13.04.2017 Aufrufe

Unser beste Seit'n April 2017

KultiWirte-Zeitung

KultiWirte-Zeitung

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

Alles Essig<br />

Begonnen hat es mit<br />

<strong>beste</strong>m Most. Den<br />

braucht es, um<br />

<strong>beste</strong>n Essig zu machen.<br />

Doch beides in einem<br />

Haus ist gar nicht so einfach.<br />

Die Essigmacherinnen<br />

haben es in Gutau<br />

trotzdem geschafft.<br />

Seite 5<br />

Alles wissen<br />

Dr. Meinhard Lukas<br />

ist der Johannes<br />

Kepler Universität<br />

in Linz und dankbar für<br />

das, was er lernen durfte.<br />

Zum Dank ist er jetzt<br />

Rektor, auch wenn ihm die<br />

Wissenschaft wohl lieber<br />

wär.<br />

Seite 2<br />

Kräuter überall<br />

Hinterm Landhotel<br />

Grünberg am See<br />

in Gmunden gibt<br />

es Wiesen und Wälder<br />

voller Kräuter. Was davon<br />

besonders gut schmeckt,<br />

das nehmen die Teilnehmer<br />

am Kochkurs gleich<br />

mit in die Küche.<br />

Seite 3<br />

KultiWirt für die Maus<br />

www.KultiWirte.at<br />

P.b.b. · 03Z035409S<br />

Verein der KultiWirte, 4020 Linz, Hessenplatz 3<br />

unser<strong>beste</strong>Seit’n<br />

Knapp vier Jahre durfte ich als<br />

Obmann der KultiWirte arbeiten.<br />

Nach den Vereinsstatuten ist<br />

es nun an der Zeit, dass der Obmann<br />

wechseln muss. So bedanke<br />

ich mich herzlich für die gute<br />

Zusammenarbeit und die tolle<br />

Zeit !<br />

Den KultiWirten bleibe ich<br />

selbstverständlich treu – und freue<br />

mich, weiterhin im Vorstandsteam<br />

mitzuarbeiten dürfen.<br />

Wirtshauszeitung der OÖ KultiWirte<br />

<strong>April</strong> <strong>2017</strong> Ausgabe 46<br />

Gratisexemplar<br />

Gottfried Spitzer<br />

Ich freue mich auf die Arbeit als<br />

Obmann der KultiWirte, die sich<br />

kompromisslos der typisch oberösterreichischen<br />

Wirtshauskultur<br />

verschrieben haben. Frische, saisonale<br />

Küche mit regionalen<br />

Produkten ist weiterhin ein großer<br />

Bestandteil der KultiWirte genauso<br />

wie der Stammtisch und der<br />

Wirt und die Wirtin als Seele des<br />

Hauses und Ansprechperson. Verstärkt<br />

möchten wir gemeinsame<br />

Schmankerl-Wochen ins Leben<br />

rufen und unter der starken Marke<br />

KultiWirte gemeinsam bewerben.<br />

Denn eines ist klar, miteinander<br />

arbeiten und die Kraft der Gruppe<br />

zu nutzen, macht viel mehr Spaß<br />

und bringt uns alle nachhaltig,<br />

qualitativ weiter.<br />

Karl Wögerer<br />

Wo die wilden<br />

Wasser toben<br />

Wasser war viele hundert Jahre lang ein wichtiges Transportmittel.<br />

Und an fast jedem Fluss<br />

gab es Engstellen und<br />

Schwierigkeiten, mit<br />

denen die Schiffleute zurecht<br />

kommen mussten: Der Traunfall<br />

bei Roitham, auf dem die Salzschiffer<br />

sich einer hölzernen<br />

Gasse anvertrauen mussten, um<br />

nach Stadl-Paura zu kommen.<br />

Der Donaustrudel bei Grein,<br />

bei dem die Schiffer und ihre<br />

Fahrgäste dem Herrgott gedankt<br />

haben, wenn sie den Strudel<br />

unbeschadet durchfahren haben.<br />

Und die Enns – ein tief eingeschnittener<br />

Wildfluss, an dem<br />

die Flösser zusehen mussten,<br />

wie sie hunderte der schweren<br />

Bloche zuerst ins Wasser<br />

brachten und dann wieder<br />

an Land.<br />

Was sich seither geändert hat,<br />

an der Traun, an der<br />

Enns und an der Donau<br />

– das lässt sich heut<br />

prächtig vom Wirtshaus<br />

aus beobachten.<br />

Eine Reise zu KultiWirten<br />

am Fluss finden Sie auf den<br />

Seiten 4, 6 und 8.<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n<br />

www.kultiwirte.at


Raum<br />

zum<br />

Leben<br />

Eine Universität soll mehr sein als ein Platz zum Lernen und<br />

zum Arbeiten. Wir haben mit Rektor Meinhard Lukas gesprochen,<br />

von der Johannes Kepler Universität Linz. Über die Liebe zum<br />

Zivilrecht und die Freude am perfekten Schnitzel.<br />

Viele Felder, ein paar Wiesen<br />

und dahinter der Wald:<br />

So hat sie ausgesehen die<br />

Umgebung des Schlosses Auhof<br />

vor zweihundert Jahren. Der Wald<br />

ist geblieben, das Schloss und der<br />

Teich davor. Doch auf den Feldern<br />

sind in den vergangenen fünfzig<br />

Jahren die Gebäude der Johannes<br />

Kepler Universität gewachsen.<br />

Als Meinhard Lukas hier zu studieren<br />

beginnt, Ende der 1980er-<br />

Jahre, da interessiert er sich<br />

eigentlich für Betriebswirtschaft –<br />

„... ich wollt in Richtung Management<br />

gehen. Relativ rasch hab ich<br />

aber festgestellt, dass die Rechtswissenschaft<br />

meine Leidenschaft<br />

ist.“ Und auch wenn der Vater<br />

Strafrichter in Wels war – „meine<br />

Liebe gehört dem Zivilrecht.“<br />

Lukas ist heut noch dankbar für<br />

seine akademischen Lehrer: „Ich<br />

denk zurück an eine perfekte Betreuung<br />

durch sehr namhafte Professoren.<br />

Ans Studierenkönnen<br />

in Kleingruppen. – „Und mit der<br />

Professur für Zivilrecht hab ich<br />

schließlich meinen Traumjob bekommen.“<br />

Warum landet einer<br />

nach vielen Jahren im „Traumjob“<br />

doch noch im zweiten Stock des<br />

Schlosses Auhof – und damit<br />

auch als Rektor doch irgendwie in<br />

der Ver waltung? „Weil man seiner<br />

Universität sehr viel verdankt<br />

und auch einmal einen Beitrag<br />

leisten soll – wie sich die Universität<br />

weiterentwickeln kann“,<br />

sagt Meinhard Lukas.<br />

Und auch wenn sich die Zahl<br />

der Studierenden seit seiner Studienzeit<br />

in Linz fast verdoppelt hat,<br />

auf rund zwanzigtausend – „den<br />

persönlichen Kontakt zwischen<br />

Lehrenden und Studierenden,<br />

den gibts bis heute.“<br />

Was sich noch verbessern soll<br />

an der Universität ? Mehr Studierende<br />

von außerhalb Österreichs<br />

wünscht sich der Rektor – und<br />

dass auch mehr österreichische<br />

Stu dierende ihre Erfahrungen<br />

im Ausland sammeln.<br />

Auch die Idee vom Campus –<br />

von der Universität, die Lebensraum<br />

ist und nicht nur Studienstätte<br />

und Arbeitsort, diese Idee<br />

soll weiter greifen. In den vergangenen<br />

Jahren war die Universität<br />

sehr mit dem Wachstum beschäftigt.<br />

Jetzt soll auch Platz zum<br />

Wohlfühlen entstehen. So wie mit<br />

dem Teichwerk – einem schwimmenden<br />

Restaurant im Universitäts-Teich.<br />

Für Meinhard Lukas<br />

waren seine ersten zwei Rektorats-<br />

Jahre eher vom Arbeits-Kaffee geprägt,<br />

als vom Genießen: „Das ist<br />

un vermeidlich aber schlecht. Das<br />

Ziel ist wieder ein regelmäßiges<br />

Mittagessen.“ Und ein Traum,<br />

wenn das auch noch „in einem<br />

Wirtshaus mit alter Wirtsstube<br />

wär. Dann eher einfache Gerichte<br />

aber gut gemacht. Und ein gut gezapftes<br />

Bier, im Idealfall ein Pils.“<br />

Zum Selberkochen kommt<br />

Meinhard Lukas nur am Wochenende<br />

– „dann aber mit großem<br />

Vergnügen.“ Auch da orientiert er<br />

sich an dem, was er bei seiner<br />

Mutter gesehen hat – „einfache<br />

Gerichte aber perfekt zubereitet –<br />

Schnitzel, Schweinsbraten, Krautwickler.<br />

Wenn es irgendwie geht<br />

Biofleisch und Gemüse vom<br />

Südbahnhofmarkt. Je mehr aus<br />

der Region, umso lieber.“<br />

Die Universität für alle.<br />

Die Hauptbibliothek der<br />

Johannes Kepler Universität ist<br />

während des Semesters von Montag<br />

bis Donnerstag von 8.30 bis<br />

20 Uhr geöffnet, Freitag bis 18<br />

Uhr, Samstag bis 16 Uhr. Viele<br />

Angebote der Bibliothek sind<br />

auch online zu benützen.<br />

Mehr dazu unter www.jku.at/<br />

UB/content.<br />

Zum Essen und Trinken gibts<br />

vielfältige Angebote – von der<br />

Mensa der Hauptuniversität, über<br />

eine italienische Bar bis zum<br />

Teichwerk. Mehr dazu unter www.<br />

jku.at und www.teichwerk.at.<br />

Mehr zur Geschichte der<br />

Johannes Kepler Universität Linz<br />

finden Sie im Buch 50 Jahre<br />

Johannes Kepler Universität Linz.<br />

Eine „Hochschule neuen Stils“,<br />

von Maria Wirth, Andreas Reichl<br />

und Marcus Gräser, erschienen im<br />

Böhlau Verlag.<br />

Univ.-Prof Dr. Meinhard<br />

Lukas ist seit Herbst 2015<br />

Rektor der Johannes Kepler<br />

Universität Linz. Schon<br />

während seiner Studienzeit hat<br />

Lukas als Studienassistent am<br />

Institut für Zivilrecht gear beitet.<br />

Neben seiner Arbeit als<br />

Wissenschaftler und Universitätslehrer<br />

hat Lukas seit 2013<br />

das Projekt einer medizinischen<br />

Fakultät für Linz geleitet.<br />

Für die Verbindung von der<br />

Theorie an der Universität zur<br />

Praxis hat Dr. Meinhard Lukas<br />

die DMLG gegründet, eine<br />

Firma, die angewandte Forschung<br />

auf dem Gebiet des<br />

Privatrechts betreibt. Und die<br />

schon des öfteren in öffentlichkeitswirksamen<br />

Fällen tätig<br />

war. Zum Beispiel für die Eurofighter<br />

Jagdflugzeug GmbH, als<br />

es darum ging, ob der Vertrag<br />

für die Lieferung der Flugzeuge<br />

aufgelöst werden kann.<br />

2 <strong>April</strong> <strong>2017</strong>


Von der Grünbergwiese<br />

in die<br />

Kräuterküche<br />

Gleich hinterm Landhotel Grünberg am See liegen Wiesen und<br />

Wälder mit vielen Kräutern. Bei einer Wanderung mit der Naturvermittlerin<br />

Christine Dattenböck werden die gesammelt und<br />

anschließend gemeinsam verkocht.<br />

Das Landhotel Grünberg<br />

am See kennen viele Menschen<br />

– von Seminaren,<br />

Feiern, Hochzeiten – und nicht<br />

zuletzt durch Ingrid Pernkopfs<br />

viele Kochbücher und ihre Kochtipps<br />

im Fernsehen.<br />

Vergangenes Jahr ist Ingrid leider<br />

verstorben. „Es geht zum<br />

Glück weiter, es geht jeden Tag<br />

weiter. Aber natürlich fehlt sie“,<br />

sagt ihr Mann Franz Pernkopf.<br />

Sohn Michael und Tochter<br />

Claudia führen zusammen mit<br />

ihm das Landhotel weiter in<br />

Ingrids Sinn.<br />

Dazu gehört, dass immer jemand<br />

aus der Familie im Haus<br />

präsent ist – Ruhetag gibts im<br />

Landhotel keinen und warme<br />

Küche von Mittag bis neun Uhr<br />

abends. Das funktioniert nur mit<br />

verlässlichen Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern. „Die sind unser<br />

Kapital“, sagt Franz Pernkopf:<br />

Wir haben viele Mitarbeiter, die<br />

schon fünfzehn, zwanzig Jahre<br />

bei uns sind, zwei sogar seit mehr<br />

Nougatsoufflee mit<br />

Holunder und Mango<br />

Zutaten<br />

Nougatsoufflee<br />

÷130 ÷ ml Milch<br />

÷100 ÷ g Nougat – klein<br />

geschnitten<br />

÷ ÷ 40 g Butter<br />

÷ ÷ 40 g Mehl<br />

÷ ÷ 4 Eier<br />

÷ ÷ 60 g Kristallzucker<br />

Mangosauce<br />

÷1 ÷ Mango<br />

÷ ÷ 2 Esslöffel Orangensaft<br />

÷ ÷ 40 ml Holunderblütensirup<br />

Zubereitung<br />

Mango schälen, in kleine Stücke<br />

schneiden und mit dem Orangensaft<br />

und dem Holunderblütensirup<br />

aufkochen. Dann mit dem<br />

Stabmixer pürieren und Sauce<br />

auskühlen lassen.<br />

Für das Soufflee Milch aufkochen<br />

und das Nougat darin<br />

schmelzen. Butter in einer Pfanne<br />

schmelzen. Mehl zugeben,<br />

zusammen rösten bis die Masse<br />

goldbraun wird. Danach mit<br />

der Milch-Nougat-Mischung<br />

vermengen.<br />

Die Eier trennen. Die Dotter<br />

zur Nougatmischung geben und<br />

gut verrühren. Die Eiklar mit<br />

Zucker zu einem cremigen<br />

Schnee schlagen. Den Schnee<br />

unter die Nougatmischung<br />

heben und in die gefetteten und<br />

ausgezuckerten Formen füllen<br />

(Formen nur zu etwa drei Viertel<br />

befüllen).<br />

Im vorgeheizten Backrohr<br />

bei 180 Grad zirka 20 Minuten<br />

backen.<br />

Mangosauce auf die Teller<br />

gießen. Soufflee aus der Form<br />

auf den Teller stürzen und mit<br />

Staubzucker bestreuen.<br />

als fünfundzwanzig Jahren.“ Für<br />

einen guten Übergang hat Ingrid<br />

Pernkopf auch in ihrer Kochschule<br />

gesorgt: Die wird von<br />

Maria Miglbauer und Sandra<br />

Humer weitergeführt.<br />

Heuer gastiert „Naturschauspiel“<br />

im Landhotel Grünberg: Dabei<br />

lässt sich die Natur an den<br />

schönsten Plätzen des Landes<br />

erwandern und erleben – und<br />

hier am See lässt sie sich auch verkosten.<br />

Christine Dattenböck wandert<br />

mit den Gästen auf die Hänge des<br />

Grünberges: „Wir erforschen den<br />

geschmacklichen Reichtum der<br />

Wiesen- und Waldböden. Und wir<br />

sammeln so manche Köstlichkeit<br />

an Wildkräutern, Wildgemüsen<br />

und Früchten. Im Mittelpunkt<br />

steht dabei das Erkennen, achtsame<br />

Ernten und Vorbereiten von<br />

Wildpflanzen für die Küche.<br />

Zum Abschluss eines genussvollen<br />

Tages kochen wir gemeinsam in<br />

,Ingrids Kochstudio‘ ein Wildkräutermenü,<br />

das zur Jahreszeit<br />

passt.“<br />

Die erste der Naturschau-Spiel<br />

Wanderungen beginnt am Freitag,<br />

21. <strong>April</strong> um 13 Uhr. Weitere<br />

Termine am 5. Mai, 9. Juni und<br />

1. September.<br />

Infos und Anmeldung unter<br />

www.naturschauspiel.at.<br />

Wenn Sie mehr probieren<br />

möchten aus Österreichs Mehlspeisküche<br />

– dazu gibts einen<br />

Kurs in Ingrid Pernkopfs Genusskochschule<br />

mit Alexander Höss-<br />

Knakal am Sonntag, 30. <strong>April</strong> von<br />

13 bis 17.30 Uhr.<br />

Rezepte dazu finden Sie im<br />

Buch „Österreichische Mehlspeisen.<br />

Rezepte für alle Jahreszeiten“.<br />

Erschienen im Pichler Verlag.<br />

Landhotel Grünberg am See<br />

Franz & Michael Pernkopf<br />

Traunsteinstraße 109<br />

4810 Gmunden<br />

T 0 76 12 / 777 00 F DW 33<br />

hotel@gruenberg.at<br />

www.gruenberg.at<br />

RT kein Ruhetag<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n www.kultiwirte.at 3


Neu bei den KultiWirten<br />

Der Wirt am Traunfall<br />

Mehr als hundert Jahre ist der Gasthof Kastenhuber in Desselbrunn<br />

schon im Familienbesitz. Schon etliche hundert Jahre vorher sind<br />

die Schiffleute gern eingekehrt in der „Flößertaverne zu Viecht“.<br />

Die Traun als Verkehrsweg,<br />

die war für die Salzschiffe<br />

wohl seit Urzeiten wichtig.<br />

Bloß hat sich der Fluss quergelegt<br />

an manchen Stellen – mit Stromschnellen,<br />

mit Engstellen und<br />

nördlich von Laakirchen gar mit<br />

einem zwölf Meter hohen Fall.<br />

Hier musste das Salz von den<br />

Schiffen umgeladen werden auf<br />

Saumpferde.<br />

Die Besitzer der Saline, die Flößer,<br />

die Salzhändler, sie alle haben<br />

sich viel einfallen lassen, damit<br />

der Salztransport möglichst gut<br />

und schnell laufen konnte. So<br />

haben sie den Traunfall schiffbar<br />

gemacht – mit einem kühnen<br />

Kanal, das erste Mal wohl vor siebenhundert<br />

Jahren.<br />

Und dann haben sie diese Schiffspassage<br />

noch eleganter gelöst: Sie<br />

haben die Salzschiffe am Ende<br />

der gefährlichen Strecke wieder<br />

verwendet – und mit Pferdekraft<br />

die Traun entlang hinauf gezogen.<br />

Die ganze Gegend – weit über<br />

Roitham und Desselbrunn hinaus<br />

– war geprägt vom Salzhandel.<br />

Das Holz ganzer Wälder war gewidmet<br />

für die Erhaltung des<br />

schiffbaren Falls. Mit der Eisenbahn<br />

hat sich das auf einen Schlag<br />

geändert – die war schneller und<br />

billiger.<br />

Die Familie Kastenhuber stammt<br />

noch von Fallflößern und Floßmeistern<br />

ab. Und die Kastenhubers<br />

haben die alte Flößertaverne über<br />

vier Generationen beständig ausgebaut.<br />

So gibts heut eine Gastterrasse<br />

direkt über der Traun.<br />

Und bei schönem Wetter sieht<br />

man bis dorthin, wo der Fluss<br />

herkommt – ins Tote Gebirge, ins<br />

Höllengebirge.<br />

Ein Familienbetrieb ist der Gasthof<br />

bis heute geblieben, sagt<br />

Rudolf Kastenhuber: „Ja – aber<br />

ohne die acht hervorragenden<br />

Mitarbeiter geht nichts.“<br />

„Wir bieten Hausmannskost –<br />

verfeinert, neu interpretiert“, sagt<br />

Küchenchefin Margit Kastenhuber.<br />

So ist hier am Traunfall<br />

natürlich Fisch immer ein Thema,<br />

dazu Lamm vom Gnigler in<br />

Rutzenmoos, Rotwild von der<br />

Familie Schobesberger in Desselbrunn.<br />

Wer schon länger zum Wirt am<br />

Traunfall kommt, der weiß, dass<br />

die Kastenhubers ihren Lieferanten<br />

oft seit Jahrzehnten verbunden<br />

sind: So gibts seit je<br />

her Meinl Kaffee. Und seit die<br />

Gmundner Brauerei zugesperrt<br />

hat, kommt das Bier aus Zipf.<br />

Und das sind mittlerweile schon<br />

wieder fünfzig Jahre.<br />

Platz ist im Wirtshaus am<br />

Traun fall auch für größere Reisegruppen,<br />

für Hochzeiten.<br />

Und dann gibts noch gemütliche<br />

Zimmer. Schließlich liegt<br />

nicht nur der Traunfall vor der<br />

Haustür: Der Traun-Radweg führt<br />

direkt am Wirtshaus vorbei. Nach<br />

Norden ists nicht weit zur Dreifaltigkeitskirche<br />

und zum Schiffleutmuseum<br />

in Stadl-Paura, nach<br />

Süden gehts zum Papiermachermuseum<br />

in Laakirchen. Und<br />

wer dem Fluss noch näher sein<br />

will – gleich neben dem Gasthof<br />

Kastenhuber liegt seit über<br />

zwanzig Jahren die Flusstauchbasis<br />

Traunfall. <br />

Gasthof Kastenhuber<br />

Margit & Rudolf Kastenhuber<br />

Viecht 8<br />

4693 Desselbrunn<br />

T 0 76 73 / 60 36<br />

landgasthof@kastenhuber.at<br />

www.kastenhuber.at<br />

RT Mo<br />

Gratis-Abo!<br />

((<br />

Ja, ich will die „Beste Seit’n“ der<br />

KultiWirte gratis abonnieren.<br />

Name<br />

Adresse<br />

Telefon<br />

eMail<br />

((<br />

Das wär doch auch ein KultiWirt:<br />

Name, Ort<br />

... oder per eMail: info@kultiwirte.at<br />

Antwortkarte<br />

Verein der<br />

KultiWirte<br />

Hessenplatz 3<br />

4020 Linz<br />

Bitte<br />

frankieren !<br />

Wir suchen die <strong>beste</strong>n<br />

Wirte. Die KultiWirte<br />

möchten gern Oberöster<br />

reichs <strong>beste</strong><br />

Wirt Innen unter ihrem<br />

Dach versammeln.<br />

Wenn Sie einen Wirt<br />

wissen, der hier fehlt<br />

und bei dem Sie<br />

meinen, das wär doch<br />

auch ein<br />

richtiger<br />

Kulti Wirt,<br />

dann schlagen<br />

Sie uns den doch<br />

vor – hier auf der<br />

Karte.<br />

Ausschneiden,<br />

einsenden und<br />

gratis lesen !<br />

Zweierlei Filet vom Fisch<br />

Zutaten<br />

÷ ÷ 8 Fischfilets je nach Saison,<br />

á zirka 120 g<br />

÷ ÷ 400 g Rundkornreis<br />

÷ ÷ 80 g Zwiebeln<br />

÷100 ÷ g Butter<br />

÷125 ÷ ml Weißwein<br />

÷120 ÷ g Parmesan, gerieben<br />

÷1.250 ÷ ml Fond hell<br />

(Gemüse oder Huhn)<br />

÷ ÷ Salz, Pfeffer<br />

(weiß gemahlen)<br />

Zubereitung<br />

Feingeschnittene Zwiebeln<br />

in 60 g Butter leicht anlaufen<br />

lassen. Reis beigeben, bei<br />

milder Hitze glasig rösten.<br />

Mit Wein aufgießen, einkochen<br />

lassen. Dann immer wieder<br />

mit Fond aufgießen, so dass<br />

der Reis immer bedeckt ist.<br />

Unter oftmaligem Rühren<br />

garen. Der Reis soll bissfest<br />

sein, die Kon sistenz cremig.<br />

Salzen, pfeffern, die restliche<br />

Butter und den Parmesan unterrühren.<br />

Garzeit ist zirka 15 bis<br />

20 Minuten.<br />

Fischfilets auf beiden Seiten<br />

in heißem Öl anbraten.<br />

4 <strong>April</strong> <strong>2017</strong>


Sauer macht lustig.<br />

Guten Most braucht es, damit guter Essig entstehen kann.<br />

So haben sich im Mühlviertel drei Frauen zu den<br />

„ Essigmacherinnen“ zusammengeschlossen.<br />

Alle drei haben viel Erfahrung in der Obstverarbeitung.<br />

Das Essigmachen hat Eva<br />

Eder und Barbara Peterseil<br />

schon lange interessiert.<br />

Bloß war das daheim auf ihren<br />

Betrieben in Tragwein und in<br />

Luftenberg nicht möglich.<br />

Zu groß war die Gefahr, dass sich<br />

die Essigsäurebakterien ihren Weg<br />

auch in die Mostkeller suchen.<br />

Bei Birgit Stutz von der Brennerei<br />

Dambachler in Gutau ist die<br />

Gefahr gering: Was beim Dambachler<br />

lagert, ist so hochprozentig,<br />

damit haben die Bakterien<br />

keine rechte Freude.<br />

So wird beim Pankrazhofer<br />

und beim Bio-Obstbau Peterseil<br />

wie eh und je Most gemacht. Der<br />

kommt dann zu Birgit Stutz in<br />

die Essigmaschine. Gereift wird<br />

der Essig dann wieder beim Pankrazhofer.<br />

Vier Sorten vermarkten die Essigmacherinnen<br />

derzeit:<br />

÷ ÷ Naturtrüber Mostessig<br />

Leicht süßlich, sehr fruchtig,<br />

nach dem Apfel ist noch die<br />

Birne zu schmecken.<br />

÷Apfelessig ÷ im Eichenfass gereift<br />

– Mostäpfel und Tafeläpfel<br />

geben Volumen und Frucht<br />

zugleich. Das ganze wird nach<br />

sechs Monaten Reife im Holzfass<br />

noch harmonischer.<br />

÷Apfelessig ÷ mit Blütenhonig<br />

Essig und Honig bilden eine<br />

gute Kombination, vor allem<br />

wenn sie miteinander reifen<br />

dürfen.<br />

÷ ÷ Birnenbalsam-Essig<br />

Birnen essig und eingedickter<br />

Birnensaft, da sind die Birnen<br />

zu schmecken und zu riechen.<br />

Der Ton nach Kletzenbirnen<br />

kommt vom Dicksaft.<br />

Eines ist für alle vier Sorten<br />

gleich. – Im Fruchtessig sind der<br />

Geschmack, der Duft und die<br />

Farbe der Früchte enthalten.<br />

„Und – ich brauch für <strong>beste</strong>n Essig<br />

auch den <strong>beste</strong>n Most“, sagt Eva<br />

Eder. Das beginnt schon beim<br />

Obst: Aus mittelmäßigem Obst<br />

wird nur ein mittelmäßiges Produkt.<br />

Da hab ich keine Fruchtigkeit.“<br />

Und deshalb sorgen sich die<br />

Essigmacherinnen auch um den<br />

Obst-Nachschub: „Wir garantieren,<br />

dass wir in Bio-Qualität jeden<br />

Apfel und jede Birne kaufen: Wir<br />

zahlen gut – ich bekomm sauberes<br />

Obst und ich bekomm ein<br />

sauberes Produkt.“<br />

Vorausgesetzt der Most war gut,<br />

dann kommt aus der Essigmaschine<br />

auch schon ganz ordentlicher<br />

Essig. Der wird mit zunehmender<br />

Lagerung aber noch spannender.<br />

Wenn es irgendwie geht, lassen<br />

die Essigmacherinnen von jeder<br />

Charge ein Fass liegen. Zweihundert<br />

bis dreihundert Liter sollen<br />

in aller Ruhe reifen können. Zwischendurch<br />

wird immer wieder<br />

verkostet – und im Labor getestet.<br />

Mit dem Birnenbalsam-Essig<br />

der Essigmacherinnen hat Josef<br />

Zotter übrigens eine eigene Schokolade<br />

kreiert: Dunkle Bergmilchschokolade<br />

mit einer Creme aus<br />

Balsamessig, Honig und Butter<br />

und einem Balsamessig-Gelee.<br />

Schokolade, die erfrischt.<br />

Das sagen die Essigmacherinnen<br />

auch vom Essig selbst: Die drei<br />

haben Fasten-, Abnehm- und Entschlackungstipps<br />

auf ihrer Homepage<br />

zusammengestellt. Zum<br />

Beispiel den: Einen Tee löffel Bio-<br />

Apfelessig – zehn bis fünfzehn<br />

Minuten vor jeder Mahlzeit eingenommen.<br />

Essig wirkt verdauungsfördernd:<br />

Die Mahlzeit kann besser<br />

aufge nommen werden und in<br />

der Regel isst man auch weniger.<br />

Mehr dazu unter<br />

www.essigmacherinnen.at.<br />

Zu haben sind die Produkte der<br />

Essigmacherinnen unter anderem<br />

im Hofladen beim Pankrazhofer<br />

in Tragwein und bei über hundert<br />

weiteren Bezugsquellen –<br />

www.pankrazhofer.at. <br />

Verbreitet in der Küche:<br />

Essig aus Erdgas<br />

Das was bei uns als billiger<br />

„Säureessig“ auf den Tisch<br />

kommt, hat übrigens auch<br />

seinen Ursprung im Labor:<br />

Das ist industriell hergestellte<br />

Essigsäure, die solang verdünnt<br />

wird, bis sie uns nicht<br />

mehr den Gaumen verätzt.<br />

Grundlage dafür ist Methanol<br />

(Industriealkohol), der zum<br />

Großteil aus Erdgas gewonnen<br />

wird.<br />

Mitten drin zwischen den Mostmachern,<br />

den Edelbrandbrennern<br />

und den Essigmacherinnen liegt<br />

auch ein KultiWirt:<br />

Landgasthaus „Zum Edi“ e. U.<br />

Eduard Priemetshofer<br />

St.-Oswalder-Straße 3<br />

4293 Gutau<br />

T 0 79 46 / 63 02<br />

zum-edi@aon.at<br />

www.zum-edi.eu<br />

RT Mo ab 14 Uhr + Di<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n www.kultiwirte.at 5


Neu<br />

bei den<br />

Kulti-<br />

Wirten<br />

Wenn ein Lehrling<br />

zurück kommt.<br />

Florian Kurzmann hat im Gast hof Zur Traube in Grein gelernt.<br />

Vor zwei Jahren ist er zu seinem Lehrherrn zurückgekommen.<br />

Zusammen mit seiner Frau Sabrina hat er das Traditionswirtshaus<br />

übernommen. Und KultiWirte sind die beiden jetzt auch.<br />

Mit dem Radweg hat er begonnen,<br />

der Tourismus<br />

in Grein. In den 1990er-<br />

Jahren war der Donau-Radweg<br />

durchgehend asphaltiert: „Es hat<br />

jeder vermietet, der ein freies<br />

Zimmer gehabt hat.“ Damals ist<br />

auch das alte Wirtshaus hinter<br />

der Greinburg zur heutigen Größe<br />

gewachsen.<br />

Hier – nicht weit von seinem<br />

Heimatort Pabneukirchen – hat<br />

Florian Kurzmann seine Lehre als<br />

Koch und Kellner abgeschlossen.<br />

Und dann war er etliche Jahre<br />

lang auf Saison – am Arlberg. „In<br />

der Zwischensaison bin ich immer<br />

wieder heimgekommen – der<br />

Kontakt ist nie abgerissen.“<br />

Am Arlberg hat Florian auch<br />

seine Frau kennengelernt –<br />

Sabrina Schober, gebürtig aus<br />

Salzburg und ebenfalls gelernte<br />

Köchin.<br />

„Selbstständig sein“, das wollten<br />

beide: „Aber, dass es was in der<br />

Größe wird, das hätt ich mir nie<br />

gedacht“, sagt Florian: Vor zwei<br />

Jahren ging sein Lehrherr Johann<br />

Barth in Pension und da gabs die<br />

Gelegenheit den Gasthof zu übernehmen.<br />

Und der bietet immerhin<br />

Platz für hundertachtzig Personen.<br />

„Es ist ein Vorteil, dass wir beide<br />

eine Lehre gemacht haben. Wir<br />

kennen das Gefühl als Lehrling<br />

selber. Und wir wollen das, was<br />

wir selbst gelernt haben auch weitergeben.<br />

Umgekehrt kann man<br />

auch von den jungen Leuten<br />

lernen. Jetzt ist bei uns der Altersunterschied<br />

noch nicht so groß,<br />

aber in zehn, fünfzehn Jahren ...“<br />

Ayurveda in einem typisch<br />

östereichischen Wirtshaus ? „Das<br />

ist mit der Seniorchefin ins Haus<br />

gekommen“, sagt Florian Kurzmann:<br />

„Sie hat sich viel mit Heilfasten<br />

beschäftigt. Ayurvedische<br />

Gerichte gibts schon lange im<br />

Haus.“<br />

Und Sabrina Kurzmann setzt<br />

die Tradition fort: „Wir brauchen<br />

eh was Vegetarisches oder Veganes<br />

auf der Karte: Wer nach einem<br />

Gericht ohne Fleisch sucht, der<br />

bekommt sonst oft nur Gemüselaibchen,<br />

Salat oder Gemüse teller.“<br />

So gibts jetzt ein wechselndes ayurvedisches<br />

Tagesgericht und die<br />

ayurvedische Kraftsuppe. Alles<br />

möglichst nahe am Original –<br />

eigentlich sollten alle der sechs<br />

ayurvedischen Elemente oder<br />

Geschmacksrichtungen in einem<br />

Gericht enthalten sein: „Alle sechs<br />

werden wir nicht rein bringen,<br />

aber wir versuchen unser Bestes.“<br />

„Uns ist wichtig, dass die Stammgäste<br />

sich wohlfühlen, die wir<br />

übernommen haben, dass wir<br />

aber auch das junge Publikum<br />

zufrieden stellen“, sagt Florian.<br />

„Das Kotelett könnten wir nicht<br />

runter nehmen von der Karte und<br />

das knusprige Backhendl auch<br />

nicht.“<br />

Und wenn die Karte mit zwölf<br />

Hauptspeisen relativ klein ist,<br />

dann ist das Absicht: „Weil frisch<br />

gekocht wird.“ Die Zutaten<br />

kommen aus der Region – und<br />

das heißt in Grein oft aus Niederösterreich.<br />

Das Waldviertel ist<br />

nah mit Karpfen und Zander,<br />

Most und Säfte kommen aus dem<br />

Urltal, Gemüse aus Erlauf, die<br />

Eier aus Saxen und das Brot aus<br />

Florians Heimat Pabneukirchen.<br />

Damit auch die ganz jungen<br />

Gäste sich wohlfühlen bei der<br />

Familie Kurzmann gibts drinnen<br />

ein Spielzimmer, draußen einen<br />

Spielplatz.<br />

Wenn Sie mehr wissen wollen,<br />

was sich in und um Grein tut –<br />

das Stadt-Theater, Österreichs ältestes<br />

bürgerliches Theater, ist zu<br />

besichtigen. Und dort wird auch<br />

gespielt seit gut zweihundert<br />

Jahren – www.sommerspielegrein.at.<br />

Die Greinburg, gleich hinterm<br />

Gasthof zur Traube, ist trotz<br />

ihrem Namen mehr Schloss als<br />

Befestigung. Und das seit fünfhundert<br />

Jahren. Mehr Informationen<br />

über die Greinburg, das<br />

Schiffahrtsmuseum in der Burg<br />

und die Veranstaltungen dort<br />

unter www.schloss-greinburg.at.<br />

<br />

Gasthof Zur Traube<br />

Sabrina & Florian Kurzmann<br />

Greinburgstraße 6<br />

4360 Grein<br />

T 0 72 68 / 312 F DW 10<br />

info@zurtraube-grein.at<br />

www.zurtraube-grein.at<br />

RT Do (Oktober bis <strong>April</strong>)<br />

6<br />

<strong>April</strong> <strong>2017</strong>


z’sammtragn<br />

Bayern-Burger<br />

Im Gasthof Bayrischer Hof<br />

in Wels gibt es von 17. bis<br />

30. <strong>April</strong> <strong>beste</strong> Burger-Genüsse.<br />

Hausgemachtes Brät für den<br />

bayrischen Klassiker den Weißwurstburger<br />

oder einen internationalen<br />

Exoten, den Surf & Turf-<br />

Burger und viele mehr – werden<br />

liebevoll von Küchenchef Gerhard<br />

Debeutz aus <strong>beste</strong>m österreichischen<br />

Fleisch zubereitet.<br />

Reservierungen unter office@<br />

bayrischerhof.at oder 0 72 42 /<br />

472 14 (warme Küche von Montag<br />

bis Freitag von 17 bis 23 Uhr).<br />

Unter www.bayrischerhof.at<br />

finden Sie weitere Genusswochen<br />

wie die Maibock- und Spargelwochen<br />

oder Steak- & Salat­<br />

Wochen im Juni.<br />

Gasthof Bayrischer Hof<br />

Helmut Platzer<br />

Dr.-Schauer-Straße 21 – 23<br />

4600 Wels<br />

T 0 72 42 / 472 14 F DW 55<br />

office@bayrischerhof.at<br />

www.bayrischerhof.at<br />

RT Sa, So + Feiertag<br />

Zwei Spargel, vier Gänge<br />

Vom Lehnerwirt in Alkoven<br />

sinds nur ein paar Minuten<br />

zu den <strong>beste</strong>n Spargelfeldern<br />

im Land. Darum kocht<br />

Gernot Sames hier am Samstag,<br />

6. Mai ein 4-gängiges Spargel menu:<br />

÷ ÷ Spargelsalat mit Tannenwipfelmarinade<br />

und schwarzen Nüssen<br />

÷ ÷ Cappuccino vom Spargel<br />

÷ ÷ Duett vom Maibockschnitzerl<br />

und Maibockknödel mit<br />

grünem Spargel vom Grill<br />

und Leinölerdäpfeln<br />

÷ ÷ Karamellisierter Spargel mit<br />

Spargelcreme und Zitronenmelisseneis<br />

Dreißig Jahre Schrank<br />

in Peuerbach<br />

Die Wirte-Brüder Markus<br />

und Fritz Schrank leben<br />

die KultiWirte-Idee. Fritz<br />

und seine Frau Mara in Eschenau,<br />

Markus und Alexandra in Peuerbach.<br />

Dort gibts heuer das dreißigjährige<br />

Bestehen zu feiern. Und<br />

das machen die beiden Brüder<br />

traditionell gemeinsam. So wie<br />

sie auch ihre saisonalen Schwerpunkte<br />

miteinander abstimmen:<br />

Zum Beispiel mit Spargel und<br />

Maibock – Wild von Jägern aus<br />

Eschenau und Neukirchen.<br />

Ab dem Frühsommer dominieren<br />

Salatkreationen und leichte<br />

Grillgerichte die Karte.<br />

Ja und einen schattigen Gastgarten,<br />

den haben auch beide<br />

Wirtshäuser.<br />

Zum Edi – in neuem Glanz<br />

Das Landgasthaus Zum Edi<br />

in Gutau ist behutsam modernisiert<br />

worden. Nach<br />

fünf Monaten Bauzeit sind die<br />

Räume jetzt heller geworden, mit<br />

viel Holz und anderen Naturmaterialien,<br />

mit Lodenvorhängen.<br />

„Wir wollen ein Wirtshaus bleiben<br />

– jeder soll sich wohlfühlen“,<br />

sagt Edi Priemetshofer.<br />

Gleichgeblieben ist auch der<br />

Zusammenhalt im Betrieb: Die<br />

Mama werkt am Holzofen, der<br />

Vater zapft das Bier und Lehrling<br />

Thomas schupft mit Edi die<br />

Küche. Und bei den regionalen<br />

Köstlichkeiten brauchen sich die<br />

Gäste auch nicht umzugewöhnen:<br />

Milchlamm, Fohlen, Murbodner<br />

Rind, Weideschwein und Aisttalforelle<br />

begleiten durchs kulinarische<br />

Jahr.<br />

Martina Pöllitzer weiß, was dazu<br />

an Wein oder Bier am <strong>beste</strong>n<br />

passt.<br />

Der traditionelle Färbermarkt in<br />

Gutau ist heuer übrigens am<br />

Sonntag, 7. Mai. Und Ende Juni<br />

wird dann auch beim Edi nochmal<br />

kräftig gefeiert: Als Dank<br />

an die treuen Gäste und zum Einweihen<br />

der neuen Räume.<br />

Mehr Infos unter<br />

www.zum-edi.eu.<br />

Landgasthaus „Zum Edi“ e. U.<br />

Eduard Priemetshofer<br />

St.-Oswalder-Straße 3<br />

4293 Gutau<br />

T 0 79 46 / 63 02<br />

zum-edi@aon.at<br />

www.zum-edi.eu<br />

RT Mo ab 14 Uhr + Di<br />

Und ab 7. Mai gibt es dann<br />

noch mehr Spezialitäten vom<br />

Maibock aus dem Eferdinger<br />

Becken.<br />

Landgasthaus Lehnerwirt<br />

Gernot Sames<br />

Alte Hauptstraße 9<br />

4072 Alkoven<br />

T/F 0 72 74 / 63 38<br />

info@lehnerwirt.at<br />

www.lehnerwirt.at<br />

RT Di + Mi<br />

Schrank’s Wirtshaus<br />

Mara & Fritz Schrank<br />

Hasledt 11, 4724 Eschenau<br />

T 0 72 78 / 32 27 F 201 38<br />

eschenau@schranks.at<br />

www.schranks.at<br />

RT Mi + Do<br />

Schrank’s Wirtshaus<br />

Alexandra & Markus Schrank<br />

Hauptstraße 20, 4722 Peuerbach<br />

T 0 72 76 / 32 43 F DW 4<br />

peuerbach@schranks.at<br />

www.schranks.at<br />

RT So Abend + Mi<br />

Das kannst Dir einrexen !<br />

Andreas Windner von<br />

Ed. Kaisers Gasthaus in<br />

Mauthausen hat die Redewendung<br />

ernst genommen: Bei<br />

ihm gibts jetzt etliche Gerichte<br />

aus der Wirtshausküche im Rexglas.<br />

Haltbar gemacht nur durch<br />

Hitze und gut zum Mitnehmen.<br />

Die Anregung kam von den<br />

Gästen, die immer vom Windnerschen<br />

Beuschel schwärmten.<br />

Selten macht sich aber jemand<br />

die Mühe und kocht sich selbst<br />

ein Beuschel.<br />

Einen Wirtshausladen für Wein,<br />

Edelbrände, Öl und Kaffee gibts<br />

beim Windner ohnehin schon.<br />

Nun ist der Laden eben gewachsen.<br />

Kalbs- und Schweinsbeuscherl<br />

gibts jetzt im Rexglas, aber auch<br />

Ragouts, Gulasch und Sugo.<br />

Das meiste davon in unterschiedlichen<br />

Portionsgrößen.<br />

Eduard Kaiser’s Gasthaus<br />

Gabi & Andreas Windner<br />

Vormarktstraße 67<br />

4310 Mauthausen<br />

T/F 0 72 38 / 22 94<br />

geniessen@edkaisers-gasthaus.at<br />

www.edkaisers-gasthaus.at<br />

RT Mo + Di, Mi – Sa 11 – 14 Uhr<br />

und 18 – 24 Uhr, So 10 – 15 Uhr<br />

Gasthaus Cagitz<br />

Nicole & Josef Cagitz<br />

Mühlbachstraße 91<br />

4063 Hörsching<br />

T 0 72 21 / 722 94 F DW 4<br />

gasthaus@cagitz.at<br />

www.cagitz.at<br />

RT Mo ab 14 Uhr + Di<br />

Bogenparcours<br />

in Schicklberg<br />

Kegelbahnen gibts schon<br />

lange im Landhotel<br />

Schicklberg, Spielplätze<br />

drinnen und draußen auch. Dazu<br />

Asphaltstockbahnen und Eisbahnen<br />

im Winter.<br />

Rechtzeitig vor Ostern hat jetzt<br />

auch der hauseigene 3D-Bogenparcours<br />

geöffnet. Der ist geeignet<br />

für alle Bogensportfreunde – egal,<br />

ob Neuling und Interessent oder<br />

Profischütze.<br />

<strong>Unser</strong>e Bogensportlehrerin sorgt<br />

für die entsprechende Einschulung.<br />

Landhotel Grünberg am See<br />

Franz & Michael Pernkopf<br />

Traunsteinstraße 109<br />

4810 Gmunden<br />

T 0 76 12 / 777 00 F DW 33<br />

hotel@gruenberg.at<br />

www.gruenberg.at<br />

RT kein Ruhetag<br />

Um allen Widrigkeiten zu trotzen,<br />

bitten wir um festes, geschlosse nes<br />

Schuhwerk, Schuhputzstation<br />

vorhanden.<br />

1A Landhotel Schicklberg<br />

Familie Zacherl<br />

Schicklberg 1<br />

4550 Kremsmünster<br />

T 0 75 83 / 55 00<br />

landhotel@schicklberg.at<br />

www.schicklberg.at<br />

www.facebook.com/<br />

1A.Landhotel.Schicklberg<br />

RT kein Ruhetag<br />

Die haben was gelernt.<br />

Gäste sollen sich wohlfühlen<br />

bei den KultiWirten.<br />

Voraussetzung dafür ist,<br />

dass auch die Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter bei den Wirten<br />

ihre Arbeit gern machen.<br />

Mit wie viel Professionalität und<br />

Liebe das geschieht, das haben<br />

eben drei Lehrlinge bewiesen:<br />

÷Alexander ÷ Neulinger vom<br />

Gasthaus Cagitz in Hörsching<br />

schafft es, unter die Finalisten<br />

der Junior Koch Challenge zu<br />

kommen.<br />

÷ ÷ Jakob Urwanisch vom Landhotel<br />

Grünberg in Gmunden<br />

hat bei den Landesmeisterschaften<br />

„Silber“ erkocht.<br />

÷ ÷ Und im Gasthaus Süß in Oberkappel<br />

hat Dominik Süß seine<br />

Prüfung zum Biersommelier bestanden<br />

- er ist jetzt Österreichs<br />

jüngster Biersommelier.<br />

Wenn Sie oder Ihre Kinder sich<br />

auch für eine Lehrstelle bei einem<br />

KultiWirt interessieren – fragen<br />

Sie doch einfach nach bei Ihrem<br />

Wirt des Vertrauens: Die heimischen<br />

Gastronomielehrlinge genießen<br />

weltweites Ansehen. Das<br />

zeigen Sie auch immer wieder<br />

bei den „Euroskills“ – den Berufseuropameisterschaften.<br />

Gefragt<br />

sind die heimischen Lehrlinge wegen<br />

ihrer fachlichen Qualifikation<br />

und ihrer sozialen Fähigkeiten.<br />

Unternehmer wissen: Über den<br />

Erfolg eines Hotels oder Restaurants<br />

entscheidet primär das<br />

Erlebnis, das dem Gast geboten<br />

wird. Charmante und zuvorkommende<br />

Mitarbeiter sind<br />

der Garant dafür.<br />

Gasthof Süss<br />

Bettina & Johannes Süss<br />

Marktplatz 7<br />

4144 Oberkappel<br />

T 0 72 84 / 215 F 228 20<br />

info@gasthofsuess.com<br />

www.gasthofsuess.com<br />

RT Mo + Di bis 17 Uhr<br />

Big Band beim Hoisn<br />

Im Gastgarten vom Seegasthof<br />

Hois’n Wirt ist am Donnerstag,<br />

29. Juni ab18.30 Uhr ein<br />

Konzert der Big Band „Syndicate“<br />

aus Attnang-Puchheim. Big Band<br />

Sound vom Feinsten. Nur bei<br />

Schönwetter. Eintritt frei.<br />

Seegasthof-Hotel Hois’n Wirt<br />

Rosi, Hans & Johanna Schallmeiner<br />

Traunsteinstraße 277<br />

4810 Gmunden<br />

T 0 76 12 / 773 33 F DW 95<br />

reception@hoisnwirt.at<br />

www.hoisnwirt.at<br />

RT kein Ruhetag<br />

unser <strong>beste</strong> Seit’n<br />

www.kultiwirte.at<br />

7


Radln um den<br />

Nationalpark<br />

Vor zwanzig Jahren wurde der Nationalpark Kalkalpen gegründet.<br />

Wir haben uns dem Reichraminger Hintergebirge diesmal mit<br />

dem Fahrrad genähert. Schließlich liegen zwei Kultiwirte an den<br />

Toren zum Nationalpark, einer in Weyer, einer in Molln.<br />

Zwanzig Kilometer sind es<br />

vom Ort Molln bis in den<br />

Bodinggraben. Zwanzig<br />

Kilometer entlang der Krummen<br />

Steyrling – mit unzähligen hübschen<br />

Badeplätzen. Mit engen<br />

Nebentälern wie dem Hausbach,<br />

mit Talweitungen wie dem Jaidhaus.<br />

Hier herinnen finden Sie<br />

Schotterfluren voller Pestwurz,<br />

Narzissenwiesen und Magerrasen.<br />

Ein buntes Mosaik – geschaffen<br />

vom Fluss mit seinen Hochwässern<br />

und dem Menschen, der<br />

hier seit vielen hundert Jahren<br />

Landwirtschaft betrieben hat.<br />

Noch ein wenig weiter drin im<br />

Tal haben sich adelige Gutsherren<br />

eingekauft: Die Steyrer Grafen<br />

Lamberg, denen etliche tausend<br />

Quadratkilometer Wälder gehört<br />

haben zwischen Enns und Steyr.<br />

Die haben sich im Bodinggraben<br />

einen Jagdsitz geschaffen. Mit<br />

einem kleinen Jagdschloss, einer<br />

eigenen Kapelle und den Häusern<br />

für Jäger und Förster.<br />

Das Ensemble ist zum Großteil<br />

so erhalten geblieben, wie es<br />

vor gut hundert Jahren genutzt<br />

worden ist. Nationalparkjäger<br />

Michael Kirchweger und seine<br />

Frau Erni wohnen heut im kleinen<br />

Jagdschloss und sie führen<br />

gern durchs Haus und erzählen<br />

von der Zeit der „Fürsten in<br />

der Wildnis“. Vom Bodinggraben<br />

aus lässt sich gut weiterwandern –<br />

zum Beispiel hinauf zur Feichtau<br />

und auf die Gipfel des Sengsengebirges.<br />

Oder hinüber auf die Windischgarstner<br />

Seite des Sengsengebirges<br />

– am alten Kirchenweg über<br />

Steyrsteg und Haslers Gatter.<br />

Denn vom Bodinggraben aus<br />

ist das Garstnertal näher als das<br />

Mollner Becken.<br />

Vom Bodinggraben gehts über<br />

die Ebenforstalm auch hinüber<br />

ins Ennstal – zu Fuß auf Wanderwegen<br />

oder auf der Forststraße<br />

mit dem Fahrrad.<br />

Im Ennstal und im Reichraminger<br />

Hintergebirge ist für Menschen<br />

am Rad besonders gut gesorgt.<br />

Da führt eine Route zum Beispiel<br />

46 Kilometer weit auf den<br />

Spuren der Waldbahn. Ein Themenweg,<br />

der auf weiten Strecken<br />

tatsächlich die alte Bahntrasse<br />

nutzt – durch enge Schluchten,<br />

über kleine Brücken, durch<br />

Tunnels. Und das alles mit einer<br />

Steigung, die sich auf Schienen<br />

noch hat bewältigen lassen, also<br />

höchstens drei, vier Prozent.<br />

Draußen im Ennstal selbst ist das<br />

Radeln noch eleganter – auf dem<br />

Ennstal-Radweg.<br />

Ab 15. <strong>April</strong> sind die meisten<br />

der Mountainbikewege im<br />

Nationalpark Kalkalpen wieder<br />

zu befahren: Täglich von zwei<br />

Stunden nach Sonnenaufgang<br />

bis eine Stunde vor Sonnenuntergang.<br />

Nur der Langfirst ­<br />

weg – die Verbindung vom<br />

Haslers Gatter bei Windischgarsten<br />

zum Hengstpass öffnet<br />

erst am 1. Juni.<br />

Das Nationalpark-Besucherzentrum<br />

im Ennstal und das<br />

Nationalpark-Zentrum in Molln<br />

sind ab 28. <strong>April</strong> täglich geöffnet.<br />

Mehr Infos – auch zum Jubiläumsprogramm<br />

– unter www.<br />

kalkalpen.at. In der Wissensdatenbank<br />

der Österreichischen<br />

Nationalparks www.parcs.at/npk<br />

finden Sie auch viele Beiträge<br />

aus dem mittlerweile aufgelassenen<br />

Magazin des Nationalparks<br />

„Natur im Aufwind“. Bei<br />

den KultiWirten nah am Nationalpark<br />

können Sie bei Schönwetter<br />

im Kastanien-Gastgarten<br />

sitzen (Klausner, Molln) oder<br />

nah am rauschenden Dirnbach<br />

(Berger, Weyer). <br />

Gasthaus Berger<br />

Kristina & Helmut Wildling<br />

Hollensteiner Straße 14<br />

3335 Weyer<br />

T 0 73 55 / 62 94<br />

office@binbanberger.at<br />

www.binbanberger.at<br />

RT Mi + Do<br />

Landgasthof Klausner<br />

Christian Klausner<br />

Hafnerstraße 30, 4591 Molln<br />

T 0 75 84 / 399 33 F DW 20<br />

office@landgasthof-klausner.at<br />

www.landgasthof-klausner.at<br />

RT Mo<br />

Die OÖ KultiWirte bedanken sich bei folgenden Organisationen und Unternehmen!<br />

Impressum Herausgeber & Medieninhaber Verein der KultiWirte, 4020 Linz, Hessenplatz 3, www.KultiWirte.at Redaktion & Text Franz Xaver Wimmer, Steinbach am Ziehberg, info@KultiWirte.at Layout Atteneder Grafik Design, Steyr Verlagspostamt Linz Die Zeitung erscheint dreimal jährlich mit einer Auflage von 30.000 Stück.<br />

8 <strong>April</strong> <strong>2017</strong>

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!