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08.04.17 Lindauer Bürgerzeitung

08.04.17 Lindauer

· · GEWINNSPIEL · · GEWINNSPIEL LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 8. April 2017 · Ausgabe KW 14/17 · an alle Haushalte ANSICHTEN Hans-Jörg Apfelbacher, Geschäftsführer Lindauer Bürgerzeitung Frühlingshaftes Wetter ist vorhergesagt. Cafés, Eisdielen und Biergärten laden jetzt wieder zum Verweilen unter freiem Himmel ein. Am 9. April ist sogar verkaufsoffener Sonntag von 12 bis17 Uhr in Lindau. Denn wir begrüßen die Teilnehmer der 67. Lindauer Psychotherapiewochen. Und da präsentieren sich unsere Hotels, Restaurants und der Einzelhandel als tolle Gastgeber. Aber auch kulturell wird einiges geboten: Oster- und Frühjahrskonzerte, Ausstellungen, Ostermärkte und vieles mehr. Eine Auswahl von Events, die in den nächsten zwei Wochen stattfinden, sind z.B. in unserem Veranstaltungskalender in der Heftmitte aufgeführt. Lassen Sie sich also hinaus locken in die blühende Natur, in die vom Frühling wach geküsste Stadt und genießen Sie die Vielfalt, die uns hier in unserem schönen Lindau geboten wird! Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 22.04.2017 Samstag, 06.05.2017 Wissenswertes: Wertstoffhof Neue Ausfahrtregelung entschärft Gefahrensituation S. 10 Wissenswertes: Bunte Tage Gutscheine für Aktion der Medieninsel gewinnen S. 13 Wissenswertes: Osterkonzert GEWINNSPIEL LINDAUER BZ verlost Tickets für das Osterkonzert der Musikkapelle Roggenzell S. 15 BZ-Special: Herzlich willkommen GEWINNSPIEL LINDAUER Rund 4.000 Teilnehmer werden zu den 67. Psychotherapiewochen in Lindau erwartet S. 21-27 · GEWINNSPIEL · GEWINNSPIEL Stadt Lindau weist Vorwürfe von Edeka zurück Kein Lebensmittelmarkt auf dem Bahlsen-Areal Die Stadt Lindau tritt entschieden einer Kampagne von Edeka entgegen. Seit etwa fünf Jahren möchte Edeka seinen Standort auf das ehemalige Bahlsen-Gelände verlegen. Ebenso lange weiß Edeka, dass die Ansiedlung eines großflächigen Lebensmittel-Vollsortimenters aus rechtlichen und fachlichen Gründen dort ausgeschlossen ist. Für das ehemalige Bahlsen-Gelände gibt es seit 1989 einen rechtskräftigen Bebauungsplan, der Einzelhandel ausschließt. Zudem gab es schon vor fünf Jahren ein Einzelhandelskonzept, welches Neuansiedlungen von Einzelhandelsbetrieben im Gewerbegebiet ablehnt. Edeka attackiert die Stadt jetzt seit einigen Wochen. Hintergrund: Das E-Center im Heuriedweg konnte sich mit dem Vermieter nicht auf einen neuen Mietvertrag einigen. Die Nahversorgung der Bevölkerung wird dort zukünftig durch Kaufland sichergestellt. Hansjochen Preußer, Gebietsleiter Expansion bei Edeka Südbayern, erhofft sich laut Lindauer Zeitung, dass durch diese Kampagne ein Stimmungsumschwung bei Stadtverwaltung und Stadtrat erreicht wird und die Neuansiedlung des Edekas auf dem früheren Bahlsen-Gelände doch genehmigt wird. Im Zug des ISEK-Prozesses wurde im Jahre 2015 ein neues Einzelhandelsgutachten erstellt, welches ebenfalls zu dem Ergebnis kam, dass im Bereich des Gewerbegebiets kein neuer Einzelhandelsbetrieb angesiedelt werden soll. Die Verlegung von Edeka stellt eine solche Neuansiedlung dar, da sich am alten Standort Kaufland als Ersatz einmietet. Das Bahlsen-Gelände befindet sich am Ostrand des Stadtgebiets, unmittelbar an der Autobahnzufahrt. Innerhalb eines Luftlinien-Radius von 500 Metern gibt es nur eine Handvoll Wohngebäude, der Weg zu diesem Standort Hier soll bald ein Kaufmarkt die Kunden versorgen. Edeka versucht deshalb, auf das ehemalige Bahlsen-Areal auszuweichen, wo ein Lebensmittelmarkt aber baurechtlich gar nicht möglich ist. wäre für viele erheblich länger. Kurz: Der Standort liegt weitab von Wohngebieten und ist für viele nur mit dem Auto zu erreichen. Was für Kunden aus Vorarlberg oder der Schweiz bequem ist, verursacht für Lindau viel Verkehr, der unter anderem die Anwohner in Zech hart treffen würde. Lindauer wären meist gezwungen, mit dem Auto einzukaufen und würden Verkehr im gesamten Stadtgebiet erzeugen. Kunden, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen möchten, hätten es deutlich schwerer. Anders sieht die Sit uation bei Edeka in Aeschach, beim Lidl oder dem Bodolzer Rewe aus. Hier sind die Standorte von Wohngebieten umgeben und können zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden. Man spricht von integrierten Lagen. Lebensmittel-Einzelhandelsbetriebe müssen integriert sein. Das hat sich nicht die Stadt Lindau ausgedacht, sondern wird vom Gesetzgeber so vorgegeben. Der Standort auf dem Bahlsen-Gelände ist nicht integriert und würde in Lindau ▶ Verkaufsoffener Sonntag Bummeln, schauen und genießen am 9. April auf der Insel und in den Stadtteilen S. 8 BZ Foto: pat bestehende, integrierte Standorte deutlich schwächen, wodurch dort Arbeitsplätze gefährdet würden. Auf völliges Unverständnis stößt, dass mit dem angeblichen Verlust von 50 Arbeitsplätzen Druck auf die Stadt ausgeübt werden soll. In Weißensberg eröffnet ein Edeka, der derzeit Arbeitskräfte sucht. Dies verschweigt Edeka ebenso, wie die Tatsache, dass der Edeka-Nachfolger Kaufland Personal benötigt. Edeka verweist auf ein eigenes Einzelhandelsgutachten. Dieses Gutachten wurde von einem unabhängigen Gutachter geprüft und das Ergebnis dem Stadtrat vorgestellt. Das Gutachten weist erhebliche Mängel auf. Es behauptet fälschlich, dass der neue Standort integriert sei, verkennt völlig die Auswirkungen des geplanten Einzelhandelsstandortes auf die anderen Lindauer Versorgungsbereiche. Das Gutachten von Edeka ist nicht plausibel und als fachliche Grundlage nicht zu gebrauchen. Die Kampagne von Edeka hat erhebliches Kopfschütteln in der Stadt ausgelöst. Denn unmittelbar vor Kampagnenstart hatte es ein Gespräch zwischen Vertretern der Stadt und Hansjochen Preußer gegeben. Preußer bestätigte in diesem Gespräch, dass Edeka nicht an dem Bahlsen-Standort festhalten wolle. Edeka wurde nochmals aufgefordert, ein geeignetes Grundstück für eine Neuansiedlung vorzuschlagen. Nicht einmal in all den Jahren hat Edeka der Stadt einen Alternativstandort genannt. Hier wird seitens Edeka offenbar versucht, wegen der günstigen grenznahen Lage an der Autobahn und den daraus zu erwartenden Umsätzen eine Planung durchzudrücken. Auch wenn es mangels Alternativen dazu führen kann, dass der Edeka seinen Standort völlig aufgegeben muss. Die Stadt Lindau bedauert dies und fordert Edeka erneut auf, endlich einen alternativen Standort zur Prüfung vorzulegen, der den Zielen des Lindauer Einzelhandelskonzeptes gerecht wird und tatsächlich realisierbar ist. Denn eines ist sicher: Der Versorgung mit Lebensmittelmärkten in Lindau ist gut und bleibt gut. Kay Koschka/JW ▶ BZ Wandertipp Auf den Spuren von Allgäu-Krimi-Kommissar Kluftinger am sagenumwobenen Alatsee S. 36