Auto-Praxistest-Report 23

dialogpresseweller

Der Space Star von Mitsubishi steht im Focus des Auto-Praxistest-Reports von Presseweller. Lesen und Schauen, wie sich das im Vorjahr "rundernerneuerte" Modell im Alltagsbetrieb gibt. Der "City-Flitzer", im Test mit dem für dieses Modell neuen 1,2-Liter-Motor, lässt sich einfach fahren, überzeigt durch gutes Handling und lässt sich locker einparken. Neben Orts- und Autobahnrouten standen auch kurvenreiche Mittelgebirgsstrecken auf dem Programm. Ging für uns inklusive Verbrauch in Ordnung. Im Magazin gibt es auch einen Vorhinweis auf Teil 3 des Langzeit-Tests VW Polo. Leider wieder Reparatur.

Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 23 April 2017 Jhg. 5

Mitsubishi Space Star 1,2 + Tipps

Leicht und locker zu fahren: Space Star

Der City-Flitzer von Mitsubishi mit 1,2-Liter-Motor geht gut zur Hand

Siegen. 4. April 2017. Mitsubishi

hat den City-Flitzer Space Star im

Vorjahr aufgehübscht. Die neue

Version fuhren wir im März 2017 in

der 1,2-Liter-Version „Top Extra“.

Der Space Star ist das

meistverkaufte Modell der Marke

auf dem deutschen Markt.

Gegenüber dem Vorgänger hat er

zugelegt. Das hübsche, schnittige

Design gefiel uns ebenso wie die neue

kräftigere 80-PS-Motorisierung, die

auf Wunsch gewählt werden kann.

Natürlich ist der Space Star nicht

nur dem Stadtverkehr vorbehalten,

wenn er dort wegen seiner

Handlichkeit auch besonders

praktisch ist.

Der neue Space Star gefiel uns auf

Anhieb. Außen wurden unter anderem

der Front- und Heckbereich modifiziert.

Von hinten wirkt er breiter und niedriger

als das Vormodell. Der Kandidat glänzte

von außen in Rot, kombiniert mit

schwarz-grauem Interieur. Im praktischen

Fünftürer sind Sitzposition und

Übersichtlichkeit gut. Das griffige

Multifunktionslenkrad liegt fest in der

Hand, der Fahrer hat alle Instrumente im

Blick. Die Beschalterung ist klar und

intuitiv. Ablagen und Becherhalter

ergänzen die Innenausstattung, die

insgesamt ein angenehmes Ambiente

vermittelt. Das Testauto war mit allem

Pi, Pa, Po ausgestattet, zum Beispiel mit

Tempoautomatik und dem klasse

funktionierenden Start-Stopp-System

sowie mit moderner Infotainmentanlage,

inklusive Digitalradio, Smartphone-

Verbindungsmöglichkeit und vielem

Der neue Space Star sieht hübsch und schnittig aus und erfreut

mit gutem Handling.

(Fotos: © presseweller)

mehr. Von der „schlüssellosen“

Bedienung per Knopfdruck über

elektrische Fensterheber ringsum

bis zur Sitzheizung für beide

Vordersitze und Klimaautomatik

war vieles für angenehmes und

bequemes Fahren an Bord.

Die Platzverhältnisse im knapp

3,80 Meter langen und 1,70

breiten Spacy gehen klassengemäß

in Ordnung. Im Fünsitzer

gibt es für nicht so groß

gewachsene Mitfahrer auch

hinten noch ausreichend Kniefreiheit.

Das Ladeabteil geht nach der

akzeptablen Ladekante etwas in

die Tiefe und schluckt je nach

Version und Rücksitzstellung

zwischen 209 und 912 Liter

Ladung. Der Einkauf hat locker

Platz. Wenn nicht, legt man eine

oder beide der 60 zu 40 geteilten

Rücksitzlehnen um. Das geht

kinderleicht. Die Sitzteile haben

im Kofferraum je ein Band. Nur

ziehen, und das Teil klappt nach

vorne und schafft eine fast ebene

Ladefläche. Klasse.

Sicherheit an Bord

An Sicherheitseinrichtungen sind

im Space Star neben den sechs

Airbags zum Beispiel auch

elektronische Stabilitäts- und

Traktionskontrolle (MASC und

MATC) an Bord, ABS, Bremsassistent

und die praktische

Berganfahilfe.

Locker durch die Kurve

Über die kurvenreichen Mittelgebirgsstrecken

ging der Fronttriebler

wie „Schmitz' Katze. Bei

extra schnell angegangenen

Kurven entstand ein Gefühl, als

würde er „durchgezogen“. Wie

auf Schienen hielt er die Spur.

Gut gemacht!

Fortsetzung S. 2


Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 23 April 2017 Jhg. 5

Mitsubishi Space Star 1,2 + Tipps 2

Fortsetzung: Leicht und locker zu fahren: Mitsubishi Space Star

Das nicht so hart abgestimmte Fahrwerk

– vorne McPerson-Federbeine und

hinten Verbundlenkerachse – liefert

zwar etwas Seitenneigung, wusste aber

auf den heute leider öfter schlechten

Straßen zu gefallen. Er geht recht

ordentlich über solche Schlaglochpisten,

ohne dass die Passagiere stets

durchgeschüttelt werden. Das gegenüber

dem Vorgängermodell modifizierte

Fahrwerk steht dem Spacy gut an!

Zum angenehmen Fahrgefühl tragen vor

allem auch die einfache Bedienung und

das gute Handling bei sowie der kleine

Wendekreis. Einparken wird nahezu

zum Kinderspiel.

Neue kräftigere Motorisierung

Gegenüber dem Vorgängermodell kann

der neue Space Star auch mit einem

kräftigeren Motor geordert werden: Die

1,2-Liter-Maschine mit drei Zylindern

leistet 80 PS (59 kW). Bei 4000 Touren

liegt das höchste Drehmoment an. Die

Der Fahrer hat alles im Blick, das Multifunktionslenkrad ist griffig

und liegt gut in der Hand.

Maschine ist drehfreudig. Wir

konnten aber im fünften Gang im

Auch in Details optisch gut drauf. Der Testwagen hatte Leichtmetallräder.

Stadtverkehr mitrollen und auch

Steigungen teilweise noch im

vierten oder fünften Gang

absolvieren. Im unteren Drehzahlbereich

wirkt das Motorgeräusch

leicht grummelig,

wechselt aber dann und auf

Stecke in eine angenehme

Akustik. Beim 0-auf-100-Sprint

lagen wir mit um 12 Sekunden

knapp über der Werksangabe, für

die Überholdistanz von 60 auf

100 km/h im dritten Gang

brauchten wir im Mittel um die

neun Sekunden.

Auf der Autobahn ging es auch

bis in höhere Geschwindigkeiten

zügig voran, aufgrund der …

Fortsetzung S. 3


Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 23 April 2017 Jhg. 5

Mitsubishi Space Star 1,2 + Tipps 3

Fortsetzung: Leicht und locker zu fahren: Mitsubishi Space Star

… aufgrund … der Autobahnverkehrsverhältnisse

konnten wir die

Spitze (angegeben 180 km/h) nicht

austesten. Je nach Strecke stellte sich

ein Verbrauch ab 4,9 Liter/ 100

Kilometer ein, im Testschnitt mit auch

vielen Kurzstreckenfahrten knapp über

sechs, Kombiverbrauch laut Unterlagen

4,1 bis 4,3 Liter. Unseren

Testverbrauch hielten wir für in

Ordnung. Der Eco-Drive-Assistent

zeigte farblich an, ob man im guten

oder schlechteren Verbrauchsbereich

unterwegs ist.

Fazit: Der neue Mitsubishi Space Star

hat ein schickes Design. Er ist agil,

leicht bedienbar und handlich, ideal für

den Stadtverkehr und das Parken.

Aufgrund seiner Leistung passt er

ebenfalls für längere Strecken. Wir sind

stets entspannt ausgestiegen. Zur Auswahl

stehen mehrere Ausstattungsvarianten

sowie der Einlitermotor mit

71 PS (52 kW). Seit März sind

auch „Edition 100“ Sondermodelle

mit Preisvorteil zu haben,

weil Mitsubishi „100 Jahre

Automobilbau“ feiert. Zu

weiteren Details dazu und zum

Space Star kann man sich beim

Händler informieren.

Einige Technischen Daten*

Motor: 1,2 l Hubraum, 80 PS/ 59 kW/ 6000 U; höchstes

Drehmoment: 106 Nm/ 4000 U

Fahrwerte: 0 – 100 km/h = 11,7 Sek.; Spitze: 180 km/h

Länge/ Breite/ Höhe: 3,795 x 1,665 x 1,505

Verbrauch, Super bleifrei/ CO2 komb.: 4,1 – 4,3 l/ 100 km: 96 –

100 g/km – je nach Ausführung

*Angaben lt. Unterlagen des Herstellers/ Importeurs

Auch ein praktisches

Detail (links) im Space

Star: Um eine der

Rücksitzlehnen umzulegen,

muss man nur

am Band ziehen:

„Schwupps, und es

entsteht eine nahezu

ebene Ladefläche.

Vorne und und hinten geht es aufgeräumt zu. Die Platzverhältnisse gehen größenbezogen in Ordnung.


Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 23 April 2017 Jhg. 5

Mitsubishi Space Star 1,2 +Tipps 4

Neues zum Polo-Dauertest

Schon wieder ein Reparaturfall

Der Polo 1,4 (9 N) hatte bei knapp 70.400

Kilometern einen weiteren teuren Schaden nach

dem Einbau des neuen Motors, der ein rundes

Jahr vorher seinen Geist aufgegeben hatte.

Vielleicht hat das Auto jetzt die Zeit der

„Sollbruchstellen“ erreicht, ein Phänomen, von

dem man bei vielen technischen Geräten spricht.

Vielleicht gibt’s das tatsächlich.

Auf jeden Fall führten uns ein lauter Knall bei

der Abfahrt vom Parkplatz und danach ein

rasselndes Geräusch zu der Erkenntnis, dass

etwas nicht in Ordnung ist. So war es denn auch:

In der VW-Werkstätte brauchte der Fachmann

nach kurzem Anheben des Wagens nur einen

kurzen Blick: Feder vorne rechts gebrochen.

Tatsächlich, da hing ein Teil der massiven

Schraubenfeder einfach rum. Kurzum: Reparatur

war dringend notwendig!

Es war noch nicht alles

Wie uns gesagt wurde, werden solche Mängel

auf den schlechten Straßenzustand zurückgeführt.

Dem können wir zwar etwas abgewinnen.

Aber dann müssten laufend und viel mehr Autos

mit noch höheren Laufleistungen davon betroffen

sein.

Wie es auch ist: Es passiert eben. In solchen

Fällen macht es Sinn, dann auch die andere

Neues Malheur: Schraubenfederbruch vorne rechts!

Fahrzeugseite mit einer neuen Feder zu bestücken.

Bei der Reparatur wurde festgestellt, dass auf der linken

Seite die Radwelle ebenfalls ersetzt werden muss, weil sie

sich nur noch stückhaft lösen ließ. Alles klar!

Federn, Radwellen und Co. Es ist uns schon wichtig, dass

der Polo technisch in Ordnung und sicher ist. Daher gab es

auch von Beginn bis heute regelmäßige Inspektionen im

VW-Fachbetrieb. Wir fahren ihn schließlich gerne.

Kurz und gut: Für diese Reparatur schlugen um die 800

Euro zu Buche. So summiert sich ein „Autoleben“ in

finanzieller Hinsicht. Ob der Ersatz wieder ein Polo ist?

Die Teile 1 und 2 des Langzeittests sowie andere Auto- und

Verkehrsthemen sind über unsere Seite „Auto“ auf

presseweller.de aufrufbar. Alles ohne Anmeldung.

Impressum. Hinweise gem. Presserecht und Telemediengesetz sowie anderer gesetzlicher Vorgaben.

Herausgegeben und produziert von Medienbüro DialogPresseweller, Jürgen Weller (verantw.), Lessingstr. 8,

D-57074 Siegen, T. 0271334640, E-Mail: mail>at

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine