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MQ Fru hjahr 17 red

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informieren.entdecken.erleben

+

01

April / Mai / Juni 2017

Frühling!

Das Artland-Magazin.

www.artland-magazin.tv

Themen:

MUSIKSOMMER

IM ARTLAND

Der neue Intendant

Dieter Schlüwe

VERTREIBUNG

AUS DEM PARADIES

Naturaufnahmen vom

ehemaligen Bahngelände

Endlich fliegen

sie wieder!

MIT DER

NORDWESTBAHN...

...von Oldenburg

bis Rastede (Teil 5)

MQ + -EHRENPREIS-

VERLEIHUNG

Michael Abeln baut ein

Denkmal

PFAU-TEC

FAHRRÄDER

Das Ergebnis

zweier Visionäre


09. - 18. Juni 2017

Hof Sickmann

Badbergen-langen

„Ohnegleichen“

Gestaltung:

Das ideale

Weihnachtsgeschenk!

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Die Plattmakers feat.

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The Buddy Holly Story

Addys Mercedes

DiJaCo mit Bonita


Das ist ja interessant...

EDITORIAL

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Willkommen im Frühling!

Alle 14 Tage neu!

©Fotolia/aletia2011

Lang ersehnt diese Jahreszeit. Nach

den wochenlangen trüben und regnerischen

Tagen freuen wir uns auf die

wärmenden Sonnenstrahlen und den

ersten Aktivitäten in der Natur.

Hierzu haben wir wieder einige interessante

Berichte zusammengestellt.

Angefangen bei unserer Serie „Mit

der Nordwestbahn unterwegs...“. Jetzt

schon mit dem 5 Teil. Er führt uns von

Oldenburg weiter bis nach Rastede.

Das besondere Wirtshaus Karbarosa

in Menslage lädt ebenfalls zu einem

Frühlingsausflug ein. Weitere Informationen

im Veranstaltungskalender.

Also, nichts wie raus in die Frühlingsluft.

Für Kinder haben wir in dieser Ausgabe

erstmalig ein Ostersuchspiel

abgedruckt.

Da gibt es sogar etwas zu gewinnen,

wie auch auf unserer Rätselseite.

Wir sind immer wieder über die zahlreichen

Einsendungen überrascht.

Der Naturfotograf Friedel Zöpfgen hat

sich auf dem ehemaligen 10 Hektar

großen Rangierbahnhof in Quakenbrück

umgesehen und sehr beeindruckende

Naturaufnahmen fotografieren

können, so auch das in diesem

Magazin abgedruckte Titelbild.

Die Geschichte der Firma Burke und

der Fahrradhersteller Pfau-Tec mit

seinen beiden Visionären laden ebenfalls

zum Lesen ein.

Michael Abeln hat den 2. MQ-Ehrenpreis

von uns überreicht bekommen.

In diesem Magazin ist ein ausführlicher

Bericht von der Verleihung und

von der Renovierung des Denkmals

am Markt abgedruckt.

Lassen Sie sich von der Vielfalt der

Aktivitäten im Artland überraschen.

In der Hoffnung, das Sie gut unterhalten

und informiert werden, wünschen

wir einen wundervollen Frühlingsstart

und viel Freude beim Blättern und

Verweilen im Magazin.

Ihre Redaktion

WWW.ARTLAND-MAGAZIN.TV

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Die Lokalzeitung für den nördlichen

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IN DIESEM MAGAZIN

4-7 Reformations-Jubelfeiern

8/9 Musiksommer-Intendant

10-13 Vertreibung aus dem Paradies

14-17 Familie Burke

19-23 Restaurierung Lange Str. 40

24/25 2. MQ + -Ehrenpreis verliehen

28/29 Das besondere Wirtshaus

30-35 PfauTec

36/37 Nachhaltigkeit 2.0

40/41 Oster-Suchspiel

42-49 Mit der NWB unterwegs

50-52 Uralte Kameraden

53 Fracking im Artland

54/55 Photovoltaikmodule

56/57 Mein Freund Hermann

59 Theaterwelt

60 Buchtipps

61 Kreuzworträtsel

62/63 Kinotipps

64/65 Veranstaltungskalender

66 Impressum


Das Artland-Magazin.

ist, vieles möglich zu machen

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VGH Vertretung

VGH Frank Vertretung Kottmann

Frank Höfener-Esch-Str. Kottmann 6, 49626 Berge

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„Theologie fürs Volk“, mit dieser Zielsetzung machte

sich der 1504 in Quakenbrück geborene und 1548 als

Superintendent in Lübeck verstorbene Reformator

Hermann Bonnus 1543 an die Arbeit, um die reformatorische

Theologie im damaligen Fürstbistum Osnabrück

in die kirchliche Praxis umzusetzen – fast 30 Jahre nach

seinem Lehrer Martin Luther.

4 | mq Ausgabe Frühjahr 2017

Hermann-Bonnus-Gemälde in der St.- Sylvester-Kirche


500 JAHRE REFORMATION

Heiko Bockstiegel

VON REFORMATIONS-

JUBELFEIERN

IN QUAKENBRÜCK

Für Bonnus bedeutete evangelisches

Christsein mündiges Christsein,

und sein Versuch gelang,

dieses Profil in allen Bereichen

kirchlicher Arbeit zur Geltung zu

bringen. Mit Einführung der Reformation

stellte Bonnus das kirchlich-religiöse

Leben der Stadt Quakenbrück auf ein

neues Fundament – eine Grundlage, die

Bundespräsident Joachim Gauck eine

„Initialzündung“ nannte und ohne die

Glaubensfreiheit, wie wir sie heute leben,

nicht zustande gekommen wäre.

Der Name Hermann Bonnus ist im Osnabrücker

Land und vor allem in seiner

Geburtsstadt Quakenbrück bis heute

gegenwärtig. Das 500-jährige Reformationsjubiläum

und die dazu angebotenen

Veranstaltungen bieten natürlich

willkommene Anlässe, sich an ihn und

sein Wirken zu erinnern. Jeder kennt

die Bonnusstraße und das Hermann-

Bonnus-Haus in der Großen Kirchstraße,

und dank der Initiative des Trägervereins

Hermann-Bonnus-Geburtshaus wird

das schon allein bauhistorisch bemerkenswerte

Gebäude in der Goldstraße

9 – eben Bonnus‘ Geburtshaus – einer

überkonfessionellen Nutzung zugeführt.

Ganz klar: Quakenbrück wurde neben

Osnabrück zu einem Hauptort der

Reformation im Fürstbistum Osnabrück.

Daher sind hier Reformations-Jubiläen

stets mit großem Aufwand gefeiert

worden, galt es doch jener historischen

Entwicklung zu gedenken, die mit Luthers

Thesenanschlag am 31. Oktober 1517

in Wittenberg einsetzte und die mit dem

Christentum zugleich ganz Europa in seinen

politischen, gesellschaftlichen und

kulturellen Grundfesten erschütterte.

Natürlich spielte bei diesen Jubiläen neben

Luther selbst auch Hermann Bonnus

eine Rolle. Insbesondere die Jahrhundert-

Jubelfeiern der Jahre 1617, 1717 und 1817

galten in den protestantischen Ländern

Europas als Großereignis.

Die Quakenbrücker verstanden es, neben

dem eigentlichen Reformationstag

auch anderer bedeutsamer Ereignisse

der Reformationsgeschichte wie der

Überreichung der „Augsburgischen Confession“

als grundlegendem Bekenntnis

der lutherischen Reichsstände zu ihrem

Glauben (25. Juni 1530), des Geburtstages

Martin Luthers (10. November 1483) oder

der Einführung des neuen Glaubens

im Osnabrücker Land durch Hermann

Bonnus „würdig zu gedenken.“

Die Bonnus-Bibel wird am 4. April in der St.-Sylvester-

Kirche ausgestellt

Über die Reformations-Jubelfeier 1617

konnte allerdings schon der Historiker

Richard Bindel (1851-1922), gleichzeitig

Direktor des Realgymnasiums Quakenbrück

und ein exzellenter Kenner der

Stadt- und damit auch der Kirchengeschichte,

keine Nachrichten mehr finden,

„und zwar vielleicht aus dem Grunde,

weil damals unsere Heimat unter den

Einfällen der Spanier schwer zu leiden

hatte.“ Der 30-jährige Krieg stand vor

der Tür.

Über die Jubelfeier 1717 gibt es zwei

Berichte, einen davon im Stadtprotokoll

vom 31. Oktober, wo es heißt: „Sonntag,

d. 31. Oktober 1717 Ist auff gnädigste

Verordnung Ihrer Königl. Hoheit unsers

gnädigsten Herrn wie in allen Evangelischen

Kirchen dieses Hoch-Stiffts also

auch in hiesiger Kirchen zu St. Sylvester

das Jubilaeum wegen der Reformation

sehl. (= seligen) Dris. (= Doctoris) Martini

Lutheri solenister celebriret worden, wie

darüber eine gedruckte Verordnung an

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 5


Das Artland-Magazin.

hiesige Prediger vom Consistorio d. Conh.

gesandt war.“ Schreiber dieses Berichtes

war der seinerzeitige Stadtsekretär „Dr.

juris utriusque“ (= Doktor der Rechte)

Johann Anthon von Blechen.

Das Kirchenbuch von St. Sylvester enthält

den zweiten Bericht von 1717 aus

der Feder des Pastor primarius (= ersten

Pastors) Johann Christian Schulenburg,

der speziell Hermann Bonnus‘ gedachte,

und zwar mit folgenden Worten: „Woran

unser gutes Quakenbrück, wegen ihres

Stadtkindes Hermanni Bonni, ersten

Superintendenten zu Lübeck, im Reformatoris

Osnabrugensis, deßen Bibel auf

hiesigem Altar das Andencken erneuert,

besonderen Theil hat.“

„Ehre sey Gott in der Höhe!“, so beginnt

dann der sehr ausführliche Bericht über

die „Jubel-Oktoberfeier im Jahre 1817“,

dem der Verfasser, Pastor primarius

und Superintendent Johann Christian

Lange, nach einem aus älterer Zeit

stammenden Brauch ein lateinisches

Wort anfügte, dessen Buchstaben und

Zahlen die Jahreszahl des Jubelfestes

ergeben. Die „Gelehrten“ nennen solch

ein Wort ein „Chronostichon“, also einen

Sinnspruch: „Per Longas fLoreat terras

MartInus LVtherVs, theoLogIae DoCtor!“,

zu deutsch: „Weit über die Lande möge

blühen Martinus Luther, der Theologie

Doktor!“. Dabei ergeben die durch den

Spruch verteilten Zahlen (MDCLLLLVVVII)

die Jahreszahl 1817.

Lange beginnt geradezu ehrerbietig

damit, dass in das Jahr 1817 „das dritte

Jubelfest des merkwürdigen Ereignißes

der Kirchen-Reformation“ falle, „zu dessen

würdiger Feyer die sämmtlichen zu

der evangelischen Kirche sich bekennenden

Gemeinden und Unterthanen des

Königsreiches Hannover landesväterlich

aufgefordert wurden, und dieser Aufforderung

bereitwillig befolgten.“ Quakenbrück

gehörte seit 1814 zum Königreich

Hannover. Nach den Anordnungen des

Königlich-Hannoverschen Prinzregenten

und des „Königlich-Großbritannisch-

Hannöverschen Evangelischen Consistorii

zu Osnabrück vom 18. September

1817 wegen der kirchlichen Feyer des

dießjährigen dritten Jubel-Festes der

Kirchen-Reformation“ ist dieses auch in

Quakenbrück frühzeitig vorbereitet worden,

„und wurde den Schullehrern von

den Gesängen, welche am Tage der Feyer

abgesungen werden sollten, Anzeige

gemacht, um dieselben mit der Schuljugend

zu üben.“

Am Tag vor der Säkularfeier, also am 30.

Oktober 1817, erfolgte nachmittags das

Einläuten derselben „in 3 Pulsen mit der

großen Glocke“, und am gleichen Abend

„wurde Music vom Thurme gemacht,

nach der Melodie: Ein feste Burg ist unser

Gott!“ Der gleiche Vorgang wiederholte

sich am Folgetag: „Nach geendigtem

Geläute begann in langsamem, feyerlichem

Zuge die Jugend unserer drey

Schulen, unter Leitung ihrer Lehrer, den

Weg zur Kirche, um den Kirchhof gehend,

und absingend dem Gesang unter der

Nummer 370: Sey Lob und Ehr dem

höchsten Gott.“

Sonntag, 19.03.2017

St. Sylvesterkirche

Quakenbrück

10.00 Uhr

Dienstag, 04.04.2017

Hermann-Bonnus-Haus

Gr. Kirchstraße 14, Quakenbrück

19.30 Uhr

Mittwoch, 19.04.2017

Schauburg Filmtheater

Schiphorst 4, Quakenbrück

20.00 Uhr

-

tie

-

Kindertagesstätte St. Sylvester

aufführung: Kindermusical

„luther“ im Rahmen des Gottesdienstes

Die ehemaligen Kinder der Kindertagesstätte St. Sylvester

präsentieren nochmals das Musical „Luther“, das

im vergangenen Sommer zum „Segnungsgottesdienst“

aufgeführt wurde.

Sonntag, 26.03.2017 15.00 Uhr

Stadtmuseum Quakenbrück

Veranstaltungen

Markt 7, Quakenbrück

im Reformationsjahr

Stadtmuseum Quakenbrück e.V. in Zusammenarbeit mit

in der Bonnus-Geburtsstadt

dem Arbeitskreis Christlicher Kirchen im Artland.

ausstellung: „500 Jahre Reformation in

Quakenbrück - gegeneinander, nebeneinander,

miteinander - in den letzten 70 Jahren“

Die Vernissage zur Ausstellung über die Geschichte der

beiden großen Konfessionen in Quakenbrück findet an

diesem Sonntag um 15.00 Uhr im Hermann-Bonnus-Haus,

Große Kirchstraße 14, statt. Als Referent geht Heinrich

Böning auf die Geschichte der Reformation und ihre Auswirkungen

in Quakenbrück ein. In der Ausstellung wird

die Geschichte des „Aufeinanderzugehens“ in den letzten

70 Jahren bis zum 06.11.2017 gezeigt.

eine Besichtigung ist während der Museumsöffnungszeiten

(Do., sa. und so. von 14.00 uhr bis 17.00 uhr) möglich.

Im Rahmen der Ausstellung werden in drei „Erzählcafes“ im

Stadtmuseum unter der Teilnahme von Zeitzeugen die Veränderungen

an den Beispielen Schule, Krankenhaus und Heirat

beleuchtet.

Sonntag, 14.05.2017, 15.00 Uhr zum Thema Schule

Sonntag, 20.08.2017, 15.00 Uhr zum Thema Heirat

Dienstag, 31.10.2017, 15.00 Uhr zum Thema Krankenhaus

Quakenbrück

Verein zur Förderung des Stadtmuseums der Burgmannstadt

Quakenbrück e.V.

Vortrag: „Das Geburtshaus

von Hermann Bonnus.

Bauen und Wohnen im Osnabrücker

nordland um 1500.“

Frau Elisabeth Sieve von der Unteren Denkmalschutzbehörde

beim Landkreis Osnabrück und Herr Dr. Volker

Gläntzer, Hannover, der seinerzeit für das Niedersächsische

Landesamt für Denkmalpflege die Denkmalbewertung für

das Gebäude Goldstraße 9 in Quakenbrück, in dem der

Reformator Hermann Bonnus 1504 vermutlich geboren

wurde, vorgenommen hat, referieren an diesem Abend.

Dendrochronologische Untersuchungen haben ergeben,

dass das Geburtshaus aus der Zeit 1495/1500 stammt,

also aus einer Epoche, in der die Stadt Quakenbrück von

Wandel und Aufschwung geprägt war. Die Erstellung von

Stadttoren, die Beendigung des Kirchturmbaus an der St.

Sylvesterkirche oder auch die Errichtung des Gebäudes an

der Langen Straße 40/Ecke Große Kirchstraße, das aktuell

unter Mitwirkung des Denkmalschutzes umfangreich

renoviert wird, haben bis

heute Auswirkungen auf

das Bild der Stadt und auf

die Menschen, die in ihr

leben. Es handelt sich bei

dem Hermann-Bonnus-Geburtshaus

um das älteste

bislang bekannte kleinstädtische

Haus im westlichen

Niedersachsen und stellt

somit schon bauhistorisch

etwas Besonderes dar.

Der Arbeitskreis Christlicher Kirchen im Artland lädt ein

zu den 16. Ökumenischen Filmtagen mit einer Filmreihe

zum Reformationsjahr 2017.

Film: „selma“

David Oyelowo, Tom Wilkinson

Regie: Ava DuVernay,

Großbritannien, USA 2015

Veränderung fängt oft an, wenn jemand den Mut hat,

von einer anderen Wirklichkeit zu träumen. Martin Luther

King jr. hat durch seine Vision von einer Gesellschaft, in

der Nachfahren von Sklavenhaltern und Sklaven friedvoll

zusammenleben, seinen Traum für immer in das Weltgeschehen

eingeschrieben - so wie sein Namensgeber

Martin Luther seinen Kirchentraum verwirklichte.

Freitag/Samstag, 19. und 20. Mai 2017

98. Niedersachsentag

des Niedersächsischen Heimatbundes

Niedersächsischer Heimatbund e.V. in Zusammenarbeit

mit der Samtgemeinde Artland

Fachtagung:

„Reformation: umbrüche als Motoren für

Veränderungen - Wie umbrüche den Ort, die

Region und das land verändern“

Anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation möchte

der Niedersächsische Heimatbund e.V. (NHB) auf seinem

98. Niedersachsentag am 19. und 20. Mai 2017 in der

Samtgemeinde Artland über Umbrüche und Kontinuitäten

in Niedersachsen mit seinen Mitgliedern diskutieren.

6 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


500 JAHRE REFORMATION

Alle Anwesenden zeigten sich „gerührt

von diesem herzergreifenden, zur

Andacht befeuernden Anblick“, und

eine „zahlreiche Menge der Gemeinde“

schloss sich „diesem frommen Zug an,

und folgte, in den Gesang einstimmend,

der Gott lobenden Jugend in die Kirche.“

Vor dem Altar stehend hielt Pastor Lange

dann „nach geendigtem 8ten Verse ein

Dankgebet zu Gott, für die Wohltat,

welche Gott durch die Reformation auch

zur Verbesserung des Schul-Unterrichtes

uns erwiesen hat, mit der Bitte zu Gott,

die Feyer für die Jugend sowohl als für

die Erwachsenen recht gesegnet werden

zu lassen; und mit der Ermunterung,

andächtig einzustimmen den 9ten Vers:

Kommt, tretet vor sein Angesicht!“

Nach den Betrachtungen „Wie Gott

unsere Kirche bisher so gnädig beschützet

hat“ und „Wozu uns dieser Gedanke

an dem heutigen Tage dienen und

ermuntern soll“ in Langes Predigt wurde

der Gottesdienst beschlossen, und zwar

„mit Absingen der Antiphone: Des Herrn

Rath ist wunderbar, und führet es herrlich

hinaus!, einer passenden Collecte“ und

natürlich dem Segen.

Die Ausführungen Johann Christian

Langes schließen mit den markanten

Worten: „Nachmittags um 1 ½ Uhr wurde

nochmals zur Kirche geläutet, und auch

da Gott Dank für die große Wohltat der

Kirchen-Reformation dargebracht. Am

Abende des Festes, von 6 bis 7 Uhr, wurde

zum Beschluß in 3 Pulsen mit der großen

Glocke geläutet.“ Und er vergaß nicht zu

betonen, dass „dieser Tag christlich-festlich,

ohne andere sinnliche Lustbarkeiten

gefeyert“ worden sei ….

Die erste „würdige“ spezielle Bonnus-

Feier beging die Kirchengemeinde St. Sylvester

erst am 28. Mai 1893, nachdem es

Lange 1846 gelungen war, das Andenken

an ihn durch Restaurierung der Bonnus-

Bibel und Aufhängen eines Kupferstiches

mit seinem Konterfei in der Kirche wachzuhalten.

Luther hingegen stand vom 9.

bis zum 11. November 1883, also zu seinem

400. Geburtstag, im Mittelpunkt des

Geschehens. Diese „Lutherfeier“ war nicht

nur mit einer Schulfeier und „Hauptrede“

durch Direktor Theodor Gessner im

Realgymnasium verbunden, sondern auch

mit einem „prächtigen Fackelzug und

Feuerwerk.“ Und in der festlich beleuchteten

St.-Sylvesterkirche fand ein Konzert

statt, wonach sich die ganze Gesellschaft

zu einem „Souper“ bei Struthoff (heute

Gaststätte Thöle) zusammenfand.

Zum Lutherfest 1883 sind der Gemeinde

zur Aus- und Neugestaltung der Kirche etliche

Spenden zuteil geworden. Viel mehr

aber wurden schon damals sichtbare ökumenische

Zeichen gesetzt, denn „endlich

aber wurde ebenfalls durch freie Liebestätigkeit

Fürsorge getroffen, dass mit dem

Beginn des Jahres 1884 eine Schwester

des Clementinenhauses in Hannover

für die Krankenpflege in Quakenbrück

in Tätigkeit treten könnte.“ Das war der

Beginn des katholischen Borromäus-Krankenhauses

an der Farwicker Straße!

Pfingstmontag, 05.06.2017

11.00 Uhr

Freitag, 22.09.2017

St. Sylvesterkirche

Quakenbrück

19.00 Uhr

D

Marktplatz

Quakenbrück

S

Qu

Auch wenn die Hintergründe der Reformation heute für

viele nicht mehr nachfühlbar erscheinen, so hat sie doch

bis heute spürbaren Einfluss auf unser aktuelles gesellschaftliches

Miteinander. Bundespräsident Joachim Gauck

nannte die Reformation eine Initialzündung, ohne die

Glaubensfreiheit, wie wir sie heute leben, nicht zustande

gekommen wäre. Gerade in der aktuellen Debatte um

Migration und Integration in Deutschland scheint diese

Perspektive auf die Reformation von großer gesellschaftlicher

Bedeutung zu sein. Die Reformation – ihre mittelbaren

und unmittelbaren Auswirkungen – stellte einen

wichtigen Umbruch für die Menschen dar. Orte, Regionen

und auch Länder werden bis heute durch einschneidende

Ereignisse verändert. Neben dem Beispiel der Reformation

sollen Umbrüche und Kontinuitäten in den Bereichen

Natur und Landschaft, Geschichte und Glaube/Gesellschaft

sowie Denkmalpflege in Quakenbrück und dem

Artland allgemein diskutiert und erläutert werden.

VeRanstaltunGen:

Freitag, 19.05.2017

Hof elting-Bußmeyer,

Vehser str. 7, 49635 Badbergen

14.00 Uhr: Begrüßung, Einführungsvortrag,

Forum „Reformen und

Umbrüche“

samstag, 20.05.2017

st. sylvesterkirche Quakenbrück

10.00 Uhr: ökumenischer plattdeutscher

Gottesdienst

11.00 Uhr: Festversammlung mit Teilnahme

des Niedersächsischen Ministerpräsidenten

und Übergabe der

Roten und Weißen Mappe

14.00 Uhr: Exkursionen

Arbeitskreis Christlicher Kirchen im Artland

Gottesdienst:

Ökumenisches Christusfest im artland

Traditionell findet am Pfingstmontag das ökumenische

Christusfest statt. In einem gemeinsamen Gottesdienst

beider Konfessionen soll der Glaube gefeiert werden.

Sonntag, 11.06.2017

St. Sylvesterkirche

Quakenbrück

Kirchengemeinde St. Sylvester

10.00 Uhr

auslegung der Bonnus-Bibel

Hermann Bonnus besuchte die Lateinschule in Quakenbrück,

die Domschule in Münster und wurde in Wittenberg

Schüler Martin Luthers und Philipp Melanchthons,

die er später, so weiß es die Geschichte, „in hohen

Ehren“ hielt. An Luthers Bibelübersetzung in die niederdeutsche

Sprache war Hermann Bonnus beteiligt. Diese

1534 herausgegebene Bibel wurde Bonnus‘ Handexemplar.

Sie befindet sich im Eigentum der Kirchengemeinde

St. Sylvester in Quakenbrück. 1543 oblag Bonnus im

Auftrag des Osnabrücker Bischofs die Erstellung und

Durchsetzung einer jener „gliknütige(n) Christliche(n)

Kerkenordnunge und Reformation“ im Osnabrücker Land.

Er bearbeitete das Niederdeutsche Slütersche Gesangbuch

und fügte ihm eigene Lieder bei.

Landschaftsverband Osnabrücker

Land e.V. und Kirchengemeinde

St. Sylvester

Wanderausstellung:

„500 Jahre

Reformation im

Osnabrücker land“

Quakenbrück, der Geburtsort des Reformators Hermann

Bonnus, wurde – neben Osnabrück – zu einem Hauptort

der Reformation im Fürstbistum. Trotz einer überwältigenden

protestantischen Bevölkerungsmehrheit wurde

das Kirchspiel Quakenbrück 1650 als bikonfessionell

eingestuft. Die nur gut 100 Katholiken sollten sich eine

eigene Kirche errichten. Die daraufhin begonnene,

1945 nahezu völlig zerstörte katholische Marienkirche

wurde 1696 fertiggestellt. Die schon im 13. Jahrhundert

errichtete Stiftskirche St. Sylvester wurde 1650 hingegen

den Protestanten zugesprochen. Sie beherbergt heute

mit Kanzel, Emporen, Gestühl und Pastorengalerie eine

sehenswert geschlossene lutherische Ausstattung des

17. Jahrhunderts, die durch schöne Wand- und Gewölbemalereien

des 15. Jahrhunderts ergänzt wird.

Die Ausstellung ist bis zum 22.10.2017 in der St. Sylvesterkriche

während der täglichen Öffnungszeiten (außer

Samstags) von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr und zu den Gottesdienstzeiten

zu besichtigen. Neben sieben Displays,

die die Reformationsgeschichte im Osnabrücker Land

beleuchten, werden eine Schautafel und eine Vitrine

Exponate und

Informationen mit

lokalem Bezug enthalten.

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 7


Das Artland-Magazin.

„Auf das Buddy-Holly-

Musical freue ich mich

am meisten“

Der Musiksommer Artland ist

aus dem kulturellen Leben

der Samtgemeinde nicht

mehr wegzudenken. Nach

fast einem Jahrzehnt hat er

sich zu einer festen Institution im Artland

etabliert. Das liegt an erster Stelle an dem

hochklassigen Programm, dass das Team

alle zwei Jahre auf die Beine stellt. Nach

Roger Cicero und Ute Lemper aus der letzten

Saison, sind jetzt Klaus Doldinger und

Gayle Dufts die Höhepunkte des Artländer

Sommers.

Den Musiksommer ins Leben gerufen hat

der ehemalige Musiklehrer Günter Schuhriemen.

Seit letzten Herbst hat Dieter

Schlüwe die Intendanz von ihm übernommen.

„Ich habe viel von Günter Schuhriemen

gelernt. Die Fußstapfen, in die ich

trete, sind groß“, weiß Dieter Schlüwe. Den

Fans der guten Musik verspricht er aber,

auch in den nächsten Jahren ebenso so

hochklassig zu bleiben, wie sie es gewohnt

sind. Bei Dieter Schlüwe ist diese Verantwortung

in den besten Händen. Die Musik

ist schon immer Teil seines Lebens.

Schon in den 60er Jahren erlangte der

gebürtige Kettenkamper, gemeinsam mit

seinen Brüdern, mit der Rockband Mattocks

über die regionalen Grenzen hinaus

große Beachtung. „Die Zeit mit der Band ist

unvergessen. Wir waren jung, wir hatten

Spaß daran auf der Bühne zu stehen und

das Publikum mit unserer Musik zu begeistern“,

erinnert sich Dieter Schlüwe an

vergangene Auftritte. Diese Begeisterung

gibt er heute an seine Musikschüler weiter.

Er unterrichtet an den Musikschulen in

Nortrup, Osnabrück und Vechta. Außerdem

dirigiert er die Stadtkapelle Lohne.

Die Aufgaben, die jetzt als Intendant des

Musiksommers auf ihn zukommen, sind

eine neue Herausforderung. Das aktuelle

Programm ist noch in Zusammenarbeit mit

Günter Schuhriemen entstanden. Bald ist

er auf sich alleine gestellt. Doch so ganz

stimmt das nicht. An seiner Seite steht sein

Team, bestehend aus Katharina Vater von

der Samtgemeinde und Katharina Preuth,

zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Das Trio kümmert sich um die Künstler, die

Location, das Catering und alles was rund

um eine Veranstaltung dieser Art anfällt.

Nicht zum ersten Mal findet dabei der

Musiksommer auf dem Hof Sickmann

in Badbergen statt. „Die urige, ländliche

Atmosphäre ist charakteristisch für das

Artland und mittlerweile auch für den

Musiksommer. Das wollen wir auf jeden

Fall beibehalten“, findet der Intendant. Ein

Besuch auf dem Hof bei Silke Oldenhage

gehört daher auch zur Arbeit des Teams.

Silke Oldenhage stellt in diesem Jahr nicht

nur die Fachwerkgebäude zur Verfügung,

sie plant auch eine eigene Veranstaltung

im Rahmen des Musiksommers, nämlich

eine Ausstellung internationaler Künstler.

Musikalisch begleitet wird die Vernissage

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8 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


DIETER SCHLÜWE

IST DER NEUE INTENDANT

DES MUSIKSOMMERS

ARTLAND

von Katharina Preuth

am Mittwoch, 14. Juni, dabei von der plattdeutschen

Band Plattmakers und dem mexikanischen

Musiker Luis Felipe Ávila Gonzales.

Auch ansonsten gelten hohe Qualitätsansprüche

an das Programm des Musiksommers. Der

Balanceakt zwischen den Budgetgrenzen und den

eigenen Ansprüchen sei die Schwierigkeit bei der

Planung, erzählt Dieter Schlüwe. Und dann müsse

die Komposition der Künstler ein Ganzes ergeben.

„In Abgrenzung zur reinen Klassik setzt der Musiksommer

auch auf den Unterhaltungswert. Was

nicht bedeutet, dass wir die klassische Musik ganz

außen vor lassen. Wir ergänzen sie nur durch den

Jazz, durch latein-amerikanische Klänge oder durch

Elemente aus der Comedy, wie bei der Brass Band

Berlin“, meint der Intendant. Neben dem großen

Jazzkomponisten Klaus Doldinger, dessen Auftritt

bereits restlos ausverkauft ist, freut sich Dieter

Schlüwe in diesem Sommer besonders auf das Buddy-Holly-Musical.

„Von den Buddy-Holly-Liedern,

von den Darstellern und der ganzen Bühnenshow

bin ich mehr als begeistert. Das Musical wird mein

absolutes Highlight“, sagt der Musikexperte.

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Das Team des Musiksommers, Dieter Schlüwe und Katharina Vater (rechts),

sind zu Besuch bei Silke Oldenhage auf dem Hof Sickmann.

Fotos: Katharina Preuth

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Geöffnet: Mo-Fr 10-13 Uhr und 14-16 Uhr, Sa 10-13 Uhr.

Nordwestticket-Hotline: 04 21 - 36 36 36 · www.nordwestticket.de

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Website: www.musiksommer-artland.de

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 9


Das Artland-Magazin.

VERTREIBUNG

AUS DEM

PARADIES

von Alexandra Lüders

Naturfotograf Friedel Zöpfgen auf Entdeckungsreise

auf dem früheren Rangierbahnhof Quakenbrück

Mit der Bahn aus Süddeutschland

ins Artland: Der Naternkopf

Seit 18 Jahren ist Friedel

Zöpfgen im Artland mit der

Kamera unterwegs, um einheimische

Pflanzen und Tiere

zu entdecken. Mit seinen

Fotos gestaltet er Ausstellungen

und Vorträge, immer ein Highlight

für viele Naturliebhaber. Im vergangenen

Januar hat er mehrere Stunden in der

Gaststätte Scheier 342 Bilder präsentiert,

die Zöpfgen im Jahr 2015 vom 10 Hektar

alten Rangierbahnhof gemacht hat. In

unregelmäßigen Abständen und zu verschiedenen

Tageszeiten, vor allem aber in

den Morgenstunden und bei Sonnenlicht

besuchte der Neustädter dieses Gebiet,

um Pflanzen und Tiere fotografisch

festzuhalten und zu dokumentieren.

Während seines Vortrages konnte der

über Achtzigjährige sein Publikum durch

umfangreiches Detailwissen fesseln. „In

früheren Jahren habe ich Kartierungen

gemacht, Fauna und Flora bestimmt und

dabei auch Raritäten entdeckt“, erzählt

Zöpfgen. Oft seien die Besonderheiten

unscheinbar und würden als Unkraut

missachtet, bedauert er. „Das Bahnhofsgelände

war ein Gebiet, wo 20 Jahre

nichts gemacht wurde, da hat sich alles

ausbreiten können. Früher konnte ich

Wildrose

Hornkraut-Tageule

10 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


REFORMATOR HERMANN BONNUS

Taubenschwänzchen

in dieses Gebiet nicht hinein. Aber seit

Einrichtung des Fahrradweges hatte ich

endlich Zugang zu dieser Artenvielfalt,

die durch den Zugverkehr, Schotter- und

Sandanlieferungen ermöglicht wurde.

Sie schleppten wertvollen Samen ein, der

sich in jede Ritze gesetzt hatte. Es haben

sich sogar kleine Feuchtgebiete gebildet“,

freute sich Zöpfgen. Denn viele der

dort entdeckten Pflanzen können keinen

Dünger vertragen und bevorzugen

Trockenrasengesellschaften mit kargen

Böden, Steinen, Schotter und Sand. Auf

dem Gelände des alten Rangierbahnhofs

hat sich in der Folge also ein Pflanzen-

Biotop als Basis für die Insektenvielfalt

gebildet. Letztere bot aber auch eine gedeckte

Tafel für Mäuse, Vögel, Schnecken,

Frösche, Kröten und Igel. „Das war das

Jagdgebiet eines sehr seltenen Wanderfalkenpaares,

das auf dem Funkturm

wohnte. Die Falken schnappten sich

Tauben, Elstern und Dohlen, die sich

ebenfalls von dem Biotop ernährten“,

schildert Zöpfgen den Naturkreislauf. In

dem kleinen Naturparadies entdeckte er

auch einige Rote Liste-Arten, die kurz vor

dem Aussterben sind, weil sie zu wenig

Lebensraum haben. Oft sind die Pflanzen

unscheinbar wie der gelbe Feldklee, das

hellblaue Bergsandglöckchen und das

echte Labkraut. Bedroht sind auch der

weißblühende Körnersteinbrecht, den

die Wildbienen so lieben.

Naturfotograf

Friedel Zöpfgen

Foto: Alexandra

Lüders

Kleiner Feuerfalter

Karminbärchen

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 11


Ginster

Distel

Am Rande des Biotops war

der bunte Ginster sehr

verbreitet wie auch der aus

Süddeutschland stammende

blaue Natternkopf. Letztere war eine

beliebte Pflanze bei Hummeln, Bienen

und Faltern. Das Taubenschwänzchen

besuchte vor allem den im Ruhrgebiet

flächendeckend vertretenen Schmetterlingsflieder.

„Das Taubenschwänzchen

ist ein Wanderfalter. Er schlüpft südlich

der Alpen und kommt im Sommer zu

uns herüber. Dank der Erderwärmung

kann das Taubenschwänzchen bei uns

sogar überwintern“, verweist Zöpfgen

auf den Klimawandel. Auch der Bläuling

und das Blutströpfchen labten sich

am gelben Hornklee, an den Disteln

und am Natternkopf. Die als Unkraut

bekämpften Brennesseln dienten den

Faltern Landkärtchen, kleiner Fuchs und

Pfauenauge als Futterpflanzen, während

der Distelfalter den Rheinfarn bevorzugt

hat. Viele Käferarten mit kurzen Rüsseln

gingen auf Doldenblüten wie die wilde

Blutströpchen

12 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


Kohlweißling auf Distel

Möhre und den Giersch, der auch den

Feuerfalter und Admiral anlockte. Zu den

streng geschützten Besonderheiten zählten

das Tausendgüldenkraut, der Färberwau

und gelber Wau. Doch dieses kleine

Paradies ist seit 2016 Vergangenheit.

„Alles was die Natur in 20 Jahren aufgebaut

hat, haben Maschinen in wenigen

Monaten platt gemacht und zerstört.

Dabei wurden Tausende von Insekten

und Pflanzen vernichtet. Damit ist auch

der Lebensraum für Vögel und sonstige

Lebewesen verloren gegangen“, bedauert

der Naturfotograf den Untergang des

Biotops. „Andere Orte wie der Rangierbahnhof

in Berlin-Tempelhof sind mit

gutem Beispiel vorangegangen: Aus dem

18 Hektar großen Gebiet hat man den

Naturpark-Schönefeld draus gemacht.

Heute wuchern dort große Bäume aus

den alten Gleisen hervor. Auch auf dem

Osnabrücker Silberberg dürfen sehr viele

Orchideenarten wachsen“, schwärmt

Friedel Zöpfgen von den ökologischen

Refugien an anderen Orten.

Kleiner Fuchs

Text: Alexandra Lüders

Fotoss: Friedel Zöpfgen

Streifenwanzen auf Wilder Möhre

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 13


Das Artland-Magazin.

DIE GESCHICHTE DER FAMILIE BURKE IN QUAKENBRÜCK

Nun steht er wieder leer, der Laden in der

Kleinen Mühlenstraße in Quakenbrück.

Mehr als hundert Jahre existierte das

Geschäft August Burke und war aus

unserer Burgmannstadt nicht wegzudenken.

Es gab in der Kleinen Mühlenstraße

zwei Läden, an die ich mich noch

heute gut erinnern kann. Zum einen war

da Diekhaus und ich vermute mal, dass

damals alle Kinder aus Quakenbrück

und Umgebung an den Schaufenstern

von Diekhaus standen und sich die Nase

platt drückten. Ich gehörte jedenfalls

dazu. Wenn man den Laden betrat, war

da dieser einzigartige Geruch von Tabak,

Zigarren und ich weiß nicht was.

Genau nebenan war das Geschäft von

Burke, ein Paradies für Heimwerker,

Angler und auch Jäger. Genau wie bei

Diekhaus hatte auch dieser Laden einen

eigenen Geruch. Es roch nach Zigarren,

die im angrenzenden Büro von Georg

Burke geraucht wurden, Lockstoffe aus

der Angelabteilung und ein Hauch von

von Detlef Bülow

Vorm Eingang der Eisenwaren-Handlung Burke 1920: Firmengründer August Burke mit Gattin Helene

Waffenöl lag auch in der Luft. Das Ganze

wurde abgerundet durch das Bouquet

des knarrenden Holzfußbodens. Eine

genauere Analyse kann ich leider nicht

bieten. Aber dieser Geruch dieser beiden

Läden hat sich in mir so verinnerlicht,

dass ich ihn nie vergessen werde. Burke

war ein toller Laden. Mein Vater war

Hausmeister im Krankenhaus Bethanien

und kaufte hier öfter ein. Ich verbrachte

damals viel Zeit bei meinem Vater in der

Werkstatt. Er hatte mir eine kleine Werkbank

gebaut und zu Weihnachten bekam

ich einen gut bestückten Werkzeugschrank,

den er bei Burke gekauft hatte.

Georg Burke und die Lehrlinge Heinisch, Kascherus und Vilnow 1954 im Hof der Fa. Burke

Weihnachtsfenster

14 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


FIRMENPORTRAIT BURKE

Haus Burke in der Kl. Mühlenstraße mit Aufzug

Er hatte mich bei unseren zahlreichen Einkäufe

beobachtet und gemerkt, dass mich

dieser Werkzeugschrank glücklich machen

würde. Ich habe, zum Leidwesen meiner

Mutter, mit dem Inhalt dieses Weihnachtsgeschenkes

oft dafür gesorgt, dass es bei

uns immer etwas zu reparieren gab.

Diese Erinnerungen haben mich dazu

bewegt, diesen Artikel zu schreiben.

Der Handel mit Eisen und Eisenerzeugnissen

konnte sich im 19. Jahrhundert

aufgrund fehlender Rohstoffe nur sehr

bedingt ausbreiten. Enno Rudolf Strahl

gründete am 20. Oktober 1876 dennoch in

der Langen Straße 14 ein Eisen- und Kurzwarengeschäft.

Strahl führte dieses Haus

erfolgreich bis 1888. Am 1. August des gleichen

Jahres kauften der Kaufmann August

Burke und seine Ehefrau Helene, geborene

Cramer, die Eisenwarenhandlung von Enno

Rudolf Strahl. Der ehemalige Eisenhändler

sattelte um und übernahm den Schützenhof

in Quakenbrück.

August und Helene Burke blieben bis 1893

in der Langen Straße, dann verlegten sie

die Firma in das 1890 von ihnen erworbene

ehemalige Packhaus der Firma Schröder in

der Kleinen Mühlenstraße 3. 1893 bauten

sie das Haus zu einem Geschäfts- und

Wohnhaus um und führten die Firma von

nun an hier. Nach dem Tode von August

Burke im Jahr 1936, seine Ehefrau war zwei

Jahre vorher verstorben, übernahmen die

Söhne Georg und Ernst das Geschäft. Im

Alter von 50 Jahren heiratete Georg Burke

1940 Emmy Rittmeister. Sein Bruder Ernst

blieb unverheiratet. Da die Ehe von Georg

und Emmy Burke kinderlos blieb, nahmen

sie ihren Neffen Georg Asmus zu sich auf.

1948 wurde das Haus in der Kleinen Mühlenstraße

umgebaut. Bislang befanden sich

der Laden und die Wohnung im Erdgeschoss,

jetzt wurde der Wohnbereich im ersten Stock

ausgebaut.

Georg Asmus ging noch zur Schule. Er war

ein guter Schüler, wurde aber dennoch aus

der Schule genommen und erlernte 1952

ebenso den Beruf des Eisenwarenkaufmanns.

Auf dem Pflichtprogramm des 15jährigen

Lehrlings stand der regelmäßige Besuch des

hiesigen Turnvereins QTSV. Hier musste sich

Georg nach getaner Arbeit jeden Freitag

körperlich ertüchtigen. Dieses Ritual wurde

im Hause Burke beibehalten und jeder der

kommenden Lehrlinge musste Mitglied im

Turnverein werden (Am Rande möchte ich

an dieser Stelle erwähnen, dass Enno Strahl

einer der Gründungsväter des QTSV war und

der Quakenbrücker Turn- und Sportverein

am 29. Juli 140 Jahre besteht). Nach dem

Tod von Ernst Burke im Jahr 1964 wurde

der Neffe Georg Asmus von dem Ehepaar

Georg und Emmy Burke adoptiert und nahm

deren Namen an. Das war auch die Zeit, als

er Rosemarie Neugebauer kennenlernte. Sie

arbeitete bei der Firma Kleinert, in der sich

damals auch Redaktion, Verlag und Druck des

„Bersenbrücker Kreisblattes“ befand, also drei

Häuser weiter. Hier hatte Rosemarie 1955 als

erster weiblicher Lehrling zur Industriekauffrau

angefangen und blieb dem Betrieb bis

1965 treu. Eigentlich wollte sie lieber im

Textilbereich arbeiten, aber Rosemarie

hat ihre Entscheidung bis heute nicht bereut

und blickt mit voller Selbstachtung

zurück.

Seit Jahren sammle ich alte Fotos von

Quakenbrück und in dieser Sammlung

befinden sich zwei Aufnahmen aus dem

Jahr 1956, die ich im Archiv des „Bersenbrücker

Kreisblattes“ entdeckt habe. In

jenem Jahr gastierte in Quakenbrück der

Zirkus Busch, der unter anderem auch

drei Elefanten in seiner Vorstellung präsentierte.

Die Dickhäuter reisten damals

mit der Bahn an und auf dem Weg vom

Bahnhof zu der Zeltstadt, die auf dem

Viehmarkt aufgebaut war, besuchten sie

noch kurz das Kreisblatt. Das sorgte natürlich

für Aufsehen und die Angestellten

kamen vor die Tür, um den außer-

Rosemarie Burke übernahm

1959 als Mitarbeiterein

des Bersenbrücker

Kreisblattes

die Betriebsführung

eine Studentengruppe

aus Münster. Im

Hintergrund der

Quakenbrücker Franz

Kuhlmann

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 15


Das Artland-Magazin.

gewöhnlichen Besuch zu begrüßen. Die

Elefanten waren neugierig und bekamen

einige Stücke Zucker. Aus Dankbarkeit

hoben sie ihre Rüssel und ehe man sich

versah war Rosemarie schon auf dem

Rücken eines der Tiere bereit für einen

Ausflug durch die Stadt.

Kein Wunder also, dass Georg ein Auge

auf diese mutige Frau geworfen hatte.

1965 heirateten die beiden. Im gleichen

Jahr verstarb Georg Burke Senior und

vererbte Georg Junior das Geschäft. Zusammen

mit seiner Frau führte dieser die

Firma bis 1970 weiter und der Laden lief.

Handwerker gaben sich die Klinke in die

Hand und für die Großbetriebe wurden

Schließanlagen verkauft. Die Ware wurde

sogar geliefert. Doch Georg hatte eine

Idee. Er wollte seiner Frau einen eigenen

Laden schaffen. Es sollte ein Geschäft

werden, in dem es vom Schälmesser

Georg Burke Sen. und Jun. 1964

über Töpfe und Bratpfannen bis hin zum

edlen Geschirr mit Silberbesteck alles zu

kaufen geben sollte. So setzte er sich mit

seiner Frau zusammen und fragte sie, ob

sie diesen Schritt in die Zukunft mit ihm

gehen würde. Rosemarie willigte ein. Da

in den Häusern 3 und 5a keine Erweiterung

möglich war, wurde 1970 das Haus

gegenüber von der Familie Brandt, die

ein Wäschegeschäft betrieben, gekauft.

Burke renovierte und richtete seiner Frau

ein modernes Porzellan-, Glas-, Geschenke-,

und Haushaltsgeschäft ein. Es war

eine gute Entscheidung, die Geschäfte

liefen gut. Die persönliche Beratung

schaffte Vertrauen, und so kamen die

Kunden von weit über die Grenzen

Quakenbrücks hinaus. Für Hochzeiten

lagen Geschenkelisten aus. Silberbestecke,

die es bislang nur beim Juwelier

zu kaufen gab, wurden kurzerhand mit

in das Sortiment genommen. Rosemarie

begrüßte eines Tages Kunden aus

dem Irak in ihrem Laden. Sie kauften in

großen Mengen Porzellan und Silber, und

Burkes verschickten ihre Waren in die

ganze Welt.

Im April 1981 verwüstete ein Feuer nicht

nur das neu errichtete Geschäft, sondern

das halbe Gebäude. Die Feuerwehr

konnte durch ihr schnelles Eingreifen

Schlimmeres verhindern und die angrenzenden

Häuser blieben unversehrt. Der

Laden aber war vernichtet. In den Regalen

stand zwar stellenweise noch das

Kaffeegeschirr, aber alles war vom Feuer

gezeichnet. Burkes ließen sich nicht

entmutigen und ein halbes Jahr später

wurde in noch größeren und schöneren

Räumen wieder eröffnet.

Der neue Porzellanladen 1982

Allein im Eisenwarengeschäft hatte

Familie Burke über 20.000 verschiedene

Artikel. Sie hatten acht Angestellte und

machte einen Jahresumsatz von 1,2 Millionen

DM. Mit der Zeit veränderte sich

aber vieles, so auch das Konsumverhalten

der Kunden. Gutes Geschirr, Silberbestecke

und teure Gläser waren nicht

mehr angesagt. Es wurde durch Billigware

aus China ersetzt, die in Kaufhäusern

verkauft wurde. Der Eisenwarenladen lief

auch nicht mehr so gut, weil die Kunden

lieber in den Baumarkt gingen. Hier

gab es zwar keine einzelnen Schrauben,

Muttern, Nägel und Beschläge, aber es

war etwas Neues, angesagt und bequem.

Das Parken war immer problematisch

vor Burkes Läden und das Einkaufen in

dem Kaufhaus oder Baumarkt unkompliziert.

Der Parkplatz für den PKW war

direkt vor der Tür und für jeden stand

ein Einkaufswagen bereit. Kaufte man

16 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


FIRMENPORTRAIT BURKE

Stand auf dem Quakenbrücker Weihnachtsmarkt

C“ im Hinterkopf. Er ist durch das Internet

informierter denn je und entscheidet sich

wechselhaft. Ihm ist es egal, wo er was und

zu welcher Zeit kauft. Seine Treue zu Marken

oder Händlern ist schwindend gering. Die Digitalisierung

der vergangenen Jahre hat viel

verändert, und damit auch die Art, wie wir

shoppen. Während der Online-Handel boomt,

stehen immer mehr stationäre Händler vor

dem Aus. Ist uns die Lust am persönlichen

Einkaufserlebnis wirklich vergangen?

Bei Familie Burke stand der Kunde immer an

erster Stelle. Sie haben 2006 ihre beiden Geschäfte

geschlossen. 2013 verkauften sie den

ehemaligen Porzellan-Laden Kleine Mühlenstraße

6 bis 8. In den alten Eisenwarenladen

war bis Ende 2016 das Soziale Kaufhaus untergebracht,

das jetzt an der Langen Straße 13

zu finden ist.

Georg Burke war ein Visionär und er ist ein

Quakenbrücker Original. Sehr stark engagierte

er sich ehrenamtlich im Vereinsleben

unserer Burgmannstadt. So gehört er bis

heute dem Schützenverein von 1589 an und

hatte hier mehrere Vorstandsämter inne.

Er ist dem QTSV treu geblieben, ist Mitglied

des Quakenbrücker Fischereivereins und

war viele Jahre Vorsitzender der Werbegemeinschaft

(heute Initiative Quakenbrück

e. V.). Hier war er einer der führenden Köpfe,

die den Weihnachtsmarkt in Quakenbrück

aufgebaut haben. Einer der ersten

Weihnachtsmärke fand seinerzeit im

heutigen Franziskushaus statt. Für

Georg war der zu klein, er dachte an

ganz andere Dimensionen und suchte in

seinen Reihen nach Gleichgesinnten. So

entstand ein großer Weihnachtsmarkt.

Einzelhändler präsentierten sich in drei

großen Schützenfestzelten auf dem

Marktplatz. Nebenbei wurde für eine

feierliche Weihnachtsbeleuchtung auf

den Straßen gesorgt.

Ich bin froh, dass ich die Zeit dieser alten

Läden noch erleben durfte. Ich vermisse

den Tante-Emma-Laden um die Ecke,

wo ich die Milch noch in der mitgebrachten

Milchkanne kaufen konnte,

den Schlachter, bei dem ich noch selbst

geräucherte Wiener Würstchen auf die

Hand bekam, die Bekleidungshäuser

Deeken, Schmiemann, Heiber und Penzin

& Mieck, die deine Größe wussten und

du beim Betreten des Ladens mit deinem

Namen begrüßt wurdest. Das Persönliche

kommt heute viel zu kurz. Wenn wir

heute eine Bank betreten, kennen wir

einander doch schon nicht mehr. Bankgeschäfte

tätigen wir am Automaten oder

per Online-Banking. Aber damit müssen

wir uns wohl abfinden.

Detlef Bülow

Der Angelladen bestand seit 1984

bislang seine Waren im inhabergeführten

Einzelhandel um die Ecke, wo der

Ladeninhaber seine Kunden noch kannte

und umgekehrt, so wurden die Waren

jetzt aus dem Katalog bestellt. Die persönliche

Beratung durch einen Verkäufer

spielte keine übergeordnete Rolle mehr.

Stattdessen hatten Konsumenten die

Gelegenheit, sich mithilfe von Katalogen

einen Überblick über das Sortiment verschiedener

Händler zu verschaffen.

Heute leben wir in der Amazon- und

eBay-Ära und shoppen mit unseren

Smartphones.

Diese neue „Generation“ entscheidet

über die Zukunft des Handels, dessen Ergebnis

Leerstände in unseren Städten ist.

Läden wie der alte Eisenwarenladen sind

schon lange Schnee von gestern und in

den Innenstädten nicht mehr zu finden.

Der heutige Kunde ist sprunghaft, hat

immer einen „Plan B“ und sogar „Plan

Gute Pflege

ist kein Zufall!

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 17


Das Artland-Magazin.

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STADTFÜHRUNGEN FÜR JEDEN GESCHMACK

Die historische Burgmann- und Hansestadt Quakenbrück, aber auch ihre Umgebung begeistern

Einheimische wie Touristen immer wieder. Grund genug für die Tourismus-Information Artland, auch

in diesem Jahr wieder ein attraktives Veranstaltungsprogramm für viele Geschmäcker anzubieten.

DAS HASETAL ERLEBEN

Bereits am Mittwoch, 26. April, bietet der exzellente Hase-Experte Wolfgang Osthus um 19.30 Uhr im Speichercafé Gut Vehr

seinen kostenlosen Vortrag „Das Hasetal erleben – Die schönsten Entdeckertouren zwischen Melle und Meppen“ an. Er wird

allen Interessierten schmackhaft machen, diesen Fluss und seine Besonderheiten entlang der Strecke selbst (neu) zu entdecken.

Der Vortrag ist ein Vorgeschmack auf die beiden Entdeckertouren „Die Hase, unser Heimatfluss“, bei denen Wolfgang Osthus

die Teilnehmer am Samstag, 6. Mai, und am Samstag, 5. August, von den Hase-Quellen bis nach Quakenbrück begleiten wird.

Startpunkt ist jeweils um 10 Uhr am Neuen Markt in Quakenbrück, die Kosten betragen 30 Euro pro Person.

DIE STADT ENTDECKEN

Quakenbrück auf ganz neue Art und Weise zu entdecken, dieses Erlebnis machen während des Sommers die öffentlichen

geführten Stadtrundgänge möglich. Auf dem Programm stehen unter anderem der Marktplatz, die St. Sylvesterkirche, die Hohe

Pforte sowie markante Fachwerkhäuser. Bei dieser etwa anderthalbstündigen Führung dürfen sich die Teilnehmer auch auf

so manch lustige Anekdote freuen.“ Die öffentlichen Stadtrundgänge für jedermann finden jeweils am letzten Samstag eines

Monats jeweils um 11.00 Uhr ab Rathaustreppe statt. Termine sind am 27. Mai, 24. Juni, 29. Juli, 26. August und 30. September.

Die Kosten betragen 4 Euro für Erwachsene und Jugendliche sowie 2 Euro für Kinder bis 12 Jahre.

DEUTSCHER FACHWERKTAG

Spannende Einblicke verspricht auch die öffentliche Fachwerkführung zum „Deutschen Fachwerktag“ am Sonntag, 28. Mai, um

14 Uhr ab Europabrunnen. Hier wird den Teilnehmern neben den repräsentativen Schaugiebeln auch ein Blick in die „zweite

Reihe“ und auf die verschiedenen Fachwerkstile ermöglicht. Die Kosten betragen 3 Euro pro Person (Kinder und Jugendliche 1,50

Euro).

QUAKENBRÜCK OP PLATT

Wie wäre es einmal mit einer Stadtführung „op Platt“? Bei dieser ungewöhnlichen Stadtführung mit Annerose und Claus

Peter Poppe am Freitag, 12. Mai, und Freitag, 11. August, jeweils um 17.30 Uhr ab Marktplatz gibt es nicht nur etwas über die

Geschichte, Bauwerke und Persönlichkeiten der Stadt Quakenbrück, sondern auch über Aktuelles zu erfahren, und das als bunte

Mischung auf typisch plattdeutsche Art und Weise. Die Teilnahmekosten belaufen sich auf 4,50 Euro pro Person.

KNEIPENTOUR

Und weil Quakenbrück auf eine mehr als 500-jährige Kneipen-Tradition

verweisen kann, liegt es nahe, am Donnerstag, 1. Juni, um 18.30 Uhr ab

Tourismus-Information eine „Kneipentour“ zu unternehmen, die viel Wissensund

Genießenswertes zur Trinkkultur vermitteln wird. Zusammen mit dem Gästeführer

Peter Hohnhorst gilt es an diesem abendlichen Streifzug Quakenbrücks

Gastronomieszene noch intensiver zu erleben. Es gibt spannende Geschichten

zu hören und eine Getränkevielfalt von der Apfelschorle über das Bier bis zum

„Kurzen“ sowie eine warme Brezel. Die Teilnahmekosten betragen 15 Euro pro

Person (Mindestteilnehmerzahl 15, Dauer 150 Minuten).

TERMINE

Öffentliche Stadtführungen

27.05.2017 24.06.2017 29.07.2017

26.08.2017 30.09.2017

Vortrag „Das Hasetal erleben“

26.04.2017

Entdeckertouren entlang der Hase

06.05.2017 05.08.2017

Koppelstraße 1 | Quakenbrück | 05431_900603

18 | mq Ausgabe Frühjahr 2017

Anmeldungen für alle Veranstaltungen nimmt die Tourismus-Information

Artland, Lange Str. 39, 49610 Quakenbrück, Tel. 05431/907590,

E-Mail tourismus.information@artland.de, entgegen.

Öffentliche Fachwerkführung

28.05.2017

Stadtführung „op Platt“

12.05.2017 11.08.2017

„Kneipentour“

01.06.2017


DENKMAL

Michael Abeln baut ein

Quakenbrück ist für seine historische

Altstadt bekannt und

das Stadtbild wird von mehr

als 100 Fachwerkhäusern aus

verschiedenen Jahrhunderten

geprägt. Viele erhaltenswerte Gebäude

wurden in der Vergangenheit abgerissen.

Sie sind durch modernere Gebäude ersetzt

worden, was dazu beigetragen hat, dass

unsere schöne Burgmannstadt einiges von

ihrem früheren Charme verloren hat. Viele

unserer schönen alten Häuser stehen unter

Denkmalschutz. Doch gerade der Denkmalschutz

schreckt immer mal wieder Investoren

ab, denn wer sich für den Kauf oder

die Erhaltung von alten Häusern entscheidet,

muss die Restauration in einer Form

durchführen, die dem Urzustand entspricht.

Ziel des Denkmalschutzes ist es, dafür zu

sorgen, dass Denkmale dauerhaft erhalten

und nicht verfälscht, beschädigt, beeinträchtigt

oder zerstört und dass Kulturgüter

dauerhaft gesichert werden.

Das alles wusste Michael Abeln, bevor er

im Mai 2012 das Haus an der Langen Straße

mit der Nummer 40 kaufte. Erstmalig wurde

dieses urkundlich im Jahre 1583 erwähnt.

Es ist nach heutigem Kenntnisstand in drei

Bauabschnitten errichtet worden, wobei

das Vorderhaus von 1509 den ältesten Teil

darstellt. 1739 folgte der Mittelbau und

schließlich 1844 das Hinterhaus.

Michael kannte das Haus, denn er hatte den

im vorderen Teil des Gebäudes liegenden

Geschäftsraum schon jahrelang als Versicherungsbüro

genutzt. Jetzt war er aber

Eigentümer der Immobilie. Er hatte ein Ziel

vor Augen: Michael wollte das alte Gebäude

erhalten und wieder so aufbauen wie es einst

ausgesehen hat. Da das Gebäude unter Denkmalschutz

steht, schaltete sich Frau Elisabeth

Sieve, die für den Denkmalschutz im Landkreis

Osnabrück verantwortlich ist, ein.

Sie informierte zunächst den Bauforscher Erhard

Pressler, der anhand von Holzproben erst

einmal das Alter des Hauses ermitteln sollte.

Mittels seiner Untersuchung konnte er nachweisen,

dass das Holz im Winter des Jahres

1509 geschlagen wurde, das Haus demnach

1510 erbaut worden und damit das älteste

dreigeschossige Gebäude in einem Umkreis

von ungefähr 40 Kilometern ist.

Michael war aber nicht nur Eigentümer, er war

auch Vermieter, denn im hinteren Teil befand

sich eine Gaststätte und die oberen Etagen

waren vermietet. Mein Sohn Sebastian war

einer der Mieter. Er wohnte im zweiten Obergeschoss

und so lernte ich auch Michael, den

ich zwar vom Sehen her kannte, näher kennen.

Als mein Sohn mir erzählte, was sein neuer

Vermieter mit dem Haus vorhat, habe ich ihn

nur belächelt. Ich schüttelte nur den Kopf und

sagte: „Die Sanierung dieses Hauses und die

anschließende Denkmalpflege kann zu seiner

Lebensaufgabe werden. Ich glaube, der weiß

ja gar nicht, was er sich da ans Bein gebunden

hat.“

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 19


Das Artland-Magazin.

Einige Tage später traf ich Michael und

wir kamen ins Gespräch. Ich hielt mich

mit dem, was ich über ihn dachte, nicht

gerade zurück. Er lachte mich an und

sagte: „Mich halten viele für verrückt!“

Schnell wurde mir aber klar: Der Mann

meint es durchaus ernst mit dem, was er

vorhat, und ich hielt ihn nicht mehr für

verrückt. Im Gegenteil: Ich war erstaunt,

was er alles über das Haus wusste. So

erklärte er mir, dass dieses Gebäude

das älteste zweigeschossige Haus im

Altstadtzentrum und der gesamten

Umgebung sei. Mitte des 18. und 19.

Jahrhunderts habe man umfangreiche

Erweiterungs-, An- und Umbaumaßnahmen

an dem Haus durchgeführt. So

seien drei unterschiedliche Fachwerkbauweisen

aus drei Jahrhunderten noch

heute erkennbar und dass genau hier

1583 die erste Quakenbrücker „Kneipe“

existierte. Das allein hätte doch schon

einen historischen Erhaltungswert.

Wir gingen in sein Büro und er zeigte mir

alte Ansichtskarten von dem Objekt. Da

ich seit vielen Jahren alte Fotos und Ansichten

von Quakenbrück sammle, konnte

ich ihm bei unserem zweiten Treffen

Aufnahmen von seinem Haus zeigen, die

er noch nicht kannte. Ich fragte Michael,

ob er damit einverstanden sei, wenn ich

die Sanierung des Hauses fotografisch

begleite. Er stimmte zu und so entstand

ein umfangreiches Album.

ENDE 2013 FING MICHAEL ABELN

DANN AN, DAS HAUS STÜCK FÜR

STÜCK ZU ENTKERNEN.

Unterstützt wurde er dabei von Bauhelfern,

die aus seinem Bekanntenkreis

stammten. Harald Ziemer, Maurermeister

und ein langjähriger Freund von Michael,

stand ihm von da an erst beratend,

später auch als Handwerker während der

gesamten Bauphase zur Seite.

Michael entpuppte sich als „Liebhaber“.

Er sah das Haus mit anderen Augen,

erkannte den wahren Wert dieses Objektes

und schätzte es richtig ein. Seine

Faszination hatte etwas Ansteckendes.

Für mich dagegen war dieses Haus über

viele Jahre nichts Besonderes. Meistens

bin ich achtlos vorbeigegangen und

habe mich noch über das aufgemalte

Fachwerk lustig gemacht. Ich erinnere

mich noch daran, als ich vor vielen Jahren

einer Bekannten unserer Familie die

Sehenswürdigkeiten der Altstadt zeigte.

Als wir von der Langen Straße in die

Große Kirchstraße abbogen, sagte ich

Unwissender zu ihr: „Hier siehst du zwei

schöne Beispiele, die unterschiedlicher

nicht sein können. Rechts haben wir die

alte Börse, ein wunderschöner Fachwerkbau,

und links ist dem Bauherren damals

anscheinend das Geld ausgegangen, hier

haben sie das Fachwerk nur aufgemalt.“

Michael recherchierte auch die Geschichte

des Hauses. So gab es bei der

archäologischen Altersuntersuchung

des Gebäudes einen Hinweis auf einen

mittelalterlichen Rauchabzug, der zu

einem Brauofen gehört haben soll. Im

Zuge einer weiteren Untersuchung wurden

auch tiefer liegende Bodenschichten

erfasst, die überwiegend aus der Zeit vor

Errichtung des heutigen Gebäudes herrührten,

was neue spannende Erkenntnisse

brachte. Hier wurde ein Lackprofil

entnommen. Es stammt aus einem

zweimal zwei Meter großen Grabungsschnitt

im Zentrum des Mittelbaus. Der

ehemalige Bürgermeister Paul Gärtner

stiftete dieses dem hiesigen Stadtmuseum,

in dem es auch ausgestellt ist. Es

zeigt das im Erdgeschoss entnommene

Bodenprofil mit dessen Schichtung im

Originalzustand. Hier bietet sich dem

Betrachter sozusagen ein „erdgeschichtliches

Abziehbild“, nämlich der Erdboden

als ein „Gedächtnis des Siedlungsplatzes“,

wie auch Elisabeth Sieve, Baudenkmalpflegerin

des Landkreises Osnabrück,

bestätigt: „Das Gebäude veranschaulicht

aufgrund des guten Erhaltungszustandes

in einzigartiger Weise die Entwicklung

des Fachwerkbaus in Quakenbrück

über einen Zeitraum von 500 Jahren.“

WEITERE FUNDE TAUCHTEN AUF

Es sind zahlreiche Scherben gefunden

worden, welche durchaus alterstechnisch

mindestens in die Zeit der Stadtgründung

passen. Beim Freilegen der Fassade

entdeckte man einen alten beschrifteten

Eichenbalken und beim Entfernen

einer Zwischendecke stieß man neben

Kaffeebohnen auch auf Tüten mit der

Aufschrift „Artland’s Kaffee-Rösterei Carl

Hensel“. Hinweise auf eine Kaffeerösterei?

Eigentlich war das Geschäft Hensel

eine Gemischtwarenhandlung, in der

man auch Kaffee und Backwerk kaufen

konnte.

20 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


LANGE STRASSE 40

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 21


Das Artland-Magazin.

Aber auch bei den Handwerkern war

ein starkes Bewusstsein für das Objekt

vorhanden. Gerade der Maurermeister

Harald Ziemer und die Mitarbeiter des

Zimmereibetriebes Bäker wurden immer

wieder aufs Neue gefordert. Sie arbeiteten

bei der Sanierung der historischen

Holzkonstruktionen immer eng und

konstruktiv im Dialog mit Michael Abeln

und dem Denkmalschutz zusammen.

Allen war klar: Es geht darum, Werte des

alten Gebäudekomplexes zu erhalten

und zu bewahren.

DIE ZEIT VERGING

Im April 2016, ich fotografierte gerade

wieder einmal die Baustelle, wurde ich

von einer Gruppe älterer Touristen angesprochen:

„Sagen Sie mal, was soll das

denn mal werden? Das kann man doch

am besten alles gleich abreißen. Wenn

man Glück hat, kann man da vielleicht

noch etwas Brennholz retten. Das wird

doch nichts mehr, alles rein in einen

Container und weg.“

Ich schaute mir die Gruppe an und antwortete:

„Gut, dass wir die Zeit in der wir

so etwas einfach abgerissen haben hinter

uns gebracht haben. Das wird schon

wieder. Hier sind Spezialisten am Werk

und glauben Sie mir, die wissen was sie

hier tun.“ Ich erntete Kopfschütteln und

eine der Damen sagte noch: „Ihr Wort in

Gottes Ohren.“ Dann gingen sie weiter in

Richtung St.-Sylvester-Kirche.

Am 12. Juni 2016 meldete sich der NDR

und schickte ein Kamerateam zur

Baustelle. Sie drehten einen Kurzfilm

über das Thema Fachwerk. Bei den

Zimmerleuten der Firma Bäker waren

sie da natürlich in den richtigen Händen.

Sie präsentierten sich in ihrer typischen

Zimmermannskluft und zeigten gerne,

dass sie ihr Handwerk verstehen.

Die Sanierungsarbeiten forderten nicht

nur viel Zeit, sondern hier war auch

Sachverstand gefragt. Harald war für

die handwerkliche Beratung zuständig

und musste auch selber zeigen, was er

kann. Er durfte keinen Zement verwenden,

stattdessen griff er zum Löschkalk.

Haralds ganzer Stolz ist aber der Keller.

Hier hatte er alten Sandstein freigelegt,

geputzt und den Boden neu verlegt. „Wir

arbeiten hier unten fast nur mit Materialien,

die aus dem Haus stammen“, sagte

Michael.

DOCH WAS WÄRE EIN SOLCHER

BAU OHNE RICHTFEST?

Am 8. August letzten Jahres war es

soweit. Die Handwerker hatten sich

in Schale geschmissen. Die Nachbarn,

geladene Gäste und die Familie des Bauherren

versammelten sich. Das Wetter

spielte mit und als die Zimmerleute

oben vom Giebel ihren Spruch aufsagten,

herrschte absolute Stille. Es war ein

ergreifender Moment und der Eine oder

Andere hatte wahrscheinlich etwas ins

Auge bekommen, und auch ich hatte

feuchte Augen. Es ist ein schöner Brauch.

Drei große und eine kleine Richtkrone,

mit bunten Bändern geschmückt,

wurden von den Zimmermännern am

Dachstuhl befestigt. Sie kündigten so

schon von weitem die Fertigstellung des

Rohbaus an.

Doch Ausruhen war nicht. Nachdem das

Dach eingedeckt war und die Firma Holzhandwerk

die Fenster eingebaut wurden,

ging es an den Innenausbau. Von nun an

wurde es turbulenter auf der Baustelle.

Für die Elektrik waren die Firma Elektrotechnik

Harsch zuständig, Harald begann

mit den Fliesenarbeiten, um die Heizung

und den Sanitärbereich bemühte sich

die Firma Bornhorst, die Firma von Garrel

brachte schon mal Farbe ins Spiel, doch

Michael hatte alles im Blick.

FÜNF JAHRE SIND NUN SEIT DEM

KAUF DES HAUSES VERGANGEN

Michael Abeln und seine fleißigen Hände

haben aus der alten Langen Straße 40

nun wieder eine echte Sehenswürdigkeit

geschaffen. Ich habe zu ihm gesagt:

„Ohne dich würde das hier nicht stehen!“

Doch er lächelte mich nur an und

antwortete: „ Wenn die Menschen, die

an dieser Stelle 1509 nicht dieses Haus

angefangen hätten zu bauen, Detlef,

dann würde hier nichts stehen. Aber als

Eigentümer eines solchen Bauwerkes

hat man gleichzeitig die Pflicht, dieses

für zukünftige Generationen zu erhalten,

damit sich auch die noch an dieser

Schönheit erfreuen können.“

Ich nickte etwas nachdenklich und

erinnerte mich wieder an die Touristengruppe.

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22 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 23


Das Artland-Magazin.

Im Sitzungssaal des Quakenbrücker Rathauses

wurde Michael Abeln für die Restaurierung

des historischen Fachwerkbaus

an der Langen Straße 40 mit dem

zweiten MQ-Ehrenpreis ausgezeichnet.

Das seit Ende 2013 im Umbau befindliche

Gebäude ist dadurch zu einem Schmuckstück

der Innenstadt avanciert. Doch nicht nur das:

Das Gebäude zeigt in einzigartiger Weise die

Entwicklung des Fachwerkbaus in Quakenbrück

über einen Zeitraum von 500 Jahren.

Das Projekt faszinierte während der gesamten

Bauzeit Archäologen, Heimatforscher und

Handwerker in ganz besonderer Weise.

„Was Michael Abeln da geleistet hat, wollen

wir mit dem MQ-Ehrenpreis würdigen. Die

Wahl ist der Jury dieses Mal sehr leicht gefallen,

denn wir haben gesehen, wie Michael

sich in das Projekt hineingekniet hat.

Wir finden es auch toll, wie er mit dem Denkmalschutz

und den Handwerkern kooperiert

MQ-Preisverleihung (von links): Bürgermeister Matthias Brüggemann,

Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe und die MQ+-

hat. Dabei hat er mit stoischer Gelassenheit

Redaktionsmitarbeiter Hawe Oelkers und Detlef Bülow gratulierten

um jeden alten Balken gekämpft. Michael

dem Bauherrn Michael Abeln (2. von links) zur gelungenen Restaurierung

seines Hauses an der Langen Straße 40. Foto: Alexandra Lüders

hat sich mit diesem Bau quasi ein Denkmal

gesetzt“, unterstrich Detlef

Bülow in seiner Laudatio

die Verdienste des

ZWEITER MQ + -EHRENPREIS ÜBERREICHT

Bauherrn. Diesem dankten

der Samtgemeindebürgermeister

Claus-Dieter Poppe

Michael Abeln erhielt die Anerkennung und Bürgermeister Mattias Brüggemann für

seinen tatkräftigen Einsatz und sein finanzielles

Engagement. Auch Elisabeth Siewe vom

für sein großes Engagement zur

Denkmalschutz des Landkreises Osnabrück

Erhaltung historischer Bausubstanz

in der Burgmannstadt. nommen hätte. „Da war Etwas sehr Altes, was

lobte Michael Abeln, der das Objekt mit allen

Schwierigkeiten konsequent in Angriff ge-

man zwar schon an der steilen Dachneigung

Diesen edlen Füller aus Mooreiche

erhielt Michael Abeln vom sensationell alt das Haus wirklich ist. Michael

erahnen konnte. Aber niemand wusste, wie

Herausgeber des MQ-Magazins

Abeln hat da voll mitgezogen, hat sich Zeit

Hans-Wilhelm Oelkers.

Foto: Detlef Bülow genommen, Hölzer datiert und Dendrochro-

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24 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


RADSTADT QUAKENBRÜCK

nologie durchführen lassen “, verriet

Siewe. An dem Bau seien 500 Jahre Baugeschichte

ablesbar gewesen. Denn das

Haus beinhalte vier historische Bauphasen

und sei eine Kombination aus klassischer

Ständerbauweise und der Geschossbauweise.

Es sei das älteste zweigeschossige

Viele der beteiligten Handwerker ließen es sich nicht nehmen

der Preisverelihung beizuwohnen. Foto: Heiko Bockstiegel

Gebäude im Umkreis von ungefähr 40 Kilometern

und ein städtisches Highlight an

prominenter Stelle, unterstrich Siewe die

architektonischen Besonderheiten. Ebenso

begeistert äußerten sich die beteiligten

Handwerksfirmen rund um Architekt

Klaus Keller. „Das ist nicht wahr, dass ich

mir ein Denkmal gesetzt habe. Das waren die

Menschen von 1509, die das ermöglicht haben. Ich

wollte diesen Bau nur für die Nachwelt erhalten.

Wir haben neben vielen anderen Dingen sogar ein

Barockfenster gefunden, das im Haus verblieben

ist, Mein besonderer Dank gilt dem Allrounder

Harald Ziemer, der mir gewerkübergreifend mit

Rat und Tat zur Seite gestanden hat “, berichtete

Abeln nach der Preisverleihung. Auf den Ehrenpreis

– ein eigens angefertigter Füllfederhalter

aus Quakenbrücker Mooreiche - ist er nun ganz

besonders stolz. Wie er informierte, ist das Haus

noch in diesem Halbjahr bezugsfertig und soll

an einen Gastronomen vermietet werden. Abeln

möchte damit an die Geschichte anknüpfen,

in der 300 Jahre eine Bäckerei, eine Schänke

(Bierbrauofen entdeckt) und eine Herberge (heute

zwei Gastzimmer) existiert haben. Das Gebäude

wurde immer wieder an die sich verändernden

Nutzungsbedürfnisse angepasst. Detlef Bülow

hat übrigens das gesamte Restaurierungsprojekt

fotografisch dokumentiert. Ein von Paul Gärtner

gesponsertes Lackprofil (erdgeschichtliches Abziehbild)

des 1,50 Meter unter dem Haus befindlichen

Bodens kann im Stadtmuseum bewundert

werden. Es wird hier in die Archäologie-Vitrine

integriert.

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26 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


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18. JUNI

RADTAG

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Vor 200 Jahren erfand Karl Drais in Mannheim

das Fahrrad. Die Burgmannsstadt Quakenbrück

feiert diesen stolzen Geburtstag

mit dem traditionellen Radtag. Am Sonntag,

den 18. Juni dreht sich in der Radstadt wieder

einmal alles um das Fahrrad. Die Veranstalter

wollen an die lange Fahrradtradition

in Quakenbrück erinner. Wie im Vorjahr

werden für Radinteressenten und Familien

attraktive Möglichkeiten geboten. Riesenfahrrad,

Coffee- und Grillbikes, historische

Fahrradausstellung, diverse Parcours, Kinderprogramm

sind nur einige der Attraktionen,

die vom Quakenbrücker Einzelhandel und

den örtlichen Vereinen den Gästen angeboten

werden. Der verkaufsoffene Sonntag

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lädt zum entspannten Bummeln ein, denn

wo die Menschen gern Rad fahren, da

shoppen, essen und verweilen sie auch mit

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Freude, und zwar sowohl Einheimische als

auch Touristen. An jenem Tag soll jedoch vor

allem das Fahrrad im Vordergrund stehen.

Der diesjährige Hasetal Radwandertag

startet an insgesamt 23 Filialen des Veranstaltungspartners,

der Oldenburgischen

Landesbank (OLB). Von dort aus geht es in

kleinen Gruppen von 10 bis maximal 30 Personen,

angeführt von einem qualifizierten

Radreiseleiter, zur zentralen Veranstaltung

auf dem Quakenbrücker Marktplatz. Jeweils

mit einer Imbisspause und auf dem „ausgezeichneten“

Radwegenetz der Region. Der

Abend klingt dann mit Live-Musik auf dem

Marktplatz aus. Musikalische Beiträge erfolgen

mittels der mobilen Pedal-Power-Bühne,

die bereits beim letzten Radtag zum Einsatz

kam. Wir vom MQ+ Magazin wünschen euch

viel Spaß bei dieser Veranstaltung.

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 27


Das Artland-Magazin.

DAS BESONDERE WIRTSHAUS

Im KARBAROSA in Menslage fühlen sich die Gäste wohl!

„Wir haben durch Zufall dieses

einzigartige Lokal entdeckt -

dieser Ort wird für uns immer

etwas Besonderes sein“, schrieb

ein Paar ins Gästebuch, deren

Lovestory im KARBAROSA vor

fünf Jahren begann und die

heute inzwischen zwei Kinder

haben. „Der weite Weg hat sich

gelohnt: Der freundliche Empfang,

der köstliche Duft aus der

Küche und die gemütliche Atmossphäre“,

loben Besucher aus

den benachbarten Landkreisen,

aus Bramsche, Osnabrück und

Aschaffenburg, welche immer

wieder gern in der Wirtschaft an

der Quakenbrücker Straße 3 zu

Gast sind. „Von solchen Rückmeldungen

zehren wir. Denn

wir leiten das KARBAROSA so,

wie wir es selbst gerne hätten.

Uns sind alle Gäste willkommen

- egal ob sie acht Tage oder

100 Jahre alt sind. Wir haben

keine besondere Zielgruppe. Wir

können uns hier mit unseren

Vorstellungen verwirklichen

und versuchen auch die Wünsche

der Gäste zu erfüllen“,

berichten die Wirtinnen Karin

Bührmann und Barbara Mertens.

Nach einjährigem Umbau

haben sie das rosenumrankte,

zauberhafte Fachwerkgebäude

in eine Wirtschaft verwandelt.

Ihren Job betreiben sie mit

Leidenschaft und kompetentem

Know How. Denn in den vergangenen

30 Jahren haben sie

im Nortruper Kassandra und im

eigenen Betrieb so viel gastronomische

Erfahrungen gesammelt,

dass sie beim 5-jährigen

Geburtstag des Hauses positiv

zurückblicken konnten. In dieser

Zeit haben sie in Menslage

einen „Lebensraum für Gäste

geschaffen“, in dem sich auch

Kinder und Hunde wohlfühlen

dürfen. Manchmal setzt sich

ein Besucher ans Klavier oder

gibt ein kleines Gitarrenkonzert,

bei Beerdigungsfeiern wird auf

Wunsch die Lieblingsmusik

des Verstorbenen gespielt. Die

verschieden großen, zum Teil

verschließbaren Räumlichkeiten

sind von geschlossenen Gesellschaften

für Feierlichkeiten aller

28 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


AUS DER GESCHÄFTSWELT

Gemütliche

Gastzimmer laden

zum Übernachten ein

Das Sonntagsfrühstück kommt im Karbarosa frisch auf den Tisch

Wirtinnen mit Leidenschaft Barbara

Mertens (li.) und Karin Bührmann

Öffnungszeiten

Montag und Dienstag

Ruhetage

Mittwoch bis Samstag

ab 18 Uhr warme Küche

Sonntag 9,30 – 13 Uhr

Frühstücksbuffet

ab 18 Uhr warme Küche

Kontakt

Telefon 05437/ 94 79 545

www.karbarosa-wirtschaft.de

info@karbarosa-wirtschaft.de

In der Küche schwingt Gaby Bührmann

das kreative Zepter

Art sehr nachgefragt. Zum Renner

hat sich das sonntägliche

Frühstücksbuffet entwickelt,

zu dem man sich mit Freunden

und Familienangehörigen

gerne mal häufiger trifft. Im

sommerlichen Biergarten wird

gegrillt und einmal pro Jahr

ein Sommerfest (12. August)

gefeiert. Hier spielen bis zu vier

Livebands wie auch alle zwei

Monate Livemusik in der Wirtschaft

selbst zu hören ist. Musik

und Kultur gehören ebenso

zum Programm wie eine gute

Küche. Regionale und saisonale

Gerichte kommen frisch auf den

Tisch. Sie werden von einem

eingespielten, zuverlässigen

Team unter der kreativen Regie

von Gaby Bührmann zubereitet.

Wer hier übernachten möchte,

darf sich auf vier kuschelige

Bed- und Breakfast-Zimmer in

der oberen Etage freuen.

Text/Fotos:

Alexandra Lüders

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 29


Das Artland-Magazin.

Foto: Marcel Brockschmidt

PFAU-Tec:

Das Ergebnis zweier Visionäre

Ende 1999: Kurz vor der ersten Kynast-

Insolvenz machen sich die beiden Konstruktionsexperten

Friedrich Schlüter und Achim

Mustermann selbstständig. Sie gründen die

PFAU-Tec GmbH und beginnen in Quakenbrück

mit der Entwicklung von therapeutischen

Zwei- und Dreirädern.

Ich kenne die beiden schon sehr lange. Wir

haben viele Jahre gemeinsam bei der Firma

Kynast gearbeitet, dabei haben wir alle

Höhen und Tiefen hautnah miterlebt. Aus den

Augen verloren haben wir uns bis heute nicht

und ich schaue immer mal wieder in deren

Firma rein.

Achim hat 1978 als Lehrling zum technischen

Zeichner angefangen und arbeitete nach

seiner bestandenen Prüfung im Konstruktionsbüro,

dessen Leitung er später auch

innehatte. Auch Friedrich ist als 16-Jähriger

bei Kynast als Lehrling eingestiegen. Als bestandener

Werkzeugmacher arbeitete er erst

als Abteilungsleiter im Rahmenbau, danach

als Produktentwickler und zuletzt als Leiter

der Produktentwicklung bei der Firma Kynast.

Beiden war schon weit vor der ersten Kynast-

Insolvenz klar, dass sich in der Kynast AG

etwas ändern müsse, um am Fahrradmarkt

weiter Bestand zu haben. Sie machten immer

wieder darauf aufmerksam, dass Kynast sich

auf Klasse anstatt auf Masse konzentrieren

müsse und vor allem auch Nischen bedienen

sollte. Sie machten nicht nur viele Verbesserungsvorschläge,

nein, sie reichten auch

Entwürfe von neuen Produkten ein. Doch im

Hause Kynast stießen ihre Vorschläge auf

taube Ohren. Die Geschäftsführung hielt an

ihrem Konzept fest. Ihr Motto war: „Wir sind

der VW unter den Fahrradherstellern und was

wir in unserer Firma machen, entscheiden

immer noch wir.” Diese Engstirnigkeit und

weitere Managementfehler brachen letztendlich

der Kynast AG das Genick.

Konstrukteur Andre Stuckenberg und Controller Christian Westerkamp

Dreiradproduktion

30 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


RADSTADT QUAKENBRÜCK

Friedrich und Achim aber haben das sinkende

Schiff verlassen und ziehen am 1.

Januar 2000 in die von ihnen gemietete

Gewerbeimmobilie Wilhelmstraße 58.

Hier beginnen sie mit Pierre Buissin als

Mitgesellschafter und einigen anderen

Mitarbeitern, die ihnen von der Kynast

AG gefolgt sind, mit der Fertigung ihrer

Produkte.

Andreas Hillers

Mit PFAU–Tec-rad

Europameister

Von nun an geht es Schlag auf Schlag:

Sie schließen Kooperationsverträge,

die ersten Patente werden angemeldet

und am 15. September 2001 wird der

Dreirad-Rennsportler Andreas Hillers

auf dem PFAU–Tec-Dreirad „Furioso“

Europameister.

Im Februar 2002 dann ihr erster Messeauftritt.

Ein Erfolg auf ganzer Linie.

Schnell wird ihnen klar, dass sie auf

dem richtigen Weg sind. Im Oktober des

Jahres fährt Andreas Hillers auf seinem

PFAU-Tec-Dreirad Weltrekord.

2003: Der Mitgesellschafter Pierre Buissin

scheidet aus. Der Kooperationsvertrag

mit der Kynast GmbH platzt wegen

der zweiten Insolvenz. Friedrich und

Achim müssen sich nach einem neuen

Vertrieb ihrer Dreirad-Produktlinie

umsehen.

Produkte für

innovative fortbewegung

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Gemeinnützige GmbH mit:

Sozialstation

Artland

• Ambulante Pflege rund um die Uhr

• Pflegeberatung vor Ort

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Neueröffnung

Römer- und Germanentage

Pfingsten, 4. und 5. Juni 2017, 10:00 bis 18:00 Uhr

Roms Reiter in Kalkriese!

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Hier kommt ihnen zugute, dass sie

Anfang des Jahres mit Martin

Schroedter und Stephan Hahn das

Unternehmen „Produkte für innovative

Fortbewegung und Freizeit“, kurz PFIFF

genannt, ins Leben gerufen haben. Die

beiden Geschäftsführer dieser Firma

sind Friedrich und Achim als frühere

Mitarbeiter der Firma Kynast bekannt.

Sie sind nicht nur mit den PFAU-

Tec-Modellen gut vertraut, sondern

korrespondierten auch schon bei deren

Konstruktion optimal untereinander.

Achim Mustermann und Friedrich

Schlüter werden Gesellschafter der

PFIFF- Vertriebs-GmbH. Ein Jahr später

gründen die beiden die M+S Immobilien

GmbH & Co KG und die M+S Beteiligungs-GmbH.

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 31


Das Artland-Magazin.

In der Festrede zum 19jährigen Firmenjubiläum

sagt Friedrich:

„Wir sind selbst überrascht vom schnellen Erfolg

unserer Geschäftsidee und der Marktposition,

die wir bereits nach relativ kurzer Zeit erreicht

haben. Sicher haben dies auch Entwicklungen

wie der demografische Wandel gefördert.“ Und

weiter: „Wir profitieren mit unseren Produkten

natürlich von der zunehmenden Anzahl von

Menschen in der Generation 50+, die unabhängig

von Alter und körperlicher Verfassung

mobil bleiben möchten. Wir werden uns auch in

Zukunft mit unserer Unternehmensphilosophie

und unseren Produkten den Anforderungen

und Chancen stellen!“, ergänzt Achim Mustermann.

Die beiden sind an diesem Tag sehr

gefragt, doch sie vergessen in ihrer Ansprache

nicht, sich neben ihren Kunden und Lieferanten

besonders bei ihrer Belegschaft mit den

Worten „Ihr seid unser wichtigstes Kapital“ zu

bedanken. Wieder einmal zeigt sich, dass die

Entscheidung, sich auf eigene Beine zu stellen,

genau richtig war.

32 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


RADSTADT QUAKENBRÜCK

Pfau-Tec hat sich etabliert und der Jahresumsatz

entwickelt sich kontinuierlich

mit steigender Tendenz. Zum fünfjährigen

Firmenjubiläum beziehen sie Ende 2004 die

ehemals von der RWE genutzten Büro- und

Montagegebäude in der Wilhelmstraße

49 bis 51. In Quakenbrück spricht man von

einer neuen Belebung der Wilhelmstraße.

Es sei PFAU-Tec gelungen, eine gute

Nachnutzung der Gebäude zu realisieren.

Das Werk sei sogar beispielgebend für die

Regeneration des Handelszentrums rund

um den Bahnhof.

Silbermedaille

Bei para Olympics

Peking 2008

Friedrich und Achim zeigen gern und voller

Stolz, was sie in den vergangenen Jahren

auf die Beine gestellt haben. Die Besucher

des Unternehmens sind jedes Mal beeindruckt

von dem Engagement und dem

Ideenreichtum, die in dem Jungunternehmen

stecken. Doch das Gedanken- und

Entwicklungspotenzial der beiden ist noch

nicht erschöpft.

Eine eigene Schweißerei wird aufgebaut

und beginnt im Januar 2005 in den eigens

dafür angemieteten Räumlichkeiten in der

Plückmannstraße mit der Produktion. Im

Mai 2004 kommt ein weiterer ehemaliger

Kynast-Mitarbeiter dazu: Seitdem ist Theo

Buschermöhle ein fester Bestandteil des

Unternehmens. Er und Martin Schroedter

sind heute die Geschäftsführer der PFIFF-

„Probefahrt“

Vertriebs GmbH. Die beiden sind durch ihre

Professionalität ausgewiesene und bekannte

Spezialisten in der Fahrradbranche.

Bei den Para Olympics 2008 in Peking

gewinnt Barbara Weise auf dem Furioso

Bike die Silbermedaille und die Firma PFAU-

Tec GmbH aus Quakenbrück gewinnt den

ersten Preis des Innovationswettbewerbes

der Samtgemeinde Artland mit dem Projekt

„Neigedreirad“. Gleichzeitig beginnen sie

mit einer eigenen Rahmenproduktion.

Es wird eng in den alten Räumlichkeiten.

Zusätzliche Lagerfläche wird dringend

benötigt und sie kaufen die ehemalige

Güterabfertigung mit dazugehörigem

Grundstück von der Osnabrücker Land-

Entwicklungsgesellschaft.

2010 wird das zehnjährige Firmenjubiläum

gefeiert. Zahlreiche Gratulanten aus

Wirtschaft, Politik und Geschäftspartnern

erscheinen zum „Tag der offenen Tür“.

Das Fernsehen

Bei PFAU-TEC:

„Einfach Genial“

2011 wird der Mitteldeutsche Rundfunk

(MDR) mit seiner Sendung „Einfach genial“

auf die Erfindung des Neigedreirades der

beiden aufmerksam, sodass die PFAU-Tec-

Geschäftsführer Achim Mustermann und

Friedrich Schlüter das Dreirad mit seiner

neuartigen Technik vor laufender Kamera

vorstellen können. Mittlerweile bewegt sich

das Unternehmen mit der Entwicklung und

Produktion von Therapie- und Spezialrädern

Vormontage

für Kinder, Erwachsene und Senioren weiter.

Im Oktober 2011 ist eine neue Produktionshalle

fertig gestellt, die aber gleich im Folgejahr

erweitert und mit einer Photovoltaikanlage

versehen wird. Nachdem sie schon etliche

Preise für ihre Firma eingefahren haben,

gewinnen sie Ende 2011 auch den IHK-Wettbewerb

„Ehrbares Unternehmen“.

2012 und wieder macht eine neue Entwicklung

aus der „PFAU- Tec- Schmiede“ auf sich

aufmerksam. Neben den bereits bekannten

Produkten wie das Neigedreirad, oder das

Dreirad-Tandem, wird nun das neue Pfautomatik

E-Bike mit innovativem Schaltassistent

der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachdem E-

Bikes und Dreiräder mit Elektroantrieb bereits

zu den Gewinnern auf Deutschlands Straßen

gehören, haben die PFIFF Vertriebs GmbH und

PFAU TEC gemeinsam mit der FH Bielefeld

nun noch im übertragenen Sinne einen Gang

zugeschaltet. „Was dem Autofahrer das

Automatik-Getriebe, ist dem E-Trike-Fahrer

der Schalt-Assistent. Zumindest, wenn er ein

PFAUTOMATIK fährt“, unterstreicht PFIFF- Geschäftsführer

Martin Schroedter während

der Präsentation. Über Schaltvorgänge bei

zugeschaltetem Elektroantrieb muss sich der

Fahrer keine Gedanken mehr machen, da ihm

der Assistent dies komplett abnimmt. Die

Neuheit ist nicht einfach geschwindigkeitsabhängig,

sondern berücksichtigt auch, ob es

bergauf oder bergab geht. Gleichmäßig treten

und den Rest erledigt der Schalt-Assistent.

Normale Fahrräder waren gestern!

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 33


Das Artland-Magazin.

2014: Mit Zuschüssen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Osnabrücker Land wird die

zuletzt gebaute Halle noch einmal erweitert.

Die Fördergelder der WIGOS werden

bewilligt, weil PFAU-Tec in den vergangenen

Jahren gezeigt hat, dass innovative Ideen und

unternehmerisches Handeln zu nachhaltigen

Investitionen und zu neuen Arbeitsplätzen

führen. „Hier gelangen die Fördergelder an

die richtige Stelle“, so der Wigos-Geschäftsführer

Siegfried Averhage. „Die Förderzusage

hat uns die Entscheidung, ob wir die neue

Halle noch in diesem Jahr bauen, schon sehr

erleichtert“, erklärt Achim Mustermann in

einem Interview. Dass die neue Halle sich

auf den Produktionsfluss und die Logistik im

Unternehmen sehr positiv auswirken wird,

dessen ist sich Theo Buschermöhle schon

damals sicher.

Fördergelder

ermöglichen

Investitionen

Zum Herbst des Jahres ist auch dieses Bauvorhaben

durchgeführt und mit einer innovativen

Pulverbeschichtungsanlage versehen.

Foto: PFAU-Tec

2016: Die Zweigstelle in der Plückmannstraße

ist zu klein. Es muss eine Entscheidung

gefällt werden. Die Schweißerei bedarf einer

Erweiterung und gegen den jetzigen Standort

spricht das ständige hin- und herfahren. Der

ganze Betrieb ist auf flussorientierte Fertigung

aufgebaut, nur die Zweigstelle spricht

noch dagegen. Die Entscheidung steht und

am 29. März ist der Baubeginn einer weiteren

neuen Halle. Am 23. September steht sie und

wird bei einem Betriebsfest feierlich eingeweiht.

Hier ziehen die neue Schweißerei, die

CNC-Abteilung, der Service und ein Fertigwarenlager

ein.

Rohbau, Sommer 2016 Einweihungsfeier Ende Sept. 2016

34 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


RADSTADT QUAKENBRÜCK

17 Jahre nachdem sich die beiden Herren

Achim Mustermann und Friedrich

Schlüter dazu durchgerungen haben, sich

selbstständig zu machen, beschäftigt das

Unternehmen mittlerweile 55 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, darunter sind

Auszubildende für die Berufe Industriemechaniker,

Lagerlogistiker, Industriekaufmann

und Zweiradmechaniker. Darüber

hinaus arbeiten sie seit vielen Jahren mit

der Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück

zusammen. Der Verein bietet Menschen

mit Behinderungen, Beeinträchtigungen,

psychischen Erkrankungen und/oder

Förderbedarf persönliche Unterstützung

und fachliche Hilfen. Ziel ist es, Menschen

mit einer Behinderung so weit wie möglich

am normalen gesellschaftlichen Leben, einschließlich

Berufsleben, teilhaben zu lassen.

So haben mehrere behinderte Menschen

in der Firma PFAU- Tec einen Arbeitsplatz

gefunden. Auch diese Zusammenarbeit ist

in jeglicher Hinsicht ein Volltreffer.

Forschungsprojekte

stehen in

den startlöchern

Das Produktsortiment der PFAU-Tec

GmbH reicht vom Shopping-Dreirad für

Jedermann über moderne T-Bikes und

Quads, therapiegeeignete Kinderräder und

Fahrräder mit Elektrounterstützung bis hin

zu Tandems, extrem leichten Aluminiumrädern,

Lastenrädern und Sesseldreirädern.

Die PFIFF Vertriebs GmbH kümmert sich

um die Vermarktung und den Vertrieb der

Produkte. Das Unternehmen besitzt heute

16 Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen.

Weitere Forschungsprojekte stehen

bereits in den Startlöchern. „Jeder macht

das, was er am besten kann, so dass am

Ende das Beste für unsere Kunden dabei

herauskommt“, so Friedrich Schlüter. Den

Standort Quakenbrück für ihr Unternehmen

haben die beiden Firmengründer nie

bereut. „Hier leben wir mit unserer Familie

und Freunden, hier fühlen wir uns wohl.

Deshalb wollen wir die Wirtschaftskraft

unserer Heimatstadt auch zukünftig weiter

stärken“, erzählen mir beide, als sie mich

verabschieden.

Fotos und Text: Detlef Bülow

Eine Gemeinschaft

zum Wohlfühlen.

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 35


Das Artland-Magazin.

Grafik: www.oldskoolman.de

Ausrangierte Jeans von Altkleidersammlungen werden recycelt

und in Nordfrankreich zu Garn für neue Jeanshosen verarbeitet

rechts Statementshirt, gesehen in der Keyhouse Zone

auf der Fabric Start in München

36 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


LIFESTYLE

NACHHALTIGKEIT UND NEO-ÖKOLOGIE

SIND DIE EPOCHALEN MEGATRENDS!

Erfreulicherweise wächst laut vielen Untersuchungen

das Bewusstsein für faire und

nachhaltige Bekleidung und Produkte, zwar

langsam aber kontinuierlich.

Und das Dogma der Schuldzuweisung,

das die Menschen zu einem nachhaltigen

Lebensstil drängte, ist längst passé. Nachhaltigkeit

entwickelt sich zu einem positiven

Lebensgefühl.

Nachhaltigkeit ist Lifestyle geworden.

Wer LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability)

erreichen will, muss heute nicht nur

soziale, wirtschaftliche und ökologische Kriterien

beachten, sondern auch ästhetische.

Das gilt besonders für die Textilbranche.

Laut einer repräsentativen Studie des

Marktforschungsinstitutes Dr. Grieger &

Co. wünschen sich immer mehr Menschen

nachhaltige Mode.

Viele weitere Berichte bestätigen diesen

Megatrend.

Nachhaltigkeit boomt wie nie zuvor!

Ein zentraler Grund für die rasante Entwicklung

ist ein vollzogener Imagewandel: Das

Thema Nachhaltigkeit hat längst nichts

mehr mit Verzicht, mit schlechtem Gewissen

oder militanten Hardlinern zu tun.

Nachhaltige Mode macht Spass und aktuell geworden. Aber sie muss echt sein!

Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit nur halbherzig oder rein aus PR-Gründen

widmen, werden heute schnell als Greenwasher entlarvt. Wer sich nachhaltig engagiert,

sollte dies mit ernst gemeinter Absicht tun. Leider ist die Anzahl der Unternehmen,

die ausschließlich nachhaltiger Mode produzieren, immer noch eher gering.

Im vergleich zu den großen textilen Playern sind es meist kleine Label die sich mit

nachhaltiger Mode beschäftigen. Oft sind es noch idealistische Einzelkämpfer/innen.

Eine echte nachhaltige Textilproduktion aufzubauen ist eine große Herausforderung.

Die textile Herstellungskette ist sehr unübersichtlich und die Produktionsbedingungen

alles andere als transparent.

Marktführer wie Hess Natur waren lange allein unterwegs und oft nur in der Öko

Ecke zu finden. Der aktuelle Katalog zeigt erfreulicherweise eine echte Veränderung

in Richtung Trendbewusstsein. Label wie Armed Angels, seit 2007 auf dem Markt,

bewegen einiges und wirbeln den Modemarkt zur zeit tüchtig auf.

Das Interesse der Endverbraucher an “nachhaltigen” Produkten ist jedenfalls enorm.

Über die Hälfte versucht, das Thema Nachhaltigkeit beim Einkauf zu berücksichtigen.

Jeder Zehnte berücksichtigt dieses Kriterium sogar bei jedem Einkauf.

Auch die Ausstellerzahlen nachhaltiger Labels auf internationalen Modemessen

belegen den Megatrend Nachhaltigkeit.

Sie sind in den letzten 10 Jahren um weit mehr als 100% gestiegen.

Das klingt gut und macht Hoffnung.

Weiter so!

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 37


Das Artland-Magazin.

E-Bike-Erlebnis-Touren

Sonderausstellung

„Schnappschuss – Zoom

dich in die Römerzeit“

bis 5. November 2017

in Museum und Park Kalkriese

Mit einer Ausstellung der ungewöhnlichen Art startet das Jahr im Varusschlacht-Museum:

„Schnappschuss – Zoom dich in die Römerzeit“ lässt den Besucher vom 4. März bis 5. November

2017 in das Leben der Römer vor 2000 Jahren eintauchen – oder besser gesagt macht ihn

zu einem Teil davon. Wer kann schon sagen, dass er einen römischen Reiter am Angriff hindern

konnte? Einem Gladiator beim Kampf zur Seite eilte? Oder sich als Feldzeichenträger unter

die Legionäre mischte? Die neue Ausstellung in Kalkriese macht das mit verblüffenden 3D-

Effekten möglich. Großformatige Ölgemälde warten auf die Aktion des Besuchers – denn erst

der Besucher im Bild lässt das Motiv dreidimensional

erscheinen. Ein Foto macht die optische Täuschung

perfekt. Originalobjekte aus dem römischen Reich

rahmen die Kulisse für die interaktive Zeitreise ein.

Einmischen, Mitmachen, Ausprobieren und natürlich

Fotografieren sind ausdrücklich erwünscht! Die

Ausstellung wird in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen

Mannheim und Tricture gezeigt.

Roms Reiter zu Pfingsten in Kalkriese

Zu Pfingsten, 4. und 5. Juni 2017, locken die Römer- und Germanentage wieder nach Kalkriese.

Römische Reiter, Legionäre, germanische Bogenschützen, Händler und Handwerker bieten

am Originalschauplatz Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren. In den Lagern pulsiert das

Leben und zahlreiche Darbietungen machen die Geschichte zu einem spürbaren Ereignis. Waren

aller Art stehen zur Auswahl und in der römischen Garküche werden die Gäste mit Speisen

nach Originalrezepten verwöhnt. Zahlreiche Mitmachaktionen und Kinderprogramme laden

ein zum Erkunden und Kennenlernen. Informationen zur Schnappschuss-Ausstellung und zu

den Römer- und Germanentagen sind unter www.kalkriese-varusschlacht.de bereitgestellt.

Rundum-Sorglos-Radeln im Hasetal

Erleben Sie die optimale Kombination aus Beweglichkeit und Bequemlichkeit

auf einer von sechs thematischen Tages-Radtouren durch das „Radfahrradies“

In kleinen Gruppen von 10 bis 20 Personen

geht es an festgelegten Terminen von April

bis Oktober durch unsere Region. Nach einem

kleinen Frühstück sowie einer Kennenlernrunde

inkl. Besprechung des Tagesablaufes startet

die Gruppe mit einem erfahrenen Reiseleiter

durch das Erholungsgebiet Hasetal, das Emsland

oder das Osnabrücker Land. Unterwegs

lassen Sie sich bei einem Mittagsimbiss sowie

bei Kaffee und Kuchen kulinarisch verwöhnen.

Während der ca. 45 km bis 55 km langen

Touren erzählt Ihnen unser Reiseleiter zur

jeweiligen Erlebnis-Tour Wissenswertes und

Dönkes. Vorab werden die Elektrofahrräder

ausführlich erklärt und individuell auf Ihre

Körpergröße eingestellt. Sie haben ein eigenes

Elektrofahrrad? Kein Problem! Dieses können

Sie natürlich auch zu Ihrer Erlebnis-Tour

mitbringen!

Auf der ca. 55 km langen „KLETTER-TOUR“

rund um Bad Essen entdecken Sie die

landschaftlichen Reize der Ausläufer des

Wiehengebirges. Dies ist die sportliche Tour für

alle die gerne ein E-Bike einmal „richtig“ testen

möchten. Die abwechslungsreiche Fahrt, nicht

nur auf flachen Strecken, sondern auch immer

mal wieder mit Steigungen führt vorbei an

den Saurierfährten über Buer nach Melle.

Nach einem kurzen Stopp am Schloß Gesmold

wartet in Schledehausen eine Kaffeetafel auf

Sie, bevor es zurück nach Bad Essen geht.

Das Artland ist eine Region wie aus dem

Bilderbuch. Einzigartige Kulturschätze können

Sie auf der ca. 55 km langen „ARTLAND-

TOUR“ entdecken. Wo immer man sich gerade

befindet, sieht man am Horizont gleichzeitig

mehrere einzeln gelegene Bauernhöfe. Von

Quakenbrück ausgehend, entlang der Hase,

durch das charmante, 1000-jährige Örtchen

Gehrde führt die Tour nach Bersenbrück, vorbei

an vielen „Mundräuber-Bäumen“. Durch das

Osnabrücker Land über Talge und Vehs kehren

Sie zurück nach Quakenbrück zum Artland

Kotten, dem Startpunkt ihrer Radtour.

Auf der Radroute ab / bis Löningen mit dem

Titel „HÖFE-TOUR“ erfahren Sie allerlei zum

Thema „Spezialisierung in der Landwirtschaft“:

Erleben Sie die Unterschiede von Landwirtschaft

früher und heute. Vom Ferien- und

Ponyhof über Pferdezucht im Oldenburger

Münsterland bis zur Milchviehaltung reicht die

Palette der unterschiedlichen Höfe. Unterwegs

erzählt Ihr Reiseleiter kleine Geschichten und

Dönkes aus der Region. Auch auf dieser Tour

erwarten Sie Pausenstationen mit stärkenden

regionalen Gerichten.

Eilerskamp 9 ∙ 49610 Quakenbrück ∙ 05431/8885 ∙ info@kfz-wilgen.de

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38 | mq Ausgabe Frühjahr Winter 2016 2017


ERLEBNISTOUREN

In der naturreichen Hasetal-Landschaft gibt

es vele versteckte Gärten und Parks mit

außergewöhnlichen Details und romantischen

Ecken. Auf der „GARTEN-TOUR“ ab

dem Gasthof Röckers in Helte werden Sie

entführt in eine Welt der Kräuter, Blumen

und Staudengewächse - genießen Sie eine

Reise durch die vielfältige Gartenkultur

unserer Heimat. Zu Beginn erwartet Sie

in Helte ein wunderschöner Garten mit

Holzskulpturen, bevor es auf die ca. 50 km

lange Rundtour geht. Diese Tour ist auch für

Männer geeignet.

Begeben Sie sich auf eine spannende Tour

rund um das Thema Energiegewinnung

gestern und heute. Wasser, Wind, Sonne,

Biogas, Kernkraft oder fossile Brennstoffe

- auf der ca. 55 km langen „ENERGIE-

TOUR“ ab / bis Lähden können Sie alle hier

beschriebenen Elemente „live“ erleben. Auch

für die Schönheiten des Hümmlings, das

barocke Schloß Clemenswerth in Sögel sowie

das Theikenmeer ist noch ausreichend Zeit

eingeplant. Im Werlter Klimacenter gibt es

alle Infos noch einmal in „geballter Form“,

bevor es nach einem Stopp an der Hüvener

Mühle zurück zum Ausgangspunkt geht.

Neu in diesem Jahr ist auch die

„MARITIME-TOUR“. Gestartet wird in

Meppen, der „grünen Stadt am Wasser“, mit

gleich zwei interessanten Schleusen und

einem traumhaft schönen Yachthafen. Hier

treffen nicht nur Ems, Dortmund-Ems-Kanal

und Hase aufeinander, sondern auch unsere

Tourenteilnehmer. Ihr Reiseleiter führt Sie

durch das Naturschutzgebiet „Borkener

Paradies“ vorbei am Heimathaus Versen in

die „Schifferstadt“ Haren. Hier erwartet Sie

ein stärkender Mittagsimbiss auf Harens

maritimer Meile mit Schifffahrtsmuseum

und Yachthafen. Entlang des Dortmund-

Ems-Kanals, vorbei am neuen Industriehafen

(Eurohafen) und der Hünteler Schleuse

radeln Sie zurück nach Meppen.

Bei allen Touren sind folgende

Leistungen im Preis enthalten:

– Frühstück beim Eintreffen

(Kaffee/Tee und Schnittchen)

– Mittagsimbiss

– Kaffee und Kuchen

– Teilnahme an der Verlosung eines E-Bikes

– E-Bike Miete inkl. Fahrradtasche

– Einweisung in die Handhabung

des E-Bikes

– Pannenservice

– Erfahrene Reiseleiter während der Tour

– Erfrischungsgetränk für unterwegs

55,- Euro pro Person

Bei Mitnahme eines eigenen E-Bikes erhalten

Sie 10 € Rabatt auf Ihre Erlebnis-Tour.

Information und Buchung:

Hasetal Touristik GmbH

Langenstraße 33 · 49624 Löningen

Tel.: 0 54 32-59 95 99 · Fax: 0 54 32 - 59 95 98

E-Mail: info@hasetal.de · www.hasetal.de

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 39


Das Artland-Magazin.

Oster-Suchspiel

Eure Seite!

Ihr öffnet morgens das Fenster oder die Tür und frische

Frühlingsluft strömt Euch entgegen. Ihr könnt es auch an der

erwachenden Natur spüren:

Die Sonne steigt höher, die

ersten Blumen blühen, die

Zweige werden grün und die Zugvögel kehren in unser Land

zurück. In diesem Jahr will der Frühling am 20. März kalendarisch

seinen Einzug halten. Ihr Kinder freut euch natürlich

ganz besonders auf das Osterfest, was wir in diesem Jahr am

16./17. April feiern werden. Um Ostern herum gibt es viele

Sitten und Bräuche, die sich rund um das Osterei drehen. Im

christlichen Glauben verkörpert das Ei die Auferstehung von

Jesus Christus. Das Osterei ist ein Zeichen der Fruchtbarkeit

und von neuem Leben, das Jesus den Menschen geschenkt

hat. Aus lauter Freude darüber wünschen sich die Leute an

den Festtagen „Frohe Ostern“ und die Kinder dürfen bunte

Ostereier suchen, die der „Osterhase“ im Garten, im Haus

oder in der Natur versteckt hat. Es macht echt Spaß, wenn

man welche findet. Die Leute hängen sogar bunt bemalte

Eier an frische Zweige, die sie in eine Vase stellen. Im Frühling

legen auch alle Vögel fleißig Eier, aus denen nach der Brutzeit

süße kleine Küken schlüpfen. Was meint Ihr, legen Hasen in

der Natur auch Eier und brüten ihre Jungen aus?

Kennt Ihr das?

Wieviel Ostereier hat der Osterhase

denn auf dem Bild rechts an dem

Flüsschen „Hase“ für Euch versteckt?

Aber aufgepasst,

nicht dass die Eule Euch die Eier wegschnappt!

Wer die richtige Anzahl herausfindet

und nicht älter als 10 Jahre ist,

kann sie uns per Post zuschicken.

Dann könnt ihr an unserer Osterverlosung

teilnehmen und schöne Preise gewinnen.

Vergesst nicht, Euer Alter, Euren Namen

und Eure Adresse anzugeben.

Einsendeschluss ist am 15. Mai 2017.

t

Schickt die Postkarte an:

Text und Gemälde von Alexandra Lüders

Auflösung des Suchspiels im nächsten Heft.

Oelkers, Druckhaus im Artland

Stichwort: MQ Ostereiersuche

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

40 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


t

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 41


42 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


Mit der NWB

von Osnabrück zur Küste - Teil 5

von Detlef Bülow

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 43

Bahnhofshalle des Oldenburger Hauptbahnhofs Foto D. Bülow


Das Artland-Magazin.

Von Oldenburg geht es

heute weiter in Richtung

Küste, aber bevor ich

mich wieder in die Bahn

setze, schaue ich mich

hier noch ein wenig um.

Es ist Samstag und an der Lambertikirche

ist Wochenmarkt. Das ist gut, denn

ich wollte mir zwei Ausstellungen im

Schloss ansehen und der Markt liegt auf

dem Weg. Das Oldenburger Schloss ist

Sitz des Landesmuseums für Kunst und

Kulturgeschichte und Wahrzeichen der

Stadt.

Mich interessiert heute eine Ausstellung

die ich mir im Museum anschauen

möchte. Es ist die Spielzeugsammlung

von Bernd Pfarr.

Der Maler und Cartoonist Bernd Pfarr

wurde vor allem mit seinen Arbeiten

für die Zeitschrift „Titanic“ und die

Wochenzeitung „DIE ZEIT“ bekannt.

Er war Mitglied der Neuen Frankfurter

Schule des kritischen Humors.

Seine skurrilen Zeichnungen

verweisen in vielen Details auf

seine private Leidenschaft. Pfarr

sammelte Blechspielzeuge

mit Aufziehmotor aus der

Zeit von 1920 bis 1935.

Bereits sein Onkel hatte die Sammlung

angelegt und Bernd Pfarr ergänzte sie unter

großem finanziellen Aufwand. Nach

dem frühen Tod des Künstlers erhielt das

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Oldenburg im Jahr2007 rund

200 Blechspielzeuge als Dauerleihgabe.

Vom Bahnhof aus sind es nur wenige

Minuten Fußmarsch und ich bin schon

auf dem Wochenmarkt an der Lambertikirche.

Der Rathausmarkt vor dem

Hintergrund des historischen Rathauses

und der Kirche mitten im Stadtkern

ist Oldenburgs charakteristischster

Wochenmarkt. Die zahlreichen

umgebenden Restaurants, Cafés

und Eisdielen laden hier jederzeit

zu einer angenehmen Pause ein.

Ich lasse die Restaurants und

Cafés aber links liegen, denn ich

möchte zum Schloss.

Einmal um die Ecke biegen

und da sehe ich auch schon

das imposante Bauwerk,

das sich mir in Hellgelb

präsentiert.

Graf Anton Günther

ließ seinen

Residenzsitz auf den

Fundamenten einer

mittelalterlichen

Wasserburg,

der alten „Aldenborg“, zwischen 1605

und 1617 erbauen. Zum Schlossplatz hin

erhebt es sich mit einem imposanten

Glockenturm.

Ich gehe hinein, an der Besucherinformation

werde ich von einem freundlichen

Herren empfangen, ich bezahle 6,- Euro

Eintritt, bekomme Infomaterial zu den

Ausstellungen übereicht und werde

darauf aufmerksam gemacht, dass ich

mit meiner Eintrittskarte die Ausstellungen

im Prinzenpalais und im Augusteum

besichtigen kann. Beide Häuser seien

quasi nur einen Steinwurf vom Schloss

entfernt.

Leider bekomme ich nicht die Erlaubnis,

im Museum zu fotografieren, aber ich

erhalte die Telefonnummer von Frau

Birgit Neuhäuser, sie ist zuständig für

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Von ihr

würde ich für meinen Artikel Bildmaterial

bekommen.

Ich bedanke mich und bleibe im ersten

Stock. Nachdem ich einige Räume hinter

mir gelassen habe, finde ich die Ausstellung

„Bewegtes Blech“. Als erstes entdecke

ich ein Feuerwehrtretauto, welches

umgehend Erinnerungen in mir weckt.

Es hat diesen Tretmechanismus, an dem

ich mir als Kind immer blutige Knöchel

geholt hatte, wenn ich von dem Pedal

abgerutscht war.

44 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


MIT DER NWB UNTERWEGS

Kaum zu glauben, früher haben wir uns

als Kinder an diesem Blechspielzeug erfreut,

heute sind es wertvolle Sammlerobjekte.

Rund 250 Blechspielzeuge sind hier

derzeit zu bewundern. Unter den bunt

bemalten Stücken befinden sich Autos

und Eisenbahnen, Flugzeuge, Motorräder.

Aber auch Tänzer und Clowns, Straßenmusikanten

und Jongleure aus Blech sind

dabei. Eines haben all diese Spielzeuge

gemeinsam: Mithilfe eines Aufzieh-Mechanismus

setzen sie sich in Bewegung,

das älteste ausgestellte Spielzeug wurde

1898 hergestellt und einige der Autos

sind sogar mit Licht ausgestattet. An den

Wänden befinden sich gerahmte Detailaufnahmen

der Exponate, die der Hausfotograf

angefertigt hat. Er hat richtig

gute Arbeit geleistet und hebt mit seinen

Fotografien so manche Kleinigkeiten, die

der Betrachter schnell übersehen kann,

hervor. Zur Ausstellung gehören aber

nicht nur professionell gefertigte Spielzeuge,

sondern auch solche, die Kinder in

afrikanischen Ländern aus Getränke- und

Konservendosen selbst gebastelt haben.

Diese Ausstellung kann noch bis zum 30.

April besichtigt werden, ich bin begeistert

und begebe mich in den ersten Stock.

Hier werden unter anderem die Werke

des ersten Hofmalers und Galerieinspektors

Johann Wilhelm Tischbein gezeigt.

Ein Highlight ist auch der berühmte

Oldenburger Idyllenzyklus des Hofmalers.

Wegen seiner Freundschaft zum Dichter

wird er auch „Goethe-Tischbein“ genannt.

Der Idyllenzyklus ist mit mehr als 40

Gemälden vollständig erhalten.

Schlosssaal im Oldenburger Schloss, Landesmuseum Oldenburg

Foto S. Adelaide

Blechspielzeug Sammlung Bernd

Pfarr Faszination Bewegtes Blech

Landesmuseum Oldenburg

Foto S. Adelaide

Cabrio, Distler, Länge 30 cm,

Sammlung Bernd Pfarr,

Landesmuseum Oldenburg

Foto S. Adelaide

Landesmuseum Oldenburg Foto D. Bülow

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 45


Das Artland-Magazin.

Schloss, Sammlung Kulturgeschichte Kirche im Mittelalter

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Foto S. Adelaide

Schloss, Raumaufnahme Roter Salon

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Foto S. Adelaide

Rund 800 kulturgeschichtliche Exponate

zeigen die Vielfalt und die Besonderheit

der Räume des Schlosses. Bis ins

Dachgeschoss geht der Weg vorbei am

Empfangszimmer, Antiquarium, Turmzimmer,

Blauen, Grünen und Roten Salon,

dem Thronsaal, dem Idyllenzimmer, dem

Marmor- und Stracksaal, dem Schlossund

Silbersaal sowie dem Weißen Saal.

Die historischen Räume sind bestückt

mit Lithografien, Gemälden, Antikensammlungen,

Wandbespannungen und

Möbeln.

Ich bin beeindruckt, merke aber, dass ich

hungrig geworden bin.

Mein Magen knurrt, er macht sich sogar

so laut bemerkbar, dass ich von einem

jungen Mann, der neben mir steht, angesprochen

werde.

„Na, da hat aber jemand Hunger!“

Ich lächle ihn an und frage, ob es in der

Nähe eine gute Pizzeria geben würde.

„Ich kann Ihnen da eine empfehlen. Die

ist aber nicht gerade in der Nähe. Aber

der Weg lohnt sich“, erzählt mir der nette

Oldenburger.

Er empfiehlt mir Oldenburgs italienische

Kult-Pizzeria und Cocktailbar mit amerikanischem

Flair, das NEW YORK NEW

YORK in der Wallstraße.

Ich kenne das Lokal und mache mich auf

den Weg.

Mit fast 20 Gastronomie-Objekten ist die

Wallstraße in Oldenburg sicherlich die

Gastro-Meile der Stadt. Sie ist auch mir

ein Begriff und ein Anziehungspunkt für

Nachtschwärmer, Live-Musik-Liebhaber

und Kneipenbummler. Zahlreiche Cafés

und Restaurants verfügen über schöne

Außenplätze und bieten so ihren Gästen

einen Platz an, um entspannt das Treiben

in der Straße zu beobachten.

Das NEW YORK NEW YORK fällt von

außen gar nicht großartig auf, aber von

innen macht es der Bezeichnung „Kult-

Pizzeria“ alle Ehre.

Ich muss in den Keller und werde von

einem Kellner herzlich begrüßt.

In diesem seit ca. 30 Jahren hier ansässigen

Restaurant bekommt man nicht

nur eine super Pizza zu guten Preisen,

Seit 3 Jahrzehnten beherbergen die Gewölbe eine italienische Pizzeria im amerikanischen

Style.

Foto D. Bülow

Bunte Cocktails, traditionelle italienische Küche und der amerikanische Traum erfüllt

das „New York New York

Foto D. Bülow

46 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


MIT DER NWB UNTERWEGS

Selbst die Wartehalle des Oldenburger Hauptbahnhofs weist eine beeindruckende Architektur auf

Foto D. Bülow

nein, das ausgefallene Restaurant in Rot-

Blau mit vielen Fotos, Rundbögen und

buntem Dekor serviert dem Gast auch

andere traditionelle italienische Gerichte

und Kleinigkeiten sowie schmackhafte

Cocktails.

Ich esse und trinke unter den Augen von

„Lady Liberty“, Marlon Brando, Marilyn

Monroe, James Dean und vielen anderen

Stars der amerikanischen Unterhaltung,

die hier gerahmt an den Wänden hängen.

Nachdem ich mich noch kurz mit dem

Patron unterhalten habe, zahle ich und

mache mich auf den Weg zum Bahnhof.

Bahnfahren, das hat auch was Meditatives.

Ohne hier ins Romantische abrutschen

zu wollen: Das leichte Ruckeln und

gleichzeitiges Aus-dem-Fenster-Blicken

liefern die Steilvorlage, um die Seele

baumeln zu lassen. Erst recht wenn man

so gut gegessen hat wie ich. Mir gefällt

es, gerade einfach mal gar nichts zu tun.

Auszeit für die Seele. Für einige Minuten

rollt man an allem vorbei, die Hetze ist

weg – und der Kopf kann mal entspannen,

erholen, loslassen.

Doch da fällt mein Blick auf die Zeitschrift

meines Nachbarn. In großen Lettern lese

ich die Überschrift: „Der kommende Sommer

bringt eine Hitzewelle. Zehn Tipps,

wie Sie die Hitze überstehen.“

Schon ist es wieder vorbei mit der Seele

baumeln lassen. Ich denke über diese

Überschrift nach und frage mich, wie

die jetzt schon von dieser „Hitzewelle“

wissen.

„Zehn Tipps!“ Wetten, dass da auch der

Hinweis zu lesen ist, man solle genug

trinken? Ja, ist es denn zu fassen? Haben

die Menschen keinen Durst mehr? Welcher

Grad an Verblödung hat uns erfasst?

Haben wir uns so zurückentwickelt, dass

wir uns von den Medien sagen lassen,

dass wir trinken müssen?

Sind wir dem Stadium der totalen Unfähigkeit

wirklich so nahe? Können wir

denn gar nichts mehr?

Da fällt mir ein, ich habe doch letztens

über die neuesten Untersuchungen der

„Deutschen“ gelesen:

„Der Deutsche bekommt zu wenig Kinder“

hieß es da, „er stirbt aus, er heiratet

nicht, weiß nicht, wie man eine Steuererklärung

ausfüllt, er verlerne Lesen und

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 47


Das Artland-Magazin.

Schreiben, Mathematik hat er noch nie

beherrscht, er könne keine Großprojekte

planen,“ na ja das stimmt! „Treibe zu

wenig Sport, ernähre sich falsch, kennt

keine Kinderlieder, gehe nicht zur Wahl

und sehe nicht mehr fern.“

Der Deutsche ist also total bescheuert. Er

verkommt. Wie lange wird es dauern, bis

er morgens sein Smartphone anschaltet

und auf dem Display erscheint der Satz:

Du musst Dich anziehen!

Ich merke, dass ich mich da zu sehr hineinsteigere,

ich muss aufhören, darüber

nachzudenken, ich wollte doch nichts tun,

entspannen und abschalten. Beim großen

Grübeln muss man schon mal aufpassen,

dass man die Zielstation nicht verpasst.

Aber bereits nach zehn Minuten Fahrt

habe ich auch schon mein heutiges Ziel

erreicht.

RASTEDE

Die Gemeinde befindet sich 12 Kilometer

nördlich von Oldenburg und ist etwa

25 Kilometer von meinem endgültigen

Reiseziel Wilhelmshaven entfernt. Seit

2011 ist Rastede als Ausflugsort staatlich

anerkannt. Ich möchte hier zuerst das

historische Palais ansehen. Es liegt in mitten

einer Parkanlage und wurde um 1789

errichtete. Zusammen mit dem Schloss

Rastede diente es früher als Sommerresidenz

der Großherzöge von Oldenburg.

In dem Palais werden abwechselnde

Ausstellungen der bildenden Kunst und

Kulturgeschichte ausgestellt, die durch

ein Rahmenprogramm begleitet werden.

Konzerte, Theater, Lesungen und Vorträge

zu Kunst, Geschichte und Kultur sind weitere

Schwerpunkte des Programms. Aber

auch für eine standesamtliche Hochzeit

ist das Palais eine richtig schicke Location.

Vor dem Eingang des Palais kann sich

die Hochzeitsgesellschaft entspannt

versammeln, bevor das Hochzeitspaar als

Erstes herein gerufen wird. Im Goldenen

Salon finden ca. 20 Gäste Platz, um die

standesamtliche Trauung zu beobachten.

Nach der standesamtlichen Trauung kann

man einen Raum in der oberen Etage

anmieten, um dort den Sektempfang zu

begehen. Bei gutem Wetter bietet sich

dafür aber eher die weitläufige Parkanlage

an. Dort lassen sich bei Sonnenschein

auch die ersten Familienfotos und Hochzeitsportraits

fotografieren.

Danach geht es weiter zum Schloss, das

der Öffentlichkeit leider nicht zugänglich

ist.

Es war für lange Zeit die Residenz der

Grafen und Großherzöge des Hauses Oldenburg

und befindet sich noch heute in

Familienbesitz. Das Gebäude ist beispielhaft

für den Oldenburger Klassizismus,

der durch den Herzog Peter Friedrich

Ludwig nach Oldenburg gebracht wurde,

und auch der wichtigste Profanbau im

Ammerland. Die Oldenburger Großherzöge

erweiterten über 130 Jahre hinweg

ihre Rasteder Sommerresidenz. Sie ließen

Teiche, geschlungene Wege, großzügige

Wiesenflächen anlegen und die Anlage

vergrößerte sich auf eine Fläche von mehr

als 300 Hektar. Heute führen gut beschilderte

Rundwanderwege sowie zwei bis

zu zehn Kilometer lange Distanzstrecken

für Sportler bewegungsfreudige Besucher

durch den Park. Hunde sind ebenso im

Schlosspark willkommen, müssen aber

an der Leine geführt werden. Am Rande

des Parks befindet sich der Turnierplatz.

Hier finden alljährlich einige Großveranstaltungen

statt. Wie zum Beispiel die

Vintage Race Days. Es werden vom 12.

bis 14. Mai im herzoglichen Schlosspark

beeindruckende und seltene Vorkriegsrennwagen

erwartet. Es geht entlang an

den Tribünen mit den alten Holzbänken,

vorbei an dem historischen Richterturm

in das Innenfeld mit ausgesuchten Ausstellern.

Ein Besuch des offenen Fahrerlagers

darf natürlich auch nicht fehlen.

Die Wettbewerbe der Vintage Race Days

leben von den seltenen Rennwagen,

der außergewöhnlichen Grasbahn, der

ganzen Atmosphäre auf dem historischen

Rennplatz. Staffelläufe ganzer

Mannschaften heizen den Teamgeist an,

Rennen wendiger MG‘s gegen mächtige

Bentleys bergen mitunter große Überraschungen

und Nachtfahrten entfalten

einen ganz besonderen Reiz. Für den

Besucher der Vintage Race Days ist damit

kein Rennen wie das andere. Entsprechend

oft fällt der Satz „Was? Es sind

schon fünf Stunden vergangen? Wir sind

doch gerade erst angekommen.“

Ich freue mich schon auf legendäre

Rennwagen der Vorkriegsära, Handwerk

aus kleinen Manufakturen, kulinarische

Leckerbissen aus regionaler Produktion,

floristische Meisterwerke und feinsten

Jazz.

Eventuell treffen wir uns ja, bevor es

wieder heißt: „Bitte einsteigen, die Türen

schließen automatisch, der Zug fährt ab.“

Ich würde mich freuen.

Eingang des Palais Foto D. Bülow Das Palais liegt inmitten einer weitläufigen Parklandschaft Foto D. Bülow

48 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


MIT DER NORDWESTBAHN UNTERWEGS

Die Sommerresidenz der Oldenburger Großherzöge in Rastede

Foto D. Bülow

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Impressionen von den Vintage Race Days

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 49


Das Artland-Magazin.

ALS SEKRETÄRIN

VOR DER KAMERA

Mein Auftritt bei

den „Uralten Kameraden“

Als Sekretärin vor der

Kamera: Katharina Preuth

Als Sekretärin des Bürgermeisters habe

ich in dem Film „Uralte Kameraden“ von

Ralph Hanheide und Paul Bergfeld erste

Bühnenluft geschnuppert. Es ist zwar

nicht Hollywood und den Oscar werde

ich dafür vermutlich nicht bekommen,

aber aufregend war es trotzdem.

Weil Rosemarie Hauertmann, die echte

Sekretärin des Quakenbrücker Samtgemeindebürgermeisters,

die Rolle in dem

Krimi nicht übernehmen wollte, durfte

ich vor die Kamera. Und dass nicht nur

als Statist. Meine Rolle hat richtigen

Text, und das nicht einmal wenig. In insgesamt

sieben Szenen tritt Frau Krause

auf. Ok, bei zweien davon dann doch

eher am Rand.

Für mich eine Premiere, ist es für das

Duo Bergfeld/Hanheide bereits der siebte

Film, den sie gemeinsam realisieren.

Paul Bergfeld ist dabei hauptsächlich zuständig

für das Drehbuch, Ralph Hanheide

übernimmt Regie und Kamera. Schon

vor über 25 Jahren fiel die erste Klappe

bei dem Streifen „Zug um Zug“. Das

aktuelle Projekt ist dabei eine Fortsetzung

des Films „Alte Kameraden“ (2014).

„Der Film kam so gut an, da mussten wir

einfach noch einen Teil drehen“, erzählt

der Regisseur. Die Laienproduktionen

leben von den lokalen Schauspielern

und den Drehorten. „Die Karten für die

Premiere sind immer schnell ausverkauft.

Jeder Mitwirkende bringt seinen

Fanclub mit“, freut sich Hanheide. Als

Kulisse für den Streifen dient dabei die

ganze Burgmannsstadt. Weder Rathaus,

noch Bahnhof oder Banken sind vor den

Filmemachern sicher.

Meiner Rolle entsprechend stand ich

dann also im kurzen Rock mit passender

Bluse und auf hohen Schuhen im

Quakenbrücker Rathaus. Das wichtigste

Accessoire der Sekretärin, die Brille, habe

ich mir bei Apollo Optik geliehen. Das

Outfit war damit komplett. Vor Ort war

das Drehteam schon im vollen Einsatz.

Ralph Hanheide und Paul Bergfeld positionierten

die Kamera und leuchteten

das Büro von Stadtdirektor Claus Peter

Poppe aus.

50 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


D E R N E U e n H A N H E I D E - B E R G F E L D - P R O D U K T I O N

„Aber das (dramatische Pause) hat er nun

wirklich nicht verdient“, murmelte ich beim

Warten aufgeregt vor mich hin. Einer der

wenigen Sätze meiner Rolle, den ich mir direkt

merken konnte. Mein fehlendes Talent

beim Auswendiglernen stellte zum Glück

kein großes Problem dar. Natürlich gab es

genaue Textvorgaben von Autor Paul Bergfeld.

Aber letztendlich improvisierten die

Laien vor der Kamera. Dabei zeigte Hubert

Schwertmann eine besondere Begabung.

Der alte Hase des Showbiz war mein erster

Drehpartner. Er spielt den Bürgermeister

Tesche. Hubert Schwertmann hat bereits

in drei Produktionen von Hanheide und

Bergfeld mitgewirkt. Ein Vollprofi also.

Dann endlich war der Moment gekommen.

„Nach Action drei Sekunden. Und

Action“, kam es von Seiten des Regisseurs

und meine allererste Szene begann. „Die

drei Sekunden benötigen wir später zum

Schneiden“, weiß der Experte. Auf meinen

Pumps tippelte ich auf sein Zeichen los ins

Zimmer des Bürgermeisters und erinnerte

ihn, in meiner Funktion als Sekretärin, an

die Kindergarteneröffnung. Nicht schlecht,

fand ich, schließlich bin ich weder gestolpert,

noch habe ich mich beim Sprechen

verhaspelt. „Ganz ok, das machen wir nochmal“,

sagte der Regisseur. Etwas mehr Kraft

in der Stimme, verlangte Hanheide. Nach

zwei Versuchen war die Szene im Kasten.

Dann noch eine Einstellung am Telefon und

im Vorraum und mein erster Drehtag ist

geschafft.

Monate später, mittlerweile hing bereits die

Weihnachtsbeleuchtung in den Schaufenstern

Quakenbrücks, kam ein erneuter Anruf

vom Regisseur. Es sei Zeit für die nächsten

Szenen. „Denk daran, es ist Sommer im

Film“, erinnerte mich Hanheide noch. Trotz

eisiger Temperaturen schlüpfte ich ein

zweites Mal in den kurzen Rock um die Sekretärin

zu spielen. Drehort war wieder das

Rathaus. Jetzt stand mir nicht mehr Hubert

Schwertmann als Bürgermeister Tesche

gegenüber, der war inzwischen entführt,

Regieanweisungen beim Dreh im Rathaus

KAMERADEN

sondern Piet Hohnhorst und Christian Lampe.

Ratsherren seien sie.

Wie bereits zuvor, bekamen wir zwar unseren

eigenen Text ausgehändigt, aber was den

Inhalt des Films betrifft, tappten wir eher im

Dunkeln. Nur so viel: Einer der alten Kameraden

des ersten Teiles kommt völlig pleite

zurück nach Quakenbrück. Um wieder an Geld

zu kommen, entführt er den Bürgermeister.

Piet Hohnhorst verrät noch: „Ich musste am

Bahnhof eine Tasche mit Lösegeld in die Nordwestbahn

werfen.“

2017

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 51


Das Artland-Magazin.

Beim Drehen in dieser Jahreszeit achten die

Filmemacher besonders darauf, dass sich nicht

heimlich ein Weihnachtsmann ins Bild schummelt.

„Bei Holterhus haben wir auch gedreht,

da mussten wir einen Teil der Weihnachtsdeko

entfernen“, sagt Ralph Hanheide.

Ohne Weihnachtspannen, aber mit kurzen

Diskussionen ums Drehbuch, sind die Szenen

schnell abgedreht. Ein weiteres Treffen steht

noch an: Eine Ratssitzung, in der die Ratsherren

über die Erpressung der Stadt diskutieren. Die

Sekretärin sitzt hier nur als Protokollantin mit im

Bild. Viel Zeit investieren die Filmer in ihr Hobby.

Von Mai 2016 bis in den Januar 2017 haben sie

gemeinsam mit den Schauspielern gedreht,

zuvor musste bereits das Drehbuch stehen. Und

auch mit dem letzten Drehtag endet nicht die

Arbeit der beiden. Jetzt steigen Paul Bergfeld

und Ralph Hanheide in die Postproduktion ein.

„Wir benötigen etwa 65 bis 75 Stunden für den

Schnitt und die Nachbearbeitung des Tons.

Im Schneideraum verbrachten Ralph Hanheide und Paul Bergfeld unzählige Stunden

Entführungsopfer Hubert Schwertmann musste eingiges über sich ergehen lassen

Fotos: Detlef Bülow

Am 8. April muss alles stehen, dann ist die große

Premiere.

D E R N E U e n H A N H E I D E - B E R G F E L D - P R O D U K T I O N

INFO:

Filmpremiere „Uralte Kameraden“

am 8. April 2017 in der Artland-Arena.

Einlass um 19:00 Uhr bei freier Platzwahl.

In der Arena bietet die Fa. Beef Chief Burger ein Catering an.

Eine Cocktailbar sowie Theken sorgen für gepflegte Getränke.

Der Einzug der Darsteller erfolgt um 20:00 Uhr,

anschließend Uraufführung des Films „Uralte Kameraden“.

Hulapalu-Aftershowparty: Deutschlands bester Andreas Gabalier-Double,

der jüngst vom KM als „Künstler des Jahres 2016“ ausgezeichnet wurde und

Profi-DJ „MM“ vom Bel-Air aus Cloppenburg heizen das Publikum richtig ein.

Bei der Oscarverleihung im Rahmen der Aftershow-Party hat das Publikum

wieder die Möglichkeit, ihren besten Haupt- und Nebendarsteller zu

wählen. Die Eintrittskarte enthält einen Abschnitt, der dafür ausgefüllt

werden muss.

Karten erhältlich bei Uhren-Schmuck Braemer · Allianz Vertretung Ludmann

und Geschäftsstelle Bersenbrücker Kreisblatt

KAMERADEN

2017

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SA 8. APRIL ARTLAND ARENA

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52 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


FRACKING

Auftakt zur Demo am 09. Juni 2012.

WIRD AUFSUCHUNGSERLAUBNIS VERLÄNGERT?

Am 31.03.2017 endet (wieder einmal) die Erlaubnis zur Aufsuchung

von Kohlenwasserstoffen in unserem Aufsuchungsfeld

Ursprünglich endete sie am

14.03.2014, wurde aber verlängert,

ohne dass eine Behörde, z.B.

die Landkreise gehört worden

wäre. Und das, obwohl der

Niedersächsische Wirtschaftsminister

noch im Aug. 2013 der

IG Fracking-freies Artland e.V.

mitgeteilt hatte, das LBEG (Landesamt

für Bergbau, Energie und

Geologie) beteilige im Erlaubnisverfahren

grundsätzlich die

betroffenen Landkreise, die in

der Praxis vor Abgabe einer Stellungnahme

ihre Gemeinden einbeziehen

könnten. Der Landkreis

Osnabrück beabsichtigte, genau

so zu verfahren wurde dann

aber von der stillschweigenden

Verlängerung ebenso überrascht

wie die übrige Öffentlichkeit.

Badberger Straße 31

49610 Quakenbrück

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Ihr Ansprechpartner:

Uwe Meyer zu Brickwedde

Damit nicht erneut in derart

fragwürdiger Weise die Erlaubnis

verlängert werde, haben

sich die im Aufsuchungsfeld

beheimateten Interessengemeinschaften

Schönes Lünne

und Fracking-freies Artland e.V.

mit zwei Fragen an den Niedersächsischen

Wirtschaftsminister

gewandt:

1. Wie kann erreicht werden,

dass das LBEG im Falle eines

weiteren Verlängerungsantrages

die bergrechtlichen

Mindestanforderungen

berücksichtigt und eine

Öffentlichkeitsbeteiligung

zumindest der betroffenen

Landkreise durchführt?

EDV-Vernetzung

Handy-Reparatur

PC Reparaturen

Hardware

Software

TV Video

2. Wie kann erreicht werden

dass die Haltung der Niedersächsischen

Landesregierung,

die sich in Pressemitteilungen

und in Antworten auf

mündliche Anfragen im

Landtag manifestiert (Nein

zu Schiefergasförderung,

Nein auch zu entsprechenden

Forschungsvorhaben) auch

ihren Niederschlag in der

Genehmigungspraxis der ihr

unterstellten Behörde, des

LBEG, findet?

Auf die Antwort darf man gespannt

sein.

Inzwischen hat sich auch der

Umweltausschuss des Landkreises

Osnabrück mit dem

Thema befasst, nachdem es dort

von den Grünen eingebracht

worden war. Dem Landkreis ist

auf entsprechende Anfrage vom

Bergamt mitgeteilt worden,

dass ein Verlängerungsantrag

gestellt worden sei, der gleichzeitig

eine Flächenreduzierung

vorsehe, wobei im Augenblick

noch nicht klar sei, wie weit der

LK Osnabrück von dem reduzierten

Aufsuchungsfeld überdeckt

werde. Sofern betroffen, würde

den Gemeinden und Landkreisen

in absehbarer Zeit eine

Möglichkeit zur Stellungnahme

eingeräumt werden.

Dieses neuerliche „kommunikative“

Vorgehen geht auf einen

Erlass des Wirtschaftsministers

vom 11.06.2014 zurück, zu dessen

Zustandekommen sicherlich

auch die vielen Gemeinden des

Landkreises Osnabrück beigetragen

haben, die sich aufgrund

einer Initiative der IG Frackingfreies

Artland an das Bergamt

und den Wirtschaftsminister gewandt

hatten, um den Anspruch

geltend zu machen, künftig

beteiligt und gehört zu werden.

Zur Erinnerung:

Im Jahre 2012 sollte in Badbergen-

Grote die Explorationsbohrung

„Ortland 26“ durchgeführt

werden. Das dem Bergamt für das

Jahr 2012 vorgelegte Programm

sah vor: „Abteufen und Testen

(frac) der Shale Gas Bohrung

Ortland 26“. Hierzu ist es bislang

nicht gekommen. Es hat sich ein

massiver Widerstand der Bevölkerung

gegen die Fracking-Technik

entwickelt.

Dr. med. Maria

Entrup-Henemann

Steimelager Wegg 32

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 53


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zu Alençoner sammeln. Aus kleinsten Str. 8 Anfängen · 49610 heraus Quakenbrück entwickelte sich · Tel. daraus 0 im 54 Laufe 31 / der 66 Zeit 76

ein so

stattlicher Fundus, dass dieser inzwischen als größter heimatkundlicher Buchbestand neben

dem Landesarchiv www.restaurant-heimatstube.de

Osnabrück gilt.

Hier kann in mittlerweile rund 10.000 Bänden gestöbert und gelesen werden. Selbstverständlich

können die Bücher auch ausgeliehen werden.

Insbesondere bieten sich hier Arbeits- und Forschungsmöglichkeiten für Schülerinnen und

Schüler, sowie für Studentinnen und Studenten kaufe an. ich am besten

Die Sammlung beginnt mit den Quakenbrücker Schriften, die auch überregionale Veröffentlichungen

umfasst, in denen die Stadt in irgendeiner Weise erwähnt wird, sowie Schriften von

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oder über Personen, die mit der Stadt und dem Artland zu tun haben.

Des Weiteren werden in dieser Präsenzbibliothek eine umfassende Sammlung regionaler

Literatur aus dem weiteren Landkreis Osnabrück, Na plattdeutscher klar, beim Werke, umfangreiches Material

zur Geschichte und Landschaft des Landes Niedersachsen sowie regionale Zeitschriften

vorgehalten.

Im Bestand finden sich Bücher, die einen Bezug zur Region haben, dabei geht es nicht nur

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Strom aus Sonnenlicht:

als

Die größte erneuerbare Energiequelle ist die Sonne.

Von ihr erreicht eine Energiemenge die Erdoberfläche,

die ca. dem 10.000 fachen des Weltprimärenergiebedarfs

entspricht. Daher ist die Nutzung

der Sonnenenergie von besonderer Bedeutung

und bietet das vielfältigste Spektrum im Bereich

der erneuerbaren Energien. Eines davon ist die

Photovoltaik, bei der Solarmodule direkt Strom

aus Sonnenlicht erzeugen. Diese Stromerzeugung

ist nicht nur schadstofffrei, sondern auch absolut

geräuschlos. Die Photovoltaik ist eines der wichtigsten

Standbeine der Energiewende geworden

und hat nunmehr in Deutschland eine höhere

installierte Gesamtleistung als alle Kernkraftwerke.

Durch den modularen Aufbau können Photovoltaikanlagen

in allen Größen hergestellt werden

und bieten gerade deswegen in Städten häufig die

einzige Möglichkeit, Strom aus erneuerbaren Energiequellen

zu erzeugen. Photovoltaikmodule als

Gebäudeelemente z.B. integriert in Verglasungen,

Fassaden, Dächern usw. eröffnen die Möglichkeit,

statt wie bislang energieverbrauchende Häuser

nunmehr energieerzeugende Häuser zu realisieren.

Entsprechend geplante Sonnenhäuser bzw.

Plusenergiehäuser können ausschließlich mit der

auf ihre Außenhülle einstrahlenden Sonnenenergie

nicht nur den eigenen Strom- und Wärmebedarf

incl. Ladestation für Elektromobile decken, sondern

darüber hinaus noch Strom in das öffentliche Netz

einspeisen. Dieser Energiestandard beschränkt

sich nicht nur auf Neubauten, sondern kann auch mit etwas

größerem Aufwand durchaus bei Umbauten und Sanierungen

erreicht werden. Bei entsprechender Kreativität des

Architekten lassen sich mit Photovoltaikmodulen im Rahmen

der Fassadengestaltung ansprechende Architekturakzente

setzen. Da sich zwischenzeitlich durch die Weiterentwicklung

der Solarmodule der Wirkungsgrad stetig verbessert hat

reichen auch kleinere Flächen für die Belegung mit Modulen

aus um schadstofffreien Strom zu erzeugen.

An weiteren Steigerungen des Wirkungsgrades wird in vielen

Institutionen gearbeitet, so auch am Fraunhofer Institut für

solare Energiesysteme. Hier entwickeln die Forscher zurzeit

sogenannte Tandem-Solarzellen, die einen Modulwirkungsgrad

von 30 % haben. Bei einem so hohen Wirkungsgrad

reichen ca. 3,5 m² Modulfläche aus um eine installierte Leistung

von 1 kW zu erzielen. Die Integration der Solartechnik,

insbesondere der Photovoltaik, in die Gebäudehülle könnte

ein neues Zeitalter im Baubereich und der Energieversorgung

einläuten.

Architekt Dipl.- Ing.

Andreas Henemann

Quakenbrück


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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 55


Das Artland-Magazin.

MEIN FREUND HERMANN

Wir kennen uns gut, aber verstehen tue ich ihn nicht immer…

Wer in den vergangenen Monaten

in mein Büro gekommen

ist, kennt ihn bereits: Hermann.

Auf den ersten Blick könnte

man meinen, er sei nur ein

normaler Töpferwichtel. Das ist

er natürlich nicht, denn er ist

ein “selbstgebranntes” Überraschungsgeschenk

meiner lieben

Mama.

Hermann hat eine besondere

Geschichte, die ich schon lange

kenne - auch wenn Hermann

erst im vergangenen Jahr einen

Körper aus Ton bekam. Denn

immerhin arbeite ich seit über

20 Jahren in der Finanzbranche.

Hermann ist - was ich als “Finanzmensch”

natürlich bereits

bei unserer ersten Begegnung

erkannte - der typische deutsche

Anleger. Seine Mütze hat er über

Augen und Ohren gezogen und

verschließt sich so der Realität.

Das war nicht immer so…

Wagen wir einen Blick zurück in

die „gute, alte Zeit”: Hermann

hatte profitiert von 50 Jahren relativ

stetigen Wirtschaftswachstums

und war guter Dinge.

Ich lernte ihn während meiner

Ausbildung zum Bankkaufmann

kennen. Er trug seine Mütze

damals viel höher, als er die Kontoauszüge

für seine Festgelder

am Bankschalter abholte. Bei

Zinssätzen von häufig über 8 %

kein Wunder. Er sparte jeden Monat

viel Geld an, vornehmlich in

Lebensversicherungen, Bausparverträgen,

Immobilienfonds oder

einfach nur auf dem Sparbuch.

Auch dafür gab es aus heutiger

Sicht sehr ordentliche Renditen.

Dass die Inflation damals bei 5 %

p.a. lag, interessierte Hermann

nicht wirklich.

Aktieninvestments waren

damals eine Randerscheinung

und angeblich nur etwas für

Spekulanten. Das änderte sich.

Zunächst erst ganz langsam und

dann immer schneller. Aktien

müsse man haben, bescheinigten

ihm neben seinen Stammtischbrüdern

auch die Banker

- unisono mit der Fachpresse

von der Bild-Zeitung. Es wurde

alles angepriesen, wo nur Aktie

draufstand.

So hat Hermann dann auch

mitgemacht, erst ganz vorsichtig

und dann immer stärker.

Gier fraß Hirn und er kündigte

die langweiligen Bausparverträge

und Lebensversicherungen

und investierte das Geld in

Aktien. Noch heute erinnert er

sich gerne an seine tollen Gewinne

bei den Telekom-Aktien

und am Neuen Markt. Wenn

er diese damals nur realisiert

hätte…

Wie man “richtig” in Aktien

anlegt und warum das

langfristig für einen Teil des

Vermögens viel Sinn macht

und sehr renditeträchtig ist,

hat Hermann damals niemand

erklärt. Und so kam es, wie

es kommen musste. Nach

Lachen kommt Weinen und die

Aktienkurse sanken stark. Vor

kurzer Zeit noch auf dem Weg

zum Aktien-Starinvestor mit

Millionärs-Status verkündete

er nun “Nie wieder Aktien” und

verkaufte diese zum ungünstigsten

Zeitpunkt und mit heftigen

Verlusten an dankbare

ausländische Investoren.

Dann doch lieber Festgelder,

Bausparverträge und Lebensversicherungen…

Aber was

war mit den Zinsen passiert?

Die waren deutlich gesunken.

Hermann hielt es deshalb für

eine gute Idee, seine Gelder

nur noch kurzfristig anzulegen.

Ein bis zwei Jahre waren oft

das Äußerste der Gefühle. Er

war ja der Meinung, dass es

dann wieder höhere Zinsen für

sein Erspartes geben würde.

So wie früher… Aber die Zinsen

sanken weiter und weiter - im

Gegensatz zu den Aktien, in

denen Hermann aber nicht

mehr investiert war. Die stiegen,

natürlich mit Schwankungen,

in ungeahnte Höhen… Die

Mütze von Hermann sackte in

dieser Zeit immer tiefer über

Augen und Ohren.

Er erhielt eine Hiobsbotschaft

nach der anderen. Nicht nur,

dass viele Immobilienfonds

geschlossen und abgewickelt

wurden. Auch kündigten ihm

die Bausparkassen seine gut

verzinsten Verträge und die

Lebensversicherer schraubten

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56 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


FINANZEN

Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken,

als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten,

wusste schon der amerikanische Unternehmer John D. Rockefeller.

seine Überschussbeteiligung

drastisch nach unten. Gleichzeitig

musste er sich fragen, ob das

Geld bei den Banken überhaupt

noch sicher sei und ob es den

Euro in Zeiten heftigster Staatsverschuldungen

denn „morgen“

noch gebe. Als Reaktion hat er

jüngst viel Geld in vergleichsweise

teure Immobilien zur

Vermietung investiert und dafür

noch große Darlehen aufgenommen.

Ob das gut geht bei

den Kaufpreisen und vor dem

Hintergrund der demografischen

Prognosen?

Jedenfalls haben diese und viele

andere Erlebnisse dazu geführt,

dass mein Freund Hermann mir

heute manchmal vorkommt wie

das Kaninchen vor der Schlange.

Hat er sich, sein Erspartes, seine

Zukunftsvorsorge aufgegeben?

Überlässt er nun die Verantwortung

dafür dem Staat und den

Politikern? Oder den Banken und

Versicherern? Oder doch seinem

Arbeitgeber? Dem großen Unternehmen,

welches - anders als

vor zehn Jahren - vorwiegend in

Händen pfiffiger ausländischer

Investoren ist. Diese Investoren

haben nämlich verstanden,

dass Aktien mit der richtigen

Strategie sowie mit Geduld

und Disziplin hervorragende

Gewinne liefern. Zumindest hat

Hermann die Mütze mittlerweile

soweit über den Augen, dass er

die Schlange nicht mehr sehen

kann. Wahrscheinlich ist das ein

gutes Gefühl.

Lieber Hermann! Da du mir so

ungern zuhörst, wenn ich über

Finanzangelegenheiten mit dir

sprechen möchten, versuche

ich es noch einmal auf diesem

Wege. Ich kann ja irgendwie

auch verstehen, dass du keine

Lust mehr hast auf Geldangelegenheiten.

Ich habe dir ja

auch schon schlechte Produkte

verkauft, da ich es nicht besser

wusste. Viele Fehler hast du

trotz guter Ratschläge jedoch

selbst gemacht. Aber du musst

wie ich dazulernen. Bitte trage

auch für deine Finanzen die

Verantwortung. Du hast die

Wahl! Anders ist es mit den

Konsequenzen deiner (Nicht-)

Entscheidungen. Die trägst du

immer! Nichtstun ist da keine

Lösung! Schalte doch deinen

gesunden Menschenverstand

auch in Finanzdingen ein.

Michael Renze,

ABATUS

VermögensManagement

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 57


Blumen-Landwehr

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Region

Die volle Pracht

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58 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


THEATERWELT

Stefan Waghubinger:

„Außergewöhnliche Belastungen“

Waghubinger sollte ein neues Kabarett-

Programm schreiben, mit dem er endlich

die Welt erklärt, aber er kam nicht dazu,

weil er noch seine Steuererklärung fertig

machen musste. Das ganze Jahr über

Unsinn gemacht und jetzt muss er ihn

auch noch versteuern. Also macht er sie

auf der Bühne, diese Steuererklärung. Ein

Mann und eine Steuer. Ein Steuermann. Auf

dieser Bühne stehen noch ein Tisch, eine

Schreibtischlampe, ein Stuhl und auf dem

Tisch liegen ein paar Papierstapel. Was nach

eineinhalb Stunden dabei herauskommt, ist

kein einziges ausgefülltes Formular, dafür

ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem

irgendwie liebevoller Blick auf den Sinn und

Unsinn des Lebens.

Fr,

7. 4.

20 Uhr

So treiben ihn die Kästchen in den grünen

Bögen von der Erinnerung an seine erste

Liebe und an seine erste Lüge bis zu apokalyptischen

Visionen über das jüngste

Gericht, das erstaunlicherweise einer

Steuerprüfung gleicht, bis zur Angst vor

dem einen weißen Kästchen, das immer

irgendwann auftaucht und bei dem man

nicht wissen wird was man hineinschreiben

soll.

Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V.

Bahnhofstr. 35 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31 / 26 44

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

DIE Buschtrommel

Dumpf ist Trump(f)

mit Britta von Anklang

& Andreas Breiing

Ob rechts, ob links: Hauptsache geradeaus!

Das Leben ist schön: Donald Trump ist Präsident,

die SPD nominiert „Die Amigos” als

Kanzlerkandidatendoppelspitze und Markus

Söder wird Vorsitzender – der bayrischen AfD.

Willkommen im BUSCHTROMMEL-Universum!

Britta von Anklang und Andreas Breiing

ziehen mit Witz und Scharfsinn maulend

durch die Republik und lästern über Politik

und Gesellschaft: Sie will ein Elektro-Auto, er

nur mehr PS. Sie ist Veganerin, er will seine

tägliche Blutwurst. Sie ist Organspenderin, er

spendet bestenfalls seine Hühneraugen. Einig

sind sie sich nur beim Asyl-Recht-SCHnellverfahren,

kurz ARSCH genannt. Dabei erinnert

die Mimik von Andreas Breiing an einen Mr.

Bean, während Tanz und Gesang der Frau von

Anklang für wahre Begeisterungsstürme sorgen.

Beiden gemein sind auch die insgesamt

16 Kleinkunstpreise der Buschtrommel, die

bissigen, premium-recherchierten Texte sowie

der Jubel des Publikums.

St. Annenstraße 11 | 49610 Quakenbrück | Tel. 0 54 31 / 36 09

Fax 0 54 31 / 74 92 | Mobil 01732174564 | E-Mail: wristok@online.de

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Fr. 28. April 2017

um 20:00 Uhr

Kulturverein Li.F.T. e.V.

Restrup 10 · 49626 Bippen

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 59


Das Artland-Magazin.

MARTIN H. JUNG

Die Reformation

Verlag: marixverlag , 2. Aufl. (2016)

Keine Zeit für´s Autowaschen?

Wir machen das für Sie.

500 Jahre Reformation

Sorgfältiger Waschund

Pflegeservice mit

Hol- und Bringdienst

Aus der Reihe: Marixwissen, gebunden, 223 S., m. Abb., 205 mm

ISBN-10: 3-7374-1028-3 6,00 EUR

500 Jahre Reformation. Martin H. Jung blickt zurück und zieht Bilanz. Die Reformation begann

mit Luthers Thesen 1517 und endete mit dem Augsburger Religionsfrieden 1555. Der Autor

schildert, wie es zur Reformation kam und welche Folgen sie hatte. Er zeigt, wie nicht nur

neue, evangelische Kirchen entstanden, sondern auch die alte katholische Kirche allmählich

verändert wurde. In vielem hat die katholische Kirche Luther, den sie 1520/21 verketzerte, im

Nachhinein Recht gegeben. Der Autor beschränkt seine Darstellung der Reformation aber nicht

nur auf Luther, sondern bezieht auch Melanchthon, Zwingli und Calvin mit ein. Er scheut sich

nicht, heikle Themen anzusprechen, so den Aufstand der Bauern und das Aufbegehren der

Täufer sowie Luthers feindliche Haltung zu den Juden und seine negative Sicht auf den Islam.

Michael Pigge

Badberger Str. 21 · Quakenbrück

Tel. 0175/4674567 · Fax 05431/9003832

Buchgalerie

Artland

H. Korte

vormals Janssen

Kl. Mühlenstr. 7 · 49610 Quakenbrück

Tel. (05431) 3522

KATHARINA PETERS

Deichmord

Verlag: Aufbau TB (2017)

Kartoniert, Taschenbuch, 320 S.

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3-7466-3292-7 9.99 EUR

Rügen-Krimi!

Neues von

„Girl on the train“

PAULA HAWKINS

Into the Water

Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Roman, Übersetzung: Göhler, Christoph

Hawkins, Paula

Verlag: Blanvalet (2017)

Sprache: Deutsch

Kartoniert, Großformatiges Paperback.

Klappenbroschur, 448 S., 215 mm

ISBN-10: 3-7645-0523-0 14.99 EUR

Deutsche

Geschichte

REBECCA GABLE

Die fremde Königin

Historischer Roman, Illustration: Speh, J.

Verlag: Ehrenwirth , 1. Aufl. 2017 (2017)

Aus der Reihe: Otto der Große - Bd.2

Deutsch, gebunden, 768 S., 215 mm

ISBN-10: 3-431-03977-4 26.00 EUR

CAMERON BLOOM,

BRADLEY TR. GREIVE

Penguin Bloom

Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete

Übersetzung: Pannowitsch, Ralf

Verlag: Knaus (2017), Sprache: Deutsch

Gebunden, 208 S., Fotobuch, durchgehend

vierfarbig, 180 x 200 mm

ISBN-10: 3-8135-0761-0 19,99 EUR

Wie ein kleiner Vogel einer Familie

die Lebensfreude zurückschenkte

Penguin Bloom ist schon jetzt ein absoluter

Publikumsliebling. Die lustigen,

einfach zauberhaften Fotos der frechen

Elster und ihrer australischen Adoptivfamilie

gingen über die sozialen Medien

durch die ganze Welt. Was die Fans nicht

kennen, ist die bewegende Geschichte

hinter den großartigen Bildern. Es ist die

wahre Geschichte der Familie Bloom, die

nach einem tragischen Unfall beinahe

zerbricht und durch den witzigen kleinen

Vogel namens Penguin gerettet wird.

Eine besondere

Freundschaft!

Die Toten von Rügen

Eine Terrorwarnung erschüttert Rügen.

Offensichtlich gibt es einen Hinweis, dass

ein Anschlag auf die Störtebeker-Festspiele

geplant sein könnte. Die Anspannung

ist groß, doch alle Ermittlungen

gegen einen Hotelbetreiber verlaufen

im Sand. Nur bei Romy Beccare bleibt

ein mulmiges Gefühl zurück. Warum will

jemand die Polizei in Alarmbereitschaft

versetzen? Steckt vielleicht etwas anderes

dahinter? Bei ihren Nachforschungen

stößt sie auf mysteriöse Vermisstenfälle:

Vor Jahren sind zwei junge Mädchen

spurlos auf Rügen verschwunden.

Ein neuer Fall für Kommissarin Romy

Beccare - fieberhafte Ermittlungen an

der Ostsee

Der neue Spannungsroman von Paula

Hawkins nach dem internationalen Nr.-

1-Bestseller Girl on the Train.

Hüte dich vor der perfekten Fassade.

Denn man weiß nie, was sich dahinter

verbirgt ...

Nur wenige Wochen nacheinander werden

auf dem Grund eines Flusses die Leichen

einer alleinerziehenden Mutter und

eines jungen Mädchens gefunden. Die

darauffolgenden Ermittlungen erschüttern

die Kleinstadt und enthüllen ein

komplexes Geflecht aus Geheimnissen,

Abgründen und Mißtrauen!

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar,

ein Bastard vornehmer, aber unbekannter

Herkunft und Panzerreiter in König

Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen

Auftrag: Er soll die italienische

Königin Adelheid aus der Gefangenschaft

in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt

er sich in Adelheid, aber sie heiratet König

Otto.

Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten

der Königin auf und erringt mit Otto auf

dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn.

Schließlich verlobt er sich mit der Tochter

eines mächtigen Slawenfürsten, und der

Makel seiner Geburt scheint endgültig

getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar

ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind

noch lange nicht besiegt ist, und als sie

mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom

aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis

zu werden ...

Wolfgang Dreyer, Ulrich Schmid,

Eva-Maria Dreyer

Handbuch Natur

Das Kosmos Handbuch Natur

Tiere, Pflanzen und Pilze kennen lernen

Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos) (2017)

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60 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


BÜCHERWELT

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 61


Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS:

Ab 06. April

DIE SCHLÜMPFE – DAS VERLORENE

DORF

Ab 12. April (!)

FAST & FURIOUS

8

Ab 27. April

GUARDIANS OF THE GALAXY

VOL. 2

Ab 11. Mai

KING ARTHUR – LEGEND OF THE

SWORD

Ab 25. Mai

HANNI & NANNI – MEHR ALS BESTE

FREUNDE

Seit langem kennen die Schlümpfe den

Mythos um das Verlorene Dorf. Als sie

auf eine Karte stoßen, die den Weg dort

hinweisen könnte, machen sich Schlumpfine

und ihre Freunde Schlaubi, Hefty

und Clumsy ohne die Erlaubnis von Papa

Schlumpf heimlich auf in den Verbotenen

Wald, in dem allerhand magische Kreaturen

wohnen. Doch auch der böse Zauberer

Gargamel will das Dorf finden und so

wird die Suche nach dem Dorf zu einem

Wettlauf gegen die Zeit. Als dieses erreicht

wird, erleben er und die Schlümpfe

jedoch eine riesige Überraschung...

Gibt es endlich ein normales Leben für

Dom und seine Familie? Nach dem Rückzug

von Brian und Mia in den Ruhestand,

hat er sich mit Letty in die Flitterwochen

verabschiedet und die restliche Crew ist

von allen Vergehen aus der Vergangenheit

freigesprochen worden. Doch dann

betritt eine mysteriöse Frau die Bildfläche,

die Dom zuerst verführt und dann zu

ihrem Partner bei einer Reihe von Verbrechen

macht. Mr. Nobody bittet daher die

Gang um Letty, Roman, Tej und Co. um

Hilfe. Gemeinsam mit dem zwischenzeitlich

im Knast gelandeten Hobbs müssen

sie in den verschieden-sten Winkeln der

Welt eine Anarchistin stoppen, die Chaos

in unsere Welt bringen will. Und viel

wichtiger: Sie müssen den Mann nach

Hause bringen, der sie zu einer Familie

gemacht hat...

Fortsetzung zu „Guardians Of The Galaxy“.

Das Team aus dem ersten Teil - bestehend

aus Peter Quill aka Star-Lord, Gamora,

Drax, Waschbär Rocket und Baummensch

Groot durchquert zur Musik des „Awesome

Mixtape #2“ auf neuen Abenteuern

den Weltraum. Um ihre neu gewonnene

Gemeinschaft zu wahren, müssen die Guardians

stets zusammenstehen, während

sie den Geheimnissen um Peter Quills

echten Eltern auf die Spur kommen.

Alte Feinde werden dabei zu neuen Verbündeten

und Verstärkung von anderen

Beschützern der Galaxie ist schon auf

dem Weg.

Arthur ist in der Londoner Gosse in der

Obhut dreier Prostituierter aufgewachsen,

von seiner adligen Herkunft ahnt

er nichts. Mit seiner Bande treibt er in

der Hauptstadt sein Unwesen, bis ihm

das magische Schwert Excalibur in die

Hände fällt und dem jungen Mann klar

wird, dass er zu Höherem bestimmt ist.

Er schließt sich der Rebellion gegen den

Tyrannen Vortigern an, in der auch die geheimnisvolle

Guinevere für die Befreiung

der Bevölkerung von ihrem Unterdrücker

kämpft. Und bald hat Arthur auch ein

ganz persönliches Motiv, um Vortigern zu

bekämpfen, denn er erfährt, dass dieser

seine Eltern getötet und ihm die Krone

gestohlen hat…

Hanni und Nanni werden von ihrer Mutter

aufs Internat geschickt, da sie beruflich

für längere Zeit verreisen muss und es

dem Vater der Mädchen nicht zutraut,

sich um die Zwillinge zu kümmern. Hanni

und Nanni finden das überhaupt nicht in

Ordnung und planen, sich so daneben zu

benehmen, dass sie noch während der

Probezeit von der Schule fliegen.

Doch dann findet Nanni plötzlich Gefallen

am Internat und sammelt neue Freundinnen

um sich, während Hanni immer

noch auf den Rausschmiss hinarbeitet.

Plötzlich sind die Zwillingsschwestern

nicht mehr ganz so unzertrennlich wie

bisher…

Taxi- und Mietwagenfahrten

sowie:

• Kranken- und Behindertenfahrten auch für rollstuhlgebundene

Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

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Entspannt sehen, erleben und genießen.

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62 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


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Internet: www.sylvesterstift.de

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Ab 25. Mai

PIRATES OF THE CARIBBEAN

-SALAZARS RACHE

Captain Jack Sparrow stolpert unversehens

in ein neues Abenteuer, als eine

Truppe Geister-Piraten unter der Führung

von Sparrows erklärtem Todfeind Captain

Salazar das Bermudadreieck verlässt,

in dem sie bislang festgehalten wurde.

Salazar und seine Crew sinnen auf Rache

an allen lebenden Piraten und wollen sie

töten, allen voran Captain Jack. Diesem

bleibt nur eine Möglichkeit, sich aus der

brenzligen Situation herauszuwinden:

Er muss Poseidons magischen Dreizack

finden.

Ab 06. Juli

ICH – EINFACH

UNVERBESSERLICH 3

Der finstere Gru hat sich im zweiten Teil

in Agentin Lucy Wilde verguckt und bekämpft

nun mit ihr zusammen Verbrecher,

wie er einst selbst einer gewesen

ist. Unter dem Namen Grucy verfolgen

sie Balthazar Bratt. Der Super-Bösewicht

und 80er-Jahre-Fan mit Schulterpolster

und Vokuhila ist hinter einem riesigen

rosa Diamanten her. Während der zum

Guten bekehrte Gru also versucht, ihm

diesen wieder abzunehmen, wehrt sich

Balthazar mit Tanzbewegungen und

bringt seinen Widersacher in eine sehr

peinliche Lage…

Geschützter

Wohnbereich für

Menschen mit Demenz

Kontaktaufnahme: Dirk Tschritter, Pflegedienstleiter

Telefon: (0 54 31) 900-0 · Telefax: (0 54 31) 900-150

E-Mail: info@sylvesterstift.de

Ab 15. Juni

DIE MUMIE

Anastasia versucht Christian zu vergessen

In der Wüste Ägyptens Erwacht etwas Uraltes

und Böses: Einst wurde eine mächtige

Königin zu Unrecht ihrer Bestimmung

beraubt und von ihren Neidern aus dem

Weg geschafft. Man mumifizierte ihren

Leichnam und begrub ihn unter einer

meterdicken Sandschicht in einer Gruft.

Nun ist die Mumie erwacht und bahnt

sich ihren Weg aus ihrem düsteren Grab

hinein in unsere Welt, in der sich ihr Tyler

Colt entgegenstellen muss, um Unheil

von der gesamten Menschheit fernzuhalten.

Denn über die Jahrhunderte hinweg

hat sich in der Mumie unermessliche Wut

und Bosheit angestaut – und der Durst

nach Rache…

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Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 63


SAMBANALE | Foto: Detlef Bülow

VERANSTALTUNGEN IM ARTLAND

Quelle: www.artland.de

04 APRIL

04.04.2017, 19:30 Uhr

„Das Geburtshaus von Hermann

Bonnus“

Vortrag von Elisabeth Sieve und Dr. Volker

Gläntzer.

Veranstalter: Förderverein des Stadtmuseums

Quakenbrück, Am Markt 7,

49610 Quakenbrück

Ort: Hermann-Bonnus-Haus,

Große Kirchstr. 14, 49610 Quakenbrück

05.04.2017, 13:00 Uhr

Aalräucherei Damme

Forelle, Aal, oder Makrele auch in

der heutigen Zeit gilt der Fisch als

Spezialität.

Veranst.: Kneippverein Quakenbrück e.V.,

Wilhelmstraße 19, 49610 Quakenbrück

Ort: Neuer Markt Quakenbrück,

Theisstraße, 49610 Quakenbrück

07.04.2017, 20:00 Uhr

Stefan Waghubinger:

„Außergewöhnliche Belastungen“

Ort: Theaterwerkstatt e.V., Bahnhofstr.

35, 49610 Quakenbrücke

08.04.2017, 20:00 Uhr

Uralte Kameraden

Filmpremiere der neuen Hanheide/Bergfeld

Produktion.

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

12.04.2017, 19:00 Uhr

Mechthild Borrmann liest aus

„Trümmerkind“

Das Leben eines Findelkinds im vom Krieg

zerstörten Hamburg von 1946/1947

Veranstalter: Förderverein der Samtgemeindebücherei

Artland e. V.

Ort: Mehrgenerationenhaus, Friedrichstraße

37a, 49610 Quakenbrück

13.04.2017, 19:30 Uhr

Osterschießen im Schießstand -

Schützenverein Quakenbrück gegr.

1589 e. V.

Ort: Schießstand Schützenhof, Schützenhof

1, 49610 Quakenbrück

19.04.2017, 20:00 Uhr

6. Ökumenische Filmtage - „Selma“

Veränderung fängt oft an, wenn jemand

den Mut hat, von einer anderen Wirklichkeit

zu träumen.

Ort: Filmtheater Schauburg, Schiphorst

4-6, 49610 Quakenbrück

22.04.2017 - 23.04.201

Büchermarkt

Ort: Stadtmuseum Quakenbrück,

Markt 7, 49610 Quakenbrück

23.04.201

Ladenhütermarkt

mit verkaufsoffenem Sonntag

Veranstalter: Initiative Quakenbrück e.V.,

Lange Straße 67, 49610 Quakenbrück

Ort: Quakenbrück Marktplatz, Marktplatz,

49610 Quakenbrück

22.04.2017 - 23.04.201

Medienflohmarkt

der Samtgemeindebücherei

Zum Ladenhütermarkt veranstaltet die

Bücherei wieder einen Medienflohmarkt

mit DVDs, Hörbüchern, Musik-CDs und

Büchern. In der Zeit von 11.00 - 17.00 Uhr

ist dann natürlich auch die Bücherei für

alle geöffnet.

Ort: Samtgemeinde Bücherei, Markt 5,

49610 Quakenbrück

26.04.2017, 19:30 Uhr

Vortrag: „Das Hasetal erleben –

Die schönsten Entdeckertouren

zwischen Melle und Meppen“ -

Wolfgang Osthus

Die historische

Burgmann- und

Hansestadt

Quakenbrück, aber

auch ihre Umgebung

begeistern Einheimische

wie Touristen

immer wieder.

Grund genug für die Tourismus-Information

Artland, auch in diesem Jahr wieder ein

attraktives Veranstaltungsprogramm für

viele Geschmäcker anzubieten.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Lange Straße 39,

49610 Quakenbrück

Ort: Gut Vehr Speichercafé, Gut Vehr 6,

49610 Quakenbrück

05 MAI

03.05.2017, 13:00 Uhr

Zur Wollgrasblüte

ins Goldenstedter Moor

Im April/Mai blüht das Wollgras und ein

Spaziergang bzw. eine Bahnfahrt durch‘s

Moor wird zu einem ganz besonderen

Erlebnis.

Veranstalter: Kneippverein

Quakenbrück e.V., Wilhelmstraße 19,

49610 Quakenbrück

Ort: Neuer Markt Quakenbrück, Theisstraße,

49610 Quakenbrück

06.05.2017, 10:00 Uhr

Entdeckertour „Das Hasetal erleben

– Die schönsten Entdeckertouren

zwischen Melle und Meppen“ -

Wolfgang Osthus

Immer wieder wird nach einer Wiederholung

der schon mehrfach mit großem

Erfolg durchgeführten Entdeckertour

entlang der Hase gefragt. Jetzt klappt

es endlich: Am 6. Mai und am 5. August

bietet die Tourismus-Information Artland

jeweils eine Tagestour unter dem Motto

„Die Hase, unser Heimatfluss hautnah“ an.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Lange Straße 39,

49610 Quakenbrück

Ort: Neuer Markt Quakenbrück, Theisstraße,

49610 Quakenbrück

07.05.2017, 10:00 Uhr

Konfirmation I

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alençoner Straße 11, 49610 Quakenbrück

12.05.2017, 17:30 Uhr

Stadtführung „op Platt“

mit Annerose und Claus Peter Poppe

Wie wäre es einmal mit einer Stadtführung

„op Platt“?

Veranstalter: Tourismus-Information Artl.

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

07.05.2017, 10:00 Uhr

Konfirmation II

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alençoner Straße 11, 49610 Quakenbrück

16.05.2017, 10:30 Uhr

Offener Mittagstisch - Vortrag H.

Fellmann „Bundeswehrapotheke in

Quakenbrück“

Ort: St. Sylvesterstift, Grüne Straße 24,

49610 Quakenbrück

19.05.2017 - 20.05.2017

98. Niedersachsentag

Anlässlich des 500. Jubiläums der

Reformation möchte der Niedersächsische

Heimatbund e.V. (NHB) auf seinem 98.

Niedersachsentag am 19. und 20. Mai

2017 über Umbrüche und Kontinuitäten

in Niedersachsen mit seinen Mitgliedern

diskutieren.

Veranstalter: Niedersächsischer Heimatbund

e. V.

Ticket-

Vorverkauf:

Tourismusinformation in Quakenbrück

Lange Str. 39, Tel. 05431-907590 · Geöffnet: Mo-Fr 10-13 Uhr u. 14-16 Uhr, Sa 10-13 Uhr.

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www.nordwest-ticket.de · Hotline 0421-36 36 36

Freitag, 9. Juni 2017, 20 Uhr

Gayle Tufts ist

SUPERWOMAN

Sie ist die Erfinderin des „Denglish“

und gilt als beste Entertainerin

Deutschlands: Gayle Tufts. In ihrer

neuen Show ist die in Berlin lebende

Amerikanerin als SUPERWO-

MAN unterwegs.

Zwischen Magic Unterwäsche,

Grünkohl-Smoothies und vollem

Körpereinsatz gewährt Gayle Tufts

Einblicke in die Glitzerwelt der verantwortungsvollen

Frau von heute!

Sie erklärt mit virtuosem Wortwitz

und zeigt sich wieder mal enthusiastisch,

bodenständig, menschlich,

selbstironisch und rundum liebenswert.

Es erwartet Sie viel Musik, Tanz und Comedy. Ein Abend

für die Lachmuskeln, die Seele und die Intelligenz!

Samstag, 10. Juni 2017, 20 Uhr

Klaus Doldingers Passport

feat. Max Mutzke

Klaus Doldinger, Saxophon

Ernst Stroer, Percussion

Biboul Darouiche, Percussion

Christian Lettner, Schlagzeug

Michael Hornek, Keyboard

Martin Scales, Gitarre

Patrick Scales, Bass

Max Mutzke, Gesang

Eigentlich könnte sich Klaus Doldinger mit

seinen 80 Lenzen ans Radio setzen und einfach

der Musik lauschen – aber das ist seine

Sache nicht. Doldinger braucht die Bühne

und kommt daher mit seiner Band Passport, frischem

Album und dem Ausnahmesänger Max Mutzke ins Artland.

Die Musiker grooven, jammen, jazzen so leidenschaftlich,

dass es eine Freude ist, dabei zu sein. Auf sieben Alben und

eine erfolgreiche Karriere blickt Mutzke seit dem ESC 2004

zurück; auf 5000 Live-Auftritte, Tourneen durch 50 Länder

und mehr als 2000 veröffentlichte Kompositionen ist Doldinger

stolz. Erleben Sie die Zeitlosigkeit guter Musik!

Sonntag, 11. Juni 2017, 19 Uhr

Classic, Jazz &

Comedy:

Brass Band Berlin

Mehr als 100 Titel zwischen

Klassik, Walzerlaune,

Jazz, Swing und

Comedy hat die Brass

Band Berlin in ihrem Repertoire. Ins Artland bringt sie

davon die beliebtesten Stücke zwischen Bach und den

Beatles. Die virtuose, einzigartige und mitreißende Mischung

aus Musik, Show und Slapstick begeistert das Publikum

seit der Band-Gründung 1989.

Das Programm der elf erstklassigen Musiker, die alle in

großen Berliner Orchestern spielen, ist frisch und originell.

Jazz und Swing, das ist leicht zu merken, haben die Herren

einfach im Blut. Perfekte Entertainer, wird auch Sie die

Combo um Bandleader Thomas Hoffmann mit Witz,

Charme und Frack mitreißen.

„Ohnegleichen“

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20 Uhr

Die Plattmakers

feat. Luis Felipe Ávila Gonzales

Special-Concert auf Einladung von Silke

Oldenhage

Bernd Niehenke, Akkordeon

Klaus Gausmann, Kontrabass/Schlagzeug

Martin Lutze, Gitarre

Armin Seelig, Piano

Luis Felipe Ávila Gonzales, Gesang

Gefährliche Frauen, liebenswerte Pferde,

Freude und Schmerz stehen an diesem

Abend im Zentrum der plattdeutschen

Band „Plattmakers“ und des aus Mexiko angereisten Musikers

Luis Felipe Ávila Gonzales. Die Musiker präsentieren

eine einzigartige Synthese: heiße Rhythmen, gefühlvolle

mexikanische Texte, kombiniert mit bodenständigen

plattdeutschen Themen! Und das „up Platt y en Español“!

Unter dem Titel „World Art Games – Connecting heARTs“ ist

parallel zum Musiksommer Artland der Hof Sickmann auch

Galerie: Im historischen Umfeld zeigt sich die moderne, zeitgenössische

Kunst besonders spannungsreich.

Kinderprogramm:

64 | mq Ausgabe Frühjahr 2017

Freitag, 16. Juni 2017, 10 Uhr

Freitag, 16. Juni 2017, 20 Uhr

Samstag, 17. Juni 2017, 20 Uhr

Sonntag, 18. Juni 2017, 11 Uhr

Buddy - The Buddy Holly Story Addys Mercedes - Extraña-Tour

DiJaCo mit Bonita -


19.05.2017 - 22.05.2017

Maimarkt

Veranstalter: Stadt Quakenbrück,

Markt 1, 49610 Quakenbrück

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

Freitag:

Sonntag:

20.05.2017, 18:30 Uhr

Chor- und Orchesterkonzert

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alençoner Straße 11, 49610 Quakenbrück

Freitag, 9. Juni 2017, 20 Uhr

21.05.2017, 14:00 Uhr

40. Internationaler Museumstag

Der Deutsche Museumsbund, ICOM

Deutschland sowie die regionalen Museumsämter

und -verbände veranstalten

Sonntag, 11. Juni 2017, 19 Uhr

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20 Uhr

Ort: Neuer Markt Quakenbrück, Theis-

Gayle Tufts ist

Klaus Doldingers Passport

Classic, Jazz &

Die Plattmakers

SUPERWOMAN den 40. Internationalen Museumstag „zweite Reihe“ feat. Max und auf Mutzke die verschiedenen straße, 49610 QuakenbrückComedy:

16.06.2017, 12:00 Uhr

feat. lungsreiche Luis Felipe Touren Ávila erwarten Gonzales uns.

Klaus Doldinger, Saxophon

Brass Band Berlin

Special-Concert auf Einladung von Silke

am Sonntag, 21. Mai, unter dem Motto Fachwerkstile ermöglicht.

QSC-Grundschulturnier

Ernst Stroer, Percussion

Oldenhage

Veranstalter: Kneippverein Quakenbrück

Niehenke, e.V., Wilhelmstraße Akkordeon 19, 49610

„Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“. Veranstalter: Biboul Tourismus-Information

Darouiche, Percussion

09.06.2017 - 16.06.2017

Veranstalter: Quakenbrücker Sportclub Bernd

Sie ist die Erfinderin des „Denglish“

Christian Lettner, Schlagzeug

Klaus Gausmann, Kontrabass/Schlagzeug

und gilt

Ort:

als

Stadtmuseum

beste Entertainerin

Quakenbrück,

Artland, Lange Michael Straße Hornek, 39 Keyboard

Holterhus-Cup

von 1999 e.V., 49610 Quakenbrück

Martin

Quakenbrück

Lutze, Gitarre

Deutschlands: Markt Gayle 7, 49610 Tufts. Quakenbrück

In ihrer

Ort: Marktplatz Martin Scales, Quakenbrück, Gitarre Markt 1 Ort: Artland Stadion, 49610 Mehr Quakenbrück als 100 Titel zwischen

Klassik, Walzer-

Luis Felipe Ávila Gonzales, Gesang

Ort: Artland Stadion, 49610 Quakenbrück Armin Seelig, Piano

neuen Show ist die in Berlin lebende

Amerikanerin als SUPERWO-

Patrick Scales, Bass

Max Mutzke, Gesang

laune, Jazz, Swing und

MAN unterwegs.

Eigentlich könnte sich Klaus Doldinger mit

Comedy hat die Brass

Gefährliche Frauen, liebenswerte Pferde,

Zwischen Magic Unterwäsche,

seinen 80 Lenzen ans Radio setzen und einfach

der Musik lauschen

Band Berlin in ihrem Repertoire. Ins Artland bringt sie

Freude und Schmerz stehen an diesem

9.-18.

Grünkohl-Smoothies und vollem

Juni 2017

– aber das ist seine

davon die beliebtesten Stücke zwischen Bach und den

Abend im Zentrum der plattdeutschen

Körpereinsatz gewährt Gayle Tufts

Sache nicht. Doldinger braucht die Bühne

Beatles. Die virtuose, einzigartige und mitreißende Mischung

aus Musik, Show und Slapstick begeistert das Pusikers

Luis Felipe Ávila Gonzales. Die Musiker präsentieren

Band „Plattmakers“ und des aus Mexiko angereisten Mu-

Einblicke in die Glitzerwelt der verantwortungsvollen

Frau von heute!

Album und dem Ausnahmesänger Max Mutzke ins Artland.

blikum seit der Band-Gründung 1989.

eine einzigartige Synthese: heiße Rhythmen, gefühlvolle

und kommt daher mit seiner Band Passport, frischem

Sie erklärt mit virtuosem Wortwitz

Die Musiker grooven, jammen, jazzen so leidenschaftlich,

Das Programm der elf erstklassigen Musiker, die alle in

mexikanische Texte, kombiniert mit bodenständigen

Hof

und zeigt sich wieder mal enthusiastisch,

bodenständig, menschlich,

eine erfolgreiche Karriere blickt Mutzke seit dem ESC 2004

Jazz und Swing, das ist leicht zu merken, haben die Herren

Unter dem Titel „World Art Games – Connecting heARTs“ ist

Sickmann

dass es eine Freude ist, dabei zu sein. Auf sieben Alben und

großen Berliner Orchestern spielen, ist frisch und originell.

plattdeutschen Themen! Und das „up Platt y en Español“!

selbstironisch und rundum liebenswert.

Es erwartet Sie viel Musik, Tanz und Comedy. Ein Abend und mehr als 2000 veröffentlichte Kompositionen ist Dol-

Combo um Bandleader Thomas Hoffmann mit Witz,

Galerie: Im historischen Umfeld zeigt sich die moderne, zeit-

zurück; auf 5000 Live-Auftritte, Tourneen durch 50 Länder

einfach im Blut. Perfekte Entertainer, wird auch Sie die

parallel zum Musiksommer Artland der Hof Sickmann auch

für die Lachmuskeln, die Seele und die Intelligenz!

dinger stolz. Erleben Sie die Zeitlosigkeit guter Musik!

Charme und Frack mitreißen.

genössische Kunst besonders spannungsreich.

Badbergen-Langen

Freitag, 16. Juni 2017, 10 Uhr

19.-22.5.2017

15 Uhr offizielle Eröffnung

mit großem Luftballonwettbewerb

9-13 Uhr Flohmarkt in der Innenstadt

Alternative DJ-Night #16

THE OrIGINAL

Harald Keller & Gisbert Wegener

Projektor-Lightshow

Live VIDeoBeam

More: www.kulturverein-Lift.de

SAMSTAG 21:00

20-mai-2017

Compagnia Buffo

49626 Bippen

Restrup 10

a r t l a n d a t e l i e r m e d i e n D E S I G N q u a ke n b r ü c k

25.05.2017, 14:00 Uhr

Schnatgang - Schützenverein

Quakenbrück gegr. 1589 e. V.

Antreten an der Bremer Brücke mit dem

Fahrrad.

Veranstalter: Schützenverein Quakenbrück

von 1589, Danziger Str. 17,

49610 Quakenbrück

27.05.2017, 11:00 Uhr

Öffentliche Stadtführung

Quakenbrück auf ganz neue Art und Weise

zu entdecken, dieses Erlebnis machen

während des Sommers die öffentlichen

geführten Stadtrundgänge möglich. Auf

dem Programm stehen unter anderem

der Marktplatz, die St. Sylvesterkirche,

die Hohe Pforte sowie markante Fachwerkhäuser.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Lange Straße 39

Ort: Rathaustreppe, Markt 1,

49610 Quakenbrück

28.05.2017, 10:00 Uhr

Alternative Freiluft-Gottesdienst

DJ-Night #16

THE und Posaunenchor OrIGINAL

Harald Ort: Keller St. Sylvesterkirche & Gisbert Wegener (Quakenbrück),

SAMSTAG 21:00

Projektor-Lightshow

Alençoner Straße 11, 49610 20-mai-2017 Quakenbrück

Live VIDeoBeam

Compagnia Buffo

49626 Bippen

Restrup 10

28.05.2017, 14:00 Uhr

More: www.kulturverein-Lift.de

Öffentliche Fachwerkführung

Spannende Einblicke verspricht die öffentliche

Fachwerkführung zum „Deutschen

Fachwerktag“ am Sonntag, 28. Mai, um

14 Uhr ab Europabrunnen. Hier wird den

Teilnehmern Samstag, neben 10. den Juni repräsentativen

2017, 20 Uhr

Schaugiebeln auch ein Blick in die

Freitag, 16. Juni 2017, 20 Uhr

06 JUNI

Juni 2017

Der letzte Drache - Kulturring Quakenbrück

(Sonderveranstaltung)

Ein märchenhaftes Abenteuermusical der

Musical AG

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

01.06.2017, 18:30 Uhr

„Kneipentour“ mit Peter Hohnhorst

Weil Quakenbrück auf eine mehr als

500-jährige Kneipen-Tradition verweisen

kann, liegt es nahe, am Donnerstag, 1.

Juni, um 18:30 Uhr ab Tourismus-Information

eine „Kneipentour“ zu unternehmen,

die viel Wissens- und Genießenswertes

zur Trinkkultur vermitteln wird.

Ort: Tourismus-Information Artland,

Lange Str. 39, 49610 Quakenbrück

04.06.2017, 09:30 Uhr

Frühstücksbuffet im Schießstand -

Schützenverein Quakenbrück gegr.

1589 e. V.

Ort: Schießstand Schützenhof, Schützenhof

1, 49610 Quakenbrück

05.06.2017, 11:00 Uhr

Ökumenisches Christusfest im

Artland (500 Jahre Reformation)

Traditionell findet am Pfingstmontag das

ökumenische Christusfest statt.

Veranstalter: Kirchengemeinden St.

Marien, St. Sylvester und St. Petrus

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

07.06.2017, 12:30 Uhr

Park der Gärten in Bad Zwischenahn

Veranstalter: Kneippverein Quakenbrück

e.V., Wilhelmstraße 19

Samstag, 17. Juni 2017, 20 Uhr

09.06.2017 - 18.06.2017

Musiksommer Artland

Alle zwei Jahre verwandelt sich der

Innenhof von Hof Sickmann in Badbergen-

Langen beim „Musiksommer Artland“ zur

Konzertbühne. Wegen seiner unvergleichlichen

Atmosphäre ist das Musikereignis

bei Zuschauern wie Künstlern äußerst

beliebt.

Veranstalter: Wirtschaftsagentur Artland

GmbH, Markt 1, 49610 Quakenbrück

Ort: Hof Sickmann, Dammort 2,

49635 Badbergen

10.06.2017 - 11.06.2017

Gewerbeschau „Wir sind Artland“

Ort: Segelflugplatz, 49610 Quakenbrück

10.06.2017 - 11.06.2017

Sambanale 2017

Ort: Schützenhalle Badbergen,

49635 Badbergen

10.06.2017 - 12.06.2017

Schützenfest des Schützenvereins

Hengelage-Brokstreek e. V.

Ort: Schützenhalle Hengelage,

49610 Quakenbrück

11.06.2017, 10:00 Uhr

Auslegen der Bonnus-Bibel

Der spätere Schüler Martin Luthers und

bekannte Reformator Hermann Bonnus

wurde 1504 in Quakenbrück geboren.

Sein vermutliches Geburtshaus steht in der

Goldstraße 9.

Veranstalter:

Kirchengemeinde St. Sylvester

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alençoner Straße 11, 49610 Quakenbrück

11.06.2017

Wojtun-Hoffest

Ort: Hof Wojtun, Berger Str. 20,

49637 Menslage

18.06.2017, 18:00 Uhr

Der Besondere Gottesdienst:

Rockmesse

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alençoner Straße 11, 49610 Quakenbrück

18.06.2017, ganztägig

Franz-Grammann-Turnier 2017

Ort: Artland Stadion, 49610 Quakenbrück

18.06.2017

Radtag Quakenbrück

mit verkaufsoffenem Sonntag

Veranstalter: Initiative Quakenbrück e.V.,

Lange Straße 67, 49610 Quakenbrück

Ort: Innenstadt Quakenbrück

20.06.2017, 10:30 Uhr

Offener Mittagstisch - Vortrag F.

Goda „Arzneipflanzen und ihre

Wirkung“

Ort: St. Sylvesterstift, Grüne Straße 24,

49610 Quakenbrück

24.06.2017 - 26.06.2017, 17:30 Uhr

Schützenfest - Schützenverein

Quakenbrück gegr. 1589 e. V.

Samstag: 17:30 Uhr - Rathausempfang

19:00 Uhr - Antreten am Ehrenhain

zum Zapfenstreich 20:00 - 21:00

Uhr - Kommers mit der Bunnener

Blaskapelle Anschließend Tanz mit der

Band „The Creapers“ Sonntag: 13:00 Uhr

Antreten auf dem Markplatz Schützenfest,

Königsschießen u. Kinderschützenfest,

Platzkonzert und abends Tanz mit der

Burgmannskapelle Montag: 10:30 Uhr

Schützenfest - Königsfrühstück ab 12:00

Uhr Flatterschießen

Ort: Schützenhof Quakenbrück, Schützenhof

1, 49610 Quakenbrück

29.06.2017 - 01.07.2017

Kneipp - Radtour

Wir wollen das Emsland - speziell den

Hümmling - erkunden. Drei abwechs-

Sonntag, 18. Juni 2017, 11 Uhr

Kinderprogramm:

Meisterdetektiv Kalle Blomquist

Eberhard Möbius nach Astrid Lindgren

Westfälisches Landestheater Castrop-

Rauxel · Für alle ab 6 Jahren

Meisterdetektiv Kalle Blomquist ist jeder Situation gewachsen

und mit allen Wassern gewaschen. Doch in seinem

schwedischen Kaff Kleinköping will so gar nichts passieren.

Also denkt sich Kalle selber spannende Fälle aus! Doch da

tauchen tatsächlich zwei zwielichtige Gestalten in der Provinz

auf, denen Kalle Blomquist auf den Zahn fühlen muss.

Gemeinsam mit seinen Freunden will Kalle diesen kniffligen

Fall lösen.

Die schwedische Schriftstellerin

Astrid Lindgren zählt zu den bedeutendsten

GeschichtenerzählerInnen

des 20. Jahrhunderts.

Ihre Helden sind selbstbewusst,

mutig, kreativ, mitfühlend und fabelhaft

stark.

Buddy - The Buddy Holly Story

Westfälisches Landestheater Castrop-

Rauxel by Arrangement with Alan Janes

for Buddy Worldwide Ltd., exclusively

licensed by R&H Theatricals Europe

GmbH · Lippe-Saiten-Orchester, Musikalische

Leitung: Tankred Schleinschock

An diesem Abend kommt purer Rock‘n‘Roll von Buddy Holly

auf Ihre Ohren. Das musikalische Genie, ein Revolutionär der

Musikgeschichte, eilte 1959 mit Liedern wie „Peggy Sue“

und „That’ll be the day“ von Erfolg zu Erfolg – und starb tragisch

bei einem Flugzeugabsturz. Mit dem weltweit erfolgreichen

Musical von Alan Janes wird der Musiker und

Mensch Buddy und seine wunderbare Musik gefeiert.

Wie in den bisherigen Musiksommer-

Aufführungen garantiert Tankred

Schleinschock höchste Musikalität der

Live-Band und der mit großer Bühnenpräsenz

live gesungenen Songs –

selbst der berühmte Kiekser fehlt

nicht.

Addys Mercedes - Extraña-Tour

Addys Mercedes – vocals, bass, cajon,

zabumba, guiro

Lia – violin, piano, keys, guitar

Pomez di Lorenzo – guitars, ukulele, tres

Cae Davis – bass, drums, cajon, guitar

Für Addys Mercedes, die große

Stimme Kubas, ist die Musik ihrer Heimat

voller ausgelassener Fröhlichkeit

und tiefer Melancholie zugleich. Das

neue Programm beweist erneut Addys Temperament, ihr

besonderes Charisma und ihre Liebe zur Musik. Nachdenkliche

Balladen wechseln sich ab mit Songs, die zu durchtanzten

Sommernächten einladen.

Freuen Sie sich auf einen Abend mit

einer warmen Mezzo-Stimme, die ergreifende

Geschichten zu erzählen

versteht. Mit dabei ist auch die 16-jährige

Tochter Lia, die seit fünf Jahren

Teil der Band ist und zahlreiche Instrumente

virtuos beherrscht.

DiJaCo mit Bonita -

Matinee

Frischer kann ein Sonntag nicht beginnen

als mit der Dinklager Bigband Di-

JaCo und ihrem Special-Guest, Bonita

Niessen. Wie Max Mutzke wusste sie

2003 Stefan Raab und die Jury im Vorentscheid

des ESC zu überzeugen. Getragen wird die professionelle

Stimme der außergewöhnlichen Bonita vom

ausgewogenen, breiten Bigband-Sound der 16-köpfigen

Combo DiJaCo, die schon beim letzten Musiksommer

eine furiose Matinee präsentierte.

Das musikalische Können

aller Musiker veredelt den

Abschluss des Musiksommers

Artland 2017. Dieses

Programm ist ein Muss für

alle Liebhaber von Soul- und

Funkmusik. Seien Sie dabei!

Ausgabe Frühjahr 2017 mq | 65


IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstr. 48 | 49610 Quakenbrück

GESAMTHERSTELLUNG

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

REDAKTION

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders, Florian

Risch, Detlef Bülow, Heiko Bockstiegel,

Andreas Brinker, Bernd Middendorf,

sowie Vereine, Firmen, Personen,

Gruppen und Institutionen, die uns

freundlicherweise Texte und Fotos zur

Verfügung stellen. Verantwortlich für

den Inhalt der redaktionellen Texte

sind die jeweiligen Vereine, Firmen,

Personen, Gruppen und Institutionen.

ANZEIGEN- U. REDAKTION

Oelkers, Druckhaus im Artland

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

fon 0 54 31 - 94 10 01

fax 0 54 31 - 94 10 50

hawe.oelkers@gmail.com

info@keck-kommunikation.de

Das MQ+ erscheint in einer Auflage von

15.000 Stück im Artland und punktuell in den

angrenzenden Ortschaften.

Es gelten die Anzeigenpreise gem. Mediadaten

MQ+, Stand Mai 2013.

Gute Pflege

ist kein Zufall!

Kukuckstr. 13 · 49610 Quakenbrück

Tel. 05431 | 900432

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66 | mq Ausgabe Frühjahr 2017


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