30.03.2017 Aufrufe

Wirtschaft Aktiv Handelsagenten März 2017

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Handelsagenten

Das FW-Team stellt sich vor Seite 2/3

Reform Gewerbeordnung:

Belastungen durch Mehrfachzahlungen Seite 7

Nr. 2/2017

Wirtschaft aktiv

Freiheitliche Wirtschaft Oberösterreich

P.b.b. / Zul.Nr.: GZ 02Z031033 M / Freiheitliche Wirtschaft (FW) / Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) , Oberösterreich, 4020 Linz, Pochestraße 3

Service für

Handelsagenten

Seite 6

Die Handelsagenten der

Freiheitlichen Wirtschaft fordern:

Vorsteuerabzug

für alle PKWs


Wirtschaft

FREIHEITLICHE

WIRTSCHAFT

OBERÖSTERREICH

Handelsagenten - Das Team

Manfred Wiesinger

Als Handelsagent vertrete ich Produzenten von Etiketten auf

Rolle in ganz Österreich. Ich bin seit meiner Selbständigkeit

für die Freiheitliche Wirtschaft im Landesgremium der Handelsagenten

aktiv und seit 2015 auch stellvertretender Bundesgremialobmann.

Meine Ziele in der Branchenvertretung

Ein Hauptziel von mir ist es, drauf zu schauen, dass die von

den Zwangsmitgliedern eingehobenen Beiträge auch sinnvoll

angelegt und verwendet werden. Ich sehe aber auch,

dass wir in den Gremien nur dann einen guten Beitrag leisten

können, wenn wir versuchen gut mit den anderen Fraktionen

zusammenzuarbeiten. Der Wirtschaftsbund hat die

Mehrheit in der Wirtschaftskammer, das bedeutet, dass man

positive Änderungen nur durchsetzen kann, wenn man auch

das Vertrauen deren Vetreter im Gremium bekommt. Eine

gute Gesprächsbasis mit den zwei anderen Fraktionen von

rot und grün ist uns ebenfalls wichtig.

Positives Klima im Land

In der WKO Oberösterreich glaube ich sagen zu können,

dass ein positives Klima zwischen den Fraktionen vorhanden

ist und wir daher gemeinsam für alle Handelsagenten

wichtige Dinge in Angriff genommen haben und auch noch

nehmen können.

Auf Bundesebene müssen wir uns leider mit der Tatsache zufrieden

geben, dass die Entscheidungen in Tirol (vom derzeitigen

Gremialobmann) getroffen und in Wien ausgeführt

werden. Leider stößt man oft auch auf Funktionäre in den

Bundesländern, die ihr eigenes „Ländersüppchen“ kochen

wollen. Die meisten Entscheidungen und Aktivitäten für

Handelsagenten sollten auf Bundesebene gemacht werden,

werden aber so durch Länderinteressen blockiert. Dies ist für

uns Handelsagenten kontraktproduktiv, weil viele positive

Ideen, die vorhanden sind, nicht umgesetzt werden können.

Wir Vertreter der Freiheitlichen Wirtschaft sind jedoch weiterhin

bemüht, für alle Zwangsmitglieder des Gremiums der

Handelsagenten gute Arbeit zu leisten. Mit dieser Aussendung

wollen wir Sie, liebe Kollegen, über die Tätigkeiten unserer

Branchenvertretung informieren.

2

März / 17


Wirtschaft

Mag. Hans Berger

Ich bin selbständiger Handelsvertreter

für Damenoberbekleidung und betreue

den Fachhandel in den Bundesländern

OÖ, Szbg., Tirol, Vorarlberg und Kärnten.

Dies erfolgt bei mir fast ausschließlich

über persönlichen Kundenkontakt

und Präsentation der Musterkollektionen

vor Ort.

PKW ist ein Betriebsmittel

Durch meine starke Reisetätigkeit steht

somit der PKW und seine steuerliche

Absetzbarkeit im Mittelpunkt der Kostenstruktur.

Wünschenswert wäre allerdings

die Gültigkeit eines Vorsteuerabzuges

für alle Fahrzeugtypen, wie dies

bei unseren deutschen Nachbarn möglich

ist. Ich möchte einfach jenes Auto

anschaffen, dass für mich ideal ist und

nicht eines, dass vom Finanzministerium

als vorsteuerabzugsberechtigt klassifiziert

ist.

Parktafel und mehr

Gut bewährt hat sich die Parktafel für

Handelsagenten, die zwar keinen

Rechtsanspruch ableitet, aber doch von

den meisten Überwachungsorganen akzeptiert

wird. Positiv erwähnen möchte

ich auch die Möglichkeit einer kostenlosen

Rechtsberatung seitens der Wirtschaftskammer

für Mitglieder.

Auch im Bereich der Unternehmensgründung

hilft die Wirtschaftskammer

in Form von Förderstellen (Haftungsund

Garantieübernahme, begünstigte

Darlehen) sowie von Beratungsstellen

über alle unternehmensrelevanten Bereiche.

Andreas Eschlberger

Als Geschäftsführer der Firma xcon

area management KG konnte ich in

dieser Tätigkeit Kenntnisse im Vertrieb

und meine Führungsqualifikationen

als Vertriebsleiter ständig verbessern.

Zu meinen Aufgaben zählten

Mitarbeiterführung, Umsatzplanung,

Schulungen von Mitarbeitern, gemeinsames

Ausarbeiten von Angeboten bis

hin zur Kundengewinnung.

2015 gründete ich die fabolo e.U. Ein

Unternehmen, dass sich auf die Betreuung

von Firmenkunden auf Social

Media Plattformen konzentriert. Auch

hier bin ich wieder für den Vertrieb

zuständig.

Selbständig arbeiten

„Es war für mich eigentlich immer

klar, selbständig arbeiten zu wollen.

Mit 23 Jahren war das damals sicherlich

sehr früh, aber ich wollte einfach

nicht mehr für einen Konzern arbeiten.

Dass die Selbständigkeit natürlich

eine ganz andere Herausforderung ist,

wusste ich damals noch nicht.

Derzeit suchen wir zusätzlich zu meiner

Person selbständige Handelsvertreter,

um unseren Kunden direkt vor

Ort die bestmögliche Betreuung zu

bieten. Firmenkunden schätzen es einfach,

dass ein persönlicher Ansprechpartner

zu ihnen kommt.

Junge Menschen brauchen gute

Rahmenbedingungen

Ein besonderes Anliegen ist mir, dass

junge Menschen den Schritt in die

Selbständigkeit wagen. Hier müssen

einfach die Rahmenbedingungen attraktiv

bleiben und zusätzlich sollten

Anreize geschaffen werden, dass der

selbständige Handelsvertreter nicht

ausstirbt.

März / 17 3


Rückblick

So wird der betrieblich genutzte PKW besteuert

Sollten Sie im Betrieb keinen Fiskal-LKW

benutzen, sondern einen PKW Ihrer

Wahl, dann haben Sie keinen Vorsteuerabzug

für das Fahrzeug. Auch wenn Sie

das Fahrzeug zu 100 Prozent nur im Betrieb

nutzen, werden keine Vorsteuern

abgezogen. Auch Leasingraten und laufende

Kosten wie Benzin, Reparaturen,

Mautgebühren, Garagierung etc. unterliegen

dem Vorsteuerabzugsverbot. Für

Fahrschulen, Autohandel und Fahrzeuge

der gewerblichen Personenbeförderung

(z.B. Taxis) gibt es Ausnahmen.

Elektrofahrzeuge im Firmenbetrieb sind

ebenfalls ein Ausnahme, denn sie sind

zum Vorsteuerabzug berechtigt, wobei

hier die Angemessenheitsgrenze zu beachten

ist.

Sich einen PKW von einer Firma mit Sitz

im Ausland zu leasen und so zum Abzug

der Vorsteuer zu kommen, hat der Gesetzgeber

auch verhindert. Man muss

die 20%ige Umsatzsteuer nachzahlen.

Angemessenheitsgrenze

Ein PKW-Kauf unterliegt der sogenannten

Angemessenheitsgrenze, die bei derzeit

40.000 Euro liegt. Sollten Sie also ein

Fahrzeug ankaufen, welches z.B. über

45.000 Euro kostet, so werden in Ihrer

Buchhaltung nur 40.000 Euro steuerlich

anerkannt. Besonderes Detail hier ist,

dass dies auch für Gebrauchtfahrzeuge

gilt, die jünger als 5 Jahre sind. Wird ein

gebrauchter PKW z.B. um 34.000 Euro

angekauft, hatte aber bei Neuzulassung

einen Kaufpreis von 50.000 Euro, so werden

von diesem Gebrauchtwagenkauf

nur 80% steuerlich relevant, also die

Summe von 27.200 Euro.

Weniger als 50% betrieblich genutzt

Ist Ihr Fahrzeug zu mehr als 50% privat

genutzt, so können Sie wählen: Entweder

Sie zahlen sich aus der Firmenkassa

das amtliche Kilometergeld von 0,42

Euro pro Kilometer (welches übrigens

seit gut 6 Jahren nicht mehr erhöht wurde!)

steuerfrei aus oder Sie verrechnen

die tatsächlichen Kosten im Ausmaß der

betrieblichen Nutzung. KM-Geld kann

jedoch nur bis zu einer Grenze von

30.000 Kilometern jährlich angesetzt

werden.

Mehr als 50% betrieblich genutzt

Sollten Sie mehr als die Hälfte der Kilometer

mit ihrem PKW betrieblich zurücklegen,

so gehört Ihr Fahrzeug zum

Betriebsvermögen. Dabei ist das Fahrzeug

für eine Mindestnutzungsdauer

von 8 Jahren abzuschreiben, bei Gebrauchtfahrzeugen

wird die Nutzungsdauer

der Vorjahre abgezogen. Am besten

führen Sie ein Fahrtenbuch. Damit

können sie dann die private und betriebliche

Nutzung der PKW-Kosten aufteilen.

Benzin, Reparaturen, Versicherungen,

Mautgebühren, Garagierungskosten

werden als Betriebsausgaben abgesetzt,

natürlich verringert um den Privatanteil.*

*Die FW recherchiert alle Berichte zu Rechtsfragen und Förderungen sehr sorgfältig. Sie übernimmt aber dafür keine Haftung. Wir empfehlen, bei komplizierten Fällen jedenfalls Kontakt

mit dem jeweiligen Steuer- bzw. Rechtsberater oder den zuständigen Stellen aufzunehmen.

Andreas Eschlberger

Social Media für Unternehmen

Ob eine Social Media Präsenz wichtig

für ein Unternehmen ist? Keine Frage,

ja natürlich! Die Geschäftswelt hat sich

durch Social Media stark verändert.

Denn den Zielkunden erreicht man

schon längst nicht mehr nur über klassische

Werbung – Social Media ist definitiv

eine sinnvolle Ergänzung. Letztendlich

steht aber auch bei dieser Aktivität

die Steigerung des Geschäftserfolges

als Ziel: Die Marke soll bekannter

werden, der Umsatz steigen und der

Kunde möglichst zufrieden sein mit

dem Auftritt des Unternehmens.

Von den meisten Nutzern werden Unternehmensprofile

in sozialen Netzwerken

bereits als selbstverständlich

erachtet. Aussagekräftige Informationen

und Aktualität der Inhalte spielen

dabei eine bedeutende Rolle.

Auf die Größe des Unternehmens

kommt es dabei nicht an, da im Social

Media keine hohen Budgets für Werbeschaltungen

erforderlich sind, die sich

nicht jedes Unternehmen leisten kann.

Kunden nutzen soziale Netzwerke als

Informationsquelle und möchten auch

kleine Unternehmen dort antreffen.

Allerdings sollten sich kleine und mittelständische

Unternehmen besonders

auf die Plattformen konzentrieren, die

von der Zielgruppe auch aktiv genutzt

werden. Die richtige Auswahl sollte dabei

in der Marketingstrategie festgelegt

werden. Wie bereits erwähnt, müssen

die Plattformen auch regelmäßig befüllt

werden, um einen guten Eindruck

zu erzielen und Aktualität zu gewährleisten.

Der ständige Dialog wird

schließlich auch bei kleinen Unternehmen

vom Kunden gefordert.

Fabolo betreut Firmenkunden in allen

großen Netzwerken wie Facebook, Instagram,

Twitter & Pinterest sowie in

den Businessportalen XING und LinkedIn.

4

März / 17


Focus

FW-Forderung

Vorsteuerabzug

für alle betrieblichen PKWs!

Vorsteuern im Zusammenhang mit der Anschaffung, der Miete oder dem Betrieb von Personenkraftwagen, Kombinationskraftwagen

oder Krafträdern dürfen nicht abgezogen werden. Lediglich bei sogenannten Fiskal LKWs oder E-Autos

(Angemessenheitsgrenze beachten!) ist dies möglich.

Beruflich genutzte PKWs sind aber ein Betriebsmittel, für das unserer Ansicht nach, ein Vorsteuerabzug gewährt werden

muss. Jedem Unternehmer soll es freigestellt sein, jenes Fahrzeug zu kaufen, das am besten zu den betrieblichen

Erfordernissen passt, ungeachtet dessen, ob ein Auto auf der Liste der Fiskal-LKWs zu finden ist.

Seit beinahe 25 Jahren, genau seit

1.1.1978, dürfen Unternehmer keine

Vorsteuer, die in Zusammenhang mit

der Anschaffung, der Miete oder dem

Betrieb von PKWs und Kombis steht,

geltend machen. Ausnahmen bestehen

nur für Fahrschul- und Vorführkraftfahrzeuge,

sogenannte Fiskal LKW, E-

Autos und Kfz, die zur gewerblichen

Weiterveräußerung oder zu mindestens

80 % zur gewerblichen Personenbeförderung

oder Vermietung bestimmt

sind. Die Geldbeschaffungsaktion der

österreichischen Finanz wird so schon

seit 39 Jahren umgesetzt.

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert seit

langem ein Streichen des Verbotes des

Vorsteuerabzuges für beruflich genutze

PKW. Während dies in fast allen anderen

EU Ländern möglich ist, wird in

Österreich jeder Selbständige und Unternehmer

bestraft, wenn er nicht einen

der festgelegten Fiskal-LKW kauft. Obwohl

der Unternehmer seitens Finanz

gezwungen wird einen mehr als 50%

betrieblich genutzten PKW in das Betriebseigentum

zu übernehmen, wird

die Möglichkeit der Berücksichtigung

der Vorsteuer bei Anschaffungs- und

Betriebsausgaben verwehrt.

Gerade für uns Handelsagenten ist das

KFZ das wichtigste Werkzeug, um Geschäfte

zu machen. Wir leben davon

den direkten Kontakt mit den Kunden

aufrecht zu erhalten. Daher ist es auch

nicht verwunderlich, dass die meisten

unserer Kollegen und Kolleginnen

30.000 bis 70.000 km im Jahr dienstlich

unterwegs sind.

Somit sollte es auch dem Finanzminister

endlich einleuchten, dass uns das

gleiche Recht zusteht wie zum Beispiel

Taxiunternehmen, Bestattern oder

Fahrschulen. Denn auch für uns ist der

PKW ein essentielles Betriebsmittel.

Umso verwunderlicher ist es, dass die

meisten Vertreter im Bundesgremium

hier die Flinte ins Korn werfen und den

Kampf für unser Recht aufgegeben haben.

Bezeichnend dafür ist, dass die

oberösterreichischen Vertreter im Bundesgremium

(FW und WB) bei der letzten

Sitzung einen Vorschlag einbrachten,

wieder einen Vorstoß in Richtung

Abschaffung dieser Ungerechtigkeit zu

starten. Die Mitglieder aus den anderen

Bundesländern (alle Wirtschaftsbund)

haben abgelehnt. Deren vorherrschende

Meinung ist, dass alles versucht

wurde und keine Möglichkeit besteht

hier eine Änderung herbeizuführen.

Die Freiheitliche Wirtschaft wird jedoch

dieses Thema konsequent weiterverfolgen

und nicht in Lethargie verfallen.

März / 17 5


FW aktuell

Einmal im Jahr steht Mitgliedern des

Gremiums der Handelsagenten eine

einstündige Rechtsberatung kostenlos

zur Verfügung.

Rechtsberatung einmal im Jahr

Ein Service des Landesgremium

Mit Zustimmung der FW Mitglieder

wurde die Rechtsberatung für Handelsagenten

verbessert.

Nun steht einmal im Jahr allen Handelsagenten

in Oberösterreich eine einstündige

kostenlose Rechtsberatung bei

unserem Vertrauensanwalt zu und eine

weitere halbe Stunde ist zu einem Sonderpreis

von € 90,00 möglich.

Vertragsüberprüfungen sind ebenfalls

mit einem Selbstkostenbeitrag von

€ 90,00 möglich. Es wird daher auch

von uns empfohlen, vor einem neuen

Vertragsabschluss mit einem Geschäftspartner,

dieses Angebot anzunehmen.

Nach Abschluss eines Vertrages ist es

immer schwierig Nachteile für den

Handelsagenten wieder aus dem Vertrag

raus zu nehmen.

Wir finden es daher sehr gut, dass das

Gremium diesbezüglich auch einem

weiteren Punkt zugestimmt hat und so

angehende Gründer unterstützt: Unternehmensgründer,

die noch keinen Gewerbeschein

als Handelsagenten vorzuweisen

haben aber diesen Beruf ausüben

wollen, können ebenfalls den Service

der juristischen Beratung in Anspruch

nehmen.

Die Plattform für Vernetzung nutzen und neue Vertretungen finden

www.register.handelsagenten.at

Internationale Vernetzung ist wichtig.

Daher betrachten wir die Vertretungsplattform

der Handelsagenten als eine

gute Einrichtung.

11 nationale Plattformen mit 17 Ländern

sind über diese Plattform derzeit verbunden,

zuletzt ist Russland dazugekommen.

In den nächsten Wochen folgt auch

Italien. Diese Plattform funktioniert jedoch

nur dann, wenn sich auch viele daran

beteiligen. Wir empfehlen daher einmal

unter www.register.handelsagenten.at

reinzuschauen und sich, falls noch

nicht geschehen, einzutragen. Falls es

beim Eintragen Probleme gibt oder noch

Fragen auftauchen ist das WKO Landesbüro

der Fachgruppe der Handelsagenten

unter 05 90 909 4330 sicher bereit, bei

der Eintragung zu helfen.

Parktafel für Handelsagenten

Im § 76a Abs. 2 der Strassenverkehrsordnung

ist geregelt, dass unter bestimmten

Vorraussetzungen Fußgängerzonen

mit der Parktafel der Handelsagenten

befahren werden dürfen.

Solche Ausnahmebestimmungen (erkennbar

an Zusatztafeln), die explizit

den Handelsagenten die Ladetätigkeit

in den gekennzeichneten Fußgängerzonen

erlauben, gibt es z. B. in Linz, Wels,

Salzburg Stadt und in Wien für den Bereich

der Fußgängerzone Favoritenstraße

und Meidlinger Hauptstraße. Während

der Ladetätigkeit ist ein Kurzparkschein

zu lösen. Die Parktafel ist auf das

jeweilige Kraftfahrzeug des Handelsagenten

auszustellen, ist nicht übertragbar

und zwei Jahre gültig. Die Parktafel

ist beim Landesgremium der Handelsagenten

zu beantragen und wird von

diesem auch ausgestellt.

6

März / 17


Seit langer Zeit weist die Freiheitliche

Wirtschaft darauf hin, dass Unternehmer

mit überbordender Bürokratie,

steigenden Kosten und undurchsichtigen

Bestimmungen konfrontiert sind.

Die Änderung der Gewerbeordnung

hat wieder einmal gezeigt, dass seitens

der Regierung der Wille zur Veränderung

nicht wirklich besteht.

Wirtschaft News

Manfred Wiesinger

Gewerbeordnung:

Belastungen durch WK bleiben

Propagiert wurde die Änderung der Gewerbeordnung als großer Wurf, aber die Belastungen für Unternehmer bleiben

diesselben. Mehrfachmitgliedschaften in der WK bei Handelsunternehmen sind nach wie vor an der Tagesordnung.

Trotz kleiner Änderung der Gewerbeordnung

blieben die hohen Kosten für

uns Unternehmer erhalten.

Bei der Liberalisierung der Gewerbeordnung

hat sich wening bewegt.

Grund war der massive Widerstand

der Wirtschaftskammer.

Als großer Erfolg wird die Gebührenfreistellung

bei Gewerbeanmeldungen

verkauft. Diese Zahlung wird künftig

bei der Unternehmensgründung hinfällig.

Die jährlichen wiederkehrenden

Belastungen bleiben aber nach wie vor

bestehen, z.B. die Kammerumlagen

bei Mehrfachmitgliedschaften. Meiner

Meinung nach sind nicht die vielen

Gewerbeberechtigungen das Problem

sondern die damit einhergehenden

Kammerumlagen, welche den Koloss

Wirtschaftskammer finanzieren. Im

Handel gibt es den großen Handelsgewerbeschein,

in dem alle Handelstätigkeiten

abgedeckt sind. Hat man diesen

Gewerbeschein bei der Behörde

gelöst, wird man danach jedoch von

der Kammer gezwungen, abhängig

von der Tätigkeit, gleich bei mehreren

Gremien Mitglied zu sein und so

mehrmals Grundumlagen zu zahlen.

Mit dieser Wegelagerei muss endlich

Schluss sein.

Es soll so geändert werden, dass der

Inhaber des großen Handelsscheins

dem Gremium beitritt, welches den

Bereich seiner Tätigkeit am besten abdeckt.

Falls der Unternehmer auch Infos

und Service von anderen Gremien

wünscht, so kann er sich auch diesen

freiwillig anschließen.

Bedauerlich ist, dass der einheitliche

freie Gewerbeschein nicht mehr als eine

holprige Ankündigung war. Damit

hätten 40.000 bürokratische Gewerbeanmeldeverfahren

der Vergangenheit

angehört. Das wäre eine echte bürokratische

Entlastung gewesen.

Lobbying in der EU - die Verflechtung von Politik und Wirtschaft

Transparency International hat die Karrieren

von 485 früheren EU-Abgeordneten

und 27 ehemaligen EU-Kommissaren

untersucht. Das Ergebnis: Mehr als

50 Prozent der Kommissare verdienen

ihr Geld jetzt bei Organisationen, die im

EU-Lobbyregister gelistet sind. Dasselbe

gilt für 30 Prozent der ausgeschiedenen

Abgeordneten, die in die Wirtschaft

gewechselt sind. Allein von den Lobbyisten,

die für den Internetkonzern Google

eingetragen sind, haben 57 Prozent

auch schon für EU-Institutionen gearbeitet.

Das dies nicht gerade das Vertrauen

der Bürger in die EU und ihre Institutionen

stärkt, versteht sich. Wie

Transparency richtig anmerkt, entsteht

der Eindruck, die Politiker ließen sich in

ihrer Amtszeit von Firmen beeinflussen

und würden dafür anschließend mit einem

einträglichen Job belohnt.

Kommissare müssen bei Themen, für

die sie zuvor in der Kommission zuständig

waren, nur 18 Monate warten,

ehe sie sich als Lobbyist an die EU wenden

können. Im Vorjahr etwa hatte der

Fall von Ex-Kommissionschef Barroso,

der zu Goldman Sachs wechselte, für

großen Unmut gesorgt.

Für EU-Abgeordnete gibt es eine solche

Frist gar nicht. Die USA haben jetzt die

Frist, während der Ex-Regierungsmitarbeiter

keine Lobby-Arbeit annehmen

dürfen, auf fünf Jahre erhöht. Das wäre

jedenfalls auch in der EU für die Kommission

und Abgeordnete des Europaparlaments

sinnvoll.

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Freiheitliche Wirtschaft (FW) / Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Oberösterreich, ZVR-Nr.: 284146541; DVR.-Nr.:0379875; 4020 Linz,

Pochestraße 3 zugl. Anschrift; Redaktion, Verwaltung, Anzeigen, Satz. Verlags- und Herstellungsort: Pochestraße 3, 4020 Linz. Druck: Der Druckpartner e.U., Wels.

Offenlegung (gemäß § 25 Mediengesetz): Medieninhaber zu 100% ist die Freiheitliche Wirtschaft (FW) / Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Oberösterreich (100 %), 4020 Linz, Pochestraße

3. Vereinszweck (gem. § 2 der Statuten): Die FW vereinigt Selbständige oder in leitender Stellung Erwerbstätige in der gewerblichen Wirtschaft und in den freien Berufen zum Zwecke

der Durchführung wirtschaftspolitischer Aufgaben und zur gegenseitigen Unterstützung und Förderung. Richtung: Information über Politik und Wirtschaft aus freiheitlicher Sicht im Sinne der Statuten

der FW. Präsidium: Landesobmann: KommR Ing. Wolfgang Klinger, Stellvertreter: KommR Alfred Fenzl, KommR Franz Mairinger, KommR Karl Strauß, Präsidiumsmitglieder: Michael Fürtbauer,

Dipl.-Ing. Wolfgang Gaßner, Christa Raggl-Mühlberger. Weitere Vorstandsmitglieder: NAbg. Mag. Roman Haider, KommR Dkfm. Klaus Kaindl, Franz Krautgartner, KommR Herwig Mayer MBA,

Martin Plasser, Gerhard Reinthaler, Franz Rosenauer, KommR Ing. Walter Schragner, Manfred Wiesinger. Geschäftsführung: Mag. Peter Iwanoff

Die FW ist auch Medieninhaber der Zeitschrift „Wirtschaft aktiv“ sowie der Internetseite www.freiheitliche-wirtschaft.at/ooe.

März / 17 7


Wirtschaft in

Österreich

stärken

Freiheitliche Wirtschaft Oberösterreich, Pochestraße 3, 4020 Linz

Tel.: 0732/774814, Fax 0732/774814-20

ooe@freiheitliche-wirtschaft.at

www.freiheitliche-wirtschaft.at/ooe

Name................................................

Adresse.............................................

Telefon..............................................

E-Mail...............................................

Ich möchte der FW beitreten

Ja, ich interessiere mich für die Aktivitäten

der FW und möchte genauere

Informationen

P.b.b. / Zul.Nr.: GZ 02Z031033 M / Freiheitliche Wirtschaft (FW) / Ring freiheitlicher

Wirtschaftstreibender (RfW) , Oberösterreich, 4020 Linz, Pochestraße 3

An die

Freiheitliche Wirtschaft

Pochestraße 3

4020 Linz

8

Wirtschaft Aktiv Sept. / 15

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!