s'Magazin usm Ländle, 26. März 2017

vorarlbergkrone

AUFGETISCHT Heino Huber: Einst aufstrebender Stern, nun geerdet AUFGEFRISCHT Eva Fischer zaubert aus Milch und Kurkuma eine Tasse Fitness SONNTAG, 26. MÄRZ 2017 FLORIAN BACHMAYR-HEYDA IMMER IM RECHT Der Landesvolksanwaltim großen Interview Fotos: Mathis Fotografie, Lisa Mathis, Julia Stix/Brandstätter Verlag


Nova Rock Festival (14.–17. 6. 2017) GREEN DAY, LINKIN PARK, BLINK-182, SYSTEM OF A DOWN, PROPHETS OF RAGE, SLAYER, PENDULUM LIVE, FATBOY SLIM, RANCID, RAG’N‘ BONE MAN, DAVID HASSELHOFF ... Foto: Nova Music Bestellen Sie jetzt Ihre Tickets auf www.novarock.at Ermäßigte Tickets für Krone BonusCard-Besitzer unter www.kronebonuscard.at


26. MÄRZ 2017 | INHALT Fotos: StiplovsekDietmar, Roman Neugebauer, Mathis Fotografie, LisaMathis 10 Die Saison ist eröffnet! Das Buffet auch... 4 Licht aus! Energie sparen zahlt sich aus 9 Zu Besuch bei alten Damen: Robert Schneider ganz charmant Er ist wieder da: Moderator Roman Neugebauer 18 4 AKTUELL Die Earth Hourist die weltweit größte Klimaschutz-Aktion 6 INTERVIEW Der Landesvolksanwalt Florian Bachmayr-Heydaerklärt das Recht 9 SCHNEIDERS BRILLE Robert Schneider streut Herta Strolz Rosen 10 GSIBERGER Z’WIAN Carola Purtscher trifft die Meteorologin Carmen Schüssling 11 ORIGINALE Heino Huber, der Vorzeigekoch Vorarlbergs 12 HISTORISCHES BILD Das Gösser-Bräu anno 1941 13 MUNDART Stefan Vögel erklärt,was passiert, wenn es einen „überkuat“. 14 HEIßESACHE Grillenfür Fortgeschrittene- mit Meistergriller Tom Heinzle 16 EVENTS Was Sie kommende Woche auf keinen Fall versäumen sollten! 17 KULINARIK Milch als Schlaftrunk? Weit gefehlt, „goldene Milch“ machtwieder fit! 18 WAS WURDE AUS... ...RomanNeugebauer? s’Magazin 3


AKTUELL Die Stunde der Erde Am gestrigen Samstag setzten Menschen weltweit ein Zeichen für den Klimaschutz und einen sorgsamen Umgang mit Energie: Vielerorts hieß es anlässlich der Energie- und Klimaschutzaktion „Earth Hour“ bereits zum elften Mal „Licht ausschalten“- auch in Vorarlberg. Als der WWF Australia am 31. März 2007 die erste „Earth Hour“ ausrief, ahnten die Verantwortlichen noch nicht, welche Ausmaße die Aktion annehmen würde. Ihr erklärtes Ziel war es, die CO2-EmissioneninSydney, Australiens größter Stadt, innerhalb eines Jahres um fünf Prozent zu reduzieren - mit der „Earth Hour“ sollte dazu ein erster Schritt getan werden. Für den Zeitraum einer Stunde wurden die Beleuchtungen mehrerer Wahrzeichen Sydneys abgeschaltet - darunter das weltbekannte Opernhaus oder auch die Harbour Bridge. Öffentliche Gebäudeverzichteten auf Außenbeleuchtungen, zahlreiche Geschäfte schalteten ihre Leuchtreklame ab, in Restaurants wurden den Gästen die Speisen bei Kerzenlicht serviert. Die Idee der „Earth Hour“ ging um die Welt, am 21. Juni 2007 gingen erstmals inLondon die Lichter aus, in Österreich war es am 8. Dezember soweit. Der Rest ist Geschichte, wieessoschön heißt. Im vergangenen Jahr wurde die „Earth Hour“ bereits als „weltweit größte Klimaschutzaktion“ gefeiert: Rekordverdächtige 7000 Städte in 178 Ländern nahmen daran teil - auch in Vorarlberg. Markante Punkte wie das Bregenzer Festspielhaus oder die Rankweiler Basilika blieben für eine Stunde im Dunkeln. Und auch heuer waren Ländle-Unternehmen wie Meisterbäcker Ölz inDornbirnoder Pfanner Fruchtsäfte in Lauterach offizielle Partner und Teilnehmer der „EarthHour“. Bewusstseinsbildung In Hinblick auf die angestrebte Vorarlberger Energieautonomie 2050 sind Aktionen wie die „Earth Hour“ wichtige Pfeiler, um die Gesellschaft für Themen wie Klimaschutzund einen sparsamenUmgang mit Energieund Ressourcen zu sensibilisieren. „Es braucht die intensive Fortsetzung derartiger Aktionen zur Information und Bewusstseinsbildung der Bevölkerung“, teilt Christian Vögel, Energie-Fachbereichsleiter am Amt der Vorarlberger Landesregierung mit, „wir sind vielfach schon auf einem guten Weg: Erneuerbare Energieträger und öffentliche Verkehrsmittel boomen, Fahrradfahren istebenfalls sehrbeliebt. Doch gerade in Sachen Energiesparen haben wir nochimmer viel Potenzial.“ Womit wir wieder bei der „Earth Hour“ wären: Nein, eine Stunde im 4 s’Magazin


AKTUELL 2007 rief der WWF die „Earth Hour“ ins Leben. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 7000 Städte in 178Ländern an der Aktion. Jahr das Licht abzuschalten, wird unseren Planeten nicht retten. Aber es ist zumindest ein Anfang. Und jeder kann ohne großen Aufwand einen kleinen Teildazu beitragen. H. Küng Licht aus in Bregenz: 2016 blieb auch das Festspielhaus samt Seebühne im Rahmen der „Earth Hour“ für eine Stunde unbeleuchtet. TIPPSUND TRICKS ZUM ENERGIESPAREN Handabwasch ist nicht energiesparender: Geschirr vonHand abzuwaschen, verbraucht bis zu 60 Liter Wasser.Moderne Geschirrspülmaschinen verbrauchen allerdings nur rund sieben Liter. Ein voller Kühlschrank braucht weniger Strom: Ist der Kühlschrank voll, kommt es zu einem geringeren Luftaustausch, wenn die Türegeöffnet Vor allem, wenn es ums Energiesparengeht, haben wir in Vorarlbergnoch immer viel Potenzial. ChristianVögel, Fachbereichsleiter Energie wird. Es muss also weniger Luft nachgekühlt werden. LED-Leuchtmittel statt Energiesparlampen: LED-Lichter haben eine höhereLebenszeit,sind sparsamer und bieten eine höhereEnergieausbeute. Baden statt duschen: Duscht man länger als zehn Minuten, verbraucht man in der Regel mehr Wasser,als wenn man ein Vollbad nimmt. s’Magazin 5


POLITIK UND RECHT Wie gehen Sie persönlich mit Betteleium,HerrVolksanwalt? INTER VIEW Obwohl erst seit knapp eineinhalb Jahren als Landesvolksanwalt im Amt, hat Florian Bachmayr-Heyda schon viel von sich hören gemacht. Der 52-Jährige Jurist scheut sich nicht davor, seine Meinung kundzutun. Im Interview mit Emanuel Walser zieht er eine erste Bilanz, spricht über sein Amtsverständnis und nimmt sich auch der großen Themen an. ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Florian Bachmayr-Heyda zählt Yoga undReisenzu seinen liebsten Hobbys - seit er Landesvolksanwalt ist, musste er allerdings bei beidenkürzertreten. „Dabei würde mir gerade die eine oder andere Yoga-Stunde ganz guttun!“, nimmt er es mit Humor. Bereut hat er den Wechsel in die Landesanwaltschaft allerdings nicht - wie auch im Gespräch rasch deutlich wird: Herr Bachmayr-Heyda, Sie sind jetzt knapp eineinhalb Jahre Volksanwalt. Wurden IhreErwartungen erfüllt oder gab’s Überraschungen? Die Erwartungen wurden großteils erfüllt, ich habe die Arbeit der Landesvolksanwaltschaft ja schon davor intensiv verfolgt. Überrascht hat mich aber, wie breit die Aufgaben sind und wie tief in die Materie eingedrungen werden muss. Das ist herausfordernd-Gott seiDank weißich ein gutes Team in meinem Rücken. Die Zeiten sind bewegt, somancher sieht die Welt aus den Fugen geraten. Als Landesvolksanwalt sind Sie ja Anlaufstelle für dieseÄngste, taugen also zum Seismographen. Deckt sichdie Rede vonder Krise mit ihrer Arbeitsrealität? Eigentlich nicht. Zwar haben 50 Prozent mehr Menschen bei uns um Hilfe angesucht, was aber auch in erster Linie damit zusammenhängen mag, dass ich in derÖffentlichkeit präsenter bin,als es meineVorgängerin war. Zudem hat sich das Gros der Fälle mit einem Beratungsgespräch gut lösen lassen. Es gab2016 nur 60 Missstandsprüfungen, wovon in etwa zehn Fällen tatsächlich ein Missstand feststellbar war. Fakt ist, dass die Menschen mündiger gewordensind, sie fragen nach, fordern ihre Rechte ein. Die Welt mag komplexer geworden sein, aus den Fugen gerät sie aber nicht. VonIhnen stammt der Satz:„Wir sind in der paradoxen Situation, von der Politik das Respektieren von Gesetzen einfordern zu müssen.“ Ist der Umgang mit dem Gesetz schlampiger geworden? Generell würde ich das nicht sagen. Allerdings gibt es Themen – im Bund wie auf Landesebene – die sehremotional besetzt sind. Dasist immer der Umgangmit demFremden,mit Dingen, die wir als bedrohlich wahrnehmen. Diese Themen werdenvonderPolitikauchbewusst mit Emotionen aufgeladen, da kommt's dann naturgemäß zu Unschärfen. Wobei ich eines betonen möchte: In Vorarlberg gibt es einen sehr guten Umgang von Ämternund Behörden bei der Vollziehung der Gesetze. Nicht umsonst ist die Zahl der Missstandsfeststellungen so niedrig. Land und Gemeinden darf man wirklich ein gutes Zeugnis ausstellen, da sind Profis am Werk. Manchmal geht eben was schief. Allerdings würde es mich erschrecken, wenn es nicht so wäre.Das wäre nicht menschlich. Wie von Ihnen bereits angesprochen, sind Sie in der Öffentlichkeit sehr präsent und somit auch Teil des politischen Diskurses. Als Sie etwa das aufgrund zeltender Bettler erlassene Campingverbot in Dornbirn beanstandeten, wurden Sie umgehend vonLandeshauptmann Markus Wallner kritisiert. Nehmen Sie das sportlich, oder halten Sie derlei Angriffefür entbehrlich? Ich versuche zumindest, es sportlich zu nehmen. Ich glaube, dass sich die politisch Verantwortlichen an meinen Stil erstgewöhnen müssen–wie auch umgekehrt. Man muss ein Gespür füreinander kriegen. Wobei auch die Mediendas ihrige dazu beitragen, oft bleibt am Endenur ein einziger Satz hängen. So 6 s’Magazin


POLITIK UND RECHT s’Magazin 7


POLITIK UND RECHT FORTSETZUNG habeich etwa erst vorkurzem ein längeres Interview zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes bezüglich der Bettelverbote gegeben. Davon ist hängen geblieben, dass ich dem Bludenzer Bürgermeister ausrichten lasse, er solle seineBettelverordnung abändern. Dabei war das nur ein kurzer Nebensatz. Sind Sie mitunter eine Zielscheibe für Anfeindungen? Ja.Zwar bin ich im persönlichen Kontakt noch nie angefeindet worden, in den einschlägigen Internetforen sieht’saberanders aus. Zudemwird an meiner Person mitunter der politische Diskurs aufgezogen. Es ist völlig in Ordnung, wenn meine Stellungnahmen als Landesvolksanwalt in die politischen Debatten einfließen.Nicht in Ordnung ist allerdings, wennsogetan wird, als handle es sich dabei um die persönlichen Marotten des Herrn Bachmayr-Heyda. Ich mache keine Politik, ich achte nur darauf, ob politische Entscheidungen auch im Einklang mit Recht, Verfassung und den europäischenGrundwerten stehen. Sind Sie schon jemals vonsich aus tätig geworden? Nein, imHintergrund stand immereine Beschwerde oder Anregung. Der Themenblock „Umgang mit Bettelei in Vorarlberg“ ist schon von meiner Vorgängerin bearbeitet worden, das lag also auf demTisch. Wie gehen Sie eigentlich persönlich mit Bettelei um? Das hängt von meiner Tagesverfassung ab. Manchmal gebe ich was, manchmal gehe ich einfachweiter und manchmal bin ich von der Zurschaustellung der Armut sobetroffen, dass ich mich abwende –esgibt beimir alle Schattierungen von Reaktionen. Ich finde es übrigensrichtig,dass aggressives und aufdringliches Betteln verboten ist –dahab ich es ganz mit dem Großteil der Vorarlberger Bevölkerung. Doch wenn man wie gewisse Städte dazu übergeht, auch stillesBetteln zuverbieten, muss ich von Amts wegen tätig werden. Schließlich hat der österreichische Verfassungsgerichtshof 2012 festgestellt, dass ein gänzliches Verbot des stillen Bettelns der österreichischen Verfassung und den europäischenGrundwerten widerspricht. Warum emotionalisiert das Thema so? Wirleben in Vorarlberg Gott sei Dank in einem sehrreichen Land,bewohnen einen der reichsten Flecken der Welt überhaupt. Wirsind Armut,insbesondere das Zurschaustellen von Armut, nicht gewöhnt. Letztlich zeigt sich in der Bettelei auch die Kehrseite der Globalisierung: Jeder bereistgerne die Welt, freutsich an der Auswahl importierter Produkte. Doch mit demElend dieser Welt wollen wir nicht konfrontiert werden. Was meiner Meinung nachentscheidend ist: Wenn derKreis armer Menschen überschaubar wirkt und ich das Gefühl habe, helfen zu können, dannnehmeich die Situation nicht als bedrohlich wahr. Die Angst kommt erst mit demGefühl der Überforderung. STECK BRIEF geboren 1964 in Wien, Jus-Studium. 1990Umzug nach Vorarlberg, ab 1992 beim Institut für Sozialdienste, von 2005 bis 2015 Leiterder Sachwalterschaft. 2015 zum Landesvolksanwalt bestellt.In zweiter Ehe verheiratet,dreiKinder. ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise war dieses Gefühl der Überforderung und die damit verbundenen Ängste sehr präsent. Auch geltendes Recht wurde ausgehebelt –erst fiel Dublin II, dann Schengen, vonden folgenden Anlassgesetzgebungen ganz zu schweigen. Istdas nicht ein fatales Signal? Recht ist immer ein Produkt gesellschaftlicher Veränderungen. Was wir vor 100 Jahren für gerecht gehalten haben, ist heute längst überholt. Das Recht ist schnelllebig: Noch in den 70ern durften Frauen in Österreich ohne die Zustimmung ihres Mannes nicht arbeiten gehen, noch in den 90ern war Vergewaltigung in der Ehe erlaubt. Das Rechtschafft einem Rahmen für eine bestimmte, als stabil angenommene Situation. Und manchmal wird die Rechtslage eben von den aktuellen Entwicklungen überrollt. Ich finde es richtig, dass man damals die schnelle Hilfe vor das Rechtstellte und somit eine humanitäre Katastrophe verhindert hat. Im Übrigen haben die Staatengut funktioniert –eswurde nur so dargestellt, als wären sie hoffnungslos überfordert. Hunderttausende sind nach Europa geflohen, und doch hatletztlich alles seine Ordnung gefunden –das ist eine Leistung, die man anerkennen sollte! Der Rechtsstaat lebt auch von der Akzeptanz der Bürger. Problematisch ist, wenn diese das Gefühl haben, dass nicht alle an Gesetze und Regeln gebunden sind. Gerade internationale Großkonzerne scheinen sich vielen Verpflichtungen entziehen zu können. .. Ja,das ist sicherso. Und daraus resultiert ein unguter Reflex: Wenn wir im Großen die Probleme nicht lösen können, dann werden wir im Kleinen genauer und pingeliger.Beispiel Steuer- 8 s’Magazin


POLITIK UND RECHT Herta •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Florian Bachmayr-Heyda hat zu vielen Gebieten eine pointierte Meinung - nicht nur zum Umgang mit Bettelei. •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• diskussion: Derzeit wird auch in Vorarlberg über eine Kürzung der Mindestsicherung diskutiert, nur um eine paar Euro zusparen. Großkonzerne schreiben hingegen Milliardengewinne und zahlen kaum Steuern. Es macht den Eindruck, als stünden die Einzelstaaten diesen Multis machtlos gegenüber. Dafür müssen wir eine gemeinsame Lösung finden. MitjenenStrukturen, diezuKaisers Zeiten funktioniert haben, kann man heute nicht mehr die Welt regieren. Die Renationalisierungstendenzen lassen nicht gerade auf eine gemeinsame Lösung hoffen ... IchvertraueindenMenschen.DieMenschheithat es immer geschafft –wenn auch teils unter enormen Opfern, die großen Herausforderungen zu meistern. Und die derzeitigen Probleme wird die Menschheit auch lösen.Esdauert vielleichtnoch einige Jahre, aber sie werdengelöstwerden. Vonder Zukunft der Menschheit kurz noch zu Ihrer eigenen: Das Amt des Landesvolksanwalts ist ja auf zweiAmtszeiten zu je sechsJahren begrenzt.Werden Sie sich für eine zweite Periode bewerben? Aus jetziger Sicht würde ich mich für eine zweite Amtsperiode bewerben. Aberich plane meineZukunft nie langfristig.Wie schon meine Mutter immer sagte: Jeder Taghält genug Sorgen bereit! Fotos: Mathis Fotografie Als sie nach Lech kam, war die Straße noch eine Schotterstraße. Sie war blutjung,stammte aus einer kinderreichen Familie im Oberinntal, hatte die Hotelfachschule gemacht und suchte Arbeit.Im Hotel Post kam sie als Zimmermädchen unter,blieb dort zwei Saisonen lang. Es sprach sich herum, dass sie besonderstüchtig sei und nicht nach Stunden gehe, sondern nach dem, was zu erledigen war - oft bis tief in die Nacht hinein. Der Herta gefiel es in Lech, und sie lernte dort ihrenMann kennen, der aus einer Schuhmacherwerkstatt kam. Beim Flexenpass machte er ihr einen Heiratsantrag. Sie sagte Ja, müsse aber zuerst noch ihrenVater um die Einwilligung bitten. Der gab sie, und so heirateten die Herta und der Ulrich. Jetzt hieß sie Strolz.Die jungen Eheleute lebten jahrelang in einem kleinen Zimmer.Sie schufteten Tag und Nacht.Niemand ahnte, dass die beiden einmal das nobelste Bekleidungshaus in Lech führen würden. Ein Haus, in dem gekrönte Häupter ein- und ausgehen. Heute ist Herta Strolz 82 Jahrealt.Eine kleine Dame mit schwarzer Bubikopffrisur und knallrot gezogenen Lippen. Sie geht noch immer täglich ins „Geschäft“,wirderkannt und herzlich begrüßt –vornehmlich vonden älteren Stammgästen. Sie ist voneiner wunderbaren Direktheit und Unkompliziertheit, verfolgt wach die Geschickedes Sporthauses Strolz.„Man muss die Jungen machen lassen.“Sie kannte und kennt Gott und die Welt.Eines Tages kam die holländischeKönigin ins Sporthaus und kaufte Unterbekleidung. Sie soll unschlüssig gewesen sein, ob ihr dieses oder jenes Teil stehe, worauf ihr die Herta geantwortet habe: „Das dürfen Sie ruhig tragen, Majestät.Ich trage es auch.“Esgab auch harte Zeiten im Leben der Herta Strolz.Schlaflose Nächte, als sie nicht wusste, wie es mit dem Geschäft weitergehen wird. Als ich mich vonihr verabschiede, sagt sie: „Eine Kuh muss man füttern, bevor man sie melken kann.“Sie ist eine Legende in Lech, die Herta Strolz.Wie gut,solche Persönlichkeiten noch unter uns zu haben. s’Magazin 9


GESELLSCHAFT Carmen Schüssling Meteorologin •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Selten schwärmt jemand so sehr vomJob wie Carmen Schüssling (27). Die aus Wolfurt stammende Meteorologin ist Wetterexpertin für Ö1, Ö3 und Radio Wien. „Das ist ein Traumjob,ich find’seinfach super!“,erklärt die sympathische, junge Frau. Nach der Gymnasialzeit in der Gallusstraße Bregenz kam Carmen für ein Austauschjahr nach Florida. Die dort hautnah erlebten Tornados und Wetterkapriolen weckten ihr Interesse für Meteorologie, die sie mit großer Begeisterung als eine vonwenigen weiblichen Studierenden in Innsbruck studierte. Nach einigen Praktika und Karenzvertretungen in der ORF- Wetterredaktion bekam sie schließlich eine fixeAnstellung beim ORF.Die unterschiedlichen Zielgruppen, Wordings und Kanäle machen Carmens Job besondersabwechslungsreich. „Da ist auch ein Frühdienst um 4Uhr morgens kein Problem!“ Wien hat die begeisterte Musical-Besucherin in den zwei Jahrenkennen- und lieben gelernt.„Aber der Anfang war schon schwer“,gesteht Carmen unumwunden. Die Berge vermisst sie heute noch, die Sehnsucht stillt Carmen auf dem Kahlenberg - mit Blick über die Stadt. Und wenn sie einmal daheim im Ländle weilt,dann liebt sie es, in Damüls Skifahrenzugehen. Die Vorarlberger Kommunikationsberaterin Carola Purtscher (PR-Agentur Purtscher Relations) lebt seit über 30 Jahren in Wien. Als Netzwerkerin lädt sie regelmäßig zu ihrer exklusiven „Tafelrunde“. twitter.com/ CarolaPurtscher Ihr Selfie: Carmen Schüssling bei ihrer Arbeit im Wetterstudio des ORF Kochen istKunst Obschon weder Astrologe noch Hutmacher, sammelte er Sterne und Hauben: Heino Huber ist einer der besten Köche Europas, und sein Deuring-Schlössle war lange ein Tempel für Gourmets aus ganz Europa. „Kochen ist in puncto Kreativität mit Kunst vergleichbar“, so der Gault & Milau-Koch-des-Jahres 1998, der in seinem Maurachbund die traditionelle Küche in neue Höhen führen will. Der gute Geschmack –im wahrsten Sinne des Wortes –liegt bei Heino Huber in der Familie. Schon Vater Ernst, als Koch ein Autodidakt, brachte es mit ungewöhnlichen Kombinationen zum Koch des Jahres, 15 Jahre vor seinem Sohn. Dieser trat in seine Fußstapfen und vergrößerte sie noch. Nach der Hotelfachschule sammelte Heino Erfahrungen bei der Crème de la Crème seines Berufsstandes, etwa Arrigo Cipriani in Harry’s Bar in Venedig oder Eckhart Witzigmann im Münchner Aubergine. „Die Besten der Besten, von denen ich enorm profitieren konnte“, erinnert sich der 54-Jährige an seine Anfangsjahre. Ab den späten 80er- Jahren kochten Vater und Sohn gemeinsam auf, ab 1994 leitete Heino das Deuring-Schlössle alleine. Lang ist die Liste der prominenten Gäste: Sowohl diverse Kanzler als auch Popstars wie Falco, Hollywood-Größen wie Hugh Grant oder der dem Essen sichtlich zugeneigte Luciano Pavarotti genossen die Kreationen des Starkochs. Kein Wunder, dass bald 10 s’Magazin


ORIGINALE auch renommierte Gourmet-Kritiker bei ihm auftauchten und Heino mit Auszeichnungen überschütteten. Koch des Jahres 1998 (Gault &Millau), Trouphée Gourmet (A la Carte) sowie ein Stern im Guide Michelin sind nur einige der Preise, die er erhielt. „Man kann Kochen mit Kunst vergleichen und auch vieles mit Gerichten ausdrücken –allerdings ist es eine sehr vergängliche Kunst, denn selbst bei den besten Kreationen ist das Essen derselben doch das Wichtigste“, scherzt der Vater einer in Wien studierenden Tochter über seine Profession. Tradition und Niveau „Spitzengastronomie ist außerhalb von Großstädten und weniger Nobel- Skiorte mittlerweile kaum noch rentabel“, sieht Heino seine Branche aber auch in einer Krise – wohl mit ein Grund, dass das Deuring-Schlössle im Jänner 2015 schloss. „Eine schöne, aber anstrengende Zeit“, hält sich seine Trauer aber in Grenzen. Überhaupt hat man den Eindruck, dass Heino mittlerweile durchaus geerdet ist: Seine Bücher befassen sich mit vermeintlich „einfachen“ Disziplinen wie „Grillen mit Heino Huber“ oder „Fischküche aus Bach, Fluss, Teich und See“, die Molekularküche lehnt er eher ab („Im Zweifelsfall lieber gute Inhaltsstoffe als extravagante Optik“), und im Maurachbund, dem ältesten Gasthaus von Bregenz (14. Jahrhundert), setzt er auf traditionelle Küche, allerdings „schon auf sehr hohem Niveau“. Weitere Tätigkeiten als Berater der Eilgut- Halle in Lindau und als Küchenchef auf dem Museumsschiff „Hohentwiel“ sorgen zudem dafür, dass ihm nie langweilig wird. Auf den Olymp muss er nicht mehr, er kennt die Aussicht von ganz oben: „Ich brauche keinen weiteren Stern, sondern vor allem zufriedene Gäste“, so sein Motto. Wohl bekomm’s ... Raimund Jäger Foto: Lisa Mathis s’Magazin 11


DasGösser anno 1941 ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Das Gösser-Bräu in der Bregenzer Anton-Scheider-Straße darf wohl als gastronomische Institution bezeichnet werden. Ein Haus mit einer langen und wechselvollen Geschichte: Erstmals urkundlich erwähnt wurde es im Jahre 1641 als Gasthaus Schwanen - der Wirt würde es mit der Getränkesteuer nicht so genau nehmen, so der Eintrag. Ein Ort der Gastlichkeit sollte das Gebäude auch in den folgenden Jahrhunderten bleiben, wenngleich es unter vielen Namen firmierte: Mal hieß es Adler, dann Café Braun, Neue Welt, Deutsches Haus und schließlich Gösser- Bräu. 2011 musste das Gösser nach dem Ausstieg der Pächter zwischenzeitlich seine Pforten schließen. Lange war die Zukunft ungewiss, doch dann trat der Unternehmer Claus Haberkorn auf den Plan: Er kaufte die Liegenschaft von der Brauunion, investierte eine stolze Summe in den Umbau und ermöglich- 12 s’Magazin


MUNDART überko Zeitwort te so dem Gösser ein glanzvolles Comeback. Haben Sie auch historische Fotoschätze zuhause, dann schicken Sie sie uns per E-Mail an vorarlberg@kronenzeitung.at. Die besten Bilder werden veröffentlicht. Foto: Sammlung Risch-Lau LandesbibliothekVorarlberg •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Je nach akzentualer Aussprache von überko handelt es sich bei diesem Verb im Alemannischen um zwei verschiedene Wörter samt Bedeutungen: Überkó mit der Betonung auf der letzten Silbe ist identisch dem hochdeutschen Es überkommt mich („Es hot mi uf zmol überkó–und ihan dia Nutella usglöffelt“). Wird Überko hingegen auf der ersten Silbe betont,also dem ü, so ist damit vielmehr gemeint: erhalten, bekommen, empfangen („I ha fürsNeujohr-Awüscha zeha Schilling überko.“)Zwar verwendet der Voradelberger auch das Wort kriaga (= kriegen) als gleichbedeutendes Synonym, doch klingt überkodem geschulten Alemannenohr bei weitem angenehmer und heimatlicher und ist daher im alltäglichen Diskurs vorzuziehen. Je nach Region, ja selbst nach Familie wird überko in weiterer Konjugation getrennt „Häscht eppas Gschids überko? – Na, bloß Guzile.“ oder auch nicht:„Dia Fratza konnd nünt über“ ist folglich ebenso zu hören wie „Dia Fratza überkonnd nünt“,wobei erstereVariante weit häufiger anzutreffen ist.Gerne verwendet der Alemanne das Zeitwort überko auch, um seinem eigenen Nachwuchs trotz Züchtigungsverbot die Prügel wenigstens noch verbal anzudrohen: „Du kunnscht glei apaar über,duFratz!“ Abschließend sei versöhnlicherweise aber erwähnt,dass man im Voradelbergerischen nicht nur Waren, Güter und Schläge überko kann, sondern auch Kinder („Sie hätt aPoppile überko“)- womit im Übrigen stets eine normale Geburt gemeint ist und nicht etwa illegaler Kinderhandel. s’Magazin 13


GRILLEN Schnell und einfach kann man am Grill feine Speisen zubereiten. Eine Männerdomäne ist diese Zubereitungsart schon lange nicht mehr.Für TomHeinzle ist es ein Lifestyle! Fotos: Stiplovsek Dietmar Wir durften verkosten: Baguette mit Zitronen-Minze-Butter,„WutzeWampe“mit Schmortomaten und Currywurst „Tom Style“. 54 s’Magazin


GRILLEN Zu GastinToms Grillwerkstatt! Gegrillt wird heutzutage schon das ganze Jahr über. Wenn das Thermometersteigt, macht es gleich noch mehr Spaß. Wie das Spiel mit dem Feuer zu einem kulinarischen Erlebnis wird, weiß Experte Tom Heinzle aus Mäder. In seinem neuen Kochbuch „Toms Grillwerkstatt –Roast’n Roll Forever“ zeigt er einmal mehr, was den Lifestyle am Rost ausmacht. Die Zeiten, als der Mann am Grill ein Stück Fleisch zubereitet hat und als Held des Abends gefeiert wurde, sind definitiv vorbei. Grillen ist heute vielmehr ein Trend - eher nochein Lifestyle, derfür viele Kulinarikbegeisterte zu einer Faszination wurde. Tom Heinzle erklärt sich das so: „Einmal ist es das Feuer, und zudem bin ich der Meinung, dass man jedes Lebensmittel mit Röstaromen, geschickt eingesetzt, veredeln kann.“ Hat sich Heinzle in seinen bereits vier Publikationeneher um spezifische Gebiete des Grillens gekümmert, wie Wild oder Wintergrillen, wollte er in „Toms Grillwerkstatt“einfach alles, was es für einen schönen Grillabend braucht, abdecken. „Ich will die Leute an den Rost locken und ihnen zeigen, worauf es ankommt.“ Von der Handhabung diverser Grillgeräte über nachhaltige und saisonale Produktauswahl bis hin zu den passenden Gewürzmischungen und Ölen - Tom Heinzle weiß, wie man das Grillen zelebriert. Ambienteund Tischkultur Der Grill-Fan steht fast immer am Rost, gibt zahlreiche Seminare und ist auch international gefragt. SogarStar-Koch TimMälzerbrachte Heinzle schon ins Schwitzen. Die Message, die er weitergeben will, ist aber überall dieselbe: „Essen ist etwas Gesellschaftliches und gerade beim Grillen kann man näher zusammenrücken. Das Ambiente und die Tischkultur spielen eine wesentliche Rolle.“ Statt dem klassischen Sonntagsessen, das die Familie am Tisch zusammenführen soll, trifft man sich heute also vermehrt am Rost in lockererAtmosphäre. BesondereKreativitätlegterauch bei seinen Rezepten an den Tag. Sie haben jedoch selten mehr als sechs Zutaten, und diese sollten leicht erhältlich sein.„Ichschreibemir nach und nach Grundgerüste für meine Rezepteauf. Erstbeim Shootingfür das Buch kaufe ich dann alle Zutaten, probiere aus und entwickle das Finish.“ Inspiration holt er sich auch auf seinen Reisen. Ein Besuch in einem Hamburger Burrito-Laden diente ihm als Anregung für seine gegrillten Muscheln in Tortillafladen. Heinzle scheut sich aber auch nicht, sich mit den Bayern anzulegen, und wirft die Münchner Weißwurst einfach auf den Grill und zaubert eine Currywurst „Tom Style“! Alles im Dienstedes Genusses. S.Nemetschke Wir verlosen ein Expemplar des neuen Kochbuchs vonTom Heinzle. Senden Sie eine E-Mail mit dem Kennwort:Toms Grillwerkstatt. Teilnahme unter: sandra.nemetschke@ kronenzeitung.at.Vergessen Sie nicht ihreKontaktdaten anzugeben und verraten Sie mir,warum Sie ebenfalls ein Grillfan sind. Viel Glück! s’Magazin 55


EVENTS Foto: Musikladen A Special Kind of Magic „QUEENMania“ ist eine musikalische Biografie über Queen und das Phänomen Freddie Mercury. Die neue Show aus England lässt den Mythos um den am 24. November 1991 verstorbenen charismatischen Leadsänger in einer fulminanten Bühnenshow noch einmal Foto: joseaguilera@xpansiondigital.com Konzertmit Cuban Beats All Stars am Spielboden in Dornbirn Auf einem breiten Repertoireaufbauend, katapultieren die Cuban BeatsAll Starsdie ganzemusikalische Bandbreite Kubas ins Hier und Jetzt. Ein Mix voller internationaler Einflüsse: afrikanischeTrommeln, nordamerikanischer Rap und europäischer Techno. Zu hören am Samstag, dem 1. April, am Spielboden in Dornbirn. Tickets: spielboden.at aufleben und setzt der Rocklegende damit ein würdiges Denkmal. Erstklassige Musiker,Sänger und Entertainer präsentieren am Freitag, dem 31. März, um20 Uhr eine Show der größten Hits von Queen im Festspielhaus in Bregenz. Tickets: Musikladen, www.oeticket.com •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• • Foto: Showtime-Management-AustraliaPL „The Greatest Love of All“, die Whitney- Houston-Show „The Whitney Houston Show“ mit der südafrikanischen Sängerin Belinda Davids wirdamDienstag,dem 28. März, imFestspielhaus in Bregenz gegeben. Begleitet von einer siebenköpfigen Liveband und vier Tänzern entzündet die Sängerin ein zweistündiges musikalisches Feuerwerk. Tickets: www.oeticket.com Sofia Goscinskis „Kreisstudien“ in der Galerie.ZinHard Sofia Goscinski verwendet für ihreArbeiten eine Schablone, in die Pigment gestreut wird. Durch die Drehung verteilt sich das Material über die Fläche, wobei die Streuung durch die Geschwindigkeit der Rotation bis zu einem gewissen Grad kontrolliert und gesteuert werden kann. IhreArbeiten zeigt die Künstlerin nun ab Donnerstag, den 30. März, um 19.30 Uhr in der Galerie.Z in Hard. Die Ausstellung läuft bis 30. April. Foto: SOFIA GOSCINSKI ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• Impressum Medieninhaber: KRONE-Verlag GmbH &Co. KG .Herausgeber und Chefredakteur: Dr.Christoph Dichand Verleger: Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH &CoKG, Alle: 1190 Wien, Muthgasse 2 Redaktionsleitung: EmanuelWalser, Redaktion: Harald Küng, Sandra Nemetschke, Angelika Drnek, Sekretariat: Nicole Kinzel, Quellenstr.16, 6900 Bregenz, Tel. 057060-59300 vorarlberg@kronenzeitung.at, emanuel.walser@kronenzeitung.at, harald.kueng@kronenzeitung.at, sandra.nemetschke@kronenzeitung.at, angelika.drnek@kronenzeitung.at Herstellung:Druckzentrum Salzburg Betriebsges. m. b. H. ,5020 Salzburg; Offenlegung gem. §25 MedienG online unter www.krone.at/krone-offenlegung 16 s’Magazin


KULINARIK GoldeneMilch - Kurkuma Latte Zubereitung: 1 Für die Kurkuma-Paste alle Zutaten in einem kleinenTopf vermischenund unterRührenaufkochen. 2 Dann bei mittlerer Hitzefür einigeMinuten zu einerPasteköcheln lassen, dabei mit einem Holzlöffel ständig rühren. 3 Die fertige Paste abkühlen lassen, in ein gut verschließbares Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren(5bis 7Tage haltbar). 4 Für die „Goldene Milch“1Glas heißeGetreidemilch mit der Kurkuma-Paste,dem Kokosöl und noch etwas Ingwer,Zimt,Honig oderVanillemischen und noch warm genießen. 5 Die Kurkuma-Paste schmeckt auch gut in Joghurt oderMüsli. Zutaten: Kurkuma-Paste 4ElKurkuma-Pulver 8ElWasser (es gilt generell doppelt so vielWasser wie Kurkuma) 1Tlgemahlener schwarzer Pfeffer(Piperin aus dem Pfefferhilft dem Körper,Kurkumin besser aufzunehmen) geriebener Ingwer, Zimt,Honig,Vanille nachBelieben Goldene Milch 1Glas heißeGetreidemilch (Hirse) 1TlKurkuma-Paste (oder mit ½TLanfangen) ½TlKokosöl oder anderes natives Öl geriebenerIngwer,Zimt,Honig,Vanille nachBelieben Fotos: JuliaStix/Brandstätter Verlag,Eva Fischer, Fotolia Nichteinfachnur ein Glas Milch, sondern goldene Milch mit Kurkuma- ein Gesundheitskick, der schmeckt! Noch mehr schmackhafte Rezepte findet man auf Evas Foodblog. Kurkuma ist ein Gewürz voller Power, Geschmack und Gesundheit. Inmeiner Hirsemilch wird es auch optisch noch einladender, nämlich zur „Goldenen Milch“. Kurkuma entfaltet dank seiner Inhaltsstoffe antioxidative und entzündungshemmende Wirkung, fördert die Magensaftproduktion und Verdauung, regt also den Stoffwechsel anund greift regulierend ein. Wer der Hirsemilch andere Sorten, pflanzliche wie Mandel-, Cashew-, Reis-, Hafer-, Sojamilch etc. oder auch Kuhmilch, vorzieht, ist geschmacklich und gesundheitlich natürlich auch voll dabei. www.foodtastic.at/ s’Magazin


WAS WURDE EIGENTLICH AUS... ...Roman Neugebauer? Nach acht Jahren Großstadtleben hat es den 30-Jährigen wieder zurück ins Ländle verschlagen. Als Radiomoderator lernte er einen Lebensstil kennen, den er sich niemals erträumthätte. Doch die Sehnsucht nach seiner Heimat war zu groß. Kein Wunder, dass er auch hier bald wieder seiner Leidenschaft frönt - dem Moderieren. 2015: Roman Neugebauer traf als Moderator bei KRONEHIT viele Promis. Hier beim Interview mit DJ Tiesto beim Electric Love Festival in Salzburg. doch gar nicht beabsichtigt Altach zu verlassen - trat erdie Stelle an. Der ursprüngliche Speditionskaufmann lernte einen ganz neuen Lifestyle in derGroßstadt kennen. „Mantrifft interessante Leute, geht auf Events, jeder Abend bietet etwas Neues.“ Mit einem Bürojob nicht zuvergleichen. Er flogsogar mit Austria’s Next Topmodels nach Ibiza. Der Pilot war Niki Lauda persönlich - eines der vielen Highlights. Nebenher holte er die Matura nach und studierte Europäische Wirtschaft und Unternehmungsführung. Das Ländle ließ ihn aber nichtlos: Nicht nur Freunde und Familie fehlten, auch die Vorarlberger Mentalität schätzte er aus der Ferne nochein Stückchenmehr. Da traf essich abermals optimal, dass sich der ORF Vorarlberg nach neuen Moderatoren umschaute. „Das war für mich der ideale Zeitpunkt,um zurückzukommen.“ Seit rund einem Monat ist Roman wieder imLändle und saugt, wie er selbst sagt, den Spirit der Leute so richtig auf: „Mein Ziel ist es, Vorarlberg neu kennenzulernen.“ Dazu wird er auch genügend Möglichkeiten haben, ist er nun bei seinem neuen Arbeitgeber als Redakteur und Social-Media-Beauftragter beschäftigt. Für ihn die Chance, sein Hobby mit der Arbeit zu verbinden. „Ich bin auf den Social-Media-Kanälen sehr aktiv. So kann ich näher bei den Leuten sein und besser in Interaktion treten.“ Mit Sicherheit wird Roman nun oftauch persönlich anzutreffen sein, wie beispielsweise im Fußballstadion in Altach.Und natürlich- ganz klar - auch bald wiederam Mikrofon: „Das Moderieren ist mein Lebenselixier!“ Sandra Nemetschke Roman Neugebauer liebt Vorarlberg, aber als er eines Tages ein Plakat sah, auf dem ein neuer Radiostar für KRON- EHIT, ein in Wien ansässiger Radiosender, gesucht wurde, regte sich etwas in ihm. Aus 500 Bewerbern wurde er ausgewählt und nach Wien eingeladen. Als der Programmchef plötzlich seinen Namen verkündete, konnte er es kaum glauben.Fast überrumpelt von seinem Glück - hatte er 2017: Zurück in der Heimat:Bei Radio VoralbergwirdRoman bald wieder vordem Mikrofon stehen. Fotos: Neugebauer 18 s’Magazin

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine