wird verzichtet, wie<br />
beim NOTAR von MD Helicopters erfolgt der Drehmomentausgleich<br />
durch das Ausblasen von Luft am Heckausleger. Obwohl der Antrieb<br />
zwei Wellenturbinentriebwerke enthält, werden sekundäre Systeme<br />
elektrisch betrieben. Das Einziehfahrwerk ist auf geringen Widerstand<br />
hin optimiert.<br />
Durchgestylter Rumpf und Einziehfahrwerk kennzeichnen die Zelle des<br />
FCX-001. Der Heckausleger wurde minimiert.<br />
Vorn ist nur noch<br />
ein Pilotensitz. Ein<br />
Instrumentenbrett<br />
wird überflüssig, da<br />
die Informationen<br />
auf eine Datenbrille<br />
eingespiegelt<br />
werden.<br />
Fotos: Bell Helicopter (4), Frédéric Lert<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 17
[ MAGAZIN ]<br />
Guimbal hat mit der Cabri<br />
G2 nun auch Absatzerfolge<br />
in den USA gegen die<br />
Robinson R22.<br />
Enstrom will seine TH-180 bis Ende <strong>2017</strong> zulassen. Das<br />
Muster mit Kolbenmotor wurde für die Schulung optimiert.<br />
Robinson-Kunden<br />
wählen immer umfassendere<br />
Ausrüstungen<br />
für ihre Helikopter.<br />
Konkurrenz gibt es aber nicht<br />
nur durch die Bell 505, sondern<br />
am unteren Ende auch durch die<br />
Guimbal Cabri G2 aus Frankreich.<br />
Von ihr wurden 2016 insgesamt<br />
52 geliefert, gegenüber nur 34 R22.<br />
21 Cabri fliegen inzwischen in den<br />
USA, vor allem bei Flugschulen.<br />
17 weitere sollen dieses Jahr folgen.<br />
Auf der Heli-Expo war ein Exemplar<br />
der Mid-Georgia Academy mit<br />
dem Avioniksystem Aspen EFD<br />
100 zu sehen. Zu den Plänen<br />
von Bruno Guimbal gehören<br />
eine neue Software für bessere<br />
Leistungen des Lycoming-Motors<br />
sowie eine besonders leichte Klimaanlage.<br />
Weltweit sind inzwischen<br />
190 Cabri G2 im Einsatz,<br />
die etwa 120 000 Flugstunden<br />
erreicht haben.<br />
Nicht zu vergessen im Bereich<br />
der Kolbenmotormuster ist Enstrom.<br />
Der Hersteller aus Menominee<br />
lieferte 2016 ein Dutzend Hubschrauber<br />
aus. „Wir erwarten <strong>2017</strong><br />
bessere Geschäfte, kalkulieren mit<br />
15 bis 20 Lieferungen“, so Verkaufsdirektor<br />
Orlando Alaniz in<br />
Dallas. Derzeit konzentriert sich<br />
das Unternehmen auf die Entwicklung<br />
der TH180, einer für die<br />
Schulung optimierten Maschine<br />
mit einem 210 PS starken Lycoming<br />
HIO-390-A1A und Garmin-<br />
Avionik. Der zweite Prototyp ist<br />
im Flugversuch, und eine weitere<br />
Maschine wird für Belastungstests<br />
verwendet, um die Zulassung bis<br />
Ende <strong>2017</strong> zu erreichen. Den Preis<br />
will Enstrom unter 400000 Dollar<br />
(375000 Euro) halten. ae<br />
Frédéric Lert / KS<br />
News aus Dallas<br />
Marenco Swisshelicopter benannte in<br />
Dallas Alpinlift Helikopter aus der Schweiz als<br />
zweite Firma neben Air Zermatt im „Startkunden-<br />
Team“ des SKYe SH09. Das nun von Andreas<br />
Loewenstein geführte Unternehmen versucht,<br />
die verzögerte Zulassung des 2,6 Tonnen schweren<br />
Hubschraubers im Laufe des Jahres 2018<br />
zu erreichen. Etwa 90 Kaufabsichtserklärungen<br />
sollen vorliegen. Eine neue Halle für die<br />
Endmontage ist im Bau.<br />
Airbus Helicopters arbeitet an der Reduzierung<br />
der Betriebskosten von H125 und H130,<br />
die nun „acht Prozent und zwei Prozent unter<br />
denen der engsten Konkurrenten liegen“. Der<br />
Inspektionsaufwand wird reduziert, und starre<br />
Intervalle werden teilweise in Wartungsmaßnahmen<br />
je nach Zustand umgewandelt.<br />
Am Vortag der Heli-Expo in Dallas veröffentlichte<br />
Honeywell Aerospace seinen traditionellen<br />
Purchase Outlook. Die Prognose für die<br />
nächsten fünf Jahre wurde um etwa 400 Hubschrauber<br />
gesenkt. Honeywell rechnet nun mit<br />
der Lieferung von 3900 bis 4400 Helikoptern<br />
zwischen <strong>2017</strong> und 2021, verglichen mit der<br />
Absatzerwartung von 2016 mit 4100 Exemplaren.<br />
Der verhaltene Ausblick wird mit dem<br />
geringen globalen Wachstum und den Schwierigkeiten<br />
im Öl- und Gasmarkt begründet.<br />
Leasinggesellschaften spielen auch im<br />
Hubschraubermarkt eine immer größere Rolle.<br />
In Dallas bestellte Milestone Aviation bei Airbus<br />
Helicopters H135, H145 und H175 im Wert von<br />
200 Millionen Euro. Milestone hat bereits über<br />
60 Airbus-Hubschrauber im Bestand. Leonardo<br />
Helicopters wurde mit 90 Millionen Euro für<br />
sechs AW139 und drei AW169 bedacht.<br />
Waypoint Leasing unterzeichnete einen Vertrag<br />
für 16 H135, H145 und erstmals auch H175 im<br />
Wert von über 100 Millionen Euro.<br />
RUAG Aviation arbeitet derzeit an der Zulassung<br />
eines 4G/LTE-Systems für Hubschrauber.<br />
Für die ergänzende Musterzulassung (STC) bei<br />
der EASA wurde speziell für Helikopter eine neue<br />
Antenne entwickelt. Sie ermöglicht den Zugang<br />
zu terrestrischen 4G/LTE-Netzen. Die Konnektivität<br />
an Bord kann über ein sogenanntes On-<br />
Board-WLAN hergestellt werden. Ein Router, mit<br />
dem die Antenne verbunden ist, baut das WLAN<br />
auf. Die hohe Zuverlässigkeit der Verbindung zum<br />
4G-Netz während des Fluges, auch über abgelegenen<br />
und bergigen Gebieten, konnte laut RUAG<br />
Aviation mittels Flugtests unter Beweis gestellt<br />
werden. Die Verbindungsqualität während des<br />
Fluges sei der am Boden ebenbürtig.<br />
18 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
Fotos: Frédéric Lert
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[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
TRAINING<br />
MAF-Ausbildung<br />
FÜR DIE WILDNIS<br />
20 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Pilot bei der christlichen Mission Aviation<br />
Fellowship ist kein Job wie jeder andere,<br />
die Vorbereitung darauf entsprechend<br />
intensiv. Mehrmals im Jahr trainiert der<br />
Nachwuchs für den harten Fliegeralltag in<br />
unwegsamen Ländern und Regionen.<br />
AUTOR: Reinhold Junghanns<br />
Christliche Hilfe für die Menschen vor Ort – darum geht es MAF.<br />
Auch Elektrotechnik hält dank Solarzellen im Busch Einzug.<br />
Intensives Briefing vor der ersten Übungsmission.<br />
Beim Terrain Flying sind die Augen immer draußen.<br />
Fotos: Reinhold Junghanns, Martin Köhler, Marc Koffemann<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 21
[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />
Reale Einsatzbedingungen in Papua-Neuguinea.<br />
Schüler Wilfred (2. v. r.) bei der Auswertung seines Fluges.<br />
Die MAF-Schüler und ihre Ausbilder am Flugplatz Marburg.<br />
Die Cessna zieht ihre Bahn.<br />
Der Flug führt entlang eines<br />
Tals der knapp 400<br />
Meter hohen Lahnberge<br />
im Osten Marburgs, der Augusthimmel<br />
ist strahlend blau und völlig<br />
wolkenfrei. Ganz selten wird die 172er<br />
von leichten Turbulenzen gestreichelt.<br />
Voraus taucht ein flacher Bergrücken<br />
auf und verdrängt schnell den oberen<br />
Anteil Blau im Horizontbild. Nicht<br />
völlig unerwartet steht daher Marcos<br />
Frage im Cockpit: „Now, where is<br />
your ,out‘?“<br />
Ohne die Kenntnisse der vorangegangenen<br />
Theorieeinheit wäre die<br />
spontane Antwort sicher gewesen:<br />
„Leistung erhöhen, ziehen, steigen.“<br />
Für Wilfred, der vorne links sitzt und<br />
fliegt, kann das keine Option sein,<br />
denn das von Marco vorgezeichnete<br />
Szenario lautet: Wolkenuntergrenze<br />
in 1500 Fuß, bleibe 100 Fuß unterhalb<br />
der Schicht. Der künstliche Stress ist<br />
wohlkalkuliert – hier werden theoretische<br />
Kenntnisse in praktisches<br />
Handeln umgesetzt. Marco ist Fluglehrer<br />
und Geschäftsführer des Mission<br />
Aviation Training Center, kurz<br />
MATC, aus Teuge bei Apeldoorn, 50<br />
Kilometer hinter der deutsch-niederländischen<br />
Grenze. Man muss kein<br />
intimer Kenner der überwiegend<br />
zweidimensionalen Topografie der<br />
Niederlande sein, um zu wissen, dass<br />
es dort nicht ganz einfach ist, geeignetes<br />
Terrain zu finden für Schulungsflüge,<br />
die Piloten auf bergiges Umfeld<br />
vorbereiten.<br />
Ideale Bedingungen<br />
für das Training<br />
Auch sonst bietet der Flugplatz<br />
Marburg-Schönstadt, gemanagt vom<br />
rührigen Kurhessischen Verein für<br />
Luftfahrt, der kleinen Gruppe aus acht<br />
Schülern und vier Fluglehrern ideale<br />
Bedingungen: reichlich Platz für die<br />
kleinen Zelte und die vier Cessnas,<br />
eine Lagerfeuerstelle für den stimmungsvollen<br />
Abend und – ganz wichtig<br />
– einen Schulungsraum mit Flipchart<br />
und Projektor für die theoretische<br />
Einweisung. Alle Teilnehmer haben<br />
im Vorfeld ein E-Learning mit kurzem<br />
Test absolviert und wissen daher um<br />
die Tücken von meteorologischen<br />
Einflüssen in engen Tälern. Eindringlich<br />
warnen Marco und seine Kollegen<br />
vor Fehleinschätzungen und präsentieren<br />
reale Fallstudien von Vorkommnissen,<br />
bei denen etwas schiefging.<br />
Die Schüler erfahren in präzisen Präsentationen<br />
von der „80/10 bad weather<br />
configuration“ (80 Knoten, 10<br />
Grad Klappen) oder gar der „70/20<br />
terrain configuration“, verinnerlichen,<br />
dass 180-Grad-Kurven bereits in der<br />
Mitte des Tals beendet sein sollen,<br />
dass die Aufwindseite die Gefahr<br />
birgt, das Flugzeug in die Wolken und<br />
damit in IMC zu drücken, und dass<br />
Hangrücken nie senkrecht geschnitten<br />
werden dürfen. Und im Zusammenhang<br />
mit Fotos, die die zumeist<br />
anspruchsvolle Topographie aus der<br />
Cockpitperspektive zeigen, ist die<br />
Antwort auf die Frage: „Where is<br />
your ,out‘?“ ganz sicher nie „Leistung<br />
erhöhen, ziehen, steigen“.<br />
MAF-Piloten sind<br />
Familienmenschen<br />
Wilfred ist blond und mindestens<br />
so höflich, wie es sein Nachname<br />
fordern mag: Knigge. Der Endzwanziger<br />
wirkt, als hätte er gerade erst<br />
Abitur gemacht. Dabei ist er schon<br />
verheiratet und Vater zweier Kinder,<br />
hat bislang als studierter Elektrotechniker<br />
erfolgreich in der IT-Industrie<br />
gearbeitet und bereitet sich jetzt<br />
intensiv auf den Einsatz als Pilot der<br />
MAF (Mission Aviation Fellowship,<br />
siehe Kasten) vor. „Mein Opa hat in<br />
Papua-Neuguinea gearbeitet, mein<br />
Vater lebte dort bis zu seinem 16.<br />
Lebensjahr, und beide haben mir<br />
immer wieder davon erzählt“, berichtet<br />
er und auch, dass er es vergeblich<br />
bei der niederländischen Luftwaffe<br />
versucht hat. Jetzt aber ist es ihm<br />
aufgrund der religiösen Erziehung<br />
ein Herzensanliegen, seine Passion<br />
fürs Fliegen mit der karitativen Arbeit<br />
zu verbinden.<br />
Seitdem er vor fünf Jahren seinen<br />
PPL erworben hat, sind etwa 330<br />
Stunden zusammengekommen, und<br />
nach dem „terrain flying“ im Marburger<br />
Land steht als formaler Abschluss<br />
die etwa 20 Stunden umfassende<br />
EASA-Berufspilotenausbildung<br />
im Rahmen des MATC-Trainings an.<br />
Danach ist Wilfred ausbildungstechnisch<br />
bereit für das Standardisierungsprogramm<br />
im nordaustralischen<br />
Arnhemland, wo die Piloten von MAF<br />
den letzten Schliff bekommen, ehe<br />
sie schließlich an ihren Einsatzort<br />
entsandt werden.<br />
Die MAF bevorzugt für die Aufgaben<br />
in abgelegenen, oft unwirtlichen<br />
und infrastrukturell unterentwickelten<br />
Regionen der Welt junge Familien<br />
– die Piloten in einer gefestigten,<br />
22 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
möglichst bereits mit Nachwuchs<br />
gesegneten Beziehung leben, die<br />
ihnen den nötigen emotionalen Rückhalt<br />
gibt. Wilfreds Kinder sind mit<br />
ein und drei Jahren indes noch klein<br />
genug, um noch lange nicht auf höhere<br />
und weiterführende Schulausbildung<br />
angewiesen zu sein; tatsächlich<br />
werden sie häufig genug von der<br />
Mutter unterrichtet. Darüber hinaus<br />
sind die Ehefrauen wichtig für den<br />
Zusammenhalt der MAF-Gemeinschaft,<br />
und oft genug machen sie sich auch<br />
ganz praktisch nützlich. Als Orthopädin<br />
hat Wilfreds Frau beispielsweise<br />
Fähigkeiten, die sicher auch in der<br />
Wildnis Papua-Neuguineas gebraucht<br />
werden. Ihre ganz private „Out-Option“<br />
wollen die Knigges bei der MAF<br />
nach etwa acht Jahren ausüben, sagt<br />
Wilfred.<br />
„Canyon turns“ und<br />
„softfield operations“<br />
Schwerpunkt des August-Camps<br />
des MATC in Marburg-Schönstadt ist<br />
das Fliegen in bergigem Gelände<br />
(terrain flying mit den Programmpunkten<br />
canyon turns, ridge crossing und<br />
valley flying), zwei andere Trainingseinheiten<br />
setzen sich bei ähnlichem<br />
zeitlichen Umfang mit den Tücken<br />
der weichen Pisten (softfield operations)<br />
und Landeplatz-Beurteilung<br />
(airfield evaluation) auseinander. Mit<br />
Wilfreds Leistungen ist Marco mehr<br />
als zufrieden, anders sein Schüler.<br />
„Wilfred ist zu kritisch mit sich selbst<br />
– zu neunzig Prozent fliegt er exzellent“,<br />
sagt der Fluglehrer, „und für<br />
die restlichen zehn sind wir ja da!“<br />
Marco wollte schon immer zur MAF<br />
– er stammt aus einer „missionsorientierten“<br />
Familie mit zusammen<br />
neun Geschwistern. Seinen ersten<br />
„Bewerbungsbrief“ hat er mit acht<br />
Jahren an die Organisation geschrieben.<br />
„Mission ist mir wichtiger als<br />
das Fliegen“, betont er. „Nur zu fliegen<br />
wäre langweilig!“ Jetzt ist er 45,<br />
und nach fünf Jahren in Uganda – wo<br />
auch die schwedische Kronprinzessin<br />
Victoria zu seinen Passagieren gehörte<br />
– und vier weiteren in Bangladesch<br />
ist sein Leben durch das anspruchsvolle<br />
Management der wachsenden<br />
MATC-Organisation in der<br />
holländischen Heimat nur wenig<br />
ruhiger geworden. Flotte und Infrastruktur<br />
in Teuge werden derzeit<br />
ausgebaut, und „nebenher“ fliegt er<br />
ja, wie jetzt in Marburg, immer noch<br />
auch selbst als Fluglehrer.<br />
Dieses Mal dominieren die holländischen<br />
Schüler, ein Engländer ist<br />
auch dabei, aber kein Deutscher.<br />
Stefan Hageneier, der selbst bis vor<br />
einiger Zeit für MAF im Südsudan<br />
geflogen und aktuell von Süddeutschland<br />
aus mit einem Busines Jet unterwegs<br />
ist, betreut jedoch auch eine<br />
Handvoll deutscher Nachwuchspiloten,<br />
die ebenfalls bald einsatzbereit<br />
sein werden.<br />
„Wichtig ist für uns alle eine gewisse<br />
Flexibilität im Umgang mit<br />
Kulturen, und das schließt westliche<br />
ein“, sagt er und lässt durchblicken,<br />
dass natürlich auch Christen nichts<br />
Menschliches fremd ist, in der Fremde<br />
und weitab der Heimat zumal,<br />
sodass das Leben nicht immer ohne<br />
Reibungen abgeht.<br />
Nach einem ereignisreichen<br />
Tagesprogramm beschließen ein<br />
zünftiges Schnitzelessen, ein Bildvortrag<br />
der alten MAF-Hasen, ein Lagerfeuer<br />
und natürlich ein gemeinsames<br />
Gebet den Abend am Flugplatz<br />
in Marburg. Ein recht amerikanisch<br />
anmutendes Frühstück mit labberigem<br />
Toast, Erdnussbutter und schwarzem<br />
Tee belebt die zeltmüden Geister<br />
dagegen nach einer sternenklaren<br />
und damit schon frischen Nacht.<br />
Für die Programmpunkte des zweiten<br />
Tages fliegt die aus vier Cessnas<br />
bestehende Flotte in Richtung Nordwesten<br />
nach Meschede-Schüren.<br />
Unterwegs geht es für die erste Schülergruppe<br />
schon recht tief durch das<br />
Rothaargebirge, immer nur knapp<br />
oberhalb der Mindesthöhe und meist<br />
unterhalb der Bergrücken. Am Flugplatz<br />
in Meschede fallen die handbuchkonform<br />
in gelbe Warnwesten<br />
gekleideten jungen Männer einer<br />
Gruppe junger Pilotinnen mit drei<br />
Flugzeugen aus Mainz auf. „Wir MAF-<br />
Piloten tun eben alles, um auch<br />
Mädchen auf uns aufmerksam zu<br />
machen“, kommentiert Marco den<br />
Auflauf trocken.<br />
Wenn es mal eng wird:<br />
„You have to pray hard!“<br />
Dicht gepackt ist das praktische<br />
Ausbildungsprogramm der beiden<br />
Tage, das teilweise quasi „im Vorbeiflug“<br />
absolviert wird: Optische<br />
Illusionen beim Steigflug werden<br />
demonstriert, die Gefahren beim<br />
Queren der Gipfel, und einmal wird<br />
eine Skipiste kurz als Landeplatz<br />
eingeschätzt – aber schnell wieder<br />
verworfen. Man braucht Fantasie, um<br />
Missionspiloten wie Martin Köhler sind vor Ort kleine Helden.<br />
sich angesichts der intensiven Holzwirtschaft<br />
und der dicht bebauten<br />
Täler die Wildnis Papua-Neuguineas<br />
vorzustellen, aber das gilt nur für die,<br />
die hinten sitzen und Zeit für solche<br />
Betrachtungen haben. Wer aktiv fliegt,<br />
ist mittendrin. Jede „70/20 terrain<br />
configuration“ wird von einer Prelanding-Checkliste<br />
begleitet, denn,<br />
so Marco, „es ist eine denkbar schlechte<br />
Situation für den falschen Tank“.<br />
Und was bedeutet ein Motorausfall<br />
in 500 Fuß? Trockenes Lachen: „You<br />
have to pray hard!“<br />
Nach diesen beiden Tagen wird<br />
klar, was das Motto der MATC bedeutet:<br />
„Training with a purpose“.<br />
Und die Zweckbestimmung aller<br />
Missionspiloten liegt auf der Hand<br />
– praktische Nächstenliebe, und das<br />
völlig ohne „out“.<br />
ae<br />
Info: Mission Aviation Fellowship<br />
Das Missions-Pilotenwerk MAF wurde 1945 gegründet, als<br />
ehemalige Kampfpiloten aus Großbritannien und den USA ihre<br />
Vorstellungen von christlich geprägter, humanitärer Fliegerei mit<br />
Kleinflugzeugen in Entwicklungsländern in die Tat umsetzten.<br />
Heute arbeiten rund 1400 Mitarbeiter verschiedener Konfessionen<br />
für die weltweit größte Organisation ihrer Art. Mehr als 300 Piloten<br />
fliegen etwa 130 Flugzeuge – von der Caravan bis zur Twin Otter<br />
– in 35 Ländern. Wichtigste Aufgabe ist die Beförderung von<br />
medizinischen Versorgungsgütern. Priorität genießen im Sinne<br />
des biblischen Missionsauftrags auch Geistliche, außerdem<br />
nutzen viele NGOs den sicheren Service von MAF. Wenn freie<br />
Kapazitäten bestehen, was selten genug der Fall ist, können auch<br />
zahlende Passagiere mitgenommen werden. Zuweilen laden sich<br />
aber auch lokale Potentaten – mit denen man es sich nicht<br />
verscherzen sollte – selbst zu Flügen ein.<br />
Die Organisation finanziert sich vor allem über Spenden. Statt<br />
eines regulären Gehalts sind die MAF-Mitarbeiter gehalten, sich<br />
im Vorfeld ihres Einsatzes einen persönlichen Unterstützer- und<br />
Freundeskreis aufzubauen, der ihren Lebensunterhalt vor Ort<br />
ermöglicht. Das Mission Aviation Training Center ist eine relativ<br />
junge ATO im holländischen Teuge und bietet europäischen<br />
Interessenten eine qualifizierte und auf MAF-Anforderungen<br />
zugeschnittene, standardisierte Pilotenausbildung.<br />
Infos unter www.maf-deutschland.de und www.missionatc.nl<br />
Fotos: Reinhold Junghanns, Martin Köhler<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 23
[ UL/LSA Pilot Report ]<br />
Bei Sonne, blauem Himmel,<br />
aber knackigen minus 16<br />
Grad Kälte treffe ich am Flugplatz<br />
Herzogenaurach ein,<br />
20 Kilometer nordwestlich von Nürnberg.<br />
Christof Glossner hat gerade<br />
seinen H3 auf die schneebedeckte<br />
Platte geschoben.<br />
Aus der Ferne und von der Seite<br />
betrachtet, fällt an diesem Hubschrauber<br />
sofort die Hochbeinigkeit des<br />
filigran wirkenden Landewerks auf.<br />
Laut Herstellerangaben soll es aber<br />
harte Landungen mit 600 ft/min bei<br />
675 Kilogramm MTOW aushalten.<br />
Dass der Motor keinerlei Verkleidung<br />
besitzt, wirkt zwar eher schlicht, hat<br />
aber bei Check und Service durchaus<br />
Vorteile. Von vorne betrachtet, dominieren<br />
große Fensterflächen: eine<br />
ungeteilte Frontscheibe, allerdings<br />
mit recht breiten „A-Säulen“, und<br />
ein Fenster für gute Sicht nach vorne<br />
unten.<br />
Am Motor des H3, D-MSYN geben<br />
die grauen Ventildeckel Auskunft über<br />
sein Inneres: ein Rotax 912 ULS-I, der<br />
durch die von Dynali entwickelte<br />
Einspritzanlage 110 PS liefert. Die<br />
Wärmeabfuhr von Öl und Wasser<br />
erfolgt über ein großes, nach unten<br />
gerichtetes Kühlersystem mit zwei<br />
via Thermostat gesteuerten Ventilatoren.<br />
Für die Kraftübertragung zwischen<br />
Motor und Hauptgetriebe setzt<br />
Dynali einen Block mit vier Spannriemen<br />
ein. Zum Ein- und Auskuppeln,<br />
und das ist besonders, lässt sich über<br />
ein elektrisches Schneckengetriebe<br />
der gesamte Motorblock um einige<br />
Grad kippen, wodurch die Riemen<br />
kraftschlüssig bzw. lose werden.<br />
Innerhalb des doppelt abgestrebten<br />
Heckausleger-Rohrs liegen die<br />
mehrfach gelagerte Antriebswelle<br />
des Heckrotors sowie dessen Winkelgetriebe.<br />
Im Gegensatz zu anderen<br />
Herstellern vereinfacht hier ein großes<br />
Sichtfenster den Ölstandcheck.<br />
Ein Thermostreifen überwacht die<br />
Maximaltemperatur und – wie auch<br />
im Hauptgetriebe – ein Chipdetektor<br />
die Spanbildung. Der DUC-Heckrotor<br />
besteht aus vier jeweils 40 Zentimeter<br />
langen Carbonblättern, die von<br />
einem Schutzring umgeben sind. Die<br />
beiden Hauptrotorblätter sind je 3,67<br />
Meter lang und wahlweise aus Aluminium<br />
oder aus Carbon.<br />
DER KLEI<br />
24 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Dynali H3<br />
NE IM TEST<br />
Kann man einen Hubschrauber bauen,<br />
der das UL-Limit von 450 Kilogramm<br />
einhält? Man kann. Aber was taugt eine<br />
solche Konstruktion? <strong>aerokurier</strong>-Autor<br />
Toni Ganzmann hat es ausprobiert.<br />
TEXT UND FOTOS:<br />
Toni Ganzmann<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 25
[ UL/LSA Pilot Report ]<br />
Das hochbeinige<br />
Landewerk gibt dem H3<br />
sein charakteristisches<br />
Aussehen.<br />
Das Panel bietet die<br />
wichtigsten Informationen,<br />
manche Anzeigen sind<br />
aber schlecht ablesbar.<br />
Hintergrund: Dynali<br />
Nun kommt meine ganz individuelle<br />
Probe: Ist dieser ultraleichte<br />
Heli auch für große Piloten von über<br />
190 Zentimern geeignet? Zum Einsteigen<br />
wird die gesamte Kabinenfrontverglasung<br />
nach vorne aufgeklappt.<br />
Ich setze mich zuerst seitlich<br />
auf den Pilotensitz und ziehe dann<br />
die Beine nach. Das geht recht gut,<br />
wäre aber noch einfacher, wenn die<br />
„Tür“ 30 Zentimeter weiter vorgekippt<br />
werden könnte. Dann müsste man<br />
sie auch nicht andauernd manuell<br />
offenhalten. Kleinere Menschen wer-<br />
Die Firma Dynali produziert im belgischen Thines nahe<br />
Brüssel seit mehr als fünf Jahren ihren ultraleichten, zweisitzigen<br />
Hubschrauber H3 Easy Flyer. Um auch auf dem deutschen<br />
Markt vertreten sein zu können, nahm das Unternehmen<br />
am Erprobungsprogramm teil. Die Flugschule SynAir Aviation<br />
in Herzogenaurach führte alle Flüge durch und lieferte die<br />
erforderlichen Dokumentationen. Inhaber Christof Glossner,<br />
ein sehr erfahrener Tragschrauberlehrer, stellte dem <strong>aerokurier</strong><br />
seinen H3 für diesen Pilot Report zur Verfügung.<br />
den wegen der recht hoch stehenden<br />
Kabine eine Trittstufe auf halber<br />
Höhe vermissen.<br />
Die nicht zu steile Sitzposition<br />
empfinde ich als ebenso angenehm<br />
wie das gesamte Raumangebot in der<br />
1,30 Meter breiten Kabine. Die Form<br />
der Sitzfläche lässt sich durch einfaches<br />
Umdrehen verändern, wodurch<br />
die Beine etwas näher an die nicht<br />
verstellbaren Pedale kommen. Im<br />
angeschnallten Zustand spüre ich<br />
deutlich die Metalllaschen der Sicherheitsgurt-Befestigungen<br />
an den beiden<br />
Sitzaußenseiten. Breiter gebaute<br />
Passagiere haben hier ein Problem.<br />
Im angeschnallten Zustand liegen für<br />
mich zwar alle Instrumente gut im<br />
Blickfeld, für Funkgerät, Transponder<br />
und die Schalterleiste ist mein Arm<br />
allerdings zu kurz. Hier muss dringend<br />
eine andere Anordnung der Geräte<br />
erfolgen. Anstelle des Steuerknüppels<br />
gibt es im H3 – ähnlich wie bei Robinson<br />
– ein bewegliches, mittig<br />
gelagertes „M“, das zwar ungewöhnlich<br />
aussieht, jedoch gut in der Hand<br />
liegt und sehr funktional ist. Für große<br />
Menschen mit langen Beinen sollte<br />
die Steuereinrichtung aber zehn<br />
Zentimeter höher sein. Dann würden<br />
die Knie nicht stören, und man könnte<br />
den Steuerarm auf den Oberschenkel<br />
legen und bequem aus dem Handgelenk<br />
heraus steuern.<br />
Damit der Rotax bei den heutigen<br />
Minusgraden anspringt, bekommt er<br />
durch fünfmaliges Aufdrehen des<br />
Handgases die nötige „Vorspeisung“.<br />
Beim dritten Versuch läuft er schließlich<br />
stabil, und es kann durch Umlegen<br />
des Kippschalters eingekuppelt<br />
werden. Mit 50 Prozent Motorleistung<br />
und 300 RPM braucht es jetzt einige<br />
Zeit, bis 70 Grad Celsius Öltemperatur<br />
angezeigt werden. Jetzt darf die<br />
Drehzahl auf 5400 U/min erhöht und<br />
der Governor aktiviert werden, wodurch<br />
dessen Kontrolllicht von Rot<br />
auf Grün umspringt. Dieser elektronische<br />
Regler hält die Motordrehzahl<br />
lastunabhängig im grünen Leistungsbereich<br />
zwischen 5300 und 5600<br />
U/min und nimmt dem Piloten die<br />
Arbeit mit dem Drehgas ab. Zur Kontrolle<br />
gibt es im Instrumentenpilz ein<br />
26 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
[ 1 ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 1 ] Der Hauptrotor wird klassisch über eine Taumelscheibe angesteuert. [ 2 ] Blick in den<br />
„Maschinenraum“. Hier werkelt ein Rotax 912 ULS-I, der dank der von Dynali selbst entwickelten<br />
Einspritzanlage 110 PS leistet. Die Kraftübertragung bewerkstelligen vier Keilriemen. Zum<br />
Einkuppeln wird der ganze Motorblock geschwenkt. [ 3 ] Ein Schauglas am Heckrotor-<br />
Winkelgetriebe macht den Check des Ölstandes zum Kinderspiel. [ 4 ] Einsteigen bitte! Die<br />
Besatzung entert das Cockpit durch die Öffnung der komplett nach vorn klappenden Haube.<br />
Allerdings haben große Piloten hier mitunter Schwierigkeiten, bequem einzusteigen.<br />
[ 3 ]<br />
[ 4 ]<br />
kleines digitales Kombiinstrument,<br />
das Rotor- und Motordrehzahl darstellt,<br />
das aber während des Fliegens nicht<br />
sonderlich übersichtlich ist. Nach<br />
einer kurzen Eingewöhnungszeit<br />
versuche ich herauszufinden, was die<br />
110 PS im H3 leisten können. Aus<br />
Maschine ziemlich fordernd ist: im<br />
horizontalen Langsamflug entlang<br />
der Mittellinie schweben und dabei<br />
360-Grad-Drehungen ausführen. Ich<br />
versuche diese Übung in zehn Metern<br />
Höhe und bekomme sofort, auch bei<br />
sanftem Pedaleinsatz, die optische<br />
BEIM BALLETT-TANZ ÜBER DER BAHN KOMMT<br />
DER MOTOR AN SEINE LEISTUNGSGRENZE<br />
dem Schwebeflug auf der Bahn beschleunige<br />
ich auf 50 km/h und ziehe<br />
dann am Kollektiv. Bei Einsetzen des<br />
Übergangsauftriebs geht es zügig<br />
aufwärts, und das Steigen pegelt sich<br />
zwischen 5 und 6 m/s bei 80 km/h<br />
ein. Im Horizontalflug ist die realistische<br />
Reisegeschwindigkeit von gut<br />
120 km/h ganz respektabel. Der Spritverbrauch<br />
liegt dabei bei 20 l/h. Eine<br />
Trimmung gibt es beim H3 nicht – sie<br />
ist auch nicht erforderlich, denn die<br />
Steuerdrücke sind zu keiner Zeit störend.<br />
Zurück über der Landebahnschwelle<br />
beginne ich nun mit der<br />
„hohen Schule“, die für Pilot und<br />
und akustische Drehzahlwarnung.<br />
Der Governer kann also nicht genügend<br />
Leistung für diese Übung vom<br />
Motor abfordern. Vielleicht klappt es,<br />
wenn ich sie im unterstützenden<br />
Bodeneffekt durchführe. Also sinke<br />
ich auf weniger als einen Meter und<br />
nehme erneut etwas Fahrt auf. Und<br />
siehe da, die Linksdrehungen gelingen.<br />
Dann trete ich behutsam ins<br />
rechte Pedal, um andersherum zu<br />
kreiseln. Aber nach etwa 90 Grad<br />
kommen wieder die Warnungen. 110<br />
PS reichen also nicht aus, um auch<br />
bei Windstille und niedrigen Temperaturen<br />
dem Heckrotor die für Voll-
[ UL/LSA Pilot Report ]<br />
Daten Dynali H3<br />
Hersteller: Dynali Helicopter Company<br />
Sitzplätze: 2 Bauweise: Carbon<br />
Verwendung: Schulung, Spaßflüge<br />
Der Heckrotor misst im<br />
Durchmesser 0,8 Meter. Seine<br />
Blätter bestehen aus Carbon.<br />
Antrieb<br />
HerstellerRotax<br />
Art Vierzylinder-Boxermotor<br />
Typ<br />
Rotax 912 ULS-I<br />
maximale Leistung<br />
bei 5600 rpm<br />
110 PS/81 kW<br />
Abmessungen<br />
Länge<br />
Breite<br />
Höhe<br />
Hauptrotorkreis-Durchmesser<br />
Heckrotorkreis-Durchmesser<br />
Massen und Mengen<br />
Leermasse<br />
Nutzlast<br />
Maximalmasse<br />
Tankinhalt<br />
Flugleistungen<br />
Dienstgipfelhöhe<br />
bestes Steigen<br />
Reisegeschwindigkeit<br />
V NE <br />
Flugdauer<br />
Lärmpegel<br />
Start/Landung/Überflug<br />
6,20 m<br />
1,30 m<br />
2,50 m<br />
7,14 m<br />
0,80 m<br />
285 kg<br />
165 kg<br />
450 kg<br />
2 x 30 l<br />
10 000 ft<br />
1200 ft/min<br />
140 km/h<br />
155 km/h<br />
3 h<br />
71/73/69 db(A)<br />
Fazit<br />
drehungen in Rotordrehrichtung<br />
benötigte zusätzliche Power zu<br />
liefern.<br />
Bei Motorausfall muss der Hubschrauberpilot<br />
zügig eine Autorotation<br />
einleiten, damit kein großer<br />
Rotordrehzahl- und damit Auftriebsverlust<br />
entsteht. Im Gegensatz zu<br />
größeren Hubschraubern ist im Rotorsystem<br />
des ultraleichten Dynali<br />
vergleichsweise wenig kinetische<br />
Energie vorhanden. Beim Robinson<br />
R22 beispielsweise<br />
wiegt ein Blatt mit<br />
25 Kilogramm doppelt<br />
so viel. Deshalb<br />
• großzügiges Raumangebot<br />
muss im Notfall<br />
• geringe Steuerdrücke<br />
das Herunterdrücken<br />
des Kollektivs<br />
• Governor serienmäßig<br />
• respektable Geschwindigkeit zur Einnahme des<br />
kleinsten Rotoreinstellwinkels<br />
in<br />
• Motorleistung zu gering<br />
• anspruchsvoll im bodennahen<br />
Bereich<br />
• Verbesserungspotenzial bei der<br />
Cockpitergonomie<br />
Bruchteilen von Sekunden<br />
erfolgen.<br />
Weiterhin muss eine<br />
Fahrt von 90 bis 100<br />
km/h gehalten werden,<br />
und die Rotordrehzahl<br />
muss im grünen Normalbereich<br />
bleiben. Die Sinkgeschwindigkeit<br />
liegt dann bei moderaten 8 m/s.<br />
Der Abschluss der Autorotation, der<br />
Flare, ist reine Übungssache. Schulungsseitig<br />
wird dieses Manöver aber<br />
nur selten bis zum Aufsetzen durchgeführt,<br />
sondern nur so weit, dass<br />
der Fluglehrer ein materialschonendes<br />
Aufsetzen absehen kann.<br />
Bezüglich der Servicearbeiten<br />
schreibt der Hersteller vor, dass alle<br />
50 Stunden das Öl im Hauptgetriebe<br />
gewechselt wird. Die Riemen des<br />
Kupplungssystems sind nach 250<br />
Stunden zu tauschen. Danach wird<br />
es richtig teuer: Dynali hat noch keine<br />
ausreichenden Erfahrungswerte<br />
und lässt für die Rotorblätter derzeit<br />
nur 500 Betriebsstunden zu. Der Antriebsstrang<br />
einschließlich Mast und<br />
Heck muss nach 1000 Stunden erneuert<br />
werden und der gesamte Rahmen<br />
nach 2000 Stunden.<br />
Man darf erwarten, dass Dynali<br />
<strong>2017</strong> für seinen H3 den Antrag auf<br />
Musterzulassung stellt, um baldmöglichst<br />
auf dem deutschen Markt präsent<br />
zu sein. Dann wird der Kaufpreis<br />
für den flugbereiten und sinnvoll<br />
ausgestatteten UL-Heli bei 170000<br />
Euro brutto liegen. Ein Blick nach<br />
Frankreich, wo dieser Hubschrauber<br />
bereits verkauft wird, zeigt, dass mit<br />
Stundenpreisen weit jenseits der 300<br />
Euro zu rechnen ist.<br />
Wer erstmals einen UL-Heli fliegt,<br />
muss sich davor hüten, zu große<br />
Erwartungen an die Performance<br />
zu stellen. Bodennahes Airwork, wie<br />
man es von größeren Hubschraubern<br />
kennt, birgt ein nicht unerhebliches<br />
Risiko. Die begrenzenden Faktoren<br />
sind hier immer das geringe Gewicht<br />
und die damit zusammenhängende<br />
relativ schwache Motorleistung. Bei<br />
meinen Testflügen habe ich mich im<br />
Dynali H3 nie unsicher gefühlt, aber<br />
es herrschten auch nahezu ideale<br />
Flugbedingungen.<br />
Und da macht es wirklich Spaß, mit<br />
einer besonderen Flugmaschine wie<br />
dem H3 gemütlich von A nach B zu<br />
fliegen – sofern der Hersteller noch<br />
die kritisierten Schwachstellen beseitigt<br />
hat.<br />
ae<br />
28 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
UL / LSA<br />
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■ Der Neue von AutoGyro<br />
Was kann die jüngste Entwicklung<br />
aus Hildesheim?<br />
■ UL-Fliegen auf Mallorca<br />
Vor allem im Winter ist die Mittelmeerinsel<br />
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■ PLB statt ELT<br />
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[ UL/LSA Recht ]<br />
Überladung<br />
Vertrag oder Gefä<br />
Ein UL verunglückt<br />
mit zwei Personen<br />
an Bord, der Pilot<br />
stirbt. Im Rechtsstreit<br />
um Ansprüche des<br />
Mitfliegers haben<br />
Gerichte nach<br />
sieben Jahren<br />
ein Urteil gefällt.<br />
Foto: Vroni Macht<br />
Der Pilot startete von seinem<br />
Heimatflugplatz zu einem<br />
wenige Minuten entfernten<br />
UL-Gelände. Dort machte er einen<br />
Anflug auf die rund 200 Meter<br />
lange Graspiste. Aus Videoaufnahmen<br />
sei laut BFU zu erkennen, dass<br />
das UL nahe der Halbbahnmarkierung<br />
eine Flughöhe von drei bis<br />
fünf Metern hatte und etwa 50<br />
Meter hinter der Markierung aufsetzte.<br />
Es hob wieder ab und kippte<br />
beim Versuch, an Höhe zu gewinnen,<br />
über die linke Tragfläche<br />
ab. Der Pilot erlag im Krankenhaus<br />
seinen Verletzungen, der Mitflieger<br />
überlebte schwer verletzt.<br />
Die BFU schließt in ihrem Bericht<br />
(Az. 3X170-09): „Der Unfall ist darauf<br />
zurückzuführen, dass das UL<br />
beim Durchstarten [...] in eine unkontrollierte<br />
Fluglage geriet. Zu<br />
dem Unfall haben die Überladung,<br />
die rückwärtige Schwerpunktlage<br />
und die für die Erfahrung des Piloten<br />
als schwierig zu bewertenden<br />
Wetter- und Flugplatzbedingungen<br />
beigetragen.“ Der Pilot sei zwar<br />
im Besitz einer gültigen Lizenz,<br />
aber aufgrund seiner Körpermasse<br />
von zirka 120 Kilogramm nicht<br />
berechtigt gewesen, das UL zu<br />
führen, weil die Höchstzuladung<br />
pro Sitz von 100 Kilogramm überschritten<br />
war. Für den Unfallzeitpunkt<br />
wurde von der BFU eine<br />
Gesamtmasse des ULs von 547<br />
Kilogramm ermittelt.<br />
Der bei dem Unfall verletzte<br />
Passagier beanspruchte nach dem<br />
Unfall rund 650 000 Euro Schadenersatz.<br />
Seine Krankenversicherung<br />
machte Ansprüche von mehr als<br />
100 000 Euro für Heilbehandlungskosten<br />
gegen die Witwe des Piloten<br />
geltend.<br />
Die beiden Klagen wurden von<br />
der ersten Instanz abgewiesen – im<br />
Fall der Krankenversicherung mit<br />
der Begründung, das Verschulden<br />
des Piloten könne nicht eindeutig<br />
nachgewiesen werden. Ein Gutachter<br />
kam zwar zu dem Schluss,<br />
dass das UL überladen war, das<br />
Abkippen nach einem Durchstartmanöver<br />
sei aber auch durch weitere<br />
Faktoren beeinflusst gewesen.<br />
Als Unfallursache sah der Gutachter<br />
den starken, turbulenten und<br />
böigen Wind sowie die vom Piloten<br />
aufgrund seiner geringen Flugerfahrung<br />
offensichtlich unterschätzten<br />
Gefahren einer Landung<br />
bei starken und turbulenten Seitenwinden,<br />
insbesondere in der Kombination<br />
mit einem schwierigen<br />
Anflugverfahren und einer verkürzten<br />
Landebahn. Eine vorschriftsmäßige<br />
Beladung innerhalb der<br />
erlaubten Flugmasse hätte den<br />
Strömungsabriss und den Absturz<br />
verzögert, aber wahrscheinlich<br />
nicht verhindert.<br />
Die festgestellte Überladung<br />
des ULs war im vorliegenden Fall<br />
aber Grund für die Passagierhaftpflichtversicherung,<br />
eine Regulierung<br />
des Schadens gegenüber dem<br />
Passagier abzulehnen.<br />
Merke: Masse und Schwerpunktlage<br />
müssen berechnet werden!<br />
Sie haben auf die Flugeigenschaften<br />
und Steuerungsmöglichkeiten<br />
erheblichen Einfluss. Diese<br />
Kardinalpflicht ist u. a. im Anhang<br />
IV, Ziff. 2.a.3. iv zur VO(EU) Nr.<br />
216/2008 als „grundlegende Anforderung<br />
an den Flugbetrieb“<br />
formuliert. Eine Verletzung dieser<br />
Anforderungen ruft im Falle eines<br />
Unfalls unbarmherzige Feststellungen<br />
der BFU und gegebenenfalls<br />
von Staatsanwälten, Versicherungen<br />
und Zivilrichtern hervor!<br />
Ansprüche im ruhenden<br />
Verfahren verjährt<br />
Im Klageverfahren des Passagiers<br />
wurde gleich zu Anfang das<br />
„Ruhen des Verfahrens“ vereinbart.<br />
Es sollte abgewartet werden, welche<br />
Feststellungen der Sachverständige<br />
im Verfahren der Versicherung<br />
trifft. Dieses Ruhen wurde<br />
jedoch nicht wieder rechtzeitig<br />
durch die Klägerseite unterbrochen.<br />
Daher verjährte ganz nebenbei und<br />
unbemerkt der Anspruch des Passagiers<br />
im Verlauf des Prozesses<br />
mit der Krankenversicherung. Das<br />
30 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
lligkeit?<br />
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in zweiter Instanz angerufene<br />
Oberlandesgericht München hat<br />
die Begründungen des Ausgangsgerichts<br />
in Gänze für unzutreffend<br />
erklärt. Das Ergebnis war für die<br />
klägerische Versicherung und den<br />
vor sieben Jahren verunglückten<br />
Passagier jedoch das gleiche: Drehund<br />
Angelpunkt der Entscheidung<br />
des OLG war die Frage, ob ein<br />
Gefälligkeitsflug vereinbart war<br />
oder ob ein Beförderungsvertrag<br />
vorlag. Diese Einschätzung war<br />
streitentscheidend, da Ansprüche<br />
aus einem Flugunfall, bei dem ein<br />
Beförderungsvertrag geschlossen<br />
wurde, innerhalb von maximal zwei<br />
Jahren gerichtlich geltend gemacht<br />
werden müssen und nicht erst, wie<br />
sonst, nach drei Jahren zum Ende<br />
eines Jahres verjähren.<br />
Merke: Nach einem Flugunfall, bei<br />
dem ein Passagier zu Schaden kam,<br />
Beim heftigen<br />
Aufprall des ULs<br />
wurde das Cockpit<br />
völlig zerstört.<br />
Der Pilot erlag im<br />
Krankenhaus seinen<br />
Verletzungen, der<br />
Fluggast überlebte<br />
schwer verletzt.<br />
ist sicherheitshalber unbedingt die<br />
Zwei-Jahres-Ausschlussfrist des<br />
§ 49a LuftVG als spätester Zeitpunkt<br />
zur Klageerhebung zu beachten.<br />
Das Gericht der ersten Instanz<br />
erteilte der Annahme eines Beförderungsvertrages<br />
eine Absage. Im<br />
Urteil zu Lasten der Versicherung<br />
wurde diese Frage vom Gericht<br />
erst gar nicht diskutiert. Im Falle<br />
der Klage des Passagiers kam es<br />
nach Ansicht des LG Landshut auf<br />
die Frage, ob die Ansprüche nach<br />
§ 49a LuftVG verjährt waren, nicht<br />
mehr an, da die Verjährung durch<br />
das ausgiebige Ruhen des Verfahrens<br />
eingetreten war.<br />
Der Unfall hatte sich im Oktober<br />
2009 ereignet. Erst Juli 2012 erhob<br />
der Anwalt der Krankenversicherung<br />
und des Passagiers Klage und<br />
trug vor, es liege kein Beförderungsvertrag<br />
vor. Der Passagier<br />
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<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 31
Foto: Gerhard Marzinzik<br />
[ UL/LSA Recht ]<br />
Mit einer FK 9 waren der Pilot und sein Passagier zu einem gemeinsamen Spaßflug gestartet.<br />
habe zwar dem Piloten Auslagenersatz<br />
gewährt, die eigentliche<br />
Pilotenleistung sei aber unentgeltlich<br />
und ohne Rechtsbindungswillen<br />
erfolgt. Der Pilot wäre ja sonst<br />
zum Luftfrachtführer geworden,<br />
und eine entsprechende Versicherung<br />
würde nicht existieren. Es<br />
habe sich um einen Gefälligkeitsflug<br />
unter Freunden gehandelt,<br />
und den Piloten treffe am Absturz<br />
ja schließlich auch ein Verschulden.<br />
Der Anwalt der beklagten Witwe<br />
meinte, dass hier alle Ansprüche<br />
aufgrund der Ausschlussfrist<br />
des § 49a LuftVG nicht durchgesetzt<br />
werden könnten, da ein Beförderungsvertrag<br />
zustande gekommen<br />
sei. Es bestehe im Übrigen eine<br />
CSL-Versicherung seitens des Vereins,<br />
der Eigentümer des ULs war,<br />
die auch Passagierschäden aus<br />
Flugunfällen einschließe.<br />
Gericht sieht gültigen<br />
Beförderungsvertrag<br />
Die Berufung wurde vom OLG<br />
zurückgewiesen, weil tatsächlich<br />
die Ausschlussfrist des § 49a LuftVG<br />
bereits zum Zeitpunkt der Klage<br />
abgelaufen war. § 49 a LuftVG war<br />
hier einschlägig, weil zwischen dem<br />
Passagier und dem Piloten konkludent<br />
ein Vertrag im Sinne der § 44<br />
ff. LuftVG zustande gekommen war.<br />
Wie bereits der Bundesgerichtshof<br />
entschieden habe, sei ein Beförderungsvertrag<br />
dann gegeben,<br />
„wenn das Interesse des Flug-<br />
zeuginsassen hauptsächlich darin<br />
besteht, in der Luft befördert zu<br />
werden, sei es, um an einen anderen<br />
Ort zu gelangen oder wie<br />
bei einem Rundflug auch nur in<br />
den Luftraum zu kommen, um etwa<br />
eine besondere Höhensicht zu<br />
erhalten oder bei einer Ballonfahrt,<br />
um ein besonderes Fluggefühl<br />
zu erfahren“. Weiter hatte der<br />
BGH ausgeführt: „Der wesentliche<br />
Zweck der Beförderung muss somit<br />
darin liegen, dem Fluggast den<br />
Nutzen einer Ortsveränderung, sei<br />
es auch nur in die Höhe und/oder<br />
ihm einen fliegerischen Genuss zu<br />
verschaffen, der sich aus dem<br />
Gefühl des Fliegens selbst ergibt.“<br />
Nur bei einer solchen Konstellation<br />
begibt sich der Fluggast hinsichtlich<br />
der technischen Bewältigung<br />
in die Obhut des Luftfrachtführers<br />
und sieht es Letzterer<br />
zugleich als seine vertragliche<br />
Aufgabe an, vollumfänglich für die<br />
technische Bewältigung des Fluges<br />
Sorge zu tragen, um dem Fluggast<br />
die Vorteile des Fliegens zu verschaffen.<br />
Dieses Obhutsverhältnis<br />
zum Nutzen des Fluggastes charakterisiert<br />
den Beförderungsvertrag<br />
im Sinne der § 33 12, 44 bis<br />
51 LuftVG und stellt den Grund<br />
für das vermutete Verschulden des<br />
Luftfrachtführers im Falle eines<br />
Flugunfalls dar.<br />
Die am Unfallflug Beteiligten<br />
waren beide flugbegeistert, und<br />
so wurde wenige Wochen, nachdem<br />
der Pilot den Passagier zu einem<br />
ersten Flug mitnahm, ein weiterer<br />
Flug vereinbart, bei dem wieder<br />
die Kosten geteilt werden sollten.<br />
Der Passagier hatte nicht vor, das<br />
Fliegen zu erlernen, er war nicht<br />
Mitglied in einem Fliegerclub. Er<br />
hatte seinen Angaben nach lediglich<br />
Spaß am Mitfliegen als Fluggast.<br />
Haftungsverzicht nur<br />
bei unentgeltlichem Flug<br />
Dass nach den Angaben des<br />
Passagiers lediglich eine Teilung<br />
der Kosten vereinbart war, sodass<br />
der Pilot somit einen Teil der Kosten<br />
selbst zu tragen hatte und<br />
keinen Gewinn aus der Beförderung<br />
erzielte, nimmt dem Vertrag nicht<br />
den Charakter der Entgeltlichkeit.<br />
Die Erzielung von Gewinn wird in<br />
keinem Falle vorausgesetzt. Es soll<br />
nur umgekehrt Raum für einen<br />
Haftungsverzicht dort gelassen<br />
werden, wo der Flug weder allgemein<br />
im Zusammenhang mit der<br />
wirtschaftlichen Nutzung eines<br />
Luftfahrzeugs steht noch im Einzelfall<br />
gegen Geld oder geldwerte<br />
Vorteile durchgeführt wird. Auf<br />
das wertmäßige Verhältnis dieses<br />
Vorteils zur Beförderung kommt<br />
es nicht an. Nur reine Unentgeltlichkeit<br />
befreit vom Verbot einer<br />
Haftungsausschlussvereinbarung.<br />
Die Argumentation der Klagepartei,<br />
dass lediglich von einem<br />
Gefälligkeitsverhältnis ohne Rechtsbindungswillen<br />
auszugehen ist,<br />
sei, so das OLG, nur vor dem Hintergrund<br />
verständlich, dass die<br />
zweijährige Ausschlussfrist bereits<br />
verstrichen war. Innerhalb der Frist<br />
hätten der Passagier und seine<br />
Versicherung laut OLG so argumentiert,<br />
dass ein Beförderungsvertrag<br />
abgeschlossen wurde. Dann<br />
sei nämlich nach den Vorschriften<br />
des LuftVG für eine Inanspruchnahme<br />
des Piloten der Nachweis<br />
eines Verschuldens nicht erforderlich<br />
gewesen. Und nach dem<br />
Ergebnis der Beweisaufnahme in<br />
erster Instanz hätte einiges dafür<br />
gesprochen, dass dann der beweisbelasteten<br />
Beklagten eine Exkulpation<br />
(Nachweis der Nichtschuld)<br />
nicht gelungen wäre.<br />
Merke: Schon am Boden für Klarheit<br />
sorgen! Der Abschluss eines<br />
Beförderungsvertrages ist für den<br />
Fluggast vorteilhaft. Der Luftfrachtführer<br />
haftet dann bis zur Grenze<br />
von knapp 145000 Euro verschuldensunabhängig.<br />
Darüber hinaus<br />
muss er beweisen, dass der Schaden<br />
nicht durch ihn verursacht<br />
wurde (§ 45 LuftVG). Daher muss<br />
für Passagierflüge auch eine Haftpflichtversicherung<br />
mit einer Mindestdeckungssumme<br />
von 250 000<br />
Rechnungseinheiten (ca. 320 000<br />
Euro) vorgehalten werden. Diese<br />
ist in der sogenannten CSL-Versicherung<br />
(siehe <strong>aerokurier</strong> 2/<strong>2017</strong>)<br />
enthalten.<br />
Bei einem reinen unentgeltlichen<br />
Gefälligkeitsflug – also wenn der<br />
Pilot beispielsweise den Flug unabhängig<br />
davon, ob der Passagier<br />
mitgeflogen wäre oder nicht, durchgeführt<br />
hätte, muss der Passagier<br />
bei einem Unfall beweisen, dass<br />
der Pilot etwas falsch gemacht hat.<br />
Achtung: Bei Flügen im Werksverkehr<br />
gelten nochmals ganz<br />
andere Haftungsregeln. Das heißt,<br />
die oben dargestellten Grundsätze<br />
sind so nur für die rein private<br />
Fliegerei anwendbar!<br />
ae<br />
[ Autor Frank Peter Dörner<br />
... ist Rechtsanwalt,<br />
Flug lehrer<br />
und Diplom-<br />
Luftfahrt sachverständiger.<br />
Seine Kanzlei in<br />
München hat<br />
ihren Schwerpunkt im Luftverkehrsrecht.<br />
Privat startet er regelmäßig<br />
von den Flugplätzen in Ohlstadt<br />
und Tannheim. www.air-law.de<br />
32 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Praxis<br />
Know-how<br />
April <strong>2017</strong><br />
für<br />
Einsteiger und<br />
Fortgeschrittene<br />
Obwohl sie nicht<br />
zulassungspflichtig<br />
sind, sollten<br />
Arbeitsfahrzeuge<br />
versichert werden.<br />
Die Vereins-Haftpflichtversicherung gewährt<br />
immer dann Deckung, wenn sich<br />
typische Gefahren aus dem Vereinsbetrieb<br />
verwirklichen, sich etwa ein Kind beim<br />
Schaukeln auf dem Kinderspielplatz des Vereins<br />
verletzt oder ein Besucher der Vereinsgaststätte<br />
auf dem frisch gewischten Boden<br />
ausrutscht und sich dabei verletzt.<br />
Sinnvollerweise wird mit der Vereins-Haftpflichtversicherung<br />
auch eine erweiterte<br />
Vorstandshaftpflicht vereinbart: Diese schützt<br />
den Vereinsvorstand vor Ansprüchen aufgrund<br />
Organisationsverschuldens. Ein solches liegt<br />
unter anderem vor, wenn zu Beginn der Flugsaison<br />
die Gültigkeit der Fluglizenzen nicht<br />
lückenlos überprüft wurde. Nimmt ein Pilot<br />
mit ungültiger Fluglizenz oder nicht eingehaltener<br />
90-Tage-Regel einen Passagier in einem<br />
Vereinsflugzeug mit und es kommt zu einem<br />
Flugunfall, übernimmt dieser Vertrag etwaige<br />
Schadensersatzansprüche des Fluggastes an<br />
den Vereinsvorstand. Schäden am genutzten<br />
Luftfahrzeug sind hierüber nicht gedeckt. Eine<br />
bestehende Passagier- oder CSL-Haftpflichtversicherung<br />
ist vorleistungspflichtig.<br />
Gelände-Haftpflichtversicherung<br />
Für die Betreiber eines Landeplatzes oder<br />
eines Fluggeländes ist die Gelände-Haftpflichtversicherung<br />
ein unverzichtbarer Bestandteil<br />
der Risikovorsorge. Wenn zum Beispiel ein<br />
Flugzeug gemäß der Anweisung des Platzhalters<br />
über eine nicht sichtbare Bodenwelle<br />
Foto: Martin Peschke, Christian Böhm<br />
Luftfahrtversicherungen, Teil 3<br />
Vereint versichert<br />
In der zweiten Folge der Reihe ging es um die persönliche<br />
Absicherung von Piloten. Im dritten und letzten Teil stehen<br />
Luftfahrtversicherungen für Vereine im Fokus.<br />
Geht ein Prop durch Mängel an Piste oder<br />
Rollwegen zu Bruch, springt die Gelände-<br />
Haftpflichtversucherung des Platzhalters ein.<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 33
[ PRAXIS April <strong>2017</strong> ]<br />
Verursacht das Windenseil einen Schaden, haftet entweder die Halter-Haftpflichtversicherung des Flugzeugs oder die Haftpflichtversicherung der Winde.<br />
rollt und dabei mit dem Propeller den Boden<br />
berührt, wird der Luftfahrzeughalter das notwendige<br />
Shockloading des Motors und den<br />
neuen Propeller dem Platzhalter in Rechnung<br />
stellen. Die gleiche Situation tritt ein, wenn<br />
ein Pilot das Flugzeug an einer dafür vorgesehenen<br />
Verankerung befestigt und das<br />
Flugzeug sich bei starkem Wind trotzdem löst<br />
und dabei beschädigt wird. Sofern den Flugplatzbetreiber<br />
in diesen Fällen Verschulden<br />
trifft, wird die Gelände-Haftpflichtversicherung<br />
die Schäden regulieren. In diesem Vertrag ist<br />
die persönliche gesetzliche Haftpflicht des<br />
Flugleiters eingeschlossen, nicht jedoch des<br />
Landesbeauftragten für Luftaufsicht der<br />
jeweiligen Luftfahrtbehörde.<br />
Die Veranstalter-Haftpflichtversicherung schützt<br />
die Organisatoren einer Luftfahrtveranstaltung<br />
oder eines Wettbewerbs vor Haftungsansprüchen.<br />
Wenn beispielsweise über Besuchern<br />
ein Zelt zusammenbricht, weil es nicht richtig<br />
gesichert war, oder sich Kinder in einer unsachgemäß<br />
aufgestellten Hüpfburg verletzen,<br />
können sie ihre Ansprüche beim Veranstalter<br />
beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherung<br />
geltend machen.<br />
Versicherungen für Segelflieger<br />
Schadenspotenzial in diesem Bereich verwirklicht<br />
sich, wenn ein Flugschüler mit einem<br />
Lepo gegen ein auf dem Flugplatzgelände<br />
berechtigt parkendes Fahrzeug fährt. Beschädigungen<br />
am gezogenen Flugzeug sind<br />
hierüber nicht versichert.<br />
Schäden beim Betrieb der Winde müssen<br />
dahingehend unterschieden werden, ob die<br />
Schadensursache im Einflussbereich des Windenfahrers<br />
oder des Luftfahrzeugführers lag:<br />
Hält der Pilot des Segelflugzeugs beim Schlepp<br />
nicht genügend vor und fällt das Windenseil<br />
deshalb auf eine angrenzende Straße, ist das<br />
ein Fall für die Halter-Haftpflichtversicherung<br />
des Segelflugzeugs. Genauso verhält es sich,<br />
wenn nach einem Seilriss der Rest des<br />
Windenseils über einem landwirtschaftlich<br />
genutzten Feld abgeworfen wird und später<br />
das Mähwerk des Bauern beschädigt. Ist das<br />
Windenseil jedoch bereits zu Boden gefallen<br />
und wird beim Einziehen des Seils eine Person<br />
verletzt oder eine Sache beschädigt, greift die<br />
Haftpflichtversicherung der Winde.<br />
Für Fluglehrer und Techniker<br />
Bei einem Schulungsflug greift die Passagieroder<br />
CSL-Haftpflichtversicherung nicht, da<br />
es sich bei dem Schüler nicht um einen Fluggast<br />
handelt. Sofern der Flugschüler bei einem<br />
Flugunfall zu Schaden kommt und dem Fluglehrer<br />
schuldhaftes Handeln vorgeworfen<br />
werden kann, hat der Schüler einen Anspruch<br />
auf Schadensersatz und gegebenenfalls Schmerzensgeld<br />
gegen den Lehrer. Für Verschulden<br />
reicht bereits leichte Fahrlässigkeit, also wenn<br />
der Fluglehrer vorzeitig hätte eingreifen müssen<br />
– beispielsweise früher abfangen, eher<br />
ausklinken oder zeitiger die Bremsklappen<br />
einfahren. Freiberuflich oder in gewerblichen<br />
Flugschulen tätige Fluglehrer (FI) und Prüfer<br />
(FE) müssen diese Absicherung für sich<br />
persönlich oder über ihre Flugschule abschließen.<br />
Die Fluglehrer-Haftpflichtversicherung<br />
übernimmt jedoch keine Schäden am der<br />
Ausbildung dienenden Luftfahrzeug. Hierfür<br />
gibt es inzwischen die Möglichkeit, zumindest<br />
Schäden durch nicht zulassungs- und nicht<br />
versicherungspflichtige Fahrzeuge wie Seil-<br />
Rückholfahrzeuge, Rettungs- oder Startwagen<br />
sollten ebenfalls abgesichert werden. Diese<br />
Fahrzeuge dürfen allerdings auch nur auf dem<br />
Flugplatzgelände, das heißt auf Privatgrund,<br />
und nicht auf öffentlichen Straßen bewegt<br />
werden. Versicherungsschutz genießt jeder<br />
berechtigte Fahrer – also auch 14-jährige<br />
Flugschüler ohne Führerschein, die entsprechend<br />
eingewiesen wurden. Das hohe<br />
Verletzt sich ein Kind beim Spielen auf<br />
dem Vereinsspielplatz, ist das ein Fall für<br />
die Vereins-Haftpflichtversicherung.<br />
Kommt ein Flugschüler zu Schaden, kann<br />
er Schadensersatz verlangen. Fluglehrer und<br />
Prüfer können sich dagegen absichern.<br />
34 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Technisches Personal kann sich durch eine<br />
Haftpflichtversicherung vor Schadensersatzansprüchen<br />
schützen.<br />
Das Risiko „Be- und Enttanken von Luftfahrzeugen“<br />
sollte versichert sein, wenn es aufgrund<br />
der Kraftstoffgüte zu einem Unfall kommt.<br />
Schiebt der Pilot den Anhänger von Hand und<br />
verursacht einen Schaden, trägt die Haftpflichtversicherung<br />
des Anhängers die Kosten.<br />
Fotos: Corina Becker, Irina Schmidt | Fotolia; Frank Herzog, Fallschirmschule Take-Off, Dieter Gerlach, Lars Reinhold<br />
die bei einem Kaskoschaden anfallende Selbstbeteiligung<br />
abzusichern.<br />
Schutz bietet auch die Haftpflichtversicherung<br />
für technisches Personal: Wenn dem Verantwortlichen<br />
ein Fehler beim Fallschirmpacken<br />
unterläuft und sich in Folge der Fallschirm<br />
nicht öffnet, springt diese Versicherung ein.<br />
Das Gleiche gilt, wenn aufgrund eines Fehlers<br />
bei der Motorenwartung der Motor eines<br />
Flugzeugs im Flug stehenbleibt und sich<br />
deshalb Personen verletzen.<br />
Rund um den Kraftstoff<br />
Sofern am Flugplatz eine Tankstelle betrieben<br />
wird, sollte das Risiko „Be- und Enttanken<br />
von Luftfahrzeugen“ versichert sein. Dieser<br />
Vertrag gewährt dann Deckung, wenn der<br />
Kraftstoff nicht die Qualitätsanforderungen<br />
erfüllt oder wenn der Kraftstoff falsch deklariert<br />
ist und es deshalb zu einem Schaden am<br />
Motor oder sogar zu einem Flugunfall infolge<br />
Motorausfalls kommt.<br />
Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />
1. 2. 3.<br />
Der Inhaber einer gültigen Lizenz<br />
für Privatpiloten führt nach Ablauf<br />
der Wintersaison einen Flug zur<br />
Inübunghaltung mit einem erfahrenen<br />
Piloten durch. Wer ist der<br />
verantwortliche Pilot?<br />
a) Der erfahrene Pilot<br />
b) Der Inhaber der gültigen Lizenz<br />
c) Keiner<br />
d) Beide<br />
Die Lösungen finden Sie auf Seite 123.<br />
Inhaber von Kraftstoff-, Öl- oder Gastanks<br />
haften für eine Verschmutzung der Umwelt<br />
oder bei einer Explosion, unabhängig davon,<br />
ob ihnen ein Verschulden nachzuweisen ist.<br />
Vor solchen Ansprüchen schützt eine Umwelt-<br />
Haftpflichtversicherung.<br />
Schäden durch den Anhänger<br />
Segelfluganhänger sind als Sportanhänger<br />
zulassungs-, aber nicht versicherungspflichtig.<br />
Wenn beim Fahren mit einem Anhänger<br />
ein Schaden entsteht, wird dieser üblicherweise<br />
über die Haftpflichtversicherung des<br />
Zugfahrzeugs reguliert. Nach aktueller Rechtsprechung<br />
kann diese 50 Prozent des Scha -<br />
dens beim Versicherer des Anhängers geltend<br />
machen. Keine Haftung über das ziehende<br />
Fahrzeug ist gegeben, wenn ein Schaden<br />
entsteht, während der Anhänger von Hand<br />
geschoben wird oder sich eine Gefahr aus<br />
dem Betrieb des Anhängers verwirklicht,<br />
also beispielsweise ein Stützrad verloren wird.<br />
Der verantwortliche Pilot hat<br />
das Entscheidungsrecht über die<br />
Führung des Luftfahrzeuges<br />
a) während des Fluges.<br />
b) bei Start, Landung und während des<br />
Fluges.<br />
c) beim Rollen, Start, Landung und<br />
während des Fluges.<br />
d) während jeder Bewegung des Luftfahrzeuges.<br />
In Fällen wie diesem greift die Haftpflichtversicherung<br />
des Anhängers.<br />
Alle oben beschriebenen Arten der Haftpflichtversicherung<br />
haben eines gemeinsam: Im<br />
Schadenfall prüft das Versicherungsunternehmen<br />
die Haftungsfrage, und je nach Ergebnis<br />
werden entweder berechtigte Ansprüche<br />
befriedigt oder unberechtigte abgelehnt. Derart<br />
rundum abgesichert, werden Vereine ihrer<br />
Verantwortung gerecht und verschaffen sich<br />
zudem ein gutes und sicheres Gefühl.<br />
[ Autor Martin Peschke<br />
... ist Volljurist und arbeitet<br />
als Versicherungsmakler<br />
in dritter Generation im<br />
Familienunternehmen.<br />
Geschäftlich fliegt er<br />
Piper Saratoga, in seiner<br />
Freizeit fliegt er Strecke<br />
im Segelflugzeug oder als<br />
Schlepppilot im Verein.<br />
Wer darf Rettungsfallschirme<br />
packen?<br />
a) Der Halter<br />
b) Der Benutzer des Fallschirms<br />
c) Der Fluglehrer<br />
d) Der Fallschirmpacker mit gültigem<br />
technischen Packausweis<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 35
[ PRAXIS April <strong>2017</strong> ]<br />
Ultraleichter Einstieg<br />
in die Luftfahrt<br />
Es ist nicht immer einfach, den Überblick im deutschen Lizenzdschungel zu behalten. Unsere Serie schafft<br />
Abhilfe und nimmt verschiedene Lizenzen unter die Lupe. Den Anfang macht der Luftfahrerschein für<br />
Luftsportgeräteführer, SPL, der als eine der wenigen Luftfahrtlizenzen unter die nationale Regelung fällt.<br />
Ultraleichtflugzeuge zählen in Deutschland<br />
zur Kategorie der „Luftsportgeräte“.<br />
Diese Bezeichnung ist treffender,<br />
da beispielsweise auch Trag- und<br />
Hubschrauber sowie Sprung- und Sportfallschirme<br />
zu den „Ultraleichtflugzeugen“ zählen.<br />
Untergliedert wird die Kategorie in aerodynamisch<br />
und schwerkraftgesteuerte Ultraleichtflugzeuge,<br />
in Ultraleichthubschrauber<br />
und nicht zulassungspflichtige Luftsportgeräte<br />
mit einer höchstzulässigen Leermasse<br />
von 120 Kilogramm. Bis dato dürfen sie eine<br />
Abflugmasse von 450 Kilogramm zuzüglich<br />
eines Rettungsgeräts von 22,5 Kilogramm nicht<br />
überschreiten und sind nur für den Piloten<br />
Lizenz-Übersicht Teil 1<br />
• Sportpiloten •<br />
und höchstens einen zusätzlichen Passagier<br />
ausgelegt. Die Mindestgeschwindigkeit von<br />
aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen<br />
darf zudem nicht größer als 65 km/h<br />
sein. Motorgetriebene Luftsportgeräte werden<br />
mit dem Buchstaben M, nicht-motorgetriebene<br />
mit einem N gekennzeichnet.<br />
Ausbildung<br />
Um ein Ultraleichtflugzeug fliegen zu dürfen,<br />
muss der Pilot einen Sportpilotenschein, SPL,<br />
besitzen. Im Gegensatz zu den europäisch<br />
standardisierten Lizenzen wie etwa der<br />
Privatpilotenlizenz unterliegt der SPL der<br />
nationalen Regelung, namentlich der Verordnung<br />
über Luftfahrtpersonal, und ist nur in<br />
Deutschland gültig. Personen, die eine Lizenz<br />
für ein nicht-motorgetriebenes Luftsportgerät<br />
erwerben möchten, müssen zu Beginn der<br />
Ausbildung das 14. Lebensjahr erreicht haben,<br />
erteilt wird die Lizenz jedoch frühestens<br />
im Alter von 16 Jahren. Bei motorgetriebenen<br />
Luftsportgeräten beträgt das<br />
Mindestalter für den Ausbildungsbeginn<br />
16 Jahre und für den Erwerb<br />
der Lizenz 17 Jahre. Vor der Ausbildung<br />
müssen ein gültiges<br />
Identitätsdokument, eine Erklärung<br />
über laufende Ermittlungsund<br />
Strafverfahren sowie eine<br />
Zustimmungserklärung des<br />
gesetzlichen Vertreters bei<br />
minderjährigen Lizenzanwärtern<br />
vorliegen. Zusätzlich müssen<br />
Bewerber um einen Luftfahrerschein<br />
für Luftsportgeräte mit<br />
einer Abflugmasse von über 120<br />
Kilogramm ein medizinisches Tauglichkeitszeugnis<br />
der LAPL-Klasse<br />
vorweisen. Der theoretische Unterricht<br />
umfasst sieben Sachgebiete, die im<br />
Anschluss schriftlich geprüft werden. Die<br />
praktische Ausbildung unterscheidet sich<br />
je nach Art des Luftsportgeräts und wird in<br />
der nebenstehenden Tabelle detailliert ausgeführt.<br />
Die Lizenz ist zeitlich unbegrenzt<br />
gültig, jedoch bei Luftsportgeräten von über<br />
120 Kilogramm Leermasse nur in Verbindung<br />
mit einem gültigen medizinischen Tauglichkeitszeugnis.<br />
Sofern die Piloten in Lufträume<br />
einfliegen wollen, in denen gefunkt werden<br />
muss – etwa eine Kontrollzone – müssen sie<br />
ein Sprechfunkzeugnis erwerben. Im fremdsprachigen<br />
Flugfunk ist in regelmäßigen Abständen<br />
ein Sprachbefähigungstest abzulegen.<br />
Pflichtstunden<br />
Um die Rechte aus der Lizenz für aerodynamisch<br />
gesteuerte Luftsportgeräte aufrechtzuerhalten,<br />
muss der Pilot innerhalb von 24<br />
Monaten mindestens zwölf Stunden auf einem<br />
entsprechenden Luftsportgerät, einem Reisemotorsegler<br />
oder einem einmotorigen Landflugzeug<br />
mit Kolbentriebwerk absolvieren.<br />
Dieses muss er mindestens sechs Stunden<br />
als verantwortlicher Luftfahrzeugführer<br />
steuern, zwölf Starts und Landungen sowie<br />
einen Übungsflug in Begleitung eines Fluglehrers<br />
durchführen. Für Lizenzinhaber von<br />
aerodynamisch gesteuerten Luftsportgeräten<br />
unter 120 Kilogramm entfällt der Übungsflug<br />
mit einem Fluglehrer. Piloten von Ultraleichthubschraubern<br />
müssen innerhalb von zwölf<br />
Monaten mindestens sechs Flugstunden sowie<br />
sechs Starts und Landungen auf einem<br />
entsprechenden Muster absolviert haben.<br />
Eine dieser sechs Stunden muss in Begleitung<br />
eines Fluglehrers durchgeführt werden. Diese<br />
Mindestflugerfahrung kann durch eine<br />
Befähigkeitsüberprüfung ersetzt werden. Die<br />
„roulierende“ Verlängerung trägt der Prüfer<br />
dann ins persönliche Flugbuch des Piloten<br />
ein. Es empfiehlt sich daher, vor Saisonbeginn<br />
zu prüfen, ob der letzte Checkflug noch Gültigkeit<br />
hat oder länger als zwei Jahre her ist.<br />
Zusätzliche Berechtigungen<br />
Möchte der Pilot Fluggäste befördern, muss<br />
er im Besitz einer Passagierberechtigung sein.<br />
Voraussetzung für den Erwerb dieser Berech-<br />
Fotos: AEROLiTE, Comco Ikarus, edm aerotec, Hornig, Pipistrel<br />
36 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Aerodynamisch<br />
gesteuerte Ultraleichtflugzeuge<br />
Schwerkraftgesteuerte<br />
Ultraleichtflugzeuge<br />
• 25 Flugstunden mit schwerkraftgesteuerten<br />
Ultraleichtflugzeugen;<br />
davon können bis zu<br />
zehn Flugstunden durch Flugzeit<br />
als verantwortlicher Führer<br />
von Flugzeugen, Hubschraubern,<br />
Motorseglern, Segelflugzeugen,<br />
aerodynamisch gesteuerten<br />
Ultraleichtflugzeugen,<br />
Hängegleitern oder Gleitsegeln<br />
ersetzt werden, wobei in der<br />
Gesamtflugzeit mindestens<br />
zehn Flugstunden mit Fluglehrer<br />
und fünf Flugstunden im Alleinflug<br />
enthalten sein müssen,<br />
sowie<br />
• Starts und Landungen auf<br />
verschiedenen Flugplätzen,<br />
Außenlandeübungen mit Fluglehrer,<br />
mindestens zwei Überlandflüge<br />
mit Fluglehrer über jeweils<br />
eine Gesamtstrecke von<br />
mindestens 100 Kilometer mit<br />
einer Zwischenlandung, eine<br />
theoretische und praktische<br />
Einweisung zur Beherrschung<br />
des schwerkraftgesteuerten<br />
Ultraleichtflugzeuges in besonderen<br />
Flugzuständen sowie in<br />
das Verhalten in Notfällen.<br />
•<br />
Der DULV sieht zusätzlich<br />
mindestens drei Überlandflüge<br />
im Alleinflug über eine<br />
Distanz von 50 Kilometern<br />
mit Zwischenlandung vor.<br />
• 30 Flugstunden mit aerodynamisch<br />
gesteuerten Ultraleichtflugzeugen;<br />
davon können<br />
bis zu 20 Flugstunden durch<br />
Flugzeit als verantwortlicher<br />
Führer von Segelflugzeugen<br />
oder Hubschraubern oder fünf<br />
Flugstunden durch Flugzeit<br />
als Führer von schwerkraftgesteuerten<br />
Ultraleichtflugzeugen<br />
ersetzt werden,<br />
wobei in der Gesamtflugzeit<br />
mindestens fünf Flugstunden<br />
im Alleinflug enthalten sein<br />
müssen, sowie<br />
• Starts und Landungen auf<br />
verschiedenen Flugplätzen,<br />
Außenlandeübungen mit Fluglehrer,<br />
mindestens zwei Überlandflüge<br />
mit Fluglehrer über<br />
jeweils eine Gesamtstrecke<br />
von mindestens 200 Kilometer<br />
mit Zwischenlandung, eine<br />
theoretische und praktische<br />
Einweisung zur Beherrschung<br />
des aerodynamisch gesteuerten<br />
Ultraleichtflugzeuges in<br />
besonderen Flugzuständen<br />
sowie eine theoretische und<br />
praktische Einweisung in<br />
das Verhalten in Notfällen.<br />
• Der DULV sieht zusätzlich<br />
mindestens drei Überlandflüge<br />
im Alleinflug über eine<br />
Distanz von 50 Kilometern<br />
mit Zwischenlandung vor.<br />
• Für Tragschrauber verlangt<br />
der DULV zudem mindestens<br />
150 Starts und Landungen,<br />
mindestens zehn Stunden mit<br />
Fluglehrer sowie mindestens<br />
20 Alleinlandungen.<br />
Ultraleichthubschrauber<br />
• 40 Flugstunden mit Ultraleichthubschraubern;<br />
davon können<br />
bis zu 20 Flugstunden<br />
durch Flugzeit als verantwortlicher<br />
Führer von aerodynamisch<br />
gesteuerten Luftsportgeräten<br />
und Flugzeugen<br />
ersetzt werden, wobei in der<br />
Gesamtflugzeit mindestens<br />
zehn Flugstunden im Alleinflug<br />
enthalten sein müssen, sowie<br />
• Starts und Landungen auf<br />
verschiedenen Flugplätzen,<br />
Außenlandeübungen mit<br />
Fluglehrer, mindestens einen<br />
Überlandflug mit Fluglehrer<br />
über eine Gesamtstrecke von<br />
mindestens 150 Kilometern<br />
mit Zwischenlandung, eine<br />
theoretische und praktische<br />
Einweisung zur Beherrschung<br />
des Ultraleichthubschraubers<br />
in besonderen Flugzuständen<br />
sowie eine theoretische und<br />
praktische Einweisung in das<br />
Verhalten in Notfällen.<br />
Nichtzulassungspflichtige<br />
Luftsportgeräte<br />
• Vorbereitungs-, Start-, Steuer-,<br />
Lande- und Flugübungen mit<br />
unterschiedlichen Höhen<br />
sowie Überlandflugübungen<br />
unter Anleitung und Aufsicht<br />
eines Fluglehrers oder mit<br />
dessen Flugauftrag bis zur<br />
sicheren Beherrschung des<br />
Luftsportgerätes.<br />
Teil 2 der<br />
Lizenz-Übersicht<br />
Segelflieger<br />
Die nächste Folge gibt<br />
Auskunft zu Ausbildung und<br />
Erhalt der Segelflugzeugpilotenlizenz<br />
und der LAPL-S.<br />
tigung ist der Nachweis von fünf Überlandflügen<br />
nach dem Erwerb der Lizenz. Zwei<br />
davon müssen in Begleitung eines Fluglehrers<br />
stattfinden und eine Gesamtstrecke von über<br />
200 Kilometern sowie eine Zwischenlandung<br />
beinhalten. Die Prüfung kann zusammen mit<br />
dem letzten 200-Kilometer-Flug abgelegt werden,<br />
wobei der mitfliegende Fluglehrer abnahmeberechtigt<br />
ist und dies auf dem Antrag<br />
bescheinigen muss. Ausgenommen sind von<br />
dieser Regelung Piloten, die bereits im Besitz<br />
einer Privatpiloten- oder einer Segelfluglizenz<br />
sind. Darüber hinaus muss der Pilot in den<br />
vorhergehenden 90 Tagen mindestens drei<br />
Starts und Landungen mit einem Luftsportgerät<br />
derselben Art absolviert haben. Piloten,<br />
die ein aerodynamisch gesteuertes Luftfahrzeug<br />
führen, können zudem eine Berechtigung<br />
zum Schlepp von Segelflugzeugen, Hängegleitern<br />
und Bannern erwerben. Außerdem<br />
können alle Inhaber einer SPL die Lehrberechtigung<br />
erwerben.<br />
Für Piloten, die bereits einen PPL-A oder LAPL-<br />
A besitzen, ist der Umstieg auf eine SPL ein<br />
Kinderspiel. Eine Einweisung mit Abschlusstest<br />
in Pyrotechnik aufgrund des Gesamtrettungssystems<br />
sowie eine Flugstunde mit<br />
Lehrer reichen aus, um einen Luftfahrerschein<br />
für Luftsportgeräte zu erhalten.<br />
Tashi Dolma Hinz<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 37
[ SERIE 60 Jahre <strong>aerokurier</strong> ]<br />
IM TESTBETRIEB<br />
Auch in den 80ern hat der <strong>aerokurier</strong> stetig Neuheiten unter die Lupe<br />
genommen. Unter den zahlreichen Pilot Reports dieser Dekade finden<br />
sich unter anderem der zum Motorsegler Valentin Taifun 17 E und zum<br />
Segelflug-Doppelsitzer Twin III Acro. Über die Performance der Flugzeuge<br />
hinaus erfährt der Leser darin auch, was es mit der „Stieberschen<br />
Lastannahme“ und dem TNT-Konzept auf sich hat.<br />
Seriennummer 4<br />
Jahrgang 1980 – 1989<br />
25. JAHRGANG<br />
APRIL 1981<br />
Parallele zum aktuellen<br />
Heft: Auch im April 1981<br />
war mit der Partenavia<br />
P. 68 Victor eine kleine<br />
Zweimot auf dem Cover.<br />
38 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
25. JAHRGANG . APRIL 1981<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 39
[ SERIE 60 Jahre <strong>aerokurier</strong> ]<br />
30. JAHRGANG . OKTOBER 1986<br />
40 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Fly-by-Wire im Airbus A300 war im Heft 10/86<br />
eines der dominierenden Themen.<br />
30. JAHRGANG . OKTOBER 1986<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 41
[ SERIE 60 Jahre <strong>aerokurier</strong> ]<br />
30. JAHRGANG . OKTOBER 1986<br />
42 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
SEIT 60 JAHREN PARTNER DER ALLGEMEINEN LUFTFAHRTSPECIAL<br />
AERO <strong>2017</strong><br />
Neuheiten<br />
Stars der<br />
Jubiläumsmesse<br />
Interview<br />
Anekdoten vom<br />
Projektleiter<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
Schutzgebühr € 2,60<br />
GAMA-Report<br />
Die Branche in<br />
Zahlen und Fakten<br />
Neues Slotverfahren<br />
Alle Informationen für<br />
anfliegende Besucher<br />
Aktionen<br />
Podiumsdiskussionen,<br />
„Be a pilot“ und mehr<br />
MESSE-GUIDE: Alle Aussteller auf einen Blick!
DIE CITATION-FAMILIE MIT<br />
DER GROSSZÜGIGEN KABINE<br />
INNOVATION.<br />
LEISTUNG.<br />
LEADERSHIP.<br />
Citation Latitude<br />
Fotos: Vorname Name<br />
Citation Longitude<br />
Citation Hemisphere<br />
VON DER MISSION ZUR REALITÄT<br />
Die Vision nimmt Gestalt an, indem wir ihr eine Form geben und ihr Kraft verleihen. Die Wartung<br />
liegt dabei in Expertenhand. Wenn Sie sich auf efziente und innovative Flugzeuge verlassen,<br />
dann übertrift unsere Flugzeugfamilie mit der großzügigen Kabine alle Erwartungen. Sehen Sie<br />
selbst unter Cessna.com, warum wir nach wie vor Marktführer in dieser Klasse sind.<br />
U.S. +1.844.44.TXTAV | INTERNATIONAL +1.316.517.8270<br />
©2016 Textron Aviation, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Cessna, das Logo, Citation, Citation Latitude und Citation Longitude sind eingetragene Marken von Textron Aviation, Inc., Verwendung mit Genehmigung.<br />
Hemisphere ist eine Marke von Cessna Aircraft Company.
Foto: Philipp Prinzing<br />
GLÜCKWUNSCH!<br />
Eine Messe über 40 Jahre zu halten,<br />
ist schon für sich ein Erfolg. Sie<br />
fortwährend zu professionalisieren<br />
und dafür auch harte Entscheidungen<br />
zu treffen, verdient größten Respekt.<br />
Unter dem Titel „Ein Experiment ist geglückt“<br />
berichtete der <strong>aerokurier</strong> in der Ausgabe 6/1977<br />
über die erste Luftfahrtschau, die damals im<br />
Rahmen der Messe Rennsport-Motor-Freizeit<br />
stattfand. Die Idee, den Luftsport so zu zeigen,<br />
Lars Reinhold<br />
Redaktionsleiter <strong>aerokurier</strong><br />
bekam viel Lob, wenngleich es heute als enthusiastisch verklärt gewertet werden<br />
darf, die Verdopplung der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr kausal mit<br />
14 Ausstellern zu verknüpfen, die gerade mal eine halbe Messehalle belegten.<br />
AERO <strong>2017</strong><br />
auf einen Blick<br />
Termin<br />
5. bis 8. April <strong>2017</strong><br />
Öffnungszeiten<br />
Mittwoch bis Freitag 9 bis 18 Uhr<br />
Samstag<br />
9 bis 17 Uhr<br />
Preise<br />
Tageskarte € 20<br />
Zweitageskarte € 35<br />
Viertageskarte € 66<br />
ermäßigte Tageskarte* € 15<br />
Schüler und Studenten € 5<br />
AERO-Katalog € 5<br />
* Rentner, Behinderte, Gruppen ab 20 Personen<br />
Für Kinder und Jugendliche<br />
bis 16 Jahre ist der Eintritt frei.<br />
Online-Tickets sind vorab<br />
buchbar (www.aero-expo.com),<br />
die Ersparnis beträgt bis zu 6 Euro<br />
pro Ticket.<br />
Nichtsdestotrotz wurde 1977 der Grundstein<br />
für eine Erfolgsgeschichte gelegt,<br />
denn die AERO konnte von Jahr zu Jahr<br />
mehr Aussteller an den Bodensee locken.<br />
Mit der schrittweisen Reduktion der Airshow<br />
und dem Verzicht darauf ab 2010 in<br />
Verbindung mit dem erneuten Wechsel in<br />
den jährlichen Rhythmus verabschiedeten<br />
sich die Organisatoren endgültig von der<br />
AERO als Eventveranstaltung und fokussierten<br />
sich darauf, Hersteller und Verbände<br />
der GA mit den aktiven Piloten in professioneller<br />
Atmosphäre zusammenzubringen.<br />
Der <strong>aerokurier</strong> hat die Messe von der ersten<br />
Auflage an journalistisch begleitet und mit<br />
vielen Aktionen mitgestaltet.<br />
Zur 25. Auflage gilt unser Glückwunsch<br />
dem AERO-Projektteam um Roland Bosch.<br />
Auf die nächsten 40 Jahre!<br />
Inhalt<br />
4 Motorflug und BizAv<br />
Die Neuheiten von Single Engine<br />
Piston bis Turboprop<br />
12 Zubehör<br />
Aktuelles bei der Avionik und den<br />
Helferlein fürs Cockpit und mehr<br />
14 UL/LSA<br />
Trends im Sektor der<br />
ultraleichten Flächenflugzeuge<br />
20 Tragschrauber und Helikopter<br />
Neuigkeiten aus dem Segment<br />
der Drehflügler<br />
22 Segelflug<br />
Blick in das Portfolio der Hersteller<br />
von Segel- und UL-Segelflugzeugen<br />
27 GAMA-Report<br />
Die GA in aktuellen Zahlen<br />
28 Historie: 40 Jahre AERO<br />
Ein Blick ins Fotoalbum der Messe<br />
Friedrichshafen.<br />
30 Interview Roland Bosch<br />
Der AERO-Projektleiter<br />
über Historie und Zukunft<br />
32 Der <strong>aerokurier</strong> auf der Messe<br />
Aktivitäten, Debatten, Angebote<br />
34 Be a pilot<br />
Die Aktion für die Piloten von morgen<br />
36 Airshow zum Jubiläum<br />
Was am Himmel passiert<br />
37 Konferenzen<br />
Wer wann wo auf der AERO spricht<br />
38 Anflug<br />
Tipps zur Anreise mit dem Flugzeug<br />
40 Alle Austeller von A bis Z<br />
46 Impressum<br />
Titelfoto: Katrin Sdun<br />
[ AERO SPECIAL ]
[ AERO SPECIAL ]<br />
Neuheiten Motorflug und Business Aviation<br />
Im Süden was Neues<br />
Das Highlight der AERO ist die P2012<br />
Traveller von Tecnam, die in Friedrichshafen<br />
ihr Debüt gibt. Andere Hersteller sind indes<br />
mit überarbeiteten Versionen ihrer Muster<br />
vertreten, während die Geschäftsreise-<br />
Luftfahrt mit Minimalbesetzung auftritt.<br />
Die Freude im italienischen<br />
Capua war groß, als die<br />
Tecnam P2012 Traveller im<br />
Juli des vergangenen Jahres ihren<br />
Erstflug erfolgreich absolviert hatte.<br />
Die Flugerprobungen sind mittlerweile<br />
in vollem Gang, soll das<br />
Flugzeug doch bis 2018 die Zulassung<br />
nach CS-23 und FAR 23 erhalten.<br />
Vorgestellt wurde das<br />
Konzept im Jahr 2011, und nun<br />
bietet sich mit der AERO eine günstige<br />
Gelegenheit, die neue Maschine<br />
in voller Pracht zu präsentieren.<br />
Daher wurden die Flugerprobungen<br />
unterbrochen und das Flugzeug<br />
nach Friedrichshafen gebracht.<br />
Die P2012 Traveller ist das<br />
bisher größte Flugzeug von Tecnam.<br />
Es handelt sich dabei um einen<br />
zweimotorigen Hochdecker mit<br />
einer Spannweite von 14 Metern.<br />
Er bietet Platz für zwei Piloten und<br />
neun Passagiere, wobei der Zustieg<br />
über eine Kabinentür im hinteren<br />
Bereich des Rumpfes erfolgt.<br />
Angetrieben wird die Traveller<br />
von zwei 375 PS starken Lycoming-<br />
Motoren des Typs TEO-540-C1A,<br />
die in Verbindung mit einem Dreiblatt-Constant-Speed-Propeller<br />
für<br />
den nötigen Schub sorgen. Sie ist<br />
auf eine Reisegeschwindigkeit von<br />
180 Knoten ausgelegt, die Maximalgeschwindigkeit<br />
beträgt 240<br />
Knoten. Bei einem Verbrauch von<br />
30 US-Gallonen pro Stunde ist die<br />
P2012 Traveller in der Lage, Distanzen<br />
von mehr als 1100 nautischen<br />
Meilen zurückzulegen. Das<br />
maximale Abfluggewicht ist auf<br />
3600 Kilogramm limitiert, die Nutzlast<br />
beträgt 1350 Kilogramm. Im<br />
Cockpit ist Garmins neueste Avionik,<br />
das G1000 NXi, verbaut.<br />
„Wir bringen mit der P2012<br />
eine echte Innovation“, ist Tecnam-<br />
Direktor Paolo Pascale überzeugt.<br />
Bei der Entwicklung legten die<br />
Ingenieure nicht nur Wert darauf,<br />
den Passagieren eine sichere und<br />
komfortable Reise zu ermöglichen,<br />
auch Aspekte wie möglichst geringe<br />
Betriebskosten und lange<br />
Wartungsintervalle spielten bei<br />
der Konzeption eine Rolle. Daher<br />
entschieden sich die Ingenieure<br />
für ein Festfahrwerk, das im Vergleich<br />
zu einem Einziehfahrwerk<br />
mit einem geringeren Wartungsaufwand<br />
verbunden ist.<br />
Die Flugzeugbezeichnung leitet<br />
sich wie bei der ganzen Tecnam-<br />
Flotte vom Anfangsbuchstaben<br />
des Designers Luigi Pascale und<br />
dem Entwurfsjahr ab. Der Zusatz<br />
„Traveller“ ist der Tatsache geschuldet,<br />
dass Tecnam mit dem<br />
Flugzeug eine neue Commuter-Ära<br />
einläuten möchte.<br />
Im Gegensatz zur restlichen<br />
Flotte, die vor allem zu Schulungszwecken<br />
und für den privaten<br />
Gebrauch konzipiert ist, soll die<br />
Zweimot auch den Bedarf regionaler<br />
Fluggesellschaften decken.<br />
Ob VIP- oder Krankentransporte,<br />
ob als Absetz- oder Frachtflugzeug:<br />
Die P2012 Traveller soll universell<br />
einsetzbar sein. Durch den großen<br />
Abstand zwischen Propeller und<br />
Boden sowie einer verhältnismäßig<br />
kurzen Startstrecke ist es mit dem<br />
Hochdecker beispielsweise unproblematisch,<br />
auf unbefestigten<br />
Pisten zu starten und zu landen.<br />
Auf der AERO ist Tecnam in<br />
Halle 4 am Stand 319 mit der ganzen<br />
Produktpalette vertreten. Zugleich<br />
ist die Messe Treffpunkt für<br />
mehr als 60 Tecnam-Händler aus<br />
aller Welt.<br />
Pipistrel hält sein<br />
Mogas-Versprechen<br />
Auch im benachbarten Slowenien<br />
war man derweil nicht untätig:<br />
Pipistrel hat die viersitzige<br />
Panthera inzwischen mit einem<br />
Sechszylinder-Lycoming IO-540V<br />
ausgestattet. Der neue Motor wurde<br />
notwendig, da Lycoming den<br />
bisher verbauten IO-390 nicht für<br />
Mogas freigab und der Betrieb mit<br />
bleifreiem Benzin eines der Kern-<br />
4 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
Pipistrel Panthera<br />
Die Panthera war bislang nur<br />
mit dem Lycoming IO-390<br />
erhältlich. Auf der AERO wird sie<br />
mit dem neuen, 50 PS stärkeren<br />
IO-540V zu sehen sein.<br />
Fotos: Tecnam, Pipistrel<br />
Tecnam P2012 Traveller<br />
Nach fünf Jahren intensiver Entwicklungsarbeit<br />
präsentiert Tecnam sein<br />
neues Flaggschiff, mit dem man älteren<br />
Twins Konkurrenz machen will.<br />
versprechen war, der Hersteller<br />
bei der Vorstellung der Panthera<br />
vor fünf Jahren gab. Da der neue<br />
Motor unter die alte Cowling passt,<br />
werde sich das Äußere der Panthera<br />
nicht verändern, hieß es 2014<br />
bei Pipistrel. Auch die Tankkapazität<br />
von 220 Litern bliebe erhalten,<br />
da bei den vorgesehenen Leistungsdaten<br />
kein Mehrverbrauch<br />
zu erwarten sei. Pipistrel strebe<br />
weiterhin 200 Knoten Reisegeschwindigkeit<br />
an, so die Slowenen.<br />
Der Hersteller konnte sein Versprechen<br />
erfüllen. Durch den<br />
schwereren Motor verringert sich<br />
die Nutzlast zwar um 45 auf 500<br />
Kilogramm. Dank einer Mehrleistung<br />
von 50 PS verkürzt sich zugleich<br />
die Startstrecke auf 540<br />
Meter, die Steigrate erhöht sich<br />
auf 1550 Fuß pro Minute und die<br />
Dienstgipfelhöhe auf Flugfläche<br />
250. Die Reisegeschwindigkeit auf<br />
Flugfläche 80 bei 75 Prozent Leistung<br />
beträgt beachtliche 198 Knoten.<br />
Obwohl der neue, leistungsstärkere<br />
Motor zehn zusätzliche<br />
Liter Treibstoff pro Stunde verbrennt,<br />
kann die Panthera nach<br />
wie vor nonstop Strecken über 1000<br />
nautische Meilen zurücklegen.<br />
Mit der Entwicklung eines Flugzeugs,<br />
das für den Einbau eines<br />
klassischen Verbrennungsmotors,<br />
eines Hybrid- oder eines reinen<br />
Elektroantriebs ausgelegt ist, traf<br />
Pipistrel den Nerv der Zeit. So<br />
gewann die windschnittige Panthera<br />
bereits im Jahr 2014 den<br />
„<strong>aerokurier</strong> Innovation Award“ in<br />
der Rubrik Motorflugzeuge. Pipistrel<br />
wird sowohl die Panthera als<br />
auch die Virus SW 121 zur diesjährigen<br />
AERO mitbringen. Der<br />
slowenische Hersteller wird in<br />
Halle B3 am Stand 201 anzutreffen<br />
sein.<br />
Cirrus zeigt sechste<br />
Generation der SR<br />
Im Frühjahr kündete Cirrus die<br />
sechste Generation der Modelle<br />
SR20, SR22 und der SR22T an. „G6<br />
ist unsere innovativste, leistungsfähigste<br />
und funktionsreichste<br />
Update-Reihe, die wir bisher für<br />
die SR-Produktlinie verwirklicht<br />
haben“, erklärt Todd Simmons, der<br />
bei Cirrus für die Kundenbetreuung<br />
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[ AERO SPECIAL ]<br />
verantwortlich ist. Damit spielt<br />
Simmons auf die Cockpits an, die<br />
mit dem neuesten Avioniksystem,<br />
dem Cirrus Perspektive+, ausgestattet<br />
sind.<br />
Entwickelt wurde es in Zusammenarbeit<br />
mit Garmin auf Basis<br />
des G1000 NXi. Durch die höhere<br />
Verarbeitungsgeschwindigkeit ist<br />
es dem System möglich, Informationen<br />
wie Anflughilfen und Wetterdaten<br />
darzustellen. Cirrus integriert<br />
auch das Flight Stream von<br />
Garmin ins Cockpit und ermöglicht<br />
damit einen kabellosen Datentransfer<br />
zwischen der Garmin-Pilot-App<br />
und dem Perspektive+. Dank Tastatur<br />
gestaltet sich die Bedienung<br />
intuitiv.<br />
Neu entwickelte LED-Leisten,<br />
sogenannte Spectra Wingtips, zieren<br />
die Flügelspitzen der SR-Reihe.<br />
Sie sorgen für bessere Sichtbarkeit<br />
und somit auch für mehr Sicherheit<br />
im Luftraum. Die SR20 wurde<br />
mit einem 215 PS starken Lycoming<br />
IO-390 ausgestattet. Damit werden<br />
sowohl die Leistung als auch die<br />
Nutzlast erhöht, die nun 467 Kilogramm<br />
beträgt. Am Stand 421 in<br />
der Halle A3 stellt der amerikanische<br />
Hersteller eine SR20, eine<br />
SR22T und ein Mockup des Vision<br />
Jets mit der Cirrus-Perspective-<br />
Touch-Avionik aus.<br />
Textron Aviation setzt<br />
auf moderne Avionik<br />
Die neue Avionik von Garmin,<br />
das G1000 NXi, hält auch bei<br />
Textron Aviation, dem Mutterkonzern<br />
von Cessna, Beechcraft und<br />
Hawker, Einzug. Seit diesem Frühjahr<br />
sind die Modelle Cessna Skyhawk,<br />
Skylane, Turbo Stationair<br />
HD sowie die Beechcraft Bonanza<br />
G36 und Baron G58 damit ausgestattet.<br />
„Diese Neuerung wird nicht<br />
nur die Arbeitsbelastung für den<br />
Piloten verringern“, betont Doug<br />
May, der für die Produktion der<br />
Kolbenmotorflugzeuge zuständig<br />
ist, „sondern wirkt sich durch das<br />
effizientere und modernere Cockpitdesign<br />
nachhaltig auf das<br />
gesamte Flugerlebnis aus.“<br />
Das System verarbeitet Daten<br />
und rendert Grafiken schneller. Das<br />
Display ist dank der LED-Hintergrundbeleuchtung<br />
besser ablesbar<br />
Cirrus G6<br />
Das Avioniksystem Perspektive+ von Cirrus bietet<br />
viele neue Funktionen. Die LED-Leisten am Ende<br />
der Tragfläche verbessern die Sichtbarkeit.<br />
geworden. Funktionen wie etwa<br />
das Unterlegen der Karte im Horizontal<br />
Situation Indicator, die<br />
Ansicht von VFR- und IFR-Anflügen<br />
auf der Moving Map und animierte<br />
Wetterdaten entlasten den Piloten.<br />
Optional können weitere<br />
Funktionen wie Flight Stream oder<br />
SurfaceWatch, ein System zur Navigation<br />
auf Flughäfen, integriert<br />
werden. Die Cessna Skylane, die<br />
in Halle A3 bei Textron Aviation<br />
ausgestellt ist, verfügt bereits über<br />
die neue Avionik.<br />
Piper präsentiert<br />
die neue M600<br />
Im Juni 2016 zertifizierte die<br />
amerikanische Luftfahrtbehörde<br />
die Piper M600. Die ersten<br />
Cessna Skylane 182<br />
Textron Aviation verbaut die moderne Garmin-<br />
G1000-NXi-Avionik in Modelle wie die Skylane,<br />
die Skyhawk und die Turbo Stationair HD.<br />
Fotos: Cirrus Aircraft, Textron Aviation<br />
6 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
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[ AERO SPECIAL ]<br />
Piper M600<br />
Mit den neuen Leistungsdaten ist Pipers<br />
neues Topmodell der M-Klasse, die M600,<br />
eine ernst zu nehmende Konkurrenz für<br />
die TBM 930 geworden.<br />
Fotos: Piper, Pilatus, Daher/TBM<br />
Modelle verließen das Werk bereits<br />
einen Monat später. Weltpremiere<br />
feierte die Turboprop 2016 in Oshkosh;<br />
somit ist es für Piper jetzt<br />
an der Zeit, die M600 auch in<br />
Europa vorzustellen.<br />
Die Piper M600 löst die M500<br />
als Flaggschiff der M-Klasse ab.<br />
Dank der neuen PT6A-42A-Turbine<br />
von Pratt & Whitney mit einer<br />
Leistung von bis zu 600 Wellen-PS<br />
erreicht die M600 Geschwindigkeiten<br />
von maximal 274 Knoten.<br />
Die Dienstgipfelhöhe liegt bei<br />
Flugfläche 300. In Reiseflugkonfiguration<br />
legt sie knapp 1500 nautische<br />
Meilen zurück. Die M600<br />
fliegt dabei nicht nur schneller und
Daher TBM 900 / TBM 930<br />
Der französische Hersteller führt bei seinen<br />
beiden Turboprop-Flugzeugen ab Modelljahr<br />
<strong>2017</strong> zahlreiche Neuerungen ein.<br />
die an verschiedenen Stellen des<br />
Cockpits verbaut sind, können<br />
Handyakkus wieder aufgeladen<br />
werden.<br />
Das Modell-Update umfasst<br />
indes auch eine Umgestaltung des<br />
TBM-930-Interieurs: Neue Sitzpolster,<br />
Kopfstützen, Armlehnen und<br />
Sitznähte verleihen der Kabine in<br />
Kombination mit gebürsteten<br />
Chromelementen ein frisches Aussehen.<br />
Insgesamt sind drei Ausstattungsvarianten<br />
erhältlich: Black<br />
Diamond, Beige Luxor und Agate<br />
Grey. Daher werden auf der AERO<br />
die <strong>2017</strong>er-Versionen von TBM 900<br />
und TBM 930 am Stand 321 in der<br />
Halle A3 ausgestellt sein.<br />
Pilatus auf Erfolgskurs<br />
mit der PC-12NG<br />
ergänzt die Funktionalität des Geschäftsreiseflugzeugs.<br />
Als Avionik<br />
kommt Garmins G3000 zum Einsatz.<br />
Mit Hilfe des „Flight Stream 210<br />
Gateway“ können sich bis zu zwei<br />
mobile Geräte, auf denen die App<br />
„Garmin Pilot“ ausgeführt wird,<br />
drahtlos mit dem System verbinden.<br />
An zahlreichen USB-Ports (5V/3A),<br />
Eigentlich wollte der Schweizer<br />
Flugzeughersteller die Produktion<br />
seines Dauerrenners PC-12NG<br />
dieses Jahr etwas reduzieren – auch<br />
in Anbetracht der Fortschritte des<br />
Testprogramms des Business Jets<br />
PC-24. Doch die Turboprop kommt<br />
nach wie vor sehr gut an, weshalb<br />
die Schweizer auf der AERO mit<br />
Pilatus PC-12NG<br />
Die Turboprop ist als NG-Version<br />
noch immer ein Bestseller.<br />
weiter als ihre Vorgängerin, auch<br />
die Zuladung hat sich um 319 Kilogramm<br />
auf 1089 Kilogramm erhöht.<br />
Im Cockpit hat sich mit Einzug<br />
des Garmin-G3000-Panels einiges<br />
getan. Die Bedienelemente sind<br />
benutzerfreundlich angelegt und<br />
werden durch den Garmin-GTC-<br />
570-Touchscreen-Controller stark<br />
vereinfacht. Piper ist auf der AERO<br />
mit einer M600 in Halle A4, Stand<br />
409 vertreten. Dort wird auch eine<br />
Lightwing AC4 präsentiert, für die<br />
Piper Deutschland den Vertrieb<br />
übernimmt.<br />
Evolution statt<br />
Revolution bei Daher<br />
Der französische Flugzeughersteller<br />
führt mit dem Modelljahr<br />
<strong>2017</strong> einige Neuerungen bei den<br />
Modellen TBM 900 und TBM 930<br />
ein. Das schon oft erwähnte Garmin<br />
G1000 NXi kommt nun auch bei<br />
Dahers Verkaufsschlager TBM 900<br />
zum Einsatz. „Dieses Upgrade beinhaltet<br />
ein neues Flight Display<br />
mit markanten Verbesserungen<br />
und zusätzliche Funktionen wie<br />
etwa eine drahtlose Cockpitverbindung<br />
für mobile Geräte“, erklärt<br />
Nicolas Chabbert, Verantwortlicher<br />
der Daher Airplane Business Unit.<br />
Auch das Topmodell, die TBM<br />
930, hat seit dem Modelljahr <strong>2017</strong><br />
eine umfassende Überarbeitung<br />
erfahren. Bislang nur optional erhältliche<br />
Ausstattungsmerkmale<br />
sind jetzt in der Standardausführung<br />
enthalten. Diese umfasst nun<br />
beispielsweise einen Transponder<br />
von Garmin des Typs GTX 345<br />
ADS-B IN, der in den USA Verkehrsund<br />
Wetterinformationen empfangen<br />
kann. Ein Stick-Shaker, der<br />
direkt an die Überziehwarnanlage<br />
gekoppelt ist und bei drohendem<br />
Strömungsabriss spürbar vibriert,<br />
AERO Special 4/<strong>2017</strong> 9
[ AERO SPECIAL ]<br />
Honda HondaJet<br />
Auch der HondaJet – auf der letzten AERO<br />
das Messe-Highlight schlechthin – ist dieses<br />
Jahr wieder in Friedrichshafen dabei.<br />
Embraer Phenom 300<br />
Die Brasilianer konnten 2016 insgesamt 63<br />
Exemplare des Business Jets ausliefern.<br />
Pilatus-Händler in Deutschland,<br />
stellt eine PC-12NG auf dem Static<br />
Display aus.<br />
Business Jets nur mit<br />
Minimalbesetzung<br />
Fotos: Embraer, Honda<br />
Embraer Legacy 450/500<br />
Für den US-amerikanischen Business-Jet-<br />
Markt produziert Embraer die Legacy 450<br />
auch in Melbourne, Florida.<br />
einer PC-12NG vertreten sein<br />
werden. Die ab dem Jahr 2016<br />
erhältliche NG-Version verfügt<br />
über einen Fünfblattpropeller<br />
aus Verbundwerkstoffen sowie<br />
weitere aerodynamische Änderungen,<br />
die die maximale Reisegeschwindigkeit<br />
der Turboprop<br />
auf 285 Knoten (528 km/h)<br />
erhöhen. Gleichzeitig wurde<br />
die Kabine besser gedämmt,<br />
womit der Geräuschpegel weiter<br />
gesenkt werden konnte. Die<br />
Teilnahme eines PC-24-Prototyps<br />
konnte man auf Nachfrage<br />
nicht bestätigen. Pilatus ist<br />
in Halle A3, Stand 121 zu finden.<br />
Auch Air Alliance, offizieller<br />
Bombardier, Gulfstream, Stratos,<br />
und Eclipse werden dieses<br />
Jahr nicht auf der AERO vertreten<br />
sein. Auch Dassault wird wohl<br />
fehlen. Eine mögliche Erklärung<br />
dafür: Die Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen<br />
konzentrieren<br />
sich auf die bevorstehende EBACE<br />
in Genf, die als europäische Fachmesse<br />
für die Business Aviation<br />
einen höheren Stellenwert besitzt<br />
als die AERO.<br />
Bestätigte Teilnahmen gibt es<br />
dennoch einige: Den Anfang macht<br />
Honda; die Amerikaner sind auch<br />
dieses Jahr mit einem HondaJet<br />
in Halle A3 am Stand 321 mit von<br />
der Partie. Embraer ist immerhin<br />
mit drei Mustern vertreten: Neben<br />
einer Legacy 450 und einer Legacy<br />
500 ist auch eine Phenom 300<br />
am Start, die vergangenes Jahr<br />
laut aktueller GAMA-Statistik die<br />
meisten Auslieferungen ihrer Klasse<br />
hatte. Die Embraer-Jets sind auf<br />
dem Static Display zu sehen. ae<br />
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Garmins G5<br />
taugt sowohl als<br />
primäres Fluginstrument<br />
als auch<br />
als Backup.<br />
Fotos: Friebe, Garmin<br />
Zubehör<br />
Nützliches Drumherum<br />
Zwischen all den<br />
Fluggeräten gibt es<br />
auch bei Zubehör<br />
und Avionik allerhand<br />
Neues. Hier nur ein<br />
kleiner Einblick in das,<br />
was die Hersteller so<br />
mitbringen.<br />
Garmin als Platzhirsch im<br />
Avionikbereich ist auf vielen<br />
Herstellerständen schon<br />
in den Panels vertreten, zeigt aber<br />
auch in der „Avionik Avenue“ manche<br />
Neuheit. Insbesondere das G5<br />
dürfte interessant sein, kann es<br />
doch als primäres Anzeigegerät<br />
für die meisten Flugdaten oder als<br />
Backup-Gerät in Glascockpits verwendet<br />
werden. Dacher Systems<br />
Lightspeed<br />
zeigt mit dem Zulu 3<br />
den jüngsten Spross<br />
seiner erfolgreichen<br />
Headset-Familie.<br />
stellt mit der sky[nav]pro Red Line<br />
Box seinen neuen Transceiver vor.<br />
Er überträgt via terrestrischem<br />
und satellitenbasiertem Mobilfunk<br />
empfangene Signale per WLAN an<br />
Tablets, die für die Navigation<br />
benutzt werden, und verarbeitet<br />
auch ADS-B- und FLARM-Signale.<br />
Für effektiven Gehörschutz bei<br />
hohem Tragekomfort sind die<br />
Headsets von Lightspeed bekannt,<br />
mit dem Zulu 3 geht das Erfolgsmodell<br />
in die dritte Generation und<br />
soll alles noch ein bisschen besser<br />
können als die bisherigen Geräte.<br />
In der Headset-Test-Area tritt es<br />
zum Vergleich an.<br />
Piloten, die ihr Flugzeug oft<br />
draußen verankern, finden bei<br />
Flugversand Büscher die neuen<br />
Torky-Erdanker, die OUV-Tüftler<br />
Alfred Schnüttgen entwickelt hat.<br />
Sie sollen mehr Halt bieten als<br />
herkömmliche Systeme. Geht es<br />
nach der EASA, haben auch die<br />
heute üblichen Flugbücher bald<br />
ausgedient. Neue, AMC1-FCL0.50-<br />
gemäße Bücher gibt es bei Ülis<br />
Segelflugbedarf.<br />
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UL und LSA auf der AERO<br />
So viel Auswahl war noch nie<br />
UL/LSA-Flugzeuge füllen in Friedrichshafen vier Hallen. Besucher der Jubiläums-AERO<br />
haben die Chance, nahezu das gesamte Angebot dieses Sektors direkt zu vergleichen.<br />
Und Überraschungen haben die Hersteller auch versprochen.<br />
Neugierig macht auf jeden<br />
Fall Swiss Excellence Aircraft.<br />
Auf der AERO will<br />
der Hersteller des offiziell bestätigt<br />
schnellsten ULs Neues enthüllen.<br />
Die Risen, mit Einziehfahrwerk<br />
und dem charakteristischen V-<br />
Leitwerk, aber ganz konventionell<br />
angetrieben von einem 100-PS-<br />
Rotax, hat im vergangenen August<br />
mit 328,82 km/h einen absoluten<br />
Spitzenwert erzielt. Der internationale<br />
Luftsportverband FAI hat<br />
die Leistung in der Klasse R (Microlights)<br />
als Weltrekord anerkannt.<br />
Die zweisitzige Risen, die ein<br />
bequemes Cockpit mit nebeneinander<br />
angeordneten Sitzen bietet,<br />
hat mit dem Rekord sogar all die<br />
schlank gestalteten Tandemsitzer<br />
ausgestochen, die für sich in Anspruch<br />
nehmen, die schnellsten<br />
ULs zu sein. Diese schnittigen<br />
Renner im Design von Militärtrainern/Jets<br />
werden inzwischen in<br />
leicht unterschiedlicher Gestalt<br />
von mehr als sieben Herstellern<br />
angeboten: der Shark von Shark<br />
Aero, die Prime von Blackshape,<br />
die Stream von TL-Ultralight, der<br />
Tarragon von Pelegrin, der Flamingo<br />
von TAF3, die Tucano Replica<br />
von Flying Legend und schon etwas<br />
ausgefallener das UL-39 Albi mit<br />
BMW-Motorradmotor von Skyleader<br />
als Modell des LET-39-Jets.<br />
Eine hohe Reisegeschwindigkeit<br />
spielt bei nahezu allen Herstellern<br />
eine große Rolle. Diesen Eckwert<br />
heben sie in den Beschreibungen<br />
stets besonders hervor. Und bei<br />
Modellen, bei denen mit Speed<br />
nicht gepunktet werden kann,<br />
verschwindet der Wert eher verschämt<br />
hinter anderen Leistungsund<br />
Eigenschaftsmerkmalen, die<br />
für ein Flugzeug, das vor allem zu<br />
unbeschwertem Flugspaß verhelfen<br />
soll, von erheblich größerer<br />
Bedeutung sind als die Reisegeschwindigkeit.<br />
Der Idee des einfachen<br />
Fliegens verpflichtet<br />
Comco Ikarus in Hohentengen<br />
ist einer der wenigen Hersteller,<br />
der sich hier klar positioniert hat.<br />
Die Ikarus C42 ist ein unprätentiöses<br />
Schulflugzeug und erfreut<br />
über den Einsatz als Trainer hinaus<br />
auch als Reise- und Schleppflugzeug.<br />
Die Verkaufszahlen haben<br />
inzwischen Rekordwerte erreicht.<br />
Weltweit sind mehr als 1500 Ikarus<br />
C42 im Einsatz.<br />
Auf Solidität setzt auch Aerospool<br />
in Prievidza. Der Hersteller<br />
aus der Slowakei zeigt die WT9<br />
Dynamic, die inzwischen in mehr<br />
als 700 Exemplaren fliegt, mit einer<br />
neuen Cockpitausstattung und<br />
überarbeitetem Instrumentenpanel.<br />
Die Erprobung des Musters für die<br />
Zulassung als LSA in Europa hat<br />
Aerospool inzwischen weitgehend<br />
abgeschlossen, sodass die Dynamic<br />
bald auch mit Echo-Kennzeichen<br />
geflogen werden kann. Für<br />
Piloten mit PPL(A) oder LAPL(A)<br />
14 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
Blackwing<br />
Mit dem UL aus Schweden ist in<br />
dem skandinavischen Nachbarland<br />
sogar Kunstflug möglich.<br />
Virus SW<br />
SW steht für Short Wing. Mit<br />
kleinerer Flügelfläche ist die<br />
Virus mehr ein Motorflugzeug.<br />
Breezer<br />
Für PPL(A)-Piloten bietet<br />
Breezer das LSA B600, für<br />
UL-Piloten die B400.<br />
Remos GxiS<br />
Mit der GxiS erweitert Remos<br />
sein Ultraleicht-Angebot um<br />
ein Light Sport Aircraft.<br />
Fotos: Hersteller<br />
bedeutet dies eine interessante<br />
Option für Scheinerhaltungsflüge.<br />
Das viersitzige Schwestermodell<br />
WT10 bietet Aerospool als Baukasten<br />
für Amateurflugzeugbauer an.<br />
Die Zulassung der Breezer B600<br />
als europäisches LSA – nachdem<br />
das Modell schon lange in den USA<br />
als Light Sport Aircraft erfolgreich<br />
war – hat Breezer Aircraft im vergangenen<br />
Jahr durchgekämpft.<br />
Der Hersteller aus Norddeutschland<br />
baut seit dem Jahr 2000 einmotorige<br />
Sportflugzeuge in den Kategorien<br />
Ultraleicht und Experimental.<br />
Die B600 und das Ultraleichtflugzeug<br />
B400 stehen auf der<br />
AERO zum direkten Vergleich<br />
nebeneinander.<br />
Noch im Zulassungsverfahren<br />
zum LSA steckt die Remos GXiS.<br />
Gegenüber der ersten Vorstellung<br />
im vergangenen Jahr hat die GXiS<br />
in der Flugerprobung eine Reihe<br />
von Veränderungen beim Antrieb<br />
(Propeller) und in der Instrumentierung<br />
erhalten. Auf der AERO<br />
<strong>2017</strong> wird der Besucher eine GXiS<br />
in Augenschein nehmen können,<br />
wie sie mit dem neuen Rotax 912<br />
iS Sport und automatisiertem<br />
Motorcheck in die Serienfertigung<br />
gehen wird. Der <strong>aerokurier</strong>-Redaktion<br />
stellte sich das Flugzeug zum<br />
Pilot Report (Ausgabe 12/2016) als<br />
einfach zu handhabendes Hightech-Gerät<br />
mit passabler Reiseleistung<br />
vor. Für jene, die beim UL<br />
bleiben wollen, hat Remos das in<br />
vielem ähnliche Ultraleichtflugzeug<br />
GXNxT im Programm.<br />
Im Rennen um Speedpunkte<br />
mochte auch Peter Funk (Bücker<br />
und Funk) nicht mitmachen. Mit<br />
der BF 139 Clubman setzt er auf<br />
Retro. Die „Neu-Bücker“ auf Basis<br />
der bewährten FK9 verspricht<br />
Fliegen wie anno dazumal. Sie<br />
Mehr vom Fliegen.<br />
Hier landen:<br />
AERO – 5. bis 8. April, Friedrichshafen, Halle B3<br />
remos.com
[ AERO SPECIAL ]<br />
Ikarus C42<br />
Die C42 fliegt in mehr als 1500<br />
Exemplaren, die C52 war eine<br />
Weiterentwicklung.<br />
FlyWhale<br />
Das Amphibium aus Norddeutschland<br />
erweitert die Welt<br />
der Ultraleichtfliegerei.<br />
Fotos: Hersteller, Frank Herzog<br />
FAETA NG<br />
Neu für die Messe: die FAETA<br />
New Generation mit konventionellem<br />
Leitwerk.<br />
eröffnet eine Erlebniswelt jenseits<br />
des schnellen Vorankommens, das<br />
Fliegen konzentriert sich auf das<br />
Erleben der Bewegung in der dritten<br />
Dimension. Der in der Flugerprobung<br />
stehende Zweisitzer ist<br />
mit dem Siebenzylinder-Sternmotor<br />
Scarlett 7H von Verner ausgestattet.<br />
Bei 77 Kilogramm Gewicht<br />
holt er aus 4,3 Litern Hubraum 117<br />
PS heraus. Mit diesem Hingucker<br />
ist die Clubman in der Engine<br />
Area in Halle A5 zu bestaunen.<br />
Ganz losgelöst von aktuellen<br />
Trends hat FlyWhale Aircraft sein<br />
Amphibium zur Serienreife gebracht.<br />
Der FlyWhale fliegt inzwischen<br />
in drei Exemplaren. Der<br />
Hersteller aus Norddeutschland<br />
hofft, mit der druckfrischen UL-<br />
Musterzulassung zur Messe zu<br />
kommen.<br />
Schon ein guter alter Bekannter<br />
ist das Amphibium ATL 650 aus<br />
Finnland, das jetzt in Serie produziert<br />
werden soll.<br />
Bristell<br />
Ein windschnittiges Design hat<br />
BRM Bristell Aero seinen ULs und<br />
LSA mitgegeben.<br />
16 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
CT MC<br />
Mit der CT MC hat Flight Design<br />
auch ein Angebot für Liebhaber<br />
von Metallkonstruktionen.<br />
Clubman BF 139<br />
Mit moderner Technik fliegen<br />
wie anno dazumal.<br />
Eine Premiere gibt es am Stand<br />
von ATEC Aircraft. Der tschechische<br />
Hersteller zeigt die FAETA 321 NG.<br />
Das Next-Generation-Modell verfügt<br />
über eine Reihe von Modifikationen,<br />
die auffälligste ist das<br />
neue Leitwerk. Es hat eine konventionelle<br />
Kreuzanordnung, während<br />
die FAETA 321, die weiterhin<br />
angeboten wird, mit einem T-Leitwerk<br />
fliegt. Die NG ist mit einem<br />
Rotax 912 ULS und einem Dreiblatt-<br />
FITI-Eco-Competition-Propeller<br />
ausgestattet. Die Reisegeschwindigkeit<br />
der FAETA NG gibt ATEC<br />
mit 242 km/h bei 5100 U/min an.<br />
Viele Neuerungen<br />
nur bei den Details<br />
Die meisten Hersteller beschränken<br />
sich auf die Vorstellung von<br />
Modifikationen und neuen Avionikausstattungen,<br />
denn Neuzulassungen<br />
von Ultraleichtflugzeugen<br />
erfordern heute einen Aufwand,<br />
der nahezu dem von Leichtflugzeugen<br />
der E-Klasse entspricht.<br />
Und trotzdem tauchen auf der<br />
AERO immer wieder Start-ups auf,<br />
die ein neues UL entwickelt haben<br />
und sich erst kurz vor Messebeginn<br />
anmelden. Diese Überraschungen<br />
lohnen das Streifen durch die Hallen<br />
einmal mehr.<br />
In der Vielfalt der Ausstellungsstücke<br />
ist die AERO, was Ultraleichtflugzeuge<br />
und LSAs angeht,<br />
ohnehin unübertroffen. So unmittelbar<br />
wie hier lassen sich Flugzeuge<br />
nicht vergleichen und die<br />
Vor- und Nachteile von Metall-,<br />
Faserverbund- und Gemischtbauweisen<br />
diskutieren. Einsteigen,<br />
Platz nehmen, die Sichtverhältnisse<br />
prüfen – und schon weiß man<br />
die Unterschiede zwischen Schulter-<br />
und Tiefdeckeranordnungen<br />
zu beurteilen. Reicht mir der Platz,<br />
der ein Side-by-Side-Cockpit bietet?<br />
Wie hinderlich sind Abstrebungen,<br />
beim Ein- und Ausstieg?<br />
Und dann gibt es noch die Offerte<br />
für ganz unbürokratischen<br />
Flugspaß ohne Medical in der<br />
120-kg-Klasse. Die Vertreter dieser<br />
Kategorie bieten mit Einfachstkonstruktionen<br />
Reminiszenzen an die<br />
Anfänge der UL-Fliegerei. ae<br />
Gerhard Marzinzik<br />
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[ AERO SPECIAL ]<br />
Niki Rotor Lightning<br />
Mit dem Propeller im Ausleger ist der<br />
Lightning ein besonderer Hingucker.<br />
Rotorschmiede VA115<br />
Weniger geht nicht, um vertikal in die<br />
Luft zu kommen. Die Firma Rotorschmiede<br />
setzt auf Purismus.<br />
UL-Helis und Tragschrauber<br />
Neues aus der<br />
Rotorfraktion<br />
Mit nur 30 Zulassungen im Jahr 2016 ist<br />
der Tragschraubermarkt in Deutschland<br />
schwierig wie lange nicht. Für die UL-Helis<br />
aber gibt es nun grünes Licht – was das für<br />
den Markt bedeutet, bleibt abzuwarten.<br />
Die Anzahl der Neuzulassungen<br />
bei den Gyros halbierte<br />
sich im Vergleich zum<br />
Vorjahr. Angesichts dieses dramatischen<br />
Rückgangs sah vermutlich<br />
manch bekannter Hersteller wenig<br />
Sinn darin, seine ohnehin bekannten<br />
Geräte teuer auf der Messe<br />
auszustellen.<br />
Die französische DTA stellt einen<br />
neuen Tragschrauber vor, der<br />
klassisch als offener Tandemsitzer<br />
aufgebaut ist. Nähere Einzelheiten<br />
sollen erst auf der Messe preisgegeben<br />
werden. Wie alle Jahre wird<br />
auch der geschlossene Tandemsitzer<br />
J-RO zu sehen sein, bei<br />
dem für offenes Fliegen fix die<br />
beiden Flügeltüren abgebaut werden<br />
können.<br />
Der italienische Hersteller Magni<br />
zeigt in Friedrichshafen zwei<br />
offene Tandemsitzer, die im Grunde<br />
baugleich sind, sich aber im<br />
Komfort unterscheiden: den M 16<br />
Trainer für die Schulung und die<br />
Reisemaschine M 22 Voyager.<br />
Ebenfalls wird das Flaggschiff des<br />
Unternehmens, der geschlossene<br />
Side-by-side-Sitzer M 24 Orion, zu<br />
sehen sein.<br />
Niki Rotor Aviation aus Bulgarien<br />
– seit Kurzem ISO-zertifiziert<br />
– ist mit Kallithea und Lightning<br />
vor Ort. Letzterer besticht durch<br />
den in den hubschrauberähnlichen<br />
Heckausleger integrierten Schubpropeller.<br />
Das Schwestermodell<br />
dagegen ist in traditioneller Bauform<br />
gehalten. Beide sind geschlossene<br />
Tandemsitzer und bestehen<br />
komplett aus Carbon. Angetrieben<br />
werden sie von 100 PS starken<br />
Rotax-912-ULS-Motoren.<br />
Rainer Farrag und sein Unternehmen<br />
Trixy Aviation aus Österreich<br />
stellen den TrixyEye vor, der<br />
mit dem hauseigenen Motor, Spezialkameras<br />
und Radargerät ausgerüstet<br />
für den Behördeneinsatz<br />
konzipiert ist. Bereits im vergangenen<br />
Jahr erstaunte Farrag die<br />
Fachwelt mit dem TrixyFormer,<br />
der aus einer Tragschraubereinheit<br />
und einem abkoppelbaren Motorrad<br />
mit Elektroantrieb besteht. Als<br />
weitere Sensation folgte 2016 dann<br />
der offene Side-by-side-Tragschrauber<br />
Spirit. Bisher völlig geheim<br />
gehalten und auf dieser AERO als<br />
Weltneuheit erstmals enthüllt wird<br />
eine weitere Neuentwicklung, die<br />
unabhängig vom Untergrund operieren<br />
kann.<br />
Zweifellos brachte das erfolgreich<br />
abgeschlossene Erprobungsprogramm<br />
für UL-Hubschrauber<br />
einen erheblichen Schub in das<br />
neue Marktsegment. Kein Wunder,<br />
dass in diesem Jahr die Hersteller<br />
besonders bemüht sind, ihre Produkte<br />
der Öffentlichkeit zu präsentieren,<br />
geht es doch um die Eroberung<br />
und Sicherung von Marktanteilen<br />
– nicht nur in Deutschland.<br />
CoAX und Co greifen<br />
nach Marktanteilen<br />
Die Thüringer von edm aerotec<br />
zeigen wie schon im Vorjahr den<br />
Koaxialhubschrauber CoAX 2D. Er<br />
arbeitet mit zwei übereinanderliegenden<br />
gegenläufigen Rotorebenen,<br />
was einen Heckrotor<br />
überflüssig macht und die Steuerung<br />
erheblich vereinfacht. Als<br />
Antrieb dient der 135 PS starke<br />
Sechszylinder von D-Motor aus<br />
Belgien. Der gesamte Hubschrauber<br />
ist aus Kohlefaserwerkstoff<br />
aufgebaut und erreicht ein Leergewicht<br />
von unter 280 Kilogramm.<br />
Der bereits in Frankreich als<br />
UL-Hubschrauber zugelassene Dynali<br />
H 3 ist ein UL-Heli mit Zweiblattrotor<br />
in Side-by-side-Konfiguration.<br />
Er wird von einem Rotax<br />
912 ULS angetrieben und leistet<br />
durch ein selbst entwickeltes Einspritzsystem<br />
dauerhaft 110 PS.<br />
Obwohl Verbundwerkstoffe kaum<br />
zum Einsatz kommen, werden nach<br />
Herstellerangaben die gesetzlichen<br />
450 Kilogramm MTOW eingehalten.<br />
Norbert Lorenzen aus Landshut<br />
engagiert sich mit seiner Flugschule<br />
auch im Bereich der UL-Hubschrauber.<br />
Auf dem Stand von L+R<br />
Helicopters vertritt er den italienischen<br />
Hersteller Alpi Aviation<br />
und zeigt zwei Syton AH 130. Diese<br />
haben ein verbessertes Blattdesign<br />
erhalten und werden von<br />
einer 130 PS starken Solar-T62-<br />
Turbine angetrieben; solche wurden<br />
in den 60er Jahren als APU<br />
(Hilfstriebwerk) eingesetzt.<br />
VA115 heißt der völlig unverkleidete<br />
Koaxialhubschrauber, den<br />
die Firma Rotorschmiede aus dem<br />
Großraum Magdeburg zeigt. Die<br />
Besonderheit ist, dass es sich hierbei<br />
um ein einsitziges Gerät han-<br />
20 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
Trixy Spirit<br />
Offen und nebeneinander im<br />
Gyro? Trixy macht‘s mit dem<br />
Spirit möglich.<br />
Konnor K1<br />
Erst kam die Turbine, dann<br />
der Heli: Beides funktioniert<br />
in Kombination perfekt.<br />
Magni M16 Trainer<br />
Auf die Schulung ausgelegt,<br />
ist der M16 ein sehr gutmütiger<br />
Tragschrauber.<br />
Alpi Aviation Syton<br />
Der Syton fliegt mit einer 130 PS<br />
starken Turbine, die ursprünglich<br />
als APU entwickelt wurde.<br />
Fotos: Toni Ganzmann<br />
delt, das von einem 50 PS starken<br />
Zweitaktmotor angetrieben wird.<br />
Leer wiegt der Heli weniger als<br />
125 Kilogramm und kann bis zu<br />
150 Kilogramm zuladen.<br />
Cicaré aus Argentinien befasst<br />
sich schon seit 1960 mit dem Bau<br />
von Hubschraubern. Der europäische<br />
Vertreter Jan Meewes, Inhaber<br />
der Flugschule Rhein-Main,<br />
stellt den CH8 aus, dessen deutsches<br />
UL-Zulassungsverfahren<br />
bereits läuft. Im Gegensatz zu den<br />
bekannten CH-7-Modellen sitzt<br />
man hier in der aus Carbon hergestellten<br />
Semi-Monocoquezelle<br />
nebeneinander.<br />
Konnor in Oberitalien baut seit<br />
15 Jahren Gasturbinen und stellte<br />
auf der AERO 2013 seinen nur 50<br />
Kilogramm schweren, aber 250 PS<br />
leistenden TK250 vor. Parallel dazu<br />
wurde ein geräumiger, komplett<br />
aus Carbon gefertigter Dreiblatt-<br />
Heli entwickelt. Der zweisitzige<br />
K1 und der viersitzige K2 werden<br />
beide auf der Messe gezeigt. ae<br />
Toni Ganzmann<br />
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[ AERO SPECIAL ]<br />
Segelflugzeuge<br />
Bei der Jubiläums-AERO<br />
ist der Segelflug wieder groß<br />
vertreten. Diesmal wartet die<br />
Halle B5 mit Neuheiten auf.<br />
Probe sitzen und direkt vergleichen<br />
Der Segelflug ist diesmal nicht<br />
wie gewohnt in Halle A1<br />
zu finden! Wer vom Westeingang<br />
zum entsprechenden<br />
Ausstellungsbereich will, muss an<br />
vier B-Hallen vorbeilaufen bis ans<br />
östliche Ende des Messekomplexes.<br />
Dort hat der Segelflug mit der B5<br />
eine Halle für sich und muss sie<br />
nicht mit anderen Luftsportgeräten<br />
teilen. Auch gleich gegenüber, in<br />
der Halle A7, die unter dem Titel<br />
„e-flight expo“ dem Elektroflug<br />
gewidmet ist, wird man auf Segelflugzeuge<br />
treffen.<br />
Der Pionier in Sachen Elektroflug,<br />
Lange Aviation mit der eigenstartfähigen<br />
Antares 20, stellt allerdings<br />
in der B5 aus. In der A7 gibt es<br />
den Discus 2c mit der Heimweghilfe<br />
FES (Front Electric Sustainer)<br />
zu sehen. Zu Redaktionsschluss<br />
war noch nicht entschieden, ob<br />
Sportine Aviacija aus Litauen in<br />
der A7 die neue miniLAK präsentiert.<br />
Das mit gekappter Spannweite<br />
strukturell völlig neu aufgebaute<br />
Schwestermodell der LAK 17b<br />
für die 13,5-m-Klasse ist mit dem<br />
ursprünglich als Heimkehrhilfe<br />
konzipierten FES-Antrieb sogar<br />
eigenstartfähig. Der Hersteller<br />
verspricht ein bestes Gleiten von<br />
1:44. Die Höchstgeschwindigkeit<br />
ist 230 km/h.<br />
Die miniLAK fällt im Gegensatz<br />
zu vielen Konkurrenten in ihrer<br />
Klasse in die Kategorie Segelflugzeuge<br />
und erfordert als Pilotenlizenz<br />
einen Segelflugschein. Die Silent<br />
2 electro von AliSport in Italien,<br />
der ebenfalls ein FES-Antrieb<br />
Eigenstartfähigkeit verleiht, gehört<br />
dagegen in die Klasse der Ultraleichtflugzeuge<br />
und verlangt vom<br />
Piloten die nationale UL-Lizenz.<br />
Ein mit dem FES eigenstartfähiges<br />
Segelflugzeug hat sich AliSport-<br />
Geschäftsführer Stefano Ghiorzo<br />
auf Basis der polnischen Diana 2<br />
für die 13,5-m-Klasse gebaut. Die<br />
nächste gebaute Versus, wie Ghi-<br />
Silent 2 electro<br />
Will geflogen werden wie ein<br />
Segler der 13,5-m-Klasse,<br />
ist aber ein Ultraleichtflugzeug<br />
mit FES-Antrieb.<br />
Fotos: Alisport, Jutta Goldmann, Jonkers, RS UAS<br />
22 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
EB29 R<br />
Binder baut nicht für den<br />
Massenmarkt, aber das derzeit<br />
beste Offene-Klasse-Flugzeug.<br />
JS3 Rapture<br />
Für die AERO ist das neue<br />
Flugzeug von Jonker Sailplanes<br />
noch zu jung – zur WM kam es<br />
nur per Lufttransport.<br />
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Ventus 3<br />
Vom neuen 18-m-Klasse-Flugzeug<br />
zeigt Schempp-Hirth auf<br />
der AERO den Komfort-Rumpf<br />
der „Performance Edition“.<br />
miniLAK<br />
Das Flugzeug für die 13,5-m-<br />
Klasse kann dank FES-System<br />
eigenständig starten. Der Neuling<br />
ist ein vollwertiges Segelflugzeug.<br />
Fotos: LAK, Gerhard Marzinzik<br />
8528381-8-1.QXD_Layout 1 22.11.16 09:57 Seite 1<br />
orzo seine Kreation getauft hat,<br />
wird Thomas Gostner aus dem<br />
italienischen Team erhalten.<br />
Fliegen mit Strom<br />
Das aus dem Modellflug bekannte<br />
FES-Konzept von LZ Design hat<br />
Furore gemacht. Der Antrieb aus<br />
Slowenien findet sich inzwischen<br />
in immer mehr ULs und Segelflugzeugen.<br />
Die LAK 17 flog damit als<br />
eines der ersten Segelflugzeuge.<br />
Der tschechische Segelflugzeughersteller<br />
HpH bietet jetzt auch<br />
die Shark mit FES als alternative<br />
Heimkehrhilfe zum Jetantrieb an.<br />
Das FES gibt es als Paket, das<br />
sich relativ einfach in verschiedenste<br />
Segelflugzeugmuster einrüsten<br />
lässt. Der technisch-wissenschaftlichen<br />
Organisation des<br />
Segelflugs (OSTIV) war das beim<br />
Kongress <strong>2017</strong>, der parallel zur WM<br />
in Australien stattfand, eine besondere<br />
Auszeichnung wert. Luka<br />
Žnidaršic wurde dort mit den Elektroflugpionieren<br />
Axel Lange und<br />
Stefan Gehrmann mit dem OSTIV-<br />
Preis ausgezeichnet.<br />
Von einem ganz anderen Elektroflieger<br />
kann man in der Halle<br />
B5 anhand eines Rumpf-Mock-ups<br />
einen ersten Eindruck gewinnen.<br />
Reiner Stemme Utility Air Systems<br />
aus Wildau stellt dort den Zweisitzer<br />
RS10.e elfin vor. Der Motorsegler<br />
mit im Rumpfbug versenkbarem<br />
Klapppropeller wirkt wie<br />
eine überarbeitete, elektrifizierte<br />
S10 der Stemme AG aus Strausberg.<br />
Die RS10.e erhält einen Flügel mit<br />
20 Meter Spannweite und mittels<br />
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24 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
Haubenrahmens einen erleichterten<br />
Einstieg ins Cockpit mit Sideby-Side-Anordnung<br />
der Sitze. Der<br />
Elektroantrieb soll den Eigenstart<br />
und mehr als eine Stunde Motorflug<br />
ermöglichen.<br />
In einer weiteren Ausbaustufe<br />
ist ein Hybrid geplant, wobei der<br />
Stromgenerator in einem Pod unter<br />
dem Flügel angebracht werden<br />
soll. Topmodell der Stemme AG<br />
(Halle A4) ist jetzt die S12 mit der<br />
auf 25 Meter vergrößerten Spannweite<br />
und vielen Komfortverbesserungen.<br />
Das High-End-Modell,<br />
mit dem große Segelflüge wie auch<br />
Motorreiseflüge möglich sind, und<br />
die kleinere Schwester S6, die in<br />
die Kategorie Touring-Motorsegler<br />
fällt, werden wohl in diesem Sektor<br />
die einzigen Ausstellungsmodelle<br />
auf der AERO sein.<br />
Zu den No-Shows gehören auch<br />
das derzeit wohl beste Offene-<br />
Klasse-Flugzeug, die EB29 R von<br />
Binder Flugmotoren- und Flugzeugbau<br />
aus Ostheim in der Rhön und<br />
das neue Renn-/18-m-Klasse-Modell<br />
JS3 Rapture von Jonker Sailplanes<br />
in Südafrika. Zur Weltmeisterschaft<br />
kamen die bisher einzigen<br />
beiden fertiggestellten JS3 nur per<br />
Lufttransport noch rechtzeitig nach<br />
Australien.<br />
Am Schempp-Hirth-Stand werden<br />
Sitzproben im Cockpit des<br />
neuen Ventus der „Performance<br />
Edition“ möglich sein. Das Schwestermodell<br />
zur Sport Edition, die mit<br />
den ersten sieben Exemplaren bei<br />
der WM in Benalla vertreten war,<br />
soll mehr Platz und gehobenen<br />
Komfort im Vergleich zu der auf<br />
das Wesentliche reduzierten Sportversion<br />
bieten. Der Rumpf der<br />
Variante „Performance“ wird auch<br />
einem größeren Klappantrieb für<br />
den Eigenstart Platz bieten. Die<br />
weiteren Ausstellungsstücke fallen<br />
eher in die Rubrik „Bekanntes“.<br />
Neues in Bekanntem<br />
Das gilt auch für den Stand von<br />
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau.<br />
Als komplette Flugzeuge<br />
werden sowohl der Doppelsitzer<br />
ASG 32Mi als auch das 18-m-<br />
Klasse-Flugzeug ASG 29Es mit<br />
automatisch gesteuerter Einhebelbedienung<br />
der Heimkehrhilfe gezeigt.<br />
Der Elektroantrieb der ASG<br />
32 El kann ebenso in Augenschein<br />
genommen werden wie der gleich<br />
daneben platzierte Rumpf der ASH<br />
31Mi. Der Verbrennermotor verleiht<br />
der 31Mi Eigenstartfähigkeit, und<br />
sie kann mit 18 oder auch 21 Metern<br />
Spannweite geflogen werden.<br />
Vor allem kleine Modifikationen<br />
zeichnen die Modellvielfalt der<br />
deutschen Hersteller aus, denn es<br />
bereitet immer größeren Aufwand,<br />
auch nur in kleinen Nuancen Verbesserungen<br />
zu schaffen. DG-<br />
Flugzeugbau geht diesen Weg mit<br />
neuen Winglets für die LS8 und<br />
LS1. Der LS8 neo sollen diese Winglets<br />
ein Plus von zwei Gleitzahlpunkten<br />
bringen!<br />
Jonker Sailplanes erhofft sich<br />
ebenfalls von Details Vorteile für<br />
die JS3, viele davon sind allerdings<br />
nicht neu. Das einziehbare Heckrad<br />
hat sich bisher nicht als vorteilhafter<br />
gegenüber einem kleinen,<br />
geschickt integrierten Spornrad<br />
erwiesen. Innen liegende Seiten-<br />
AERO Special 4/<strong>2017</strong> 25
[ AERO SPECIAL ]<br />
ASG 32 El<br />
Elektrisch fliegen ist in:<br />
Die ASG 32 mit Heimkehrhilfe<br />
erhielt deshalb einen mit<br />
Strom betriebenen Motor.<br />
ruderantriebe konnten sich wegen<br />
der höheren Steuerkräfte bislang<br />
nicht durchsetzen. Der neue Flügel-Rumpf-Übergang<br />
der JS3 ist<br />
im Vergleich zum optimierten der<br />
Mü 31 der Akaflieg München auch<br />
nur ein Kompromiss, um eine Motorisierung<br />
mit einem Klappantrieb<br />
zu ermöglichen. Da steht Jonker<br />
unter denselben Zwängen wie<br />
andere Hersteller: Die Entwicklung<br />
von Flugzeugen der 18-m-Klasse<br />
ohne Motorisierungsmöglichkeit<br />
ist heute für Hersteller wirtschaftlich<br />
nicht mehr darstellbar. Eine<br />
Vergleichsbasis dafür, ob die Summe<br />
der vielen kleinen Detailverbesserungen<br />
der JS3 in der Gesamtleistung<br />
ein Schritt nach vorn<br />
ist, werden die nächsten Wettbewerbe<br />
und Meisterschaften bringen.<br />
Viele Freunde hat das Flugzeug<br />
aber schon jetzt gefunden.<br />
Schon 45 JS3 seien verkauft, heißt<br />
es. Wer jetzt ordert, bekommt einen<br />
Liefertermin im dritten Quartal<br />
2019. Der große Vorteil der JS3<br />
ist die hohe maximale Flächenbelastung<br />
von 60 kg/m 2 bei guter<br />
Fliegbarkeit. Näheres darüber, wie<br />
es mit der minimalen Flächenbelastung<br />
für den Einsatz in schwachen<br />
Bedingungen aussieht, gibt<br />
es bislang nicht.<br />
Eine ähnlich hohe maximale<br />
Flächenbelastung gehört auch zu<br />
den besonderen Vorzügen der<br />
Diana 2 in der Rennklasse. Die bei<br />
ihr auf die Spitze getriebenen Flugleistungen<br />
haben zu einer Musterzulassung<br />
mit vielen Einschränkungen<br />
geführt. Den Renner zu<br />
bändigen, erfordert professionelles<br />
Pilotenkönnen. Avionic in Polen<br />
hat jetzt die Produktionsrechte an<br />
der Diana 2 erworben und will die<br />
Fertigung einer nach Pilotenvorschlägen<br />
modifizierten Diana aufnehmen.<br />
Zunächst ist eine Diana<br />
2 FES geplant.<br />
Kommt die Twin Shark?<br />
Ein richtiger Überraschungscoup<br />
könnte HpH auf der AERO gelingen:<br />
Der Hersteller aus Kutna Hora,<br />
Tschechien, steht vor der Vollendung<br />
seines Zweisitzerprojekts.<br />
Die Twin Shark 3<strong>04</strong>TS für die 20-m-<br />
Doppelsitzerklasse soll in Kürze<br />
fliegen. Aus Tschechien wird ein<br />
weiterer Doppelsitzer anreisen:<br />
Für den Einsatz als Schulflugzeug<br />
bietet Blaník Aircraft die schon<br />
ältere Metallkonstruktion L23 als<br />
Neubau an.<br />
Seine ganze Palette an Ultraleichtseglern<br />
wird GP Gliders auf<br />
der AERO zeigen. Das Topmodell,<br />
die eigenstartfähige GP 14e Volo<br />
mit Einziehfahrwerk und neuartigem<br />
elektrischen Klappantriebssystem,<br />
ist Ende letzten Jahres<br />
zum Erstflug gekommen.<br />
Wie ältere Segelflugzeugmuster<br />
in Gemischtbauweise aufgefrischt<br />
werden, zeigt die Lanitz-<br />
Prena Folien Factory in der Halle<br />
B1 an seinem Mitmach-Aktionsstand.<br />
Das Motto lautet: „Bespannung<br />
kinderleicht: ORATEX richtig<br />
verarbeiten“. Mit einer neuen<br />
ergänzenden Zulassung (STC)<br />
sollen künftig alle Schleicher-<br />
Segelflugzeuge in Gemischtbauweise<br />
mit Oratex UL 600 oder<br />
Oratex 6000 unvernäht bespannt<br />
werden können.<br />
Die alten Schätzchen des Vintage<br />
Glider Club, Sektion Deutschland,<br />
findet man in Halle B4. ae<br />
Gerhard Marzinzik<br />
Fotos: DG-Flugzeugbau, Manfred Münch<br />
LS8 neo<br />
Die neuen Winglets sollen dem<br />
Standard-Klasse-Flugzeug von<br />
DG-Flugzeugbau einen Leistungssprung<br />
verschaffen.<br />
26 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
Foto: EBACE<br />
GAMA-Report 2016<br />
Kein Aufschwung in Sicht<br />
Der Herstellerverband General Aviation Manufacturers Association (GAMA)<br />
legte die Absatz- und Umsatzzahlen der Luftfahrtindustrie für 2016 vor.<br />
Zum dritten Mal in Folge ist ein Rückgang der Verkäufe festzustellen.<br />
Laut GAMA-Report fiel die<br />
Zahl der Flugzeugauslieferungen<br />
von 2331 im Jahr<br />
2015 auf 2241 im Jahr 2016, was<br />
einen Rückgang von 3,9 Prozent<br />
bedeutet. Im Jahr zuvor waren es<br />
sogar fünf Prozent – von einer Erholung<br />
des Marktes kann 2016<br />
freilich dennoch nicht die Rede<br />
sein. Bei den Gesamterlösen stellt<br />
der Bericht ein Minus von 14,1<br />
Prozent fest – das bedeutet einen<br />
Rückgang von 22,8 Milliarden Euro<br />
für das Jahr 2015 auf 19,6 Milliarden<br />
Euro für 2016.<br />
Die Auslieferungszahlen von<br />
Turbopropflugzeugen stiegen um<br />
4,5 Prozent auf 582 Einheiten.<br />
Dabei starteten die Auslieferungen<br />
in diesem Segment im ersten Quartal<br />
mit 109 Flugzeugen noch zaghaft.<br />
Die Zahlen nahmen dann<br />
stetig zu (Q2: 125; Q3: 148) und<br />
gipfelten zum Jahresende in 200<br />
gelieferten Maschinen. Die Pilatus<br />
PC-12 sticht hierbei besonders<br />
heraus: Der Schweizer Hersteller<br />
konnte letztes Jahr 91 Exemplare<br />
an Kunden übergeben – 21 mehr<br />
als 2015. Die GAMA-Analysten<br />
prognostizieren für <strong>2017</strong> sogar<br />
einen Anstieg, da die Europäische<br />
Union vor Kurzem IFR mit Single-<br />
Engine-Turboprops genehmigte.<br />
Die Auslieferungen für Flugzeuge<br />
mit Kolbenmotor sanken leicht<br />
von 1056 im Jahr 2015 auf 1019 im<br />
Jahr 2016 – ein Rückgang von 3,5<br />
Prozent. Teure High-End-Maschinen,<br />
wie die Cirrus SR22T, sind<br />
zurzeit am gefragtesten.<br />
Von den insgesamt 890 einmotorigen<br />
Flugzeugen zählten 317,<br />
also rund ein Drittel, zur SR-Serie<br />
von Cirrus. Damit gelang es dem<br />
Hersteller aus Duluth, Minnesota,<br />
den Platzhirsch Textron, der dieses<br />
Segment seit 2013 anführte, zu<br />
überholen.<br />
Weltweit gingen 2016 die Auslieferungen<br />
für Helikopter um 16,9<br />
Prozent von 1036 im Jahr 2015 auf<br />
861 zurück. 637 Turbinenhubschrauber<br />
(2015: 757) und 224<br />
Hubschrauber mit Kolbenmotor<br />
(2015: 279) wurden ausgeliefert.<br />
Die Erlöse sanken von 4,5 Milliarden<br />
Euro auf 3,4 Milliarden. Airbus<br />
Helicopters gelang es, dank des<br />
guten Absatzes der Muster H125/<br />
H125M und H145/H145M, die Gesamtauslieferungen<br />
von 360 im<br />
Jahr 2015 auf 380 Stück zu steigern<br />
(ohne NH90).<br />
Die Hersteller von Geschäftsreisejets<br />
hat es im vergangenen<br />
Jahr erneut hart getroffen. 661<br />
gelieferte Flugzeuge bedeuten den<br />
niedrigsten Stand seit 20<strong>04</strong>! Zu<br />
den am häufigsten ausgelieferten<br />
Business Jets gehören die Phenom<br />
300 von Embraer (63 Flugzeuge)<br />
und die Cessna Citation Latitude<br />
(42 Exemplare) . Jedoch verbuchte<br />
der brasilianische Hersteller im<br />
Vergleich zum Vorjahr ein Minus<br />
von etwa zehn Prozent.<br />
„Insgesamt sind die Jahresendzahlen<br />
für 2016 enttäuschend“,<br />
sagt Pete Bunce, CEO der GAMA.<br />
„Mit Blick auf <strong>2017</strong> sind wir jedoch<br />
optimistisch und begrüßen die<br />
Initiative von Unternehmen, die in<br />
Forschung und Entwicklungsprogramme<br />
investieren. Um Wachstum<br />
zu ermöglichen, müssen sämtliche<br />
Entscheidungsträger und Behörden<br />
auch zukünftig mit der Industrie<br />
zusammenarbeiten.“<br />
ae<br />
Alexandros Mitropoulos<br />
DER NEUE VENTUS. 18 METER. KLASSE.<br />
Freuen Sie sich auf ein Fluggefühl, das es so noch nicht<br />
ge geben hat. Rufen Sie Leistung ab, ohne dass Sie sich<br />
anstrengen müssen. Fühlen Sie Verlässlichkeit durch<br />
ehrliches, direktes Feedback – bei einer Agilität, die Sie<br />
mit dem Flugzeug zu einer Einheit verschmelzen lässt<br />
und neue Potentiale freisetzt.<br />
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Sie sich begeistern!<br />
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[ AERO SPECIAL ]<br />
1997<br />
1<br />
AERO-Historie<br />
Impressionen<br />
aus 40 Jahren<br />
1987<br />
[ 1 ] Probe sitzen: Norbert<br />
Lammert nimmt Platz im<br />
Segler. [ 2 ] Lange her:<br />
Roland Bosch und<br />
Messechef Ernst Haller.<br />
[ 3 ] Noch länger her:<br />
Bundespräsident Karl<br />
Carstens (r.) besucht<br />
1983 die AERO – und<br />
muss aus dem Ballonkorb<br />
klettern, der drei<br />
Meter über dem Boden<br />
hängen bleibt.<br />
1999 1983<br />
Was 1977 als kleine Schau von 3000 Quadratmetern im Rahmen der Rennsport-Motor-<br />
Freizeit-Messe begann, ist heute die größte europäische Ausstelllung für die General Aviation.<br />
Und da Bilder mehr als Worte sagen, hier ein kleiner historischer Einblick ins Fotoalbum der<br />
Messe Friedrichshafen.<br />
2<br />
3<br />
1999<br />
1999 1989<br />
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4<br />
1985 1985<br />
[ 4 ] Autogrammstunde: Die<br />
Astronauten Ulf Merbold (l.)<br />
und Reinhard Furrer statten<br />
der AERO einen Besuch ab.<br />
[ 5 ] Posing: Die Buchstaben<br />
RMF auf den Shirts der<br />
Damen stehen für Rennsport-<br />
Motor-Freizeit, die Messe,<br />
aus der die AERO entstand.<br />
[ 6 ] Immer mit dabei: der<br />
<strong>aerokurier</strong>!<br />
5<br />
1987<br />
1985<br />
8653526-38-1.QXD_Layout 1 14.12.16 14:39 Seite 1<br />
Fotos: Messe Friedrichshafen<br />
1983 1999<br />
6
[ AERO SPECIAL ]<br />
Zukunft<br />
und Herkunft<br />
Roland Bosch leitet das Projektteam der AERO.<br />
Seit 1988 ist er in die Organisation der Messe involviert<br />
und hat im Interview nicht nur Daten und Fakten zur<br />
25. Auflage parat, sondern auch Anekdoten von damals.<br />
Die Fragen stellte Lars Reinhold<br />
Die AERO findet zum 25. Mal statt.<br />
Was geht Ihnen durch den Kopf,<br />
wenn Sie an diese Zahl denken?<br />
Das ist schon eine Zahl, die einen<br />
mit Stolz erfüllt, vor allem, wenn man an den<br />
Widerstand in den Anfangsjahren zurückdenkt.<br />
Es gab seinerzeit viele Bedenkenträger, die<br />
überzeugt waren, dass solch eine Schau in<br />
Deutschland gar nicht funktionieren kann.<br />
Heute haben wir in Friedrichshafen eine Luftfahrtmesse,<br />
die europa-, wenn nicht gar weltweite<br />
Bedeutung hat.<br />
Wissen Sie, wie groß die Ausstellungsfläche<br />
bei der Erstauflage 1977 war?<br />
Um die 1000 Quadratmeter, denke ich …<br />
Es waren 3000 Quadratmeter, ein Jahr<br />
später schon 6000. Wo liegt die AERO-<br />
Ausstellungsfläche heute? Wie viele Aussteller<br />
werden erwartet?<br />
Wir warten in diesem Jahr mit einer Ausstellungsfläche<br />
von gut 94 000 Quadratmetern auf.<br />
Aussteller sind aktuell rund 660 angemeldet<br />
– wir können also auch hier wieder einen<br />
Rekord vermelden.<br />
Sie sagen es selbst: wieder ein Ausstellerrekord.<br />
Jedes Jahr wollen mehr Firmen<br />
ihre Produkte in Friedrichshafen zeigen.<br />
Wie steht es um die Kapazität der Messe<br />
für die Zukunft?<br />
Unsere Hallen sind dieses Jahr bis auf eine<br />
belegt. Ein paar tausend Quadratmeter haben<br />
wir also schon noch in Reserve. Außerdem<br />
können wir die Hallen mobil erweitern und<br />
zudem Flächen wie den Zeppelin-Hangar<br />
zumieten. Wir haben schon noch Platz, und<br />
ich denke, dass wir unsere Kapazitäten auch<br />
in den nächsten Jahren noch nicht völlig ausschöpfen<br />
müssen.<br />
Am Anfang waren es Segelflieger und<br />
Drachen, dann kamen Motorflugzeuge<br />
dazu, in den 2000ern die modernen ULs<br />
und heute reden wir vor allem über den<br />
Elektroflug. Spiegelt die Messe nur den<br />
technischen Fortschritt oder gestaltet sie<br />
ihn aktiv mit?<br />
Natürlich ist eine Messe immer ein Spiegel der<br />
Entwicklung, denn hier werden die Neuheiten<br />
gezeigt, der Stand der Technik präsentiert.<br />
Andererseits bin ich überzeugt, dass die<br />
AERO durch den unmittelbaren Vergleich der<br />
Hersteller auch einen Innovationsdruck schafft.<br />
Die Besucher sehen, wer vorne liegt, und die<br />
Fachpresse berichtet darüber. Wer hier mitmischen<br />
will, muss innovativ sein, sonst wird<br />
er abgehängt.<br />
In den vergangenen Jahren hat sich die<br />
Messe stetig internationalisiert, viele<br />
ausländische Unternehmen stellen hier<br />
aus. Vor allem China erschien als interessanter<br />
Markt. Wie ist die Situation in<br />
diesem Jahr?<br />
Grundsätzlich sind wir nach wie vor sehr<br />
international aufgestellt. Gut 60 Prozent der<br />
Aussteller und der Besucher kommen aus dem<br />
Ausland, und auch aus unserer Sicht ist Asien<br />
der Wachstumsmarkt der Zukunft, auf dem wir<br />
mitmischen wollen. Allerdings haben wir festgestellt,<br />
dass es nicht so schnell geht, wie man<br />
das anfangs erwartet hatte. Es wird dort zwar<br />
aktuell viel Infrastruktur aufgebaut, aber die<br />
Öffnung des Luftraumes lässt noch auf sich<br />
30 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
Gut gelaunt: AERO-Projektleiter Roland<br />
Bosch freut sich auf die 25. Auflage der<br />
Luftfahrtschau am Bodensee.<br />
warten. Wenn es in China aber richtig losgeht,<br />
wollen wir einen Fuß in der Tür haben und<br />
uns mit der AERO Asia als starker Partner<br />
positionieren.<br />
Gerade im Bereich der Batterietechnik<br />
sind die Asiaten stark. Merkt man das<br />
im Bereich Elektroflug?<br />
In China gibt es interessante Entwicklungen<br />
im Elektroflug, beispielsweise die bemannte<br />
Drohne Ehang oder das Elektroflugzeug Yuneec.<br />
Da existieren durchaus potente Hersteller, die<br />
Potenzial haben, aber es fehlt noch an Zulassungen<br />
für Europa oder die USA. Ich denke,<br />
die Industrie wird sich aus dem chinesischen<br />
Markt heraus entwickeln und in einigen Jahren<br />
auch bei uns auf der Messe zu sehen sein.<br />
Der Elektroflug hat mit der eFlight-Expo<br />
seinen festen Platz auf der AERO, ist aber<br />
immer noch eine Nische. Hat sich mit den<br />
erfolgreichen Tests der Elektro-Extra, der<br />
Hamilton aEro und der Weltumrundung<br />
der Solar Impulse etwas an der Wahrnehmung<br />
des Elektroflugs geändert?<br />
Ich denke schon. Anfangs wurden sowohl wir<br />
als Ausrichter der eFlight-Expo als auch die<br />
Aussteller in diesem Segment eher belächelt.<br />
Das lag alles zu weit in der Zukunft und erschien<br />
unrealistisch. Aber das Umdenken wird hier<br />
immer deutlicher, denn die Elektroflugzeuge,<br />
die erfolgreich erprobt wurden, versprechen<br />
geringe Abgas- und Lärmemissionen. Das sind<br />
schlagende Argumente, vor allem an Flugplätzen<br />
mit hohem Verkehrsaufkommen.<br />
In diesem Jahr wird es erstmals seit 2010<br />
wieder ein Flugprogramm geben, in dem<br />
konsequenterweise auch der Elektroflug<br />
eine Rolle spielt. Warum hat man sich<br />
seinerzeit davon verabschiedet?<br />
Es gab damals einen harten Schnitt. Zum einen<br />
sind wir in den jährlichen Turnus gewechselt,<br />
zum anderen wollten wir uns professionalisieren.<br />
Eine Airshow ist schön, zieht aber<br />
Besucher aus den Hallen, was den Ausstellern<br />
freilich nicht schmeckt. Wir haben mit dem<br />
Verzicht auf die Airshow klargestellt, dass wir<br />
ein Messe- und kein Airshowveranstalter sind.<br />
Das hat uns zwar einerseits das – ich nenne<br />
es mal „Eventpublikum“ gekostet, das vor<br />
allem wegen der Flugschau die Messe besucht<br />
hat, andererseits hat es den Ausstellern eine<br />
klare Botschaft vermittelt, nämlich dass sie im<br />
Mittelpunkt stehen. Angesichts unseres Jubiläums<br />
aber wollen wir mit der einstündigen<br />
Airshow, die von Oldtimern als Ursprung der<br />
Luftfahrt bis hin zu Elektroflugzeugen als ihre<br />
Zukunft die Bandbreite der Fliegerei zeigt, ein<br />
Event für die Besucher bieten und uns so für<br />
ihre Treue bedanken.<br />
Wie wird das Jubiläum darüber hinaus<br />
gefeiert?<br />
Da fokussieren wir uns auf die Aussteller. Viele<br />
von ihnen sind über die Jahre zu verlässlichen<br />
Partnern geworden, und dafür wollen wir uns<br />
mit einer großen Party im Zeppelin-Hangar<br />
bedanken. Aber keine Angst: Wir verzichten<br />
auf lange Reden zur Selbstbeweihräucherung.<br />
Es wird vielmehr ein entspanntes Get-together<br />
in aviatischer Atmosphäre.<br />
Jubiläen sind immer auch Anlass, alte<br />
Anekdoten hervorzukramen. Wenn Sie<br />
auf Ihre Zeit bei der AERO zurückblicken<br />
– welche Ereignisse sind Ihnen im<br />
Gedächtnis geblieben?<br />
In jedem Fall der Aufwand der Anfangsjahre.<br />
Wir mussten die Flugzeuge vom Flughafen am<br />
Stadtrand zum Messegelände in der City schieben<br />
– mit allem, was dazugehört, wie Straßensperrungen,<br />
Baumfällungen und Demontage<br />
von Laternen und Schildern. Und man musste<br />
die Gäste mit Bussen im Minutentakt zur<br />
Airshow am Flugplatz fahren. Zudem war<br />
Friedrichshafen Garnisonsstadt der Franzosen,<br />
und mein damaliger Chef Ernst Haller und ich<br />
mussten vor der AERO einmal beim Kommodore<br />
antanzen und uns seine Belehrung anhören.<br />
Im Anschluss gab es eine Flasche<br />
Schampus, und wir tranken auf gutes Gelingen.<br />
Das sind die Geschichten, an die man sich<br />
gerne erinnert. Gab es auch Rückschläge?<br />
Ich erinnere mich an ein tragisches Ereignis,<br />
ich glaube, es war 1995. Da ist ein Flugzeug<br />
mit Besuchern im Anflug direkt vor dem Flugplatz<br />
abgestürzt. Der Pilot hatte sich wohl beim<br />
Sprit verkalkuliert. Jedenfalls war die Stimmung<br />
im Keller, an eine spektakuläre Airshow nicht<br />
zu denken. Damals hat Walter Extra die<br />
Moderation gemacht, und es ist ihm gelungen,<br />
überaus pietätvoll durch das deutlich reduzierte<br />
Flugprogramm zu führen. Das vergesse<br />
ich ihm nicht.<br />
Von der Vergangenheit der Sprung in die<br />
Zukunft: Stellen Sie sich vor, Sie laufen<br />
durch die Messehallen der 50. Auflage der<br />
AERO. Welche Flugobjekte würden Sie<br />
wohl am meisten begeistern?<br />
Ich bin Oldtimerfan, ganz egal, ob zu Land,<br />
auf dem Wasser oder in der Luft. Deswegen<br />
sind es wahrscheinlich selbst in 25 Jahren<br />
noch die Oldies. Bei allen Zukunftsvisionen<br />
darf man die Anfänge nicht vergessen. Wobei,<br />
wenn ich so drüber nachdenke, würde ich<br />
wahrscheinlich auch ein Elektro- oder Wasserstoff-Flugzeug<br />
sehr spannend finden, eines,<br />
das den Traum vom Fliegen mit der zunehmenden<br />
Notwendigkeit des emissionsfreien<br />
Antriebes verbindet.<br />
ae<br />
AERO Special 4/<strong>2017</strong> 31<br />
Foto: Lars Reinhold
[ AERO SPECIAL ]<br />
Der <strong>aerokurier</strong> auf der AERO<br />
Direkter<br />
Draht zur<br />
Redaktion<br />
Piloten sollten es auch dieses Jahr nicht<br />
versäumen, am <strong>aerokurier</strong>-Stand (A3-101) eine<br />
Zwischenlandung einzuplanen. Hier erhalten<br />
einfliegende Gäste ihren Begrüßungskaffee,<br />
zudem können sie mit der Redaktion ins<br />
Gespräch kommen.<br />
Wie wählt die <strong>aerokurier</strong>-<br />
Redaktion die Themen<br />
fürs Heft aus? Wie lange<br />
dauert es von der Idee bis zur<br />
fertigen Geschichte? Wer arbeitet<br />
außer den Autoren noch am Heft<br />
mit? Alle Leser, die sich für das<br />
interessieren, was in der Redaktion<br />
des <strong>aerokurier</strong>s passiert, sind<br />
während der Messe herzlich eingeladen,<br />
an unserem Stand (Halle<br />
A3, 101) mit uns ins Gespräch zu<br />
kommen. Natürlich sind wir auch<br />
offen für Vorschläge, welche Themen<br />
der <strong>aerokurier</strong> aufgreifen<br />
sollte, oder Kritik an unserer Arbeit.<br />
Sprechen Sie uns an!<br />
Pflicht ist die Zwischenlandung<br />
für jene, die selbst mit dem Flugzeug<br />
anreisen, denn wir spendieren<br />
dem Piloten den Eintritt zur<br />
Messe und einen Begrüßungskaffee<br />
in einer <strong>aerokurier</strong>-Tasse – die<br />
er als Andenken an die 25. AERO<br />
mit nach Hause nehmen darf.<br />
Screening für<br />
angehende Piloten<br />
Im Rahmen der Aktion „Be a<br />
pilot“ hat der <strong>aerokurier</strong> dieses Mal<br />
ein besonderes Angebot im Gepäck:<br />
Gemeinsam mit der Messe Friedrichshafen<br />
und Kooperationspartnern<br />
wie dem Airline Test Trainings<br />
Center (ATTC) gibt es vor allem<br />
für junge Besucher, die sich für<br />
den Pilotenberuf interessieren, die<br />
Möglichkeit, ein computergestütztes<br />
Screening zu durchlaufen und<br />
herauszufinden, ob sie die Voraussetzungen<br />
für den Job im Airliner-<br />
Cockpit mitbringen. Das Angebot<br />
steht an allen vier Messetagen<br />
kostenfrei zur Verfügung.<br />
Kinderbuch-Autorin<br />
zu Gast beim <strong>aerokurier</strong><br />
An allen vier Messetagen lädt der <strong>aerokurier</strong> zu einer Podiumsdiskussion<br />
ein und behandelt Themen, die momentan<br />
die Aktiven der Allgemeinen Luftfahrt bewegen.<br />
Los geht es am Mittwoch um 12:40 Uhr auf der großen<br />
Bühne im Foyer Ost. Über Luftraumverletzungen und ihre<br />
möglichen Folgen diskutieren hier Dr. Nikolaus Herrmann,<br />
Präsident des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherheit,<br />
Rechtsanwalt und Pilot Frank-Peter Dörner, Dr. Klaus Mehl,<br />
Psychologe und Pilot, sowie Holger Röstel von der BFU.<br />
Am Donnerstag stehen Drohnen und die Auswirkungen<br />
ihrer Nutzung auf die General Aviation im Fokus. Auf<br />
der Bühne im Foyer West im Bereich der AERODrones<br />
debattieren dazu ab 14 Uhr Michael Wieland vom Drohnendienstleister<br />
Copter View, Carsten Brandt von der Luftfahrtbehörde<br />
Hamburg und Matthias Allendorf, Mitglied<br />
des Hamburger Copter Projects und langjähriger<br />
Privatpilot.<br />
Die zunehmende Bedeutung des Elektroflugs in der<br />
General Aviation steht am Freitag auf der Agenda. Ab<br />
Heiße Debatten auf dem Podium<br />
Piloten, die ihre Kinder mit zur<br />
AERO bringen, sollten freitags oder<br />
samstags einen Besuch am <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />
einplanen. Dann ist<br />
Judith Spörl zu Gast, Autorin des<br />
Buchs „Lena fliegt sich frei“, über<br />
das wir in Ausgabe 3/<strong>2017</strong> berichtet<br />
haben. Es richtet sich vor allem<br />
an junge Mädchen und weckt mit<br />
einer tollen Geschichte um die<br />
14-jährige Lena, die das Segelfliegen<br />
für sich entdeckt, die Sehnsucht,<br />
selbst in die Luft zu gehen.<br />
13:50 Uhr hat der <strong>aerokurier</strong> geballte Elektrokompetenz<br />
auf der Bühne im Foyer Ost versammelt: Es diskutieren Dr.<br />
Reiner Stemme von Stemme Utility Air Systems, Siemens<br />
e-Aircraft-Chef Dr. Frank Anton, Axel Lange von Lange<br />
Aviation, Ivo Boscarol von Pipistrel und André Borschberg,<br />
Pilot beim Solar-Impulse-Projekt.<br />
Zum Abschluss der Messe lädt der <strong>aerokurier</strong> am<br />
Samstag ein zur Diskussion um die Zukunft der General<br />
Aviation. „Quo vadis, Allgemeine Luftfahrt“ lautet der Titel<br />
des Gesprächs. Mit DAeC-Präsident Wolfgang Müther,<br />
Heike Käferle von der Vereinigung Deutscher Pilotinnen,<br />
Max Heilmann von der Luftsportjugend des DAeC, Jo<br />
Konrad, dem 1. Vorsitzenden des DULV, und AOPA-Germany-Vizepräsident<br />
Jochen Hägele sind alle Institutionen<br />
vor Ort, die dazu eine Meinung vertreten (sollten). Auch<br />
diese Veranstaltung findet auf der Bühne im Foyer Ost<br />
statt. Los geht es um 13 Uhr. Bei jeder Diskussion ist auch<br />
das Publikum herzlich eingeladen, sich mit Kommentaren<br />
und Nachfragen einzuschalten.<br />
32 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
Foto: Frank Herzog<br />
Wer ein Buch erwirbt oder sein<br />
Exemplar mitbringt, kann es sich<br />
von der Autorin signieren lassen.<br />
Als Segelfliegerin gibt Judith Spörl<br />
Mädchen auch gerne Tipps, wie<br />
sie es ins Cockpit schaffen, und<br />
als aktive Fluglotsin hat sie sicher<br />
auch den ein oder anderen Ratschlag<br />
für jene, die sich für eine<br />
Fluglotsenausbildung interessieren.<br />
Informationen<br />
rund ums Abo<br />
Natürlich ist der <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />
auch Anlaufstelle für Abonnenten<br />
und all jene, die es werden wollen.<br />
Hier können sie ihre Fragen rund<br />
um Abo oder E-Paper loswerden.<br />
Dabei gibt es nicht nur Informationen<br />
zum <strong>aerokurier</strong> selbst, sondern<br />
auch zu den beiden anderen Luftfahrtzeitschriften<br />
der Motor Presse<br />
Stuttgart. So geben unsere<br />
Mitarbeiterinnen ebenso Auskunft<br />
zur FLUG REVUE, dem deutschen<br />
Luft- und Raumfahrtmagazin, wie<br />
zum Klassiker der Luftfahrt, unserem<br />
Magazin für Luftfahrtgeschichte<br />
und Oldtimer. Tageweise<br />
sind auch Redaktionskollegen<br />
der FLUG REVUE und des<br />
Klassikers vor Ort und beantworten<br />
Fragen zu ihren Magazinen.<br />
Messe-News<br />
im Minutentakt<br />
Der <strong>aerokurier</strong> ist selbstverständlich<br />
hautnah dabei, wenn<br />
Neuheiten vorgestellt werden. Wie<br />
in den vergangenen Jahren berichten<br />
wir auf unserer Website www.<br />
<strong>aerokurier</strong>.de und auf unserer<br />
Facebook-Seite fortlaufend vom<br />
Messegeschehen. Die aktuellen<br />
News, Produktpräsentationen,<br />
Ergebnisse von Pressekonferenzen<br />
und Hintergrundgesprächen – all<br />
das liefern wir „just in time“. Und<br />
wie gehabt wird die Bildergalerie<br />
zur AERO fortlaufend aktualisiert<br />
– reinschauen lohnt sich also<br />
immer!<br />
Die wichtigsten News gibt es<br />
außerdem im tagesaktuellen<br />
<strong>aerokurier</strong>-Konferenzprogramm,<br />
das jeder Besucher am Einlass und<br />
am <strong>aerokurier</strong>-Stand erhält. ae<br />
Lars Reinhold
[ AERO SPECIAL ]<br />
Aktion<br />
Infos für den<br />
Fliegernachwuchs<br />
Seit Jahren bietet die AERO auch für die<br />
Piloten und Luftfahrtfachleute der Zukunft<br />
ein interessantes Programm. Im Rahmen<br />
der Aktion „Be a pilot“ erfahren sie alles<br />
Wissenswerte zum Einstieg in die Fliegerei.<br />
Blütenweißes Hemd, vier<br />
Streifen auf der Schulter und<br />
die obligatorische Ray-Ban-<br />
Sonnenbrille im Gesicht – auch<br />
wenn der Alltag als Airliner-Kapitän<br />
heute kaum mehr dem Klischee<br />
vom umschwärmten Helden entspricht,<br />
ist Pilot noch immer ein<br />
begehrter Beruf. Die Voraussetzungen<br />
aber, um erfolgreich den<br />
Weg ins kommerzielle Cockpit zu<br />
gehen, sind hoch: Belastbarkeit,<br />
Konzentrations- und Multitasking-<br />
Fähigkeit, Teamfähigkeit und die<br />
Gabe, auch in schwierigen Situationen<br />
Ruhe zu bewahren, zeichnen<br />
die Profis am Steuerknüppel aus.<br />
Auch wenn die Pilotenausbildung<br />
auf die Förderung dieser<br />
Eigenschaften bis zur Perfektion<br />
FK131<br />
Jungmann<br />
Tel.: 06232-72076<br />
e-mail: info@bueckerundfunk.de<br />
fokussiert ist, müssen Bewerber<br />
schon bei den Assessment Centers<br />
der Airlines nachweisen, dass sie<br />
über ein gewisses Maß davon<br />
verfügen. Ob die jungen Besucher<br />
der AERO, die ihre berufliche Zukunft<br />
im Cockpit sehen, tatsächlich<br />
die entsprechenden Voraussetzungen<br />
mitbringen, können sie dieses<br />
Jahr im Rahmen der Aktion „Be a<br />
pilot“ herausfinden. Am Stand des<br />
<strong>aerokurier</strong>s (A3-101) bieten die<br />
Messe Friedrichshafen und das Airline<br />
Test Trainings Center (ATTC)<br />
in Zusammenarbeit mit dem <strong>aerokurier</strong><br />
und aero.de Interessierten<br />
die Möglichkeit, ein computergestütztes<br />
Screening zu durchlaufen.<br />
Dabei werden kapazitive, psychomotorische<br />
und kenntnisbasierte<br />
BF139<br />
Clubman Classic<br />
Leistungsbereiche aus der fliegerischen<br />
Potenzialabklärung überprüft.<br />
Das Angebot steht an allen<br />
vier Messetagen zur Verfügung<br />
und ist kostenfrei.<br />
Tests sind aber nicht alles, denn<br />
sie geben keine Auskunft darüber,<br />
wie der Arbeitsalltag eines Piloten<br />
aussieht oder welche Wege ins<br />
Cockpit führen. Aber auch dafür<br />
haben die Organisatoren von „Be<br />
a pilot“ gesorgt, denn wie in den<br />
Vorjahren sind im Foyer West und<br />
im Durchgang zur Halle A3 zahlreiche<br />
Flugschulen vor Ort – darunter<br />
bekannte Namen wie TFC<br />
Käufer, die in Kooperation mit<br />
airberlin ausbildet, oder Aero Beta,<br />
eine große Flugschule am Stuttgarter<br />
Flughafen. Hier können sich<br />
Die RETRO FACTORY!<br />
Träume für M- und E-Klasse<br />
www.bueckerundfunk.de<br />
Ob im Simulator oder beim<br />
computergestützten Screening:<br />
Auf der AERO kann jeder herausfinden,<br />
ob er zum Piloten taugt.<br />
die Piloten von morgen aus erster<br />
Hand über den Ablauf der Ausbildung<br />
und die Kosten informieren.<br />
Abgerundet wird das Angebot<br />
durch die Präsenz von Hochschulen,<br />
die luftfahrtspezifische Studiengänge<br />
wie beispielsweise Business<br />
Administration mit Vertiefung<br />
Aviation Management oder Aviation<br />
Business and Piloting – Technik<br />
und Wirtschaft in der Luftfahrt<br />
anbieten. Vielfach werden derartige<br />
Studiengänge heute mit einer<br />
Pilotenausbildung kombiniert. So<br />
haben Absolventen zwei berufliche<br />
Standbeine und können flexibel<br />
auf Angebote am Arbeitsmarkt<br />
reagieren. Die Fachleute an den<br />
Ständen geben gerne Auskunft zu<br />
Bewerbungsverfahren und Anforderungen.<br />
Und dass sogar Institutionen<br />
aus den USA Interesse<br />
an der Aktion „Be a pilot“ haben,<br />
zeigt nicht zuletzt das Engagement<br />
der Embry Riddle Aeronautical<br />
University aus Daytona, Florida,<br />
die ebenfalls mit einem Stand vertreten<br />
ist.<br />
ae<br />
Lars Reinhold<br />
Fotos: ATTC Screening, Messe Friedrichshafen<br />
34 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
VIEW VIDEO<br />
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AERO Friedrichshafen<br />
Hall A5, Stand 100<br />
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Komfort, ANR-Technologie und Qualität?<br />
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aber leichten Kopfbügel kombiniert fortschrittliche<br />
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Elektronischen Geräuschunterdrückung ANR zu<br />
einem überragenden Flugerlebnis.<br />
Es hat ultra-komfortable Kunstleder-Ohrmuscheln<br />
und Schaumstoff-Kopfpolster mit Memoryeffekt, die<br />
kühlen und auch über längere Flüge bequem<br />
bleiben. Die Bluetooth Wireless-Technologie erlaubt<br />
die Nutzung mit Mobiltelefonen, Tablets,<br />
MP3-Spielern und anderen Geräten.<br />
Ausserdem ist es das einzige Headset mit dem<br />
außergewöhnlichen Kundendienst von David Clark<br />
sowie einer 30-Tage Geld-zurück-Garantie. All das<br />
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AIRBORNE 1975<br />
[ AERO SPECIAL ]<br />
während Artur Kielak in der XA42<br />
und Frank van Houten in der Suchoi<br />
Su-26MX die Besucher mit Faible<br />
für starke Motoren unterhalten.<br />
Elektroflugzeuge sind<br />
auf dem Vormarsch<br />
Foto: Frank Martini<br />
Airshow<br />
Vielfalt am Himmel<br />
Zur Feier des Messe-<br />
Jubiläums ist am<br />
Samstag eine Airshow<br />
geplant. Die bei<br />
Redaktionsschluss<br />
noch vorläufige<br />
Teilnehmerliste sieht<br />
vielversprechend aus.<br />
Die Flugschau vereint Vergangenheit<br />
und Zukunft<br />
und präsentiert sowohl<br />
echte Klassiker der Luftfahrt und<br />
geschichtsträchtige Nachbauten<br />
als auch Neuentwicklungen aus<br />
jüngster Zeit. Zu den Oldies gehören<br />
unter anderem Ulf Siegerts<br />
Klemm 25 L aus dem Jahr 1927 und<br />
der Nachbau der Junkers F 13, der<br />
im September seinen Erstflug absolvierte<br />
und im Mai zertifiziert<br />
werden soll. Dass die Leidenschaft<br />
fürs Fliegen generationenübergreifend<br />
ist, demonstrieren gleich zwei<br />
Teams: Da wären zum einen Walter<br />
und Toni Eichhorn mit ihren<br />
T-6 und T-28 sowie Ralf und Nico<br />
Niebergall mit der Aermacchi SF-<br />
260 in Groß und Klein. Segelflieger<br />
dürfen sich auf Henry Bohligs Vorführung<br />
der Schleicher Ka 7 freuen,<br />
Interessant dürften auch die<br />
Vertreter der Elektrofraktion sein,<br />
die ihre Erstflüge im vergangenen<br />
Jahr absolviert haben: Altmeister<br />
Walter Extra stellt die Extra 330<br />
LE vor, während Dominique Steffen,<br />
Thomas Pfammatter und Sébastien<br />
Demont aus der Schweiz<br />
anreisen, um die Silence Twister<br />
Electro zu präsentieren. Fabian<br />
Gabor und Frank Anton stellen die<br />
Magnus eFusion vor, und als derzeit<br />
einziger Elektrohelikopter hebt<br />
der französische Volta ab.<br />
Nicht ganz neu, doch nicht weniger<br />
eindrücklich sind die Vorführungen<br />
von Klaus Ohlmann in<br />
der e-Genius, Jochen Polsz in der<br />
Antares 23E und von Sándor Kordás<br />
in der Yuneec e430. Die Airshow<br />
findet am Samstag um 11<br />
Uhr statt.<br />
ae<br />
Tashi Dolma Hinz<br />
since 1920
8959474-18-1.QXD_Layout 1 17.02.17 14:05 Seite 1<br />
Vorträge und Diskussionen<br />
Fliegergespräche<br />
Das Konferenzprogramm lässt keine Wünsche<br />
offen: Experten aus allen Bereichen diskutieren<br />
über den Stand und die Zukunft der Luftfahrt.<br />
Ihr Instandhaltungsbetrieb im Westen<br />
Die Messe informiert nicht<br />
nur über aktuelle Entwicklungen<br />
in der Luftfahrtbranche,<br />
sie diskutiert diese auch in<br />
mehr als 100 Vorträgen. Die Veranstaltungen<br />
finden vorwiegend<br />
im Konferenz-Zentrum Ost statt<br />
und werden sowohl auf Deutsch<br />
als auch auf Englisch gehalten.<br />
Apropos Fremdsprache: Der DAeC<br />
nimmt von Mittwoch bis Samstag<br />
ICAO-Sprachlevel-Tests der Stufe<br />
4 und 5 ab – so lässt sich Angenehmes<br />
mit Nützlichem verbinden.<br />
Experten äußern sich<br />
zur Drohnennutzung<br />
Der ehemalige FIS-Leiter Herwart<br />
Goldbach ist einmal mehr<br />
fester Bestandteil des Programms:<br />
Er erklärt Lufträume und schildert<br />
korrekte Einflugverfahren sowie<br />
Voraussetzungen für eine erfolgreiche<br />
Kommunikation in der Luft<br />
– und manche Fallstricke. Außerdem<br />
zeigt der Fachmann auf, wie<br />
Piloten konstruktiv mit Fehlern<br />
umgehen können, etwa beim Überflug<br />
über eine geschlossene Wolkendecke.<br />
Zudem stellt die DFS<br />
ein kleines Drohnen-Einmaleins<br />
vor, das die „Dos and Don’ts“ im<br />
deutschen Luftraum thematisiert.<br />
Das LBA bietet Luftfahrzeughaltern<br />
die Prüfung der Lebenslaufakte<br />
an und widmet sich sonst<br />
eher trockenen Themen wie dem<br />
Stand und der Umsetzung der<br />
europäischen Flugbetriebsvorschriften<br />
in Deutschland und der Regelung<br />
des UAS-Betriebs. Die EASA<br />
klärt unter anderem Fragen zum<br />
Betrieb und zur Zulassung von<br />
Simulatoren sowie zum Erhalt des<br />
Luftverkehrsbetreiberzeugnisses.<br />
Garmin und Jeppesen präsentieren<br />
ihre Produktneuheiten und<br />
geben Tipps im Umgang mit der<br />
Avionik. Mit mehreren Vorträgen<br />
unter dem verführerischen Titel<br />
„Step into the Cockpit!“ lockt die<br />
RWL German Flight Academy den<br />
fliegerischen Nachwuchs, aber<br />
auch gestandene Piloten können<br />
bei Vorträgen zur Einweisung auf<br />
Rotax-Motoren Neues lernen.<br />
Einen Blick in die Zukunft wagen<br />
indes verschiedene Hersteller<br />
von Elektroantrieben. Interessant<br />
werden dürfte auch die Podiumsdiskussion<br />
zur künftigen Nutzung<br />
des Luftraums unter Einbeziehung<br />
der steigenden Anzahl von Drohnen.<br />
Das tagesaktuelle <strong>aerokurier</strong>-<br />
Konferenzprogramm erhalten die<br />
Besucher am Messeeingang. ae<br />
Tashi Dolma Hinz<br />
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Foto: Messe Friedrichshafen<br />
Beim AERO-Branchengespräch lassen Experten das vergangene Jahr<br />
Revue passieren und wagen Prognosen für die Zukunft.<br />
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AERO Special 4/<strong>2017</strong> 37
Foto: Messe Friedrichshafen<br />
[ AERO SPECIAL ]<br />
Early Birds ohne Slot<br />
Optimierter Anflug zur AERO<br />
Die Jubiläums-AERO in diesem Jahr soll von möglichst vielen<br />
Besuchern angeflogen werden können. Dafür wurde das Slot-<br />
Vergabeverfahren optimiert.<br />
Ohne Slot-Regelung geht es<br />
nicht an dem kontrollierten<br />
Flugplatz im Dreiländereck<br />
Deutschland, Schweiz und Österreich.<br />
Eine optimierte Anflugregelung<br />
wird aber in diesem Jahr mehr<br />
AERO-Besuchern erlauben, mit<br />
dem eigenen Flugzeug anzufliegen.<br />
Die online-gestützte Slot-Vergabe<br />
für den Flughafen Friedrichs-<br />
7608180-2-1.QXD_Layout 1 14.02.17 09:21 Seite 1<br />
38 AERO Special 4/<strong>2017</strong><br />
hafen zur AERO <strong>2017</strong> vom 5. bis<br />
8. April ist unter https://aero-ppr.<br />
bodensee-airport.eu seit dem 18.<br />
März, 9:00 Uhr, erreichbar. Zur<br />
Vermeidung von Mehrfach-/Blindanträgen,<br />
die die Zahl der möglichen<br />
Slots künstlich verknappen, muss<br />
für die Reservierung eines PPR-<br />
Slots eine Gebühr von 35 Euro<br />
entrichtet werden. Die Gebühr wird<br />
später auf den Paketpreis (Landegebühren,<br />
Parkgebühren und<br />
Shuttle zum AERO-Eingang) für<br />
den selbst fliegenden Messebesucher<br />
vor Ort angerechnet. Nicht<br />
wahrgenommene Slot-Reservierungen<br />
verfallen und damit auch<br />
die Reservierungsgebühr.<br />
Für Early Birds und Nachteulen<br />
wird es in diesem Jahr sogar ohne<br />
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Mobile phone: +43 (0) 664 1477744<br />
E-Mail1: ownwings@gmx.at<br />
Web http://www.Aircraft-Trading.AT<br />
Slots gehen: Wer früh startet und<br />
morgens bis 8:00 Uhr (Ortszeit) in<br />
Friedrichshafen nach Sichtflugregeln<br />
landet, muss dafür keinen<br />
Slot reservieren! Diese Regelung<br />
gilt entsprechend nach Messeschluss<br />
für die Zeit von 19:20 Uhr<br />
bis 22:00 Uhr (Ortszeit).<br />
Wer zwischen 8:00 Uhr und<br />
19:20 Uhr auf gut Glück ohne Slot<br />
anfliegt und eine Freigabe erhalten<br />
sollte, für den wird es teuer: Denn<br />
dann wird eine Post-Slot-Gebühr<br />
von 50 Euro fällig, die nicht auf<br />
den Paketpreis angerechnet wird.<br />
Eine Landemöglichkeit ohne<br />
Slot-Regelung wird für ULs und<br />
Motorsegler wieder auf dem<br />
Segelflugplatz Markdorf angeboten.<br />
Auch die nahe gelegenen Flugplätze<br />
Leutkirch und Mengen sind für<br />
spontan mit ihrem Flugzeug anreisende<br />
AERO-Besucher geeignet.<br />
Die Segelfliegergruppe Markdorf<br />
(sfg-markdorf.de) hält ihren 435<br />
Meter hoch gelegenen Platz mit<br />
420 Meter langer Graspiste (10/28)<br />
während der gesamten AERO von<br />
Mittwoch, 5. April, bis Samstag,<br />
8. April, von 8:00 Uhr bis 19:00<br />
Uhr Ortszeit besetzt.<br />
An den vier Messetagen wird<br />
es einen kostenfreien Shuttlebus<br />
zwischen dem Messegelände und<br />
dem Segelfluggelände Markdorf<br />
geben, der im Halbstundentakt<br />
verkehrt. Wer mit der Bahn fahren<br />
will: Der Bahnhof Markdorf ist in<br />
zehn Gehminuten erreicht.<br />
Die Flugplätze Mengen und<br />
Leutkirch werden mit einem allerdings<br />
kostenpflichtigen Shuttle-<br />
Service an die Messe angebunden.<br />
Für den Service wird empfohlen,<br />
sich bei den Flugplätzen (Flugleitung)<br />
anzumelden. Wer Konstanz<br />
als Alternative nimmt, die allerdings<br />
nur bei trockenem Platz funktioniert,<br />
muss die weitere Anreise selbst<br />
organisieren.<br />
Zum Flughafen Zürich gibt es<br />
eine Verbindung mit Bahn, Fähre<br />
und Bus. Zum Fährhafen Friedrichshafen<br />
fährt zu den Messezeiten<br />
ein Shuttle-Bus. Natürlich ist<br />
Friedrichshafen selbst auch mit<br />
Linienflügen zu erreichen. ae<br />
Gerhard Marzinzik
[ AERO SPECIAL ]<br />
AERO Messe-Guide<br />
Sie haben ihr Ziel erreicht!<br />
Mehr als 600 Aussteller drängen sich in den Hallen – ein neuer Rekord<br />
für die AERO. Mit unserem Messe-Guide navigieren Besucher zielsicher<br />
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Deutschland A3-306<br />
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Großbritannien A5-101, -102, -1<strong>04</strong>, -106<br />
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Niederlande A5-315<br />
Aero AT (Jiangsu) Aviation<br />
Industrial Co., Ltd.<br />
China A5-215<br />
Aero Poznan<br />
Polen A3-425<br />
Aero-Beta GmbH + Co. KG<br />
Verkehrsfliegerschule<br />
Deutschland<br />
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Aero-Club der Schweiz (AeCS)<br />
Schweiz B4-117<br />
Aero-East-Europe d.o.o.<br />
Serbien und Montenegro B2-203<br />
Aero-Optik<br />
V. Meyer Augenoptik GmbH<br />
Deutschland A4-013<br />
Aero-Pac Daviation BVBA<br />
Belgien A5-019<br />
Aerobig Plus<br />
Lettland B3-413<br />
AEROdisc S.S.D. PGmbH<br />
Belgien B1-309<br />
Aerodrom Portoroz d.o.o.<br />
Slowenien A5-503<br />
Aeroheli International<br />
GmbH & Co. KG<br />
Deutschland A5-301<br />
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Deutschland A3-101<br />
Aeromarine LSA<br />
USA B2-113<br />
Aeromedia Verlag GmbH & Co. KG<br />
Deutschland<br />
FW-221, FW-317<br />
AeronautX Luftfahrtschule GmbH<br />
Österreich<br />
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■ Halle A3<br />
Allgemeine Luftfahrt,<br />
Dienstleistungen, Zubehör<br />
■ Halle A4<br />
Allgemeine Luftfahrt,<br />
Dienstleistungen, Zubehör<br />
■ Halle A5<br />
Allgemeine Luftfahrt, Engine Area,<br />
Maintenance, Antriebs systeme,<br />
Piloten ausrüstung<br />
■ Halle A6<br />
Avioncs Avenue, Cockpit- und<br />
Bordsysteme, Helikopter<br />
■ Halle A7<br />
e-flight-expo, General Aviation<br />
■ Halle B1 / B2 / B3<br />
UL, VLA, LSA<br />
■ Halle B4<br />
Segelflug, Tragschrauber<br />
■<br />
Halle B5<br />
Segelflug<br />
■ Static Display<br />
Business Aviation,<br />
Gebrauchtflugzeuge<br />
■ Foyer West<br />
Be a pilot, AEROCareer,<br />
AERODrones UAS Expo<br />
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Frankreich A4-201<br />
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Frankreich B1-116<br />
Air Res Aviation Sp.z.o.o.<br />
Polen A5-225<br />
Air Store Butterfly Avionics GmbH<br />
Deutschland A6-017<br />
Air Team Service, s.r.o.<br />
Tschech. Republik A6-011<br />
Aircraft and More Gerald Hintermayr<br />
Österreich A4-106<br />
Aircraft Cabin Modification GmbH<br />
Deutschland A3-309<br />
Aircraft design & certification ltd adxc<br />
Deutschland A4-116<br />
Aircraft Lounge GmbH & Co. KG<br />
Deutschland A6-001<br />
Airmaster Propellers Ltd<br />
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Luxemburg A6-508<br />
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Großbritannien A5-222<br />
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Tschech. Republik B5-101<br />
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Deutschland B5-214<br />
Alisport s.r.l.<br />
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Allianz Global Corporate & Specialty SE<br />
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Österreich B5-421<br />
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Flight Training Solutions<br />
Frankreich A6-303<br />
ALTO General Aviation Services GmbH<br />
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AMS - FLIGHT, d.o.o.<br />
Slowenien B5-417<br />
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Deutschland B5-100<br />
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Deutschland A5-201<br />
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FW-123<br />
Aviatic Verlag GmbH<br />
Deutschland A5-535<br />
Aviation & Sport Ltd.<br />
Russische Föderation A4-117<br />
Aviation Academy Simulation GmbH<br />
Österreich A5-137<br />
Aviation Art<br />
Tschech. Republik A7-005<br />
Aviation Supplies Europe ApS<br />
Dänemark A5-112<br />
Avidyne Corporation Corporate<br />
Headquarters<br />
USA A6-003<br />
Avionic Sp. Jawna<br />
B. Kawik - L. Matuszek<br />
Polen B5-220<br />
Avionics Academy<br />
Deutschland A5-208<br />
Avionics Service East<br />
Deutschland A6-100<br />
Avionik Straubing GmbH<br />
Deutschland A3-407<br />
AVION® Patrik Sainer<br />
Tschech. Republik A3-015<br />
AvMap S.r.l.U.<br />
Italien A6-009<br />
Avocet Aviation Ltd.<br />
Großbritannien A3-503<br />
B<br />
B PLAS A.S.<br />
Türkei A4-407<br />
B.A.C. Digital Avionics<br />
Deutschland A6-311<br />
Baden-Württembergischer Luftfahrtverband<br />
e.V. BWLV-Geschäftsstelle<br />
Deutschland B4-117<br />
Bader models<br />
Bahrein A5-267<br />
Bahco – SNA Europe<br />
Deutschland A4-502<br />
Baltic Seaplane GmbH<br />
Deutschland A5-525<br />
Bastelecke Aichner<br />
Italien B4-125<br />
Bavaria AG Spezialmakler für Yachtund<br />
Luftfahrzeugversicherungen<br />
Deutschland A5-139<br />
BBAA Berlin-Brandenburg<br />
Aerospace Allianz e.V. Zentrum für<br />
Luft- und Raumfahrt<br />
Deutschland A5-301<br />
Becker Avionics GmbH<br />
Deutschland A6-400<br />
Beechcraft Berlin Aviation GmbH<br />
Deutschland A5-301<br />
Bell Helicopter<br />
USA A3-127<br />
Beltron GmbH<br />
Schweiz B3-009<br />
Bendix/King by Honeywell<br />
USA A3-4<strong>04</strong><br />
Beringer Aero<br />
Frankreich B1-311<br />
Bernard & Graefe in der Mönch<br />
Verlagsgesellschaft mbH<br />
Deutschland A5-535<br />
BFU Bundesstelle für<br />
Flugunfalluntersuchung<br />
Deutschland A5-310<br />
Bikers Dream<br />
Deutschland B2-413<br />
Bitterwasser (Pty) Ltd<br />
Lodge & Flying Centre Namibia<br />
Deutschland B5-301<br />
Blackshape SpA<br />
Italien A4-215<br />
BlackWing Sweden AB<br />
Schweden B3-211<br />
Blanik Aircraft CZ s.r.o<br />
Tschech. Republik B5-101<br />
blue vision media GmbH & Co. KG<br />
Deutschland A5-301<br />
Bormatec<br />
Deutschland<br />
FW-312<br />
Borsodi Muhely Kft.<br />
Ungarn B4-119<br />
Bose B.V.<br />
Niederlande A6-101, A6-105<br />
BP Europa SE Geschäftsbereich<br />
Luftfahrt General Aviation<br />
Deutschland A5-305<br />
Breezer Aircraft GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B1-309<br />
Brinkley Propeller Services Limited<br />
Großbritannien A5-302<br />
BRM Aero, s.r.o.<br />
Tschech. Republik B2-107<br />
BRS Aerospace Europa<br />
Deutschland B2-120<br />
Bruns Schweißarbeiten<br />
Deutschland B2-138<br />
Buchzentrum Empfingen<br />
Deutschland B4-001<br />
Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung<br />
Deutschland A5-310<br />
Bundesministerium für Verkehr<br />
und digitale Infrastruktur<br />
Deutschland A5-310<br />
Bundespolizei – Fliegergruppe<br />
Deutschland A7-319<br />
Bundesamt für das Personalmanagement<br />
der Bundeswehr II 1.3 (ZeMEM)<br />
Deutschland<br />
A6-121, SD-02<br />
AERO Special 4/<strong>2017</strong> 41
[ AERO SPECIAL ]<br />
Bücker & Funk GmbH<br />
Deutschland A5-325<br />
Büscher Flugversand GmbH<br />
Deutschland A5-108<br />
C<br />
Cam-Shop-Online.com<br />
Deutschland B3-019<br />
Camcopter AG<br />
Schweiz<br />
FW-301<br />
CarboFibretec GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-110<br />
CARBON DESIGN s.r.o.<br />
Tschech. Republik B5-121<br />
Caruso & Freeland<br />
Schweiz A4-507<br />
Centre national de vol a voile<br />
Frankreich B5-106<br />
Chez Patrick Patrick Lisbert<br />
Deutschland<br />
ÜO-05<br />
Champion Aerospace Inc.<br />
USA A5-101<br />
Chicken Wings<br />
Österreich<br />
AEROkunst5<br />
China Aviation Industrial Base<br />
China A6-523<br />
Cicare S.A.<br />
Argentinien A7-311<br />
Cicaré Europe<br />
Deutschland B1-119<br />
Cirrus Aircraft<br />
USA A3-421<br />
Citation Jet Pilots Association<br />
USA A3-127<br />
CKT Aero & Automotive<br />
Engineering Ltd.<br />
Großbritannien B2-102<br />
Clouddancers GbR<br />
Deutschland B5-114<br />
cm-controlling<br />
Deutschland B4-009<br />
Cockpit4u Aviation Service GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-BP17<br />
Combitech AB<br />
Schweden A5-138<br />
COMCO IKARUS GmbH<br />
Deutschland B1-301<br />
COMO GbR „SchleppMAXXE“<br />
Deutschland A4-501, FG <strong>04</strong><br />
COMPOSITEX s.r.l.<br />
Italien B2-130<br />
Concorde Battery Corporation<br />
USA A5-220<br />
CONTACT di Guerzoni Marcello<br />
Italien B4-013<br />
Continental Motors Group<br />
c/o Technify Motors GmbH<br />
Deutschland A3-211, A5-325<br />
Controller / Charter Hub<br />
USA A4-108<br />
Cooles-Hemd.de Bialas & Bialas GmbH<br />
Deutschland A3-017<br />
Cornelius Braun Fotoproduktionen<br />
Deutschland B4-400, AEROkunst9<br />
CPS-CAD<br />
Professional Systems D.O.O Serbien<br />
B3-013<br />
CubCrafters Europe<br />
Irland A5-265<br />
CzechTrade Ceská Agentura<br />
na Podporu Obchodu<br />
Tschech. Republik A5-212<br />
D<br />
D-Motor BVBA<br />
Belgien B2-207<br />
DAC International, Inc.<br />
USA A6-513<br />
Dacher Systems GmbH<br />
Deutschland A6-103<br />
Flugmotoren-Reparatur<br />
Heinz Dachsel GmbH<br />
Deutschland A3-100, A3-508<br />
DAHER-SOCATA SOCATA S.A.S.<br />
Frankreich A3-321<br />
Damasko GmbH<br />
Deutschland A5-013<br />
David Clark Company Inc.<br />
USA A5-100<br />
DEA General Aviation Holding Co.,Lt<br />
China A7-311<br />
DEKRA Aviation Service<br />
Deutschland A5-124<br />
Deutscher Aero Club e.V.<br />
Deutschland B4-117, B4-108, B4-127<br />
Deutscher Aero-Club (DAeC)<br />
Landesverband NRW e.V.<br />
Deutschland B4-108<br />
Deutscher Bundeswehrverband<br />
Vorstand Luftwaffe<br />
Deutschland A6-520<br />
Deutscher Hubschrauber Club e.V.<br />
Deutschland A6-113<br />
Deutscher Ultraleicht-Segelflugverband<br />
Deutschland B4-117<br />
Deutscher Ultraleichtflugverband<br />
(DULV) e.V.<br />
Deutschland B4-100<br />
Deutscher Wetterdienst<br />
Abteilung Flugmeteorologie<br />
Deutschland A5-310<br />
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH<br />
Deutschland A5-207<br />
DG-Flugzeugbau GmbH<br />
Deutschland B5-209<br />
DGLR – Deutsche Gesellschaft für<br />
Luft- und Raumfahrt<br />
Deutschland A7-421<br />
DHBW Duale Hochschule<br />
Baden-Württemberg Ravensburg<br />
Deutschland<br />
FW-110<br />
Diamond Aircraft Industries GmbH<br />
Österreich A4-120<br />
Die Magnetbox<br />
Deutschland<br />
AEROkunst3<br />
Dornier Museum Friedrichshafen<br />
Dornier Event GmbH<br />
Deutschland A6-416<br />
Dotec GmbH<br />
Deutschland A5-143<br />
DST Control<br />
Schweden A4-119<br />
DTA Sarl<br />
Frankreich B1-211<br />
DUC Hélices Propellers<br />
Frankreich B2-211<br />
Dynali Helicopter SPRL<br />
Belgien B2-223<br />
Dynon Avionics Inc.<br />
USA B1-106<br />
E<br />
e-volo GmbH<br />
Deutschland A7-120<br />
E.A.C<br />
Frankreich A7-213<br />
EASA – European Aviation Safety Agency<br />
Deutschland A5-300<br />
Editerra<br />
Frankreich A5-511<br />
edm aerotec GmbH<br />
Deutschland B4-401<br />
Egnos<br />
Tschech. Republik A6-4<strong>04</strong><br />
ehrensache D/V GmbH & Co. KG<br />
Deutschland<br />
ÜO-09<br />
Eichhorn Air Adventures<br />
Deutschland A7-318<br />
ELA Aviacon S.L.<br />
Spanien B4-203<br />
Elixir Aircraft<br />
Frankreich A4-105<br />
Embraer Executive Jets<br />
USA<br />
SD-10<br />
Embry-Riddle Aeronautical University<br />
Deutschland<br />
FW-BP02<br />
eN-TANK Niemialkowski Sp. J.<br />
Polen A5-009<br />
ENAC Ecole Nationale de l’Aviation Nationale<br />
Frankreich A7-316<br />
Engineered Propulsion Systems Inc.<br />
USA A5-325<br />
Engiro GmbH<br />
Deutschland A7-303<br />
Epapower S.R.L.<br />
Italien A5-325, A5-517<br />
EQIP Werbung & Verlag GmbH<br />
Deutschland B5-401<br />
Equator Aircraft Norway<br />
Norwegen A7-303<br />
EU Edge Kft.<br />
Ungarn B4-119<br />
Euro-Aviation Versicherungs-AG<br />
Deutschland A3-108<br />
Euro-Nord<br />
Frankreich A5-167<br />
Eurobond Technologies OG<br />
Österreich<br />
B2-100, ÜO-01<br />
Evektor - Aerotechnik a.s.<br />
Tschech. Republik B1-317<br />
evolaris<br />
Schweiz A7-307<br />
EVVA Schmiermittel Fabrik GmbH Nfg KG<br />
Österreich B3-108<br />
exabotix GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-221<br />
Expo Time S.r.l.<br />
Italien B3-122<br />
Extra Flugzeugproduktions- und<br />
Vertriebs GmbH<br />
Deutschland A4-301<br />
F<br />
f.u.n.k.e. Avionics GmbH<br />
Deutschland B1-102<br />
Fachhochschule Aachen FB 6<br />
Deutschland<br />
A5-169, FW-BP01<br />
Fachhochschule Bingen<br />
Deutschland<br />
FW-313<br />
Fachhochschule Ingolstadt<br />
Deutschland A7-009<br />
FACTEM<br />
Frankreich A6-506<br />
Fallschirmbau Buchsein<br />
Deutschland B5-413<br />
Federacja Firm Lotniczych Bielsko<br />
Polen B5-220<br />
FernUniversität in Hagen<br />
Lehrstuhl Rechnerarchitektur<br />
Deutschland<br />
FW-BP<strong>04</strong><br />
FernUniversität in Hagen<br />
AppPilots Dortmund<br />
Deutschland<br />
FW-BP03<br />
FFH – Südwestdeutsche<br />
Verkehrsfliegerschule<br />
Deutschland<br />
FW-BP15<br />
Fibre Faserinstitu Bremen e.V.<br />
Deutschland<br />
FW-123<br />
Fichtner & Schicht GmbH<br />
Deutschland A3-307<br />
Flamingo Tours GmbH<br />
Deutschland B2-126<br />
fliegermagazin Jahr Top Special<br />
Verlag GmbH & Co.<br />
Deutschland A5-325<br />
Fliegerrevue PPVMEDIEN GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-120<br />
Fliegerschule Wasserkuppe e.V.<br />
Deutschland A7-122<br />
Flight Design GmbH<br />
Deutschland B1-101<br />
flightobsession UG<br />
Deutschland A5-120<br />
FLUG REVUE<br />
Deutschland A3-101<br />
Flughafen Friedrichshafen GmbH<br />
Deutschland<br />
Piloteneingang<br />
Flughafen Mengen-Hohentengen GmbH<br />
Deutschland<br />
Flugplatzgesellschaft<br />
Cottbus-Neuhausen mbH<br />
Deutschland A5-301<br />
Flugplatzgesellschaft<br />
Schönhagen mbH<br />
Deutschland A5-301<br />
Flugplatzgesellschaft Konstanz GmbH<br />
Deutschland<br />
Flugschule ARDEX GmbH<br />
Berlin Land Brandenburg<br />
Deutschland A5-301<br />
Flugschule München-Jesenwang<br />
GmbH & Co KG<br />
Deutschland<br />
FW-BP08<br />
Fly-Pyr S.L.<br />
Spanien B5-015<br />
Fly-tex Febotex GmbH<br />
Deutschland B3-405<br />
Fly-West GmbH<br />
Österreich B4-017<br />
Flybox Avionics<br />
Italien A6-409<br />
Flyer-Truck Ground Handling System<br />
Maschinenbau Konrad Zaglauer<br />
Deutschland A4-307<br />
Flying Expert Song 120 Aircraft<br />
Deutschland A7-101<br />
Flying Pages GmbH<br />
Deutschland A7-401<br />
Flyway<br />
Tschech. Republik A5-115<br />
Flywhale Aircraft GmbH<br />
Deutschland B3-111<br />
Fläming Air GmbH<br />
Deutschland A5-301<br />
Flügelmacher<br />
Deutschland<br />
AEROkunst1<br />
FOM Hochschule<br />
für Oekonomie & Management<br />
gemeinnützige Gesellschaft mbH<br />
Deutschland<br />
FW-BP18<br />
Forschungsflughafen<br />
Braunschweig GmbH<br />
Deutschland B3-215<br />
Fortal Switzerland<br />
Schweiz A4-205<br />
fp-propeller S.r.l.<br />
Italien B2-403<br />
Franz Aircraft Engines Vertrieb GmbH<br />
Deutschland A3-301, A5-325<br />
Friebe Luftfahrt-Bedarf GmbH<br />
Deutschland A5-521<br />
Frisomat NV<br />
Belgien A4-114<br />
Frontline Avionics, LLC.<br />
Russische Föderation B4-019<br />
FSB-Team GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B4-105<br />
G<br />
G&G Handel Ullrich<br />
Deutschland<br />
FW-311<br />
GA Buyer Europe Magazine AvBuyer Ltd<br />
Großbritannien A4-517<br />
Gabler Media Magazin Segelfliegen<br />
Schweiz B5-405<br />
Gadringer-Gurte GmbH<br />
Deutschland B5-413<br />
Galaxy GRS s.r.o.<br />
Tschech. Republik B3-005<br />
Garmin International, Inc.<br />
USA A6-201, A6-205<br />
GBSL e.V.<br />
Deutschland B4-410<br />
Gebr. Winter GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B5-409<br />
42 AERO Special 4/<strong>2017</strong>
GEFA Bank GmbH<br />
Deutschland<br />
SD-50<br />
Geiger Engineering GmbH<br />
Deutschland A7-015<br />
Geiger Motor GmbH<br />
Deutschland SD-48, A5-325<br />
Genesys Aerosystems S-TEC<br />
USA A3-205<br />
Getecno srl<br />
Italien B3-003<br />
Glider Aerobatic Club, o.s.<br />
Tschech. Republik B5-101<br />
Gliderservice Novak d.o.o.<br />
Slowenien B5-201<br />
Global Aviation + Piper Parts GmbH<br />
Deutschland A3-201, A5-325<br />
Goldfren Spacek - Product<br />
Tschech. Republik B2-108<br />
Golze Engineering<br />
Deutschland A6-505<br />
Gomolzig Flugzeug- und<br />
Maschinenbau GmbH<br />
Deutschland A3-307<br />
Gravitas 2000 GmbH<br />
Ungarn B4-119<br />
Guardian Avionics LLC<br />
USA A5-101<br />
Göbler Hirthmotoren GmbH & Co. KG<br />
Deutschland A7-311<br />
Güntert + Kohlmetz GmbH<br />
Deutschland B5-201<br />
H<br />
Halley Kft.<br />
Ungarn B4-119<br />
Hangar 55 AG<br />
Schweiz A7-312<br />
Hanke-Aviation GmbH<br />
D<br />
eutschland A5-137<br />
Hanks AERO Adventures Inc<br />
USA A3-005<br />
Hartzell Propeller Inc.<br />
USA A3-124<br />
HB Motors UG<br />
Deutschland B1-114<br />
hb-air Ultraleichtflugschule Airshows,<br />
Banner- und Demoflüge<br />
Deutschland A6-216<br />
HDI Global SE<br />
Deutschland A4-401<br />
Heli-Tech Aerodome<br />
Montelimar Ancone<br />
Frankreich B2-209<br />
Helisale International AG<br />
Schweiz A6-421<br />
Helix-Carbon GmbH<br />
Deutschland B2-1<strong>04</strong><br />
Hermann Lümmen GmbH<br />
Deutschland<br />
SD-<strong>04</strong><br />
Hesselbarth Flugsysteme<br />
Deutschland<br />
FW-221<br />
Hiesbök s.r.o.<br />
Tschech. Republik B5-101<br />
Hochschule für Technik & Wirtschaft<br />
des Saarlandes<br />
Deutschland<br />
FW-BP12<br />
Hoffmann Propeller GmbH & Co. KG<br />
Deutschland A4-211<br />
Hohenstein GmbH<br />
Deutschland A4-403<br />
Honda Aircraft Company, Inc.<br />
USA A3-321<br />
Horizon Swiss Flight Academy<br />
Schweiz A4-102<br />
HOSA Aircraftcompletions GmbH<br />
Deutschland A3-003<br />
HpH Ltd.<br />
Tschech. Republik B5-101<br />
Humanitarian Pilots Initiative<br />
Schweiz A5-126<br />
Hungaro Copter Kft.<br />
Ungarn B4-119<br />
Hélices E-Props<br />
Frankreich B3-407<br />
I<br />
I.C.P. S.r.l.<br />
Italien B3-307<br />
IAOPA – International Council of<br />
Aircraft Owner & Pilot Associations<br />
USA A5-201<br />
IASA International Association<br />
for Sustainable Aviation e. V.<br />
Deutschland A7-417<br />
iAéro – i2A SAS<br />
Frankreich A4-201<br />
Idaflieg e.V.<br />
Deutschland B5-319<br />
ifos GmbH<br />
Deutschland B3-401<br />
IHK Cottbus<br />
Deutschland A5-301<br />
Incoff Aerospace s.r.o.<br />
Slowakei B1-110<br />
Ing. Grigorij Dvorsky<br />
Tschech. Republik A7-101<br />
Ing. Nando Groppo s.r.l. c/o Aviosuperficie<br />
Italien B2-105<br />
Innovaviation<br />
Italien B2-317<br />
Intelisano Aviation GmbH & Co. KG<br />
Deutschland A4-319<br />
Interieur Flugzeugausstattung<br />
Schempp GmbH<br />
Deutschland A4-003<br />
International Aviation Support<br />
Niederlande A5-315<br />
Iseli Aviation Iseli Systeme AG<br />
Schweiz A5-221<br />
ISS Protect by Roland Gminder<br />
Deutschland A3-007<br />
J<br />
Jan Kantor IMI-Gliding Equipment<br />
Tschech. Republik B5-101<br />
Jaxida Cover Uli Schwenk<br />
Deutschland A4-017, B5-001<br />
Jeppesen GmbH<br />
Deutschland A3-401<br />
Jetlounge GmbH / ONE Aviation Corp.<br />
Deutschland A3-419<br />
JH Aircraft<br />
Deutschland A5-305<br />
JHZL Industry Co., Ltd.<br />
China A5-171<br />
Jihlavan airplanes, s.r.o.<br />
Skyleader Aircraft<br />
Tschech. Republik A7-101, B3-301<br />
Jihostroj a.s.<br />
Tschech. Republik A5-218<br />
JMB Aircraft s.r.o.<br />
Tschech. Republik B2-101<br />
JP Powersports engineering<br />
Österreich A5-221<br />
Junkers Profly GmbH<br />
Deutschland B2-201<br />
Juwelier Aumann<br />
Deutschland A5-507<br />
K<br />
Kanardia d.o.o.<br />
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kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />
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SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Am Sandtorkai 74, 2<strong>04</strong>57 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer<br />
DE77ZZZ000000<strong>04</strong>985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />
an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />
separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />
Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />
Ich bezahle per Rechnung.<br />
Widerrufsrecht: Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />
Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />
Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />
Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach,<br />
70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />
Datum Unterschrift<br />
Coupon ausfüllen und einsenden an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, 70138 Stuttgart<br />
DIREKTBESTELLUNG: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de Bitte Bestell-Nr. angeben<br />
Telefon +49 (0)711 3206-8899 · Telefax +49 (0)711 182-2550<br />
Schneller geht’s online:<br />
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Katmershop<br />
Deutschland B2-116<br />
Kelly Manufacturing Company<br />
USA A5-106<br />
Julius Kerner GmbH<br />
Deutschland A3-001<br />
Klassiker der Luftfahrt<br />
Deutschland A3-101<br />
Konner srl<br />
Italien A6-214<br />
Koslowski Modellbau<br />
Deutschland A3-110<br />
L<br />
L+R Helicopters GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B2-219<br />
LAA Light Aircraft Association<br />
of the Czech Republic<br />
Tschech. Republik B3-415<br />
Laco Uhrenmanufaktur GmbH<br />
Deutschland A5-142<br />
Lange Aviation GmbH<br />
Deutschland B5-213<br />
Lanitz-Prena Folien Factory GmbH<br />
Deutschland B1-120, B1-121<br />
Laversab, Inc.<br />
USA A5-513<br />
LBA Luftfahrt-Bundesamt<br />
Deutschland A5-310<br />
LTB400 Aviation Software GmbH<br />
Deutschland A3-106<br />
Leonardo SpA<br />
Italien A6-511<br />
Lightspeed Aviation, Inc<br />
USA A6-007<br />
Lightwing AG<br />
Schweiz B1-319<br />
Limatech France<br />
Frankreich B3-015<br />
Limbach Flugmotoren<br />
GmbH & Co.KG<br />
Deutschland A5-325<br />
Lippmann German Ropes<br />
GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B5-401<br />
Loravia + AGPS Trailer-Tank<br />
Frankreich B3-110<br />
LTB-Lindner Fiberglas-Technik<br />
R. Lindner GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B5-001<br />
Luft- und Raumfahrtstandort<br />
Niedersachsen<br />
Deutschland B3-215<br />
Lufthansa Aviation Training<br />
Schweiz A3-410<br />
LX navigation d.o.o.<br />
Slowenien B5-218<br />
LXNAV d.o.o.<br />
Slowenien B5-425<br />
Lycoming Engines<br />
USA A3-115<br />
LZ design d.o.o.<br />
Slowenien B5-431<br />
LZN Laser Zentrum Nord GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-123<br />
M<br />
M.A.V. SRL<br />
Italien B3-112<br />
M.E.RIN S.r.l.<br />
Italien B3-106<br />
Mack GmbH<br />
Deutschland<br />
ÜO-06<br />
MAG letalstro d.o.o. MAG Aviation Ltd.<br />
Slowenien B5-417<br />
Magni Gyro Srl.<br />
Italien B4-405<br />
Magnus Aircraft Corp.<br />
Ungarn B4-119<br />
Magyarmet Kft.<br />
Ungarn B4-119<br />
MarS a.s.<br />
Tschech. Republik A5-111<br />
Massage Division<br />
USA<br />
ÜO-02<br />
Maul-Tank Prüftechnik<br />
und Tankanlagenbau<br />
Deutschland A4-109<br />
MavenPress-Verlag c/o G&U GmbH<br />
Deutschland A5-525<br />
MB Vision<br />
Italien B4-007<br />
McCauley Propeller Systems<br />
USA A3-127<br />
McMurdo Kannad<br />
Frankreich A5-101<br />
Mechanische Werkstatt<br />
für Luftsportgeräte<br />
Deutschland A5-301<br />
messWERK GmbH für<br />
Mess- und Anzeigentechnik<br />
Deutschland B1-219<br />
Metallgießerei Wilhelm Funke<br />
GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B3-215<br />
Meton Innovatence Ltd.<br />
Griechenland A6-517<br />
MGA-CRONOS Kft.<br />
Ungarn<br />
ÜO-<strong>04</strong><br />
MGM COMPRO s.r.o.<br />
Tschech. Republik A7-101<br />
MID-Continent Instruments Co. Inc.<br />
Instruments and Avionics<br />
USA A5-102<br />
Mikrotechna Praha a.s.<br />
Tschech. Republik A5-214<br />
Milvus Apparel GmbH<br />
Schweiz B5-118<br />
Miniprop GmbH<br />
Deutschland B2-401<br />
Mission Aviation Fellowship<br />
Deutschland e.V.<br />
Deutschland A5-269<br />
Mistral Engines S.A.<br />
Schweiz A7-311<br />
MM aeronautical & Automotive affairs<br />
GmbH Liqui Moly Aero<br />
Österreich B2-219<br />
MN Aircraft Matthias Schröder<br />
Deutschland B2-313<br />
MNKH Promotion Ltd.<br />
Ungarn B4-119<br />
Motor Presse Stuttgart<br />
GmbH & Co KG<br />
Deutschland A3-101<br />
Motor Sich JSC<br />
Ukraine<br />
A4-111, SD-35<br />
Mototok International GmbH<br />
Deutschland A4-113<br />
Moving Terrain<br />
Air Navigation Systems AG<br />
Deutschland A3-305<br />
MT-Propeller Entwicklung GmbH<br />
Deutschland A3-409<br />
MW Fly S.r.l.<br />
Italien A5-325, B3-116<br />
MyGoFlight<br />
USA A6-100<br />
N<br />
Nationale Anti Doping Agentur<br />
Deutschland B4-108<br />
Naviter D.O.O.<br />
Slowenien B5-425<br />
Neuform Composites GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B3-120<br />
Axel Neumann<br />
Versicherungsmakler GmbH Deutschland<br />
A3-108<br />
Nicholson McLaren Aviation Ltd.<br />
Großbritannien A5-302<br />
Niki Rotor Aviation Inc.<br />
Bulgarien B4-305
8624739-47-2.QXD_Layout 1 17.02.17 11:00 Seite 1<br />
Nirvana Systems s.r.o.<br />
Tschech. Republik B2-319<br />
Novus:HM<br />
Deutschland B1-309<br />
O<br />
OK Aviation Sales, s.r.o.<br />
Tschech. Republik B3-121<br />
Omikron-Dokk Ltd.<br />
Ungarn B4-119<br />
Oschinsky KG<br />
Deutschland A5-505<br />
OUV Oskar-Ursinus-Vereinigung e.V.<br />
Deutschland B4-315<br />
OwnWings Aircraft-Trading<br />
Österreich<br />
A5-139, SD-<strong>04</strong><br />
P<br />
Pandora Joanna Kolodziejczyk<br />
Polen B5-128<br />
Para-Phernalia, Inc.<br />
USA A5-015<br />
Parker / Cleveland Wheels & Brakes<br />
USA A5-129<br />
Pelegrin Ltd.<br />
Lettland B1-213<br />
Permanon GmbH<br />
Deutschland A4-306<br />
Peszke S.C.<br />
Polen A7-101, B5-210<br />
PHI Engineering GmbH<br />
Deutschland A4-407<br />
Phoenix Air s.r.o.<br />
Tschech. Republik<br />
Phoenix East Aviation<br />
USA<br />
FW-BP16<br />
Photon AG<br />
Deutschland A5-301<br />
Pico Engineering GmbH<br />
Deutschland B3-215<br />
Pilatus Aircraft Ltd.<br />
Schweiz A3-121<br />
Piper + Jet Maintenance AG<br />
Deutschland A4-409<br />
Piper Deutschland AG<br />
Deutschland A4-409, A4-519, SD-31<br />
Pipistrel d.o.o. Ajdovscina<br />
Slowenien B3-201<br />
Plandienst Matthias Felsch<br />
Deutschland B1-219<br />
Plane Fun Inc. Tr.<br />
European Liasion Office<br />
Deutschland A5-221<br />
Plexiweiss GmbH<br />
Deutschland A4-101<br />
PMP di Olgiati Giuseppe<br />
Italien A6-406<br />
Pocket FMS Foundation<br />
Niederlande A6-015<br />
Polini Motori spa<br />
Italien B2-407<br />
Pooleys Flight Equipment Ltd<br />
Großbritannien A3-311<br />
Porta Air Service<br />
Deutschland A6-301<br />
Powervamp Ltd.<br />
Großbritannien<br />
FW-107<br />
PPL/IR Europe c/o<br />
Electronic Media Services Ltd.<br />
Großbritannien A5-533<br />
PPVMedien GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-120<br />
Pratt & Whitney Canada Corp.<br />
Kanada A3-406<br />
Precision Flight Controls, Inc.<br />
USA<br />
FW-BP05<br />
pro3D GmbH & Co. KG<br />
Deutschland<br />
FW-110<br />
Profil Aviation Aubele Bachmann GbR<br />
Deutschland A5-221<br />
Q<br />
QinetiX GmbH<br />
Deutschland A7-003<br />
Quest Aircraft Company, LLC<br />
USA<br />
SD-23<br />
R<br />
R. Eisenschmidt GmbH<br />
Deutschland<br />
A5-207, FW-117<br />
Radek Budina<br />
Tschech. Republik A5-113<br />
Red Box International Ltd.<br />
Großbritannien A5-109<br />
Regionaler Wachstumskern Frankfurt<br />
(Oder) / Eisenhüttenstadt mbH<br />
Deutschland A5-301<br />
Reiner Stemme<br />
Utility Air-Systems GmbH<br />
Deutschland B5-205<br />
Remos AG<br />
Deutschland B3-107<br />
Rheinland Air Service GmbH<br />
Deutschland<br />
A3-321, SD-23<br />
Rhoba-Chemie GmbH<br />
Deutschland A5-519<br />
RIMOWA GmbH<br />
Deutschland<br />
SD-01<br />
Robin New Aircraft<br />
Frankreich A5-335<br />
Rocket Engineering Corp. (JetProp, LLC)<br />
USA<br />
SD-25<br />
RocketRoute Ltd.<br />
Großbritannien A5-305<br />
Roko Airplanes, S.R.O.<br />
Tschech. Republik B3-313<br />
Roland Aircraft<br />
Deutschland B4-311<br />
Rolli Flieger e.V.<br />
Deutschland B4-108<br />
rOsewhite Multicopters<br />
Deutschland<br />
FW-114<br />
Rotex Electric<br />
Tschech. Republik A7-101<br />
RotorSchmiede GmbH<br />
Deutschland A7-311<br />
Rotorvox GGC GmbH<br />
Deutschland B1-101<br />
RS-Datentechnik Sky-Map<br />
Deutschland B3-401<br />
RUAG Schweiz AG RUAG Aviation<br />
Schweiz A3-114<br />
Ruppert Composite GmbH<br />
Schweiz A7-101<br />
RWL German Flight Academy GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-BP13<br />
S<br />
S2T Group Source2Trade Ltd. (Germany)<br />
Deutschland A5-215<br />
SA Aviation<br />
Frankreich B1-215<br />
San Giorgio S.E.I.N.<br />
Italien B3-003<br />
ScaleWings AeroTec GmbH<br />
Österreich B4-015<br />
Scanaviation A/S<br />
Dänemark A4-500<br />
Sch*Airservice<br />
Deutschland A6-521<br />
Schempp-Hirth<br />
Flugzeug-Vertriebs-GmbH Deutschland<br />
A7-122, B5-301<br />
Alexander Schleicher GmbH & Co.<br />
Segelflugzeugbau<br />
Deutschland B5-309<br />
Schmitter Tore<br />
Deutschland A5-226<br />
SE Aviation<br />
Frankreich B1-215<br />
AERO <strong>2017</strong><br />
Halle A3<br />
Stand 100 und 508<br />
Flugmotoren-Reparatur Dachsel GmbH<br />
EASA - Nr.: DE.145.0199<br />
Instandsetzung und Grundüberholung von:<br />
Continental und Lycoming Kolbenflugmotoren<br />
Kraftstoff- und Zündanlagen<br />
Komponenten und Anbaugeräte<br />
Zylinderinstandsetzung<br />
Ersatzteilservice und Verkauf<br />
Instandsetzung und Grundüberholung von:<br />
Oldtimer Flugmotoren wie z.B.:<br />
DB 605 – BMW 132 – Siemens – Argus<br />
Weitere Informationen:<br />
Flugmotoren-Reparatur Dachsel GmbH<br />
Fon: +49 (0) 89 / 793 72 10<br />
Fax: +49 (0) 89 / 793 87 61<br />
Oberdiller Straße 29<br />
D-82065 Baierbrunn bei München<br />
E-Mail: motors@dachsel.de<br />
www.flugmotoren.com<br />
8529671-50-1.QXD_Layout 1 08.03.17 15:16 Seite 1<br />
Besuchen<br />
Sie uns auf<br />
der AERO<br />
Halle B5<br />
Stand 009<br />
AERO Special 4/<strong>2017</strong> 45
[ AERO SPECIAL ]<br />
Sea-Airport Cuxhaven-Nordholz c/o AfW<br />
Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven<br />
Deutschland B3-215<br />
Segelfliegergruppe Markdorf e.V.<br />
Deutschland<br />
Segelflugschule Oerlinghausen e.V.<br />
Deutschland B5-125<br />
Shark.Aero s.r.o.<br />
Slowakei B2-309<br />
Siebert Luftfahrtbedarf GmbH<br />
Deutschland B1-401<br />
Siemens AG, CT REE AIR<br />
Deutschland A7-201<br />
Sigma (Deutschland) GmbH<br />
Deutschland<br />
SD-47<br />
Sigma Aerospace Metals Germany GmbH<br />
Deutschland A5-011<br />
SIM4u Aviation Service GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-BP09<br />
Simonini Racing srl<br />
Italien A5-325, B3-001<br />
Sky Fox GmbH<br />
Deutschland A6-100, A6-001<br />
Sky Paragliders a.s.<br />
Tschech. Republik B1-223<br />
SkyCruiser Autogyro Kft.<br />
Ungarn B4-119<br />
SkyDemon<br />
Großbritannien A6-501<br />
Skylaunch Windenstartsysteme<br />
Deutschland B5-005<br />
SMA Safran<br />
Frankreich A3-126<br />
Smart Choice Trading GmbH<br />
Deutschland<br />
A4-100a<br />
SNA Europe (Deutschland) –<br />
SNA Germany GmbH<br />
Deutschland A4-205<br />
Solid Air UL-Bau Franz GmbH<br />
Deutschland B4-1<strong>04</strong><br />
Solutions4GA sp. z o.o.<br />
Polen A4-509<br />
Sonaca Aircraft<br />
Belgien A4-118<br />
Sonova Deutschland GmbH<br />
Deutschland A6-100<br />
SPACE 3D s.r.o.<br />
Tschech. Republik A5-216<br />
SPEKON<br />
Sächsische Spezialkonfektion GmbH<br />
Deutschland B5-401<br />
Sprout, s.r.o.<br />
Tschech. Republik B3-301<br />
Stahl Aircraft & Materials GmbH<br />
Deutschland A5-127<br />
Stangl Funktechnik GmbH<br />
Deutschland B1-1<strong>04</strong><br />
Stematic System und Gerätebau<br />
Deutschland B2-112<br />
Stemme AG<br />
Deutschland A4-309<br />
Sterna Composite Aircraft Inc.<br />
USA B3-419<br />
Sticker Shop Josef Strerath<br />
Deutschland<br />
A4-011, ÜO-07<br />
Stickerei Stickies<br />
Deutschland<br />
ÜO-08<br />
Stieblich Hallenbau GmbH<br />
Deutschland A5-301<br />
Stiftung Mayday<br />
Deutschland A5-539<br />
STTS Group<br />
Niederlande A5-315<br />
Studio GAP<br />
Deutschland B3-411<br />
Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG<br />
Deutschland B4-117<br />
Superior Air Parts, Inc.<br />
USA A5-101<br />
Suzhou Changfeng Instruments Co. Lt<br />
China A6-503<br />
46 AERO Special 4/<strong>2017</strong><br />
Swiss Excellence Airplanes (SEA) SA<br />
Schweiz B4-101<br />
Swiss Helicopter AG<br />
Schweiz A6-414<br />
Swiss Re Corporate Solutions Ltd.<br />
Schweiz A4-100<br />
Syrphus GmbH<br />
Deutschland B3-215<br />
T<br />
TAF3 D.o.o.<br />
Slowenien B3-127<br />
Tannheimer Flieger- und<br />
Freizeitzentrum GmbH<br />
Deutschland A3-501<br />
Tech Sim Sp. Z o.o.<br />
Polen A6-415<br />
Technische Hochschule Wildau<br />
Deutschland A5-301<br />
Tecnam Costruzioni Aeronautiche Srl Italien<br />
A4-319<br />
TEKK Technische Konsultation Keim<br />
Deutschland B5-116<br />
Teledyne Battery Products<br />
Gill Aircraft Batteries<br />
USA A5-1<strong>04</strong><br />
Telemeter Electronic GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-107<br />
Telex Bosch Sicherheitssysteme GmbH<br />
Deutschland A5-101<br />
Tempest Plus Marketing Groul, LLC<br />
USA A5-520<br />
Tesla Motors GmbH<br />
Deutschland A7-411<br />
Textron Aviation<br />
USA<br />
A3-127, SD-20<br />
TFC Flugbetrieb- und technik<br />
Beratungsgesellschaft mbH<br />
Deutschland<br />
FW-BP19, SD-40<br />
Thiesen Electronics GmbH<br />
Deutschland A3-102<br />
THTEC GmbH<br />
Deutschland A5-325<br />
TL Ultralight s.r.o.<br />
Tschech. Republik B2-301<br />
Tomark s.r.o.<br />
Slowakei B1-117<br />
TopMeteo<br />
Deutschland B2-120<br />
Tost GmbH Flugzeuggerätebau<br />
Deutschland B5-009<br />
TOTAL Deutschland GmbH<br />
Deutschland A3-109<br />
Tourismusverband Mauterndorf<br />
Österreich B2-409<br />
TQ-Systems GmbH<br />
Deutschland A6-5<strong>04</strong><br />
Trade-A-Plane (TAP)<br />
USA A3-300<br />
Trainico GmbH<br />
Deutschland A5-301<br />
TRIG AVIONICS Ltd.<br />
Großbritannien A5-501<br />
Trixy Aviation d.o.o.<br />
Slowenien B1-111<br />
Tronog d.o.o<br />
Slowenien B1-111<br />
True Blue Power<br />
USA A5-102<br />
Turtle-Pac PTY LTD<br />
Australien A4-505<br />
U<br />
UAB Sportine Aviacija ir Ko<br />
Litauen A7-215<br />
UAV Dach e.V.<br />
Deutschland<br />
FW-201<br />
uAvionix Corporation<br />
USA A6-515<br />
Ülis Segelflugbedarf GmbH<br />
Deutschland B5-405<br />
UL-Airoaviation GmbH<br />
Deutschland B3-101<br />
UL-GmbH<br />
Deutschland A5-325, B1-115<br />
ULPower Aero Engines N.V.<br />
Belgien B3-102<br />
Ultraleichtflug Konstanz<br />
Deutschland B1-201<br />
Ultralight Design sro<br />
Tschech. Republik A7-101<br />
Universität Augsburg Institut für<br />
Software & Systems Engineering<br />
Deutschland<br />
FW-114<br />
Universität Stuttgart Institut für<br />
Flugzeugbau (IFB)<br />
Deutschland A7-315<br />
UTC Aerospace Systems<br />
Goodrich Corporation<br />
USA A5-128<br />
V<br />
Vans Aircraft, Inc.<br />
USA B4-301<br />
Vaude Sport GmbH & Co. KG<br />
Deutschland<br />
FW-427<br />
VDP e.V.<br />
Deutschland A5-201<br />
Vemup SAS Coavmi.com<br />
Frankreich A5-210<br />
Verband der<br />
Luftfahrtsachverständigen e.V.<br />
Deutschland A4-306<br />
Vereinsflieger.de<br />
Deutschland B4-117<br />
Vertigo Covers Ltd.<br />
Großbritannien B5-115<br />
Vierwerk GMBH<br />
Deutschland B1-301<br />
Vimana GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-BP07<br />
Vintage Glider Club<br />
Sektion Deutschland<br />
Deutschland B4-123<br />
VITES GmbH<br />
Deutschland A7-405<br />
VOS-Bauelemente GmbH Torsysteme<br />
Deutschland A3-013<br />
VULCANAIR S.p.A.<br />
Italien<br />
SD-46<br />
W<br />
Waldburg-Zeil Flugplatz Leutkirch<br />
Deutschland<br />
P-Ost<br />
Wankel AG<br />
Deutschland A5-130<br />
Warter Aviation<br />
Irland A5-165<br />
Watts Aviation Services Ltd<br />
Großbritannien A5-522<br />
IMPRESSUM<br />
WeFly GmbH<br />
Deutschland A4-009<br />
Werthenbach Aerospace GmbH<br />
Deutschland A4-110<br />
WeSPOT GbR<br />
Deutschland B5-110<br />
Whelen Engineering Company, Inc.<br />
USA A5-001<br />
Windrose Air Jetcharter GmbH<br />
Deutschland A5-301<br />
Wing d.o.o.<br />
Serbien B3-219<br />
Wingly<br />
Frankreich A4-015<br />
Wipaire, Inc.<br />
USA A5-007<br />
Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-110<br />
Wirtschaftsförderung<br />
Mönchengladbach GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-BP14<br />
Wirtz Composite Construction GmbH<br />
Deutschland A6-525<br />
WMT Maintenance Technik AG<br />
Deutschland A5-141<br />
Woelfle Engineering GmbH<br />
Deutschland A5-325<br />
X<br />
Xedam-Design<br />
Deutschland A5-110<br />
XtremeAir GmbH<br />
Deutschland A7-311<br />
Xwind Airfield-Guide<br />
Training Center Germany<br />
Deutschland A3-101<br />
Y<br />
Yuneec Europe GmbH<br />
Deutschland<br />
FW-323<br />
Yuneec Europe GmbH<br />
Deutschland A7-209<br />
Z<br />
Zaklad Szybowcowy<br />
„Jezow“ Henryk Mynarski<br />
Polen B5-220<br />
ZeitFlügel GmbH<br />
Deutschland A4-001<br />
ZHAW Züricher Hochschule<br />
für Angewandte Wissenschaften<br />
Zentrum Aviatik<br />
Schweiz A3-207<br />
John Dee Zimmermann Stahlwaren<br />
Deutschland A5-136<br />
Zlin Aviation s.r.o.<br />
Tschech. Republik B2-311<br />
REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711 182-2800, Fax: +49 711 182-1781,<br />
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Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold (verant. i. S. d. Presserechts)<br />
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Hornig Grafik und Layout: MOTORRAD-Grafik, Harald Hornig, Katrin Sdun Repro: MOTORRAD-<br />
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Schweikert Sekretariat: Iris Schaber<br />
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HALLE A3 - 211<br />
BEIM<br />
DIESEL<br />
SPITZE<br />
INNOVATION, LEISTUNG,<br />
EIN GUTES GEFÜHL<br />
Bis heute haben Piloten mehr als 5,25 Millionen Flugstunden mit<br />
Continental Motors ® Dieselmotoren gesammelt. Wir haben weltweit<br />
in der Allgemeinen Luftfahrt die meisten Dieselmotoren im Einsatz und<br />
sind die erste Wahl für viele Flugschulen und die großen Flugzeughersteller<br />
einschließlich Cessna, Piper, Robin, Diamond und Glasair. Continental Motors ®<br />
Dieselmotoren sind das Ergebnis einer tiefgreifenden technologischen Innovation<br />
für Kolbenflugmotoren. Sie bieten Leistung, Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit<br />
und vor allem ein gutes, sicheres Gefühl.<br />
Unsere Dieselmotoren laufen mit global verfügbarem Jet Fuel und sind FAA sowie<br />
EASA zertifiziert (insgesamt in knapp 80 Ländern). Darüber hinaus verfügen unsere nach<br />
November 2015 produzierten CD-135 und CD-155 Motoren über eine 2.100 Stunden TBR,<br />
einschließlich unserer branchenführende Gewährleistung. Mit all dieser Innovation, der Kraft<br />
und dem guten, sicheren Gefühl, ist es keine Überraschung, dass jeden Tag immer mehr<br />
Piloten Continental Diesel fliegen.<br />
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©<strong>2017</strong> Continental Motors. All rights reserved.
[ AERO SPECIAL ]
[ KOLUMNE ]<br />
Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />
Oshkosh? AERO!<br />
Die AERO hat die Pubertät längst überstanden, zollt unser Kolumnist den<br />
Machern Respekt. Mehr noch: Sie ist reif und erwachsen geworden.<br />
Illustrationen: Harald Hornig<br />
Es gibt ja nur wenige Messen, die mein<br />
Herz zum Schlagen bringen. Nicht dazu<br />
gehören Automessen, Haushaltswarenund<br />
Gartenmessen und ja – so ein Monstrum,<br />
genannt ILA. Dort demonstriert neuerdings<br />
in der Hauptsache die Luftwaffe ihre antiquierten<br />
Restbestände an flugfähigem Material. Für<br />
den geneigten Privatpiloten oder Enthusiasten<br />
ist die Veranstaltung aber genauso gut<br />
geeignet wie Tiefseetauchen für den Igel. Und<br />
dann haben Messen ja immer so einen Touch<br />
von „Kinderwagen durchschieben“ und<br />
möglichst viele Werbegeschenke<br />
einsammeln müssen. Will sagen,<br />
mehr Stress als Spaß.<br />
Die Fliegerbrille übergezogen,<br />
gibt es in Blickrichtung<br />
äußerster Südwesten<br />
der Republik<br />
zum Glück aber doch<br />
etwas fürs Herz. Ein<br />
fester Termin in<br />
meinem Kalender<br />
führt mich im April<br />
immer an den<br />
Bodensee. Die am<br />
Verkehrsflughafen<br />
Friedrichshafen alljährlich<br />
stattfindende,<br />
„echte“ Luftfahrtmesse<br />
nennt sich AERO. Seit<br />
ihrer Geburtsstunde vor<br />
40 Jahren hat es mir diese<br />
Schau angetan – und es ist eine<br />
Freude zu sehen, wie sie sich entwickelt<br />
hat.<br />
Vorbei sind heute die Zeiten der beengten<br />
Ausstellungsmöglichkeiten in der Innenstadt.<br />
Wer erinnert sich noch daran? Und wenn<br />
wir schon beim Blick in die Vergangenheit sind,<br />
kommt auch Wehmut auf, konnten wir doch<br />
damals noch standesgemäß via Mose und Co.<br />
zur Messe einfliegen. Heute lassen das kleinkrämerische<br />
badische Flugplatzanwohner und<br />
erbitterte Luftfahrtgegner nicht mehr zu. Auch<br />
die Towerlotsen dürfen heute nicht mehr als<br />
ein Dutzend Bewegungen pro Stunde zulassen.<br />
Es scheint fast, als ob den Eingeborenen die<br />
eigene dort geschriebene Luftfahrtgeschichte<br />
um Zeppelin und Dornier egal ist. Dass Friedrichshafen<br />
das Mekka für die Allgemeine Luftfahrt<br />
ist – zumindest für einige Tage –, scheint<br />
sie überhaupt nicht zu berühren. Dabei lebt<br />
die Region vom Tourismus und der Messe. Das<br />
spürt man auch deutlich an den aufgerufenen<br />
Hotelpreisen.<br />
Aber genug geheult. Die Messe ist ein internationaler<br />
Treffpunkt für die Allgemeine<br />
Luftfahrt. Ein – neudeutsch – „Meet and Greet“<br />
von Tüftlern, Träumern, Industrie und Investoren<br />
und – vor allem – jeder Menge Menschen<br />
wie Du und ich! Freundschaften werden gepflegt,<br />
grenzüberschreitend! Legendär die<br />
verschiedenen Aftershow-Partys.<br />
Ein Mann steht hinter all dem als Garant<br />
für eine reibungslose Woche: Roland Bosch<br />
– ein Macher vor dem Herrn. Aber Obacht,<br />
nicht immer ist die Community auf seiner Seite!<br />
Gerade zur Jubiläums-AERO mussten die<br />
Segelflieger von ihrer Stammhalle A1 in eine<br />
andere Ecke umziehen. Ihre so ins Herz geschlossene<br />
Halle wird für anderes gebraucht.<br />
Auch in der Kritik die inzwischen anfallenden<br />
Kosten. Manch kleiner Hersteller tut sich schon<br />
sehr schwer, jedes Jahr einen Stand auf der<br />
AERO zu stemmen. Es ist ja nicht nur die Hallenmiete<br />
– Werbeauftritt, Hotels und Personal<br />
kommen dazu. Auf der anderen Seite hat die<br />
AERO ein qualitatives Niveau erreicht, welches<br />
für die Allgemeine Luftfahrt im Bereich der<br />
Privatluftfahrt weltweit einzigartig ist. Da<br />
können die Betten-, Auto- und Küchenzubehörverkäufer<br />
in Oshkosh einfach überhaupt<br />
nicht mehr mithalten.<br />
Ich gehe sogar so weit zu behaupten,<br />
dass es eine Beleidigung<br />
für die AERO wäre,<br />
diese mit Oshkosh oder<br />
Sun ’n Fun zu vergleichen.<br />
Diese Veranstaltungen<br />
sind über die<br />
Jahre zwar zu festen<br />
und echt amerikanischen<br />
Happenings<br />
geworden,<br />
lassen aber<br />
zusehends die<br />
richtigen Innovationen<br />
in der GA in<br />
den Hintergrund<br />
treten. Hierzulande<br />
gab es im Laufe der<br />
letzten 40 Jahre so manche<br />
Eintagsfliege, die<br />
gegen die AERO antreten<br />
wollte – vergebens. Die AERO<br />
hat sie alle überlebt.<br />
Zurück an den Bodensee. Hier<br />
spüre ich bei jedem einzelnen Besucher,<br />
dem ich in den Hallen begegne, Hunger auf<br />
Neues. Egal ob der Ü-70-Rentner oder Youngster<br />
– es muss die neueste Software sein, das<br />
neueste GPS oder Navigationsprogramm.<br />
Flugzeugkäufe werden getätigt oder anberaumt,<br />
Netzwerke gepflegt und erweitert, und alte<br />
Hasen freuen sich auf die frischen Weißwürste<br />
bei einem urbayerischen Motorenfachbetrieb.<br />
Künstler und Showelemente machen<br />
die Sache nicht nur noch runder, sondern auch<br />
noch farbig und dreidimensional!<br />
Lieber Roland Bosch, behalte deinen Kurs<br />
so bei – wir sorgen dafür, dass es nicht an<br />
Auftrieb fehlt!<br />
ae<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 91
[ SEGELFLIEGEN Reise ]<br />
VERONICA–<br />
92 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Streckenfliegen in Namibia<br />
EIN NEUER<br />
TRAUM<br />
Kenner schwärmen<br />
von Veronica:<br />
faszinierend, schön,<br />
serviceorientiert.<br />
Gemeint ist aber<br />
keineswegs eine<br />
weibliche Attraktion,<br />
sondern das neue<br />
Segelflugzentrum<br />
in Namibia.<br />
AUTORIN: Stephanie Keller<br />
Fotos: Jürgen Koch<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 93
[ SEGELFLIEGEN Reise ]<br />
Luxus pur. Mitten in der<br />
Savanne schafft der Pool<br />
gleich vor der Terrasse<br />
Abkühlung.<br />
Starten auf rotem Sand.<br />
Die zwei langen Pisten<br />
sind in den Hauptwindrichtungen<br />
angelegt.<br />
Wenn die Tage kürzer,<br />
nasskalt, eben ungemütlich<br />
werden und<br />
es einen nach drinnen<br />
zieht, überfällt viele Segelflieger ein<br />
hochansteckendes Virus: die Namibia-Influenza.<br />
Zwei der Befallenen<br />
sind Heinz Berlin und Jürgen Depil.<br />
Jetzt wurden sie von Veronica bezirzt.<br />
Gleich an ihrem zweiten Flugtag<br />
Mitte November – also noch beim<br />
Warmfliegen – vollenden sie mit einem<br />
Arcus M das erste 1009-km-Dreieck<br />
von Veronica aus und erzielen 1125<br />
OLC-Punkte. Und das, obgleich sie<br />
gar nicht auf besonders herausragende<br />
Bedingungen treffen.<br />
Anfangs geht es schwerfällig und<br />
nur sehr niedrig im Blauen nach Osten<br />
voran. Doch dort bleiben die<br />
klassischen Wolkenstraßen aus. Die<br />
beiden erfahrenen Namibia-Piloten<br />
kennen aber die Hotspots – und zu<br />
ihrer Freude gehen diese ganz gut.<br />
Ihr Ziel dann: die Kante im Westen,<br />
die wilde Berglandschaft zwischen<br />
Namib und Kalahari, oft Trennlinie<br />
zwischen der heißen Inlands- und<br />
der kühleren Atlantikluft. Aber hier<br />
stellt sich an diesem Tag mal nicht<br />
die begehrte Konvergenz ein, die<br />
rasend schnelles Vorankommen ermöglichen<br />
kann. Die beiden orientieren<br />
sich wieder mehr ins Innere<br />
der Kalahari und haben um 15 Uhr<br />
nicht einmal die 500 Kilometer voll.<br />
Der Glaube an die 1000 Kilometer<br />
ist begraben.<br />
Richtung Mariental, gut 200 Kilometer<br />
südlich von Veronica, läuft es<br />
plötzlich, und der Mathematik-Pro-<br />
94 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
[ 1 ]<br />
[ 2 ]<br />
[ 3 ]<br />
zessor wird angeschmissen. Wie weit<br />
können sie noch? Welchen Schnitt<br />
müssen sie halten? Der Sonnenuntergang<br />
kommt mit jeder Minute<br />
näher. Entscheidung: Eine Wolke geht<br />
noch und den Bart so hoch wie möglich<br />
mitnehmen.<br />
Dann auf zum Endanflug! Heinz<br />
Berlin und Jürgen Depil sind die letzten,<br />
die das Tal des Olifants entlanggleiten,<br />
und landen sicher. Auch wenn<br />
die Piloten in Bitterwasser und Kiripotib<br />
im Trainingscamp mit den<br />
Champions an diesem Tag noch weiter<br />
ausgeholt haben, die beiden haben<br />
Veronica mit dem ersten Tausender<br />
eingeweiht.<br />
Ist das noch zu toppen, fragen sich<br />
Heinz und Jürgen. So früh im Jahr<br />
ein Tausender mit einem 125er-Schnitt,<br />
was will man mehr?! Aber es gibt<br />
mehr ...<br />
Die beiden absolvieren auch noch<br />
den schnellsten Flug des Zentrums.<br />
462 Kilometer reiten sie in 150 Minuten<br />
ab. Ein 185er-Schnitt bringt knapp<br />
170 OLC-Speedpunkte. Auf die<br />
Frage, wie sie das hinbekommen<br />
haben, antwortet Heinz trocken: „Du<br />
musst eben 185 km/h schnell fliegen<br />
und darfst keinen Kreis machen.“<br />
Natürlich fliegen die beiden Piloten<br />
an dem Tag nicht nur 462 Kilometer,<br />
sondern wieder weit über 1000.<br />
Nach einem guten und späten Anfang<br />
Richtung Nordwesten geht es entlang<br />
der berühmt-berüchtigten Kante nach<br />
Süden in Richtung Helmeringhausen.<br />
Hier beginnt unerwartet der schwierigere<br />
Teil des Fluges mit noch schwächelnder<br />
Blauthermik. Aber der Blick<br />
in den Rückspiegel zeigt, die heiß<br />
[ 1 ] Das ist Namibia: bei<br />
über 7 m/s Steigen mit nur<br />
ein paar Kreisen zur Basis<br />
in 5000 Meter. [ 2 ] Bei<br />
Blauthermik und bodenorientierter<br />
Thermiksuche<br />
werden sie immer gerne<br />
angeflogen: Wasserstellen<br />
im Zentrum der Weideareale.<br />
[ 3 ] Nur wenige<br />
Talsperren leisten in der<br />
Trockenzeit die Wasserversorgung.<br />
Fotos: Berlin, Dolba, Koch<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 95
[ SEGELFLIEGEN Reise ]<br />
[ 1 ] [ 2 ]<br />
[ 3 ]<br />
[ 1 ] Gut, wenn bei dieser<br />
Aussicht viel Luft unter<br />
den Flügeln ist: die Kante<br />
zwischen Namib und<br />
Kalahari. [ 2 ] Bernd Dolba<br />
im Pflegeeinsatz. Die<br />
Pisten müssen immer<br />
wieder gewalzt werden.<br />
[ 3 ] Freundliches Grün<br />
rund um die Lodge, die<br />
auf einer der vielen endlos<br />
langen, roten Dünen der<br />
Kalahari angelegt wurde.<br />
ersehnte Konvergenz in Form einer<br />
Wolkenwurst baut sich auf und der<br />
Speed-Durchmarsch kann beginnen.<br />
Nachdem der erste Tausender gefallen<br />
ist, geht es Schlag auf Schlag<br />
mit vierstelligen Streckenflügen weiter.<br />
Warum das gerade in Veronica<br />
gut gelingt? Einmal ist Namibia in<br />
unserem grauen Winter ganz allgemein<br />
ein heißes Pflaster. Hier gibt es Basishöhen,<br />
von denen wir in europäischen<br />
Gefilden nur träumen können, und<br />
„Fahrstühle“, die einen mit rasanter<br />
Geschwindigkeit in die Höhe katapultieren.<br />
Wohlgemerkt, das Ganze thermisch<br />
und nicht in der Welle.<br />
Der große Vorteil von Veronica als<br />
das östlichste aller Segelflugzentren<br />
in Namibia ist der nahezu direkte<br />
Anschluss an die Wolkenthermik im<br />
Osten. Die ersten Wolken entstehen<br />
meist weit im Osten, dort, wo die<br />
innertropische Konvergenzzone Feuchtigkeit<br />
ins Land bringt. Von Veronica<br />
aus fällt der Flug in Blauthermik mit<br />
niedriger Arbeitshöhe bis zu diesen<br />
Thermikbojen nicht so weit aus. Für<br />
große Flüge müssen die kurzen Tage<br />
unter dem südlichen Wendekreis<br />
möglichst von der ersten Thermik an<br />
genutzt werden, das heißt Abflug,<br />
wenn die Blauthermik bis 1000 Meter<br />
über Grund reicht.<br />
Bereits um 8:30 Uhr startet Bernd<br />
Dolba das ausführliche Wetterbriefing,<br />
sodass um 9 Uhr alles startklar sein<br />
kann. Das Flugzeug wird schon vorher<br />
fertig gemacht. Peter Stein, der<br />
Mann mit den zwei goldenen Händen,<br />
sorgt frühmorgens schon dafür, dass<br />
die Eigenstarter mit Sprit und Sauerstoff<br />
versorgt werden.<br />
Die Außenlandemöglichkeiten in<br />
der näheren Umgebung erleichtern<br />
den Frühstart bei Arbeitshöhen von<br />
rund 1000 Metern. Als Außenlandemöglichkeit<br />
bieten sich die Pfannen,<br />
mal ein Airstrip bei einer Farm oder<br />
ein ebenes Stück einer Straße höherer<br />
Ordnung mit besonders breitem<br />
Randstreifen an. Rundum ist es unwirtlich<br />
und unlandbar. Wenn man<br />
das erste Mal aus dem Segler auf<br />
das Buschland herunterschaut, weiß<br />
man jeden Höhenmeter zu schätzen.<br />
Im Fall einer Außenlandung kommen<br />
die extreme Hitze und die Abgeschiedenheit<br />
zum Tragen. Von daher<br />
tut man gut daran, in der Luft zu<br />
bleiben und erst wieder in Veronica<br />
zu landen.<br />
Die extremen Aufwinde haben ihr<br />
Pendant in ebenso massiven Abwärtsbewegungen.<br />
Auf längeren blauen<br />
Strecken bis zum nächsten Auslösepunkt<br />
kann der Hals sehr lang werden.<br />
Zumal man darauf vertrauen muss,<br />
dass die bekannten Auslösestellen<br />
wirklich funktionieren. Mit der Zeit<br />
lernt man, dass sie dies in der Regel<br />
auch tun. Dennoch sind ein paar Meter<br />
Reserve oder eben die Aussicht<br />
auf Außenlandefelder Gold wert.<br />
Was von Veronica aus unter diesen<br />
Bedingungen möglich ist, zeigt Jan<br />
Jaap Logtenberg, genannt „Jay Jay“.<br />
Er fliegt mit einem Arcus M eine Strecke<br />
von über 1397 Kilometern. Übertroffen<br />
wird er nur von Matthias<br />
Arnold, der von Bitterwasser aus mit<br />
einem Ventus 2cxM über 1425 Kilometer<br />
kommt. Logtenberg setzt den<br />
Spitzenwert für Veronica, Arnold den<br />
für Bitterwasser und Namibia. Die<br />
beiden Flugplätze trennen rund 70<br />
Kilometer.<br />
Die Lodge Veronica, errichtet auf<br />
einer der reizvollen roten Sanddünen<br />
der Kalahari, thront geradezu über<br />
dem mit drei Pisten ausgebauten<br />
Flugplatz unweit des Olifant.<br />
An dem gut angelegten Flugplatz<br />
steht einem faulen Fliegerurlaub nichts<br />
entgegen. Neben einer 700 Meter<br />
langen Notlandebahn gibt es zwei<br />
Pisten über 2000 Meter beziehungsweise<br />
1600 Meter Länge. Als 02 und<br />
08 beginnen sie gleich unterhalb der<br />
Lodge nahe der Parkboxen für die<br />
96 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Flugzeuge und fächern V-förmig auf.<br />
Man lässt also morgens am Parkplatz<br />
seinen Motor an – Eigenstarter sind<br />
hier Voraussetzung –, macht seine<br />
Checks, rollt zum Startkreis und richtet<br />
je nach Windrichtung seinen Flieger<br />
aus. Nur wenn der Wind einmal<br />
nicht aus den meist vorherrschenden<br />
östlichen Richtungen weht, müssen<br />
die Flugzeuge zu den abgelegenen<br />
Pistenköpfen gezogen werden.<br />
Für jedes Flugzeug gibt es einen<br />
voll ausgerüsteten Parkplatz mit der<br />
Möglichkeit, Material zu verstauen,<br />
und einen eigenen Strom- und Wasseranschluss.<br />
In der Lodge lässt sich<br />
geradezu luxuriös wohnen, die Küche<br />
ist top. Das Fleisch kommt aus dem<br />
eigenen Wildbestand. Auf der 180<br />
Quadratkilometer großen Jagd-Farm<br />
tummeln sich rund 8000 Tiere. Vom<br />
schwarzen Nashorn bis zur Giraffe<br />
findet sich dort die Vielfalt der Tierwelt<br />
Namibias. Bereits von den Zimmern<br />
der Chalets aus lassen sich die<br />
Tiere beobachten.<br />
Wer mehr will, startet mit einem<br />
Jeep zur Safari, an Tagen mit schwachen<br />
Bedingungen eine gern wahrgenommene<br />
Alternative zum Segelfliegen.<br />
Bei schlechtem Wetter lässt<br />
es sich auch in den beiden Bars und<br />
den gemütlichen Sitzgelegenheiten<br />
des Haupthauses gut aushalten. Wenn<br />
bei angesagtem Regen die Gesichter<br />
der Segelflieger eher lang werden,<br />
strahlen die Afrikaner. Aber zum Glück<br />
sind die Schlechtwettertage in der<br />
Saison rar gesät.<br />
An kniffligen Tagen ist das professionelle<br />
Briefing von Bernd Dolba<br />
eine gute Hilfe, zum richtigen Streckenflugvergnügen<br />
zu kommen. Bernd<br />
verfügt immerhin über zehn Jahre<br />
Namibia-Erfahrung. Mit Danene und<br />
Gysbert von der Westhyzen, den<br />
Eigentümern der seit zehn Jahren<br />
bestehenden Game Lodge, hat er<br />
darauf aufbauend jetzt den Segelflugbetrieb<br />
in Veronica aufgezogen.<br />
Auf die Frage, wie es denn mit<br />
der Flugplatzkonkurrenz aussieht,<br />
erklärt Bernd Dolba: „Ich betrachte<br />
sie nicht als Konkurrenz. Im Gegenteil,<br />
wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.<br />
So ist Bitterwasser für<br />
mich zum Beispiel kein simpler Flugplatz,<br />
sondern eine Institution, die<br />
mit ihren Aktivitäten für uns alle<br />
unheimlich wichtig ist.“<br />
MIT 185 KM/H DIE KONVERGENZ ENTLANG<br />
UND AUF KEINEN FALL KREISEN!<br />
Nach der ersten Saison sind aufgrund<br />
der großen Nachfrage nun<br />
weitere Aus- und Anbauten in Veronica<br />
geplant. In der kommenden Saison<br />
wird ein echtes fliegerisches<br />
Highlight dazukommen: Fliegen<br />
unter den Fittichen eines Rekordhalters<br />
oder Champions. Angeboten wird<br />
das Coaching im Doppelsitzer und<br />
von Teamflug mit Einsitzern. Über<br />
die gesamte Saison wird ein Champion<br />
vor Ort sein und genau das realisieren.<br />
Janusz Centka, mehrfacher<br />
Weltmeister und Namibia-erfahrener<br />
Pilot, hat bereits als Trainer zugesagt.<br />
Auch andere Weltmeister<br />
haben schon ihre tatkräftige Unterstützung<br />
bekundet.<br />
Im Training geht es nach ausführlicher<br />
Besprechung der Taktik und<br />
Einschätzung des Wetters an die<br />
Praxis. Natürlich fehlt der wichtige<br />
Part der Analyse im Nachgang nicht.<br />
Die Tage versprechen also sehr intensiv<br />
zu werden. In jedem Fall sind<br />
große Lernerfolge und eine Menge<br />
Spaß programmiert.<br />
ae<br />
Afrika für Romantiker:<br />
Blick von der Lodge in<br />
den Sonnenuntergang.<br />
Fotos: Heinz Berlin, Jürgen Koch<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 97
[ SEGELFLIEGEN Wettbewerbe ]<br />
Sicherheit im Wettbewerb<br />
BLAUTHER<br />
Wie kann Wettbewerbsfliegen sicherer<br />
werden? Das fragen sich nach den<br />
Segelflug-Weltmeisterschaften in<br />
Australien Piloten und Organisatoren.<br />
Zwei Zusammenstöße in der Luft und<br />
einige Beinahe-Crashs haben dort vielen<br />
die Freude am Wettbewerb vergällt.<br />
AUTOR:<br />
Gerhard<br />
Marzinzik<br />
FOTOS:<br />
Maria<br />
Szemplinska<br />
Ludwig Starkl vom österreichischen<br />
Team stieg nach<br />
zwei Near Misses mit einmal<br />
fünf und einmal elf Metern<br />
Abstand und unter dem Eindruck der<br />
zwei Zusammenstöße in der 18-m-<br />
Klasse und der Rennklasse aus der<br />
WM aus. Er mochte das Risiko für<br />
sich und in der Verantwortung für<br />
seine Familie nicht mehr auf sich nehmen.<br />
Die Statistik gibt Starkl recht:<br />
Ein Zusammenstoß in der Luft endet<br />
für die Piloten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit<br />
tödlich. Dass sich<br />
Michael Eisele vom deutschen Team<br />
und der Australier Stephen O’Donnell<br />
mit ihren Fallschirmen retten konnten,<br />
ist ein Glücksfall und auch der<br />
großen Flughöhe zuzuschreiben, in<br />
der sie zusammenprallten. Stephen<br />
O’Donnell brauchte 700 Höhenmeter,<br />
bis er sich unter größter Kraftanstrengung<br />
aus dem Cockpit seines Ventus<br />
herausgekämpft hatte. Die Kollision<br />
in der 18-m-Klasse verlief glimpflich,<br />
es blieb bei Schrammen an den Flugzeugen,<br />
und beide Piloten konnten<br />
ihre Flugzeuge wieder sicher landen.<br />
Mit den Vorfällen erinnerte die<br />
Weltmeisterschaft im Januar an die<br />
vor 30 Jahren ebenfalls im australischen<br />
Süden von Benalla ausgetragene<br />
WM. Auch damals hatte es zwei<br />
Zusammenstöße gegeben. Leonardo<br />
98 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
MIK<br />
UND PULKS<br />
Viele Teilnehmer<br />
lohnen die<br />
Ausrichtung, sind<br />
aber ein Faktor bei<br />
der Sicherheit.<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 99
[ SEGELFLIEGEN Wettbewerbe ]<br />
Kurbeln vier<br />
Konkurrenten so<br />
aufgelockert in<br />
einem Aufwind,<br />
spricht noch<br />
niemand von<br />
einem Pulk.<br />
Brigliadori konnte nach der Kollision<br />
mit Stanislaw Witek seinen Discus<br />
ganz spektakulär mit einem halben<br />
Höhenleitwerk sicher zu Boden bringen<br />
und den Wettbewerb mit einem<br />
Ersatzleitwerk fortsetzen. Die Kollisionen<br />
endeten mit großem Glück<br />
nicht fatal. Aber wer möchte sich<br />
schon auf sein Glück verlassen, wenn<br />
es um das eigene Leben geht? Am<br />
letzten Flugtag steckten denn auch<br />
gleich mehrere Piloten der Rennklasse<br />
auf. Die Klasse musste bei<br />
gerade einmal bis 700 Meter<br />
hoch reichender Blauthermik<br />
abfliegen zu einer Wende<br />
in den stark bewaldeten<br />
Bergen südöstlich von<br />
Benalla – und das in einer<br />
kühlen Luftmasse, die von Süden,<br />
vom Pazifik her hereindrückte und<br />
über dem Kontinent einfach nicht<br />
so stark erwärmt wurde, dass die<br />
Arbeitshöhe anhob. Thomas<br />
Wettemann verzichtete letztlich<br />
darauf, in einem der großen<br />
Pulks mit Höhen knapp über<br />
Grund in das unwegsame<br />
Gelände vorzufliegen. Christoph<br />
Matkowski vom polnischen Team gab<br />
nach dem dritten Versuch, mit ausreichender<br />
Höhe abzufliegen, ebenfalls<br />
auf.<br />
Das Geschehen erscheint wie ein<br />
Déjà-vu der Weltmeisterschaften 1987.<br />
Damals hatten die Wettbewerbstage<br />
zu rund 95 Prozent Blauthermik beschert.<br />
Ähnliches war für die 34.<br />
Weltmeisterschaft in diesem Januar<br />
zu erwarten gewesen – und tatsäch-<br />
lich stellte sich das entsprechende<br />
Wetter ein. Die besten Bedingungen<br />
erlebten die Teilnehmer an den Trainingstagen<br />
mit Wolkenthermik und<br />
hoher Basis. Nur die Offene Klasse<br />
flog ihren ersten Wertungstag – nach<br />
Neutralisation für die beiden anderen<br />
Klassen – unter Wolken und dann<br />
noch einmal bei guter Blauthermik<br />
und Wolken weit im Norden der Wettbewerbsstrecke.<br />
Dass sehr viel in Blauthermik<br />
geflogen werden müsste, war wohl<br />
allen vor der WM klar. Dass es aber<br />
an sehr vielen Tagen nur niedrige<br />
Arbeitshöhen gab verbunden mit<br />
starkem Wind, das entsprach nicht<br />
dem üblichen australischen Wetter<br />
– auch die Ausrichter hatten das nicht<br />
erwartet. Der normale mehrtägige<br />
Wetterzyklus stellte sich im Januar<br />
nicht ein. In dem beginnt nach Durchgang<br />
einer Kaltfront die neue Wetterreihe<br />
zunächst mit einem schwachen<br />
Blauthermiktag, in dessen<br />
Folge die Arbeitshöhen mit stärker<br />
werdender Blauthermik ansteigen.<br />
Der Zyklus mündet im „Boomer Day“<br />
mit hoher Wolkenthermik und kräftigen<br />
Bärten.<br />
Während der WM wechselte das<br />
Wetter dagegen sehr schnell, den<br />
schwachen Blauthermiktagen folgte<br />
oft ein Regentag mit heftigen Niederschlägen.<br />
Und dann gab es erneut<br />
eher schwache, nicht hoch reichende<br />
Blauthermik – ein Glücksspiel für<br />
Solo-Piloten. Es galt: Wer zuerst abfliegt,<br />
der hat als erster verloren.<br />
Chancen, sicher und schnell voranzukommen,<br />
gab es nur in Pulks. Das<br />
galt selbst in der Offenen Klasse. Der<br />
vierfache Welt- und jetzt Vizeweltmeister<br />
Michael Sommer, der mit<br />
Partner Tassilo Bode auf ein Zweierteam<br />
setzte, sagte dazu: „An den<br />
Tagen mit Wolkenthermik hat das gut<br />
funktioniert.“ Da erflogen sie Tagessiege.<br />
Dass an den Blauthermiktagen<br />
Pulks mit guten Treibern gegenüber<br />
einem Zweierteam deutlich im Vorteil<br />
waren, haben die beiden zu spät akzeptiert.<br />
Große Gruppen mit Piloten,<br />
die progressiv weit aufgefächert<br />
vorflogen, waren im Auffinden der<br />
Thermik einfach erfolgreicher.<br />
Also wurde im Bereich der Abfluglinie<br />
bis zur letzten Minute gepokert.<br />
Keiner wollte auf eine gute Abflugposition<br />
verzichten. Bis zu einer Stunde<br />
hingen dann dichte Trauben von<br />
Flugzeugen im Abflugbereich. Das<br />
war schon stressig. Richtig gefährlich<br />
wurde es, wenn abgeflogen wurde<br />
und sich der Pulk unkoordiniert auflöste<br />
– in solch einer Situation kam<br />
es auf Strecke auch zum Zusammenstoß<br />
von Michael Eisele und Stephen<br />
O’Donnell. Das nächste Gefahrenpotential<br />
bot nach dem Vorflug das<br />
Zusammenfinden zu einem geordnet<br />
kurbelnden Pulk.<br />
Dass bei der WM in den Pulks besonders<br />
aggressiv geflogen worden<br />
wäre, mochte kein Pilot bestätigen.<br />
Was nervte, war die Aussichtslosigkeit<br />
– ohne rigorose Nutzung der Pulks<br />
hatte man keine Chance. Es ging vor<br />
allem darum, nach einem Pulk abzufliegen,<br />
ihn einzuholen, was meist<br />
100 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
[ 2 ]<br />
[ 1 ]<br />
[ 1 ] Wenn Cumuli die Aufwinde anzeigen,<br />
können Einzelkämpfer oder kleine Teams<br />
auftrumpfen. Pulkflieger hindern sich dann<br />
eher am schnellstmöglichen Vorankommen.<br />
[ 2 ] Bei Blauthermik und dazu geringer<br />
Arbeitshöhe ballte es sich in Benalla an der<br />
Abfluglinie. Keiner wollte schon vor dem Start<br />
seine Chancen riskieren.<br />
leicht möglich war, um dann mit dem<br />
Pulk sicher weiterzukommen und ihn<br />
für den Endanflug noch zu überholen.<br />
Am Ende war dieses Pulken nicht<br />
nur gefährlich, sondern verdarb auch<br />
vielen Piloten die Freude am Wettbewerbsfliegen.<br />
Kreativität und<br />
Eigeninitiative waren bei der WM<br />
für eine Spitzenplatzierung völlig fehl<br />
am Platz. Geändert haben daran die<br />
eher hilflosen Bitten der Wettbewerbsleitung<br />
und der Pilotenvertreter, die<br />
Pulkbildung zu vermeiden, logischerweise<br />
nichts. Die Aufrufe aus dem<br />
Bereich der Stewards, aggressiv fliegende<br />
Piloten zu melden, wurden<br />
eher als wenig moralischer Appell<br />
zur Denunziation begriffen. Die automatische<br />
Analyse der Flüge auf zu<br />
enges Fliegen hin und die Brandmarkung<br />
einzelner Piloten wurden von<br />
den meisten als nicht angemessen<br />
betrachtet, weil solch eine Analyse<br />
nie die ganze Situation erfasst und<br />
zu falschen Schlüssen führen kann.<br />
Mit der Vorgabe nahezu maximaler<br />
Streckengrößen, wie das in der<br />
zweiten WM-Woche in Benalla geschah,<br />
lässt sich zwar der Abflugpoker<br />
eindämmen, Pulks verhinderte er<br />
in der Blauthermik aber nicht. Entzerren<br />
können weit auseinanderliegende<br />
Abfluglinien für die einzelnen<br />
Klassen eines Wettbewerbs und natürlich<br />
die Anlage ihrer Strecken,<br />
sodass sie sich nicht überschneiden.<br />
Aber all das wirkt nur mäßig.<br />
Was sich ändern muss, ist der<br />
Zwang zur Pulkbildung bei Blauthermik.<br />
Hier sind Regeländerungen<br />
gefragt, und zwar gleich bei der<br />
Internationalen Segelflugkommission<br />
(IGC) für internationale Wettbewerbe,<br />
sodass sie auch für nationale<br />
übernommen werden.<br />
In Polen ist die Diskussion darüber<br />
schon sehr weit gediehen. Im Gespräch<br />
sind Abflug-Slots, um ein Feld auseinanderzuziehen.<br />
Dabei können bei<br />
Blauthermik feste Abflugzeiten im<br />
Abstand von 10, 15 oder 20 Minuten<br />
vorgegeben werden. Wer nicht innerhalb<br />
solch eines Slots abfliegt, verschenkt<br />
wertvolle Minuten. Es ist zu<br />
erwarten, dass solch eine Regel zumindest<br />
die Bildung kleinerer Gruppen<br />
begünstigt.<br />
Große Klassen finden sich auch zu<br />
großen Pulks zusammen. Nehmen<br />
viele Piloten in einer Klasse teil, könnte<br />
die Klasse bei Blauthermik aufgeteilt<br />
werden in zwei Gruppen mit<br />
getrennten Aufgaben. In der polnischen<br />
Segelflugkommission wird<br />
gerade ein System diskutiert, bei dem<br />
nach jedem Wettbewerbstag eine<br />
aufsteigende und eine absteigende<br />
Unterklasse gebildet werden. Das<br />
würde bedeuten, dass nicht mehr als<br />
20 bis 25 Piloten dieselbe Aufgabe<br />
fliegen. Eine relativierende Wertung<br />
kann die Einstufungen vergleichbar<br />
halten, sodass für jeden Piloten in<br />
einer Unterklasse die Chance auf den<br />
Spitzenplatz der Gesamtwertung<br />
bewahrt ist.<br />
Hilfreich kann auch der Blick auf<br />
andere Sportarten sein, auf Radrennen<br />
beispielsweise. Bei der Tour de<br />
France gibt es nicht nur das gelbe<br />
Trikot für den Gesamtführenden. Für<br />
Bergwertungen und Sprints werden<br />
dort Extrapunkte vergeben. Im Segelflug<br />
könnten diesem Beispiel folgend<br />
Sonderpunkte für das erste<br />
Erreichen von bestimmten Kontrollpunkten<br />
vergeben werden – auch<br />
wenn das die Wertung nicht transparenter<br />
macht.<br />
Die Chancengerechtigkeit kann<br />
bei Blockabflugzeiten oder Unterklassen<br />
trotz aller relativierenden Rechnungen<br />
leiden. Für sichere Wertungen<br />
und zur Vermeidung von Flügen, die<br />
niemandem mehr Freude machen,<br />
BESONDERS GEFÄHRLICH<br />
WIRD ES, WENN SICH PULKS<br />
FINDEN ODER AUFLÖSEN<br />
sollte das in Kauf genommen werden.<br />
Absolut chancengerechnet ist das<br />
bisherige Wertungssystem ja ohnehin<br />
nicht.<br />
Die schlechtest denkbare Konsequenz<br />
dieser Weltmeisterschaft wäre<br />
jedenfalls, wenn nach aller Aufregung<br />
und Unzufriedenheit die<br />
Diskussionen – wie so oft schon<br />
nach solchen Ereignissen – wieder<br />
im Sande verliefen oder aufgrund von<br />
Streitereien um die Chancengerechtigkeit<br />
ergebnislos blieben. Es wird<br />
dem Ansehen des Segelflugs schaden;<br />
er wird am Ende als Sport von<br />
Hasardeuren dastehen, die bei Wettbewerben<br />
billigend ihr Leben aufs<br />
Spiel setzen.<br />
ae<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 101
[ SEGELFLIEGEN Unfallanalyse ]<br />
Ende einer verkürzten<br />
Platzrunde nach einer<br />
Startunterbrechung.<br />
Mental nicht vorbereitet<br />
Nach Seilriss in die Bäume<br />
Versäumte Sicherheitsbriefings und Checkflüge beim Start in die<br />
neue Flugsaison können teuer kommen. Aus mangelnder Übung<br />
resultiert schnell ein Unfall, wie eine missglückte verkürzte Platzrunde<br />
nach einem Seilriss im Windenstart zeigt.<br />
Der 7. Mai vergangenen Jahres<br />
bot für den Windenbetrieb<br />
auf dem Klippeneck<br />
gutes Wetter mit Temperaturen<br />
um 20 Grad Celsius und Sichten<br />
über zehn Kilometer. Der Wind auf<br />
dem rund 975 Meter hoch gelegenen<br />
Gelände kam aus 100 Grad<br />
mit zwei bis fünf Knoten. In Betrieb<br />
war die 1200 Meter lange Graspiste<br />
05. Gegen 17:45 Uhr, war die<br />
Vereins-LS4-b an der Reihe, der<br />
44-jährige Pilot wollte eine Platzrunde<br />
absolvieren. Zu einer gewöhnlichen<br />
Platzrunde kam es aber nicht,<br />
in rund 150 Meter Höhe riss das<br />
Windenseil.<br />
Bis zum Seilriss verlief der Windenstart<br />
normal, erklärte der Pilot.<br />
Er habe dann nachgedrückt und<br />
ausgeklinkt. Anschließend kurvte<br />
er zu einer verkürzten Platzrunde<br />
nach rechts.<br />
Der Flugweg konnte mit Hilfe<br />
eines GPS-Gerätes nachverfolgt<br />
werden. Die aufgezeichneten Daten<br />
belegen, dass der Seilriss in<br />
zirka 150 Meter Höhe über Grund<br />
erfolgte und die Fluggeschwindigkeit<br />
im Querabflug und Gegenanflug<br />
bis zu 130 km/h betrug. Dort<br />
hatte die LS4 dann schon so viel<br />
Höhe verloren, dass sie Baumwipfel<br />
berührte. Durch Hochziehen<br />
verhinderte der Pilot Schlimmeres.<br />
Er drehte in den Queranflug, aber<br />
da betrug seine Höhe schon weniger<br />
als 30 Meter, die Geschwindigkeit<br />
verringerte sich kontinuierlich.<br />
Statt ins Freie ins<br />
Hindernis gekurvt<br />
Beim Einkurven in den Endanflug<br />
kollidierte die LS4-b mit<br />
einem Baum. Im unteren Drittel<br />
einer zehn Meter hohen Fichte fand<br />
das Flugzeug seine Endlage. Der<br />
Pilot wurde schwer verletzt und<br />
das Luftfahrzeug schwer beschädigt.<br />
Hinweise auf technische<br />
Mängel am Segelflugzeug und der<br />
Steuerung ergaben sich bei der<br />
Untersuchung keine.<br />
Alternativen hätte der Pilot<br />
durchaus gehabt. Statt mit einer<br />
Rechtskurve zum Flugplatz hätte<br />
er sich aus dem Gegenanflug geradeaus<br />
über freies, tiefer gelegenes<br />
Gelände mit ausreichend<br />
Landefeldern retten können. Oder<br />
aus dem Queranflug mit einer<br />
Links- statt einer Rechtskurve.<br />
Viel Flugerfahrung hatte der<br />
44-Jährige, der seit rund 13 Jahren<br />
über eine gültige Lizenz verfügte,<br />
nicht gesammelt. Sein Flugbuch<br />
wies 124 Stunden mit 405 Starts,<br />
davon 25 Stunden und 52 Starts<br />
auf der LS4-b aus. In den letzten<br />
90 Tagen war er sechsmal mit den<br />
Schuldoppelsitzern ASK 13 und<br />
ASK 21 an der Winde gestartet,<br />
davon dreimal im Alleinflug. Sein<br />
letzter Flug mit der LS4-b lag rund<br />
eineinhalb Jahre zurück. Wenig<br />
geflogen hatte der Pilot auch im<br />
Vorjahr. Gerade einmal neun Flüge<br />
mit einer ASK 21 und Flugleh-<br />
102 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
Fixiert auf die Landung auf<br />
dem Flugplatz erkannte der<br />
Pilot nicht die Möglichkeit<br />
der sicheren Landung<br />
unterhalb des Klippenecks.<br />
Fotos: BFU / Fuchs<br />
rer wies das Flugbuch aus, nur<br />
einen Flug absolviert er dabei solo.<br />
Startunterbrechungen<br />
mit Geübten üben!<br />
Eine Startunterbrechung hatte<br />
der Unfallpilot bei diesen Checkflügen<br />
nicht geübt. Er gab aber<br />
an, in seiner Ausbildung vier Seilrissübungen<br />
gemacht zu haben.<br />
In seiner fliegerischen Praxis habe<br />
er zwei richtige Seilrisse erlebt.<br />
Vorgegebene, standardisierte Notverfahren<br />
im Verein waren ihm<br />
nicht bekannt.<br />
Nach Angaben des Vereins<br />
wurden beim Jahresbriefing 2016<br />
aber die Notverfahren im Segelflugbetrieb<br />
durchgesprochen. Bei<br />
starkem Segelflugbetrieb und dem<br />
Betrieb von mehr als einer Windenschleppstrecke<br />
sollte eine<br />
Umkehrlandung gemacht werden.<br />
Ansonsten war das Fliegen einer<br />
verkürzten Platzrunde vorgesehen.<br />
Fazit: Es waren die Fehleinschätzungen<br />
der Fluggeschwindigkeit,<br />
des Gleitwegs, der Landeeinteilung<br />
und der Höhenreserve,<br />
die letztlich zum Unfall führten.<br />
Die Defizite bezüglich der Inübunghaltung<br />
haben dazu maßgeblich<br />
beigetragen. Es mangelte an der<br />
mentalen Auseinandersetzung zum<br />
richtigen Verhalten bei Startunterbrechungen<br />
und der praktischen<br />
Übung. Gut wäre sicherlich gewesen,<br />
beim Frühjahrscheck mit einem<br />
Fluglehrer eine Seilrissübung zu<br />
fliegen.<br />
Bei unterdurchschnittlicher<br />
Flugerfahrung insgesamt und<br />
wenig Inübunghaltung zu Beginn<br />
der Segelflugsaison verdienen<br />
Startunterbrechungen ein besonderes<br />
Augenmerk.<br />
ae<br />
BFU / Gerhard Marzinzik<br />
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<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 103
[ SEGELFLIEGEN Technik ]<br />
Wie vom anderen<br />
Stern mutet die<br />
Mü 31 mit ihrem<br />
neuartigen Flügel-<br />
Rumpf-Übergang an.<br />
Wenn die konventionelle<br />
Profilentwicklung für<br />
Tragflügel nur noch marginale<br />
Fortschritte ermöglicht, muss<br />
bei der Entwicklung leistungsstärkerer<br />
Segelflugzeuge Widerstand<br />
gespart werden, wo es nur geht.<br />
Einen gar nicht so neuen Ansatzpunkt<br />
bietet da der Interferenzwiderstand,<br />
der zwischen Flügel<br />
und Rumpf entsteht.<br />
Bei der frühen Generation von<br />
Faserverbundflugzeugen hat das<br />
zu ganz kuriosen Exemplaren geführt.<br />
Bei Schempp-Hirth setzte<br />
Klaus Holighaus 1976 den Flügel<br />
eines Standard Cirrus auf einen<br />
Pylon deutlich über den Rumpf.<br />
Der Pylon-Cirrus hatte einen auf<br />
der Oberseite durchgehenden Flügel<br />
und sollte somit über eine ideale<br />
elliptische Auftriebsverteilung<br />
verfügen. Nur auf der Unterseite<br />
gab es die Widerstand erzeugenden<br />
Verschneidungen mit dem<br />
Pylon. Der Pylon-Cirrus wurde damals<br />
„Baby Cirrus“ genannt. Klaus<br />
Holighaus hatte ihn kurzfristig<br />
gebaut, um in der Diskussion mit<br />
der Firma Grob über den geplanten<br />
Speed Astir mit geprüfter Meinung<br />
aufwarten zu können. Der Speed<br />
Astir sollte damals einen hochgesetzten<br />
Flügel bekommen. Die<br />
Vergleichsflüge von Klaus Holighaus<br />
mit dem Baby Cirrus brachten anscheinend<br />
keinen Vorteil für diese<br />
mechanisch doch sehr viel aufwendigere<br />
Flügelanordnung. Deshalb<br />
Neue Flügel-Rumpf-Übergänge<br />
Viel Wirbel<br />
um die Wirbel<br />
Mit der neuen JS3 Rapture in der eher seltenen<br />
Schulterdecker-Konfiguration ist Jonker Sailplanes ein<br />
Überraschungscoup gelungen. Was steckt hinter dem<br />
ungewöhnlichen Flügel-Rumpf-Übergang, der auch bei der<br />
Mü 31 der Akaflieg München besonders ausgeprägt ist?<br />
1<strong>04</strong> <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
kam dann der Speed Astir in Mitteldecker-Anordnung<br />
heraus.<br />
Sechs Jahre später flog Pat Beatty,<br />
Südafrika, seine B 6 ein, ein<br />
Offene-Klasse-Flugzeug mit 22<br />
Meter Spannweite in Hochdeckeranordnung<br />
und aufwölbbarem<br />
Eppler-Profil. Da sich das Aufwölben<br />
im Flug mechanisch doch nicht<br />
zufriedenstellend lösen ließ, flog<br />
die B 6 später als konventioneller<br />
Wölbklappenflieger.<br />
Sichere Erkenntnisse<br />
aus dem Windkanal<br />
Hansjörg Streifeneder nutzte<br />
Erkenntnisse aus Windkanaluntersuchungen<br />
von Professor<br />
Loek Boermans an der TU Delft<br />
für sein Standard-Klasse-Projekt<br />
Albatros. Dem Albatros, der noch<br />
auf seine Vollendung wartet, wachsen<br />
die Flügel aus einer Mitteldeckeranordnung<br />
zunächst nach<br />
schräg oben aus dem Rumpf, um<br />
erst dann in die Horizontale überzugehen.<br />
Im Modell ist das ambitionierte<br />
Projekt schon geflogen.<br />
Mit den ersten Entwurfs- und<br />
Konstruktionsüberlegungen war<br />
Streifeneder bereits 1993 gestartet.<br />
Ende der 1990er Jahre führte<br />
Loek Boermans die Untersuchungen<br />
mit der Akademischen Fliegergruppe<br />
München fort. Die<br />
Akaflieg wollte sich mit dem Projekt<br />
Mü 31 vor allem der Minimierung<br />
des Interferenzwiderstandes<br />
zwischen Rumpf und Flügel widmen.<br />
Der Prototyp basiert auf der<br />
Schleicher ASW 27 und unterscheidet<br />
sich von dieser aerodynamisch<br />
nur im Bereich des Flügel-Rumpf-<br />
Übergangs, sodass ein direkter<br />
Vergleich mit dem konventionellen<br />
Mitteldecker möglich wird.<br />
Die Akaflieg beschreibt das –<br />
inzwischen vor dem Erstflug stehende<br />
– Projekt so: Konstruktiv<br />
wurde ein negativer Interferenzwiderstand<br />
angestrebt, das heißt,<br />
die zusammengesetzten Bauteile<br />
Rumpf und Tragflächen haben<br />
einen geringeren Widerstand als<br />
die Summe der Einzelwiderstände.<br />
Schon Ende der 1990er Jahre wurde<br />
an diesem Detail an der TU Delft<br />
von Studenten der Akaflieg München<br />
ein Konzept erarbeitet und<br />
mit mehreren Windkanaluntersuchungen<br />
und Simulationen verifiziert.<br />
Begonnen wurde mit drei<br />
Windkanalmodellen, die mit verschiedener<br />
Konfiguration vermessen<br />
wurden:<br />
1. mit einem planaren Flügel in<br />
Mitteldeckerkonfiguration (konventionell)<br />
2. mit einer Schulterdeckeranordnung<br />
und Aufschränkung zum<br />
Rumpf-Flügel-Übergang hin<br />
3. mit einer Schulterdeckeranordnung<br />
mit einer Aufschränkung<br />
zum Rumpf hin und zusätzlich<br />
einem turbulenten Profil im Verschneidungsbereich<br />
zwischen<br />
Flügel und Rumpf.<br />
Die dritte Konfiguration erwies<br />
sich als die beste und wurde in<br />
einer weiterführenden Entwicklungsreihe,<br />
die erst 2006 abgeschlossen<br />
wurde, verfeinert. Die<br />
grundlegenden Vorteile dieser<br />
Konfiguration sind:<br />
• eine durchgängige Flügeloberseite<br />
• nur zwei Verschneidungen zwischen<br />
Flügel und Rumpf (und<br />
nicht vier, wie konventionell)<br />
• Die bei der Verschneidung zwischen<br />
Flügel und Rumpf entstehenden<br />
Verwirbelungen verlassen<br />
sofort durch den pylonförmigen<br />
Rumpf das Flugzeug;<br />
• eine annähernd elliptische<br />
Auftriebsverteilung durch Aufschränkung<br />
und geänderte Profilierung.<br />
Die Umströmung des<br />
Flügel-Rumpf-Übergangs<br />
(von rechts) der Mü 31<br />
sichtbar gemacht.<br />
Die Mü 31 bekam daraufhin im<br />
Nahbereich des Rumpfes eine Aufschränkung<br />
und eine geänderte<br />
Profilierung, um so eine annähernd<br />
elliptische Auftriebsverteilung über<br />
den gesamten Flügel zu erreichen.<br />
Im unmittelbaren Rumpfbereich<br />
erhielt der Mü-31-Flügel zusätzlich<br />
ein turbulentes Profil. Im Vergleich<br />
mit einem Laminarprofil wirkt die<br />
auf eine turbulente Strömung ausgelegte<br />
Profilierung in diesem<br />
Bereich widerstandsverringernd.<br />
Die Strömung schlägt ja am Rumpf<br />
bereits vor Erreichen des Tragflügels<br />
von laminar auf turbulent um<br />
und verlässt den Flügelwurzelbereich<br />
in Form von Wirbelzöpfen.<br />
Bei einem Mitteldecker laufen<br />
diese Wirbelzöpfe am Rumpf<br />
entlang und erzeugen weiteren<br />
Werkstattstolz: die Mü 31<br />
der München Akaflieger im<br />
super Finish.<br />
Fotos: Akaflieg München<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 105
[ SEGELFLIEGEN Technik ]<br />
Der JS3-Flügel erhielt im Rumpfbereich<br />
ein deutlich anderes Profil.<br />
Bei Mitteldeckeranordnungen fließen die Wirbel aus dem Flügel-Rumpf-<br />
Übergang nur in manchen Fällen nicht entlang des Leitwerksträgers ab.<br />
Fotos: Akaflieg München, HpH, Peter Selinger (2), Jonker<br />
Erfüllte nicht die Erwartungen: der<br />
Baby Cirrus mit hochgesetztem Flügel.<br />
Wie beim Vorbild in der Natur<br />
wachsen dem Albatros die Flügel.<br />
Daten Mü 31<br />
Hersteller: Akaflieg München<br />
Einsatz: 15-m-Klasse-Wettbewerbe<br />
Bauweise: Faserverbund<br />
Abmessungen<br />
Spannweite<br />
15 m<br />
Flügelfläche 9 m²<br />
Flügelstreckung 25<br />
Winglethöhe<br />
0,45 m<br />
maximale Abflugmasse 500 kg<br />
max. Wasserballast<br />
150 l<br />
Geschwindigkeiten<br />
Höchstgeschwindigkeit<br />
Manövergeschwindigkeit<br />
Mindestgeschwindigkeit<br />
geringstes Sinken<br />
285 km/h<br />
217 km/h<br />
67 km/h<br />
0,5 m/s<br />
Widerstand. Bei der Mü 31 strömen<br />
sie wie beim Windkanalmodell<br />
oberhalb des Rumpfes ab. Bei der<br />
Kombination von Flügel und Rumpf<br />
musste zudem darauf geachtet<br />
werden, dass die Verschneidung<br />
der beiden Bauteile möglichst<br />
rechtwinklig erfolgte. Bei der Hochlage<br />
des Flügels war das in den<br />
Windkanalmodellen erst einmal<br />
nicht gegeben – Rumpf und Flügel<br />
schnitten sich in kleinem Winkel.<br />
Diese Verschneidung wirkte auf<br />
der Unterseite wie ein Kanal und<br />
ergab einen Düseneffekt. Dem<br />
starken Druckabfall an der Flügelnase<br />
folgte darin ein starker Druckanstieg,<br />
der widerstandsträchtige<br />
Ablösungen begünstigte.<br />
Bei der Mü 31 schnürt der Rumpf<br />
schon im hinteren Haubenbereich<br />
kurz vor dem Flügel etwas ein und<br />
setzt diese Einbuchtung unter<br />
diesem fort. Der Flügel sitzt somit<br />
auf einer Art Halbpylon. Nachteile<br />
dieser Konfiguration sind der<br />
geringe Platz für die Steuerungs-<br />
Mü 31: auch von<br />
vorn unverkennbar<br />
mit neuartigem<br />
Flügelaufbau.<br />
übergabe und die aufwendige<br />
Holmkonstruktion aufgrund der<br />
Verschneidung. Die Mü 31 wurde<br />
deshalb wie der Albatros mit einem<br />
Mittelflügel gebaut.<br />
Interessanter Vergleich:<br />
ASW 27 und Mü 31<br />
Beim Schulterdecker JS3 Rapture<br />
ist im Rumpfbereich ebenfalls<br />
ein deutlich anderes, starres Flügelprofil<br />
zu erkennen. Die Flügelhinterkante<br />
der JS3 endet allerdings<br />
im oberen Drittel der Rumpfröhre,<br />
sodass hier zu erwarten ist, dass<br />
die Wirbel anders als bei der Mü<br />
31 den Rumpf entlang abfließen<br />
und dort die Umströmung stören<br />
werden. Gewinnen dürfte die JS3<br />
im Kampf gegen allen vermeidbaren<br />
Widerstand vor allem durch<br />
ihren minimalisierten Rumpf und<br />
den vielen Widerstand sparenden<br />
Details.<br />
Die Standard-Klasse-Flugzeuge<br />
LS1 bis LS1-c von Rolladen-Schneider<br />
tragen den Flügel ähnlich wie<br />
die JS3 als Schulterdecker. Der<br />
Jantar fliegt mit einem recht hoch<br />
angesetzten Flügel und auch die<br />
Motorsegler der Stemme-Reihe.<br />
Die Flügelhinterkanten schneiden<br />
bei diesen Flugzeugen im Gegensatz<br />
zur Mü 31 immer noch die<br />
Rumpfröhre. Auch wurde bei diesen<br />
Konstruktionen der Flügel im<br />
Bereich der Wurzelrippe nicht<br />
anders profiliert oder aufgeschränkt.<br />
In welchem Maße das Mü-31-Konzept<br />
die Leistung steigern kann,<br />
wird sich nach Vermessungen<br />
ergeben, die direkt mit denen einer<br />
ASW 27 verglichen werden können<br />
– wahrscheinlich beim Idaflieg<br />
Sommertreffen im August in Aalen-<br />
Elchingen.<br />
ae<br />
Akaflieg München / Marzinzik<br />
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neu 06/2015, Avionik: IFR 2x VHF-<br />
S/E 1 King 155/VHF-NAV, King KX<br />
155/Marker/ADF KR 87, Encoder/<br />
Alt 5032P2-P37, TXP Trig TT 31<br />
Transponder Mod S FLID, DME<br />
King KN 62 A-01, GPS Stauff Sy6<br />
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Kap 150, PowerFlarm aufgeschal6<br />
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Motor 0h, Standort EDHE Uetersen,<br />
Bj. 1993, TT 2550 Std., 4 Sitzpl.,<br />
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elektr. 3-Blatt-Prop), Speedbrakes,<br />
Stormscope, KFC150 AP mit Flight<br />
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Mooney M20R Ovation II,<br />
Standort LSZR (St. Gallen), Bj.<br />
2000, TT 980 Std., 4 Sitzpl. like<br />
new, no damage history, full IFR,<br />
with hangar place, TKS-De-Ice,<br />
Longrange-Fuel 120 Gal, 3-<br />
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Robin / APEX HR200 / 120B,<br />
Standort EDGM Süddeutschland,<br />
Bj. 1993, TT 1110 Std., 2 Sitzpl.,<br />
42.500,– €. TBO 2.400, Motor<br />
O-235: GNS 430 (COM 8,33 kHz,<br />
NAV, GPS), KX 155, TXP TT31<br />
Mode S, ELT, Intercom, 2 Besitzer,<br />
nie in Schulung oder Charter ein8<br />
gesetzt, immer hangariert, von<br />
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Yak 50, Standort 66954 Pirmasens,<br />
Bj. 1978, TT 273 Std., 1 Sitzpl.<br />
For sale Yak 50 s/n 78 1309,<br />
Fuselage: TT 273 h TSO 161 h,<br />
Engine: TSO 138 h, Prop: MTV-K-<br />
C/CL/250-27 (3 blade) s/n 160192<br />
TT since new: 3 h, Reg.Nr. F-AZYM<br />
(collection aeronef), price: 83.500,-<br />
€. Contact: Tel. 0177/2163817,<br />
volker.erndt@freenet.de<br />
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Sportavia Pützer RS180, Standort<br />
EDLE, Bj. 1981, TT 3261 Std.,<br />
Preis VS. Motor O360, noch 730<br />
h, King Nav/Com, hangariert.<br />
Gegen Gebot. Tel. 0172/2000812,<br />
atc3@arcor.de<br />
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Citation Jet C-525 1-4 u. Cessna<br />
Citation C- 501, 551, Competence<br />
Based IR-Checks, SEN-Examiner,<br />
CRE, TRE, IRE. Carlos de Pilar. Tel.<br />
089/8542303, www.checkflug.com,<br />
www.carlos-de-pilar.de<br />
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Cirrus SR20, Standort EDRZ, Bj.<br />
2002, TT 740 Std., 4 Sitzpl.,<br />
115.000,– € VB. Prop. 3 Bl., Lederausst.,<br />
GNS 430, GNS 420,<br />
MFD ersetzt durch Garmin 395,<br />
Jahresnachprüfung 3/<strong>2017</strong>, ständig<br />
hangariert, sehr guter Zustand.<br />
Tel. 0681/5848832<br />
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Cirrus SR20, Standort Cirrus<br />
Deutschland, Bj. 2002, TT<br />
1000 Std., 4 Sitzpl., 100.000,– €.<br />
Nur vom Eigentümer geflogen,<br />
vorschadensfrei, fresh annual, N-<br />
registriert, Homebase Innsbruck.<br />
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Piper Turbo Arrow III, Standort<br />
EDEG, Bj. 1977, TT 2970 Std., 4<br />
Sitzpl., 88.000,– € VB. voll IFR,<br />
total time only 2970 h, Mot. u.<br />
Prop. 170 h, 4-place Intercom, 2<br />
x GPS, Garmin GNS 530,<br />
KX155A m. GS, 2 x HSI 1 x King<br />
KCS-55A (slaved elektr. an<br />
GNS530), 1 x NSD 360 (slaved<br />
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be-schubert@t-online.de<br />
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Glastar, Standort EDBA, Bj. 2003,<br />
TT 600 Std., 2 Sitzpl., 69.000,– €.<br />
Motor O-320 150 PS, Propeller<br />
MTV-12, Lärmschutzzeugnis, immer<br />
hangariert, JNP 12/17.<br />
Tel. 0160/8224565, Steffen.Bienek@<br />
gmail.com<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680369<br />
Robin / APEX DR 400, Standort<br />
EDFR, Bj. 1982, TT 5507 Std., 4<br />
Sitzpl., 86.000,– € VB. DR400/180<br />
Motor Lycoming O360 A3A 1192h<br />
TBO Avionik KMA 20TSO, Trimble<br />
2000, COM/NAV Garmin GTN<br />
255A 8,33 kHz, COM/NAV KX 155<br />
TSO 25 kHz, Transponder VT-02,<br />
Autopilot 1-Achse, Schleppkupplung<br />
vorhanden /deaktiviert, Stundenzähler.<br />
T. 0152/34276654 oder<br />
09861/7474, vorstand@edfr.de,<br />
www.edfr.de<br />
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oder Teilhaber für Do-27 Projekt<br />
gesucht ! Chiffre 3632828<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 684233<br />
Robin DR360, Standort EDFV, Bj.<br />
1971, TT 29<strong>04</strong> Std., 4 Sitzpl.,<br />
39.000,– €. Gepflegter Reiseviersitzer,<br />
Motor O-320 mit 160 PS und<br />
772h nach GÜ 20<strong>04</strong>, 400 kg Zuladung,<br />
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Mode S Garmin Transponder, ELT,<br />
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arnulf@dimmig.de<br />
mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 683878<br />
Tecnam P96 Mike Zulassung,<br />
Standort EDTG, Bj. 2001, TT<br />
2200 Std., 2 Sitzpl., 43.500,– €<br />
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(100 PS) stets hangariert, Standort<br />
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noch geflogen), Zelle ca. 2200 h<br />
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und 100 Stunden Kontrolle, Vergaser<br />
komplett Revision 2015 (0<br />
Stunden), Getriebe bei Rotax ü<br />
berholt und Rutschkupplung neu<br />
2015, Junkers Rettung-Neugerät<br />
nach Kappenwechsel im Mai<br />
2016 (nächste Prüftermine- Schirm<br />
2022, Rakete 2028), Frontscheibe<br />
getönt neu (2013), VLA<br />
Sitze, Becker Funk, Transponder<br />
Filser TRT 800A, ELT Kannad 406<br />
AF, stall warn akustisch, elektr.<br />
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Künstlicher Horizont vorhanden<br />
(nicht in Betrieb), Betriebsstundenzähler,<br />
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der nach langer und schwerer Krankheit<br />
kurz vor seinem 78. Geburtstag verstarb.<br />
Sein ganzes Leben galt der Fliegerei und dem Flugzeugbau. Berufliche<br />
Stationen bei den Firmen Rheintalwerke Basten, Sportavia-Pützer,<br />
Pilatus und Dornier sind Zeugnis seiner herausragenden fachlichen<br />
und handwerklichen Fähigkeiten.<br />
Einige Segelflugzeug-Prototypen, insbesondere die B4, hat er maßgeblich<br />
entwickelt und zur Serienfertigung gebracht. Die eigene Entwicklung<br />
und Konstruktion der WK 1, mit erfolgreichem Erstflug im<br />
Jahr 1984, sind das Ergebnis seines Mutes und seiner Energie ständig<br />
technisch optimierte Lösungen zu finden und umzusetzen.<br />
Leider konnte er sein aktuelles Projekt, die „WK-Flugzeugfamilie“,<br />
nicht mehr vollenden. Wir sind stolz ihn auf diesem Weg begleitet zu<br />
haben.<br />
Sein Verlust schmerzt uns und wir werden ihn sehr vermissen!<br />
Es trauern seine Familie und Freunde.<br />
Neeberg, im Februar <strong>2017</strong><br />
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<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 683687<br />
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116 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />
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Motor Presse Stuttgart<br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678541<br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 676057<br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680972<br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 677119<br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 680354<br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 675712<br />
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<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 678677<br />
Markt<br />
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oder Cirrus SR 22 im Rhein-Main-Gebiet.<br />
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Verkehrsfliegerschule mit FNPT II & EFIS<br />
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Flugschule für Privatpiloten, Instrumentenflug & Linienpiloten<br />
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Ob PPL(A), IFR, CPL oder ATPL(A) - Jede Ausbildung wird für Sie persönlich geplant<br />
✈ 12 eigene Flugzeuge, FNPT ll B737, FNPT ll SENECA lll, eigener Wartungsbetrieb<br />
✈ Zielstrebige, durchgängige Ausbildung aus einer Hand bis zum ATPL<br />
✈ Screeningvorbereitungen für alle Airlines<br />
✈ Lizenzerneuerungen ✈ Umschreibungen ausländischer Lizenzen<br />
✈ Umschreibungen militärischer Lizenzen<br />
✈ Lehreraus- und -weiterbildungen<br />
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<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
121
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Bei diesen Flugschulen bzw. Sonderver kaufs stellen erhalten Sie die jeweils<br />
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Flugplatzgesellschaft<br />
Schönhagen mbH<br />
Am Flugplatz Haus 2<br />
14959 Schönhagen<br />
Flugplatz Koblenz-Winningen<br />
GmbH<br />
56333 Winningen<br />
Friebe Luftfahrt-Bedarf GmbH<br />
Flughafen Neuostheim<br />
68163 Mannheim<br />
RWL German Flight<br />
Academy GmbH<br />
Am Flughafen 20<br />
41066 Mönchengladbach<br />
Fahrschule Klippel<br />
Flugplatz Föhren<br />
54343 Föhren<br />
Rhein-Mosel-Flug<br />
GmbH & Co. KG<br />
Flugplatz,<br />
56333 Winningen<br />
Take-Off Model Shop<br />
Alexanderstr. 22,<br />
64653 Lorsch<br />
Mt-Propeller<br />
Flugplatz, Straubing-Wallmühle,<br />
94348 Atting<br />
Vöslauer Flugbetrieb<br />
Günter Watschinger GmbH,<br />
Flughafen,<br />
A-2540 Vöslau<br />
Möchten Sie auch mit Ihrer Flug schule oder Sonderverkaufs stelle hier aufge nommen sein? Fordern Sie unsere<br />
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Fax: 00 49 (0) 40/3 78 45 -9 36 00, E-Mail: fachhandel@dpv.de<br />
122 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de
VERBAND DEUTSCHER VERKEHRSFLIEGERSCHULEN E.V.<br />
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Anzeigenberatung/<br />
Verkauf<br />
Helikopterschulen<br />
Reinhard<br />
Wittstamm<br />
0711/182-2814<br />
Praxis-Quiz<br />
Lösungen von Seite 35<br />
Eurofly Aviation GmbH<br />
Rosenheimer Straße 145 e-f<br />
81671 München<br />
Tel: +49 (0) 89-606 089 460<br />
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Hubschrauberpiloten-<br />
Ausbildung (PPL-H)<br />
Type Rating auf Robinson 22<br />
& Robinson 44<br />
1.<br />
2.<br />
3.<br />
Frage 1: b) Der Inhaber der<br />
gültigen Lizenz.<br />
Frage 2: c) beim Rollen, Start,<br />
Landung und während des Fluges.<br />
Frage 3: d) Fallschirmpacker mit<br />
gültigem technischen Packausweis.<br />
„50 Jahre Erfahrung – seit 1963“<br />
Die Flugschule für<br />
Hubschrauberführer<br />
Unser Ausbildungsprogramm:<br />
ATPL(H)/VFR, CPL(H), PPL(H), FI(H),<br />
TRI(H), NFQ(H)<br />
Eigene Fernlehrgänge mit der „eAcademy“<br />
Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />
Musterberechtigungen und<br />
Befähigungsüberprüfung auf:<br />
R22, R44, R66, B206, BO105,<br />
MD900/902, EC135, BK117, HU369<br />
ICAO Sprachprüfung Stufe 4, 5 und 6<br />
Autorisierter ROBINSON-Händler<br />
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Flugplatz Bonn-Hangelar<br />
Flugplatz Halle-Oppin<br />
53757 St. Augustin/Germany 06188 Oppin/Germany<br />
Tel.: +49(0)2241/2307-0 Tel.: +49(0)346<strong>04</strong>/309-14<br />
Fax: (0)2241/2307-30 Fax: (0)346<strong>04</strong>/309-15<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong><br />
123
[ Termine ]<br />
präsentiert<br />
von<br />
19. – 21. Mai<br />
Klassikwelt Bodensee<br />
Friedrichshafen<br />
Bei der Klassikwelt Bodensee kommen Fans historischer Flugzeuge ebenso auf<br />
ihre Kosten wie jene, die sich für Rennfahrzeuge, Boote, Motorräder und Traktoren<br />
begeistern. Neben dem Verkauf von Oldtimern, Ersatzteilen und Accessoires<br />
finden in den zehn Hallen mit einer Gesamtfläche von 85 000 Quadratmetern auch<br />
Fachvorträge des Bundesverbands für Clubs klassischer Fahrzeuge statt. Die Restaurierungsvorführungen<br />
der Fahrzeugakademie Schweinfurt sind ein weiterer Höhepunkt der Messe.<br />
Telefon: +49 7541 708405, www.klassikwelt-bodensee.de<br />
Die Highlights der Saison<br />
Das Jahr <strong>2017</strong> bietet für Piloten und Luftfahrtfans viele hochkarätige Veranstaltungen. Der <strong>aerokurier</strong> hat den<br />
Terminkalender durchgeschaut und die interessantesten Flugschauen herausgegriffen. Dabei werden Warbird-Freaks<br />
ebenso bedient wie Freunde historischer Passagiermaschinen oder spezieller Muster.<br />
4. – 5. Juni<br />
Oostwold Airshow<br />
Oostwold, Holland<br />
28. – 30. Juli<br />
Im Laufe der Zeit hat sich die Oostwold Airshow insbesondere für<br />
Warbird-Fans zu einem echten Happening entwickelt, das mittlerweile<br />
mehr als 20 000 Zuschauer aus der ganzen Welt anlockt.<br />
Die neunte Ausgabe der Veranstaltung findet am Pfingstwochenende,<br />
also am 4. und 5. Juni, auf dem Flugplatz Oostwold in den<br />
Niederlanden statt. Unter dem Motto „Time Flies“ können die<br />
Besucher Vorführungen verschiedenster Oldtimer und Warbirds<br />
bis hin zu Formationskunstflug genießen. Zu den zahlreichen<br />
Mustern, deren Teilnahme vom Veranstalter bereits bestätigt ist,<br />
gehören Curtiss Hawk 75 und P-40C, Supermarine Spitfire,<br />
P-51D Mustang und Vultee BT-13.<br />
www.oostwold-airshow.nl<br />
Wings & Wheels<br />
Uetersen/Heist<br />
Das Motto des Events: „Donnernde Kisten – zu Land und in der<br />
Luft!“ Nach dem Debüt von Wings & Wheels im Jahr 2015 geht die<br />
Veranstaltung auf dem Flugplatz Uetersen/Heist in das dritte Jahr.<br />
Piper, Cessna und Pitts geben sich dort neben Straßenkreuzern aus<br />
den USA, Sportwagen europäischer Hersteller und historischen Rennmotorrädern<br />
ein Stelldichein: Loopings am Himmel und rauchende<br />
Burnouts am Boden, Fassrollen am Horizont und Beschleunigungsduelle<br />
in unmittelbarer Nähe – die Veranstalter versprechen ein spektakuläres<br />
Wochenende für alle, die Benzin im Blut haben.<br />
Telefon: +49 4122 976178, www.wingsnwheels.de<br />
8. – 9. Juli<br />
Flying Legends<br />
Duxford, England<br />
Wenn die Fighter Collection am 8. und 9. Juli<br />
zu den Flying Legends in Duxford lädt und die<br />
Motoren von Warbirds wie Spitfire, Hurricane,<br />
Bf 109 und Blenheim dröhnen, dann wird die<br />
Erinnerung an jene Fliegerasse wieder lebendig, die<br />
hier einst ihre Heimat verteidigten. Legenden wie<br />
Douglas Bader und Robert Stanford Tuck dienten<br />
auf dem Flugplatz, der heute vom Imperial War<br />
Museum betrieben wird und der Luftfahrtgeschichte<br />
eine würdige Heimstatt bietet. Neben der<br />
Historie am Himmel, die im gemeinsamen Display<br />
der Typen des Zweiten Weltkriegs gipfelt, bietet<br />
sich den Besuchern auch am Boden eine Zeitreise<br />
in die 1940er Jahre – eine Zeit, in der junge Männer<br />
gleichzeitig zu Helden und Opfern wurden.<br />
www.flyinglegends.com<br />
124 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
12./13. August 1. – 3. September<br />
Do-Days<br />
Friedrichshafen<br />
Innovative Flugzeugentwürfe und legendäre Designklassiker –<br />
Claude Dornier hat rund 40 Jahre lang der Flugzeugentwicklung<br />
und Luftfahrtgeschichte seinen Stempel aufgedrückt. Seit 2009<br />
wird sein Schaffen im Dornier Museum Friedrichshafen gewürdigt.<br />
Mehr noch: Anlässlich der Do-Days am 12. und 13. August wird<br />
das Museum auch in diesem Jahr wieder lebendig. Piloten, die<br />
das Static Display mit ihrem Flugzeug (Baujahr 1965 oder älter)<br />
bereichern, sparen sich die Landegebühren, erhalten einen<br />
20-Liter-Tankgutschein, eine Einladung zum Pilots Dinner und<br />
vieles mehr. Informationen zur Anmeldung gibt es auf der Internetseite<br />
des Museums.<br />
Telefon: +49 7541 4873611, www.dorniermuseum.de<br />
de Havilland im Havelland<br />
Bienenfarm, Paulinenaue<br />
Beim Quax-Event auf dem Flugplatz Bienenfarm (EDOI) im<br />
Havelland, westlich von Berlin, steht der Gedanke „von Piloten für<br />
Piloten“ im Vordergrund: freies Fliegen, fachsimpeln, neue Freunde<br />
kennenlernen und alte wiedertreffen. Alle britischen Muster und<br />
speziell alle Konstruktionen von de Havilland sind eingeladen. Die<br />
Veranstaltung ist aber für alle Luftfahrtbegeisterte offen – unabhängig<br />
von der Anreise auf dem Luft- oder Landweg. Im Quax-Umfeld<br />
sind mehrere Tiger Moths und Chipmunks aktiv, die für das Treffen<br />
anreisen werden. Auch der britische „de Havilland Moth Club“ und<br />
einige Moth-Besitzer aus Deutschland haben Interesse bekundet.<br />
Telefon: +49 170 7847144, david.potuznik@quax-flieger.de,<br />
www.quax-flieger.de/dehavilland<br />
2./3. September<br />
Airliner Classics<br />
Speyer/Ludwigshafen<br />
Anfang September heißt es auf dem Flugplatz<br />
Speyer/Ludwigshafen wieder „Start frei für<br />
historische Passagiermaschinen“. Neben der<br />
Schweizer Breitling Super Constellation soll<br />
auch die Ju 52, D-AQUI der Deutschen Lufthansa<br />
Berlin-Stiftung nach ihrer Reparatur<br />
wieder in die Luft gehen. Eine DC-3 komplettiert<br />
das Rundflug-Trio, Tickets können bereits<br />
jetzt online gebucht werden. Für Fans kleinerer<br />
Oldies zeigt das Flugwerk Mannheim seine<br />
Flotte historischer Maschinen, darunter eine<br />
Stampe, eine Stearman und eine Klemm 107.<br />
Piloten, die mit dem eigenen Flugzeug anreisen<br />
wollen, werden gebeten, sich vorab<br />
auf der Internetseite des Veranstalters über<br />
die Modalitäten zu informieren.<br />
Telefon: +49 6232 6872910,<br />
www.airliner-classics.de<br />
Fotos: Airliner Classics, Dornier Museum Friedrichshafen, Uwe Glaser, Imperial War Museum, Klassikwelt Bodensee, Quax, Wings & Wheels<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 125
[ Termine ]<br />
✘✘<br />
5. – 8. April<br />
präsentiert<br />
von<br />
AERO, Friedrichshafen<br />
Messe Friedrichshafen, Neue<br />
Messe 1, 88<strong>04</strong>6 Friedrichshafen,<br />
Tel.: +49 7541 7084<strong>04</strong>, E-Mail: info@<br />
messe-fn.de,www.aero-expo.com<br />
OO<br />
8. April<br />
Fluglehrer- und Pilotenweiterbildung,<br />
Flugplatz Eggersdorf<br />
UL-Flugschule „Märkische Schweiz“,<br />
Am Flugplatz 4, 15374 Eggersdorf<br />
Anmeldeschluss: 1. April,<br />
Tel.: 0170-3082402,<br />
E-Mail: werner_hempel@arcor.de<br />
OO<br />
15. – 17. April<br />
Speyerer Modellbautage<br />
Technik Museum Speyer,<br />
Am Technik Museum 1,<br />
67346 Speyer, Tel.: +49 6232 67080,<br />
E-Mail: info@technik-museum.de<br />
www.technik-museum.de<br />
OO<br />
15. – 22. April<br />
39. Internationaler Segelflug-<br />
Wettbewerb Hockenheim<br />
Sportfliegerclub Hockenheim e.V.,<br />
68766 Hockenheim,<br />
Tel.: +49 6205 920930, Anmeldeschluss:<br />
19. März, E-Mail:<br />
wettbewerb@sfc-hockenheim.de,<br />
www.sfc-hockenheim.de<br />
OO<br />
16. April<br />
1. Mettbrötchen-Fly-in<br />
auf dem Schäferstuhl<br />
Zum Schäferstuhl, 38259 Salzgittter,<br />
wwww.facebook.com/flyinschaeferstuhl<br />
OO<br />
25. – 28. April<br />
AOPA-Flugsicherheitstraining,<br />
Fritzlar<br />
Heeresflugplatz, 34560 Fritzlar,<br />
Veranstalter: AOPA Germany,<br />
Anmeldeschluss: 8. April,<br />
www.aopa.de/ueber-uns/termine<br />
OO<br />
28. – 30. April<br />
Flugrallye<br />
Mecklenburg-Vorpommern<br />
Flugsportclub Neubrandenburg e.V.,<br />
Flughafenstraße 10, 17039 Trollenhagen,<br />
Anmeldeschluss: 20. April,<br />
Tel.: +49 3991 180644,<br />
E-Mail: mahnhardt@fsc-nb.de,<br />
www.fsc-nb.de<br />
OO<br />
28. April – 9. Mai<br />
UL-Fluglehrerlehrgang<br />
Ultraleicht-Flugschule Hannover,<br />
Nordstraße 18, 30855 Hannover-<br />
Langenhagen, Tel.: +49 176<br />
82242149, E-Mail: info@ultraleichtflugschule-hannover.de,<br />
www.ultraleicht-flugschule-hannover.de<br />
OO<br />
1. Mai<br />
Tag der offenen Tür,<br />
Flugplatz Bohmte-Bad Essen<br />
LSV Wittlage e. V., Am Flugplatz 3,<br />
49163 Bohmte, Friedrich Lüke,<br />
Tel.: +49 5472 1300,<br />
E-Mail: info@friedrich-lueke.de,<br />
www.lsv-wittlage.de<br />
OO<br />
1. Mai<br />
UL-Fly-in, Jesenwang<br />
Am Flugplatz, 82287 Jesenwang,<br />
Tel.: +49 8146 95003<br />
www.proluftfahrt-jesenwang.de<br />
OO<br />
1. Mai<br />
Tag der offenen Tür & Fly-in,<br />
Flugplatz Erbach<br />
LSV Erbach e. V., Burren 7,<br />
89155 Erbach, Hans-Ulrich Seyler,<br />
Tel. +49 160 5355300,<br />
E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />
www.lsverbach.de<br />
OO<br />
1. – 7. Mai<br />
Motorkunstflug-Trainingslager,<br />
Reinsdorf<br />
Flugplatz Reinsdorf,<br />
14913 Reinsdorf,<br />
E-Mail: sport direktor@german-aerobatics.com,<br />
www.german-aerobatics.com<br />
OO<br />
19. – 27. Mai<br />
51. Hahnweide-Segelflugwettbewerb<br />
<strong>2017</strong><br />
Fliegergruppe Wolf Hirth, Flugplatz<br />
Hahnweide, 73230 Kirchheim unter<br />
Teck, Tel.: +49 7021 81602<br />
Anmeldeschluss: 15. Januar<br />
E-Mail: anmeldunghww@web.de,<br />
www.wettbewerb.wolf-hirth.de<br />
OO<br />
20. – 21. Mai<br />
Flugtage, Gera-Leumnitz<br />
Ronneburger Str. 74, 07546 Gera,<br />
www.grossflugtage.com/flugtage-gera<br />
OO<br />
12. – 13. Mai<br />
Lehrgang Sea Survival, Elsfleth<br />
Maritimes Kompetenzzentrum<br />
Elsfleth, An der Weinkaje 1, 26931<br />
Elsfleth, Veranstalter: AOPA Germany,<br />
Anmeldeschluss: 12. April,<br />
✘✘<br />
Terminankündigungen<br />
Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website<br />
www.<strong>aerokurier</strong>.de. Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für<br />
den Termin-Service an redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />
Veranstaltungen mit <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />
www.aopa.de/ueber-uns/termine<br />
OO<br />
20. – 21. Mai<br />
Flugplatzfest Schmoldow<br />
Sportfliegerclub Greifswald e.V.,<br />
Dorfstraße 8, 17506 Schmoldow,<br />
E-Mail: info@sfc-greifswald.de,<br />
www.sfc-greifswald.de<br />
✘✘<br />
22. – 24. Mai<br />
17. EBACE, Genf, Schweiz<br />
European Business Aviation Association,<br />
Avenue de Tervuren 13 a-b/<br />
Box 5, 1<strong>04</strong>0 Brüssel, Belgien,<br />
Tel.: +32 2 7660070, E-Mail: infoeu@ebace.aero,<br />
www.ebace.aero<br />
OO<br />
24. – 27. Mai<br />
Sachsen-Marathon<br />
Flugclub Brauna, Kamenzer Straße<br />
3c, 01920 Schönteichen, Tel.: +49<br />
179 9116596, E-Mail: info@<br />
ulbrauna.de, www.ulbrauna.de<br />
OO<br />
25. Mai<br />
Schwäbisch Haller Fliegerfest<br />
Luftsportverband Schwäbisch Hall<br />
e.V., Flugplatz Weckrieden,<br />
74523 Schwäbisch Hall, E-Mail:<br />
info@lsv-sha.de, www.lsv-sha.de<br />
OO<br />
25. – 28. Mai<br />
Deutsche UL-Meisterschaft,<br />
Goch<br />
Am Segelflugplatz 11, 47574 Goch,<br />
Michael Kania, E-Mail: kania.michael<br />
@tutanota.com, www.lsv-goch.de<br />
IMPRESSUM<br />
REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />
182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de,<br />
Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />
Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold<br />
(verantw. i. S. d. Presserechts) Stellv. Chefredakteur: Gerhard<br />
Marzinzik Redaktion: Tashi Dolma Hinz, Alexandros Mitropoulos<br />
Produktionsleitung: Marion Hyna Schlussredaktion: Jutta Clever<br />
Grafische Konzeption: Harald Hornig Grafik und Layout:<br />
MOTORRAD-Grafik, Harald Hornig, Katrin Sdun Repro: MO-<br />
TORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann (Ltg.), Catherine<br />
Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert Sekretariat: Iris<br />
Schaber Ständige freie Mitarbeiter: Jörg Adam, Bernd Fischer,<br />
Toni Ganzmann, Frank Herzog, Mark Juhrig, Frank Martini, Egon-<br />
Manfred Paech, Holger Weitzel, Helge Zembold<br />
VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich<br />
Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />
Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />
Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />
Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2814,<br />
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Anzeigenteil: Julia Ruprecht, Tel.: +49 711 182-1548, Fax: -1027,<br />
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Deutscher Pressevertrieb Vertriebsleitung: Nicole Cortez Herstellung:<br />
Rainer Jüttner<br />
DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen.<br />
Printed in Germany.<br />
Fotoservice/Syndication/Lizenzen:<br />
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ANSCHRIFTEN: Verlag: Motor Presse Stuttg art GmbH & Co. KG,<br />
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Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC, AOPA<br />
Germany, Club der Luftfahrt e.V.<br />
ANZEIGENVERTRETUNGEN IM AUSLAND: USA: International<br />
Aviation Magazine Group, Ed Hirsch, 12901 S.W. 64th Court, Miami,<br />
FL 33156, Tel.: 001 305-666-2055, E-Mail: ed.hirsch@iamgrp.<br />
com Advertising Office USA: Lorrie Balding, Advertising Sales Manager,<br />
Tel.: 001 786-223-1852, E-Mail: lorrie.balding@iamgrp.com<br />
Frankreich: Defense & Communication, Fabio Lancellotti, 48 Boulevard<br />
Jean-Jaurès, F-92110 Clichy, Tel.: +33 1 47307180, E-Mail:<br />
earchambeaud@defcommunication.com Italien: Rosy Pommerschein,<br />
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126 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
WIRBELSCHLEPPEN<br />
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[ PORTRÄT ]<br />
Genie in drei<br />
Dimensionen<br />
Bekannt wurde Flo Graff<br />
durch das Video „Above<br />
the Gravity“, in dem der<br />
französische Militärpilot<br />
sein Können unter Beweis<br />
stellt und mit einer Extra<br />
330LC, einer Pilatus B4<br />
und einem Gleitschirm<br />
bis an die Grenzen der<br />
Physik geht.<br />
Das Interview führte und übersetzte<br />
Tashi Dolma Hinz<br />
Was fasziniert dich am<br />
Kunstflug?<br />
Durch den Kunstflug<br />
kann ich mich in der<br />
dritten Dimension auf künstlerische<br />
Weise entfalten. Das ist ein Gefühl<br />
der absoluten Freiheit, das ich liebe<br />
und das mich seit jeher fasziniert.<br />
Kunstflug ist ein Streben nach Präzision<br />
und Perfektion: Der Pilot muss<br />
in einer Situation, die für ihn äußert<br />
unnatürlich ist, Ruhe bewahren und<br />
jede Bewegung exakt ausführen.<br />
Welche Parallelen lassen sich<br />
zwischen Gleitschirm-, Segel- und<br />
Motorkunstflug ziehen?<br />
Die Methode, wie die Technik erlernt<br />
wird, ist bei allen drei Disziplinen<br />
identisch: Man beginnt sich gedanklich<br />
intensiv mit den Manövern auseinanderzusetzen,<br />
bevor man sich in<br />
der Praxis Schritt für Schritt an sie<br />
heranwagt.<br />
Spaß macht Kunstflug nicht nur<br />
mit der Pilatus B4, wie Flo Graff in<br />
seinem Video „Above the Gravity“<br />
eindrücklich beweist.<br />
Fotos: Flo Graff<br />
Worin bestehen die wesentlichen<br />
Unterschiede?<br />
Ein Motorflugzeug ist im Vergleich<br />
zum Segelflugzeug deutlich wendiger,<br />
und der leistungsstarke Motor ermöglicht<br />
Flugfiguren im niedrigen Geschwindigkeitsbereich<br />
sowie gyro<br />
128 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
skopische Tricks. Was den Gleitschirmkunstflug<br />
zur anspruchsvollsten Disziplin<br />
macht, ist die Tatsache, dass<br />
der Pilot gezwungen ist, sich selbstständig<br />
an die Manöver heranzutasten.<br />
Er kann im Voraus Videos analysieren<br />
oder sich über Funk unterstützen<br />
lassen, doch korrigierend<br />
eingreifen kann in der Luft niemand.<br />
Daher benötigt es viel Zeit und Ausdauer,<br />
um den Gleitschirm in allen<br />
Fluglagen perfekt zu beherrschen.<br />
Momentan fokussiert<br />
sich Flo Graff aufs<br />
Gleitschirmfliegen,<br />
denn er möchte in den<br />
kommenden Jahren<br />
bei den Weltbesten<br />
mitmischen.<br />
Wo ziehst du deine Grenzen?<br />
Ich achte auf ausreichend Sicherheitsspielraum,<br />
beispielsweise in Form<br />
von Höhe über Grund, sodass ich im<br />
Ernstfall einen sicheren Ausweg habe.<br />
Wenn ich mir nicht sicher bin, ob<br />
ich diese Sicherheitsmargen habe,<br />
breche ich die Übung ab.<br />
Welche sind die fliegerisch anspruchsvollsten<br />
Manöver?<br />
Mit dem Motorflugzeug ist für mich<br />
die gerissene Rolle das schwierigste<br />
Manöver und mit dem Gleitschirm<br />
der Twister, ein kontrollierter einseitiger<br />
Strömungsabriss, bei dem die<br />
Drehrichtung gewechselt wird.<br />
Was macht einen guten Kunstflugpiloten<br />
aus?<br />
Ein guter Kunstflieger hinterfragt sein<br />
Handeln, versucht, sein Können stetig<br />
zu verbessern, und bewahrt in Ausnahmesituationen<br />
einen kühlen Kopf.<br />
Beruflich fliegst du bei der Luftwaffe.<br />
Hilft dir die Kunstflugerfahrung<br />
als Militärpilot?<br />
Ich bin davon überzeugt, dass sie<br />
mir bei Luftkämpfen hilft, da ich mich<br />
in der dritten Dimension sehr gut<br />
orientieren kann und extreme Flugzustände<br />
sowie die g-Belastungen<br />
kenne.<br />
Wie bist du zum Fliegen<br />
gekommen?<br />
Die Leidenschaft fürs Fliegen habe<br />
ich früh entdeckt. Im Alter von zehn<br />
Jahren habe ich meinen ersten Fallschirm<br />
gebastelt. Meine Eltern haben<br />
mich daraufhin bei einer Gleitschirmschule<br />
angemeldet, und zwei Jahre<br />
später flog ich zum ersten Mal alleine<br />
mit einem Gleitschirm durch die<br />
Berge. Später lernte ich Segel- und<br />
Motorfliegen, und heute bilde ich<br />
Militärpiloten aus.<br />
Hast du ein fliegerisches Vorbild?<br />
Renaud Ecalle war mein Idol: Ein<br />
netter Kerl mit einem außergewöhnlich<br />
eleganten Flugstil und der beste<br />
Kunstflugpilot seiner Zeit. Aber auch<br />
Raul Rodriguez ist eines meiner Vorbilder.<br />
Als Pionier hat er den Gleitschirm-Kunstflug<br />
maßgeblich geprägt<br />
und die Grundlage für viele Manöver<br />
gelegt. Ich habe ihn bereits mehrere<br />
Male getroffen und seine fröhliche<br />
und umgängliche Art zu schätzen<br />
gelernt.<br />
Du leitest das Kunstflugteam des<br />
deutschen Gleitschirmherstellers<br />
U-Turn. Was machst du da genau?<br />
In erster Linie bin ich die Schnittstelle<br />
zwischen dem Unternehmen und<br />
den Piloten aus aller Welt. Ich wähle<br />
die Athleten aus, pflege den Kontakt<br />
zu den Sponsoren und organisiere<br />
Foto- und Videoshootings. Darüber<br />
hinaus bin ich Testpilot und helfe dem<br />
Entwickler Ernst Strobl bei der Trimmung<br />
neuer Gleitschirmmodelle.<br />
Welche Ziele hast du dir für die<br />
kommenden Jahre gesetzt?<br />
Ich möchte mich weiter verbessern<br />
und es in der Gleitschirm-Weltmeisterschaft<br />
unter die ersten fünf Ränge<br />
schaffen. Daher konzentriere ich mich<br />
zurzeit voll auf das Gleitschirmfliegen.<br />
Wie verbringst du deine Freizeit?<br />
An den Wochenenden und im Urlaub<br />
trainiere ich und nehme an Wettkämpfen<br />
teil. Wenn der Wind dann doch<br />
mal zu stark ist, um Gleitschirm zu<br />
fliegen, packe ich den Kite aus. ae<br />
Graff hat seine fliegerische<br />
Leidenschaft zum Beruf<br />
gemacht und bildet Militärpiloten<br />
bei der französischen<br />
Luftwaffe aus.<br />
Welches fliegerische Erlebnis ist<br />
dir im Gedächtnis geblieben?<br />
Ob mit 600 Knoten im Tiefflug über<br />
die dschibutische Wüste zu jagen, in<br />
der Nacht in 15 000 Metern einen<br />
aktiven Cumulonimbus zu beobachten<br />
oder im Aufwind der spanischen<br />
Pyrenäen zu soaren: Schöne Momente<br />
habe ich viele erlebt. Außerdem<br />
durfte ich zwei Mal mit der Patrouille<br />
de France mitfliegen, was äußerst<br />
interessant war. Mein größter fliegerischer<br />
Erfolg war aber der erste<br />
Alleinflug in einer Mirage 2000 C –<br />
damit hat sich für mich ein Kindheitstraum<br />
erfüllt.<br />
Above the Gravity<br />
Die Idee des Filmprojekts war es, all die Gemeinsamkeiten<br />
aufzuzeigen, die Gleitschirm, Segelflugzeug<br />
und Motorflugzeug im Kunstflug miteinander<br />
verbinden. Mit Adrien Nissan fand Flo Graff einen<br />
geeigneten Partner, um die Aufnahmen in Montpellier<br />
und Monaco zu verwirklichen. Zwei Wochen<br />
dauerte es, um die Flugsequenzen aufzunehmen,<br />
wobei auch Helikopter, Gleitschirme und Drohnen<br />
zum Einsatz kamen. „Es war schwierig, den perfekten Augenblick zu erwischen, an dem das Licht, die<br />
Perspektive und das Manöver stimmten“, erklärt Graff. Bei seiner Premiere beim Coupe Icare begeisterte<br />
der Clip das Publikum. Noch ist kein weiteres Filmprojekt in Planung, da es an Sponsoren mangelt,<br />
doch gute Ideen, das versichert der abenteuerlustige Pilot, gibt es zur Genüge. Zu finden ist der Videoclip<br />
über Graffs Vimeo-Channel: www.vimeo.com/user11181986.<br />
<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong> 129
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stammt. So wie die Mil Mi-2 von Valerian Kießling – sicher der<br />
schönste Ost-Hubschrauber, der in Deutschland fliegt.<br />
Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />
Fotos: Tashi Dolma Hinz, Valerian Kießling, Röder Präzision, SFZ Königsdorf<br />
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Bestes Flugwetter bedeutet oft Hitze und<br />
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130 <strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2017</strong>
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