VERITAS - Das Genussmagazin / Ausgabe - 20-2017

oberkircher

DAS GENUSSMAGAZIN

20 // 2017

Heiße Story!

Holzofenbrot

Süße Logik

Leibspeise

JUBILÄUMSAUSGABE

Wein trifft ins Herz

Mein perfekter

Weinkeller

Die Kolumne von

Vincenzo De Biase

Europa-Park-Sommelier

HIGHLIGHTS

AUS 19 AUSGABEN

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

veritas-genuss.de


Das KunDenmaGazin DeR OBeRKiRCHeR WinzeR

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

Das KunDenmaGazin DeR OBeRKiRCHeR WinzeR

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

Die Kolumne von

Sommelier und

Weinmacher

Die Kolumne von

Sommelier und

Weinmacher

Die Kolumne von

Wasser- und Weinfee

Die Kolumne von

europa-Park-Sommelier

DAS GENUSSMAGAZIN

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

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Das KunDenmaGazin DeR OBeRKiRCHeR WinzeR

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRcHER WINZER

Die Kolumne von

Sommelier und

Weinmacher

Die Kolumne von

Sommelier und

Weinmacher

Die Kolumne von

Wasser- und Weinfee

die Kolumne von

europa-Park-Sommelier

Das KunDenmaGazin DeR OBeRKiRCHeR WinzeR

Die Kolumne von

Sommelier und

Weinmacher

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

Die Kolumne von

Wasser- und Weinfee

Die Kolumne von

Wasser- und Weinfee

die Kolumne von

europa-Park-Sommelier

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

Die Kolumne von

Sommelier und

Weinmacher

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

Das KunDenmaGazin DeR OBeRKiRCHeR WinzeR

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

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Die Kolumne von

Wasser- und Weinfee

Die Kolumne von

Europa-Park-Sommelier

Die Kolumne von

Europa-Park-Sommelier

Das GenussmaGazin

01

JAhr

2010

AusgAbe

2011

AUSGABE

JAHR02

Das GenussmaGazin

03

JAhr

2011

AusgAbe

DAS GENUSSMAGAZIN

04

JAHR

2011

AUSGABE

Mit Herz

& Verstand

Mediziner Franz Kern: Ein Arzt spricht

über Wein

Wein & Yoga

Zur inneren Mitte in

den Weinbergen

Wein, Weib &

Gesang

Der Stoff, aus dem die Träume sind:

Aus dem Leben einer Weinprinzessin.

Freizeit:

Quälgeister

Mit dem Mountainbike

über die Alpen

Trinkt mehr Wein...

Motorenöl

vs. rotwein

Die Kolumne von

TV-Moderatorin

Lina van de Mars

Achtung, heiß

und fettig

Fastfood und Wein,

was passt zu Burger & Co.?

Rosige Zeiten

Rosé entdecken mit

Topsommelier Jürgen Fendt

Trinkt mehr Wein...

PERFORMANCE

TRAUBE

Die Kolumne von

TV-Moderatorin

Lina van de Mars

Trifft den

Geschmack

Martin bäuerle: Jäger und Kellermeister

Wild Wein trinken

sommelier und Punk!

Marco giovanni Zanetti in Mission

Trinkt mehr Wein ...

PERFORMANCE

TRAUBE

Die Kolumne von

TV-Moderatorin

Lina van de Mars

Trinkt mehr Wein ...

PERFORmANCE

TRAUBE

Die Kolumne von

TV-Moderatorin

Lina Van de Mars

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DAS GENUSSMAGAZIN

2012

AUSGABE

JAHR05

DAS GENUSSMAGAZIN

06

JAHR

2012

AUSGABE

DAS GENUSSMAGAZIN

2012

AUSGABE

JAHR07

DAS GENUSSMAGAZIN

2013

AUSGABE

JAHR08

Richtig

trinken!

Die hohe Kunst des Weintrinkens

Das richtige Glas

Der lange Weg zum glasklaren Genuss

Wild Wein trinken

ROTWEIN-

(R)EVOLUTION

Marco Zanetti

alias Winepunk

Der Sommer

rockt!

Sascha Fischer – Experte für Drinks mit Wein

Summerfeeling

Unterwegs im Unimog-Cabrio

mit Elisabeth Laug

Prickelnd!

Champagner, Sekt und Winzersekt

Wild Wein trinken

Cool

BleiBen!

Marco Zanetti

alias Winepunk

Wild Wein trinken

WeIn Im WAnDeL

Der ZeIT

Marco Zanetti

alias Winepunk

In der

grünen Welt

Herbsten in Oberkirch

Terrassenweinbau

Flora und Fauna im Weinberg

Glückspilz

Thomas Stephan findet sein

Glück in den Pilzen

Wild Wein trinken

WeINBeGLeITUNG

FÜR (FAST) Jede

GeLeGeNHeIT …

Marco Zanetti

alias Winepunk

Ran an

den Speck

Besuch beim Schinken-Gott Markus Dirr

Die Jungweinprobe

Probieren geht über Studieren

Marathon

Markus Ell nimmt’s sportlich

DAS GENUSSMAGAZIN

JAHR09

2013

AUSGABE

JAHR

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JAHR10

2013

AUSGABE

JAHR

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DAS GENUSSMAGAZIN

11

2014

AUSGABE

JAHR

JAHR11

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Das GenussmaGazin

12

2014

AUSGABE

JAHR

JAHR12

veritas-genuss.de

Titelthema

Fein raus!

Eiskalt: Klasse Sekt aus Baden

CHARLES SCHUMANN

Klare Ansagen aus München

Aus Liebe zur Bühne

Reinhard Danner

Große Gefühle, große Rollen

2013

BUBBleS Und

Wild Wein trinken

PeRlChen!

Marco Zanetti

alias Winepunk

Jubiläumsausgabe

10x

2010 2013

DAS GENUSSMAGAZIN

Im Rausch

der Farben

Irene Ziegler: Aquarelle von

Menschen & Pflanzen

Es muss nicht

immer Rotwein sein

Ulrich Hölscher über Käse & Wein

2013

STILFRAGE

3 MENÜS

FÜR EIN

HALLELUJA

Rezeptideen für die Festage

Wild Wein trinken

Marco Zanetti

alias Winepunk

Schnitte

Franz Männle schneidet Reben

Schnitzer

Wolfgang Ducksch schnitzt Masken

2014

Wasser und Wein

Titelthema

BARRIQUE

Feuer & Flamme fürs Fass

Wein trinkt Wasser

Wasser und Wein

im Einklang!

Marissa Echtle

Titelthema

TRAUMSOMMER

10 Dinge für den perfekten Sommer

FRITZ KELLER

Über Wein und Fußball

Über Stock und Stein

Monika Wurth sitzt fest im Sattel

2014

Steillagen

Wein trinkt Wasser

Steillagen

Marissa Echtle

Das GenussmaGazin

AusgAbe

Jahr13

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Das GenussmaGazin

14

2015

AUSGABE

JAHR

JAHR14

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DAS GENUSSMAGAZIN

15

2015

AUSGABE

JAHR

JAHR15

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DAS GENUSSMAGAZIN

16

2015

AUSGABE

JAHR

JAHR16

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GEWINNER

Ortenauer Marketingpreis 2014

Titelthema

WeinWege

Traubenanlieferung in Oberkirch

Titelthema

UNFASSBAR

ERFOLGREICH

Markus Obrecht im Vertrieb

Titelthema

GERHARD VOLK

Heiße Tipps & kühler Wein

Titelthema

LOGISTIK

Kommt immer gut an

baDiscHE

WEinstrassE

Die schönsten Plätze

Patagonien

Martin Bäuerle auf Reisen

2014

Harmonie

Wein trinkt Wasser

Marissa Echtle

ÖLMÜHLE WALZ

Sie holen es raus!

Kegeln

Alle reinmachen!

2015

Alle Zeit

Wein trinkt Wasser

der Welt

Marissa Echtle

FÜR NEUGIERIGE

Cuvée OK51

TATORT ORTENAU?

Interview mit Brigitte Glaser

WEITER ALS WEG

Weinreise Moldawien

2015

Etiketten

Wein trinkt Wasser

Etiketten

Marissa Echtle

Château mit Aussicht

Oberkircher „Rebhiesle“

Made in Oberkirch

Textile Konzepte von Apelt

2015

Weinberatung

Wein trifft ins Herz

Vincenzo De Biase

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DAS GEnUSSMAGAZIn

DAS GENUSSMAGAZIN

DAS GENUSSMAGAZIN

DAS GENUSSMAGAZIN

17 // 2016

18 // 2016

19 // 2016

20 // 2017

We i n t r i ff t i n s H e r z

„Weinberatung“

Die Jungen

bringen’s

Interview Hofübergabe

Tock! Tock! Tock!

Der alte Lanz kann’s

Titelthema

ALLES WÄCHST

REBVEREDLUnG In BOTTEnAU

Vincenzo De Biase

oberkircher

Jungwinzer

Prickelnder Freistern

Barrique-eis

vom Ponyhof

Leibspeise

We i n t r i ff t i n s h e r z

„Mediterrane

Weine“

Vincenzo de Biase

Titelthema

WILD & JUNG

EWIG JUNG – HOcHLANDRINDER

Wissen

macht Wow!

Leibspeise

dorfbrätsche

Schuhe, Männer,

Wechseljahre

Titelthema

WEIN & GESCHMACK

ALLE FARBEN: SO SCHMECKT WEIN

Wein trifft ins Herz

Rotwein! Rotwein!

Rotwein!

Vincenzo de Biase

Heiße Story!

Holzofenbrot

Süße Logik

Leibspeise

JUBILÄUMSAUSGABE

Wein trifft ins Herz

Mein perfekter

Weinkeller

Vincenzo De Biase

HIGHLIGHTS

AUS 19 AUSGABEN

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Liebe Weinfreundin,

lieber Weinfreund!

VORWORT

nlässlich unserer 20. Ausgabe haben

wir noch mal in den alten Heften

geblättert und Beteiligte und Freunde der Oberkircher

Winzer nach ihren Lieblingsgeschichten und Erinnerungen

befragt. Seit Herbst 2010 ist ja eine Menge passiert.

Wir sind für unsere Leser in die Pilze und auf die

Pirsch gegangen, staunten über sportliche und kulinarische

Höchstleistung, schürten das Fernweh nach Feuerland

und gaben Expertenwissen zum Besten. Berührungsängste?

I wo, Fastfood, Wasser und Champagner bekamen

auch ihr Forum. „Wie eine ganz normale Zeitschrift“, werden

wir gelobt. Besser geht’s nicht, oder? Jede Ausgabe

von VERITAS ist ein bunter Strauß aus Unterhaltung und

Information und in diesem Sinne weben wir weiter

schöne Geschichten aus dem „Stoff, aus dem die Träume

sind“. Gemeint sind nicht die Dirndl auf der Titelseite,

sondern der Wein. Dieses Mal besuchten wir einen der

legendären Orte der deutschen Spitzengastronomie,

das Hotel-Restaurant „Erbrpinz“ in Ettlingen, und

lauschten dem Chefkoch. „Köche sind die besseren

Patissiers“, tönt Ralph Knebel und weiß warum. „Weil

Köche Geschmack lernen.“ Kann man mit einem geschulten

Geschmack besser genießen?, wollten wir wissen.

Der Mann bejaht. In diesem Sinne machen wir weiter

mit der Geschmacksschulung, blicken in die Weinwelt von

Vincenzo De Biase, lesen Frank Männles Wein-ABC und

verlassen das Heft schlauer und mit Heißhunger auf ein

gutes Holzofenbrot. Ulrika Müller heißt die Bäckerin, ihre

Philosophie ist so simpel wie gut. Brot braucht Zeit, hudeln,

also hetzen, geht gar nicht. Das trifft’s auch im Weinberg,

im Weinkeller oder erst recht, wenn der Wein auf der

Flasche ist. Alles braucht seine Zeit. Darum warten wir

geduldig, bis die Spargelweine im Regal stehen, und

nehmen die 20. Ausgabe zum Anlass für ein Chin-chin

mit Winzersekt (ein Anlass findet sich immer!) und

probieren uns durch die alten Jahrgänge. Nicht nur für unser

VERITAS waren die letzten sechs Jahre Gold, sondern

auch für den Wein. Probieren Sie einfach mit, wir haben

schon mal angefangen. Wir müssen doch unseren

Geschmack schulen!

Herzlichst

Ihr VERITAS-Team

Gemeinsam mit den ehemaligen Weinprinzessinnen Elena Batzler (l.)

und Eva Harter (r.) genießt die aktuelle Oberkircher Weinprinzessin

Anna-Maria Schappacher das Fotoshooting. Loriots „Früher war mehr

Lametta“ stimmt eindeutig nicht. Alles Gold!

INHALT

In Wahrheit schön »SEITE 6

Titelgeschichte »SEITE 8

Meilensteine »SEITE 18

Leibspeise »SEITE 20

Freizeit – Holzofenbrot »SEITE 22

20 gute Gründe

mit Jürgen von der Mark »SEITE 24

Wein-ABC »SEITE 26

Kolumne »SEITE 27

von Europa-Park-Sommelier Vincenzo De Biase

Weinbekenntnisse »SEITE 28

Gewinnspiel »SEITE 29

Termine & Kalender »SEITE 30

Unterhaltung »SEITE 31

Titelbild: Jigal Fichtner – herrfichtner.de

IMPRESSUM:

Herausgeber: Oberkircher Winzer eG I Postanschrift Redaktion: YUPANQUI, Hauptstraße 57, 77652 Offenburg I Chefredakteur (v. i. S. d. P.): Rafael Yupanqui

Redaktion: Pascal Cames I Artdirektion: Jule Stiefelhagen, Daniel Bellert I Fotos: Jigal Fichtner, privat I Produktion: YUPANQUI GmbH, Offenburg

Anzeigenleitung: Martin Benz I Druck: B&K Offsetdruck GmbH, Gutenbergstraße 4–10, 77833 Ottersweier I Auflage: 16.000

Bei dieser Ausgabe haben mitgewirkt: Markus Ell, Martin Benz, Rafael Yupanqui, Jule Stiefelhagen, Isabell Müller, Pascal Cames, Jigal Fichtner I

VERITAS im Abo: Heftbestellung: 0 78 02 / 9 25 80


Genussvolles

ERWARTEN

Foto: Jigal Fichtner

4


In der Echokammer des guten Geschmacks. Hier im neu gebauten

Fasslager, rund acht Meter unter der Erde, werden bald die ersten

Holzfässer einrollen, um in aller Ruhe und wohltemperiert ihrer

Bestimmung entgegenzureifen. Jedes Fass wird seine Geschichte

erzählen, von der Traube, dem Terroir und der Philosophie der

Oberkircher Winzer, die da heißt: genießen!

5


IN WAHRHEIT SCHÖN

»Das hält das

Brot frisch«

KÜCHENHANDTUCH

Die mit Naturmotiven bedruckten

Küchenhandtücher „von Erika“ sind

echte Hingucker. Die Sache hat es

sprichwörtlich in sich, denn das Tuch

aus schwerem Bio-Halbleinen ist nicht

nur zum Abtrocknen da, sondern auch

als Tasche verwendbar. Brot lässt sich

darin gut und stilvoll verstauen.

Der Anspruch der Berliner Firma ist

es, zeitloses Design, präzises Handwerk

und ökologische Herstellung zu

kombinieren, um etwas Bleibendes

zu schaffen.

Küchenhandtuch MORGENTAU, ab

9,50 Euro, www.von-erika.de

»Schön handlich

und praktisch«

LUNCHBOX

Wer weiß, was ein Spork ist? Ein Spork ist

eine Mischung aus Spoon (Löffel) und Fork

(Gabel) und das braucht man für diesen

neumodischen Henkelmann, mit dem sich

bequem Essen transportieren lässt. Suppe

und Hauptspeise, Fisch und Reis, Eintopf

und Nachtisch haben Platz in den handlichen

Behältern, die einfach

zu transportieren sind. Praktisch!

Die Lunchbox „Black +

Blum“ ist geeignet für Mikrowelle

und Spülmaschine.

Statt Kantinenschnitzel gibt

es auch in Büro und Schule Essen wie bei Muttern.

Black + Blum – Lunch Pot, 21,95 Euro, www.connox.de

»Für eine

Küche mit Pfiff«

HANDBUCH FÜR KRÄUTER,

GARTEN UND KÜCHE

Gut, dass dieses Buch so einen

stabilen Einband hat! „Kräuter“ ist

nicht nur für die Couch gedacht,

um sich an netten Anekdoten zu

60 verschiedenen Kräutersorten

zu ergötzen, sondern auch für den

Praktiker, der auf Balkon oder

im Garten Kräuter pflanzen will.

Dank der historischen Illustrationen

aus dem Archiv der Royal

Horticultural Society lassen sich

auch Pflanzen bestimmen.

Wer seiner Küche den ultimativen

Pfiff geben will, braucht in der Regel Kräuter und darum

dieses Buch!

Caroline Holmes: Kräuter für den Gourmetgärtner,

DuMont Buchverlag, 30 Euro

»Auf ein Glas

vom Besten«

COLLECTION ROYAL

WEISSBURGUNDER

Weinkenner wissen natürlich, dass man

nicht jeden Tropfen ins Holzfass legen kann,

schon gar nicht Weißweine. Ausnahmen wie

der Grauburgunder bestätigen die Regel und

sorgen regelmäßig für Wow-Effekte. Dass

dann doch mehr geht, zeigt unser Weißburgunder,

der auch seine Zeit im Holzfass

bekam. Jetzt ist er die perfekte Symbiose

aus Barrique-Aromen und den typischen

frischen und fruchtigen Aromen eines

Weißburgunders. Der Wein hat ein Lagerungspotenzial

von fünf bis acht Jahren und

wurde 2016 beim weltgrößten Weinwettbewerb,

der Austrian Wine Competition (AWC),

als bester Weißwein ausgezeichnet.

Weißburgunder 2014, Qualitätswein trocken, 23,90 Euro,

www.oberkircher-winzer.de

6


»Rund & elegant«

WELTNEUHEIT: EIN BLACKFOREST GIN

MIT SCHWARZWALDKRÄUTERN UND TRÜFFEL

Ein Gin mit Trüffel? „Dieses Alleinstellungsmerkmal

war nicht geplant“,

berichtet Hannes Schmidt aus dem

Renchtal, der mit seinen Freunden

Torsten und Markus den wahrscheinlich

ersten Gin mit Trüffel kreiert hat. Die

internationale Gin-Welt ist überrascht

und begeistert zugleich. Man riecht und

schmeckt Wacholder, Zitrone, Lavendel

und Thymian und weitere handverlesene

Schwarzwaldkräuter. Der Trüffel, der übrigens auch

aus dem Schwarzwald stammt, sorgt für einen runden

und eleganten Abgang. „Der Trüffel nimmt der Gesamtkomposition

unseres Gins alle Bitterstoffe und die

Schärfe“, erläutert Hannes Schmidt die ungewöhnliche

Rezeptur. Der Trüffel wurde indirekt auch zum Namensgeber

des Gins. Da man früher das schwarze Gold mit

Schweinen „jagte“ (heute wächst er auf Plantagen), fand

man das englische Wort für Eber „Boar“ passend. Englisch

deshalb, weil England das Mutterland des Gins ist.

Boar klingt auch gut nach freudigem Erstaunen. BOAR!

Ein weiterer Wow-,

Pardon, Boar-Effekt

bekommt der Gin durch die Lagerung in Holzfässern, in

denen der weltbeste Weißburgunder ausgebaut wurde.

Dieser Gin wird nach seiner Reifezeit im Barrique der

Oberkircher Winzer als Sonderedition BOAR Royal auf

den Markt kommen. Auf dieses goldene Geschmackserlebnis

darf man gespannt sein.

1 Flasche BOAR Gin, 0,5 l, 43 % vol, 35,99 Euro.

BOAR Royal ist vermutlich ab Mitte 2017 für 44,95 Euro

erhältlich, www.boargin.de

»So geht bauen!«

BAUSTELLENFILM

Teerdecke abtragen,

Loch buddeln (zwei

Bagger!), große und

kleine Felsbrocken

abtransportieren,

noch tiefer graben

(drei Bagger!),

Zaun bauen, Zaun

vergrößern, noch

mehr Erdreich

abtransportieren, Fundamente gießen, Stahlträger verlegen,

noch mehr Fundamente gießen, Wände hochziehen, Decke

einziehen, weitere Wände hochziehen …

Das Bauprojekt der Oberkircher Winzer macht ganz schön

viel Arbeit, zum Erstaunen einiger Anwohner wurde nicht

in die Höhe gebaut, sondern von der Tiefe aufwärts.

Der neu gebaute Keller mit Fasslager und Showroom

gehört sicherlich zu den ungewöhnlichsten und spannendsten

Bauprojekten der Ortenau. (Siehe VERITAS

Nr. 19, Interview mit Markus Ell.) Wie es dort unten ausschaut

und was es zu entdecken gibt, wird dieses Frühjahr

der Öffentlichkeit vorgestellt. Wer sich im besten Wortsinne

einen Einblick in die Baustelle verschaffen will,

sollte den Film auf Youtube anschauen, der zehn Wochen

Baustelle auf acht Minuten zusammenrafft. Da geht’s ab!

www.youtube.com/watch?v=CuiWKavmvEM

7


8

JUBILÄUMSAUSGABE


Eins, zwei, drei! Weinprinzessinnen müssen so

einiges mitmachen, sogar ein Oktoberfest mit

Fassanstich. Mit dieser Titelgeschichte über die

Oberkircher Weinprinzessin Stephanie Obrecht

startete 2010 unser VERITAS. Im ersten Heft gab

es zudem noch eine Story über Gugelhupf und wie

Mann auf dem Bike die Alpen bezwingt. In diesem

Stil geht es seitdem munter weiter, wir reisen mit

dem Kellermeister nach Feuerland, stehen an der

Strecke, wenn Markus Ell Marathon läuft, und machen

uns schlau über eine „Jungweinprobe“. Kurz

und gut, in sieben Jahren fällt so einiges an und

darum haben wir Macher, Beteiligte und Protagonisten

sowie Freunde der Oberkircher Winzer nach

ihren Lieblingsgeschichten gefragt. Lesen Sie selbst

und falls Sie Lust bekommen, in den alten Zeiten zu

blättern, finden Sie alle Hefte auch imInternet.

www.oberkircher-winzer.de/oberkircher-winzer/downloads/

veritas---dasgenussmagazin. html

9


IN JUBILÄUMSAUSGABE

WAHRHEIT SCHÖN

Ausgabe 1 Ausgabe 2

Ausgabe 3

FRISCH

IM AMT

Stephanie Obrecht

Weinprinzessin 2010/2011

und Lehrerin an

kaufmännischen Schulen

Die Geschichte „Aus dem Leben einer

Weinprinzessin“ entstand, als ich

ganz frisch im Amt war und eine aufregende

Zeit vor mir hatte. Ich erinnere

mich noch gut an den Fassanstich

mit Tony Marshall im Europa-Park.

Das war schon was Besonderes! Mir

hat das Jahr als Weinprinzessin sehr

gutgetan, ich lernte viele interessante

Menschen kennen und hatte viele

schöne Termine in toller Atmosphäre

und guter Gesellschaft. Persönlich hat

mich dieses Jahr weitergebracht, zum

Beispiel darin, vor Menschen frei zu

sprechen. Das hilft auch im Beruf.

IMMER

EIN

THEMA

Markus Obrecht

Vertriebsleiter Gastronomie

und Fachhandel

und Outdoor-Sportler

Bei dieser Geschichte mit Top-Sommelier

Jürgen Fendt war ich dabei.

Mit ihm die Weine zu probieren hat

großen Spaß gemacht. Rosé ist immer

ein Thema, ob nun einfach so oder

als Bestandteil eines Weincocktails.

Lebendig, frisch, fruchtig, ich trinke

gerne Rosé!

WENN DIE WILD-

SAU SCHWEIN

HAT

Martin Bäuerle

Kellermeister

und Jäger

Als bleibendes Erlebnis ist mir die

Jagdgeschichte in Erinnerung geblieben.

Besonders schön beim Ansitzen

war es, dass sich doch tatsächlich

eine Wildsau gezeigt hat, blöd war

nur, dass ich sie nicht geschossen

habe. Es war schon sehr dunkel.


Ausgabe 4

GENUSS-

VOLLE

MOMENTE

Marita Karle

Weinbetriebswirtin

und Yogi

Ausgabe 5

IN

SERIE

GEGANGEN

Jigal Fichtner

VERITAS-Fotograf

und Musiker

Für eine gemütliche Badenerin und

Weinliebhaberin wie mich ist das der

perfekte Sport. Wie es in der vierten

Ausgabe der VERITAS angesprochen

wird, haben Weingenuss und Yoga

tatsächlich viele Gemeinsamkeiten,

das kann ich nur bestätigen. Man ist

oder wird entspannter, gelassener sowie

achtsamer und erlebt viele, viele

genussvolle Momente.

Mit dem Küchenmeister Martin Feger

vom Grünen Baum in Lahr starteten

wir eine Serie, bei der die Leibspeise-

Köche sich nicht nur als Meister ihres

Fachs einbringen, sondern auch

als Menschen mit Hobby. Der erste

in dieser Reihe war Martin Feger, der

nur zu gerne in seiner Küche in Ski-

Ausrüstung posierte. Genauso, nur

ohne den Fisch in der Hand, rast er

die vereisten Hänge auf Kamtschatka

herunter. Hut ab!


JUBILÄUMSAUSGABE

Ausgabe 6

NEUE

HEIMAT

OBERKIRCH

Nadine Klasen

Wirtschaftsförderin und

Wanderin

Ausgabe 7

DIE

KRÖNUNG

Martin Benz

Marketing

und Mountainbiker

Ausgabe 8

AUF

DEM RENCH-

DAMM

Josef Erdrich

Pensionär

und Hobbyläufer

Die Titelgeschichte „Die neue Leichtigkeit

des Weins“ gefällt mir deshalb

so gut, weil ich – seitdem ich in Oberkirch

bin – einen Lieblingswein habe

(Klingelberger) und die Sommerschorle

kenne. Beides war mir bis dahin unbekannt.

Riesling und Sommerschorle

sind zum Inbegriff dafür geworden,

dass Oberkirch zu meiner neuen Heimat

geworden ist. Mit den Menschen

und der Umgebung fühle ich mich

sehr wohl.

Foto: Rüdiger Knie

An die Titelgeschichte „Ernte gut,

alles gut“ erinnere ich mich sehr gerne.

Dies sind meine eigenen Spätburgunder-Reben,

die ich vor 19 Jahren

gepflanzt habe. Für mich ist Herbsten

Hobby und Ausgleich zu meiner

Tätigkeit im Betrieb und als Ortsvorsteher

in Tiergarten. Das Herbsten

ist sozusagen die Krönung von einem

Jahr Arbeit. Bei dieser Geschichte

hat sich unser Redakteur in den

Finger geschnitten. Das passiert fast

allen, die das zum ersten Mal machen.

Für solche Notfälle haben wir dann immer

einen Verbandskasten mit dabei.

Ich kenne Markus Ell, den Läufer, seit

vielen Jahren. Wir begegnen uns gelegentlich

joggend auf der perfekten

Laufstrecke, dem Renchdamm, und

seit vielen Jahren beim traditionellen

Renchdammlauf. Zu diesem Charitylauf

kommt er immer mit einer

großen Gruppe von Mitarbeitern, gut

erkennbar am Trikot der Oberkircher

Winzer. Und selbstverständlich gibt es

nach dem Laufen Wein der Oberkircher

Winzer. Bewundernd verfolge ich in

den sozialen Medien seine ambitionierten

Läufe in ganz Europa!

12


Ausgabe 9

INFORMATION,

INSPIRATION

Ausgabe 10

TOLLES

CUVÉE!

Ausgabe 11

RAUES

HANDWERK

Franz Männle

Vorstandsvorsitzender

und Musiker im Musikverein

Bottenau

Mir gefällt an der VERITAS, dass es

keine Werbebroschüre ist, sondern ein

Genussmagazin rund um Wein, Sekt

und Genussmenschen. In diesem Heft

wird beispielsweise die Sektkellerei

Schweickert vorgestellt, nicht um die

Firma zu bewerben, sondern um zu

zeigen, wie sie und wir arbeiten, damit

Winzersekt zu einem guten Produkt

wird. Ein anderer Bericht porträtiert

Reinhard Danner. Das ist doch auch

ein Genuss, wenn man dem Außendienstmitarbeiter

von Weinland Baden,

der in seiner Freizeit Schauspieler in

Ötigheim ist, mal über die Schulter

schauen kann. Die VERITAS ist für mich

Lebensweise, Lebensart, Lebensstil.

Gunia Wassmer

Diplom-Betriebswirtin

und Freizeitreiterin

Die Kunst des Verschneidens trifft

in Heft Nr. 10 nicht nur beim Wein,

sondern auch bei der Themenmischung

zu und entspricht meinem

persönlichen Geschmack. Ich kombiniere

gerne Weißwein zum Käse oder

auch Wein und Schwarzwald. Viele im

Weinbau haben hier noch Berührungsängste,

aber viele Gäste nicht. Von meiner

Seite kann man das gerne enger

zusammenbringen. Die Kochgeschichte

mit den drei Köchen finde ich auch

spannend, einer hat mittlerweile nur

noch badische Weine auf seiner Karte.

Hier ist in der Gastronomie noch Luft

nach oben, wie man auch beim 2003er

Spätburgunder sieht. Der hat Klasse,

da muss man den internationalen

Vergleich

nicht scheuen. In diesem

Fall muss es dann doch

Rotwein sein!

Christopher Arnoldi

Diplom-Designer FH

und Mountainbiker mit Kamera

Diese Titelstory gefällt mir besonders,

weil sie ein raues Handwerk

vorstellt. Die Bilder finde ich genial,

wirklich gelungen. Da ich auch aus

einer Winzerfamilie stamme, kenne

ich Holzfässer. In meiner Kindheit

mussten wir sie einmal im Jahr sauber

machen. Bei uns an der Mosel

gibt es sogar ein Sprichwort dazu.

„Der kriegt der Reif (hochdeutsch den

Fassring/Fassreifen) nachgebunden“,

was so viel heißt, dem muss man auf

die Sprünge helfen. Die VERITAS lese

ich immer.

13


IN JUBILÄUMSAUSGABE

WAHRHEIT SCHÖN

Ausgabe 12#1

AKZEPTANZ

UND WERT-

SCHÄTZUNG

Markus Ell

Geschäftsführender Vorstand und

Marathonläufer

Ausgabe 12#2

DIE

PERFEKTE

AUSGABE

Frank Männle

Qualitätsmanager

und SC-Freiburg-Fan

Die VERITAS ist geradezu ein einzigartiges

Medium, immer wieder erfahre

ich für unsere Kundenzeitschrift eine

hohe Wertschätzung und Akzeptanz.

Die Mitarbeiter-Storys gefallen mir

besonders gut, weil sie unsere Leute

von einer privaten Seite vorstellen,

sympathisch, persönlich, offen. Der

Beitrag mit Fritz Keller war für mich

ein ganz besonderes Highlight. Dass

wir für diese Geschichte eine der größten

und bedeutendsten Persönlichkeiten

gewinnen konnten – Fritz Keller

ist ein großer Winzer, Sterne-Gastronom

und SC-Präsident – ist schon

eine besondere Wertschätzung.

Die Nummer 12 vom Sommer 2014

hat mir am besten gefallen, ich durfte

neben meinem ehemaligen Chef und

SC-Freiburg-Präsidenten Fritz Keller

zwei Teams der Fußball-WM vorstellen.

Außerdem war noch meine gute Kollegin

Moni Wurth im Blatt, die zu

Heimspielen vom SC sogar nach Freiburg

radelt. So viel Wein und so viel

Fußball in der VERITAS, das war die

perfekte Ausgabe!

14


Ausgabe 13

SCHNELLER

ALS DIE

FEUERWEHR

Pascal Cames

VERITAS-Redakteur und

Wanderer

Ausgabe 14

PREMIUM-

PARTNER

Axel Singer

Geschäftsführer der Kur- und Tourismus

GmbH in Bad Peterstal-Griesbach und

Naturbegeisteter

Die Titelgeschichte Traubenanlieferung

wird mir ewig in

Erinnerung bleiben. Gerade

als ich im Auto sitze und

„Feierabend“ denke, passiert

es. So etwas habe ich

noch nie gesehen. Innerhalb

von Sekunden wechselt ein

Winzer seine Gesichtsfarbe,

macht eine Grimasse, springt

in die Luft und wedelt mit

den Armen. Ungefähr so stelle

ich es mir vor, wenn man

vom Blitz getroffen wird.

Der Winzer gibt mir Handzeichen

und schon sitzt er

im Auto. „Bei mir brennt’s“,

schnauft er, ob ich ihn heimfahren

könne? Wohin? Illental!

Kenn’ ich, und gebe Gas.

Jede Kurve wird aufs Maximale

genommen, die Straßen

sind zum Glück frei. Der

Mann redet mit mir, spricht

ins Handy und lässt sich live

alles berichten. Kurz bevor

wir ankommen, hören wir

hinter uns die Feuerwehr.

Die Straße ist eng, überholen

geht also nicht, ich fahre

noch schneller und komme

als Erster an. Gott sei Dank

hat sich währenddessen der

Brand als halb so wild herausgestellt!

Der Winzer gibt

mir noch einen Tipp für einen

Schleichweg durch den

Wald. So schnell bin ich

noch nie von Oberkirch nach

Hause gekommen.

Das Porträt der Ölmühle Walz habe ich gerne und

mit großem Interesse gelesen, weil sie, genauso

wie die Oberkircher Winzer auch, Premium-

Partner von unserer Schwarzwälder Wandertrilogie

sind. Die Ölmühle Walz ist ein alteingesessener

Familienbetrieb im Renchtal, der auf traditionelle

Art, mit heimischen Produkten, naturbelassene

und bekömmliche Öle herstellt, wie zum Beispiel

Traubenkernöl von Traubenkernen der Oberkircher

Winzer. Gemeinsam mit der Ölmühle und Frau

Fahrion-Haas konnten wir mit diesem Öl und Wiesenkräutern

von unseren Bergwiesen feine Handcremes

und Fußbalsam in Premium-Qualität herstellen.


IN JUBILÄUMSAUSGABE

WAHRHEIT SCHÖN

Ausgabe 15

GENUSS-

VOLLES

FOTOGRAFIEREN

Rafael Yupanqui

Geschäftsführer

und Pfadfinder

Ausgabe 16

NEUES AUS

DER

WEINWELT

Vincenzo De Biase

Sommelier

und Radler

Für die Titelgeschichte trafen wir

Gerhard Volk in Durbach. Seine herzliche

Art war genauso beeindruckend

wie seine Professionalität. Er hatte

fürs Fotoshooting – die VERITAS-Bratwurst!

– schon alles vorbereitet und er,

Jigal Fichtner, Jule Stiefelhagen und

ich brachten unsere Ideen ein, bis

das Bild „knallte“. So eine Produktion

Schritt für Schritt zu erleben, ist für

mich immer wieder ein Genuss. Von

diesem Treffen gibt es auch ein schönes

Hinter-den-Kulissen-Foto mit meinem

Sohn Noah (damals 10-jährig), der uns

begleitet hat.

Wir leben in einer Region, in der Essen

und Trinken großgeschrieben werden,

da ist Wein natürlich ein großes Thema.

Meine Rolle ist es, Dinge aus der

Weinwelt zu berichten und Vermittler

zu sein zwischen den Winzern und

ihrer Philosophie sowie dem Gast,

der wissen will, was zu seinem Essen

passt. Ein bisschen neugierig machen

(probieren Sie!) möchte ich auch. Diese

Kolumne macht mir sehr viel Spaß.

16


Interview Hofübergabe

Der alte Lanz kann’s

Titelthema

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

DAS GEnUSSMAGAZIn

REBVEREDLUnG In BOTTEnAU

veritas-genuss.de

„Weinberatung“

Die Kolumne von

europa-Park-Sommelier

Vincenzo De Biase

Titelthema

Prickelnder Freistern

Leibspeise

DAS GENUSSMAGAZIN

EWIG JUNG – HOcHLANDRINDER

We i n t r i ff t i n s h e r z

„Mediterrane

Weine“

die Kolumne von

europa-Park-Sommelier

Vincenzo de Biase

veritas-genu s.de

Titelthema

Leibspeise

Schuhe, Männer,

Wechseljahre

DAS GENUSSMAGAZIN

Wein trifft ins Herz

Rotwein! Rotwein!

Rotwein!

die Kolumne von

europa-Park-Sommelier

Vincenzo de Biase

veritas-genu s.de

17 // 2016

18 // 2016

19 // 2016

Die Jungen

bringen’s

We i n t r i ff t i n s H e r z

oberkircher

Jungwinzer

Wissen

macht Wow!

Tock! Tock! Tock!

Barrique-eis

vom Ponyhof

dorfbrätsche

ALLES WÄCHST

WILD & JUNG

WEIN & GESCHMACK

ALLE FARBEN: SO SCHMECKT WEIN

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRcHER WINZER

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

Ausgabe 17

MEIN

LIEBLINGS-

PROJEKT

Jule Stiefelhagen

VERITAS-Grafikerin

und begeisterte Grillerin

Die VERITAS ist mein Lieblingsprojekt,

ich komme viel herum, treffe viele

Leute und lerne immer viel dazu. Für

die 17. Ausgabe haben wir uns ein

neues Layout vorgenommen. An diesem

arbeitete ich über längere Zeit.

Das Ziel war es, die VERITAS leichter,

luftiger und moderner zu gestalten.

Von dem Ergebnis bin ich begeistert

und stolz darauf. Auch inhaltlich war

die Nummer 17 eine besondere Ausgabe.

Die Titelgeschichte Rebveredelung

war sehr ambitioniert, weil wir ein

Jahr lang den Rebveredeler Ralf

Sester bei seiner Arbeit begleiteten.

Es ist schön, immer wieder

Neues kennenzulernen, und ich bin

jedes Mal erstaunt über neue interessante

Details. Am Ende hatte

ich über 400 Fotos zur Auswahl,

25 davon sind im Blatt zu sehen.

Die Leibspeise aus dieser Ausgabe,

der „Fritz Burger“, war eine ganz

besondere. Den habe ich auch gleich

ausprobiert :-).

Ausgabe 18

TITEL-

GESCHICHTE

GETESTET

Edda Mann

SAP-Projektteam und

Oberkircher-Winzer-Fan

In guter Erinnerung sind mir mehrere

Berichte geblieben, natürlich der

über den Besuch von Kellermeister

Martin Bäuerle in unserem AppHaus

in Heidelberg und die Leibspeise mit

dem Barrique-Eis. Ein paar Kollegen

wollten ein Stück geröstetes Barrique

kaufen, aber der Kellermeister hat

nur ganze Fässer im Angebot, wie er

mir sagte. Auch die Titelgeschichte

über die Geroldsauer Mühle fanden

wir super. Mein Mann und ich haben

sie gelesen und sind daraufhin nach

Baden-Baden gefahren und wanderten

zu den Wasserfällen, haben uns

die schottischen Rinder angeschaut,

sehr leckeren Kuchen in der Mühle

gegessen und auch das Weinangebot

der Oberkircher Winzer „geprüft“.

Das war ein superschöner Tag, der

Bericht über die Geroldsauer Mühle

hat nicht zu viel versprochen.

Ausgabe 19

EIN

GUTER

FREUND

Marco Köninger

Geschäftsführender

Vorstand Hex vom Dasenstein

und Musiker

Martin Bäuerle ist seit vielen Jahren

ein guter Freund, Bandkollege bei

unserer Musikformation „Die Parkettschmeichler“

sowie ein ehrlicher

und erfolgreicher Kellermeisterkollege!

Sein Ideenreichtum beeindruckt

mich schon immer und es verwundert

mich nicht, dass er solch geniale

Einfälle wie den Oberkircher Lichtraum

hat, in dem Geschmack und

Geruch der Weine verschieden wahrgenommen

werden können. Wahrlich

ein Genuss mit allen Sinnen!


MEILENSTEINE

Herz + Identität

Ein Leuchtturm in den Weinbergen: Die Oberkircher Winzer eilen von Erfolg zu Erfolg

Seit Herbst 2010 erscheint dreimal

jährlich das Kundenmagazin VERITAS

der Oberkircher Winzer das 2014 mit dem

Ortenauer Marketingpreis ausgezeichnet

wurde. Das war aber längst nicht der einzige

Gipfelsturm der Oberkircher Winzer.

Was sonst noch passierte, steht im

folgenden Text.

Eine der grundlegendsten Neuerungen war die Umbenennung

vom altbewährten Namen „Oberkircher Winzergenossenschaft“

zu „Oberkircher Winzer eG“. Das ist moderner

und treffender, sind doch die Winzer die tragenden

Säulen und treibenden Kräfte. Unter dieser Flagge

segelt das Schiff erfolgreich durch alle Wetter

(da sind Winzer ja besonders sensibel) und

erntet Goldmedaillen, Ehrenpreise und

mehr. „Jedes Jahr ist ein Highlight“, stellt

der erfahrene Kellermeister Martin Bäuerle

fest, der genauso ein Erfolgsgarant

ist wie Qualitätsmanager Frank Männle,

der 2012 sein

10-jähriges Jubiläum

feiern konnte. Dieses Amt

war in der badischen Weinszene

lange Zeit einmalig.

Bei den Machern

herrscht Kontinuität,

einziger Wechsel war

2014 die Stabübergabe

vom allseits

geschätzten Vor-

standschef Martin Graf, der nach

24 Jahren (!) im Amt von Franz Männle

abgelöst wurde.

Manche Jahrgänge wie der 2016er (zu

nass) und der 2015er (zu trocken) strapazierten

dann doch etwas die Nerven, aber alle arbeiten

daran, dass es gut wird. Mit einem kniffligen Jahrgang

aber hat Martin Bäuerle etwas Besonderes

geschaffen, und zwar, „dass ein zehn Jahre

alter Wein“, gemeint ist der 2003er Spätburgunder,

„doch was sein kann“, wie er es in gewohnt

bescheidener Art sagt. Zu den anderen

bemerkenswerten Tropfen zählt ein Oberkircher

Riesling für

Papst Benedikts Besuch

2011 in Freiburg,

der Oberkircher

„Vinum Nobile“, der

2014 als bester Chardonnay

Deutschlands

bei Mundus Vini ausgezeichnet

wurde, der

offizielle „Berlinalewein“

18


= Erfolg

oder auch der Rosé OK 51, der 2015 auf der Badischen

Weinmesse in Offenburg der beliebteste Besucherwein

war. (Diese Aufzählung ist definitiv unvollständig.)

Im gleichen Jahr, in dem Martin Bäuerle den 2003er aus

dem Hut zauberte, gelang noch etwas anderes, was man

nur als wegweisend bezeichnen kann, schließlich wurde

das viel gescholtene „Kirchturmdenken“ überwunden.

Die Oberkircher Winzer und der Winzerkeller Hex

vom Dasenstein haben es gewagt und kooperieren beim

Verkauf (Ortenauer Weinhaus GmbH), zudem lassen die

Kappelrodecker in Oberkirch abfüllen. Obwohl die beiden

Genossenschaften zusammenarbeiten, wird an der

Identität nicht gerüttelt. Für diesen cleveren Schachzug

gab es den Innovationspreis LUI – Landwirtschaftspreis

für unternehmerische Innovationen. Oberkircher und

Hex haben ein Leuchtturmprojekt der badischen Weinwirtschaft

geschaffen, so wurde gelobt. „Wir haben beide

so viel Herz und Identität, es wäre doch unsinnig, darauf

zu verzichten“, sagte der Hex-Chef Marco Köninger der

Acher-Rench-Zeitung. Der Erfolge nicht genug, in diesem

Jahr wurde ein Oberkircher, Michael Zink, bester Weinküfer

beim Bundeswettbewerb.

Dass Synergieeffekte, Gemeinsinn, Zukunftsglaube und

Innovationen (Sekt Eisstern, Schraubverschluss, alkoholfreier

Traubensaft-Secco „Freistern“ etc.) zum Erfolg aller

beitragen, ist nur logisch und auch in Zahlen messbar.

„Der Umsatz entwickelte sich von rund 10,5 Millionen

auf über 12 Millionen Euro“, bilanziert der geschäftsführende

Vorstand Markus Ell, auch einer der Antreiber.

Geführte Weinwanderungen, das Fest der Sinne und die

Entdeckung der Rebhiesli für einen kulinarischen Streifzug

durch die Reben sind weitere kleine Mosaiksteine im

großen Bild. Ein weiterer Meilenstein war die Entscheidung

für den Weinkeller mit Fasslager und Showroom,

der dieses Frühjahr eingeweiht wird. „Das sind Werte für

die Zukunft“, sagt es programmatisch Markus Ell. Davon

bald mehr.

19


LEIBSPEISE

20

Text: Pascal Cames Foto: Jigal Fichtner


Ende gut, alles gut

HOTEL-RESTAURANT ERBPRINZ: JASMINA UND RALPH KNEBEL

HABEN LUST AUF SÜSSES

Die Legende. Das Restaurant. Der Erbprinz. Wer sich mit

Deutschlands kulinarischer Vergangenheit beschäftigt,

kommt um das Ettlinger Gasthaus nicht herum. In den 1950er-

Jahren war es das erste deutsche Restaurant mit einem

Michelin-Stern, in den 1970er-Jahren das erste mit zwei

Michelin-Sternen. Wer in so einem Sterne-Tempel als Küchenchef

anfängt, muss wohl weiche Knie bekommen, sollte

man annehmen. Nicht so bei Ralph Knebel (Jahrgang 1973),

der strahlt Selbstbewusstsein hoch drei aus. „Das höchste

Ziel ist gerade gut genug für mich“, bekennt er. „Ich bin nie

zufrieden, das würde ja Stillstand bedeuten.“ In diesem Haus

mit seinen vielen Stuben, den feinen Hölzern, der ausgewählten

Kunst und dem außergewöhnlichen Interieur mit

Majolika, geschnitzten Säulen und Art déco ist einer wie

er am richtigen Platz.

Bei Ralph Knebel fällt zunächst der Zungenschlag auf. Da

klingt warmer Schmelz mit, ist aber kein Österreichisch,

sondern Bayerisch. Aus Regensburg kommt er, berichtet er,

seine Mutter hatte es in der Küche drauf. Er schwärmt von

ihren Maultaschen und Rindsrouladen. Als seine Mutter, eine

Kommissarin, außer der Reihe zum Einsatz musste, kochte

der Vater, aber halt längst nicht so gut. Also ging der damals

Neunjährige in die Küche und kam nicht mehr heraus, sieht

man mal von einem Intermezzo-BWL-Studium ab.

Rüstzeug, Produktwissen und die Philosophie von einer ehrlichen

und leichten Küche bekam er bei Alfred Friedrich im

legendären Marcobrunn, wo man seiner Zeit voraus kochte.

Es ging um das Produkt und nicht um „effekthaschende

Schäumchen“, um Entdeckungen, nicht nur global, sondern

regional. Seine saisonale Küche lebt auch von den kleinen

Produkten, wie zum Beispiel Rhabarber oder Mispeln, auch

die inspirieren.

Sein Steckenpferd sind Süßspeisen. „Bevor ich in ein Wurstbrot

beiße, verspeise ich ein Stück Kuchen“, lacht er. Auch

in dieser Hinsicht ist er ein glücklicher Mann, denn seine

Ehefrau Jasmina Knebel ist Chefpatissière im Erbprinzen.

„Uns gibt es nur als Team!“ Die Leibspeise ist natürlich vom

Feinsten, der Zitronenflan lässt sich ohne Formverlust karamellisieren.

Probiert man diesen süßen Traum, weiß man

sofort, was er mit „leicht und ehrlich“ meint. Die Zitrone ist

klarer Matchwinner, aber auch die anderen Aromen spielen

ihr Spielchen am Gaumen. „Gelernte Köche sind die besseren

Patissiers“, weiß er, denn „Köche lernen Geschmack!“ Und

noch etwas verrät er: „Der letzte Gang ist der wichtigste!“

Klingt logisch, wird nur leider immer wieder vergessen. Zum

Glück gibt es Rezepte wie diese und seit 2016 auch ein Café

im Erbprinzen. Das war immer ein Traum von Ralph und

Jasmina Knebel.

HOTEL-RESTAURANT ERBPRINZ

Rheinstraße 1 | 76275 Ettlingen

Tel.: 0 72 43 / 32 20 | www.erbprinz.de

Karamellisierter

Limonenflan

// mit exotischen Früchten

ZUBEREITUNG (4 PERSONEN)

80 g Limettensaft, 100 g Crème fraîche,

Limettenzesten zusammen aufkochen.

3 Eigelb und 20 g Zucker dazugeben und

nochmals ganz kurz aufkochen.

1,5 Blatt Gelatine einweichen, auflösen und

unter die Masse heben. Die Masse abkühlen,

bis sie dickflüssig wird.

3 Eiweiß mit 80 g Zucker steif schlagen und

vorsichtig unter die Masse heben.

Die Masse in Ringe abfüllen und mindestens

3 bis 4 Stunden kalt stellen.

Vor dem Servieren auf Wunsch Puderzucker

aufstreuen und mit einem kleinen Brenner

karamellisieren.

Exotische Früchte wie z. B. Mango oder Papaya

nach Vorliebe in feine Würfel schneiden und dazu

servieren.

WEINEMPFEHLUNG: Oberkircher Winzer,

Collection Oberkirch, Scheurebe, Auslese lieblich

21


FREIZEIT

Frisches Brot!

Was für ein Duft!

Aus Tradition, mit Leidenschaft: Ulrika Müller backt ihr eigenes Brot

22


Mit einem sanften Schwung fällt der Schwarzwald

hier ins Tal ab. Alte Obstbäume sind

über die Bergwiesen verstreut, eine Straße

windet sich den Buckel hoch. Aus einzelnen

Gehöften steigt Rauch aus den Kaminen. Dass in dieser

uralten Kulturlandschaft Brot gebacken wird, möchte man

meinen, ist aber auch wieder nicht so selbstverständlich in

einer Zeit, in der man alles hat. Alles außer Zeit.

„Früher haben das fast alle gemacht“, erklärt Landwirtin

Ulrika Müller an der Teigwanne. Ulrika Müller greift sich einen

zähen, elastischen Teigling heraus und legt ihn auf die

elektronische Waage. Um die 1,4 Kilo soll der Laib Brot haben.

Dann kappt sie ein Stück davon ab, noch eines, bis das

Gewicht stimmt. Jetzt kneten. „Immer von außen nach innen“,

kommentiert sie ihr Tun. Dann dreht sie den Teig um,

fertig. Die Oberfläche muss glatt sein, sagt sie.

Brot hat auf dem 260 Jahre alten Karleshof in Lautenbach

eine lange Tradition. Früher nutzte man eine Art Backhiesli,

heute ist es ein Schamottofen, mit dem sich auf zwei

Ebenen backen lässt.

„Die Maschinen weglassen und mit der Hand den Teig

machen, bis man ein Gefühl in den Fingern bekommt“,

lautet ihr Erfolgsrezept. Einen Brotteig könne man gar nicht

zu viel kneten, weiß sie. Wenn irgendwann der Teig nicht

mehr an den Fingern klebe, sei er gut. Sie ist überzeugt:

„Jeder kann Brot backen!“

Jetzt liegen 21 Laib auf den beiden Brettern in ihrer Backstube.

Mit einem Messer ritzt sie die Oberflächen der Brote

auf, damit die in der Hitze entstehenden Gase entweichen

können. Ohne diese Öffnungen würden die Laibe unkontrolliert

aufplatzen. Jetzt muss der Papa helfen. Franz Müller

greift sich den Brotschieber und gemeinsam schieben sie

die Brote in den Ofen. Eins nach dem anderen verschwindet

im Ofen. Nach einer Stunde ist es dann so weit und das

gleiche Spiel beginnt von vorn. Statt der Teiglinge liegen

jetzt frische Brote auf den Brettern. „Das find’ ich schön,

da bin ich zufrieden, frisches Brot, Duft!“, jubelt Ulrika

Müller beim Anblick der fein gebräunten Laibe. Auch der

Papa lächelt selig. Für Ulrika Müller ist Brot das wichtigste

Lebensmittel. „Brot, Wein, vielleicht noch ein bisschen

Ungefähr alle zehn Tage geht Ulrika Müller in die Backstube,

nämlich dann, wenn das Brot aus ist. Sie backt nur

für ihre Familie, ein paar Verwandte und Freunde. Für ihren

Backtag muss sie früh aufstehen, ab halb sechs feuert

sie mit Reisig, Spänen und Nadelholz den Ofen an.

Am Abend vorher hat sie mit Mehl, Wasser und Hefe den

Teig angesetzt, den sie jetzt fertig macht. „Brot braucht

Zeit, wenn man hudelt*, wird es nichts.“ Außerdem muss

Brot Handarbeit sein, dann schmeckt es auch besser.

Käse“, mehr braucht sie nicht. Wein gehört auch dazu.

Als Kind lernte sie jeden Herbst die Arbeit in den Reben

lieben und schätzen, heute gehört sie zum Weinprobenteam

der Oberkircher Winzer. Bei den Weinproben gibt es

immer gutes Bauernbrot. „Brot und Wein, das steht schon

in der Bibel.“ Auf Ulrika Müllers Ofen steht: Unser täglich

Brot gib uns heute.

* hudeln ist badisch und bedeutet

übereilt/ gehetzt und nicht sorgfältig

23


20 GUTE GRÜNDE

„Wein auf Bier ...“ oder

warum sich immer ein

Grund für Wein findet

2

1

3

4

Weil die 2016er Weine einen daran erinnern, dass es sich

zu kämpfen lohnt. Mit enormem Aufwand haben wir unsere

Ernte in einem sehr schwierigen Sommer gesichert und tolle

Trauben geerntet.

Weil die jetzt auf den Markt kommenden 2015er

Spätburgunder einfach tolle Weine sind. 2015

war ein fantastischer Rotweinjahrgang.

Weil 2014er Rieslinge

mit ihrer knackigen

Säure jetzt erst richtig

Spaß machen.

Weil der SC Freiburg hoffentlich

weiter gewinnt – und wenn nicht,

wäre das auch ein Grund für ein

Glas Wein.

5

20

Weil Trump und Brexit

sonst gar nicht zu ertragen

sind.

6

gute Gründe, 2017

Wein zu trinken

VOM MASTER OF WINE

JÜRGEN VON DER MARK

Weil Kenner

badische Weine

trinken.

7

Weil ein leckerer

Fisch nach einem

eleganten Riesling verlangt,

ein Wildgulasch

nach einem Cabernet

Sauvignon und Spargel

nach einem Weißburgunder.

24


8

Weil ein guter Kochwein

noch viel mehr Lust aufs

Kochen macht.

12

Weil

2017

10

9

Weil ein leckerer Pinot Winzersekt

jede Gelegenheit zu einem besonderen

Moment macht.

Weil ein heißer Glühwein bei Minustemperaturen

genau das einzig Richtige ist.

meine Frau auch einmal

zurückfahren kann.

man im Urlaub auch mal

etwas anderes als badischen

14Weil

Wein genießen darf.

11

Weil Hugo ohne Wein

ziemlich blass aussieht.

13

Weil

Der gebürtige Rheinländer

Jürgen von der Mark kam der

Liebe wegen ins Badische und

hat heute ein kleines Weingut

am Tuniberg.

Sein Steckenpferd ist der

Spätburgunder. Der Önologe

und Master of Wine arbeitet

auch mit der Oberkircher

Winzer eG zusammen.

Zur 20. Ausgabe der VERITAS

gibt es von ihm 20 gute

Gründe, 2017 Wein zu trinken.

man dank Drehverschluss weder

Schweizer Taschenmesser noch Korkenzieher

braucht, um auf einer Wanderung Wein zum

Vesper zu trinken.

nur Bier auf Dauer ziemlich

langweilig wäre. Heißt es

17Weil

nicht „Wein auf Bier ...“ ?

sich immer ein Grund

zum Anstoßen findet.

15Weil

man erst recht einen Schluck braucht,

wenn das nicht mehr gilt.

16Weil

19

Weil

unsere Nachbarländer

langsam den Sinn für gute badische

Weine 18Weil

entwickeln.

es auch 2018 bestimmt

wieder 20 gute Gründe zum Weingenießen

gibt, zum Beispiel der

Jahrgang 2017.

20

Weil

im Wein die Wahrheit liegt.

25


WEIN-ABC

WIE KOMMT DIE

FARBE IN DEN

WEIN

WEIN-ABC von:

Frank Männle

Qualitätsmanager

Weinbau

Oberkircher Winzer

Schon bei den offiziellen Namen

der Rebsorten geht es bunt zu,

man denke nur an Grauburgunder,

Grünen Veltliner und Blauen

Spätburgunder. Was sie alle

gemeinsam haben: Die im Namen genannte Farbe

sitzt selten in der Beerenschale. Aus Sorten

mit blauer oder fast schwarzer (Pinot noir) Haut

werden Rotweine, aus allen anderen Sorten

Weißweine. Wie kommt die Farbe in

den Wein?

Beim Weißwein sind die Farbnuancen

nicht nur von der Rebsorte

abhängig, sondern auch von Ausbau

und Alter. Junge, leichte Weine

sind oft hell und schimmern grünlich

oder silbern, während gereifte und kräftige

Weißweine von einem intensiven Gelb sind.

Vor allem Süßweine, bei denen der Edelpilz

Botrytis cinerea im Spiel war, zeigen sich intensiv hochfarbig.

Grauburgunder, Chardonnay und andere kräftige Tropfen werden

durch den Kontakt mit Luft (Holzfasslagerung) farbintensiver.

Beim Rotwein kommt die Farbe auf unterschiedliche Art und

Weise in den Wein. Beim Dornfelder beispielsweise sitzt sie

schon im Fruchtfleisch und geht beim Pressen in den Saft über.

Anders beim Spätburgunder: Da sich beim Pinot noir die Farbstoffe

(Anthocyane) ausschließlich in der Beerenschale befinden,

bekommt man bei einer schnellen und schonenden Pressung

einen „Blanc de noir“ (Weißer vom Schwarzen) genannten Weißwein,

manchmal mit einem leichten Stich ins Rötliche.

Um dann aus Spätburgunder Rotwein zu machen, gibt es zwei

Methoden. Bei der „Maischegärung“ belässt man die Haut während

der alkoholischen Vergärung einige Tage oder wenige

Wochen im Saft. Der Alkohol löst die Farbe aus der Haut,

dazu Tannine (Gerbstoffe), die den Wein stabil und

lagerfähig machen. Nachteil: zu viele Gerbstoffe

wirken im Gaumen ziehend bis trocknend und

machen den Wein herb. Es ist die Kunst des Kellermeisters,

den jeweiligen Trauben das richtige Maß an

Gärdauer zu belassen. Je nach Rebsorte und Jahrgang

ist das sehr unterschiedlich.

Bei der zweiten Methode, dem thermischen

Verfahren, wird die Maische für einige

Zeit auf 70 oder 80 Grad erhitzt,

um die Farbstoffe aus der Haut zu

lösen. Danach gärt der Saft wie ein

Weißwein ohne Beerenschalen.

Dabei entstehen fruchtige Aromen.

Da sich allerdings weniger Tannine

lösen, fehlt dem Rotwein etwas am typischen

Tanningerüst. Das ergibt rasch zugängliche,

aber auch schnelllebige Weine, wie man sie von

Literflaschen oft kennt. Der oft geringeren Farbtiefe

dieser einfachen Rotweine begegnen die meisten Winzer

mit dem Anbau kleiner Flächen von sogenannten Farbtrauben.

Diese haben viele Farbpigmente schon in ihrem Saft, ein bis zwei

Prozent als Zugabe reichen, um den eigentlichen Rotwein zu

„decken“.

Bei Rosé und Weißherbst liegt der Fall ganz anders. Beim Weißherbst

sorgt die Edelfäule Botrytis für die Bernsteinfarbe.

Beim Rosé aus der Spätburgunder-Traube werden nur Trauben

ohne Botrytis verwendet, dadurch wird er gern pink oder

lachsfarben. Ein weiterer Faktor, der alle Weine betrifft, ist die

Alterung. Schimmert ein Rotwein orange oder gar braun, hat er

seinen Zenit erreicht – bei einfachen Gewächsen sogar schon

hinter sich.

26


In Wahrheit schön

DIE WEINKOLUMNE

MIT VINCENZO DE BIASE

Wein

Lesen

W EIN TRIFFT INS HERZ

E ST 1973

Der perfekte

Weinkeller

seit meiner Kindheit kenne ich Weinkeller. Mein Opa

hatte einen richtigen mit Naturboden, da lag Heu, altes

Holz und auf dem Boden war Sand ausgestreut, da

kann auch mal eine Flasche runterfallen. Heute haben

die meisten Keller leider keinen Naturboden mehr. Ein

Lehmboden ist gut, der sorgt für Feuchtigkeit und kühle

Temperaturen. Für einen Weinkeller sind 16 bis höchstens

18 Grad ideal, wichtig ist auch eine Luftfeuchtigkeit

von mindestens 75 Prozent. Dunkel muss es im Weinkeller

sein, das ist ganz wichtig, denn Licht lässt den Wein

vor der Zeit altern.

Als Sommelier betreue ich im Europa-Park einen sehr

großen Weinkeller und zu Hause einen kleinen, meine

Weinwelt. Für beides braucht man Logistik, damit die

Weine rechtzeitig getrunken und nicht alt und schlecht

werden. Ich sage immer, einen Wein muss man pflegen.

Große Weine stammen von großen Lagen und müssen

darum gut gelagert werden. Viele Rotweine haben ein

enormes Lagerpotenzial, eine Cuvée aus Bordeaux kann

sogar 30, 40 Jahre alt werden. Auch manche Weißweine

brauchen Jahre, aber keine Jahrzehnte Zeit, um zum

Höhepunkt zu reifen. Wenn ein Grauburgunder im Barrique

ausgebaut wurde, hat er ein noch größeres Lagerpotenzial.

Es wäre also schade, wenn man solche Weine

zu früh trinkt. Wein braucht Zeit, nicht nur im Weinberg

und im Tank oder Fass, sondern auch im Weinkeller.

Die Entwicklung eines Weines ist ein langer Prozess, der

in der Flasche noch andauert. Tannine, Säure und Alkohol

spielen eine Rolle bei der Entwicklung des Weins.

Eine Flasche muss im Weinkeller liegen, nur so wird

der Korken von Flüssigkeit benetzt und trocknet nicht

aus. Wenn man kein Regal hat, dann kann man auch die

Kartons waagerecht hinstellen, dann liegen die Flaschen

auch. Jeder Karton und auch einzelne Flaschen werden

von mir beschriftet, damit ich weiß, woher sie stammen

und wie alt sie sind.

Wenn ich viel Zeit habe, dann gehe ich in den Weinkeller

und schaue mir die Flaschen an. Ich puste den

Staub weg und lese das Etikett. Es ist dann so, als

könnten die Weine zu mir sprechen. Sie erzählen mir

von Winzern, Weinbergen und vom Wetter. Ich erinnere

mich dann daran, was mir Winzer oder Weinhändler

über den Wein erzählt haben. Gerade die Winzer kennen

ihre Weine am besten und wissen über das Lagerpotenzial

genau Bescheid. Hin und wieder muss man auch einen

Wein probieren, um zu wissen, wie er sich entwickelt.

Das macht man alle paar Jahre. Das ist natürlich nur

dann sinnvoll, wenn man von einem Wein viele Flaschen

hat. Weil der 2015er ein wunderschöner Jahrgang über

alles ist, bietet er sich an, einen Weinkeller langsam

aufzubauen. Wichtig ist, dass man Weine für jeden Tag

hat, fürs Essen und für einfach so und für besondere

Anlässe, zum Beispiel wenn Gäste kommen.

Wenn man keinen Weinkeller hat oder wenn es im Keller

zu warm ist, dann rate ich zu einem Weinkühlschrank.

Dann ist der Weinkeller zwar etwas kleiner, aber man

kann seine Weine richtig und gut lagern, damit sie bei

Gelegenheit auch richtig gut schmecken.

Herzlichst

Ihr

VERITAS-Kolumnist Vincenzo De Biase stammt

aus der Basilicata in Süditalien und lebt und liebt

Wein. „Würde ich noch mal auf die Welt kommen,

würde ich es wieder machen“, sagt er über

seinen Beruf als Sommelier im Europa-Park.

27


WEINBEKENNTNISSE

»... Wein Kultur und Lebensfreude pur ist.«

Nichts als Wahrheiten. VERITAS-Leser erzählen, was ihnen zum Wein schmeckt, und andere Bekenntnisse.

Name: Monika Wurth // Alter: 51 //

Leibspeise: Badischer Sauerbraten

(Rinderzunge) mit breiten Nudeln //

Wohnort: Nußbach // Beruf: Postbeamtin

und Weinguide // Wenn ich

ein Glas zu viel getrunken habe:

Fange ich an zu singen und zu

tanzen.

Ich trinke Wein, weil ...

Wein Kultur und Lebensfreude pur ist.

Name: Irene Ziegler // Alter: 49 // Leibspeise:

Antipasti // Wohnort: Oberkirch-Tiergarten //

Beruf: Sekretärin, Oberkircher Winzer eG //

Wenn ich ein Glas zu viel getrunken habe:

War es ein kurzweiliger Abend unter Freunden.

Ich trinke Wein, weil ...

sich damit ein perfekter

Tag gelungen abrunden

lässt!

Name: Diana Spitzmüller //

Alter: 39 // Leibspeise: Kaiserschmarrn

// Wohnort: Oberkirch-

Ödsbach // Beruf: Verwaltungsfachangestellte//

Wenn ich ein

Glas zu viel getrunken habe:

Wird’s lustig.

Ich trinke Wein, weil ... er mir schmeckt,

das Leben bereichert und noch schöner

macht.

Name: Sabrina Hartmann // Alter: 26 //

Leibspeise: Lasagne mit Salat // Wohnort:

Offenburg // Beruf: Social-Media-Managerin

// Wenn ich ein Glas zu viel getrunken

habe: Dann war es ein sehr schöner und

vor allem lustiger Abend gewesen.

Ich trinke Wein, weil ...

er mir schmeckt und Wein

einfach der ideale Begleiter

in netter Gesellschaft ist.

28


Viel Glück!

TRINKEN & GEWINNEN

Gutschein für 2 Personen zum Menüabend am 28. Juli 2017

mit einem 5-Gang-Menü mit je 2 korrespondierenden Weinen

Gewinnen Sie einen Gutschein für 2 Personen zum Menüabend

am 28. Juli 2017, mit einem 5-Gang-Menü mit je 2 korrespondierenden

Weinen im Hotel–Restaurant Jägersteig.

FRAGE:

„Auszeichnung AWC?“

Wie heißt der Wein der Oberkircher Winzer,

der von der Austrian Wine Competition AWC

ausgezeichnet wurde?

MITMACHEN BIS

31. 5. 2017

Zu gewinnen gibt es einen Gutschein für 2 Personen zum Menüabend am 28. Juli 2017, mit einem 5-Gang-Menü

mit je 2 korrespondierenden Weinen im Hotel–Restaurant Jägersteig.

Und so geht’s: Einfach die Antwort auf unserer Facebook-Pinnwand (www.facebook.com/oberkircherwinzereG)

posten oder eine E-Mail an info@oberkircher-winzer.de senden.

Alternativ können Sie uns die Lösung auch auf einer Postkarte an folgende Adresse senden: Oberkircher Winzer eG, Renchener Straße 42, 77704 Oberkirch. Nur ausreichend

frankierte Einsendungen mit vollständiger Absenderadresse nehmen an der Verlosung teil. Einsendeschluss ist der 31.5. 2017. Teilnehmen kann jeder mit Ausnahme der Mitarbeiter

der beteiligten Unternehmen und deren Angehörigen. Eine Barauszahlung des Gewinnes und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt.

Gewinner des letzten Gewinnspiels: Adolf Kremer, Remseck

SCHÖN

„Ein Wein ist

teuer, wenn er

nicht schmeckt.“

Hélène Darroze, Köchin

WELTWEIT WEIN

Die Römer hielten die Gallier für

Barbaren, weil die ihren Wein pur

tranken und nicht mit Gewürzen

oder Meerwasser verschnitten.

(Quelle: Cité du Vin, Bordeaux)

GESAGT

29


TERMINE & KALENDER

TERMINE

THEMA DATUM ORT

Weinmesse

in Düsseldorf

11.– 12. März 2017 Rheinterrasse Düsseldorf

Weinmesse

in Duisburg

1.– 2. April 2017

Landschaftspark

Duisburg-Nord

Weinmesse

in Köln

Rebhäusle

Weinwanderung

1.– 2. April 2017 Gürzenich Köln

29. April 2017 Oberkircher Winzer eG

FEST DER SINNE

So geht feiern! Wenn im Juni die

Oberkircher Winzer zum traditionellen

„Fest der Sinne“ einladen, dann öffnen

sie auch Tür und Tor für Genuss. Zu den

vielen kulinarischen Köstlichkeiten gibt es

noch über 50 Weine zu entdecken. Dieses

Fest wird ein besonderes, so viel ist sicher,

schließlich sind der neue Showroom und

das neue Fasslager erstmals Teil des Festes.

Darauf einen Tusch! Musik gibt’s natürlich

auch.

Rebhäusle

Weinwanderung

Rebhäusle

Weinwanderung

Oberkircher

Comedy-Night

mit Harry G

13. Mai 2017 Oberkircher Winzer eG

21. Mai 2017 Oberkircher Winzer eG

25. Mai 2017 Oberkircher Winzer eG

Fest der Sinne 4. Juni 2017 Oberkircher Winzer eG

Nähere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten Sie auf

unserer Website unter: www.oberkircher-winzer.de

KALENDER 2017

MUSIK & KUNST DATUM ORT

Annett Louisan

Montag,

13. März 2017

Konzerthaus, Freiburg

© Matthew Becker

Wallis Bird – „Home“-Tour

ORSO meets Matrix

Donnerstag,

20. April 2017

Sonntag,

30. April 2017

Jazzhaus, Freiburg

Konzerthaus, Freiburg

BRYAN FERRY

Das musikalische Leben des

Bryan Ferry ist von Abwechslung

geprägt. Anfangs setzte er mit

Roxy Music Maßstäbe in der Popmusik,

später sang er Evergreens,

Bob Dylan und eigene Songs, die

zeitlos elegant waren. Sein aktuelles

Album heißt „Avonmore“.

Don’t stop the dance!

Tim Bendzko –

„Immer noch Mensch“-Tour

Nouvelle Vague

Bryan Ferry

Freitag,

12. Mai 2017

Mittwoch,

17. Mai 2017

Mittwoch,

24. Mai 2017

Rothaus Arena, Freiburg

La Laiterie, Straßburg

Festspielhaus

Baden-Baden

30


UNTERHALTUNG

Humor

1

2 3

Rätsel

2

1. Bauchige Weinkaraffe

2. Wie heißt die Weißwein-Rebsorte

Pinot grigio auch?

3. Natürliche Umgebung der Rebe

wie Boden und Klima

4. Wissenschaft von Wein und

Weinbaukunde

5

5

8

6

3

7

4

5. Weinverkostung

6. Was versteht man unter Rioja?

7. Maßeinheit für das Mostgewicht

8. Empfinden nach dem Schlucken

8

4

9. Süßwein, der aus gefrorenen Trauben

gekeltert wird

10. Zweite Traubenernte

9

6

1

7

Lösung

10

10

9

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Die Lösung finden Sie ab dem 21. 5. 2017 auf unserer

Facebook-Seite oder unter: www.oberkircher-winzer.de

31


Für Höhenverliebte:

Himmelssteig

Eröffnung:

29.04.2017

Beginn:

10.00 Uhr

Parkplatz beim

Freibad

Bad Peterstal

Info:

Touristinfo Bad Peterstal

Tel. 07806 91000

Wandern auf dem Himmelssteig

ER WECKT DIE ABENTEUERLUST – FÜR DEN PREMIUMWANDERWEG HIMMELSSTEIG SOLLTE MAN SCHON ETWAS KONDITION MIT-

BRINGEN. DER NEUE GENIESSERPFAD, DER TEIL DER SCHWARZWÄLDER WANDERTRILOGIE IST, FÜHRT SO MANCHES WEGSTÜCK

AUF URIGEN PFADEN BERGAUF UND BERGAB DURCH DEN SCHWARZWALD.

Gleich zu Beginn ist ein drei Kilometer langer Anstieg

zu bewältigen. Rund 200 Höhenmeter geht‘s

hinauf durch Wälder, mal licht, mal märchenhaft

dicht. Ab und zu säumen den Wegesrand üppige

Farne, Waldsträucher und Beeren. Wer schnell aus der Puste

kommt, freut sich über die erste „Himmelsliege” – ideal

zum Kräftesammeln. Weiter geht‘s den Berg hinauf. Die Anstrengung

wird mit einem weiten Ausblick gen Westen auf die

Berge und Täler des Renchtales belohnt. Zeit für eine Pause.

Eine 22,5 m lange Weißtannenbank lädt zum Verweilen ein.

Gemütlich ist die zweite Etappe, Ziel ist der Holchenwasserfall

auf 572 Metern. Auf Wurzelpfade folgen Wiesenwege – Schwarzwald-Idylle

pur. Rauschen kündigt den Holchenwasserfall an.

Mitten im Wald fällt er acht Meter tief. Im Bach stehen gegen

einen freiwilligen Obolus Getränke bereit. Die halbe Wegstrecke

des Himmelssteigs ist geschafft. Der Aufstieg zum Himmelsfelsen

hat es in sich. Etwas mehr als ein Kilometer und

100 Höhenmeter sind zu stemmen. Abgefedert wird das durch

die wunderbar weichen Waldpfade, die im Zickzack durch den

lichten Bergwald führen. Die nächste „Himmelsliege”, Rastbänke

und ein Talblick vom Feinsten lassen die Anstrengung

schnell vergessen. Ab hier ändert der Weg nun immer öfter seinen

Charakter. Abwechslungsreich sind die Waldpfade durch

die Buchen-Tannenwälder, lauschig die Wiesenwege und ein

weiterer Getränkebrunnen mit Himmelsliege lädt zu einer letzten

Rast ein. Nach fünf Kilometern kommen die Häuser von

Bad Peterstal

wieder in Sicht.

Knapp 11 Kilometer

Genießerpfad

und einige hundert

Höhenmeter

sind geschafft.

INFORMATION

Kur und Tourismus GmbH,

Wilhelmstraße 2

77740 Bad Peterstal-Griesbach

Telefon 07806 - 91000

info@bad-peterstal-griesbach.info

www.schwarzwälder-wandertrilogie.de

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