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25.03.2017 Lindauer Bürgerzeitung

25.03.2017 Lindauer

· GEWINNSPIEL LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 25. März 2017 · Ausgabe KW 12/17 · an alle Haushalte ANSICHTEN Marlies Jakob, Kundenservice Lindauer Bürgerzeitung Man lernt nie aus – auch oder gerade als Eltern nicht! Denn jetzt stellen uns die Schuljahre unserer Kinder vor die unterschiedlichsten Herausforderungen. Denn nicht nur unser Nachwuchs kämpft mit Vokabeln, Hausaufgaben und Null-Bock- Phasen, sondern auch wir Eltern manövrieren uns tapfer von Zeugnis zu Zeugnis, fragen ab, erklären und verzweifeln auch mal dann und wann. Wie wir unsere lieben Kleinen individuell unterstützen können, erfuhren interessierte Eltern am 16. März in einem – übrigens sehr unterhaltsamen – Vortrag zum Thema „Lernen lernen“, organisiert vom Elternbeirat der Grundschule Aeschach im Sparkassensaal. Bestens informiert, mit konkreten Lerntipps und dem Wissen um den einen oder anderen Trick, heißt es jetzt für uns Eltern: Mit frischem Mut zurück zu unseren Schulkindern, zu Mathe, Deutsch und Co. Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 08.04.2017 Samstag, 22.04.2017 Geschäftsleben: Zeitumstellung Wenn selbst der Frühling anders tickt S. 7 Wissenswertes: Berufsinfomesse In Lindau stellen sich 90 Ausbildungsbetriebe vor S. 9 BZ-Special: Hotel Café Ebner Bei Auswärtigen und Einheimischen bekannt und beliebt S. 12-15 Gesund leben: Neueröffnung Damen und Herren sind ab 3. April im Institut „Kosmetik am See“ herzlich willkommen S. 31 Zwischen Himmel und Erde Bilderwelten von Paul Klee im Stadtmuseum vom 1. April bis 27. August 2017 In wenigen Tagen öffnet der „Cavazzen“ wieder seine Pforten für eine Ausstellung zur Klassischen Moderne. Von April bis Ende August wird mit Paul Klee ein vielseitiger Künstler präsentiert, der als Maler, Zeichner und Grafiker ein äußerst facettenreiches Werk hinterließ und unbestritten zu den bedeutendsten Avantgardisten des 20. Jahrhunderts zählt. Wieder konnte der bewährte Kurator Prof. Dr. Roland Doschka Leihgaben aus bedeutenden Sammlungen für Lindau gewinnen. Einige Arbeiten werden sogar von der Familie Klee selbst zur Verfügung gestellt. Das Stadtmuseum lädt ab 1. April zur Besichtigung der Bilderwelten von Paul Klee ein. Der in der Schweiz geborene Künstler ging als Malerpoet mit einer unverwechselbaren Bildsprache in die Kunstgeschichte der Klassischen Moderne ein. Das facettenreiche Werk dieses feinsinnigen, musikalisch hochbegabten und als Bauhauslehrer und Akademieprofessor er folg reic hen Künstlers offenbart eine überbordende motivische und thematische Fülle, vielstimmige Farbkompositionen sowie eine große Experimentierfreude. Paul Klee hinterließ rund 9.500 Werke. Dabei war er kein exzentrisches Künstlergenie sondern ein philosophisch und mit ironischer Distanz auf die Welt blickender Charakter. Seinen Nachruhm und den wirtschaftlichen Erfolg plante er jedoch mit Kalkül. Licht und Schatten Mit einer Ausstellung von Kunstwerken aus verschiedenen Schaffens- und Lebensphasen Paul Klees sollen zentrale Aspekte des Gesamtwerks vermittelt werden: So werden die Kunst der Zeichnung, der virtuose Umgang Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker, Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn und die Kunsthistorikerin Dr. Sylvia Wölfle nehmen Klee-Leihgaben in Empfang. Links im Bild Stefan Frey, der als Kurier die hochkarätigen Exponate der Familie Klee betreut. Er lieferte auch Hinweise auf den Bodenseebezug Klees, wie zum „Kleinen Dampfer, 1919“ aus dem Nachlass Erich Heckel. BZ Foto: BoB ▶ BZ-Insel-Special mit Goldschmiede Pfeiffer, Tanzschule Geiger und Gutschein-Verlosung der Spielbank Lindau S. 21-25 · GEWINNSPIEL LINDAUER · GEWINNSPIEL mit der Farbe, die häufig mit einem ironischen Augenzwinkern dargebotene Themenund Formenvielfalt seiner phantasievollen Bildschöpfungen ebenso beleuchtet wie das charakteristische zeichenhafte Vokabular seiner Bilderwelten. Gezeigt werden unter anderem Bilder aus der Zeit seines Militärdienstes im Ersten Weltkrieg, aber auch Arbeiten, welche seine sein Werk prägenden Reisen nach Tunis und Ägypten thematisieren. Zeitlebens war für Paul Klee seine Leidenschaft für die Welt der Musik und des Theaters von größter Bedeutung. Auch diesen Aspekt kann die Schau mit mehreren Exponaten beleuchten. Illustriert wird auch das beeindruckende Spätwerk des Künstlers, der auf dem Höhepunkt seiner damaligen Karriere im Jahr 1933 dem n at iona l s o z i a l i s t i s c he n Druck weichen musste und von Deutschland zurück in die Schweiz nach Bern emigrierte, wo im Jahr 1935 die unheilbare und schmerzvoll verlaufende Krankheit Sklerodermie ausbrach. Trotz aller Einschränkungen blieb Paul Klee jedoch auch in seinen letzten Jahren humorvoll und unfassbar produktiv. Klee war oft in Lindau Für eine Klee-Ausstellung in L i nd au spreche n auc h biografische Aspekte der Künstlervita: Häufig überquerte der in Deutschland arbeitende Paul Klee bei seinen Heimfahrten in die Schweiz den Bodensee, indem er am Lindauer Hafen ein Schiff bestieg. Auch die Rückreisen fanden über Lindau statt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl indirekter Bezüge, da befreundete Künstler und Kunstexperten in Kriegszeiten Zuflucht und Arbeitsstätte in Orten am Bodensee fanden. Daher werden erstmals die überraschend vielfältigen Verbindungen Paul Klees zu Lindau und zum Bodensee thematisiert. Mit der geplanten Schau setzt unser Kurator Prof. Dr. Roland Doschka im Jahr 2017 seine inzwischen im Lindauer Kulturleben fest verankerte Serie zur Klassischen Moderne im Stadtmuseum Lindau fort, die bisher rund 350.000 Besucher zählen konnte. Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker freut sich, dass Prof. Dr. Roland Doschka bereits zum siebten Mal in Folge eine Ausstellung für Lindau kuratiert. Ein besonderer Fokus wird auf dem Bereich Museumspädagogik liegen. Die Vermittlungsarbeit für Kinder und Jugendliche ist ein zentraler Baustein der Konzeptionen für die Lindauer Sonderausstellungen. Zu sehen sein werden die „Bilderwelten von Paul Klee“ vom 1. April bis 27. August 2017. Dr. Sylvia Wölfle @ www.kultur-lindau.de ▶ Fahrradsaison Die „Moutainbikeverrückten“ der Radstation laden zum Frühlingsfest ein S. 27