der-Bergische-Unternehmer_0417

weinheimer

der BERGISCHE www.bvg-menzel.de

UNTERNEHMER

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN FÜR DAS BERGISCHE LAND

04

2017

Gesundheit

rund um die Uhr

Betriebliches gesundheitsmanagement

20 Wirtschaft

Gartenglück: Geschäftsgründung

im Kollektiv

30 Unternehmen

Azubi-Geschäftsstelle: Beim

Geld fängt der Spaß an

38 Im Fokus

Transport und Logistik

Herausforderung Baustelle


Auf die Plätze.

Fertig. Loslassen.

Premium Economy Class:

für alle, die mehr wollen

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben schöner

machen. Die neue Premium Economy Class ist voll

davon. Geräumige Sitze und ein großer Fußraum für

bis zu 50 % mehr Platz. Dazu doppeltes Freigepäck

und der Welcome Drink an Bord. So können Sie sich

einfach zurücklehnen und vor allem eins genießen:

mehr Entspannung.


EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ob Sie regelmäßig auf Nordrhein-Westfalens Straßen im Stau stehen, brauche

ich Sie eigentlich gar nicht zu fragen. Das Gefühl, bei vollem Terminkalender

geht es mal wieder nicht voran, kennt wohl jeder, der hierzulande vor allem

auf den Autobahnen regelmäßig unterwegs ist. Wen die Dauerbaustellen indes

besonders hart treffen, ist die gerade in unserer Region stark aufgestellte

und vertretene Transport- und Logistikbranche. Welche Forderungen die hiesigen

Spediteure an die Politik stellen und was sie zu neuen Trends, wie etwa

den viel diskutierten Giga-Linern sagen, lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe

von „der Bergische Unternehmer“.

Seit Januar sind wir mit unserem neuen Wirtschaftsmagazin auf dem Markt

und freuen uns seither über viel positive Resonanz. Die hohe Auflage mit

rund 30.000 Exemplaren, die in jedem Monat Unternehmer und Entscheider

im Städtedreieck, in Schwelm, in Teilen des Oberbergischen und des Kreises

Mettmann persönlich auf dem Postweg erreichen sowie die bunte Mischung

an Themen und der umfassende Serviceteil gefällt unserer Zielgruppe gut.

Dies zeigt sich zudem überaus eindrucksvoll in tausenden Klicks auf der

webside „der-bergische-unternehmer.de/verlagsprodukte. Auch in diesem

Heft versuchen wir wieder, am Puls der Zeit zu sein. Beispielsweise mit dem

Thema Mitarbeitergesundheit. Betriebliches Gesundheitsmanagement, so haben

wir erfahren, ist nicht nur eine Anforderung, mit der sich die „Großen“

beschäftigen sollten. Auch kleine Betriebe können schon mit kleinen Maßnahmen

die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden in den Fokus rücken, geben

damit ein Zeichen der Wertschätzung und weisen sich in Zeiten zunehmenden

Fachkräftemangels als attraktiver Arbeitgeber aus.

Und da das Leben ja nicht nur aus Arbeiten besteht, reisen wir mit Ihnen in

Bild und Text ins frühlingshafte Südtirol und entführen Sie in die urigen

Kutscherstuben nach Wülfrath, wo Sie ein bergisches Kleinod der besonderen

Art entdecken können.

Genießen Sie den Frühling!

Herzlichst Ihre

Katja Weinheimer

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Nicht jeder Kunde bedeutet mehr Gewinn. Dies gilt besonders, wenn Ihr

Kunde Ihre Forderungen nicht mehr begleicht. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit

ist, erfahren Sie einfach und sicher mit den Wirtschaftsinformationen

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INHALT

12 Titel

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Vor- und Fürsorge im Betrieb zahlt sich für alle aus. Arbeitnehmer

stärken Fitness und Gesundheit, Arbeitgeber können auf ein motiviertes

Team zählen. Und im besten Fall werden krankheitsbedingte

Fehltage reduziert.

30

Innovationen am buchstäblich

laufenden

Band bringt Seidenbänder

Halbach aus Remscheid

auf den Markt.1

38

Baustellen über Baustellen

- die Transportund

Logistikbranche

trifft die Situation in

NRW besonders hart.

2 www.bvg-menzel.de


48

Frühlingsgefühle in Südtirol: Die Region

zwischen Brixen und Bozen ist

in diesen Tagen besonders reizvoll

zu entdecken.

Namen & Nachrichten

4 Wir können Technik

5 Multiplex-Kino für Remscheid

6 Zertifizierte Stiftungsberatung

6 Schnelles Internet in Solingen

7 Oberbürgermeister unterstützen

Begegnungsstätte

8 Vielfalt wird Normalität

8 Ökostrom für 12.000 Haushalte

9 Ausbildung im Einzelhandel stellt

sich neu auf

10 Immobilienpreise ziehen an

11 Unternehmen investieren in mehr

Datenschutz

Titel

12 Fit am Arbeitsplatz: Betriebliches

Gesundheitsmanagement

18 Interview: Gesundheitsvorsorge

zahlt sich aus

Erfolgreich bergisch Startup

20 Geschäftsgründung im Kollektiv

Aus der Praxis

22 Recht / Finanzen / Steuern

Erfolgreich Bergisch Porträt

26 Innovationen am laufenden Band

30 Beim Geld fängt der Spaß an

Aus der Region

34 Käse: Reif für die Höhle

36 Kommentar: Kompass im Steuerdschungel

Im Fokus

38 Transport und Logistik: Mit

Behinderungen muss man rechnen

Erfolgreich Bergisch

44 Unter uns: Selcuk Taskin - Logistik

mit Mehrwert

Bergisches Land geht aus

46 Wanderer, kommst du nach Düssel:

Die Kutscherstuben in Wülfrath

Für Sie endeckt

48 Zauberhaftes Südtirol

Handelsregister

52 Handelsregister

Vorschau

56 Vorschau / Impressum

der Bergische Unternehmer 04|17 3


NAMEN & NACHRICHTEN

Neue Kampagne:

„Wir können Technik“

Erfolg für das

Bergische Rheinland

Foto: Handwerkskammer Düsseldorf

Jungen Frauen eine Karriere in klassischen Männerdomänen

des Handwerks schmackhaft machen will eine Kommunikations-Kampagne

der Handwerkskammer Düsseldorf.

Die PR-Offensive mit dem Titel „Wir können

Technik“ setzt auf die Vorbildwirkung visueller Portraits

von echten jungen Meisterinnen und die Begegnungsmöglichkeit

mit ihnen. Schülerinnen und Berufseinsteigerinnen

sollen auf diese Weise ermutigt werden, ihre Ausbildung

und ihren Aufstieg in technologisch geprägten

Handwerksberufen wie der Elektrotechnik und Elektronik,

im Kfz-, im metallverarbeitenden oder im Bauhandwerk zu

beginnen.

Die größte Handwerkskammer des Landes richtet damit

ihr Qualifzierungsmarketing und die Karriere- und Gründungsberatung

stärker geschlechtsspezifisch aus. Zum

Beispiel im Internet, auf Flyern, Postern und Plakaten sowie

in filmischen Portraits präsentieren sich zunächst zwei

Dutzend echte Handwerksmeisterinnen, die an Rhein,

Ruhr und Wupper Auto- oder Motorradwerkstätten, Gebäudereinigungen,

Tischlereien, Dentallabore oder Bauprojekte

leiten.

www.hwk-duesseldorf.de/artikel/

frauenpower-wir-koennen-technik -31,0,3781.html

Um dem Mangel an

Nachwuchskräften

vorzubeugen,

spricht die Handwerkskammer

Düsseldorf

gezielt junge

Frauen an.

Der Oberbergische Kreis, Rhein-Sieg

Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis

haben den Zuschlag für die Regionale

2022/2025 bekommen. Mit dem Strukturförderprogramm

soll die interkommunale

Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden

verbessert und dadurch die Region,

deren Wirtschaft und die Mobilität der

Menschen vor Ort gestärkt werden. Aus

sieben Bewerbungen hat das Landeskabinett

drei Regionen ausgewählt. Mit dem

Bergischen Rheinland, Ostwestfalen-Lippe

und Südwestfalen wurden drei überwiegend

ländlich geprägte Regionen bestimmt.

Das Bergische Städtedreieck ging

mit seiner zusammen mit dem Kreis Mettmann

eingereichten Bewerbung, die das

Potenzial der ausgeprägten bürgerschaftlichen

und unternehmerischen Initiative der

Region herausstellte, diesmal leer aus. Allerdings

hat das zuständige Ministerium

für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung

und Verkehr signalisiert, dass man für die

in der Bewerbung vorgeschlagenen Prozesse

und Projekte flexible Fördermöglichkeiten

finden wolle.

GEPA: Seit 25 Jahren

auch außer Haus

Der Außer-Haus-Service des Fair Trade-

Pioniers GEPA feiert Jubiläum. Seit 25

Jahren gehören in vielen Firmenkantinen,

Hotels oder kirchlichen Bildungseinrichtungen

Kaffee, Tee und Pausensnacks

der GEPA selbstverständlich zum

Alltag. Heute reicht das Kundenspektrum

vom kleinen Restaurant über Studentenwerke

bis zum Konzern. Mit dem

Außer-Haus-Service (AHS) weitete die

GEPA 1992 ihren Vertrieb aus, um neue

Absatzwege für ihre Partnergenossenschaften

im Süden zu erschließen. So ergänzt

seitdem der AHS den Vertrieb der

fairen GEPA-Produkte über Weltläden

und Aktionsgruppen, ein Jahr später

folgte der Verkauf im Lebensmittel-, Biound

Naturkosthandel.

4 www.bvg-menzel.de


Neues Multiplex-Kino

für Remscheid

Foto: Kropp GmbH & Co. KG Großenlüder

Vorfreude bei allen Cineasten: Die Stadt Remscheid hat die Baugenehmigung

für das CineStar Multiplex-Kino am Remscheider

Hauptbahnhof erteilt. Damit ist der offiziellen Startschuss für ein

städtebaulich eingepasstes Multiplex-Kino mit modernster Technik

am Hauptbahnhof gegeben. Das neue Multiplex-Kino der CineStar-

Gruppe entsteht auf der Fläche des Bahnhofgartens am Hauptbahnhof

Remscheid. Beste Anbindung an Bus und Bahn sowie ausreichend

Parkfläche im gegenüber liegenden P&R-Gebäude an der

Presover-Straße sind garantiert. Investor des rund zwölf Millionen

schweren Bauvorhabens ist die Unternehmensgruppe Kropp mit Sitz

in Großenlüder im Landkreis Fulda/Hessen. Mit einem voll digitalisierten

Projektionsstandard, herausragender Tontechnik sowie komfortabel

ausgestatteten Sälen und Foyer-Bereichen will CineStar

Top-Kino-Qualität nach Remscheid bringen.

Blick in die Zukunft:

So soll

das neue Multiplexkino

am

Remscheider

Hauptbahnhof

einmal aussehehen.

Voraussichtlich

soll der

Filmpalast im

dritten oder vierten

Quartal 2018

eröffnet werden.

„3D-Netzwerk“

wächst auf

300 Mitglieder

Das 3D-Netzwerk, eine Initiative der

Wirtschaftsförderung Solingen, vergrößert

sich kontinuierlich und begrüßt mit

der Firma „KNIPEX-Werk – Gustav

Putsch KG“ den mittlerweile 300. Netzwerkpartner.

Das 3D-Netzwerk ist

Deutschlands größtes Anwender-Netzwerk

im Bereich der 3D-Technologien

mit Sitz in der Klingenstadt Solingen/

Nordrhein Westfalen. Mit der ursprünglichen

Zielsetzung, den Solinger Unternehmen

möglichst frühzeitig das Zukunftsthema

„Additive Fertigung und

3D-Technologien“ näher zu bringen und

eine entsprechende Kompetenz am Wirtschaftsstandort

Solingen aufzubauen, ist

das Netzwerk im Juni 2015 gestartet. Inzwischen

sind zahlreiche Unternehmen,

von klein- und mittelständischen Betrieben

bis hin zum Großkonzern aus ganz

Deutschland im Netzwerk vertreten.

Universitäten, Forschungsinstitute und

Start-Ups runden das Spektrum der Mitglieder

ab.

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der Bergische Unternehmer 04|17 5


NAMEN & NACHRICHTEN

Zertifizierte Stiftungsberater:

Das Erbe in guten Händen

Schnelles Internet

in Solingen

Foto: Volksbank/Nico Hertgen

Gerade Vermögenden ohne Erben fällt die Entscheidung

nicht leicht, was später mit ihrem Besitz

geschehen soll: Eine Stiftung gründen? Spenden? Fundierte

Beratung und Begleitung finden sie bei

Gerd Getschmann und Torsten Breuckmann. Die beiden

Private-Banking-Mitarbeiter der Volksbank Remscheid-Solingen

eG sind seit kurzem zertifizierte Stiftungsberater.

Damit baut die bergische Bank ein weiteres Kompetenzfeld

auf. Torsten Breuckmann und Gerd Getschmann

verstehen sich als Lotsen für ihre Kunden in einem

wichtigen Entscheidungsprozess. Eine eigene

Stiftung zur dauerhaften Verwirklichung eines Herzensanliegens

zu gründen, könne für vermögende Menschen

ein guter Weg sein, den Nachlass zu regeln. Entscheidend

sei, dass es jemanden gibt, der die

Verwaltung der neuen Stiftung übernimmt. Gute Alternativen

zur eigenen Stiftung sind die Zustiftung zu einer

bestehenden Stiftung oder eine Spende.

Welcher Weg der richtige ist, wollen die Volksbanker

gemeinsam mit ihren Kunden herausfinden und begleiten

sie bei den weiteren Schritten. Auch die Begleitung

bestehender Stiftungen, die ob des aktuellen Zinstiefes

neue Wege beschreiten müssen, haben sich die Berater

zur Aufgabe gemacht.

Torsten Müller (M.),

Leiter des Private

Bankings bei der

Volksbank Remscheid-

Solingen eG, gratuliert

seinen Kollegen

Gerd Getschmann (l.)

und Torsten Breuckmann.

Sie sind jetzt

zertifizierte Stiftungsberater.

Solingen hat ein Paket mit Angeboten

rund um schnelle Glasfaseranschlüsse

für Unternehmen geschnürt. Kommunale

und private Netzbetreiber haben mit Unterstützung

der Stadt in den letzten Jahren

massiv in die Basis-Netze investiert

und Glasfaserkabel verlegt. Glasfaseranschlüsse

sind jetzt nahezu flächendeckend

für Unternehmen und Gewerbetreibende

in Solingen verfügbar.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach erwartet

eine starke Nachfrage: „Wir machen

hier ein Angebot, das im Bergischen

einmalig ist. Jetzt haben die

Unternehmen es selbst in der Hand, die

nächste Generation der Dateninfrastruktur

zu nutzen. Wir sind jetzt in der Lage,

für jeden Bedarf eine passgenaue Lösung

finden.“ Unter anderem bietet die

Stadt Solingen erweiterungs- und ansiedlungsinteressierten

Unternehmen

gewerbliche Grundstücke mit optimaler

Breitbandanbindung an.

Kontakt: Martin Lutz, Breitbandbeauftragter

der Stadt Solingen.

Telefon 0212/290 22 23

Foto: BVG

6 www.bvg-menzel.de


Bergische Oberbürgermeister

unterstützen Begegnungsstätte

Foto: Gerd Neumann

Begegnungsstätten-Leiterin Ulrike Schrader begrüßte

die drei bergischen Oberbürgermeister

Andreas Mucke, Tim Kurzbach und Burkhard-

Mast-Weisz (v.l.) in der Ausstellung vor dem Modell

der Solinger Synagoge.

Tim Kurzbach, Burkhard Mast-Weisz und

Andreas Mucke – Oberbürgermeister von

Solingen, Remscheid und Wuppertal – sind

dem Förderverein der Begegnungsstätte

Alte Synagoge Wuppertal beigetreten und

bekräftigen damit die hohe Qualität der

historisch-politischen Bildung in der Einrichtung

und die Wichtigkeit der regionalen

Erinnerungskultur. Gleichzeitig sprechen

sich die drei Stadtoberhäupter

deutlich gegen Geschichtsvergessenheit

und jede Form von Diskriminierung aus.

Die Begegnungsstätte ist die zentrale Gedenkstätte

zur Erinnerung an die Opfer des

Nationalsozialismus im Bergischen Land

und zugleich das einzige jüdische Museum

der Region - ein Ort, der von vielen Wuppertalern,

aber eben auch von Remscheider

und Solinger Bürgerinnen und Bürgern besucht

wird.

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NAMEN & NACHRICHTEN

Vielfalt wird Normalität

in deutschen Unternehmen

EWR: Ökostrom für

12.000 Haushalte

Die interkulturelle Vielfalt ist in Unternehmen angekommen:

Mehr als die Hälfte der Betriebe in Deutschland

beschäftigt heute Mitarbeiter mit Migrationsgeschichte,

wie eine Unternehmensbefragung des

Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Von

den deutschen Großunternehmen beschäftigen 92 Prozent

Menschen mit Migrationshintergrund, in den mittleren

Firmen liegt der Anteil bei 81 Prozent und in den

kleinen Betrieben bei 55 Prozent. Auch bei Neueinstellungen

kommen Zugewanderte immer öfter zum Zug.

Jedes zweite Unternehmen hat in den vergangenen fünf

Jahren Menschen mit Migrationshintergrund eingestellt.

In drei Viertel dieser Betriebe waren das Menschen,

die aus einem Nicht-EU-Land stammen. Handlungsbedarf

gibt es aber bei Frauen mit Migrationshintergrund.

Nur 40 Prozent der befragten Betriebe greifen

auf deren Potenzial zurück. Die Umfrage zeigt, dass

die Sprache für den Einstieg in den Arbeitsmarkt entscheidend

ist. Mehr als die Hälfte aller Personalverantwortlichen

sehen in fehlenden Deutschkenntnissen

eine große Hürde, wenn es gilt, Migranten einzustellen.

Auch die ungeklärte Bleibeperspektive erschwert

die Arbeitsplatzsuche.

Menschen mit Migrationsgeschichte

sind aus den Unternehmen

in

Deutschland nicht

mehr weg zudenken.

Der Frauenanteil

bei den ausländischen

Arbeitnehmern ist

allerdings vergleichsweise

gering.

Rechnet man das Engagement des Remscheider

Energiedienstleisters EWR an

der lokalen, überregionalen und regenerativen

Energieerzeugung zusammen, dann

produzierte die EWR GmbH - inklusive

ihres Anteils an den Beteiligungen - in

2016 Ökostrom von rund 42 Millionen Kilowattstunden,

das heißt für rund 12.000

Haushalte in Remscheid. Mit dieser regenerativ

erzeugten Strommenge werden

jährlich über 30.000 Tonnen CO2 eingespart.

Die eigene Energieerzeugung der

EWR basiert auf regenerativen Energieerzeugungsanlagen

in Remscheid und der

überregionalen Energieerzeugung. So

wurden in 2016 in Kooperation mit der

Thüga Erneuerbare Energien GmbH &

Co. KG (THEE) die Windparks Teuschenthal/Wansleben

in Sachsen-Anhalt

und Külsheim in Baden-Württemberg in

Betrieb genommen.

Weitere Informationen unter

www.ewr-gmbh.de

Fotos: Imago

8 www.bvg-menzel.de


Ausbildung im

Einzelhandel neu aufgestellt

Die beiden Kernausbildungsberufe im deutschen Einzelhandel

Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/Verkäuferin

sind modernisiert worden, teilt der Handelsverband NRW

mit. Nach der Veröffentlichung der entsprechend modernisierten

Verordnungen dieser Berufsausbildungen im Bundesgesetzblatt

am 20. März 2017 ist es nun offiziell: Die Neuerungen treten

zum Beginn des Ausbildungsjahres 2017/2018 am 1. August

2017 in Kraft. Ziel der inhaltlichen Modernisierung ist es, Auszubildende

mit entsprechenden Fachkenntnissen fit für die Zukunft

im Einzelhandel zu machen. So wird in der Ausbildung

künftig unter anderem größerer Wert auf den Bereich E-Commerce

gelegt. Rund 36.000 Auszubildende zählt der NRW-Einzelhandel.

Der Großteil der jungen Berufsstarter lässt sich in

den beiden Kernberufen im Einzelhandel Kaufmann/Kauffrau

im Einzelhandel und Verkäufer/Verkäuferin ausbilden. Ein

Start mit Zukunft, denn 80 Prozent der Führungskräfte rekrutiert

die Branche aus den eigenen Reihen.

Ausbildungsinhalte

im Einzelhandel

werden

modernisiert.

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der Bergische Unternehmer 04|17 9


NAMEN & NACHRICHTEN

Immobilienpreise in

Remscheid ziehen an

Laut Gutachterausschuss sind die Preise für Bauland des individuellen

Wohnungsbaus in Remscheid gestiegen. In allen Teilmärkten

gab es Preissteigerungen zwischen drei und fünf Prozent. Im Jahr

2016 wurde mit 1252 die höchste Anzahl an Kauffällen der letzten

10 Jahre registriert. Die Zunahme gegenüber 2015 beträgt rund 30

Prozent. Der Geldumsatz stieg um ca. 25 Prozent an. Die Zahl der

Kauffälle über unbebaute Grundstücke ist im Vergleich zum Vorjahr

deutlich um ca. 40 Prozent angestiegen. Die meisten Bauplätze

wurden im neuen Wohnbaugebiet an der Hans-Potyka-Straße auf

dem Areal des ehemaligen und inzwischen abgerissenen Krankenhauses

Lennep veräußert. Aufgrund der höheren Kaufpreise wurden

die Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke

im Stadtgebiet Remscheid überwiegend um 10 /m² angehoben.

Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Fläche

von ca. 470 m² wurden unabhängig von der Lage zu einem durchschnittlichen

Preis von rund 108.600 Euro gehandelt. Für Ein- und

Zweifamilienhäuser wurden ca. 3% höhere Kaufpreise gezahlt als

im Jahr 2015. Neubauten wurden wiederholt nur wenige gehandelt.

Seit dem 1. Januar 2016 stehen sowohl die Grundstücksmarktberichte

als auch die Bodenrichtwertkarten des Gutachterausschusses

unter www.boris.nrw.de kostenfrei zur Verfügung.

Foto: BVG

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Datenschutz, Hackerabwehr und der

Kampf gegen Industriespionage

Die deutsche Wirtschaft wird 2017 massiv in ihre IT-Sicherheit investieren.

Dies legt der aktuelle Report „IT-Sicherheit und Datenschutz 2017“

nahe, den die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit

e.V. (NIFIS) vorgelegt hat. Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter

100 Fach- und Führungskräften überwiegend aus mittelständischen

Unternehmen in Deutschland. Demnach schätzt beinahe die Hälfte (48

Prozent), dass die deutschen Unternehmen 2017 rund ein Drittel mehr

für die IT- und Informationssicherheit ausgeben werden als noch im Jahr

zuvor. 14 Prozent erwarten sogar einen Anstieg um 50 Prozent, acht Prozent

eine Verdoppelung. 28 Prozent gehen davon aus, dass die Ausgaben

2017 auf Vorjahresniveau bleiben werden. Lediglich zwei Prozent rechnen

mit einem sinkenden Aufwand für die IT-Sicherheit. Nach möglichen

Abwehrmaßnahmen befragt, räumen 93 Prozent ein, dass es keinen sicheren

Schutz vor Spähattacken gibt. Dennoch halten es 95 Prozent für

geraten, bei Cloud-Services auf europäische oder noch besser auf deutsche

Anbieter zurückzugreifen.

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TITEL BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Fit am

Arbeitsplatz

12 www.bvg-menzel.de


Nicht nur vor dem Hintergrund der längeren Lebensarbeitszeit sollten

Arbeitnehmer sorgsam mit ihrer Gesundheit als wichtigste Ressource

ihrer Arbeitskraft umgehen. Denn viele weitere Faktoren zehren nachweislich

im Berufsalltag an den Kräften der Beschäftigten. Deshalb

gewinnt das Thema Erhalt und Förderung der Gesundheit zunehmend

an Bedeutung und gerät immer mehr auch in den Fokus der Arbeitgeber.

Dabei steht neben der Arbeitssicherheit die Prävention besonders

im Blickpunkt.

der Bergische Unternehmer 01|17 13


TITEL BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Gesetzlich sieht die Sache so aus: Es

gibt verpflichtende gesetzliche Regelungen

für Arbeitgeber hinsichtlich

des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

(ArbSchG, ASiG). Danach trägt der

Arbeitgeber die Hauptverantwortung für die Umsetzung

aller notwendigen Maßnahmen hinsichtlich

Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Betriebliche

Gesundheitsförderung ist indes eine freiwillige Leistung

des Unternehmens. Dabei geht es darum, gesundheitsgerechte

Rahmenbedingungen an den Arbeitsplätzen

zu schaffen und die Mitarbeiter dazu zu

animieren, sich gesundheitsfördernd zu verhalten.

Wer sich hier besonders bemüht, kann nachhaltig

profitieren.

Psychologische Hotline

Wie Schritt für Schritt ein modernes betriebliches

Gesundheitsmanagement aufgebaut werden

kann, lässt sich vortrefflich am Beispiel von Gira

in Radevormwald erzählen. Der erfolgreiche Hersteller

intelligenter Systeme der Gebäudesteuerung,

von Schalterprogrammen und Türkommunikationsanlagen

hat seit sechs Jahren eine

Ansprechpartnerin für Beruf und Familie. Die

Stelle ist angegliedert im Personalbereich und

umfasst auch das Betriebliche Gesundheitsma-

nagement. Lisa Kotthaus arbeitet in dieser Position

seit Januar 2016. Auslöser für Gira, sich mit

dem Thema eingehender zu beschäftigen, war zunächst

ein relativ hoher Krankenstand. „Diesem

wollten wir mit Maßnahmen begegnen“, berichtet

sie. Also reifte der Gedanke, das Problem anzupacken

und der Gesundheitsförderung der Belegschaft

eine klare Struktur zu geben. Nach und

nach stellte das Unternehmen ein umfassendes

Programm auf, mit dem man heute Mitarbeitende

in allen Firmenbereichen erreicht. Obligatorisch

ist zum Beispiel das „Begrüßungsgespräch“ nach

längerer Abwesenheit – sei es nach Urlaubs- oder

Krankheitszeiten. Gira geht mit der Ausgestaltung

des betrieblichen Eingliederungsmanagements

(BEM), das bei einem mehr als sechswöchigen

Ausfall aus Krankheitsgründen vorgeschrieben

ist, über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Zunächst wird ein Vier-Augen-Gespräch

mit der BEM-Beauftragten geführt. Damit werde

Vertrauen geschaffen, betont die Mitarbeiterin

des Gira-Personalwesens. Wie weit sich jemand

öffne, sei jedem selbst überlassen. „Es geht überhaupt

nicht um Kontrolle. Vielmehr wollen wir

zeigen, dass wir ein offenes Ohr für die Kollegen

haben.“ Der Betriebsrat unterstütze diese Maßnahme

sehr. Die Schweigepflicht ist in der Betriebsvereinbarung

klar geregelt.

Bei den Arbeitsplätzen

in Montage und

Verpackung wird

fortlaufend nach ergonomischen

Gesichtspunkten

optimiert.

So liegt das

zu verwendende

Material bei Gira

beispielsweise immer

in Griffhöhe.

Auch in der Werkskantine

wird auf gesunde

Ernährung

geachtet, wie etwa

an der Salatbar

(Foto rechts).

14 www.bvg-menzel.de


Längere Lebensarbeitszeit

So wird die freiwillige Maßnahme des BEM gut

von den Mitarbeitenden angenommen. Komme

bei einem solchen Gespräch heraus, dass die Erkrankung

möglicherweise mit der Arbeit zu tun

habe, müsse man handeln. Beispielsweise werden

der Betriebsarzt oder der Beauftragte für den Arbeitsschutz

hinzugezogen, um den Arbeitsplatz

genauer zu betrachten. Wo kann man beispielsweise

optimieren, wenn Rücken oder Knie zu

sehr belastet werden? Was kann gegen Lärmbelästigung

getan werden? Oder welche Möglichkeiten

gibt es, um in die Schreibtischtätigkeit Abläufe zu

integrieren, die für mehr Bewegung sorgen? Wer

hier genau hinschaut, kann im beiderseitigen Interesse

viel gewinnen. „Der demografische Wandel

zeigt sich auch bei uns. Die Leute arbeiten heute

vielfach bis Mitte 60. Der Anteil der Generation

50 plus nimmt zu. Da müssen auch wir dafür sorgen,

dass alle fit bleiben“, weiß Lisa Kotthaus.

Auch deshalb finanziert Gira für jede Mitarbeiterin

und jeden Mitarbeiter eine Mitgliedschaft in

einem Fitnessstudio, das den Präventionsgedanken

in den Mittelpunkt seines Programms stellt.

Als der betriebseigene Lauftreff abseits des Unternehmens

in einem landschaftlich reizvollen Gebiet

gestartet wurde, war die Beteiligung eher

Einem relativ hohen

Krankenstand wurde

mit verschiedenen

Maßnahmen

begegnet. Aus den

Anfängen entwickelte

sich eine umfassende

Strategie zur

Optimierung des

betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Goodbye, Burnout!

Digitalisierung braucht klare Regeln in der IT

Die Digitalisierung dominiert die Arbeitswelt. Steigende

Herausforderungen, höheres Arbeitstempo und

wachsende Anforderungen stellen sowohl Mitarbeiter

als auch die entsprechenden Unternehmen vor neue

Aufgaben. Zahlreiche E-Mails, Anrufe oder auch Unterbrechungen

durch persönliche Ansprache im Laufe

des Arbeitstages führen zwangsläufig zu Ineffizienz

bei den Beschäftigten. Der Trend geht sogar dahin,

dass Mitarbeiter mehrere Aufgabenbereiche fachübergreifend

abdecken müssen. „Die steigende Arbeitsbelastung

führt unabwendbar zu mehr Druck und Stress.

Der Arbeitnehmer kann sich bei Überforderung nur

sehr begrenzt selbst helfen“, erläutert Dr. Consuela

Utsch, Geschäftsführerin der Acuroc GmbH, einem IT-

Dienstleister aus Idstein.

Nicht stören und nicht gestört werden

Für eine Verminderung von Druck und Stress für die

Mitarbeiter muss das Unternehmensmanagement vorbeugende

Maßnahmen ergreifen. Eine Möglichkeit ist

die regelmäßige externe oder interne Analyse der Auslastung

der Belegschaft. Mithilfe einer klaren Rollenverteilung

und Kommunikationsvereinbarungen weiß

jeder Mitarbeiter, wann welcher Kollege gerade welcher

Aufgabe nachgeht. Weniger Störungen durch Telefonate,

E-Mails oder andere Anfragen sind die Folge.

Die ausbleibenden Unterbrechungen sorgen für mehr

Effizienz, wachsende Effektivität und letztlich auch

zunehmende Produktivität im Unternehmen .

Stress muss draußen bleiben

Zur Reduktion von Druck und Stress trägt auch das

Setzen eindeutiger Ziele bei. Denn so wie jedes Unternehmen

benötigen auch die Mitarbeiter selbst erreichbare

Zielsetzungen, darunter auch klare Arbeitsziele

für die Beschäftigten. Die Rahmenbedingungen helfen,

den Umgang mit Stress zu verbessern.

Stressresistenz lässt sich lernen

Es gibt allerdings auch immer wieder Personen, denen

Stress nichts auszumachen scheint, die sich nicht aus

der Ruhe bringen lassen. Sie verfügen offenkundig

über die Fähigkeit, krisenhafte Lebenslagen sowohl

im Alltag als auch in der Arbeitswelt zu bewältigen

und an ihnen zu wachsen. Sie ist abhängig von der Art

der Belastung sowie den individuellen Erfahrungen

der Mitarbeiter, die sich in der kritischen Situation

befinden. Auch hier könne die entsprechende Unternehmenskultur

und die passende Arbeitsumgebung

positiv Einfluss nehmen.

der Bergische Unternehmer 04|17 15


TITEL BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

„Die Betriebs-Kita hilft jungen Eltern, Beruf und Familie

zu vereinbaren. Jetzt blicken wir auf die Pflege.

Denn auch dies ist ein Spagat, den die Kolleginnen

und Kollegen leisten müssen.“

Thema Gesundheit: Was ist zu tun?

Anregungen für einfach umzusetzende Maßnahmen

im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

(BGM), die jeder Betrieb – ob klein

oder groß – einführen kann.

Gesunde Ernährung:

• Angebot in Bistro oder Kantine umstellen

• Ernährungscoach in den Betrieb einladen

• Bei Besprechungen Obst statt Keksen anbieten

• Wasserspender oder -flaschen gut erreichbar aufstellen

Lisa Kotthaus ist als Mitarbeiterin des

Personalwesens Ansprechpartnerin für

das Thema „Beruf und Familie“.

Bewegung:

• Lauftreffs einrichten: Für Jogger, Walking oder

Nordic Walking

• Angebote für die bewegte Mittagspause schaffen

• Ergonomieberater für die Ausstattung der Arbeitsplätze

in den Betrieb einladen.

• Gutscheine für Präventionskurse in Sportvereinen

oder Fitnessstudios anbieten – gerne auch für

Teams

• Beratungsangebote – etwa durch Personaltrainer

– in den Betrieb holen

Atmosphäre:

• Stress minimieren – den Feierabend konsequent

beachten

• Wenn möglich, den Firmenserver abends und an

den Wochenenden abschalten. So haben die Beschäftigten

wirklich Freizeit.

• Regelmäßiger Austausch zwischen Führungskräften

und Mitarbeitenden hilft Probleme auszuräumen

und vermittelt das Gefühl der Wertschätzung

Ansprechpartner:

• Einen Vertreter aus der Belegschaft als Gesundheitsbeauftragten

bestimmen. Er oder sie bildet

sich weiter, bringt neue Ideen ins Haus und ist

Ansprechpartner für die Kolleginnen und Kollegen

in Sachen Gesundheit und Prävention.

• Informationen und Schriften zu Vorsorgeprogrammen

der Krankenkassen im Betrieb auslegen.

schlecht. Also machte man es den interessierten

Beschäftigten leichter: „Seit der Treffpunkt direkt

am Firmensitz ist, steigt die Beteiligung“, berichtet

die Personalfachfrau. Regelmäßig gibt es zudem

„Vor Ort-Angebote“. Etwa besucht zwei Mal

im Monat ein Gesundheitscoach die Firma Gira.

Es gibt Impulsvorträge, beispielsweise zur Stärkung

des Immunsystems oder zu gesunder Ernährung

bei Schichtarbeit. Auch kleine medizinische

Checkups, wie eine Herzstressmessung am Arbeitsplatz

oder ein Blutdruckcheck sind möglich.

Ein enger Austausch besteht überdies mit der Betriebsärztin.

Hinter all dem stehen Vorsorge und

Fürsorge: „Durch möglichst niedrigschwellige

Angebote erreichen wir die Leute. Wenn 20 Mitarbeiter

einen Vortrag zur Bedeutung von mehr Bewegung

hören und wir davon fünf fürs Training

im Sportstudio interessieren können, haben wir

viel gewonnen. Es geht immer darum, das Bewusstsein

für einen gesunden Lebenswandel zu

schärfen“, erklärt Lisa Kotthaus.

Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Schon lange obligatorisch beim größten Arbeitgeber

in Radevormwald ist der genaue Blick auf die

Ergonomie der Arbeitsplätze. Geht man durch

Montage oder Versand fällt auf, dass mit vielen

16 www.bvg-menzel.de


kleinen Tricks der Bewegungsapparat der Mitarbeiter

geschont wird. Es gibt höhenverstellbare

Arbeitsplätze, terrassenförmig angelegte Lagerung

und kleine Rollbänder, auf denen die Materialien

bis zur Arbeitshöhe transportiert werden. Außerdem

wird darauf geachtet, dass die Arbeitsplätze

im regelmäßigen Turnus gewechselt werden, so

dass einseitige Bewegungen über längere Zeiträume

vermieden werden. Weil sich Stress und Sorgen

- gleich ob sie im Privat- oder Berufsleben ihre Ursache

haben - nachweislich negativ auf die Gesundheit

auswirken, hat Gira eine psychologische

Hotline eingerichtet. Die Telefonsprechstunde bei

einem diplomierten Psychologen bietet einen ersten

Anlaufpunkt, um nach Lösungen zu suchen. Auch

der möglicherweise notwendig werdende Besuch

bei einem Facharzt kann von hier schneller eingestielt

werden – alles unter dem Gesichtspunkt vollständiger

Verschwiegenheit selbstverständlich.

„Der Datenschutz ist uns immens wichtig und wird

in unserem Unternehmen sehr ernst genommen“,

betont Lisa Kotthaus.

Nun ist Gira ein Unternehmen mit rund 1.250 Beschäftigten,

hoch modern in Entwicklung und Produktportfolio.

Ein solches Gesundheitsmanagement

aufzubauen und dafür eigens eine Stelle zu

schaffen, ist nicht für jeden Betrieb möglich. „Sicher

nicht“, räumt die Fachfrau ein, um dann aber

einzuwenden: „Schon kleine Maßnahmen können

enorm viel bewirken. Einen Gesundheitsbeauftragten

aus der eigenen Belegschaft mit einer zweistündigen

Freistellung pro Woche für dieses Thema

sollte sich jede Firma leisten.“ Und es müsse auch

Arbeitnehmer und

Arbeitgeber profitieren

nachhaltig

von einem gut aufgestellten

Gesundheitsvorsorgesystem.

Fehltage

werden reduziert.

nicht gleich der Gutschein fürs Fitnessstudio sein.

Auch eine Sportgruppe oder ein Lauftreff ließen

sich ohne großen Aufwand und finanzielle Belastung

einrichten. Es gibt viele Stellschrauben, an

dem Arbeitgeber bezüglich der Gesundheitsförderung

ihrer Mitarbeiter drehen können. Auch bei

Gira reifen immer neue Ideen, fortwährend muss

das Angebot an die Herausforderungen in Arbeitsleben

und Gesellschaft angepasst werden. Die Betriebs-Kita

hilft jungen Eltern, Beruf und Familie

zu vereinbaren. „Jetzt blicken wir auf Beruf und

Pflege. Denn auch das ist ein Spagat, den unsere

Kollegen leisten müssen.“

Fazit: Von einem gut aufgestellten betrieblichen

Gesundheitsvor- und -fürsorgesystem profitieren

alle: Der Arbeitnehmer persönlich zur Erhaltung

von Fitness, Arbeitskraft, -leistung und -motivation.

Der Arbeitgeber durch die Reduzierung von

Fehltagen und die damit verbundenen Kosten sowie

durch ein motiviertes und dem Unternehmen

verbundenes Team, das sich wertgeschätzt und

ernstgenommen fühlt. Und letztlich ist das Portfolio

ein riesiges Plus bei der Gewinnung von

Mitarbeitenden. Wie bekannt, treten diesbezüglich

die Firmen immer mehr in Konkurrenz.

Ein aktives Gesundheitsmanagement ist damit ein

wesentlicher Bestandteil zur Stärkung der Attraktivität

als Arbeitgeber und ein wichtiges Element

einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Text: Stefanie Bona

fotos: Gira, BVG

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der Bergische Unternehmer 04|17 17


TITEL INTERVIEW

Gesundheitsvorsorge

im Betrieb zahlt sich aus

Dr. Kerstin Lepique ist als Fachärztin für Allgemeinmedizin und Betriebsärztin in Wuppertal-

Elberfeld niedergelassen. Ihre Kompetenzen als Hausärztin und in der Arbeitsmedizin weiss sie

gut zu vernetzen. Ausserdem gibt sie ihr Wissen als Dozentin der Bergischen Universität und

an der Hochschule für Ökonomie und Management weiter. Ein Schwerpunktgebiet in ihrer Praxis

sind die Reisemedizin und der Impfschutz. Viele Firmen in der exportorientierten Region benötigen

die Expertise der Medizinerin, wenn sie ihre Mitarbeitenden für Projekte und zu Geschäftsbesuchen

in ferne Länder schicken. Eine professionell gesteuerte Gesundheitsvorsorge

im Betrieb lässt bei der Belegschaft das Gefühl der Wertschätzung zurück. Und das, so weiss

die Ärztin, fördert Leistungsbereitschaft und Motivation.

Frau Dr. Lepique, was versteht man heute unter

einem modernen betrieblichen Gesundheitsmanagement?

Dr. Kerstin Lepique: Der Arbeitsschutz als

Pflichtaufgabe der Unternehmen und die Gesundheitsvorsorge

müssen zusammenpassen. Konzepte

dazu sollten auf den jeweiligen Betrieb genau

zugeschnitten sein. Diesbezüglich können die

Anforderungen auch innerhalb des Unternehmens

noch einmal sehr unterschiedlich sein. Was in der

Produktion gilt, sieht in der Verwaltung mit vielen

Schreibtischarbeitsplätzen ganz anders aus.

Der Arbeitsschutz als Pflichtaufgabe sollte führend

sein, gefolgt von den Vorsorgekonzepten.

Letztendlich ist aber wichtig, dass beides gelebt

wird und zur Unternehmenskultur gehört.

Ist das Thema in den letzten Jahren mehr in

den Blickpunkt der Unternehmen gerückt? Soll

heißen: Lässt man sich die Gesundheitsvorsorge

seiner Mitarbeitenden etwas kosten?

Ganz bestimmt. Das Bewusstsein für die Gesundheitsförderung

der Belegschaft steigt und das ist

natürlich nicht umsonst zu haben. In einigen

Branchen ist es doch heute so, dass die Menschen

in der Lage sind, sich den Arbeitgeber auszusuchen.

Betriebe sollten sich attraktiv für die Mitarbeiter

machen und dazu gehört auch ein gelebter

Arbeits- und Gesundheitsschutz. Außerdem wollen

größere Unternehmen, wie wir sie beispielsweise

in der Automobilindustrie finden, häufig

nur noch mit solchen Firmen zusammenarbeiten,

Arbeitsschutz ist

eine betriebliche

Pflichtauflage,

Gesundheitsvorsorge

ist die Kür.

Im Idealfall werden

beide Bereiche

verknüpft.

die in dieser Hinsicht auditiert und zertifiziert

sind. Eine Auftragserteilung erfolgt nur, wenn

der Arbeitsschutz im Betrieb umgesetzt wird.

Wir haben es schon angesprochen: Größere

Betriebe haben die Notwendigkeit professionell

gesteuerter Gesundheitsvorsorge für die

Belegschaft erkannt. Wie sieht es mit Mittelständlern

und kleineren Firmen aus? Können

sich kleinere Unternehmen und Mittelständler

einen Personaltrainer oder Gutscheine fürs Fitnesscenter

für ihre Mitarbeiter leisten? Anders

gesagt: Welche Maßnahmen sind sinnvoll und

können auch von kleineren Betrieben umgesetzt

werden?

Da gibt es eine ganze Reihe. Aber auch hier gilt,

dass ich als Betriebsärztin genau hinschauen

muss. Wo viel gehoben werden muss, kann ich

zum Beispiel eine Ergonomieberaterin hinzuziehen,

die sich die Gegebenheiten vor Ort genau anschaut.

Einen Obstkorb hinzustellen, nützt nichts,

wenn die Mitarbeiter das Bewusstsein für gesunde

Ernährung nicht haben. Genauso wenig ist es

sinnvoll, Gutscheine fürs Fitnessstudio zu verschenken,

wenn es keine Bereitschaft gibt, dort

auch zu trainieren. Verhaltensänderungen müssen

vorbereitet werden. Also versuche ich immer,

Wissen in die Betriebe hereinzutragen und Multiplikatoren

zu finden. Obwohl wir heute sofort

und von überall Dinge recherchieren können, ist

es um die Gesundheitskompetenz der Menschen

schlecht bestellt. Als Haus- und Betriebsärztin

18 www.bvg-menzel.de


kann ich auf gesundheitsbewusstes Verhalten aufmerksam

machen und die Mitarbeiter motivieren,

dafür Verantwortung zu übernehmen.

Dr. Kerstin Lepique

ist als niedergelassene

Ärztin in Wuppertal-Elberfeld

tätig.

Nach der Sprechstunde

besucht sie

als Betriebsärztin die

Unternehmen. Dort

hat sie einen genauen

Blick auf die unterschiedlichen

Arbeitsplätze.

Negativer Stress ist gleichzusetzen mit einem

Angriff auf die Gesundheit. Stellen Sie fest,

dass Patienten unter dem Arbeitsdruck mehr

leiden als in früheren Jahren?

Das ist sicher so und diesen Eindruck gewinne

ich auch in Gesprächen mit den Patienten und den

Mitarbeitenden der Unternehmen. Aufgaben und

Anforderungen sind komplexer geworden, das gilt

genauso für den privaten Bereich. Frauen sind beruflich

aktiver als noch vor ein paar Jahrzehnten.

Dann muss für die Kinderbetreuung oder für die

Pflege der Eltern gesorgt werden. Mit den Veränderungen

in unserer Gesellschaft müssen wir umgehen.

Ich bemühe mich aber auch deutlich zu

machen, dass es sich nicht selten um hausgemachten

Stress handelt. Untersuchungen zeigen,

dass Smartphone täglich im Durchschnitt 82 Mal

auf- und wieder zugeklappt werden. Ich bestimme

aber selbst, wie oft ich meine E-Mails checke

oder im Internet surfe. Dafür geht schon eine

Menge an Zeit drauf. Im Verhältnis zwischen Arbeitgeber

oder Vorgesetztem und Mitarbeiter

kommt es ganz entscheidend darauf an, dass miteinander

geredet wird. In jeder guten Beziehung

spricht man ja auch miteinander. Also kann ich

den Betrieben eine Gesprächskultur nur wärmstens

empfehlen. In meiner Praxis zum Beispiel

gibt es an jedem Morgen eine Frühbesprechung.

Damit werden Probleme frühzeitig angesprochen

und jede Mitarbeiterin weiß, worauf es ankommt.

In diesem Zusammenhang ist auch eine Kultur

des Lobens extrem wichtig.

Die Digitalisierung ist ein weiterer Faktor, der

sich möglicherweise negativ auf die Leistungskraft

und das Wohlbefinden auswirkt.

Ältere Arbeitnehmer kommen vielleicht mit

dem Tempo neuer, digitalisierter Aufgaben

nicht mehr zurecht. Auch das Gefühl, ständig

ansprechbar zu sein, ist eine Belastung. Wird

es von den Unternehmen akzeptiert, wenn es

seitens der Mitarbeiter heißt: Jetzt ist Feierabend?

Auch hier gilt, genau hinzuschauen. Möglichst

sollte ich meine Mitarbeiter dort einsetzen, wo sie

ihre Stärken haben. Davon profitieren die Betriebsabläufe

und der Mitarbeiter selbst. Und

dann geht es auch hier ums Reden. Wenn sich ein

älterer Arbeitnehmer traut zu sagen, dass er sich

gerne in die neue Software einarbeitet, dafür aber

ein bisschen mehr Zeit und Unterstützung benötigt,

sollte das auf Verständnis stoßen. Bei der

ständigen Erreichbarkeit hat es bereits ein Umdenken

gegeben. Es gibt Betriebe, die stellen ihre

Server zu bestimmten Zeiten ab. In meiner Praxis

muss ich mein Team Freitagmittag nicht mehr mit

einem Haufen Arbeit belasten. Und umgekehrt

wissen die Mitarbeiterinnen, dass auch ich irgendwann

Feierabend habe und dann nicht mehr

einen Stapel Rezepte unterschreiben möchte.

Sie selbst sind als selbstständige Ärztin beruflich

und als Mutter von drei Kindern in der

Familie sehr eingespannt. Wie sorgen Sie persönlich

für Ausgleich?

Einmal bin ich sehr strukturiert, das hilft, Dinge

zu organisieren. Und ich pflege meine Hobbys,

tanze zum Beispiel sehr gerne und treibe Sport.

In meinem Job kann ich nur gut sein, wenn ich

meine Kräfte sammele. Das braucht jeder Berufstätige.

Das Gespräch führte Stefanie Bona

Foto: BVG

der Bergische Unternehmer 01|17 19


ERFOLGREICH BERGISCH STARTUP

Geschäftsgründung

im Kollektiv

20 www.bvg-menzel.de


Das im August 2016 an der Linde in Ronsdorf eröffnete Garten-Center

„Gartenglück Linde“ ist streng genommen nach heutigem Verständnis

kein Startup. Und doch haben fünf, im Vorgängerunternehmen als angestellte

Mitarbeiter tätige Fachkräfte ihr Schicksal selbst in die Hand

genommen und sind nun ihre eigenen Chefs. Arbeitslos oder selbstständig?

Das Quintett hat sich für Letzteres entschieden und den Betrieb

neu und nach eigenen Vorstellungen aufgebaut.

Im Gartenglück

blüht der Frühling.

Markus Berger

(l.) und Marvin

Herweg

gehören zum

Gründer- und Geschäftsführungsteam.

„Ende Juni lief im letzten Jahr der Pachtvertrag mit

dem Vorbesitzer aus. Wir wussten davon und die Idee

ist langsam in den Köpfen gereift. Chancen und Risiken

– wir haben alles abgewogen“, erzählt Markus Berger.

Der Einzelhandelskaufmann vertritt mit seinem Kollegen

Marvin Herweg das Unternehmen nach außen.

Gleichberechtigte Leitungsfunktion haben genauso

Claudia Werthmann, Andrea Kluther und Catrin Budde.

Damit man sich im Tagesgeschäft nicht in die Quere

kommt, hat jede und jeder einen eigenen Verantwortungsbereich.

Die Strategie zur Geschäftsentwicklung

wird gemeinsam diskutiert und entschieden.

1A an der A1

Nach Geschäftsaufgabe stand dann zunächst ein neues

Konzept für Blumen, Pflanzen, Baumschule und Dekoartikel

im Fokus. Standort – grandios nah an der A1

Ausfahrt Ronsdorf – wurde beibehalten und die Räumlichkeiten

wurden neu angemietet, ein neuer Geschäftsname

entstand, die Außenwerbung wurde dem angepasst.

Aus den Erfahrungen der Vergangenheit wurde

die Laufrichtung im Laden geändert, in eine neue

Schattierung investiert, der Warenpräsentation eine

neue Struktur gegeben und etwas fürs Einkaufserlebnis

der Kunden – etwa mit der Einrichtung einer Lounge-

Ecke für die Kaffeepause – getan. An Kompetenzen

bringen die Neu-Unternehmer neben kaufmännischem

Fachwissen genauso Sachverstand in der Floristik und

im Gartenbau mit. Ein gutes halbes Jahr nach Wiedereröffnung

entstand nun der erste Arbeitsplatz mit einer

Festanstellung. Eine Gärtnerin wurde eingestellt, die

vielen Kunden aus ihrer früheren Tätigkeit an der Linde

bekannt ist. Außerdem sorgen Aushilfen und Fahrer für

einen reibungslosen Ablauf des Geschäftsbetriebs.

Eigene Stärken herausstellen

Dass die Konkurrenz nicht schläft, es große Mitbewerber

und auch die Gartenfachabteilungen in den diversen

Baumärkten gibt, ist der Gartenglück-Geschäftsleitung

klar. „Wir stellen bewusst unsere eigenen Stärken heraus“,

betont Markus Berger. Somit hält man mit Service

und dem Angebot fachkundiger Beratung dagegen.

Mehrfach täglich wird frische Ware angeliefert, Kundenwünsche

werden gerne entgegengenommen, umgesetzt

und wenn gefordert gibt es einen Lieferservice.

Somit habe man den früheren Kundenstamm wiedergewonnen

und Neukunden für das Angebot interessiert.

Die ersten Erfolge geben der Geschäftsgründung im

Kollektiv Recht. „Wir sind mit den ersten Monaten sehr

zufrieden. Und das, obwohl wir zum Beispiel im Weihnachtsgeschäft

beim Sortiment ein paar Abstriche machen

mussten – einfach weil die Zeit für Einkäufe bei

unseren Lieferanten eigentlich schon vorbei war“, berichtet

Catrin Budde. In diesem Jahr könne man da anders

agieren. Auch Markus Berger sieht das Gartenglück

auf dem richtigen Weg. Mehr Verantwortung,

aber auch mehr Freiraum für unternehmerische Entscheidungen

zu haben, mache bei aller Arbeitsbelastung

zufrieden. Gründern kann er nur raten, sich sorgsam

auf die Selbstständigkeit vorzubereiten und sich

vor allem Kompetenzen von außen einzuholen. „Die

Beratung durch unseren Steuerberater war immens

wichtig.“

Text: Stefanie bona

Foto: Günter Lintl

Gartenglück Linde

Linde 73

42287 Wuppertal

Fon: 0202 4600441

0162 21 33 654

Mail gartenglueck-linde@web.de

der Bergische Unternehmer 04|17 21


AUS DER PRAXIS RECHT / STEUERN / FINANZEN

Anforderungen an Internetangebot

nur für Gewerbetreibende

Ein Unternehmer kann sein Internetangebot

mit dem Hinweis „Die Nutzung des

Angebots ist ausschließlich für Firmen,

Gewerbetreibende, Vereine, Handwerksbetriebe,

Behörden oder selbständige

Freiberufler“ auf Gewerbetreibende beschränken.

Die Seite muss dann keine

Verbraucherhinweise, insbesondere keine

Widerrufsbelehrung, enthalten. Voraussetzung

ist allerdings, dass der Wille, nur

mit Gewerbetreibenden Verträge abzuschließen,

auf der Internetseite klar und

transparent zum Ausdruck gebracht

wird, sodass diese Erklärung von einem

Interessenten nicht übersehen oder missverstanden

werden kann. Das ist dann

nicht gegeben, wenn der Hinweis bei

gängigen Bildschirmeinstellungen nur

nach einem Herunterscrollen unterhalb

des Hauptmenüs der Seite zu sehen ist.

(Beschluss des OLG Koblenz vom 23.

Juni 2016, 14 W 319/16, BauR 2016,

1813)

Elektronische Einkommensteuererklärung

nicht zwingend

Ein Steuerpflichtiger, der als Gewerbetreibender

oder Selbständiger Gewinneinkünfte

erzielt, ist verpflichtet, seine

Einkommensteuererklärung in elektronischer

Form beim Finanzamt einzureichen.

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat

entschieden: Einem selbständigen Zeitungszusteller

mit jährlichen Einnahmen

von gerade einmal 6.000 Euro ist es wirtschaftlich

nicht zumutbar, zur Einkommensteuererklärung

in elektronischer

Form die notwendige Hard- und Software

anzuschaffen. In diesem Fall muss

das Finanzamt die herkömmlichen Formulare

in Papierform akzeptieren.

(Quelle: Urteil des FG Rheinland-Pfalz

vom 12. Oktober 2016, Az. 2 K 2352/15,

EFG 2017, 40)

Globale Gewinne müssen

Grösse zeigen

Fotos: MEV

Ende letzten Jahres ist ein Gesetz in

Deutschland gegen Gewinnkürzungen

und Gewinnverlagerungen („Base Erosion

and Profit Shifting“ - BEPS) in

Kraft getreten. Ziel ist es, international

tätige Unternehmen an der Minderung

ihrer Steuerlast durch Ausnutzung unterschiedlicher

Steuersysteme zu hindern.

Für Unternehmen mit jährlichen

Umsätzen von mehr als 100 Mio. Euro

gilt daher ab dem Jahr 2017 ein besonderer

Aufbau der zu erstellenden Verrechnungspreisdokumentation.

Zudem

gilt für inländische Obergesellschaften

international tätiger Konzerne ab einem

Konzernumsatz von mehr als 750 Mio.

Euro eine länderbezogene Berichterstattung

für bestimmte Informationen

(„Country-by-Country Reporting“).

Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt &

Partner KG

Dienstwagenbesteuerung:

Vom Arbeitnehmer getragene

Kosten

Die Überlassung eines betrieblichen PKW

auch zur privaten Nutzung an einen Arbeitnehmer

ist grundsätzlich mit einem

Nutzungswert der Einkommen-/Lohnsteuer

und Sozialversicherung zu unterwerfen.

Der Nutzungswert wird dabei regelmäßig

pauschal nach der sog. 1

%-Regelung ermittelt; er kann aber auch

unter Zugrundelegung der Gesamtkosten

des PKW (sog. Fahrtenbuchmethode) berechnet

werden. Vgl. R 8.1 Abs. 9 Nr. 1

und 2 LStR. Zahlt der Arbeitnehmer für

die Nutzung des PKW ein Nutzungsentgelt,

konnte dies nach bisheriger Praxis

nur dann auf den steuerpflichtigen pauschalen

Nutzungswert angerechnet werden,

wenn das Entgelt in Form einer Pauschale

– z. B. für jeden Monat der

Nutzung oder für jeden (privat) gefahrenen

Kilometer – gezahlt wurde; die Übernahme

einzelner PKW-Kosten führte

nicht zu einer Minderung des pauschalen

Nutzungswerts. Siehe hierzu BMF-

Schreibe vom 19. April 2013 – IV C 5 – S

2334/11/10004 (BStBl 2013 I S. 513), Rz.

2 und 3. Von dieser Auffassung ist der

Bundesfinanzhof Urteil vom 30. November

2016 VI R 2/15, jetzt abgerückt. Danach

kann der pauschal ermittelte Nutzungswert

auch dann gemindert werden,

wenn der Arbeitnehmer nachweisbar einzelne

individuelle Fahrzeugkosten (z. B.

für Kraftstoff, Versicherung oder Fahr-

22 www.bvg-menzel.de


Deutsche Bank

Anzeig

ige

Deutsche Bank Portfolioberatung:

Ihr direkter Zugang zu unserer globalen Investmentkompetenz

Anleger, die ihr Depot selbst steuern

möchten, dabei aber auf die Begleitung

durch erfahrene Investmentexperten

Wert legen, können im Rahmen der

Portfolioberatung der Deutschen Bank

auf ein kompetentes Beratungsteam

zurückgreifen.

„Ein gutes Portfolio ist mehr als eine

lange Liste von Wertpapieren. Es ist

eine ausbalancierte Einheit, die dem

Investor gleichermaßen Chancen und

Absicherung unter einer Vielzahl von

möglichen zukünftigen Entwicklungen

bietet.” So umschreibt der Nobelpreisträger

der Wirtschaftswissenschaften Harry

M. Markowitz die Anforderungen, die

ein gut ausbalanciertes Wertpapierdepot

erfüllen sollte – und das gilt insbesondere

in Zeiten schnelllebiger Märkte.

Die größten Herausforderungen für den

Anleger sind dabei: Sie müssen eine Flut

an Informationen bewältigen und Markttrends

erkennen, um ihr Depot zum

richtigen Zeitpunkt an sich verändernde

Rahmenbedingungen anzupassen.

Globales Know-how nutzen

tigen Investmententscheidungen selbst –

er hat also die volle Kontrolle über den

Kauf und Verkauf von Wertpapieren.


petenz erfahrener Investmentexperten”,

so Stephan.

Aus der Kapitalmarkteinschätzung des

Chef-Anlagestrategen werden auf Basis

unterschiedlicher Ertrags- und Risiko-

pots

entwickelt. Dabei steht ein aktiver

und auf Einzeltitel fokussierter Ansatz

im Vordergrund, der insbesondere auf


den zugeschnitten ist. Ändert sich die


rungsdepots angepasst: Während in turbulenten

Börsenphasen eine eher defensive

Ausrichtung im Fokus steht, werden

beispielsweise in Phasen einer anziehenden

Wirtschaftsdynamik stärker

konjunktursensitive Titel berücksichtigt.


Ein volatiler Markt beispielsweise bietet

nicht nur Chancen zum Direkteinstieg

in Aktien. „Renditemöglichkeiten



Auch diesbezüglich die richtige Depotstrukturierung

zu wählen, kann maßgeblich

zur Renditeentwicklung des

Portfolios beitragen.

Informativ und transparent

Im Rahmen der Portfolioberatung erhält

der Kunde auf Wunsch regelmäßig auf

seine Anlagepräferenzen zugeschnittene

Analysen und Berichte zu Märkten

und Branchentrends. Darüber hinaus

bekommt er regelmäßig umfangreiche

Aufstellungen über die Entwicklung und

Zusammensetzung seiner Vermögenswerte

zugesandt. Trotz aller Beratung:

Die eigentliche Anlageentscheidung verbleibt

letztlich beim Anleger. Damit kann

er das Chance-Risiko-Verhältnis seiner

Geldanlage gemäß seinen persönlichen


Vergütung hat der Anleger die Wahl

zwischen zwei Varianten. „Die Portfolioberatung

der Deutschen Bank bietet

eine kompetente Beratung für komplexe

Anlagethemen.”

Selbst für erfahrene Anleger ist das

Meistern dieser Herausforderungen

zeitintensiv und keine leichte Aufgabe.

Mehr zur Portfolioberatung der

„Anlegern, die ihr Depot selbst steuern,

Deutschen Bank erklärt Ihnen

bietet die Deutsche Bank deshalb mit

gerne Ihr zuständiger Leiter

ihrer Portfolioberatung die Möglichkeit,

Portfolioberatung Region West:

sich hierfür einen kompetenten Partner

zur Seite zu stellen”, sagt Dr. Ulrich

Stephan, Chef-Anlagestratege Privatund

Firmenkunden der Deutschen Bank. Das Depot gestalten

Im Mittelpunkt der Portfolioberatung

steht ein eingespieltes „Tandem” aus Die Portfolioberatung erfolgt in den

dem persönlichen Berater und dem Anlageklassen Liquidität, Aktien, Ren-

Spezialberater Portfolioberatung. Letzterer


sichert dem Anleger Zugang zum

globalen Know-how der Deutschen Bank, Kunden gibt der Berater diesem konkrete

Roberto Malandrino

das durch den Chef-Anlagestrategen

Empfehlungen zur Gewichtung von

Dr. Ulrich Stephan zur aktuellen Marktmeinung

Anlageklassen in seinem Portfolio sowie roberto.malandrino@db.com

für Privat- und Firmenkunden zu Einzeltiteln. Diese basieren auf dem

zusammengeführt wird. Bei dieser Be-

der


Bergische Unternehmer 04|17


23


AUS DER PRAXIS RECHT / STEUERN / FINANZEN

zeugpflege) für den überlassenen PKW

übernommen hat. Der Bundesfinanzhof

weist aber auch darauf hin, dass der steuerpflichtige

Nutzungswert durch Zahlungen

des Arbeitnehmers lediglich bis zu

einem Betrag von 0 Euro herabgesetzt

werden kann. Übersteigt das Entgelt den

Nutzungswert, wirkt sich dies steuerlich

nicht aus; der überschießende Zahlbetrag

kann insbesondere auch nicht als Werbungskosten

bei den Einkünften aus

nichtselbständiger Arbeit des Arbeitnehmers

berücksichtigt werden. Siehe hierzu

insbesondere BFH-Urteil vom 30. November

2016 VI R 49/14.

Quelle: Rinke Treuhand GmbH

Herkunft gesichert,

klar zum Abzug

Nach dem Umsatzsteuergesetz müssen

Unternehmer in Rechnungen den vollständigen

Namen und die vollständige

Anschrift des leistenden Unternehmers

und des Leistungsempfängers angeben.

Fehlen diese Angaben, kann der Leistungsempfänger

keinen Vorsteuerabzug

geltend machen. Ein Urteil des Bundesfinanzhofs

aus Juli 2015 hat in der Praxis

für erhebliche Verunsicherung gesorgt.

Fraglich war daraufhin, ob die

Angabe von Postfach oder Großkundenadresse

ausreichend für den Vorsteuerabzug

ist. Das Bundesfinanzministerium

hat jetzt folgendes klargestellt:

„Verfügt der Leistungsempfänger über

ein Postfach oder eine Großkundenadresse,

ist es ausreichend, wenn diese Daten

anstelle der vollständigen Anschrift

angegeben werden.“

Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt & Partner

KG

Sonderkündigungsrecht

beim Stromvertrag

Stromkunden haben selbst dann ein

Sonderkündigungsrecht für ihren

Stromvertrag, wenn die Preiserhöhung

ausschließlich auf gestiegene oder neu

eingeführte Steuern, Abgaben oder Umlagen

zurückzuführen ist. Das hat das

Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf

entschieden (Urteil vom 5. Juli 2016,

Az. I-20 U 11/16). Der Stromversorger

Stromio hatte das Sonderkündigungsrecht

in solchen Fällen durch eine Klausel

in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen

ausgeschlossen. Diese Klausel

erklärte das OLG für unwirksam. Das

Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Die Revision beim Bundesgerichtshof

(BGH) ist anhängig (Az. VIII ZR

163/16). Quelle: Finanztip.de

Häusliches Arbeitszimmer:

Höchstbetrag personenbezogen

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer

(Miete, Abschreibungen,

Schuldzinsen, Energiekosten etc.) sowie

die Kosten der Ausstattung dürfen nur

dann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten

abgezogen werden, wenn

für die betriebliche oder berufliche Betä-

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. - VBU®

Unsere Verbandsgruppe umfasst rd. 650 Mitgliedsunternehmen mit

ca. 70.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen. Wir informieren,

beraten und vertreten unsere Mitglieder in allen Fragen des Personalwesens,

insbesondere in Angelegenheiten des Sozial-, Arbeits- und Tarifrechts.

Nutzen Sie diesen Service. Wir informieren Sie gerne!

Wuppertal

Wettinerstraße 11 · 42287 Wuppertal · Telefon: 0202 / 2580-0 · Telefax: 0202 / 2580-258

E-Mail: info@vbu-net.de

Mönchengladbach

Lüpertzender Straße 6 · 41061 Mönchengladbach · Telefon: 02161 / 24498-0 · Telefax: 02161 / 24498-33

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24 www.bvg-menzel.de


tigung kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung

steht; in diesem Fall können für

das Arbeitszimmer bis zu 1.250 Euro

jährlich geltend gemacht werden. Ein unbegrenzter

Abzug ist möglich, wenn das

Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten

betrieblichen und beruflichen

Betätigung bildet (vgl. § 4 Abs. 5 Nr. 6b

EStG). Bisher wurde der Höchstbetrag

von 1.250 Euro objektbezogen angewendet;

d. h., wenn sich Arbeitnehmer-Ehepartner

ein Arbeitszimmer teilen, konnte

jeder Ehepartner höchstens 625 Euro als

Werbungskosten abziehen. Vgl. dazu

auch BMF-Schreiben vom 2. März 2011

– IV C 6 – S 2145/07/10002 (BStBl 2011

I S. 195), Rz. 21. Inzwischen hat der

Bundesfinanzhof Urteile vom 15. Dezember

2016 VI R 53/12 und VI R 86/13

seine Rechtsprechung geändert und wendet

den Höchstbetrag personenbezogen

an. Das Gericht stellte noch einmal klar,

dass die Voraussetzung – kein anderer

Arbeitsplatz (z. B. beim Arbeitgeber) –

bei jedem Nutzer des Arbeitszimmers

vorhanden sein muss, damit die Aufwendungen

im Rahmen des Höchstbetrags

geltend gemacht werden können. Außerdem

müsse jedem der Nutzer ein eigener

Arbeitsplatz im Arbeitszimmer zur Verfügung

stehen. Die (nahezu) ausschließliche

betriebliche/berufliche Nutzung

des häuslichen Arbeitszimmers bleibt

wie bisher Grundvoraussetzung für dessen

steuerliche Anerkennung.

Quelle: Rinke Treuhand GmbH

Vermietung eines

Einfamilienhauses

Vermietet ein Unternehmen ein Einfamilienhaus

zu einem nicht kostendeckenden

Mietzins an seinen Gesellschafter-Geschäftsführer,

liegt in Höhe

der Differenz zur marktüblichen Miete

eine verdeckte Gewinnausschüttung vor.

In diesem Fall ist davon auszugehen,

dass ein ordentlicher und gewissenhafter

Geschäftsmann einen solchen Mietvertrag

nicht mit einem außenstehenden

Dritten abgeschlossen hätte (sogenannter

Fremdvergleich).

Quelle: Urteil des BFH vom 27. Juli

2016, Az. I R 8/15, DStRE 2016, 1469.

Rückwirkende Rechnungsberichtigung

reduziert Zinsrisiko

Bei formalen Rechnungsmängeln fordert

das Finanzamt in aller Regel die Vorsteuererstattung

zurück. Der Bundesfinanzhof

hat jetzt entgegen der bisherigen Verwaltungspraxis

und unter Aufgabe seiner

bisherigen Rechtsprechung entschieden,

dass bei einer Rechnungsberichtigung

sich dies auf den Zeitpunkt der ursprünglichen

Rechnungsausstellung auswirkt.

Damit fallen keine Nachzahlungszinsen

von 6 Prozent im Jahr an. Die Berichtigung

kann bis zum Schluss der letzten

mündlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht

erfolgen.

Urteil des Bundesfinanzhofes vom 20.

Oktober 2016, Aktenzeichen VR 26/15

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der Bergische Unternehmer 04|17 25


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

INNOVATIONEN

am laufenden

BAND

Während im Bergischen Land der Frühling erwacht, hat in Remscheid die Winterzeit begonnen.

Genauer gesagt im Stadtteil Lüttringhausen bei der Firma Halbach. Dort macht eine grosse Ausstellung

mit liebevoll dekoriertem Interieur, mit festlich gedeckten Tischen, geschmückten

Adventskränzen und Christbäumen richtig Lust auf „O du fröhliche“. Wenige Tage vor Ostern.

26 www.bvg-menzel.de


Auch Geschäftsführerin

Brigitte

Halbach (links)

und Christine Königs

lieben den

Showroom im

Ausstellungshaus.

Hier werden neue

Trends präsentiert.


Wir sind dem Kalender um etliche Monate

voraus“, bestätigt Brigitte Halbach,

die zusammen mit ihrer Schwester

Roswitha das Traditionsunternehmen

in dritter Generation leitet. „Übrigens ist für uns die

Weihnachtssaison 2017 spätestens im Mai schon wieder

vorbei. Denn im Juni präsentieren wir in unserem

firmeneigenen Ausstellungshaus auf 460 Quadratmetern

und einer Dachterrasse bereits die neuen

Trends, die im Frühjahr und Sommer 2018 den Ton

angeben werden. Sowohl drinnen wie draußen, denn

Outdoor-Living wird immer mehr zum Bestandteil

des Wohnens.“ Die Farbwelten aus dem Hause Halbach

umfassen jahreszeitlich abgestimmte Sortimente.

Neben den klassischen Bändern, Kordeln und

Schleifen finden Besucher in den Halbach-Showrooms

exquisite Stoffe, Vorhänge und Kissen sowie

alles für eine stimmungsvolle Tischdekoration; dazu

viele Anregungen zum kreativen Do-it-yourself. Viele

Denkanstöße werden von den zahlreichen Reisen

mitgebracht, die Brigitte und Roswitha Halbach im

Laufe eines Jahres unternehmen. Darüber hinaus beobachten

die professionellen Designer im Team genau,

was sich auf den internationalen Märkten tut.

Auch der Austausch mit Partnern in Fernost, wo

ebenfalls verschiedene Dekorationsartikel nach Gestaltungsvorgaben

und Qualitätsstandards von Halbach

produziert werden, liefert trendige Ideen.

Mit Mut und Kreativität zum Erfolg

Die Leidenschaft für exklusive Bänder, anspruchsvolle

Accessoires und andere attraktive Dinge, die

das Leben schöner und bunter machen, kennzeichnet

die Erfolgsgeschichte einer Unternehmerfamilie, die

1933 begann. Firmengründer Richard Friedrich Hermann

Halbach startete damals mit einem Webstuhl

in seinem Privathaus die Fertigung von Wäschebändern.

Der Mut zur Selbstständigkeit zahlte sich aus.

Denn Gutes bewahren und Neues wagen ist bewährte

Familientradition, die das Unternehmen nach oben

brachte. Heute ist die Halbach-Gruppe in Europa

nach eigenen Angaben der Branchenführer mit einer

Exportquote von 50 Prozent. Mehr als 2.500 Abnehmer

aus 30 Ländern zählen zum Kreis der Stammkunden.

Vertrieben werden die Produkte über den

Fach- und Großhandel. Aber auch Privatleute können

die schmucken Deko-Accessoires über den Werksverkauf

oder im Online-Shop unter www.halbach24.

de erwerben. Nicht von ungefähr lautet der Leitspruch

der Lüttringhauser „Innovationen am laufenden

Band“. Aktuell begeistert das vielfältige Pro-

Schritt für Schritt vom Garn zum Band

Ein Blick in die Fertigung zeigt den Aufwand,

mit dem ein Halbach-Produkt hergestellt wird.

Station 1: Die Schärerei

Hier werden die einzelnen Fäden von Garnspulen

zu Ketten aufgewickelt. Auf diese Weise entsteht

die Grundlage des Webens. Für ein 200 mm breites

Kranzband können ohne weiteres bis zu 700 Fäden

zusammenkommen.

Station 2: Die Weberei

Ein Gewebe besteht immer aus Kette und Schuss,

die durch unterschiedliche Bindungen miteinander

verwoben werden. Dabei sind je nach Aufgabe

und Produkt entsprechende Maschinen im Einsatz.

Bänder beispielsweise werden auf speziellen

Bandwebautomaten mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit

produziert, zur Herstellung von Kordeln und

Gimpen werden mehrere Garnspulen auf schnell

drehende Teller gesetzt. Litzen und Gitterbänder

entstehen dagegen durch in Muster gelegte Fäden,

während Schnittbänder aus breit gewebten Stoffen

auf Schneidemaschinen in das gewünschte Format

gebracht werden.

Station 3: Veredelung und Ausrüstung

In diesem Bereich laufen alle Verfahren der Textilveredelung

wie beispielsweise das Moirieren, Imprägnieren

oder Glätten zusammen.

Station 4: Die Färberei

Auf der Färbestraße erhalten die Bänder, die meist

als weiße Rohware aus der Weberei kommen, die

gewünschte Farbe. Natürlich ausschließlich mit

umweltfreundlichen Dispersionsfarbstoffen.

Station 5: Der Druck

Zum Bedrucken der Bänder mit Motiven oder Mustern

eignen sich verschiedene Verfahren. Zum Beispiel

der Heißprägedruck, mit dem eine Folie aus

Gold oder Silber auf das Band aufgebracht wird.

Oder der Siebdruck, der fortlaufend eine Farbe des

fertigen Druckbildes auf das Band appliziert.

Station 6: Die Rollerei

Hier ist der Ort, in dem die maschinelle Warenaufmachung

auf Kunststoffspulen stattfindet. Das

Labeling mit sämtlichen erforderlichen Produktangaben

und Informationen über besondere Eigenschaften

steht am Ende eines langen Produktionsprozesses,

bevor es in den Vertrieb geht.

der Bergische Unternehmer 04|17 27


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

Rund 240 Tonnen geprüfte Topgarne durchlaufen

im Jahr die Fertigungsprozesse und werden zu über

60 Millionen Metern Band, Kordeln und Litzen verarbeit.

Eine wichtige Rolle spielt die ökologische

Unbedenklichkeit des Materials.

gramm gleich mit drei Neuheiten, die im Markt

hervorragend ankommen. Darunter der neuartige

Tafel-Stoff aus beschichtetem Baumwollgewebe, der

so gut wie alles mit sich machen lässt. Man kann ihn

nach Bedarf zuschneiden, nähen, nieten und löchern,

beschriften und anschließend abwischen oder auch

waschen. Allerdings: Der Weg zur tollen Optik führt

über viele Stationen. Über 100 moderne Webstühle

und Sondermaschinen leisten in der 5.000 Quadratmeter

großen Produktion ganze Arbeit, um Produkte

in bester Qualität herzustellen.

Nachfolge ist bereits gesichert

Von superschmal bis extrabreit, von hauchzart bis

fest mit stabiler Drahtkante, von uni bis gemustert:

Technische Raffinesse und Kompetenz bei der Fertigung,

Materialien von höchster Güte und das bis ins

Detail durchdachte Design gewährleisten ein perfektes

Ergebnis. Auf Wunsch wird bei Halbach auch

nach kundenspezifischen Vorgaben gearbeitet. Rund

240 Tonnen geprüfte Top-Garne in 350 Farben und

Qualitäten durchlaufen im Jahr die Fertigungsprozesse

und werden zu über 60 Millionen Metern Band,

Kordeln und Litzen verarbeitet. Eine wichtige Rolle

bei der Auswahl spielt die ökologische Unbedenklichkeit.

„Alle Acetat-Garne, die bei uns verwendet

werden, tragen das Siegel von Ökotex 100. Farben

und Chemikalien sind frei von Lösungsmitteln und

entsprechen den aktuellen Umweltstandards“, betont

Brigitte Halbach. Rund 100 Mitarbeiter bringen am

Standort Lüttringhausen vollen Einsatz in Produktion,

Vertrieb, Design, Kommunikation, Logistik und

der Betriebsschlosserei, dem Einkauf sowie in der

Verwaltung. „Wir pflegen eine lebendige, familiäre

Firmenkultur, die der täglichen Zusammenarbeit zugutekommt.

Das ist so und das wird so bleiben“,

bringt die Geschäftsführerin die Erfolgsstrategie ihres

Hauses auf den Punkt. Übrigens ist die Nachfolge

im Traditionsunternehmen heute schon gesichert.

Tochter und Sohn signalisieren Bereitschaft, im elterlichen

Betrieb Verantwortung zu übernehmen.

Auch Nichte Christine Königs ist dabei und kümmert

sich mit um den Einkauf.

Bei der Herstellung

von

hochwertigen

Produkten

setzt das Traditionsunternehmen

Seidenbänder

Halbach auf

moderne Maschinen.

Gutes

bewahren und

Neues wagen

ist das Motto.

Text: Brigitte Waldens

foto: günter lintl

28 www.bvg-menzel.de


Wir fördern

das Gute in NRW.

11. Private Equity Konferenz NRW

Wachstum managen und finanzieren – Vom Start-up zum Global Player

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der Bergische Unternehmer 04|17 29


ERFOLGREICH BERGISCH JUNG

Beim Geld fängt

der Spaß an …

Die Remscheider Stadtsparkasse eröffnete im März, zum nunmehr zweiten Mal,

ihre Azubi-Geschäftsstelle - ein Projekt, bei dem angehende Bankkaufleute für

drei Wochen die Verantwortung einer Filiale übernehmen. Sie erleben so hautnah

die Alltagsprobleme des Bankgeschäfts und werden unter Realbedingungen

zu guten Kundenberatern geschult.

30


Nachwuchs-Banker

Maximilian

Schwerdtfeger

übernahm genau

wie seine Kolleginnen

und Kollegen

des dritten

Ausbildungsjahrgangs

Verantwortung

im Filialgeschäft.

Die Kunden der Sparkassengeschäftsstelle im

Remscheider Stadtteil Lüttringhausen reagierten

überrascht, als ihnen eines Morgens

statt der bekannten Gesichter ihrer Berater,

plötzlich ein neues Team junger Leute

gegenüberstand. „Willkommen in der Azubi-Geschäftsstelle“,

hieß es zur Begrüßung. Gearbeitet wurde

in dieser „besonderen Filiale“ wie in jeder anderen

der Remscheider Stadtsparkasse auch: Von der Auszahlung

und Buchung, über die Kontoeröffnung, Bearbeitung

von Sparanlagen und Kreditgeschäften

konnten Ende März und in der ersten Aprilwoche die

Kunden hier ihre Bankgeschäfte tätigen. Allein von

den Depotgeschäften und vom Wertpapierhandel, die

strengen gesetzlichen Richtlinien unterstehen, waren

die Jungangestellten ausgeschlossen. In dringenden

Fällen wurden die Sparkassenkunden hier gebeten,

während der Zeit der Azubi-Filiale in die Hauptgeschäftsstelle

ausweichen. „Bislang war die Reaktion

der Kunden immer positiv“, berichtete Azubi Maximilian

Schwerdtfeger. Überrascht waren die meisten,

aber Ablehnung hätten sie von keinem erfahren. Mit

seinen sieben Mitauszubildenden übernahm er die

Führung der Filiale, jeder von ihnen mit festen Aufgaben.

Senior-Berater am Service-Punkt

Das Wissen dazu hatten sie sich bereits während ihrer

Ausbildung aneignen können, es wurden im Vorfeld

aber auch noch konkrete Workshops angeboten, um die

jungen Banker speziell für die Beratung der Kunden fit

zu machen. Umgesetzt wurde das Erlernte schließlich

in der Geschäftsstelle, jeder von ihnen auf einem anderen

Posten. Schwerdtfeger kümmerte sich beispielsweise

als neuer Senior-Berater um den Service-Point und

war, neben dem Kundengeschäft, auch für die Kontrolle

der Geldautomaten zuständig. „Am Schalter habe ich

während meiner Ausbildung schon mehrmals gestanden,

doch der Umgang mit den Automaten war bislang

kein Ausbildungsinhalt.“ Learning by doing sei hier die

Devise. „In Notfällen und bei Fragen können wir die

Kollegen anrufen, aber im Prinzip sind wir in der Filiale

auf uns alleine gestellt“, erklärte Schwerdtfeger. So

sei ein guter Teamgeist entstanden. Das Projekt selbst,

sagte der 20-Jährige, „ist ein viel intensiveres Lernen.

Wir tragen schließlich nicht nur die Verantwortung für

die Geschäftsprozesse, auch die Kunden erwarten die

gewohnte Qualität ihrer Sparkasse.“ Die Identifizierung

mit dem Qualitätsanspruch des Unternehmens kommt

bei den Jungangestellten stark zum Ausdruck. Sie sind

dankbar für diese einmalige Möglichkeit, bei der sie

noch vor ihrem Abschluss den echten Alltag des Bankgeschäfts

eigenständig miterleben und an ihm wachsen

zu können. „Ein absolutes Privileg“, äußerte Lutz von

der Heyden, der mit seinen 20 Jahren die Leitung der

Azubi-Filiale übernahm. Auch dafür hatte es im Vorfeld

ein Bewerbungsverfahren gegeben. Ausbildungsleiterin

Jutta Fricke und ihre Kollegin Gina Richards,

die beide das Konzept erstellten und das Projekt begleiten

und bewerten, stellten von der Heyden in Absprache

mit dem eigentlichen Leiter der Lüttringhauser Geschäftsstelle,

Stefan Eichert, als „Chef“ ein. Eichert

stand während der Azubi-Geschäftsstelle zwar als Ansprechpartner

aus dem Hintergrund weiter zur Verfügung,

doch Entscheidungen wurden von den Azubis

selbst und in letzter Instanz durch Jungleiter von der

Heyden getroffen.

Weg zu mehr Selbstbewusstsein

„Eine große Verantwortung, aber auch eine einmalige

Gelegenheit“, zog der 20-Jährige Bilanz. „Wann würde

ich denn sonst, selbst nach meiner Ausbildung, nochmal

die Chance bekommen, so schnell eine Filiale zu

führen. Für die Sparkassen-Azubis bedeutete dies darum

auch eine hohe Wertschätzung seitens ihres Arbeitgebers.

Das Projekt fand in diesem Jahr zum zweiten

Mal statt (vergangenes Jahr im Stadtteil Hasten) und

wird künftig allen Lehrlingen des dritten Ausbildungsjahres

angeboten werden, erklärte Frank Dehnke, Vorstandsvorsitzender

der Stadtsparkasse Remscheid.

Denn er ist überzeugt davon, dass die Erfahrungen dieses

hauseigenen Projekts seine Auszubildenden langfristig

prägen werden. „Sie sind hinterher viel selbstbewusster

und erwachsener“, bezieht sich Dehnke auf die

Erkenntnisse aus dem vergangenen Jahr. „Ich hätte mir

gewünscht, dass es so etwas schon zu meiner Ausbildungszeit

gegeben hätte.“

Text: Cristina Segovia-Buendía

Fotos: Jürgen Moll

der Bergische Unternehmer 04|17 31


TIPPS & TERMINE

Musical

Die Piraten der

Sparrow im TTT

Auch noch

sehenswert

TIPPS & TERMINE | TIPPS & TERMINE | TIPPS & TERMINE

Ein phantastisches Bühnenspektakel

für Erwachsene aus

der Welt der Freibeuter. Kapitän

Strongblood hat seine Horde irrer

Piraten nicht immer ganz

unter Kontrolle, aber kämpfen,

singen und feiern kann die skurille

Chaos-Crew wie keine

zweite! Verwechslungen, Magie,

Lügen, Träume, Mut und

die Suche nach der wahren Liebe

– Mit bester MUSICAL-Manier

unterhält die Inszenierung

erwachsene Theaterbesucher

(und kleine Gäste ab 9 Jahren). Lassen Sie sich verzaubern von aufwändigen

Kostümen, herrlich komischen Charakteren, wunderbaren Melodien und einem

spannenden Fantasy-Abenteuer voller Humor und Überraschungen.

TalTonTHEATER, Wiesenstraße 118, 42105 Wuppertal. Termine: 21. April

ausverkauft, 22. April (20 Uhr), 23. April (15 Uhr), 28., 29. und 30. April

(jeweils 20 Uhr). Karten im Vorverkauf 20 Euro, an der Abendkasse 22

Euro (15 Euro ermäßigt) Reservierung unter Telefon 0211 / 27 4000

Wildes Holz: Freiheit für die Blockflöte

Eine Konzertgitarre, ein Kontrabass und die gemeine Blockflöte: wenn das nicht

mal eine astreine Besetzung für eine Rockband ist! - Das dachten sich die drei

Männer, die ihre Band „Wildes Holz“ nennen und aus diesem Instrumentarium

Klänge hervorbringen, die man kaum für möglich hält.

Wer hätte schon gedacht, dass die Blockflöte mit Stücken von AC/DC einen Saal

zum Toben bringt oder dass sie die Stimme eines jungen Michael Jackson geradezu

perfekt imitiert? Sogar Stücke von Deep Purple oder Kraftwerk funktionieren

in der Holz-Version. Neben solch verblüffenden Bearbeitungen bekannter Radio-

Hits stellt das neue Programm auch Adaptionen klassischer Werke in den Mittelpunkt,

die bei Wildes Holz ein gutes Stück rockiger daherkommen als man es

sonst zu hören gewohnt ist. Wird diese atemberaubende musikalische Darbietung

dann auch noch mit bestechender Bühnenpräsenz, spontaner Komik und Publikumsnähe

verbunden, dann verdient sie endgültig das Prädikat: astrein!

Sonntag, 14. Mai, 17 Uhr, Klosterkirche Lennep, Klostergasse 8, 42897

Remscheid, Karten zum Preis zwischen 14,50 und 20 Euro unter

www.klosterkirche-lennep.de oder Telefon 02191/99 70 90

Industriegeschichte

erleben: Führungen

über das Rasspe-Areal

In Kooperation mit der IG

Stadtführungen Solingen wird

die Geschichte des Unternehmens

P.D. Rasspe Söhne noch

einmal lebendig, bevor das

Areal durch die Wirtschaftsförderung

wieder reaktiviert wird.

Wegen des großen Interesses

bitte per Mail anmelden an

friedhelmfunk@t-online.de.

Benötigt werden der Vor- und

Nachname sowie eine Telefonnummer/Mobilfunknummer

der angemeldeten Person. Der

Treffpunkt wird bei der Anmeldung

bekannt gegeben.

Termine sind: Donnerstag,

27. April, von 16 bis 17.30

Uhr und Samstag, 29. April,

von 14 bis 15.30 Uhr.

Stadtführungen in

Wuppertal

Wer Wuppertal von einer besonderen

Seite kennenlernen

möchte, ist mit den Stadtführungen

von Wuppertal Touristik

gut aufgehoben.

Samstag, 22. April, 11 Uhr ab

Rathausgalerie Eingang Karlsplatz:

Baronin von Wupp schaut

in Gesichter der Großstadt.

Sonntag, 23. April, 11 Uhr ab

Schwebebahnstation Wupperfeld:

Sagen und Geschichte(n).

Sonntag, 30. April, 11 Uhr ab

Bushaltestelle Allensteiner

Straße: Wichlinghausen.

Montag, 1. Mai, 11 Uhr ab

Langerfelder Markt: Langerfeld.

1,5 Stunden

Info zu Preisen und Buchung:

Telefon 0202/563-

2270 oder 0202/563-2180

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ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

Reif für die Höhle

Wie der Käse in die Höhle kam, ist

eine interessante Geschichte. Doch

zunächst lohnt sich ein kurzer Blick

zurück ins Jahr 1835. Zu diesem

Zeitpunkt beschloss der Brauereibesitzer Johannes

Klein aus Schwelm, auf dem Gelände Rahlenbecke

im heutigen Ennepetal einen Kühlkeller für

seine Bierfässer zu bauen. Die dortige Klutert-

Höhle bot dafür ideale Voraussetzungen. Selbst

im Sommer blieb das Bier in dem Steingewölbe

gut gekühlt dank der Eisblöcke, die im Winter aus

den umliegenden Hammerteichen gebrochen und

in den Stollen verbracht wurden.

Vom Unterschlupf zur Heilkammer

Die ca. 5.500 Meter große Klutert-Höhle erstreckt

sich über eine Fläche in der Größe von zwei Fußballfeldern,

verbunden mit anderen Höhlen im

Klutertberg. Entstanden ist die Klutert-Höhle

durch Auswaschungen einer mächtigen Riffkalk-

Schicht, die vor etwa 370 Millionen Jahren im Devon

gebildet wurde. Erste Erwähnung fand die

Felsenhöhle in einem Text von 1698. Doch Scherbenfunde

deuten darauf hin, dass die Höhle vermutlich

schon in vorgeschichtlicher Zeit als Unterschlupf

genutzt wurde. Heute gilt die

Schauhöhle als ein beliebtes Ausflugsziel. Etliche

Seen, Bäche und die Klutertspring-Quelle gehören

zu den touristischen Attraktionen. Jährlich

nehmen mehr als 44.000 Besucher an den Führungen

durch die Höhle teil. Zudem werden in der

Kluterthöhle Asthma und andere Atemwegserkrankungen

kurbehandelt.

Eine Begegnung mit Folgen

Im zweiten Weltkrieg diente der ehemalige Bierkeller

bis zu 4.000 Menschen als Luftschutzbunker,

danach wurde der Eingang geschlossen und

unzugänglich gemacht – bis der Arbeitskreis

Kluterthöhle den Keller 1990 für einen Tag öffnen

ließ. Anschließend versank das Gewölbe wieder

in den Dornröschenschlaf. Der Schlummer würde

sicher noch bis heute andauern, wenn nicht Rainer

Schmitz auf den Plan getreten wäre. Der Betreiber

der Hofkäserei suchte nach einer neuen Höhle für

seinen Käse, nachdem die bisherige Nutzung der

1995 eröffnete die Familie

Rainer Schmitz

auf ihrem Bauernhof in

der bergischen Gemeinde

Much eine kleine

Käserei, die sich

rasch zu einem Geheimtipp

für Feinschmecker

in der Region

entwickelte. Der

Klutert-Käse hat es zu

einer gewissen Berühmtheit

gebracht.

Wer den Charakter-Käse

probieren möchte,

wird in gut sortierten

Frischetheken im gehobenen

Lebensmittelhandel

fündig.

34 www.bvg-menzel.de


Appetit auf Käse? Lust auf etwas Besonderes? Dann ist Ennepetal die angesagte Adresse für

Gourmets, die das Aussergewöhnliche bevorzugen. Hier gibt es den Original Klutert-Käse.

Eine Spezialität, die in einem historischen Felsenkeller an der B7 drei Monate lang reift und

so seinen unverwechselbaren kräftig-würzigen Geschmack erhält. Produziert und vermarktet

wird der handgefertigte Rotschmierkäse aus Rohmilch von Jules Käsekiste aus Much, der bekannten

Bauernhofkäserei im Bergischen Land.

Atta-Höhle nach acht Jahren auslief. Ein glücklicher

Zufall führte den Landwirt aus Much mit

Stefan Voigt, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises

Kluterthöhle, zusammen. Schnell war man

sich einig, dass der Felsenkeller für die Höhlenreifung

perfekte Bedingungen liefert.

Die ideale Umgebung zum Reifen

„In dem Gewölbe herrschen dieselben klimatischen

Verhältnisse wie in der Höhle selbst: Nämlich

eine konstante Temperatur von neun Grad sowie

eine 90-prozentige Luftfeuchtigkeit. Diese

Faktoren ermöglichen einen kontinuierlichen Reifeprozess

mit einem gleichbleibend guten Qualitätsergebnis.

Natürlich laktosefrei und ohne Konservierungsstoffe“,

berichtet Käsemacher Rainer

Schmitz zufrieden. Also kein Wunder, dass immer

mehr Käsefreunde aus der Region auf den

einzigartigen Höhlen-Geschmack kommen. Nachschub

gibt es reichlich. In den unterirdischen Kellerregalen

können bis zu 2.000 Käselaibe mit einem

Gesamtgewicht von neun Tonnen gelagert

werden. Aber bevor der junge Käse in die Tiefen

des Felsenkellers umzieht, vergeht noch einige

Zeit. Einen Monat lang wird daheim in Much jeder

Laib im Wochenturnus von Hand gewendet

und mit Meersalzwasser gewaschen. Erst nach

dieser intensiven Vorbereitung ist der künftige

Klutert-Käse reif für die Höhle.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Günter Lintl

Jule’s Käsekiste

Reinshagen 14

53804 Much

Fon 02245 3021

Fax 02245 912671

Mail info@juleskaesekiste.de

Net www.juleskaesekiste.de

Käseherstellung an ungewöhnlichem

Ort:

Konstante Temperaturen

und eine hohe

Luftfeuchtigkeit ermöglichen

einen kontinuierlichen

Reifeprozess.

der Bergische Unternehmer 04|17 35


AUS DER REGION DER KOMMENTAR

Der Bergische Unternehmer:

Erbschaft: Kompass

Ob die Halbwertzeit des Erbschaftsteuergesetzes

(ErbStG) eher länger oder kürzer

als die des aktuellen iPhone ist? Der Gesetzgeber

hat in 2016 eine Reform des ErbStG

durchgeführt. Nach „altem“ Recht – es trat

in grauer Vorzeit, nämlich am 1. Januar

2009 in Kraft – wurde die Vererbung oder

die Schenkung von betrieblichem Vermögen

von 85 bis zu 100 % von der Erbschaft- oder

Schenkungsteuer verschont. Bedingung:

Die Arbeitsplätze mussten über in der Regel

zwischen fünf und sieben Jahren erhalten

bleiben. Die Verfassungsrichter haben diese

unbeschränkte Verschonung für ungerecht

gehalten. In großer Eile (knapp zwei Jahre

später!) hat der Gesetzgeber diesen Missstand

beseitigt. Unangemessener Weise haben

Unternehmer und Unternehmen diesen

gesetzgeberischen Prozess als einen Zustand

der Rechtsunsicherheit empfunden. Damit

ist jedoch jetzt Schluss.

Oder doch nicht?

Jedenfalls wird nach neuem ErbStG die bisherige

Verschonung von Unternehmensvermögen

auf einen Betrag von 26 Millionen

Euro beschränkt. Darüber hinaus schlägt

der Fiskus zu.

Oder nein, doch nicht.

Die Ausnahme heißt Verschonungsabschlag

bei sogenannten Großerwerben. Das ist ein

Abschlag vom Abschlag: Übersteigt der

Wert des Erwerbs den Betrag von 26 Millionen

Euro, verringert sich je einem übersteigenden

Betrag von 750.000 Euro der Verschonungsbetrag

von 85 bzw. 100 Prozent

um ein Prozent. Ab einem Betrag von

90 Millionen Euro wird kein Verschonungsabschlag

mehr gewährt.

Klingt kompliziert. Ist es aber nicht.

Der Autor ist Andreas Niemeyer,

Geschäftsführer der Rinke Treuhand GmbH.

36 www.bvg-menzel.de


empfohlen im Steuerdschungel

Warten Sie ab. Es gibt noch eine Ausnahme,

nämlich die Chance auf Verschonungsbedarfsprüfung.

Hier kann auf Antrag

des Erwerbers die Steuer auf den Erwerb begünstigten

betrieblichen Vermögens ganz oder

teilweise erlassen werden. Wenn nachgewiesen

wird, dass der Erwerber persönlich nicht in

der Lage ist, die Steuer aus übrigem verfügbaren

Vermögen zu begleichen, bleibt der

Erwerb des betrieblichen Vermögens in unbegrenzter

Höhe steuerfrei.

Alles klar? Also weiter.

Die Steuerbefreiung steht unter Vorbehalten.

Der Erwerber muss die Arbeitsplätze sieben

Jahre erhalten und darf das Unternehmen

sieben Jahre nicht veräußern – auch nicht

teilweise. Erhält der Erwerber innerhalb von

10 Jahren durch Erbschaft oder Schenkung

weiteres nicht begünstigtes Vermögen, so

erhöht sich das verfügbare Vermögen um

die Hälfte dieses Wertes. Im Ergebnis muss

der Erwerber die Hälfte seines verfügbaren

nicht begünstigten Vermögens zur Begleichung

der Steuer, die auf den Erwerb des

begünstigten betrieblichen Vermögens entfällt,

verwenden. Hat der Erwerber zum

Zeitpunkt der Entstehung der Steuer auf

das begünstigte betriebliche Vermögen kein

nicht begünstigtes verfügbares Vermögen

und erwirbt er innerhalb von 10 Jahren keines

durch Erbschaft oder Schenkung hinzu,

bleibt der Erwerb des begünstigten betrieblichen

Vermögens steuerfrei. Die in dieser

Weise betroffenen Erwerber sollten sich also

bei ihren Verwandten nach deren Testamenten

oder Schenkungsabsichten erkundigen.

Die Planung der Vermögensnachfolge nimmt

hier schnell Ausmaße an, die sippenübergreifend

werden können.

„Die Planung der

Vermögensnachfolge

nimmt schnell

Ausmaße an, die

sippenübergreifend

werden können.“

Wir haben gelernt, dass das ErbStG streng

unterscheidet zwischen begünstigtem betrieblichen

Vermögen und nicht begünstigtem Vermögen,

das unter Umständen zum verfügbaren

Vermögen werden kann. Das ist dann im

Zweifel zur Hälfte weg. Zum begünstigten betrieblichen

Vermögen gehört grundsätzlich

die gesamte Aktivseite der Bilanz eines Unternehmens

– mit Ausnahme des Verwaltungsvermögens,

das man sich hinweg denken kann,

ohne die Leistungsfähigkeit des Unternehmens

zu beeinträchtigen. Wer also auf die Idee kommen

sollte, per Einlage von liquiden Mitteln

den Wert des Betriebsvermögens an den steuerbegünstigten

Betrag von 26 Millionen Euro

heranzuführen, um das Unternehmen alsbald

zu verschenken, muss sich leider sagen lassen,

dass es so nicht geht. Lesen Sie selbst folgendes

Zitat aus § 13b Abs. 2 ErbStG: „Das begünstigungsfähige

Vermögen ist begünstigt, soweit

sein gemeiner Wert das unschädliche Verwaltungsvermögen

im Sinne des Absatz 7 gekürzten

Nettowertes des Verwaltungsvermögens im

Sinne des Absatzes 6 übersteigt (begünstigtes

Vermögen)“. Im Umkehrschluss bedeutet dies:

Zu viel Verwaltungsvermögen ist schädlich und

gefährdet die Steuerbegünstigung des begünstigungsfähigen

Vermögens.

Alles klar?

Ich denke, jetzt habe ich Sie soweit, dass ich es

wagen kann: Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem

Steuerberater! Manche mögen denken,

dass ich von Anfang an darauf aus war, Werbung

für meine Berufskollegen zu machen.

Aber – wenn Sie Ihr Haus auf Diebstahlschutz

überprüfen lassen, dann gehen

Sie doch auch zu einem Experten und

fragen nicht diejenigen, die es auf Ihr

Geld abgesehen haben.

der Bergische Unternehmer 04|17 37


IM FOKUS TRANSPORT & LOGISTIK

Mit Behinderungen

muss gerechnet werden

Fotos: Shutterstock

Am Nachmittag des 20. März 2017 war es wieder mal so weit. Unplanmäßiger

Baustellenalarm auf einer Autobahn in der Region. Wie der Landesbetrieb Straßen

mitteilte, sackte während Sanierungsarbeiten auf der A3 zwischen Opladen und

Solingen plötzlich ein Teil der Trasse ab. Daraufhin mussten zwei der drei Spuren

komplett gesperrt werden. Die Folge: Lange Staus und erhebliche Wartezeiten.

Die Reparatur der Fahrbahn dauerte bis zum Morgen des folgenden Tages.

Erst dann konnte der Verkehr wieder ungehindert fließen.

38 www.bvg-menzel.de


Warum erstaunt uns diese Meldung

nicht wirklich? Nach jahrelanger

Erfahrung mit maroden

Straßenverhältnissen in Stadt

und Land sind Autofahrer Kummer

gewohnt. Und es scheint nicht besser zu werden.

Für dieses Jahr hat Verkehrsminister Michael

Groschek 70 neue Autobahnbaustellen in NRW

angekündigt. Allein bei 16 von ihnen handelt es

sich um Brückensanierungen, unter anderem auch

in Wuppertal und Remscheid.

Speditionen hart betroffen

Während Pendler und andere Autofahrer mehr oder

weniger resigniert im Stau stehen, sind Speditionen

wirklich hart betroffen. Verspätete Auslieferungen

durch Zeitverlust und weite Umwege gehen tüchtig

ins Geld, oft kommt Ärger mit unzufriedenen Auftraggebern

hinzu. Peter Marcus, der seit vielen Jahren

in Wuppertal ein Transportunternehmen leitet,

bestätigt den täglichen Frust mit einem Beispiel:

„Aufgrund von Baustellen und maroden Brücken

müssen unsere Fahrer mit Schwertransporten Umwege

bis zu 35 Kilometern hinnehmen.“

Doch damit nicht genug. Der Spediteur macht seinem

Ärger Luft: „Ganz schlimm ist der Zustand

der Autobahnbrücken, von denen in Nordrhein-

Westfalen etwa 45 beschädigt sind. Obwohl dies

lange schon bekannt ist, wird die Instandsetzung

bereits über Jahre verzögert. Andererseits gibt es

Baustellen, deren Sinn mir verborgen bleibt. Beispielsweise

auf der A 46. Hier wurden mit erheblichem

Aufwand die Ausfahrten-Schilder in die

Mitte verlegt, nur um einige Zeit später wieder

zurück auf die gewohnte rechte Seite der Fahrbahn

zu wandern. Im Moment ist man dabei, die

Beleuchtung am Sonnborner Kreuz zu demontieren.

Und zwar für viel Geld, das meines Erachtens

besser in die Umrüstung auf energiesparende

LED-Technik investiert worden wäre.“

Logistik in NRW als Wachstumsmarkt

der Bergische Unternehmer 04|17

Dabei befindet sich NRW als zentraler Verkehrsknotenpunkt

und Haupttransitland eigentlich in

einer komfortablen Situation. Ein flächendeckendes

Verkehrsnetz mit direkten Anbindungen zu

den belgischen und niederländischen Seehäfen

macht das Bundesland zum bedeutendsten Logistikstandort

in Europa. Rund 27.000 Logistik-Unternehmen

mit mehr als 314.000 Beschäftigten

haben hier ihr Domizil und erwirtschaften einen

Umsatz von round about 70 Milliarden Euro.

Rechnet man die logistischen Bereiche in Handel


IM FOKUS TRANSPORT & LOGISTIK

und Industrie dazu, steigt die Zahl der Mitarbeiter

auf über 645.000 Menschen. Im Übrigen zeigt der

LogistikCluster NRW, welch hohen Stellenwert

das Thema für die Entwicklung der NRW-Wirtschaft

hat. Aber es sprechen noch andere Fakten

für die idealen Standortbedingungen, dank derer

sich die Logistikbranche zu einem wichtigen

Wachstumsmarkt im Lande entwickelt hat. Dazu

gehört, dass jeder wirtschaftlich relevante Ort in

Nordrhein-Westfalen über das Netz von 2.200

Autobahnkilometern an das europäische Fernstraßensystem

angeschlossen ist. Und mit 6.000

Kilometern verfügt NRW über das dichteste

Schienennetzwerk in Deutschland. In Nordrhein

Westfalen haben sich einzelne Regionen gebildet,

die sich durch logistische Stärken auszeichnen.

Dazu zählt auch das Bergische Land, das aufgrund

seiner exponierten Lage zwischen den Ballungszentren

an der Rheinschiene und dem Ruhrgebiet

eine besondere Bedeutung hat. Nicht

zuletzt deshalb hat sich hier eine starke Logistikwirtschaft

mit namhaften Transportunternehmen

und Dienstleistern entwickelt.

Der Wuppertaler

Spediteur Peter

Marcus kennt den

Frust vieler Kollegen,

wenn es um

Verzögerungen

durch nordrheinwestfälische

Dauerbaustellen

geht.

Massnahmen der Politik gefordert

Aber: Leistungsfähigkeit und Infrastruktur

NRWs geraten durch die bis zum Jahr 2025 prognostizierte

Verkehrszunahme an ihre Grenzen.

Experten rechnen damit, dass der Straßengüterverkehr

in den kommenden acht Jahren durchschnittlich

um 79 Prozente wachsen wird. Der

Transitanteil am gesamten Verkehrsaufkommen

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steigt ebenfalls deutlich an. Hier ist die Politik gefordert,

Defizite abzubauen und die Voraussetzung

für einen reibungslosen Verkehrsfluss zu

schaffen. Denn nur so wird es gelingen, die notwendigen

Rahmenbedingungen zu verbessern,

um die Unternehmen am bisherigen Standort zu

binden. Schwerpunkte der dringlichsten Aufgaben

liegen auf der Stärkung des Mittelstands, einer

gezielten Ausbildung von Fachkräften sowie

auf einem bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur,

für den ausreichend geeignete Flächen

bereitgestellt werden müssen. Eine immens wichtige

Rolle im zunehmenden internationalen Wettbewerb

wird zudem die Digitalisierung spielen,

mit deren Hilfe die Prozesse in Logistik und

Transport wesentlich effizienter und kostengünstiger

gestaltet werden können.

Mauterweiterung in der Kritik

Auch wenn die Geschäfte im Bergischen vergleichsweise

erfreulich laufen, gibt es Anlass,

skeptisch in die Zukunft zu schauen. Ein Aufreger

Der Preisdruck im

hart umkämpften

Markt ist hoch. Da

wird die LKW-Maut

einmal mehr zum

Problem.

ist beispielsweise der vom Bundestag abgesegnete

Plan, die LKW-Maut ab 2018 flächendeckend auf

Bundesstraßen auszudehnen. Insgesamt werden

mit der Neuregelung zusätzlich 40.000 Kilometer

mautpflichtig, wodurch jährlich bis zu zwei Milliarden

mehr in die öffentlichen Kassen fließen sollen.

Bislang mussten LKW ab 7,5 Tonnen in

Deutschland nur für die Nutzung von 13.000 Autobahn-Kilometern

sowie 2.300 Kilometern autobahnähnlicher

Bundesstraßen eine Gebühr entrichten.

Nun ist sogar vorgesehen, die Mautpflicht

auch auf kleinere Landstraßen auszuweiten, um

die Möglichkeiten zum Ausweichen zu unterbinden.

„Geht gar nicht“, sagen unter anderem die

Spediteure in Solingen und lehnen die beschlossene

Mautrefom ab. Während die einen die Mehrkosten

als durchlaufenden Posten sehen, den letztlich

die Endverbraucher zahlen müssen, steht für

andere fest, auf den Ausgaben sitzenzubleiben.

Denn die finanzielle Belastung könne nicht an die

Kunden weitergegeben werden – dafür sei der

Preisdruck im hart umkämpften Markt zu hoch.

Dazu herrschen Zweifel an der zweckmäßigen

der Bergische Unternehmer 04|17 41


IM FOKUS TRANSPORT & LOGISTIK

Verwendung der Einnahmen. Vielmehr fürchten

die Profis, dass die Gelder nicht für die dringend

erforderliche Sanierung von Straßen und Brücken

ausgegeben werden.

Schadstoff-Emissionen werden

zum Problem

Ein Problem, das der Branche ebenfalls zu schaffen

macht, ist die steigende Schadstoff-Belastung..

Zwar sind LKW noch nicht vom drohenden Verbot

von Dieselfahrzeugen in Innenstädten betroffen.

Trotzdem werden die Forderungen lauter, dass auch

Trucks durch die Senkung des Ausstoßes von

Stickstoff und Kohlendioxid einen Beitrag zu Klima-

und Umweltschutz leisten müssen. Aus diesem

Grund plant das Bundesverkehrsministerium, die

Anschaffung sauberer LKW ab 7,5 Tonnen zulässigem

Gesamtgewicht finanziell in zweistelliger Millionenhöhe

zu fördern. Vor allem kleine und mittlere

Betriebe sollen von dieser Finanzspritze

profitieren. Peter Marcus verfolgt die Schadstoff-

Diskussion kritisch: „Die Forderung, nur noch Diesel

mit der Euronorm 6 zuzulassen, halte ich für

übertrieben. Denn zwischen Euronorm 5 und 6 bestehen

nur geringfügige Unterschiede, die den

Grad der Emissionen nicht wesentlich beeinflussen.“

Interessant findet der Unternehmer in diesem

Zusammenhang Versuche, die in Schweden zur

Elektro-Mobilität laufen. Dort wird getestet, ob

Oberleitungen auf Autobahnen die Umstellung von

Nutzfahrzeugen auf E-Antrieb befördern könnten.

Doch Peter Marcus glaubt nicht daran, dass sich

dieses Modell aufgrund der hohen Verkehrsdichte

auf Deutschland übertragen lässt.

„Man muss nicht

jede technisch

mögliche Innovation

bejubeln und

alles, was machbar

ist, gleich umsetzen.

Moderne

Trucks bieten bereits

heute exzellenten

Standard bei

der Ausstattung“

Skeptische Haltung bei neuen Trends

Auch in punkto Gigaliner vertritt der Fachmann

einen eindeutigen Standpunkt: „Auf den Überlandstraßen

in Amerika wird sich der Einsatz solcher

Riesen wirtschaftlich wahrscheinlich lohnen.

In NRW, wo in Spitzenzeiten nahezu täglich der

Verkehrskollaps droht, wohl kaum, Und schon gar

nicht im Bergischen Land mit seiner besonderen

Topographie. Hier haben ja schon normale LKW

häufig Schwierigkeiten, in den engen Straßen um

die Ecke zu kommen.“ Eher gering schätzt Peter

Marcus zurzeit auch die Chancen für selbstfahrende

LKW ein, an deren Entwicklung die Industrie

mit Hochdruck arbeitet. „Man muss nicht jede

technisch mögliche Innovation bejubeln und alles,

was machbar ist, gleich umsetzen. Ich bin mir außerdem

nicht sicher, ob diese autonom fahrenden

Fahrzeuge überhaupt eine Alternative darstellen,

Denn die modernen Trucks, die heute unterwegs

sind, bieten bereits einen exzellenten Standard,

was Komfort und Assistenzsysteme angeht. Hinzu

kommt, dass wir im Speditionsgeschäft noch

nicht auf die Fahrer verzichten. Vor allem deshalb

nicht, weil vor Ort beim Kunden persönliche

Kommunikation erwünscht und oftmals auch unumgänglich

ist.“

Mit spezieller Leistung

wettbewerbsfähig bleiben

Wie viele bergische Logistikunternehmen auch,

steht die Marcus Transport GmbH unter dem steigenden

Preisdruck ausländischer Konkurrenten.

Peter Marcus hat daher bereits früh die Entscheidung

getroffen, durch Spezialisierung die eigene

Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ein guter Entschluss,

wie der Geschäftserfolg beweist. Heute

ist das Unternehmen ein renommierter Serviceanbieter

in den Bereichen Maschinentransport, Industrieumzüge

und Gabelstaplerverleih. Sorge

bereitet allerdings die Schwierigkeit, entsprechend

qualifiziertes Fachpersonal für die anspruchsvollen

Aufgaben zu finden. „LKW-Fahrer

gilt nicht mehr als attraktiver Job“, weiß der Wuppertaler

aus Erfahrung. Wird Peter Marcus seinem

langjährigen Standort Wuppertal treu bleiben?

„Auf jeden Fall“, versichert der Profi. „Trotz

mancher unvorhersehbarer und temporärer

Schwierigkeiten, mit denen wir uns im regionalen

Straßenverkehr auseinandersetzen müssen, ist

Wuppertal für mich und mein Unternehmen ein

echter Top-Platz mit vielen Vorzügen.“

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Günter Lintl, BVG

42 www.bvg-menzel.de


der Bergische Unternehmer 04|17 43


FOKUS INTERVIEW

Logistik mit

Mehrwert:

Vorteil für

den Kunden

Als Selcuk und Fatih Taskin 2012 die

väterliche Spedition übernahmen,

stand für die beiden fest: Um die

wachsenden Herausforderungen im

Markt zu schultern, müssen neue Konzepte

entwickelt und umgesetzt werden.

Denn im harten Wettbewerb kann

sich nur derjenige behaupten, der seinen

Kunden massgeschneiderte Lösungen

mit messbarem Nutzen liefert. Wie

das praktisch aussieht, klärt das folgende

Gespräch mit Geschäftsführer

Selcuk Taskin.

Herr Taskin, Sie und Ihr Team arbeiten unter

anderem für zahlreiche namhafte Unternehmen

im Automotive-Bereich, der Bauindustrie

und des Handels. Welche besonderen Leistungen

können Sie diesem anspruchsvollen Kundenkreis

anbieten?

Selcuk Taskin: Einfach gesagt: Wir halten unseren

Kunden den Rücken frei, damit sich diese

ganz auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren

können. Logistik gehört in den meisten Fällen sicherlich

nicht dazu. Aus diesem Grund kümmern

wir uns um Planung, Organisation und Steuerung

des gesamten Güterflusses.

Selcuk Taskin fährt

mit dem elterlichen

Geschäft auf der Erfolgsspur.

Was bedeutet das konkret?

Unsere Logistikleistung umfasst alle Bereiche.

Angefangen von der Beschaffung der Ware über

die sachgerechte Lagerung, Kommissionierung

und Verpackung bis hin zum termingenauen Versand.

Außerdem gehören auch einfache Montagetätigkeiten

sowie das Umpacken und Etikettieren

von Artikeln dazu. Das Outsourcen des kompletten

Logistikprozesses an einen erfahrenen Partner

macht sich für den Kunden schnell bezahlt.

Denn er braucht keine teuren Lagerflächen vorzuhalten,

kann seine Mitarbeiter für andere Aufgaben

einsetzen und spart zudem Geld, da Fixkosten

entfallen und Fehlzeiten nicht mehr

bezahlt werden müssen.

In Zukunft wird das Thema Digitalisierung in

der Logistik an Bedeutung gewinnen. Sehen

Sie das genauso?

Für uns ist die digitale Zukunft schon heute Realität.

Intern wurden bereits alle Abläufe im Lager

digitalisiert; die Anbindung an den Fuhrpark

läuft. Ebenso weit fortgeschritten ist die Automatisierung

der administrativen Prozesse. Extern

sind wir beispielsweise mit den kundeneigenen

Warenwirtschaftssystemen vernetzt. Dies versetzt

uns in die Lage, in Echtzeit sämtliche relevanten

Daten an den Auftraggeber zu übermitteln. Firmen,

die noch nicht über solch eine aufwendige

IT-Architektur verfügen, bekommen über unsere

Website die Möglichkeit, sich über den Status ihrer

Sendung oder des Warenbestandes im Lager

zu informieren.

Wenn wir das richtig verstehen, benötigen

Kunden für eine funktionierende Zusammenar-

44 www.bvg-menzel.de


eit mit Ihrem Unternehmen wenigsten einen

digitalen Mindeststandard?

Ja, eine elektronische Basis, die eine Erfassung

der Artikel erlaubt, muss sein.

Logistische Kompetenz und digitales Knowhow

sind demnach die Geschäftsfelder, auf

denen Sie gegenüber dem Wettbewerb punkten

können. Aber gewiss kommen in den

nächsten Jahren weitere Schwierigkeiten auf

die Branche zu, denen Sie sich stellen müssen?

Einiges zeichnet sich jetzt schon ab. Zum Beispiel

steigen die Ansprüche an den Service enorm.

Nicht nur im B-to-C-Bereich, sondern verstärkt

auch beim B-to-B. Um diese Kundenwünsche zu

befriedigen, sind wir gefordert, unser Dienstleistungsangebot

weiter zu optimieren und flexibel

zu gestalten. Eine andere Aufgabe wird sein, den

CO2-Ausstoß der LKW drastisch zu senken.

Dann betrachten Sie die E-Mobilität auch im

Speditionsgeschäft für eine sinnvolle Alternative?

In jedem Fall. Als Unternehmen, das seine Verantwortung

für die Umwelt ernst nimmt, streben

wir aktiv Kooperationen an, um den E-Truck auf

die Straßen zu bringen. Gerade für den Nahverkehr

wären diese Fahrzeuge hervorragend geeignet.

Im Gegensatz zum Gigaliner, dem ich aufgrund

der Infrastruktur hierzulande geringe

Chancen einräume.

Noch steht Selcuk

Taskin und seinen

Leuten nur die

Lagerfläche am

Standort Sprockhövel

zur Verfügung.

Das wird

sich in absehbarer

Zeit ändern.

Denn auf dem

ehemaligen

22.500 qm großen

Metro-Gelände

in Wuppertal

baut Taskin auf

einer Fläche von

10.000 qm ein

weiteres Lager.

Läuft alles nach

Plan, werden die

ersten Waren im

dritten Quartal

2018 im neuen

Objekt bewegt

werden. Spätestens

Ende 2022

soll die Gesamtfläche

am neuen

Standort in Betrieb

genommen

sein.

Sie beschäftigen zurzeit 96 Mitarbeiter. Bilden

Sie auch aus?

Das machen wir – aus gutem Grund. Indem wir

unseren eigenen Nachwuchs ausbilden, bekommen

wir entsprechend qualifizierte Mitarbeiter,

die den hohen Anforderungen in unserem Unternehmen

vollauf gerecht werden.

Gibt es für Sie aktuell einen Grund zum

Ärgern?

Keine Frage: Die aktuelle Baustellensituation auf

Autobahnen und Bundesstraßen nervt kolossal.

Wir müssen daher stets mit Behinderungen rechnen,

die nicht vorherzusehen sind. Klar, dass dies

die Effizienz und das Ergebnis beeinträchtigen

kann. Besonders ärgerlich ist nicht allein die

schlechte Koordination zwischen Stadt und Land,

sondern vor allem die lange Dauer von Sperrungen.

Markantes Beispiel ist die Leverkusener

Brücke auf der A 1, die bereits seit 2014 für den

LKW-Verkehr geschlossen ist. Für uns ein schwer

nachvollziehbarer Umstand, zumal allein durch

die Maut genügend Mittel zur Verfügung stehen

sollten, um die Rheinquerung zu sanieren.“

Das Gespräch führte Brigitte Waldens

Foto: Günter Lintl

Gebr. Taskin Logistic GmbH

Hoppe 1

45549 Sprockhövel

Fon 02339 9079100

Fax 02339 9039118

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der Bergische Unternehmer 04|17 45


BERGISCHES LAND GEHT AUS

Wanderer, kommst du

nach Düssel …

… versäume nicht, Einkehr zu halten. Die historischen Kutscherstuben liegen unmittelbar

am Bergischen Wanderweg – auch der beliebte Panorama-Radweg führt direkt

daran vorbei. Ein Grund mehr für Ausflügler, Familien und die zahlreichen

Stammgäste, hier Station zu machen und auf gut bergisch zu speisen.

46 www.bvg-menzel.de


Frank Hamann

spricht mit seinem

Angebot viele Gäste

an. Zur Geschäftserweiterung

hat er

jede Menge Ideen.

Ihren Namen bekam die Traditionsgaststätte

im idyllisch-dörflichen Düssel von Leo, dem

Kutscher, der das 1628 erbaute Fachwerkhaus

seinerzeit bewohnte. Seit rund 30 Jahren

als Restaurant geführt, übernahm Frank Hamann

2012 die Kutscherstuben und brachte neuen

Schwung in den Betrieb. Konsequent nutzte der

Mann vom Fach den Charme der geschichtsträchtigen

Location, um daraus ein liebenswertes altbergisches

Kleinod zu gestalten. Offenes Ständerwerk,

geschwärzte Balken und antikes Interieur

schaffen ein Ambiente, in dem sich jeder Gast sofort

wohlfühlt. Und entsprechend lange bleiben

möchte. „Mit Bedacht halten wir unser Haus so

lange offen, bis der letzte Besucher gehen will“,

begründet Frank Hamann die kundenfreundlichen

Öffnungszeiten. Von Montag bis Samstag gibt es

von 12 bis 22 Uhr durchgehend warme Küche;

sonntags wird dazu ab 9 Uhr ein reichhaltiges

Frühstück serviert.

Teller voll Geschmack

Wer Appetit auf Bodenständiges aus der Region

hat, wird auf der Speisekarte schnell fündig. Vorab

zum Beispiel eine kräftige Kartoffelsuppe nach

Großmutters Rezept, dann ein Bergischer Pfannkuchen

mit Mettwurst und Spiegelei oder ein

zünftiges Bierkutscher-Gulasch mit Spätzle und

Gurkensalat für den großen Hunger und zum Dessert

ein Grießbrei mit Früchten - wie damals bei

Muttern zu Hause. Dazu ein dunkles Bergisches

Landbier und zur Abrundung einen Neandertaler

Kräuterschnaps. Immer am Montag werden Sparibs

aufgetischt. Dienstag trifft man sich zum Reibekuchen-Schmaus

mit Apfelmus und Lachs.

Süsse Verführung auf bergisch

Lust auf selbstgebackenen Kuchen, frische Waffeln

oder auf „Koffeedrenken mit allem Dröm un

Dran“? Auch dafür sind die Kutscherstuben die

richtige Adresse. „Die Bergische Kaffeetafel bieten

wir ab vier Personen an. Eine Voranmeldung

ist allerdings nötig“, erklärt Frank Hamann. Überhaupt

ist es sinnvoll, einen Tisch reservieren zu

lassen. Zwar bietet das Lokal Platz für 64 Personen,

wobei im Außenbereich bei schönem Wetter

noch einmal 70 weitere Plätze hinzukommen.

Doch wenn Wandergruppen oder viele Gästen auf

einmal vorbeischauen, sind alle Stühle rasch belegt.

Alte Burg in neuem Glanz

Während die Kutscherstuben vorzugsweise private

Gäste ansprechen, bietet das aktuelle Projekt

von Frank Hamann gerade auch Unternehmen

eine interessante gastronomische Alternative.

Denn der junge Manager investiert zurzeit in das

gegenüberliegende denkmalgeschützte Haus Düssel.

Von dem ehemaligen Rittersitz sind nach dem

Krieg nur noch die Vorburg aus Stallungen und

das Verwalterhaus erhalten geblieben. Nach wechselvollen

Jahren will Frank Hamann dem Anwesen

nun zu neuem Glanz verhelfen. Doch die Realisierung

der Pläne ist so einfach nicht. „Wir

stehen vor einer beachtlichen Herausforderung“,

berichtet der Gastronom. „Denn einerseits haben

wir vor, mehr Licht und Offenheit in das ehrwürdige,

aber dunkle Gemäuer zu bringen. Andererseits

wollen wir so wenig wie möglich an der imposanten

Kulisse verändern.“

Nach Fertigstellung der aufwendigen Restaurierungsarbeiten

wird das neuerstandene Haus Düssel

ein angesagter Treffpunkt für Events, Betriebsfeiern,

Tagungen und Geschäftsessen werden. Mit

300 Plätzen steht dann für Veranstaltungen aller

Art reichlich Platz zur Verfügung. Auch für Gelegenheiten

zur Übernachtung ist gesorgt

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Günter Lintl

Willkommen in Düssel bei Frank Hamann und seinem siebenköpfigen

Team. In den historischen Kutscherstuben ist

genau der richtige Platz, um die bergische Küche zu genießen.

Alle Zutaten stammen aus der Region und werden

frisch nach traditionellen Rezepten zubereitet. Qualität, die

Lob verdient. Das dachten sich auch die Restaurantkritiker

von Gourmets International Paris, die das Restaurant wiederholt

mit zwei Sternen auszeichneten.

Restaurant + Cafe

Kutscherstuben

Dorfstraße 6

42489 Wülfrath-Düssel

Fon 02058 7822809

Net www.kutscherstuben-wuelfrath.de

der Bergische Unternehmer 04|17 47


FÜR SIE ENTDECKT SÜDTIROL

Foto: Rene Gruber

Frühlingsgefühle

in Alto Adige

48 www.bvg-menzel.de


Die Seiser Alm ist die größte Hochalm

Europas. Sie liegt in den Dolomiten in

Italien, rund 20 Kilometer nordöstlich

von Bozen. Den Wanderer eröffnet sich

ein beeindruckendes Panorama.

Der Frühling lässt grüßen in Südtirol rund um die Hauptstadt Bozen. Rund 300

Sonnentage zählt die Region im Jahr. Schon im April klettert das Thermometer

auf angenehme 20 Grad, im Mai werden bereits Temperaturen von warmen 25

Grad erwartet. Gute Bedingungen, um die Gegend zu Fuß zu entdecken.

der Bergische Unternehmer 04|17 49


FÜR SIE ENTDECKT SÜDTIROL

Wenn die Natur buchstäblich aufblüht,

halten sich die Touristenströme noch zurück.

Insofern ist das Frühjahr die ideale

Reisezeit, um die Region in „Alto

Adige“ in all seinen Facetten kennenzulernen. Wanderwege

und die hervorragende Gastronomie lassen

sich in Ruhe und mit Muße erkunden. Der Weg vom

Brenner bis Bozen ist gesäumt von vielen kleinen Ortschaften,

angefangen von Sterzing über Brixen bis

nach Colmar. Hier bieten sich zahlreiche Abstecher an,

um die Umgebung ausgiebig zu erkunden. Bis Bruneck

ist es nicht weit, auf der anderen Seite liegt das

Grötner-Tal und Kastelruth - bekannt durch seine

Spatzen. Die Hauptsaison beginnt im Mai und endet

im Oktober. Die Temperaturen hängen in Südtirol

stark von den Regionen ab. Diesbezüglich vielverspre-

RGB - Ihr Profi Fotograf aus Südtirol

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Ein gelehrter Fotograf & Künstler der Architekten, Hoteliers und

Innenarchitekten in einer breiten Palette an fotografischen Leistungen

unterstützt. Architektur Fotografie mit Stil. Mit einer Kombination aus

traditioneller Kameratechnik, dem Fotografieren zu gezielter Tageszeit

und fortgeschrittenen Nachbearbeitungsmethoden habe ich


einen weitgehendst einzigartigen Stil der Architektur-Fotografie entwickelt.

Dabei verwende ich sowohl natürliches als auch künstliches

Licht, um Innen- und Außenräume künstlerisch optimal zu erfassen.

Meine Mission ist es die Architektur von ihrer besten Seite zu präsentieren.

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habe das geschulte Auge um Architektur und Ihre Umgebung in all seiner-

Schönheit abzulichten.

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chend sind die Landstriche, wo Wein angebaut wird.

Das italienische Bozen versprüht Charme und südländisches

Flair gleichermaßen. Wer Natur liebt und

gleichzeitig auf urbanes Flair nicht verzichten will, ist

hier genau an der richtigen Adresse. Die Stadt bietet

eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten wie die

Altstadt, Burgruinen oder Museen und Einblicke in

eine wechselvolle Geschichte. Gleichzeitig begegnen

sich hier die Kulturen Italiens und Deutschlands, was

einen besonderen Reiz ausmacht.

Pizza am Brunnen

Hotelerie und Gastronomie lassen keine Wünsche offen.

Auch die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind

groß. Fahrradtouren sind hier genauso möglich, wie

ausgedehnte Wanderungen oder Spaziergänge auf einer

der abwechslungsreichen Promenaden. Das gesamte Infrastrukturnetz

ist für Radtouristen ausgelegt, ebenso

die Herbergen am Rand des Tals. Überdies schätzen die

Gäste die Qualitäten „Bolzanos“ auch als Einkaufsstadt.

Viele Geschäfte punkten mit großem Sortiment und

laden zu einem ausgedehnten Shoppingbummel ein.

Neben den exklusiven Boutiquen in den Laubengängen

trifft man sich vor allem samstags auf dem zentral gelegenen

Lebensmittel- und Blumenmarkt, sitzt mit einem

Stück Pizza am Brunnen und hält die Nase in die Sonne.

Kurzum: Das „Tor zu den Dolomiten“ bietet reichlich

Abwechslung und Erholung und ist daher auch als

Familienurlaub sehr zu empfehlen.

Text und Fotos: BVG

Bozen bietet besonders

mit seiner

pittoresken

Altstadt (Fotos

oben und oben

links) viel Aufenthaltsqualität

und Charme.

Nicht weit ist es

bis Colma (Fotos

(2) Mitte und unten

links). Da

lohnt sich auch

eine Radtour.

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Communication e.K., Remscheid,

Hägener Str. 57, 42855 Remscheid.

(Im- und Export von Haushaltswaren

und Freizeitartikel aller Art aus

und nach China.). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift: Hägener Str. 57,

42855 Remscheid. Inhaber: Dunkel,

Thomas, Remscheid, *26.03.1965.

27.03.2017 HRA 24494: Brattig Immobilien

KG, Solingen, Martinstraße

55, 42655 Solingen. (ist die Verwaltung

und Vermietung eigenen Vermögens,

insbesondere von Grundbesitz.).

Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Martinstraße

55, 42655 Solingen. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter ist befugt, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Persönlich haftender Gesellschafter:

Brattig, Torben, Solingen,

*22.11.1964.

29.03.2017 HRA 24495: Justloveme

e.K., Haan, Rheinische Str. 13-15,

42781 Haan. (Verkauf von Modeaccessoires,

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Schuhen). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift:

Rheinische Str. 13-15, 42781 Haan.

Inhaber: Held, Birivan, Solingen,

*14.09.1980.

30.03.2017 HRA 24496: IGV Handwerkerservice

e.K., Wuppertal,

Vohwinkeler Str. 112, 42329 Wuppertal.

(das Facility-Management,

der Garten- und Landschaftsbau,

die Ausführung von Malerarbeiten

und die Vermittlung von Haushaltsund

Putzhilfen). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift: Vohwinkeler

Str. 112, 42329 Wuppertal. Inhaber:

Brückner, Andreas Leonardo, Wuppertal,

*23.07.1978.

30.03.2017 HRA 24497: VFI KG, Haan,

Am Höfgen 13, 42781 Haan. Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Am Höfgen 13, 42781 Haan.

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter ist

befugt, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

vorzunehmen. Persönlich

haftender Gesellschafter: Fiedler,

Volker, Solingen, *16.03.1944; Fiedler,

Waltraud, Solingen, *08.12.1947.

Einzelprokura: Fiedler, Steffen,

Haan, *27.06.1975.

31.03.2017 HRA 24498: Stromnetzgesellschaft

Mettmann mbH &

Co. KG, Mettmann, Am Schwarzen

Pferd 10, 40822 Mettmann. (Gegenstand

des Unternehmens ist der

Erwerb, die Anpachtung, die Verpachtung,

der Betrieb, die Planung,

der Bau sowie die Errichtung und

Instandhaltung von Stromnetzen.).

Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Am Schwarzen Pferd 10,

40822 Mettmann. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:

Stromnetzverwaltungsgesellschaft

Mettmann mbH, Mettmann

(Amtsgericht Wuppertal HRB

28055), Die Komplementärin ist im

Verhältnis zur Gesellschaft von den

Beschränkungen des § 181 Alt. 1

BGB befreit. Die Geschäftsführer der

Komplementärin sind im Verhältnis

zur Gesellschaft von den Beschränkungen

des § 181 Alt. 2 BGB befreit.

27.03.2017 HRB 28055: Stromnetzverwaltungsgesellschaft

Mettmann

mbH, Mettmann, Am Schwarzen

Pferd 10, 40822 Mettmann. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 10.01.2017.

Geschäftsanschrift: Am Schwarzen

Pferd 10, 40822 Mettmann. Gegenstand:

Die Übernahme der persönlichen

Haftung und der Geschäftsführung

bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die Beteiligung als

persönlich haftende geschäftsführende

Gesellschafterin an der Stromnetzgesellschaft

Mettmann mbH &

Co. KG. Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Die Geschäftsführer sind

befugt, im Namen der Gesellschaft

Rechtsgeschäfte mit sich als Vertreter

der Stromnetzgesellschaft Mettmann

mbH & Co. KG abzuschließen.

Geschäftsführer: Dr. Abs, Ludger,

Düsseldorf, *09.06.1958.

28.03.2017 HRB 28058: Vorwerk &

Co. zwölf GmbH, Wuppertal, Mühlenweg

17-37, 42270 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

03.02.2017. Geschäftsanschrift:

Mühlenweg 17-37, 42270 Wuppertal.

Gegenstand: Der Erwerb, das

Halten, die Verwaltung, Vertretung,

Geschäftsführung und die Veräußerung

von und der Handel mit Beteiligungen

an Gesellschaften aller Art

im In- und Ausland, die Gewährung

von Darlehen und anderen Formen

finanzieller Unterstützung an ihre

Beteiligungsgesellschaften sowie

die Verwaltung eigenen Vermögens.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Ge-

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der Datei kann vom Verlag keine Gewähr

übernommen werden.

schäftsführer gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Hickmann, Matthias, Velbert,

*24.04.1964; Weidt, Rainer, Wuppertal,

*23.02.1966. Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer

oder einem anderen Prokuristen: Enk,

Birgit, Haan, *29.10.1959; Koll, Ralf,

Köln, *26.05.1960; Paul, Daniela, Essen,

*22.01.1971.

28.03.2017 HRB 28059: PostElbe

GmbH, Wuppertal, In der Fleute 53,

42389 Wuppertal. Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 01.08.2013, mehrfach

geändert. Die Gesellschafterversammlung

vom 08.02.2017 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Abs. 1. (Firma und Sitz) und

mit ihr die Sitzverlegung von Lauenburg/Elbe

(bisher Amtsgericht Lübeck

HRB 15599 HL) nach Wuppertal

beschlossen. Geschäftsanschrift: In

der Fleute 53, 42389 Wuppertal. Gegenstand:

Logistikdienstleistungen,

internationaler Handel mit Waren aller

Art. Stammkapital: 50.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Ye, Liyun, Düsseldorf,

*10.09.1985, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

28.03.2017HRB 28059: PostElbe

GmbH, Wuppertal, In der Fleute

53, 42389 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 01.08.2013,

mehrfach geändert. Die Gesellschafterversammlung

vom 08.02.2017 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Abs. 1. (Firma und

Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Lauenburg/Elbe (bisher Amtsgericht

Lübeck HRB 15599 HL) nach

Wuppertal beschlossen. Geschäftsanschrift:

In der Fleute 53, 42389

Wuppertal. Gegenstand: Logistikdienstleistungen,

internationaler

Handel mit Waren aller Art. Stammkapital:

50.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer:

Ye, Liyun, Düsseldorf, *10.09.1985,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

28.03.2017 HRB 28061: H.J.S. Vertrieb

UG (haftungsbeschränkt),

Wuppertal, Wettiner Straße 6

f, 42287 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 07.03.2017. Geschäftsanschrift:

Wettiner Straße 6

f, 42287 Wuppertal. Gegenstand:

Unternehmensberatung, Fashion

Consulting sowie der Handel mit

Textilien. Stammkapital: 500,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

die Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Seesemann,

Jürgen, Wuppertal, *17.12.1938, mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen..

28.03.2017 HRB 28062: VR Quest

GmbH, Erkrath, Millrather Weg

77, 40699 Erkrath. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 17.02.2017. Geschäftsanschrift:

Millrather Weg 77,

40699 Erkrath. Gegenstand: Der

Betrieb von Virtual Reality-Zentren

sowie Handel mit Virtual Reality-

Hardware und Software. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Koltun, Dimitri, Krefeld,

*01.01.1984; Zavodnik, Dmitrij,

Erkrath, *10.03.1976, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

29.03.2017 HRB 28063: Gimpel Industriebeteiligungen

GmbH, Wuppertal,

Am Britten 4, 42327 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

07.03.2017. Geschäftsanschrift: Am

Britten 4, 42327 Wuppertal. Gegenstand:

Die Beteiligung an Industrieunternehmen

aller Art. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Backhaus, Torsten,

Wuppertal, *10.07.1970, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

29.03.2017 HRB 28064: NK-Immobilien

GmbH, Solingen, Heiliger Born

59, 42653 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 02.07.2008 Die

Gesellschafterversammlung vom

19.01.2017 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in Abschnitt

I. Ziffer 2 und mit ihr die Sitzverlegung

von Leichlingen (bisher

Amtsgericht Köln HRB 63487) nach

Solingen beschlossen. Geschäftsanschrift:

Heiliger Born 59, 42653

Solingen. Gegenstand: Der Erwerb

und die Veräußerung, Verwaltung,

Vermietung und Verpachtung sowie

sonstige Verwertung von Grundstücken

und grundstücksgleichen Rechten.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

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Geschäftsführer: Eggert, Nicole,

Solingen, *24.06.1975, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

29.03.2017 HRB 28065: Carl Gommann

Verwaltungs GmbH, Remscheid,

Dreiangelstraße 29, 42855

Remscheid. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 08.03.2013, mehrfach

geändert. Die Gesellschafterversammlung

vom 09.02.2017 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Ziffer (2) (Firma und

Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Düsseldorf (bisher Amtsgericht

Düsseldorf HRB 69865)

nach Remscheid beschlossen. Geschäftsanschrift:

Dreiangelstraße

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29.03.2017 HRB 28068: Bruchhaus

Dach- & Holztechnik GmbH, Solingen,

Olgastr. 7, 42699 Solingen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

09.03.2017. Geschäftsanschrift:

Olgastr. 7, 42699 Solingen. Gegenstand:

Die Durchführung von Dacharbeiten

und Zimmerarbeiten aller

Art sowie Bauklempnerarbeiten

im Bereich der Dachentwässerung

und Metalldächer sowie Montage

von Solar/Fotovoltaikanlagen auf

Dächern. Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Bruchwww.hotel-hoelterhoff.de

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29, 42855 Remscheid. Gegenstand:

Der Erwerb, die Veräußerung und

das Halten und Verwalten von Beteiligungen

aller Art sowie sämtliche

damit im Zusammenhang

stehenden Geschäftshandlungen.

Stammkapital: 1.491.400,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Dr. Karlsohn, Markus, Kamen,

*21.11.1972; Raabe-Nöll, Julia,

Remscheid, *16.07.1971, jeweils

einzelvertretungsberechtigt mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

29.03.2017 HRB 28066: Taxi Ads UG

(haftungsbeschränkt), Velbert, Heimstättenweg

34, 42551 Velbert. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 16.02.2017.

Geschäftsanschrift: Heimstättenweg

34, 42551 Velbert. Gegenstand: Die

Entwicklung und Verarbeitung von

Werbung. Stammkapital: 500,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

die Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Özkan, Mahmut,

Wuppertal, *01.07.1971, mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

29.03.2017 HRB 28067: AKGÜC Transport

& Logistik GmbH, Wuppertal,

Clausenstr. 39a, 42285 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 22.02.2017.

Geschäftsanschrift: Clausenstr. 39a,

42285 Wuppertal. Gegenstand: Die

Durchführung von Transport-, Speditions-

und Logistikdienstleistungen

mit Kraftfahrzeugen, die einschließlich

Anhänger kein höhere zulässiges

Gesamtgewicht als 3,5 Tonnen haben.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Akkaya, Hanife, Wuppertal,

*15.09.1992, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

haus, Stefan, Solingen, *07.01.1963,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Der Übergang

der vor Übernahme des Geschäfts

im Betriebe des Geschäfts

des Vorinhabers entstandendenen

Verbindlichkeiten und Forderungen

auf den Erwerber ist ausgeschlossen.

30.03.2017 HRB 28069: Böcker Metall

GmbH, Velbert, Siemensstraße

33, 42551 Velbert. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 27.01.2017. Geschäftsanschrift:

Siemensstraße

33, 42551 Velbert. Gegenstand: Das

Be- und Verarbeiten von Metallteilen,

insbesondere die Schleiferei,

die Grundierung, die Lackierung

die Konservierung von Metallteilen

sowie der Handel mit Industriewaren

und deren Import und Export.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Bestellt als Geschäftsführer: Leistenschneider,

Gerd, Gelsenkirchen,

*29.12.1956, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Böcker,

Martin, Gladbeck, *19.09.1956. Einzelprokura:

Böcker, Martin, Gladbeck,

*19.09.1956.

30.03.2017 HRB 28070: SHG Cosmetics

GmbH, Solingen, Cronenberger

Str. 58 a, 42651 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 11.01.2017.

Geschäftsanschrift: Cronenberger

Str. 58 a, 42651 Solingen. Gegenstand:

Der Vertrieb von Friseurbedarf

und Kosmetikartikeln jeglicher

Art mit allen, typischer Weise anfallenden

Tätigkeiten und Nebentätigkeiten.

Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Saccente,

Rosa, Altamura / Italien, *14.11.1977,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsge-

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Das Justizministerium des Landes NRW veröffentlicht

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Saccente, Domenico, Solingen,

*01.12.1969.

31.03.2017 HRB 28071: Schafffix

GmbH, Wuppertal, Zur Kaisereiche

56, 42349 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 24.02.2017.

Geschäftsanschrift: Zur Kaisereiche

56, 42349 Wuppertal. Gegenstand:

Dienstleistungen rund um Haus

und Tier. Die Gesellschaft kann alle

Geschäfte vornehmen, die mit dem

vorstehenden Zweck im weitesten

Sinne zusammenhängen oder diesem

zu dienen geeignet sind. Die

Gesellschaft darf andere Unternehmen

gleichen oder ähnlichen Gegenstandes

übernehmen, sich an

ihnen beteiligen und ihre Geschäfte

führen. Sie ist zur Errichtung

von Zweigniederlassungen befugt.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Rüdiger,

Beate, Wuppertal, *30.12.1968;

Stemmler, Holger, Wuppertal,

*30.10.1967, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

31.03.2017 HRB 28072: Wießner &

Eichner Garten- und Landschaftsbau

GmbH, Wuppertal, Bouterwekstraße

9, 42327 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

24.02.2017. Geschäftsanschrift:

Bouterwekstraße 9, 42327 Wuppertal.

Gegenstand: Der Betrieb

eines Garten- und Landschaftsbauunternehmens.

Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Eichner, Siegfried,

Düsseldorf, *04.07.1974; Wießner,

Bernd Udo, Wuppertal, *31.07.1954,

jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

31.03.2017 HRB 28073: Friese

Beteiligungs-GmbH, Remscheid,

Industriehof Trecknase 9, 42897

Remscheid. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 28.02.2017. Geschäftsanschrift:

Industriehof Trecknase

9, 42897 Remscheid. Gegenstand:

Der Erwerb und die Verwaltung

von Beteiligungen sowie die Übernahme

der persönlichen Haftung

und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,

insbesondere

die Beteiligung an der „Malergeschäft

Friese GmbH & Co. KG“ mit

dem Sitz in Remscheid, die den

Betrieb eines Malergeschäftes

zum Gegenstand hat. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Friese, Volker,

Remscheid, *23.10.1967; Martin,

Jennifer, Remscheid, *22.11.1989,

jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

31.03.2017 HRB 28075: DNC Services

GmbH, Solingen, Helenenstraße

16a, 42697 Solingen.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

03.01.2013, mehrfach geändert.

Die Gesellschafterversammlung

vom 01.03.2017 hat die Änderung

des Gesellschaftsvertrages in §

1 Absatz (2) (Firma und Sitz der

Gesellschaft) und mit ihr die Sitzverlegung

von Langenfeld (bisher

Amtsgericht Düsseldorf HRB 75190)

nach Solingen beschlossen. Geschäftsanschrift:

Helenenstraße

16a, 42697 Solingen. Gegenstand:

Vermittlung von Dienstleistungsaufträgen,

Verwalten von Gebäuden,

Gebäudemanagement, Projektmanagement,

Beratung von

Dienstleistungsgesellschaften,

Beteiligung an branchenähnlichen

Gesellschaften, Gebäudesanierungen,

Vermittlung von Dienstleistungs-

und Bauaufträgen, Durchführung

von Ausschreibungen und

Vergabe von Dienstleistungen an

Fremdfirmen, ausgenommen sind

Tätigkeiten nach § 34c GewO, Beteiligungen

an Gesellschaften,

Verwaltung von Firmen und deren

Vermögen, Haus- und Immobilienverwaltung,

Beratung und Begleitung

von Investitionsträgern aus

dem Aus- und Inland, Handel mit

Immobilien, Sanierung von Immobilien

durch Fremdfirmen, Entwicklung

von jeglichen Projekten im

Dienstleistungsbereich, Erstellen

von Businessplänen für Existenzgründer,

Instandsetzung von Gebäuden,

Fuhrpark-Management, Gebäudemanagement

und -reinigung

sowie der Handel mit Reinigungsmaterial

und -maschinen. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Dinc, Ersoy, Solingen,

*20.11.1972, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

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03.04.2017 HRB 28078: MeTra-

Serv UG (haftungsbeschränkt),

Mettmann, Schellenberg 1, 40822

Mettmann. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 24.01.2017. Geschäftsanschrift:

Schellenberg 1, 40822

Mettmann. Gegenstand: Die Krankenbeförderung

nach § 49 PBefG

sowie der medizinische Transportdienst

(Transport von Blut, Gewebeproben,

medizinischen Geräten

usw.). Stammkapital: 500,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Lodovici,

Natascha, Erkrath, *02.11.1964,

einzelvertretungsberechtigt mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

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