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gangart 08

Wanderregion Dachstein

Wanderregion Dachstein West Spiel, Spaß und Spannung Ganz einfach und bequem bringt Sie die Hornbahn Rußbach in das 1.450 m hoch gelegene Almgebiet. Dort gibt es neben romantischen Wanderungen und einem unglaublichen Panorama auch jede Menge Spaß. Sie erwarten lustige Spiel- und Lernstationen in Brunos Bergwelt in Russbach und wunderschöne Wanderungen in Annaberg. Das majestätische Panorama des Dachsteins ist ein ständiger Begleiter. Abenteuer mit Bruno Bär In Brunos Bergwelt toben sich Kinder und Junggebliebene im Schaukelwald, am Kletterturm und auf der Riesenrutsche aus, suchen im Fossilien-Sandkasten versteinerte Schätze und erforschen im Alpenblumengarten Brunos alpine Pflanzenarten. Beim Blick durch das geologische Panorama ist die umliegende Bergwelt zum Greifen nah. Bei Brunos Stempelrallye kann man sein Wissen und Können unter Beweis stellen. Mit vollständig ausgefülltem Stempelpass gibt es eine bärige Trophäe. Almerlebnis in Russbach – Dachstein West Am Hornspitz angekommen starten neben Brunos Bergwelt auch vielseitige Wanderwege. Ob gemütliche Spaziergänger, Familien mit Kinderwagen, Hüttenliebhaber oder Senioren: es ist für Jeden etwas dabei. Das wunderbare Bergpanorama mit dem majestätischen Dachstein ist dabei ein ständiger Wegbegleiter. Wer es lieber gemütlich mag, erkundet mit dem knallgelben Bummelzug Ameisenexpress das Almgebiet oder genießt Kaffee und Kuchen auf der sonnigen Panoramaterrasse Gipfeltreff. Wanderspaß in Annaberg – Dachstein West Wer sich nach romantischen Almhütten und unzähligen Gipfeln sehnt, der ist hier genau richtig. In wenigen Minuten geht es mit der 8er Donnerkogelbahn Annaberg auf 1.475m Seehöhe ins Wanderparadies Annaberg – Dachstein West. Der Austriaweg bietet die Möglichkeit den gesamten Gosaukamm zu umrunden und auch der Weitwanderweg SalzAlpenSteig führt durch das Almgebiet. BETRIEBSZEITEN Hornbahn Russbach, Brunos Bergwelt und Bummelzug Ameisenexpress 13.06. - 08.07.2017 DI, MI, SA 09.07. - 26.08.2017 DI, MI, DO, FR, SA 27.08. - 30.09.2017 DI, MI, SA von 09:00 bis 12:00 Uhr & 13:00 Uhr bis 16:30 Uhr Die Fahrzeiten des Bummelzuges Ameisenexpress sind der Hornbahn Russbach angepasst. Bei Regen am Morgen kein Betrieb. Donnerkogelbahn Annaberg 26.05. - 16.06.2017 FR 17.06. - 30.06.2017 MI, FR 01.07. - 01.09.2017 MO, MI, FR 02.09. - 29.09.2017 MI, FR 09:00 – 12:00 und 13:00 – 16:30 Uhr. Bei Regen am Morgen kein Betrieb. Bergbahnen Dachstein West | Schattau 90 - 5442 Russbach Tel: +43 6242 440 | E-Mail: russbach@dachsteinwest.at www.dachstein.at | www.dachsteinwest.at | f: dachsteinwest bezahlte Anzeige

wieder irgendwo steht, wo es nicht stehen sollte, eben nicht darum geht, alles fallen zu lassen und loszustürmen, um dem skandalösen Schaffehlverhalten ein Ende zu setzen, sondern eher darum, den Anrufer oder die Anruferin ernst zu nehmen und beizeiten dort nach dem Rechten zu sehen. „Beizeiten“ eben, wenn es passt. Denn meistens erledigen sich die Dinge von selbst. Auch das hat Helga gelernt – die Perfektionistin, die, als sie 2013 hier heroben begann, am liebsten jedes Schaf einzeln mit einer Fußfessel versehen hätte, um nur ja alles im Griff zu haben. Eine Saison sollte es werden – auf der Alm unter dem Gerzkopf. Vier sind es geworden für die Schäferin. Und ein Zuhause – wie damals zwischen den Tieren am Bergbauernhof. Nur einsamer manchmal, wenn der Nebel tagelang über der Gsengplatte hängt und der Regen sich einnistet im feuchten Gewand. „Die nassen Schuhe waren das Schlimmste“, erinnert sie sich, „und dass man die Socken nach jeder Morgenrunde auswringen musste. Aber dann, wenn eingeheizt war und die vertraute Langeweile auf der Bank gegenüber Platz genommen hatte, dann hatte das schon was, auch wenn es regnete oder graupelte und man an diesen Tagen schon am Vormittag wusste, dass sich niemand mehr zur Hütte verirren würde.“ Die Tage sind gezählt. In zwei Wochen, Ende September, ist „Schafischöö“. Dann werden aus den Holzpflöcken vor der Hütte Pferche gebaut und die Schafe wieder auseinanderdividiert. Bevor es hinuntergeht ins Tal. „No-Toi“, wie es hinter dem Gosaukamm heißt. Das ist Arbeit und Fest zugleich. Und die Schäferhütte ist das Epizentrum von diesem Juchee. Und oben am Gerzkopf gibt’s eine Bergmesse. Dort, wo das Kreuz steht und der neu errichtete Glockengalgen. Und dann, von einem Tag zum anderen, wird dieser Sommer zu Ende sein. Und mit ihm wird auch Helga gehen. Nach vier Jahren eine neue Herausforderung suchen. Die Entscheidung hat sie sich nicht leicht gemacht. Auch, weil es immer wieder so unvergessliche Momente gab. Und weil sie die Menschen rund um den Gerzkopf in ihr Herz geschlossen hat. „Diese Freundlichkeit, diese Hilfsbereitschaft hier heroben in den Bergen. Das ist was ganz Besonderes. Und noch dazu gegenüber einer Wildfremden, die aus Deutschland kommt.“ Helga lächelt in sich hinein. Leicht fällt es ihr noch immer nicht, hinunter- und zurückzugehen. In das Leben, das dort auf sie wartet. Sie wird sich wohl eine neue Herausforderung suchen. Wird es das Geheimnis der Hypnose sein? Das Wanderführen in ihrem geliebten Karwendel? Oder doch wieder die Arbeit als Fahrlehrerin in Bad Tölz? Es ist später Abend geworden, als ich die Hütte verlasse und mich aufmache zu meiner Hütte. Wir schütteln uns lange die Hand, und ich verspreche ihr, am nächsten Tag am Gerzkopf die Glocke zu läuten, bevor ich am Besen- oder Hexenbaum vorbei den Steig zum Auto nehme. Als sich das Dunkel verliert in der blauen Luft des Morgens stehe ich vor ihr. Der Glocke. Und warte. Wieder einmal. Ich warte, dass die Neugier siegt über die Scheu, die Stille zu durchbrechen. Bin ich so weit? Ist es so weit? Der Klöppel nimmt meine Hand. Es läutet. Hallt. Über den Gerzkopf hinweg. Hinein ins Land. Unten hebt Helga den Kopf und hält die Arbeit an. Für einen Augenblick. Und lächelt. Sie weiß, wie schwer es ist, laut zu sein, wenn man ganz in der Stille ist. Mein Herz vibriert noch heute, wenn ich daran denke. Sie wird fehlen, hier heroben. Die Helga aus Lenggries. gangart 9