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Die deutsche Energiewende

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18 | Die deutsche Energiewende Die deutsche Energiewende | 19 Wirtschaft und Wertschöpfung „Verlieren durch die Energiewende nicht viele Menschen ihre Arbeit?“ Hohe Investitionen in neue Anlagen aller erneuerbaren Energien Jährliche Investitionen in Erzeugungsanlagen in Deutschland, in Mrd. € So viele Jobs bieten die erneuerbaren Energien Arbeitsplätze in Deutschland, 2015 142.900 Windenergie 330.000 Arbeitsplätze 113.200 42.200 Biomasse Solarenergie 4,6 2000 27,3 2010 15,0 2015 17.300 17.300 Geothermie Wasserkraft 7.700 Forschung Die Energiewende bringt mehrere positive Effekte mit sich: Sie fördert Innovationen, sie vermeidet Kosten für Energieimporte, sie reduziert Umweltbelastungen und den Ausstoß von Treibhausgasen und sie erhöht die Wertschöpfung in Deutschland. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien oder bei der Sanierung von Gebäuden verbleibt ein Großteil der Umsätze vor Ort. Denn die arbeitsintensiven Aufgaben wie Installation oder Wartung übernehmen Unternehmen aus den Regionen selbst. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Investitionen in Energieeffizienz entstehen neue Berufsbilder und Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen. So sind allein durch die verschiedenen Maßnahmen zur Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe sowie Gebäudesanierung mehr als 400.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Und die Investitionen in erneuerbare Energien haben die Beschäftigtenzahl in diesem Sektor binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Diese neuen Arbeitsplätze lösen zum Teil Jobs in Industriesektoren ab, die stark von fossilen Rohstoffen geprägt sind – vor allem in der Förderung von Öl, Gas und Kohle sowie in der Stromerzeugung. Hinzu kommen generelle strukturelle Veränderungen. So erhöht beispielsweise die Öffnung der Energiemärkte in Europa den Wettbewerb, und das verlangt von den Unternehmen mehr Effizienz. All diese Faktoren zusammen führen auch zu einer Anpassung der Arbeitsplätze. Die Beschäftigtenzahl in Unternehmen der konventionellen Energiewirtschaft ging deshalb in den vergangenen Jahren zurück. © dpa/Jens Büttner 2002 Die erste Energieeinsparverordnung tritt in Kraft: Sie stellt Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von neuen und bestehenden Gebäuden. Das erste Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz schafft Transparenz zum Energieverbrauch von Produkten wie Fahrzeugen oder Haushaltsgeräten. 2003 Europa beschließt einen verbindlichen Handel mit Emissionsrechten für Treibhausgase. 2004 Inzwischen arbeiten 160.000 Menschen in der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland.